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4C Group AB Annual Report 2023

Aug 1, 2024

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Annual Report

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Publication

4C Group AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2022 bis zum 31.05.2023

1 Lagebericht

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Die 4C GROUP AG berät das Management von Unternehmen bei der Gestaltung und Optimierung von Führungs- und Steuerungsinstrumenten und der Steuerung von Transformationsprozessen. Die Notwendigkeit von Veränderungen wird durch allgemeine Entwicklungen und Trends wie Klimawandel, Digitalisierung und demographischer Wandel sowie der veränderten politischen Strukturen für alle Unternehmen immer zwingender und dabei auch kurzfristiger. Vorrangiges Ziel ist, Nachhaltigkeit und Resilienz der Geschäftsmodelle zu stärken. Hierbei bedarf es der Unterstützung bei der Ableitung des Organisations- und Steuerungsmodells sowie der Steuerungsinformationen aus dem Geschäftsmodell, der Strategie und den Zielen des Unternehmens. Auf dieser Basis werden Managementprozesse sowie die Führungsorganisation einschließlich der Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten gestaltet und Zielbilder sowie Transformationsstrategien abgeleitet. Das Management benötigt Instrumente und Informationen, um die Organisationen auf diesem Weg zu führen. Zu den Instrumenten gehören u.a. Ziel- und Vergütungssysteme ebenso wie Reporting, Risiko-Management-, Planungs- und Forecast-Instrumente.

Im letzten Jahr ist die Wirkung der Corona-Pandemie vollständig in den Hintergrund getreten. Stattdessen sind politische Unsicherheiten und Krisenherde sowie die Gefährdung von internationalen Lieferketten in den Fokus gerückt. Die Politik versucht zudem sowohl auf nationaler als auch EU-Ebene die Umgestaltung der Gesellschaft und Wirtschaft zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und einer Vermeidung von CO2 -Emissionen durch immer detailliertere gesetzliche Vorgaben - die zu erweiterten Reporting-Anforderungen führen - zu erzwingen. Die sehr detaillierte EU-Taxonomie ist ebenso wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ein Beispiel hierfür.

Zum Leistungsportfolio der 4C GROUP AG gehört insbesondere neben der Analyse und Gestaltung von Prozessen und der Entwicklung von Führungsorganisationen, die Schaffung der grundlegenden Informationsbasis für Analysen und das Berichtswesen sowie die Implementierung von Instrumenten zur Unterstützung der Entscheidungsfindung, entweder situativ oder in regelmäßigen Zyklen durch Planung, Forecasting und Risiko-Management. Die bewusste Steuerung der Veränderung im sozialen und ökologischen Bereich bedarf neben der Transparenz auch insbesondere einer klaren Vorgehensweise, um das Management auf die wichtigen Hebel und Ansatzpunkte zu fokussieren. Hierzu leisten die Frameworks und Vorgehensmodelle der 4C GROUP AG einen wesentlichen Beitrag.

Auch wenn Branchen unterschiedlich von den kurz- und langfristigen Veränderungen beeinflusst werden, sind die Instrumente in allen Branchen im Grundsatz ähnlich oder sogar gleich. Daher stellt sich die 4C GROUP AG branchenunabhängig auf und fokussiert auf die Unterstützung der Funktionen im Unternehmen. Hierbei nehmen CFO, CIO, HR und auch CSO (Sales) Schlüsselrollen ein, da es im Kern um die Führung von Menschen und eine faktenbasierte Steuerung und Entscheidungsfindung in einer immer stärker automatisierten und digitalisierten Welt geht.

Der wichtigste Erfolgsfaktor für die Beratung in diesen Bereichen ist die hohe Fachlichkeit und Erfahrung der Berater. Das ist der Fokus unserer Personalentwicklungsstrategie.

1.2 Wirtschaftsbericht

Für die grundsätzliche Entwicklung des Beratungsmarktes sind sowohl die allgemeine konjunkturelle als auch die branchenspezifische Lage wichtige Einflussparameter. Das liegt zum einen an der flexiblen Disponierbarkeit von Beratungsleistungen und zum anderen an den spezifischen Herausforderungen der jeweiligen konjunkturellen Lage. In der Corona-Pandemie hatte sich das Beratungsmodell vom vorherrschenden Modell „Projektarbeit-beim-Kunden-vor-Ort“ zu einer deutlich virtuelleren Zusammenarbeit entwickelt. Die Mischung zwischen direkter und virtueller Zusammenarbeit konnte mit zunehmender Erfahrung weiter optimiert werden.

Im Kalenderjahr 2022 hat das statistische Bundesamt preisbereinigt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,8% (VJ 2,9%) gemessen. Im anschließenden ersten Quartal 2023 war dann ein negatives Wachstum (-0,2%) zu verzeichnen. Der Branchenverband BDU hat 2022 eine Zunahme des Geschäftsvolumens für Unternehmensberatungsleistungen von 15% (VJ 10,3%) berichtet.

Die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung für das Kalenderjahr 2022 wurden getroffen. Das Management der 4C GROUP AG hatte sich auf eine Wachstumsphase eingestellt.

Für die 4C GROUP AG bedeutet diese langfristige Entwicklung, dass wir konsequent

_ die Professionalisierung der Steuerungssysteme insbesondere bei neuen und angepassten Geschäftsmodellen, die Nutzung von Daten durch neue Analyse- und Reporting-Technologien,

_ die Digitalisierung und Automatisierung von kaufmännischen Prozessen,

_ die Steuerung der IT,

_ die Steuerung des Vertriebs sowie

_ die Erfüllung zunehmender Compliance und Governance-Anforderungen großer und zunehmend mittlerer Organisationen

unterstützen. Bei diesen Themen baut die 4C GROUP AG ihre Positionierung deutlich aus.

Wir sehen, dass der Bedarf an professionalisierten Reporting- und Management-Instrumenten im Bereich der Nachhaltigkeit wächst und außerdem viele Unternehmen vor großen Herausforderungen hinsichtlich neuer Arbeitsformen und demographischer Veränderungen stehen werden. Diese Bereiche fokussieren wir aktiv.

1.3 Geschäftsverlauf

1.3.1 Ertragslage

In Tsd EUR WJ 22/23 WJ 21/22
Umsatzerlöse 18.304 18.486
Ergebnis vor Finanzergebnis 1.795 2.717
Finanzergebnis 308 -25
Ergebnis vor Steuern 2.103 2.692
Jahresüberschuss 1.525 1.893

Der Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,0 % abgenommen. Diese Abnahme resultiert hauptsächlich aus einer Reduzierung des Beratungsgeschäfts (ohne Intercompany und ohne weiterberechnete Reisekosten) um 898 Tsd EUR (-5,0 %) sowie dem gegenläufigen Effekt der Zunahme des Handels mit Software-Lizenzen und der zugehörigen Software-Wartung um 304 Tsd EUR (+64,9 %).

Der Aufwand für bezogene Waren hat entsprechend dem erhöhten Volumen des Handels mit Software-Lizenzen und -Wartung um 300 Tsd EUR zugenommen. Die Aufwendungen für den Einsatz von Fremdleistern haben dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 445 Tsd EUR deutlich abgenommen. Dies führt (im Berichtsjahr sind keine Skonti und Rabatte angefallen) zu einem insgesamt um 138 Tsd EUR (-12,4 %) reduzierten Materialaufwand.

Der Personalaufwand ist leicht um 1,1 % (+130 Tsd EUR) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um 174 Tsd EUR (-4,4 %) abgenommen.

In Summe verschlechterte sich das Ergebnis vor Finanzergebnis deutlich um 922 Tsd EUR.

Beim Finanzergebnis steht den Zinserträgen und Erträgen aus anderen Wertpapieren (317 Tsd EUR, VJ 5 Tsd EUR) ein saldierter Zinsaufwand aus der betrieblichen Altersvorsorge der Vorstände in Höhe von 1 Tsd EUR (VJ 12 Tsd EUR) gegenüber. Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere, die aufgrund des immer noch niedrigen Zinsniveaus zu einem Kurs über 100% gekauft wurden, betrugen 6 Tsd EUR (VJ 17 Tsd EUR).

Außerdem ist ein geringer, fast unveränderter Zinsaufwand aus Mietavalen (2 Tsd EUR, VJ 1 Tsd EUR) zu verzeichnen.

1.3.2 Liquidität und Finanzausstattung

In Tsd EUR WJ 22/23 WJ 21/22
Jahresüberschuss 1.525 1.893
Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit 1.014 670
Investitionstätigkeit 478 -1.434
Finanzierungstätigkeit -1.670 -1.905
Veränderung der liquiden Mittel -178 -2.669
Liquide Mittel am Beginn der Periode 2.983 5.652
Liquide Mittel am Ende der Periode 2.805 2.983

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Mittelabfluss in Höhe von 178 Tsd EUR.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Working Capital veränderte sich hierbei um 435 Tsd EUR: Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Bestände (+21 Tsd EUR), der Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-488 Tsd EUR), der Zunahme der Aktiven Rechnungsabgrenzung (+29 Tsd EUR) sowie der Abnahme der langfristigen (-278 Tsd EUR) und operativen (-637 Tsd EUR) Rückstellungen, der Zunahme der Steuerrückstellungen (+125 Tsd EUR) und der Abnahme der Verbindlichkeiten (-34 Tsd EUR).

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (Sach- und Finanzanlagen) erklärt sich aus den Netto-Investitionen in Sachanlagen (123 Tsd EUR) sowie Finanzanlagen (601 Tsd EUR) - inkl. v.a. der Rückflüsse aus den Wertpapieren des Anlagevermögens (300 Tsd EUR) bzw. Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen (275 Tsd EUR) sowie weitere Erträge aus Wertpapieren (26 Tsd EUR). Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen entsprachen die Zinsrückflüsse in etwa der Aufstockung eines Darlehens.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit erklärt sich im Wesentlichen aus dem Saldo der Dividendenausschüttung (1.609 Tsd EUR) und dem Kauf- und Verkauf von Aktien an Mitarbeiter (-58 Tsd EUR).

Die absehbaren vertraglichen Verpflichtungen aus Mieten für Infrastruktur und Kfz-Leasing für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 belaufen sich voraussichtlich auf 843 Tsd EUR.

Grundsätze des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der 4C GROUP AG hat zum Grundsatz, die Liquidität jederzeit sicherzustellen und in der Anlage keine Risiken einzugehen. Ziel des Finanzmanagements ist vor allem, finanzielle Mittel auch für Zeiten mit schlechterer Auftragslage schnell zur Verfügung zu haben.

Beteiligungen dienen grundsätzlich strategischen Zielen zur Förderung unseres Kerngeschäftes.

1.3.3 Vermögens- und Finanzlage

In Tsd EUR 31.5.23 in % 31.5.22 in %
Anlagevermögen 4.737 38% 5.088 38%
Umlaufvermögen und übrige Aktiva 7.787 62% 8.403 62%
Gesamtvermögen 12.524 100% 13.491 100%
Eigenkapital 7.815 62% 7.957 59%
Rückstellungen 3.710 30% 4.500 33%
Verbindlichkeiten und übrige Passiva 999 8% 1.034 8%
Gesamtkapital 12.524 100% 13.491 100%

Die Bilanzsumme ist um 967 Tsd EUR auf 12.524 Tsd EUR gefallen.

Das Anlagevermögen hat sich insgesamt um 351 Tsd EUR (VJ +2.214 Tsd EUR) reduziert. Dabei haben die immateriellen Vermögensgegenstände um 10 Tsd EUR (VJ +13 Tsd EUR) und das Sachanlagevermögen um 95 Tsd EUR (VJ +165 Tsd EUR) abgenommen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen unverändert geblieben (VJ +1.496 Tsd EUR). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben um 15 Tsd EUR (VJ -515 Tsd EUR) zu-, der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens um 306 Tsd EUR (VJ +1.080 Tsd EUR) abgenommen. Neu hinzugekommen sind Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen von 46 Tsd EUR.

Die Ausleihungen dienen der Finanzierung der verbleibenden Tochtergesellschaft 4C Advance GmbH (ehemals: Augustus Investment GmbH).

Das Umlaufvermögen hat in Summe um 645 Tsd EUR abgenommen. Hierbei haben sich die Vorräte um 21 Tsd EUR erhöht. Dagegen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. der Forderungen gegen verbundene Unternehmen) in Summe um 318 Tsd EUR und die sonstigen Vermögensgegenstände um 169 Tsd EUR zurückgegangen. Die liquiden Mittel reduzierten sich um 178 Tsd EUR (VJ -2.669 Tsd EUR).

Das Eigenkapital nahm um 143 Tsd EUR ab (VJ -12 Tsd EUR). Dies resultiert aus einer Ausschüttung (1.609 Tsd EUR), die sich etwas über der Höhe des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres (1.525 Tsd EUR) bewegte und dem Saldo aus Ertrag und Aufwand für den Verkauf und den Erwerb eigener Anteile in Höhe von -58 Tsd EUR.

Die Rückstellungen haben insgesamt um 790 Tsd EUR abgenommen. Rückstellungen für Steuern wurden mit 539 Tsd EUR (+125 Tsd EUR) berücksichtigt. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen hat sich deutlich um 278 Tsd EUR reduziert. Bei den sonstigen Rückstellungen nahmen die Rückstellungen für Mitarbeiter-Boni und Tantiemen (-249 Tsd EUR) sowie für Urlaub (-277 Tsd EUR) deutlich ab. Die weiteren Rückstellungen (für Abschluss und Prüfung sowie sonstige) haben ebenfalls deutlich um 111 Tsd EUR abgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind gefallen (-34 Tsd EUR).

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird die wirtschaftliche Lage der 4C GROUP AG vom Vorstand weiterhin - trotz der weiter kritischen Rahmenbedingungen - insgesamt als gut beurteilt.

1.3.4 Personalentwicklung

Die Basis unseres Geschäftes sind engagierte und leistungsorientierte Mitarbeiter. Daher investieren wir viel in die Ausbildung unserer Mitarbeiter und die Gewinnung neuer Talente. Durch das variable Entgeltsystem beteiligen wir die Mitarbeiter deutlich am Erfolg des Unternehmens und setzen gezielt Anreize für Top-Leistungen bei unseren Kunden.

Im Rahmen des Salary-Partner-Programms bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen: im Geschäftsjahr 2022/2023 verkaufte die Gesellschaft dabei 4.610 Aktien an Mitarbeiter und kaufte 2.200 Aktien von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen haben, zurück.

Im Geschäftsjahr wurden 25 Mitarbeiter neu eingestellt und 24 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 40 Praktikanten und Studenten sowie Masteranden eingestellt. 28 Praktikanten und Studenten sowie Masteranden haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand aller Mitarbeiter von 108 auf 121 erhöht. Von diesen 121 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 42 in Teilzeit und 79 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 113 Mitarbeiter beschäftigt.

1.3.5 Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40476 Düsseldorf, Kennedydamm 24.

1.4 Geschäftsvorfälle mit verbundenen Unternehmen und nahestehendenPersonen

Auch im Geschäftsjahr 2022/2023 war der Vorstand der 4C GROUP AG nicht mehr verpflichtet einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.

1.5 Prognose-, Chancen- und Risikenbericht

1.5.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2022/2023 konnten teilweise nicht erreicht werden. Bei nahezu unveränderten Umsatzerlösen (-1,0% zum Vorjahr/Prognose +10%) wurde das vorhergesagte Ergebnis nach Steuern dennoch erreicht.

Die zeitintensive Ausbildung junger Kollegen hat dazu geführt, dass die Auslastung und damit auch die Umsatzerlöse trotz einer weiterhin konsequenten Preisdurchsetzung nicht optimal war. Die Nachfrage nach erfahrenen Beratern zeigt sich auch daran, dass ein erhöhter Einsatz von freien Mitarbeitern im Beratungsbereich zu verzeichnen war. Verstärkend kommt hinzu, dass die virtuelle Arbeit mit dem Kunden ein konsequenteres Kalendermanagement erfordert, damit die Flexibilität nicht zu Lasten der Auslastung geht. Auch Investitionen in den neuen Bereich CSO-Advisory sowie Gehaltserhöhungen haben Umsatzerlöse und Ergebnis beeinflusst. Darüber hinaus führte der Austritt eines Partnerkollegen (mit einem Teil seines Teams) kurzfristig zu einer Reduktion des Wachstumspotentials.

Auf Basis der vorliegenden Planung geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem Umsatzwachstum in der Größenordnung von 10% und einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern von ca. 2,3 Mio EUR bzw. einem Ergebnis nach Steuern von ca. 1,5 Mio EUR aus.

1.5.2 Risikomanagementsystem und Unternehmenssteuerung

Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, in der alle Verantwortlichen aktiv Marktchancen für das Wachstum der Gesellschaft suchen. Das Risikomanagement der 4C GROUP AG hat zum Ziel, Risiken schnellstmöglich zu identifizieren und - nach einer Bewertung - durch geeignete Maßnahmen zu eliminieren, oder beherrschbar zu machen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der 4C GROUP AG verhindert werden.

Die relevanten Geschäftsrisiken wurden identifiziert, grundsätzlich bewertet und dann im Rahmen der Risikopolitik der operative Umgang mit diesen Risiken beschlossen. Informationen über operative Risiken werden aus den täglichen Projektmanagementprozessen gewonnen und im Rahmen der operativen Steuerungsgremien bewertet und behandelt. Der Umgang mit strategischen Risiken ist Teil der Jahresplanung und der Klausurtagungen der erweiterten Geschäftsführungssitzung mit Vorstand und Partnerkreis.

Unser Konzept zur Unternehmenssteuerung ist systematisch aus dem Geschäftsmodell und der Strategie abgeleitet. Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen sind gemäß der Fristigkeit ihrer Wirkung systematisch in Berichten und Auswertungen bzw. Vorgehensweisen (z.B. Kalkulationen, Mitarbeitereinsatzplanung, Bonussysteme) integriert. Unsere wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind die Auslastung der Mitarbeiter bzw. je Mitarbeiter-Level, der Anteil der nicht abrechenbaren Personentage sowie die durchschnittlichen Tagessätze.

Weitere wichtige Erfolgsfaktoren der 4C GROUP AG sind die Unternehmenskultur (insbesondere die Haltung gegenüber dem Kunden), die Qualität der Beratungsleistung sowie der nachhaltige Aufbau von Kompetenzen und Know-how in der Organisation. Unsere Anstrengungen zur Nachhaltigkeit und im sozialen Bereich sind in unserem Corporate Social Responsibility (CSR)-Bericht zusammengefasst.

1.5.3 Chancen und Risiken im Einzelnen

Markt und Wettbewerb

Das unmittelbare Risiko für die 4C GROUP AG liegt in den Auswirkungen der jeweiligen konjunkturellen Entwicklungen. Traditionell ist die Auswirkung konjunktureller Verschlechterungen auf die Vergabe von Beratungsaufträgen relativ groß, da viele Unternehmen externe Dienstleistungsunternehmen als variable Kosten wahrnehmen und entsprechend mit Anpassungen reagieren. Dieses Risiko hat sich in der Corona-Pandemie auch in einigen Branchen unmittelbar gezeigt. Umgekehrt besteht in konjunkturellen Aufschwungphasen die große Chance in der Beauftragung aufgeschobener Projekte. Auch diesen Effekt konnten wir in den vergangenen beiden Jahren beobachten. Zum einen können diese Schwankungen durch Ergänzung von Produkten mit klarem Krisencharakter abgefedert und zum anderen durch enge Steuerung der Auslastung und der Personalkapazitäten beherrscht werden. Das Auslastungsrisiko hat ebenso wie das Preisdurchsetzungsrisiko einen direkten Bezug auf die Umsatzerlöse, d.h. 10% geringere Tagessätze reduzieren die Umsatzerlöse ebenfalls um knapp 10%. Die Ergebniswirkung einer reduzierten Auslastung bzw. Tagessatzdurchsetzung liegt in etwa bei 1:3. Wir gehen davon aus, dass die aktuelle globale Lage das Potential zu einer Rezession in Deutschland hat. Die schwache Konjunktur in China, der zunehmend sichtbare Effekt des demographischen Wandels in Europa mit dem resultierenden Fachkräftemangel sowie die mittlerweile deutlich spürbaren Effekte des Klimawandels stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen.

Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen helfen können und daher die Entwicklungen zwar grundsätzlich Risiken darstellen, aber für die 4C GROUP AG auch Chancen beinhalten, die wir nutzen wollen.

Operative Risiken

In der operativen Projekt- und Auftragsbearbeitung besteht einerseits ein Risiko aus Großprojekten, das - unter Umständen - noch durch Reputationsrisiken verschärft wird. Andererseits können aus mittlerweile seltener gewünschten Festpreisprojekten Risiken entstehen. Beide Themen werden sehr eng gesteuert, angefangen bei der Angebotserstellung über das laufende Projekt-Reporting und Projektleitermeetings bis hin zum Monitoring der offenen Posten aller Kunden, unabhängig von der Art des Geschäftsverhältnisses.

Pandemie

Die Corona-Pandemie hat auf den Geschäftsverlauf der 4C GROUP AG im Geschäftsjahr 2022/2023 keine Auswirkungen mehr gehabt. Die durch die Pandemie initiierte Anpassung der operativen Prozesse, insbesondere die Virtualisierung der Arbeit und die damit verbundene Reduktion von Reisetätigkeiten hat die Flexibilität in der Unterstützung unserer Kunden gestärkt.

Abhängigkeiten von Mitarbeitern

Ein wesentliches Risiko eines Beratungsunternehmens entsteht aus der Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern und Partnern bzw. Vorständen in Schlüsselpositionen. Diese können einerseits in der besonderen Kompetenz des Mitarbeiters und andererseits in der Kundenbeziehung, die auf der Persönlichkeit des Mitarbeiters und Partners bzw. Vorstands basiert, liegen. Diese Abhängigkeiten sind identifiziert worden und werden durch eine systematische Personalentwicklung, Aufbau von Stellvertretern und Delegation sowie durch die Verbreiterung der Kenntnisse reduziert. Trotz dieser Maßnahmen musste die Gesellschaft im abgelaufenen Wirtschaftsjahr den Austritt eines jungen Partners (mit Teilen seines Teams) hinnehmen.

Compliance Risiken

In zunehmendem Maße verschärfen sich die Anforderungen der Kunden an die Datenhaltung und den Umgang mit Informationen. Dieser Entwicklung wurde mit der Definition eines Code of Conduct Rechnung getragen. Die Datensicherheit in der IT entspricht den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der interne Datenschutzbeauftragte unterstützt die 4C GROUP AG bei der Umsetzung der veränderten Datenschutzrichtlinien.

Finanzinstrumente und Finanzwirtschaftliche Risiken

Typische finanzwirtschaftliche Risiken, wie Zins- und Währungsrisiken, Kursrisiken von Wertpapieren und Liquiditätsrisiken werden bewusst durch die Finanzierungs- bzw. Anlagestruktur vermieden bzw. bestehen aufgrund des z.B. unbedeutenden Umsatzanteils in Nicht-EURO Ländern nur in sehr geringem Umfang.

Anlagerisiken bestehen bei der Performance von Beteiligungen:

Im Zusammenhang mit der Insolvenz der Solvesta AG wurden zwei Klagen u.a. gegen die 4C GROUP AG angestrengt:

Der Insolvenzverwalter einer ebenfalls insolventen Tochtergesellschaft der ehemaligen Solvesta AG hatte Ansprüche aus der Insolvenzmasse sehr günstig an einen Dritten verkauft. Der Insolvenzverwalter selbst hatte diese Ansprüche vermutlich nicht als bestehend erachtet. Er hatte auch nicht versucht diese einzufordern. Dennoch hat der Dritte auf Basis dieser Ansprüche Klage gegen die 4C GROUP AG und weitere Personen erhoben. Außerdem haben zwei weitere ehemalige (mittelbare) Tochtergesellschaften der Solvesta AG ebenfalls angebliche Ansprüche auf diesen Dritten übertragen. Der Dritte hat aus diesen von den drei Gesellschaften an ihn (angeblich) abgetretenen Ansprüchen Klage auf Zahlung von 15.815.748,60 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C GROUP AG und weitere Personen erhoben. Die Klageerwiderungen widersprechen diesen Ansprüchen. Zwischenzeitlich hat hier ein erster Anhörungstermin bei Gericht stattgefunden. Nach unserer Einschätzung sowie der Einschätzung des juristischen Beistands der 4C GROUP AG sind diese Forderungen weiterhin völlig substanzlos.

Die Solvesta AG wurde im Rahmen eines Insolvenzplans in die Solvesta Verwaltung und Beratung GmbH umgewandelt. An dieser neuen Gesellschaft hält die 4C GROUP AG weder direkt noch mittelbar Anteile. Diese Solvesta Verwaltung und Beratung GmbH hat Klage wegen Insolvenzanfechtung / ungerechtfertigter Bereicherung in Höhe von 707.346,93 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C GROUP AG eingereicht. Es handelt sich um angebliche Ansprüche der ehemaligen Solvesta AG, welche diese angeblich abgetreten hätte. Auch diese Ansprüche sehen wir und der juristische Beistand der 4C GROUP AG als unbegründet an.

Aus Vorsichtsgründen wurde in diesem Zusammenhang im Vorjahresabschluss - ohne Anerkennung irgendeiner Rechtspflicht - für Prozesskosten und auch aufgrund der finanziellen Substanzlosigkeit der Kläger eine Rückstellung in Höhe von 600 Tsd EUR gebildet.

Würden die Ansprüche jedoch wider Erwarten ganz oder teilweise in größerem Umfang zu begleichen sein, ergäbe sich eine deutlich negative Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der 4C GROUP AG.

Mit Beschluss einer gemeinsamen Gesellschafterversammlung der Augustus Investment GmbH und der 4C Advance GmbH vom 24. Mai 2022 wurde die Verschmelzung der 4C Advance GmbH auf die Augustus Investment GmbH beschlossen. Gleichzeitig wurde eine Umfirmierung der Augustus Investment GmbH in (eine neue) 4C Advance GmbH beschlossen. Die zugehörigen Eintragungen ins Handelsregister erfolgten am 7. Juni bzw. 15. Juli sowie für die bei der Verschmelzung aufnehmende Gesellschaft (Augustus Investment GmbH bzw. neue 4C Advance GmbH) am 12. Juli 2022.

Die neue 4C Advance hält nunmehr zum Bilanzstichtag Beteiligungen an der 4C Advisory GmbH (50%) und der POLAVIS GmbH (53%) sowie mittelbar an der SBM GmbH (50%).

Durch die erfolgte Verschmelzung ergab sich ein entsprechend positives Eigenkapital der neuen Gesellschaft. Auch dokumentiert die positive Geschäftsentwicklung der POLAVIS GmbH die Werthaltigkeit der Beteiligung. Daher ist eine Tilgung des Darlehens der 4C GROUP AG an die ehemalige Augustus Investment GmbH von derzeit 1,42 Mio EUR in einer deutlich kurzfristigeren Zeitspanne als den bisher angenommenen 20 Jahren zu erwarten. Auf dieser Basis wurde im Vorjahresabschluß bzgl. der ehemaligen Augustus Investment GmbH eine Zuschreibung auf die Anteile (170.000,00 EUR) und die Ausleihungen (900.000 EUR) vorgenommen.

Darüber hinaus wurde mit Vereinbarung vom 24. August 2018 gegenüber der damaligen Augustus Investment GmbH ein Rangrücktritt der 4C GROUP AG für alle Forderungen aus den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Darlehen gewährt.

Die Geschäftsentwicklung der POLAVIS GmbH wird zunehmend positiv durch Ausschreibungen im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) beeinflusst. Daraus resultiert ein stark erhöhtes Auftragsvolumen und es sind erheblich höhere Umsätze zu erwarten. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2023 war ein Auftragseingang von 5,7 Mio EUR zu verzeichnen.

Insbesondere zur Finanzierung der notwendigen Vorleistungen zur Bedienung der neu hinzugekommenen Aufträge sowie des weiteren Wachstums der POLAVIS GmbH ist eine erneute Kapitalerhöhung im September 2023 geplant. Über diese Kapitalerhöhung werden der Gesellschaft weitere 4 Mio EUR zugeführt. Dies dokumentiert erneut die Werthaltigkeit der mittelbaren Beteiligung der 4C GROUP AG über die 4C Advance GmbH an der POLAVIS GmbH.

Im Rahmen der Anfangs-Finanzierung der POLAVIS GmbH wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (ursprüngl. Höhe 1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR, nach Teilverzicht 0,6 Mio EUR bzw. 0,4 Mio EUR - ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon Förderkredite in Höhe von 700 Tsd EUR in Anspruch genommen. Jeder diesbzgl. Mittelabruf muß durch den Vorstand bzw. den Partnerkreis der 4C GROUP AG genehmigt werden.

Verbunden mit dieser Darlehensgewährung war auch ein Rangrücktritt bzgl. der Forderungen der früheren 4C Advance GmbH gegenüber der POLAVIS GmbH.

Darüber hinaus wurde mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über 343 Tsd EUR die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert. Mit Ende des Durchführungszeitraums zum 31. August 2022 verblieb im Vorjahr hier nurmehr die bisher gezahlte Zuwendung in Höhe von 24 Tsd EUR in der Absicherung. Nach abschließender Verwendungsnachweis-Prüfung durch die Investitionsbank Berlin (gem. Bescheid vom 16. Februar 2023) wird von einer Rückzahlungsverpflichtung nicht mehr ausgegangen.

Der gegenüber der früheren 4C Advance GmbH erklärte, geringfügige Rangrücktritt (50 Tsd EUR) wurde im Zuge der Verschmelzung mit der ehemaligen Augustus Investment GmbH aufgehoben.

Chancen

Die 4C GROUP AG ist eine unternehmergeführte Gesellschaft, die bewusst Chancen zur Erweiterung und Steigerung des Geschäftes sucht und ergreift.

Die aktuelle Situation bedeutet - bei allen Risiken - auch einen erhöhten Beratungsbedarf auf Seiten der Kunden bzgl. Planung und Liquiditätsmanagement sowie Restrukturierung der Kostensituation. Diese Themen sind Kernbereiche unseres Serviceangebotes und deshalb ergeben sich hieraus wichtige Chancen für die 4C GROUP AG.

1.6 Sonstige Angaben

Zu den Angaben zu den eigenen Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

1.7 Unterschriften des Vorstands

München, den 07. September 2023

gez. Hans-Martin Schneider

gez. Stephan Grunwald

gez. Jörg Bassen

gez. Dr. Manuel Iserloh

gez. Dr. Heiko Mauterer

gez. Markus Noçon

Bilanz

AKTIVA

In EUR 31.5.23 31.5.22
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.579,86 22.799,86
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 411.190,50 506.641,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.520.533,15 1.520.533,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.420.000,00 1.405.000,00
3. Sonstige Finanzanlagen 1.372.553,93 1.632.773,93
4.313.087,08 4.558.307,08
Summe Anlagevermögen 4.736.875,44 5.087.748,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 21.300,27 642,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 186.855,39 43.219,90
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.632.153,07 5.263.618,39
4.819.008,46 5.306.838,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.805.256,25 2.982.801,29
Summe Umlaufvermögen 7.645.564,98 8.290.282,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141.755,35 112.766,95
Bilanzsumme 12.524.195,77 13.490.797,84
PASSIVA
In EUR 31.5.23 31.5.22
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 503.196,00 503.196,00
2. Eigene Anteile -1.870,00 0,00
501.326,00 503.196,00
II. Kapitalrücklage 309.428,11 309.428,11
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 7.669,38 7.669,38
2. Rücklage wegen eigener Anteile 1.870,00 0,00
9.539,38 7.669,38
IV. Bilanzgewinn 6.994.287,31 7.136.956,74
Summe Eigenkapital 7.814.580,80 7.957.250,23
B. Rückstellungen 3.710.074,28 4.499.923,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.766,99 6.664,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 996.773,70 1.026.960,54
999.540,69 1.033.624,54
Bilanzsumme 12.524.195,77 13.490.797,84

Gewinn- und Verlustrechnung

In EUR WJ 22/23 WJ 21/22
1. Rohergebnis 17.612.322,99 18.616.064,40
5. Personalaufwand -11.835.675,35 -11.705.637,28
a) Löhne und Gehälter -10.445.265,96 -10.466.903,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -1.390.409,39 -1.238.733,73
- davon für Altersversorgung -65.984,10 -137.458,70
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -228.975,97 -266.826,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.752.386,54 -3.926.149,91
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 290.753,56 5.375,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.875,21 -465,30
- davon aus verbundenen Unternehmen 14.112,05 20.140,14
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.929,00 -17.265,37
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.414,46 -12.900,86
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -575.266,00 -794.960,24
13. Ergebnis nach Steuern 1.528.304,44 1.897.233,66
14. Sonstige Steuern -3.757,00 -4.365,00
15. Jahresüberschuss 1.524.547,44 1.892.868,66
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.527.529,54 5.157.887,97
17. Einstellungen in die Kapitalrücklage aus dem Verkauf eigener Anteile 0,00 -7.932,74
18. Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile 142.126,30 162.478,75
19. Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile -199.915,97 -68.345,90
20. Bilanzgewinn 6.994.287,31 7.136.956,74

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: 4C Group AG
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 123959

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der 4C GROUP AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Der neue IDW-Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 „Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen“ ist im laufenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden. Mithilfe des IDW RH FA 1.021 soll nun eine kongruente Bewertung von Rückdeckungsversicherungsansprüchen und Pensionsverpflichtungen stattfinden, soweit die finanziellen Zu- bzw. Abflüsse vergleichbar sind. Durch die kongruente Bewertung ergeben sich Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage, welche unter den jeweiligen Posten erläutert werden.

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Ansatz Nutzungsdauern

In Jahren WJ 22/23 WJ 21/22
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1-5 1-5

Sachanlagen:

Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive (ggf. auf Altbestände) bzw. lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet.Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Zugänge ab dem 1. Januar 2018, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Ansatz Nutzungsdauern

In Jahren WJ 22/23 WJ 21/22
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-13 1-13

Finanzanlagen:

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten angesetzt. Bestehenden Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Gem. Rechnungslegungshinweis FAB 1.021 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) ist im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung der Vorstände der Wertansatz der Rückdeckungsversicherung nicht vollständig saldierungsfähig. Es erfolgt ein entsprechender Ausweis in den Finanzanlagen.

Vorräte:

Diese werden (falls vorhanden) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten - unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips - bewertet. Basis der Kalkulation der Herstellungskosten sind die geleisteten, dem Kunden gegenüber abrechenbaren Stunden - bewertet mit Personalkosten (einschließlich Personalnebenkosten). Risiken wegen eingeschränkter Abrechenbarkeit werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Diese werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Für Ausfall- und allgemeine Kreditrisiken werden angemessene Abschreibungen und Wertberichtigungen zur Berücksichtigung niedrigerer beizulegender Werte vorgenommen.

Abgrenzungsposten für latente Steuern:

Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern, welche entsprechend dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in der Bilanz nicht angesetzt wurden.

Rückstellungen:

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (mit Passivprimat Bilanzansatz sowie faktorbasiertem Deckungskapitalverfahren zur Rückdeckungsversicherung) durch ein externes Gutachten ermittelt. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer werden auf Grundlage der erwarteten Einkommen und Gewerbeerträge ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten:

Diese werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich v.a. aus Erträgen aus der privaten KFZ-Nutzung von 197.124,65 EUR (VJ 164.110,15 EUR) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 35.269,49 EUR (VJ 18.090,48 EUR) sowie Erträgen aus PKW-Umweltboni/THG Prämien von 26.724,00 EUR (VJ 28.750,00 EUR) und Erträgen aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen 3.700,00 EUR (VJ 0,00 EUR). zusammen. Erträge aus Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen sind im Berichtsjahr nicht angefallen (VJ 1.070.000,00 EUR).

3.2 Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von 65.984,10 EUR (VJ 137.458,70 EUR) enthalten.

3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr 600.000,00 EUR für Prozesskosten im Zusammenhang mit der Insolvenz der Solvesta AG enthalten.

3.4 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Aus der Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 zur Bewertung von Rückstellungen für rückgedeckte Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich im Finanzergebnis aus der Neubewertung der Rückdeckungsversicherungen ein Ertrag in Höhe von 275.045,23 EUR. Vorliegend handelt es sich um leistungskongruente Rückdeckungsversicherungen.

3.5 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Anlagenvermögens betragen 5.929,00 EUR (VJ 17.265,37 EUR).

3.6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand beinhaltet den Zinssaldo der Pensionsrückstellung gem. Gutachten. (siehe Saldierung gem. 1.4.6) in Höhe von 899,00 EUR (VJ 11.575,00 EUR).

3.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit 2.399,83 EUR (VJ 2.842,13 EUR) periodenfremde Erträge betreffend Gewerbe- bzw. Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre enthalten.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten 01.06.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Anschaffungskosten 31.05.2023

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 275.440,43 0 0 0 275.440,43
275.440,43 0 0 0 275.440,43
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.815.742,82 123.363,97 73.474,05 0 1.865.632,74
1.815.742,82 123.363,97 73.474,05 0 1.865.632,74
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.520.533,15 0 0 0 1.520.533,15
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.405.000,00 29.112,05 14.112,05 0 1.420.000,00
sonstige Finanzanlagen 1.664.722,13 45.709,00 326.822,11 0 1.383.609,02
4.590.255,28 74.821,05 340.934,16 0 4.324.142,17
Gesamt 6.681.438,53 198.185,02 414.408,21 0 6.465.215,34
Kumulierte Abschreibungen 01.06.2022

EUR
Zugänge

EUR
Zuschreibungen Abgänge

EUR
Umgliederungen

EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.05.2023

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 252.640,57 10.202,00 0 0 0 262.842,57
252.640,57 10.202,00 0 0 0 262.842,57
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.309.101,32 218.773,97 0 73.433,05 0 1.454.442,24
1.309.101,32 218.773,97 0 73.433,05 0 1.454.442,24
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
sonstige Finanzanlagen 31.948,20 5.929,00 0 26.822,11 0 11.055,09
31.948,20 5.929,00 0 26.822,11 0 11.055,09
Gesamt 1.593.690,09 234.904,97 0 100.255,16 0 1.728.339,90
Nettobuchwert 31.05.2023

EUR
Nettobuchwert 31.05.2022

EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.597,86 22.799,86
12.597,86 22.799,86
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 411.190,50 506.641,50
411.190,50 506.641,50
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.520.533,15 1.520.533,15
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.420.000,00 1.405.000,00
sonstige Finanzanlagen 1.372.553,93 1.632.773,93
4.313.087,08 4.558.307,08
Gesamt 4.736.875,44 5.087.748,44

Angaben über den Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB

In Prozent bzw.

EUR
Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
4C Advance GmbH (ehemalige Augustus Investment GmbH), München:* /*** 100,00 194.817,20 -1.155.609,73
über die 4C Advance GmbH (ehemalige Augustus Investment GmbH) mittelbar gehaltene Beteiligungen:
4C ADVISORY GmbH, München:** 50,00 310.675,36 156.535,47
SBM GmbH, München:** 50,00 354.994,99 204.448,42
ehemalige 4C Advance GmbH, München:* /*** 100,00 -4.022,62 1.311.794,10
über die ehemalige 4C Advance GmbH mittelbar gehaltene Beteiligungen:
POLAVIS GmbH, Berlin:**** : 53,00 -353.549,77 -289.711,67

* Es handelt bzw. handelte sich um unmittelbare Beteiligungen der 4C GROUP AG.

** Die 4C ADVISORY GmbH hält 100% der Anteile an der SBM GmbH.

*** Mit Beschluss einer gemeinsamen Gesellschafterversammlung der Augustus Investment GmbH und der 4C Advance GmbH vom 24. Mai 2022 wurde die Verschmelzung der 4C Advance GmbH auf die Augustus Investment GmbH beschlossen. Gleichzeitig wurde eine Umfirmierung der Augustus Investment GmbH in (eine neue) 4C Advance GmbH beschlossen. Die zugehörigen Eintragungen ins Handelsregister erfolgten am 7. Juni bzw. 15. Juli sowie für die bei der Verschmelzung aufnehmende Gesellschaft (Augustus Investment GmbH bzw. neue 4C Advance GmbH) am 12. Juli 2022.

**** Im Rahmen einer Kapitalerhöhung der POLAVIS GmbH im Dezember 2019 (Eintragung ins Handelsregister am 13. Februar 2020) hat sich der mittelbare Anteil an der POLAVIS GmbH von 66,19% auf 43,27% reduziert. Im Dezember 2021 wurde eine weitere Kapitalerhöhung beschlossen: Die 4C Advance GmbH hat dabei ihre Beteiligung von 43,27% auf 53,00% aufgestockt. Die Kapitalerhöhung erfolgte einerseits durch Einzahlung in das gezeichnete Kapital und andererseits durch Einlage eines Wandel-Darlehens in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die der POLAVIS GmbH aus der Kapitalerhöhung tatsächlich im Dezember 2021 zugeflossenen Beträge (Tsd EUR 2.016) bzw. die Umbuchung des Wandel-Darlehens (Tsd EUR 955) sind im o.a. Wert zum Eigenkapital noch nicht enthalten, da die Kapitalerhöhung erst zum 14. Februar 2022 ins Handelsregister eingetragen wurde.

Soweit nichts anderes erläutert ist, handelt es sich um Kennzahlen des Geschäftsjahres 2021. Die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2022 liegen noch nicht final vor.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In EUR 31.05.2023 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.05.2022 Davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 186.855,39 0,00 43.219,90 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 4.632.153,07 0,00 5.263.618,39 0,00
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.819.008,46 0,00 5.306.838,29 0,00

4.3 Grundkapital und Kapitalrücklage

Aktien

In Stück bzw.

EUR
31.5.23 31.5.22
Ausgegebenes Kapital 501.326 503.196
Eigene Aktien 1.870 0
Gezeichnetes Kapital 503.196 503.196

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft. Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt 503.196 EUR. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 16.11.2012 wurde das damalige Grundkapital in Höhe von 83.866 EUR aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien um 419.330 EUR auf 503.196 EUR erhöht. Nach Eintragung in das Handelsregister wurde das Grundkapital der Gesellschaft durch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:6 in 503.196 auf den Namen lautende Stückaktien neu eingeteilt. An die Stelle einer Stückaktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von 6 EUR traten damit sechs Stückaktien mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von jeweils 1 EUR.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 4.610 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) zu einem Preis von 30,83 EUR an Mitarbeiter verkauft. Diese 4.610 Aktien entsprechen 0,92 % des Grundkapitals. Die Verkäufe erfolgten in den Monaten Dezember 2022 sowie Januar und Februar 2023. Die zugehörigen Mittelzuflüsse wurden für die lfd. Finanzierung der Gesellschaft verwendet.

Der Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile beträgt 142.126,30 EUR (VJ 162.478,75 EUR). Im Berichtsjahr wurden hiervon 0,00 EUR (VJ 7.932,74 EUR) gem. § 272 Abs. 1b HGB in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Gesellschaft hat (insbesondere) gem. § 4 des Salary Partner Beteiligungsvertrags die Verpflichtung von Mitarbeitern Aktien zurückzukaufen - z.B. wenn diese das Unternehmen verlassen; im Geschäftsjahr wurden u.a. in diesem Zusammenhang 3.549 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) von Mitarbeitern zurückgekauft. Darüber hinaus erwarb die Gesellschaft 2.931 eigene Aktien (Nennwert je 1 EUR) von der Providus GmbH zur Weiterveräußerung an Mitarbeiter. In Summe wurden im Geschäftsjahr 6.480 Aktien erworben - diese entsprechen 1,29 % des Grundkapitals. Die Ankäufe erfolgten in den Monaten August, November und Dezember 2022 sowie Februar 2023. Der zugehörige Aufwand beträgt 199.915,97 EUR.

Die durchschnittlichen Anschaffungskosten der im eigenen Bestand befindlichen Aktien betragen zum Bilanzstichtag 30,85 EUR.

Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen 1.870 (VJ 0) Aktien entsprechen 0,37% (VJ 0,00 %) des Grundkapitals.

4.4 Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen

In EUR Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Rücklage wg. eigener Anteile
Stand 1.6.22 7.669,38 0,00 0,00
Zugang aufgrund Gewinnverwendung/Aktiensplit 0,00 0,00 0,00
Zugang aufgrund Ankauf 0,00 0,00 6.480,00
Umbuchung 0,00 0,00 0,00
Abgang aufgrund Verkauf 0,00 0,00 4.610,00
Stand 31.5.23 7.669,38 0,00 1.870,00

Nachdem die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB zusammen mehr als 10 % des Gezeichneten Kapitals betragen, ist keine Zuführung notwendig.

4.5 Bilanzgewinn

Bilanzgewinn

In EUR
Bilanzgewinn
Stand 31.5.22 7.136.956,74
Jahresüberschuss 1.524.547,44
Ausschüttung -1.609.427,20
Einstellung in Gewinnrücklagen 0
Erlöse aus dem Verkauf eigener Anteile 142.126,30
Einstellung in die Kapitalrücklage aus dem Verkauf eigener Anteile 0
Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile -199.915,97
Stand 31.5.23 6.994.287,31

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag nach Verwendung aus dem Vorjahr in Höhe von 5.527.529,54 EUR enthalten.

4.6 Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Für die Vorstände Hans-Martin Schneider, Stephan Grunwald und Jörg Bassen wurde am 1.12.2000 bzw. 1.12.2003 eine Pensionszusage erteilt. Am 1.10.2010 wurde für den Vorstand Dr. Manuel Iserloh eine Versorgungszusage erteilt. Die Ansprüche des ehemaligen Vorstands Ludwig Merath ruhen seit dem 31.5.2008. Das Deckungskapital wurde aufgrund entsprechender Verpfändungserklärungen mit den Pensionsverpflichtungen bis auf einen Betrag von 45.709,00 EUR saldiert.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen basiert auf folgenden Annahmen:

In Prozent 31.5.23 31.5.22
Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,54* /1,80** 1,37* /1,79**
Rententrend 1-3 1-3

* Rechnungszins mit 7-Jahres-Durchschnitt

** Rechnungszins mit 10-Jahres-DurchschnittDie zugrunde gelegten Sterbetafeln sind die “Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck.

Angewandtes Verfahren: Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) mit Passivprimat Bilanzansatz sowie faktorbasiertem Deckungskapitalverfahren zur Rückdeckungsversicherung

Erfüllungsbetrag und Deckungskapital:

In EUR 31.5.23 31.5.22
Erfüllungsbetrag der Schulden für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lt. Gutachten 2.190.005,00 2.094.399,00
Saldierungsfähiges Deckungskapital* (Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte) -2.046.832,00 -1.673.500,79
Pensionsverpflichtungen(nach Verrechnung Deckungsvermögen)** 143.173,00 420.898,21

* Gem. Rechnungslegungshinweis FAB 1.021 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) und lt. Berechnung im Gutachten der longial GmbH sind 45.709,00 EUR (VJ 0,00 EUR) vom Wertansatz der Rückdeckungsversicherung nicht saldierungsfähig. Es erfolgt ein entsprechender Ausweis in den Finanzanlagen.

** Die Verrechnung erfolgt in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aufgrund Verpfändungsvereinbarungen mit den Anspruchsberechtigten.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen in Höhe von 38.723,00 EUR (VJ 42.233,00 EUR) wurden mit den Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 37.824,00 EUR (30.658,00 EUR) saldiert. Der saldierte Zinsaufwand beläuft sich somit auf 899,00 EUR (VJ 11.575,00 EUR).

Der Betrag der für frühere Organmitglieder bzw. ausgeschiedene Vorstände gebildeten Pensionsrückstellung beläuft sich auf 191.888,00 EUR (VJ 189.277,00 EUR).

Angaben zum Deckungskapital gem. § 285 Nr. 25 HGB:

In EUR 31.5.23 31.5.22
Beizulegender Zeitwert 2.092.541,00 1.673.500,79
Anschaffungskosten 1.817.495,77 1.673.500,79
Unterschiedsbetrag 275.045,23 0,00

Nach der Methode „Primat der Passivseite“ richtet sich die Bewertung des Rückdeckungsversicherungsanspruchs grundsätzlich nach dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Pensionsrückstellung.

Die Bewertung des Deckungskapitals basiert gem. § 285 Nr. 25 HGB auf folgenden Annahmen:

In Prozent 31.5.23 31.5.22
Gesamtverzinsungserwartung 2,10 bis 4,00 N/A
Rechnungszins 1,25 bis 4,00 N/A

Ausschüttungsgesperrte Beträge betreffend Pensionsverpflichtungen:

In EUR 31.5.23 31.5.22
Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Jahren (1,54 %) 2.250.700,00 2.197.318,00
Erfüllungsbetrag mit durchschnittlichen Marktzinssatz von 10 Jahren (1,80 %) 2.190.005,00 2.094.399,00
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 60.965,00 102.919,00

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

4.7 Verbindlichkeiten

In EUR 31.05.2023 Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.05.2022 Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 2.766,99 2.766,99 6.664,00 6.664,00
sonstige Verbindlichkeiten 996.773,70 996.773,70 1.067.656,44 1.067.656,44
davon aus Steuern 662.883,92 662.883,92 591.037,36 591.037,36
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 614,53 614,53 0 0

Der Gesamtbetrag „davon aus Steuern“ beträgt 662.883,92 EUR (VJ 718.751,22 EUR).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0,00 EUR (VJ 26.415,90 EUR).

Die Verbindlichkeiten beinhalten keine Positionen mit Restlaufzeiten über 1 bzw. 5 Jahre.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1 Haftungsverhältnisse gem. § 268 Abs. 7 HGB i.V.m. § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen/Angaben gem. § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

In Tsd EUR 31.5.23 31.5.22
Verbindlichkeiten aus Begebung und Übertragung von Wechseln - -
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften - -
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen - -
Haftungsverhältnisse aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 700 904

Im Rahmen der Finanzierung der POLAVIS GmbH wurde mit Vereinbarung vom 5. Februar 2019 von der 4C GROUP AG gegenüber der UniCredit Bank AG eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von maximal 3 Mio EUR für alle Kredit-Forderungen der UniCredit Bank AG gegenüber der POLAVIS GmbH übernommen. Diese Bürgschaft sichert zum einen zwei Förderkredite der KfW-Bankengruppe (ursprüngl. Höhe 1,2 Mio EUR und 0,8 Mio EUR, nach Teilverzicht 0,6 Mio EUR bzw. 0,4 Mio EUR - ausgereicht über die UniCredit Bank AG) sowie eine Kontokorrent- (250 Tsd EUR) und eine Avalkreditlinie (750 Tsd EUR) der UniCredit Bank AG ab. Derzeit hat die POLAVIS GmbH hiervon Förderkredite in Höhe von 700 Tsd EUR in Anspruch genommen. Jeder diesbzgl. Mittelabruf muß durch den Vorstand bzw. den Partnerkreis der 4C GROUP AG genehmigt werden.

Verbunden mit dieser Darlehensgewährung war auch ein Rangrücktritt bzgl. der Forderungen der früheren 4C Advance GmbH gegenüber der POLAVIS GmbH.

Darüber hinaus wurde mit Bürgschaftserklärung vom 2. Oktober 2019 über 343 Tsd EUR die Rückzahlungsverpflichtung einer Zuwendung bei Verfehlen des Förderzwecks der POLAVIS GmbH gegenüber der Investitionsbank Berlin durch die 4C GROUP AG abgesichert. Mit Ende des Durchführungszeitraums zum 31. August 2022 verblieb im Vorjahr hier nurmehr die bisher gezahlte Zuwendung in Höhe von 24 Tsd EUR in der Absicherung. Nach abschließender Verwendungsnachweis-Prüfung durch die Investitionsbank Berlin (gem. Bescheid vom 16. Februar 2023) wird von einer Rückzahlungsverpflichtung nicht mehr ausgegangen.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bzw. Patronatserklärungen wird derzeit nicht gerechnet, da der geplante Geschäftsverlauf der POLAVIS GmbH die Erfüllung der jeweiligen Förderkriterien sicherstellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

In Tsd EUR Bis 1 Jahr 31.5.23 Bis 1 Jahr 31.5.22 1 bis 5 Jahre 31.5.23 1 bis 5 Jahre 31.5.22 > 5 Jahre 31.5.23 > 5 Jahre 31.5.22
Mietverträge Infrastruktur 699 654 1.855 2.048 0 357
Leasingverträge für Kfz 145 115 191 165 0 0
Gesamt 844 769 2.046 2.213 0 357

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt damit 2.890 Tsd EUR (VJ 3.339 Tsd EUR).

Bei den aktiven Mietverträgen wurden keine Verlängerungen von Laufzeiten vereinbart.

Die Leasingverträge wurden aus Praktikabilitätsgründen abgeschlossen. Nennenswerte Risiken aus den getätigten Leasinggeschäften liegen nicht vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte - neben den in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellten Miet- und Leasingverträgen - zu verzeichnen.

5.2 Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Die Geschäfte der 4C GROUP AG werden von folgenden Personen als Vorstand geführt:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Hans-Martin Schneider MBA, Unternehmensberater
Herr Stephan Grunwald Diplom-Kaufmann, Diplom-Volkswirt, Unternehmensberater
Herr Jörg Bassen Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Manuel Iserloh Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Dr. Heiko Mauterer Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Markus Noçon Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater

Prokuristen

Folgende Mitarbeiter haben Prokura:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Uwe Dorst Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Christian Baier (bis 13.10.2022) Diplom-Kaufmann, Unternehmensberater
Frau Claudia Irsfeld Diplom-Oecotrophologin, Personalmanagerin
Herr Peter Keefer Diplom-Betriebswirt (FH), Unternehmensberater
Herr Daniel Lovric Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Focke Meyer Diplom-Mathematiker, Unternehmensberater
Herr Martin Stephany Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater
Herr Patrick Utsch (ab 03.06.2022) Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Ausbildung, ausgeübter Beruf
Herr Dr. Michael H. Thiel, Vorsitzender Rechtsanwalt
Frau Dorothee Deyhle, stellv. Vorsitzende Diplom-Kommunikationsdesignerin, Geschäftsführerin
Frau Zarah Bruhn Master in Betriebswirtschaftslehre, Geschäftsführerin

2. Vergütungen der Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gemäß § 285 Abs. 9a HGB betrugen:

In EUR WJ 22/23 WJ 21/22
Fixe Gehaltsbestandteile 1.382.010,12 1.692.713,21
Variable Gehaltsbestandteile 516.000,00 750.000,00
Gesamtbezüge 1.898.010,12 2.442.713,21

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen:

In EUR WJ 22/23 WJ 21/22
Gesamtbezüge 41.000,00 36.000,00

Forderungen aus Vorschüssen und Krediten gegenüber Organmitgliedern bestanden am Bilanzstichtag keine. Auch Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.

3. Mitarbeiter gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die Mitarbeiterstatistik gem. § 285 Nr. 7 stellt sich wie folgt dar:

In Personen WJ 22/23 WJ 21/22
Leitende Angestellte 6 6
Angestellte 81 80
Gesamt 87 86

Im Geschäftsjahr wurden 25 Mitarbeiter neu eingestellt und 24 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Zusätzlich wurden 40 Praktikanten und Studenten sowie Masteranden eingestellt. 28 Praktikanten und Studenten sowie Masteranden haben im Geschäftsjahr das Unternehmen wieder verlassen. Insgesamt hat sich damit der Personalbestand aller Mitarbeiter von 108 auf 121 erhöht. Von diesen 121 Mitarbeitern waren zum Bilanzstichtag 42 in Teilzeit und 79 in Vollzeit beschäftigt. Im Durchschnitt wurden rd. 113 Mitarbeiter beschäftigt.

4. Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in der Elsenheimerstraße 55a, 80687 München, unterhält die Gesellschaft Zweigniederlassungen in 10117 Berlin, Französische Straße 8 und in 60308 Frankfurt, MesseTurm sowie in 40476 Düsseldorf, Kennedydamm 24.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022/2023 beträgt 6.994.287,31 EUR. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende von 2,20 EUR je Stückaktie auszuschütten und den restlichen Betrag in Höhe von 5.891.370,11 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Aktienbewertung

Gemäß der internen vertraglichen Regelung ergibt sich die Bewertung der Aktien für Salary- und Equity Partner wie folgt:

In EUR 31.5.23 31.5.22 31.5.21
Aktienbewertung für Salary Partner (Mitarbeiter) 31,84 30,83 29,95
Aktienbewertung für Equity Partner (Partner) 41,62 39,83 38,41

7. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Transaktionen mit nahestehenden Personen oder verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

6. Unterschriften des Vorstands

München, den 07. September 2023

gez. Hans-Martin Schneider

gez. Stephan Grunwald

gez. Jörg Bassen

gez. Dr. Manuel Iserloh

gez. Dr. Heiko Mauterer

gez. Markus Noçon

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/2023

Dieser Bericht erfolgt von uns an sie aufgrund der Vorschriften des Aktienrechts, soll sie aber vor allem über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022/2023 informieren. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwicklung der Gesellschaft befasst, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2022/2023 wahrgenommen und somit seine Pflicht zur Überwachung des Vorstands erfüllt.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war ein herausforderndes Jahr, das teilweise noch unter dem Einfluss der Corona-Pandemie stand und stark von gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in Bezug auf Energieversorgung und Rezessionsgefahren durch den anhaltenden Krieg gegen die Ukraine geprägt war. Umso erfreulicher ist, dass die Gesellschaft in Umsatz und Ergebnis erneut ein erfolgreiches Jahr absolviert hat und nur einen leichten Verlust gegenüber dem Vorjahr hinnehmen musste.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 zu insgesamt 8 Sitzungen am 22. Juli 2022 am 23. September 2022 (Bilanzsitzung), 11. November zur Hauptversammlung, am 20. Dezember zur Konzeption der Vorstands-lnterviews (ohne Vorstand), am 20. Januar, am 17. März zur Durchführung der Vorstands-lnterviews, am 21. April sowie am 23. Mai zur Durchsprache der lnterviewergebnisse (ohne Vorstand) getroffen. An diesen Sitzungen haben jeweils alle Mitglieder des AR teilgenommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in sechs Sitzungen, an denen jeweils ein Vertreter persönlich teilgenommen hat, sowie in mehreren telefonischen und persönlichen Einzelgesprächen jeweils mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unterrichtet. lnsbesondere die jeweiligen Quartalsberichte gaben dem Aufsichtsrat detailliert Einblick in die aktuelle Finanz- und Ertragslage und die laufende Auftrags- und Geschäftsentwicklung.

Dabei hat der Vorstand den Aufsichtsrat jeweils ausführlich über seine Strategien, Projekte, und andere wichtige Punkte, wie wesentliche organisatorische Entwicklungen im Unternehmen informiert und einen guten Überblick in die laufende operative Vorstandstätigkeit gegeben. All diese Themen wurden durch Fragen und in Diskussionen vertieft sowie durch Empfehlungen des Aufsichtsrates angereichert.

ln den vorgenannten Sitzungen und Einzelgesprächen hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Alle erforderlichen Beschlüsse wurden einvernehmlich gefasst.

Der Aufsichtsrat konnte sich aufgrund der regelmäßigen Berichtserstattung des Vorstandes davon überzeugen, dass das Rechnungs- und Berichtswesen der Gesellschaft sehr gut zur Steuerung des Unternehmens geeignet ist sowie dazu Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung und Lage der Gesellschaft und etwaige Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen, um diesen angemessen zu begegnen.

Neben der laufenden Überwachung der Geschäftstätigkeit und -entwicklung hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022/2023 insbesondere mit den Herausforderungen für das Unternehmen in der Zukunft befasst und den Vorstand bei der Entwicklung einer darauf ausgerichteten Geschäftsstrategie beraten. Dazu gehörten auch die Konzeption und Durchführung umfangreicher lnterviews mit allen Vorstandsmitgliedern, die an einem Tag einzeln und in Präsenz abgehalten wurden. Die Zielsetzung sich persönlich mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied intensiv auszutauschen, um anschließend ein Stimmungsbild des gesamten Vorstands zu wesentlichen strategischen Fragestellungen zu erhalten, wurde erfolgreich erfüllt.

Laufend hat sich der Aufsichtsrat auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Solvesta AG und die sich daraus für die Gesellschaft ergebenden Risiken informiert und diese mit dem Vorstand erörtert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines erheblichen Schadens auf Basis der gerichtlich geltend gemachten Schadensersatzbeträge wurde dabei ebenso besprochen wie die Entscheidung, die gebildeten Rückstellungen noch nicht aufzulösen. Ferner ist der Aufsichtsrat über die aktuellen Entwicklungen und die Kapitalerhöhung der POLAVIS GmbH informiert worden, und hat sich mit dem Vorstand zur Neufassung der Geschäftsordnung besprochen.

Jahresabschluss 2022/2023, Abschlussprüfung

Der nach HGB erstellte Jahresabschluss der 4C Group AG sowie der Lagebericht zum 31. Mai 2023 wurde unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dipl. Kfm. Gunther Eppinger geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Sämtliche relevanten Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig und vollständig zugeleitet. Zur Lage der Gesellschaft sowie insbesondere den Chancen und Risiken der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand der 4C Group AG die Lage der Gesellschaft sowie die Chancen und möglichen Risiken der Gesellschaft zutreffend einschätzt und in der Lage ist, möglichen Risiken mit entsprechenden Gegenmaßnahmen entgegenzusteuern. Weiterhin kommt der Abschlussprüfer zu dem Ergebnis, dass entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Tatsachen derzeit nicht ersichtlich sind.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht in seiner Bilanzsitzung am 22. September 2023 selbst geprüft und mit den Berichten des Abschlussprüfers prüfend abgeglichen.

Mit dem in der Bilanzsitzung anwesenden Vorstand und dem Abschlussprüfer wurden auf dieser Grundlage die Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht im Hinblick auf Rechtmäßigkeit Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit eingehend diskutiert. Bei einer kritischen Durchsicht der Unterlagen ergaben sich keine Hinweise auf Widersprüche oder Rechtsverstöße.

Auch aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergaben sich keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetz oder Satzung. Der Aufsichtsrat hat auch den Lagebericht auf seine Vollständigkeit geprüft. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen stimmen mít den unterjährigen Aussagen des Vorstandes überein und entsprechen auch nach den eigenen Einschätzungen des Aufsichtsrates der Lage der Gesellschaft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der 4C Group AG oder das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht daher ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt.

lm Geschäftsjahr 2022/2023 war der Vorstand nicht verpflichtet, einen Abhängigkeitsbericht vorzulegen.

Der Aufsichtsrat dankt sowohl dem Vorstand als auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz besonders, sich den vielfältigen Herausforderungen des vergangenen Geschäftsjahres it großem Engagement und Einsatz angenommen zu haben. Diese gute Leistung hat dazu geführt, dass die Gesellschaft auch in diesem Geschäftsjahr erfolgreich agieren konnte.

München, den 22. September 2023

gez. Michael H. Thiel

Für den Aufsichtsrat

Sonstiger Berichtsteil

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.09.2023 festgestellt.

Ergebnisverwendung:

Gemäß Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der 4C Group AG, München, vom 10. November 2023 beschloss die Hauptversammlung einstimmig, den im Jahresabschluss zum 31. Mai 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.994.287,31 wie folgt zu verwenden:

Verteilung an die Aktionäre 1.102.917,20
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,00
Gewinnvortrag 5.881.370,11
Bilanzgewinn 6.994.287,31

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die 4C Group AG

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der 4C Group AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der 4C Group AG für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Ich mache auf die Ausführungen in Abschnitt 4.5.3 unter „Finanzinstrumente und Finanzwirtschaftliche Risiken“ des Lageberichts aufmerksam, in welchem ausgeführt wird, dass seitens eines Dritten aus erworbenen bzw. an ihn vermeintlich übertragenen Ansprüchen aus dem Firmenverbund der insolventen ehemaligen Solvesta AG Klage auf Zahlung von 15.815.748,60 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C Group AG und weitere Personen erhoben wurde. Die Klageerwiderungen widersprechen diesen Ansprüchen. Nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie der Einschätzung des juristischen Beistands der 4C Group AG sind diese Forderungen völlig substanzlos. Des Weiteren hat die Solvesta Verwaltung und Beratung GmbH Klage wegen Insolvenzanfechtung / ungerechtfertigter Bereicherung in Höhe von 707.346,93 EUR (plus Zinsen) gegen die 4C Group AG eingereicht. Es handelt sich um angebliche Ansprüche der ehemaligen Solvesta AG, welche diese angeblich abgetreten hätte. Auch diese Ansprüche sehen die gesetzlichen Vertreter und der juristische Beistand der 4C Group AG als unbegründet an. Würden die Ansprüche jedoch wider Erwarten ganz oder teilweise in größerem Umfang zu begleichen sein, ergäbe sich eine deutlich negative Auswirkung auf die zukünftige Entwicklung der 4C Group AG.

Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Neusäß, den 08. September 2023

gez. Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger, Wirtschaftsprüfer