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Randstad N.V. — Audit Report / Information 2022
Jan 8, 2024
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Audit Report / Information
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Publication

Randstad Digital Germany AG (vormals: AUSY Technologies Germany AG)
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Inhaltsverzeichnis
1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung
2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation
2.2 Branchenentwicklung
3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
4.1 Umsatz- und Ertragslage
4.2 Vermögenslage
4.3 Finanzlage
4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
4.5 Investitionen
5 Risiko- und Chancenbericht
5.1 Risikomanagementsystem
5.2 Allgemeine Risiken und Chancen
5.3 Spezielle Risiken und Chancen
5.3.1 Personalrisiken und -chancen
5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur
5.3.3 Projektrisiken
5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
5.3.5 Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine-Kriegs
5.3.6 Gesamtbild der Risikolage
6 Prognosebericht
Geschäftsbericht
1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung
Die AUSY Technologies Germany AG ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen, das sich in einem sehr heterogenen Markt mit einer Vielzahl von Wettbewerbern auf kundenspezifische Softwareentwicklung und IT-Beratung unter Verwendung agiler Methoden und innovativer Technologien spezialisiert hat. Ziel ist die Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Kunden und eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Unternehmen ist nach ISO-9001:2015 und ISO/IEC 27001:2017 zertifiziert. AUSY Technologies Germany AG wurde 1995 gegründet und beschäftigt heute circa 702 Mitarbeiter (fest angestellt, freiberuflich oder über Partnerunternehmen), die über eine hohe fachliche Qualifikation verfügen. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und starken Zusammenhalt im Team.
Seit 2014 ist die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft der AUSY GmbH (Amtsgericht München HRB 247684) und durch diese in den Konzern der AUSY SAS, Sèvres („AUSY“), eingebunden. Die AUSY GmbH ist alleinige Aktionärin der Gesellschaft. 50.000 Aktien hält die Gesellschaft als eigene Anteile mit einem Anteil am Grundkapital von 50 T€ bzw. 10 % selbst.
Die AUSY SAS ist seit Ende Januar 2017 eine 100 %-Tochter der Randstad France SAS und somit Bestandteil der Randstad Gruppe.
Die Gesellschaft hat am 4. September 2015 mit der AUSY GmbH als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 18. September 2015 zugestimmt.
Die AUSY Technologies Germany AG ist mit Hauptsitz in München und Büros in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hamburg sowie mit der 100%igen Tochtergesellschaft AUSY Switzerland AG in der Schweiz (Zürich) vertreten.
Zu den Referenzkunden zählen unter anderem Telefónica Germany, Deutsche Bahn, BMW, Porsche, Daimler, MAN, BNP Paribas Deutschland (Consorsbank, DAB Bank) und Stadtwerke München.
Strategische Ziele sind insbesondere ein nachhaltiges organisches und profitables Wachstum, die Erschließung neuer Kunden im Westen und Norden Deutschlands sowie in der Schweiz, der Ausbau der IT-Beratung und der bestehenden Branchenschwerpunkte und des Öffentlichen Bereichs, die Nutzung der Zusammenarbeitsmöglichkeiten innerhalb der AUSY-Gruppe (insbesondere auch Nearshoring mit AUSY Technologies Romania und AUSY Portugal), die Verstärkung der Marktwahrnehmung als leistungsfähiger und attraktiver IT-Dienstleister sowie der Erhalt der hohen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und der Vertrauenskultur.
Die Mitarbeiter der Gesellschaft agieren überwiegend in größeren IT-Projekten der Kunden. Um eine noch stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden zu erreichen, agiert die Gesellschaft organisatorisch mit Business Units (Automotive, Cross Industries & Telecommunication, Financial Services & Public sowie Travel, Transport & Logistics) und verstärkt mit dieser Ausrichtung die Branchenkompetenz für wichtige Sektoren.
2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation
Die gesamtwirtschaftliche Lage war in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für Nahrungsmittel, Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % (preisbereinigt) gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.1
Die Folgen des Krieges und der Pandemie führten allerdings maßgeblich zu einem starken Anstieg der Verbraucherpreise in Höhe von 6,9 % im Vergleich zum Vorjahr.2 Im Herbst 2022 wurden sogar Inflationsraten von über 10 Prozent erreicht - Höhen, wie sie seit Beginn der 1950er Jahre nicht mehr vorkamen.3 Trotz des stärksten Nominallohnanstiegs seit 2008: +3,5 % zum Vorjahr, sanken die Reallöhne im Jahr 2022 damit um 3,1 % gegenüber 2021, nachdem sie sich bereits in den letzten beiden Krisenjahren rückläufig entwickelt hatten.2
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich auch im Zuge der gegenwärtigen Energiekrise resilient. Noch nie waren in Deutschland mehr Menschen erwerbstätig als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote des Jahres 2022 lag mit 5,3 Prozent nur etwas höher als 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Die zunehmende Fachkräfteknappheit prägt bereits die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung. Hierzu hat die Bundesregierung eine Fachkräftestrategie sowie Eckpunkte für umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten verabschiedet.3
Nach wie vor bestehen hohe Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft: der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, die anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreise sowie die Sicherstellung der zukünftigen Gasversorgung.3
1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13.Januar 2023
2 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 1. März 2023
3 Jahreswirtschaftsbericht 2023 das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 25.01.2023
2.2 Branchenentwicklung
Für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik hatte der Bundesverband Bitkom für das Jahr 2022 eine Umsatzsteigerung von 3,6 % prognostiziert.4 Der realisierte Umsatz im Jahr 2022 belief sich gemäß Pressemitteilung von Bitkom vom 10. Januar 2023 sogar auf 196,1 Mrd. Euro, was eine Umsatzsteigerung von 4 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt.5
Die Digitalbranche zeigt sich in einem von Krieg, gestörten Lieferketten und Inflation geprägten Umfeld sehr stabil und setzt weiter auf Wachstum. Der Digitalverband Bitkom erwartet für die Unternehmen im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 3,8 Prozent, die Umsätze werden mit 203,4 Milliarden Euro erstmal über die 200-Milliarden-Euro-Marke klettern.6
Jedoch hat die Branche mit steigenden Kosten aufgrund höherer Einkaufspreise für Energie, Rohstoffe, Vormaterialien und Bauteilen zu kämpfen, denn diese wurden im Schnitt zu nur 17 Prozent an den Kunden weitergereicht - nur halb so viel wie in der Gesamtwirtschaft. Gründe für die in der Digitalbranche geringe Preisdynamik sind vor allem der Wettbewerbsdruck, langfristige Vertragsbindungen und eine ohnehin schon schwächere Nachfrage und geringere Zahlungsbereitschaft.7
Aktuell beschäftigt die Branche circa 1,307 Millionen Menschen, was einen Anstieg von 3,5 % zum Vorjahr darstellt.5 Gleichzeitig verschärft sich weiterhin der Mangel an IT-Fachkräften - trotz der schwierigen konjunkturellen Lage, weiterer Krisen und der Verwerfungen, die von dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgehen. Derzeit fehlen in Deutschlands Unternehmen 137.000 IT-Expertinnen und -Experten quer durch alle Branchen.8
Mit einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ist nicht zu rechnen, denn für das Jahr 2023 erwartet der Bundesverband Bitkom 45.000 zusätzliche Arbeitsplätze und den größten Zuwachs davon im Bereich Informationstechnik.5
4 Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Januar 2022
5 Jahrespressekonferenz von Bitkom vom 10. Januar 2023
6 Pressemitteilung von Bitkom vom 10. Januar 2022
7 Pressemitteilung von Bitkom vom 03. November 2022
8 Pressemitteilung von Bitkom vom 30. November 2022
3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2022 lagen mit einem Minus von 20 % auf einem niedrigeren Niveau als 2021 und damit deutlich unterhalb des angestrebten Ziels den Umsatz stabil zu halten. Ursache hierfür sind Umsatzrückgänge bei zwei Großkunden, die entgegen der Planung nicht durch Neugeschäft bei anderen Kunden kompensiert werden konnten. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist gegenüber dem Vorjahr um 50 % gesunken, da neben dem Umsatzrückgang auch die Auslastung nicht wie geplant gesteigert werden konnte und die Kostensteigerungen nur teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnten, so dass auch die Marge gesunken ist.
4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
4.1 Umsatz- und Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2022 zeichnete sich durch einen Umsatzrückgang von 20 % aus. Mit den erzielten Umsatzerlösen im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte die AUSY Technologies Germany AG in 2022 einen Jahresumsatz von 95.969 T€ (VJ: 119.947 T€).
Wie in den Vorjahren wurden die größten Umsatzanteile mit Bestandskunden erzielt. Auf Neukunden entfielen ca. 4 % des Umsatzes, was eine geringe Steigerung zum Vorjahr war (VJ: 1 %). Auslandsumsätze fielen im Berichtszeitraum 2022 nur in geringem Ausmaß an.
Die Umsätze verteilen sich auf die Kernbranchen (Automotive, Cross Industries & Telecommunication, Financial Services & Public sowie Travel, Transport & Logistics) und die hierfür verantwortlichen Business Units. Die Kundenstruktur der AUSY Technologies Germany AG ist insgesamt nach wie vor ausgeglichen und bietet ausreichend Wachstumspotenzial. Der Umsatzanteil der TOP 3 Kunden ist auf 56 % gesunken und wird aufgrund des weiteren Umsatzrückgangs bei einem Großkunden auf unter 50 % des Gesamtumsatzes zurückgehen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 1.902 T€ auf 1.038 T€. 2021 gab es hier als Sondereffekt die Auflösung der Pensionsrückstellungen im Zuge der Umwandlung der Versorgungsanwartschaft auf einen Pensionsfonds im Jahr 2021. Die um 23.978 T€ auf 95.969 T€ gesunkenen Umsatzerlöse resultieren sowohl aus dem erheblichen Rückgang der Erlöse aus dem Back2Back-Geschäft (-12.151 T€) als auch dem deutlichen Umsatzrückgang bei einem Großkunden. Dem stehen insgesamt 20.153 T€ niedrigere Aufwendungen vor Zinsen und Steuern gegenüber, wobei sich der Personalaufwand um 624 T€ auf 41.801 T€ verringerte. Gleichzeitig ist jedoch die Personalaufwandsquote von 35 % auf 44 % gestiegen.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 19.514 T€, also 33 % gesunken. Diese Verminderung basiert auf einer niedrigeren Anzahl von externen Mitarbeitern sowie dem Rückgang des Back2Back Geschäfts und korrespondiert damit zum Rückgang der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Jahr 2021 nahezu unverändert.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 2.252 T€ enthalten, wie im Vorjahr, Abschreibungen auf Firmenwerte.
Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist als Folge obiger Veränderungen gegenüber 2021 um 4.468 T€ auf 4.407 T€ gesunken.
4.2 Vermögenslage
Der Rückgang der Bilanzsumme um 8.802 T€ auf 42.127 T€ zum 31. Dezember 2022 ergibt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen aus einem niedrigeren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen, resultierend aus dem Umsatzrückgang. Die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 3.102 T€ ist durch einen niedrigeren Cash-Pooling-Forderungsbestand (3.807 T€) bedingt.
Auf der Passivseite wirkten sich mindernd hauptsächlich die Reduzierungen der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 3.446 T€, der sonstigen Rückstellungen um 440 T€ sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.600 T€ aus.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen primär mit 5.230 T€ (Vorjahr: 6.238 T€) Personalrückstellungen und mit 3.790 T€ (Vorjahr: 2.651 T€) ausstehende Rechnungen. Der Rückgang um 3.446 T€ der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung.
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht geändert. Die Eigenkapitalquote beträgt 11 % und liegt somit aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme über dem Vorjahresniveau (9 %) Die Gesamtkapitalrentabilität als Verhältnis von Jahresüberschuss vor Gewinnabführung zu Bilanzsumme liegt bei rund 10 % (Vorjahr: 17 %).
4.3 Finanzlage
Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 8.915 T€ erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt -1.262 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist negativ und beläuft sich auf -10.598 T€. Letzterer ist im Wesentlichen durch die gezahlte Gewinnabführung des Vorjahres mit TEUR 8.876 beeinflusst.
Wie oben ersichtlich finanziert sich die Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit. Bei Bedarf stünden durch das Cash Pooling innerhalb der Randstad Gruppe zusätzliche Mittel zur Verfügung.
Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 4.212 T€ (Vorjahr: 7.155 T€) und beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben/Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten von insgesamt 405 T€ (Vorjahr: 267 T€) und Forderungen aus dem Cash Pooling von 3.807 T€ (Vorjahr: 6.888 T€).
4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das operative EBIT (Anpassung des EBITs um Sondereffekte/konzernbezogene Posten), die Anzahl und die Auslastung der eingesetzten Berater.
Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022 lagen mit einem Minus von 20 % auf einem niedrigeren Niveau als 2021 und damit deutlich unterhalb des angestrebten Ziels, den Umsatz stabil zu halten. Das Ziel, das operative EBIT weitestgehend stabil im Vergleich zu 2021 zu halten, ist verfehlt worden. Das operative EBIT ist gegenüber dem Vorjahr um 49 % gesunken, da neben dem Umsatzrückgang auch die Auslastung nicht wie geplant gesteigert werden konnte und die Kostensteigerungen nur teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnten, so dass auch die Marge gesunken ist.
Daneben hat für unsere Gesellschaft die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit einen hohen Stellenwert. Die Kundenzufriedenheit wird insbesondere anhand des Anteils an Folgebeauftragungen aus Bestandskunden und der erfolgreichen Lieferungen der Projektergebnisse an die Kunden beurteilt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird anhand der Fluktuationsrate, der Weiterempfehlung von Bewerbern sowie des Feedbacks aus Personalgesprächen abgeleitet. Die Kundenzufriedenheit ist weiterhin sehr hoch. Die Wettbewerbssituation auf dem Bewerbermarkt und der Kampf um Talente, sowohl bei jüngeren als auch bei erfahrenen IT-Experten, ist weiterhin sehr ausgeprägt, sowohl zwischen IT-Dienstleistern als auch durch den zunehmenden Bedarf der Kunden selbst. Die insgesamt weiterhin hohe Mitarbeiterzufriedenheit wurde durch die überdurchschnittlichen Ergebnisse der Teilnahme am Wettbewerb Great Place to Work ® in 2021 bestätigt. Diese wichtige Auszeichnung als Arbeitgeber soll im Jahr 2023 wiederholt und bestätigt werden.
Die Personal- und Führungspolitik der Gesellschaft zeichnet sich durch eine dezentrale Organisation, flache Hierarchien, ein attraktives, leistungs- und ertragsorientiertes Gehaltssystem und die konsequente Ausrichtung an den Kundenwünschen aus. Durch die gelebte Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern und deren Entwicklung einen großen Stellenwert einräumt, entsteht eine enge Bindung der Mitarbeiter im Team. Alle Unternehmensbereiche und das Management der Gesellschaft sind mit gut ausgebildeten und professionellen Mitarbeitern besetzt.
Die AUSY Technologies Germany AG beschäftigte 2022 im Jahresmittel 491 Mitarbeiter in Festanstellung (ohne Organmitglieder) und lag somit auf dem Niveau des Vorjahres. Die für das Geschäftsjahr 2022 gesetzten Ziele bezüglich Mitarbeiteraufbau konnten nicht vollständig erreicht werden. Die Mitarbeiterauslastung blieb mit 84,5 % um 0,3%-Punkte unter dem Niveau des Vorjahres.
4.5 Investitionen
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (488 T€) liegen um 52 T€ höher als im Vorjahresniveau (436 T€). Sie entfallen im Wesentlichen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung resultierend durch Investitionen in die Unternehmensstandorte. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 21.06.2022 wurde eine Kapitaleinlage in Höhe von 780 T€, ohne Gegenleistung in die AUSY Switzerland AG eingebracht.
5 Risiko- und Chancenbericht
5.1 Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst Steuerungsinstrumente und geeignete Kennzahlen für die Bereiche Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Vertrieb, Personalmanagement sowie Finanzierung und Liquiditätssicherung.
5.2 Allgemeine Risiken und Chancen
Konjunkturelle Schwankungen und negative Entwicklungen bei einzelnen Großkunden können zu einer Minderung der Umsatzerlöse und der operativen Ergebnisse führen.
Der steigende Bedarf an IT-Dienstleistungen führt dazu, dass sich diese Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nachhaltig überdurchschnittlich entwickelt. Aufgrund der gestiegenen Inflation und der zusätzlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist allerdings für das Jahr 2023 auch für die IT-Branche mit Kostensenkungsmaßnahmen von Kunden zu rechnen, die auch die Auftragsentwicklung der AUSY Technologies Germany AG beeinflussen kann. Dem stehen Chancen in Branchen, die von den Krisen wenig betroffen sind (z. B. im öffentlichen Bereich) und durch notwendige Investitionen in neue IT-Lösungen aufgrund technologischem Wandel und zum Aufbau neuer Geschäftsmodelle gegenüber, von denen die AUSY Technologies Germany AG durch ihr Leistungsangebot profitieren kann.
5.3 Spezielle Risiken und Chancen
5.3.1 Personalrisiken und -chancen
IT-Projekte werden von Menschen gemacht. Sie sind es, die die Schnittstellen zwischen den IT-Systemen und den Anwendern gestalten. Sie sind es, die die Systeme optimal an die internen Geschäftsabläufe anpassen. Und damit sind sie es letztlich, die maßgeblich über den Erfolg eines Projekts entscheiden. Um diese Erfolge auch in Zukunft fortzuführen, setzt unsere Gesellschaft seit 1995 auf ein gesundes Mitarbeiterwachstum.
Die Gesellschaft behauptet die eigene Position als IT-Dienstleister durch hochqualifizierte, talentierte und sehr engagierte, erfahrene Mitarbeiter. Insbesondere in diesem Bereich nimmt der Wettbewerb um Mitarbeiter zu; nicht nur auf Seiten der IT-Dienstleistungsunternehmen, sondern auch zwischen Anwenderunternehmen und der IT-Branche. Dies birgt das Risiko einer steigenden Fluktuation und des Verlusts von wertvollem Know-how.
Die Suche nach geeigneten und erfahrenen Mitarbeitern ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. AUSY Technologies Germany AG agiert hier mit einem aktiven Recruiting und einem umfassenden Personalmanagement, unter anderem auch um sich als einer der attraktivsten Arbeitgeber auf dem Markt zu positionieren. Chancen zur Gewinnung neuer, talentierter Mitarbeiter ergeben sich aus der positiven Geschäftsentwicklung, interessanten Projekten für namhafte Kunden, persönlichen Empfehlungen von Mitarbeitern (die im Falle einer Einstellung mit einer Prämie honoriert werden), zielgruppen-spezifische Stellenangebote (speziell für jüngere Software-Entwickler) sowie regelmäßigen Hochschulkontakten und der laufenden Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich der Informatik.
Um die Schwankungen in der Auftragslage zu kompensieren und um den Fachkräftemangel teilweise zu umgehen, setzt die AUSY Technologies Germany AG in der Projektrealisierung auf den Einsatz von Partnerfirmen sowie auf freiberufliche Kräfte.
Eine laufende Kennzahlenermittlung im Bereich des Personalmanagements wie die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter, der Fluktuation und ihrer Ursachen und der Auslastung ist Bestandteil des internen Kontrollsystems. Regelmäßig werden in den Management Meetings die Trends analysiert und Maßnahmen erörtert. So können frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden.
5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur
Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist insgesamt ausgeglichen und über verschiedene Branchen diversifiziert. Das Dienstleistungsportfolio deckt den kompletten Software-Entwicklungszyklus und damit zusammenhängende Beratungstätigkeiten ab. Die 10 größten Kunden stellen ca. 83 % des Umsatzes dar. Starke Rückgänge bei einem der Großkunden können voraussichtlich kurzfristig nicht vollständig kompensiert werden, allerdings bestehen zu allen Großkunden langjährige Kundenbeziehungen und die Aufträge verteilen sich in den meisten Fällen auf verschiedene Geschäftsbereiche und Verträge mit diesen Kunden. Darüber hinaus erfordert das spezifische Know-how auch bei einem Providerwechsel einen Transitionszeitraum, der in der Regel mehrere Monate beträgt.
Für das geplante weitere Wachstum der AUSY Technologies Germany AG spielt die Investitionsbereitschaft der Kunden eine wichtige und große Rolle.
Die Kunden sind überwiegend Großunternehmen, die sich durch finanzielle Stabilität sowie langfristige Planungen und Zusammenarbeitsmodelle auszeichnen. Die langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen, das damit verbundene Know-how und die positive Wahrnehmung der Qualität der Dienstleistung eröffnen immer wieder neue geschäftliche Chancen.
Der anhaltende technologische Fortschritt und Wandel erfordert eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse der Kunden. Hieraus ergeben sich immer wieder neue geschäftliche Chancen für die AUSY Technologies Germany AG.
5.3.3 Projektrisiken
Mit regelmäßigen Kontrollen im Rahmen des internen Kontrollsystems werden Projekte laufend überwacht und überprüft, Abweichungen werden sofort analysiert und lokalisiert, um Steuerungsmaßnahmen einzuleiten. Über ein projekt- und kundenspezifisches Berichtswesen sind Eskalationsmechanismen bis hin zum Vorstand umgesetzt. Speziell bei Festpreisprojekten und Gewerken werden laufend Projektfortschritt und Budgetentwicklung überwacht, so dass bei Abweichungen rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
Die AUSY Technologies Germany AG hat im Geschäftsjahr 2022 überwiegend Dienstleistungen erbracht. Der Anteil der Werkleistungen, die zum Festpreis erbracht wurden, betrug 26 %.
5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Kontokorrentlinien werden nicht in Anspruch genommen. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Für das Management der Finanzdispositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein geeignetes Debitorenmanagement. Durch das Forderungsmanagement und insbesondere auch durch die Kundenstruktur, die primär durch große Unternehmen mit sehr guter Bonität gekennzeichnet sind, ist das Risiko von Forderungsausfällen sehr gering.
5.3.5 Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine-Kriegs
Der geschäftliche Verlauf der Jahre 2020 bis 2022 hat gezeigt, dass die AUSY Technologies Germany AG aufgrund des Branchenmixes und des Geschäftsmodells die Auswirkungen von Krisen wie COVID-19 oder des Ukraine-Kriegs kompensieren bzw. begrenzen kann, so dass weiterhin ein wirtschaftlich zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wird. Der Vorstand geht davon aus, dass die Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg für die AUSY Technologies aufgrund der Kundenstruktur und des Leistungsangebots weiterhin begrenzt und beherrschbar sind.
5.3.6 Gesamtbild der Risikolage
Der Vorstand der AUSY Technologies Germany AG beurteilt die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, als marktüblich, beherrschbar und sieht keine Gefährdung bezüglich der Unternehmensfortführung.
6 Prognosebericht
Gemäß Jahrespressekonferenz von Bitkom von 10. Januar 2023 prognostiziert die Bitkom für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Wachstum von 3,8 %. Die Zeichen in der Bitkom-Branche 2023 stehen nach dem Kriegsbeginn in der Ukraine wieder auf Wachstum.9
Die Geschäftsentwicklung der AUSY Technologies von Januar bis Mai 2023 liegt bzgl. Umsatz auf vergleichbarem Niveau wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum, bzgl. Gewinn aber unterhalb des Vorjahreszeitraums aufgrund schwächerer Auslastung und höherer Kosten, die bisher nicht durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden konnten. Für das Gesamtjahr sind eine leichte Umsatzsteigerung und eine im Jahresverlauf verbesserte Profitabilität durch höhere Auslastung, Preiserhöhungen sowie Senkung der Querschnittskosten geplant. Das Jahresergebnis für 2023 wird mit ca. 9 % über dem Ergebnis von 2022 geplant. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sollen weiter zurückgeführt werden.
Der Vorstand plant für 2023 die Zahl der angestellten Mitarbeiter auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Die Neueinstellungen sollen mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen und die Fluktuation das Niveau des Vorjahres nicht überschreiten.
Der Vorstand geht davon aus, dass die Kundenzufriedenheit auch 2023 auf hohem Niveau gehalten werden kann und die Kundenbasis insgesamt stabil bleibt mit einer hohen Wiederbeauftragungsrate. Rückgängen bei einzelnen Bestandskunden stehen Wachstumschancen bei anderen Bestandskunden und Neukunden gegenüber.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen oder nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Gesellschaft von den Erwartungen abweicht.
9 Jahrespressekonferenz von Bitkom vom 10. Januar 2023
München, den 22. Juni 2023
AUSY Technologies Germany AG
Raphael Vaino, Vorstand, CEO
Rüdiger Azone, Vorstand
Dr. Harald Haller, Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2022
Aktiva
| 31.12.2022 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen | 13.456,50 | 6.267,50 | ||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 10.274.006,00 | 11.986.340,00 | ||
| 10.287.462,50 | 11.992.607,50 | |||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.265.718,61 | 1.325.435,61 | ||
| 1.265.718,61 | 1.325.435,61 | |||
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.292.278,13 | 512.278,13 | ||
| 12.845.459,24 | 13.830.321,24 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| Unfertige Leistungen | 347.279,72 | 331.662,71 | ||
| Geleistete Anzahlungen | 19.847,82 | 0,00 | ||
| 367.127,54 | 331.662,71 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.373.182,07 | 29.276.050,83 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.827.033,54 | 6.928.542,08 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 111.166,53 | 45.240,88 | ||
| 28.311.382,14 | 36.249.833,79 | |||
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 404.594,12 | 311.573,35 | ||
| 29.083.103,80 | 36.893.069,85 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 198.857,16 | 205.581,83 | ||
| 42.127.420,20 | 50.928.972,92 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2022 | Vorjahr | |||
| EUR | EUR | EUR | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Ausgegebenes Kapital | ||||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 500.000,00 | 500.000,00 | ||
| 2. abzgl. rechnerischer Wert eigener Anteile | -50.000,00 | -50.000,00 | ||
| 450.000,00 | 450.000,00 | |||
| II. Gewinnrücklagen | ||||
| Gesetzliche Rücklage | 50.000,00 | 50.000,00 | ||
| III. Bilanzgewinn | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 | ||
| 4.773.979,48 | 4.773.979,48 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Steuerrückstellungen | 28.860,00 | 28.860,00 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 9.805.076,85 | 10.244.756,05 | ||
| 9.833.936,85 | 10.273.616,05 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 44.519,43 | ||
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 185.881,33 | 1.256.642,26 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.662.132,22 | 4.261.776,47 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 22.398.880,64 | 25.844.799,18 | ||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.423.368,08 | 2.801.752,70 | ||
| davon aus Steuern: EUR 722.499,66 (Vorjahr: EUR 603.865,97) | ||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 105.493,86 (Vorjahr: EUR 88.997,08) | ||||
| 26.670.262,27 | 34.209.490,04 | |||
| D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 849.241,60 | 1.671.887,35 | ||
| 42.127.420,20 | 50.928.972,92 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
| 2022 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 95.968.813,60 | 119.946.900,89 | ||
| 2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen | 15.617,01 | -116.658,83 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.037.867,20 | 1.902.006,60 | ||
| 97.022.297,81 | 121.732.248,66 | |||
| 4. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -39.355.137,27 | -58.869.370,43 | ||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -35.599.026,72 | -35.258.780,88 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -6.201.511,13 | -7.166.061,69 | ||
| davon für Altersversorgung: EUR 233.165,67 (Vorjahr: EUR 1.153.616,00) | ||||
| -41.800.537,85 | -42.424.842,57 | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -2.251.772,06 | -2.272.823,34 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.910.681,69 | -8.904.391,78 | ||
| -92.318.128,87 | -112.471.428,12 | |||
| 4.704.168,94 | 9.260.820,54 | |||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11.188,16 | 41.814,86 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -309.034,21 | -426.835,23 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: EUR 304.291,69 (Vorjahr: EUR 399.923,19) | ||||
| -297.846,05 | -385.020,37 | |||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0,00 | ||
| 11. Ergebnis nach Steuern | 4.406.322,89 | 8.875.800,17 | ||
| 12. Sonstige Steuern | 1.019,76 | -249,59 | ||
| 13. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung | 4.407.342,65 | 8.875.550,58 | ||
| 14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | -4.407.342,65 | -8.875.550,58 | ||
| 15. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | ||
| 16. Gewinnvortrag | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
ALLGEMEINE ANGABEN
Die AUSY Technologies Germany AG mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München Handelsregister unter HRB 167896 eingetragen.
Der Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG, München, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.
Anlagevermögen
Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis sechs Jahre.
Für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von sechs bis zehn Jahren festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von mehr als fünf Jahren liegen in der voraussichtlichen Dauer der dahinterstehenden Verträge und Geschäftsbeziehungen.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre.
Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.
Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wurde ein GWG-Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EstG gebildet. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Abschreibungen auf einen evtl. niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich, vorgenommen.
Umlaufvermögen
Die Vorräte umfassen die in Arbeit befindlichen Aufträge. Hier werden die bis dahin geleisteten Arbeitsstunden mit ihren Einzelkosten sowie zugehörigen Gemeinkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.
Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach betreffen.
Rückstellungen
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nominalwert angesetzt.
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Anteile aus mit Kunden vereinbarten Abrechnungen für Aufträge ausgewiesen, soweit die Leistungserbringung geschäftsjahresübergreifend erfolgt.
Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern der AUSY Technologies Germany AG bei der AUSY GmbH erfasst.
Angaben zur Bilanz
Angaben zu Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens und die für das Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Am 15. Dezember 2017 erwarb die AUSY Technologies Germany AG 100 % der Anteile an der eSolve AG und der santix AG mit Sitz in München.
Aus der Verschmelzung der eSolve AG zum 1. Januar 2019 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 15.296.705,57, der über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben wird. Durch die Übertragung der Versorgungsanwartschaft auf einen Pensionsfonds und die Loss Carried Forward Compensation erfolgte in 2021 eine Anpassung der Anschaffungskosten auf € 15.235.438,56.
Aus der Verschmelzung der santix AG zum 1. Januar 2019 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 1.903.222,89, der über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben wird.
Die AUSY Technologies Germany AG hält:
| • | 100 % an den Anteilen der AUSY Switzerland AG mit einem Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 von CHF 188.256 (EUR 187.559). Der vorläufige Jahresfehlbetrag 2022 der AUSY Switzerland AG betrug CHF -314.989 (EUR 313.828); Kurs: 1 CHF = EUR 1,0037. |
Angabe zu Forderungen
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von € 3.807.094,72 (Vorjahr: € 6.888.254,08) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 19.938,82 (Vorjahr: € 40.288,00) enthalten.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, ausstehende Leistungen bzw. Dienstleister-Rechnungen sowie Rückstellungen für Rückvergütungen an Kunden und Nacharbeiten.
Angaben zu Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 22.398.880,64 (Vorjahr: € 25.844.799,18) sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 5.697.177,78 (Vorjahr: € 9.737.374,16) enthalten, davon aus Ergebnisabführung € 4.407.342,65 (Vorjahr: € 8.875.550,58) und aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von € 1.289.835,13 (Vorjahr:€ 861.823,58).
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus einem Intercompany-Darlehen inklusive Zinsen von € 16.104.675,55 (Vorjahr: € 16.071.315,87).
Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (ohne Gesellschafter) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 597.027,31 (Vorjahr: € 36.109,15).
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022
| Verbindlichkeiten 2022 € |
Restlaufzeit bis 1 Jahr € |
Restlaufzeit 1-5 Jahre € |
Restlaufzeit > 5 Jahre € |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 185.881,33 | 185.881,33 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.662.132,22 | 2.662.132,22 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 22.398.880,64 | 6.398.880,64 | 16.000.000,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.423.368,08 | 991.993,66 | 0,00 | 431.374,42 |
| Summe | 26.670.262,27 | 10.238.887,85 | 16.000.000,00 | 431.374,42 |
| Verbindlichkeiten 2021 € |
Restlaufzeit bis 1 Jahr € |
Restlaufzeit 1-5 Jahre € |
Restlaufzeit > 5 Jahre € |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 44.519,43 | 44.519,43 | 0,00 | 0,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.256.642,26 | 1.256.642,26 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.261.776,47 | 4.261.776,47 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.844.799,18 | 9.844.799,18 | 16.000.000 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.801.752,70 | 872.145,33 | 1.438.732,99 | 490.874,38 |
| Summe | 34.209.490,04 | 16.279.882,67 | 17.438.732,99 | 490.874,38 |
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsätze werden zu ca. 99 % in Deutschland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von € 6.378,35 (Vorjahr: € 922.400,21) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Seit dem 1. Januar 2015 besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft AUSY GmbH, München. Die Steuern des laufenden Jahres trägt der Organträger.
Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | bis zu 1 Jahr | größer 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Mietverträge | 2.547.165,12 | 6.803.636,74 | 2.863.892,98 |
| Leasingverträge | 268.903,81 | 255.513,12 | 0,00 |
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich somit auf € 12.739.111,77.
Die Miet- und Leasingverträge tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Der Nutzung unserer Gebäude liegen Operating-Leasingverträge zugrunde.
Weitere Angaben
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 66.150 (ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen).
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Vorstandsmitglieder geführt:
| Name | von | bis | ausgeübter Beruf |
|---|---|---|---|
| Herr Rüdiger Azone | 22.9.2014 | aktuell | Vorstand HR, Finance, Legal, Procurement und Sales & Project Support, beratende Funktion |
| Herr Dr. Lothar Ludwig | 17.7.2017 | 31.03.2023 | CEO (seit 1.1.2021) und Vorstand BU Travel, Transport & Logistik, BU Automotive, BU Cross Industries, HR, IT und Marketing |
| Herr Dr. Harald Haller | 1.1.2022 | aktuell | Vorstand BU Telecommunication & Media und Cross Industries sowie das Geschäft der Schweizer Tochter AUSY Switzerland |
| Nachrichtlich: | 1.1.2023 | aktuell | Vorstand BU FSP Digital Solutions |
| Herr Raphael Vaino |
Für den Vorstand betragen die Bezüge für das Geschäftsjahr € 848.942,58.
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
| Name | von | bis | Bezeichnung | ausgeübter Beruf |
|---|---|---|---|---|
| Herr Jérôme Gontard | 3.9.2015 | aktuell | AR-Vorsitzend. | International Director AUSY S.A.S. |
| Frau Fabienne Szwarcenberg | 18.5.2017 | 27.12.2022 | Leitung Rechtsabteilung AUSY S.A.S. | |
| Herr Arturo Ayala | 30.6.2021 | aktuell | stellv. AR-Vorsitzend. | CFO AUSY Group |
| Frau Justina Winkler | 27.12.2022 | aktuell | Legal Counsel |
Konzernzugehörigkeit
Der Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG wird in den Konzernabschluss der Randstad Holding N.V., Diemermere 25, NL-1112 TC Diemen, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) erstellt. Dieser basiert auf den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU angewandt werden. Der Konzernabschluss und -lagebericht des Mutterunternehmens ist unter dieser Adresse erhältlich.
Die AUSY Technologies Germany AG macht daher nach § 291 Abs. 1 HGB von der Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung Gebrauch, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 491 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Organmitglieder). Es waren durchschnittlich 146 Frauen und 345 Männer beschäftigt.
Weitere Angabe Pflichten nach dem Aktiengesetz
Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Verwertung eigener Aktien:
Am 27. Mai 2008 wurden 15.000 eigene Aktien zum Preis von € 9,60 je Stück im Nennwert von € 15.000,00 erworben. Die Aktien haben einen Anteil am Grundkapital i.H.v. 3 %.
Mit Vertrag vom 19. Mai 2010 wurden mit Valuta vom 2. Juni 2010 weitere 35.000 eigene Aktien zum Preis von € 9,60 je Stück im Nennwert von € 35.000 erworben. Die Aktien haben einen Anteil am Grundkapital in Höhe von 7 %.
Die Anteilserwerbe erfolgten zum Zwecke der Weiterveräußerung.
Die AUSY GmbH, München, ist alleinige Aktionärin und hält Anteile am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 90 %.
Angaben über die Gattung der Aktien
Das Grundkapital von € 500.000,00 ist eingeteilt in:
| 500.000 Stück | Stammaktien zum Nennwert von je | € 1,00 | € 500.000,00 |
Es handelt sich um Namensaktien.
Die AUSY GmbH, München, und AUSY S.A.S., Sèvres, Frankreich, haben der AUSY Technologies Germany AG am 29. August 2014 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien und eine Mehrheitsbeteiligung an der AUSY Technologies Germany AG besitzen.
Nachtragsbericht
Der Krieg in der Ukraine sowie die extremen Energiepreiserhöhungen haben großen Einfluss auf die Wirtschaft. Die Auswirkungen auf unser Unternehmen werden in der vertiefenden Berichterstattung im Lagebericht dargestellt.
Unterschrift des Vorstands
München, 22. Juni 2023
gez. Herr Raphael Vaino, Vorstand, CEO
gez. Herr Rüdiger Azone, Vorstand
gez. Herr Dr. Harald Haller, Vorstand
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
| Anschaffungskosten/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2022 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchung EUR |
Stand 31.12.2022 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen | 1.612.262,96 | 11.197,60 | 0,00 | 0,00 | 1.623.460,56 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 20.978.676,57 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 20.978.676,57 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 22.590.939,53 | 11.197,60 | 0,00 | 0,00 | 22.602.137,13 |
| II. Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.514.043,79 | 476.751,46 | 1.894,87 | 0,00 | 4.988.900,38 |
| Summe Sachanlagen | 4.514.043,79 | 476.751,46 | 1.894,87 | 0,00 | 4.988.900,38 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 512.278,13 | 780.000,00 | 0,00 | 0,00 | 1.292.278,13 |
| Summe Finanzanlagen | 512.278,13 | 780.000,00 | 0,00 | 0,00 | 1.292.278,13 |
| Summe Anlagevermögen | 27.617.261,45 | 1.267.949,06 | 1.894,87 | 0,00 | 28.883.315,64 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2022 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchung EUR |
Stand 31.12.2022 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen | 1.605.995,46 | 4.008,60 | 0,00 | 0,00 | 1.610.004,06 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 8.992.336,57 | 1.712.334,00 | 0,00 | 0,00 | 10.704.670,57 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 10.598.332,03 | 1.716.342,60 | 0,00 | 0,00 | 12.314.674,63 |
| II. Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.188.608,18 | 535.429,46 | 855,87 | 0,00 | 3.723.181,77 |
| Summe Sachanlagen | 3.188.608,18 | 535.429,46 | 855,87 | 0,00 | 3.723.181,77 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Anlagevermögen | 13.786.940,21 | 2.251.772,06 | 855,87 | 0,00 | 16.037.856,40 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2022 EUR |
Stand 31.12.2021 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen | 13.456,50 | 6.267,50 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 10.274.006,00 | 11.986.340,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 10.287.462,50 | 11.992.607,50 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.265.718,61 | 1.325.435,61 |
| Summe Sachanlagen | 1.265.718,61 | 1.325.435,61 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.292.278,13 | 512.278,13 |
| Summe Finanzanlagen | 1.292.278,13 | 512.278,13 |
| Summe Anlagevermögen | 12.845.459,24 | 13.830.321,24 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die AUSY Technologies Germany AG, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AUSY Technologies Germany AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. Juni 2023
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer
ppa. Sabine Lauer, Wirtschaftsprüferin