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4C Group AB Audit Report / Information 2020

May 18, 2021

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Audit Report / Information

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Publication

4C Group AG

München

Jahresabschluss zum 31.05.2020

Lagebericht

1 Lagebericht

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Die 4C GROUP AG berät das Management von Unternehmen bei der Gestaltung und Optimierung der Führungs- und Steuerungsinstrumente. Dies umfasst die Ableitung des Organisations- und Steuerungsmodells sowie der Steuerungsinformationen aus dem Geschäftsmodell, der Strategie und den Zielen des Unternehmens. Auf dieser Basis werden Managementprozesse sowie die Führungsorganisation einschließlich der Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten gestaltet und auf Basis des Zielbildes auch eine Transformationsstrategie abgeleitet. Um die Transparenz auf Zielgrößen und Hebel für das Management einsetzbar zu machen, müssen Instrumente und Informationen bereitgestellt werden. Hierzu gehören Ziel- und Vergütungssysteme ebenso wie Reporting, Risiko-Management-, Planungs- und Forecast-Instrumente. Seit März 2020 sind die Anforderungen an das Management durch die Bewältigung der primären Einflüsse der Corona-Pandemie und die nachfolgende rezessive Phase massiv gewachsen. Diese Umfeldveränderungen müssen bewältigt werden, und das Management muss wieder in eine aktive Rolle gelangen.

Zum Leistungsportfolio der 4C GROUP AG gehört insbesondere neben der Analyse und Gestaltung der Prozesse und der Entwicklung der Führungsorganisation, die Schaffung der grundlegenden Zahlenbasis für Analysen und das Berichtswesen sowie die Implementierung von Instrumenten zur Unterstützung der Entscheidungsfindung, entweder situativ oder in regelmäßigen Zyklen durch Planung, Forecasting und Risiko-Management. Gerade die Basisinstrumente des Finanzplans und des Liquiditätsforecasts mit Bezug zum Risiko-Management sind jetzt von größter Bedeutung.

Auch wenn Branchen unterschiedlich von den kurz- und langfristigen Veränderungen beeinflusst werden, sind die Instrumente in allen Branchen im Grundsatz ähnlich oder sogar gleich. Daher stellt sich die 4C GROUP AG branchenunabhängig auf und fokussiert auf die Unterstützung der Funktionen im Unternehmen. Hierbei nehmen der CFO, CIO und HR jedoch Schlüsselrollen ein, da es im Kern um die Führung von Menschen und faktenbasierte Steuerung und Entscheidungsfindung in einer immer stärker automatisierten und digitalisierten Welt geht.

Der wichtigste Erfolgsfaktor für die Beratung in diesen Bereichen ist die hohe Fachlichkeit und Erfahrung der Berater. Das ist der Fokus unserer Personalentwicklungsstrategie.

1.2 Wirtschaftsbericht

Für die grundsätzliche Entwicklung des Beratungsmarktes sind sowohl die allgemeine konjunkturelle als auch die branchenspezifische Lage wichtige Einflussparameter. Das liegt zum einen an der flexiblen Disponierbarkeit von Beratungsleistungen und zum anderen an den spezifischen Herausforderungen der jeweiligen konjunkturellen Lage. Das wurde in den letzten Jahren durch das Thema Digitalisierung zum Teil überlagert, da dieser Trend für alle die Notwendigkeit von Veränderungen sehr deutlich gemacht hat.

Für das Kalenderjahr 2019 hat das Statistische Bundesamt preisbereinigt noch eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 0,6% (Vorjahr 1,5%) gemessen. In den ersten beiden Quartalen 2020 ist die Konjunktur mit -10,1% bzw. nochmals -2,2% (jeweils bezogen auf das Vorquartal) aufgrund der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Viele Unternehmen haben im 1. Halbjahr 2020 massive Absatz- und Ergebniseinbrüche zu verzeichnen.

Der Branchenverband BDU hat für 2019 ein tatsächliches Wachstum von 5,7% (VJ 7,3%) berichtet und liegt damit unter den zuvor prognostizierten 7,1%. In seinem aktuellen Geschäftsklima-Index sieht der Verband – nach einem Tiefpunkt im März – Zeichen der Erholung und deutlich optimistischere Geschäftsaussichten.

Über die Erwartung der konjunkturellen Entwicklungen für das restliche Kalenderjahr 2020 und das Folgejahr 2021 sind sich die Experten dennoch im höchsten Maße uneinig.

Das Management der 4C GROUP AG sieht eine längere rezessive Phase, die durchaus auch das Jahr 2021 dominieren wird.

Für die 4C GROUP AG bedeutet die langfristige Entwicklung, dass wir konsequent

_ die Professionalisierung der Steuerungssysteme insbesondere bei neuen Geschäftsmodellen,

_ die Nutzung von Daten durch neue Analyse und Reporting-Technologien,

_ die Digitalisierung und Automatisierung von kaufmännischen Prozessen,

_ die Steuerung der IT sowie

_ die Erfüllung zunehmender Compliance und Governance-Anforderungen großer Organisationen

unterstützen. Bei diesen Themen baut die 4C GROUP AG ihre Positionierung deutlich aus.

Kurzfristig sehen wir, dass der Bedarf an professionalisierten Planungs- und Forecast-Instrumenten wachsen wird und andererseits viele Unternehmen auch vor großen Herausforderungen der neuen Arbeitsformen stehen werden. Beispielhaft zu nennen sind hier die Führung dezentral aus dem Home-Office agierender Mitarbeiter, die veränderten Management-Instrumente für dezentrale Zusammenarbeit bis hin zu Fragen der Arbeitskultur und Personalentwicklung.

1.3 Geschäftsverlauf

1.3.1 Ertragslage

In Tsd EUR WJ 19/20 WJ 18/19
Umsatzerlöse 14.921 16.257
Ergebnis vor Finanzergebnis 744 1.955
Finanzergebnis 7 -468
Ergebnis vor Steuern 751 1.487
Jahresüberschuss 433 808

Der Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % abgenommen. Dieser Rückgang ist v.a. auf eine Reduzierung des Beratungsgeschäfts (ohne Intercompany) um 1,56 Mio. EUR (-10,3 %) zurückzuführen. Der Handel mit Software-Lizenzen und der zugehörigen Software-Wartung entwickelte sich dagegen positiv: hier ist eine Zunahme von 140 Tsd EUR (+14,6 %) zu verzeichnen.

Der Aufwand für bezogene Waren hat sich entsprechend dem gestiegenen Volumen des Handels mit Software-Lizenzen und Software-Wartung um 116 Tsd EUR ebenfalls erhöht. Die Aufwendungen für den Einsatz von Fremdleistern haben im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 96 Tsd EUR zugenommen. Der Gesamteffekt führt zu einer deutlichen Zunahme des Materialaufwands um 211 Tsd EUR (+22,4 %).

Der Personalaufwand ist leicht um 1,4 % gestiegen (+135 Tsd EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben deutlich um 447 Tsd EUR (-11,9 %) abgenommen.

In Summe hat sich das Ergebnis vor Finanzergebnis sehr deutlich verringert (-1.211 Tsd EUR).

Beim Finanzergebnis steht den Zinserträgen und Erträgen aus anderen Wertpapieren (40 Tsd EUR, VJ 43 Tsd EUR) ein saldierter Zinsaufwand aus der betrieblichen Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 21 Tsd EUR (VJ 25 Tsd EUR) gegenüber. Abschreibungen auf Finanzanlagen waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen (VJ 480 Tsd EUR). Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zu einem Kurs über 100% gekauft wurden, betrugen 11 Tsd EUR (VJ 4 Tsd EUR).

Außerdem ist ein geringer, unveränderter Zinsaufwand aus Mietavalen (1 Tsd EUR, VJ 1 Tsd EUR) zu verzeichnen.

1.3.2 Liquidität und Finanzausstattung

In Tsd EUR WJ 19/20 WJ 18/19
Jahresüberschuss 433 808
Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit 545 2.102
Investitionstätigkeit -44 -32
Finanzierungstätigkeit -654 -735
Veränderung der liquiden Mittel -153 1.335
Liquide Mittel am Beginn der Periode 3.200 1.865
Liquide Mittel am Ende der Periode 3.047 3.200

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2019/2020 ein Mittelabfluss in Höhe von 153 Tsd EUR.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau jedoch über dem Jahresüberschuss. Das Working Capital reduzierte sich hierbei um 105 Tsd EUR: im Wesentlichen getrieben durch eine Verringerung der Veränderungen von operativen Rückstellungen um 234 Tsd EUR (VJ +547 Tsd EUR) und der Verbindlichkeiten um 57 Tsd EUR (VJ -53 Tsd EUR) sowie einer geringen Abnahme der Änderungen von Beständen, Forderungen und sonstigen Positionen (in Summe 16 Tsd EUR) sowie gegenläufig einer Zunahme der Änderung von langfristigen Rückstellungen um 202 Tsd EUR (VJ +398 Tsd EUR).

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (Sach- und Finanzanlagen) erklärt sich im Wesentlichen aus Investitionen ins Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände (208 Tsd EUR) sowie den Rückflüssen aus Finanzanlagen (100 Tsd EUR) und dem Saldo aus Rückflüssen an Zinsen und Tilgungen und einer Darlehenserhöhung bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt 61 Tsd EUR.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist der Saldo aus der Dividendenausschüttung (793 Tsd EUR) und dem Kauf- und Verkauf von Aktien an Mitarbeiter (+139 Tsd EUR)

Die absehbaren vertraglichen Verpflichtungen aus Mieten für Infrastruktur und Kfz-Leasing für das Wirtschaftsjahr 2020/2021 belaufen sich voraussichtlich auf 720 Tsd EUR.

Grundsätze des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der 4C GROUP AG hat zum Grundsatz, die Liquidität jederzeit sicherzustellen und in der Anlage keine Risiken einzugehen. Ziel des Finanzmanagements ist vor allem, finanzielle Mittel auch für Zeiten mit schlechterer Auftragslage schnell zur Verfügung zu haben. Dieser Grundsatz wird im kommenden Geschäftsjahr einem Stresstest unterworfen, d.h. sowohl die Liquiditätsreserven als auch die Rücklagen werden im kommenden Geschäftsjahr reduziert werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Corona-Pandemie die Volkswirtschaft weiter stark beeinträchtigt und im Wirtschaftsjahr 2020/2021 anstelle einer Erholung womöglich eine depressive Phase folgt.

Beteiligungen dienen grundsätzlich strategischen Zielen zur Förderung unseres Kerngeschäftes.

1.3.3 Vermögens- und Finanzlage

In Tsd EUR 31.5.20 in % 31.5.19 in %
Anlagevermögen 3.499 34% 3.622 33%
Umlaufvermögen und übrige Aktiva 6.924 66% 7.239 67%
Gesamtvermögen 10.423 100% 10.861 100%
Eigenkapital 6.794 65% 7.015 65%
Rückstellungen 3.035 29% 3.170 29%
Verbindlichkeiten und übrige Passiva 594 6% 676 6%
Gesamtkapital 10.423 100% 10.861 100%

Die Bilanzsumme ist um 438 Tsd EUR auf 10.423 Tsd EUR gefallen.

Das Anlagevermögen hat sich dabei um 123 Tsd EUR (VJ -620 Tsd EUR) reduziert. Hier haben die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um T€ 23 abgenommen und es sind Abgänge von insgesamt 100 Tsd EUR aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 11 Tsd EUR (VJ 484 Tsd EUR) zu verzeichnen. Die Ausleihungen dienen der Finanzierung der beiden Tochtergesellschaften Augustus Investment GmbH sowie 4C Advance GmbH. Sowohl Sachanlagevermögen als auch immateriellen Vermögensgegenstände haben dagegen leicht zugenommen: +9 Tsd EUR (VJ -37 Tsd EUR) bzw. +2 Tsd EUR (VJ -17 Tsd EUR).

Das Umlaufvermögen hat um 323 Tsd EUR ebenfalls abgenommen. Hierbei reduzierten sich die Forderungen (inkl. der Forderungen gegen verbundene Unternehmen) um 20 Tsd EUR und die sonstigen Vermögensgegenstände um 153 Tsd EUR sowie die liquiden Mittel um 153 Tsd EUR (VJ +1.335 Tsd EUR).

Das Eigenkapital ist um 221 Tsd EUR gefallen: Dies resultiert aus der im Berichtsjahr durchgeführten Ausschüttung von 793 Tsd EUR, dem Saldo aus Ertrag und Aufwand für den Verkauf und den Erwerb eigener Anteile (+139 Tsd EUR) sowie dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (433 Tsd EUR).

Die Rückstellungen haben insgesamt um 135 Tsd EUR abgenommen. Rückstellungen für Steuern wurden unverändert mit 13 Tsd EUR (VJ 13 Tsd EUR) berücksichtigt. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen hat um 99 Tsd EUR zugenommen. Bei den sonstigen Rückstellungen ist die Rückstellung für Mitarbeiter-Boni und Tantiemen sehr deutlich reduziert (-679 Tsd EUR), während sich die Rückstellung für Urlaub deutlich erhöht hat (+265 Tsd EUR).

Die Verbindlichkeiten sind gefallen (-82 Tsd EUR).

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird die wirtschaftliche Lage der 4C GROUP AG vom Vorstand weiterhin – trotz der kritischen Rahmenbedingungen – insgesamt als gut beurteilt.

1.3.4 Personalentwicklung

Die Basis unseres Geschäftes sind engagierte und leistungsorientierte Mitarbeiter. Daher investieren wir viel in die Ausbildung unserer Mitarbeiter und die Gewinnung neuer Talente. Durch das variable Entgeltsystem beteiligen wir die Mitarbeiter deutlich am Erfolg des Unternehmens und setzen gezielt Anreize für Top-Leistungen bei unseren Kunden.

Im Rahmen des Salary-Partner-Programms bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen: im Geschäftsjahr 2019/2020 verkaufte die Gesellschaft dabei 5.275 Aktien an Mitarbeiter. Von Mitarbeitern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Aktien zurückgekauft.

Im Geschäftsjahr wurden 11 Mitarbeiter neu eingestellt und 11 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 12 Praktikanten und Studenten sowie 3 Masteranden eingestellt. 15 Praktikanten und Studenten sowie 4 Masteranden haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand von 99 auf 95 Mitarbeiter reduziert. Von diesen 95 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 11 in Teilzeit und 84 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 84 Mitarbeiter beschäftigt.

1.3.5 Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40221 Düsseldorf, Neuer Zollhof 2.

1.4 Geschäftsvorfälle mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2019/2020 war der Vorstand der 4C GROUP AG nicht mehr verpflichtet einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.

1.5 Prognose-, Chancen- und Risikenbericht

1.5.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2020/2021

Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2019/2020 lagen deutlich unter dem prognostizierten Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr waren Rückgänge von 8,2 % bzw. 49,5 % zu verzeichnen. Dies ist insbesondere auf eine verschlechterte Auslastung der Mitarbeiter in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres – verstärkt durch die Corona-Pandemie im letzten Quartal – zurückzuführen. Die geringere Auslastung erklärt sich u.a. durch Projektverschiebungen und verzögerte Beauftragungen aufgrund von Unsicherheiten auf Kundenseite. Der entsprechend reduzierte Umsatz zeigt dann – nachvollziehbar durch die hohe Fixkostenquote – die beschriebene Ergebniswirkung.

Auf Basis der vorliegenden Planung – und insbesondere vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Gesamtsituation – geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020/2021 von einem Umsatzrückgang in der Größenordnung von 25% und einem Jahresüberschuss in der Nähe von Null aus.

1.5.2 Risikomanagementsystem und Unternehmenssteuerung

Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, in der alle Verantwortlichen aktiv Marktchancen für das Wachstum der Gesellschaft suchen. Das Risikomanagement der 4C GROUP AG hat zum Ziel, Risiken schnellstmöglich zu identifizieren und - nach einer Bewertung - durch geeignete Maßnahmen zu eliminieren, oder beherrschbar zu machen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der 4C GROUP AG verhindert werden. Die relevanten Geschäftsrisiken wurden identifiziert, grundsätzlich bewertet und dann im Rahmen der Risikopolitik der operative Umgang mit diesen Risiken beschlossen. Informationen über operative Risiken werden aus den täglichen Projektmanagementprozessen gewonnen und im Rahmen der operativen Steuerungsgremien bewertet und behandelt. Der Umgang mit strategischen Risiken ist Teil der Jahresplanung und der Klausurtagungen der erweiterten Geschäftsführungssitzung mit Vorstand und Partnerkreis.

Unser Konzept zur Unternehmenssteuerung ist systematisch aus dem Geschäftsmodell und der Strategie abgeleitet. Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen sind gemäß der Fristigkeit ihrer Wirkung systematisch in Berichten und Auswertungen bzw. Vorgehensweisen (z.B. Kalkulationen, Mitarbeitereinsatzplanung, Bonussystemen) integriert. Unsere wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind die Auslastung der Mitarbeiter bzw. je Mitarbeiter-Level, der Anteil der nicht-abrechenbaren Personentage sowie die durchschnittlichen Tagessätze.

Weitere wichtige Erfolgsfaktoren der 4C GROUP AG sind die Unternehmenskultur (insbesondere die Haltung gegenüber dem Kunden), die Qualität der Beratungsleistung sowie der nachhaltige Aufbau von Kompetenzen und Know-how in der Organisation. Unsere Anstrengungen zur Nachhaltigkeit und im sozialen Bereich sind in unserem Corporate Social Responsibility (CSR)-Bericht zusammengefasst.

1.5.3 Chancen und Risiken im Einzelnen

Markt und Wettbewerb

Das unmittelbare Risiko für die 4C GROUP AG liegt in den Auswirkungen der jeweiligen konjunkturellen Entwicklungen. Traditionell ist die Auswirkung konjunktureller Verschlechterungen auf die Vergabe von Beratungsaufträgen relativ groß, da viele Unternehmen externe Dienstleistungsunternehmen als variable Kosten wahrnehmen und entsprechend mit Anpassungen reagieren. Umgekehrt besteht in konjunkturellen Aufschwungphasen die große Chance in der Beauftragung aufgeschobener Projekte. Zum einen können diese Schwankungen durch Ergänzung von Produkten mit klarem Krisencharakter abgefedert und zum anderen durch enge Steuerung der Auslastung und der Personalkapazitäten beherrscht werden. Das Auslastungsrisiko hat ebenso wie das Preisdurchsetzungsrisiko einen direkten Bezug auf die Umsatzerlöse, d.h. 10% geringere Tagessätze reduzieren die Umsatzerlöse ebenfalls um knapp 10%. Die Ergebniswirkung einer reduzierten Auslastung bzw. Tagessatzdurchsetzung liegt in etwa bei 1:3.

Operative Risiken

In der operativen Projekt- und Auftragsbearbeitung besteht einerseits ein Risiko aus Großprojekten, das - unter Umständen - noch durch Reputationsrisiken verschärft wird. Andererseits können aus immer wieder gewünschten Festpreisprojekten Risiken entstehen. Beide Themen werden sehr eng gesteuert, angefangen bei der Angebotserstellung über das laufende Projektreporting und Projektleitermeetings bis hin zum Monitoring der offenen Posten aller Kunden, unabhängig von der Art des Geschäftsverhältnisses.

Aus der Corona-Pandemie resultieren nur wenige direkte operative Risiken, da die gesamte Organisation dezentral mit virtuellen Arbeitsmethoden ausgestattet ist. Die wesentliche Herausforderung liegt in der Pflege und dem Aufbau von Kundenbeziehungen und damit insbesondere in der Neukundenakquise ohne persönlichen Kontakt.

Grundsätzlich unterliegt das Beratungsgeschäft – wie mehrfach erwähnt – v.a. konjunkturellen Einflüssen. Da durch den pandemischen Schock eine stark rezessive Phase eingeleitet wird, ist weiter mit entsprechenden Wirkungen zu rechnen.

Abhängigkeiten von Mitarbeitern

Ein wesentliches Risiko einer Beratung entsteht aus der Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern und Partnern bzw. Vorständen in Schlüsselpositionen. Diese können einerseits in der besonderen Kompetenz des Mitarbeiters und andererseits in der Kundenbeziehung, die auf der Persönlichkeit des Mitarbeiters und Partners bzw. Vorstands basiert, liegen. Diese Abhängigkeiten sind identifiziert worden und werden durch eine systematische Personalentwicklung, Aufbau von Stellvertretern und Delegation sowie durch die Verbreiterung der Kenntnisse reduziert.

Compliance Risiken

In zunehmendem Maße verschärfen sich die Anforderungen der Kunden an die Datenhaltung und den Umgang mit Informationen. Dieser Entwicklung wurde mit der Definition eines Code of Conduct Rechnung getragen. Die Datensicherheit in der IT entspricht den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der interne Datenschutzbeauftragte unterstützt die 4C GROUP AG bei der Umsetzung der veränderten Datenschutzrichtlinien.

Finanzinstrumente und Finanzwirtschaftliche Risiken

Typische finanzwirtschaftliche Risiken, wie Zins- und Währungsrisiken, Kursrisiken von Wertpapieren und Liquiditätsrisiken werden bewusst durch die Finanzierungs- bzw. Anlagestruktur vermieden bzw. bestehen aufgrund des z.B. unbedeutenden Umsatzanteils in Nicht-EURO Ländern nur in sehr geringem Umfang.

Anlagerisiken bestehen bei der Performance von Beteiligungen:

Die eingetretene Insolvenz der Solvesta AG bestätigt die gebildete Wertberichtigung der Beteiligung an der Solvesta AG bei der Tochtergesellschaft Augustus Investment GmbH und damit auch die korrespondierende Wertberichtigung der Gesellschaftsanteile der 4C GROUP AG an der Augustus Investment GmbH.

Auf Basis der langfristigen Geschäftsplanung der SBM GmbH, an der die Augustus Investment GmbH wiederum mittelbar zu 50% beteiligt ist, ist eine Tilgung des Darlehens in Höhe von derzeit 1,56 Mio EUR (vor Wertberichtigung) der 4C GROUP AG an die Augustus Investment GmbH über ca. 20 Jahre zu erwarten. Aus kaufmännischer Vorsicht wurde das Darlehen auf einen Wert berichtigt, der innerhalb von 15 Jahren getilgt werden kann. Daher erfolgte im Vorjahresabschluss eine Wertberichtigung in Höhe von 480 Tsd EUR. Die Tilgung wird grundsätzlich als weiterhin realistisch angesehen.

Darüber hinaus wurde mit Vereinbarung vom 24. August 2018 gegenüber der Augustus Investment GmbH ein Rangrücktritt für alle Forderungen aus den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Darlehen gewährt.

Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH (vormals: eHealth Ventures GmbH) wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR – ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon einen Förderkredit in Höhe von 500 Tsd EUR in Anspruch genommen.

Verbunden mit dieser Darlehensgewährung war auch ein Rangrücktritt bzgl. der Forderungen der 4C Advance GmbH gegenüber der POLAVIS GmbH.

Darüber hinaus wurde mit Patronatserklärungen vom 6. September 2019 bzw. 10. März 2020 über 298 Tsd EUR der obligatorische Eigenfinanzierungsanteil eines Entwicklungsprojekts der POLAVIS GmbH gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über 343 Tsd EUR die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert.

Auch wurde gegenüber der 4C Advance GmbH ein geringfügiger Rangrücktritt in Höhe von 50 Tsd EUR erklärt.

Chancen

Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, die bewusst Chancen zur Erweiterung und Steigerung des Geschäftes sucht und ergreift.

Die aktuelle Situation bedeutet - bei allen Risiken - auch einen erhöhten Beratungsbedarf auf Seiten der Kunden bzgl. Planung und Liquiditätsmanagement sowie Restrukturierung der Kostensituation. Diese Themen sind Kernbereiche unseres Serviceangebotes und deshalb ergeben sich hieraus wichtige Chancen für die 4C GROUP AG.

1.6 Sonstige Angaben

Zu den Angaben zu den eigenen Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

1.7 Unterschriften des Vorstands

München, den 17. September 2020

gez. Hans-Martin Schneider

gez. Stephan Grunwald

gez. Jörg Bassen

gez. Dr. Manuel Iserloh

gez. Dr. Heiko Mauterer

Bilanz zum 31.05.2020

AKTIVA

In EUR 31.5.20 31.5.19
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.506,86 18.475,86
20.506,86 18.475,86
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 290.344,87 281.456,50
290.344,87 281.456,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.387.000,00 2.410.000,00
3. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 750.680,49 861.896,60
3.187.680,49 3.321.896,60
Summe Anlagevermögen 3.498.532,22 3.621.828,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.745,91 9.258,89
12.745,91 9.258,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.998.473,84 3.004.055,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.288,58 28.139,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 797.728,32 950.469,35
3.809.490,74 3.982.664,49
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.046.527,94 3.200.291,26
Summe Umlaufvermögen 6.868.764,59 7.192.214,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.667,83 46.923,94
Bilanzsumme 10.422.964,64 10.860.967,54
PASSIVA
In EUR 31.5.20 31.5.19
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 503.196,00 503.196,00
2. Eigene Anteile -2.028,00 -7.303,00
501.168,00 495.893,00
II. Kapitalrücklage 301.495,37 301.495,37
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 7.669,38 7.669,38
2. Rücklage wegen eigener Anteile 2.028,00 7.303,00
9.697,38 14.972,38
IV. Bilanzgewinn 5.981.969,38 6.202.967,33
Summe Eigenkapital 6.794.330,13 7.015.328,08
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 330.432,76 230.975,98
2. Steuerrückstellungen 13.136,00 13.136,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.691.199,76 2.925.508,97
Summe Rückstellungen 3.034.768,52 3.169.620,95
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 105.391,37 93.539,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 983,24 78,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten 487.491,38 582.400,72
Summe Verbindlichkeiten 593.865,99 676.018,51
Bilanzsumme 10.422.964,64 10.860.967,54

Gewinn- und Verlustrechnung

In EUR WJ 19/20 WJ 18/19
1. Rohergebnis 13.980.111,09 15.492.019,81
2. Personalaufwand -9.745.196,85 -9.610.070,66
a) Löhne und Gehälter -8.529.846,79 -8.600.371,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -1.215.350,06 -1.009.699,14
- davon für Altersversorgung -192.718,87 -115.199,40
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -192.923,93 -181.657,18
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.298.164,27 -3.745.238,56
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.250,00 13.837,51
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.140,58 29.107,01
- davon aus verbundenen Unternehmen 28.984,80 29.107,92
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -11.216,11 -483.947,89
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21.864,21 -26.715,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -310.384,80 -674.288,26
10. Ergebnis nach Steuern 440.751,50 813.046,57
11. Sonstige Steuern -7.686,15 -5.016,00
12. Jahresüberschuss 433.065,35 808.030,57
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.409.538,53 5.341.036,18
14. Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile 139.365,50 120.202,50
15. Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile 0,00 -66.301,92
16. Bilanzgewinn 5.981.969,38 6.202.967,33

Anhang

1.1 Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: 4C Group AG
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 123959

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der 4C GROUP AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Ansatz Nutzungsdauern

In Jahren WJ 19/20 WJ 18/19
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1-5 1-5

Sachanlagen:

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive (ggf. auf Altbestände) bzw. lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet.Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Zugänge ab dem 1. Januar 2018, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Ansatz Nutzungsdauern

In Jahren WJ 19/20 WJ 18/19
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-13 1-13

Finanzanlagen:

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten angesetzt. Bestehenden Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Vorräte:

Diese werden (falls vorhanden) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten - unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips - bewertet. Basis der Kalkulation der Herstellungskosten sind die geleisteten, dem Kunden gegenüber abrechenbaren Stunden - bewertet mit Personalkosten (einschließlich Personalnebenkosten). Risiken wegen eingeschränkter Abrechenbarkeit werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Diese werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Für Ausfall- und allgemeine Kreditrisiken werden angemessene Abschreibungen und Wertberichtigungen zur Berücksichtigung niedrigerer beizulegender Werte vorgenommen.

Abgrenzungsposten für latente Steuern:

Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern, welche entsprechend dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in der Bilanz nicht angesetzt wurden.

Rückstellungen:

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durch ein externes Gutachten ermittelt. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer werden auf Grundlage der erwarteten Einkommen und Gewerbeerträge ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten:

Diese werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

1.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1.3.1 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen von 50.000 EUR (VJ 0,00 EUR) sowie Auflösungen von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,00 EUR (VJ 29.300 EUR) enthalten.

1.3.2 Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe 192.718,87 EUR (VJ 115.199,40 EUR) enthalten.

1.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für den Kauf von potentiellen Forderungen und sonstigen Ansprüchen gegenüber der 4C GROUP AG aus der Insolvenz der Solvesta AG in Höhe von 158.600 EUR (VJ 0,00 EUR) und Aufwendungen für Nachleistungspflichten bzgl. Projektinvests in Höhe von 85.000 EUR (VJ 0,00 EUR) sowie Forderungsverluste in Höhe von 0,00 EUR (VJ 29.300 EUR) enthalten.

1.3.4 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Anlagenvermögens betragen 11.216,11 EUR (VJ 483.947,89 EUR). Aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurde im Vorjahr ein Darlehen an die Augustus Investment GmbH um 480.000,00 EUR wertberichtigt.

1.3.5 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen in Höhe von 20.500,00 EUR (VJ 25.457,00 EUR) aus dem Zinssaldo der Pensionsrückstellung gem. Gutachten.

1.3.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern sind 125,59 EUR (VJ 0,00 EUR) periodenfremden Aufwände betreffend Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre enthalten.

1.4 Erläuterungen zur Bilanz

1.4.1 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten 01.06.2019

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 233.251,23 17.035,48 0,00 0,00
233.251,23 17.035,48 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.295.104,83 122.204,65 75.153,12 0,00
geringwertige Wirtschaftsgüter 151.195,78 69.056,17 75.768,60 0,00
1.446.300,61 191.260,82 150.721,72 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 195.000,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.890.000,00 38.984,80 61.984,80 0,00
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 878.936,61 0,00 100.420,00 0,00
3.988.936,61 38.984,80 162.404,80 0,00
Gesamt 5.668.488,45 247.281,10 313.126,52 0,00
Anschaffungskosten 31.05.2020

EUR
Kumulierte Abschreibungen 01.06.2019

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 250.286,71 214.775,37
250.286,71 214.775,37
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.342.156,36 1.013.648,33
geringwertige Wirtschaftsgüter 144.683,35 151.195,78
1.486.839,71 1.164.844,11
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 195.000,00 170.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.867.000,00 480.000,00
Beteiligungen 25.000,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 778.516,61 17.040,01
3.865.516,61 667.040,01
Gesamt 5.602.643,03 2.046.659,49
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.05.2020

EUR
Nettobuchwert 31.05.2020

EUR
Nettobuchwert 31.05.2019

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.004,48 0,00 0,00 229.779,85 20.506,86 18.475,86
15.004,48 0,00 0,00 229.779,85 20.506,86 18.475,86
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.874,28 70.701,12 0,00 1.051.821,49 290.334,87 281.456,50
geringwertige Wirtschaftsgüter 69.045,17 75.567,60 0,00 144.673,35 10,00 0,00
177.919,45 146.268,72 0,00 1.196.494,84 290.344,87 281.456,50
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 170.000,00 25.000,00 25.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 480.000,00 2.387.000,00 2.410.000,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00 25.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 11.216,11 420,00 0,00 27.836,12 750.680,49 861.896,60
11.216,11 420,00 0,00 677.836,12 3.187.680,49 3.321.896,60
Gesamt 204.140,04 146.688,72 0,00 2.104.110,81 3.498.532,22 3.621.828,96

Angaben über den Anteilsbesitz gem. § 285 Nr.11 HGB

In Prozent bzw.

EUR
Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
Augustus Investment GmbH, München * 100,00 86.335,04 -1.387.423,36
über die Augustus Investment GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen:
4C ADVISORY GmbH, München: 50,00 102.370,31 256.267,70
SBM GmbH, München: 100,00 133.091,63 258.807,02
4C Advance GmbH, München * 100,00 -5.690,97 -3.332,86
über die 4C Advance GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen:
POLAVIS GmbH, Berlin ** : 43,27 -612.057,48 -806.292,01
Group Zero One GmbH, Berlin * *** 50,00 -16.496,02 53.930,72

* Es handelt sich um unmittelbare Beteiligungen der 4C GROUP AG.

** Die eHealth Ventures GmbH hat mit Wirkung zum 13. Februar 2020 (Eintragung ins Handelsregister) in POLAVIS GmbH umfirmiert. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung hat sich der mittelbare Anteil an der POLAVIS GmbH von 66,19% auf 43,27% reduziert. Die der POLAVIS GmbH aus der Kapitalerhöhung tatsächlich im Dezember 2019 zugeflossenen Beträge (Tsd EUR 600) sind im o.a. Wert zum Eigenkapital noch nicht enthalten, da die Kapitalerhöhung erst zum 13. Februar 2020 ins Handelsregister eingetragen wurde.

*** Mit Beschluss vom 10. August 2020 haben die Gesellschafter der Group Zero One GmbH die Liquidation der Gesellschaft beschlossen.

Bei sämtlichen Daten handelt es sich um Kennzahlen des Geschäftsjahres 2019.

1.4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In EUR 31.5.20 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.5.19 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.998.473,84 0,00 3.004.055,45 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.288,58 0,00 28.139,69 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 797.728,32 0,00 950.469,35 0,00
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.809.490,74 0,00 3.982.664,49 0,00

1.4.3 Grundkapital und Kapitalrücklage

Aktien

In Stück bzw.

EUR
31.5.20 31.5.19
Ausgegebenes Kapital 501.168 495.893
Eigene Aktien 2.028 7.303
Gezeichnetes Kapital 503.196 503.196

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt 503.196 EUR. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 16.11.2012 wurde das damalige Grundkapital in Höhe von 83.866 EUR aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien um 419.330 EUR auf 503.196 EUR erhöht. Nach Eintragung in das Handelsregister wurde das Grundkapital der Gesellschaft durch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:6 in 503.196 auf den Namen lautende Stückaktien neu eingeteilt. An die Stelle einer Stückaktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von 6 EUR traten damit sechs Stückaktien mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von jeweils 1 EUR.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 5.275 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) zu einem Preis von 26,42 EUR an Mitarbeiter verkauft. Diese 5.275 Aktien entsprechen 1,05% des Grundkapitals. Die Verkäufe erfolgten im Monat Dezember 2019. Die zugehörigen Mittelzuflüsse wurden für die lfd. Finanzierung der Gesellschaft verwendet.

Der Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile beträgt 139.365,50 EUR (VJ 120.202,50 EUR). Hiervon wurden 0,00 EUR (VJ 0,00 EUR) gem. §272 Abs. 1b in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Gesellschaft hat (insbesondere) gem. § 4 des Salary Partner Beteiligungsvertrags die Verpflichtung von Mitarbeitern Aktien zurückzukaufen z.B., wenn diese das Unternehmen verlassen; im Geschäftsjahr wurden allerdings keine Aktien zurückgekauft. Im Vorjahr wurden insgesamt 2.500 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) von Mitarbeitern zurückgekauft. Der zugehörige Aufwand betrug 66.301,92 EUR.

Die durchschnittlichen Anschaffungskosten der im eigenen Bestand befindlichen Aktien betragen zum Bilanzstichtag daher wie im Vorjahr 27,84 EUR.

Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen 2.028 Aktien entsprechen 0,40% des Grundkapitals.

1.4.4 Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen

In EUR Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Rücklage wg. eigener Anteile
Stand 1.6.19 7.669,38 0,00 7.303,00
Zugang aufgrund Gewinnverwendung/Aktiensplit 0,00 0,00 0,00
Zugang aufgrund Ankauf 0,00 0,00 00,00
Umbuchung 0,00 0,00 0,00
Abgang aufgrund Verkauf 0,00 0,00 5.275,00
Stand 31.5.20 7.669,38 0,00 2.028,00

Nachdem die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB zusammen mehr als 10 % des Gezeichneten Kapitals betragen, ist keine Zuführung notwendig.

1.4.5 Bilanzgewinn

Bilanzgewinn

In EUR Bilanzgewinn
Stand 31.5.19 6.202.967,33
Jahresüberschuss 433.065,35
Ausschüttung -793.428,80
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile 139.365,50
Einstellung in die Kapitalrücklage aus dem Verkauf eigener Anteile 0,00
Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile 0,00
Stand 31.5.20 5.981.969,38

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag nach Verwendung aus dem Vorjahr in Höhe von 5.409.538,53 EUR enthalten.

1.4.6 Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Für die Vorstände Hans-Martin Schneider, Stephan Grunwald und Jörg Bassen wurde am 1.12.2000 bzw. 1.12.2003 eine Pensionszusage erteilt. Am 1.10.2010 wurde für den Vorstand Dr. Manuel Iserloh eine Versorgungszusage erteilt. Die Ansprüche des ehemaligen Vorstands Ludwig Merath ruhen seit dem 31.5.2008. Das Deckungskapital wurde aufgrund entsprechender Verpfändungserklärungen mit den Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen basiert auf folgenden Annahmen:

In Prozent 31.5.20 31.5.19
Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,84 * /2,54 ** 2,18 * /2,98 **
Rententrend 1-3 1-3

* Rechnungszins mit 7-Jahres-Durchschnitt

** Rechnungszins mit 10-Jahres-DurchschnittDie zugrunde gelegten Sterbetafeln sind die “Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck.

Angewandtes Verfahren: Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method)

Erfüllungsbetrag und Deckungskapital:

In EUR 31.5.20 31.5.19
Erfüllungsbetrag der Schulden für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lt. Gutachten 1.726.147,00 1.493.232,00
Saldierungsfähiges Deckungskapital (Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte) -1.395.714,24 -1.262.256,02
Pensionsverpflichtungen(nach Verrechnung Deckungsvermögen) * 330.432,76 230.975,98

* Die Verrechnung erfolgt in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aufgrund Verpfändungsvereinbarungen mit den Anspruchsberechtigten.

Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht den Anschaffungskosten.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen in Höhe von 46.376,00 EUR (VJ 48.948,00 EUR) wurden mit den Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 25.876,00 EUR (23.491,00 EUR) saldiert. Der saldierte Zinsaufwand beläuft sich somit auf 20.500,00 EUR (VJ 25.457,00 EUR).

Der Betrag der für frühere Organmitglieder bzw. ausgeschiedene Vorstände gebildeten Pensionsrückstellung beläuft sich auf 170.089,00 EUR (VJ 148.532,00 EUR).

Ausschüttungsgesperrte Beträge betreffend Pensionsverpflichtungen:

In EUR 31.5.20
Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Jahren (1,84 %) 1.890.983,00
Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 10 Jahren (2,54 %) 1.726.147,00
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 164.836,00

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

1.4.7 Verbindlichkeiten

In EUR 31.5.20 Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.5.19 Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 105.391,37 105.391,37 93.539,70 93.539,70
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 983,24 983,24 78,09 78,09
Sonstige Verbindlichkeiten 487.491,38 487.491,38 582.400,72 582.400,72
Davon aus Umsatzsteuern/sonst. Steuern 331.167,94 331.167,94 360.706,05 360.706,05
Davon aus Gewerbesteuern 3.017,08 3.017,08 0,00 0,00
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
Davon aus Lohn- und Kirchensteuer 149.170,17 149.170,17 148.112,98 148.112,98
Davon gegenüber Personal 4.136,19 4.136,19 73.581,69 73.581,69
Übrige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00

Der Gesamtbetrag „davon aus Steuern“ beträgt 483.355,19 EUR (VJ 508.819,03 EUR). Die Verbindlichkeiten beinhalten keine Positionen mit Restlaufzeiten über 1 bzw. 5 Jahre.

1.5 Sonstige Pflichtangaben

1.5.1 Haftungsverhältnisse gem. § 268 Abs. 7 HGB i.V.m. § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen/Angaben gem. § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

In Tsd EUR 31.5.20 31.5.19
Verbindlichkeiten aus Begebung und Übertragung von Wechseln - -
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften - -
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen - -
Haftungsverhältnisse aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.141 500

Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH (vormals: eHealth Ventures GmbH) wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR – ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon einen Förderkredit in Höhe von 500 Tsd EUR in Anspruch genommen. Jeder weitere Mittelabruf muss durch den Vorstand der 4C GROUP AG genehmigt werden.

Darüber hinaus wurde mit Patronatserklärungen vom 6. September 2019 bzw. 10. März 2020 über Tsd EUR 298 der obligatorische Eigenfinanzierungsanteil eines Entwicklungsprojekts der POLAVIS GmbH gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über Tsd EUR 343 die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bzw. Patronatserklärungen wird derzeit nicht gerechnet, da der geplante Geschäftsverlauf der POLAVIS GmbH die Erfüllung der jeweiligen Förderkriterien sicherstellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

In Tsd EUR bis 1 Jahr 31.5.20 bis 1 Jahr 31.5.19 1 bis 5 Jahre 31.5.20 1 bis 5 Jahre 31.5.19 >5 Jahre 31.5.20 >5 Jahre 31.5.19
Mietverträge Infrastruktur 559 551 1.286 1.549 813 1.094
Leasingverträge für Kfz 161 162 89 138 0 0
Gesamt 720 713 1.375 1.687 813 1.094

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt damit 2.908 Tsd EUR (VJ 3.494 Tsd EUR).

Die leichte Erhöhung im Bereich bis zu einem Jahr bei den Mietverträgen resultiert aus der Kopplung der Mieten an Preisindizes. Verlängerungen von Laufzeiten wurden im WJ 19/20 nicht vereinbart.

Auslaufende Leasing-Verträge für KFZ werden aktuell nur um drei Monate verlängert. Neuverträge werden aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Gesamtlage derzeit nicht abgeschlossen.

Auf Basis des weiterhin bestehenden Rahmenvertrages mit der Mercedes-Benz Leasing GmbH ist dennoch eine unkomplizierte Bestellung und (ggf. auch vorzeitige) Rückgabe von KFZ möglich.

Nennenswerte Risiken aus den getätigten Leasinggeschäften liegen nicht vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte - neben den in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellten Miet- und Leasingverträgen - zu verzeichnen.

1.5.2 Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Die Geschäfte der 4C GROUP AG werden von folgenden Personen als Vorstand geführt:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Hans-Martin Schneider MBA, Unternehmensberater
Herr Stephan Grunwald Diplom-Kaufmann, Diplom-Volkswirt, Unternehmensberater
Herr Jörg Bassen Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Manuel Iserloh Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Heiko Mauterer Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater(seit 15. August 2019 - mit Annahme der Bestellung als Vorstand)

Prokuristen

Folgende Mitarbeiter haben Prokura:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Uwe Dorst Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Christian Baier Diplom-Kaufmann, Unternehmensberater
Frau Claudia Irsfeld Diplom-Oecotrophologin, Personalmanagerin
Herr Peter Keefer Diplom-Betriebswirt (FH), Unternehmensberater
Herr Daniel Lovric Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Heiko Mauterer Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater(bis 14. August 2019)
Herr Focke Meyer Diplom-Mathematiker, Unternehmensberater
Herr Markus Noçon Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Dr. Michael H. Thiel, Vorsitzender Rechtsanwalt
Herr Norbert Büker Betriebswirt, Unternehmensberater
Herr Michael Wagner, stellv. Vorsitzender Rechtsanwalt

2. Vergütungen der Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gemäß § 285 Abs. 9a HGB betrugen:

In EUR WJ 19/20 WJ 18/19
Fixe Gehaltsbestandteile 946.542,95 806.349,03
Variable Gehaltsbestandteile 258.000,00 420.000,00
Gesamtbezüge 1.204.542,95 1.226.349,03

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen:

In EUR WJ 19/20 WJ 18/19
Gesamtbezüge 31.500,00 4.500,00

Forderungen aus Vorschüssen und Krediten gegenüber Organmitgliedern bestanden am Bilanzstichtag keine. Auch Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.

3. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden 11 Mitarbeiter neu eingestellt und 11 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 12 Praktikanten und Studenten sowie 3 Masteranden eingestellt. 15 Praktikanten und Studenten sowie 4 Masteranden haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand von 99 auf 95 Mitarbeiter reduziert. Von diesen 95 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 11 in Teilzeit und 84 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 84 Mitarbeiter beschäftigt.

4. Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40221 Düsseldorf, Neuer Zollhof 2.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019/2020 beträgt 5.981.969,38 EUR. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Transaktionen mit nahestehenden Personen oder verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

7. Nachtragsbericht, Vorgänge nach Ablauf des Geschäftsjahres

Seit Januar 2020 breitet sich auch in Deutschland das SARS-CoV2-Virus (Coronavirus) aus. Die Geschäftsentwicklung der 4C GROUP AG wurde durch diese Krise insbesondere zum Ende des abgelaufenen Wirtschaftsjahres negativ beeinflusst. Bisher musste die 4C GROUP AG dennoch keinerlei staatliche Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Soweit absehbar, wird dies auch nicht nötig sein. Vor dem Hintergrund der aktuellen Tendenzen (insbesondere der wieder steigenden Anzahl von Infizierten) und deren Effekt auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und daraus resultierend auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 4C GROUP AG sind Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung äußerst schwierig. Auf Basis der Jahresplanung und der Geschäftszahlen für das erste Quartal sowie der realisierten Auftragseingänge, ist aber davon auszugehen, dass sich sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich reduzieren werden. Der Vorstand der 4C GROUP AG geht daher für das Geschäftsjahr 2020/2021 von einem Umsatzrückgang in der Größenordnung von 25% und einem Jahresüberschuss in der Nähe von Null aus.

Weitere Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

1.6 Unterschriften des Vorstands

München, den 17. September 2020

gez. Hans-Martin Schneider

gez. Stephan Grunwald

gez. Jörg Bassen

gez. Dr. Manuel Iserloh

gez. Dr. Heiko Mauterer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

lch habe den Jahresabschluss der 4C Group AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der 4C Group AG für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 20119 bis zum 31. Mai 2020 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. ln allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

lch habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ,,Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. lch bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. lch bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaf vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risíken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeftihrte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise enrwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damít zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. lch ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den lnhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

lch erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Neusäß, den 18. September 2020

gez. Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2019/2020

Der Aufsichtsrat der 4C Group AG hat sich im Geschäftsjahr 2019/2020 eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und die Tätigkeit des Vorstandes entsprechend den gesetzlichen Vorgaben überwacht.

Er hat sich vom Vorstand insbesondere in den Präsenzsitzungen des Aufsichtsrates am 26.07.2019, am 27.09.2019, am 09.10.2019, am 22. November 2019, am 17. Januar 2020, und am 24. April 2020 sowie in mehreren telefonischen und persönlichen Einzelgesprächen jeweils mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unterrichten lassen. Insbesondere die jeweiligen Quartalsberichte gaben dem Aufsichtsrat detailliert Einblick in die jeweilige Finanz- und Ertragslage und die laufende Auftrags- und Geschäftsentwicklung sowie einen Überblick in die laufende operative Tätigkeit des Vorstandes und wesentliche organisatorische Entwicklungen im Unternehmen. In den vorgenannten Sitzungen und Einzelgesprächen hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Alle erforderlichen Beschlüsse wurden einvernehmlich gefasst.

Der Aufsichtsrat konnte sich aufgrund der regelmäßigen Berichtserstattung des Vorstandes davon überzeugen, dass das Rechnungs- und Berichtswesen der Gesellschaft sehr gut geeignet ist, Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung und Lage der Gesellschaft sowie etwaige Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen.

Neben der laufenden Überwachung der laufenden Geschäftstätigkeit und –entwicklung hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019/2020 insbesondere mit den Herausforderungen für das Unternehmen in der Zukunft befasst, nicht zuletzt in Anbetracht der Corona-Pandemie und seinen Auswirkungen, und den Vorstand bei der Entwicklung einer darauf ausgerichteten Geschäftsstrategie beraten. Insbesondere war auch die Überlegung der Einführung von Kurzarbeit Gegenstand der Diskussionen. Laufend hat sich der Aufsichtsrat auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Solvesta AG und die sich daraus für die Gesellschaft ergebenden Risiken informiert und diese mit dem Vorstand erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Entwicklung einzelner Geschäftsfelder und den damit verbundenen Business Cases von Senior Partnern befasst und diese prüfend und beratend begleitet.

Jahresabschluss 2019/2020, Abschlussprüfung

Der nach HGB erstellte Jahresabschluss der 4C Group AG sowie der Lagebericht zum 31. Mai 2020 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl. Kfm. Gunther Eppinger geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Sämtliche relevanten Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig und vollständig zugeleitet. Zur Lage der Gesellschaft sowie insbesondere den Chancen und Risiken der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand der 4C Group AG die Lage der Gesellschaft sowie die Chancen und möglichen Risiken der Gesellschaft zutreffend einschätzt und in der Lage ist, möglichen Risiken mit entsprechenden Gegenmaßnahmen entgegenzusteuern. Weiterhin kommt der Abschlussprüfer zu dem Ergebnis, dass entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen derzeit nicht ersichtlich sind.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht in seiner Bilanzsitzung am 24. September 2020 selbst geprüft und mit den Berichten des Abschlussprüfers prüfend abgeglichen.

Mit dem in der Bilanzsitzung anwesenden Vorstand und dem Abschlussprüfer wurden auf dieser Grundlage die Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht im Hinblick auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit eingehend diskutiert. Bei einer kritischen Durchsicht der Unterlagen ergaben sich keine Hinweise auf Widersprüche oder Rechtsverstöße. Auch aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergaben sich keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetz oder Satzung.

Der Aufsichtsrat hat auch den Lagebericht auf seine Vollständigkeit geprüft. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen stimmen mit den unterjährigen Aussagen des Vorstandes überein und entsprechen auch den eigenen Einschätzungen des Aufsichtsrates zur Lage der Gesellschaft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der 4C Group AG oder das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht daher ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019/2020 ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Im Geschäftsjahr 2019/2020 war der Vorstand nicht verpflichtet, einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.

Personalia des Aufsichtsrates

An den Personalia des Aufsichtsrats, bestehend aus Herrn Dr. Michael H. Thiel (Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Michael Wagner (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) und Herrn Norbert Büker haben sich im Geschäftsjahr 2019/2020 keine Veränderungen ergeben.

Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats sind für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020/2021 beschließt, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 4C Group AG für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

München, den 24. September 2020

Für den Aufsichtsrat

gez. Dr. Michael H. Thiel

Ergebnisverwendung

Gemäß Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der 4C Group AG, München, vom 20. November 2020 beschloss die Hauptversammlung einstimmig, den im Jahresabschluss zum 31. Mai 2020 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.981.969,38 auf neue Rechnung vorzutragen.

Verteilung an die Aktionäre: EUR 0,00
Einstellung in Gewinnrücklagen: EUR 0,00
Gewinnvortrag: EUR 5.981.969,38
Bilanzgewinn: EUR 5.981.969,38

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Mai 2020 ist durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 24. September 2020 festgestellt worden.