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Bauer AG Interim / Quarterly Report 2015

May 13, 2015

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 31. März 2015

KONZERNKENNZAHLEN JANUAR – MÄRZ 2015

IFRS in Mio. EUR 03/2014 * 03/2015 Veränderung 12/2014 *
Gesamtkonzernleistung 378,1 409,1 8,2 % 1.560,2
davon
Inland
112,5 124,1 10,3 % 440,2
Ausland 265,6 285,0 7,3 % 1.120,0
Ausland in % 70,2 69,7 n/a 71,8
davon
Bau
178,5 193,5 8,4 % 725,6
Maschinen 163,8 173,8 6,1 % 639,2
Resources 48,4 54,3 12,1 % 252,8
Sonstiges/Konsolidierung -12,6 -12,5 n/a -57,4
Konsolidierte Leistung 371,1 391,5 5,5 % 1.506,0
Umsatzerlöse 313,4 299,6 -4,4 % 1.375,7
Auftragseingang 333,9 494,6 48,1 % 1.557,7
Auftragsbestand 721,1 848,2 17,6 % 762,7
EBITDA 27,5 24,2 -12,0 % 171,0
EBITDA-Marge in % (von Umsatzerlösen) 8,8 8,1 n/a 12,4
EBIT 4,9 1,2 -74,9 % 76,4
EBIT-Marge in % (von Umsatzerlösen) 1,6 0,4 n/a 5,6
Periodenergebnis -7,4 -8,6 n/a 15,7
Investitionen in Sachanlagen 9,2 16,3 77,2 % 64,1
Eigenkapital 406,3 417,5 2,8 % 418,9
Eigenkapitalquote in % 24,8 24,0 n/a 26,6
Bilanzsumme 1.637,7 1.738,0 6,1 % 1.575,1
Ergebnis je Aktie -0,45 -0,52 n/a 0,85
Eigenkapitalrendite nach Steuern in % n/a n/a n/a 3,7
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 10.358 10.593 2,3 % 10.405
davon
Inland
4.144 4.165 0,5 % 4.158
Ausland 6.214 6.428 3,4 % 6.247

* Vorjahreszahlen geändert; siehe S. 9f. und Geschäftsbericht 2014 S. 100 + S. 106

Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlust rechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.

Prozentwerte sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten (TEUR) gerechnet.

Zusammenfassung

Die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe liegt zum Ende des ersten Quartals 2015 mit 409,1 Mio. EUR um 8,2 % über Vorjahr (378,1 Mio. EUR). Das Periodenergebnis des Konzerns betrug -8,6 Mio. EUR (Vorjahr: -7,4 Mio. EUR). In unserem Geschäft beginnt das Jahr üblicherweise mit einem negativen Ergebnis. Das Quartalsergebnis liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Die Gesamtkonzernleistung wurde dabei von Währungseffekten positiv beeinfl usst. Die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften waren mit einer Erhöhung um 31,9 Mio. EUR im Wesentlichen Ursache für den starken Anstieg der sonstigen Erträge. Demgegenüber stehen entsprechend negative Währungseffekte, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls sehr deutlich erhöht haben. Die Beträge sind Folge des Währungsmanagements, das gerade in Zeiten großer Währungsschwankungen enorm wichtig ist. Ohne diese Effekte läge die Gesamtkonzernleistung in etwa auf Vorjahreshöhe.

Im Segment Bau waren wir mit dem Start in das Jahr zufrieden. Im Maschinensegment verzeichneten wir im ersten Quartal gute Auftragseingänge. Viele Bestellungen werden jedoch erst in den kommenden Wochen ausgeliefert, so dass die Umsatzzahlen unter den Erwartungen lagen. Im Segment Resources liegen wir etwas unter den Planungen. Insgesamt haben sich die Aussichten in unseren Geschäften wieder verbessert.

Der Auftragsbestand des Konzerns liegt mit 848,2 Mio. EUR um 17,6 % über Vorjahr. Obwohl wir wegen der Abarbeitung der Großprojekte aus den vergangenen zwei Jahren derartige Aufträge derzeit nicht verzeichnen können, ist der Auftragsbestand im Segment Bau aufgrund vieler kleinerer und mittlerer Projekte, die gut auf unsere Regionen verteilt sind, deutlich angewachsen. Im Maschinensegment erhöhten die im Dezember eingegangenen Bestellungen für Tiefbohranlagen den Auftragsbestand im Vorjahresvergleich. Bei den Spezialtiefbaugeräten hat sich die Auftragslage nicht wesentlich verändert; die Bestellungen sind weiterhin sehr kurzfristig. Im Segment Resources liegt der Auftragsbestand auf Vorjahreshöhe.

Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir davon aus, dass wir – wie im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert – eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 75 Mio. EUR erzielen. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir unverändert mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR.

Geschäft und Rahmenbedingungen

ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLAGE

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin positiv. Der Internationale Währungsfonds erwartet aktuell ein Wachstum von 3,5 % für das Jahr 2015. Es gibt zwar etliche Regionen, die ein schwächeres Wachstum aufweisen, so die Europäische Union, oder gar einen deutlichen Rückgang erleben werden, wie etwa Russland. Jedoch können der Ferne Osten, der Nahe Osten und auch speziell die USA mit ihrem Wachstum diese Entwicklungen deutlich überkompensieren.

Wächst die Weltwirtschaft, dann wächst der Baumarkt insgesamt stärker, da ohne die notwendigen Bauinvestitionen Wirtschaftswachstum nicht möglich ist. Der Spezialtiefbau hat dabei immer ein noch etwas größeres Wachstum, da aufgrund des immer größer werdenden Platzmangels vermehrt im Untergrund oder auf sehr beschränkten Flächen gebaut werden muss. Auch die Urbanisierung, die zunehmende Mobilität von Menschen und Produkten, die Problemfelder Wasser und Umweltschutz und der Wandel im Energiesektor treiben den Bau weiter voran.

In Deutschland gibt es derzeit eine besonders gute Baukonjunktur. Ausgelöst durch die niedrigen Zinsen ist es für die Menschen derzeit sehr attraktiv, in Wohnungen und Wohngebäude zu investieren. Der Wirtschaftsbau entwickelt sich durch die gute

Konjunktur positiv und der öffentliche Bau profi tiert von der Erkenntnis auf allen politischen Ebenen, dass der aufgestaute Sanierungs- und Ausbaubedarf dringend abgearbeitet werden muss. Ab 2016 werden jährlich auf Bundesebene etwa 2 Mrd. EUR mehr in die Infrastruktur fl ießen. Auch die Deutsche Bahn hat ihren Investitionshaushalt aufgestockt. Leider hinken die Planungen für die nötigen Vergaben noch hinterher, so dass die vorhandenen Mittel nicht ausreichend genutzt werden können. Dies wird sich jedoch in absehbarer Zeit ändern.

Der generell positive Ausblick wird jedoch durch einige weltpolitische Ereignisse mit großer Tragweite beeinträchtigt:

  • Der Russland-Ukraine-Konfl ikt konnte auf politischer Ebene bislang nicht gelöst werden. Dies führt für die Investitionsgüterindustrie – also auch für den Bau und für die Baumaschinenbranche – zu einem starken Markteinbruch bei Aufträgen in bzw. aus Russland.
  • Die Probleme in der arabischen Welt haben eine gewaltige Verunsicherung zur Folge. Keiner kann heute eine Prognose wagen, ob es gelingen wird, die radikalen Islamisten, wie den Islamischen Staat, zurückzudrängen. Etliche Länder kämpfen weiter darum, eine stabile Staatsführung zu organisieren, und andere darum, nicht ebenfalls durch revolutionäre Bewegungen in Instabilität zu kommen. Im arabischen Raum gibt es derzeit am Bau zwar eine außergewöhnlich gute Auftragslage, doch kann sich diese Situation ändern, sollte es nicht gelingen, mehr Stabilität zu erreichen.
  • Der niedrigere Ölpreis hatte bisher wenig Einfl uss auf die Anstrengungen der betroffenen Länder, ihre Infrastruktur auszubauen, da in den vergangenen Jahren große fi nanzielle Reserven geschaffen wurden. Ein dauerhaft niedriger Ölpreis kann das gute Investitionsklima in den ölproduzierenden Ländern jedoch negativ beeinfl ussen.
  • Die Finanzkrise in Europa ist weiter ein großes Hemmnis für die Entwicklung der Bauwirtschaft. In etlichen Ländern stehen weiterhin die Sparanstrengungen der staatlichen Haushalte im Mittelpunkt.
  • In China zeigen sich erste große Folgeerscheinungen aus den Verhaltensweisen der lokalen Wettbewerber in den vergangenen Jahren. Im Baumaschinensektor mussten fast alle Maschinenhersteller erkennen, dass ihre Wachstumserwartungen völlig überzogen waren und sich die starke Überproduktion nun nicht am Markt verkaufen lässt. Leichtfertige Finanzierungsmodelle für Kunden führten zusätzlich dazu, dass umfangreiche Lagerbestände aus Rücklaufgeräten ent standen sind. Wir sehen in dieser Entwicklung den Vorteil, dass nun auch die chinesischen Wettbewerber akzeptieren müssen, dass ein Markt gewissen Grundregeln folgt, die man nicht ignorieren kann. Die internationalen Baumaschinenmärkte werden sich deshalb in Zukunft wieder normalisieren.

In der Summe sehen wir einen deutlich zunehmenden Baumarkt, der durch viele Störungen beeinfl usst wird. Es ist daher eine große Herausforderung hier immer wieder die nötigen Anpassungen in der Struktur des Unternehmens zu betreiben, damit unsere Segmente ihre vielfältigen Chancen für die Zukunft gut nutzen können.

Derzeit sehen wir wieder vermehrt größere Projekte am Markt, um die wir uns bewerben, um die Stabilität unserer Geschäfte in den kommenden Jahren zu stärken.

Ende April fand am Stammsitz in Schrobenhausen wieder die Hausausstellung des Maschinenbereichs statt, zu der wieder viele Besucher und Kunden aus aller Welt angereist sind. Speziell an unseren Tiefbohrgeräten für Öl- und Gasbohrungen verzeichneten wir ein gesteigertes Interesse.

INTERNATIONALE MÄRKTE IM ÜBERBLICK

Deutschland

Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen angetrieben. Der öffentliche Bau profi tiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Der Wirtschaftsbau profi tiert von der weiterhin guten Konjunktur der Industrie.

Die mit vielen Hoffnungen erwarteten positiven Auswirkungen der Energiewende in Deutschland erfüllen sich dagegen nicht. Nur bei der Onshore-Windkraft sind noch gute Auftragseingänge zu verzeichnen. Die nötigen Stromtrassen vom Norden in den Süden werden bisher nicht realisiert und der Ausbau der Offshore-Windkraft ist weitgehend ins Stocken geraten. Auch der dringend nötige Ausbau der konventionellen Kraftwerkskapazitäten fi ndet mangels klarer politischer Rahmenbedingungen noch nicht statt.

Europa

Westeuropa sehen wir in den kommenden Jahren als verhaltenen Baumarkt. Etliche Länder sind durch ihre Budgetprobleme in ihren Möglichkeiten erheblich eingeschränkt, um die Infrastruktur im notwendigen Maße weiterzuentwickeln. Dennoch gibt es auch hier Chancen, unter anderem in der Schweiz. In Frankreich ist ein neuer Metro-Ring um Paris im Bau, der umfangreiche Bauleistungen benötigt. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur.

Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen.

Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung derzeit stark beeinträchtigt. Die Ukraine ist nahezu nicht mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten – es fehlen die fi nanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu fi nanzieren, aber die fi nanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Interessant ist, dass von russischen Bauunternehmern berichtet wird, dass sich die Entwicklung in den vergangenen Monaten etwas entspannt hat. Es ist dennoch davon auszugehen, dass Russland über Jahre von den Folgen der Krise beeinfl usst sein wird. Der Maschinenvertrieb wird daher ebenfalls deutlich zurückgehen.

Nahost & Zentralasien

Die öl- und gasreichen Länder des Nahen Ostens, wie Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Katar, haben derzeit viele große Bauvorhaben in der Planung und Ausführung. In Doha und in Riad werden U-Bahnen gebaut und in der ganzen Region fi ndet ein intensiver Ausbau der Eisenbahnlinien statt. Die Fußballweltmeisterschaft in Katar wird ein zusätzliches Bauvolumen auslösen. Auch in Dubai wird wieder viel gebaut.

Sehr problematisch dagegen sind die Gegebenheiten im Irak und in Syrien. Die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Islamischen Staat haben die Wirtschaftsentwicklung und speziell den Bau nahezu zum Erliegen gebracht. Auch die Nachbar staaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat.

In den arabischen Ländern, die in den vergangenen Jahren von revolutionären politischen Veränderungen geprägt waren, ist die weitere Entwicklung ungewiss. In Libyen und Ägypten gibt es weiterhin viele Konfl ikte und immer wieder Ausschreitungen. Dennoch erlebt die Bauwirtschaft in Ägypten derzeit einen erstaunlichen Aufschwung. Der innerhalb kürzester Zeit gestartete Ausbau des Suez-Kanals benötigt erhebliche Bauleistungen. In Kairo werden in den kommenden Jahren Erweiterungen für das U-Bahnnetz in Angriff genommen. Unser lokales Tochterunternehmen hat bereits interessante Aufträge bekommen und wird in dieser Marktsituation den Umsatz deutlich erhöhen können.

Asien-Pazifi k, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle umgezogen. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt.

Amerika

Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren wird es große Anstrengungen geben, um dieses Defi zit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In der Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.

Afrika

In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau der Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands.

Generell hat unser Segment Maschinen ähnliche Chancen wie der Baubereich, da die Nachfrage nach Geräten von den Baumärkten abhängt.

Für das Segment Resources gibt es einige interessante Umweltprojekte, die bald in die Vergabephase kommen. Die Anfragen aus dem Minengeschäft sind weiterhin schwach, da sich die Rohstoffmärkte kaum erholen. Beim Thema Wasser gibt es weltweit einen zunehmenden Bedarf.

GESCHÄFTSVERLAUF DER BAUER GRUPPE

Im ersten Quartal des Jahres 2015 hat sich die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,2 % von 378,1 Mio. EUR auf 409,1 Mio. EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Währungseffekte (+31,9 Mio. EUR) zurückzuführen, die die sonstigen Erträge gegenüber Vorjahr erhöht haben. Das Periodenergebnis des Konzerns betrug -8,6 Mio. EUR (Vorjahr -7,4 Mio. EUR).

Während das Bausegment sein Ergebnis sehr deutlich verbessern konnte, liegt das Ergebnis des Maschinensegments wegen der geringeren Auslieferungen im ersten Quartal noch deutlich zurück. Das Segment Resources lag beim Ergebnis etwas unterhalb des Vorjahres.

Der Auftragsbestand im Konzern stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 17,6 % auf 848,2 Mio. EUR an. Im Bausegment sind die Großprojekte aus den Vorjahren nahezu abgearbeitet. Erfreulich ist, dass der Auftragsbestand dennoch angestiegen ist, da in allen Regionen viele kleinere und mittlere Projekte akquiriert werden konnten. Im Maschinengeschäft liegt der Auftragsbestand deutlich über dem Vorjahr. Die im Dezember 2014 bestellten Tiefbohranlagen, aber auch Bestellungen für viele kleine Geräte führten bei den Tochterfi rmen der BAUER Maschinen GmbH zu diesem deutlichen Anstieg. Bei den größeren Spezialtiefbaugeräten lag der Auftragsbestand in etwa auf Vorjahreshöhe. Dies zeigt, wie schwierig es weiterhin ist, einen Vorlauf für die Produktion zu erreichen. Im Segment Resources ist die Auftragslage in der Umwelttechnik, im Bergbau und im Bereich Materialien im Plan, dagegen sind für die Explorations- und Miningunternehmen im Segment nicht genügend Aufträge vorhanden. Es ist erfreulich, dass es – gerade für den Umweltbereich – viele interessante größere Projekte am Markt gibt, die wir mit Engagement verfolgen.

Insgesamt sind die Auftragslage und die Chancen am Markt eine geeignete Basis für die weitere Entwicklung unserer Geschäfte.

in Mio. EUR 03/2014 *
Leistung
03/2015
Leistung
Anteil
Jahr 2015
Veränderung
zum Vorjahr
Auftrags
bestand
BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST)
BST Inland 29,4 29,2 7,1 % -0,7 % +
Töchter Inland 1,8 3,6 0,9 % 100,0 % +
BST Ausland 19,7 26,1 6,4 % 32,5 %
Töchter Ausland 131,5 141,3 34,5 % 7,5 % +
Bau Summe BST - Gruppe 182,4 200,2 48,9 % 9,8 % +
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH
inkl. Töchter (SBN)
14,3 11,7 2,9 % -18,2 %
abzüglich interne Konzernleistungen und
IFRS-Anpassungen
-18,2 -18,4 -4,5 %
Summe Bau 178,5 193,5 47,3 % 8,4 % +
BAUER Maschinen GmbH (BMA) 104,7 91,9 22,5 % -12,2 %
Töchter Maschinen 95,0 102,2 25,0 % 7,6 %
Summe BMA - Gruppe 199,7 194,1 47,5 % -2,8 %
Maschinen SBN 14,6 12,8 3,1 % -12,3 %
abzüglich interne Konzernleistungen und
IFRS-Anpassungen
-50,5 -33,1 -8,1 %
Summe Maschinen 163,8 173,8 42,5 % 6,1 %
BAUER Resources GmbH (BRE) 5,2 6,7 1,6 % 28,8 %
Töchter Resources 44,2 42,8 10,5 % -3,2 %
Summe BRE - Gruppe 49,4 49,5 12,1 % 0,2 %
Resources SBN 7,1 9,6 2,3 % 35,2 % +
abzüglich interne Konzernleistungen und
IFRS-Anpassungen
-8,1 -4,8 -1,1 %
Summe Resources 48,4 54,3 13,3 % 12,1 %
BAUER Aktiengesellschaft (BAG) 7,7 8,5 2,1 % 10,4 %
Sonstiges Sonstige Töchter 0,5 0,6 0,1 % 20,0 %
Summe Sonstige/Dienstleistungen 8,2 9,1 2,2 % 11,0 %
abzüglich interne Konzernleistungen und
IFRS-Anpassungen
-20,8 -21,6 -5,3 %
Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) 378,1 409,1 100,0 % 8,2 % +
davon: Inland 112,5 124,1 30,3 % 10,3 %
Ausland 265,6 285,0 69,7 % 7,3 %

AUFTEILUNG DER GESAMTKONZERNLEISTUNG NACH TEILBEREICHEN

* Siehe Fußnote S. 2

Hinweise zur Tabelle:

Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen

Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung:

-- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend; Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet

Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt.

Entwicklung in unseren Geschäftsfeldern

SEGMENT BAU

KENNZAHLEN BAU

in Tausend EUR 03/2014 * 03/2015 Veränderung 12/2014 *
Gesamtkonzernleistung 178.478 193.470 8,4 % 725.626
Umsatzerlöse 167.818 156.039 -7,0 % 646.628
Auftragseingang 109.303 255.871 n/a 677.865
Auftragsbestand 435.871 513.341 17,8 % 450.940
EBIT 1.460 4.861 n/a 26.033
Periodenergebnis -3.404 1.132 n/a 2.524
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 5.767 6.085 5,5 % 5.675

* Vorjahreszahlen geändert; der Geschäftsbereich Stahlbau der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurde aus dem Segment Maschinen in das Segment Bau umgegliedert

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 193,5 Mio. EUR um 8,4 % über Vorjahr. Wir hatten damit einen guten Start ins neue Jahr. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 3,4 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR. Das Periodenergebnis verbesserte sich von -3,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,1 Mio. EUR. In unserem Geschäft ist es eher ungewöhnlich bereits im ersten Quartal ein positives Ergebnis zu erreichen. In nahezu allen Regionen der Welt kann eine Belebung verzeichnet werden. Die Problemprojekte der Vergangenheit werden das Ergebnis nach heutiger Einschätzung nicht weiter negativ beeinfl ussen.

Trotz Abarbeitung der Großprojekte ist der Auftragsbestand in unserem Bausegment auf 513,3 Mio. EUR (Vorjahr: 435,9 Mio. EUR) um 17,8 % gestiegen. Einen wesentlichen Einfl uss hatten hier auch Immobiliengeschäfte einer Beteiligungsgesellschaft in Deutschland. Der Auftragsbestand verteilt sich gleichmäßig auf die Regionen in der Welt und ist eine gute Basis für unsere Leistungsziele im laufenden Jahr. Zusätzlich zu dieser guten Entwicklung gibt es wieder etliche größere Projektchancen, an denen wir derzeit arbeiten.

In Deutschland konnte trotz der schlechteren Witterungsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahr ein guter Start im neuen Jahr erreicht werden. In Russland ging die Leistung dagegen extrem zurück. In den USA, in Mittelamerika, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar, Malaysia, Thailand und den Philippinen konnten wir das Jahr mit guten Leistungen starten.

Unsere weiteren deutschen Baufi rmen im Konzernverbund haben ein gutes Auftragsniveau.

Die weitere Markteinschätzung am Bau wurde im Abschnitt "Internationale Märkte im Überblick" bereits beschrieben.

Ausblick zum Jahresende

Für das Jahr 2015 erwarten wir, dass wir bei der Leistung leicht oberhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT gehen wir von einer leichten und beim Ergebnis nach Steuern von einer deutlichen Verbesserung aus.

SEGMENT MASCHINEN

KENNZAHLEN MASCHINEN

in Tausend EUR 03/2014 * 03/2015 Veränderung 12/2014 *
Gesamtkonzernleistung 163.832 173.821 6,1 % 639.151
Umsatzerlöse 102.924 100.495 -2,4 % 532.691
Auftragseingang 165.448 176.675 6,8 % 681.346
Auftragsbestand 111.796 161.574 44,5 % 158.720
EBIT 5.605 -887 n/a 35.952
Periodenergebnis -848 -5.904 n/a 8.847
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.927 2.909 -0,6 % 3.038

* Siehe Fußnote S. 8

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen stieg im ersten Quartal gegenüber Vorjahr um 6,1 % auf 173,8 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse gingen dabei um 2,4 % auf 100,5 Mio. EUR zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr von 5,6 Mio. EUR auf -0,9 Mio. EUR deutlich gefallen. Das Periodenergebnis verringerte sich von -0,8 Mio. EUR im Vorjahr auf -5,9 Mio. EUR im laufenden Jahr. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden weniger große und komplexe Geräteeinheiten mit höheren Deckungsbeiträgen ausgeliefert als im Vorjahr. Gleichzeitig waren aber die Auftragseingänge etwas besser. Etliche Bestellungen werden erst in den kommenden Wochen an die Kunden gehen. Dadurch lag das erste Quartal beim Umsatz etwas und beim Ergebnis deutlich unterhalb des Vorjahres. Wir erwarten, dass sich dies im Jahresverlauf wieder ausgleichen wird.

Der Auftragsbestand ist im Maschinengeschäft von 111,8 Mio. EUR auf 161,6 Mio. EUR deutlich angestiegen. Die wesentlichen Zuwächse stammen aus unserem Tiefbohrgerätegeschäft und aus Kleingeräten. Bei den größeren Spezialtiefbaugeräten liegt der Auftragsbestand etwa auf Höhe des Vorjahres. Der Auftragseingang ist weiter sehr unstetig. In einigen unserer Märkte gibt es immer wieder neue politische Unruhen, was die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinfl usst. Das Geschäft bleibt weiterhin sehr kurzfristig. Die Kunden für Baumaschinen im Spezialtiefbau erwarten nach ihrer Bestellung eine umgehende Lieferung. Die Nachfrage ist dennoch lebhaft, so dass wir von einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung ausgehen können.

Im Maschinengeschäft müssen wir uns seit Jahren besonders anstrengen, um den Unstetigkeiten der Märkte zu begegnen. Die extremen Entwicklungen auf dem chinesischen Baumaschinenmarkt und die Vorkommnisse in Russland sind hier die markantesten Problemfelder. Unsere Strategie ist es, eine immer perfektere Produktpalette auf modernstem Stand und in höchster Qualität zu präsentieren. Durch ein dynamisches Entwicklungsteam, das sehr nah an den Märkten agiert, gelingt uns das sehr gut. Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik, haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder erweitert. Gerade hier sehen wir weitere gute Chancen. Für den chinesischen Markt zeichnet sich eine Normalisierung der Verhältnisse ab. Insgesamt kann unser Geschäft von den wachsenden Märkten in der Welt profi tieren.

Unsere Hausausstellung Mitte April war ein voller Erfolg. Etwa 1.700 Kunden zeigten großes Interesse für unsere Neuentwicklungen und wir erhielten viel positive Rückmeldung hinsichtlich unserer Anstrengungen bei der Geräteentwicklung. Viele Projektchancen für die kommende Zeit wurden mit unseren Fachleuten intensiv beraten.

Ausblick zum Jahresende

Für das Jahr 2015 erwarten wir, dass die Leistung, das EBIT sowie das Ergebnis nach Steuern leicht über Vorjahr liegen.

SEGMENT RESOURCES

KENNZAHLEN RESOURCES

in Tausend EUR 03/2014 03/2015 Veränderung 12/2014
Gesamtkonzernleistung 48.409 54.251 12,1 % 252.830
Umsatzerlöse 42.492 42.860 0,9 % 195.860
Auftragseingang 71.835 74.497 3,7 % 255.837
Auftragsbestand 173.446 173.273 -0,1 % 153.027
EBIT -2.118 -2.918 n/a 15.932
Periodenergebnis -3.567 -4.709 n/a 4.347
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.373 1.301 -5,2 % 1.400

Unser Segment Resources steigerte im ersten Quartal 2015 die Gesamtkonzernleistung um 12,1 % auf 54,3 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die Bereiche Materialien und Umwelt zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug -2,9 Mio. EUR (Vorjahr: -2,1 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug -4,7 Mio. EUR (Vorjahr: -3,6 Mio. EUR).

Das Segment Resources ist weiter das Segment, das uns derzeit die meisten Anstrengungen abverlangt. Erfreulich ist die Entwicklung in den Bereichen Umwelt und Wasser. Auch der Verkauf von Materialien für Bohrungen hat sich im letzten Jahr gut verbessert. Dagegen haben wir immer noch Mühe, ausreichend Aufträge für tiefere Bohrungen zu erhalten, um die Kapazitäten entsprechend auszulasten.

Mit 173,3 Mio. EUR weist das Segment einen guten Auftragsbestand aus, der jedoch gegenüber den Spitzenwerten der Vergangenheit im Kerngeschäft etwas zurückgegangen ist. Mit 38,7 Mio. EUR trägt hier die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH mit ihrem Bergbaubereich einen guten Teil dazu bei. Hier sind wir speziell bei der Streckenauffahrung für eine Mine in Kasachstan tätig.

Resources ist das Segment, das die meisten größeren Chancen auf den Märkten hat. Unser Angebot trifft genau die großen Zukunftsmärkte Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Es gibt hier viele außergewöhnlich große Projekte, die weltweit in der kommenden Zeit zur Vergabe anstehen.

Ausblick zum Jahresende

Für das Jahr 2015 gehen wir davon aus, dass die Leistung gut über dem Vorjahr liegen wird. Durch das Wegfallen des Sondergewinns für 2014 aus dem Anteilsverkauf sowie durch Belastungen aus der Neuausrichtung, sollte das EBIT im leicht positiven Bereich liegen, wogegen das Ergebnis nach Steuern aus heutiger Sicht leicht negativ sein wird.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung unseres Konzerns zeigen weiter die Spuren der Jahre nach der Finanzmarktkrise, die von einer deutlich höheren notwendigen Finanzierung unseres Geschäfts geprägt waren. Wegen einiger großer Bauprojekte stieg die Vorfi nanzierung unserer Leistung zusätzlich deutlich an. Auch im Gerätegeschäft ist die höhere Vorfi nanzierung, die durch die kurz gewordenen Vorlaufzeiten bei der Auslieferung und die dadurch verursachte höhere Notwendigkeit für einen Gerätebestand entsteht, weiter klar zu erkennen. Der Verlust aus 2013 und die durch IFRS nötigen Anpassungen bei den Pensionsrückstellungen haben die Bilanz speziell bei der Eigenkapitalquote negativ beeinfl usst. Diese Veränderungen werden uns noch weiter begleiten, wobei wir in den kommenden Jahren daran arbeiten werden, die Eigenkapitalquote wieder zu steigern.

Im Spezialtiefbau und auch im dazugehörigen Maschinengeschäft ist es normal, dass der Finanzierungsbedarf der Geschäfte in den ersten Monaten deutlich zunimmt und erst gegen Ende des Jahres wieder entsprechend zurückgeht. Dieser Effekt wird zum einen durch das Zahlungsverhalten unserer Kunden ausgelöst. Zum anderen wirken die Saisonabhängigkeit des Geschäfts und die Notwendigkeit, zu Jahresbeginn stärker zu produzieren, um dann im Sommer und Herbst, wenn die Verkäufe ansteigen, liefern zu können. Dies führt unterjährig zu einem deutlichen Anstieg des Working Capital. Die gleichen Einfl üsse wirken am Jahresende in die entgegengesetzte Richtung.

Bei allen folgenden Erläuterungen ist der ungewöhnlich hohe Währungseffekt im ersten Quartal 2015 zu berücksichtigen. Am stärksten wirkt sich die Verringerung des US-Dollarkurses gegenüber dem Euro aus, der zum Jahresende 2014 bei 1,2166 lag und nun Ende des ersten Quartals 1,074 betrug. Beim Eigenkapital haben Währungseffekte zu einer Erhöhung von 4,5 % geführt. Daraus und aus anderen Vergleichen lässt sich ableiten, dass nahezu alle Bilanz- und G&V-Positionen durch Währungseinfl üsse in der Größenordnung von etwa 5 % angestiegen sind, was die Beurteilung der Bilanz im Vorjahresvergleich erschwert.

ERTRAGSLAGE

Die konsolidierte Leistung in der Konzerngewinn- und verlustrechnung erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,5 % auf 391,5 Mio. EUR. Die Bestandsveränderungen haben sich dabei um 4,0 % auf 50,5 Mio. EUR erhöht. Die anderen aktivierten Eigenleistungen, die im Wesentlichen die für unsere eigenen Bauaktivitäten benötigten Maschinen sowie Entwicklungskosten betreffen, betrugen in den ersten drei Monaten 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Die sonstigen Erträge erhöhten sich um 33,1 Mio. EUR deutlich auf 38,8 Mio. EUR. Hier sind die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie die Gewinne aus Devisentermingeschäften von im Vorjahr 2,8 Mio. EUR auf 34,7 Mio. EUR angewachsen. Dies ist ausschließlich auf die Währungsveränderungen im ersten Quartal zurückzuführen. Die Umsatzerlöse lagen mit 299,6 Mio. EUR um 4,4 % unter Vorjahr.

Die Kostenpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung – Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen – entwickelten sich in Summe etwas stärker als die Leistung, was zu dem etwas schlechteren operativen Ergebnis führte.

Mit 2,1 % ging der Materialaufwand etwas weniger zurück als die um die Währungseffekte bereinigte konsolidierte Leistung. Im Dienstleistungsgeschäft des Baubereichs verändert sich die Kostenverteilung zwischen den Jahren bedingt durch die Auftragsstruktur oft erheblich. Der Personalaufwand erhöhte sich um 6,5 %. Auch hier sind Währungseffekte Teil der Erhöhung.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 7,4 % gestiegen, die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind um 1,0 Mio. EUR gefallen, da weniger Geräte als im Vorjahr vermietet waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen um die bereits beschriebenen Währungsverluste, die im ersten Quartal 26,9 Mio. EUR betrugen und in Zusammenhang mit Kurssicherungsmaßnahmen stehen.

Die Finanzaufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR. Die Finanzerträge erhöhten sich auf 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).

Der Ertragsteueraufwand lag mit 1,7 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Trotz des im ersten Quartal ausgewiesenen Verlusts fi elen durch Konzernunternehmen mit Gewinnausweis Ertragsteuern an. Wir gehen davon aus, dass sich auf das Jahr bezogen ein Ertragsteueraufwand von etwas über 30 % ergeben wird.

Das Periodenergebnis betrug -8,6 Mio. EUR (Vorjahr: -7,4 Mio. EUR).

FINANZLAGE

Die Finanzlage entwickelt sich entsprechend unserer Planung.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2014 um 10,4 % und gegenüber März des Vorjahres um 6,1 %. Eine Erhöhung ist in unserem Geschäft unterjährig aus den bereits beschriebenen Gründen üblich. Unter Vernachlässigung der Währungseffekte hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresquartal nur leicht erhöht. Die Bilanzsummenentwicklung liegt etwas über dem Anstieg der konsolidierten Leistung. Unser mittelfristiges Ziel ist eine deutliche Reduzierung der Bilanzsumme im Verhältnis zur Gesamtkonzernleistung. Zum Jahresende wird die Bilanzsummenerhöhung nach unseren Planungen unter der Leistungssteigerung liegen.

Die Immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen und Investment Property sind gegenüber dem Vorjahresende zusammen vor allem aufgrund der Währungsveränderungen um 3,9 % angestiegen. Ohne diesen Effekt wäre unser Anlagevermögen gesunken, da wir unser Investitionsverhalten weiter sehr vorsichtig gestalten. Das Sachanlagevermögen ist um 4,3 % gestiegen. Die aktiven latenten Steuern sind seit Jahresende von 31,0 Mio. EUR auf 41,0 Mio. EUR angewachsen. Hier wirkten sich speziell die Währungsunterschiede und die Neubewertung der Pensionsrückstellungen (+3,9 Mio. EUR) aus. In Summe sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 8,3 % angewachsen. Bei den Vorräten (speziell die Position "Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren") und Forderungen zeigt sich der beschriebene Währungseffekt sowie der jährlich wiederkehrende saisonale Effekt. Die Vorfi nanzierung unserer Projekte und Läger ist deshalb entsprechend angestiegen. Die Zahlungsmittel sind gegenüber Jahresende nahezu unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 5,0 % angewachsen.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber Vorjahresende um 1,4 Mio. EUR zurückgegangen. Die wesentlichen Veränderungen, neben dem Verlust (-8,6 Mio. EUR), sind Währungsveränderungen (+19,6 Mio. EUR), Effekte aus der Zinssatzänderung bei der Bewertung der Pensionsverpfl ichtungen nach Abzug latenter Steuern (-10,0 Mio. EUR) und Veränderungen im Konsolidierungskreis (-1,2 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen haben sich durch den niedrigeren Rechnungszinssatz von nun 1,43 % (Vorjahresende 2,0 %) allein um 13,8 Mio. EUR zusätzlich zu den laufenden Zuweisungen erhöht. Die saisonüblich notwendigen zusätzlichen Finanzierungen wurden im Wesentlichen durch eine entsprechende Fremdfi nanzierung abgedeckt. Die Aufteilung auf langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten wurde durch den im Vorjahr aufgenommenen Konsortialkredit deutlich beeinfl usst. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres um 122,8 Mio. EUR angestiegen, wogegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 147,2 Mio. EUR zurückgegangen sind. Saisonbedingt haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahresende deutlich erhöht. Die passiven latenten Steuern haben sich im Wesentlichen währungsbedingt um 5,2 Mio. EUR erhöht.

ENTWICKLUNG DER AKTIE DER BAUER AG

Die Bauer-Aktie startete gut ins Jahr 2015 und kletterte vom Eröffnungskurs bei 13,35 EUR bis zum 26. Januar auf ein Zwischenhoch von 16,44 EUR. In dem allgemein sehr positiven Börsenumfeld stieg der Kurs im Laufe des ersten Quartals weiter und schloss zum Ende der Periode bei 17,91 EUR. Dabei entwickelte sich die Bauer-Aktie im ersten Quartal mit einer Steigerung von 29,4 % besser als die Vergleichsindizes DAX (22,5 %) und SDAX (16,1 %). Im April gaben die Indizes insgesamt nach, was auch die Bauer-Aktie beeinfl usste. Ende des Monats lag der Kurs bei 15,54 EUR.

PERSONAL

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber 31. März 2014 (10.358) im Jahresdurchschnitt mit 10.593 leicht erhöht. Veränderungen fanden projektbedingt nur in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau statt. Insgesamt hat sich die Mitarbeiterzahl im Baubereich um 318 erhöht. In den anderen Segmenten ist diese leicht gefallen.

NACHTRAGSBERICHT

Seit dem 31. Dezember 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfl uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe erwarten.

CHANCEN UND RISIKEN

Wesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln aufgezeigt. Im Übrigen ist eine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2014 nicht eingetreten. Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014.

AUSBLICK AUF DAS JAHRESENDE

Der bisherige Jahresverlauf ist in unserem Unternehmen von zunehmender Zuversicht für die vor uns liegende Zukunft geprägt. Im Baubereich stellen wir in nahezu allen Regionen der Welt – mit Ausnahme von Russland – wachsende Bedarfe nach unseren Leistungen fest. Die Auftragsbestände sind bereits angewachsen und weitere Chancen sind vorhanden. Im Maschinengeschäft hatten wir im ersten Quartal gute Auftragseingänge, unsere Hausausstellung war ein voller Erfolg und unsere Tochterfi rmen, die eher die kleineren Geräte herstellen und verkaufen, haben einen besseren Auftragsbestand. Aus vergangenen Zeiten wissen wir, dass bei besser werdender Marktlage die kleineren Geräte zuerst profi tieren. Bei den Tiefbohrgeräten gibt es, trotz des niedrigen Ölpreises, für unsere Geräte lebhaftes Interesse, so dass wir auch hier zuversichtlich sind. Im Segment Resources arbeiten wir hart an noch notwendigen Veränderungen. Hier machen uns große Projektchancen zuversichtlich für eine bessere Entwicklung.

Insgesamt sehen wir für unsere Geschäfte einen positiven Trend. Wir wissen, dass die Märkte noch lange viele Verwerfungen haben werden, aber durch unsere weltweite Aufstellung scheint es uns nun wieder besser zu gelingen die positiven Entwicklungen zu nutzen.

In der Summe sehen wir unser Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt. Wir wissen, dass wir in den kommenden Jahren wieder die Stärke unseres Unternehmens unter Beweis stellen müssen.

Insgesamt erwarten wir für das Jahresende 2015:

  • Eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR.
  • Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR.

Wir müssen, wie in den Vorjahren, weiter darauf hinweisen, dass in diesen turbulenten Zeiten die Prognose der Leistungsund Ergebnisentwicklung der BAUER Gruppe in nicht unerheblichem Maße mit Unsicherheiten behaftet ist.

Unsere Führungskräfte sind zuversichtlich, dass sie gemeinsam mit allen Mitarbeitern die gegebenen Chancen in gute Erfolge verwandeln werden. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für eine wieder bessere Entwicklung unseres Unternehmens.

Konzern-Zwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tausend EUR 01.01. - 31.03.2014 01.01. - 31.03.2015
1. Umsatzerlöse 313.352 299.560
2. Bestandsveränderungen 48.602 50.526
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.446 2.549
4. Sonstige Erträge 5.748 38.820
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 371.148 391.455
5. Materialaufwand -199.309 -195.086
6. Personalaufwand -85.758 -91.326
7. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen -19.057 -20.466
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung
der Vorräte -3.536 -2.503
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -58.569 -80.841
OPERATIVES ERGEBNIS 4.919 1.233
9. Finanzerträge 971 1.819
10. Finanzaufwendungen -12.631 -10.266
11. Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 1 308
ERGEBNIS VOR STEUERN -6.740 -6.906
12. Ertragsteueraufwand -610 -1.707
PERIODENERGEBNIS -7.350 -8.613
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG -7.775 -8.836
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 425 223
in EUR / Stück 01.01. - 31.03.2014 01.01. - 31.03.2015
Unverwässertes Ergebnis je Aktie -0,45 -0,52
Verwässertes Ergebnis je Aktie -0,45 -0,52
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in Tausend EUR 01.01. - 31.03.2014 01.01. - 31.03.2015
Periodenergebnis -7.350 -8.613
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Umbewertung von Verpfl ichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
-5.801 -13.890
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung 1.630 3.901
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 152 -2.009
In den Gewinn und Verlust übernommen 7 529
Erfolgsneutral verrechnete Latente Steuern auf Finanzinstrumente -43 416
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -725 19.562
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -4.780 8.509
Gesamtergebnis -12.130 -104
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen -12.413 -1.103
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 283 999

KONZERNBILANZ

AKTIVA in Tausend EUR 31.03.2014 * 31.12.2014 31.03.2015
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Immaterielle Vermögenswerte 35.248 34.440 33.986
II. Sachanlagen und Investment Property 449.499 446.909 466.282
III. At-Equity-bewertete Anteile 10.543 42.906 42.736
IV. Beteiligungen 3.613 3.613 3.613
V. Aktive latente Steuern 27.996 30.973 41.011
VI. Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen 36.727 0 0
VII. Sonstige langfristige Vermögenswerte 7.627 7.492 7.929
VIII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.446 28.420 28.794
576.699 594.753 624.351
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Vorräte 458.028 439.184 486.820
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte 555.203 496.650 582.154
III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 3.038 2.661 3.569
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 44.688 41.835 41.137
1.060.957 980.330 1.113.680
1.637.656 1.575.083 1.738.031
PASSIVA in Tausend EUR 31.03.2014 * 31.12.2014 31.03.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 384.677 399.308 397.006
II. Minderheitsgesellschafter 21.595 19.617 20.529
406.272 418.925 417.535
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN
I. Pensionsrückstellungen 87.899 116.358 131.106
II. Finanzverbindlichkeiten 275.562 387.816 393.342
III. Sonstige Verbindlichkeiten 5.724 5.959 6.333
IV. Passive latente Steuern 12.877 13.123 18.340
382.062 523.256 549.121
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN
I. Finanzverbindlichkeiten 542.347 299.698 427.276
II. Sonstige Verbindlichkeiten 282.133 305.861 314.143
III. Effektive Ertragsteuerverpfl ichtungen 5.589 9.317 10.213
IV. Rückstellungen 19.253 18.026 19.743
849.322 632.902 771.375
1.637.656 1.575.083 1.738.031

* Siehe Fußnote S. 2

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Tausend EUR 01.01. - 31.03.2014 01.01. - 31.03.2015
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:
Ergebnis vor Steuern -6.740 -6.906
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 19.057 20.466
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 3.536 2.503
Erhaltene Finanzerträge -751 -783
Gezahlte Finanzaufwendungen 11.882 8.838
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 13.013 -30.939
Erhaltene Dividenden 0 0
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -122 104
Veränderung der Rückstellungen -62 217
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -905 -3.567
Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen -18.875 -23.307
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens -16.229 -18.230
Veränderung der Vorräte -45.352 -35.005
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -16.076 -7.298
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 1.092 1.903
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten -18.834 15.075
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel -75.366 -76.929
Gezahlte Ertragsteuern -4.878 -2.467
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit -80.244 -79.396
Cashflows aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -10.477 -14.074
Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen 975 3.733
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 0 96
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -9.502 -10.245
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 99.187 106.472
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -7.234 -10.734
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -2.755 -2.259
Gezahlte Dividenden -1.413 -87
Gezahlte Zinsen -11.453 -8.012
Erhaltene Zinsen 899 789
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 77.231 86.169
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -12.515 -3.472
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -14 2.774
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -12.529 -698
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 57.217 41.835
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 44.688 41.137
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -12.529 -698

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Währungs
umrechnung
Ausgleichs
posten IFRS
Rücklage aus
Sicherungs
geschäften
Minder
heitsgesell
schafter
Gesamt
Stand am 01.01.2014 * 73.001 38.404 284.299 -6.492 10.387 -2.593 22.809 419.815
Periodenergebnis 0 0 -7.775 0 0 0 425 -7.350
Unterschiede aus der
Währungsumrechnung
0 0 0 -607 0 0 -118 -725
Umbewertung von
Verpflichtungen aus Leis
tungen an Arbeitnehmer
nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0 0 -5.751 0 0 0 -50 -5.801
Marktbewertung
der derivativen Finanz
instrumente
0 0 0 0 0 145 14 159
Erfolgsneutral verrechnete
latente Steuern
0 0 1.615 0 0 -40 12 1.587
Gesamtergebnis 0 0 -11.911 -607 0 105 283 -12.130
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 0 0 0 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 0 -1.413 -1.413
Übrige Veränderungen 0 0 84 0 0 0 -84 0
Stand am 31.03.2014 * 73.001 38.404 272.472 -7.099 10.387 -2.488 21.595 406.272
Stand am 01.01.2015 73.001 38.404 275.725 3.149 10.387 -1.358 19.617 418.925
Periodenergebnis 0 0 -8.836 0 0 0 223 -8.613
Unterschiede aus der
Währungsumrechnung
0 0 0 18.701 0 0 861 19.562
Umbewertung von
Verpflichtungen aus Leis
tungen an Arbeitnehmer
nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
0 0 -13.768 0 0 0 -122 -13.890
Marktbewertung
der derivativen Finanz
instrumente
0 0 0 0 0 -1.484 4 -1.480
Erfolgsneutral verrechnete
latente Steuern
0 0 3.867 0 0 417 33 4.317
Gesamtergebnis 0 0 -18.737 18.701 0 -1.067 999 -104
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 0 -1.199 0 0 0 0 -1.199
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0 0 -87 -87
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 0 0 0
Stand am 31.03.2015 73.001 38.404 255.789 21.850 10.387 -2.425 20.529 417.535

* Siehe Fußnote S. 2

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

in Tausend EUR Bau Maschinen Resources Sonstiges
01.01. - 31.03. 2014 * 2015 2014 * 2015 2014 2015 2014 2015
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 178.478 193.470 163.832 173.821 48.409 54.251 8.212 9.100
Umsatzerlöse mit Dritten 167.818 156.039 102.924 100.495 42.492 42.860 118 166
Umsatzerlöse zwischen
den Geschäftsfeldern
3.573 3.217 8.993 9.830 520 1.469 7.435 7.668
Bestandsveränderungen -67 6 46.790 50.095 1.879 425 0 0
Andere aktivierte Eigenleistungen 13 23 1.688 1.095 10 175 0 0
Sonstige Erträge 2.012 21.638 2.345 10.849 1.026 5.368 420 1.021
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 173.349 180.923 162.740 172.364 45.927 50.297 7.973 8.855
OPERATIVES ERGEBNIS 1.460 4.861 5.605 -887 -2.118 -2.918 -264 43
Finanzerträge 117 503 476 979 486 277 1.671 2.528
Finanzaufwendungen -5.652 -3.307 -5.460 -5.301 -2.263 -2.670 -1.035 -1.456
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen
43 -254 -4 3 -38 559 0 0
Ertragsteueraufwand 628 -671 -1.465 -698 366 43 -80 -354
PERIODENERGEBNIS -3.404 1.132 -848 -5.904 -3.567 -4.709 292 761

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Abschreibungen Abschreibungen auf das

Anlagevermögen -11.466 -12.132 -4.604 -4.856 -2.337 -2.950 -771 -679
Nutzungsbedingte Abschreibungen
zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -3.536 -2.503 0 0 0 0
31.12.2014 * 31.03.2015 31.12.2014 * 31.03.2015 31.12.2014 31.03.2015 31.12.2014 31.03.2015
SEGMENTVERMÖGEN 586.378 652.617 759.510 810.672 264.276 298.830 338.993 344.490
in Tausend EUR Konsolidierung Konzern
01.01. - 31.03. 2014 2015 2014 2015
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) -20.855 -21.541 378.076 409.101
Umsatzerlöse mit Dritten 313.352 299.560
Umsatzerlöse zwischen
den Geschäftsfeldern
-20.521 -22.184 0 0
Bestandsveränderungen 0 0 48.602 50.526
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.735 1.256 3.446 2.549
Sonstige Erträge -55 -56 5.748 38.820
KONSOLIDIERTE LEISTUNG -18.841 -20.984 371.148 391.455
OPERATIVES ERGEBNIS 236 134 4.919 1.233
Finanzerträge -1.779 -2.468 971 1.819
Finanzaufwendungen 1.779 2.468 -12.631 -10.266
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Anteilen
0 0 1 308
Ertragsteueraufwand -59 -27 -610 -1.707
PERIODENERGEBNIS 177 107 -7.350 -8.613

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

SEGMENTVERMÖGEN -374.074 -368.578 1.575.083 1.738.031 * Siehe Fußnote S. 2
31.12.2014 31.03.2015 31.12.2014 31.03.2015
Nutzungsbedingte Abschreibungen
zur Wertminderung der Vorräte
0 0 -3.536 -2.503
Abschreibungen auf das
Anlagevermögen
121 151 -19.057 -20.466
Abschreibungen

Konzernanhang

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.

Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Die BAUER AG ist im SDAX gelistet.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 8. Mai 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.

Prüferische Durchsicht

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Die BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden.

Der Zwischenbericht zum 13. Mai 2015 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben, die für einen Konzernjahresabschluss verpfl ichtend sind.

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 der BAUER AG gelesen werden.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.

In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die fi nanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinfl usst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert.

Veränderungen Tochterunternehmen:

Segment Resources:

Am 20. März 2015 wurde die BAUER Resources Australia Pty. Ltd., Sydney, Australien, aufgelöst und damit entkonsolidiert.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurde die BAUER Resources Maroc S.A.R.L, Kenitra, Marokko, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.

Im Konsolidierungskreis haben sich seit dem 31. Dezember 2014 sonst keine Änderungen ergeben.

4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Wir verweisen hierzu auf unseren Geschäftsbericht 2014, Seite 105.

5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die ab dem 1. Januar 2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 mit folgenden Ausnahmen:

Die BAUER Gruppe hat zum 31. März 2015 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpfl ichtungen im Inland auf 1,43 % gesenkt (Vorjahr: 2,0 %).

6. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

6.1 Finanzielle Risikofaktoren

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und Informationen zum fi nanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.

Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit fi nanziellen Risiken ergeben.

6.2 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:

  • Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
  • Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden Stufen zuzuordnen:

AKTIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 31.03.2015 Stufe 1 Stufe 2
Wertpapiere AfS 0 0 0
Derivate nicht im Hedge Accounting FAHfT 4.296 0 4.296
Derivate im Hedge Accounting n/a 698 0 698
Gesamt 4.994 0 4.994
PASSIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 31.03.2015 Stufe 1 Stufe 2
Derivate nicht im Hedge Accounting FLHfT 13.187 0 13.187
Derivate im Hedge Accounting n/a 24.978 0 24.978
Gesamt 38.165 0 38.165
AKTIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2
Wertpapiere AfS 0 0 0
Derivate nicht im Hedge Accounting FAHfT 485 0 485
Derivate im Hedge Accounting n/a 1.058 0 1.058
Gesamt 1.543 0 1.543
PASSIVA in Tausend EUR IAS 39-Kategorie 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2
Derivate nicht im Hedge Accounting FLHfT 9.108 0 9.108
Derivate im Hedge Accounting n/a 8.994 0 8.994
Gesamt 18.102 0 18.102

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres erfolgte zwischen den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung.

6.3 Methoden zu Bestimmung der Zeitwerte der Stufe 2

Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps und Cross Currency Swaps. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete fi nanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashfl ows, bestimmt wird.

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist auf Grund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen und langfristigen fi nanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen und langfristigen fi nanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen refl ektieren.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, weil kein aktiver Markt existiert.

6.4 Angaben zum Fair Value

Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value-Berechnung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden können dem Geschäftsbericht 2014 entnommen werden.

Die fi nanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten, bei denen der Fair Value von den Buchwerten abweicht, stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 31.12.2014 31.03.2015
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 28.420 27.973 28.794 28.261
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 311.417 310.972 337.063 336.635
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 364.771 378.016 368.105 378.991
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 10.013 9.904 9.999 9.901
Gesamt 714.621 726.865 743.961 753.788

Bei allen anderen fi nanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem Fair Value.

Im Übrigen verweisen wir auf die Seiten 158ff. des Geschäftsberichts 2014.

7. SAISONALITÄT

Im Segment Bau fi ndet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals erheblich negativ beeinfl ussen. Im Segment Maschinen ist das erste Quartal auch ein schwaches Quartal, da unsere Kunden Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen. Im Segment Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des Jahres der Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist. Da der Großteil der Kosten fi x ist, werden im ersten Quartal eines Jahres üblicherweise nennenswerte Verluste erzielt. Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert. Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale – bei Vernachlässigung von Sondereffekten – mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben.

8. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.

Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt, Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig.

Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen, sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfeldes, wurden bereits dort bereinigt.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befi ndlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet.

Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

9. EREIGNISSE NACH DEM 31. MÄRZ 2015

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfl uss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER Gruppe zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.

10. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

11. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR 5.186 (31. Dezember 2014: TEUR 5.112). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.

Schrobenhausen, den 13. Mai 2015

Der Vorstand

Vorsitzender des Vorstands

Prof. Thomas Bauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieser Zwischenbericht enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen – beispielsweise Aussagen über die zukünftige fi nanzielle Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der BAUER Konzern ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich", "annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aus sagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpfl ichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen.

TERMINE 2015

10. April 2015 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2014
Bilanzpressekonferenz
Analystenkonferenz
13. Mai 2015 Zwischenbericht 31. März 2015
25. Juni 2015 Hauptversammlung
14. August 2015 Halbjahresfi nanzbericht 30. Juni 2015
13. November 2015 Zwischenbericht 30. September 2015

Weitere Informationen zur BAUER Gruppe fi nden Sie im Internet unter www.bauer.de.

HERAUSGEBER

BAUER Aktiengesellschaft BAUER-Straße 1 86529 Schrobenhausen

Vorstandssekretariat: Telefon: 08252 97-1215 Telefax: 08252 97-2900 E-Mail: [email protected]

Sitz der Gesellschaft: 86529 Schrobenhausen Amtsgericht Ingolstadt HRB 101375