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Randstad N.V. Audit Report / Information 2023

May 15, 2025

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Audit Report / Information

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Publication

Randstad Digital Germany AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

2.2 Branchenentwicklung

3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Umsatz- und Ertragslage

4.2 Vermögenslage

4.3 Finanzlage

4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.5 Investitionen

5 Risiko- und Chancenbericht

5.1 Risikomanagementsystem

5.2 Allgemeine Risiken und Chancen

5.3 Spezielle Risiken und Chancen

5.3.1 Personalrisiken und -chancen

5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur

5.3.3 Projektrisiken

5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

5.3.5 Gesamtbild der Risikolage

6 Prognosebericht

Geschäftsbericht

1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung

Die Randstad Digital Germany AG (vormals: AUSY Technologies Germany AG) ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen, das sich in einem sehr heterogenen Markt mit einer Vielzahl von Wettbewerbern auf kundenspezifische Softwareentwicklung und IT-Beratung unter Verwendung agiler Methoden und innovativer Technologien spezialisiert hat. Ziel ist die Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Kunden und eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Unternehmen ist nach ISO-9001:2015 und ISO/IEC 27001:2017 zertifiziert. Randstad Digital Germany AG wurde 1995 gegründet und beschäftigt heute circa 715 Mitarbeiter (fest angestellt, aus der Randstad Digital Gruppe, freiberuflich oder über Partnerunternehmen), die über eine hohe fachliche Qualifikation verfügen. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und starken Zusammenhalt im Team.

Seit 2014 ist die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft der Randstad Digital Holding GmbH (vormals: AUSY GmbH, München), (Amtsgericht München HRB 247684) und durch diese in den Konzern der Randstad Digital France SAS, Issy-les-Moulineaux, (vormals: AUSY SAS, Sèvres) („Randstad Digital“), eingebunden. Die Randstad Digital Holding GmbH ist alleinige Aktionärin der Gesellschaft, 50.000 Aktien hält die Gesellschaft als eigene Anteile mit einem Anteil am Grundkapital von 50 T€ bzw. 10 % selbst.

Die Gesellschaft hat am 4. September 2015 mit der Randstad Digital Holding GmbH (vormals AUSY GmbH) als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 18. September 2015 zugestimmt.

Die Randstad Digital Germany AG ist mit Hauptsitz in München und Büros in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hamburg sowie mit der 100%igen Tochtergesellschaft Randstad Digital Switzerland AG (vormals: AUSY Switzerland AG), Zürich, in der Schweiz vertreten. Die Randstad Digital Switzerland AG wurde mit Wirkung zum 01.01.2024 an die Randstad Luxemburg veräußert

Zu den Referenzkunden zählen unter anderem Deutsche Bahn, Telefónica Germany, BMW, Porsche, MAN, Bundesagentur für Arbeit, BNP Paribas Deutschland (Consorsbank, DAB Bank), KKH Kaufmännische Krankenkasse und Stadtwerke München.

Strategische Ziele sind insbesondere ein nachhaltiges organisches und profitables Wachstum, die Erschließung neuer Kunden im Westen und Norden Deutschlands, der Ausbau der IT-Beratung und der bestehenden Branchenschwerpunkte und des Öffentlichen Bereichs, die Nutzung der Zusammenarbeitsmöglichkeiten innerhalb der Randstad Digital-Gruppe (insbesondere auch Nearshoring mit Randstad Digital Romania und Randstad Digital Portugal), die Verstärkung der Marktwahrnehmung als leistungsfähiger und attraktiver IT-Dienstleister sowie der Erhalt der hohen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und der Vertrauenskultur.

Die Mitarbeiter der Gesellschaft agieren überwiegend in größeren IT-Projekten der Kunden. Um eine noch stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden zu erreichen, agiert die Gesellschaft organisatorisch mit Account Management Bereichen (Automotive, Telecommunication/TTL, Financial Services & Public, EU Clients) und verstärkt mit dieser Ausrichtung die Branchenkompetenz für wichtige Sektoren. Daneben wurde ein Bereich Business Development geschaffen, um einen zusätzlichen Fokus auf die Neukundengewinnung zu legen.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % (preisbereinigt) gesunken. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.1

Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht.2 Der Anstieg der Verbraucherpreise (VPI) hat sich jedoch im Jahresverlauf 2023 vor allem infolge der deutlich rückläufigen Energiepreise spürbar abgeschwächt. Lag die Inflationsrate im Januar 2023 im Vorjahresvergleich noch bei 8,7 Prozent, fiel sie im Januar 2024 mit 2,9 Prozent auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021.3

Der Nominallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2023 um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die kräftigen Steigerungen der Nominallöhne sind vor allem durch Zahlungen der Inflationsausgleichsprämie sowie die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro im Oktober 2022 bedingt. Somit stiegen die Reallöhne im Jahr 2023 um 0,1 % gegenüber 2022 - dies war der erste Anstieg seit 2019.4

Der Arbeitsmarkt ist bemerkenswert robust: Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte zuletzt mit über 46 Millionen Personen einen Höchststand. Die Arbeitslosigkeit ist gleichzeitig jedoch um 0,4% auf 5,7% angestiegen, was neben der konjunkturellen Schwäche auch an der Erfassung ukrainischer Geflüchteter in der Grundsicherung lag.3

Nach diesen Jahren, in denen die Finanzpolitik stark von Krisenlagen geprägt war, setzt die Bundesregierung im Jahr 2024 den Kurs der finanzpolitischen Normalisierung fort.3

Insgesamt wird mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 % gerechnet. Wachstumsimpulse dürften dabei vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte dürften zunehmend überwunden werden und deutlich anziehende Löhne in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigung zu einer Belebung des privaten Konsums führen.3

2.2 Branchenentwicklung

Für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik hatte der Bundesverband Bitkom für das Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung von 3,8 % prognostiziert.5 Der realisierte Umsatz im Jahr 2023 belief sich gemäß Pressemitteilung von Bitkom vom 10. Januar 2024 auf 215 Mrd. Euro, was eine Umsatzsteigerung von nur 2 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt.6

1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024

2 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 16. Januar 2024

3 Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 21.02.2024

4 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts Nr. 076 vom 29. Februar 2024

5 Jahrespressekonferenz von Bitkom vom 10. Januar 2023

6 Jahrespressekonferenz von Bitkom vom 10. Januar 2024

7 Pressemitteilung von Bitkom vom 10. Januar 2024

8 Pressemitteilung von Bitkom vom 13. Dezember 2023

Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt.7

Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen.7

Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 36.000 wachsen, auf 1,368 Millionen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden, was einen Anstieg von 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt.7

Gleichzeitig verschärft sich weiterhin der Mangel an IT-Fachkräften. In den deutschen Unternehmen sind aktuell 149.000 Stellen für IT-Expertinnen und -Experten unbesetzt. Das sind noch einmal 12.000 mehr als vor einem Jahr, als 137.000 Stellen offen waren.8

Möglicherweise kann Künstliche Intelligenz künftig dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu lindern. Rund die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) glaubt, dass KI im eigenen Unternehmen dabei helfen kann.8

Dies spiegelt sich auch in der starken Wachstumsprognose für das Geschäft mit KI-Plattformen selbst wider. Diese soll laut Bitkom um 38,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro wachsen. „Künstliche Intelligenz wird 2024 das Top-Thema bleiben.7

3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2023 lagen mit einem Minus von 7 % auf einem niedrigeren Niveau als 2023 und damit unterhalb des angestrebten Ziels den Umsatz stabil zu halten. Ursache hierfür sind teilweise starke Umsatzrückgänge bei einem Großkunden, der entgegen der Planung nicht durch Neugeschäft bei anderen Kunden bzw. Neukunden kompensiert werden konnte. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist gegenüber dem Vorjahr um 154 % gesunken, da neben dem Umsatzrückgang auch die Auslastung nicht wie geplant gesteigert werden konnte und die Kostensteigerungen nur teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnten, so dass auch die Marge gesunken ist.

4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Umsatz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 zeichnete sich durch einen Umsatzrückgang von 7 % aus. Mit den erzielten Umsatzerlösen im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte die Randstad Digital Germany AG in 2023 einen Jahresumsatz von 89.435 T€ (VJ: 95.969 T€).

Wie in den Vorjahren wurden die größten Umsatzanteile mit Bestandskunden erzielt. Auf Neukunden entfielen ca. 1 % des Umsatzes, was einen Rückgang zum Vorjahr (VJ: 4 %) darstellt. Auslandsumsätze fielen im Berichtszeitraum 2023 nur in geringem Ausmaß an.

Die Umsätze verteilen sich auf die Kernbranchen (Automotive, Telecommunication/TTL, Financial Services & Public, EU Clients) und die hierfür verantwortlichen Business Units. Die Kundenstruktur der Randstad Digital Germany AG ist insgesamt nach wie vor ausgeglichen und bietet ausreichend Wachstumspotenzial. Der Umsatzanteil der TOP 3 Kunden ist auf 54 % gesunken und wird aufgrund des weiteren Umsatzrückgangs bei einem Großkunden auf unter 50 % des Gesamtumsatzes zurückgehen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 1.038 T€ auf 1.248 T€. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 285 T€.

Die um 6.533 T€ auf 89.435 T€ gesunkenen Umsatzerlöse resultieren vorrangig aus dem deutlichen Umsatzrückgang bei Großkunden. Dem stehen insgesamt 691 T€ niedrigere Aufwendungen vor Zinsen und Steuern gegenüber, wobei sich der Personalaufwand um 1.252 T€ auf 40.549 T€ verringerte. Die Mitarbeiterzahl sank von 491 im Vorjahr auf 452 in 2023. Gleichzeitig ist jedoch die Personalaufwandsquote von 44 % auf 45 % gestiegen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.619 T€, also 4 % gesunken. Diese Verminderung basiert auf einer leicht niedrigeren Anzahl von externen Mitarbeitern sowie dem Rückgang des Back2Back-Geschäfts und korrespondiert damit zum Rückgang der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Jahr 2022 um 2.210 T€ und somit um 25 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf eine Zunahme der in Anspruch genommenen Beratungsleistungen (+847 T€), der Raumkosten (+382 T€), der Aufwendungen für Rückbauten (+138 T€), der Werbekosten (+206 T€), der Aufwendungen für Kundenveranstaltungen (+89 T€) sowie gestiegene Reisekosten (+135 T€) zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die Aufwendungen für Konzessionen und Lizenzen (Rückgang um 465 T€)

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 2.220 T€ enthalten, wie im Vorjahr, im Wesentlichen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte.

Das Finanzergebnis 2023 von -1.440 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 800 T€ sowie aus der Abschreibung auf Finanzanlagen auf die Beteiligung Randstad Digital Switzerland AG in Höhe von 592 T€. Der Anstieg der Zinsaufwendungen um 538 T€ resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Zinsniveau.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist als Folge obiger Veränderungen gegenüber 2022 um 6.810 T€ auf -2.403 T€ gesunken.

4.2 Vermögenslage

Der Rückgang der Bilanzsumme um 7.118 T€ auf 35.010 T€ zum 31. Dezember 2023 ergibt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen aus einem niedrigeren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen, resultierend aus dem Umsatzrückgang. Die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1.494 T€ ist durch einen niedrigeren Cash-Pooling-Forderungsbestand (2.022 T€; Vj. 3.807 T€) bedingt.

Die Finanzanlagen sind in Folge der Abschreibung des Beteiligungswert der Randstad Digital Switzerland AG um 592 T€ auf 700 T€ gesunken. Auf der Passivseite wirkten sich mindernd hauptsächlich die Reduzierungen der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 5.173 T€, der sonstigen Rückstellungen um 758 T€, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 483 T€ aus. Das Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 16.000 T€ wurde im Mai 2024 um weitere drei Jahre verlängert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen primär mit 4.277 T€ (Vorjahr: 5.230 T€) Personalrückstellungen und mit 4.008 T€ (Vorjahr: 3.790 T€) ausstehende Rechnungen.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht geändert. Die Eigenkapitalquote beträgt 14 % und liegt somit 3 %-Punkte über dem Vorjahresniveau (11 %). Die Gesamtkapitalrentabilität als Verhältnis von Jahresüberschuss vor Gewinnabführung zu Bilanzsumme liegt bei -7 % (Vorjahr: 10 %).

4.3 Finanzlage

Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 3.905 T€ erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt -452 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist negativ und beläuft sich auf -5.255 T€.

Wie oben ersichtlich finanziert sich die Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit. Bei Bedarf stünden durch das Cash Pooling innerhalb der Randstad Gruppe zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 2.408 T€ (Vorjahr: 4.212 T€) und beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten von insgesamt 386 T€ (Vorjahr: 405 T€) und Forderungen aus dem Cash Pooling von 2.022 T€ (Vorjahr: 3.807 T€).

4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das operative EBIT (Anpassung des EBITs um Sondereffekte/konzernbezogene Posten), die Anzahl und die Auslastung der eingesetzten Berater.

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 lagen mit einem Minus von 7 % auf einem niedrigeren Niveau als 2022 und damit deutlich unterhalb des angestrebten Ziels, den Umsatz stabil zu halten. Das Ziel, das operative EBIT weitestgehend stabil im Vergleich zu 2022 zu halten, ist verfehlt worden. Das operative EBIT ist gegenüber dem Vorjahr um 121 % gesunken, da neben dem Umsatzrückgang auch die Auslastung nicht wie geplant gesteigert werden konnte und die Kostensteigerungen nur teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden konnten, so dass auch die Marge gesunken ist. Weiterhin konnte der Umsatzrückgang bei Großkunden nicht wie geplant durch Neukundengeschäft kompensiert werden.

Daneben hat für unsere Gesellschaft die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit einen hohen Stellenwert. Die Kundenzufriedenheit wird insbesondere anhand des Anteils an Folgebeauftragungen aus Bestandskunden und der erfolgreichen Lieferungen der Projektergebnisse an die Kunden beurteilt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird anhand der Fluktuationsrate, der Weiterempfehlung von Bewerbern sowie des Feedbacks aus Personalgesprächen abgeleitet. Die Wettbewerbssituation auf dem Bewerbermarkt und der Kampf um Talente, sowohl bei jüngeren als auch bei erfahrenen IT-Experten, ist weiterhin sehr ausgeprägt, sowohl zwischen IT-Dienstleistern als auch durch den zunehmenden Bedarf der Kunden selbst. Im Zuge der Reorganisation der lokalen Struktur und dem Rebranding des Unternehmens im August, wurde die GPTW Mitarbeiterbefragung 2023 genutzt, um ein allgemeines Stimmungsbild der Belegschaft zu erhalten und Handlungsschwerpunkte zu definieren, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.

Die Personal- und Führungspolitik der Gesellschaft zeichnet sich durch eine dezentrale Organisation, flache Hierarchien, ein attraktives, leistungs- und ertragsorientiertes Gehaltssystem und die konsequente Ausrichtung an den Kundenwünschen aus. Durch die gelebte Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern und deren Entwicklung einen großen Stellenwert einräumt, entsteht eine enge Bindung der Mitarbeiter im Team. Alle Unternehmensbereiche und das Management der Gesellschaft sind mit gut ausgebildeten und professionellen Mitarbeitern besetzt.

Die Randstad Digital Germany AG beschäftigte 2023 im Jahresmittel 452 Mitarbeiter in Festanstellung (ohne Organmitglieder) und lag somit ca. 10% unter dem Niveau des Vorjahres. Die Mitarbeiterauslastung liegt mit 84,9 % um 0,4 %-Punkte leicht über dem Niveau des Vorjahres.

4.5 Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (452 T€) liegen um 24 T€ niedriger als im Vorjahr (488 T€). Sie entfallen im Wesentlichen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung resultierend durch Investitionen in die Unternehmensstandorte.

5 Risiko- und Chancenbericht

5.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst Steuerungsinstrumente und geeignete Kennzahlen für die Bereiche Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Vertrieb, Personalmanagement sowie Finanzierung und Liquiditätssicherung.

5.2 Allgemeine Risiken und Chancen

Konjunkturelle Schwankungen und negative Entwicklungen bei einzelnen Großkunden können zu einer Minderung der Umsatzerlöse und der operativen Ergebnisse führen.

Der steigende Bedarf an IT-Dienstleistungen führt dazu, dass sich diese Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nachhaltig überdurchschnittlich entwickelt. Aufgrund der gestiegenen Inflation und der zusätzlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist allerdings für das Jahr 2024 auch für die IT-Branche mit Kostensenkungsmaßnahmen von Kunden zu rechnen, die auch die Auftragsentwicklung der Randstad Digital Germany AG beeinflussen kann. Dem stehen Chancen in Branchen, die von den Krisen wenig betroffen sind (z. B. im öffentlichen Bereich) und durch notwendige Investitionen in neue IT-Lösungen aufgrund technologischem Wandel und zum Aufbau neuer Geschäftsmodelle gegenüber, von denen die Randstad Digital Germany AG durch ihr Leistungsangebot profitieren kann. Der Vorstand geht davon aus, dass Auswirkungen aus dem Ukrainekrieg für die Randstad Digital Germany aufgrund der Kundenstruktur und des Leistungsangebots weiterhin begrenzt und beherrschbar sind.

5.3 Spezielle Risiken und Chancen

5.3.1 Personalrisiken und -chancen

IT-Projekte werden von Menschen gemacht. Sie sind es, die die Schnittstellen zwischen den IT-Systemen und den Anwendern gestalten. Sie sind es, die die Systeme optimal an die internen Geschäftsabläufe anpassen. Und damit sind sie es letztlich, die maßgeblich über den Erfolg eines Projekts entscheiden. Um diese Erfolge auch in Zukunft fortzuführen, setzt unsere Gesellschaft seit 1995 auf ein gesundes Mitarbeiterwachstum.

Die Gesellschaft behauptet die eigene Position als IT-Dienstleister durch hochqualifizierte, talentierte und sehr engagierte, erfahrene Mitarbeiter. Insbesondere in diesem Bereich nimmt der Wettbewerb um Mitarbeiter zu; nicht nur auf Seiten der IT-Dienstleistungsunternehmen, sondern auch zwischen Anwenderunternehmen und der IT-Branche. Dies birgt das Risiko einer steigenden Fluktuation und des Verlusts von wertvollem Know-how.

Die Suche nach geeigneten und erfahrenen Mitarbeitern ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. Randstad Digital Germany AG agiert hier mit einem aktiven Recruiting und einem umfassenden Personalmanagement, unter anderem auch um sich als einer der attraktivsten Arbeitgeber auf dem Markt zu positionieren. Chancen zur Gewinnung neuer, talentierter Mitarbeiter ergeben sich ausinteressanten Projekten für namhafte Kunden, persönlichen Empfehlungen von Mitarbeitern (die im Falle einer Einstellung mit einer Prämie honoriert werden), zielgruppen-spezifische Stellenangeboten sowie regelmäßigen Hochschulkontakten und der laufenden Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich der Informatik.

Um die Schwankungen in der Auftragslage zu kompensieren und um den Fachkräftemangel teilweise zu umgehen, setzt die Randstad Digital Germany AG in der Projektrealisierung auf den Einsatz von Partnerfirmen sowie auf freiberufliche Kräfte.

Eine laufende Kennzahlenermittlung im Bereich des Personalmanagements wie die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter, der Fluktuation und ihrer Ursachen und der Auslastung ist Bestandteil des internen Kontrollsystems. Regelmäßig werden in den Management Meetings die Trends analysiert und Maßnahmen erörtert. So können frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden.

5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur

Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist insgesamt ausgeglichen und über verschiedene Branchen diversifiziert. Das Dienstleistungsportfolio deckt den kompletten Software-Entwicklungszyklus und damit zusammenhängende Beratungstätigkeiten ab. Die 10 größten Kunden stellen 82 % des Umsatzes dar. Starke Rückgänge bei einem der Großkunden können voraussichtlich kurzfristig nicht vollständig kompensiert werden, allerdings bestehen zu allen Großkunden langjährige Kundenbeziehungen und die Aufträge verteilen sich in den meisten Fällen auf verschiedene Geschäftsbereiche und Verträge mit diesen Kunden. Darüber hinaus erfordert das spezifische Know-how auch bei einem Providerwechsel einen Transitionszeitraum, der in der Regel mehrere Monate beträgt.

Für die geplante Stabilisierung der Geschäftstätigkeit der Randstad Digital Germany AG spielt die Investitionsbereitschaft der Kunden eine wichtige und große Rolle.

Die Kunden sind überwiegend Großunternehmen, die sich durch finanzielle Stabilität sowie langfristige Planungen und Zusammenarbeitsmodelle auszeichnen. Die langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen, das damit verbundene Know-how und die positive Wahrnehmung der Qualität der Dienstleistung eröffnen immer wieder neue geschäftliche Chancen.

Der anhaltende technologische Fortschritt und Wandel erfordert eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse der Kunden. Hieraus ergeben sich immer wieder neue geschäftliche Chancen für die Randstad Digital Germany AG.

5.3.3 Projektrisiken

Mit regelmäßigen Kontrollen im Rahmen des internen Kontrollsystems werden Projekte laufend überwacht und überprüft, Abweichungen werden sofort analysiert und lokalisiert, um Steuerungsmaßnahmen einzuleiten. Über ein projekt- und kundenspezifisches Berichtswesen sind Eskalationsmechanismen bis hin zum Vorstand umgesetzt. Speziell bei Festpreisprojekten und Gewerken werden laufend Projektfortschritt und Budgetentwicklung überwacht, so dass bei Abweichungen rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Die Randstad Digital Germany AG hat im Geschäftsjahr 2023 überwiegend Dienstleistungen erbracht. Der Anteil der Werkleistungen, die zum Festpreis erbracht wurden, betrug 28,5 %.

5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Kontokorrentlinien werden nicht in Anspruch genommen. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Für das Management der Finanzdispositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein geeignetes Debitorenmanagement. Durch das Forderungsmanagement und insbesondere auch durch die Kundenstruktur, die primär durch große Unternehmen mit sehr guter Bonität gekennzeichnet sind, ist das Risiko von Forderungsausfällen sehr gering.

5.3.5 Gesamtbild der Risikolage

Der Vorstand der Randstad Digital Germany AG beurteilt die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, als marktüblich, beherrschbar und sieht keine Gefährdung bezüglich der Unternehmensfortführung.

6 Prognosebericht

Gemäß Jahrespressekonferenz von Bitkom von 10. Januar 2024 prognostiziert die Bitkom für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Wachstum von 4,4 %. Die Bitkom-Branche 2024 überwindet trotz des weiterhin andauernden Kriegs in der Ukraine eine kurze Wachstumsdelle.7

Im Jahr 2024 setzte sich der Umsatzrückgang bei einem Großkunden fort und dieser Rückgang in Höhe von ca. 6,6 Mio. € konnte wie 2023 nicht durch neue Aufträge bei anderen Kunden kompensiert werden. Hierdurch ist der Umsatz weiter um ca. 8% rückläufig. Trotz einer sehr restriktiven Einstellungspolitik, einem Rückgang der Mitarbeiter um ca. 10% und weiteren Maßnahmen konnten die Kosten nicht im gleichen Maß und Tempo wie die Erlöse reduziert werden, so dass das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zu 2023 nochmals schwächer ausfiel und im Bereich -3.0 bis -4.0 Mio. € liegt.

Positiv ist zu vermerken, dass keine wichtigen Kundenbeziehungen verloren gegangen sind, sich insgesamt eine Stabilisierung der Geschäftsentwicklung abzeichnet und die ergriffenen Maßnahmen zur Kostensenkung zu künftigen Ergebnisverbesserungen führen dürften, sofern keine aus heutiger Sicht unerwarteten Entwicklungen eintreten.

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatz, der zwischen 5% und 10% unterhalb von 2024 liegen wird, einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in vergleichbarer Höhe wie 2024 und einem Rückgang der Mitarbeiterzahl von ca. 5 bis 10% proportional zur Umsatzentwicklung. Der weitere Rückgang der Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch die allgemeine negative Marktentwicklung im Automotive Bereich und einem damit einhegenden Rückgang des Auftragsvolumens begründet.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen oder nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Gesellschaft von den Erwartungen abweicht.

München, den 11.04.2025

Randstad Digital Germany AG

Raphael Vaino, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 35.495,50 13.456,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.561.672,00 10.274.006,00
8.597.167,50 10.287.462,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.185.678,61 1.265.718,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 700.000,00 1.292.278,13
10.482.846,11 12.845.459,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 323.695,38 347.279,72
2. Geleistete Anzahlungen 111.586,65 19.847,82
435.282,03 367.127,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.899.689,83 24.373.182,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.332.724,51 3.827.033,54
3. Sonstige Vermögensgegenstände 147.067,16 111.166,53
23.379.481,50 28.311.382,14
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 386.385,90 404.594,12
24.201.149,43 29.083.103,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 325.756,16 198.857,16
35.009.751,70 42.127.420,20

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
2. abzgl. rechnerischer Wert eigener Anteile -50.000,00 -50.000,00
450.000,00 450.000,00
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 50.000,00 50.000,00
III. Bilanzgewinn 4.273.979,48 4.273.979,48
4.773.979,48 4.773.979,48
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 28.860,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.046.644,35 9.805.076,85
9.046.644,35 9.833.936,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 52.815,09 185.881,33
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.178.912,17 2.662.132,22
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.225.543,07 22.398.880,64
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.273.764,25 1.423.368,08
davon aus Steuern: EUR 622.799,78 (Vorjahr: EUR 722.499,66)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 121.186,28 (Vorjahr: EUR 105.493,86)
20.731.034,58 26.670.262,27
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 458.093,29 849.241,60
35.009.751,70 42.127.420,20

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 89.435.438,35 95.968.813,60
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -23.584,34 15.617,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.247.793,40 1.037.867,20
90.659.647,41 97.022.297,81
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -37.735.841,46 -39.355.137,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -34.538.928,47 -35.599.026,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.010.234,22 -6.201.511,13
davon für Altersversorgung: EUR 233.010,52 (Vorjahr: EUR 233.165,67)
-40.549.162,69 -41.800.537,85
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.220.306,21 -2.251.772,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.121.388,48 -8.910.681,69
-91.626.698,84 -92.318.128,87
-967.051,43 4.704.168,94
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 11.188,16
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -592.278,13 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -847.777,47 -309.034,21
davon an verbundene Unternehmen: EUR 826.412,16 (Vorjahr: EUR 304.291,69)
-1.440.055,60 -297.846,05
11. Ergebnis nach Steuern -2.407.107,03 4.406.322,89
12. Sonstige Steuern 4.460,30 1.019,76
13. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) vor Ergebnisabführung -2.402.646,73 4.407.342,65
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags übernommener Verlust (Vorjahr: abgeführter Gewinn) 2.402.646,73 -4.407.342,65
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00
16. Gewinnvortrag 4.273.979,48 4.273.979,48
17. Bilanzgewinn 4.273.979,48 4.273.979,48

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Randstad Digital Germany AG, München

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Randstad Digital Germany AG (vormals AUSY Technologies Germany AG) mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München Handelsregister unter HRB 167896 eingetragen. Am 10.08.2023 erfolgte die Umfirmierung in Randstad Digital Germany AG.

Der Jahresabschluss der Randstad Digital Germany AG, München, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis sechs Jahre.

Für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von sechs bis zehn Jahren festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von mehr als fünf Jahren liegen in der voraussichtlichen Dauer der dahinterstehenden Verträge und Geschäftsbeziehungen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wurde ein GWG-Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EstG gebildet. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Abschreibungen auf einen evtl. niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte umfassen die in Arbeit befindlichen Aufträge. Hier werden die bis dahin geleisteten Arbeitsstunden mit ihren Einzelkosten sowie zugehörigen Gemeinkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach betreffen.

Rückstellungen: Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Anteile aus mit Kunden vereinbarten Abrechnungen für Aufträge ausgewiesen, soweit die Leistungserbringung geschäftsjahresübergreifend erfolgt.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern der Randstad Digital Germany AG bei der Randstad Digital Holding GmbH (vormals AUSY GmbH) erfasst.

Angaben zur Bilanz

Angaben zu Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die für das Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

• Die Randstad Digital Germany AG hält:

100 % an den Anteilen der Randstad Digital Switzerland AG (vormals AUSY Switzerland AG) mit einem vorläufigen Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 von CHF -112.652 (€ -121.225). Der vorläufige Jahresfehlbetrag 2023 der Randstad Digital Switzerland AG betrug CHF -300.362 (€ -323.220); Kurs: 1 CHF = EUR 1,0761.

Angabe zu Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter von € 221.399,23 (Vorjahr: Verbindlichkeiten von € 5.697.177,78 aus Umsatzsteuer und Ergebnisabführung) enthalten. Diese resultieren aus einer Forderung aus Ergebnisübernahme von € 2.402.646,73 saldiert mit einer Verbindlichkeit aus Umsatzsteuer von € 2.181.247,50. Daneben sind Forderungen gegen andere Konzerngesellschaften aus Cash Pooling in Höhe von € 2.022.431,62 (Vorjahr: € 3.807.094,72), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 79.044,99 (Vorjahr: € 19.938,82) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 9.848,67 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, für ausstehende Leistungen sowie für Drohverluste, Rückvergütungen an Kunden und Gewährleistungen.

Angaben zu Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 17.225.543,07 (Vorjahr: € 22.398.880,64) sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 5.697.177,78) enthalten. Diese resultierten im Vorjahr aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung. Aus einem Intercompany-Darlehen inklusive Zinsen resultieren Verbindlichkeiten von € 16.295.751,99 (Vorjahr: € 16.104.675,55).

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (ohne Gesellschafter) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 929.791,08 (Vorjahr: € 597.027,31).

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Verbindlichkeiten 2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 52.815,09 52.815,09 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.178.912,17 2.178.912,17 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.225.543,07 1.225.543,07 16.000.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.273.764,25 901.889,79 0,00 371.874,46
Summe 20.731.034,58 4.359.160,12 16.000.000,00 371.874,46
Verbindlichkeiten 2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 185.881,33 185.881,33 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.662.132,22 2.662.132,22 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.398.880,64 6.398.880,64 16.000.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.423.368,08 991.993,66 0,00 431.374,42
Summe 26.670.262,27 10.238.887,85 16.000.000,00 431.374,42

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze werden zu ca. 99 % in Deutschland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von € 284.652,83 (Vorjahr: € 6.378,35) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Seit dem 1. Januar 2015 besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft, München. Die Steuern des laufenden Jahres trägt der Organträger.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis zu 1 Jahr größer 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- ---
Mietverträge 2.164.026,80 5.894.022,22 1.637.396,04
Leasingverträge 197.359,92 132.223,16 0,00

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich somit auf € 10.025.028,14.

Die Miet- und Leasingverträge tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Der Nutzung unserer Gebäude liegen Operating-Leasingverträge zugrunde.

Weitere Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 71.000 (ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen).

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Vorstandsmitglieder geführt:

Name von bis ausgeübter Beruf
Herr Rüdiger Azone 22.09.2014 30.06.2023 Vorstand
Herr Dr. Lothar Ludwig 17.07.2017 31.03.2023 Vorstand/CEO
Herr Dr. Harald Haller 01.01.2022 31.07.2023 Vorstand
Herr Raphael Vaino 01.01.2023 aktuell Vorstand

Für den Vorstand betragen die Bezüge für das Geschäftsjahr € 1.164.086,08

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Name von bis Bezeichnung ausgeübter Beruf
Herr Jérôme Gontard 03.09.2015 30.09.2024 AR-Vorsitzend. CEO Randstad Digital Europe
Frau Corinna Kranz 01.07.2023 aktuell Senior Legal Counsel, Randstad Digital Germany AG
Herr Arturo Ayala 30.06.2021 30.04.2023 stellv. AR-Vorsitzend. CFO AUSY Group
Frau Justina Winkler 27.12.2022 30.06.2023 Legal Counsel, Randstad Digital Germany AG
Herr Youssef El Ayachi 01.05.2023 aktuell AR-Vorsitzend. (seit 01.10.2024) CFO Randstad Digital Europe
Herr Venugopal Lambu 01.10.2024 Aktuell stellv. AR-Vorsitzend. CEO Randstad Digital Global

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Randstad Digital Germany AG wird in den Konzernabschluss der Randstad Holding N.V., Diemermere 25, NL-1112 TC Diemen, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) erstellt. Dieser basiert auf den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU angewandt werden. Der Konzernabschluss und -lagebericht des Mutterunternehmens ist unter dieser Adresse erhältlich.

Die Randstad Digital Germany AG macht daher nach § 291 Abs. 1 HGB von der Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung Gebrauch, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 452 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Organmitglieder). Es waren durchschnittlich 133 Frauen und 319 Männer beschäftigt.

Mindestbesteuerung (Pillar 2)

Auf den Jahresabschluss der Gesellschaft ergeben sich aus dem am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) sowie aus ähnlichen ausländischen Mindeststeuergesetzen keine Auswirkungen.

Weitere Angabe Pflichten nach dem Aktiengesetz

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Verwertung eigener Aktien:

Die Gesellschaft hält insgesamt 50.000 eigene Aktien, die in den Jahren 2008 und 2010 zu einem Preis von € 9,60 pro Stück erworben worden sind. Diese Aktien entsprechen 10 % des Grundkapitals und wurden damals zum Zwecke der Weiterveräußerung erworben.

Die Randstad Digital Holding GmbH (vormals AUSY GmbH), München, hält sämtliche nicht der Gesellschaft selbst gehörenden 450.000 Aktien und ist damit alleinige Aktionärin.

Das Grundkapital von € 500.000,00 ist eingeteilt in 500.000 nennwertlose Stück-Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je € 1,00. Die Aktien lauten auf den Namen.

Die Randstad Digital Holding GmbH (vormals AUSY GmbH), München, hat der Randstad Digital Germany AG (vormals AUSY Technologies Germany AG) am 29. August 2014 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien und eine Mehrheitsbeteiligung an der Randstad Digital Germany AG (damals Pentasys AG) besitzt.

Die Randstad Digital France SAS, Issy-les-Moulineaux, (vormals AUSY S.A.S., Sèvres) Frankreich, hat der Randstad Digital Germany AG (vormals AUSY Technologies Germany AG) am 29. August 2014 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG i.V.m. § 16 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie mittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien und eine Mehrheitsbeteiligung an der Randstad Digital Germany AG (damals Pentasys AG) besitzt.

Nachtragsbericht

Zum 01.01.2024 erfolgte die Veräußerung der Anteile an der Randstad Digital Switzerland AG (vormals AUSY Switzerland AG), Zürich, Schweiz, an die Randstad Holding Luxembourg Sarl, Strassen, Luxemburg.

München, den 11.04.2025

Randstad Digital Germany AG

Raphael Vaino, Vorstand

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2023
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 1.623.460,56 32.848,42 0,00 0,00 1.656.308,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.978.676,57 0,00 0,00 0,00 20.978.676,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.602.137,13 32.848,42 0,00 0,00 22.634.985,55
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.988.900,38 419.518,79 125.682,01 0,00 5.282.737,16
Summe Sachanlagen 4.988.900,38 419.518,79 125.682,01 0,00 5.282.737,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.292.278,13 0,00 0,00 0,00 1.292.278,13
Summe Finanzanlagen 1.292.278,13 0,00 0,00 0,00 1.292.278,13
Summe Anlagevermögen 28.883.315,64 452.367,21 125.682,01 0,00 29.210.000,84
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2023
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 1.610.004,06 10.809,42 0,00 0,00 1.620.813,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.704.670,57 1.712.334,00 0,00 0,00 12.417.004,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 12.314.674,63 1.723.143,42 0,00 0,00 14.037.818,05
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.723.181,77 497.162,79 123.286,01 0,00 4.097.058,55
Summe Sachanlagen 3.723.181,77 497.162,79 123.286,01 0,00 4.097.058,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 592.278,13 0,00 0,00 592.278,13
Summe Finanzanlagen 0,00 592.278,13 0,00 0,00 592.278,13
Summe Anlagevermögen 16.037.856,40 2.812.584,34 123.286,01 0,00 18.727.154,73
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 35.495,50 13.456,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.561.672,00 10.274.006,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.597.167,50 10.287.462,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.185.678,61 1.265.718,61
Summe Sachanlagen 1.185.678,61 1.265.718,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 700.000,00 1.292.278,13
Summe Finanzanlagen 700.000,00 1.292.278,13
Summe Anlagevermögen 10.482.846,11 12.845.459,24

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Randstad Digital Germany AG (vormals AUSY Technologies Germany AG), München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Randstad Digital Germany AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Randstad Digital Germany AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 11. April 2025

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

ppa. Johannes Müller, Wirtschaftsprüfer