AI assistant
HPI AG — Management Reports 2018
Oct 16, 2018
14854_rns_2018-10-16_2b017874-6d5f-4654-b4ba-9cdca683532a.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
HPI AG
München
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014
I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Das deutsche Wirtschaftswachstum ist trotz zunehmender geopolitischer Risiken aus dem In- und Ausland solide. Beschäftigung und Wirtschaftsaktivität in Deutschland waren in den vergangenen Jahren weiter stabil.
Das Bruttoinlandsprodukt hat 2014 ggü. dem Vorjahr um 1,9 % zugenommen und lag damit um 0,1 %-Punkte über der Prognose.
Quelle: Statistisches Bundesamt
Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2015 eine solide konjunkturelle Grunddynamik mit einem preisbereinigten Wachstum des BIP von 1,5 %.
Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2015 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Marktentwicklung in den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing und Storage
A. Das Segment "IT & Electronics" besteht aus den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing und Storage, alle repräsentiert in der Tochtergesellschaft 3KV GmbH (die TND AG wurde 2013 auf die 3KV GmbH verschmolzen)
Das IT-Geschäft in Deutschland verlief dem Branchenverband Bitkom zufolge 2014 besser als im Vorjahr. Mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK) wurden in 2014 153,0 Mrd. EUR umgesetzt und somit 1,3% mehr als im Vorjahr, wie der Verband mitteilte.
Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Der deutsche Markt für Cloud Computing verzeichnete 2014 einen Umsatz von 6,4 Mrd. EUR und damit ein Wachstum von 46 % ggü. dem Vorjahr. Die Prognose für 2015 liegt bei einem Zuwachs von 39 % auf 8,8 Mrd. EUR. Das ergab eine aktuelle Studie der Experten-Group im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.
Zu den Cloud-Dienstleistungen gehören Software-as-a-Service (das Bereitstellen von Computerprogrammen über das Internet), Plattform-as-a-Service (die Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen über das Internet) und Infrastructure-as-a-Service (etwa die Bereitstellung von Speicher- oder Rechnerkapazitäten über das Internet).
Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Die weltweiten Ausgaben für IT-Sicherheit beliefen sich 2014 auf rd. 71,1 Mrd. US-Dollar und stiegen damit wie prognostiziert um 7,9 % ggü. dem Vorjahr. Im Jahr 2015 werden die Gesamtausgaben voraussichtlich um 8,2 % auf 76,9 Mrd. US-Dollar steigen.
Quelle: Gartner
Der Storage-Markt hat 2014 weltweit ein Volumen von 24,67 Mrd. US - Dollar erreicht. Das entspricht einem Umsatzplus von 9,6 % im Vergleich zu 2013.
Quelle: Gartner
Die HPI erzielte im Segment "IT & Electronics" 2014 einen Umsatz in Höhe von TEUR 70.180 und damit 16,3 % weniger als im Vorjahr (TEUR 83.846). Das EBIT lag jedoch bei ‑TEUR 2.908 (Vorjahr: ‑TEUR 2.487), was vor allem auf niedrigere sonstige Erträge zurückzuführen ist (TEUR 1.268 anstatt von TEUR 6.680). Das um TEUR 2.889 niedrigere Rohergebnis konnte durch niedrigere Personalaufwendungen und niedrigere sonstige Aufwendungen (in Summe TEUR 4.744) überkompensiert werden, nicht aber entfallene sonstige Erträge von TEUR 5.412, insbesondere im Vorjahr angefallene Erträge aus weggefallenen Earnout-Zahlungen für Anteilserwerbe.
Marktentwicklung im Geschäftsbereich Elektronische Bauelemente
Im Geschäftsbereich Elektronische Bauelemente gab es 2014 keine Aktivitäten mehr.
B. Das Segment "Industrial & Renewables" besteht aus den Geschäftsfeldern Business Process Outsourcing (HPI-Gesellschaften: Mannesmannröhren Logistic GmbH (MRL) und HPI GmbH (HPI Hoechst Procurement International ) sowie Erneuerbare Energien (HPI-Gesellschaft: REW Solar AG)
Marktentwicklung Business Process Outsourcing
Der weltweite Markt für Procurement Outsourcing, in dem unsere Tochtergesellschaften MRL und HPI GmbH tätig sind, wuchs in 2014 um rd. 12 % ggü. dem Vorjahr.
Quelle: Everest Group, Procurement Outsourcing, Annual Report 2015
Marktentwicklung Erneuerbare Energien
Die HPI hat sich aus diesem Geschäftsbereich zurückgezogen (Entkonsolidierung der REW Solar AG zum 01. Januar. 2014).
Die HPI erzielte im Segment "Industrial Renewables" 2014 einen Umsatz in Höhe von TEUR 26.394 und damit 19,6 % weniger als im Vorjahr (TEUR 32.832). Das EBIT lag bei -TEUR 540 (Vorjahr ‑TEUR 11.861), was vor allem auf entfallene Firmenwert-Abschreibungen mit TEUR 7.021 zurückzuführen ist.
C. Marktausblick
Die Prognose des Ifo-Instituts für 2015 fiel positiv aus: es prognostizierte ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1,7 %, vor allem gestützt durch die Inlandsnachfrage und einen weiter fallenden Rohölpreis. Zudem wurde erwartet, dass die Arbeitslosenquote 2015 auf 6,4 % zurückgeht (2014: 6,8 %).
Quelle: Ifo-Institut
Die tatsächlichen Zahlen lagen beim Bruttoinlandsprodukt bei 1,7%, bei der Arbeitslosenquote bei 6,4 %.
Quelle: Statistisches Bundesamt
II. Kundenstruktur
Im Segment "IT & Electronics" (3KV) wurden 2014 ca. 51 % der Kundenumsätze mit deutschen Kunden, 43 % mit anderen europäischen und 6 % mit Kunden außerhalb der EU getätigt. Die Kunden sind hierbei im Distributionsgeschäft Systemhäuser, im reinen Handelsgeschäft meist sog. Broker. Insgesamt ist die Kundenbasis ausgewogen, d.h. es besteht keine Abhängigkeit von einem oder zwei Großkunden.
Im Segment "Industrial & Renewables" sind die beiden größten Kunden des HPI Konzerns mit zusammen mehr als ca. 16,5 Mio. EUR Jahresumsatz gleichzeitig Minderheitsgesellschafter der MRL. Mit diesen Kunden besteht eine sehr langfristig ausgelegte Partnerschaft sowie eine sehr tiefe gegenseitige Integration der Systeme.
III. Kapitalmaßnahmen
A. Unternehmensanleihe
Die HPI AG hat im Dezember 2011 eine Unternehmensanleihe von bis zu TEUR 6.000 begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird jährlich mit 9 % verzinst, Laufzeitende ist der 30. November 2016. Die Anleihe ist im Börsenfreiverkehr in Hamburg gelistet. Es besteht keine Prospektpflicht. Die Anleihe richtet sich an qualifizierte Anleger gemäß § 2 Abs. 6 WpPG, die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 50.000.
Der Gesamtnennbetrag wurde im Jahr 2013 auf TEUR 6.256 aufgestockt und bis zum 31. Dezember 2013 komplett gezeichnet. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
B. Wandelanleihe
Die HPI AG hat im Dezember 2011 eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 1.500 begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts platziert. Der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10. Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 1. Dezember 2011 und endet am 30. November 2016. Die Wandelanleihe ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet.
Von dem Gesamtnennbetrag mit TEUR 1.500 wurden in 2012 insgesamt TEUR 750 nominal gezeichnet. Somit verbleibt ein Restanleihevolumen in Höhe von TEUR 750, dessen Zeichnungsfrist bis zum 31. Dezember 2014 verlängert wurde und nicht mehr gezeichnet wurde. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
C. Inhaber-Teilschuldverschreibung (Nachhaltigkeitsanleihe)
Die HPI AG hat im April 2012 eine Inhaber-Teilschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 2,0 Mio. begeben.
Die Laufzeit der sogenannten "Nachhaltigkeitsanleihe" beginnt am 01. Mai. 2012 und endet mit dem 30. April 2015. Verzinst wird die Inhaber-Teilschuldverschreibung jährlich mit 7,125 %. Die Anleihe ist nicht börsennotiert. Die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 50.000.
Aufgrund des negativen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2014 wurden die Covenants der Inhaberschuldverschreibung (EUR 2,0 Mio. 7,125 %, Laufzeit 2012-2015) wiederholt nicht eingehalten. Vertragsgemäß besteht daher ein sofortiges Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Die Anleihe wurde in 2017 in Eigenkapital umgewandelt. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
D. Optionsschuldverschreibung
Die HPI AG hat im September 2013 eine Optionsschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 1.200 begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts vollständig platziert. Der Optionspreis beträgt EUR 1,70. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2016. Die Optionsschuldverschreibung ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet. Der Optionspreis wurde in 2016 auf EUR 1,10 geändert und die Anleihe mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2018 versehen. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
E. Unternehmensschuldverschreibung
Die HPI AG hat im Dezember 2014 eine Unternehmsschuld von bis zu TEUR 1.500 begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird jährlich mit 15 % verzinst, Laufzeitende ist der 30. November 2019. Die Anleihe wird im Rahmen einer Privatplatzierung zum Ausgabepreis in Höhe von 100 % Investoren zur Zeichnung angeboten. Eine Notierung der Anleihe an einer Wertpapierbörse ist nicht vorgesehen. Die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 100.000.
Von dem Gesamtnennbetrag mit TEUR 1.500 wurden in 2014 insgesamt TEUR 700 nominal gezeichnet.
F. Darlehensaufnahme
Die HPI AG hat im April 2014 ein Darlehen i.H.v. EUR 1,3 Mio mit einer Laufzeit von 3 Jahren aufgenommen.
G. Kontokorrentkredite
Die HPI AG verfügt zum Bilanzstichtag über folgende Kontokorrentlinien:
Commerzbank AG
Die Commerzbank AG hatte während des Geschäftsjahres 2013 einen Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 2.500 eingeräumt. Die Begünstigten hierbei sind die HPI AG mit TEUR 300 und die 3KV GmbH mit TEUR 2.200, wobei die HPI AG gesamtschuldnerisch haftet und die Tochtergesellschaften jeweils mit dem in Anspruch genommenen Betrag. Die Krediteinräumung war während des Geschäftsjahres unbefristet.
Postbank AG
Die Postbank AG bewilligte der HPI AG während des Geschäftsjahres 2013 einen Kontokorrentkredit über TEUR 500. Der Tochtergesellschaft 3KV GmbH stellte die Postbank AG ebenfalls eine Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 1.500 unter Mithaftung der HPI AG zur Verfügung. Beide Linien waren während des Geschäftsjahres unbefristet.
IV. Geschäftsentwicklung
Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt unbefriedigend und der HPI Konzern befindet sich daher in einem Sanierungsprozess (vgl. hierzu Prognosebericht Teil C. Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft). Ziel ist hierbei, neben der Schuldenkonsolidierung, die unrentablen Teile des Geschäftes in den Segmenten "IT & Electronics" sowie "Industrials" zu bereinigen und die vorhandenen rentablen Bereiche auszubauen.
V. Konzernstruktur
Gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur zum 31. Dezember 2014
| HPI AG | ||||
| M | M. Negel | VS | AG M | HRB 120160 |
| Geschäftsbereich HPI "IT & Electronics" | ||||
| 3KV GmbH | 100% HPI AG | |||
| M | F. Raudies | GF | AG M | HRB 182729 |
| Amaro IT GmbH | 100% 3KV GmbH | |||
| Oldenburg | F. Raudies | GF | AG Oldenburg | HRB 5626 |
| Software Solutions GmbH (iL) | 100% HPI AG | |||
| Feldkirchen | H. Heutink | Liquidator | AG M | HRB 167803 |
| VCE Virtual Chip Exchange Inc. (Quebec) | 49% HPI AG | |||
| Canada | M. Wood | P | ||
| VCE USA Inc. | 100% VCE Canada | |||
| US | M. Wood | P | ||
| VCE Europe GmbH | 100% VCE USA | |||
| M | M. Wood | GF | ||
| Geschäftsbereich HPI "Industrial & Renewables" | ||||
| HPI GmbH (heutige Procurement Unlimited GmbH, München) | 100% HPI AG | |||
| Liederbach | B. Schnitker | GF | AG FFM | HRB 42091 |
| HPI Sourcing Management GmbH | 100% HPI GmbH | |||
| Liederbach | B. Schnitker | GF | AG FFM | HRB 78410 |
| HPI BPM GmbH | 100% HPI GmbH | |||
| Liederbach | B. Schnitker | GF | AG FFM | HRB 82120 |
| HPI Procurement Services GmbH & Co. KG (vormals HPI Logistic GmbH & Co. KG) | 100% HPI GmbH | |||
| Liederbach | HPI BPM GmbH | GF | AG FFM | HRA 43404 |
| HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH | 100% HPI GmbH | |||
| Liederbach | B. Schnitker | GF | AG FFM | HRB 78408 |
| HPI Polen Sp.Z. o.o. | 51% HPI GmbH | |||
| PL | D. Skoracki | GF | ||
| Eubicon GmbH | 75,2% HPI GmbH | |||
| Liederbach | G. Sauerland | GF | AG FFM | HRB 99803 |
| MRL GmbH | 50,02% HPI AG | |||
| Ratingen | F. Probst | GF | AG DUS | HRB 47827 |
| REW Technology AG | 80,1% HPI AG | |||
| Dortmund | F. Gralla | VS | AG DORT | HRB 24990 |
| REW Solartechnik GmbH | 100% REW AG | |||
| Dortmund | F. Gralla | GF | AG DORT | HRB 20737 |
| REW Elektrotechnik GmbH | 50% REW AG | |||
| Dortmund | F. Gralla | GF | AG DORT | HRB 19864 |
VI. Änderung in Vorstand und Aufsichtsrat
Herr Falk Raudies ist zum 24. Juli 2014 aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Herr Michael Negel ist seitdem Alleinvorstand.
Der Aufsichtsrat hat sich in 2014 wie folgt zusammengesetzt:
| Boris Dürr | 01.01.2014 - 31.12.2014 Aufsichtsrats-Vorsitzender |
| Günter Seefelder | 01.01.2014 - 15.01.2014 stv. Aufsichtsrats-Vorsitzender |
| Markus Bodenmeier 15.01.2014 - 31.12.2014 stv. Aufsichtsrats-Vorsitzender | |
| Jürgen Rödig | 01.01.2014 - 07.04.2014 weiteres Mitglied |
| Stefan Fleissner | 06.05.2014 - 24.10.2014 weiteres Mitglied |
VII. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen, lediglich Tochtergesellschaften.
VIII. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
A. Konzern-Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 29.058 leicht erhöht (Vorjahr: TEUR 28.448).
Die Vermögenswerte setzen sich aus langfristigen Vermögenswerten zusammen, im Wesentlichen aus Firmenwerten mit unverändert TEUR 3.387, Sachanlagen in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 994) und anderen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 513). Insgesamt verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte auf TEUR 4.795. Bezogen auf die Segmente reduzierten sich im Segment IT & Electronics die langfristigen Vermögenswerte um TEUR 559 und im Segment Industrial & Renewable um TEUR 532.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich per Ende 2014 auf TEUR 24.263 (Vorjahr: TEUR 22.488). Grund hierfür sind im Wesentlichen die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 9.335 (+TEUR 4.712) und der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf TEUR 3.034 (+TEUR 491). Gegenläufig entwickelten sich die Vorräte mit TEUR 7.979 (‑TEUR 1.011) sowie die kurzfristigen Vermögenswerte aus Forderungen und Vermögenswerte mit TEUR 3.525 (-TEUR 2.076).
Das Konzerneigenkapital beläuft sich zum Stichtag -TEUR 17.706 (Vorjahr: -TEUR 9.346). Die Verminderung des Konzerneigenkapitals ist durch den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 7.692 begründet. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag 2014 unverändert negativ.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich auf TEUR 10.995 (Vorjahr: TEUR 10.640) erhöht: Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zeichnung der von der HPI AG ausgegebenen Anleihen. Die weiteren langfristigen Schulden setzen sich zusammen aus latenten Steuern von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 156) sowie Rückstellungen für Pensionen mit TEUR 4.610 (Vorjahr: TEUR 4.111).
Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden auf TEUR 31.099 (Vorjahr: TEUR 22.887) resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 13.418 (Vorjahr: TEUR 6.629). Daneben haben sich auch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um TEUR 713 auf TEUR 5.360 sowie die kurzfristigen Rückstellungen um TEUR 1.227 auf TEUR 6.337 erhöht.
Im Segment Industrial & Renewables bestehen ebenfalls höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.604 (Vorjahr TEUR 2.154), die anderen Verbindlichkeiten haben sich dagegen erheblich reduziert auf TEUR 120 (Vorjahr TEUR 3.017).
B. Konzern-Finanzlage
Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR ‑334 (Vorjahr: TEUR -1.805) ausgewiesen. Die Verbesserung zum Vorjahr resultiert aus unterschiedlichsten Effekten.
Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR 37 (Vorjahr Mittelabfluss von TEUR 870).
Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 945 (Vorjahr: TEUR 1.753) resultiert insbesondere aus der geringeren Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und Anleihen von netto TEUR 945 (Vorjahr netto TEUR 1.753).
Der Finanzmittelbestand erhöhte sich auf TEUR 3.034 (Vorjahr TEUR 2.543).
C. Konzern-Ertragslage
Für das Geschäftsjahr 2014 ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 7.692 (Vorjahr -TEUR 16.707).
Im Geschäftsjahr 2014 gingen die konsolidierten Umsatzerlöse geschäftsbedingt von TEUR 112.882 um TEUR 17.187 bzw. 15,2 % auf TEUR 95.695 zurück. Der Materialaufwand hat sich unterproportional zum Umsatz von TEUR 94.820 auf TEUR 82.715 (-TEUR 12.105 bzw. ‑12,8 %) vermindert. Bezogen auf die Segmente reduzierten sich die Umsatzerlöse im Segment "IT & Electronics" um TEUR 13.666 auf TEUR 70.180, im Segment "Renewable & Industries" um TEUR 6.438 auf TEUR 26.394, dies im Wesentlichen bedingt durch die Entkonsolidierung der REW AG zum 1. Januar 2014. Bereinigt um Konsolidierungseffekte zwischen den Segmenten sank der Konzernumsatz um TEUR 17.187. Der Materialaufwand reduzierte sich im Segment IT & Electronics bedingt durch eine außerordentliche Lagerwertkorrektur in Höhe von TEUR 400 nicht im selben Verhältnis wie die Umsatzerlöse, so dass die Rohmarge in diesem Segment um 2,1 % auf 8,4 % gesunken ist.
Der Materialaufwand reduzierte sich im Segment Industrial & Renewables leicht unterproportional zum Umsatzrückgang.
Der Rohertrag des Konzerns reduzierte sich auf TEUR 12.980 (Vorjahr: TEUR 18.270), wobei die Rohertragsmarge den Geschäftsmodellen der in 2014 konsolidierten Unternehmen entspricht. Die zum 1. Januar 2014 entkonsolidierte REW AG ist für den Konzern absolut und relativ unwesentlich.
Die operativen Kosten reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 27.375 auf TEUR 18.771 und beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum-, IT-, Marketing-, Verwaltungs- sowie Beratungskosten. Sowohl die Aufwendungen für Personal und Abschreibungen, als auch die sonstigen Aufwendungen reduzierten sich in beiden Segmenten.
Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) belief sich für das Jahr 2014 auf ‑TEUR 4.493 (Vorjahr: -TEUR 2.419). Die Abschreibungen verminderten sich auf TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 1.026). Das Ergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich für das Jahr 2014 auf ‑TEUR 4.958 (Vorjahr: -TEUR 13.648). Das Finanzergebnis verminderte sich auf -TEUR 2.194 (Vorjahr: -TEUR 2.633) - ursächlich war vor allem der Wegfall von Zinsen auf Earnout-Beträge aus Anteilserwerben (-TEUR 391) gegenläufig waren niedrigere Zinserträge (-TEUR 414).
Bezogen auf die Segmente hat die Tatsache, dass die Kostenstruktur nicht 1:1 an den Umsatzrückgang angepasst werden konnte, in beiden Segmenten das jeweilige EBIT belastet.
Aufgrund des dargestellten Geschäftsverlaufs schließt die HPI AG das Geschäftsjahr 2014 mit einem Verlust in Höhe von TEUR 7.692 ab. Hierbei entfielen auf das Segment "IT & Electronics" ein Verlust von TEUR 4.813 und ein Verlust von TEUR 862 auf das Segment "Industrial & Renewables".
D. Geschäftsrisiken
Der HPI Konzern ist mit seinen Aktivitäten auf dem Markt von IT-Netzwerken, Storage und C-Teilen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf ergeben. Unserer Risikopolitik entsprechend nutzen wir Geschäftsgelegenheiten, die sich im Rahmen unserer Geschäftsstrategie bieten, gehen aber nur kalkulierbare unternehmerische Risiken ein. Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt für Preise, Dienstleistungsqualität, Service und Finanzierungskonditionen. Dabei muss sich der HPI Konzern einem starken Preisdruck stellen. Zudem besteht die Gefahr von Markt- und Wachstumseinbrüchen, insbesondere in dem von erheblichen Schwankungen geprägten Halbleitergeschäft. Einer teilweisen Minimierung dieses Risikos wird durch den vermehrten Abschluss von Rahmenverträgen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr entgegengewirkt. Daneben sind Aufträge grundsätzlich nicht stornierbar und es gibt eine Abnahmeverpflichtung für die Kunden. Durch die 3KV GmbH liegt ein erhebliches Geschäftsvolumen im Bereich Server- und Storage sowie über Mannesmannröhren Logistic GmbH bei industriellen Ge- und Verbrauchsartikeln. Mehr als zwei Drittel aller Forderungen der HPI-Gesellschaften sind kreditversichert.
E. Operative Risiken
Zu den operativen Risiken unseres internationalen Geschäfts gehören unerwartete Qualitätsprobleme und logistische Schwierigkeiten. Daraus können erhebliche Mehrkosten oder Vertragsstrafen resultieren.
F. Lieferantenrisiken
3KV GmbH und Mannesmannröhren Logistic GmbH beziehen die Produkte zum Großteil von deren Herstellern mit entsprechenden Herstellergarantien, respektive von offiziellen Distributoren der Hersteller.
G. Personalrisiken
In Deutschland herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dies betrifft insbesondere Vertriebsmitarbeiter mit branchenspezifischem Hintergrund und nachweislichen Verkaufserfolgen. Unser künftiger Erfolg hängt auch davon ab, dass wir weiterhin qualifizierte Fach- und Führungskräfte einstellen, integrieren und dauerhaft an das Unternehmen binden. Wir fördern deshalb unsere Mitarbeiter gezielt durch regelmäßige Schulungen und bieten ein in hohem Maße erfolgsabhängiges und attraktives Vergütungsmodell. Außerdem bilden wir Nachwuchs als Auszubildende in kaufmännischen Berufen aus.
H. Kreditrisiken
Da wir Kunden in unterschiedlichen geographischen Regionen, verschiedenen Größenklassen und aus mehreren Industrien bedienen und in der Regel Zahlungsziele gewähren, sind wir Kreditrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung dieser Kreditrisiken wird die Kreditwürdigkeit der Kunden unter Einbeziehung unseres Factoring -Dienstleisters geprüft und bei zu hohen Risiken nur gegen Vorauskasse geliefert. Im Segment "IT & Electronics" werden regelmäßig Forderungen im Rahmen von bestehenden Factoring-Verträgen verkauft. Mit dieser Maßnahme geht das Delkredererisiko für die verkauften Forderungen auf den Factoringgeber über. Zusätzlich achten wir auf ein diversifiziertes Kundenportfolio. Die Mannesmannröhren Logistic GmbH aus dem Segment "Industrial & Renewables" beliefert nur Kunden mit besten Bonitäten und factored deswegen nicht.
I. Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken
Da ein Teil der Umsätze mit Kunden in Nicht-Euro-Währungen generiert wird, vorwiegend auf US-Dollar-Basis, entstehen Fremdwährungsrisiken. Mit dem Ankauf von Forderungen in Nicht-Euro-Währungen übernimmt die Factoringgesellschaft auch das Währungsrisiko. In der Regel kaufen und verkaufen wir Waren und Dienstleistungen in derselben Währung und reduzieren dadurch unser Risiko.
Die Gesellschaft verwendet in geringem Umfang Finanzinstrumente um Risiken, insbesondere Wechselkursrisiken, abzusichern.
Für eine HPI-Anleihe in Höhe von TEUR 2.000 besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Für weitere Informationen zur Entwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht.
Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften in den Jahren 2013 bis 2017 war der Vorstand gezwungen, intensive Verhandlungen mit Darlehensgebern und Anleihegläubigern zu führen und fällige Zins- und Tilgungsleistungen zu verlängern oder Anleihen in Eigenkapital umzuwandeln. Hierzu wird auch auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
Aufgrund des negativen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2013 wurden die Covenants der Inhaberschuldverschreibung (EUR 2,0 Mio. 7,125 %, Laufzeit 2012-2015) wiederholt nicht eingehalten. Vertragsgemäß bestand daher ein sofortiges Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Die Anleihe wurde jedoch in 2017 in Eigenkapital umgewandelt.
Der HPI-Konzern überwacht seine Liquidität ständig und intensiv. Seit Anfang 2018 sind alle Anleihen und Darlehen gewandelt oder bis mindestens Ende 2019 verlängert, so dass der HPI-Konzern eine gesicherte Liquiditätssituation vorweisen kann und auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.
J. Zusätzliche Risiken
Wir schützen den HPI Konzern mit angemessenen Versicherungen gegen Auswirkungen von Haftungs- oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche, wettbewerbs- und börsenrechtliche Regelungen können ebenso Unternehmensrisiken beinhalten. Die HPI AG und ihre Tochter- sowie Beteiligungsgesellschaften lassen sich deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten.
K. Konzerninternes Steuerungssystem und Risikomanagementsystem
Wesentlich für das konzerninterne Steuerungssystem sind neben dem in regelmäßigen Abständen erhobenen Auftragsbestand die monatliche Berechnung von Rohertragsmargen und zugehörigen EBITDA´s. Dabei werden die tatsächlichen Ergebnisse mit den budgetierten Werten verglichen und auch die wesentlichen Bilanzpositionen wie liquide Mittel, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten überprüft. Bei Abweichungen von den geplanten Ergebnissen und Werten werden unmittelbar entsprechende Korrekturen beschlossen und umgesetzt.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und existenzgefährdende Risiken zu vermeiden. Das bestehende Risikomanagementsystem einschließlich der zugehörigen Prozesse wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die wesentlichen Risiken werden in den täglichen Arbeitsprozessen und im Austausch des operativ tätigen Managements regelmäßig gesteuert und bewertet. Der Aufsichtsrat wird im Rahmen der regulären Berichterstattung durch den Vorstand informiert.
IX. Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung
Die wesentlichen Chancen unserer Gesellschaft liegen im organischen Wachstum und im Wachstum durch Akquisition.
A. Organische Wachstumschancen
a) IT Netzwerkprodukte und Storage
Die 3KV GmbH, ein Tochterunternehmen der HPI-Gruppe, hat zum 1. Juni 2012 mit KEMP Technologies ein umfassendes Distributionsabkommen für die Region Deutschland/ Österreich/ Schweiz geschlossen.
KEMP Technologies bietet als weltweit operierendes Unternehmen einfach zu implementierende, wirtschaftliche Load-Balancer- und Application-Delivery-Lösungen an. Der Distributionsvertrag mit der Enterasys Networks, Inc. wurde nach der Übernahme von Enterasys Networks, Inc. durch Extreme Networks 2014 neu ausgeschrieben. Die 3KV GmbH bewarb sich gegen 7 Konkurrenten und bekam den Zuschlag. Dieser Vertrag zusammen mit dem für KEMP Technologies, ist die Basis für den weiteren Ausbau des strategischen Geschäftes.
b) Outsourcing-Trends der Großindustrie im Bereich Einkauf und Logistik
Die Großindustrie in Deutschland beschäftigt sich mit dem Auslagern von Einkaufsbereichen, speziell auf dem Gebiet der indirekten Güter, die nicht strategisch sind und nicht in das Endprodukt einfließen.
Die sogenannten Ge- und Verbrauchsartikel werden gerne von der Industrie ausgelagert, wenn sich eine Einsparung der Einkaufs- und Prozesskosten ergibt. Der HPI Konzern bietet hierfür Möglichkeiten sowohl im Bereich der Prozesse, der Logistik als auch im Einkauf, Kosten zu sparen, Lieferanten zu reduzieren, Logistikflächen frei zu machen und Einkaufsfachpersonal für strategische Aufgaben zu entlasten. Durch die Geschäftsfelder der HPI GmbH und der MRL GmbH verfügt die HPI AG über die Möglichkeit, Lösungen für gesamte Versorgungsketten anbieten zu können. Hierbei ist der HPI Konzern führend und hat im letzten Jahr zwei große Kunden aus der Petrochemie und Energieversorgung gewonnen. Dies bestätigt den Ansatz und bekräftigt HPI AG, diesen Weg weiter fortzusetzen.
B. Wachstum durch Akquisition
Hier sind Unternehmen von Interesse, die unsere Aktivitäten im Bereich Netzwerkinfrastruktur sinnvoll verstärken, ergänzen oder darüber hinaus erweitern. Wir suchen hierzu insbesondere im Bereich Cloud Computing.
C. Prognosebericht
A. Prognose: "IT & Electronics"
Im Bereich IT erzielte die 3KV in 2015 Umsätze in Höhe von Mio. EUR 49,6 (Vorjahr Mio. EUR 63,6). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf Mio. EUR -1,1. Der Umsatzrückgang und das negative Ergebnis resultieren ausschließlich aus dem taktischen Geschäft, in welchem lediglich Verfügbarkeit und Preis die relevanten Wettbewerbsfaktoren sind. Dieser Geschäftsbereich ist gekennzeichnet durch hohen Konkurrenzdruck sowie Preis- und Margenverfall und erfuhr in 2015 einen unerwartet starken Umsatzrückgang, auf den nur verzögert mit entsprechenden Kostensenkungen reagiert werden konnte. Wir werden diesen Geschäftsbereich weiter gezielt auf ein rentables Basisgeschäft reduzieren.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's für das Segment "IT & Electronics aus":
| Konzernumsatz | EBITDA | |
|---|---|---|
| 2015 | EUR 50 Mio. | EUR -0,7 Mio. |
| 2016 | EUR 33 Mio. | EUR -0,5 Mio. |
| 2017 | EUR 32 Mio. | EUR 0,0 Mio. |
| 2018 | EUR 41 Mio. | EUR 0,6 Mio. |
Die Konzentration gilt dem strategischen Geschäft. Hier werden auf Basis von Distributionsverträgen herstellerübergreifende Projekte zusammen mit den Herstellern und Systemhäusern konzipiert und umgesetzt. Ziel ist es, den Umsatzanteil mit strategischen Kunden und Herstellern in den nächsten Jahren signifikant zu steigern.
B. Prognose: "Industrial & Renewables"
Die MRL erzielte 2015 Umsätze in Höhe von EUR 18,3 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. TEUR -2.391. Die Nachfrageschwäche der Kunden aus der Stahlindustrie, setzte sich weiter fort. Die Gesellschaft meldete in 2016 Insolvenz an.
Der Umsatz der HPI GmbH Gruppe belief sich 2015 auf rd. EUR 3,3 Mio. bei einem Vorsteuerergebnis in Höhe von TEUR -147. Die Gesellschaft bleibt mit hohen Aufwendungen für Pensionen belastet. Für 2016 wird ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's für das "Industrial & Renewables aus":
| Konzernumsatz | EBITDA | |
|---|---|---|
| 2015 | EUR 22 Mio. | EUR 1,2 Mio. |
| 2016 | EUR 17 Mio. | EUR 3,0 Mio. |
| 2017 | EUR 3 Mio. | EUR 0,1 Mio. |
| 2018 | EUR 4 Mio. | EUR 0,3 Mio. |
Die Geschäftsentwicklung der REW war auch in 2014 durch den gravierenden Nachfragerückgang im Bereich der Solarelemente aufgrund des weiteren Rückgangs der staatlichen Subventionen und der Einführung von Strafzöllen durch die EU sehr stark beeinträchtigt. In der Folge hat die Gesellschaft die REW an die ursprünglichen Veräußerer im Februar 2015 zurückverkauft.
C. Gesamtprognose für die zukünftige Entwicklung
Der HPI-Konzern befindet sich derzeit in einem Sanierungsprozess. Als Holdinggesellschaft verfügt die Muttergesellschaft als wesentliche Einnahmequelle lediglich über Dividenden der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften. Wesentliche Tochtergesellschaften und Beteiligungen haben jedoch aus unterschiedlichen Gründen in den Jahren 2012 bis 2017 so geringe Erträge erzielt, dass die Konzernbilanzen für die Geschäftsjahre 2012 bis 2017 einen Jahresfehlbetrag ausgewiesen haben bzw. voraussichtlich einen Jahresfehlbetrag ausweisen werden. Die HPI AG erhielt dadurch in drei aufeinander folgenden Jahren keine hinreichende Liquiditätsausstattung von den Beteiligungs- und Tochtergesellschaften. Da es sich bei der HPI AG um eine Holdinggesellschaft ohne eigene operative Tätigkeit handelt, wurde die Liquidität der HPI AG durch diese drei Jahre ohne hinreichende Liquiditätsausstattung seitens der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften stark belastet.
Die Muttergesellschaft hat zudem in den vergangenen Jahren in größerem Umfang Fremdkapital aufgenommen. Im Zusammenspiel mit den fehlenden Zuflüssen aus den Beteiligungs- und Tochtergesellschaften besteht ein Missverhältnis zwischen den Fremdkapitalkosten und den laufenden Zuflüssen auf Ebene der Muttergesellschaft. Seit Ende 2014 konnten Zinszahlungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht geleistet werden, so dass eine Stundung der Zinsen seitens der Gläubiger erforderlich war. Auch in Zukunft ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass die HPI AG Zins- und Tilgungszahlungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht bzw. nicht vollumfänglich bedienen können wird.
Zur Stabilisierung der Gesellschaft sowie zur mittelfristigen Wiedererlangung der Profitabilität im Hinblick auf das operative Ergebnis der Muttergesellschaft hat die Gesellschaft ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Ziel dieses Restrukturierungsprogrammes ist, dass die Erträge der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften gesteigert und gleichzeitig die Kosten innerhalb des HPI-Konzerns weiter gesenkt werden.
Neben der operativen Restrukturierung sind aber zur Überwindung der aktuellen Krisensituation auch eine Verbesserung der Liquiditätslage sowie eine Anpassung der Finanzierungssituation der Gesellschaft notwendig. Hierzu hat die HPI AG seit der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar 2015 die Verhandlungen mit ihren wesentlichen Gläubigern fortgeführt, die voraussichtlich zu einer erheblichen Entlastung für die HPI AG sowohl auf Ebene der Liquiditäts- als auch auf Ebene der Vermögenslage führen werden. Parallel dazu benötigt die HPI AG aber sowohl zusätzliche Liquidität als auch eine Stärkung des Eigenkapitals.
Ein Teil des geplanten Eigenkapital- und Liquiditätszuflusses wurde durch eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital 2011/I in Höhe von EUR 725.000,00 gedeckt, die im August 2015 vollständig von Carlson Ventures International Ltd. übernommen und eingezahlt wurde. Hiermit wurde das Grundkapital von EUR 7.359.586,00 um EUR 725.000,00 auf EUR 8.084.586,00 erhöht. Eine weitere Kapitalerhöhung um EUR 425.000,00 wurde ebenfalls von Carlson Ventures International Ltd. übernommen und eingezahlt. Das Grundkapital beträgt zu Beginn des Jahres 2018 EUR 8.509.586,00. Die finanzielle Situation hat sich durch die Wandlungen und Verlängerungen der Fälligkeiten von Darlehen und Anleihen zu Beginn des Jahres 2018 stabilisiert.
Der HPI-Konzern hat sich des Weiteren mit seinen wichtigsten Finanzgläubigern auf Sanierungsbeiträge in Gestalt von Teilforderungsverzichten bzw. der Wandlung von Forderungen in Aktien oder in eigenkapitalähnliche Instrumente verständigt.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's aus:
| Konzernumsatz | EBITDA | Konzernergebnis | |
|---|---|---|---|
| 2015 | EUR 71 Mio. | EUR 1,7 Mio. | EUR 0,3 Mio. |
| 2016 | EUR 50 Mio. | EUR 1,9 Mio. | EUR 1,6 Mio. |
| 2017 | EUR 35 Mio. | EUR -0,6 Mio. | EUR -1,5 Mio. |
| 2018 | EUR 45 Mio. | EUR 0,7 Mio. | EUR 0,0 Mio. |
D. Positionierung der HPI AG an der Börse
Die HPI AG ist seit dem 4. Quartal 2014 nur noch im m:access der Bayerischen Börse in München gelistet.
E. Nachtragsbericht
1. Finanzierung
a) Kapitalerhöhungen
Die HPI AG hat im Nachtragszeitraum zwei Barkapitalerhöhungen durchgeführt. Im September 2015 wurde das gezeichnete Kapital um TEUR 725 erhöht und im April 2016 um weitere TEUR 425. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt danach EUR 8.509.586, eingeteilt in 8.509.586 Stückaktien.
b) Änderungen von Anleihebedingungen
Im Rahmen der Bilanzsanierung wurden bei mehreren Anleihen die Anleihebedingungen geändert:
- 9 %-Unternehmensschuldverschreibung (WKN A1MA90) über EUR 6.256.000 Senkung des Zinssatzes auf 3,5 %, Versehung mit Wandlungsrecht, Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet ("keine Endfälligkeit").
- 4,5 %-Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) über EUR 750.000, Teilverzicht, dafür Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5 %, Verlängerung der Laufzeit bis 31. Dezember 2019.
- 7,125 %-Unternehmensanleihe (WKN A2BPFN) über EUR 2.000.000, Versehung mit Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie, Verlängerung der Laufzeit bis 01. Mai 2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt.
- 9 %-Optionsanleihe (WKN A1X3L7) über EUR 1.200.000, Verlängerung der Laufzeit bis 30. Juni 2018, Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt.
- 15 % Unternehmensschuldverschreibung über TEUR 700, Stundung der Zinszahlungen für Zinstermine 1. Dezember 2016 und 1. Dezember 2017 bis Ende 2018.
c) Wandlungen
Im Nachtragszeitraum wurden aus den unter c) genannten Anleihen insgesamt Wandlungs- bzw. Optionsrechte für 3.017.091 Aktien ausgeübt. Dabei sind die 7,125 % Unternehmensanleihe sowie die 9 % Optionsanleihe vollständig gewandelt bzw. ausgeübt worden.
d) Aktionärsstruktur
Im Nachtragszeitraum hat sich die Aktionärsstruktur aufgrund der unter E.1.b) sowie E.1.e) geschilderten Kapitalmaßnahmen verändert. Die Kapitalerhöhungen wurden beide von Carlson Ventures International Ltd. gezeichnet.
e) Teilverzichte von Gläubigern
Im Nachtragszeitraum haben Gläubiger von Anleihen, Darlehen und Krediten im Rahmen der Bilanzsanierung auf insgesamt TEUR 1.396 verzichtet. Die bis dahin bestehenden Kreditlinien der HPI AG bei Banken wurden im Rahmen dieser Restrukturierungsmaßnahmen abgelöst.
f) Finanzielle Situation seit Anfang 2018
Seit Anfang 2018 geht der Vorstand der HPI AG davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können. Mittelfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft jedoch nur gesichert, wenn es ihr gelingt, operativ profitable Geschäftseinheiten zu erwerben oder die bestehenden Einheiten in ihrer Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Für den Erwerb neuer Geschäftseinheiten sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig.
2. Sonstiges
a) Sanierung
Die HPI AG befindet sich im Nachtragszeitraum in einer Sanierungsphase. Die ausführlichen Erläuterungen sind im vorstehenden Prognosebericht erfolgt, auf die an dieser Stelle zur Vermeidung von Doppelungen verwiesen wird.
b) Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
Im Nachtragszeitraum ergaben sich folgende Änderungen in der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat:
20.01.2015 Axel Hamann wird vom 20. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 zum Vorstand bestellt
26.02.2015 Günter Seefelder scheidet aus dem Aufsichtsrat aus
26.02.2015 Artur Piotr Jedrzejewski wird zum Aufsichtsrat gewählt
30.06.2015 Michael Negel scheidet als Vorstand aus
18.07.2016 Carlo Thewes wird in den Vorstand bestellt
10.07.2017 David Nicholas Vincent wird als Vorstand bestellt
31.01.2018 Carlo Thewes scheidet als Vorstand aus.
c) Insolvenzanmeldung MRL GmbH
Die MRL GmbH, eine 50,02%ige Tochtergesellschaft der HPI AG hat im November 2016 Insolvenz angemeldet. Es besteht der Verdacht, dass die MRL ggü. ihren beiden wesentlichen Großkunden über Jahre nicht vertragskonform abgerechnet hatte
d) Beendigung der Notierung im m:access, weiterhin Notierung im Freiverkehr
Die Notierung im m:access wird mit Ablauf des 30. Dezember 2016 beendet. Die Einbeziehung im Freiverkehr bleibt unberührt.
München, 1. August 2018
HPI AG
Der Vorstand
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagevermögen | (11) | 626 | 994 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (12) | 3.387 | 3.387 |
| Andere immaterielle Vermögensgegenstände | (13) | 278 | 513 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (14) | 160 | 347 |
| Sonstige Vermögenswerte | (15) | 284 | 411 |
| Latente Steuern | (16) | 60 | 308 |
| 4.795 | 5.960 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (17) | 7.979 | 8.990 |
| Geleistete Anzahlungen | (17) | 0 | 3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 9.335 | 4.623 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | (19) | 3.525 | 5.601 |
| Ertragsteuerforderungen | (20) | 390 | 728 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (21) | 3.034 | 2.543 |
| 24.263 | 22.488 | ||
| Bilanzsumme | 29.058 | 28.448 | |
| PASSIVA | |||
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
||
| Eigenkapital | (22) | ||
| Gezeichnetes Kapital HPI AG | 7.360 | 7.250 | |
| Kapitalrücklage HPI AG | 1.627 | 1.587 | |
| Gewinnrücklagen | -25.436 | -17.778 | |
| Eigenkapital der Eigentümer der HPI AG | -16.449 | -8.941 | |
| Nicht beherrschte Anteile | (23) | -1.257 | -405 |
| -17.706 | -9.346 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Finanzverbindlichkeiten | (24) | 10.995 | 10.640 |
| Latente Steuern | (16) | 60 | 156 |
| Rückstellungen | (25) | 4.610 | 4.111 |
| 15.665 | 14.907 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Finanzverbindlichkeiten | (24) | 5.360 | 4.647 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 13.418 | 6.629 |
| Andere Verbindlichkeiten | (26) | 5.668 | 6.351 |
| Rückstellungen | (27) | 6.337 | 5.110 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (28) | 316 | 150 |
| 31.099 | 22.887 | ||
| Bilanzsumme | 29.058 | 28.448 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 95.695 | 112.882 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 208 | |
| Materialaufwand | (3) | -82.715 | -94.820 |
| Rohertrag | 12.980 | 18.270 | |
| Sonstige Erträge | (2) | 1.298 | 6.686 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | (4) | -7.954 | -8.891 |
| Sonstige Aufwendungen | (5) | -10.817 | -18.484 |
| EBITDA | -4.493 | -2.419 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere | |||
| immaterielle Vermögenswerte | (6) | -465 | -1.026 |
| EBITA | -4.958 | -3.445 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | -10.203 | |
| EBIT | -4.958 | -13.648 | |
| Finanzierungsaufwand | (7) | -2.230 | -2.480 |
| Übriges Finanzergebnis | (8) | 36 | -153 |
| Finanzergebnis | -2.194 | -2.633 | |
| EBT | -7.152 | -16.281 | |
| Ertragsteueraufwand | (9) | -540 | -426 |
| Periodenergebnis | -7.692 | -16.707 | |
| davon Eigentümer HPI AG | -7.399 | -14.467 | |
| davon nicht beherrschte Anteile | -293 | -2.240 | |
| davon Gewinn nach Steuern der aufgegebenen Geschäftsbereiche | 0 | 0 | |
| Periodenergebnis | -7.692 | -16.707 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen | -440 | 10 | |
| - davon latente Steuern | 74 | -37 | |
| Zu Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -366 | -27 | |
| davon Eigentümer HPI AG | -262 | -65 | |
| davon nicht beherrschte Anteile | -104 | 38 | |
| Gesamtergebnis der Periode | -8.058 | -16.734 | |
| davon Eigentümer HPI AG | -7.661 | -14.532 | |
| davon nicht beherrschte Anteile | -397 | -2.202 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | (9) | -1,02 | -2,00 |
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile nicht beherrschende Anteile) | -7.692 | -16.707 |
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 465 | 11.831 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 1.501 | 4.597 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 1.924 | -3.862 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte | -103 | 532 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -5.060 | 1.004 |
| -/+ Zunahme / Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 1.003 | -1.288 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.693 | -1.482 |
| +/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -65 | 3.570 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -334 | -1.805 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 27 | 115 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -154 | -218 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -6 | -705 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 170 | 8 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -33 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 0 |
| +/- Konsolidierungskreisänderungsbedingte Anpassungen | 0 | -37 |
| \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 37 | -870 |
| + Einzahlungen aus Aktienausgabe | 0 | 0 |
| - Dividendenausschüttung an Fremdgesellschafter | 0 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und Anleihen | 1.044 | 5.496 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten und Anleihen | -99 | -3.743 |
| \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 945 | 1.753 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 648 | -922 |
| +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -157 | -68 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.543 | 3.533 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 3.034 | 2.543 |
| Cashflows aus erhaltenen Zinsen | 35 | 449 |
| Cashflows aus gezahlten Zinsen | -1.966 | -1.870 |
| Cashflows aus Ertragsteuern | 329 | -982 |
| Die Cashflows aus erhaltenen und gezahlten Zinsen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen | ||
| Die Cashflows aus Ertragsteuern sind ausschließlich der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen | ||
| Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen | ||
| - gezahltes Entgelt | 0 | 0 |
| - Betrag der erlangten Zahlungsmittel | 0 | 0 |
| Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen | ||
| - erhaltenes Entgelt | 160 | 100 |
| - Betrag der verlorenen Zahlungsmittel | -160 | -68 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2014
| Gewinnrücklagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital HPI AG TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Sonstige Gewinnrücklagen TEUR |
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2013 | 7.250 | 1.587 | -2.903 | -416 |
| Ausgabe von Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 73 | 0 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -14.467 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -65 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | -14.467 | -65 |
| Stand 31.12.2013 | 7.250 | 1.587 | -17.297 | -481 |
| Stand 1.1.2014 | 7.250 | 1.587 | -17.297 | -481 |
| Ausgabe von Anteilen | 110 | 40 | 0 | 0 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 3 | 0 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -7.399 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -262 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | -7.399 | -262 |
| Stand 31.12.2014 | 7.360 | 1.627 | -24.693 | -743 |
| Eigenkapital des MU gemäß Konzernbilanz TEUR |
Nicht beherrschende Anteile TEUR |
Konzerneigenkapital TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2013 | 5.518 | 1.915 | 7.433 |
| Ausgabe von Anteilen | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | -118 | -118 |
| Übrige Veränderungen | 73 | 0 | 73 |
| Periodenergebnis | -14.467 | -2.240 | -16.707 |
| Sonstiges Ergebnis | -65 | 38 | -27 |
| Gesamtergebnis der Periode | -14.532 | -2.202 | -16.734 |
| Stand 31.12.2013 | -8.941 | -405 | -9.346 |
| Stand 1.1.2014 | -8.941 | -405 | -9.346 |
| Ausgabe von Anteilen | 150 | 0 | 150 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | -455 | -455 |
| Übrige Veränderungen | 3 | 0 | 3 |
| Periodenergebnis | -7.399 | -293 | -7.692 |
| Sonstiges Ergebnis | -262 | -104 | -366 |
| Gesamtergebnis der Periode | -7.661 | -397 | -8.058 |
| Stand 31.12.2014 | -16.449 | -1.257 | -17.706 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014
1. Allgemeine Grundlagen
Die HPI AG übernimmt Einkauf, Lager- und Logistik, Prozess-, Kosten und Bestandsoptimierung für Industriekunden, Großhändler und Hersteller. Sie spezialisiert sich auf die Märkte und Branchen, in denen die Berater und Spezialisten des Unternehmens den Kunden einen deutlichen Mehrwert durch spezialisierte Marktkenntnisse und Beschaffungsquellen sowie Methodenkenntnisse bieten können.
a) Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der HPI AG, München, Deutschland mit Sitz in Fürstenrieder Straße 267, 81377 München, wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Paragraph 315a HGB wurde dabei berücksichtigt. Die Aufstellung erfolgte erstmals zum 1. Januar 2011. Die Auslegungen (IFRIC und SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden, durch die EU anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) wurden berücksichtigt. Die Umstellung der Rechnungslegung erfolgt gemäß den Regelungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards".
Neu anzuwendende Standards, Anpassungen und Interpretationen im Jahr 2014
Folgende, von IASB und IFRIC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Bilanzierungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2014 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen | Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Anwendung | Status des EU-Endorsement (Stand 31.12.2014) |
|---|---|---|---|
| IFRS 10 Konzernabschlüsse | 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) | Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen | 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) | Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) | Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsvorschriften | 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) | Retrospektiv, die Änderungen stellen bestimmte Übergangsvorschriften bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 klar. | Übernahme erfolgt |
| IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) | 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) | Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (2011) | 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) | Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 (2011) Investmentgesellschaften | 1.1.2014 | Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 39 Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung | 1.1.2014 | Grundsätzlich retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 1.1.2014 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 36 Angaben im Hinblick auf den erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.1.2014 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards ergeben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, für die in 2014 noch keine Anwendungspflicht besteht
Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die erst ab dem 1. Januar 2015 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Eine Anerkennung durch die EU steht teilweise noch aus:
| Neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen | Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Anwendung | Status des EU-Endorsement |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 Finanzinstrumente | 1.1.2018 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang | 1.1.2017 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 1.7.2014 (EU: 1.2.2015) | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010-2012 | 1.7.2014 (EU: 1.2.2015) | Größtenteils prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2011-2013 | 1.7.2014 (EU: 1.1.2015) | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten | 1.1.2016 | Prospektiv | Übernahme nicht vorgesehen |
| IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 (ursprunglich 1.1.2017) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit | 1.1.2016 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 16 und IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 1.1.2016 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 1.1.2016 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss | 1.1.2016 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | Auf unbestimmte Zeit verschoben | Prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012-2014 | 1.1.2016 | Teils retrospektiv, teils prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10,12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 1.1.2016 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 1 "Disclosure Initiative" | 1.1.2016 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRS 16 Leases | 1.1.2019 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 1.1.2017 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 7 "Disclosure Initiative" | 1.1.2017 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Klarstellungen an IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | 1.1.2018 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2014-2016 | 1.1.2017 bzw. | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| 1.1.2018 | |||
| Änderungen an IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | 1.1.2018 | Wahlweise retrospektiv oder prospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen | 1.1.2018 | Wahlweise retrospektiv oder prospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRS 17 Versicherungsverträge | 1.1.2021 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" gemeinsam mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" | 1.1.2018 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.1.2019 | Wahlweise retrospektiv oder prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IFRS 9 Kündigungsvereinbarungen mit negativer Ausgleichsleistung | 1.1.2019 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015-2017 | 1.1.2019 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRIC 23 Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung | 1.1.2019 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme noch nicht erfolgt |
Die Standards wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet; auch sind - mit Ausnahme des IFRS 9, IFRS 15 sowie des IFRS 16 - keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erkennbar. Die Auswirkungen der Änderungen des IFRS 9, IFRS 15 sowie des IFRS 16 werden derzeit geprüft.
Der vorliegende Konzernabschluss berichtet über das Geschäftsjahr 2014 und das Vorjahr 2013. Die Gesellschaft hat erstmals in 2012 einen Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt. Der Übergangsstichtag von HGB auf IFRS war der 01. Januar 2011.
Dem Konzernabschluss liegen grundsätzlich dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 und die Jahre 2011 bis 2014 zugrunde.
Trotz bilanzieller Überschuldung hat die Gesellschaft ihren Konzernabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Der HPI-Konzern überwacht seine Finanzmittelbestände täglich und war im Jahr 2014 immer in der Lage, alle fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. In den Jahren 2014 bis 2017 erfolgte eine Sanierung u.a. durch Umstrukturierung der aufgenommenen Verbindlichkeiten und Zuführung von Eigenkapital durch Ausgabe neuer Aktien sowie die Verlängerung von Darlehen und Anleihen bis mindestens Ende 2019. Anfang 2018 geht der Vorstand davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können. Mittelfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft jedoch nur gesichert, wenn es ihr gelingt, operativ profitable Geschäftseinheiten zu erwerben oder die bestehenden Einheiten in ihrer Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Für den Erwerb neuer Geschäftseinheiten sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig.
Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Der Konzernabschluss wurde in tausend EUR (TEUR) aufgestellt, Euro stellt dabei die funktionale Währung des Konzerns dar. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in TEUR angegeben. Dabei wurden entsprechende Rundungen vorgenommen.
Der Vorstand der HPI AG hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 1. August 2018 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
Zur besseren Übersicht wurden in der Bilanz sowie in der Gesamtergebnisrechnung verschiedene Positionen zusammengefasst. Diese werden im Anhang ausführlich dargestellt.
Die Bilanz wurde entsprechend IAS 1 in lang- und kurzfristige Positionen gegliedert.
Die Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
b) Konsolidierungskreis
Konzernobergesellschaft ist die in das Handelsregister München unter HRB 120 160 eingetragene HPI AG, München, mit einem Gezeichneten Kapital von EUR 7.359.586. Beim elektronischen Bundesanzeiger werden der zum 31. Dezember 2014 gemäß IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingereicht. Neben der HPI AG wurden folgende in- und ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
| Gezeichnetes Kapital in Landeswährung | Anteil am Kapital in % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 3KV GmbH, München (vormals Krailling) (3KV) | |||||
| EUR | 750.000 | 100,00 | 100,00 | 01.11.2010 | |
| software solutions GmbH i. L., Feldkirchen | EUR | 25.000 | 100,00 | 100,00 | 01.01.2010 |
| HPI GmbH, Sulzbach | EUR | 511.292 | 100,00 | 100,00 | 01.06.2010 |
| Mannesmannröhren Logistic GmbH, | EUR | 512.500 | 50,02 | 50,02 | 01.02.2011 |
| Ratingen (MRL) | |||||
| HPI Procurement Services GmbH & Co. KG, Sulzbach | EUR | 1.000 | 100,00 | 100,00 | 01.06.2010 |
| HPI Sourcing Management GmbH, Sulzbach | EUR | 25.000 | 100,00 | 100,00 | 01.06.2010 |
| HPI Business Process Management GmbH, Sulzbach | EUR | 25.000 | 100,00 | 100,00 | 01.06.2010 |
| HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH, Sulzbach | EUR | 25.000 | 100,00 | 100,00 | 01.06.2010 |
| Eubicon GmbH, Nürnberg | EUR | 25.000 | 75,20 | 75,20 | 01.06.2010 |
| HPI Polen Sp. Z.o.o., Ladna, Polen | PLN | 50.000 | 51,00 | 51,00 | 01.06.2010 |
Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Ergebnis und Vermögen unwesentlich.
Veränderung im Konsolidierungskreis
Zum 01.Januar 2014 wurde die REW Technology AG entkonsolidiert, da sämtliche Anteile an der REW Technology AG (80,10%) veräußert wurden.
Aus der Entkonsolidierung entstand ein Entkonsolidierungsverlust von TEUR 2.128, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist:
| a. Erhaltene Gegenleistung | |
| Erhaltene Gegenleistung in Form einer Forderung gegen den Käufer | 160 |
| b. Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente | 160 |
| Forderungen, sonstige Vermögenswerte und ARAP | 2.137 |
| Vorräte | 1.114 |
| Anlagevermögen | 320 |
| Schulden und Rückstellungen | -1.443 |
| Abgang Minderheitenanteile am Eigenkapital | -455 |
| Veräußertes Nettovermögen | 1.833 |
| Veräußerungsverlust | -1.673 |
Im Jahr 2013 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von TEUR 5.855.
c) Konsolidierungsgrundsätze
Für sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014.
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der HPI AG und der einbezogenen Tochterunternehmen.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode ("acquisition method") gemäß IFRS 3 durchgeführt. Dazu werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung die Bilanzansätze der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens überprüft und unter bestimmten Voraussetzungen neu bilanziert bzw. auf ihren beizulegenden Zeitwert umbewertet. Die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie Eventualschulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert der für die Anteile entrichteten Gegenleistung verrechnet.
Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
• die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben),
• eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und
• die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dargestellt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.
Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und wenn der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen besitzt, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:
• Vertragliche Vereinbarungen mit den anderen Stimmberechtigten,
• Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren,
• Stimmrechte und potentielle Stimmrechte des Konzerns.
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht.
Bedingte Kaufpreiszahlungen werden mit dem erwarteten Betrag (beizulegenden Zeitwert) zum Erwerbszeitpunkt passiviert. Nachträgliche Anpassungen von bedingten Kaufpreiszahlungen werden erfolgswirksam behandelt. Die im Rahmen des Erwerbs angefallenen Nebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen Eigenkapital wird einer oder mehreren Berichtseinheiten ("Cash Generating Units") zugeordnet und als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Berichtseinheit einschließlich des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes wird mindestens einmal jährlich auf ihren Wert überprüft und im Falle einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.
Gemäß IFRS 1 wurden die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung nach HGB für Tochterunternehmen vor der erstmaligen Anwendung der IFRS beibehalten.
Soweit im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht alle Anteile erworben werden, können die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe des anteiligen neu bewerteten Nettovermögens oder mit ihrem anteiligen Unternehmensgesamtwert einschließlich des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes angesetzt werden. Das Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 werden alle Anteile anderer Gesellschafter mit dem anteiligen Nettovermögen ausgewiesen.
Bei einem sukzessiven Anteilserwerb werden die bereits bestehenden Anteile an dem zu konsolidierenden Unternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung neu bewertet. Die Differenz zum Beteiligungsbuchwert wird erfolgswirksam erfasst. Der Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Dabei wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der Anteile und dem Buchwert des Anteils ohne Beherrschungscharakter mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die Entkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung und wird erfolgswirksam behandelt. Der Entkonsolidierungsgewinn oder -verlust ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Saldo des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der zurückbehaltenen Anteile und dem Saldo der Buchwerte aller Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) und Schulden sowie nicht beherrschender Anteile des Tochterunternehmens. Verbleibende Anteile werden mit dem beizulegenden Zeitwert unter den sonstigen Beteiligungen aktiviert.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse eliminiert. Bürgschaften und Garantien, die die HPI AG zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden insoweit eliminiert, als die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten im Konzernabschluss passiviert sind.
Nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die HPI-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt (IAS 28). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem HPI-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2014 sowie zum 31. Dezember 2013 gibt es keine assoziierten Unternehmen.
d) Währungsumrechnung
Die funktionale Währung als auch die Berichtswährung der HPI-Gruppe ist der Euro. Da alle einbezogenen Unternehmen ihre Jahresabschlüsse ebenfalls in Euro erstellen, ist eine Währungsumrechnung im Konzernabschluss nicht notwendig.
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung des Konzernunternehmens umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste bei monetären Posten entstehen als Differenz aus den fortgeführten Anschaffungskosten in der funktionalen Währung am Anfang des Geschäftsjahres, angepasst um die Effektivverzinsung und die Zahlungen des Jahres sowie den fortgeführten Anschaffungskosten in Fremdwährung, umgerechnet zum Umrechnungskurs am Ende des Geschäftsjahres.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Ausgenommen davon sind die folgenden Posten, bei denen die Währungsumrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst werden:
· zur Veräußerung gehaltene Eigenkapitalinstrumente (außer bei Wertminderungen, bei denen Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden);
· eine finanzielle Verbindlichkeit, die als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert wird, soweit die Absicherung effektiv ist, oder
· qualifizierte Absicherungen von Zahlungsströmen, soweit sie effektiv sind.
Für den HPI-Konzern wichtige Währungskurse sind folgende US-Dollar-Kurse:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Stichtagskurs 31.12. | 1,21 | 1,38 |
| Durchschnittskurs | 1,33 | 1,33 |
e) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang). Beim Abschluss von Werkverträgen erfolgt die endgültige Realisierung prinzipiell mit der Abnahme durch den Kunden. Ist diese zum Abschlussstichtag nicht erfolgt, werden die Fertigungsaufträge gegebenenfalls gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Die Lieferung bzw. Abnahme gilt als erfolgt, wenn entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer bzw. Abnehmer übergegangen sind, das Entgelt vertraglich festgelegt ist und die Erfüllung der Forderung wahrscheinlich ist.
Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Der Grad der Erbringung der Leistung erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode, sofern das Ergebnis zuverlässig gemessen werden kann. Kann das Ergebnis einer Dienstleistung nicht verlässlich bestimmt werden, erfolgt ein Ansatz in Höhe der angefallenen Aufwendungen, die wiedererlangt werden können ("Kostenerstattungsansatz"). Bei einem erwarteten Verlust wird dieser gebucht.
Umsätze werden netto nach Abzug von Retouren, Rabatten und Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge ausgewiesen und entsprechend dem beizulegenden Zeitwert der Einzahlungen oder erfassten Forderungen, d.h. der zu erwartenden Einzahlungen, bilanziert.
Übrige Erträge werden periodengerecht erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist.
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden effektiven Zinssatzes abgegrenzt. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruches vereinnahmt.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potentiellen verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden, sofern sich durch die jeweilige Ausübung beziehungsweise Umwandlung der unverwässerte Gewinn je Aktie nicht erhöhen oder der unverwässerte Verlust je Aktie nicht verringern würde (anti-dilutive).
Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts definiert.
Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - auf Basis von sogenannten Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Grundlage des Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) bildet der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung der Zahlungsströme sowie die Unterstellung einer ewigen Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Die Detailplanung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis des Cashflows vor Zinsen und Steuern abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen erfolgt für einen Zeithorizont von fünf Jahren. Die ermittelten Zahlungsströme werden abgezinst, um den Nutzungswert der Cash Generating Unit zu bestimmen. Der für die Cashflow-Prognose angewandte Abzinsungssatz basiert auf einem Basiszinssatz von 1,75 % zuzüglich eines Risikozuschlags von 8,26 %. Der Risikozuschlag ergibt sich aus dem Produkt der Marktrisikoprämie von 7,00 % und einem Betafaktor von 1,18. In der Ewigen Rente wurde mit einem Wachstum von 0,0 % gerechnet.
Der Nutzungswert wird mit dem zugehörigen Buchwert verglichen. Liegt dieser unter dem Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine ergebniswirksame Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Sich ergebene Änderungen aus der erstmaligen Anwendung der IFRS werden durch Anpassung der Gewinnrücklagen (oder, falls angemessen, einer anderen Eigenkapitalkategorie) erfasst, es sei denn, die Änderung beruht auf dem Ansatz eines immateriellen Vermögenswerts, der bisher Bestandteil des Geschäfts- oder Firmenwerts war.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen und ggf. um Wertminderungen, bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Den Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von 2 - 5 Jahren zugrunde.
Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode mit TEUR 492 bestimmt und angesetzt. Wegen fehlender Nutzungs- und Ertragsmöglichkeiten wurde der Markenwert im Jahr 2013 in voller Höhe wertberichtigt.
Forschungs- und Entwicklungskosten fallen aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht an.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen nutzungsbedingten Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bilanziert. Sachanlagen werden nach der linearen Methode über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende, im Vergleich zum Vorjahr, unveränderte Nutzungsdauern im Konzern zugrunde:
| Technische Anlagen sowie | Nutzungsdauer in Jahren |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 20 |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasing: die HPI AG ist Leasingnehmer bei bestimmter Betriebs- und Geschäftsausstattung. Alle Leasingverhältnisse sind dem Operating Lease gemäß IAS 17 zugeordnet. Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt. Die Leasingverträge enthalten je nach Art des geleasten Gegenstandes übliche Miet- und Mietverlängerungsoptionen.
Die Vorräte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit ihren Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen bilanziert. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Bei der Bewertung ist die Methode gewogener Durchschnitte angewendet worden. Soweit erforderlich wurden auf Vorräte Abwertungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen.
Finanzinstrumente:
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder
· erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
· Kredite und Forderungen oder
· zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
und werden entsprechend klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden vorgenommen, sofern diese zulässig und erforderlich sind.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, das heißt am Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die HPI AG geliefert wird, bilanziell erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.
In dieser Kategorie wurden im Geschäftsjahr keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst.
Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie umfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte. Sie entstehen, wenn der HPI-Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag fällig werden. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere der nach IAS 39 vorgesehenen Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert weder aus der Verwendung anerkannter Bewertungsmethoden (zum Beispiel DCF-Verfahren) noch aus Marktpreisen ermittelbar ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Finanzielle Schulden
Finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder finanzielle Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder sonstige finanzielle Schulden.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Schulden enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Schulden. Von der Möglichkeit, finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Schulden zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
Finanzielle Schulden werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument designiert werden und als solche effektiv sind. Sind die beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
In dieser Kategorie wurden keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst.
Sonstige finanzielle Schulden
Sonstige finanzielle Schulden setzen sich im HPI-Konzern im Wesentlichen aus
· Finanzverbindlichkeiten,
· Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
· sonstige Verbindlichkeiten
zusammen.
Sonstige finanzielle Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der HPI-Konzern nicht das Recht hat, die finanzielle Schuld erst mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag zu begleichen. Wenn erwartet und verlangt werden kann, dass eine Verpflichtung für mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag gemäß der bestehenden Kreditvereinbarung refinanziert oder verlängert wird, gilt die Verpflichtung als langfristig.
Sonstige finanzielle Schulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Die nach IFRS 13 für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte der Kategorien "Available for Sale" und "Fair Value through Profit and Loss", die in der Bilanz mit den Marktwerten gezeigt werden. Bei den ausgereichten Krediten und Forderungen und den Finanzverbindlichkeiten stellt der Buchwert grundsätzlich eine hinreichende Annäherung des beizulegenden Zeitwertes dar. Ist dies nicht der Fall, werden zusätzliche Angaben gemacht. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind entweder kurzfristig oder werden mit dem variablen Marktzins verzinst.
Für die Angaben nach IFRS 13 ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte den folgenden drei Stufen im Sinne von IFRS 13.35 zuzuordnen:
Stufe 1: notierte Preise in einem aktiven Markt für das gleiche Instrument (ohne Anpassungen),
Stufe 2: notierte Preise auf einem aktiven Markt für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei der alle wesentlichen Inputfaktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen,
Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei der wesentliche Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.
Sonstige Vermögenswerte sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert aktiviert.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Guthaben auf Girokonten. Die Entwicklung der flüssigen Mittel ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Rücklagen bestehen aus der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen der Konzernmuttergesellschaft. Im Übrigen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Note 22.
Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteilige Verluste werden den jeweiligen Anteilen nur bis maximal zur Höhe des bilanzierten Passivwertes zugerechnet. Darüber hinausgehende Verluste mindern diesen später gutzuschreibende Gewinnanteile.
Latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz - mit Ausnahme von steuerlich nicht ansetzbaren Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung - sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit berücksichtigt, als deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Für die wahrscheinliche Nutzbarkeit wird die Planung der jeweiligen Gesellschaft zugrunde gelegt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweils landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Abschlussstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bei der Berechnung der latenten Steuern bereits berücksichtigt. Eine Saldierung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den Regeln des IAS 12. Demnach werden latente Steueransprüche und latente Steuerschulden saldiert, wenn das Unternehmen ein einklagbares Recht zur Saldierung tatsächlicher Steuerschulden und tatsächlicher Steuererstattungsansprüche hat und die latenten Steuerschulden und latenten Steueransprüche sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
- entweder dasselbe Steuersubjekt oder
- unterschiedliche Steuersubjekte, die jedoch beabsichtigen, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und tatsächlichen Steuererstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder ihre Steueransprüche und Steuerschulden werden gleichzeitig für jede künftige Periode realisiert, in der sich diese Differenzen auflösen.
Rückstellungen für Pensionen
Die betriebliche Altersversorgung im HPI-Konzern ist auf der Basis von leistungsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected-unit-credit method") unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Anwendung des Wahlrechts erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Die Aufwendungen für die im Berichtsjahr erdienten Pensionsansprüche werden unter den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen. Die Rückstellungsberechnung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten.
Sonstige Rückstellungen werden auf Basis von IAS 37 gebildet, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht. Der Vermögensabfluss muss wahrscheinlich und zuverlässig bestimmbar sein.
Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert und mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente in der Folge mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Anteile von ursprünglich langfristigen Vermögenswerten und Schulden, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegen, werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Bilanzpositionen ausgewiesen. Ausnahmen hiervon sind Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Kosten der Altersteilzeit für Mitarbeiter.
Bei Eigenkapitalinvestitionen, die als zur Veräußerung kategorisiert wurden, ist eine wesentliche oder anhaltende Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte unter ihre Anschaffungskosten als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen.
Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten können objektive Hinweise für eine Wertminderung im Folgenden bestehen:
- erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei
- ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen oder
- erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, oder
- das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert.
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswertes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Solche Wertberichtigungen dürfen in Folgeperioden nicht rückgängig gemacht werden.
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Der bei der Gewährung der anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ermittelte beizulegende Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Rücklage für in Eigenkapital erfüllte Leistungen an Arbeitnehmer) gebucht und beruht auf den Erwartungen des Konzerns hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Zu jedem Abschlussstichtag werden die Schätzungen überprüft und Änderungen bei den ursprünglichen Schätzungen erfolgswirksam erfasst und die Rücklage im Eigenkapital entsprechend angepasst. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 waren keine aktienbasierten Vergütungen ausgegeben.
Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzunsicherheiten
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses muss die Geschäftsführung Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten die tatsächlichen Ergebnissen in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.
Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt.
Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit (CGU), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich zum 31. Dezember 2014 unverändert auf TEUR 3.387. Im Jahr 2013 waren Wertminderungen ("Impairments") von insgesamt TEUR 10.203 zu berücksichtigen.
Weitere Schätzunsicherheiten ergeben sich insbesondere bei der Festlegung von Nutzungsdauern auf das Sachanlagevermögen sowie der Bewertung von Vorräten und Forderungen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar.
f) Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte wurden für Bewertungs- und/oder Angabezwecke auf Grundlage der nachstehenden Methoden ermittelt. Gegebenenfalls werden weitere Informationen über die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte getroffenen Annahmen in den auf diesen Vermögenswert oder diese Verbindlichkeit bezogenen Anhangsangaben angegeben.
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei der Stufen im Sinne von IFRS 13.35 zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Die beizulegenden Zeitwerte von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden zum Barwert künftiger Cashflows, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag, ermittelt. Kurzfristige Forderungen ohne vereinbarten Zinssatz werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag bewertet, wenn die Auswirkungen einer Abzinsung unwesentlich sind. Der beizulegende Zeitwert wird beim erstmaligen Ansatz ermittelt und für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag.
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitpunkt beim erstmaligen Ansatz für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage des Barwerts von künftigen Zins- und Tilgungscashflows berechnet, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag. Im Hinblick auf die Schuldkomponente von Wandelanleihen wird der Marktzinssatz mit Bezug auf vergleichbare Schulden ermittelt, die keine Wandeloption besitzen.
Bedingte Gegenleistung
Der beizulegende Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die sich bei einem Unternehmenszusammenschluss ergibt, wird nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der erwarteten Zahlungsbeträge berechnet. Gegebenenfalls wird er auf den Barwert abgezinst.
2. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse des Konzerns nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Deutschland | 61.640 | 72.037 |
| EU-Ausland | 23.985 | 28.196 |
| Übriges Europa | 1.601 | 8.358 |
| Nordamerika | 3.391 | 3.446 |
| Lateinamerika | 383 | 449 |
| Afrika | 240 | 139 |
| Asien und übrige Übersee | 4.455 | 257 |
| 95.695 | 112.882 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die beiden Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 70.180 | 83.846 |
| Industrial & Renewables | 26.394 | 32.832 |
| Sonstiges | -879 | -3.796 |
| 95.695 | 112.882 |
Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus dem Handel mit Waren von TEUR 93.763 (2013: TEUR 110.218) und Erträge aus dem Erbringen von Dienstleistungen mit TEUR 1.932 (2013: TEUR 2.664). Hierbei kam es nicht zu Fällen der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode, da es sich um laufende Dienstleistungen handelt, die monatlich abgerechnet werden.
Weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe auch im Konzernlagebericht.
(2) Sonstige Erträge
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 1.268 | 6.979 |
| Industrial & Renewables | 739 | 1.787 |
| Sonstiges | -709 | -2.080 |
| 1.298 | 6.686 |
In den sonstigen Erträgen sind vor allem Erträge aus Kursdifferenzen mit TEUR 190 (2013: TEUR 171) und Erträge aus Nutzungsentgelten mit TEUR 134 (2013: TEUR 159) enthalten. Im Jahr 2013 waren ebenfalls Erträge aus dem Wegfall von sog. Earnout-Verpflichtungen mit TEUR 4.187 enthalten.
(3) Materialaufwand
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 64.263 | 75.248 |
| Industrial & Renewables | 18.543 | 23.343 |
| Sonstiges | -91 | -3.771 |
| 82.715 | 94.820 |
Der Materialaufwand besteht im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Waren.
(4) Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
| Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen: Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 6.802 | 7.445 |
| Sozialabgaben | 1.152 | 1.446 |
| 7.954 | 8.891 |
Die Verteilung der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 56 | 53 |
| Industrial & Renewables | 64 | 66 |
| 120 | 119 |
Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 89 Angestellte, 28 gewerbliche Mitarbeiter und 3 Aushilfen.
(5) Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 5.665 | 9.783 |
| Industrial & Renewables | 4.744 | 11.510 |
| Sonstiges | 408 | -2.809 |
| 10.817 | 18.484 |
In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen mit TEUR 359 (2013: TEUR 253) enthalten.
(6) Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 320 | 274 |
| Industrial & Renewables | 267 | 382 |
| Sonstiges | -122 | 370 |
| 465 | 1.026 |
Im Jahr 2013 waren zusätzlich Wertminderungen nach IAS 36 auf die Firmenwerte der CGU IT sowie auf die der CGU IND in Höhe von insgesamt TEUR 10.203 vorzunehmen. Diese wurden in der Gesamtergebnisrechnung 2013 gesondert ausgewiesen.
(7) Finanzierungsaufwand
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 1.794 | 1.672 |
| Industrial & Renewables | 171 | 235 |
| Sonstiges | 265 | 573 |
| 2.230 | 2.480 |
Der Finanzierungsaufwand enthält ausschließlich Zinsaufwendungen. Als Anschaffungs- oder Herstellungskosten wurden Finanzierungsaufwendungen nicht aktiviert.
(8) Übriges Finanzergebnis
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 34 | -202 |
| Industrial & Renewables | 5 | 18 |
| Sonstiges | -3 | 31 |
| 36 | -153 |
Das übrige Finanzergebnis besteht neben Zinserträgen (TEUR 36; 2013: TEUR 449) sowie im Vorjahr auch aus Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 0; 2013: -TEUR 602).
(9) Steueraufwand
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 313 | 325 |
| Industrial & Renewables | 227 | 101 |
| 540 | 426 |
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 301 | 104 |
| Latente Steuern | 239 | 322 |
| 540 | 426 |
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.
Für die inländischen Gesellschaften war der angewendete Körperschaftsteuersatz 15 % und der Solidaritätszuschlag 5,5 %. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften unverändert auf durchschnittlich 29,825 %.
Bei der Auslandsgesellschaft kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.
Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.
Der HPI-Konzern verfügt über körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von jeweils rd. EUR 43 Mio. (festgestellt für das Jahr 2013). Aufgrund von Gesellschafterwechseln ist die Nutzbarkeit der Verlustvorträge gemäß § 8c KStG zweifelhaft. Trotz geplanter positiver künftig zu versteuernder Einkommen wurde aufgrund der Zweifel insoweit von einem Ansatz aktiver latenter Steuern gemäß IAS 12 abgesehen.
Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwand (+) bzw. -ertrag (-):
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | -7.152 | -16.281 |
| Steuersatz | 30% | 30% |
| Ertragsteueraufwand rechnerisch | 2.133 | 4.856 |
| Wertberichtigung der latenten Steuern auf Verlustvorträge | -1.182 | -2.240 |
| Neueinschätzung Verlustvorträge | -115 | 0 |
| Nutzung von zuvor nicht aktivierten Verlustvorträgen | 16 | 0 |
| Steuerfreie Erträge | 200 | 56 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | -791 | -2.796 |
| Periodenfremde Ertragsteueraufwendungen | -181 | 0 |
| Konsolidierungsmaßnahmen ohne latente Steuern | -624 | -292 |
| Sonstiges | 4 | -10 |
| Ertragsteueraufwand gemäß Konzern-Gesamtergebnisrechnung | -540 | -426 |
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landespezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von unverändert 29,825% angenommen.
Vgl. hierzu auch Ausführungen zu den "Erläuterungen zur Bilanz", Abschnitt (15).
(10) Ergebnis je Aktie
| unverwässert | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stammaktien in Tausend | 7.360 | 7.249 |
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Stammaktien in Tausend | 7.280 | 7.249 |
| Periodenergebnis in TEUR | -7.399 | -14.467 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR | -1,02 | -2,00 |
| davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 0,00 | 0,00 |
Da sämtliche zum Abschlussstichtag ausstehenden potentiell verwässernden Wertpapiere keinen verwässernden sondern einen "anti-dilutive" Effekt haben, unterscheidet sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie nicht von dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Folgende Wertpapiere mit Eigenkapitalkomponente wurden dabei auf Grund ihres "anti-dilutive" Effekts nicht bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt:
| Bezeichnung Instrument | Verwässernder Effekt 31.12.2014 | Verwässernder Effekt 31.12.2013 |
|---|---|---|
| 4,5 % Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) | Nein | Nein |
| 9 % Optionsanleihe (WKN A1X3L7) | Nein | Nein |
3. Erläuterungen zur Bilanz
(11) Sachanlagevermögen
Für eine detaillierte Darstellung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel.
Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 1 | 117 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 625 | 877 |
| Stand am 31. Dezember | 626 | 994 |
(12) Geschäfts- oder Firmenwerte
Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "IT & Electronics ("IT") und Industrial & Renewables ("IND") zugeordnet, die auch berichtspflichtige Geschäftssegmente darstellen.
Geschäftsbereich IT & Electronics ("IT")
Zu Konditionenoptimierung bietet die HPI-Gruppe maßgeschneiderte Angebote auch für den Bereich IT & Electronics (kurz "IT"). Angefangen bei intelligenten Verkabelungssystemen, Netzwerk- und Sicherheitslösungen über Server- und Speichersysteme bis hin zu internetbasierten Services wie Energiemanagement und zukunftsweisenden Technologien wie Cloud Computing.
Geschäftsbereich Industrial & Renewables ("IND")
Im Bereich Industrial & Renewables (kurz "IND") versorgt die HPI-Gruppe Unternehmen mit Chemikalien, Pharmagrundstoffen sowie mechanischen und elektronischen Artikeln aller Art. Selbst ganze Produktionsanlagen können wir aufgrund unseres hoch spezialisierten Branchen Know-hows für unsere Kunden bereitstellen.
Den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden folgende Buchwerte von des Geschäfts- oder Firmenwerten vor Erfassung von Wertminderungen zugeordnet:
| Zahlungsmittelgenerierende Einheit IT | Zahlungsmittelgenerierende Einheit IND | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
2014 TEUR |
2013 TEUR |
2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.387 | 3.387 | 0 | 0 | 3.387 | 3.387 |
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "IT & Electronics"
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "IT & Electronics" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows verwendete Zinssatz beträgt 9,13 % (2013: 10,80 %), wobei die Ermittlung der Eigenkapitalkosten durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM) erfolgte. Nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,0% (2013: 1,0%) extrapoliert. Diese Wachstumsrate liegt unter dem für die Branche langfristig erwarteten Wachstum. Infolge der Analyse identifizierte der Konzern einen Spielraum von TEUR 212 zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert und sieht daher keine Wertminderung für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit.
Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts und Sensitivitätsanalyse zu getroffenen Annahmen
Bei den folgenden, der Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "IT & Electronics" zu Grunde liegenden Annahmen, bestehen die größten Schätzungsunsicherheiten, die dazu führen könnten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt:
• EBITDA
• Abzinsungssätze
Die betreffenden Größen werden einem laufendem Monitoring unterzogen. Das Management ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt.
(13) Andere immaterielle Vermögenswerte
Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW Technology AG (vormals REW Solar AG) wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode im Jahr 2012 mit TEUR 492 angesetzt. Aufgrund der Ertragssituation wurde die Marke im Jahr 2013 abgeschrieben.
Die übrigen immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Softwarelizenzen, die über Nutzungsdauern zwischen 4 und 5 Jahren abgeschrieben werden.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen.
Für eine Übersicht der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage 5a).
(14) Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| - REW Solartechnik GmbH | - | 1 |
| - REW Elektrotechnik GmbH | - | 22 |
| - ce Global Sourcing GmbH | - | 120 |
| - Ausleihung TND Vermögensverwaltung KG | 130 | |
| - diverse | 160 | 74 |
| Stand am 31. Dezember | 160 | 347 |
Zum 01. April 2012 wurden 51 % der Anteile an der ce Global Sourcing GmbH veräußert. Die verbleibenden 49 % werden als Finanzinstrument bilanziert, da die HPI AG auf die Ausübung ihres Stimmrechtsanteils verzichtet und somit weder beherrschenden noch maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Im Jahr 2013 wurden diese Anteile auf TEUR 120 abgeschrieben, was dem realisierten Veräußerungspreis im Jahr 2014 entspricht. Die sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet.
(15) Sonstige Vermögenswerte
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuerguthaben | 284 | 411 |
| Stand am 31. Dezember | 284 | 411 |
Die Körperschaftsteuerguthaben sind mit 4 % abgezinst. Sie werden in jährlichen Raten bis einschließlich 2017 ausbezahlt.
(16) Latente Steuern
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen entfallen die folgenden bilanzierten, aktiven und passiven latenten Steuern:
| Bestand 31.12.2014 an aktiven und passiven latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Alle Angaben in TEUR |
Aktiv | Passiv |
| --- | --- | --- |
| Pensionsrückstellungen | 60 | - |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | - | 60 |
| Konzernbilanz 31.12.2014 | 60 | 60 |
| Bestand 31.12.2013 an aktiven und passiven latenten Steuern | ||
|---|---|---|
| Alle Angaben in TEUR |
Aktiv | Passiv |
| --- | --- | --- |
| Pensionsrückstellungen | 308 | - |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | - | 68 |
| Übrige | - | 88 |
| Konzernbilanz 31.12.2013 | 308 | 156 |
Im sonstigen Ergebnis werden latente Steuern mit TEUR 278 (eigenkapitalerhöhend) für 2014 sowie TEUR 31 (eigenkapitalreduzierend) für 2013 aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten gezeigt. Daneben sind im sonstigen Ergebnis mit TEUR 207 (eigenkapitalreduzierend) für 2014 sowie TEUR 34 (eigenkapitalreduzierend) für 2013 Wertberichtigungen auf latente Steuern enthalten.
(17) Vorräte
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Geleistete Anzahlungen | - | 3 |
| Handelsware | 7.979 | 8.990 |
| Stand am 31. Dezember | 7.979 | 8.993 |
Die Vorräte unterliegen bis zur vollständigen Bezahlung dem branchenüblichem Eigentumsvorbehalt. Als dingliche Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Warenvorräte mit einem Wert von TEUR 6.183 (2013: TEUR 4.569).
(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen ausgewiesen.
Die Lieferungen erfolgen unter branchenüblichem Eigentumsvorbehalt.
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
| Bruttoforderungen | 9.563 | 5.120 |
| Einzelwertberichtigungen | -228 | -497 |
| Stand am 31. Dezember | 9.335 | 4.623 |
(19) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuerforderung | 421 | 353 |
| Forderungen ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | 900 |
| Forderungen aus Anteilsverkauf | 281 | 360 |
| ce global sourcing GmbH | ||
| Rechnungsabgrenzung | 328 | 547 |
| Forderungen gegen Gesellschafter | - | 1.131 |
| Mietkautionen | 75 | 90 |
| Sperrkonten Factoring | 1.326 | 1.248 |
| Übrige | 1.094 | 972 |
| Stand am 31. Dezember | 3.525 | 5.601 |
| 20) Ertragsteuerforderungen | ||
|---|---|---|
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
| --- | --- | --- |
| Ertragsteuerforderungen | 390 | 728 |
| Stand am 31. Dezember | 390 | 728 |
Die Ertragssteuerforderungen betreffen Überzahlungen von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer
(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Bankguthaben | 3.034 | 2.543 |
| Stand am 31. Dezember | 3.034 | 2.543 |
Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 31 (2013: TEUR 330) als Festgeld angelegt und dienen als Mietsicherheit.
(22) Eigenkapital
Das Grundkapital der HPI AG beträgt zum 31.Dezember 2014 EUR 7.359.586 (31.Dezember 2013: EUR 7.249.490) und ist eingeteilt in 7.359.586 (31.Dezember.2013: 7.249.490) auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Jede Stammaktie verbrieft eine Stimme. Die Verbriefung erfolgt in Globalurkunden. Es gibt nur eine Aktiengattung. Die Erhöhung des Grundkapitals ergab sich durch eine Sacheinlage in Verbindung zu der Earnout-Verpflichtung aus dem Erwerb der TND.
Die gesetzliche Rücklage der HPI AG gemäß § 150 Abs. 2 Aktiengesetz beträgt zum Stichtag TEUR 61 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Die Kapitalrücklage umfasst im Wesentlichen die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung der IFRS, den Eigenkapitalanteil der Wandel- und der Optionsanleihe sowie die gesetzliche Rücklage.
Dividenden wurden in den Jahren 2014 und 2013 nicht ausbezahlt.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01. August 2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.624.745,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011/I).
Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
- für Spitzenbeträge;
- wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an einer Wertpapierbörse gehandelten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital anzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit dem Tag der Eintragung dieses genehmigten Kapitals 2011 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit der Schaffung des Genehmigten Kapitals 2011 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind;
- bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und/oder Unternehmensteilen und/oder Beteiligungen an Unternehmen und Unternehmenszusammenschlüssen;
- um den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, Wandeldarlehen oder Optionsscheinen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde;
- um aus dem genehmigten Kapital geschaffene Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften ausgeben zu können.
Im Jahr 2014 wurde das genehmigte Kapital mit EUR 110.096,00 ausgeschöpft, das verbleibende genehmigte Kapital beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf EUR 3.514.649,00.
Bedingtes Kapital
Das bestehende bedingte Kapital vom 3. Juli 2010 (Bedingtes Kapital 2000/I) wurde aufgehoben.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 1.592.507,00 durch Ausgabe von bis zu 1.592.507 Stück neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber von Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Juli 2010 bis zum 28. Juli 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des in der Hauptversammlung am 29. Juli 2010 gefassten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis.
Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird und soweit nicht eigene Aktien oder genehmigtes Kapital zur Bedienung dieser Rechte bzw. Verpflichtungen genutzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres in dem sie entstehen, am Gewinn teil.
Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2011 um bis zu EUR 500.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ("Bedingtes Kapital 2011/II"). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Ausgabe erfolgt, am Gewinn teil.
Das Bedingte Kapital 2011/II dient der Erfüllung von ausgeübten Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Aktienoptionen nicht durch Gewährung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital 2011/II erfolgt zum Ausübungspreis als Ausgabebetrag. Zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 waren keine Aktienoptionen ausgegeben.
Das Bedingte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:
| Beschluss | Höhe lt. Beschluss | Höhe 31.12.2014 | Höhe 31.12.2013 | Befristet bis | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bedingtes Kapital 2011/I | HV 06.06.2011 | 1.592.507 EUR | 1.592.507 EUR | 1.592.507 EUR | 28.7.2015 |
| Bedingtes Kapital 2011/II | HV 06.06.2011 | 500.000 EUR | 500.000 EUR | 500.000 EUR | 31.5.2016 |
| Gesamt | 2.092.507 EUR | 2.092.507 EUR |
(23) Nicht beherrschte Anteile
Die nicht beherrschten Anteile von TEUR -1.257 entfallen mit TEUR -1.151 auf die MRL (49,98 % nicht beherrschte Anteile), die übrigen Anteile mit insgesamt TEUR -106 auf zwei kleinere Konzerngesellschaften. Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter der MRL entfiel ein Anteil am Konzernergebnis von TEUR -303 von insgesamt TEUR -293.
Zusammengefasste, unkonsoliderte Finanzinformationen zur MRL per 31. Dezember 2014:
| Angaben in TEUR |
31.12.2014 |
|---|---|
| Anlagevermögen | 338 |
| Umlaufvermögen einschl. Rechnungsabgrenzung | 5.996 |
| Eigenkapital | 3.607 |
| Rückstellungen | 937 |
| Verbindlichkeiten | 1.790 |
| Bilanzsumme | 6.334 |
Die unkonsolidierten Umsatzerlöse beliefen sich 2014 auf TEUR 22.243, das Jahresergebnis auf TEUR 340.
(24) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR 31.12.2014 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.168 | 170 | - | 4.338 |
| Kaufpreis MRL | 336 | - | - | 336 |
| Kaufpreis TND | 874 | - | - | 875 |
| Anleihen | - | 10.806 | - | 10.806 |
| 5.379 | 10.976 | - | 16.355 |
| TEUR 31.12.2013 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.736 | 258 | - | 3.994 |
| Kaufpreis MRL | 99 | 326 | - | 425 |
| Kaufpreis TND | 812 | - | - | 812 |
| Anleihen | - | 10.056 | - | 10.056 |
| 4.647 | 10.640 | - | 15.287 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten mit TEUR 4.168 (2013: TEUR 3.736), welche mit Zinssätzen zwischen 6,50 und 6,95 % (2013: zwischen 3,89 und 7,75 %) verzinst werden. Die Zinsbindung entspricht der Restlaufzeit.
Bezüglich der Ermittlung der Kaufpreise wird auf die Darstellungen zu den Unternehmenszusammenschlüssen in Abschnitt 1. c) verwiesen.
Anleihen
Die im Jahr 2011 durch die HPI AG begebene Fünf-Jahres-Anleihe über TEUR 6.000 wurde im Jahr 2013 auf TEUR 6.256 aufgestockt, ist mit 9,0 % verzinst und zum 30. November 2016 fällig. Das Anleihevolumen war Ende 2013 und Ende 2014 mit TEUR 6.256 ausgeschöpft.
Am 1. Mai 2012 wurde durch die HPI AG eine Inhaber-Teilschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 2.000 begeben, von denen Anteilsscheine über TEUR 1.500 zu Ende 2012 ausgegeben waren; Ende 2013 waren die Anteilsscheine komplett ausgegeben. Die mit 7,125 % verzinste Anleihe ist zweckgebunden zum Erhöhen bestehender und eingehend neuer Beteiligungen, für Investitionen in der Bundesrepublik Deutschland und für den Ausbau der Geschäftsbereiche "Zweitmarkt für Überbestände IT-Produkte und elektronische Bauelemente - Vermarktung statt Entsorgung" und besichert durch Patronatserklärungen der Gesellschaften ce Global Sourcing GmbH, AZEGO, HPI Distribution GmbH, 3KV und HPI GmbH. Die Anleihe ist im April 2015 fällig.
Am 19. September 2013 wurde durch die HPI AG eine Optionsschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 1.200 begeben (Optionsanleihe 2013/2016). Sie ist eingeteilt in bis zu 1.200 Stück Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 1.000 und war Ende 2013 komplett gezeichnet. Jede Teilschuldverschreibung ist mit einem Optionsrecht verbunden. Mit Ausübung des Optionsrechts erwirbt der Optionsinhaber einen Anspruch auf Lieferung und Erwerb von voll eingezahlten, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00. Der Ausübungspreis ist EUR 1,75. Die Verzinsung beträgt 9,0 %. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2016.
Unter den konvertiblen Anleihen ist eine Wandelanleihe ausgewiesen. Die von der HPI AG am 1. Dezember 2011 begebene Wandelanleihe über maximal TEUR 1.500 hat eine Laufzeit bis zum 30. November 2016. Die Stückelung dieser Anleihe erfolgte zu EUR 1.000, der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10 je Stückaktie. Diese Anleihe ist mit 4,5 % EUR festverzinslich und unverändert zu TEUR 750 in Anspruch genommen.
(25) Langfristige Rückstellungen
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 4.610 | 4.111 |
| Stand am 31. Dezember | 4.610 | 4.111 |
Rückstellungen für Pensionen werden aufgrund von Verpflichtungen für laufende Renten anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Konzernbilanzwert zum 1. Januar | 4.111 | 4.047 |
| Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | 174 | 188 |
| Versicherungsmathematische Anpassungen | 444 | -10 |
| Geleistete Rentenzahlungen | -119 | -114 |
| Stand am 31. Dezember | 4.610 | 4.111 |
Die Pensionsverpflichtungen werden jährlich durch externe versicherungsmathematische Gutachter ermittelt.
Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des HPI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf der Grundlage leistungsorientierter Versorgungspläne. Beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen mit Ausnahme der gesetzlichen Rentenversicherung nicht. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Versorgungszusagen sind rückstellungsfinanziert. Fondsfinanzierte Versorgungszusagen sowie Planvermögen bestehen nicht.
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach der versicherungsmathematischen "Projected Unit-Credit-Methode berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Die angewandten Bewertungsparameter sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Angaben in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 1,80 - 2,50 | 3,50 |
| Lohn- bzw. Gehaltstrends | 2,50 | 2,50 |
| Rentendynamik | 1,75 - 1,80 | 1,80 - 2,25 |
| Fluktuation (altersabhängig) | 0,00 - 12,50 | 0,00 - 12,50 |
Der Lohn- und Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation des HPI-Konzerns jährlich abgeschätzt werden. Hinsichtlich der Lebenserwartung werden die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten "Richttafeln 2005 G" (Generationstafeln) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr Gewinne) mit netto TEUR 444 (Vorjahr TEUR 10) werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach IAS 19 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ursache solcher Gewinne und Verluste können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, insbesondere des Abzinsungsfaktors und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufes der Pensionsverpflichtungen sein. Im Jahr 2014 waren die versicherungsmathematischen Verluste von TEUR 444 mit TEUR 64 auf Verluste durch erfahrungsbedingte Änderungen und mit TEUR 380 auf Verluste durch geänderte Prämissen zurückzuführen. Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen entspricht dem Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche.
Eine nach vernünftigem Ermessen mögliche Veränderung der jeweils maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen unter Beibehaltung der übrigen Annahmen zum Abschlussstichtag würde sich auf die leistungsorientierte Verpflichtung zum 31. Dezember 2014 wie folgt auswirken:
| Versicherungsmathematische Annahme | Veränderung der Annahme | Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung in TEUR |
|---|---|---|
| Rechnungszins | +0,50% | -304 |
| -0,50% | +342 | |
| Rententrend | +0,25% | +177 |
| -0,25% | -166 | |
| Gehaltstrend | +0,25% | 0 |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Rentenzahlungen liegt zum 31. Dezember 2014 zwischen 13,1 und 18,5 Jahren je nach Konzerngesellschaft.
Für die folgenden 10 Jahre sind mit Rentenzahlungen aus diesen Pensionsverpflichtungen wie folgt zu rechnen:
| Jahr | Zahlungen in TEUR |
|---|---|
| 2015 | 138 |
| 2016 | 145 |
| 2017 | 181 |
| 2018 | 217 |
| 2019 | 234 |
| 2020-2024 | 1.315 |
Die aus den leistungsorientierten Versorgungssystemen resultierenden und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Personal- und Zinsaufwand berücksichtigten Aufwendungen lassen sich wie folgt aufteilen:
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 30 | 73 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen | 144 | 115 |
| Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | 174 | 188 |
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus LuL | 13.418 | 6.629 |
| Stand am 31. Dezember | 13.418 | 6.629 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.
Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ggü. Unternehmen, mit welchen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.445 | 1.470 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 72 | 453 |
| Erhaltene Anzahlung | 1 | 310 |
| Verbindlichkeiten Camkan Invest | 2.388 | 2.676 |
| Zinsabgrenzungen | 758 | 67 |
| Aufsichtsratvergütungen | - | - |
| Rechnungsabgrenzung | 8 | 3 |
| Übrige | 996 | 1.372 |
| Stand am 31. Dezember | 5.668 | 6.351 |
(27) Kurzfristige Rückstellungen
| Angaben in TEUR | 01.01.2014 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Veränderung Konsolidierungskreis | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 134 | -21 | - | 210 | -1 | 322 |
| Übrige | 4.976 | -105 | -56 | 1.244 | -44 | 6.015 |
| 5.110 | -126 | -56 | 1.454 | -45 | 6.337 |
| Angaben in TEUR | 01.01.2013 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Veränderung Konsolidierungskreis | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 273 | -198 | -6 | 65 | - | 134 |
| Übrige | 306 | -203 | -57 | 4.930 | - | 4.976 |
| 579 | -401 | -63 | 4.995 | - | 5.110 |
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen insbesondere Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für Tantieme. Die übrigen Rückstellungen betreffen neben einer Rückstellung für potentielle Rückforderungsansprüche von Kunden aus Abrechnungsdifferenzen vor allem Jahresabschlussabschlusskosten, Kundenboni und Prozesskosten. Vorstehende Rückstellungen realisieren sich innerhalb von 12 Monaten.
(28) Ertragsteuerverbindlichkeiten
| Angaben in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 316 | 150 |
| Stand am 31. Dezember | 316 | 150 |
4. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagements
Der Vorstand der Gesellschaft trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzernrisikomanagements. Durch die Einrichtung, Überwachung und Weiterentwicklung eines Chancen- und Risikoberichtswesens wird der Verpflichtung ausreichend Rechnung getragen.
Im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts werden ausführlich die möglichen Risiken für den Erfolg der HPI - Unternehmensgruppe sowie die Strategien zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.
Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben dem Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Die von HPI-Gruppe gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:
I. Ausgereichte Kredite und Forderungen sowie
II. Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten,
I. zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2014 in TEUR
| I. | II. | III. | |
|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 0 | 160 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 284 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.335 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 3.525 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.034 | 0 | 0 |
| 16.178 | 160 | 0 |
| I. | II. | III. | |
|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Passiva | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 10.995 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 5.360 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 13.418 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten | 0 | 5.668 | 0 |
| 0 | 35.441 | 0 |
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2013 in TEUR
| I. | II. | III. | |
|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 120 | 0 | 227 |
| Sonstige Vermögenswerte | 411 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.623 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5.601 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.543 | 0 | 0 |
| 13.289 | 0 | 227 | |
| Passiva | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 10.640 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 4.647 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 6.629 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten | 0 | 6.351 | 0 |
| 0 | 28.267 | 0 |
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden grundsätzlich der Stufe drei von den Stufen im Sinne des IFRS 13.29f. zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Die Zeitwerte entsprechen jeweils den Buchwerten.
| Nettoergebnis der Kategorien Alle Angaben in TEUR |
Fair-Value Änderungen | Zinsen | Beteiligungserträge | Wertberichtigungen | Gesamt 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare | |||||
| finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausgereichte Kredite und Forderungen | 0 | 36 | 0 | 0 | 36 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu | |||||
| fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | -2.230 | 0 | 0 | -2.230 |
| 0 | -2.194 | 0 | 0 | -2.194 |
| Nettoergebnis der Kategorien Alle Angaben in TEUR |
Fair-Value Änderungen | Zinsen | Beteiligungserträge | Wertberichtigungen | Gesamt 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare | |||||
| finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | -602 | -602 |
| Ausgereichte Kredite und Forderungen | 0 | 449 | 0 | 0 | 449 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu | |||||
| fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | -2.480 | 0 | 0 | -2.480 |
| 0 | -2.031 | 0 | -602 | -2.633 |
Der Ausweis der Nettoergebnisse "Zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte" und "Ausgereichten Kredite und Forderungen" erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis.
Der Ausweis der Nettoergebnisse "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem Finanzierungsaufwand.
Ausfallrisiko aus Forderungen
Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Finanzanlagen des Konzerns.
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. Einholung von Bürgschaften oder Absicherung über ein Warenkreditversicherungsunternehmen. Zudem werden zusätzliche Vereinbarungen in Form von Eigentumsvorbehalten geschlossen, so dass bei Zahlungsausfall ein gesicherter Anspruch vorliegt.
Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte widergegeben.
Für überfällige Forderungen und Darlehen mit insgesamt TEUR 473 wurde keine Wertberichtigung gebildet, da diese Beträge zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert waren. Davon waren TEUR 6 in Jahr 2011, TEUR 7 im Jahr 2012 und TEUR 460 im Jahr 2013 fällig.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen
| Alle Angaben in TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2014 |
|---|---|
| Nominalwert der Forderungen | 9.563 |
| Wertberichtigungen | -228 |
| Buchwert der Forderungen | 9.335 |
| Alle Angaben in TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2013 |
|---|---|
| Nominalwert der Forderungen | 5.120 |
| Wertberichtigungen | -497 |
| Buchwert der Forderungen | 4.623 |
Zur Schätzung der ggf. notwendigen Wertberichtigungen hat die HPI-Gruppe ein Verfahren eingeführt, das eine Schätzung bereits eingetretener Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermöglicht. Die wesentlichen Komponenten bestehen aus einem spezifischen Teil für individuell identifizierte Risiken und einem kollektiven Teil für Risiken aus Gruppen vergleichbarer Vermögenswerte, bei denen bereits Verluste eingetreten sind, die bisher allerdings noch nicht identifiziert werden konnten. Pauschale Wertberichtigungen werden auf Basis historischer Daten der Zahlungsstatistiken für vergleichbare Vermögenswerte bestimmt.
Überfällige und nicht durch Sicherheiten gedeckte Forderungen sind wertberichtigt. Dem Forderungsausfallrisiko wird zudem durch den konsequenten Einsatz von Kreditversicherungen Rechnung getragen.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres stellt sich wie folgt dar:
| Entwicklung Wertberichtigungen | TEUR |
|---|---|
| 01.01.2013 | 305 |
| Verbrauch | -186 |
| Auflösung | -2 |
| Abgang aus Entkonsolidierung | -1 |
| Zuführung | 381 |
| 31.12.2013/ 01.01.2014 | 497 |
| Verbrauch | -256 |
| Auflösung | -139 |
| Abgang aus Entkonsolidierung | - |
| Zuführung | 126 |
| 31.12.2014 | 228 |
Die Wertberichtigungen betreffen mehrere Kunden, von welchen auszugehen ist, dass sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Umstände die ausstehenden Beträge ggf. nicht werden begleichen können. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 30 Tagen fällig sind, werden aufgrund des Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit und der detaillierten Analyse des Ausfallrisikos, für wesentliche Forderungen einschließlich eines zugrunde liegenden Ratings, weiterhin als vollständig werthaltig eingestuft.
Forderungen werden ausgebucht bei Zahlungseingang oder wenn absehbar ist, dass die Forderung uneinbringlich ist.
Ausfallrisiko aus Zahlungsmitteln
Die HPI-Gruppe hält am 31. Dezember 2014 Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 3.034. Diese Summe stellt somit auch das maximale Ausfallrisiko im Hinblick auf die Zahlungsmittel dar.
Liquiditätsrisiko
Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, zu irgendeinem Zeitpunkt den Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können. Nicht genutzte, dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und -abflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittelfristige Sicht abbildet. Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten ist unter (24) "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" dargestellt. Gemäß IFRS 7.31 ff. ist über die Liquiditätsrisiken zu berichten bei eingetretenen Verstößen gegen Auflagen aus Darlehensverträgen: Für eine HPI-Anleihe in Höhe von EUR 2,0 Mio besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Der Vorstand der HPI AG hat den Anleihegläubigern und deren Analysten transparent kommuniziert und dargestellt, wie sich Ertrag und Liquidität der Gesellschaft im Jahr 2014 fortfolgend entwickeln und wie der Kapitaldienst gesichert ist. Der Vorstand sieht auch im unwahrscheinlichen Falle der sofortigen Fälligstellung keine Beanstandungsgefährdung für die HPI AG.
Die Gesellschaft hat ausreichend liquide Mittel in diesem Fall zur Verfügung. Zu den Fälligkeiten der Anleihen verweisen wir auf Note (22.)
Marktpreisrisiken
Unter dem Begriff Marktpreisrisiko wird das Risiko verstanden, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen von Marktpreisen ändern. Für den HPI-Konzern besteht das Marktpreisrisiko hauptsächlich aus dem Zinsrisiko.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, sind jedoch von untergeordneter Bedeutung.
Zinsrisiken
Der Konzern unterliegt Zinsrisiken ausschließlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und geplanten Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) eingesetzt, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken. Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus Kontokorrentverbindlichkeiten. Eine angenommene Zinsänderung auf Basis der Inanspruchnahme zum 31.12.2014 in Höhe von 1 % führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen in Höhe von ca. TEUR 43 (2013: TEUR 40).
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariable kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2014 und 2013 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand.
Über die allgemeinen Marktrisiken hinaus bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
Aktienkursrisiken
Die Wertansätze der von der HPI-Gruppe gehaltenen Aktien der november AG sowie der TRIA IT-solutions AG sind durch eine Kursgarantie der Camkan Invest S.à.r.l. abgesichert. Zum 31. Dezember 2014 waren diese beiden Beteiligungen jeweils auf einen Erinnerungswert von EUR 1 abgeschrieben.
Damit besteht für die HPI-Gruppe kein erfolgswirksames Aktienkursrisiko zum Stichtag.
Kapitalmanagement
Ziel des Konzerns ist, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren sowie die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens, die Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur sicherzustellen.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.
Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Kreditaufnahme erzielt werden könnte, und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an. Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades. Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, den Verschuldungsgrad kontinuierlich zu senken, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.
Während des Geschäftsjahres gab es keine Veränderungen hinsichtlich des Kapitalmanagements des Konzerns.
5. Segmentberichterstattung
Ein Geschäftssegment nach IFRS 8.5 ist ein Unternehmensbestandteil a) der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, b) dessen Betriebsergebnisse regelmäßig bei dem "Chief Operating Decision Maker" im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden können und c) für den separate Finanzinformationen vorliegen.
Der "Chief Operating Decision Maker" ist der Vorstand der HPI AG.
Die Geschäftssegmente der HPI-Gruppe sind die beiden Geschäftsbereiche "IT & Electronics" und "Industrial & Renewables". Dies sind zugleich die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8.11.
Die in der Segmentberichterstattung dargestellten Finanzinformationen entsprechen dem Umfang der dem Vorstand unternehmensintern regelmäßig zur Verfügung gestellten Informationen, vor Konsolidierung auf Basis nationaler Bilanzierungsvorschriften. Die unternehmensinterne Steuerung erfolgt anhand der Segmente "IT & Electronics" und "Industrial & Renewables". Im Segment "IT & Electronics" bietet die HPI ihren Kunden ganzheitliche IT-Systemlösungen sowie Einkaufs-, Logistik- und Mehrwertdienstleistungen für elektronische Komponenten. Im Segment "Industrial & Renewables" bietet die HPI ihren Kunden als Outsourcingpartner der Industrie Lösungen in den Bereichen technischer Einkauf, Logistik und Supply Chain Management sowie Energieoptimierungslösungen für Industriekunden sowie Privathaushalte.
Die Erfolgsposten der Segmente stellen sich wie folgt dar:
| 2014 Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 70.180 | 26.394 | -879 | 95.695 |
| Materialaufwand | -64.263 | -18.543 | 91 | -82.715 |
| Rohertrag | 5.917 | 7.851 | -788 | 12.980 |
| Sonstige Erträge | 1.268 | 739 | -709 | 1.298 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | -4.108 | -4.119 | 273 | -7.954 |
| Sonstige Aufwendungen | -5.665 | -4.744 | -407 | -10.817 |
| EBITDA | -2.588 | -273 | -1.631 | -4.493 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere | ||||
| immaterielle Vermögenswerte | -320 | -267 | 122 | -465 |
| EBITA | -2.908 | -540 | -1.509 | -4.958 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBIT | -2.908 | -540 | -1.509 | -4.958 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsaufwand | -1.794 | -171 | -265 | -2.230 |
| Übriges Finanzergebnis | 34 | 5 | -3 | 36 |
| Finanzergebnis | -1.760 | -166 | -268 | -2.194 |
| EBT | -4.668 | -706 | -1.777 | -7.152 |
| Steueraufwand | -146 | -156 | -238 | -540 |
| Periodenergebnis | -4.814 | -862 | -2.015 | -7.692 |
| 2013 Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 83.846 | 32.832 | -3.796 | 112.882 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 208 | 0 | 0 | 208 |
| Materialaufwand | -75.248 | -23.343 | 3.771 | -94.820 |
| Rohertrag | 8.806 | 9.489 | -25 | 18.270 |
| Sonstige Erträge | 6.680 | 2.086 | -2.080 | 6.686 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | -4.734 | -4.523 | 366 | -8.891 |
| Sonstige Aufwendungen | -9.783 | -11.510 | 2.809 | -18.484 |
| EBITDA | 969 | -4.458 | 1.070 | -2.419 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere | ||||
| immaterielle Vermögenswerte | -274 | -382 | -370 | -1.026 |
| EBITA | 695 | -4.840 | 700 | -3.445 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | -3.182 | -7.021 | 0 | -10.203 |
| EBIT | -2.487 | -11.861 | 700 | -13.648 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsaufwand | -1.672 | -235 | -573 | -2.480 |
| Übriges Finanzergebnis | -202 | 18 | 31 | -153 |
| Finanzergebnis | -1.874 | -217 | -542 | -2.633 |
| EBT | -4.361 | -12.078 | 158 | -16.281 |
| Steueraufwand | -60 | -101 | -265 | -426 |
| Periodenergebnis | -4.421 | -12.179 | -107 | -16.707 |
In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 betreffen die dargestellten Umsatzerlöse nahezu ausschließlich Umsatzerlöse mit externen Kunden.
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten werden für Konsolidierungszwecke eliminiert und sind in der Spalte "Überleitung" zusammengefasst.
Das Segmentvermögen sowie die Segmentschulden stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2014 Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagevermögen | 260 | 366 | 0 | 626 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.387 | 0 | 0 | 3.387 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 278 | 0 | 0 | 278 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 160 | 0 | 0 | 160 |
| Latente Steuern | 0 | 0 | 60 | 60 |
| Vorräte | 6.183 | 1.796 | 0 | 7.979 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.114 | 4.299 | -2.078 | 9.335 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 3.234 | 291 | 0 | 3.525 |
| Ertragsteuerforderungen | 363 | 311 | 0 | 674 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.398 | 1.636 | 0 | 3.034 |
| 29.058 | ||||
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 16.355 | 0 | 0 | 16.355 |
| Latente Steuern | 43 | 0 | 17 | 60 |
| Rückstellungen | 1.068 | 8.985 | 894 | 10.947 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.092 | 4.604 | -4.278 | 13.418 |
| Andere Verbindlichkeiten | 4.700 | 120 | 848 | 5.668 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 308 | 8 | 0 | 316 |
| 46.764 | ||||
| -17.706 |
| 31.12.2013 Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagevermögen | 330 | 646 | 18 | 994 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.387 | 0 | 0 | 3.387 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 510 | 3 | 0 | 513 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 250 | 97 | 0 | 347 |
| Latente Steuern | 167 | 152 | -11 | 308 |
| Vorräte | 5.993 | 2.997 | 0 | 8.990 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 3 | 0 | 3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.795 | 2.828 | 0 | 4.623 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 9.156 | 2.827 | -6.382 | 5.601 |
| Ertragsteuerforderungen | 497 | 642 | 0 | 1.139 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 626 | 1.917 | 0 | 2.543 |
| 28.448 | ||||
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 11.894 | 322 | 3.071 | 15.287 |
| Latente Steuern | 126 | 0 | 30 | 156 |
| Rückstellungen | 225 | 7.783 | 1.213 | 9.221 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.475 | 2.154 | 0 | 6.629 |
| Andere Verbindlichkeiten | 9.716 | 3.017 | -6.382 | 6.351 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 33 | 117 | 0 | 150 |
| 37.794 | ||||
| -9.346 |
Das langfristige Segmentvermögen der HPI-Gruppe entfällt zu den dargestellten Abschlussstichtagen fast ausschließlich auf Deutschland.
6 . Nahestehende Unternehmen und Personen
Mutterunternehmen und oberste beherrschende Partei
Oberste beherrschende Partei des Konzerns ist die HPI AG, München.
Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen
Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte des Mutterunternehmens
In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wurden keine Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder ausgereicht.
Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
Der Konzern stellt den Vorstandsmitgliedern neben den Gehältern Sachleistungen zur Verfügung, Leistungen aus Anlass oder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nicht gezahlt, anteilsbasierte Vergütungen werden ebenfalls nicht gezahlt. Sofern vom Konzern Güter oder Dienstleistungen erworben werden, gelten dieselben Bedingungen und Konditionen wie für die von anderen Angestellten oder Kunden des Konzerns eingegangenen Kaufverträge. Die Gesamtvergütung der Vorstände (kurzfristig fällige Leistungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 250 (2013: TEUR 225).
Die Vorstandsmitglieder des Mutterunternehmens verfügen über insgesamt mehr als 40 % aber weniger als 50 % der Stimmrechtsanteile des Mutterunternehmens. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen oder ihnen nahestehende Unternehmen und Personen nehmen Positionen in anderen Unternehmen ein, infolge derer sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Unternehmen haben. Eine Reihe dieser Unternehmen tätigte im Laufe des Jahres Geschäfte mit dem Konzern. Die Bedingungen und Konditionen dieser Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und ihnen nahestehende Unternehmen und Personen waren marktüblich.
Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss haben, waren wie folgt:
| in TEUR | Geschäftsvorfall | Werte der Geschäftsvorfälle in | Salden ausstehend | |
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | zum 31. Dezember 2014 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstand | ||||
| Michael Negel | Verwaltungsleistungen | 25 | 104 | 0 |
| Falk Raudies | Vermietungsleistungen | 50 | 139 | 0 |
| Verwaltungsleistungen | 55 | 246 | -57 | |
| Ankauf von Vorräten | 0 | 3 | 0 | |
| Verkauf von Vorräten | 488 | 0 | 147 | |
| Aufsichtsrat | ||||
| Boris Dürr | Rechtsberatung | 116 | 102 | 0 |
| Markus Bodenmeier | Beratungsleistungen | 40 | 14 | 0 |
| Stefan Fleissner | Beratungsleistungen | 3 | - | 0 |
Für die genannten Leistungen wurden marktübliche Sätze in Rechnung gestellt und die Rechnungsbeträge waren gemäß den üblichen Zahlungsbedingungen fällig und zu bezahlen. Alle ausstehenden Salden mit diesen nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Die dem Vorstand Michael Negel nahestehende Camkan Invest S.a.r.l. hat Darlehen mit TEUR 2.366 (31. Dezember 2013: TEUR 2.345) an den Konzern ausgereicht, hierfür waren im Berichtsjahr Zinszahlungen in Höhe von TEUR 176 (2013: TEUR 118) fällig. Die Summe der Zinsabgrenzungen der CAMKAN Invest S.a.r.l. belaufen sich zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 auf TEUR 44. Daneben besteht ein Verrechnungskonto, das zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 22 (2013: TEUR 302) valutiert.
7. Sonstige Angaben
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Restrukturierung
Der HPI Konzern befindet sich derzeit in einer Restrukturierungsphase. In den Geschäftsjahren 2013ff. waren die Konzernumsatzerlöse insgesamt stark rückläufig. Der Rückgang der Umsatzerlöse betraf beide Geschäftssegmente. Ursächlich hierfür waren rückläufige Marktentwicklungen im Segment Industrial & Renewables sowie der Insolvenz der Tochter MRL im Jahr 2016. Im Segment IT & Electronics war die Änderung des Geschäftsmodells der 3KV hin zum strategischen Geschäft und dem damit verbundenen Rückgang im taktischen Geschäft ursächlich für den Umsatzrückgang in diesem Segment in den Jahren 2014ff.
Der HPI-Konzern begegnete dem Umsatzrückgang mit einer Bereinigung des Beteiligungsportfolios, so wurden in den Jahren 2014ff. die Beteiligungen an der ce Global Sourcing, der REW sowie an der VCE-Gruppe veräußert. Darüber hinaus wurde ein Kostensenkungsprogramm umgesetzt. Im Rahmen von Gläubigerversammlungen wurden die begebenen Anleihen verlängert oder in Eigenkapital umgewandelt. Im Rahmen der Bilanzsanierung wurden bei mehreren Anleihen die Anleihebedingungen geändert:
- 9 %-Unternehmensschuldverschreibung (WKN A1MA90) über EUR 6.256.000,00: Senkung des Zinssatzes auf 3,5 %, Versehung mit Wandlungsrecht, Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet ("keine Endfälligkeit")
- 4,5 %-Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) über EUR 750.000,00: Teilverzicht, dafür Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5 %, Verlängerung der Laufzeit bis 31.Dezember 2019
- 7,125 %-Unternehmensanleihe (WKN A2BPFN) über EUR 2.000.000,00: Versehung mit Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie, Verlängerung der Laufzeit bis 01. Mai 2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt
- 9 %-Optionsanleihe (WKN A1X3L7) über EUR 1.200.000,00: Verlängerung der Laufzeit bis 30. Juni 2018, Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt.
- 15 % Unternehmensschuldverschreibung über TEUR 700, Stundung der Zinszahlungen für Zinstermine 1. Dezember 2016 und 1. Dezember 2017 bis Ende 2018.
Im Nachtragszeitraum haben Gläubiger von Anleihen, Darlehen und Krediten im Rahmen der Bilanzsanierung auf insgesamt EUR 1,4 Mio. verzichtet. Im Rahmen der Restrukturierung sind bis Ende 2017 Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR 1,9 Mio. insbesondere für Rechtsberatungskosten, Bankgebühren und Ablösung von langlaufenden Verträgen angefallen.
Im August 2015 wurde eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital 2011/I in Höhe von EUR 725.000,00 durchgeführt. Hiermit wurde das Grundkapital von EUR 7.359.586,00 um EUR 725.000,00 auf EUR 8.084.586,00 erhöht. Im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung um EUR 425.000,00 wurde das Grundkapital auf EUR 8.509.586,00 erhöht.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's aus:
| Konzernumsatz | EBITDA | |
|---|---|---|
| 2015 | EUR 71 Mio. | EUR 1,7 Mio. |
| 2016 | EUR 50 Mio. | EUR 1,9 Mio. |
| 2017 | EUR 35 Mio. | EUR -0,6 Mio. |
| 2018 | EUR 45 Mio. | EUR 0,7 Mio. |
| 2019 | EUR 45 Mio. | EUR 0,7 Mio. |
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
| Alle Angaben in TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Mietverpflichtungen | 1.238 | 4.619 | 3.714 | 9.571 |
| Leasingverpflichtungen | 301 | 287 | 0 | 588 |
| 1.539 | 4.906 | 3.714 | 10.159 |
| Alle Angaben in TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Mietverpflichtungen | 1.160 | 3.106 | 3.407 | 7.673 |
| Leasingverpflichtungen | 328 | 306 | 0 | 634 |
| 1.488 | 3.412 | 3.407 | 8.307 |
Die Mietverpflichtungen betreffen insbesondere Bürogebäude und Lager. Diese Verträge unterliegen in der Regel Preisanpassungsklauseln. Diese sind insbesondere an den Verbraucherpreis- bzw. Lebenshaltungskostenindex gekoppelt. Eine Anpassung erfolgt i.d.R. bei Veränderungen von 5 oder 10 %. Es bestehen teilweise Mietverlängerungsoptionen im marktüblichen Umfang.
Die übrigen Leasingverpflichtungen betreffen insbesondere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge. Für die Kraftfahrzeuge besteht teilweise eine vertragsübliche Restwertübernahmeverpflichtung.
Haftungsverhältnisse bzgl. ce Global Sourcing GmbH (Unternehmen, mit welchem bis August 2014 ein Beteiligungsverhältnis bestand):
- Patronatserklärung Close Brothers Factoring TEUR 2.500
Die REW AG hat zugunsten der REW Besitzgesellschaft Bürgschaften in Höhe von TEUR 615 ausgereicht.
Der Vorstand geht bei allen genannten Haftungsverhältnissen nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH hat die HPI AG zur Absicherung der Zahlungsverpflichtung aus dem erfolgsabhängigen Kaufpreis (Earn-Out) sowie des Gewinnbeteiligungskaufpreises dem Verkäufer auf die HPI AG entfallende Gewinnanteile aus der Beteiligung an der Mannesmannröhren Logistic GmbH bis zu einer Höhe von jeweils TEUR 150 bis 2015 abgetreten.
Als dingliche Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Warenvorräte mit TEUR 6.183 (3KV).
Bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der HPI AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes:
| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital 2014*in TEUR | Jahresergebnis 2014*in TEUR | ||
|---|---|---|---|---|
| Inländische Beteiligungen - direkt | ||||
| 3KV GmbH, München (3KV) | EUR | 100,00 % | 625 | 1.623 |
| software solutions GmbH i.L., Feldkirchen | EUR | 100,00 % | -1.341 | 0 |
| HPI GmbH, Sulzbach | EUR | 100,00 % | 435 | -37 |
| Mannesmannröhren Logistic GmbH, Ratingen (MRL) | EUR | 50,02 % | 3.607 | 340 |
| Inländische Beteiligung - indirekt | ||||
| über HPI GmbH: | ||||
| HPI Sourcing Management GmbH, Sulzbach | EUR | 100,00 % | 13 | 28 |
| HPI Procurement Services GmbH & Co. KG, Sulzbach | ||||
| EUR | 100,00 % | -346 | -242 | |
| HPI Business Process Management GmbH, Sulzbach | ||||
| EUR | 100,00 % | -19 | -14 | |
| HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH, Sulzbach | ||||
| EUR | 100,00 % | -22 | -22 | |
| Eubicon GmbH, Nürnberg | EUR | 75,20 % | -65 | -1 |
| über 3KV GmbH: | ||||
| Amaro IT GmbH, Oldenburg*** | EUR | 98,00% | 6 | 4 |
| ABC IT Trading Oldenburg GmbH i.L., Oldenburg** | EUR | 100,00% | -13 | -1 |
| Ausländische Beteiligungen - direkt | ||||
| VCE Virtual Chip Exchange Inc., Quebec,Kanada** | EUR | 49,00 % | 582 | -501 |
| Ausländische Beteiligungen - indirekt | ||||
| HPI Polen Sp. Z.o.o., Ladna, Polen | EUR | 51,00 % | -182 | 20 |
* Werte gemäß local GAAP; bei deutschen Gesellschaften gemäß HGB
** Abschlussstichtag 31.12.2012
*** Abschlussstichtag 30.06.2014
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung exklusive der Erstattung von Auslagen in Höhe von TEUR 60 (2013: TEUR 60). Die in 2014 erstatten Auslagen beliefen sich auf TEUR 27 (2013: TEUR 25).
ce Cyber Exchange Inc., Kanada, (VCE-Gruppe)
Die HPI-Gruppe war alleinige Aktionärin der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, die wiederum 51 % des Grundkapitals der VCE Virtual Chip Exchange Inc., Kanada, (VCE Kanada) hält. VCE Kanada ist wiederum alleinige Aktionärin der Virtual Chip Exchange USA, Inc. (VCE USA) und VCE USA ist wiederum alleinige Gesellschafterin der Virtual Chip Exchange Europe GmbH (VCE GmbH).
Durch Übertragung sämtlicher Anteile an der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, wurden somit auch 51 % an der VCE-Gruppe (VCE Kanada, VCE USA, VCE GmbH) übertragen.
Die Entkonsolidierung erfolgte zum 01. Januar 2012, da aufgrund einer Stimmbindungsvereinbarung ab diesem Zeitpunkt keine Beherrschung mehr bestand.
Der Vorstand der HPI AG hat im November 2010 beschlossen, mindestens 51 % der Anteile an der VCE-Gruppe bis spätestens Ende 2011 zu veräußern. Insofern erfolgte zum 01. Januar 2011 eine Einstufung nach IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich. Aufgrund der Tatsache, dass mit keinem nennenswerten Kaufpreis zu rechnen war, wurde der Buchwert der VCE-Gruppe im HPI-Konzern vollständig auf Null korrigiert. Es wurde ein Kaufpreis von TEUR 10 erzielt, der in gleicher Höhe zu einem entsprechenden Entkonsolidierungsgewinn geführt hat, welcher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst ist. Dieser ist vollständig den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
Die HPI-Gruppe ist zum Abschlussstichtag nach wie vor direkt an der VCE Kanada und damit an der VCE-Gruppe mit 49 % beteiligt. Die verbleibenden 49 % werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die verbleibenden 49 % an der VCE-Gruppe wurden im Zuge der Übergangskonsolidierung zum 01. Januar 2011 mit TEUR 10 angesetzt. Aufgrund eines Verlustes in 2012 ergab sich ein Verlust aus der Beteiligung i.H.v. TEUR 10. Die Beteiligung ist per 31. Dezember 2014 zum Erinnerungswert von EUR 1,00 bilanziert.
Im Februar 2015 wurden sämtliche Anteile an der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, sowie die 49 % Beteiligung an der VCE Kanada endgültig veräußert. Im Rahmen der Veräußerung wurden auch sämtliche Darlehensbeziehungen zwischen der HPI und der VCE-Gruppe aufgelöst. Die HPI konnte in diesem Zusammenhang einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 339 TEUR erzielen.
Vorstandsbezüge
Die Gesamtbezüge der Vorstände betragen TEUR 250 (Vorjahr TEUR 225). Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Festgehalt | 107 | 199 |
| Tantiemen | 0 | 0 |
| Variable Vergütung | 113 | 0 |
| Sozialkosten/Versicherungen | 30 | 26 |
| Gesamt | 250 | 225 |
Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
| Alle Angaben in TEUR |
2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung (Einzelabschlüsse und Konzern) | 35 | 115 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 1 | 0 |
| 36 | 115 |
Organe der HPI AG:
Aufsichtsrat der HPI AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus den folgenden Mitgliedern:
| Boris Dürr | Rechtsanwalt | Aufsichtsrats- | unverändert |
| Vorsitzender | |||
| Günter Seefelder | Geschäftsführer Seefelder Business Consulting GmbH | Stellvertretender | bis 15.01.2014 |
| Aufsichtsratsvorsitzender | |||
| Aufsichtsrat | |||
| 20.01.2015 bis 26.02.2015 | |||
| Markus Bodenmeier | Unternehmer | Aufsichtsrat | 15.01.2013 bis 15.01.2014 |
| seit 15.01.2014 | |||
| Stellvertretender | |||
| Aufsichtsratsvorsitzender | |||
| Jürgen Rödig | Unternehmer | Aufsichtsrat | 01.01. bis 07.04.2014 |
| Stefan Fleissner | Unternehmer | Aufsichtsrat | 06.05.2014 bis 24.10.2014 |
| Artur Piotr Jedrzejewski | Unternehmer | Aufsichtsrat | seit 26.02.2015 |
Vorstand:
Herr Michael Negel war im Geschäftsjahr 2014 Vorstandsvorsitzender der HPI AG und ist zum 30. Juni 2015 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Herr Falk Raudies, Geschäftsführer der 3KV GmbH war im Jahr 2014 stellv. Vorstandsvorsitzender der HPI AG und ist zum 24. Juli 2014 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Herr Axel Hamann war von 20. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 zum Vorstand bestellt.
Herr Carlo Thewes war von 18. Juli 2016 bis zum 31. Januar 2018 zum Vorstand bestellt.
Herr David Nicholas Vincent wurde am 10. Juli 2017 zum Vorstand bestellt.
München, den 1. August 2018
HPI AG
der Vorstand
David Nicholas Vincent
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2014
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge*TEUR | Stand 31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 13.590 | 0 | 1.222 | 12.368 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 3.807 | 6 | 21 | 3.793 |
| 17.397 | 6 | 1.243 | 16.161 | |
| Sachanlagevermögen | 2.584 | 154 | 548 | 2.190 |
| 2.584 | 154 | 548 | 2.190 | |
| Finanzanlagevermögen | 1.201 | 39 | 243 | 998 |
| 1.201 | 39 | 243 | 998 | |
| 21.182 | 200 | 2.034 | 19.348 |
* Die Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.
| Abschreibungen/Wertminderungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 TEUR |
Zugänge TEUR |
Abgänge*TEUR | Stand 31.12.2014 TEUR |
Stand 31.12.2014 TEUR |
Stand 31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 10.203 | 0 | 1.222 | 8.981 | 3.387 | 3.387 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 3.294 | 240 | 20 | 3.514 | 278 | 513 |
| 13.497 | 240 | 1.242 | 12.495 | 3.665 | 3.900 | |
| Sachanlagevermögen | 1.589 | 225 | 250 | 1.564 | 626 | 994 |
| 1.589 | 225 | 250 | 1.564 | 626 | 994 | |
| Finanzanlagevermögen | 854 | 0 | 16 | 838 | 160 | 347 |
| 854 | 0 | 16 | 838 | 160 | 347 | |
| 15.940 | 465 | 1.508 | 14.897 | 4.451 | 5.241 |
* Die Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2013
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 TEUR |
Zugänge*TEUR | Abgänge*TEUR | Stand 31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 15.174 | 318 | 2.107 | 13.385 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 4.405 | 271 | 869 | 3.807 |
| 19.579 | 589 | 2.976 | 17.192 | |
| Sachanlagevermögen | 3.071 | 218 | 705 | 2.584 |
| 22.650 | 807 | 3.681 | 19.776 |
* Die Zu- und Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.
| Abschreibungen/Wertminderungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 TEUR |
Zugänge*TEUR | Abgänge*TEUR | Stand 31.12.2013 TEUR |
Stand 31.12.2013 TEUR |
Stand 31.12.2012**TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 292 | 10.203 | 497 | 9.998 | 3.387 | 14.882 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 3.430 | 706 | 842 | 3.294 | 513 | 975 |
| 3.722 | 10.909 | 1.339 | 13.292 | 3.900 | 15.857 | |
| Sachanlagevermögen | 1.857 | 320 | 587 | 1.590 | 994 | 1.214 |
| 5.579 | 11.229 | 1.926 | 14.882 | 4.894 | 17.071 |
* Die Zu- und Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.
** Restatement per 31.12.2012 gem. IAS 8 (siehe Notes Abschnitt 1b))
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der HPI AG aufgestellten Konzernabschluss − bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsentwicklung, und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Konzernanhang im Abschnitt "Allgemeine Grundlagen" sowie im Konzernlagebericht "Nachtragsbericht" hin. Dort wird ausgeführt, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und in den Jahren 2014 bis 2017 einen Sanierungsprozess durchlaufen hat, im Rahmen dessen fällige Anleihen bis mindestens 2019 verlängert oder in Eigenkapital umgewandelt wurden sowie fällige Darlehen ebenfalls bis mindestens 2019 verlängert wurden. Seit Anfang 2018 geht der Vorstand der HPI AG davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können. Mittelfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft jedoch nur gesichert, wenn es ihr gelingt, operativ profitable Geschäftseinheiten zu erwerben oder die bestehenden Einheiten in ihrer Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Für den Erwerb neuer Geschäftseinheiten sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig.
München, den 1. August 2018
**Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(vormals Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)
(Düsseldorf)**
Abel, Wirtschaftsprüfer
Weissinger, Wirtschaftsprüfer
Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 2. Oktober 2018 gebilligt.
Boris Dürr, Aufsichtsratsvorsitzender
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014
der HPI AG
Der Aufsichtsrat erläutert in folgendem Bericht seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen sowie die Jahresabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands während des gesamten Geschäftsjahres 2014 regelmäßig überwacht und den Vorstand beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die Berichte des Vorstands in schriftlicher und mündlicher Form. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat war so über die geplante Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte informiert.
In Entscheidungen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat eingebunden. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen und die daraus resultierenden Entwicklungsperspektiven des Unternehmens wurden im Aufsichtsrat umfassend erörtert. Über besondere Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand außerhalb der Sitzungen unverzüglich in Kenntnis gesetzt. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Beschlussfassung vor.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäft Jahr 2014 elf Präsenzsitzungen und darüber hinaus diverse Telefonkonferenzen abgehalten und sich darin eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der operativen und strategischen Entwicklung des Unternehmens sowie den wesentlichen strategischen und strukturellen Entscheidungen befasst.
Wesentliche Themen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014
Die Tätigkeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 stand im Fokus der Restrukturierung und Reorganisierung der HPI AG und deren Tochtergesellschaften. Diese Restrukturierung und Reorganisierung war auch der Grund, warum die Tätigkeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 einen größeren zeitlichen Einsatz der Aufsichtsratsmitglieder und eine größere Anzahl an Aufsichtsratssitzungen gefordert hat.
Der Aufsichtsrat prüfte in regelmäßigen Abständen die aktuelle finanzielle Situation der Gesellschaft und der Gruppen- bzw. Beteiligungsgesellschaften und verglich die übermittelten Ist-Zahlen mit den prognostizierten Erwartungen. Die jeweilige finanzielle und wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und der Gruppe wurden insbesondere in den Präsenzsitzungen erörtert. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 insbesondere mit der Bilanz der HPI AG und der hohen Fremdfinanzierung sowie der Liquiditätssicherung. Ein zentraler Punkt war dabei auch die Reduzierung der Kosten auf Ebene der Gesellschaft.
Ein Thema, mit dem sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 erneut mehrfach befasst hat, war die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sowie insbesondere die Zusammenarbeit unter den Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Vorstands. In dem Zusammenhang hat sich der Aufsichtsrat auch mehrfach mit der Frage der Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasst.
Schließlich beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 auch ausführlich mit der Bereinigung des Beteiligungsportfolios und der gesellschaftsrechtlichen Konzernstrukturen.
Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand
Herr Günter Seefelder hat sein Amt als Aufsichtsrat mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung vom 15. Januar 2014 niedergelegt. In der Hauptversammlung wurde sodann Herr Markus Bodenmeier zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Herr Markus Bodenmeier dann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Im April 2014 hat Herr Jürgen Rödig sein Amt als Aufsichtsrat niedergelegt und im Mai 2014 wurde Herr Stefan Fleissner vom Amtsgericht München als Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Fleissner ist im Oktober 2014 wieder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.
Herr Falk Raudies ist im Juli 2014 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Erörterung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 nebst Lagebericht sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Aufgrund der noch vor Aufstellung des Jahresabschlusses erlangten Erkenntnisse über die konkrete finanziellen, bilanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse bei der HPI AG und den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mussten jedoch umfangreiche Neubewertungen und weitere Veränderungen berücksichtigt werden, weshalb sich die Aufstellung des Jahresabschlusses bis ins Jahr 2018 hinein verzögert hat. Der Abschlussprüfer, die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), München, hat den Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 nebst Lagebericht sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht geprüft, wobei die Prüfung aufgrund der bereits genannten Umstände ebenfalls länger gedauert hat und erst im September 2018 abgeschlossen werden konnte. Sowohl der Prüfungsbericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der HPI AG zum 31. Dezember 2014 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der HPI AG sowie der Prüfungsbericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht enthalten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht sowie die unterschriebenen Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und am 2. Oktober 2018 den Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt worden.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2014.
München, im Oktober 2018
Der Aufsichtsrat
Aufsichtsratsvorsitzender