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4C Group AB Audit Report / Information 2021

Jan 28, 2022

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Audit Report / Information

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Publication

4C Group AG

München

Jahresabschluss zum 31. Mai 2021

Lagebericht

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Die 4C GROUP AG berät das Management von Unternehmen bei der Gestaltung und Optimierung der Führungs- und Steuerungsinstrumente. Dies umfasst die Ableitung des Organisations- und Steuerungsmodells sowie der Steuerungsinformationen aus dem Geschäftsmodell, der Strategie und den Zielen des Unternehmens. Auf dieser Basis werden Managementprozesse sowie die Führungsorganisation einschließlich der Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten gestaltet und auf Basis des Zielbildes auch eine Transformationsstrategie abgeleitet. Um die Transparenz auf Zielgrößen und Hebel für das Management einsetzbar zu machen, müssen Instrumente und Informationen bereitgestellt werden. Hierzu gehören Ziel- und Vergütungssysteme ebenso wie Reporting, Risiko-Management-, Planungs- und Forecast-Instrumente. Seit März 2020 sind die Anforderungen an das Management durch die Bewältigung der Pandemie massiv gewachsen. Die Veränderungen durch die Umgestaltung der Gesellschaft und Wirtschaft zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und einer Vermeidung von CO2 -Emissionen impliziert weitere Herausforderungen, die durch das Management der Unternehmen bewältigt werden müssen.

Zum Leistungsportfolio der 4C GROUP AG gehört insbesondere neben der Analyse und Gestaltung der Prozesse und der Entwicklung der Führungsorganisation, die Schaffung der grundlegenden Zahlenbasis für Analysen und das Berichtswesen sowie die Implementierung von Instrumenten zur Unterstützung der Entscheidungsfindung, entweder situativ oder in regelmäßigen Zyklen durch Planung, Forecasting und Risiko-Management. Die bewusste Steuerung der Veränderung im sozialen und ökologischen Bereich bedarf neben der Transparenz auch insbesondere eine klare Vorgehensweise, um das Management auf die wichtigen Hebel und Ansatzpunkte zu fokussieren. Hierzu leisten die Frameworks und Vorgehensmodelle der 4C GROUP AG einen wesentlichen Beitrag.

Auch wenn Branchen unterschiedlich von den kurz- und langfristigen Veränderungen beeinflusst werden, sind die Instrumente in allen Branchen im Grundsatz ähnlich oder sogar gleich. Daher stellt sich die 4C GROUP AG branchenunabhängig auf und fokussiert auf die Unterstützung der Funktionen im Unternehmen. Hierbei nehmen der CFO, CIO und HR jedoch Schlüsselrollen ein, da es im Kern um die Führung von Menschen und faktenbasierte Steuerung und Entscheidungsfindung in einer immer stärker automatisierten und digitalisierten Welt geht.

Der wichtigste Erfolgsfaktor für die Beratung in diesen Bereichen ist die hohe Fachlichkeit und Erfahrung der Berater. Das ist der Fokus unserer Personalentwicklungsstrategie.

1.2 Wirtschaftsbericht

Für die grundsätzliche Entwicklung des Beratungsmarktes sind sowohl die allgemeine konjunkturelle als auch die branchenspezifische Lage wichtige Einflussparameter. Das liegt zum einen an der flexiblen Disponierbarkeit von Beratungsleistungen und zum anderen an den spezifischen Herausforderungen der jeweiligen konjunkturellen Lage. Im letzten Jahr haben die Einschränkungen der Pandemie zu zusätzlichen Herausforderungen geführt. Diese lagen sowohl in der Organisation der Zusammenarbeit mit unseren Kunden als auch der Gewinnung von Neukunden.

Im Kalenderjahr 2020 hat das statistische Bundesamt preisbereinigt einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von -4,6% (Vorjahr +0,6%) gemessen, der sich im ersten Quartal 2021 fortsetzte (-3,4%). Der Branchenverband BDU hat 2020 einen Rückgang des Geschäftsvolumens für Unternehmensberatungsleistungen von 3,2% (VJ +5,7%) berichtet.

Die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung für das Kalenderjahr 2020 waren sehr unterschiedlich. Das Management der 4C GROUP hatte sich auf eine längere rezessive Phase, die insbesondere das Jahr 2021 dominieren würde, eingestellt. Wir sehen allerdings auch, dass die Branchenentwicklungen sich sehr deutlich unterscheiden.

Für die 4C GROUP AG bedeutet die langfristige Entwicklung, dass wir konsequent

_ die Professionalisierung der Steuerungssysteme insbesondere bei neuen Geschäftsmodellen,

_ die Nutzung von Daten durch neue Analyse und Reporting-Technologien,

_ die Digitalisierung und Automatisierung von kaufmännischen Prozessen,

_ die Steuerung der IT sowie

_ die Erfüllung zunehmender Compliance und Governance-Anforderungen großer Organisationen

unterstützen. Bei diesen Themen baut die 4C GROUP AG ihre Positionierung deutlich aus.

Wir sehen, dass der Bedarf an professionalisierten Reporting- und Management-Instrumenten im Bereich der Nachhaltigkeit wachsen wird und außerdem viele Unternehmen vor großen Herausforderungen der neuen Arbeitsformen stehen werden. Diese Bereiche fokussieren wir aktiv.

1.3 Geschäftsverlauf

1.3.1 Ertragslage

In Tsd EUR WJ 20/21 WJ 19/20
Umsatzerlöse 15.571 14.921
Ergebnis vor Finanzergebnis 2.402 744
Finanzergebnis -407 7
Ergebnis vor Steuern 1.995 751
Jahresüberschuss 1.205 433

Der Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % zugenommen. Diese Zunahme ist ausschließlich auf eine Steigerung des Beratungsgeschäfts (ohne Intercompany und ohne weiterberechnete Reisekosten) um 1,03 Mio. EUR (+7,6 %) zurückzuführen. Der Handel mit Software-Lizenzen und der zugehörigen Software-Wartung entwickelte sich dagegen rückläufig: hier ist eine Abnahme von 96 Tsd EUR (-8,7 %) zu verzeichnen.

Der Aufwand für bezogene Waren hat sich entsprechend dem reduzierten Volumen des Handels mit Software-Lizenzen und Software-Wartung um 9 Tsd EUR ebenfalls verringert. Die Aufwendungen für den Einsatz von Fremdleistern haben dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Tsd EUR zugenommen. Unter Berücksichtigung der geringfügigen Skonti führt dies zu einem nahezu unveränderten Materialaufwand von 1,15 Mio. EUR (-0,2 %).

Der Personalaufwand ist deutlich um 5,6 % (+550 Tsd EUR) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben dagegen sehr deutlich um 1,18 Mio. EUR (-35,9 %) abgenommen.

In Summe hat sich das Ergebnis vor Finanzergebnis mehr als verdreifacht (+1.66 Mio. EUR).

Beim Finanzergebnis steht den Zinserträgen und Erträgen aus anderen Wertpapieren (32 Tsd EUR, VJ 40 Tsd EUR) ein saldierter Zinsaufwand aus der betrieblichen Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 17 Tsd EUR (VJ 21 Tsd EUR) gegenüber. Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Geschäftsjahr mit 420 Tsd EUR (VJ 0 Tsd EUR) berücksichtigt. Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zu einem Kurs über 100% gekauft wurden, waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen (VJ 11 Tsd EUR).

Außerdem ist ein geringer, unveränderter Zinsaufwand aus Mietavalen (1 Tsd EUR, VJ 1 Tsd EUR) zu verzeichnen.

1.3.2 Liquidität und Finanzausstattung

In Tsd EUR WJ 20/21 WJ 19/20
Jahresüberschuss 1.205 433
Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit 2.528 545
Investitionstätigkeit +108 -44
Finanzierungstätigkeit -31 -654
Veränderung der liquiden Mittel +2.605 -153
Liquide Mittel am Beginn der Periode 3.047 3.200
Liquide Mittel am Ende der Periode 5.652 3.047

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2020/2021 ein Mittelzufluss in Höhe von 2.605 Tsd EUR.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt sowohl sehr deutlich über dem Vorjahresniveau und als auch über dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Das Working Capital veränderte sich hierbei um 789 Tsd EUR: Im Wesentlichen resultiert dies aus einer Zunahme der operativen (+425 Tsd EUR), der langfristigen (+56 Tsd EUR) und der Steuerrückstellungen (+200 Tsd EUR) sowie der Verbindlichkeiten (+86 Tsd EUR) und einer Zunahme der Bestände (+27 Tsd EUR) und aus einer geringen Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-62 Tsd EUR).

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (Sach- und Finanzanlagen) erklärt sich im Wesentlichen aus Investitionen ins Sachanlagevermögen (168 Tsd EUR) sowie den Rückflüssen aus Finanzanlagen (211 Tsd EUR) und dem Saldo aus Rückflüssen an Zinsen und Tilgungen sowie Darlehenserhöhungen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt 66 Tsd EUR.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist der Saldo aus dem Kauf- und Verkauf von Aktien an Mitarbeiter (-30 Tsd EUR). Eine Ausschüttung wurde im Wirtschaftsjahr 2020/2021 nicht vorgenommen.

Die absehbaren vertraglichen Verpflichtungen aus Mieten für Infrastruktur und Kfz-Leasing für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 belaufen sich voraussichtlich auf 625 Tsd EUR.

Grundsätze des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der 4C GROUP AG hat zum Grundsatz, die Liquidität jederzeit sicherzustellen und in der Anlage keine Risiken einzugehen. Ziel des Finanzmanagements ist vor allem, finanzielle Mittel auch für Zeiten mit schlechterer Auftragslage schnell zur Verfügung zu haben. Wir haben erwartet, dass dieser Grundsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr einem Stresstest unterworfen werden würde. Daher haben wir entsprechend unseres Risiko-Managements eine Reihe von Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität getroffen. Diese Maßnahmen konnten im Laufe des Jahres sukzessive wieder zurückgenommen werden, da auf die Phase der Unsicherheit im ersten Quartal vier Quartale mit als normal zu bezeichnender Geschäftsentwicklung folgten. Die Gesellschaft konnte so sogar Liquidität aufbauen.

Beteiligungen dienen grundsätzlich strategischen Zielen zur Förderung unseres Kerngeschäftes.

1.3.3 Vermögens- und Finanzlage

In Tsd EUR 31.5.21 in % 31.5.20 in %
Anlagevermögen 2.874 23% 3.499 34%
Umlaufvermögen und übrige Aktiva 9.491 77% 6.924 66%
Gesamtvermögen 12.365 100% 10.423 100%
Eigenkapital 7.969 64% 6.794 65%
Rückstellungen 3.716 30% 3.035 29%
Verbindlichkeiten und übrige Passiva 680 6% 594 6%
Gesamtkapital 12.365 100% 10.423 100%

Die Bilanzsumme ist um 1.942 Tsd EUR auf 12.365 Tsd EUR gestiegen.

Das Anlagevermögen hat insgesamt um weitere 625 Tsd EUR (VJ -123 Tsd EUR) abgenommen. Hierbei haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände um 9 Tsd EUR (VJ +2 Tsd EUR) reduziert - das Sachanlagevermögen hat dagegen um 51 Tsd EUR (VJ +9 Tsd EUR) zugenommen. Bei den Finanzanlagen haben sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 467 Tsd EUR reduziert: dabei sind Zu- und Abgänge von saldiert -Tsd EUR 47 und Abschreibungen von 420 Tsd EUR zu verzeichnen. Auch die Wertpapiere des Anlagevermögens haben um 198 Tsd EUR abgenommen: hier sind saldierte Abgänge von Tsd EUR 197 und Abschreibungen von 1 Tsd EUR zu verzeichnen. In Summe betragen die Abschreibungen auf Finanzanlagen 421 Tsd EUR (VJ 11 Tsd EUR). Die Ausleihungen dienen der Finanzierung der beiden Tochtergesellschaften Augustus Investment GmbH und 4C Advance GmbH

Das Umlaufvermögen hat in Summe um 2.570 Tsd EUR stark zugenommen. Hierbei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. der Forderungen gegen verbundene Unternehmen) um 15 Tsd EUR erhöht, während die sonstigen Vermögensgegenstände um 78 Tsd EUR abgenommen haben. Die liquiden Mittel sind stark um 2.605 Tsd EUR (VJ +153 Tsd EUR) angestiegen.

Das Eigenkapital ist um 1.175 Tsd EUR gestiegen: Dies resultiert v.a. aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (1.205 Tsd EUR). Der Saldo aus Ertrag und Aufwand für den Verkauf und den Erwerb eigener Anteile beträgt -30 Tsd EUR. Eine Ausschüttung wurde im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Die Rückstellungen haben insgesamt um 681 Tsd EUR zugenommen. Rückstellungen für Steuern wurden mit 213 Tsd EUR berücksichtigt. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen hat um 56 Tsd EUR zugenommen. Bei den sonstigen Rückstellungen hat sich die Rückstellung für Mitarbeiter-Boni und Tantiemen sehr deutlich erhöht (+524 Tsd EUR), während sich die Rückstellung für Urlaub nur leicht erhöht hat (+10 Tsd EUR). Die weiteren Rückstellungen (für Abschluß und Prüfung sowie sonstige) haben um 108 Tsd EUR abgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind angestiegen (+86 Tsd EUR).

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird die wirtschaftliche Lage der 4C GROUP AG vom Vorstand weiterhin - trotz der weiter kritischen Rahmenbedingungen - insgesamt als gut beurteilt.

1.3.4 Personalentwicklung

Die Basis unseres Geschäftes sind engagierte und leistungsorientierte Mitarbeiter. Daher investieren wir viel in die Ausbildung unserer Mitarbeiter und die Gewinnung neuer Talente. Durch das variable Entgeltsystem beteiligen wir die Mitarbeiter deutlich am Erfolg des Unternehmens und setzen gezielt Anreize für Top-Leistungen bei unseren Kunden.

Im Rahmen des Salary-Partner-Programms bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen: im Geschäftsjahr 2020/2021 verkaufte die Gesellschaft dabei 1.585 Aktien an Mitarbeiter und kaufte 2.700 Aktien von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen haben, zurück.

Im Geschäftsjahr wurden 22 Mitarbeiter neu eingestellt und 27 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 21 Praktikanten und Studenten sowie 3 Masteranden eingestellt.16 Praktikanten und Studenten sowie 1 Masterand haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand von 95 auf 97 Mitarbeiter erhöht. Von diesen 97 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 12 in Teilzeit und 85 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 82 Mitarbeiter beschäftigt.

1.3.5 Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40221 Düsseldorf, Neuer Zollhof 2.

1.4 Geschäftsvorfälle mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen

Auch im Geschäftsjahr 2020/2021 war der Vorstand der 4C GROUP AG nicht mehr verpflichtet einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.

1.5 Prognose-, Chancen- und Risikenbericht

1.5.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2021/2022

Die negativen Prognosen für das Geschäftsjahr 2020/2021 bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Stattdessen entwickelten sich die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern positiv bzw. sehr positiv. Im Vergleich zum Vorjahr waren Zuwächse von 4,4 % bzw. 165,5 % zu verzeichnen.

Dies ist insbesondere auf eine unerwartet gute Auslastung der Mitarbeiter - trotz Pandemie - schon ab dem 2. Quartal des Geschäftsjahres und dem konsequenten Kostenmanagement zurückzuführen.

Auf Basis der vorliegenden Planung geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2021/2022 von einem Umsatzwachstum in der Größenordnung von 11% und einem Jahresüberschuss in der Nähe von 1,3 Mio. EUR aus.

1.5.2 Risikomanagementsystem und Unternehmenssteuerung

Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, in der alle Verantwortlichen aktiv Marktchancen für das Wachstum der Gesellschaft suchen. Das Risikomanagement der 4C GROUP AG hat zum Ziel, Risiken schnellstmöglich zu identifizieren und - nach einer Bewertung - durch geeignete Maßnahmen zu eliminieren, oder beherrschbar zu machen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der 4C GROUP AG verhindert werden. Die relevanten Geschäftsrisiken wurden identifiziert, grundsätzlich bewertet und dann im Rahmen der Risikopolitik der operative Umgang mit diesen Risiken beschlossen. Informationen über operative Risiken werden aus den täglichen Projektmanagementprozessen gewonnen und im Rahmen der operativen Steuerungsgremien bewertet und behandelt. Der Umgang mit strategischen Risiken ist Teil der Jahresplanung und der Klausurtagungen der erweiterten Geschäftsführungssitzung mit Vorstand und Partnerkreis.

Unser Konzept zur Unternehmenssteuerung ist systematisch aus dem Geschäftsmodell und der Strategie abgeleitet. Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen sind gemäß der Fristigkeit ihrer Wirkung systematisch in Berichten und Auswertungen bzw. Vorgehensweisen (z.B. Kalkulationen, Mitarbeitereinsatzplanung, Bonussystemen) integriert. Unsere wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind die Auslastung der Mitarbeiter bzw. je Mitarbeiter-Level, der Anteil der nicht-abrechenbaren Personentage sowie die durchschnittlichen Tagessätze.

Weitere wichtige Erfolgsfaktoren der 4C GROUP AG sind die Unternehmenskultur (insbesondere die Haltung gegenüber dem Kunden), die Qualität der Beratungsleistung sowie der nachhaltige Aufbau von Kompetenzen und Know-how in der Organisation. Unsere Anstrengungen zur Nachhaltigkeit und im sozialen Bereich sind in unserem Corporate Social Responsibility (CSR)-Bericht zusammengefasst.

1.5.3 Chancen und Risiken im Einzelnen

Markt und Wettbewerb

Das unmittelbare Risiko für die 4C GROUP AG liegt in den Auswirkungen der jeweiligen konjunkturellen Entwicklungen. Traditionell ist die Auswirkung konjunktureller Verschlechterungen auf die Vergabe von Beratungsaufträgen relativ groß, da viele Unternehmen externe Dienstleistungsunternehmen als variable Kosten wahrnehmen und entsprechend mit Anpassungen reagieren. Dieses Risiko hat sich im Rahmen der Pandemie auch in einigen Branchen unmittelbar gezeigt. Umgekehrt besteht in konjunkturellen Aufschwungphasen die große Chance in der Beauftragung aufgeschobener Projekte. Auch diesen Effekt konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr - insbesondere im 2. Halbjahr - beobachten. Zum einen können diese Schwankungen durch Ergänzung von Produkten mit klarem Krisencharakter abgefedert und zum anderen durch enge Steuerung der Auslastung und der Personalkapazitäten beherrscht werden. Das Auslastungsrisiko hat ebenso wie das Preisdurchsetzungsrisiko einen direkten Bezug auf die Umsatzerlöse, d.h. 10% geringere Tagessätze reduzieren die Umsatzerlöse ebenfalls um knapp 10%. Die Ergebniswirkung einer reduzierten Auslastung bzw. Tagessatzdurchsetzung liegt in etwa bei 1:3.

Operative Risiken

In der operativen Projekt- und Auftragsbearbeitung besteht einerseits ein Risiko aus Großprojekten, das - unter Umständen - noch durch Reputationsrisiken verschärft wird. Andererseits können aus immer wieder gewünschten Festpreisprojekten Risiken entstehen. Beide Themen werden sehr eng gesteuert, angefangen bei der Angebotserstellung über das laufende Projekt-Reporting und Projektleitermeetings bis hin zum Monitoring der offenen Posten aller Kunden, unabhängig von der Art des Geschäftsverhältnisses.

Pandemie

Seit Januar 2020 breitet sich auch in Deutschland das SARS-CoV2-Virus (Coronavirus) aus. Die Geschäftsentwicklung der 4C GROUP AG wurde durch diese Krise insbesondere zum Anfang des abgelaufenen Wirtschaftsjahres negativ beeinflusst. Bisher musste die 4C GROUP AG dennoch keinerlei staatliche Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Soweit absehbar, wird dies auch weiterhin nicht nötig sein. Vor dem Hintergrund der aktuellen Tendenzen (insbesondere der wieder steigenden Anzahl von Infizierten) und deren Effekt auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und daraus resultierend auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 4C GROUP AG bleiben Prognosen mit noch größeren Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und den erfolgreich realisierten Anpassungen des Geschäftsmodells der 4C GROUP AG, geht der Vorstand dennoch davon aus, dass die Gesellschaft weiterhin profitabel wachsen wird.

Abhängigkeiten von Mitarbeitern

Ein wesentliches Risiko einer Beratung entsteht aus der Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern und Partnern bzw. Vorständen in Schlüsselpositionen. Diese können einerseits in der besonderen Kompetenz des Mitarbeiters und andererseits in der Kundenbeziehung, die auf der Persönlichkeit des Mitarbeiters und Partners bzw. Vorstands basiert, liegen. Diese Abhängigkeiten sind identifiziert worden und werden durch eine systematische Personalentwicklung, Aufbau von Stellvertretern und Delegation sowie durch die Verbreiterung der Kenntnisse reduziert.

Compliance Risiken

In zunehmendem Maße verschärfen sich die Anforderungen der Kunden an die Datenhaltung und den Umgang mit Informationen. Dieser Entwicklung wurde mit der Definition eines Code of Conduct Rechnung getragen. Die Datensicherheit in der IT entspricht den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der interne Datenschutzbeauftragte unterstützt die 4C GROUP AG bei der Umsetzung der veränderten Datenschutzrichtlinien.

Finanzinstrumente und Finanzwirtschaftliche Risiken

Typische finanzwirtschaftliche Risiken, wie Zins- und Währungsrisiken, Kursrisiken von Wertpapieren und Liquiditätsrisiken werden bewusst durch die Finanzierungs- bzw. Anlagestruktur vermieden bzw. bestehen aufgrund des z.B. unbedeutenden Umsatzanteils in Nicht-EURO Ländern nur in sehr geringem Umfang.

Anlagerisiken bestehen bei der Performance von Beteiligungen:

Die gebildete Wertberichtigung zur Beteiligung an der (zwischenzeitlich insolventen) Solvesta AG im Jahresabschluss der Tochtergesellschaft Augustus Investment GmbH und damit auch die korrespondierende Wertberichtigung der Gesellschaftsanteile der 4C GROUP AG an der Augustus Investment GmbH bleiben bestehen, da von der Insolvenzverwaltung der Solvesta AG keine Informationen über das Verfahren übermittelt wurden, die eine veränderte Einschätzung zulassen würde. Darüber hinaus wurden vom Insolvenzverwalter Ansprüche aus der Insolvenzmasse sehr günstig an einen Dritten verkauft. Diese Ansprüche wurden vom Insolvenzverwalter selbst nicht als in dieser Höhe bzw. überhaupt nicht werthaltig erachtet und wurden von diesem auch nicht versucht einzufordern. Dennoch wurden auf Basis dieser Ansprüche vom Erwerber Mahnbescheide gegen die 4C GROUP AG und weitere Personen gesamtschuldnerisch über einen, den Verkaufswert massivst übersteigenden Betrag in Höhe von 16,8 Mio EUR erwirkt. Gegen diese Bescheide haben alle betroffenen Parteien Widerspruch eingelegt. Nach unserer Einschätzung sowie der Einschätzung des juristischen Beistands der 4C GROUP AG sind diese Forderungen völlig substanzlos. Würden die Ansprüche jedoch wider Erwarten ganz oder teilweise zu begleichen sein, ergäbe sich eine deutlich negative Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft.

Auf Basis der langfristigen Geschäftsplanung der SBM GmbH, an der die Augustus Investment GmbH wiederum mittelbar zu 50% beteiligt ist, ist eine Tilgung des Darlehens der 4C GROUP AG an die Augustus Investment GmbH in Höhe von derzeit 1,50 Mio EUR (vor Wertberichtigungen) über ca. 20 Jahre zu erwarten. Aus kaufmännischer Vorsicht und unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung der SBM GmbH wurde das Darlehen erneut auf einen Wert berichtigt, der innerhalb von 15 Jahren getilgt werden kann. Daher erfolgte im Wirtschaftsjahr 2020/2021 eine weitere Wertberichtigung in Höhe von 420 Tsd EUR. Die vollständige Tilgung wird dennoch grundsätzlich als weiterhin realistisch angesehen.

Darüber hinaus wurde mit Vereinbarung vom 24. August 2018 gegenüber der Augustus Investment GmbH ein Rangrücktritt für alle Forderungen aus den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Darlehen gewährt.

Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH (vormals: eHealth Ventures GmbH) wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR - ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon einen Förderkredit in Höhe von 500 Tsd EUR in Anspruch genommen.

Verbunden mit dieser Darlehensgewährung war auch ein Rangrücktritt bzgl. der Forderungen der 4C Advance GmbH gegenüber der POLAVIS GmbH.

Darüber hinaus wurde mit Patronatserklärungen vom 6. September 2019 bzw. 10. März 2020 über 298 Tsd EUR der obligatorische Eigenfinanzierungsanteil eines Entwicklungsprojekts der POLAVIS GmbH gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über 343 Tsd EUR die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert.

Auch wurde gegenüber der 4C Advance GmbH ein geringfügiger Rangrücktritt in Höhe von 50 Tsd EUR erklärt.

Chancen

Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, die bewusst Chancen zur Erweiterung und Steigerung des Geschäftes sucht und ergreift.

Die aktuelle Situation bedeutet - bei allen Risiken - auch einen erhöhten Beratungsbedarf auf Seiten der Kunden bzgl. Planung und Liquiditätsmanagement sowie Restrukturierung der Kostensituation. Diese Themen sind Kernbereiche unseres Serviceangebotes und deshalb ergeben sich hieraus wichtige Chancen für die 4C GROUP AG.

1.6 Sonstige Angaben

Zu den Angaben zu den eigenen Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

1.7 Unterschriften des Vorstands

München, den 10. September 2021

gez. Hans-Martin Schneider

gez. Stephan Grunwald

gez. Jörg Bassen

gez. Dr. Manuel Iserloh

gez. Dr. Heiko Mauterer

gez. Markus Noçon

Bilanz

AKTIVA

In EUR 31.5.21 31.5.20
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.171,86 20.506,86
10.171,86 20.506,86
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 341.096,50 290.344,87
341.096,50 290.344,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.920.000,00 2.387.000,00
3. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 553.103,78 750.680,49
2.523.103,78 3.187.680,49
Summe Anlagevermögen 2.874.372,14 3.498.532,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 39.400,55 12.745,91
39.400,55 12.745,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.008.868,56 2.998.473,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.321,10 13.288,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 720.139,00 797.728,32
3.747.328,66 3.809.490,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.651.810,20 3.046.527,94
Summe Umlaufvermögen 9.438.539,41 6.868.764,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.798,50 55.667,83
Bilanzsumme 12.364.710,05 10.422.964,64
PASSIVA
In EUR 31.5.21 31.5.20
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 503.196,00 503.196,00
2. Eigene Anteile -3.143,00 -2.028,00
500.053,00 501.168,00
II. Kapitalrücklage 301.495,37 301.495,37
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 7.669,38 7.669,38
2. Rücklage wegen eigener Anteile 3.143,00 2.028,00
10.812,38 9.697,38
IV. Bilanzgewinn 7.156.499,97 5.981.969,38
Summe Eigenkapital 7.968.860,72 6.794.330,13
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 386.293,47 330.432,76
2. Steuerrückstellungen 213.136,00 13.136,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.116.692,83 2.691.199,76
Summe Rückstellungen 3.716.122,30 3.034.768,52
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167.446,46 105.391,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.908,75 983,24
3. Sonstige Verbindlichkeiten 507.371,82 487.491,38
Summe Verbindlichkeiten 679.727,03 593.865,99
Bilanzsumme 12.364.710,05 10.422.964,64

Gewinn- und Verlustrechnung

In EUR WJ 20/21 WJ 19/20
1. Rohergebnis 14.934.478,88 13.980.111,09
2. Personalaufwand -10.294.795,15 -9.745.196,85
a) Löhne und Gehälter -9.198.829,24 -8.529.846,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -1.095.965,91 -1.215.350,06
- davon für Altersversorgung -153.390,03 -192.718,87
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -122.900,29 -192.923,93
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.114.933,35 -3.298.164,27
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.135,42 9.250,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.691,44 31.140,58
- davon aus verbundenen Unternehmen 28.552,75 28.984,80
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -420.940,00 -11.216,11
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.224,21 -21.864,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -783.719,05 -310.384,80
10. Ergebnis nach Steuern 1.210.793,69 440.751,50
11. Sonstige Steuern -5.568,00 -7.686,15
12. Jahresüberschuss 1.205.225,69 433.065,35
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.981.969,38 5.409.538,53
14. Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile 42.541,40 139.365,50
15. Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile -73.236,50 0,00
16. Bilanzgewinn 7.156.499,97 5.981.969,38

Anhang

1.1 Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: 4C Group AG
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 123959

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der 4C GROUP AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Ansatz Nutzungsdauern

In Jahren WJ 20/21 WJ 19/20
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1-5 1-5

Sachanlagen:

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive (ggf. auf Altbestände) bzw. lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet.Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Zugänge ab dem 1. Januar 2018, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Ansatz Nutzungsdauern

In Jahren WJ 20/21 WJ 19/20
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-13 1-13

Finanzanlagen:

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten angesetzt. Bestehenden Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Vorräte:

Diese werden (falls vorhanden) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten - unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips - bewertet. Basis der Kalkulation der Herstellungskosten sind die geleisteten, dem Kunden gegenüber abrechenbaren Stunden - bewertet mit Personalkosten (einschließlich Personalnebenkosten). Risiken wegen eingeschränkter Abrechenbarkeit werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Diese werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Für Ausfall- und allgemeine Kreditrisiken werden angemessene Abschreibungen und Wertberichtigungen zur Berücksichtigung niedrigerer beizulegender Werte vorgenommen.

Abgrenzungsposten für latente Steuern:

Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern, welche entsprechend dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in der Bilanz nicht angesetzt wurden.

Rückstellungen:

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durch ein externes Gutachten ermittelt. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer werden auf Grundlage der erwarteten Einkommen und Gewerbeerträge ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten:

Diese werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

1.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1.3.1 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 309.100,00 EUR (VJ 0,00 EUR) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen von 4.400,00 EUR (VJ 0,00 EUR) enthalten. Versicherungsentschädigungen sind im WJ 20/21 nicht angefallen (VJ 50.000,00 EUR).

1.3.2 Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von 153.390,03 EUR (VJ 192.718,87 EUR) enthalten.

1.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr Aufwendungen für den Kauf von potentiellen Forderungen und sonstigen Ansprüchen gegenüber der 4C GROUP AG aus der Insolvenz der Solvesta AG in Höhe von 158.600,00 EUR und Aufwendungen für Nachleistungspflichten bzgl. Projektinvests in Höhe von 85.000,00 EUR enthalten.

1.3.4 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Anlagenvermögens betragen 420.940,00 EUR (VJ 11.216,11 EUR). Hierbei wurde das Darlehen an die Augustus Investment GmbH im WJ 2020/2021 um zusätzliche 420.000,00 EUR wertberichtigt.

1.3.5 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen in Höhe von 16.966,00 EUR (VJ 20.500,00 EUR) aus dem Zinssaldo der Pensionsrückstellung gem. Gutachten. (siehe Saldierung)

1.3.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind 105,35 EUR (VJ 125,59 EUR) periodenfremde Aufwände betreffend Gewerbe- bzw. Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre enthalten.

1.4 Erläuterungen zur Bilanz

1.4.1 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten 01.06.2020

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 250.286,71 0,00 0,00 0,00
250.286,71 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.486.839,71 167.857,92 105.999,77 0,00
1.486.839,71 167.857,92 105.999,77 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 195.000,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.867.000,00 58.552,75 105.552,75 0,00
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 778.516,61 0,00 210.730,00 0,00
3.865.516,61 58.552,75 316.282,75 0,00
Gesamt 5.602.643,03 226.410,67 422.282,52 0,00
Anschaffungskosten 31.05.2021

EUR
Kumulierte Abschreibungen 01.06.2020

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 250.286,71 229.779,85
250.286,71 229.779,85
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.548.697,86 1.196.494,84
1.548.697,86 1.196.494,84
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 195.000,00 170.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.820.000,00 480.000,00
Beteiligungen 25.000,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 567.786,61 27.836,12
3.607.786,61 677.836,12
Gesamt 5.406.771,18 2.104.110,81
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.05.2021

EUR
Nettobuchwert 31.05.2021

EUR
Nettobuchwert 31.05.2020

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.335,00 0,00 0,00 240.114,85 10.171,86 20.506,86
10.335,00 0,00 0,00 240.114,85 10.171,86 20.506,86
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.565,29 101.458,77 0,00 1.207.601,36 341.096,50 290.344,87
112.565,29 101.458,77 0,00 1.207.601,36 341.096,50 290.344,87
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 170.000,00 25.000,00 25.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 420.000,00 0,00 0,00 900.000,00 1.920.000,00 2.387.000,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00 25.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 940,00 14.093,29 0,00 14.682,83 553.103,78 750.680,49
420.940,00 14.093,29 0,00 1.084.682,83 2.523.103,78 3.187.680,49
Gesamt 543.840,29 115.552,06 0,00 2.532.399,04 2.874.372,14 3.498.532,22

Angaben über den Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB

In Prozent bzw.

EUR
Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
Augustus Investment GmbH, München* 100,00 36.996,43 -1.350.426,93
über die Augustus Investment GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen:
4C ADVISORY GmbH, München: 50,00 125.592,41 271.860,11
SBM GmbH, München: 100,00 20.646,41 149.453,43
4C Advance GmbH, München* 100,00 -6.383,57 -9.716,43
über die 4C Advance GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen:
POLAVIS GmbH, Berlin** : 43,27 -612.057,48 -806.292,01
Group Zero One GmbH, Berlin* /*** 50,00 -3.570,15 50.360,57

* Es handelt sich um unmittelbare Beteiligungen der 4C GROUP AG.

** Die eHealth Ventures GmbH hat mit Wirkung zum 13. Februar 2020 (Eintragung ins Handelsregister) in POLAVIS GmbH umfirmiert. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung hat sich der mittelbare Anteil an der POLAVIS GmbH von 66,19% auf 43,27% reduziert. Es handelt sich um die Werte für das Geschäftsjahr 2019, da der Abschluß für das Geschäftsjahr 2020 noch nicht vorliegt. Die der POLAVIS GmbH aus der Kapitalerhöhung tatsächlich im Dezember 2019 zugeflossenen Beträge (Tsd EUR 600) sind im o.a. Wert zum Eigenkapital noch nicht enthalten, da die Kapitalerhöhung erst zum 13. Februar 2020 ins Handelsregister eingetragen wurde.

*** Mit Beschluss vom 10. August 2020 haben die Gesellschafter der Group Zero One GmbH die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. Es handelt sich um Kennzahlen für das Rumpf-Wirtschaftsjahr Januar bis August 2020.

Soweit nichts anderes erläutert ist, handelt es sich um Kennzahlen des Geschäftsjahres 2020.

1.4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In EUR 31.5.21 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.5.20 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.008.868,56 0,00 2.998.473,84 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.321,10 0,00 13.288,58 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 720.139,00 0,00 797.728,32 0,00
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.747.328,66 0,00 3.809.490,74 0,00

1.4.3 Grundkapital und Kapitalrücklage

Aktien

In Stück bzw.

EUR
31.5.21 31.5.20
Ausgegebenes Kapital 500.053 501.168
Eigene Aktien 3.143 2.028
Gezeichnetes Kapital 503.196 503.196

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt 503.196 EUR. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 16.11.2012 wurde das damalige Grundkapital in Höhe von 83.866 EUR aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien um 419.330 EUR auf 503.196 EUR erhöht. Nach Eintragung in das Handelsregister wurde das Grundkapital der Gesellschaft durch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:6 in 503.196 auf den Namen lautende Stückaktien neu eingeteilt. An die Stelle einer Stückaktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von 6 EUR traten damit sechs Stückaktien mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von jeweils 1 EUR.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 1.585 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) zu einem Preis von 26,84 EUR an Mitarbeiter verkauft. Diese 1.585 Aktien entsprechen 0,32% des Grundkapitals. Die Verkäufe erfolgten in den Monaten Dezember 2020 und Januar 2021. Die zugehörigen Mittelzuflüsse wurden für die lfd. Finanzierung der Gesellschaft verwendet.

Der Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile beträgt 42.541,40 EUR (VJ 139.365,50 EUR). Hiervon wurden 0,00 EUR (VJ 0,00 EUR) gem. §272 Abs. 1b in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Gesellschaft hat (insbesondere) gem. § 4 des Salary Partner Beteiligungsvertrags die Verpflichtung von Mitarbeitern Aktien zurückzukaufen z.B., wenn diese das Unternehmen verlassen; im Geschäftsjahr wurden insgesamt 2.700 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) von Mitarbeitern zurückgekauft. Diese 2.700 Aktien entsprechen 0,54% des Grundkapitals. Diese Ankäufe erfolgten in den Monaten Juni und November 2020 sowie April und Mai 2021. Der zugehörige Aufwand beträgt 73.236,50 EUR.

Die durchschnittlichen Anschaffungskosten der im eigenen Bestand befindlichen Aktien betragen zum Bilanzstichtag 27,43 EUR.

Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen 3.143 Aktien entsprechen 0,63% des Grundkapitals.

1.4.4 Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen

In EUR Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Rücklage wg. eigener Anteile
Stand 1.6.20 7.669,38 0,00 2.028,00
Zugang aufgrund Gewinnverwendung/Aktiensplit 0,00 0,00 0,00
Zugang aufgrund Ankauf 0,00 0,00 2.700,00
Umbuchung 0,00 0,00 0,00
Abgang aufgrund Verkauf 0,00 0,00 1.585,00
Stand 31.5.21 7.669,38 0,00 3.143,00

Nachdem die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB zusammen mehr als 10 % des Gezeichneten Kapitals betragen, ist keine Zuführung notwendig.

1.4.5 Bilanzgewinn

Bilanzgewinn

In EUR Bilanzgewinn
Stand 31.5.20 5.981.969,38
Jahresüberschuss 1.205.225,69
Ausschüttung 0,00
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile 42.541,40
Einstellung in die Kapitalrücklage aus dem Verkauf eigener Anteile 0,00
Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile -73.236,50
Stand 31.5.21 7.156.499,97

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag nach Verwendung aus dem Vorjahr in Höhe von 5.981.969,38 EUR enthalten.

1.4.6 Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Für die Vorstände Hans-Martin Schneider, Stephan Grunwald und Jörg Bassen wurde am 1.12.2000 bzw. 1.12.2003 eine Pensionszusage erteilt. Am 1.10.2010 wurde für den Vorstand Dr. Manuel Iserloh eine Versorgungszusage erteilt. Die Ansprüche des ehemaligen Vorstands Ludwig Merath ruhen seit dem 31.5.2008. Das Deckungskapital wurde aufgrund entsprechender Verpfändungserklärungen mit den Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen basiert auf folgenden Annahmen:

In Prozent 31.5.21 31.5.20
Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,47* /2,12** 1,84* /2,54**
Rententrend 1-3 1-3

* Rechnungszins mit 7-Jahres-Durchschnitt

** Rechnungszins mit 10-Jahres-DurchschnittDie zugrunde gelegten Sterbetafeln sind die “Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck.

Angewandtes Verfahren: Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method)

Erfüllungsbetrag und Deckungskapital:

In EUR 31.5.21 31.5.20
Erfüllungsbetrag der Schulden für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lt. Gutachten 1.919.183,00 1.726.147,00
Saldierungsfähiges Deckungskapital (Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte) -1.532.889,53 -1.395.714,24
Pensionsverpflichtungen(nach Verrechnung Deckungsvermögen) * 386.293,47 330.432,76

* Die Verrechnung erfolgt in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aufgrund Verpfändungsvereinbarungen mit den Anspruchsberechtigten.

Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht den Anschaffungskosten.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen in Höhe von 45.578,00 EUR (VJ 46.376,00 EUR) wurden mit den Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 28.612,00 EUR (25.876,00 EUR) saldiert. Der saldierte Zinsaufwand beläuft sich somit auf 16.966,00 EUR (VJ 20.500,00 EUR).

Der Betrag der für frühere Organmitglieder bzw. ausgeschiedene Vorstände gebildeten Pensionsrückstellung beläuft sich auf 180.802,00 EUR (VJ 170.089,00 EUR).

Ausschüttungsgesperrte Beträge betreffend Pensionsverpflichtungen:

In EUR 31.5.21 31.5.20
Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Jahren (1,47 %) 2.078.306,00 1.890.983,00
Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 10 Jahren (2,12 %) 1.919.183,00 1.726.147,00
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 159.123,00 164.836,00

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

1.4.7 Verbindlichkeiten

In EUR 31.5.21 Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.5.20 Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167.446,46 167.446,46 105.391,37 105.391,37
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 4.908,75 4.908,75 983,24 983,24
Sonstige Verbindlichkeiten 507.371,82 507.371,82 487.491,38 487.491,38
Davon aus Umsatzsteuern/sonst. Steuern 350.365,72 350.365,72 331.167,94 331.167,94
Davon aus Gewerbesteuern 0,00 0,00 3.017,08 3.017,08
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
Davon aus Lohn- und Kirchensteuer 142.139,49 142.139,49 149.170,17 149.170,17
Davon gegenüber Personal 5.678,09 5.678,09 4.136,19 4.136,19
Übrige Verbindlichkeiten 9.188,52 9.188,52 0,00 0,00

Der Gesamtbetrag „davon aus Steuern“ beträgt 492.505,21 EUR (VJ 483.355,19 EUR). Die Verbindlichkeiten beinhalten keine Positionen mit Restlaufzeiten über 1 bzw. 5 Jahre.

1.5 Sonstige Pflichtangaben

1.5.1 Haftungsverhältnisse gem. § 268 Abs. 7 HGB i.V.m. § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen/Angaben gem. § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

In Tsd EUR 31.5.21 31.5.20
Verbindlichkeiten aus Begebung und Übertragung von Wechseln - -
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften - -
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen - -
Haftungsverhältnisse aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.141 1.141

Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH (vormals: eHealth Ventures GmbH) wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR - ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon einen Förderkredit in Höhe von 500 Tsd EUR in Anspruch genommen. Jeder weitere Mittelabruf muss durch den Vorstand der 4C GROUP AG genehmigt werden.

Darüber hinaus wurde mit Patronatserklärungen vom 6. September 2019 bzw. 10. März 2020 über Tsd EUR 298 der obligatorische Eigenfinanzierungsanteil eines Entwicklungsprojekts der POLAVIS GmbH gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über Tsd EUR 343 die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bzw. Patronatserklärungen wird derzeit nicht gerechnet, da der geplante Geschäftsverlauf der POLAVIS GmbH die Erfüllung der jeweiligen Förderkriterien sicherstellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

In Tsd EUR bis 1 Jahr 31.5.21 bis 1 Jahr 31.5.20 1 bis 5 Jahre 31.5.21 1 bis 5 Jahre 31.5.20 > 5 Jahre 31.5.21 > 5 Jahre 31.5.20
Mietverträge Infrastruktur 541 559 1296 1.286 534 813
Leasingverträge für Kfz 84 161 69 89 0 0
Gesamt 625 720 1.365 1.375 534 813

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt damit 2.524 Tsd EUR (VJ 2.908 Tsd EUR).

Bei den Mietverträgen wurden im WJ 20/21 keine Verlängerungen von Laufzeiten vereinbart.

Die Leasingverträge wurden aus Praktikabilitätsgründen abgeschlossen. Nennenswerte Risiken aus den getätigten Leasinggeschäften liegen nicht vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte - neben den in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellten Miet- und Leasingverträgen - zu verzeichnen.

1.5.2 Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Die Geschäfte der 4C GROUP AG werden von folgenden Personen als Vorstand geführt:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Hans-Martin Schneider MBA, Unternehmensberater
Herr Stephan Grunwald Diplom-Kaufmann, Diplom-Volkswirt, Unternehmensberater
Herr Jörg Bassen Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Manuel Iserloh Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Heiko Mauterer Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Markus Noçon Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater(seit 20. November 2020 - mit Annahme der Bestellung als Vorstand)

Prokuristen

Folgende Mitarbeiter haben Prokura:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Uwe Dorst Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Christian Baier Diplom-Kaufmann, Unternehmensberater
Frau Claudia Irsfeld Diplom-Oecotrophologin, Personalmanagerin
Herr Peter Keefer Diplom-Betriebswirt (FH), Unternehmensberater
Herr Daniel Lovric Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Heiko Mauterer Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Focke Meyer Diplom-Mathematiker, Unternehmensberater
Herr Markus Noçon Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater (bis 19. November 2020)

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Dr. Michael H. Thiel, Vorsitzender Rechtsanwalt
Herr Norbert Büker Betriebswirt, Unternehmensberater
Herr Michael Wagner, stellv. Vorsitzender Rechtsanwalt

2. Vergütungen der Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gemäß § 285 Abs. 9a HGB betrugen:

In EUR WJ 20/21 WJ 19/20
Fixe Gehaltsbestandteile 1.359.345,86 946.542,95
Variable Gehaltsbestandteile 1.014.000,00 258.000,00
Gesamtbezüge 2.373.345,86 1.204.542,95

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen:

In EUR WJ 20/21 WJ 19/20
Gesamtbezüge 12.000,00 31.500,00

Forderungen aus Vorschüssen und Krediten gegenüber Organmitgliedern bestanden am Bilanzstichtag keine. Auch Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.

3. Mitarbeiter gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die Mitarbeiterstatistik gem. § 285 Nr. 7 stellt sich wie folgt dar:

In Personen WJ 20/21 WJ 19/20
Leitende Angestellte 6 7
Angestellte 66 67
Gesamt 72 74

Im Geschäftsjahr wurden 22 Mitarbeiter neu eingestellt und 27 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 21 Praktikanten und Studenten sowie 3 Masteranden eingestellt. 16 Praktikanten und Studenten sowie 1 Masterand haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand aller Mitarbeiter von 95 auf 97 erhöht. Von diesen 97 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 12 in Teilzeit und 85 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 82 Mitarbeiter beschäftigt.

4. Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40221 Düsseldorf, Neuer Zollhof 2.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020/2021 beträgt 7.156.499,97 EUR. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende von 4,00 EUR je Stückaktie auszuschütten und den restlichen Betrag in Höhe von 5.156.287,97 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Transaktionen mit nahestehenden Personen oder verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

1.6 Unterschriften des Vorstands

München, den 10. September 2021

gez. Hans-Martin Schneider

gez. Stephan Grunwald

gez. Jörg Bassen

gez. Dr. Manuel Iserloh

gez. Dr. Heiko Mauterer

gez. Markus Noçon

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die 4C Group AG

Prüfungsurteile

lch habe den Jahresabschluss der 4C Group AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der 4C Group AG für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. ln allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

lch habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ,,Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. lch bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. lch bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risíken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeftihrte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise enrwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damít zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. lch ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den lnhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

lch erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Neusäß, den 10. September 2021

gez. Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020/2021

Der Aufsichtsrat der 4C Group AG hat sich im Geschäftsjahr 2020/2021 eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und die Tätigkeit des Vorstandes entsprechend den gesetzlichen Vorgaben überwacht.

Er hat sich vom Vorstand insbesondere in den Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates am 17. Juli 2020, am 25. September 2020, am 09. Oktober 2020 (TelCo), am 20. November 2020, am 15. Januar 2021 und am 23. April 2021 sowie in mehreren telefonischen und persönlichen Einzelgesprächen jeweils mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unterrichten lassen. Insbesondere die jeweiligen Quartalsberichte gaben dem Aufsichtsrat detailliert Einblick in die jeweilige Finanz- und Ertragslage und die laufende Auftrags- und Geschäftsentwicklung sowie einen Überblick in die laufende operative Tätigkeit des Vorstandes und wesentliche organisatorische Entwicklungen im Unternehmen. In den vorgenannten Sitzungen und Einzelgesprächen hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Alle erforderlichen Beschlüsse wurden einvernehmlich gefasst.

Der Aufsichtsrat konnte sich aufgrund der regelmäßigen Berichtserstattung des Vorstandes davon überzeugen, dass das Rechnungs- und Berichtswesen der Gesellschaft sehr gut geeignet ist, Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung und Lage der Gesellschaft sowie etwaige Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen.

Neben der laufenden Überwachung der laufenden Geschäftstätigkeit und -entwicklung hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2020/2021 insbesondere mit den Herausforderungen für das Unternehmen in der Zukunft befasst, nicht zuletzt in Anbetracht der Corona-Pandemie und seinen Auswirkungen, und den Vorstand bei der Entwicklung einer darauf ausgerichteten Geschäftsstrategie beraten. Insbesondere war auch die Überlegung der Einführung von Kurzarbeit Gegenstand der Diskussionen. Laufend hat sich der Aufsichtsrat auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Solvesta AG und die sich daraus für die Gesellschaft ergebenden Risiken informiert und diese mit dem Vorstand erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Entwicklung einzelner Geschäftsfelder und den damit verbundenen Business Cases von Senior Partnern befasst und diese prüfend und beratend begleitet.

Jahresabschluss 2020/2021, Abschlussprüfung

Der nach HGB erstellte Jahresabschluss der 4C Group AG sowie der Lagebericht zum 31. Mai 2021 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl. Kfm. Gunther Eppinger geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Sämtliche relevanten Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig und vollständig zugeleitet. Zur Lage der Gesellschaft sowie insbesondere den Chancen und Risiken der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand der 4C Group AG die Lage der Gesellschaft sowie die Chancen und möglichen Risiken der Gesellschaft zutreffend einschätzt und in der Lage ist, möglichen Risiken mit entsprechenden Gegenmaßnahmen entgegenzusteuern. Weiterhin kommt der Abschlussprüfer zu dem Ergebnis, dass entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen derzeit nicht ersichtlich sind.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht in seiner Bilanzsitzung am 24. September 2021 selbst geprüft und mit den Berichten des Abschlussprüfers prüfend abgeglichen.

Mit dem in der Bilanzsitzung anwesenden Vorstand und dem Abschlussprüfer wurden auf dieser Grundlage die Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht im Hinblick auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit eingehend diskutiert. Bei einer kritischen Durchsicht der Unterlagen ergaben sich keine Hinweise auf Widersprüche oder Rechtsverstöße. Auch aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergaben sich keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetz oder Satzung.

Der Aufsichtsrat hat auch den Lagebericht auf seine Vollständigkeit geprüft. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen stimmen mit den unterjährigen Aussagen des Vorstandes überein und entsprechen auch den eigenen Einschätzungen des Aufsichtsrates zur Lage der Gesellschaft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der 4C Group AG oder das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht daher ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020/2021 ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 war der Vorstand nicht verpflichtet, einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.

Personalia des Aufsichtsrates

An den Personalia des Aufsichtsrats, bestehend aus Herrn Dr. Michael H. Thiel (Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Michael Wagner (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) und Herrn Norbert Büker haben sich im Geschäftsjahr 2020/2021 keine Veränderungen ergeben.

Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats sind für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020/2021 beschließt, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 4C Group AG für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

München, den 24. September 2021

Für den Aufsichtsrat

gez. Dr. Michael H. Thiel

Ergebnisverwendung

Gemäß Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der 4C Group AG, München, vom 19. November 2021 beschloss die Hauptversammlung einstimmig, den im Jahresabschluss zum 31. Mai 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.156.499,97 wie folgt zu verwenden:

Verteilung an die Aktionäre: EUR 1.998.612,00
Einstellung in Gewinnrücklagen: EUR 0,00
Gewinnvortrag: EUR 5.157.887,97
Bilanzgewinn: EUR 7.156.499,97

Sonstiger Berichtsteil

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 31. Mai 2021 ist durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 24. September 2021 festgestellt worden.