Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Bauer AG Interim / Quarterly Report 2015

Nov 13, 2015

47_rns_2015-11-13_8dabe435-8a75-4d9b-bf8a-b1a3fbd06a37.html

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

BAUER Aktiengesellschaft

Schrobenhausen

Quartalsfinanzbericht zum 30.09.2015

Zwischenbericht zum 30. September 2015

KONZERNKENNZAHLEN JANUAR - SEPTEMBER 2015

scroll

IFRS in Mio. EUR 9M/2014* 9M/2015 Veränderung 12M/2014*
Gesamtkonzernleistung 1.163,2 1.194,9 2,7 % 1.560,2
davon Inland 348,7 356,5 2,2 % 440,2
Ausland 814,5 838,4 2,9 % 1.120,0
Ausland in % 70,0 70,2 n/a 71,8
davon Bau 542,6 564,4 4,0 % 725,6
Maschinen 498,1 496,6 -0,3 % 639,2
Resources 160,6 177,2 10,4 % 252,8
Sonstiges/Konsolidierung -38,1 -43,3 n/a -57,4
Konsolidierte Leistung 1.136,4 1.134,8 -0,1 % 1.506,0
Umsatzerlöse 1.013,7 1.018,8 0,5 % 1.375,7
Auftragseingang 1.178,8 1.449,8 23,0 % 1.557,7
Auftragsbestand 780,8 1.017,6 30,3 % 762,7
EBITDA 105,9 107,0 1,0 % 171,0
EBITDA-Marge in % (von Umsatzerlösen) 10,4 10,5 n/a 12,4
EBIT 38,3 36,4 -5,0 % 76,4
EBIT-Marge in % (von Umsatzerlösen) 3,8 3,6 n/a 5,6
Periodenergebnis -5,0 -2,7 n/a 15,7
Investitionen in Sachanlagen 36,7 58,8 60,2 % 64,1
Eigenkapital 410,6 419,5 2,2 % 418,9
Eigenkapitalquote in % 24,2 24,5 n/a 26,6
Bilanzsumme 1.700,2 1.710,7 0,6 % 1.575,1
Ergebnis je Aktie -0,36 -0,24 n/a 0,85
Eigenkapitalrendite nach Steuern in % n/a n/a n/a 3,7
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 10.389 10.679 2,8 % 10.405
davon Inland 4.151 4.163 0,3 % 4.158
Ausland 6.238 6.516 4,5 % 6.247

* Vorjahreszahlen geändert; siehe S. 8f. und Geschäftsbericht 2014 S. 100 + S. 106

Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.

Prozentwerte sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten (TEUR) gerechnet.

Zusammenfassung

Die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe liegt zum Ende des dritten Quartals 2015 mit 1.194,9 Mio. EUR um 2,7 % über Vorjahr (1.163,2 Mio. EUR). Das Periodenergebnis des Konzerns betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR). In unserem Geschäft ist es in normalen Jahren üblich, zum Ende des dritten Quartals ein positives Ergebnis auszuweisen. Dies konnten wir aufgrund von Belastungen bei einzelnen Tochterfirmen und aufgrund umfangreicher Restrukturierungen leider nicht erreichen.

Die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften waren mit 33,0 Mio. EUR im Wesentlichen Ursache für den starken Anstieg der sonstigen Erträge. Demgegenüber stehen entsprechend negative Währungseffekte in Höhe von 38,6 Mio. EUR, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls sehr deutlich erhöht haben. Die Beträge sind Folge des Währungsmanagements, das gerade in Zeiten großer Währungsschwankungen enorm wichtig ist.

Im Segment Bau waren wir mit den ersten neun Monaten grundsätzlich zufrieden. Belastet hat aber das Geschäft in den USA. Im Maschinensegment verzeichneten wir in den ersten drei Quartalen zufriedenstellende Auftragseingänge. Einige Bestellungen werden jedoch erst im letzten Quartal ausgeliefert, so dass die Umsatzzahlen etwas unter den Erwartungen, jedoch über Vorjahr lagen. Im Segment Resources sind die Entwicklungen uneinheitlich. Positiv sind die Bereiche Umwelt und Wasser, vor allem das Bohrgeschäft verlangt aber noch weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Das Ergebnis lag hier in Summe unter Plan.

Insgesamt sehen wir den Trend für unser Unternehmen wieder positiv. Der Auftragsbestand des Konzerns liegt mit 1.017,6 Mio. EUR um 30,3 % über Vorjahr und damit erstmals in der Firmengeschichte über der Milliardenmarke. In unserem internationalen Spezialtiefbau konnten wir im dritten Quartal einen Großauftrag zur Erstellung einer Dichtwand für die Diamantenmine Diavik in Kanada mit einem Volumen von rund 65 Mio. EUR in Auftrag nehmen. Nach dem Bilanzstichtag wurden wir zudem in einem Joint Venture mit den Schlitzwandarbeiten für den Polavaram Damm in Indien für rund 60 Mio. EUR beauftragt. Diese Projekte gewährleisten für die kommende Zeit eine gute Grundauslastung. Zusätzlich gibt es im Segment Bau viele kleinere und mittlere Projekte, die gut auf unsere Regionen verteilt sind.

Im Maschinensegment erhöhten vor allem die im Dezember eingegangenen Bestellungen für Tiefbohranlagen den Auftragsbestand im Vorjahresvergleich. Im September konnte mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, eine nicht-bindende Absichtserklärung unterzeichnet werden. In dieser wurde vereinbart, ein Joint Venture zu verhandeln, welches ein gemeinsames Vorgehen bei der Entwicklung und dem Bau von größeren Tiefbohranlagen für die Bereiche Öl, Gas und Geothermie vorsieht. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass das beabsichtigte Joint Venture bald mehr als hundert Millionen Euro Umsatz erreichen kann und sich damit große Chancen für die Zukunft eröffnen. Bei den Spezialtiefbaugeräten hat sich die Auftragslage nicht wesentlich verändert; die Bestellungen sind weiterhin sehr kurzfristig.

Im Segment Resources liegt der Auftragsbestand um 58,9 % über dem Vorjahr. Ende Juli erhielt der Bereich in Deutschland einen Sanierungsauftrag für die Altablagerung Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen, der mit einem Betrag von über hundert Millionen Euro der bislang größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte der BAUER Gruppe ist. Auch in anderen Regionen der Welt gibt es für den Bereich Resources interessante Chancen.

Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir davon aus, dass wir - wie im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert - eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 75 Mio. EUR erzielen. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir unverändert mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Das Ergebnis wird wie im Vorjahr nicht-operative Gewinne beinhalten, die den negativen Auswirkungen von Restrukturierungsaufwendungen und Belastungen aus einzelnen Tochterfirmen entgegenstehen.

Geschäft und Rahmenbedingungen

ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLAGE

Die Welt befindet sich weiter auf einem positiven Wachstumspfad. Die grundlegenden Aussichten haben sich jedoch in den letzten Monaten weiter eingetrübt. Deutschland hat dabei noch eine gute Entwicklung. Viele Themen, wie die Flüchtlingskrise, die Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung Chinas sowie die möglichen Folgen des Abgasskandals bei Volkswagen trüben auch hier die Aussichten.

Bis zur Mitte des Jahres waren Deutschland und Europa hauptsächlich mit der Finanzierung Griechenlands beschäftigt. Mit großen Anstrengungen wurde dieses Thema zumindest für einige Zeit gelöst. Heute hat ein neues Thema Europa fest im Griff; die Flüchtlingswelle. Die Hauptlast des enormen Zustroms tragen nur einige wenige Länder - darunter Deutschland. Die möglichen Folgen sind vielfältig. Auf der einen Seite ist es wichtig, dass sich Deutschland verantwortungsbewusst und großzügig um die Asylbewerber kümmert, aber auf der anderen Seite muss klar hervorgehoben werden, dass auch Deutschlands Aufnahmefähigkeit begrenzt ist. Das Thema hat politische Sprengkraft und kann die politische Balance in Deutschland gefährden. Das wäre für alle Beteiligten eine gefährliche Situation.

Auf der anderen Seite haben die enormen Mehrausgaben für Baumaßnahmen, Betreuung und Lebensunterhalt der Asylbewerber die gleiche Wirkung wie ein großes Konjunkturprogramm. Dabei sollte das Geld nicht für unsinnige Bauten, wie Traglufthallen oder Containerdörfer ausgegeben werden, sondern sollte möglichst schnell in konventionelle Bauten in Ziegel-, Holz- oder Modulbauweise investiert werden, die nachhaltig nutzbaren Wohnraum für die betroffenen Personen schaffen. Dies würde dem Bausektor in Deutschland neuen Aufschwung verleihen.

Ein weiteres großes Thema für die Entwicklung der deutschen Konjunktur ist mit dem Abgasskandal bei Volkswagen hinzugekommen. Das Unternehmen ist für Deutschland von derart großer Bedeutung, dass dessen Entwicklung auch die Wirtschaft als Ganzes betrifft. Allein die geringeren Steuereinnahmen durch den entstandenen Schaden werden Bund, Länder und Kommunen hart treffen. Der Imageschaden für andere deutsche Produkte ist noch nicht absehbar.

Insgesamt entwickelt sich die Bauwirtschaft in Deutschland sehr positiv. Alle politischen Gruppierungen und alle staatlichen Stellen haben das gewaltige Baudefizit in Deutschland erkannt. Neben dem Bau von Flüchtlingsunterkünften soll der Wohnungsbau deutlich angeschoben werden, da das Defizit an bezahlbarem Wohnraum offensichtlich ist. Im Infrastrukturbereich werden in den kommenden Jahren umfangreiche zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen, so dass auch hier die großen Defizite, speziell bei Straßen- und Eisenbahnbrücken, abgebaut werden können. Zusätzlich sollen 15 PPP-Projekte (Public Private Partnership) in den nächsten Jahren für eine erhebliche Ausweitung der Bauaktivitäten sorgen.

Die Politik und die Verwaltung haben aufgrund der steigenden Nachfrage Sorge, dass die Bauwirtschaft diese nicht befriedigen kann und dass die Preise steigen werden. Nach vielen Jahren, in denen in Deutschland die Baupreise verfallen sind, muss es nun aber eine Steigerung der Margen am Bau geben. Dies müssen Verbände und Vertreter der Bauwirtschaft auch so deutlich sagen.

Auch wenn nach Griechenland nun die Flüchtlingskrise die Debatte bestimmt, gibt es etliche weitere Problemfelder, die auch unser Unternehmen teilweise deutlich beeinflussen:

Der Russland-Ukraine-Konflikt ist weiterhin nicht gelöst. Die Kämpfe in den Krisenregionen flammen immer wieder auf, wogegen die diplomatischen Bemühungen eher weniger geworden sind. Findet sich keine Lösung, würde dies die Weltwirtschaft - und damit auch die deutsche Wirtschaft - nachhaltig treffen. Wir leiden in den betroffenen Ländern unter dieser Situation. Erfreulicherweise konnten wir in Russland in letzter Zeit wieder Bauaufträge verbuchen.
In China zeigen sich deutlich erkennbare Verwerfungen der marktwirtschaftlichen Entwicklung. In den letzten Monaten haben sich einige Problemfelder aufgetan, die das Wachstum in Zukunft stark beeinträchtigen können. Im Baumaschinengeschäft ist der Markt in diesem Jahr sehr deutlich zurückgegangen. Die Baumaschinenkonkurrenz wurde so gezwungen, die Kapazitäten deutlich zu reduzieren, um überhaupt eine Chance zu haben, im Markt bleiben zu können. Es wäre übrigens erstaunlich, wenn unsere Branche hier ein Einzelfall bliebe. Es ist sehr wahrscheinlich, dass noch eine ganze Reihe weiterer Branchen eine ähnlich negative Entwicklung bekommen werden. Die starken Kursverluste der vergangenen Monate an den chinesischen Börsen passen in dieses Bild. Die Verwerfungen werden auch Einfluss auf den Konsum und den Kauf ausländischer Luxusgüter haben. Da China ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung der gesamten Weltwirtschaft ist, sind starke Auswirkungen zu befürchten.
Die Krisen der arabischen Welt sind weiterhin vorhanden. Immer noch ist der Islamische Staat in weiten Teilen des Iraks aktiv und forciert weiter die große Unsicherheit in der Region. Der Einstieg Russlands in die militärischen Aktivitäten in Syrien und die Unterstützung des herrschenden Regimes kann zu einer weiteren Verschärfung der Lage führen. Erfreulich ist, dass dennoch etliche Länder der Region wirtschaftlich unbeeindruckt weiteragieren. In Ägypten gibt es einen erstaunlichen Aufschwung der Bauwirtschaft, da die dortige Führung die Baukonjunktur stark fördert. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte die Erstbefahrung des erweiterten Abschnitts des Suez-Kanals gefeiert werden. In den Ländern der arabischen Halbinsel hat die Wirtschaft weiter eine gute Entwicklung. Leider bedeutet der niedrige Ölpreis hier eine Gefahr für den weiteren Konjunkturverlauf.
Sehr erfreulich ist, dass mit dem Iran eine Einigung im Atomstreit erzielt werden konnte. So kann das für die Region so wichtige Land wieder am internationalen Handel teilnehmen. Das bringt viele Chancen mit sich.

Der Internationale Währungsfonds erwartet nach neuester Schätzung im Oktober mit 3,1 % ein etwas geringeres Wachstum der Welt als bisher. Es gibt zwar etliche Regionen, die ein schwächeres Wachstum aufweisen - so die Europäische Union - oder gar einen deutlichen Rückgang erleben werden, wie etwa Russland. Jedoch können der Ferne Osten, der Nahe Osten und auch speziell die USA mit ihrem Wachstum diese Entwicklungen überkompensieren.

Wächst die Weltwirtschaft, dann wächst der Baumarkt insgesamt stärker, da ohne die notwendigen Bauinvestitionen Wirtschaftswachstum nicht möglich ist. Der Spezialtiefbau hat dabei immer ein noch etwas größeres Wachstum, da aufgrund des zunehmenden Platzmangels vermehrt im Untergrund oder auf sehr beschränkten Flächen gebaut werden muss. Auch die Urbanisierung, die zunehmende Mobilität von Menschen und Produkten, die Problemfelder Wasser und Umweltschutz und der Wandel im Energiesektor treiben den Bau weiter voran.

In Deutschland gibt es derzeit eine gute Baukonjunktur, auch wenn die Zahlen der Baustatistik seit Jahresbeginn etwas unterhalb des Vorjahres liegen und damit das hohe Niveau in Deutschland nicht ganz gehalten werden konnte. Ausgelöst durch die niedrigen Zinsen ist es derzeit sehr attraktiv, in Wohnungen und Wohngebäude zu investieren. Der Wirtschaftsbau entwickelt sich durch die gute Konjunktur positiv und der öffentliche Bau profitiert von erhöhten Anstrengungen im Bereich Infrastruktur.

In der Summe sehen wir einen zunehmenden Baumarkt, der durch viele Störungen beeinflusst wird. Es ist daher eine große Herausforderung, hier immer wieder die nötigen Anpassungen in der Struktur des Unternehmens zu betreiben, damit unsere Segmente ihre vielfältigen Chancen für die Zukunft gut nutzen können.

Wir bearbeiten derzeit einige größere Projekte auf den Märkten, um die Stabilität unserer Geschäfte in den kommenden Jahren zu stärken.

INTERNATIONALE MÄRKTE IM ÜBERBLICK

Deutschland

Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Der Wirtschaftsbau profitiert von der weiterhin guten Konjunktur der Industrie.

Die mit vielen Hoffnungen erwarteten positiven Auswirkungen der Energiewende in Deutschland erfüllen sich nach langer Zeit wenigstens teilweise. Für die Stromtrassen vom Norden in den Süden Deutschlands wurde nun eine grundsätzliche Einigung erreicht, so dass diese Projekte jetzt in die endgültige Planung gehen können. Große Teile der Trassen sollen unterirdisch verlegt werden, was der Bauwirtschaft zusätzlich Arbeit geben wird. Auch sollen in Bayern zusätzliche konventionelle Kraftwerke gebaut werden, um den Spitzenausgleich beim Strom sicherzustellen.

Europa

Westeuropa sehen wir in den kommenden Jahren als verhaltenen Baumarkt. Etliche Länder sind durch Budgetprobleme in ihren Möglichkeiten erheblich eingeschränkt, um die Infrastruktur im notwendigen Maße weiterzuentwickeln. Dennoch gibt es auch hier Chancen, unter anderem in der Schweiz. In Frankreich ist ein neuer Metro-Ring um Paris im Bau, der umfangreiche Bauleistungen benötigt. Auch andere Großstädte wollen ihre Infrastruktur erweitern. Die Europäische Union plant derzeit ein großes Konjunkturprogramm für den Ausbau der Infrastruktur in Europa. Dies hat über die geplanten PPP-Projekte auch Wirkungen in Deutschland.

Im Osten Europas ist nach langen Jahren zumindest wieder ein kleiner Aufschwung festzustellen. Durch die Russland-Ukraine-Krise sind allerdings diese beiden Länder in ihrer Entwicklung derzeit stark beeinträchtigt. Die Ukraine ist nahezu nicht mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu erhalten, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre von den Folgen der Krise beeinflusst sein wird. Der Maschinenvertrieb wird sich daher nicht schnell wieder erholen.

Nahost & Zentralasien

Die öl- und gasreichen Länder des Nahen Ostens, wie Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Katar, haben derzeit viele große Bauvorhaben in Planung und Ausführung. In Doha und in Riad werden U-Bahnen gebaut und in der ganzen Region findet ein intensiver Ausbau der Eisenbahnlinien statt. Auch in Dubai wird wieder viel gebaut.

Jordanien und der Libanon werden von der Situation im Irak und in Syrien mit dem Problem Islamischer Staat beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort verlangsamt hat. In Ägypten gibt es weiterhin viele Konflikte und immer wieder Ausschreitungen. Dennoch erlebt die Bauwirtschaft in Ägypten derzeit einen erstaunlichen Aufschwung. Für den Suez-Kanal und für die U-Bahn in Kairo sind weiterhin erhebliche Bauleistungen notwendig. Unser Tochterunternehmen hat hier interessante Aufträge bekommen und wird in dieser Marktsituation den Umsatz deutlich erhöhen können. In Libyen ist wegen chaotischer Verhältnisse weiter ein Arbeiten nicht möglich.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Der geplante Ausbau des Flughafens treibt die Entwicklung weiter an. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle versetzt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien hat sich die Wirtschaft etwas verlangsamt.

Amerika

Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren wird es große Anstrengungen geben, um dieses Defizit aufzuholen. In der Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls positiv. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.

Afrika

In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau der Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen mittelfristig eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands. Leider ist der Rohstoffmarkt derzeit sehr verhalten.

Generell hat unser Segment Maschinen ähnliche Chancen wie der Baubereich, da die Nachfrage nach Geräten von den Baumärkten abhängt.

Im Segment Resources konnten wir Ende Juli im Umweltbereich einen sehr großen Auftrag in Deutschland gewinnen und es gibt weitere interessante Chancen für größere Projekte. Die Anfragen aus dem Minengeschäft sind weiterhin schwach, da sich die Rohstoffmärkte kaum erholen. Beim Thema Wasser gibt es weltweit einen zunehmenden Bedarf.

GESCHÄFTSVERLAUF DER BAUER GRUPPE

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 hat sich die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,7 % von 1.163,2 Mio. EUR auf 1.194,9 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist auch auf Währungseffekte zurückzuführen, die die sonstigen Erträge gegenüber Vorjahr erhöht haben. Das Periodenergebnis des Konzerns betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand im Konzern stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 30,3 % auf einen neuen Höchststand von 1.017,6 Mio. EUR an. Der Zuwachs ist vor allem auf die Segmente Bau und Resources zurückzuführen. Im Bau konnten zahlreiche Projekte - darunter auch Großprojekte - gewonnen werden und im Segment Resources stieg der Auftragsbestand vor allem durch das Großprojekt für den Umweltbereich in Grenzach-Wyhlen deutlich an. Im Maschinengeschäft liegt der Auftragsbestand durch die im Dezember 2014 beauftragten Tiefbohranlagen über Vorjahr.

Insgesamt sind die Auftragslage und die Chancen am Markt eine geeignete Basis für die weitere Entwicklung unserer Geschäfte.

AUFTEILUNG DER GESAMTKONZERNLEISTUNG NACH TEILBEREICHEN

scroll

in Mio. EUR 9M/2014*

Leistung
9M/2015

Leistung
Anteil

Jahr 2015
Veränderung

zum Vorjahr
Auftrags-

bestand
Bau BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST)
BST Inland 102,1 94,8 7,9 % -7,1 % +
Töchter Inland 7,4 14,4 1,2 % 94,6 % +
BST Ausland 63,0 74,6 6,2 % 18,4 % +
Töchter Ausland 373,5 407,1 34,1 % 9,0 % +
Summe BST - Gruppe 546,0 590,9 49,4 % 8,2 % +
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH inkl. Töchter (SBN) 55,8 46,6 3,9 % -16,5 %
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -59,2 -73,1
Summe Bau 542,6 564,4 47,2 % 4,0 % +
Maschinen BAUER Maschinen GmbH (BMA) 293,5 316,5 26,5 % 7,8 %
Töchter Maschinen 327,4 364,3 30,5 % 11,3 %
Summe BMA - Gruppe 620,9 680,8 57,0 % 9,6 %
SBN 38,9 33,6 2,8 % -13,6 %
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -161,7 -217,8
Summe Maschinen 498,1 496,6 41,6 % -0,3 %
Resources BAUER Resources GmbH (BRE) 11,2 14,2 1,2 % 26,8 % ++
Töchter Resources 151,3 152,8 12,8 % 1,0 %
Summe BRE - Gruppe 162,5 167,0 14,0 % 2,8 % +
SBN 23,8 29,0 2,4 % 21,8 % +
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -25,7 -18,8
Summe Resources 160,6 177,2 14,8 % 10,4 % +
Sonstiges BAUER Aktiengesellschaft (BAG) 23,1 25,5 2,1 % 10,4 %
Sonstige Töchter 1,7 1,8 0,2 % 5,9 %
Summe Sonstige/Dienstleistungen 24,8 27,3 2,3 % 10,1 %
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -62,9 -70,6
Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) 1.163,2 1.194,9 100,0 % 2,7 % +
davon: Inland 348,7 356,5 29,8 % 2,2 %
Ausland 814,5 838,4 70,2 % 2,9 %

* Siehe Fußnote S. 2

Hinweise zur Tabelle:

Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen
Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung:

-- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend;
Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet
Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt.

Entwicklung in unseren Geschäftsfeldern

SEGMENT BAU

KENNZAHLEN BAU

scroll

in Tausend EUR 9M/2014* 9M/2015 Veränderung 12M/2014*
Gesamtkonzernleistung 542.602 564.426 4,0 % 725.626
Umsatzerlöse 501.267 499.404 -0,4 % 646.628
Auftragseingang 519.167 697.752 34,4 % 677.865
Auftragsbestand 471.542 584.266 23,9 % 450.940
EBIT 16.799 12.394 -26,2 % 26.033
Periodenergebnis -1.289 -1.396 n/a 2.524
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 5.767 6.178 7,1 % 5.675

* Vorjahreszahlen geändert; der Geschäftsbereich Stahlbau der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurde aus dem Segment Maschinen in das Segment Bau umgegliedert

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 564,4 Mio. EUR um 4,0 % über Vorjahr. In nahezu allen Regionen der Welt kann eine Belebung des Geschäfts verzeichnet werden. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 4,4 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Das Periodenergebnis reduzierte sich leicht von -1,3 Mio. EUR im Vorjahr auf -1,4 Mio. EUR. Das negative Ergebnis unseres Geschäfts in den USA verhinderte eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Verzögerungen bei der Abnahme auf dem Projekt Center Hill Damm führten im laufenden Jahr zu weiteren Belastungen. Dadurch entstanden Kapazitätsengpässe, die auch das weitere Projektgeschäft der Tochterfirma sehr negativ beeinflussten und zu Restrukturierungsmaßnahmen führten.

Der Auftragsbestand ist in unserem Bausegment auf 584,3 Mio. EUR (Vorjahr: 471,5 Mio. EUR) um 23,9 % gestiegen. Mit der Erstellung einer Dichtwand für die Mine Diavik im Norden Kanadas konnte wieder ein Großprojekt hereingenommen werden. Auch bekamen wir den Zuschlag für etliche mittelgroße Projekte. Der Auftragsbestand verteilt sich gleichmäßig auf die Regionen in der Welt und ist eine gute Basis für unsere Leistungsziele in der kommenden Zeit. Zusätzlich zu dieser guten Entwicklung gibt es weiter etliche größere Projektchancen, an denen wir derzeit arbeiten. Nach Ende der Berichtsperiode konnte mit den Schlitzwandarbeiten für einen Damm in Indien ein weiteres großes Projekt gewonnen werden.

In Deutschland hat sich das Geschäft unseres Baubereichs weiter gut entwickelt, obwohl wegen fehlender Großprojekte die Leistung etwas rückläufig war. In Russland fiel die Leistung dagegen sehr stark. Erfreulich ist, dass wir dort nun wieder an einigen Projekten arbeiten können. Auch in der Schweiz und in Indonesien haben wir in den letzten Monaten weniger Projekte bearbeitet, so dass die Leistung dort zurückging. In Österreich, den USA, in Mittelamerika, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar, Malaysia, Thailand und auf den Philippinen verzeichneten wir in den ersten neun Monaten eine gute Leistungsentwicklung.

Die weitere Markteinschätzung am Bau wurde im Abschnitt "Internationale Märkte im Überblick" bereits beschrieben.

Ausblick zum Jahresende

Für das Jahr 2015 erwarten wir, dass die Leistung leicht über dem Vorjahr liegen wird. EBIT und Ergebnis nach Steuern werden in etwa auf Vorjahreshöhe liegen.

SEGMENT MASCHINEN

KENNZAHLEN MASCHINEN

scroll

in Tausend EUR 9M/2014* 9M/2015 Veränderung 12M/2014*
Gesamtkonzernleistung 498.139 496.591 -0,3 % 639.151
Umsatzerlöse 361.795 367.275 1,5 % 532.691
Auftragseingang 514.985 497.537 -3,4 % 681.346
Auftragsbestand 137.095 159.666 16,5 % 158.720
EBIT 25.613 24.585 -4,0 % 35.952
Periodenergebnis 4.265 4.150 -2,7 % 8.847
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.941 2.914 -0,9 % 3.038

* Siehe Fußnote S. 8

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen reduzierte sich in den ersten neun Monaten gegenüber Vorjahr leicht um 0,3 % auf 496,6 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse stiegen dabei um 1,5 % auf 367,3 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr von 25,6 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR gefallen. Das Periodenergebnis verringerte sich von 4,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,2 Mio. EUR im laufenden Jahr.

Das Ergebnis war von mehreren Einflussfaktoren bestimmt. Zum einen belasteten Restrukturierungsmaßnahmen bei Tochterfirmen. Auf der anderen Seite konnte ein Sondergewinn durch den Verkauf von 50 % der Anteile und der Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH erzielt werden. Operativ wurden im laufenden Jahr weniger große und komplexe Geräteeinheiten mit höheren Deckungsbeiträgen ausgeliefert als im Vorjahr. Auch belastete der schwache Markt im Explorationsbereich die Verkäufe unserer Brunnenbohrgeräte, so dass hier Verluste entstanden sind.

Der Auftragsbestand ist im Maschinengeschäft von 137,1 Mio. EUR auf 159,7 Mio. EUR angestiegen. Die wesentlichen Zuwächse stammen aus unserem Tiefbohrgerätegeschäft und aus Kleingeräten. Bei den größeren Spezialtiefbaugeräten liegt der Auftragsbestand etwa auf Höhe des Vorjahres. Der Auftragseingang ist weiter sehr unstetig. In einigen unserer Märkte gibt es immer wieder neue politische Unruhen, was die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinflusst. Trotz der weiterhin außerordentlich schwierigen Marktbedingungen, speziell aufgrund der Situation mit Russland und der Marktverwerfungen in China, waren die Auftragseingänge in der Summe zufriedenstellend. Das Geschäft bleibt sehr kurzfristig. Die Kunden für Baumaschinen im Spezialtiefbau erwarten nach ihrer Bestellung eine umgehende Lieferung. Die Nachfrage ist dennoch lebhaft, so dass wir von einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung ausgehen können. Im letzten Quartal erwarten wir noch gute Auslieferungen an unsere Kunden.

Im Maschinengeschäft müssen wir uns seit Jahren besonders anstrengen, um den Unstetigkeiten der Märkte zu begegnen. Die extremen Entwicklungen auf dem chinesischen Baumaschinenmarkt und die Lage in Russland sind hier die markantesten Problemfelder. Unsere Strategie ist es, eine immer perfektere Produktpalette auf modernstem Stand und in höchster Qualität zu präsentieren. Durch ein dynamisches Entwicklungsteam, das sehr nah an den Märkten agiert, gelingt uns das sehr gut. Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik, haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder erweitert. Gerade hier sehen wir weitere Chancen. Für den chinesischen Markt zeichnet sich eine Normalisierung der Verhältnisse ab. Insgesamt kann unser Geschäft von den wachsenden Märkten in der Welt profitieren. Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik, haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder erweitert. Das beabsichtigte Joint Venture mit Schlumberger ist für uns eine große Chance für die Zukunft.

Ausblick zum Jahresende

Für das Jahr 2015 erwarten wir eine Leistung über Vorjahr. EBIT sowie Ergebnis nach Steuern werden - auch durch Sondergewinne - über dem Vorjahr liegen.

SEGMENT RESOURCES

KENNZAHLEN RESOURCES

scroll

in Tausend EUR 9M/2014 9M/2015 Veränderung 12M/2014
Gesamtkonzernleistung 160.571 177.199 10,4 % 252.830
Umsatzerlöse 150.334 151.633 0,9 % 195.860
Auftragseingang 182.754 297.860 63,0 % 255.837
Auftragsbestand 172.203 273.688 58,9 % 153.027
EBIT -1.859 -1.183 n/a 15.932
Periodenergebnis -7.183 -7.836 n/a 4.347
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.391 1.290 -7,3 % 1.400

Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung in den ersten drei Quartalen 2015 mit 177,2 Mio. EUR um 10,4 % über Vorjahr (160,6 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) betrug -1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug -7,8 Mio. EUR (Vorjahr: -7,2 Mio. EUR).

Resources ist weiter das Segment, das uns derzeit die meisten Anstrengungen abverlangt. Erfreulich ist die Entwicklung in den Bereichen Umwelt und Wasser. In unseren Unternehmen für den Vertrieb von Brunnenausbaumaterialien mussten wir nochmals etliche Umstrukturierungen vornehmen, um die Zukunft wieder positiv gestalten zu können. Dies führte auch zu großen finanziellen Belastungen. Außerdem haben wir noch große Mühe, ausreichend Aufträge für tiefere Bohrungen zu erhalten, um die Kapazitäten speziell unserer jordanischen Tochterfirma entsprechend auszulasten. Auch hier führten Restrukturierungsmaßnahmen zu erheblichen Kosten.

Mit 273,7 Mio. EUR weist das Segment einen ausgezeichneten Auftragsbestand aus, der 58,9 % über Vorjahr liegt. Mit 30,5 Mio. EUR trägt die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH mit ihrem Bergbaubereich einen guten Teil zum Auftragsbestand bei. Hier sind wir mit vielen Projekten in Deutschland und bei der Streckenauffahrung für eine Mine in Kasachstan tätig. Der eingangs beschriebene Großauftrag für den Umweltbereich in Grenzach-Wyhlen von über hundert Millionen Euro führte im Juli zu einem deutlichen Anstieg des Auftragsbestands im Segment.

Das Segment Resources hat im Konzern die größten Chancen. Unser Angebot trifft genau die bedeutenden Zukunftsmärkte Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Es gibt hier viele außergewöhnliche Projekte, die weltweit in der kommenden Zeit zur Vergabe anstehen.

Ausblick zum Jahresende

Für das Jahr 2015 gehen wir davon aus, dass die Leistung etwa auf Vorjahresniveau liegen wird. Durch hohe Belastungen aus der Neuausrichtung werden EBIT und Ergebnis nach Steuern zum Jahresende nochmals zurückgehen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung unseres Konzerns zeigen weiter die Spuren der Jahre nach der Finanzmarktkrise, die von einer deutlich höheren notwendigen Finanzierung unseres Geschäfts geprägt waren. Wegen einiger großer Bauprojekte, die noch nicht endgültig abgerechnet sind, stieg die Vorfinanzierung unserer Leistung zusätzlich deutlich an. Auch im Gerätegeschäft ist die höhere Vorfinanzierung, die durch die kurz gewordenen Vorlaufzeiten bei der Auslieferung und die dadurch verursachte höhere Notwendigkeit für einen Gerätebestand entsteht, weiter klar zu erkennen. Der Verlust aus 2013 und die durch IFRS nötigen Anpassungen bei den Pensionsrückstellungen haben die Bilanz speziell bei der Eigenkapitalquote negativ beeinflusst. Diese Veränderungen werden uns noch weiter begleiten, wobei wir in den kommenden Jahren daran arbeiten werden, die Eigenkapitalquote wieder zu steigern.

Im Spezialtiefbau und auch im dazugehörigen Maschinengeschäft ist es normal, dass der Finanzierungsbedarf der Geschäfte in den ersten Monaten deutlich zunimmt und erst gegen Ende des Jahres wieder entsprechend zurückgeht. Dieser Effekt wird zum einen durch das Zahlungsverhalten unserer Kunden ausgelöst. Zum anderen wirken die Saisonabhängigkeit des Geschäfts und die Notwendigkeit, zu Jahresbeginn stärker zu produzieren, um dann im Sommer und Herbst, wenn die Verkäufe ansteigen, liefern zu können. Dies führt unterjährig zu einem deutlichen Anstieg des Working Capital. Die gleichen Einflüsse wirken am Jahresende in die entgegengesetzte Richtung.

Bei allen folgenden Erläuterungen ist der hohe Währungseffekt im ersten Halbjahr 2015 zu berücksichtigen. Am stärksten wirkt sich die Verringerung des US-Dollarkurses gegenüber dem Euro aus, der zum Jahresende 2014 bei 1,2166 lag und nun Ende des dritten Quartals 1,1165 betrug.

ERTRAGSLAGE

Die konsolidierte Leistung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,1 % auf 1.134,8 Mio. EUR. Maßgeblich hierfür waren die Bestandsveränderungen, die sich um 43,2 % auf 47,6 Mio. EUR reduziert haben. Die anderen aktivierten Eigenleistungen, die im Wesentlichen die für unsere eigenen Bauaktivitäten benötigten Maschinen sowie Entwicklungskosten betreffen, betrugen in den ersten neun Monaten 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR). Die sonstigen Erträge erhöhten sich um 27,3 Mio. EUR deutlich auf 57,1 Mio. EUR. Hier sind die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie die Gewinne aus Devisentermingeschäften von im Vorjahr 20,3 Mio. EUR auf 33,0 Mio. EUR angewachsen. Dies ist im Wesentlichen auf die Währungsveränderungen im ersten Halbjahr zurückzuführen. Zusätzlich wurde ein Gesamteffekt durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH in Höhe von 13,1 Mio. EUR erzielt. Die Umsatzerlöse lagen mit 1.018,8 Mio. EUR um 0,5 % über Vorjahr.

Die Kostenpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung - Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen - entwickelten sich sehr unterschiedlich.

Mit 8,5 % ging der Materialaufwand deutlich stärker zurück als die konsolidierte Leistung. Im Dienstleistungsgeschäft des Baubereichs verändert sich die Kostenverteilung zwischen den Jahren bedingt durch die Auftragsstruktur oft erheblich. Der Personalaufwand erhöhte sich um 5,9 %. Dafür sind im Wesentlichen höhere Personalaufwendungen auf unseren internationalen Baustellen verantwortlich.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 6,3 % gestiegen, die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind um 5,0 % gefallen, da weniger Geräte als im Vorjahr vermietet waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 19,8 % von 164,6 Mio. EUR auf 197,1 Mio. EUR. Die bereits beschriebenen Währungsverluste führten hier zu einer Erhöhung um 23,7 Mio. EUR. Sie standen in Zusammenhang mit Kurssicherungsmaßnahmen.

Die Finanzaufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR. Die Finanzerträge verringerten sich auf 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).

Der Ertragsteueraufwand lag mit 13,3 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Trotz des in den ersten neun Monaten ausgewiesenen Verlusts fielen durch Konzernunternehmen mit Gewinnausweis Ertragsteuern an. Wir gehen davon aus, dass sich auf das Jahr bezogen ein Ertragsteueraufwand von wieder über 30 % ergeben wird.

Das Periodenergebnis betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR).

FINANZLAGE

Die Finanzlage entwickelt sich entsprechend unserer Planung.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2014 um 8,6 % und gegenüber September des Vorjahres um 0,6 % an. Eine Erhöhung ist in unserem Geschäft unterjährig aus den bereits beschriebenen Gründen üblich. Unter Vernachlässigung der Währungseffekte hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch sogar leicht reduziert. Die Bilanzsummenentwicklung liegt leicht über dem Anstieg der konsolidierten Leistung. Unser mittelfristiges Ziel ist eine deutliche Reduzierung der Bilanzsumme im Verhältnis zur Gesamtkonzernleistung. Zum Jahresende wird die Bilanzsummenerhöhung nach unseren Hochrechnungen jedoch leicht über der Leistungssteigerung liegen.

Die Immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen und Investment Property sind gegenüber dem Vorjahresende im Wesentlichen aufgrund unseres vorsichtigen Investitionsverhaltens leicht um 6,1 Mio. EUR zurückgegangen. Die at-Equity bewerteten Anteile sind im Wesentlichen durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH und durch die Neubilanzierung der verbliebenen 40 % der Anteile um 10,0 Mio. EUR angewachsen. Die aktiven latenten Steuern sind seit Jahresende von 31,0 Mio. EUR auf 29,0 Mio. EUR gesunken. Hier wirkte sich speziell die Bewertung der Pensionsrückstellungen (-2,5 Mio. EUR) aus. In Summe sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 2,4 % angewachsen. Bei den Vorräten (speziell die Position "Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren") und Forderungen zeigt sich der beschriebene Währungseffekt sowie der jährlich wiederkehrende saisonale Effekt. Die Vorfinanzierung unserer Projekte und Läger ist deshalb entsprechend angestiegen. Gegenüber der Vorjahresperiode sind die Vorräte um 3,5 % zurückgegangen und die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 3,4 % angewachsen. Die Zahlungsmittel sind gegenüber Jahresende um 7,2 Mio. EUR gestiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 0,3 % zurückgegangen.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber Vorjahresende um 0,6 Mio. EUR angestiegen. Die wesentlichen Veränderungen, neben dem Verlust (-2,7 Mio. EUR), sind Währungsveränderungen (+1,8 Mio. EUR), Effekte aus der Zinssatzänderung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Abzug latenter Steuern (+6,5 Mio. EUR), Veränderungen im Konsolidierungskreis (-2,3 Mio. EUR) und die Dividendenzahlungen (-3,0 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen haben sich im Wesentlichen durch einen nun wieder höheren Rechnungszinssatz gegenüber Jahresende um 6,9 Mio. EUR reduziert. Die saisonüblich notwendigen zusätzlichen Finanzierungen wurden im Wesentlichen durch eine entsprechende Fremdfinanzierung abgedeckt. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um 26,7 Mio. EUR zurückgegangen und gegenüber Jahresende um 28,3 Mio. angestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 10,5 Mio. EUR gestiegen und gegenüber Jahresende um 94,8 Mio. EUR saisonbedingt angewachsen. Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber Jahresende um 1,1 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten als Bestandteil der kurzfristigen Schulden lagen 24,4 Mio. EUR über Jahresende. Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind gegenüber Jahresende um 5,6 Mio. EUR angewachsen. Dies ist Folge einer Restrukturierungsmaßnahme kurz vor dem Quartalsende, durch Verkauf von immateriellen Wirtschaftsgütern ohne Ergebnisauswirkung innerhalb des Konzerns.

ENTWICKLUNG DER AKTIE DER BAUER AG

Die Bauer-Aktie verzeichnete in den ersten neun Monaten einen wechselhaften, aber positiven Verlauf. Vom Eröffnungskurs bei 13,38 EUR kletterte die Aktie in einem sehr guten Börsenumfeld bis Mitte März auf 18,00 EUR. Das erste Quartal schloss die Aktie bei 17,91 EUR. Im April gab der Kurs nach und fiel bis zum Ende des Monats auf 15,54 EUR zurück. Nach einer kurzen Erholung auf 17,22 EUR bis Mitte Mai ging der Kurs bis auf 14,85 EUR Mitte Juni erneut zurück. Mit Wirkung zum 22. Juni schied die Bauer-Aktie aus dem SDAX aus. Zum Ende des ersten Halbjahres lag die Aktie bei 15,37 EUR. Im Juli erholte sich der Kurs in einem positiven Börsenumfeld wieder deutlich und beendete den Monat bei 17,36 EUR. Im August blieb die Aktie zunächst auf dem Niveau von etwa 17 EUR, ehe der Kurs von den einbrechenden Börsenindizes bis auf 14,29 EUR am 24. August zurückgeworfen wurde. Während der DAX weiter nachgab, konnte sich die Bauer-Aktie bis Anfang September wieder auf etwa 17 EUR erholen. Im September gelang der Sprung über die 17 EUR-Marke nicht. Erst im Oktober konnte die Aktie weiter zulegen und schloss den Monat nach einer deutlich positiven Kursentwicklung bei 19,20 EUR.

PERSONAL

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber 30. September 2014 (10.389) im Jahresdurchschnitt mit 10.679 leicht erhöht. Steigerungen fanden projektbedingt nur in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau - vor allem in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten - statt. Insgesamt hat sich die Mitarbeiterzahl im Segment Bau um 411 erhöht. Im Segment Maschinen ist diese um 27 und im Segment Resources um 101 gefallen.

NACHTRAGSBERICHT

Seit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe erwarten.

CHANCEN UND RISIKEN

Wesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln aufgezeigt. Im Übrigen ist eine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2014 nicht eingetreten. Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014.

AUSBLICK AUF DAS JAHRESENDE

Die Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Welt haben in den letzten Monaten weiter deutlich zugenommen. Alle Unternehmen mit internationaler Ausprägung sind dadurch vermehrt gefordert, diesen Veränderungen zu folgen, den Risiken auszuweichen und die Chancen wahrzunehmen. Mit viel Mühe haben wir in der vergangenen Zeit versucht neue Chancen zu generieren. Dies ist uns auch mit einem deutlich angestiegenen Auftragsbestand in den Segmenten Bau und Resources gelungen. Im Maschinengeschäft beginnt sich das schwierige Marktumfeld zu bereinigen, speziell die chinesischen Wettbewerber haben nun begonnen, ihre Überkapazitäten abzubauen. Für uns ist es ein gutes Zeichen, dass es bei den erheblichen Verwerfungen auf den Märkten gelingt, die Auftragseingänge im Maschinengeschäft stabil zu halten. Erfreulich ist auch, dass sich mit Schlumberger, dem weltweit führendem Anbieter für Services im Öl- und Gasbereich, eine dauerhafte Kooperation anbahnt. Obwohl uns unser Segment Resources aktuell noch die meisten Sorgen bereitet, zeigen der ausgezeichnete Auftragsbestand und die weiter vorhandenen interessanten Projektchancen, dass wir mit diesem Segment in der Zukunft zunehmende Chancen haben werden.

Insgesamt sehen wir für unsere Geschäfte einen positiven Trend. Das Jahr 2015 brachte zwar insgesamt weiter viele Herausforderungen mit sich, dennoch sind wir sehr zuversichtlich, dass es uns gelingt, wieder eine Aufwärtsentwicklung zu erreichen, die in den Folgejahren auch beim Ergebnis klar erkennbar werden wird.

Insgesamt erwarten wir für das Jahresende 2015:

Eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR.
Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR. Das Ergebnis wird wie im Vorjahr nicht-operative Gewinne beinhalten, die den negativen Auswirkungen von Restrukturierungsaufwendungen und Belastungen aus einzelnen Tochterfirmen entgegenstehen.

Wir müssen, wie in den Vorjahren, weiter darauf hinweisen, dass in diesen turbulenten Zeiten die Prognose der Leistungs- und Ergebnisentwicklung der BAUER Gruppe in nicht unerheblichem Maße mit Unsicherheiten behaftet ist.

Unsere Mitarbeiter und Führungskräfte haben in den vergangenen Monaten viele neue Chancen entwickelt, die wir in der kommenden Zeit intensiv weiter verfolgen werden. Die vielen aktuellen Störungen werden uns dabei nicht aus der Ruhe bringen.

Konzern-Zwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

scroll

in Tausend EUR Q3/2014 Q3/2015 9M/2014 9M/2015
1. Umsatzerlöse 368.145 376.828 1.013.687 1.018.818
2. Bestandsveränderungen 14.475 -623 83.779 47.571
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.215 1.087 9.176 11.287
4. Sonstige Erträge 18.515 16.816 29.780 57.106
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 404.350 394.108 1.136.422 1.134.782
5. Materialaufwand -205.457 -187.485 -600.828 -549.680
6. Personalaufwand -90.315 -96.079 -265.171 -280.915
7. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen -20.129 -20.203 -57.429 -61.022
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -3.427 -3.420 -10.143 -9.638
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -60.333 -66.531 -164.559 -197.146
OPERATIVES ERGEBNIS 24.689 20.390 38.292 36.381
9. Finanzerträge 1.303 321 3.944 3.261
10. Finanzaufwendungen -14.298 -10.891 -35.817 -30.422
11. Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen -329 517 -263 1.450
ERGEBNIS VOR STEUERN 11.365 10.337 6.156 10.670
12. Ertragsteueraufwand -5.354 -6.228 -11.109 -13.321
PERIODENERGEBNIS 6.011 4.109 -4.953 -2.651
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 5.240 3.287 -6.106 -4.197
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 771 822 1.153 1.546

scroll

in EUR / Stück Q3/2014 Q3/2015 9M/2014 9M/2015
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,31 0,20 -0,36 -0,24
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,31 0,20 -0,36 -0,24
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000 17.131.000 17.131.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000 17.131.000 17.131.000

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

scroll

in Tausend EUR Q3/2014 Q3/2015 9M/2014 9M/2015
Periodenergebnis 6.011 4.109 -4.953 -2.651
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen

an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
-8.523 1.347 -20.583 9.028
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung 2.393 -379 5.780 -2.535
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 500 1.695 582 -2.840
In den Gewinn und Verlust übernommen -1.319 -335 -746 3.434
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente 230 -382 193 -167
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 10.675 -10.387 11.943 1.778
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 3.956 -8.441 -2.831 8.698
Gesamtergebnis 9.967 -4.332 -7.784 6.047
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen 8.644 -5.087 -9.071 4.205
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 1.323 755 1.287 1.842

KONZERNBILANZ

AKTIVA

scroll

in Tausend EUR 30.09.2014* 31.12.2014 30.09.2015
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Immaterielle Vermögenswerte 33.871 34.440 31.228
II. Sachanlagen und Investment Property 442.649 446.909 443.993
III. At-Equity-bewertete Anteile 12.517 42.906 52.953
IV. Beteiligungen 3.613 3.613 3.613
V. Aktive latente Steuern 34.290 30.973 28.977
VI. Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen 40.065 0 0
VII. Sonstige langfristige Vermögenswerte 7.680 7.492 7.202
VIII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.361 28.420 28.119
582.046 594.753 596.085
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Vorräte 487.359 439.184 470.236
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte 574.231 496.650 593.760
III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 2.647 2.661 1.599
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 53.915 41.835 49.040
1.118.152 980.330 1.114.635
1.700.198 1.575.083 1.710.720

PASSIVA

scroll

in Tausend EUR 30.09.2014* 31.12.2014 30.09.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 387.984 399.308 399.324
II. Minderheitsgesellschafter 22.622 19.617 20.171
410.606 418.925 419.495
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN
I. Pensionsrückstellungen 104.268 116.358 109.457
II. Finanzverbindlichkeiten 451.817 387.816 413.371
III. Sonstige Verbindlichkeiten 5.915 5.959 5.687
IV. Passive latente Steuern 16.080 13.123 14.267
578.080 523.256 542.782
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN
I. Finanzverbindlichkeiten 380.275 299.698 385.068
II. Sonstige Verbindlichkeiten 302.863 305.861 330.267
III. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 9.538 9.317 14.885
IV. Rückstellungen 18.836 18.026 18.223
711.512 632.902 748.443
1.700.198 1.575.083 1.710.720

* Siehe Fußnote S. 2

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

scroll

in Tausend EUR 9M/2014 9M/2015
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:
Ergebnis vor Steuern 6.156 10.670
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 57.429 61.022
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 10.143 9.638
Erhaltene Finanzerträge -2.871 -2.791
Gezahlte Finanzaufwendungen 33.552 26.825
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen -4.646 -28.431
Erhaltene Dividenden 450 921
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.391 -1.957
Veränderung der Rückstellungen 6.396 1.663
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.850 18.789
Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen -21.452 -77.630
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens -10.833 -14.211
Veränderung der Vorräte -76.447 -42.219
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -19.598 30.761
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 7.376 -13.768
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten -2.790 -11.187
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel -9.676 -31.905
Gezahlte Ertragsteuern -12.949 -7.238
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit -22.625 -39.143
Cashflows aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -39.793 -56.052
Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen 15.107 18.923
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 0 -2.047
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -24.686 -39.176
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 185.497 167.098
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -103.646 -47.869
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -8.757 -5.871
Gezahlte Dividenden -2.325 -2.987
Gezahlte Zinsen -33.551 -28.312
Erhaltene Zinsen 4.097 2.815
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 41.315 84.874
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -5.996 6.555
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 2.694 650
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -3.302 7.205
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 57.217 41.835
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 53.915 49.040
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -3.302 7.205

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

scroll

in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Währungs-

umrechnung
Ausgleichs-

posten IFRS
Rücklage aus

Sicherungsgeschäften
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am

01.01.2014*
73.001 38.404 284.299 -6.492 10.387 -2.593
Periodenergebnis 0 0 -6.106 0 0 0
Unterschiede aus

der Währungsumrechnung
0 0 0 11.691 0 0
Umbewertung von

Verpflichtungen aus

Leistungen an

Arbeitnehmer nach

Beendigung des

Arbeitsverhältnisses
0 0 -20.404 0 0 0
Marktbewertung der

derivativen

Finanzinstrumente
0 0 0 0 0 -177
Erfolgsneutral verrechnete

latente Steuern
0 0 5.729 0 0 196
Gesamtergebnis 0 0 -20.781 11.691 0 19
Veränderungen im

Konsolidierungskreis
0 0 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 49 0 0 0
Stand am

30.09.2014*
73.001 38.404 263.567 5.199 10.387 -2.574
Stand am

01.01.2015
73.001 38.404 275.725 3.149 10.387 -1.358
Periodenergebnis 0 0 -4.197 0 0 0
Unterschiede aus

der Währungsumrechnung
0 0 0 1.543 0 0
Umbewertung von

Verpflichtungen aus

Leistungen an

Arbeitnehmer nach

Beendigung des

Arbeitsverhältnisses
0 0 8.950 0 0 0
Marktbewertung der

derivativen

Finanzinstrumente
0 0 0 0 0 587
Erfolgsneutral verrechnete

latente Steuern
0 0 -2.513 0 0 -165
Gesamtergebnis 0 0 2.240 1.543 0 422
Veränderungen im

Konsolidierungskreis
0 0 -1.199 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 -2.570 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -420 0 0 0
Stand am

30.09.2015
73.001 38.404 273.776 4.692 10.387 -936

scroll

in Tausend EUR
Minderheitsgesell-schafter Gesamt
--- --- ---
Stand am 01.01.2014* 22.809 419.815
Periodenergebnis 1.153 -4.953
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 252 11.943
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses -179 -20.583
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 13 -164
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 48 5.973
Gesamtergebnis 1.287 -7.784
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0
Dividendenzahlungen -2.325 -2.325
Übrige Veränderungen 851 900
Stand am 30.09.2014* 22.622 410.606
Stand am 01.01.2015 19.617 418.925
Periodenergebnis 1.546 -2.651
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 235 1.778
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 78 9.028
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 7 594
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern -24 -2.702
Gesamtergebnis 1.842 6.047
Veränderungen im Konsolidierungskreis -1.079 -2.278
Dividendenzahlungen -417 -2.987
Übrige Veränderungen 208 -212
Stand am 30.09.2015 20.171 419.495

* Siehe Fußnote S. 2

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

scroll

in Tausend EUR Bau Maschinen Resources
Januar - September 2014* 2015 2014* 2015 2014 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 542.602 564.426 498.139 496.591 160.571 177.199
Umsatzerlöse mit Dritten 501.267 499.404 361.795 367.275 150.334 151.633
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 10.330 10.328 28.839 37.254 2.529 2.052
Bestandsveränderungen -61 0 83.021 47.470 819 101
Andere aktivierte Eigenleistungen 186 226 3.694 3.153 294 302
Sonstige Erträge 12.547 19.713 14.576 31.547 2.408 4.594
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 524.269 529.671 491.925 486.699 156.384 158.682
OPERATIVES ERGEBNIS 16.799 12.394 25.613 24.585 -1.859 -1.183
Finanzerträge 1.475 1.424 1.113 1.330 1.536 882
Finanzaufwendungen -14.540 -10.212 -15.928 -15.099 -7.548 -8.269
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen -536 -267 -56 76 329 1.641
Ertragsteueraufwand -4.487 -4.735 -6.477 -6.742 359 -907
PERIODENERGEBNIS -1.289 -1.396 4.265 4.150 -7.183 -7.836
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Abschreibungen
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -33.585 -36.785 -15.043 -13.805 -6.916 -8.771
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -10.143 -9.638 0 0
31.12.2014* 30.09.2015 31.12.2014* 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015
SEGMENTVERMÖGEN 577.401 637.650 768.487 805.431 264.276 294.635

scroll

in Tausend EUR Sonstiges Konsolidierung Konzern
Januar - September 2014 2015 2014 2015 2014 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 24.775 27.306 -62.924 -70.665 1.163.163 1.194.857
Umsatzerlöse mit Dritten 291 506 1.013.687 1.018.818
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 22.726 24.186 -64.424 -73.820 0 0
Bestandsveränderungen 0 0 0 0 83.779 47.571
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 5.002 7.606 9.176 11.287
Sonstige Erträge 937 1.704 -688 -452 29.780 57.106
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 23.954 26.396 -60.110 -66.666 1.136.422 1.134.782
OPERATIVES ERGEBNIS -2.739 242 478 343 38.292 36.381
Finanzerträge 5.597 7.313 -5.777 -7.688 3.944 3.261
Finanzaufwendungen -3.578 -4.530 5.777 7.688 -35.817 -30.422
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 0 0 0 0 -263 1.450
Ertragsteueraufwand -397 -847 -107 -90 -11.109 -13.321
PERIODENERGEBNIS -1.117 2.178 371 253 -4.953 -2.651
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Abschreibungen
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -2.248 -2.115 363 454 -57.429 -61.022
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -10.143 -9.638
31.12.2014 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015
SEGMENTVERMÖGEN 338.993 355.590 -374.074 -382.586 1.575.083 1.710.720

* Siehe Fußnote S. 2

Konzernanhang

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.

Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 9. November 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.

Prüferische Durchsicht

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Die BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden.

Der Zwischenbericht zum 13. November 2015 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben die für einen Konzernjahresabschluss verpflichtend sind.

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 der BAUER AG gelesen werden.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert.

Veränderungen Tochterunternehmen:

Segment Bau:

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat am 15. September 2015 den Geschäftsbereich Stahlbau auf die SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH ausgegliedert. Der Geschäftsbereich Stahlbau war bisher in der Segmentberichterstattung dem Segment Maschinen zugeordnet. Aus dieser Ausgliederung ergab sich darüber hinaus keine Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG.

Segment Maschinen:

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden 100 % der Anteile an der BAUER Mexico S.A. de C.V. auf die BAUER Resources GmbH (97,5 %) und die PURE Umwelttechnik GmbH (2,5 %) übertragen. Diese Gesellschaften sind dem Segment Resources zugeordnet. Aus der Übertragung ergab sich keine Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH die restlichen 10 % der Anteile des Minderheitsgesellschafters der MAT Mischanlagentechnik GmbH erworben und hält seitdem 100 % an der MAT Mischanlagentechnik GmbH. Darüber hinaus wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik, Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt.

Veräußerungen

Mit Vertrag vom 9. September 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH mit Wirkung zum 15. September 2015 an die SPANTEC Invest GmbH veräußert.

Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden dargestellt:

a) Erhaltene Gegenleistung

scroll

in Tausend EUR 15.09.2015
Erhaltene Gegenleistung 12.509

b) Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

scroll

in Tausend EUR 15.09.2015
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 448
Sachanlagen und Investment Property 425
Sonstige langfristige Vermögenswerte 47
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 4.592
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 1.304
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.960
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.143
Langfristige Schulden
Pensionrückstellungen -253
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 0
Passive latente Steuern -235
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.066
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -443
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen -256
Veräußertes Nettovermögen 10.666

c) Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH

scroll

in Tausend EUR 15.09.2015
Erhaltene Gegenleistung 12.509
Aufgegebenes Nettovermögen -10.666
Nicht beherrschende Anteile 1.079
Zeitwert der behaltenen at-Equity-Beteiligung von 40 % 10.200
Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung 13.122

Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten.

d) Nettozahlungsmittelzufluss aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH

scroll

in Tausend EUR 15.09.2015
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Veräußerungspreis 0
Abzüglich: mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2.143
Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung -2.143

Aufgrund der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH wurde die behaltene at-Equity-Beteiligung zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus dem abgezinsten Transaktionspreis für die verkauften Anteile zum Veräußerungszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

Segment Resources:

Am 20. März 2015 wurde die BAUER Resources Australia Pty. Ltd. aufgelöst und damit entkonsolidiert.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurde die BAUER Resources Maroc S.A.R.L erstmals in den Konzernabschuss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.

Im Konsolidierungskreis haben sich seit dem 31. Dezember 2014 sonst keine Änderungen ergeben.

4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Wir verweisen hierzu auf unseren Geschäftsbericht 2014, Seite 105.

5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die ab dem 1. Januar 2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 mit folgenden Ausnahmen:

Die BAUER Gruppe hat zum 30. September 2015 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsrückstellungen im Inland auf 2,42 % erhöht. (Vorjahr: 2,0 %).

Die seit dem 1. Januar 2015 im Rahmen der Verbesserung der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvement Project 2013) in Kraft getretenen Änderungen an IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 haben auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG keine wesentlichen Auswirkungen.

Darüber hinaus ist seit dem 1. Januar 2015 IFRIC 21 anzuwenden. Dieser regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die nicht unter IAS 12 "Ertragsteuern" fallen. Diese Interpretation hat ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG.

6. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

6.1 Finanzielle Risikofaktoren

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und Informationen zum finanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.

Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit finanziellen Risiken ergeben.

6.2 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden Stufen zuzuordnen:

scroll

AKTIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 30.09.2015 Stufe 1 Stufe 2
Wertpapiere AfS 0 0 0
Derivate nicht im Hedge Accounting FAHfT 4.134 0 4.134
Derivate im Hedge Accounting n/a 1.611 0 1.611
Gesamt 5.745 0 5.745

scroll

PASSIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 30.09.2015 Stufe 1 Stufe 2
Derivate nicht im Hedge Accounting FLHfT 5.532 0 5.532
Derivate im Hedge Accounting n/a 5.115 0 5.115
Gesamt 10.647 0 10.647

scroll

AKTIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2
Wertpapiere AfS 0 0 0
Derivate nicht im Hedge Accounting FAHfT 485 0 485
Derivate im Hedge Accounting n/a 1.058 0 1.058
Gesamt 1.543 0 1.543

scroll

PASSIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2
Derivate nicht im Hedge Accounting FLHfT 9.108 0 9.108
Derivate im Hedge Accounting n/a 8.994 0 8.994
Gesamt 18.102 0 18.102

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung.

6.3 Methoden zu Bestimmung der Zeitwerte der Stufe 2

Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps und Cross Currency Swaps. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird.

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist auf Grund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, weil kein aktiver Markt existiert.

6.4 Angaben zum Fair Value

Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value-Berechnung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden können dem Geschäftsbericht 2014 entnommen werden.

Die finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten, bei denen der Fair Value von den Buchwerten abweicht, stellen sich wie folgt dar:

scroll

in Tausend EUR 31.12.2014 30.09.2015
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
--- --- --- --- ---
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 28.420 27.973 28.119 27.721
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 311.417 310.972 297.582 297.177
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 364.771 378.016 393.100 407.467
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 10.013 9.904 5.427 5.417
Gesamt 714.621 726.865 724.228 737.782

Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem Fair Value.

Im Übrigen verweisen wir auf die Seiten 158ff. des Geschäftsberichts 2014.

7. SAISONALITÄT

Im Segment Bau findet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals erheblich negativ beeinflussen. Im Segment Maschinen ist das erste Quartal auch ein schwaches Quartal, da unsere Kunden Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen. Im Segment Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des Jahres der Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist.

Da der Großteil der Kosten fix ist, werden im ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte Verluste erzielt. Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert. Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale - bei Vernachlässigung von Sondereffekten - mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben.

8. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.

Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt, Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig.

Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen, sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie herstellen und vertreiben.

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfeldes wurden bereits dort bereinigt.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

9. EREIGNISSE NACH DEM 30. SEPTEMBER 2015

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER Gruppe zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.

10. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

11. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR 3.240 (31. Dezember 2014: TEUR 5.112). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.

Schrobenhausen, den 13. November 2015

Der Vorstand

scroll

Prof. Thomas Bauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Vorsitzender des Vorstands

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieser Zwischenbericht enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich", "annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen.

TERMINE 2016

scroll

18. April 2016 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2015

Bilanzpressekonferenz

Analystenkonferenz
13. Mai 2016 Zwischenbericht 31. März 2016
23. Juni 2016 Hauptversammlung
12. August 2016 Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2016
14. November 2016 Zwischenbericht 30. September 2016

Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de.

HERAUSGEBER

BAUER Aktiengesellschaft

BAUER-Straße 1

86529 Schrobenhausen

Vorstandssekretariat:

Telefon: 08252 97-1215

Telefax: 08252 97-2900

E-Mail: [email protected]

Sitz der Gesellschaft:

86529 Schrobenhausen

Amtsgericht

Ingolstadt HRB 101375

® Eingetragene Marke der Deutsche Börse AG