AI assistant
Randstad N.V. — Audit Report / Information 2020
Jan 28, 2022
3880_rns_2022-01-28_b3341b1a-9ff1-44a0-a102-870abd6fbc6c.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
AUSY Technologies Germany AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Lagebericht
Inhaltsverzeichnis
1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung
2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation
2.2 Branchenentwicklung
3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
4.1 Umsatz- und Ertragslage
4.2 Vermögenslage
4.3 Finanzlage
4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Lage
4.5 Investitionen
5 Risiko- und Chancenbericht
5.1 Risikomanagementsystem
5.2 Allgemeine Risiken und Chancen
5.3 Spezielle Risiken und Chancen
5.3.1 Personalrisiken und -chancen
5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur
5.3.3 Projektrisiken
5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
5.3.5 Auswirkungen von COVID-19
5.3.6 Gesamtbild der Risikolage
6 Prognosebericht
Geschäftsbericht
1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung
Die AUSY Technologies Germany AG ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen, das sich in einem sehr heterogenen Markt mit einer Vielzahl von Wettbewerbern auf kundenspezifische Softwareentwicklung und IT-Beratung unter Verwendung agiler Methoden und innovativer Technologien spezialisiert hat. Ziel ist die Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Kunden und eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Unternehmen ist nach ISO-9001/2015 und ISO/IEC 27001:2017 zertifiziert. AUSY Technologies Germany AG wurde 1995 gegründet und beschäftigt heute circa 890 Mitarbeiter (fest angestellt, freiberuflich oder über Partnerunternehmen), die über eine hohe fachliche Qualifikation verfügen. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und starken Zusammenhalt im Team.
Seit 2014 ist die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft der AUSY GmbH (Amtsgericht München HRB 247684) und durch diese in den Konzern der AUSY SAS, Sèvres („AUSY“), eingebunden. Die AUSY GmbH ist alleinige Aktionärin der Gesellschaft. 50.000 Aktien hält die Gesellschaft als eigene Anteile mit einem Anteil am Grundkapital von 50 T€ bzw. 10 % selbst.
Die AUSY SAS ist seit Ende Januar 2017 eine 100 %-Tochter der Randstad France SAS und somit Bestandteil der Randstad Gruppe.
Die Gesellschaft hat am 4. September 2015 mit der AUSY GmbH als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 18. September 2015 zugestimmt.
Die AUSY Technologies Germany AG ist mit Hauptsitz in München und Büros in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hamburg sowie mit der 100%igen Tochtergesellschaft AUSY Switzerland AG in der Schweiz (Zürich) vertreten.
Zu den Referenzkunden zählen unter anderem BMW, Daimler, MAN, Porsche, BNP Paribas (Consorsbank, DAB Bank), ING, Telefónica Germany, Deutsche Bahn und die Stadtwerke München.
Strategische Ziele sind insbesondere ein nachhaltiges organisches und profitables Wachstum, die Erschließung neuer Kunden im Westen und Norden Deutschlands sowie auch in der Schweiz und Österreich, der Ausbau der IT-Beratung und der bestehenden Branchenschwerpunkte, die Nutzung der Zusammenarbeitsmöglichkeiten innerhalb der AUSY-Gruppe (insbesondere auch Nearshoring mit AUSY Technologies Romania), die Verstärkung der Marktwahrnehmung als leistungsfähiger und attraktiver IT-Dienstleister sowie der Erhalt der hohen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und der Vertrauenskultur.
Die Mitarbeiter der Gesellschaft agieren überwiegend in größeren IT-Projekten der Kunden. Um eine noch stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden zu erreichen, agiert die Gesellschaft organisatorisch mit Business Units (Financial Services, Telecommunication & Media, Automotive & Technology, Travel, Transport & Logistics sowie zusätzlich Cross Industries) und verstärkt mit dieser Ausrichtung die Branchenkompetenz für wichtige Industriesektoren.
2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 von einer Rezession durch die Corona-Krise gekennzeichnet. Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt um 5,0 % (preisbereinigt) zurückgegangen.
Der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2021 zufolge führten die Auswirkungen der Corona-Pandemie vor allem in der ersten Jahreshälfte zu einem gesamtwirtschaftlichen Rückgang. Die privaten Konsumausgaben waren 2020 preisbereinigt um 6,0% geringer und die staatlichen Konsumausgaben waren wiederum +3,4 % höher als im Vorjahr.
Laut der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 15. Februar 2021 verzeichnete das 2. Quartal 2020 einem starken Einbruch um -9,7 %, wohingegen das dritte Quartal aufgrund der ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie um 8,5% wuchs sowie das vierte Quartal um weitere 0,1%. Die Konjunkturerholung nach dem ersten Lockdown im Frühjahr wurde somit durch das Ergreifen erneuter Eindämmungsmaßnahmen während der zweiten Pandemiewelle zum Jahresende gedämpft und durch Verlängerungen und Verschärfungen des Lockdowns führt dies auch im ersten Quartal des Jahres 2021 zu einer gebremsten Erholung. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ist gemäß der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 15. Februar 2021 zweigeteilt. Die Industrie zeigt sich weitgehend robust in der Krise, während vor allem der Dienstleistungssektor, wie der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, von den ergriffenen Maßnahmen der Bundesregierung stark beeinträchtigt ist. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich trotz allem stabil. Die Erwerbstätigkeit verändert sich leicht positiv und die Arbeitslosigkeit sinkt.
2.2 Branchenentwicklung
Für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics hatte der Bundesverband Bitkom für das Jahr 2020 eine Umsatzsteigerung von 1,5 % prognostiziert. Der realisierte Umsatz im Jahr 2020 belief sich gemäß Pressemitteilung von Bitkom vom 13. Januar 2021 jedoch auf 169,8 Mrd. Euro, was einen Umsatzrückgang von -0,6 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das ITK-Geschäftsklima hat sich jedoch bereits im letzten Quartal im Jahr 2020 nach dem starken Abfall durch die Pandemie-Entwicklung im Frühjahr überwiegend positiv entwickelt. Der Bitkom-ifo-Digitalindex erreichte im Dezember mit 19,7 Punkten den höchsten Stand seit Februar 2020 und stellt eine deutlich bessere Entwicklung als in der Gesamtwirtschaft dar. Nach den vorübergehenden Umsatzrückgängen in 2020 wird für das Jahr 2021 ein Umsatzanstieg um +2,7 % im ITK-Bereich prognostiziert. Aktuell beschäftigt die Branche circa 1,2 Millionen Menschen, was einen geringen Rückgang von 8.000 Stellen zum Vorjahr darstellt. Trotz allem stellt die Bitkom-Branche mittlerweile den größten industriellen Arbeitgeber in Deutschland dar - vor Leitindustrien wie dem Maschinen- oder dem Automobilbau. Eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte war im Jahr 2020 nicht zu erkennen, trotz Krise blieben im Jahr 2020 86.000 Jobs unbesetzt. Für das Jahr 2021 erwartet der Bundesverband Bitkom 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze und den größten Zuwachs im Bereich Informationstechnik. Die ITK-Branche hat die Krise im Jahr 2020 laut dem Bundesverband Bitkom überwiegend gut überstanden und für das Jahr 2021 wird mit einer positiven Entwicklung für die Branche gerechnet.
3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat im Geschäftsjahr 2020 die Erwartungen und Prognosen des Vorstands übertroffen. Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2020 lagen mit einem Plus von 15 % auf einem deutlich höheren Niveau als 2019 und damit oberhalb des angestrebten, nachhaltigen organischen Wachstums von 10% p.a.
Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist um 20 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und damit überproportional zum Umsatz. Hauptursache waren verbesserte Festpreisergebnisse im Bereich Automotive sowie geringere Management Fees der AUSY Gruppe. Die wirtschaftliche Lage wird daher vom Vorstand als stabil und gut eingeschätzt.
Der Vorstand sieht die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung vor dem Hintergrund der Corona-Krise als Bestätigung der Unternehmensstrategie.
4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
4.1 Umsatz- und Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2020 zeichnete sich durch ein Umsatzwachstum von 15 % aus. Mit den erzielten Umsatzerlösen im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte die AUSY Technologies Germany AG in 2020 einen Jahresumsatz von 125.569 T€.
Wie in den Vorjahren wurden die größten Umsatzanteile mit Bestandskunden erzielt. Auf Neukunden entfielen weniger als 1 % des Umsatzes, da die Neukundengewinnung durch die Corona-Einschränkungen deutlich erschwert wurde. Auslandsumsätze fielen im Berichtszeitraum 2020 nur in geringem Ausmaß an.
Die Umsätze verteilen sich auf die Kernbranchen (Financial Services, Telecommunication & Media, Automotive & Technology, Travel, Transport & Logistics sowie zusätzlich Cross Industries) und die hierfür verantwortlichen Business Units. Die Kundenstruktur der AUSY Technologies Germany AG ist insgesamt nach wie vor sehr ausgeglichen und bietet ausreichend Wachstumspotenzial. Allerdings ist der Umsatzanteil des größten Kunden auf fast 40% gestiegen.
Den um 16.408 T€ auf 125.569 T€ gestiegenen Umsatzerlösen stehen insgesamt 15.879 T€ höhere Aufwendungen vor Zinsen und Steuern gegenüber, wobei sich der Materialaufwand um 12.522 T€ auf 66.046 T€ und der Personalaufwand um 3.829 T€ auf 41.909 T€ erhöhte. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist zum einen durch die Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter und zum anderen durch Gehaltserhöhungseffekte und Strukturveränderungen im Mitarbeiterbestand verursacht.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 23 % gestiegen. Diese Erhöhung basiert auf einer höheren Anzahl von externen Mitarbeitern, welche überwiegend auf Festpreisprojekten gearbeitet haben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Jahr 2019 um 355 T€ auf 8.329 T€ gesunken. Die Abnahme resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Management Fee, Werbe- und Reisekosten, Fahrzeugkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 2.309T € enthalten, wie im Vorjahr, Abschreibungen auf Firmenwerte und Kundenbeziehungen.
Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist als Folge obiger Veränderungen gegenüber 2019 um 1.166 T€ auf 6.946 T€ gestiegen.
4.2 Vermögenslage
Der Anstieg der Bilanzsumme um 4.254 T€ auf 59.921 T€ zum 31. Dezember 2020 ergibt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie einem höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierend aus dem Anstieg des Umsatzvolumens. Die Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 4.944 T€ ist bedingt durch einen höheren Cash Pooling Forderungsbestand (10.568 T€). Vermindernd wirkte sich auf der Aktivseite die Abnahme des Geschäfts- und Firmenwertes um 2.309 T€ aus. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten verminderten sich um 1.365 T€ im Wesentlichen verursacht durch die Verlagerung des Guthabens bei Kreditinstituten in das Cash Pooling.
Auf der Passivseite wirkte sich erhöhend hauptsächlich der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 3.993 T€ sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.499 T€. Auf der Passivseite verminderten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 638 T€ sowie sonstige Verbindlichkeiten um 828 T€.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen primär mit 5.897 T€ (Vorjahr: 3.670 T€) Personalrückstellungen und mit 4.337 T€ (Vorjahr: 3.453 T€) ausstehende Rechnungen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus der Abführung der Management Fee der Vorjahre. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Wesentlichen durch die Teilzahlung der Verbindlichkeit aus dem Kauf der eSolve AG in 2019 gegenüber der eSolve Holding GmbH.
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht geändert.
Die Eigenkapitalquote beträgt 8 % und liegt somit aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme unter dem Vorjahresniveau (9 %). Die Gesamtkapitalrentabilität als Verhältnis von Jahresüberschuss zu Bilanzsumme liegt bei rund 12 % (Vorjahr: 10 %).
4.3 Finanzlage
Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 5.462 T€ erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt 1.201 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist negativ und beläuft sich auf 6.042 T€. Letzterer ist im Wesentlichen durch die gezahlte Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2019 mit 5.781 T€ beeinflusst.
Wie oben ersichtlich finanziert sich die Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit. Bei Bedarf stünden durch das Cash Pooling innerhalb der Randstad Gruppe zusätzliche Mittel zur Verfügung.
Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 10.969 T€ (Vorjahr: 7.589 T€) und beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten von 401 T€ (Vorjahr: 1.766 T€) und Forderungen aus dem Cash Pooling von 10.568 T€ (Vorjahr: 5.822 T€).
4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Lage
Wesentliche finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das operative EBIT (Anpassung des EBITs um Sondereffekte/konzernbezogene Posten), die Anzahl und die Auslastung der eingesetzten Berater.
Daneben hat für unsere Gesellschaft die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit einen hohen Stellenwert. Die Kundenzufriedenheit wird insbesondere anhand des Anteils an Folgebeauftragungen aus Bestandskunden und der erfolgreichen Lieferungen der Projektergebnisse an die Kunden beurteilt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird anhand der Fluktuationsrate, der Weiterempfehlung von Bewerbern sowie des Feedbacks aus Personalgesprächen abgeleitet. Die Kundenzufriedenheit ist weiterhin sehr hoch. Die Mitarbeiterfluktuation lag im Jahr 2020 auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Wettbewerbssituation auf dem Bewerbermarkt und der Kampf um Talente, sowohl bei jüngeren als auch bei erfahrenen IT-Experten, ist weiterhin sehr ausgeprägt, sowohl zwischen IT-Dienstleistern als auch durch den zunehmenden Bedarf der Kunden selbst. Die insgesamt weiterhin hohe Mitarbeiterzufriedenheit wurde durch die überdurchschnittlichen Ergebnisse der Teilnahme am Wettbewerb Great Place to Work ® bestätigt, bei der die AUSY Technologies Germany AG als sehr guter Arbeitgeber in mehreren Kategorien ausgezeichnet wurde.
Die Gesellschaft hat Anfang März 2020 ihren Hauptsitz in München in ein neues Bürogebäude verlegt, um die Attraktivität der Arbeitsplätze für die Mitarbeiter zu steigern und eine moderne Arbeitsumgebung mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten zu haben. Außerdem wurde zur Jahresmitte ein Rebranding zu AUSY Technologies Germany AG (zuvor PENTASYS AG) durchgeführt, um die Zugehörigkeit zu einer größeren, internationalen Gruppe und damit verbundene Wettbewerbsvorteile stärker nach außen sichtbar zu machen.
Die Personal- und Führungspolitik der Gesellschaft zeichnet sich durch eine dezentrale Organisation, flache Hierarchien, ein attraktives, leistungs- und ertragsorientiertes Gehaltssystem und die konsequente Ausrichtung an den Kundenwünschen aus. Durch die gelebte Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern und deren Entwicklung einen großen Stellenwert einräumt, entsteht eine enge Bindung der Mitarbeiter im Team. Alle Unternehmensbereiche und das Management der Gesellschaft sind mit gut ausgebildeten und professionellen Mitarbeitern besetzt.
Die AUSY Technologies Germany AG beschäftigte 2020 im Jahresmittel 493 Mitarbeiter in Festanstellung (ohne Organmitglieder). Im Jahr zuvor waren durchschnittlich 463 Arbeitnehmer in Festanstellung (ohne Organmitglieder) bei der AUSY Technologies Germany AG beschäftigt. Die für das Geschäftsjahr 2020 gesetzten Ziele bezüglich Mitarbeiteraufbau konnten nicht vollständig erreicht werden. Die Mitarbeiterauslastung blieb mit 85,2 % auf dem Niveau des Vorjahres und um ca. 2 Prozentpunkte hinter dem Zielwert für 2020 zurück.
4.5 Investitionen
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (1.201 T€) liegen um 543 T€ über dem Vorjahresniveau (659 T€). Sie entfallen im Wesentlichen auf Software und Lizenzen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung resultierend durch Investitionen in die Unternehmensstandorte.
5 Risiko- und Chancenbericht
5.1 Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst Steuerungsinstrumente und geeignete Kennzahlen für die Bereiche Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Vertrieb, Personalmanagement sowie Finanzierung und Liquiditätssicherung.
5.2 Allgemeine Risiken und Chancen
Konjunkturelle Schwankungen und negative Entwicklungen bei einzelnen Großkunden können zu einer Minderung der Umsatzerlöse und der operativen Ergebnisse führen.
Der steigende Bedarf an IT-Dienstleistungen führt dazu, dass sich diese Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nachhaltig überdurchschnittlich entwickelt. Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise ist allerdings für das Jahr 2021 auch für die IT-Branche mit Kostensenkungsmaßnahmen von Kunden zu rechnen, die auch die Auftragsentwicklung der AUSY Technologies Germany AG beeinflussen kann. Dem stehen Chancen in Branchen, die von der Corona-Krise wenig betroffen sind und durch notwendige Investitionen in neue IT-Lösungen aufgrund technologischem Wandel und zum Aufbau neuer Geschäftsmodelle gegenüber, von denen die AUSY Technologies Germany AG durch ihr Leistungsangebot profitieren kann.
5.3 Spezielle Risiken und Chancen
5.3.1 Personalrisiken und -chancen
IT-Projekte werden von Menschen gemacht. Sie sind es, die die Schnittstellen zwischen den IT-Systemen und den Anwendern gestalten. Sie sind es, die die Systeme optimal an die internen Geschäftsabläufe anpassen. Und damit sind sie es letztlich, die maßgeblich über den Erfolg eines Projekts entscheiden. Um diese Erfolge auch in Zukunft fortzuführen, setzt unsere Gesellschaft seit 1995 auf ein gesundes Mitarbeiterwachstum.
Die Gesellschaft behauptet die eigene Position als IT-Dienstleister durch hochqualifizierte, talentierte und sehr engagierte, erfahrene Mitarbeiter. Insbesondere in diesem Bereich nimmt der Wettbewerb um Mitarbeiter zu; nicht nur auf Seiten der IT-Dienstleistungsunternehmen, sondern auch zwischen Anwenderunternehmen und der IT-Branche. Dies birgt das Risiko einer steigenden Fluktuation und des Verlusts von wertvollem Know-how.
Die Suche nach geeigneten und erfahrenen Mitarbeitern ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. AUSY Technologies Germany AG agiert hier mit einem aktiven Recruiting und einem umfassenden Personalmanagement, unter anderem auch um sich als einer der attraktivsten Arbeitgeber auf dem Markt zu positionieren. Chancen zur Gewinnung neuer, talentierter Mitarbeiter ergeben sich aus der positiven Geschäftsentwicklung, interessanten Projekten für namhafte Kunden, persönlichen Empfehlungen von Mitarbeitern (die im Falle einer Einstellung mit einer Prämie honoriert werden), zielgruppen-spezifische Stellenangebote (speziell für jüngere Software-Entwickler) sowie regelmäßigen Hochschulkontakten und der laufenden Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich der Informatik.
Um die Schwankungen in der Auftragslage zu kompensieren und um den Fachkräftemangel teilweise zu umgehen, setzt die AUSY Technologies Germany AG in der Projektrealisierung auf den Einsatz von Partnerfirmen sowie auf freiberufliche Kräfte.
Eine laufende Kennzahlenermittlung im Bereich des Personalmanagements wie die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter, der Fluktuation und ihrer Ursachen und der Auslastung ist Bestandteil des internen Kontrollsystems. Regelmäßig werden in den Management Meetings die Trends analysiert und Maßnahmen erörtert. So können frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden.
5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur
Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist insgesamt ausgeglichen und über verschiedene Branchen diversifiziert. Das Dienstleistungsportfolio deckt den kompletten Software-Entwicklungszyklus und damit zusammenhängende Beratungstätigkeiten ab. Die 10 größten Kunden stellen ca. 89 % des Umsatzes dar. Starke Rückgänge bei einem der Großkunden können voraussichtlich kurzfristig nicht vollständig kompensiert werden, allerdings bestehen zu allen Großkunden langjährige Kundenbeziehungen und die Aufträge verteilen sich in den meisten Fällen auf verschiedene Geschäftsbereiche und Verträge mit diesen Kunden. Darüber hinaus erfordert das spezifische Know-how auch bei einem Providerwechsel einen Transitionszeitraum, der in der Regel mehrere Monate beträgt.
Für das geplante weitere Wachstum der AUSY Technologies Germany AG spielt die Investitionsbereitschaft der Kunden eine wichtige und große Rolle.
Die Kunden sind überwiegend Großunternehmen, die sich durch finanzielle Stabilität sowie langfristige Planungen und Zusammenarbeitsmodelle auszeichnen. Die langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen, das damit verbundene Know-how und die positive Wahrnehmung der Qualität der Dienstleistung eröffnen immer wieder neue geschäftliche Chancen.
Der anhaltende technologische Fortschritt und Wandel erfordert eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse der Kunden. Hieraus ergeben sich immer wieder neue geschäftliche Chancen für die AUSY Technologies Germany AG.
5.3.3 Projektrisiken
Mit regelmäßigen Kontrollen im Rahmen des internen Kontrollsystems werden Projekte laufend überwacht und überprüft, Abweichungen werden sofort analysiert und lokalisiert, um Steuerungsmaßnahmen einzuleiten. Über ein projekt- und kundenspezifisches Berichtswesen sind Eskalationsmechanismen bis hin zum Vorstand umgesetzt. Speziell bei Festpreisprojekten und Gewerken werden laufend Projektfortschritt und Budgetentwicklung überwacht.
Die AUSY Technologies Germany AG hat im Geschäftsjahr 2020 überwiegend Dienstleistungen erbracht. Der Anteil der Werkleistungen beträgt 27,8 %.
5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Kontokorrentlinien werden nicht in Anspruch genommen. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Für das Management der Finanzdispositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein geeignetes Debitorenmanagement. Durch das Forderungsmanagement und insbesondere auch durch die Kundenstruktur, die primär durch große Unternehmen mit sehr guter Bonität gekennzeichnet sind, ist das Risiko von Forderungsausfällen sehr gering.
5.3.5 Auswirkungen von COVID-19
Der geschäftliche Verlauf des Jahres 2020 hat gezeigt, dass die AUSY Technologies Germany AG aufgrund des Branchenmixes und des Geschäftsmodells die Auswirkungen von COVID-19 begrenzen bzw. sogar durch Zugewinne bei Kunden, die nicht von der Krise betroffen sind, kompensieren kann. Der Vorstand geht davon aus, dass sich dieser Trend auch 2021 so fortsetzt.
5.3.6 Gesamtbild der Risikolage
Der Vorstand der AUSY Technologies Germany AG beurteilt die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, als marktüblich, beherrschbar und sieht keine Gefährdung bezüglich der Unternehmensfortführung.
6 Prognosebericht
Gemäß Pressemitteilung von Bitkom von 13. Januar 2021 prognostiziert die Bitkom für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics ein Wachstum von 2,7 %. Die Zeichen in der Bitkom-Branche 2021 stehen nach der Pandemie wieder auf Wachstum. Die AUSY Technologies Germany AG plant, Umsatz und Ergebnis gegenüber 2020 stabil zu halten.
Die Geschäftsentwicklung Januar bis März 2021 liegt oberhalb des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Allerdings plant ein Großkunde im Jahresverlauf wesentliche Teile seiner Anwendungsentwicklung durch Offshore-Dienstleistungen erbringen zu lassen. AUSY Technologies wird aufgrund des vorhandenen Know-hows auch weiterhin ein wichtiger Geschäftspartner für diesen Kunden bleiben, dennoch ist im Jahresverlauf hierdurch eine rückläufige Umsatzentwicklung zu erwarten, die voraussichtlich in 2021 nicht vollständig durch Zugewinne bei anderen Kunden kompensiert werden kann.
Kurzarbeit oder die Inanspruchnahme staatlicher Hilfe sind aus derzeitiger Sicht nicht notwendig und nicht geplant.
Der Vorstand plant für das Jahr 2021 mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung auf dem Niveau von 2020. Die Auswirkungen eines Umsatzrückgangs können durch Reduzierung der bezogenen Leistungen weitgehend kompensiert werden. Außerdem wird für das Gesamtjahr eine um 2% verbesserte Auslastung der Mitarbeiter erwartet. Demgegenüber stehen höhere Kosten durch Group Management Fees.
Der Vorstand plant für 2021 eine leichte Steigerung der fest angestellten Mitarbeiter. Aufgrund der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung werden weiterhin neue Mitarbeiter eingestellt und der Bedarf laufend mit der Geschäftsentwicklung abgeglichen und ggf. im Jahresverlauf angepasst. Die Neueinstellungen sollen mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen und die Fluktuation das Niveau des Vorjahres nicht überschreiten.
Der Vorstand geht davon aus, dass die Kundenzufriedenheit auch 2020 auf hohem Niveau gehalten werden kann und die Kundenbasis insgesamt stabil bleibt mit einer hohen Wiederbeauftragungsrate. Der Anteil des Neukundengeschäfts am Gesamtumsatz soll trotz der schwierigen Marktsituation gesteigert werde. Hierzu sind ist auch die personelle und inhaltliche Stärkung des Vertriebs geplant.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen oder nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Gesellschaft von den Erwartungen abweicht.
München, den 20. Mai 2021
AUSY Technologies Germany AG
Dr. Lothar Ludwig, Vorstand, CEO
Rüdiger Azone, Vorstand
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 15.277.512,24 | 17.237.233,06 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 13.768.634,50 | 16.317.400,50 |
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.692,50 | 248.056,50 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.759.942,00 | 16.069.344,00 |
| II. Sachanlagen | 1.446.599,61 | 857.554,43 |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.446.599,61 | 759.158,61 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 98.395,82 |
| III. Finanzanlagen | 62.278,13 | 62.278,13 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 62.278,13 | 62.278,13 |
| B. Umlaufvermögen | 44.444.165,48 | 38.246.275,05 |
| I. Vorräte | 448.321,54 | 179.856,70 |
| 1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 448.321,54 | 179.856,70 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 43.594.857,71 | 36.300.232,60 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 32.631.114,26 | 29.792.687,78 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 10.914.740,32 | 5.970.531,19 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 49.003,13 | 537.013,63 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 400.986,23 | 1.766.185,75 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 100.012,54 | 142.241,82 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 100.137,50 | 40.806,23 |
| Bilanzsumme, Summe Aktiva | 59.921.827,76 | 55.666.556,16 |
| Passiva | ||
| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 4.773.979,48 | 4.773.979,48 |
| I. gezeichnetes Kapital | 500.000,00 | 500.000,00 |
| 1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt | -50.000,00 | -50.000,00 |
| 2. eingefordertes Kapital | 450.000,00 | 450.000,00 |
| II. Gewinnrücklagen | 50.000,00 | 50.000,00 |
| 1. gesetzliche Rücklage | 50.000,00 | 50.000,00 |
| III. Bilanzgewinn | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 |
| davon Gewinnvortrag | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 |
| B. Rückstellungen | 11.799.147,24 | 7.984.992,81 |
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 68.064,39 | 32.403,54 |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 215.120,37 |
| 3. sonstige Rückstellungen | 11.731.082,85 | 7.737.468,90 |
| C. Verbindlichkeiten | 41.817.018,07 | 41.037.404,18 |
| 1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.775.193,66 | 1.301.297,12 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.452.298,82 | 5.674.111,92 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 29.642.944,88 | 30.280.680,38 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 2.946.580,71 | 3.781.314,76 |
| davon aus Steuern | 658.859,00 | 612.553,01 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 74.907,82 | 71.515,41 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.531.682,97 | 1.870.179,69 |
| Bilanzsumme, Summe Passiva | 59.921.827,76 | 55.666.556,16 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.1.2020 - 31.12.2020 EUR |
1.1.2019 - 31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 125.568.660,83 | 109.160.449,10 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 268.464,84 | -384.923,60 |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 850.367,81 | 983.060,89 |
| 4. Materialaufwand | 66.045.586,80 | 53.523.286,93 |
| a) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 66.045.586,80 | 53.523.286,93 |
| 5. Personalaufwand | 41.909.091,96 | 38.079.746,55 |
| a) Löhne und Gehälter | 35.640.842,18 | 32.316.836,92 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 6.268.249,78 | 5.762.909,63 |
| davon für Altersversorgung | 277.689,84 | 341.994,50 |
| 6. Abschreibungen | 3.092.480,65 | 3.005.245,78 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.092.480,65 | 3.005.245,78 |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.332.222,50 | 8.683.606,99 |
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 58.826,56 | 71.805,57 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 417.923,02 | 510.193,71 |
| davon an verbundene Unternehmen | 366.647,14 | 417.038,17 |
| davon aus Abzinsung | 20.557,23 | 24.187,29 |
| 10. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 2.338,20 | 49.810,12 |
| 11. Ergebnis nach Steuern | 6.946.676,91 | 5.978.501,88 |
| 12. sonstige Steuern | 212,81 | 197.847,79 |
| 13. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 6.946.464,10 | 5.780.654,09 |
| 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 0,00 | 0,00 |
Ergebnisverwendung
| 1.1.2020 - 31.12.2020 EUR |
1.1.2019 - 31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 0,00 | 0,00 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 |
| 16. Bilanzgewinn | 4.273.979,48 | 4.273.979,48 |
Anhang
ALLGEMEINE ANGABEN
Die AUSY Technologies Germany AG mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München Handelsregister unter HRB 167896 eingetragen.
Der Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG, München, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.
Anlagevermögen
Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis sechs Jahre.
Für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von sechs bis zehn Jahren festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von mehr als fünf Jahren liegen in der voraussichtlichen Dauer der dahinterstehenden Verträge und Geschäftsbeziehungen.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-15 Jahre.
Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.
Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wurde ein GWG-Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EstG gebildet. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Abschreibungen auf einen evtl. niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich, vorgenommen.
Umlaufvermögen
Die Vorräte umfassen die in Arbeit befindlichen Aufträge. Hier werden die bis dahin, geleisteten Arbeitsstunden mit ihren Einzelkosten sowie zugehörigen Gemeinkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.
Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach betreffen.
Rückstellungen
Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Ein die Verpflichtungen übersteigender Betrag wird als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nominalwert angesetzt.
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Anteile aus mit Kunden vereinbarten Abrechnungen für Aufträge ausgewiesen, soweit die Leistungserbringung geschäftsjahresübergreifend erfolgt.
Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern der AUSY Technologies Germany AG bei der AUSY GmbH erfasst.
Angaben zur Bilanz
Angaben zu Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens und die für das Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind im Anlagenspiegel dargestellt.
Aus der Verschmelzung der Vision iT media GmbH zum 1. Januar 2015 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 3.540.015,12, der über eine Laufzeit von sechs Jahren abgeschrieben wird.
Im Rahmen der Verschmelzung der Vision iT media GmbH zum 1. Januar 2015 wurden Kundenbeziehungen im Wert von € 1.326.000 identifiziert und aktiviert, die über eine Laufzeit von sechs Jahren abgeschrieben werden.
Am 15. Dezember 2017 erwarb die AUSY Technologies Germany AG 100 % der Anteile an der eSolve AG und der santix AG mit Sitz in München.
Aus der Verschmelzung der eSolve AG zum 1. Januar 2019 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 15.296.705,57, der über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben wird.
Aus der Verschmelzung der santix AG zum 1. Januar 2019 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 1.903.222,89, der über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben wird.
Die AUSY Technologies Germany AG hält:
100 % an den Anteilen der AUSY Switzerland AG mit einem Eigenkapital zum 31. Dezember 2020 von CHF 97.721,46 (EUR 90.466,08). Der Jahresfehlbetrag 2020 der AUSY Switzerland AG betrug CHF -291.053,03 (EUR -269.443,65); Kurs: 1 EUR = 1,0802.
| Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020 € |
Zugänge € |
davon FK-Zinsen € |
Abgänge € |
Umbuchungen € |
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020 € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.597.019,56 | 10.653,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.607.672,96 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 21.039.943,58 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.039.943,58 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 22.636.963,14 | 10.653,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 22.647.616,54 |
| Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.863.174,16 | 1.074.655,62 | 0,00 | 0,00 | 145.846,63 | 4.083.676,41 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 98.395,82 | 10.849,67 | 0,00 | 0,00 | -109.245,49 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 2.961.569,98 | 1.085.505,29 | 0,00 | 0,00 | 36.601,14 | 4.083.676,41 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 62.278,13 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 62.278,13 |
| Summe Finanzanlagen | 62.278,13 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 62.278,13 |
| Summe Anlagevermögen | 25.660.811,25 | 1.096.158,69 | 0,00 | 0,00 | 36.601,14 | 26.793.571,08 |
| kumulierte Abschreibungen 01.01.2020 € |
Abschreibungen Geschäftsjahr € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Umbuchungen € |
kumulierte Abschreibungen 31.12.2020 € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.348.963,06 | 250.017,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.598.980,46 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 4.970.599,58 | 2.309.402,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.280.001,58 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 6.319.562,64 | 2.559.419,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 8.878.982,04 |
| Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.104.015,55 | 533.061,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.637.076,80 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 2.104.015,55 | 533.061,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.637.076,80 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Anlagevermögen | 8.423.578,19 | 3.092.480,65 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.516.058,84 |
| Zuschreibungen Geschäftsjahr € |
Buchwert 31.12.2020 € |
Buchwert 31.12.2019 € |
|
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 8.692,50 | 248.056,50 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 13.759.942,00 | 16.069.344,00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 0,00 | 13.768.634,50 | 16.317.400,50 |
| Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 1.446.599,61 | 759.158,61 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 98.395,82 |
| Summe Sachanlagen | 0,00 | 1.446.599,61 | 857.554,43 |
| Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 62.278,13 | 62.278,13 |
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 62.278,13 | 62.278,13 |
| Summe Anlagevermögen | 0,00 | 15.277.512,24 | 17.237.233,06 |
Angabe zu Forderungen
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von € 10.568.385,37 (Vorjahr: € 5.822.437,09) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 346.354,95 (Vorjahr: € 148.094,10) enthalten.
Rückstellungen für Pensionen
Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Als Zinssatz wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB (auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittsraumes) für Dezember 2020 veröffentlichte Rechnungszins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 2,3 % zugrunde gelegt. Dabei wurde eine jährliche Gehalts- und Rentensteigerung von 0,00 % p.a. und eine Anwartschaftsdynamik von 3 % berücksichtigt.
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen unter Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2020 T€ 52. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre, jedoch keine Abführungssperre.
Zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen sind entsprechende Mittel in Investmentfonds angelegt, welche dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Depots sind an die Begünstigten verpfändet). Diese stellen Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dar. Die Bewertung erfolgt daher gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem Zeitwert am Bilanzstichtag. Der Zeitwert der Finanzanlagen zum 31.12.2020 beträgt € 737.972,61. Die ursprünglichen Anschaffungskosten betrugen € 691.099,48.
Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB für sogenannte wertpapiergebundene Zusagen. Die Höhe der Altersversorgungsverpflichtungen bestimmt sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren im Sinn des § 266 Abs. 2 A. III. 5 HGB, soweit er die garantierte Mindestverzinsung übersteigt. Das zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienende Vermögen wird mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.
Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
| € | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag zum 31.12.2020 für Mindestleistung | 806.037,00 |
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 737.972,61 |
| Erfüllungsbetrag zum 31.12.2020 = Maximum (Erfüllungsbetrag für Mindestleistung, Zeitwert des Deckungsvermögens) | 806.037,00 |
| Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung: | 68.064,39 |
Unter sonstige Zinsen und ähnliche Erträge wird der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen mit € 20.346,00 und der Ertrag aus der Wertentwicklung des Deckungsvermögens mit € 13.737,15 erfasst. Im Vorjahr wurde im Jahresabschluss der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen mit € 22.200,00 und der Aufwand aus der Wertentwicklung des Deckungsvermögens mit € 68.750,25 im Zinsaufwand erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, ausstehende Leistungen bzw. Dienstleister-Rechnungen sowie Rückstellungen für Rückvergütungen an Kunden und Nacharbeiten.
Die Altersteilzeitverpflichtungen (€ 24.825,00) werden mit dem Bankguthaben (€ 125.000,00), das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und ausschließlich der Erfüllung aus Altersteilzeitverpflichtungen dient, saldiert und als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ gezeigt.
Angaben zu Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 29.642.944,88 (Vorjahr: € 30.280.680,38) sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 8.652.388,79 (Vorjahr: € 9.263.296,17), davon sind aus Ergebnisabführung € 6.946.464,10 (Vorjahr: € 5.780.654,09), Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.705.924,69 (Vorjahr: € 2.568.027,73) und Lieferungen und Leistungen € 0,00 (Vorjahr: € 914.614,35) enthalten.
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus einem Intercompany-Darlehen inklusive Zinsen von € 20.366.101,49 (Vorjahr: € 20.373.264,67).
Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (ohne Gesellschafter) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 624.454,60 (Vorjahr: € 566.299,03).
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2020 - Handelsrecht
AUSY Technologies Germany AG München
| Verbindlichkeiten 2020 € |
Restlaufzeit bis 1 Jahr € |
Restlaufzeit 1-5 Jahre € |
Restlaufzeit > 5 Jahre € |
|
|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.775.193,66 | 1.775.193,66 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.445.600,05 | 7.445.600,05 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 29.642.944,88 | 17.367.356,60 | 12.275.588,28 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.946.580,71 | 896.206,37 | 1.500.000,00 | 550.374,34 |
| Summe | 41.810.319,30 | 27.484.356,68 | 13.775.588,28 | 550.374,34 |
| Verbindlichkeiten 2019 € |
Restlaufzeit bis 1 Jahr € |
Restlaufzeit 1-5 Jahre € |
Restlaufzeit > 5 Jahre € |
|
|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.301.297,12 | 1.301.297,12 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.295.843,93 | 5.674.111,92 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 30.280.680,38 | 18.005.092,10 | 12.275.588,28 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.781.314,76 | 2.281.314,76 | 1.500.000,00 | 0,00 |
| Summe | 40.659.136,19 | 27.261.815,90 | 13.775.588,28 | 0,00 |
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsätze werden zu ca. 99 % in Deutschland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von € 77.943,66 (Vorjahr: € 284.475,73) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Seit dem 1. Januar 2015 besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft AUSY GmbH, München. Die Steuern des laufenden Jahres trägt der Organträger.
Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen unter anderem folgende Sachverhalte:
| sonstige finanzielle Verpflichtungen | bis zu 1 Jahr | größer 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Mietverträge | 2.395.528,12 | 8.374.034,36 | 7.622.094,99 |
| Leasingverträge | 204.899,26 | 203.853,55 | 0 |
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich somit auf € 18.800.410,28.
Die Miet- und Leasingverträge tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Der Nutzung unserer Gebäude liegen Operating-Leasingverträge zugrunde.
Weitere Angaben
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen € 61.480,00.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Vorstandsmitglieder geführt:
| Name | von | bis | ausgeübter Beruf |
|---|---|---|---|
| Herr Rüdiger Azone | 22.09.2014 | aktuell | CEO und Vorstand BU Financial Services und BU Telecommunication sowie Finance, Legal, Procurement und Sales & Project Support |
| Herr Dr. Lothar Ludwig | 17.07.2017 | aktuell | Vorstand BU Travel, Transport & Logistik, BU Automotive, HR, IT und Marketing |
| Herr Thomas Worofsky | 17.07.2017 | 31.12.2020 | Vorstand BU Cross Industries |
Für den Vorstand betragen die Bezüge für das Geschäftsjahr € 1.022.401,77.
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
| Name | von | bis | Bezeichnung | ausgeübter Beruf |
|---|---|---|---|---|
| Hr. Jérôme Gontard | 03.09.2015 | aktuell | AR-Vorsitzend. | International Director AUSY S.A.S |
| Fr. Helen Bonilla | 13.09.2015 | 20.05.2020 | stellv. AR-Vorsitzend. | Unternehmensjuristin AUSY S.A.S |
| Fr. Fabienne Szwarcenberg | 18.05.2017 | aktuell | Leitung Rechtsabteilung AUSY S.A.S | |
| Robert Bach | 20.05.2020 | aktuell | stellv. AR-Vorsitzend. | CFO AUSY Germany |
Konzernzugehörigkeit
Der Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG wird in den Konzernabschluss der Randstad Holding N.V., Diemermere 25, NL-1112 TC Diemen, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) erstellt. Dieser basiert auf den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU angewandt werden. Der Konzernabschluss und -lagebericht des Mutterunternehmens ist unter dieser Adresse erhältlich.
Die AUSY Technologies Germany AG macht daher nach § 291 Abs. 1 HGB von der Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung Gebrauch, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 493 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Organmitglieder).
Weitere Angabepflichten nach dem Aktiengesetz
Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Verwertung eigener Aktien:
Am 27. Mai 2008 wurden 15.000 eigene Aktien zum Preis von € 9,60 je Stück im Nennwert von € 15.000,00 erworben. Die Aktien haben einen Anteil am Grundkapital i.H.v. 3 %.
Mit Vertrag vom 19. Mai 2010 wurden mit Valuta vom 2. Juni 2010 weitere 35.000 eigene Aktien zum Preis von € 9,60 je Stück im Nennwert von € 35.000 erworben. Die Aktien haben einen Anteil am Grundkapital in Höhe von 7 %.
Die Anteilserwerbe erfolgten zum Zwecke der Weiterveräußerung.
Die AUSY GmbH, München, ist alleinige Aktionärin und hält Anteile am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 90 %.
Angaben über die Gattung der Aktien:
Das Grundkapital von € 500.000,00 ist eingeteilt in:
| € | € | ||
|---|---|---|---|
| 500.000 | Stück Stammaktien zum Nennwert von je | 1,00 | 500.000,00 |
Es handelt sich um Namensaktien.
Die AUSY GmbH, München, und AUSY S.A.S, Sèvres, Frankreich, haben der AUSY Technologies Germany AG am 29. August 2014 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien und eine Mehrheitsbeteiligung an der AUSY Technologies Germany AG besitzen.
Nachtragsbericht
Hier ist auf Covid-19 hinzuweisen. Diese Corona-Pandemie hat seit Anfang des Jahres 2020 einen großen Einfluss auf die Wirtschaft. Die Auswirkungen auf unser Unternehmen werden in der vertiefenden Berichterstattung im Lagebericht dargestellt.
Unterschrift des Vorstands
München, 11. Mai 2021
gez. Herr Dr. Lothar Ludwig, Vorstand, CEO
München, 11. Mai 2021
gez. Herr Rüdiger Azone, Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
Während des gesamten Geschäftsjahres 2020 stand der Aufsichtsrat dem Vorstand der AUSY Technologies Germany AG beratend zur Seite und überwachte dessen Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum keine Ausschüsse gebildet.
Der Aufsichtsrat hat sich während der Berichtszeit regelmäßig und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichterstattung des Vorstands über die Lage der Gesellschaft sowie über wichtige Geschäftsvorfälle informieren lassen.
Der Aufsichtsrat hat im Laufe des Berichtszeitraums am 07. Februar 2020, am 09. März 2020 am 20. Mai 2020, am 30. Juli 2020, am 10. Dezember 2020 und am 17. Dezember 2020 Sitzungen abgehalten und zumeist im Umlaufverfahren entschieden. In diesen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2020, mit der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, mit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Tom Worofsky und dem damit zusammenhängenden neuen Vorstandsgeschäftsverteilungsplan, mit der Wahl von Jérôme Gontard zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Robert Bach zu dessen Stellvertreter, weiters mit der Verlängerung der Vorstandsverträge von Dr. Lothar Ludwig und Rüdiger Azone, mit dem Abschluss von Mietverträgen sowie Kündigung von Büroflächen, und der Erteilung von Gesamtprokura an Frau Nicol Michallik, Head of Finance.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
Am 07. Februar 2020 stimmte der Aufsichtsrat der Erteilung von Gesamtprokura an Frau Nicol Michallik, Head of Finance, zu.
Am 09. März 2020 stimmte der Aufsichtsrat der Erweiterung der Büroflächen am Standort München in der Riesstrasse 15, 17 und dem Abschluss eines entsprechenden Mietvertrages mit der R+V Allgemeine Versicherung AG, Raiffeisenplatz 2, 65189 Wiesbaden, sowie der Kündigung der Büroflächen am Standort München, Messerschmittstrasse gemäß Sonderkündigungsrecht zum 31.10.2020, zu. Abweichend vom Beschluss des Aufsichtsrats vom 17.12.2019 wurde der Reduzierung des Teambonus aufgrund der veränderten Geschäftslage Ende 2019 auf 1250 EUR pro FTE zugestimmt.
Am 20. Mai 2020 gibt der Aufsichtsrat seine Kenntnisnahme des Ausscheidens von Vorstandsmitglied Tom Worofsky auf dessen Wunsch hin und der damit verbundenen Abwicklung und regulären Beendigung des Vorstands-Dienstvertrages zum 31.12.2020 ohne weitere Verlängerung zur Kenntnis.
Am 29. Mai 2020 stimmte der Aufsichtsrat der Ernennung von Robert Bach, CFO, zum Mitglied des Aufsichtsrats, zu. Frau Helen Bonilla hatte ihr Amt mit Wirkung zum 29.05.2020 niedergelegt. Am selben Tage hat die Hauptversammlung über die Wahl von Robert Bach zum Aufsichtsratsmitglied einen Beschluss gefasst.
In der Sitzung am 30. Juli 2020 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen Januar - Mai 2020 sowie dem Budget und den strategischen Zielen für 2020. Zudem wurde der Jahresabschluss 2019 festgestellt. Außerdem stand die Wahl von Herrn Jérôme Gontard zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und von Herrn Robert Bach zu dessen Stellvertreter auf der Tagesordnung und der Aufsichtsrat erteilte Zustimmung zum Abschluss eines neuen Mietvertrages über die Büroflächen am Standort Stuttgart in der Schockenriederstrasse 8 A-D plus 16 Stellplätzen unter Beendigung des alten Mietvertrags vom 14./18.09.2015.
Am 10. Dezember 2020 wurde ein neuer Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und die Ressortverteilung der AUSY Technologies Germany AG neu geregelt. Die Vorständer Rüdiger Azone und Dr. Lothar Ludwig wurden wiederbestellt und deren Vorstandsverträge verlängert. Zudem wurde Herr Dr. Lothar Ludwig zum Vorstandvorsitzenden ernannt. Beide Vorstände vertreten die Gesellschaft jeweils einzeln.
Schließlich wurden am 17. Dezember 2020 die Ergebnisse Januar - November 2020 vorgestellt sowie allgemein über das abgelaufene Geschäftsjahr, dessen Geschäftszahlen sowie die wirtschaftlichen Aussichten der AUSY Technologies Germany AG für das Jahr 2021 beraten. Der Aufsichtsrat stimmte dem vorgeschlagenen Team Bonus für 2020 zu, zudem wurde der neue Geschäftsverteilungsplan, auch in den Untereinheiten der Organisation, detailliert erläutert und über den Status und Ausblick über Einsparmöglichkeiten im Rahmen der Geschäftsraummietverträge diskutiert.
Prüfung des Jahresabschlusses 2020
Der vom Vorstand der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 aufgestellte Jahresabschluss nach HGB wurde zusammen mit dem Lagebericht von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss nach HGB ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermittelt, und erteilen einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der von dem Vorstand der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss für die Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 wurde zusammen mit dem Lagebericht dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Auch die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss sowie den zugehörigen Lagebericht geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft in der von der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften Fassung nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer Dr. Thomas Reitmayr, der dem Aufsichtsrat über Verlauf und Ergebnis der Abschlussprüfung berichtete, durch Beschluss vom 28.05.2020 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2020 ist damit festgestellt.
Verwendung des Bilanzgewinns
Angesichts des seit 14. September 2015 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Ausy GmbH ist über den im Jahresabschluss per 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung i.H.v. € 6.946.464,10 kein Beschluss mehr zu fassen.
Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat durch Beschluss am 28.05.2021 festgestellt.
Danksagung
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.
Sèvres, den 28.05.2020
Jérôme Gontard, Vorsitzender des Aufsichtsrats
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2021 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
An die AUSY Technologies Germany AG, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AUSY Technologies Germany AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 12. Mai 2021
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer
ppa. Sabine Lauer, Wirtschaftsprüferin