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Bauer AG — Interim / Quarterly Report 2015
Nov 13, 2015
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Interim / Quarterly Report
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BAUER Aktiengesellschaft
Schrobenhausen
Quartalsfinanzbericht zum 30.09.2015
Zwischenbericht zum 30. September 2015
KONZERNKENNZAHLEN JANUAR - SEPTEMBER 2015
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| IFRS in Mio. EUR | 9M/2014* | 9M/2015 | Veränderung | 12M/2014* | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 1.163,2 | 1.194,9 | 2,7 % | 1.560,2 | |
| davon | Inland | 348,7 | 356,5 | 2,2 % | 440,2 |
| Ausland | 814,5 | 838,4 | 2,9 % | 1.120,0 | |
| Ausland in % | 70,0 | 70,2 | n/a | 71,8 | |
| davon | Bau | 542,6 | 564,4 | 4,0 % | 725,6 |
| Maschinen | 498,1 | 496,6 | -0,3 % | 639,2 | |
| Resources | 160,6 | 177,2 | 10,4 % | 252,8 | |
| Sonstiges/Konsolidierung | -38,1 | -43,3 | n/a | -57,4 | |
| Konsolidierte Leistung | 1.136,4 | 1.134,8 | -0,1 % | 1.506,0 | |
| Umsatzerlöse | 1.013,7 | 1.018,8 | 0,5 % | 1.375,7 | |
| Auftragseingang | 1.178,8 | 1.449,8 | 23,0 % | 1.557,7 | |
| Auftragsbestand | 780,8 | 1.017,6 | 30,3 % | 762,7 | |
| EBITDA | 105,9 | 107,0 | 1,0 % | 171,0 | |
| EBITDA-Marge in % (von Umsatzerlösen) | 10,4 | 10,5 | n/a | 12,4 | |
| EBIT | 38,3 | 36,4 | -5,0 % | 76,4 | |
| EBIT-Marge in % (von Umsatzerlösen) | 3,8 | 3,6 | n/a | 5,6 | |
| Periodenergebnis | -5,0 | -2,7 | n/a | 15,7 | |
| Investitionen in Sachanlagen | 36,7 | 58,8 | 60,2 % | 64,1 | |
| Eigenkapital | 410,6 | 419,5 | 2,2 % | 418,9 | |
| Eigenkapitalquote in % | 24,2 | 24,5 | n/a | 26,6 | |
| Bilanzsumme | 1.700,2 | 1.710,7 | 0,6 % | 1.575,1 | |
| Ergebnis je Aktie | -0,36 | -0,24 | n/a | 0,85 | |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern in % | n/a | n/a | n/a | 3,7 | |
| Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) | 10.389 | 10.679 | 2,8 % | 10.405 | |
| davon | Inland | 4.151 | 4.163 | 0,3 % | 4.158 |
| Ausland | 6.238 | 6.516 | 4,5 % | 6.247 |
* Vorjahreszahlen geändert; siehe S. 8f. und Geschäftsbericht 2014 S. 100 + S. 106
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.
Prozentwerte sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten (TEUR) gerechnet.
Zusammenfassung
Die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe liegt zum Ende des dritten Quartals 2015 mit 1.194,9 Mio. EUR um 2,7 % über Vorjahr (1.163,2 Mio. EUR). Das Periodenergebnis des Konzerns betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR). In unserem Geschäft ist es in normalen Jahren üblich, zum Ende des dritten Quartals ein positives Ergebnis auszuweisen. Dies konnten wir aufgrund von Belastungen bei einzelnen Tochterfirmen und aufgrund umfangreicher Restrukturierungen leider nicht erreichen.
Die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften waren mit 33,0 Mio. EUR im Wesentlichen Ursache für den starken Anstieg der sonstigen Erträge. Demgegenüber stehen entsprechend negative Währungseffekte in Höhe von 38,6 Mio. EUR, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls sehr deutlich erhöht haben. Die Beträge sind Folge des Währungsmanagements, das gerade in Zeiten großer Währungsschwankungen enorm wichtig ist.
Im Segment Bau waren wir mit den ersten neun Monaten grundsätzlich zufrieden. Belastet hat aber das Geschäft in den USA. Im Maschinensegment verzeichneten wir in den ersten drei Quartalen zufriedenstellende Auftragseingänge. Einige Bestellungen werden jedoch erst im letzten Quartal ausgeliefert, so dass die Umsatzzahlen etwas unter den Erwartungen, jedoch über Vorjahr lagen. Im Segment Resources sind die Entwicklungen uneinheitlich. Positiv sind die Bereiche Umwelt und Wasser, vor allem das Bohrgeschäft verlangt aber noch weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Das Ergebnis lag hier in Summe unter Plan.
Insgesamt sehen wir den Trend für unser Unternehmen wieder positiv. Der Auftragsbestand des Konzerns liegt mit 1.017,6 Mio. EUR um 30,3 % über Vorjahr und damit erstmals in der Firmengeschichte über der Milliardenmarke. In unserem internationalen Spezialtiefbau konnten wir im dritten Quartal einen Großauftrag zur Erstellung einer Dichtwand für die Diamantenmine Diavik in Kanada mit einem Volumen von rund 65 Mio. EUR in Auftrag nehmen. Nach dem Bilanzstichtag wurden wir zudem in einem Joint Venture mit den Schlitzwandarbeiten für den Polavaram Damm in Indien für rund 60 Mio. EUR beauftragt. Diese Projekte gewährleisten für die kommende Zeit eine gute Grundauslastung. Zusätzlich gibt es im Segment Bau viele kleinere und mittlere Projekte, die gut auf unsere Regionen verteilt sind.
Im Maschinensegment erhöhten vor allem die im Dezember eingegangenen Bestellungen für Tiefbohranlagen den Auftragsbestand im Vorjahresvergleich. Im September konnte mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, eine nicht-bindende Absichtserklärung unterzeichnet werden. In dieser wurde vereinbart, ein Joint Venture zu verhandeln, welches ein gemeinsames Vorgehen bei der Entwicklung und dem Bau von größeren Tiefbohranlagen für die Bereiche Öl, Gas und Geothermie vorsieht. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass das beabsichtigte Joint Venture bald mehr als hundert Millionen Euro Umsatz erreichen kann und sich damit große Chancen für die Zukunft eröffnen. Bei den Spezialtiefbaugeräten hat sich die Auftragslage nicht wesentlich verändert; die Bestellungen sind weiterhin sehr kurzfristig.
Im Segment Resources liegt der Auftragsbestand um 58,9 % über dem Vorjahr. Ende Juli erhielt der Bereich in Deutschland einen Sanierungsauftrag für die Altablagerung Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen, der mit einem Betrag von über hundert Millionen Euro der bislang größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte der BAUER Gruppe ist. Auch in anderen Regionen der Welt gibt es für den Bereich Resources interessante Chancen.
Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir davon aus, dass wir - wie im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert - eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 75 Mio. EUR erzielen. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir unverändert mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Das Ergebnis wird wie im Vorjahr nicht-operative Gewinne beinhalten, die den negativen Auswirkungen von Restrukturierungsaufwendungen und Belastungen aus einzelnen Tochterfirmen entgegenstehen.
Geschäft und Rahmenbedingungen
ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLAGE
Die Welt befindet sich weiter auf einem positiven Wachstumspfad. Die grundlegenden Aussichten haben sich jedoch in den letzten Monaten weiter eingetrübt. Deutschland hat dabei noch eine gute Entwicklung. Viele Themen, wie die Flüchtlingskrise, die Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung Chinas sowie die möglichen Folgen des Abgasskandals bei Volkswagen trüben auch hier die Aussichten.
Bis zur Mitte des Jahres waren Deutschland und Europa hauptsächlich mit der Finanzierung Griechenlands beschäftigt. Mit großen Anstrengungen wurde dieses Thema zumindest für einige Zeit gelöst. Heute hat ein neues Thema Europa fest im Griff; die Flüchtlingswelle. Die Hauptlast des enormen Zustroms tragen nur einige wenige Länder - darunter Deutschland. Die möglichen Folgen sind vielfältig. Auf der einen Seite ist es wichtig, dass sich Deutschland verantwortungsbewusst und großzügig um die Asylbewerber kümmert, aber auf der anderen Seite muss klar hervorgehoben werden, dass auch Deutschlands Aufnahmefähigkeit begrenzt ist. Das Thema hat politische Sprengkraft und kann die politische Balance in Deutschland gefährden. Das wäre für alle Beteiligten eine gefährliche Situation.
Auf der anderen Seite haben die enormen Mehrausgaben für Baumaßnahmen, Betreuung und Lebensunterhalt der Asylbewerber die gleiche Wirkung wie ein großes Konjunkturprogramm. Dabei sollte das Geld nicht für unsinnige Bauten, wie Traglufthallen oder Containerdörfer ausgegeben werden, sondern sollte möglichst schnell in konventionelle Bauten in Ziegel-, Holz- oder Modulbauweise investiert werden, die nachhaltig nutzbaren Wohnraum für die betroffenen Personen schaffen. Dies würde dem Bausektor in Deutschland neuen Aufschwung verleihen.
Ein weiteres großes Thema für die Entwicklung der deutschen Konjunktur ist mit dem Abgasskandal bei Volkswagen hinzugekommen. Das Unternehmen ist für Deutschland von derart großer Bedeutung, dass dessen Entwicklung auch die Wirtschaft als Ganzes betrifft. Allein die geringeren Steuereinnahmen durch den entstandenen Schaden werden Bund, Länder und Kommunen hart treffen. Der Imageschaden für andere deutsche Produkte ist noch nicht absehbar.
Insgesamt entwickelt sich die Bauwirtschaft in Deutschland sehr positiv. Alle politischen Gruppierungen und alle staatlichen Stellen haben das gewaltige Baudefizit in Deutschland erkannt. Neben dem Bau von Flüchtlingsunterkünften soll der Wohnungsbau deutlich angeschoben werden, da das Defizit an bezahlbarem Wohnraum offensichtlich ist. Im Infrastrukturbereich werden in den kommenden Jahren umfangreiche zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen, so dass auch hier die großen Defizite, speziell bei Straßen- und Eisenbahnbrücken, abgebaut werden können. Zusätzlich sollen 15 PPP-Projekte (Public Private Partnership) in den nächsten Jahren für eine erhebliche Ausweitung der Bauaktivitäten sorgen.
Die Politik und die Verwaltung haben aufgrund der steigenden Nachfrage Sorge, dass die Bauwirtschaft diese nicht befriedigen kann und dass die Preise steigen werden. Nach vielen Jahren, in denen in Deutschland die Baupreise verfallen sind, muss es nun aber eine Steigerung der Margen am Bau geben. Dies müssen Verbände und Vertreter der Bauwirtschaft auch so deutlich sagen.
Auch wenn nach Griechenland nun die Flüchtlingskrise die Debatte bestimmt, gibt es etliche weitere Problemfelder, die auch unser Unternehmen teilweise deutlich beeinflussen:
| ― | Der Russland-Ukraine-Konflikt ist weiterhin nicht gelöst. Die Kämpfe in den Krisenregionen flammen immer wieder auf, wogegen die diplomatischen Bemühungen eher weniger geworden sind. Findet sich keine Lösung, würde dies die Weltwirtschaft - und damit auch die deutsche Wirtschaft - nachhaltig treffen. Wir leiden in den betroffenen Ländern unter dieser Situation. Erfreulicherweise konnten wir in Russland in letzter Zeit wieder Bauaufträge verbuchen. |
| ― | In China zeigen sich deutlich erkennbare Verwerfungen der marktwirtschaftlichen Entwicklung. In den letzten Monaten haben sich einige Problemfelder aufgetan, die das Wachstum in Zukunft stark beeinträchtigen können. Im Baumaschinengeschäft ist der Markt in diesem Jahr sehr deutlich zurückgegangen. Die Baumaschinenkonkurrenz wurde so gezwungen, die Kapazitäten deutlich zu reduzieren, um überhaupt eine Chance zu haben, im Markt bleiben zu können. Es wäre übrigens erstaunlich, wenn unsere Branche hier ein Einzelfall bliebe. Es ist sehr wahrscheinlich, dass noch eine ganze Reihe weiterer Branchen eine ähnlich negative Entwicklung bekommen werden. Die starken Kursverluste der vergangenen Monate an den chinesischen Börsen passen in dieses Bild. Die Verwerfungen werden auch Einfluss auf den Konsum und den Kauf ausländischer Luxusgüter haben. Da China ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung der gesamten Weltwirtschaft ist, sind starke Auswirkungen zu befürchten. |
| ― | Die Krisen der arabischen Welt sind weiterhin vorhanden. Immer noch ist der Islamische Staat in weiten Teilen des Iraks aktiv und forciert weiter die große Unsicherheit in der Region. Der Einstieg Russlands in die militärischen Aktivitäten in Syrien und die Unterstützung des herrschenden Regimes kann zu einer weiteren Verschärfung der Lage führen. Erfreulich ist, dass dennoch etliche Länder der Region wirtschaftlich unbeeindruckt weiteragieren. In Ägypten gibt es einen erstaunlichen Aufschwung der Bauwirtschaft, da die dortige Führung die Baukonjunktur stark fördert. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte die Erstbefahrung des erweiterten Abschnitts des Suez-Kanals gefeiert werden. In den Ländern der arabischen Halbinsel hat die Wirtschaft weiter eine gute Entwicklung. Leider bedeutet der niedrige Ölpreis hier eine Gefahr für den weiteren Konjunkturverlauf. |
| ― | Sehr erfreulich ist, dass mit dem Iran eine Einigung im Atomstreit erzielt werden konnte. So kann das für die Region so wichtige Land wieder am internationalen Handel teilnehmen. Das bringt viele Chancen mit sich. |
Der Internationale Währungsfonds erwartet nach neuester Schätzung im Oktober mit 3,1 % ein etwas geringeres Wachstum der Welt als bisher. Es gibt zwar etliche Regionen, die ein schwächeres Wachstum aufweisen - so die Europäische Union - oder gar einen deutlichen Rückgang erleben werden, wie etwa Russland. Jedoch können der Ferne Osten, der Nahe Osten und auch speziell die USA mit ihrem Wachstum diese Entwicklungen überkompensieren.
Wächst die Weltwirtschaft, dann wächst der Baumarkt insgesamt stärker, da ohne die notwendigen Bauinvestitionen Wirtschaftswachstum nicht möglich ist. Der Spezialtiefbau hat dabei immer ein noch etwas größeres Wachstum, da aufgrund des zunehmenden Platzmangels vermehrt im Untergrund oder auf sehr beschränkten Flächen gebaut werden muss. Auch die Urbanisierung, die zunehmende Mobilität von Menschen und Produkten, die Problemfelder Wasser und Umweltschutz und der Wandel im Energiesektor treiben den Bau weiter voran.
In Deutschland gibt es derzeit eine gute Baukonjunktur, auch wenn die Zahlen der Baustatistik seit Jahresbeginn etwas unterhalb des Vorjahres liegen und damit das hohe Niveau in Deutschland nicht ganz gehalten werden konnte. Ausgelöst durch die niedrigen Zinsen ist es derzeit sehr attraktiv, in Wohnungen und Wohngebäude zu investieren. Der Wirtschaftsbau entwickelt sich durch die gute Konjunktur positiv und der öffentliche Bau profitiert von erhöhten Anstrengungen im Bereich Infrastruktur.
In der Summe sehen wir einen zunehmenden Baumarkt, der durch viele Störungen beeinflusst wird. Es ist daher eine große Herausforderung, hier immer wieder die nötigen Anpassungen in der Struktur des Unternehmens zu betreiben, damit unsere Segmente ihre vielfältigen Chancen für die Zukunft gut nutzen können.
Wir bearbeiten derzeit einige größere Projekte auf den Märkten, um die Stabilität unserer Geschäfte in den kommenden Jahren zu stärken.
INTERNATIONALE MÄRKTE IM ÜBERBLICK
Deutschland
Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Der Wirtschaftsbau profitiert von der weiterhin guten Konjunktur der Industrie.
Die mit vielen Hoffnungen erwarteten positiven Auswirkungen der Energiewende in Deutschland erfüllen sich nach langer Zeit wenigstens teilweise. Für die Stromtrassen vom Norden in den Süden Deutschlands wurde nun eine grundsätzliche Einigung erreicht, so dass diese Projekte jetzt in die endgültige Planung gehen können. Große Teile der Trassen sollen unterirdisch verlegt werden, was der Bauwirtschaft zusätzlich Arbeit geben wird. Auch sollen in Bayern zusätzliche konventionelle Kraftwerke gebaut werden, um den Spitzenausgleich beim Strom sicherzustellen.
Europa
Westeuropa sehen wir in den kommenden Jahren als verhaltenen Baumarkt. Etliche Länder sind durch Budgetprobleme in ihren Möglichkeiten erheblich eingeschränkt, um die Infrastruktur im notwendigen Maße weiterzuentwickeln. Dennoch gibt es auch hier Chancen, unter anderem in der Schweiz. In Frankreich ist ein neuer Metro-Ring um Paris im Bau, der umfangreiche Bauleistungen benötigt. Auch andere Großstädte wollen ihre Infrastruktur erweitern. Die Europäische Union plant derzeit ein großes Konjunkturprogramm für den Ausbau der Infrastruktur in Europa. Dies hat über die geplanten PPP-Projekte auch Wirkungen in Deutschland.
Im Osten Europas ist nach langen Jahren zumindest wieder ein kleiner Aufschwung festzustellen. Durch die Russland-Ukraine-Krise sind allerdings diese beiden Länder in ihrer Entwicklung derzeit stark beeinträchtigt. Die Ukraine ist nahezu nicht mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu erhalten, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre von den Folgen der Krise beeinflusst sein wird. Der Maschinenvertrieb wird sich daher nicht schnell wieder erholen.
Nahost & Zentralasien
Die öl- und gasreichen Länder des Nahen Ostens, wie Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Katar, haben derzeit viele große Bauvorhaben in Planung und Ausführung. In Doha und in Riad werden U-Bahnen gebaut und in der ganzen Region findet ein intensiver Ausbau der Eisenbahnlinien statt. Auch in Dubai wird wieder viel gebaut.
Jordanien und der Libanon werden von der Situation im Irak und in Syrien mit dem Problem Islamischer Staat beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort verlangsamt hat. In Ägypten gibt es weiterhin viele Konflikte und immer wieder Ausschreitungen. Dennoch erlebt die Bauwirtschaft in Ägypten derzeit einen erstaunlichen Aufschwung. Für den Suez-Kanal und für die U-Bahn in Kairo sind weiterhin erhebliche Bauleistungen notwendig. Unser Tochterunternehmen hat hier interessante Aufträge bekommen und wird in dieser Marktsituation den Umsatz deutlich erhöhen können. In Libyen ist wegen chaotischer Verhältnisse weiter ein Arbeiten nicht möglich.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Der geplante Ausbau des Flughafens treibt die Entwicklung weiter an. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle versetzt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien hat sich die Wirtschaft etwas verlangsamt.
Amerika
Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren wird es große Anstrengungen geben, um dieses Defizit aufzuholen. In der Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls positiv. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.
Afrika
In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau der Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen mittelfristig eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands. Leider ist der Rohstoffmarkt derzeit sehr verhalten.
Generell hat unser Segment Maschinen ähnliche Chancen wie der Baubereich, da die Nachfrage nach Geräten von den Baumärkten abhängt.
Im Segment Resources konnten wir Ende Juli im Umweltbereich einen sehr großen Auftrag in Deutschland gewinnen und es gibt weitere interessante Chancen für größere Projekte. Die Anfragen aus dem Minengeschäft sind weiterhin schwach, da sich die Rohstoffmärkte kaum erholen. Beim Thema Wasser gibt es weltweit einen zunehmenden Bedarf.
GESCHÄFTSVERLAUF DER BAUER GRUPPE
In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 hat sich die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,7 % von 1.163,2 Mio. EUR auf 1.194,9 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist auch auf Währungseffekte zurückzuführen, die die sonstigen Erträge gegenüber Vorjahr erhöht haben. Das Periodenergebnis des Konzerns betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR).
Der Auftragsbestand im Konzern stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 30,3 % auf einen neuen Höchststand von 1.017,6 Mio. EUR an. Der Zuwachs ist vor allem auf die Segmente Bau und Resources zurückzuführen. Im Bau konnten zahlreiche Projekte - darunter auch Großprojekte - gewonnen werden und im Segment Resources stieg der Auftragsbestand vor allem durch das Großprojekt für den Umweltbereich in Grenzach-Wyhlen deutlich an. Im Maschinengeschäft liegt der Auftragsbestand durch die im Dezember 2014 beauftragten Tiefbohranlagen über Vorjahr.
Insgesamt sind die Auftragslage und die Chancen am Markt eine geeignete Basis für die weitere Entwicklung unserer Geschäfte.
AUFTEILUNG DER GESAMTKONZERNLEISTUNG NACH TEILBEREICHEN
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| in Mio. EUR | 9M/2014* Leistung |
9M/2015 Leistung |
Anteil Jahr 2015 |
Veränderung zum Vorjahr |
Auftrags- bestand |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bau | BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST) | |||||
| BST Inland | 102,1 | 94,8 | 7,9 % | -7,1 % | + | |
| Töchter Inland | 7,4 | 14,4 | 1,2 % | 94,6 % | + | |
| BST Ausland | 63,0 | 74,6 | 6,2 % | 18,4 % | + | |
| Töchter Ausland | 373,5 | 407,1 | 34,1 % | 9,0 % | + | |
| Summe BST - Gruppe | 546,0 | 590,9 | 49,4 % | 8,2 % | + | |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH inkl. Töchter (SBN) | 55,8 | 46,6 | 3,9 % | -16,5 % | • | |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -59,2 | -73,1 | ||||
| Summe Bau | 542,6 | 564,4 | 47,2 % | 4,0 % | + | |
| Maschinen | BAUER Maschinen GmbH (BMA) | 293,5 | 316,5 | 26,5 % | 7,8 % | • |
| Töchter Maschinen | 327,4 | 364,3 | 30,5 % | 11,3 % | • | |
| Summe BMA - Gruppe | 620,9 | 680,8 | 57,0 % | 9,6 % | • | |
| SBN | 38,9 | 33,6 | 2,8 % | -13,6 % | • | |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -161,7 | -217,8 | ||||
| Summe Maschinen | 498,1 | 496,6 | 41,6 % | -0,3 % | • | |
| Resources | BAUER Resources GmbH (BRE) | 11,2 | 14,2 | 1,2 % | 26,8 % | ++ |
| Töchter Resources | 151,3 | 152,8 | 12,8 % | 1,0 % | • | |
| Summe BRE - Gruppe | 162,5 | 167,0 | 14,0 % | 2,8 % | + | |
| SBN | 23,8 | 29,0 | 2,4 % | 21,8 % | + | |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -25,7 | -18,8 | ||||
| Summe Resources | 160,6 | 177,2 | 14,8 % | 10,4 % | + | |
| Sonstiges | BAUER Aktiengesellschaft (BAG) | 23,1 | 25,5 | 2,1 % | 10,4 % | |
| Sonstige Töchter | 1,7 | 1,8 | 0,2 % | 5,9 % | ||
| Summe Sonstige/Dienstleistungen | 24,8 | 27,3 | 2,3 % | 10,1 % | ||
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen | -62,9 | -70,6 | ||||
| Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) | 1.163,2 | 1.194,9 | 100,0 % | 2,7 % | + | |
| davon: Inland | 348,7 | 356,5 | 29,8 % | 2,2 % | ||
| Ausland | 814,5 | 838,4 | 70,2 % | 2,9 % |
* Siehe Fußnote S. 2
Hinweise zur Tabelle:
| ― | Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen |
| ― | Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung: -- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend; |
| ― | Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet |
| ― | Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt. |
Entwicklung in unseren Geschäftsfeldern
SEGMENT BAU
KENNZAHLEN BAU
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| in Tausend EUR | 9M/2014* | 9M/2015 | Veränderung | 12M/2014* |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 542.602 | 564.426 | 4,0 % | 725.626 |
| Umsatzerlöse | 501.267 | 499.404 | -0,4 % | 646.628 |
| Auftragseingang | 519.167 | 697.752 | 34,4 % | 677.865 |
| Auftragsbestand | 471.542 | 584.266 | 23,9 % | 450.940 |
| EBIT | 16.799 | 12.394 | -26,2 % | 26.033 |
| Periodenergebnis | -1.289 | -1.396 | n/a | 2.524 |
| Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) | 5.767 | 6.178 | 7,1 % | 5.675 |
* Vorjahreszahlen geändert; der Geschäftsbereich Stahlbau der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurde aus dem Segment Maschinen in das Segment Bau umgegliedert
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 564,4 Mio. EUR um 4,0 % über Vorjahr. In nahezu allen Regionen der Welt kann eine Belebung des Geschäfts verzeichnet werden. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 4,4 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Das Periodenergebnis reduzierte sich leicht von -1,3 Mio. EUR im Vorjahr auf -1,4 Mio. EUR. Das negative Ergebnis unseres Geschäfts in den USA verhinderte eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Verzögerungen bei der Abnahme auf dem Projekt Center Hill Damm führten im laufenden Jahr zu weiteren Belastungen. Dadurch entstanden Kapazitätsengpässe, die auch das weitere Projektgeschäft der Tochterfirma sehr negativ beeinflussten und zu Restrukturierungsmaßnahmen führten.
Der Auftragsbestand ist in unserem Bausegment auf 584,3 Mio. EUR (Vorjahr: 471,5 Mio. EUR) um 23,9 % gestiegen. Mit der Erstellung einer Dichtwand für die Mine Diavik im Norden Kanadas konnte wieder ein Großprojekt hereingenommen werden. Auch bekamen wir den Zuschlag für etliche mittelgroße Projekte. Der Auftragsbestand verteilt sich gleichmäßig auf die Regionen in der Welt und ist eine gute Basis für unsere Leistungsziele in der kommenden Zeit. Zusätzlich zu dieser guten Entwicklung gibt es weiter etliche größere Projektchancen, an denen wir derzeit arbeiten. Nach Ende der Berichtsperiode konnte mit den Schlitzwandarbeiten für einen Damm in Indien ein weiteres großes Projekt gewonnen werden.
In Deutschland hat sich das Geschäft unseres Baubereichs weiter gut entwickelt, obwohl wegen fehlender Großprojekte die Leistung etwas rückläufig war. In Russland fiel die Leistung dagegen sehr stark. Erfreulich ist, dass wir dort nun wieder an einigen Projekten arbeiten können. Auch in der Schweiz und in Indonesien haben wir in den letzten Monaten weniger Projekte bearbeitet, so dass die Leistung dort zurückging. In Österreich, den USA, in Mittelamerika, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar, Malaysia, Thailand und auf den Philippinen verzeichneten wir in den ersten neun Monaten eine gute Leistungsentwicklung.
Die weitere Markteinschätzung am Bau wurde im Abschnitt "Internationale Märkte im Überblick" bereits beschrieben.
Ausblick zum Jahresende
Für das Jahr 2015 erwarten wir, dass die Leistung leicht über dem Vorjahr liegen wird. EBIT und Ergebnis nach Steuern werden in etwa auf Vorjahreshöhe liegen.
SEGMENT MASCHINEN
KENNZAHLEN MASCHINEN
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| in Tausend EUR | 9M/2014* | 9M/2015 | Veränderung | 12M/2014* |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 498.139 | 496.591 | -0,3 % | 639.151 |
| Umsatzerlöse | 361.795 | 367.275 | 1,5 % | 532.691 |
| Auftragseingang | 514.985 | 497.537 | -3,4 % | 681.346 |
| Auftragsbestand | 137.095 | 159.666 | 16,5 % | 158.720 |
| EBIT | 25.613 | 24.585 | -4,0 % | 35.952 |
| Periodenergebnis | 4.265 | 4.150 | -2,7 % | 8.847 |
| Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) | 2.941 | 2.914 | -0,9 % | 3.038 |
* Siehe Fußnote S. 8
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen reduzierte sich in den ersten neun Monaten gegenüber Vorjahr leicht um 0,3 % auf 496,6 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse stiegen dabei um 1,5 % auf 367,3 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr von 25,6 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR gefallen. Das Periodenergebnis verringerte sich von 4,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,2 Mio. EUR im laufenden Jahr.
Das Ergebnis war von mehreren Einflussfaktoren bestimmt. Zum einen belasteten Restrukturierungsmaßnahmen bei Tochterfirmen. Auf der anderen Seite konnte ein Sondergewinn durch den Verkauf von 50 % der Anteile und der Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH erzielt werden. Operativ wurden im laufenden Jahr weniger große und komplexe Geräteeinheiten mit höheren Deckungsbeiträgen ausgeliefert als im Vorjahr. Auch belastete der schwache Markt im Explorationsbereich die Verkäufe unserer Brunnenbohrgeräte, so dass hier Verluste entstanden sind.
Der Auftragsbestand ist im Maschinengeschäft von 137,1 Mio. EUR auf 159,7 Mio. EUR angestiegen. Die wesentlichen Zuwächse stammen aus unserem Tiefbohrgerätegeschäft und aus Kleingeräten. Bei den größeren Spezialtiefbaugeräten liegt der Auftragsbestand etwa auf Höhe des Vorjahres. Der Auftragseingang ist weiter sehr unstetig. In einigen unserer Märkte gibt es immer wieder neue politische Unruhen, was die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinflusst. Trotz der weiterhin außerordentlich schwierigen Marktbedingungen, speziell aufgrund der Situation mit Russland und der Marktverwerfungen in China, waren die Auftragseingänge in der Summe zufriedenstellend. Das Geschäft bleibt sehr kurzfristig. Die Kunden für Baumaschinen im Spezialtiefbau erwarten nach ihrer Bestellung eine umgehende Lieferung. Die Nachfrage ist dennoch lebhaft, so dass wir von einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung ausgehen können. Im letzten Quartal erwarten wir noch gute Auslieferungen an unsere Kunden.
Im Maschinengeschäft müssen wir uns seit Jahren besonders anstrengen, um den Unstetigkeiten der Märkte zu begegnen. Die extremen Entwicklungen auf dem chinesischen Baumaschinenmarkt und die Lage in Russland sind hier die markantesten Problemfelder. Unsere Strategie ist es, eine immer perfektere Produktpalette auf modernstem Stand und in höchster Qualität zu präsentieren. Durch ein dynamisches Entwicklungsteam, das sehr nah an den Märkten agiert, gelingt uns das sehr gut. Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik, haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder erweitert. Gerade hier sehen wir weitere Chancen. Für den chinesischen Markt zeichnet sich eine Normalisierung der Verhältnisse ab. Insgesamt kann unser Geschäft von den wachsenden Märkten in der Welt profitieren. Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik, haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder erweitert. Das beabsichtigte Joint Venture mit Schlumberger ist für uns eine große Chance für die Zukunft.
Ausblick zum Jahresende
Für das Jahr 2015 erwarten wir eine Leistung über Vorjahr. EBIT sowie Ergebnis nach Steuern werden - auch durch Sondergewinne - über dem Vorjahr liegen.
SEGMENT RESOURCES
KENNZAHLEN RESOURCES
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| in Tausend EUR | 9M/2014 | 9M/2015 | Veränderung | 12M/2014 |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 160.571 | 177.199 | 10,4 % | 252.830 |
| Umsatzerlöse | 150.334 | 151.633 | 0,9 % | 195.860 |
| Auftragseingang | 182.754 | 297.860 | 63,0 % | 255.837 |
| Auftragsbestand | 172.203 | 273.688 | 58,9 % | 153.027 |
| EBIT | -1.859 | -1.183 | n/a | 15.932 |
| Periodenergebnis | -7.183 | -7.836 | n/a | 4.347 |
| Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) | 1.391 | 1.290 | -7,3 % | 1.400 |
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung in den ersten drei Quartalen 2015 mit 177,2 Mio. EUR um 10,4 % über Vorjahr (160,6 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) betrug -1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug -7,8 Mio. EUR (Vorjahr: -7,2 Mio. EUR).
Resources ist weiter das Segment, das uns derzeit die meisten Anstrengungen abverlangt. Erfreulich ist die Entwicklung in den Bereichen Umwelt und Wasser. In unseren Unternehmen für den Vertrieb von Brunnenausbaumaterialien mussten wir nochmals etliche Umstrukturierungen vornehmen, um die Zukunft wieder positiv gestalten zu können. Dies führte auch zu großen finanziellen Belastungen. Außerdem haben wir noch große Mühe, ausreichend Aufträge für tiefere Bohrungen zu erhalten, um die Kapazitäten speziell unserer jordanischen Tochterfirma entsprechend auszulasten. Auch hier führten Restrukturierungsmaßnahmen zu erheblichen Kosten.
Mit 273,7 Mio. EUR weist das Segment einen ausgezeichneten Auftragsbestand aus, der 58,9 % über Vorjahr liegt. Mit 30,5 Mio. EUR trägt die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH mit ihrem Bergbaubereich einen guten Teil zum Auftragsbestand bei. Hier sind wir mit vielen Projekten in Deutschland und bei der Streckenauffahrung für eine Mine in Kasachstan tätig. Der eingangs beschriebene Großauftrag für den Umweltbereich in Grenzach-Wyhlen von über hundert Millionen Euro führte im Juli zu einem deutlichen Anstieg des Auftragsbestands im Segment.
Das Segment Resources hat im Konzern die größten Chancen. Unser Angebot trifft genau die bedeutenden Zukunftsmärkte Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Es gibt hier viele außergewöhnliche Projekte, die weltweit in der kommenden Zeit zur Vergabe anstehen.
Ausblick zum Jahresende
Für das Jahr 2015 gehen wir davon aus, dass die Leistung etwa auf Vorjahresniveau liegen wird. Durch hohe Belastungen aus der Neuausrichtung werden EBIT und Ergebnis nach Steuern zum Jahresende nochmals zurückgehen.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung unseres Konzerns zeigen weiter die Spuren der Jahre nach der Finanzmarktkrise, die von einer deutlich höheren notwendigen Finanzierung unseres Geschäfts geprägt waren. Wegen einiger großer Bauprojekte, die noch nicht endgültig abgerechnet sind, stieg die Vorfinanzierung unserer Leistung zusätzlich deutlich an. Auch im Gerätegeschäft ist die höhere Vorfinanzierung, die durch die kurz gewordenen Vorlaufzeiten bei der Auslieferung und die dadurch verursachte höhere Notwendigkeit für einen Gerätebestand entsteht, weiter klar zu erkennen. Der Verlust aus 2013 und die durch IFRS nötigen Anpassungen bei den Pensionsrückstellungen haben die Bilanz speziell bei der Eigenkapitalquote negativ beeinflusst. Diese Veränderungen werden uns noch weiter begleiten, wobei wir in den kommenden Jahren daran arbeiten werden, die Eigenkapitalquote wieder zu steigern.
Im Spezialtiefbau und auch im dazugehörigen Maschinengeschäft ist es normal, dass der Finanzierungsbedarf der Geschäfte in den ersten Monaten deutlich zunimmt und erst gegen Ende des Jahres wieder entsprechend zurückgeht. Dieser Effekt wird zum einen durch das Zahlungsverhalten unserer Kunden ausgelöst. Zum anderen wirken die Saisonabhängigkeit des Geschäfts und die Notwendigkeit, zu Jahresbeginn stärker zu produzieren, um dann im Sommer und Herbst, wenn die Verkäufe ansteigen, liefern zu können. Dies führt unterjährig zu einem deutlichen Anstieg des Working Capital. Die gleichen Einflüsse wirken am Jahresende in die entgegengesetzte Richtung.
Bei allen folgenden Erläuterungen ist der hohe Währungseffekt im ersten Halbjahr 2015 zu berücksichtigen. Am stärksten wirkt sich die Verringerung des US-Dollarkurses gegenüber dem Euro aus, der zum Jahresende 2014 bei 1,2166 lag und nun Ende des dritten Quartals 1,1165 betrug.
ERTRAGSLAGE
Die konsolidierte Leistung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,1 % auf 1.134,8 Mio. EUR. Maßgeblich hierfür waren die Bestandsveränderungen, die sich um 43,2 % auf 47,6 Mio. EUR reduziert haben. Die anderen aktivierten Eigenleistungen, die im Wesentlichen die für unsere eigenen Bauaktivitäten benötigten Maschinen sowie Entwicklungskosten betreffen, betrugen in den ersten neun Monaten 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR). Die sonstigen Erträge erhöhten sich um 27,3 Mio. EUR deutlich auf 57,1 Mio. EUR. Hier sind die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie die Gewinne aus Devisentermingeschäften von im Vorjahr 20,3 Mio. EUR auf 33,0 Mio. EUR angewachsen. Dies ist im Wesentlichen auf die Währungsveränderungen im ersten Halbjahr zurückzuführen. Zusätzlich wurde ein Gesamteffekt durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH in Höhe von 13,1 Mio. EUR erzielt. Die Umsatzerlöse lagen mit 1.018,8 Mio. EUR um 0,5 % über Vorjahr.
Die Kostenpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung - Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen - entwickelten sich sehr unterschiedlich.
Mit 8,5 % ging der Materialaufwand deutlich stärker zurück als die konsolidierte Leistung. Im Dienstleistungsgeschäft des Baubereichs verändert sich die Kostenverteilung zwischen den Jahren bedingt durch die Auftragsstruktur oft erheblich. Der Personalaufwand erhöhte sich um 5,9 %. Dafür sind im Wesentlichen höhere Personalaufwendungen auf unseren internationalen Baustellen verantwortlich.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 6,3 % gestiegen, die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind um 5,0 % gefallen, da weniger Geräte als im Vorjahr vermietet waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 19,8 % von 164,6 Mio. EUR auf 197,1 Mio. EUR. Die bereits beschriebenen Währungsverluste führten hier zu einer Erhöhung um 23,7 Mio. EUR. Sie standen in Zusammenhang mit Kurssicherungsmaßnahmen.
Die Finanzaufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR. Die Finanzerträge verringerten sich auf 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).
Der Ertragsteueraufwand lag mit 13,3 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Trotz des in den ersten neun Monaten ausgewiesenen Verlusts fielen durch Konzernunternehmen mit Gewinnausweis Ertragsteuern an. Wir gehen davon aus, dass sich auf das Jahr bezogen ein Ertragsteueraufwand von wieder über 30 % ergeben wird.
Das Periodenergebnis betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR).
FINANZLAGE
Die Finanzlage entwickelt sich entsprechend unserer Planung.
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2014 um 8,6 % und gegenüber September des Vorjahres um 0,6 % an. Eine Erhöhung ist in unserem Geschäft unterjährig aus den bereits beschriebenen Gründen üblich. Unter Vernachlässigung der Währungseffekte hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch sogar leicht reduziert. Die Bilanzsummenentwicklung liegt leicht über dem Anstieg der konsolidierten Leistung. Unser mittelfristiges Ziel ist eine deutliche Reduzierung der Bilanzsumme im Verhältnis zur Gesamtkonzernleistung. Zum Jahresende wird die Bilanzsummenerhöhung nach unseren Hochrechnungen jedoch leicht über der Leistungssteigerung liegen.
Die Immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen und Investment Property sind gegenüber dem Vorjahresende im Wesentlichen aufgrund unseres vorsichtigen Investitionsverhaltens leicht um 6,1 Mio. EUR zurückgegangen. Die at-Equity bewerteten Anteile sind im Wesentlichen durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH und durch die Neubilanzierung der verbliebenen 40 % der Anteile um 10,0 Mio. EUR angewachsen. Die aktiven latenten Steuern sind seit Jahresende von 31,0 Mio. EUR auf 29,0 Mio. EUR gesunken. Hier wirkte sich speziell die Bewertung der Pensionsrückstellungen (-2,5 Mio. EUR) aus. In Summe sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 2,4 % angewachsen. Bei den Vorräten (speziell die Position "Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren") und Forderungen zeigt sich der beschriebene Währungseffekt sowie der jährlich wiederkehrende saisonale Effekt. Die Vorfinanzierung unserer Projekte und Läger ist deshalb entsprechend angestiegen. Gegenüber der Vorjahresperiode sind die Vorräte um 3,5 % zurückgegangen und die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 3,4 % angewachsen. Die Zahlungsmittel sind gegenüber Jahresende um 7,2 Mio. EUR gestiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 0,3 % zurückgegangen.
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber Vorjahresende um 0,6 Mio. EUR angestiegen. Die wesentlichen Veränderungen, neben dem Verlust (-2,7 Mio. EUR), sind Währungsveränderungen (+1,8 Mio. EUR), Effekte aus der Zinssatzänderung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Abzug latenter Steuern (+6,5 Mio. EUR), Veränderungen im Konsolidierungskreis (-2,3 Mio. EUR) und die Dividendenzahlungen (-3,0 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen haben sich im Wesentlichen durch einen nun wieder höheren Rechnungszinssatz gegenüber Jahresende um 6,9 Mio. EUR reduziert. Die saisonüblich notwendigen zusätzlichen Finanzierungen wurden im Wesentlichen durch eine entsprechende Fremdfinanzierung abgedeckt. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um 26,7 Mio. EUR zurückgegangen und gegenüber Jahresende um 28,3 Mio. angestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 10,5 Mio. EUR gestiegen und gegenüber Jahresende um 94,8 Mio. EUR saisonbedingt angewachsen. Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber Jahresende um 1,1 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten als Bestandteil der kurzfristigen Schulden lagen 24,4 Mio. EUR über Jahresende. Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind gegenüber Jahresende um 5,6 Mio. EUR angewachsen. Dies ist Folge einer Restrukturierungsmaßnahme kurz vor dem Quartalsende, durch Verkauf von immateriellen Wirtschaftsgütern ohne Ergebnisauswirkung innerhalb des Konzerns.
ENTWICKLUNG DER AKTIE DER BAUER AG
Die Bauer-Aktie verzeichnete in den ersten neun Monaten einen wechselhaften, aber positiven Verlauf. Vom Eröffnungskurs bei 13,38 EUR kletterte die Aktie in einem sehr guten Börsenumfeld bis Mitte März auf 18,00 EUR. Das erste Quartal schloss die Aktie bei 17,91 EUR. Im April gab der Kurs nach und fiel bis zum Ende des Monats auf 15,54 EUR zurück. Nach einer kurzen Erholung auf 17,22 EUR bis Mitte Mai ging der Kurs bis auf 14,85 EUR Mitte Juni erneut zurück. Mit Wirkung zum 22. Juni schied die Bauer-Aktie aus dem SDAX aus. Zum Ende des ersten Halbjahres lag die Aktie bei 15,37 EUR. Im Juli erholte sich der Kurs in einem positiven Börsenumfeld wieder deutlich und beendete den Monat bei 17,36 EUR. Im August blieb die Aktie zunächst auf dem Niveau von etwa 17 EUR, ehe der Kurs von den einbrechenden Börsenindizes bis auf 14,29 EUR am 24. August zurückgeworfen wurde. Während der DAX weiter nachgab, konnte sich die Bauer-Aktie bis Anfang September wieder auf etwa 17 EUR erholen. Im September gelang der Sprung über die 17 EUR-Marke nicht. Erst im Oktober konnte die Aktie weiter zulegen und schloss den Monat nach einer deutlich positiven Kursentwicklung bei 19,20 EUR.
PERSONAL
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber 30. September 2014 (10.389) im Jahresdurchschnitt mit 10.679 leicht erhöht. Steigerungen fanden projektbedingt nur in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau - vor allem in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten - statt. Insgesamt hat sich die Mitarbeiterzahl im Segment Bau um 411 erhöht. Im Segment Maschinen ist diese um 27 und im Segment Resources um 101 gefallen.
NACHTRAGSBERICHT
Seit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe erwarten.
CHANCEN UND RISIKEN
Wesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln aufgezeigt. Im Übrigen ist eine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2014 nicht eingetreten. Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014.
AUSBLICK AUF DAS JAHRESENDE
Die Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Welt haben in den letzten Monaten weiter deutlich zugenommen. Alle Unternehmen mit internationaler Ausprägung sind dadurch vermehrt gefordert, diesen Veränderungen zu folgen, den Risiken auszuweichen und die Chancen wahrzunehmen. Mit viel Mühe haben wir in der vergangenen Zeit versucht neue Chancen zu generieren. Dies ist uns auch mit einem deutlich angestiegenen Auftragsbestand in den Segmenten Bau und Resources gelungen. Im Maschinengeschäft beginnt sich das schwierige Marktumfeld zu bereinigen, speziell die chinesischen Wettbewerber haben nun begonnen, ihre Überkapazitäten abzubauen. Für uns ist es ein gutes Zeichen, dass es bei den erheblichen Verwerfungen auf den Märkten gelingt, die Auftragseingänge im Maschinengeschäft stabil zu halten. Erfreulich ist auch, dass sich mit Schlumberger, dem weltweit führendem Anbieter für Services im Öl- und Gasbereich, eine dauerhafte Kooperation anbahnt. Obwohl uns unser Segment Resources aktuell noch die meisten Sorgen bereitet, zeigen der ausgezeichnete Auftragsbestand und die weiter vorhandenen interessanten Projektchancen, dass wir mit diesem Segment in der Zukunft zunehmende Chancen haben werden.
Insgesamt sehen wir für unsere Geschäfte einen positiven Trend. Das Jahr 2015 brachte zwar insgesamt weiter viele Herausforderungen mit sich, dennoch sind wir sehr zuversichtlich, dass es uns gelingt, wieder eine Aufwärtsentwicklung zu erreichen, die in den Folgejahren auch beim Ergebnis klar erkennbar werden wird.
Insgesamt erwarten wir für das Jahresende 2015:
| ― | Eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR. |
| ― | Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR. Das Ergebnis wird wie im Vorjahr nicht-operative Gewinne beinhalten, die den negativen Auswirkungen von Restrukturierungsaufwendungen und Belastungen aus einzelnen Tochterfirmen entgegenstehen. |
Wir müssen, wie in den Vorjahren, weiter darauf hinweisen, dass in diesen turbulenten Zeiten die Prognose der Leistungs- und Ergebnisentwicklung der BAUER Gruppe in nicht unerheblichem Maße mit Unsicherheiten behaftet ist.
Unsere Mitarbeiter und Führungskräfte haben in den vergangenen Monaten viele neue Chancen entwickelt, die wir in der kommenden Zeit intensiv weiter verfolgen werden. Die vielen aktuellen Störungen werden uns dabei nicht aus der Ruhe bringen.
Konzern-Zwischenabschluss
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| in Tausend EUR | Q3/2014 | Q3/2015 | 9M/2014 | 9M/2015 |
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 368.145 | 376.828 | 1.013.687 | 1.018.818 |
| 2. Bestandsveränderungen | 14.475 | -623 | 83.779 | 47.571 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.215 | 1.087 | 9.176 | 11.287 |
| 4. Sonstige Erträge | 18.515 | 16.816 | 29.780 | 57.106 |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 404.350 | 394.108 | 1.136.422 | 1.134.782 |
| 5. Materialaufwand | -205.457 | -187.485 | -600.828 | -549.680 |
| 6. Personalaufwand | -90.315 | -96.079 | -265.171 | -280.915 |
| 7. Abschreibungen | ||||
| a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -20.129 | -20.203 | -57.429 | -61.022 |
| b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -3.427 | -3.420 | -10.143 | -9.638 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -60.333 | -66.531 | -164.559 | -197.146 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 24.689 | 20.390 | 38.292 | 36.381 |
| 9. Finanzerträge | 1.303 | 321 | 3.944 | 3.261 |
| 10. Finanzaufwendungen | -14.298 | -10.891 | -35.817 | -30.422 |
| 11. Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -329 | 517 | -263 | 1.450 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN | 11.365 | 10.337 | 6.156 | 10.670 |
| 12. Ertragsteueraufwand | -5.354 | -6.228 | -11.109 | -13.321 |
| PERIODENERGEBNIS | 6.011 | 4.109 | -4.953 | -2.651 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | 5.240 | 3.287 | -6.106 | -4.197 |
| davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 771 | 822 | 1.153 | 1.546 |
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| in EUR / Stück | Q3/2014 | Q3/2015 | 9M/2014 | 9M/2015 |
|---|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,31 | 0,20 | -0,36 | -0,24 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,31 | 0,20 | -0,36 | -0,24 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 | 17.131.000 | 17.131.000 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in Tausend EUR | Q3/2014 | Q3/2015 | 9M/2014 | 9M/2015 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 6.011 | 4.109 | -4.953 | -2.651 |
| Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
-8.523 | 1.347 | -20.583 | 9.028 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung | 2.393 | -379 | 5.780 | -2.535 |
| Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 500 | 1.695 | 582 | -2.840 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | -1.319 | -335 | -746 | 3.434 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente | 230 | -382 | 193 | -167 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 10.675 | -10.387 | 11.943 | 1.778 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 3.956 | -8.441 | -2.831 | 8.698 |
| Gesamtergebnis | 9.967 | -4.332 | -7.784 | 6.047 |
| davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | 8.644 | -5.087 | -9.071 | 4.205 |
| davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 1.323 | 755 | 1.287 | 1.842 |
KONZERNBILANZ
AKTIVA
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| in Tausend EUR | 30.09.2014* | 31.12.2014 | 30.09.2015 |
|---|---|---|---|
| A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | 33.871 | 34.440 | 31.228 |
| II. Sachanlagen und Investment Property | 442.649 | 446.909 | 443.993 |
| III. At-Equity-bewertete Anteile | 12.517 | 42.906 | 52.953 |
| IV. Beteiligungen | 3.613 | 3.613 | 3.613 |
| V. Aktive latente Steuern | 34.290 | 30.973 | 28.977 |
| VI. Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | 40.065 | 0 | 0 |
| VII. Sonstige langfristige Vermögenswerte | 7.680 | 7.492 | 7.202 |
| VIII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 7.361 | 28.420 | 28.119 |
| 582.046 | 594.753 | 596.085 | |
| B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| I. Vorräte | 487.359 | 439.184 | 470.236 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 574.231 | 496.650 | 593.760 |
| III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 2.647 | 2.661 | 1.599 |
| IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 53.915 | 41.835 | 49.040 |
| 1.118.152 | 980.330 | 1.114.635 | |
| 1.700.198 | 1.575.083 | 1.710.720 |
PASSIVA
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| in Tausend EUR | 30.09.2014* | 31.12.2014 | 30.09.2015 |
|---|---|---|---|
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG | 387.984 | 399.308 | 399.324 |
| II. Minderheitsgesellschafter | 22.622 | 19.617 | 20.171 |
| 410.606 | 418.925 | 419.495 | |
| B. LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| I. Pensionsrückstellungen | 104.268 | 116.358 | 109.457 |
| II. Finanzverbindlichkeiten | 451.817 | 387.816 | 413.371 |
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 5.915 | 5.959 | 5.687 |
| IV. Passive latente Steuern | 16.080 | 13.123 | 14.267 |
| 578.080 | 523.256 | 542.782 | |
| C. KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| I. Finanzverbindlichkeiten | 380.275 | 299.698 | 385.068 |
| II. Sonstige Verbindlichkeiten | 302.863 | 305.861 | 330.267 |
| III. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 9.538 | 9.317 | 14.885 |
| IV. Rückstellungen | 18.836 | 18.026 | 18.223 |
| 711.512 | 632.902 | 748.443 | |
| 1.700.198 | 1.575.083 | 1.710.720 |
* Siehe Fußnote S. 2
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| in Tausend EUR | 9M/2014 | 9M/2015 |
|---|---|---|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||
| Ergebnis vor Steuern | 6.156 | 10.670 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 57.429 | 61.022 |
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 10.143 | 9.638 |
| Erhaltene Finanzerträge | -2.871 | -2.791 |
| Gezahlte Finanzaufwendungen | 33.552 | 26.825 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -4.646 | -28.431 |
| Erhaltene Dividenden | 450 | 921 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1.391 | -1.957 |
| Veränderung der Rückstellungen | 6.396 | 1.663 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.850 | 18.789 |
| Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen | -21.452 | -77.630 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | -10.833 | -14.211 |
| Veränderung der Vorräte | -76.447 | -42.219 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -19.598 | 30.761 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 7.376 | -13.768 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | -2.790 | -11.187 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | -9.676 | -31.905 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -12.949 | -7.238 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | -22.625 | -39.143 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -39.793 | -56.052 |
| Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen | 15.107 | 18.923 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 0 | -2.047 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -24.686 | -39.176 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 185.497 | 167.098 |
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -103.646 | -47.869 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | -8.757 | -5.871 |
| Gezahlte Dividenden | -2.325 | -2.987 |
| Gezahlte Zinsen | -33.551 | -28.312 |
| Erhaltene Zinsen | 4.097 | 2.815 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | 41.315 | 84.874 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -5.996 | 6.555 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 2.694 | 650 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -3.302 | 7.205 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 57.217 | 41.835 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 53.915 | 49.040 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -3.302 | 7.205 |
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS
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| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Währungs- umrechnung |
Ausgleichs- posten IFRS |
Rücklage aus Sicherungsgeschäften |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2014* |
73.001 | 38.404 | 284.299 | -6.492 | 10.387 | -2.593 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -6.106 | 0 | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung |
0 | 0 | 0 | 11.691 | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
0 | 0 | -20.404 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -177 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern |
0 | 0 | 5.729 | 0 | 0 | 196 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -20.781 | 11.691 | 0 | 19 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 49 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 30.09.2014* |
73.001 | 38.404 | 263.567 | 5.199 | 10.387 | -2.574 |
| Stand am 01.01.2015 |
73.001 | 38.404 | 275.725 | 3.149 | 10.387 | -1.358 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -4.197 | 0 | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung |
0 | 0 | 0 | 1.543 | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
0 | 0 | 8.950 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 587 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern |
0 | 0 | -2.513 | 0 | 0 | -165 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 2.240 | 1.543 | 0 | 422 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | -1.199 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -2.570 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -420 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 30.09.2015 |
73.001 | 38.404 | 273.776 | 4.692 | 10.387 | -936 |
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| in Tausend EUR | ||
|---|---|---|
| Minderheitsgesell-schafter | Gesamt | |
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2014* | 22.809 | 419.815 |
| Periodenergebnis | 1.153 | -4.953 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 252 | 11.943 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | -179 | -20.583 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 13 | -164 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 48 | 5.973 |
| Gesamtergebnis | 1.287 | -7.784 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | -2.325 | -2.325 |
| Übrige Veränderungen | 851 | 900 |
| Stand am 30.09.2014* | 22.622 | 410.606 |
| Stand am 01.01.2015 | 19.617 | 418.925 |
| Periodenergebnis | 1.546 | -2.651 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 235 | 1.778 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 78 | 9.028 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 7 | 594 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | -24 | -2.702 |
| Gesamtergebnis | 1.842 | 6.047 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | -1.079 | -2.278 |
| Dividendenzahlungen | -417 | -2.987 |
| Übrige Veränderungen | 208 | -212 |
| Stand am 30.09.2015 | 20.171 | 419.495 |
* Siehe Fußnote S. 2
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| in Tausend EUR | Bau | Maschinen | Resources | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar - September | 2014* | 2015 | 2014* | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 542.602 | 564.426 | 498.139 | 496.591 | 160.571 | 177.199 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 501.267 | 499.404 | 361.795 | 367.275 | 150.334 | 151.633 |
| Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern | 10.330 | 10.328 | 28.839 | 37.254 | 2.529 | 2.052 |
| Bestandsveränderungen | -61 | 0 | 83.021 | 47.470 | 819 | 101 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 186 | 226 | 3.694 | 3.153 | 294 | 302 |
| Sonstige Erträge | 12.547 | 19.713 | 14.576 | 31.547 | 2.408 | 4.594 |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 524.269 | 529.671 | 491.925 | 486.699 | 156.384 | 158.682 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 16.799 | 12.394 | 25.613 | 24.585 | -1.859 | -1.183 |
| Finanzerträge | 1.475 | 1.424 | 1.113 | 1.330 | 1.536 | 882 |
| Finanzaufwendungen | -14.540 | -10.212 | -15.928 | -15.099 | -7.548 | -8.269 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | -536 | -267 | -56 | 76 | 329 | 1.641 |
| Ertragsteueraufwand | -4.487 | -4.735 | -6.477 | -6.742 | 359 | -907 |
| PERIODENERGEBNIS | -1.289 | -1.396 | 4.265 | 4.150 | -7.183 | -7.836 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | ||||||
| Abschreibungen | ||||||
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -33.585 | -36.785 | -15.043 | -13.805 | -6.916 | -8.771 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -10.143 | -9.638 | 0 | 0 |
| 31.12.2014* | 30.09.2015 | 31.12.2014* | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | |
| SEGMENTVERMÖGEN | 577.401 | 637.650 | 768.487 | 805.431 | 264.276 | 294.635 |
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| in Tausend EUR | Sonstiges | Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar - September | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 24.775 | 27.306 | -62.924 | -70.665 | 1.163.163 | 1.194.857 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 291 | 506 | 1.013.687 | 1.018.818 | ||
| Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern | 22.726 | 24.186 | -64.424 | -73.820 | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 83.779 | 47.571 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 5.002 | 7.606 | 9.176 | 11.287 |
| Sonstige Erträge | 937 | 1.704 | -688 | -452 | 29.780 | 57.106 |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 23.954 | 26.396 | -60.110 | -66.666 | 1.136.422 | 1.134.782 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | -2.739 | 242 | 478 | 343 | 38.292 | 36.381 |
| Finanzerträge | 5.597 | 7.313 | -5.777 | -7.688 | 3.944 | 3.261 |
| Finanzaufwendungen | -3.578 | -4.530 | 5.777 | 7.688 | -35.817 | -30.422 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 | -263 | 1.450 |
| Ertragsteueraufwand | -397 | -847 | -107 | -90 | -11.109 | -13.321 |
| PERIODENERGEBNIS | -1.117 | 2.178 | 371 | 253 | -4.953 | -2.651 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | ||||||
| Abschreibungen | ||||||
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -2.248 | -2.115 | 363 | 454 | -57.429 | -61.022 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.143 | -9.638 |
| 31.12.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | |
| SEGMENTVERMÖGEN | 338.993 | 355.590 | -374.074 | -382.586 | 1.575.083 | 1.710.720 |
* Siehe Fußnote S. 2
Konzernanhang
1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.
Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 9. November 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.
Prüferische Durchsicht
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Die BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden.
Der Zwischenbericht zum 13. November 2015 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben die für einen Konzernjahresabschluss verpflichtend sind.
Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 der BAUER AG gelesen werden.
3. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert.
Veränderungen Tochterunternehmen:
Segment Bau:
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat am 15. September 2015 den Geschäftsbereich Stahlbau auf die SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH ausgegliedert. Der Geschäftsbereich Stahlbau war bisher in der Segmentberichterstattung dem Segment Maschinen zugeordnet. Aus dieser Ausgliederung ergab sich darüber hinaus keine Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG.
Segment Maschinen:
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden 100 % der Anteile an der BAUER Mexico S.A. de C.V. auf die BAUER Resources GmbH (97,5 %) und die PURE Umwelttechnik GmbH (2,5 %) übertragen. Diese Gesellschaften sind dem Segment Resources zugeordnet. Aus der Übertragung ergab sich keine Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH die restlichen 10 % der Anteile des Minderheitsgesellschafters der MAT Mischanlagentechnik GmbH erworben und hält seitdem 100 % an der MAT Mischanlagentechnik GmbH. Darüber hinaus wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik, Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt.
Veräußerungen
Mit Vertrag vom 9. September 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH mit Wirkung zum 15. September 2015 an die SPANTEC Invest GmbH veräußert.
Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden dargestellt:
a) Erhaltene Gegenleistung
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| in Tausend EUR | 15.09.2015 |
|---|---|
| Erhaltene Gegenleistung | 12.509 |
b) Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden
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| in Tausend EUR | 15.09.2015 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 448 |
| Sachanlagen und Investment Property | 425 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 47 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.592 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Vorräte | 1.304 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 3.960 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.143 |
| Langfristige Schulden | |
| Pensionrückstellungen | -253 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 |
| Passive latente Steuern | -235 |
| Kurzfristige Schulden | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.066 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -443 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | -256 |
| Veräußertes Nettovermögen | 10.666 |
c) Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH
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| in Tausend EUR | 15.09.2015 |
|---|---|
| Erhaltene Gegenleistung | 12.509 |
| Aufgegebenes Nettovermögen | -10.666 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1.079 |
| Zeitwert der behaltenen at-Equity-Beteiligung von 40 % | 10.200 |
| Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung | 13.122 |
Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten.
d) Nettozahlungsmittelzufluss aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH
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| in Tausend EUR | 15.09.2015 |
|---|---|
| Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Veräußerungspreis | 0 |
| Abzüglich: mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -2.143 |
| Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung | -2.143 |
Aufgrund der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH wurde die behaltene at-Equity-Beteiligung zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus dem abgezinsten Transaktionspreis für die verkauften Anteile zum Veräußerungszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.
Segment Resources:
Am 20. März 2015 wurde die BAUER Resources Australia Pty. Ltd. aufgelöst und damit entkonsolidiert.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurde die BAUER Resources Maroc S.A.R.L erstmals in den Konzernabschuss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.
Im Konsolidierungskreis haben sich seit dem 31. Dezember 2014 sonst keine Änderungen ergeben.
4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Wir verweisen hierzu auf unseren Geschäftsbericht 2014, Seite 105.
5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die ab dem 1. Januar 2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 mit folgenden Ausnahmen:
Die BAUER Gruppe hat zum 30. September 2015 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsrückstellungen im Inland auf 2,42 % erhöht. (Vorjahr: 2,0 %).
Die seit dem 1. Januar 2015 im Rahmen der Verbesserung der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvement Project 2013) in Kraft getretenen Änderungen an IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 haben auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG keine wesentlichen Auswirkungen.
Darüber hinaus ist seit dem 1. Januar 2015 IFRIC 21 anzuwenden. Dieser regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die nicht unter IAS 12 "Ertragsteuern" fallen. Diese Interpretation hat ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER AG.
6. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN
6.1 Finanzielle Risikofaktoren
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und Informationen zum finanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.
Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit finanziellen Risiken ergeben.
6.2 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
| ― | Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― | Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen |
| ― | Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) |
Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden Stufen zuzuordnen:
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| AKTIVA in Tausend EUR | IAS 39-Kategorie | 30.09.2015 | Stufe 1 | Stufe 2 |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere | AfS | 0 | 0 | 0 |
| Derivate nicht im Hedge Accounting | FAHfT | 4.134 | 0 | 4.134 |
| Derivate im Hedge Accounting | n/a | 1.611 | 0 | 1.611 |
| Gesamt | 5.745 | 0 | 5.745 |
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| PASSIVA in Tausend EUR | IAS 39-Kategorie | 30.09.2015 | Stufe 1 | Stufe 2 |
|---|---|---|---|---|
| Derivate nicht im Hedge Accounting | FLHfT | 5.532 | 0 | 5.532 |
| Derivate im Hedge Accounting | n/a | 5.115 | 0 | 5.115 |
| Gesamt | 10.647 | 0 | 10.647 |
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| AKTIVA in Tausend EUR | IAS 39-Kategorie | 31.12.2014 | Stufe 1 | Stufe 2 |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere | AfS | 0 | 0 | 0 |
| Derivate nicht im Hedge Accounting | FAHfT | 485 | 0 | 485 |
| Derivate im Hedge Accounting | n/a | 1.058 | 0 | 1.058 |
| Gesamt | 1.543 | 0 | 1.543 |
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| PASSIVA in Tausend EUR | IAS 39-Kategorie | 31.12.2014 | Stufe 1 | Stufe 2 |
|---|---|---|---|---|
| Derivate nicht im Hedge Accounting | FLHfT | 9.108 | 0 | 9.108 |
| Derivate im Hedge Accounting | n/a | 8.994 | 0 | 8.994 |
| Gesamt | 18.102 | 0 | 18.102 |
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung.
6.3 Methoden zu Bestimmung der Zeitwerte der Stufe 2
Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps und Cross Currency Swaps. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird.
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist auf Grund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, weil kein aktiver Markt existiert.
6.4 Angaben zum Fair Value
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value-Berechnung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden können dem Geschäftsbericht 2014 entnommen werden.
Die finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten, bei denen der Fair Value von den Buchwerten abweicht, stellen sich wie folgt dar:
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| in Tausend EUR | 31.12.2014 | 30.09.2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 28.420 | 27.973 | 28.119 | 27.721 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 311.417 | 310.972 | 297.582 | 297.177 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 364.771 | 378.016 | 393.100 | 407.467 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 10.013 | 9.904 | 5.427 | 5.417 |
| Gesamt | 714.621 | 726.865 | 724.228 | 737.782 |
Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem Fair Value.
Im Übrigen verweisen wir auf die Seiten 158ff. des Geschäftsberichts 2014.
7. SAISONALITÄT
Im Segment Bau findet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals erheblich negativ beeinflussen. Im Segment Maschinen ist das erste Quartal auch ein schwaches Quartal, da unsere Kunden Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen. Im Segment Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des Jahres der Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist.
Da der Großteil der Kosten fix ist, werden im ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte Verluste erzielt. Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert. Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale - bei Vernachlässigung von Sondereffekten - mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben.
8. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.
Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt, Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig.
Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Bau
Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen, sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.
Maschinen
Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.
Resources
Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie herstellen und vertreiben.
Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.
Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfeldes wurden bereits dort bereinigt.
Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten
Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.
Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.
9. EREIGNISSE NACH DEM 30. SEPTEMBER 2015
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER Gruppe zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.
10. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN
Die Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
11. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR 3.240 (31. Dezember 2014: TEUR 5.112). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.
Schrobenhausen, den 13. November 2015
Der Vorstand
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| Prof. Thomas Bauer | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler | Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker |
| Vorsitzender des Vorstands |
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieser Zwischenbericht enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich", "annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.
Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen.
TERMINE 2016
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| 18. April 2016 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2015 Bilanzpressekonferenz Analystenkonferenz |
| 13. Mai 2016 | Zwischenbericht 31. März 2016 |
| 23. Juni 2016 | Hauptversammlung |
| 12. August 2016 | Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2016 |
| 14. November 2016 | Zwischenbericht 30. September 2016 |
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de.
HERAUSGEBER
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Telefon: 08252 97-1215
Telefax: 08252 97-2900
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Sitz der Gesellschaft:
86529 Schrobenhausen
Amtsgericht
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