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HPI AG Management Reports 2018

Oct 16, 2018

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Management Reports

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Publication

HPI AG

München

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das deutsche Wirtschaftswachstum ist trotz zunehmender geopolitischer Risiken aus dem In- und Ausland solide. Beschäftigung und Wirtschaftsaktivität in Deutschland waren in den vergangenen Jahren weiter stabil.

Das Bruttoinlandsprodukt hat 2014 ggü. dem Vorjahr um 1,9 % zugenommen und lag damit um 0,1 %-Punkte über der Prognose.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2015 eine solide konjunkturelle Grunddynamik mit einem preisbereinigten Wachstum des BIP von 1,5 %.

Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2015 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Marktentwicklung in den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing und Storage

A. Das Segment "IT & Electronics" besteht aus den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing und Storage, alle repräsentiert in der Tochtergesellschaft 3KV GmbH (die TND AG wurde 2013 auf die 3KV GmbH verschmolzen)

Das IT-Geschäft in Deutschland verlief dem Branchenverband Bitkom zufolge 2014 besser als im Vorjahr. Mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK) wurden in 2014 153,0 Mrd. EUR umgesetzt und somit 1,3% mehr als im Vorjahr, wie der Verband mitteilte.

Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Der deutsche Markt für Cloud Computing verzeichnete 2014 einen Umsatz von 6,4 Mrd. EUR und damit ein Wachstum von 46 % ggü. dem Vorjahr. Die Prognose für 2015 liegt bei einem Zuwachs von 39 % auf 8,8 Mrd. EUR. Das ergab eine aktuelle Studie der Experten-Group im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.

Zu den Cloud-Dienstleistungen gehören Software-as-a-Service (das Bereitstellen von Computerprogrammen über das Internet), Plattform-as-a-Service (die Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen über das Internet) und Infrastructure-as-a-Service (etwa die Bereitstellung von Speicher- oder Rechnerkapazitäten über das Internet).

Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Die weltweiten Ausgaben für IT-Sicherheit beliefen sich 2014 auf rd. 71,1 Mrd. US-Dollar und stiegen damit wie prognostiziert um 7,9 % ggü. dem Vorjahr. Im Jahr 2015 werden die Gesamtausgaben voraussichtlich um 8,2 % auf 76,9 Mrd. US-Dollar steigen.

Quelle: Gartner

Der Storage-Markt hat 2014 weltweit ein Volumen von 24,67 Mrd. US - Dollar erreicht. Das entspricht einem Umsatzplus von 9,6 % im Vergleich zu 2013.

Quelle: Gartner

Die HPI erzielte im Segment "IT & Electronics" 2014 einen Umsatz in Höhe von TEUR 70.180 und damit 16,3 % weniger als im Vorjahr (TEUR 83.846). Das EBIT lag jedoch bei ‑TEUR 2.908 (Vorjahr: ‑TEUR 2.487), was vor allem auf niedrigere sonstige Erträge zurückzuführen ist (TEUR 1.268 anstatt von TEUR 6.680). Das um TEUR 2.889 niedrigere Rohergebnis konnte durch niedrigere Personalaufwendungen und niedrigere sonstige Aufwendungen (in Summe TEUR 4.744) überkompensiert werden, nicht aber entfallene sonstige Erträge von TEUR 5.412, insbesondere im Vorjahr angefallene Erträge aus weggefallenen Earnout-Zahlungen für Anteilserwerbe.

Marktentwicklung im Geschäftsbereich Elektronische Bauelemente

Im Geschäftsbereich Elektronische Bauelemente gab es 2014 keine Aktivitäten mehr.

B. Das Segment "Industrial & Renewables" besteht aus den Geschäftsfeldern Business Process Outsourcing (HPI-Gesellschaften: Mannesmannröhren Logistic GmbH (MRL) und HPI GmbH (HPI Hoechst Procurement International ) sowie Erneuerbare Energien (HPI-Gesellschaft: REW Solar AG)

Marktentwicklung Business Process Outsourcing

Der weltweite Markt für Procurement Outsourcing, in dem unsere Tochtergesellschaften MRL und HPI GmbH tätig sind, wuchs in 2014 um rd. 12 % ggü. dem Vorjahr.

Quelle: Everest Group, Procurement Outsourcing, Annual Report 2015

Marktentwicklung Erneuerbare Energien

Die HPI hat sich aus diesem Geschäftsbereich zurückgezogen (Entkonsolidierung der REW Solar AG zum 01. Januar. 2014).

Die HPI erzielte im Segment "Industrial Renewables" 2014 einen Umsatz in Höhe von TEUR 26.394 und damit 19,6 % weniger als im Vorjahr (TEUR 32.832). Das EBIT lag bei -TEUR 540 (Vorjahr ‑TEUR 11.861), was vor allem auf entfallene Firmenwert-Abschreibungen mit TEUR 7.021 zurückzuführen ist.

C. Marktausblick

Die Prognose des Ifo-Instituts für 2015 fiel positiv aus: es prognostizierte ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1,7 %, vor allem gestützt durch die Inlandsnachfrage und einen weiter fallenden Rohölpreis. Zudem wurde erwartet, dass die Arbeitslosenquote 2015 auf 6,4 % zurückgeht (2014: 6,8 %).

Quelle: Ifo-Institut

Die tatsächlichen Zahlen lagen beim Bruttoinlandsprodukt bei 1,7%, bei der Arbeitslosenquote bei 6,4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt

II. Kundenstruktur

Im Segment "IT & Electronics" (3KV) wurden 2014 ca. 51 % der Kundenumsätze mit deutschen Kunden, 43 % mit anderen europäischen und 6 % mit Kunden außerhalb der EU getätigt. Die Kunden sind hierbei im Distributionsgeschäft Systemhäuser, im reinen Handelsgeschäft meist sog. Broker. Insgesamt ist die Kundenbasis ausgewogen, d.h. es besteht keine Abhängigkeit von einem oder zwei Großkunden.

Im Segment "Industrial & Renewables" sind die beiden größten Kunden des HPI Konzerns mit zusammen mehr als ca. 16,5 Mio. EUR Jahresumsatz gleichzeitig Minderheitsgesellschafter der MRL. Mit diesen Kunden besteht eine sehr langfristig ausgelegte Partnerschaft sowie eine sehr tiefe gegenseitige Integration der Systeme.

III. Kapitalmaßnahmen

A. Unternehmensanleihe

Die HPI AG hat im Dezember 2011 eine Unternehmensanleihe von bis zu TEUR 6.000 begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird jährlich mit 9 % verzinst, Laufzeitende ist der 30. November 2016. Die Anleihe ist im Börsenfreiverkehr in Hamburg gelistet. Es besteht keine Prospektpflicht. Die Anleihe richtet sich an qualifizierte Anleger gemäß § 2 Abs. 6 WpPG, die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 50.000.

Der Gesamtnennbetrag wurde im Jahr 2013 auf TEUR 6.256 aufgestockt und bis zum 31. Dezember 2013 komplett gezeichnet. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.

B. Wandelanleihe

Die HPI AG hat im Dezember 2011 eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 1.500 begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts platziert. Der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10. Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 1. Dezember 2011 und endet am 30. November 2016. Die Wandelanleihe ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet.

Von dem Gesamtnennbetrag mit TEUR 1.500 wurden in 2012 insgesamt TEUR 750 nominal gezeichnet. Somit verbleibt ein Restanleihevolumen in Höhe von TEUR 750, dessen Zeichnungsfrist bis zum 31. Dezember 2014 verlängert wurde und nicht mehr gezeichnet wurde. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.

C. Inhaber-Teilschuldverschreibung (Nachhaltigkeitsanleihe)

Die HPI AG hat im April 2012 eine Inhaber-Teilschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 2,0 Mio. begeben.

Die Laufzeit der sogenannten "Nachhaltigkeitsanleihe" beginnt am 01. Mai. 2012 und endet mit dem 30. April 2015. Verzinst wird die Inhaber-Teilschuldverschreibung jährlich mit 7,125 %. Die Anleihe ist nicht börsennotiert. Die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 50.000.

Aufgrund des negativen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2014 wurden die Covenants der Inhaberschuldverschreibung (EUR 2,0 Mio. 7,125 %, Laufzeit 2012-2015) wiederholt nicht eingehalten. Vertragsgemäß besteht daher ein sofortiges Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Die Anleihe wurde in 2017 in Eigenkapital umgewandelt. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.

D. Optionsschuldverschreibung

Die HPI AG hat im September 2013 eine Optionsschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 1.200 begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts vollständig platziert. Der Optionspreis beträgt EUR 1,70. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2016. Die Optionsschuldverschreibung ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet. Der Optionspreis wurde in 2016 auf EUR 1,10 geändert und die Anleihe mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2018 versehen. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.

E. Unternehmensschuldverschreibung

Die HPI AG hat im Dezember 2014 eine Unternehmsschuld von bis zu TEUR 1.500 begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird jährlich mit 15 % verzinst, Laufzeitende ist der 30. November 2019. Die Anleihe wird im Rahmen einer Privatplatzierung zum Ausgabepreis in Höhe von 100 % Investoren zur Zeichnung angeboten. Eine Notierung der Anleihe an einer Wertpapierbörse ist nicht vorgesehen. Die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 100.000.

Von dem Gesamtnennbetrag mit TEUR 1.500 wurden in 2014 insgesamt TEUR 700 nominal gezeichnet.

F. Darlehensaufnahme

Die HPI AG hat im April 2014 ein Darlehen i.H.v. EUR 1,3 Mio mit einer Laufzeit von 3 Jahren aufgenommen.

G. Kontokorrentkredite

Die HPI AG verfügt zum Bilanzstichtag über folgende Kontokorrentlinien:

Commerzbank AG

Die Commerzbank AG hatte während des Geschäftsjahres 2013 einen Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 2.500 eingeräumt. Die Begünstigten hierbei sind die HPI AG mit TEUR 300 und die 3KV GmbH mit TEUR 2.200, wobei die HPI AG gesamtschuldnerisch haftet und die Tochtergesellschaften jeweils mit dem in Anspruch genommenen Betrag. Die Krediteinräumung war während des Geschäftsjahres unbefristet.

Postbank AG

Die Postbank AG bewilligte der HPI AG während des Geschäftsjahres 2013 einen Kontokorrentkredit über TEUR 500. Der Tochtergesellschaft 3KV GmbH stellte die Postbank AG ebenfalls eine Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 1.500 unter Mithaftung der HPI AG zur Verfügung. Beide Linien waren während des Geschäftsjahres unbefristet.

IV. Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt unbefriedigend und der HPI Konzern befindet sich daher in einem Sanierungsprozess (vgl. hierzu Prognosebericht Teil C. Prognose für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft). Ziel ist hierbei, neben der Schuldenkonsolidierung, die unrentablen Teile des Geschäftes in den Segmenten "IT & Electronics" sowie "Industrials" zu bereinigen und die vorhandenen rentablen Bereiche auszubauen.

V. Konzernstruktur

Gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur zum 31. Dezember 2014

HPI AG
M M. Negel VS AG M HRB 120160
Geschäftsbereich HPI "IT & Electronics"
3KV GmbH 100% HPI AG
M F. Raudies GF AG M HRB 182729
Amaro IT GmbH 100% 3KV GmbH
Oldenburg F. Raudies GF AG Oldenburg HRB 5626
Software Solutions GmbH (iL) 100% HPI AG
Feldkirchen H. Heutink Liquidator AG M HRB 167803
VCE Virtual Chip Exchange Inc. (Quebec) 49% HPI AG
Canada M. Wood P
VCE USA Inc. 100% VCE Canada
US M. Wood P
VCE Europe GmbH 100% VCE USA
M M. Wood GF
Geschäftsbereich HPI "Industrial & Renewables"
HPI GmbH (heutige Procurement Unlimited GmbH, München) 100% HPI AG
Liederbach B. Schnitker GF AG FFM HRB 42091
HPI Sourcing Management GmbH 100% HPI GmbH
Liederbach B. Schnitker GF AG FFM HRB 78410
HPI BPM GmbH 100% HPI GmbH
Liederbach B. Schnitker GF AG FFM HRB 82120
HPI Procurement Services GmbH & Co. KG (vormals HPI Logistic GmbH & Co. KG) 100% HPI GmbH
Liederbach HPI BPM GmbH GF AG FFM HRA 43404
HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH 100% HPI GmbH
Liederbach B. Schnitker GF AG FFM HRB 78408
HPI Polen Sp.Z. o.o. 51% HPI GmbH
PL D. Skoracki GF
Eubicon GmbH 75,2% HPI GmbH
Liederbach G. Sauerland GF AG FFM HRB 99803
MRL GmbH 50,02% HPI AG
Ratingen F. Probst GF AG DUS HRB 47827
REW Technology AG 80,1% HPI AG
Dortmund F. Gralla VS AG DORT HRB 24990
REW Solartechnik GmbH 100% REW AG
Dortmund F. Gralla GF AG DORT HRB 20737
REW Elektrotechnik GmbH 50% REW AG
Dortmund F. Gralla GF AG DORT HRB 19864

VI. Änderung in Vorstand und Aufsichtsrat

Herr Falk Raudies ist zum 24. Juli 2014 aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Herr Michael Negel ist seitdem Alleinvorstand.

Der Aufsichtsrat hat sich in 2014 wie folgt zusammengesetzt:

Boris Dürr 01.01.2014 - 31.12.2014 Aufsichtsrats-Vorsitzender
Günter Seefelder 01.01.2014 - 15.01.2014 stv. Aufsichtsrats-Vorsitzender
Markus Bodenmeier 15.01.2014 - 31.12.2014 stv. Aufsichtsrats-Vorsitzender
Jürgen Rödig 01.01.2014 - 07.04.2014 weiteres Mitglied
Stefan Fleissner 06.05.2014 - 24.10.2014 weiteres Mitglied

VII. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen, lediglich Tochtergesellschaften.

VIII. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

A. Konzern-Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 29.058 leicht erhöht (Vorjahr: TEUR 28.448).

Die Vermögenswerte setzen sich aus langfristigen Vermögenswerten zusammen, im Wesentlichen aus Firmenwerten mit unverändert TEUR 3.387, Sachanlagen in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 994) und anderen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 513). Insgesamt verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte auf TEUR 4.795. Bezogen auf die Segmente reduzierten sich im Segment IT & Electronics die langfristigen Vermögenswerte um TEUR 559 und im Segment Industrial & Renewable um TEUR 532.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich per Ende 2014 auf TEUR 24.263 (Vorjahr: TEUR 22.488). Grund hierfür sind im Wesentlichen die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 9.335 (+TEUR 4.712) und der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf TEUR 3.034 (+TEUR 491). Gegenläufig entwickelten sich die Vorräte mit TEUR 7.979 (‑TEUR 1.011) sowie die kurzfristigen Vermögenswerte aus Forderungen und Vermögenswerte mit TEUR 3.525 (-TEUR 2.076).

Das Konzerneigenkapital beläuft sich zum Stichtag -TEUR 17.706 (Vorjahr: -TEUR 9.346). Die Verminderung des Konzerneigenkapitals ist durch den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 7.692 begründet. Die Konzerneigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag 2014 unverändert negativ.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich auf TEUR 10.995 (Vorjahr: TEUR 10.640) erhöht: Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zeichnung der von der HPI AG ausgegebenen Anleihen. Die weiteren langfristigen Schulden setzen sich zusammen aus latenten Steuern von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 156) sowie Rückstellungen für Pensionen mit TEUR 4.610 (Vorjahr: TEUR 4.111).

Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden auf TEUR 31.099 (Vorjahr: TEUR 22.887) resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 13.418 (Vorjahr: TEUR 6.629). Daneben haben sich auch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um TEUR 713 auf TEUR 5.360 sowie die kurzfristigen Rückstellungen um TEUR 1.227 auf TEUR 6.337 erhöht.

Im Segment Industrial & Renewables bestehen ebenfalls höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.604 (Vorjahr TEUR 2.154), die anderen Verbindlichkeiten haben sich dagegen erheblich reduziert auf TEUR 120 (Vorjahr TEUR 3.017).

B. Konzern-Finanzlage

Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR ‑334 (Vorjahr: TEUR -1.805) ausgewiesen. Die Verbesserung zum Vorjahr resultiert aus unterschiedlichsten Effekten.

Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR 37 (Vorjahr Mittelabfluss von TEUR 870).

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 945 (Vorjahr: TEUR 1.753) resultiert insbesondere aus der geringeren Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und Anleihen von netto TEUR 945 (Vorjahr netto TEUR 1.753).

Der Finanzmittelbestand erhöhte sich auf TEUR 3.034 (Vorjahr TEUR 2.543).

C. Konzern-Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2014 ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 7.692 (Vorjahr -TEUR 16.707).

Im Geschäftsjahr 2014 gingen die konsolidierten Umsatzerlöse geschäftsbedingt von TEUR 112.882 um TEUR 17.187 bzw. 15,2 % auf TEUR 95.695 zurück. Der Materialaufwand hat sich unterproportional zum Umsatz von TEUR 94.820 auf TEUR 82.715 (-TEUR 12.105 bzw. ‑12,8 %) vermindert. Bezogen auf die Segmente reduzierten sich die Umsatzerlöse im Segment "IT & Electronics" um TEUR 13.666 auf TEUR 70.180, im Segment "Renewable & Industries" um TEUR 6.438 auf TEUR 26.394, dies im Wesentlichen bedingt durch die Entkonsolidierung der REW AG zum 1. Januar 2014. Bereinigt um Konsolidierungseffekte zwischen den Segmenten sank der Konzernumsatz um TEUR 17.187. Der Materialaufwand reduzierte sich im Segment IT & Electronics bedingt durch eine außerordentliche Lagerwertkorrektur in Höhe von TEUR 400 nicht im selben Verhältnis wie die Umsatzerlöse, so dass die Rohmarge in diesem Segment um 2,1 % auf 8,4 % gesunken ist.

Der Materialaufwand reduzierte sich im Segment Industrial & Renewables leicht unterproportional zum Umsatzrückgang.

Der Rohertrag des Konzerns reduzierte sich auf TEUR 12.980 (Vorjahr: TEUR 18.270), wobei die Rohertragsmarge den Geschäftsmodellen der in 2014 konsolidierten Unternehmen entspricht. Die zum 1. Januar 2014 entkonsolidierte REW AG ist für den Konzern absolut und relativ unwesentlich.

Die operativen Kosten reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 27.375 auf TEUR 18.771 und beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum-, IT-, Marketing-, Verwaltungs- sowie Beratungskosten. Sowohl die Aufwendungen für Personal und Abschreibungen, als auch die sonstigen Aufwendungen reduzierten sich in beiden Segmenten.

Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) belief sich für das Jahr 2014 auf ‑TEUR 4.493 (Vorjahr: -TEUR 2.419). Die Abschreibungen verminderten sich auf TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 1.026). Das Ergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich für das Jahr 2014 auf ‑TEUR 4.958 (Vorjahr: -TEUR 13.648). Das Finanzergebnis verminderte sich auf -TEUR 2.194 (Vorjahr: -TEUR 2.633) - ursächlich war vor allem der Wegfall von Zinsen auf Earnout-Beträge aus Anteilserwerben (-TEUR 391) gegenläufig waren niedrigere Zinserträge (-TEUR 414).

Bezogen auf die Segmente hat die Tatsache, dass die Kostenstruktur nicht 1:1 an den Umsatzrückgang angepasst werden konnte, in beiden Segmenten das jeweilige EBIT belastet.

Aufgrund des dargestellten Geschäftsverlaufs schließt die HPI AG das Geschäftsjahr 2014 mit einem Verlust in Höhe von TEUR 7.692 ab. Hierbei entfielen auf das Segment "IT & Electronics" ein Verlust von TEUR 4.813 und ein Verlust von TEUR 862 auf das Segment "Industrial & Renewables".

D. Geschäftsrisiken

Der HPI Konzern ist mit seinen Aktivitäten auf dem Markt von IT-Netzwerken, Storage und C-Teilen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf ergeben. Unserer Risikopolitik entsprechend nutzen wir Geschäftsgelegenheiten, die sich im Rahmen unserer Geschäftsstrategie bieten, gehen aber nur kalkulierbare unternehmerische Risiken ein. Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt für Preise, Dienstleistungsqualität, Service und Finanzierungskonditionen. Dabei muss sich der HPI Konzern einem starken Preisdruck stellen. Zudem besteht die Gefahr von Markt- und Wachstumseinbrüchen, insbesondere in dem von erheblichen Schwankungen geprägten Halbleitergeschäft. Einer teilweisen Minimierung dieses Risikos wird durch den vermehrten Abschluss von Rahmenverträgen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr entgegengewirkt. Daneben sind Aufträge grundsätzlich nicht stornierbar und es gibt eine Abnahmeverpflichtung für die Kunden. Durch die 3KV GmbH liegt ein erhebliches Geschäftsvolumen im Bereich Server- und Storage sowie über Mannesmannröhren Logistic GmbH bei industriellen Ge- und Verbrauchsartikeln. Mehr als zwei Drittel aller Forderungen der HPI-Gesellschaften sind kreditversichert.

E. Operative Risiken

Zu den operativen Risiken unseres internationalen Geschäfts gehören unerwartete Qualitätsprobleme und logistische Schwierigkeiten. Daraus können erhebliche Mehrkosten oder Vertragsstrafen resultieren.

F. Lieferantenrisiken

3KV GmbH und Mannesmannröhren Logistic GmbH beziehen die Produkte zum Großteil von deren Herstellern mit entsprechenden Herstellergarantien, respektive von offiziellen Distributoren der Hersteller.

G. Personalrisiken

In Deutschland herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dies betrifft insbesondere Vertriebsmitarbeiter mit branchenspezifischem Hintergrund und nachweislichen Verkaufserfolgen. Unser künftiger Erfolg hängt auch davon ab, dass wir weiterhin qualifizierte Fach- und Führungskräfte einstellen, integrieren und dauerhaft an das Unternehmen binden. Wir fördern deshalb unsere Mitarbeiter gezielt durch regelmäßige Schulungen und bieten ein in hohem Maße erfolgsabhängiges und attraktives Vergütungsmodell. Außerdem bilden wir Nachwuchs als Auszubildende in kaufmännischen Berufen aus.

H. Kreditrisiken

Da wir Kunden in unterschiedlichen geographischen Regionen, verschiedenen Größenklassen und aus mehreren Industrien bedienen und in der Regel Zahlungsziele gewähren, sind wir Kreditrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung dieser Kreditrisiken wird die Kreditwürdigkeit der Kunden unter Einbeziehung unseres Factoring -Dienstleisters geprüft und bei zu hohen Risiken nur gegen Vorauskasse geliefert. Im Segment "IT & Electronics" werden regelmäßig Forderungen im Rahmen von bestehenden Factoring-Verträgen verkauft. Mit dieser Maßnahme geht das Delkredererisiko für die verkauften Forderungen auf den Factoringgeber über. Zusätzlich achten wir auf ein diversifiziertes Kundenportfolio. Die Mannesmannröhren Logistic GmbH aus dem Segment "Industrial & Renewables" beliefert nur Kunden mit besten Bonitäten und factored deswegen nicht.

I. Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken

Da ein Teil der Umsätze mit Kunden in Nicht-Euro-Währungen generiert wird, vorwiegend auf US-Dollar-Basis, entstehen Fremdwährungsrisiken. Mit dem Ankauf von Forderungen in Nicht-Euro-Währungen übernimmt die Factoringgesellschaft auch das Währungsrisiko. In der Regel kaufen und verkaufen wir Waren und Dienstleistungen in derselben Währung und reduzieren dadurch unser Risiko.

Die Gesellschaft verwendet in geringem Umfang Finanzinstrumente um Risiken, insbesondere Wechselkursrisiken, abzusichern.

Für eine HPI-Anleihe in Höhe von TEUR 2.000 besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Für weitere Informationen zur Entwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht.

Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften in den Jahren 2013 bis 2017 war der Vorstand gezwungen, intensive Verhandlungen mit Darlehensgebern und Anleihegläubigern zu führen und fällige Zins- und Tilgungsleistungen zu verlängern oder Anleihen in Eigenkapital umzuwandeln. Hierzu wird auch auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.

Aufgrund des negativen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2013 wurden die Covenants der Inhaberschuldverschreibung (EUR 2,0 Mio. 7,125 %, Laufzeit 2012-2015) wiederholt nicht eingehalten. Vertragsgemäß bestand daher ein sofortiges Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Die Anleihe wurde jedoch in 2017 in Eigenkapital umgewandelt.

Der HPI-Konzern überwacht seine Liquidität ständig und intensiv. Seit Anfang 2018 sind alle Anleihen und Darlehen gewandelt oder bis mindestens Ende 2019 verlängert, so dass der HPI-Konzern eine gesicherte Liquiditätssituation vorweisen kann und auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.

J. Zusätzliche Risiken

Wir schützen den HPI Konzern mit angemessenen Versicherungen gegen Auswirkungen von Haftungs- oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche, wettbewerbs- und börsenrechtliche Regelungen können ebenso Unternehmensrisiken beinhalten. Die HPI AG und ihre Tochter- sowie Beteiligungsgesellschaften lassen sich deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten.

K. Konzerninternes Steuerungssystem und Risikomanagementsystem

Wesentlich für das konzerninterne Steuerungssystem sind neben dem in regelmäßigen Abständen erhobenen Auftragsbestand die monatliche Berechnung von Rohertragsmargen und zugehörigen EBITDA´s. Dabei werden die tatsächlichen Ergebnisse mit den budgetierten Werten verglichen und auch die wesentlichen Bilanzpositionen wie liquide Mittel, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten überprüft. Bei Abweichungen von den geplanten Ergebnissen und Werten werden unmittelbar entsprechende Korrekturen beschlossen und umgesetzt.

Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und existenzgefährdende Risiken zu vermeiden. Das bestehende Risikomanagementsystem einschließlich der zugehörigen Prozesse wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die wesentlichen Risiken werden in den täglichen Arbeitsprozessen und im Austausch des operativ tätigen Managements regelmäßig gesteuert und bewertet. Der Aufsichtsrat wird im Rahmen der regulären Berichterstattung durch den Vorstand informiert.

IX. Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Die wesentlichen Chancen unserer Gesellschaft liegen im organischen Wachstum und im Wachstum durch Akquisition.

A. Organische Wachstumschancen

a) IT Netzwerkprodukte und Storage

Die 3KV GmbH, ein Tochterunternehmen der HPI-Gruppe, hat zum 1. Juni 2012 mit KEMP Technologies ein umfassendes Distributionsabkommen für die Region Deutschland/ Österreich/ Schweiz geschlossen.

KEMP Technologies bietet als weltweit operierendes Unternehmen einfach zu implementierende, wirtschaftliche Load-Balancer- und Application-Delivery-Lösungen an. Der Distributionsvertrag mit der Enterasys Networks, Inc. wurde nach der Übernahme von Enterasys Networks, Inc. durch Extreme Networks 2014 neu ausgeschrieben. Die 3KV GmbH bewarb sich gegen 7 Konkurrenten und bekam den Zuschlag. Dieser Vertrag zusammen mit dem für KEMP Technologies, ist die Basis für den weiteren Ausbau des strategischen Geschäftes.

b) Outsourcing-Trends der Großindustrie im Bereich Einkauf und Logistik

Die Großindustrie in Deutschland beschäftigt sich mit dem Auslagern von Einkaufsbereichen, speziell auf dem Gebiet der indirekten Güter, die nicht strategisch sind und nicht in das Endprodukt einfließen.

Die sogenannten Ge- und Verbrauchsartikel werden gerne von der Industrie ausgelagert, wenn sich eine Einsparung der Einkaufs- und Prozesskosten ergibt. Der HPI Konzern bietet hierfür Möglichkeiten sowohl im Bereich der Prozesse, der Logistik als auch im Einkauf, Kosten zu sparen, Lieferanten zu reduzieren, Logistikflächen frei zu machen und Einkaufsfachpersonal für strategische Aufgaben zu entlasten. Durch die Geschäftsfelder der HPI GmbH und der MRL GmbH verfügt die HPI AG über die Möglichkeit, Lösungen für gesamte Versorgungsketten anbieten zu können. Hierbei ist der HPI Konzern führend und hat im letzten Jahr zwei große Kunden aus der Petrochemie und Energieversorgung gewonnen. Dies bestätigt den Ansatz und bekräftigt HPI AG, diesen Weg weiter fortzusetzen.

B. Wachstum durch Akquisition

Hier sind Unternehmen von Interesse, die unsere Aktivitäten im Bereich Netzwerkinfrastruktur sinnvoll verstärken, ergänzen oder darüber hinaus erweitern. Wir suchen hierzu insbesondere im Bereich Cloud Computing.

C. Prognosebericht

A. Prognose: "IT & Electronics"

Im Bereich IT erzielte die 3KV in 2015 Umsätze in Höhe von Mio. EUR 49,6 (Vorjahr Mio. EUR 63,6). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf Mio. EUR -1,1. Der Umsatzrückgang und das negative Ergebnis resultieren ausschließlich aus dem taktischen Geschäft, in welchem lediglich Verfügbarkeit und Preis die relevanten Wettbewerbsfaktoren sind. Dieser Geschäftsbereich ist gekennzeichnet durch hohen Konkurrenzdruck sowie Preis- und Margenverfall und erfuhr in 2015 einen unerwartet starken Umsatzrückgang, auf den nur verzögert mit entsprechenden Kostensenkungen reagiert werden konnte. Wir werden diesen Geschäftsbereich weiter gezielt auf ein rentables Basisgeschäft reduzieren.

Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's für das Segment "IT & Electronics aus":

Konzernumsatz EBITDA
2015 EUR 50 Mio. EUR -0,7 Mio.
2016 EUR 33 Mio. EUR -0,5 Mio.
2017 EUR 32 Mio. EUR 0,0 Mio.
2018 EUR 41 Mio. EUR 0,6 Mio.

Die Konzentration gilt dem strategischen Geschäft. Hier werden auf Basis von Distributionsverträgen herstellerübergreifende Projekte zusammen mit den Herstellern und Systemhäusern konzipiert und umgesetzt. Ziel ist es, den Umsatzanteil mit strategischen Kunden und Herstellern in den nächsten Jahren signifikant zu steigern.

B. Prognose: "Industrial & Renewables"

Die MRL erzielte 2015 Umsätze in Höhe von EUR 18,3 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. TEUR -2.391. Die Nachfrageschwäche der Kunden aus der Stahlindustrie, setzte sich weiter fort. Die Gesellschaft meldete in 2016 Insolvenz an.

Der Umsatz der HPI GmbH Gruppe belief sich 2015 auf rd. EUR 3,3 Mio. bei einem Vorsteuerergebnis in Höhe von TEUR -147. Die Gesellschaft bleibt mit hohen Aufwendungen für Pensionen belastet. Für 2016 wird ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.

Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's für das "Industrial & Renewables aus":

Konzernumsatz EBITDA
2015 EUR 22 Mio. EUR 1,2 Mio.
2016 EUR 17 Mio. EUR 3,0 Mio.
2017 EUR 3 Mio. EUR 0,1 Mio.
2018 EUR 4 Mio. EUR 0,3 Mio.

Die Geschäftsentwicklung der REW war auch in 2014 durch den gravierenden Nachfragerückgang im Bereich der Solarelemente aufgrund des weiteren Rückgangs der staatlichen Subventionen und der Einführung von Strafzöllen durch die EU sehr stark beeinträchtigt. In der Folge hat die Gesellschaft die REW an die ursprünglichen Veräußerer im Februar 2015 zurückverkauft.

C. Gesamtprognose für die zukünftige Entwicklung

Der HPI-Konzern befindet sich derzeit in einem Sanierungsprozess. Als Holdinggesellschaft verfügt die Muttergesellschaft als wesentliche Einnahmequelle lediglich über Dividenden der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften. Wesentliche Tochtergesellschaften und Beteiligungen haben jedoch aus unterschiedlichen Gründen in den Jahren 2012 bis 2017 so geringe Erträge erzielt, dass die Konzernbilanzen für die Geschäftsjahre 2012 bis 2017 einen Jahresfehlbetrag ausgewiesen haben bzw. voraussichtlich einen Jahresfehlbetrag ausweisen werden. Die HPI AG erhielt dadurch in drei aufeinander folgenden Jahren keine hinreichende Liquiditätsausstattung von den Beteiligungs- und Tochtergesellschaften. Da es sich bei der HPI AG um eine Holdinggesellschaft ohne eigene operative Tätigkeit handelt, wurde die Liquidität der HPI AG durch diese drei Jahre ohne hinreichende Liquiditätsausstattung seitens der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften stark belastet.

Die Muttergesellschaft hat zudem in den vergangenen Jahren in größerem Umfang Fremdkapital aufgenommen. Im Zusammenspiel mit den fehlenden Zuflüssen aus den Beteiligungs- und Tochtergesellschaften besteht ein Missverhältnis zwischen den Fremdkapitalkosten und den laufenden Zuflüssen auf Ebene der Muttergesellschaft. Seit Ende 2014 konnten Zinszahlungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht geleistet werden, so dass eine Stundung der Zinsen seitens der Gläubiger erforderlich war. Auch in Zukunft ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass die HPI AG Zins- und Tilgungszahlungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht bzw. nicht vollumfänglich bedienen können wird.

Zur Stabilisierung der Gesellschaft sowie zur mittelfristigen Wiedererlangung der Profitabilität im Hinblick auf das operative Ergebnis der Muttergesellschaft hat die Gesellschaft ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Ziel dieses Restrukturierungsprogrammes ist, dass die Erträge der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften gesteigert und gleichzeitig die Kosten innerhalb des HPI-Konzerns weiter gesenkt werden.

Neben der operativen Restrukturierung sind aber zur Überwindung der aktuellen Krisensituation auch eine Verbesserung der Liquiditätslage sowie eine Anpassung der Finanzierungssituation der Gesellschaft notwendig. Hierzu hat die HPI AG seit der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar 2015 die Verhandlungen mit ihren wesentlichen Gläubigern fortgeführt, die voraussichtlich zu einer erheblichen Entlastung für die HPI AG sowohl auf Ebene der Liquiditäts- als auch auf Ebene der Vermögenslage führen werden. Parallel dazu benötigt die HPI AG aber sowohl zusätzliche Liquidität als auch eine Stärkung des Eigenkapitals.

Ein Teil des geplanten Eigenkapital- und Liquiditätszuflusses wurde durch eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital 2011/I in Höhe von EUR 725.000,00 gedeckt, die im August 2015 vollständig von Carlson Ventures International Ltd. übernommen und eingezahlt wurde. Hiermit wurde das Grundkapital von EUR 7.359.586,00 um EUR 725.000,00 auf EUR 8.084.586,00 erhöht. Eine weitere Kapitalerhöhung um EUR 425.000,00 wurde ebenfalls von Carlson Ventures International Ltd. übernommen und eingezahlt. Das Grundkapital beträgt zu Beginn des Jahres 2018 EUR 8.509.586,00. Die finanzielle Situation hat sich durch die Wandlungen und Verlängerungen der Fälligkeiten von Darlehen und Anleihen zu Beginn des Jahres 2018 stabilisiert.

Der HPI-Konzern hat sich des Weiteren mit seinen wichtigsten Finanzgläubigern auf Sanierungsbeiträge in Gestalt von Teilforderungsverzichten bzw. der Wandlung von Forderungen in Aktien oder in eigenkapitalähnliche Instrumente verständigt.

Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's aus:

Konzernumsatz EBITDA Konzernergebnis
2015 EUR 71 Mio. EUR 1,7 Mio. EUR 0,3 Mio.
2016 EUR 50 Mio. EUR 1,9 Mio. EUR 1,6 Mio.
2017 EUR 35 Mio. EUR -0,6 Mio. EUR -1,5 Mio.
2018 EUR 45 Mio. EUR 0,7 Mio. EUR 0,0 Mio.

D. Positionierung der HPI AG an der Börse

Die HPI AG ist seit dem 4. Quartal 2014 nur noch im m:access der Bayerischen Börse in München gelistet.

E. Nachtragsbericht

1. Finanzierung

a) Kapitalerhöhungen

Die HPI AG hat im Nachtragszeitraum zwei Barkapitalerhöhungen durchgeführt. Im September 2015 wurde das gezeichnete Kapital um TEUR 725 erhöht und im April 2016 um weitere TEUR 425. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt danach EUR 8.509.586, eingeteilt in 8.509.586 Stückaktien.

b) Änderungen von Anleihebedingungen

Im Rahmen der Bilanzsanierung wurden bei mehreren Anleihen die Anleihebedingungen geändert:

- 9 %-Unternehmensschuldverschreibung (WKN A1MA90) über EUR 6.256.000 Senkung des Zinssatzes auf 3,5 %, Versehung mit Wandlungsrecht, Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet ("keine Endfälligkeit").

- 4,5 %-Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) über EUR 750.000, Teilverzicht, dafür Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5 %, Verlängerung der Laufzeit bis 31. Dezember 2019.

- 7,125 %-Unternehmensanleihe (WKN A2BPFN) über EUR 2.000.000, Versehung mit Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie, Verlängerung der Laufzeit bis 01. Mai 2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt.

- 9 %-Optionsanleihe (WKN A1X3L7) über EUR 1.200.000, Verlängerung der Laufzeit bis 30. Juni 2018, Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt.

- 15 % Unternehmensschuldverschreibung über TEUR 700, Stundung der Zinszahlungen für Zinstermine 1. Dezember 2016 und 1. Dezember 2017 bis Ende 2018.

c) Wandlungen

Im Nachtragszeitraum wurden aus den unter c) genannten Anleihen insgesamt Wandlungs- bzw. Optionsrechte für 3.017.091 Aktien ausgeübt. Dabei sind die 7,125 % Unternehmensanleihe sowie die 9 % Optionsanleihe vollständig gewandelt bzw. ausgeübt worden.

d) Aktionärsstruktur

Im Nachtragszeitraum hat sich die Aktionärsstruktur aufgrund der unter E.1.b) sowie E.1.e) geschilderten Kapitalmaßnahmen verändert. Die Kapitalerhöhungen wurden beide von Carlson Ventures International Ltd. gezeichnet.

e) Teilverzichte von Gläubigern

Im Nachtragszeitraum haben Gläubiger von Anleihen, Darlehen und Krediten im Rahmen der Bilanzsanierung auf insgesamt TEUR 1.396 verzichtet. Die bis dahin bestehenden Kreditlinien der HPI AG bei Banken wurden im Rahmen dieser Restrukturierungsmaßnahmen abgelöst.

f) Finanzielle Situation seit Anfang 2018

Seit Anfang 2018 geht der Vorstand der HPI AG davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können. Mittelfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft jedoch nur gesichert, wenn es ihr gelingt, operativ profitable Geschäftseinheiten zu erwerben oder die bestehenden Einheiten in ihrer Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Für den Erwerb neuer Geschäftseinheiten sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig.

2. Sonstiges

a) Sanierung

Die HPI AG befindet sich im Nachtragszeitraum in einer Sanierungsphase. Die ausführlichen Erläuterungen sind im vorstehenden Prognosebericht erfolgt, auf die an dieser Stelle zur Vermeidung von Doppelungen verwiesen wird.

b) Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Im Nachtragszeitraum ergaben sich folgende Änderungen in der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat:

20.01.2015 Axel Hamann wird vom 20. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 zum Vorstand bestellt

26.02.2015 Günter Seefelder scheidet aus dem Aufsichtsrat aus

26.02.2015 Artur Piotr Jedrzejewski wird zum Aufsichtsrat gewählt

30.06.2015 Michael Negel scheidet als Vorstand aus

18.07.2016 Carlo Thewes wird in den Vorstand bestellt

10.07.2017 David Nicholas Vincent wird als Vorstand bestellt

31.01.2018 Carlo Thewes scheidet als Vorstand aus.

c) Insolvenzanmeldung MRL GmbH

Die MRL GmbH, eine 50,02%ige Tochtergesellschaft der HPI AG hat im November 2016 Insolvenz angemeldet. Es besteht der Verdacht, dass die MRL ggü. ihren beiden wesentlichen Großkunden über Jahre nicht vertragskonform abgerechnet hatte

d) Beendigung der Notierung im m:access, weiterhin Notierung im Freiverkehr

Die Notierung im m:access wird mit Ablauf des 30. Dezember 2016 beendet. Die Einbeziehung im Freiverkehr bleibt unberührt.

München, 1. August 2018

HPI AG

Der Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagevermögen (11) 626 994
Geschäfts- oder Firmenwerte (12) 3.387 3.387
Andere immaterielle Vermögensgegenstände (13) 278 513
Finanzielle Vermögenswerte (14) 160 347
Sonstige Vermögenswerte (15) 284 411
Latente Steuern (16) 60 308
4.795 5.960
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (17) 7.979 8.990
Geleistete Anzahlungen (17) 0 3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 9.335 4.623
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (19) 3.525 5.601
Ertragsteuerforderungen (20) 390 728
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 3.034 2.543
24.263 22.488
Bilanzsumme 29.058 28.448
PASSIVA
31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
Eigenkapital (22)
Gezeichnetes Kapital HPI AG 7.360 7.250
Kapitalrücklage HPI AG 1.627 1.587
Gewinnrücklagen -25.436 -17.778
Eigenkapital der Eigentümer der HPI AG -16.449 -8.941
Nicht beherrschte Anteile (23) -1.257 -405
-17.706 -9.346
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzverbindlichkeiten (24) 10.995 10.640
Latente Steuern (16) 60 156
Rückstellungen (25) 4.610 4.111
15.665 14.907
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzverbindlichkeiten (24) 5.360 4.647
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 13.418 6.629
Andere Verbindlichkeiten (26) 5.668 6.351
Rückstellungen (27) 6.337 5.110
Ertragsteuerverbindlichkeiten (28) 316 150
31.099 22.887
Bilanzsumme 29.058 28.448

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014

2014

TEUR
2013

TEUR
Umsatzerlöse (1) 95.695 112.882
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 208
Materialaufwand (3) -82.715 -94.820
Rohertrag 12.980 18.270
Sonstige Erträge (2) 1.298 6.686
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer (4) -7.954 -8.891
Sonstige Aufwendungen (5) -10.817 -18.484
EBITDA -4.493 -2.419
Abschreibungen auf Sachanlagen und andere
immaterielle Vermögenswerte (6) -465 -1.026
EBITA -4.958 -3.445
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0 -10.203
EBIT -4.958 -13.648
Finanzierungsaufwand (7) -2.230 -2.480
Übriges Finanzergebnis (8) 36 -153
Finanzergebnis -2.194 -2.633
EBT -7.152 -16.281
Ertragsteueraufwand (9) -540 -426
Periodenergebnis -7.692 -16.707
davon Eigentümer HPI AG -7.399 -14.467
davon nicht beherrschte Anteile -293 -2.240
davon Gewinn nach Steuern der aufgegebenen Geschäftsbereiche 0 0
Periodenergebnis -7.692 -16.707
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen -440 10
- davon latente Steuern 74 -37
Zu Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -366 -27
davon Eigentümer HPI AG -262 -65
davon nicht beherrschte Anteile -104 38
Gesamtergebnis der Periode -8.058 -16.734
davon Eigentümer HPI AG -7.661 -14.532
davon nicht beherrschte Anteile -397 -2.202
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) (9) -1,02 -2,00

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014

2014

TEUR
2013

TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile nicht beherrschende Anteile) -7.692 -16.707
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 465 11.831
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 1.501 4.597
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 1.924 -3.862
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte -103 532
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -5.060 1.004
-/+ Zunahme / Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.003 -1.288
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.693 -1.482
+/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -65 3.570
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -334 -1.805
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 27 115
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -154 -218
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6 -705
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 170 8
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -33
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 0
+/- Konsolidierungskreisänderungsbedingte Anpassungen 0 -37
\= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 37 -870
+ Einzahlungen aus Aktienausgabe 0 0
- Dividendenausschüttung an Fremdgesellschafter 0 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und Anleihen 1.044 5.496
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten und Anleihen -99 -3.743
\= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 945 1.753
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 648 -922
+/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -157 -68
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.543 3.533
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.034 2.543
Cashflows aus erhaltenen Zinsen 35 449
Cashflows aus gezahlten Zinsen -1.966 -1.870
Cashflows aus Ertragsteuern 329 -982
Die Cashflows aus erhaltenen und gezahlten Zinsen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
Die Cashflows aus Ertragsteuern sind ausschließlich der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen
Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen
- gezahltes Entgelt 0 0
- Betrag der erlangten Zahlungsmittel 0 0
Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen
- erhaltenes Entgelt 160 100
- Betrag der verlorenen Zahlungsmittel -160 -68

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2014

Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital HPI AG

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Sonstige Gewinnrücklagen

TEUR
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

TEUR
--- --- --- --- ---
Stand 1.1.2013 7.250 1.587 -2.903 -416
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 73 0
Periodenergebnis 0 0 -14.467 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 -65
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -14.467 -65
Stand 31.12.2013 7.250 1.587 -17.297 -481
Stand 1.1.2014 7.250 1.587 -17.297 -481
Ausgabe von Anteilen 110 40 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 3 0
Periodenergebnis 0 0 -7.399 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 -262
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -7.399 -262
Stand 31.12.2014 7.360 1.627 -24.693 -743
Eigenkapital des MU gemäß Konzernbilanz

TEUR
Nicht beherrschende Anteile

TEUR
Konzerneigenkapital

TEUR
Stand 1.1.2013 5.518 1.915 7.433
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 -118 -118
Übrige Veränderungen 73 0 73
Periodenergebnis -14.467 -2.240 -16.707
Sonstiges Ergebnis -65 38 -27
Gesamtergebnis der Periode -14.532 -2.202 -16.734
Stand 31.12.2013 -8.941 -405 -9.346
Stand 1.1.2014 -8.941 -405 -9.346
Ausgabe von Anteilen 150 0 150
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 -455 -455
Übrige Veränderungen 3 0 3
Periodenergebnis -7.399 -293 -7.692
Sonstiges Ergebnis -262 -104 -366
Gesamtergebnis der Periode -7.661 -397 -8.058
Stand 31.12.2014 -16.449 -1.257 -17.706

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014

1. Allgemeine Grundlagen

Die HPI AG übernimmt Einkauf, Lager- und Logistik, Prozess-, Kosten und Bestandsoptimierung für Industriekunden, Großhändler und Hersteller. Sie spezialisiert sich auf die Märkte und Branchen, in denen die Berater und Spezialisten des Unternehmens den Kunden einen deutlichen Mehrwert durch spezialisierte Marktkenntnisse und Beschaffungsquellen sowie Methodenkenntnisse bieten können.

a) Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der HPI AG, München, Deutschland mit Sitz in Fürstenrieder Straße 267, 81377 München, wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Paragraph 315a HGB wurde dabei berücksichtigt. Die Aufstellung erfolgte erstmals zum 1. Januar 2011. Die Auslegungen (IFRIC und SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden, durch die EU anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) wurden berücksichtigt. Die Umstellung der Rechnungslegung erfolgt gemäß den Regelungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards".

Neu anzuwendende Standards, Anpassungen und Interpretationen im Jahr 2014

Folgende, von IASB und IFRIC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Bilanzierungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2014 erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen Anwendung Status des EU-Endorsement (Stand 31.12.2014)
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsvorschriften 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) Retrospektiv, die Änderungen stellen bestimmte Übergangsvorschriften bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 klar. Übernahme erfolgt
IAS 27 Separate Abschlüsse (2011) 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (2011) 1.1.2013 (in der EU 1.1.2014) Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 (2011) Investmentgesellschaften 1.1.2014 Retrospektiv, mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 39 Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung 1.1.2014 Grundsätzlich retrospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 1.1.2014 Retrospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 36 Angaben im Hinblick auf den erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte 1.1.2014 Retrospektiv Übernahme erfolgt

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards ergeben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, für die in 2014 noch keine Anwendungspflicht besteht

Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die erst ab dem 1. Januar 2015 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Eine Anerkennung durch die EU steht teilweise noch aus:

Neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen Anwendung Status des EU-Endorsement
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang 1.1.2017 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften Übernahme noch nicht erfolgt
Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1.7.2014 (EU: 1.2.2015) Retrospektiv Übernahme erfolgt
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010-2012 1.7.2014 (EU: 1.2.2015) Größtenteils prospektiv Übernahme erfolgt
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2011-2013 1.7.2014 (EU: 1.1.2015) Prospektiv Übernahme erfolgt
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 1.1.2016 Prospektiv Übernahme nicht vorgesehen
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018 (ursprunglich 1.1.2017) Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 1.1.2016 Prospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 16 und IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1.1.2016 Prospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 1.1.2016 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss 1.1.2016 Retrospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Auf unbestimmte Zeit verschoben Prospektiv Übernahme noch nicht erfolgt
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012-2014 1.1.2016 Teils retrospektiv, teils prospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 10,12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 1.1.2016 Retrospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 1 "Disclosure Initiative" 1.1.2016 Retrospektiv Übernahme erfolgt
IFRS 16 Leases 1.1.2019 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 1.1.2017 Retrospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 7 "Disclosure Initiative" 1.1.2017 Prospektiv Übernahme erfolgt
Klarstellungen an IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018 Retrospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung 1.1.2018 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Übernahme erfolgt
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2014-2016 1.1.2017 bzw. Retrospektiv Übernahme erfolgt
1.1.2018
Änderungen an IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 1.1.2018 Wahlweise retrospektiv oder prospektiv Übernahme erfolgt
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen 1.1.2018 Wahlweise retrospektiv oder prospektiv Übernahme erfolgt
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2021 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Übernahme noch nicht erfolgt
Änderungen an IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" gemeinsam mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" 1.1.2018 Prospektiv Übernahme erfolgt
Änderungen an IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.1.2019 Wahlweise retrospektiv oder prospektiv Übernahme noch nicht erfolgt
Änderungen an IFRS 9 Kündigungsvereinbarungen mit negativer Ausgleichsleistung 1.1.2019 Retrospektiv Übernahme erfolgt
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015-2017 1.1.2019 Prospektiv Übernahme erfolgt
IFRIC 23 Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung 1.1.2019 Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Übernahme noch nicht erfolgt

Die Standards wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet; auch sind - mit Ausnahme des IFRS 9, IFRS 15 sowie des IFRS 16 - keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erkennbar. Die Auswirkungen der Änderungen des IFRS 9, IFRS 15 sowie des IFRS 16 werden derzeit geprüft.

Der vorliegende Konzernabschluss berichtet über das Geschäftsjahr 2014 und das Vorjahr 2013. Die Gesellschaft hat erstmals in 2012 einen Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt. Der Übergangsstichtag von HGB auf IFRS war der 01. Januar 2011.

Dem Konzernabschluss liegen grundsätzlich dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 und die Jahre 2011 bis 2014 zugrunde.

Trotz bilanzieller Überschuldung hat die Gesellschaft ihren Konzernabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Der HPI-Konzern überwacht seine Finanzmittelbestände täglich und war im Jahr 2014 immer in der Lage, alle fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. In den Jahren 2014 bis 2017 erfolgte eine Sanierung u.a. durch Umstrukturierung der aufgenommenen Verbindlichkeiten und Zuführung von Eigenkapital durch Ausgabe neuer Aktien sowie die Verlängerung von Darlehen und Anleihen bis mindestens Ende 2019. Anfang 2018 geht der Vorstand davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können. Mittelfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft jedoch nur gesichert, wenn es ihr gelingt, operativ profitable Geschäftseinheiten zu erwerben oder die bestehenden Einheiten in ihrer Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Für den Erwerb neuer Geschäftseinheiten sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig.

Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Der Konzernabschluss wurde in tausend EUR (TEUR) aufgestellt, Euro stellt dabei die funktionale Währung des Konzerns dar. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in TEUR angegeben. Dabei wurden entsprechende Rundungen vorgenommen.

Der Vorstand der HPI AG hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 1. August 2018 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

Zur besseren Übersicht wurden in der Bilanz sowie in der Gesamtergebnisrechnung verschiedene Positionen zusammengefasst. Diese werden im Anhang ausführlich dargestellt.

Die Bilanz wurde entsprechend IAS 1 in lang- und kurzfristige Positionen gegliedert.

Die Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

b) Konsolidierungskreis

Konzernobergesellschaft ist die in das Handelsregister München unter HRB 120 160 eingetragene HPI AG, München, mit einem Gezeichneten Kapital von EUR 7.359.586. Beim elektronischen Bundesanzeiger werden der zum 31. Dezember 2014 gemäß IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingereicht. Neben der HPI AG wurden folgende in- und ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Gezeichnetes Kapital in Landeswährung Anteil am Kapital

in %
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
2014 2013
--- --- --- --- --- ---
3KV GmbH, München (vormals Krailling) (3KV)
EUR 750.000 100,00 100,00 01.11.2010
software solutions GmbH i. L., Feldkirchen EUR 25.000 100,00 100,00 01.01.2010
HPI GmbH, Sulzbach EUR 511.292 100,00 100,00 01.06.2010
Mannesmannröhren Logistic GmbH, EUR 512.500 50,02 50,02 01.02.2011
Ratingen (MRL)
HPI Procurement Services GmbH & Co. KG, Sulzbach EUR 1.000 100,00 100,00 01.06.2010
HPI Sourcing Management GmbH, Sulzbach EUR 25.000 100,00 100,00 01.06.2010
HPI Business Process Management GmbH, Sulzbach EUR 25.000 100,00 100,00 01.06.2010
HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH, Sulzbach EUR 25.000 100,00 100,00 01.06.2010
Eubicon GmbH, Nürnberg EUR 25.000 75,20 75,20 01.06.2010
HPI Polen Sp. Z.o.o., Ladna, Polen PLN 50.000 51,00 51,00 01.06.2010

Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Ergebnis und Vermögen unwesentlich.

Veränderung im Konsolidierungskreis

Zum 01.Januar 2014 wurde die REW Technology AG entkonsolidiert, da sämtliche Anteile an der REW Technology AG (80,10%) veräußert wurden.

Aus der Entkonsolidierung entstand ein Entkonsolidierungsverlust von TEUR 2.128, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist:

a. Erhaltene Gegenleistung
Erhaltene Gegenleistung in Form einer Forderung gegen den Käufer 160
b. Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente 160
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und ARAP 2.137
Vorräte 1.114
Anlagevermögen 320
Schulden und Rückstellungen -1.443
Abgang Minderheitenanteile am Eigenkapital -455
Veräußertes Nettovermögen 1.833
Veräußerungsverlust -1.673

Im Jahr 2013 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von TEUR 5.855.

c) Konsolidierungsgrundsätze

Für sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014.

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der HPI AG und der einbezogenen Tochterunternehmen.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode ("acquisition method") gemäß IFRS 3 durchgeführt. Dazu werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung die Bilanzansätze der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens überprüft und unter bestimmten Voraussetzungen neu bilanziert bzw. auf ihren beizulegenden Zeitwert umbewertet. Die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie Eventualschulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert der für die Anteile entrichteten Gegenleistung verrechnet.

Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

• die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben),

• eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und

• die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dargestellt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und wenn der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen besitzt, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:

• Vertragliche Vereinbarungen mit den anderen Stimmberechtigten,

• Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren,

• Stimmrechte und potentielle Stimmrechte des Konzerns.

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht.

Bedingte Kaufpreiszahlungen werden mit dem erwarteten Betrag (beizulegenden Zeitwert) zum Erwerbszeitpunkt passiviert. Nachträgliche Anpassungen von bedingten Kaufpreiszahlungen werden erfolgswirksam behandelt. Die im Rahmen des Erwerbs angefallenen Nebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.

Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen Eigenkapital wird einer oder mehreren Berichtseinheiten ("Cash Generating Units") zugeordnet und als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Berichtseinheit einschließlich des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes wird mindestens einmal jährlich auf ihren Wert überprüft und im Falle einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Gemäß IFRS 1 wurden die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung nach HGB für Tochterunternehmen vor der erstmaligen Anwendung der IFRS beibehalten.

Soweit im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht alle Anteile erworben werden, können die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe des anteiligen neu bewerteten Nettovermögens oder mit ihrem anteiligen Unternehmensgesamtwert einschließlich des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes angesetzt werden. Das Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 werden alle Anteile anderer Gesellschafter mit dem anteiligen Nettovermögen ausgewiesen.

Bei einem sukzessiven Anteilserwerb werden die bereits bestehenden Anteile an dem zu konsolidierenden Unternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung neu bewertet. Die Differenz zum Beteiligungsbuchwert wird erfolgswirksam erfasst. Der Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Dabei wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der Anteile und dem Buchwert des Anteils ohne Beherrschungscharakter mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Entkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung und wird erfolgswirksam behandelt. Der Entkonsolidierungsgewinn oder -verlust ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Saldo des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der zurückbehaltenen Anteile und dem Saldo der Buchwerte aller Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) und Schulden sowie nicht beherrschender Anteile des Tochterunternehmens. Verbleibende Anteile werden mit dem beizulegenden Zeitwert unter den sonstigen Beteiligungen aktiviert.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse eliminiert. Bürgschaften und Garantien, die die HPI AG zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden insoweit eliminiert, als die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten im Konzernabschluss passiviert sind.

Nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die HPI-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt (IAS 28). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem HPI-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2014 sowie zum 31. Dezember 2013 gibt es keine assoziierten Unternehmen.

d) Währungsumrechnung

Die funktionale Währung als auch die Berichtswährung der HPI-Gruppe ist der Euro. Da alle einbezogenen Unternehmen ihre Jahresabschlüsse ebenfalls in Euro erstellen, ist eine Währungsumrechnung im Konzernabschluss nicht notwendig.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung des Konzernunternehmens umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste bei monetären Posten entstehen als Differenz aus den fortgeführten Anschaffungskosten in der funktionalen Währung am Anfang des Geschäftsjahres, angepasst um die Effektivverzinsung und die Zahlungen des Jahres sowie den fortgeführten Anschaffungskosten in Fremdwährung, umgerechnet zum Umrechnungskurs am Ende des Geschäftsjahres.

Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Ausgenommen davon sind die folgenden Posten, bei denen die Währungsumrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst werden:

· zur Veräußerung gehaltene Eigenkapitalinstrumente (außer bei Wertminderungen, bei denen Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden);

· eine finanzielle Verbindlichkeit, die als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert wird, soweit die Absicherung effektiv ist, oder

· qualifizierte Absicherungen von Zahlungsströmen, soweit sie effektiv sind.

Für den HPI-Konzern wichtige Währungskurse sind folgende US-Dollar-Kurse:

2014 2013
Stichtagskurs 31.12. 1,21 1,38
Durchschnittskurs 1,33 1,33

e) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang). Beim Abschluss von Werkverträgen erfolgt die endgültige Realisierung prinzipiell mit der Abnahme durch den Kunden. Ist diese zum Abschlussstichtag nicht erfolgt, werden die Fertigungsaufträge gegebenenfalls gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Die Lieferung bzw. Abnahme gilt als erfolgt, wenn entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer bzw. Abnehmer übergegangen sind, das Entgelt vertraglich festgelegt ist und die Erfüllung der Forderung wahrscheinlich ist.

Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Der Grad der Erbringung der Leistung erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode, sofern das Ergebnis zuverlässig gemessen werden kann. Kann das Ergebnis einer Dienstleistung nicht verlässlich bestimmt werden, erfolgt ein Ansatz in Höhe der angefallenen Aufwendungen, die wiedererlangt werden können ("Kostenerstattungsansatz"). Bei einem erwarteten Verlust wird dieser gebucht.

Umsätze werden netto nach Abzug von Retouren, Rabatten und Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge ausgewiesen und entsprechend dem beizulegenden Zeitwert der Einzahlungen oder erfassten Forderungen, d.h. der zu erwartenden Einzahlungen, bilanziert.

Übrige Erträge werden periodengerecht erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist.

Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden effektiven Zinssatzes abgegrenzt. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruches vereinnahmt.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potentiellen verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden, sofern sich durch die jeweilige Ausübung beziehungsweise Umwandlung der unverwässerte Gewinn je Aktie nicht erhöhen oder der unverwässerte Verlust je Aktie nicht verringern würde (anti-dilutive).

Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts definiert.

Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - auf Basis von sogenannten Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Grundlage des Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) bildet der Nutzungswert der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung der Zahlungsströme sowie die Unterstellung einer ewigen Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Die Detailplanung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis des Cashflows vor Zinsen und Steuern abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen erfolgt für einen Zeithorizont von fünf Jahren. Die ermittelten Zahlungsströme werden abgezinst, um den Nutzungswert der Cash Generating Unit zu bestimmen. Der für die Cashflow-Prognose angewandte Abzinsungssatz basiert auf einem Basiszinssatz von 1,75 % zuzüglich eines Risikozuschlags von 8,26 %. Der Risikozuschlag ergibt sich aus dem Produkt der Marktrisikoprämie von 7,00 % und einem Betafaktor von 1,18. In der Ewigen Rente wurde mit einem Wachstum von 0,0 % gerechnet.

Der Nutzungswert wird mit dem zugehörigen Buchwert verglichen. Liegt dieser unter dem Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine ergebniswirksame Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Sich ergebene Änderungen aus der erstmaligen Anwendung der IFRS werden durch Anpassung der Gewinnrücklagen (oder, falls angemessen, einer anderen Eigenkapitalkategorie) erfasst, es sei denn, die Änderung beruht auf dem Ansatz eines immateriellen Vermögenswerts, der bisher Bestandteil des Geschäfts- oder Firmenwerts war.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen und ggf. um Wertminderungen, bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Den Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von 2 - 5 Jahren zugrunde.

Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode mit TEUR 492 bestimmt und angesetzt. Wegen fehlender Nutzungs- und Ertragsmöglichkeiten wurde der Markenwert im Jahr 2013 in voller Höhe wertberichtigt.

Forschungs- und Entwicklungskosten fallen aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht an.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen nutzungsbedingten Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bilanziert. Sachanlagen werden nach der linearen Methode über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende, im Vergleich zum Vorjahr, unveränderte Nutzungsdauern im Konzern zugrunde:

Technische Anlagen sowie Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 20

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Leasing: die HPI AG ist Leasingnehmer bei bestimmter Betriebs- und Geschäftsausstattung. Alle Leasingverhältnisse sind dem Operating Lease gemäß IAS 17 zugeordnet. Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt. Die Leasingverträge enthalten je nach Art des geleasten Gegenstandes übliche Miet- und Mietverlängerungsoptionen.

Die Vorräte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit ihren Anschaffungs- zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen bilanziert. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Bei der Bewertung ist die Methode gewogener Durchschnitte angewendet worden. Soweit erforderlich wurden auf Vorräte Abwertungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen.

Finanzinstrumente:

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder

· erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,

· Kredite und Forderungen oder

· zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

und werden entsprechend klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden vorgenommen, sofern diese zulässig und erforderlich sind.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, das heißt am Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die HPI AG geliefert wird, bilanziell erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

In dieser Kategorie wurden im Geschäftsjahr keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie umfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte. Sie entstehen, wenn der HPI-Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag fällig werden. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere der nach IAS 39 vorgesehenen Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert weder aus der Verwendung anerkannter Bewertungsmethoden (zum Beispiel DCF-Verfahren) noch aus Marktpreisen ermittelbar ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Schulden

Finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder finanzielle Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder sonstige finanzielle Schulden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Schulden enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Schulden. Von der Möglichkeit, finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Schulden zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Finanzielle Schulden werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument designiert werden und als solche effektiv sind. Sind die beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

In dieser Kategorie wurden keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst.

Sonstige finanzielle Schulden

Sonstige finanzielle Schulden setzen sich im HPI-Konzern im Wesentlichen aus

· Finanzverbindlichkeiten,

· Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und

· sonstige Verbindlichkeiten

zusammen.

Sonstige finanzielle Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der HPI-Konzern nicht das Recht hat, die finanzielle Schuld erst mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag zu begleichen. Wenn erwartet und verlangt werden kann, dass eine Verpflichtung für mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag gemäß der bestehenden Kreditvereinbarung refinanziert oder verlängert wird, gilt die Verpflichtung als langfristig.

Sonstige finanzielle Schulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Die nach IFRS 13 für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte der Kategorien "Available for Sale" und "Fair Value through Profit and Loss", die in der Bilanz mit den Marktwerten gezeigt werden. Bei den ausgereichten Krediten und Forderungen und den Finanzverbindlichkeiten stellt der Buchwert grundsätzlich eine hinreichende Annäherung des beizulegenden Zeitwertes dar. Ist dies nicht der Fall, werden zusätzliche Angaben gemacht. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind entweder kurzfristig oder werden mit dem variablen Marktzins verzinst.

Für die Angaben nach IFRS 13 ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte den folgenden drei Stufen im Sinne von IFRS 13.35 zuzuordnen:

Stufe 1: notierte Preise in einem aktiven Markt für das gleiche Instrument (ohne Anpassungen),

Stufe 2: notierte Preise auf einem aktiven Markt für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei der alle wesentlichen Inputfaktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen,

Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei der wesentliche Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.

Sonstige Vermögenswerte sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert aktiviert.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Guthaben auf Girokonten. Die Entwicklung der flüssigen Mittel ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Die Rücklagen bestehen aus der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen der Konzernmuttergesellschaft. Im Übrigen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Note 22.

Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteilige Verluste werden den jeweiligen Anteilen nur bis maximal zur Höhe des bilanzierten Passivwertes zugerechnet. Darüber hinausgehende Verluste mindern diesen später gutzuschreibende Gewinnanteile.

Latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz - mit Ausnahme von steuerlich nicht ansetzbaren Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung - sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit berücksichtigt, als deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Für die wahrscheinliche Nutzbarkeit wird die Planung der jeweiligen Gesellschaft zugrunde gelegt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweils landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Abschlussstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bei der Berechnung der latenten Steuern bereits berücksichtigt. Eine Saldierung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den Regeln des IAS 12. Demnach werden latente Steueransprüche und latente Steuerschulden saldiert, wenn das Unternehmen ein einklagbares Recht zur Saldierung tatsächlicher Steuerschulden und tatsächlicher Steuererstattungsansprüche hat und die latenten Steuerschulden und latenten Steueransprüche sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:

- entweder dasselbe Steuersubjekt oder

- unterschiedliche Steuersubjekte, die jedoch beabsichtigen, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und tatsächlichen Steuererstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder ihre Steueransprüche und Steuerschulden werden gleichzeitig für jede künftige Periode realisiert, in der sich diese Differenzen auflösen.

Rückstellungen für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung im HPI-Konzern ist auf der Basis von leistungsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected-unit-credit method") unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Anwendung des Wahlrechts erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Die Aufwendungen für die im Berichtsjahr erdienten Pensionsansprüche werden unter den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen. Die Rückstellungsberechnung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten.

Sonstige Rückstellungen werden auf Basis von IAS 37 gebildet, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht. Der Vermögensabfluss muss wahrscheinlich und zuverlässig bestimmbar sein.

Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert und mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente in der Folge mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Anteile von ursprünglich langfristigen Vermögenswerten und Schulden, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegen, werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Bilanzpositionen ausgewiesen. Ausnahmen hiervon sind Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Kosten der Altersteilzeit für Mitarbeiter.

Bei Eigenkapitalinvestitionen, die als zur Veräußerung kategorisiert wurden, ist eine wesentliche oder anhaltende Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte unter ihre Anschaffungskosten als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen.

Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten können objektive Hinweise für eine Wertminderung im Folgenden bestehen:

- erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei

- ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen oder

- erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, oder

- das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert.

Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswertes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Solche Wertberichtigungen dürfen in Folgeperioden nicht rückgängig gemacht werden.

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Der bei der Gewährung der anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ermittelte beizulegende Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Rücklage für in Eigenkapital erfüllte Leistungen an Arbeitnehmer) gebucht und beruht auf den Erwartungen des Konzerns hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Zu jedem Abschlussstichtag werden die Schätzungen überprüft und Änderungen bei den ursprünglichen Schätzungen erfolgswirksam erfasst und die Rücklage im Eigenkapital entsprechend angepasst. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 waren keine aktienbasierten Vergütungen ausgegeben.

Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzunsicherheiten

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses muss die Geschäftsführung Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten die tatsächlichen Ergebnissen in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit (CGU), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich zum 31. Dezember 2014 unverändert auf TEUR 3.387. Im Jahr 2013 waren Wertminderungen ("Impairments") von insgesamt TEUR 10.203 zu berücksichtigen.

Weitere Schätzunsicherheiten ergeben sich insbesondere bei der Festlegung von Nutzungsdauern auf das Sachanlagevermögen sowie der Bewertung von Vorräten und Forderungen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar.

f) Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte wurden für Bewertungs- und/oder Angabezwecke auf Grundlage der nachstehenden Methoden ermittelt. Gegebenenfalls werden weitere Informationen über die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte getroffenen Annahmen in den auf diesen Vermögenswert oder diese Verbindlichkeit bezogenen Anhangsangaben angegeben.

Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei der Stufen im Sinne von IFRS 13.35 zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die beizulegenden Zeitwerte von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden zum Barwert künftiger Cashflows, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag, ermittelt. Kurzfristige Forderungen ohne vereinbarten Zinssatz werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag bewertet, wenn die Auswirkungen einer Abzinsung unwesentlich sind. Der beizulegende Zeitwert wird beim erstmaligen Ansatz ermittelt und für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag.

Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitpunkt beim erstmaligen Ansatz für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage des Barwerts von künftigen Zins- und Tilgungscashflows berechnet, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag. Im Hinblick auf die Schuldkomponente von Wandelanleihen wird der Marktzinssatz mit Bezug auf vergleichbare Schulden ermittelt, die keine Wandeloption besitzen.

Bedingte Gegenleistung

Der beizulegende Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die sich bei einem Unternehmenszusammenschluss ergibt, wird nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der erwarteten Zahlungsbeträge berechnet. Gegebenenfalls wird er auf den Barwert abgezinst.

2. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse des Konzerns nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
Deutschland 61.640 72.037
EU-Ausland 23.985 28.196
Übriges Europa 1.601 8.358
Nordamerika 3.391 3.446
Lateinamerika 383 449
Afrika 240 139
Asien und übrige Übersee 4.455 257
95.695 112.882

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die beiden Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 70.180 83.846
Industrial & Renewables 26.394 32.832
Sonstiges -879 -3.796
95.695 112.882

Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus dem Handel mit Waren von TEUR 93.763 (2013: TEUR 110.218) und Erträge aus dem Erbringen von Dienstleistungen mit TEUR 1.932 (2013: TEUR 2.664). Hierbei kam es nicht zu Fällen der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode, da es sich um laufende Dienstleistungen handelt, die monatlich abgerechnet werden.

Weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe auch im Konzernlagebericht.

(2) Sonstige Erträge

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 1.268 6.979
Industrial & Renewables 739 1.787
Sonstiges -709 -2.080
1.298 6.686

In den sonstigen Erträgen sind vor allem Erträge aus Kursdifferenzen mit TEUR 190 (2013: TEUR 171) und Erträge aus Nutzungsentgelten mit TEUR 134 (2013: TEUR 159) enthalten. Im Jahr 2013 waren ebenfalls Erträge aus dem Wegfall von sog. Earnout-Verpflichtungen mit TEUR 4.187 enthalten.

(3) Materialaufwand

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 64.263 75.248
Industrial & Renewables 18.543 23.343
Sonstiges -91 -3.771
82.715 94.820

Der Materialaufwand besteht im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Waren.

(4) Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen: Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
Löhne und Gehälter 6.802 7.445
Sozialabgaben 1.152 1.446
7.954 8.891

Die Verteilung der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

2014 2013
IT & Electronics 56 53
Industrial & Renewables 64 66
120 119

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 89 Angestellte, 28 gewerbliche Mitarbeiter und 3 Aushilfen.

(5) Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 5.665 9.783
Industrial & Renewables 4.744 11.510
Sonstiges 408 -2.809
10.817 18.484

In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen mit TEUR 359 (2013: TEUR 253) enthalten.

(6) Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 320 274
Industrial & Renewables 267 382
Sonstiges -122 370
465 1.026

Im Jahr 2013 waren zusätzlich Wertminderungen nach IAS 36 auf die Firmenwerte der CGU IT sowie auf die der CGU IND in Höhe von insgesamt TEUR 10.203 vorzunehmen. Diese wurden in der Gesamtergebnisrechnung 2013 gesondert ausgewiesen.

(7) Finanzierungsaufwand

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 1.794 1.672
Industrial & Renewables 171 235
Sonstiges 265 573
2.230 2.480

Der Finanzierungsaufwand enthält ausschließlich Zinsaufwendungen. Als Anschaffungs- oder Herstellungskosten wurden Finanzierungsaufwendungen nicht aktiviert.

(8) Übriges Finanzergebnis

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 34 -202
Industrial & Renewables 5 18
Sonstiges -3 31
36 -153

Das übrige Finanzergebnis besteht neben Zinserträgen (TEUR 36; 2013: TEUR 449) sowie im Vorjahr auch aus Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 0; 2013: -TEUR 602).

(9) Steueraufwand

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
IT & Electronics 313 325
Industrial & Renewables 227 101
540 426
Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 301 104
Latente Steuern 239 322
540 426

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften war der angewendete Körperschaftsteuersatz 15 % und der Solidaritätszuschlag 5,5 %. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften unverändert auf durchschnittlich 29,825 %.

Bei der Auslandsgesellschaft kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.

Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.

Der HPI-Konzern verfügt über körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von jeweils rd. EUR 43 Mio. (festgestellt für das Jahr 2013). Aufgrund von Gesellschafterwechseln ist die Nutzbarkeit der Verlustvorträge gemäß § 8c KStG zweifelhaft. Trotz geplanter positiver künftig zu versteuernder Einkommen wurde aufgrund der Zweifel insoweit von einem Ansatz aktiver latenter Steuern gemäß IAS 12 abgesehen.

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwand (+) bzw. -ertrag (-):

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -7.152 -16.281
Steuersatz 30% 30%
Ertragsteueraufwand rechnerisch 2.133 4.856
Wertberichtigung der latenten Steuern auf Verlustvorträge -1.182 -2.240
Neueinschätzung Verlustvorträge -115 0
Nutzung von zuvor nicht aktivierten Verlustvorträgen 16 0
Steuerfreie Erträge 200 56
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -791 -2.796
Periodenfremde Ertragsteueraufwendungen -181 0
Konsolidierungsmaßnahmen ohne latente Steuern -624 -292
Sonstiges 4 -10
Ertragsteueraufwand gemäß Konzern-Gesamtergebnisrechnung -540 -426

Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landespezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von unverändert 29,825% angenommen.

Vgl. hierzu auch Ausführungen zu den "Erläuterungen zur Bilanz", Abschnitt (15).

(10) Ergebnis je Aktie

unverwässert 2014 2013
Anzahl der ausgegebenen Stammaktien in Tausend 7.360 7.249
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Stammaktien in Tausend 7.280 7.249
Periodenergebnis in TEUR -7.399 -14.467
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR -1,02 -2,00
davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0,00 0,00

Da sämtliche zum Abschlussstichtag ausstehenden potentiell verwässernden Wertpapiere keinen verwässernden sondern einen "anti-dilutive" Effekt haben, unterscheidet sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie nicht von dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Folgende Wertpapiere mit Eigenkapitalkomponente wurden dabei auf Grund ihres "anti-dilutive" Effekts nicht bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt:

Bezeichnung Instrument Verwässernder Effekt 31.12.2014 Verwässernder Effekt 31.12.2013
4,5 % Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) Nein Nein
9 % Optionsanleihe (WKN A1X3L7) Nein Nein

3. Erläuterungen zur Bilanz

(11) Sachanlagevermögen

Für eine detaillierte Darstellung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel.

Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben

in TEUR
2014 2013
Technische Anlagen und Maschinen 1 117
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 625 877
Stand am 31. Dezember 626 994

(12) Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "IT & Electronics ("IT") und Industrial & Renewables ("IND") zugeordnet, die auch berichtspflichtige Geschäftssegmente darstellen.

Geschäftsbereich IT & Electronics ("IT")

Zu Konditionenoptimierung bietet die HPI-Gruppe maßgeschneiderte Angebote auch für den Bereich IT & Electronics (kurz "IT"). Angefangen bei intelligenten Verkabelungssystemen, Netzwerk- und Sicherheitslösungen über Server- und Speichersysteme bis hin zu internetbasierten Services wie Energiemanagement und zukunftsweisenden Technologien wie Cloud Computing.

Geschäftsbereich Industrial & Renewables ("IND")

Im Bereich Industrial & Renewables (kurz "IND") versorgt die HPI-Gruppe Unternehmen mit Chemikalien, Pharmagrundstoffen sowie mechanischen und elektronischen Artikeln aller Art. Selbst ganze Produktionsanlagen können wir aufgrund unseres hoch spezialisierten Branchen Know-hows für unsere Kunden bereitstellen.

Den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden folgende Buchwerte von des Geschäfts- oder Firmenwerten vor Erfassung von Wertminderungen zugeordnet:

Zahlungsmittelgenerierende Einheit IT Zahlungsmittelgenerierende Einheit IND Summe
2014

TEUR
2013

TEUR
2014

TEUR
2013

TEUR
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 3.387 3.387 0 0 3.387 3.387

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "IT & Electronics"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "IT & Electronics" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows verwendete Zinssatz beträgt 9,13 % (2013: 10,80 %), wobei die Ermittlung der Eigenkapitalkosten durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM) erfolgte. Nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cashflows werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,0% (2013: 1,0%) extrapoliert. Diese Wachstumsrate liegt unter dem für die Branche langfristig erwarteten Wachstum. Infolge der Analyse identifizierte der Konzern einen Spielraum von TEUR 212 zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert und sieht daher keine Wertminderung für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit.

Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts und Sensitivitätsanalyse zu getroffenen Annahmen

Bei den folgenden, der Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "IT & Electronics" zu Grunde liegenden Annahmen, bestehen die größten Schätzungsunsicherheiten, die dazu führen könnten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt:

• EBITDA

• Abzinsungssätze

Die betreffenden Größen werden einem laufendem Monitoring unterzogen. Das Management ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt.

(13) Andere immaterielle Vermögenswerte

Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW Technology AG (vormals REW Solar AG) wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode im Jahr 2012 mit TEUR 492 angesetzt. Aufgrund der Ertragssituation wurde die Marke im Jahr 2013 abgeschrieben.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Softwarelizenzen, die über Nutzungsdauern zwischen 4 und 5 Jahren abgeschrieben werden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen.

Für eine Übersicht der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage 5a).

(14) Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben

in TEUR
2014 2013
- REW Solartechnik GmbH - 1
- REW Elektrotechnik GmbH - 22
- ce Global Sourcing GmbH - 120
- Ausleihung TND Vermögensverwaltung KG 130
- diverse 160 74
Stand am 31. Dezember 160 347

Zum 01. April 2012 wurden 51 % der Anteile an der ce Global Sourcing GmbH veräußert. Die verbleibenden 49 % werden als Finanzinstrument bilanziert, da die HPI AG auf die Ausübung ihres Stimmrechtsanteils verzichtet und somit weder beherrschenden noch maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Im Jahr 2013 wurden diese Anteile auf TEUR 120 abgeschrieben, was dem realisierten Veräußerungspreis im Jahr 2014 entspricht. Die sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet.

(15) Sonstige Vermögenswerte

Angaben

in TEUR
2014 2013
Körperschaftsteuerguthaben 284 411
Stand am 31. Dezember 284 411

Die Körperschaftsteuerguthaben sind mit 4 % abgezinst. Sie werden in jährlichen Raten bis einschließlich 2017 ausbezahlt.

(16) Latente Steuern

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen entfallen die folgenden bilanzierten, aktiven und passiven latenten Steuern:

Bestand 31.12.2014 an aktiven und passiven latente Steuern
Alle Angaben

in TEUR
Aktiv Passiv
--- --- ---
Pensionsrückstellungen 60 -
Forderungen an verbundene Unternehmen - 60
Konzernbilanz 31.12.2014 60 60
Bestand 31.12.2013 an aktiven und passiven latenten Steuern
Alle Angaben

in TEUR
Aktiv Passiv
--- --- ---
Pensionsrückstellungen 308 -
Forderungen an verbundene Unternehmen - 68
Übrige - 88
Konzernbilanz 31.12.2013 308 156

Im sonstigen Ergebnis werden latente Steuern mit TEUR 278 (eigenkapitalerhöhend) für 2014 sowie TEUR 31 (eigenkapitalreduzierend) für 2013 aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten gezeigt. Daneben sind im sonstigen Ergebnis mit TEUR 207 (eigenkapitalreduzierend) für 2014 sowie TEUR 34 (eigenkapitalreduzierend) für 2013 Wertberichtigungen auf latente Steuern enthalten.

(17) Vorräte

Angaben

in TEUR
2014 2013
Geleistete Anzahlungen - 3
Handelsware 7.979 8.990
Stand am 31. Dezember 7.979 8.993

Die Vorräte unterliegen bis zur vollständigen Bezahlung dem branchenüblichem Eigentumsvorbehalt. Als dingliche Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Warenvorräte mit einem Wert von TEUR 6.183 (2013: TEUR 4.569).

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen ausgewiesen.

Die Lieferungen erfolgen unter branchenüblichem Eigentumsvorbehalt.

Angaben in TEUR 2014 2013
Bruttoforderungen 9.563 5.120
Einzelwertberichtigungen -228 -497
Stand am 31. Dezember 9.335 4.623

(19) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Angaben

in TEUR
2014 2013
Umsatzsteuerforderung 421 353
Forderungen ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 900
Forderungen aus Anteilsverkauf 281 360
ce global sourcing GmbH
Rechnungsabgrenzung 328 547
Forderungen gegen Gesellschafter - 1.131
Mietkautionen 75 90
Sperrkonten Factoring 1.326 1.248
Übrige 1.094 972
Stand am 31. Dezember 3.525 5.601
20) Ertragsteuerforderungen
Angaben

in TEUR
2014 2013
--- --- ---
Ertragsteuerforderungen 390 728
Stand am 31. Dezember 390 728

Die Ertragssteuerforderungen betreffen Überzahlungen von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer

(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Angaben

in TEUR
2014 2013
Kassenbestand, Bankguthaben 3.034 2.543
Stand am 31. Dezember 3.034 2.543

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 31 (2013: TEUR 330) als Festgeld angelegt und dienen als Mietsicherheit.

(22) Eigenkapital

Das Grundkapital der HPI AG beträgt zum 31.Dezember 2014 EUR 7.359.586 (31.Dezember 2013: EUR 7.249.490) und ist eingeteilt in 7.359.586 (31.Dezember.2013: 7.249.490) auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Jede Stammaktie verbrieft eine Stimme. Die Verbriefung erfolgt in Globalurkunden. Es gibt nur eine Aktiengattung. Die Erhöhung des Grundkapitals ergab sich durch eine Sacheinlage in Verbindung zu der Earnout-Verpflichtung aus dem Erwerb der TND.

Die gesetzliche Rücklage der HPI AG gemäß § 150 Abs. 2 Aktiengesetz beträgt zum Stichtag TEUR 61 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Kapitalrücklage umfasst im Wesentlichen die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung der IFRS, den Eigenkapitalanteil der Wandel- und der Optionsanleihe sowie die gesetzliche Rücklage.

Dividenden wurden in den Jahren 2014 und 2013 nicht ausbezahlt.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01. August 2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.624.745,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011/I).

Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

- für Spitzenbeträge;

- wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an einer Wertpapierbörse gehandelten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital anzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit dem Tag der Eintragung dieses genehmigten Kapitals 2011 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit der Schaffung des Genehmigten Kapitals 2011 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind;

- bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und/oder Unternehmensteilen und/oder Beteiligungen an Unternehmen und Unternehmenszusammenschlüssen;

- um den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, Wandeldarlehen oder Optionsscheinen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde;

- um aus dem genehmigten Kapital geschaffene Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften ausgeben zu können.

Im Jahr 2014 wurde das genehmigte Kapital mit EUR 110.096,00 ausgeschöpft, das verbleibende genehmigte Kapital beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf EUR 3.514.649,00.

Bedingtes Kapital

Das bestehende bedingte Kapital vom 3. Juli 2010 (Bedingtes Kapital 2000/I) wurde aufgehoben.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 1.592.507,00 durch Ausgabe von bis zu 1.592.507 Stück neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber von Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Juli 2010 bis zum 28. Juli 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des in der Hauptversammlung am 29. Juli 2010 gefassten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis.

Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird und soweit nicht eigene Aktien oder genehmigtes Kapital zur Bedienung dieser Rechte bzw. Verpflichtungen genutzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres in dem sie entstehen, am Gewinn teil.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2011 um bis zu EUR 500.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ("Bedingtes Kapital 2011/II"). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Ausgabe erfolgt, am Gewinn teil.

Das Bedingte Kapital 2011/II dient der Erfüllung von ausgeübten Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Aktienoptionen nicht durch Gewährung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital 2011/II erfolgt zum Ausübungspreis als Ausgabebetrag. Zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 waren keine Aktienoptionen ausgegeben.

Das Bedingte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:

Beschluss Höhe lt. Beschluss Höhe 31.12.2014 Höhe 31.12.2013 Befristet bis
Bedingtes Kapital 2011/I HV 06.06.2011 1.592.507 EUR 1.592.507 EUR 1.592.507 EUR 28.7.2015
Bedingtes Kapital 2011/II HV 06.06.2011 500.000 EUR 500.000 EUR 500.000 EUR 31.5.2016
Gesamt 2.092.507 EUR 2.092.507 EUR

(23) Nicht beherrschte Anteile

Die nicht beherrschten Anteile von TEUR -1.257 entfallen mit TEUR -1.151 auf die MRL (49,98 % nicht beherrschte Anteile), die übrigen Anteile mit insgesamt TEUR -106 auf zwei kleinere Konzerngesellschaften. Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter der MRL entfiel ein Anteil am Konzernergebnis von TEUR -303 von insgesamt TEUR -293.

Zusammengefasste, unkonsoliderte Finanzinformationen zur MRL per 31. Dezember 2014:

Angaben

in TEUR
31.12.2014
Anlagevermögen 338
Umlaufvermögen einschl. Rechnungsabgrenzung 5.996
Eigenkapital 3.607
Rückstellungen 937
Verbindlichkeiten 1.790
Bilanzsumme 6.334

Die unkonsolidierten Umsatzerlöse beliefen sich 2014 auf TEUR 22.243, das Jahresergebnis auf TEUR 340.

(24) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2014 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.168 170 - 4.338
Kaufpreis MRL 336 - - 336
Kaufpreis TND 874 - - 875
Anleihen - 10.806 - 10.806
5.379 10.976 - 16.355
TEUR 31.12.2013 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.736 258 - 3.994
Kaufpreis MRL 99 326 - 425
Kaufpreis TND 812 - - 812
Anleihen - 10.056 - 10.056
4.647 10.640 - 15.287

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten mit TEUR 4.168 (2013: TEUR 3.736), welche mit Zinssätzen zwischen 6,50 und 6,95 % (2013: zwischen 3,89 und 7,75 %) verzinst werden. Die Zinsbindung entspricht der Restlaufzeit.

Bezüglich der Ermittlung der Kaufpreise wird auf die Darstellungen zu den Unternehmenszusammenschlüssen in Abschnitt 1. c) verwiesen.

Anleihen

Die im Jahr 2011 durch die HPI AG begebene Fünf-Jahres-Anleihe über TEUR 6.000 wurde im Jahr 2013 auf TEUR 6.256 aufgestockt, ist mit 9,0 % verzinst und zum 30. November 2016 fällig. Das Anleihevolumen war Ende 2013 und Ende 2014 mit TEUR 6.256 ausgeschöpft.

Am 1. Mai 2012 wurde durch die HPI AG eine Inhaber-Teilschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 2.000 begeben, von denen Anteilsscheine über TEUR 1.500 zu Ende 2012 ausgegeben waren; Ende 2013 waren die Anteilsscheine komplett ausgegeben. Die mit 7,125 % verzinste Anleihe ist zweckgebunden zum Erhöhen bestehender und eingehend neuer Beteiligungen, für Investitionen in der Bundesrepublik Deutschland und für den Ausbau der Geschäftsbereiche "Zweitmarkt für Überbestände IT-Produkte und elektronische Bauelemente - Vermarktung statt Entsorgung" und besichert durch Patronatserklärungen der Gesellschaften ce Global Sourcing GmbH, AZEGO, HPI Distribution GmbH, 3KV und HPI GmbH. Die Anleihe ist im April 2015 fällig.

Am 19. September 2013 wurde durch die HPI AG eine Optionsschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 1.200 begeben (Optionsanleihe 2013/2016). Sie ist eingeteilt in bis zu 1.200 Stück Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 1.000 und war Ende 2013 komplett gezeichnet. Jede Teilschuldverschreibung ist mit einem Optionsrecht verbunden. Mit Ausübung des Optionsrechts erwirbt der Optionsinhaber einen Anspruch auf Lieferung und Erwerb von voll eingezahlten, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00. Der Ausübungspreis ist EUR 1,75. Die Verzinsung beträgt 9,0 %. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2016.

Unter den konvertiblen Anleihen ist eine Wandelanleihe ausgewiesen. Die von der HPI AG am 1. Dezember 2011 begebene Wandelanleihe über maximal TEUR 1.500 hat eine Laufzeit bis zum 30. November 2016. Die Stückelung dieser Anleihe erfolgte zu EUR 1.000, der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10 je Stückaktie. Diese Anleihe ist mit 4,5 % EUR festverzinslich und unverändert zu TEUR 750 in Anspruch genommen.

(25) Langfristige Rückstellungen

Angaben in TEUR 2014 2013
Pensionsrückstellungen 4.610 4.111
Stand am 31. Dezember 4.610 4.111

Rückstellungen für Pensionen werden aufgrund von Verpflichtungen für laufende Renten anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

Angaben in TEUR 2014 2013
Konzernbilanzwert zum 1. Januar 4.111 4.047
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 174 188
Versicherungsmathematische Anpassungen 444 -10
Geleistete Rentenzahlungen -119 -114
Stand am 31. Dezember 4.610 4.111

Die Pensionsverpflichtungen werden jährlich durch externe versicherungsmathematische Gutachter ermittelt.

Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des HPI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf der Grundlage leistungsorientierter Versorgungspläne. Beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen mit Ausnahme der gesetzlichen Rentenversicherung nicht. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Versorgungszusagen sind rückstellungsfinanziert. Fondsfinanzierte Versorgungszusagen sowie Planvermögen bestehen nicht.

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach der versicherungsmathematischen "Projected Unit-Credit-Methode berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Die angewandten Bewertungsparameter sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Angaben in % 2014 2013
Abzinsungsfaktor 1,80 - 2,50 3,50
Lohn- bzw. Gehaltstrends 2,50 2,50
Rentendynamik 1,75 - 1,80 1,80 - 2,25
Fluktuation (altersabhängig) 0,00 - 12,50 0,00 - 12,50

Der Lohn- und Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation des HPI-Konzerns jährlich abgeschätzt werden. Hinsichtlich der Lebenserwartung werden die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten "Richttafeln 2005 G" (Generationstafeln) zugrunde gelegt.

Versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr Gewinne) mit netto TEUR 444 (Vorjahr TEUR 10) werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach IAS 19 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ursache solcher Gewinne und Verluste können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, insbesondere des Abzinsungsfaktors und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufes der Pensionsverpflichtungen sein. Im Jahr 2014 waren die versicherungsmathematischen Verluste von TEUR 444 mit TEUR 64 auf Verluste durch erfahrungsbedingte Änderungen und mit TEUR 380 auf Verluste durch geänderte Prämissen zurückzuführen. Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen entspricht dem Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche.

Eine nach vernünftigem Ermessen mögliche Veränderung der jeweils maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen unter Beibehaltung der übrigen Annahmen zum Abschlussstichtag würde sich auf die leistungsorientierte Verpflichtung zum 31. Dezember 2014 wie folgt auswirken:

Versicherungsmathematische Annahme Veränderung der Annahme Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung

in TEUR
Rechnungszins +0,50% -304
-0,50% +342
Rententrend +0,25% +177
-0,25% -166
Gehaltstrend +0,25% 0

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Rentenzahlungen liegt zum 31. Dezember 2014 zwischen 13,1 und 18,5 Jahren je nach Konzerngesellschaft.

Für die folgenden 10 Jahre sind mit Rentenzahlungen aus diesen Pensionsverpflichtungen wie folgt zu rechnen:

Jahr Zahlungen

in TEUR
2015 138
2016 145
2017 181
2018 217
2019 234
2020-2024 1.315

Die aus den leistungsorientierten Versorgungssystemen resultierenden und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Personal- und Zinsaufwand berücksichtigten Aufwendungen lassen sich wie folgt aufteilen:

Angaben in TEUR 2014 2013
Aufwendungen für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche 30 73
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen 144 115
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 174 188

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in TEUR 2014 2013
Verbindlichkeiten aus LuL 13.418 6.629
Stand am 31. Dezember 13.418 6.629

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.

Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in TEUR 2014 2013
Ggü. Unternehmen, mit welchen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.445 1.470
Verbindlichkeiten aus Steuern 72 453
Erhaltene Anzahlung 1 310
Verbindlichkeiten Camkan Invest 2.388 2.676
Zinsabgrenzungen 758 67
Aufsichtsratvergütungen - -
Rechnungsabgrenzung 8 3
Übrige 996 1.372
Stand am 31. Dezember 5.668 6.351

(27) Kurzfristige Rückstellungen

Angaben in TEUR 01.01.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung Veränderung Konsolidierungskreis 31.12.2014
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 134 -21 - 210 -1 322
Übrige 4.976 -105 -56 1.244 -44 6.015
5.110 -126 -56 1.454 -45 6.337
Angaben in TEUR 01.01.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Veränderung Konsolidierungskreis 31.12.2013
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 273 -198 -6 65 - 134
Übrige 306 -203 -57 4.930 - 4.976
579 -401 -63 4.995 - 5.110

Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen insbesondere Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für Tantieme. Die übrigen Rückstellungen betreffen neben einer Rückstellung für potentielle Rückforderungsansprüche von Kunden aus Abrechnungsdifferenzen vor allem Jahresabschlussabschlusskosten, Kundenboni und Prozesskosten. Vorstehende Rückstellungen realisieren sich innerhalb von 12 Monaten.

(28) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Angaben in TEUR 2014 2013
Ertragsteuerverbindlichkeiten 316 150
Stand am 31. Dezember 316 150

4. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagements

Der Vorstand der Gesellschaft trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzernrisikomanagements. Durch die Einrichtung, Überwachung und Weiterentwicklung eines Chancen- und Risikoberichtswesens wird der Verpflichtung ausreichend Rechnung getragen.

Im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts werden ausführlich die möglichen Risiken für den Erfolg der HPI - Unternehmensgruppe sowie die Strategien zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.

Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben dem Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.

Die von HPI-Gruppe gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:

I. Ausgereichte Kredite und Forderungen sowie

II. Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten,

I. zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.

Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2014 in TEUR

I. II. III.
fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- ---
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Finanzielle Vermögenswerte 0 160 0
Sonstige Vermögenswerte 284 0 0
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.335 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.525 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.034 0 0
16.178 160 0
I. II. III.
fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- ---
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 0 10.995 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 0 5.360 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 13.418 0
Andere Verbindlichkeiten 0 5.668 0
0 35.441 0

Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2013 in TEUR

I. II. III.
fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- ---
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Finanzielle Vermögenswerte 120 0 227
Sonstige Vermögenswerte 411 0 0
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.623 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 5.601 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.543 0 0
13.289 0 227
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 0 10.640 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 0 4.647 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 6.629 0
Andere Verbindlichkeiten 0 6.351 0
0 28.267 0

Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden grundsätzlich der Stufe drei von den Stufen im Sinne des IFRS 13.29f. zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Die Zeitwerte entsprechen jeweils den Buchwerten.

Nettoergebnis der Kategorien Alle Angaben

in TEUR
Fair-Value Änderungen Zinsen Beteiligungserträge Wertberichtigungen Gesamt 2014
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Ausgereichte Kredite und Forderungen 0 36 0 0 36
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten 0 -2.230 0 0 -2.230
0 -2.194 0 0 -2.194
Nettoergebnis der Kategorien Alle Angaben

in TEUR
Fair-Value Änderungen Zinsen Beteiligungserträge Wertberichtigungen Gesamt 2013
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 -602 -602
Ausgereichte Kredite und Forderungen 0 449 0 0 449
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten 0 -2.480 0 0 -2.480
0 -2.031 0 -602 -2.633

Der Ausweis der Nettoergebnisse "Zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte" und "Ausgereichten Kredite und Forderungen" erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis.

Der Ausweis der Nettoergebnisse "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem Finanzierungsaufwand.

Ausfallrisiko aus Forderungen

Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Finanzanlagen des Konzerns.

Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. Einholung von Bürgschaften oder Absicherung über ein Warenkreditversicherungsunternehmen. Zudem werden zusätzliche Vereinbarungen in Form von Eigentumsvorbehalten geschlossen, so dass bei Zahlungsausfall ein gesicherter Anspruch vorliegt.

Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte widergegeben.

Für überfällige Forderungen und Darlehen mit insgesamt TEUR 473 wurde keine Wertberichtigung gebildet, da diese Beträge zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert waren. Davon waren TEUR 6 in Jahr 2011, TEUR 7 im Jahr 2012 und TEUR 460 im Jahr 2013 fällig.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen

Alle Angaben

in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2014
Nominalwert der Forderungen 9.563
Wertberichtigungen -228
Buchwert der Forderungen 9.335
Alle Angaben

in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2013
Nominalwert der Forderungen 5.120
Wertberichtigungen -497
Buchwert der Forderungen 4.623

Zur Schätzung der ggf. notwendigen Wertberichtigungen hat die HPI-Gruppe ein Verfahren eingeführt, das eine Schätzung bereits eingetretener Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermöglicht. Die wesentlichen Komponenten bestehen aus einem spezifischen Teil für individuell identifizierte Risiken und einem kollektiven Teil für Risiken aus Gruppen vergleichbarer Vermögenswerte, bei denen bereits Verluste eingetreten sind, die bisher allerdings noch nicht identifiziert werden konnten. Pauschale Wertberichtigungen werden auf Basis historischer Daten der Zahlungsstatistiken für vergleichbare Vermögenswerte bestimmt.

Überfällige und nicht durch Sicherheiten gedeckte Forderungen sind wertberichtigt. Dem Forderungsausfallrisiko wird zudem durch den konsequenten Einsatz von Kreditversicherungen Rechnung getragen.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung Wertberichtigungen TEUR
01.01.2013 305
Verbrauch -186
Auflösung -2
Abgang aus Entkonsolidierung -1
Zuführung 381
31.12.2013/ 01.01.2014 497
Verbrauch -256
Auflösung -139
Abgang aus Entkonsolidierung -
Zuführung 126
31.12.2014 228

Die Wertberichtigungen betreffen mehrere Kunden, von welchen auszugehen ist, dass sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Umstände die ausstehenden Beträge ggf. nicht werden begleichen können. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 30 Tagen fällig sind, werden aufgrund des Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit und der detaillierten Analyse des Ausfallrisikos, für wesentliche Forderungen einschließlich eines zugrunde liegenden Ratings, weiterhin als vollständig werthaltig eingestuft.

Forderungen werden ausgebucht bei Zahlungseingang oder wenn absehbar ist, dass die Forderung uneinbringlich ist.

Ausfallrisiko aus Zahlungsmitteln

Die HPI-Gruppe hält am 31. Dezember 2014 Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 3.034. Diese Summe stellt somit auch das maximale Ausfallrisiko im Hinblick auf die Zahlungsmittel dar.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, zu irgendeinem Zeitpunkt den Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können. Nicht genutzte, dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und -abflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittelfristige Sicht abbildet. Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten ist unter (24) "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" dargestellt. Gemäß IFRS 7.31 ff. ist über die Liquiditätsrisiken zu berichten bei eingetretenen Verstößen gegen Auflagen aus Darlehensverträgen: Für eine HPI-Anleihe in Höhe von EUR 2,0 Mio besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Der Vorstand der HPI AG hat den Anleihegläubigern und deren Analysten transparent kommuniziert und dargestellt, wie sich Ertrag und Liquidität der Gesellschaft im Jahr 2014 fortfolgend entwickeln und wie der Kapitaldienst gesichert ist. Der Vorstand sieht auch im unwahrscheinlichen Falle der sofortigen Fälligstellung keine Beanstandungsgefährdung für die HPI AG.

Die Gesellschaft hat ausreichend liquide Mittel in diesem Fall zur Verfügung. Zu den Fälligkeiten der Anleihen verweisen wir auf Note (22.)

Marktpreisrisiken

Unter dem Begriff Marktpreisrisiko wird das Risiko verstanden, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen von Marktpreisen ändern. Für den HPI-Konzern besteht das Marktpreisrisiko hauptsächlich aus dem Zinsrisiko.

Währungsrisiken

Die Währungskursrisiken resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, sind jedoch von untergeordneter Bedeutung.

Zinsrisiken

Der Konzern unterliegt Zinsrisiken ausschließlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und geplanten Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) eingesetzt, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken. Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus Kontokorrentverbindlichkeiten. Eine angenommene Zinsänderung auf Basis der Inanspruchnahme zum 31.12.2014 in Höhe von 1 % führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen in Höhe von ca. TEUR 43 (2013: TEUR 40).

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariable kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand.

Über die allgemeinen Marktrisiken hinaus bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Aktienkursrisiken

Die Wertansätze der von der HPI-Gruppe gehaltenen Aktien der november AG sowie der TRIA IT-solutions AG sind durch eine Kursgarantie der Camkan Invest S.à.r.l. abgesichert. Zum 31. Dezember 2014 waren diese beiden Beteiligungen jeweils auf einen Erinnerungswert von EUR 1 abgeschrieben.

Damit besteht für die HPI-Gruppe kein erfolgswirksames Aktienkursrisiko zum Stichtag.

Kapitalmanagement

Ziel des Konzerns ist, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren sowie die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens, die Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur sicherzustellen.

Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.

Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Kreditaufnahme erzielt werden könnte, und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an. Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades. Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, den Verschuldungsgrad kontinuierlich zu senken, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.

Während des Geschäftsjahres gab es keine Veränderungen hinsichtlich des Kapitalmanagements des Konzerns.

5. Segmentberichterstattung

Ein Geschäftssegment nach IFRS 8.5 ist ein Unternehmensbestandteil a) der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, b) dessen Betriebsergebnisse regelmäßig bei dem "Chief Operating Decision Maker" im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden können und c) für den separate Finanzinformationen vorliegen.

Der "Chief Operating Decision Maker" ist der Vorstand der HPI AG.

Die Geschäftssegmente der HPI-Gruppe sind die beiden Geschäftsbereiche "IT & Electronics" und "Industrial & Renewables". Dies sind zugleich die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8.11.

Die in der Segmentberichterstattung dargestellten Finanzinformationen entsprechen dem Umfang der dem Vorstand unternehmensintern regelmäßig zur Verfügung gestellten Informationen, vor Konsolidierung auf Basis nationaler Bilanzierungsvorschriften. Die unternehmensinterne Steuerung erfolgt anhand der Segmente "IT & Electronics" und "Industrial & Renewables". Im Segment "IT & Electronics" bietet die HPI ihren Kunden ganzheitliche IT-Systemlösungen sowie Einkaufs-, Logistik- und Mehrwertdienstleistungen für elektronische Komponenten. Im Segment "Industrial & Renewables" bietet die HPI ihren Kunden als Outsourcingpartner der Industrie Lösungen in den Bereichen technischer Einkauf, Logistik und Supply Chain Management sowie Energieoptimierungslösungen für Industriekunden sowie Privathaushalte.

Die Erfolgsposten der Segmente stellen sich wie folgt dar:

2014

Alle Angaben in TEUR
IT & Electronics Industrial & Renewables Überleitung Konzern
Umsatzerlöse 70.180 26.394 -879 95.695
Materialaufwand -64.263 -18.543 91 -82.715
Rohertrag 5.917 7.851 -788 12.980
Sonstige Erträge 1.268 739 -709 1.298
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer -4.108 -4.119 273 -7.954
Sonstige Aufwendungen -5.665 -4.744 -407 -10.817
EBITDA -2.588 -273 -1.631 -4.493
Abschreibungen auf Sachanlagen und andere
immaterielle Vermögenswerte -320 -267 122 -465
EBITA -2.908 -540 -1.509 -4.958
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0
EBIT -2.908 -540 -1.509 -4.958
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
Finanzierungsaufwand -1.794 -171 -265 -2.230
Übriges Finanzergebnis 34 5 -3 36
Finanzergebnis -1.760 -166 -268 -2.194
EBT -4.668 -706 -1.777 -7.152
Steueraufwand -146 -156 -238 -540
Periodenergebnis -4.814 -862 -2.015 -7.692
2013 Alle Angaben

in TEUR
IT & Electronics Industrial & Renewables Überleitung Konzern
Umsatzerlöse 83.846 32.832 -3.796 112.882
Andere aktivierte Eigenleistungen 208 0 0 208
Materialaufwand -75.248 -23.343 3.771 -94.820
Rohertrag 8.806 9.489 -25 18.270
Sonstige Erträge 6.680 2.086 -2.080 6.686
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer -4.734 -4.523 366 -8.891
Sonstige Aufwendungen -9.783 -11.510 2.809 -18.484
EBITDA 969 -4.458 1.070 -2.419
Abschreibungen auf Sachanlagen und andere
immaterielle Vermögenswerte -274 -382 -370 -1.026
EBITA 695 -4.840 700 -3.445
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -3.182 -7.021 0 -10.203
EBIT -2.487 -11.861 700 -13.648
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
Finanzierungsaufwand -1.672 -235 -573 -2.480
Übriges Finanzergebnis -202 18 31 -153
Finanzergebnis -1.874 -217 -542 -2.633
EBT -4.361 -12.078 158 -16.281
Steueraufwand -60 -101 -265 -426
Periodenergebnis -4.421 -12.179 -107 -16.707

In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 betreffen die dargestellten Umsatzerlöse nahezu ausschließlich Umsatzerlöse mit externen Kunden.

Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten werden für Konsolidierungszwecke eliminiert und sind in der Spalte "Überleitung" zusammengefasst.

Das Segmentvermögen sowie die Segmentschulden stellen sich wie folgt dar:

31.12.2014 Alle Angaben

in TEUR
IT & Electronics Industrial & Renewables Überleitung Konzern
Vermögenswerte
Sachanlagevermögen 260 366 0 626
Geschäfts- oder Firmenwert 3.387 0 0 3.387
Andere immaterielle Vermögenswerte 278 0 0 278
Finanzielle Vermögenswerte 160 0 0 160
Latente Steuern 0 0 60 60
Vorräte 6.183 1.796 0 7.979
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.114 4.299 -2.078 9.335
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.234 291 0 3.525
Ertragsteuerforderungen 363 311 0 674
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.398 1.636 0 3.034
29.058
Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzverbindlichkeiten 16.355 0 0 16.355
Latente Steuern 43 0 17 60
Rückstellungen 1.068 8.985 894 10.947
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.092 4.604 -4.278 13.418
Andere Verbindlichkeiten 4.700 120 848 5.668
Ertragsteuerverbindlichkeiten 308 8 0 316
46.764
-17.706
31.12.2013 Alle Angaben

in TEUR
IT & Electronics Industrial & Renewables Überleitung Konzern
Vermögenswerte
Sachanlagevermögen 330 646 18 994
Geschäfts- oder Firmenwert 3.387 0 0 3.387
Andere immaterielle Vermögenswerte 510 3 0 513
Finanzielle Vermögenswerte 250 97 0 347
Latente Steuern 167 152 -11 308
Vorräte 5.993 2.997 0 8.990
Geleistete Anzahlungen 0 3 0 3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.795 2.828 0 4.623
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 9.156 2.827 -6.382 5.601
Ertragsteuerforderungen 497 642 0 1.139
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 626 1.917 0 2.543
28.448
Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzverbindlichkeiten 11.894 322 3.071 15.287
Latente Steuern 126 0 30 156
Rückstellungen 225 7.783 1.213 9.221
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.475 2.154 0 6.629
Andere Verbindlichkeiten 9.716 3.017 -6.382 6.351
Ertragsteuerverbindlichkeiten 33 117 0 150
37.794
-9.346

Das langfristige Segmentvermögen der HPI-Gruppe entfällt zu den dargestellten Abschlussstichtagen fast ausschließlich auf Deutschland.

6 . Nahestehende Unternehmen und Personen

Mutterunternehmen und oberste beherrschende Partei

Oberste beherrschende Partei des Konzerns ist die HPI AG, München.

Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte des Mutterunternehmens

In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wurden keine Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder ausgereicht.

Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Der Konzern stellt den Vorstandsmitgliedern neben den Gehältern Sachleistungen zur Verfügung, Leistungen aus Anlass oder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nicht gezahlt, anteilsbasierte Vergütungen werden ebenfalls nicht gezahlt. Sofern vom Konzern Güter oder Dienstleistungen erworben werden, gelten dieselben Bedingungen und Konditionen wie für die von anderen Angestellten oder Kunden des Konzerns eingegangenen Kaufverträge. Die Gesamtvergütung der Vorstände (kurzfristig fällige Leistungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 250 (2013: TEUR 225).

Die Vorstandsmitglieder des Mutterunternehmens verfügen über insgesamt mehr als 40 % aber weniger als 50 % der Stimmrechtsanteile des Mutterunternehmens. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen oder ihnen nahestehende Unternehmen und Personen nehmen Positionen in anderen Unternehmen ein, infolge derer sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Unternehmen haben. Eine Reihe dieser Unternehmen tätigte im Laufe des Jahres Geschäfte mit dem Konzern. Die Bedingungen und Konditionen dieser Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und ihnen nahestehende Unternehmen und Personen waren marktüblich.

Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss haben, waren wie folgt:

in TEUR Geschäftsvorfall Werte der Geschäftsvorfälle in Salden ausstehend
2014 2013 zum 31. Dezember 2014
--- --- --- --- ---
Vorstand
Michael Negel Verwaltungsleistungen 25 104 0
Falk Raudies Vermietungsleistungen 50 139 0
Verwaltungsleistungen 55 246 -57
Ankauf von Vorräten 0 3 0
Verkauf von Vorräten 488 0 147
Aufsichtsrat
Boris Dürr Rechtsberatung 116 102 0
Markus Bodenmeier Beratungsleistungen 40 14 0
Stefan Fleissner Beratungsleistungen 3 - 0

Für die genannten Leistungen wurden marktübliche Sätze in Rechnung gestellt und die Rechnungsbeträge waren gemäß den üblichen Zahlungsbedingungen fällig und zu bezahlen. Alle ausstehenden Salden mit diesen nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Die dem Vorstand Michael Negel nahestehende Camkan Invest S.a.r.l. hat Darlehen mit TEUR 2.366 (31. Dezember 2013: TEUR 2.345) an den Konzern ausgereicht, hierfür waren im Berichtsjahr Zinszahlungen in Höhe von TEUR 176 (2013: TEUR 118) fällig. Die Summe der Zinsabgrenzungen der CAMKAN Invest S.a.r.l. belaufen sich zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 auf TEUR 44. Daneben besteht ein Verrechnungskonto, das zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 22 (2013: TEUR 302) valutiert.

7. Sonstige Angaben

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Restrukturierung

Der HPI Konzern befindet sich derzeit in einer Restrukturierungsphase. In den Geschäftsjahren 2013ff. waren die Konzernumsatzerlöse insgesamt stark rückläufig. Der Rückgang der Umsatzerlöse betraf beide Geschäftssegmente. Ursächlich hierfür waren rückläufige Marktentwicklungen im Segment Industrial & Renewables sowie der Insolvenz der Tochter MRL im Jahr 2016. Im Segment IT & Electronics war die Änderung des Geschäftsmodells der 3KV hin zum strategischen Geschäft und dem damit verbundenen Rückgang im taktischen Geschäft ursächlich für den Umsatzrückgang in diesem Segment in den Jahren 2014ff.

Der HPI-Konzern begegnete dem Umsatzrückgang mit einer Bereinigung des Beteiligungsportfolios, so wurden in den Jahren 2014ff. die Beteiligungen an der ce Global Sourcing, der REW sowie an der VCE-Gruppe veräußert. Darüber hinaus wurde ein Kostensenkungsprogramm umgesetzt. Im Rahmen von Gläubigerversammlungen wurden die begebenen Anleihen verlängert oder in Eigenkapital umgewandelt. Im Rahmen der Bilanzsanierung wurden bei mehreren Anleihen die Anleihebedingungen geändert:

- 9 %-Unternehmensschuldverschreibung (WKN A1MA90) über EUR 6.256.000,00: Senkung des Zinssatzes auf 3,5 %, Versehung mit Wandlungsrecht, Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet ("keine Endfälligkeit")

- 4,5 %-Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) über EUR 750.000,00: Teilverzicht, dafür Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5 %, Verlängerung der Laufzeit bis 31.Dezember 2019

- 7,125 %-Unternehmensanleihe (WKN A2BPFN) über EUR 2.000.000,00: Versehung mit Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie, Verlängerung der Laufzeit bis 01. Mai 2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt

- 9 %-Optionsanleihe (WKN A1X3L7) über EUR 1.200.000,00: Verlängerung der Laufzeit bis 30. Juni 2018, Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt.

- 15 % Unternehmensschuldverschreibung über TEUR 700, Stundung der Zinszahlungen für Zinstermine 1. Dezember 2016 und 1. Dezember 2017 bis Ende 2018.

Im Nachtragszeitraum haben Gläubiger von Anleihen, Darlehen und Krediten im Rahmen der Bilanzsanierung auf insgesamt EUR 1,4 Mio. verzichtet. Im Rahmen der Restrukturierung sind bis Ende 2017 Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR 1,9 Mio. insbesondere für Rechtsberatungskosten, Bankgebühren und Ablösung von langlaufenden Verträgen angefallen.

Im August 2015 wurde eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital 2011/I in Höhe von EUR 725.000,00 durchgeführt. Hiermit wurde das Grundkapital von EUR 7.359.586,00 um EUR 725.000,00 auf EUR 8.084.586,00 erhöht. Im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung um EUR 425.000,00 wurde das Grundkapital auf EUR 8.509.586,00 erhöht.

Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA's aus:

Konzernumsatz EBITDA
2015 EUR 71 Mio. EUR 1,7 Mio.
2016 EUR 50 Mio. EUR 1,9 Mio.
2017 EUR 35 Mio. EUR -0,6 Mio.
2018 EUR 45 Mio. EUR 0,7 Mio.
2019 EUR 45 Mio. EUR 0,7 Mio.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Alle Angaben

in TEUR
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2014
Mietverpflichtungen 1.238 4.619 3.714 9.571
Leasingverpflichtungen 301 287 0 588
1.539 4.906 3.714 10.159
Alle Angaben

in TEUR
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2013
Mietverpflichtungen 1.160 3.106 3.407 7.673
Leasingverpflichtungen 328 306 0 634
1.488 3.412 3.407 8.307

Die Mietverpflichtungen betreffen insbesondere Bürogebäude und Lager. Diese Verträge unterliegen in der Regel Preisanpassungsklauseln. Diese sind insbesondere an den Verbraucherpreis- bzw. Lebenshaltungskostenindex gekoppelt. Eine Anpassung erfolgt i.d.R. bei Veränderungen von 5 oder 10 %. Es bestehen teilweise Mietverlängerungsoptionen im marktüblichen Umfang.

Die übrigen Leasingverpflichtungen betreffen insbesondere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge. Für die Kraftfahrzeuge besteht teilweise eine vertragsübliche Restwertübernahmeverpflichtung.

Haftungsverhältnisse bzgl. ce Global Sourcing GmbH (Unternehmen, mit welchem bis August 2014 ein Beteiligungsverhältnis bestand):

- Patronatserklärung Close Brothers Factoring TEUR 2.500

Die REW AG hat zugunsten der REW Besitzgesellschaft Bürgschaften in Höhe von TEUR 615 ausgereicht.

Der Vorstand geht bei allen genannten Haftungsverhältnissen nicht von einer Inanspruchnahme aus.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH hat die HPI AG zur Absicherung der Zahlungsverpflichtung aus dem erfolgsabhängigen Kaufpreis (Earn-Out) sowie des Gewinnbeteiligungskaufpreises dem Verkäufer auf die HPI AG entfallende Gewinnanteile aus der Beteiligung an der Mannesmannröhren Logistic GmbH bis zu einer Höhe von jeweils TEUR 150 bis 2015 abgetreten.

Als dingliche Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Warenvorräte mit TEUR 6.183 (3KV).

Bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der HPI AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes:

Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital 2014*in TEUR Jahresergebnis 2014*in TEUR
Inländische Beteiligungen - direkt
3KV GmbH, München (3KV) EUR 100,00 % 625 1.623
software solutions GmbH i.L., Feldkirchen EUR 100,00 % -1.341 0
HPI GmbH, Sulzbach EUR 100,00 % 435 -37
Mannesmannröhren Logistic GmbH, Ratingen (MRL) EUR 50,02 % 3.607 340
Inländische Beteiligung - indirekt
über HPI GmbH:
HPI Sourcing Management GmbH, Sulzbach EUR 100,00 % 13 28
HPI Procurement Services GmbH & Co. KG, Sulzbach
EUR 100,00 % -346 -242
HPI Business Process Management GmbH, Sulzbach
EUR 100,00 % -19 -14
HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH, Sulzbach
EUR 100,00 % -22 -22
Eubicon GmbH, Nürnberg EUR 75,20 % -65 -1
über 3KV GmbH:
Amaro IT GmbH, Oldenburg*** EUR 98,00% 6 4
ABC IT Trading Oldenburg GmbH i.L., Oldenburg** EUR 100,00% -13 -1
Ausländische Beteiligungen - direkt
VCE Virtual Chip Exchange Inc., Quebec,Kanada** EUR 49,00 % 582 -501
Ausländische Beteiligungen - indirekt
HPI Polen Sp. Z.o.o., Ladna, Polen EUR 51,00 % -182 20

* Werte gemäß local GAAP; bei deutschen Gesellschaften gemäß HGB

** Abschlussstichtag 31.12.2012

*** Abschlussstichtag 30.06.2014

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung exklusive der Erstattung von Auslagen in Höhe von TEUR 60 (2013: TEUR 60). Die in 2014 erstatten Auslagen beliefen sich auf TEUR 27 (2013: TEUR 25).

ce Cyber Exchange Inc., Kanada, (VCE-Gruppe)

Die HPI-Gruppe war alleinige Aktionärin der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, die wiederum 51 % des Grundkapitals der VCE Virtual Chip Exchange Inc., Kanada, (VCE Kanada) hält. VCE Kanada ist wiederum alleinige Aktionärin der Virtual Chip Exchange USA, Inc. (VCE USA) und VCE USA ist wiederum alleinige Gesellschafterin der Virtual Chip Exchange Europe GmbH (VCE GmbH).

Durch Übertragung sämtlicher Anteile an der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, wurden somit auch 51 % an der VCE-Gruppe (VCE Kanada, VCE USA, VCE GmbH) übertragen.

Die Entkonsolidierung erfolgte zum 01. Januar 2012, da aufgrund einer Stimmbindungsvereinbarung ab diesem Zeitpunkt keine Beherrschung mehr bestand.

Der Vorstand der HPI AG hat im November 2010 beschlossen, mindestens 51 % der Anteile an der VCE-Gruppe bis spätestens Ende 2011 zu veräußern. Insofern erfolgte zum 01. Januar 2011 eine Einstufung nach IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich. Aufgrund der Tatsache, dass mit keinem nennenswerten Kaufpreis zu rechnen war, wurde der Buchwert der VCE-Gruppe im HPI-Konzern vollständig auf Null korrigiert. Es wurde ein Kaufpreis von TEUR 10 erzielt, der in gleicher Höhe zu einem entsprechenden Entkonsolidierungsgewinn geführt hat, welcher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst ist. Dieser ist vollständig den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen.

Die HPI-Gruppe ist zum Abschlussstichtag nach wie vor direkt an der VCE Kanada und damit an der VCE-Gruppe mit 49 % beteiligt. Die verbleibenden 49 % werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die verbleibenden 49 % an der VCE-Gruppe wurden im Zuge der Übergangskonsolidierung zum 01. Januar 2011 mit TEUR 10 angesetzt. Aufgrund eines Verlustes in 2012 ergab sich ein Verlust aus der Beteiligung i.H.v. TEUR 10. Die Beteiligung ist per 31. Dezember 2014 zum Erinnerungswert von EUR 1,00 bilanziert.

Im Februar 2015 wurden sämtliche Anteile an der ce Cyber Exchange Inc., Kanada, sowie die 49 % Beteiligung an der VCE Kanada endgültig veräußert. Im Rahmen der Veräußerung wurden auch sämtliche Darlehensbeziehungen zwischen der HPI und der VCE-Gruppe aufgelöst. Die HPI konnte in diesem Zusammenhang einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 339 TEUR erzielen.

Vorstandsbezüge

Die Gesamtbezüge der Vorstände betragen TEUR 250 (Vorjahr TEUR 225). Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
Festgehalt 107 199
Tantiemen 0 0
Variable Vergütung 113 0
Sozialkosten/Versicherungen 30 26
Gesamt 250 225

Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Alle Angaben

in TEUR
2014 2013
Abschlussprüfung (Einzelabschlüsse und Konzern) 35 115
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 1 0
36 115

Organe der HPI AG:

Aufsichtsrat der HPI AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus den folgenden Mitgliedern:

Boris Dürr Rechtsanwalt Aufsichtsrats- unverändert
Vorsitzender
Günter Seefelder Geschäftsführer Seefelder Business Consulting GmbH Stellvertretender bis 15.01.2014
Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsrat
20.01.2015 bis 26.02.2015
Markus Bodenmeier Unternehmer Aufsichtsrat 15.01.2013 bis 15.01.2014
seit 15.01.2014
Stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender
Jürgen Rödig Unternehmer Aufsichtsrat 01.01. bis 07.04.2014
Stefan Fleissner Unternehmer Aufsichtsrat 06.05.2014 bis 24.10.2014
Artur Piotr Jedrzejewski Unternehmer Aufsichtsrat seit 26.02.2015

Vorstand:

Herr Michael Negel war im Geschäftsjahr 2014 Vorstandsvorsitzender der HPI AG und ist zum 30. Juni 2015 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Herr Falk Raudies, Geschäftsführer der 3KV GmbH war im Jahr 2014 stellv. Vorstandsvorsitzender der HPI AG und ist zum 24. Juli 2014 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Herr Axel Hamann war von 20. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 zum Vorstand bestellt.

Herr Carlo Thewes war von 18. Juli 2016 bis zum 31. Januar 2018 zum Vorstand bestellt.

Herr David Nicholas Vincent wurde am 10. Juli 2017 zum Vorstand bestellt.

München, den 1. August 2018

HPI AG

der Vorstand

David Nicholas Vincent

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2014

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge*TEUR Stand 31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 13.590 0 1.222 12.368
Andere immaterielle Vermögenswerte 3.807 6 21 3.793
17.397 6 1.243 16.161
Sachanlagevermögen 2.584 154 548 2.190
2.584 154 548 2.190
Finanzanlagevermögen 1.201 39 243 998
1.201 39 243 998
21.182 200 2.034 19.348

* Die Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.

Abschreibungen/Wertminderungen Buchwerte
Stand 01.01.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge*TEUR Stand 31.12.2014

TEUR
Stand 31.12.2014

TEUR
Stand 31.12.2013

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 10.203 0 1.222 8.981 3.387 3.387
Andere immaterielle Vermögenswerte 3.294 240 20 3.514 278 513
13.497 240 1.242 12.495 3.665 3.900
Sachanlagevermögen 1.589 225 250 1.564 626 994
1.589 225 250 1.564 626 994
Finanzanlagevermögen 854 0 16 838 160 347
854 0 16 838 160 347
15.940 465 1.508 14.897 4.451 5.241

* Die Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2013

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2013

TEUR
Zugänge*TEUR Abgänge*TEUR Stand 31.12.2013

TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 15.174 318 2.107 13.385
Andere immaterielle Vermögenswerte 4.405 271 869 3.807
19.579 589 2.976 17.192
Sachanlagevermögen 3.071 218 705 2.584
22.650 807 3.681 19.776

* Die Zu- und Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.

Abschreibungen/Wertminderungen Buchwerte
Stand 01.01.2013

TEUR
Zugänge*TEUR Abgänge*TEUR Stand 31.12.2013

TEUR
Stand 31.12.2013

TEUR
Stand 31.12.2012**TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 292 10.203 497 9.998 3.387 14.882
Andere immaterielle Vermögenswerte 3.430 706 842 3.294 513 975
3.722 10.909 1.339 13.292 3.900 15.857
Sachanlagevermögen 1.857 320 587 1.590 994 1.214
5.579 11.229 1.926 14.882 4.894 17.071

* Die Zu- und Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen.

** Restatement per 31.12.2012 gem. IAS 8 (siehe Notes Abschnitt 1b))

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der HPI AG aufgestellten Konzernabschluss − bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsentwicklung, und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Konzernanhang im Abschnitt "Allgemeine Grundlagen" sowie im Konzernlagebericht "Nachtragsbericht" hin. Dort wird ausgeführt, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und in den Jahren 2014 bis 2017 einen Sanierungsprozess durchlaufen hat, im Rahmen dessen fällige Anleihen bis mindestens 2019 verlängert oder in Eigenkapital umgewandelt wurden sowie fällige Darlehen ebenfalls bis mindestens 2019 verlängert wurden. Seit Anfang 2018 geht der Vorstand der HPI AG davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können. Mittelfristig ist der Fortbestand der Gesellschaft jedoch nur gesichert, wenn es ihr gelingt, operativ profitable Geschäftseinheiten zu erwerben oder die bestehenden Einheiten in ihrer Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Für den Erwerb neuer Geschäftseinheiten sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig.

München, den 1. August 2018

**Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(vormals Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

(Düsseldorf)**

Abel, Wirtschaftsprüfer

Weissinger, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 2. Oktober 2018 gebilligt.

Boris Dürr, Aufsichtsratsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014

der HPI AG

Der Aufsichtsrat erläutert in folgendem Bericht seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen sowie die Jahresabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands während des gesamten Geschäftsjahres 2014 regelmäßig überwacht und den Vorstand beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die Berichte des Vorstands in schriftlicher und mündlicher Form. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat war so über die geplante Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte informiert.

In Entscheidungen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat eingebunden. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen und die daraus resultierenden Entwicklungsperspektiven des Unternehmens wurden im Aufsichtsrat umfassend erörtert. Über besondere Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand außerhalb der Sitzungen unverzüglich in Kenntnis gesetzt. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Beschlussfassung vor.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäft Jahr 2014 elf Präsenzsitzungen und darüber hinaus diverse Telefonkonferenzen abgehalten und sich darin eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der operativen und strategischen Entwicklung des Unternehmens sowie den wesentlichen strategischen und strukturellen Entscheidungen befasst.

Wesentliche Themen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014

Die Tätigkeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 stand im Fokus der Restrukturierung und Reorganisierung der HPI AG und deren Tochtergesellschaften. Diese Restrukturierung und Reorganisierung war auch der Grund, warum die Tätigkeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 einen größeren zeitlichen Einsatz der Aufsichtsratsmitglieder und eine größere Anzahl an Aufsichtsratssitzungen gefordert hat.

Der Aufsichtsrat prüfte in regelmäßigen Abständen die aktuelle finanzielle Situation der Gesellschaft und der Gruppen- bzw. Beteiligungsgesellschaften und verglich die übermittelten Ist-Zahlen mit den prognostizierten Erwartungen. Die jeweilige finanzielle und wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und der Gruppe wurden insbesondere in den Präsenzsitzungen erörtert. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 insbesondere mit der Bilanz der HPI AG und der hohen Fremdfinanzierung sowie der Liquiditätssicherung. Ein zentraler Punkt war dabei auch die Reduzierung der Kosten auf Ebene der Gesellschaft.

Ein Thema, mit dem sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 erneut mehrfach befasst hat, war die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sowie insbesondere die Zusammenarbeit unter den Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Vorstands. In dem Zusammenhang hat sich der Aufsichtsrat auch mehrfach mit der Frage der Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasst.

Schließlich beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 auch ausführlich mit der Bereinigung des Beteiligungsportfolios und der gesellschaftsrechtlichen Konzernstrukturen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Herr Günter Seefelder hat sein Amt als Aufsichtsrat mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung vom 15. Januar 2014 niedergelegt. In der Hauptversammlung wurde sodann Herr Markus Bodenmeier zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Herr Markus Bodenmeier dann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Im April 2014 hat Herr Jürgen Rödig sein Amt als Aufsichtsrat niedergelegt und im Mai 2014 wurde Herr Stefan Fleissner vom Amtsgericht München als Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Fleissner ist im Oktober 2014 wieder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Herr Falk Raudies ist im Juli 2014 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Erörterung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 nebst Lagebericht sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Aufgrund der noch vor Aufstellung des Jahresabschlusses erlangten Erkenntnisse über die konkrete finanziellen, bilanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse bei der HPI AG und den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mussten jedoch umfangreiche Neubewertungen und weitere Veränderungen berücksichtigt werden, weshalb sich die Aufstellung des Jahresabschlusses bis ins Jahr 2018 hinein verzögert hat. Der Abschlussprüfer, die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), München, hat den Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 nebst Lagebericht sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht geprüft, wobei die Prüfung aufgrund der bereits genannten Umstände ebenfalls länger gedauert hat und erst im September 2018 abgeschlossen werden konnte. Sowohl der Prüfungsbericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der HPI AG zum 31. Dezember 2014 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der HPI AG sowie der Prüfungsbericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 nebst Konzernlagebericht enthalten einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht sowie die unterschriebenen Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und am 2. Oktober 2018 den Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der HPI AG zum 31. Dezember 2014 ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt worden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2014.

München, im Oktober 2018

Der Aufsichtsrat

Aufsichtsratsvorsitzender