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Catella Audit Report / Information 2012

Aug 13, 2013

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Audit Report / Information

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Publication

Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Nach wie vor prägte im Jahr 2012 die Staatsschuldenkrise die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. In Griechenland, wo die Problematik nach wie vor am drängendsten erscheint, haben scharfe Sparmaßnahmen einstweilen die Voraussetzungen der europäischen Rettungsschirme erfüllt. Mit Sorge muss man allerdings die fortwährenden Proteste der Bevölkerung beobachten, die schnell einmal der Sparpolitik der Regierung die demokratische Legitimierung entziehen könnten. Die Erklärung der Europäischen Zentralbank im August, im Zweifel unbegrenzt nationale Staatsschuldverschreibungen zu erwerben, hat das Vertrauen in den Euro wieder stabilisiert; dies wirkte sich zwar auf den Finanzmärkten aus, die Gesamtwirtschaft benötigt hierfür aber wohl etwas länger, so dass die zweite Jahreshälfte eher von Stagnation bei den gesamtwirtschaftlichen Zahlen geprägt war. Zum Jahresende richtete sich der Blick zudem auf die USA, deren Sturz über das „fiscal cliff“ nur mit Mühe abgewendet werden konnte, so dass weltwirtschaftlich gravierende Auswirkungen zunächst einmal ausbleiben dürften. Andererseits dürfte der in letzter Minute gefundene Kompromiss bereits mittelfristig nicht geeignet sein, eine erneute Eskalation in Sachen Staatsverschuldung jenseits des Atlantiks zu verhindern. Vor diesem prekären Hintergrund können einzelne Entwicklungen dann überproportionale Risiken auslösen: So birgt bereits der Rücktritt des „Technokraten“ Monti als Regierungschef in Italien im Dezember die Gefahr, dass unter einer neuerlichen Regierung Berlusconi Italien den Weg der Stabilisierung verlassen könnte. Niedrige Zinsen, gedämpft von vorsichtigen Banken, und eine geringe Ist-Inflation lassen eine Inflationsgefahr jedenfalls solange verhältnismäßig gering erscheinen, als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung es ermöglicht, dass die Rettungsschirme im Wesentlichen Garantien bleiben, die nicht in Anspruch genommen werden müssen; diese Einschränkung manifestiert aber zugleich auch das entsprechende Risiko, was die Anleger wiederum einstweilen in gewissem Umfang zu Investitionen in - inflatorisch relativ gesichertes - „Betongold“ veranlasst.

Kollektive Investments in die Assetklasse Immobilien werden nun allerdings durch die nächste Runde der Verunsicherung durch regulatorische Eingriffe erschwert. Während die offene Fondsbranche in 2012 noch dabei war, ihre Produkte entsprechend den Anforderungen des Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetzes aus dem Frühjahr 2011 bis Ende des Jahres umzustellen, überraschte im Sommer der Entwurf des Finanzministeriums zum AIFM-Umsetzungsgesetz mit der Abschaffung der offenen Immobilienfonds überhaupt. Zwar ist das Thema seit dem Kabinettsentwurf vom Spätherbst 2012 entschärft, aber der Eindruck als Assetklasse „non grata“ mit der entsprechenden reputationellen Auswirkung verbleibt. Das neue Kapitalanlagegesetzbuch, das zum 21.07.2013 in Kraft treten wird, wird auf der Basis der europarechtlichen Vorgaben zu den Alternativen Investment Fonds jedenfalls dazu führen, dass eine „ganz neue Regulatorik“ auf eine eben erst eingeführte „neue Regulatorik“ trifft, was die Fondsgesellschaften vor große Herausforderungen stellen und bei ihren Kunden neuerliche Unsicherheit auslösen wird.

Volumenmäßig verwaltete die Branche per Ende 2012 88,1 Mrd. EUR nach 85,2 Mrd. EUR in 2011. Weitere Rückgabeaussetzungen waren nicht zu verzeichnen, allerdings hat es auch kein ausgesetztes Sondervermögen geschafft, die Rücknahmen erfolgreich wieder aufzunehmen. Aufgrund Fristablaufes sind nun per Ende 2012 13 offene Publikums-Immobilienfonds in Abwicklung befindlich.

Bei den Immobilien-Sondervermögen der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft brachte das Jahr eine uneinheitliche Entwicklung. Während der Publikumsfonds „Focus Nordic Cities“ (FNC) aufgrund von Rückgabeverlangen (in 2012 wurden Rücknahmen von 43,43 Mio. EUR bedient) und unterdurchschnittlichen Zuflüssen (in 2012 15,93 Mio. EUR) mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hatte, denen u.a. mit ersten Abverkäufen begegnet werden musste (Hamburg/Kaiser-Wilhelm-Strasse [5,85 Mio. EUR], Malmö/Baltzar City [56,02 Mio. EUR]), erzielte der neue Spezialfonds „Catella Scandia Chances“ in 2012 Mittelzusagen von 70 Mio. EUR. Zur Erinnerung: Der „Catella Scandia Chances“ war als Spezialfonds mit annähernd gleichem Anlagefokus (nur Skandinavien ohne Baltikum und Norddeutschland) ins Leben gerufen worden, um den institutionellen Investoren (Versicherungen, Pensionsvermögen), die aufgrund des neuen Zusammenspiels von Investmentgesetz und Anlageverordnung nicht mehr in Publikumsfonds investieren durften, weiter in dieser Region eine Anlagemöglichkeit zu geben. Rechnet man die Zuflüsse des letztgenannten Fonds dem FNC zu, hätte sich konsolidiert ein insgesamt ausgeglichenes Ergebnis ergeben.

Catella MAX (als „München-Fonds“) und BER (der von Bouwfonds extern gemanagte europäische Wohnimmobilienfonds) konnten als „Spezialitäten“-Publikumsfonds mit Netto-Mittelzuflüssen von 17,21 Mio. EUR (MAX) und 160,14 Mio. EUR (BER) überzeugen.

Der Publikumsfonds Focus HealthCare (der Gesundheitsimmobilienfonds) dagegen war aufgrund einer Umorganisation bei einem Großanleger von einer Rückgabe in zweistelliger Millionenhöhe bedroht; allerdings konnte der Investor (mit einem weiteren Institutionellen zusammen) gewonnen werden, das Investment zu halten bzw. sogar noch aufzustocken, wenn es der Catella gelingen würde, den Fonds in einen Spezialfonds umzuwandeln. Catella musste hierfür sämtliche nicht für einen Spezialfonds qualifizierenden Anleger (natürliche Personen) ermitteln und zum Ausstieg bewegen. Schließlich konnte die Umwandlung mit Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 14. Dezember 2012 durchgeführt werden, so dass der Fonds im neuen Gewand in 2013 wieder Fahrt aufnehmen kann.

Bei den Spezialfonds (einschließlich Focus Global Forests, bei dem Catella das Outsourcing des Portfoliomanagements zu Beginn von 2012 beendet hatte und der Fonds nun von eigenem Personal gemanagt wird) war die Entwicklung durchweg positiv.

Zusammenfassend hierzu die folgende Aufstellung:

Fonds Nettomittelzufluss In 2012 Nettomittelzufluss In 2012,

in %
Nettofondsvermögen 31.12.2012
Publikumsfonds
Focus Nordic Cities - 27,50 Mio. EUR - 6,65 % 380,23 Mio. EUR
Catella MAX 17,21 Mio. EUR 26,23 % 82,91 Mio. EUR
Bouwfonds European Residential 160,14 Mio. EUR 51,74 % 476,90 Mio. EUR
Spezialfonds
Catella Scandia Chances 27,18 Mio. EUR 224,41 % 39,56 Mio. EUR
Focus HealthCare -10,97 Mio. EUR - 23,24 % 36,51 Mio. EUR
Focus Global Forests 9,43 Mio. EUR 15,01 % 70,59 Mio. EUR
Immo-Spezial - Wirtschaftsregion Süddeutschland 25,00 Mio. EUR 83,35 % 55,68 Mio. EUR
Sarasin Sustainable Properties - European Cities 80,40 Mio. EUR 303,95 % 109,22 Mio. EUR

Insgesamt managt die Gesellschaft zum Jahresende 2012 ein Immobilienvermögen von 1.568 Mio. EUR (nach 1.231 Mio. EUR zum Ende des Vorjahres); dies entspricht einem verwalteten Netto-Fondsvermögen von 1.252 Mio. EUR (nach 967 Mio. EUR zum Ende 2011).

Die zur Stärkung der Präsenz der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft in Italien gegründete Catella Real Estate Italia S.r.l. wurde mit Ablauf des Jahres 2012 liquidiert. Zusammen mit dem zur Jahresmitte endgültig erfolgten Rückkauf der Beteiligung an der Castello SGR S.p.A. hat die Gesellschaft damit keine Aktivitäten in Italien mehr.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

I. Ertragslage

Das Provisionsergebnis der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2012 von 6,7 Mio. EUR in 2011 auf 9,0 Mio. EUR gesteigert werden. Dabei standen einem Bruttoergebnis von 13,96 Mio. EUR Aufwendungen für Vertriebsprovisionen und Outsourcing in Höhe von 4,95 Mio. EUR gegenüber.

Ende 2012 war der Bouwfonds European Residential der größte Einzelfonds. Dieser Fonds hatte auch in 2012 kräftige Zuwächse zu verzeichnen, so dass die nach Abzug der Outsourcing-Aufwendungen für das Portfolio Management verbleibenden Verwaltungsgebühren durch die entsprechende Partizipation an den Ankaufsgebühren deutlich positiv waren.

Das Sondervermögen Focus Nordic Cities war Ende 2012 der zweitgrößte von Catella Real Estate AG KAG verwaltete Fonds. Aufgrund des in 2012 zurückgehenden Gesamtvolumens des Fonds konnten keine Ankaufsgebühren vereinnahmt werden. Anlässlich der Veräußerung von Malmö konnte eine Performancefee dem Sondervermögen in Rechnung gestellt werden. Focus HealthCare konnte in 2012 keine Ankaufsgebühren generieren; da die Mittelabflüsse die Mittelzuflüsse in 2012 überstiegen, konnte keine Investitionstätigkeit entfaltet werden.

Focus Global Forests konnte keine Akquisitionen in 2012 realisieren.

Catella MAX, der „München-Fonds“ der Gesellschaft, konnte durch stabiles Wachstum und entsprechende Bestandsverwaltungsgebühren den geplanten Ergebnisbeitrag erzielen, der allerdings - der Konzeption des Fonds entsprechend - auf ein langsames und den Verfügbarkeiten am Münchner Markt angepasstes Wachstum ausgelegt war.

Im Kalenderjahr 2012 konnten Ankaufsgebühren aus den drei neuen Spezial-Sondervermögen vereinnahmt werden, die jeweils ein kräftiges Wachstum verzeichnen konnten.

Der Kostenblock für die anderen Verwaltungskosten beträgt 2,4 Mio. EUR; gleichzeitig stieg der Personalaufwand erneut von 3,6 Mio. EUR in 2011 auf 4,84 Mio. EUR.

Nach Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit für 2012 2,67 Mio. EUR (nach 1,19 Mio. EUR in 2011). Der Gewinn des Geschäftsjahres nach Steuern beläuft sich auf 1,83 Mio. EUR (Vorjahr: 0,72 Mio. EUR).

II. Finanzlage

Aufgrund unserer liquiditätsrelevanten Einnahmen aus dem operativen Geschäft ist es uns gelungen, das zum Ultimo 2011 mit 200.000 EUR valutierende Gesellschafterdarlehen gegenüber unserer Muttergesellschaft Catella Property Fund Management AB in 2012 endgültig zu tilgen.

Zinserträge haben aufgrund des niedrigen Zinsniveaus für Geldanlagen nach wie vor eine untergeordnete Rolle im Gesamtergebnis der Gesellschaft.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich bei einem bilanziellen Eigenkapital von 4,43 Mio. EUR zum 31.12.2012 auf 8,8 Mio. EUR (Eigenkapitalquote 50,3%). Die Beteiligung an der Catella Real Estate Italia S.r.l. wurde in 2012 durch Liquidation der Gesellschaft beendet. Bezüglich der Castello SGR S.p.A. wurde in 2012 die Option zum Rückkauf durch die anderen Mitgesellschafter ausgeübt. Die vereinbarte Zahlung zu Gunsten der Kapitalanlagegesellschaft wurde in 2012 geleistet.

Der Gesamtrestbuchwert der Anlagegüter der Gesellschaft beträgt 262 TEUR (nach 246 TEUR zum Vorjahresultimo).

Die wirtschaftliche Gesamtsituation des Unternehmens stellt sich demnach zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes als geordnet dar.

C. Nachtragsbericht

Die Liquiditätsentwicklung des Spezial-Sondervermögens Focus Global Forests hat sich im Laufe des März 2013 dramatisch zugespitzt. Neben den für eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung erforderlichen Mitteln haben schwer einschätzbare Entwicklungen im Verhältnis Euro - Dollar eine erhöhte Liquiditätsreserve in Bezug auf die für das Eindecken von Devisentermingeschäften möglicherweise notwendigen Spitzenausgleichszahlungen erforderlich gemacht; zudem hat ein Anleger auf Ultimo März Anteilscheine im Wert von ca. 1,14 Mio. zur Rückgabe gestellt; deren Ausführung wäre mit einer vernünftigen Liquiditätsvorsorge nicht mehr zu vereinbaren gewesen, weshalb die Gesellschaft für den Fonds die Rücknahme von Anteilen zunächst für drei Monate ausgesetzt hat. Weitere berichtsrelevante Ereignisse sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes seit dem Ultimo 2012 nicht zu verzeichnen.

D. Risikobericht

I. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft verfügt über eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation, welche insbesondere die Einrichtung und Unterhaltung eines angemessenen Risikomanagementsystems und angemessene Kontrollverfahren umfasst. Ausgehend von dem Geschäftsfeld sowie den Unternehmenszielen und Planungen hat die Gesellschaft im Rahmen ihrer Risikopolitik ihre Geschäfts- und Risikostrategie festgelegt. Hieraus abgeleitet hat die Gesellschaft angemessene interne Risikosteuerungs- und Controllingprozesse eingerichtet, die eine Identifizierung, Bewertung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der bestehenden erkannten wesentlichen Risiken gewährleisten. Dabei ist die Risikoauswirkung im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit zu berücksichtigen.

Das Risikomanagementsystem (RMS) unterliegt der Gesamtverantwortung des Vorstandes. Im Rahmen der Einführung des RMS hat der Vorstand der Gesellschaft die Funktionen Risk Owner und Risk Manager und deren Aufgabenbereiche definiert.

Für die Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung der Einzelrisiken in den Geschäftsbereichen sind die Risk Owner als Risikoverantwortliche zuständig. Innerhalb der Gesellschaft ist neben dem Vorstand der Risk Manager bzw. die Abteilung Fund Controlling, Compliance & Risikomanagement und damit eine von der Portfolioverwaltung unabhängige Stelle für die Koordination und die Einhaltung des RMS verantwortlich. Der Risk Manager als Risikomanagement-Beauftragter im Unternehmen übernimmt neben der Kontrolle auch die Koordination der Risikomanagement-Aktivitäten, ist zentraler Ansprechpartner für die Risk Owner und aggregiert deren Informationen in einem Risiko-Reporting an den Vorstand. Daneben verantwortet er für die Überwachung und laufende Anpassung des implementierten RMS. Prozessunabhängig wird die Funktionsfähigkeit des RMS mindestens einmal jährlich durch die Interne Revision überwacht.

Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen ermittelt die Gesellschaft regelmäßig ihre Risikotragfähigkeit. Hierzu bestimmt die Gesellschaft zum einen das Gesamtrisikopotenzial, zum anderen das Risikodeckungspotenzial. Die Gesellschaft definiert das Risikodeckungspotenzial auf Basis des haftenden Eigenkapitals, also dem zur Verlustdeckung verfügbaren Substanzwert, abzüglich eines eventuellen Jahresfehlbetrages des laufenden Jahres. Das Gesamtrisikopotenzial ermittelt sich aus der Summe aller Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben. Für das Berichtsjahr war die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft ausnahmslos gegeben.

Die Gesellschaft hat in 2012 das bestehende Risikomanagementsystem (RMS) reviewt und bei Bedarf angepasst und erweitert. Da sich die maßgeblichen Anforderungen und Rahmenbedingungen in einem dynamischen Geschäftsfeld laufend verändern, ist der Status Quo permanent zu hinterfragen und sind entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Dabei wird geprüft, ob die strukturelle und inhaltliche Ausgestaltung des implementierten RMS einschließlich der genutzten Anwendungen und Tools und der Dokumentations- und Berichtserfordernisse noch den aktuellen Anforderungen gerecht wird. Im Berichtsjahr wurden diverse Anpassungen vorgenommen sowie die Dokumentation und Berichtserstattung verfeinert. Im Bereich der Stresstests war keine Anpassung der definierten Standardstresstestszenarien auf Ebene der Sondervermögen veranlasst. Über diese Standardstresstestszenarien hinaus werden seit dem Berichtsjahr 2012 für einige Sondervermögen zusätzliche Stresstests zur Verbesserung der Steuerung des Adressausfallrisikos (Verfeinerung des Mieterausfallszenarios) durchgeführt.

Die im Vorjahr begonnenen Anpassungen auf die Anforderungen der Investment-Verhaltens und Organisationsverordnung (InvVerOV) wurden im Berichtsjahr fortgesetzt und abgeschlossen.

Soweit möglich, wurde ebenso begonnen, die interne Geschäftsorganisation hinsichtlich der sich abzeichnenden neuen Anforderungen der EU-Verordnung zur Ergänzung der AIFM-Richtlinie (sog. Level-2-Maßnahmen) sowie des nationalen AIFM-Umsetzungsgesetzes (Inkrafttreten jeweils Juli 2013), zu reflektieren. Die Anpassung an diese neuen Regularien wird eine der maßgeblichen Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2013 darstellen.

Im Berichtsjahr wurden fünf Immobilien-Sondervermögen in der Form von Spezial-Sondervermögen aufgelegt. Derzeit bestehen diese Spezial-Sondervermögen lediglich aus dem sog. Seed-money. Eine Ausweitung des Risikomanagementsystems auf diese neuen Sondervermögen wird erfolgen, sobald externe Investoren den Sondervermögen beitreten und Anlagegegenstände erworben werden.

Im Rahmen der bereits im Dezember 2011 erfolgten Auflegung der Spezial-Sondervermögen Sarasin Sustainable Properties - European Cities und des Immo-Spezial - Wirtschaftsregion Süddeutschland wurden erforderliche Anpassungen des RMS im Risiko-Handbuch der Version 3.1 verarbeitet und der BaFin zur Kenntnis gegeben. Eine Anpassung des RMS im Rahmen der im Oktober 2012 erfolgten Auflegung der o.g. fünf Spezial-Sondervermögen (Reservefonds) war im Berichtsjahr keine Anpassung des Risiko-Handbuches veranlasst.

Kapitalanlagegesellschaften sind gehalten, alle wesentlichen Änderungen des Risikomanagementprozesses der Aufsicht mitzuteilen, wobei die Beurteilung, ob eine Änderung als wesentlich eingestuft wird, jeder einzelnen Kapitalanlagegesellschaft überlassen bleibt. Eine wesentliche Änderung des Risikomanagementprozesses liegt nach Einschätzung der Gesellschaft dann vor, wenn sich die internen Verfahren zur Erfassung, Messung, Steuerung und Überwachung der wesentlichen Risiken grundlegend ändern. Der Risikomanagementprozess der Gesellschaft hat im Berichtsjahr 2012 keine wesentlichen Änderungen erfahren.

II. Für unsere Gesellschaft relevante Risikoarten

Die Einschätzung der Risikoarten ist im Verhältnis zum Vorjahr unverändert geblieben. Es ergeben sich weiterhin folgende Gruppierungen:

Adressausfallrisiken

Hier betrachten wir insbesondere die Mieterrisiken, die Zulieferer-/Dienstleister- und das Generalübernehmerrisiko, sowie das Verwalterrisiko.

Marktpreisrisiken

Für unsere Geschäftsarten sind das Zinsrisiko, das Währungsrisiko, immobilienspezifische Marktrisiken und Länderrisiken besonders relevant.

Liquiditätsrisiken

Aus diesem Bereich sehen wir das Marktrisiko aus den Mittelzu- und -abflüssen unserer Produkte, das Risiko der Fremdfinanzierung sowie die Risiken aus unserer Liquiditätsanlage als besonders bedeutsam an.

Operationelle Risiken

Folgende Risikotypen stuft die Gesellschaft als Kernrisiken ein:

Anlageentscheidungsrisiko
Projektentwicklungsrisiko
Nebenkostenumlagerisiko
Objektpflegerisiko
Compliancerisiko
Personalrisiko/Schnittstellenrisiko
IT-Risiko
Geldwäscherisiko

Zudem wird das Produktrisiko als Kernrisiko gesehen.

Auf Gesellschaftsebene kommen grundsätzlich die gleichen Finanzrisiken wie auf Ebene der Sondervermögen zum Tragen. Allerdings entfalten aufgrund der spezifischen Geschäftstätigkeit von Kapitalanlagegesellschaften Adressausfallrisiken, Marktpreisrisiken und Liquiditätsrisiken auf Ebene der Gesellschaft nicht ihre volle Wirkung. Nach unserer Einschätzung sind finanzielle Risiken auf der Ebene der Gesellschaft daher von untergeordneter Bedeutung, zumal die Gesellschaft selbst kein Handelsgeschäft betreibt, sondern freie Mittel lediglich in Fest- oder Tagesgeldanlagen anlegt. Nichtsdestotrotz sehen wir die folgenden finanziellen Risiken:

Adressausfallrisiken der Gesellschaft

Das Adressausfallrisiko auf Ebene der KAG besteht darin, dass Geschäftspartner ihre vertraglich geschuldeten Leistungen mangels Leistungsfähigkeit oder Leistungswilligkeit nicht vertragsgerecht erbringen. Die für die KAG wesentlichen „Adressen“ hierbei sind die verwalteten Sondervermögen sowie Kreditinstitute (bzgl. der bei Ihnen angelegten Geldanlagen).

Marktpreisrisiken der Gesellschaft

Das Marktpreisrisiko auf Ebene der KAG umfasst alle Risiken, die aufgrund Veränderungen des Marktes Einfluss auf die Wertentwicklung bzw. Marktpreise von Leistungen und Gegenleistungen in Bezug auf die KAG haben. Es sind die Risiken, die für die Gesellschaft durch ungünstige Veränderungen von Markt-beeinflussenden Faktoren entstehen, welche sich negativ auf Gewinn-/Verlust- und Bilanzwerte der Gesellschaft auswirken. Da auf Gesellschaftsebene kein Fremdwährungsexposure vorhanden ist und keine Fremdfinanzierung besteht, kommen Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken nicht zum Tragen.

Die für die Gesellschaft relevanten Marktpreisrisiken bestehen im Halten von Wertpapieren und im Halten von Beteiligungen (Beteiligungsanteil> 25%), wobei die Gesellschaft zum Ende des Berichtsjahres keine Beteiligungen mehr an anderen Gesellschaften hält.

Liquiditätsrisiken der Gesellschaft

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Gesellschaft ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Zur Überwachung des Risikos dient der Cash-Flow-Plan, der monatlich erstellt und überwacht wird. Die Gesellschaft hat hier über entsprechende Prozesse sichergestellt, dass eine Liquiditätsplanung und -überwachung ordnungsgemäß erfolgen kann.

III. Risikobetrachtung im Einzelnen

In folgenden Risikobereichen haben wir neue Erkenntnisse umgesetzt:

Das Liquiditätsrisiko bleibt bei unseren Sondervermögen, insbesondere dem Focus Nordic Cities (FNC), nach wie vor das aus unserer Sicht bedeutendste Risiko.

Mit der Umstellung der Allgemeinen und Besonderen Vertragsbedingungen des FNC zum 2. Januar 2012 auf das neue Investmentgesetz in der Form des Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetzes (AnsFuG) wurden die bislang für dieses Sondervermögen geltenden verbindlichen Rückgabefristen und Rücknahmeabschläge durch die neuen obligatorischen Halte- und Kündigungsfristen gemäß AnsFuG abgelöst. Anteilrückgaben sind, soweit sie 30 TEUR im Kalenderhalbjahr übersteigen, nunmehr erst nach Ablauf einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten und einer Rückgabefrist von zwölf Monaten möglich. Aufgrund der rückläufigen Investorennachfrage für dieses Produkt und relevanten Rückgaben ist die Liquiditätsbeschaffung durch Verkauf von Vermögensgegenständen die vordringlichste Aufgabe des Managements.

Die Umstellung der Allgemeinen und Besonderen Vertragsbedingungen für das Sondervermögen Focus HealthCare erfolgte im Dezember 2012 im Rahmen der Umwandlung dieses Sondervermögens in ein Spezial-Sondervermögen. Durch die Umwandlung konnte das Liquiditätsrisiko maßgeblich vermindert werden, da im Spezialfonds-Segment Liquiditätszu- und abflüsse besser steuerbar sind. Gleichwohl ist aufgrund einer verhaltenen Investorennachfrage nach diesem Produkt die Liquiditätsbeschaffung erschwert.

Die Umstellung der Allgemeinen und Besonderen Vertragsbedingungen für die beiden Publikums-Sondervermögen Bouwfonds European Residential und Catella MAX wird zum 1. Januar 2013 erfolgen. Da eine ungemindert hohe Investorennachfrage nach diesen Produkten vorliegt, bestand im Berichtsjahr kein Liquiditätsrisiko und kein Handlungsbedarf.

Im Spezialfonds-Segment besteht für die im Jahr 2011 neu aufgelegten Sondervermögen aus Sicht der Gesellschaft kein relevantes Liquiditätsrisiko, da ausreichende Nachfrage nach diesen Produkten vorliegt. Für das Spezial-Sondervermögen FGF besteht ein erhöhtes Liquiditätsrisiko dahingehend, dass Fondsanteile teilweise über eine Zertifikatsstruktur gezeichnet und zurückgegeben werden können.

Eine Aussetzung der Rücknahme konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr für die verwalteten Sondervermögen erfolgreich vermieden werden. Allerdings besteht insbesondere für den FNC weiterhin ein signifikantes Risiko.

Aufgrund von Liquiditätsengpässen erfolgte Ende März 2013 eine Aussetzung der Rücknahme von Fondsanteilen des Spezial-Sondervermögens FGF zunächst für drei Monate.

Im Bereich der Liquiditätsgenerierung über Kreditaufnahmen ist zwar im Berichtsjahr keine spürbare Verschlechterung der Finanzierungsbereitschaft der Institute eingetreten, gleichwohl wird hier jedoch weiterhin mit einer restriktiven Kreditvergabe gerechnet. Zudem wurde die Möglichkeit der kreditfinanzierten Liquiditätsgenerierung in Publikums-Sondervermögen durch die ebenfalls im AnsFuG vorgesehene Anpassung der zulässigen maximalen Fremdfinanzierungsquote von derzeit 50% des Verkehrswertes der im Sondervermögen befindlichen Immobilien auf 30% ab dem 1. Januar 2015 deutlich eingeschränkt.

Das Liquiditätsrisiko auf Ebene der Gesellschaft wird maßgeblich bestimmt durch den Liquiditätszufluss aus dem Gebührenaufkommen der verwalteten Sondervermögen. Daher ist das Risiko zu überwachen, dass die Gebühren nicht mehr in der geplanten Höhe bzw. überhaupt nicht mehr aus den Sondervermögen zufließen. Die Höhe der Gebühren ergibt sich aus den jeweiligen Vertragsbedingungen der Sondervermögen und teilt sich in eine laufende Managementgebühr (Management Fee) und eine erfolgsabhängige Transaktionsgebühr (Acquisition Fee) auf.

Die Gesellschaft berücksichtigt das Risiko eines Gebührenrückgangs im Rahmen einer Szenarioanalyse. Dabei wird ein genereller Rückgang der Akquisitionen (und damit der Akquisitionsfee) über alle Sondervermögen um bestimmte Prozentsätze unterstellt. Bei Bedarf kann dieses Standardszenario hinsichtlich Veränderungen bei einzelnen Sondervermögen differenziert werden. Für die Quantifizierung des Liquiditätsrisikos dienen die Ergebnisse aus der Szenarioanalyse als Einschätzung für eine mögliche Verlusthöhe. Unter Berücksichtigung einer angenommenen Eintrittswahrscheinlichkeit kann damit ein potentieller Schadenswert ermittelt werden.

Die Gesellschaft ist im Sinne ihrer Geschäfts- und Risikostrategie bestrebt, ihren Unternehmenserfolg über Produktdiversifizierung zu sichern, d.h. eine Risikokonzentration dahingehend zu umgehen, dass sie mehrere Sondervermögen verwaltet und sich damit das Gebühreneinkommen auf mehrere Sondervermögen verteilt. Mit dem Wachstum der im Jahr 2011 aufgelegten Spezialfonds und der positiven Entwicklung der Sondervermögen Bouwfonds European Residential und Catella MAX gelang es, die rückläufige Entwicklung beim FNC zu kompensieren und das Liquiditätsrisiko (sowie das Adressausfallrisiko) auf Ebene der Gesellschaft weiter zu reduzieren. Allerdings werden Akquisitionen weiterhin maßgeblich zu einem positiven Geschäftsergebnis beitragen.

Im Bereich Adressausfallrisiko und Marktpreisrisiko waren keine wesentlichen Anpassungen erforderlich.

Das Adressausfallrisiko im Bereich der Kontrahenten Mieter wird grundsätzlich als vergleichsweise gering angesehen. Allerdings sind aufgrund der unterschiedlich strukturierten Portfolien die verschiedenen Sondervermögen unterschiedlich exponiert.

Die bevorzugten Zielregionen im Norden Europas sind von der Finanz- und Eurokrise mit Ausnahme der baltischen Region nur gering betroffen, was allerdings im Gegenzug zu einem Anstieg der Kosten für die Währungssicherung geführt hat.

Das Adressausfallrisiko auf Gesellschaftsebene fokussiert sich auf die verwalteten Sondervermögen sowie Kreditinstitute (bzgl. der bei Ihnen angelegten Geldanlagen). Hinsichtlich der Adresse Sondervermögen kann auf die Ausführungen unter Liquiditätsrisiken verwiesen werden. Aufgrund der Anlagepolitik der Gesellschaft wird das Adressausfallrisiko in Bezug auf Kreditinstitute als von untergeordneter Bedeutung eingeschätzt. Im Bereich des Adressausfallrisikos Finanzanlagen bestehen seit dem Berichtsjahr auch Anlagen von untergeordneter Bedeutung in den im Berichtsjahr neu aufgelegten Investmentvermögen. Hierbei handelt es sich um sog. Seed money, also Mittel, die zur Auflegung der Sondervermögens erforderlich sind. Aufgrund der geringen Höhe der Investments, der begrenzten Dauer der Investition, der Steuerungsmöglichkeit durch die KAG und des geringen Verlustrisikos wird das Adressausfallrisiko sehr gering eingeschätzt.

Zur Steuerung des Marktpreisrisikos auf Gesellschaftsebene wird das Beteiligungscontrolling durchgeführt, das das Monitoring von Beteiligungen sicherstellt. Zudem wird für wesentliche Beteiligungen (Beteiligungsanteil> 25%) regelmäßig eine Unternehmensbewertung auf Basis der von den Beteiligungsgesellschaften gelieferten Daten durchgeführt und der Risikobetrag auf Seiten der KAG ermittelt (wobei die Gesellschaft zum Ende des Berichtsjahres keine Beteiligungen mehr an anderen Gesellschaften hält).

Im Management der Operationellen Risiken hat die Gesellschaft für wesentliche Risiken eine mindestens quartalsweise Untersuchung beibehalten. Für Risiken, die nicht als wesentlich eingestuft sind, beträgt der Untersuchungszeitraum bis zu zwölf Monate. Die Berichterstattung erfolgt hier - wie bei den Finanzrisiken - auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene der Sondervermögen.

Ein wesentliches operationelles Risiko auf Ebene der Gesellschaft besteht angesichts der bestehenden Produktpalette infolge möglicherweise nachlassender Attraktivität der Fondsprodukte. Eine deutliche Verschärfung des Produktrisikos hatte sich im Sommer 2012 dahingehend ergeben, dass der Diskussionsentwurf des AIFM-Umsetzungsgesetzes vorsah, dass Immobilienfonds künftig nicht mehr als offener Fondstyp aufgelegt werden können. Mit dem Kabinettsbeschluss zum AIFM-Umsetzungsgesetz im Dezember 2012 steht nunmehr jedoch fest, dass die nach dem Investmentgesetz bestehenden Arten von Investmentvermögen überwiegend erhalten bleiben werden und das Produkt „Offener Immobilienfonds“ auch unter AIFM fortbestehen wird. Gleichwohl sind die künftigen Auswirkungen der Neuregulierung auf die gesamte Fondsbranche derzeit noch nicht abschätzbar.

Die in 2011 erfolgte Neufassung der Anlageverordnung für Versicherungsunternehmen, nach der auf das AnsFuG umgestellte Immobilien-Publikumsfonds nicht mehr für die Zuordnung in das gebundene Vermögen von Versicherungen qualifizieren, führte zu der antizipierten nachlassenden Produktaktivität dieses Produktes für Versicherungen und bestätigt die von der Gesellschaft in 2011 begonnene strategische Ausrichtung auf die Konzeption und Verwaltung von Spezial-Sondervermögen.

Der Limitierung künftigen Wachstums infolge begrenzter interner Kapazitäten (Personalrisiko) versucht die Gesellschaft durch ein adäquates Personalwachstum, verbunden mit einem flexiblen Back-up durch externe Dienstleister, weiter zu begegnen.

Infolge der zunehmenden Anzahl und Komplexität der Prozesse und der an den Prozessen beteiligten Personen und Einheiten ist auch das Schnittstellenrisiko im Fokus, zumal ausreichende Prozessbeschreibungen oder Arbeitsanweisungen nicht immer (aktualisiert) vorliegen.

IV. Gesamteinschätzung

Nach wie vor erachten wir die Gesamtrisikosituation des Unternehmens für ausgewogen.

E. Prognosebericht

I. Wirtschaftliches Gesamtumfeld

Der Vorstand der Gesellschaft geht für das Geschäftsjahr 2013 davon aus, dass sich das Konjunkturklima im Verhältnis zum Vorjahr in etwa gleichbleibend entwickeln wird, wenn sich nicht besondere Risiken aus den Bereichen der Staatsschuldenkrise (Europa, USA) realisieren. Bei der Binnenkonjunktur könnte es zu Anpassungen insoweit kommen, als die Spitzenreiterfunktion durch die sich vollziehende Umverteilung im EURO-Raum quantitativ etwas reduziert werden dürfte.

II. Focus Nordic Cities

Die fehlende Eignung des Fonds für die bisherige Hauptzielgruppe der Versicherungen und Pensionskassen veranlasst die Gesellschaft, eine Stabilisierung des Produktes durch das Abschmelzen nicht langfristig orientierter Anleger und den Verkauf von Assets anzustreben; danach sollte der Fonds als kleineres, aber proaktiv gemanagtes Produkt für seine Anleger fortbestehen.

III. Bouwfonds European Residential

Wir gehen davon aus, dass sich das stabile Wachstum des Jahres 2012 für dieses Produkt angesichts der nach wie vor attraktiven Assetklasse „Wohnen“ fortsetzen wird. Das Fondsmanagement wird gehalten sein, noch genauer als bisher solche Investments zu identifizieren, die nicht einer etwa sich abzeichnenden „Blasenbildung“ zum Opfer fallen können. Nach der Umstellung auf neues Investmentrecht zum 01.01.2013 gelten auch für den „Bouwfonds European Residential“ die Mindesthaltedauer von 24 Monaten und die Kündigungsfrist bei Rückgaben von 12 Monaten. Damit sollte das Produkt - entsprechend der gesetzgeberischen Absicht - außerdem gegenüber unverhältnismäßigen Rückgaben besser geschützt sein.

IV. Catella MAX

Nach wie vor bleibt angesichts der konstant hohen Nachfrage nach dem Produkt die Herausforderung, im Münchner Immobilienmarkt geeignete Assets für das Sondervermögen zu finden. Die Preisentwicklung in München macht es in besonderer Weise erforderlich, die Einpreisung von echten, weil nachhaltigen Standortvorteilen gegenüber einer kurzfristigen Blasenbildung abzugrenzen, wenn für das Sondervermögen investiert werden soll. Für die Projektentwicklung in Giesing wird es insbesondere darauf ankommen, Kosten und Termine einzuhalten, ohne bei der Qualität Abstriche machen zu müssen.

V. Focus Global Forests

Die nord- und südamerikanischen Assets bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit des nunmehr inhouse geführten Portfoliomanagements. Sollten Mittelzuflüsse weitere Ankäufe ermöglichen, sollten diese womöglich im EURO-Raum stattfinden, um die rendite- und liquiditätsrelevante Fremdwährungsexposition zu reduzieren. Beim Investorenmix wird die Gesellschaft darauf achten, dass die zunehmende Institutionalisierung durch kurzfristig agierende Anleger nicht gefährdet wird.

VI. Focus HealthCare

Der durch die Umwandlung in einen Spezialfonds und durch eine Betreiber-Insolvenz in Regensburg und deren Lösung in 2012 geprägte Fonds soll nun vertriebsseitig besonders gefördert werden, da der Vorstand die Assetklasse „Gesundheitsimmobilie“ nach wie vor für höchst interessant und marktgängig hält.

VII. Catella Scandia Chances

Das Sondervermögen soll im Frühjahr 2013 letzte Eigenmittel einwerben und damit sein Wachstum beenden. In Folge dessen wird die Assetauswahl für die restlichen Investments verstärkt Portfoliostruktur-getrieben sein, damit in dem Fonds in den nächsten Jahren nur dann transaktioniert wird, wenn dies aus der Sicht eines aktiven Portfoliomanagements Sinn macht.

VIII. Immo-Spezial - Wirtschaftsregion Süddeutschland

Mit weiterer Unterstützung der LBBW soll der erfreuliche Vertriebserfolg insbesondere bei der anspruchsvollen Sparkassen-Klientel fortgesetzt werden. Das Portfolio wird die Rendite- und Ausschüttungserwartungen der Investoren mit dem sicherheitsorientierten Investmentstil für das Produkt in Einklang zu bringen haben, um diesen Vertriebserfolg nachhaltig zu sichern.

IX. Sarasin Sustainable Properties - European Cities

Der Vorstand wird die enge Zusammenarbeit mit dem Hause Sarasin als „key client relationship“ weiter ausbauen und fördern. Dazu gehört neben den gemeinsamen Vertriebsaktivitäten insbesondere die Instrumentalisierung der Nachhaltigkeitsbewertungen. Mit den ersten Nachbewertungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit wird sodann auch dieser besondere Aspekt beim laufenden Assetmanagement eine erste Einschätzung erfahren, nachdem bisher der Schwerpunkt bei den Akquisitionen lag.

X. Neue Produkte

Der Vorstand hat zunächst den Catella Multitenant Stiftungsfonds als neues Produkt ins Auge gefasst. Die Adaptierung der Fondsdokumentation des bereits im Herbst 2011 vorsorglich aufgelegten Produktes ist in der letzten Abstimmung, mit dem Vertrieb des speziell auf Stiftungen und deren statutorische und steuerliche Anforderungen bei der Vermögensverwaltung ausgerichteten Produktes soll im ersten Quartal 2013 begonnen werden. Ob weitere der bereits vorsorglich gegründeten Spezialfonds in 2013 aktiviert werden können, hängt von sich bietenden Geschäftsgelegenheiten ab. Nicht zuletzt wird die Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches Ende des zweiten Quartals 2013 und dessen Auswirkung auf den Markt hierfür bedeutsam sein.

F. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird ihr Bemühen fortsetzen, die oben beschriebenen strukturellen Veränderungen bei den Sondervermögen FNC, FHC und FGF im Sinne einer Konsolidierung zu bewältigen. Dabei sieht die Gesellschaft beim FNC nur die Möglichkeit, ihn auf einem deutlich niedrigeren Volumen-Niveau zu stabilisieren. Für die übrigen Bestands-Sondervermögen soll der Wachstumskurs des Vorjahres fortgesetzt werden. Aus heutiger Sicht sollen in 2012 zwei weitere Produkte gestartet werden. Wir werden die besonderen Aufwendungen, die sich aus der Umsetzung des AIFM-Umsetzungsgesetzes zur Jahresmitte 2013 ergeben werden (Beratungskosten, zusätzlicher Personalaufwand) zu bewältigen haben. Insgesamt werden wir das positive Ergebnis des Vorjahres (insbesondere im Hinblick auf die dort beinhalteten Sondereffekte Umsatzsteuererstattung und Performance-Fee BER) nicht erreichen können, gehen aber davon aus, in den Jahren 2013 und 2014 an die Entwicklung in 2011 positiv anschließen zu können.

G. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mit 8 Gesellschaften bestanden Geschäftsbeziehungen.

Wir erklären, dass die Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dass Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder von verbundenen Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt wurden und dass Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen, die sich zum Vorteil oder Nachteil der Gesellschaft auswirken, weder getroffen noch unterlassen wurden.

München, im Mai 2013

**Catella Real Estate AG

Kapitalanlagegesellschaft**

Der Vorstand

Dr. Andreas Kneip, Sprecher

Bernhard Fachtner

Henrik Fillibeck

Jürgen Werner

Bilanz

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Barreserve
Kassenbestand 692,57 546,77
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 6.619.222,77 561.278,92
b) andere Forderungen 99.052,89 6.718.275,66 2.496.628,42
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 105.000,00 100.000,00
4. Beteiligungen 0 1.850.464,04
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 15.818,00
6. Immaterielle Anlagewerte 30.661,00 26.821,00
7. Sachanlagen 231.591,90 219.486,90
8. Sonstige Vermögensgegenstände 1.659.792,79 1.184.284,57
9. Rechnungsabgrenzungsposten 60.859,20 75.695,15
8.806.873,12 6.531.023,77
Passiva
Geschäftsjahr

EUR
EUR Vorjahr

EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 570.457,02 520.912,39
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 699.196,43 641.953,74
b) andere Rückstellungen 3.103.712,26 3.802.908,69 1.669.542,59
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
b) Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklagen 198.415,56 107.094,94
c) Bilanzgewinn 1.735.091,85 1.091.520,11
4.433.507,41 3.698.615,05
8.806.873,12 6.531.023,77

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Zinserträge aus
Kredit - und Geldmarktgeschäften 83.631,11 33.240,64
2. Zinsaufwendungen 967,2 11.601,76
82.663,91 21.638,88
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 800 0
b) Beteiligungen 106.083,29 106.883,29 84.876,44
4. Provisionserträge 13.957.182,40 10.310.944,69
5. Provisionsaufwendungen 4.952.813,19 9.004.369,21 3.587.142,74
6. Sonstige betriebliche Erträge 830.309,46 122.042,22
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.426.666,82 3.289.690,54
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 414.532,21 4.841.199,03 326.915,45
darunter: für Altersversorgung Euro 76.141,83 (Euro 61.591,27)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.409.062,67 2.065.589,59
7.250.261,70- 5.682.195,58-
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 104.315,96 83.323,21
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 4.563,00 85.543,35
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.665.085,21 1.101.297,35
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 838.672,74 380.171,28
12. Jahresüberschuss 1.826.412,47 721.126,07
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0 406.450,34
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen
in die gesetzliche Rücklage 91.320,62 36.056,30
15. Bilanzgewinn 1.735.091,85 1.091.520,11

Anhang

1 Allgemeine Angaben

Die Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft ist eine Gesellschaft im Sinne des § 6 Abs. 1 des Investmentgesetzes (InvG).

Die Gesellschaft wird als Tochter der Catella Property Fund Management AB, Stockholm, Schweden (Beteiligung 94,5%) in den Konzernabschluss der Catella AB, Stockholm, Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in Sundsvall, Schweden veröffentlicht. Die verbleibenden 5,5% der Anteile an der Gesellschaft werden von der Fastighetsaktiebolaget Bremia AB, Kalmar, Schweden gehalten.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungs-institute sowie des Aktiengesetzes erstellt.

Die Barreserven, Forderungen an Kreditinstitute sowie sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet.

Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 410 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Dabei wurden alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Unterjährig entstandene Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisen-Kassamittelkurs zum Buchungszeitpunkt erfasst. Auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen ausschließlich Anlagen in kurzfristigen Termingeldern sowie Kontokorrentkonten. Sämtliche Forderungen an Kreditinstitute haben eine Laufzeit von weniger als drei Monaten.

3.2 Beteiligungen

Die Beteiligung in Höhe von 10% an der italienischen Kapitalanlagegesellschaft Castello Società di Gestione des Risparmio S.p.A. mit Sitz in Mailand/Italien wurde im Geschäftsjahr 2012 verkauft.

3.3 Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Catella Real Estate S.R.L mit Sitz in Bozen, Italien wurde im Wirtschaftsjahr 2012 liquidiert.

3.4 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Gesellschaft hält Anteile an eigenen Investmentfonds. Die Anteile sind mit den Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen. Sie entfallen mit T€ 100 auf die im letzten Geschäftsjahr erworbenen Investmentanteile an dem Spezialfonds Catella Scandia Chances.

Daneben werden an folgenden Fonds jeweils sämtliche Anteile gehalten:

Catella Multifamily Residential
Catella Multitenant Stiftungsfonds
Focus Modern Living,
Kriton Core+ Deutschland,
Nordic Metropolitan Properties

Das Fondsvermögen der genannten Sondervermögen zum Stichtag entspricht dem Buchwert und beträgt jeweils EUR 1.000 (Seed-Money).

3.5 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Immateriellen Anlagewerte betreffen entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (Software).

Die Sachanlagen bestehen insgesamt aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Anlagenspiegel zum 31.12.2012

Bilanzposten Anschaffungskosten
Stand 01.01.2012

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
Stand 31.12.2012

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Aktien u. andere nicht fest- verzinsliche Wertpapiere 100.000,00 5.000,00 0,00 0,00 105.000,00
II. Beteiligungen 1.851.194,39 0,00 0,00 1.851.194,39 0,00
III . Anteile an verbundenen Unternehmen 190.000,00 0,00 0,00 190.000,00 0,00
IV . Immaterielle Anlagewerte 227.445,38 22.677,83 0,00 0,00 250.123,21
V . Sachanlagen 508.857,56 97.590,13 0,00 8.549,56 597.898,13
Summe 2.877.497,33 125.267,96 0,00 2.049.743,95 953.021,34
Bilanzposten Abschreibungen
Stand 01.01.2012

EUR
Zugänge

EUR
Zuschreibung

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
Stand 31.12.2012

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Aktien u. andere nicht fest- verzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Beteiligungen 730,35 0,00 0,00 0,00 730,35 0,00
III . Anteile an verbundenen Unternehmen 174.182,00 4.563,00 0,00 0,00 178.745,00 0,00
IV . Immaterielle Anlagewerte 200.624,38 18.837,83 0,00 0,00 0,00 219.462,21
V . Sachanlagen 289.370,66 85.478,13 0,00 0,00 8.542,56 366.306,23
Summe 664.907,39 108.878,96 0,00 0,00 188.017,91 585.768,44
Bilanzposten Buchwerte
Stand 31.12.2012

EUR
Stand 31.12.2011

EUR
--- --- ---
I. Aktien u. andere nicht fest- verzinsliche Wertpapiere 105.000,00 100.000,00
II. Beteiligungen 0,00 1.850.464,04
III . Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 15.818,00
IV . Immaterielle Anlagewerte 30.661,00 26.821,00
V . Sachanlagen 231.591,90 219.486,90
Summe 367.252,90 2.212.589,94

3.6 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen den Anspruch auf die Forderungen gegenüber den Sondervermögen aus noch nicht vereinnahmten Verwaltungsgebühren in Höhe von TEUR 1.339, Forderungen aus ausstehenden Umsatzsteuerausgleichszahlungen in Höhe von TEUR 226, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 47 sowie aus ausstehenden Provisionserlösen in Höhe von TEUR 23.

3.7 Sonstige Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
0-3 Monate 3-12 Monate 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe
--- --- --- --- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 551.625,83 0,00 0,00 0,00 551.625,83
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 18.831,19 0,00 0,00 0,00 18.831,19
Summe 570.457,02 0,00 0,00 0,00 570.457,02

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten aus bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 333 sowie aus Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 144 sowie und Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 72.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten Leistungsverrechnungen gegenüber der Muttergesellschaft.

3.8 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagte Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von TEUR 216 und die Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 199 und 2012 in Höhe von TEUR 284.

3.9 Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten (inkl. Fixboni und Berufsgenossenschaftsbeitrag) in Höhe von TEUR 1.619, für Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.166, für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 114, für Verwaltungsgebühren in Höhe von TEUR 82 sowie für sonstige Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 122.

3.10 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.500 und ist voll einbezahlt. Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.500.000 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag.

In die gesetzliche Rücklage wurden gemäß § 150 Abs. 2 AktG TEUR 91 eingestellt.

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von TEUR 1.092 wurde im Geschäftsjahr 2012 ausgeschüttet.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Provisionserträge

Wesentlicher Posten innerhalb der Provisionserträge ist die Vergütung für die Verwaltung der Sondervermögen in Höhe von TEUR 12.785. Dieser setzt sich zusammen aus den monatlichen Verwaltungsgebühren in Höhe von TEUR 8.751 und Ankaufsgebühren in Höhe von TEUR 4.034. Die übrigen Provisionserträge betreffen im Wesentlichen Performancegebühren in Höhe von TEUR 645 und Verkaufsgebühren in Höhe von TEUR 517 .

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Umsatzsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 544, Erträge aus der Veräußerung von Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 82 und Krankenkassenerstattungen Höhe von TEUR 42.

4.3 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts-tätigkeit.

5 Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bis zu 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
Mehr als 5 Jahre

TEUR
Miet- und Leasingverträge 348 1.162 --
Lizenzgebühren 24 -- --
Wartungsverträge 1 1 --
Auslagerung betrieblicher Funktionen 117 -- --
Gesamt 490 1.162 --

5.2 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden neben den 4 (Vorjahr: 4) Vorständen durchschnittlich 35 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 5 Prokuristen und 30 Angestellte (Vorjahr: durchschnittlich 27 Arbeitnehmer, davon 5 Prokuristen und 22 Angestellte).

5.3 Organbezüge

Den Vorständen wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.649 gewährt.

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 54.

5.4 Mitglieder des Vorstands

Folgende Personen sind hauptberuflich bei der Gesellschaft als Vorstand tätig:

Dr. Andreas Kneip (Vorstandssprecher) Rechtsanwalt
Bernhard Fachtner Rechtsanwalt
Henrik Filibeck Diplom-Ingenieur, Diplom-Wirtschaftsingenieur
Jürgen Werner Diplom-Ökonom

Weder die Mitglieder des Vorstands noch andere Mitarbeiter der Gesellschaft nehmen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahr.

5.5 Mitglieder des Aufsichtsrats

Johann Ericsson (Vorsitzender) Catella Financial Advisory AB, Schweden, Group Chief Executive
Ando Wikström (stellvertretender Vorsitzender) Catella Financial Advisory AB, Schweden, Deputy Chief Executive / CFO
Anders Ek Senior Advisor
Heimo Leopold Vermögensverwalter
Paul Vismans Selbständiger Berater
Lennart Schuss (bis 10.05.2012) Catella Corporate Finance AB, Chief Executive Officer
Anders Palmgren (ab 11.05.2012) Catella AB, Schweden, Head of Corporate Finance

5.6 Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungs-leistungen beträgt TEUR 46.

München, im Mai 2013

Der Vorstand

Dr. Andreas Kneip

Bernhard Fachtner

Henrik Fillibeck

Jürgen Werner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 7. Mai 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Jürgen Breisch, Wirtschaftsprüfer

ppa. Arndt Herdzina, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2013 festgestellt.

Auszug aus der Niederschrift zur 6. Ordentlichen Hauptversammlung der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft vom 15.05.2013 in Stockholm

II. Verwendung des Jahresergebnisses Der Vorsitzende des Aufsichtsrates als Leiter der Hauptversammlung stellt fest, dass der Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft in der Einladung zur heutigen Hauptversammlung und der Aufsichtsrat in seiner heutigen Empfehlung an die Hauptversammlung folgende Ergebnisverwendung vorgeschlagen haben:

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 1.735.091,85 wird ausgeschüttet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates als Leiter der Hauptversammlung beantragt daher, entsprechend zu beschließen.

Die Vertreterin der Aktionäre stimmt dem Beschlussantrag zu.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates als Leiter der Hauptversammlung stellt den Beschluss wie folgt als einstimmig fest:

„Der Bilanzgewinn in Höhe von € 1.735.091,85 wird ausgeschüttet.“

Für die Richtigkeit des Auszuges

Bernhard Fachtner Vorstand

Einladung zur 4. Ordentlichen Gesellschafterversammlung der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft am 15.05.2013 um 13.00 Uhr in Stockholm

Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden Sie hiermit zur 4. Ordentlichen Hauptversammlung der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft nach Stockholm am 15. Mai 2013 um 13.00 Uhr ein.

Die folgenden Tagesordnungspunkte werden vorgeschlagen:

…. II. Beschluss über die Verwendung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012

Der Vorstand empfiehlt folgende Beschlüsse zu fassen:

…. II. Beschlussfassung über die Verwendung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 1.735.091,85 wird ausgeschüttet.

Mit freundlichen Grüßen

Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft

– Der Vorstand –

Dr. Andreas Kneip

– Sprecher –

Bernhard Fachtner

Henrik Fillibeck

Jürgen Werner

Bericht des Aufsichtsrates entsprechend § 171 Abs. 2 Aktiengesetz

< Übersetzung des englischsprachigen Originals >

An die Hauptversammlung der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft

Im Jahre 2012 haben wir in vier Aufsichtsratssitzungen die geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaft und deren Konformität mit den Regelungen zur Corporate Governance mit der Gesellschaft erörtert. Alle an den Vorstand der Gesellschaft gerichteten Fragen wurden zeitnah und in befriedigender Weise beantwortet.

Wir, der Aufsichtsrat der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft, bekamen in der heutigen Sitzung den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht sowie den Vorstandsvorschlag, den gesamten Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von EUR 1.735.091,85 als Dividende auszuschütten, präsentiert.

In der heutigen Sitzung erläuterte PwC die wesentlichen Feststellungen ihrer Prüfungstätigkeit und die entsprechenden Darlegungen in ihrem Wirtschaftsprüfungsbericht in zufriedenstellender Weise. Wir teilen die Einschätzung, die PwC in ihrem Report niedergelegt hat.

Entsprechend erklären wir hiermit, dass gegen den zur Verfügung gestellten Prüfungsbericht keine Einwendungen bestehen; entsprechend den Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes stellen wir hiermit den Jahresabschluss einschließlich Lagebericht und Abhängigkeitsbericht fest.

Wir empfehlen der Hauptversammlung zu beschließen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von € 1.735.091,85 als Dividende auszuschütten.

München, 15. Mai 2013

gez. Johan Ericsson

Aufsichtsratsvorsitzender

gez. Ando Wikström

Stellvertr. Aufsichtsratsvorsitzender

gez. Anders Ek

Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Heimo Lepold

Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Anders Palmgren

Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Paul Vismans

Mitglied des Aufsichtsrates