AI assistant
4C Group AB — Annual Report 2022
Mar 6, 2023
6114_rns_2023-03-06_a53f79c9-90cc-46b8-aa76-f243339c7211.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication

4C Group AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2021 bis zum 31.05.2022
1 Lagebericht
1.1 Grundlagen des Unternehmens
Die 4C GROUP AG berät das Management von Unternehmen bei der Gestaltung und Optimierung von Führungs- und Steuerungsinstrumenten und der Steuerung von Transformationsprozessen. Die Notwendigkeit von Veränderungen wird durch allgemeine Entwicklungen und Trends wie Klimawandel, Digitalisierung und demographischer Wandel in Europa (aber v.a. auch in China) sowie der veränderten politischen Landkarte für alle Unternehmen immer zwingender und dabei auch kurzfristiger. Hierbei bedarf es der Unterstützung bei der Ableitung des Organisations- und Steuerungsmodells sowie der Steuerungsinformationen aus dem Geschäftsmodell, der Strategie und den Zielen des Unternehmens. Auf dieser Basis werden Managementprozesse sowie die Führungsorganisation einschließlich der Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten gestaltet und auf Basis des Zielbildes auch Transformationsstrategien abgeleitet. Um die Transparenz auf Zielgrößen und Hebel für das Management einsetzbar zu machen, müssen Instrumente und Informationen bereitgestellt werden. Hierzu gehören Ziel- und Vergütungssysteme ebenso wie Reporting, Risiko-Management-, Planungs- und Forecast-Instrumente.
Im letzten Jahr ist die Wirkung der Corona-Pandemie innerhalb von Europa in den Hintergrund getreten und dagegen v.a. die Lock-down-Politik in China mit ihren Auswirkungen auf die Stabilität von Lieferketten in den Fokus gerückt. Des Weiteren hat der Krieg in der Ukraine die Energieversorgung ebenso wie Risiken aus dem Handel mit nicht-demokratischen Ländern auf die Tagesordnung der Unternehmen gesetzt. Die Politik versucht zudem die Umgestaltung der Gesellschaft und Wirtschaft zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und einer Vermeidung von CO2-Emissionen durch immer detailliertere gesetzliche Vorgaben - die zu erweiterten Reporting-Anforderungen führen - zu erzwingen. Die sehr detaillierte EU-Taxonomie ist ein Beispiel hierfür.
Zum Leistungsportfolio der 4C GROUP AG gehört insbesondere neben der Analyse und Gestaltung von Prozessen und der Entwicklung von Führungsorganisationen, die Schaffung der grundlegenden Zahlenbasis für Analysen und das Berichtswesen sowie die Implementierung von Instrumenten zur Unterstützung der Entscheidungsfindung, entweder situativ oder in regelmäßigen Zyklen durch Planung, Forecasting und Risiko-Management. Die bewusste Steuerung der Veränderung im sozialen und ökologischen Bereich bedarf neben der Transparenz auch insbesondere einer klaren Vorgehensweise, um das Management auf die wichtigen Hebel und Ansatzpunkte zu fokussieren. Hierzu leisten die Frameworks und Vorgehensmodelle der 4C GROUP AG einen wesentlichen Beitrag.
Auch wenn Branchen unterschiedlich von den kurz- und langfristigen Veränderungen beeinflusst werden, sind die Instrumente in allen Branchen im Grundsatz ähnlich oder sogar gleich. Daher stellt sich die 4C GROUP AG branchenunabhängig auf und fokussiert auf die Unterstützung der Funktionen im Unternehmen. Hierbei nehmen CFO, CIO und HR jedoch Schlüsselrollen ein, da es im Kern um die Führung von Menschen und eine faktenbasierte Steuerung und Entscheidungsfindung in einer immer stärker automatisierten und digitalisierten Welt geht.
Der wichtigste Erfolgsfaktor für die Beratung in diesen Bereichen ist die hohe Fachlichkeit und Erfahrung der Berater. Das ist der Fokus unserer Personalentwicklungsstrategie.
1.2 Wirtschaftsbericht
Für die grundsätzliche Entwicklung des Beratungsmarktes sind sowohl die allgemeine konjunkturelle als auch die branchenspezifische Lage wichtige Einflussparameter. Das liegt zum einen an der flexiblen Disponierbarkeit von Beratungsleistungen und zum anderen an den spezifischen Herausforderungen der jeweiligen konjunkturellen Lage. Im letzten Geschäftsjahr haben die Einschränkungen der Corona-Pandemie zu einer Veränderung des Beratungsmodells geführt. Das vorher vorherrschende Modell „Projektarbeit-beim-Kunden-vor-Ort“ wurde durch eine deutlich virtuellere Zusammenarbeit ersetzt.
Im Kalenderjahr 2021 hat das statistische Bundesamt preisbereinigt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,9% (Vorjahr -4,6%) gemessen, das sich im ersten Quartal 2022 fortsetzte (+4,0%). Der Branchenverband BDU hat 2021 eine Zunahme des Geschäftsvolumens für Unternehmensberatungsleistungen von 10,3% (VJ -3,2%) berichtet.
Die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung für das Kalenderjahr 2021 wurden übertroffen. Das Management der 4C GROUP AG hatte sich auf eine Normalisierung der Entwicklung und eine Wachstumsphase eingestellt. Die tatsächliche Nachfrage war jedoch deutlich stärker als erwartet.
Für die 4C GROUP AG bedeutet diese langfristige Entwicklung, dass wir konsequent
_ die Professionalisierung der Steuerungssysteme insbesondere bei neuen und angepassten Geschäftsmodellen, die Nutzung von Daten durch neue Analyse- und Reporting-Technologien,
_ die Digitalisierung und Automatisierung von kaufmännischen Prozessen,
_ die Steuerung der IT sowie
_ die Erfüllung zunehmender Compliance und Governance-Anforderungen großer und zunehmend mittlerer Organisationen unterstützen. Bei diesen Themen baut die 4C GROUP AG ihre Positionierung deutlich aus.
Wir sehen, dass der Bedarf an professionalisierten Reporting- und Management-Instrumenten im Bereich der Nachhaltigkeit wächst und außerdem viele Unternehmen vor großen Herausforderungen hinsichtlich neuer Arbeitsformen und demographischer Veränderungen stehen werden. Diese Bereiche fokussieren wir aktiv.
1.3 Geschäftsverlauf
1.3.1 Ertragslage
| In Tsd EUR | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18.486 | 15.571 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis | 2.717 | 2.402 |
| Finanzergebnis | -25 | -407 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.692 | 1.995 |
| Jahresüberschuss | 1.893 | 1.205 |
Der Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr um 18,7 % zugenommen. Diese Zunahme ist ausschließlich auf eine Steigerung des Beratungsgeschäfts (ohne Intercompany und ohne weiterberechnete Reisekosten) um 3,42 Mio. EUR (+23,4 %) zurückzuführen. Der Handel mit Software-Lizenzen und der zugehörigen Software-Wartung entwickelte sich dagegen auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr rückläufig: hier ist eine Abnahme von 536 Tsd EUR (-53,4 %) zu verzeichnen.
Der Aufwand für bezogene Waren hat sich entsprechend dem reduzierten Volumen des Handels mit Software-Lizenzen und -Wartung ebenfalls um 471 Tsd EUR verringert. Die Aufwendungen für den Einsatz von Fremdleistern haben dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 436 Tsd EUR zugenommen. Unter Berücksichtigung von geringfügigen Skonti und Rabatten führt dies zu einem um 40 Tsd EUR (-3,4 %) reduzierten Materialaufwand.
Der Personalaufwand ist deutlich um 13,7 % (+1,41 Mio. EUR) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben signifikant um 1,81 Mio. EUR (+85,6 %) zugenommen.
In Summe verbesserte sich das Ergebnis vor Finanzergebnis um 315 Tsd EUR.
Beim Finanzergebnis steht den Zinserträgen und Erträgen aus anderen Wertpapieren (5 Tsd EUR, VJ 32 Tsd EUR) ein saldierter Zinsaufwand aus der betrieblichen Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 12 Tsd EUR (VJ 17 Tsd EUR) gegenüber. Abschreibungen auf Finanzanlagen waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen (VJ 420 Tsd EUR). Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zu einem Kurs über 100% gekauft wurden, betrugen 17 Tsd EUR (VJ 1 Tsd EUR).
Außerdem ist ein geringer, unveränderter Zinsaufwand aus Mietavalen (1 Tsd EUR, VJ 1 Tsd EUR) zu verzeichnen.
1.3.2 Liquidität und Finanzausstattung
| In Tsd EUR | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 1.893 | 1.205 |
| Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit | 670 | 2.528 |
| Investitionstätigkeit | -1.434 | +108 |
| Finanzierungstätigkeit | -1.905 | -31 |
| Veränderung der liquiden Mittel | -2.669 | +2.605 |
| Liquide Mittel am Beginn der Periode | 5.652 | 3.047 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 2.983 | 5.652 |
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Mittelabfluss in Höhe von 2.669 Tsd EUR.
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt sowohl deutlich unter dem Vorjahresniveau als auch unter dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Das Working Capital veränderte sich hierbei um 468 Tsd EUR: Im Wesentlichen resultiert dies aus einer Zunahme der operativen (+548 Tsd EUR), der langfristigen (+35 Tsd EUR) und der Steuerrückstellungen (+201 Tsd EUR) sowie der Verbindlichkeiten (+354 Tsd EUR) auf der einen Seite und einer Abnahme der Bestände (-39 Tsd EUR) sowie einer deutlichen Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (+1.560 Tsd EUR) und Aktiven Rechnungsabgrenzung (+61 Tsd EUR) auf der anderen Seite.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (Sach- und Finanzanlagen) erklärt sich im Wesentlichen aus Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (25 Tsd EUR), Sachanlagen (422 Tsd EUR) und Wertpapiere des Anlagevermögens (1,1 Mio EUR) sowie den Rückflüssen an Zinsen und Tilgungen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt 110 Tsd EUR.
Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit erklärt sich aus dem Saldo der Dividendenausschüttung (1.999 Tsd EUR) und dem Kauf- und Verkauf von Aktien an Mitarbeiter (+94 Tsd EUR).
Die absehbaren vertraglichen Verpflichtungen aus Mieten für Infrastruktur und Kfz-Leasing für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 belaufen sich voraussichtlich auf 769 Tsd EUR.
Grundsätze des Finanzmanagements
Das Finanzmanagement der 4C GROUP AG hat zum Grundsatz, die Liquidität jederzeit sicherzustellen und in der Anlage keine Risiken einzugehen. Ziel des Finanzmanagements ist vor allem, finanzielle Mittel auch für Zeiten mit schlechterer Auftragslage schnell zur Verfügung zu haben.
Beteiligungen dienen grundsätzlich strategischen Zielen zur Förderung unseres Kerngeschäftes.
1.3.3 Vermögens- und Finanzlage
| In Tsd EUR | 31.5.22 | in % | 31.5.21 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 5.088 | 38% | 2.874 | 23% |
| Umlaufvermögen und übrige Aktiva | 8.403 | 62% | 9.491 | 77% |
| Gesamtvermögen | 13.491 | 100% | 12.365 | 100% |
| Eigenkapital | 7.957 | 59% | 7.969 | 64% |
| Rückstellungen | 4.500 | 33% | 3.716 | 30% |
| Verbindlichkeiten und übrige Passiva | 1.034 | 8% | 680 | 6% |
| Gesamtkapital | 13.491 | 100% | 12.365 | 100% |
Die Bilanzsumme ist um 1.126 Tsd EUR auf 13.491 Tsd EUR gestiegen.
Das Anlagevermögen hat insgesamt um 2.214 Tsd EUR (VJ -625 Tsd EUR) zugenommen. Dabei haben die immateriellen Vermögensgegenstände um 13 Tsd EUR (VJ -9 Tsd EUR) und das Sachanlagevermögen um 165 Tsd EUR (VJ +51 Tsd EUR) zugenommen. Bei den Finanzanlagen haben die Anteile an verbundenen Unternehmen um 1.496 Tsd EUR (VJ +/- 0 EUR) sowie der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens um 1.080 Tsd EUR (VJ -198 Tsd EUR) zugenommen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben sich um 515 Tsd EUR (VJ -467 Tsd EUR) reduziert. Eine Beteiligung wurde liquidiert (-25 Tsd EUR). Die Ausleihungen dienten der Finanzierung der beiden Tochtergesellschaften Augustus Investment GmbH und 4C Advance GmbH. Mit Beschluss einer gemeinsamen Gesellschafterversammlung dieser beiden Gesellschaften vom 24.05.2022 wurde die Verschmelzung der 4C Advance GmbH auf die Augustus Investment GmbH beschlossen. Gleichzeitig wurde eine Umfirmierung der Augustus Investment GmbH in (eine neue) 4C Advance GmbH beschlossen. Die Beteiligung betraf den Anteil an der Group Zero One GmbH.
Das Umlaufvermögen hat in Summe um 1.148 Tsd EUR abgenommen. Hierbei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. der Forderungen gegen verbundene Unternehmen) um 1.715 Tsd EUR stark erhöht, während dagegen die sonstigen Vermögensgegenstände um 156 Tsd EUR abgenommen haben. Die liquiden Mittel reduzierten sich stark um 2.669 Tsd EUR (VJ +2.605 Tsd EUR).
Das Eigenkapital ist nahezu unverändert (-12 Tsd EUR): Dies resultiert v.a. aus einer Ausschüttung, die sich in etwa in der Höhe des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres (1.893 Tsd EUR) bewegte und dem Saldo aus Ertrag und Aufwand für den Verkauf und den Erwerb eigener Anteile in Höhe von +94 Tsd EUR.
Die Rückstellungen haben insgesamt um 784 Tsd EUR zugenommen. Rückstellungen für Steuern wurden mit 414 Tsd EUR (+201 Tsd EUR) berücksichtigt. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen hat um 34 Tsd EUR zugenommen. Bei den sonstigen Rückstellungen nahm die Rückstellung für Mitarbeiter-Boni und Tantiemen (-219 Tsd EUR) ab, während sich die Rückstellung für Urlaub (+78 Tsd EUR) erhöhte. Die weiteren Rückstellungen (für Abschluss und Prüfung sowie sonstige) haben deutlich um 690 Tsd EUR zugenommen.
Die Verbindlichkeiten sind angestiegen (+354 Tsd EUR).
Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird die wirtschaftliche Lage der 4C GROUP AG vom Vorstand weiterhin - trotz der weiter kritischen Rahmenbedingungen - insgesamt als gut beurteilt.
1.3.4 Personalentwicklung
Die Basis unseres Geschäftes sind engagierte und leistungsorientierte Mitarbeiter. Daher investieren wir viel in die Ausbildung unserer Mitarbeiter und die Gewinnung neuer Talente. Durch das variable Entgeltsystem beteiligen wir die Mitarbeiter deutlich am Erfolg des Unternehmens und setzen gezielt Anreize für Top-Leistungen bei unseren Kunden.
Im Rahmen des Salary-Partner-Programms bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen: im Geschäftsjahr 2021/2022 verkaufte die Gesellschaft dabei 5.425 Aktien an Mitarbeiter und kaufte 1.400 Aktien von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen haben, zurück.
Im Geschäftsjahr wurden 31 Mitarbeiter neu eingestellt und 18 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 33 Praktikanten und Studenten sowie 3 Masteranden eingestellt. 33 Praktikanten und Studenten sowie 5 Masteranden haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand aller Mitarbeiter von 97 auf 108 erhöht. Von diesen 108 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 17 in Teilzeit und 91 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 89 Mitarbeiter beschäftigt.
1.3.5 Zweigniederlassungen
Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40476 Düsseldorf, Kennedydamm 24 (bis April 2022: Neuer Zollhof 2, 40221 Düsseldorf).
1.4 Geschäftsvorfälle mit verbundenen Unternehmen und nahestehendenPersonen
Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 war der Vorstand der 4C GROUP AG nicht mehr verpflichtet einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.
1.5 Prognose-, Chancen- und Risikenbericht
1.5.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023
Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2021/2022 konnten übertroffen werden. Sowohl die Umsatzerlöse als auch das Ergebnis vor Steuern entwickelten sich positiv. Im Vergleich zum Vorjahr waren Zuwächse von 18,7 % bzw. 34,9 % zu verzeichnen.
Hinsichtlich der Umsatzerlöse ist dies insbesondere auf eine weiterhin sehr gute Auslastung der Mitarbeiter bei zudem größerer Kapazität sowie einer deutlich verbesserten Preisdurchsetzung am Markt zurückzuführen.
Für das Ergebnis vor Steuern waren gegenläufige Entwicklungen zu verzeichnen: neben dem deutlich erhöhten Umsatz sind auch die sonstigen betrieblichen Erträge angestiegen, während sich dagegen auch Material- und Personalaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich erhöht haben.
Auf Basis der vorliegenden Planung geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2022/2023 von einem Umsatzwachstum in der Größenordnung von 10% und einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern von rund 2,3 Mio. EUR bzw. einem Ergebnis nach Steuern von ca. 1,5 Mio EUR aus.
1.5.2 Risikomanagementsystem und Unternehmenssteuerung
Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, in der alle Verantwortlichen aktiv Marktchancen für das Wachstum der Gesellschaft suchen. Das Risikomanagement der 4C GROUP AG hat zum Ziel, Risiken schnellstmöglich zu identifizieren und - nach einer Bewertung - durch geeignete Maßnahmen zu eliminieren, oder beherrschbar zu machen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der 4C GROUP AG verhindert werden. Die relevanten Geschäftsrisiken wurden identifiziert, grundsätzlich bewertet und dann im Rahmen der Risikopolitik der operative Umgang mit diesen Risiken beschlossen. Informationen über operative Risiken werden aus den täglichen Projektmanagementprozessen gewonnen und im Rahmen der operativen Steuerungsgremien bewertet und behandelt. Der Umgang mit strategischen Risiken ist Teil der Jahresplanung und der Klausurtagungen der erweiterten Geschäftsführungssitzung mit Vorstand und Partnerkreis.
Unser Konzept zur Unternehmenssteuerung ist systematisch aus dem Geschäftsmodell und der Strategie abgeleitet. Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen sind gemäß der Fristigkeit ihrer Wirkung systematisch in Berichten und Auswertungen bzw. Vorgehensweisen (z.B. Kalkulationen, Mitarbeitereinsatzplanung, Bonussysteme) integriert. Unsere wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind die Auslastung der Mitarbeiter bzw. je Mitarbeiter-Level, der Anteil der nicht abrechenbaren Personentage sowie die durchschnittlichen Tagessätze.
Weitere wichtige Erfolgsfaktoren der 4C GROUP AG sind die Unternehmenskultur (insbesondere die Haltung gegenüber dem Kunden), die Qualität der Beratungsleistung sowie der nachhaltige Aufbau von Kompetenzen und Know-how in der Organisation. Unsere Anstrengungen zur Nachhaltigkeit und im sozialen Bereich sind in unserem Corporate Social Responsibility (CSR)-Bericht zusammengefasst.
1.5.3 Chancen und Risiken im Einzelnen
Markt und Wettbewerb
Das unmittelbare Risiko für die 4C GROUP AG liegt in den Auswirkungen der jeweiligen konjunkturellen Entwicklungen. Traditionell ist die Auswirkung konjunktureller Verschlechterungen auf die Vergabe von Beratungsaufträgen relativ groß, da viele Unternehmen externe Dienstleistungsunternehmen als variable Kosten wahrnehmen und entsprechend mit Anpassungen reagieren. Dieses Risiko hat sich in der Corona-Pandemie auch in einigen Branchen unmittelbar gezeigt. Umgekehrt besteht in konjunkturellen Aufschwungphasen die große Chance in der Beauftragung aufgeschobener Projekte. Auch diesen Effekt konnten wir in den vergangenen beiden Jahren beobachten. Zum einen können diese Schwankungen durch Ergänzung von Produkten mit klarem Krisencharakter abgefedert und zum anderen durch enge Steuerung der Auslastung und der Personalkapazitäten beherrscht werden. Das Auslastungsrisiko hat ebenso wie das Preisdurchsetzungsrisiko einen direkten Bezug auf die Umsatzerlöse, d.h. 10% geringere Tagessätze reduzieren die Umsatzerlöse ebenfalls um knapp 10%. Die Ergebniswirkung einer reduzierten Auslastung bzw. Tagessatzdurchsetzung liegt in etwa bei 1:3. Wir gehen davon aus, dass die aktuelle globale Lage das Potential zu einer schweren Rezession hat. Der Ukraine-Krieg mit seinen Effekten auf die Energiemärkte und das Inflationsgeschehen einerseits, die auch dadurch verstärkten, zunehmend aggressiven Ambitionen einiger autokratischer Staaten wie z.B. der Türkei oder China sowie der zunehmend sichtbare Effekt des demographischen Wandels in Europa (und v.a. auch in China) andererseits, stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Hierdurch tritt die Anstrengung zur Vermeidung des Klimawandels oder der Anpassung an diesen bei einigen Beteiligten schon in den Hintergrund.
Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir Unternehmen bei diesen Herausforderungen helfen können und daher die Entwicklungen zwar Risiken darstellen, aber auch Chancen beinhalten, die wir nutzen wollen.
Operative Risiken
In der operativen Projekt- und Auftragsbearbeitung besteht einerseits ein Risiko aus Großprojekten, das - unter Umständen - noch durch Reputationsrisiken verschärft wird. Andererseits können aus immer wieder gewünschten Festpreisprojekten Risiken entstehen. Beide Themen werden sehr eng gesteuert, angefangen bei der Angebotserstellung über das laufende Projekt-Reporting und Projektleitermeetings bis hin zum Monitoring der offenen Posten aller Kunden, unabhängig von der Art des Geschäftsverhältnisses.
Pandemie
Die seit Januar 2020 das öffentliche Leben bestimmende Corona-Pandemie hat auf den Geschäftsverlauf der 4C GROUP AG im Geschäftsjahr 2022 keine Auswirkungen mehr gehabt. Die durch die Pandemie initiierte Anpassung der operativen Prozesse, insbesondere die Virtualisierung der Arbeit und die damit verbundene Reduktion von Reisetätigkeiten, hat insgesamt eher positive Effekte. Der Vorstand geht davon aus, dass auch bei einem möglicherweise erneut verstärkten Infektionsgeschehen im Herbst die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf gering sein werden.
Abhängigkeiten von Mitarbeitern
Ein wesentliches Risiko eines Beratungsunternehmens entsteht aus der Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern und Partnern bzw. Vorständen in Schlüsselpositionen. Diese können einerseits in der besonderen Kompetenz des Mitarbeiters und andererseits in der Kundenbeziehung, die auf der Persönlichkeit des Mitarbeiters und Partners bzw. Vorstands basiert, liegen. Diese Abhängigkeiten sind identifiziert worden und werden durch eine systematische Personalentwicklung, Aufbau von Stellvertretern und Delegation sowie durch die Verbreiterung der Kenntnisse reduziert.
Compliance Risiken
In zunehmendem Maße verschärfen sich die Anforderungen der Kunden an die Datenhaltung und den Umgang mit Informationen. Dieser Entwicklung wurde mit der Definition eines Code of Conduct Rechnung getragen. Die Datensicherheit in der IT entspricht den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der interne Datenschutzbeauftragte unterstützt die 4C GROUP AG bei der Umsetzung der veränderten Datenschutzrichtlinien.
Finanzinstrumente und Finanzwirtschaftliche Risiken
Typische finanzwirtschaftliche Risiken, wie Zins- und Währungsrisiken, Kursrisiken von Wertpapieren und Liquiditätsrisiken werden bewusst durch die Finanzierungs- bzw. Anlagestruktur vermieden bzw. bestehen aufgrund des z.B. unbedeutenden Umsatzanteils in Nicht-EURO Ländern nur in sehr geringem Umfang.
Anlagerisiken bestehen bei der Performance von Beteiligungen:
Die gebildete Wertberichtigung zur Beteiligung und die Beteiligung an der insolventen Solvesta AG selbst, wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Tochtergesellschaft Augustus Investment GmbH endgültig ausgebucht. Die Solvesta AG wurde im Rahmen eines Insolvenzplans in die Solvesta Verwaltung und Beratung GmbH umgewandelt. Die 4C GROUP AG hält an dieser Gesellschaft weder direkt noch mittelbar Anteile.
Darüber hinaus hat der Insolvenzverwalter einer ebenfalls insolventen Tochtergesellschaft der ehemaligen Solvesta AG Ansprüche aus der Insolvenzmasse sehr günstig an einen Dritten verkauft. Der Insolvenzverwalter selbst hatte diese Ansprüche vermutlich nicht als bestehend erachtet. Er hatte auch nicht versucht, diese einzufordern. Dennoch hat der Dritte auf Basis dieser Ansprüche Klage gegen die 4C GROUP AG und weitere Personen erhoben. Außerdem haben zwei weitere ehemalige (mittelbare) Tochtergesellschaften der Solvesta AG ebenfalls angebliche Ansprüche auf diesen Dritten übertragen. Der Dritte hat aus diesen von den drei Gesellschaften an ihn (angeblich) abgetretenen Ansprüchen Klage auf Zahlung von 15.815.748,60 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C GROUP AG und weitere Personen erhoben. Die Klageerwiderungen widersprechen diesen Ansprüchen. Nach unserer Einschätzung sowie der Einschätzung des juristischen Beistands der 4C GROUP AG sind diese Forderungen völlig substanzlos.
Des Weiteren hat die Solvesta Verwaltung und Beratung GmbH Klage wegen Insolvenzanfechtung / ungerechtfertigter Bereicherung in Höhe von 707.346,93 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C GROUP AG eingereicht. Es handelt sich um angebliche Ansprüche der ehemaligen Solvesta AG, welche diese angeblich abgetreten hätte. Auch diese Ansprüche sehen wir und der juristische Beistand der 4C GROUP AG als unbegründet an.
Aus Vorsichtsgründen wurde in diesem Zusammenhang im vorliegenden Jahresabschluss - ohne Anerkennung irgendeiner Rechtspflicht - für Prozesskosten und auch aufgrund der finanziellen Substanzlosigkeit der Kläger eine Rückstellung in Höhe von 600 Tsd EUR gebildet.
Würden die Ansprüche jedoch wider Erwarten ganz oder teilweise in größerem Umfang zu begleichen sein, ergäbe sich eine deutlich negative Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der 4C GROUP AG
Mit Beschluss einer gemeinsamen Gesellschafterversammlung der Augustus Investment GmbH und der 4C Advance GmbH vom 24. Mai 2022 wurde die Verschmelzung der 4C Advance GmbH auf die Augustus Investment GmbH beschlossen. Gleichzeitig wurde eine Umfirmierung der Augustus Investment GmbH in (eine neue) 4C Advance GmbH beschlossen. Die zugehörigen Eintragungen ins Handelsregister erfolgten am 7. Juni bzw. 15. Juli sowie für die bei der Verschmelzung aufnehmende Gesellschaft (Augustus Investment GmbH bzw. neue 4C Advance GmbH) am 12. Juli 2022.
Die neue 4C Advance GmbH hält nunmehr Beteiligungen an der 4C Advisory GmbH (50%) und der POLAVIS GmbH (53%) sowie mittelbar an der SBM GmbH (50%).
Durch die erfolgte Verschmelzung ergibt sich ein entsprechend positives Eigenkapital der neuen Gesellschaft. Die Beteiligung an der POLAVIS GmbH ist durch die Aufnahme eines Investors (bei der POLAVIS GmbH) in einer deutlich erhöhten Werthaltigkeit belegt. Auch dokumentiert die Geschäftsplanung der POLAVIS GmbH eine positive Entwicklung dieser Gesellschaft. Daher ist eine Tilgung des Darlehens der 4C GROUP AG an die ehemalige Augustus Investment GmbH von derzeit 1,41 Mio EUR in einer deutlich kurzfristigeren Zeitspanne als den bisher angenommenen 20 Jahren zu erwarten. Auf dieser Basis wurde bzgl. der früheren Augustus Investment GmbH eine Zuschreibung auf die Anteile (170.000,00 EUR) und die Ausleihungen (900.000 EUR) vorgenommen.
Darüber hinaus wurde mit Vereinbarung vom 24. August 2018 gegenüber der damaligen Augustus Investment GmbH ein Rangrücktritt für alle Forderungen aus den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Darlehen gewährt.
Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (ursprüngl. Höhe 1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR, nach Teilverzicht 0,6 Mio EUR bzw. 0,4 Mio EUR - ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon Förderkredite in Höhe von 880 Tsd EUR in Anspruch genommen.
Verbunden mit dieser Darlehensgewährung war auch ein Rangrücktritt bzgl. der Forderungen der früheren 4C Advance GmbH gegenüber der POLAVIS GmbH.
Darüber hinaus wurde mit Patronatserklärungen vom 6. September 2019 bzw. 10. März 2020 über 298 Tsd EUR der obligatorische Eigenfinanzierungsanteil eines Entwicklungsprojekts der POLAVIS GmbH gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung abgesichert. Diese Verpflichtung ist mit Projektabschluß ausgelaufen.
Zudem wurde mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über 343 Tsd EUR die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert. Mit Ende des Duchführungszeitraums zum 31. August 2022 verbleibt hier nurmehr die bisher gezahlte Zuwendung in Höhe von 24 Tsd EUR in der Absicherung.
Auch wurde gegenüber der früheren 4C Advance GmbH ein geringfügiger Rangrücktritt in Höhe von 50 Tsd EUR erklärt.
Chancen
Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, die bewusst Chancen zur Erweiterung und Steigerung des Geschäftes sucht und ergreift.
Die aktuelle Situation bedeutet - bei allen Risiken - auch einen erhöhten Beratungsbedarf auf Seiten der Kunden bzgl. Planung und Liquiditätsmanagement sowie Restrukturierung der Kostensituation. Diese Themen sind Kernbereiche unseres Serviceangebotes und deshalb ergeben sich hieraus wichtige Chancen für die 4C GROUP AG.
1.6 Sonstige Angaben
Zu den Angaben zu den eigenen Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
1.7 Unterschriften des Vorstands
München, den 09. September 2022
gez. Hans-Martin Schneider
gez. Stephan Grunwald
gez. Jörg Bassen
gez. Dr. Manuel Iserloh
gez. Dr. Heiko Mauterer
gez. Markus Noçon
Bilanz
AKTIVA
| In EUR | 31.5.22 | 31.5.21 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 22.799,86 | 10.171,86 |
| 22.799,86 | 10.171,86 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 506.641,50 | 341.096,50 |
| 506.641,50 | 341.096,50 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.520.533,15 | 25.000,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.405.000,00 | 1.920.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 25.000,00 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.632.773,93 | 553.103,78 |
| 4.558.307,08 | 2.523.103,78 | |
| Summe Anlagevermögen | 5.087.748,44 | 2.874.372,14 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 642,87 | 39.400,55 |
| 642,87 | 39.400,55 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.699.058,84 | 3.008.868,56 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 43.219,90 | 18.321,10 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 564.559,55 | 720.139,00 |
| 5.306.838,29 | 3.747.328,66 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 2.982.801,29 | 5.651.810,20 |
| Summe Umlaufvermögen | 8.290.282,45 | 9.438.539,41 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 112.766,95 | 51.798,50 |
| Bilanzsumme | 13.490.797,84 | 12.364.710,05 |
| PASSIVA | ||
| In EUR | 31.5.22 | 31.5.21 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Ausgegebenes Kapital | ||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 503.196,00 | 503.196,00 |
| 2. Eigene Anteile | 0,00 | -3.143,00 |
| 503.196,00 | 500.053,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 309.428,11 | 301.495,37 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 7.669,38 | 7.669,38 |
| 2. Rücklage wegen eigener Anteile | 0,00 | 3.143,00 |
| 7.669,38 | 10.812,38 | |
| IV. Bilanzgewinn | 7.136.956,74 | 7.156.499,97 |
| Summe Eigenkapital | 7.957.250,23 | 7.968.860,72 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 420.898,21 | 386.293,47 |
| 2. Steuerrückstellungen | 414.000,00 | 213.136,00 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 3.665.024,86 | 3.116.692,83 |
| Summe Rückstellungen | 4.499.923,07 | 3.716.122,30 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 226.015,70 | 167.446,46 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.664,00 | 4.908,75 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 800.944,84 | 507.371,82 |
| Summe Verbindlichkeiten | 1.033.624,54 | 679.727,03 |
| Bilanzsumme | 13.490.797,84 | 12.364.710,05 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| In EUR | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| 1. Rohergebnis | 18.616.064,40 | 14.934.478,88 |
| 2. Personalaufwand | -11.705.637,28 | -10.294.795,15 |
| a) Löhne und Gehälter | -10.466.903,55 | -9.198.829,24 |
| a) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung | -1.238.733,73 | -1.095.965,91 |
| - davon für Altersversorgung | -137.458,70 | -153.390,03 |
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -266.826,78 | -122.900,29 |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.926.149,91 | -2.114.933,35 |
| 5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 5.375,00 | 8.135,42 |
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | -465,30 | 23.691,44 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 20.140,14 | 28.552,75 |
| 7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -17.265,37 | -420.940,00 |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12.900,86 | -18.224,21 |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -794.960,24 | -783.719,05 |
| 10. Ergebnis nach Steuern | 1.897.233,66 | 1.210.793,69 |
| 11. Sonstige Steuern | -4.365,00 | -5.568,00 |
| 12. Jahresüberschuss | 1.892.868,66 | 1.205.225,69 |
| 13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 5.157.887,97 | 5.981.969,38 |
| 14. Einstellungen in die Kapitalrücklage aus dem Verkauf eigener Anteile | -7.932,74 | 0,00 |
| 15. Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile | 162.478,75 | 42.541,40 |
| 16. Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile | -68.345,90 | -73.236,50 |
| 17. Bilanzgewinn | 7.136.956,74 | 7.156.499,97 |
Anhang
1.1 Allgemeine Angaben
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
| Firmenname laut Registergericht: | 4C Group AG |
| Firmensitz laut Registergericht: | München |
| Registereintrag: | Handelsregister |
| Registergericht: | Amtsgericht München |
| Register-Nr.: | HRB 123959 |
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Jahresabschluss der 4C GROUP AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.
Immaterielle Vermögensgegenstände:
Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Ansatz Nutzungsdauern
| In Jahren | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software | 1-5 | 1-5 |
Sachanlagen:
Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive (ggf. auf Altbestände) bzw. lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet.Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Zugänge ab dem 1. Januar 2018, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.
Ansatz Nutzungsdauern
| In Jahren | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1-13 | 1-13 |
Finanzanlagen:
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten angesetzt. Bestehenden Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.
Vorräte:
Diese werden (falls vorhanden) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten - unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips - bewertet. Basis der Kalkulation der Herstellungskosten sind die geleisteten, dem Kunden gegenüber abrechenbaren Stunden - bewertet mit Personalkosten (einschließlich Personalnebenkosten). Risiken wegen eingeschränkter Abrechenbarkeit werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
Diese werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Für Ausfall- und allgemeine Kreditrisiken werden angemessene Abschreibungen und Wertberichtigungen zur Berücksichtigung niedrigerer beizulegender Werte vorgenommen.
Abgrenzungsposten für latente Steuern:
Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern, welche entsprechend dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in der Bilanz nicht angesetzt wurden.
Rückstellungen:
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durch ein externes Gutachten ermittelt. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer werden auf Grundlage der erwarteten Einkommen und Gewerbeerträge ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.
Verbindlichkeiten:
Diese werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
1.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1.3.1 Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind v.a. Erträge aus Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen von 1.070.000,00 EUR (VJ 3.363,29 EUR), Erträge aus der privaten KFZ-Nutzung von 164.110,15 EUR (VJ 172.974,12 EUR) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 18.090,48 EUR (VJ 309.100,00 EUR) sowie Erträge aus PKW-Umweltboni von 28.750,00 EUR (VJ 0,00 EUR) enthalten. Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen sind im WJ 21/22 nicht angefallen (VJ 4.400,00 EUR).
Die Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen betreffen Wertaufholungen von Anteilen (170.000,00 EUR) und Ausleihungen (900.000 EUR) an verbundene Unternehmen - in diesem Fall bzgl. der früheren Augustus Investment GmbH.
1.3.2 Personalaufwand
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von 137.458,70 EUR (VJ 153.390,03 EUR) enthalten.
1.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 600.000,00 EUR (VJ 0,00 EUR) insbesondere für Prozesskosten im Zusammenhang mit der Insolvenz der Solvesta AG enthalten.
1.3.4 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Anlagenvermögens betragen 17.265,37 EUR (VJ 420.940,00 EUR).
1.3.5 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen in Höhe von 11.575,00 EUR (VJ 16.966,00 EUR) aus dem Zinssaldo der Pensionsrückstellung gem. Gutachten. (siehe Saldierung gem. 1.4.6)
1.3.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind 2.842,13 EUR (VJ 105,35 EUR) periodenfremde Aufwände betreffend Gewerbe- bzw. Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre enthalten.
1.4 Erläuterungen zur Bilanz
1.4.1 Brutto-Anlagenspiegel
| Anschaffungskosten 01.06.2021 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umgliederungen EUR |
Anschaffungskosten 31.05.2022 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 250.286,71 | 25.153,72 | 0,00 | 0,00 | 275.440,43 |
| 250.286,71 | 25.153,72 | 0,00 | 0,00 | 275.440,43 | |
| Sachanlagen | |||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.548.697,86 | 421.604,06 | 154.559,10 | 0,00 | 1.815.742,82 |
| 1.548.697,86 | 421.604,06 | 154.559,10 | 0,00 | 1.815.742,82 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 195.000,00 | 1.325.533,15 | 0,00 | 0,00 | 1.520.533,15 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 2.820.000,00 | 20.140,14 | 1.435.140,14 | 0,00 | 1.405.000,00 |
| Beteiligungen | 25.000,00 | 0,00 | 25.000,00 | 0,00 | 0,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 567.786,61 | 1.096.935,52 | 0,00 | 0,00 | 1.664.722,13 |
| 3.607.786,61 | 2.442.608,81 | 1.460.140,14 | 0,00 | 4.590.255,28 | |
| Gesamt | 5.406.771,18 | 2.889.366,59 | 1.614.699,24 | 0,00 | 6.681.438,53 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.06.2021 EUR |
Zugänge EUR |
Zuschreibungen | Abgänge EUR |
Umgliederungen EUR |
Kumulierte Abschreibungen 31.05.2022 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 240.114,85 | 12.525,72 | 0,00 | 0,00 | 252.640,57 | |
| 240.114,85 | 12.525,72 | 0,00 | 0,00 | 252.640,57 | ||
| Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.207.601,36 | 254.301,06 | 152.801,10 | 0,00 | 1.309.101,32 | |
| 1.207.601,36 | 254.301,06 | 152.801,10 | 0,00 | 1.309.101,32 | ||
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 170.000,00 | 0,00 | 170.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 900.000,00 | 0,00 | 900.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 14.682,83 | 17.265,37 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 31.948,20 |
| 1.084.682,83 | 17.265,37 | 1.070.000,00 | 0,00 | 0,00 | 31.948,20 | |
| Gesamt | 2.532.399,04 | 284.092,15 | 1.070.000,00 | 152.801,10 | 0,00 | 1.593.690,09 |
| Nettobuchwert 31.05.2022 EUR |
Nettobuchwert 31.05.2021 EUR |
|
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 22.799,86 | 10.171,86 |
| 22.799,86 | 10.171,86 | |
| Sachanlagen | ||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 506.641,50 | 341.096,50 |
| 506.641,50 | 341.096,50 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.520.533,15 | 25.000,00 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.405.000,00 | 1.920.000,00 |
| Beteiligungen | 0,00 | 25.000,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.632.773,93 | 553.103,78 |
| 4.558.307,08 | 2.523.103,78 | |
| Gesamt | 5.087.748,44 | 2.874.372,14 |
Angaben über den Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB
| In Prozent bzw. EUR |
Anteilshöhe | Jahresergebnis | Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Augustus Investment GmbH, München* / **** | 100,00 | 194.817,20 | -1.155.609,73 |
| über die Augustus Investment GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen: | |||
| 4C ADVISORY GmbH, München: | 50,00 | 310.675,36 | 156.535,47 |
| SBM GmbH, München: | 100,00 | 354.994,99 | 204.448,42 |
| 4C Advance GmbH, München* / **** | 100,00 | -4.022,62 | 1.311.794,10 |
| über die 4C Advance GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen: | |||
| POLAVIS GmbH, Berlin**: | 53,00 | -353.549,77 | -289.711,67 |
| Group Zero One GmbH, Berlin* / *** | 50,00 | -3.597,45 | 46.763,12 |
* Es handelt sich um unmittelbare Beteiligungen der 4C GROUP AG.
** Im Rahmen einer Kapitalerhöhung der POLAVIS GmbH im Dezember 2019 (Eintragung ins Handelsregister am 13. Februar 2020) hat sich der mittelbare Anteil an der POLAVIS GmbH von 66,19% auf 43,27% reduziert. Im Dezember 2021 wurde eine weitere Kapitalerhöhung beschlossen: Die 4C Advance GmbH hat dabei ihre Beteiligung von 43,27% auf 53,00% aufgestockt. Die Kapitalerhöhung erfolgte einerseits durch Einzahlung in das gezeichnete Kapital und andererseits durch Einlage eines Wandel-Darlehens in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die der POLAVIS GmbH aus der Kapitalerhöhung tatsächlich im Dezember 2021 zugeflossenen Beträge (Tsd EUR 2.016) bzw. die Umbuchung des Wandel-Darlehens (Tsd EUR 955) sind im o.a. Wert zum Eigenkapital noch nicht enthalten, da die Kapitalerhöhung erst zum 14. Februar 2022 ins Handelsregister eingetragen wurde.
*** Mit Beschluss vom 10. August 2020 haben die Gesellschafter der Group Zero One GmbH die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. Mit Eintragung der Löschung ins Handelsregister vom 6. Juni 2022 wurde die Liquidation abgeschlossen. Es handelt sich um Kennzahlen der Liquidationsschlussbilanz zum 31. August 2021.
**** Mit Beschluss einer gemeinsamen Gesellschafterversammlung der Augustus Investment GmbH und der 4C Advance GmbH vom 24. Mai 2022 wurde die Verschmelzung der 4C Advance GmbH auf die Augustus Investment GmbH beschlossen. Gleichzeitig wurde eine Umfirmierung der Augustus Investment GmbH in (eine neue) 4C Advance GmbH beschlossen. Die zugehörigen Eintragungen ins Handelsregister erfolgten am 7. Juni bzw. 15. Juli sowie für die bei der Verschmelzung aufnehmende Gesellschaft (Augustus Investment GmbH bzw. neue 4C Advance GmbH) am 12. Juli 2022.
Soweit nichts anderes erläutert ist, handelt es sich um Kennzahlen des Geschäftsjahres 2021.
1.4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| In EUR | 31.5.22 | Davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 31.5.21 | Davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.699.058,84 | 0,00 | 3.008.868,56 | 0,00 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 43.219,90 | 0,00 | 18.321,10 | 0,00 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 564.559,55 | 0,00 | 720.139,00 | 0,00 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5.306.838,29 | 0,00 | 3.747.328,66 | 0,00 |
1.4.3 Grundkapital und Kapitalrücklage
Aktien
| In Stück bzw. EUR |
31.5.22 | 31.5.21 |
|---|---|---|
| Ausgegebenes Kapital | 503.196 | 500.053 |
| Eigene Aktien | 0 | 3.143 |
| Gezeichnetes Kapital | 503.196 | 503.196 |
Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt 503.196 EUR. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 16.11.2012 wurde das damalige Grundkapital in Höhe von 83.866 EUR aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien um 419.330 EUR auf 503.196 EUR erhöht. Nach Eintragung in das Handelsregister wurde das Grundkapital der Gesellschaft durch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:6 in 503.196 auf den Namen lautende Stückaktien neu eingeteilt. An die Stelle einer Stückaktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von 6 EUR traten damit sechs Stückaktien mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von jeweils 1 EUR.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 5.425 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) zu einem Preis von 29,95 EUR an Mitarbeiter verkauft. Diese 5.425 Aktien entsprechen 1,08% des Grundkapitals. Die Verkäufe erfolgten in den Monaten Dezember 2021 und Januar 2022. Die zugehörigen Mittelzuflüsse wurden für die lfd. Finanzierung der Gesellschaft verwendet.
Der Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile beträgt 162.478,75 EUR (VJ 42.541,40 EUR). Hiervon wurden 7.932,74 EUR (VJ 0,00 EUR) gem. § 272 Abs. 1b HGB in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Gesellschaft hat (insbesondere) gem. § 4 des Salary Partner Beteiligungsvertrags die Verpflichtung von Mitarbeitern Aktien zurückzukaufen z.B., wenn diese das Unternehmen verlassen; im Geschäftsjahr wurden in diesem Zusammenhang 1.400 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) von Mitarbeitern zurückgekauft. Darüber hinaus erwarb die Gesellschaft 882 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) von der Providus GmbH zur Weiterveräußerung an Mitarbeiter. In Summe wurden im Geschäftsjahr 2.282 Aktien erworben - diese entsprechen 0,45% des Grundkapitals. Die Ankäufe erfolgten in den Monaten September und November 2021 sowie Januar 2022. Der zugehörige Aufwand beträgt 68.345,90 EUR.
Die durchschnittlichen Anschaffungskosten der im eigenen Bestand befindlichen Aktien betrugen 28,20 EUR bzw. 29,64 EUR.
Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft keine eigenen Anteile mehr.
Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen 0 (VJ 3.143) Aktien entsprechen 0,00% (VJ 0,63%) des Grundkapitals.
1.4.4 Gewinnrücklagen
Gewinnrücklagen
| In EUR | Gesetzliche Rücklage | Andere Gewinnrücklagen | Rücklage wg. eigener Anteile |
|---|---|---|---|
| Stand 1.6.21 | 7.669,38 | 0,00 | 3.143,00 |
| Zugang aufgrund Gewinnverwendung/Aktiensplit | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Zugang aufgrund Ankauf | 0,00 | 0,00 | 2.282,00 |
| Umbuchung | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgang aufgrund Verkauf | 0,00 | 0,00 | 5.425,00 |
| Stand 31.5.22 | 7.669,38 | 0,00 | 0,00 |
Nachdem die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB zusammen mehr als 10 % des Gezeichneten Kapitals betragen, ist keine Zuführung notwendig.
1.4.5 Bilanzgewinn
Bilanzgewinn
| In EUR | Bilanzgewinn |
|---|---|
| Stand 31.5.21 | 7.156.499,97 |
| Jahresüberschuss | 1.892.868,66 |
| Ausschüttung | -1.998.612,00 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 0,00 |
| Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile | 162.478,75 |
| Einstellung in die Kapitalrücklage aus dem Verkauf eigener Anteile | -7.932,74 |
| Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile | -68.345,90 |
| Stand 31.5.22 | 7.136.956,74 |
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag nach Verwendung aus dem Vorjahr in Höhe von 5.157.887,97 EUR enthalten.
1.4.6 Rückstellungen
Pensionsrückstellungen
Für die Vorstände Hans-Martin Schneider, Stephan Grunwald und Jörg Bassen wurde am 1.12.2000 bzw. 1.12.2003 eine Pensionszusage erteilt. Am 1.10.2010 wurde für den Vorstand Dr. Manuel Iserloh eine Versorgungszusage erteilt. Die Ansprüche des ehemaligen Vorstands Ludwig Merath ruhen seit dem 31.5.2008. Das Deckungskapital wurde aufgrund entsprechender Verpfändungserklärungen mit den Pensionsverpflichtungen saldiert.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen basiert auf folgenden Annahmen:
| In Prozent | 31.5.22 | 31.5.21 |
|---|---|---|
| Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) | 1,37*/1,79** | 1,47*/2,12** |
| Rententrend | 1-3 | 1-3 |
* Rechnungszins mit 7-Jahres-Durchschnitt
** Rechnungszins mit 10-Jahres-DurchschnittDie zugrunde gelegten Sterbetafeln sind die “Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck.
Angewandtes Verfahren: Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method)
Erfüllungsbetrag und Deckungskapital:
| In EUR | 31.5.22 | 31.5.21 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Schulden für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lt. Gutachten | 2.094.399,00 | 1.919.183,00 |
| Saldierungsfähiges Deckungskapital (Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte) | -1.673.500,79 | -1.532.889,53 |
| Pensionsverpflichtungen(nach Verrechnung Deckungsvermögen)* | 420.898,21 | 386.293,47 |
* Die Verrechnung erfolgt in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aufgrund Verpfändungsvereinbarungen mit den Anspruchsberechtigten.
Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht den Anschaffungskosten.
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen in Höhe von 42.233,00 EUR (VJ 45.578,00 EUR) wurden mit den Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 30.658,00 EUR (28.612,00 EUR) saldiert. Der saldierte Zinsaufwand beläuft sich somit auf 11.575,00 EUR (VJ 16.966,00 EUR).
Der Betrag der für frühere Organmitglieder bzw. ausgeschiedene Vorstände gebildeten Pensionsrückstellung beläuft sich auf 189.277,00 EUR (VJ 180.802,00 EUR).
Ausschüttungsgesperrte Beträge betreffend Pensionsverpflichtungen:
| In EUR | 31.5.22 | 31.5.21 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Jahren (1,37 %) | 2.197.318,00 | 2.078.306,00 |
| Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 10 Jahren (1,79 %) | 2.094.399,00 | 1.919.183,00 |
| Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB | 102.919,00 | 159.123,00 |
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind 600.000,00 EUR (VJ 0,00 EUR) insbesondere für Prozesskosten im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren bzgl. der Insolvenz der Solvesta AG enthalten.
Die Restlaufzeit wird auf 2 Jahre geschätzt. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre entsprechend ihrer Restlaufzeit. Der Zinssatz beträgt 0,35 % nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag.
1.4.7 Verbindlichkeiten
| In EUR | 31.5.22 | Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 31.5.21 | Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 226.015,70 | 226.015,70 | 167.446,46 | 167.446,46 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen | 6.664,00 | 6.664,00 | 4.908,75 | 4.908,75 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 800.944,84 | 800.944,84 | 507.371,82 | 507.371,82 |
| Davon aus Umsatzsteuern/sonst. Steuern | 549.539,64 | 549.539,64 | 350.365,72 | 350.365,72 |
| Davon aus Gewerbesteuern | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Davon aus Lohn- und Kirchensteuer | 169.211,58 | 169.211,58 | 142.139,49 | 142.139,49 |
| Davon gegenüber Personal | 41.497,72 | 41.497,72 | 5.678,09 | 5.678,09 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 40.695,90 | 9.188,52 | 9.188,52 | 9.188,52 |
Der Gesamtbetrag „davon aus Steuern“ beträgt 718.751,22 EUR (VJ 492.505,21 EUR).
Die Verbindlichkeiten beinhalten keine Positionen mit Restlaufzeiten über 1 bzw. 5 Jahre.
1.5 Sonstige Pflichtangaben
1.5.1 Haftungsverhältnisse gem. § 268 Abs. 7 HGB i.V.m. § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen/Angaben gem. § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB
| In Tsd EUR | 31.5.22 | 31.5.21 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Begebung und Übertragung von Wechseln | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | - | - |
| Haftungsverhältnisse aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 904 | 1.141 |
Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (ursprüngl. Höhe 1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR, nach Teilverzicht 0,6 Mio EUR bzw. 0,4 Mio EUR - ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon Förderkredite in Höhe von 880 Tsd EUR in Anspruch genommen. Jeder diesbzgl. Mittelabruf muß durch den Vorstand bzw. den Partnerkreis der 4C GROUP AG genehmigt werden.
Verbunden mit dieser Darlehensgewährung war auch ein Rangrücktritt bzgl. der Forderungen der früheren 4C Advance GmbH gegenüber der POLAVIS GmbH.
Darüber hinaus wurde mit Patronatserklärungen vom 6. September 2019 bzw. 10. März 2020 über 298 Tsd EUR der obligatorische Eigenfinanzierungsanteil eines Entwicklungsprojekts der POLAVIS GmbH gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung abgesichert. Diese Verpflichtung ist mit Projektabschluß ausgelaufen.
Zudem wurde mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über 343 Tsd EUR die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert. Mit Ende des Duchführungszeitraums zum 31. August 2022 verbleibt hier nurmehr die bisher gezahlte Zuwendung in Höhe von 24 Tsd EUR in der Absicherung.
Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bzw. Patronatserklärungen wird derzeit nicht gerechnet, da der geplante Geschäftsverlauf der POLAVIS GmbH die Erfüllung der jeweiligen Förderkriterien sicherstellt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB
| In Tsd EUR | Bis 1 Jahr 31.5.22 | Bis 1 Jahr 31.5.21 | 1 bis 5 Jahre 31.5.22 | 1 bis 5 Jahre 31.5.21 | > 5 Jahre 31.5.22 | > 5 Jahre 31.5.21 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mietverträge Infrastruktur | 654 | 541 | 2.048 | 1.296 | 357 | 534 |
| Leasingverträge für Kfz | 115 | 84 | 165 | 69 | 0 | 0 |
| Gesamt | 769 | 625 | 2.213 | 1.365 | 357 | 534 |
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt damit 3.339 Tsd EUR (VJ 2.524 Tsd EUR).
Im WJ 20/21 ist der Standort Düsseldorf umgezogen. Der ursprüngliche Mietvertrag ist zum 30. April 2022 ausgelaufen, der neu abgeschlossene Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2028. Bei den anderen aktiven Mietverträgen wurden keine Verlängerungen von Laufzeiten vereinbart.
Die Leasingverträge wurden aus Praktikabilitätsgründen abgeschlossen. Nennenswerte Risiken aus den getätigten Leasinggeschäften liegen nicht vor.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte - neben den in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellten Miet- und Leasingverträgen - zu verzeichnen.
1.5.2 Sonstige Angaben
1. Organe der Gesellschaft
Vorstand
Die Geschäfte der 4C GROUP AG werden von folgenden Personen als Vorstand geführt:
| Ausbildung, ausgeübter Beruf | |
|---|---|
| Herr Hans-Martin Schneider | MBA, Unternehmensberater |
| Herr Stephan Grunwald | Diplom-Kaufmann, Diplom-Volkswirt, Unternehmensberater |
| Herr Jörg Bassen | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
| Herr Dr. Manuel Iserloh | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
| Herr Dr. Heiko Mauterer | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
| Herr Markus Noçon | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
Prokuristen
Folgende Mitarbeiter haben Prokura:
| Ausbildung, ausgeübter Beruf | |
|---|---|
| Herr Uwe Dorst | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
| Herr Christian Baier | Diplom-Kaufmann, Unternehmensberater |
| Frau Claudia Irsfeld | Diplom-Oecotrophologin, Personalmanagerin |
| Herr Peter Keefer | Diplom-Betriebswirt (FH), Unternehmensberater |
| Herr Daniel Lovric | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
| Herr Focke Meyer | Diplom-Mathematiker, Unternehmensberater |
| Herr Martin Stephany | Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater |
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
| Ausbildung, ausgeübter Beruf | |
|---|---|
| Herr Dr. Michael H. Thiel, Vorsitzender | Rechtsanwalt |
| Herr Norbert Büker (bis 19. November 2021) | Betriebswirt, Unternehmensberater |
| Herr Michael Wagner, stellv. Vorsitzender (bis 19. November 2021) | Rechtsanwalt |
| Frau Zarah Bruhn (ab 19. November 2021) | Master in Betriebswirtschaftslehre, Geschäftsführerin |
| Frau Dorothee Deyhle (ab 19. November 2021) | Diplom-Kommunikationsdesignerin, Geschäftsführerin |
2. Vergütungen der Organe
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gemäß § 285 Abs. 9a HGB betrugen:
| In EUR | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Fixe Gehaltsbestandteile | 1.692.713,21 | 1.359.345,86 |
| Variable Gehaltsbestandteile | 750.000,00 | 1.014.000,00 |
| Gesamtbezüge | 2.442.713,21 | 2.373.345,86 |
Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen:
| In EUR | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge | 36.000,00 | 12.000,00 |
Forderungen aus Vorschüssen und Krediten gegenüber Organmitgliedern bestanden am Bilanzstichtag keine. Auch Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.
3. Mitarbeiter gem. § 285 Nr. 7 HGB
Die Mitarbeiterstatistik gem. § 285 Nr. 7 stellt sich wie folgt dar:
| In Personen | WJ 21/22 | WJ 20/21 |
|---|---|---|
| Leitende Angestellte | 6 | 6 |
| Angestellte | 80 | 66 |
| Gesamt | 86 | 72 |
Im Geschäftsjahr wurden 31 Mitarbeiter neu eingestellt und 18 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 33 Praktikanten und Studenten sowie 3 Masteranden eingestellt. 33 Praktikanten und Studenten sowie 5 Masteranden haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand aller Mitarbeiter von 97 auf 108 erhöht. Von diesen 108 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 17 in Teilzeit und 91 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 89 Mitarbeiter beschäftigt.
4. Zweigniederlassungen
Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40476 Düsseldorf, Kennedydamm 24 (bis April 2022: Neuer Zollhof 2, 40221 Düsseldorf).
5. Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 beträgt 7.136.956,74 EUR. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende von 3,20 EUR je Stückaktie auszuschütten und den restlichen Betrag in Höhe von 5.526.729,54 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
7. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Transaktionen mit nahestehenden Personen oder verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.
1.6 Unterschriften des Vorstands
München, den 9. September 2022
gez. Hans-Martin Schneider
gez. Stephan Grunwald
gez. Jörg Bassen
gez. Dr. Manuel Iserloh
gez. Dr. Heiko Mauterer
gez. Markus Noçon
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die 4C Group AG
Prüfungsurteile
lch habe den Jahresabschluss der 4C Group AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2021 bis zum 31. Mai 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der 4C Group AG für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2021 bis zum 31. Mai 2022 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2021 bis zum 31. Mai 2022 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. ln allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
lch habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ,,Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. lch bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. lch bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts
lch mache auf die Ausführungen ín Abschnitt 1.5.3 unter ,,Finanzinstrumente und Finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts aufmerksam, in welchem ausgeführt wird, dass seitens eines Dritten aus erworbenen bzw. an ihn vermeintlich übertragenen Ansprüchen aus dem Firmenverbund der insolventen ehemaligen Solvesta AG Klage auf Zahlung von 15.815.748,60 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C Group AG und weitere Personen erhoben wurde. Die Klageerwiderungen widersprechen diesen Ansprüchen. Nach EinschäÞung der gesetzlichen Vertreter sowie der Einschätzung des juristischen Beistands der 4C Group AG sind diese Forderungen völlig substanzlos. Des Weiteren hat die Solvesta Verwaltung und Beratung GmbH Klage wegen lnsolvenzanfechtung / ungerechtfertigter Bereicherung in Höhe von 707.346,93 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C Group AG eingereicht. Es handelt sich um angebliche Ansprüche der ehemaligen Solvesta AG, welche diese angeblich abgetreten hätte. Auch diese Ansprüche sehen die gesetzlichen Vertreter und der juristische Beistand der 4C Group AG als unbegründet an. Aus Vorsichtsgründen wurde in diesem Zusammenhang im vorliegenden Jahresabschluss - ohne Anerkennung irgendeiner Rechtspflicht - für Prozesskosten und auch aufgrund der finanziellen Substanzlosigkeit der Kläger eine Rückstellung in Höhe von 600 Tsd EUR gebildet. Würden die Ansprüche jedoch wider Erwarten ganz oder teilweise in größerem Umfang zu begleichen sein, ergäbe sich eine deuflich negative Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der 4C Group AG.
Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risíken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeftihrte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damít zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. lch ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den lnhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― | führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
lch erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Neusäß, den 14. September 2022
gez. Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021/2022
Der Aufsichtsrat der 4C Group AG hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 - in neuer Besetzung nach der Hauptversammlung 2020/2021 - eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwick6ung der Gesellschaft befasst und die Tätigkeit des Vorstandes entsprechend den gesetzlichen Vorgaben überwacht.
Er hat sich vom Vorstand insbesondere in den Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates am 10. Juni 2021, am 23. Juli 2021, am 24. September 2021 (Bilanzsitzung), am 18. Oktober 2021, am 19. November 2021 (konstituierende Aufsichtsratssitzung), am 03. Dezember 2021, am 14. Januar 2022 und am 29. April 2022 sowie in mehreren telefonischen und persönlichen Einzelgesprächen jeweils mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unterrichten las sen. Insbesondere die jeweiligen Quartalsberichte gaben dem Aufsichtsrat detailliert Einblick in die jeweilige Finanz- und Ertragslage und die laufende Auftrags- und Geschäftsentwicklung sowie einen Überblick in die laufende operative Tätigkeit des Vorstandes und wesentliche organisatorische Entwicklungen im Unternehmen. In den vorgenannten Sitzungen und Einzelgesprächen hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Alle erforderlichen Beschlüsse wurden einvernehmlich gefasst.
Der Aufsichtsrat konnte sich aufgrund der regelmäßigen Berichtserstattung des Vorstandes davon überzeugen, dass das Rechnungs- und Berichtswesen der Gesellschaft sehr gut geeignet ist, Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung und Lage der Gesellschaft sowie etwaige Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen.
Neben der laufenden Überwachung der Geschäftstätigkeit und -entwicklung hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021/2022 insbesondere mit den Herausforderungen für das Unternehmen in der Zukunft befasst, nicht zuletzt in Anbetracht der nachwirkenden Corona-Pandemie, und den Vorstand bei der Entwicklung einer darauf ausgerichteten Geschäftsstrategie beraten. Laufend hat sich der Aufsichtsrat auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Solvesta AG und die sich daraus für die Gesellschaft ergebenden Risiken informiert und diese mit dem Vorstand erörtert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines erheblichen Schadens auf Basis der gerichtlich geltend gemachten Schadensersatzbeträge wurde dabei ebenso diskutiert wie die Notwendigkeit, weitere Rückstellungen zu bilden. Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit der Neubesetzung des Aufsichtsrates für die Zeit nach der Hauptversammlung 2020/2021 beschäftigt, sich informiert über die Entwicklungen und Kapitalisierung der POLAVIS GmbH, so wie Anstoß gegeben zur Neufassung einer Geschäftsordnung für den Vorstand.
Jahresabschluss 2021/2022, Abschlussprüfung
Der nach HGB erstellte Jahresabschluss der 4C Group AG sowie der Lagebericht zum 31. Mai 2022 wurde unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer
Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl. Kfm. Günther Eppinger geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Sämtliche relevanten Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig und vollständig zugeleitet. Zur Lage der Gesellschaft sowie insbesondere den Chancen und Risiken der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand der 4C Group AG die Lage der Gesellschaft sowie die Chancen und möglichen Risiken der Gesellschaft zutreffend einschätzt und in der Lage ist, möglichen Risiken mit entsprechenden Gegenmaßnahmen entgegenzusteuern. Weiterhin kommt der Abschlussprüfer zu dem Ergebnis, dass entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen derzeit nicht ersichtlich sind.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht in seiner Bilanzsitzung am 23. September 2022 selbst geprüft und mit den Berichten des Abschlussprüfers prüfend abgeglichen.
Mit dem in der Bilanzsitzung anwesenden Vorstand und dem Abschlussprüfer wurden auf dieser Grundlage die Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht im Hinblick auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit eingehend diskutiert. Bei einer kritischen Durchsicht der Unterlagen ergaben sich keine Hinweise auf Widersprüche oder Rechtsverstöße.
Auch aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergaben sich keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetz oder Satzung.
Der Aufsichtsrat hat auch den Lagebericht auf seine Vollständigkeit geprüft. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen stimmen mit den unterjährigen Aussagen des Vorstandes überein und entsprechen auch nach den eigenen Einschätzungen des Aufsichtsrates der Lage der Gesellschaft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der 4C Group AG oder das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht daher ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021/2022 ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Im Geschäftsjahr 2021/2022 war der Vorstand nicht verpflichtet, einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.
Personalia des Aufsichtsrates
An den Personalia des Aufsichtsrats, bestehend aus Herrn Dr. Michael H. Thiel (Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Michael Wagner (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) und Herrn Norbert Büker haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 Veränderungen ergeben.
Wie zuvor dargestellt, endeten die Mandate der bisherigen Aufsichtsräte Norbert Büker, Michael Wagner und Dr. Michael Thiel zum Ende der Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2020/2021. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Frau Dorothee Deyhle und Frau Zarah Bruhn. Herr Dr. Michael Thiel wurde erneut in den Aufsichtsrat gewählt.
Sämtliche neue Mitglieder des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Mi chael Thiel, sind für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024/2025 beschließt, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 4C Group AG für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.
München, den 23. September 2022
Für den Aufsichtsrat
gez.
Dr. Michael
H. Thiel
Ergebnisverwendung
Gemäß Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der 4C Group AG, München, vom 11. November 2022 beschloss die Hauptversammlung einstimmig, den im Jahresabschluss zum 31. Mai 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.136.856,74 wie folgt zu verwenden:
| Verteilung an die Aktionäre: | EUR | 1.609.427,20 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen: | EUR | 0,00 |
| Gewinnvortrag: | EUR | 5.527.529,54 |
| Bilanzgewinn: | EUR | 7.136.956,74 |
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss zum 31. Mai 2022 ist durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 23. September 2022 festgestellt worden.