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Bauer AG — Management Reports 2010
Apr 30, 2010
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Management Reports
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BAUER AG
Schrobenhausen
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Konzernlagebericht 2009
I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
2009 – das Jahr nach der Lehman-Pleite – war wirtschaftlich betrachtet das katastrophalste Jahr in den Friedenszeiten seit der Weltwirtschaftskrise 1929. Das Berichtsjahr war folglich ein Jahr, welches durch enorme Risiken und nur durch die Chance geprägt war, Schlimmeres zu vermeiden. Nur sehr vernünftige Maßnahmen durch die Politik konnten verhindern, dass das gesamte Weltwirtschaftssystem für viele Jahre auseinander bricht.
Die Entwicklung zu dieser Situation kam aus dem Finanzsektor, speziell dem der USA. Dort wurden in unverantwortlichster Weise über Jahre hinweg Immobilien an Menschen über Finanzierungsmodelle verkauft, die die Käufer bereits bei kleinen wirtschaftlichen Störungen nicht mehr bedienen konnten. Die Kredite wurden in handelbare Papiere verbrieft, die dann weltweit an die großen Banken zu attraktiven Konditionen, ausgestattet mit AAA-Ratings der großen Ratingagenturen, weiterveräußert wurden. Gerade die Banken von Ländern, die eine gute wirtschaftliche Entwicklung hatten und die deshalb über besonders viel Liquidität verfügten, kauften die Papiere. Als dann bekannt wurde, dass die Papiere mit sehr hohem Risiko verbunden waren, platzte die Blase – es kam zur „Subprimekrise“. Viele Banken mussten gewaltigste Verluste tragen. Nur durch Rettungsaktionen der Staaten war ein allgemeiner Bankenkollaps vermeidbar.
Dann sollte bei Lehman Brothers in den USA ein Exempel statuiert werden. Die Investmentbank ging in Konkurs, mit der Folge, dass sich die negativen Ereignisse Ende 2008 überschlugen. Aus Angst vor einem allgemeinen Zusammenbruch der Banken mussten die Länder der Welt riesige Garantiebeträge auslegen, um die Situation einigermaßen zu stabilisieren. Zu Beginn des Jahres 2009 wurden in nahezu allen großen Ländern der Erde sogenannte Konjunkturprogramme (stimulus programs) in gewaltigen Milliardenbeträgen verabschiedet. Dies war die einzig sinnvolle Reaktion, um einen totalen Abfall der Konjunktur in den jeweiligen Ländern und weltweit zu verhindern. In Deutschland konnte auch damit ein Rückgang der Konjunktur um etwa 5 % – der bei weitem höchste Wert seit dem Zweiten Weltkrieg – nicht verhindert werden.
In der Bundesrepublik wurde ein weiteres Instrument zur Stabilisierung der Wirtschaft eingesetzt: Die Verlängerung der Kurzarbeit auf zwei Jahre und deren unbeschränkte Nutzbarkeit durch die Unternehmen. Dieses Instrument, das kurz davor durch die Tarifparteien der Bauwirtschaft entwickelt worden war, war eines der wichtigsten Mittel, um panische Reaktionen zu vermeiden und den Unternehmen Zeit für Maßnahmen zu geben. Dadurch wurde in Deutschland ein massives Ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert. Nur so konnten auch die sozialen Folgen der Krise auf die Menschen auf einem einigermaßen erträglichen Niveau gehalten werden. Deutschland hat damit die Situation unter allen Ländern mit am besten gemeistert.
In den meisten Ländern der Welt konnte mit diesen Mitteln eine Katastrophe verhindert werden. Die Rückgänge beim Sozialprodukt und die zusätzlich verursachte Staatsverschuldung halten sich noch in halbwegs akzeptablen Grenzen. Einige wenige Länder zeigen jedoch weiterhin eine Entwicklung, die zu großer Sorge Anlass gibt. Dies sind speziell die Länder des Ostens, die erst in den wenigen marktwirtschaftlichen Jahren vor der Krise einen gewissen Aufschwung erleben durften und nun wegen fehlender finanzieller Mittel den stärksten Rückgang erleben. Auch einige Länder der „alten“ Europäischen Gemeinschaft sind sehr deutlich betroffen. Dies sind Länder, die in den vor der Krise liegenden Boomjahren der Wirtschaft ungezügelten Lauf gelassen hatten. Speziell der jeweilige Boom in der Bauwirtschaft spielte dabei eine große Rolle. Griechenland, Spanien, Portugal und Irland sind hierfür Beispiele.
Erfreulicherweise gibt es in der Welt auch sehr große Volkswirtschaften, die mit erstaunlicher Geschwindigkeit und Dynamik bereits im Jahr 2009 wieder aus der Krise herauskamen. Einige Länder des Fernen Ostens, wie China und Indien, sind die herausragenden Beispiele. Durch die gewaltige Entwicklung vor der Krise konnten dort erhebliche finanzielle Mittel speziell bei den Devisenreserven angespart werden, so dass es in der Krise möglich war, durch staatliche Programme die Wirtschaft sehr schnell wieder in Gang zu bringen und am Ende sogar ein erhebliches Wachstum zu generieren. Für die Welt als Ganzes führte diese Entwicklung dazu, dass die weltweit kumulierte Konjunktur bei weitem nicht so stark zurückging, wie ursprünglich befürchtet. Dies ist sehr positiv zu bewerten. Auf der anderen Seite ergibt sich aus dieser Entwicklung auch eine erhebliche Veränderung der Balance unter den Ländern. Waren vor der Krise noch die sogenannten westlichen Länder die absolut dominierenden Volkswirtschaften, so hat sich das Gewicht stark in Richtung Asien verschoben. In manchen bedeutenden wirtschaftlichen Handlungsfeldern – so bei der Rohstoffgewinnung – scheint China bereits eine dominierende Stellung eingenommen zu haben.
In der Summe war das Jahr 2009 ein Jahr des wirtschaftlichen Rückgangs und gegen Ende ein Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Für die Unternehmen war bedächtiges Handeln angesagt, um die Firmen in Balance zu halten und einen Vermögensverzehr zu vermeiden. In Deutschland ist dies den Firmen auch wegen der Konjunkturprogramme allem Anschein nach ganz respektabel gelungen, obwohl natürlich die Umsätze und damit auch die Ergebnisse bei vielen Unternehmen deutlich zurückgegangen sind. In der für Deutschland sehr wichtigen Kfz-Branche spielte dabei der Effekt der Abwrackprämie eine erhebliche Rolle.
Wenn man die Entwicklung der Unternehmen beurteilt, dann ist es wichtig zu sehen, dass die Betriebe eines Landes sehr unterschiedlich von derartigen Krisen betroffen sind. Da gibt es Branchen, die keine oder ganz geringe Krisenbelastungen haben, so die Beratungsbranchen (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, etc.) oder beispielsweise Branchen, die im Handel mit täglichen Gütern aktiv sind. Aber es gibt auch Branchen, die ganz massiv unter den Folgen der Krise leiden. Dies sind Unternehmen, die Investitionsgüter herstellen und vertreiben. Damit ist nahezu der gesamte deutsche Maschinenbau betroffen. Wer Güter an einen Primärmarkt verkauft, muss mit diesem gewaltigen Hebelarmeffekt zurecht kommen.
In den besonders betroffenen Märkten hat die Krise Umsatzrückgänge in Höhe von großteils deutlich über 25 % zur Folge. Da gerade in den betroffenen Unternehmen in den vergangenen Jahren sehr viel investiert wurde, ist der Hebelarmeffekt durch die Fixkosten besonders deutlich und er verursacht stärkere Ergebnisrückgänge, in vielen Fällen sogar Verluste. Unser Maschinensegment ist in dieser Branche tätig, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass unser Maschinenbau am stärksten von der Krise betroffen ist.
Die beschriebenen Effekte haben sehr viel mit den möglichen Szenarien für die Zukunft zu tun. Generell kann gesagt werden, dass sich die Volkswirtschaften in den vergangenen Monaten etwas stabilisiert haben. Hat dies aber zur Folge, dass es nun unaufhaltsam wieder aufwärts gehen wird? Leider ist dem nicht so, da wir vor Problemen stehen, die erhebliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung nehmen können – die Versorgung der Unternehmen mit den nötigen Finanzmitteln, die im Aufschwung noch vermehrt benötigt werden.
Im Allgemeinen wird dieses Problem mit dem Begriff einer möglichen Kreditklemme diskutiert. Diese Kreditklemme wird es nicht geben, wenn man sie so definiert, dass die Banken in der Lage sein werden, bonitären Unternehmen das nötige Geld zu leihen. Vor der Verleihung von Geld steht bei den Banken bekanntermaßen die Bonitätsprüfung, und diese wurde durch Basel II in den vergangenen Jahren neu geregelt.
Die für die Einhaltung der Regeln von Basel II entwickelten Ratingsysteme wurden in Zeiten einer außerordentlich guten Wirtschaft mit den Kategorien der Ausfallwahrscheinlichkeiten kalibriert. Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass diese Systeme nun in der Krise, wenn die Unternehmen schlechtere Bilanzen vorlegen müssen, erheblich negativ ausschlagen werden. Dies hat zur Folge, dass die Banken – fälschlicherweise – an viele Unternehmen keine Kredite mehr ausreichen dürfen. Wenn nicht schnell die Systeme auf die Bedingungen der existierenden Krise angepasst werden, droht massiver Kreditentzug für die Wirtschaft und damit eine neuerliche Beschleunigung der Krise.
Auch wenn einige Indikatoren einen leichten Aufschwung bereits erkennen lassen, so muss insgesamt festgestellt werden, dass die Konjunkturentwicklung in Deutschland und in vielen weiteren Ländern noch auf sehr tönernen Füßen steht. Erhebliche Gefahren für eine positive Entwicklung sind in der Wirkung von Basel II zu sehen und im praktischen Umgang mit diesen Mechanismen. Geht man von vernünftigem Handeln aller Beteiligten aus, könnte das kleine Pflänzchen der wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2010 zu wachsen beginnen. Wahrscheinlicher aber ist, dass allen Wirtschaftsbeteiligten noch einige sehr schwierige Jahre bevorstehen.
In der internationalen Baubranche und im dazugehörigen Maschinenbau sehen wir die kommende Entwicklung so:
In Deutschland können die Konjunkturprogramme die negativen Entwicklungen im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau nicht überbrücken. Dies ergibt sich bereits aus der Tatsache, dass der öffentliche Bau nur etwa halb so viel Volumen hat, wie der Wirtschaftsbau. Dass aber der Wirtschaftsbau in der Krise prozentual stärker schrumpft, als der öffentliche Bau durch Programme wächst, kann leicht nachvollzogen werden. Im Wohnungsbau scheint uns die Situation etwas positiver, da hier die Programme für energetische Sanierungen gute Impulse setzen werden. Aus diesen Überlegungen ergibt sich für das Jahr 2010 erneut eine negative Entwicklung um rund 5 %. Für das Jahr 2011 erwarten wir wegen der dann rückläufigen öffentlichen Nachfrage nochmals einen prozentualen Rückgang. Frühestens 2012 kann wieder ein positiver Nachfragetrend am Bau entstehen.
Für unsere Unternehmen sehen wir die Entwicklung in Deutschland etwas positiver. Da wir im Spezialtiefbau in München ein sehr großes Projekt für die Grundauslastung haben, glauben wir genügend zusätzliche Aufträge erhalten zu können, um sicher über die nächsten Jahre zu kommen.
Im Ausland wird sich die weitere Entwicklung am Bau sehr differenziert darstellen. Die osteuropäischen Länder werden weiter sehr tief in ihrer Baukrise verharren, wir erwarten hier sehr wenige positive Impulse. Im Nahen Osten ist der Boom in Dubai zu Ende. Diese Konjunkturblase wird für etliche Jahre die dortige Bauwirtschaft belasten. Trotzdem gibt es auch in Dubai Bauprojekte. Das Land hat nur die Chance, die Situation zu stabilisieren, wenn die Infrastruktur auf ein Niveau gebracht wird, damit die neu entstandenen Städte auch sinnvoll genutzt werden können. Für die anderen Länder der Region sieht die weitere Entwicklung sehr viel positiver aus. Sie ist nämlich sehr eng mit dem großen Öl- und Gasreichtum verbunden. Da die Preise für diese Rohstoffe wieder deutlich angestiegen sind, ist es den Ländern dieser Region, speziell Abu Dhabi, Katar, Saudi Arabien und Kuwait möglich, die großen Vorhaben zur Entwicklung ihrer Länder fortzusetzen. Insgesamt ist für diese Länder in den kommenden Jahren eine Baukonjunktur auf weiter hohem Niveau zu erwarten.
Der Ferne Osten machte bereits vor zehn Jahren eine deutliche Wirtschaftskrise durch. Die Länder hatten sich erst in den letzten Jahren ein wenig von diesem Schock befreit. Dies hat heute den Vorteil, dass die neuerliche Wirtschaftskrise diese Länder nicht so hart treffen konnte. Das Baugewerbe ist durch die Krise nicht eingebrochen. In den meisten Ländern läuft das Geschäft am Bau relativ ungestört. In einigen Ländern, so in Hongkong und teilweise auch in Singapur, ist wegen erheblicher Konjunkturprogramme im Infrastrukturbereich sogar ein gewisser Bauboom zu beobachten. In China ist die Bauwirtschaft weiter sehr rege. Leider ist der direkte Baumarkt dort für ausländische Firmen nahezu nicht erreichbar. Dafür gibt es viele Ansätze für den Verkauf von Geräten. In Indien ist die Bauwirtschaft ebenfalls weiter sehr belebt. Hier gilt es große Anstrengungen zu unternehmen, um an dieser Entwicklung teilzuhaben.
In den USA dominieren die Konjunkturprogramme große Teile des öffentlichen Baus. Insgesamt sehen wir dort für Unternehmen, die nicht im Wohnungsbau tätig sind, ein weiter gutes Marktumfeld. Der Bedarf nach Bauleistungen im öffentlichen Bereich und im Bereich der Energieversorgung ist in den USA besonders groß. In den vergangenen Jahren wurde deutlich zu wenig für die Erneuerung von Brücken, die Sanierung von Dämmen und die Ersatzerstellung von Energieanlagen getan. Dies eröffnet uns weiter einen guten Markt. In Kanada und im übrigen Amerika gibt es viele einzelne Bauprojekte, die Chancen eröffnen. Speziell in Panama wird in den kommenden Jahren die Erweiterung des Kanals zu einer guten Baukonjunktur führen.
Afrika ist durch die weltweite Krise wenig betroffen. Die Banken der dortigen Länder waren nicht in der Lage, unsichere Papiere zur Geldanlage zu kaufen. Aus diesem Grund sind auch die entsprechenden Volkswirtschaften nicht zusätzlich negativ beeinflusst. In den dortigen Märkten ergeben sich immer wieder interessante Projekte, an denen wir teilnehmen können.
In den westlichen Ländern Europas ist die Bauwirtschaft in nahezu allen Ländern durch die Krise stark betroffen. Nur die einschlägigen Konjunkturprogramme stabilisieren die Situation. Für unsere Unternehmen sind diese Märkte nicht so bedeutend, weil wir in Westeuropa traditionell kein starkes Geschäft hatten. Da es in diesen Ländern schon immer eine starke Spezialtiefbaukonkurrenz gab, haben wir unsere Marktziele in der Vergangenheit im Wesentlichen auf andere Weltregionen konzentriert.
In den guten Jahren vor der Krise war uns – mit Blick auf unsere Zukunftsstrategien – immer bewusst, dass der Boom nicht ewig währen wird. Der Boom am Bau und speziell auch im Spezialtiefbau hatte viel mit der Entwicklung nach dem Ende der sozialistischen Planwirtschaft in vielen Teilen der Welt zu tun. Es war deshalb auch klar, dass nach einer gewissen Zeit des Aufbaus in diesen Ländern wieder Normalität eintreten wird, mit der unausweichlichen Folge, dass dann die Baunachfrage zurückgeht. Außerdem war absehbar, dass durch immer knappere Ressourcen bei Energie und Bodenschätzen und durch die enormen Umweltprobleme das schnelle Wachstum bald ein Ende nehmen würde.
Diese Überlegungen bildeten den Anlass für die Gründung unseres neuen Segments Resources, das sich den neuen Problemen bezüglich Umwelt und Ressourcen stellt. Leider kam uns eine andere Krise – die der Finanzwirtschaft – zuvor. Trotzdem sind wir mit der Entwicklung unseres neuen Segments sehr zufrieden. Es wächst gegen die Krise und wird uns in den kommenden Jahren einen Ausgleich für fehlende Chancen im Bereich des Spezialtiefbaus geben. International sind die Märkte auf diesem Gebiet am Wachsen.
Unser Maschinenbau ist von der Entwicklung des Spezialtiefbaumarkts und der Märkte für Rohstoffgewinnung abhängig. Die generelle Entwicklung dieser Märkte lässt uns erwarten, dass wir mit den Vertriebszahlen der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres die Talsohle hinter uns gelassen haben. Mit neuen Produkten im Tiefbohrbereich haben wir bald die Chance, wieder etwas Boden gutzumachen.
Generell erweist sich unsere langjährige Strategie der internationalen Diversifizierung, bei klarer Beibehaltung der Kernkompetenz, auch in der Krise als sehr effizient. Mit nur noch etwa einem Viertel unseres Umsatzes in Deutschland können wir uns auf viele Märkte stützen. Wie sich zeigt, reagieren die Märkte auch in einer Weltwirtschaftskrise sehr unterschiedlich auf die veränderte Situation. Manche Märkte entwickeln sogar eine bessere Baukonjunktur, gerade wegen der Krise. Wir wollen mit unserer Strategie diese Chancen nutzen, um auch in sehr schwierigen Zeiten eine generell stabile Entwicklung zu haben.
Obwohl die Baustatistik für Deutschland für das Vorjahr auch in diesem Jahr kaum Schlüsse auf die künftige Entwicklung zulässt, wollen wir sie hier wie gewohnt vorstellen. Die Statistik – für Baubetriebe mit über 20 Beschäftigten – zeigt, dass es auch mit den Konjunkturprogrammen in Deutschland nicht gelungen ist, die Bauwirtschaft in die Sonnenseite der Konjunktur zu schieben.
VERÄNDERUNG 2009 GEGENÜBER 2008
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| in % | Deutschland gesamt | Alte Bundesländer | Neue Bundesländer |
|---|---|---|---|
| Umsatz | -4,0 | -4,7 | -1,5 |
| Geleistete Arbeitsstunden | -3,3 | -3,6 | -2,5 |
| Beschäftigte | 0,0 | 0,1 | -0,3 |
| Auftragseingang real | -6,6 | -7,8 | -2,6 |
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Zusammenfassend ist festzustellen, dass auch die Firmengruppe Bauer durch die weltweit schwierige Situation deutlich betroffen ist. Wir erwarten jedoch, dass wir die Märkte so für uns nutzen können, dass insgesamt eine weiter negative Entwicklung zu vermeiden ist, so dass wir durch neue Leistungen bald wieder einen positiven Verlauf zeigen können.
II. UNTERNEHMENSSITUATION
UNTERNEHMENSGRUPPE
Die BAUER Unternehmensgruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft, die für ihre verbundenen Unternehmen zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen, insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, Sicherheit und Umwelt, Informationstechnologie (IT) und Facility Management erbringt.
| • | Das Segment Bau – angeführt durch die BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen – umfasst Spezialtiefbauleistungen für Gründungen und Baugruben in aller Welt, deren Projektentwicklung sowie Bauleistungen in angrenzenden Bereichen. |
| • | Im Segment Maschinen bietet Bauer ein umfassendes Sortiment von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau an. Die operative Führungsgesellschaft in diesem Bereich ist die BAUER Maschinen GmbH, die mit ihren Tochtergesellschaften Maschinen, Geräte und Werkzeuge für den Spezialtiefbau sowie für Tiefenbohrungen produziert und im In- und Ausland vertreibt. |
| • | Das Segment Resources umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der Gewinnung und Förderung von Rohstoffen, Umwelttechnik, Geothermie sowie Materialien zum Brunnenbau und -ausbau (Pumpen- und Bohrtechnik, Filter und Rohre) und ist unter Koordination der BAUER Resources GmbH in die Geschäftsbereiche Materials, Exploration and Mining Services sowie Environment gegliedert. |
Mit Erwerb von 60 % der Anteile an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. mit Hauptsitz in Amman, Jordanien, am 16. Mai 2009 wurde das Segment Resources als Kompetenzzentrum für den Bereich „Tiefenbohrungen“ verstärkt. Die Unternehmen der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. betreiben leistungsfähige Tiefbohranlagen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, für Brunnenbohrungen und für die Exploration von mineralischen Rohstofflagerstätten und nehmen eine gute Marktstellung im Nahen Osten ein.
Mit weiteren kleineren Zukäufen von Beteiligungen an Unternehmen im Bereich Maschinen und verschiedenen Firmengründungen wurde das Wachstum der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr weiter vorangetrieben.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die BAUER Unternehmensgruppe ist dezentral organisiert und in selbststeuernde Einheiten gegliedert, die auf der ganzen Erde verteilt sind. Insofern wird das Prinzip einer dezentralen, selbststeuernden Organisation mit einer zentral strukturierten Kontrolle verfolgt.
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit sind das Fundament unternehmerischen Handelns in der BAUER Gruppe. Unternehmerische Verantwortung soll an dem Ort wahrgenommen werden, an dem sie auch gefordert ist. Und sie soll durch die Führungspersonen und Mitarbeiter wahrgenommen werden, die die erforderliche Sachnähe und Information für die Entscheidungsfindung haben. Diese Struktur der unternehmerischen Selbständigkeit und Eigenverantwortung der dezentralen Bereiche ermöglicht flexible und schnelle Reaktionen auf sich ständig verändernde Sachverhalte und rechtliche Anforderungen vor allem in unterschiedlichen Rechtsbereichen.
Für das eigenverantwortliche Handeln der operativen Unternehmensbereiche werden die Grundprinzipien und Rahmenbedingungen im zentralen Steuerungsinstrument – dem Unternehmenshandbuch (UHB) – definiert. Das UHB enthält insbesondere die Führungsgrundsätze, die die Basis für das ethische und moralische Verhalten der Führungskräfte im Rahmen ihrer Aufgaben bilden. In Rahmenleitlinien sind schriftlich Verhaltensregeln festgelegt, die in den einzelnen Firmen und Bereichen durch die Führungskräfte der BAUER Gruppe zu implementieren sind. Daneben bietet das UHB eine Vielzahl von Informationen, Hilfestellungen, Ordnungs- und Sicherheitsregeln sowie Standardformulare, um operative Prozesse ordnungsgemäß abwickeln zu können.
Diese selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und vor allem an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Hierdurch wird die notwendige Kontrolle der dezentralen Bereiche sichergestellt.
Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 27 bis 30 des Geschäftsberichtes Stellung genommen, welcher im Internet unter www.bauer.de/de/investor_relations/reports in der Rubrik Investor Relations – Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.
ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben dargestellt.
• ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung und den gleichen Anteil am Gewinn. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht.
Der Streubesitz lag zum 31. Dezember 2009 bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.146 Stückaktien (Vorjahr: 8.255.946 Stückaktien) an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % (Vorjahr: 48,19 %) an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER Aktiengesellschaft, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.
• BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 25. Juni 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.000.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung sieht weiter für bestimmte Fälle vor, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 24. Dezember 2010 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
• ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER, SATZUNGSÄNDERUNGEN
Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden. Derzeit sind vier Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.
Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 179 ff. AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.
• CHANGE-OF-CONTROL-KLAUSELN
Mehrere Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 188,5 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit der BAUER Spezialtiefbau GmbH und der BAUER Maschinen GmbH als Darlehensnehmer vereinbart hat, sehen für den Fall eines Kontrollwechsels bzw. eines Kontrollerwerbs ein außerordentliches Kündigungsrecht des Darlehensgebers vor. Die Bedingungen des Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Ein Kontrollwechsel liegt insbesondere dann vor, wenn ein Dritter direkt oder indirekt die Kontrolle über mindestens 30 % oder die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien der BAUER AG erwirbt.
Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der BAUER AG Anwendung finden und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des im Geschäftsbericht für das Jahr 2009 veröffentlichten Corporate Governance Berichts.
• VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Dem Vorstand der BAUER AG gehören vier Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt und überprüft das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorberatung im Präsidial- und Personalausschuss.
Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer jährlichen variablen Tantieme zusammen, welche sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien bemessen wird. Die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung werden im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet.
Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.
Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Geschäftsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, die langfristige Investitionsplanung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Unternehmensgruppe verglichen und zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.
Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Die Hauptversammlung vom 28. April 2006 hat für fünf Jahre beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder und über die Leistungen an Vorstandsmitglieder im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.824 TEUR (Vorjahr: 1.683 TEUR). Davon sind 1.094 TEUR (Vorjahr: 1.053 TEUR) erfolgsunabhängige und 730 TEUR (Vorjahr: 630 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst- Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.
Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von 83 TEUR (Vorjahr: 74 TEUR) entstanden. Der rentenfähige Altersverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschafts- barwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 2.314 TEUR (Vorjahr: 1.979 TEUR).
Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.
• VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurde eine maßvolle Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung ab Beginn des Geschäftsjahres 2009 beschlossen.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.
Herr Dr. Dr. Karlheinz Bauer erhielt im Berichtsjahr von Unternehmen der BAUER Gruppe für persönlich erbrachte Leistungen aus Beratungs- und Pensionsverträgen ein monatliches Ruhegeld sowie ein festes jährliches Beraterhonorar von insgesamt 114 TEUR (Vorjahr: 114 TEUR).
Im Geschäftsjahr 2009 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 169 TEUR).
Nachfolgend wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aufgelistet (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz):
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Vorsitzender | ||
| Dr. Klaus Reinhardt | 25 | 38 |
| stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 18 | 27 |
| Arbeitgebervertreter | ||
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Bauer | 13 | 20 |
| Wilken Freiherr von Hodenberg | 7 | 0 |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 12 | 18 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 12 | 18 |
| Gerardus N. G. Wirken | 13 | 20 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 7 | 20 |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Norbert Ewald | 13 | 20 |
| Ronald Hühne | 12 | 18 |
| Gerhard Riedelsheimer | 13 | 8 |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 12 | 19 |
| Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl | 12 | 18 |
| Gerhard Piske | 0 | 10 |
| Gesamt | 169 | 254 |
• SONSTIGES
Kredite oder Vorschüsse wurden an Organmitglieder im Berichtsjahr nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller Verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Organmitglieder vereinbart, der jedoch innerhalb der Umsetzungsfrist für die Vorstandsmitglieder auf den durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) eingeführten zwingenden Selbstbehalt angepasst wird.
GESCHÄFTSSEGMENTE
Die BAUER Unternehmensgruppe gliedert sich in die drei Geschäftssegmente „Bau“, „Maschinen“ und „Resources“.
Das Geschäftssegment Bau erbringt Spezialtiefbauarbeiten im In- und Ausland; hierzu gehört die Erstellung von kompletten Baugruben und Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude. Dazu kommen im Bereich Spezialbau auch Untertagebau, Ingenieurbau, Umwelt- und Sanierungstechnik.
Der deutsche Baumarkt war 2009 nach einer kurzen Zwischenerholung von einer wieder einsetzenden Rezession in Folge der weltweiten Krise geprägt. Trotzdem konnte hier durch unsere Unternehmen eine stabile Entwicklung erreicht werden. Im Ausland entwickelten sich die Marktfolgen der Krise sehr unterschiedlich, so dass die Bauer-Firmen sich in unterschiedlicher Dimension in der Leistung nach unten bewegten. Der Bereich Spezialbau wird vor allem durch die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH und die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH bedient.
Im Geschäftssegment Maschinen werden Baumaschinen, Geräte und Werkzeuge für den gesamten Bereich des Spezialtiefbaus entwickelt, produziert und weltweit vermarktet. Über den Spezialtiefbau hinaus wurde in den letzten Jahren die Produktion von Maschinen auf die Bereiche Mining, Geothermie, Öl- und Gasbohrungen ausgeweitet.
Für die Produktion der Maschinen betreibt Bauer mehrere Standorte in Deutschland. Weitere Fertigungsstätten befinden sich in China (Shanghai und Tianjin), Malaysia, Russland (drei Standorte), Italien, Schweden und den USA. In den USA verfügt Bauer mit Pileco, Inc. in Houston, Texas, und deren Niederfrequenzdieselhämmern über eine sehr gute Marktstellung. Die Stärke der weltweiten Vermarktung der Maschinen liegt im konzerneigenen Vertriebsnetz, das aus Tochterfirmen und lokalen Agenten in vielen Ländern der Welt besteht. Die BAUER Maschinen GmbH ist Weltmarktführer für Spezialtiefbaugeräte mit einem Auslandsvertriebsanteil von etwa 90 %.
Im Geschäftssegment Resources sind alle Betriebe des Konzerns zusammengefasst, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind zum einen die Betriebe der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Wasser. Dazu kommen die Betriebe für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen sowie Betriebe, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie herstellen und vertreiben.
GESCHÄFTSVERLAUF
Unter Berücksichtigung der gewaltigen Turbulenzen auf den internationalen Märkten sind wir mit der Gesamtentwicklung der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2009 noch zufrieden. Trotz der teilweise empfindlichen Umsatzrückgänge konnten alle Segmente ein gut positives Ergebnis erreichen. Für die weitere Entwicklung der Gruppe wurden viele wichtige Veränderungen vorgenommen.

Im Maschinenbau, unserem im Berichtsjahr, trotz der erheblichen Belastungen durch die Krise, wieder erfolgreichsten Geschäftsbereich, ging die Konzernleistung gegenüber dem Vorjahr um 22,5 % auf 604,5 Mio. EUR zurück. Das Segmentergebnis (Operatives Ergebnis EBIT) verringerte sich um 56,6 % von 118,3 Mio. EUR auf 51,3 Mio. EUR. Diese Entwicklung hatten wir im Rahmen unserer Planung nicht im vollen Umfang vorhergesehen, trotzdem sehen wir es als großen Erfolg, dass es bei dem massiven Marktrückgang gelang, diese Zahlen zu erreichen.
Im Segment Bau verringerte sich die Konzernleistung um 16,2 % auf 587,1 Mio. EUR. Das Segmentergebnis (Operatives Ergebnis EBIT) sank in der Folge auf 25,7 Mio. EUR (-44,4 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, dass es nicht gelang, wie im Vorjahr, einige sehr große internationale Projekte zu akquirieren. Zusätzlich mussten in einigen Ländern – speziell im Osten Europas – empfindliche Rückgänge hingenommen werden, die zu Verlusten führten, welche aus dem Restgeschäft kompensiert werden mussten.
Das erst seit wenigen Jahren aktive Segment Resources konnte eine sehr positive Entwicklung verzeichnen. Auch durch den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien ist der Leistungsumfang dieses Segments gut angewachsen. Insgesamt werden im Bereich Resources mit 163,8 Mio. EUR Konzernleistung nun 12,8 % der Gruppenleistung erzielt. Das Ergebnis (Operatives Ergebnis EBIT) liegt mit 6,0 Mio. EUR noch unter unseren Erwartungen. Da in diesem Segment immer noch gewaltige Anstrengungen zum Ausbau unserer Stärken für die Zukunft geleistet werden müssen, ist dies betriebswirtschaftlich gut zu erklären.
Insgesamt fiel die Gesamtkonzernleistung um 16,3 % auf 1.278,3 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern (inklusive Fremdanteile) verringerte sich um 60,9 % auf 42,0 Mio. EUR.
Der Rückgang der Gesamtkonzernleistung war im Geschäftsjahr 2009 geringer als der entsprechende Zuwachs im Jahr 2008. Aus diesem Grund liegt die Gesamtleistung des Konzerns im Jahr 2009 (1.278,3 Mio. EUR) immer noch über dem Wert des Jahres 2007 mit damals 1.208,1 Mio. EUR. Wegen der höheren Fixkostenbelastung im Jahr 2009 konnte aber das Ergebnis des Jahres 2007 mit 74,4 Mio. EUR nicht erreicht werden. Hier konnte aber das Ergebnis des Jahres 2006 mit damals 35,2 Mio. EUR. deutlich überboten werden.
Nach dem starken Rückgang nahezu aller Zahlen im zweiten gegenüber dem ersten Halbjahr konnten wir zum Jahreswechsel eine gute Stabilisierung unseres Geschäfts feststellen. Die Planungen für das Jahr 2010, die wir in den Monaten Oktober und November des letzten Jahres erstellten und die wir damals eher auf der optimistischen Seite sahen, erweisen sich immer mehr als realistisch. Die Geschäfte der Firmengruppe werden sich aus heutiger Sicht in positiver Weise weiterentwickeln.


SEGMENTBERICHT BAU
Trotz des relativ hohen Leistungsrückgangs war das Geschäftssegment Bau für den BAUER Konzern im Jahr 2009 ein stabilisierendes Element. Der Rückgang der Leistung hatte im Wesentlichen zwei Gründe. Zum einen den Basiseffekt zum außergewöhnlich guten Vorjahr, denn 2009 gab es deutlich weniger große Projekte, die bearbeitet werden konnten. Der zweite Grund war die internationale Wirtschaftskrise, wegen der einige Märkte sehr deutlich in die Flaute kamen. Für uns waren die Märkte Osteuropas und der Nahe Osten die negativsten Bereiche, was die Leistung anging. Insgesamt konnte im Baubereich eine Gesamtkonzernleistung von 587,1 Mio.
Kennzahlen Bau
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 700.890 | 587.090 |
| davon externe Umsatzerlöse (GuV) | 584.339 | 487.894 |
| Auftragseingang | 670.777 | 546.184 |
| Auftragsbestand | 355.003 | 314.098 |
| EBIT | 46.328 | 25.746 |
| Mitarbeiter | 5.308 | 5.002 |
EUR erreicht werden. Sie lag nach einem Plus im Vorjahr um 31,8 % im Jahr 2009 um 16,2 % unter der von 2008. Das Segmentergebnis (Operatives Ergebnis EBIT) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 20,6 Mio. EUR auf 25,7 Mio. EUR (-44,4 %). Der Ergebnisrückgang, der relativ deutlich stärker ausfällt als der Leistungsrückgang, resultiert speziell aus Verlusten bei einigen Tochterfirmen, die besonders deutlich von der Krise betroffen waren. Im Inland konnte erneut eine leichte Zunahme der Leistung mit einem vernünftigen, positiven Ergebnis erreicht werden. Der Rückgang der Töchter im Inland ist allein auf unsere Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH zurückzuführen, die im Projektentwicklungsgeschäft tätig ist. Derartige Geschäfte sind sehr zyklisch. Hier waren im Jahr 2009 nur relativ wenige Projekte in der Bauphase. Das Ergebnis der Tochter konnte jedoch durch Veräußerungen gesteigert werden. Der starke Rückgang der Niederlassung Ausland der BAUER Spezialtiefbau GmbH ist Folge der Ausgliederung des Geschäfts in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
• AUSLAND – INSBESONDERE SPEZIALTIEFBAU
Im Jahr 2008 wurde im Bereich „Spezialtiefbau Ausland“ eine wesentliche organisatorische Änderung durchgeführt. Im zweiten Halbjahr wurde die frühere Niederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus der Mutterfirma BAUER Spezialtiefbau GmbH in eine eigenständige Tochterfirma ausgegliedert. Diese Maßnahme führt auch im Jahr 2009 zu einem verzerrten Vorjahresvergleich. Die Auslandsleistung der BAUER Spezialtiefbau GmbH ist dadurch nochmals erheblich gesunken.
Da zum Jahresende 2008 die meisten größeren Projekte des Vorjahres ausgelaufen und für das Jahr 2009 nur wenige derartige Projekte am Markt vorhanden waren, musste sich unsere Auslandsorganisation wieder sehr stark auf das Flächengeschäft mit Projekten kleinerer Größenordnung einstellen. Zusätzlich wirkte sich im Auslandsgeschäft des Spezialtiefbaus die internationale Finanzmarktkrise teilweise deutlich aus.
Die stärksten Folgen der internationalen Krise zeigten sich dabei in Dubai und in den Ländern Osteuropas. In Dubai verringerte die Finanzkrise den dortigen Bauboom gewaltig. Viele Finanzinvestoren zogen sich aus dem Emirat zurück, die private Nachfrage nach Immobilien brach nahezu komplett zusammen. Dadurch bekamen auch die staatlichen Strukturen für den Aufbau des Landes erhebliche Finanzprobleme – zeitweise wurde in der internationalen Presse sogar von einem möglichen Staatsbankrott gesprochen. Diese Spekulationen waren natürlich unberechtigt, da der „große Bruder“ von Dubai, Abu Dhabi, über einen derart großen Reichtum verfügt, speziell wegen der enormen Gasvorkommen, dass das Problem innerhalb der Arabischen Emirate gelöst werden konnte. Trotzdem ist der Bauboom in Dubai für einige Zeit vorüber. Die regionalen Baukapazitäten übersteigen die wenigen verbliebenen Bauprojekte bei weitem.
In den Ostländern Europas war in den vergangenen Jahren ein erheblicher Bauboom entstanden, der durch private Investoren und Immobilienspekulanten noch deutlich angetrieben wurde. Mit der Finanzmarktkrise brach diese Hochkonjunktur total zusammen. Das Vertrauen der Privaten und der Spekulanten ist komplett verschwunden. Zusätzlich sind die Staatskassen leer und die Entwicklung der Wechselkurse hat weiteren Schaden angerichtet. In der Summe sind die Länder des europäischen Ostens nicht in der Lage, mit massiven Konjunkturprogrammen die Bauwirtschaft zu stabilisieren. Auch die Hilfen aus Europa können keinen ausreichenden Beitrag leisten. Die dortigen Märkte werden auf einige Zeit sehr schwach bleiben.
Unsere Bauaktivitäten sind in diesen beiden Bereichen sehr deutlich zurückgegangen. Da wir bereits seit Jahren erwartet hatten, dass in Dubai der Markt einbrechen würde, hatten wir unsere Aktivitäten in der Region auf andere Länder wie Abu Dhabi und Katar konzentriert. Dies sorgte dafür, dass unsere Geschäfte in der Region nur auf etwa die Hälfte zurückgegangen sind. Damit blieben die Märkte auf der arabischen Halbinsel für uns weiter unsere größten Umsatzbringer. Etliche große Baugruben und große Gründungsarbeiten wurden ausgeführt.
In den Ländern Osteuropas mussten wir unsere Kapazitäten deutlich zurücknehmen, um die Verluste unserer Tochterfirmen zu minimieren. Wir werden hier auf niedrigem Niveau unsere Präsenz aufrechterhalten, um bei einer wieder anziehenden Baukonjunktur unsere Chancen zu wahren.
Im arabischen Raum hat sich gegen Ende des Jahres die Schockstarre wieder gelöst. In einigen Ländern wurden wieder größere Bauprojekte vergeben, so in Abu Dhabi und in Katar, so dass die Bauwirtschaft wieder ein Niveau gut über dem Vorjahr erreichen sollte. Die übertriebenen Boomzeiten sind aber vorüber. In den kommenden Jahren ist jedoch eine vernünftige Baukonjunktur zu erwarten. Die meisten dieser öl- und gasreichen Länder haben bei den wieder normalisierten Preisen für diese Rohstoffe ausreichend Finanzmittel, um ihre ehrgeizigen Ausbaupläne fortzusetzen.
In den anderen Regionen der Welt konnten unsere Bautöchter ein relativ normales Geschäft abwickeln. In den weiteren Ländern des Nahen Ostens, im Libanon mit der in unserer Organisation angeschlossenen Türkei, sowie in Ägypten konnten interessante Projekte mit sehr gutem Erfolg ausgeführt werden. In Ägypten bauten wir die Baugruben für etliche Stationen der neuen U-Bahnlinie zur großen Zufriedenheit unserer Auftraggeber. Zum Jahresende begannen wir mit Bergungsarbeiten für eine Tunnelbohrmaschine, die sich beim Bau der Röhren für diese U-Bahn festgefahren hatte. Im Fernen Osten erfreuten uns insbesondere die Entwicklungen in Australien und in Indonesien. In Australien führten wir große Baugruben für das Projekt Airport Link in Brisbane aus. In Indonesien war die Gründung eines Kraftwerks der wesentliche Umsatzbringer. Auch in den weiteren Ländern der Region, wie zum Beispiel in Malaysia, Vietnam und auf den Philippinen konnten wir mit der Entwicklung zufrieden sein. In Vietnam wurden große Baugruben und Gründungsarbeiten im Zentrum von Ho Chi Min City hergestellt. Auch in Kuala Lumpur sind einige gewaltige Baugruben für große Gebäudekomplexe entstanden.
In den USA konnten wir bei unserer Tochterfirma COASTAL CAISSON CORP. die Leistung deutlich steigern. Hier waren erhebliche Gründungen für Kraftwerke und die Dammabdichtungsarbeiten am Lake Okeechobee in Florida die herausragenden Projekte. Wir erwarten in diesen Bereichen weitere interessante Aufträge. In Kanada konnte ein Großauftrag für eine Ölsandmine in Alberta abgeschlossen werden und die Arbeiten für eine Brückengründung in Montreal haben begonnen. Diese Arbeiten werden uns im Jahr 2010 noch eine gute Leistung bringen. In Afrika konnten speziell in Angola und in Algerien Projekte ausgeführt werden. Im westlichen Europa waren wir mit der Entwicklung nicht sehr zufrieden. In Frankreich und Irland beschlossen wir, unsere Aktivitäten wegen der unbefriedigenden Preis- und Marktsituation deutlich zurückzunehmen. In England, der Schweiz, in den Niederlanden, in Spanien und in Österreich hatten wir einen relativ normalen Geschäftsverlauf. Die Geschäftsaktivitäten werden hier auf niedrigem Niveau weiterlaufen.
Von großem Vorteil ist weiterhin unsere globale Präsenz in vielen Ländern der Erde. Auch in Krisenzeiten gibt es in einigen Ländern Sonderprojekte, die höhere Kapazitäten benötigen. Durch unsere Netzwerkstruktur und den internationalen Kapazitätsausgleich bei Personal und Gerät sind wir in der Lage, schnell nach örtlichem Bedarf zu verlagern und so die entsprechenden Chancen für unsere Unternehmensgruppe wahrzunehmen.
Im Berichtsjahr haben die kleineren Bereiche unseres Bausegments weiter daran gearbeitet, im Ausland neue Märkte zu erschließen. Eine ganze Reihe kleinerer Aufträge wurde ausgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist mit einer Niederlassung in Abu Dhabi vertreten, um dort in Kooperation mit der BAUER Spezialtiefbau GmbH und auch selbst Aufträge im Beton- und Brückenbau durchzuführen. Mit großen Anstrengungen wird auch in etlichen Märkten an der Akquisition von Bergbauaufträgen gearbeitet.
• INLAND
Mit Befriedigung konnten wir im Jahr 2009 die Entwicklung unserer Niederlassungen im Spezialtiefbau in Deutschland beobachten. Bei gleichmäßigem Geschäftsverlauf konnte ein eindeutig positives operatives Ergebnis erzielt werden. Für unsere Mitarbeiter war dies nach den vielen schwierigen Jahren wieder ein wichtiger Erfolg, da unsere Arbeiten in Deutschland über viele Jahre durch die Baukrise negativ beeinflusst waren. Der Baumarkt ist in Deutschland wegen der Krise zwar generell wieder in den negativen Bereich abgerutscht, wir sind trotzdem zuversichtlich, dass genügend Auftragschancen bestehen, um unsere Inlandskapazitäten ausreichend auszulasten. Ein Großprojekt am Mittleren Ring in München, das in seiner Hauptleistung noch zwei Jahre dauern wird, trägt gut zu diesem Ziel bei.
Die anderen Töchter, die im Bausegment in Deutschland tätig sind, hatten in den meisten Bereichen einen guten Verlauf. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH konnte in ihren Baugeschäften im Ingenieurbau, Untertagebau und in der Umwelttechnik die Leistung des Vorjahres gut übertreffen. Besonders erfreulich waren die Leistungen und Ergebnisse in der Rekonstruktion. Im Umweltbereich konnte das Geschäft mit selbst entwickelten Biogasanlagen deutlich ausgebaut werden. Der Nordhäuser Maschinenbau hatte eine erhebliche Leistungsreduktion hinzunehmen. Dieser Bereich ist überwiegend für die BAUER Maschinen GmbH als Zulieferer tätig. Da beim Bau von Spezialtiefbaumaschinen die Produktion deutlich zurückgenommen werden musste, hatte dies entsprechende Folgen auf die Teileproduktion bei der Schachtbau. Die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH hatte eine Leistung etwas unter dem Vorjahr und konnte ein positives Ergebnis erwirtschaften. Erfreulich waren dabei etliche Aufträge im Bereich „Bauen im Bestand“. Hier wurden große Einkaufsmärkte saniert. Sehr gut ist auch die Lage der Wöhr + Bauer GmbH. Das Großprojekt Angerhof in München ist im Bau abgeschlossen. Der gewerbliche Teil des Objekts ist an einen Großkonzern vermietet und ein Großteil der Wohnungen konnte mit guten Ergebnissen veräußert werden. Für die weitere Verwertung dieses Prestigeobjekts in München sind wir sehr zuversichtlich.
SEGMENTBERICHT MASCHINEN
Das Segment Maschinen litt im Jahr 2009 am deutlichsten unter der Krise. Gehen Primärmärkte zurück – in unserem Fall die Baumärkte –, dann gehen die Liefermärkte für diese noch viel deutlicher zurück. Dieser Effekt wirkt sich noch stärker aus, wenn der Liefermarkt Investitionsgüter zur Verfügung stellt. Unser Maschinenbau ist stark von diesem Hebelarmeffekt betroffen.
Im ersten Halbjahr 2009 profitierte unser Maschinenbau noch ganz wesentlich von den hohen Auftragsbeständen aus dem Vorjahr. Die Auslieferungen sind deshalb nur wenig zurückgegangen. Der Auftragseingang war im ersten Halbjahr dagegen enorm niedrig. Hier wirkten sich zwei Effekte gleichzeitig aus. Die Käufer hatten wegen der Krise ihre Erwartungen an die Lieferfristen deutlich reduziert, so dass sie nicht mehr wie in Boomzeiten mit einem Vorlauf von sechs Monaten bestellten. Diese Lieferzeitanpassung – die auch der Realität entsprach – hatte zur Folge, dass etliche Kunden über einige Monate gar nichts mehr bestellten. Der zweite negative Effekt war der schwache Markt an sich. Auch aus diesem Grund wurde deutlich weniger bestellt. Zur Beurteilung der Lage war es fast unmöglich zu erkennen, welcher der beiden Effekte, welche Größenordnung hatte. Bis zur Mitte des Jahres gingen deshalb die Auftragsbestände massiv zurück. Betrugen diese in der Boomzeit noch etwa sechs Monate, so fielen sie nun auf zwei Monate. Da in normalen Zeiten unsere Auftragsbestände immer etwa zwei Monate betrugen, stellt diese Zahl keine Indikation für zukünftige Beschäftigung dar. Unsere Kunden kaufen üblicherweise erst, wenn sie einen Bauauftrag in Händen haben. Nur in extremen Boomzeiten sind Kunden bereit, selbst ins Dispositionsrisiko zu gehen. Die entscheidende Frage war: Auf welchem Niveau werden sich im zweiten Halbjahr die monatlichen Bestellungen einstellen, so dass ein mögliches Leistungsniveau abschätzbar wird?
Im zweiten Halbjahr stellte sich dann eine gewisse Stabilisierung auf niedrigem Niveau ein. Trotzdem ist die Zeit der Erfahrung in einem geänderten Marktumfeld noch zu kurz, um daraus eine Prognose ableiten zu können. Wir gehen von einem neuen Niveau aus, das etwa 30 % unter der Boomzeit liegen wird. Dieses Niveau wird uns noch eine Weile begleiten, bevor in unserem Kerngeschäft wieder ein Anstieg zu erwarten ist. Erneutes Wachstum müssen wir deshalb mit neuen Produkten, z. B. mit der Tiefbohrtechnik, generieren.
Unser Baumaschinenmarkt teilt sich seit Beginn der Krise in zwei Teile auf. Die kleineren Geräte der jeweiligen Typenreihen haben einen extrem schlechten Markt. Derartige Geräte werden von Kunden als Standardausstattung für ihre normalen Baustellen gekauft. Da die Märkte unserer Kunden zurückgingen, fallen diese Geräte folglich den Investitionseinsparungen der Kunden zum Opfer. Die größeren Geräte der entsprechenden Typenreihen sind dagegen für Sonderprojekte entwickelt worden. Derartige Projekte sind sehr große Baustellen, die auch sehr schwere Gründungen verlangen. Sonderprojekte stellen auch viele Dammprojekte dar. Die Geräte für solche Projekte werden gekauft, wenn derartige Aufträge bei den Kunden vorhanden sind. Da derzeit viele dieser Sonderprojekte auf dem Markt sind – auch wegen der Konjunkturprogramme – ist die Nachfrage nach diesen Geräten relativ stabil. Unser Marktrückgang ist deshalb eine Kombination aus noch relativ guten Teilmärkten und sehr schlechten Märkten. Für uns ist erfreulich, dass wir im Markt für die großen Geräte in der Konkurrenz eine relativ dominante Rolle haben.
Kennzahlen Maschinen
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 780.100 | 604.490 |
| davon externe Umsatzerlöse (GuV) | 601.230 | 456.468 |
| Auftragseingang | 806.389 | 473.284 |
| Auftragsbestand | 236.667 | 105.458 |
| EBIT | 118.301 | 51.306 |
| Mitarbeiter | 2.493 | 2.739 |
Insgesamt verzeichneten wir im Maschinensegment einen Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung um 22,5 % auf 604,5 Mio. EUR. Das Segmentergebnis (Operatives Ergebnis EBIT) lag mit 51,3 Mio. EUR um 56,6 % unter dem des Vorjahres. Der Ergebnisrückgang konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Tochtergesellschaften, die bei ihren kleineren Produkten stärkere Einbrüche hinnehmen mussten als die Muttergesellschaft. Insgesamt sind wir damit zufrieden, dass wir das Segmentergebnis trotz des signifikanten Rückgangs in der Leistung auf dem ausgewiesenen Niveau halten konnten. Die Risiken aus dem krisenbedingt zu starken Lageraufbau wurden beim Ergebnis ausreichend berücksichtigt.
Wegen der erheblichen Umsatzrückgänge reduzierte sich das Ergebnis unserer deutschen Tochterfirmen KLEMM Bohrtechnik GmbH, EURODRILL GmbH, RTG Rammtechnik GmbH und MAT Mischanlagentechnik GmbH erheblich. Auch mit dem Geschäftsverlauf der PRAKLA Bohrtechnik GmbH konnten wir nicht zufrieden sein.
Unsere Fernost-Holding in Singapur konnte dagegen mit einem nur relativ geringen Umsatzrückgang ein annähernd ebenso gutes Ergebnis wie im Vorjahr ausweisen. Der Handel mit generalüberholten Spezialtiefbaugeräten – speziell Fräsen – brachte wieder einen sehr guten Ergebnisbeitrag. Auch das Vertriebsgeschäft in China mit unseren Produkten aus chinesischer Produktion lief deutlich besser als erwartet. Die italienische Tochter TracMec Srl. litt spürbar unter der erheblich niedrigeren Produktion an kleineren Bohrgeräten, konnte aber trotzdem noch ein positives Ergebnis erreichen. Die Olbersdorfer Guß GmbH, die Stahlgussteile für den Maschinenbau produziert, musste einen empfindlichen Umsatzrückgang hinnehmen und deshalb auch ein negatives Ergebnis ausweisen.
Im Jahr 2009 kamen durch Akquisition und Neugründung weitere Firmen zum Maschinen-Segment hinzu. Die Hausherr System Bohrtechnik GmbH ergänzt unser Leistungsspektrum mit dem Gebiet der Sprenglochbohrtechnik für Steinbrüche im offenen Tagebau. Dieses sehr traditionsreiche Unternehmen musste nach einigen schwierigen Jahren einen starken Partner finden. Obwohl die Umsatzerwartungen heute mit nur etwa 4 Mio. EUR noch relativ klein sind, erwarten wir durch die Möglichkeiten des Konzerns bald deutliche Steigerungen. Die ABS Trenchless GmbH ist ein noch kleineres Unternehmen, das Geräte für horizontales Bohren von Rohrleitungen herstellt. Mit der sehr guten Technik dieses Unternehmens ergeben sich im Konzernverbund interessante neue Chancen.
Für die Herstellung und den Vertrieb der Ankersysteme – hier handelt es sich um ein Bauelement für den Spezialtiefbau – haben wir im vergangenen Jahr mit einem Partner eine Tochterfirma gegründet, die SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH. Der Start dieser Firma war sehr erfreulich. Es konnte auch bereits ein gutes Ergebnis ausgewiesen werden. In der Zukunft erwarten wir durch den neuen Marktauftritt einen deutlichen weiteren Umsatzzuwachs.
Unsere Tochterfirmen in den USA, Pileco, Inc. in Houston und BAUER Manufacturing Inc. in Conroe, bei Houston, hatten 2009 ein schwieriges Jahr. In beiden Unternehmen mussten Verluste ausgewiesen werden. Pileco, Inc., unsere Vertriebsfirma in den USA, hatte mit einer zu optimistischen Markteinschätzung aus dem Vorjahr zu kämpfen. Die Lagerbestände entwickelten sich wegen der zu hohen Dispositionen bei der Mutterfirma, aber auch bei Fremdfirmen auf ein deutlich zu hohes Niveau, das die Ergebnisse belastete. Die Strukturen des Unternehmens mussten angepasst werden, das Management wurde auf eine völlig neue Basis gestellt. Für das kommende Jahr erwarten wir nun einen deutlich besseren Verlauf.
Die BAUER Manufacturing Inc. ist Eigentümer unseres neu erbauten Werkes in Conroe in den USA. Das Werk wurde im Herbst des letzten Jahres zu einem großen Teil fertiggestellt und eingeweiht. Wegen der Krise entschieden wir uns, die Anfahrkurve dieses Werkes wesentlich zu verlangsamen. Dies verursacht auch etwas höhere Anlaufverluste, als dies ursprünglich geplant war. Auf der anderen Seite ermöglicht es eine wesentlich bessere Schulung der Mitarbeiter, was auf Dauer bei Qualität und Leistung sehr helfen wird. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden beiden Jahren noch Verluste entstehen werden. Trotzdem sind wir von der Strategie überzeugt, die uns dieses Werk ermöglicht: Produktion im Dollar-Raum und damit Risikominimierung, was Währungsrisiken betrifft, sowie Entwicklung neuer Marktchancen in den USA und in Südamerika. Auch befindet sich das Werk im Zentrum der weltweiten Öl- und Gasindustrie. Dies wird uns weitere Chancen eröffnen.
Der gute Ruf des Bauer Maschinenbaus rührt seit jeher aus der laufenden Innovation der Geräte. Auf die Konstruktion neuer Geräte verwenden wir auch in Zukunft erhebliche Energie. Das bedeutendste neue Projekt ist die Entwicklung von Tiefbohrgeräten, die mehrere tausend Meter weit vordringen können. Derartige Maschinen stoßen in den kommenden Jahren auf einen zunehmenden Markt, da speziell für Tiefengeothermie immer mehr Bohrungen benötigt werden. Außerdem steigt auch die Nachfrage nach Geräten für Öl- und Gasbohrungen. In den letzten beiden Jahren haben wir zwei völlig neue Tiefbohranlagen entwickelt, gebaut und getestet. Sie können in Tiefen von über 4.000 Meter vordringen. Diese Anlagen stehen ab dem Frühjahr des neuen Jahres zum Verkauf. Im Jahr 2009 konnten viele Kundenkontakte aufgebaut werden, so dass wir sehr zuversichtlich sind, dass diese neuen Maschinen im Jahr 2010 einen ersten Beitrag zur Gesamtleistung des Maschinen-Segments liefern werden.
Auf der Bauma, der größten Baumaschinenmesse der Welt, die auch im Jahr 2010 wieder in München stattfinden wird, werden wir wieder viele neue Maschinen präsentieren können. Die größten Neuerungen sind eine BG 50, das bisher größte von uns hergestellte Pfahlbohrgerät, und eine Schlitzwandfräse auf unserem selbst entwickelten Trägergerät, die bis in Tiefen von 150 m arbeiten kann. Auch bei den kleineren Geräten zeigen wir viele hochinteressante Innovationen. Die Messe wird von einer Ausstellung an unserem Stammsitz begleitet, die sich in nur etwa 80 km Entfernung befindet. Hier zeigen wir auch die Tiefbohrgeräte im Betrieb.
Im Jahr 2009 wurde das größte Investitionsprogramm in der Firmengeschichte für den Maschinenbau abgeschlossen. Die Werksneubauten und -erweiterungen in Edelshausen und Aresing nahe unserem Stammsitz Schrobenhausen, in Nordhausen und in Conroe bei Houston wurden in Betrieb genommen. Die erwartete Produktivitätssteigerung konnte bereits teilweise umgesetzt werden. Durch die Krise ist die Auslastung der Werke aktuell nicht entsprechend den Erwartungen, wie wir sie zur Zeit der Entscheidung für diese Investitionen hatten. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass wir mit diesen Investitionen die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft vollzogen haben. Ohne diese Werke wären unsere Planungen für die neuen Tiefbohrgeräte völlig unrealistisch. Wir gehen davon aus, dass es nur wenige Jahre dauern wird, bis alle Werke wieder voll ausgelastet sind. Bis dahin ist bei den Fixkosten eine geringfügige Überbelastung zu erwarten.
SEGMENTBERICHT RESOURCES
Im Segment Resources konnte die Gesamtkonzernleistung von 135,1 Mio. EUR auf 163,8 Mio. EUR, also um 21,2 % gesteigert werden. Das Ergebnis (Operatives Ergebnis EBIT) betrug 6,0 Mio. EUR. Dieser Wert liegt um 2,0 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres.
Der Arbeitsschwerpunkt lag in diesem Segment im weiteren Ausbau der Strukturen und der Kapazitäten. Zur Mitte des Jahres wurde in Jordanien die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., eine Firma die sich mit Aufschlussbohrungen für die Minenindustrie, mit Wasserbohrungen und mit Ölbohrungen beschäftigt, mehrheitlich übernommen. Damit wurden unsere Kapazitäten auf diesem Gebiet wesentlich erweitert und wir sind nun in der Lage auch in anderen Ländern der arabischen Region größere Projekte bei tiefen Bohrungen zu übernehmen. Mit der Entwicklung des Segments waren wir insgesamt zufrieden. Resources wird in drei Bereichen geführt: Materials (Materialien zum Einsatz in Bohrungen für Wassergewinnung und Geothermie), Environment (Reinigung von Boden und Grundwasser, sowie von Wässern anderer Art) und Exploration and Mining Services (Leistungen für die Rohstoffgewinnung und für Geothermie).
Kennzahlen Resources
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 135.070 | 163.770 |
| davon externe Umsatzerlöse (GuV) | 105.148 | 152.003 |
| Auftragseingang | 192.455 | 173.233 |
| Auftragsbestand | 79.925 | 89.391 |
| EBIT | 4.016 | 5.997 |
| Mitarbeiter | 656 | 886 |
Der Materials-Bereich entwickelte sich entsprechend unserer Planungen. Die Vertriebsstruktur wurde mit viel Anstrengung ausgebaut, so dass wir davon ausgehen, dass der Auslandsanteil in Zukunft weiter anwachsen wird. In Pakistan wurde eine Kooperation für die Produktion von Kunststoffrohren begonnen. Wegen der politischen Probleme in diesem Land wurden die ursprünglichen Investitionspläne reduziert. Für mögliche Risiken wurden in der Bilanz Vorsorgen gebildet.
Im Bereich Environment konnte das Geschäft im Ausland gut weiterentwickelt werden. Nach schwierigen Jahren, was die Ergebnissituation anbelangt, sind wir mit der nun wieder gut positiven Entwicklung zufrieden. Das Großprojekt im Oman, bei dem Prozesswasser aus der Erdölgewinnung durch biologische Verfahren gereinigt werden wird, hat sich sehr gut entwickelt. Die Bauarbeiten sind nun etwa zur Hälfte abgeschlossen, so dass wir zuversichtlich sind, dass der geplante Projektablauf eingehalten werden kann. Dieses unser bisher größtes PPP-Projekt ist eine große Chance für den Umweltbereich und stellt auch für den Gesamtkonzern einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung dar. Die Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit einer lokalen Firma getätigt.
Die im Vorjahr erworbene Esau & Hueber GmbH in Schrobenhausen, hat sich gut in den Konzern integriert und positiv entwickelt. In dieser Unternehmung werden in Zukunft alle Aktivitäten zur Reinigung von Wasser im Nutz- und Trinkwasserbereich gebündelt. Dass diese Firma traditionell hochtechnische Bauteile für Brauereien herstellt, wird für uns als bayerischem Unternehmen sicher von Vorteil sein.
Der Bereich Exploration and Mining Services war auch im Jahr 2009 sehr international tätig. Interessante Arbeiten wurden unter anderem in Kanada, Australien, Südafrika, Ghana und Schweden ausgeführt. Mit der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien erweiterten sich die Möglichkeiten dieses Bereiches gewaltig. Bei Aufschlussbohrungen, Wasserbohrungen und bei Bohrungen für das Minengeschäft gibt es weltweit eine große Zahl interessanter, teilweise sehr großer Projekte. Wir unternehmen derzeit große Anstrengungen, um hier einige dieser Projekte zu erhalten. Der Mining-Bereich war das Geschäft, das mit Einsetzen der Krise den schnellsten Einbruch am Markt hatte. Erfreulicherweise ist es auch das Geschäft, in dem die Entwicklung am schnellsten wieder anzieht. Viele Minenbetriebe haben in den letzten Monaten ihre Aktivitäten zum weiteren Ausbau wieder begonnen bzw. erheblich gesteigert. Wir sehen in unserem Mining-Bereich das Geschäft, das in den kommenden schwierigen Jahren die größten Wachstumschancen hat.
Insgesamt sehen wir uns bezüglich des Segment Resources in unserer langfristigen Strategie bestätigt. Wir wollten hier die Lösungen für viele große Probleme unseres Globus bündeln. Die zunehmende Rohstoffknappheit, die Probleme im Bereich Energie, der enorme Bedarf an Trinkwasser und die zunehmenden Umweltprobleme eröffnen auch für unsere Techniken, die sich mit Boden und Wasser beschäftigen, viele neue Aufgaben und Chancen. Das Segment Resources kann deshalb auch in den Zeiten der Krise wachsen.
ENTWICKLUNG DER TEILBEREICHE DES KONZERNS (INKLUSIVE FREMDANTEILE)
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| in Mio. EUR | Jahr 2008 Leistung | Jahr 2009 Leistung | Anteil Jahr 2009 | Veränderung zum Vorjahr | Auftragsbestand |
|---|---|---|---|---|---|
| Bau | |||||
| BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST) | |||||
| BST Inland | 104,9 | 109,7 | 8,6 % | 4,6 % | • |
| Töchter Inland | 23,8 | 11,0 | 0,9 % | -53,8 % | • |
| BST Ausland | 174,6 | 94,2 | 7,4 % | -46,0 % | • |
| Töchter Ausland | 437,9 | 361,7 | 28,3 % | -17,4 % | • |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -125,2 | -74,4 | -5,8 % | ― | |
| Summe BST – Gruppe | 616,0 | 502,2 | 39,3 % | -18,5 % | • |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH | 16,2 | 16,8 | 1,3 % | 3,7 % | • |
| Schachtbau Nordhausen GmbH (SBN) inkl. Bau Töchter SBN | 73,1 | 79,2 | 6,2 % | 8,3 % | • |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -4,4 | -11,1 | -0,9 % | ― | |
| Summe Bau | 700,9 | 587,1 | 45,9 % | -16,2 % | • |
| Maschinen | |||||
| SBN-Baumaschinenbau | 59,5 | 47,5 | 3,7 % | -20,2 % | - |
| Summe SBN - Gruppe (Bau u. Maschinen) | 132,6 | 126,7 | 9,9 % | -4,4 % | - |
| BAUER Maschinen GmbH (BMA) | 639,9 | 468,1 | 36,6 % | -26,8 % | - |
| Töchter Maschinen (speziell der BMA) | 393,7 | 297,8 | 23,3 % | -24,4 % | - |
| Summe BMA - Gruppe | 1.033,6 | 765,9 | 59,9 % | -25,9 % | - |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -313,0 | -208,9 | -16,3 % | ― | |
| Summe Maschinen | 780,1 | 604,5 | 47,3 % | -22,5 % | - |
| Resources | |||||
| BAUER Resources GmbH (BRE) | 3,5 | 6,6 | 0,5 % | 88,6 % | ― |
| Töchter Resources (speziell der BRE) | 147,9 | 179,0 | 14,0 % | 21,0 % | + |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -16,3 | -21,8 | -1,7 % | ― | |
| Summe Resources | 135,1 | 163,8 | 12,8 % | 21,2 % | + |
| Sonstiges | |||||
| BAUER Aktiengesellschaft (BAG) | 50,8 | 58,0 | 4,5 % | 14,2 % | ― |
| Sonstige Töchter (speziell der BAG) | 0,3 | 1,5 | 0,1 % | 400,0 % | ― |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -25,1 | -30,5 | ― | ||
| Summe Sonstige/Dienstleistungen | 26,0 | 29,0 | 2,3 % | 11,5 % | ― |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -114,9 | -106,1 | -8,3 % | ― | |
| SUMME Konzern (inkl. Fremdanteile) | 1.527,2 | 1.278,3 | 100,0 % | -16,3 % | • |
| daraus: Inland | 379,5 | 364,0 | 28,5 % | -4,1 % | ― |
| Ausland | 1.147,7 | 914,3 | 71,5 % | -20,3 % | ― |
Hinweise zur Tabelle:
| • | Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen |
| • | Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung: -- schwach; - leicht schwach; ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend; |
| • | Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet |
| • | Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt. |
AUFTEILUNG DER GESAMTKONZERNLEISTUNG AUF DIE UNTERNEHMEN DER BAUER GRUPPE
Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt
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| in Mio. EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| BAUER Spezialtiefbau GmbH - Gruppe | ||
| BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BST) | 279,5 | 203,9 |
| Wöhr + Bauer GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland (33 %-Anteil) | 17,2 | 9,0 |
| COASTAL CAISSON CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | 33,4 | 23,9 |
| BAUER Foundation Corp., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | ― | 9,3 |
| BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama | 6,2 | 5,3 |
| BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | 21,2 | 18,8 |
| BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | 26,4 | 8,1 |
| BAUER Technologies Limited, Beverley, Großbritannien | 20,1 | 11,7 |
| BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland | 7,7 | 3,8 |
| BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden, Schweiz | 8,6 | 13,9 |
| BAUER Fondations Spéciales S.A.S., Straßburg, Frankreich | 7,4 | 5,8 |
| TERRABAUER, S.L., Madrid, Spanien (30 %-Anteil) | 12,2 | 15,3 |
| BRK Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | 14,3 | 5,4 |
| BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien | 4,1 | 3,1 |
| BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | 11,5 | 3,7 |
| BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 16,0 | 14,3 |
| BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | 25,7 | 23,2 |
| BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L, Beirut, Libanon | 9,6 | 14,4 |
| BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 64,2 | 54,0 |
| BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | 4,7 | 9,2 |
| Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | 15,1 | 11,0 |
| BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia | 37,8 | 29,2 |
| BAUER Foundations Australia Pty Ltd., Brisbane, Australien | 13,2 | 17,0 |
| BAUER Hong Kong Limited, Hongkong, Volksrepublik China | 3,3 | 3,0 |
| BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | 16,8 | 6,0 |
| BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | 9,0 | 6,2 |
| P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | 7,9 | 11,8 |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | 5,3 | 4,9 |
| Sonstige Beteiligungen (nur Bauer-Anteil) | 36,3 | 29,5 |
| ARGEN Inland - (nur Bauer-Anteil) | 6,5 | 1,9 |
| Interne Konzernumsätze | -125,2 | -74,4 |
| Summe BST - Gruppe | 616,0 | 502,2 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - Gruppe | ||
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland (SBN) | 131,1 | 123,1 |
| Beteiligungen der SBN | 1,5 | 3,6 |
| Interne Konzernumsätze | -61,6 | -53,9 |
| Summe SBN - Gruppe | 71,0 | 72,8 |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (inkl. SPESA Korrosionsschutz und Beschichtungen GmbH, Nordhausen abzüglich interne Konzernumsätze) | 13,9 | 14,4 |
| BAUER Maschinen GmbH – Gruppe | ||
| BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BMA) | 639,9 | 468,1 |
| EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | 11,4 | 6,2 |
| KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | 59,4 | 36,5 |
| MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Bundesrepublik Deutschland | 17,3 | 12,4 |
| BAUER Mietpool GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 3,0 | 4,2 |
| Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | 11,0 | 6,7 |
| PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | 24,9 | 23,5 |
| RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 37,5 | 25,7 |
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | ― | 4,2 |
| TracMec Srl, Mordano, Italien | 17,9 | 8,9 |
| BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | 3,4 | 6,4 |
| BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | 5,3 | 5,3 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | 3,3 | 3,6 |
| BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur, inkl. Töchter | 97,9 | 81,3 |
| NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | 7,4 | 3,5 |
| BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | 2,5 | 8,8 |
| Pileco, Inc., Houston, Vereinigte Staaten von Amerika | 62,5 | 38,9 |
| OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | 14,5 | 7,6 |
| Sonstige Beteiligungen | 14,5 | 14,1 |
| Interne Konzernumsätze | -253,5 | -163,7 |
| Summe BMA - Gruppe * | 780,1 | 602,2 |
| BAUER Resources GmbH – Gruppe | ||
| BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BRE) | 3,5 | 6,6 |
| GWE pumpenboese GmbH (ehemals pumpenboese gmbh & co. kg), Peine, Bundesrepublik Deutschland | 52,2 | 53,3 |
| SBF-Hagusta GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | 6,9 | 7,2 |
| Pol-Bud Technologia Wody Sp.z.o.o, Lodz, Polen | 6,6 | 2,5 |
| PESA ENGINEERING, S.A., Madrid, Spanien | 1,5 | 1,1 |
| FORALITH Holding AG, St. Gallen, Schweiz, inkl. Töchter | 1,8 | 2,6 |
| BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO - Amman, Jordanien, inkl. Töchter | ― | 9,3 |
| BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Kapstadt, Südafrika, inkl. Töchter | 6,5 | 5,5 |
| BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada, inkl. Töchter | 8,9 | 2,7 |
| BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland ** | 24,2 | 36,2 |
| FWS Filter- und Wassertechnik GmbH, Dunningen, Bundesrepublik Deutschland | 11,2 | 13,3 |
| Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 11,3 | 8,9 |
| BAUER Nimr LLC, Al Mina, Sultanat Oman | ― | 0,0 |
| Sonstige Beteiligungen | 16,8 | 36,4 |
| Interne Konzernumsätze | -16,3 | -21,8 |
| Summe BRE - Gruppe | 135,1 | 163,8 |
| BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BAG) | 50,8 | 58,0 |
| Sonstige Beteiligung | 0,3 | 1,5 |
| Interne Konzernumsätze | -140,0 | -136,6 |
| SUMME KONZERN | 1.527,2 | 1.278,3 |
* Der Wert des Geschäftsjahres 2009 ist nicht mit der Entwicklung der Teilbereiche abstimmbar, da im Vergleich zur Segmentdarstellung keine internen Konzernumsätze des Maschinenbaubereichs der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH enthalten sind.
** In der Darstellung der Segmentberichtserstattung im Anhang ist die BAUER Umwelt GmbH aufgrund der Geschäftstätigkeit dem Segment Resources zugeordnet; der rechtliche Übergang der Anteile ist bis zum Stichtag nicht erfolgt.
III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
ERTRAGSLAGE
Die Ertragslage des Konzerns hat sich im Jahr 2009 aufgrund der Auswirkungen der Finanzmarktkrise deutlich negativ entwickelt. Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich um 60,9 % auf 42,0 Mio. EUR. Dieser sehr starke Einbruch resultierte auch aus dem Basiseffekt, dass das Vorjahr mit einem Ergebnis von 107,5 Mio. EUR ein für unsere Branche außergewöhnlich gutes Jahr war.
Der Quotient Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) reduzierte sich gegenüber Vorjahr auf 16,0 % (Vorjahr: 52,6 %). Beim Gewinn nach Steuern betrug diese Relation 11,3 % (Vorjahr: 38,5 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 7,4 % auf 3,4 %. Im Vergleich zu anderen deutschen Unternehmen unserer Branche liegen diese Werte noch in einem sehr zufriedenstellenden Bereich. Trotzdem werden wir uns sehr anstrengen, in den kommenden Jahren wieder bessere Renditen zu erreichen.
Die für Ratingagenturen sehr bedeutsamen Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich ebenfalls verschlechtert. Sie liegen trotzdem weiterhin auf einem guten Niveau, so dass auch weiterhin die Covenants für unsere Finanzierungen ungefährdet ist.
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| 2008 | 2009 | |
|---|---|---|
| Net Debt / EBITDA * | 1,34 | 2,79 |
| EBITDA / Net Interest Coverage * | 9,55 | 5,62 |
* Vorjahreswert angepasst (Änderung der Berechnungsgrundlage)
Mit dem ausgewiesenen Ergebnis sanken alle weiteren ertragsbezogenen Kennzahlen deutlich ab. Das EBIT verringerte sich von 167,5 Mio. EUR auf 84,4 Mio. EUR um 49,6 %. Es sank damit wegen des Hebelarms aus der Fixkostenbelastung deutlich stärker als die Leistung. Das EBITDA verringerte sich um 30 % von 228,4 Mio. EUR auf 159,9 Mio. EUR. Das EBITDA erreichte damit weiter einen guten Wert von 13,0 % (Vorjahr: 15,7 %) der konsolidierten Leistung.
Aufgrund der einsetzenden Krise, die sich auch auf unser Unternehmen auswirkt, wurde unser Rating bei Standard & Poor´s auf BB+ stable von zuvor BB+ outlook positive leicht abgesenkt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Berichtsjahr wegen der Auswirkungen der Krise massive Veränderungen ergeben. Die Reduktion der konsolidierten Leistung um 15,6 % setzt sich aus vielen unterschiedlichen Entwicklungen in den unterschiedlichen Segmenten zusammen. Dies führt bei der erheblichen Dimension des Gesamtrückgangs in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erheblichen Verschiebungen zwischen den einzelnen Positionen.
In Folge der Krise fanden unter anderem folgende wesentliche Veränderungen in der Struktur unserer Unternehmen statt:
| • | Die Segmente Bau und Maschinen sind mit deutlich anderen Kostenstrukturen gegenüber dem wachsenden Segment Resources erkennbar geschrumpft. |
| • | Im Segment Maschinen wurden zuerst die Leiharbeitskräfte abgebaut, so dass deren Reduzierung in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) die Kosten beim Personal nicht reduzierte. Dafür ist der Materialaufwand – und hier der Aufwand für bezogene Leistungen – deutlich zurückgegangen. |
| • | Im Personalbereich zeigen sich die Wirkungen der Leistungsreduktion nicht, da das Stammpersonal nicht abgebaut wurde. Hier wurde zuerst durch Abbau von Urlaubsbeständen und gegen Ende des Jahres durch Überstundenreduktion auf die Krise reagiert. Die ebenfalls durchgeführte Kurzarbeit lässt sich in der GuV nicht erkennen. Wie aus den Berichten der vergangenen Jahre erkennbar ist, wuchs unser Personalaufwand in den letzten Jahren sehr stark unterproportional zum Leistungsanstieg. Diese Wirkung wurde durch sehr starkes Outsourcing und durch die Leiharbeitskräfte erreicht. Jetzt, in der Krise, wurde wieder deutlich mehr Arbeit im eigenen Betrieb erledigt, so dass die relative Personalkostenquote sehr deutlich angestiegen ist und die Materialquote sehr deutlich sank. |
| • | Wegen des erheblichen Investitionsprogramms der vergangenen Jahre, das wegen der gewaltigen Umsatzzuwächse notwendig wurde, ist nun die Abschreibung sehr deutlich angestiegen. In der Abschreibung zeigen sich aber auch Sonderabschreibungen, die wir aus Vorsichtsgründen auf unsere Lagerbestände durchführten – eine Maßnahme, die in normalen Zeiten die GuV nicht verschlechtert. |
Nach diesen exemplarischen Erläuterungen kann festgestellt werden, dass die GuV unseres Konzerns nur sehr wenig mit den Vorjahren vergleichbar ist. Trotzdem werden die einzelnen Postionen im Folgenden kurz erläutert.
In den sonstigen Erträgen und in den sonstigen Aufwendungen sind Positionen enthalten, die der Währungsabsicherung unserer Leistungen dienen. Da die Sicherungsinstrumente den entsprechenden Geschäften (Zins- und Devisenderivate) zum Teil nicht perfekt zugeordnet werden können (kein Hedge Accounting), müssen die Gewinne und Verluste, die aus Kurssicherungen und Grundgeschäften entstehen, in der GuV eigenständig ausgewiesen werden. Da in den Umsatzerlösen regelmäßig Verluste und Gewinne entstehen, die den Kurssicherungsgewinnen und -verlusten in dieser Größenordnung entsprechen, haben die Ergebnisse einen direkten Zusammenhang. In den sonstigen Erträgen sind 12,7 Mio. EUR und in den sonstigen Aufwendungen sind 11,3 Mio. EUR aus Kursänderungen enthalten. Die geringe Differenz der beiden Positionen zeigt die Effektivität unseres Währungsmanagements.
Der Materialaufwand hat sich mit einem Minus von 21,3 % deutlich stärker als die Leistung reduziert. Die Gründe liegen in gewaltigen Strukturveränderungen innerhalb unseres Konzerns. Sehr materialintensive Bereiche haben sich stärker reduziert als Bereiche, die weniger Material in ihren Leistungen verbrauchen. Außerdem wirkt sich hier die Reduzierung der Leiharbeitskräfte aus. Leider können wir in unserem Geschäft nicht wie manch andere Baufirma von den erheblichen Preisreduktionen beim Material profitieren. Unternehmen, die sehr lang laufende Projekte bearbeiten, können heute billiger einkaufen, obwohl sie bei der Kalkulation mit den damaligen Preisen noch deutlich höher kalkuliert hatten. Da unsere Bauprojekte nur von kurzer Dauer sind, kaufen wir aus Risikoerwägungen immer sofort mit Beginn der Baustellen alle Materialien ein. Preisvorteile durch die Krise sind deshalb nur sehr beschränkt zu verwirklichen. Im Maschinenbau werden derzeit die Preisvorteile aus dem Einkaufsmarkt ebenfalls an die Kunden weitergegeben.
Die Personalaufwendungen haben sich im Berichtsjahr mit einer Steigerung von 4,9 % gegen die Reduzierung der konsolidierten Leistung erhöht. Diese Entwicklung resultiert aus dem deutlichen Personalaufbau im Laufe des Jahres 2008. In diesem Jahr wurden viele Leiharbeitskräfte als Stammarbeiter in den Betrieb übernommen, um ein besseres Gleichgewicht zwischen fremden und eigenen Arbeitskräften zu erreichen. Der Personalaufwand des Vorjahres stellt einen Durchschnittswert der Kosten in einem Jahr des deutlichen Kostenanstiegs dar. Im Jahr 2009 blieb der Stammpersonalbestand relativ stabil, so dass im Vergleich der beiden Jahre ein Anstieg der Personalkosten entstehen musste, der aber nicht dem Jahr 2009 angelastet werden kann. Die verbliebenen rund 300 Leiharbeitskräfte wurden im Jahr 2009 nahezu vollständig abgebaut. Ein kleiner Teil der Personalkostensteigerung resultiert aus der jährlichen Lohnerhöhung. Wir sind uns der deutlich gestiegenen Personalkostenquote sehr bewusst. Trotzdem bemühen wir uns, unser ausgezeichnet ausgebildetes Personal in der Krise zu halten, da wir im Verlust dieser Arbeitskräfte einen deutlichen Vermögensverlust für das Unternehmen sehen. Die Möglichkeiten der Kurzarbeit in Deutschland geben uns hier eine besondere Chance, in der Krise nicht einen Teil der Basis unseres Geschäfts zerstören zu müssen. Wir sind davon überzeugt, dass wir gegen Ende dieses Jahres wieder Vollbeschäftigung für unser Stammpersonal erreichen können.
Der deutliche Anstieg der Abschreibungen ist Resultat unserer Investitionsprogramme der vergangenen Jahre. Zusätzlich wurden im Umlaufvermögen wegen der Krise erhebliche Abschreibungen auf unsere Läger durchgeführt. Die Sonderabschreibungen lagen hier um etwa 1 Mio. EUR über dem bereits hohen Wert des Vorjahres.
Betrachten wir die Investitionsprogramme aus heutiger Sicht, die erheblich durch die Krise und die rückläufigen Umsätze gebildet wird, so müssen wir natürlich feststellen, dass einige der Investitionen nun nur zu einem relativen unbefriedigenden Auslastungsgrad genutzt werden. Trotzdem bereuen wir die Investitionen nicht. Sie werden uns zwar für ein paar Jahre einen zusätzlichen Aufwand verursachen und wegen des Hebelarms der Fixkosten das Ergebnis drücken, aber mittelfristig sind wir sicher, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Bereits heute, nach dem Bezug der neuen Werkstätten, können wir trotz der erheblich gedrosselten Produktion deutliche Produktivitätsfortschritte feststellen, so dass ein Teil der zusätzlichen Kosten auch in der Krise erwirtschaftet wird. Zusätzlich haben die neuen Produktionsstätten, speziell am Stammsitz in Schrobenhausen, in Nordhausen und in Conroe nahe Houston, Texas, für uns eine wichtige strategische Bedeutung. Die geplante Markteinführung unserer Tiefbohrgeräte wäre ohne die neuen Produktionsstätten unmöglich. Falls der Verkauf dieser Produkte so erfolgreich verläuft, wie wir uns das vorstellen, werden die Hallen sehr schnell wieder eine gute Auslastung haben. Die neuen Produktionsmöglichkeiten im Dollar-Raum werden uns in den kommenden Jahren eine erhebliche zusätzliche Sicherheit bei auftretenden Währungsschwankungen geben. Auch im Baugeschäft wurde in den vergangenen Jahren die Ausrüstung auf einen sehr modernen Stand gebracht. Dieser ermöglicht es uns die hochkomplexen Bauprojekte anzugehen, die derzeit auf einigen Märkten verfügbar sind.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenfalls überproportional um 3,1 Mio. EUR angestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus folgenden Posten: Leasingaufwendungen Operate Lease (+5,4 Mio. EUR) – hier werden speziell für unsere Kunden Geräte auf Zeit finanziert –, Instandhaltungskosten, Provisionen sowie übrige sonstige Aufwendungen. Die Veränderung zum Vorjahr ist eher zufallsbedingt, denn wegen unseres sehr vielfältigen Geschäfts schwanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei uns stark.
Die Finanzaufwendungen sind um 12,3 % auf 30,7 Mio. EUR gestiegen. Durch die erheblichen Investitionsvolumina des Jahres 2008 – mit Ausläufern im Jahr 2009 – ist die Verschuldung des Konzerns ebenfalls deutlich angewachsen. Im Jahr 2009 ist zusätzlich wegen der Auswirkungen der Krise das Working Capital sehr deutlich angewachsen. Dies ist bei unserem Geschäft eine normale Entwicklung, wenn die Verkäufe sehr schnell deutlich zurückgehen. Die Produktion kann dann nicht gleich schnell wie die Verkäufe gedrosselt werden, da die bereits lange zuvor bestellten Bauteile nicht unverbaut bleiben können. Beide Effekte führten zu den höheren Zinsaufwendungen. In den kommenden Jahren wird sich eine gegensätzliche Entwicklung zeigen, da durch weniger Investitionen und durch rückläufiges Working Capital die Verschuldung schnell zurückgehen wird. Die Finanzerträge haben sich leicht reduziert. Das Beteiligungsergebnis liegt mit 3,5 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr.
Aus Zinssicherungsgeschäften über Derivate entstand ein Verlust in Höhe von 0,8 Mio. EUR. Die diesem Verlust zugrunde liegenden Zinssicherungsgeschäfte haben den Zweck, unser Unternehmen vor steigenden Zinsen in der Zukunft abzusichern. Aus diesem Grund sind wir bereit, bei niedrigeren Zinsen einen etwas höheren Zinssatz über die Sicherungsgeschäfte zu akzeptieren. Die Marktbewertung nach den Regeln der IFRS halten wir in diesem Zusammenhang für falsch. Bei steigenden Zinsen werden sich – ebenfalls fälschlicherweise – erhebliche Gewinne ergeben.
Der Ertragssteueraufwand hat sich von 26,7 % des Ergebnisses vor Steuern auf 29,4 % erhöht. Wegen der außerordentlich schlechten Wirtschaftslage in einigen Ländern erfolgten in den deutschen Gesellschaften Ausbuchungen, die steuerlich nicht ansetzbar waren. Zusätzliche Effekte, die zur höheren Steuerquote führten, waren zum einen die Entwicklung, dass in Ländern mit sehr niedriger Steuerbelastung die Gewinne deutlich zurückgegangen sind, zum anderen Rückgänge bei der Wirkung von in- und ausländischen Steuersätzen sowie Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Wir rechnen in der Zukunft bei der Steuerquote weiter mit Werten um 30 %.
Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern blieb im Berichtsjahr mit 3,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Hierfür war speziell die Ergebnissituation unserer Tochterfirma in Ägypten entscheidend. Dort wurde beim U-Bahn-Projekt in Kairo wieder ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet.
Die Ertragslage des Unternehmens hat sich in den großen operativen Segmenten deutlich reduziert. Im Bausegment ging das Segmentergebnis um 44,4 % (20,6 Mio. EUR) zurück und im Maschinensegment betrug der Rückgang 67,0 Mio. EUR (56,6 %). In unserem Zukunftssegment Resources konnte eine leichte Steigerung des Segmentergebnisses auf 6,0 Mio. EUR erreicht werden.
FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Bei einer Reduzierung der konsolidierten Leistung gemäß Gewinn- und Verlustrechnung um 15,6 % ist die Bilanzsumme des Konzerns um 13,8 % auf 1.185,2 Mio. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote sank leicht auf 33,9 % (Vorjahr: 35,8 %). Angesichts der gewaltigen Verwerfungen, die das Krisenjahr 2009 für das Unternehmen brachte, sind wir mit diesem Wert, der über unserer langfristigen Zielsetzung liegt, zufrieden. Wir haben das generelle Ziel, die Eigenkapitalquote nicht unter 30 % absinken zu lassen. Alle Investitionspläne und das Wachstum des Unternehmens werden darauf ausgerichtet. Diese starke Eigenkapitalsituation bedeutet auch eine gute Finanz- und Vermögenslage des Konzerns. Das Net Debt unseres Unternehmens hat sich um 46,0 % erhöht. Diese erhebliche Steigerung ist auf die Investitionen der letzten Jahre, auf Firmenkäufe und auf die krisenbedingten kurzfristigen Veränderungen unserer Bilanz zurückzuführen. Das Net Debt wird sich in den kommenden Jahren wieder reduzieren.
Die vielen Veränderungen im Jahr 2009 hatten auf die Struktur und auf die einzelnen Werte unserer Bilanz, speziell auf der Aktivseite, erhebliche Auswirkungen:
| • | Durch den immer noch sehr guten Gewinn konnte die Eigenkapitalbasis auf über 400 Mio. EUR ausgebaut werden. |
| • | Durch das auslaufende Investitionsprogramm der vergangenen Jahre und durch den Kauf der Beteiligungsmehrheiten an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien (hier Anlagenzugang 23,8 Mio. EUR) stieg das Sachanlagevermögen um 85,2 Mio. EUR (25,5 %) an. Auswirkungen hierauf hatten zudem Investitionen in einige Großgeräte bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, die zur Ausführung von Großaufträgen benötigt wurden. |
| • | Im Wesentlichen durch den massiven Einbruch im Maschinenvertrieb erhöhte sich das Vorratsvermögen um 41,9 Mio. EUR (12,9 %). Bei sinkenden Umsätzen sollten die Vorräte zur Aufrechterhaltung einer betrieblichen Balance ebenfalls nach unten gehen. Dies konnten wir im Jahr 2009 nicht erreichen. Da die Teile für unsere Maschinen in der Boomzeit der vergangenen Jahre mit einem Vorlauf von bis zu zwei Jahren bestellt werden mussten, entstand beim Rückgang der Bestellungen durch unsere Kunden im Geschäftsjahr der Effekt, dass wir über etliche Monate noch einen Teilezugang wie in der Boomphase hatten, die produzierten Maschinen aber nicht abfließen konnten. Die dadurch verursachte Welle in unserem Vorratsvermögen kann nur über einen Zeitraum abgebaut werden, der wahrscheinlich noch bis Ende 2010 währen wird. Erfreulich war, dass die Lagerbestände bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen etwa acht Monate nach massiven Bestellbeschränkungen ab etwa Juli 2009 bereits langsam wieder zurückgingen. Ein Teil der Erhöhung des Vorratsvermögens betrifft den Bau unserer Tiefbohranlagen, die für Geothermie-, Öl- und Gasbohrungen bis in Tiefen von etwa 4.000 Meter genutzt werden können. Zwei Typen dieser Anlagen konnten im Jahr 2009 nahezu komplett fertiggestellt werden. Der Verkauf erfolgt plangemäß erst im Jahr 2010, wenn alle erforderlichen Tests und Genehmigungsprozeduren abgeschlossen sind. Die außerordentliche Dimension dieser Geräte hatte eine Erhöhung des Vorratsvermögens um etwa 15 Mio. EUR zur Folge. |
| • | Auch bei den Forderungen sind geringfügige Wirkungen aus der Krise zu verzeichnen, da viele Kunden wegen der allgemeinen Situation auf den Weltmärkten etwas langsamer bezahlen als in normalen Zeiten. Auch die Reduzierung bei den Anzahlungen um 16,4 Mio. EUR wirkte sich hier deutlich auf eine Erhöhung der Forderungen aus. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten zusätzlich die halbfertige Leistung aus dem Bau einer riesigen Kläranlage für ölkontaminiertes Prozesswasser aus der Ölförderung im Oman in Höhe von 19,7 Mio. EUR. Über ein Joint Venture mit einem lokalen Partner sind wir im Rahmen eines über 20 Jahre laufenden Betreibervertrages auch für die Finanzierung dieses Projektes verantwortlich. Die resultierende Bilanzsummenverlängerung mussten wir für diesen lukrativen Auftrag in Kauf nehmen. Wir agieren bezüglich dieser Position, die sich im Folgejahr noch verdoppeln wird, ähnlich einer Bank als reiner Finanzierer. Die Risiken sind durch den Vertrag mit dem staatlichen Kunden als außerordentlich gering einzustufen. Die Finanzierung wird von der deutschen Entwicklungshilfebank DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH begleitet. |
| • | Die Finanzierung der Bilanzverlängerung musste im Wesentlichen durch Fremdmittel aufgebracht werden. Da im Laufe des Jahres 2010 die negativen Effekte – relativ automatisch – deutlich rückläufig sein werden, planen wir, im Jahr 2010 einen guten Abbau unserer Fremdfinanzierung verbuchen zu können. |
Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung stieg mit den beschriebenen Veränderungen auf 96,5 %.
In Bezug auf einzelne Bilanzpositionen ist noch auf folgende Veränderungen hinzuweisen:
AUF DER AKTIVSEITE:
| • | Bei den immateriellen Vermögenswerten ergab sich die Erhöhung im Wesentlichen durch das im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Produktions-Know-how der GWE Budafilter Kft. (0,4 Mio. EUR), sowie durch den Kauf der Firmen GF-Tec GmbH (0,4 Mio. EUR) und Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien (2,4 Mio. EUR) und durch Entwicklungsaufwendungen für neue Maschinenkonstruktionen – speziell für unsere neuen Tiefbohranlagen. |
| • | Die Investitionstätigkeit betraf im Wesentlichen die Fertigstellung der Werksneubauten und -erweiterungen in Edelshausen und in Aresing bei der BAUER Maschinen GmbH, in Nordhausen bei der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und in Conroe bei Houston, Texas. Mit Ausnahme der Maßnahme in Conroe sind alle Baumaßnahmen abgeschlossen. In Conroe ist noch eine Farbgebungshalle in Bau, die sich aus Genehmigungsgründen verzögert hatte. An einigen weiteren Standorten im Ausland wurden kleinere Investitionsmaßnahmen durchgeführt. Zusätzlich wurden für Großbaustellen der BAUER Spezialtiefbau Gruppe etliche große Baumaschinen angeschafft. Der Erwerb einer Beteiligung an der Site Group in Jordanien führte zu einem Zugang beim Anlagevermögen in Höhe von 23,8 Mio. EUR. In der Summe wuchs das Sachanlagevermögen auf 419,9 Mio. EUR an (Vorjahr: 334,6 Mio. EUR). |
| • | Der Anstieg der at-Equity-bewerteten Anteile resultiert speziell aus der guten Geschäftsentwicklung bei den Firmen Wöhr + Bauer GmbH und TERRABAUER S.L. in Spanien. Die BAUER Resources Canada Ltd. erbrachte einen negativen Beitrag von 0,7 Mio. EUR. |
| • | Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben stabil und die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 27,3 % reduziert. |
| • | Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit 37,1 Mio. EUR nahezu konstant geblieben. |
Bei der Beurteilung der Aktivseite der Bauer-Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft Bau und Resources) und einer Maschinenbau-Bilanz zusammensetzt.
Einzelne Positionen betreffen dabei nahezu nur den Baubereich und andere Positionen nur den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:
| • | Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten zu deutlich über zwei Drittel den Maschinenbau, die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind zu etwa drei Viertel dem Bau zuzuordnen. |
| • | Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu über drei Viertel durch das Maschinengeschäft gebunden. Die Bestände an Trägern und Spundwänden betreffen nur den Bau. |
| • | Fertige- und unfertige Erzeugnisse betreffen zu etwa 90 % den Maschinenbau. Hier ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus diesem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine sehr wesentliche Kapitalbindung dar. Krisenbedingt ist das Lager an fertigen Maschinen im Berichtsjahr sehr deutlich angestiegen. Wir gehen davon aus, dass die zu viel gefertigten Maschinen nun großteils im Jahr 2010 veräußert werden können. Für Wertverluste in den Lägern wurde ausreichend Vorsorge getroffen. |
| • | Wieder umgekehrt stellt sich die Verteilung bei den Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Lieferungen und Leistungen dar. Hier betrifft der weit überwiegende Teil die Bereiche Bau und Resources. Im Berichtsjahr wurde auch das Großprojekt im Oman unter diesen Positionen verbucht. Nach der Auslieferung von Geräten erhält der Maschinenbau relativ schnell den Zahlungseingang. Am Bau findet der Zahlungseingang systembedingt deutlich langsamer statt. |
Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann wenig Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.
AUF DER PASSIVSEITE:
| • | Im Bereich des Eigenkapitals sind keine wesentlichen Veränderungen zu berichten. Aus Zinssicherungen wurden hier -2,3 Mio. EUR verbucht und aus Währungsumrechnungen -2,1 Mio. EUR. |
| • | Die Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) um 12,4 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf der Beteiligung an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien, bei der die Altgesellschafter weiter mit 40 % beteiligt blieben. Deren Anteile wurden mit 10,2 Mio. EUR bewertet. Die weiteren Veränderungen (2,2 Mio. EUR) betreffen Ergebnisthesaurierungen bei bestehenden Beteiligungsgesellschaften, Währungsveränderungen innerhalb der Minderheiten sowie Veränderungen im Konsolidierungskreis. |
| • | Die Fremdfinanzierungsstruktur hat sich im Geschäftsjahr deutlich zu Gunsten der langfristigen Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verändert. Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 109,8 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr konnten zwei Schuldscheine über 60 Mio. EUR und 25 Mio. EUR platziert werden und es wurden etliche der Großinvestitionen auf langfristiger Basis finanziert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 17,8 Mio. EUR. |
| • | Da die Pensionswerke der Firmen BAUER Aktiengesellschaft, BAUER Spezialtiefbau GmbH und BAUER Maschinen GmbH seit etlichen Jahren geschlossen sind, ist der Anstieg der Pensionsrückstellungen auf ein für unsere Unternehmen verkraftbares Niveau gesunken. |
| • | Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen betreffen im Wesentlichen Bauprojekte, bei denen die Zahlungseingänge die erbrachte Leistung überstiegen. |
| • | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind deutlich stärker als die Leistung gefallen. Dies zeigt die sehr zeitnahe Bezahlung unserer Lieferanten. Wir nutzen soweit sinnvoll alle Skontierungsmöglichkeiten. |
| • | Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich wegen der Leistungsreduzierung leicht abgebaut, ebenso die Rückstellungen, die im wesentlichen unsere Leistungen betreffen. |
| • | Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien. |
| • | Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind leicht zurückgegangen. |
Alle anderen Bilanzpositionen veränderten sich unwesentlich, bzw. im Rahmen der geschäftlichen Entwicklung.
Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 120,8 Mio. EUR auf 50,3 Mio. EUR vermindert. Folgende Veränderungen trugen im Wesentlichen hierzu bei:
| • | Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind in Höhe von 24,7 Mio. EUR angestiegen. Hintergründe hierfür waren im Wesentlichen die Erstkonsolidierung der BAUER Foundation Corp. (4,1 Mio. EUR), der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. (2,8 Mio. EUR) und vor allem der BAUER Nimr LLC (19,7 Mio. EUR). Dem steht ein Rückgang bei der BAUER Vietnam Ltd. von 3,4 Mio. EUR sowie sonstige kleinere Zuwächse bei den übrigen Gesellschaften von 1,5 Mio. EUR gegenüber. |
| • | Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich bei den Vorräten ein Rückgang von 60,3 Mio. EUR. Darüber hinaus hat die erhöhte Mittelbindung im Bereich der Vorräte zur Verminderung der Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit geführt. |
| • | Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich bereinigt um Wertberichtigungen um 16,7 Mio. EUR vermindert. Bedingt durch schnelleren Zahlungseingang nach Auslieferung von Maschinen wurden speziell bei der BAUER Maschinen GmbH die Forderungen um 10,7 Mio. EUR abgebaut. |
| • | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen könnten um 31,4 Mio. EUR reduziert werden. Hintergrund hierfür war die ausnahmslos zeitnahe Bezahlung unserer Lieferanten. |
| • | Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten sind bereinigt um Abgrenzungen um 5,3 Mio. EUR angestiegen, was im Wesentlichen auf die Bilanzierung der Marktwerte der Zinsswaps zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Abbau um 37,1 Mio. EUR. |
| • | Für Ertragsteuern wurden im Geschäftsjahr 2009 um 17,2 Mio. EUR weniger aufgewendet als im Vorjahr. Gründe hierfür waren neben den Auswirkungen der Finanzmarktkrise unter anderem gute Gewinne bei Gesellschaften in Ländern mit niedriger Steuerquote. |
| • | Die Investitionstätigkeit hat trotz des Rückganges im operativen Geschäft gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. EUR zugenommen. Die Investitionen erstreckten sich in 2009 sowohl auf Unternehmenskäufe in Höhe von 15,7 Mio. EUR incl. erworbener Nettozahlungsmittel (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) als auch auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 128,3 Mio. EUR (Vorjahr: 140,3 Mio. EUR). |
| • | Vor allem bedingt durch den höheren Vorratsbestand erhöhten sich die für Finanzierungstätigkeiten eingesetzten Nettozahlungsmittel gegenüber dem Vorjahr um 69,8 Mio. EUR, die im Wesentlichen auf der Erhöhung der Auszahlungen der Darlehen und Bankverbindlichkeiten in Höhe von 74,2 Mio. EUR sowie der Veränderung der gezahlten Zinsen in Höhe von 7,7 Mio. EUR beruhen. |
IV. AUFTRAGSLAGE, INVESTITIONEN, FORSCHUNG, MITARBEITER UND UMWELT
AUFTRAGSENTWICKLUNG
Die Unternehmensgruppe hatte Ende des Jahres einen Auftragsbestand in Höhe von 508,9 Mio. EUR und lag damit um 24,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Nachdem im ersten Halbjahr unsere Auftragsbestände sehr deutlich zurückgingen, war das Niveau im zweiten Halbjahr nahezu stabil. Der Rückgang ist auf die derzeitige internationale Konjunkturkrise zurückzuführen. Der Auftragsbestand entspricht etwa dem Leistungsniveau des Konzerns im Jahr 2009.
Im Bausegment beträgt der Rückgang gegenüber 2008 40,9 Mio. EUR (-11,5 %). Dabei war der Auftragsbestand im Bereich Spezialtiefbau sowohl im Inland als auch im Ausland annähernd konstant. Die großen Projekte des Jahres 2008 waren Anfang 2009 bereits nahezu komplett abgearbeitet, so dass sich in der Auftragsbestandsentwicklung hier keine Auswirkungen aus diesem Basiseffekt mehr zeigten. Zum Ende des Jahres 2009 konnten in Abu Dhabi und in Katar einige größere Objekte hereingenommen werden. Dies hatte einen guten Einfluss auf die Stabilisierung der Auftragszahlen. Der Rückgang des Auftragsbestandes resultiert nahezu ausschließlich aus der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH. Hier wirkte sich speziell die Stornierung eines Auftrages in Bremen aus, an dem auch im Jahr 2009 nicht gearbeitet wurde. Außerdem sind einige Langzeitprojekte im Jahr 2009 zu Ende gegangen. Da bei der Schachtbau eine große Zahl potentieller Projekte vorhanden ist, ist der dortige Rückgang des Auftragsbestands mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Problem für die Entwicklung des Jahres 2010. Der Auftragsbestand der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH ist von 6,9 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR angewachsen.
Am deutlichsten schlägt der Auftragsrückgang im Maschinenbau zu Buche. Der Auftragsbestand ist hier von 236,7 Mio. EUR auf 105,5 Mio. EUR um 55,4 % gesunken. Die Gründe für diese Entwicklung liegen ausschließlich in der internationalen Krise. Unser Maschinenbau ist im Investitionsgüterbereich tätig und beliefert mit der Bauwirtschaft einen Primärmarkt. Gehen die Volumina in Primärmärkten zurück, so reagieren die Sekundärmärkte mit einem deutlichen negativen Hebelarm auf diese Rückgänge. Dieser Effekt ist an den Auftragsbeständen unseres Maschinenbaus abzulesen. Zum Rückgang hat aber noch ein zweiter sehr wesentlicher Effekt beigetragen. In der Boomzeit der vergangenen Jahre waren unser Maschinenbau und auch unsere Konkurrenten nicht in der Lage die Bedürfnisse der Kunden zeitgerecht zu befriedigen. Dies führte zu ungewöhnlich hohen Lieferzeiten von etwa sechs Monaten. Mit dem Rückgang der Konjunktur stellen sich nun wieder normale Lieferzeiten ein. Im Baumaschinengeschäft für Spezialgeräte ist es üblich, dass Kunden Geräte erst kaufen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben. In den Jahren vor der Boomphase war es immer normal, dass die Auftragsbestände nur zwei Monate betrugen. Insofern kann bei der Entwicklung auch von einer Normalisierung gesprochen werden. Auch wenn wir die hohen Lieferzeiten der vergangenen Jahre lieber hätten, so sind wir auf der anderen Seite auch froh darüber, dass wir mit den niedrigeren Lieferzeiten nun die Bedürfnisse unserer Kunden besser befriedigen können.
AUFTRAGSBESTAND/AUFTRAGSEINGANG NACH SEGMENT
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Bestand | Eingang | Bestand | Eingang | Reichweite Bestand bezogen auf Gesamtkonzernleistung 2009 in Monaten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bau | 355.003 | 670.777 | 314.098 | 546.184 | 6,4 |
| Maschinen | 236.667 | 806.389 | 105.458 | 473.284 | 2,1 |
| Resources | 79.925 | 192.455 | 89.391 | 173.233 | 6,6 |
| interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | 0 | -88.877 | 0 | -77.017 | ― |
| Summe | 671.595 | 1.580.744 | 508.947 | 1.115.684 | 4,8 |
Im Segment Resources ist der Auftragsbestand von 80,0 Mio. EUR auf 89,4 Mio. EUR angewachsen. Einen wesentlichen Teil dieses Auftragsbestands stellt ein Großauftrag im Oman dar. Hier haben wir die komplette Lieferung und den Betrieb einer großdimensionierten Wasseraufbereitungsanlage für Prozesswasser aus der Ölförderung in Auftrag. Die Errichtung der Anlage ist im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit einer lokalen Firma bereits zur Hälfte erfolgt. In den Jahren ab 2011 werden wir die Anlage über einen Zeitraum von 20 Jahren betreiben. Wir haben den Auftragsbestand für dieses lang laufende Projekt so eingestellt, dass jeweils die erwartete Leistung der kommenden fünf Jahre ausgewiesen wird. In den weiteren Geschäften der Bereiche Materials und Environment entsprechen die Auftragsbestände unseren Erwartungen. Die Auftragschancen im Bereich Exploration and Mining Services sind in den vergangenen Monaten deutlich angewachsen, so dass wir hier im kommenden Jahr eine besonders positive Entwicklung sehen. Insgesamt hat das Segment Resources für die geplante Leistungssteigerung im Geschäftsjahr 2010 eine gute Ausgangsbasis.
Für den Gesamtkonzern entsprechen die Auftragsbestände unserer Prognose für eine stabile Weiterentwicklung.
INVESTITIONEN
Nachdem das Jahr 2008 für den Konzern das Jahr des größten Investitionsprogramms in der Firmengeschichte markierte, wurden im Jahr 2009 die Projekte im Wesentlichen zu Ende gebracht. Das Investitionsprogramm ist damit abgeschlossen. Dies ist für uns in der Krisenzeit ein gewaltiger Vorteil, da sich nun alle Teile unseres Konzerns voll auf die laufende Arbeit konzentrieren können. Die Voraussetzungen für die Produktion sind in bester Weise gegeben und stellen keine weitere Arbeitsbelastung für unsere Mitarbeiter dar.
Die größte Bauinvestition des Jahres 2009 betrifft den Neubau unseres Werkes in Conroe in der Nähe von Houston, Texas, in den USA. Nachdem diese Investition zu Beginn der Krise bereits in der Bauphase war, haben wir uns entschieden, das Projekt fertigzustellen. Die Einweihung des fast fertigen Werkes fand im dritten Quartal 2009 statt. Zum Jahreswechsel war hier noch die Farbgebungshalle im Bau, die sich wegen der komplizierten Genehmigungsverfahren in den USA im Bau verzögert hatte. Die Anlage wird nun wegen der Wirtschaftskrise nicht sofort voll genutzt. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass sich die Möglichkeiten dieser Produktion bereits in wenigen Jahren für den Konzern auszahlen werden. In einem international tätigen Konzern ist es wegen der Währungsrisiken dringend notwendig, im Dollar-Raum zu fertigen, um mögliche Währungsschwankungen ausgleichen zu können. Für die Startzeit des neuen Werkes ist ein etwas langsamerer Produktionsanlauf sogar von Vorteil. Da die Ausbildungsqualität der amerikanischen Arbeitskräfte nicht wie in Deutschland gegeben ist, müssen dort in der Anlaufzeit eines Werkes erhebliche Schulungsmaßnahmen stattfinden. Die Lernkurve ist deshalb sehr viel länger als in Deutschland. Durch den nun etwas langsameren Anlauf des Werkes können wir mit Sicherheit etliche kostspielige Fehler vermeiden. Im Werk sind derzeit bereits etwa 45 Mitarbeiter tätig. Die Produktion entspricht unseren Erwartungen.
Bei der BAUER Aktiengesellschaft betrug der Sachanlagenzugang im Geschäftsjahr 2009 1,2 Mio. EUR. Dem stehen Abschreibungen von 1,3 Mio. EUR gegenüber.
Neben den Unternehmenskäufen (speziell Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co.) in Höhe von 15,7 Mio. EUR investierte der BAUER Konzern im Geschäftsjahr 2009 136,8 Mio. EUR (Vorjahr: 140,6 Mio. EUR) in Sachanlagen. Die Abschreibungen inkl. AfA auf Umlaufvermögen beliefen sich im Konzern auf 75,6 Mio. EUR (Vorjahr: 60,9 Mio. EUR).
Neben der Fertigstellung der Gebäudeinvestitionen aus dem Investitionsprogramm der Vorjahre und dem Bau des Werkes in Conroe wurden auch für den Baubetrieb erhebliche Investitionen in neue Maschinen und Geräte getätigt. Im zweiten Halbjahr wurde auch das Investitionsprogramm für den Baubetrieb stark zurückgenommen, um die Investitionstätigkeit des Konzerns der Krise anzupassen. Wir beabsichtigen hier jedoch in den kommenden Jahren eine weiter vorsichtige Investitionsstrategie, um die Modernität unserer Geräteflotte in der Krise nicht zu vernachlässigen.
Die laufenden Investitionen wurden überwiegend aus Zahlungsflüssen aus dem betrieblichen Bereich finanziert, im Übrigen durch Zahlungsflüsse aus dem Finanzbereich.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Alle Unternehmen der BAUER Gruppe wandten erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen auf. Schwerpunkte lagen auf den Großdrehbohrgeräten, der Bohrwerkzeugtechnologie, Maschinen für Kleinbohrungen im Bereich Verankerung und Hochdrucktechnologie, der Schlitzwandtechnologie sowie in der Messtechnik für die Qualitätssicherung am Bau. Für Bohrungen zur Erschließung von Geothermie in Tiefen von mehreren tausend Metern und für Bohrungen zur Förderung von Erdöl und Erdgas wurden zwei Gerätetypen mit Hakenlasten bis zu 300 Tonnen entwickelt, gebaut und ausführlich getestet. Für diese neuen Tiefbohranlagen wurden auch die wichtigsten Zusatzeinrichtungen wie Entsandungsanlagen und Pumpen konstruiert und hergestellt. Bei großen Kundenveranstaltungen wurden die Maschinen dem interessierten Fachpublikum vorgestellt, so dass wir nach der Vertriebsfreigabe zu Beginn des Jahres 2010 mit Verkäufen rechnen können. Für das Jahr 2010 wurden Konstruktionsvorbereitungen für weitere Tiefbohrgeräte getroffen. Ziel ist der Bau von Workover-Anlagen und von Brunnenbohrgeräten der 75 bis 120 Tonnen-Klasse.
Da im Frühjahr des Jahres 2010 wieder die Bauma in München stattfindet, die weltgrößte Baumaschinenmesse, wurden mit erheblichen Anstrengungen die neuen Geräte für diese Messe konstruiert. Als wichtigste Neuerungen werden wir mit der BG 50 ein Pfahlbohrgerät der obersten Gewichtsklasse zeigen und erstmals werden wir auch eine Fräse ausstellen, die auf unserem eigenen Kran bis auf eine Tiefe von 150 m arbeiten kann.
Im Maschinenbau wenden wir gut 4,2 % (inkl. innerbetrieblichem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für die Entwicklung der Maschinen und für Forschung auf. Hierfür sind etwa 180 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Studenten. Wir haben uns entschieden die Mitarbeiterzahl und die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wegen der Krise nicht abzusenken, um unsere Chancen in der Zukunft nicht zu gefährden. Wir wissen, dass dies im Widerspruch zu den wenig hilfreichen Empfehlungen mancher unserer Analysten steht.
Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 1,0 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Weitere erhebliche Mittel werden hier zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen aufgewendet. Profitable Bauaufträge werden sehr häufig über Sondervorschläge am Markt gewonnen. Die Erarbeitung derartiger Sondervorschläge ist Entwicklungsarbeit und bildet einen Wettbewerbsvorteil auch für zukünftige Projekte. Die hier aufgewendeten Kosten können von der allgemeinen Bauleistung nicht getrennt erfasst werden.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung finden ihren Niederschlag in etwa 250 derzeit gültigen Patentfamilien, die weltweit durch nahezu 1.050 Anmeldungen, Patente und Gebrauchsmuster geschützt sind.
MITARBEITER
Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 8.872 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 8.674). Aus nachfolgender Tabelle ist ersichtlich, wie sich diese auf die wesentlichen Tochterfirmen der BAUER AG (BAG), BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST), BAUER Maschinen GmbH (BMA), BAUER Resources GmbH (BRE), SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH (SBN) und deren verbundene Unternehmen sowie SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH (SPESA) – verteilen.
Da sich die Mitarbeiterzahl in einem Jahr erhöhte, in dem sich die Leistung des Unternehmens verringerte, bedarf dies einer detaillierten Erläuterung.
Die erheblichen Veränderungen und Verschiebungen im Konzern im Jahr 2009 führten dazu, dass sich die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich der Jahre 2009 und 2008 nur sehr schwierig beurteilen lässt. Die folgenden wesentlichen Einflüsse müssen dabei betrachtet werden.
MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER DER BAUER GRUPPE
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| 2008 | 2009 | |
|---|---|---|
| BST – Gruppe | ||
| Inland | 685 | 718 |
| (darin Auszubildende) | (33) | (33) |
| Ausland | 4.012 | 3.654 |
| BMA - Gruppe | ||
| Inland | 1.407 | 1.621 |
| (darin Auszubildende) | (80) | (98) |
| Ausland | 709 | 719 |
| BRE - Gruppe | ||
| Inland | 519 | 493 |
| (darin Auszubildende) | (12) | (13) |
| Ausland | 137 | 393 |
| SBN - Gruppe | ||
| Inland | 839 | 874 |
| (darin Auszubildende) | (57) | (73) |
| Ausland | 20 | 23 |
| SPESA | ||
| nur Inland | 129 | 132 |
| BAUER AG | ||
| nur Inland | 202 | 224 |
| (darin Auszubildende) | (23) | (27) |
| Sonstige | ||
| nur Ausland | 15 | 21 |
| Summe Konzern | 8.674 | 8.872 |
| Inland | 3.576 | 3.818 |
| Inland Auszubildende | 205 | 244 |
| Ausland | 4.893 | 4.810 |
Im Jahr 2009 kamen in unterschiedlichen Gesellschaften und Niederlassungen 431 zusätzliche Mitarbeiter zum Konzern:
| • | Bei der BAUER Spezialtiefbau Gruppe: 109 in Angola und 68 in Algerien. |
| • | Bei der BAUER Maschinen Gruppe: 12 bei der Neuerwerbung der Firma Hausherr System Bohrtechnik GmbH, neun bei der Neugründung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH und neun bei der Neuerwerbung der Firma ABS Trenchless GmbH. |
| • | Bei der BAUER Resources Gruppe: 184 bei der Neuerwerbung der Site Group in Jordanien, 19 bei der Neuerwerbung der GWE Budafilter Kft. und 21 beim Großprojekt im Oman. |
Auf die Firmen und Bereiche mit den zusätzlichen Mitarbeitern entfielen rund 50 Mio. EUR Leistung.
Löst man die neuen Bereiche aus den Zahlen des Gesamtkonzerns heraus, so vergleicht sich ein Leistungsrückgang von etwa 19,6 % mit einem Mitarbeiterrückgang von 2,7 %. Berücksichtigt man zusätzlich den Abbau von etwa 300 Leiharbeitskräften, dann beträgt der Abbau der Mitarbeiter etwa 6,2 %. Theoretisch liegt der Mitarbeiterrückgang somit etwa 13,4 % hinter dem Leistungsrückgang zurück. Folgende weitere Effekte müssen aber berücksichtigt werden:
| • | Im Maschinenbau wurde in den vergangenen Jahren sehr intensiv mit Überstunden gearbeitet, ebenfalls erfolgten Verschiebungen im Urlaub in deutlicher Größenordnung. In der derzeitigen Produktion werden Überstunden nur noch in sehr geringer Menge zugelassen und der Urlaub wurde erheblich abgebaut. Diese Veränderung erklärt etwa 2 bis 3 Prozentpunkte der Differenz von 13,4 %. |
| • | Im Maschinenbau ergeben sich zwei weitere Effekte für den Einsatz der Mitarbeiter. Mit der Krise haben wir viele Arbeiten, die ansonsten bei Lieferanten stattfanden, in unsere eigenen Werkstätten zurückgeholt. Außerdem hilft der Markt, die Mitarbeiter relativ besser beschäftigen zu können. Da am Markt die kleineren Maschinen deutlich weniger nachgefragt werden und dagegen die großen Geräte nur einen kleinen Rückgang haben, stützt die Fertigung der deutlich arbeitsintensiveren Großgeräte die Beschäftigung für unsere Mitarbeiter. Wie viele Prozentpunkte der Differenz dies erklärt, kann schwer abgeschätzt werden. |
| • | Die Vorjahreszahlen sind mit den Zahlen des Jahres 2009 wegen der Durchschnittsermittlung wenig vergleichbar. Wegen des enormen Zuwachses im Jahr 2008 wurden damals über das ganze Jahr hinweg Mitarbeiter in beträchtlichem Maße eingestellt. Der Mitarbeiterzuwachs betrug im Vorjahr 1.691. Da die Zahlen der Mitarbeiter in der Bilanz als Durchschnittswert ausgewiesen werden, erscheint die Vorjahreszahl (Durchschnittswert) gegenüber der Realität viel zu niedrig. Im Jahr 2009 war dagegen die Mitarbeiterzahl leicht rückläufig. Aus diesem Grund erscheint der Durchschnittswert entsprechend zu hoch. Diese Problematik der Darstellung erklärt eine Differenz in der Größenordnung von rund acht Prozentpunkten zu der Differenz von 13,4 %. |
| • | Ein weiterer Effekt ergibt sich aus der Kurzarbeit. In Deutschland ist es wegen der Krise für einen Zeitraum von zwei Jahren möglich, in sehr freier Weise Kurzarbeit in den Unternehmen zu fahren. Dies ermöglicht es auch uns, unser Stammpersonal durch die Krise zu beschäftigen und damit nicht vor der Notwendigkeit zu stehen, ausgezeichnet ausgebildetes Personal, das später wieder dringend benötigt wird, abbauen zu müssen. Wir nutzen diese Möglichkeiten und haben festgelegt, dass wir nur sehr selektiv Personal reduzieren werden. Die Nutzung der Kurzarbeit beschränkt sich dabei im Wesentlichen auf das Segment Maschinen. Auch hier mussten wir bis heute nur wenige Prozent Kurzarbeit verwenden. |
| • | Eine Personalreduzierung im Bereich Forschung und Entwicklung beabsichtigen wir nicht, da wir in diesem Bereich die wichtigste Basis für die Zukunft unserer Geschäfte sehen. Gleiches gilt für die Vertriebsabteilungen des Maschinenbaus. |
| • | In den ausländischen Tochterfirmen der BAUER Spezialtiefbau GmbH befindet sich eine größere Zahl an Mitarbeitern in unbezahlter Freistellung, beziehungsweise diese Mitarbeiter erhalten für ihre Bereitschaft für zukünftige Projekte zur Verfügung zu stehen nur eine kleine monatliche Abgeltung. Auch dieser Effekt auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter ist nur schwer abschätzbar. |

Es ist klar, dass die BAUER Gruppe weitere Mitarbeiter reduzieren muss, falls es in den kommenden Monaten nicht gelingt, wieder eine etwas bessere Auslastung zu erreichen. Die Dimension einer Personalanpassung wäre jedoch relativ gering, da es, wie gezeigt wurde, bereits gelang durch Strukturveränderungen die effektiv verfügbare Arbeit deutlich zu reduzieren. Die Notwendigkeit betriebsbedingter Kündigungen sehen wir auf jeden Fall nicht. Im Maschinenbau sind wir zuversichtlich, dass es gelingen wird, neue Produkte in der Tiefbohrtechnik zu verkaufen. Da diese Produkte sehr arbeitsintensiv sind, werden wir damit wieder eine deutlich bessere Auslastung erreichen können. Die Möglichkeiten der Kurzarbeit können bei uns noch bis etwa Mitte 2011 genutzt werden.
Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist eines der grundlegenden Ziele der Unternehmensstrategie. Daher wurde zu Beginn des Jahres 2009 die BAUER Training Center GmbH (BTC) gegründet. Diese bildet seitdem das Kompetenzzentrum in der Schulung sowohl eigener Mitarbeiter als auch Partner und Kunden des Unternehmens. Neben 2.800 Seminarteilnehmern aus dem eigenen Unternehmen besuchten im vergangenen Jahr über 300 Mitarbeiter von Kunden die Schulungen des BTC.
Die Qualität der Bildungsmaßnahmen spielt dabei eine wichtige Rolle. Neben der DQS-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 ist die BAUER Training Center GmbH von der Bundesagentur für Arbeit anerkannter Partner für die Förderung beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen (gemäß der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung, AZWV). Dies ermöglicht es Mitarbeitern externer Unternehmen bei uns Schulungen zur Qualifizierung für den allgemeinen Arbeitsmarkt aus allen Fachbereichen, auch im Rahmen der Kurzarbeit, zu besuchen.
Als international tätiger Konzern ist die Förderung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen unserer Mitarbeiter besonders wichtig. Neben englischsprachigen Schulungsreihen, neuen Sprachkursen für Russisch und Chinesisch, wurden auch die E-Learning Angebote mit weiteren Sprachen ausgebaut. Viele Verbesserungen sind dabei auf die Feedbacks der Teilnehmer zurückzuführen.
Das Auslandsprogramm Be-Mobil, welches unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, bei einer Auslandstochter Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln, wurde im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben. In Gesprächen, Coachings und Seminaren werden die Teilnehmer nun gezielter auf den Einsatz und die jeweiligen landesspezifischen Gepflogenheiten vorbereitet. Gleichzeitig wird der aufnehmenden Tochtergesellschaft durch das fachliche Wissen und Können des Mitarbeiters ein Mehrwert geboten.
Wir unterstützen unsere Belegschaft aber nicht nur bei einem Auslandseinsatz, sondern auch bei der beruflichen Weiterbildung. Gezielt fördern wir unsere Mitarbeiter, die berufsbegleitend den Bachelor- oder Masterabschluss anstreben – aktuell sind dies 12 Kollegen in Deutschland – durch zum Beispiel flexible Arbeitszeitregelungen.
Für die Zukunft wollen wir unseren Gerätefahrern – sowie denen unserer Kunden – die Möglichkeit geben, bei uns im Hause den Gerätefahrerführerschein für unsere Bohrgeräte zu erwerben. Dazu bilden wir seit Ende 2009 eigens Trainer aus, die in einem weltweiten Netzwerk regionaler Trainingsstandorte, gezielt die Schulungen vor Ort übernehmen werden. Neben sicherheitsrelevanten Themen werden Kenntnisse zur Gerätetechnik und zu diversen Bohrverfahren, sowie die Bedienung der Maschine vermittelt. In unserem Werk Aresing, nahe Schrobenhausen, steht uns für das praktische Training zusätzlich ein eigener Trainingsparcours zur Verfügung, auf dem neben Fahrübungen auch Kipptests durchgeführt werden können. Zudem setzen wir uns mit Nachdruck dafür ein, dass der Führerschein in Deutschland standardisiert und international anerkannt wird.
UMWELT UND QUALITÄT
Die Unternehmen der BAUER Gruppe sind sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Daher ist es für uns selbstverständlich daran zu arbeiten, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. Im Jahr 2009 haben wir das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte abgeschlossen, über das wir bereits im Geschäftsbericht 2008 berichtet haben. Eine effiziente und ressourcenschonende Produktion spielte bei den Planungen eine wichtige Rolle.
Am Firmensitz in Schrobenhausen und am Produktionsstandort Aresing erzeugten die Wärmepumpen der Geothermie-Anlagen 2009 zusammen über 710 MWh CO2-freie Energie. Am Werkstandort Edelshausen produzierte die Photovoltaik-Anlage im vergangenen Jahr etwa 200.000 kWh Strom. Eine Grauwasseranlage bereitet täglich bis zu 5 m3 zur Wiederverwendung für den Sanitärbereich auf. Durch die Verwendung umweltfreundlicherer Lacke in der neuen Logistik- und Lackierhalle im Werk Aresing ließen sich 2009 nahezu 5.700 Liter an Lösemittel einsparen.
Auch im Jahr 2009 wurde das Umweltmanagementsystem der BAUER Gruppe erneut erfolgreich nach EMAS-Standard revalidiert. Detailliertere Informationen und Daten sind sowohl in der Umwelterklärung 2009, als auch im Nachhaltigkeitsbericht nachzulesen. Letzterer wird in Zukunft regelmäßig erscheinen.
Mit dem neuen Geschäftsfeld Resources haben wir unsere Aktivitäten gezielt auf die Themen der Zukunft, wie Umwelt, Wasser und Geothermie ausgerichtet. Während Dienstleistungen, wie die Aufbereitung von kontaminierten Böden, Grund- und Abwässern schon länger zum Portfolio gehören, wurde mit Übernahme der FORALITH Holding AG, Schweiz, und der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Jordanien, gezielt in die Bereiche Wasser und Geothermie investiert. Diese Strategie soll in den nächsten Jahren weiter vorangetrieben werden.
Im Oman baut die Resources-Tochter BAUER Nimr LLC aktuell eine Schilfrohrkläranlage, die im Jahre 2011 ihren Betrieb aufnehmen wird. Mit einem natürlichen Verfahren werden dann täglich mindestens 45.000 m3 ölverschmutzte Prozessabwässer biologisch gereinigt und am Ende in einer Saline verdunstet.
Das Qualitätsmanagement am Konzernstandort wurde auch im Jahr 2009 erfolgreich nach ISO 9001 rezertifiziert. Eine Verbesserung im Qualitätsmanagement ist die automatisierte Meldung an die Mitarbeiter bei Neuerungen oder Änderungen im Bauer-Unternehmenshandbuch. Dieses ist die zentrale elektronische Sammlung von Anweisungen und Verfahren. Somit ist sichergestellt, dass alle Beschäftigten über Aktualisierungen informiert werden.
V. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
VI. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind.
Oberstes Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, unser unternehmerisches Handeln systematisch im Rahmen eines umfassenden Risikobewusstseins zu fördern und zu unterstützen. Es soll unseren Entscheidern aller Ebenen einheitliche Methoden zur Behandlung von Risiken zur Verfügung stellen. Der verantwortliche Umgang mit unseren Risiken soll ja letztlich zu einer Steigerung des Unternehmenswertes beitragen. Über unseren gesamten Wertschöpfungsprozess werden die vorhandenen und zu erwartenden Risiken qualifiziert beurteilt und unter Renditegesichtspunkten systematisch behandelt. Beispielsweise führt unser Risikomanagement bei unseren Bauprojekten zu einer differenzierten Beurteilung der spezifischen Risikosituation jedes einzelnen Bauprojektes anstelle von pauschalen relativen Risikosätzen innerhalb einer Zuschlagskalkulation. Die einzelne Risikoposition findet direkt Eingang in die entsprechende Projektbudgetkalkulation.
Dabei unterscheiden wir nach Kernrisiken, welche wir selber tragen und Randrisiken welche wir versichern bzw. auf andere abwälzen. Kernrisiken sind insbesondere strategische Risiken, die Risiken der Leistungserstellung – sei es auf der Baustelle oder in unseren Fertigungsstätten – sowie Markt- und Akquisitionsrisiken. Unseren strategischen Risiken begegnen wir insbesondere dadurch, dass wir in drei konjunkturell voneinander relativ unabhängigen Geschäftssegmenten tätig sind. Gerade in dieser Zeit der weltweiten Finanzmarktkrise, in der sich die Marktrisiken bei unserem Maschinenbau deutlich realisieren, geben uns hier die Segmente Bau und insbesondere Resources Stabilität und Wachstumspotenzial für den Gesamtkonzern.
Da die Geschäfte in den Segmenten Bau und Maschinen sowie dem Segment Resources unterschiedlicher Natur sind, ergeben sich folglich auch Unterschiede in der Bewertung und Konsequenz der Behandlung der jeweiligen Einzelrisiken. Alle gravierenden Einzelrisiken werden auf Konzernebene in der Holdinggesellschaft BAUER AG gesammelt und aggregiert, im Vorstand zentral behandelt sowie an den Aufsichtsrat berichtet. Wir begegnen unseren Risiken mit einem umfassenden Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist und damit in unseren konzernweiten Planungs- und Controlling-prozessen eingebettet ist. Unser Risikomanagement zielt darauf, die wesentlichen strategischen und operativen Risiken, denen unser Konzern ausgesetzt ist, frühzeitig zu erkennen, zu bewerten sowie mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.
Darüber hinaus werden die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Wir begreifen das Risikomanagement als integralen Bestandteil unseres Managementsystems. Prozesse, die gesetzlich vorgegeben, zentral vom Vorstand bzw. von den Geschäftsführern unserer Einzelfirmen bestimmt oder als genehmigungspflichtig ausgewiesen sind, sind in unserem Unternehmenshandbuch verbindlich dokumentiert und stehen unseren Mitarbeitern über das Intranet ständig in aktueller Form zur Verfügung. Wir haben Führungskräfte zu Risikobeauftragten benannt, deren Aufgabe es ist, unser Risikomanagementsystem inhaltlich auszubauen und es gemeinsam mit den Geschäftsführungen der jeweiligen Einzelfirmen in der Organisation als „Risikokultur“ für alle erfassbar zu machen. Sie unterstützen aus diesem Blickwinkel damit auch die Einhaltung der Prozesse sowie die Funktionalität des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus ist unser Risikofrüherkennungssystem im Hinblick auf die vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG zu treffenden Maßnahmen regelmäßig Gegenstand der Prüfung unserer Wirtschaftsprüfer. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen.
Je nach Art bewerten wir unsere Risiken mit der Quantifizierung von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit, bzw. durch eine Planungsabweichungsanalyse, welche Vergangenheitswerte in die aktuelle Planung extrapoliert oder durch einzelne Simulationen von möglichen Szenarien. Sowohl auf Teilkonzernebene in unseren Segmenten als letztlich auch auf Ebene des Gesamtkonzerns werden unsere Risiken mit einem speziellen Verfahren, der sogenannten „Monte-Carlo Simulation“, aggregiert bewertet und in Bezug zu unserem erwarteten/geplanten Unternehmensergebnis gesetzt. Zur Verwaltung unseres Risikoinventars und zur Aggregation verwenden wir eine speziell für diese Belange ausgestaltete Software, welche auch von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften akzeptiert ist.

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN
• GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Das wesentliche Risiko, dem die Weltwirtschaft und damit auch der BAUER Konzern aktuell ausgesetzt sind, ist die Finanzmarktkrise. Sie wird laufend in allen unseren Managementgremien behandelt.
Zum einen ist der BAUER Konzern mit seinen über 130 Einzelunternehmen in allen Teilen der Welt und mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources sehr stabil aufgestellt, um Umsatzrisiken in einzelnen Ländern und Geschäften bestens entgegenzuwirken. Zum anderen ist der Konzern mit seiner hervorragenden Eigenkapitalquote immer noch bestens gerüstet für etwaige zusätzliche Auswirkungen der Finanzmarktkrise.
Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich schon seit Jahresbeginn mit Hochrechnungen für das Gesamtjahr. Dabei werden unterschiedliche Modelle durchgespielt, in denen etwaige Risiken sichtbar gemacht und Auswirkungen auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern simuliert werden; in Konsequenz werden die relevanten Gegensteuerungserfordernisse definiert und detailliert. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage des Konzerns informiert. Zur weiteren Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit hat der BAUER Konzern sein 2006 begonnenes Investitionsprogramm im Jahr 2009 konsequent abgeschlossen.
Insgesamt folgen unsere drei Geschäftssegmente unterschiedlichen, mitunter voneinander unabhängigen Konjunkturzyklen. Unsere Strategie, das Geschäft in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das Gesamtrisiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Bausegment in der Lage, die Kapazitäten im Fall eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. In unserem neu formierten Segment Resources arbeiten wir intensiv an der weiteren Internationalisierung des Geschäfts unter Nutzung der operativen Einheiten der beiden anderen Segmente.
In unserem Heimatmarkt Deutschland begegnen wir der Krise durch Kapazitätsanpassungen, Maßnahmen zur Effizienz- und Effektivitätssteigerung von Prozessen und Strukturen sowie durch die Einführung unseres Auftragsrisikomanagementsystems. Vor allem Letzteres stellt sicher, dass wir unsere Projekte mit angemessenem Gewinn kalkulieren, hereinnehmen und ausführen. Im Ergebnis werden somit die Projektrisiken so weit wie möglich umgangen bzw. beherrscht.
Für die Unternehmen der BAUER Gruppe sind im Zusammenhang mit ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bisweilen juristische Klärungen unumgänglich. Diese betreffen überwiegend den Baubereich, in dem Auseinandersetzungen über Schadensersatzfragen nicht zu vermeiden sind. Für eventuelle Prozessrisiken wird durch eine entsprechende Bewertung von Forderungen und durch die Bildung von angemessenen Rückstellungen ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen.
• POLITISCHE RISIKEN
Alle organisatorischen und technischen Maßnahmen, die der BAUER Konzern ergriffen hat, um eine Verletzung von Embargo-Bestimmungen (wie zum Beispiel der USA und Europa), die aus politischen Gründen oder aus Gründen der Terrorbekämpfung von einigen Ländern erlassen worden sind, sind realisiert und unterstützen wirkungsvoll.
• RISIKEN AUS PRODUKTFÄLSCHUNGEN
Als Markt- und Technologieführer im Segment Maschinen ist Bauer derart exponiert, dass das Interesse von Produktfälschern, speziell aus Ländern mit neuer Marktwirtschaft, geweckt wurde. Hier ist unsere Strategie weiterhin sehr erfolgreich, durch den Aufbau von Produktionskapazitäten, z. B. in China, den Konkurrenten mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen vor Ort zu begegnen.
STRATEGISCHE RISIKEN
• RISIKEN AUS PRODUKT-/MARKT-KOMBINATION
Zusätzlich zu dem eingetretenen Risiko des Absatzrückganges in unserem Segment Maschinen sind wir bei einzelnen Produktgruppen und Leistungen in den verschiedenen Märkten Risiken für einzelne unserer lokalen Gesellschaften ausgesetzt. Dies gilt aktuell sicherlich für unsere osteuropäischen Aktivitäten, in denen unser Geschäft stark beeinträchtigt ist. Letztere stellen jedoch für den Gesamtkonzern kein gravierendes Problem dar.
• RISIKEN AUS FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Aufgrund unserer Innovationskraft sehen wir dieses Risiko als gering an.
OPERATIVE RISIKEN
• BESCHAFFUNGSRISIKEN
Im Segment Maschinen waren wir im Verlauf des Jahres 2008 einem Abhängigkeitsrisiko bei Lieferanten verschiedener Komponenten ausgesetzt. Durch die Finanzkrise hat sich diese Situation im Berichtsjahr 2009 jedoch entspannt. Wir werden unsere Strategie weiter verfolgen, die Beschaffungsmärkte im Umfeld unserer Produktionsstandorte weiter zu entwickeln. Risiken aus Sicht der Beschaffung sind derzeit weiterhin als gering einzustufen.
• SCHADENSRISIKEN
Risiken, die versichert werden können – wie Haftpflichtrisiken, Risiken durch Brand oder Maschinenbruch – werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Zudem arbeiten wir ständig daran, derartige Schäden durch geeignete Maßnahmen sowie organisatorische Vorkehrungen zu vermeiden bzw. weitgehend zu reduzieren.
• PERSONALRISIKEN
Personelle Risiken verfolgen wir mit größter Aufmerksamkeit. Dabei haben wir insbesondere die Personalqualifikation, die Altersstruktur sowie die Motivation unserer Mitarbeiter im Blick. Bei der Auswahl und Einstellung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehen wir sehr sorgfältig vor. Unseren Kolleginnen und Kollegen steht darüber hinaus ein breites Angebot an Einarbeitungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen zur Verfügung, deren Bedarf in persönlichen Gesprächen laufend festgestellt wird. Die Fluktuation war 2009 weiterhin sehr gering und bestätigt unsere Personalpolitik. Darüber hinaus sind wir durch Börsenpräsenz, Größe und Ruf im Markt selbst international als attraktiver Arbeitgeber gut anerkannt. Somit sind aktuell auch im Personalsektor keine Risiken zu erkennen. In der Maschinenproduktion haben trotz der Krise noch ein kleines Kontingent von Leiharbeitskräften beschäftigt. Auch mit der Einrichtung von Arbeitszeitkonten haben wir in Produktion und Projektausführung ausreichend vorgesorgt, für den Fall, dass die Risiken aus der Finanzmarktkrise für unseren Konzern noch deutlicher spürbar werden.
• IT-RISIKEN
Die operative und strategische Konzernführung ist weitgehend abhängig von funktionierenden IT-Systemen. Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet. Ein durchgängiges Notfallkonzept begegnet dem Ausfallrisiko durch mechanische Einwirkung. Nennenswerte IT-Risiken sind nicht erkennbar.
• FINANZRISIKEN
Die Liquiditätsversorgung des Konzerns ist wegen der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben und vor allem durch ausreichende Kreditlinien sichergestellt. Die laufenden Geschäfte sowie das mittelfristige Konzernwachstum wurden durch die geschaffene Finanzierungsbasis langfristig gesichert. Risiken aus Zinsschwankungen reduzieren wir durch Abschlüsse möglichst langer Zinsbindung sowie durch Zinssicherungsmaßnahmen. Die Liquidität wird im Konzern zentral durch ein intensives Controlling überwacht und gesteuert. Etwaige Liquiditätsrisiken werden somit frühzeitig erkannt, so dass ihnen mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden kann. Währungsrisiken begegnen wir durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Währung. Zusätzlich werden auf der Ebene der Muttergesellschaften noch Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen abgeschlossen. Zahlungsausfallrisiken begegnen wir in Deutschland mit Kreditversicherung sowie durch striktes Kreditrisikomanagement. Im Ausland wählen wir unsere potenziellen Kunden streng nach Bonitätskriterien aus und vereinbaren kurze Zahlungsziele. Durch geeignete Maßnahmen sind wir in der Lage, unvermeidliche Zahlungsausfälle auf einem stabil niedrigen Niveau zu halten. Im Maschinenbau vereinbaren wir Eigentumsvorbehalte oder Zahlungsbedingungen, die die Zahlung bei Auslieferung der Geräte absichern. Im Ergebnis sind Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen unsere Geschäfte ausgesetzt sind, in unserer Berichterstattung dargelegt.
Durch die weltweite Finanzmarktkrise entstanden auch für unsere Unternehmungen neue Risiken. Diese betreffen speziell die Chancen, ausreichende neue Aufträge zu akquirieren und die Preise auf einem auskömmlichen Niveau zu halten. Durch viele unterschiedliche Simulationsrechnungen schätzen wir laufend weitere mögliche Auswirkungen der Krise auf unsere Finanzzahlen ab. Die Qualität unseres Konzerns zeigt sich dabei relativ robust gegen Veränderungen der Rahmenbedingungen. Je nach negativer Annahme ist zwar ein weiterer Rückgang der Gewinne möglich, aber ein Risiko für den Bestand des Unternehmens kann nicht festgestellt werden. Aufgrund unserer weltweiten Aufstellung und unserer sehr guten Position in der Branche können wir erwarten, dass wir auch weiterhin entsprechend vergleichsweise gut mit der Krise zurecht kommen werden.
Für unsere Schuldscheindarlehen gelten Kreditklauseln (Covenants), die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Nettozinsdeckung, sowie die Eigenkapitalquote. Die Einhaltung der vereinbarten Grenzwerte sehen wir nicht gefährdet, so dass sich für die BAUER Gruppe aktuell keine finanziellen Risiken daraus ergeben.
GESAMTRISIKO
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren bisher trotz Finanzmarktkrise und deren Auswirkung speziell auf unseren Maschinenbau keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die dem BAUER Konzern existentiell schaden können. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten im laufenden Geschäftsjahr keine Veränderung des Gesamtrisikos.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. In der Unternehmensgruppe sind die Elemente des Risikomanagements für den Konzernrechnungslegungsprozess integraler Bestandteil des internen Kontrollsystems. Die nachstehende Beschreibung bezieht sich nur auf die in den Konzernabschluss einbezogenen abhängigen Tochterunternehmen, bei denen die BAUER AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, beherrschenden Einfluss auszuüben.
Das Rechnungswesen der großen Tochterfirmen in Deutschland wird überwiegend zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht zum einen eine Spezialisierung auf besondere Buchungsbereiche – wie beispielsweise der Buchhaltungen von im Baubereich üblichen Arbeitsgemeinschaften – und zum anderen soll die Lokalisierung an einem Standort die gleichmäßige Behandlung von Geschäftsvorfällen sowie deren Zusammenführung und Kontrolle begünstigen. Die kleinen deutschen Tochterfirmen haben eigenständige dezentrale Buchführungen. Im Bereich Steuern wird das Rechnungswesen durch die Steuerabteilung insbesondere in Bezug auf die Behandlung von rechnungslegungsrelevanten Steuersachverhalten unterstützt.
Die Buchhaltung wird für die zumeist ausländischen Tochtergesellschaften überwiegend in eigenen kaufmännischen Abteilungen oder von Personen mit kaufmännischer Kompetenz dezentral geführt. Die Erstellung der Einzelabschlüsse wird im Regelfall von externen Dienstleistern sowie von den für die Tochtergesellschaften zuständigen Beteiligungscontrollern unterstützt. Als externe Dienstleister werden im jeweiligen Landesrecht spezialisierte und auch international erfahrene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer eingesetzt, was insbesondere die richtige Behandlung von steuerlichen Sachverhalten mit Einfluss auf die Rechnungslegung sicherstellen soll. Die Dezentralisierung mit externer Unterstützung in den Auslandsstandorten soll eine qualifizierte Erstellung der Einzelabschlüsse nach dem jeweiligen Landesrecht auf der Basis von internationalen Rechnungslegungsvorschriften gewährleisten.
Die monatlich erfolgende Konzernberichterstattung, die Erstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse und die Zusammenführung der Einzelabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) wird mit Hilfe von konzernweit geltenden und einheitlich nach den Anforderungen der IFRS aufgebauten Reporting-Packages zentral durch die Abteilung Konzernrechnungslegung durchgeführt. Dabei wird mit Hilfe des Konsolidierungssystems IDL Konsis zuerst ein Masterpackage erstellt, in dem einerseits systemtechnische Elemente wie Kontensalden, Intercompany-Bewegungen, Kapitalbewegungen und Anlagebewegungen und anderseits rechnungslegungsbezogene Anhangsangaben für die Erstellung des Konzernanhangs der BAUER Gruppe enthalten sind. Dieses Masterpackage wird für den Jahresabschluss einheitlich an alle Tochtergesellschaften versendet.
Integrierter Bestandteil des Reporting-Packages ist der einheitliche Konzernkontenrahmen der BAUER Gruppe, mit dem die jeweiligen lokalen Kontenpläne verknüpft werden. Dieser bildet die Grundlage für die einheitliche und gleichbleibende Zusammenführung der Konten aller konsolidierten Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Sofern in einzelnen Ländern das Umsatzkostenverfahren angewendet wird, erfolgt bereits in den Tochtergesellschaften die Anpassung durch Umbuchungen oder Umgliederungen zum Zweck der einheitlichen Darstellung des in der BAUER Gruppe gebräuchlichen Gesamtkostenverfahrens. Die Überleitung auf IFRS erfolgt mittels entsprechender Anpassungsbuchungen unter Verwendung des Konzernkontenrahmens. Die für die Anpassungsbuchungen nötigen Informationen werden einerseits über das Reporting-Package abgefragt und andererseits nochmals mit den Tochtergesellschaften vor Ort und/oder den Beteiligungscontrollern überprüft. Damit soll eine richtige und vollständige Erfassung der buchhalterischen Sachverhalte sichergestellt werden. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises (unter Einbeziehung der jeweiligen kaufmännischen Leitungen) werden auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu bearbeitenden Berichtspakete im Detail durch diese Abteilung festgelegt.
Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der BAUER Gruppe werden die Reporting-Packages den Tochtergesellschaften zur Verfügung gestellt. Nach Bearbeitung sind die Packages zentral in einem Datenordner der Konzernrechnungslegung abgelegt und werden nach Prüfung auf Vollständigkeit und integrierter Validierung der Daten per IDL Connector (Excel-Datenbank-Schnittstelle) in das Konsolidierungssystem IDL Konsis eingelesen. Im Konsolidierungssystem werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses der BAUER Gruppe vorgenommen, verwaltet und dokumentiert.
Die Geschäftsaktivitäten der Unternehmen der BAUER Gruppe werden zahlenmäßig erfasst und dokumentiert. Das Rechnungswesen ist in selbständige Einheiten gegliedert. Jede Abteilung, jeder Bereich, jede Firma agiert wie ein eigenständiges Unternehmen, das am Markt tätig ist. Alle internen Vorgänge werden über die Buchhaltungen abgebildet (interne Verrechnung). Zentrales Instrument ist der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) für jede größere Gesellschaft, der einen schnellen Überblick über die Lage der einzelnen Bereiche geben soll und anhand dessen die Ursachen hierfür detailliert beurteilt werden sollen. Jede Abteilung, jeder Bereich ist angewiesen, profitabel zu wirtschaften und sollte deshalb detailliert kontrollieren, was auf den eigenen Konten der Kostenstelle oder des Geschäftsbereiches passiert. Selbstkontrolle und gegenseitige Kontrolle sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wesentliche Elemente des Internen Kontrollsystems.
Zur gegenseitigen Kontrolle der Einzelbereiche und Abteilungen kommt hinzu, dass die monatlichen Berichtszahlen jeweils in der für jedes Segment zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilung für die Unternehmen des jeweiligen Segments zusammengeführt und analysiert werden, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduzieren soll. Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden dort regelmäßig überprüft und mit der Abteilung Konzernrechnungslegung bei Bedarf diskutiert.
Auf Konzernebene ist das Zahlenwerk aus den konsolidierten Unternehmen in der ersten Stufe durch die Beteiligungscontroller und auf zweiter Stufe durch die Abteilung Konzernrechnungslegung ständig (Vier-Augen-Prinzip, Dienstreisen in die Standorte und persönliche Gespräche mit den Kaufleuten vor Ort) auf Plausibilität zu überprüfen und gegebenenfalls in Abstimmung mit den Tochtergesellschaften oder der entsprechenden kaufmännischen Leitung zu korrigieren.
Auch im Reporting-Package und im Konsolidierungssystem IDL Konsis soll durch vorhandene systemtechnische Kontrollmechanismen auf fehlerhafte Angaben hingewiesen werden, welche auf Konzernebene wieder korrigiert werden.
Das zusammengeführte Zahlenmaterial wird monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess verglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Werden wesentliche Abweichungen festgestellt, so sollen im Einzelfall Maßnahmen zur Reaktion festgelegt und durch die Geschäftsführung der betroffenen Bereiche umgesetzt werden. Der konzernweite Planungsprozess wird durch die Verwendung des einheitlichen Datenverarbeitungssystems Professional Planner und durch die Verwendung eines zusätzlichen Planungsmodells unterstützt.
Die weiteren spezifischen Kontrollaktivitäten der Abteilung Konzernrechnungslegung sollen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung beitragen. Diese umfassen die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften innerhalb eines vorgegebenen Abschlusskalenders vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der gegebenenfalls von den Abschlussprüfern hierzu erstellten Berichte.
Darüber hinaus werden sogenannte Werthaltigkeits-Tests für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU's) erstellt. Auch die zentrale Festlegung der Parameter für die Bewertung von Pensionsgutachten erfolgt durch die Abteilung Konzernrechnungslegung in Abstimmung mit dem Vorstand. Zusätzlich werden Überprüfungen der lokalen Abschlusserstellung vor Ort durch die Konzernrechnungslegung durchgeführt, um so die Umsetzung von Anforderungen zu kontrollieren.
Zur Unterstützung der Erstellung der Konzernabschlüsse finden Schulungsmaßnahmen von zuständigen Bereichscontrollern, lokalen Buchhaltern und Verantwortlichen in Bezug auf die Anforderungen der Konzernrechnungslegung zur einheitlichen Bilanzierung und Bewertung zentral oder vor Ort statt.
Die wesentlichen Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Darüber hinaus werden dem Aufsichtsrat der BAUER AG die wesentlichen Zahlen und Informationen aus der Rechnungslegung monatlich in Form eines Aufsichtsratsberichtes zur Verfügung gestellt.
Die eingesetzten EDV-Systeme in allen nationalen und internationalen Standorten sollen durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugte Zugriffe und gegen Datenverlust schützen.
CHANCENBERICHT
Als ein führender Anbieter von Dienstleistungen und Produkten für Boden und Grundwasser ist unser Konzern auf dem globalen Markt tätig und bietet den drei Geschäftssegmenten grundsätzlich ein ausreichendes Wachstums- und Gewinnpotenzial. Methoden zur Erkennung, Bewertung und Nutzung dieser Chancen sind die Grundvoraussetzung für das mittel- und langfristige profitable Wachstum. Unser Bestreben ist es, kontinuierlich die richtigen strategischen Maßnahmen zu entwickeln, um diese Chancen bestmöglich zu nutzen.
• CHANCENMANAGEMENTPRINZIPIEN
Alle Organisationseinheiten, Führungskräfte und Mitarbeiter engagieren sich kontinuierlich mit Verbesserungsinitiativen in allen Bereichen, beispielsweise in Produktion, Produkte/ Dienstleistungen, Vertrieb, Finanzen. Unsere internationale Präsenz ermöglicht uns eine detaillierte Kenntnis der Situation und Entwicklung auf den einzelnen Märkten. Diese Kenntnis tragen wir in zahlreichen Management-Meetings und bilateralen Gesprächen direkt auf Ebene der Geschäftsführer bzw. auch der Mitarbeiter zusammen. Dort entwickeln wir passende Strategien zur Erschließung dieser systematisch erkannten Chancen, welche dann Eingang in unsere Geschäftsplanung finden bzw. noch Potenzial zur Verbesserung bieten.
• CHANCEN AUS UMFELD UND BRANCHENSPEZIFISCHE CHANCEN
Die Konjunkturprogramme der einzelnen Landesregierungen umfassen auch erhebliche Investitionen in Infrastrukturprojekte. So ergeben sich auch wieder zusätzliche Chancen für unseren Konzern. Über unsere neuen Produktionskapazitäten in den USA sind wir näher an unseren nord- und südamerikanischen Märkten, mit allen sich daraus ergebenden Absatzchancen. Unsere Führungsorganisation ist stark dezentral ausgebildet. Damit liegt es in der Verantwortung unserer Führungskräfte, in den lokalen Märkten vor Ort Markttendenzen auch in nicht oder wenig erschlossenen Nachbarregionen wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren. Im Rahmen der aktuellen Weltwirtschaftsentwicklung bieten uns sicherlich die Schwellenländer der Regionen Asien und Südamerika größeres Chancenpotenzial für ein mittelfristig profitables Wachstum. Die Nutzung so entstandener Chancen war in der Vergangenheit eine der Grundlagen für unsere positive Geschäftsentwicklung. Dieses Prinzip wird auch in der Zukunft einer unserer Erfolgsfaktoren bleiben. Weiterhin wird weltweit verstärkt in topografischen, geologischen oder innerstädtischen Situationen gebaut, in denen es in der Vergangenheit technisch bzw. wirtschaftlich weniger möglich gewesen ist, die hierfür notwendigen Gründungen herzustellen. Im Bereich der Öl- und Gasgewinnung ergeben sich auf Basis der wieder gestiegenen Rohstoffpreise zusätzliche Chancen. Trotzdem der ehemalige Boom-Markt Dubai nahezu zum Erliegen gekommen ist, ergeben sich große Chancen im mittelöstlichen Umfeld, wo wir starkes Wachstum für unsere Leistungen verzeichnen. Unsere im Wettbewerbsvergleich große Innovationskraft ist die Basis für die Realisierung der daraus resultierenden Potenziale – auch in der Zukunft.
• STRATEGISCHE CHANCEN
Unser Konzern hat im Laufe der Zeit immer wieder Einzelprojekte in Randmärkten abgewickelt, die sich dann konsequent zu eigenen, ständigen Geschäften entwickelten. Beispiele hierfür sind die BAUER Umweltgruppe oder unser Mining-Geschäft. Seit der 2007 erfolgten Akquisition der GWE Gruppe, die sich auf die Entwicklung und die Herstellung von hochwertigen Produkten zur Erschließung, Gewinnung sowie den Transport und die Verteilung von Wasser konzentriert, sind wir in der Lage, durch die Zusammenführung dieser Geschäfte neben dem Bau und dem Maschinenbau ein drittes Geschäftssegment Resources auszubauen. Damit sind wir strategisch bestens aufgestellt, um beispielsweise Lösungen für den weltweiten Bedarf nach Trinkwasserbereitstellung oder die Nutzung der Erdwärme zu bieten.
Diese relativ jungen Märkte haben ein großes Wachstumspotenzial und sind konjunkturell unabhängig von unseren angestammten Märkten Bau und Maschinenbau. Damit bieten sich für den Gesamtkonzern weiterhin zusätzliche strategische Chancen. Für die zügige Internationalisierung dieses neuen Segments Resources nutzen wir die Synergiepotenziale unserer internationalen Organisationseinheiten der beiden anderen Segmente. Das starke Wachstum birgt auch Potenziale und Chancen zur weiteren Optimierung unserer Kostenposition im Wettbewerbsvergleich. Durch die Nutzung des „Economies of Scale“-Effektes in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion sowie der Produktion und der Logistik, werden weitere Chancen zur Erhöhung der Profitabilität realisiert. Kurz- bis mittelfristig kommen auch noch größere Infrastrukturprojekte zur Ausschreibung, wie zum Beispiel die Sanierung von größeren Staudämmen überall auf der Welt.
Weitere strategische Chancen ergeben sich auch im Bereich Tiefbohranlagen, in welchem wir seit einiger Zeit tätig sind und deutliches Know-how aufbauen konnten, unter anderem auch durch die mehrheitliche Übernahme der FORALITH Holding AG, Schweiz, und der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Jordanien. Diese Technologien werden im Bereich der Exploration und Förderung von Wasser-, Öl- und Gasvorkommen und auch für die Geothermie verwendet.
VII. AUSBLICK
Nach den erheblichen Verwerfungen im Jahr 2009 sehen wir die Entwicklung unserer Konzerngesellschaften im Jahr 2010 wieder auf einem deutlich stabileren Weg. Die Krise ist zwar bei weitem noch nicht vorüber, aber die Entwicklungstendenzen für die Zukunft sind wieder besser zu überblicken, so dass wir die positive Einschätzung mit begründeter Zuversicht treffen können.
Betrachten wir die internationalen Märkte am Bau, so lassen sich folgende Prognosen zusammenfassen:
| • | In Deutschland wird der Baumarkt in den Jahren 2010 und 2011 leicht negativ verlaufen, die Bauer-Unternehmen werden aber trotz dieser Situation ihre Geschäfte stabil verfolgen können. Grund dafür ist der laufende Großauftrag in München, der eine gute Grundauslastung gibt. |
| • | Osteuropa wird sich in den kommenden beiden Jahren nicht erholen. Am Bau ist ein sehr geringes Niveau zu erwarten. Unsere Tochterunternehmen wurden entsprechend abgebaut, um sie dieser Marktlage anzupassen. |
| • | Im Nahen Osten erwarten wir einen stabilen Markt auf dem nun niedrigeren Niveau nach dem Zusammenbruch des Baubooms in Dubai. Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft geben aber den Nachbarländern ausreichend Finanzmittel, um ihre ehrgeizigen Ausbaupläne fortzusetzen. Unsere Tochterfirmen in dieser Region haben die Kapazitäten auf das neue Niveau angepasst. Der derzeit gute Auftragsbestand gibt uns für die nahe Zukunft einen sehr guten Start. |
| • | Im Fernen Osten sind die Baumärkte stabil, in einigen Ländern ist sogar ein Bauboom zu erwarten. Wir werden die Chancen, die sich in dieser Region bieten, für unsere Geschäfte nutzen können. |
| • | In den USA gibt es einen großen Bedarf im Infrastrukturbereich, bei Energieanlagen und Wasserbaumaßnahmen. Die Konjunkturprogramme stellen die nötigen Mittel zur Verwirklichung vieler Projekte zur Verfügung. Wir gehen deshalb von einer stabilen Weiterentwicklung aus. |
| • | Die weiteren Länder der amerikanischen Kontinente geben unterschiedliche Chancen. Die Märkte sind insgesamt stabil. |
| • | In Afrika ist die Krise wenig wirksam. In einigen Ländern gibt es größere Bauprojekte, die interessante Chancen bieten. |
| • | Westeuropa leidet großteils unter der Krise. Die Baumärkte sind sehr instabil. Für die Unternehmen der BAUER Gruppe stellt dies nur eine geringfügige Belastung dar, da wir in diesem Bereich traditionell wenig tätig waren. |
Zusätzlich gibt es auf den internationalen Märkten einige sehr große Bauprojekte, die, wenn sie verwirklicht werden, unsere Chancen noch deutlich verbessern können. Das größte derartige Projekt ist ein Staudamm im Irak, der dringend saniert werden muss. Die dort notwendigen Spezialtiefbauarbeiten haben ein Volumen, das alle bisherigen Projekte in unserer Branche übersteigt. Wir hoffen, dass die dortige Regierung dieses Projekt zur Ausführung bringen wird.
Insgesamt gibt es am Bau trotz der Krise weltweit viele Chancen, so dass wir davon ausgehen können, unsere Pläne zu verwirklichen.
In unserem Maschinengeschäft gehen wir von einer Stabilisierung des Marktes auf dem nun niedrigeren Niveau aus. Dabei teilt sich das Geschäft in zwei wesentliche Teile. Die jeweils kleineren Typen unserer Maschinen werden in den kommenden Jahren einen weiter außergewöhnlich schlechten Markt haben. Diese Geräte werden von unseren Kunden als Standardgeräte im täglichen Bedarf genutzt. Da der Baumarkt insgesamt leicht rückgängig ist und die Firmen generell Investitionszurückhaltung üben, ist die Kaufbereitschaft für diese Gerätetypen sehr gering. Die größeren Maschinen, die nur auf außergewöhnlichen Projekten genutzt werden, haben dagegen einen relativ stabilen Markt. Großprojekte benötigen sehr spezielle Maschinen, die immer erst dann beschafft werden, wenn die Unternehmen ein derartiges Projekt akquiriert haben. Da die Großprojekte, insbesondere wegen der Konjunkturprogramme weiter gebaut werden, gibt es viele potentielle Projekte für diese Geräte. Bei manchen Gerätetypen sehen wir sogar eine höhere Nachfrage.
Besonders interessant sind für unseren Maschinenbau die Märkte, die wir neu erobern wollen. Hier sind vor allem die Tiefbohrgeräte und die Maschinen für Wasserbohrungen zu nennen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir für diese Märkte neue Geräte entwickelt, die nun die Marktreife erreicht haben. Wir glauben, dass die Verkäufe noch zu erwartende Marktrückgänge bei den traditionellen Geräten ausgleichen können.
Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir auch im Maschinenbau bald wieder ein Wachstum erreichen können.
Im Bereich Resources gibt es weltweit eine positive Marktentwicklung. Unsere Leistungen können zur Lösung der anstehenden Probleme der Welt beitragen. Gerade das Thema Wasser, dem sich unser Bereich Materials und die Spezialbohrfirmen widmen, wird von allen Experten für die kommenden Jahre als der wachstumsstärkste internationale Markt betrachtet. Der enorme Bedarf der Welt an Rohstoffen und Energie gibt uns in diesem Bereich weitere interessante Möglichkeiten, um ein gutes Wachstum unserer Geschäfte zu erreichen. Im Bereich Umwelttechnik ist weltweit noch eine Vielzahl an Problemfällen zu lösen. Für das Segment Resources mangelt es nicht an Chancen; die Herausforderung liegt darin, die eigenen Kräfte qualifiziert auszubauen.
Die größte Chance des Konzerns ist unser internationales Netzwerk in allen Bereichen unseres Tätigkeitsspektrums. Unsere Präsenz vor Ort ermöglicht es uns, die vielfältigen Chancen der Märkte aufzuspüren. Alle Geschäftsfelder helfen sich gerade in schwierigen Zeiten gegenseitig, gute Projekte zu erkennen und zu erobern. An dieser Stärke werden wir weiter intensiv arbeiten.
Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht angesagt. Die strategische Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Im Bereich Resources werden wir erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Geschäfte zu internationalisieren und ihr Volumen im Verhältnis zu den anderen Bereichen deutlich zu erhöhen. Durch eigene Entwicklungsanstrengungen und die Akquisition kleinerer Unternehmen werden wir unser Marktangebot abrunden und in geeigneter Weise ausdehnen. Mit der Akquisition von Unternehmen verfolgen wir dabei nicht primär das Ziel der Leistungsausweitung, sondern das Ziel, interessante Techniken in den Konzernverbund aufzunehmen, die durch unser internationales Netzwerk schnell in die weltweiten Märkte eingeführt werden können. So wollen wir unsere Stärken mit denen von innovativen, kleineren Unternehmen kombinieren. Die Akquisition großer Unternehmen macht bei unserer internationalen Marktpräsenz keinen Sinn, dies würde die Chancen beider Unternehmen schwächen.
In der Aufsichtsratssitzung der BAUER AG, die Anfang Dezember 2009 stattfand, wurde die Planung für das Jahr 2010 intensiv besprochen und genehmigt. Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts, Mitte März 2010, gehen wir davon aus, dass wir im Konzern eine Gesamtkonzernleistung in der Größenordnung des Vorjahres erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei 40 Mio. EUR liegen.
Die Entwicklung 2010 wird im Jahresverlauf weitgehend umgekehrt sein wie 2009. Der Beginn des Vorjahres lief noch extrem gut, das zweite Halbjahr war dagegen deutlich von der Krise betroffen. Dagegen wird das erste Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr sehr schwach werden, da es an das zweite Halbjahr des Vorjahres ansetzt. Speziell im ersten Quartal werden wir bei sehr deutlich niedrigeren Umsätzen und Leistungen einen Verlust ausweisen. Die Entwicklung des Jahres wird damit wieder an frühere Muster in unserem Unternehmen anschließen: Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres wenige Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch.
Die Krisenwirkungen und die aus unserem Investitionsprogramm verbliebenen Investitionen hatten im Jahr 2009 erhebliche Auswirkungen auf unsere Bilanz. Die Bilanzsumme ist gegenüber der negativen Leistungsentwicklung deutlich angestiegen. Im Jahr 2010 gehen wir davon aus, dass es gelingen wird, einige der negativen Entwicklungen (Lagerbestand, Forderungsbestand) großteils wieder auf Normalniveau zurückzuführen. Dies wird dazu führen, dass die Bilanzsumme relativ zur Leistung wieder sinken wird. Bei dem geplanten Ergebnisausweis wird damit die Eigenkapitalquote über den bereits heute ausgezeichneten Wert hinaus ansteigen.
Hatte das Jahr 2009 wegen der Investitionen und wegen dem erheblichen Anstieg des Working Capital noch einen deutlich negativen Free Cashflow, so wird dieser Wert im Jahr 2010 deutlich positiv sein. Somit können wir erwarten, dass sich die negativen Bilanzauswirkungen aus der Krise im laufenden Jahr wieder normalisieren werden.
Für den Konzern erwarten wir damit für die Jahre 2010 und 2011 eine positive Entwicklung. Wird die Leistung im Jahr 2010 noch etwa auf Vorjahresniveau verharren, so sind wir zuversichtlich, dass wir bereits im Jahr 2011 wieder mit Steigerungen rechnen können. Beim Ergebnis gehen wir von einem entsprechenden Verlauf aus. Der Konzern ist breit genug aufgestellt, dass wir auch weitere Störungen der Märkte, die zu erwarten sind, werden austarieren können. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung gemeinsam die Zahlung einer gegenüber dem Vorjahr um 40 % abgesenkten Dividende in Höhe von 0,60 EUR je Aktie vorzuschlagen. In der Summe werden damit 10,3 Mio. EUR ausgeschüttet. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote – bezogen auf das Periodenergebnis nach Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern – von gut 25 %. Diese Ausschüttungsquote liegt leicht unter unserer langfristigen Zielsetzung. Leider ist es uns damit nicht gelungen, die Dividende stabil zu halten. Der niedrigere als im Vorjahr erwartete Ergebnisausweis und die Notwendigkeit, der Krise entsprechend vorsichtig zu agieren und die Kapitalbasis des Konzerns zu schonen, zwingen jedoch zu diesem niedrigeren Dividendenniveau.
Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung durch die Finanzmarktkrise sehen wir in unserem Umfeld nicht. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.
Schrobenhausen, den 31. März 2010
BAUER Aktiengesellschaft
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Dipl.-Ing. (FH) Mark Schenk
Konzernabschluss nach IFRS
Gewinn- und Verlustrechnung des BAUER Konzerns für das Jahr 2009
Gesamtergebnisrechnung des BAUER Konzerns für das Jahr 2009
Kapitalflussrechnung des BAUER Konzerns für das Jahr 2009
Bilanz des BAUER Konzerns zum 31. Dezember 2009
Entwicklung des Eigenkapitals des BAUER Konzerns
Anhang des BAUER Konzerns für das Geschäftsjahr 2009
Erklärung des Vorstands
Bestätigungsvermerk
Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung des BAUER Konzerns für das Jahr 2009
Gewinn- und Verlustrechnung
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| in Tausend EUR | Anhang | 01.01. - 31.12.2008 | 01.01. - 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (5) | 1.290.810 | 1.096.543 |
| 2. Bestandsveränderungen | 54.326 | 23.292 | |
| 3. Sonstige Erträge | (6) | 110.165 | 108.760 |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 1.455.301 | 1.228.595 | |
| 4. Materialaufwand | (7) | 815.615 | 642.008 |
| 5. Personalaufwand | (8) | 250.765 | 262.975 |
| 6. Abschreibungen | (9) | 60.907 | 75.559 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (10) | 160.549 | 163.690 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 167.465 | 84.363 | |
| 8. Finanzerträge | (11) | 3.482 | 2.329 |
| 9. Finanzaufwendungen | (12) | 27.361 | 30.730 |
| 10. Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 3.119 | 3.541 | |
| ERGEBNIS VOR STEUERN | 146.705 | 59.503 | |
| 11. Ertragsteueraufwand | (13) | 39.175 | 17.475 |
| PERIODENERGEBNIS | 107.530 | 42.028 | |
| Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 3.117 | 3.010 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER Aktiengesellschaft | 104.413 | 39.018 |
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| in EUR | Anhang | 01.01. - 31.12.2008 | 01.01. - 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | (14) | 6,09 | 2,28 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (14) | 6,09 | 2,28 |
| Durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 | |
| Durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2008 | 01.01. - 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 107.530 | 42.028 |
| Cashflow-Hedges | ||
| Erfolgneutrale direkt im Eigenkapital erfasste Zeitwertänderungen | -106 | -3.296 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 2.591 | -2.701 |
| Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete latente Steuerpositionen | 31 | 956 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 2.516 | -5.041 |
| Gesamtergebnis | 110.046 | 36.987 |
| Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | 106.846 | 34.553 |
| Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 3.200 | 2.434 |
Kapitalflussrechnung für das Jahr 2009
des BAUER Konzerns
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| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2008 | 01.01. - 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||
| Ergebnis vor Steuern | 146.705 | 59.503 |
| Abschreibungen | 60.907 | 75.559 |
| Finanzerträge | -5.063 | -2.316 |
| Zinsaufwendungen | 20.895 | 25.403 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -1.005 | 6.156 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -2.059 | -4.118 |
| Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Rückstellungen | 5.475 | -474 |
| Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -12.769 | 16.706 |
| Zunahme der Forderungen aus Fertigungsaufträgen | -1.272 | -26.011 |
| Zunahme der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | -13.713 | -5.273 |
| Zunahme der Vorräte | -116.754 | -56.474 |
| Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24.921 | -31.371 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 4.435 | 2.779 |
| Zunahme der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | 42.438 | 5.338 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 153.141 | 65.407 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -32.330 | -15.119 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 120.811 | 50.288 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||
| Erwerb von verbundenen Unternehmen abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel | -3.753 | -15.650 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -140.293 | -128.291 |
| Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen | 20.631 | 17.610 |
| Erwerb von Finanzanlagen (Beteiligungen) | -62 | 0 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -123.477 | -126.331 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||
| Auszahlung der Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 53.378 | 127.605 |
| Einzahlung der Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -5.613 | -697 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | -11.621 | -12.779 |
| Gezahlte Dividenden | -17.384 | -17.131 |
| Gezahlte Zinsen | -17.665 | -25.414 |
| Erhaltene Zinsen | 5.357 | 4.644 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | 6.452 | 76.228 |
| Nettozunahme von Zahlungsmitteln | 3.786 | 185 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 33.082 | 36.868 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -218 | 237 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 5.156 | 4.233 |
| Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Zahlungsmittel | -1.152 | -4.285 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 36.868 | 37.053 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.786 | 185 |
Bilanz zum 31. Dezember 2009
des BAUER Konzerns
AKTIVA
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| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | (15) | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.895 | 11.396 | |
| 2. Geschäfts- und Firmenwert | 1.387 | 1.610 | |
| 3. Aktivierte Softwarekosten | 643 | 567 | |
| 4. Aktivierte Entwicklungskosten | 7.890 | 8.266 | |
| 17.815 | 21.839 | ||
| II. Sachanlagen und Investment Property | (15) | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 137.447 | 186.032 | |
| 2. Investment Property | 1.627 | 2.196 | |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 133.382 | 191.589 | |
| 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 25.654 | 28.116 | |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 36.526 | 11.944 | |
| 334.636 | 419.877 | ||
| III. At-Equity-bewertete Anteile | (15) | 9.111 | 11.023 |
| IV. Beteiligungen | (15) | 3.599 | 3.600 |
| V. Aktive latente Steuern | (16) | 16.517 | 19.623 |
| VI. Sonstige langfristige Vermögenswerte | (17) | 6.454 | 9.953 |
| VII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (18) | 148 | 31 |
| 388.280 | 485.946 | ||
| B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| I. Vorräte | (19) | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 112.765 | 105.350 | |
| 2. Träger, Spundwände | 2.959 | 1.840 | |
| 3. Fertige und Unfertige Erzeugnisse | 202.491 | 256.505 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 6.604 | 2.980 | |
| 324.819 | 366.675 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (20) | ||
| 1. Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 28.218 | 54.229 | |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 198.864 | 179.146 | |
| 3. Forderungen an Arbeitsgemeinschaften | 857 | 1.030 | |
| 4. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.647 | 928 | |
| 5. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 42.750 | 42.341 | |
| 6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 11.121 | 8.090 | |
| 284.457 | 285.764 | ||
| III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 7.119 | 9.723 | |
| IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (21) | 36.868 | 37.053 |
| 653.263 | 699.215 | ||
| 1.041.543 | 1.185.161 | ||
| Passiva | |||
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
| A. EIGENKAPITAL | (22) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 73.001 | 73.001 | |
| II. Kapitalrücklage | 38.404 | 38.404 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 20.997 | 16.533 | |
| IV. Bilanzgewinn | 225.493 | 246.764 | |
| V. Minderheitsgesellschafter | 14.742 | 27.182 | |
| 372.637 | 401.884 | ||
| B. LANGFRISTIGE SCHULDEN | (23) | ||
| I. Langfristiger Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 212.289 | 322.104 | |
| II. Langfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 19.288 | 18.798 | |
| III. Langfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen | (24) | 42.421 | 44.783 |
| IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.077 | 6.398 | |
| V. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.303 | 10.873 | |
| VI. Passive latente Steuern | (16) | 17.988 | 19.591 |
| 299.366 | 422.547 | ||
| C. KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| I. Verbindlichkeiten | (25) | ||
| 1. Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 78.163 | 95.953 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.845 | 5.829 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | (20) | 25.826 | 28.605 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 93.051 | 65.375 | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 524 | 267 | |
| 6. Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 7.734 | 10.233 | |
| 7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 106.445 | 101.269 | |
| 8. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 20.459 | 24.819 | |
| 339.047 | 332.350 | ||
| II. Rückstellungen | |||
| 1. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 10.227 | 9.462 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | (26) | 18.768 | 17.382 |
| 3. Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen | (24) | 1.498 | 1.536 |
| 30.493 | 28.380 | ||
| 369.540 | 360.730 | ||
| 1.041.543 | 1.185.161 |
Entwicklung des Eigenkapitals vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009
des BAUER Konzerns
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| Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2008 | 73.001 | 38.404 | 154.060 | -7.463 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 104.413 | 2.508 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -17.384 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -31 | 0 |
| Stand am 31.12.2008 | 73.001 | 38.404 | 241.058 | -4.955 |
| Stand am 01.01.2009 | 73.001 | 38.404 | 241.058 | -4.955 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -615 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 39.018 | -2.125 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -17.131 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2009 | 73.001 | 38.404 | 262.330 | -7.080 |
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| Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ausgleichsposten IFRS | Rücklage aus Sicherungsgeschäften | Eigene Anteile | Minderheitsgesellschafter | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2008 | 10.387 | 75 | 0 | 10.666 | 279.130 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 876 | 876 |
| Gesamtergebnis | 0 | -75 | 0 | 3.200 | 110.046 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -17.384 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -31 |
| Stand am 31.12.2008 | 10.387 | 0 | 0 | 14.742 | 372.637 |
| Stand am 01.01.2009 | 10.387 | 0 | 0 | 14.742 | 372.637 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 10.006 | 9.391 |
| Gesamtergebnis | 0 | -2.340 | 0 | 2.434 | 36.987 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -17.131 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2009 | 10.387 | -2.340 | 0 | 27.182 | 401.884 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2009
des BAUER Konzerns
GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Die BAUER AG besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt, HRB 101375 eingetragen.
Die BAUER Unternehmensgruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Die BAUER Aktiengesellschaft ist seit September 2006 im SDAX und ab September 2008 im MDAX gelistet.
Die BAUER Aktiengesellschaft erstellt in Anwendung von § 315a HGB ihren Konzernabschluss nach den zum Bilanzstichtag geltenden, in der europäischen Gemeinschaft ratifizierten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London. Daneben werden alle für das Geschäftsjahr 2009 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.
Der Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ist auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die mit ihrem Marktwert angesetzt werden.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche durch das IASB und das IFRIC veröffentlichten neuen und geänderten Standards und Interpretationen angewendet, soweit diese für Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2009 verpflichtend in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen, der Schätzung des Fertigstellungsgrades bei Fertigungsaufträgen und Bestimmung des Fair Values bei einigen Finanzinstrumenten sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.
1. INTERPRETATIONEN UND STANDARDS, FÜR DIE IM GESCHÄFTSJAHR 2009 EINE ERSTMALIGE ANWENDUNGSPFLICHT BESTEHT
IAS 1 Revised (Darstellung des Abschlusses). Diese Regelung führt für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2009 beginnen eine neue Terminologie für die Bestandteile eines Abschlusses wie folgt ein:
| • | Sämtliche Änderungen des Eigenkapitals, die auf Transaktionen mit Anteilseignern beruhen, sind gesondert von solchen Änderungen des Eigenkapitals darzustellen, die nicht auf Transaktionen mit Anteilseignern beruhen. |
| • | Erträge und Aufwendungen sind gesondert von Transaktionen mit Eigentümern entweder in einem Abschlussbestandteil („statement of comprehensive income“) oder in zwei Abschlussbestandteilen (ein gesondertes „income statement“ und ein „statement of comprehensive income“) darzustellen. |
| • | Die Bestandteile des „other comprehensive income“ sind im „statement of comprehensive income“ darzustellen. Die Summe „total comprehensive income“ ist darzustellen. |
| • | Die Änderung des IAS 1 fordert zudem die Angabe des jeweiligen Betrags an Ertragsteuern pro Bestandteil des „other comprehensive income“ und die Darstellung der Umklassifizierungsbeträge in das „other comprehensive income“. |
Die BAUER Aktiengesellschaft hat sich für die Darstellung mit einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer zusätzlichen Gesamtergebnisrechnung entschieden. In diesem Zusammenhang wurde die Entwicklung des Eigenkapitals für die Vergleichsperiode neu dargestellt, um die Lesbarkeit und Vergleichbarkeit des Abschlusses zu gewährleisten.
Amendment zu IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Diese Regelungen befassen sich wie folgt mit:
| • | Plankürzungen und negativem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand, |
| • | Aufwendungen für die Verwaltung des Plans und |
| • | Eventualschulden. |
Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment zu IAS 23 (Fremdkapitalkosten) anzuwenden ab dem 1. Januar 2009. Diese Regelung behandelt Fremdkapitalkosten, die direkt der Produktion oder der Herstellung eines so genannten qualifizierten Vermögenswertes zurechenbar sind. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den eine erhebliche Zeitspanne benötigt wird, bis er genutzt oder verkauft werden kann. Die Fremdkapitalkosten sind künftig für die Zeitspanne bis zur Nutzung oder Verkauf aktivierungspflichtig. Weiterhin befasst sich ein Amendment zu IAS 23 (Fremdkapitalkosten) mit der Definition des Zinsaufwandes sowie der Berechnung mittels der Effektivzinsmethode gemäß IAS 39. Damit sollen potenzielle Inkonsistenzen zwischen der Berechnung von Fremdkapitalkosten nach IAS 23 und nach IAS 39 vermieden werden. Aus der Anwendung haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Amendment zu IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) und Folgeänderungen zu IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung und Angaben) anzuwenden ab dem 1. Januar 2009. Anteile an assoziierten Unternehmen sind nicht separat gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Wertminderung zu testen, sondern die Prüfung erfolgt für den gesamten Buchwert der Anteile an dem assoziierten Unternehmen. Die neuen Regelungen besagen, dass jede Wertminderung nach erstmaliger Anwendung der Equity-Methode nicht den in dem Buchwert des assoziierten Unternehmens enthaltenen Vermögenswerten einschließlich Firmenwert zuzurechnen ist. Bei späteren Wertaufholungen des assoziierten Unternehmens ist der Buchwert der Anteile entsprechend zuzuschreiben. Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment zu IAS 32 (Finanzinstrumente-Darstellung) und Amendment zu IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) – Finanzinstrumente mit Rückgaberecht und Verpflichtungen im Rahmen der Liquidation, anzuwenden ab dem 1. Januar 2009. Diese Regelung fordert für Finanzinstrumente mit Rückgaberecht und Verpflichtungen im Rahmen der Liquidation unter bestimmten Bedingungen einen Ausweis als Eigenkapital. Weiterhin hat der Kapitalgeber im Falle der Liquidation des Unternehmens einen proportionalen Anspruch auf dessen Nettovermögen. Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment zu IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten). Diese Regelung befasst sich mit den erforderlichen Anhangsangaben, wenn als erzielbarer Betrag nicht der Nutzungswert (value in use), sondern der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (fair value less cost to sell - FVLCTS) zur Anwendung kommt. Es wurde klargestellt, dass bei der Anwendung des FVLCTS die gleichen Anhangsangaben wie bei der Anwendung des Nutzungswertes zu machen sind, wenn der FVLCTS mit Hilfe der Discounted Cashflow-Methode ermittelt wird. Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment zu IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) anzuwenden ab dem 1. Januar 2009. Diese Regelung beinhaltet, dass geleistete Anzahlungen auf Kosten für Werbung und Verkaufsförderung nur bis zu diesem Zeitpunkt als Vermögenswert zu aktivieren sind, da sie den Anspruch auf den Erhalt dieser Güter oder Dienstleistungen repräsentieren. Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment zu IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung einschließlich der Bestimmungen über die Verwendung der Fair Value - Option) und IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) anzuwenden ab dem 1. Januar 2009. Die neuen Regelungen ermöglichen unter außergewöhnlichen Umständen die Umklassifizierung von bestimmten finanziellen Vermögenswerten aus der Bewertungskategorie „Fair Value through Profit or Loss“ in eine andere Bewertungskategorie. Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment zu IFRS 2 (Aktienbasierte Vergütung) anzuwenden ab dem 1. Januar 2009. Diese Regelung behandelt Kündigungen durch den Arbeitnehmer bei sogenannten Employee Share Purchase Plans wie folgt:
| • | Ausübungsbedingungen („vesting conditions“) sind ausschließlich marktübliche Dienst- oder Leistungsbedingungen („service or performance conditions“). |
| • | Eine (vorzeitige) Annullierung des Plans wird bilanziell unabhängig davon gleich behandelt, ob die Annullierung vom Unternehmen selbst oder vom Mitarbeiter ausgegangen ist. |
Aus der Anwendung haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Amendment des IFRS 7 (Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten) und IFRS 4 (Versicherungsverträge). Diese Regelung verlangt zusätzliche Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und zum Liquiditätsrisiko. Die Änderungen sehen eine quantitative Analyse der beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage einer dreistufigen Hierarchie für jede Klasse von Finanzinstrumenten vor. Zusätzlich ist nun bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 eine Überleitung zwischen Anfangs- und Endsaldo vorgeschrieben sowie die Angabe wesentlicher Umgliederungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufen 1 und 2. Mit den Änderungen werden ferner die Anforderungen an die Angaben zum Liquiditätsrisiko klargestellt. Die Vorgaben des Amendments IFRS 7 wurden im vorliegenden Geschäftsbericht durch zusätzliche Angaben bzw. Tabellen umgesetzt.
IFRS 8 (Segmentberichterstattung). Durch den im November 2006 erschienenen IFRS 8 „Segmentberichterstattung“ wird die Segmentberichterstattung vom so genannten risk and reward approach des IAS 14 auf den management approach in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind dabei die Informationen, die dem so genannten chief operating decision maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig wird die Bewertung der Segmente vom financial accounting approach des IAS 14 auf den management approach umgestellt. IFRS 8 ist verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Vorgaben des IFRS 8 wurden bereits im Geschäftsbericht 2008 umgesetzt.
IFRIC 13 (Kundentreueprogramme). Die Interpretation enthält Leitlinien zur Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften („Treuepunkte" oder Flugmeilen) an Kunden vergeben, die diese beim Kauf anderer Güter oder Dienstleistungen erhalten. Die Interpretation ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Aus der Anwendung ergaben sich keine Auswirkungen.
IFRIC 15 (Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien) ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRIC 15 stellt Leitlinien zur Verfügung, wie bestimmt werden kann, ob eine Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 Fertigungsaufträge oder in den Anwendungsbereich von IAS 18 Erträge fällt. Aus der Anwendung ergaben sich keine Auswirkungen.
2. STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU STANDARDS, DIE IM GESCHÄFTSJAHR 2009 NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN SIND
Der Konzern hat folgende nicht verpflichtend anzuwendende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen nicht vorzeitig angewandt:
Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) und IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse) veröffentlicht. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IFRS 3 lassen sich wie folgt darstellen:
| • | Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. |
| • | Für aufeinanderfolgende Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. |
| • | Anschaffungsnebenkosten sind künftig als Aufwand zu erfassen. |
| • | Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen die im Erwerbszeitpunkt als Verbindlichkeiten zu erfassen sind, ist in der Folgebewertung keine Anpassung des Firmenwertes mehr möglich. |
| • | Effekte aus der Abwicklung von Geschäftsbeziehungen, die bereits vor dem Unternehmenszusammenschluss bestanden, sind nach IFRS 3 nicht in die Ermittlung der Gegenleistung für den Zusammenschluss einzubeziehen. |
| • | IFRS 3 regelt in der überarbeiteten Fassung den Ansatz und die Bewertung von Rechten, die vor dem Unternehmenszusammenschluss einem anderen Unternehmen gewährt wurden und nun im Rahmen des Zusammenschlusses wirtschaftlich zurückerlangt werden. |
Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| • | Änderungen der Beteiligungsanteile ohne Verlust der Beherrschung sind ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. |
| • | Bei Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens sind die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden aus der Bilanz auszubuchen. |
| • | Ein Negativsaldo zwischen die auf die Minderheitenanteile entfallenden Verluste und dem Anteil der Minderheiten am Eigenkapital des Tochterunternehmens wird den Minderheitenanteilen zugerechnet. |
Die neue Fassung des IFRS 3 ist auf Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt in Berichtsperioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderungen des IAS 27 sind auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus der Anwendung werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Als Folgeänderung von IAS 27 wurde IAS 28 geändert. Mit Wirkung für Berichtsperioden die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, werden verbleibende Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Unterschiede zum Buchwert nach der Equity-Methode werden als Gewinn oder Verlust erfasst. Weiterhin werden Erlöse aus dem Abgang der übrigen Anteile an dem assoziierten Unternehmen und deren Buchwert als Gewinn oder Verlust erfasst. Aus der Anwendung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Der IASB hat IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen) am 4. November 2009 veröffentlicht. IAS 24 sieht eine Vereinfachung der Angabepflichten von Regierungen als nahe stehenden Unternehmen vor. Durch die Änderung des IAS 24 wurde gleichzeitig die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person verdeutlicht. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Der IASB hat am 24. Dezember 2009 Änderungen des IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung, bezüglich der Klassifizierung von Bezugsrechten - Classification of Rights Issues) veröffentlicht. Gewährt ein Unternehmen Bezugsrechte, Optionen oder Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile in einer anderen Währung als seiner funktionalen Währung, sind diese Bezugsrechte bisher als finanzielle Verbindlichkeiten zu bilanzieren. Die Neuregelung ergänzt, dass Bezugsrechte, Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrumente auszuweisen sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klasse gewährt werden. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Aus der Anwendung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Der IASB hat IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung und - Geeignete Grundgeschäfte) am 31. Juli 2008 veröffentlicht. Durch die Änderungen wird klargestellt, wie bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften mit dem Inflationsanteil von Finanzinstrumenten und mit Optionskontrakten, die als Sicherungsinstrument genutzt werden, zu verfahren ist. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Aus der Anwendung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Der IASB hat Änderungen des IFRIC 9 und IAS 39 (Eingebettete Derivate) am 12. März 2009 veröffentlicht. Damit erfolgt eine Klarstellung wie eingebettete Derivate zu behandeln sind, wenn ein hybrider Vertrag aus der Kategorie „ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ umklassifiziert wird. Die Änderung ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRIC 9 und IAS 39 (Eingebettete Derivate) werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Der IASB hat IFRS 9 (Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung) am 12. November 2009 veröffentlicht. Durch IFRS 9 werden die bisherigen Bewertungskategorien des IAS 39
| • | Kredite und Forderungen, |
| • | bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte, |
| • | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögensgegenstände, |
ersetzt durch die Kategorien:
| • | fortgeführte Anschaffungskosten (amortised cost) und |
| • | beizulegender Zeitwert (fair value). |
Ob ein Instrument in die Kategorie „fortgeführte Anschaffungskosten“ eingeordnet werden kann, ist abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens und von den Produktmerkmalen des einzelnen Instrumentes. Instrumente, die nicht die Merkmale der Kategorie „fortgeführte Anschaffungskosten“ erfüllen, sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Änderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Auswirkungen aus der Einführung des IFRS 9 können momentan noch nicht abgeschätzt werden.
Der IASB hat am 18. Juni 2009 Änderungen des IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern) veröffentlicht. Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungstransaktion erhält, hat diese Güter oder Dienstleistungen zu bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt oder ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Weiterhin wird der Begriff „Konzern“ klargestellt. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juni 2010 beginnen. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRS 2 werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Amendment zu IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) anzuwenden ab dem 1. Juli 2009. Diese Regelung schlägt eine Änderung der Definition aufgegebener Geschäftsbereiche sowie die Einführung zusätzlicher Anhangsangaben vor. Das konsequente Amendment zu IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der IFRS) schreibt vor, dass dieses Amendment ab dem Datum der erstmaligen Anwendung der IFRS prospektiv anzuwenden ist. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRS 5 werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Der IASB hat Änderungen zu IFRIC 14 (IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung) am 26. November 2009 veröffentlicht. IFRIC 14 gibt allgemeine Leitlinien zur Bestimmung der Obergrenze des Überschussbetrages eines Pensionsfonds, der nach IAS 19 als Vermögenswert angesetzt werden kann. Die Regelung ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRIC 14 werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb) ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. IFRIC 16 stellt Leitlinien zur Verfügung, wie bestimmt werden kann, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRIC 16 werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
IFRIC 17 (Sachausschüttungen an Eigentümer) ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. IFRIC 17 stellt Leitlinien auf, wie Sachausschüttungen an Eigentümer eines Unternehmens zu bilanzieren sind. Mit der gleichen Verordnung wurden auch sich durch IFRIC 17 ergebende Änderungen an IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) und IAS 10 (Ereignisse nach der Berichtsperiode) übernommen. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRIC 17 werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
IFRIC 18 (Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden) ist erstmals auf Übertragungen von Vermögenswerten anzuwenden, die das Unternehmen am oder nach dem 31. Juni 2009 erhält. IFRIC 18 stellt Leitlinien auf, wie ein Unternehmen Sachanlagenübertragungen durch einen Kunden zu bilanzieren hat. Aus der Anwendung der Änderungen des IFRIC 18 werden sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten) ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. IFRIC 19 stellt Leitlinien für Unternehmen auf, die teilweise oder vollständig eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. Aus der Anwendung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft ergeben.
Folgende oben beschriebene Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen wurden bisher nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen:
| • | Änderungen zu IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen). |
| • | IFRS 9 (Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung). |
| • | Änderungen des IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern). |
| • | Änderungen zu IFRIC 14 (Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung). |
| • | IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten). |
1. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER Aktiengesellschaft alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.
Gesellschaften, bei denen die BAUER Aktiengesellschaft direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren im Geschäftsjahr sechs Gesellschaften (Vorjahr: sechs) betroffen.
Die wichtigsten in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die beiden assoziierten Unternehmen NuBa Equipment Ltd. und Nuna Drilling F.A.L.C. Ltd., beide Kanada, erstellen ihren Jahresabschluss auf den 30. September. Die BAUER Corporate Services Private Ltd., Indien erstellt ihren Abschluss auf den 31. März.
Im Geschäftsjahr wurden erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen:
| • | Segment Bau: BAUER FOUNDATION CORP., Odessa/Florida, Vereinigte Staaten von Amerika; BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - Indonesia Branch, Jakarta, Indonesien |
| • | Segment Maschinen: BAUER EQUIPMENT UK LIMITED., Rotherham, Großbritannien; Hausherr System Bohrtechnik GmbH, Unna, Deutschland; SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland |
| • | Segment Resources: BAUER Emirates Environment Technologies and Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate; BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman; BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien; BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien; Ground Remediation Systems Limited, Wigan, Großbritannien; GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn; BAUER Resources Australia Pty Limited, Sydney, Australien; GF-Tec GmbH, Büttelborn, Deutschland |
| • | Segment Sonstiges: BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland |
Bei den neu konsolidierten Unternehmen handelt es sich sowohl um Neugründungen als auch um bestehende Gesellschaften, die aufgrund ihrer erweiterten Geschäftstätigkeit in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden.
Bei der BAUER Training Center GmbH handelt es sich um einen Formwechsel aus der ehemaligen BAUER Mietsystem GmbH.
Akquisitionen im Segment Maschinen:
Zum 1. Juni 2009 wurden 100 % der Anteile an der Hausherr System Bohrtechnik GmbH, Unna, Deutschland erworben, für die TEUR 25 an Anschaffungskosten bezahlt wurden.
Die Akquisition der Hausherr System Bohrtechnik GmbH wirkte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden aus (vorläufige Werte):
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| in Tausend EUR | Fair Values 01.06.2009 | Buchwerte 01.06.2009 |
|---|---|---|
| Auswirkungen zum Erwerbszeitpunkt | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 440 | 440 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.177 | 1.177 |
| (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) | (74) | (74) |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.592 | 1.592 |
Aus dem Erwerb ergab sich kein Unterschiedsbetrag.
Die Kaufpreisallokation der Hausherr System Bohrtechnik GmbH ist vorläufig, da endgültige Unternehmensunterlagen zum Abschlusszeitpunkt noch nicht zur Verfügung standen.
Akquisitionen im Segment Resources:
Zum 1. Januar 2009 wurden 60 % der Anteile an der GF-Tec GmbH, Büttelborn, Deutschland erworben, für die TEUR 452 an Anschaffungskosten bezahlt wurden.
Die Akquisition der GF-Tec GmbH wirkte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden aus:
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| in Tausend EUR | Fair Values 01.01.2009 | Buchwerte 01.01.2009 |
|---|---|---|
| Auswirkungen zum Erwerbszeitpunkt | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 329 | 44 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 140 | 139 |
| (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) | (1) | (1) |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 111 | 27 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 129 | 129 |
Aufgrund des Erwerbs ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 223. Die zugeordneten Kaufpreisanteile für die immateriellen Vermögenwerte aus der Akquisition betreffen noch nicht aktivierte Patente sowie Kundenbeziehungen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.
Am 16. April 2009 wurde die GWE Budafilter Kft., Mezövalva, Ungarn gegründet. Die Anteile der BAUER Resources GmbH am Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 300 betrugen 80 %. Nach der Gründung wurde vom Minderheitsgesellschafter Budafilter 94 Kft. ein Geschäftsbereich im Rahmen eines Asset-Deals zum 1. Mai 2009 erworben. Der Kaufpreis für den erworbenen Geschäftsbereich betrug TEUR 1.040 und wurde mit den vorhandenen Zahlungsmitteln und einem Darlehen der BAUER Resources GmbH beglichen.
Der Asset-Deal der GWE Budafilter Kft. wirkte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden aus:
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| in Tausend EUR | Fair Values 01.05.2009 | Buchwerte 01.05.2009 |
|---|---|---|
| Auswirkungen zum Erwerbszeitpunkt | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.040 | 664 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 0 |
| (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
Aufgrund des Erwerbs des Geschäftsbereiches ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Die zugeordneten Kaufpreisanteile für die immateriellen Vermögenswerte aus der Akquisition betreffen Produktions-Know-how in Höhe von TEUR 376, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.
Zum 16. Mai 2009 wurden 60 % der Anteile an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien zu einem Kaufpreis von TEUR 14.208 (TUSD 17.994) erworben. Der Kaufvertrag sieht für die Kaufpreiszahlung zwei Raten vor, wovon die erste in Höhe von TEUR 13.840 (TUSD 17.500) bereits in 2009 durch Zahlungsmittel beglichen wurde. Im Gegenzug wurden Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 0 (TUSD 0) erworben. Die zweite Teilzahlung in Höhe von TEUR 368 (TUSD 466) ist in 2011 fällig und wurde unter Zugrundelegung eines marktgerechten Zinssatzes (3,5 %) abgezinst.
Die Akquisition der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. wirkte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden aus:
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| in Tausend EUR | Fair Values 16.05.2009 | Buchwerte 16.05.2009 |
|---|---|---|
| Auswirkungen zum Erwerbszeitpunkt | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 14.066 | 12.203 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.474 | 1.474 |
| (davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) | (0) | (0) |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.290 | 1.290 |
Nachdem der Anteil an der Summe der beizulegenden Zeitwerte der angesetzten identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden die Anschaffungskosten an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. überstiegen hat, wurde die Identifizierung und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Site Group sowie die Bemessung der Anschaffungskosten des Zusammenschlusses neu beurteilt. Aus dem Erwerb ergab sich auch nach erneuter Beurteilung ein Unterschiedsbetrag (vorteilhafter Unternehmenserwerb) in Höhe von TEUR 42 der in 2009 direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde.
Seit dem erstmaligen Konsolidierungszeitpunkt erwirtschafteten die im Berichtsjahr erworbenen Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.429 (Vorjahr: 7.212) und ein Periodenergebnis in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: 862).
Im gesamten Geschäftsjahr 2009 erwirtschafteten die im Berichtsjahr erworbenen Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 17.657 (Vorjahr: 7.724) und ein Periodenergebnis in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: 594).
Zum 31. März 2009 wurde die BAUER Mietsystem GmbH, Schrobenhausen, Deutschland entkonsolidiert, da die operative Geschäftstätigkeit eingestellt wurde. Daraufhin ist ein Formwechsel in die BAUER Training Center GmbH erfolgt.
2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den BAUER Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.
Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairmenttest unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst.
Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
3. WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER Aktiengesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. In der Bilanz setzen wir monetäre Posten in fremder Währung unter der Verwendung des Mittelkurses am Bilanzstichtag an, wobei die eingetretenen Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.
Die Abschlüsse der zum BAUER Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden ergebnisneutral in der Währungsumrechnungsrücklage als Teil des Eigenkapitals erfasst.
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
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| 1 EUR entspricht | Jahresdurchschnittswerte | Stichtagswerte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Singapur | SGD | 2,0747 | 2,0230 | 2,0176 | 2,0118 |
| Thailand | THB | 49,0758 | 47,9766 | 48,8550 | 47,7704 |
| Mexiko | MXP | 16,4258 | 18,8839 | 19,3500 | 18,6376 |
| Chile | CLP | 777,9500 | 770,8597 | 900,4000 | 725,4943 |
| Argentinien | ARS | 4,6793 | 5,2328 | 4,8633 | 5,4585 |
| Peru | PEN | 4,3342 | 4,1856 | 4,4030 | 4,1349 |
| Japan | JPY | 151,4825 | 130,4779 | 126,4000 | 132,5913 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 1,4741 | 1,3955 | 1,3977 | 1,4303 |
| Südafrika | ZAR | 12,1115 | 11,5160 | 13,1698 | 10,5714 |
| Großbritannien | GBP | 0,8038 | 0,8907 | 0,9600 | 0,8932 |
| Malaysia | MYR | 4,9099 | 4,9079 | 4,8700 | 4,9079 |
| Saudi Arabien | SAR | 5,5380 | 5,2307 | 5,2863 | 5,3647 |
| Libanon | USD | 1,4741 | 2.098,6933 | 1,3977 | 2.147,5204 |
| Ägypten | EGP | 8,0311 | 7,7480 | 7,7810 | 7,8479 |
| Indonesien | IDR | 14.323,1667 | 14.392,4954 | 15.359,0000 | 13.515,8625 |
| Ungarn | HUF | 250,9683 | 281,4997 | 264,5050 | 272,6986 |
| Rumänien | RON | 3,6989 | 4,2363 | 3,9994 | 4,2393 |
| Vereinigte Arabische Emirate | AED | 5,4140 | 5,1257 | 5,1340 | 5,2535 |
| Philippinen | PHP | 65,7225 | 66,6220 | 66,8900 | 66,0776 |
| Neuseeland | NZD | 2,0929 | 2,2051 | 2,4177 | 1,9873 |
| Taiwan | TWD | 46,4284 | 45,9743 | 46,2420 | 46,1570 |
| Hongkong | HKD | 11,4731 | 10,8169 | 10,8323 | 11,0914 |
| China | CNY | 10,2301 | 9,5279 | 9,6090 | 9,7660 |
| Schweiz | CHF | 1,5786 | 1,5089 | 1,4860 | 1,4886 |
| Australien | AUD | 1,7492 | 1,7629 | 2,0257 | 1,6010 |
| Kanada | CAD | 1,5655 | 1,5792 | 1,7160 | 1,5031 |
| Russland | RUB | 36,8383 | 44,2682 | 42,2650 | 43,3528 |
| Indien | INR | 64,3776 | 67,4647 | 68,4300 | 66,8570 |
| Bulgarien | BGL | 1,9558 | 1,9558 | 1,9560 | 1,9559 |
| Schweden | SEK | 9,6855 | 10,5939 | 10,9150 | 10,2628 |
| Polen | PLN | 3,5383 | 4,3516 | 4,1823 | 4,1320 |
| Panama | PAB | 1,4741 | 1,3955 | 1,3977 | 1,4303 |
| Katar | QAR | 5,3755 | 5,0790 | 5,1320 | 5,2088 |
| Türkei | TRY | 1,9196 | 2,1674 | 2,1520 | 2,1633 |
| Vietnam | VND | 24.395,0000 | 24.933,5990 | 24.630,0000 | 26.422,4385 |
| Jordanien | JOD | 1,0461 | 0,9861 | 0,9980 | 1,0123 |
| Oman | OMR | 0,5685 | 0,5371 | 0,5425 | 0,5506 |
4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und infolgedessen wird er nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:
| • | die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes |
| • | die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen |
| • | die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen |
| • | ob der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird |
| • | die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können |
| • | die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten. |
Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungserlös vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen – außer bei Firmenwerten – vorgenommen.
SACHANLAGEN
Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-ratatemporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:
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| Wirtschaftliche Nutzungsdauer | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Bebaute Grundstücke und Gebäude | 3 bis 60 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 21 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 21 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.
Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter der Position Abschreibungen erfasst.
LEASING
Der BAUER Konzern fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer.
Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing - Verhältnis.
a) Bilanzierung als Leasingnehmer
Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden), werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.
b) Bilanzierung als Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswertes für einen bestimmten Zeitraum überträgt.
Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vom Unternehmen angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Im BAUER Konzern werden nur Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die als Operating Leasing klassifiziert werden. Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.
INVESTITIONSZUSCHÜSSE
Investitionszuschüsse gemäß IAS 20 mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde. Investitionszulagen werden passiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer als Ertrag vereinnahmt.
UNTERNEHMENSERWERBE
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen beziehungsweise übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
FREMDKAPITALKOSTEN
Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23r in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswertes in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Die zugrunde gelegten Finanzierungskostensätze lagen im Geschäftsjahr zwischen 4,87 % und 6 % (Vorjahr: 0 %). Im Vorjahr wurden die Fremdkapitalkosten nach der Benchmark-Methode behandelt und direkt in den Finanzaufwendungen erfasst. Der Ausweis eines Finanzierungssatzes für das Vorjahr entfällt somit. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswertes nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.
INVESTMENT PROPERTY
Zur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude werden gemäß IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen (linear nach der Pro-rata-temporis-Methode) zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen entsprechen. Die Bewertung erfolgt nicht durch externe Gutachter sondern wurde auf Grundlagen von Ableitungen aus dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Immobilien ermittelt.
AT-EQUITY-BEWERTETE ANTEILE UND BETEILIGUNGEN
Bei den finanziellen Vermögenswerten sind Beteiligungen an nicht börsennotierten Gesellschaften gemäß IAS 28 zu Anschaffungskosten bewertet, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und kein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelbar war. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen werden unter Berücksichtigung der anteiligen Ergebnisse der Gesellschaft und den erfolgten Gewinnausschüttungen konsolidiert.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswertes hin.
FINANZINSTRUMENTE
a) Originäre Finanzinstrumente
In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:
| • | Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) oder „LaR“ |
| • | Zur Veräußerung verfügbar (Available-for-Sale) oder „AfS“ |
Die Kategorie „Loans and Receivables“ umfasst insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurz- und langfristige Vermögenswerte sowie kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Der Kategorie „Available-for-Sale“ werden Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden.
Originäre Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
| • | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost or Other Financial Liabilities) oder „FLAC“ |
Die Kategorie „Financial Liabilities Measured at Amortised Cost“ umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten.
Forderungen und Verbindlichkeiten dieser Kategorien werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen.
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Im Falle eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. strittige Nachträge, Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt.
b) Derivative Finanzinstrumente
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag:
| • | der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist, |
| • | das keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, |
| • | oder der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. |
In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:
| • | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets held for Trading) oder „FAHfT“ |
Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
| • | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities held for Trading) oder „FLHfT“ |
Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien „Financial Assets held for Trading“ und Financial Liabilities held for Trading“ gehören Marktwerte der Zinsswaps, Devisenoptionsgeschäfte und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen.
Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.
Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst, unter Berücksichtigung latenter Steuern, im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden im Falle von Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäften unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen, im Falle von Zinsswaps erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2009 wurde Hedge Accounting angewendet.
Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt.
VORRÄTE
Vorräte an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten und direkt zuordenbaren Gemeinkosten des Herstellungsprozesses.
AUFTRAGSFERTIGUNG
Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt.
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.
LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung beziehungsweise -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.
Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragssteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
| • | entweder dasselbe Steuerobjekt oder |
| • | unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. |
Der Ansatz der latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlages und der Gewerbesteuer mit 29 % (Vorjahr: 29 %). Im Ausland werden Steuersätze zwischen 10 % und 42,3 % (Vorjahr: 10 % und 41 %) zugrunde gelegt.
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen werden nach dem im IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit sie 10 % des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und eventueller Plan-Assets übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit erfolgswirksam erfasst. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand.
ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.
ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Umsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Bei kundenbezogener, längerfristiger Fertigung werden die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
5. UMSATZERLÖSE
Die erzielten Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode in Höhe von TEUR 535.927 (Vorjahr: 596.908). Des Weiteren wurden Umsatzerlöse aus abgerechneten Eigenbaustellen sowie aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör erwirtschaftet. In den Umsatzerlösen ist ein Wertberichtigungsergebnis von netto TEUR -5.619 (Vorjahr: -10.568) enthalten. Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung.
6. SONSTIGE ERTRÄGE
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen | 78.879 | 71.128 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 4.498 | 4.843 |
| Realisierte und unrealisierte Währungsgewinne | 2.822 | 12.688 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 1.904 | 1.053 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 3.363 | 2.290 |
| Erträge aus Beteiligungen | 271 | 341 |
| Erträge aus vorteilhaften Unternehmenserwerben | 0 | 42 |
| Sonstige Erträge aus Vermietungen | 2.201 | 2.565 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften | 1.728 | 3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14.499 | 13.807 |
| Gesamt | 110.165 | 108.760 |
Der Rückgang der anderen aktivierten Eigenleistungen um TEUR 7.751 (Vorjahr: Erhöhung 9.250) resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Investitionstätigkeit bezüglich eigengefertigter Geräte. Die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen unrealisierten und realisierten Währungsgewinne in Höhe von TEUR 12.688 sind im Zusammenhang mit der globalen Währungssicherungsstrategie und der zugrundeliegenden Währungsverbuchung entstanden. In diesem Zusammenhang stehen den Erträgen unrealisierte und realisierte Währungsverluste in Höhe von TEUR 11.255 gegenüber, die unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen.
7. MATERIALAUFWAND
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 589.171 | 442.117 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 226.444 | 199.891 |
| Gesamt | 815.615 | 642.008 |
8. PERSONALAUFWAND
Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird.
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 210.300 | 218.488 |
| Soziale Abgaben | 37.952 | 39.802 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 2.513 | 4.685 |
| Gesamt | 250.765 | 262.975 |
Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 16.573 (Vorjahr: 16.114). In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 643 (Vorjahr: 335) enthalten.
9. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 6.279 (Vorjahr: 4.635) und im Sachanlagevermögen auf TEUR 52.299 (Vorjahr: 41.274). Die Abschreibungen auf Vermögenswerte des Umlaufvermögens betrugen im Geschäftsjahr TEUR 16.981 (Vorjahr: 14.998).
10. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 2.439 | 725 |
| Betriebsaufwendungen | 49.336 | 53.285 |
| Verwaltungsaufwendungen | 22.730 | 25.287 |
| Vertriebsaufwendungen | 35.023 | 36.952 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 11.844 | 12.009 |
| Realisierte und unrealisierte Währungsverluste | 4.190 | 11.255 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 34.987 | 24.177 |
| Gesamt | 160.549 | 163.690 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen zu Rückstellungen, sonstige Steueraufwendungen, Verluste aus Devisentermingeschäften sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen.
FINANZERGEBNIS
11. FINANZERTRÄGE
Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.482 | 2.319 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps | 0 | 10 |
| Gesamt | 3.482 | 2.329 |
12. FINANZAUFWENDUNGEN
Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 24.823 | 27.984 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.538 | 2.746 |
| Gesamt | 27.361 | 30.730 |
Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.755 (Vorjahr: 1.925).
Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 2.316 (Vorjahr: 3.479) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 25.403 (Vorjahr: 20.895) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.
13. ERTRAGSTEUERAUFWAND
Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 40.724 | 18.110 |
| Latente Steuern | -1.549 | -635 |
| Gesamt | 39.175 | 17.475 |
Der theoretische Steuersatz beträgt 29 % (Vorjahr: 29 %).
ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM AUSGEWIESENEN ERTRAGSTEUERAUFWAND
Der erwartete Steueraufwand liegt unter (Vorjahr: über) dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 146.705 | 59.503 |
| Theoretischer Steueraufwand 29 % (Vorjahr: 29 %) | 42.544 | 17.256 |
| Steuersatzunterschiede | -3.820 | -2.889 |
| Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge | 636 | 3.198 |
| Steuerlich nicht wirksame Auflösung des negativen Unterschiedsbetrages | 0 | -12 |
| Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen | -905 | -1.027 |
| Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre | 558 | 262 |
| Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 76 | 857 |
| Sonstiges | 86 | -170 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 39.175 | 17.475 |
Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2009 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: 199).
14. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER Aktiengesellschaft zurechenbaren Periodenergebnisses mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien.
Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:
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| 2008 | 2009 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären der BAUER Aktiengesellschaft zurechenbares Periodenergebnis in TEUR | 104.413 | 39.018 |
| Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 6,09 | 2,28 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 6,09 | 2,28 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
15. ANLAGEVERMÖGEN
15.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2008 | 9.474 | 0 | 732 | 23.981 | 34.187 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 377 | 0 | 0 | 0 | 377 |
| Zugänge | 3.329 | 1.387 | 246 | 3.000 | 7.962 |
| Abgänge | 36 | 0 | 0 | 0 | 36 |
| Umbuchungen | 107 | 0 | 0 | 0 | 107 |
| Währungsanpassung | -4 | 0 | 0 | 0 | -4 |
| 31.12.2008 | 13.247 | 1.387 | 978 | 26.981 | 42.593 |
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| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2009 | 13.247 | 1.387 | 978 | 26.981 | 42.593 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 514 | 0 | 0 | 0 | 514 |
| Zugänge | 6.249 | 223 | 71 | 3.552 | 10.095 |
| Abgänge | 840 | 0 | 0 | 12.582 | 13.422 |
| Umbuchungen | -254 | 0 | 0 | 0 | -254 |
| Währungsanpassung | -10 | 0 | 0 | 0 | -10 |
| 31.12.2009 | 18.906 | 1.610 | 1.049 | 17.951 | 39.516 |
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| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2008 | 3.434 | 0 | 207 | 16.348 | 19.989 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 268 | 0 | 0 | 0 | 268 |
| Zugänge | 1.764 | 0 | 128 | 2.743 | 4.635 |
| Abgänge | 114 | 0 | 0 | 0 | 114 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2008 | 5.352 | 0 | 335 | 19.091 | 24.778 |
| Buchwert 31.12.2008 | 7.895 | 1.387 | 643 | 7.890 | 17.815 |
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| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2009 | 5.352 | 0 | 335 | 19.091 | 24.778 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 18 | 0 | 0 | 0 | 18 |
| Zugänge | 2.956 | 0 | 147 | 3.176 | 6.279 |
| Abgänge | 809 | 0 | 0 | 12.582 | 13.391 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -7 | 0 | 0 | 0 | -7 |
| 31.12.2009 | 7.510 | 0 | 482 | 9.685 | 17.677 |
| Buchwert 31.12.2009 | 11.396 | 1.610 | 567 | 8.266 | 21.839 |
Von den im Jahr 2009 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 3.782 (Vorjahr: 3.253) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 16.500 | 14.588 |
| Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente | 2.981 | 3.363 |
| Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 19.481 | 17.951 |
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr TEUR 915 (Vorjahr: 333) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind dem Segment Maschinen zuzuordnen. Grund hierfür war, dass die unter den aktivierten Entwicklungskosten geführten Maschinenkomponenten aus dem Produktportfolio genommen wurden und deshalb kein zukünftiger Zufluss wirtschaftlichen Nutzens zu erwarten ist.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Rahmen der Durchführung des jährlichen Impairmenttests entsprechend IFRS 3 / IAS 36 den operativen Bereichen Exploration and Mining Services, Environment und Materials im Segment Resources als betreffende Zahlungsmittel generierende Einheiten (cash generating units) zugeordnet. Der CGU Materials ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 223, der CGU Exploration and Mining Services in Höhe von TEUR 834 und der CGU Environment in Höhe von TEUR 553 zugeordnet.
Die dieser Einheit zum Stichtag beizulegenden Werte entsprechen deren Nutzungswerten, die sich aus den abdiskontierten künftigen Cashflows ergeben. Die Ermittlung basiert auf aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum. Für den Zeitraum danach werden im Sinne einer vorsichtigen Bewertung gleich bleibende Cashflows angesetzt, wodurch künftige Wachstumschancen unberücksichtigt bleiben. Der Diskontierungssatz für die künftigen Cashflows entspricht dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC). Der Diskontierungssatz beträgt für die Bereiche Exploration and Mining Services, Environment und Materials 8,4 % (Vorjahr: 10 %).
Ein Vergleich der der Einheit beizulegenden Werte mit deren Buchwert einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert ergab keinen Abwertungsbedarf.
15.2 SACHANLAGEN UND INVESTMENT PROPERTY
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| in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Grundstücke und Bauten | Investment Property | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2008 | 154.118 | 2.388 | 234.739 | 41.776 | 23.332 | 456.353 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 4.540 | 0 | 39.670 | 3.210 | 0 | 47.420 |
| Zugänge | 21.520 | 134 | 68.567 | 14.554 | 35.797 | 140.572 |
| Abgänge | 8.890 | 0 | 40.089 | 7.641 | 465 | 57.085 |
| Umbuchungen | 18.390 | 55 | 2.560 | 1.087 | -22.199 | -107 |
| Währungsanpassung | -121 | -2 | -2.155 | -151 | 71 | -2.358 |
| 31.12.2008 | 189.557 | 2.575 | 303.292 | 52.835 | 36.536 | 584.795 |
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| in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Grundstücke und Bauten | Investment Property | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 189.557 | 2.575 | 303.292 | 52.835 | 36.536 | 584.795 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 19.191 | 2.096 | 0 | 21.287 |
| Zugänge | 28.681 | 41 | 86.572 | 10.239 | 11.262 | 136.795 |
| Abgänge | 1.040 | 0 | 29.134 | 6.529 | 211 | 36.914 |
| Umbuchungen | 27.629 | 597 | 8.398 | -816 | -35.554 | 254 |
| Währungsanpassung | -136 | -1 | -1.854 | -96 | -89 | -2.176 |
| 31.12.2009 | 244.691 | 3.212 | 386.465 | 57.729 | 11.944 | 704.041 |
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| in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung | Grundstücke und Bauten | Investment Property | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2008 | 48.654 | 829 | 137.223 | 23.832 | 0 | 210.538 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 2.149 | 0 | 33.912 | 2.850 | 0 | 38.911 |
| Zugänge | 5.126 | 60 | 29.638 | 6.440 | 10 | 41.274 |
| Abgänge | 3.995 | 0 | 28.777 | 5.799 | 0 | 38.571 |
| Umbuchungen | 260 | 0 | -210 | -50 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -84 | 59 | -1.876 | -92 | 0 | -1.993 |
| 31.12.2008 | 52.110 | 948 | 169.910 | 27.181 | 10 | 250.159 |
| Buchwert 31.12.2008 | 137.447 | 1.627 | 133.382 | 25.654 | 36.526 | 334.636 |
| davon Finanzierungs- leasing Buchwert 31.12.2008 | 4.254 | 0 | 18.613 | 3.443 | 0 | 26.310 |
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| in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung | Grundstücke und Bauten | Investment Property | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 52.110 | 948 | 169.910 | 27.181 | 10 | 250.159 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 1.980 | 630 | 0 | 2.610 |
| Zugänge | 7.160 | 72 | 37.535 | 7.532 | 0 | 52.299 |
| Abgänge | 917 | 0 | 14.623 | 5.463 | 0 | 21.003 |
| Umbuchungen | 306 | -4 | -33 | -259 | -10 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 107 | -8 | 0 | 99 |
| 31.12.2009 | 58.659 | 1.016 | 194.876 | 29.613 | 0 | 284.164 |
| Buchwert 31.12.2009 | 186.032 | 2.196 | 191.589 | 28.116 | 11.944 | 419.877 |
| davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2009 | 4.267 | 0 | 24.575 | 2.198 | 0 | 31.040 |
Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,45 % und 8,67 % (Vorjahr: 3,04 % und 9,67 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
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| in Tausend EUR | Restlaufzeit 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mindestleasingzahlungen | 9.100 | 19.052 | 3.165 | 31.317 |
| Zinsanteile | 1.366 | 2.425 | 504 | 4.295 |
| Barwert | 7.734 | 16.627 | 2.661 | 27.022 |
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| in Tausend EUR | Restlaufzeit 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mindestleasingzahlungen | 11.778 | 19.083 | 2.331 | 33.192 |
| Zinsanteile | 1.545 | 2.331 | 285 | 4.161 |
| Barwert | 10.233 | 16.752 | 2.046 | 29.031 |
Die Investment Properties haben einen Marktwert von TEUR 2.569 (Vorjahr: 2.250) und sind in 2009 durchgängig vermietet gewesen. Im Berichtszeitraum sind Mieterträge in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: 140) erzielt worden, denen direkte betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: 40) gegenüberstehen.
Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 135.878 (Vorjahr: 98.410) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzurechnen sind (Finance-Lease) in Höhe von TEUR 31.040 (Vorjahr: 26.310) geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH Investitionszuschüsse für die Standorterweiterung des Maschinenbaus in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 1.504) und Investitionszulagen in Höhe von TEUR 621 (Vorjahr: 1.432) gewährt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden der Olbersdorfer Guß GmbH Investitionszulagen zur Produktionserweiterung in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: 0) gewährt.
Im Geschäftsjahr wurden im Sachanlagevermögen TEUR 74 (Vorjahr: 0) an Fremdkapitalkosten aktiviert. Die zugrunde gelegten Finanzierungskostensätze lagen im Geschäftsjahr zwischen 4,87 % und 6 % (Vorjahr: 0 %).
AT-EQUITY-BEWERTETE ANTEILE UND BETEILIGUNGEN
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| in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | At-Equity- bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|
| 01.01.2008 | 7.465 | 5.094 | 12.559 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 71 | 0 | 71 |
| Zugänge | 2.007 | 0 | 2.007 |
| Abgänge | 0 | 500 | 500 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -432 | 0 | -432 |
| 31.12.2008 | 9.111 | 4.594 | 13.705 |
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| in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | At-Equity- bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 9.111 | 4.594 | 13.705 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1.507 | 0 | 1.507 |
| Abgänge | 0 | 179 | 179 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 405 | 1 | 406 |
| 31.12.2009 | 11.023 | 4.416 | 15.439 |
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| in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung | At-Equity- bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|
| 01.01.2008 | 0 | 995 | 995 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2008 | 0 | 995 | 995 |
| Buchwert 31.12.2008 | 9.111 | 3.599 | 12.710 |
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| in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung | At-Equity- bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 0 | 995 | 995 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 179 | 179 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2009 | 0 | 816 | 816 |
| Buchwert 31.12.2009 | 11.023 | 3.600 | 14.623 |
Aufgrund der Anteilsquote an assoziierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte (31.12.) | 139.272 | 151.327 |
| Eigenkapital (31.12.) | 27.992 | 33.631 |
| Schulden (31.12.) | 111.280 | 117.696 |
| Umsatzerlöse | 40.702 | 30.343 |
| Jahresergebnis | 3.119 | 3.541 |
16. LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7 | 61 | 3.951 | 3.573 |
| Sachanlagen | 2.791 | 1.480 | 14.190 | 12.363 |
| Vorräte | 214 | 636 | 1.118 | 3.286 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 841 | 660 | 1.235 | 1.131 |
| Pensionsrückstellungen | 2.104 | 2.121 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 6.276 | 5.649 | 294 | 311 |
| Eigenkapital (Sicherungsrücklage) | 0 | 956 | — | — |
| Verlustvorträge | 7.775 | 9.579 | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 2.339 | 3.186 | 3.030 | 3.632 |
| Saldierung | -5.830 | -4.705 | -5.830 | -4.705 |
| Nettobetrag | 16.517 | 19.623 | 17.988 | 19.591 |
Latente Steuerforderungen für steuerliche Verlustvorträge werden mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Latente Steuerforderungen in Höhe von TEUR 18.576 (Vorjahr: 14.776) wurden nicht angesetzt, die sich auf Verluste in Höhe von TEUR 64.054 (Vorjahr: 50.952) beziehen, die vorgetragen und gegen zukünftige steuerliche Gewinne verrechnet werden können. Aufgrund unserer mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung waren Verlustvorträge in Höhe von TEUR 64.054 (Vorjahr: 50.952) nicht nutzbar. Der Gesamtbetrag der steuerlichen Verlustvorträge beträgt TEUR 123.081 (Vorjahr: 106.861). In diesem Betrag sind die gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge kumulativ enthalten. Der Anteil der kurzfristigen latenten Steuern betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.490 (Vorjahr: 1.062). Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede in Höhe von TEUR 7.313 (Vorjahr: 2.997), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden.
17. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung | 4.393 | 4.464 |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.061 | 5.489 |
| Gesamt | 6.454 | 9.953 |
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden mit einem Effektivzinssatz von 7,5 % (Vorjahr: 7,5 %) verzinst und beinhalten im Wesentlichen langfristige Anteile von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr (wie im Vorjahr) weder wertgemindert noch überfällig.
18. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in Tausend EUR | Restlaufzeit 31.12.2008 | Restlaufzeit 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Zinsswaps | 0 | 42 | 0 | 10 |
| Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 106 | 0 | 21 | 0 |
| Gesamt | 106 | 42 | 21 | 10 |
Die Derivate werden unter Punkt 33 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr (wie im Vorjahr) weder wertgemindert noch überfällig.
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
19. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 112.765 | 105.350 |
| Träger- und Spundwände | 2.959 | 1.840 |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse | 202.491 | 256.505 |
| Geleistete Anzahlungen | 6.604 | 2.980 |
| Gesamt | 324.819 | 366.675 |
Von den Vorräten sind TEUR 175.501 (Vorjahr: 193.099) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Gesamtabwertungen auf Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 44.698 (Vorjahr: 29.483). Der Buchwert der vermieteten Maschinen im Vorratsvermögen beträgt TEUR 93.145 (Vorjahr: 73.695). Auf die Mietmaschinen wurden Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 16.981 (Vorjahr: 14.998) vorgenommen. Davon waren in Höhe von TEUR 2.554 (Vorjahr: 1.609) Sonderabschreibungen. Diese Sonderabschreibungen sind dem Segment Maschinen zuzuordnen. Im Geschäftsjahr waren neben den üblichen Eigentumsvorbehalten Vorräte in Höhe von TEUR 11.572 (Vorjahr: 11.045) als Kreditsicherheiten gestellt. Die geleisteten Sicherheiten können nur bei einer dauerhaften Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten, zum Beispiel ausbleibende Zins- und Tilgungsleistungen, Unterschreitung vereinbarter Finanzkennzahlen, durch die finanzierenden Banken in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheiten ist nicht absehbar.
20. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
FERTIGUNGSAUFTRÄGE
Die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) | ||
| noch nicht fertig gestellter Projekte | 236.973 | 295.557 |
| abzüglich der Teilabrechnungen | 234.581 | 269.933 |
| Saldo | 2.392 | 25.624 |
| davon: Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 28.218 | 54.229 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 25.826 | 28.605 |
ENTWICKLUNG DER FORDERUNGEN UND SONSTIGEN VERMÖGENSWERTE
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 28.218 | 54.229 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 198.864 | 179.146 |
| Forderungen an Arbeitsgemeinschaften | 857 | 1.030 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.647 | 928 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 42.750 | 42.341 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 11.121 | 8.090 |
| Gesamt | 284.457 | 285.764 |
Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurz- und langfristigen Forderungen wieder:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 51.477 | 52.813 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 7.251 | 1.809 |
| Währungsanpassung | 165 | -50 |
| Zuführung | 17.349 | 13.146 |
| Auflösung / Verbrauch | 23.429 | 8.524 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 52.813 | 59.194 |
Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 59.194 (Vorjahr: 52.813) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Innerhalb der Einzelwertberichtigung wurden Forderungen in der Regel zu 100 % wertberichtigt. Nach Berücksichtigung dieser Wertberichtigungen betrug der Buchwert dieser Forderungen zum Stichtag TEUR 179.146 (Vorjahr: 198.864). Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden.
Eine Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte der Forderungen auf Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle:
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| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2008 | Buchwert 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto-Buchwert) | 251.677 | 238.340 |
| Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen | 52.813 | 59.194 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Netto-Buchwert) | 198.864 | 179.146 |
| davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 50.524 | 51.291 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig: | 148.340 | 127.855 |
| - weniger als 30 Tage | 61.437 | 43.646 |
| - zwischen 30 und 60 Tagen | 21.512 | 21.031 |
| - zwischen 60 und 90 Tagen | 13.784 | 9.742 |
| - mehr als 90 Tage | 51.607 | 53.436 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr (wie im Vorjahr) weder wertgemindert noch überfällig. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen Mitarbeiter und Forderungen gegen Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen.
Insgesamt waren TEUR 5.169 (Vorjahr: 7.155) an monetären Vermögenswerten als Kreditsicherheiten begeben. Dabei handelt es sich um Zessionen.Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3 (Vorjahr: 1.735).
Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthaltenen, geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 541 (Vorjahr: 351).
Im Geschäftsjahr wurde unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen TEUR 254 (Vorjahr: 0) an Fremdkapitalkosten aktiviert.
Die zugrunde gelegten Finanzierungskostensätze lagen im Geschäftsjahr zwischen 4,87 % und 6 % (Vorjahr: 0 %).
Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt Wertminderungen von TEUR 13.146 (Vorjahr: 17.349) vorgenommen.
21. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 37.053 (Vorjahr: 36.868) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände.
22. EIGENKAPITAL
Das gezeichnete Kapital des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 73.001 (Vorjahr: 73.001) und ist eingeteilt in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, die voll dividendenberechtigt sind. Von den ausgegebenen Aktien wurden seit dem Börsengang keine Aktien durch den Konzern gehalten.
Die Aktionärsstruktur der BAUER Aktiengesellschaft stellt sich wie folgt dar:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | TEUR | % | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Familie Bauer | 48,19 | 35.179 | 48,19 | 35.182 |
| Streubesitz | 51,81 | 37.822 | 51,81 | 37.819 |
| Gesamt | 100,00 | 73.001 | 100,00 | 73.001 |
Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER Aktiengesellschaft wird auf den Anhang der BAUER Aktiengesellschaft (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2009 verwiesen.
Genehmigtes Kapital/Bezugsrechte
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der BAUER Aktiengesellschaft bis zum 25. Juni 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt TEUR 2.000 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| • | bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen |
| • | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zehn Prozent des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreitet. Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung ausgegeben wurden |
| • | zur Vermeidung von Spitzenbeträgen. |
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.
Das übrige Eigenkapital des BAUER Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| I. Kapitalrücklage | 38.404 | 38.404 |
| II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 246.490 | 263.297 |
| III. Minderheitsgesellschafter | 14.742 | 27.182 |
| Gesamt | 299.636 | 328.883 |
ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber ein gutes Rating und der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus wollen wir uns ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung unseres Wachstumskurses erhalten. Zurzeit verfügt Bauer über ein BB+ stable Rating von Standard and Poor's. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie EK-Quote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern (Periodenergebnis) zurückgegriffen.
Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 372.637 | 401.884 |
| Eigenkapitalquote | 35,8 % | 33,9 % |
| Periodenergebnis | 107.530 | 42.028 |
| Nettoverschuldung (Net Debt) * | 305.368 | 445.727 |
| Finanzschulden | 342.236 | 482.780 |
| Liquide Mittel | 36.868 | 37.053 |
| Net Debt / EBITDA * | 1,34 | 2,79 |
| EBITDA / Net Interest Coverage | 9,55 | 5,62 |
* Vorjahreszahlen geändert (Änderung der Berechnungsgrundlage)
Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben.
Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) erfüllt. Diese beinhalten für die Schuldscheindarlehen eine Eigenkapitalquote von größer 25 % und eine Quote von kleiner 4 des Verhältnisses aus Net Debt/EBITDA bzw. von größer 2,8 des Verhältnisses aus EBITDA/Net Interest Coverage.
Im Rahmen unserer internen Steuerung ermittelt sich das Net Debt inkl. der Pensionsrückstellungen. Für das Compliance Certificate (Bestätigung zu unseren Covenants) bemisst sich das Net Debt jedoch ohne Pensionsrückstellungen. Aus diesem Grund wurden Anhangsausweis und die Vorjahreszahlen angepasst.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Erträge aus operativen Beteiligungen in Höhe von TEUR 341 (Vorjahr: 271) unter den sonstigen Erträgen und somit im EBITDA enthalten. Für das Compliance Certificate bemisst sich das EBITDA jedoch ohne Erträge aus operativen Beteiligungen. Aus diesem Grund wurden der Anhangsausweis und die Vorjahreszahlen angepasst.
LANGFRISTIGE SCHULDEN
23. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in Tausend EUR | Restlaufzeit 31.12.2008 | Restlaufzeit 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 142.470 | 69.819 | 249.290 | 72.814 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 16.627 | 2.661 | 16.752 | 2.046 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.077 | 0 | 6.398 | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.773 | 1.530 | 6.659 | 4.214 |
| Gesamt | 164.947 | 74.010 | 279.099 | 79.074 |
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| in Tausend EUR | Fair-Value | Zinssatzspanne | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * | 213.812 | 326.447 | 0,70 - 8,73 % | 0,57 - 7,64 % |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen * | 22.217 | 21.414 | 3,04 - 9,67 % | 2,45 - 8,67 % |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten * | 4.189 | 10.815 | 1,97 - 11,0 % | 1,6 - 11,0 % |
| Gesamt | 240.218 | 358.676 | — | — |
* Die ausgewiesenen Fair-Values des Vorjahres wurden angepasst (Änderung der Berechnungsgrundlage) und sind mit der Tabelle Überleitung der Bilanzwerte bei den Sonstigen Angaben zu den Finanzinstrumenten abstimmbar.
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen sowie an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften und Wandelschuldverschreibungen (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter 33).
24. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Insbesondere für Mitarbeiter inländischer Konzerngesellschaften besteht eine betriebliche Altersvorsorge auf der Basis direkter oder indirekter leistungsorientierter Versorgungszusagen. Diese basieren regelmäßig auf der Beschäftigungsdauer sowie dem Entgelt der Mitarbeiter oder auf festen, entgeltunabhängigen Rentenzusagen.
Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen versicherungsmathematisch bewertet.
Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:
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| in % | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 5,6 | 5,3 |
| Gehaltssteigerungsrate | 3,0 | 3,0 |
| Rentensteigerungsrate | 2,0 | 2,0 |
| Vermögensertrag des Fondsvermögens | 1,6 | 1,6 |
Als Fluktuationsrate wurde eine altersabhängig fallende Fluktuationswahrscheinlichkeit von 5 % p. a. (Vorjahr: 4 % - 5 % p. a.) über die gesamte Belegschaft angenommen. Ab dem 55. Lebensalter wurde keine Fluktuation mehr angenommen.
Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 1.167 | 1.356 |
| abzüglich beizulegender Zeitwert des Fondsvermögens | -166 | -177 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 49.812 | 54.040 |
| Anpassungsbetrag auf Grund (nicht verrechneter) versicherungsmathematischer Gewinne / Verluste | -6.894 | -8.900 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 43.919 | 46.319 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Beginn des Jahres | 45.833 | 50.979 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 471 | 0 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.077 | 1.131 |
| Zinsaufwand | 2.539 | 2.746 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) | 2.531 | 2.133 |
| Geleistete Zahlungen | -1.472 | -1.593 |
| Ende des Jahres | 50.979 | 55.396 |
Entwicklung des Fondsvermögens:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Fondsvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres | 155 | 166 |
| Tatsächlicher Ertrag aus Fondsvermögen | 3 | 3 |
| Übertragung von Vermögenswerten | 8 | 8 |
| Beizulegender Zeitwert des Fondsvermögens am Ende des Geschäftsjahres | 166 | 177 |
Das Fondsvermögen besteht in Form einer Rückdeckungsversicherung.
Der tatsächliche Ertrag aus Fondsvermögen beläuft sich auf TEUR 3 (Vorjahr: 3). Die tatsächlich erzielte Rendite beträgt 1,4 % (Vorjahr: 1,9 %).
Der Anwartschaftsbarwert zeigt die nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsansprüche der Mitarbeiter. Dagegen ist die Rückstellung auf der Grundlage versicherungsmathematischer Annahmen gebildet, die stichtagsbezogene Schwankungen innerhalb der von IAS 19 bestimmten Grenzen (+/- 10 % des Anwartschaftsbarwerts) unberücksichtigt lassen. Von den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind TEUR 1.536 (Vorjahr: 1.498) innerhalb eines Jahres fällig.
Die im Ergebnis erfassten Beträge ermitteln sich wie folgt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.077 | 1.131 |
| Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste | 85 | 166 |
| Zinsaufwand für die bereits erworbenen Versorgungsansprüche | 2.539 | 2.746 |
| Erwarteter Ertrag aus Fondsvermögen | -2 | -3 |
| Pensionsaufwendungen | 3.699 | 4.040 |
Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 41.229 | 43.919 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 471 | 0 |
| Pensionsaufwendungen | 3.699 | 4.040 |
| Auszahlungen | -1.472 | -1.593 |
| Dotierung von Fondsvermögen | -8 | -8 |
| Effekte aus Übertragungen | 0 | -39 |
| Stand 31.12. | 43.919 | 46.319 |
Folgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung, den beizulegenden Zeitwert des Fondsvermögens und die Ergebnisentwicklung des Fondsvermögens seit der Umstellung auf IFRS jeweils zum 31. Dezember:
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| in Tausend EUR | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der leistungs- orientierten Verpflichtung | 43.236 | 51.318 | 45.833 | 50.979 | 55.396 |
| Zeitwert des Fondsvermögens | -134 | -145 | -155 | -166 | -177 |
| Fehlbetrag / (Überschuss) | 43.102 | 51.173 | 45.678 | 50.813 | 55.219 |
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| in Tausend EUR | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen bei Planschulden | 769 | 1.261 | 303 | 673 | -325 |
| Auswirkungen von Änderungen versi- cherungsmathematischer Annahmen | 5.814 | 5.231 | -9.757 | 1.867 | 2.473 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen bei Planvermögen | 0 | 3 | -1 | -1 | 0 |
KURZFRISTIGE SCHULDEN
25. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 78.163 | 95.953 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.845 | 5.829 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 25.826 | 28.605 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 93.051 | 65.375 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 524 | 267 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 7.734 | 10.233 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 106.445 | 101.269 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 20.459 | 24.819 |
| Gesamt | 339.047 | 332.350 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.
Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 3,1 % - 7,0 % (Vorjahr: 5,75 % - 7,05 %).
26. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 14.527 | 18.768 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 102 | 42 |
| Währungsanpassung | 33 | 235 |
| Auflösung / Verbrauch | 4.162 | 5.620 |
| Zuführung | 8.268 | 3.957 |
| Stand 31.12. | 18.768 | 17.382 |
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen | 17.645 | 15.992 |
| Prozessrisiken | 926 | 1.197 |
| übrige sonstige Rückstellungen | 197 | 193 |
| Gesamt | 18.768 | 17.382 |
In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt. Der Bestand an Rückstellungen wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2010 verbraucht.
27. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 38.857 | 4.403 |
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.
28. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| in Tausend EUR | Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.08 | 31.12.09 | 31.12.08 | 31.12.09 | 31.12.08 | 31.12.09 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen | 7.611 | 6.590 | 6.554 | 7.670 | 90 | 551 |
| Weitere finanzielle Verpflichtungen | 5.532 | 5.746 | 5.915 | 2.450 | 2.312 | 1.365 |
Bei den Operating-Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um Technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert wurden.
Im BAUER Konzern bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 164 (Vorjahr: 117).
29. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE
Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.
30. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem 31. Dezember 2009 ergaben sich keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss.
31. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente des BAUER Konzerns; danach wird der BAUER Konzern in die Konzernbereiche Bau, Maschinen, Resources und Sonstiges aufgeteilt.
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN SEGMENTDATEN
Kerngeschäft des Segmentes Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen und Sanierungsleistungen. Um Entwicklungstrends aufzuzeigen, werden die Umsätze im Baubereich im Lagebericht zusätzlich in die Bereiche Spezialtiefbau Inland und Spezialtiefbau Ausland aufgeteilt. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten, auch über die Großprojekteabteilung, ergibt sich das Segment Bau.
Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.
Im Segment Resources sind alle Betriebe des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Betriebe der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Betriebe für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen sowie Betriebe, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie herstellen und vertreiben. Die BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen ist diesem Segment bereits zugeordnet. Die Anteile wurden jedoch zum Bilanzstichtag von der BAUER Spezialtiefbau GmbH gehalten.
Im Segment Sonstiges sind die zentralen Dienste für die Konzernbetriebe (Rechnungswesen, Personal, IT etc.), speziell der BAUER AG, zusammengefasst.
Segmentberichterstattung des BAUER Konzerns
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| SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN | Bau | Maschinen | Resources | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 700.890 | 587.090 | 780.100 | 604.490 | 135.070 | 163.770 |
| ERTRÄGE | ||||||
| Externe Verkäufe | 584.339 | 487.894 | 601.230 | 456.468 | 105.148 | 152.003 |
| Verkäufe zwischen den Segmenten | 16.433 | 13.818 | 65.823 | 73.489 | 4.870 | 3.485 |
| Bestandsveränderungen | 7.573 | -4.660 | 43.833 | 21.906 | 2.920 | -1.145 |
| Sonstige Erträge | 16.357 | 23.166 | 53.437 | 47.839 | 8.876 | 5.762 |
| Konsolidierte Leistung 1) | 624.702 | 520.218 | 764.323 | 599.702 | 121.814 | 160.105 |
| ERGEBNIS | ||||||
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 46.328 | 25.746 | 118.301 | 51.306 | 4.016 | 5.997 |
| Finanzaufwendungen | ||||||
| Finanzerträge | ||||||
| Anteiliges Periodenergebnis assozierter Unternehmen | 2.049 | 3.241 | 9 | 9 | 1.061 | 291 |
| Ertragsteueraufwand | ||||||
| Periodenergebnis | ||||||
| ANDERE INFORMATIONEN | ||||||
| Segmentvermögen | 372.788 | 396.218 | 542.452 | 599.002 | 81.196 | 138.277 |
| Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen | 5.465 | 7.845 | 71 | 81 | 3.575 | 3.097 |
| Nicht zugeordnete gemeinschaftliche Vermögenswerte | ||||||
| Segmentvermögen konsolidiert 2) | ||||||
| Segmentschulden | 148.178 | 157.375 | 121.565 | 76.359 | 21.999 | 30.841 |
| Nicht zugeordnete Schulden | ||||||
| Segmentschulden konsolidiert 2) | ||||||
| Investitionen nach Geschäftssegmenten 2) | 72.615 | 68.814 | 64.940 | 54.676 | 8.540 | 20.614 |
| Segmentabschreibungen | 29.663 | 34.845 | 23.864 | 31.974 | 5.510 | 5.934 |
| Zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen | 12.465 | 15.465 | 18.947 | 2.746 | 724 | 3001 |
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| SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN | Sonstiges | Eliminierungen | Konsolidiert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 25.950 | 29.010 | -114.825 | -106.030 | 1.527.185 | 1.278.330 |
| ERTRÄGE | ||||||
| Externe Verkäufe | 93 | 178 | 1.290.810 | 1.096.543 | ||
| Verkäufe zwischen den Segmenten | 24.966 | 26.951 | -112.092 | -117.743 | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 0 | 7.191 | 54.326 | 23.292 |
| Sonstige Erträge | 778 | 1.236 | 30.717 | 30.757 | 110.165 | 108.760 |
| Konsolidierte Leistung 1) | 25.837 | 28.365 | -81.375 | -79.795 | 1.455.301 | 1.228.595 |
| ERGEBNIS | ||||||
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 1.590 | 830 | -2.770 | 484 | 167.465 | 84.363 |
| Finanzaufwendungen | -27.361 | -30.730 | ||||
| Finanzerträge | 3.482 | 2.329 | ||||
| Anteiliges Periodenergebnis assozierter Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.119 | 3.541 |
| Ertragsteueraufwand | -39.175 | -17.475 | ||||
| Periodenergebnis | 107.530 | 42.028 | ||||
| ANDERE INFORMATIONEN | ||||||
| Segmentvermögen | 12.360 | 11.295 | 1.008.796 | 1.144.792 | ||
| Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 9.111 | 11.023 | ||
| Nicht zugeordnete gemeinschaftliche Vermögenswerte | 23.636 | 29.346 | ||||
| Segmentvermögen konsolidiert 2) | 1.041.543 | 1.185.161 | ||||
| Segmentschulden | 6.712 | 6.868 | 298.454 | 271.443 | ||
| Nicht zugeordnete Schulden | 370.452 | 511.834 | ||||
| Segmentschulden konsolidiert 2) | 668.906 | 783.277 | ||||
| Investitionen nach Geschäftssegmenten 2) | 4.446 | 2.786 | 150.541 | 146.890 | ||
| Segmentabschreibungen | 1.870 | 2.806 | 60.907 | 75.559 | ||
| Zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen | 40 | 36 | 32.176 | 21.248 |
1) Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Nicht enthalten sind hier die Leistungen der assoziierten Unternehmen sowie unser Nachunternehmervergabeanteil an Arge-Leistungen.
2) Stichtag 31.12.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
32. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit.
Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden.
33. FINANZINSTRUMENTE
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist der BAUER Konzern insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER Aktiengesellschaft gesteuert und durchgeführt.
Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Das Vier-Augen-Prinzip wird durch die Aufteilung der Funktionen über Vorstand (Abschluss) und Fachabteilungen (operative Abwicklung) realisiert. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchster Bonität abgeschlossen.
MARKTRISIKEN
Währungsrisiko
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der BAUER Konzern Finanzinstrumente eingeht.
Im BAUER Konzern sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden zu einem wesentlichen Teil durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital.
Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.
Wenn der Euro gegenüber den abgesicherten Fremdwährungen zum 31. Dezember 2009 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis (Vorjahr: Ergebnis) aufgrund der Effekte aus Fair-Value-Änderungen insgesamt um TEUR 2.588 höher (Vorjahr: 3.096) bzw. um TEUR 3.056 (Vorjahr: 3.413) niedriger gewesen.
Wenn der Euro gegenüber ungesicherten Fremdwährungen zum 31. Dezember 2009 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 720 (Vorjahr: 1.689) niedriger bzw. TEUR 624 (Vorjahr: 1.667) höher gewesen. Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2009 im Wesentlichen US-Dollar. Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen.
Zinsrisiko
Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen.
Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital, aufgrund der Fair-Value-Änderungen von Zinsderivaten aus dem Hedge-Accounting um TEUR 2.816 (Vorjahr: 0) höher bzw. TEUR 2.923 (Vorjahr: 0) niedriger gewesen. Die Ergebnisauswirkung aus Fair-Value-Änderungen von Zinsderivaten, die nicht dem Hedge-Accounting entsprechen, wäre bei einer Erhöhung (Senkung) um 100 Basispunkte TEUR 1.625 (Vorjahr: 1.621) höher bzw. TEUR 1.723 (Vorjahr: 1.685) niedriger gewesen. Das Ergebnis von variabel verzinsten Verbindlichkeiten und Vermögenswerten wäre bei einer Erhöhung (Senkung) des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte um TEUR 304 (Vorjahr: 414) niedriger/höher gewesen. Die hypothetische Gesamtergebnisauswirkung beliefe sich bei einer Erhöhung um 100 Basispunkte auf TEUR 1.321 (Vorjahr: 1.207) bzw. -1.419 (Vorjahr: -1.271). Aufgrund der geänderten Berechnung und Darstellung wurden die Vorjahreswerte angepasst.
Rohstoffrisiko
Rohstoffrisiken, denen der BAUER Konzern hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Die Absicherung betrifft im Wesentlichen den Rohstoff Stahl.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt.
Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie im BAUER Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente der BAUER Gruppe ersichtlich:
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| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2009 | Cashflows 2010 | Cashflows 2011 bis 2014 | Cashflows 2015 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 418.057 | 103.101 | 323.794 | 76.624 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 29.031 | 11.778 | 19.083 | 2.331 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 106.896 | 101.269 | 5.627 | 0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 35.692 | 25.638 | 7.968 | 3.240 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 28.605 | 28.605 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen | 66.146 | 65.375 | 771 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 267 | 267 | 0 | 0 |
Im Vorjahr stellten sich die Zins- und Tilgungszahlungen wie folgt dar:
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| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2008 | Cashflows 2009 | Cashflows 2010 bis 2013 | Cashflows 2014 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 290.452 | 84.472 | 173.595 | 83.407 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 27.022 | 9.100 | 19.052 | 3.165 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 108.920 | 106.445 | 2.475 | 0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 24.762 | 21.386 | 3.965 | 551 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 25.826 | 25.826 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen | 93.653 | 93.051 | 602 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 524 | 524 | 0 | 0 |
Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren wurde nicht gegen Darlehensvereinbarungen verstoßen. Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen.
Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente basierend auf Zahlungsmittelab- und -zuflüssen stellt sich wie folgt dar:
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| in Tausend TEUR zum 31.12.2009 | 2010 | 2011 bis 2014 | ab 2015 |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Devisenoptionen | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -11.512 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 11.512 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Devisentermingeschäften | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -402 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 402 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Zinsswaps | -120 | -478 | -508 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -172 | -687 | -730 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 52 | 209 | 222 |
| Verbindlichkeiten aus Devisenoptionen | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -4.988 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 4.988 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -18.340 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 18.340 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | -5.139 | -11.015 | -2.444 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -8.884 | -21.434 | -4.200 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 3.745 | 10.419 | 1.756 |
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| in Tausend TEUR zum 31.12.2008 | 2009 | 2010 bis 2013 | ab 2014 |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Devisenoptionen | -1.778 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -43.642 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 41.864 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Devisentermingeschäften | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -18.773 | -6.530 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 18.773 | 6.530 | 0 |
| Forderungen aus Zinsswaps | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Devisenoptionen | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -4.173 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 4.173 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | 290 | 782 | 234 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -1.378 | -4.191 | -1.720 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 1.668 | 4.973 | 1.954 |
AUSFALLRISIKO
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalles eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwertes gegenüber den jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in der Tabelle „Überleitung der Bilanzwerte“ ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle, sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen, Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit erstklassigen Banken abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen.
SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Die BAUER EGYPT S.A.E. hat am 2. Oktober 2001 eine Wandelschuldverschreibung zu 11 % mit einem Nominalwert von EGP 10.000.000 emittiert. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibung betrug ursprünglich 6 Jahre und wurde erneut um weitere 3 Jahre verlängert. Nach deren Ablauf hat der Besitzer die Option, die Wandelschuldverschreibung in 200.000 Aktien zu EGP 50 zu tauschen. Der beizulegende Zeitwert der Schuldkomponente und der Eigenkapitalumwandlungskomponente wurde zum Ausgabedatum der Wandelschuldverschreibung bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Schuldkomponente, der in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst wird, beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 586 (Vorjahr: 604).
Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente, der in den Minderheitenanteilen erfasst wird, beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 324 (Vorjahr: 324).
Die BAUER Maschinen GmbH hat am 30. Januar 2009 ein europäisches Devisenoptionsgeschäft in Höhe von 15.000.000 USD (Verkauf) und ein europäisches Devisenoptionsgeschäft in Höhe von 6.500.000 USD (Kauf) verlängert, welche jeweils die Fälligkeit zum 30. Juni 2010 aufweisen. Durch den Erwerb dieser Verkauf-/Kaufoptionen ist die BAUER Maschinen GmbH berechtigt, insgesamt nominal 15.000.000 USD innerhalb festgelegter Fristen zu einem vereinbarten Basispreis von 1,3030 EUR/USD zu verkaufen und 6.500.000 USD innerhalb festgelegter Fristen zu einem vereinbarten Basispreis von 1,3030 EUR/USD anzukaufen. Der Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen.
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| in Tausend EUR | Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.08 | 31.12.09 | 31.12.08 | 31.12.09 | 31.12.08 | 31.12.09 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps | ||||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 66.500 | 0 | 23.350 |
| davon nicht im Hedge Accounting | 0 | 5.000 | 17.024 | 15.466 | 45.000 | 25.000 |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge Accounting | 21.353 | 19.543 | 7.155 | 0 | 0 | 0 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge Accounting | 42.928 | 15.032 | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| in Tausend EUR | Nominalvolumen | Marktwert | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.08 | 31.12.09 | 31.12.08 | 31.12.09 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps | ||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 89.850 | 0 | -3.296 |
| davon nicht im Hedge Accounting | 62.024 | 45.466 | -2.476 | -1.679 |
| Devisentermingeschäfte | ||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge Accounting | 28.508 | 19.543 | 799 | -784 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge Accounting | 42.928 | 15.032 | 2.215 | 1.154 |
Bei den im BAUER Konzern bilanzierten originären Finanzinstrumenten bestehen folgende Zinsbindungen:
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| in Tausend EUR | Variable Verzinsung | Feste Zinsbindung | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 36.868 | 37.053 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 69.128 | 57.225 | 221.324 | 360.832 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 5.938 | 3.959 | 21.084 | 25.072 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 3.251 | 6.264 | 21.511 | 29.428 |
Die variable Verzinsung umfasst neben Kontokorrentbeständen, deren Zinssätze laufend angepasst werden, auch ausländische Anteile an Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen sowie sonstige Finanzverbindlichkeiten. Die feste Zinsbindung betrifft Bankdarlehen, inländische Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen sowie Finanzierungsverträge mit Leasinggesellschaften und Wandelschuldverschreibungen. Die Zinsbindung besteht jeweils über die jeweilige Laufzeit des Vertrages, die im Wesentlichen zwischen 1 und 10 Jahren liegt.
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39:
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| in Tausend EUR | 31.12.2008 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Loans and receivables | -7.089* | -3.302 |
| Other financial Liabilities | -20.895* | -25.403 |
| Available for Sale Financial Assets | 0 | 29 |
| Financial Assets and Liabilities Held for Trading | -198 | -2.058 |
* Vorjahreszahlen geändert (Änderung der Berechnungsbasis)
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Other financial Liabilities enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available-for-Sale-Financial Assets enthält Eigenkapitalanteile an Gesellschaften sowie Gewinne- und Verluste aus Wertpapieren des Umlaufvermögens.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorien Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps.
BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt.
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist auf Grund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen und langfristig finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen und langfristig finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, weil kein aktiver Markt existiert. Es ist nicht vorgesehen, die Beteiligungen in naher Zukunft zu veräußern.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
| • | Stufe 1: notierte Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten |
| • | Stufe 2: andere Methoden, bei denen alle eingehenden Informationen, die einen wesentlichen Einfluss auf den ermittelten beizulegenden Zeitwert haben, auf direkt und indirekt beobachtbaren Marktdaten berufen |
| • | Stufe 3: Methoden, die eingehende Informationen verwenden, die einen wesentlichen Einfluss auf den ermittelten beizulegenden Zeitwert haben, welche nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen |
Stufe 3 war zum 31. Dezember 2009 für die BAUER Gruppe nicht relevant.
Zum 31. Dezember 2009 sind die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, den folgenden Stufen zuzuordnen:
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| IAS 39-Kategorie | 31.12.2009 | Stufe 1 | Stufe 2 | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva in Tausend EUR | ||||
| Wertpapiere | AfS | 143 | 143 | 0 |
| Derivate nicht im Hedge Accounting | FAHfT | 1.214 | 0 | 1.214 |
| Derivate im Hedge Accounting | n/a | 0 | 0 | 0 |
| Passiva in Tausend EUR | ||||
| Derivate nicht im Hedge Accounting | FLHfT | 2.523 | 0 | 2.523 |
| Derivate im Hedge Accounting | n/a | 3.296 | 0 | 3.296 |
SONSTIGE ANGABEN ZU SICHERUNGSGESCHÄFTEN
Im Geschäftsjahr 2009 wurden unrealisierte Ergebnisse aus der Marktbewertung von Zinsswaps in Höhe von TEUR 2.340 (Vorjahr: 0) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage (Hedge Accounting, Cashflow Hedge) im Eigenkapital erfasst. In diesem Zeitraum wurde der ineffektive Teil in Höhe von TEUR -6 (Vorjahr: 0) nach Steuern in die Finanzaufwendungen gebucht. Die prospektive Effektivität wurde nach der Critical Term Match-Methode und die retrospektive Effektivität nach der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode gemessen.
Die abgeschlossenen Finanzderivate beinhalten Ansprüche, als auch Verpflichtungen, die für die Währungsderivate 2010 erfüllt bzw. verlängert werden. Hinsichtlich der Zinsderivate werden jährlich Zins- und zum Teil Tilgungszahlungen anfallen, welche in der Liquiditätsanalyse dargestellt sind und bis 2020 erfüllt werden.
Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifizert. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte:
Überleitung der Bilanzwerte vom 31. Dezember 2008 zum 31. Dezember 2009:
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| AKTIVA in Tausend EUR |
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unterkategorie | Buchwert | Loans and receivables/ other financial liabilities | Available for Sale | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2008 * | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Beteiligungen | at cost | 3.599 | 3.600 | 0 | 0 | 3.599 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 6.454 | 9.953 | ||||
| at amortised Cost | 1.577 | 5.035 | 1.577 | 5.035 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 4.877 | 4.918 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 148 | 31 | ||||
| at Fair Value | 42 | 10 | 0 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 106 | 21 | 106 | 21 | 0 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 284.457 | 285.764 | ||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 28.218 | 54.229 | 28.218 | 54.229 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 198.864 | 179.146 | 198.864 | 179.146 | 0 |
| Forderungen an Arbeitsgemeinschaften | at amortised Cost | 857 | 1.030 | 857 | 857 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | at amortised Cost | 2.647 | 928 | 2.647 | 928 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 42.750 | 42.341 | ||||
| at amortised Cost | 3.799 | 3.384 | 3.799 | 3.384 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 38.951 | 38.957 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 11.121 | 8.090 | ||||
| at Fair Value | 4.063 | 1.347 | 0 | 0 | 113 | |
| at amortised Cost | 7.058 | 6.743 | 7.058 | 6.743 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 36.868 | 37.053 | 36.868 | 37.053 | 0 | |
| Summe Aktiva | 331.526 | 336.401 | 279.994 | 287.396 | 3.712 |
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| AKTIVA in Tausend EUR |
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unterkategorie | Available for Sale | Financial Assets and Liabilities Held for Trading | Derivate im Hedge Accounting | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Beteiligungen | at cost | 3.600 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | ||||||
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| at Fair Value | 0 | 42 | 10 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen an Arbeitsgemeinschaften | at amortised Cost | |||||
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| at Fair Value | 143 | 3.950 | 1.204 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Aktiva | 3.743 | 3.992 | 1.214 | 0 | 0 |
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| AKTIVA in Tausend EUR |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Unterkategorie | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Fair Value nach IFRS 7 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Beteiligungen | at cost | 0 | 0 | n/a | n/a |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | |||||
| at amortised Cost | 0 | 0 | 1.269 | 4.053 | |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| at Fair Value | 0 | 0 | 42 | 10 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 106 | 21 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 0 | 0 | 28.218 | 54.229 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 0 | 0 | 198.864 | 179.146 |
| Forderungen an Arbeitsgemeinschaften | at amortised Cost | 857 | 1.030 | ||
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | at amortised Cost | 0 | 0 | 2.647 | 928 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| at amortised Cost | 0 | 0 | 3.799 | 3.384 | |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| at Fair Value | 0 | 0 | 4.063 | 1.347 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 7.058 | 6.743 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 36.868 | 37.053 | |
| Summe Aktiva | 0 | 0 | 283.791 | 287.944 |
* Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 wurde die Überleitung auf die Bilanzwerte sowie die Fair-Value-Ermittlung (Änderung der Berechnungsbasis) grundlegend verändert, die Vorjahrespositionen sind daher nur bedingt vergleichbar.
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| Passiva in Tausend EUR |
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unterkategorie | Buchwert | Loans and receivables/ other financial liabilities | Available for Sale | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2008 * | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 212.289 | 322.104 | 212.289 | 322.104 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 19.288 | 18.798 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.077 | 6.398 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 602 | 771 | 602 | 771 | 0 |
| Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten | at amortised Cost | 669 | 984 | 669 | 984 | 0 |
| nicht IFRS 7 | 1.806 | 4.643 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.303 | 10.873 | ||||
| at Fair Value | 903 | 4.861 | 0 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 3.400 | 6.012 | 3.400 | 6.012 | 0 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 78.163 | 95.953 | 78.163 | 95.953 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 7.734 | 10.233 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 25.826 | 28.605 | 25.826 | 28.605 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 93.051 | 65.375 | 93.051 | 65.375 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 106.445 | 101.269 | ||||
| at amortised Cost | 17.615 | 22.158 | 17.615 | 22.158 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 88.830 | 79.111 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 20.459 | 24.819 | ||||
| at Fair Value | 936 | 958 | 0 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 19.523 | 23.861 | 19.523 | 23.861 | 0 | |
| Summe Passiva | 570.635 | 684.427 | 451.138 | 565.823 | 0 |
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| Passiva in Tausend EUR |
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Unterkategorie | Available for Sale | Financial Assets and Liabilities Held for Trading | Derivate im Hedge Accounting | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| at Fair Value | 0 | 903 | 1.565 | 0 | 3.296 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| at Fair Value | 0 | 936 | 958 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe Passiva | 0 | 1.839 | 2.523 | 0 | 3.296 |
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| Passiva in Tausend EUR |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Unterkategorie | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Fair Value nach IFRS 7 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 0 | 0 | 213.812 | 326.447 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 19.288 | 18.798 | 22.217 | 21.414 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 0 | 0 | 485 | 621 |
| Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten | at amortised Cost | 0 | 0 | 539 | 792 |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | |||
| at Fair Value | 0 | 0 | 903 | 4.861 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 3.286 | 5.954 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 0 | 0 | 78.163 | 95.953 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 7.734 | 10.233 | 7.734 | 10.233 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 0 | 0 | 25.826 | 28.605 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 0 | 0 | 93.051 | 65.375 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | |||||
| at amortised Cost | 0 | 0 | 17.615 | 22.158 | |
| nicht IFRS 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| at Fair Value | 0 | 0 | 936 | 958 | |
| at amortised Cost | 0 | 0 | 19.523 | 23.861 | |
| Summe Passiva | 27.022 | 29.031 | 484.090 | 607.232 |
* Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 wurde die Überleitung auf die Bilanzwerte sowie die Fair-Value-Ermittlung (Änderung der Berechnungsbasis) grundlegend verändert, die Vorjahrespositionen sind daher nur bedingt vergleichbar.
34. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
VORSITZENDER
| • | Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg |
STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
| • | Robert Feiger, Neusäß Mitglied des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat HeidelbergCement AG, Heidelberg Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VVaG, Wiesbaden |
ARBEITGEBERVERTRETER
| • | Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Bauer, Schrobenhausen ehemaliger Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen |
| • | Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising freiberuflicher Berater der Bilfinger Berger AG (ab März 2009), Mannheim Aufsichtsrat der Franz Kassecker GmbH, Waldsassen, Vorsitzender |
| • | Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Immobilienverwaltung und Bauberatung |
| • | Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat der Batenburg Beheer N.V., Rotterdam/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat der Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat der Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V. (seit 01.01.2009), Breda/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Rabobank Breda, Breda/Niederlande, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat NIBO N.V., Amsterdam/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Egeria Investments B.V., Amsterdam/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Holonite B.V., Tholen/Niederlande, Vorsitzender Mitglied im Board des Rabobank Pensionsfonds, Utrecht/Niederlande Aufsichtsrat ICTS Europe Holdings B.V. (ab 23.02.2009), Amsterdam/Niederlande, Vorsitzender |
| • | Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc, Leonberg Vizepräsident Technik im Präsidium des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e. V. Aufsichtsrat RIB Software AG, Stuttart (bis 11.09.2009) |
ARBEITNEHMERVERTRETER
| • | Norbert Ewald, Bad Vilbel Vorstandsmitglied Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden |
| • | Ronald Hühne, Nordhausen Betriebsratsvorsitzender SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen |
| • | Gerhard Riedelsheimer, Schrobenhausen (bis 31.05.2009) Betriebsratsvorsitzender der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen |
| • | Gerhard Piske, Schrobenhausen (ab 01.06.2009) Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Mitglied des Aufsichtsrats der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen |
| • | Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen |
| • | Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl, Waidhofen Mitglied der Geschäftsleitung BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen |
VORSTAND
| • | Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Bilanzierung, Planung und Controlling Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER EGYPT S.A.E., Kairo, Vorsitzender Aufsichtsrat Mannheimer Holding AG, Mannheim |
| • | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen, Ressorts: Finanzen, Recht, Facility Management Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat Raiffeisenbank Schrobenhausen e. G., Schrobenhausen, Vorsitzender |
| • | Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Schrobenhausen, Ressorts: Beteiligungen Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Vorsitzender |
| • | Dipl.-Ing. (FH) Mark Schenk, Reichertshausen, Ressorts: Personal, Informationstechnologie und Rechnungswesen, Arbeitsdirektor |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.824 TEUR (Vorjahr: 1.683 TEUR). Davon sind 1.094 TEUR (Vorjahr: 1.053 TEUR) erfolgsunabhängige und 730 TEUR (Vorjahr: 630 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von 83 TEUR (Vorjahr: 74 TEUR) entstanden. Der rentenfähige Altersverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 2.314 TEUR (Vorjahr: 1.979 TEUR). Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2009 betrug TEUR 254 (Vorjahr: 169) und setzte sich wie folgt zusammen:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Vorsitzender | ||
| Dr. Klaus Reinhardt | 25 | 38 |
| stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 18 | 27 |
| Arbeitgebervertreter | ||
| Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Bauer | 13 | 20 |
| Wilken Freiherr von Hodenberg | 7 | 0 |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 12 | 18 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 12 | 18 |
| Gerardus N. G. Wirken | 13 | 20 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 7 | 20 |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Norbert Ewald | 13 | 20 |
| Ronald Hühne | 12 | 18 |
| Gerhard Riedelsheimer | 13 | 8 |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 12 | 19 |
| Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl | 12 | 18 |
| Gerhard Piske | 0 | 10 |
| Gesamt | 169 | 254 |
35. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN
Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.
Mitglieder des Vorstands der BAUER Aktiengesellschaft sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER Aktiengesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Mit Aufsichtsratsmitgliedern bestehen Pacht- und Dienstleistungsverträge in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: 169). Aufsichtsratsmitglieder erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: 50). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: 371). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 1.471 (Vorjahr: 1.382) geleistet wurden.
Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: 47) gezahlt wurden.
Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER Aktiengesellschaft (Vorjahr: 0).
Die wesentlichen Lieferungs- und Leistungsvolumina zwischen voll konsolidierten Gesellschaften des BAUER Konzerns und nahe stehenden Gesellschaften zeigt die folgende Tabelle:
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| in Tausend EUR | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Anteil | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode | 25 % | 2.480 | 468 | 21 | 85 |
| TERRABAUER, S.L., Madrid | 30 % | 6.659 | 6.398 | 407 | 307 |
| Wöhr + Bauer GmbH, München | 33 % | 145 | 30 | 11 | 0 |
| NuBa Equipment Ltd., Edmonton | 50 % | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nuna Drilling F.A.L.C Ltd., Edmonton | 25 % | 2.102 | 194 | 0 | 0 |
| Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen | 30 % | 0 | 7 | 106 | 489 |
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| in Tausend EUR | Forderungen an | Verbindlichkeiten gegenüber | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Anteil | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode | 25 % | 192 | 14 | 9 | 0 |
| TERRABAUER, S.L., Madrid | 30 % | 1.630 | 909 | 400 | 0 |
| Wöhr + Bauer GmbH, München | 33 % | 44 | 5 | 0 | 0 |
| NuBa Equipment Ltd., Edmonton | 50 % | 379 | 0 | 0 | 0 |
| Nuna Drilling F.A.L.C Ltd., Edmonton | 25 % | 308 | 0 | 0 | 0 |
| Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen | 30 % | 0 | 0 | 36 | 87 |
36. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
PricewaterhouseCoopers AG:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungen | 398 | 459 |
| Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 14 | 33 |
| Übrige Honorare | 147 | 99 |
| Gesamt | 559 | 591 |
Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig.
Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:
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| in Tausend EUR | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungen | 59 | 59 |
| Honorare für andere Bestätigungen | 0 | 0 |
| Honorare für Steuerberatung | 19 | 19 |
| Übrige Honorare | 0 | 2 |
| Gesamt | 78 | 80 |
37. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER Aktiengesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 10. Dezember 2009 abgegeben und freiwillig auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
38. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER
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| 2008 | 2009 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 3.016 | 3.073 |
| Inland | 1.649 | 1.776 |
| Ausland | 1.367 | 1.297 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 5.453 | 5.555 |
| Inland | 1.927 | 2.042 |
| Ausland | 3.526 | 3.513 |
| Auszubildende | 205 | 244 |
| Mitarbeiter gesamt | 8.674 | 8.872 |
39. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 16. April 2010 statt) freigegeben.
40. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
Das Geschäftsjahr der BAUER Aktiengesellschaft schließt mit einem Bilanzgewinn von EUR 33.019.815,96.
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende von EUR 0,60 je Aktie (EUR 10.278.600) an die Aktionäre auszuschütten. Vom verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 22.741.215,96 sollen EUR 5.000.000 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und der Rest in Höhe von EUR 17.741.215,96 auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Schrobenhausen, den 31. März 2010
Der Vorstand
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. (FH) Mark Schenk
Wesentliche Beteiligungen des BAUER Konzerns zum 31. Dezember 2009
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| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | Währung | Anteil am Kapital in % |
|---|---|---|
| 1. Vollkonsolidierte Unternehmen | ||
| BAUER Aktiengesellschaft | EUR | |
| A. Deutschland | ||
| BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 |
| BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 |
| BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 |
| BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| FWS Filter- und Wassertechnik GmbH, Dunningen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Mietpool GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 74,00 |
| PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 75,00 |
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 90,00 |
| Hausherr System Bohrtechnik GmbH, Unna, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN Großprojekte GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| SPESA Korrosionsschutz und Beschichtungen GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| ErdWärmeNetz GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 90,00 |
| GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| SBF-Hagusta GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| GWE Prakla Bohrtechnik GmbH, Peine-Stederdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 75,50 |
| GF-Tec GmbH, Büttelborn, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 60,00 |
| B. Übrige EU | ||
| BAUER Enviro Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 100,00 |
| GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 80,00 |
| BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien | EUR | 100,00 |
| BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Technologies Limited - (Teilkonzernabschluss), Beverley, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER Inner City Limited, Warrington, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| Newline Limited, Warrington, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BRK Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 100,00 |
| BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien | RON | 100,00 |
| BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | BGL | 100,00 |
| BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 100,00 |
| BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland | EUR | 100,00 |
| BAUER Fondations Spéciales S.A.S., Straßburg, Frankreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Cimentaciones Y Equipos S.A., Madrid, Spanien | EUR | 100,00 |
| TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 |
| BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | EUR | 100,00 |
| FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden | SEK | 100,00 |
| Pol-Bud Technologia Wody Sp.z.o.o, Lodz, Polen | PLN | 100,00 |
| PESA ENGINEERING, S.A., Madrid, Spanien | EUR | 100,00 |
| Ground Remediation Systems Limited, Wigan, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| C. Übriges Europa | ||
| BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden, Schweiz | CHF | 100,00 |
| FORALITH Holding AG - (Teilkonzernabschluss), St. Gallen, Schweiz | CHF | 85,00* |
| FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz | CHF | 100,00 |
| FORALITH Equipment AG, St. Gallen, Schweiz | CHF | 100,00 |
| FORALITH Bohrtechnik AG , St. Gallen, Schweiz | CHF | 100,00 |
| OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 65,00 |
| OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation | RUB | 100,00 |
| OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 55,00 |
| OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | RUB | 100,00 |
| D. Nahost | ||
| Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | SAR | 100,00 |
| BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 100,00 |
| BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 49,00* |
| BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00* |
| BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 70,00 |
| BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien | USD | 100,00 |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 60,00 |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina | USD | 100,00 |
| Site Drilling Ltd. Co., Nikosia, Zypern | USD | 100,00 |
| E. Fernost | ||
| BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 100,00 |
| BAUER (MALYASIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia | MYR | 100,00 |
| BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 100,00 |
| P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 100,00 |
| BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00 |
| BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | VND | 100,00 |
| BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | PHP | 100,00 |
| BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur | SGD | 100,00 |
| BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | SGD | 100,00 |
| BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 99,88 |
| BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00 |
| BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia | MYR | 100,00 |
| Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | JPY | 100,00 |
| Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 49,00* |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 73,99* |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | TRY | 60,00 |
| F. Amerika | ||
| COASTAL CAISSON CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama | USD | 100,00 |
| BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko | MXP | 100,00 |
| BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 100,00 |
| BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 100,00 |
| Pileco, Inc., Houston, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| G. Sonstige | ||
| BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 55,75 |
| BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED, Auckland, Neuseeland | NZD | 100,00 |
| BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Johannesburg, Südafrika | ZAR | 100,00 |
| MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | NAD | 100,00 |
| MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika | ZAR | 100,00 |
| BAUER Resources Australia Pty Limited, Sydney, Australien | AUD | 100,00 |
| 2. Assoziierte Unternehmen | ||
| A. Inland | ||
| Wöhr + Bauer GmbH - (Teilkonzernabschluss), München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 33,33 |
| Wöhr + Bauer Angerhof GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| Wöhr + Bauer Angerhof Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 25,00 |
| Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 30,00 |
| B. Ausland | ||
| TERRABAUER, S.L., Madrid, Spanien | EUR | 30,00 |
| NuBa Equipment Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 50,00 |
| Nuna Drilling F.A.L.C. Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 25,00 |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| A. Inland | ||
| TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 33,33 |
| Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 20,00 |
| B. Ausland | ||
| Offene Aktiengesellschaft „Mostostrojindustria“, Moskau, Russische Föderation | RUB | 15,00 |
* Wirtschaftliches Eigentum ist 100 %
Erklärung des Vorstands
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 31. März 2010
Der Vorstand
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. (FH) Mark Schenk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 31. März 2010
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer
ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin