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Bauer AG — Management Reports 2026
Mar 17, 2026
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Management Reports
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Publication

BAUER Aktiengesellschaft
Schrobenhausen
Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024
Zusammengefasster Lagebericht
I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
KONZERNSTRUKTUR
Die BAUER Gruppe sieht sich als einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern verfügt über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente aufgeteilt: Spezialtiefbau, Maschinen und Resources.
Das Segment Spezialtiefbau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland und aus regionalen Zentren heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und Standards für die Tochterfirmen des eigenen Segments gesetzt.
Im Segment Maschinen ist Bauer Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Italien, in der Türkei und in den USA.
Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister auf den Gebieten Brunnenbau, Umwelttechnik und Energie, Bergbau, Infrastruktur sowie Pflanzenkläranlagen.
Die BAUER Aktiengesellschaft (BAUER AG) ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und stellt im Wesentlichen das Segment Zentrale Dienste dar. Sie erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen und ist insbesondere in den Bereichen Personal, Rechnungswesen, Finanzierung, Group Communications & Marketing, Recht und Steuern, IT, Group Accounting and Controlling, Internal Audit and Risk Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.
LEISTUNGSINDIKATOREN
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als wesentliche und bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns werden die Gesamtkonzernleistung und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verwendet. Für die BAUER AG werden hierfür ausschließlich die Umsatzerlöse herangezogen.
Die Gesamtkonzernleistung ist der in der Baubranche übliche Leistungsindikator und stellt dabei die Leistungen aller im Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, dem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Umsatzerlöse werden hingegen nicht als Leistungsindikator herangezogen. Diese geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr im Konzern erbrachten Leistung wieder. Für eine Darstellung der Überleitung verweisen wir auf Abschnitt 7 im Konzernanhang, die Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt. Über die Berechnung und die Entwicklung des EBIT des Konzerns finden sich ebenfalls Angaben im Wirtschaftsbericht. Auf Segmentebene werden ebenfalls die Gesamtkonzernleistung und das EBIT als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln weder für die interne Steuerung noch darüber hinaus eine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.
Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2024 erneut einen wesentlichen Betrag zur Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen in den drei Segmenten sowie für Forschungszwecke auf. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert, wird aber segmentübergreifend koordiniert. Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie die passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kamen die Neuentwicklung sowie Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.
Im Jahr 2024 lag im Segment Maschinen der Hauptfokus der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten erneut in den Bereichen Nachhaltigkeit, Antriebstechnik und Digitalisierung. Neu- und Weiterentwicklungen, wie das BAUER BCS 185 power pack und die RTG RG 21 T hybrid, können lokale Emissionen reduzieren oder ganz vermeiden. Mit dem eCSM konnte erstmals die Funktionsfähigkeit eines rein elektrischen Bodenmischverfahrens demonstriert werden, welches deutliche Vorteile bei Effizienz und Leistung zeigt. Zusätzlich zur Entwicklung von batterieelektrischen Geräten wurde in einem Forschungsvorhaben auch die Erprobung von Drehbohrgeräten mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb vorangetrieben. Im Bereich Maritime Technologien wurde das Dive-Drill-Verfahren, das die sichere und nachhaltige Realisierung von Offshore-Windparks ermöglicht, als Finalist für den Bauma-Innovationspreis 2025 in der Kategorie Bauen gekürt. Im Bereich Digitalisierung und Automatisierung wurde eine smartes Tracking System entwickelt, das die Basis für intelligente Bohrwerkzeuge liefert und für den VDBUM Förderpreis 2024 nominiert wurde. Diese intelligenten Werkzeuge ermöglichen eine vorrausschauende Wartung und die automatische Zuordnung von Werkzeugen und Geräten.
Der Fokus der Entwicklungsarbeit im Segment Spezialtiefbau lag im Jahr 2024 auf der Weiterentwicklung unserer Verfahrenstechniken und des Produktportfolios. Bei den Verfahrenstechniken wurde gezielt untersucht, wie der Materialeinsatz sowohl beim Bodenmischen mit dem Mixed-in-Place-Verfahren als auch bei den Ausgangsstoffen für die Herstellung von LWS-Injektionen optimiert werden kann. Im Bereich des MIP-Verfahrens wurde dabei gezielt die Mischungszusammensetzung der eingemischten Suspension optimiert, sodass bei geeigneten Bodenbeschaffenheiten durch gezielte Auswahl von Komponenten eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch günstigere Baustoffzusammensetzung verwendet werden kann. In Bezug auf die LWS-Injektionen wurde gezielt das Verhalten der Injektionsmittel auf Kieselsolbasis in Abhängigkeit der bodenphysikalischen und -chemischen Eigenschaften untersucht, um hier zukünftig die Zusammensetzung des Injektionsmittel entsprechend zu optimieren. Außerdem wurde eine neue Ausrüstung für die eigenen Bohrgeräte zur Herstellung von Schottersäulen in erschütterungsempfindlichen Böden entwickelt. Der im Anschluss hergestellte Prototyp der Vorrichtung konnte auf einem Einsatz in Skandinavien erfolgreich getestet werden.
Im Segment Resources lag der Entwicklungsschwerpunkt auf Lösungen für den Umweltbereich, der Altlastensanierung sowie der Entsorgung. Seit längerem bildet hierbei die Aufbereitung von mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS) belasteten Wässern einen Schwerpunkt. PFAS stellen heute ein großes Umweltproblem dar. Im Jahr 2024 wurden Versuche mit einer mobilen Bodenwaschanlage weitergeführt, um ihre Eignung für die Reinigung von PFAS-belastetem Wasser zu bewerten. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Optimierung von Behandlungsstrategien ein. Neu gestartet wurde außerdem die Entwicklung eines voll vernetzen Drucksensors für die Verbesserung der Qualitätssicherung in der Geothermie. Die Sensorik soll über ein Messnetz auf der Baustelle eine Onlineüberwachung der Qualität der Druckleitungen sicherstellen und frühzeitig Beschädigungen erkennbar machen. Das Projekt soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird intensiv an Produkten und Techniken zur Reduzierung der CO2 -Bilanz gearbeitet. So wurden weitere Tests mit einer Pilotanlage der EcoVert-Technologie - einem rein biologischen Verfahren zur Grundwasserreinigung, bei dem zwei Bio-Vertikalfilter das Herzstück bilden - durchgeführt. Ziel ist es, die Effizienz der Anlage weiter zu verbessern und deren Einsatzmöglichkeiten zu erweitern.
Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und eine hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.
Die aufwandswirksamen verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten der BAUER Gruppe betrugen 2024 40,1 Mio. EUR (Vorjahr: 30,9 Mio. EUR). Diese Aufwendungen haben in der Vergangenheit vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how-Basis der Segmente geführt.
II. WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Bedingungen haben sich 2024 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die unvermindert anhaltenden Krisenherde der Welt mit ihren Kriegen und Konflikten bleiben eine große Herausforderung für die Weltwirtschaft. Verstärkt werden diese Herausforderungen durch den anhaltenden Klimawandel und weiter zunehmende extreme Umweltereignisse wie Stürme, Fluten und Brände. Lediglich die Zinsentwicklung kehrte sich im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 um. Insbesondere auch die Inflation pendelte sich wieder auf ein normales Maß ein. In diesem Gesamtrahmen zeigte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2024 in Summe weiter sehr robust und stabil.
In Europa profitierte die Wirtschaft von der Stabilisierung des Zinsumfeldes und der wieder geringeren Inflation. Der anhaltende Krieg in der Ukraine ist in den Märkten eingepreist und wirkte sich im laufenden Jahr nicht mehr zusätzlich negativ aus. Ausgenommen hiervon ist die Wirtschaft in Deutschland, die unter einem sehr niedrigen Wachstum leidet. Dies ist im Wesentlichen der Entwicklung in der Automobilindustrie, dem Hochbau und anderer produzierender Sektoren geschuldet. Verstärkt wurde dieser Effekt durch Uneinigkeit in der Regierung, mit der Folge, dass Entscheidungen aufgeschoben wurden und damit das Investitionsumfeld weiter von Unsicherheit geprägt war. Nordamerika setzte dagegen seine positive und stabile Marktentwicklung fort. Auch das Wahljahr hat sich hier nicht merklich negativ ausgewirkt. Die Märkte profitieren weiter von massiven staatlichen Subventionen. Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA im November 2024 gab der Wirtschaft weiter Auftrieb. China litt 2024 weiter unter einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, was sich unter anderem negativ auf Investitionen in Infrastruktur und Hochbau auswirkte. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen konnten diese Entwicklung nicht wesentlich positiv beeinflussen. Indien konnte seine positive Entwicklung dagegen fortsetzen und ist wiederholt die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in Asien mit der Folge, dass viele internationale Investitionen in Indien getätigt werden.
Dem Nahen Osten gelingt es, ungeachtet der anhaltenden Krisen den Boom in der Region fortzusetzen. Angeführt von Saudi-Arabien und gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten entwickelten sich auch andere Länder der Region positiv.
Wir müssen davon ausgehen, dass wir auch über die nächsten Jahre mit größeren Verwerfungen sowohl im geopolitischen Umfeld, durch Umwelteinflüsse und den Klimawandel sowie technische Entwicklungen rechnen müssen. Diese werden die Welt und deren Wirtschaft in kürzeren Zyklen und mit größeren Auswirkungen treffen, als noch vor einigen Jahren. Sich auf diese zukünftigen Herausforderungen einzustellen und an diese anzupassen, gelingt der Weltwirtschaft weiterhin überraschend gut und führt somit zu einer anhaltend robusten Entwicklung. Dies zeigt sich insbesondere an den weltweiten Börsen, wo die Indizes weiter steigen.
UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK
Die Einschätzung der Marktentwicklungen sowie der allgemeinen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Konzern und für die Geschäftssegmente in diesem Lagebericht basiert auf den Informationen aus den einzelnen Tochtergesellschaften, den Einschätzungen der Regionalleiter sowie der obersten Führungsebene.
Die beschriebene gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkte sich erwartungsgemäß auf die einzelnen Märkte unterschiedlich aus. Nordamerika konnte seine positive Entwicklung fortsetzen, von der auch die Bauwirtschaft und somit auch der Bereich der Baumaschinen profitiert. Die europäischen Märkte entwickelten sich - mit Ausnahme von Deutschland - im Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich positiv, wovon auch die Bauwirtschaft und damit auch der Bereich der Baumaschinen profitierte. China blieb in seiner wirtschaftlichen Entwicklung weiter hinter den Erwartungen zurück und konnte sich nicht wie erhofft erholen. Dies wirkte sich auch nachhaltig auf die Bauwirtschaft und den Baumaschinenbereich aus. Die anderen asiatischen Länder entwickelten sich in Summe stabil. Die anhaltend positive Entwicklung im Nahen Osten lässt die lokalen Baumärkte weiter boomen - mit den entsprechend positiven Auswirkungen auf die Bauwirtschaft und den Baumaschinenmarkt. Geprägt von den anhaltenden Krisen auf dem Kontinent, entwickelten sich die Länder Afrikas weiter auf niedrigem Niveau.
Der generelle Bedarf an Infrastruktur ist sowohl in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen als auch in den etablierten Industrieländern nach wie vor vorhanden. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur förderten die Baumärkte weltweit.
Neben dem Bau- und dem Maschinenbaumarkt als für uns wichtigste Märkte sehen wir auch in den Bereichen Umwelttechnik, Wasser, Bergbau und erneuerbare Energien eine positive Entwicklung, die durch die wachsende Bedeutung dieser Themen vorangetrieben wird.
Deutschland
Das verhaltene Wirtschaftswachstum, die politischen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen von Inflation und Zinsentwicklung der Vorjahre wirkte sich weiterhin spürbar auf die Bauindustrie aus. Im Wohnungs- und Hochbau blieben die Bauaktivitäten auf niedrigem Niveau und das Marktumfeld für Projektentwickler zeigte sich unverändert schwierig. Auch im Industriebau war aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen die Investitionszurückhaltung spürbar. Der öffentliche Bau profitierte weiterhin von einem erheblichen Defizit im Bereich Infrastruktur, für den im Staatshaushalt ungeachtet der angespannten Haushaltslage finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Durch den notwendigen Ausbau der Energieinfrastruktur sowie den Umbau der Versorgung mit erneuerbaren Energien konnte die Bauwirtschaft zusätzlich profitieren. Der Preisdruck und die Wettbewerbssituation am Markt verstärkten sich im Laufe des Jahres weiter.
Die Nachfrage nach Baumaschinen lag im Jahr 2024 in etwa auf dem gleichen hohen Niveau wie im Vorjahr.
Europa
Die Bauwirtschaft in Europa entwickelte sich in den meisten Ländern im Vergleich zum Vorjahr positiv. Die Märkte für Baumaschinen zeigten sich dementsprechend positiv. Diese Entwicklung galt insbesondere für die südlichen Länder Europas wie Italien.
Nahost
Die anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen, aber auch die Transformation der Länder des Nahen Ostens hin zu einer Zeit nach den Bodenschätzen sorgte für eine gute wirtschaftliche Entwicklung und Wachstum. Insbesondere galt und gilt dies für Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Von dieser Entwicklung profitierten auch die Baumaschinenmärkte.
Asien-Pazifik
Chinas Wirtschaft blieb aufgrund der anhaltenden Herausforderungen im Land hinter den Erwartungen zurück. Auch staatliche Maßnahmen konnten keine Trendwende erzeugen. Die Bau- sowie die Baumaschinenmärkte lagen auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies hatte insbesondere Auswirkungen auf den Export von Baumaschinen aus China in die asiatischen Märkte, der deutlich zunahm und europäische Hersteller weiter unter Druck setzt.
Die anderen Länder der Region verzeichneten eine stabile Entwicklung. Indien als wachstumsstärkstes Land der Region dagegen hatte einen deutlichen Anstieg der Bauwirtschaft, was insbesondere durch Infrastruktur-, Energie- und Industrieprojekte vorangetrieben wurde. Hiervon konnte auch der Baumaschinenmarkt profitieren, der jedoch sehr stark von chinesischen Herstellern dominiert wird. Australien verzeichnete eine positive wirtschaftliche Entwicklung, die sich auch auf die Bauaktivitäten auswirkte. Dies galt insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Hochbau. Dieses Umfeld beeinflusste den Baumaschinenmarkt entsprechend positiv.
Amerika
Der Nachholbedarf in vielen Infrastrukturbereichen der USA ist unverändert groß. Die US-amerikanische Wirtschaft konnte sich insgesamt sehr gut behaupten. Die aufgelegten Infrastrukturprogramme, insbesondere der Infrastructure Investment and Job Act, wirkten sich weiter positiv aus. Auch beim Verkauf von Baumaschinen zeigte sich ein gutes Umfeld. Aufgrund des Wahljahres in den USA konnte man aber erkennen, dass Investitionen in Baumaschinen zum Jahresende 2024 tendenziell verschoben wurden. In Kanada waren der Bau- und der Baumaschinenmarkt positiv, in den Ländern Mittel- und Südamerikas dagegen weiter verhalten.
Afrika
In Afrika ist das wirtschaftliche Niveau vieler Länder weiter sehr niedrig, so dass die Bau- und Baumaschinennachfrage auch im Jahr 2024 schwach war. Nur Ägypten verzeichnete eine stabile Baukonjunktur. Diese ist vor allem auf staatliche Infrastrukturprojekte zurückzuführen. Wichtige Zukunftsthemen für den Kontinent, wie Wasser, Umwelt, Energie oder Bodenschätze, nehmen an Bedeutung zu und werden durch Fördermaßnahmen unterstützt. Dennoch sind die Entwicklungen auch in diesen Bereichen sehr verhalten.
Gesamtaussage Märkte
Die anhaltende Volatilität der Weltmärkte, die Krisenherde und geopolitischen Entwicklungen sowie der Klimawandel und seine Auswirkungen zählten weiter zu den größten Herausforderungen. Immer wieder ändern sich kurzfristig politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, auf die wir uns dann schnell und flexibel einstellen müssen. Die Chancen und Risiken aus dem Klimawandel, aber auch die Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz müssen mit ausreichender Weitsicht professional gemanagt werden, um langfristig in den Märkten zu bestehen.
In Summe war die weltweite Nachfrage in den Bau- und Baumaschinenmärkten auch im Jahr 2024 positiv. Negative Einflussfaktoren, wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine und politische Spannungen, wirkten sich negativ auf einzelne Märkte aus. Dennoch zeigte sich die Weltwirtschaft 2024 weiter robust. Insgesamt ist zu erwarten, dass sich die Märkte weiter auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen. Ungeachtet dessen bietet die anhaltende Dynamik einzelner Märkte immer wieder neues Potenzial für kurzfristige Marktchancen. Die Herausforderungen für deutsche und europäische Hersteller von Baumaschinen werden in den nächsten Jahren weiter wachsen. Die Nachteile der Überbürokratisierung, hoher Energie- und Rohstoffkosten sowie hoher Lohn- und Gehaltskosten erschweren es, in asiatischen Märkten gegen Wettbewerber, die im Wesentlichen aus China kommen, zu bestehen. Es ist absehbar, dass sich dieses Thema auch auf westliche Regionen wie Europa und Amerika ausdehnen wird.
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung
in Mio. EUR
Gesamt 2.183

GESCHÄFTSVERLAUF
Die Vorjahreszahlen wurden im Vergleich zu den im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 berichteten Werten aufgrund von Fehlerkorrekturen nach IAS 8 angepasst. In diesem Zuge wurden die Vorräte um 6,1 Mio. EUR sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,1 Mio. EUR abgewertet. Hieraus ergibt sich vor Steuern eine Ergebnisreduktion für die Vergleichsperiode 2023 von -6,2 Mio. EUR auf 26,6 Mio. EUR, die aus einer Anpassung des Materialaufwands (6,1 Mio. EUR) und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (0,1 Mio. EUR) resultiert. Nach der zugehörigen Anpassung der latenten Steuern (EUR 1,6 Mio.) verbleibt ein Ergebniseffekt von 4,6 Mio. EUR (angepasstes Ergebnis 2,8 Mio. EUR), der vollständig auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfällt. Bei den Vergleichswerten für 2023 in der Bilanz ergibt sich aufgrund der genannten Fehlerkorrekturen (einschließlich der Korrektur der Eröffnungsbilanzwerte) eine Reduktion des Vorratsvermögens um 15,7 Mio. EUR auf 510,4 Mio. EUR, eine Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,1 Mio. EUR auf 286,5 Mio. EUR (Summe aus kurz- und langfristig) sowie eine Erhöhung der aktiven latenten Steuern um 3,5 Mio. EUR auf 54,1 Mio. EUR. Für Details wird auf die Erläuterungen auf S. 48 im Konzernanhang verwiesen. Die nachstehenden Analysen des Geschäftsverlaufs und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basieren auf den angepassten Werten.
Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtkonzernleistung von 2.183,4 Mio. EUR, die um 19,2 % über dem Vorjahreswert von 1.831,1 Mio. EUR lag. Das EBIT lag mit 89,1 Mio. EUR auf Höhe des Vorjahres von 89,0 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern war mit 9,7 Mio. EUR deutlich höher als im Vorjahr mit 2,8 Mio. EUR.
Die Gesamtkonzernleistung ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen, was insbesondere auf das Segment Spezialtiefbau zurückzuführen war. Die Abwicklung eines Großprojekts in Ungarn lieferte hier einen Beitrag zur Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 318 Mio. EUR. Im Segment Maschinen stieg die Gesamtkonzernleistung ebenfalls deutlich an, wogegen im Segment Resources ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr spiegelte das EBIT der BAUER Gruppe das insgesamt positive operative Geschäft wider. Im Segment Maschinen konnte das EBIT deutlich gesteigert werden und auch das Segment Resources lieferte erneut einen guten Ergebnisbeitrag. Im Segment Spezialtiefbau ist das EBIT zurückgegangen. Der erfolgreichen operativen Entwicklung des Geschäfts standen notwendige Rückstellungen gegenüber, die den Rückgang verursachten.
In den Vorjahreszahlen ist zu berücksichtigen, dass Ende Oktober 2023 die IT-Infrastruktur der BAUER Gruppe Ziel eines Angriffs wurde, sodass verschiedene Systeme des Unternehmens vorsorglich heruntergefahren bzw. abgeschaltet wurden. Infolge des Angriffs waren vor allem die Bereiche der Materialwirtschaft und der Maschinenproduktion längere Zeit nicht bzw. nur eingeschränkt arbeitsfähig. Dies führte im Segment Maschinen im vierten Quartal des Jahres 2023 zu erheblichen Umsatzausfällen, bspw. dadurch, dass bestellte Maschinen nicht ausgeliefert werden konnten. Dies beeinflusste sowohl das Ergebnis des Segments als auch der BAUER Gruppe insgesamt. Zusätzlich sind weitere finanzielle Aufwendungen durch den Cyberangriff im Vorjahr entstanden, die in geringerem Umfang auch noch in 2024 nachwirkten.
Auf das Ergebnis nach Steuern des Konzerns hatten dagegen Zinssicherungsgeschäfte aufgrund des Zinsniveaus und der entsprechenden Bewertung in der Bilanz einen geringeren negativen Einfluss in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: negativer Einfluss in Höhe von 10,4 Mio. EUR).
Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2023 hatte der Konzern am 26. Juli 2024 eine Prognose für das Geschäftsjahr 2024 abgegeben, mit der eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung und beim EBIT erwartet wurde. Die Gesamtkonzernleistung ist 2024 insbesondere durch das Segment Spezialtiefbau deutlich angestiegen, wogegen das EBIT zum Jahresende 2024 auf Höhe des durch die Fehlerkorrekturen reduzierten Vorjahreswertes lag.
Der Auftragsbestand des Konzerns lag zum Jahresende 2024 mit 1.218,7 Mio. EUR um 21,6 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 1.553,6 Mio. EUR. Im Segment Spezialtiefbau ist der Auftragsbestand deutlich zurückgegangen, was an der Abarbeitung des umfangreichen Großprojekts in Ungarn lag. Im Segment Maschinen ist der Auftragsbestand ebenfalls gesunken, während im Segment Resources ein Anstieg zu verzeichnen ist. Der Auftragseingang lag mit 1.848,4 Mio. EUR um 4,7 % unter dem Vorjahreswert von 1.940,3 Mio. EUR.
Gesamtaussage Geschäftsverlauf
Das Jahr 2024 war für den Konzern eine positive Weiterentwicklung nach der Trendwende im Vorjahr. Im Segment Spezialtiefbau konnten in vielen Ländern und bei Großprojekten sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Die Optimierung der internationalen Aufstellung und die Schließung einiger Tochterfirmen trugen ebenso zum besseren Ergebnis bei. Das Segment Maschinen hatte mit Ausnahme Chinas insgesamt eine besser als erwartete Leistungsentwicklung. Die Ergebnisentwicklung war dabei noch nicht zufriedenstellend. Das Segment Resources konnte in fast allen Bereichen erneut eine gute operative Entwicklung verzeichnen und setzt damit das positive Vorjahr nahtlos fort. Insgesamt werden weiterhin konsequente Maßnahmen umgesetzt, um den Konzern stark für die Zukunft zu machen.
SEGMENT SPEZIALTIEFBAU
| in Tausend EUR | 2023* | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 903.936 | 1.191.376 | 31,8 % |
| Umsatzerlöse | 859.517 | 1.121.669 | 30,5 % |
| Auftragseingang | 1.034.412 | 849.452 | -17,9 % |
| Auftragsbestand | 983.042 | 641.118 | -34,8 % |
| EBIT | 49.440 | 37.320 | -24,5 % |
| Ergebnis nach Steuern | 6.533 | 5.075 | -22,3 % |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 7.466 | 6.886 | -7,8 % |
* Vorjahreszahlen angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 54 des Konzernanhangs
Allgemeine Rahmenbedingungen
Die allgemeinen Rahmenbedingungen für das Segment Spezialtiefbau wurden bereits in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Entwicklung" und "Unsere Märkte im Überblick" beschrieben.
Wesentliche Ereignisse
Das Segment Spezialtiefbau erzielte im Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtkonzernleistung von 1.191,4 Mio. EUR, die mit 31,8 % deutlich über dem Vorjahr von 903,9 Mio. EUR lag. Das EBIT lag mit 37,3 Mio. EUR deutlich unterhalb des Vorjahres von 49,4 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern ist mit 5,1 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2024 machten sich das insgesamt positive operative Geschäft mit einigen sehr erfolgreich ausgeführten Projekten sowie die zahlreichen Restrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre in den Kennzahlen deutlich bemerkbar. Einen wesentlichen Beitrag zur Leistung in Höhe von ca. 318 Mio. EUR lieferte die Abarbeitung eines Großprojekts in Ungarn. Aufgrund weiterer im Dezember 2024 in Kraft getretener Sanktionen gegenüber Russland haben sich die Rahmenbedingungen für das Großprojekt in Ungarn nachhaltig verschlechtert. Der weitere Verlauf des Projektes ist dadurch schwer einschätzbar. Im Abschluss 2024 wurden daher entsprechende Rückstellungen gebildet, die die Ergebniskennzahlen des Segments belastet haben und der insgesamt positiven operativen Entwicklung gegenüberstehen. Damit wurde die mit dem Geschäftsbericht 2023 gegebene Prognose für die Gesamtkonzernleistung (deutliche Steigerung) erreicht und die für das EBIT gegebene Prognose (leichter Anstieg) im Wesentlichen aufgrund der gebildeten Rückstellungen nicht erreicht.
Die einzelnen Baumärkte zeigten sich entsprechend der Rahmenbedingungen auch sehr unterschiedlich. In Deutschland war der Baumarkt generell schwächer, sodass hier Leistung und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. In Europa verlief das Geschäftsjahr 2024 in Summe gut. In Großbritannien konnten Leistung und Ergebnis aufgrund eines größeren Projekts deutlich gesteigert werden. In Ungarn war der Markt insgesamt gut, so dass im normalen Kerngeschäft Leistung und Ergebnis erheblich gesteigert werden konnten. Zudem prägte dort ein Großprojekt mit erheblichem Leistungsumfang das Geschäftsjahr, das auch wesentlich für die Steigerung der Leistung des Segments verantwortlich war. In den Niederlanden und in der Schweiz blieb die Leistung jeweils stabil. In Österreich wird der Standort zurückgefahren bzw. beendet.
Die Märkte im Nahen Osten entwickelten sich in Summe sehr gut. Durch die Abwicklung sehr großer Aufträge in Jordanien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien konnte in der Region erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Saudi-Arabien verzeichnete durch Megaprojekte insgesamt eine Sonderkonjunktur. Hier haben wir weitere Potentiale für Großaufträge. In Katar ist der Standort in Überprüfung. In Ägypten gingen Leistung und das in den Vorjahren erreichte hohe Ergebnisniveau in einem schwierigen Marktumfeld mit hoher Inflation und starken Währungsschwankungen zurück.
Die Länder in der Region Asien-Pazifik entwickelten sich weiterhin sehr unterschiedlich. Unsere Tochterfirmen in Indonesien und auf den Philippinen hatten eine bessere Auslastung als in den Vorjahren und auch positive Ergebnisse. In Malaysia und in Thailand haben wir unsere Niederlassungen zurückgefahren. In Indien konnten wir unsere Leistung gegenüber dem Vorjahr steigern und unsere Marktpräsenz erhöhen, wenn auch der leicht positive Ergebnisbeitrag noch nicht zufriedenstellend war. Australien zeigte sich als Projektmarkt sehr positiv mit Wachstumspotential.
Die Tochterfirma in den USA hatte insgesamt eine gute Auftragslage mit zunehmender Leistung, doch führten Verzögerungen bei großen Projekten noch nicht zum erwarteten Leistungs- und Ergebnisniveau. Maßnahmen zur Verbesserung der Situation sind bereits implementiert worden. Geprägt war das Geschäft weiterhin von großen Dammsanierungs- und Infrastrukturprojekten. In Kanada konnten Leistung und Ergebnis in einem guten Marktumfeld gesteigert werden. In beiden Ländern sind strategische Anpassungen für zukünftiges Wachstum etabliert worden. In Panama waren Leistung und Ergebnis leicht rückläufig. Hier prägten weiterhin verschiedene Projekte für die neue Metrolinie das Geschäftsjahr.
Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stand auch weiterhin die Etablierung einer schlanken und weltweit vernetzten Organisationsstruktur mit einer geringeren Anzahl an Einzelfirmen. Hier sind wir erneut gut vorangekommen und planen im Laufe des Jahres 2025 unsere Maßnahmen abzuschließen. Wir verfolgen unverändert das Ziel im Bereich der nachhaltigen Bauverfahren und Anwendungen eine führende Rolle im Spezialtiefbau einzunehmen.
Auftragslage
Der Auftragsbestand ist um 34,8 % von 983,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 641,1 Mio. EUR deutlich zurückgegangen, was im Wesentlichen an der Abarbeitung des beschriebenen Großprojekts in Ungarn lag. Insgesamt sehen wir weiterhin einen guten Auftragsbestand mit einem Schwerpunkt im Nahen Osten aufgrund von Großprojekten in dieser Region. Der Auftragseingang lag mit 849,5 Mio. EUR um 17,9 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 1.034,4 Mio. EUR.
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung
Segment Spezialtiefbau
in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)
Gesamt 1.194

Wir hatten auch im Geschäftsjahr 2024 sehr gute Auftragseingänge. Obwohl sich die Märkte weiter sehr volatil zeigten, ist es uns gelungen, einige große Aufträge zu gewinnen - insbesondere im Nahen Osten und Australien. Weiterhin sind Großprojekte in der Welt am Markt und in unserem Fokus. Wir sehen durch den vorhandenen Auftragsbestand und aufgrund weiterer Chancen in der Welt eine gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr. Insbesondere ergeben sich unverändert Chancen aus den globalen Herausforderungen Urbanisierung, Infrastruktur und Energieversorgung.
SEGMENT MASCHINEN
| in Tausend EUR | 2023* | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 721.483 | 789.372 | 9,4 % |
| Umsatzerlöse | 589.308 | 680.000 | 15,4 % |
| Auftragseingang | 707.530 | 751.069 | 6,2 % |
| Auftragsbestand | 208.108 | 169.805 | -18,4 % |
| EBIT | 28.336 | 48.785 | 72,2 % |
| Ergebnis nach Steuern | -3.003 | 11.313 | n/a |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 2.962 | 2.931 | -1,0 % |
* Vorjahreszahlen angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 54 des Konzernanhangs
Allgemeine Rahmenbedingungen
Die allgemeinen Rahmenbedingungen für das Segment Maschinen wurden bereits in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Entwicklung" und "Unsere Märkte im Überblick" beschrieben.
Wesentliche Ereignisse
Im Segment Maschinen lag die Gesamtkonzernleistung im vergangenen Geschäftsjahr mit 789,4 Mio. EUR um 9,4 % deutlich über dem Vorjahr von 721,5 Mio. EUR. Das EBIT stieg von 28,3 Mio. EUR auf 48,8 Mio. EUR deutlich an. Ebenso das Ergebnis nach Steuern, das von -3,0 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR deutlich zulegte.
Die Leistungs- und Ergebniskennzahlen im Segment Maschinen waren im Vorjahr 2023 durch die Entkonsolidierung der russischen Gesellschaften im Segment negativ beeinflusst. Zudem war das Segment am stärksten vom Cyberangriff betroffen, sodass gerade im vierten Quartal geplante Auslieferungen nicht mehr durchgeführt worden konnten. In der Folge fehlten hier entsprechende Umsatzerlöse und die zugehörigen Ergebnisbeiträge. Das Ergebnis nach Steuern war zudem deutlich vom negativen Effekt der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte im Finanzergebnis belastet. Insofern sind die Kennzahlen des Jahres 2024 nicht direkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Im Jahr 2024 wurden höhere Abschreibungen als im Vorjahr vorgenommen, insbesondere auf das Anlagevermögen. Dies belastete entsprechend die Ergebniskennzahlen. Damit wurde die mit dem Geschäftsbericht 2023 gegebene Prognose für die Gesamtkonzernleistung (auf Niveau des Vorjahres) aufgrund der besser als erwarteten Geschäftsentwicklung überschritten und die für das EBIT gegebene Prognose (deutlich über dem Vorjahr) erreicht.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 zeigten die Märkte in Europa und im Nahen Osten weiterhin Anstiege bei den Verkaufszahlen. In Deutschland war die Nachfrage weiterhin auf gutem Niveau. In den USA schwächte sich der Absatz ab, da sich insbesondere aufgrund der Präsidentschaftswahlen eine Investitionszurückhaltung zeigte. In der Region Asien-Pazifik zeigte sich ein gemischtes Bild. Während unter anderem in Australien, Indien und Japan gute Ergebnisse erzielt wurden, blieben andere asiatische Märkte unter den Erwartungen. China war als Verkaufsmarkt erneut unerfreulich, was am weiterhin schwachen wirtschaftlichen Umfeld des Baumarkts und somit intensivem lokalen Wettbewerb lag. Durch erhebliche Restrukturierungsmaßnahmen musste dort wie bereits im Vorjahr ein Verlustverzeichnet werden.
Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte in den USA hatte wie beschrieben ein schwieriges Marktumfeld und verzeichnete eine Leistungs- und Ergebnisrückgang. Die lokale Produktmarke für Brunnenbohrgeräte konnte erfolgreich restrukturiert werden, verzeichnete auch einen deutlichen Anstieg bei den Verkaufszahlen, konnte aber noch kein positives Ergebnis erreichen.
Bei den Tochterfirmen und den einzelnen Produktgruppen stellte sich das Geschäftsjahr wie folgt dar: Der Vertrieb von Klein- und Ankerbohrgeräten lief erneut sehr positiv und verzeichnete bereits zum Jahresende einen Auftragsbestand, der weit in
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung
Segment Maschinen
in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)
Gesamt 721

das laufende Jahr reicht. Bohrgeräte, Rammgeräte, Brunnenbohranlagen, Mischanlagen und Drehantriebe zeigten wieder einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit guten Ergebnissen. Bei Bohrrohren lagen die Ergebnisse unterhalb des Vorjahres. Das Geschäft mit Ersatzteilen, Bohrwerkzeugen und Service lieferte erneut einen guten Beitrag zum Gesamtergebnis. Ein gutes und stabiles Geschäftsjahr verzeichnete auch der An- und Verkauf von Gebrauchtmaschinen.
Auftragslage
Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr von 707,5 Mio. EUR um 6,2 % deutlich auf 751,1 Mio. EUR an. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2024 mit 169,8 Mio. EUR um 18,4 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 208,1 Mio. EUR.
Insgesamt war die Nachfrage nach Spezialtiefbaugeräten trotz der Abschwächung einzelner Baumärkte stabil. Die zahlreichen weiteren Unsicherheitsfaktoren für den Investitionsgütermarkt, wie die politischen Konflikte und Kriege haben die Nachfrage im vergangenen Jahr dabei nur bedingt beeinflusst. Insgesamt bleiben die Baumaschinenmärkte weltweit angespannt.
SEGMENT RESOURCES
| in Tausend EUR | 2023* | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 277.749 | 270.808 | -2,5 % |
| Umsatzerlöse | 248.377 | 233.382 | -6,0 % |
| Auftragseingang | 269.910 | 316.065 | 17,1 % |
| Auftragsbestand | 362.489 | 407.746 | 12,5 % |
| EBIT | 11.930 | 12.442 | 4,3 % |
| Ergebnis nach Steuern | 7.326 | 7.967 | 8,7 % |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 1.187 | 1.121 | -5,6 % |
* Vorjahreszahlen angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 54 des Konzernanhangs
Allgemeine Rahmenbedingungen
Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die Geschäftsfelder Brunnenbau, Umwelttechnik und Energie, Bergbau, Infrastruktur sowie Pflanzenkläranlagen. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für das Segment wurden bereits in den Kapiteln "Gesamtwirtschaftliche Entwicklung" und "Unsere Märkte im Überblick" beschrieben.
Wesentliche Ereignisse
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 270,8 Mio. EUR um 2,5 % leicht unter dem Vorjahreswert von 277,7 Mio. EUR. Das EBIT lag mit 12,4 Mio. EUR in etwa auf Höhe des Vorjahres von 11,9 Mio. EUR. Ebenso das Ergebnis nach Steuern, das nach 7,3 Mio. EUR im Vorjahr bei 8,0 Mio. EUR lag. Damit wurde die mit dem Geschäftsbericht 2023 gegebene Prognose für die Gesamtkonzernleistung (auf Niveau des Vorjahres) leicht unterschritten und die für das EBIT gegebene Prognose (auf Niveau des Vorjahres) leicht überschritten.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten die einzelnen Geschäftsbereiche sehr unterschiedliche Entwicklungen, wobei das Segment in Summe seinen positiven Trend fortsetzen konnte. Im Geschäftsbereich Brunnenbau hatte die GWE Gruppe, die Brunnenausbaumaterialien in Deutschland, Frankreich und Osteuropa sowie in Chile herstellt und vertreibt, in Summe ein
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung
Segment Resources
in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)
Gesamt 268

schwieriges Geschäftsjahr. In Deutschland und Europa hat sich die Marktlage erschwert und der Wettbewerbsdruck erhöht. Umsatz und Ergebnis gingen daher zurück. Die Tochterfirma in Chile verzeichnete dabei einen sehr guten Ergebnisbeitrag.
Das zunehmend schwierigere Marktumfeld im deutschen Baumarkt wirkte sich auch auf den Geschäftsbereich Umwelttechnik aus, der in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld einen Rückgang bei den Leistungs- und Ergebniskennzahlen verzeichnete. Das Geschäft zur Planung und Durchführung von oberflächennahen Geothermiebohrungen wurde im Jahr 2024 durch die Ausweitung der Kapazitäten sowie eine Akquisition weiter ausgebaut, wobei sich die Marktsituation zunehmend erschwerte. Erfreulich verlief das operative Geschäftsjahr erneut für unsere Beteiligung im Oman im Bereich Pflanzenkläranlagen.
Der Bergbaubereich brachte aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage in Deutschland wieder einen sehr positiven Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Dies gilt ebenso für die Tochterfirma in Kasachstan.
Im Bereich Infrastruktur, der die Anlagentechnik und den Stahlbrückenbau beheimatet, bestand eine hohe Auslastung mit einem entsprechend sehr guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Beim Spezialbau, der ebenfalls dem Bereich Infrastruktur angehört, lag die Leistung zum Ende des Jahres 2024 deutlich unter dem Vorjahr und das Ergebnis lag aufgrund weiterer durchgeführter Restrukturierungsmaßnahmen im negativen Bereich.
Die Ergebniskennzahlen wurden zudem negativ vom Verkauf der Tochterfirma in Senegal und dem damit abgeschlossenen Rückzug aus Afrika belastet.
Auftragslage
Der Auftragseingang lag 2024 mit 316,1 Mio. EUR um 17,1 % deutlich über dem Vorjahreswert von 269,9 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende war mit 407,7 Mio. EUR um 12,5 % deutlich höher als im Vorjahr mit 362,5 Mio. EUR.
Den größten Anteil am Auftragsbestand lieferten der Geschäftsbereich Bergbau sowie die Anlagentechnik und der Stahlbrückenbau in Deutschland mit einem Volumen von 223,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in diesem Bereich einen erheblichen Zuwachs, was den Anstieg im Segment im Wesentlichen erklärt. Die Pflanzenkläranlage im Oman trägt aufgrund ihrer langen Betriebszeit einen weiteren erheblichen Anteil zum Auftragsbestand bei.
SEGMENTE ZENTRALE DIENSTE / KONSOLIDIERUNG
In den Segmenten Zentrale Dienste und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können sowie der BAUER Offshore Technologies GmbH. Im Wesentlichen zeigt das Segment Zentrale Dienste aber die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.
Das Segment Zentrale Dienste weist 2024 ein EBIT von -8,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,6 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 0,3 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug -14,4 Mio. EUR (Vorjahr: -7,9 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.
Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im EBIT von -0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -0,08 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten.
Das Ergebnis nach Steuern betrug -0,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR).
III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS
KONZERNERTRAGSLAGE
Die Ertragslage war im Jahr 2024 insgesamt von einem grundlegend positiven operativen Geschäft in allen drei Segmenten geprägt und setzt die Trendwende des Vorjahres fort. Im Vergleichsjahr 2023 hatten die finanziellen Auswirkungen aus der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte sowie der Cyberangriff einen negativen Effekt. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe hierzu die Erläuterungen zu Beginn des Kapitels Geschäftsverlauf. Die wichtigsten Kennzahlen haben sich wie folgt verändert:
Die Gesamtkonzernleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,2 % von 1.831,1 Mio. EUR auf 2.183,4 Mio. EUR deutlich erhöht. Das EBIT lag mit 89,1 Mio. EUR auf Höhe des Vorjahreswerts von 89,0 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern hat sich mit 9,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 2,8 Mio. EUR deutlich erhöht.
Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV für das Jahr 2024 erläutert:
Die konsolidierte Leistung ist von 1.773,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 2.107,3 Mio. EUR um 18,8 % deutlich angestiegen. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf das Segment Spezialtiefbau zurückzuführen, wo die Abwicklung eines großen Auftrags in Ungarn für den wesentlichen Anstieg gesorgt hat. Auch im Segment Maschinen gab es eine Erhöhung, während im Segment Resources ein Rückgang zu verzeichnen war.
Die Umsatzerlöse haben sich dementsprechend von 1.698,2 Mio. EUR um 19,9 % auf 2.035,9 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg resultierte ebenfalls aus der bei der konsolidierten Leistung beschriebenen Entwicklung der Segmente.
Die Bestandsveränderungen veränderten sich deutlich von 36,9 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf eine Bestandsreduzierung im Segment Maschinen zurückzuführen war.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind von 12,1 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR zurückgegangen, da hier im Vorjahr höhere Entwicklungsleistungen aus Sonderprojekten aktiviert wurden.
Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 26,2 Mio. EUR auf 50,2 Mio. EUR deutlich angestiegen. Einen wesentlichen Beitrag lieferten Erträge aus Endkonsolidierung, die um 12,5 Mio. EUR angewachsen sind.
Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 27,2 % von 900,7 Mio. EUR auf 1.145,5 Mio. EUR sehr deutlich angestiegen. Wesentlich hierfür war der mit dem Großprojekt in Ungarn verbundene Materialeinsatz. Das Projekt war auch wesentlich verantwortlich für den Leistungsanstieg im Segment Spezialtiefbau.
Der Personalaufwand ist um 4,7 % von 458,7 Mio. EUR auf 480,1 Mio. EUR leicht angestiegen, wobei auch hier das Großprojekt in Ungarn aufgrund des hohen Personalbedarfs ein wesentlicher Grund für den Anstieg war. Wir sind weiterhin bemüht den Personalaufwand im Verhältnis zur konsolidierten Leistung in den nächsten Jahren zu verbessern.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 15,0 % von 216,9 Mio. EUR auf 249,4 Mio. EUR deutlich angestiegen. Wesentliche Faktoren hierfür waren Zuwächse bei den Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen für Rückstellungen im Segment Spezialtiefbau im Rahmen des Großprojekts in Ungarn.
Die Wertminderungen und Wertaufholungen gemäß IFRS 9 in Höhe von 20,6 Mio. EUR lagen erheblich über dem Vorjahreswert von 1,6 Mio. EUR. Hintergrund hierfür waren erhöhte Wertminderungen gegenüber Dritten sowie gegenüber nicht mehr im Konsolidierungskreis befindliche Gesellschaften.
Dier Wertminderungen bei at-Equity bewerteten Anteilen lagen im Jahr 2024 bei 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Im Vorjahr betraf die Position das Segment Spezialtiefbau.
Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen lag mit 12,3 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 9,4 Mio. EUR, was an einem zusätzlichen Beitrag aus dem Segment Spezialtiefbau lag.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 15,8 % von 101,0 Mio. EUR auf 117,0 Mio. EUR angestiegen. Hintergrund hierfür war eine erhöhte Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten sowie hohe Abschreibungen auf Technische Anlagen und Maschinen für das Großprojekt in Ungarn im Segment Spezialtiefbau.
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Dies betrifft vor allem das Geschäft in den USA. Die Position hat sich im Berichtsjahr um 31,9 % von 13,5 Mio. EUR auf 17,9 Mio. EUR erhöht. Im Geschäftsjahr 2024 waren im Segment Maschinen mehr Geräte in der Vermietung als im Vorjahr.
Die Finanzerträge sind von 37,6 Mio. EUR auf 47,0 Mio. EUR sehr deutlich angestiegen. Die darin enthaltenen Währungsgewinne und Gewinne aus Sicherungsgeschäften sind um 7,4 Mio. EUR gestiegen. Zusätzlich waren die Erträge aus operativen Beteiligungen um 5,4 Mio. EUR höher als im Vorjahr.
Die Finanzaufwendungen lagen mit 85,6 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 100,0 Mio. EUR. Hierin sind im Wesentlichen die Währungsverluste und Verluste aus Sicherungsgeschäften enthalten. Die Zinsaufwendungen für Darlehen gingen um 5,8 Mio. EUR zurück.
Der Ertragsteueraufwand lag mit 40,8 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr von 23,8 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg bei den latenten Steuern um 21,9 Mio. EUR sowie einer Fehlerkorrektur in Höhe von 1,6 Mio. EUR in Bezug auf das Vorjahr. Der tatsächliche Steueraufwand ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.
Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR).
Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) niedriger als im Vorjahr.
KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme des Konzerns ist im Jahr 2024 um 0,2 % von 1.686,8 Mio. EUR auf 1.683,6 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote lag mit 29,8 % leicht über dem Vorjahr von 28,6 %, was im Wesentlichen auf dem Anstieg beim Ergebnis nach Steuern beruht.
Die Nettoverschuldung ist im Berichtsjahr mit 375,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 410,8 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Damit hat sich die Nettoverschuldung im Vergleich zur Bilanzsumme sowie zur Leistungsentwicklung weiter verbessert. Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig.
Entwicklung Covenants
| 2023 | 2024 | |
|---|---|---|
| Net Debt/EBITDA | 2,02 | 1,68 |
| Eigenkapitalquote in % | 28,6 | 29,8 |
Bei den festgelegten Covenants, Net Debt zu EBITDA und der Eigenkapitalquote, konnten die vereinbarten Schwellenwerte mit großem Abstand eingehalten werden. Das Verhältnis Net Debt zu EBITDA spiegelt mit einem Wert von 1,68 eine wesentliche Verbesserung der Ergebnis- als auch der Verschuldungslage wider. Covenants wurden im Konzern, neben den beiden Konsortialkrediten mit einem Volumen von 390 Mio. EUR (Inanspruchnahme: 169,1 Mio. EUR) und 53 Mio. EUR (ausstehender Darlehensbetrag: 4,2 Mio. EUR), für mehrere Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2024 mit 68,5 Mio. EUR valutierten. Im Juni 2024 wurde der Konsortialkredit um weitere drei Jahre mit Verlängerungsoption über ein Gesamtvolumen von 390,0 Mio. EUR abgeschlossen.
In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:
Auf der Aktivseite:
| ― | Die Sachanlagen sind von 484,8 Mio. EUR auf 497,2 Mio. EUR leicht angestiegen. Wesentlicher Grund hierfür war der Neubau der Produktion bei der Tochterfirma KLEMM Bohrtechnik GmbH im Segment Maschinen. |
| ― | Die at-Equity-bewerteten Anteile haben sich von 65,7 Mio. EUR auf 70,1 Mio. EUR nur leicht erhöht. |
| ― | Die aktiven latenten Steuern haben sich von 54,1 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR leicht reduziert. Hintergrund ist im Wesentlich eine geringere Realisierbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen und Wertminderungen bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge. Darüber hinaus sind die aktiven latenten Steuern auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen um 2,2 Mio. EUR zurückgegangen. |
| ― | Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich von 25,5 Mio. EUR auf 32,0 Mio. EUR deutlich erhöht, was im Wesentlichen auf einen Anstieg bei den Bewertungen der Anteile an nicht im Konsolidierungskreis befindlichen Unternehmen im Segment Spezialtiefbau zurückzuführen ist. |
| ― | Die Vorräte haben sich von 510,4 Mio. EUR auf 494,6 Mio. EUR reduziert. Wesentlicher Grund war der bewertungsbedingte sowie mengenmäßige Rückgang bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen Erzeugnissen und Handelswaren im Segment Maschinen. |
| ― | Die Vertragsvermögenswerte sind von 78,9 Mio. EUR auf 68,1 Mio. EUR stichtagsbedingt zurückgegangen. |
| ― | Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterteilen sich in einen langfristigen und einen kurzfristigen Anteil und sind aufgrund der erhöhten Wertminderungen in Summe von 286,6 Mio. EUR auf 265,9 Mio. EUR zurückgegangen. |
| ― | Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind stichtagsbedingt von 68,7 Mio. EUR auf 72,9 Mio. EUR angestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Zahlungseingängen zum Jahresende, die stichtagsbedingt nicht mehr zur Reduzierung von Verbindlichkeiten weiterverarbeitet werden konnten. |
Auf der Passivseite:
| ― | Das Eigenkapital hat sich von 483,1 Mio. EUR auf 502,0 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf das positive Ergebnis nach Steuern (9,7 Mio. EUR) zurückzuführen ist. |
| ― | Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich deutlich von 95,9 Mio. EUR auf 182,9 Mio. EUR erhöht. Hier erfolgte eine Umgliederung eines großen Anteils der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von der kurzfristigen in die langfristige Position im Vergleich zu 2023 aufgrund der Verlängerung des Konsortialkredits. In Summe haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten im vergangenen Geschäftsjahr um 23,2 Mio. EUR weiter reduziert. |
| ― | Die Pensionsrückstellungen sind in Summe von 115,4 Mio. EUR auf 115,7 Mio. EUR nur unwesentlich angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den höheren Abzinsungssatz von 3,50 % (Vorjahr: 3,45 %) zurückzuführen. |
| ― | Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich von 8,6 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR deutlich erhöht. Grund hierfür war ein Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften. |
| ― | Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich von 292,0 Mio. EUR auf 181,8 Mio. EUR erheblich verringert. Auch in dieser Position wirkt sich die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten in die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. |
| ― | Die Vertragsverbindlichkeiten sind von 134,5 Mio. EUR auf 79,3 Mio. EUR im Wesentlichen im Segment Spezialtiefbau aufgrund der Abarbeitung eines Großprojekts in Ungarn zurückgegangen. |
| ― | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 263,2 Mio. EUR auf 306,6 Mio. EUR angestiegen. Im Wesentlichen lag dies an höheren Außenständen gegenüber unseren Lieferanten, die durch den deutlichen Anstieg der Gesamtkonzernleistung angewachsen sind. |
| ― | Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind von 38,1 Mio. EUR auf 28,4 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. |
| ― | Die Rückstellungen sind von 39,0 Mio. EUR auf 53,8 Mio. EUR deutlich angestiegen, was im Wesentlichen auf das Segment Spezialtiefbau zurückzuführen war. |
Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit lagen mit 194,2 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres von 150,8 Mio. EUR. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:
| ― | Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: -51,6 Mio. EUR). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf Wertminderung und Wertaufholung gemäß IFRS 9, der Zuführung und Auflösung von Rückstellungen sowie auf Kursdifferenzen zurückzuführen. |
| ― | Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen lag mit -12,3 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres mit -9,4 Mio. EUR. |
| ― | Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 39,9 Mio. EUR, was sich im Wesentlichen auf das operative Geschäft, erhöhte Wertminderungsaufwendungen sowie Kursdifferenzen zurückführen lässt. |
| ― | Der Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten belasteten den operativen Cashflow mit -52,1 Mio. EUR (Vorjahr: 45,7 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf das Großprojekt in Ungarn zurückzuführen war. |
| ― | Die Veränderung der Rückstellungen verbesserten den operativen Cashflow um 19,5 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf Kursdifferenzen zurückzuführen war. |
| ― | Die Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens belasteten den operativen Cashflow um -25,5 Mio. EUR, was eine Veränderung von -43,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. |
| ― | Die Finanzerträge haben den operativen Cashflow mit -47,0 Mio. EUR belastet und lagen damit über dem Niveau des Vorjahres von -37,6 Mio. EUR. |
| ― | Die Veränderung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit -10,8 Mio. EUR (Vorjahr: -47,0 Mio. EUR) weniger stark belastet. Dem Bestandsrückgang standen erneut höhere nutzungsbedingte Wertminderungen bei Mietmaschinen sowie außerplanmäßige Abschreibung des Umlaufvermögens gegenüber. |
| ― | Die gezahlten Ertragsteuern belasteten den operativen Cashflow mit -43,6 Mio. EUR (Vorjahr: -23,5 Mio. EUR) |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -89,4 Mio. EUR und lag auf dem Niveau des Vorjahres von -97,2 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -102,0 Mio. EUR. Dieser setzt sich im Wesentlichen aus Darlehensrückführungen in Höhe von -205,1 Mio. EUR sowie aus der Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 172,0 Mio. EUR zusammen. Der Konzern war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
INVESTITIONEN
Die Investitionen im Geschäftsjahr 2024 lagen deutlich oberhalb des Vorjahres. Dies lag im Wesentlichen an einer Investition in die Erweiterung der Geräteproduktion bei der KLEMM Bohrtechnik GmbH im Segment Maschinen. Dazu kamen übliche projektbezogenen Investitionen in Geräte und weitere kleinere Investitionen in Grundstücke und Gebäude.
Im Segment Spezialtiefbau wurde weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen der Märkte nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen und die Geräteflotte insgesamt auf einem modernen Stand zu halten. Durch unsere Strategie, verstärkt an internationalen großen Infrastrukturprojekten mit hoher Spezialtiefbauleistung teilzunehmen, sind vermehrt Investitionen in größere Maschinen notwendig. Auch in die Digitalisierung wurde weiter intensiv investiert, was auch in den Folgejahren fortgesetzt werden soll.
Im Segment Maschinen wurde sich im Wesentlichen auf Investitionen zur Modernisierung des Geräteparks und der Fertigungsstätten konzentriert. Im letzten Jahr wurde in den Ausbau der Produktionskapazitäten bei der Tochterfirma KLEMM Bohrtechnik GmbH investiert. In den Folgejahren sind weitere Neuinvestitionen in den Ausbau und die Modernisierung unserer Produktionsstätten geplant. Auch in die Automatisierung und Digitalisierung der Geräte sowie der Produktion wird weiter investiert.
Im Segment Resources wurde im Wesentlichen in die Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsanlagen und Entsorgungszentren investiert.
Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2024 199,8 Mio. EUR (Vorjahr: 158,4 Mio. EUR) in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 117,0 Mio. EUR (Vorjahr: 101,0 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 17,9 Mio. EUR (Vorjahr: 13,5 Mio. EUR).
IV. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER BAUER AG
Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Entsprechend wird die Beschreibung des Geschäftsverlaufs für den Konzern in Bezug genommen und gilt im Hinblick auf die Gesamtentwicklung analog mittelbar für die BAUER AG. Daneben war der Geschäftsverlauf der BAUER AG geprägt von im Vergleich zum Vorjahr reduzierten einmaligen Verrechnungsmöglichkeiten an Tochterunternehmen, den kostenseitigen Nachwirkungen des Cyberangriffs sowie von Forderungsverzichten. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER AG werden an dieser Stelle erläutert und analysiert.
| ― | Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen und Finanzierungskosten entstehen, sind um 4,2 Mio. EUR auf 56,5 Mio. EUR zurückgegangen (Prognose: leichter Anstieg), was im Wesentlich daran lag, dass im Vorjahr eine zusätzliche Verrechnung von IT-Kosten eines Sonderprojekts an verbundene Unternehmen enthalten war. Die Prognose für die Umsatzerlöse (leichter Anstieg) wurde nicht erreicht, da weniger Verrechnungsleistungen an Töchter erfolgten als geplant. |
| ― | Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 24,1 Mio. EUR auf 29,4 Mio. EUR deutlich angestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf zusätzliche Forderungsverzichte gegenüber verbundenen Unternehmen und Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung zurückzuführen. Sowohl im Vorjahr als auch im Berichtszeitraum sind Kosten im Zusammenhang mit dem Cyberangriff enthalten. |
| ― | Das betriebliche Ergebnis war mit -10,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) aufgrund des Rückgangs bei den Umsatzerlösen, den Forderungsverzichten und der zusätzlichen Kosten des Cyberangriffs deutlich negativ. |
| ― | Das Finanzergebnis hat sich von -5,3 Mio. EUR auf -1,4 Mio. EUR verbessert, was im Wesentlichen auf höhere Zinserträge von verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. |
| ― | Der Jahresfehlbetrag lag bei -15,5 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von -2,8 Mio. EUR). Der Bilanzverlust betrug -0,007 Mio. EUR (Vorjahr: Bilanzverlust von -0,005 Mio. EUR). |
| ― | Die Immateriellen Vermögensgegenstände haben sich von 10,2 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR reduziert, was im Wesentlichen auf die laufende Abschreibung von aktivierten Aufwendungen für ein größeres IT-Umstellungsprojekt zurückzuführen ist. |
| ― | Die Finanzanlagen sind aufgrund von Einlagen bei Tochterunternehmen von 335,5 Mio. EUR auf 345,0 Mio. EUR gestiegen und machen 71,0 % (Vorjahr: 70,5 %) der Bilanzsumme aus. |
| ― | Das Eigenkapital betrug 212,7 Mio. EUR (Vorjahr: 228,2 Mio. EUR) und hat sich im Wesentlichen durch den ausgewiesenen Verlust der BAUER AG reduziert. |
| ― | Die Verbindlichkeiten sind von 226,5 Mio. EUR auf 251,6 Mio. EUR deutlich angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich dabei um 37,7 Mio. EUR erhöht, was nahezu vollständig auf die Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten zurückzuführen war. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen um 11,7 Mio. EUR zurückgegangen. |
Da die BAUER AG als Holding-Gesellschaft auch eine Finanzierungsfunktion für den Konzern innehat und sich ihre Finanzlage aufgrund der wechselseitigen Finanzierungs- und Verrechnungsgeschäfte maßgeblich aus der Gesamtkonzernbetrachtung bestimmt, wird diesbezüglich auf die vorstehenden Ausführungen zur Konzernfinanzlage verwiesen.
Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für diese. Es gilt weiterhin sorgsam zwischen der Beteiligung der Aktionäre einerseits und der Sicherung der Eigenkapitalquote andererseits abzuwägen. Aufgrund des Bilanzverlustes wird der Vorstand dem Aufsichtsrat empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende auszuschütten. Mittelfristig hält der Konzern unverändert an seiner Dividendenpolitik fest, die eine Ausschüttungsquote von etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern vorsieht.
V. RISIKO- UND CHANCENBERICHT
RISIKOBERICHT
GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS
Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Nicht planbare Ereignisse können sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u. a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten. Unser Risikomanagement - welches sowohl Risiken als auch Chancen bewertet - basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren.
Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird dessen Umsetzung regelmäßig geprüft und dessen Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung.
Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelnen Risikofeldern zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Die Bewertung von Risiken bezieht sich auf die mögliche Auswirkung auf das erwartete Ergebnis vor Steuern.
Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Interviews mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften sowie gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken sowie Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala.
Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden mit standardisierten Methoden bewertet. Risiken werden sowohl nach ihrem Maximalschaden als auch nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Die Bewertung der Risiken berücksichtigt die risikospezifischen Schadensbegrenzungsmaßnahmen (Nettobetrachtung). Risiken werden über einen einjährigen Betrachtungszeitraum bewertet. Soweit möglich und sinnvoll werden für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um den Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu minimieren oder vollständig zu vermeiden.
Relevanzskala der BAUER Gruppe
| Relevanz | Schadensausmaß (in TEUR) |
Definition |
|---|---|---|
| 1 | bis 10.000 | Geringes Risiko |
| 2 | bis 20.000 | Mittleres Risiko |
| 3 | bis 50.000 | Bedeutendes Risiko |
| 4 | bis 150.000 | Schwerwiegendes Risiko |
| 5 | über 150.000 | Kritisches Risiko |
Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen.
Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Risiken und Chancen und deren Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation). Durch die Aggregation aller wesentlichen Risiken auf Konzernebene werden die potenziellen Ergebnisauswirkungen der Risiken (Konfidenzniveau: 99 %) ermittelt. Zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit werden die aggregierten Risiken unter Berücksichtigung der Projektrisiken dem bilanzierten Konzern-Eigenkapital gegenübergestellt.
Eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt jährlich. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt.
Behandlung von Projektrisiken
Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Spezialtiefbau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Für alle relevanten Projekte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.
Jedes Projekt wird hinsichtlich seiner Risiken untersucht und unter Berücksichtigung der Risikobeurteilung in der Organisation eskaliert. Das Projekt ist somit einem strikten Genehmigungsprozess in Abhängigkeit der Risikobeurteilung unterworfen. Die Risikobewertung erfolgt auf Basis von definierten Checklisten Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt. Hierzu gibt es in den Segmenten Spezialtiefbau und Resources entsprechende Verfahrensanweisungen.
Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet. Der Kommunikations- und Freigabeprozess erfolgt zum Teil IT-gestützt durch standardisierte "Workflows".
Risiken
Nachfolgend beschreiben wir potenzielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Organisation und Führung sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente, einschließlich mittelbar die BAUER AG.
STRATEGISCHE RISIKEN
Geschäftsfeldstruktur
Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns, der Ausrichtung am Baumarkt und der damit einhergehenden Abhängigkeit vom Baumarkt begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Spezialtiefbau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit von der Bauwirtschaft und regionalen Investitionszyklen zu erzielen. Unsere drei Segmente bieten neben der Risikodiversifikation auch deutliche Synergieeffekte. So fließen zum Beispiel Erkenntnisse des Maschineneinsatzes und der Verfahrensentwicklung im Segment Spezialtiefbau regelmäßig in die Weiterentwicklung der Maschinen ein. Mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit der Segmente Spezialtiefbau und Resources werden erfolgreich Gesamtleistungen von Spezialtiefbauarbeiten inklusive Entsorgung oder Altlastensanierung angeboten.
Das Segment Maschinen wird durch den Bau von Maschinen für die Geothermie, den Brunnen- und Bergbau seine Abhängigkeit von der allgemeinen Bauwirtschaft weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.
MARKTRISIKEN
Wettbewerbsumfeld
Wir agieren in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Um unsere Wettbewerbssituation im Segment Maschinen in China zu verbessern, wurden strukturelle Anpassungen durchgeführt. In den Segmenten Spezialtiefbau und Resources nutzen wir eine Mischung aus internationalen Experten und lokalem Personal. Dadurch sichern wir sowohl Qualität und Methodenkompetenz als auch eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Das Wettbewerbsrisiko wird wie im Vorjahr als geringes Risiko eingeschätzt.
Risiken der Marktentwicklung
Die weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten stufen wir weiterhin als große Unsicherheit bei der Marktentwicklung ein. Vor allem der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die sich daraus ableitenden Sanktionen und Maßnahmen bergen nach wie vor Risiken für die BAUER Gruppe, ebenso wie auch der Krieg in Nahost und die sich daraus ergebenden Risiken für die ganze Region im Mittleren Osten und den dortigen Markt. Dies kann dazu führen, dass lokale Märkte schrumpfen bzw. nicht mehr existieren. Zudem wird das sinkende Wirtschaftswachstum Chinas Ausstrahlungseffekte auf die Entwicklung der Weltwirtschaft haben. Es wird erwartet, dass der Regierungswechsel in den USA tendenziell positive Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird.
Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Regionen zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Spezialtiefbau grundsätzlich in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiterzuarbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Im Segment Resources wird die Internationalisierung selektiv entsprechend den Erfolgsaussichten vorangetrieben.
In Summe bewerten wir die Risiken der Marktentwicklung wie im Vorjahr als bedeutendes Risiko für die BAUER Gruppe.
FINANZMARKTRISIKEN
Finanzielle Stabilität und Liquidität
Für mehrere langfristige Darlehen ist mit Banken die Einhaltung von Finanzkennzahlen vereinbart. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA sowie das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote.
Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Risiko der Verletzung von mit Banken vereinbarten Finanzkennzahlen führen, was eine Reduzierung oder Beendigung von Kreditlinien zur Folge haben kann.
Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten konnte unter anderem durch die Verlängerung eines Konsortialkredits sowie die im Jahr 2023 durchgeführte Kapitalerhöhung, die die Eigenkapitalbasis erhöht und die Bilanzrelationen weiter verbessert hat, begegnet werden.
Das Risiko im Bereich finanzielle Stabilität und Liquidität wird wie im Vorjahr als geringeres Risiko eingestuft.
Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken
Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir währungsbedingten Finanzierungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente.
Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der zum großen Teil variabel verzinslichen Finanzschulden (kurz- und langfristige Kredite). Es existieren Zinssicherungsvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von steigenden Zinsen am Markt auszuschließen. Dennoch haben die mehrfachen Zinserhöhungen der EZB im Zuge der Inflationsbekämpfung zu einer Mehrbelastung geführt, da die Marktzinsentwicklungen Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen des Konzerns haben. Die verbleibenden Währungsrisiken, die im wesentlichen Translationsrisiken sind, sowie die Zinsunsicherheit bewerten wir weiterhin als mittleres Risiko (Vorjahr: mittleres) für unser operatives Geschäft.
POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN
Compliance
Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Strafzahlungen bzw. Reputationsschäden aufgrund von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes sowie ethisch korrektes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen werden durchgeführt, um dieses Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.
Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes und effektives System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken als mittlere (Vorjahr: mittlere) Risiken zu bewerten.
Politisches und rechtliches Umfeld
Die Kriege in der Ukraine und in Israel, Zollstreitigkeiten und Handelsbeschränkungen, wie zum Beispiel zwischen den USA und China, sowie der schwelende Konflikt um Taiwan belasten die weltweite Investitionsbereitschaft und können weitreichende Folgen auf die globale Weltwirtschaft haben. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen. Politische Änderungen, wie z. B. Regierungswechsel, können zur Belebung aber auch zur Abschwächung der lokalen Baumärkte führen. Der Krieg in der Ukraine bringt zusätzliche Unsicherheit und könnte zusammen mit dem Konflikt im Nahen Osten größere politische Spannungen in Europa und der Welt auslösen. Die Risiken aus unserem politischen und rechtlichen Umfeld bewerten wir als bedeutendes (Vorjahr: bedeutendes) Risiko.
Vertragsrisiken
In den Segmenten Spezialtiefbau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Soweit möglich, verwenden wir standardisierte, internationale Standards der Bauwirtschaft (z. B. FIDIC), für die Vertragsgestaltung, um negativen Auswirkungen aus vertraglich vereinbarten Rechten und Pflichten zu begegnen. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie wie im Vorjahr als gering bewertet werden können.
Laufende Rechtsfälle
Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behaupteter Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle laufenden Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde und bewerten dieses Risiko als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.
WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN
Risiken aus Forschung und Entwicklung
Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn das Wachstum in Asien und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.
Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.
Aufgrund unserer in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellten hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.
Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen sowie Kalkulation
Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip und etablierten Standards bei der Kalkulation minimiert (siehe Projektrisiken) und können als mittleres (Vorjahr: mittleres) Risiko angesehen werden.
Materialwirtschaft und Beschaffung
Aufgrund von geopolitischen Spannungen und Konflikten besteht immer noch das Risiko einer kurzfristigen nicht mengengerechten und termingerechten Bereitstellung des zu beschaffenden Produktionsmaterials insbesondere in unserem Segment Maschinen. Lieferengpässe können die Kosten im Segment erhöhen. Durch eine fortlaufende Überwachung von Kennzahlen und aktiven Steuerungsmaßnahmen wird den Herausforderungen auf den Beschaffungsmärkten entgegengewirkt. Insgesamt hat sich die Situation jedoch im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas entspannt, sodass das Risiko inzwischen als mittleres Risiko (Vorjahr: bedeutendes) eingeschätzt werden kann.
Produktion und Auftragsausführung
Im Rahmen unserer Projektausführung kann es durch verschiedene Einflüsse zu Verzögerungen kommen.
Technisches Versagen aus Konstruktions- oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen führen. Die Risiken daraus sind im Konzern immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt.
Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Spezialtiefbau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene (siehe Projektrisiken).
Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Spezialtiefbau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis - und damit ein niedrigerer Umsatz - akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittel (Vorjahr: mittel) zu bewerten.
RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE
Debitorenmanagement
Durch ein effizientes Forderungsmanagement wird dem Risiko des Forderungsausfalls entgegengewirkt. Zudem ist die Prüfung der Bonität neuer Kunden eine wesentliche Kontrolle im Rahmen der Prüfung unserer Vertragspartner. Eine Sicherung unserer Forderungen wird zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Forderungsausfälle bewerten wir als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.
Informationstechnologie und Datenschutz
Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Systemen sind weiterhin durch die zunehmende Cyberkriminalität höchst gefährdet, was zu beträchtlichen Mehrkosten und Produktionsstillstand führen kann. Aus diesem Grund bauen wir unsere vorbeugenden Informationssicherheitsmaßnahmen für den Schutz vor unbeabsichtigtem Datenverlust, Datendiebstahl und allen Formen der Cyberkriminalität noch weiter aus als bisher. Außerdem werden Mitarbeiter in Schulungen dazu sensibilisiert, sehr diszipliniert und sorgfältig mit den Systemen umzugehen und auch im Umgang mit personenbezogenen Daten die erforderliche Vertraulichkeit walten zu lassen. Wir stufen das Risiko des Datenverlusts und der Cyberkriminalität als bedeutendes (Vorjahr: bedeutendes) Risiko ein.
GESAMTRISIKO
Wie im Vorjahr sieht das Management derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken, die der BAUER Gruppe existenziell schaden könnten. Das Management sieht in Summe auch auf Basis der Geschäftsaussichten ein im Wesentlichen unverändertes Gesamtrisiko. Die identifizierten Risiken werden als beherrschbar eingestuft. Neben den dargestellten Risiken kann es naturgemäß zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen, die sich negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken können, insbesondere aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage und deren Auswirkung auf die Märkte.
CHANCENBERICHT
Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente einschließlich mittelbar die BAUER AG.
STRATEGISCHE CHANCEN
Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Knowhow aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwässer beschäftigt und sich immer mehr internationalisiert hat. Im Bereich Brunnenbau werden ebenso hochwertige Geräte und Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt. Im Segment Resources werden damit einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen der Bauwirtschaft.
Für die Internationalisierung des Segment Resources nutzen wir auch die Erfahrungen unserer Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten sowie die internationale Bekanntheit der Marke Bauer. Das weltweite Netzwerk birgt insgesamt strategische Chancen und Synergieeffekte in sich.
MARKTCHANCEN
Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Chancen bieten. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, wie z. B. Indien, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Dies wirkt sich auch auf entsprechende Nachfrage im Segment Maschinen aus.
Im Segment Resources bieten die hohen Umweltauflagen bei der Ölproduktion hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Pflanzenkläranlagen. Außerdem gewinnen auch Altlastensanierungen in den ölfördernden Ländern an Bedeutung.
Durch die weiterhin anhaltende Energiekrise in Europa und die Notwendigkeit Alternativen zu den fossilen Brennstoffen zu erschließen, ist die Nachfrage im Bereich Geothermie gestiegen. Im Segment Resources gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das geothermische Potential zu nutzen. Sei es die Herstellung von Energiepfählen zur Kälte- und Wärmeversorgung von Gebäuden, die thermische Aktivierung von Betonbauteilen zur Wärmespeicherung oder die klassische Erdwärmesondenbohrung.
FINANZMARKTCHANCEN
Durch die Kapitalerhöhung im Vorjahr konnten wir die Eigenkapitalbasis weiter erhöhen und die Bilanzrelationen verbessern, sowie unsere Zinslasten deutlich reduzieren, was perspektivisch zu Wettbewerbsvorteilen führen kann. Mit einer stabilen und langfristigen Gesellschafterstruktur haben wir ideale Voraussetzungen, um unser Unternehmen langfristig sicher und wieder erfolgreich in die Zukunft zu führen.
WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN
Entwicklung und Innovation
Weiterhin liegt unser Fokus darauf, langfristig nicht nur am Markt zu bestehen, sondern als Technologieführer Maßstäbe zu setzen. Daher ist eines der Themen, die der Konzern künftig verstärkt vorantreiben wird, die Digitalisierung. Ein wichtiger Impulsgeber für die Digitalisierung im Bauwesen ist dabei Building Information Modeling (BIM). Aber auch im Maschinenbau wird sich dieser Trend weiter verstärken und viele der Geschäftsprozesse beeinflussen. Mit Hilfe einer übergreifenden Strategie über alle Teile des Konzerns ist die Digitalisierung eine Chance für Bauer; ebenso wie die damit einhergehenden Effizienzsteigerungen, Qualitätsverbesserungen und Wettbewerbsvorteile.
Projektchancen
Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, passend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur Erschließung und Erweiterung von Bergbauarbeiten.
Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen sowie durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.
Nachträge und Claim-Management
Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als zu den ursprünglichen festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir diese Chancen zu realisieren.
GESAMTCHANCEN
Durch neue innovative Produkte und Dienstleistungen in allen drei Segmenten sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Mit einer deutlich verbesserten Bilanzstruktur aufgrund der Kapitalerhöhung erzielen wir eine stabile Finanzlage unseres Unternehmens. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2025 eine gute Ausgangsbasis für unser weltweites Geschäft.
VI. PROGNOSEBERICHT
Prognosen und Einschätzungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2025 zu treffen, bleibt aufgrund der politischen und ökomischen Rahmenbedingungen unverändert schwierig. Aufgrund des Wahlausgangs in den USA hat sich dies eher noch weiter verschärft. Unabhängig davon gehen wir mit Blick auf die ganze Welt davon aus, dass die Bau- und Maschinenbaumärkte weiterwachsen. Dies hängt jedoch stark von den politischen und geopolitischen Entwicklungen ab und kann sich daher regional sehr stark unterscheiden. Zu den wichtigsten Einflussgrößen zählen sicherlich die politischen Richtungsentscheidungen der USA, die Regierungsbildung und die verabschiedeten Maßnahmen in Deutschland sowie die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Aus heutiger Sicht kann man die weiteren politischen und ökonomischen Folgen daraus auch für das laufende Jahr nicht endgültig abschätzen.
Im Bau bieten Infrastrukturprojekte aufgrund staatlicher Investitionen immer wieder interessante Chancen für einzelne Großprojekte. Der weiterhin gute Auftragsbestand im Segment Spezialtiefbau signalisiert grundsätzlich einen positiven Geschäftsverlauf. Eine anhaltend positive Marktentwicklung im Nahen Osten, eine stabile Entwicklung des US-Marktes und die Veränderungen in den globalen Handelsbeziehungen können für die weitere Marktentwicklung entscheidend sein. Entsprechend der Baumärkte erwarten wir auch die Entwicklung der Baumaschinenmärkte.
In den Märkten unseres Segments Resources mit Umwelttechnik, Wassergewinnung und Wasseraufbereitung sowie Bergbau und Sanierung erwarten wir ungeachtet der genannten Risikofaktoren eine stabile Entwicklung für das Jahr 2025, da diese sich auch im vergangenen Jahr robust und stabil gezeigt haben. Der Markt in Deutschland ist dabei nach wie vor durch die verhaltene Entwicklung im Hochbau geprägt, wobei wir von einer guten Entwicklung im Bereich der Infrastrukturprojekte ausgehen.
Grundsätzlich ist insgesamt wieder mit einem weiteren Wachstum der Weltwirtschaft über die nächsten Jahre zu rechnen -insbesondere angetrieben von Ländern wie Indien, den USA oder auch Saudi-Arabien. Die geopolitischen Risikofaktoren bleiben in Anbetracht der vielen aktuellen und anhaltenden Herausforderungen, wie dem Krieg in der Ukraine, den Konflikten im Nahen Osten, der Schwäche Deutschlands und den drohenden Handelskonflikten weiter hoch. Aus heutiger Sicht kann man eine Gesamtentwicklung bei so vielen denkbaren Szenarien kaum abschätzen, aber wir gehen davon aus, dass die wichtigsten Märkte der Welt ein Wachstum aufweisen werden.
Unabhängig von den kurzfristigen Einflussfaktoren, sehen wir aber grundsätzliche Trends, von denen wir profitieren können. Die anhaltende Urbanisierung und das Bevölkerungswachstum führen nach wie vor zu einem Bedarf an neuer, ebenso wie zum Erhalt und Ausbau bestehender Infrastruktur. Der Klimawandel ist ein weiterer Treiber für unsere Märkte. Alternative Energiequellen benötigen auch entsprechende Infrastruktur. Mit der voranschreitenden Digitalisierung und dem Fokus auf Nachhaltigkeit bieten sich Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und die Weiterentwicklung eigener Prozesse und Dienstleistungen. Eine größere Unabhängigkeit und Selbständigkeit Europas kann weitere positive Impulse für die europäischen Märkte setzen.
Mit unserem guten Auftragsbestand, unseren konsequent verfolgten Maßnahmen zur nachhaltigen Ertragsverbesserung, den Investitionen in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Technologien sowie unseren großen Anstrengungen im Bereich Digitalisierung, sehen wir uns für das laufende Jahr und darüber hinaus daher gut aufgestellt. Mit neuen Technologien, Produkten und Verfahren sehen wir uns sowohl im Spezialtiefbau als auch im Maschinenbau gut und zukunftsorientiert aufgestellt. Zusätzlich profitiert der Maschinenbau durch die Möglichkeiten prädiktiver Instandhaltung und bei Assistenzsystemen. Das Segment Resources ist mit Technologien für den Bereich Bergbau in einer Welt mit knapper werdenden Rohstoffen zukunftsorientiert aufgestellt. Die Bereiche Umwelttechnik, Wasseraufbereitung und Sanierung adressieren mit Ihren Innovationen den Trend der Nachhaltigkeit sowie des Klima- und Umweltschutzes. Mit neuen Produkten und Lösungen im Bereich Geothermie oder zur Einsparung von CO2 fokussieren wir uns auf Zukunftsmärkte.
Weiter arbeiten wir an der Verbesserung unserer Kostenstrukturen und am Ausbau von Synergien innerhalb des Konzerns. Die Verbesserung unseres Working Capital und unserer Kostenbasis wird durch ein langfristig aufgesetztes Maßnahmenprogramm unterstützt. Insbesondere gilt dies für die Produktion unserer Maschinen und die Entwicklung neuer Produkte als auch für die flexiblere Anpassung unserer Kapazitäten auf Schwankungen der Weltmärkte.
Bei unseren Planungen haben wir alle bekannten Chancen und Risiken bewertet und dabei positive wie negative Szenarien bestmöglich antizipiert und möglichst konservative Ansätze gewählt. Grundsätzlich stellt im Spezialtiefbau und unseren weiteren Geschäften die Beschaffenheit des Baugrunds beziehungsweise des Bodens jedoch auch immer ein Element dar, bei dem trotz aufwändiger Voruntersuchungen unvorhergesehene Faktoren auftreten können. Diese können bei der Bauausführung zu Störungen und im Einzelfall auch zu Verlusten führen. Unser weiterentwickeltes Risikomanagement soll mögliche Risken noch besser beherrschbar machen.
Von der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns sind wir unverändert überzeugt. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Spezialtiefbau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen.
PROGNOSE SEGMENTE UND BAUER AG
Segment Spezialtiefbau
Insgesamt erwarten wir für die Baumärkte weltweit ein Wachstum. Der sehr große Bedarf an Infrastruktur in der Welt wird weiterhin die Baukonjunktur prägen.
Für Deutschland erwarten wir ein gutes und stabiles Marktumfeld, insbesondere im Bereich des Infrastrukturbaus. Für die Immobilienentwicklung in Deutschland gehen wir aktuell davon aus, dass sich der Markt frühestens im dritten Quartal erholen wird. Das positive Umfeld im Infrastrukturbau kann die schwächere Lage in der Immobilienentwicklung aber gut ausgleichen. In Europa erwarten wir in Summe eine gute Entwicklung in den einzelnen Märkten. Der Nahe Osten ist bereits im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Wir erwarten, dass sich dies fortsetzen wird, wobei insbesondere Saudi-Arabien eine Sonderkonjunktur bietet. In den USA erwarten wir durch die Auftragslage und das Marktumfeld ein positives Geschäftsjahr. In den Ländern Asiens haben wir unsere Strukturen in den letzten beiden Jahren sehr deutlich reduziert und werden hier wenn nötig weiter anpassen. Insgesamt entwickeln sich die asiatischen Märkte mit Ausnahme von Indien langsam, was sich im laufenden Jahr wohl fortsetzen wird.
Für das Jahr 2025 gehen wir aufgrund der anhaltend guten Nachfrage im Bereich Infrastruktur von einem Wachstum in den meisten Baumärkten in der Welt aus. Der sehr gute Auftragsbestand und die gute Nachfragesituation sind die Basis unserer gesetzten Ziele.
Für das Segment Spezialtiefbau gehen wir trotz des insgesamt positiven Marktausblicks von einem deutlichen Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung aus. Dies ist im Wesentlichen dem Großprojekt in Ungarn geschuldet, welches im Jahr 2024 einen erheblichen Leistungsteil ausmachte und für den deutlichen Anstieg im abgelaufenen Jahr verantwortlich war. Beim EBIT erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg, was auch durch die im Geschäftsjahr vorgenommenen Rückstellungen zu begründen ist.
Segment Maschinen
Entgegen den Erwartungen für die Baumärkte, gehen wir für die Maschinenbaumärkte von einem Rückgang aus, da die Rahmenbedingungen für Investitionsgüter aus unserer Sicht weiterhin schwierig sind. Im Vorjahr konnten nahezu alle Regionen der Welt ein gutes Wachstum verzeichnen. Lediglich in China gestalteten sich die Vertriebsaktivitäten sehr schwierig, da die Bauwirtschaft einen sehr deutlichen Rückgang verzeichnete. Infolgedessen erlebte das Land einen deutlichen Einbruch beim Absatz von Baumaschinen. Für das laufende Jahr erwarten wir für China keine Belebung und weiterhin einen schwierigen Markt.
Unser Fokus liegt unverändert auf den Innovationen im Gerätebereich, der Optimierung unserer Herstellkosten und den Investitionen in ein modernes und zukunftsorientiertes Produktionsnetzwerk. Für das Jahr 2025 erwarten wir kein Wachstum in den Märkten. Die Unsicherheiten aus der aktuellen geopolitischen Lage in der Welt sind eine große Herausforderung für den Vertrieb. Ein derartiges Marktumfeld erschwert größere Investitionsentscheidungen von Kunden und kann damit unser Geschäft auch negativ beeinflussen. Auch die weitere Entwicklung des Marktes in China als einem der größten Baumaschinenmärkte der Welt, bringt an dieser Stelle zusätzliche Unsicherheit. In Summe erwarten wir aber eine stabile Leistungsentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres und eine wieder bessere Ergebnisentwicklung.
Unter diesen Annahmen erwarten wir für das Segment Maschinen, dass die Gesamtkonzernleistung deutlich zurückgehen wird. Das EBIT 2025 erwarten wir auch wegen den höheren Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Höhe des Vorjahres.
Segment Resources
Die operative Geschäftsentwicklung im Segment Resources war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positiv.
Die Aussichten für den Umweltbereich sind aufgrund der anhaltenden Abschwächung aufgrund des Rückgangs des Hochbaumarkts in Deutschland für 2025 verhalten. Mittel- und langfristig ist wieder mit einer guten Nachfrage zu rechnen. Da wir bei der Immobilienentwicklung in Deutschland frühestens im zweiten Halbjahr 2025 eine Belebung erwarten, gehen wir davon aus, dass unser Geschäft im Bereich der Altlastensanierung ebenfalls leicht negativ beeinflusst werden könnte. Unabhängig davon erwarten wir für die weiteren Bereiche, wie Entsorgung oder Geothermie, eine positive Entwicklung.
Für die Bereiche Brunnenbau und Bergbau gehen wir ebenfalls von einer positiven Entwicklung aus. Hier gibt es eine stabile bis steigende Nachfrage für Spezialdienstleistungen sowie für Brunnenausbauprodukte.
Der Bereich Sanierung blieb hinter seinen Erwartungen zurück. Es wurde intensiv an der Ausrichtung gearbeitet und 2025 erwarten wir eine positive Entwicklung.
Für das Jahr 2025 erwarten wir im Segment Resources, dass die Gesamtkonzernleistung und das EBIT auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden, da wir insgesamt keine deutliche Veränderung der Rahmenbedingungen erwarten.
BAUER AG
Im Jahr 2025 erwartet die BAUER AG eine leichte Steigerung bei den Umsatzerlösen. Diese sind im Wesentlichen auf die erwartete Verrechnung der internen Dienstleistungen zurückzuführen, die regelmäßige angepasst werden.
PROGNOSE GESAMTKONZERN
Die Prognose des Gesamtkonzerns ergibt sich im Wesentlichen aus der Gesamtbetrachtung und Zusammenführung der im vorhergehenden Abschnitt beschriebenen Erwartungen für die einzelnen Geschäftssegmente.
Die größten Unsicherheitsfaktoren stellen für den Konzern die anhaltenden geopolitischen Herausforderungen und Konflikte in der Welt dar. All diese Themen werden aus unserer Sicht über das ganze Jahr potenzielle große Einflussfaktoren bleiben, die unser eigenes Geschäft und unsere Gerätekunden gegebenenfalls negativ beeinflussen können. Da diese ganzen Themen einen sehr erheblichen und kaum einschätzbaren Einfluss nehmen können, gehen wir mit Vorsicht bei unseren Erwartungen in das laufende Geschäftsjahr, auch wenn der gute Auftragsbestand eine positive Basis für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2025 ist.
Diese Einschätzungen sowie die Aggregation der Erwartungen der einzelnen Segmente bilden die Grundlage unserer Szenarien für das laufende Geschäftsjahr und wir haben versucht diese bei der Konzernprognose bestmöglich zu berücksichtigen.
Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts und unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren erwarten wir im Geschäftsjahr 2025 für den Konzern einen deutlichen Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung und eine leichte Steigerung beim EBIT.
Vergleich: Ist 2024 / Prognose 2025
| in Mio. EUR | Ist 2024 | Prognose 2025 |
|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 2,183 | deutlicher Rückgang |
| EBIT | 89,1 | leichte Steigerung |
VII. RECHTLICHE ANGABEN
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Nachstehend erfolgt die Erklärung zur Unternehmensführung mit den Festlegungen, Begründungen und Angaben nach § 289f Abs. 2 Nr. 4, Abs. 4 HGB.
FESTLEGUNGEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IM AUFSICHTSRAT
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der BAUER AG hat sich aufgrund von zwei Aktionärsverlangen zur Abberufung und Neuwahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 19. September 2024 verändert. Der paritätisch mitbestimmte und aus zwölf Personen bestehende Aufsichtsrat der BAUER AG setzte sich während des Berichtsjahres 2024 auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer aus zwei Frauen und vier Männern sowie auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner bis zum 19. September 2024 aus zwei Frauen und vier Männern und anschließend aus einer Frau und fünf Männern zusammen. Der Aufsichtsrat hat eine bis zum 22. Juni 2027 zu erreichende Zielgröße von mindestens zwei Frauen von sechs Mitgliedern der Anteilseignervertreter und von mindestens zwei Frauen von sechs Mitgliedern der Arbeitnehmervertreter festgelegt. Diese Zielsetzung ist mit der vorliegenden Zusammensetzung aufgrund der Neuwahlen durch die Aktionäre in der ordentlichen Hauptversammlung des Geschäftsjahres nicht mehr erreicht.
FESTLEGUNGEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IM VORSTAND UND IN DEN FÜHRUNGSEBENEN
Der Aufsichtsrat hat eine bis zum 22. Juni 2027 zu erreichende Zielgröße von wenigstens einer Frau im Vorstand festgelegt. Soweit Vertragsverlängerungen von amtierenden Vorstandsmitgliedern sinnvoll sind, muss jedoch kein Bewerbungsverfahren mit anderen Bewerbern oder Bewerberinnen durchgeführt werden. Sofern ein Bewerbungsverfahren durchgeführt wird, dürfen sich sowohl Männer und Frauen für das Amt des Vorstandsmitglieds bewerben und bei der Stellenbesetzung wird grundsätzlich die am besten geeignete Person ausgewählt. Sofern das Ziel von wenigstens einer Frau im Vorstand noch nicht erreicht ist, wird bei gleicher Eignung bei der Vorstandsbesetzung die Frau bevorzugt.
Begründet wird die Zielsetzung des Aufsichtsrats damit, dass bei der Besetzung der Vorstandsämter die Geschlechter die gleichen Chancen haben sollen. Die Bestellung zum Vorstandsmitglied soll daher primär nach der Eignung der Bewerberin bzw. des Bewerbers für das Amt entschieden werden. Für den Fall der gleichen Eignung wird die Bevorzugung des weiblichen Geschlechts zur Erfüllung des Diversitätsziels von einer Frau und damit zur Förderung der strukturellen Chancengleichheit von Männern und Frauen für gerechtfertigt gehalten. Aktuell umfasst der Vorstand der BAUER AG lediglich zwei Mitglieder. Gerade in kleineren Gremien-Größen in der obersten Führung eines Wirtschaftsunternehmens kommt es auf die Eignung der Person für das Amt an. Hierbei kann nicht das Geschlecht für die Stellenbesetzung den maßgeblichen Ausschlag geben, weil allein das Geschlecht noch nichts über die Befähigung zum Amt eines Vorstandsmitglieds aussagt. Um nicht auf die angesammelte Erfahrung und Expertise von amtierenden Vorstandsmitgliedern verzichten zu müssen, muss die Wiederbestellung der tätigen Vorstandsmitglieder möglich sein, ohne dem Druck zur Erreichung eines Frauenanteils ausgesetzt zu sein.
Die Zielgröße für den Vorstand von mindestens einer Frau ist mit der derzeitigen Zusammensetzung nicht erreicht. Hintergrund hierfür ist, dass die letzte und einzige Stellennachbesetzung seit dieser Festlegung des Frauenanteils für den Vorstand aufgrund des Ausscheidens von Herrn Florian Bauer aus dem Vorstand mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2023 mangels ausreichend geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten nur interimsweise durch erneute Bestellung des vormaligen Vorstandsmitglieds Herrn Hartmut Beutler für einen befristeten Zeitraum bis 31. Dezember 2024 erfolgt ist. Dieser Zeitraum wurde um weitere 12 Monate bis zum Jahresende 2025 verlängert und aktuell wird noch an der Nachbesetzung gearbeitet.
Für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine bis zum 30. Juni 2027 zu erreichende Zielgröße von mindestens 21,43 % festgelegt und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine bis zum 30. Juni 2027 zu erreichende Zielgröße von 29,16 % festgelegt. Diese Zielgrößen sind zum Ende des Berichtsjahres in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mit einer Frauenquote von 14,29 % nicht erreicht und in der zweiten Führungsebene mit gerundet 29,17 % erreicht. Hintergrund für die Nichterreichung der Zielvorgabe auf der ersten Führungsebene ist, dass die Stellen grundsätzlich aufgrund der Eignung des in Betracht kommenden Personenkreises besetzt werden und das Geschlecht bei besserer Eignung nicht den Ausschlag für die Besetzung der Leitungsposition gibt. Unabhängig von der gesetzlich zwingenden Festlegung von Zielgrößen engagiert sich die Unternehmensgruppe in der Förderung von Frauen und Männern, die Führungskräfte werden wollen und versucht als technikgetriebenes Unternehmen insbesondere Frauen für technische Berufe zu begeistern.
ABHÄNGIGKEITSBERICHT
SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM BERICHT ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die der Gesellschaft zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.
Schrobenhausen, den 14. April 2025
BAUER Aktiengesellschaft
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024
AKTIVA
| in Tausend EUR | Anhang | 01.01.2023* angepasst | 31.12.2023* angepasst | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | (22) | 16.837 | 27.907 | 27.224 |
| Sachanlagen | (22) | 481.743 | 484.752 | 497.239 |
| At-Equity bewertete Anteile | (22) | 58.581 | 65.723 | 70.107 |
| Beteiligungen | (22) | 2.106 | 2.106 | 3.172 |
| Aktive latente Steuern | (23) | 35.077 | 54.073 | 51.071 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (24) | 1.056 | 8.720 | 23.980 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (25) | 8.292 | 8.786 | 10.606 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (26) | 35.747 | 25.519 | 32.002 |
| Langfristige Vermögenswerte | 639.439 | 677.586 | 715.401 | |
| Vorräte | (27) | 489.400 | 524.408 | 507.021 |
| Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte | (27) | -8.995 | -13.972 | -12.448 |
| Vorräte gesamt | - | 480.405 | 510.436 | 494.573 |
| Vertragsvermögenswerte | (28) | 96.384 | 78.881 | 68.138 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (28) | 262.056 | 277.794 | 241.957 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | (28) | 1.845 | 1.616 | 1.093 |
| Geleistete Anzahlungen | (28) | 13.931 | 7.640 | 7.966 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (28) | 46.946 | 49.515 | 58.711 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (28) | 22.441 | 9.353 | 6.905 |
| Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.156 | 5.210 | 6.684 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (29) | 44.607 | 68.749 | 72.944 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | (30) | 0 | 0 | 9.262 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 972.771 | 1.009.194 | 968.233 | |
| 1.612.210 | 1.686.780 | 1.683.634 |
* Vorjahr angepasst, siehe Erläuterungen im Anhang S. 54; Abschnitt: "Wesentliche Änderungen in der aktuellen Berichtsperiode"
PASSIVA
| in Tausend EUR | 01.01.2023* angepasst | 31.12.2023* angepasst | 31.12.2024 | |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 111.186 | 183.398 | 183.398 | |
| Kapitalrücklage | 16.304 | 42.331 | 26.861 | |
| Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 248.706 | 243.147 | 283.663 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG | 376.196 | 468.876 | 493.922 | |
| Minderheitsgesellschafter | 18.370 | 14.181 | 8.060 | |
| Eigenkapital | (31) | 394.566 | 483.057 | 501.982 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (32) | 58.431 | 95.856 | 182.865 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | (33) | 45.368 | 37.807 | 32.450 |
| Pensionsrückstellungen | (33) | 102.461 | 111.599 | 111.701 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (32) | 9.341 | 8.696 | 8.606 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | (32) | 11.522 | 8.609 | 11.737 |
| Passive latente Steuern | (23) | 10.729 | 13.993 | 20.953 |
| Langfristige Schulden | 237.852 | 276.560 | 368.312 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (34) | 401.819 | 292.008 | 181.846 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | (34) | 26.234 | 24.213 | 20.716 |
| Vertragsverbindlichkeiten | (34) | 89.112 | 134.461 | 79.318 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (34) | 230.836 | 263.157 | 306.560 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bewerteten Unternehmen und Beteiligungen | (34) | 27.660 | 31.061 | 37.528 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (34) | 105.521 | 80.298 | 82.574 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (34) | 15.806 | 21.031 | 18.593 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 35.314 | 38.094 | 28.387 | |
| Sonstige Rückstellungen | (35) | 43.976 | 39.027 | 53.781 |
| Pensionsrückstellungen | (33) | 3.514 | 3.813 | 4.037 |
| Kurzfristige Schulden | 979.792 | 927.163 | 813.340 | |
| 1.612.210 | 1.686.780 | 1.683.634 |
* Vorjahr angepasst, siehe Erläuterungen im Anhang S. 54; Abschnitt: "Wesentliche Änderungen in der aktuellen Berichtsperiode"
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in Tausend EUR | Anhang | 12M/2023 angepasst | 12M/2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (7) | 1.698.186 | 2.035.882 |
| Bestandsveränderungen | 36.923 | 12.142 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (8) | 12.073 | 9.112 |
| Sonstige Erträge | (9) | 26.177 | 50.170 |
| Konsolidierte Leistung | 1.773.359 | 2.107.306 | |
| Materialaufwand | (10) | -900.653 | -1.145.483 |
| Personalaufwand | (11) | -458.714 | -480.129 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (12) | -216.935 | -249.417 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen gem. IFRS 9 | (13) | -1.699 | -20.596 |
| Wertminderungen bei at-Equity bewerteten Anteilen | (14) | -1.217 | 0 |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen | (15) | 9.435 | 12.251 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 203.576 | 223.932 | |
| Abschreibungen | |||
| a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen | (16) | -101.045 | -117.008 |
| b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | (17) | -13.537 | -17.859 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 88.994 | 89.065 | |
| Finanzerträge | (18) | 37.564 | 47.000 |
| Finanzaufwendungen | (19) | -99.957 | -85.601 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 26.601 | 50.464 | |
| Ertragsteueraufwand | (20) | -23.757 | -40.763 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.844 | 9.701 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | 835 | 9.098 | |
| davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 2.009 | 603 |
* Vorjahr angepasst, siehe Erläuterungen im Anhang S. 54; Abschnitt: "Wesentliche Änderungen in der aktuellen Berichtsperiode"
| 12M/2023 angepasst | 12M/2024 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR | 835 | 9.098 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 39.297.875 | 43.037.478 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 39.297.875 | 43.037.478 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,02 | 0,21 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,02 | 0,21 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | 12M/2023 angepasst | 12M/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 2.844 | 9.701 |
| Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | -7.491 | 1.046 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung | 2.346 | -321 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 3.613 | 12.909 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf die Bewertung von Beteiligungen | -50 | -197 |
| Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten (Hedging Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen) | -928 | -179 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | 207 | -216 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten (Rücklage für Sicherungskosten) | -1 | 164 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | 1 | -164 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten | 196 | 134 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -11.025 | -2.976 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -13.132 | 10.200 |
| Gesamtergebnis | -10.288 | 19.901 |
| davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | -7.773 | 24.916 |
| davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | -2.515 | -5.015 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2024
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2023 | 111.186 | 16.304 | 267.190 | -9.257 |
| Fehlerkorrektur | 0 | 0 | -7.745 | 0 |
| Stand am 01.01.2023 angepasst | 111.186 | 16.304 | 259.445 | -9.257 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 835 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | -6.501 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | -7.491 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | 2.346 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -4.310 | -6.501 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -8 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 72.212 | 29.237 | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | -430 | 0 | 0 |
| Ausgleich des Verlustvortrages | 0 | -2.780 | 2.780 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | -558 | 0 |
| Stand am 31.12.2023 angepasst | 183.398 | 42.331 | 257.349 | -15.758 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) | Derivative Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) | |
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2023 | 978 | 2 |
| Fehlerkorrektur | 0 | 0 |
| Stand am 01.01.2023 angepasst | 978 | 2 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | -721 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 196 | 0 |
| Gesamtergebnis | -525 | 0 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Ausgleich des Verlustvortrages | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2023 angepasst | 453 | 2 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente | Anteile der Anteilseigner der BAUER AG | Minderheitsgesellschafter | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2023 | -2.462 | 383.941 | 18.370 | 402.311 |
| Fehlerkorrektur | 0 | -7.745 | 0 | -7.745 |
| Stand am 01.01.2023 angepasst | -2.462 | 376.196 | 18.370 | 394.566 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 835 | 2.009 | 2.844 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | -6.501 | -4.524 | -11.025 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | -7.491 | 0 | -7.491 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 3.613 | 3.613 | 0 | 3.613 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | 0 | -721 | 0 | -721 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | -50 | 2.492 | 0 | 2.492 |
| Gesamtergebnis | 3.563 | -7.773 | -2.515 | -10.288 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | -8 | 0 | -8 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.674 | -1.674 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 101.449 | 0 | 101.449 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | -430 | 0 | -430 |
| Ausgleich des Verlustvortrages | 0 | 0 | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | -558 | 0 | -558 |
| Stand am 31.12.2023 angepasst | 1.101 | 468.876 | 14.181 | 483.057 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2024 angepasst | 183.398 | 42.331 | 257.349 | -15.758 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 9.098 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 2.620 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | 1.073 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutrale verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | -326 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 9.845 | 2.620 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 130 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausgleich des Verlustvortrages | 0 | -15.470 | 15.470 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2024 | 183.398 | 26.861 | 282.794 | -13.138 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) | Derivative Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) | |
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2024 angepasst | 453 | 2 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | -395 | 0 |
| Erfolgsneutrale verrechnete latente Steuern | 134 | 0 |
| Gesamtergebnis | -261 | 0 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Ausgleich des Verlustvortrages | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2024 | 192 | 2 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente | Anteile der Anteilseigner der BAUER AG | Minderheitsgesellschafter | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2024 angepasst | 1.101 | 468.876 | 14.181 | 483.057 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 9.098 | 603 | 9.701 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 2.620 | -5.596 | -2.976 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 1.073 | -27 | 1.046 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von sonstigen Beteiligungen | 12.909 | 12.909 | 0 | 12.909 |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten | 0 | -395 | 0 | -395 |
| Erfolgsneutrale verrechnete latente Steuern | -197 | -389 | 5 | -384 |
| Gesamtergebnis | 12.712 | 24.916 | -5.015 | 19.901 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 130 | 0 | 130 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.106 | -1.106 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausgleich des Verlustvortrages | 0 | 0 | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2024 | 13.813 | 493.922 | 8.060 | 501.982 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in Tausend EUR | 12M/2023 | 12M/2024 |
|---|---|---|
| angepasst | ||
| --- | --- | --- |
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 26.601 | 50.464 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 101.045 | 117.008 |
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 13.537 | 17.859 |
| Wertminderungen und Wertaufholungen gem. IFRS 9 | 1.699 | 20.596 |
| Wertminderungen bei at-Equity bewerteten Anteilen | 1.217 | 0 |
| Finanzerträge | -37.564 | -47.000 |
| Finanzaufwendungen | 99.957 | 85.601 |
| Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften | 7.459 | -3.331 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -51.609 | 9.940 |
| Erhaltene Dividenden | 3.334 | 4.965 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -3.346 | -5.759 |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen | -9.435 | -12.251 |
| Veränderung der Rückstellungen | -21.720 | 19.463 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -38.933 | 39.854 |
| Veränderung der Vertragsvermögenswerte | 14.778 | 12.733 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | 18.203 | -25.474 |
| Veränderung der Vorräte | -46.952 | -10.792 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 49.578 | 13.596 |
| Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten | 45.688 | -52.112 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | 777 | 2.423 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 174.314 | 237.783 |
| gezahlte Ertragsteuern | -23.468 | -43.560 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 150.846 | 194.223 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel | -1.000 | -5.815 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -140.892 | -181.558 |
| Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 37.930 | 87.011 |
| Erlöse aus Verkauf von Tochtergesellschaften | 530 | 5 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | -1.775 | -2.705 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen | -3.375 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 11.346 | 13.661 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -97.236 | -89.401 |
| Free Cashflow | 53.610 | 104.822 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 150.734 | 172.039 |
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -215.637 | -205.097 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | -27.125 | -33.475 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens | 101.449 | 0 |
| Auszahlungen für Transaktionskosten im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen | -430 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | -1.674 | -1.106 |
| Gezahlte Zinsen | -35.970 | -34.393 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -28.653 | -102.032 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | 24.957 | 2.790 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -815 | 1.405 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | 24.142 | 4.195 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 44.607 | 68.749 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 68.749 | 72.944 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 24.142 | 4.195 |
Konzernanhang
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße 1, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Aktiengesellschaft wird ausschließlich in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften nach § 315e Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB aufgestellte Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei operative Segmente aufgeteilt: Spezialtiefbau, Maschinen und Resources.
Seit Ablauf des 20. Juni 2023 ist die BAUER AG nicht mehr im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.
WESENTLICHE ÄNDERUNGEN IN DER AKTUELLEN BERICHTSPERIODE
Gemäß IAS 8.41 ff. sind wesentliche Fehler aus früheren Perioden bei der Entdeckung rückwirkend zu korrigieren. Gemäß IAS 1.40A i.V.m. IAS 1.10(f) ist im Falle einer Fehlerkorrektur eine dritte zu Beginn der vorangegangenen Periode lautende Bilanz vorzulegen, wenn die rückwirkende Anpassung einen wesentlichen Effekt auf die Informationen dieser Bilanz hat.
Folgende Fehler i.S.d.IAS 8.5 wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses der BAUER Gruppe in Bezug auf die dargestellten Vergleichsperioden festgestellt und korrigiert:
| ― | Im Rahmen einer gesamtheitlichen Überprüfung der Bewertungsmethoden in den Vorräten wurde festgestellt, dass in Vergangenheit erforderliche Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert i.S.d. IAS 2.6 nicht in ausreichendem Maße durchgeführt wurden. Davon betroffen waren insbesondere veraltete Vermögenswerte. Der Korrekturbetrag wurde gem. IAS 8.42 retrospektiv erfasst und verteilt sich auf das Segment Maschinen mit TEUR 10.665 und auf das Segment Spezialtiefbau mit TEUR 5.060. Der Gesamtbetrag in Höhe von TEUR -9.604 zum 01.01.2023 und TEUR -15.725 zum 31.12.2023 führte zu einer Reduktion der Vorräte in der Bilanz Die Korrektur des Vorratsvermögens führte zu einer retrospektiven Erhöhung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.859 zum 01.01.2023 und TEUR 4.045. zum 31.12.2023. |
| ― | Seit der Einführung des IFRS 9 "Finanzinstrumente" und der damit einhergehenden Verpflichtung zur Ermittlung erwarteter Kreditverluste wurde die sogenannten Provisionmatrix auf Segmentebene erstellt und etwaige Kreditverluste dort ausgewiesen. Dies führte zu einer korrekten Bewertung der Finanzinstrumente nach den Anforderungen des IFRS 9 während die komplexe Berechnungslogik zentral vorgenommen werden konnte. |
| ― | Im Rahmen des Globalen Mindestbesteuerungsgesetztes (MinBestRL-UmsG bzw. "Pillar II") entstand die Anforderung, sämtliche den einzelnen steuerlichen Hoheitsgebieten zuzurechnenden Ergebniseffekte auch dort auszuweisen. In diesem Zuge hat sich die BAUER Gruppe dazu entschieden, die Buchungen auf die einzelnen Gesellschaften zu allokieren und die Buchungen auf Segmentebene aufzulösen. Dadurch ergab sich eine retrospektive Verringerung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR -588 durch den Unterschied zwischen Konzernsteuersatz auf Segmentebene und dem individuellen Steuersatz der Gesellschaften. Des Weiteren wurde im Segment Resources eine Falschbuchung korrigiert, die die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen retrospektiv um TEUR -113 verringert. |
| ― | Im Geschäftsjahr wurden die kurz- und langfristigen Forderungen aus Sicherungseinbehalten erstmalig separat auf Konten erfasst. Bisher erfolgte ein Ausweis unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Durch den neuen Ausweis wurde das Vorjahr entsprechend angepasst. Der Betrag der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöht sich im Vorjahr dadurch um TEUR 6.822, die zuvor Teil der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren. |
| ― | Die dargestellten Sachverhalte führen zu einer insgesamten retrospektiven Verringerung der anderen Gewinnrücklagen und des Bilanzgewinns der BAUER Gruppe in Höhe von TEUR -7.745 zum 01.01.2023 und TEUR -12.381 zum 31.12.2023. Das Ergebnis nach Steuern zum 31.12.2023 verringert sich dadurch um TEUR -4.636 und das Ergebnis je Aktie von EUR 0,14 auf EUR 0,02. |
1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.
In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden und umfasst jeweils den Zeitraum vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres.
Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Nach Einschätzung des Managements bestehen keine wesentlichen Unsicherheiten, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen könnten.
2. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konsolidierungskreis werden neben der obersten Muttergesellschaft BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, die von der BAUER AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht werden. Dies ist der Fall, wenn die BAUER AG die Fähigkeit besitzt, die Rendite aus ihrem Engagement mittels Verfügungsgewalt, insbesondere über die Finanz- und Geschäftspolitik des jeweiligen Unternehmens, zu beeinflussen hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.
Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows der BAUER Gruppe sowohl einzeln und als auch gesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert und in der BAUER Gruppe nach den Vorgaben des IFRS 9 bilanziert. Für diese Gesellschaften wird regelmäßig ein beizulegender Zeitwert ermittelt und die entsprechende Anpassung ergebnisneutral über das Other Comprehensive Income vorgenommen (FVOCI-Option).
In den Konzernabschluss 2024 wurden 94 Unternehmen (Vorjahr: 108) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurde eine (Vorjahr: 6) Gesellschaft erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2024 sind 15 (Vorjahr: 8) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt.
Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne BAU-Argen):
| Hauptgeschäft | Sitz | Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile | Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023* | 31.12. 2024 | 31.12.2023 | 31.12. 2024 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segment Spezialtiefbau | Spezialtiefbau | Weltweit | 33 | 22 | 2 | 2 |
| Segment Maschinen | Maschinenherstellung und -vertrieb | Weltweit | 34 | 31 | 1 | 2 |
| Segment Resources | Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze | Weltweit | 21 | 20 | 1 | 1 |
| Segment Zentrale Dienste | Zentrale Dienste | Weltweit | 6 | 6 | 0 | 0 |
| Gesamt | 94 | 79 | 4 | 5 |
| Anzahl der assoziierten Unternehmen | Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12. 2024 | 31.12.2023 | 31.12. 2024 | 31.12.2023* | 31.12. 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segment Spezialtiefbau | 1 | 1 | 1 | 1 | 37 | 26 |
| Segment Maschinen | 2 | 2 | 0 | 0 | 37 | 35 |
| Segment Resources | 2 | 2 | 4 | 4 | 28 | 27 |
| Segment Zentrale Dienste | 0 | 0 | 0 | 0 | 6 | 6 |
| Gesamt | 5 | 5 | 5 | 5 | 108 | 94 |
* Vorjahreszahlen geändert: Der Konsolidierungsstatus der Gesellschaften in den Segmenten wurde überprüft und angepasst.
Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben.
In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Beherrschung führen.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Anteile an Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Davon waren zum 31. Dezember 2024 5 Gesellschaften (Vorjahr: 5) betroffen. Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet.
Die BAUER Gruppe hält vereinzelt mehr als 50 % an Unternehmen, die als Gemeinschaftsunternehmen oder assoziiertes Unternehmen berücksichtigt werden. Diese Bewertung ist durch gesellschaftsindividuelle Vertragsgestaltung begründet, die eine Beherrschung aus Sicht der BAUER Gruppe ausschließt.
Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst und im Konzernanhang enthalten.
Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften erstellen die BAUER Corporate Services Private Limited, die BAUER Equipment India Private Limited, die BAUER Engineering India Private Limited sowie die BAUER Specialized Foundation Contractor India Private Limited ihren Abschluss auf den 31. März. Die BAUER Bangladesh Limited erstellt ihren Abschluss auf den 30. Juni.
Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB
Für folgende Gesellschaften wird von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
BAUER Maschinen GmbH
BAUER Resources GmbH
BAUER Spezialtiefbau GmbH
BAUER Verwaltungs und Beteiligungs GmbH
EURODRILL GmbH
EURODRILL Grundstücks GmbH
GWE GmbH
KLEMM Bohrtechnik GmbH
rig.plus GmbH
RTG Rammtechnik GmbH
Sadurski Erdwärme GmbH
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH
Anwendung von § 291 Abs. 1 HGB
Die BAUER Maschinen GmbH, die BAUER Spezialtiefbau GmbH und die BAUER Resources GmbH haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.
Veränderungen bei Tochterunternehmen
Segment Spezialtiefbau
Im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres wurden folgende Gesellschaften wegen Liquidation oder Einstellung des Geschäftsbetriebs oder Verlust der Beherrschung entkonsolidiert:
BAUER Renewables Ltd.
BAUER Lebanon Foundation Specialists S.a.r.l.
BAUER Foundations (IRL) Ltd.
BAUER International Qatar LLC
BAUER Vietnam Ltd.
BAUER Georgia Foundation Specialists LLC
BAUER Engineering International Ltd.
BAUER Bangladesh Ltd.
BAUER Fundaciones Dominicana S.R.L.
BAUER DK A/S
BAUER Fondations SAS
BAUER MALAYSIA SDN. BHD. - INDONESIA BRANCH
Aus den Entkonsolidierungen ergab sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 13.486 (Sonstige Erträge) und ein Aufwand in Höhe von TEUR 10.155 (Sonstige betriebliche Aufwendungen).
Segment Maschinen
Mit Wirkung zum 04. Dezember 2024 wurde die BAUER Equipment (Shanghai) Ltd. auf die Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd. verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage im Segment Maschinen.
Des Weiteren wurde zum 31. Mai 2024 die bis dato nicht konsolidierte Obermann MAT GmbH auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen. Daraus ergab sich ein Effekt in Höhe von TEUR 87 auf das Nettovermögen im Segment Maschinen.
Segment Resources
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres wurde die BAUER Erdwärme GmbH in die Sadurski Erdwärme GmbH umfirmiert und eine Sitzverlegung eingetragen. Mit Ablauf des 30. Juni 2024 wurden 100 % der Anteile an der Sadurski Erdbohrungen GmbH & Co. KG, Leopoldshöhe nebst zugehöriger Komplementärin Sadurski Verwaltungs GmbH, Leopoldshöhe von der Sadurski Erdwärme GmbH erworben. Weiter ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2024 (unmittelbar nach Erwerb der Anteile), die Komplementär-GmbH aus der KG ausgeschieden, was zum Erlöschen der KG und Anwachsung des Geschäftsbetriebs an die Sadurski Erdwärme GmbH geführt hat, so dass das operative Geschäft zukünftig unter dieser Firma geführt wird und daneben noch die Sadurski Verwaltungs GmbH als Hülle und 100 % Tochter der Sadurski Erdwärme GmbH existiert.
Die Transaktion wurde in bar finanziert.
1. Übernommene Vermögenswerte und Schulden
| in Tausend EUR | Fair Value zum Erwerbszeitpunkt 30.06.2024 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.214 |
| Sachanlagen | 1.040 |
| Vorräte | 734 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 605 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente | 354 |
| Verbindlichkeiten | -1.654 |
| Rückstellungen | -170 |
| Nettovermögen | 4.123 |
2. Gegenleistung
Die Gesamtgegenleistung für den Erwerb betrug TEUR 6.170, bestehend aus:
| in Tausend EUR | |
|---|---|
| Barmittel | 6.170 |
3. Goodwill
Aus der Transaktion resultierte ein Goodwill in Höhe von TEUR 2.047, der wie folgt ermittelt wurde:
| in Tausend EUR | |
|---|---|
| Übertragene Gegenleistung | 6.170 |
| Abzüglich Nettovermögen | -4.123 |
| Goodwill | 2.047 |
Der Goodwill reflektiert den Zugang zu neuen Märkten durch die Sadurski Erdwärme GmbH.
4. Ergebnisbeitrag
Seit dem Erwerbszeitpunkt am 30. Juni 2024 trug die Sadurski Erdwärme GmbH zum Konzernumsatz TEUR 1.741 und zum Ergebnis nach Steuern des Konzerns TEUR -643 bei.
Hätte der Erwerb bereits zum 1. Januar 2024 stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 1.872 und das Ergebnis nach Steuern auf TEUR -670 belaufen.
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH.
5. Transaktionskosten
Im Zusammenhang mit dem Erwerb fielen Transaktionskosten in Höhe von TEUR 77 an. Diese wurden als Aufwand in der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres wurden 100 % der Anteile an der BAUER Resources Senegal SARL zu einem Verkaufspreis von TEUR 5 an Herrn Frank Weimert verkauft. Die Gesellschaft wurde daher endkonsolidiert ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Verlust in Höhe von TEUR 3.582 der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist.
Segment Zentrale Dienste
Im Segment Zentrale Dienste ergaben sich im Geschäftsjahr keine Änderungen.
3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Bewertung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.
4. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN SOWIE WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Ansatz, Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Dabei werden sämtliche zum Zeitpunkt der Annahmen und Schätzungen verfügbaren Informationen zugrunde gelegt. Die Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen unterliegen regelmäßig einer erhöhten Unsicherheit. Die tatsächlichen Beträge können daher von den Beurteilungen und Schätzungen des Managements abweichen und wesentliche Auswirkungen auf die BAUER Gruppe haben.
Ermessensentscheidungen des Managements als Basis für die Ausübung entsprechender Bilanzierungsregeln sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
• Umsatzerlöse aus Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden
In den Segmenten Spezialtiefbau und Resources wird ein Großteil der ausgewiesenen Umsatzerlöse im Rahmen der Auftragsfertigung mit der Cost-to-Cost-Methode zeitraumbezogen realisiert. Die in der Berichtsperiode erfassten zeitraumbezogenen Umsatzerlöse sind dabei insbesondere abhängig vom Fertigstellungsgrad sowie den erwarteten Gesamterlösen. Der Fertigstellungsgrad ist wiederum abhängig von der Einschätzung der über das Projekt anfallenden Gesamtkosten. Änderungen von Annahmen und Schätzungen können zu einer Erhöhung oder Verringerung zeitraumbezogener Umsatzerlöse führen. Zur weiteren Erläuterung der Auftragsfertigung und den zeitraumbezogenen Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt "Auftragsfertigung" unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie auf den Abschnitt 7 "Umsatzerlöse".
• Wertminderung aufgrund erwarteter Kreditverluste
Zur Bestimmung der Wertminderung aufgrund erwarteter Kreditverluste ist eine Einschätzung zur Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten notwendig. Die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit ist mit Unsicherheit verbunden und kann sich von tatsächlich eingetretenen Kreditausfällen unterscheiden. Zur weiteren Erläuterung der Wertminderung aufgrund erwarteter Kreditverluste verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzinstrumente" unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie den Abschnitt "Ausfallrisiko" unter 40 "Finanzinstrumente".
• Sonstige Wertminderungen von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Bei der Ermittlung eines Wertminderungsbedarfes von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird der aktuelle Buchwert mit dem höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten verglichen. Die erwarteten Cashflows zur Bestimmung des Nutzungswertes oder der Veräußerungskosten sind regelmäßig mit einer Unsicherheit verbunden. Entwicklungen und Ereignisse können dazu führen, dass sich die erwarteten von den tatsächlichen Cashflows unterscheiden. Weitere Unsicherheiten in diesem Zusammenhang liegen bei der Festlegung des zu verwendeten Abzinsungssatzes (WACC) und erwarteten Wachstumsraten vor. Zur weiteren Erläuterung von Wertminderungen von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verweisen wir auf den gleichnamigen Abschnitt unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie den Abschnitt für die einzelnen Kategorien an Vermögenswerten.
• Leasing
Bei der Bewertung von Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechten sind verschiedene Annahmen und Schätzungen zu tätigen. In Leasingverhältnissen können Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen sowie Restwertgarantien und Optionen auf Ankauf enthalten sein. Eine Option, welche mit hinreichender Sicherheit ausgeübt bzw. nicht ausgeübt wird, hat Auswirkungen auf die geschätzte Vertragslaufzeit und folglich auf die Höhe der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts. Im Wesentlichen betrifft dies bei der BAUER Gruppe verschiedene Büro- und Lagergebäude. Durch die Möglichkeiten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen nutzen zu können, wird die notwendige Flexibilität, um auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können, gewährleistet. Für die Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden von der der BAUER Gruppe alle Tatsachen und Umstände, die einen wesentlichen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung einer Verlängerungsoption, bzw. einer Nichtausübung einer Kündigungsoption darstellen, berücksichtigt. Zur weiteren Erläuterung von Leasing in der BAUER Gruppe verweisen wir auf den gleichnamigen Abschnitt unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie auf den Abschnitt 22 "Anlagevermögen".
• Pensionsrückstellungen
Pensionsrückstellungen beinhalten versicherungsmathematische Annahmen und Schätzungen. Darunter fallen beispielsweise künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen oder Lebenserwartungen. Änderungen der Annahmen und Schätzungen können insbesondere Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellung und das sonstige Ergebnis haben. Zur weiteren Erläuterung der Pensionsrückstellungen verweisen wir auf den gleichnamigen Abschnitt 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie auf den Abschnitt 33 "Rückstellungen für Pensionen".
• Sonstige Rückstellungen
Bei der Bewertung von sonstigen Rückstellungen sind zahlreiche Annahmen und Schätzungen enthalten, die Auswirkung auf Ansatz und Bewertung der Rückstellungen haben können. Dabei sind Einschätzungen zu Eintrittswahrscheinlichkeit oder Erfüllungsbetrag mit Unsicherheiten belastet. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die tatsächlichen Zahlungsmittelabflüsse vom ursprünglichen Rückstellungsbetrag abweichen. Zur weiteren Erläuterung der Sonstigen Rückstellungen verweisen wir auf den gleichnamigen Abschnitt 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie auf den Abschnitt 35 "Sonstige Rückstellungen".
• Aktive latente Steuern
Die Bewertung von aktiven latenten Steuern erfordert Annahmen und Schätzungen dahingehend, ob künftig genug zu versteuerndes Einkommen für eine entsprechende Nutzung vorhanden ist. Diese Annahmen und Schätzungen werden im Rahmen einer internen Planungsrechnung getätigt und beinhalten Unsicherheiten hinsichtlich tatsächlicher zukünftiger Entwicklungen. Zur weiteren Erläuterung der latenten Steuern verweisen wir auf den gleichnamigen Abschnitt 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie auf den Abschnitt 23 "Latente Steuern".
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen zum Stichtag. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Entwicklungen werden im Rahmen der Ausübung von Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen regelmäßig berücksichtigt und entsprechend wirtschaftlicher oder länderspezifischer Entwicklungen aktualisiert. Unsicherheit bei Ermessungsentscheidungen, Annahmen und Schätzungen wurden im Geschäftsjahr insbesondere durch die Ukraine-Krise verstärkt.
5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der nachfolgenden beibehalten:
Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig
Eine Verbindlichkeit ist als langfristig einzustufen, wenn das bilanzierende Unternehmen am Abschlussstichtag ein substanzielles Recht besitzt, die Erfüllung um mindestens 12 Monate zu verschieben. Hängt das Recht zu verschieben davon ab, dass innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag Bedingungen erfüllt werden müssen, haben diese Bedingungen keinen Einfluss auf den Ausweis als kurz- oder langfristig. Für die als langfristig klassifizierte Verbindlichkeiten sind folgende Informationen anzugeben:
Informationen über die bestehenden Bedingungen (einschließlich Art und Zeitpunkt)
Buchwert der betroffenen Verbindlichkeiten
Sofern vorhanden: Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass das Unternehmen Schwierigkeiten haben könnte, die Bedingungen zu erfüllen
Bei der Beurteilung, ob ein (substanzielles) Recht vorhanden ist, ist nicht zu berücksichtigen, ob das Unternehmen sein Recht auch ausüben wird. Eine diesbezügliche Absicht des Managements hat somit keinen Einfluss auf die Klassifizierung.
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 20. Dezember 2023 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Für die BAUER Gruppe ergaben sich durch die Änderung am IAS 1 keine wesentlichen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024.
Änderungen an IAS 12: Globale Mindestbesteuerung: Pillar Two-Modellregelungen
Gemäß angepasster (finaler) Fassung sind in Perioden, in denen eine Gesetzgebung zur Umsetzung der Pillar-Two-Regelungen zwar (im Wesentlichen) beschlossen, jedoch noch nicht in Kraft getreten ist, Informationen zu geben, die es Abschlussadressaten ermöglichen, die Auswirkungen der Pillar-Two-Regelungen bzw. der daraus resultierenden Ertragssteuern auf das Unternehmen einzuschätzen. Hierzu sind zum Ende der Berichtsperiode bekannte oder verlässlich einschätzbare qualitative und quantitative Informationen zu den Auswirkungen anzugeben. Wenn die Auswirkungen nicht bekannt oder verlässlich einschätzbar sind, sind Informationen zum Fortschritt zu geben, den das Unternehmen hinsichtlich der Einschätzung der Auswirkungen der Pillar-Two-Regelungen gemacht hat.
Der tatsächliche Steueraufwand (bzw. -ertrag) im Zusammenhang mit Pillar-Two-Ertragssteuern ist separat anzugeben. Außerdem ist anzugeben, dass von der (obligatorischen) Ausnahme von der Pflicht zur Bilanzierung latenter Steuern Gebrauch gemacht wird.
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 9. November 2023 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Für die BAUER Gruppe ergaben sich durch die Änderung an IAS 12 keine wesentlichen bilanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024. Bzgl. der potenziellen Auswirkungen aufgrund der Einführung der globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two) wird auf den Unterabschnitt "Latente Steuern" im Abschnitt "5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwiesen.
Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen
Die zusätzlichen Anhangangaben sollen die Transparenz von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten, Cashflows und das Liquiditätsrisiko in den Abschlüssen der Unternehmen erhöhen.
Die geforderten Angabepflichten betreffen insbesondere:
| ― | Vertragsbedingungen |
| ― | Buchwert der Verbindlichkeiten (die Gegenstand der Reverse-Factoring-Vereinbarung sind), Bilanzposten (in dem die Verbindlichkeiten ausgewiesen werden) und Höhe der Verbindlichkeiten (für die die Lieferanten bereits Zahlungen von der Bank/dem Factor erhalten haben) |
| ― | Bandbreiten der Zahlungsfristen der Verbindlichkeiten (die Gegenstand der Reverse-Factoring-Vereinbarung sind) im Vergleich zu den Zahlungsfristen von Verbindlichkeiten, für die keine Lieferantenfinanzierungsvereinbarung besteht |
| ― | Informationen über die Auswirkungen auf das Liquiditätsrisiko |
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 16. Mai 2024 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Für die BAUER Gruppe ergaben sich durch die Änderung an IAS 7 und IFRS 7 keine wesentlichen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024.
Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einem Sale and Leaseback
Die Anpassung des IFRS 16 verlangt, die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten, dass bei deren Folgebewertung (insbesondere bei späteren Modifikationen oder Neubewertungen) kein Gewinn oder Verlust in Bezug auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht entsteht. Zu diesem Zweck hat der Leasingnehmer eine Bilanzierungsmethode zur Bestimmung der Leasingzahlungen festzulegen, die diese Anforderung erfüllt.
Die Erstanwendung der Änderung ist retrospektiv nach IAS 8 ab dem Übergang auf IFRS 16 vorzunehmen.
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 21. November 2023 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Für die BAUER Gruppe ergaben sich durch die Änderung an IFRS 16 keine wesentlichen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024.
Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die erst ab dem Geschäftsjahr 2025 ff. verpflichtend anzuwenden bzw. von der teilweise EU noch nicht anerkannt sind:
| Standard / Interpretation / Änderung | Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr | Endorsement erfolgt |
|---|---|---|
| Änderungen an IAS 21: Mangelnde Umtauschbarkeit | 2025 ff. | Ja |
| Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten | 2026 ff. | Nein |
| IFRS 18: Darstellung und Angaben im Abschluss | 2027 ff. | Nein |
| IFRS 19 "Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben" | 2027 ff. | Nein |
Zum 31. Dezember 2024 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.
Mit der Einführung von IFRS 18 wird es eine neu definierte Struktur für die Gewinn- und Verlustrechnung geben, die sich in die Kategorien Operativ, Investiv und Finanzierung unterteilen wird.
Die operative Kategorie wird folgendes umfassen:
| ― | Alle Aufwendungen und Erträge, die sich aus dem operativen Betrieb eines Unternehmens ergeben, unabhängig davon, ob es sich um einmalige Sondereffekte oder sonstige ungewöhnliche Ergebniseffekte handelt. |
| ― | Ergebnisse aus den weiteren Aktivitäten des Unternehmens, welche nicht zu den anderen Kategorien zugeordnet werden können. |
Die investive Kategorie soll Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit den folgenden Vermögenswerten beinhalten:
| ― | Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, sowie darüber hinaus nicht konsolidierte Tochterunternehmen |
| ― | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
| ― | Sonstige Vermögenswerte, die eigenständig und weitgehend unabhängig von anderen Ressourcen des Unternehmens Rückflüsse generieren |
Die Kategorie Finanzaufwendungen wird Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten, die ausschließlich der Finanzierung dienen, und sonstigen Verbindlichkeiten (bspw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten, Pensionsverpflichtungen) beinhalten. Darüber hinaus werden gesonderte Vorschriften für Derivate, Sicherungsinstrumente und hybride Verbindlichkeiten geschaffen. In dieser Kategorie sollen folgende Aufwendungen und Erträge zu erfassen sein:
| ― | Aufwendungen und Erträge aus der Erst- und Folgebewertung der Verbindlichkeiten sowie dem Abgang einzelner Verbindlichkeiten. |
| ― | Inkrementelle Aufwendungen, die in einem direkten Zusammenhang mit der Emission oder der Tilgung der Verbindlichkeiten stehen |
| ― | Zinserträge und -aufwendungen |
| ― | Aufwendungen und Erträge aus der Änderung des Zinssatzes |
Neben den neuen Gliederungs- und Ausweisvorschriften wird der IFRS 18 auch eine Reihe neuer bzw. erweiterter Anhangangaben, die insbesondere die alternativen Leistungskennzahlen betreffen, enthalten.
Die detaillierten Auswirkungen des IFRS 18 auf die BAUER Gruppe werden bereits analysiert. Die Untersuchung ist noch nicht vollständig abgeschlossen, jedoch kann zum aktuellen Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass es zu Verschiebungen zwischen den neuen Kategorien kommen wird.
Abgesehen davon wird die zukünftige Anwendung der übrigen Standards voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe haben.
5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Fremdwährungsumrechnungen
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Transaktionen in Fremdwährung werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. In Fremdwährung gebundene monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Andere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, wenn sie nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert werden. Wenn diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt die Umrechnung mit dem Kurs zum jeweiligen Bewertungszeitpunkt. Entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und bis zum Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes kumuliert im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr wurde die Türkei gemäß den Kriterien des IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern als Hochinflationsland eingestuft. Dementsprechend wurde der Abschluss der in der Türkei ansässigen Tochtergesellschaft in Übereinstimmung mit IAS 29 angepasst. Die Anpassung umfasst eine Umrechnung der nicht-monetären Posten, des Eigenkapitals sowie der Aufwands- und Ertragsposten auf Basis eines allgemeinen Preisindexes, um die Auswirkungen der Hochinflation adäquat abzubilden. Die Effekte aus dieser Umbewertung wurde im Finanzergebnis erfasst.
Für Ägypten wurde keine Hochinflationsbewertung vorgenommen, da die kumulierte Inflationsrate für den relevanten Dreijahreszeitraum knapp unterhalb der Schwelle von 100 % lag und somit die formalen Kriterien zur Anwendung von IAS 29 nicht erfüllt waren.
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle:
| 1 EUR entspricht | Jahresdurchschnittswert | Stichtagswert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ägypten | EGP | 33,17752 | 49,07258 | 34,16800 | 52,62190 |
| Argentinien | ARS | 315,94314 | 990,60177 | 893,18630 | 1.067,48195 |
| Australien | AUD | 1,62880 | 1,63971 | 1,62630 | 1,67720 |
| Bulgarien | BGL | 1,95580 | 1,95580 | 1,95580 | 1,95580 |
| Chile | CLP | 907,95689 | 1.020,96392 | 966,35000 | 1.031,51500 |
| China | CNY | 7,66002 | 7,78747 | 7,85090 | 7,58330 |
| Georgien | GEL | 2,83579 | 2,94166 | 2,97740 | 2,91690 |
| Ghana | GHS | 12,64039 | 15,67535 | 13,25300 | 15,21650 |
| Großbritannien | GBP | 0,86979 | 0,84662 | 0,86905 | 0,82918 |
| Hong Kong | HKD | 8,46497 | 8,44536 | 8,63140 | 8,06860 |
| Indien | INR | 89,30011 | 90,55625 | 91,90450 | 88,93350 |
| Indonesien | IDR | 16.479,61561 | 17.157,67738 | 17.079,71000 | 16.820,88000 |
| Japan | JPY | 151,99028 | 163,85191 | 156,33000 | 163,06000 |
| Jordanien | JOD | 0,76696 | 0,76691 | 0,78600 | 0,73385 |
| Kanada | CAD | 1,45947 | 1,48211 | 1,464200 | 1,49480 |
| Katar | QAR | 3,94729 | 3,94546 | 4,03860 | 3,77270 |
| Libanon | LBP | 15.000,68372 | 85.972,70517 | 16.648,00000 | 92.688,68750 |
| Malaysia | MYR | 4,93196 | 4,95027 | 5,07750 | 4,64540 |
| Marokko | MAD | 10,95592 | 10,75288 | 10,96370 | 10,48900 |
| Mexiko | MXP | 19,18301 | 19,83138 | 18,72310 | 21,55040 |
| Neuseeland | NZD | 1,76215 | 1,78805 | 1,75040 | 1,85320 |
| Oman | OMR | 0,41626 | 0,41647 | 0,42528 | 0,39850 |
| Panama | PAB | 1,08144 | 1,08183 | 1,10760 | 1,03485 |
| Peru | PEN | 4,04629 | 4,05835 | 4,05360 | 3,88940 |
| Philippinen | PHP | 60,16261 | 62,00715 | 61,28300 | 60,30100 |
| Polen | PLN | 4,54197 | 4,30580 | 4,33950 | 4,27500 |
| Rumänien | RON | 4,94672 | 4,97464 | 4,97560 | 4,97430 |
| Russland | RUB | 92,82191 | 100,40116 | 100,11500 | 115,68040 |
| Saudi-Arabien | SAR | 4,05647 | 4,05955 | 4,14190 | 3,88760 |
| Schweden | SEK | 11,47876 | 11,43252 | 11,09600 | 11,45900 |
| Schweiz | CHF | 0,97180 | 0,95263 | 0,92600 | 0,94120 |
| Singapur | SGD | 1,45232 | 1,44581 | 1,45910 | 1,41640 |
| Südafrika | ZAR | 19,95511 | 19,82973 | 20,34770 | 19,61880 |
| Taiwan | TWD | 33,70283 | 34,73847 | 33,85510 | 34,13740 |
| Thailand | THB | 37,63113 | 38,18108 | 37,97300 | 35,67600 |
| Türkei | TRY | 25,75970 | 35,57340 | 32,65310 | 36,73720 |
| Ungarn | HUF | 381,85267 | 395,30387 | 382,80000 | 411,35000 |
| Vereinigte Arabische Emirate | AED | 3,97117 | 3,97353 | 4,05760 | 3,80345 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 1,08127 | 1,08238 | 1,10500 | 1,03890 |
| Vietnam | VND | 25.773,48837 | 27.105,44038 | 26.883,00000 | 26.375,50000 |
Immaterielle Vermögenswerte
Einen Überblick über die Nutzungsdauern immaterieller Vermögenswerte gibt die folgende Tabelle:
| Anlagenobjekt | Wirtschaftliche Nutzungsdauer |
|---|---|
| Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | 3 bis 10 Jahre |
| Geschäfts- und Firmenwert | unbegrenzt |
| Aktivierte Softwarekosten | 3 bis 10 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 3 bis 6 Jahre |
Die BAUER Gruppe überprüft die Methoden und Nutzungsdauern zum Bilanzstichtag regelmäßig und passt diese bei Bedarf prospektiv an.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.
Ein Wertminderungsaufwand wird dann erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:
| ― | die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, |
| ― | die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen, |
| ― | die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, |
| ― | der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, • die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, |
| ― | die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten. |
Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren und wird regelmäßig überprüft. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten - vorgenommen.
Sachanlagen
Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Prorata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Die Erstbewertung von Sachanlagen erfolgt nach IFRS mit den Anschaffungs- oder Herstellkosten. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis zuzüglich direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten, wie z. B. Kosten der Standortvorbereitung, Kosten der Lieferung, Montagekosten, geschätzte Kosten für einen späteren Abbruch und Abräumen des Vermögenswerts oder ähnliches, abzüglich Anschaffungspreisminderungen, wie unter anderem Rabatte, Boni oder Skonti. Zu den Herstellkosten zählen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbedingten Gemeinkosten. In letzteres sind Sozialkosten und Verwaltungskosten nur einzubeziehen, wenn diese direkt dem Produktionsvorgang zugeordnet werden können oder dazu dienen, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand für die vorhergesehene Verwendung zu versetzen. Finanzierungskosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellkosten aktiviert, sofern ein beachtlicher Zeitraum erforderlich ist, um den Vermögenswert in einen gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:
| Anlagenobjekt | Wirtschaftliche Nutzungsdauer |
|---|---|
| Grundstücke | unbegrenzt |
| Gebäude und sonstige Bauten | 3 bis 60 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 21 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 21 Jahre |
Wertminderungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Buchwert seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene Wertminderungen entfallen, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.
Sowohl Wertminderungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der Wertminderungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert. Die BAUER Gruppe überprüft die Methoden und Nutzungsdauern zum Bilanzstichtag regelmäßig und passt diese bei Bedarf prospektiv an.
Sofern die Vermietung von Maschinen nicht nur als verkaufsfördernde Maßnahme zählt, sondern den Hauptgeschäftszweck einer Gesellschaft darstellt, werden die vermieteten Maschinen unter dem Sachanlagevermögen ausgewiesen.
Wertminderung von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Die BAUER Gruppe überprüfte zum 31. Dezember 2024 die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und at-Equity bewerteten Anteilen, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen der Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorlagen. Die Höhe der überprüften Buchwerte sowie Auswirkungen aus etwaigen Wertminderungen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Geschäftsjahr 2023:
| in Tausend EUR | Buchwert vor Wertminderung | Wertminderungen des Geschäftsjahres | Laufender Buchwert gem. Konzernbilanz |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 28.138 | 231 | 27.907 |
| Sachanlagen | 489.332 | 4.580 | 484.752 |
| At-Equity bewertete Anteile | 66.939 | 1.216 | 65.723 |
Geschäftsjahr 2024:
| in Tausend EUR | Buchwert vor Wertminderung | Wertminderungen des Geschäftsjahres | Laufender Buchwert gem. Konzernbilanz |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 27.951 | 727 | 27.224 |
| Sachanlagen | 497.529 | 290 | 497.239 |
| At-Equity bewertete Anteile | 70.107 | 0 | 70.107 |
Bei den grundsätzlichen Analysen zur Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierender Einheiten bestimmt die BAUER Gruppe als erzielbaren Betrag den höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und vergleicht diesen mit den entsprechenden Buchwerten. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen den einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe. Der Nutzungswert wird durch Diskontierung erwarteter zukünftiger Cashflows aus der fortgeführten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem risikoangepassten Zinssatz (WACC) ermittelt. Die zukünftigen Zahlungsströme werden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen, vom Management verabschiedeten Business Planung bestimmt. Die Planungsrechnung umfasst regelmäßig einen Zeitraum über fünf Jahre. Sie basiert auf Erwartungen der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Segmentmärkte sowie der Profitabilität der angebotenen Produkte.
Bei der Ableitung des Nutzungswertes findet darüber hinaus eine Risikobewertung statt. So werden die Effekte projekt- und gesellschaftsbezogener Risiken sowie die Auswirkungen des Russland Ukraine Konfliktes und der Zinsentwicklung über die Zahlungsströme in der Berechnung abgebildet. Länderrisiken werden als gesellschaftsübergreifende Effekte demgegenüber im Zinssatz berücksichtigt. Die für die Planungsrechnung herangezogenen Prämissen werden sowohl mit der historischen Entwicklung als auch mit externen Informationsquellen auf Plausibilität geprüft.
Der für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelte, risikoangepasste Zinssatz (WACC - Weighted Average Cost of Capital) des gesamten Konzerns betrug zum 31. Dezember 2024 8,14 % (Vorjahr: 9,67 %) nach Steuern zuzüglich Länderrisikozuschlag. Der WACC vor Steuern betrug zum 31. Dezember 2024 8,47 % (Vorjahr: 9,89 %). Um eine genauere Darstellung der Risiko- und Kapitalstruktur des Konzerns zu ermöglichen, wurde im Jahr 2024 für jedes einzelne Segment zusätzlich ein separater WACC berechnet. Dieser liegt im Segment Zentrale Dienste bei 8,14 %, im Segment Spezialtiefbau bei 8,39 %, im Segment Maschinen bei 7,73 % und im Segment Resources bei 8,39 %. Die Ermittlung erfolgt auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung des Zinssatzes werden spezifische Peer-Group-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie den Fremdkapitalkostensatz verwendet. Die gesellschaftsspezifischen Zahlungsströme wurden unter Verwendung der jeweiligen Steuersätze der Gesellschaften im Inland von 29,13 % bis 32,95 % (Vorjahr: 29,13 % bis 32,14 %) sowie im Ausland von 0 % bis 32 % (Vorjahr: 0 % bis 32 %) ermittelt. Für die Perioden nach der Detailplanungsphase werden die Cashflows der letzten Planperiode unter Berücksichtigung von Wachstumsraten fortgeschrieben, die sich an der langfristigen Inflationserwartung orientieren. Die für die Berechnung verwendeten Wachstumsraten liegen grundsätzlich im Segment Spezialtiefbau bei 1 % (Vorjahr: 1 %), im Segment Resources liegen die verwendeten Wachstumsraten zwischen 0 % und 2 % (Vorjahr: 0 % bis 2 %). Für das Segment Maschinen liegen die Wachstumsraten zwischen 3 % und 5 % (Vorjahr: 2 % bis 5 %). Die Unternehmensplanung wird ausgehend von Vergangenheitserfahrungen unter Berücksichtigung aktueller Prognosen erstellt. In den Segmenten Spezialtiefbau und Resources orientieren sich die Planungen an den bereits im Auftragsbestand befindlichen Projekten sowie an Kundenanfragen. Im Segment Maschinen basieren wesentliche Planungsannahmen auf den der Vertriebsplanung zugrundeliegenden Branchenprognosen zur weltweiten Baumaschinenkonjunktur, konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten sowie unternehmensspezifischen Anpassungen, die auch geplante Produktinnovationen und Kosteneinsparungen beinhalten. Für das Jahr 2025 wird ein weiteres Wachstum in den meisten Regionen erwartet. Jedoch sind die anhaltenden Krisen wie der Krieg Russlands mit der Ukraine weiterhin Unsicherheitsfaktoren für das laufende Jahr. Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist die Entwicklung des Marktes in China als einen der größten Baumaschinenmärkte der Welt. Dies wurde in den Planungen der entsprechenden Gesellschaften berücksichtigt. Infolge der gestiegenen Unsicherheiten wurden im Jahr 2024 Szenarien mit einem WACC entsprechend des jeweiligen Segments nach Steuern durchgeführt. Die Sensitivitätsanalyse zeigt auf, dass sich bei einer Erhöhung des WACC um 50 Basispunkten ein zusätzlicher Abwertungsbedarf im Segment Spezialtiefbau in Höhe von TEUR -219 und im Segment Resources von TEUR -217 ergibt. Bei einer Verringerung des WACC um 50 Basispunkte ergibt sich im Segment Resources ein Aufwertungsbedarf um TEUR 502.
Leasing
Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber.
a) Bilanzierung als Leasingnehmer
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der gegen Zahlung eines Entgelts das Recht zur Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.
Ein Leasingnehmer hat grundsätzlich bei allen Leasingverhältnissen ein Nutzungsrecht zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren.
Die Leasingverbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz in Höhe des Barwerts der zum Bereitstellungszeitraum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen erfasst, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses anfallen.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
| ― | Feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen, abzgl. etwaiger zu erhaltener Leasinganreize. |
| ― | Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zinssatz zum Bereitstellungsdatum. |
| ― | Erwartete Zahlungen des Konzerns aus der Inanspruchnahme von Restwertgarantien. |
| ― | Der Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung durch die BAUER Gruppe hinreichend sicher ist. |
| ― | Strafzahlungen im Zusammenhang mit der Kündigung eines Leasingverhältnisses sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass die BAUER Gruppe die betreffende Kündigungsoption wahrnehmen wird. |
| ― | In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. |
Die Abzinsung erfolgte mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 8,24 % (Vorjahr: 12,18%).
Falls jedoch ein implizierter Zinssatz bestimmbar ist, werden die Leasingzahlungen mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst.
Die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
| ― | der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, |
| ― | sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaiger erhaltener Leasinganreize, |
| ― | alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen. |
In der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht abzüglich der kumulierten Abschreibungen und falls relevant, unter Berücksichtigung von Wertminderungen erfasst, berichtigt um jede, in IFRS 16.36(c) aufgeführte Neubewertung der Leasingverbindlichkeit.
Die in der Bilanz angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen ausgewiesen, in denen die dem Leasingvertrag zugrundeliegenden Vermögenswerte ausgewiesen worden wären, wenn sie im Eigentum der BAUER Gruppe stehen würden. Die Nutzungsrechte werden daher zum Stichtag unter den langfristigen Vermögenswerten, im Wesentlichen in der Position Sachanlagen ausgewiesen.
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht der BAUER Gruppe hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts.
Am Stichtag sind im Rahmen der Folgebewertungen zudem notwendige Anpassungen von Nutzungsrecht und Verbindlichkeit zu prüfen. Es werden Anpassungen notwendig, die aus der Neubeurteilung der getroffenen Annahmen ohne eine Änderung des Vertrags resultieren oder es kann auch zu Änderungen des Vertrags kommen.
Die Neubeurteilung der getroffenen Annahmen betrifft Anpassungen von Zahlungserwartungen, den anzuwendenden Diskontierungszins, bezogen auf die Restlaufzeit, wenn die Veränderung auf einer Veränderung der Laufzeit oder der Beurteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit einer Kaufoption basiert, sowie die veränderte Erwartung bezüglich der Ausübung einer Verlängerungs- oder Beendigungsoption.
Der ursprünglich angewendete Zins ist dagegen beizubehalten, wenn sich z. B. erwartete Zahlungen ändern.
Die Leasingverbindlichkeit wird mit den geänderten Parametern neu berechnet und mit diesem Betrag in der Bilanz angesetzt. Der dabei anfallende Anpassungsbetrag der Leasingverbindlichkeit wird komplett gegen das Nutzungsrecht gebucht. Damit erfolgt grundsätzlich eine erfolgsneutrale, rein bilanzielle Erfassung. Die erfolgswirksame Berücksichtigung der Anpassung erfolgt erst in den Folgejahren durch verringerte bzw. erhöhte Abschreibungen auf den Nutzungswert.
Für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse bestehen nach IFRS 16.60 Anwendungserleichterungen. Diese nimmt die BAUER Gruppe in Anspruch und setzt daher für solche Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit an. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert beinhalten z. B. IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel mit einem Objektneupreis von unter TEUR 5.
Die BAUER Gruppe mietet verschiedene Büro und Lagergebäude sowie technische Anlagen und Fahrzeuge an.
Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten.
Die BAUER Gruppe nimmt - mit Ausnahme von Immobilien-Leasingverhältnissen - das Wahlrecht in Anspruch, Leasing- und Nichtleasingkomponenten zusammenzufassen und einheitlich in der Bilanz als Leasingverhältnisse zu erfassen. Darüber hinaus werden die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 16 nicht auf die Leasingverhältnisse angewendet, die immaterielle Vermögenswerte betreffen. Auf Leasingverhältnisse für immaterielle Vermögenswerte wird grundsätzlich unverändert IAS 38 angewendet. Die Sale-and-Lease back-Transaktionen haben vorwiegend kurzfristigen Charakter und sind für die BAUER Gruppe nicht wesentlich.
b) Bilanzierung als Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.
Diese Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnisse ausgewiesen. Werden durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Ist dies nicht der Fall, erfolgt der Ausweis als Operating-Leasingverhältnis. Umsatzerlöse aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. In der BAUER Gruppe sind diese Leasingverhältnisse meist sehr kurzfristiger Natur und umfassen einen Zeitraum von wenigen Monaten. Der Ausweis erfolgt unter den zeitraumbezogenen Umsatzerlösen.
Zuwendungen öffentlicher Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt.
Unternehmenserwerbe
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte im Anwendungsbereich IFRS 16, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.
At-Equity bewertete Anteile
Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anteile an Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses des assoziierten Unternehmens werden anteilig ebenfalls im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst, getrennt nach Beträgen, die in einer späteren Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Beträge, die nicht umgegliedert werden. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.
Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at-Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.
Gemeinschaftsunternehmen
Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die at-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), in Form der Beistellungs-ARGEN.
Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Geräten der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode erfasst. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den at-Equity bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen.
Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Gemeinschaftliche Tätigkeiten
Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.
Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:
| ― | seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten, |
| ― | seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden, |
| ― | seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit, • seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und • seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen. |
Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Nach IFRS 9 wird bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten zwischen Schuldinstrumenten, Eigenkapitalinstrumenten gemäß IAS 32 und Derivaten unterschieden.
a) Originäre Finanzinstrumente
In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:
| ― | "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder Amortised Cost (AC) |
| ― | "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) |
| ― | "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Schuldinstrumente, wobei die kumulierten Gewinne und Verluste bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. Recycling) |
| ― | "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Eigenkapitalinstrumente, wobei die Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis bleiben (ohne Recycling). |
Die erstmalige Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich, sobald die BAUER Gruppe Vertragspartei wird. Bei üblichem Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung der Erfüllungstag relevant, das heißt der Tag, an dem der Vermögenswert oder die Schuld an oder durch die BAUER Gruppe geliefert wird. Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt zum Fair Value. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß den Vorschriften des IFRS 9 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der Derivate, grundsätzlich unter die Kategorie "Amortised Cost".
Die Einstufung finanzieller Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Schuldinstrumente darstellen, in die Bewertungskategorien "Amortised Cost (AC)", "Fair Value through Profit or Loss (FVTPL)" und "Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) (mit Recycling)" erfolgt anhand des jeweils zugrundeliegenden Geschäftsmodells und den Zahlungsstrombedingungen des zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerts. Finanzielle Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, werden zu Amortised Cost bewertet. Schuldinstrumente, die zwar die Zahlungsstrombedingungen erfüllen, jedoch in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dass sowohl die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte vorsieht, werden zum Fair Value through Other Comprehensive Income bewertet.
Zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden erstmalig zum Fair Value unter Berücksichtigung der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Wertaufholungen.
Bei finanziellen Vermögenswerten, die der Kategorie "Fair Value through Other Comprehensive Income" (mit Recycling) zugeordnet werden, sind ebenfalls die direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten anzusetzen. Veränderungen des Buchwerts werden allerdings im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die zuvor im Eigenkapital angesetzten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Im vergangenen Geschäftsjahr kam es zu keinem Ansatz von zu FVOCI bewerteten finanziellen Vermögenswerten, die gleichzeitig Schuldinstrumente darstellen.
Finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), welche die Kriterien der Kategorien "Amortised Cost" oder "Fair Value through Other Comprehensive Income" nicht erfüllen, werden als "Fair Value through Profit or Loss" klassifiziert. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, dass in der Folge zu FVTPL bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen. Weder für finanzielle Vermögenswerte noch finanzielle Verbindlichkeiten wurde die FVPL-Option angewandt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden zu Amortised Cost bewertet, da sie mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Aus Unwesentlichkeitsgründen wurden jedoch keine Wertberichtigungen erfasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis zu erfassen. Sofern sie signifikante Finanzierungskomponenten enthalten, sind sie zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Die BAUER Gruppe hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um die vertraglichen Cashflows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, zu vereinnahmen und bewertet sie in der Folge zu Amortised Cost abzüglich Wertberichtigungen. Bei für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen liegen aufgrund der Factoring-Vereinbarungen die Kriterien für das Geschäftsmodell "Verkaufen" vor und diese sind somit der Bewertungskategorie FVTPL zuzuordnen. Für diese Forderungen sind keine Wertminderungen gemäß IFRS 9 zu erfassen.
Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Eigenkapitalinstrumente darstellen, als "Fair Value through Profit or Loss" zu klassifizieren und erfolgswirksam zu bewerten. Dabei besteht für gehaltene Eigenkapitalinstrumente ein unwiderrufliches Wahlrecht im Rahmen der erstmaligen Kategorisierung, die Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die BAUER Gruppe übt dieses Wahlrecht für die hiervon betroffenen Beteiligungen aus, da die ergebniswirksame Darstellung der Gewinne und Verluste aus Wertänderungen des Fair Value für die Entwicklung der Beteiligungen nicht aussagekräftig ist. Dabei erfolgt nach Ausbuchung der Beteiligung keine spätere Umgliederung der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dividenden werden weiterhin erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Dividende ist eindeutig als Rückzahlung eines Teils der Kosten des Eigenkapitalinstruments anzusehen. Diese Bewertungsvorschrift wird in der BAUER Gruppe ebenfalls für Anteile an Unternehmenseinheiten angewandt, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.
Die Erfassung von Wertminderungen basiert sowohl auf eingetretenen Verlusten, als auch auf Schätzungen erwarteter Kreditausfälle (Expected-Loss-Modell). Dabei werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 für sämtliche zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für Fair Value through Other Comprehensive Income bewertete Schuldinstrumente erfasst. Grundsätzlich ist für die Ermittlung des Umfangs der Risikovorsorge ein Drei-Stufen-Modell vorgesehen. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem Erstansatz wesentlich verschlechtert hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für die gemäß IFRS 15 erfassten Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach die über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertminderung berücksichtigt werden.
Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste und Einzelwertberichtigungen bei finanziellen Vermögenswerten mit beeinträchtigter Bonität wird in der BAUER Gruppe auf interne Bonitätsbeurteilungen sowie externe Ratings zurückgegriffen. Ebenso fließen bei Vorliegen von entsprechenden einzelfallbezogenen Umständen individuelle und makroökonomische Gegebenheiten in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen mit ein. Eine wesentliche Kreditrisikoverschlechterung der Gegenpartei wird dann unterstellt, wenn sich ihr Rating um eine festgelegte Anzahl von Stufen verringert hat. Die Bonitätseinstufung basiert auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit der Kunden. Die Anwendung der Überfälligkeitsannahme von 30 Tagen ist daher bei der Beurteilung von Einzelwertberichtigungen in der Branche nicht aussagekräftig unter anderem aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten erfolgt die Bemessung der erwarteten Kreditverluste mithilfe einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BAUER Gruppe in den drei unterschiedlichen Segmenten Spezialtiefbau, Maschinen und Resources und der damit einhergehenden diversifizierten Kundenstruktur werden die Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Ebene der Segmente ermittelt und die erwarteten Kreditverluste auf Ebene der Gesellschaften gebucht.
Eine individuelle Wertberichtigung auf finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität wird erfasst, wenn objektive Hinweise wie zum Beispiel Zahlungsversäumnisse oder Insolvenzen vorliegen. Dabei wird ein Ausfall eines finanziellen Vermögenswertes auf Basis individueller Beurteilung bestimmt, so dass nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderung ganz oder teilweise realisierbar ist. Sofern keine angemessene Erwartung für eine Rückzahlung besteht, wird der finanzielle Vermögenswert abgeschrieben. Bei einer Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten unternimmt die BAUER Gruppe weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen, um zu versuchen, die fälligen Forderungen einzuziehen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird dann aus der Bilanz entfernt, wenn sie getilgt ist, d. h. wenn die im Vertrag festgelegte Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben oder ausgelaufen ist.
Eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden wird nur dann vorgenommen, wenn eine Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und auch die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren.
b) Derivative Finanzinstrumente
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IFRS 9, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:
| ― | das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist, |
| ― | das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, |
| ― | das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. |
Derivative Finanzinstrumente werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.
In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative finanzielle Vermögenswerte und freistehende derivative finanzielle Verbindlichkeiten folgender Kategorie zugeordnet:
"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL). Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Fair Value through Profit or Loss bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten; diese sind sofort erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt.
Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorie "Fair Value through Profit or Loss" gehören Zinsswaps, Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Devisenoptionsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert.
Bei Derivaten, die als Sicherungsinstrumente im Hedge Accounting designiert sind, wird im Falle der Absicherung des Risikos aus Schwankungen von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Die BAUER Gruppe designiert bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken nur die Kassakomponente der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts als Bestandteil des Cashflow-Hedges. Auf die Terminkomponente und Cross-Currency-Basis-Spread (CCBS)-Komponente entfallende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für Sicherungskosten berücksichtigt. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2024 wurde Hedge Accounting für Sicherungen von Zahlungsstromrisiken (Cashflow-Hedges) angewendet. Zusätzlich zu den Fremdwährungsbesicherungen gab es im Geschäftsjahr insgesamt zwei (Vorjahr: zwei) Zinssicherungsbeziehungen zur Absicherung variabler Zahlungen aus Zinsswaps und Schuldscheindarlehen.
Die Marktwerte der Derivate werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von zukünftigen erwarteten Zahlungsströmen unter Berücksichtigung von aktuellen Referenzkursen und Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet.
Vorräte und erhaltene Anzahlungen
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen für Aufträge, die keine Fertigungsaufträge darstellen, werden aktivisch und offen von den Vorräten abgesetzt, soweit für den jeweiligen Auftrag bereits Herstellungskosten angefallen sind. Alle anderen erhaltenen Anzahlungen werden passiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:
| ― | Dauer der Vermietung |
| ― | Nutzungsdauer der Maschinen |
| ― | Beschädigung und Ungängigkeit |
Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.
Auftragsfertigung
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigstellungsgrad bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird im Wesentlichen nach dem Fertigstellungsgrad zeitraumbezogen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Um den Leistungsfortschritt eines Projekts zu bestimmen, wird die Methode angewendet, die am zuverlässigsten die erbrachten Leistungen misst. Sowohl input- als auch outputbasierte Methoden können konsistent auf ähnliche Leistungsverpflichtungen und in ähnlichen Umständen angewendet werden. In der BAUER Gruppe kommen, insbesondere zur Ermittlung von Erlösen aus Fertigungsaufträgen, im Wesentlichen inputbasierte Methoden (zum Beispiel Cost-to-Cost-Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) zur Anwendung. Erlöse sowie Vertragsmodifikationen (Vertragsänderungen und Nachträge) werden in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass es bei diesen Vertragsmodifikationen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird. Ausschreibungskosten werden dann aktiviert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie abgerechnet werden können und bei ausbleibendem Auftrag nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten, die vor Vertragsbeginn anfallen, werden aktiviert, soweit ein Ausgleich erwartet wird und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die BAUER AG hat keine Verträge, bei denen der Zeitraum bis zur Übertragung des geschuldeten Werkes auf den Kunden eine Finanzierungskomponente darstellt. Demzufolge erfolgt keine Anpassung des Transaktionspreises um den Zeitwert des Geldes. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Vertragsvermögenswerten beziehungsweise unter den Vertragsverbindlichkeiten. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Vertragsvermögenswerten. Falls die insgesamt zur Erfüllung der Leistungsverpflichtung erwarteten Kosten die insgesamt erwarteten Umsatzerlöse übersteigt, wer den Drohverlustrückstellungen gebildet. Im Allgemeinen beinhalten Bau- und Dienstleistungsverträge Mängel- und Gewährleistungsfristen im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Soweit erforderlich, werden Beträge im Einklang mit IAS 37 unter den Rückstellungen erfasst.
In diesen Umsatzerlösen können auch periodenfremde Umsätze enthalten sein, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen in den Segmenten Spezialtiefbau und Resources ergeben.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.
Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
| ― | entweder dasselbe Steuerobjekt oder |
| ― | unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. |
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Ansatz der Ertragsteuern und latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 29,13 % bis 32,95 % (Vorjahr: 29,13 % und 32,14%). Im Ausland werden Ertragsteuersätze zwischen 0,00 % und 32,00 % (Vorjahr: 0,00 % und 32,00 %) zugrunde gelegt.
Bei der bilanziellen Abbildung von etwaigen ertragsteuerlichen Unsicherheiten wird im Regelfall auf die einzelne ertragsteuerliche Behandlung abgestellt. Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass eine ertragsteuerliche Behandlung von den lokalen Steuerbehörden akzeptiert werden wird, verwendet die BAUER Gruppe den Betrag mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bei der Bestimmung des zu versteuernden Gewinns beziehungsweise der steuerlichen Basis.
Die Steuererklärungen der Gesellschaften der BAUER Gruppe werden regelmäßig von inländischen und ausländischen Steuerbehörden geprüft. Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren - unter anderem der Auslegung, Kommentierung und Rechtsprechung zur jeweiligen Steuergesetzgebung sowie der Erfahrungen aus der Vergangenheit - werden, soweit ersichtlich und wahrscheinlich, in ausreichendem Umfang Rückstellungen für zukünftig mögliche Steuerverpflichtungen gebildet.
Die BAUER Gruppe hat sich im Geschäftsjahr intensiv mit möglichen Auswirkungen aufgrund der Einführung der globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two) beschäftigt. Im Rahmen ersten Untersuchung wurden auf Basis vorhandener Finanzdaten aller Jurisdiktionen, in denen Bauer aktiv ist, Betroffenheitsanalysen durchgeführt. Viele für Pillar Two relevante Datenpunkte lagen zum Zeitpunkt der Evaluierung noch nicht vor, weswegen Annahmen getroffen wurden. Unter Berücksichtigung vorhandener und geschätzter Datenpunkte und der darauf aufsetzenden Analyse erwarten wir, dass die Auswirkungen von Pillar Two auf die BAUER Gruppe insbesondere in den ersten Jahren der Anwendung von untergeordneter Bedeutung sein werden. Insbesondere die zu Beginn vorhandenen Erleichterungsvorschriften ("Safe-Harbour") sorgen für eine erwartungsgemäß niedrige Ergänzungssteuerbelastung. Auswirkungen aufgrund der planmäßig sich im Zeitablauf abschwächenden oder wegfallenden Safe Harbours können zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.
Von der obligatorischen Ausnahme durch die Änderung an IAS 12 hinsichtlich der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Pillar Two wurde im Geschäftsjahr Gebrauch gemacht.
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Aktien
Zum 1. Januar 2024 wurde das bestehende Vergütungssystem vom Aufsichtsrat aufgehoben, so dass die Verpflichtung zur Anlage von variablen Vergütungsteilen in Aktien durch den Vorstand entfällt.
Rückstellung
a) Pensionsrückstellungen
Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland.
Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist.
Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand.
Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.
b) Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.
c) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung wird auf Basis bestmöglicher Schätzungen vorgenommen und berücksichtigt künftige erwartete Kostensteigerungen.
Umsatzerlöse
Die Realisierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden erfolgt nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern, gekürzt um erwartete Erlösminderungen. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald ein Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden stattgefunden hat. In der BAUER Gruppe kann es sich dabei um zeitpunkt- oder auch zeitraumbezogene Umsatzerlöse handeln. Eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfolgt bei Vorliegen einer der nachfolgenden Voraussetzungen:
| ― | Dem Kunden fließt der Nutzen aus der Leistung zu und dieser nutzt gleichzeitig die Leistung, während sie erbracht wird, |
| ― | es wird ein Vermögenswert erstellt und der Kunde erlangt die Verfügungsmacht über den Vermögenswert, während dieser noch erstellt wird oder |
| ― | es wird ein Vermögenswert erstellt, für den es keine alternative Nutzungsmöglichkeit für die BAUER Gruppe gibt. |
Zusätzlich muss der Leistungsfortschritt messbar sein.
Für die Erläuterung zur Bilanzierung von Umsatzerlösen aus der Auftragsfertigung verweisen wir auf den gleichnamigen Abschnitt. Umsatzerlöse aus der Vermietung von Gebrauchtmaschinen betreffen Operating-Leasingverhältnisse mit Kunden. Die Bilanzierung von Mietumsätzen ist im Abschnitt "Leasing" unter der "Bilanzierung als Leasinggeber" erläutert.
Trifft keine der oben genannten Voraussetzungen zu, erfasst die BAUER Gruppe ihre Umsatzerlöse zeitpunktbezogen. Darunter fallen regelmäßig Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Maschinen und Geräten wie auch entsprechendes Zubehör.
Der Transaktionspreis entspricht der Gegenleistung, die wir für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten werden. Variable Gegenleistungen sind Teile des Transaktionspreises, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht feststanden. Darunter fallen beispielsweise Rabatte, Skonti, Gutschriften oder Strafzahlungen. Variable Bestandteile werden mit dem Erwartungswert bzw. dem wahrscheinlichsten Betrag angesetzt, soweit dieser als hochwahrscheinlich gilt.
Für den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Transaktionspreises können länderindividuelle Zahlungsbedingungen vorliegen. In Deutschland betragen diese überwiegend 30 Tage. Für voraussichtlich eintretende Gewährleistungsverpflichtungen werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet. In der BAUER Gruppe bestehen keine wesentlichen Rücknahme-, Erstattungs- oder sonstige Verpflichtungen, die Auswirkung auf die Erlösrealisierung haben.
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden von Unternehmen, an denen wir weder Beherrschung ausüben, noch gemeinschaftliche Führung oder maßgeblicher Einfluss vorliegt, werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst.
Betriebliche Aufwendungen, betriebliche Erträge, Finanzerträge und Finanzaufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
6. KONZERN-SEGMENTBERICHTSERSTATTUNG
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.
Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Spezialtiefbau, Maschinen, Resources und zentrale Dienste aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist in den Segmenten Maschinen und Resources tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Spezialtiefbau
Das Segment Spezialtiefbau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen.
Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und Standards für die Tochterfirmen des eigenen Segments gesetzt.
Maschinen
Im Segment Maschinen ist Bauer Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Indien, Italien, Türkei und den USA.
Resources
Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister auf den Gebieten Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung und Drilling Technologies, Altlastensanierung und Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und Bauwerkssanierung.
Zentrale Dienste
Das Segment Zentrale Dienste umfasst Dienstleistungen (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften. Hierin sind auch andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten oder im Offshore-Bereich tätig sind. Im Geschäftsjahr 2024 waren TEUR 328 (Vorjahr: 604) an Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft in diesem Segment enthalten.
Konsolidierung
Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Die im Segment Zentrale Dienste genannten Ausschüttungen sind in den Bereinigungen der Zwischenergebnisse enthalten.
Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten
Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften.
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet.
Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10%.
Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.
Konzern-Segmentberichterstattung
SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN
| in Tausend EUR | Spezialtiefbau | Maschinen | Resources | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 903.936 | 1.191.376 | 721.483 | 789.372 | 277.749 | 270.808 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 859.517 | 1.121.669 | 589.308 | 680.000 | 248.377 | 233.382 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 10.351 | 6.423 | 67.226 | 60.249 | 1.564 | 2.963 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 36.834 | 13.288 | 89 | -1.146 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 301 | 206 | 4.610 | 5.091 | 142 | 304 |
| Sonstige Erträge | 10.571 | 32.674 | 13.071 | 14.869 | 3.146 | 3.381 |
| Konsolidierte Leistung | 880.740 | 1.160.972 | 711.049 | 773.497 | 253.318 | 238.884 |
| Wertminderungen bei at-Equity bewerteten Anteilen | -1.217 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 1.907 | 3.434 | 1.464 | 1.141 | 6.064 | 7.676 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 110.759 | 102.150 | 71.059 | 106.682 | 19.926 | 22.026 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -61.319 | -64.830 | -29.186 | -40.038 | -7.996 | -9.584 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -13.537 | -17.859 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 49.440 | 37.320 | 28.336 | 48.785 | 11.930 | 12.442 |
| Finanzerträge | 15.917 | 31.771 | 16.929 | 13.684 | 5.082 | 1.998 |
| Finanzaufwendungen | -38.074 | -37.306 | -42.585 | -40.526 | -9.635 | -5.049 |
| Ertragsteueraufwand | -20.750 | -26.710 | -5.683 | -10.630 | -51 | -1.424 |
| Ergebnis nach Steuern | 6.533 | 5.075 | -3.003 | 11.313 | 7.326 | 7.967 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG | ||||||
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen | 0 | 0 | 589.308 | 680.000 | 66.229 | 66.229 |
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen | 859.517 | 1.121.669 | 0 | 0 | 182.148 | 167.153 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -5.356 | -290 | 545 | -225 | 0 | -502 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibung zur Wertminderung der Vorräte | -81 | -499 | -6.309 | -12.939 | -315 | -132 |
| Zuführung Wertminderung auf Forderungen | -7.168 | -25.851 | -1.484 | -3.234 | -3.557 | -1.858 |
| Auflösung Wertminderung auf Forderungen | 6.826 | 3.655 | 649 | 2.198 | 2.038 | 1.518 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN 31.12. | 718.608 | 666.902 | 876.205 | 912.768 | 224.801 | 219.033 |
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen | 5.099 | 5.941 | 11.670 | 12.811 | 48.954 | 51.355 |
| davon Investitionen ins Anlagevermögen | 93.710 | 117.583 | 49.164 | 57.802 | 14.600 | 21.497 |
| SEGMENTSCHULDEN 31.12. | 570.925 | 519.981 | 573.877 | 574.784 | 141.915 | 127.820 |
| in Tausend EUR | Zentrale Dienste | Summe der Segmente | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 63.546 | 56.858 | 1.966.714 | 2.308.414 | -135.606 | -125.007 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 984 | 831 | 1.698.186 | 2.035.882 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 60.619 | 55.945 | 139.760 | 125.580 | -139.760 | -125.580 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 36.923 | 12.142 | 0 | 0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.544 | 0 | 6.597 | 5.601 | 5.476 | 3.511 |
| Sonstige Erträge | 151 | 81 | 26.939 | 51.005 | -762 | -835 |
| Konsolidierte Leistung | 63.298 | 56.857 | 1.908.405 | 2.230.210 | -135.046 | -122.904 |
| Wertminderungen bei at-Equity bewerteten Anteilen | 0 | 0 | -1.217 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 0 | 0 | 9.435 | 12.251 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 3.153 | -4.502 | 204.897 | 226.356 | -1.321 | -2.424 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -3.782 | -4.341 | -102.283 | -118.793 | 1.238 | 1.785 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -13.537 | -17.859 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -629 | -8.843 | 89.077 | 89.704 | -83 | -639 |
| Finanzerträge | 15.151 | 19.827 | 53.079 | 67.280 | -15.515 | -20.280 |
| Finanzaufwendungen | -24.967 | -23.220 | -115.261 | -106.101 | 15.304 | 20.500 |
| Ertragsteueraufwand | 2.559 | -2.201 | -23.925 | -40.965 | 168 | 202 |
| Ergebnis nach Steuern | -7.886 | -14.437 | 2.970 | 9.918 | -126 | -217 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG | ||||||
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen | 984 | 831 | 656.521 | 747.060 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen | 0 | 0 | 1.041.665 | 1.288.822 | 0 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 0 | 0 | -4.811 | -1.017 | 0 | 0 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten | -9 | 0 | -9 | 0 | 9 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibung zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -6.705 | -13.570 | 0 | 0 |
| Zuführung Wertminderung auf Forderungen | 0 | -10 | -12.209 | -30.953 | 0 | 4 |
| Auflösung Wertminderung auf Forderungen | 0 | 0 | 9.513 | 7.371 | 0 | 0 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN 31.12. | 494.654 | 499.191 | 2.314.268 | 2.297.894 | -627.488 | -614.260 |
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 65.723 | 70.107 | 0 | 0 |
| davon Investitionen ins Anlagevermögen | 5.154 | 5.517 | 162.628 | 202.399 | -4.219 | -2.557 |
| SEGMENTSCHULDEN 31.12. | 261.095 | 280.162 | 1.547.812 | 1.502.747 | -344.089 | -321.095 |
| in Tausend EUR | Konzern | |
|---|---|---|
| 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 1.831.108 | 2.183.407 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.698.186 | 2.035.882 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 36.923 | 12.142 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 12.073 | 9.112 |
| Sonstige Erträge | 26.177 | 50.170 |
| Konsolidierte Leistung | 1.773.359 | 2.107.306 |
| Wertminderungen bei at-Equity bewerteten Anteilen | -1.217 | 0 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 9.435 | 12.251 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 203.576 | 223.932 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -101.045 | -117.008 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -13.537 | -17.859 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 88.994 | 89.065 |
| Finanzerträge | 37.564 | 47.000 |
| Finanzaufwendungen | -99.957 | -85.601 |
| Ertragsteueraufwand | -23.757 | -40.763 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.844 | 9.701 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG | ||
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen | 656.521 | 747.060 |
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen | 1.041.665 | 1.288.822 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -4.811 | -1.017 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten | ||
| Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibung zur Wertminderung der Vorräte | -6.705 | -13.570 |
| Zuführung Wertminderung auf Forderungen | -12.209 | -30.949 |
| Auflösung Wertminderung auf Forderungen | 9.513 | 7.371 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ | ||
| SEGMENTVERMÖGEN 31.12. | 1.686.780 | 1.683.634 |
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen | 65.723 | 70.107 |
| davon Investitionen ins Anlagevermögen | 158.409 | 199.842 |
| SEGMENTSCHULDEN 31.12. | 1.203.723 | 1.181.652 |
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN
| in Tausend EUR | Deutschland | Europa | Nahost | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 432.388 | 445.592 | 403.512 | 732.995 | 295.190 | 280.584 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 377.740 | 383.300 | 362.172 | 713.093 | 286.403 | 283.440 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. | 220.802 | 253.614 | 60.379 | 44.227 | 37.993 | 46.565 |
| in Tausend EUR | Asien-Pazifik | Amerika | Afrika | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 292.432 | 333.506 | 355.705 | 360.770 | 51.881 | 29.960 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 278.734 | 264.406 | 299.593 | 356.660 | 93.544 | 34.983 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. | 104.360 | 95.877 | 78.855 | 77.918 | 10.270 | 6.262 |
| in Tausend EUR | Konzern | |
|---|---|---|
| 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 1.831.108 | 2.183.407 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.698.186 | 2.035.882 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. | 512.659 | 524.463 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
7. UMSATZERLÖSE
Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.035.882 (Vorjahr: 1.698.186) enthalten zeitraumbezogene Erlöse, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör.
Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 32.768 (Vorjahr: 33.285).
Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.698.186 | 2.035.882 |
| Bestandsveränderungen | 36.923 | 12.142 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 12.073 | 9.112 |
| Sonstige Erträge | 26.177 | 50.170 |
| Konsolidierte Leistung | 1.773.359 | 2.107.306 |
| Nachunternehmeranteil ARGEN | 9.153 | 15.206 |
| Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 34.158 | 43.548 |
| Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen | 32.358 | 28.419 |
| Interne Konzernleistung | -17.920 | -11.072 |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 1.831.108 | 2.183.407 |
Die Umsatzerlöse setzen sich aus zeitpunktbezogenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 747.060 (Vorjahr: 656.521) und zeitraumbezogenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.288.822 (Vorjahr: 1.041.665) zusammen. In den Umsatzerlösen waren periodenfremde Umsätze in Höhe von netto TEUR 4.120 (Vorjahr: 1.124) enthalten, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Spezialtiefbau ergeben. Bei der Umsatzkorrektur handelte es sich im Vorjahr um variable Transaktionsbestandteile, die in der Vergangenheit realisiert wurden. Von einer möglichen Umkehr der Umsätze ging man im Rahmen der Projektabwicklung nicht aus. Der Sachverhalt stellte eine Änderung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.88 dar. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen beispielsweise Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese Beträge wird eine Umsatzkorrektur vorgenommen. Sollte sich der zweifelhafte Betrag als werthaltig herausstellen, wird der entsprechende Umsatz realisiert.
Die folgende Tabelle gibt die begonnenen, aber noch nicht vollständig erfüllten Leistungsverpflichtungen und deren erwartete Erlösrealisierung daraus wieder:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen | 1.133.073 | 766.548 |
| Erwartete Realisierung bis 1 Jahr | 829.077 | 515.699 |
| Erwartete Realisierung 1 bis 5 Jahre | 303.846 | 250.849 |
| Erwartete Realisierung nach 5 Jahren | 150 | 0 |
8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen | 12.073 | 9.112 |
9. SONSTIGE ERTRÄGE
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 7.296 | 8.752 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 2.143 | 5.699 |
| Sonstige Erträge aus Vermietungen | 2.030 | 3.472 |
| Erträge mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften | 288 | 319 |
| Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen | 956 | 13.486 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13.464 | 18.442 |
| Gesamt | 26.177 | 50.170 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.
10. MATERIALAUFWAND
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 617.418 | 837.980 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 283.235 | 307.503 |
| Gesamt | 900.653 | 1.145.483 |
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind kurzfristige Fremdgerätemieten in Höhe von TEUR 51.274 (Vorjahr: 40.587) enthalten. Hierbei handelt es sich um Großgeräte für den kurzfristigen Baustelleneinsatz, mit einer Laufzeit von 3 bis 6 Monaten.
11. PERSONALAUFWAND
Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird. Zuführungen zu Jubiläumsrückstellungen sind ebenfalls ohne Zinsanteil unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen.
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 384.210 | 401.926 |
| Soziale Abgaben | 64.517 | 69.589 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 9.987 | 8.614 |
| Gesamt | 458.714 | 480.129 |
Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 25.485 (Vorjahr: 24.914). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern" erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 20.796 (Vorjahr: 20.177) auf das Inland und TEUR 4.689 (Vorjahr: 4.737) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.105 (Vorjahr: 3.737) enthalten.
12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 3.950 | 2.993 |
| Leasingaufwendungen | 19.168 | 16.302 |
| Energie, Heizung, Wasser | 3.423 | 4.387 |
| Kraftfahrzeugkosten | 3.755 | 4.015 |
| Sach-, Kfz- und Transportversicherung | 14.480 | 17.212 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | 11.970 | 16.897 |
| Verwaltungsaufwendungen | 57.702 | 53.195 |
| Vertriebsaufwendungen | 49.262 | 53.891 |
| Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen | 23.876 | 25.395 |
| Ergebnis aus uneinbringlichen Forderungen | 1.141 | 2.982 |
| Bankspesen | 2.806 | 3.778 |
| Zölle | 4.059 | 2.248 |
| Kostenabgrenzung | 1.001 | 901 |
| Sonstige Steuern | 7.378 | 5.609 |
| Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen | 8.414 | 10.155 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.550 | 29.457 |
| Gesamt | 216.935 | 249.417 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von TEUR 13.600 (Vorjahr: 17.876) aus Auflösung von Rückstellungen sowie aus ausgebuchten Forderungen enthalten. Für weiterführende Erläuterungen zu den Wertberichtigungen verweisen wir auf Abschnitt 40.
Die Leasingaufwendungen enthalten die Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 14.798 (Vorjahr: 17.759) und Leasingaufwendungen von geringem Wert in Höhe von TEUR 1.504 (Vorjahr: 1.409). Variable Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit mit einbezogen wurden, sind nicht enthalten.
13. WERTMINDERUNGEN UND WERTAUFHOLUNGEN GEMÄß IFRS 9
Die ausgewiesenen Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von TEUR 20.596 (Vorjahr: 1.699) stellen die gemäß IFRS 9 erwarteten Kreditverluste dar und beziehen sich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte. Darin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 7.297 (Vorjahr: 9.298). Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf Abschnitt 40.
14. WERTMINDERUNGEN BEI AT-EQUITY BEWERTETEN ANTEILEN
Im Geschäftsjahr wurde keine Abwertung auf at-Equity-bewertete Anteile vorgenommen. Im Vorjahr wurden Anteile an der TERRABAUER S.L. in Höhe von TEUR 1.217 wertgemindert. Hintergrund hierfür war ein damals bestehendes Insolvenzverfahren.
15. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN ANTEILEN
Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 12.251 (Vorjahr: 9.435) und enthält die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden.
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Erträge aus Equity-Beteiligungen | 6.213 | 7.070 |
| Verluste aus Equity-Beteiligungen | -500 | -559 |
| Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften | 3.867 | 6.152 |
| Verluste aus Arbeitsgemeinschaften | -145 | -412 |
| Gesamt | 9.435 | 12.251 |
16. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 5.780 | 12.784 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | 95.265 | 104.224 |
| Gesamt | 101.045 | 117.008 |
Die Wertminderungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 22.2 "Sachanlagen" erläutert.
17. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 17.859 (Vorjahr: 13.537). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2024 abgegangenen Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.
FINANZERGEBNIS
18. FINANZERTRÄGE
Die Finanzerträge einschließlich der Zinserträge, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Erträge aus operativen Beteiligungen | 671 | 6.075 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 10.692 | 7.610 |
| Erträge aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Zinsswaps | 178 | 85 |
| Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit | 26.023 | 33.230 |
| Gesamt | 37.564 | 47.000 |
19. FINANZAUFWENDUNGEN
Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 41.527 | 38.577 |
| Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Zinsswaps | 15.105 | 7.003 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 4.163 | 4.010 |
| Verluste aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit | 39.162 | 36.011 |
| Gesamt | 99.957 | 85.601 |
Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Leasinggeschäften betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.434 (Vorjahr: 3.561). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 7.586 (Vorjahr: 10.338) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 30.511 (Vorjahr: 37.967) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen befinden sich Bewertungseffekte aus Hochinflation einer Gesellschaft in der Türkei in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr: 0).
20. ERTRAGSTEUERAUFWAND
Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 38.329 | 31.837 |
| Latente Steuern | -14.572 | 8.926 |
| Gesamt | 23.757 | 40.763 |
Der theoretische Steuersatz beträgt 29,13 % (Vorjahr: 29,13 %). In den tatsächlichen Steuern sind erfasste Anpassungen für periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern in Höhe von TEUR -1.889 (Vorjahr: 5.024) enthalten.
Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 26.601 | 50.464 |
| Theoretischer Steueraufwand 29,13% (Vorjahr: 29,13%) | 7.749 | 14.700 |
| Überleitung | ||
| Steuersatzunterschiede | -1.009 | -4.308 |
| Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge | 8.056 | 20.809 |
| Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage | 4.152 | 6.812 |
| Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen | -2.748 | -3.569 |
| Periodenfremde laufende und latente Steuereffekte | 952 | -266 |
| Effekte aus latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen | 6.557 | 6.625 |
| Sonstiges | 48 | -40 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 23.757 | 40.763 |
Die Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträgen enthalten Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: 2.173) sowie Effekte aus Drohverlustrückstellungen in Höhe von
TEUR 4.806 (Vorjahr: keine). Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2024 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: 5).
21. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Ergebnisses nach Steuern mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:
| 12M/2023 | 12M/2024 | |
|---|---|---|
| angepasst | ||
| --- | --- | --- |
| Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR | 835 | 9.098 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 39.297.875 | 43.037.478 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 39.297.875 | 43.037.478 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,02 | 0,21 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,02 | 0,21 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
22. ANLAGEVERMÖGEN
22.1. Immaterielle Vermögenswerte
| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellkosten | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2023 | 39.226 | 378 | 68 | 47.158 | 86.830 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -31 | 0 | 0 | 0 | -31 |
| Zugänge | 3.061 | 0 | 0 | 6.365 | 9.426 |
| Abgänge | 26 | 0 | 68 | -1.117 | -1.023 |
| Umbuchungen | 7.097 | 0 | 0 | 4 | 7.101 |
| Währungsanpassung | -198 | 0 | 0 | 0 | -198 |
| 31.12.2023 | 49.129 | 378 | 0 | 54.644 | 104.151 |
| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2023 | 36.036 | 378 | 22 | 33.557 | 69.993 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -30 | 0 | 0 | 0 | -30 |
| Zugänge | 2.092 | 0 | 5 | 3.452 | 5.549 |
| Abgänge | 26 | 0 | 27 | -745 | -692 |
| Wertminderungsaufwendungen | 231 | 0 | 0 | 0 | 231 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -192 | 0 | 0 | 1 | -191 |
| 31.12.2023 | 38.111 | 378 | 0 | 37.755 | 76.244 |
| Buchwert 31.12.2023 | 11.018 | 0 | 0 | 16.889 | 27.907 |
| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellkosten | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2024 | 49.129 | 378 | 0 | 54.644 | 104.151 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -144 | 0 | 0 | 0 | -144 |
| Zugänge | 2.690 | 0 | 410 | 4.610 | 7.710 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 1.397 | 0 | 0 | 757 | 2.154 |
| Umbuchungen | 2.404 | 2.074 | 7 | 0 | 4.485 |
| Währungsanpassung | 176 | 0 | 0 | 0 | 176 |
| 31.12.2024 | 52.858 | 2.452 | 417 | 58.497 | 114.224 |
| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2024 | 38.111 | 378 | 0 | 37.755 | 76.244 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -144 | 0 | 0 | 0 | -144 |
| Zugänge | 3.191 | 0 | 1 | 8.865 | 12.057 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 1.397 | 0 | 0 | 663 | 2.060 |
| Wertminderungsaufwendungen | 225 | 502 | 0 | 0 | 727 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 176 | 0 | 0 | 0 | 176 |
| 31.12.2024 | 40.162 | 880 | 1 | 45.957 | 87.000 |
| Buchwert 31.12.2024 | 12.696 | 1.572 | 416 | 12.540 | 27.224 |
Von den im Jahr 2024 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 5.020 (Vorjahr: 6.924) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 27.299 | 30.524 |
| Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente | 3.578 | 9.616 |
| Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 30.877 | 40.140 |
22.2. Sachanlagen
in Tausend EUR
| Anschaffungs- bzw. Herstellkosten | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2023 | 401.795 | 664.296 | 102.058 | 34.512 | 1.202.661 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -3.545 | -1.108 | -187 | -16 | -4.856 |
| Zugänge | 12.844 | 94.487 | 15.410 | 26.242 | 148.983 |
| Abgänge | 5.533 | 105.173 | 10.828 | 12.146 | 133.680 |
| Umbuchungen | 7.129 | 10.769 | 11 | -25.009 | -7.100 |
| Währungsanpassung | -6.884 | -19.224 | -1.968 | -111 | -28.187 |
| 31.12.2023 | 405.806 | 644.047 | 104.496 | 23.472 | 1.177.821 |
in Tausend EUR
| Kumulierte Abschreibung | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2023 | 185.935 | 458.728 | 75.447 | 808 | 720.918 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -3.912 | -1.062 | -152 | -2 | -5.128 |
| Zugänge | 15.399 | 64.067 | 11.219 | 0 | 90.685 |
| Abgänge | 4.529 | 84.606 | 9.585 | 0 | 98.720 |
| Wertminderungsaufwendungen | -503 | 4.979 | 104 | 0 | 4.580 |
| Umbuchungen | 263 | 0 | -263 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -2.329 | -15.337 | -1.591 | -9 | -19.266 |
| 31.12.2023 | 190.324 | 426.769 | 75.179 | 797 | 693.069 |
| Buchwert 31.12.2023 | 215.482 | 217.278 | 29.317 | 22.675 | 484.752 |
| davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2023 | 16.127 | 39.305 | 6.453 | 0 | 61.885 |
Die Zugänge von Nutzungsrechten betragen für das Geschäftsjahr 2024 TEUR 23.963 (Vorjahr: 17.517). Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr für Grundstücke und Gebäude TEUR 5.417 (Vorjahr: 5.687), für Technische Anlagen und Maschinen TEUR 14.610 (Vorjahr: 14.917) sowie für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 3.580 (Vorjahr: 3.355).
in Tausend EUR
| Anschaffungs- bzw. Herstellkosten | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2024 | 405.806 | 644.047 | 104.496 | 23.472 | 1.177.821 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -5.735 | -2.232 | -2.608 | 4.474 | -6.101 |
| Zugänge | 12.614 | 89.633 | 19.819 | 70.066 | 192.132 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 3.963 | 99.601 | 7.678 | 36.531 | 147.773 |
| Umbuchungen | 168 | 7.886 | 1.798 | -14.337 | -4.485 |
| Währungsanpassung | 6.525 | 8.435 | 657 | 118 | 15.735 |
| 31.12.2024 | 415.415 | 648.168 | 116.484 | 47.262 | 1.227.329 |
in Tausend EUR
| Kumulierte Abschreibung | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2024 | 190.324 | 426.769 | 75.179 | 797 | 693.069 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -5.163 | -1.701 | -2.638 | 0 | -9.502 |
| Zugänge | 18.841 | 72.594 | 12.499 | 0 | 103.934 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 2.778 | 56.730 | 7.109 | 0 | 66.617 |
| Wertminderungsaufwendungen | 200 | 90 | 0 | 0 | 290 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 2.395 | 5.876 | 630 | 15 | 8.916 |
| 31.12.2024 | 203.819 | 446.898 | 78.561 | 812 | 730.090 |
| Buchwert 31.12.2024 | 211.596 | 201.270 | 37.923 | 46.450 | 497.239 |
| davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2024 | 14.307 | 34.123 | 9.797 | 0 | 58.227 |
In der Position "Technische Anlagen und Maschinen" befinden sich Maschinen, deren Hauptzweck in der Vermietung an Kunden besteht. Der Buchwert dieser Maschinen betrug im Geschäftsjahr TEUR 24.063 (Vorjahr: 19.811).
Künftige Zahlungsverpflichtungen aus Bestellungen, die bilanziell noch nicht erfasst waren (Bestellobligo) betrugen zum 31. Dezember 2024 TEUR 11.769 (Vorjahr: 12.294). Der Wert resultiert im Wesentlichen aus diversen offenen Bestellungen für den Bereich Technische Anlagen und Maschinen der Gesellschaften BAUER Maschinen GmbH (TEUR 2.066) und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH (TEUR 1.783) sowie der BAUER Aktiengesellschaft (TEUR 5.394).
Die Veränderungen im Konsolidierungskreis im Bereich des Sachanlagevermögens resultieren im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung der unter Abschnitt 2. Konsolidierungskreis aufgeführten Gesellschaften.
Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 81.183 (Vorjahr: 80.456) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen.
Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenwerte, die gemäß IFRS 16 dem Konzern zuzurechnen sind, geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 58.227 (Vorjahr: 61.885).
Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).
Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 1.017 (Vorjahr: 4.811) außerplanmäßig abgeschrieben. In den Beträgen sind auch Zuschreibungen enthalten. Diese Zu- und Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: 5.356) dem Segment Spezialtiefbau, in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: -545) dem Segment Maschinen und in Höhe von TEUR 502 dem Segment Resources zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung entfällt auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 727 (Vorjahr: 231) und auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: 4.580), wovon TEUR 200 (Vorjahr: -503) Bebaute Grundstücke und Gebäude, TEUR 90 (Vorjahr: 4.979) Technische Anlagen und Maschinen und TEUR 0 (Vorjahr: 104) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen. Bei der BAUER Maschinen GmbH wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von TEUR 225 bei den Patenten vorgenommen. Bei der Sadurski Erdwärme GmbH erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 502. Zusätzlich ergab sich ein Impairmentbedarf bei den Bebauten Grundstücken und Gebäuden Leasing der zahlungsmittelgenerierenden Einheit BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG in Höhe von TEUR 200. Im Bereich Technische Anlagen und Maschinen wurden bei der BAUER Bangladesh Limited außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 90 aufgrund von einer nicht mehr gegebenen Werthaltigkeit aufgrund der suboptimalen Lagerungs- und Umgebungsbedingungen vorgenommen.
Die Wertminderungen wurden auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Für dessen Ermittlung wurde ein Abzinsungssatz von 8,14 % (Vorjahr: 9,67 %) verwendet. Effekte auf andere nicht finanzielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung.
22.3. At-Equity bilanzierte Anteile
Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen | 27.424 | 31.144 |
| At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen | 38.299 | 38.963 |
| Gesamt | 65.723 | 70.107 |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den at-Equity bewerteten Anteilen:
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellkosten | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01. | 65.746 | 67.638 | 20.654 | 27.424 |
| Zugänge | 0 | 0 | 3.385 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 317 | 2.874 |
| Ergebnisanteil | 5.226 | 5.629 | 3.713 | 6.594 |
| Dividendenzahlungen | -3.334 | -4.965 | 0 | 0 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | -11 | 0 |
| 31.12. | 67.638 | 68.302 | 27.424 | 31.144 |
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01. | 27.819 | 29.339 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1.520 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12. | 29.339 | 29.339 | 0 | 0 |
| Buchwert 31.12. | 38.299 | 38.963 | 27.424 | 31.144 |
Die unter der Position "Veränderung im Konsolidierungskreis" aufgeführten Beträge beinhalten nur Werte bis zum Zeitpunkt der Vollkonsolidierung.
a) Gemeinschaftsunternehmen
Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die Darstellung erfolgt jeweils zu 100,00%.
Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr 2023:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Anteil am Kapital | Bewertungsmethode |
|---|---|---|---|
| ARGE VE 30 Tunnel Hauptbahnhof | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 10,00 % | At-Equity |
| ARGE "ETS" Schacht Konrad | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 50,00 % | At-Equity |
| ARGE VE10 Oberirdisch Ost | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 10,00 % | At-Equity |
| ARGE SOFO Bhf Gütersloh | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 50,00 % | At-Equity |
| ARGE Potsdam Babelsberger Str. | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 50,00 % | At-Equity |
Geschäftsjahr 2024:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Anteil am Kapital | Bewertungsmethode |
|---|---|---|---|
| ARGE VE 30 Tunnel Hauptbahnhof | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 10,00 % | At-Equity |
| ARGE "ETS" Schacht Konrad | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 50,00 % | At-Equity |
| ARGE VE10 Oberirdisch Ost | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 10,00 % | At-Equity |
| ARGE Verfüllarbeiten A143 Halle BL 3.4.3 | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 100,00 % | At-Equity |
| ARGE Schleuse Kriegenbrunn | Bau-Arbeitsgemeinschaft | 20,00 % | At-Equity |
Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):
| in Tausend EUR | 2023 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ARGE VE 30 Tunnel Hauptbahnhof | 35.582 | 14.172 | 283.586 | 51.745 | 0 | 278.954 |
| ARGE "ETS" Schacht Konrad | 19.138 | 824 | 56.509 | 17.797 | 0 | 28.484 |
| ARGE VE10 Oberirdisch Ost | 21.684 | 1.305 | 33.806 | 32.474 | 0 | 20.200 |
| ARGE SOFO Bhf Gütersloh | 1.905 | 0 | 2.028 | 6 | 0 | 1.831 |
| ARGE Potsdam Babelsberger Str. | 2.019 | 0 | 9.074 | 278 | 0 | 7.985 |
| in Tausend EUR | 2024 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ARGE VE 30 Tunnel Hauptbahnhof | 55.240 | 16.916 | 300.220 | 42.340 | 0 | 292.835 |
| ARGE "ETS" Schacht Konrad | 20.737 | 534 | 67.765 | 20.959 | 0 | 35.874 |
| ARGE VE10 Oberirdisch Ost | 26.283 | 698 | 23.577 | 23.577 | 0 | 1.589 |
| ARGE Verfüllarbeiten A143 Halle BL 3.4.3 | 6.925 | 0 | 7.660 | 29 | 0 | 7.612 |
| ARGE Schleuse Kriegenbrunn | 15.979 | 516 | 23.825 | 15.413 | 0 | 23.500 |
Im Geschäftsjahr 2024 sind aus den oben genannten Arbeitsgemeinschaften im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen unter den Ergebnissen aus at-Equity bilanzierten Unternehmen TEUR 3.331 (Vorjahr: 2.601) enthalten.
Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):
BILANZ
| in Tausend EUR | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen | |
|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 6.268 | 5.853 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 32.706 | 41.659 |
| (davon Zahlungsmittel) | 2.237 | 4.878 |
| Summe Vermögenswerte | 38.974 | 47.512 |
| Langfristige Schulden | 1.790 | 534 |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | 570 | 534 |
| Kurzfristige Schulden | 25.241 | 33.835 |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | 1.399 | 2.827 |
| Summe Schulden | 27.031 | 34.369 |
Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.
ERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen | |
|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 47.890 | 51.744 |
| planmäßige Abschreibung | -2.028 | -3.027 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 3.505 | 12.007 |
| Zinserträge | 753 | 770 |
| Zinsaufwendungen | -1.166 | -4.394 |
| Ertragssteueraufwand | -681 | -1.844 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.411 | 6.539 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 2.411 | 6.539 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 0 | 0 |
Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen
Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten:
Geschäftsjahr 2023:
| in Tausend EUR | Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|---|
| Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen | 63.653 | 11.943 |
| Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote | 18.341 | 5.847 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 0 | 3.236 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 18.341 | 9.083 |
Geschäftsjahr 2024:
| in Tausend EUR | Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|---|
| Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen | 80.301 | 13.142 |
| Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote | 21.128 | 6.439 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 0 | 3.577 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 21.128 | 10.016 |
b) Assoziierte Unternehmen
Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die Darstellung erfolgt jeweils zu 100,00%.
Die wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr 2023:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital | Bewertungsmethode |
|---|---|---|---|---|
| BAUER Nimr LLC | Wasseraufbereitung und Umwelttechnik | Maskat, Al Mina, Sultanat Oman | 52,50 % | At-Equity |
| SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH | Produktion | Schrobenhausen, Deutschland | 40,00 % | At-Equity |
Geschäftsjahr 2024:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital | Bewertungsmethode |
|---|---|---|---|---|
| BAUER Nimr LLC | Wasseraufbereitung und Umwelttechnik | Maskat, Al Mina, Sultanat Oman | 52,50 % | At-Equity |
| SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH | Produktion | Schrobenhausen, Deutschland | 40,00 % | At-Equity |
Die BAUER Nimr LLC wird trotz Stimmrechtsmehrheit als assoziiertes Unternehmen geführt, da aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.
Zusammengefasste Finanzinformationen für die BAUER Nimr LLC sowie die SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH werden in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Die Beträge in der folgenden Tabelle werden vor Konsolidierungen dargestellt.
BILANZ
| in Tausend EUR | BAUER Nimr LLC | SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 62.280 | 61.095 | 6.316 | 6.614 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 13.181 | 13.695 | 12.359 | 15.481 |
| (davon Zahlungsmittel) | 2.966 | 3.584 | 141 | 95 |
| Summe Vermögenswerte | 75.461 | 74.790 | 18.675 | 22.095 |
| Langfristige Schulden | 18.292 | 14.770 | 509 | 508 |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | 17.612 | 14.190 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 8.101 | 8.760 | 3.844 | 4.413 |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | 4.758 | 5.023 | 0 | 0 |
| Summe Schulden | 26.393 | 23.530 | 4.353 | 4.921 |
ERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | BAUER Nimr LLC | SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 12.259 | 13.066 | 31.456 | 33.533 |
| planmäßige Abschreibung | -550 | -593 | -252 | -369 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 5.813 | 6.794 | 4.955 | 3.791 |
| Zinserträge | 5.382 | 4.782 | 138 | 224 |
| Zinsaufwendungen | -2.754 | -1.467 | -52 | -106 |
| Ertragssteueraufwand | -1.276 | -1.561 | -1.385 | -1.082 |
| Ergebnis nach Steuern | 7.165 | 8.548 | 3.656 | 2.827 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 7.165 | 8.548 | 3.656 | 2.827 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 1.534 | 4.965 | 1.800 | 0 |
Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen):
BILANZ
| in Tausend EUR | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen | |
|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 928 | 949 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 8.919 | 8.856 |
| (davon Zahlungsmittel) | 41 | 14 |
| Summe Vermögenswerte | 9.847 | 9.805 |
| Langfristige Schulden | 29 | 29 |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 4.523 | 3.753 |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | 701 | 0 |
| Summe Schulden | 4.552 | 3.782 |
ERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen | |
|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 886 | 1.055 |
| planmäßige Abschreibung | -16 | 17 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -45 | 12 |
| Zinserträge | 3 | 1 |
| Zinsaufwendungen | -51 | 4 |
| Ertragssteueraufwand | -2 | 16 |
| Ergebnis nach Steuern | -95 | 34 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | -95 | 34 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 0 | 0 |
Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen
Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten:
Geschäftsjahr 2023:
| in Tausend EUR | BAUER Nimr LLC | SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen |
|---|---|---|---|
| Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen | 49.068 | 14.322 | 5.295 |
| Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote | 25.761 | 5.729 | 1.433 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 870 | 5.891 | -1.385 |
| Barwert der Konzessionsvereinbarung | 0 | 0 | 0 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 26.631 | 11.620 | 48 |
Geschäftsjahr 2024:
| in Tausend EUR | BAUER Nimr LLC | SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen |
|---|---|---|---|
| Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen | 51.260 | 17.174 | 6.023 |
| Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote | 26.912 | 6.870 | 1.807 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | -759 | 5.881 | -1.747 |
| Barwert der Konzessionsvereinbarung | 0 | 0 | 0 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 26.153 | 12.751 | 60 |
Die sonstigen Anpassungen beinhalten im Wesentlichen Währungsanpassungen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen.
22.4. Beteiligungen
Ergänzende Finanzinformationen für Beteiligungen
Geschäftsjahr 2023:
| in Tausend EUR | Deusa International GmbH | Unwesentliche Beteiligungen |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 1.867 | 239 |
| Während der Periode erfasste Dividende für ausgebuchte Beteiligungen | 0 | 0 |
| Während der Periode erfasste Dividende für noch gehaltene Beteiligungen | 193 | 0 |
Geschäftsjahr 2024:
| in Tausend EUR | Deusa International GmbH | Unwesentliche Beteiligungen |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 2.996 | 176 |
| Während der Periode erfasste Dividende für ausgebuchte Beteiligungen | 0 | 0 |
| Während der Periode erfasste Dividende für noch gehaltene Beteiligungen | 164 | 0 |
23. LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.213 | 8.124 | 8.343 | 7.282 |
| Sachanlagen | 4.128 | 4.116 | 4.463 | 4.937 |
| Nutzungsrechte | 1.001 | 1.045 | 4.586 | 4.020 |
| Vorräte | 8.084 | 6.277 | 235 | 272 |
| Vertragsvermögenswerte | 194 | 699 | 6.256 | 7.008 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.679 | 2.463 | 13.800 | 10.854 |
| Pensionsrückstellungen | 14.424 | 13.731 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 3.926 | 3.362 | 5 | 24 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 506 | 381 | -26 | 166 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.670 | 7.323 | 135 | 1.256 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.969 | 4.457 | 225 | 1.166 |
| Verlustvorträge | 107.499 | 93.002 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | -90.648 | -79.171 | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 18.819 | 14.461 | 10.362 | 13.173 |
| Saldierung | -34.391 | -29.203 | -34.391 | -29.203 |
| Nettobetrag | 54.073 | 51.071 | 13.993 | 20.953 |
In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Sonstige Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: 272) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: 85) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 11.241 (Vorjahr: 11.568) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst.
Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 13.630 (Vorjahr: 7.485), der der passiven latenten Steuern TEUR 9.414 (Vorjahr: 8.374).
Im Geschäftsjahr 2024 wurden aufgrund der Einführung des Gesetzes zur Mindestbesteuerung die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge erstmal brutto vor Wertberichtigungen ausgewiesen. Insgesamt haben sich die angesetzten aktiven latenten Steuern um TEUR 3.002 verringert. Wesentliche Effekte waren hier die zusätzlichen Aktivierungen von TEUR 1.429 bei der BAUER Foundations Canada und von TEUR 649 bei der BAUER Maschinen GmbH, denen vor allem Realsierungen von Verlustvorträge unter anderem durch Zinseinnahmen von TEUR -1.726 bei der BAUER Verwaltungs und Beteiligungs GmbH und von TEUR 3.748 bei der BAUER Machinery USA gegenüberstehen.
Für Gesellschaften wurden in der Berichtsperiode latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 28.827 (Vorjahr: 28.299) aktiviert, die aufgrund der steuerlichen Planungsrechnung in Zukunft realisiert werden können. Darin sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 7.295 (Vorjahr: 11.820) von Unternehmen enthalten, die in der Vorperiode oder der laufenden Periode Verluste erlitten haben.
Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Inländische Verlustvorträge | 74.185 | 86.779 |
| Ausländische Verlustvorträge | 302.137 | 247.209 |
| Gesamt | 376.322 | 333.988 |
| Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge | 106.917 | 111.996 |
Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 270.195 (Vorjahr: 311.184) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Die Angabe zu den Verlustvorträgen beruht auf vorläufigen Steuerhochrechnungen zum Erstellungszeitpunkt. Die final festgestellten Verlustvorträge wurden nacherfasst.
Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 5.054 (Vorjahr: 7.829).
Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall.
Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden für temporäre Unterschiede latente Steuern in Höhe von TEUR 6.104 (Vorjahr: 3.914) nicht angesetzt.
24. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.720 | 23.980 |
Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen langfristige Einbehalte aus Fertigungsaufträgen. Diese beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 19.792 (Vorjahr: 6.822).
In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kumulierte Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) enthalten.
25. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung | 6.393 | 6.712 |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.393 | 3.894 |
| Gesamt | 8.786 | 10.606 |
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen.
26. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 759 | 867 |
| Forderungen aus Derivaten | 17.286 | 10.452 |
| Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften | 7.474 | 20.683 |
| Gesamt | 25.519 | 32.002 |
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 40 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen betreffen nicht börsennotierte Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht. Für die Entwicklung der Fair Values von Anteilen an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften verweisen wir auf Abschnitt 40 "Finanzinstrumente".
ERGÄNZENDE FINANZINFORMATIONEN FÜR ANTEILE AN NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERGESELLSCHAFTEN
Geschäftsjahr 2023:
| in Tausend EUR | BAUER EQUIPAMENTOS DE PANAMA, S.A. | SMS Seabed Mineral Services GmbH | BAUER Equipment Gulf LLC | Unwesentliche Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen |
|---|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 1.737 | 1.435 | 715 | 3.587 |
| Während der Periode erfasste Dividenden | 0 | 0 | 0 | 478 |
Geschäftsjahr 2024:
| in Tausend EUR | BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd. | OOO BAUER Maschinen Russland | BAUER EQUIPAMIENTOS DE PANAMA, S.A. | Unwesentliche Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen |
|---|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 4.519 | 2.923 | 2.638 | 10.602 |
| Während der Periode erfasste Dividenden | 0 | 0 | 0 | 5.910 |
Die in der Tabelle dargestellten beizulegenden Zeitwerte wurden der Bewertungshierarchie gem. IFRS 13, Stufe 3, zugeordnet und mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren ermittelt.
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
27. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 179.959 | 163.959 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren | 290.208 | 269.286 |
| Mietmaschinen | 54.241 | 73.776 |
| 524.408 | 507.021 | |
| Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte | -13.972 | -12.448 |
| Gesamt | 510.436 | 494.573 |
Von den Vorräten sind TEUR 139.007 (Vorjahr: 109.831) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr insgesamt aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 39.634 (Vorjahr: 29.244).
Diese teilen sich wie folgt auf:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 13.537 | 17.859 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 6.705 | 13.570 |
| Planmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 9.002 | 8.205 |
| Gesamt | 29.244 | 39.634 |
Den Wertminderungen stehen Zuschreibungen in Höhe von TEUR 7.850 (Vorjahr: 4.814) gegenüber.
Im Geschäftsjahr war der Vermietungsstatus höher als im Vorjahr. Die nutzungsbedingten Abschreibungen der Gebrauchtmaschinen stiegen von TEUR 13.537 auf TEUR 17.859 an.
In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des niedrigeren Wertes aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter die Stufen 2 und 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.
In den fertigen Erzeugnissen sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Im Rahmen von verkaufsfördernden Maßnahmen werden Maschinen vermietet. Diese Erlöse werden als Umsätze aus Vermietung realisiert.
Die BAUER Gruppe unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):
Neue Maschinen
Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.
Gebrauchtmaschinen
Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine.
Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte.
Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.
Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Buchwert der Gebrauchtmaschinen | 54.240 | 73.776 |
| davon vermietet | 27.205 | 35.779 |
| davon nicht vermietet | 27.035 | 37.997 |
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden Vorräte als Kreditsicherheit gestellt.
28. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten
Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte | 917.080 | 1.396.424 |
| abzüglich der Teilabrechnungen | 990.269 | 1.440.349 |
| Saldo | -73.189 | -43.925 |
| davon: Vertragsvermögenswerte | 78.881 | 68.138 |
| davon: Vertragsverbindlichkeiten | 134.461 | 79.318 |
| davon: Drohverlustrückstellungen auf Fertigungsaufträge | 17.609 | 32.745 |
Im Geschäftsjahr waren Vertragsvermögenswerte mit insgesamt TEUR 1.928 (Vorjahr: 2.248) wertberichtigt. Diese Wertberichtigungen wurden aufgrund erwarteter Kreditverluste gebildet.
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil von in der Berichtsperiode erfassten Erlösen aus Vertragsverbindlichkeiten des Vorjahres sowie Erlösen aus Leistungsverpflichtungen, die in den vergangenen Jahren erfüllt wurden:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren | 49.327 | 115.929 |
| Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden | 1.124 | 4.120 |
Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte | 78.881 | 68.138 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 277.794 | 241.957 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.616 | 1.093 |
| Geleistete Anzahlungen | 7.640 | 7.966 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 49.515 | 58.711 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.353 | 6.905 |
| Gesamt | 424.799 | 384.770 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern, Forderungen gegenüber Sozialkassen und sonstige Abgrenzungen. Daneben ist ein Vermögenswert aus Forderungsabtretungen in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 140) in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Dabei handelt es sich um anhaltende Engagements für Export- und Zinsforderungen in Höhe von TEUR 630 gegenüber einem Kunden in Guatemala und TEUR 1.270 gegenüber einem Kunden in den Niederlanden. Beide werden jeweils sieben aufeinander folgenden Raten beglichen und im Rahmen eines Forderungsverkaufs abgetreten. Gemäß Abtretungsvereinbarung verbleibt im Falle eines politischen oder wirtschaftlichen Schadensfalls ein Selbstbeteiligungsrisiko in Höhe von 10 % in der BAUER Gruppe. Der Buchwert, der dem anhaltenden Engagement zugehörigen Verbindlichkeit beträgt insgesamt TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 162) und ist unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Für die Veränderungen der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr gem. den Vorschriften des IFRS 9 verweisen wir auf Abschnitt 40 "Finanzinstrumente".
Die Wertberichtigungen zur Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 64.488 (Vorjahr: 49.503) wurden unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und auf Basis historischer Zahlungsausfälle berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln (bei Vorliegen von objektiven Hinweisen) als auch aufgrund erwarteter Kreditverluste wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Der darin bereits enthaltene Anteil von Wertberichtigungen auf langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug TEUR 0 (Vorjahr: 0).
Im Geschäftsjahr waren sonstige finanzielle Vermögenswerte aufgrund erwarteter Kreditverluste mit insgesamt TEUR 250 (Vorjahr: 104) wertgemindert. Sie waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr nicht überfällig.
Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: 0) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potenzielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 407 (Vorjahr: 888).
29. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 72.944 (Vorjahr: 68.749) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Im Geschäftsjahr wie im Vorjahr bestanden keine Verfügungsbeschränkungen auf Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente.
30. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Im Geschäftsjahr sind TEUR 9.262 (Vorjahr: 0) an zur Veräußerung gehaltenen langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Dabei handelt es sich um zum Verkauf stehende nicht mehr für das Projekt Paks benötigte Bohrgeräte, die zuvor unter den Sachanlagen ausgewiesen wurden.
31. EIGENKAPITAL
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG ist eingeteilt in EUR 43.037.478 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund EUR 4,26 je Stückaktie. Zum 31. Dezember 2024 beträgt das gezeichnete Kapital der BAUER Aktiengesellschaft demnach EUR 183.398.343,74. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung, mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG, je eine Stimme.
Mit Beschlussfassung in der Hauptversammlung vom 19. September 2024 wurde das Genehmigte Kapital 2021 aufgehoben und durch ein neues Genehmigtes Kapital 2024 ersetzt. § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält hiernach eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 18. September 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 91.699.171,87 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber und/oder den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2024). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor.
Die BAUER Aktiengesellschaft hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.
Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| I. Kapitalrücklage | 42.331 | 26.861 |
| II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 243.147 | 283.663 |
| 285.478 | 310.524 | |
| III. Minderheitsgesellschafter | 14.181 | 8.060 |
| Gesamt | 299.659 | 318.584 |
Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurde keine Dividende an die Aktionäre ausgezahlt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert des Nennbetrages hinaus erzielt wurden, sowie Aufwendungen für die Ausgabe von Aktien.
Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Die anderen Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.
In den Gewinnrücklagen sind Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie darauf entfallende erfolgsneutrale Steuern enthalten. Im Geschäftsjahr beträgt der kumulierte Umbewertungsbetrag brutto TEUR -38.521 (Vorjahr: -39.593). Latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 11.241 (Vorjahr: 11.568) ausgewiesen. Außerdem wird darin der IFRS-Ausgleichsposten ausgewiesen, der kumulierte Effekte aus dem Erstanwendungszeitpunkt der IFRS beinhaltet. Die kumulierten Ergebnisse betragen zum Stichtag TEUR 10.387 (Vorjahr: 10.387).
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung eines beherrschten ausländischen Geschäftsbetriebs werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen und in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Der kumulierte Betrag wird in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, sobald die Nettoinvestition veräußert wird. Die kumulierte Differenz aus den Währungsumrechnungen beträgt TEUR -13.138 (Vorjahr: -15.758).
Ebenfalls enthalten ist die Rücklage für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte. Diese Veränderungen werden in der sogenannten Fair-Value-through-OCI-Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Die kumulierten Effekte betragen TEUR 14.109 (Vorjahr: 1.200) und werden aus dieser Rücklage in die Gewinnrücklagen übertragen, wenn die entsprechenden Eigenkapitalinstrumente ausgebucht werden. Die latenten Steuern hierfür betragen TEUR -296 (Vorjahr: -100).
Die Hedging-Rücklage und Rücklage für Sicherungskosten umfassen die Cashflow-Sicherungsrücklage und die Kosten der Sicherungsrücklage. Die Cashflow-Sicherungsrücklage dient der Erfassung des wirksamen Teils der Gewinne oder Verluste aus Derivaten, die als Cashflow-Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Beträge werden in der Folge in den Gewinn- oder Verlust umgegliedert. Die kumulierten Ergebnisse betragen TEUR 2 (Vorjahr: 2). Die Hedging-Rücklage beträgt vor Steuern TEUR 245 (Vorjahr: 640).
31.1. Minderheitsgesellschafter
Einzelheiten zu den nicht 100 %igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen
Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | |||
|---|---|---|---|---|
| Konzerngesellschaft | Minderheitsgesellschafter | Kapitalanteil in % |
Kapitalanteil in TEUR |
Ergebnisanteil in TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| BAUER EGYPT S.A.E., Cairo, Egypt | verschiedene natürliche Personen | 43,73 % | 14.880 | 3.048 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Turkey | Emiroglu Makina | 40,00 % | 1.513 | 767 |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | 25,81 % | -4.315 | -2.687 | |
| Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen | 2.103 | 881 | ||
| Gesamt | 14.181 | 2.009 |
| in Tausend EUR | 31.12.2024 | ||
|---|---|---|---|
| Konzerngesellschaft | Kapitalanteil in % |
Kapitalanteil in TEUR |
Ergebnisanteil in TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| BAUER EGYPT S.A.E., Cairo, Egypt | 43,73 % | 10.603 | 1.743 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Turkey | 40,00 % | 1.603 | 482 |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | 25,81 % | -6.918 | -2.285 |
| Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen | 2.772 | 663 | |
| Gesamt | 8.060 | 603 |
Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen:
BILANZ
| in Tausend EUR | Bauer Casings | BAUER EGYPT S.A.E | Thai BAUER Co. Ltd. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 991 | 1.255 | 6.572 | 8.971 | 23.258 | 18.250 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.144 | 3.277 | 38.304 | 22.053 | 17.218 | 9.383 |
| Langfristige Schulden | 398 | 89 | 268 | 48 | 3.589 | 1.200 |
| Kurzfristige Schulden | 1.332 | 984 | 11.126 | 7.605 | 45.031 | 45.282 |
ERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | Bauer Casings | BAUER EGYPT S.A.E | Thai BAUER Co. Ltd. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 9.449 | 6.832 | 37.495 | 23.381 | 30.445 | 13.951 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 1.640 | 802 | 8.354 | 4.016 | -6.848 | -7.878 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.580 | 759 | 8.920 | 5.325 | -9.616 | -8.340 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.918 | 908 | 6.971 | 3.985 | -10.413 | -8.784 |
| Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 767 | 482 | 3.049 | 1.743 | -2.687 | -2.285 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | 1.151 | 426 | 3.922 | 2.242 | -7.726 | -6.499 |
| Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter | -220 | -151 | -1.077 | -897 | 0 | 0 |
KAPITALFLUSSRECHNUNG
| in Tausend EUR | Bauer Casings | BAUER EGYPT S.A.E | Thai BAUER Co. Ltd. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 939 | 1.167 | 4.811 | 9.538 | 8.554 | 4.222 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -104 | -183 | -860 | -1.705 | -5.485 | 888 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -720 | -431 | -1.618 | -1.044 | -3.330 | -3.916 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 108 | 242 | -2.784 | -3.904 | -40 | 90 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 223 | 795 | -451 | 2.885 | -301 | 1.284 |
31.2. Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
Zielsetzung des Kapitalmanagements der BAUER Gruppe ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber vereinbarte Zins- und Tilgungszahlungen sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern zurückgegriffen.
Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 483.057 | 501.982 |
| Eigenkapitalquote | 28,64 % | 29,82 % |
| Ergebnis nach Steuern | 2.844 | 9.701 |
| Nettoverschuldung (Net Debt) | 410.775 | 375.256 |
| Finanzschulden | 479.524 | 448.200 |
| frei verfügbare flüssige Mittel | 68.749 | 72.944 |
| Net Debt / EBITDA | 2,02 | 1,68 |
| EBITDA / Net Interest Coverage | 3,23 | 5,01 |
Unter den Finanzschulden sind jeweils lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen und sonstige Finanzverbindlichkeiten enthalten. Das Net Interest Coverage umfasst das Finanzergebnis, korrigiert um Erträge aus operativen Beteiligungen.
Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben.
32. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | Restlaufzeit 31.12.2023 | Restlaufzeit 31.12.2024 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 82.441 | 13.415 | 174.677 | 8.188 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 34.047 | 3.760 | 29.108 | 3.342 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 8.696 | 0 | 8.606 | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.609 | 0 | 10.842 | 895 |
| Gesamt | 133.793 | 17.175 | 223.233 | 12.425 |
| in Tausend EUR | Fair Value | Zinsspanne | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 95.856 | 182.865 | 0,80 % - 6,89 % | 0,95 % - 9,36 % |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 37.807 | 32.450 | 0,46 % - 9,83 % | 0,20 % -11,00 % |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.609 | 11.737 | 0,61 % - 6,00 % | 0,61 % - 7,30 % |
| Gesamt | 142.272 | 227.052 |
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Jubiläumsverpflichtungen sowie langfristige Anteile der Personalrückstellungen.
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Abschnitt 40). Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten.
33. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 1. Juli 1992 in der Fassung der Betriebs-Vereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind, sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Da das Pensionswerk seit 1998 geschlossen ist und die laufenden Pensionszahlungen aus dem Cashflow der jeweiligen Gesellschaften geleistet werden existieren keine Finanzierungsvereinbarungen der Pensionspläne durch zusätzliches Planvermögen.
Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.
Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:
| in % | 31.12.2023 | |||
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien* | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 3,45 | 6,75 | 6,26 | - |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 3,00 | 8,00 | 5,00 | - |
| Zukünftige Rentensteigerungen | 2,00 | - | - | - |
| in % | 31.12.2024 | |||
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien* | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 3,50 | 7,00 | 6,09 | - |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 3,00 | 8,00 | 5,00 | - |
| Zukünftige Rentensteigerungen | 2,00 | - | - | - |
* Für Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr lagen keine Informationen vor.
Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt.
Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.
Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 463 | 507 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -463 | -507 |
| Defizit der finanzierten Pläne | 0 | 0 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 115.412 | 115.738 |
| Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen | 115.412 | 115.738 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | 0 | 0 |
| Bilanzierte Rückstellung | 115.412 | 115.738 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend EUR | Barwert der Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Gesamt | Auswirkung der Vermögensobergrenze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 | 106.368 | -393 | 105.975 | 0 | 105.975 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.792 | 0 | 1.792 | 0 | 1.792 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 4.163 | -15 | 4.148 | 0 | 4.148 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen | -36 | 0 | -36 | 0 | -36 |
| Summe | 112.287 | -408 | 111.879 | 0 | 111.879 |
| Neubewertungen: | |||||
| Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind | 0 | 13 | 13 | 0 | 13 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen | 7.203 | 0 | 7.203 | 0 | 7.203 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen | 275 | 0 | 275 | 0 | 275 |
| Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 7.478 | 13 | 7.491 | 0 | 7.491 |
| Wechselkursänderungen | 23 | 0 | 23 | 0 | 23 |
| Beiträge: | |||||
| Arbeitgeber | 0 | -68 | -68 | 0 | -68 |
| begünstigter Arbeitnehmer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aus dem Plan geleistete Zahlungen: | |||||
| laufende Zahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) | -3.913 | 0 | -3.913 | 0 | -3.913 |
| Sonstige Effekte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2023 | 115.875 | -463 | 115.412 | 0 | 115.412 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in Tausend EUR | Barwert der Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Gesamt | Auswirkung der Vermögensobergrenze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 | 115.875 | -463 | 115.412 | 0 | 115.412 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.701 | 0 | 1.701 | 0 | 1.701 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 4.010 | -12 | 3.998 | 0 | 3.998 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen | 185 | 0 | 185 | 0 | 185 |
| Summe | 121.771 | -475 | 121.296 | 0 | 121.296 |
| Neubewertungen: | |||||
| Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind | 0 | 18 | 18 | 0 | 18 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen | -712 | 0 | -712 | 0 | -712 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen | -247 | 0 | -247 | 0 | -247 |
| Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | -959 | 18 | -941 | 0 | -941 |
| Wechselkursänderungen | -232 | 290 | 58 | 0 | 58 |
| Beiträge: | |||||
| Arbeitgeber | 0 | -611 | -611 | 0 | -611 |
| begünstigter Arbeitnehmer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aus dem Plan geleistete Zahlungen: | |||||
| laufende Zahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) | -4.335 | 271 | -4.064 | 0 | -4.064 |
| Sonstige Effekte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2024 | 116.245 | -507 | 115.738 | 0 | 115.738 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Qualifizierende Versicherungsverträge | 0 | 0 |
| Geldmarktfonds und Rentenfonds | 463 | 507 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 |
| Summe | 463 | 507 |
Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen.
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen, erwartete Rentensteigerungen sowie die Lebenserwartung.
Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
| in Tausend EUR | Auswirkung auf die Verpflichtung | ||
|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme | Erhöhung der Annahme | Verminderung der Annahme | |
| --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungssatz | +/- 0,5 % | 108.422 | 125.010 |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | +/- 0,5 % | 117.804 | 114.657 |
| Zukünftige Rentensteigerung | +/- 0,5 % | 122.974 | 110.065 |
| Erhöhung der Annahme um 1 Jahr | Verminderung der Annahme um 1 Jahr | ||
| Sterbewahrscheinlichkeit | 121.226 | 111.088 |
Die obige Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen korrelieren könnten. Die Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für eine Referenzperson mit einer um ein Jahr höheren bzw. um ein Jahr niedrigeren Lebenserwartung erreicht. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet.
Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Verpflichtung | 113.108 | 1.858 | 876 | 33 | 115.875 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 0 | -463 | 0 | 0 | -463 |
| Gesamt | 113.108 | 1.395 | 876 | 33 | 115.412 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 113.108 | 1.395 | 876 | 33 | 115.412 |
| in Tausend EUR | 31.12.2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Verpflichtung | 113.212 | 1.945 | 1.046 | 42 | 116.245 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 0 | -507 | 0 | 0 | -507 |
| Gesamt | 113.212 | 1.438 | 1.046 | 42 | 115.738 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 113.212 | 1.438 | 1.046 | 42 | 115.738 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Aktive Anwärter | 54.086 | 52.919 |
| Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer | 4.656 | 4.423 |
| Pensionäre | 57.133 | 58.903 |
| Gesamt | 115.875 | 116.245 |
Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 14,59 Jahre (Vorjahr: 14,83 Jahre).
Für das Geschäftsjahr 2025 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 4.391 (Vorjahr: 4.419) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 4.391 (Vorjahr: 4.419) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: 68) für das Jahr 2025 erwartet.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen:
| in Tausend EUR | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | 6 bis 10 Jahre | über 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 4.391 | 24.833 | 26.411 | 178.324 |
34. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 292.008 | 181.846 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 24.213 | 20.716 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 134.461 | 79.318 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 263.157 | 306.560 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | 31.061 | 37.528 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 80.298 | 82.574 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 21.031 | 18.593 |
| Gesamt | 846.229 | 727.135 |
In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 501 (Vorjahr: 401) enthalten. In der Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 35.733 (Vorjahr: 30.431) enthalten.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.
Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,95 % bis 12,68 % (Vorjahr: 0,80 % bis 13,00 %).
35. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 2023 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragsabwicklung | Gewährleistung | Prozessrisiken | Drohverluste | Restrukturierung | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 4.449 | 13.418 | 496 | 25.613 | 0 | 43.976 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 45 | -207 | 0 | -187 | -69 | -418 |
| Zuführung | 787 | 8.834 | 531 | 12.775 | 2.398 | 25.325 |
| Auflösung | 561 | 1.673 | 127 | 1.884 | 0 | 4.245 |
| Verbrauch | 8 | 8.331 | 257 | 17.015 | 0 | 25.611 |
| Stand 31.12. | 4.712 | 12.041 | 643 | 19.302 | 2.329 | 39.027 |
| in Tausend EUR | 2024 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragsabwicklung | Gewährleistung | Prozessrisiken | Drohverluste | Restrukturierung | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 4.712 | 12.041 | 643 | 19.302 | 2.329 | 39.027 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | -136 | 0 | 0 | 4.000 | 0 | 3.864 |
| Umbuchungen | -694 | 0 | 0 | 0 | 0 | -694 |
| Währungsanpassung | -70 | 145 | -31 | 297 | 69 | 410 |
| Zuführung | 131 | 11.552 | 785 | 26.704 | 0 | 39.172 |
| Auflösung | 657 | 3.946 | 40 | 4.440 | 2.398 | 11.481 |
| Verbrauch | 118 | 5.731 | 113 | 10.555 | 0 | 16.517 |
| Stand 31.12. | 3.168 | 14.061 | 1.244 | 35.308 | 0 | 53.781 |
In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind einige Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt.
Die Rückstellungen aus Drohverlusten resultieren im Wesentlichen aus antizipierten oder drohenden bzw. zu erwarteten Verlusten bei Bauprojekten.
Für die sonstigen Rückstellungen wird mit einem Verbrauch im Jahr 2025 gerechnet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen Rückstellungen, bei denen ein voraussichtlicher Verbrauch in einer Zeitspanne von 1 - 5 Jahren erwartet wird (Vorjahr: 0). Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Forderungen.
36. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Eventualverbindlichkeiten werden mit dem Betrag angesetzt, der der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme entspricht.
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 348.107 | 440.371 |
In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Gewährleistungen zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Gewährleistungen umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungsgewährleistungen. Ein Risiko einer Inanspruchnahme der Gewährleistung besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird.
Die Eventualverbindlichkeiten waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse bezüglich der jeweiligen Leistungserbringung wird davon ausgegangen, dass keine Abflüsse im Zusammenhang mit den Eventualverbindlichkeiten entstehen werden.
Künftige Zahlungsverpflichtungen aus Bestellungen, die bilanziell noch nicht erfasst waren (Bestellobligo) betrugen zum 31. Dezember 2024 TEUR 11.769 (Vorjahr: 12.294). Der Wert resultiert im Wesentlichen aus diversen offenen Bestellungen für den Bereich Technische Anlagen und Maschinen der Gesellschaften BAUER Maschinen GmbH (TEUR 2.066) und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH (TEUR 1.783) sowie der BAUER Aktiengesellschaft (TEUR 5.394).
37. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE
Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 eingestellt oder aufgegeben. Es ist ebenfalls nicht geplant, Geschäftsbereiche einzustellen oder aufzugeben.
38. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Es ergaben sich nach dem 31. Dezember 2024 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
39. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen enthalten nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, wie z. B. Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, nicht zahlungswirksame Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Wertminderungen und Wertaufholungen des Umlaufvermögens. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in diesem Posten ist im Wesentlichen auf die Marktwertveränderung von Derivaten zurückzuführen.
40. FINANZINSTRUMENTE
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen sowie Liquiditäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen.
MARKTRISIKEN
Währungsrisiko
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten die Wechselkurse zwischen funktionaler und nicht funktionaler Währung, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht.
Die bestehenden Devisentermingeschäfte dienen der Sicherstellung der Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder es werden zu einem wesentlichen Teil die aus dem Wechselkursrisiko resultierenden Schwankungen durch den Einsatz von Derivaten eliminiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital.
Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten sowie Devisentermingeschäften in die Ermittlung einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.
Auswirkungen durch Kursänderungen der jeweiligen Fremdwährung von +/- 10 % auf die Gewinn-und-Verlustrechnung sowie das OCI:
| in Tausend EUR zum 31.12.2023 | USD/EUR | GBP/EUR | AUD/EUR | CHF/EUR | CAD/EUR | übr. Währ./EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +10 % auf OCI | 2.600 | 0 | 225 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf OCI | -3.178 | 0 | -274 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtauswirkung +10 % auf GuV | 2.624 | -2.240 | -55 | -8 | -315 | -3.475 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf GuV | -3.208 | 2.738 | 67 | 10 | 385 | 4.248 |
| in Tausend EUR zum 31.12.2024 | USD/EUR | GBP/EUR | AUD/EUR | CHF/EUR | CAD/EUR | übr. Währ./EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +10 % auf OCI | 0 | 0 | 165 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf OCI | 0 | 0 | -201 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtauswirkung +10 % auf GuV | 1.912 | -1.061 | 64 | -96 | 0 | 97 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf GuV | -2.337 | 1.297 | -79 | 118 | 0 | -119 |
Es bestehen keine Risikokonzentrationen.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der variabel verzinslichen Finanzschulden (sowie der kurzfristigen in Anspruch genommenen Kreditlinien). Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt zu reduzieren. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst.
Auswirkungen durch Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten auf die Gewinn-und-Verlustrechnung sowie das OCI:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI | 578 | 165 |
| Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI | -563 | -201 |
| Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV | 16.964 | 13.959 |
| Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV | -18.202 | -11.819 |
Rohstoffpreisrisiko
Rohstoffpreisrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffpreisrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl. Aufgrund der Festpreisvereinbarungen wird keine Sensitivität angegeben.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt.
Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.
In der Berichtsperiode bestanden freie Linien für kurzfristige Darlehen und Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 309.036 (Vorjahr: 311.939) sowie für Avale in Höhe von TEUR 269.262 (Vorjahr: 268.524). Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich:
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2023 | Cashflows 2024 | Cashflows 2025 bis 2028 | Cashflows 2029 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 387.864 | 294.188 | 88.535 | 13.976 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 62.020 | 25.148 | 36.290 | 4.520 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) | 29.458 | 21.698 | 9.225 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 263.157 | 251.387 | 5.731 | 6 |
| Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen | 31.061 | 31.061 | 0 | 0 |
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2024 | Cashflows 2025 | Cashflows 2026 bis 2029 | Cashflows 2030 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 364.711 | 195.263 | 174.795 | 9.818 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 53.166 | 22.524 | 30.575 | 3.715 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) | 29.323 | 19.998 | 9.999 | 403 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 306.560 | 294.769 | 11.610 | 181 |
| Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen | 37.528 | 37.528 | 0 | 0 |
Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Zum 31. Dezember 2024 wurden von der BAUER AG alle Kreditvereinbarungen die vereinbarte Relation NetDebt/EBITDA und Eigenkapitalquote erfüllt.
Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.
Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf undiskontierten Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2023 | 2024 | 2025 bis 2028 | ab 2029 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 182 | -200 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | - | -21.578 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | - | 21.378 | 0 | 0 |
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2024 | 2025 | 2026 bis 2029 | ab 2030 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 1.001 | -1.227 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | - | -30.138 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | - | 28.911 | 0 | 0 |
Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2024 verwendet. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um ein Bruttosettlement.
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich sowohl aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, als auch aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Vertragsvermögenswerte. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Bruttobuchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in den Tabellen ab Seite 140 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Sicherheiten Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko für abgeschlossene Devisentermingeschäfte zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.
Die Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2023 wird im Folgenden auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung zum 31. Dezember 2024 übergeleitet:
| in Tausend EUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Vertragsvermögenswerte | |
|---|---|---|---|
| Stufe 2 (vereinfachter Ansatz) | Stufe 3 (bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 2 (vereinfachter Ansatz) | |
| --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigung am 01.01.2023 | 9.870 | 52.185 | 1.743 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | -580 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | -1.798 | 0 |
| Zuführung | 745 | 9.684 | 505 |
| Auflösung | 0 | 9.298 | 0 |
| Verbrauch | 0 | 11.305 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2023 | 10.615 | 38.888 | 2.248 |
| Wertberichtigung am 01.01.2024 | 10.615 | 38.888 | 2.248 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -67 | -5.386 | 2 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 94 | 1.107 | -33 |
| Zuführung | 2.358 | 25.045 | 301 |
| Auflösung | 2.425 | 4.259 | 590 |
| Verbrauch | 862 | 620 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2024 | 9.713 | 54.775 | 1.928 |
In den Zuführungen und Auflösungen sind die Ergebnisse aus Wertberichtigungen auf Forderungen abzüglich der Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen in Höhe von TEUR 2.982 (Vorjahr: 1.141) enthalten.
Nachfolgende Tabellen zeigen die Bruttobuchwerte nach Ausfallrisiko-Ratingklassen in Form von Überfälligkeiten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte:
| in Tausend EUR | Ausfallrisiko Wertberichtigungsmatrix | ||
|---|---|---|---|
| Kreditausfallrate | Bruttobuchwert | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Vertragsvermögenswerte | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2023 | |||
| nicht überfällig | 2,27 % | 189.048 | 81.128 |
| überfällig bis 30 Tage | 4,22 % | 45.515 | 0 |
| überfällig bis 60 Tage | 5,31 % | 19.930 | 0 |
| überfällig bis 90 Tage | 8,22 % | 7.488 | 0 |
| überfällig mehr als 90 Tage | 8,90 % | 33.440 | 0 |
| Gesamt | 295.421 | 81.128 | |
| Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2024 | |||
| nicht überfällig | 2,27 % | 170.934 | 70.066 |
| überfällig bis 30 Tage | 4,22 % | 38.034 | 0 |
| überfällig bis 60 Tage | 5,31 % | 18.140 | 0 |
| überfällig bis 90 Tage | 8,22 % | 11.455 | 0 |
| überfällig mehr als 90 Tage | 8,90 % | 68.546 | 0 |
| Gesamt | 307.109 | 70.066 |
| in Tausend EUR | Ausfallrisiko Wertberichtigungsmatrix | |
|---|---|---|
| Gesamtlaufzeit ECL | Bruttobuchwert der bonitätsbeeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
| --- | --- | --- |
| --- | --- | --- |
| Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2023 | ||
| nicht überfällig | 6.132 | 0 |
| überfällig bis 30 Tage | 1.922 | 0 |
| überfällig bis 60 Tage | 1.058 | 0 |
| überfällig bis 90 Tage | 616 | 0 |
| überfällig mehr als 90 Tage | 2.975 | 0 |
| Gesamt | 12.703 | 41.200 |
| Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2024 | ||
| nicht überfällig | 6.359 | 0 |
| überfällig bis 30 Tage | 1.140 | 0 |
| überfällig bis 60 Tage | 759 | 0 |
| überfällig bis 90 Tage | 645 | 0 |
| überfällig mehr als 90 Tage | 2.988 | 0 |
| Gesamt | 11.891 | 58.715 |
Die Überfälligkeiten entstehen einerseits aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis, andererseits wird sehr häufig für öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber gebaut, deren Prozesse zur internen Zahlungsfreigabe zwar langwierig sind, in der Regel aber eine vollständige Zahlung nach sich ziehen.
In der folgenden Tabelle sind die Bruttobuchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte nach den ECL-Stufen zum 31. Dezember dargestellt:
| in Tausend EUR zum 31.12.2023 | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9.328 | 0 | 0 | 9.328 |
| in Tausend EUR zum 31.12.2024 | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.809 | 0 | 0 | 6.809 |
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zu Amortised Cost bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", weshalb die in der Periode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt wurde. Dabei sind Schuldinstrumente als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet" einzustufen, wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Schuldner jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte werden der Stufe 2 zugeordnet, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, aber noch kein Ausfall vorliegt. Dementsprechend befinden sich unter der Stufe 3 sämtliche einzelwertberichtigte finanzielle Vermögenswerte. In der BAUER Gruppe umfassen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen kurzfristige Darlehen an nahestehende Unternehmen, Kautionsforderungen sowie sonstige Forderungen. Bei den wesentlichen Kreditnehmern ist das Rating bekannt, sodass ein laufendes Monitoring ermöglicht wird.
Die Wertberichtigung für die zu Amortised Cost bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird wie folgt auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung übergeleitet:
| in Tausend EUR | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigung am 31.12.2022 | 183 | 0 | 0 | 183 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Auflösung | 80 | 0 | 0 | 80 |
| Verbrauch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2023 | 103 | 0 | 0 | 103 |
| in Tausend EUR | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigung am 31.12.2023 | 103 | 0 | 0 | 103 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 74 | 0 | 0 | 74 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -93 | 0 | 0 | -93 |
| Zuführung | 189 | 0 | 0 | 189 |
| Auflösung | 23 | 0 | 0 | 23 |
| Verbrauch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2024 | 250 | 0 | 0 | 250 |
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Financial Assets measured at Amortised Cost | 4.342 | 6.659 |
| Financial Liabilities measured at Amortised Cost | -41.805 | -34.289 |
| Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling | 671 | 6.075 |
| Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss | -15.464 | -9.502 |
| Gesamt | -52.256 | -31.057 |
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets measured at Amortised Cost enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertminderungen und -aufholungen auf uneinbringliche Forderungen, Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Zinserträge. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen, Avalprovisionen sowie Ergebnisse aus Bankgebühren.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling enthält die Dividendenerträge aus den Sonstigen Beteiligungen und Anteilen von nicht konsolidierten Unternehmen.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps.
In den Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost sind im Gegensatz zur Überleitungsrechnung für Wertberichtigungen auch die Ergebnisse aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 2.982 (Vorjahr: 1.141) enthalten.
Aus der folgenden Tabelle sind die auf Vermögenswerte der Kategorie Financial Assets measured at Amortised Cost enthaltenen Wertminderungen ersichtlich:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost | -7.600 | -878 |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus at Amortised Cost bewerteten Finanzinstrumenten wird nachfolgend dargestellt:
| in Tausend EUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 10.785 | 7.482 |
| Zinsaufwendungen | -41.819 | -33.646 |
| Gesamt | -31.034 | -26.164 |
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Eine Gegenüberstellung der Buchwerte und Fair Value der Finanzinstrumente sowie eine Überleitung auf die Kategorien des IFRS 9 findet sich in den Tabellen auf Seite 140 ff.
Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, dazu zählen Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps, werden zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Devisenoptionen werden auf der Basis von marktüblichen Optionspreismodellen bewertet.
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungsströmen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsstrukturkurve und dem jeweils anzuwendenden Ausfallrisiko der Gegenparteien bzw. der BAUER Gruppe.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Inputparametern ermittelt:
| ― | Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― | Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen |
| ― | Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) |
Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3 dar:
| in Tausend EUR | 01.01.2023 | Zugänge | Abgänge | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 2.106 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.106 |
| Anteile nicht konsolidierter Unternehmen | 4.030 | 2.761 | 2.930 | 3.613 | 0 | 7.474 |
| Gesamt | 6.136 | 2.761 | 2.930 | 3.613 | 0 | 9.580 |
| in Tausend EUR | 01.01.2024 | Zugänge | Abgänge | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 2.106 | 649 | 63 | 480 | 0 | 3.172 |
| Anteile nicht konsolidierter Unternehmen | 7.474 | 1.020 | 1.433 | 13.622 | 0 | 20.683 |
| Gesamt | 9.580 | 1.669 | 1.496 | 14.102 | 0 | 23.855 |
Hierbei handelt es sich um die zum Fair Value through OCI bewerteten Beteiligungen sowie Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen.
Die für die Bewertung relevanten Parameter werden aus der jährlichen Mittelfristplanung abgeleitet. Über die Planwerte jeder Einheit wird mit dem Ertragswertverfahren der Unternehmenswert ermittelt. Die Plausibilität der Planung wird durch Controlling und Unternehmensführung geprüft. Nach finaler Meldung prüft ein Gremium aus den Bereichen Group Accounting und Beteiligungscontrolling die Ergebnisse des Ertragswertverfahrens sowie nächste Schritte bei Unterdeckung von Ertragswert im Verhältnis zum Buchwert.
Als bedeutende nicht beobachtbare Eingangsparameter gehen hierbei die Annahmen bezüglich der Unternehmensplanung, die Wachstumsrate für die Schätzung der Cashflows nach Beendigung der Planungsperiode sowie der Diskontierungssatz in die Bewertung ein. Basierend auf gegenwärtig vorliegende Informationen wird eine wesentliche Veränderung der Unternehmensplanungen als unwahrscheinlich eingeschätzt. Die verwendeten Cashflow-Prognosen werden aus diesem Grund als geeignete Grundlage für die Fair Value Ermittlung erachtet. Bei einer Variation des auf der Nachsteuer-Basis ermittelten WACC von +/- 0,5 %-Punkten würde das Eigenkapital um TEUR 436 (Vorjahr: 47) niedriger bzw. TEUR 502 (Vorjahr: 43) höher ausfallen. Zwischen den bedeutenden, nicht beobachtbaren Eingangsparametern bestehen keine signifikanten Beziehungszusammenhänge. Es gab keine Umgliederung zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.
Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften
Im Rahmen der konzerninternen Darlehensvergabe ist die BAUER Gruppe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die zum Großteil durch Cashflow-Hedges mittels Devisentermingeschäften gesichert werden, die nach den Regeln des Hedge Accounting gem. IFRS 9 bilanziert werden. Die BAUER Gruppe wendet Hedge Accounting gem. IFRS 9 auf Fremdwährungstransaktionen nur an, wenn als Grundgeschäft ein kurz- oder langfristiges endfälliges bzw. Tilgungsdarlehen vorliegt. Das Sicherungsgeschäft wird so abgeschlossen, dass Nominalwert von Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft deckungsgleich sind, was einem Hedge Ratio von 1:1 entspricht. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Devisentermingeschäfte stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Die effektiven Fair Value Änderungen der Sicherungsinstrumente, die in, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte Transaktion (Intercompany Darlehen in Fremdwährung) sich aufgrund der Fremdwährungsumrechnung auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität und die wirtschaftliche Beziehung werden mit der Critical Term Match-Methode nachgewiesen. Die Bestimmung von etwaigen Ineffektivitäten erfolgt anhand der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode. Bei der Absicherung von Fremdwährungsgeschäften entstehen Ineffektivitäten möglicherweise dann, wenn sich die Bonität der Gruppe oder der Gegenpartei des Derivats ändern oder sich der Zeitpunkt der geplanten Transaktion gegenüber der ursprünglichen Schätzung verändert. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.
Weiterhin ist das zinsbedingte Cashflow-Risiko der variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen durch Zinsswaps abgesichert und die Schuldscheindarlehen somit in festverzinsliche Finanzschulden konvertiert worden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Zinsswaps stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Dabei sind Nominalwert des Grundgeschäfts mit dem Nominalwert des Sicherungsgeschäfts, auf dessen Basis die Zinszahlungen erfolgen, deckungsgleich. Dies entspricht einem Hedge-Ratio von 1:1. Die Schuldscheindarlehen und der Zinsswap sind als Sicherungsbeziehung designiert. Gewinne und Verluste werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der sich die gesicherte Transaktion (Darlehen) auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt (Bei Realisierung des Zinsaufwandes). Bei der Absicherung von Zinsrisiken kann es zu Ineffektivitäten kommen, wenn sich der Zeitpunkt der geplanten Transaktion gegenüber der ursprünglichen Schätzung ändert oder wenn sich das Kreditrisiko einer Partei verändert. Buchhalterisch zu erfassende Ineffektivitäten sind im Geschäftsjahr wie im Vorjahr nicht aufgetreten.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalvolumina und Marktwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente:
| in Tausend EUR | Nominalvolumen | Marktwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Positiv | Negativ | Positiv | Negativ | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps (inkl. Stückzinsen) | ||||||
| davon im Hedge-Accounting | 30.000 | 55.000 | 952 | 0 | 522 | -8 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 250.000 | 419.376 | 16.327 | 0 | 10.232 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| davon im Hedge-Accounting | 32.604 | 1.857 | 151 | -28 | 25 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 63.062 | 131.649 | 744 | -153 | 382 | -1.001 |
Zusätzlich zu den Zinsswaps und Devisentermingeschäften wurden während des Geschäftsjahres (wie auch im Vorjahr) Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Die Laufzeit endete im selben Jahr wieder, sodass zum Stichtag keine Optionen im Bestand sind.
Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit künftiger Zahlungsströme
Die folgende Tabelle stellt die quantitativen Informationen je Risikokategorie dar. Darin enthalten sind das zeitliche Profil für den Nominalbetrag des Sicherungsinstruments sowie der Durchschnittskurs des Sicherungsinstruments. Bei der Absicherung des Zinsrisikos handelt es sich um regelmäßige Zinszahlungen bis zur Endfälligkeit des Zins-Swaps:
| 31.12.2023 | Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos | ||
|---|---|---|---|
| 2024 | 2025 | > 2026 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) | |||
| davon USD/EUR | 29.251 | 0 | 0 |
| davon ZAR/EUR | 446 | 415 | 0 |
| davon AUD/EUR | 2.491 | 0 | 0 |
| Durchschnittlicher Sicherungskurs | |||
| Durchschnittskurs USD/EUR | 1,10737 | - | - |
| Durchschnittskurs ZAR/EUR | 20,35423 | 22,7642 | - |
| Durchschnittskurs AUD/EUR | 1,64595 | - | -- |
| Zinsrisiko | |||
| Nominalvolumen (in Tausend EUR) | 0 | 20.000 | 10.000 |
| Durchschnittlicher Zinssicherungskurs | 1,3752 % | 1,3752 % | 1,3752 % |
| 31.12.2024 | Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos | ||
|---|---|---|---|
| 2025 | 2026 | > 2027 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) | |||
| davon USD/EUR | - | - | - |
| davon ZAR/EUR | - | - | - |
| davon AUD/EUR | 1.857 | - | - |
| Durchschnittlicher Sicherungskurs | |||
| Durchschnittskurs USD/EUR | - | - | - |
| Durchschnittskurs ZAR/EUR | - | - | - |
| Durchschnittskurs AUD/EUR | 1,6772 | - | - |
| Zinsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) | 20.000 | - | 10.000 |
| Durchschnittlicher Zinssicherungskurs | 1,5830 % | - | 1,8910 % |
Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Sicherungsinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten getrennt) sowie die Bilanzposten der Sicherungsinstrumente dar:
| in Tausend EUR | Angaben zu Sicherungsinstrumenten | ||
|---|---|---|---|
| zum 31.12.2023 | Nominale | Buchwerte der Sicherungsinstrumente | |
| --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||
| Fremdwährungsrisiken | 32.604 | 151 | -28 |
| Zinsrisiken | 30.000 | 952 | 0 |
| in Tausend EUR | Angaben zu Sicherungsinstrumenten | |
|---|---|---|
| zum 31.12.2023 | Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Bilanzposten |
| --- | --- | --- |
| --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | ||
| Fremdwährungsrisiken | 183 | Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
| Zinsrisiken | 957 | - |
| in Tausend EUR | Angaben zu Sicherungsinstrumenten | ||
|---|---|---|---|
| zum 31.12.2024 | Nominale | Buchwerte der Sicherungsinstrumente | |
| --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||
| Fremdwährungsrisiken | 1.857 | 25 | 0 |
| Zinsrisiken | 55.000 | 449 | 0 |
| in Tausend EUR | Angaben zu Sicherungsinstrumenten | |
|---|---|---|
| zum 31.12.2024 | Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Bilanzposten |
| --- | --- | --- |
| --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | ||
| Fremdwährungsrisiken | 24 | Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
| Zinsrisiken | 464 | Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der abgesicherten Grundgeschäfte sowie die Salden der Cashflow-Hedge Rücklage abgebildet:
| in Tausend EUR | Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| zum 31.12.2023 | Buchwert der gesicherten Grundgeschäften | Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Saldo der Cashflow-Hedge Rücklagen | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | Aktive Hedges | Beendete Hedges | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||||
| Fremdwährungsrisiken | 32.740 | 0 | -183 | 2 | 142 |
| Zinsrisiken | 0 | 29.937 | -957 | 453 | 0 |
| in Tausend EUR | Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| zum 31.12.2024 | Buchwert der gesicherten Grundgeschäften | Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Saldo der Cashflow-Hedge Rücklagen | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | Aktive Hedges | Beendete Hedges | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||||
| Fremdwährungsrisiken | 1.857 | 0 | -24 | 2 | 0 |
| Zinsrisiken | 0 | 54.967 | -464 | 192 | 0 |
| in Tausend EUR | Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In die GuV umgegliederte Beträge | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2023 | Marktwert-änderungen | aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme | aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts | Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung | 31.12.2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Hedging Rücklage | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | 0 | 183 | 0 | -183 | 0 | 0 |
| Zinsrisiken | 984 | -240 | 0 | -481 | 190 | 453 |
| Rücklage für Sicherungskosten | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | 2 | 86 | 0 | -86 | 0 | 2 |
| in Tausend EUR | Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In die GuV umgegliederte Beträge | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2024 | Marktwert-änderungen | aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme | aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts | Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Hedging Rücklage | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | 0 | 24 | 0 | -24 | 0 | 0 |
| Zinsrisiken | 453 | -503 | 0 | -108 | 134 | 192 |
| Rücklage für Sicherungskosten | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | 2 | 2 | 0 | -2 | 0 | 2 |
Die Terminkomponente, die in der Rücklage für Sicherungskosten erfasst wird, sichert ein sog. Time-Period-Related Grundgeschäft. Die ergebniswirksame Umgliederung erfolgte im Geschäftsjahr in den Posten Finanzerträge und Finanzaufwendungen. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
a) Finanzielle Vermögenswerte
Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer potenziellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Vermögenswerte entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde.
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2023 | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 18.174 | 0 | 18.174 | -179 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 68.749 | 0 | 68.749 | -6.663 |
| Gesamt | 86.923 | 0 | 86.923 | -6.842 |
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |
|---|---|---|
| Erhaltene Barsicherheit | Nettobetrag | |
| --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2023 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 0 | 17.995 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 62.086 |
| Gesamt | 0 | 80.081 |
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2024 | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 11.161 | 0 | 11.161 | -247 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 72.944 | 0 | 72.944 | -14.626 |
| Gesamt | 84.105 | 0 | 84.105 | -14.873 |
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |
|---|---|---|
| Erhaltene Barsicherheit | Nettobetrag | |
| --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2024 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 0 | 10.914 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 58.318 |
| Gesamt | 0 | 69.232 |
b) Finanzielle Verbindlichkeiten
Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer potenziellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Verbindlichkeiten entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde.
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2023 | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 182 | 0 | 182 | -179 |
| Kontokorrentkredite | 379.554 | 0 | 379.554 | -6.663 |
| Gesamt | 379.736 | 0 | 379.736 | -6.842 |
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |
|---|---|---|
| Geleistete Barsicherheiten | Nettobetrag | |
| --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2023 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 3 |
| Kontokorrentkredite | 0 | 372.891 |
| Gesamt | 0 | 372.894 |
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2024 | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 1.009 | 0 | 1.009 | -247 |
| Kontokorrentkredite | 364.647 | 0 | 364.647 | -14.626 |
| Gesamt | 365.656 | 0 | 365.656 | -14.873 |
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |
|---|---|---|
| Geleistete Barsicherheiten | Nettobetrag | |
| --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2024 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 762 |
| Kontokorrentkredite | 0 | 350.021 |
| Gesamt | 0 | 350.783 |
In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen.
Im Konzern werden Finanzinstrumente entsprechend der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 Bilanzposten zugeordnet. Für kurzfristige Finanzinstrumente, die zu Amortised Cost bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29a keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IFRS 9 und die jeweiligen Marktwerte:
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Buchwert | Amortised Cost | Fair Value through OCI (ohne Recycling) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | 2.106 | 3.172 | ||||
| at Fair Value | 2.106 | 3.172 | - | - | 2.106 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | 8.720 | 23.980 | 8.720 | 23.980 | - |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 25.519 | 32.002 | ||||
| at Fair Value | 17.287 | 10.452 | - | - | - | |
| at Fair Value | 7.474 | 20.683 | - | - | 7.474 | |
| at Amortised Cost | 758 | 867 | 758 | 867 | - | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 277.794 | 241.957 | ||||
| at Amortised Cost | 277.654 | 241.679 | 277.654 | 241.679 | - | |
| at Fair Value | 140 | 278 | - | - | 0 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmer mit Beteiligungsverhältnis | at Amortised Cost | 1.616 | 1.093 | 1.616 | 1.093 | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.353 | 6.905 | ||||
| at Fair Value | 888 | 407 | - | - | 0 | |
| at Amortised Cost | 8.465 | 6.498 | 8.465 | 6.498 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | at Amortised Cost | 68.749 | 72.944 | 68.749 | 72.944 | - |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 393.857 | 382.053 | 365.962 | 347.061 | 9.580 |
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Fair Value through OCI (ohne Recycling) | Fair Value through Profit or Loss | Derivate im Hedge Accounting | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | ||||||
| at Fair Value | 3.172 | 0 | 0 | - | - | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| at Fair Value | - | 16.330 | 10.272 | 957 | 180 | |
| at Fair Value | 20.683 | - | - | - | - | |
| at Amortised Cost | - | - | - | - | - | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| at Amortised Cost | - | - | - | - | - | |
| at Fair Value | 0 | 140 | 278 | 0 | 0 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmer mit Beteiligungsverhältnis | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| at Fair Value | 0 | 737 | 382 | 151 | 25 | |
| at Amortised Cost | - | - | - | - | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 23.855 | 17.207 | 10.932 | 1.108 | 205 |
| in Tausend EUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet | Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 | Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | ||||||
| at Fair Value | - | - | 2.106 | 3.172 | 3 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | - | - | 8.720 | 23.980 | 3 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| at Fair Value | - | - | 17.287 | 10.452 | 2 | |
| at Fair Value | - | - | 7.474 | 20.683 | 3 | |
| at Amortised Cost | - | - | 758 | 867 | 3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a | |
| at Fair Value | - | - | 140 | 278 | 3 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmer mit Beteiligungsverhältnis | at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| at Fair Value | - | - | 888 | 407 | 2 | |
| at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 37.373 | 59.839 |
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Buchwert | Amortised Cost | Fair Value through OCI (ohne Recycling) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | at Amortised Cost | 95.856 | 182.865 | 95.856 | 182.865 | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | 37.807 | 32.450 | - | - | - |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.609 | 11.737 | ||||
| at Fair Value | 0 | 8 | - | - | 0 | |
| at Amortised Cost | 8.609 | 11.729 | 8.609 | 11.729 | - | |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | at Amortised Cost | 292.008 | 181.846 | 292.008 | 867 | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | 24.213 | 20.716 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | 263.157 | 306.560 | 263.157 | 306.560 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber at- Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | at Amortised Cost | 31.061 | 37.528 | 31.061 | 37.528 | - |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 21.031 | 18.593 | ||||
| at Fair Value | 182 | 1.001 | - | - | 0 | |
| at Amortised Cost | 20.849 | 17.592 | 20.849 | 17.592 | ||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 773.742 | 792.295 | 711.540 | 557.141 | 0 |
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Fair Value through OCI (ohne Recycling) | Fair Value through Profit or Loss | Derivate im Hedge Accounting | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | - | - | - | - | - |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| at Fair Value | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| at Amortised Cost | - | - | - | - | - | |
| 0 | ||||||
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber at- Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | at Amortised Cost | - | - | - | - | - |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| at Fair Value | 0 | 153 | 1.001 | 29 | 0 | |
| at Amortised Cost | - | - | - | - | - | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 153 | 1.001 | 29 | 0 |
| in Tausend EUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet | Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 | Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | at Amortised Cost | - | - | 95.856 | 182.865 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | 37.807 | 32.450 | 36.677 | 32.450 | 3 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| at Fair Value | - | - | 0 | 8 | 2 | |
| at Amortised Cost | - | - | 8.609 | 11.729 | 3 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | 24.213 | 20.716 | n/a | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten gegenüber at- Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| at Fair Value | - | - | 182 | 1.001 | 2 | |
| at Amortised Cost | - | - | n/a | n/a | n/a | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 62.020 | 53.166 | 141.324 | 228.053 |
Zur grundsätzlichen Einordnung der unterschiedlichen Bewertungskategorien und -maßstäbe verweisen wir auf den Abschnitt 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Nettoverbindlichkeiten
Die Entwicklung der Nettoverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:
| in Tausend EUR | Kreditaufnahmen | Leasingverhältnisse | Summe |
|---|---|---|---|
| Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2023 | 460.249 | 71.602 | 531.851 |
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 150.734 | 0 | 150.734 |
| Erwerbe - Leasingverhältnisse | 0 | 17.517 | 17.517 |
| Tilgung | -215.637 | -27.125 | -242.762 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | -7.482 | 26 | -7.456 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2023 | 387.864 | 62.020 | 449.884 |
| in Tausend EUR | Kreditaufnahmen | Leasingverhältnisse | Summe |
|---|---|---|---|
| Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2024 | 387.864 | 62.020 | 449.884 |
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 172.039 | 0 | 172.039 |
| Erwerbe - Leasingverhältnisse | 0 | 23.963 | 23.963 |
| Tilgung | -205.097 | -33.475 | -238.572 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | 9.905 | 658 | 10.563 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2024 | 364.711 | 53.166 | 417.877 |
Die sonstigen Veränderungen beinhalten im Wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen.
41. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Anteilseignervertreter
| ― | Alfons Doblinger, München Geschäftsführer der Doblinger Beteiligung GmbH, München |
| ― | Sabine Doblinger, München Personalleiterin bei der DIBAG Industriebau Aktiengesellschaft, München |
| ― | Prof. Dr.-jur. Bastian Fuchs, Schrobenhausen, Vorsitzender Rechtsanwalt bei TOPJUS Rechtsanwälte Kupferschmid & Partner mbB, München |
| ― | Dipl.-Ing. Klaus Pöllath, Stuttgart Bauingenieur im Ruhestand |
| ― | Sebastian Sennebogen, Straubing (ab 19.09.2024) Geschäftsführer der SENNEBOGEN Multi Line GmbH & Co. KG, Wackersdorf |
| ― | Florian Freiherr Tucher von Simmelsdorf, Rottach-Egern (ab 19.09.2024) Vorstandsvorsitzender der MuP Verwaltungs- und Beteiligungs AG, Tegernsee |
| ― | Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen (bis 19.09.2024) freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung |
| ― | Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande (bis 19.09.2024) freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen |
Arbeitnehmervertreter
| ― | Rainer Burg, Gerolsbach Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen |
| ― | Dipl.-Ing. (FH) Petra Ehrenfried, Langenmosen Betriebsratsvorsitzende BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen |
| ― | Maria Engfer-Kersten, Langenhagen Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover |
| ― | Robert Feiger, stellvertretender Vorsitzender, Neusäß Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main |
| ― | Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen |
| ― | Dipl.-Ing. Wolfgang Rauscher, Gachenbach Leiter Produktion bei der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen |
Vorstand
| ― | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen |
| ― | Peter Hingott, Schrobenhausen |
42. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG
Zum 01. Januar 2024 wurde das bestehende Vergütungssystem vom Aufsichtsrat aufgehoben, so dass die Verpflichtung zur Anlage von variablen Vergütungsteilen in Aktien durch den Vorstand zukünftig entfällt.
43. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB
Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 702 (Vorjahr: 1.412). Davon sind TEUR 432 (Vorjahr: 764) erfolgsunabhängige und TEUR 270 (Vorjahr: 648) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In den Gesamtbezügen sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.
Alt-Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 15) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 333 (Vorjahr: 1.071). Darin enthalten sind Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 750). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigungen individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Stichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.172 (Vorjahr: 6.158) passiviert.
Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2024 betrug TEUR 386 (Vorjahr: 391).
Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.
Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.
Im vergangenen Geschäftsjahr wurde das bestehende Vergütungssystem für Vorstandsmitglieder angepasst, so dass der variable Vergütungsanteil Long Term Incentives auf Aktienbasis ("LTI Aktien") entfällt. Die variable Vergütung besteht damit nur noch aus dem kurzfristigen Bestandteil, dem sogenannten Short Term Incentives ("STI") und dem mehrjährigen Bestandteil, Long Term Incentives mit Barausgleich ("LTI Bar").
Für den "STI" und den "LTI Bar" werden durch den Aufsichtsrat zu Beginn des Bezugsjahres Zielvorgaben anhand finanzieller und nichtfinanzieller Leistungskriterien gemacht. Nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres erfolgt im Folgejahr nach Feststellung des Jahresabschlusses die Auszahlung auf Basis der Erreichung der zuvor definierten Zielvorgaben.
Als Zielwerte wurden sowohl qualitative als auch quantitative Vorgaben vereinbart.
Neben Berücksichtigung von Gesamtkonzernleistung und Ergebnis nach Steuern fließen auch Leistungskriterien der Bereiche Markt, Mitarbeiter, Unternehmenskultur, Finanzen, Ergebnisentwicklung, Bilanz, Organisation, Prozesse, Strategie, IT, Rechnungswesen, Stakeholder sowie ökologische und soziale Aspekte in die Betrachtung ein. Zusätzliche individuelle Zielvorgaben sind ebenfalls möglich.
Der konkrete Auszahlungsbetrag des "STI" hängt von der Erreichung der für das Geschäftsjahr vorgegebenen Ziele ab.
Der "LTI Bar" erstreckt sich mit dem Bemessungszeitraum für die Zielerreichung auf das aktuelle und die drei vorhergehenden Geschäftsjahre.
Für die bestehenden Pachtverträge mit nahestehenden Personen des Konzerns wurde zum 31. Dezember 2024 nach IFRS 16 ein Nutzungsrecht von TEUR 1.553 aktiviert (Vorjahr: 1.526) und eine Verbindlichkeit TEUR 1.640 (Vorjahr: 1.604) passiviert.
Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden zum 31. Dezember 2024 Verbindlichkeiten aus einem grundschuldbesicherten Tilgungsdarlehen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr: 1.500), für das fixe Zinsen in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: 83) gezahlt wurden. Die BAUER Stiftung ist ein sonstiges nahestehendes Unternehmen.
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 1.340 | 1.088 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 15 | 0 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 463 | 0 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 750 | 0 |
| Gesamt | 2.568 | 1.088 |
Die zum Bilanzstichtag ausstehenden Salden für variable nicht anteilsbasierte Vergütungsbestandteile betrugen TEUR 270 (Vorjahr: 648).
Für die Ausübung der Funktion als Arbeitnehmer erhielten Aufsichtsratsmitglieder insgesamt TEUR 428 (Vorjahr: 624).
Die Pensionszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrugen insgesamt TEUR 333 (Vorjahr: 321). Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 0 (Vorjahr: 182).
Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Nicht-konsolidierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | 1.680 | 1.199 | 16.451 | 7.977 | 1.118 | 3.564 |
| Bezogene Leistungen | 2.940 | 6.375 | 21.520 | 4.514 | 1.260 | 1.834 |
| Vermögenswerte | 231 | 115 | 29.281 | 16.051 | 1.956 | 2.400 |
| Verbindlichkeiten | 436 | 1.726 | 11.589 | 7.251 | 32.356 | 44.422 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 0 | 0 | 6.859 | 10.564 | 4.633 | 1.135 |
| Aufwand für uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen | 0 | 0 | 6 | 8.046 | 0 | 0 |
Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Von assoziierten Unternehmen wurden Dividenden in Höhe von TEUR 4.965 (Vorjahr: 3.334) und von Gemeinschaftsunternehmen TEUR 0 (Vorjahr: 0) erhalten.
Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen.
Außerdem kamen im Geschäftsjahr Aufträge mit der DIBAG Industriebau Aktiengesellschaft zustande, die einen Auftragswert in Höhe von TEUR 3.327 (Vorjahr: 0) aufweisen.
44. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN
Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt:
Geschäftsjahr 2023:
| Projekt | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Beteiligungsquote |
|---|---|---|---|
| Konsortium "Gleisgründungszug" RTG Rammtechnik GmbH -Kirow Ardelt GmbH | Maschinenbau | Leipzig, Deutschland | 29,23 % |
Geschäftsjahr 2024:
| Projekt | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Beteiligungsquote |
|---|---|---|---|
| Konsortium "Gleisgründungszug" RTG Rammtechnik GmbH -Kirow Ardelt GmbH | Maschinenbau | Leipzig, Deutschland | 29,23 % |
45. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 1.070 | 871 |
| (davon Deutschland) | 938 | 851 |
| (davon nicht Deutschland) | 132 | 20 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 3 | 14 |
| (davon Deutschland) | 3 | 14 |
| (davon nicht Deutschland) | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 57 | 0 |
| (davon Deutschland) | 39 | 0 |
| (davon nicht Deutschland) | 18 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 205 | 0 |
| (davon Deutschland) | 182 | 0 |
| (davon nicht Deutschland) | 23 | 0 |
| Gesamt | 1.335 | 885 |
| (davon Deutschland) | 1.162 | 865 |
| (davon nicht Deutschland) | 173 | 20 |
In den Honoraren für sonstige Leistungen und für andere Bestätigungsleistungen sind sowohl prüfungsnahe Beratungsleistungen, projektbegleitende Prüfungen bei Einsatz von Informationstechnologie als auch Dienstleistungen im Rahmen der Offenlegungspflichten enthalten.
46. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 14. April 2025 zur Billigung an den Aufsichtsrat freigegeben.
47. ANZAHL DER MITARBEITER
| Durchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angestellte | 3.574 | 3.527 | 3.490 | 3.471 |
| Inland | 1.987 | 1.994 | 1.982 | 2.005 |
| Ausland | 1.587 | 1.533 | 1.508 | 1.466 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 8.385 | 7.771 | 8.268 | 7.634 |
| Inland | 1.714 | 1.683 | 1.639 | 1.668 |
| Ausland | 6.671 | 6.088 | 6.629 | 5.966 |
| Auszubildende | 240 | 244 | 276 | 275 |
| Inland | 219 | 229 | 255 | 265 |
| Ausland | 21 | 15 | 21 | 10 |
| Mitarbeiter gesamt | 12.199 | 11.542 | 12.034 | 11.380 |
48. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
Der festgestellte Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2024 weist einen Bilanzverlust aus. Daher wird der Hauptversammlung kein Vorschlag über die Verwendung eines Bilanzgewinns vorgelegt.
49. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES
| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Anteil am Kapital in % |
|---|---|---|
| 1. Vollkonsolidierte Unternehmen | ||
| BAUER Aktiengesellschaft | EUR | |
| A. Deutschland | ||
| BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Erdwärme GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Immobilien GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Design GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| EURODRILL Grundstücks GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| GWE GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| Aresing Industrie GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Offshore Technologies GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| B. Übrige EU | ||
| GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 100,00 |
| BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 100,00 |
| BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 100,00 |
| BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen | PLN | 100,00 |
| GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Machines SAS, Strasburg, Frankreich | EUR | 100,00 |
| TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 |
| BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 |
| GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen | PLN | 100,00 |
| C. Übriges Europa | ||
| BAUER Resources UK Ltd., East Yorkshire, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | CHF | 100,00 |
| D. Nahost & Zentralasien | ||
| Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | SAR | 100,00 |
| BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | AED | 49,00* |
| BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00* |
| BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien | USD | 100,00 |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 100,00 |
| Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern | EUR | 100,00 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | TRY | 60,00 |
| BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00* |
| BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Equipment India Private Limited, Delhi, Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Resources Saudi LLC, Al Khobar, Saudi Arabien | SAR | 100,00 |
| BAUER Environment Bahrain W.L.L., Al Seef District, Bahrain | BHD | 100,00 |
| BAUER Resources Bahrain W.L.L., Al Seef District, Bahrain | BHD | 100,00 |
| E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien | ||
| BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia | MYR | 100,00 |
| BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 100,00 |
| P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 100,00 |
| BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon Stadt, Philippinen | PHP | 40,00* |
| BAUER Piling Inc., Quezon Stadt, Philippinen | PHP | 100,00 |
| BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 100,00 |
| BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | EUR | 100,00 |
| BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | MYR | 100,00 |
| Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 100,00 |
| P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 100,00 |
| NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | JPY | 100,00 |
| BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 49,00* |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 74,19 |
| BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | AUD | 100,00 |
| F. Amerika | ||
| BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama Stadt, Panama | USD | 100,00 |
| BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 100,00 |
| BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile | CLP | 100,00 |
| GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile | CLP | 60,00 |
| BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Equipment America Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Financial Services Inc., Wilmington, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| G. Afrika | ||
| BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 56,27 |
| BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Kapstadt, Südafrika | ZAR | 100,00 |
| MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | NAD | 100,00 |
| BAUER RESOURCES SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika | ZAR | 100,00 |
| BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko | MAD | 100,00 |
| 2. Unternehmen im erweiterten Konsolidierungskreis | ||
| A. Inland | ||
| BAUER Spezialtiefbau Deutschland GmbH & Co. KG, Deutschland | EUR | 100,00 |
| Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BMR Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| B. Ausland | ||
| BAUER RENEWABLES LIMITED, Dundee, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER Lebanon Foundation Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | USD | 100,00 |
| BAUER Latvia SIA, Riga, Lettland | EUR | 100,00 |
| BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 49,00* |
| BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 100,00 |
| BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh Stadt, Vietnam | VND | 100,00 |
| BAUER Fondations Spéciales EURL, Reghaia / Alger, Algerien | DZD | 100,00 |
| BAUER Geotechnical America LLC, Odessa, Florida, USA | USD | 100,00 |
| BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | GEL | 100,00 |
| BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | BDT | 100,00 |
| BAUER Libyan-Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, | ||
| Libyen | LYD | 36,57 |
| BAUER Fundaciones Dominicana S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik | DOP | 100,00 |
| BAUER Fundaciones America Latina S.A., Panama Stadt, Panama | USD | 100,00 |
| BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | IQD | 100,00 |
| Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | SEK | 100,00 |
| BAUER DK A/S, Søborg, Dänemark | DKK | 100,00 |
| BAUER Special Foundations (Cambodia) Co., Ltd., Daun Penh, Phnom Penh, Kambodscha | USD | 100,00 |
| BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu, Bhutan | BTN | 74,00 |
| BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, Port Moresby, Papua-Neuguinea | PGK | 100,00 |
| BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Foundations Singapore Pte. Ltd, Singapur, Singapur | SGD | 100,00 |
| BAUER Foundations QLD Pty. Ltd., Brisbane, Australien | AUD | 100,00 |
| BAUER CHILE SPA, Santiago de Chile, Chile | CLP | 100,00 |
| OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Föderation | RUB | 100,00 |
| OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 90,00 |
| OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 62,86 |
| BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | UAH | 100,00 |
| BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 60,00 |
| BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botsuana | BWP | 51,00 |
| BAUER Equipamientos de Panama S. A., Panama Pacifico - Panama Stadt, Panama | PAB | 100,00 |
| BAUER Maschinen Canada Ltd., Calgary, Kanada | CAD | 100,00 |
| BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | SGD | 100,00 |
| BAUER Maschinen PARS LLC, Tehran / I.R. Iran, Iran | IRR | 100,00 |
| OOO TRAKMECHANIKA, Jaroslawl, Russische Foed. | RUB | 100,00 |
| 3. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| A. Inland | ||
| TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland | EUR | 50,00 |
| Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 30,00 |
| SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH, Rohrenfels, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 40,00 |
| SMS Seabed Mineral Services GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 50,00 |
| Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland | EUR | 50,00 |
| Carbo-FORCE GmbH, Kassel, Deutschland | EUR | 50,00 |
| Biochar Rendsburg GmbH, Borgstedt, Deutschland | EUR | 50,00 |
| ARGE Verfüllarbeiten A14 BL3.4.3, Halle, Deutschland | EUR | 100,00 |
| ARGE Spezialtiefbau PSKW Happurg, Rimpar, Deutschland | EUR | 50,00 |
| ARGE Potsdam Babelsberger Straße, Berlin, Deutschland | EUR | 50,00 |
| ARGE VE10 Oberirdisch Ost, München, Deutschland | EUR | 10,00 |
| ARGE VE 30 Tunnel Hauptbahnhof, München, Deutschland | EUR | 10,00 |
| ARGE Verfüllung Grube Obermantelkirchen, Neuötting, Deutschland | EUR | 40,00 |
| ARGE "ETS" Schacht Konrad, Nordhausen, Deutschland | EUR | 50,00 |
| ARGE Müngstener Brücke, Duisburg, Deutschland | EUR | 50,00 |
| Konsortium "Gleisgründungszug" RTG Rammtechnik GmbH - Kirow Ardelt GmbH, Leipzig, Deutschland | EUR | 29,23 |
| ARGE Schleuse Kriegenbrunn, Stuttgart, Deutschland | EUR | 20,00 |
| B. Ausland | ||
| TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien | EUR | 30,00 |
| Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich | EUR | 50,00 |
| BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 52,50 |
| TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | KZT | 50,00 |
| OcOO SCHACHTBAU Kirgisistan, Bischkek, Kirgisistan | KGS | 50,00 |
| 4. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| A. Inland | ||
| Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 20,00 |
| Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland | EUR | 10,00 |
| Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 4,18 |
| Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland | EUR | 2,00 |
| B. Ausland | ||
| BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 3,00 |
| AO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation | RUB | 20,70 |
* Gesellschaften werden trotz Kapitalanteil <50 % vollkonsolidiert. Gründe hierfür können u. A. vertragliche Vereinbarungen sein, die der BAUER Gruppe beherrschenden Einfluss (Control) gemäß IFRS 10 ermöglichen.
Schrobenhausen, den 14. April 2025
Der Vorstand
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den vom International Accounting Standards Board herausgegebenen IFRS Accounting Standards (im Folgenden "IFRS Accounting Standards"), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt
Der Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 13. Mai 2024 bzw. 4. Juni 2024 (Nachtragsprüfung) und 19. Juli 2024 (Nachtragsprüfung) nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht abgegeben hat.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB im zusammengefassten Lagebericht unter "VII. Rechtliche Angaben", |
| ― | den Bericht des Aufsichtsrats, |
| ― | die übrigen Teile des Geschäftsberichts, |
| ― | aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 7. Mai 2025
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Hager, Wirtschaftsprüfer
Stauber, Wirtschaftsprüfer
Bilanz zum 31. Dezember 2024
AKTIVA
| 31.12.2024 € |
Vorjahr € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten | 8.513.663,55 | 9.986.017,86 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 348.350,25 | 166.275,00 |
| 8.862.013,80 | 10.152.292,86 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.422.563,96 | 2.493.727,30 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.044.416,62 | 3.269.569,47 |
| 6.466.980,58 | 5.763.296,77 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 289.798.969,99 | 280.311.469,99 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 55.000.000,00 | 55.000.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 171.000,00 | 171.000,00 |
| 344.969.969,99 | 335.482.469,99 | |
| 360.298.964,37 | 351.398.059,62 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 140.660,51 | 189.512,32 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 8.067,66 | 804,20 |
| 148.728,17 | 190.316,52 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.294,97 | 27.914,44 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 118.125.735,90 | 115.369.156,88 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 32.505,39 | 68.533,14 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 948.600,99 | 536.407,16 |
| 119.111.137,25 | 116.002.011,62 | |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 0,00 | 74,10 |
| 119.259.865,42 | 116.192.402,24 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 6.557.978,98 | 5.238.429,26 |
| D. Aktive latente Steuern | 0,00 | 3.238.455,74 |
| 486.116.808,77 | 476.067.346,86 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2024 € |
Vorjahr € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 183.398.343,74 | 183.398.343,74 |
| II. Kapitalrücklage | 29.319.337,92 | 44.789.337,92 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 12.000,00 | 12.000,00 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 |
| 12.000,00 | 12.000,00 | |
| IV. Bilanzverlust | -6.863,24 | -5.245,49 |
| 212.722.818,42 | 228.194.436,17 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnl. Verpflichtungen | 19.308.480,00 | 19.528.632,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.782.005,93 | 1.840.009,29 |
| 21.090.485,93 | 21.368.641,29 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 141.327.786,93 | 103.579.000,21 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.999.739,02 | 3.222.646,33 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 106.415.874,02 | 118.052.128,73 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 100,00 | 100,00 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.850.026,58 | 1.650.255,52 |
| davon aus Steuern € 812.535,03 (Vorjahr: € 1.090.996,03) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 37.449,91 (Vorjahr: € 33.746,12) | 251.593.526,55 | 226.504.130,79 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 709.977,87 | 0,00 |
| E. Passive latente Steuern | 0,00 | 238,61 |
| 486.116.808,77 | 476.067.446,86 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024
| 2024 € |
Vorjahr € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 56.517.887,51 | 60.723.484,00 |
| 2. Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,00 | 1.543.798,68 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 2.113.325,37 | 3.924.780,29 |
| 58.631.212,88 | 66.192.062,97 | |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -370.155,23 | -308.102,67 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -7.058.673,57 | -7.567.889,38 |
| -7.428.828,80 | -7.875.992,05 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -23.523.741,10 | -22.544.640,91 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -5.079.762,41 | -5.747.184,10 |
| davon für Altersversorgung € -344.105,00 (Vorjahr: € -1.428.821,50) | -28.603.503,51 | -28.291.825,01 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -3.935.925,63 | -3.293.186,18 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -29.395.449,37 | -24.136.789,73 |
| Betriebliches Ergebnis | -10.732.494,43 | 2.594.270,00 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 328.068,42 | 604.268,47 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 12.422.390,34 | 4.825.948,61 |
| davon aus verbundenen Unternehmen € 9.619.928,51 (Vorjahr: € 2.986.475,15) | ||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -12.500,00 | -191.291,88 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14.130.970,27 | -10.774.007,27 |
| davon an verbundene Unternehmen € -5.488.304,61 (Vorjahr: € -2.698.973,83) | ||
| Finanzergebnis | -1.393.011,51 | -5.535.082,07 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.346.111,81 | 162.842,33 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | -15.471.617,75 | -2.777.969,74 |
| 14. Jahresüberschuss / -fehlbetrag | -15.471.617,75 | -2.777.969,74 |
| 15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -5.245,49 | -7.275,75 |
| 16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 15.470.000,00 | 2.780.000,00 |
| 17. Entnahmen aus Gewinnrücklage | 0,00 | 0,00 |
| 18. Bilanzverlust | -6.863,24 | -5.245,49 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
I. Allgemeine Angaben
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HR B 101375 eingetragen.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.
II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze
Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung
Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Sachanlagen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und 25 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 800 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt. Abschreibungen der Finanzanlagen werden ausschließlich aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Von dem Wahlrecht i.S.d. § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht Gebrauch gemacht.
Ausleihungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt. Abschreibungen der Finanzanlagen werden ausschließlich aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Mitarbeiter bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden zum Nennwert bewertet.
Latente Steuern
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,13 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,30 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 380 %.
Bilanzierung und Bewertung der Passivposten
Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2024 1,90 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Standardfluktuation der Heubeck Richttafeln mit Niveau 90% unterstellt.
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Minus T€ 182. Der Unterschiedsbetrag würde grundsätzlich für die Berechnung der Ausschüttungssperre mit einfließen. Eine Verrechnung eines negativen Unterschiedsbetrages mit aus anderen Gründen ausschüttungsgesperrten Beträgen (§268 Abs. 8 HGB) ist jedoch nicht zulässig.
In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Derivative Finanzinstrumente sind, soweit die hierfür zu berücksichtigen Kriterien erfüllt sind, nach § 254 HGB in Bewertungseinheiten abgebildet und sich gegenüberstehende kompensierende Wertänderungen werden bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode).
Die positiven beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, die nicht in Bewertungseinheiten abgebildet sind, werden nicht bilanziert. Es werden lediglich Drohverlustrückstellungen in Höhe der negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, die nicht in Bewertungseinheiten abgebildet sind, gebildet.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Wechselkurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.
Haftungsverhältnisse
Die in den Haftungsverhältnissen dargestellten Beträge entsprechen dem vertraglichen Haftungsumfang.
IV. Bilanzerläuterungen
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 6 und 7) dargestellt.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Aufstellung zum Anteilsbesitz im Kapitel "VI. Sonstige Angaben" dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 113.659 (Vorjahr: T€ 107.629), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 7,00 % und 8,00 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.467 (Vorjahr: T€ 7.740) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 377 (Vorjahr: T€ 360), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 377 (Vorjahr: T€ 360). Diese betreffen die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für Aufwendungen aus Wartungsverträgen und Mietsoftware über T€ 6.548 (Vorjahr: T€ 5.227) sowie der Nürnberger Lebensversicherung in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 11).
Anlagenspiegel
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2024 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchungen T€ |
31.12.2024 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 32.396 | 644 | 0 | 0 | 33.040 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 166 | 182 | 0 | 0 | 348 |
| 32.562 | 826 | 0 | 0 | 33.388 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.142 | 0 | 0 | 0 | 3.142 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.652 | 2.529 | 1.111 | 0 | 17.070 |
| 18.794 | 2.529 | 1.111 | 0 | 20.212 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 281.716 | 9.500 | 0 | 0 | 291.216 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 55.000 | 0 | 0 | 0 | 55.000 |
| 3. Beteiligungen | 171 | 0 | 0 | 0 | 171 |
| 336.887 | 9.500 | 0 | 0 | 346.387 | |
| 388.243 | 12.855 | 1.111 | 0 | 399.987 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2024 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Zuschreibungen T€ |
31.12.2024 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 22.410 | 2.116 | 0 | 0 | 24.526 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 22.410 | 2.116 | 0 | 0 | 24.526 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 648 | 71 | 0 | 0 | 719 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.383 | 1.749 | 1.106 | 0 | 13.026 |
| 13.031 | 1.820 | 1.106 | 0 | 13.745 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.405 | 12 | 0 | 0 | 1.417 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.405 | 12 | 0 | 0 | 1.417 | |
| 36.846 | 3.948 | 1.106 | 0 | 39.688 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2024 T€ |
31.12.2023 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.514 | 9.986 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 348 | 166 |
| 8.862 | 10.152 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.423 | 2.494 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.044 | 3.270 |
| 6.467 | 5.764 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 289.799 | 280.311 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 55.000 | 55.000 |
| 3. Beteiligungen | 171 | 171 |
| 344.970 | 335.482 | |
| 360.299 | 351.398 |
Aktive latente Steuern
Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften und haben sich wie folgt entwickelt:
| 31.12.2023 T€ |
Zugang T€ |
Abgang T€ |
31.12.2024 T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen (aktive latente Steuern) | 3.238 | 0 | 3.238 | 0 |
| 3.238 | 0 | 3.238 | 0 |
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG ist eingeteilt in 43.037.478 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie. Zum 31. Dezember 2024 beträgt das gezeichnete Kapital der BAUER Aktiengesellschaft demnach 183.398.343,74 EUR. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung, mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG, je eine Stimme.
Mit Beschlussfassung in der Hauptversammlung vom 19. September 2024 wurde das Genehmigte Kapital 2021 aufgehoben und durch ein neues Genehmigte Kapital 2024 ersetzt. § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält hiernach eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 18. September 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 91.699.171,87 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber und/oder den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2024). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor.
Die BAUER Aktiengesellschaft hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt T€ 29.319 (Vorjahr: T€ 44.789). Mit Beschluss des Vorstands vom 03.02.2025 wurden aus den anderen Zuzahlungen in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ein Teilbetrag in Höhe von T€ 15.470 zum Ausgleich von Verlustvorträgen bzw. eines Jahresfehlbetrages entnommen.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils T€ 12 (Vorjahr: T€ 12) bzw. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).
Bilanzgewinn
| Stand 01.01.2024 | -5.245,49 |
| Jahresfehlbetrag 2024 | -15.471.617,75 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | 15.470.000,00 |
| Stand 31.12.2024 | -6.863,24 |
Rückstellungen
Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.
Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2024 wurden hierfür T€ 141 (Vorjahr: T€ 141) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Hierbei handelt es sich um die letztmalige umstellungsbedingte Zuführung. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen danach auf T€ 0.
Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der sich nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre von 1,96 % beträgt minus T€ 182. Der Betrag würde grundsätzlich in die Berechnung der Ausschüttungssperre einfließen, eine Verrechnung eines negativen Unterschiedsbetrages mit aus anderen Gründen ausschüttungsgesperrten Beträgen (§ 268 Abs. 8 HGB) ist jedoch nicht zulässig.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien und Tantiemen mit T€ 672, für Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 287, für Jubiläumsverpflichtungen T€ 118, für Urlaubsverpflichtungen mit T€ 222, sowie für die Verpflichtung für den Ausgleich flexibler Arbeitszeit mit T€ 419.
Verbindlichkeiten
Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):
| Gesamtbetrag 2024 | Davon mit einer Restlaufzeit | Gesicherte Beträge | Art der Sicherung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | ≤1 Jahr T€ |
>1 Jahr T€ |
davon >5 Jahre T€ |
T€ | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 141.328 | 129.805 | 10.151 | 1.372 | 116.559 | Gesamtschuldnerische Haftung |
| (103.579) | (72.020) | (31.559) | (1.411) | (79.094) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.000 | 2.000 | 0 | 0 | 0 | - |
| (3.223) | (3.223) | (0) | (0) | (0) | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 106.416 | 106.416 | 0 | 0 | 0 | - |
| (118.053) | (118.053) | (0) | (0) | (0) | ||
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 206 | 206 | 0 | 0 | 0 | - |
| (87) | (87) | (0) | (0) | (0) | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.850 | 1.850 | 0 | 0 | 0 | - |
| (1.650) | (1.650) | (0) | (0) | (0) | ||
| (davon aus Steuern) | 811 | 811 | 0 | 0 | 0 | - |
| (1.090) | (1.090) | (0) | (0) | (0) | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | 37 | 37 | 0 | 0 | 0 | - |
| (34) | (34) | (0) | (0) | (0) | ||
| (davon gegenüber Kreditinstituten) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - |
| (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | ||
| 251.594 | 240.071 | 10.151 | 1.372 | 116.559 | ||
| Vorjahr | (226.505) | (194.946) | (31.559) | (1.411) | (79.094) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 105.785 (Vorjahr: T€ 117.966). Zum Stichtag waren Sicherheiten in Form einer Grundschuld in Höhe von T€ 1.910 (Vorjahr: T€ 1.910) bestellt.
Haftungsverhältnisse
| 2023 T€ |
2024 T€ |
|
|---|---|---|
| Fremde Verbindlichkeiten / Konsortialkredit | 234.525 | 199.915 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (234.525) | (199.915) |
| Schuldscheindarlehen | 10.000 | |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (10.0000) | |
| Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, | 660.884 | 706.557 |
| Patronatserklärungen und Garantien (davon für verbundene Unternehmen) | (660.884) | (706.557) |
| Summe | 905.409 | 906.472 |
Die Valutierung zum 31. Dezember 2024 betrug € 588.273 TEUR (Vorjahr € 622.929 TEUR).
Am 03. Juni 2024 wurde der Konsortialkredit zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits und unter der Führung der Commerzbank, der Deutschen Bank und der UniCredit Bank andererseits, um weitere drei Jahre mit Verlängerungsoption über ein Gesamtvolumen von € 390,0 Mio. abgeschlossen.
Vom Gesamtvolumen des Konsortialkredits wurde an die BAUER Aktiengesellschaft ein Betrag in Höhe von € 195,3 Mio. (Vorjahr: € 158,8 Mio.) ausgereicht, davon an Kreditlinien 193,8 Mio. € (Vorjahr: € 157,3 Mio.) und an Avallinien € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 1,5 Mio.). Zum Jahresende lag die Ausnutzung dieses Volumens bei € 104,9 Mio. (Vorjahr: € 60,2 Mio.). Dabei beläuft sich die Ausnutzung des Kreditlinienvolumens auf € 103,6 Mio. (Vorjahr: € 58,7 Mio.) und die Ausnutzung des Avallinienvolumens auf € 1,3 Mio. (Vorjahr: € 1,5 Mio.).
Hinsichtlich des restlichen in Anspruch genommenen Gesamtkreditvolumens in Höhe von € 62,8 Mio. (Vorjahr: € 112,5 Mio.) haftet die BAUER Aktiengesellschaft zusammen mit weiteren acht Kreditnehmern und Garanten aus der BAUER Gruppe gesamtschuldnerisch.
Daneben bestand ein zweiter Konsortialkreditvertrag. Das verfügbare Gesamtvolumen von € 53,0 Mio. wurde seitens der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, in voller Höhe in Anspruch genommen. Zum Stichtag betrug die Restschuld € 4,2 Mio. (Fazilität B), für die die BAUER Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch mit den übrigen Vertragsparteien haftet.
Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse bezüglich der Bonität der jeweiligen Hauptschuldner geht die BAUER Aktiengesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.373 (Vorjahr: T€ 1.343). Darin enthalten sind sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 553 (Vorjahr: T€ 543).
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 56.518 (Vorjahr: T€ 60.723) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, erbracht. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| 2023 T€ |
2024 T€ |
|
|---|---|---|
| Geographisch bestimmter Markt | ||
| Deutschland | 57.535 | 53.102 |
| Asien/Pazifik | 929 | 912 |
| Osteuropa | 425 | 752 |
| Nordamerika | 739 | 715 |
| Nahost | 486 | 419 |
| Westeuropa | 316 | 309 |
| Südasien | 205 | 203 |
| Afrika | 64 | 67 |
| Ostasien | 23 | 32 |
| Lateinamerika | 1 | 7 |
| 60.723 | 56.518 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 2.113 (Vorjahr: T€ 3.925) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.955 (Vorjahr: T€ 6).
Personalaufwand
In dem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von T€ 344 (Vorjahr: T€ 1.429) enthalten.
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
| Durchschnitt | ||
|---|---|---|
| 2023 Anzahl |
2024 Anzahl |
|
| --- | --- | --- |
| Lohnempfänger | 8 | 7 |
| Gehaltsempfänger | 355 | 376 |
| 363 | 383 | |
| Auszubildende | 28 | 27 |
| Leitende Angestellte | 2 | 2 |
| 393 | 412 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.820 (Vorjahr: T€ 19) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: T€ 28).
Erträge aus Beteiligungen
| 2023 € |
2024 € |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 604.268,47 | 328.068,42 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (604.268,47) | (328.068,42) |
| 604.268,47 | 328.068,42 |
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 9.620 (Vorjahr: T€ 2.986) solche aus verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Zinsswaps in Höhe von T€ 2.802 (Vorjahr: T€ 1.839).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 5.488 (Vorjahr: T€ 2.699) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.
Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 105 (Vorjahr: T€ 197).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
| 2023 € |
2023 € |
|
|---|---|---|
| Steuern laufendes Geschäftsjahr (Ertrag (-) / Aufwand (+)) | 116.906,77 | 98.459,82 |
| Steuern Vorjahre (Ertrag (-) / Aufwand (+)) | 2,80 | 9.434,86 |
| Latente Steuern (Ertrag (-) / Aufwand (+)) | -279.751,90 | 3.238.217,13 |
| -162.842,33 | 3.346.111,81 |
VI. Sonstige Angaben
Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.)
Zum Abschlussstichtag bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Minus T€ 182. Der Unterschiedsbetrag würde grundsätzlich für die Berechnung der Ausschüttungssperre mit einfließen. Eine Verrechnung eines negativen Unterschiedsbetrages mit aus anderen Gründen ausschüttungsgesperrten Beträgen (§268 Abs. 8 HGB) ist jedoch nicht zulässig.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen abzüglich eines Verlustvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.
Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
| ― | Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen |
| ― | Bezug/Erbringung von Dienstleistungen |
| ― | Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen |
| ― | Finanzierungen |
| ― | Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten |
| ― | Abreden im Ein- oder Verkauf |
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige.
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAUER Aktiengesellschaft wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten zurückgegriffen und es wurden Darlehen in fremder Währung gewährt.
Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.
Zum 31. Dezember 2024 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wider. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank (für Zinsswaps) sowie aus der Treasury Management Software tm5 (für Devisentermingeschäfte) ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.
| Nominalvolumen | 31.12.2023 T€ |
31.12.2024 T€ |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 0 | 23.656 |
| - davon Grundgeschäfte | 0 | 0 |
| - davon in Bewertungseinheiten | 0 | 0 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 23.656 |
| Zinsswaps | ||
| in Bewertungseinheiten mit Darlehen | 30.000 | 30.000 |
| in Bewertungseinheiten mit Derivaten mit verb. Unternehmen | 320.000 | 320.000 |
| - davon Zinsswaps als Grundgeschäfte (mit verb. Unt.) | 160.000 | 160.000 |
| - davon Zinsswaps als Sicherungsgeschäfte (mit Banken) | 160.000 | 160.000 |
| nicht in Bewertungseinheiten | 60.000 | 60.000 |
| Summe | 410.000 | 433.656 |
| Marktwerte | 31.12.2023 | 31.12.2024 | ||
|---|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte T€ |
Negative Marktwerte T€ |
Positive Marktwerte T€ |
Negative Marktwerte T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 1 | 9 |
| - davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 1 | 9 |
| Zinsswaps | ||||
| in Bewertungseinheiten mit Darlehen | 952 | 0 | 449 | 0 |
| in Bewertungseinheiten mit Derivaten mit verbundenen Unternehmen | 10.277 | 10.373 | 5.938 | 5.994 |
| - davon Zinsswaps als Grundgeschäfte (mit verbundenen Unternehmen) | 10.373 | 5.994 | ||
| - davon Zinsswaps als Sicherungsgeschäfte (mit Banken) | 10.277 | 5.938 | ||
| nicht in Bewertungseinheiten | 3.846 | 0 | 2.679 | 0 |
| Summe | 15.075 | 10.373 | 9.067 | 6.003 |
Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31. Dezember 2024 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente.
Die Derivate haben die nachstehenden maximalen Fälligkeiten:
| ― | Devisentermingeschäfte 17. März 2025 |
| ― | Zinsswaps 07. April 2034 |
Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf T€ 23.656 (Vorjahr: T€ 0) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 1 und negativen Zeitwerten von T€ 9 (Vorjahr: positiv T€ 0, negativ T€ 0).
Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2024 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 60.000 (Vorjahr: T€ 60.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen, die nicht in Bewertungseinheiten designiert wurden. Diese weisen beizulegende positive Zeitwerte von T€ 2.679 (Vorjahr: T€ 3.846) auf.
Für die nicht in einer Bewertungseinheit designierten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) und Zinsabgrenzungen in Höhe von negativ T€ 84 (Vorjahr: T€ -142) erfasst.
Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden gebildet einerseits zwischen Darlehen und Festzinszahlerswaps mit den Banken und andererseits zwischen mit Banken abgeschlossenen Zinsswaps und denen mit Tochtergesellschaften (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich vollständig aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode zu jedem Stichtag festgestellt.
Das Nominalvolumen der zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus Darlehen abgeschlossenen Festzinszahlerswaps mit Banken in Bewertungseinheiten beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf T€ 30.000 (Vorjahr: T€ 30.000) mit beizulegenden positiven Marktwerten von T€ 449 (Vorjahr: T€ 952). Daneben bestanden Festzinszahlerswaps, die die BAUER AG mit Banken für Tochtergesellschaften zur Absicherung deren Zinsrisiken mit einen Nominalvolumen in Höhe von T€ 160.000 (Vorjahr: T€ 160.000) abgeschlossen hat. Die abgeschlossenen konzerninternen Zinsswaps (Nominalvolumen T€ 160.000 (Vorjahr: T€ 160.000)) mit den Tochtergesellschaften BAUER Maschinen GmbH, BAUER Spezialtiefbau GmbH und BAUER Resources GmbH stehen mit den Festzinszahlerswaps der Banken in einer Bewertungseinheit. Die hieraus resultierenden positiven Marktwerte in Höhe von T€ 5.938 (Vorjahr: T€ 10.277) sowie negativen Marktwerte in Höhe von T€ 5.994 (Vorjahr: T€ 10.373) sind in Mikro-Bewertungseinheiten abgebildet.
Die Höhe des abgesicherten Risikos aus der Bildung der Bewertungseinheiten mit internen und externen Zinsswaps beträgt T€ 5.994 (Vorjahr: T€ 10.373), in dessen Höhe die Bildung von Drohverlustrückstellungen zum Abschlussstichtag unterlassen werden konnte.
Zum Abschlussstichtag ergibt sich die Höhe der mit den gebildeten Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken aus den erwarteten nachteiligen Zahlungsstromänderungen der zukünftigen Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Darlehen von T€ 449 (Vorjahr: T€ 952).
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Das Grundkapital der BAUER Aktiengesellschaft in Höhe von € 183.398.343,74 ist eingeteilt in 43.037.478 auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von gerundet € 4,26 je Stückaktie. Zum Bilanzstichtag 2024 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 20 AktG mitgeteilt und wie folgt veröffentlicht worden sind:
| ― | Mit Datum vom 18.07.2023 hat die SD Thesaurus GmbH, München gem. § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der BAUER Aktiengesellschaft gehört. |
| ― | Mit Datum vom 19.07.2023 hat Herr Helmuth Newin gem. § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der BAUER Aktiengesellschaft gehört. Ihm sind nach § 16 Abs. 4 AktG die durch die SD Thesaurus GmbH, München gehaltenen Aktien an der BAUER Aktiengesellschaft zuzurechnen. |
Organe der Gesellschaft
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Anteilseignervertreter
Alfons Doblinger, München
Geschäftsführer der Doblinger Beteiligung GmbH, München
Sabine Doblinger, München
Personalleiterin bei der DIBAG Industriebau Aktiengesellschaft, München
Prof. Dr.-jur. Bastian Fuchs, Schrobenhausen, Vorsitzender
Rechtsanwalt bei TOPJUS Rechtsanwälte Kupferschmid & Partner mbB, München
Dipl.-Ing. Klaus Pöllath, Stuttgart
Bauingenieur im Ruhestand
Sebastian Sennebogen, Straubing (ab 19.09.2024)
Geschäftsführer der SENNEBOGEN Multi Line GmbH & Co. KG, Wackersdorf
Florian Freiherr Tucher von Simmelsdorf, Rottach-Egern (ab 19.09.2024)
Vorstandsvorsitzender der MuP Verwaltungs- und Beteiligungs AG, Tegernsee
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen (bis 19.09.2024)
freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung
Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande (bis 19.09.2024)
freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen
Arbeitnehmervertreter
Rainer Burg, Gerolsbach
Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
Dipl.-Ing. (FH) Petra Ehrenfried, Langenmosen
Betriebsratsvorsitzende BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen
Maria Engfer-Kersten, Langenhagen
Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Robert Feiger, stellvertretender Vorsitzender, Neusäß
Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main
Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen
Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Dipl.-Ing. Wolfgang Rauscher, Gachenbach
Leiter Produktion bei der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 385,7 (Vorjahr: T€ 390,9).
Vorstand:
| ― | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen |
| ― | Peter Hingott, Schrobenhausen |
Der ausgeübte Beruf der Mitglieder des Vorstands i. S. d. § 285 Nr. 10 HGB entspricht der Organbezeichnung. Herr Peter Hingott verantwortet die Ressorts Betriebswirtschaft & Controlling, Digitalisierung & KI, Rechnungswesen, Recht, Konzernfinanzen, Marketing, IT und Projektmanagement. Herr Hartmut Beutler ist verantwortlich für das Vorstandsressort I.
Die Angabe für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands nach § 285 S. 1 Nr. 9 a) HGB wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf Pensionszahlungen von T€ 333 (Vorjahr: T€ 321) und Abfindungen von T€ 0 (Vorjahr: T€ 750).
Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG im Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
| 2023 T€ |
2024 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 294 | 276 |
| Steuerberatungsleistungen | 11 | 0 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 182 | 14 |
| Sonstige Leistungen | 3 | 0 |
| 490 | 290 |
Bei den anderen Bestätigungsleistungen sowie den sonstigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um prüfungsnahe Dienstleistungen.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des Bauer-Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.
Steueraufwand oder Steuerbetrag nach dem Mindeststeuergesetz
Die BAUER Gruppe hat sich im Geschäftsjahr intensiv mit möglichen Auswirkungen aufgrund der Einführung der globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two) beschäftigt. Im Rahmen ersten Untersuchung wurden auf Basis vorhandener Finanzdaten aller Jurisdiktionen, in denen BAUER aktiv ist, Betroffenheitsanalysen durchgeführt. Viele für Pillar Two relevante Datenpunkte lagen zum Zeitpunkt der Evaluierung noch nicht vor, weswegen Annahmen getroffen wurden. Unter Berücksichtigung vorhandener und geschätzter Datenpunkte und der darauf aufsetzenden Analyse erwarten wir, dass die Auswirkungen von Pillar Two auf die BAUER Gruppe insbesondere in den ersten Jahren der Anwendung von untergeordneter Bedeutung sein werden.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem 31. Dezember 2024 ergaben sich keine von besonderer Bedeutung zu verzeichnende Vorgänge.
Aufstellung zum Anteilsbesitz
| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Kurs PDK | Anteil am Kapital in % (direkt) | Anteil am | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapital in % (indirekt) | Eigenkapital (in Landeswährung) | Gesamtergebnis (in Landeswährung) | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbundene Unternehmen | ||||||
| 1.1 Inland | ||||||
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 66.100.914 | 4.869.362 | |
| 1.1.1.1 Inland | ||||||
| 1.1.1.1.1 BAUER Design GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 46.598 | (68.428) | |
| 1.1.1.1.1 BAUER Spezialtiefbau Deutschland GmbH & Co. KG, | EUR | 1,0000 | 99,00 | - | - | |
| 1.1.1.2 Ausland | ||||||
| 1.1.1.2.1 BAUER Spezialtiefbau Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.170.296 | 91.515 | |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishop's Stortford, Verein. Königr. | GBP | 1,1812 | 100,00 | 8.479.837 | 4.976.237 | |
| 1.1.1.2.3 BAUER Renewables Limited, Dundee, Verein. Königr. | GBP | 1,1812 | 100,00 | 342.146 | (113.295) | |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya / Selangor Darul Ehsan, | MYR | 0,2020 | 100,00 | 33.439.251 | (8.700.687) | |
| 1.1.1.2.5 BAUER Foundations Australia Pty Ltd., Brisbane, Australien | AUD | 0,6099 | 100,00 | (20.165.399) | 315.655 | |
| 1.1.1.2.6 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi-Arabien | SAR | 0,2463 | 100,00 | 45.152.158 | 62.064.965 | |
| 1.1.1.2.7 BAUER Lebanon Foundation Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | LBP | 0,0000 | 76,00 | 2.049.293 | 2.135 | |
| 1.1.1.2.8 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, | EGP | 0,0204 | 56,27 | 1.240.651.558 | 269.795.214 | |
| 1.1.1.2.8.1 BAUER Libyan-Egyptian Specialized-Corporate for Technical | LYD | 0,1969 | 36,57 | 768.292 | (68.435) | |
| 1.1.1.2.9 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta Selatan, Indonesien | IDR | 0,0001 | 95,00 | 180.565.150.234 | 21.370.053.701 | |
| 1.1.1.2.10 BAUER Magyarország Speciális M élyépitö Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 0,0025 | 100,00 | 5.434.918.769 | 1.897.398.339 | |
| 1.1.1.2.11 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapore, Singapur | SGD | 0,6917 | 100,00 | 180.597 | (42.270) | |
| 1.1.1.2.11.1 BAUER Lebanon Foundation Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | LBP | 0,0000 | 12,00 | 2.049.293 | 2.135 | |
| 1.1.1.2.11.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta Selatan, Indonesien | IDR | 0,0001 | 5,00 | 180.565.150.234 | 21.370.053.701 | |
| 1.1.1.2.11.3 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 0,0010 | 10,00 | 236.858.287 | 87.457.155 | |
| 1.1.1.2.11.4 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 0,0110 | 1,00 | (570.775.660) | 105.323.182 | |
| 1.1.1.2.11.5 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 0,0110 | 1,00 | 345.953.742 | 130.340.260 | |
| 1.1.1.2.12 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0262 | 49,00 | (603.326.176) | (344.577.867) | |
| 1.1.1.2.13 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi M inh City, Vietnam | VND | 0,0000 | 100,00 | (24.729.362.671) | 4.468.982.725 | |
| 1.1.1.2.14 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City M etro | PHP | 0,0161 | 40,00 | (2.592.820.602) | 5.008.843 | |
| 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B .V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.309.979 | 50.717 | |
| 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | CHF | 1,0497 | 100,00 | 2.417.199 | 112.687 | |
| 1.1.1.2.17 BAUER Fundaciones Panama S.A., Panama City, Panama | PAB | 0,9244 | 100,00 | 1.935.623 | 1.007.711 | |
| 1.1.1.2.17.1 BAUER Fundaciones Dominicana S.R.L., Santo Domingo, | DOP | 0,0156 | 0,19 | 18.096.447 | (4.382.933) | |
| 1.1.1.2.18 BAUER International FZE, Dubai, Ver.Arab.Emir. | AED | 0,2517 | 100,00 | (63.137.005) | 229.140 | |
| 1.1.1.2.18.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 0,2535 | 49,00 | (80.398.405) | 565.692 | |
| 1.1.1.2.19 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 0,0010 | 90,00 | 236.858.287 | 87.457.155 | |
| 1.1.1.2.20 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 0,6747 | 100,00 | 7.764.530 | 3.361.737 | |
| 1.1.1.2.21 Inner City (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0262 | 49,00 | (221.895.153) | (196.981.826) | |
| 1.1.1.2.21.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0262 | 25,19 | (603.326.176) | (344.577.867) | |
| 1.1.1.2.22 BAUER Fondations Spéciales EURL, Reghaia / Alger, Algerien | DZD | 0,0069 | 100,00 | 9.326.680 | - | |
| 1.1.1.2.23 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Gurgaon | INR | 0,0110 | 99,00 | (570.775.660) | 105.323.182 | |
| 1.1.1.2.24 BAUER Foundation Corp., Odessa, Florida, USA | USD | 0,9239 | 100,00 | 14.142.843 | 621.267 | |
| 1.1.1.2.24.1 BAUER Geotechnical America LLC, Odessa, Florida, USA | USD | 0,9239 | 100,00 | 640 | (360) | |
| 1.1.1.2.25 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | GEL | 0,3399 | 100,00 | 964.916 | (46.540) | |
| 1.1.1.2.26 Bauer Engineering International Ltd., Dubai, Ver.Arab.Emir. | AED | 0,2517 | 100,00 | 71.855 | (11.433) | |
| 1.1.1.2.26.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | BDT | 0,0080 | 99,00 | (227.683.518) | (15.176.733) | |
| 1.1.1.2.27 BAUER Fundaciones Dominicana S.R.L., Santo Domingo, Dominik. Rep. | DOP | 0,0156 | 99,81 | 18.096.447 | (4.382.933) | |
| 1.1.1.2.28 BAUER Fundaciones America Latina S.A., Panama City, Panama | CLP | 0,0010 | 100,00 | (223.376) | (249.902) | |
| 1.1.1.2.29 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | IQD | 0,0007 | 100,00 | (31.644.834) | (3.547.389) | |
| 1.1.1.2.30 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | AED | 0,2517 | 49,00 | 4.882.114 | 117.804 | |
| 1.1.1.2.31 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | SEK | 0,0875 | 100,00 | 1.162.623 | 86.733 | |
| 1.1.1.2.32 BAUER DK A/S, Søborg, Dänemark | DKK | 0,1341 | 100,00 | 391.856 | (229.392) | |
| 1.1.1.2.33 BAUER Special Foundations (Cambodia) Co., Ltd., Daun Penh, Phnom Penh, Kambodscha | USD | 0,9239 | 100,00 | 496.565 | (27.722) | |
| 1.1.1.2.34 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 0,0110 | 99,00 | 345.953.742 | 130.340.260 | |
| 1.1.1.2.35 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu, Bhutan | BTN | 0,0110 | 74,00 | 21.263.683 | (13.275.690) | |
| 1.1.1.2.36 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, Port Moresby, PapuaNeuguinea | PGK | 0,2382 | 100,00 | (23.849.549) | (725.457) | |
| 1.1.1.2.37 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 110.359 | (4.699) | |
| 1.1.1.2.38 BAUER Piling Inc., Bagumbayan QC, Philippinen | PHP | 0,0161 | 100,00 | 50.301.438 | 18.530.900 | |
| 1.1.1.2.39 BAUER Latvia SIA, Riga, Lettland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 123.952 | (1.207) | |
| 1.1.1.2.40 BAUER Foundations Singapore Pte. Ltd, Singapore, Singapur | SGD | 0,6917 | 100,00 | (1.401.078) | (1.417.158) | |
| 1.1.1.2.41 BAUER Foundations QLD Pty. Ltd., Brisbane, Australien | AUD | 0,6099 | 100,00 | 2.026.459 | 426.469 | |
| 1.1.1.2.42 BAUER CHILE SPA, Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0010 | 100,00 | - | - | |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, | EUR | 1,0000 | 100,00 | 150.263.755 | 4.437.915 | |
| 1.1.2.1 Inland | ||||||
| 1.1.2.1.1 KLEM M Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 34.737.461 | 2.718.337 | |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL Grundstücks GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 15,00 | 5.871.200 | - | |
| 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 9.556.130 | 1.183.387 | |
| 1.1.2.1.4 EURODRILL GmbH, Drolshagen, D | EUR | 1,0000 | 100,00 | 25.156.389 | 4.179.484 | |
| 1.1.2.1.4.1 EURODRILL Grundstücks GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 85,00 | 5.871.200 | - | |
| 1.1.2.1.5 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, | EUR | 1,0000 | 100,00 | 5.092.394 | 961.440 | |
| 1.1.2.1.6 BAUER Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 45.607.618 | 3.686.516 | |
| 1.1.2.1.7 BMR Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 25.000 | - | |
| 1.1.2.2 Ausland | ||||||
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapore, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 44.079.886 | 147.043 | |
| 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapore, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 4.523.040 | 1.295.656 | |
| 1.1.2.2.1.1.2 P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta Utara, Indonesien | IDR | 0,0001 | 1,00 | 733.471.040 | 150.217.264 | |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei City, Taiwan | TWD | 0,0288 | 100,00 | 8.230.640 | 1.582.427 | |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, China | CNY | 0,1284 | 100,00 | 370.531.033 | 13.220.280 | |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Hongkong | EUR | 1,0000 | 100,00 | 3.202.993 | 352.064 | |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) | MYR | 0,2020 | 100,00 | 73.544.213 | (2.381.188) | |
| 1.1.2.2.1.5.1 Bauer Technologies (Thailand) Company Limited, | THB | 0,0262 | 0,00 | 28.587.381 | (382.628) | |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, | CNY | 0,1284 | 100,00 | (51.962.345) | (38.669.742) | |
| 1.1.2.2.1.7 Bauer Technologies (Thailand) Company Limited, | THB | 0,0262 | 100,00 | 28.587.381 | (382.628) | |
| 1.1.2.2.1.8 P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta Utara, Indonesien | IDR | 0,0001 | 99,00 | 733.471.040 | 150.217.264 | |
| 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | JPY | 0,0061 | 100,00 | 589.863.673 | (23.006.249) | |
| 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 3.093.577 | 167.582 | |
| 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Ver.Arab.Emir. | AED | 0,2517 | 100,00 | 9.284.307 | 1.183.540 | |
| 1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | AED | 0,2517 | 49,00 | 2.274.520 | 2.034.059 | |
| 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Texas, USA | USD | 0,9239 | 100,00 | 30.279.920 | (505.681) | |
| 1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, USA | USD | 0,9239 | 100,00 | 33.813.539 | (327.953) | |
| 1.1.2.2.6 BAUER Equipment America, Inc., Conroe, USA | USD | 0,9239 | 100,00 | 38.211.729 | 1.348.584 | |
| 1.1.2.2.6.1 BAUER Financial Services Inc., Wilmington, USA | USD | 0,9239 | 100,00 | 137.222 | 70.986 | |
| 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen -Kurgan, Kurgan, Russische Foed. | RUB | 0,0100 | 90,00 | - | - | |
| 1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-M SI, Ljuberzy, Russische Foed. | RUB | 0,0100 | 62,86 | - | - | |
| 1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia Srl, Imola, Bologna, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 6.754.046 | 1.336.056 | |
| 1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Verein. Königr. | GBP | 1,1812 | 100,00 | 8.865.080 | 1.967.777 | |
| 1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Sincan-Ankara, Türkei | TRY | 0,0281 | 60,00 | 207.422.775 | 7.504.834 | |
| 1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Foed. | RUB | 0,0100 | 100,00 | - | - | |
| 1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | INR | 0,0110 | 99,00 | 658.932.935 | 105.956.500 | |
| 1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine | UAH | 0,0230 | 100,00 | - | - | |
| 1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | AUD | 0,6099 | 100,00 | 7.212.711 | 5.662.899 | |
| 1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 0,1716 | 60,00 | 1.864.084 | (17.524) | |
| 1.1.2.2.17 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botsuana | BWP | 0,0683 | 51,00 | - | - | |
| 1.1.2.2.18 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o ., Warschau, Polen | PLN | 0,2322 | 100,00 | 12.443.573 | 2.220.649 | |
| PANAMA, S.A., Panama Pacifico, Panama, Panama | PAB | 0,9244 | 100,00 | (1.262.632) | (259.905) | |
| 1.1.2.2.20 BAUER Maschinen Canada Ltd., CALGARY, Kanada | CAD | 0,6747 | 100,00 | 101.122 | 10.503 | |
| 1.1.2.2.21 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapore, Singapur | SGD | 0,6917 | 100,00 | (79.163) | 25.237 | |
| 1.1.2.2.22 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.872.787 | 1.326.288 | |
| 1.1.2.2.23 BAUER Maschinen PARS LLC, Tehran / I.R. Iran, Iran | IRR | 0,0000 | 99,00 | (31.173.034.877) | 778.931.739 | |
| 1.1.2.2.24 BAUER Technologies South Africa (Pty.) Ltd., Kapstadt, Südafrika | ZAR | 0,0572 | 100,00 | 20.175.168 | 9.767.467 | |
| 1.1.2.2.24.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | NAD | 0,0504 | 100,00 | 1.873.995 | 176.707 | |
| 1.1.3 BAUER Immobilien GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 438.200 | (73.866) | |
| 1.1.3.1 Aresing Industrie GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 922.797 | (68.814) | |
| 1.1.4 WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 129.309 | 3.900 | |
| 1.1.4.1. Inland | ||||||
| 1.1.4.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 174.513 | 48.551 | |
| 1.1.4.2. Ausland | ||||||
| 1.1.4.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien 1.1.4.2.2BAUER Lebanon Foundation | INR | 0,0110 | 0,02 | 131.290.322 | 25.733.026 | |
| Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | LBP | 0,0000 | 12,00 | 2.049.293 | 2.135 | |
| 1.1.4.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | BDT | 0,0080 | 1,00 | (227.683.518) | (15.176.733) | |
| 1.1.4.2.4 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | INR | 0,0110 | 1,00 | 658.932.935 | 105.956.500 | |
| 1.1.4.2.5 Bauer Technologies (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 0,0262 | 0,00 | 28.587.381 | (382.628) | |
| 1.1.4.2.6 BAUER Maschinen PARS LLC, Tehran / I.R. Iran, Iran | IRR | 0,0000 | 1,00 | (31.173.034.877) | 778.931.739 | |
| 1.1.5 BAUER Offshore Technologies GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | (169.951) | 1.512.061 | |
| 1.1.6 BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 21.077.509 | 3.260.015 | |
| 1.1.6.1 Inland | ||||||
| 1.1.6.1.1 GWE GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 4.510.273 | - | |
| 1.1.6.1.1.1 Inland | ||||||
| 1.1.6.1.1.2 Ausland | ||||||
| 1.1.6.1.1.2.1 GWE POL-BUD SPÓLKA ZOGRANICZONA ODP OWIEDZIALNOSCIA, Łódź, Polen | PLN | 0,2322 | 100,00 | 9.280.945 | 994.983 | |
| 1.1.6.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0010 | 0,01 | 4.237.495.572 | 1.073.482.133 | |
| 1.1.6.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland 1.1.6.1.3BAUER Resources Bahrain | EUR | 1,0000 | 100,00 | 58.899 | (1.500) | |
| W.L.L., Al Seef District, Bahrain | BHD | 2,4522 | 100,00 | 2.279 | (981) | |
| 1.1.6.1.4 SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | (560.651) | (707.410) | |
| 1.1.6.1.4.1 Sadurski Erdwärme GmbH, Leopoldshöhe, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.124.130 | - | |
| 1.1.6.1.5 SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 25.300.972 | 2.569.476 | |
| 1.1.6.1.5.1 Inland | ||||||
| 1.1.6.1.5.1.1 Harz Hotel Grimmelallee N | EUR | 1,0000 | 100,00 | -- | d -- | |
| 1.1.6.1.5.2 Ausland | ||||||
| 1.1.6.1.5.2.1 OOO TRAKMECHANIKA | RUB | 0,0100 | 100,00 | 100,00 | (5.389.742) | (633.683) |
| 1.1.6.2 Ausland | ||||||
| 1.1.6.2.1 BAUER RESOURCES SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Cape Town Western Cape, Südafrika | ZAR | 0,0504 | 100,00 | 1.281.582 | - | |
| 1.1.6.2.2 BAUER Resources UK Ltd., East Yorkshire, Verein. Königr. 1.1.6.2.3BAUER Emirates Environment | GBP | 1,1812 | 100,00 | - | - | |
| Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | AED | 0,2517 | 49,00 | (400.884) | (2.545.788) | |
| 1.1.6.2.4 GWE Budafilter Kft., M ezőfalva, Ungarn 1.1.6.2.5BAUER Resources GmbH / | HUF | 0,0025 | 100,00 | 1.093.939.578 | 41.689.971 | |
| Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 0,9239 | 100,00 | (2.310.329) | - | |
| 1.1.6.2.5.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co ., Amman, Jordanien | USD | 0,9239 | 100,00 | -- | -- | |
| 1.1.6.2.6 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern 1.1.6.2.7BAUER Resources Chile | EUR | 1,0000 | 100,00 | -- | -- | |
| Limitada, Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0010 | 99,99 | 4.237.495.572 | 1.073.482.133 | |
| 1.1.6.2.7.1 Tuberías y Complementos M i | CLP | 0,0010 | 60,00 | 6.019.756.079 | 1.791.660.125 | |
| 1.1.6.2.8 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 361.962 | (151.553) | |
| 1.1.6.2.9 BA UER Resources Maroc S.A.R. | MAD | 0,0930 | 100,00 | (21.853.143) | 31.660 | |
| 1.1.6.2.10 BAUER Resources Saudi LLC, Al Khobar, Saudi-Arabien | SAR | 0,2463 | 100,00 | (204.320) | 124.451 | |
| 1.1.6.2.11 BAUER (Shanghai) Resources En | CNY | 0,1284 | 100,00 | 495.116 | (27.510) | |
| 1.1.6.2.12 BAUER Environment Bahrain W.L.L., Al Seef District, Bahrain | BHD | 2,4522 | 100,00 | 41.501 | (4.588) | |
| 1.2 Ausland | ||||||
| 1.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 0,0110 | 99,98 | 131.290.322 | 25.733.026 | |
| 2. Beteiligungen | ||||||
| 2.1 Inland | ||||||
| 2.1.1 TM G Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | - | - | |
| 2.1.2 Grunau & Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 30,00 | 213.810 | 34.187 | |
| 2.1.3 SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH, Rohrenfels, Deutschland | EUR | 1,0000 | 40,00 | 17.148.719 | 2.827.054 | |
| 2.1.4 SM S Seabed Mineral Services GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | 2.582 | (15.392) | |
| 2.1.5 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | -- | -- | |
| 2.1.6 Carbo-FORCE GmbH, Kassel, Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | (1.002.837) | (1.089.709) | |
| 2.1.6.1 Biochar Rendsburg GmbH, Borgstedt, Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | -- | -- | |
| 2.2 Ausland | ||||||
| 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 30,00 | - | - | |
| 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich | EUR | 1,0000 | 50,00 | 725.824 | 22.681 | |
| 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Al M ina, Muscat, Oman | OMR | 2,4011 | 52,50 | 20.427.443 | 3.559.946 | |
| 2.2.4 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Chromtau, Kasachstan | KZT | 0,0020 | 50,00 | 5.805.240.159 | 1.395.620.163 | |
| 2.2.5 OcOO SCHACHTBAU Kirgisistan, Bischkek, Kirgisistan | KGS | 0,0106 | 50,00 | 973.115 | (2.580.747) | |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||||
| 3.1 Inland | ||||||
| 3.1.1 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 20,00 | -- | -- | |
| 3.1.2 Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland | EUR | 1,0000 | 10,00 | -- | -- | |
| 3.1.3 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 1,0000 | 4,18 | -- | -- | |
| 3.1.4 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland | EUR | 1,0000 | 2,00 | -- | -- | |
| 3.2 Ausland | ||||||
| 3.2.1 OA O Mostostroyindustrija, Moskau, Russische Foed. | RUB | 0,0100 | 20,70 | -- | -- | |
| 3.2.2 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China | CNY | 0,1284 | 3,00 | -- | -- |
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil Bauer AG am Ergebnis (in TEUR) |
|
|---|---|---|
| 1. Verbundene Unternehmen | ||
| 1.1 Inland | - | |
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | 4.869 | |
| 1.1.1.1 Inland | ||
| 1.1.1.1.1 BAUER Design GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | (68) | |
| 1.1.1.1.1 BAUER Spezialtiefbau Deutschland GmbH & Co. KG, | - | |
| 1.1.1.2 Ausland | ||
| 1.1.1.2.1 BAUER Spezialtiefbau Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 92 | |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishop's Stortford, Verein. Königr. | 5.878 | |
| 1.1.1.2.3 BAUER Renewables Limited, Dundee, Verein. Königr. | (134) | |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya / Selangor Darul Ehsan, | (1.758) | |
| 1.1.1.2.5 BAUER Foundations Australia Pty Ltd., Brisbane, Australien | 193 | |
| 1.1.1.2.6 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi-Arabien | 15.289 | |
| 1.1.1.2.7 BAUER Lebanon Foundation Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | - | |
| 1.1.1.2.8 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, | 3.093 | |
| 1.1.1.2.8.1 BAUER Libyan-Egyptian Specialized-Corporate for Technical | (5) | |
| 1.1.1.2.9 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta Selatan, Indonesien | 1.183 | |
| 1.1.1.2.10 BAUER Magyarország Speciális M élyépitö Kft., Budapest, Ungarn | 4.800 | |
| 1.1.1.2.11 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapore, Singapur | (42) | |
| 1.1.1.2.11.1 BAUER Lebanon Foundation Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | - | |
| 1.1.1.2.11.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta Selatan, Indonesien | 62 | |
| 1.1.1.2.11.3 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | 9 | |
| 1.1.1.2.11.4 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Gurgaon (Haryana), Indien | 12 | |
| 1.1.1.2.11.5 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | 14 | |
| 1.1.1.2.12 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | (4.422) | |
| 1.1.1.2.13 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi M inh City, Vietnam | 165 | |
| 1.1.1.2.14 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City M etro | 81 | 6) |
| 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B .V., Mijdrecht, Niederlande | 51 | |
| 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | 118 | |
| 1.1.1.2.17 BAUER Fundaciones Panama S.A., Panama City, Panama | 931 | |
| 1.1.1.2.17.1 BAUER Fundaciones Dominicana S.R.L., Santo Domingo, | (0) | |
| 1.1.1.2.18 BAUER International FZE, Dubai, Ver.Arab.Emir. | 58 | |
| 1.1.1.2.18.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | 143 | 3) |
| 1.1.1.2.19 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | 82 | |
| 1.1.1.2.20 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | 2.268 | |
| 1.1.1.2.21 Inner City (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand | (5.159) | 4) |
| 1.1.1.2.21.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | (2.273) | |
| 1.1.1.2.22 BAUER Fondations Spéciales EURL, Reghaia / Alger, Algerien | - | |
| 1.1.1.2.23 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Gurgaon | 1.151 | |
| 1.1.1.2.24 BAUER Foundation Corp., Odessa, Florida, USA | 574 | |
| 1.1.1.2.24.1 BAUER Geotechnical America LLC, Odessa, Florida, USA | - | |
| 1.1.1.2.25 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | (16) | |
| 1.1.1.2.26 Bauer Engineering International Ltd., Dubai, Ver.Arab.Emir. | (3) | |
| 1.1.1.2.26.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | (120) | |
| 1.1.1.2.27 BAUER Fundaciones Dominicana S.R.L., Santo Domingo, Dominik. Rep. | (68) | |
| 1.1.1.2.28 BAUER Fundaciones America Latina S.A., Panama City, Panama | (231) | |
| 1.1.1.2.29 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | (3) | |
| 1.1.1.2.30 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | 30 | 1) |
| 1.1.1.2.31 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | 8 | |
| 1.1.1.2.32 BAUER DK A/S, Søborg, Dänemark | (31) | |
| 1.1.1.2.33 BAUER Special Foundations (Cambodia) Co., Ltd., Daun Penh, Phnom Penh, Kambodscha | (26) | |
| 1.1.1.2.34 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | 1.425 | |
| 1.1.1.2.35 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu, Bhutan | (108) | |
| 1.1.1.2.36 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, Port Moresby, PapuaNeuguinea | (173) | |
| 1.1.1.2.37 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | (5) | |
| 1.1.1.2.38 BAUER Piling Inc., Bagumbayan QC, Philippinen | 299 | |
| 1.1.1.2.39 BAUER Latvia SIA, Riga, Lettland | (1) | |
| 1.1.1.2.40 BAUER Foundations Singapore Pte. Ltd, Singapore, Singapur | (980) | |
| 1.1.1.2.41 BAUER Foundations QLD Pty. Ltd., Brisbane, Australien | 260 | |
| 1.1.1.2.42 BAUER CHILE SPA, Santiago de Chile, Chile | - | |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, | 4.438 | |
| 1.1.2.1 Inland | ||
| 1.1.2.1.1 KLEM M Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | 2.718 | |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL Grundstücks GmbH, Drolshagen, Deutschland | - | |
| 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | 1.183 | |
| 1.1.2.1.4 EURODRILL GmbH, Drolshagen, D | 4.179 | |
| 1.1.2.1.4.1 EURODRILL Grundstücks GmbH, Drolshagen, Deutschland | - | |
| 1.1.2.1.5 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, | 961 | |
| 1.1.2.1.6 BAUER Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | 3.687 | |
| 1.1.2.1.7 BMR Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | - | |
| 1.1.2.2 Ausland | ||
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapore, Singapur | 147 | |
| 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapore, Singapur | 1.296 | |
| 1.1.2.2.1.1.2 P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta Utara, Indonesien | - | |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei City, Taiwan | 46 | |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, China | 1.698 | |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Hongkong | 352 | |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) | (481) | |
| 1.1.2.2.1.5.1 Bauer Technologies (Thailand) Company Limited, | - | |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, | (4.966) | |
| 1.1.2.2.1.7 Bauer Technologies (Thailand) Company Limited, | (10) | |
| 1.1.2.2.1.8 P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta Utara, Indonesien | 9 | |
| 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | (140) | |
| 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien | 168 | |
| 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Ver.Arab.Emir. | 298 | |
| 1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | 512 | 5) |
| 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Texas, USA | (467) | |
| 1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, USA | (303) | |
| 1.1.2.2.6 BAUER Equipment America, Inc., Conroe, USA | 1.246 | |
| 1.1.2.2.6.1 BAUER Financial Services Inc., Wilmington, USA | 66 | |
| 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen -Kurgan, Kurgan, Russische Foed. | - | |
| 1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-M SI, Ljuberzy, Russische Foed. | - | |
| 1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia Srl, Imola, Bologna, Italien | 1.336 | |
| 1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Verein. Königr. | 2.324 | |
| 1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Sincan-Ankara, Türkei | 127 | |
| 1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Foed. | - | |
| 1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | 1.158 | |
| 1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine | - | |
| 1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | 3.454 | |
| 1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien | (2) | |
| 1.1.2.2.17 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botsuana | - | 7) |
| 1.1.2.2.18 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o ., Warschau, Polen | 516 | |
| PANAMA, S.A., Panama Pacifico, Panama, Panama | (240) | |
| 1.1.2.2.20 BAUER Maschinen Canada Ltd., CALGARY, Kanada | 7 | |
| 1.1.2.2.21 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapore, Singapur | 17 | |
| 1.1.2.2.22 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | 1.326 | |
| 1.1.2.2.23 BAUER Maschinen PARS LLC, Tehran / I.R. Iran, Iran | 17 | |
| 1.1.2.2.24 BAUER Technologies South Africa (Pty.) Ltd., Kapstadt, Südafrika | 559 | |
| 1.1.2.2.24.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | 9 | |
| 1.1.3 BAUER Immobilien GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | (74) | |
| 1.1.3.1 Aresing Industrie GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | (69) | |
| 1.1.4 WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | 4 | |
| 1.1.4.1. Inland | ||
| 1.1.4.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland | 49 | |
| 1.1.4.2. Ausland | ||
| 1.1.4.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien 1.1.4.2.2BAUER Lebanon Foundation | - | |
| Specialists S.a.r.l., Beirut, Libanon | - | |
| 1.1.4.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | (1) | |
| 1.1.4.2.4 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | 12 | |
| 1.1.4.2.5 Bauer Technologies (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | - | |
| 1.1.4.2.6 BAUER Maschinen PARS LLC, Tehran / I.R. Iran, Iran | - | |
| 1.1.5 BAUER Offshore Technologies GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | 1.512 | |
| 1.1.6 BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | 3.260 | |
| 1.1.6.1 Inland | ||
| 1.1.6.1.1 GWE GmbH, Peine, Deutschland | - | |
| 1.1.6.1.1.1 Inland | ||
| 1.1.6.1.1.2 Ausland | ||
| 1.1.6.1.1.2.1 GWE POL-BUD SPÓLKA ZOGRANICZONA ODP OWIEDZIALNOSCIA, Łódź, Polen | 231 | |
| 1.1.6.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | 0 | |
| 1.1.6.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland 1.1.6.1.3BAUER Resources Bahrain | (2) | |
| W.L.L., Al Seef District, Bahrain | (2) | |
| 1.1.6.1.4 SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Nordhausen, Deutschland | (707) | |
| 1.1.6.1.4.1 Sadurski Erdwärme GmbH, Leopoldshöhe, Deutschland | - | |
| 1.1.6.1.5 SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland | 2.569 | |
| 1.1.6.1.5.1 Inland | ||
| 1.1.6.1.5.1.1 Harz Hotel Grimmelallee N | -- | 10) |
| 1.1.6.1.5.2 Ausland | ||
| 1.1.6.1.5.2.1 OOO TRAKMECHANIKA | (6) | |
| 1.1.6.2 Ausland | ||
| 1.1.6.2.1 BAUER RESOURCES SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Cape Town Western Cape, Südafrika | - | |
| 1.1.6.2.2 BAUER Resources UK Ltd., East Yorkshire, Verein. Königr. 1.1.6.2.3BAUER Emirates Environment | - | 7) |
| Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Ver.Arab.Emir. | (641) | 2) |
| 1.1.6.2.4 GWE Budafilter Kft., M ezőfalva, Ungarn 1.1.6.2.5BAUER Resources GmbH / | 105 | |
| Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien | - | |
| 1.1.6.2.5.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co ., Amman, Jordanien | -- | 10) |
| 1.1.6.2.6 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern 1.1.6.2.7BAUER Resources Chile | -- | 10) |
| Limitada, Santiago de Chile, Chile | 1.051 | |
| 1.1.6.2.7.1 Tuberías y Complementos M i | 1.053 | |
| 1.1.6.2.8 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | (152) | |
| 1.1.6.2.9 BA UER Resources Maroc S.A.R. | 3 | |
| 1.1.6.2.10 BAUER Resources Saudi LLC, Al Khobar, Saudi-Arabien | 31 | |
| 1.1.6.2.11 BAUER (Shanghai) Resources En | (4) | |
| 1.1.6.2.12 BAUER Environment Bahrain W.L.L., Al Seef District, Bahrain | (11) | |
| 1.2 Ausland | ||
| 1.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | 284 | |
| 2. Beteiligungen | ||
| 2.1 Inland | ||
| 2.1.1 TM G Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland | - | |
| 2.1.2 Grunau & Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | 10 | |
| 2.1.3 SPANTEC Spann- &Ankertechnik GmbH, Rohrenfels, Deutschland | 1.131 | |
| 2.1.4 SM S Seabed Mineral Services GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | (8) | |
| 2.1.5 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland | -- | 10) |
| 2.1.6 Carbo-FORCE GmbH, Kassel, Deutschland | (545) | |
| 2.1.6.1 Biochar Rendsburg GmbH, Borgstedt, Deutschland | -- | 10) |
| 2.2 Ausland | ||
| 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien | - | |
| 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich | 11 | |
| 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Al M ina, Muscat, Oman | 4.488 | |
| 2.2.4 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Chromtau, Kasachstan | 1.373 | |
| 2.2.5 OcOO SCHACHTBAU Kirgisistan, Bischkek, Kirgisistan | (14) | |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| 3.1 Inland | ||
| 3.1.1 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland | -- | 10) |
| 3.1.2 Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland | -- | 10) |
| 3.1.3 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland | -- | 10) |
| 3.1.4 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland | -- | 10) |
| 3.2 Ausland | ||
| 3.2.1 OA O Mostostroyindustrija, Moskau, Russische Foed. | -- | 10) |
| 3.2.2 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China | -- | 10) |
Kommentare:
1) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Verei
2) Die BAUER Resources GmbH hält 49% an BAUER Emirates Techn. &Services LLC, das Ergebnis steht der B RE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
3) Die BAUER International FZE hält 49% an BAUER International Qatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
5) Die BAUER Equipment Gulf FZE hält 49% an BAUER Equipment Gulf LLC, das Ergebnis steht der BM A aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
6) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 40% an BAUER Foundations Philippines, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
7) Gesellschaft still gelegt
8) Gesellschaft in Schließung
9) Abschluss vorläufig
10) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor
Aufstellung zum Anteilsbesitz - Arbeitsgemeinschaften
| Name und Sitz der Arbeitsgemeinschaft | Anteil am Kapital in % |
|---|---|
| ARGE Verfüllarbeiten A14 BL3.4.3, Halle, Deutschland | 100,00% |
| ARGE Spezialtiefbau PSKW Happurg, Rimpar, Deutschland | 50,00% |
| ARGE Potsdam Bbelsberger Straße, Berlin, Deutschland | 50,00% |
| ARGE VE10 Oberirdisch Ost, München, Deutschland | 10,00% |
| ARGE VE 30 Tunnel Hauptbahnhof, München, Deutschland | 10,00% |
| ARGE Verfüllung Grube Obermantelkirchen, Neuötting, Deutschland | 40,00% |
| ARGE "ETS" Schacht Konrad, Nordhausen, Deutschland | 50,00% |
| ARGE Müngstener Brücke, Duisburg, Deutschland | 50,00% |
| Konsortium "Gleisgründungszug" RTG Rammtechnik GmbH - Kiro w Ardelt GmbH, Leipzig, Deutschland | 29,23% |
| ARGE Schleuse Kriegenbrunn, Stuttgart, Deutschland | 20,00% |
Vorschlag zur Gewinnverwendung
Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft schließt ab mit einem Jahresfehlbetrag von -15.471.617,75 €.
Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von -5.245,49 € und den Entnahmen aus der Kapitalrücklage in Höhe von 15.470.000,00 € ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von -6.863,24 €. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Schrobenhausen, den 14. April 2025
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Peter Hingott
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt
Der Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 13. Mai 2024 bzw. 4. Juni 2024 (Nachtragsprüfung) und 19. Juli 2024 (Nachtragsprüfung) nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht abgegeben hat.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB (Angaben zur Frauenquote) im zusammengefassten Lagebericht unter "VII. Rechtliche Angaben" sowie |
| ― | den Bericht des Aufsichtsrats. |
Für den Bericht des Aufsichtsrats ist der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 7. Mai 2025
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Hager, Wirtschaftsprüfer
Stauber, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats 2024
Die BAUER AG mit ihren Unternehmensbeteiligungen aufgegliedert in die Segmente Spezialtiefbau, Maschinen und Resources konnte sich im vergangenen Geschäftsjahr gut behaupten. Der Umsatz und die Ergebnisentwicklung haben sich stabil entwickelt und die Konsolidierungsarbeiten vor allem im Segment Spezialtiefbau zeigen Wirkung. An den Herausforderungen im Segment Maschinen in einem kompetitiven Marktumfeld wird intensiv gearbeitet. Die Arbeit des Aufsichtsrats war im Geschäftsjahr 2024 vor allem durch die Nachwirkungen aus dem Cyber-Angriff gegen Ende des Vorjahres sowie durch die kontinuierliche Begleitung der Geschäftsausrichtung in den Segmenten Spezialtiefbau, Maschinen und Resources auf die sich verändernde Marktentwicklung geprägt. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands der Gesellschaft intensiv begleitet und den Vorstand bei der Arbeit unterstützt.
Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2024 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten ordnungsgemäß nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Aufgrund eines Cyberangriffs auf die IT-Infrastruktur im letzten Quartal des Vorjahres war die Berichterstattung jedoch zum Anfang des Geschäftsjahres eingeschränkt. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt, hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert und sich zu strategischen Themen und zur Risikolage ausgetauscht.
Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.
SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Im Berichtsjahr fanden sieben Plenumssitzungen statt. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten und in den Geschäftssegmenten waren Gegenstand in allen quartalsweisen Aufsichtsratssitzungen.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 befasste sich der Aufsichtsrat im Schwerpunkt mit der Jahresplanung 2024 sowie mit dem Vergütungssystem des Vorstands unter Aufhebung des Jahresende 2023 geltenden Vergütungssystems und über die Zuteilung der Aufgaben des Arbeitsdirektors wurde aufgrund der letzten Veränderungen im Vorstand Beschluss gefasst. Weiter wurden die Zielsetzungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Rahmen eines Kompetenzprofils sowie für den Frauenanteil im Aufsichtsrat beschlossen und die weitere Entwicklung des Offshore-Geschäfts wurde beraten.
Im April wurden die vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023 behandelt und die Jahresplanung 2024 wurde final verabschiedet. Dem Vorschlag zur Umstellung der Aktien der BAUER AG von Inhaber- auf Namensaktien sowie der Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals wurde neben weiteren Satzungsänderungsvorschlägen und zustimmungspflichtigen Geschäften zugestimmt. Weiter erfolgte die Festsetzung der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder und des Tantiemenrahmens für die BAUER AG. In drei Sitzungen des Aufsichtsrats im Mai, Juni und Juli des Berichtsjahres zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2023 wurden der Jahres- und Konzernabschluss nebst dem zusammengefassten Lagebericht sowie der Abhängigkeitsbericht und der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers geprüft. Mit der Refinanzierung des Konsortialkreditvertrages wurden der zusammengefasste Lagebericht sowie die Angaben im Jahres- und Konzernabschluss hierbei einer Nachtragsprüfung unterzogen. Nach Prüfung der Prüfberichte wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat festgestellt bzw. gebilligt. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit der Einladung der ordentlichen Hauptversammlung sowie in der Juli-Sitzung als weiterem Schwerpunkt mit der Berichterstattung zum Risikomanagement und zur Internen Revision befasst.
Weitere Fokusthemen in den Sitzungen der zweiten Jahreshälfte waren eine Überarbeitung der Vorstandsanstellungsverträge einschließlich des Vergütungssystems sowie die Suche nach einem weiteren Vorstandsmitglied. Zudem wurde die Geschäftsordnung für den Vorstand abgeändert. Im November hat sich der Aufsichtsrat zudem mit Veränderungen in der Geschäftsführung der Mutterfirma des Segments Spezialtiefbau befasst. Des Weiteren wurde der Stand der IT_Sicherheit nach der Cyber-Attacke des Jahres 2023 aufgearbeitet.
ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN
Es gibt drei Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss nicht zusammentreten musste und der Nominierungsausschuss nicht tagen musste. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben deren Vorsitzende regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet.
Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Sitzungen zusammen, in welchen die Sitzungen des Aufsichtsratsplenums vorbereitet wurden. Insbesondere wurden das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder behandelt und die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie der Tantiemenrahmen der Gesellschaft vorbereitet. Der Ausschuss hat sich weiter mit der Zusammensetzung des Vorstands und mit der Nachfolge in das Amt des Vorstands befasst. Die Änderung der Geschäftsordnung für den Vorstand wurde durch den Ausschuss vorbereitet.
ZUSAMMENSETZUNG UND PRÄSENZ
Wie auch in den vorangegangenen Jahren konnte im Geschäftsjahr 2024 eine konstant hohe Teilnahmequote bei den Beratungen des Aufsichtsratsplenums sowie seiner Ausschüsse verzeichnet werden. Der Vermittlungs- und der Nominierungsausschuss haben nicht getagt. Die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse werden grundsätzlich alle hybrid als Präsenz- und Video-bzw. Telefonkonferenz durchgeführt, um die Teilnahme von allen Aufsichtsratsmitgliedern zu erleichtern und eine hohe Teilnahmequote zu erreichen. Im Berichtsjahr ergaben sich zwei Wechsel in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats auf Anteilseignerseite aufgrund von zwei Aktionärsverlangen gem. § 122 AktG auf Ergänzung der Tagesordnung zur Hauptversammlung. Frau Elisabeth Teschemacher und Herr Gerardus N.G. Wirken wurden in der ordentlichen Hauptversammlung am 19. September 2024 als Mitglieder des Aufsichtsrats abberufen. Als ihre Nachfolger wurden mit Wirkung zur Beendigung der Hauptversammlung am 19. September 2024 Herr Sebastian Sennebogen sowie Herr Florian Freiherr Tucher von Simmelsdorf von der Hauptversammlung als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat der BAUER AG gewählt.
| Aufsichtsratsplenum | Präsidial- und Personalausschuss | |
|---|---|---|
| Anzahl durchgeführter Sitzungen | 7 | 2 |
| Rainer Burg | 7 | |
| Alfons Doblinger | 7 | |
| Sabine Doblinger | 7 | |
| Petra Ehrenfried | 7 | |
| Maria Engfer-Kersten | 7 | |
| Robert Feiger | 4 | |
| Prof. Dr.-jur. Bastian Fuchs | 7 | 2 |
| Reinhard Irrenhauser | 7 | 2 |
| Klaus Pöllath | 7 | 2 |
| Wolfgang Rauscher | 7 | |
| Sebastian Sennebogen (ab 19.09.2024) | 2 | |
| Florian Freiherr Tucher von Simmelsdorf (ab 19.09.2024) | 1 | |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher (bis 19.09.2024) | 5 | |
| Gerardus N.G. Wirken (bis 19.09.2024) | 5 |
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG 2024
Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2024 und der nach den internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Zum Abhängigkeitsbericht hat der Abschlussprüfer den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, 1. dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen mit dem zusammengefassten Lagebericht, dem Abhängigkeitsbericht und die Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt und von diesen geprüft. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zu diesen Vorlagen teilgenommen. Das Ergebnis der Prüfung der Unterlagen durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben und der Veröffentlichung wurde zugestimmt. Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht, insbesondere auch gegen die Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht, waren nicht zu erheben.
Der Jahresabschluss der BAUER AG und der Konzernabschluss sowie die Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht wurden vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. Mai 2025 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Mangels Bilanzgewinn kann den Aktionären kein Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns gemacht werden.
Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr. Ebenso gilt unser Dank den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern, Frau Elisabeth Teschemacher und Herr Gerardus N.G. Wirken, für Ihr langjähriges Engagement für das Unternehmen und seinen Mitarbeitern.
Schrobenhausen, Mai 2025
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr.-jur. Bastian Fuchs, Aufsichtsratsvorsitzender