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Bauer AG — Management Reports 2016
Jun 30, 2016
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Management Reports
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BAUER Aktiengesellschaft Schrobenhausen Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 Zusammengefasster Lagebericht I. UNTERNEHMENSGRUPPE KONZERNSTRUKTUR Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt. Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA. Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services für die Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des Geschäftsfeldes, unter deren Dach die Tochterunternehmen als Full-Service-Dienstleister mit Fokus auf Umwelttechnik, Wasser und Bodenschätze für Industriekunden agieren. Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden. Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig. Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die vom Konzern und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 64 bis 67 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/ in der Rubrik Investor Relations -Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird. <<< Das Klärwerk Gut Großlappen am Nordrand von München wird auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Für die Verbindungsleitungen von den Klärbecken zur biologischen Klärstufe stellte Bauer sechs Einzelbaugruben mit einer Umschließung von insgesamt rund 12.500 m2 statischer Mixed-in-Place-Dichtwand her. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt. Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Periodenergebnis als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und Periodenergebnis des Konzerns und der einzelnen Segmente finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht. Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nicht finanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen im Kapitel Nachhaltigkeit dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe. Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet. <<< Unser Kunde Botte Fondations führte für die Baugrube einer Pariser Tiefgarage die Schlitzwandarbeiten aus. Zum Einsatz kam ein MC 64 Seilbagger mit einer Schlitzwandfräse MBC 30. II. WIRTSCHAFTSBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Es gab kaum ein Jahr, in dem es derart viele Krisen und Problemfelder in der Welt gab, wie 2015. Trotz zahlreicher Errungenschaften der Gesellschaft in der Kommunikation und Mobilität, die eigentlich die Völker zusammenbringen müssten, hat sich die Welt nicht positiv weiterentwickelt -im Gegenteil. Alle Veränderungen wirken sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung aus, die mit immer mehr negativen Erscheinungen belastet wird. Dagegen stehen auch viele positive Impulse aus der Globalisierung. In Summe können so die eigentlich möglichen Erwartungen jedoch nicht eintreten. Noch vor kurzer Zeit erwarteten alle großen Forschungsinstitute Wachstumsraten zwischen 3,5 und 4 %. Die Prognosen wurden nun kontinuierlich in Richtung 3 % korrigiert - Tendenz weiter fallend. Ein Wachstum von gut 3 % ist für die Bauwirtschaft aber weiterhin eine gute Basis für ihr internationales Geschäft, da die Weltwirtschaft nur wachsen kann, wenn durch Bauen die nötigen Voraussetzungen bei Gebäuden und in der Infrastruktur geschaffen werden. Für Unternehmen im Bereich des Spezialtiefbaus ergeben sich noch bessere Wachstumserwartungen, da das Bauen in immer engeren urbanen Räumen stattfindet. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Viele Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen werden zudem nicht mehr neu gebaut, sondern umgebaut oder erweitert. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten im Baugrund nehmen hier in erheblichem Maße zu, da ungewöhnliche Bauformen zu schaffen sind und die Arbeiten in sehr beengten Verhältnissen stattfinden müssen. Grundsätzlich kann deshalb von einer guten Entwicklung ausgegangen werden, die durch die negativen Ereignisse in der Welt lediglich gebremst wird. Die derzeitige Entwicklung ist eine Mischung aus positiven und negativen Einflüssen. Positiv wirkt weiterhin der enorme Nachholbedarf an Infrastrukturleistungen in der Welt, der in den Entwicklungsländern genauso vorhanden ist wie in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industriestaaten. In weit mehr als der Hälfte der Länder der Welt hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein gewaltiger Nachholprozess begonnen. Die Rahmenbedingungen dafür sind sehr gut, da die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Mobilität den Marktteilnehmern diese Aufholjagd zu immer geringeren Kosten ermöglichen. Daher kann für die nächsten Jahre grundsätzlich von einem guten Wachstum ausgegangen werden. Diesem an sich grundlegend positiven Ausblick stehen die negativen Einflüsse der politischen, wirtschaftlichen und kriegerischen Wirren gegenüber: ― Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise vor sieben Jahren sind noch immer zu spüren. Damals kam das gesamte weltwirtschaftliche Finanzsystem ins Wanken. Nur mit massiven staatlichen Maßnahmen konnte ein Zusammenbruch der Finanzmärkte verhindert werden. Viele Länder gerieten in die Rezession. Seither hat sich die Lage zwar wieder einigermaßen stabilisiert, aber viele Länder konnten ihre alte Stärke nicht wieder erlangen. Viele Banken leiden noch heute unter dem massiven Kapitalverzehr aus der damaligen Zeit. Immer noch findet ein Anpassungsprozess mit viel Auf und Ab statt, der eine nachhaltige Stabilität der Wirtschaft verhindert. Diese Entwicklung wird uns noch eine ganze Weile begleiten. ― Etliche Länder in Europa sind durch die Finanzmarktkrise mit ihren staatlichen Haushalten in erhebliche Bedrängnis geraten. Hier kamen verstärkt Probleme zum Vorschein, die vor vielen Jahren durch falsche Haushaltsführung entstanden waren. Zusätzlich mussten Staaten für die Bankenrettung und zur Stabilisierung der Wirtschaft einspringen. In Ländern wie Griechenland, Irland oder Spanien führte dies zu Krisenerscheinungen, die nur durch finanzielle Hilfen und äußerste Sparsamkeit aufgefangen werden konnten. In Griechenland drohte im Jahr 2015 beinahe der Staatsbankrott, da die Probleme nicht mehr aus eigener Kraft gelöst werden konnten. ― Die Russland-Ukraine-Krise löste 2014 einen Konflikt aus, der weltweit große wirtschaftliche Konsequenzen nach sich zog. Der Waren- und Dienstleistungsaustausch mit Russland ist seither deutlich zurückgegangen. Im Baubereich und in der Baumaschinenbranche liegen die Rückgänge noch erheblich höher. Auch wenn die Politik hier Wege zur schrittweisen Annäherung finden sollte, wird die Wirtschaft noch etliche Jahre benötigen, um den entstandenen Schaden wieder auszugleichen. ― Der erhebliche Rückgang des Ölpreises hat verschiedene Ursachen. Zum einen ist er Folge eines Überangebots, das durch neue Fördertechniken wie dem Fracking entstanden ist. Zum anderen ist er das Ergebnis der Konflikte in der arabischen Welt. Die ressourcenreichen Länder versuchen durch den Verkauf von immer mehr Öl und Gas ihre Konflikte, aber auch ihre umfangreichen Baumaßnahmen zu finanzieren. Dies musste zu einer Schwemme auf den Märkten und damit zum Preisverfall führen. Die Folgen sind bisher nur wenig in der Wirtschaft zu spüren, da die Länder ihre Ausbauziele noch mit den finanziellen Reserven vorantreiben. Dies kann jedoch nicht lange so weitergehen, so dass speziell in der arabischen Welt bald mit großen Sparanstrengungen und einem entsprechenden Wirtschaftsrückgang zu rechnen sein wird. Diese Probleme betreffen auch weitere Länder, die stark von den Exporterlösen für Öl abhängig sind: Angola, Malaysia, Mexiko, Brasilien und einige mehr. ― Große Sorgen bereiten die vielen religiösen und politischen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. Völlig unklar ist weiterhin der Ausgang des Konflikts mit dem Islamischen Staat. Niemand kann heute sagen, welche Auswirkungen es hier noch geben wird. Erfreulich ist, dass mit dem Iran eine Übereinkunft zur Nutzung von Atomenergie gefunden wurde. Dies bringt neue wirtschaftliche Chancen. ― China ist durch die Größe seiner Wirtschaft zu einem Haupttreiber oder - bei negativer Entwicklung - zu einer Bremse der Wirtschaftsentwicklung in der Welt geworden. Die Wirtschaft wächst derzeit nur noch mit etwas mehr als 6 %. Im Vergleich zur Bauwirtschaft und der damit verbundenen Baumaschinenindustrie im Land, ist dies immer noch sehr viel. Die lokale Baumaschinenindustrie musste im vergangenen Jahr erhebliche Rückgänge verzeichnen. Die völlig überdimensionierten Produktionskapazitäten mussten mit radikalen Maßnahmen reduziert werden. Sollte diese Entwicklung ein Beispiel für andere Überhitzungserscheinungen sein, wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft wegen China in den kommenden Jahren weiter verlangsamen. ― Vor einigen Jahren waren die BRIC-Staaten noch das Synonym für die aufstrebenden Wirtschaftsnationen. Heute ist nur noch sehr wenig von diesen Aussichten übrig geblieben. China ist auf dem Weg zur Normalität, Indien lähmt sich selbst durch seine Bürokratie, Russland ist durch seine Konflikte blockiert und Brasilien muss wegen eines großen Korruptionsskandals mit einer Rezession zurechtkommen. ― In Europa hat sich im zweiten Halbjahr 2015 ein völlig neues Problem entwickelt, das nicht direkt negativ auf die Wirtschaftsentwicklung wirkt, sondern sie sogar voranbringen kann: die Flüchtlingswelle. Wenn aber immer mehr Länder ihre Grenzen schließen und damit den Warenverkehr behindern, und wenn die mit der Flüchtlingskrise verbundenen politischen Konflikte die Stabilität Europas gefährden, dann kann daraus eine Gefahr für die Wirtschaft Europas entstehen. Betrachtet man die Summe der positiven und negativen Einflüsse, so kann niemand prognostizieren, wie die Gesamtwirkung aussehen wird. Von einem soliden Wachstum der Weltwirtschaft kann man aber weiter ausgehen. Für unser Unternehmen bedeutet das, dass wir mit größtmöglicher Flexibilität auf die Veränderungen reagieren und die Chancen ergreifen müssen. Durch unsere weltweite Präsenz ist dies gut möglich. UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK Die Baumärkte sind weiter gut wachsende Märkte: In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen dabei zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Projektchancen bieten. In den etablierten Volkswirtschaften wurde über viele Jahre hinweg deutlich zu wenig gebaut. Heute stellt man fest, dass auch Bauwerke immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft angepasst werden müssen. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Baustatistik Deutschland - Veränderung 2015/2014 scroll in % Umsatz Auftragseingang Beschäftigte Wohnungsbau 7,1 13,3 --- Wirtschaftsbau 0,3 1,1 --- Öffentlicher Bau -0,8 5,4 --- Insgesamt 1,4 5,2 1,4 Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Die Unternehmen der BAUER Gruppe können die allgemeine Entwicklung an ihrem sehr guten Auftragsbestand ablesen, der sich gleichmäßig über alle Regionen der Welt verteilt. Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen; somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen. Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt sehr unterschiedlich: Deutschland Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen, aber auch durch staatliche Förderungen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Beim Wirtschaftsbau wird die Entwicklung von den Zukunftsaussichten der Industrie abhängen. Gerade Deutschland hat erkannt, dass wieder vermehrt gebaut werden muss. Die deutsche Bundesregierung hat deshalb für die kommenden Jahre das Baubudget erheblich ausgeweitet, was zu einer Erhöhung der Bauleistung beitragen wird. Diese Situation wird durch den mit dem Flüchtlingszustrom ausgelösten Bedarf noch verstärkt. Auch hier reagiert der Staat durch die Freigabe erheblicher zusätzlicher Mittel. Europa In Westeuropa werden die Baumärkte in den kommenden Jahren weiterhin relativ verhalten sein. Dies liegt im Wesentlichen an den immer noch niedrigen Investitionsbudgets der Staaten. In einzelnen Ländern gibt es jedoch große Infrastrukturvorhaben, so in der Schweiz oder in Frankreich mit dem Metro-Ring in Paris. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur. Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen. Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung weiter erheblich beeinträchtigt. Die Ukraine ist kaum mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu finanzieren, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu äußerster Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre an den Folgen der Krise zu tragen hat. Der Maschinenvertrieb wird daher ebenfalls auf niedrigem Niveau verbleiben. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Nahost & Zentralasien In den öl- und gasreichen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird derzeit noch sehr intensiv gebaut. Neue U-Bahnlinien, Eisenbahnstrecken, Stadien und weitere Großbauvorhaben sind in vollem Gang. Sollte der Ölpreis jedoch noch länger auf niedrigem Niveau verbleiben, werden die Investitionen zurückgehen und Sparmaßnahmen notwendig werden, was auch die Bauwirtschaft treffen würde. Auf diese Situation müssen sich die Baufirmen einstellen. Weiterhin sehr problematisch ist die Lage im Irak und in Syrien. Die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Islamischen Staat haben die Wirtschaftsentwicklung und speziell den Bau fast vollständig zum Erliegen gebracht. Auch die Nachbarstaaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat. In Libyen war das letzte Jahr vom Bürgerkrieg geprägt. Zuletzt einigten sich die Konfliktparteien auf eine gemeinsame Regierung, was zumindest etwas Hoffnung auf Stabilität mit sich bringt. In Ägypten hat sich die Regierung mit einem starken Militär im Rücken fest etabliert. Im Land herrscht ein regelrechter Bauboom, der die Wirtschaft ankurbelt. Die Erweiterung des Suez-Kanals wurde in Rekordzeit realisiert und führt zu vielen weiteren Bauprojekten, da Tunnel und Häfen im Umfeld gebaut werden müssen. In Kairo wird neben vielen anderen Baumaßnahmen die U-Bahn erweitert. Es ist noch nicht absehbar, ob die Entwicklung nachhaltig ist. Asien-Pazifik, Fernost & Australien Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Die Erweiterung des Flughafens steht an und lässt uns in den kommenden Jahren auf neue Großprojekte hoffen. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle verlegt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt. Amerika Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren erwarten wir große Anstrengungen, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte. Afrika In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau dieser Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands. Durch die aktuellen Probleme in der Welt sind wichtige Zukunftsthemen wie Umwelt, Demographie und Energie in den Hintergrund gerückt. Diese Themenfelder werden aber mit zunehmender Stabilisierung wieder an Bedeutung gewinnen und dann den Baubedarf entsprechend anregen. Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In einigen Ländern der Welt haben wir bereits erfolgreiche Projekte abgewickelt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird. GESCHÄFTSVERLAUF Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtkonzernleistung von 1.656 Mio. EUR, die um 6,2 % über dem Vorjahreswert von 1.560 Mio. EUR lag. Die Leistungssteigerung beinhaltet Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR. Rechnet man diese und gleichartige Effekte im Vorjahr (36,5 Mio. EUR) heraus, beträgt die Steigerung 3,6 %. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 90,7 Mio. EUR (Vorjahr: 76,4 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR). Die BAUER Gruppe war im Jahr 2015 von einigen Problemen mit großer finanzieller Wirkung und von schwierigen Märkten beeinflusst. Andererseits haben wir auch schöne Erfolge erzielt. In Summe konnten das Ergebnis nach Steuern sowie das EBIT im Wesentlichen durch nicht-operative Gewinne erzielt werden. Erfreulich ist, dass mit den Sonderergebnissen die Prognose deutlich übertroffen werden konnte. Unter Vernachlässigung dieser Sonderergebnisse wäre die mit dem Geschäftsbericht 2014 gegebene Ergebnisprognose nicht erreicht worden. Wir hatten eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,6 Mrd. EUR, ein Ergebnis nach Steuern von etwa 18 bis 23 Mio. EUR und ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR prognostiziert. Einen negativen Einfluss auf unsere Geschäfte hatten wir im Wesentlichen durch unsere Bautochter in Amerika und durch zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen, die vor allem das Segment Resources, aber auch das Segment Maschinen sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH betrafen. Des Weiteren konnten wir aufgrund der darniederliegenden Rohstoffmärkte und des niedrigen Ölpreises unsere Bohranlagen in Afrika und bei unserer Tochterfirma in Jordanien kaum auslasten. In Summe führten diese Einflüsse zu erheblichen finanziellen Aufwendungen. Auf der anderen Seite konnten wir mit dem vereinbarten Joint Venture mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, einen großen Schritt für unsere Aktivitäten im Bereich Tiefbohranlagen vollziehen. Durch dieses Joint Venture sowie durch den Anteilsverkauf an einer Tochterfirma im Maschinenbereich konnten wir das prognostizierte Jahresergebnis sicherstellen. Die positiven Sonderergebnisse ermöglichten im Konzern darüber hinaus auch Restrukturierungsaufwendungen bei verlustbringenden Tochterfirmen. Äußerst positiv entwickelte sich auch der Auftragsbestand des Konzerns, der bis Ende 2015 auf 995,6 Mio. EUR anwuchs und damit 30,5 % über dem Vorjahreswert von 762,7 Mio. EUR lag. Neben dem Bausegment, das einige Großprojekte akquirieren konnte, wuchs der Auftragsbestand durch den bislang größten Auftrag des Konzerns, den das Segment Resources mit einem Projekt in Deutschland gewinnen konnte. Gesamtaussage Die zahlreichen positiven und negativen Sondereinflüsse erschweren natürlich die Betrachtung des operativen Geschäfts erheblich. Gerade in den Segmenten haben sich die Kennzahlen sehr stark verändert. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das operative Geschäft unter Vernachlässigung der von der Gesellschaft identifizierten Sondereffekte im positiven Bereich gelegen hat. Somit hat der Konzern auch für die Zukunft insgesamt eine gute Perspektive. Wir können mit den Ergebnissen des Jahres 2015 dennoch nicht zufrieden sein. Nur mit den Sondergewinnen konnten wir ein gutes positives Ergebnis erwirtschaften. Die Geschäftsentwicklung sehen wir weiter positiv, denn auch in einem schwierigen Umfeld ist es uns wieder gelungen, die Gesamtkonzernleistung zu steigern. Das Geschäftsjahr 2016 wird darauf aufbauen können. Entwicklung der Gesamtkonzernleistung nach Segmenten SEGMENT BAU scroll in Tausend EUR 2014 2015 Veränderung Gesamtkonzernleistung 725.626 742.862 2,4 % Umsatzerlöse 646.628 650.762 0,6 % Auftragseingang 682.410 878.436 28,7 % Auftragsbestand 455.485 591.059 29,8 % EBIT 26.033 13.916 -46,5 % Periodenergebnis 2.524 -7.316 n/a Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 5.777 6.243 8,1 % * Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106 Allgemeine Rahmenbedingungen Insgesamt entwickelten sich die Baumärkte in der Welt auch im Jahr 2015 positiv, so dass ein gutes Wachstum zu verzeichnen war. Der enorme Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämmen oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum weiter an. Da in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden muss, werden auch vermehrt Spezialtiefbau-leistungen benötigt, so dass wir hier in einem zukunftsträchtigen Markt aktiv sind. Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr war geprägt von den Baumärkten im Nahen und Fernen Osten sowie in den USA und Deutschland. In Europa zeigten sich die Märkte sehr unterschiedlich. In Russland, geprägt durch die Sanktionen, wurden die Bauaktivitäten deutlich zurückgefahren. In Summe können wir jedoch auf eine gute Entwicklung der Märkte im Jahr 2015 zurückblicken. Wesentliche Ereignisse Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtkonzernleistung von 742,9 Mio. EUR, die mit 2,4 % über der des Vorjahres von 725,6 Mio. EUR lag. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 26,0 Mio. EUR im Vorjahr um 46,5 % auf 13,9 Mio. EUR zurück. Das Periodenergebnis war mit -7,3 Mio. EUR negativ - im Vorjahr lag es bei 2,5 Mio. EUR. Positiv zeigten sich im Jahr 2015 vor allem die Tochterfirmen im Nahen Osten. Hier konnten deutliche Leistungszuwächse in Saudi-Arabien, Katar und Ägypten verzeichnet werden - in Doha, in Riad und auch in Kairo sind wir an großen U-Bahnbaustellen beteiligt, ebenso an Projekten rund um den Suez-Kanal. In den Märkten des Fernen Ostens konnten wir auch 2015 einen wichtigen Beitrag zur Leistung des Segments erzielen, obwohl sich die Auftragslage im Vergleich zu den sehr guten Vorjahren etwas abgeschwächt hat. Der deutsche Baumarkt war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut, so dass wir das hohe Niveau des Vorjahres halten konnten. Die Tochterfirma in Österreich konnte die Leistung deutlich steigern, da sie neben Projekten in ihrem Heimatmarkt ein Großprojekt in Montenegro bearbeitete. Eine schwache Entwicklung und Verluste verzeichneten wir dagegen in Russland, da dort die Bauaktivitäten aufgrund der Sanktionen und des Rubelverfalls erheblich zurückgefahren wurden. Bei den Tochterfirmen in der Schweiz, England und den Niederlanden hatten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Aufträge, so dass wir hier unsere Planungen nicht erreichen konnten. Den bestimmenden Einfluss auf die unbefriedigende Ergebnisentwicklung im Segment hatte unsere Tochterfirma in den USA. Die Abnahme des Großprojekts Center Hill Damm verzögerte sich unerwartet um mehrere Monate und brachte daher, wie bereits im Vorjahr, weitere erhebliche finanzielle Belastungen. Die schwierigen Rahmenbedingungen beim Projekt führten bei der Tochterfirma selbst zu erheblichen Problemen im weiteren Geschäftsverlauf und auch in der Organisation. Daher wurden Restrukturierungsmaßnahmen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit am amerikanischen Markt wieder zu steigern. Diese Maßnahmen bedeuteten zusätzliche erhebliche finanzielle Belastungen. In der vorwiegend in Deutschland tätigen SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, die Leistungen in allen drei Geschäftssegmenten des Konzerns erbringt, wurden 2015 aufgrund der Geschäftsentwicklung einige Umstrukturierungen vorgenommen. Der Bereich Umwelttechnik, der vor allem im Biogas- und Kläranlagenbau tätig ist, wurde aufgrund veränderter politischer Rahmenbedingungen aufgegeben. Der Maschinenbau wird zukünftig organisatorisch in das Produktionsnetz der BAUER Maschinen GmbH eingegliedert, wodurch Synergiepotentiale erzielt werden sollen. Auftragslage Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und lag zum Jahresende mit 878,4 Mio. EUR um 28,7 % über dem Vorjahreswert von 682,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 591,1 Mio. EUR um 29,8 % über dem Vorjahr (455,5 Mio. EUR). Es ist uns gelungen in allen Regionen der Welt neue Aufträge zu gewinnen. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Baustellen konnten wir auch wieder einige Großprojekte in den Bestand nehmen. Dazu zählen Aufträge in der Schweiz, in England und Australien. In Kanada wurden wir mit der Erstellung einer Dichtwand für die Mine Diavik mit einem Volumen von rund 65 Mio. EUR beauftragt. Das Projekt läuft bereits und wird bis 2017 andauern. In Indien erhielten wir in einem Joint Venture den Auftrag zur Erstellung einer Schlitzwand für den Polavaram Damm mit einer Auftragssumme von rund 60 Mio. EUR. Die Fertigstellung der Arbeiten soll bis Ende 2017 erfolgen. Durch einen Auftragsbestand auf Rekordniveau, gehen wir mit einer sehr guten Basis in das laufende Geschäftsjahr. Erfreulich ist, dass weitere Auftragschancen in der Welt bestehen - darunter sind auch wieder einige Großprojekte wie in Hongkong. Ausblick Insgesamt zeigen sich die Regionen der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Die weltweite Präsenz ermöglicht es uns, die Chancen in den Regionen mit guter Baukonjunktur zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. Der weltweite Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angewachsen, da wir neben kleineren und mittleren Projekten auch wieder einige Großprojekte akquirieren konnten. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Bau Sollte der Ölpreis dauerhaft auf einem niedrigen Niveau verbleiben, wird sich dies sehr wahrscheinlich negativ auf die Baumärkte im arabischen Raum auswirken. Die Einnahmen aus dem Ölverkauf bestimmen maßgeblich die Investitionsbudgets vieler Länder in der Region. In Russland erwarten wir im laufenden Jahr nur wenig Verbesserung. In den weiteren Regionen der Welt gehen wir von einer stabilen bzw. besseren Entwicklung als im abgelaufenen Jahr aus. Durch die Fertigstellung des Projekts Center Hill Damm im letzten Jahr werden die Verluste aus dem Projekt zukünftig wegfallen und die Ergebnissituation insgesamt spürbar verbessern. Für das Jahr 2016 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung leicht oberhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT gehen wir von einer deutlichen Verbesserung aus. Zudem erwarten wir ein gutes positives Ergebnis nach Steuern. SEGMENT MASCHINEN scroll in Tausend EUR 2014 2015 Veränderung Gesamtkonzernleistung 639.151 753.083 17,8 % Umsatzerlöse 532.691 548.039 2,9 % Auftragseingang 676.801 649.108 -4,1 % Auftragsbestand 154.175 128.096 -16,9 % EBIT 35.952 99.441 n/a Periodenergebnis 8.847 65.397 n/a Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.936 2.919 -0,6 % * Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106 Allgemeine Rahmenbedingungen Im Jahr 2015 entwickelten sich die Baumaschinenmärkte sehr uneinheitlich. Während die Nachfrage in Europa und den USA anstieg - im Nahen Osten sogar deutlich - verzeichneten Russland, China sowie Afrika und Lateinamerika teilweise erhebliche Rückgänge aufgrund der Wirtschaftslage. Die Wettbewerbssituation am chinesischen Markt hat sich im Laufe des Jahres 2015 stark verändert. Die überzogenen Markterwartungen der lokalen Wettbewerber haben in den letzten Jahren zu großen Überkapazitäten in der Produktion geführt. Daher haben im vergangenen Jahr etliche dieser Unternehmen begonnen, ihre Kapazitäten - vor allem das Personal - in erheblichem Maße zu reduzieren. Wir erwarten daher in den nächsten Jahren eine Marktbereinigung und wieder eine Normalisierung der Wettbewerbssituation. Einen Einfluss auf unser Geschäft hatte auch die Entwicklung der Rohstoffpreise. Durch den erheblichen Rückgang ging die Nachfrage nach Brunnenbohrgeräten, die auch zur Exploration von Rohstoffen eingesetzt werden, zurück. Der Vertrieb unserer Tiefbohranlagen war von dieser Marktsituation ebenfalls betroffen. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es uns gelungen, den Umsatz bei einem guten operativen Ergebnis zu steigern. Durch unsere großen Anstrengungen hinsichtlich Produktqualität, weltweitem Service und das Anbieten kundenspezifischer Lösungen konnten wir uns erfolgreich im Markt behaupten und Umsatzrückgänge in schwachen Regionen mit anderen Gebieten gut ausgleichen. Wesentliche Ereignisse Die Kennzahlen des Segments - und letztlich auch des Gesamtkonzerns - sind sehr stark von Sonderergebnissen beeinflusst. Zum einen war dies der Verkauf von 50 % der Anteile und der Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH. Ein weiterer Sonderertrag ist durch das mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, vereinbarte Joint Venture entstanden. Schlumberger hat sich im Rahmen einer Barkapitalerhöhung mit jeweils 49 % an der BAUER Deep Drilling GmbH, Deutschland, und der BAUER Manufacturing LLC, USA, beteiligt. Diese Geschäfte führten in Summe zu einem Sonderergebnis nach Steuern in Höhe von 71,6 Mio. EUR. Der Effekt auf die Leistung und das operative Ergebnis betrug 77,8 Mio. EUR, inklusive einem Steuereffekt von 6,2 Mio. EUR. Die Sondergewinne resultierten aus unseren Anstrengungen der letzten Jahre, besonderes Know-how für Tiefbohrgeräte zu entwickeln und aus dem gut gelungenen Aufbau unseres Geschäfts mit Anker- und Spanntechnik. Da die SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH den überwiegenden Teil ihrer Leistung durch Verkauf von Materialien an unsere Baukonkurrenten in Deutschland erwirtschaftet, war die Abgabe der Mehrheitsbeteiligung an unseren Partner ein notwendiger strategischer Schritt, um dem Unternehmen hier mehr Bewegungsfreiheit für die Zukunft zu geben. Belastet haben das Segment Maschinen dagegen im abgelaufenen Geschäftsjahr neben Restrukturierungsaufwendungen auch Verluste bei unserer Tochterfirma, die Brunnenbohrgeräte herstellt, und sich einer geringen Nachfrage aufgrund der schwachen Märkte im Explorationsbereich gegenübersah. Auch das Maschinenwerk in den USA verzeichnete weiter eine Unterauslastung. Zusätzliche Aufwendungen sind auch im Zuge der Vorbereitung des Joint Ventures entstanden, da neben juristischen Themen auch die beiden eingebrachten Tochterfirmen organisatorisch und bilanziell vorbereitet werden mussten. Die positiven Sonderergebnisse ermöglichten zudem weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen mit 17,8 % deutlich von 639,2 Mio. EUR auf 753,1 Mio. EUR. Die Leistungssteigerung beinhaltet Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR. Rechnet man diese heraus, beträgt die Steigerung 8,3 %. Die Umsatzerlöse legten mit 2,9 % von 532,7 Mio. EUR auf 548,0 Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von 36,0 Mio. EUR auf 99,4 Mio. EUR erheblich an. Rechnet man aus dem Jahr 2015 die positiven Sonderergebnisse von 77,8 Mio. EUR heraus, so reduzierte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 40,0 % auf 21,6 Mio. EUR. Das Periodenergebnis erhöhte sich deutlich von 8,8 Mio. EUR auf 65,4 Mio. EUR. Unter Vernachlässigung der von der Gesellschaft identifizierten Sondereinflüsse auf die Kennzahlen des Segments, bleibt festzuhalten, dass es im Maschinenvertrieb gelungen ist, den Umsatz bei einem guten operativen Ergebnis leicht zu steigern. Wir sehen dies als großen Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld. Dazu beigetragen haben vor allem die Märkte im Nahen Osten, in Afrika und den USA. Auch in Europa hatten wir gute Verkäufe. Bei den Tochterfirmen lief im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der Vertrieb von Ankerbohrgeräten und Drehgetrieben besonders gut. Auch unsere neuen Geräte, die Seilbagger-Serie und die Neuentwicklungen in der Rammtechnik, haben sich gut im Markt etabliert. Das Service- und Ersatzteilgeschäft hat sich weiter zu einem wichtigen Geschäftsbereich entwickelt. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten lieferte wieder einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. In China selbst ist der Baumaschinenmarkt deutlich zurückgegangen, was die lokalen Wettbewerber erheblich belastet hat. Uns ist es dennoch gelungen, die Verkäufe stabil zu halten. Dies bedeutet, dass wir effektiv Marktanteile gewinnen konnten. Auf der anderen Seite führten die Sanktionen gegen Russland und der Einbruch des Rubels dazu, dass die Geräteverkäufe hier fast vollständig zum Erliegen gekommen sind. Unser Engagement in Russland führte in der Folge zu einem deutlichen Verlust. In den Ländern Zentralasiens, wie Aserbaidschan und Kasachstan, war die Entwicklung sehr schwach. Auch die Verkäufe in Südamerika sind aufgrund von Projektverzögerungen deutlich zurückgegangen. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Maschinen In den USA wurden die Produktion von Spezialtiefbaugeräten in Conroe und die Vertriebsgesellschaft in der Tochterfirma BAUER-Pileco Inc. zusammengeführt. Unabhängig von der guten Vertriebssituation brachte dies einen negativen Ergebnisbeitrag. Im Zuge der Standortkonsolidierung wurden die Organisationen und die Prozesse angepasst sowie der Bestand an Mietgeräten abgebaut. Die Maschinenproduktion im Werk ist weiterhin noch nicht auf ausreichendem Niveau. Durch das Joint Venture mit Schlumberger im Bereich Tiefbohrtechnik ist dieses Geschäft nun mit neuen positiven Perspektiven für die Zukunft aufgestellt und bietet eine stabile Basis für die Aktivitäten in diesem, von den Rohölpreisen abhängigen und damit sehr zyklischen Markt. Im Joint Venture werden große Bohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen sowie bei geothermischen Bohrungen entwickelt und gebaut. Zwei Bohranlagen wurden bereits für Schlumberger gefertigt und für das Jahr 2016 ist der Bau von weiteren Anlagen vorgesehen. Auftragslage Trotz unterjähriger Schwankungen lag der Auftragseingang zum Jahresende ziemlich genau auf Höhe der Planung. Der Auftragsbestand lag mit 128,1 Mio. EUR um 16,9 % unter dem Vorjahr (154,2 Mio. EUR). Die Reduzierung des Auftragsbestands war im Wesentlichen Folge des Geschäfts mit Tiefbohrgeräten. Der Auftragseingang verringerte sich von 676,8 Mio. EUR auf 649,1 Mio. EUR. Bei den Maschinen für den Spezialtiefbau bestellen die Kunden weiterhin relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig zwischen zwei und drei Monaten beträgt. Zum Jahresende 2015 konnten wieder viele Maschinen ausgeliefert werden, so dass der Auftragsbestand im Dezember entsprechend zurückging. Im Bereich Tiefbohranlagen waren im Jahr 2015 zwei Anlagen für Schlumberger im Auftragsbestand, die Anfang 2016 ausgeliefert wurden. Ausblick Das Jahr 2015 war durch die wirtschaftlichen und politischen Themen für das Maschinengeschäft kein einfaches Jahr. Dennoch sehen wir eine insgesamt gute Nachfrage durch die in Summe steigenden Baumärkte in der Welt. Wir sehen weiter stabile bis positive Märkte in Europa, den USA, Afrika und dem Fernen Osten. In China gehen wir von einer für uns stabilen Entwicklung aus, wobei sich die Normalisierung der Marktverhältnisse fortsetzen sollte. Im Nahen Osten erwarten wir durch die bekannten Projekte am Markt ebenso eine stabile Entwicklung. Es kann sich jedoch durch den niedrigen Ölpreis im Laufe des Jahres 2016 ein Rückgang einstellen. Russland erwarten wir ähnlich schwach wie 2015. Besondere Chancen sehen wir für das Maschinengeschäft durch die Aufhebung der Sanktionen im Iran. Durch das Joint Venture mit Schlumberger haben wir für das Tiefbohrgeschäft eine solide Basis erreicht. Damit werden wir zudem das Werk in den USA besser auslasten, was wegen der Marktlage bei Spezialtiefbaugeräten in den vergangenen Jahren nicht möglich war. Für das Jahr 2016 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung wegen dem Wegfall der beschriebenen Sondereinflüsse des Jahres 2015 unterhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern wird dies ebenso der Fall sein. Im operativen Geschäft erwarten wir bei der Gesamtkonzernleistung eine leichte Steigerung und bei den Ergebniskennzahlen eine deutliche Verbesserung, was ein positives Ergebnis nach Steuern bedeutet. SEGMENT RESOURCES scroll in Tausend EUR 2014 2015 Veränderung Gesamtkonzernleistung 252.830 221.609 -12,3 % Umsatzerlöse 195.860 179.319 -8,4 % Auftragseingang 219.306 345.045 57,3 % Auftragsbestand 153.027 276.463 80,7 % EBIT 15.932 -19.807 n/a Periodenergebnis 4.347 -29.398 n/a Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.400 1.276 -8,9 % Allgemeine Rahmenbedingungen Der Fokus des Segments Resources liegt auf den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Im Bereich Wasser konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine steigende Nachfrage für Brauerei- und Getränketechnologie sowie für Anlagen zur Wasseraufbereitung verzeichnen. Besonders schwierig stellte sich der Markt für tiefe Bohrungen nach Öl, Gas, Wasser und Bodenschätzen dar. Die Rohstoffpreise standen deutlich unter Druck, so dass es kaum Projekte für unsere Firmen gab. Diese Situation hat uns im vergangenen Jahr stark belastet - vor allem unsere Tochterfirmen in Jordanien und Südafrika waren hiervon betroffen. Der Umweltbereich zeigte sich dagegen sehr positiv. In Deutschland gibt es vermehrt Aufträge im Sanierungsbereich, wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Flächen. Im Nahen Osten konnten wir mit unseren Angeboten zum Abfallmanagement neue Aufträge gewinnen. Wesentliche Ereignisse Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 221,6 Mio. EUR um 12,3 % unter dem Vorjahreswert von 252,8 Mio. EUR. Im Vorjahr waren Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 36,5 Mio. EUR aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma im Oman enthalten. Rechnet man diese aus der Vorjahresleistung heraus, so ergibt sich eine Steigerung von 2,5 %. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 15,9 Mio. EUR auf -19,8 Mio. EUR zurück. Rechnet man hier das Sonderergebnis im Vorjahr heraus, ergibt sich eine leichte Verbesserung des EBIT. Das Periodenergebnis war mit -29,4 Mio. EUR deutlich im negativen Bereich (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR). Das Segment Resources hat uns im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Anstrengungen abverlangt. Die 2014 begonnene Reorganisation des Segments mit der Überführung in eine regionale Vertriebsorganisation zeigte sich bereits von Vorteil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Restrukturierungen mit erheblichem Umfang durchgeführt, um das Segment strategisch neu und zukunftsorientiert aufzustellen. Diese Einflussfaktoren und Maßnahmen führten im Jahr 2015 zu erheblichen finanziellen Belastungen und in der Konsequenz zu einem erheblichen Verlust. Betroffen von den Umstrukturierungen war die GWE-Gruppe, die die Produktion von Standard-PE-Rohren aufgegeben hat und sich nun auf die Geschäftsbereiche Brunnenbau und Geothermie konzentriert. Dies machte eine Konsolidierung der Standorte und auch einen Abbau von Mitarbeitern notwendig. Weitere kleinere Tochterfirmen im Segment wurden beendet oder befinden sich noch in Abwicklung. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Resources Unter den fehlenden Projekten für Tiefbohrungen hatte vor allem die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien zu leiden. Die niedrigen Rohstoffpreise sowie die Flüchtlingssituation in Jordanien führten zu einem Einbruch der Investitionen in diesem Markt. Daher lag die Leistung weit unter den Erwartungen und das Ergebnis war aufgrund der Belastungen durch nicht eingesetzte Bohranlagen signifikant negativ. Nach dem Verlust 2013 wurden die begonnenen Restrukturierungen im Jahr 2015 weitgehend abgeschlossen. Unsere Bohrfirmen in Afrika hatten aufgrund der Marktsituation ebenfalls kaum Aufträge und verzeichneten daher Verluste. Eine positive Entwicklung zeigten vor allem die Tochterunternehmen im Umwelt- und Wasserbereich. Die BAUER Umwelt GmbH in Deutschland lag bei der Leistung über den Erwartungen. Ein maßgeblicher Erfolg war die Beauftragung des Unternehmens mit der Sanierung zweier Abschnitte der Altablagerung Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen durch die Roche Pharma AG. Der Auftrag mit einem Volumen von über 100 Mio. EUR ist der bislang größte Einzelauftrag der BAUER Gruppe. Die Beteiligung im Oman lieferte ebenfalls wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Das Unternehmen betreibt vor allem die großflächige Pflanzenkläranlage zur Aufbereitung von ölkontaminiertem Wasser für die regionale Ölgesellschaft. In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen zur Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken ausführt. Aufgrund des weiterhin positiven Marktes lag die Leistung erneut auf gutem Niveau. Neben vielen Projekten in Deutschland wird ein umfangreicher Auftrag in Kasachstan abgewickelt. Der Bereich brachte einen guten positiven Ergebnisbeitrag. Auftragslage Der Auftragseingang lag 2015 mit 345,0 Mio. EUR um 57,3 % erheblich über dem Vorjahreswert von 219,3 Mio. EUR. Der Auftragsbestand war mit 276,5 Mio. EUR entsprechend um 80,7 % höher als im Vorjahr (153,0 Mio. EUR). Der wesentliche Grund für die Steigerung ist das erwähnte Großprojekt in Deutschland. Daneben konnte der Umweltbereich zum Jahresende einen größeren Auftrag für das Abfallmanagement eines Ölkonzerns im Oman gewinnen. Auch die Tochterfirmen, die Wasseraufbereitungsanlagen und Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellen, konnten neue Aufträge hereinnehmen und den Bestand gut erhöhen. Ausblick Im Segment Resources wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erhebliche Anstrengungen zur bereits 2014 begonnen Neuausrichtung unternommen. Es wurde konsequent an den Kostenstrukturen gearbeitet, unprofitable Geschäfte und Tochterfirmen wurden beendet und Standorte aufgegeben oder zusammengelegt. Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen führten zu erheblichen finanziellen Belastungen. Leider entwickelten sich auch die Rohrstoffmärkte und -preise weiterhin negativ, so dass wir gerade bei unseren Bohrfirmen zu wenige Aufträge hatten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Marktsituation schnell verbessern wird, auch wenn weiterhin viele Projekte geplant sind, die uns Chancen eröffnen. Sehr positiv läuft weiterhin der Umweltbereich, der insgesamt eine sehr gute Auftragslage und Auslastung hat. Noch bis voraussichtlich 2020 wird am Großprojekt Grenzach-Wyhlen in Deutschland gearbeitet. Auch im Bereich Wasser ist die Auftragslage insgesamt gut und es gibt hier weitere Chancen für die Zukunft. Alle diese Themen werden das laufende Geschäftsjahr beeinflussen. Wir erwarten für das Jahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung, die deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Das EBIT sollte positiv sein, wogegen das Ergebnis nach Steuern aus heutiger Sicht noch negativ sein wird. SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die ihren Konzerntöchtern unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt. Das Segment Sonstiges weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 4,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Periodenergebnis betrug 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns. Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen operativen Ergebnis (EBIT) von -7,4 Mio. EUR (Vorjahr: -4,8 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Periodenergebnis betrug -6,5 Mio. EUR (Vorjahr: -4,9 Mio. EUR). Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen scroll in Mio. EUR 2014 Leistung 2015 Leistung Anteil Jahr 2015 Veränderung zum Vorjahr Auftragsbestand Bau BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST) BST Inland 133,2 125,6 7,7 % -5,7 % + Töchter Inland 16,7 22,8 1,4 % 36,5 % + BST Ausland 98,9 110,7 6,7 % 11,9 % • Töchter Ausland 502,5 543,0 32,8 % 8,1 % + Summe BST - Gruppe 751,3 802,1 48,4 % 6,8 % + SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH Töchter (SBN) 78,7 64,0 3,9 % -18,7 % • abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -104,4 -123,2 -7,4 % Summe Bau 725,6 742,9 44,9 % 2,4 % + Maschinen BAUER Maschinen GmbH (BMA) 383,3 465,5 28,1 % 21,4 % • Töchter Maschinen 468,7 534,4 32,3 % 14,0 % • Summe BMA - Gruppe 852,0 999,9 60,4 % 17,4 % • SBN 49,4 45,7 2,8 % -7,5 % • abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -262,2 -292,5 -17,7 % Summe Maschinen 639,2 753,1 45,5 % 17,8 % • Resources BAUER Resources GmbH (BRE) 29,5 17,4 1,1 % -41,0 % ++ Töchter Resources 231,1 196,8 11,9 % -14,8 % • Summe BRE - Gruppe 260,6 214,2 12,9 % -17,8 % + SBN 33,9 37,2 2,2 % 9,7 % • abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -41,7 -29,8 -1,8 % Summe Resources 252,8 221,6 13,4 % -12,3 % + Sonstiges BAUER Aktiengesellschaft (BAG) 37,1 38,9 2,3 % 4,9 % Sonstige Töchter 2,3 2,6 0,2 % 13,0 % Summe Sonstige/Dienstleistungen 39,4 41,5 2,5 % 5,3 % abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -96,8 -102,7 -6,2 % Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) 1.560,2 1.656,4 100,0 % 6,2 % + davon: Inland 440,2 473,7 28,6 % 7,6 % Ausland 1.120,0 1.182,7 71,4 % 5,6 % Hinweise zur Tabelle: ― Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen ― Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung -- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend; ― Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet ― Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt. * Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106 Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER Gruppe Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt scroll in Mio. EUR 2014 2015 BAUER Spezialtiefbau GmbH - Gruppe BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BST) 232,1 236,3 Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland (33 %-Anteil) - (Teilkonzernabschluss) 14,5 19,9 BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande 4,7 4,6 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien 2,6 10,3 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz 28,6 9,2 BAUER Magyarorszag Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn 7,7 9,7 BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien 2,1 1,3 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 4,5 3,9 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 14,4 22,7 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation 31,3 9,8 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten 22,9 37,4 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALIST S.a.r.L., Beirut, Libanon 16,5 12,5 BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia 3,3 4,3 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 37,0 34,8 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 20,7 34,0 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar 13,8 34,5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien 10,8 24,0 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia - (Teilkonzernabschluss) 84,7 76,9 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China 45,3 28,2 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam 2,9 6,0 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen 10,2 22,8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien 30,2 12,7 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand 21,2 18,1 BAUER Foundation Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien 6,7 5,8 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika 42,2 55,3 BAUER Fondations Canada Inc., Calgary, Kanada 9,1 26,3 BAUER FUNDACIONES PANAMÄ S.A., Panama City, Panama 11,7 10,5 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik 2,0 7,5 Sonstige Beteiligungen der BST 15,6 20,1 ARGEN Inland - (nur BST-Anteil) 2,0 2,7 Interne Konzernumsätze -93,9 -111,3 Summe BST - Gruppe 657,4 690,8 SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - Gruppe SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland (SBN) 107,3 82,8 Beteiligungen der SBN 33,8 41,8 ARGEN SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - (nur SBN-Anteil) 0,0 1,9 SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 14,2 17,3 ARGEN SPESA - (nur SPESA-Anteil) 6,7 3,1 Interne Konzernumsätze -59,0 -57,4 Summe SBN - Gruppe 103,0 89,5 BAUER Maschinen GmbH - Gruppe BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMA) 383,3 465,5 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland 42,9 46,5 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland 12,4 13,0 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 26,4 33,9 MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Deutschland 11,8 - PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland 13,0 6,3 Im Vergleich zur Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen ist in der Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen die Summe der einzelnen Gruppen nach Konsolidierung dargestellt. scroll in Mio. EUR 2014 2015 BAUER Maschinen GmbH - Gruppe Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland 7,9 7,0 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 21,5 16,6 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 1,3 31,3 TracMec Srl, Mordano, Italien 11,4 13,0 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED Rotherham, Großbritannien 7,4 11,5 BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien 13,1 7,2 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation 7,8 6,0 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation 5,6 5,2 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Förderation 1,6 1,6 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 8,4 9,9 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 3,9 4,4 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana 2,1 0,6 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur - (Teilkonzernabschluss) 152,9 135,2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan 7,3 5,9 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien 6,4 9,5 BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 76,3 98,0 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika - 45,0 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 22,2 16,9 Sonstige Beteiligungen der BMA 5,1 9,9 Interne Konzernumsätze -220,5 -251,7 Summe BMA - Gruppe 631,5 748,2 BAUER Resources GmbH - Gruppe BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BRE) 29,6 17,4 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland 56,0 49,1 BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMU) 54,8 56,6 BAUER Water GmbH, Oberndorf a.N., Deutschland 13,5 11,2 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 15,4 15,4 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 5,1 0,5 GWE POL-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen 3,1 3,4 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz 5,1 2,1 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien 1,4 0,6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn 3,2 3,5 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien - (Teilkonzernabschluss) 29,9 22,7 BAUER Nimr LLC, Maskat-Al Mina, Sultanat Oman 17,4 7,4 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 4,8 4,2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Kapstadt, Südafrika - (Teilkonzernabschluss) 2,4 3,0 BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana 2,5 0,8 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal 0,0 2,5 GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile 3,3 4,3 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada - (Teilkonzernabschluss) 1,2 0,1 Sonstige Beteiligungen der BRE 7,3 7,0 ARGEN BAUER Umwelt GmbH - (nur BMU-Anteil) 4,6 2,4 Interne Konzernumsätze -34,9 -25,1 Summe BRE - Gruppe 225,7 189,1 BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland (BAG) 37,1 38,9 Sonstige Beteiligung der BAG 2,3 2,6 Interne Konzernumsätze -96,8 -102,7 SUMME BAUER Gruppe 1.560,2 1.656,4 * Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106 III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE KONZERNERTRAGSLAGE Die Ertragslage des Konzerns war im Jahr 2015 von deutlich gegensätzlichen Entwicklungen beeinflusst. Das rein operative Ergebnis ohne die von der Gesellschaft identifizierten Restrukturierungsaufwendungen und negativen Sondereffekte war positiv, hätte aber deutlich unterhalb der für das Geschäftsjahr gegebenen Prognose gelegen. Viele Restrukturierungen, die in unterschiedlichen Bereichen notwendig waren, führten zu erheblichen Aufwendungen und damit zu einem deutlichen negativen Ergebnisbeitrag. Dazu kamen Sonderverluste, wie in den USA oder in Jordanien aufgrund fehlender Bohraufträge. Auf der anderen Seite konnten durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH und durch das Joint Venture mit Schlumberger im Tiefbohrgerätebereich erhebliche Sonderergebnisse (auf EBIT-Ebene) von in Summe 77,8 Mio. EUR erzielt werden. Die Wirkung aller Effekte führte zu einem Periodenergebnis von 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR). Beim Vorjahresvergleich der Ertragskennzahlen ist zu beachten, dass 2014 ein Veräußerungs- und Konsolidierungsgewinn von 36,5 Mio. EUR beinhaltet ist, der aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma BAUER Nimr LLC im Oman resultierte. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 76,4 Mio. EUR auf 90,7 Mio. EUR. Das EBITDA steigerte sich von 171,0 Mio. EUR um 8,2 % auf 185,1 Mio. EUR und erreichte einen Wert von 11,7 % (Vorjahr: 11,4 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis von Gewinn vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) verbesserte sich - insbesondere durch die Sondereffekte - gegenüber dem Vorjahr deutlich von 9,0 % auf 13,5 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug 6,9 % (Vorjahr: 3,7 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,0 % auf 1,8 %. Diese Renditewerte werden wir im kommenden Jahr, da ähnliche Sondereffekte nicht zu erwarten sind, nicht wieder ganz erreichen können. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich in den einzelnen Positionen erkennbar verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge der oben beschriebenen Sondereinflüsse, die in den letzten beiden Geschäftsjahren beinhaltet sind. Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert: Die konsolidierte Leistung ist mit 1.587,9 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.506,0 Mio. EUR) um 5,4 % angewachsen. Ohne die beschriebenen Sondereffekte im Vorjahr und im Berichtsjahr wäre die Steigerung 2,8 % gewesen. Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.375,7 Mio. EUR) um 0,2 % auf 1.379,0 Mio. EUR leicht angewachsen. Die Bestandsveränderungen erhöhten sich um 8,9 % von 26,6 Mio. EUR auf 29,0 Mio. EUR. Die anderen aktivierten Eigenleistungen stiegen um 54,8 % von 14,7 Mio. EUR auf 22,7 Mio. EUR, was auf höhere Investitionen in Geräte aus eigener Produktion im Jahr 2015 zurückzuführen ist. Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 89,0 Mio. EUR auf 157,2 Mio. EUR sehr deutlich angestiegen. Die bereits beschriebenen Sondererträge hatten die Position im Jahr 2014 (Oman) und im abgelaufenen Geschäftsjahr (Joint Venture und Spantec) nochmals deutlich erhöht. Außerdem sind die Buchgewinne aus Anlagenabgang (16,4 Mio. EUR) um 11,0 Mio. EUR angestiegen. Weitere wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich in der Summe auf 50,8 Mio. EUR um 16,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus dem Umstand, dass Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenübergestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 58,5 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsverlust in Höhe von 7,7 Mio. EUR verzeichnet haben. Die erheblichen Währungsschwankungen im Laufe des Jahres 2015 - mit je nach Währung erheblichen positiven und negativen Auswirkungen - waren die Ursache für dieses Ergebnis. Entwicklung Gesamtkonzernleistung nach Quartalen scroll in Mio. EUR Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Gesamtjahr 2015 BAUER Gruppe 409,101 371,258 414,498 461,555 1.656,412 Bau 193,470 176,437 194,519 178,436 742,862 Maschinen 173,821 159,565 163,205 256,492 753,083 Resources 54,251 47,830 75,118 44,410 221,609 Sonstiges/Konsolidierung -12,441 -12,574 -18,344 -17,783 -61,142 Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 0,4 % auf 752,5 Mio. EUR gestiegen. Im Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich. Der Personalaufwand hat sich mit einer Steigerung von 5,9 % auf 376,1 Mio. EUR stärker als die konsolidierte Leistung entwickelt. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Personalaufwendungen bei unseren Großprojekten und durch Sozialplanaufwendungen aufgrund von Restrukturierungen zu erklären. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 3,0 % auf 81,1 Mio. EUR leicht angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die höhere Gerätezahl im Baubereich zurückzuführen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Marktveränderungen nach der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 16,4 % auf 13,2 Mio. EUR zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 19,0 % von 230,5 Mio. EUR auf 274,2 Mio. EUR angestiegen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei den sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste enthalten, die mit 29,3 Mio. EUR wesentlich zum Anstieg der Position beitrugen. Ohne die währungsbedingten Kostenveränderungen wäre der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 6,2 %. Die Finanzerträge sind von 7,1 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR zurückgegangen. Die Finanzaufwendungen sind von 45,1 Mio. EUR auf 42,0 Mio. EUR gesunken. In Summe ergibt dies einen Rückgang beim Finanzergebnis, was auf bessere Zinskonditionen zurückzuführen ist. Entwicklung EBIT nach Quartalen scroll in Mio. EUR Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Gesamtjahr 2015 BAUER Gruppe 1,233 14,758 20,390 54,342 90,723 Bau 4,861 5,536 1,997 1,522 13,916 Maschinen -0,887 9,313 16,159 74,856 99,441 Resources -2,918 -0,298 2,033 -18,624 -19,807 Sonstiges/Konsolidierung 0,177 0,207 0,201 -3,412 -2,827 Das Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen liegt mit 2,7 Mio. EUR um 3,2 Mio. EUR über Vorjahr. Der wesentliche positive Ergebnisbeitrag ist auf die Beteiligung im Oman zurückzuführen. Der Ertragsteueraufwand betrug 27,4 Mio. EUR und lag um 5,3 Mio. EUR über Vorjahr. In dieser Position sind 6,2 Mio. EUR latenter Steueraufwand auf Bewertungen in Zusammenhang mit der Gründung des Joint Ventures mit Schlumberger enthalten. Negative Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nur dann steuermindernden Einfluss, wenn aktive latente Steuern aufgrund einer positiven steuerlichen Ergebnisplanung gebildet werden können. Dies ist in einigen Fällen im letzten Jahr nicht möglich gewesen. In Zukunft gehen wir von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 % und 40 % aus. Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern betrug im Berichtsjahr -0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR). KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGE Bei einer im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % angewachsenen konsolidierten Leistung ist die Bilanzsumme des Konzerns um 5,2 % von 1.575,1 Mio. EUR auf 1.656,9 Mio. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 27,2 % gut über Vorjahr (26,6 %). Durch den Verlust des Jahres 2013 war die Eigenkapitalquote unter 30 % gesunken. In den kommenden Jahren streben wir wieder einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet. Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr nach einem Rückgang im Vorjahr wieder um 3,0 % erhöht. Wir werden in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert: Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur teilweise möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge - wie wir sie zum Großteil bearbeiten - benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her. Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend. Wechselkursentwicklung 2015 scroll 1 EUR entspricht Durchschnittskurs 2014 Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Durchschnittskurs 2015 USD 1,3219 1,0740 1,1141 1,1165 1,0892 1,1039 GBP 0,8028 0,7234 0,7084 0,7371 0,7350 0,7236 RUB 51,5000 62,4155 62,3326 73,2499 80,4168 68,6566 CNY 8,1575 6,6572 6,9100 7,0967 7,0724 6,9434 Dennoch müssen wir feststellen, dass das Working Capital der BAUER Gruppe derzeit in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht zu hoch ist. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Weiter belasten größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens. Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 184,2 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden. Die mit Kreditgebern als Covenants vereinbarten Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. 2015 konnte die Relation Net Debt zu EBITDA mit einem gegenüber Vorjahr (3,78) verbesserten Wert von 3,59 auf ein etwas besseres Niveau gebracht werden. Bei den beiden weiteren vereinbarten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2015 mit 193,5 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte zwischen 3,75 und 5,0. Entwicklung Covenants scroll 2014 2015 Net Debt / EBITDA 3,78 3,59 EBITDA / Net Interest Coverage 4,49 4,99 Eigenkapitalquote in % 26,6 27,2 Der 2014 vereinbarte Konsortialkredit in Höhe von 450 Mio. EUR, für den ebenfalls die genannten Schwellenwerte gelten, läuft noch bis April 2017. Den Refinanzierungsprozess werden wir im laufenden Jahr durchführen. Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt: ― Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten mit etwa zwei Drittel den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind mit etwa zwei Drittel dem Bau zuzuordnen. ― Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 40 % durch das Maschinengeschäft gebunden. ― Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu über 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources. Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine sehr wesentliche Kapitalbindung dar. ― Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) entfallen auf die Segmente Bau und Resources. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilt sich entsprechend der Anteile der Segmente an der Gesamtkonzernleistung auf. Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft. In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen: Auf der Aktivseite: ― Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 7,0 Mio. EUR. Die wesentliche Reduzierung betrifft Entwicklungskosten, die in das Joint Venture mit Schlumberger überführt wurden. Die entsprechenden Entwicklungskosten für große Tiefbohranlagen sind nun nicht mehr im Konsolidierungskreis. ― Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten reduzierten sich um 22,3 Mio. EUR auf 184,2 Mio. EUR. Der wesentliche Einflussfaktor war das Einbringen der BAUER Manufacturing LLC, USA, und damit des Werks in Conroe in das Joint Venture. Im Geschäftsjahr wurden ansonsten nur kleinere Bauvorhaben durchgeführt oder Bauten veräußert. ― Die technischen Anlagen und Maschinen reduzierten sich um 18,9 Mio. EUR auf 187,3 Mio. EUR. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf Desinvestitionen in Jordanien zurückzuführen. Grundsätzlich sind durch die Veränderung der internationalen Baunachfrage für unsere Bauleistungen immer größere Maschinen und Geräte notwendig. Aus diesem Grund werden die kleineren Maschinen zunehmend durch bedeutend größere Geräte ersetzt, was grundsätzlich zu einer Erhöhung des Anlagenbestands führt. In Summe konnten die Sachanlagen und Investment Property um 42,6 Mio. EUR auf 404,0 Mio. EUR reduziert werden. ― Die At-Equity bewerteten Anteile stiegen um 89,6 Mio. EUR auf 132,6 Mio. EUR. Hier erfolgte die Bilanzierung der im Joint Venture mit Schlumberger zusammengefassten Firmen nach der Equity-Methode und unseres Restanteils in Höhe von 40 % an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH mit in der Summe 90,9 Mio. EUR. Die Ermittlung der entsprechenden Verkehrswerte ergab sich aus den Kapitaleinzahlungen und Kaufpreisen unserer jeweiligen Partner. ― Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) reduzierten sich um 2,7 Mio. EUR auf 129,5 Mio. EUR. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende. ― Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 32,5 Mio. EUR auf 343,9 Mio. EUR erhöht. ― Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind um 8,8 Mio. EUR auf 28,9 Mio. EUR gestiegen. Wesentlicher Grund ist die Umgliederung einer Forderung aus den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten. ― Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich um 5,6 Mio. EUR auf 47,4 Mio. EUR. Zum Jahresende wird versucht, diesen Wert durch geeignetes Liquiditätsmanagement so niedrig wie möglich zu halten. Auf der Passivseite: ― Das Eigenkapital erhöhte sich deutlich um 32,3 Mio. EUR auf 451,2 Mio. EUR. Zur Veränderung haben das Periodenergebnis (29,0 Mio. EUR), Währungsveränderungen (7,8 Mio. EUR) und die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen, saldiert mit den dazugehörigen aktiven latenten Steuern (4,7 Mio. EUR), positiv beigetragen. Reduzierend wirkten Veränderungen im Konsolidierungskreis (4,3 Mio. EUR) und Dividendenzahlungen (3,1 Mio. EUR). ― Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) verringerten sich um 7,2 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Wesentlich waren die Veränderungen durch den Anteilsverkauf an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH und eine Umgliederung in das Mehrheitskapital, die die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. betraf. ― Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 364,8 Mio. EUR auf 376,6 Mio. EUR. ― Die langfristigen Pensionsrückstellungen haben sich um 4,1 Mio. EUR auf 112,3 Mio. EUR reduziert. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf den wieder höheren Abzinsungssatz von 2,35 % (Vorjahr: 2,0 %), zurückzuführen. Die jährliche Zuführung aus laufenden Pensionszusagen wirkte dieser Reduktion entgegen. ― Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich von 10,0 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR. ― Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 266,5 Mio. EUR auf 297,7 Mio. EUR. Die Finanzierung aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich insgesamt um 43,0 Mio. EUR. ― Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 16,0 Mio. EUR auf 185,0 Mio. EUR. Wir nutzen, soweit sinnvoll, alle Skontierungsmöglichkeiten. ― Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 13,6 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften zurückzuführen. Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung vermindert sich geringfügig von 104,6 % auf 104,3 %. Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 115,4 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR deutlich vermindert. Folgende Faktoren trugen hierzu bei: ― Das Ergebnis vor Steuern betrug aufgrund der in der Ertragslage genannten Effekte 56,4 Mio. EUR gegenüber einem Ergebnis von 37,8 Mio. EUR im Vorjahr. ― Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich leicht um 2,4 Mio. EUR erhöht und tragen mit 81,1 Mio. EUR zum Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bei. ― Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen enthalten Effekte aus Entkonsolidierungen von 77,9 Mio. EUR (Vorjahr: 36,5 Mio. EUR). ― Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führte zu einer Mittelbindung von 38,8 Mio. EUR. ― Die Erhöhung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 38,0 Mio. EUR belastet. ― Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um -34,8 Mio. EUR verändert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -37,5 Mio. EUR und liegt um 10,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf höhere Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt 9,1 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren die Darlehensrückführungen in Höhe von 159,2 Mio. EUR und Zinszahlungen in Höhe von 38,6 Mio. EUR sowie Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 213,4 Mio. EUR. IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT Im Geschäftsbericht sind der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert. Die BAUER AG hat im Jahr 2015 einen erheblichen Verlust in Höhe von 25,2 Mio. EUR ausgewiesen. Wegen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Resources mussten durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 29,7 Mio. EUR vorgenommen werden. Diese Maßnahme diente der Zukunftssicherung für die Geschäfte des Segments und war deshalb nicht vermeidbar. Außerdem wurde die BAUER AG durch eine hohe Zuführung (1,6 Mio. EUR) bei den Pensionsrückstellungen belastet. Durch eine Ausschüttung der BAUER Maschinen GmbH (4,0 Mio. EUR) und durch eigene positive Ergebnisbeiträge konnte der Verlust auf 25,2 Mio. EUR reduziert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert: Wesentliche Veränderungen in der Bilanz: ― Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 7,2 Mio. EUR vermindert. Dies lag an der Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 7,0 Mio. EUR. ― Das Eigenkapital hat sich von 161,2 Mio. EUR auf 133,5 Mio. EUR reduziert. Ursächlich hierfür war der Jahresverlust in Höhe von 25,2 Mio. EUR und die Zahlung der Dividende im Jahr 2015 in Höhe von 2,6 Mio. EUR. ― Die Verbindlichkeiten haben sich von 161,9 Mio. EUR auf 184,2 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen verantwortlich war der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 17,9 Mio. EUR, was durch die Finanzierungstätigkeit der BAUER AG für den Konzern verursacht ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 3,6 Mio. EUR gestiegen. Wesentliche Veränderungen in der GuV: ― Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 2,0 Mio. EUR auf 32,1 Mio. EUR gestiegen. ― Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 31,0 Mio. EUR angestiegen. Wesentlicher Grund für diesen erheblichen Anstieg sind die Leistungen der BAUER AG für die Restrukturierungsmaßnahmen bei den Tochterfirmen der BAUER Resources GmbH. ― Das betriebliche Ergebnis hat sich um 30,9 Mio. EUR auf -31,1 Mio. EUR verschlechtert. ― Der Jahresüberschuss liegt mit -25,2 Mio. EUR um 31,1 Mio. EUR unterhalb des Vorjahres. Der Bilanzgewinn hat sich von 33,3 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR deutlich vermindert. Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen. Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 konnte das geplante Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch Sonderergebnisse erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre zu bezahlen. Um die Kapitalbasis der ausschüttenden BAUER AG zu schonen, ist keine Steigerung der Dividende möglich, obwohl ein höheres Ergebnis nach Steuern im Konzern erzielt wurde. Zudem wird die Verbesserung der Eigenkapitalquote des Konzerns weiterhin intensiv verfolgt. Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2016 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften in etwa wie im Jahr 2015 ausfallen, wobei keine Sondereffekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen. <<< Es ist mittlerweile eine Tradition, die Kunden und Partner ganz besonders schätzen: Im April präsentierte die BAUER Maschinen Gruppe im Rahmen ihrer Hausausstellung jede Menge Neu- und Weiterentwicklungen, aber auch bewährte Technik. V. NACHHALTIGKEIT NACHHALTIGKEIT IN DER BAUER GRUPPE Unter der Maxime "BAUER's Triple A" hat die BAUER Gruppe ihre wichtigsten Handlungsschwerpunkte definiert: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Qualität und Ethik sowie Performance. Angelehnt ist der Slogan an die Bestnote, die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben. Im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt haben wir viele Maßnahmen zum Wohle unserer Mitarbeiter und Kunden umgesetzt. Daneben möchten wir mit einer immer perfekteren Produktpalette und Leistungen in höchster Qualität den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden. Dabei gehen wir respektvoll miteinander um und kommunizieren offen und partnerschaftlich mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Performance, also die ökonomische Leistung des Unternehmens, ist Voraussetzung für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens. Ziel ist es, drei Bestnoten - also A's - zu erreichen. Die unter BAUER's Triple A definierten Handlungsschwerpunkte sind für uns auch die zentralen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements. MITARBEITER Die Mitarbeiter machen das Unternehmen zu dem, was es ist. Jeder einzelne von ihnen trägt mit seiner Leistung und mit seinem Engagement zum gemeinsamen Erfolg der BAUER Gruppe bei. Unseren Mitarbeitern haben wir es zu verdanken, dass wir 2015 auf 225 Jahre Erfahrung bei Bauer zurückblicken konnten. Mitarbeiterentwicklung Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.738 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.405). Diese teilen sich wie folgt auf: ― Segment Bau: 6.243 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.777) ― Segment Maschinen: 2.919 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.936) ― Segment Resources: 1.276 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.400) ― BAUER AG und Töchter: 300 Mitarbeiter (Vorjahr: 292) Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland zu verzeichnen und auf die dort zu bearbeitenden Bauprojekte zurückzuführen. Durch einzelne Aufträge sind oft größere Veränderungen möglich. Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die größte Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Ägypten (273 Mitarbeiter), den Vereinigten Arabischen Emiraten (273 Mitarbeiter) und auf den Philippinen (90 Mitarbeiter). In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie in Malaysia oder Indonesien, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Der hohe Auftragsbestand führte in Summe zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl im Bau, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden. Mitarbeiter nach Segmenten Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl leicht reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs ist auf die Werke im Fernen Osten (9 Mitarbeiter) und bei unserer deutschen Tochterfirma in Peine (13 Mitarbeiter) zurückzuführen. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist. Im Segment Resources wurden aufgrund von Restrukturierungen, der Neuausrichtung des Segments und wegen der schwachen Marktlage im Miningbereich weiter Mitarbeiter reduziert. Einen wesentlichen Anteil am Rückgang hatten die Tochterfirmen in Jordanien (73 Mitarbeiter) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (25 Mitarbeiter). Auch in Deutschland mussten Mitarbeiter abgebaut werden. Aus- und Weiterbildung Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sehen wir darin, den Start junger Menschen ins Berufsleben aktiv mitzugestalten. Im Jahr 2015 waren 245 (Vorjahr: 248) Azubis bei Bauer in Deutschland beschäftigt. Der Großteil erlernte den Beruf des Industrie- bzw. Konstruktionsmechanikers, des Elektronikers, des Industriekaufmanns oder des Baugeräteführers. Insgesamt bilden wir junge Menschen in rund 20 verschiedenen Berufen aus. Mitarbeiter nach Regionen Schon während der Studienzeit bieten wir Möglichkeiten wichtige Praxisluft zu schnuppern. Wir betreuen Bachelor- oder Masterstudenten bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten und geben durch Praktika spannende Einblicke in unsere unternehmerische Tätigkeit. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt den dualen Studiengang im Fach Maschinenbau an. Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2015 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 562 (Vorjahr: 475) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht. Vielfalt Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2015 waren Mitarbeiter aus 77 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Wir bieten allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung, dieselben Möglichkeiten, zum Unternehmenserfolg beizutragen. Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2015 bei etwa 11 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist. INVESTITIONEN Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2015 gegenüber früheren Jahren relativ niedrig, in etwa auf Höhe der Abschreibungen, gehalten. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung ist in unserem Geschäft schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird. Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. Im Speziellen haben wir uns auch auf Investitionen zur Ausstattung unserer Baustellen mit moderner Kommunikationstechnik konzentriert. Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2015 nur auf niedrigem Niveau investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen. Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 91,0 Mio. EUR (Vorjahr: 72,7 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 81,1 Mio. EUR (Vorjahr: 78,8 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR). Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2015 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) gegenüber. Auch im Jahr 2016 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2015 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau, der passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte sowie der Tiefbohrtechnik. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie die Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie beispielsweise Drehbohrgeräte oder Ankerbohrgeräte, konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und in ihrem Segment für Innovation sorgen. Die zentrale Entwicklungsabteilung entwickelt die Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein. Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt. Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen. Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden. In der Maschinenentwicklung ist im vergangenen Jahr besonders an der ValueLine, den für das Kellybohren optimierten Drehbohrgeräten, gearbeitet worden. Es wurde eine neue Generation von Drehbohrgeräten aufgelegt: Die mittlere Plattformreihe, die für Bohrpfähle mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern und einer Bohrtiefe von bis zu 70 Metern ausgelegt ist, umfasst die BG 26 und die BG 30. Die Fokussierung auf diese beiden Geräte bietet den Vorteil, dass die Maschinen technisch eng aufeinander abgestimmt und die Bauteile damit modellübergreifend austauschbar sind. Kernelement ist die mittlere Plattformreihe des gemeinsamen Grundgerätes BT, das komplett von Bauer konstruiert und gebaut wurde. Mit diesem durchdachten Baukastenkonzept können kostengünstig verschiedene Gerätegrößen der Maschinen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen konfiguriert werden. Der moderne und hochfunktionelle Träger punktet nicht nur mit höchsten Sicherheitsstandards und sehr niedrigen Lärmemissionswerten. Große Querschnitte in den Hydraulikleitungen sorgen für einen optimalen Wirkungsgrad, was sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch niederschlägt. Eine integrierte Serviceplattform ermöglicht einen einfachen und sicheren Zugang für alle Wartungsarbeiten am Oberwagen. Durch das Öffnen der Verkleidung wird ein Trittrost aus dem Oberwagen herausgezogen, der ein Bestandteil des Türsystems ist. Die seitliche Verkleidung dient dabei als Absturzsicherung. Dieses Sicherheitssystem ist weltweit einzigartig und setzt im Bereich Health, Safety & Environment einen neuen Standard. Vom Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V wurde es mit dem VDBUM-Förderpreis 2016 ausgezeichnet. Im Forschungsbereich wurde die BAUER Maschinen GmbH mit der MIDOS-Technologie, die bei diversen Offshore-Gründungen eingesetzt werden kann, für den Bauma-Innovationspreis 2016 nominiert. MIDOS (Mixed Drilled Offshore Steel) basiert auf dem Mixed-in-Place-Verfahren, das herkömmlich im Spezialtiefbau verwendet wird. Hierbei wird ein Stahlrohr in den Boden eingeführt, in dessen Innerem zeitgleich ein Mischwerkzeug den anstehenden Boden mit Zement vermischt. So wird der Pfahl in einen stabilen Mischkörper aus Sand und Zement eingebettet. Aufgrund seiner hohen Tragfähigkeit und seiner schnellen Herstellung bietet sich diese Technologie als eine wirtschaftliche Gründungsmethode für Offshore-Plattformen auch bei schwierigen geologischen Voraussetzungen in kalkhaltigen Sanden an. Die Lärmentwicklung ist dabei gegenüber der Rammtechnik nahezu vernachlässigbar. Das Verfahren eignet sich somit vor allem für den Einsatz in lärmsensiblen Küstenregionen. Mit MIDOS bietet Bauer somit die Zukunftslösung für Offshore-Gründungen aller Art. Zur Steigerung der Sicherheit und Effizienz von tiefen Geothermiebohrungen wurde in dem 2015 erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekt AUTIG (Automatisierte Bohrtechnik für tiefe Geothermie) ein Konzept zum Bau einer vollautomatisierten Tiefbohranlage erarbeitet. Hierbei kann die Anzahl der Personen im Arbeitsbereich der Maschine reduziert werden, um die Sicherheit, aber auch die Wirtschaftlichkeit der Bohrungen zu erhöhen. Viele Konzepte und Innovationen aus dem Projekt, wie die hochmoderne Steuerungstechnik und der hohe Automatisierungsgrad der Anlagen, waren auch die Voraussetzung dafür, dass Bauer mit Schlumberger ein Joint Venture für den Bau von Tiefbohranlagen gründen konnte. Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt. Forschung und Entwicklung in der BAUER Gruppe scroll 2014 Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) 699,0 612,6 248,6 1.560,2 Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 2,9 23,1 1,9 27,9 in % der Gesamtkonzernleistung 0,4 3,8 0,8 1,8 Konzernmitarbeiter 5.777 2.936 1.400 10.405 Mitarbeiter F&E 41 183 22 246 scroll 2015 Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) 733,8 705,1 217,5 1.656,4 Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 2,8 23,0 1,2 27,0 in % der Gesamtkonzernleistung 0,4 3,3 0,6 1,6 Konzernmitarbeiter 6.243 2.919 1.276 10.738 Mitarbeiter F&E 39 186 12 237 Im Maschinenbau wenden wir gut 3,3 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 186 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können. Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 0,6 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. HEALTH SAFETY ENVIRONMENT (HSE) Für die BAUER Gruppe ist Health, Safety & Environment (HSE) ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Herstellung und Entwicklung all ihrer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe. Durch weltweit gültige Standards im Bereich HSE haben wir für alle Unternehmen ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung unserer Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen. Die Umsetzung unserer Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltpolitik ist zentrale Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte und wird im Rahmen von Audits innerhalb des Konzerns regelmäßig überprüft. Die Wirksamkeit von Arbeitsschutzmaßnahmen in unserem Unternehmen wird im hohen Maße vom Verhalten unserer Mitarbeiter bestimmt. Wir engagieren uns deshalb in vielfältiger Weise, um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Konzern zu stärken. So bieten wir regelmäßige Schulungen im Bereich HSE an. Auf unseren Baustellen sowie allen unseren Produktionsstätten finden wöchentliche Sicherheitsbesprechungen statt. Damit erreichen wir ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz bei den Mitarbeitern unserer Unternehmen. Als weltweit agierendes Unternehmen tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere Umwelt. In allen Bereichen unseres Unternehmens legen wir deshalb großen Wert darauf, sie zu schützen und schonend mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Das Umweltmanagement bei Bauer ist neben den Themen Gesundheit und Sicherheit wesentlicher Bestandteil der übergreifenden HSE-Politik. Im Rahmen von internen HSE-Audits überprüfen wir laufend die Umsetzung unserer Umweltpolitik. QUALITÄT Qualitativ hochwertige Produkte, Dienstleistungen und Geräte sind die Voraussetzung für die Zufriedenheit unserer Kunden und der Schlüssel unseres Erfolgs. Um die vielfältigen Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können, legen wir großen Wert darauf, den hohen Qualitätsstandard in unseren Unternehmen zu bewahren und, wo immer möglich, auszubauen. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Themen Ethik, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen. Das Erreichen der geplanten Qualitätsziele wird anhand von Kennzahlen und Audits regelmäßig überprüft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in regelmäßige Schulungen. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, indem wir durch die Vorgesetzten den Einsatz für Qualität vorleben, ihnen herausfordernde Ziele setzen, ausreichend Verantwortung übertragen und gute Leistungen anerkennen. Nur durch eine aktive Mitarbeit können Arbeitsziele in kurzer Zeit erreicht werden. Anfang 2015 hat sich die BAUER Maschinen GmbH einem Audit durch das American Petroleum Institute (API), dem größten Interessensverband der Öl- und Gasindustrie einschließlich der petrochemischen Industrie in den USA, unterzogen. Hierfür hat die BAUER Maschinen GmbH die gesamte Managementdokumentation aktualisiert und die Norm ISO 9001 um die Forderungen der API Q1 ergänzt. Die Zertifizierung nach API Q1 konnte somit erfolgreich erlangt werden. VI. RECHTLICHE ANGABEN VERGÜTUNGSBERICHT Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. Vergütung des Vorstands Dem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr unverändert drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden. Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe. Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation. Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt. Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist. Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.274 TEUR (Vorjahr: 1.150 TEUR). Davon sind 1.124 TEUR (Vorjahr: 1.090 TEUR) erfolgsunabhängige und 150 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 5.537 TEUR (Vorjahr: 5.531 TEUR). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Vergütung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht. Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR). Sonstiges Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart. Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung. Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz) scroll in Tausend EUR 2014 2015 Vorsitzender Dr. Klaus Reinhardt 38 38 stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 27 27 Arbeitgebervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20 Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18 Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18 Gerardus N. G. Wirken 20 20 Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20 Arbeitnehmervertreter Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20 Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 18 18 Regina Andel 18 18 Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 20 Reinhard Irrenhauser 18 18 Gesamt 254 254 * gerundet ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN Im Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2015 dargestellt. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung -mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: ― bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, ― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, ― zum Ausgleich von Spitzenbeträgen. Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. <<< Im Königreich Bhutan, am Ufer des Flusses Mangdechhu, entsteht ein neues Wasserkraftwerk. Bauer führte insgesamt 4.575 m2 Schlitzwand aus, um das Eindringen von Grundwasser aus dem abgeleiteten Fluss in die Baugrube zu kontrollieren. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen. Change-of-Control Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 450 Mio. EUR abgeschlossen, der für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieses Konsortialvertrages einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden. Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 178,5 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen. VII. NACHTRAGSBERICHT Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen. VIII. RISIKO- UND CHANCENBERICHT RISIKOBERICHT GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind die Absicherung unserer Unternehmensziele, die Steigerung unseres Unternehmenswerts und die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein. Risikomanagementsystem Unser Risikomanagementsystem basiert auf der vom Vorstand festgelegten Risikopolitik und regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung. Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala. Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert. Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen. Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation). <<< Unser Kunde Drill Tech Drilling & Shoring, Inc. setzte bei einem Kraftwerksrückbau in Eureka in Kalifornien auf den Einsatz einer BG 50. Bei den Arbeiten auf der Baustelle erreichte der Gigant unter den Drehbohrgeräten eine Mischtiefe von rund 52 m - mehr als jemals zuvor mit einer kellygeführten CSM-Einheit erzielt wurde. Die Risikoanalyse, bestehend aus Identifikation, Bewertung und Maßnahmenfestlegung, wird mindestens halbjährlich durchgeführt. Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Das System wird kontinuierlich gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungs-Berichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen. Behandlung von Projektrisiken Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt. Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt. Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet. Risiken Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente. STRATEGISCHE RISIKEN Geschäftsfeldstruktur Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen. Das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko. Relevanzskala der BAUER Gruppe scroll Relevanz Definition Identifizierte Risiken 1 Unbedeutendes bis geringes Risiko Risiken dieser Relevanz sind in unserem Geschäft identifiziert 2 Mittleres Risiko 3 Bedeutendes Risiko Risiken dieser Relevanz sehen wir in unserem Geschäft nicht 4 Schwerwiegendes Risiko 5 Kritisches Risiko Marken, Image, PR Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage unserer Maschinen führen. Dieses Risiko minimieren wir unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als mittleres Risiko. MARKTRISIKEN Absatzmarktrisiken Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko. Wettbewerbsumfeld Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Der chinesische Baumarkt und entsprechend überproportional auch der chinesische Baumaschinenmarkt sind in der Vergangenheit entsprechend der Politik des Landes extrem dynamisch gewachsen. In der Folge entstanden große Produktionskapazitäten für Baumaschinen. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil überproportional stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde vor allem die Fertigung, aber auch das Sourcing in hohem Maße lokalisiert und unter Beibehaltung der gewohnt hohen Qualität weiter professionalisiert. Darüber hinaus wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Lande und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. Die geringe Markterfahrung der chinesischen Hersteller und die immer noch deutlich niedrigere Qualität ihrer Produkte sowie auch der in der Regel unterentwickelte After-Sales-Service haben den massenweisen Export chinesischer Baumaschinen in die für uns relevanten Märkte bisher verhindern können. Im Laufe des Jahres 2015 haben einige dieser Unternehmen begonnen, ihre Kapazitäten und auch Personal in erheblichem Maße zu reduzieren. Einige chinesische Wettbewerber mussten sich bereits aus dem Markt zurückziehen. Dieses Risiko wird kurzfristig noch als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt. Risiken der Marktentwicklung Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und die sich phasenweise deutlich abschwächenden Märkte in China und den weiteren BRIC-Staaten beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Der starke Ölpreisverfall entlastet zwar die Handelsbilanzen der Importländer, belastet aber langfristig die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft der Förderländer des Mittleren Ostens sowie Russlands. Ein längerfristig niedriger Ölpreis könnte sich ebenso negativ auf die Nachfrage nach Tiefbohrgeräten und Dienstleistungen für die Ölindustrie auswirken wie auf die Infrastrukturausgaben der ölproduzierenden Länder. In Folge des stark gesunkenen Ölpreises und der angespannten Situation im Osten der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionsmaßnahmen gegen Russland kam es zu einem Kursverfall des russischen Rubels gegenüber dem Euro. In Summe erschwert uns dies den Maschinenvertrieb nach Russland. Aus diesen Themen ergeben sich sowohl Währungs- als auch Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten. Im Gegensatz dazu führt die insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Situation im Fernen Osten zu einer strukturell größeren Abhängigkeit des Konzerns von diesem Wirtschaftsraum. Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet. FINANZMARKTRISIKEN Finanzielle Stabilität und Liquidität Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Die für die Schuldscheindarlehen und den im Jahr 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit vereinbarten Kennzahlen wurden zum Jahresende eingehalten. Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt. Daneben kann ein hoher Forderungsbestand ebenfalls dazu führen, dass vereinbarte Bezugsgrößen nicht eingehalten werden können. Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die vereinbarten Grenzwerte einzuhalten. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft. Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde durch den Abschluss eines Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den größeren Finanzmarktrisiken zu begegnen. Währungsrisiken Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als geringes Risiko ein. Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets In den Wertansätzen der Anteile aus assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, besteht der Bedarf einer Wertminderung. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir als mittleres Risiko. POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN Compliance Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen. Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten. Vertragsrisiken In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können. Laufende Rechtsfälle Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN Risiken aus Forschung und Entwicklung Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren. Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko. Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als grundsätzlich geringes Risiko angesehen werden. Materialwirtschaft und Beschaffung Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in den Segmenten Bau und Resources schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein. Produktion und Auftragsausführung Technisches Versagen aus Konstruktionsfehlern oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt. Die hieraus resultierenden Risiken können deshalb als gering bewertet werden. Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung, besteht das Risiko von Managementfehlern bei Großprojekten. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene. Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten. Nachträge und Claim-Management Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten. RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE Informationstechnologie (IT) Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als gering eingestuft werden. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit dem jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen. Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet. Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder durch die Konzernrechnungslegung im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet. In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems. Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert. Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt. Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt. Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen. GESAMTRISIKO Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2016 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos. CHANCENBERICHT Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente. STRATEGISCHE CHANCEN Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt, wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trinkwasser, Prozesswasser und Industrieabwasser. Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Geschäftssegment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen. Für die Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten. Durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau sind wir in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Dies führt zu Geschwindigkeits- und Kostenvorteilen in unserem Projektgeschäft. MARKTCHANCEN Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft - und insbesondere den Unternehmen im Bereich Spezialtiefbau - viele interessante Chancen bietet. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit der Gründung eines Joint Ventures mit Schlumberger weiter erhöht. In dem Joint Venture wird eine neue Generation hochmoderner Tiefbohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen sowie bei geothermischen Bohrungen entwickelt und gebaut. Die beteiligten Partner, Bauer und Schlumberger, gehen davon aus, dass das Joint Venture bald mehr als 100 Millionen EUR Umsatz erreichen kann und sich damit große Chancen für die Zukunft eröffnen. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Tiefbohrtechnik zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leisten wird. Im Segment Resources ist es uns gelungen, neben dem angestammten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung zu erreichen und damit Kunden in der Automobil-, Chemie-, Öl- und Gasindustrie zu gewinnen. Die hohen Qualitätsauflagen sowie die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen. WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN Entwicklung und Innovation Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt. Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt. Projektchancen Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern. Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden. Nachträge und Claim-Management Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen, bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir, diese Chancen zu realisieren. GESAMTCHANCEN Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2016 wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft. IX. PROGNOSEBERICHT Die BAUER Gruppe ist, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert wurde, in Märkten unterwegs, die grundsätzlich gute Wachstumsraten verzeichnen. Wegen des enormen Nachholbedarfs an Bauleistungen in der Welt gehen wir davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren trotz der vielen Turbulenzen auf den Weltmärkten nicht verändern wird. Dennoch wird es notwendig sein, sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. So ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren die Bauaktivitäten und entsprechend die Nachfrage nach Maschinen in den öl- und gasabhängigen Märkten reduzieren wird. In den etablierten Industrienationen sollte beides ansteigen, da hier positive Effekte durch die niedrigen Ölpreisen zu erwarten sind. Diese Länder können aufgrund der wieder besseren Finanzlage in neue Bauvorhaben investieren. Unser ausgezeichneter Auftragsbestand zum Jahresende 2015 zeigt, dass es uns gelingt, die Chancen der Märkte zu nutzen. Weiterhin gibt es viele interessante Großprojekte rund um die Welt, die es uns ermöglichen, das hohe Niveau zu halten. In den Segmenten Bau und Resources können wir aufgrund längerer Projektlaufzeiten relativ hohe Auftragsbestände erreichen. Dagegen sind diese im Maschinensegment eher niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Maschinenkunden für Spezialbaumaschinen tendieren dazu erst dann Maschinen zu bestellen, wenn sie ein entsprechendes Projekt haben. Zusätzlich führen die immer noch großen Überkapazitäten im Markt - speziell der chinesischen Hersteller -dazu, dass fertige Maschinen zum Verkauf vorgehalten werden müssen. Es ist bei den kurzen Bestellvorläufen schwierig, eine Geräteplanung zu realisieren, die der späteren Nachfrage entspricht - vor allem da Komponenten und Teile mehrere Monate vor Produktion bestellt werden müssen. Durch eine entsprechende Plattformstrategie und geeignete Standardisierungsmaßnahmen reagieren wir auf diese Entwicklung und versuchen so, die Produktion zu flexibilisieren und den Lagerbestand zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass diese Situation unsere Geschäfte noch länger begleiten wird - auch wenn die chinesischen Hersteller nun begonnen haben, ihre Strategie zu korrigieren und Kapazitäten zu reduzieren. Eine wichtige Frage zur Prognose ist natürlich, ob die Misserfolge der vergangenen Jahre auch die Erfolgschancen in der Zukunft beeinflussen werden. Die Verluste, die in einigen Bereichen aufgetreten sind, hatten allesamt Ursachen, die das Geschäft nicht dauerhaft belasten - ebenso wie die zahlreichen Aufwendungen für die Neuausrichtung. Insbesondere bei zwei Projekten führten eigene Fehler sowie die Rahmenbedingungen zu erheblichen Verlusten, die uns über mehrere Jahre belastet haben. Um mit der Finanzmarktkrise zurechtzukommen, wurden nach 2008 etliche kleinere Geschäfte gestartet und lange aufrechterhalten, die sich leider teilweise als nicht erfolgsträchtig erwiesen haben und die wir nun mit erheblichen Kosten beenden mussten. Durch die Boomjahre 2007 und 2008 waren wir gezwungen in eine Ausweitung unserer Kapazitäten zu investieren. Die Fertigstellung der neuen Werke fiel genau in den Beginn der Finanzmarktkrise. Seitdem ist es uns durch die Marktlage und den größeren Wettbewerb noch nicht gelungen, die Kapazitäten ausreichend auszulasten. Die Umsatzentwicklung der letzten Jahre hat die Situation jedoch bereits gut verbessert und das Joint Venture mit Schlumberger zur Herstellung von Tiefbohrgeräten birgt hier eine erhebliche Chance, dass dies in Zukunft gelingen wird. Unsere Geschäfte im Bau sowie im Maschinen- und Anlagenbau haben in einer solch schwierigen Phase den Vorteil, dass jedes Projekt für sich wieder eine neue Erfolgschance darstellt. Vergangene Einzelproblemfälle ziehen sich nicht in die Zukunft, sie können sogar eine Chance sein, da die Erfahrungen in neue Projekte einfließen. Mit unseren vielen Anstrengungen die Kostenstrukturen in unseren Unternehmen so schlank wie möglich zu halten, mit unserer weltumspannenden IT-Struktur sowie mit den internationalen Erfahrungen unserer Führungsmannschaft sehen wir uns gut gerüstet, das Unternehmen mit einer wieder stabilen Ertragsentwicklung in die Zukunft zu führen. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere innovative Produktpalette und unsere zukunftsorientierten Spezialdienstleistungen. Wir sind bei diesen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2016 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. In Summe sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2016 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente wie für den Konzern insgesamt. Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann - den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Themen, wie sie uns in den letzten Jahren getroffen haben, zu vermeiden. Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden. Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen. Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2016 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,65 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 20 bis 25 Mio. EUR und das EBIT mit etwa 75 Mio. EUR. Wir planen für die kommenden Jahre unverändert mit einem Wachstum zwischen 3 % und 8 % bei der Gesamtkonzernleistung. <<< Im Juli 2015 wurde die BAUER Umwelt GmbH von der Roche Pharma AG als Generalunternehmer für die Sanierung der Perimeter 1/3-Nordwest der Altablagerung Kesslergrube beauftragt. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurde im Herbst 2015 begonnen, eine temporäre Schiffsanlegestelle im Rhein zu errichten. Vergleich: Ist 2015 /Prognose 2016 scroll in Mio. EUR Ist 2015 Prognose 2016 Gesamtkonzernleistung 1.656 ~ 1.650 EBIT 90,7 ~ 75 Periodenergebnis 29,0 ~20-25 Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch. Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der Normalisierung unseres Maschinengeschäfts, in dem durch die wieder niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen sind. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Bilanzstruktur im kommenden Jahr erheblich verändern wird, da unser Geschäftsmodell mit hohen Vorfinanzierungen verbunden ist. Bei einer stärkeren Maschinennachfrage werden sich die Relationen aber wieder verbessern. Wir werden in den kommenden Jahren große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf über 30 % zu erhöhen. Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 konnte das Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch Sonderergebnisse erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre zu bezahlen. Um die Kapitalbasis der ausschüttenden BAUER AG zu schonen, ist keine Steigerung der Dividende möglich, obwohl ein höheres Ergebnis nach Steuern im Konzern erzielt wurde. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Schrobenhausen, den 31. März 2016 BAUER Aktiengesellschaft Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipi.-ing. Heinz Kaitenecker Bericht des Aufsichtsrats 2015 Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine personellen Änderungen im Aufsichtsrat zu verzeichnen. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Plenumssitzungen und eine Telefonkonferenz statt. Bis auf Herrn Feiger, der an weniger als der Hälfte dieser Sitzungen teilgenommen hat, nahmen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder an den Aufsichtsratssitzungen teil. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit der Nachtragsdurchsetzung bei Großprojekten und der Ergebnisentwicklung in den Segmenten sowie den einzelnen Tochterfirmen befasst. Die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources sowie die strategische Ausrichtung waren Gegenstand in allen Aufsichtsratssitzungen. In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Einhaltung von in Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen, der Prognose zum Jahresende und der Einladung der Hauptversammlung befasst. Die Vorstandsvergütung und die Verlängerung der Amtszeit des Vorstandsmitglieds Prof. Dr-Ing. E.h. Thomas Bauer wurden behandelt sowie die Effizienzprüfung mit positivem Ergebnis durchgeführt. In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat im Schwerpunkt neben der Geschäftsentwicklung mit der Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand sowie der Geschlechterquote im Aufsichtsrat beschäftigt. Gegenstand einer Telefonkonferenz waren die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Eingehung eines Joint Ventures mit der Schlumberger Gruppe. In der Septembersitzung ging es unter anderem um verschiedene Großprojekte, die Entwicklung des Geschäfts mit Tiefbohranlagen sowie um das Interne Kontrollsystem. Weiter wurde die erwartete Ergebnisentwicklung besprochen. Der mittelfristigen Konzernbilanzplanung wurde zugestimmt. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde auf die Konsolidierungsmaßnahmen im Segment Resources, auf das Joint Venture mit Schlumberger und die Ausschreibung der Abschlussprüfung besonders eingegangen. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex wurde beschlossen und dem Tantiemerahmen für die Mitarbeiter wurde zugestimmt. Arbeit in den Ausschüssen Es gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss nicht zusammentreten mussten. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet. Die Sitzungen der Ausschüsse im Geschäftsjahr fanden jeweils unter Beteiligung aller Mitglieder statt. Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen und einer Telefonkonferenz zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestellung von Geschäftsführern in Tochtergesellschaften, die Verlängerung der Amtszeit und des Vorstandsvertrages von Prof. Dr.-Ing. E.h. Thomas Bauer sowie die Nachfolgeplanung im Vorstand behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Zwischenberichte und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie mit der Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit vorbereitet. Weiter wurde die Strategie in den Segmenten besprochen und das Risikomanagement sowie die Interne Revision überprüft und Verbesserungen des Ethikmanagementsystems behandelt. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2015 Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2015 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen. Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 13. April 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen. Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr. Schrobenhausen, April 2016 Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung Gewinn- und Verlustrechnung scroll in Tausend EUR Anhang 12M/2014 12M/2015 1. Umsatzerlöse (7) 1.375.679 1.378.991 2. Bestandsveränderungen 26.622 28.994 3. Andere aktivierte Eigenleistungen (8) 14.696 22.748 4. Sonstige Erträge (9) 89.022 157.213 KONSOLIDIERTE LEISTUNG 1.506.019 1.587.946 5. Materialaufwand (10) -749.247 -752.532 6. Personalaufwand (11) -355.250 -376.118 7. Abschreibungen a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen (12) -78.781 -81.143 b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte (13) -15.789 -13.195 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -230.526 -274.235 OPERATIVES ERGEBNIS 76.426 90.723 9. Finanzerträge (15) 7.096 4.972 10. Finanzaufwendungen (16) -45.149 -41.982 11. Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen -572 2.672 ERGEBNIS VOR STEUERN 37.801 56.385 12. Ertragsteueraufwand (17) -22.075 -27.393 PERIODENERGEBNIS 15.726 28.992 davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 14.481 29.715 davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 1.245 -723 scroll in EUR 12M/2014 12M/2015 Unverwässertes Ergebnis je Aktie (18) 0,85 1,73 Verwässertes Ergebnis je Aktie (18) 0,85 1,73 Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000 Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000 Gesamtergebnisrechnung scroll in Tausend EUR 12M/2014 12M/2015 Periodenergebnis 15.726 28.992 Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses -32.264 6.543 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung 9.046 -1.819 Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente -5.323 1.024 In den Gewinn und Verlust übernommen 6.497 -834 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente 54 -53 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 10.545 6.733 Sonstiges Ergebnis nach Steuern -11.445 11.594 Gesamtergebnis 4.281 40.586 davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen 2.360 40.891 davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 1.921 -305 Konzern-Kapitalflussrechnung scroll in Tausend EUR 12M/2014 12M/2015 Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: Ergebnis vor Steuern 37.801 56.385 Abschreibungen auf das Anlagevermögen 78.781 81.143 Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 15.789 13.195 Finanzerträge -7.096 -4.972 Finanzaufwendungen 45.149 41.982 Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen -50.853 -85.281 Erhaltene Dividenden 450 1.168 Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4.773 -15.371 Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen -572 2.672 Veränderung der Rückstellungen 314 1.474 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.634 -38.763 Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen 24.309 13.872 Veränderung der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen 2.309 0 Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens -10.506 4.648 Veränderung der Vorräte -37.316 -38.028 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -21.114 13.174 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 18.551 16.874 Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten 22.776 -12.068 Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 134.633 52.104 Gezahlte Ertragsteuern -19.235 -19.679 Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 115.398 32.425 Cashflows aus Investitionstätigkeit: Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -69.119 -82.027 Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen 26.854 53.803 Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -5.187 -9.268 Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -47.452 -37.492 Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 202.306 213.371 Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -237.761 -159.173 Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -11.074 -7.804 Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen 0 610 Gezahlte Dividenden -2.872 -3.143 Gezahlte Zinsen -42.952 -38.593 Erhaltene Zinsen 5.462 3.851 Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -86.891 9.119 Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -18.945 4.052 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 3.563 1.519 Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -15.382 5.571 Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 57.217 41.835 Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 41.835 47.406 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -15.382 5.571 * Vorjahreszahlen geändert Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015 Aktiva scroll in Tausend EUR Anhang 31.12.2014 31.12.2015 A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE I. Immaterielle Vermögenswerte (19) 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.156 9.350 2. Aktivierte Softwarekosten 39 11 3. Aktivierte Entwicklungskosten 24.245 18.094 34.440 27.455 II. Sachanlagen und Investment Property (19) 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 206.576 184.232 2. Investment Property 804 784 3. Technische Anlagen und Maschinen 206.209 187.313 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.107 26.365 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.213 5.662 446.909 404.356 III. At-Equity bewertete Anteile (19) 42.906 132.553 IV. Beteiligungen (19) 3.613 3.613 V. Aktive latente Steuern (20) 30.973 27.190 VI. Sonstige langfristige Vermögenswerte (21) 7.492 7.722 VII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (22) 28.420 15.355 594.753 618.244 B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE I. Vorräte (23) 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 155.334 155.718 2. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 283.850 288.911 439.184 444.629 II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte (24) 1. Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 132.159 129.478 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 311.417 343.933 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 67 3.272 4. Geleistete Anzahlungen 4.304 5.364 5. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 28.603 33.381 6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 20.100 28.901 496.650 544.329 III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 2.661 2.300 IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (25) 41.835 47.406 980.330 1.038.664 1.575.083 1.656.908 Passiva in Tausend EUR Anhang 31.12.2014 31.12.2015 A. EIGENKAPITAL (26) I. Gezeichnetes Kapital 73.001 73.001 II. Kapitalrücklage 38.404 38.404 III. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 287.903 327.437 Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 399.308 438.842 IV. Minderheitsgesellschafter 19.617 12.368 418.925 451.210 B. LANGFRISTIGE SCHULDEN (27) I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 364.771 376.628 II. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 13.032 12.652 III. Pensionsrückstellungen (28) 116.358 112.284 IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 5.959 7.262 V. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 10.013 4.414 VI. Passive latente Steuern (20) 13.123 20.664 523.256 533.904 C. KURZFRISTIGE SCHULDEN (29) I. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 266.533 297.677 2. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 7.453 8.945 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.579 10.392 4. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 48.471 49.882 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 168.974 184.991 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 205 1.017 7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 68.632 71.503 8. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 25.712 12.078 605.559 636.485 II. Rückstellungen 1. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 9.317 16.955 2. Rückstellungen (30) 15.880 16.113 3. Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen (28) 2.146 2.241 27.343 35.309 632.902 671.794 1.575.083 1.656.908 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2015 scroll in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Währungs- umrechnung Rücklage aus Sicherungs- geschäften Minderheits- gesellschafter Gesamt Stand am 01.01.2014 73.001 38.404 294.686 -6.492 -2.593 22.809 419.815 Periodenergebnis 0 0 14.481 0 0 1.245 15.726 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 9.641 0 904 10.545 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -31.956 0 0 -308 -32.264 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 1.184 -10 1.174 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 8.959 0 51 90 9.100 Gesamtergebnis 0 0 -8.516 9.641 1.235 1.921 4.281 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 -3.199 -3.199 Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 -2.872 -2.872 Übrige Veränderungen 0 0 -58 0 0 958 900 Stand am 31.12.2014 73.001 38.404 286.112 3.149 -1.358 19.617 418.925 Stand am 01.01.2015 73.001 38.404 286.112 3.149 -1.358 19.617 418.925 Periodenergebnis 0 0 29.715 0 0 -723 28.992 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 6.359 0 374 6.733 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 6.487 0 0 56 6.543 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 186 4 190 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 -1.804 0 -52 -16 -1.872 Gesamtergebnis 0 0 34.398 6.359 134 -305 40.586 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 -3.253 0 0 -1.079 -4.332 Dividendenzahlungen 0 0 -2.570 0 0 -573 -3.143 Übrige Veränderungen 0 0 3.065 1.401 0 -5.292 -826 Stand am 31.12.2015 73.001 38.404 317.752 10.909 -1.224 12.368 451.210 * In den übrigen Veränderungen wurden systembedingte Umgliederungen von den Minderheitsgesellschaftern in die Gewinnrücklagen vorgenommen Konzernanhang ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. 1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie Sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. 2. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. In den Konzernabschluss 2015 wurden 122 Unternehmen (Vorjahr: 120) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 6 (Vorjahr: keine) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2015 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 4 (Vorjahr: 4) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt. Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN): scroll Hauptgeschäft Sitz Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Segment Bau Spezialtiefbau, Projektentwicklung Weltweit 27 28 8 8 Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 24 22 10 8 Segment Resources Umwelt und Umwelttechnik Weltweit 25 25 6 6 Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 3 4 0 0 Gesamt 79 79 24 22 scroll Anzahl der assoziierten Unternehmen Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen Gesamt 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Segment Bau 12 12 0 0 47 48 Segment Maschinen 1 1 0 3 35 34 Segment Resources 2 2 2 3 35 36 Segment Sonstiges 0 0 0 0 3 4 Gesamt 15 15 2 6 120 122 Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 15 Gesellschaften (Vorjahr: 15) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert. Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die NuBa Equipment Ltd., erstellt ihren Jahresabschluss auf den 30. September, da die Nuna Logistics Limited als weiterer Anteilseigner ihren Konzernabschluss ebenfalls zum 30. September aufstellt. Die BAUER Corporate Services Private Limited und die BAUER Equipment India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März. Veränderungen bei Tochterunternehmen Segment Bau Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat am 15. September 2015 den Geschäftsbereich Stahlbau auf die SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH ausgegliedert. Der Geschäftsbereich Stahlbau war bisher in der Segmentberichterstattung dem Segment Maschinen, jetzt dem Segment Bau zugeordnet. Die Vorjahreszahlen des Segments Bau und des Segments Maschinen wurden entsprechend geändert. Aus dieser Ausgliederung ergab sich darüber hinaus keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der BAUER AG. Am 17.12.2015 wurde die BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED aufgelöst und damit entkonsolidiert. Segment Maschinen Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden 100 % der Anteile an der BAUER Mexico S.A. de C.V auf die BAUER Resources GmbH (97,5 %) und die PURE Umwelttechnik GmbH (2,5 %) übertragen. Diese Gesellschaften sind dem Segment Resources zugeordnet. Aus der Übertragung ergab sich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der BAUER AG. Am 30. Juni 2015 wurde die BAUER Cimentationes y Equipos S.A. aufgelöst und damit entkonsolidiert. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH die restlichen 10 % der Anteile des Minderheitsgesellschafters der MAT Mischanlagentechnik GmbH erworben und hält seitdem 100 % an der MAT Mischanlagentechnik GmbH. Darüber hinaus wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik, Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden die BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., sowie die BAUER Equipment India Private Limited erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften wurden bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Ebenfalls im vierten Quartal des Geschäftsjahr 2015 wurde die neu gegründete BAUER Machinery USA Inc. in den Konzernabschluss einbezogen. Veräußerungen Mit Vertrag vom 9. September 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH mit Wirkung zum 15. September 2015 an die SPANTEC Invest GmbH veräußert. Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden dargestellt: a) Erhaltene Gegenleistung scroll in Tausend EUR 15.09.2015 Erhaltene Gegenleistung 12.509 b) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schulden scroll in Tausend EUR 15.09.2015 Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte 448 Sachanlagen und Investment Property 425 Sonstige langfristige Vermögenswerte 47 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 4.592 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 1.304 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.960 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.143 Langfristige Schulden Pensionsrückstellungen -253 Passive latente Steuern -235 Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.066 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -443 Effektive Ertragsteuerverpflichtungen -256 Veräußertes Nettovermögen 10.666 c) Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH scroll in Tausend EUR 15.09.2015 Erhaltene Gegenleistung 12.509 Aufgegebenes Nettovermögen -10.666 Nicht beherrschende Anteile 1.079 Zeitwert der behaltenen At-Equity-Beteiligung von 40 % 10.200 Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung 13.122 Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt. d) Nettozahlungsmittelabfluss aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH scroll in Tausend EUR 15.09.2015 Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Veräußerungspreis 0 Abzüglich: mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2.143 Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung -2.143 Aufgrund der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH wurde die behaltene At-Equity-Beteiligung zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus dem abgezinsten Transaktionspreis für die verkauften Anteile zum Veräußerungszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Barkapitalerhöhung Mit notarieller Beurkundung vom 15. Dezember 2015 hat die Schlumberger GmbH, Vechta, im Rahmen einer Barkapitalerhöhung Geschäftsanteile an der BAUER Deep Drilling GmbH übernommen, so dass sich der Anteil der BAUER Maschinen GmbH am Stammkapital auf 51 % reduziert hat. Gemäß Joint-Venture-Vertrag erfordern alle Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der Gesellschafter. Damit handelt es sich um ein Joint Venture, das at-Equity zu bilanzieren ist. Das Nettovermögen der BAUER Deep Drilling GmbH wurde aufgrund des Beherrschungsverlustes ausgebucht und die zurückbehaltene Beteiligung zum Fair Value angesetzt. Die Auswirkungen sind im Folgenden dargestellt: a) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schulden scroll in Tausend EUR 15.12.2015 Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte 4.166 Sachanlagen und Investment Property 97 Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.536 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 217 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.221 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 153 Langfristige Schulden Pensionsrückstellungen -406 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten -23 Passive latente Steuern -36 Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -233 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -390 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten -510 Abgegangenes Nettovermögen 7.792 b) Effekt aus dem Verlust der Beherrschung der BAUER Deep Drilling GmbH scroll in Tausend EUR 15.12.2015 Aufgegebenes Nettovermögen -7.792 Zeitwert der behaltenen At-Equity-Beteiligung von 51 % 36.064 Gesamteffekt 28.272 c) Nettozahlungsmittelveränderung aus der Barkapitalerhöhung scroll in Tausend EUR 15.12.2015 erhaltene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 Abzüglich: abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -153 Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss -153 Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt. Die behaltene At-Equity-Beteiligung an der BAUER Deep Drilling GmbH wurde zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus der Einzahlung der Barkapitalerhöhung zum Transaktionszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Bareinlage Mit Vertrag vom 15. Dezember 2015 hat sich die Schlumberger Technology Corporation, Houston, mittels einer Bareinlage an der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von 49 % beteiligt, so dass sich der Anteil der BAUER Machinery USA Inc. am Stammkapital auf 51 % reduziert hat. Gemäß Joint-Venture-Vertrag erfordern alle Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der Gesellschafter. Damit handelt es sich um ein Joint Venture, das at-Equity zu bilanzieren ist. Das Nettovermögen der BAUER Manufacturing LLC wurde aufgrund des Beherrschungsverlustes ausgebucht und die zurückbehaltene Beteiligung zum Fair Value angesetzt. Die Auswirkungen der Bareinlage sind im Folgenden dargestellt: a) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schulden scroll in Tausend EUR 15.12.2015 Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen und Investment Property 26.630 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 14.613 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 237 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.558 Langfristige Schulden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -7.629 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten -17 Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -10.099 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) -17.697 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.470 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -533 Abgegangenes Nettovermögen 7.593 b) Effekt aus dem Verlust der Beherrschung der BAUER Manufacturing LLC scroll in Tausend EUR 15.12.2015 Aufgegebenes Nettovermögen -7.593 Zeitwert der behaltenen At-Equity-Beteiligung von 51 % 44.445 Währungsumrechnungsdifferenzen -488 Gesamteffekt 36.364 c) Nettozahlungsmittelveränderung aus der Bareinlage scroll in Tausend EUR 15.12.2015 erhaltene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 Abzüglich: abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -7.558 Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss -7.558 Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt. Die behaltene At-Equity-Beteiligung an der BAUER Manufacturing LLC wurde zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus der Bareinlage zum Transaktionszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Segment Resources Am 20. März 2015 wurde die BAUER Resources Australia Pty. Ltd., aufgelöst und damit entkonsolidiert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurde die BAUER Resources Maroc S.A.R.L, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Am 28. August 2015 wurde die BAUER Resources Hungary Kft. aufgelöst und damit entkonsolidiert. Im vierten Quartal des Geschäftsjahr 2015 wurde die BAUER Resources Senegal S.A.R.L, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Segment Sonstiges Am 7. Dezember 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 100 % der Anteile an der BAUER Mietpool GmbH an die BAUER Aktiengesellschaft verkauft. Zudem wurde die Umfirmierung der BAUER Mietpool GmbH in die WW Beteiligung GmbH beschlossen. Die BAUER Mietpool GmbH war bis zum Verkaufsdatum dem Segment Maschinen zugeordnet. 3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. 4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. 5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden: ― Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011 - 2013 Der IASB hat im Rahmen seines Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen (Annual-Improvement-Prozess) einen weiteren Änderungsstandard veröffentlicht. Hiervon betroffen sind folgende Standards: ― IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards ― IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse ― IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts ― IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Zu den Änderungen im Einzelnen: ― IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards Durch eine Änderung der "Basis for Conclusions" wird die Bedeutung von "Zeitpunkt des Inkrafttretens" (effective date) im Zusammenhang mit IFRS 1 klargestellt. Sofern von einem Standard im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS zwei veröffentlichte Versionen existieren, nämlich eine derzeit geltende und eine erst künftig zwingend, jedoch bereits jetzt freiwillig frühzeitig anwendbare, soll es demnach IFRS-Erstanwendern freistehen, eine der beiden Versionen anzuwenden. Die gewählte Standardversion ist dann - vorbehaltlich abweichender Regelungen in IFRS 1 - jedoch zwingend auf sämtliche im Abschluss dargestellten Perioden anzuwenden. ― IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse Die Änderung formuliert die bestehende Ausnahme von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) vom Anwendungsbereich des IFRS 3 neu. Damit wird zum einen klargestellt, dass die Ausnahme für sämtliche gemeinsame Tätigkeiten (joint arrangements) im Sinne des IFRS 11 gilt, zum anderen wird klargestellt, dass sich die Ausnahme nur auf die Abschlüsse des Gemeinschaftsunternehmens oder der gemeinschaftlichen Tätigkeit selbst und nicht auf die Bilanzierung bei den an der gemeinsamen Tätigkeit beteiligten Parteien bezieht. Die Änderung ist prospektiv anzuwenden. ― IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts IFRS 13.48 gestattet es Unternehmen, die eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten auf Basis ihres Nettomarktrisikos oder -ausfallrisikos steuert, den beizulegenden Zeitwert dieser Gruppe in Übereinstimmung damit zu ermitteln, wie Marktteilnehmer die Nettorisikoposition am Bewertungsstichtag bewerten würden (sog. portfolio exception). Durch die vorgeschlagene Änderung wird klargestellt, dass sich diese Ausnahme zur Bestimmung eines beizulegenden Zeitwerts auf sämtliche Verträge im Anwendungsbereich des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, oder des IFRS 9, Finanzinstrumente, bezieht, selbst wenn diese nicht die Definition eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit des IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, erfüllen (wie z. B. bestimmte Verträge zum Kauf und Verkauf nicht finanzieller Posten, die durch einen Ausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können). Die Änderung erfolgt prospektiv von Beginn des Geschäftsjahrs, in dem IFRS 13 erstmals angewendet wurde. ― IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die Änderung stellt klar, dass der Anwendungsbereich des IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, und des IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, unabhängig voneinander sind, d. h. sich in keinem Fall gegenseitig ausschließen. Die Änderung erfolgt grundsätzlich prospektiv für sämtliche Anschaffungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die ab Beginn der ersten Periode, in der die Änderung erstmals angewendet wird, erfolgen, so dass eine Anpassung von Vorjahreszahlen nicht nötig ist. Freiwillig darf die Änderung auf einzelne zuvor stattgefundene Anschaffungen angewendet werden, sofern die hierfür benötigten Informationen vorliegen. Die Auswirkungen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011 bis 2013 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG. ― Änderungen an IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge Der IASB hat im November 2013 eine Anpassung des IAS 19R (2011), Leistungen an Arbeitnehmer, veröffentlicht. Die Anpassung fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein. Die Auswirkung der Änderungen an IAS 19 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG. ― Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010 - 2012 Der IASB hat im Rahmen seines Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen (Annual-Improvements-Prozess) einen weiteren Änderungsstandard veröffentlicht. Hiervon betroffen sind folgende Standards: ― IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung ― IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse ― IFRS 8, Geschäftssegmente ― IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts ― IAS 16, Sachanlagen ― IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte ― IAS 24, Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Zu den Änderungen im Einzelnen: ― IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung Die Änderung beinhaltet eine Klarstellung der Definition von "Ausübungsbedingungen" (vesting conditions), indem separate Definitionen für "Leistungsbedingungen" (performance conditions) sowie "Dienstbedingungen" (service conditions) in Anhang A des Standards aufgenommen werden. Die Änderung gilt prospektiv für anteilsbasierte Vergütungen, deren Tag der Gewährung (grant date) am oder nach dem 1. Juli 2014 liegt. ― IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse IFRS 3.40 bestimmt, dass ein Erwerber eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung als eine Schuld oder als Eigenkapital basierend auf den Definitionen eines Eigenkapitalinstruments und einer finanziellen Verbindlichkeit in Paragraph 11 des IAS 32 oder anderer anwendbarer IFRS einzustufen hat. Da sich die Frage einer Einstufung der bedingten Gegenleistung als Eigenkapital oder finanzielle Verbindlichkeit nur für bedingte Gegenleistungen stellt, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllen, und die Frage aufkam, wann überhaupt "andere anwendbare IFRS" für eine derartige Einstufung heranzuziehen seien, wurde der Wortlaut des IFRS 3.40 dergestalt geändert, dass nur noch Bezug auf bedingte Gegenleistungen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses anfallen und die Definition eines Finanzinstruments erfüllen, Bezug genommen wird und darüber hinaus der Verweis auf "andere anwendbare IFRS" gestrichen wird. Zum anderen war die Regelung des IFRS 3.58 zur Folgebewertung bedingter Gegenleistungen insofern missverständlich, da für nicht als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistungen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgeschrieben wird, gleichzeitig aber auf IFRS 9 (bzw. IAS 39), IAS 37 oder anderer IFRS referenziert wird, die unter Umständen keine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfordern. Die Änderung ist prospektiv auf alle Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Juli 2014 liegt. ― IFRS 8, Geschäftssegmente In IFRS 8 neu aufgenommen werden folgende Klarstellungen: ― Bei der Zusammenfassung von Geschäftssegmenten zu berichtspflichtigen Segmenten sind die von der Geschäftsführung zur Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente zugrunde gelegten Überlegungen (kurze Beschreibung der zusammengefassten Geschäftssegmente, wirtschaftliche Faktoren, die zur Bestimmung der "vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmale" im Sinne des IFRS 8.12 zugrunde gelegt wurden) anzugeben ― eine Überleitungsrechnung der Segmentvermögenswerte auf die entsprechenden Beträge in der Bilanz ist nur erforderlich, wenn Angaben zu den Segmentvermögenswerten auch Teil der Finanzinformationen sind, die regelmäßig an die verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision maker) berichtet werden. ― IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Durch eine Änderung der "Basis for Conclusions" des IFRS 13 wird klargestellt, dass der IASB mit den aus IFRS 13 resultierenden Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht die Möglichkeit beseitigen wollte, bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten auf eine Abzinsung zu verzichten, wenn der Abzinsungseffekt unwesentlich ist. ― IAS 16, Sachanlagen / IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte Die Änderung stellt klar, wie bei Anwendung des Neubewertungsmodells gemäß IAS 16.35 beziehungsweise IAS 38.80 kumulierte Abschreibungen zum Bewertungszeitpunkt zu ermitteln sind. Durch Übergangsbestimmungen wird festgelegt, dass die Änderung nur auf Neubewertungen angewendet werden muss, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung stattfinden, sowie auf solche, die in der unmittelbar vorausgehenden Periode stattfanden. ― IAS 24, Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die Änderung erweitert die Definition der "nahestehenden Unternehmen und Personen" um Unternehmen, die selbst oder über eines ihrer Konzernunternehmen Leistungen des Managements in Schlüsselpositionen für das Berichtsunternehmen erbringen, ohne dass auf andere Weise ein Näheverhältnis im Sinne des IAS 24 zwischen den beiden Unternehmen besteht (sog. "Management-Entities"). Die Auswirkungen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010 bis 2012 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG. Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2015 teilweise noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2015 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind. scroll Standard/Interpretation/Änderungen Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr Übernahme durch EU Änderung des IFRS 11, Erwerb von Anteilen an einer Gemeinschaftlichen Tätigkeit 2016 Ja Änderung des IAS 16 und IAS 38, Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 2016 Ja Änderung des IAS 16 und IAS 41, Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen 2016 Ja IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 2018 Nein Änderung des IAS 27, Einzelabschlüsse (Equity-Methode) 2016 Nein Änderung des IFRS 10 und IAS 28, Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 2016 Nein Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2012 - 2014) 2016 Nein Änderung an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28, Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme 2016 Nein Änderung an IAS 1, Disclosure Initiative 2016 Nein IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten 2016 Nein IFRS 9, Finanzinstrumente 2018 Nein IFRS 16, Leasingverhältnisse 2019 Nein Mögliche Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, sowie IFRS 16, Leasingverhältnisse und IFRS 9, Finanzinstrumente, werden derzeit analysiert. IFRS 15 ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch des IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren sind. Diest ist dann der Fall, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Es erfolgen keine wesentlichen Änderungen in der Leasinggeberbilanzierung im Vergleich zu IAS 17. Im Gegensatz zu IAS 17 fordert IFRS 16 umfangreichere Anhangsangaben. IFRS 9 (2014) ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 39 zu Finanzinstrumenten. Er beinhaltet geänderte Regelungen zu Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte und enthält kleinere Änderungen im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten. Für bestimmte Fremdkapitalinstrumente der Aktivseite ist eine ergebnisneutrale Fair-Value-Bewertung vorgesehen. Darüber hinaus enthält er Regelungen zu Wertminderungen von Vermögenswerten und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Die Vorschriften zur Wertminderung stellen erstmals auf erwartete Ausfälle ab. Die neuen Regelungen zum Hedge Accounting sollen dazu führen, dass Risikomanagement-Aktivitäten besser im Konzernabschluss abgebildet werden können. Dazu erweitert IFRS 9 (2014) u.a. die für Hedge Accounting qualifizierenden Grundgeschäfte und erleichtert die Effektivitätstests. Für alle anderen Standards wird von der BAUER AG kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet. 5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Fremdwährungsumrechnungen Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden ergebnisneutral in der Währungsumrechnungsrücklage als Teil des Eigenkapitals erfasst. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle: scroll 1 EUR entspricht Jahresdurchschnittswert Stichtagswert 2014 2015 2014 2015 Ägypten EGP 9,3713 8,5293 8,6984 8,4192 Argentinien ARS 10,8648 10,4092 10,4039 14,1386 Australien AUD 1,4708 1,4787 1,4841 1,4894 Bulgarien BGL 1,9559 1,9558 1,9559 1,9558 Chile CLP 757,8911 727,6212 736,1344 772,0222 China CNY 8,1575 7,0724 7,5550 6,9434 Georgien GEL 2,3352 2,5284 2,2604 2,6140 Ghana GHS 4,0594 4,2281 3,9112 4,1725 Großbritannien GBP 0,8028 0,7236 0,7818 0,7350 Hongkong HKD 10,2525 8,5570 9,4373 8,4422 Indien INR 80,7777 70,9623 77,4729 72,3087 Indonesien IDR 15.669,6389 14.862,6723 15.139,9647 15.046,6072 Japan JPY 140,5059 133,5525 145,2439 131,1173 Jordanien JOD 0,9357 0,7822 0,8611 0,7724 Kanada CAD 1,4634 1,4239 1,4117 1,5125 Katar QAR 1,3219 4,0194 4,4307 3,9659 Libanon LBP 1.995,3273 1.665,1715 4,5653 1.642,5471 Malaysia MYR 4,3329 4,3409 4,2622 4,6730 Marokko MAD 11,1575 10,8081 10,9957 10,7831 Mexiko MXP 17,6560 17,6440 17,9234 18,9240 Neuseeland NZD 1,6001 1,5914 1,5506 1,5914 Oman OMR 0,5090 0,4250 0,4684 0,4193 Panama PAB 1,3219 1,1039 1,2166 1,0892 Peru PEN 3,7598 3,5349 3,6351 3,7081 Philippinen PHP 58,7377 50,3376 54,4041 51,2554 Polen PLN 4,1955 4,1810 4,2902 4,2636 Rumänien RON 4,4386 4,4403 4,4845 4,5229 Russland RUB 51,5000 68,6566 67,5895 80,4168 Saudi Arabien SAR 4,9585 4,1416 4,5653 4,0886 Schweden SEK 9,1184 9,3339 9,4275 9,1831 Schweiz CHF 1,2124 1,0631 1,2024 1,0822 Singapur SGD 1,6778 1,5198 1,6074 1,5397 Südafrika ZAR 14,3577 14,2607 14,0575 16,9831 Taiwan TWD 40,1344 35,0744 38,5999 35,8330 Thailand THB 42,9860 37,9774 40,0245 39,2530 Türkei TRY 2,8937 3,0361 2,8327 3,1815 Ungarn HUF 309,9893 309,4268 314,9587 315,2762 Vereinigte Arabische Emirate AED 4,8553 4,0545 4,4685 4,0004 Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,3219 1,1039 1,2166 1,0892 Vietnam VND 28.039,4804 24.240,1659 26.031,7369 24.498,2509 Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und infolgedessen wird er nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein: ― die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ― die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen ― die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen ― der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird ― die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können ― die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten -vorgenommen. Sachanlagen Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-rata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle: scroll Anlagenobjekt Wirtschaftliche Nutzungsdauer Gebäude und sonstige Bauten 3 bis 60 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert. Leasing Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing-Verhältnis. a) Bilanzierung als Leasingnehmer Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. b) Bilanzierung als Leasinggeber Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen vom Kunden angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. In der BAUER Gruppe werden Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die überwiegend als Operating-Leasing zu klassifizieren sind. Zuwendungen öffentlicher Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss). Unternehmenserwerbe Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte nach IAS 17 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst. Investment Property Zur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude werden gemäß IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen (linear nach der Pro-rata-temporis-Methode) zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen entsprechen. Eine Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Investment Property hat nicht stattgefunden. Die Bewertung erfolgt aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. At-Equity bewertete Anteile Assoziierte Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Gemeinschaftsunternehmen Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die At-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11. Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Gerät der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den At-Equity-bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen. Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert in sofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen. Gemeinschaftliche Tätigkeiten Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten: ― Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten ― Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden ― Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit ― Seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und ― Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst. Finanzinstrumente a) Originäre Finanzinstrumente In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet: ― Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) oder "LaR" ― zur Veräußerung verfügbar (Available-for-Sale) oder "AfS" Die Kategorie "Loans and Receivables" umfasst kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte. Der Kategorie "Available-for-Sale" werden Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Für jene Eigenkapitalanteile besteht kein aktiver Markt sowie die Möglichkeit der verlässlichen Fair-Value-Ermittlung, so dass die Anteile zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Eine Veräußerungsabsicht liegt nicht vor. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, und solche, die nicht in eine der anderen genannten Kategorien finanzieller Vermögenswerte eingestuft sind. Sie werden sowohl bei der Erstbilanzierung als auch in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zu jedem Bilanzstichtag auf objektive Anhaltspunkte (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert) für eine Wertminderung überprüft. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Originäre Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet: ― zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost or Other Financial Liabilities) oder "FLAC" Die Kategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorien "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" und "Loans and Receivables" werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten sowohl dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag. Bei finanziellen Vermögenswerten werden Ausbuchungen von möglichen Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen auf separaten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. strittige Nachträge, Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, so dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Alle anderen Wertminderungen werden direkt abgeschrieben und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden Wertberichtigungen auf Forderungen grundsätzlich auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechend wertberichtigte Forderung ausgebucht. Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt. b) Derivative Finanzinstrumente Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IAS 39, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt: ― das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist ― das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist ― das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet: ― erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading) oder "FAHfT" Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet: ― erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held for Trading) oder "FLHfT" Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden im Falle von Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäften unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen, im Falle von Zinsswaps erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen, berücksichtigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien "Financial Assets Held for Trading" und "Financial Liabilities Held for Trading" gehören Marktwerte der Zinsswaps, Devisenoptionsgeschäfte, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen. Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisenoptionen, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2015 wurde Hedge Accounting angewendet. Vorräte Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt: ― Dauer der Vermietung ― Nutzungsdauer der Maschinen ― Beschädigung und Ungängigkeit Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert. Auftragsfertigung Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die Umsätze werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Zahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC). Verbleibt nach Abzug der Zahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt. Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen, die gemäß IFRIC 12 ein unbedingtes vertragliches Recht auf den Erhalt einer Zahlung einräumen, werden gesondert unter dem Posten Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen dargestellt. Die kurzfristigen Anteile der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen werden unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Forderungen sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und mit dem Barwert der zu leistenden Vergütungen angesetzt. Die jährlich entsprechend der Effektivzinsmethode ermittelten Aufzinsungsbeträge werden in den Finanzerträgen erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird. Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für: ― entweder dasselbe Steuerobjekt oder ― unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Ansatz der latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 26,90 % bis 31,69 % (Vorjahr: 27,82 % und 30,92 %). Im Ausland werden Steuersätze zwischen 0,00 % und 38,15 % (Vorjahr: 0,00 % und 38,15 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen a) Pensionsrückstellungen Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden. b) Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. c) Übrige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Erträge und Aufwendungen Umsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. 6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Berichterstattung über die Segmente der BAUER Gruppe wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe. Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet. Bau Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbau-anteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. Maschinen Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau. Resources Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben. Sonstiges Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten. Konsolidierung Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Das als Periodenergebnis ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property. Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar. <<< Mit der Vergrößerung der Zufahrt zum Hamburger Hafen erweitern sich die nutzbaren Tide-Zeitfenster für das Ein- und Auslaufen großer Schiffe. Unser Kunde Demler Spezialtiefbau GmbH + Co KG sicherte den Geländesprung durch eine kombinierte Wand aus Trag- und Spundbohlen. Zum Einsatz kamen zwei BG 39 mit zwei Verrohrungsmaschinen BV 2000. Konzern-Segmentberichterstattung SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN scroll Bau Maschinen Resources in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 725.626 742.862 639.151 753.083 252.830 221.609 Umsatzerlöse mit Dritten 646.628 650.762 532.691 548.039 195.860 179.319 Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 16.352 18.568 42.806 52.458 3.141 2.756 Bestandsveränderungen -105 105 27.898 30.230 -1.171 -1.341 Andere aktivierte Eigenleistungen 471 585 6.170 4.979 1.606 839 Sonstige Erträge 25.088 25.680 21.497 113.164 41.968 18.753 KONSOLIDIERTE LEISTUNG 688.434 695.700 631.062 748.870 241.404 200.326 OPERATIVES ERGEBNIS 26.033 13.916 35.952 99.441 15.932 -19.807 Finanzerträge 2.993 2.306 1.882 1.768 2.159 1.235 Finanzaufwendungen -16.165 -14.009 -20.863 -20.903 -10.518 -11.206 Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen -1.330 171 -57 226 815 2.275 Ertragsteueraufwand -9.007 -9.700 -8.067 -15.135 -4.041 -1.895 PERIODENERGEBNIS 2.524 -7.316 8.847 65.397 4.347 -29.398 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Abschreibungen Abschreibungen auf das Anlagevermögen -45.945 -48.420 -19.412 -18.717 -10.885 -11.601 darin außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 0 -89 -1.768 -765 -7 -10 Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -15.789 -13.195 0 0 Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten -631 -13 -1.710 0 -65 -149 Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -282 -656 -8.052 -11.295 -263 -198 Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen -10.597 -21.204 -4.611 -8.965 -5.360 -1.899 Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 14.726 14.617 3.881 4.321 950 562 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 586.378 616.089 759.510 818.061 264.276 269.254 darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen 10.687 9.430 42 90.975 32.177 32.249 davon Investitionen ins Anlagevermögen 40.965 58.183 20.776 18.775 8.885 8.823 SEGMENTSCHULDEN 31.12. 458.580 483.534 543.056 540.036 226.217 237.562 scroll Sonstiges Konsolidierung Konzern in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 39.407 41.492 -96.794 -102.634 1.560.220 1.656.412 Umsatzerlöse mit Dritten 500 871 1.375.679 1.378.991 Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 30.729 32.425 -93.028 -106.207 0 0 Bestandsveränderungen 0 0 0 0 26.622 28.994 Andere aktivierte Eigenleistungen 9 0 6.440 16.345 14.696 22.748 Sonstige Erträge 7.028 6.987 -6.559 -7.371 89.022 157.213 KONSOLIDIERTE LEISTUNG 38.266 40.283 -93.147 -97.233 1.506.019 1.587.946 OPERATIVES ERGEBNIS 3.326 4.566 -4.817 -7.393 76.426 90.723 Finanzerträge 13.702 10.287 -13.640 -10.624 7.096 4.972 Finanzaufwendungen -11.243 -6.488 13.640 10.624 -45.149 -41.982 Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 0 0 0 0 -572 2.672 Ertragsteueraufwand -886 -1.537 -74 874 -22.075 -27.393 PERIODENERGEBNIS 4.899 6.828 -4.891 -6.519 15.726 28.992 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Abschreibungen Abschreibungen auf das Anlagevermögen -3.023 -3.011 484 606 -78.781 -81.143 darin außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 0 0 0 0 -1.775 -864 Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -15.789 -13.195 Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 -2.406 -162 Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -8.597 -12.149 Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 -20.568 -32.068 Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 19.557 19.500 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 338.993 362.055 -374.074 -408.551 1.575.083 1.656.908 darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen 0 0 0 -101 42.906 132.553 davon Investitionen ins Anlagevermögen 2.555 6.522 -485 -1.325 72.696 90.978 SEGMENTSCHULDEN 31.12. 182.939 201.241 -254.634 -256.675 1.156.158 1.205.698 SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN scroll Deutschland Übrige EU Übriges Europa in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 440.205 473.727 151.958 161.910 124.886 70.766 Umsatzerlöse mit Dritten 367.779 340.407 140.534 155.438 127.782 67.199 Langfristige Vermögenswerte 31.12. 244.151 230.580 18.132 19.627 16.383 12.978 scroll Nahost und Zentralasien Asien-Pazifik Fernost und Australien Amerika in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 232.037 227.679 376.645 347.788 172.288 297.392 Umsatzerlöse mit Dritten 180.313 186.019 337.587 337.701 158.411 221.809 Langfristige Vermögenswerte 31.12. 56.025 47.825 86.106 84.121 53.259 24.217 scroll Afrika Konzern in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 62.201 77.150 1.560.220 1.656.412 Umsatzerlöse mit Dritten 63.273 70.418 1.375.679 1.378.991 Langfristige Vermögenswerte 31.12. 7.293 12.463 481.349 431.811 * Vorjahreszahlen geändert; der Geschäftsbereich Stahlbau der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurde aus dem Segment Maschinen in das Segment Bau umgegliedert ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 7. UMSATZERLÖSE Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.378.991 (Vorjahr: 1.375.679) enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percen-tage-of-Completion-Methode, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betrugen im Geschäftsjahr TEUR 697.066 (Vorjahr: 649.625). Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 20.170 (Vorjahr: 29.428). Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6). Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Umsatzerlöse 1.375.679 1.378.991 Bestandsveränderungen 26.622 28.994 Andere aktivierte Eigenleistungen 14.696 22.748 Sonstige Erträge 89.022 157.213 Konsolidierte Leistung 1.506.019 1.587.946 Nachunternehmeranteil ARGEN 13.370 10.158 Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 22.188 45.322 Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen 34.700 34.742 Interne Konzernleistung -16.057 -21.756 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 1.560.220 1.656.412 In den Umsatzerlösen ist ein Wertberichtigungsergebnis von netto TEUR -3.107 (Vorjahr: 5.381) enthalten. Das Wertberichtigungsergebnis ist auf das Segment Bau zurückzuführen. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese zweifelhaften Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, die unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Sollte sich die zweifelhafte Forderung als werthaltig herausstellen, wird die Wertberichtigung aufgelöst. Diese Auflösung wird ebenfalls unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Saldo aus Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen ergibt das zuvor erwähnte Wertberichtigungsergebnis. Die Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen der übrigen Segmente sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN scroll in Tausend EUR 2014 2015 Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen 14.696 22.748 9. SONSTIGE ERTRÄGE scroll in Tausend EUR 2014 2015 Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 5.447 16.411 Realisierte und unrealisierte Währungsgewinne 32.097 45.611 Erträge aus Versicherungsentschädigungen 1.849 1.434 Sonstige Erträge aus Vermietungen 272 263 Erträge aus Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften 2.548 5.216 Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen 36.531 77.896 Sonstige betriebliche Erträge 10.278 10.382 Gesamt 89.022 157.213 Die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesenen realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 50.827 (Vorjahr: 34.645) sind im Zusammenhang mit der globalen Währungssicherungsstrategie und der zugrundeliegenden Währungsverbuchung entstanden. In diesem Zusammenhang stehen den Erträgen realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 58.501 (Vorjahr: 29.767) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. 10. MATERIALAUFWAND scroll in Tausend EUR 2014 2015 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 504.877 511.539 Aufwendungen für bezogene Leistungen 244.370 240.993 Gesamt 749.247 752.532 11. PERSONALAUFWAND Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird. scroll in Tausend EUR 2014 2015 Löhne und Gehälter 299.785 317.893 Soziale Abgaben 49.632 51.608 Aufwendungen für Altersversorgung 5.833 6.617 Gesamt 355.250 376.118 Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.758 (Vorjahr: 20.653). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 16.995 (Vorjahr: 17.411) auf das Inland und TEUR 4.763 (Vorjahr: 3.242) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 1.560 (Vorjahr: 735) enthalten. 12. ABSCHREIBUNGEN AUF DAS ANLAGEVERMÖGEN Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 9.956 10.143 Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 68.825 71.000 Gesamt 78.781 81.143 Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 19.2 Sachanlagen und Investment Property erläutert. 13. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 13.195 (Vorjahr: 15.789). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2015 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten. 14. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN scroll in Tausend EUR 2014 2015 Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 675 1.042 Mieten und Pachten 21.360 27.152 Energie, Heizung, Wasser 6.291 6.385 Kraftfahrzeugkosten 6.755 7.646 Sach,- Kfz- und Transportversicherung 10.096 10.411 Übrige Betriebsaufwendungen 35.766 35.604 Verwaltungsaufwendungen 41.513 40.619 Vertriebsaufwendungen 33.304 35.844 Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen 17.208 19.408 Realisierte und unrealisierte Währungsverluste 19.948 49.199 Wertberichtigungen auf Forderungen 6.392 9.424 Bankspesen 3.284 2.732 Zölle 3.411 2.028 Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 24.523 26.741 Gesamt 230.526 274.235 Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Verluste aus Devisentermingeschäften sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. FINANZERGEBNIS 15. FINANZERTRÄGE Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Erträge aus operativen Beteiligungen 14 59 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.287 3.798 Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 1.795 1.115 Gesamt 7.096 4.972 16. FINANZAUFWENDUNGEN Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.273 36.648 Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 796 2.905 Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.080 2.429 Gesamt 45.149 41.982 Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 869 (Vorjahr: 988). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 3.762 (Vorjahr: 5.278) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.779 (Vorjahr: 40.285) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: 705) enthalten. Davon sind TEUR 14 (Vorjahr: 631) dem Segment Bau, TEUR 0 (Vorjahr: 9) dem Segment Maschinen und TEUR 148 (Vorjahr: 65) dem Segment Resources zuzuordnen. 17. ERTRAGSTEUERAUFWAND Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Tatsächliche Steuern 19.721 21.438 Latente Steuern 2.354 5.955 Gesamt 22.075 27.393 Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %). Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Ergebnis vor Ertragsteuern 37.801 56.385 Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) 10.615 15.833 Steuersatzunterschiede -1.534 1.313 Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge -4.869 -10.481 Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 2.000 1.594 Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen 160 -750 Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre -68 977 Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen 15.701 18.950 Sonstiges 70 -43 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.075 27.393 In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -12.153 (Vorjahr: -6.548) enthalten. Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2015 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: 39). 18. ERGEBNIS JE AKTIE Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Periodenergebnisses mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte: scroll 2014 2015 Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Periodenergebnis in TEUR 14.481 29.715 Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. 17.131.000 17.131.000 Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000 Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000 Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,85 1,73 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,85 1,73 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 19. ANLAGEVERMÖGEN 19.1 Immaterielle Vermögenswerte scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2014 33.078 2.186 357 39.354 74.975 Veränderung im Konsolidierungskreis -17 0 0 0 -17 Zugänge 2.422 0 0 6.186 8.608 Abgänge 2.392 0 68 0 2.460 Umbuchungen -6 0 0 22 16 Währungsanpassung 452 0 0 6 458 31.12.2014 33.537 2.186 289 45.568 81.580 scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Kumulierte Abschreibung Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2014 22.040 2.186 267 15.094 39.587 Veränderung im Konsolidierungskreis -6 0 0 0 -6 Zugänge 3.681 0 51 6.224 9.956 Abgänge 2.619 0 68 0 2.687 Umbuchungen 4 0 0 0 4 Währungsanpassung 281 0 0 5 286 31.12.2014 23.381 2.186 250 21.323 47.140 Buchwert 31.12.2014 10.156 0 39 24.245 34.440 scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2015 33.537 2.186 289 45.568 81.580 Veränderung im Konsolidierungskreis -443 0 0 -10.514 -10.957 Zugänge 3.019 0 0 4.792 7.811 Abgänge 205 0 207 303 715 Umbuchungen 1 0 0 0 1 Währungsanpassung 309 0 0 -9 300 31.12.2015 36.218 2.186 82 39.534 78.020 scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Kumulierte Abschreibung Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2015 23.381 2.186 250 21.323 47.140 Veränderung im Konsolidierungskreis -305 0 0 -6.038 -6.343 Zugänge 3.787 0 28 6.328 10.143 Abgänge 189 0 207 165 561 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Währungsanpassung 194 0 0 -8 186 31.12.2015 26.868 2.186 71 21.440 50.565 Buchwert 31.12.2015 9.350 0 11 18.094 27.455 Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen im Wesentlichen Immaterielle Vermögenswerte aus der Entkonsolidierung der BAUER Deep Drilling GmbH mit einem Buchwert von TEUR 4.165. Von den im Jahr 2015 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 4.936 (Vorjahr: 6.247) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 18.567 19.470 Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente 6.473 6.528 Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 25.040 25.998 19.2 Sachanlagen und Investment Property scroll in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2014 302.284 1.763 488.855 73.032 5.282 871.216 Veränderung im Konsolidierungskreis -563 0 -2.063 -678 0 -3.304 Zugänge 3.926 6 43.524 7.310 9.322 64.088 Abgänge 6.022 0 49.712 6.374 193 62.301 Umbuchungen 765 -35 5.255 -112 -5.889 -16 Währungsanpassung 5.802 0 27.331 2.119 -309 34.943 31.12.2014 306.192 1.734 513.190 75.297 8.213 904.626 scroll in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2014 90.707 900 274.359 45.713 0 411.679 Veränderung im Konsolidierungskreis -5 0 -773 -485 0 -1.263 Zugänge 10.042 36 49.829 8.918 0 68.825 Abgänge 2.000 0 32.386 5.366 0 39.752 Umbuchungen 6 -6 168 -172 0 -4 Währungsanpassung 866 0 15.784 1.582 0 18.232 31.12.2014 99.616 930 306.981 50.190 0 457.717 Buchwert 31.12.2014 206.576 804 206.209 25.107 8.213 446.909 davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2014 2.935 0 19.150 5.122 0 27.207 scroll in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2015 306.192 1.734 513.190 75.297 8.213 904.626 Veränderung im Konsolidierungskreis -28.058 0 -4.431 -407 -401 -33.297 Zugänge 4.499 15 59.539 11.083 8.031 83.167 Abgänge 4.378 0 66.925 7.318 30 78.651 Umbuchungen 4.794 0 4.766 146 -9.707 -1 Währungsanpassung 3.994 0 17.562 1.392 -444 22.504 31.12.2015 287.043 1.749 523.701 80.193 5.662 898.348 scroll in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2015 99.616 930 306.981 50.190 0 457.717 Veränderung im Konsolidierungskreis -4.209 0 -3.359 -459 -64 -8.091 Zugänge 9.661 35 52.350 8.954 0 71.000 Abgänge 2.745 0 29.002 5.846 0 37.593 Umbuchungen 0 0 0 0 0 0 Währungsanpassung 488 0 9.418 989 64 10.959 31.12.2015 102.811 965 336.388 53.828 0 493.992 Buchwert 31.12.2015 184.232 784 187.313 26.365 5.662 404.356 davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2015 1.687 0 16.231 5.940 0 23.858 Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen Abgänge von Sachanlagen aus der Entkonsolidierung der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von TEUR 26.271, der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH in Höhe von TEUR 425 und der BAUER Deep Drilling GmbH mit TEUR 97 sowie Zugänge aus der Erstkonsolidierung der BAUER Equipment India Private Limited, der BAUER Equipment Australien Pty. Ltd., der BAUER Resources Maroc S.A.R.L. und der BAUER Resources Senegal SARL mit einem Zugang von Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.587. Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 1,43 % und 7,50 % (Vorjahr: 2,38 % und 7,89 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 2014 Restlaufzeit 2015 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mindestleasingzahlungen 8.470 13.707 0 22.177 9.606 13.120 Zinsanteile 1.017 675 0 1.692 661 468 Barwert 7.453 13.032 0 20.485 8.945 12.652 scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 2015 über 5 Jahre Gesamt Mindestleasingzahlungen 0 22.726 Zinsanteile 0 1.129 Barwert 0 21.597 Das Investment Property hat einen Marktwert von TEUR 784 (Vorjahr: 804) und war in 2015 durchgängig vermietet. Dabei handelt es sich um ein Hotel im Besitz der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, das an Dritte vermietet und über einen Zeitraum von 48 Jahren abgeschrieben wird. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist darüber hinaus vertraglich zur Instandhaltung verpflichtet. Eine Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Investment Property hat nicht stattgefunden. Die Bewertung erfolgt aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Im Berichtszeitraum sind Mieterträge in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: 60) erzielt worden, denen direkte betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: 23) gegenüberstehen. Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 112.090 (Vorjahr: 105.811) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzurechnen sind (Finance-Lease) in Höhe von TEUR 23.858 (Vorjahr: 27.207) geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen. Im Geschäftsjahr wurden der Olbersdorfer Guß GmbH Investitionszulagen zur Produktionserweiterung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 13) gewährt. Alle für die Investitionszulagen notwendigen Bedingungen waren zum Bilanzstichtag erfüllt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: keine). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 864 (Vorjahr: 1.775) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: 0) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 765 (Vorjahr: 1.768) dem Segment Maschinen und in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: 7) dem Segment Resources zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 768 (Vorjahr: 942) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 96 (Vorjahr: 833). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 489 bei der KLEMM Bohrtechnik GmbH und der MAT Mischanlagentechnik als Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH im Segment Maschinen. Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 94 die Technischen Anlagen und Maschinen und mit TEUR 2 die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach bei den aktivierten Entwicklungskosten dem Nutzungswert. Der dafür verwendete Abzinsungssatz betrug im Geschäftsjahr 7,72 % (Vorjahr: 7,83 %). Für andere nicht finanzielle Vermögenswerte entsprach der erzielbare Betrag regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. 19.3 At-Equity bilanzierte Anteile und Beteiligungen Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 4.175 94.226 At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen 38.731 38.327 Gesamt 42.906 132.553 Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den At-Equity bewerteten Anteilen: scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 2014 2015 2014 2015 01.01. 9.947 40.916 3.302 4.175 Zugänge 31.089 0 662 90.863 Abgänge 0 0 479 1.563 Ergebnisanteil 330 764 690 751 Dividendenzahlungen -450 -1.168 0 0 Umbuchungen 0 0 0 0 Währungsanpassung 0 0 0 0 31.12. 40.916 40.512 4.175 94.226 scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Kumulierte Abschreibung 2014 2015 2014 2015 01.01. 0 2.185 0 0 Zugänge 2.185 0 0 0 Abgänge 0 0 0 0 Umbuchungen 0 0 0 0 Währungsanpassung 0 0 0 0 31.12. 2.185 2.185 0 0 Buchwert 31.12. 38.731 38.327 4.175 94.226 a) Gemeinschaftsunternehmen Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Bei den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde auf die Angabe von Vorjahreswerten verzichtet, da sie zu diesem Zeitpunkt noch vollkonsolidiert waren. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar: Geschäftsjahr 2014: Im Geschäftsjahr 2014 existierten keine wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen. Geschäftsjahr 2015: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 % At-Equity BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 % At-Equity BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 % At-Equity Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen): scroll BILANZ SPANTEC Spann-& Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Langfristige Vermögenswerte 0 5.473 0 26.683 0 15.504 Kurzfristige Vermögenswerte 0 8.246 0 42.037 0 52.799 davon Zahlungsmittel 0 4.299 0 24.676 0 34.172 Summe Vermögenswerte 0 13.719 0 68.720 0 68.303 Langfristige Schulden 0 153 0 16 0 495 davon langfristige finanzielle Schulden 0 0 0 16 0 23 Kurzfristige Schulden 0 1.325 0 18.671 0 17.887 davon kurzfristige finanzielle Schulden 0 0 0 0 0 10 Summe Schulden 0 1.478 0 18.687 0 18.382 Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. scroll ERGEBNISRECHNUNG SPANTEC Spann-& Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Umsatzerlöse 0 5.854 0 511 0 245 planmäßige Abschreibung 0 -105 0 -51 0 -81 Operatives Ergebnis 0 1.825 0 -248 0 -283 Zinserträge 0 9 0 0 0 0 Zinsaufwendungen 0 -25 0 -12 0 0 Ertragsteueraufwand 0 -469 0 0 0 79 Periodenergebnis 0 1.340 0 -260 0 -204 Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 -68 Gesamtergebnis 0 1.340 0 -260 0 -272 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 0 0 0 0 0 Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen): scroll BILANZ Gemeinschaftsunternehmen in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 317 986 Kurzfristige Vermögenswerte 63.796 57.402 davon Zahlungsmittel 2.445 2.150 Summe Vermögenswerte 64.113 58.388 Langfristige Schulden 0 0 davon langfristige finanzielle Schulden 0 0 Kurzfristige Schulden 55.646 52.460 davon kurzfristige finanzielle Schulden 43.607 29.662 Summe Schulden 55.646 52.460 Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. scroll ERGEBNISRECHNUNG Gemeinschaftsunternehmen in Tausend EUR 2014 2015 Umsatzerlöse 41.008 64.418 planmäßige Abschreibung -373 -2.141 Operatives Ergebnis 3.529 1.884 Zinserträge 1 9 Zinsaufwendungen -4 -53 Ertragsteueraufwand 0 -20 Periodenergebnis 3.526 1.820 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 0 Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 8.467 118.135 Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 4.175 59.166 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 0 35.060 In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 4.175 94.226 Marktwerte der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH 0 25.500 BAUER Manufacturing LLC 0 86.429 BAUER Deep Drilling GmbH 0 70.714 Auf eine Angabe des beizulegenden Zeitwertes unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist. Das sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung ergebende Risiko beim Ausfall eines Gesellschafters wird innerhalb des Gemeinschaftsunternehmens durch gegenseitige Bürgschaften abgesichert. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen oder maßgebliche Beschränkungen. b) Assoziierte Unternehmen Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die wesentlichen assozierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: Geschäftsjahr 2014: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Wöhr + Bauer GmbH Projektentwicklung München, Deutschland 33,33 % NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland 25,00 % TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 % BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Bodensanierung Maskat, Al Mina, Sultanat Oman 49,00 % Geschäftsjahr 2015: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Wöhr + Bauer GmbH Projektentwicklung München, Deutschland 33,33 % NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland 25,00 % TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 % BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Bodensanierung Maskat, Al Mina, Sultanat Oman 49,00 % Zusammengefasste Finanzinformationen für jedes wesentliche assoziierte Unternehmen (Beträge vor Konsolidierungen): scroll BILANZ Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L. in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 60.132 56.795 18.288 17.040 2.671 - Kurzfristige Vermögenswerte 48.073 101.161 26.857 28.532 11.407 - davon Zahlungsmittel 526 2.275 23.060 24.098 23 - Summe Vermögenswerte 108.205 157.956 45.145 45.572 14.078 - Langfristige Schulden 22.279 87.658 0 0 771 - davon langfristige finanzielle Schulden 21.897 36.125 0 0 90 - Kurzfristige Schulden 66.775 53.706 40.225 41.056 6.542 - davon kurzfristige finanzielle Schulden 0 35.980 3.225 2.833 575 - Summe Schulden 89.054 141.364 40.225 41.056 7.313 - scroll BILANZ BAUER Nimr LLC in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 41.102 43.074 Kurzfristige Vermögenswerte 13.187 11.660 davon Zahlungsmittel 5.019 2.013 Summe Vermögenswerte 54.289 54.734 Langfristige Schulden 35.421 36.563 davon langfristige finanzielle Schulden 34.968 22.146 Kurzfristige Schulden 7.299 8.560 davon kurzfristige finanzielle Schulden 2.327 2.845 Summe Schulden 42.720 45.123 * Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar scroll ERGEBNISRECHNUNG Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L. in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Umsatzerlöse 21.531 17.217 22.736 22.951 470 - planmäßige Abschreibung -1.774 -1.924 -2.956 -3.223 -589 - Operatives Ergebnis 2.550 -2.700 1.522 1.451 -695 - Zinserträge 15 2 238 52 64 - Zinsaufwendungen -414 -927 -262 -271 -93 - Ertragsteueraufwand -667 1.372 -509 -648 0 - Periodenergebnis 1.484 -2.322 989 584 -724 - Periodenergebnis entsprechend den Anteilen 494 -774 247 146 0 - Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 - Gesamtergebnis 1.484 -2.322 989 584 -724 - Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 210 100 240 247 0 - scroll ERGEBNISRECHNUNG BAUER Nimr LLC in Tausend EUR 2014 2015 Umsatzerlöse 1.528 11.026 planmäßige Abschreibung -367 -242 Operatives Ergebnis 281 5.725 Zinserträge 6 2.148 Zinsaufwendungen -244 -3.209 Ertragsteueraufwand 0 -699 Periodenergebnis 43 3.965 Periodenergebnis entsprechend den Anteilen 21 1.943 Sonstiges Ergebnis 0 0 Gesamtergebnis 43 3.965 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 4.598 821 * Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen): scroll BILANZ Assoziierte Unternehmen in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 67 51 Kurzfristige Vermögenswerte 239 228 davon Zahlungsmittel 33 4 Summe Vermögenswerte 306 279 Langfristige Schulden 22 18 davon langfristige finanzielle Schulden 22 0 Kurzfristige Schulden 132 130 davon kurzfristige finanzielle Schulden 0 0 Summe Schulden 154 148 scroll ERGEBNISRECHNUNG Assoziierte Unternehmen in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Umsatzerlöse 825 853 planmäßige Abschreibung -29 -24 Operatives Ergebnis -22 -9 Zinserträge 0 0 Zinsaufwendungen -1 -2 Ertragsteueraufwand 0 0 Periodenergebnis -23 7 Periodenergebnis entsprechend den Anteilen -7 2 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 0 Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 35.792 30.850 Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 13.331 11.408 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 16.908 16.887 Barwert der Konzessionsvereinbarung 8.709 8.162 Währungsanpassung -217 1.870 In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 38.731 38.327 Die sonstigen Anpassungen betreffen zeitliche Buchungsunterschiede. Der Marktwert der BAUER Nimr LLC beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 75.862 (Vorjahr: TEUR 63.447). Die Marktwerte der übrigen wesentlichen assoziierten Unternehmen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen. c) Beteiligungen scroll in Tausend EUR Beteiligungen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 2014 2015 01.01. 4.429 4.429 Zugänge 0 0 Abgänge 0 0 Ergebnisanteil 0 0 Dividendenzahlungen 0 0 Umbuchungen 0 0 Währungsanpassung 0 0 31.12. 4.429 4.429 scroll in Tausend EUR Beteiligungen Kumulierte Abschreibung 2014 2015 01.01. 816 816 Zugänge 0 0 Abgänge 0 0 Umbuchungen 0 0 Währungsanpassung 0 0 31.12. 816 816 Buchwert 31.12. 3.613 3.613 20. LATENTE STEUERN Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Immaterielle Vermögenswerte 401 389 7.202 18.364 Sachanlagen 119 123 13.926 8.814 Vorräte 3.763 876 2.498 2.229 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.474 2.521 1.410 4.511 Pensionsrückstellungen 19.652 18.340 208 562 Verbindlichkeiten 10.201 7.027 4.800 2.711 Verlustvorträge 12.559 13.617 0 0 Konsolidierung 3.999 5.366 4.274 4.542 Saldierung -21.195 -21.069 -21.195 -21.069 Nettobetrag 30.973 27.190 13.123 20.664 In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: 2.025) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: 1.708) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge-Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 14.637 (Vorjahr: 16.772) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 4) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 6.848 (Vorjahr: 10.039), der der passiven latenten Steuern TEUR 8.267 (Vorjahr: 7.280). Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Inländische Verlustvorträge (KSt) 75.553 80.325 Ausländische Verlustvorträge 46.953 120.225 Gesamt 122.506 200.550 Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge 25.461 83.203 Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 161.045 (Vorjahr: 78.059) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.339 (Vorjahr: 1.028). Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede in Höhe von TEUR 1.767 (Vorjahr: 1.170), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden. 21. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 4.787 4.550 Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 2.705 3.172 Gesamt 7.492 7.722 Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen. Darüber hinaus sind Vermögenswerte aus Continuing Involvements in Höhe von TEUR 1.537 (Vorjahr: 1.068) enthalten. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Innerhalb der BAUER Gruppe wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Dienstleistungen in Höhe von TEUR 16.263 (Vorjahr: 18.425) im Rahmen von Forderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Das Continuing Involvement umfasst den Betrag, den die BAUER Gruppe aus den verbliebenen Risiken maximal an den Erwerber zahlen müsste. Die korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.691 (Vorjahr: 1.175) und wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag spiegelt den beizulegenden Zeitwert der aus den verbliebenen Risiken und dem Servicing resultierenden Garantien wider und wird aufwandswirksam erfasst. 22. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2014 Restlaufzeit 31.12.2015 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 18.974 9.446 4.805 10.550 Gesamt 18.974 9.446 4.805 10.550 Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 36 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 10.550 (Vorjahr: 9.446) enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 23. VORRÄTE Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 155.334 155.718 Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 283.850 288.911 Gesamt 439.184 444.629 Von den Vorräten sind TEUR 144.066 (Vorjahr: 121.319) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 25.344 (Vorjahr: 24.386). Diese teilen sich wie folgt auf: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 15.789 13.195 Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 8.597 12.149 Gesamt 24.386 25.344 Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres geringer als im Vorjahr. Die nutzungsbedingte Abschreibung der Gebrauchtmaschinen sank in Folge von TEUR 15.789 auf TEUR 13.195. Zum Geschäftsjahresende stieg der Bestand vermieteter Maschinen wieder an. In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. In den fertigen Erzeugnissen und Handelswaren sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"): Neue Maschinen Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Gebrauchtmaschinen Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine. Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte. Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen. Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Buchwert der Gebrauchtmaschinen 86.744 98.291 davon vermietet 32.236 44.990 davon nicht vermietet 54.508 53.301 Im Geschäftsjahr waren neben den üblichen Eigentumsvorbehalten Vorräte in Höhe von TEUR 460 (Vorjahr: 119) als Kreditsicherheiten mit einer Laufzeit bis 2016 gestellt. Die geleisteten Sicherheiten können nur bei einer dauerhaften Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten, z. B. ausbleibende Zins- und Tilgungsleistungen oder Unterschreitung vereinbarter Finanzkennzahlen, durch die finanzierenden Banken in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheiten ist nicht absehbar. 24. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Fertigungsaufträge Die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte 674.169 783.992 abzüglich der Teilabrechnungen 590.481 704.396 Saldo 83.688 79.596 davon: Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 132.159 129.478 davon: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 48.471 49.882 Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 132.159 129.478 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 311.417 343.933 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 67 3.272 Geleistete Anzahlungen 4.304 5.364 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 28.603 33.381 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 20.100 28.901 Gesamt 496.650 544.329 In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 8.845 (Vorjahr: 10.504) enthalten. Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen Forderungen wieder: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 59.938 53.976 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 Währungsanpassung 842 399 Zuführung 20.568 28.476 Auflösung 19.557 19.500 Verbrauch 7.815 2.075 Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 53.976 61.276 Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 61.276 (Vorjahr: 53.976) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Innerhalb der Einzelwertberichtigung wurden Forderungen in der Regel zu 100 % wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr wurden keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen (Vorjahr: TEUR 3.993) wertberichtigt. Eine Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle: scroll in Tausend EUR Buchwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2015 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto-Buchwert) 365.393 405.209 Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen 53.976 61.276 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Netto-Buchwert) 311.417 343.933 davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 110.640 158.004 davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig: 200.777 185.929 - weniger als 30 Tage 75.046 59.694 - zwischen 30 und 60 Tagen 13.599 21.248 - zwischen 60 und 90 Tagen 10.886 10.235 - mehr als 90 Tage 101.246 94.752 Die vorstehende Tabelle beinhaltet neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen. Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 83 (Vorjahr: 6.846) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.853 (Vorjahr: 141). Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von TEUR 32.068 (Vorjahr: 20.568) vorgenommen. Darin sind TEUR 3.593 (Vorjahr: 411) Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen enthalten. 25. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 47.406 (Vorjahr: 41.835) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. 26. EIGENKAPITAL Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 % TEUR % TEUR Familie Bauer 48,19 35.182 48,19 35.182 Streubesitz 51,81 37.819 51,81 37.819 Gesamt 100,00 73.001 100,00 73.001 Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2015 verwiesen. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: ― bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, ― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, ― zum Ausgleich von Spitzenbeträgen. Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern. Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 I. Kapitalrücklage 38.404 38.404 II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 287.903 327.437 326.307 365.841 III. Minderheitsgesellschafter 19.617 12.368 Gesamt 345.924 378.209 Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt. 26.1 Minderheitsgesellschafter a) Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR Ergebnisanteil in TEUR Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland BAUER Anteilspool GbR 1,00 1.837 122 1,00 1.498 BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25 11.268 939 44,25 13.068 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana De Wet Drilling (Pty.) Ltd. 49,00 47 -490 49,00 -957 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00 1.185 184 40,00 1.278 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland Celler Brunnenbau Holding GmbH 10,00 638 -262 10,00 469 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,67 -183 104 16,67 -7.218 Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 4.825 648 4.230 Gesamt 19.617 1.245 12.368 scroll in Tausend EUR 31.12.2015 Konzerngesellschaft Ergebnisanteil in TEUR BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 122 BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten 2.584 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana -1.093 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 303 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland -499 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien -2.376 Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 236 Gesamt -723 In der Vorjahresangabe waren die BAUER Nimr LLC mit TEUR 939 Ergebnisanteil und die OOO BAUER Maschinen - Kurgan mit einem Kapitalanteil von TEUR 841 und einem Ergebnisanteil von TEUR -372 enthalten und separat aufgeführt. Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen: scroll BILANZ BAUER Maschinen GmbH BAUER EGYPT S.A.E BAUER-DE WET in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 154.631 162.198 4.339 8.431 2.615 1.715 Kurzfristige Vermögenswerte 317.141 314.883 26.326 31.267 1.776 404 Langfristige Schulden 198.527 187.219 0 136 165 169 Kurzfristige Schulden 133.321 140.098 6.827 10.031 4.130 3.904 scroll BILANZ BAUER Casings PRAKLA Bohrtechnik Site Group in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 579 578 4.511 3.565 38.003 21.502 Kurzfristige Vermögenswerte 3.052 3.078 15.986 8.779 50.833 73.318 Langfristige Schulden 4 59 260 282 0 0 Kurzfristige Schulden 649 401 19.940 16.757 90.767 96.225 scroll ERGEBNISRECHNUNG BAUER Maschinen GmbH BAUER EGYPT S.A.E BAUER-DE WET in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Umsatzerlöse 357.925 383.484 22.758 37.182 2.261 1.645 Operatives Ergebnis 23.788 38.655 3.064 7.291 -890 -1.724 Ergebnis vor Steuern 14.188 17.372 3.559 8.075 -1.155 -1.740 Periodenergebnis 10.464 12.152 2.122 5.841 -1.001 -2.231 Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 122 122 939 2.564 -490 -1.093 Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 10.342 12.031 1.183 3.256 -510 -1.138 Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -50 -40 -227 -446 0 0 scroll ERGEBNISRECHNUNG BAUER Casings PRAKLA Bohrtechnik Site Group in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Umsatzerlöse 3.687 4.264 11.696 6.990 11.224 10.377 Operatives Ergebnis 575 949 -1.872 -3.688 5.027 -9.162 Ergebnis vor Steuern 575 950 -2.537 -4.394 503 -14.465 Periodenergebnis 460 759 -2.623 -4.992 355 -14.664 Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 184 303 -262 -499 104 -2.376 Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 276 456 -2.361 -4.493 251 -12.288 Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -146 -87 0 0 0 0 scroll KAPITALFLUSSRECHNUNG BAUER Maschinen GmbH BAUER EGYPT S.A.E BAUER-DE WET in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 15.001 33.260 4.636 3.108 1.573 107 Cashflow aus Investitionstätigkeit -16.205 -7.944 -2.929 -7.429 -17 -70 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.631 -26.002 -19 -194 -1.537 -105 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 0 0 1.117 387 2 -4 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -2.835 -686 2.805 -4.128 21 -72 scroll KAPITALFLUSSRECHNUNG BAUER Casings PRAKLA Bohrtechnik Site Group in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 537 394 7.870 -4.262 11.519 -25.176 Cashflow aus Investitionstätigkeit -74 -155 -535 -565 -4.191 42.164 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -375 -343 -7.533 4.819 -7.791 -16.170 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 12 -27 0 0 516 42 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 100 -131 -198 -8 53 860 b) Änderungen an der Beteiligungsquote von Tochterunternehmen des Konzerns Im Geschäftsjahr 2015 wurden von der BAUER Maschinen GmbH die restlichen 10 % der Anteile an der MAT Mischanlagentechnik GmbH zu einem Kaufpreis von 110 TEUR erworben. Dadurch hat sich der Anteil auf 100 % erhöht. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR -318 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der MAT Mischanlagentechnik GmbH) auf die BAUER Maschinen GmbH übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden in den Gewinnrücklagen erfasst. Nach Übertragung der Anteile wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik, Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden von der BAUER Resources GmbH die restlichen 24,5 % der Anteile an der Esau & Hueber GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 500 erworben. Dadurch hat sich der Anteil auf 100 % erhöht. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR -119 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der Esau & Hueber GmbH) auf die BAUER Resources GmbH übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden in den Gewinnrücklagen erfasst. 26.2 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern (Periodenergebnis) zurückgegriffen. Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Eigenkapital 418.925 451.210 Eigenkapitalquote 26,60 % 27,23 % Periodenergebnis 15.726 28.992 Nettoverschuldung (Net Debt) 645.679 664.988 Finanzschulden 687.514 712.394 Liquide Mittel 41.835 47.406 Net Debt/EBITDA 3,78 3,59 EBITDA/Net Interest Coverage 4,49 4,99 Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben. Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) erfüllt. LANGFRISTIGE SCHULDEN 27. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2014 Restlaufzeit 31.12.2015 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 357.678 7.093 363.166 13.462 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 13.032 0 12.652 0 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 5.959 0 7.262 0 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 10.013 0 4.414 0 Gesamt 386.682 7.093 387.494 13.462 scroll in Tausend EUR Fair-Value Zinssatzspanne 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 378.016 384.999 0,50 - 11,2 % 0,50 - 11,2 % Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 13.032 12.652 2,38 - 7,89 % 1,43 - 7,50 % Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.904 4.409 0,85 - 12,5 % 3,5 - 12,5 % Gesamt 400.952 402.060 - - Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Continuing Involvements. Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften und Wandelschuldverschreibungen (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 36). 28. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 01. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225% des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit. Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde: scroll in % 31.12.2014 Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Abzinsungsfaktor 2,00 8,00 7,80 2,00 Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 3,00 3,00 Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - - scroll in % 31.12.2015 Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Abzinsungsfaktor 2,35 6,00 5,03 1,63 Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 3,00 Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - - Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt. Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 3.801 3.930 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -657 -751 Defizit der finanzierten Pläne 3.144 3.179 Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 115.360 111.346 Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen 118.504 114.525 Auswirkung der Vermögensobergrenze - - Bilanzierte Rückstellung 118.504 114.525 Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt Stand: 1. Januar 2014 84.109 -504 83.605 - 83.605 Laufender Dienstzeitaufwand 1.817 - 1.817 - 1.817 Zinsaufwand/-ertrag 3.080 -32 3.048 - 3.048 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - - Summe 89.006 -536 88.470 - 88.470 Neubewertungen: Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 18 18 - 18 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - - Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen 32.274 - 32.274 - 32.274 Erfahrungswertbedingte Anpassungen -6 - -6 - -6 Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - - Summe 32.268 18 32.286 - 32.286 Wechselkursänderungen 140 -52 88 - 88 Beiträge: Arbeitgeber - -89 -89 - -89 begünstigter Arbeitnehmer - - - - - Aus dem Plan geleistete Zahlungen: laufende Zahlungen - 2 2 - 2 Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.253 - -2.253 - -2.253 Sonstige Effekte - - - - - Stand: 31. Dezember 2014 119.161 -657 118.504 - 118.504 Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt Stand: 1. Januar 2015 119.161 -657 118.504 - 118.504 Laufender Dienstzeitaufwand 2.838 - 2.838 - 2.838 Zinsaufwand/-ertrag 2.429 -37 2.392 - 2.392 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - - Summe 124.428 -694 123.734 - 123.734 Neubewertungen: Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 39 39 - 39 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - - Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen -8.267 - -8.267 - -8.267 Erfahrungswertbedingte Anpassungen 1.686 - 1.686 - 1.686 Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - - Summe -6.581 39 -6.542 - -6.542 Wechselkursänderungen 30 -6 24 - 24 Beiträge: Arbeitgeber - -90 -90 - -90 begünstigter Arbeitnehmer - - - - - Aus dem Plan geleistete Zahlungen: laufende Zahlungen - - - - - Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.292 - -2.292 - -2.292 Sonstige Effekte -309 - -309 - -309 Stand: 31. Dezember 2015 115.276 -751 114.525 - 114.525 Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Qualifizierende Versicherungsverträge 235 246 Geldmarktfonds und Rentenfonds 390 466 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 32 39 Summe 657 751 Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen. Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen. Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt: scroll in Tausend EUR Auswirkung auf die Verpflichtung Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme Abzinsungssatz +/- 0,5 % 104.490 126.490 Zukünftige Gehaltssteigerungen +/- 0,5 % 118.051 111.604 Zukünftige Rentensteigerung +/- 0,5 % 122.031 107.170 Erhöhung der Annahme um 1 Jahr Verminderung der Annahme um 1 Jahr Sterbewahrscheinlichkeit 120.424 110.018 Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet. Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanlayse haben sich im Vergleich zur Vorperiode mit Ausnahme der Sterbewahrscheinlichkeit nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Gesamt Barwert der Verpflichtungen 117.773 1.027 223 138 119.161 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -235 -390 0 -32 -657 Gesamt 117.538 637 223 106 118.504 Auswirkung der Vermögensobergrenze - - - - - Gesamt 117.538 637 223 106 118.504 scroll in Tausend EUR 31.12.2015 Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Gesamt Barwert der Verpflichtungen 113.724 1.079 269 204 115.276 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -246 -466 0 -39 -751 Gesamt 113.478 613 269 165 114.525 Auswirkung der Vermögensobergrenze - - - - - Gesamt 113.478 613 269 165 114.525 Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Aktive Anwärter 75.169 71.423 Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer 6.522 6.365 Pensionäre 37.470 37.488 Gesamt 119.161 115.276 Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,44 Jahre. Für das Geschäftsjahr 2016 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 2.518 (Vorjahr: 2.314) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 2.518 (Vorjahr: 2.314) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: 89) für das Jahr 2016 erwartet. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen: scroll in Tausend EUR Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre 31.12.2015 Gesamt Pensionsleistungen 2.518 12.189 20.536 35.243 KURZFRISTIGE SCHULDEN 29. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 266.533 297.677 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 7.453 8.945 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.579 10.392 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 48.471 49.882 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 168.974 184.991 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 205 1.017 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 68.632 71.503 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 25.712 12.078 Gesamt 605.559 636.485 In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 791 (Vorjahr: 979) enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit. Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,5 % bis 11,20 % (Vorjahr: 0,75 % bis 11,20 %). 30. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Stand 01.01. 14.809 15.880 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 Währungsanpassung 153 185 Zuführung 6.633 5.114 Auflösung 3.432 3.127 Verbrauch 2.283 1.939 Stand 31.12. 15.880 16.113 Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen 14.670 14.763 Prozessrisiken 1.210 1.350 Gesamt 15.880 16.113 In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewiss Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt. Der Bestand an Rückstellungen aus Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistung und der wesentliche Bestand an Rückstellungen für Prozessrisiken wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2016 verbraucht. Für Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 434 (Vorjahr: 427) erfolgt der Verbrauch voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Nachforderungen. 31. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden. scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 5.112 112.035 In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Angaben hinsichtlich der Fälligkeiten von Abflüssen aus Haftungsverhältnissen wurden aus Gründen der Praktikabilität nicht gemacht. 32. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN scroll in Tausend EUR Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen 9.663 9.784 22.048 12.636 77 303 Weitere finanzielle Verpflichtungen 6.715 13.385 3.677 7.225 6.749 6.435 Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert wurden. In der BAUER Gruppe bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 1.342 (Vorjahr: 685). Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien. 33. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben. 34. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Es ergaben sich nach dem 31. Dezember 2015 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN 35. KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. 36. FINANZINSTRUMENTE Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Das Vier-Augen-Prinzip wird durch die Aufteilung der Funktionen über Vorstand (Abschluss) und Fachabteilungen (operative Abwicklung) realisiert. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen. MARKTRISIKEN Währungsrisiko Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht. Die bestehenden Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps dienen der Sicherstellung unserer Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden zu einem wesentlichen Teil durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital. Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden. Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %: scroll in Tausend EUR zum 31.12.2014 USD RUB CAD Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 10.653 137 0 Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -13.021 -167 0 Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 8.055 64 -99 Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -6.181 -78 122 scroll in Tausend EUR zum 31.12.2015 USD RUB CAD Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 12.375 186 0 Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -15.123 -227 0 Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 2.632 0 -88 Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -3.373 0 107 Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2015 im Wesentlichen den US-Dollar, den Russischen Rubel und den Kanadischen Dollar. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Zinsrisiko Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst. Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI 732 558 Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI -393 -162 Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV -1.672 -82 Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV 2.278 -114 Rohstoffrisiko Rohstoffrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt. Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich: scroll in Tausend EUR Buchwert 31.12.2014 Cashflows 2015 Cashflows 2016 bis 2019 Cashflows 2020 ff. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 631.304 276.146 393.705 10.816 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 20.485 8.201 13.712 20 Sonstige Verbindlichkeiten 74.591 68.632 2.898 3.062 Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 17.623 11.981 5.997 0 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 48.471 48.471 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 168.974 167.995 979 0 Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 205 205 0 0 scroll in Tausend EUR Buchwert 31.12.2015 Cashflows 2016 Cashflows 2017 bis 2020 Cashflows 2021 ff. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 674.305 314.778 380.250 14.641 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 21.597 9.570 13.165 0 Sonstige Verbindlichkeiten 78.765 71.503 4.295 2.967 Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 9.689 9.200 528 0 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 49.882 49.882 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 184.991 184.200 791 0 Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.017 1.017 0 0 Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) für die Darlehensvereinbarungen erfüllt, siehe hierzu auch Seite 133 "Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement". Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden. Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR zum 31.12.2014 Buchwert 2015 2016 bis 2019 ab 2020 Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 12.926 -12.804 -279 0 Zahlungsmittelabflüsse - -228.410 -8.220 0 Zahlungsmittelzuflüsse - 215.606 7.941 0 Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 5.176 -2.598 -2.341 -29 Zahlungsmittelabflüsse - -2.598 -2.341 -29 Zahlungsmittelzuflüsse - 0 0 0 scroll in Tausend EUR zum 31.12.2015 Buchwert 2016 2017 bis 2020 ab 2021 Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 3.375 -2.654 -2.188 0 Zahlungsmittelabflüsse - -74.496 -37.330 0 Zahlungsmittelzuflüsse - 71.842 35.142 0 Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 3.428 -1.714 -2.766 -1.505 Zahlungsmittelabflüsse - -1.714 -2.766 -1.505 Zahlungsmittelzuflüsse - 0 0 0 Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2015 verwendet. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlangen bei Banken und Finanzinstituten. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten. Das Management erwartet keine Ausfälle aufgrund von Nichterfüllung durch diese Geschäftspartner. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in der Tabelle ab Seite 150 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten Der Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen. Nominalvolumen und Marktwert bei den derivativen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR Nominalvolumen Marktwert 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 Positiv Negativ Positiv Negativ Zinsswaps davon im Hedge-Accounting 64.571 27.214 0 -1.354 0 -336 davon nicht im Hedge-Accounting 67.350 102.150 0 -3.822 0 -3.092 Devisentermingeschäfte davon im Hedge-Accounting 119.546 144.156 988 -7.640 2.643 -1.633 davon nicht im Hedge-Accounting 145.022 70.848 426 -5.286 809 -1.742 Cross Currency Swaps davon im Hedge-Accounting 1.419 0 69 0 0 0 davon nicht im Hedge-Accounting 2.578 1.841 60 0 108 0 Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39: scroll in Tausend EUR 31.12.2014 31.12.2015 Loans and receivables 982 -9.986 Financial Liabilities Measured at Amortised Cost -39.075 -35.618 Available for Sale Financial Assets -705 -162 Held for Trading -7.875 -8.984 Gesamt -46.673 -54.750 Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ergebnisse aus Bankgebühren, Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen sowie Zinserträge. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available for Sale Financial Assets enthält die Abschreibungen auf Finanzanlagen. Eigenkapitalanteile an Gesellschaften werden at Cost bewertet und fließen nicht ein. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Für Wertpapiere (AfS) liegen der BAUER Gruppe Notierungen eines aktiven Marktes vor. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionsmodelle ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt: ― Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ― Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen ― Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert. Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften Im Geschäftsjahr 2015 wurden Eigenkapitaländerungen aus Cash Flow Hedges in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: 1.174) vor Steuern und in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr 1.120) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfasst. Aus der erfolgsneutral eingestellten Sicherungsrücklage im Eigenkapital wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 834 (Vorjahr: -6.497) ertragswirksam erfasst. Aus den zum 31. Dezember 2015 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten wurden Änderungen des Fair Value im Eigenkapital (eigenkapitalerhöhend) in Höhe von TEUR 1.024 (Vorjahr: -5.313) erfasst. Darüber hinaus wurden die Veränderungen der latenten Steuern eigenkapitalmindernd in Höhe von TEUR -53 (Vorjahr: 54) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Von den durch Sicherungsgeschäfte abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Fremdwährung und den abgesicherten Marktzinsänderungen wird eine Realisierung bis spätestens 2020 erwartet. Gewinne und Verluste zukünftiger Verträge in Fremdwährung und Zinsen zum 31. Dezember 2015, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte, geplante Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt und die retrospektive Effektivität nach der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode berechnet. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten a) Finanzielle Vermögenswerte Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. scroll in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanz- instrumente Erhaltene Barsicher- heiten Nettobetrag Stand: 31. Dezember 2014 Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.543 0 1.543 -1.484 - 59 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 41.835 0 41.835 -4.402 - 37.433 Gesamt 43.378 0 43.378 -5.886 - 37.492 Stand: 31. Dezember 2015 Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.560 0 3.560 -1.662 - 1.898 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47.406 0 47.406 -4.000 - 43.406 Gesamt 50.966 0 50.966 -5.662 - 45.304 b) Finanzielle Verbindlichkeiten Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. scroll in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanzinstrumente Geleistete Barsicherheiten Nettobetrag Stand: 31. Dezember 2014 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 18.102 0 18.102 -1.484 - 16.618 Kontokorrentkredite 188.709 0 188.709 -4.402 - 184.307 Gesamt 206.811 0 206.811 -5.886 - 200.925 Stand: 31. Dezember 2015 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 6.803 0 6.803 -1.662 - 5.141 Kontokorrentkredite 216.891 0 216.891 -4.000 - 212.891 Gesamt 223.694 0 223.694 -5.662 218.032 In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen. Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifizert. Für kurzfristige Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29 keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte: scroll in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Bewertungsmaßstab Buchwert Loans and receivables/ other financial liabilities Available for Sale 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen at Cost 3.613 3.613 0 0 3.613 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 28.420 15.355 at Fair Value 1.402 707 0 0 0 at amortised Cost 22.671 11.408 22.671 11.408 0 at Cost 4.347 3.240 0 0 4.347 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Forderungen aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 132.159 129.478 132.159 129.478 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 311.417 343.933 311.417 343.933 0 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 67 3.272 67 3.272 0 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 20.100 28.901 at Fair Value 141 2.853 0 0 0 at amortised Cost 19.959 26.048 19.959 26.048 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at amortised Cost 41.835 47.406 41.835 47.406 0 Summe finanzielle Vermögenswerte 537.611 571.958 528.108 561.545 7.960 scroll in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting Wertansatz Bilanz nach IAS 17 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen 3.613 0 0 0 0 0 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 349 108 1.053 599 0 0 0 0 0 0 0 3.240 0 0 0 0 0 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 0 0 0 0 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0 0 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0 0 0 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 0 136 809 5 2.044 0 0 0 0 0 0 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0 0 0 Summe finanzielle Vermögenswerte 6.853 485 917 1.058 2.643 0 scroll in Tausend EUR Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen 0 n/a n/a n/a Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 1.402 707 2 0 22.224 9.960 2 0 n/a n/a n/a KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 n/a n/a n/a Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 310.972 343.404 2 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 n/a n/a n/a Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 0 141 2.853 2 0 n/a n/a n/a Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 n/a n/a n/a Summe finanzielle Vermögenswerte 0 334.739 356.924 scroll in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Bewertungsmaßstab Buchwert Loans and receivables/ other financial liabilities Available for Sale 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 364.771 376.628 364.771 376.628 0 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 13.032 12.652 0 0 0 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 10.013 4.414 at Fair Value 4.371 3.925 0 0 0 at amortised Cost 5.642 489 5.642 489 0 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 266.533 297.677 266.533 297.677 0 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 7.453 8.945 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 48.471 49.882 48.471 49.882 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 168.974 184.991 168.974 184.991 0 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 205 1.017 205 1.017 0 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 25.712 12.078 at Fair Value 13.731 2.878 0 0 0 at amortised Cost 11.981 9.200 11.981 9.200 0 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 905.164 948.284 866.577 919.884 0 scroll in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting Wertansatz Bilanz nach IAS 17 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 0 0 0 0 0 13.032 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 3.648 2.470 723 1.455 0 0 0 0 0 0 0 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 0 0 0 0 0 7.453 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 0 0 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0 0 0 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 5.460 2.364 8.271 514 0 0 0 0 0 0 0 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 0 9.108 4.834 8.994 1.969 20.485 scroll in Tausend EUR Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 378.016 384.999 2 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 12.652 13.032 12.652 n/a Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 4.371 3.925 2 0 5.533 484 2 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 n/a n/a n/a Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 8.945 7.453 8.945 n/a Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 0 n/a n/a n/a Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 n/a n/a n/a Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 n/a n/a n/a Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 13.731 2.878 2 0 n/a n/a n/a Summe finanzielle Verbindlichkeiten 21.597 422.136 413.883 37. ORGANE DER GESELLSCHAFT Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an: Vorsitzender ― Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg Stellvertretender Vorsitzender ― Robert Feiger, Neusäß Vorsitzender des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VVaG, Wiesbaden, Vorsitzender (bis 30.06.2015) Arbeitgebervertreter ― Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen ― Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising Bauingenieur im Ruhestand ― Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen 1. Vorsitzende des Vorstands des Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen e.V, Neuburg ― Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande, Vorsitzender (bis 01.09.2015) Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender ― Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc, München Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied Arbeitnehmervertreter ― Regina Andel, Ellrich Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen ― Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel Vorstandsmitglied Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden ― Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen ― Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen Personalleiter der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender ― Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen Vorstand ― Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Planung, Werbung, Controlling Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER EGYPT S.A.E., Kairo, Vorsitzender ― Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen, Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Investor Relations, Facility Management Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender ― Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Schrobenhausen, Ressorts: Beteiligungen, Informationstechnologie, Personal, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Sicherheit und Umwelt Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.274 (Vorjahr: 1.150). Davon sind TEUR 1.124 (Vorjahr: 1.090) erfolgsunabhängige und TEUR 150 (Vorjahr: 60) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: 159) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 5.537 (Vorjahr: 5.531). Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens erhielten für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen Gesamtbezüge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0). Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2015 betrug TEUR 254 (Vorjahr: 254) und setzte sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Vorsitzender Dr. Klaus Reinhardt 38 38 stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 27 27 Arbeitgebervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20 Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18 Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18 Gerardus N. G. Wirken 20 20 Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20 Arbeitnehmervertreter Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20 Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 18 18 Regina Andel 18 18 Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 20 Reinhard Irrenhauser 18 18 Gesamt 254 254 * gerundet 38. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird. Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Aufsichtsratsmitglieder erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 483 (Vorjahr: 468). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 1.032 (Vorjahr: 879) geleistet wurden. Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55) gezahlt wurden. Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG. Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Nicht konsolidierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen 2014 2015 2014 2015 2014 2015 Erträge 1.990 7.325 14.651 20.620 11.812 10.834 Bezogene Leistungen 172 1.389 2.875 2.558 0 0 Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) 0 794 18.863 12.490 24.738 35.751 Verbindlichkeiten (31.12.) 125 701 2.538 3.859 0 1.102 Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 891 1.927 16.790 22.887 Aufwand für uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 0 328 0 1.088 34 6.314 Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen. 39. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt: Geschäftsjahr 2014: scroll Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote Bangaroo Project Spezialtiefbau Sydney, Australien 60 % Sebuku Island Spezialtiefbau South Kalimantan, Indonesien 35 % Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 44 % Geschäftsjahr 2015: scroll Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote Bangaroo Project Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 % Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 44 % 40. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: PricewaterhouseCoopers AG: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Honorare für Abschlussprüfungsleistungen 668 723 Honorare für andere Bestätigungsleistungen 5 14 Honorare für Steuerberatungsleistungen 21 75 Honorare für sonstige Leistungen 45 79 Gesamt 739 891 Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig. Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt: scroll in Tausend EUR 2014 2015 Honorare für Abschlussprüfungen 37 39 Honorare für andere Bestätigungsleistungen 0 2 Honorare für Steuerberatungsleistungen 7 7 Honorare für sonstige Leistungen 0 0 Gesamt 44 48 41. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 8. Dezember 2015 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. 42. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER scroll 2014 2015 Angestellte 3.948 4.050 Inland 1.984 2.001 Ausland 1.964 2.049 Gewerbliche Arbeitnehmer 6.209 6.443 Inland 1.926 1.920 Ausland 4.283 4.523 Auszubildende 248 245 Mitarbeiter gesamt 10.405 10.738 43. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 13. April 2016 statt) freigegeben. 44. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn der BAUER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 5.615.809,55 EUR an die Aktionäre eine Dividende von 0,15 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie bei 17.131.000 dividendenberechtigten Stückaktien somit in Höhe von 2.569.650 EUR auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 3.046.159,55 EUR als Gewinn vorzutragen. Ein gegebenenfalls auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallender Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen. Schrobenhausen, den 31. März 2016 Der Vorstand Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker Wesentliche Beteiligungen der BAUER Gruppe zum 31. Dezember 2015 scroll NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT Währung Anteil am Kapital in % 1. Vollkonsolidierte Unternehmen BAUER Aktiengesellschaft EUR A. Deutschland BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00 SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 99,00 SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00 BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00 BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00 WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland EUR 90,00 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland EUR 75,00 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Deutschland EUR 100,00 BAUER Water GmbH, Dunningen, Deutschland EUR 100,00 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 hydesco24 GmbH, Hamburg, Deutschland EUR 60,00 B. Übrige EU GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 100,00 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 100,00 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich EUR 100,00 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00 BAUER RENEWABLES LIMITED, Beverley, Großbritannien GBP 100,00 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 100,00 BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 100,00 Fortsetzung: B. Übrige EU BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 100,00 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 100,00 BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande EUR 100,00 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland EUR 100,00 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 100,00 TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 100,00 BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien EUR 100,00 FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden SEK 100,00 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen PLN 100,00 BAUER RESOURCES SPAIN S.A., Leganes, Spanien EUR 100,00 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 100,00 C. Übriges Europa BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 100,00 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 100,00 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 65,00 OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation RUB 100,00 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 55,00 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00 BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia GEL 100,00 D. Nahost & Zentralasien Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 100,00 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 100,00 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 49,00 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien USD 100,00 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 83,33 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina USD 100,00 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 100,00 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 60,00 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 100,00 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00 BAUER Equipment India Private Limited, Delhi, Indien INR 100,00 E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia MYR 100,00 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 100,00 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 100,00 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 100,00 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 99,88 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 100,00 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 100,00 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100,00 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan JPY 100,00 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 49,00* Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 73,99 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 100,00 F. Amerika BAUER FUNDACIONES PANAMA S.A., Panama City, Panama USD 100,00 BAUER MEXICO, S.A. DE C.V, Mexiko City, Mexiko MXP 100,00 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 100,00 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 100,00 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile CLP 100,00 GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 60,00 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 G. Afrika BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 55,75 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Kapstadt, Südafrika ZAR 100,00 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia NAD 100,00 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika ZAR 100,00 BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana GHS 100,00 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 100,00 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana BWP 51,00 BAUER Resources Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 100,00 2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen A. Inland Wöhr + Bauer GmbH - (Teilkonzernabschluss), München, Deutschland EUR 33,33 Wöhr + Bauer Angerhof GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00 Wöhr + Bauer Angerhof Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 WÖHR + BAUER PARKING GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 Wöhr + Bauer H2O Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 Wöhr + Bauer H2O GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00 Wöhr + Bauer Projekt HTW Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 Wöhr + Bauer Projekt HTW GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00 WÖHR + BAUER Tower Riem Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 WÖHR + BAUER Tower Riem GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00 Riem Vermietungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 WÖHR + BAUER Projekt A Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00 WÖHR + BAUER Projekt A GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00 NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode, Deutschland EUR 25,00 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 30,00 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 40,00 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 51,00 B. Ausland TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien EUR 30,00 NuBa Equipment Ltd., Edmonton, Kanada CAD 50,00 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich EUR 50,00 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 49,00 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 51,00 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 50,00 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht A. Inland TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland EUR 33,33 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen GmbH & Co. KG, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland EUR 4,11 B. Ausland OAO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 15,00 * Wirtschaftliches Eigentum ist 100 % Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Schrobenhausen, den 31. März 2016 Der Vorstand Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands Dipl. -Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers "Wir haben den von der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Stuttgart, den 31. März 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BAUER Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2014 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen: 1. Abweichend von Ziffer 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen. 2. Abweichend von Ziff. 4.1.5 ist bei der Besetzung von Führungsfunktionenkeine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen. 3. Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde. 4. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen. 5. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 100 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet. Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Schrobenhausen, den 08. Dezember 2015 Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender