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HPI AG — Audit Report / Information 2013
May 17, 2018
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Audit Report / Information
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Publication

HPI AG
München
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013
I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Das deutsche Wirtschaftswachstum ist trotz zunehmender geopolitischer Risiken aus dem In- und Ausland solide. Beschäftigung und Wirtschaftsaktivität in Deutschland waren in den vergangenen Jahren weiter stabil.
Das Bruttoinlandsprodukt hat im Jahresdurchschnitt 2013 um 0,4 % zugenommen. Nach einer witterungsbedingten Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/13 ist die deutsche Wirtschaft auf einen stabilen Erholungskurs eingeschwenkt.
Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2014 eine solide konjunkturelle Grunddynamik und mit einem preisbereinigten Wachstum des BIP von 1,8 % ein deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums liegendes Wirtschaftswachstum.
Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2014 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Produzierendes Gewerbe
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging im Dezember 2013 vorläufigen Angaben zufolge gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,6 % zurück, nachdem sie im Vormonat deutlich aufwärts revidiert um 2,4 % zugenommen hatte. In der Industrie nahm die Erzeugung im Dezember um 0,5 % ab. Dies war auf Brückentageffekte zurückzuführen. Die Bauproduktion erhöhte sich erneut leicht (+0,5 %). Dies beruhte auf einer erneut deutlichen Zunahme der Erzeugung im Bauhauptgewerbe (+2,8 %), während sich das Ausbaugewerbe schwach entwickelte (-2,0 %). Innerhalb der Industrie waren in den Bereichen der Vorleistungs- und der Konsumgüter Zuwächse von 1,0 % bzw. 0,9 % zu verzeichnen. Die Herstellung von Investitionsgütern wurde dagegen um 2,5 % eingeschränkt.
Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe um 1,5 % zu. Besonders deutlich erhöhte sich die Industrieproduktion mit +2,1 %. Neben der kräftigen Ausweitung der Erzeugung bei den Investitionsgüterproduzenten (+2,4 %) trugen hierzu auch die Produktionszuwächse bei den Vorleistungs- und Konsumgütern (+2,1 % bzw. +1,7 %) bei. Im Baugewerbe wurde die Erzeugung um 0,3 % ausgeweitet. Im Jahresschlussquartal nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe insgesamt gegenüber dem dritten Quartal 2013 weiter leicht um 0,2 % zu.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lag sie im November/Dezember arbeitstäglich bereinigt um 3,3 % höher. In der Industrie wurde der Vorjahresstand um 3,8 % und im Baugewerbe um 2,7 % übertroffen.
Die Industrieproduktion konnte im Jahresschlussquartal 2013 trotz eines durch Sonderfaktoren bedingten Rückgangs im Dezember weiter zulegen. Die Erzeugung im Baugewerbe hat sich zum Jahresende hin weiter erholt, unterschritt im vierten Quartal insgesamt aber noch das Ergebnis des Vorquartals. Die Perspektiven für das Produzierende Gewerbe im Verlauf des Jahres 2014 bleiben positiv. Hierauf deutet sowohl die lebhafte Bestelltätigkeit als auch die anhaltend positive Entwicklung der einschlägigen Stimmungsindikatoren hin.
Quelle: Pressemitteilung vom 04.02.2014 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) „Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dez 2013“
A. Das Segment IT & Electronics besteht aus den Geschäftsfeldern IT- Netzwerkprodukte, Cloud Computing (HPI-Gesellschaft: 3KV GmbH), Storage (HPI-Gesellschaft: TND AG) sowie Elektronische Bauelemente (HPI-Gesellschaft: AZEGO Components AG)
Marktentwicklung in den Geschäftsfeldern IT-Netzwerkprodukte, Cloud Computing und Storage
Das IT-Geschäft in Deutschland verlief dem Branchenverband Bitkom zufolge 2013 etwas schwächer als im Vorjahr. Mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK) wurden in 2013 151 Mrd. EUR umgesetzt und somit -0,5 % weniger als im Vorjahr, wie der Verband mitteilte.
Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Der deutsche Markt für Cloud Computing verzeichnete 2013 einen Umsatz von 4,4 Mrd. EUR. Die Prognose für 2014 liegt bei einem Zuwachs von 46 % auf 6,4 Mrd. EUR. Das ergab eine aktuelle Studie der Experton-Group im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.
Zu den Cloud-Dienstleistungen gehören Software-as-a-Service (das Bereitstellen von Computerprogrammen über das Internet), Plattform-as-a-Service (die Bereitstellung von Entwicklungsumgebungen über das Internet) und Infrastructure-as-a-Service (etwa die Bereitstellung von Speicher- oder Rechnerkapazitäten über das Internet).
Quelle: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Die weltweiten Ausgaben für IT-Sicherheit betrugen 2013 rd. 66 Mrd. Dollar. Die Prognosen für 2014 und 2015 liegen bei weiteren 7,9 % bzw. 8,2 % Wachstum. Nach Angaben von Gartner werden vor allem die Verbreitung von mobilen Geräten und Cloud Services dieses Wachstum treiben.
Quelle: Gartner Press Release vom 22. August 2014
Der Storage-Markt hat 2013 weltweit ein Volumen von 22,5 Milliarden Dollar erreicht. Das entspricht einem Umsatzplus von 1,4 Prozent im Vergleich zu 2012. Damit ist der Storage-Markt 2013 so langsam gewachsen wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr, als der Umsatz mit Speicherlösungen sogar rückläufig war.
Zum Ende des Jahres hat das Geschäft jedoch deutlich angezogen. Im vierten Quartal ist der Markt um immerhin fünf Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar gewachsen.
Quelle: Gartner
Marktentwicklung im Geschäftsbereich Elektronische Bauelemente
Der Gesamtumsatz im deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt lag laut FBDi (Fachverband deutscher Distribution) 2013 bei 2,75 Mrd. EURO und damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Quelle: elektronik industrie, Ausgabe März 2014
Die HPI erzielte im Segment IT & Electronics 2013 einen Umsatz in Höhe von TEUR 83.846 und damit 9,2 % mehr als im Vorjahr (TEUR 77.187). Das EBIT lag jedoch bei TEUR -3.208 (Vj. TEUR 880), was vor allem auf folgende Sondereffekte zurückzuführen war:
| • | Firmenwert-Abschreibungen mit TEUR 3.182 (Vj. 0) |
| • | Wegfall Ergebnisbeitrag ce Global (Vj. TEUR 272) |
| • | Wertberichtigung auf Forderungen im Rahmen der Endkonsolidierung der AZEGO Components AG mit TEUR 460 |
B. Das Segment Industrial & Renewables besteht aus den Geschäftsfeldern Business Process Outsourcing (HPI-Gesellschaften: Mannesmannröhren Logistic GmbH (MRL) und HPI GmbH (HPI Hoechst Procurement International) sowie Erneuerbare Energien (HPI-Gesellschaft: REW Technology AG)
Marktentwicklung Business Process Outsourcing
Der weltweite Markt für Procurement Outsourcing, in dem unsere Tochtergesellschaften MRL und HPI GmbH tätig sind, wuchs in 2013 um 12 % ggü. dem Vorjahr. Gleichwohl war er von einer hohen Volatilität geprägt, d.h. es gab neben einer großen Zahl von Vertragskündigungen auch viele Neuabschlüsse.
Quelle: Everest Group, Procurement Outsourcing, Annual Report 2014
Marktentwicklung Erneuerbare Energien
Das Bundesumweltministerium legt regelmäßig im I. Quartal die vorläufigen Ausbauzahlen im Bereich der erneuerbaren Energien für das Vorjahr vor. Danach lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch in Deutschland bei 10,8 % und wuchs damit nur moderat ggü. dem Anteil von 10,3 % im Vorjahr.
Die Kollektorfläche solarthermischer Anlagen in Deutschland ist von 16,3 Millionen Quadratmetern in 2012 auf 17,3 Millionen in 2013 angestiegen. Dies ging allerdings einher mit einem weiteren Preisverfall, gegenüber dem Jahr 2012 (Mrd. EUR 19,5) waren die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2013 mit Mrd. EUR 15,7 rückläufig. Dies ist vor allem auf den weiterhin starken Preisverfall bei Photovoltaikanlagen zurückzuführen.
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Die HPI erzielte im Segment Industrial & Renewables 2013 einen Umsatz in Höhe von TEUR 32.832 und damit 16 % weniger als im Vorjahr (TEUR 38.900). Das EBIT lag jedoch bei TEUR -11.861 (Vj. TEUR 780), was vor allem auf folgende Sondereffekte zurückzuführen war:
| • | Firmenwert-Abschreibungen mit TEUR 7.021 (Vj. 0 TEUR) |
| • | Rückstellung für potenzielle Kundenrückforderungen mit TEUR 4.591 (Vj. 0 TEUR) |
| • | Ergebnisrückgang bei REW um TEUR 1.323 aufgrund eines Einbruchs des Solar-Geschäftes |
C. Marktausblick
Die Prognose des Ifo-Instituts für 2014 fiel positiv aus: es prognostizierte ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1,9 %, vor allem gestützt durch die Inlandsnachfrage. Zudem wurde erwartet, dass die Arbeitslosenquote 2014 auf 6,8 % zurückgeht (2013: 6,9 %).
Quelle: Handelsblatt „Ifo-Institut erwartet kräftiges Wachstum“, 17.12.2013
Die tatsächlichen Zahlen lagen beim Bruttoinlandsprodukt bei 1,6 %, bei der Arbeitslosenquote bei 6,7 %.
Quelle: Statistisches Bundesamt
II. Kundenstruktur
Der HPI Konzern verfügte unverändert über ein ausgewogenes und breitgefächertes Kundenportfolio. Die Übernahme des Server- und Storage-Lösungsanbieters TND AG im Vorjahr und die damit verbundene Erweiterung des Angebotsspektrums im Segment IT & Electronics haben einen weiteren Ausbau des Bestandskundengeschäfts ermöglicht. Die TND AG wurde zum 30. Juni 2013 auf die 3KV GmbH verschmolzen.
Das Tochterunternehmen 3KV GmbH hat im Juli 2012 mit KEMP Technologies ein umfassendes Distributionsabkommen für die Region D/A/CH geschlossen. KEMP Technologies bietet als weltweit operierendes Unternehmen einfach zu implementierende, wirtschaftliche Load-Balancer- und Application-Delivery-Lösungen im IT-Sektor an, die einen Mehrwert für unsere Kunden bieten.
Die 3KV GmbH hat Ende 2012 mit JouleX eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. JouleX ist ein innovativer Anbieter im Bereich nachhaltiges Energiemanagement für Unternehmen. Die 100-prozentige Tochter der HPI AG, die 3KV GmbH, hat die gesamte Produktpalette von JouleX in ihr Angebotsportfolio übernommen und damit die Dienstleistungspalette der 3KV GmbH sinnvoll ergänzt. Damit stehen einer noch größeren Zahl von Endkunden die Lösungen von JouleX zur Verfügung.
Ebenso wurde eine strategische Partnerschaft mit SNOM Technologies AG geschlossen. SNOM entwickelt und vertreibt VoIP-Telefone auf der Basis von offenen Standards für Geschäftskunden.
Im Segment Industrial & Renewables sind die beiden größten Kunden des HPI Konzerns mit zusammen mehr als ca. 14 Mio. EUR Jahresumsatz gleichzeitig Minderheitsgesellschafter der MRL. Mit diesen Kunden im Jahr 2013 eine langfristig ausgelegte Partnerschaft sowie eine gegenseitige Integration der Systeme.
Der HPI Konzern hat eine Kundenbasis von über 3.800 Kunden. Schwerpunkt der Kundenherkunft bildet die DACH-Region, aber auch eine wachsende Anzahl von Kunden in anderen EU-Mitgliedsländern sowie Kunden in Asien und USA.
Mit der mehrheitlichen Übernahme der REW AG im Segment Industrial & Renewables verbreitert die HPI Ihr Kundenportfolio neben den B2B-Kunden in den B2C-Bereich und verbessert damit Ihre Unabhängigkeit für konjunkturelle Anfälligkeit weiter.
III. Kapitalmaßnahmen
A. Unternehmensanleihe
Die HPI AG hat im Dezember 2011 eine Unternehmensanleihe von bis zu TEUR 6.000 begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird jährlich mit 9 % verzinst, Laufzeitende ist der 30. November 2016. Die Anleihe ist im Börsenfreiverkehr in Hamburg gelistet. Es besteht keine Prospektpflicht. Die Anleihe richtet sich an qualifizierte Anleger gemäß §2 Abs. 6 WpPG, die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 50.000.
Der Gesamtnennbetrag wurde im Jahr 2013 auf TEUR 6.256 aufgestockt und bis zum 31. Dezember 2013 komplett gezeichnet. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
B. Wandelanleihe
Der HPI AG hat im Dezember 2011 eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 1.500 begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts platziert. Der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10. Die Laufzeit der Wandelanleihe beginnt am 1. Dezember 2011 und endet am 30. November 2016. Die Wandelanleihe ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet.
Von dem Gesamtnennbetrag mit TEUR 1.500 wurden in 2012 insgesamt TEUR 750 nominal gezeichnet. Somit verbleibt ein Restanleihevolumen in Höhe von TEUR 750, dessen Zeichnungsfrist bis zum 31. Dezember 2014 verlängert wurde und nicht mehr gezeichnet wurde. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
C. Inhaber-Teilschuldverschreibung (Nachhaltigkeitsanleihe)
Die HPI AG hat im April 2012 eine Inhaber-Teilschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu 2,0 Mio. EUR begeben.
Die Laufzeit der sogenannten „Nachhaltigkeitsanleihe“ beginnt am 01.05.2012 und endet mit dem 30.04.2015. Verzinst wird die Inhaber-Teilschuldverschreibung jährlich mit 7,125 %. Die Anleihe ist nicht börsennotiert. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 50.000 EUR.
D. Optionsschuldverschreibung
Der HPI AG hat im September 2013 eine Optionsschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 1.200 begeben. Die Schuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts vollständig platziert. Der Optionspreis beträgt EUR 1,70. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2016. Die Optionsschuldverschreibung ist ebenfalls im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet. Der Optionspreis wurde in 2016 auf EUR 1,10 geändert und die Anleihe mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2018 versehen. Zum weiteren Verlauf wird auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
E. Kontokorrentkredite
Für diverse Investitionsvorhaben, die maßgeblich für das Wachstum der Gesellschaft sind, hat die HPI AG Gespräche mit namhaften Banken aufgenommen und die Genehmigung von Kontokorrentkrediten erhalten:
Commerzbank AG
Die Commerzbank AG hat einen Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 3.500 eingeräumt. Die Begünstigten hierbei sind die HPI AG mit TEUR 300,3KV GmbH mit TEUR 2.200 und die ce Global Sourcing GmbH mit TEUR 1.000, wobei die HPI AG gesamtschuldnerisch haftet und die Tochtergesellschaften jeweils mit dem in Anspruch genommenen Betrag. Die Krediteinräumung erfolgte unbefristet.
Postbank AG
Die Postbank AG bewilligte der HPI AG einen Kontokorrentkredit über TEUR 500. Den Tochtergesellschaften 3KV GmbH und ce Global Sourcing GmbH bewilligte die Postbank AG ebenfalls Kontokorrentkredite, jeweils unter Mithaftung der HPI AG. Der 3KV GmbH stehen TEUR 1.500 und der ce Global Sourcing GmbH TEUR 500 zur Verfügung. Insgesamt stellt die Postbank AG der HPI AG und ihren Tochtergesellschaften somit Kontokorrentkredite über TEUR 2.500 unbefristet zur Verfügung.
IV. Geschäftsentwicklung
Die Geschäftsentwicklung ist unbefriedigend. Der HPI Konzern befindet sich daher in einem Sanierungsprozess. Ziel ist hierbei, neben der Restrukturierung der Verbindlichkeiten die unrentablen Teile des Geschäftes in den Segmenten IT und Industrials zu veräußern und die vorhandenen rentablen Bereiche auszubauen.
V. Konzernstruktur
A. Veräußerungen im Segment IT & Electronics
Veräußerung der Geschäftsanteile der AZEGO Components AG
Der deutsche Bauelemente Distributionsmarkt ist in 2013 auf dem Umsatzniveau des Vorjahres stagniert. In der Folge war auch die Nachfrage nach Überbeständen im Bauelementemarkt weiterhin sehr schwach. Die HPI AG hat daher zum 30.11.2013 ihre Geschäftsanteile an der AZEGO Components AG wegen eingeschränkter Geschäftsaussichten vollständig veräußert.
B. Gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur zum 31.12.2013

VI. Änderung in Vorstand und Aufsichtsrat
Unverändert waren Herr Michael Negel als Vorstandsvorsitzender und Herr Falk Raudies, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft 3KV GmbH, Vorstände der HPI AG während des Geschäftsjahres 2013. Zu Veränderungen nach dem Ablauf des Geschäftsjahres wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.
Der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2013 war unverändert mit Herrn Boris Dürr als Vorsitzenden, Herrn Günter Seefelder als dessen Stellvertreter und Herrn Jürgen Rödig besetzt. Zu Veränderungen nach dem Ablauf des Geschäftsjahres wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.
VII. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen, lediglich Tochtergesellschaften.
VIII. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
A. Konzern-Vermögenslage
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2013 auf TEUR 28.448 vermindert (Vj. TEUR 43.254 - restated). Der Rückgang der Bilanzsumme beruht im Wesentlichen auf der Abschreibung von Firmenwerten mit TEUR 10.203. Wertminderungen auf die Firmenwerte wurden mit TEUR 7.021 insbesondere im Segment Industrial & Renewable vorgenommen. Die Wertminderung auf den Firmenwert im Segment IT & Electronics belief sich in 2013 auf TEUR 3.182.
Die Vermögenswerte setzen sich aus langfristigen Vermögenswerten zusammen, im Wesentlichen aus Firmenwerten in Höhe von TEUR 3.387 (Vj. TEUR 14.882 restated), Sachanlagen in Höhe von TEUR 994 (Vj. TEUR 1.214), anderen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 513 (Vj. TEUR 975), finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 347 (Vj. TEUR 924), sonstigen Vermögenswerten mit TEUR 411 (Vj. TEUR 380) sowie latenten Steuern in Höhe von TEUR 308 (Vj. TEUR 629). Insgesamt verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte auf TEUR 5.960. Bezogen auf die Segmente und bereinigt um die Firmenwerteffekte, stiegen im Segment IT & Electronics die langfristigen Vermögenswerte, geringfügig um TEUR 449 und reduzierten sich im Segment Industrial & Renewable um TEUR 89.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich ebenfalls, per Ende 2013 auf TEUR 22.488 (Vj. TEUR 24.250). Grund hierfür sind im Wesentlichen die Verringerung der Vorräte auf TEUR 8.990 (- TEUR 898) und der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf TEUR 2.543 (- TEUR 990). Des Weiteren bestehen die kurzfristigen Vermögenswerte aus Forderungen und Vermögensgegenständen mit TEUR 10.224 (Vj. TEUR 10.518) und anderen kurzfristigen Aktivposten mit TEUR 731 (Vj. TEUR 311). Bezogen auf die Segmente ist der Rückgang im Wesentlichen auf den Rückgang des Vorratsvermögens auf TEUR 5.993 (Vj. TEUR 7.176) im Segment IT & Electronics zurückzuführen. In diesem Segment wurde des Weiteren die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den Anstieg der sonstigen Forderungen und Vermögenwerte kompensiert. Im Segment Industrial & Renewable trugen der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte sowie der Ertragsteuerforderungen zur Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte um TEUR 1.805 auf TEUR 11.214 bei. In beiden Segmenten reduzierte sich der Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten, sodass ein Rückgang um TEUR 990 auf insgesamt TEUR 2.543 zu verzeichnen war.
Das Konzerneigenkapital beläuft sich zum Stichtag auf TEUR -9.346 (Vj. TEUR 7.433 restated). Die Verminderung des Konzerneigenkapitals ist vor allem durch im Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 16.707 enthaltene Sondereffekte begründet, hier sind insbesondere Abschreibungen auf Firmenwerte mit TEUR 10.203 und Rückstellungen für potenzielle Kundenrückforderungen mit TEUR 4.591 enthalten.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich auf TEUR 10.640 (Vj. TEUR 10.189) erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zeichnung der von der HPI AG ausgegebenen Anleihen, die für die Finanzierung von Investitionen in die langfristigen Vermögenswerte verwendet wurden. Die weiteren langfristigen Schulden setzen sich zusammen aus latenten Steuern von TEUR 156 (Vj. TEUR 219) sowie Rückstellungen mit TEUR 4.111 (Vj. TEUR 4.124). Abgesehen von den neu ausgegebenen Anleihen ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der langfristigen Schulden in beiden Segmenten.
Die Veränderung der kurzfristigen Schulden mit TEUR 22.887 (Vj. TEUR 21.289) resultiert aus der Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf TEUR 4.647 (Vj. TEUR 8.880), die vor allem auf die verminderten Finanzverbindlichkeiten im Rahmen von sog. Earnout-Vereinbarungen, der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 6.629 (Vj. TEUR 8.222) sowie aus dem gegenläufigen Anstieg der Rückstellungen mit TEUR 5.110 (Vj. TEUR 579) zurückzuführen sind. Bezogen auf die
Segmente ist folgendes anzumerken. Im Segment IT & Electronics wurde der Anstieg der anderen Verbindlichkeiten durch den Rückgang der Finanzverbindlichkeiten, im Rahmen von sogenannten Earnout-Vereinbarungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen, insbesondere aufgrund Kundenrückforderungen, sowie die Erhöhung der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten führte im Wesentlichen zum Anstieg der kurzfristigen Schulden im Segment Industrial & Renewable.
B. Konzern-Finanzlage
Für das Geschäftsjahr 2013 wird ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -1.805 (Vj. TEUR 258) ausgewiesen. Der Verringerung im Vergleich zum Vorjahr vor allem aus dem cashwirksamen Teil des Konzernjahresfehlbetrages.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -870 (Vj. TEUR -1.545). Bereinigt um Anpassungen, die durch Änderungen des Konsolidierungskreises hervorgerufen worden sind, ergibt sich ein Mittelabfluss von TEUR -833 (Vj. TEUR -859).
Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.753 (Vj. TEUR 910) resultiert aus der Einzahlung von (Finanz-) Krediten und Anleihen in Höhe von TEUR 5.496 (Vj. TEUR 910). Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten und Anleihen erfolgten im Berichtsjahr mit TEUR 3.743.
Der Finanzmittelbestand reduzierte sich um TEUR 990 auf TEUR 2.543 (Vj. TEUR 3.533).
C. Konzern-Ertragslage
Für das Geschäftsjahr 2013 ergibt sich dadurch ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 16.707 (Vj. TEUR 2.401 restated).
Die konsolidierten Umsatzerlöse gingen geschäftsbedingt leicht von EUR 115.435 um TEUR 2.553 bzw. 2,3 % auf TEUR 112.882 zurück. Der Materialaufwand hat sich von TEUR 95.559 auf TEUR 94.820 (TEUR 739 bzw. 0,8 %) vermindert. Bezogen auf die Segmente stiegen die Umsatzerlöse im Segment IT & Electronics um TEUR 6.659 an während die Umsatzerlöse im Segment Renewable & Industries um TEUR 6.068 sanken. Bereinigt um Konsolidierungseffekte zwischen den Segmenten sank der Konzernumsatz um TEUR 2.553. Der Materialaufwand veränderte sich im Verhältnis zu den Segmentumsatzerlösen lediglich
in geringem Umfang. So sanken die Rohmargen beider Segmente um 0,8 % auf 10,5 % im Segment IT & Electronics und 11,3 % im Segment Renewable & Industries.
Der Rohertrag des Konzerns reduzierte sich auf Mio. EUR 18,3 (Vj. Mio. EUR 19,9), wobei die Rohertragsmarge den Geschäftsmodellen der in 2013 konsolidierten Unternehmen entspricht. Die zum 30. November 2013 entkonsoliderte AZEGO Components AG ist für den Konzern absolut und relativ unwesentlich; in der Erfolgsrechnung ist die AZEGO noch mit 11 Monaten enthalten. Damit ist ein Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Entkonsolidierung möglich.
Die operativen Aufwendungen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 22.113 (restated) auf TEUR 27.375 und beinhalten im Wesentlichen Personal-, Raum-, IT-, Marketing-, Verwaltungs- sowie Beratungskosten. Während sich die Aufwendungen für Personal und Abschreibungen in den Segmenten nur unwesentlich änderten, stiegen insbesondere die sonstigen Aufwendungen. Der Anstieg der sonstigen Aufwendungen betrug im Segment IT & Electronics TEUR 5.210 und im Segment Industrial & Renewables TEUR 2.405.
Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beträgt für das Jahr 2013 TEUR -2.419 (Vj. TEUR 619 restated). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich für das Jahr 2013 auf TEUR -13.648 (Vj. TEUR -78 restated). Das Finanzergebnis verminderte sich auf TEUR -2.633 (Vj. TEUR -1.579). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der höheren Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und aus der Platzierung von Anleihen, sowie aus Zinseffekten aus der Aufzinsung von variablen Kaufpreisverbindlichkeiten. Bezogen auf die Segmente haben insbesondere die Firmenwertabschreibungen in Höhe von TEUR 3.182 im Segment IT & Electronics und in Höhe von TEUR 7.021 im Segment Renewable & Industries das jeweilige EBIT auf Segmentebene belastet.
Aufgrund des dargestellten Geschäftsverlaufs schließt die HPI das Geschäftsjahr 2013 mit einem hohen Verlust ab. Hierbei entfielen auf das Segment IT & Electronics ein Verlust von TEUR 5.142 und ein Verlust von TEUR 11.458 auf das Segment Renewable & Electronics.
D. Geschäftsrisiken
Der HPI Konzern ist mit seinen Aktivitäten auf dem IT-Netzwerkmarkt und dem C-Teile Markt sowie auf dem Markt mit Produkten für regenerative Energien/Storage einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf ergeben. Unserer Risikopolitik entsprechend nutzen wir Geschäftsgelegenheiten, die sich im Rahmen unserer Geschäftsstrategie bieten, gehen aber nur kalkulierbare unternehmerische Risiken ein. Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt für Preise, Dienstleistungsqualität, Service und Finanzierungskonditionen. Dabei muss sich der HPI Konzern einem starken Preisdruck stellen. Zudem besteht die Gefahr von Markt- und Wachstumseinbrüchen, insbesondere in dem von erheblichen Schwankungen geprägten Halbleitergeschäft. Einer teilweisen Minimierung dieses Risikos wird durch den vermehrten Abschluss von Rahmenverträgen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr entgegengewirkt. Daneben sind Aufträge grundsätzlich nicht stornierbar und es gibt eine Abnahmeverpflichtung für die Kunden. Durch die 3KV GmbH liegt ein erhebliches Geschäftsvolumen im Bereich IT-Netzwerktechnik über TND AG im Bereich Storage- und Servertechnik, sowie über Mannesmannröhren Logistic GmbH bei industriellen Ge- und Verbrauchsartikeln. Mehr als zwei Drittel aller Forderungen der HPI-Gesellschaften sind kreditversichert.
E. Operative Risiken
Zu den operativen Risiken unseres internationalen Geschäfts gehören unerwartete Qualitätsprobleme und logistische Schwierigkeiten. Daraus können erhebliche Mehrkosten oder Vertragsstrafen resultieren.
F. Lieferantenrisiken
3KV GmbH, TND AG und Mannesmannröhren Logistic GmbH beziehen die Produkte zum Großteil von deren Herstellern mit entsprechenden Herstellergarantien, respektive von offiziellen Distributoren der Hersteller.
REW Technology AG ist bei der Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen sowie bei der Funktionsprüfung unserer Handelsprodukte auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter reduziert unsere Einflussmöglichkeiten auf Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten.
G. Personalrisiken
In Deutschland herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dies betrifft insbesondere Vertriebsmitarbeiter mit branchenspezifischem Hintergrund und nachweislichen Verkaufserfolgen. Unser künftiger Erfolg hängt auch davon ab, dass wir weiterhin qualifizierte Fach- und Führungskräfte einstellen, integrieren und dauerhaft an das Unternehmen binden. Wir fördern deshalb unsere Mitarbeiter gezielt durch regelmäßige Schulungen und bieten ein in hohem Maße erfolgsabhängiges und attraktives Vergütungsmodell. Außerdem bilden wir Nachwuchs als Auszubildende in kaufmännischen Berufen aus.
H. Kreditrisiken
Da wir Kunden in unterschiedlichen geographischen Regionen, verschiedenen Größenklassen und aus mehreren Industrien bedienen und in der Regel Zahlungsziele gewähren, sind wir Kreditrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung dieser Kreditrisiken wird die Kreditwürdigkeit der Kunden unter Einbeziehung unseres Factoring-Dienstleisters geprüft und bei zu hohen Risiken nur gegen Vorauskasse geliefert. Im Segment IT & Electronics werden regelmäßig Forderungen im Rahmen von bestehenden Factoring-Verträgen verkauft. Mit dieser Maßnahme geht das Delkredererisiko für die verkauften Forderungen auf den Factorer über. Zusätzlich achten wir auf ein diversifiziertes Kundenportfolio. Die Mannesmannröhren Logistic GmbH aus dem Segment Industrial & Renewables beliefert nur Kunden mit besten Bonitäten und factored deswegen nicht.
I. Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken
Da ein Teil der Umsätze mit Kunden in Nicht-Euro-Währungen generiert wird, vorwiegend auf US-Dollar-Basis, entstehen Fremdwährungsrisiken. Mit dem Ankauf von Forderungen in Nicht-Euro-Währungen übernimmt die Factoringgesellschaft auch das Währungsrisiko. In der Regel kaufen und verkaufen wir Waren und Dienstleistungen in derselben Währung und reduzieren dadurch unser Risiko.
Die Gesellschaft verwendet in geringem Umfang Finanzinstrumente um Risiken, insbesondere Wechselkursrisiken, abzusichern.
Für eine HPI-Anleihe in Höhe von TEUR 2.000 besteht nach den Anleihebedingungen die theoretische Möglichkeit der sofortigen Fälligstellung aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der HPI AG. Für weitere Informationen zur Entwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht.
Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften in den Jahren 2013 bis 2017 war der Vorstand gezwungen intensive Verhandlungen mit Darlehensgebern und Anleihegläubigern zu führen und fällige Zins- und Tilgungsleistungen zu verlängern oder Anleihen in Eigenkapital umzuwandeln. Hierzu wird auch auf das Kapitel Nachtragsbericht verwiesen.
Aufgrund des negativen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2013 wurden die Covenants der Inhaberschuldverschreibung (2,0 Mio. EUR, 7,125 %, Laufzeit 2012-2015) nicht eingehalten. Vertragsgemäß bestand daher ein sofortiges Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Die Anleihe wurde jedoch in 2017 in Eigenkapital umgewandelt.
Der HPI-Konzern überwacht seine Liquidität ständig und intensiv. Anfang 2018 sind alle Anleihen und Darlehen gewandelt oder bis mindestens Ende 2019 verlängert, so dass der HPI-Konzern eine gesicherte Liquiditätssituation vorweisen kann und auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.
J. Zusätzliche Risiken
Wir schützen den HPI-Konzern mit angemessenen Versicherungen gegen Auswirkungen von Haftungs- oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche, wettbewerbs- und börsenrechtliche Regelungen können ebenso Unternehmensrisiken beinhalten. Die HPI AG und ihre Tochter- sowie Beteiligungsgesellschaften lassen sich deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten.
K. Konzerninternes Steuerungssystem und Risikomanagementsystem
Wesentlich für das konzerninterne Steuerungssystem sind neben dem in regelmäßigen Abständen erhobenen Auftragsbestand die monatliche Berechnung von Rohertragsmargen und zugehörigen EBITDAs. Dabei werden die tatsächlichen Ergebnisse mit den budgetierten Werten verglichen und auch die wesentlichen Bilanzpositionen wie liquide Mittel, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten überprüft. Bei Abweichungen von den geplanten
Ergebnissen und Werten werden unmittelbar entsprechende Korrekturen beschlossen und umgesetzt.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und existenzgefährdende Risiken zu vermeiden. Das bestehende Risikomanagementsystem einschließlich der zugehörigen Prozesse wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die wesentlichen Risiken werden in den täglichen Arbeitsprozessen und im Austausch des operativ tätigen Managements regelmäßig gesteuert und bewertet. Der Aufsichtsrat wird im Rahmen der regulären Berichterstattung durch den Vorstand informiert.
IX. Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung
Die wesentlichen Chancen unserer Gesellschaft liegen im organischen Wachstum und im Wachstum durch Akquisition.
A. Organische Wachstumschancen
a) IT Netzwerkprodukte und Storage
Die 3KV GmbH, ein Tochterunternehmen der HPI-Gruppe, hat zum 01. Juni 2012 mit KEMP Technologies ein umfassendes Distributionsabkommen für die Region Deutschland/Österreich/Schweiz geschlossen.
KEMP Technologies bietet als weltweit operierendes Unternehmen einfach zu implementierende, wirtschaftliche Load-Balancer- und Application-Delivery-Lösungen an.
Der Distributionsvertrag mit Enterasys wurde nach der Übernahme von Enterasys durch Extreme 2014 neu ausgeschrieben. 3KV bewarb sich gegen 7 Konkurrenten und bekam den Zuschlag. Dieser Vertrag, zusammen mit dem für KEMP Technologies, ist die Basis für den weiteren Ausbau des strategischen Geschäftes.
b) Outsourcing-Trends der Großindustrie im Bereich Einkauf und Logistik
Die Großindustrie in Deutschland beschäftigt sich mit dem Auslagern von Einkaufsbereichen, speziell auf dem Gebiet der indirekten Güter, die nicht strategisch sind und nicht in das Endprodukt einfließen.
Die sogenannten Ge- und Verbrauchsartikel werden gerne von der Industrie ausgelagert, wenn sich eine Einsparung der Einkaufs- und Prozesskosten ergibt. Der HPI Konzern bietet hierfür Möglichkeiten sowohl im Bereich der Prozesse, der Logistik als auch im Einkauf, Kosten zu sparen, Lieferanten zu reduzieren, Logistikflächen frei zu machen und Einkaufsfachpersonal für strategische Aufgaben zu entlasten. Durch die Geschäftsfelder der HPI GmbH und der MRL GmbH verfügt die HPI AG über die Möglichkeit Lösungen für gesamte Versorgungsketten anbieten zu können. Hierbei ist der HPI Konzern führend und hat im letzten Jahr zwei große Kunden aus der Petrochemie und Energieversorgung gewonnen. Dies bestätigt den Ansatz und bekräftigt HPI AG diesen Weg weiter fortzusetzen.
B. Wachstum durch Akquisition
Hier sind Unternehmen von Interesse, die unsere Aktivitäten im Bereich Netzwerkinfrastruktur sinnvoll verstärken, ergänzen oder darüber hinaus erweitern. Wir suchen hierzu insbesondere im Bereich Cloud Computing.
X. Prognosebericht
A. Prognose: IT & Electronics
Im Bereich IT (3KV und TND, rechtlich und wirtschaftlich verschmolzen seit Mitte 2013) wurden 2014 Umsätze in Höhe von Mio. EUR 63 getätigt. Das EBITDA wurde allerdings von ganz erheblichen Sondereffekten belastet und fiel mit Mio. EUR -1,4 deutlich negativ aus. Die Sondereffekte resultierten aus Abwertungen des Lagerbestandes, Wertberichtigungen auf Forderungen, sowie Anpassungen von Rückstellungen.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA’s für das Segment IT & Electronics aus:
| Segment-Konzernumsatz | Segment-EBITDA | |
|---|---|---|
| 2014 | EUR 70 Mio. | EUR -2,7 Mio. |
| 2015 | EUR 50 Mio. | EUR -0,7 Mio. |
| 2016 | EUR 33 Mio. | EUR -0,5 Mio. |
| 2017 | EUR 32 Mio. | EUR 0,0 Mio. |
| 2018 | EUR 41 Mio. | EUR 0,6 Mio. |
Die Konzentration gilt dem strategischen Geschäft. Hier werden auf Basis von Distributionsverträgen herstellerübergreifende Projekte zusammen mit den Herstellern und Systemhäusern konzipiert und umgesetzt. Ziel ist es, den Umsatzanteil mit strategischen Kunden und Herstellern in den nächsten Jahren signifikant zu steigern.
B. Prognose: Industrial & Renewables
Die MRL erzielte 2014 Umsätze auf Vorjahresniveau in Höhe von Mio. EUR 22 und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. TEUR 490. Es zeigte sich jedoch bereits eine Nachfrageschwäche der Kunden aus der Stahlindustrie, welche sich aufgrund der anhaltenden Krise dieser Branche in 2015 verstärken wird. Aus diesem Grund rechnen wir 2015 mit einem deutlichen Ergebnisrückgang.
Der Umsatz der HPI GmbH belief sich 2014 auf rd. Mio. EUR 4,2 bei einem Vorsteuerergebnis in Höhe von TEUR -290. Die Gesellschaft bleibt mit hohen Aufwendungen für Pensionen belastet. Für 2015 wird ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA’s für das Industrial & Renewables aus:
| Segment-Konzernumsatz | Segment-EBITDA | |
|---|---|---|
| 2014 | EUR 26 Mio. | EUR 0,0 Mio. |
| 2015 | EUR 22 Mio. | EUR 1,2 Mio. |
| 2016 | EUR 17 Mio. | EUR 3,0 Mio. |
| 2017 | EUR 3 Mio. | EUR 0,1 Mio. |
| 2018 | EUR 4 Mio. | EUR 0,3 Mio. |
Die Geschäftsentwicklung der REW war auch in 2014 durch den gravierenden Nachfragerückgang im Bereich der Solarelemente aufgrund des weiteren Rückgangs der staatlichen Subventionen und der Einführung von Strafzöllen durch die EU sehr stark beeinträchtigt. In der Folge hat die Gesellschaft die REW an die ursprünglichen Veräußerer im Februar 2015 zurückverkauft.
C. Gesamtprognose für die zukünftige Entwicklung
Der HPI-Konzern befindet sich derzeit in einem Sanierungsprozess. Als Holdinggesellschaft verfügt die Muttergesellschaft als wesentliche Einnahmequelle lediglich über Dividenden der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften. Wesentliche Tochtergesellschaften und Beteiligungen haben jedoch aus unterschiedlichen Gründen in den Jahren 2012 bis 2016 so geringe Erträge erzielt, dass die Konzernbilanzen für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 einen Jahresfehlbetrag ausgewiesen haben bzw. voraussichtlich einen Jahresfehlbetrag ausweisen werden. Die HPI AG erhielt dadurch in drei aufeinander folgenden Jahren keine hinreichende Liquiditätsausstattung von den Beteiligungs- und Tochtergesellschaften. Da es sich bei der HPI AG um eine Holdinggesellschaft ohne eigene operative Tätigkeit handelt, wurde die Liquidität der HPI AG durch diese drei Jahre ohne hinreichende Liquiditätsausstattung seitens der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften stark belastet.
Die Muttergesellschaft hat zudem in den vergangenen Jahren in größerem Umfang Fremdkapital aufgenommen. Im Zusammenspiel mit den fehlenden Zuflüssen aus den Beteiligungs- und Tochtergesellschaften besteht ein Missverhältnis zwischen den Fremdkapitalkosten und den laufenden Zuflüssen auf Ebene der Muttergesellschaft. Seit Ende 2014 konnten Zinszahlungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht geleistet werden, so dass eine Stundung der Zinsen seitens der Gläubiger erforderlich war. Auch in Zukunft ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass die HPI AG Zins- und Tilgungszahlungen zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht bzw. nicht vollumfänglich bedienen können wird.
Zur Stabilisierung der Gesellschaft sowie zur mittelfristigen Wiedererlangung der Profitabilität im Hinblick auf das operative Ergebnis der Muttergesellschaft hat die Gesellschaft ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Ziel dieses Restrukturierungsprogrammes ist, dass die Erträge der Beteiligungs- und Tochtergesellschaften gesteigert und gleichzeitig die Kosten innerhalb des HPI-Konzerns weiter gesenkt werden.
Neben der operativen Restrukturierung sind aber zur Überwindung der aktuellen Krisensituation auch eine Verbesserung der Liquiditätslage sowie eine Anpassung der Finanzierungssituation der Gesellschaft notwendig. Hierzu hat die HPI AG seit der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar 2015 die Verhandlungen mit ihren wesentlichen Gläubigern fortgeführt, die voraussichtlich zu einer erheblichen Entlastung für die HPI AG sowohl auf Ebene der Liquiditäts- als auch auf Ebene der Vermögenslage führen werden. Parallel dazu benötigt die HPI AG aber sowohl zusätzliche Liquidität als auch eine Stärkung des Eigenkapitals.
Ein Teil des geplanten Eigenkapital- und Liquiditätszuflusses wurde durch eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital 2011/I in Höhe von EUR 725.000,00 gedeckt, die im August 2015 vollständig von Carlson Ventures International Ltd. übernommen und eingezahlt wurde.
Hiermit wurde das Grundkapital von EUR 7.359.586,00 um EUR 725.000,00 auf EUR 8.084.586,00 erhöht. Eine weitere Kapitalerhöhung um EUR 425.000,00 wurde ebenfalls von Carlson Ventures International Ltd. übernommen und eingezahlt. Das Grundkapital beträgt zu Beginn des Jahres 2018 EUR 8.509.586,00. Die finanzielle Situation hat sich durch die Wandlungen und Verlängerungen der Fälligkeiten von Darlehen und Anleihen zu Beginn des Jahres 2018 stabilisiert.
Der HPI-Konzern hat sich des Weiteren mit ihren wichtigsten Finanzgläubigern auf Sanierungsbeiträge in Gestalt von Teilforderungsverzichten bzw. der Wandlung von Forderungen in Aktien oder in eigenkapitalähnliche Instrumente verständigt.
Der HPI-Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA’s aus:
| Konzernumsatz | EBITDA | Konzernergebnis | |
|---|---|---|---|
| 2014 | EUR 95 Mio. | EUR -4,2 Mio. | EUR -7,3 Mio. |
| 2015 | EUR 71 Mio. | EUR 1,7 Mio. | EUR 0,3 Mio. |
| 2016 | EUR 50 Mio. | EUR 1,9 Mio. | EUR 1,6 Mio. |
| 2017 | EUR 35 Mio. | EUR -0,6 Mio. | EUR -1,5 Mio. |
| 2018 | EUR 45 Mio. | EUR 0,7 Mio. | EUR 0,0 Mio. |
D. Positionierung der HPI AG an der Börse
Die HPI AG ist seit dem 4. Quartal 2014 nur noch im m:access der Bayerischen Börse in München gelistet. Zum weiteren Verlauf des Listings wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.
E. Nachtragsbericht
1. Finanzierung
a) Begebung einer Unternehmensschuldverschreibung
Die HPI AG hat im Nachtragszeitraum eine Unternehmensschuldverschreibung begeben über nominal Mio EUR 1,5 mit einer Verzinsung von 15% p.a. und einer Laufzeit von Dezember 2014 bis November. 2019, die im Dezember. 2014 in Höhe von TEUR 700 gezeichnet wurde.
b) Kapitalerhöhungen
Die HPI AG hat im Nachtragszeitraum zwei Barkapitalerhöhungen durchgeführt. Im September 2015 wurde das gezeichnete Kapital um TEUR 725 erhöht und im April 2016 um weitere TEUR 425. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt danach EUR 8.509.586, eingeteilt in 8.509.586 Stückaktien.
c) Änderungen von Anleihebedingungen
Im Rahmen der Bilanzsanierung wurden bei mehreren Anleihen die Anleihebedingungen geändert:
| ― | 9 %-Unternehmensschuldverschreibung (WKN A1MA90) über EUR 6.256.000 Senkung des Zinssatzes auf 3,5%, Versehung mit Wandlungsrecht, Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet („keine Endfälligkeit“). |
| ― | 4,5 %-Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) über EUR 750.000 Teilverzicht, dafür Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5%, Verlängerung der Laufzeit bis 31.12.2019. |
| ― | 7,125 %-Unternehmensanleihe (WKN A2BPFN) über EUR 2.000.000 Versehung mit Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie, Verlängerung der Laufzeit bis 01.05.2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt. |
| ― | 9 %-Optionsanleihe (WKN A1X3L7) über EUR 1.200.000 Verlängerung der Laufzeit bis 30.06.2018, Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt. |
d) Neue Anleihe
In 2014 wurde eine Unternehmensanleihe mit Laufzeit bis 2019 (EUR 1,5 Mio., 15,0 %) ausgegeben, diese wurde in 2014 in Höhe von EUR 700.000 gezeichnet.
e) Wandlungen
Im Nachtragszeitraum wurden aus den unter c) genannten Anleihen insgesamt Wandlungs- bzw. Optionsrechte für 3.017.091 Aktien ausgeübt. Dabei sind die 7,125 % Unternehmensanleihe sowie die 9 % Optionsanleihe vollständig gewandelt bzw. ausgeübt worden.
f) Aktionärsstruktur
Im Nachtragszeitraum hat sich die Aktionärsstruktur aufgrund der unter E.1.b) sowie E.1.d) geschilderten Kapitalmaßnehmen verändert. Die Kapitalerhöhungen wurden beide von Carlson Ventures International Ltd. gezeichnet.
g) Teilverzichte von Gläubigern
Im Nachtragszeitraum haben Gläubiger von Anleihen, Darlehen und Krediten im Rahmen der Bilanzsanierung auf insgesamt TEUR 1.396 verzichtet. Die bis dahin bestehenden Kreditlinien bei Banken wurden im Rahmen dieser Restrukturierungsmaßnahmen abgelöst.
h) Finanzielle Situation Anfang 2018
Anfang 2018 geht der Vorstand davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.
2. Sonstiges
a) Sanierung
Die HPI AG befindet sich im Nachtragszeitraum in einer Sanierungsphase. Die ausführlichen Erläuterungen sind im vorstehenden Prognosebericht erfolgt, auf die an dieser Stelle zur Vermeidung von Doppelungen verwiesen wird.
b) Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
Im Nachtragszeitraum ergaben sich folgende Änderungen in der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat:
| 20.01.2015 | Axel Hamann wird vom 20. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 zum Vorstand bestellt |
| 26.02.2015 | Günter Seefelder scheidet aus dem Aufsichtsrat aus |
| 26.02.2015 | Artur Piotr Jedrzejewski wird zum Aufsichtsrat gewählt |
| 30.06.2015 | Michael Negel scheidet als Vorstand aus |
| 18.07.2016 | Carlo Thewes wird in den Vorstand bestellt |
| 10.07.2017 | David Nicholas Vincent wird als Vorstand bestellt |
| 31.01.2018 | Carlo Thewes scheidet als Vorstand aus. |
c) Insolvenzanmeldung MRL GmbH
Die MRL GmbH, eine 50,02 %ige Tochtergesellschaft der HPI AG hat im November 2016 Insolvenz angemeldet. Im Vorfeld hatte sich herausgestellt, dass die MRL ggü. ihren beiden wesentlichen Großkunden über Jahre nicht vertragskonform abgerechnet hatte. Die HPI hat daraufhin den Verkäufer der Gesellschaftsanteile (Erwerb im April 2011) auf Rückabwicklung verklagt. Das Verfahren läuft noch.
d) Beendigung der Notierung im m:access, weiterhin Notierung im Freiverkehr
Die Notierung im m:access wird mit Ablauf des 30.12.2016 beendet. Die Einbeziehung im Freiverkehr bleibt unberührt.
München, 15. Februar 2018
HPI AG
Der Vorstand
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013
AKTIVA
| 31.12.2013 TEUR |
31.12.2012* TEUR |
31.12.2012 TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagevermögen | (10) | 994 | 1.214 | 1.214 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (11) | 3.387 | 14.882 | 15.057 |
| Andere immaterielle Vermögensgegenstände | (12) | 513 | 975 | 975 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (13) | 347 | 924 | 924 |
| Sonstige Vermögenswerte | (14) | 411 | 380 | 380 |
| Latente Steuern | (15) | 308 | 629 | 629 |
| 5.960 | 19.004 | 19.179 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | (16) | 8.990 | 9.888 | 9.888 |
| Geleistete Anzahlungen | (16) | 3 | 62 | 62 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (17) | 4.623 | 5.627 | 5.627 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | (18) | 5.601 | 4.891 | 4.891 |
| Ertragsteuerforderungen | (19) | 728 | 249 | 249 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (20) | 2.543 | 3.533 | 3.533 |
| 22.488 | 24.250 | 24.250 | ||
| Bilanzsumme | 28.448 | 43.254 | 43.429 | |
| PASSIVA | ||||
| 31.12.2013 TEUR |
31.12.2012* TEUR |
31.12.2012 TEUR |
||
| Eigenkapital | (21) | |||
| Gezeichnetes Kapital HPI AG | 7.250 | 7.250 | 7.250 | |
| Kapitalrücklage HPI AG | 1.587 | 1.587 | 1.587 | |
| Gewinnrücklagen | -17.778 | -3.319 | -3.144 | |
| Eigenkapital der Eigentümer der HPI AG | -8.941 | 5.518 | 5.693 | |
| Nicht beherrschte Anteile | -405 | 1.915 | 1.915 | |
| -9.346 | 7.433 | 7.608 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | (22) | 10.640 | 10.189 | 10.189 |
| Latente Steuern | (15) | 156 | 219 | 219 |
| Rückstellungen | (23) | 4.111 | 4.124 | 4.124 |
| 14.907 | 14.532 | 14.532 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | (22) | 4.647 | 8.880 | 8.880 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (24) | 6.629 | 8.222 | 8.222 |
| Andere Verbindlichkeiten | (24) | 6.351 | 2.851 | 2.851 |
| Rückstellungen | (25) | 5.110 | 579 | 579 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (26) | 150 | 757 | 757 |
| 22.887 | 21.289 | 21.289 | ||
| Bilanzsumme | 28.448 | 43.254 | 43.429 |
* Restated gem. IAS 8 (siehe Notes Abschnitt 1b))
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013
| 2013 TEUR |
2012* TEUR |
2012 TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 112.882 | 115.435 | 115.435 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 208 | 61 | 61 | |
| Materialaufwand | -94.820 | -95.559 | -95.559 | |
| Rohertrag | 18.270 | 19.937 | 19.937 | |
| Sonstige Erträge | (2) | 6.686 | 2.795 | 2.795 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | (3) | -8.891 | -9.734 | -9.734 |
| Sonstige Aufwendungen | (4) | -18.484 | -12.379 | -11.879 |
| EBITDA | -2.419 | 619 | 1.119 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | (5) | -1.026 | -697 | -697 |
| EBITA | -3.445 | -78 | 422 | |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | -10.203 | 0 | 0 | |
| EBIT | -13.648 | -78 | 422 | |
| Finanzierungsaufwand | (6) | -2.480 | -1.803 | -1.803 |
| Übriges Finanzergebnis | (7) | -153 | 224 | 224 |
| Finanzergebnis | -2.633 | -1.579 | -1.579 | |
| EBT | -16.281 | -1.657 | -1.157 | |
| Ertragsteueraufwand | (8) | -426 | -744 | -894 |
| Periodenergebnis | -16.707 | -2.401 | -2.051 | |
| davon Eigentümer HPI AG | -14.467 | -2.481 | -2.306 | |
| davon nicht beherrschte Anteile | -2.240 | 80 | 255 | |
| davon Gewinn nach Steuern der aufgegebenen Geschäftsbereiche | 0 | 0 | 0 | |
| Periodenergebnis | -16.707 | -2.401 | -2.051 | |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen | 10 | -609 | -609 | |
| - davon latente Steuern | -37 | 182 | 182 | |
| Zu Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -27 | -427 | -427 | |
| davon Eigentümer HPI AG | -65 | -345 | -345 | |
| davon nicht beherrschte Anteile | 38 | -83 | -83 | |
| Gesamtergebnis der Periode | -16.734 | -2.828 | -2.478 | |
| davon Eigentümer HPI AG | -14.532 | -2.826 | -2.651 | |
| davon nicht beherrschte Anteile | -2.202 | -3 | 172 | |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | (9) | -2,00 | -0,34 | -0,32 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | (9) | -1,74 | -0,30 | -0,28 |
* Restated gem. IAS 8 (siehe Notes Abschnitt 1 b))
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013
| 2013 TEUR |
2012* TEUR |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile, nicht beherrschende Anteile) | -16.707 | -2.401 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 11.831 | 697 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 4.597 | 1.524 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -3.862 | -63 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte | 532 | 1.133 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.004 | 1.222 |
| -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1.288 | 230 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.482 | -438 |
| +/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 3.570 | -1.646 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -1.805 | 258 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 115 | 72 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -218 | -682 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 174 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -705 | -298 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 8 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -33 | -48 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 156 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | -233 |
| +/- Konsolidierungskreisänderungsbedingte Anpassungen | -37 | -686 |
| \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -870 | -1.545 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und Anleihen | 5.496 | 910 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten und Anleihen | -3.743 | 0 |
| \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.753 | 910 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -922 | -377 |
| +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -68 | 0 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 3.533 | 3.910 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.543 | 3.533 |
| Cashflows aus erhaltenen Zinsen | 449 | 255 |
| Cashflows aus gezahlten Zinsen | -1.870 | -945 |
| Cashflows aus Ertragsteuern | -982 | -831 |
| Die Cashflows aus erhaltenen und gezahlten Zinsen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen. | ||
| Die Cashflows aus Ertragsteuern sind ausschließlich der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen. | ||
| Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen | ||
| - gezahltes Entgelt | 0 | -1.000 |
| - Betrag der erlangten Zahlungsmittel | 0 | 768 |
| Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen | ||
| - erhaltenes Entgelt | 100 | 579 |
| - Betrag der verlorenen Zahlungsmittel | -68 | -423 |
Restated gem. IAS 8 (siehe Notes Abschnitt 1b))
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2013
| Gezeichnetes Kapital HPI AG TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Gewinnrücklagen | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Gewinnrücklagen TEUR |
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis TEUR |
Wandelanleihe | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2011 | 5.637 | 200 | -1.062 | -5 | 0 |
| Ausgabe von Anteilen | 1.613 | 1.387 | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -22 | 0 | 0 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 533 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -66 | 0 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 533 | -66 | 0 |
| Stand 31.12.2011 | 7.250 | 1.587 | -551 | -71 | 0 |
| Anpassung IAS 8 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2011 angepasst | 7.250 | 1.587 | -551 | -71 | 0 |
| Stand 1.1.2012 angepasst | 7.250 | 1.587 | -551 | -71 | 0 |
| Ausgabe von Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 | 92 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 37 | 0 | 0 |
| Periodenergebnis (restated gem. IAS 8)* | 0 | 0 | -2.481 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -345 | 0 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | -2.481 | -345 | 0 |
| Stand 31.12.2012 angepasst | 7.250 | 1.587 | -2.995 | -416 | 92 |
| Stand 1.1.2013 angepasst | 7.250 | 1.587 | -2.995 | -416 | 92 |
| Ausgabe von Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 73 | 0 | 0 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -14.467 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | -65 | 0 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | -14.467 | -65 | 0 |
| Stand 31.12.2013 | 7.250 | 1.587 | -17.389 | -481 | 92 |
| Eigenkapital des MU gemäß Konzernbilanz TEUR |
Nicht beherrschende Anteile TEUR |
Konzerneigenkapital TEUR |
|
|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2011 | 4.770 | -136 | 4.634 |
| Ausgabe von Anteilen | 3.000 | 0 | 3.000 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 1.046 | 1.046 |
| Übrige Veränderungen | -22 | 0 | -22 |
| Periodenergebnis | 533 | 399 | 932 |
| Sonstiges Ergebnis | -66 | 0 | -66 |
| Gesamtergebnis der Periode | 467 | 399 | 866 |
| Stand 31.12.2011 | 8.215 | 1.309 | 9.524 |
| Anpassung IAS 8 | 0 | 175 | 175 |
| Stand 31.12.2011 angepasst | 8.215 | 1.484 | 9.699 |
| Stand 1.1.2012 angepasst | 8.215 | 1.484 | 9.699 |
| Ausgabe von Anteilen | 92 | -249 | -157 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 683 | 683 |
| Übrige Veränderungen | 37 | 0 | 37 |
| Periodenergebnis (restated gem. IAS 8)* | -2.481 | 80 | -2.401 |
| Sonstiges Ergebnis | -345 | -83 | -428 |
| Gesamtergebnis der Periode | -2.826 | -3 | -2.829 |
| Stand 31.12.2012 angepasst | 5.518 | 1.915 | 7.433 |
| Stand 1.1.2013 angepasst | 5.518 | 1.915 | 7.433 |
| Ausgabe von Anteilen | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | -118 | -118 |
| Übrige Veränderungen | 73 | 0 | 73 |
| Periodenergebnis | -14.467 | -2.240 | -16.707 |
| Sonstiges Ergebnis | -65 | 38 | -27 |
| Gesamtergebnis der Periode | -14.532 | -2.202 | -16.734 |
| Stand 31.12.2013 | -8.941 | -405 | -9.346 |
* siehe Notes Seite 5 zu der Fehlerkorrektur gemäß IAS 8
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2013
1. Allgemeine Grundlagen
Der HPI-Konzern übernimmt Einkauf, Lager- und Logistik, Prozess-, Kosten- und Bestandsoptimierung für Industriekunden, Großhändler und Hersteller. Sie spezialisiert sich auf die Märkte und Branchen, in denen die Berater und Spezialisten des Unternehmens den Kunden einen deutlichen Mehrwert durch spezialisierte Marktkenntnisse und Beschaffungsquellen sowie Methodenkenntnisse bieten können.
a) Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der HPI AG mit Sitz in 81377 München, Fürstenrieder Straße 267, wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Paragraph 315a HGB wurde dabei berücksichtigt. Die Aufstellung erfolgte erstmals zum 1. Januar 2011. Die Auslegungen (IFRIC und SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden, durch die EU anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) wurden berücksichtigt. Die Umstellung der Rechnungslegung erfolgt gemäß den Regelungen des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“.
Neu anzuwendende Standards, Anpassungen und Interpretationen im Jahr 2013
Folgende, von IASB und IFRIC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Bilanzierungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2013 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen | Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Anwendung | Status des EU-Endorsement |
|---|---|---|---|
| IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1.1.2013 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| IAS 19 rev. Leistungen an Arbeitnehmer | 1.1.2013 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase | 1.1.2013 | Ein Unternehmen hat diese Interpretation auf die produktionsbezogenen Abraumkosten anzuwenden, die ab dem Beginn der frühesten dargestellten Periode angefallen sind, mit speziellen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand | 1.1.2013 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 7 An- gaben zur Saldierung finanzieller | 1.1.2013 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 1 Darstellung von Posten des sonstigen | 1.7.2012 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| AIP 2009-2011 Jährliche Verbesserungen des IASB 2009-2011 | 01.01.2013 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards ergeben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, für die in 2013 noch keine Anwendungspflicht besteht
Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die erst ab dem 01.01.2014 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Eine Anerkennung durch die EU steht teilweise noch aus:
| Neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen | Verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem genannten Datum beginnen | Anwendung | Status des EU-Endorsement |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 Finanzinstrumente | 1.1.2018 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang | 1.1.2017 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IAS 39 Novation zu Derivaten und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen | 1.1.2014 | Grundsätzlich retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRS 10 Konzernabschlüsse | 1.1.2013 (EU: 1.1.2014 mit freiwilliger vorzeitiger Anwendung) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Vorzeitige Anwendung zulässig, wenn IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 (2011) und IAS 28 (2011) zeitgleich vorzeitig angewendet werden | Übernahme erfolgt |
| IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 1.1.2013 (EU: 1.1.2014 mit freiwilliger vorzeitiger Anwendung) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Vorzeitige Anwendung zulässig, wenn IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 (2011) und IAS 28 (2011) zeitgleich vorzeitig angewendet werden | Übernahme erfolgt |
| IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen | 1.1.2013 (EU: 1.1.2014 mit freiwilliger vorzeitiger Anwendung) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10,11 und 12 Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Übergangsrichtlinien | 1.1.2013 (EU: 1.1.2014 mit freiwilliger vorzeitiger Anwendung) | Die Änderungen stellen bestimmte Übergangsvorschriften bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 10,11,12 klar | Übernahme erfolgt |
| IAS 27 Einzelabschlüsse (2011) | 1.1.2013 (EU: 1.1.2014 mit freiwilliger vorzeitiger Anwendung) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Vorzeitige Anwendung zulässig, wenn IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 und IAS 28 (2011) zeitgleich vorzeitig angewendet werden | Übernahme erfolgt |
| IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (2011) | 1.1.2013 (EU: 1.1.2014 mit freiwilliger vorzeitiger Anwendung) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. Vorzeitige Anwendung zulässig, wenn IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 und IAS 28 (2011) zeitgleich vorzeitig angewendet werden | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10,12 und IAS 27 (2011) Investmentgesellschaften | 1.1.2014 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | 1.1.2014 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 36 An- gaben im Hinblick auf den erzielbaren Betrag für nichtfinanzielle Vermögenswerte | 1.1.2014 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 1.7.2014 (EU: 1.2.2015) | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010- 2012 | 1.7.2014 (EU: 1.2.2015) | Größtenteils prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2011- 2013 | 1.7.2014 (EU: 1.1.2015) | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRIC 21 Abgaben | 1.1.2014 (EU: 17.6.2014 - eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist möglich) | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten | 1.1.2016 | Prospektiv | Übernahme nicht vor- gesehen |
| IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 (ursprünglich 1.1.2017) | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit | 1.1.2016 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 16 und IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 1.1.2016 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 1.1.2016 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss | 1.1.2016 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | Auf unbestimmte Zeit verschoben | Prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012- 2014 | 1.1.2016 | Teils retrospektiv, teils prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 10,12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 1.1.2016 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 1 „Disclosure Initiative“ | 1.1.2016 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| IFRS 16 Leases | 1.1.2019 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 1.1.2017 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 7 „Disclosure Initiative“ | 1.1.2017 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Klarstellungen an IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 | Retrospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | 1.1.2018 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2014- 2016 | 1.1.2017 bzw. 1.1.2018 | Retrospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | 1.1.2018 | Wahlweise retrospektiv oder prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen | 1.1.2018 | Wahlweise retrospektiv oder prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| IFRS 17 Versicherungsverträge | 1.1.2021 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ gemeinsam mit IFRS 4 „Versicherungsverträge“ | 1.1.2018 | Prospektiv | Übernahme erfolgt |
| Änderungen an IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.1.2019 | Wahlweise retrospektiv oder prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Änderungen an IFRS 9 Kündigungsvereinbarungen mit negativer Ausgleichsleistung | 1.1.2019 | Retrospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015- 2017 | 1.1.2019 | Prospektiv | Übernahme noch nicht erfolgt |
| IFRIC 23 Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung | 1.1.2019 | Retrospektiv mit besonderen Übergangsvorschriften. | Übernahme noch nicht erfolgt |
Die Standards wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet; auch sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erkennbar.
Der vorliegende Konzernabschluss berichtet über das Geschäftsjahr 2013 und das Vorjahr 2012. Die Gesellschaft hat erstmals in 2012 einen Konzernabschluss nach IFRS aufgestellt. Der Übergangsstichtag von HGB auf IFRS war der 01.01.2011.
Dem Konzernabschluss liegen grundsätzlich dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2011 und die Jahre 2011 bis 2013 zugrunde.
Trotz bilanzieller Überschuldung hat die Gesellschaft ihren Konzernabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Der HPI-Konzern überwacht seine Finanzmittelbestände täglich und war im Jahr 2013 immer in der Lage, alle fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. In den Jahren 2014 bis 2017 erfolgte eine Sanierung u.a. durch Umstrukturierung der aufgenommenen Verbindlichkeiten und Zuführung von Eigenkapital durch Ausgabe neuer Aktien sowie die Verlängerung von Darlehen und Anleihen bis mindestens Ende 2019. Anfang 2018 geht der Vorstand davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.
Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Der Konzernabschluss wurde in tausend EUR (TEUR) aufgestellt, Euro stellt dabei die funktionale Währung des Konzerns dar. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in TEUR angegeben. Dabei wurden entsprechende Rundungen vorgenommen.
Der Vorstand der HPI AG hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 15. Februar 2018 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
Zur besseren Übersicht wurden in der Bilanz sowie in der Gesamtergebnisrechnung verschiedene Positionen zusammengefasst. Diese werden im Anhang ausführlich dargestellt.
Die Bilanz wurde entsprechend IAS 1 in lang- und kurzfristige Positionen gegliedert.
Die Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
b) Anpassung von Fehlern nach IAS 8 aus dem Konzernabschluss 2011
Folgende Anpassung wurde von der Gesellschaft berücksichtigt:
Umzugsrückstellung der MRL (Segment Industrial & Renewables)
Die HPI AG hatte im Jahr 2011 50,02 % der Anteile an der Mannesmannröhren Logistic GmbH (MRL) mit Sitz in Ratingen erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 01.02.2011. Dabei wurde bei der Neubewertung eine Rückstellung für einen bevorstehenden Umzug in Höhe von TEUR 500 und aktive latente Steuern von TEUR 150 berücksichtigt. Als Goodwill wurden in Summe TEUR 980 ausgewiesen. Die Rückstellung war nicht zu bilden und entsprechend keine aktiven latenten Steuern anzusetzen, so dass der Goodwill aus der Erstkonsolidierung TEUR 805 beträgt. Im Zuge der Fehlerkorrektur war das Eigenkapital der nicht beherrschenden Anteile um TEUR 175 zu erhöhen.
Der in 2012 erfolgte Umzug war sodann in 2012 erfolgswirksam zu erfassen. Folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen im Jahr 2012 auf das Periodenergebnis:
| 2012 angepasst |
2012 vorher |
|
|---|---|---|
| EBIT | -78 | +422 |
| Periodenergebnis | -2.401 | -2.051 |
| davon Eigentümer der HPI AG | -2.481 | -2.306 |
| davon nicht beherrschende Anteile | 80 | 255 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | -0,34 | -0,32 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | -0,30 | -0,28 |
c) Konsolidierungskreis
Konzernobergesellschaft ist die in das Handelsregister München unter HRB 120 160 eingetragene HPI AG, München, mit einem Gezeichneten Kapital von EUR 7.249.490. Der zum 31. Dezember 2013 gemäß IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht werden. Folgende in- und ausländische Unternehmen werden in den Konzernabschluss einbezogen:
| Gezeichnetes Kapital in Landeswährung |
Anteil am Kapital in % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | ||
|---|---|---|---|---|
| 3 KV GmbH, München (vormals Krailling) (3 KV) | EUR | 750.000 | 100,00% | 01.11.2010 |
| software solutions GmbH i. L., Feldkirchen | EUR | 25.000 | 100,00% | 01.01.2010 |
| HPI GmbH, Sulzbach | EUR | 511.292 | 100,00% | 01.06.2010 |
| Mannesmannröhren Logistic GmbH, Ratingen (MRL) | EUR | 512.500 | 50,02% | 01.02.2011 |
| REW Technology AG (vormals REW Solar AG), Dortmund (REW) | EUR | 50.000 | 80,10% | 01.01.2012 |
| HPI Procurement Services GmbH & Co. KG, Sulzbach | EUR | 1.000 | 100,00% | 01.06.2010 |
| HPI Sourcing Management GmbH, Sulzbach | EUR | 25.000 | 100,00% | 01.06.2010 |
| HPI Business Process Management | ||||
| GmbH, Sulzbach | EUR | 25.000 | 100,00% | 01.06.2010 |
| HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH, Sulzbach | EUR | 25.000 | 100,00% | 01.06.2010 |
| Eubicon GmbH, Nürnberg | EUR | 25.000 | 75,20% | 01.06.2010 |
| HPI Polen Sp. Z.o.o., Ladna, Polen | PLN | 50.000 | 51,00% | 01.06.2010 |
Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Ergebnis und Vermögen von untergeordneter Bedeutung.
Veränderung im Konsolidierungskreis
Zum 30.11.2013 wurde die AZEGO Components AG entkonsolidiert, da mit Übertragungsstichtag 30.11.2013 sämtliche Anteile an der AZEGO Components AG (100 %) veräußert wurden.
Aus der Entkonsolidierung entstand ein Entkonsolidierungsverlust von TEUR 744, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist.
Die AZEGO Components AG, Feldkirchen (jetzt LIBRA Elektronik AG, Kranzberg) wurde zum 30. November 2013 wie folgt entkonsolidiert:
| a. Erhaltene Gegenleistung | |
| Erhaltene Gegenleistung in Form einer Forderung gegen den Käufer | 100 |
| Im Zusammenhang mit dem Erwerb erklärte Verzichte b. Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden | -1.357 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente | 68 |
| Forderungen, sonstigen Vermögenswerte und ARAP | 83 |
| Vorräte | 367 |
| Anlagevermögen | 30 |
| Schulden und Rückstellungen | -1.061 |
| Veräußertes Nettovermögen | -513 |
| Veräußerungsverlust | -744 |
Im Zeitraum 1-11/2013 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von TEUR 1.319.
Konzerninterne Umwandlungsvorgänge
| ― | Die HPI Electronics GmbH wurde mit Stichtag 30.06.2013 auf die 3KV GmbH verschmolzen. |
| ― | Die „The New DeskTop“ IT Trading Aktiengesellschaft (TND) ist zum 30.06.2013 auf die 3KV verschmolzen worden; zuvor wurden 100 % der Anteile der TND von der 3KV GmbH an die HPI AG verkauft, die diese dann in die HPI Electronics GmbH eingebracht hat. |
Aus den konzerninternen Umwandlungsvorgängen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HPI AG.
Unternehmenszusammenschlüsse
Erwerb weiterer Anteile an der REW Technology AG
Mit Kaufvertrag vom 21.03.2013 wurden 75,1 % der Anteile an der REW Technology AG (vormals REW Solar AG - „REW“) erworben. Das Unternehmen ist im Bereich des Vertriebs von Photovoltaik- und solartechnischen Anlagen tätig. Durch eine vertragliche Vereinbarung stand der HPI AG bereits zum 01.01.2012 die Mehrheit der Stimmrechte an der REW zu. Aufgrund dieser Vereinbarung wurde die REW bereits ab dem 01.01.2012 mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der HPI AG einbezogen.
Mit Nachtrag vom 9./13. August 2013 sind weitere 5 % als pauschale Garantieabgeltung an die HPI AG übertragen worden, so dass die Konzernquote nunmehr 80,1 % ergibt. Aus dem zusätzlichen Erwerb von 5 % an der REW resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag von TEUR 117, der als nachträgliche Kaufpreisminderung mit dem Firmenwert verrechnet wurde.
Im Jahr 2013 hat die REW die REW Solartechnik GmbH und die REW Elektrotechnik GmbH übernommen. Beide Gesellschaften erbringen insbesondere Dienstleistungen an die REW. Beide Gesellschaften sind aufgrund des geringen Geschäftsvolumens für den HPI-Konzern relativ und absolut von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den HPI-Konzern einbezogen.
d) Konsolidierungsgrundsätze
Für sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013.
Das Geschäftsjahr der „The New DeskTop“ IT Trading Aktiengesellschaft (TND) beginnt am 1. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des Folgejahres. Die TND wurde im Vorjahr auf Basis eines auf den 31.12.2012 aufgestellten Zwischenabschlusses einbezogen. Mit dem 30.06.2013 wurde die TND mit der 3KV verschmolzen.
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der HPI AG und der einbezogenen Tochterunternehmen.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode („acquisition method“) gemäß IFRS 3 durchgeführt. Dazu werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung die Bilanzansätze der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens überprüft und unter bestimmten Voraussetzungen neu bilanziert bzw. auf ihren beizulegenden Zeitwert umbewertet. Die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie Eventual-schulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert der für die Anteile entrichteten Gegenleistung verrechnet.
Bedingte Kaufpreiszahlungen werden mit dem erwarteten Betrag (beizulegenden Zeitwert) zum Erwerbszeitpunkt passiviert. Nachträgliche Anpassungen von bedingten Kaufpreiszahlungen werden erfolgswirksam behandelt. Die im Rahmen des Erwerbs angefallenen Nebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen Eigenkapital wird einer oder mehreren Berichtseinheiten („Cash Generating Units“) zugeordnet und als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Berichtseinheit einschließlich des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes wird mindestens einmal jährlich auf ihren Wert überprüft und im Falle einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.
Gemäß IFRS 1 wurden die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung nach HGB für Tochterunternehmen vor der erstmaligen Anwendung der IFRS beibehalten.
Soweit im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht alle Anteile erworben werden, können die Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe des anteiligen neu bewerteten Nettovermögens oder mit ihrem anteiligen Unternehmensgesamtwert einschließlich des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes angesetzt werden. Das Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Zum 31. Dezember 2013 werden alle Anteile anderer Gesellschafter mit dem anteiligen Nettovermögen ausgewiesen.
Bei einem sukzessiven Anteilserwerb werden die bereits bestehenden Anteile an dem zu konsolidierenden Unternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung neu bewertet. Die Differenz zum Beteiligungsbuchwert wird erfolgswirksam erfasst. Der Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Dabei wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der Anteile und dem Buchwert des Anteils ohne Beherrschungscharakter mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die Entkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung und wird erfolgswirksam behandelt. Verbleibende Anteile werden mit dem beizulegenden Zeitwert unter den sonstigen Beteiligungen aktiviert.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse eliminiert. Bürgschaften und Garantien, die die HPI AG zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden insoweit eliminiert, als die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten im Konzernabschluss passiviert sind.
Nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen der HPI-Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt (IAS 28). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem HPI- Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Zum 31.12.2013 und 2012 gibt es keine assoziierten Unternehmen.
e) Währungsumrechnung
Die funktionale Währung als auch die Berichtswährung der HPI-Konzern ist der Euro. Da alle einbezogenen Unternehmen ihre Jahresabschlüsse ebenfalls in Euro erstellen, ist eine Währungsumrechnung im Konzernabschluss nicht notwendig.
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung des Konzernunternehmens umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und verluste bei monetären Posten entstehen als Differenz aus den fortgeführten Anschaffungskosten in der funktionalen Währung am Anfang des Geschäftsjahres, angepasst um die Effektivverzinsung und die Zahlungen des Jahres sowie den fortgeführten Anschaffungskosten in Fremdwährung, umgerechnet zum Umrechnungskurs am Ende des Geschäftsjahres.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Ausgenommen davon sind die folgenden Posten, bei denen die Währungsumrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst werden:
| • | zur Veräußerung gehaltene Eigenkapitalinstrumente (außer bei Wertminderungen, bei denen Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden); |
| • | eine finanzielle Verbindlichkeit, die als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifiziert wird, soweit die Absicherung effektiv ist oder |
| • | qualifizierte Absicherungen von Zahlungsströmen, soweit sie effektiv sind. |
Für den HPI-Konzern wichtige Währungskurse sind folgende US-Dollar-Kurse:
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Stichtagskurs 31.12. | 1,38 | 1,32 |
| Durchschnittskurs | 1,33 | 1,31 |
f) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang). Beim Abschluss von Werkverträgen erfolgt die endgültige Realisierung prinzipiell mit der Abnahme durch den Kunden. Ist diese zum Bilanzstichtag nicht erfolgt, werden die Fertigungsaufträge gegebenenfalls gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-CompletionMethode erfasst. Die Lieferung bzw. Abnahme gilt als erfolgt, wenn entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Käufer bzw. Abnehmer übergegangen sind, das Entgelt vertraglich festgelegt ist und die Erfüllung der Forderung wahrscheinlich ist.
Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Der Grad der Erbringung der Leistung erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode, sofern das Ergebnis zuverlässig gemessen werden kann. Kann das Ergebnis einer Dienstleistung nicht verlässlich bestimmt werden, erfolgt ein Ansatz in Höhe der angefallenen Aufwendungen, die wiedererlangt werden können („Kostenerstattungsansatz“). Bei einem erwarteten Verlust wird dieser gebucht.
Umsätze werden netto nach Abzug von Retouren, Rabatten und Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Vorgänge ausgewiesen und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der Einzahlungen oder erfassten Forderungen, d.h. der zu erwartenden Einzahlungen, bilanziert.
Übrige Erträge werden periodengerecht erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist.
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden effektiven Zinssatzes abgegrenzt. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruches vereinnahmt.
Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Wert aus Netto-veräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts definiert.
Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwerts gemäß IAS 36 einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - auf Basis von sogenannten Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Grundlage des Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) bildet der Nutzungswert der betreffenden zahlungs-mittelgenerierenden Einheit. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung zum Bilanzstichtag der Zahlungsströme sowie die Unterstellung einer ewigen Rente für die Jahre nach dem Detailplanungszeitraum. Die Detailplanung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis des Cashflows vor Zinsen und Steuern abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen erfolgt für einen Zeithorizont von fünf Jahren. Wertbegründende Tatsachen bis zur Aufstellung der Bilanz wurden nicht berücksichtigt und könnten in Folgejahren weitere Wertminderungen zur Folge haben. Die ermittelten Zahlungsströme werden abgezinst, um den Nutzungswert der Cash Generating Unit zu bestimmen. Der für die Cashflow-Prognose angewandte Abzinsungssatz basiert auf einem Basiszinssatz von 2,75 % zuzüglich eines Risikoschlags von 7,19 (IT & Electronics) bzw. 6,38 % (Industrial & Renewables). Der Risikozuschlag ergibt sich aus dem Produkt der Marktrisikoprämie von 6,25 % und einem Betafaktor von 1,15 (IT & Electronics) bzw. 1,02 (Industrial & Renewables). In der Ewigen Rente wurde mit einem Wachstum von 1 % gerechnet.
Der Nutzungswert wird mit dem zugehörigen Buchwert verglichen. Liegt dieser unter dem Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine ergebniswirksame Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Sich ergebene Änderungen aus der erstmaligen Anwendung der IFRS werden durch Anpassung der Gewinnrücklagen (oder, falls angemessen, einer anderen Eigenkapitalkategorie) erfasst, es sei denn, die Änderung beruht auf dem Ansatz eines immateriellen Vermögenswerts, der bisher Bestandteil des Geschäfts- oder Firmenwerts war.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen und ggf. um Wertminderungen bewertet. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von 2 - 5 Jahren zugrunde.
Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode mit TEUR 492 bestimmt und angesetzt. Wegen fehlender Nutzungs- und Ertragsmöglichkeiten wurde der Markenwert im Jahr 2013 in voller Höhe wertberichtigt.
Forschungs- und Entwicklungskosten fallen aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht an.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen und ggf. Wertminderungen bilanziert. Sachanlagen werden nach der linearen Methode über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Nutzungsdauern im Konzern zugrunde:
| Nutzungsdauer in Jahren |
|
|---|---|
| Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 20 |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasing: die HPI AG ist Leasingnehmer bei bestimmter Betriebs- und Geschäftsausstattung. Alle Leasingverhältnisse sind dem Operating Lease gemäß IAS 17 zugeordnet. Die Leasingzahlungen werden erfolgswirksam linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt. Die Leasingverträge enthalten je nach Art des geleasten Gegenstandes übliche Miet- und Mietverlängerungsoptionen.
Die Vorräte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen bilanziert. Die Kosten der Herstellung umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten.
Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Bei der Bewertung ist die Methode gewogener Durchschnitte angewendet worden. Soweit erforderlich wurden auf Vorräte Abwertungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen.
Finanzinstrumente:
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder
| • | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, |
| • | Kredite und Forderungen oder |
| • | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
und werden entsprechend klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden vorgenommen, sofern diese zulässig und erforderlich sind.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, das heißt am Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch HPI AG geliefert wird, bilanziell erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.
In dieser Kategorie wurden im Geschäftsjahr keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst.
Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie umfasst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte. Sie entstehen, wenn der HPI-Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst nach zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere der nach IAS 39 vorgesehenen Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte, deren beizulegender Zeitwert weder aus der Verwendung anerkannter Bewertungsmethoden (zum Beispiel DCF-Verfahren) noch aus Marktpreisen ermittelbar ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Finanzielle Schulden:
Finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 betreffen im HPI-Konzern entweder finanzielle Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, oder sonstige finanzielle Schulden.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Schulden enthält im HPI-Konzern die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Schulden. Von der Möglichkeit, finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Schulden zu designieren, hat der HPI-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
Finanzielle Schulden werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument designiert werden und als solche effektiv sind. Sind die beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
In dieser Kategorie wurden keine Finanzinstrumente des HPI-Konzerns erfasst.
Sonstige finanzielle Schulden
Sonstige finanzielle Schulden setzen sich im HPI-Konzern im Wesentlichen aus
| • | Finanzverbindlichkeiten, |
| • | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und |
| • | sonstige Verbindlichkeiten |
zusammen.
Sonstige finanzielle Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der HPI-Konzern nicht das Recht hat, die finanzielle Schuld erst mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu begleichen. Wenn erwartet und verlangt werden kann, dass eine Verpflichtung für mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag gemäß der bestehenden Kreditvereinbarung refinanziert oder verlängert wird, gilt die Verpflichtung als langfristig.
Sonstige finanzielle Schulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Die nach IFRS 7 für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte der Kategorien „Available for Sale“ und „Fair Value through Profit and Loss“, die in der Bilanz mit den Marktwerten gezeigt werden. Bei den ausgereichten Krediten und Forderungen und den Finanzverbindlichkeiten stellt der Buchwert grundsätzlich eine hinreichende Annäherung des beizulegenden Zeitwertes dar. Ist dies nicht der Fall, werden zusätzliche Angaben gemacht. Die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind entweder kurzfristig oder werden mit dem variablen Marktzins verzinst.
Für die Angaben nach IFRS 7.27B ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte den folgenden drei Stufen im Sinne von IFRS 7.27A zuzuordnen:
Stufe 1: notierte Preise in einem aktiven Markt für das gleiche Instrument (ohne Anpassungen), Stufe 2: notierte Preise auf einem aktiven Markt für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei der alle wesentlichen Inputfaktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, Stufe 3: Bewertungsmethode, bei der wesentliche Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.
Sonstige Vermögenswerte sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert aktiviert.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Guthaben auf Girokonten. Die Entwicklung der flüssigen Mittel ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Rücklagen bestehen aus der Kapitalrücklage und den Gewinnrücklagen der Konzernmuttergesellschaft. Im Übrigen verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Note 21.
Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteilige Verluste werden den jeweiligen Anteilen nur bis maximal zur Höhe des bilanzierten Passivwertes zugerechnet. Darüber hinausgehende Verluste mindern diese später gutzuschreibende Gewinnanteile.
Latente Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz - mit Ausnahme von steuerlich nicht ansetzbaren Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung - sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit berücksichtigt, als deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Für die wahrscheinliche Nutzbarkeit wird die Planung der jeweiligen Gesellschaft zugrunde gelegt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweils landesspezifischen Steuersätzen. Bis zum Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen sind bei der Berechnung der latenten Steuern bereits berücksichtigt. Eine Saldierung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den Regeln des IAS 12. Demnach werden latente Steueransprüche und latente Steuerschulden saldiert, wenn das Unternehmen ein einklagbares Recht zur Saldierung tatsächlicher Steuerschulden und tatsächlicher Steuererstattungsansprüche hat und die latenten Steuerschulden und latenten Steueransprüche sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
| ― | entweder dasselbe Steuersubjekt oder |
| ― | unterschiedliche Steuersubjekte, die jedoch beabsichtigen, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und tatsächlichen Steuererstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder ihre Steueransprüche und Steuerschulden werden gleichzeitig für jede künftige Periode realisiert, in der sich diese Differenzen auflösen. |
Rückstellungen für Pensionen
Die betriebliche Altersversorgung im HPI-Konzern ist auf der Basis von leistungsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („projected-unit-credit method“) unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Anwendung des Wahlrechts erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Die Aufwendungen für die im Berichtsjahr erdienten Pensionsansprüche werden unter den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen. Die Rückstellungsberechnung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten.
Sonstige Rückstellungen werden auf Basis von IAS 37 gebildet, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruht. Der Vermögensabfluss muss wahrscheinlich und zuverlässig bestimmbar sein.
Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert und mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente in der Folge mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Anteile von ursprünglich langfristigen Vermögenswerten und Schulden, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegen, werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Bilanzpositionen ausgewiesen. Ausnahmen hiervon sind Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Kosten der Altersteilzeit für Mitarbeiter.
Bei Eigenkapitalinvestitionen, die als zur Veräußerung kategorisiert wurden, ist eine wesentliche oder anhaltende Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte unter ihre Anschaffungskosten als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen.
Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten können objektive Hinweise für eine Wertminderung im Folgenden bestehen:
| ― | erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei oder |
| ― | ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen oder |
| ― | erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, oder |
| ― | das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert. |
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswertes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Solche Wertberichtigungen dürfen in Folgeperioden nicht rückgängig gemacht werden.
Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzunsicherheiten
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses muss die Geschäftsführung Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.
Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt.
Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit (CGU), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich zum 31. Dezember 2013 auf TEUR 3.387 (Vorjahr TEUR 14.882 - restated). Im Jahr 2013 waren Wertminderungen („Impairments“) von insgesamt TEUR 10.203 zu berücksichtigen. Davon entfielen auf die CGU Industrial & Renewables TEUR 7.021 und auf die CGU IT & Electronics TEUR 3.182. Der Ausweis erfolgt unter einem gesonderten Posten in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Ursache für die Wertminderung war die anhaltende Ertragsschwäche der HPI GmbH, der REW sowie der MRL in der CGU Industrial & Renewables sowie der niedrige Veräußerungserlös für die Anteile an der AZEGO sowie die nachhaltige Verlustsituation bei der 3KV in der CGU IT & Electronics. Die Erträge blieben in allen Fällen hinter den Erwartungen und Planungen zurück.
Weitere Schätzunsicherheiten ergeben sich insbesondere bei der Festlegung von Nutzungsdauern auf das Sachanlagevermögen sowie der Bewertung von Vorräten und Forderungen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar.
g) Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte wurden für Bewertungs- und/oder Angabezwecke auf Grundlage der nachstehenden Methoden ermittelt. Gegebenenfalls werden weitere Informationen über die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte getroffenen Annahmen in den auf diesen Vermögenswert oder diese Verbindlichkeit bezogenen Anhangsangaben angegeben.
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich der Stufe drei der Stufen im Sinne von IFRS 7.27A zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Die beizulegenden Zeitwerte von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden zum Barwert künftiger Cashflows, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag, ermittelt. Kurzfristige Forderungen ohne vereinbarten Zinssatz werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag bewertet, wenn die Auswirkungen einer Abzinsung unwesentlich sind. Der beizulegende Zeitwert wird beim erstmaligen Ansatz ermittelt und für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag.
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitpunkt beim erstmaligen Ansatz für Angabezwecke an jedem Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage des Barwerts von künftigen Zins- und Tilgungscashflows berechnet, abgezinst zum Marktzinssatz am Bewertungsstichtag. Im Hinblick auf die Schuldkomponente von Wandelanleihen wird der Marktzinssatz mit Bezug auf vergleichbare Schulden ermittelt, die keine Wandeloption besitzen.
Bedingte Gegenleistung
Der beizulegende Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die sich bei einem Unternehmenszusammenschlusss ergibt, wird nach dem Ertragswertverfahren auf Grundlage der erwarteten Zahlungsbeträge berechnet. Gegebenenfalls wird er auf den Barwert abgezinst.
2. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse des Konzerns nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Deutschland | 72.037 | 64.541 |
| EU-Ausland | 28.196 | 31.109 |
| Übriges Europa | 8.358 | 1.013 |
| Nordamerika | 3.446 | 8.286 |
| Lateinamerika | 449 | 1.195 |
| Afrika | 139 | 5.653 |
| Asien und übrige Übersee | 257 | 3.638 |
| 112.882 | 115.435 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die beiden Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 80.381 | 76.889 |
| Industrial & Renewables | 32.501 | 38.546 |
| 112.882 | 115.435 |
Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus dem Handel mit Waren von TEUR 110.218 (Vorjahr TEUR 112.032) und Erträge aus dem Erbringen von Dienstleistungen mit TEUR 2.664 (Vorjahr TEUR 2.983).
Weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen siehe auch im Konzernlagebericht.
(2) Sonstige Erträge
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 6.979 | 1.532 |
| Industrial & Renewables | 1.787 | 501 |
| Sonstiges | -2.080 | 762 |
| 6.686 | 2.795 |
In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus dem Wegfall von sog. Earn Out-Verpflichtungen mit TEUR 4.187 sowie Erträge aus Kursdifferenzen mit TEUR 171 (Vorjahr TEUR 245) enthalten. Daneben enthält die Position Erträge aus Nutzungsentgelten mit TEUR 159 (Vorjahr TEUR 465).
(3) Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen:
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 7.445 | 8.124 |
| Sozialabgaben | 1.446 | 1.610 |
| 8.891 | 9.734 |
Die Verteilung der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 53 | 72 |
| Industrial & Renewables | 66 | 68 |
| Sonstiges | - | 7 |
| 119 | 147 |
Der Konzern beschäftigte 95 Angestellte, 21 gewerbliche Mitarbeiter und 3 Aushilfen.
(4) Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 9.783 | 4.574 |
| Industrial & Renewables | 11.510 | 9.101 |
| Sonstiges | -2.809 | -1.296 |
| 18.484 | 12.379 |
In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen mit TEUR 253 (Vorjahr TEUR 271) enthalten.
(5) Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 274 | 177 |
| Industrial & Renewables | 382 | 520 |
| Sonstiges | 370 | 0 |
| 1.026 | 697 |
Im Jahr 2013 waren Wertminderungen nach IAS 36 auf die Firmenwerte für die CGU IT in Höhe von TEUR 3.182 sowie auf die CGU IND in Höhe von TEUR 7.021 vorzunehmen. Diese sind in der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen.
(6) Finanzierungsaufwand
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 1.672 | 782 |
| Industrial & Renewables | 235 | 528 |
| Sonstiges | 573 | 493 |
| 2.480 | 1.803 |
Der Finanzierungsaufwand enthält ausschließlich Zinsaufwendungen.
(7) Übriges Finanzergebnis
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| IT & Electronics | -202 | 25 |
| Industrial & Renewables | 18 | 46 |
| Sonstiges | 31 | 153 |
| -153 | 224 |
Das übrige Finanzergebnis besteht neben Zinserträgen (TEUR 449) auch aus Abschreibungen auf Finanzanlagen (-TEUR 602).
(8) Steueraufwand
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012* |
|---|---|---|
| IT & Electronics | 325 | 476 |
| Industrial & Renewables | 101 | 268 |
| 426 | 744 |
* Restated
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012* |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 104 | 455 |
| Latente Steuern | 322 | 289 |
| 426 | 744 |
* Restated
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.
Für die inländischen Gesellschaften war der angewendete Körperschaftsteuersatz 15 % und der Solidaritätszuschlag 5,5 %. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften unverändert auf knapp 30 %. Bei der Auslandsgesellschaft kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.
Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.
Der HPI-Konzern verfügt im Jahr 2013 über körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von jeweils rd. EUR 43 Mio. Aufgrund von Gesellschafterwechseln ist die Nutzbarkeit der Verlustvorträge gemäß § 8c KStG zweifelhaft. Trotz geplanter positiver künftiger zu versteuernden Einkommen wurde aufgrund der Zweifel von einem Ansatz aktiver latenter Steuern gemäß IAS 12 abgesehen.
Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der KonzernGesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwand (+) bzw. -ertrag (-):
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012* |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | -16.281 | -1.657 |
| Steuersatz | 30 % | 30 % |
| Ertragsteuerertrag rechnerisch | 4.856 | 497 |
| Wertberichtigung der latenten Steuern auf Verlustvorträge | -2.240 | -1.241 |
| Steuerfreie Erträge | 56 | 0 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | -2.796 | 0 |
| Konsolidierungsmaßnahmen ohne latente Steuern | -292 | 0 |
| Sonstiges | -10 | 0 |
| Ertragsteueraufwand gemäß KonzernGesamtergebnisrechnung | -426 | -744 |
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landespezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von unverändert 29,825 % angenommen.
Vgl. hierzu auch Ausführungen zu den „Erläuterungen zur Bilanz“, Abschnitt (15).
(9) Ergebnis je Aktie
unverwässert
| 2013 | 2012* | |
|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stammaktien in Tausend | 7.249 | 7.249 |
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Stammaktien in Tausend | 7.249 | 7.249 |
| Periodenergebnis der Muttergesellschaft in TEUR | -14.467 | -2.481 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR | -2,00 | -0,34 |
| davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 0,00 | 0,00 |
verwässert
| 2013 | 2012* | |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Stammaktien in tausend Stück | 7.249 | 7.249 |
| zzgl. Stammaktien aus wandelbarer Anleihe in tausend Stück | 750 | 750 |
| zzgl. Stammaktien aus Optionsschuldverschreibung in tsd. Stück (gewichteter Durchschnitt) | 300 | - |
| Gesamte Stückzahl verwässert | 8.299 | 7.999 |
| Periodenergebnis der Muttergesellschaft in TEUR | -14.467 | -2.481 |
| zzgl. Effektivzinsen Wandelanleihe | 34 | 56 |
| zzgl. Effektivzinsen Optionsschuldverschreibung | 27 | - |
| gesamt | -14.406 | -2.425 |
| Ergebnis je Aktie verwässert in EUR | -1,74 | -0,30 |
| davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 0,00 | 0,00 |
3. Erläuterungen zur Bilanz
(10) Sachanlagevermögen
Für eine detaillierte Darstellung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 117 | 125 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 877 | 1.089 |
| Stand am 31. Dezember | 994 | 1.214 |
(11) Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012* |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich | ||
| IT & Electronics | 3.387 | 7.744 |
| Industrial & Renewables | - | 7.138 |
| Stand am 31. Dezember | 3.387 | 14.882 |
* Restated.
Nach IFRS 3 werden die Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterworfen. Im Geschäftsjahr waren der Firmenwert der CGU Industrial & Renewables in Höhe von TEUR 7.021 und der Firmenwert der CGU IT & Electronics in Höhe von TEUR 3.182 gemäß IAS 36 zu berichtigen, da sich die Ertragsaussichten bei beiden CGU’s nachhaltig verschlechtert haben.
Der Firmenwert der CGU IT betrug zum 31. Dezember 2013 TEUR 3.387.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind entsprechend der obigen Übersicht den Geschäftsbereichen IT & Electronics („IT“) und Industrial & Renewables („IND“) zugeordnet. Diese Geschäftsbereiche stellen innerhalb des Konzerns eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheiten dar. Auf Basis dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt der Impairment Test.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Geschäftsbereich IT & Electronics („IT“)
Zur Konditionenoptimierung bietet der HPI-Konzern maßgeschneiderte Angebote auch für den Bereich IT & Electronics (kurz „IT“). Angefangen bei intelligenten Verkabelungssystemen, Netzwerk- und Sicherheitslösungen über Server- und Speichersysteme bis hin zu internetbasierten Services wie Energiemanagement und zukunftsweisenden Technologien wie Cloud Computing.
Geschäftsbereich Industrial & Renewables („IND“)
Im Geschäftsbereich Industrial & Renewables (kurz „IND“) versorgt der HPI-Konzern Unternehmen mit elektronischen Bauteilen, Chemikalien, Pharmagrundstoffen sowie mechanischen und elektronischen Artikeln aller Art. Selbst ganze Produktionsanlagen können wir aufgrund unseres hoch spezialisierten Branchen Know-hows für unsere Kunden bereitstellen. Zur Erweiterung des Angebotes wurden innovative Energiesysteme mit ins Portfolio aufgenommen. Darum können Kunden jetzt auch Stromspeichersysteme, Wechselrichter, Kleinwindanlage, PV-Module, LED-Lampen oder fortschrittliche Heizsysteme über die HPI AG beziehen. Zukunftsweisende Produkte zu besten Weltmarktpreisen, in international gesuchter Qualität, gelagert und geliefert mit deutscher Zuverlässigkeit.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen Tochtergesellschaften werden auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geprüft.
Der künftig erzielbare Betrag wird jeweils als Barwert zukünftiger Cashflows (Nutzungswert) definiert. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden die zukünftigen Cashflows aus detaillierten Planungen für die nächsten fünf Jahre abgebildet. Für den Zeitraum danach wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % zu Grunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cashflows der Geschäftsbereiche IT bzw. IND verwendete Diskontierungssatz beträgt 10,80 % bzw. 9,89 % (Vorjahr 11 % für beide Bereiche).
Die Planung des Rohertrages wurde anhand von Roherträgen, wie sie in den Vorjahren erzielt wurden, ermittelt. Davon werden die operativen Aufwendungen abgezogen. Finanzierungskosten und Steuern werden ebenfalls berücksichtigt. Das so ermittelte Ergebnis stellt die Ausgangsbasis für die Ermittlung der zu diskontierenden Cashflows dar. Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten erfolgt durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM).
Das Management hat mit dem EBITDA und dem Abzinsungssatz zwei wesentliche Annahmen identifiziert, die dazu führen könnten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Die beiden Größen werden einem laufendem Monitoring unterzogen. Das Management ist der Ansicht, dass keine vernünftigerweise denkbare Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt.
(12) Andere immaterielle Vermögenswerte
Im Zuge des Unternehmenserwerbs der REW Technology AG (vormals REW Solar AG) wurde die Marke REW mit dem beizulegenden Zeitwert nach der Relief-from-Royalty-Methode mit TEUR 0 bestimmt und angesetzt (Vorjahr TEUR 492). Aufgrund der Ertragssituation wurde die Marke im Jahr 2013 abgeschrieben.
Die übrigen immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Softwarelizenzen, die über Nutzungsdauern zwischen 4 und 5 Jahren abgeschrieben werden.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position „Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte“ ausgewiesen.
Für eine Übersicht der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage 5a).
(13) Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| - REW Solartechnik GmbH | 1 | - |
| - REW Elektrotechnik GmbH | 22 | - |
| - ce Global Sourcing GmbH | 120 | 556 |
| - Ausleihung TND Vermögensverwaltung KG | 130 | 130 |
| - diverse | 74 | 238 |
| Stand am 31. Dezember | 347 | 924 |
Zum 01.04.2012 wurden 51 % der Anteile an der ce Global Sourcing GmbH veräußert. Die verbleibenden 49 % werden als Finanzinstrument bilanziert, da die HPI AG auf die Ausübung ihres Stimmrechtsanteils verzichtet und somit weder beherrschenden noch maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Im Jahr 2013 wurden diese Anteile auf TEUR 120 wertberichtigt, was dem erzielbaren Veräußerungspreis entspricht. Die sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet.
(14) Sonstige Vermögenswerte
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuerguthaben | 411 | 380 |
| Stand am 31. Dezember | 411 | 380 |
Die Körperschaftsteuerguthaben sind mit 4 % abgezinst. Sie werden in jährlichen Raten bis einschließlich 2017 ausbezahlt.
(15) Latente Steuern
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen entfallen die folgenden bilanzierten, aktiven und passiven latenten Steuern:
Bestand 31.12.2013 an aktiven und passiven latenten Steuern
| Alle Angaben in EUR | Aktiv | Passiv |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 308 | - |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | - | 68 |
| Übrige | - | 88 |
| Konzernbilanz 31.12.2013 | 308 | 156 |
Bestand 31.12.2012 an aktiven und passiven latenten Steuern
| Alle Angaben in EUR | Aktiv | Passiv |
| Pensionsrückstellungen | 624 | - |
| Marke REW | - | 148 |
| Übrige | 5 | 71 |
| Konzernbilanz 31.12.2012 | 629 | 219 |
Im sonstigen Ergebnis werden latente Steuern mit TEUR 31 (eigenkapitalreduzierend) für 2013 sowie TEUR 182 (eigenkapitalerhöhend) für 2012 aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten gezeigt. Daneben sind im sonstigen Ergebnis mit TEUR 34 (eigenkapitalreduzierend) Wertberichtigungen auf latente Steuern enthalten.
(16) Vorräte
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Geleistete Anzahlungen | 3 | 62 |
| Handelsware | 8.990 | 10.218 |
| Abwertungen | - | -330 |
| Stand am 31. Dezember | 8.993 | 9.950 |
Bei Waren wurden im Vorjahr individuelle Bewertungsabschläge über die voraussichtliche Reichweite des Lagerbestands mit TEUR 330 vorgenommen.
(17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen ausgewiesen.
Die Lieferungen erfolgen unter branchenüblichem Eigentumsvorbehalt.
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Bruttoforderungen | 5.120 | 5.932 |
| Einzelwertberichtigungen | -497 | -305 |
| Stand am 31. Dezember | 4.623 | 5.627 |
(18) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuerforderung | 353 | 846 |
| Forderungen gegen. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 900 | 857 |
| Forderungen aus Anteilsverkauf ce global sourcing GmbH | 360 | 529 |
| Rechnungsabgrenzung | 547 | 342 |
| Forderungen gegen Gesellschafter | 1.131 | - |
| Mietkautionen | 90 | 91 |
| Übrige | 2.220 | 2.226 |
| Stand am 31. Dezember | 5.601 | 4.891 |
(19) Ertragsteuerforderungen
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Ertragsteuerforderungen | 728 | 249 |
| Stand am 31. Dezember | 728 | 249 |
Die Ertragsteuerforderungen betreffen Überzahlungen von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.
(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Bankguthaben | 2.543 | 3.533 |
| Zahlungsmitteläquivalente | - | - |
| Stand am 31. Dezember | 2.543 | 3.533 |
Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 330 (Vorjahr TEUR 300) als Festgeld angelegt und dienen als Mietsicherheit bzw. als Barhinterlegung für Kontokorrentlinien. Diesbezüglich ist die Verfügung dieser Mittel beschränkt.
(21) Eigenkapital
Das Grundkapital der HPI AG beträgt zum 31.12.2013 unverändert EUR 7.249.490 und ist eingeteilt in 7.249.490 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Jede Stammaktie verbrieft eine Stimme. Die Verbriefung erfolgt in Globalurkunden. Es gibt nur eine Aktiengattung. Die gesetzliche Rücklage der HPI AG gemäß § 150 Abs. 2 Aktiengesetz beträgt zum Stichtag TEUR 61 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Die Kapitalrücklage umfasst im Wesentlichen die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse, Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung der IFRS, den Eigenkapitalanteil der Wandelanleihe sowie die gesetzliche Rücklage.
Dividenden wurden in den Jahren 2013 und 2012 nicht ausbezahlt.
Aufgrund der Fehlerkorrektur (siehe Abschnitt 1b)) für Vorjahre war das Kapital der nicht beherrschenden Anteile zum 1. Januar 2012 um TEUR 175 zu erhöhen. Die Ergebnisauswirkung aus der Fehlerkorrektur in Höhe von TEUR 350 im Jahr 2012 entfiel zu gleichen Teilen auf die HPI und die nicht beherrschenden Anteile.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06.06.2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 01.08.2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.624.745,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011/I).
Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | für Spitzenbeträge; |
| ― | wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an einer Wertpapierbörse gehandelten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2,186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital anzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit dem Tag der Eintragung dieses genehmigten Kapitals 2011 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit der Schaffung des Genehmigten Kapitals 2011 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und/oder Unternehmensteilen und/oder Beteiligungen an Unternehmen und Unternehmenszusammenschlüssen; |
| ― | um den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, Wandeldarlehen oder Optionsscheinen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde; |
| ― | um aus dem genehmigten Kapital geschaffene Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften ausgeben zu können. Das genehmigte Kapital 2011/I wurde in 2016 aufgehoben. |
Bedingtes Kapital
Das bestehende bedingte Kapital vom 3. Juli 2010 (Bedingtes Kapital 2000/I) wurde aufgehoben.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 1.592.507,00 durch Ausgabe von bis zu 1.592.507 Stück neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber von Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen bzw. Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. Juli 2010 bis zum 28. Juli 2015 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des in der Hauptversammlung am 29. Juli 2010 gefassten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis.
Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Begebung der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen
bzw. zur Wandlung bzw. Optionsausübung verpflichtete Inhaber von Anleihen ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Options- bzw. Wandelanleihebedingungen benötigt wird und soweit nicht eigene Aktien oder genehmigtes Kapital zur Bedienung dieser Rechte bzw. Verpflichtungen genutzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- bzw. Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil.
Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2011 um bis zu EUR 500.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ("Bedingtes Kapital 2011/II"). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres in dem die Ausgabe erfolgt am Gewinn teil.
Das Bedingte Kapital 2011/II dient der Erfüllung von ausgeübten Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Juni 2011 bis zum 31. Mai 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Aktienoptionen von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Aktienoptionen nicht durch Gewährung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital 2011/II erfolgt zum Ausübungspreis als Ausgabebetrag.
Das bedingte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:
| Beschluss | Höhe lt. Beschluss | Höhe 31.12.2013 | Höhe 31.12.2012 | Ausgabe der Optionsrechte befristet bis | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bedingtes Kapital 2011/I | HV 06.06.2011 | 1.592.507 EUR | 1.592.507 EUR | 1.592.507 EUR | 28.7.2015 |
| Bedingtes Kapital 2011/II | HV 06.06.2011 | 500.000 EUR | 500.000 EUR | 500.000 EUR | 31.5.2016 |
| Gesamt | 2.092.507 EUR | 2.092.507 EUR |
Das Bedingte Kapital 2011/II wurde in 2016 vollständig und vom bedingten Kapital 2011/I wurden 144.456,00 in 2016 aufgehoben.
(22) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR 2013 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 3.736 | 258 | - | 3.994 |
| Kaufpreis MRL | 99 | 326 | - | 425 |
| Kaufpreis TND | 812 | - | - | 812 |
| Anleihen | - | 10.056 | - | 10.056 |
| 4.647 | 10.640 | - | 15.287 |
| TEUR 2012 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 1.535 | 934 | - | 2.469 |
| Kaufpreis MRL | 246 | 444 | - | 690 |
| Kaufpreis 3 KV | 379 | 1.357 | - | 1.736 |
| Kaufpreis REW | 3.010 | 1.389 | - | 4.399 |
| Kaufpreis TND | 2.938 | 1.462 | - | 4.400 |
| Anleihen | 772 | 4.603 | - | 5.375 |
| 8.880 | 10.189 | - | 19.069 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten mit TEUR 3.736 (Vorjahr TEUR 1.535), welche mit Zinssätzen zwischen 3,89 und 7,75 % (Vorjahr zwischen 3,10 und 7,75 %) verzinst werden. Die Zinsbindung entspricht der Restlaufzeit.
Bezüglich der Ermittlung der Kaufpreise wird auf die Darstellungen zu den Unternehmenszusammenschlüssen in Abschnitt 1. c) verwiesen.
Anleihen
Die im Jahr 2011 durch die HPI AG begebene Zwei-Jahres-Anleihe über TEUR 700 mit einem Kupon von 7,0 % war im Mai 2013 fällig und ist zurückgezahlt worden.
Die im Jahr 2011 durch die HPI AG begebene Fünf-Jahres-Anleihe über TEUR 6.000 wurde auf TEUR 6.256 aufgestockt, ist mit 9,0 % verzinst und war ursprünglich zum 30. November 2016 fällig. Das Anleihevolumen ist zu Ende 2012 mit TEUR 2.460 und Ende 2013 mit TEUR 6.256 ausgeschöpft. Nach dem 31. Dezember 2013 erfolgte im Rahmen einer Sanierung der Anleihen eine Senkung des Zinssatzes auf 3,5%, die Versehung der Anleihe mit einem Wandlungsrecht sowie die Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet („keine Endfälligkeit“).
Am 1. Mai 2012 wurde durch die HPI AG eine Inhaber-Teilschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 2.000 begeben, von denen Anteilsscheine über TEUR 1.500 zu Ende 2012 ausgegeben waren; Ende 2013 waren die Anteilsscheine komplett ausgegeben. Die mit
7,125 % verzinste Anleihe ist zweckgebunden zum Erhöhen bestehender und Eingehen neuer Beteiligungen, für Investitionen in der Bundesrepublik Deutschland und für den Ausbau der Geschäftsbereiche „Zweitmarkt für Überbestände IT-Produkte und elektronische Bauelemente - Vermarktung statt Entsorgung“ und besichert durch Patronatserklärungen der Gesellschaften ce Global Sourcing GmbH, AZEGO, HPI Distribution GmbH, 3KV und HPI GmbH. Die Anleihe war ursprünglich im April 2015 fällig. Nach dem 31. Dezember 2013 erfolgte im Rahmen einer Sanierung der Anleihen die Versehung der Anleihe mit einem Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie sowie die Verlängerung der Laufzeit bis 1. Mai 2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt.
Am 19. September 2013 wurde durch die HPI AG eine Optionsschuldverschreibung mit einem Volumen in Höhe von TEUR 1.200 begeben (Optionsanleihe 2013/2016). Sie ist eingeteilt in bis zu 1.200 Stück Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je Euro 1.000 und war Ende 2013 komplett gezeichnet. Jede Teilschuldverschreibung ist mit einem Optionsrecht verbunden. Mit Ausübung des Optionsrechts erwirbt der Optionsinhaber einen Anspruch auf Lieferung und Erwerb von voll eingezahlten, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00. Der Ausübungspreis ist EUR 1,75. Die Verzinsung beträgt 9,0 %. Die Laufzeit endete ursprünglich am 30. Juni 2016. Nach dem 31. Dezember 2013 erfolgte im Rahmen einer Sanierung der Anleihen eine Verlängerung der Laufzeit bis 30 Juni 2018 sowie Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt.
Unter den konvertiblen Anleihen ist eine Wandelanleihe ausgewiesen. Die von der HPI AG am 1. Dezember 2011 begebene Wandelanleihe über maximal TEUR 1.500 hat ursprünglich eine Laufzeit bis zum 30. November 2016. Die Stückelung dieser Anleihe erfolgte zu EUR 1.000, der Wandlungspreis beträgt EUR 2,10 je Stückaktie. Diese Anleihe ist mit 4,5 % p.a. festverzinslich und unverändert zu TEUR 750 in Anspruch genommen. Nach dem 31. Dezember 2013 erfolgte im Rahmen einer Sanierung der Anleihen ein Teilverzicht, die Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5% sowie die Verlängerung der Laufzeit bis 31.12.2019.
(23) Langfristige Rückstellungen
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 4.111 | 4.047 |
| Sonstige | - | 77 |
| Stand am 31. Dezember | 4.111 | 4.124 |
Rückstellungen für Pensionen werden aufgrund von Verpflichtungen für laufende Renten anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Konzernbilanzwert zum 1. Januar | 4.047 | 3.356 |
| Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | 188 | 185 |
| Versicherungsmathematische Anpassungen | -10 | 609 |
| Geleistete Rentenzahlungen | -114 | -103 |
| Stand am 31. Dezember | 4.111 | 4.047 |
Die Pensionsverpflichtungen werden jährlich durch externe versicherungsmathematische Gutachter ermittelt.
Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des HPI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf der Grundlage leistungsorientierter Versorgungspläne. Beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen mit Ausnahme der gesetzlichen Rentenversicherung nicht. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Höhe der Rentenleistungen richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit des Bezugsberechtigten bei Erreichen der Altersgrenze. Pro Jahr der Zugehörigkeit wurden den Bezugsberechtigten feste Beträge zugesichert. Die Versorgungszusagen sind rückstellungsfinanziert. Fondsfinanzierte Versorgungszusagen sowie Planvermögen bestehen nicht. Dem Risiko aus der Veränderung der Pensionsverpflichtung versucht der HPI-Konzern durch das Vorhalten von ausreichend Liquidität zu begegnen.
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach der versicherungsmathematischen „Projected Unit-Credit“-Methode berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Die angewandten Bewertungsparameter sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Angaben in % | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 3,50 | 3,50 |
| Lohn- bzw. Gehaltstrends | 2,50 | 2,50 |
| Rentendynamik | 1,80 - 2,25 | - 2,25 |
| Fluktuation (altersabhängig) | 0,0 - 12,5 | 0,0 - 12,5 |
Der Lohn- und Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation des HPI-Konzerns jährlich abgeschätzt werden. Hinsichtlich der Lebenserwartung werden die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten „Richttafeln 2005 G“ (Generationstafeln) zugrunde gelegt.
Versicherungsmathematische Gewinne (Vorjahr Verluste) mit netto TEUR 10 (Vorjahr TEUR 609) werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach IAS 19 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ursache solcher Gewinne und Verluste können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, insbesondere des Abzinsungsfaktors und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufes der Pensionsverpflichtungen sein. Im Jahr 2013 waren die versicherungsmathematischen Gewinne von netto TEUR 10 mit TEUR 98 auf Verluste durch erfahrungsbedingte Änderungen und mit TEUR 108 auf Gewinne durch geänderte Prämissen zurückzuführen. Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen entspricht dem Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche.
Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 0,5 %-Punkte würde die Rückstellung zum 31.12.2013 um 6,16 % reduzieren, eine Verminderung um 0,5 %-Punkte die Pensionsrückstellungen um 6,89 % erhöhen. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Rentenzahlungen liegt zum 31.12.2013 zwischen 12,7 und 18,1, je nach einzelner Konzerngesellschaft.
Für die folgenden 10 Jahre ist mit Rentenzahlungen aus diesen Pensionsverpflichtungen wie folgt zu rechnen:
| Jahr | Zahlungen |
|---|---|
| 2014 | 127 |
| 2015 | 139 |
| 2016 | 161 |
| 2017 | 183 |
| 2018 | 211 |
| 2019-2023 | 1.210 |
Die aus den leistungsorientierten Versorgungssystemen resultierenden und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Personal- und Zinsaufwand berücksichtigten Aufwendungen lassen sich wie folgt aufteilen:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche | 73 | 27 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen | 115 | 158 |
| Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen | 188 | 185 |
(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus LuL | 6.629 | 8.222 |
| Stand am 31. Dezember | 6.629 | 8.222 |
Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Personalbezogene Verbindlichkeiten | 4 | 239 |
| Ggü. Unternehmen, mit welchen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.470 | 729 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 453 | 197 |
| Erhaltene Anzahlung | 310 | 68 |
| Verbindlichkeiten Camkan Invest | 2.676 | 368 |
| Gebühren | - | 21 |
| Aufsichtsratvergütungen | - | 73 |
| Rechnungsabgrenzung | 3 | - |
| Übrige | 1.435 | 1.156 |
| Stand am 31. Dezember | 6.351 | 2.851 |
(25) Kurzfristige Rückstellungen
| Angaben in TEUR | 01.01.2013 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Veränderung Konsolidierungskreis | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 273 | -198 | -6 | 65 | - | 134 |
| übrige | 306 | -203 | -57 | 4.930 | - | 4.976 |
| 579 | -401 | -63 | 4.995 | - | 5.110 |
| Angaben in TEUR | 01.01.2012 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Veränderung Konsolidierungskreis | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 650 | -524 | -18 | 187 | -22 | 273 |
| übrige | 957 | -516 | -276 | 191 | -50 | 306 |
| 1.607 | -1.040 | -294 | 378 | -72 | 579 |
Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen insbesondere Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für Tantieme. Vorstehende Rückstellungen realisieren sich innerhalb von 12 Monaten.
Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen beinhalten potenzielle Rückforderungsansprüche von Kunden aus Abrechnungsdifferenzen.
(26) Ertragsteuerverbindlichkeiten
| Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 150 | 757 |
| Stand am 31. Dezember | 150 | 757 |
4. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagements
Der Vorstand der Gesellschaft trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzernrisikomanagements. Durch die Einrichtung, Überwachung und Weiterentwicklung eines Chancen- und Risikoberichtswesens wird der Verpflichtung ausreichend Rechnung getragen.
Im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts werden ausführlich die möglichen Risiken für den Erfolg der HPI-Unternehmensgruppe sowie die Strategien zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.
Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben dem Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Die vom HPI-Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:
| I. | Ausgereichte Kredite und Forderungen sowie |
| II. | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| III. | zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden. |
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2013 in TEUR
| I. | II. | III. | |
|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 120 | 0 | 227 |
| Sonstige Vermögenswerte | 411 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.623 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5.054 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.543 | 0 | 0 |
| 12.751 | 0 | 227 | |
| Passiva | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 10.640 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 4.647 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 6.629 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 6.351 | 0 |
| 0 | 28.267 | 0 |
Kategorisierung der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2012 in TEUR
| I. | II. | III. | |
|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 924 |
| Sonstige Vermögenswerte | 380 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.627 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4.549 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.533 | 0 | 0 |
| 14.089 | 0 | 924 | |
| Passiva | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 10.189 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 8.880 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 8.222 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 2.851 | 0 |
| 0 | 30.142 | 0 |
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden grundsätzlich der Stufe drei von den Stufen im Sinne des IFRS 7.27A zugeordnet. Hier erfolgt die Bewertung anhand der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Die Zeitwerte entsprechen jeweils den Buchwerten.
| Nettoergebnis der Kategorien Alle Angaben in TEUR |
Fair-Value Änderungen | Zinsen | Beteiligungserträge | Wertberichtigungen | Gesamt 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | -602 | -602 |
| Ausgereichte Kredite und Forderungen | 0 | 449 | 0 | 0 | 449 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | -2.480 | 0 | 0 | -2.480 |
| 0 | -2.031 | 0 | -602 | -2.633 |
| Nettoergebnis der Kategorien Alle Angaben in TEUR |
Fair-Value Änderungen | Zinsen | Beteiligungserträge | Wertberichtigungen | Gesamt 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 6 | -29 | -23 |
| Ausgereichte Kredite und Forderungen | 0 | 256 | 0 | 0 | 256 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | -1.778 | 0 | 0 | -1.778 |
| -0 | -1.522 | 6 | -29 | -1.545 |
Der Ausweis der Nettoergebnisse „Zur Veräußerung verfügbare Finanzielle Vermögenswerte“ und „Ausgereichte Kredite und Forderungen“ erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis.
Der Ausweis der Nettoergebnisse „Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten“ erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung unter dem Finanzierungsaufwand.
Ausfallrisiko aus Forderungen
Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Finanzanlagen des Konzerns.
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. Einholung von Bürgschaften oder Absicherung über ein Warenkreditversicherungsunternehmen. Zudem werden zusätzliche Vereinbarungen in Form von Eigentumsvorbehalten geschlossen, sodass bei Zahlungsausfall ein gesicherter Anspruch vorliegt.
Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.
Für überfällige Forderungen und Darlehen mit insgesamt TEUR 473 wurde keine Wertberichtigung gebildet, da diese Beträge zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert waren. Davon waren TEUR 6 in Jahr 2011, TEUR 7 im Jahr 2012 und TEUR 460 im Jahr 2013 fällig.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen
| Alle Angaben in TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2013 |
|---|---|
| Nominalwert der Forderungen | 5.120 |
| Wertberichtigungen | -497 |
| Buchwert der Forderungen | 4.623 |
| Alle Angaben in TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2012 |
|---|---|
| Nominalwert der Forderungen | 5.932 |
| Wertberichtigungen | -305 |
| Buchwert der Forderungen | 5.627 |
Zur Schätzung der ggf. notwendigen Wertberichtigungen hat der HPI-Konzern ein Verfahren eingeführt, das eine Schätzung bereits eingetretener Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermöglicht. Die wesentlichen Komponenten bestehen aus einem spezifischen Teil für individuell identifizierte Risiken und einem kollektiven Teil für Risiken aus Gruppen vergleichbarer Vermögenswerte, bei denen bereits Verluste eingetreten sind, die bisher allerdings noch nicht identifiziert werden konnten. Pauschale Wertberichtigungen werden auf Basis historischer Daten der Zahlungsstatistiken für vergleichbare Vermögenswerte bestimmt.
Überfällige und nicht durch Sicherheiten gedeckte Forderungen sind wertberichtigt. Dem Forderungsausfallrisiko wird zudem durch den konsequenten Einsatz von Kreditversicherungen Rechnung getragen.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres stellt sich wie folgt dar:
Entwicklung Wertberichtigungen
| TEUR | |
|---|---|
| 01.01.2012 | 239 |
| Verbrauch | -46 |
| Auflösung | -94 |
| Abgang aus Entkonsolidierung | -92 |
| Zugang aus Unternehmenszusammenschluss | 280 |
| Zuführung | 18 |
| 31.12.2012/01.01.2013 | 305 |
| Verbrauch | -186 |
| Auflösung | -2 |
| Abgang aus Entkonsolidierung | -1 |
| Zuführung | 381 |
| 31.12.2013 | 497 |
Die Wertberichtigungen betreffen mehrere Kunden, von welchen auszugehen ist, dass sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Umstände die ausstehenden Beträge ggf. nicht werden begleichen können. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 30 Tagen fällig sind, werden aufgrund des Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit und der detaillierten Analyse des Ausfallrisikos, für wesentliche Forderungen einschließlich eines zugrunde liegenden Ratings, weiterhin als vollständig werthaltig eingestuft.
Forderungen werden ausgebucht bei Zahlungseingang oder wenn absehbar ist, dass die Forderung uneinbringlich ist.
Ausfallrisiko aus Zahlungsmitteln
Der HPI-Konzern hält am 31. Dezember 2013 Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 2.543. Diese Summe stellt somit auch das maximale Ausfallrisiko im Hinblick auf die Zahlungsmittel dar.
Liquiditätsrisiko
Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, zu irgendeinem Zeitpunkt den Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können. Nicht genutzte, dem HPI-Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und abflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittelfristige Sicht abbildet. Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten ist unter (22) „Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten“ dargestellt. Gemäß IFRS 7.31 ff. ist über die Liquiditätsrisiken zu berichten bei eingetretenen Verstößen gegen Auflagen aus Darlehensverträgen. Aufgrund des negativen Eigenkapitals der HPI AG zum 31. Dezember 2013 wurden die Covenants der Inhaberschuldverschreibung (2,0 Mio. EUR, 7,125 %, Laufzeit 2012-2015) nicht eingehalten. Vertragsgemäß besteht daher ein sofortiges Kündigungsrecht der Anleihegläubiger. Die Anleihe wurde in 2017 in Eigenkapital umgewandelt.
Anfang 2018 sind alle Anleihen und Darlehen gewandelt oder bis mindestens Ende 2019 verlängert, so dass der HPI Konzern eine gesicherte Liquiditätssituation vorweisen kann und auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung bis auf weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.
Marktpreisrisiken
Unter dem Begriff Marktpreisrisiko wird das Risiko verstanden, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen von Marktpreisen ändern. Für den HPI-Konzern besteht das Marktpreisrisiko hauptsächlich aus dem Zinsrisiko.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, sind jedoch von untergeordneter Bedeutung.
Zinsrisiken
Der Konzern unterliegt Zinsrisiken ausschließlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und geplanten Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate (Zinsswaps, Zins-caps) eingesetzt, um Zinsänderungsrisiken entgegen zu wirken. Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus Kontokorrentverbindlichkeiten. Eine angenommene Zinsänderung auf Basis der Inanspruchnahme zum 31.12.2013 in Höhe von 1 % führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen in Höhe von ca. TEUR 40 (Vorjahr TEUR 15).
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariable kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2013 und 2012 hatte der HPI-Konzern keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand.
Über die allgemeinen Marktrisiken hinaus bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
Aktienkursrisiken
Die Wertansätze der vom HPI Konzern gehaltenen Aktien der November AG sowie der TRIA IT-solutions AG sind durch eine Kursgarantie der Camkan Invest S.à.r.l. abgesichert. Zum 31.12.2013 wurden diese beiden Beteiligungen, aufgrund von Zweifeln an der Werthaltigkeit der Garantieerklärung, jeweils auf einen Erinnerungswert von EUR 1 abgeschrieben. Die restlichen Anteile an der bereits im Vorjahr entkonsolidierten ce Global Sourcing GmbH wurden auf den erlösbaren Veräußerungserlös von TEUR 120 wertberichtigt.
Damit besteht für den HPI-Konzern kein erfolgswirksames Aktienkursrisiko zum Stichtag.
Kapitalmanagement
Ziel des Konzerns ist, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren sowie die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens, die Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals und der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur sicher zu stellen. Für Zwecke der Kapitalsteuerung umfasst das Eigenkapital das gezeichnete Kapital sowie alle sonstigen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Rücklagen.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.
Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Kreditaufnahme erzielt werden könnte, und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an. Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades. Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, den Verschuldungsgrad kontinuierlich zu senken, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.
Während des Geschäftsjahres gab es keine Veränderungen hinsichtlich des Kapitalmanagements des Konzerns.
5. Segmentberichterstattung
Ein Geschäftssegment nach IFRS 8.5 ist ein Unternehmensbestandteil a) der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, b) dessen Betriebsergebnisse regelmäßig bei dem „Chief Operating Decision Maker“ im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden können und c) für den separate Finanzinformationen vorliegen.
Der „Chief Operating Decision Maker“ ist der Vorstand der HPI AG.
Die Geschäftssegmente des HPI-Konzerns sind die beiden Geschäftsbereiche „IT & Electronics“ und „Industrial & Renewables“. Dies sind zugleich die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8.11.
Die in der Segmentberichterstattung dargestellten Finanzinformationen entsprechen dem Umfang der dem Vorstand unternehmensintern regelmäßig zur Verfügung gestellten Informationen, vor Konsolidierung auf Basis nationaler Bilanzierungsvorschriften. Die unternehmensinterne Steuerung erfolgt anhand der Segmente „IT & Electronics“ und „Industrial & Renewables“. Im Segment IT & Electronics bietet die HPI ihren Kunden ganzheitliche IT-Systemlösungen sowie Einkaufs-, Logistik- und Mehrwertdienstleistungen für elektronische Komponenten. Im Segment Industrial & Renewables bietet die HPI ihren Kunden als Outsourcingpartner der Industrie Lösungen in den Bereichen technischer Einkauf, Logistik und Supply Chain Management sowie Energieoptimierungslösungen für Industriekunden sowie Privathaushalte.
Die Erfolgsposten der Segmente stellen sich wie folgt dar:
| 2013 Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 83.846 | 32.832 | -3.796 | 112.882 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 208 | 0 | 0 | 208 |
| Materialaufwand | -75.248 | -23.343 | 3.771 | -94.820 |
| Rohertrag | 8.806 | 9.489 | -25 | 18.270 |
| Sonstige Erträge | 6.680 | 2.086 | -2.080 | 6.686 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | -4.734 | -4.523 | 366 | -8.891 |
| Sonstige Aufwendungen | -9.783 | -11.510 | 2.809 | -18.484 |
| EBITDA | 969 | -4.458 | 1.070 | -2.419 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | -274 | -382 | -370 | -1.026 |
| EBITA | 695 | -4.840 | 700 | -3.445 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | -3.182 | -7.021 | 0 | -10.203 |
| EBIT | -2.487 | -11.861 | 700 | -13.648 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsaufwand | -1.672 | -235 | -573 | -2.480 |
| Übriges Finanzergebnis | -202 | 18 | 31 | -153 |
| Finanzergebnis | -1.874 | -217 | -542 | -2.633 |
| EBT | -4.361 | -12.078 | 158 | -16.281 |
| Steueraufwand | -60 | -101 | -265 | -426 |
| Periodenergebnis | -4.421 | -12.179 | -107 | -16.707 |
| 2012 restated nach IAS 8 Alle Angaben in TEUR | Industrial & Renewables | IT & Electronics | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 38.900 | 77.187 | -652 | 115.435 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 61 | 0 | 61 |
| Materialaufwand | -27.341 | -68.560 | 342 | -95.559 |
| Rohertrag | 11.560 | 8.688 | -310 | 19.937 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.598 | 1.640 | -1.443 | 2.795 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | -4.274 | -4.701 | -759 | -9.734 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.101 | -4.573 | 1.296 | -12.379 |
| EBITDA | 1.283 | 1.053 | -1.217 | 619 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | -503 | -173 | -21 | -697 |
| EBITA/EBIT | 780 | 880 | -1.239 | -78 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | |
| EBIT | 780 | 880 | -1.239 | -78 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | ||||
| Finanzierungsaufwand | -182 | -362 | -1.259 | -1.803 |
| Übriges Finanzergebnis | 46 | 25 | 153 | 224 |
| Finanzergebnis | -136 | -337 | -1.105 | -1.579 |
| EBT | 644 | 543 | -2.344 | -1.657 |
| Steueraufwand | -79 | -235 | -430 | -744 |
| Periodenergebnis | 415 | 309 | -2.774 | -2.401 |
| 2012 Alle Angaben in TEUR |
Industrial & Renewables | IT & Electronics | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 38.900 | 77.187 | -652 | 115.435 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 61 | 0 | 61 |
| Materialaufwand | -27.341 | -68.560 | 342 | -95.559 |
| Rohertrag | 11.560 | 8.688 | -310 | 19.937 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.598 | 1.640 | -1.443 | 2.795 |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | -4.274 | -4.701 | -759 | -9.734 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.601 | -4.573 | 1.296 | -11.879 |
| EBITDA | 1.283 | 1.053 | -1.217 | 1.119 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und andere immaterielle Vermögenswerte | -503 | -173 | -21 | -697 |
| EBITA/EBIT | 780 | 880 | -1.239 | 422 |
| Finanzierungsaufwand | -182 | -362 | -1.259 | -1.803 |
| Übriges Finanzergebnis | 46 | 25 | 153 | 224 |
| Finanzergebnis | -136 | -337 | -1.105 | -1.579 |
| EBT | 644 | 543 | -2.344 | -1.157 |
| Steueraufwand | -229 | -235 | -430 | -894 |
| Periodenergebnis | 415 | 309 | -2.774 | -2.051 |
In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 betreffen die dargestellten Umsatzerlöse nahezu ausschließlich Umsatzerlöse mit externen Kunden.
Transaktionen zwischen den Segmenten werden grundsätzlich wie Transaktionen unter fremden Dritten behandelt.
Das Segmentvermögen sowie die Segmentschulden stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2013 Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagevermögen | 330 | 646 | 18 | 994 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.387 | 0 | 0 | 3.387 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 510 | 3 | 0 | 513 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 250 | 97 | 0 | 347 |
| Latente Steuern | 167 | 152 | -11 | 308 |
| Vorräte | 5.993 | 2.997 | 0 | 8.990 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 3 | 0 | 3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.795 | 2.828 | 0 | 4.623 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 9.156 | 2.827 | -6.382 | 5.601 |
| Ertragsteuerforderungen | 497 | 642 | 0 | 1.139 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 626 | 1.917 | 0 | 2.543 |
| 28.448 | ||||
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 11.894 | 322 | 3.071 | 15.287 |
| Latente Steuern | 126 | 0 | 30 | 156 |
| Rückstellungen | 225 | 7.783 | 1.213 | 9.221 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 4.475 | 2.154 | 0 | 6.629 |
| Andere Verbindlichkeiten | 9.716 | 3.017 | -6.382 | 6.351 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 33 | 117 | 0 | 150 |
| 37.794 | ||||
| -9.346 |
| 31.12.2012 (restated) Alle Angaben in TEUR |
IT & Electronics | Industrial & Renewables | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagevermögen | 393 | 810 | 11 | 1.214 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 7.744 | 7.138 | 0 | 14.882 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 196 | 64 | 715 | 975 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 220 | 71 | 633 | 924 |
| Latente Steuern | 0 | 41 | 588 | 629 |
| Vorräte | 7.176 | 2.712 | 0 | 9.888 |
| Geleistete Anzahlungen | 59 | 3 | 0 | 62 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.919 | 2.688 | 20 | 5.627 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1.248 | 1.894 | 2.129 | 5.271 |
| Ertragsteuerforderungen | 65 | 183 | 1 | 249 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 918 | 1.928 | 687 | 3.533 |
| 43.254 | ||||
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 4.266 | 375 | 14.428 | 19.069 |
| Latente Steuern | 23 | 16 | 180 | 219 |
| Rückstellungen | 142 | 3.062 | 1.499 | 4.703 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||
| Leistungen | 5.750 | 2.074 | 398 | 8.222 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 601 | 314 | 1.936 | 2.851 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 432 | 285 | 40 | 757 |
| 35.821 | ||||
| 7.433 |
Das langfristige Segmentvermögen des HPI-Konzerns entfällt zu den dargestellten Bilanzstichtagen fast ausschließlich auf Deutschland.
6. Nahestehende Unternehmen und Personen
Mutterunternehmen und oberste beherrschende Partei
Oberste beherrschende Partei des Konzerns ist die HPI AG, München.
Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen
Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte des Mutterunternehmens
In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wurden keine Darlehen an Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder ausgereicht.
Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
Der Konzern stellt den Vorstandsmitgliedern neben den Gehältern Sachleistungen zur Verfügung, Leistungen aus Anlass oder nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nicht gezahlt, anteilsbasierte Vergütungen werden ebenfalls nicht gezahlt. Sofern vom Konzern Güter oder Dienstleistungen erworben werden, gelten dieselben Bedingungen und Konditionen wie für die von anderen Angestellten oder Kunden des Konzerns eingegangenen Kaufverträge. Die Gesamtvergütung der Vorstände (kurzfristig fällige Leistungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 225 (Vorjahr TEUR 478).
Die Vorstandsmitglieder des Mutterunternehmens verfügen über insgesamt mehr als 40 % aber weniger als 50 % der Stimmrechtsanteile des Mutterunternehmens. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen oder ihnen nahestehende Unternehmen und Personen nehmen Positionen in anderen Unternehmen ein, infolge derer sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Unternehmen haben. Eine Reihe dieser Unternehmen tätigte im Laufe des Jahres Geschäfte mit dem Konzern. Die Bedingungen und Konditionen dieser Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und ihnen nahestehende Unternehmen und Personen waren marktüblich.
Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss haben waren wie folgt:
| Geschäftsvorfall | Werte der Geschäftsvorfälle in | Salden ausstehend zum 31. Dezember 2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2012 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstand | ||||
| Michael Negel | Verwaltungsleistungen | 104 | 173 | 3 |
| Falk Raudies | Vermietungsleistungen | 139 | 221 | 0 |
| Verwaltungsleistungen | 246 | 384 | -46 | |
| Ankauf von Vorräten | 3 | 0 | 0 | |
| Aufsichtsrat | ||||
| Boris Dürr | Rechtsberatung | 102 | 174 | 0 |
| Günther Seefelder | Beratungsleistungen | - | 24 | 0 |
| Übrige | ||||
| Harald Heutink | Ankäufe von Vorräten | - | 984*) | |
| Verkäufe von Vorräten | - | 739*) | ||
| Dr. Adrian Seeger | Beratungsleistungen | 101 | 119 | 0 |
| Markus Bodenmeier | Beratungsleistungen | 14 | 112 | 4 |
| Frank Gralla | Dienstleistungen | - | 596 | 0 |
| Thomas Dunker | Ankäufe von Waren | - | 1.140 |
*) Werte bis zur Entkonsolidierung am 31. März 2012
Die in der Tabelle ausgewiesenen Beträge betreffen die dazugehörigen Zinszahlungen. Die Finanzierung wurde zu marktüblichen Konditionen ausgereicht.
Für die genannten Leistungen wurden marktübliche Sätze in Rechnung gestellt und die Rechnungsbeträge waren gemäß den üblichen Zahlungsbedingungen fällig und zu bezahlen. Alle ausstehenden Salden mit diesen nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Die dem Vorstand Michael Negel nahestehende Camkan Invest S.a.r.l. hat Darlehen mit TEUR 2.345 (Vorjahr TEUR 300) an den Konzern ausgereicht, hierfür waren im Berichtsjahr Zinszahlungen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 18) fällig. Die Summe der insgesamt ausstehenden Zinsforderungen der CAMKAN Invest S.a.r.l. belaufen sich zum Bilanzstichtag 31.12.2013 auf TEUR 29, die mit TEUR 15 im Januar 2014 beglichen wurden. Daneben besteht ein Verrechnungskonto, das zum 31.12.2013 auf TEUR 302 valutiert.
7. Sonstige Angaben
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Restrukturierung
Der HPI Konzern befindet sich derzeit in einer Restrukturierungsphase. In den Geschäftsjahren 2013 ff. waren die Konzernumsatzerlöse insgesamt stark rückläufig. Der Rückgang der Umsatzerlöse betraf beide Geschäftssegmente. Ursächlich hierfür waren rückläufige Marktentwicklungen im Segment Industrial & Renewable sowie der Insolvenz der Tochter MRL im Jahr 2016. Im Segment IT & Electronics war die Änderung des Geschäftsmodells der 3KV hin zum strategischen Geschäft und dem damit verbundenen Rückgang im taktischen Geschäft ursächlich für den Umsatzrückgang in diesem Segment in den Jahren 2014 ff.
Der HPI-Konzern begegnete dem Umsatzrückgang mit einer Bereinigung des Beteiligungsportfolios, so wurden in den Jahren 2014 ff. die Beteiligungen an der ce Global Sourcing, der REW sowie an der VCE-Gurppe veräußert. Darüber hinaus wurde ein Kostensenkungsprogramm umgesetzt. Im Rahmen von Gläubigerversammlungen wurden die begebenen Anleihen verlängert oder in Eigenkapital umgewandelt. Im Rahmen der Bilanzsanierung wurden bei mehreren Anleihen die Anleihebedingungen geändert:
| ― | 9 %-Unternehmensschuldverschreibung (WKN A1MA90) über EUR 6.256.000 Senkung des Zinssatzes auf 3,5%, Versehung mit Wandlungsrecht, Verlängerung der Laufzeit auf unbefristet („keine Endfälligkeit“). |
| ― | 4,5 %-Wandelanleihe (WKN A1MA6Z) über EUR 750.000 Teilverzicht, dafür Erhöhung des Zinssatzes auf 8,5%, Verlängerung der Laufzeit bis 31.12.2019. |
| ― | 7,125 %-Unternehmensanleihe (WKN A2BPFN) über EUR 2.000.000 Versehung mit Wandlungsrecht zu EUR 1,05 pro Aktie, Verlängerung der Laufzeit bis 01.05.2018. Diese Unternehmensanleihe wurde in 2017 in eine Wandelanleihe und anschließend in Aktien umgewandelt. |
| ― | 9 %-Optionsanleihe (WKN A1X3L7) über EUR 1.200.000 Verlängerung der Laufzeit bis 30.06.2018, Änderung des Optionspreises auf EUR 1,10. Diese Optionsanleihe wurde in 2016 in Aktien umgewandelt. |
Im Nachtragszeitraum haben Gläubiger von Anleihen, Darlehen und Krediten im Rahmen der Bilanzsanierung auf insgesamt EUR 1,4 Mio. verzichtet. Im Rahmen der Restrukturierung sind bis Ende 2017 Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR 1,9 Mio. insbesondere für Rechtsberatungskosten, Bankgebühren und Ablösung von langlaufenden Verträgen angefallen.
Im August 2015 wurde eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital 2011/I in Höhe von EUR 725.000,00 durchgeführt. Hiermit wurde das Grundkapital von EUR 7.359.586,00 um EUR 725.000,00 auf EUR 8.084.586,00 erhöht. Im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung um EUR 425.000,00 wurde das Grundkapital auf EUR 8.509.586,00 erhöht.
Der HPI Konzern geht für die kommenden Geschäftsjahre von den nachfolgenden Umsätzen und EBITDA’s aus:
| Konzernumsatz | EBITDA | |
|---|---|---|
| 2014 | EUR 95 Mio. | EUR -4,2 Mio. |
| 2015 | EUR 71 Mio. | EUR 1,7 Mio. |
| 2016 | EUR 50 Mio. | EUR 1,9 Mio. |
| 2017 | EUR 35 Mio. | EUR -0,6 Mio. |
| 2018 | EUR 45 Mio. | EUR 0,7 Mio. |
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
| Alle Angaben in TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Mietverpflichtungen | 1.160 | 3.106 | 3.407 | 7.673 |
| Leasingverpflichtungen | 328 | 306 | 0 | 634 |
| 1.488 | 3.412 | 3.407 | 8.307 |
| Alle Angaben in TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|
| Mietverpflichtungen | 1.981 | 2.651 | 4.036 | 8.668 |
| Leasingverpflichtungen | 381 | 310 | 0 | 691 |
| 2.362 | 2.961 | 4.036 | 9.359 |
Die Mietverpflichtungen betreffen insbesondere Bürogebäude und Lager. Diese Verträge unterliegen in der Regel Preisanpassungsklauseln. Diese sind insbesondere an den Verbraucherpreis- bzw. Lebenshaltungskostenindex gekoppelt. Eine Anpassung erfolgt i.d.R. bei Veränderungen von 5 oder 10 %. Es bestehen teilweise Mietverlängerungsoptionen im marktüblichen Umfang.
Die übrigen Leasingverpflichtungen betreffen insbesondere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge. Für die Kraftfahrzeuge besteht teilweise eine vertragsübliche Restwertübernahmeverpflichtung.
Haftungsverhältnisse bzgl. ce Global Sourcing GmbH (Unternehmen, mit welchen ein Beteiligungsverhältnis besteht):
| ― | Patronatserklärung Close Brothers Factoring TEUR 2.500 |
| ― | Gesamtschuldnerische Haftung im Rahmen der gemeinsamen KK - Linie bei der Commerzbank AG TEUR 1.000 |
| ― | Gesamtschuldnerische Haftung im Rahmen der gemeinsamen KK - Linie bei der Postbank AG TEUR 500 |
Die REW AG hat zugunsten der REW Besitzgesellschaft Bürgschaften mit TEUR 615 ausgereicht. Der Vorstand geht bei allen genannten Haftungsverhältnissen nicht von einer Inanspruchnahme aus, da die bisher immer in der Lage waren ihre Verbindlichkeiten selbst zu begleichen.
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mannesmannröhren Logistic GmbH hat die HPI AG zur Absicherung der Zahlungsverpflichtung aus dem erfolgsabhängigen Kaufpreis (Earn-Out) sowie des Gewinnbeteiligungskaufpreises dem Verkäufer auf die HPI AG entfallende Gewinnanteile aus der Beteiligung an der Mannesmannröhren Logistic GmbH bis zu einer Höhe von jeweils TEUR 150 bis 2015 abgetreten.
Als dingliche Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Warenvorräte mit TEUR 4.569 (3KV/TND).
Bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der HPI AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes:
| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital 2013* in TEUR |
Jahresergebnis 2013* in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| Inländische Beteiligungen - direkt | ||||
| 3 KV GmbH, München (vormals Krailling) (3 KV) | EUR | 100,00 % | 4.898 | -311 |
| software solutions GmbH i.L., Feldkirchen | EUR | 100,00 % | -1.341 | -1 |
| HPI GmbH, Sulzbach | EUR | 100,00 % | 472 | -785 |
| Mannesmannröhren Logistic GmbH, Ratingen (MRL) | EUR | 50,02 % | 3.267 | 398 |
| REW Technology AG (vormals REW Solar AG), Dortmund (REW) | EUR | 80,10 % | 2.288 | -550 |
| ce Global Sourcing GmbH, Feldkirchen | EUR | 49,00 % | 744 | 292 |
| Inländische Beteiligung - indirekt | ||||
| über HPI GmbH: | ||||
| HPI Sourcing Management GmbH, Sulzbach | EUR | 100,00 % | -15 | -8 |
| HPI Procurement Services GmbH & Co. KG, Sulzbach | EUR | 100,00 % | -104 | -241 |
| HPI Business Process Management GmbH, Sulzbach | EUR | 100,00 % | -5 | -10 |
| HPI Intern. Trading & Chemicals GmbH, Sulzbach | EUR | 100,00 % | 0 | -65 |
| Eubicon GmbH, Nürnberg | EUR | 75,20 % | -64 | -1 |
| über 3 KV GmbH: | ||||
| Amaro IT GmbH, Oldenburg*** | EUR | 98,00% | 12 | 5 |
| ABC IT Trading Oldenburg GmbH i.L., Oldenburg** | EUR | 100,00% | -2 | -12 |
| über REW: | ||||
| REW Solartechnik GmbH, Dortmund | EUR | 100,00% | -216 | -29 |
| REW Elektrotechnik GmbH, Dortmund | EUR | 50,00% | 49 | 8 |
| Ausländische Beteiligungen - direkt | ||||
| VCE Virtual Chip Exchange Inc., Quebec, Kanada** | EUR | 49,00 % | 582 | -501 |
| Ausländische Beteiligungen - indirekt | ||||
| HPI Polen Sp. Z.o.o., Ladna, Polen | EUR | 51,00 % | -209 | 115 |
* Werte gemäß local GAAP; bei deutschen Gesellschaften gemäß HGB
** Bilanzstichtag 31.12.2012
*** Bilanzstichtag 30.06.2013
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung exklusive der Erstattung von Auslagen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr TEUR 60). Die in 2013 erstatteten Auslagen beliefen sich auf TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25).
Die Gesamtbezüge der Vorstände betragen TEUR 225 (Vorjahr TEUR 478). Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Festgehalt | 199 | 450 |
| Tantiemen | 0 | 0 |
| Sozialkosten/Versicherungen | 26 | 28 |
| Gesamt | 225 | 478 |
Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
| Alle Angaben in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung (Einzelabschlüsse und Konzern) | 115 | 145 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 6 |
| 115 | 151 |
Organe der HPI AG:
Aufsichtsrat:
| Boris Dürr | Rechtsanwalt | Aufsichtsrats- Vorsitzender | Unverändert |
| Günter Seefelder | Geschäftsführer Seefel- der Business Consulting GmbH | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | bis 15.01.2014 |
| Aufsichtsrat | 20.01.2015 bis 26.02.2015 | ||
| Markus Bodenmeier | Unternehmer | Aufsichtsrat | 15.01.2013 bis 15.01.2014 |
| Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | seit 15.01.2014 | ||
| Jürgen Rödig | Unternehmer | Aufsichtsrat | 01.01. - 31.12.2013 (bis 07.04.2014) |
| Stefan Fleissner | Unternehmer | Aufsichtsrat | 06.05.2014 - 24.10.2014 |
| Artur Piotr Jedrzejewski | Unternehmer | Aufsichtsrat | seit 26.02.2015 |
Vorstand:
Herr Michael Negel war im Geschäftsjahr 2013 Vorstandsvorsitzender der HPI AG und ist zum 30.06.2015 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Herr Falk Raudies, Geschäftsführer der 3KV GmbH war im Jahr 2013 stellv. Vorstandsvorsitzender der HPI AG und ist zum 24.07.2014 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Herr Axel Hamann war von 20.01.2015 bis zum 31.12.2017 zum Vorstand bestellt. Herr Carlo Thewes war von 18.07.2016 bis zum 31.01.2018 zum Vorstand bestellt. Herr David Nicholas Vincent wurde am 10.07.2017 zum Vorstand bestellt.
München, den 15. Februar 2018
HPI AG
der Vorstand
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern für das Geschäftsjahr 2013
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 TEUR |
Zugänge * TEUR |
Abgänge * TEUR |
Stand 31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 15.174 | 318 | 2.107 | 13.385 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 4.405 | 271 | 869 | 3.807 |
| 19.579 | 589 | 2.976 | 17.192 | |
| Sachanlagevermögen | 3.071 | 218 | 705 | 2.584 |
| 22.650 | 807 | 3.681 | 19.776 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 TEUR |
Zugänge * TEUR |
Abgänge * TEUR |
Stand 31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 292 | 10.203 | 497 | 9.998 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 3.430 | 706 | 842 | 3.294 |
| 3.722 | 10.909 | 1.339 | 13.292 | |
| Sachanlagevermögen | 1.857 | 320 | 587 | 1.590 |
| 5.579 | 11.229 | 1.926 | 14.882 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2013 TEUR |
Stand 31.12.2012** TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.387 | 14.882 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 513 | 975 |
| 3.900 | 15.857 | |
| Sachanlagevermögen | 994 | 1.214 |
| 4.894 | 17.071 |
* Die Zu- und Abgänge beinhalten konsolidierungskreisbedingte Veränderungen. ** Restatement per 31.12.2012 gem. IAS 8 (siehe Notes Abschnitt 1b))
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der HPI AG aufgestellten Konzernabschluss − bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsentwicklung, und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Konzernanhang im Abschnitt „Allgemeine Grundlagen“ sowie im Konzernlagebericht „Nachtragsbericht“ hin. Dort wird ausgeführt, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und in den Jahren 2014 bis 2017 einen Sanierungsprozess durchlaufen hat im Rahmen dessen fällige Anleihen bis mindestens 2019 verlängert oder in Eigenkapital umgewandelt wurden sowie fällige Darlehen ebenfalls bis mindestens 2019 verlängert wurden. Anfang 2018 geht der Vorstand davon aus, dass die finanzielle Situation der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand des HPI-Konzerns gewährleistet ist. Grundlage hierfür ist die aktuelle Finanzplanung welche aufzeigt, dass bis auf Weiteres alle fälligen Verbindlichkeiten beglichen werden können.
München, den 15. Februar 2018
**Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(vormals Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) (Düsseldorf)**
Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer
Weissinger, Wirtschaftsprüfer
Die Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 17. April 2018