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Randstad N.V. Annual Report 2021

May 12, 2023

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Annual Report

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Publication

AUSY Technologies Germany AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

der AUSY Technologies Germany AG, München

ALLGEMEINE ANGABEN

Die AUSY Technologies Germany AG mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München Handelsregister unter HRB 167896 eingetragen.

Der Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG, München, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis sechs Jahre.

Für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von sechs bis zehn Jahren festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von mehr als fünf Jahren liegen in der voraussichtlichen Dauer der dahinterstehenden Verträge und Geschäftsbeziehungen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wurde ein GWG-Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EstG gebildet. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Abschreibungen auf einen evtl. niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte umfassen die in Arbeit befindlichen Aufträge. Hier werden die bis dahin geleisteten Arbeitsstunden mit ihren Einzelkosten sowie zugehörigen Gemeinkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach betreffen.

Rückstellungen

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Ein die Verpflichtungen übersteigender Betrag wird als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Im Berichtsjahr bestehen keine Altersteilzeitverpflichtungen und Deckungsvermögen mehr.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Anteile aus mit Kunden vereinbarten Abrechnungen für Aufträge ausgewiesen, soweit die Leistungserbringung geschäftsjahresübergreifend erfolgt.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern der AUSY Technologies Germany AG bei der AUSY GmbH erfasst.

Angaben zur Bilanz

Angaben zu Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die für das Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Am 15. Dezember 2017 erwarb die AUSY Technologies Germany AG 100 % der Anteile an der eSolve AG und der santix AG mit Sitz in München.

Aus der Verschmelzung der eSolve AG zum 1. Januar 2019 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 15.296.705,57, der über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben wird. Durch die Übertragung der Versorgungsanwartschaft auf einen Pensionsfonds und die Loss Carried Forward Compensation erfolgte in 2021 eine Anpassung der Anschaffungskosten auf € 15.235.438,56.

Aus der Verschmelzung der santix AG zum 1. Januar 2019 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von € 1.903.222,89, der über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben wird.

Die AUSY Technologies Germany AG hält:

100 % an den Anteilen der AUSY Switzerland AG mit einem (negativen) Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 von CHF -282.370 (EUR 273.323). Der Jahresfehlbetrag 2021 der AUSY Switzerland AG betrug CHF -587.036 (EUR -568.228); Kurs: 1 EUR = 1,0331.

Angabe zu Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von € 6.888.254,08 (Vorjahr: € 10.568.385,37) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 40.288,00 (Vorjahr: € 346.354,95) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund der Übertragung der Versorgungsanwartschaft auf einen Pensionsfonds gewinnwirksam mit ihrem Erfüllungsbetrag von € 864.622,08 zum 30.06.2021 aufgelöst.

Im Zuge der Übertragung der Versorgungsanwartschaft ging auch das an die Begünstigten verpfändete Deckungsvermögen, angelegt in einem Depot, mit einem Wert von € 779.425,79 an die Gesellschaft über.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, ausstehende Leistungen bzw. Dienstleister-Rechnungen sowie Rückstellungen für Rückvergütungen an Kunden und Nacharbeiten.

Angaben zu Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 25.844.799,18 (Vorjahr: € 29.642.944,88) sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 9.737.374,16 (Vorjahr: € 8.652.388,79), davon sind aus Ergebnisabführung € 8.875.550,58 (Vorjahr: € 6.946.464,10) und Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten in Höhe von € 861.823,58 (Vorjahr: € 1.705.924,69) enthalten.

Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus einem Intercompany-Darlehen inklusive Zinsen von € 16.071.315,87 (Vorjahr: € 20.366.101,49).

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (ohne Gesellschafter) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 36.109,15 (Vorjahr: € 620.407,35).

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2021

Verbindlichkeiten 2021 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.519,43 44.519,43 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.256.642,26 1.256.642,26 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.261.776,47 4.261.776,47 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.844.799,18 9.844.799,18 16.000.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.801.752,70 872.145,33 1.438.732,99 490.874,38
Summe 34.209.490,04 16.279.882,67 17.438.732,99 490.874,38
Verbindlichkeiten 2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.775.193,66 1.775.193,66 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.452.298,82 7.452.298,82 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.642.944,88 17.394.100,73 12.248.844,15 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.946.580,71 896.206,37 1.500.000,00 550.374,34
Summe 41.817.018,07 27.517.799,58 13.748.844,15 550.374,34

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze werden zu ca. 99 % in Deutschland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von € 922.400,21 (Vorjahr: € 77.943,66) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten, worunter die Pensionsrückstellung mit € 864.622,08 zum 30. Juni 2021 aufgelöst wurde.

Die Aufwendungen für die Altersversorgung von € 1.153.616,00 (Vorjahr: € 277.689,84) sind mit einer Einmalzahlung von € 864.622,08 an einen Pensionsfonds belastet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Seit dem 1. Januar 2015 besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft AUSY GmbH, München. Die Steuern des laufenden Jahres trägt der Organträger.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis zu 1 Jahr größer 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Mietverträge 2.505.280,83 7.062.677,94 4.043.688,48
Leasingverträge 253.289,58 312.859,54 0,00

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich somit auf € 14.177.796,37.

Die Miet- und Leasingverträge tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Der Nutzung unserer Gebäude liegen Operating-Leasingverträge zugrunde.

Weitere Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 63.000,00 (ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen).

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Vorstandsmitglieder geführt:

Name von bis ausgeübter Beruf
Herr Rüdiger Azone 22.9.2014 aktuell Vorstand HR, Finance, Legal, Procurement und Sales & Project Support, beratende Funktion
Herr Dr. Lothar Ludwig nachrichtlich 17.7.2017 aktuell CEO (seit 1.1.2021) und Vorstand BU Travel, Transport & Logistik, BU Automotive, BU Cross Industries, HR, IT und Marketing
Herr Dr. Harald Haller 1.1.2022 aktuell Vorstand BU Telecommunication & Media und Cross Industries sowie das Geschäft der Schweizer Tochter AUSY Switzerland

Für den Vorstand betragen die Bezüge für das Geschäftsjahr € 725.585,45.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Name von bis Bezeichnung ausgeübter Beruf
Hr. Jérôme Gontard 3.9.2015 aktuell AR-Vorsitzend. International Director AUSY S.A.S.
Fr. Fabienne Szwarcenberg 18.5.2017 aktuell Leitung Rechtsabteilung AUSY S.A.S.
Hr. Arturo Ayala 30.6.2021 aktuell stellv. AR-Vorsitzend. CFO AUSY Group
Hr. Robert Bach 20.5.2020 30.06.2021 stellv. AR-Vorsitzend. CFO AUSY Germany

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG wird in den Konzernabschluss der Randstad Holding N.V., Diemermere 25, NL-1112 TC Diemen, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) erstellt. Dieser basiert auf den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU angewandt werden. Der Konzernabschluss und -lagebericht des Mutterunternehmens ist unter dieser Adresse erhältlich.

Die AUSY Technologies Germany AG macht daher nach § 291 Abs. 1 HGB von der Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung Gebrauch, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich 493 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Organmitglieder).

Weitere Angabe Pflichten nach dem Aktiengesetz

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Verwertung eigener Aktien:

Am 27. Mai 2008 wurden 15.000 eigene Aktien zum Preis von € 9,60 je Stück im Nennwert von € 15.000,00 erworben. Die Aktien haben einen Anteil am Grundkapital i.H.v. 3 %.

Mit Vertrag vom 19. Mai 2010 wurden mit Valuta vom 2. Juni 2010 weitere 35.000 eigene Aktien zum Preis von € 9,60 je Stück im Nennwert von € 35.000 erworben. Die Aktien haben einen Anteil am Grundkapital in Höhe von 7%.

Die Anteilserwerbe erfolgten zum Zwecke der Weiterveräußerung.

Die AUSY GmbH, München, ist alleinige Aktionärin und hält Anteile am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 90 %.

Angaben über die Gattung der Aktien:

Das Grundkapital von € 500.000,00 ist eingeteilt in:

500.000 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 500.000,00

Es handelt sich um Namensaktien.

Die AUSY GmbH, München, und AUSY S.A.S., Sevres, Frankreich, haben der AUSY Technologies Germany AG am 29. August 2014 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien und eine Mehrheitsbeteiligung an der AUSY Technologies Germany AG besitzen.

Nachtragsbericht

Hier ist auf Covid-19 hinzuweisen. Diese Corona-Pandemie hat seit Anfang des Jahres 2020 einen großen Einfluss auf die Wirtschaft. Die Auswirkungen auf unser Unternehmen werden in der vertiefenden Berichterstattung im Lagebericht dargestellt.

Unterschrift des Vorstands

München, 30. Mai 2022

gez. Herr Dr. Lothar Ludwig, Vorstand, CEO

gez. Herr Rüdiger Azone, Vorstand

gez. Herr Dr. Harald Haller, Vorstand

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2021
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 1.607.672,96 4.590,00 0,00 0,00 1.612.262,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.039.943,58 27.712,00 88.979,01 0,00 20.978.676,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.647.616,54 32.302,00 88.979,01 0,00 22.590.939,53
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.083.676,41 435.782,35 5.414,97 0,00 4.514.043,79
Summe Sachanlagen 4.083.676,41 435.782,35 5.414,97 0,00 4.514.043,79
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 62.278,13 450.000,00 0,00 0,00 512.278,13
Summe Finanzanlagen 62.278,13 450.000,00 0,00 0,00 512.278,13
Summe Anlagevermögen 26.793.571,08 918.084,35 94.393,98 0,00 27.617.261,45
Abschreibungen
Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2021
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 1.598.980,46 7.015,00 0,00 0,00 1.605.995,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.280.001,58 1.712.334,99 0,00 0,00 8.992.336,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.878.982,04 1.719.349,99 0,00 0,00 10.598.332,03
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.637.076,80 553.473,35 1.941,97 0,00 3.188.608,18
Summe Sachanlagen 2.637.076,80 553.473,35 1.941,97 0,00 3.188.608,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 11.516.058,84 2.272.823,34 1.941,97 0,00 13.786.940,21
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 6.267,50 8.692,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.986.340,00 13.759.942,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.992.607,50 13.768.634,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.325.435,61 1.446.599,61
Summe Sachanlagen 1.325.435,61 1.446.599,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 512.278,13 62.278,13
Summe Finanzanlagen 512.278,13 62.278,13
Summe Anlagevermögen 13.830.321,24 15.277.512,24

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AUSY Technologies Germany AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AUSY Technologies Germany AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AUSY Technologies Germany AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 30. Mai 2022

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sabine Lauer, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie Kundenbeziehungen 6.267,50 8.692,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.986.340,00 13.759.942,00
11.992.607,50 13.768.634,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.325.435,61 1.446.599,61
1.325.435,61 1.446.599,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 512.278,13 62.278,13
13.830.321,24 15.277.512,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 331.662,71 448.321,54
331.662,71 448.321,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.276.050,83 32.631.114,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.928.542,08 10.914.740,32
3. Sonstige Vermögensgegenstände 45.240,88 49.003,13
36.249.833,79 43.594.857,71
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 311.573,35 400.986,23
36.893.069,85 44.444.165,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 205.581,83 100.012,54
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 100.137,50
50.928.972,92 59.921.827,76

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
2. abzgl. rechnerischer Wert eigener Anteile -50.000,00 -50.000,00
450.000,00 450.000,00
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 50.000,00 50.000,00
III. Bilanzgewinn 4.273.979,48 4.273.979,48
4.773.979,48 4.773.979,48
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 68.064,39
2. Steuerrückstellungen 28.860,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 10.244.756,05 11.731.082,85
10.273.616,05 11.799.147,24
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.519,43 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.256.642,26 1.775.193,66
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.261.776,47 7.452.298,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.844.799,18 29.642.944,88
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.801.752,70 2.946.580,71
davon aus Steuern: EUR 603.865,97 (Vorjahr: EUR 658.859,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 88.997,08 (Vorjahr: EUR 74.907,82)
34.209.490,04 41.817.018,07
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.671.887,35 1.531.682,97
50.928.972,92 59.921.827,76

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 119.946.900,89 125.568.660,83
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -116.658,83 268.464,84
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.902.006,60 850.367,81
121.732.248,66 126.687.493,48
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -58.869.370,43 -66.045.586,80
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -35.258.780,88 -35.640.842,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.166.061,69 -6.268.249,78
davon für Altersversorgung: EUR 1.153.616,00 (Vorjahr: EUR 277.689,84)
-42.424.842,57 -41.909.091,96
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.272.823,34 -3.092.480,65
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.904.391,78 -8.332.222,50
-112.471.428,12 -119.379.381,91
9.260.820,54 7.308.111,57
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.814,86 45.089,41
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -426.835,23 -404.185,87
davon an verbundene Unternehmen: EUR 399.923,19 (Vorjahr: EUR 366.393,01)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 20.557,23)
-385.020,37 -359.096,46
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -2.338,20
11. Ergebnis nach Steuern 8.875.800,17 6.946.676,91
12. Sonstige Steuern -249,59 -212,81
13. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 8.875.550,58 6.946.464,10
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -8.875.550,58 -6.946.464,10
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00
16. Gewinnvortrag 4.273.979,48 4.273.979,48
17. Bilanzgewinn 4.273.979,48 4.273.979,48

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Inhaltsverzeichnis

1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

2.2 Branchenentwicklung

3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Umsatz- und Ertragslage

4.2 Vermögenslage

4.3 Finanzlage

4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.5 Investitionen

5 Risiko- und Chancenbericht

5.1 Risikomanagementsystem

5.2 Allgemeine Risiken und Chancen

5.3 Spezielle Risiken und Chancen

5.3.1 Personalrisiken und -chancen

5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur

5.3.3 Projektrisiken

5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

5.3.5 Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine-Kriegs

5.3.6 Gesamtbild der Risikolage

6 Prognosebericht

Geschäftsbericht

1 Geschäftstätigkeit, Struktur, Strategie und Aktionärsentwicklung

Die AUSY Technologies Germany AG ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen, das sich in einem sehr heterogenen Markt mit einer Vielzahl von Wettbewerbern auf kundenspezifische Softwareentwicklung und IT-Beratung unter Verwendung agiler Methoden und innovativer Technologien spezialisiert hat. Ziel ist die Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Kunden und eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Unternehmen ist nach ISO-9001/2015 und ISO/IEC 27001:2017 zertifiziert. AUSY Technologies Germany AG wurde 1995 gegründet und beschäftigt heute circa 743 Mitarbeiter (fest angestellt, freiberuflich oder über Partnerunternehmen), die über eine hohe fachliche Qualifikation verfügen. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und starken Zusammenhalt im Team.

Seit 2014 ist die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft der AUSY GmbH (Amtsgericht München HRB 247684) und durch diese in den Konzern der AUSY SAS, Sevres („AUSY“), eingebunden. Die AUSY GmbH ist alleinige Aktionärin der Gesellschaft. 50.000 Aktien hält die Gesellschaft als eigene Anteile mit einem Anteil am Grundkapital von 50 T€ bzw. 10 % selbst.

Die AUSY SAS ist seit Ende Januar 2017 eine 100 %-Tochter der Randstad France SAS und somit Bestandteil der Randstad Gruppe.

Die Gesellschaft hat am 4. September 2015 mit der AUSY GmbH als herrschender Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 18. September 2015 zugestimmt.

Die AUSY Technologies Germany AG ist mit Hauptsitz in München und Büros in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hamburg sowie mit der 100%igen Tochtergesellschaft AUSY Switzerland AG in der Schweiz (Zürich) vertreten.

Zu den Referenzkunden zählen unter anderem BMW, Daimler, MAN, Porsche, BNP Paribas (Consorsbank, DAB Bank), ING, Telefönica Germany, Deutsche Bahn und die Stadtwerke München. Strategische Ziele sind insbesondere ein nachhaltiges organisches und profitables Wachstum, die Erschließung neuer Kunden im Westen und Norden Deutschlands sowie auch in der Schweiz und Österreich, der Ausbau der IT-Beratung und der bestehenden Branchenschwerpunkte und des Öffentlichen Bereichs, die Nutzung der Zusammenarbeitsmöglichkeiten innerhalb der AUSY-Gruppe (insbesondere auch Nearshoring mit AUSY Technologies Romania und AUSY Portugal), die Verstärkung der Marktwahrnehmung als leistungsfähiger und attraktiver IT-Dienstleister sowie der Erhalt der hohen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und der Vertrauenskultur.

Die Mitarbeiter der Gesellschaft agieren überwiegend in größeren IT-Projekten der Kunden. Um eine noch stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden zu erreichen, agiert die Gesellschaft organisatorisch mit Business Units (Financial Services, Telecommunication & Media, Automotive & Technology, Travel, Transport & Logistics sowie zusätzlich Cross Industries) und verstärkt mit dieser Ausrichtung die Branchenkompetenz für wichtige Industriesektoren.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark vom Covid 19- Infektionsgeschehen und den dadurch ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen geprägt. Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. Februar 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt um 2,9 % (preisbereinigt) gestiegen.1 Die Wirtschaftsleistung hat trotz der Zuwächse im Jahr 2021 noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht.

Der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. Februar 2022 zufolge bremsten Schutzmaßnahmen im Zuge der vierten Corona-Welle die privaten Konsumausgaben.2 Die privaten Konsumausgaben waren 2021 preisbereinigt um 0,2 % niedriger3 und die staatlichen Konsumausgaben hingegen 3,1 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft litt im Jahr 2021 unter pandemischen Einschränkungen und gravierenden Lieferengpässen. Im 1. Quartal verzeichnete man einen Einbruch um -1,7 %, wohingegen die zwei nachfolgenden Quartale Anstiege von 2,2 % und 1,7 % aufwiesen. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist jedoch auch im Schlussquartal um -0,3 % gesunken.4

Die Inflationsrate lag im Durchschnitt im Jahr 2021 bei 3,1 % und überstieg deutlich die Werte der letzten Jahre.5 Auf dem Arbeitsmarkt setzt sich jedoch die positive Entwicklung fort und im Dezember verringerte sich die registrierte Arbeitslosigkeit abermals.6 Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ist zum jetzigen Zeitpunkt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine von Unsicherheit bestimmt. Die Effekte auf die deutsche Konjunktur lassen sich derzeit nicht seriös beziffern. Der Konflikt spiegelt sich aber bereits in einer erhöhten Inflationsrate aufgrund von steigenden Energiepreisen wider. Mit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ist erst zu einem späteren Zeitpunkt zu rechnen.7

2.2 Branchenentwicklung

Für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics hatte der Bundesverband Bitkom für das Jahr 2021 eine Umsatzsteigerung von 2,7 % prognostiziert.8 Der realisierte Umsatz im Jahr 2021 belief sich gemäß Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Januar 2022 jedoch auf 178,4 Mrd. Euro, was eine Umsatzsteigerung von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt.9 Das ITK-Geschäftsklima entwickelte sich positiv und erreicht ein ähnlich hohes Niveau, wie vor der Corona-Pandemie im Jahr 2020.10 Der Bitkom-ifo-Digitalindex verbesserte sich und lag zum Jahresende 2021 bei 24,0 Punkten und stellt eine deutlich bessere Entwicklung als in der Gesamtwirtschaft dar.11 Trotz Lieferengpässen, Inflation, Herausforderungen der Pandemie und Fachkräftemangel wird für das Jahr 2022 ein Umsatzanstieg um 3,6 % auf 184,9 Milliarden Euro im ITK-Bereich prognostiziert.12 Aktuell beschäftigt die Branche circa 1,25 Millionen Menschen, was einen Anstieg von 34.000 Stellen zum Vorjahr darstellt.13 Trotz der noch anhaltenden Corona-Pandemie im Jahr 2021 stiegen die unbesetzten Stellen auf 96.000, was einem Anstieg von 12 % zum Vorjahr entspricht.14 Mit einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ist nicht zu rechnen, denn für das Jahr 2022 erwartet der Bundesverband Bitkom 39.000 zusätzliche Arbeitsplätze und den größten Zuwachs im Bereich Informationstechnik.15 Durch den Konflikt in der Ukraine ist auch mit negativen Auswirkungen für die ITK-Branche zu rechnen, da die Ukraine einen wichtigen Partner der deutschen Digitalwirtschaft darstellt.16

1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. Februar 2022.

2 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. Februar 2022.

3 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. März 2022.

4 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. Februar 2022.

5 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 14. Januar 2022.

6 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 14. Februar 2022.

7 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 16. März 2022.

8 Pressemitteilung von Bitkom vom 13. Januar 2021.

9 Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Januar 2022.

10 Pressemitteilung von Bitkom vom 4. Februar 2022.

11 Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Februar 2022.

12 Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Januar 2022.

13 Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Januar 2022.

14 Pressemitteilung von Bitkom vom 3. Januar 2022.

15 Pressemitteilung von Bitkom vom 11. Januar 2022.

16 Pressemitteilung von Bitkom vom 8. März 2022.

3 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2021 lagen mit einem Minus von 4 % auf einem niedrigeren Niveau als 2020 und damit unterhalb des angestrebten Ziels den Umsatz stabil zu halten.

Der erwartete Umsatzrückgang im 2. Halbjahr 2021 aufgrund der teilweisen Verlagerung der Anwendungsentwicklung eines Großkunden nach Indien konnte überwiegend durch eine Reduzierung der Fremdleisterkosten ausgeglichen werden. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist trotz des leicht rückläufigen Umsatzes deutlich um 28 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hauptursache waren geringere Fremdleistungskosten sowie niedrigere Management Fees der AUSY Gruppe. Die wirtschaftliche Lage wird daher vom Vorstand insgesamt als stabil und gut eingeschätzt.

4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Umsatz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2021 zeichnete sich durch einen Umsatzrückgang von 4 % aus. Mit den erzielten Umsatzerlösen im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte die AUSY Technologies Germany AG in 2021 einen Jahresumsatz von 119.947 T€.

Wie in den Vorjahren wurden die größten Umsatzanteile mit Bestandskunden erzielt. Auf Neukunden entfielen weniger als 1 % des Umsatzes, da die Neukundengewinnung durch die Corona- Einschränkungen deutlich erschwert wurde. Auslandsumsätze fielen im Berichtszeitraum 2021 nur in geringem Ausmaß an.

Die Umsätze verteilen sich auf die Kernbranchen (Financial Services, Telecommunication & Media, Automotive & Technology, Travel, Transport & Logistics sowie zusätzlich Cross Industries) und die hierfür verantwortlichen Business Units. Die Kundenstruktur der AUSY Technologies Germany AG ist insgesamt nach wie vor sehr ausgeglichen und bietet ausreichend Wachstumspotenzial. Allerdings beträgt der Umsatzanteil des größten Kunden 34 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 850 T€ auf 1.902 T€, der Anstieg resultiert insbesondere aus der Auflösung der Pensionsrückstellungen im Zuge der Umwandlung der Versorgungsanwartschaft auf einen Pensionsfonds.

Den um 5.622 T€ auf 119.947 T€ gesunkenen Umsatzerlösen stehen insgesamt 6.908 T€ niedrigere Aufwendungen vor Zinsen und Steuern gegenüber, wobei sich der Materialaufwand um 7.176 T€ auf 58.869 T€ verringerte und der Personalaufwand um 516 T€ auf 42.425 T€ erhöhte. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist durch Gehaltserhöhungseffekte, Strukturveränderungen im Mitarbeiterbestand und die Umwandlung der Versorgungsanwartschaft auf einen Pensionsfonds verursacht.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 11 % gesunken. Diese Verminderung basiert auf einer niedrigeren Anzahl von externen Mitarbeitern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Jahr 2020 um 572 T€ auf 8.904 T€ gestiegen. Die Zunahme resultiert zum überwiegenden Teil aus den Investitionen ins Recruiting und der Mitarbeitergewinnung.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 2.273 T€ enthalten, wie im Vorjahr, Abschreibungen auf Firmenwerte.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist als Folge obiger Veränderungen gegenüber 2020 um 1.929 T€ auf 8.876 T€ gestiegen.

4.2 Vermögenslage

Der Rückgang der Bilanzsumme um 8.993 T€ auf 50.929 T€ zum 31. Dezember 2021 ergibt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einem niedrigeren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, resultierend aus einem verbesserten Mahnwesen und dem Umsatzrückgang. Die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 3.986 T€ ist durch einen niedrigeren Cash-Pooling-Forderungsbestand (6.888 T€) bedingt.

Auf der Passivseite wirkten sich mindernd hauptsächlich die Reduzierungen der sonstigen Rückstellungen um 1.486 T€ sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3.190 T€ und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 3.798 T€ aus.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen primär mit 6.238 T€ (Vorjahr: 5.897 T€) Personalrückstellungen und mit 2.651 T€ (Vorjahr: 4.337 T€) ausstehende Rechnungen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus der Rückzahlung von Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht geändert. Die Eigenkapitalquote beträgt 9 % und liegt somit aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme über dem Vorjahresniveau (8 %). Die Gesamtkapitalrentabilität als Verhältnis von Jahresüberschuss zu Bilanzsumme liegt bei rund 17 % (Vorjahr: 12 %).

4.3 Finanzlage

Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 8.647 T€ erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt 823 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist negativ und beläuft sich auf 11.638 T€. Letzterer ist im Wesentlichen durch die gezahlte Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2019 mit 6.946 T€ beeinflusst.

Wie oben ersichtlich finanziert sich die Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit. Bei Bedarf stünden durch das Cash Pooling innerhalb der Randstad Gruppe zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 7.155 T€ (Vorjahr: 10.969 T€) und beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben/Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten von insgesamt 267 T€ (Vorjahr: 401 T€) und Forderungen aus dem Cash Pooling von 6.888 T€ (Vorjahr: 10.568 T€).

4.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das operative EBIT (Anpassung des EBITs um Sondereffekte/konzernbezogene Posten), die Anzahl und die Auslastung der eingesetzten Berater.

Daneben hat für unsere Gesellschaft die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit einen hohen Stellenwert. Die Kundenzufriedenheit wird insbesondere anhand des Anteils an Folgebeauftragungen aus Bestandskunden und der erfolgreichen Lieferungen der Projektergebnisse an die Kunden beurteilt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird anhand der Fluktuationsrate, der Weiterempfehlung von Bewerbern sowie des Feedbacks aus Personalgesprächen abgeleitet. Die Kundenzufriedenheit ist weiterhin sehr hoch. Die Wettbewerbssituation auf dem Bewerbermarkt und der Kampf um Talente, sowohl bei jüngeren als auch bei erfahrenen IT-Experten, ist weiterhin sehr ausgeprägt, sowohl zwischen IT-Dienstleistern als auch durch den zunehmenden Bedarf der Kunden selbst. Die insgesamt weiterhin hohe Mitarbeiterzufriedenheit wurde durch die überdurchschnittlichen Ergebnisse der Teilnahme am Wettbewerb Great Place to Work ® in 2020 bestätigt. Die AUSY Technologies Germany AG wurde als sehr guter Arbeitgeber in mehreren Kategorien in 2021 ausgezeichnet.

Die Personal- und Führungspolitik der Gesellschaft zeichnet sich durch eine dezentrale Organisation, flache Hierarchien, ein attraktives, leistungs- und ertragsorientiertes Gehaltssystem und die konsequente Ausrichtung an den Kundenwünschen aus. Durch die gelebte Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern und deren Entwicklung einen großen Stellenwert einräumt, entsteht eine enge Bindung der Mitarbeiter im Team. Alle Unternehmensbereiche und das Management der Gesellschaft sind mit gut ausgebildeten und professionellen Mitarbeitern besetzt.

Die AUSY Technologies Germany AG beschäftigte 2021 im Jahresmittel 493 Mitarbeiter in Festanstellung (ohne Organmitglieder) und lag somit auf dem Niveau des Vorjahres. Die für das Geschäftsjahr 2021 gesetzten Ziele bezüglich Mitarbeiteraufbau konnten nicht vollständig erreicht werden. Die Mitarbeiterauslastung blieb mit 84,8 % geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres.

4.5 Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (436 T€) liegen um 686 T€ unter dem Vorjahresniveau (1.122 T€). Sie entfallen im Wesentlichen auf Software und Lizenzen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung resultierend durch Investitionen in die Unternehmensstandorte. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 28.05.2021 wurde eine Kapitaleinlage in Höhe von 450 T€, ohne Gegenleistung in die AUSY Switzerland AG eingebracht.

5 Risiko- und Chancenbericht

5.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst Steuerungsinstrumente und geeignete Kennzahlen für die Bereiche Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Vertrieb, Personalmanagement sowie Finanzierung und Liquiditätssicherung.

5.2 Allgemeine Risiken und Chancen

Konjunkturelle Schwankungen und negative Entwicklungen bei einzelnen Großkunden können zu einer Minderung der Umsatzerlöse und der operativen Ergebnisse führen.

Der steigende Bedarf an IT-Dienstleistungen führt dazu, dass sich diese Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft nachhaltig überdurchschnittlich entwickelt. Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise und der zusätzlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ist allerdings für das Jahr 2022 auch für die IT-Branche mit Kostensenkungsmaßnahmen von Kunden zu rechnen, die auch die Auftragsentwicklung der AUSY Technologies Germany AG beeinflussen kann. Dem stehen Chancen in Branchen, die von den Krisen wenig betroffen sind (z. B. im öffentlichen Bereich) und durch notwendige Investitionen in neue IT-Lösungen aufgrund technologischem Wandel und zum Aufbau neuer Geschäftsmodelle gegenüber, von denen die AUSY Technologies Germany AG durch ihr Leistungsangebot profitieren kann.

5.3 Spezielle Risiken und Chancen

5.3.1 Personalrisiken und -chancen

IT-Projekte werden von Menschen gemacht. Sie sind es, die die Schnittstellen zwischen den IT-Systemen und den Anwendern gestalten. Sie sind es, die die Systeme optimal an die internen Geschäftsabläufe anpassen. Und damit sind sie es letztlich, die maßgeblich über den Erfolg eines Projekts entscheiden. Um diese Erfolge auch in Zukunft fortzuführen, setzt unsere Gesellschaft seit 1995 auf ein gesundes Mitarbeiterwachstum.

Die Gesellschaft behauptet die eigene Position als IT-Dienstleister durch hochqualifizierte, talentierte und sehr engagierte, erfahrene Mitarbeiter. Insbesondere in diesem Bereich nimmt der Wettbewerb um Mitarbeiter zu; nicht nur auf Seiten der IT-Dienstleistungsunternehmen, sondern auch zwischen Anwenderunternehmen und der IT-Branche. Dies birgt das Risiko einer steigenden Fluktuation und des Verlusts von wertvollem Know-how.

Die Suche nach geeigneten und erfahrenen Mitarbeitern ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. AUSY Technologies Germany AG agiert hier mit einem aktiven Recruiting und einem umfassenden Personalmanagement, unter anderem auch um sich als einer der attraktivsten Arbeitgeber auf dem Markt zu positionieren. Chancen zur Gewinnung neuer, talentierter Mitarbeiter ergeben sich aus der positiven Geschäftsentwicklung, interessanten Projekten für namhafte Kunden, persönlichen Empfehlungen von Mitarbeitern (die im Falle einer Einstellung mit einer Prämie honoriert werden), zielgruppen-spezifische Stellenangebote (speziell für jüngere Software-Entwickler) sowie regelmäßigen Hochschulkontakten und der laufenden Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich der Informatik.

Um die Schwankungen in der Auftragslage zu kompensieren und um den Fachkräftemangel teilweise zu umgehen, setzt die AUSY Technologies Germany AG in der Projektrealisierung auf den Einsatz von Partnerfirmen sowie auf freiberufliche Kräfte.

Eine laufende Kennzahlenermittlung im Bereich des Personalmanagements wie die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter, der Fluktuation und ihrer Ursachen und der Auslastung ist Bestandteil des internen Kontrollsystems. Regelmäßig werden in den Management Meetings die Trends analysiert und Maßnahmen erörtert. So können frühzeitig Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden.

5.3.2 Risiken und Chancen aus der Kundenstruktur

Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist insgesamt ausgeglichen und über verschiedene Branchen diversifiziert. Das Dienstleistungsportfolio deckt den kompletten Software-Entwicklungszyklus und damit zusammenhängende Beratungstätigkeiten ab. Die 10 größten Kunden stellen ca. 91 % des Umsatzes dar. Starke Rückgänge bei einem der Großkunden können voraussichtlich kurzfristig nicht vollständig kompensiert werden, allerdings bestehen zu allen Großkunden langjährige Kundenbeziehungen und die Aufträge verteilen sich in den meisten Fällen auf verschiedene Geschäftsbereiche und Verträge mit diesen Kunden. Darüber hinaus erfordert das spezifische Know- how auch bei einem Providerwechsel einen Transitionszeitraum, der in der Regel mehrere Monate beträgt.

Für das geplante weitere Wachstum der AUSY Technologies Germany AG spielt die Investitionsbereitschaft der Kunden eine wichtige und große Rolle.

Die Kunden sind überwiegend Großunternehmen, die sich durch finanzielle Stabilität sowie langfristige Planungen und Zusammenarbeitsmodelle auszeichnen. Die langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen, das damit verbundene Know-how und die positive Wahrnehmung der Qualität der Dienstleistung eröffnen immer wieder neue geschäftliche Chancen.

Der anhaltende technologische Fortschritt und Wandel erfordert eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse der Kunden. Hieraus ergeben sich immer wieder neue geschäftliche Chancen für die AUSY Technologies Germany AG.

5.3.3 Projektrisiken

Mit regelmäßigen Kontrollen im Rahmen des internen Kontrollsystems werden Projekte laufend überwacht und überprüft, Abweichungen werden sofort analysiert und lokalisiert, um Steuerungsmaßnahmen einzuleiten. Über ein projekt- und kundenspezifisches Berichtswesen sind Eskalationsmechanismen bis hin zum Vorstand umgesetzt. Speziell bei Festpreisprojekten und Gewerken werden laufend Projektfortschritt und Budgetentwicklung überwacht, so dass bei Abweichungen rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Die AUSY Technologies Germany AG hat im Geschäftsjahr 2021 überwiegend Dienstleistungen erbracht. Der Anteil der Werkleistungen, die zum Festpreis erbracht wurden, betrug 23,2 %.

5.3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Kontokorrentlinien werden nicht in Anspruch genommen. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Für das Management der Finanzdispositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein geeignetes Debitorenmanagement. Durch das Forderungsmanagement und insbesondere auch durch die Kundenstruktur, die primär durch große Unternehmen mit sehr guter Bonität gekennzeichnet sind, ist das Risiko von Forderungsausfällen sehr gering.

5.3.5 Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine-Kriegs

Der geschäftliche Verlauf der Jahre 2020 und 2021 hat gezeigt, dass die AUSY Technologies Germany AG aufgrund des Branchenmixes und des Geschäftsmodells die Auswirkungen von COVID19 begrenzen bzw. durch Zugewinne bei Kunden, die nicht von der Krise betroffen sind, kompensieren kann. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Auswirkungen von Covid-19 im Jahresverlauf 2022 deutlich reduzieren und dass auch die Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg für die AUSY Technologies aufgrund der Kundenstruktur und des Leistungsangebots begrenzt sind.

5.3.6 Gesamtbild der Risikolage

Der Vorstand der AUSY Technologies Germany AG beurteilt die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, als marktüblich, beherrschbar und sieht keine Gefährdung bezüglich der Unternehmensfortführung.

6 Prognosebericht

Gemäß Pressemitteilung von Bitkom von 11. Januar 2022 prognostiziert die Bitkom für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics ein Wachstum von 3,6 %. Die Zeichen in der Bitkom-Branche 2022 stehen nach der Pandemie wieder auf Wachstum.

Die Geschäftsentwicklung der AUSY Technologies von Januar bis März 2022 liegt unterhalb des entsprechenden Vorjahreszeitraums aufgrund eines deutlichen Umsatzrückgangs bei zwei Großkunden. Der Gewinn konnte durch eine weitere Reduzierung der Fremdleisterkosten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die Umsatzrückgänge sollten im Jahresverlauf möglichst weitgehend kompensiert werden und der Gewinn auf dem sehr guten Niveau von 2021 gehalten werden, sofern sich die Management Fees der AUSY Gruppe nicht erhöhen. Bei anhaltend hoher Cash-Position ist eine weitere Reduzierung der Darlehen von verbundenen Unternehmen im Jahresverlauf geplant.

Das Unternehmen hat in den Jahren 2020 und 2021 keinerlei Kurzarbeit oder staatliche Hilfe in Anspruch genommen und sieht dies auch bei ggf. anhaltender Covid-19-Krise als nicht erforderlich an.

Der Vorstand plant für 2022 eine leichte Steigerung der fest angestellten Mitarbeiter. Die Neueinstellungen sollen mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen und die Fluktuation das Niveau des Vorjahres nicht überschreiten. Die Auslastung der Mitarbeiter wird mindestens auf dem Niveau der beiden Vorjahre erwartet.

Der Vorstand geht davon aus, dass die Kundenzufriedenheit auch 2022 auf hohem Niveau gehalten werden kann und die Kundenbasis insgesamt stabil bleibt mit einer hohen Wiederbeauftragungsrate. Rückgängen bei einzelnen Bestandskunden stehen Wachstumschancen bei anderen Bestandskunden und Neukunden gegenüber.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen oder nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld der Gesellschaft von den Erwartungen abweicht.

München, den 30. Mai 2022

AUSY Technologies Germany AG

Dr. Lothar Ludwig, Vorstand, CEO

Rüdiger Azone, Vorstand

Dr. Harald Haller, Vorstand