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Bauer AG Interim / Quarterly Report 2018

Aug 10, 2018

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Interim / Quarterly Report

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BAUER Aktiengesellschaft

Schrobenhausen

Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2018

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018

Auf einen Blick

KONZERNKENNZAHLEN

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IFRS in Mio. EUR 6M/2017* 6M/2018 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 902,3 792,3 -12,2 %
Umsatzerlöse 830,2 717,1 -13,6 %
Auftragseingang 938,9 814,8 -13,2 %
Auftragsbestand 1.044,7 1.000,3 -4,3 %
EBITDA 85,4 79,4 -7,0 %
EBIT 38,6 34,1 -11,7 %
Ergebnis nach Steuern 0,1 1,6 n/a
Bilanzsumme 1.750,4 1.706,3 -2,5 %
Eigenkapital 422,4 416,4 -1,4 %
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 10.890 11.210 2,9 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.

AUSBLICK

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in Mio. EUR Ist 2017 Prognose 2018
Gesamtkonzernleistung 1.772 ~ 1.800
EBIT 89,6 ~ 90
Ergebnis nach Steuern 3,7 deutliche Steigerung

Zusammenfassung

Die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe lag zum Ende des ersten Halbjahres 2018 mit 792,3 Mio. EUR um 12,2 % unter Vorjahr (902,3 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse sind um 13,6 % auf 717,1 Mio. EUR zurückgegangen. Das EBIT lag mit 34,1 Mio. EUR etwas unterhalb des Vorjahres von 38,6 Mio. EUR. Im Segment Maschinen zeigt sich das Geschäftsjahr weiterhin positiv, das Segment Bau liegt entsprechend der Erwartung unterhalb des außergewöhnlich starken Vorjahresbeginns. Das Segment Resources konnte im zweiten Quartal die Leistung wieder steigern. Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns betrug 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR), da vor allem die negativen Währungseffekte geringer ausfielen als im Vorjahr und sich somit das Finanzergebnis verbesserte.

Der Auftragsbestand im Konzern ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,3 % gesunken und gegenüber dem Jahresende 2017 um 2,3 % auf 1.000,3 Mio. EUR angestiegen. Im Bau- und im Maschinenbereich liegt der Auftragsbestand unter Vorjahr, im Segment Resources darüber. Der Auftragseingang ging um 13,2 % von 938,9 Mio. EUR auf 814,8 Mio. EUR zurück. Insgesamt sehen wir in allen drei Segmenten etliche Projektchancen.

Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Der Weltwirtschaft ist es auch im ersten Halbjahr 2018 gelungen sich gegen anhaltende und neue Krisen sowie politische Störungen zu behaupten und sie zeigt daher weiter ein stabiles Wachstum. Handelskonflikte, das von den USA aufgekündigte Atomabkommen mit neuen Sanktionen gegen den Iran, die Konflikte im Nahen Osten, Verschiebungen in der internationalen Zusammenarbeit, steigender Protektionismus, noch immer anhaltende Unsicherheit über die Art und Weise des anstehenden Brexit, Veränderungen in der Parteienlandschaft in einigen wichtigen europäischen Ländern sowie zunehmende autokratische Entwicklungen wie in der Türkei -all diese Themen haben auch zuletzt zu keinen merklichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft geführt. In der Gesellschaft wächst jedoch die Verunsicherung, was Risiken für die Zukunft birgt.

Die robuste Verfassung der Weltwirtschaft, mit stabilen Märkten in den USA und Europa und einer positiven Entwicklung in Asien, bieten der Bauwirtschaft weiterhin gute Rahmenbedingungen.

Steigende Investitionen in Infrastrukturprojekte schaffen für Spezialtiefbaufirmen und für die Maschinenhersteller gute Voraussetzungen. Der anhaltende Trend der Urbanisierung -verbunden mit dem stetigen Bevölkerungswachstum -schaffen die Basis für eine auch langfristig positive Perspektive für die Bauwirtschaft.

UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK

Die vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Themen haben auch in den letzten Monaten die Märkte im Bau oder Maschinenvertrieb in Summe nicht wesentlich beeinflusst.

Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und die andauernde Isolation Katars, die Kriege im Jemen und in Syrien sowie die Sanktionen gegen den Iran bieten aktuell für den Bau und Maschinenvertrieb ein schwieriges Marktumfeld in den meisten Ländern der Region. Auch der sich erholende Ölpreis kann hier aktuell nicht gegenwirken und die Region bleibt daher deutlich hinter der allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklung zurück.

Der Bau in Europa profitiert von der allgemeinen Erholung der südeuropäischen Länder, einer stabilen Entwicklung in Osteuropa und einem weiter starken Deutschland. Unter den anhaltenden Brexit-Verhandlungen hat sich das britische Wirtschaftswachstum abgeschwächt, was sich aber noch nicht auf die Baukonjunktur auswirkt. Der russische Markt leidet weiter unter den Sanktionen und die Wirtschaftskraft der Türkei unter einer schwachen Währung.

Das anhaltend hohe Wirtschaftswachstum in Asien sorgt in fast allen Märkten der Region für eine gute Nachfrage nach Maschinen und Spezialtiefbauleistungen. Dies wird besonders geprägt durch ein enormes Wachstum im chinesischen Baumaschinenmarkt.

Baumärkte im Überblick

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Markt/Region Lage Status
Deutschland - Insgesamt gute Marktsituation

- Hohes staatliches Budget für Infrastrukturmaßnahmen
++
Europa - Insgesamt Erholung in Westeuropa

- In Osteuropa nur langsam positive Entwicklung

- Russland bleibt schwach
+

o
Nahost & Zentralasien - Perspektive für Katar weiter unklar

- Insgesamt Verunsicherung durch den noch nicht ausreichend hohen Ölpreis

- Indien mit vereinzelten Chancen
-
Asien-Pazifik, Fernost & Australien - In vielen Märkten positive Entwicklung

- Sehr gute Auslastung in Malaysia

- Starke Baukonjunktur in China

- Aufstrebende Entwicklung in Indonesien und den Philippinen
+
Amerika - In USA vereinzelte größere Infrastrukturprojekte

- In Südamerika leichte Erholung der Märkte
+
Afrika - Leichtes Bauwachstum mit Chancen in einzelnen Märkten o

-- sehr schwach

- schwach

o stabil

  • wachsend

++ stark wachsend

Ungeachtet der immer wieder stark schwankenden politischen Ausrichtung der US-Regierung wächst der Markt aktuell deutlich -unterstützt durch einen sich erholenden Ölpreis und die Anpassung der Geldpolitik. Bei Investitionen in Gebäude und Infrastruktur, im öffentlichen wie im privaten Sektor, ist das Wachstum jedoch noch nicht spürbar. In Südamerika stützen ein günstiges makroökonomisches Umfeld, höhere Rohstoffpreise, niedrige Inflation und eine lockere Geldpolitik die wirtschaftliche Entwicklung, die sich aber insgesamt noch auf niedrigem Niveau befindet.

Die Bau- und Maschinenmärkte in Afrika befinden sich auf niedrigem Niveau und hoffen auf eine Erholung durch höhere Rohstoffpreise. Da diese aber wieder ansteigen, bedeutet dies tendenziell eine bessere Zukunftsperspektive, speziell für die Länder in Afrika, aber auch dem Nahen Osten und Lateinamerika.

Durch die anhaltende Volatilität der Weltmärkte bleibt die Reaktionsfähigkeit unserer regionalen Einheiten eine der größten Herausforderungen. Die andauernden Krisen und Unsicherheiten bieten aber auch gutes Potential für kurzfristige Marktchancen. Aktuell erwarten wir Bau- und Rohstoffmärkte, die sich weiter positiv entwickeln und auch mittelfristig gute Chancen bieten.

SEGMENT BAU

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in Tausend EUR 6M/2017 * 6M/2018 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 431.579 327.095 -24,2 %
Umsatzerlöse 402.976 307.394 -23,7 %
Auftragseingang 372.730 341.648 -8,3 %
Auftragsbestand 526.423 507.234 -3,6 %
EBIT 13.368 4.765 -64,4 %
Ergebnis nach Steuern -4.171 -4.147 n/a

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 327,1 Mio. EUR um 24,2 % deutlich unter Vorjahr. Mit 431,6 Mio. EUR befand sich diese im ersten Halbjahr des Vorjahres auf einem außergewöhnlich hohen Niveau, da einige Großprojekte eine sehr hohe Leistung brachten. Eine bislang schwächere Auslastung in Deutschland sowie Verschiebungen bei Großprojekten im Nahen Osten und bei einzelnen weiteren Projekten sorgen in diesem Jahr für den Leistungsrückgang. Das EBIT hat sich gegenüber der Vorjahresperiode von 13,4 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR verringert. Das Ergebnis nach Steuern lag dagegen mit -4,1 Mio. EUR ziemlich genau auf dem Vorjahresniveau von -4,2 Mio. EUR, da negative Währungseffekte deutlich weniger belasteten als im Vorjahr.

Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine Aufholung bei der Leistung und eine damit einhergehende Ergebnisentwicklung. Entsprechende Auftragsbestände in Deutschland, England und im Fernen Osten sowie weitere Projektchancen sind hierfür die Basis.

Der Auftragsbestand ist in unserem Bausegment um 3,6 % auf 507,2 Mio. EUR (Vorjahr: 526,4 Mio. EUR) zurückgegangen, was auf den niedrigeren Auftragseingang zurückzuführen ist, der mit 341,6 Mio. EUR um 8,3 % unter dem Vorjahreswert von 372,7 Mio. EUR lag. Insgesamt ist der Auftragsbestand damit weiter eine gute Basis für das Erreichen unserer Ziele. Trotz global stark unterschiedlicher wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen verteilt sich dieser gleichmäßig über die Regionen der Welt. Zusätzlich gibt es weitere interessante Projektchancen, an denen wir derzeit arbeiten. Hierzu zählen unter anderem große Projekte in England sowie in den USA.

SEGMENT MASCHINEN

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in Tausend EUR 6M/2017* 6M/2018 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 372.060 374.462 0,6 %
Umsatzerlöse 312.324 302.241 -3,2 %
Auftragseingang 429.699 396.707 -7,7 %
Auftragsbestand 201.669 171.589 -14,9 %
EBIT 23.923 36.327 51,8 %
Ergebnis nach Steuern 6.606 16.087 n/a

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen stieg im ersten Halbjahr gegenüber Vorjahr um 0,6 % von 372,1 Mio. EUR auf 374,5 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse fielen leicht um 3,2 % von 312,3 Mio. EUR auf 302,2 Mio. EUR. Im Vorjahr war hier der Verkauf zweier Tiefbohranlagen enthalten, so dass sich bei den Spezialtiefbaugeräten im Vergleich mit 2017 eine deutliche Steigerung ergibt. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von 23,9 Mio. EUR auf 36,3 Mio. EUR stark angestiegen. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich deutlich von 6,6 Mio. EUR auf 16,1 Mio. EUR. Das hohe Umsatzniveau und die anhaltend guten Auslieferungen bei Geräten haben zu diesem Ergebnis geführt.

Der Auftragsbestand ist im Maschinengeschäft von 201,7 Mio. EUR auf 171,6 Mio. EUR zurückgegangen. Der Auftragseingang fiel um 7,7 % von 429,7 Mio. EUR auf 396,7 Mio. EUR. Ungeachtet des Rückgangs ist dieser weltweit betrachtet stabil, insbesondere in Europa und im Fernen Osten. Lediglich die Märkte in Afrika und im Nahen Osten liegen hinter den Erwartungen zurück. Durch die aktuelle Auslastung der Produktion und dem heutigen Auftragsbestand erwarten wir auch für die nächsten Monate eine positive Entwicklung. Aufgrund des generell starken Wachstums des Baumaschinensektors zeigen sich angestiegene Lieferzeiten für Komponenten, die vereinzelt längere Produktionszeiten verursachen.

SEGMENT RESOURCES

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in Tausend EUR 6M/2017* 6M/2018 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 127.721 119.227 -6,7 %
Umsatzerlöse 113.059 106.719 -5,6 %
Auftragseingang 165.550 104.918 -36,6 %
Auftragsbestand 316.624 321.462 1,5 %
EBIT 794 -6.657 n/a
Ergebnis nach Steuern -4.034 -9.263 n/a

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach dem ersten Halbjahr 2018 mit 119,2 Mio. EUR um 6,7 % unter Vorjahr (127,7 Mio. EUR). Das EBIT verschlechterte sich von 0,8 Mio. EUR auf -6,7 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von -4,0 Mio. EUR auf -9,3 Mio. EUR.

Nach den vielen Maßnahmen der vergangenen Jahre befindet sich das Segment Resources weiterhin in einer Reorganisationsphase, die wir sehr aktiv vorantreiben. Die Bereiche Umwelt und Wasseraufbereitung können mit einem sehr guten Auftragsbestand und positiven Ergebnissen arbeiten. Den größten Einfluss hat weiterhin unsere Tochterfirma in Jordanien, deren Bohrkapazitäten nicht ausgelastet sind. Ein anstehender größerer Auftrag in diesem Bereich wurde in das zweite Halbjahr verschoben.

Mit 321,5 Mio. EUR weist das Segment einen guten Auftragsbestand aus, der 1,5 % über dem Vorjahr von 316,6 Mio. EUR liegt. Dies ist vor allem auf den Großauftrag zur Erweiterung der Schilfkläranlage im Oman mit einem Volumen von etwa 160 Mio. EUR zurückzuführen, der aufgrund seiner langen Laufzeit jedoch nicht in voller Höhe in den Auftragsbestand eingerechnet ist. Der Auftragseingang lag mit 104,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (165,6 Mio. EUR).

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 13,6 % auf 717,1 Mio. EUR und die konsolidierte Leistung um 11,1 % auf 765,9 Mio. EUR zurück, was vor allem auf die Segmente Bau und Resources zurückzuführen ist.

Das EBITDA des Konzerns sank zum Halbjahr um 7,0 % von 85,4 Mio. EUR auf 79,4 Mio. EUR. Der Materialaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen deutlicher als die konsolidierte Leistung, der Personalaufwand blieb nahezu konstant.

Das EBIT lag mit 34,1 Mio. EUR um 11,7 % unter dem Vorjahreswert von 38,6 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 1,7 Mio. EUR gesunken, während die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte um 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahr lagen.

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von 0,1 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. Dabei sanken die Finanzaufwendungen von 46,9 Mio. EUR auf 35,4 Mio. EUR und die Finanzerträge von 19,6 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR. Insgesamt sind die negativen Währungseffekte deutlich geringer ausgefallen als noch im Vorjahreszeitraum.

FINANZLAGE

Die Finanzlage entwickelt sich entsprechend unserer Planung.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2017 (1.617,7 Mio. EUR) um 5,5 % an, fiel jedoch gegenüber Juni des Vorjahres um 2,5 % auf 1.706,3 Mio. EUR. Insgesamt hat sich die Bilanzstruktur durch Reduzierung der Verschuldung deutlich verbessert.

Die Aktivseite der Bilanz hat sich daher im Wesentlichen durch den Anstieg der Vorräte um 11,5 % auf 484,8 Mio. EUR sowie der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 8,0 % auf 562,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresende erhöht.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber Vorjahresende um 0,6 % auf 416,4 Mio. EUR zurückgegangen.

Die langfristigen Schulden sind gegenüber Vorjahresende von 334,4 Mio. EUR auf 525,8 Mio. EUR angestiegen. Der Grund hierfür ist die bereits im ersten Quartal getätigte Verschiebung eines großen Teils der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von der kurzfristigen in die langfristige Position. Durch ein Überschreiten des bei wesentlichen Krediten festgelegten Covenants (EBITDA zu Net Interest Coverage) zum Jahresende 2017 hatte nach IFRS zum 31.12. eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen.

Die kurzfristigen Schulden sind dagegen gegenüber Vorjahresende von 864,6 Mio. EUR auf 764,1 Mio. EUR zurückgegangen. Dies lag an dem eben bei den langfristigen Schulden beschriebenen Effekt.

Chancen und Risiken

Wesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln aufgezeigt. Im Übrigen ist keine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 eingetreten. Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017.

Ausblick auf das Jahresende

Wir sehen für unsere Geschäfte insgesamt einen weiterhin positiven Trend. Das Baugeschäft zeigt weltweit weiter ein stabiles Wachstum und die Nachfrage nach komplexen Spezialtiefbauprojekten wird durch die anhaltende Urbanisierung und steigende Komplexität der Infrastruktur weiter wachsen. Dieser Entwicklung folgt das Geschäft für Baumaschinen mit anhaltend guten Verkäufen. Die Erholung und Stabilisierung der Rohstoffpreise bringen wieder steigende Investitionen der Branche mit sich.

Den Herausforderungen der letzten Jahre sind wir mit zahlreichen Maßnahmen begegnet, die konsequent fortgesetzt werden, um die Ertragskraft langfristig zu steigern. Die nun wieder deutlich bessere Gesamtsituation werden wir dazu nutzen, in die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung zu investieren. Wir sehen uns daher gut aufgestellt, um in den nächsten zwei Jahren unser Ergebnis wieder nachhaltig zu verbessern.

Wir gehen, wie im Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht, unverändert davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2018 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,8 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 90 Mio. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern erwarten wir deutlich über dem Vorjahr.

Für das Segment Bau erwarten wir für das Jahr 2018 unverändert einen leichten Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung aufgrund des sehr starken Anstiegs im Vorjahr. Das EBIT sollte sich deutlich verbessern. Im Segment Maschinen erwarten wir aus heutiger Sicht eine Gesamtkonzernleistung und ein EBIT in etwa auf Höhe des Vorjahres und im Segment Resources eine gute Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung sowie eine Verbesserung beim EBIT.

Konzern-Zwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Tausend EUR Q2/2017* Q2/2018 6M/2017* 6M/2018
Umsatzerlöse 451.200 398.701 830.242 717.104
Bestandsveränderungen -13.249 3.123 12.289 38.311
Andere aktivierte Eigenleistungen 6.304 2.031 8.909 3.595
Sonstige Erträge 5.848 3.063 9.843 6.880
Konsolidierte Leistung 450.103 406.918 861.283 765.890
Materialaufwand -242.853 -210.151 -468.492 -393.561
Personalaufwand -96.660 -97.981 -191.082 -190.076
Sonstige betriebliche Aufwendungen -55.616 -52.565 -116.278 -102.839
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 54.974 46.221 85.431 79.414
Abschreibungen

a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen
-21.285 -19.189 -39.640 -37.948
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -3.508 -3.979 -7.145 -7.357
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 30.181 23.053 38.646 34.109
Finanzerträge 9.669 8.295 19.633 17.104
Finanzaufwendungen -29.095 -15.719 -46.856 -35.427
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 1.091 -138 1.054 -207
Ergebnis vor Steuern (EBT) 11.846 15.491 12.477 15.579
Ertragsteueraufwand -7.817 -8.073 -12.345 -13.932
Ergebnis nach Steuern 4.029 7.418 132 1.647
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 3.443 6.658 -1.303 741
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 586 760 1.435 906

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in EUR Q2/2017* Q2/2018 6M/2017* 6M/2018
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,20 0,39 -0,08 0,04
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,20 0,39 -0,08 0,04
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000 17.131.000 17.131.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000 17.131.000 17.131.000

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Tausend EUR Q2/2017* Q2/2018 6M/2017* 6M/2018
Ergebnis nach Steuern 4.029 7.418 132 1.647
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.293 1.198 5.864 -1.465
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung -646 -338 -1.647 331
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 615 0 615
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente -8.918 -2.504 -9.623 2.995
In den Gewinn und Verlust übernommen 8.439 2.742 8.872 -2.725
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente 135 -69 211 -78
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -12.697 2.838 -13.453 940
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -11.394 4.482 -9.776 613
Gesamtergebnis -7.365 11.900 -9.644 2.260
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen -7.199 11.059 -10.224 1.444
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen -166 841 580 816

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

KONZERNBILANZ

Aktiva

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in Tausend EUR 30.06.2017* 31.12.2017 30.06.2018
Immaterielle Vermögenswerte 23.190 21.021 19.237
Sachanlagen und Investment Property 412.679 407.429 408.581
At-Equity-bewertete Anteile 123.638 121.315 119.288
Beteiligungen 9.746 11.733 11.299
Aktive latente Steuern 43.913 45.607 48.932
Sonstige langfristige Vermögenswerte 8.271 7.653 8.154
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 16.218 14.389 18.700
Langfristige Vermögenswerte 637.655 629.147 634.191
Vorräte 447.205 430.606 484.760
Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -26.184 -13.883 -20.155
421.021 416.723 464.605
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 643.948 520.591 562.038
Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 4.730 3.976 4.560
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43.002 47.266 40.858
Kurzfristige Vermögenswerte 1.112.701 988.556 1.072.061
1.750.356 1.617.703 1.706.252

Passiva

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in Tausend EUR 30.06.2017* 31.12.2017 30.06.2018
Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 417.930 415.483 412.825
Minderheitsgesellschafter 4.456 3.249 3.553
Eigenkapital 422.386 418.732 416.378
Pensionsrückstellungen 122.332 126.332 128.552
Finanzverbindlichkeiten 465.327 180.395 366.118
Sonstige Verbindlichkeiten 7.257 6.883 7.216
Passive latente Steuern 26.599 20.789 23.917
Langfristige Schulden 621.515 334.399 525.803
Finanzverbindlichkeiten 289.612 460.565 352.580
Sonstige Verbindlichkeiten 389.722 364.998 379.418
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 7.849 16.202 16.889
Rückstellungen 19.272 22.807 15.184
Kurzfristige Schulden 706.455 864.572 764.071
1.750.356 1.617.703 1.706.252

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

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in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Derivative Finanzinstrumente Eigenkapitalinstrumente/ Fremdkapitalinstrumente
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2017* 73.001 38.404 316.422 3.962 -1.922 0
Ergebnis nach Steuern 0 0 -1.303 0 0 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 -12.598 0 0
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 5.864 0 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 -751 0
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 -1.647 0 211 0
Gesamtergebnis 0 0 2.914 -12.598 -540 0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 -1.713 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 30.06.2017* 73.001 38.404 317.623 -8.636 -2.462 0
Stand am 01.01.2018 73.001 38.404 319.812 -14.721 -1.013 0
Änderung von Rechnungslegungsmethoden 0 -4.102 0 0 0
Stand am 01.01.2018 (angepasst) 73.001 38.404 315.710 -14.721 -1.013 0
Ergebnis nach Steuern 0 0 741 0 0 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 1.035 0 0
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -1.471 0 0 0
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 0 0 0 615
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 270 0
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 332 0 -78
Gesamtergebnis 0 0 -398 1.035 192 615
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0
Stand am 30.06.2018 73.001 38.404 315.312 -13.686 -821 615

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in Tausend EUR
Minderheitsgesellschafter Gesamt
--- --- ---
Stand am 01.01.2017* 4.264 434.131
Ergebnis nach Steuern 1.435 132
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -855 -13.453
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 5.864
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 -751
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 -1.436
Gesamtergebnis 580 -9.644
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0
Dividendenzahlungen -388 -2.101
Übrige Veränderungen 0 0
Stand am 30.06.2017* 4.456 422.386
Stand am 01.01.2018 3.249 418.732
Änderung von Rechnungslegungsmethoden 0 -4.102
Stand am 01.01.2018 (angepasst) 3.249 414.630
Ergebnis nach Steuern 906 1.647
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -95 940
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 6 -1.465
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 615
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 270
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern -1 253
Gesamtergebnis 816 2.260
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0
Dividendenzahlungen -512 -512
Übrige Veränderungen 0 0
Stand am 30.06.2018 3.553 416.378

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Tausend EUR 6M/2017 6M/2018
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:
Ergebnis vor Steuern (EBT) 12.477 15.579
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 39.640 37.948
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 7.145 7.357
Abschreibungen auf Finanzanlagen 123 0
Finanzerträge* -19.633 -17.104
Finanzaufwendungen* 46.733 35.427
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen* 19.750 7.953
Erhaltene Dividenden 2.877 2.698
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.999 -1.932
Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen 1.054 -207
Veränderung der Rückstellungen 204 -5.194
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -24.670 -9.089
Veränderung der Vertragsvermögenswerte -56.663 -4.551
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens -30.455 -26.427
Veränderung der Vorräte* -9.949 -58.234
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* 49.590 19.185
Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten -9.259 -7.384
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten -13.155 -11.856
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel* 13.810 -15.831
Gezahlte Ertragsteuern -15.417 -13.817
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit* -1.607 -29.648
Cashflows aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -35.090 -42.009
Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 7.380 12.099
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -9 0
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -27.719 -29.910
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 156.455 234.974
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -95.532 -156.007
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -5.451 -8.859
Gezahlte Dividenden -2.101 -512
Gezahlte Zinsen* -16.857 -19.038
Erhaltene Zinsen 3.639 2.403
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 40.153 52.961
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 10.827 -6.597
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -1.288 189
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt 9.539 -6.408
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 33.463 47.266
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 43.002 40.858
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.539 -6.408

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

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in Tausend EUR Bau Maschinen Resources
Januar - Juni 2017* 2018 2017* 2018 2017* 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 431.579 327.095 372.060 374.462 127.721 119.227
Umsatzerlöse mit Dritten 402.976 307.394 312.324 302.241 113.059 106.719
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 6.289 6.799 25.532 21.255 214 500
Bestandsveränderungen 0 0 12.422 38.010 -133 301
Andere aktivierte Eigenleistungen 150 231 1.592 1.614 26 67
Sonstige Erträge 6.670 4.266 2.265 1.681 973 1.004
Konsolidierte Leistung 416.085 318.690 354.135 364.801 114.139 108.591
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 34.250 25.967 40.687 53.363 8.598 -893
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -20.882 -21.202 -9.916 -9.679 -7.804 -5.764
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -7.145 -7.357 0 0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 13.368 4.765 23.923 36.327 794 -6.657
Finanzerträge 8.537 8.287 9.818 5.559 951 1.929
Finanzaufwendungen -22.696 -12.812 -18.926 -14.214 -6.643 -6.402
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 320 -49 -1.816 -2.678 2.550 2.520
Ertragsteueraufwand -3.700 -4.338 -6.393 -8.907 -1.686 -653
Ergebnis nach Steuern -4.171 -4.147 6.606 16.087 -4.034 -9.263

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31.12.2017 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2018
SEGMENTVERMÖGEN 623.628 638.241 774.855 822.428 258.244 256.156

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in Tausend EUR Sonstiges Konsolidierung Konzern
Januar - Juni 2017* 2018 2017 2018 2017* 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 21.953 20.647 -51.027 -49.122 902.286 792.309
Umsatzerlöse mit Dritten 1.883 750 830.242 717.104
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 19.215 18.929 -51.250 -47.483 0 0
Bestandsveränderungen 0 0 0 0 12.289 38.311
Andere aktivierte Eigenleistungen 5 0 7.136 1.683 8.909 3.595
Sonstige Erträge 11 48 -76 -119 9.843 6.880
Konsolidierte Leistung 21.114 19.727 -44.190 -45.919 861.283 765.890
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2.038 934 -142 43 85.431 79.414
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -1.729 -1.782 394 479 -39.640 -37.948
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -7.145 -7.357
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 309 -848 252 522 38.646 34.109
Finanzerträge 5.948 5.637 -5.621 -4.308 19.633 17.104
Finanzaufwendungen -4.212 -6.307 5.621 4.308 -46.856 -35.427
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 0 0 0 0 1.054 -207
Ertragsteueraufwand -534 68 -32 -102 -12.345 -13.932
Ergebnis nach Steuern 1.511 -1.450 220 420 132 1.647

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31.12.2017 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2018
SEGMENTVERMÖGEN 407.162 412.028 -446.186 -422.601 1.617.703 1.706.252

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. des Geschäftsberichts 2017

Konzernanhang

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.

Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 7. August 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

Prüferische Durchsicht

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Die BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden.

Der Halbjahresfinanzbericht zum 10. August 2018 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben, die für einen Konzernjahresabschluss verpflichtend sind. Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 der BAUER AG gelesen werden.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.

In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert.

Veränderungen Tochterunternehmen:

Im Konsolidierungskreis haben sich seit dem 31. Dezember 2017 keine Änderungen ergeben.

4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Wir verweisen hierzu auf S. 90 des Geschäftsberichts 2017.

5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die ab dem 1. Januar 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 mit Ausnahme der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der erstmaligen Anwendung von neuen und geänderten Standards.

a) Bewertung der Pensionsrückstellungen

Die BAUER Gruppe hat zum 30. Juni 2018 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen im Inland auf 1,85 % gesenkt (Vorjahr: 2,05 %).

b) Von der BAUER Gruppe übernommene neue und geänderte Standards

In der aktuellen Berichtsperiode traten zahlreiche neue oder geänderte Standards in Kraft. Durch erstmalige Anwendung der neuen Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" kam es dabei zu rückwirkenden Änderungen von Rechnungslegungsmethoden in der BAUER Gruppe.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung dieser beiden Standards werden unter Punkt 6 erläutert. Aus anderen Standardänderungen resultieren keine Auswirkungen auf Rechnungslegungsgrundsätze der BAUER Gruppe.

6. ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEN

a) IFRS 9 "Finanzinstrumente"

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurde in der endgültigen Fassung vom IASB im Juli 2014 veröffentlicht und ersetzt die Vorschriften von IAS 39, die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, die Wertminderung finanzieller Vermögenswerte und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen betreffen. Die Anwendungspflicht gilt für ab dem 1. Januar 2018 beginnende Berichtsperioden.

Bei der Ersterfassung sind finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorien "Amortised Cost", "Fair Value through Profit and Loss (FVTPL)" und "Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI)" einzuordnen. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem jeweils zugrunde liegenden Geschäftsmodell und der sogenannten Zahlungsstrombedingung, das heißt der konkreten Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme des zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerts. Auswirkungen hieraus ergeben sich bei den für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen, die im Rahmen von Forfaitierungen an eine Bank verkauft werden. Diese Forderungen erfüllen die Voraussetzungen für das Geschäftsmodell "Verkaufen" und sind somit der Kategorie "Fair Value through Profit and Loss" zuzuordnen. Da Verkäufe nur in einem geringen Umfang vorgenommen werden, ist der Umstellungseffekt als unwesentlich einzustufen. Alle weiteren Schuldinstrumente werden weiterhin in der Kategorie "Amortised Cost" bewertet.

Darüber hinaus sind Beteiligungen grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Es besteht ein unwiderrufliches Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income) zu erfassen; die BAUER Gruppe übt dieses Wahlrecht aus.

Die Erfassung von Wertminderungen basiert nicht mehr nur auf eingetretenen Verlusten (Incurred-Loss-Modell), sondern auch auf bereits erwarteten Verlusten (Expected-Loss-Modell). Für die Ermittlung des Umfangs der Risikovorsorge ist ein Drei-Stufen-Modell vorgesehen, nach dem ab Erstansatz grundsätzlich 12-Monats-Verlusterwartungen sowie bei wesentlicher Kreditrisikoverschlechterung die erwarteten Gesamtverluste zu erfassen sind. Für die Abbildung der erwarteten Verluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die nach IFRS 15 erfassten Vertragsvermögenswerte ist ein vereinfachtes Verfahren zulässig, wonach die Wertminderung unter Hinzuziehung einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht, ermittelt werden kann.

Aus der Anwendung des vereinfachten Verfahrens auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 ergab sich zum Zeitpunkt der Erstanwendung des IFRS 9 eine Erhöhung des Bestands an Wertminderungen in Höhe von TEUR 4.102 (nach latenten Steuern), die erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde.

Im Hinblick auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) enthält IFRS 9 Regelungen, die eine stärkere Ausrichtung an das ökonomische Risikomanagement des Unternehmens verfolgen. Die zum 31. Dezember 2017 bestehenden Devisenterminkontrakte und Zinsswapgeschäfte erfüllen die Voraussetzungen des IFRS 9 für Cashflow-Hedges. Ebenso sind die Risikomanagementstrategien und die Sicherungsdokumentation auf die neuen Vorschriften abgestimmt. Daher können diese Sicherungsbeziehungen auch unter IFRS 9 fortgeführt werden.

Bei den in 2018 neu abgeschlossenen Devisentermingeschäften designiert die BAUER Gruppe nur die Kassakomponente der Änderung des beizulegenden Zeitwerts als Bestandteil des Cashflow-Hedges. Auf die Terminkomponente und Cross-Currency-Basis-Spread (CCBS)-Komponente entfallende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für Sicherungskosten erfasst.

Die BAUER Gruppe wendet bei der Umsetzung von IFRS 9 die modifizierte retrospektive Methode zum 1. Januar 2018 an. Demnach werden die Umgliederungen und Anpassungen aus den Neuregelungen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 erfasst. Eine Anpassung der Vergleichsangaben des Vorjahres wird nicht vorgenommen.

b) IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den Standard IFRS 15 - "Erlöse aus Verträgen mit Kunden". Der Standard sieht ein einheitliches prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und -erfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist, und enthält als Kernprinzip, dass Erlöse zu dem Zeitpunkt zu erfassen sind, zu dem die Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Er ersetzt dabei insbesondere die Standards IAS 11 und IAS 18 sowie die in verschiedenen Interpretationen enthaltenen Regelungen.

Aus der Erstanwendung von IFRS 15 ergaben sich folgende Auswirkungen auf die Darstellung im Konzernabschluss:

Hat eine der Vertragsparteien ihre vertragliche Verpflichtung erfüllt, so hat das Unternehmen den Vertrag gemäß IFRS 15 in der Bilanz als Vertragsvermögenswert oder Vertragsverbindlichkeit auszuweisen. Ein Vertragsvermögenswert ist der Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für Güter oder Dienstleistungen, die auf einen Kunden übertragen wurden. Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die es von diesem eine Gegenleistung erhalten (bzw. noch zu erhalten) hat. Hierfür wurden in der Bilanz die Positionen "Vertragsvermögenswerte" und "Vertragsverbindlichkeiten" neu aufgenommen. Hierdurch entfallen künftig die bisherigen Bilanzpositionen "Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC)" und "Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC)". Soweit die BAUER Gruppe seinen Verpflichtungen aus Verträgen mit Kunden nachkommt, bevor der jeweilige Vertragspartner eine Gegenleistung zahlt oder diese Gegenleistung fällig wird, weist die BAUER Gruppe diesen vertraglichen Anspruch (abzüglich aller als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesener Beträge) nicht mehr als "Forderung aus Fertigungsaufträgen (PoC) sondern als "Vertragsvermögenswert" aus.

Zahlt ein Kunde eine Gegenleistung oder hat die BAUER Gruppe vor Übertragung eines Guts oder Erbringung einer Dienstleistung auf den Kunden einen unbedingten Anspruch auf eine bestimmte Gegenleistung (d. h. eine Forderung), so hat die BAUER Gruppe den Vertrag als Vertragsverbindlichkeit auszuweisen, wenn die Zahlung geleistet oder fällig wird (je nachdem, welches von beidem früher eintritt). Hierdurch weist die BAUER Gruppe künftig erhaltene Anzahlungen nicht mehr unter dem Bilanzposten "Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC)", sondern unter den "Vertragsverbindlichkeiten" aus.

Nach den Regelungen des IAS 11.22 i. V. m. 11.34 und 11.36 war ein erwarteter Verlust aus Fertigungsaufträgen sofort aufwandswirksam zu erfassen. Gemäß IAS 37.69 war dabei bislang zunächst eine Wertminderung der jeweiligen Aktivposition vorzunehmen, bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag zu bilden war. Gemäß IFRS 15.107 erfolgt die Beurteilung der Wertminderung eines "Vertragsvermögenswerts" ab dem Geschäftsjahr 2018 nach den Regelungen des IFRS 9. Danach erfolgt keine Wertminderung eines "Vertragsvermögenswerts" aus belastenden Verträgen, solange kein Ausfall vertraglich vereinbarter Zahlungen erwartet wird. Für erwartete Verluste aus belastenden Verträgen, die nicht auf den Ausfall vertraglich vereinbarter Zahlungen zurückzuführen sind, sind Rückstellungen in Höhe der erwarteten unvermeidbaren Kosten gemäß IAS 37.68 zu bilden. Hierdurch ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Gruppe.

Des Weiteren können sich Auswirkungen auf die bilanzielle Erfassung von Effekten aus Vertragsänderungen (z. B. aus Nachträgen bzw. Claims) ergeben. Diese betreffen insbesondere deren Bewertung, d. h. die Höhe, mit der diese in die Auftragssumme zur Bestimmung der zeitraumbezogenen Erlösrealisation einzubeziehen sind. IFRS 15 fordert hier ein höheres Maß an Sicherheit, als dies unter den bisherigen Regelungen des IAS 11 der Fall war. Gemäß IFRS 15.56 darf eine solche Gegenleistung nur dann ganz oder teilweise in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn hochwahrscheinlich ist, dass es bei den erfassten kumulierten Erlösen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit dieser Gegenleistung nicht mehr besteht.

Im laufenden Spezieltiefbaugeschäft waren bis auf unwesentliche Ausnahmen alle Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Erlösrealisation nach IFRS 15 erfüllt.

In der BAUER Gruppe ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen aus den erforderlichen Anpassungen zum 1. Januar 2018.

Die BAUER Gruppe wendet bei der Umsetzung von IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode zum 1. Januar 2018 an. Demnach werden die Umgliederungen und Anpassungen aus den Neuregelungen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 erfasst. Eine Anpassung der Vergleichsangaben des Vorjahres wird nicht vorgenommen.

c) Auswirkungen auf den Abschluss

Infolge der Änderungen der Rechnungslegungsmethoden der BAUER Gruppe war der Vorjahresabschluss rückwirkend zu ändern.

Wie in den vorherigen Angaben erläutert, wurden IFRS 9 und IFRS 15 grundsätzlich ohne die rückwirkende Anpassung von Vergleichsangaben erstmalig angewendet.

Die folgenden Tabellen zeigen die Anpassungen, die für jeden einzelnen Posten erfasst wurden:

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Aktiva in Tausend EUR 31.12.2017 wie berichtet IFRS 9 und IFRS 15 01.01.2018 rückwirkend angepasst
Immaterielle Vermögenswerte 21.021 21.021
Sachanlagen und Investment Property 407.429 407.429
At-Equity-bewertete Anteile 121.315 121.315
Beteiligungen 11.733 11.733
Aktive latente Steuern 45.607 1.601 47.208
Sonstige langfristige Vermögenswerte 7.653 7.653
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 14.389 14.389
Langfristige Vermögenswerte 629.147 1.601 630.748
Vorräte 430.606 430.606
Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -13.883 -13.883
416.723 416.723
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 520.591 -5.703 514.888
davon Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 148.203 -148.203 0
davon Vertragsvermögenswerte 0 146.345 146.345
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 317.488 -3.779 313.709
davon Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.175 4.175
davon Geleistete Anzahlungen 4.726 4.726
davon Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 33.673 33.673
davon Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 12.326 -66 12.260
Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 3.976 3.976
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47.266 47.266
Kurzfristige Vermögenswerte 988.556 -5.703 982.853
1.617.703 -4.102 1.613.601

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Passiva in Tausend EUR 31.12.2017 wie berichtet IFRS 9 und IFRS 15 01.01.2018 rückwirkend angepasst
Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 415.483 -4.102 411.381
Minderheitsgesellschafter 3.249 3.249
Eigenkapital 418.732 -4.102 414.630
Pensionsrückstellungen 126.332 126.332
Finanzverbindlichkeiten 180.395 180.395
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 155.621 155.621
davon Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 20.356 20.356
davon Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.418 4.418
Sonstige Verbindlichkeiten 6.883 6.883
Passive latente Steuern 20.789 20.789
Langfristige Schulden 334.399 334.399
Finanzverbindlichkeiten 460.565 460.565
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 429.589 429.589
davon Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 14.324 14.324
davon Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 16.652 16.652
Sonstige Verbindlichkeiten 364.998 364.998
davon Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 51.083 -51.083 0
davon Vertragsverbindichkeiten 0 51.083 51.083
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 233.519 233.519
davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 690 690
davon Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 79.706 79.706
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 16.202 16.202
Rückstellungen 22.807 22.807
Kurzfristige Schulden 864.572 864.572
1.617.703 -4.102 1.613.601

7. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

7.1 Finanzielle Risikofaktoren

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und Informationen zum finanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.

Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit finanziellen Risiken ergeben.

7.2 Auswirkungen von IFRS 9 auf den Abschluss

Klassifizierung und Bewertung

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von den Bewertungskategorien des IAS 39 zu den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 zum 31. Dezember/1. Januar 2018 dar:

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Aktiva in Tausend EUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert zum 31.12.2017 Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert zum 01.01.2018
Beteiligungen Available for Sale 11.733 Fair Value through OCI (ohne Recycling) 11.733
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Loans and receivables 10.980 Amortised Cost 10.980
n/a* 3.276 n/a* 3.276
n/a* 133 n/a* 133
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Loans and receivables 317.488 Amortised Cost 304.838
Fair Value through Profit and Loss 8.871
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis Loans and receivables 4.175 Amortised Cost 4.175
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Financial Assets and Liabilities Held for Trading 897 Fair Value through Profit and Loss 897
Loans and receivables 8.660 Amortised Cost 8.594
n/a* 2.769 n/a* 2.769
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Loans and receivables 47.266 Amortised Cost 47.266
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

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Passiva in Tausend EUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert zum 31.12.2017 Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert zum 01.01.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Other financial liabilities 155.621 Amortised Cost 155.621
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten Financial Assets and Liabilities Held for Trading 3.588 Fair Value through Profit and Loss 3.588
Other financial liabilities 775 Amortised Cost 775
n/a* 55 n/a* 55
Langfristige finanzielle Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Other financial liabilities 429.589 Amortised Cost 429.589
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Other financial liabilities 233.519 Amortised Cost 233.519
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis Other financial liabilities 690 Amortised Cost 690
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Financial Assets and Liabilities Held for Trading 285 Fair Value through Profit and Loss 285
Other financial liabilities 16.303 Amortised Cost 16.303
n/a* 64 n/a* 64
Kurzfristige finanzielle Schulden

* Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen (TEUR 3.276) wurden bei der Zuordnung zu den aufgeführten Kategorien nicht berücksichtigt, da weder IAS 39 noch IFRS 9 für diese finanziellen Vermögenswerte greift. Dasselbe gilt für die in den sonstigen langfristigen und sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen und sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthaltenen Derivate im Hedge Accounting.

Aus der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen aus der Überleitung der finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien zum 1. Januar 2018 ersichtlich:

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Finanzielle Vermögenswerte in Tausend EUR Amortised Cost (2017: Loans and receivables) Fair Value through OCI (2017: Available for Sale) (mit Recycling) Fair Value through OCI (ohne Recycling) Fair Value through Profit and Loss
31.12.2017 (wie berichtet) - IAS 39 388.569 11.733 0 897
Umgliederung der Beteiligungen aus "Available for Sale" in "Fair Value through OCI (ohne Recycling)" und "Fair Value through Profit and Loss" 0 -11.733 11.733 0
Umgliederung der forfaitierten Forderungen aus "Amortised Cost" in "Fair Value through Profit and Loss" -8.871 0 0 8.871
01.01.2018 - IFRS 9 vor Neubewertungseffekten 379.698 0 11.733 9.768
Neubewertungseffekte2) -3.845 0 0 0
01.01.2018 (angepasst) - IFRS 9 375.853 0 11.733 9.768

1) Abweichend von den im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 als Available for Sale eingestuften Vermögenswerten sind in der hier dargestellten Überleitung die Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen (TEUR 3.276) nicht enthalten, da für diese abweichende Bewertungsregeln gelten.

2) Die Neubewertungseffekte umfassen die Anpassungen aus der retrospektiven Anwendung des Expected-Loss-Modells.

Die BAUER Gruppe hat das Wahlrecht ausgeübt, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts aller Beteiligungen, die zuvor als "Available for Sale" eingestuft wurden, im sonstigen Ergebnis darzustellen.

Weiterhin werden die im Rahmen von Forfaitierungen für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der Kategorie "Loans and receivables" in die finanziellen Vermögenswerte "Fair Value through Profit and Loss" umgegliedert.

Die Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten zu den Bewertungskategorien des IFRS 9 führte zu keinen Änderungen.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Die BAUER Gruppe hat drei Arten an finanziellen Vermögenswerten, die dem neuen Modell der erwarteten Kreditverluste gemäß IFRS 9 unterliegen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Schuldinstrumente

Die BAUER Gruppe wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Die Bemessung der erwarteten Kreditverluste erfolgt mithilfe einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", weshalb die in der Periode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt wurde. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9, aus Unwesentlichkeitsgründen wurden jedoch keine Wertberichtigungen erfasst.

Die Wertminderung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte sowie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Schuldinstrumente zum 31. Dezember 2017 werden wie folgt auf den Eröffnungsbilanzwert der Wertberichtigung zum 1. Januar 2018 übergeleitet:

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in Tausend EUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Schuldinstrumente
31.12.2017 (wie berichtet) - IAS 39 -47.371 0 0
Rückwirkend über den Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen angepasste Beträge -3.779 -1.858 -66
01.01.2018 (angepasst) - IFRS 9 -51.150 -1.858 -66

7.3 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden Stufen zuzuordnen:

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Aktiva in Tausend EUR 31.12.2017 30.06.2018
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Stufe
--- --- --- --- --- ---
Beteiligungen 11.733 n/a 11.299 11.299 3
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 10.980 9.808 15.049 14.041 3
Forfaitierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.871 n/a 6.433 6.433 2
Derivate nicht im Hedge Accounting 897 897 1.274 1.274 2
Derivate im Hedge Accounting 2.902 2.902 232 232 2
Gesamt 35.383 13.607 34.287 33.279

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Passiva in Tausend EUR 31.12.2017 30.06.2018
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Stufe
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 155.621 286.560 341.259 346.145 3
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 775 768 1.829 1.978 3
Derivate nicht im Hedge Accounting 3.873 3.873 7.201 7.201 2
Derivate im Hedge Accounting 119 119 2.112 2.112 2
Gesamt 160.388 291.320 352.401 357.436

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung.

Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps und Cross Currency Swaps. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird.

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Für Beteiligungen wird der beizulegende Zeitwert mithilfe des Discounted Cashflow-Modells ermittelt. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3 dar. Die aufgeführte erfolgsneutrale Veränderung resultiert aus der Fair Value-Bewertung der AO Mostostrojindustria. Für alle weiteren Beteiligungen ergaben sich zum Stichtag keine wesentlichen Veränderungen im Fair Value.

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in Tausend EUR 01.01.2018 Zugänge Abgänge Erfolgsneutrale Veränderungen Erfolgswirksame Veränderungen 30.06.2018
Beteiligungen 11.733 34 -1.083 615 0 11.299

8. SAISONALITÄT

Im Segment Bau findet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals negativ beeinflussen. Im Segment Maschinen ist das erste Quartal üblicherweise auch schwach, da unsere Kunden Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen. Im Segment Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des Jahres der Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist.

Da der Großteil der Kosten fix ist, werden im ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte Verluste erzielt. Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert. Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale -bei Vernachlässigung von Sondereffekten -mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben.

9. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.

Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig.

Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbau-anteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind die Unternehmen des Konzerns gebündelt, die Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze anbieten. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.

Sonstiges

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Konsolidierung

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt.

Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften.

Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

10. EREIGNISSE NACH DEM 30. JUNI 2018

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER Gruppe zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.

11. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

12. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR 45.559 (31. Dezember 2017: TEUR 46.059). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 10. August 2018

Der Vorstand

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Prof. Thomas Bauer Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Betriebswirt (FH) Peter Hingott
Vorsitzender des Vorstands Florian Bauer, MBA Hartmut Beutler

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Diese Quartalsmitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen -beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich", "annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung zu berücksichtigen.

FINANZKALENDER 2018

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12. April 2018 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2017
Bilanzpressekonferenz
Analystenkonferenz
14. Mai 2018 Quartalsmitteilung Q1 2018
28. Juni 2018 Hauptversammlung
10. August 2018 Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2018
13. November 2018 Quartalsmitteilung 9M/Q3 2018

Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de.

HERAUSGEBER

BAUER Aktiengesellschaft

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Amtsgericht

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