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Bauer AG — Annual Report 2019
Apr 27, 2020
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Annual Report
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BAUER Aktiengesellschaft Schrobenhausen Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 Zusammengefasster Lagebericht I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS KONZERNSTRUKTUR Die BAUER Gruppe sieht sich als führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Darüber hinaus werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau und Sanierungstechnik, ausgeführt. Im Segment Maschinen hat Bauer den Anspruch, als Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen der Weltmarktführer zu sein. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA. Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Zu den Kompetenzen zählen Wasseraufbereitung, Umweltsanierung und Abfallmanagement, Bohrdienstleistungen sowie Brunnenbau. Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, strategischer Einkauf, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten keine für den Geschäftsverlauf bedeutsamen bzw. wesentlichen Zweigniederlassungen im Konzern. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptunternehmen der drei Segmente -die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden. Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig. Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien, Regelungen und Strategien, die vom Vorstand des Konzerns und den einzelnen Gesellschaften festgelegt wurden. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Mit der strategischen Führung durch den Vorstand wird das Ziel verfolgt, den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe zu sichern und die Synergien zwischen den Segmenten optimal zu nutzen. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche und bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns werden die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung, das operative Ergebnis (EBIT) und das Ergebnis nach Steuern verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt dabei die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt. Über die Entwicklung von EBIT und dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht. Auf Segmentebene werden nur die Gesamtkonzernleistung und das EBIT als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe. Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2019 erneut erhebliche Beträge zur Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen in den drei Segmenten sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie die passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH selbst ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und Innovationen vorantreiben. Die zentrale Entwicklungsabteilung arbeitet an den Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung findet. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein. Im Maschinenbereich stand vor allem die Arbeit an der Automatisierung der Geräte im Mittelpunkt. Neben der Programmierung und Implementierung von Funktionen in Assistenzsysteme geht es auch um eine automatische Erfassung der Aktivitäten und Ausrüstungsgegenstände sowie eine verbesserte Umfeldüberwachung. Dazu nimmt die BAUER Maschinen GmbH seit 2019 an einem innovativen Forschungsprojekt teil. Im Zentrum steht dabei die Weiterentwicklung von Baumaschinen, so dass diese ihre Arbeitsaufgaben automatisiert oder teilautomatisiert ausführen können. Das Verbundprojekt, in dem auch Verbände, wie der Hauptverband der deutschen Bauindustrie, der VDBUM und der VDMA involviert sind, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Einen weiteren Schwerpunkt für die Zukunft bilden Elektroantriebe. Auf der Bauma 2019 wurde erstmals eine elektrisch angetriebene Fräseinheit auf Basis eines Seilbaggers BAUER MC 96 gezeigt. Der 500 kW starke Elektroantrieb hat im Vergleich zum Dieselantrieb viele Vorteile, die insbesondere in relativ stationären Spezialtiefbauverfahren, wie dem Fräsen, gut umzusetzen sind. Gerade hier sorgt der Elektroantrieb für besonders interessante Einspareffekte bei hoher Effizienz und niedrigen Emissionen. Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt. Im Jahr 2019 wurden im Bereich der Digitalisierung Softwareanwendungen der Baukonstruktion und des Projektmanagements weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang wurde die intensive Arbeit am Portal "b-project", das beim Datenmanagement auf Bauprojekten eingesetzt wird, mit dem 3. Platz des Bauma-Innovationspreises 2019 in der Kategorie Bauwerk/Bauverfahren/Bauprozesse belohnt. Hinsichtlich nachhaltiger Entwicklungen erhielt die BAUER Spezialtiefbau GmbH im Jahr 2019 den Innovationspreis der Bayrischen Bauindustrie für die erfolgreiche Entwicklung und anhand eines Modellprojektes nachgewiesene Funktionalität einer geothermisch aktivierten Mixed-in-Place-Wand. Im Segment Resources liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf Lösungen für den Umweltbereich, die Altlastensanierung sowie die Entsorgung. Beispielsweise gibt es das Problem, dass flüssige Abfälle oder Bohrsuspensionen immer schwieriger zu entsorgen sind. Im Jahr 2019 hat der Bereich Umwelt der BAUER Resources GmbH für solche Suspensionen Großversuche zur Entwässerung durchgeführt. Weitere sind für 2020 geplant. Auch wurde am Einsatz von Verfahren zur Wärmspeicherung für den Spezialtiefbau geforscht. Forschung und Entwicklung in der BAUER Gruppe scroll 2018 Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) * 755,0 671,8 259,3 1.686,1 Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 2,9 20,9 1,8 25,6 in % der Gesamtkonzernleistung 0,4 % 3,1 % 0,7 % 1,5 % Konzernmitarbeiter 7.078 2.943 1.273 11.643 Mitarbeiter F&E 38 196 19 253 scroll 2019 Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) * 653,3 672,1 269,3 1.594,7 Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 3,2 21,3 1,6 26,1 in % der Gesamtkonzernleistung 0,5 % 3,2 % 0,6 % 1,6 % Konzernmitarbeiter 6.948 3.023 1.333 11.684 Mitarbeiter F&E 38 201 16 255 * nach Abzug Konsolidierung Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus vermeintlich einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen. Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden. Im Maschinenbau wenden wir 3,2 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) der entsprechenden Gesamtkonzernleistung für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 201 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können. Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,5 %, im Segment Resources bei 0,6 % der entsprechenden Gesamtkonzernleistung. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. Diese Aufwendungen führen vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how-Basis der Segmente. II. WIRTSCHAFTSBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Das Jahr 2019 war aus politischer Sicht weiterhin angespannt und die Weltwirtschaft zeigte eine Abschwächung des Wachstums. Laut IWF lag dieses für 2019 bei 2,9 %. Dabei hatten sowohl anhaltende als auch neue Krisenherde maßgeblichen Einfluss. Prägendstes Thema war wohl der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der als markantes Beispiel für weiter zunehmenden Protektionismus steht. Darüber hinaus gab es viele weitere Krisen: Die andauernden Kriege in Syrien und dem Jemen, anhaltende Spannungen in West- und Nordafrika, im Irak, im Iran, in Afghanistan sowie in der Ukraine oder auch die Demonstrationen in Hongkong, der Brexit sowie Regierungswechsel und politische Veränderungen in Brasilien und den Ländern des Fernen Ostens, wie Malaysia. Immer mehr in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion rückten auch der Klimawandel und die CO2-Emissionen. Gerade in Deutschland und Europa zeichnen sich maßgebliche Veränderungen hin zu mehr Klimaschutz ab. Auch große Investoren in der Welt fordern von den Unternehmen ein nachhaltigeres Wirtschaften. Gerade die Wirtschaft in Deutschland mit seiner starken Automobil- und Zulieferindustrie ist durch den Wandel hin zu den Elektroantrieben deutlich gefordert. Auch im Maschinenbau nehmen die Anstrengungen diesbezüglich zu, mehr und mehr Produkte mit E-Antrieb kommen auf den Markt. Ebenso steigen die Anforderungen für die Baubranche. Die Forderungen nach Verwendung nachhaltigerer Materialien und die Diskussion um steigenden Flächenverbrauch bringen Herausforderungen, aber auch Chancen für den Spezialtiefbau. Insgesamt war die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2019 also von zahlreichen Herausforderungen und Unsicherheiten geprägt. Prognosen und Entscheidungen bleiben in diesem Umfeld für alle Unternehmen weiter sehr schwierig. Die BAUER Gruppe haben die vielfältigen weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Entwicklungen sehr unterschiedlich beeinflusst. Von Rekordumsätzen und guten Ergebnissen in einem Land bis hin zu deutlichen Marktrückgängen in anderen Ländern. Dazu führten die weiter fallenden Zinsen zu negativen Auswirkungen auf Zinssicherungsgeschäfte und Pensionsverpflichtungen und boten gleichzeitig weiter die Möglichkeit günstiger Finanzierung. UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK Die weltweiten Baumärkte konnten 2019 entgegen einiger Vorhersagen weiter wachsen und sorgten für ein generell positives Umfeld. Nachhaltig geprägt wurde der Markt durch einen enormen Nachholbedarf an Infrastruktur in aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in etablierten Industrieländern. Dennoch gab es 2019 starke Schwankungen in einzelnen Ländern, die die regionalen Baumärkte beeinflusst haben. Die weltweiten Baumaschinenmärkte entwickelten sich trotz etwas langsameren Wachstums auch 2019 auf hohem Niveau. Dabei zeigten vor allem China, aber auch Europa ein sehr positives Marktumfeld. Neben dem Bau- und dem Maschinenbaumarkt als für uns wichtigste Märkte sehen wir auch in den Bereichen Bergbau, Wasser, erneuerbare Energien sowie Umwelttechnik eine grundsätzlich positive Entwicklung, die durch den generellen Bedarf an diesen Themen vorangetrieben wird. Deutschland Entgegen der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist der deutsche Baumarkt über alle Bereiche hinweg weiter gewachsen. Weiter niedrige Zinsen, staatliche Förderungen und ein anhaltend hoher Nachholbedarf in Ballungsräumen trieben die Baukonjunktur an. Der öffentliche Bau profitierte von einem gewaltigen Defizit im Bereich Infrastruktur, für den im Staatshaushalt finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Dies galt entsprechend auch für Länder und Gemeinden. Teilweise hat der schlechte Zustand der Infrastruktur schon große Auswirkungen auf den Güterverkehr, so dass hier enorme Aufwendungen notwendig sind. Die anhaltende Debatte über den CO2-Verbrauch und die Folgen des Klimawandels machen zusätzliche Investitionen notwendig, die zum Teil der Bauwirtschaft zugutekommen. Baustatistik Deutschland - Veränderung 2018 /2019 scroll in % Umsatz Auftragseingang Beschäftigte Wohnungsbau 9,9 9,7 - Wirtschaftsbau 7,6 8,9 - Öffentlicher Bau 7,7 6,5 - Insgesamt 8,2 8,2 4,9 Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Europa Der europäische Baumarkt hat sich 2019 mit einem stabilen Wachstum robust gezeigt. Alle wesentlichen Länder West- und Südeuropas wie Deutschland, Frankreich, England, Italien und Spanien konnten ein gutes Wachstum im Bau erreichen. Außerordentlich positiv entwickelten sich die osteuropäischen Märkte in Ungarn, Slowenien und Rumänien. In vielen anderen Staaten Osteuropas bewegten sich die Bauinvestitionen aufgrund fehlender Finanzmittel weiter auf sehr niedrigem Niveau. Die anhaltende Krise in der Ukraine führte weiterhin zu erheblichen Beeinträchtigungen der dortigen Wirtschaft. Damit standen auch für den Bau nur geringe Mittel zur Verfügung. Russland versuchte trotz anhaltender Sanktionen den Bausektor mit geringerem Budget weiter zu finanzieren, blieb aber schwach. Nahost & Zentralasien Der Nahe Osten war weiterhin von einigen Krisen und politischen Einflüssen geprägt, welche die Wirtschaft der Region deutlich schwächten. Daher waren auch die Investitionen in den Bausektor sehr verhalten. Als Folge anhaltend niedriger Öl- und Gaspreise bewegten sich staatliche Budgets weiter auf niedrigerem Niveau, so dass Investitionen auf das nötigste begrenzt wurden. Eine Folge dieser Entwicklung waren auch anhaltende Überkapazitäten im Bausektor und ein merklich zurückgegangener Bedarf an Neugeräten für diesen Markt. Während im ersten Halbjahr 2019 die Sanktionen den lokalen Baumarkt in Katar noch deutlich hemmten, zeigte sich im zweiten Halbjahr eine spürbare Verbesserung. In Saudi Arabien gab es erste Anzeichen für eine leichte Erholung. Alleine Ägypten hatte eine durchgehend stabile Baukonjunktur. In Summe waren und sind die Marktbedingungen für den Bau und Maschinenbau in dieser Region schwierig. In den Märkten Südasiens, wie Indien, Bhutan oder Bangladesch, ergaben sich durch den allgemeinen Bedarf nach Infrastruktur und Energieversorgung immer wieder interessante Projekte für die Bauindustrie und speziell den Spezialtiefbau. Insbesondere im Bereich der Dammstabilisierung und bei der Errichtung von Wasserkraftwerken gab es regelmäßig gute Projektchancen. Asien-Pazifik, Fernost & Australien Die Märkte in Asien haben sich im abgelaufenen Jahr sehr unterschiedlich dargestellt. In Malaysia und Thailand haben politische Veränderungen wie der Regierungs- und Königswechsel dazu geführt, dass Infrastrukturprojekte verschoben oder verzögert wurden und damit ein deutlicher Rückgang der Bautätigkeit zu spüren war. Auch in Vietnam, Indonesien und Australien gab es aus unterschiedlichen lokalen Gründen eine Abschwächung der Baukonjunktur. Auf den Philippinen hingegen kam es zu einer Belebung. Insgesamt gab es in der Region aber nach wie vor ein gutes Marktumfeld für die Bauwirtschaft mit einer Vielzahl an großen Infrastrukturvorhaben. Gegen Jahresende 2019 haben sich einige Problemfelder in Thailand und Indonesien wieder aufgelöst. In Vietnam wird für 2020 mit einer Erholung der Bauwirtschaft gerechnet, weil der politische Wechsel vollzogen und länger aufgeschobene Baugenehmigungen erteilt werden sollten. Die Bauwirtschaft in China befand sich weiter auf hohem Niveau, bot aber durch die starke lokale Konkurrenz und staatliche Regelungen für ausländische Unternehmen kaum Möglichkeiten, um dort in der Bauausführung tätig zu werden. Der Verkauf von Baumaschinen lag in China im abgelaufenen Jahr wieder auf hohem Niveau. Amerika Die politischen Entscheidungen in den USA zur Förderung und Stärkung der lokalen Wirtschaft wirkten sich positiv auf die dortige Bauwirtschaft aus. Der anhaltend große Nachholbedarf in vielen Infrastrukturbereichen des Landes, unter anderem auch im Bereich des Hochwasserschutzes, führte zu einer Vielzahl an Vorhaben, die umgesetzt wurden. Dieser positive Trend zeigte sich auch beim Verkauf von Baumaschinen. In Kanada zeigte sich der Baumarkt eher schwach, ebenso in den Ländern Mittel- und Südamerikas. Afrika Eine Wiederbelebung und leichte Erholung der Rohstoffmärkte hat die Investitionstätigkeit der Rohstoffindustrie in Afrika ansteigen lassen, auch mit positiven Auswirkungen auf Investitionen in für den Bergbau benötigte Dienstleistungen. Insgesamt ist das wirtschaftliche Niveau vieler Länder weiter sehr niedrig, so dass die Baunachfrage auch 2019 entsprechend niedrig war. Wichtige Zukunftsthemen für den Kontinent wie Wasser, Umwelt, Energie oder Bodenschätze nehmen an Bedeutung zu und werden wieder verstärkt durch Fördermaßnahmen unterstützt. GESCHÄFTSVERLAUF Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtkonzernleistung von 1.594,7 Mio. EUR, die um 5,4 % unter dem Vorjahreswert von 1.686,1 Mio. EUR lag. Das EBIT ging von 100,1 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR sehr deutlich zurück. Das Ergebnis nach Steuern lag mit -36,6 Mio. EUR deutlich im negativen Bereich (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR). Der Leistungs- und Ergebnisrückgang des Konzerns war im Wesentlichen auf das Segment Bau zurückzuführen, das insbesondere in den Märkten des Fernen Ostens sowie in Australien von Projektverschiebungen bzw. Verzögerungen bei der finalen Vergabe von Aufträgen betroffen war. Die dadurch verursachte Unterauslastung der Kapazitäten führte zu einer entsprechenden Fixkostenbelastung. Zusätzlich bewirkte die Zinsentwicklung bei Pensionsrückstellungen und Zinssicherungsgeschäften erhebliche bilanzielle Belastungen im Jahr 2019. Die negativen Effekte der Zinssicherungsgeschäfte beeinflussten dabei insbesondere das Ergebnis nach Steuern. Prognose-Ist-Vergleich 2019 scroll in Mio. EUR Prognosen Ist 2019 15.04.2019 18.09.2019 Gesamtkonzernleistung ~ 1.700 ~ 1.700 1.595 EBIT ~ 95 ~ 70 22,5 Ergebnis nach Steuern deutliche Steigerung leicht positiv -36,6 Diese negativen Entwicklungen machten eine Anpassung der Konzernprognose notwendig, was mit einer Ad-hoc Meldung am 18. September umgehend veröffentlicht wurde. Die Ergebnisprognose für das EBIT wurde dabei auf etwa 70 Mio. EUR reduziert und es wurde nur noch ein leicht positives Ergebnis nach Steuern erwartet. Ursprünglich war eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 95 Mio. EUR und ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Ergebnis nach Steuern prognostiziert worden. Am 18. März 2020 erhielt der Konzern überraschend ein Urteil aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018, was dem Kapitalmarkt per Ad-hoc Meldung mitgeteilt wurde. Dabei ging es um ein Bauprojekt, das 2011 und 2012 in Hongkong ausgeführt wurde und bei dem ein erheblicher Mehraufwand geleistet werden musste. Aufgrund dieses Urteils musste eine erhebliche Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR in der Bilanz vorgenommen werden, was die Ergebniskennzahlen entsprechend deutlich beeinflusst hat. Aus diesem Grund konnten auch die mit den Banken vereinbarten Covenants nicht eingehalten werden. Der Auftragsbestand des Konzerns lag zum Jahresende 2019 mit 1.027,6 Mio. EUR unverändert auf einem sehr erfreulichen Niveau und mit 1,4 % leicht über dem bereits hohen Vorjahreswert von 1.013,6 Mio. EUR. Obwohl sich die Märkte sehr volatil und deutlich schwieriger zeigten als 2018, ist es im Segment Bau gelungen, einige sehr große Aufträge zu gewinnen und den Auftragsbestand deutlich zu steigern. Im Maschinenbau lag der Auftragsbestand merklich unter dem Vorjahr. Im Segment Resources ging er gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurück. Der Auftragseingang lag mit 1.608,7 Mio. EUR um 6,6 % unter dem Vorjahreswert von 1.721,9 Mio. EUR. Gesamtaussage Das Jahr 2019 war für den Konzern insgesamt sehr wechselhaft. Nach einem guten Start ins Jahr verhinderten zunächst die Zinsentwicklung und dann die Auswirkungen der Marktschwäche im Fernen Osten eine bessere Entwicklung und das Erreichen der gesetzten Ziele. Während hiervon vor allem das Segment Bau betroffen war, hatte das Segment Maschinen wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Auswirkungen des Urteils aus Hongkong sowie die daher notwendige Wertberichtigung hatten kurz vor Fertigstellung des Geschäftsberichts noch einen deutlich negativen Einfluss auf den Konzernabschluss. Die Reorganisationsmaßnahmen im Segment Resources wurden konsequent fortgeführt, auch wenn die Ergebnisse noch nicht den Vorstellungen entsprachen. Insgesamt gilt es, an allen Stellen des Konzerns weiter an der konsequenten Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen zu arbeiten. SEGMENT BAU scroll in Tausend EUR 2018 2019 Veränderung Gesamtkonzernleistung 767.632 668.784 -12,9 % Umsatzerlöse 726.265 625.659 -13,9 % Auftragseingang 822.223 760.122 -7,6 % Auftragsbestand 547.272 638.610 1 6,7 % EBIT 39.053 -19.928 n/a Ergebnis nach Steuern 9.648 -52.746 n/a Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 7.078 6.948 -1,8 % Allgemeine Rahmenbedingungen Die Baumärkte in der Welt sind in Summe weiter gewachsen. Der große Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum unverändert an. Speziell wegen der Urbanisierung muss in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden. Dies hat zur Folge, dass vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt werden - Spezialtiefbau ist unverändert ein zukunftsträchtiger Markt. Dennoch zeigte 2019 hinsichtlich der Entwicklung der Baumärkte ein sehr gemischtes Bild. Deutschland hatte im vergangenen Jahr weiterhin einen sehr lebhaften Baumarkt. Auch im Rest Europas bestand in Summe ein Wachstum mit jedoch sehr unterschiedlich verlaufenden Einzelmärkten. Speziell Russland war weiter schwach. In Nordamerika zeigte sich Kanada erneut schwächer, während in den USA einzelne Großprojekte auf den Markt kamen. Insgesamt hat das Land einen unverändert großen Bedarf an Infrastrukturinvestitionen. Die Länder Mittelamerikas verzeichneten eine schwache Marktlage. Schwierig war das Jahr 2019 besonders im Fernen Osten und Australien. Einzelne Märkte wie Malaysia, Indonesien, Thailand oder Vietnam erlebten einen deutlichen Rückgang bei den Bauaktivitäten, was zum überwiegenden Teil auf politische Veränderungen zurückzuführen war. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich der Nahe und Mittlere Osten trotz politischer Unsicherheiten und niedrigem Ölpreis deutlich stabiler. Die Märkte in Afrika waren weiterhin schwach. Wesentliche Ereignisse Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtkonzernleistung von 668,8 Mio. EUR, die mit 12,9 % unter dem Vorjahr von 767,6 Mio. EUR lag. Das EBIT war mit -19,9 Mio. EUR deutlich negativ (Vorjahr: 39,1 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern lag bei -52,7 Mio. EUR - im Vorjahr stand ein positives Ergebnis von 9,6 Mio. EUR zu Buche. Das bereits beschriebene Urteil aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018, hatte kurz vor Fertigstellung des Konzernabschlusses im März 2020 noch eine erhebliche Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR in der Bilanz zur Folge. Dies wirkte sich entsprechend in dieser Höhe negativ auf die Gesamtkonzernleistung sowie die Ergebniskennzahlen des Segments Bau aus. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist aber auch auf die Märkte des Fernen Ostens sowie Australien zurückzuführen, die von fehlenden Aufträgen und Projektverschiebungen betroffen waren. Dadurch ist auch die Gesamtkonzernleistung im Segment leicht zurückgegangen, obwohl wir hier ursprünglich mit einem Wachstum gerechnet hatten. Einen erheblichen Einfluss hatten die Projektverschiebungen auf die Ergebniskennzahlen. Die daraus resultierende Unterauslastung, die in einzelnen Ländern des Fernen Ostens mitunter erheblich war, führte entsprechend zu einer deutlichen Fixkostenbelastung und merklichen Verlusten in den lokalen Gesellschaften. Ebenso wirkte sich das Ergebnis eines Rechtsstreits auf den Philippinen negativ aus. Einen nennenswerten negativen Beitrag lieferten auch die Gesellschaften in den USA und Panama. Die im Geschäftsjahr ausgeführten Projekte wurden sehr zufriedenstellend abgewickelt. Das negative Ergebnis kam im Wesentlichen durch eine Unterauslastung in einigen Märkten zustande. Die Einführung des Bauer Construction Process (BCP), also die systematische Einführung von strukturierten Lean Management-Methoden übertragen auf den Spezialtiefbauprozess, zeigte 2019 Erfolge und wird schrittweise international ausgerollt. Die einzelnen Baumärkte zeigten sich entsprechend der Rahmenbedingungen auch für uns sehr unterschiedlich. In Deutschland ist zwar die Leistung im Vergleich zum äußerst starken Vorjahr, wie erwartet, leicht zurückgegangen, doch konnten wir im lebhaften Markt ein sehr gutes Ergebnis erzielen. In Europa hatten wir 2019 vor allem in den Niederlanden, in Ungarn und der Slowakei ein gutes Geschäftsjahr. Österreich und England liefen vernünftig, während wir in der Schweiz ein durchwachsenes Jahr hatten. In Russland war die Auslastung in einem schwierigen Markt zu gering. Die Märkte im Nahen Osten waren insgesamt schwach. In Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten konnten wir mit dem Geschäftsjahr durch die Abwicklung größerer Aufträge zufrieden sein. Unser Großprojekt in Jordanien am Toten Meer lieferte einen wichtigen Beitrag zur Auslastung in der Region. Erfreulich war erneut die Leistung unserer Tochterfirma in Ägypten, die durch einige gute Projekte einen entsprechenden Ergebnisbeitrag liefern konnte. In Afrika waren die Leistungsbeiträge entsprechend unserer Aktivitäten nur sehr gering. Im Fernen Osten herrschte 2019 für uns das schwierigste Marktumfeld. Gerade politische Veränderungen führten in einigen Ländern zu einem umfangreichen und anhaltenden Ausfall der Bauaktivitäten. Damit konnten wir vor allem in Malaysia und Thailand unsere Kapazitäten bei weitem nicht auslasten, was zu erheblichen Verlusten führte. Auch in Australien und Vietnam gab es zu wenig Aufträge. Zum Jahresende 2019 liefen glücklicherweise in Thailand, Indonesien und den Philippinen wieder Projekte an. Wir werden für das Jahr 2020 in einzelnen Ländern Anpassungen bei unseren Kapazitäten vornehmen müssen. Eine schwierige Entwicklung hatte erneut unsere Tochterfirma in den USA, bei der in 2019 weiter an der Neuausrichtung gearbeitet wurde. Leider gab es auch hier eine Verschiebung eines größeren Projekts, so dass die nötige Auslastung nicht erreicht wurde. Für 2020 konnten mehrere große Aufträge in den Bestand genommen werden, unter anderem umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten für zwei Abschnitte am Herbert Hoover Dike in Florida, so dass wir hier eine deutliche Verbesserung im Jahr 2020 erwarten. In Kanada gab es tendenziell vor allem am Sitz unserer Tochterfirma in Alberta zu wenig Projekte, genau wie in den Märkten Mittelamerikas. Insbesondere in Panama mussten wir einen Verlust verzeichnen. Mit der SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH und der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH erbringen wir in Deutschland Leistungen im Ingenieurbau und im Bereich Sanierung. Insgesamt konnten hier positive Ergebnisse erzielt werden. Auftragslage Der Auftragseingang war mit 760,1 Mio. EUR um 7,6 % gegenüber dem Vorjahr mit 822,2 Mio. EUR zurückgegangen. Der Auftragsbestand lag mit 638,6 Mio. EUR um 16,7 % aber deutlich über dem Vorjahr von 547,3 Mio. EUR und befindet sich damit auf Rekordniveau. Wir hatten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gute Auftragseingänge. Obwohl sich die Märkte sehr volatil und deutlich schwieriger zeigten als 2018, ist es uns gelungen, einige sehr große Aufträge, insbesondere in den USA, aber auch in Bangladesch und in Bhutan, zu gewinnen. Durch den vorhandenen Auftragsbestand und aufgrund weiterer Chancen in der Welt sehen wir eine gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr. SEGMENT MASCHINEN scroll in Tausend EUR 2018 2019 Veränderung Gesamtkonzernleistung 723.115 713.652 -1 ,3 % Umsatzerlöse 640.062 610.190 -4,7 % Auftragseingang 723.668 672.062 -7,1 % Auftragsbestand 1 49.897 108.307 -27,7 % EBIT 74.858 61.189 -18,3 % Ergebnis nach Steuern 33.981 39.496 16,2 % Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.943 3.023 2,7 % Allgemeine Rahmenbedingungen Die Wachstumsdynamik der Baumaschinenmärkte hat sich 2019 zwar verlangsamt, dennoch bewegten sich die Verkaufszahlen weltweit auf hohem Niveau. Erneut waren China und Europa die Haupttreiber, die nochmals deutlich wachsen konnten. Auch die Märkte in den übrigen asiatischen Ländern waren weiterhin positiv. Die bereits im Vorjahr begonnene Belebung des nordamerikanischen Maschinenmarkts hat sich fortgesetzt. Dagegen war der Markt in Russland weiter schwach, obwohl erste Anzeichen einer vorsichtigen Marktbelebung zu erkennen waren. Ebenso auf niedrigem Niveau zeigten sich die Märkte im Nahen Osten, wo die Maschinenverkäufe durch den niedrigen Ölpreis und politische Unsicherheiten deutlich zurückgingen. Auch wenn die Baumaschinenmärkte 2019 in Summe wieder ein hohes Umsatzniveau erreicht haben, sind die Wachstumsraten zurückgegangen und die Auftragseingänge besonders im zweiten Halbjahr gefallen. Bei der für uns wichtigsten Baumaschinenmesse Bauma, die im April 2019 wieder in München stattfand, registrierten wir eine positive Investitionsbereitschaft bei unseren Kunden. Durch zahlreiche Infrastrukturprojekte in der Welt -teilweise von sehr großem Umfang - gab es einen unverminderten Bedarf an großen Spezialtiefbaugeräten. Dennoch verursachten die sich verschlechternden politischen Rahmenbedingungen, wie der Handelsstreit zwischen China und den USA, in der zweiten Jahreshälfte eine zunehmende Investitionszurückhaltung. Die für einige unserer Sonderproduktgruppen - wie Brunnenbohrgeräte - wichtigen Rohstoffmärkte waren aufgrund der schwankenden Rohstoff- und Ölpreise tendenziell noch schwach, zeigten aber deutliche Anzeichen der Erholung. Wesentliche Ereignisse Im Segment Maschinen lag die Gesamtkonzernleistung im vergangenen Geschäftsjahr mit 713,6 Mio. EUR um 1,3 % leicht unterhalb des Vorjahres von 723,1 Mio. EUR. Ebenso gingen die Umsatzerlöse um 4,7 % von 640,1 Mio. EUR auf 610,2 Mio. EUR zurück. Entsprechend reduzierte sich das EBIT von 74,9 Mio. EUR auf 61,2 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern legte von 34,0 Mio. EUR auf 39,5 Mio. EUR vor allem aufgrund eines niedrigeren Steueraufwands sowie eines im Vergleich zum Vorjahr geringeren at-Equity Verlustes leicht zu. In den Ergebniskennzahlen ist auch eine nicht-operative Belastung in Höhe von 4,5 Mio. EUR enthalten, die auf eine ergebniswirksame Umstrukturierung eines Tochterunternehmens zurückzuführen ist, das vom Segment Resources in das Segment Maschinen überführt wurde. Der gegenteilige Effekt zeigt sich in den Ergebniskennzahlen des Segments Resources. In dem insgesamt weiter positiven Marktumfeld ist es uns gelungen, Leistung, Umsatz und Ergebnis auf sehr gutem Niveau zu halten. Haupttreiber waren dabei erneut die Vertriebsmärkte in Europa und China. Die weiteren asiatischen Länder verzeichneten dagegen schwächere Baumärkte aufgrund politischer Veränderungen. Dies führte dort zu einer deutlich niedrigeren Maschinennachfrage. Nordamerika entwickelte sich spürbar besser als im Vorjahr. Die Vertriebszahlen in Afrika lagen über den Erwartungen, während die Verkaufszahlen in den Ländern des Nahen Ostens enttäuschten. Die Umsätze in Russland waren unvermindert niedrig, ebenso zeigten die angrenzenden Staaten Osteuropas und Zentralasiens wenig Dynamik. Bei den Tochterfirmen und den einzelnen Produktgruppen stellte sich das Geschäftsjahr wie folgt dar: Der Vertrieb von Ankerbohrgeräten, Mischanlagen, Drehantrieben und Bohrrohren zeigte sich auch im Jahr 2019 positiv, ebenso wie die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten, die einen sehr guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag lieferte. Das Geschäft mit Ersatzteilen, Bohrwerkzeugen und weiteren After-Sales-Services lieferte erneut einen guten Beitrag zum Gesamtergebnis. Verbessert zeigte sich auch der Vertrieb von Brunnenbohrgeräten. Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte in den USA konnte vom sich belebenden Markt sowie von vielen Verbesserungsmaßnahen profitieren und erzielte eine deutliche Steigerung ihrer Umsatzzahlen sowie ein solides Ergebnis. Dies stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber den schwierigen Vorjahren dar. Das Joint Venture mit Schlumberger hatte leider auch im Jahr 2019 zu wenige Aufträge. Die Entwicklung stellt sich hier langsamer dar als geplant, was im Wesentlichen dem Marktumfeld in der Onshore Öl- und Gasindustrie geschuldet ist. Insgesamt waren die Verkäufe von Groß- und Spezialgeräten weiterhin auf hohem Niveau. Die erzielte Leistung führte zu einer guten Auslastung der Werke und wirkte sich damit positiv auf das Ergebnis aus. Auch konnten wir mit vielen weiteren gezielten Maßnahmen bei einzelnen Tochterfirmen die dortige Ergebnissituation zusätzlich verbessern. Auftragslage Der Auftragseingang entwickelte sich im zweiten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres schwächer als im Vorjahr, wobei 2018 auf einem hohen Niveau lag. In Summe ging er von 723,7 Mio. EUR im Vorjahr um 7,1 % auf 672,1 Mio. EUR zurück. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2019 mit 108,3 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr von 150,0 Mio. EUR. Bei der Auftragssituation galt auch 2019 unverändert, dass bei den Maschinen für den Spezialtiefbau die Kunden weiterhin relativ kurzfristig bestellen. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig nur zwischen zwei und drei Monaten beträgt. SEGMENT RESOURCES scroll in Tausend EUR 2018 2019 Veränderung Gesamtkonzernleistung 261.471 274.873 5,1 % Umsatzerlöse 221.345 233.485 5,5 % Auftragseingang 242.178 239.116 -1,3 % Auftragsbestand 316.478 280.721 -11,3 % EBIT -11.034 -16.162 n/a Ergebnis nach Steuern -15.991 -13.736 n/a Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.273 1.333 4,7 % Allgemeine Rahmenbedingungen Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die drei Bereiche Umwelt, Wasser und Bodenschätze. Im Bereich Umwelt zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Markt. In Deutschland gab es anhaltend viele Aufträge im Sanierungsbereich wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Schlämmen. Im Nahen Osten gab es zwar großen Bedarf, jedoch zögerten sich Projektentscheidungen lange hinaus. In China herrschte eine steigende Nachfrage nach Umweltdienstleistungen, die ein großes Zukunftspotential bieten. Im Bereich Brunnenausbaumaterialien zeigte sich der Markt in Deutschland und auch in Europa, wo wir vor allem in Osteuropa aktiv sind, deutlich verbessert. Eine leichte Erholung war bei der Nachfrage für Bohrungen nach Wasser und Bodenschätzen zu beobachten. Im Nahen Osten und auch in Afrika waren vereinzelt Projekte für Tiefbrunnen sowie Bohrungen für die Miningindustrie am Markt. Durch mehrere Auftragsvergaben, speziell in Afrika, war hier eine Belebung zu spüren. Wesentliche Ereignisse Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 274,9 Mio. EUR um 5,1 % über dem Vorjahreswert von 261,5 Mio. EUR. Das EBIT verringerte sich von -11,0 Mio. EUR auf -16,2 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern lag nach -16,0 Mio. EUR im Vorjahr vor allem wegen eines höheren at-Equity Ergebnisses bei -13,7 Mio. EUR. Das Segment Resources blieb auch 2019 insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Während sich die Ergebnisentwicklung aus dem operativen Geschäft deutlich verbesserte, belastete vor allem die Unterauslastung in Jordanien, eine schwache Auftragslage im Geschäft mit Brauerei- und Getränketechnologie, weitere Restrukturierungsaufwendungen sowie Berichtigungen auf Forderungen aus Altprojekten. In den Ergebniskennzahlen ist ein positiver nicht-operativer Ergebnisbeitrag in Höhe von 4,5 Mio. EUR enthalten, der auf eine ergebniswirksame Umstrukturierung eines Tochterunternehmens zurückzuführen ist, das vom Segment Resources in das Segment Maschinen überführt wurde. Sehr positiv zeigte sich erneut der Umweltbereich, der auch 2019 ein Marktumfeld mit guter Nachfrage bearbeiten konnte. Die Leistung stieg dabei auf ein Rekordniveau mit entsprechend gutem Ergebnis. Weiterhin lieferte die umfangreiche Altlastensanierung Kesslergrube einen größeren Leistungsbeitrag. Dort wurden 2019 die Arbeiten am zweiten von insgesamt drei Baufeldern abgeschlossen. Überaus erfreulich verlief das Geschäftsjahr erneut für unsere Beteiligung im Oman. Die umfangreichen Arbeiten zur Erweiterung der größten Schilfkläranlage der Welt wurden 2019 erfolgreich abgeschlossen. Zusätzlich konnte hier der Verkauf von CO2-Zertifikaten, die aus dem Projekt generiert werden, an andere Unternehmen im Ölsektor erfolgreich gestartet werden. Die Tochterfirma lieferte einen sehr guten Ergebnisbeitrag (at-Equity). Die Geschäfte in den Vereinigten Arabischen Emiraten verliefen hingegen auf niedrigem Niveau. Den wesentlichsten negativen Einfluss brachten unverändert Belastungen durch Unterauslastung im Bereich Brunnenbohren. Die Tochterfirma in Jordanien bearbeitete im Jahr 2019 ein umfangreiches Projekt zur Erstellung von Tiefbrunnen. Dieses brachte gute operative Ergebnisse und läuft noch bis in den Herbst 2020. Dennoch führten die vorhandenen Überkapazitäten zu größeren finanziellen Belastungen. In Summe hat sich das Ergebnis im Vorjahresvergleich durch das ausgeführte Großprojekt zwar verbessert, lag aber noch deutlich im negativen Bereich. Für die Firmen in Afrika gab es Projekte in einem schwierigen, aber etwas verbesserten Markt. Der Leistungsanstieg führte in Summe noch nicht zu ausreichenden Ergebnissen, da speziell der Markt in Marokko hinter den Erwartungen blieb. Unsere Tochterfirma, die Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellt, konnte 2019 nicht die erhoffte Leistungsentwicklung erzielen. Die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und neuen Produktlinien brachten noch nicht den gewünschten Erfolg, so dass die zu schwache Auftragslage zu einer anhaltenden Unterauslastung führte. In Summe musste erneut ein Verlust verzeichnet werden. Im Bereich der Anlagen zur Aufbereitung industrieller Abwässer konnte in den letzten Jahren keine zufriedenstellende Auftrags- und Ergebnislage erreicht werden. Zudem konnten keine ausreichenden Synergien im Konzern für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung identifiziert werden. Daher wurde im Jahr 2019 der Bereich für industrielle Wasseraufbereitung aufgegeben und zum Jahresende eingestellt. Bei der GWE Gruppe, die Brunnenausbaumaterialien in Deutschland und Osteuropa sowie in Chile herstellt, wurden in den letzten Jahren viele Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, die 2019 in einen Leistungsanstieg mündeten. Das Ergebnis war operativ positiv, wurde jedoch durch Sondereffekte aus Altprojekten belastet. Daher stand am Ende ein Verlust zu Buche. In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen im Endlagerbergbau, in der Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken sowie in der Altbergbausanierung ausführt. Aufgrund des weiterhin guten Marktes in Deutschland und der positiven Entwicklung unseres Unternehmens in Kasachstan, brachte der Bereich wieder einen sehr positiven Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Auftragslage Der Auftragseingang lag 2019 mit 239,1 Mio. EUR um 1,3 % leicht unter dem Vorjahreswert von 242,2 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende war mit 280,7 Mio. EUR um 11,3 % geringer als im Vorjahr mit 316,5 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Projektfortschritt beim Großprojekt Kesslergrube zurückzuführen. Eine gute Auftragslage verzeichnet vor allem der Umweltbereich, der sich insgesamt einer guten Marktlage gegenübersieht. Die Tochterfirma für Brauerei- und Getränketechnologie hat noch einen zu niedrigen Bestand. Im Bereich des Brunnenbohrens liegt der Auftragsbestand durch die Bearbeitung eines großen Projekts in Jordanien und einiger neuer Aufträge in Afrika auch für 2020 weitgehend auf ausreichendem Niveau. SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt. Das Segment Sonstiges weist ein EBIT von 25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 40,5 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 43,3 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug 18,2 Mio. EUR (Vorjahr: 39,8 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns. Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen EBIT von -27,6 Mio. EUR (Vorjahr: -43,3 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Ergebnis nach Steuern betrug -27,8 Mio. EUR (Vorjahr: -43,4 Mio. EUR). III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE KONZERNERTRAGSLAGE Die insgesamt schwächere Gesamtentwicklung führte zu einer entsprechend geringeren Ertragslage. Die wichtigsten Kennzahlen haben sich wie folgt verändert: Die Gesamtkonzernleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % von 1.686,1 Mio. EUR auf 1.594,7 Mio. EUR leicht verringert. Das EBITDA ging um 38,0 % von 198,6 Mio. EUR auf 123,0 Mio. EUR zurück. Das EBIT ging gegenüber Vorjahr von 100,1 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR deutlich zurück. Das Ergebnis nach Steuern war mit -36,6 Mio. EUR deutlich negativ - im Vorjahr lag dieses bei 24,1 Mio. EUR. Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert: Die konsolidierte Leistung ist von 1.616,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.537,7 Mio. EUR um 4,9 % zurückgegangen. Die Umsatzerlöse sind von 1.589,1 Mio. EUR um 7,4 % auf 1.470,9 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang entstand im Wesentlichen in den Segmenten Bau und Maschinen. Aufgrund des Urteils aus dem Rechtsstreit in Hongkong wurde in dieser Position eine Reduzierung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR vorgenommen. Die Bestandsveränderungen erhöhten sich deutlich von 1,6 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den Bestandsaufbau im Segment Maschinen zurückzuführen war. Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind von 8,8 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR leicht angestiegen. Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 17,5 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR angestiegen. Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 4,7 % von 821,5 Mio. EUR auf 783,1 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang lag über dem der konsolidierten Leistung. Wesentlich hierfür waren Veränderungen in der Auftragsstruktur im Segment Bau, wo bei einigen Projekten ein deutlich geringerer Materialeinsatz zum Tragen kam. Der Personalaufwand hat sich mit einem Anstieg von 6,7 % von 392,4 Mio. EUR auf 418,8 Mio. EUR entgegen dem Rückgang der konsolidierten Leistung entwickelt. Dies ist auf den Mitarbeiteranstieg und auf die Tariferhöhung im Baugewerbe zurückzuführen. Wir sind bemüht den Personalaufwand im Verhältnis zur konsolidierten Leistung in den nächsten Jahren zu verbessern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 4,0 % von 204,4 Mio. EUR auf 212,7 Mio. EUR angestiegen. Die Position beinhaltet 2019 erstmalig auch die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 4,7 % von 81,0 Mio. EUR auf 84,8 Mio. EUR gestiegen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Die Position hat sich im Berichtsjahr um 10,1 % von 17,6 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR reduziert. Die Finanzerträge sind von 38,2 Mio. EUR auf 33,7 Mio EUR zurückgegangen. Darin enthalten sind 21,1 Mio. EUR Währungsgewinne. Die Finanzaufwendungen lagen mit 78,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres von 77,0 Mio. EUR. Hierbei gingen die Währungsverluste von 32,8 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR zurück. Bereinigt um diesen Effekt ist die Position um 10,1 Mio. EUR angestiegen, was im Wesentlichen auf die Verluste aus Marktwertveränderungen der Derivate zurückzuführen war, die aufgrund rückläufiger Zinsen entstanden sind. Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen verbesserte sich von 4,6 Mio. EUR auf 11,2 Mio. EUR deutlich. Wesentlicher Grund hierfür waren positive Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften sowie aus der Resources-Beteiligung im Oman. Im Vorjahr waren noch außerplanmäßige Wertminderungen von Anteilen in Höhe von 5,0 Mio. EUR enthalten. Der Ertragsteueraufwand lag mit 25,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr von 41,8 Mio. EUR. Im Segment Maschinen konnte durch aktive latente Steuern der Steueraufwand reduziert werden. Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug -37,1 Mio. EUR (Vorjahr: 22,6 Mio. EUR). Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) niedriger als im Vorjahr. KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme des Konzerns ist um 0,2 % von 1.632,3 Mio. EUR auf 1.628,5 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Erhöhend wirkten im Wesentlichen die Erstanwendung von IFRS 16 inklusive Neuinvestitionen im Geschäftsjahr (+31,3 Mio. EUR) sowie die Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen (netto 8,5 Mio. EUR). Reduzierend wirkten vor allem die deutlichen Rückgänge bei den Vertragsvermögenswerten sowie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote lag mit 23,8 % unter dem Vorjahr von 26,5 %. Unverändertes Ziel ist eine Eigenkapitalquote von über 30 %. Die Nettoverschuldung ist im Berichtsjahr mit 563,7 Mio. EUR in etwa auf Höhe des Vorjahres von 561,9 Mio. EUR geblieben. Dies war jedoch im Wesentlichen auf den neuen Standard IFRS 16 sowie die Marktbewertung von Derivaten zurückzuführen. Die reinen Bankschulden haben sich weiter reduziert, was zeigt, dass unsere zahlreichen Maßnahmen vorankommen. Ungeachtet dessen werden wir auch in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Vergleich zur Bilanzsumme sowie zur Leistungsentwicklung zu verbessern. Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Im Baubereich haben wir nur vergleichsweise kurze Laufzeiten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Daher benötigen wir über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend. Aufgrund des Urteils aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018 und der dadurch notwendigen Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR konnten die mit den Banken vereinbarten Covenants für Net Debt zu EBITDA, EBITDA zu Net Interest Coverage, Eigenkapital und Eigenkapitalquote nicht eingehalten werden. Covenants wurden im Konzern, neben den beiden Konsortialkrediten mit einem Volumen von 470 Mio. EUR und 53 Mio. EUR, für mehrere langfristige Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2019 mit 159,5 Mio. EUR valutierten. In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen: Auf der Aktivseite: ― Die Sachanlagen sind von 411,6 Mio. EUR auf 460,5 Mio. EUR deutlich angestiegen, was im Wesentlichen auf die Erstanwendung von IFRS 16 inklusive Neuinvestitionen (+31,3 Mio. EUR) zurückzuführen war. ― Die At-Equity-bewerteten Anteile haben sich von 113,0 Mio. EUR auf 118,2 Mio. EUR erhöht. Grund hierfür war im Wesentlichen die positive Ergebnisentwicklung bei der BAUER Nimr LLC im Oman. ― Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich von 49,2 Mio. EUR auf 67,3 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen und die Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen war. ― Die Vorräte haben sich von 410,3 Mio. EUR auf 458,3 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Grund war der Bestandsaufbau an fertigen Geräten im Segment Maschinen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte sind dabei von 16,1 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR zurückgegangen. ― Die Vertragsvermögenswerte sind von 145,0 Mio. EUR auf 108,1 Mio. EUR deutlich gesunken. Aufgrund des Urteils aus dem Rechtsstreit in Hongkong wurde in dieser Position eine Wertberichtigung in Höhe von 30,0 Mio. EUR vorgenommen. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende. ― Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 335,0 Mio. EUR auf 271,3 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Vor allem im Segment Bau konnte der Forderungsbestand sehr deutlich reduziert werden. ― Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind stichtagsbedingt von 62,6 Mio. EUR auf 37,6 Mio. EUR zurückgegangen. Auf der Passivseite: ― Das Eigenkapital reduzierte sich von 431,8 Mio. EUR auf 386,9 Mio. EUR. Zur Veränderung hat das Ergebnis nach Steuern (-36,6 Mio. EUR) deutlich negativ beigetragen. Reduzierend wirkten sich zudem versicherungsmathematische Bewertungen bei den Pensionen (-15,8 Mio. EUR) sowie Dividendenzahlungen (-1,7 Mio. EUR) aus. Erhöhend wirkten die Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen (0,4 Mio. EUR) sowie Veränderungen im Währungsausgleichsposten (6,8 Mio. EUR). ― Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 308,5 Mio. EUR auf 73,7 Mio. EUR. Hier erfolgte die Verschiebung eines großen Anteils der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von der langfristigen in die kurzfristige Position im Vergleich zum Konzernabschluss 2018. Durch ein Überschreiten der bei wesentlichen Krediten festgelegten Covenants zum Jahresende 2019 hatte eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. In Summe haben sich unsere Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten im vergangenen Geschäftsjahr vor allem durch den Abbau von Forderungen auf der Aktivseite reduziert. ― Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasing-Verträgen hat sich von 20,7 Mio. EUR auf 37,9 Mio. EUR aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 inklusive Neuinvestitionen deutlich erhöht. ― Die Pensionsrückstellungen sind deutlich von 134,4 Mio. EUR auf 158,6 Mio. EUR gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Abzinsungssatz von 1,05 % (Vorjahr: 1,90 %), zurückzuführen. ― Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich von 9,1 Mio. EUR auf 23,7 Mio. EUR deutlich erhöht. Grund hierfür waren die Bewertungen von Derivaten und Zinsswaps. ― Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 256,7 Mio. EUR auf 431,6 Mio. EUR. Auch in dieser Position wirkt sich die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten aus den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus, die aufgrund des Überschreitens von Covenants notwendig wurde. ― Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasing-Verträgen hat sich im Wesentlichen aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 von 10,1 Mio. EUR auf 20,7 Mio. EUR deutlich erhöht. ― Die Vertragsverbindlichkeiten sind von 52,4 Mio. EUR auf 76,8 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund des Urteils aus dem Rechtsstreit in Hongkong angestiegen. Hierin ist eine ausstehende Zahlungsverbindlichkeit gegenüber dem Auftraggeber in Höhe von 10,3 Mio. EUR enthalten. ― Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 224,5 Mio. EUR auf 240,3 Mio. EUR angestiegen. ― Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind von 31,7 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR zurückgegangen, was im Wesentlichen auf deutlich reduzierte Steuerrückstellungen bei den großen deutschen Gesellschaften zurückzuführen war. Wechselkursentwicklung scroll 1 EUR entspricht Durchschnittskurs 2018 Durchschnittskurs 2019 USD 1,18095 1,11948 GBP 0,88470 0,87783 RUB 74,04159 72,45296 CNY 7,80807 7,73588 Entwicklung Covenants scroll 2018 2019 Net Debt / EBITDA 2,83 4,58 EBITDA / Net Interest Coverage 5,27 2,72 Eigenkapitalquote in % 26,5 23,8 Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 147,4 Mio. EUR auf 168,9 Mio. EUR erhöht. Folgende Faktoren trugen hierzu bei: ― Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen 16,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio. EUR). ― Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr um 86,6 Mio. EUR verändert. ― Die Veränderungen der Forderungen aus Vertragsvermögenswerten betrugen 40,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR). ― Die Veränderung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 72,2 Mio. EUR belastet. ― Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten betrugen 5,3 Mio. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -75,2 Mio. EUR und lag um 17,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Anstieg des Erwerbs von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen zurückzuführen war. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -120,4 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren Darlehensrückführungen in Höhe von 373,7 Mio. EUR, Zinszahlungen in Höhe von 34,5 Mio. EUR sowie die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 309,9 Mio. EUR. INVESTITIONEN Die Investitionen konnten 2019 nochmal in etwa auf Höhe der Abschreibungen gehalten werden. In den Folgejahren werden diese jedoch steigen, da Investitionen in bestehende und neue Gebäude nötig werden und die immer größeren und komplexeren Bauprojekte zusätzliche Geräte erfordern. Auch unser Anspruch bei der immer schneller werdenden Technologieentwicklung, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, eine führende Rolle einzunehmen, erfordert zusätzliche Investitionen. Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Zusätzliche Investitionen wurden für den Ausbau und die Erneuerung von Lagerplätzen und Werkstätten verwendet. Dies ist nötig um eine noch bessere Baustellenversorgung zu ermöglichen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. In den nächsten Jahren werden wir zusätzlich in die Verjüngung unserer Geräteausstattung investieren müssen. Auch in die Digitalisierung unserer Baustellen wurde weiter intensiv investiert, was auch in den Folgejahren fortgesetzt wird. Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Größere Investitionen in unsere Werke und Produktionsstätten waren 2019 nicht notwendig. In den nächsten Jahren werden Investitionen in eine verbesserte Logistik und Automatisierung notwendig. Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2019 nur auf dem Niveau der Abschreibungen investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung und Ausweitung der bestehenden Produktionsanlagen und Entsorgungszentren. Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2019 151,0 Mio. EUR (Vorjahr: 109,9 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Darin sind auch die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16 enthalten. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 84,8 Mio. EUR (Vorjahr: 81,0 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 15,8 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR). Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2019 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR) gegenüber. IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert. Die BAUER AG hat im Jahr 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,05 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 1,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 36,9 Mio. EUR vorgenommen. Im Jahr 2019 wurden Maßnahmen gleicher Art in Höhe von 58,0 Mio. EUR durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert: Wesentliche Veränderungen in der Bilanz: ― Die Finanzanlagen haben sich von 142,4 Mio. EUR auf 180,4 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen an Gesellschafterzuschüssen für die BAUER Spezialtiefbau GmbH sowie die BAUER Resources GmbH lag. ― Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 185,2 Mio. EUR auf 87,7 Mio. EUR zurückgegangen. Dies lag im Wesentlichen an der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 96,8 Mio. EUR. Die Gegenposition findet sich bei den Verbindlichkeiten auf der Passivseite. ― Das Eigenkapital betrug 114,8 Mio. EUR (Vorjahr: 116,6 Mio. EUR). ― Die Verbindlichkeiten haben sich von 207,5 Mio. EUR auf 147,0 Mio. EUR deutlich reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dabei um 103,3 Mio. EUR zurückgegangen. Die Finanzierung wurde vermehrt von den Mutterfirmen der Segmente an die operativen Tochterfirmen abgewickelt als von der BAUER AG selbst. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind als Gegenposition um 42,2 Mio. EUR angestiegen. Wesentliche Veränderungen in der GuV: ― Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 2,6 Mio. EUR auf 41,9 Mio. EUR gestiegen. ― Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3,5 Mio. EUR zurückgegangen. Wesentlicher Bestandteil der Position sind die eingangs beschriebenen Kapitalmaßnahmen der BAUER AG bei Tochterfirmen. ― Das betriebliche Ergebnis war daher mit -38,9 Mio. EUR (Vorjahr: -41,8 Mio. EUR) erneut deutlich negativ. ― Die Erträge aus Beteiligungen lagen mit 43,3 Mio. EUR (Vorjahr: 43,7 Mio. EUR) weiter auf hohem Niveau. Hier enthalten ist vor allem die Dividendenausschüttung der BAUER Maschinen GmbH an die BAUER AG. ― Der Jahresfehlbetrag lag bei 0,05 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 1,7 Mio. EUR). Der Bilanzverlust betrug 0,05 Mio. EUR (Vorjahr: Bilanzgewinn von 1,7 Mio. EUR) unverändert. Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für diese. Im Jahr 2019 wurden die ursprünglich gesetzten Ziele vor allem wegen Projektverschiebungen im Ausland sowie durch das Urteil aus einem Berufungsverfahren deutlich verfehlt. Aufgrund des deutlich negativen Nachsteuerergebnisses hat sich das Eigenkapital des Konzerns spürbar reduziert. Es ist deshalb wichtig, die Eigenkapitalquote wieder nachhaltig zu verbessern. Daher wird der Vorstand dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Nach Erreichen einer wieder besseren Eigenkapitalquote soll mittelfristig die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2020 erwarten wir die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften erheblich niedriger als im Jahr 2019, wobei aus heutiger Sicht keine zusätzlichen Effekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen. V. RISIKO- UND CHANCENBERICHT RISIKOBERICHT GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Nicht planbaren Ereignisse können sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u. a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten. Unser Risikomanagement - welches sowohl Risiken als auch Chancen bewertet - basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Risikomanagementsystem Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, existenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung. Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelnen Risikofeldern zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Interviews mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften sowie gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken sowie Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala. Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien bewertet. Planungsrisiken werden mittels Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert. Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Schadenbegrenzungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, werden für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu minimieren oder vollständig zu vermeiden. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen. Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation). Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt. Behandlung von Projektrisiken Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt. Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt. Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet. Der Kommunikations- und Freigabeprozess erfolgt IT-gestützt durch standardisierte "Workflows". Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen. Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet. Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet. In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems. Relevanzskala der BAUER Gruppe scroll Relevanz Definition Identifizierte Risiken 1 Unbedeutendes bis geringes Risiko Risiken dieser Relevanz sind in unserem 2 Mittleres Risiko Geschäft identifiziert 3 Bedeutendes Risiko 4 Schwerwiegendes Risiko Risiken dieser Relevanz sehen wir in unserem Geschäft nicht 5 Kritisches Risiko Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert. Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt. Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt. Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Risiken Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente. STRATEGISCHE RISIKEN Geschäftsfeldstruktur Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit von der Bauwirtschaft und regionalen Investitionszyklen zu erzielen. Unsere drei Segmente bieten neben der Risikodiversifikation auch deutliche Synergieeffekte. So fließen zum Beispiele Erkenntnisse des Maschineneinsatzes und der Verfahrensentwicklung im Segment Bau regelmäßig in die Weiterentwicklung der Maschinen ein. Mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit der Segmente Bau und Resources werden erfolgreich Gesamtleistungen von Spezialtiefbauarbeiten inklusive Entsorgung oder Altlastensanierung angeboten. Das Segment Maschinen wird durch die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit von der allgemeinen Bauwirtschaft weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko. Strategische Partnerschaften, Kooperationspartner Insbesondere im Segment Maschinen unterstützen uns in ausgewählten Regionen geprüfte Vertriebspartner. Im Falle eines Ausfalls oder Missmanagements unseres Partners könnte ein Absatzrückgang entstehen. Durch ein regelmäßiges Sales Partner Audit sowie der Analyse von Finanzdaten bei größeren Vertriebspartnern soll das Risiko aus Kooperationen frühzeitig erkannt werden, um mithilfe eigener Vertriebsmitarbeiter oder alternativer Händler gegenzusteuern. Das Risiko schätzen wir als gering ein. Marke, Image, PR Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Maschinen führen. Zudem besteht in einigen Ländern das Risiko der Produktfälschung, welches Einfluss auf das Qualitäts-Image der Marke Bauer hat. Wir minimieren das Risiko unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als geringes Risiko. MARKTRISIKEN Absatzmarktrisiken Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine diversifizierte Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau grundsätzlich in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch im Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko. Wettbewerbsumfeld Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Außerdem verbessern wir die Wettbewerbssituation durch Lokalisierung. Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Land und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. In den Segmenten Bau und Resources nutzen wir eine Mischung aus internationalen Experten und lokalem Personal. Dadurch sichern wir sowohl Qualität und Methodenkompetenz als auch eine Wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Das Wettbewerbsrisiko wird als geringes Risiko eingeschätzt. Risiken der Marktentwicklung Der Handelsstreit zwischen den USA und China, die Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, das sinkende Wirtschaftswachstum Chinas sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung im Nahen Osten und deren Folgeschäden beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Marktentwicklungsrisiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet. FINANZMARKTRISIKEN Finanzielle Stabilität und Liquidität Für mehrere langfristige Darlehen ist mit Banken die Einhaltung von Finanzkennzahlen vereinbart. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote. Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Risiko der Verletzung von mit Banken vereinbarten Finanzkennzahlen führen, was eine Reduzierung oder Beendigung von Kreditlinien zur Folge haben kann. Konsortialkreditverträge stellen grundsätzlich die Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und sind ein wichtiges Mittel, um den Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu begegnen. Das Risiko im Bereich finanzielle Stabilität und Liquidität wird grundsätzlich als mittleres Risiko eingestuft. Als Folge der am 18. März 2020 veröffentlichten Ad-hoc Meldung zum Ausgang eines Rechtsstreits in Hongkong und der hierdurch vorgenommenen Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR konnten mit den Finanzpartnern zum 31. Dezember vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, was grundsätzlich zu einem Kündigungsrecht in den Finanzierungsvereinbarungen führt. Sollten Finanzierungspartner dieses Kündigungsrecht nutzen und einen wesentlichen Teil der Finanzverbindlichkeiten zur Rückzahlung fällig stellen, besteht das Risiko, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Aus diesem Grund besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Den betroffenen Finanzierungspartnern wurden Unterlagen zur Bewertung des Einflusses auf den Konzern vorgelegt und Verhandlungen zur Aussetzung der Finanzkennzahlen zum Jahresende 2019 bzw. zum Verzicht auf dieses Kündigungsrecht werden geführt. Aufgrund des aktuell hohen Auftragsbestandes, der grundsätzlich insgesamt positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe und der Weiterarbeit an einem Ergebnisverbesserungsprogramm erwartet der Vorstand, dass keine wesentlichen Kreditlinien aufgrund eines Einzelereignisses, wie den Ausgang eines Rechtsstreits in Hongkong, von den Finanzierungspartnern gekündigt werden. Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken, die im wesentlichen Translationsrisiken sind, stufen wir als mittleres Risiko ein. Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der zum großen Teil variabel verzinslichen Finanzschulden (kurz- und langfristige Kredite). Es existieren Zinssicherungsvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von steigenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Marktzinsentwicklungen haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen des Konzerns. Die Zinsunsicherheit bewerten wir als geringes Risiko für unser operatives Geschäft. Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets In den Wertansätzen der Anteile an assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, kann sich die Notwendigkeit zur Vornahme von Wertminderungen ergeben. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir - ähnlich dem Risiko der Marktentwicklung - als mittleres Risiko. POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN Compliance Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes sowie ethisch korrektes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen werden durchgeführt, um dieses Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen. Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten. Politisches und rechtliches Umfeld Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Sinkende Absatzmengen im Bereich Maschinen und Leistungsrückgänge in den Segmenten Bau und Resources sind die Folgen. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen. Politische Änderungen, wie z. B. Regierungswechsel, können zur Belebung aber auch zur Abschwächung der lokalen Baumärkte führen. Die Risiken aus unserem politischen und rechtlichen Umfeld bewerten wir als mittleres Risiko. Vertragsrisiken In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Soweit möglich, verwenden wir standardisierte, internationale Standards der Bauwirtschaft (z. B. FIDIC). Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können. Laufende Rechtsfälle Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle laufenden Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN Risiken aus Forschung und Entwicklung Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn das Wachstum im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren. Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko. Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen sowie Kalkulation Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen Prinzip und etablierten Standards bei der Kalkulation minimiert (siehe Projektrisiken) und können als mittleres Risiko angesehen werden. Materialwirtschaft und Beschaffung Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch die Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in unseren Segmenten schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein. Produktion und Auftragsausführung Technisches Versagen aus Konstruktions- oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen führen. Die Risiken daraus sind im Konzern immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt. Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene (siehe Projektrisiken). Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten. RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE Debitorenmanagement Durch ein effizientes Forderungsmanagement wird dem Risiko des Forderungsausfalls entgegengewirkt. Zudem ist die Prüfung der Bonität neuer Kunden eine wesentliche Kontrolle im Rahmen der Prüfung unserer Vertragspartner. Eine Sicherung unserer Forderungen wird zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Forderungsausfälle bewerten wir als geringes Risiko. GESAMTRISIKO Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2020 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos. CHANCENBERICHT Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente. STRATEGISCHE CHANCEN Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trink- und Prozesswasser. Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Segment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen der Bauwirtschaft. Für die Internationalisierung des Segment Resources nutzen wir auch die Erfahrungen unserer Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten sowie die internationale Bekanntheit der Marke Bauer. Neben den Chancen im Öl- und Gasgeschäft durch das Joint Venture mit Schlumberger, eröffnen sich auch Geschäftsmöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien. So erfordern einige Offshore-Windkraftanlagen oder Gezeitenkraftwerke anspruchsvolle Unterwasserbohrungen, die im Segment Bau mit speziellen Bohranlagen ausgeführt werden können. Die dazu benötigten Geräte werden im Segment Maschinen gefertigt. MARKTCHANCEN Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Chancen bieten. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Im Segment Resources bieten die hohen Umweltauflagen bei der Ölproduktion hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Pflanzenkläranlagen. Außerdem gewinnen auch die Altlastensanierungen in den ölfördernden Ländern an Bedeutung. WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN Entwicklung und Innovation Weiterhin liegt unser Fokus darauf, langfristig nicht nur am Markt zu bestehen, sondern als Technologieführer Maßstäbe zu setzen. Daher ist eines der Themen, die der Konzern künftig verstärkt vorantreiben wird, die Digitalisierung. Ein wichtiger Impulsgeber für die Digitalisierung im Bauwesen ist dabei Building Information Modeling (BIM). Aber auch im Maschinenbau wird sich dieser Trend weiter verstärken und viele der Geschäftsprozesse beeinflussen. Mit Hilfe einer übergreifenden Strategie über alle Teile des Konzerns ist die Digitalisierung eine Chance für Bauer. Projektchancen Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur Erschließung und Erweiterung von Bergbauarbeiten. Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen sowie durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden. Nachträge und Claim-Management Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir diese Chancen zu realisieren. GESAMTCHANCEN Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2020 eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft. VI. PROGNOSEBERICHT Für das Jahr 2020 gehen wir weltweit von einem weiter guten Marktumfeld im Bau aus. Gleiches gilt für die für unser Segment Resources wichtigen Märkte - insbesondere für Umweltdienstleistungen. Dies berücksichtigt, dass die Welt nach wie vor mit den bereits beschriebenen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen zu kämpfen haben wird und daher mit einer allgemein schwächeren Weltwirtschaftsentwicklung zu rechnen ist. Die anhaltende Urbanisierung und das Bevölkerungswachstum führen aber grundsätzlich nach wie vor zu einem Bedarf an neuer, ebenso wie zum Erhalt und Ausbau bestehender Infrastruktur. Der Klimawandel ist ein weiterer Treiber für unsere Märkte. Alternative Energiequellen benötigen auch entsprechende Infrastruktur. Mit der voranschreitenden Digitalisierung bieten sich Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und die Weiterentwicklung eigener Prozesse und Dienstleistungen. Davon können wir profitieren. Die rasante Veränderungsgeschwindigkeit und die anhaltende Volatilität der Märkte fordern schnelles Handeln und Entscheiden, um sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. In den von Öl und Gas abhängigen Ländern ist weiter mit einer sehr verhaltenen Marktentwicklung zu rechnen. Mit unserem insgesamt guten Auftragsbestand, den Investitionen in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Technologien sowie unseren großen Anstrengungen im Bereich Digitalisierung, sehen wir uns für das laufende Jahr und darüber hinaus gut aufgestellt. Durch Digitalisierungsprojekte wie "Bauen Digital" erschließen wir neue Märkte und stärken unsere Position im Spezialtiefbau. Unser Maschinenbau profitiert ebenfalls, insbesondere durch die Möglichkeiten prädiktiver Instandhaltung und bei Assistenzsystemen. Weiter arbeiten wir an der Verbesserung unserer Kostenstrukturen und am Ausbau von Synergien innerhalb des Konzerns. Die Verbesserung unseres Working Capital und unserer Kostenbasis wird durch ein langfristig aufgesetztes Maßnahmenprogramm unterstützt. Wir sind bei den gegebenen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell im Jahr 2020 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die vieler anderer Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann - den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Eine Änderung der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir weiter unsere Kapitalbasis stärken wollen. Neben den oben beschriebenen allgemeinen Rahmenbedingungen, nimmt seit Beginn des Jahres 2020 das Coronavirus erheblichen Einfluss auf die allgemeine Wirtschaftslage - mit Folgen für sehr viele Unternehmen. Es ist klar, dass wir uns dieser Entwicklung nicht werden vollständig entziehen können. Insgesamt sind unsere Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr daher auch um einiges vorsichtiger, auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist die genauen Auswirkungen vollständig zu quantifizieren. PROGNOSE GESAMTKONZERN Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts und unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 für den Konzern eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung, eine deutliche Steigerung des EBIT sowie eine deutliche Steigerung beim Ergebnis nach Steuern in den positiven Bereich. Im Jahr 2019 wurden die ursprünglich gesetzten Ziele vor allem wegen Projektverschiebungen im Ausland sowie durch das Urteil aus einem Berufungsverfahren deutlich verfehlt. Aufgrund des deutlich negativen Nachsteuerergebnisses hat sich das Eigenkapital des Konzerns spürbar reduziert. Es ist deshalb wichtig, die Eigenkapitalquote wieder nachhaltig zu verbessern. Daher wird der Vorstand dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Nach Erreichen einer wieder besseren Eigenkapitalquote soll mittelfristig die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Vergleich: Ist 2019 / Prognose 2020 scroll in Mio. EUR Ist 2019 Prognose 2020 Gesamtkonzernleistung 1.595 leichte Steigerung EBIT 22,5 deutliche Steigerung Ergebnis nach Steuern -36,6 deutliche Steigerung in den positiven Bereich PROGNOSE GESCHÄFTSSEGMENTE Segment Bau Der sehr große Bedarf an Infrastruktur in der Welt treibt weiterhin die Baukonjunktur an. Gerade im Jahr 2019 haben politische Unsicherheiten dazu geführt, dass einige Märkte deutlich schwächer waren als erwartet. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch im laufenden Geschäftsjahr, insbesondere im Nahen Osten, fortsetzen wird. Für Deutschland erwarten wir wieder eine gute Entwicklung. In Europa gehen wir von einer gemischten Entwicklung in den einzelnen Märkten aus, die aber in Summe positiv sein sollte. Im Nahen Osten wird wohl auch 2020 das politische Umfeld zur allgemeinen Unsicherheit beitragen. Mit unserem Auftragsbestand in der Region können wir damit aus heutiger Sicht aber gut umgehen. In den USA erwarten wir durch die Auftragslage einen deutlichen Leistungsanstieg und auch die Märkte Mittelamerikas sehen wir auf niedrigem Niveau positiv. Im Fernen Osten haben wir in einigen im Jahr 2019 noch unterausgelasteten Ländern wieder Aufträge bekommen und erwarten hier eine weitere Verbesserung. Dennoch werden wir unsere Strukturen prüfen und wo notwendig Anpassungen vornehmen. Wir gehen davon aus, dass sich das Coronavirus in einigen Ländern auf den Ablauf einzelner Baustellen auswirken wird. Für das Jahr 2020 erwarten wir daher und auf Grundlage des hohen Auftragsbestands für das Segment Bau wieder einen deutlichen Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung und beim EBIT im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT sollte dabei deutlich positiv sein. Segment Maschinen Das Jahr 2019 war für unser Segment Maschinen in Summe wieder sehr erfreulich. Das Geschäft profitierte von unserer weiterhin bedeutenden Marktstellung, vom guten Marktumfeld in Europa und Asien sowie weiteren Verbesserungen bei Tochterfirmen. Wir gehen davon aus, dass sich im Jahr 2020 weiter eine insgesamt gute Marktentwicklung zeigt, auch wenn mit einer Abschwächung nach den Boomjahren zu rechnen ist. Die politischen Unsicherheiten tragen hierzu bei. Russland sowie den Nahen Osten erwarten wir auch für das laufende Jahr schwach; für Europa, Asien und Nordamerika gehen wir von einem positiven Umfeld aus. In den ersten Wochen des Jahres hatte das Coronavirus Auswirkungen auf unsere Produktion und die Vertriebstätigkeit in China. Wir gehen davon aus, dass wir hier einen deutlichen Umsatzrückgang im Gesamtjahr verzeichnen werden. Auch in den übrigen Märkten könnte das Coronavirus Einfluss auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden nehmen. Auswirkungen auf Lieferketten sind aktuell nicht bedeutend, aber auch noch nicht vollumfänglich abschätzbar. Insgesamt lässt sich der Einfluss aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifizieren. Durch die zu erwartende leichte Abschwächung des Marktumfeldes und den möglichen Einfluss des Coronavirus erwarten wir für das Segment, dass die Gesamtkonzernleistung und das EBIT 2020 deutlich unter dem Vorjahr liegen werden. Segment Resources Das Segment Resources konnte im abgelaufenen Jahr die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllen. Vor allem die Unterauslastung im Bohrgeschäft, einzelne Tochterfirmen sowie weitere Restrukturierungsaufwendungen belasteten die Ergebnissituation nochmals deutlich. Daher wird auch 2020 intensiv an den eingeleiteten Maßnahmen weitergearbeitet, um die Ergebnissituation zu verbessern. Positiv stellte sich unverändert der Umweltbereich dar, der gute Aufträge im Bestand hat. Eine zusätzliche Chance bieten hier unsere Schilfkläranlagen. Im Nahen Osten sind weitere Anlagen in der Ausschreibungsphase, für die wir uns Chancen versprechen. Die Vergabe wird für 2020 erwartet. Im Bereich Brunnenbohren, insbesondere für die Tochterfirma in Jordanien, erwarten wir eine weitere Verbesserung, so dass sich der negative Ergebnisbeitrag weiter verringern sollte. Ähnlich dem Bau gehen wir davon aus, dass sich das Coronavirus auf den Ablauf einzelner Baustellen auswirken wird. Es ist unser Ziel für das Segment Resources im Jahr 2020 ein deutlich besseres Ergebnis zu erreichen. Die Leistung wird nach unseren Planungen leicht zurückgehen, was insbesondere auf die Abarbeitung des Großprojekts Kesslergrube sowie die Fertigstellung des Ausbaus der Schilfkläranlage im Oman zurückzuführen ist. Daher erwarten wir für das Jahr 2020 im Segment einen leichten Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung und eine deutliche Steigerung beim EBIT hin zu einem ausgeglichenen Ergebnis. VII. RECHTLICHE ANGABEN VERGÜTUNGSBERICHT Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. VERGÜTUNG DES VORSTANDS Der Vorstand der BAUER AG bestand während des Berichtszeitraums 2019 aus vier Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden. Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe. Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere bei der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation. Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt. Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist. Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesamtbezüge der amtierenden Mitglieder des Vorstands für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.549 TEUR (Vorjahr: 1.552 TEUR). Davon sind 1.344 TEUR (Vorjahr: 1.342 TEUR) erfolgsunabhängige und 205 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Einige Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 1.660 TEUR (Vorjahr: 1.247 TEUR). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf 289 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Vergütung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Nach der Vergütungsregelung in der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von 25 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Grundvergütung. Je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats erhält das jeweilige Mitglied einen Zuschlag von 10 % der Grundvergütung. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens einmal (als Sitzung oder Telefonkonferenz) getagt hat. Soweit ein Mitglied des Ausschusses an mehr als zwei Sitzungen oder Telefonkonferenzen eines Ausschusses des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen hat, erhält das jeweilige Mitglied zusätzlich ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR je Sitzung bzw. Telefonkonferenz. Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss wird kein Vergütungszuschlag bezahlt. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Weiter erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amtes entstehenden Auslagen und die auf die Vergütung und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht. Im Geschäftsjahr 2019 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 358 TEUR (Vorjahr: 308 TEUR). Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz) scroll in Tausend EUR 2018 2019 Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer (ab 01.11.2018) 7,5 52,5 Dr. Klaus Reinhardt (bis 31.10.2018) 37,6 - Stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 32,3 37,5 Anteilseignervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer 23,6 27,5 Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 21,5 25,0 Gerardus N. G. Wirken 25,2 29,5 Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 21,5 25,0 Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 25,2 29,5 Arbeitnehmervertreter Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 21,5 25,0 Regina Andel 21,5 25,0 Reinhard Irrenhauser 23,6 27,5 Rainer Burg 21,5 25,0 Maria Engfer-Kersten 25,2 29,0 Gesamt 307,7 358,0 SONSTIGES Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und es wurden keine Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart. Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften durch die Vorstandsmitglieder erfolgt keine Vergütung. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN Im Folgenden sind die nach §§ 315 a, 289 a HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2019 dargestellt. ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Eigene Aktien hält die Gesellschaft nicht. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Arbeitnehmer, die am Kapital der BAUER AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG halten, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: ― bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen, ― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, ― zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, ― zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen. Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Soweit der Erwerb über die Börse erfolgt, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Soweit der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots erfolgt, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Sie können zudem an Mitarbeiter und Geschäftsleitungsmitglieder der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen im Rahmen von Aktienoptions- bzw. Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ausgegeben werden. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER, SATZUNGSÄNDERUNGEN Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 waren vier Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 6, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen. CHANGE-OF-CONTROL Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 470 Mio. EUR und einen weiteren Konsortialkreditvertrag in Höhe von 53 Mio. EUR abgeschlossen, die für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieser Konsortialverträge einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden. Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 148,5 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen. Die BAUER AG hat keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB Der Vorstand der BAUER AG hat mit Wirkung zum 26. März 2020 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB abgegeben und diese auf der Internetseite unter https://www.bauer.de/bauer group/investor relations/corporate governance/ öffentlich zugänglich gemacht. Sie beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von dessen Ausschüssen, die Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands, Informationen über die Einhaltung der Mindestanteile von Frauen und Männern im Aufsichtsrat sowie Angaben zum Diversitätskonzept. NICHTFINANZIELLER KONZERNBERICHT 2019 Die BAUER AG hat zeitgleich mit dem Geschäftsbericht einen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB auf der Internetseite unter https://www.bauer.de/ bauer group/investor relations/publications/annual report/ veröffentlicht. Darin wird über die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als nichtfinanzielle Aspekte berichtet. Schrobenhausen, den 3. April 2020 BAUER Aktiengesellschaft Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott Nichtfinanzieller Konzernbericht 2019 GESCHÄFTSMODELL Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Darüber hinaus werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau und Sanierungstechnik, ausgeführt. Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA. Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Zu den Kompetenzen zählen Wasseraufbereitung, Umweltsanierung und Abfallmanagement, Bohrdienstleistungen sowie Brunnenbau. Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, strategischer Einkauf, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM Die Nachhaltigkeit in der BAUER Gruppe unterliegt, wie auch die weiteren zentralen Strategien, Ziele und Regelungen, den Grundprinzipien der Unternehmensführung und des Steuerungssystems im Konzern. Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptunternehmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden. Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig. Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien, Regelungen und Strategien, die vom Vorstand des Konzerns und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Mit der strategischen Führung durch den Vorstand wird das Ziel verfolgt, den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe zu sichern und die Synergien zwischen den Segmenten optimal zu nutzen. NACHHALTIGKEITSPOLITIK DER BAUER GRUPPE Als eine der weltweit führenden Unternehmensgruppen für Dienstleistungen, Maschinen und Produkte für Boden und Grundwasser, messen wir unsere Firmenpolitik im Wesentlichen an vier Zielen: ― Optimale Wirtschaftlichkeit (Rentabilität) ― Vertrauen unserer Kunden (Qualität) ― Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter (Sicherheit) ― Umweltfreundlichkeit unseres Tuns und unserer Produkte (Umweltschutz) Die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung der BAUER Gruppe und auf die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz liegt beim Vorstand des Konzerns und den Geschäftsführern der Holdinggesellschaften der jeweiligen Segmente Bau, Maschinen und Resources. Unser Unternehmen fühlt sich allen Aspekten der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dazu gehören die Themen der Erhaltung einer gesunden Unternehmung, die Gewinne erzielt und ihre Grundlagen auf einem Niveau erhält, das auch in der Zukunft ein erfolgreiches Wirtschaften ermöglicht. Die vielen Aspekte der Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensumwelt sind in gleichem Maße zu beachten. Die Unternehmensleitlinien sollen unseren Mitarbeitern die Grundlagen und Ziele unseres Handelns näherbringen. Im Mittelpunkt steht die Philosophie unsere Kunden und Partner durch unsere Kompetenz und unsere Leistung in höchstem Maße zufriedenzustellen. Ebenso wichtig ist es uns eine gesunde Organisation zu erhalten und damit unseren Mitarbeitern einen guten Arbeitsplatz zu bieten. Die BAUER Führungsgrundsätze sollen unseren Mitarbeitern eine Hilfestellung für die tägliche Zusammenarbeit geben. Zentrale Aspekte der Führung sind neben dem richtigen Führungsverhalten, den Mitarbeitern geeignete Ziele zu setzen und die Zusammenarbeit untereinander zu fördern. Durch die Einhaltung der Führungsgrundsätze wollen wir eine positive Einstellung und Stolz bei den Mitarbeitern und damit Freude an der Aufgabe entwickeln. Das führt am Ende auch zum Erfolg des Unternehmens. STAKEHOLDER Ein Unternehmen hat es durch seine Tätigkeit mit den verschiedensten Anspruchsgruppen zu tun. Zu diesen zählen wir zum einen Kunden und Partner, Anteilseigner, Mitarbeiter und Lieferanten, aber auch Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie die Region und Gesellschaft, in der wir agieren. Unser Ziel ist es, die Interessen all unserer Stakeholder angemessen zu berücksichtigen. BAUERS TRIPLE A Die wichtigsten Handlungsschwerpunkte innerhalb der BAUER Gruppe werden in drei grundlegenden Aspekten festgehalten, die unter dem Namen "BAUER's Triple A" vereint sind. Die BAUER Gruppe ist stets und in hohem Maße um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter bemüht. Leitlinien, Sicherheitsregeln und Schulungen helfen, die Arbeitssicherheit auf den Baustellen und in den Produktionsstätten zu verbessern. Dazu wurde ein Managementsystem etabliert, das für alle Unternehmen der BAUER Gruppe gilt. Jeder Teilkonzern, jeder einzelne Geschäftsführer und der Vorstand stehen für die Umsetzung von Health, Safety, Environment (HSE) ein. Eine genauso hohe Bedeutung nehmen die Themen Culture, Qualität und Ethik ein. Wir haben "Culture" zum Fokusthema für die Zukunft gemacht und wollen damit zeigen, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus steht das Unternehmen weltweit im Wettbewerb, daher ist es besonders wichtig, sich von der Konkurrenz durch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen abzusetzen. Bei unseren Geschäften orientieren wir uns außerdem an nationalen sowie internationalen Werten und Grundsätzen und sind davon überzeugt, dass ein anständiges und korrektes Verhalten die beste Voraussetzung für Erfolg ist. Schließlich ist auch die ökonomische Leistung - die Performance - ein herausragender Aspekt der Firmenpolitik. Ein gleichmäßiges Wachstum mit angemessenem Gewinn ist für die verschiedensten Interessensgruppen von hoher Wichtigkeit. Daher bemühen wir uns permanent darum, dass in unseren Handlungen das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis optimal ist. Es gilt die Leistung zu erhöhen, indem wir Prozesse optimieren, dadurch effektiver arbeiten und die Produktivität steigern. BEDEUTUNG DER NICHTFINANZIELLEN ASPEKTE UND ERLÄUTERNDE ANGABEN Im Folgenden wird über die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als nichtfinanzielle Aspekte berichtet. Wie beschrieben ist die Rahmenleitlinie der BAUER Gruppe die Grundlage für die zentralen Strategien, Ziele und Regelungen im Konzern. Hierin werden auch für die genannten Aspekte entsprechende Definitionen und Konzepte festgelegt, die für alle Tochterfirmen gelten, und die Grundlage für folgende Erläuterungen sind. Unabhängig davon sind die aufgeführten nichtfinanziellen Aspekte weder für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens noch für das Verständnis der Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die einzelnen nichtfinanziellen Belange erforderlich. Die Konzepte, Prozesse und die betrachteten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben auch für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung. Zudem sind den Aspekten keine wesentlichen Risiken zuzuordnen, die sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Aspekte selbst bzw. auf das Unternehmen haben können. Somit erfolgt auch kein Hinweis auf im Jahresabschluss ausgewiesene Beträge, da dies für das Verständnis nicht erforderlich ist. Für die nichtfinanzielle Erklärung in diesem Lagebericht wurde kein Rahmenwerk verwendet, da sich der separat veröffentlichte, aber unabhängig von der nichtfinanziellen Konzernerklärung stehende Nachhaltigkeitsbericht am Rahmenwerk der GRI orientiert und es somit als ausreichend erachtet wird, wenn die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung lediglich die Mindestanforderungen des Handelsgesetzbuches zur nichtfinanziellen Konzernerklärung erfüllt. ARBEITNEHMERBELANGE Unsere Mitarbeiter sind die Basis für den Unternehmenserfolg. Die Personalentwicklung hat deshalb in der BAUER Gruppe einen hohen Stellenwert. Wir wissen, dass nur gesunde, selbstständige, gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter eine qualitativ hochwertige Leistung ermöglichen. Wir verlangen von unseren Mitarbeitern großen persönlichen Einsatz. Dafür sorgen wir für sichere und gut gestaltete Arbeitsplätze und legen ganz besonderen Wert auf die körperliche und gesundheitliche Unversehrtheit eines jeden Mitarbeiters. Daher ist die Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter eines der vier Ziele der Firmenpolitik. Mitarbeiterentwicklung Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten 2019 weltweit im Jahresdurchschnitt 11.684 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 11.643). Aus- und Weiterbildung Ob im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich - unsere Azubis erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, die praxisnah und zukunftsorientiert ist. Jahr für Jahr bilden wir zahlreiche junge Menschen in rund 20 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Im Jahr 2019 waren es 257 (Vorjahr: 246). Und weil wir wissen, dass unsere Mitarbeiter unser größtes Potenzial sind, wird Weiterbildung bei uns bereits während der Ausbildung großgeschrieben. Die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, denn vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden auch die Produktionsprozesse in unserem Unternehmen immer komplexer und die Anforderungen an die Funktionalität unserer Maschinen immer höher. Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2019 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 1.087 (Vorjahr: 968) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht. Vielfalt Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2019 waren Mitarbeiter aus 82 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für das Erreichen unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2019 bei etwa 10 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist. Health Safety Environment (HSE) Die BAUER Gruppe hat HSE als zentrale Elemente ihrer Arbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette fest verankert. Bereits im Jahr 2011 wurde durch die Einführung weltweit gültiger Standards für alle Unternehmen der BAUER Gruppe ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung der Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen. Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Unser Ziel ist es ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sie nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützt, sondern auch ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärkt. In Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern und dem Vorstand werden Standards und Leitlinien für Arbeitssicherheit in der BAUER Gruppe festgelegt. Um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu stärken, werden außerdem regelmäßige HSE-Schulungen durchgeführt. Ein Programm zur Durchführung von unternehmensinternen Arbeitssicherheitsaudits, das von der HSE-Abteilung entwickelt wurde, hilft auch den Tochterunternehmen der BAUER Gruppe, ihre HSE-Politik auf den Konzernstandard auszubauen. In Deutschland wird jährlich ein Sicherheitswettbewerb zwischen den Unternehmen veranstaltet, bei dem durch wertvolle Sachpreise ein zusätzlicher Ansporn gegeben wird, dass Mitarbeiter sich mit dem Thema auseinandersetzen. Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Sicherheitsstandards. Über Zertifizierungen, wie OHRIS, OHSAS 18001, AMS-Bau sowie SCC, stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt. SOZIALBELANGE Wir wollen mit der BAUER Gruppe ein "guter Bürger" in den Orten und Regionen unserer Tätigkeit sein. Dabei hat unser Engagement für die Gemeinschaft auch positive Rückwirkung auf das Unternehmen. Wir verstehen uns als aktives Mitglied der Gesellschaft und sind uns dessen bewusst, dass wir neben unseren ökonomischen Aufgaben auch eine soziale Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft haben. Wir engagieren uns in unserer Region und in unseren Branchen. Wir sind dazu auch in zahlreichen regionalen und branchenrelevanten Vereinen und Verbänden aktiv. Bei ihren Entscheidungen müssen Unternehmen immer die Auswirkungen ihres Handelns auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft berücksichtigen. Wir sind davon überzeugt, dass wir unser Unternehmen nur dauerhaft erfolgreich führen können, wenn wir unser unternehmerisches Handeln mit den Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen in Einklang bringen. Dieser Verantwortung können wir nur gerecht werden, wenn wir die Anforderungen unserer Stakeholder verstehen und wissen, was sie bewegt. Deshalb setzen wir auf einen offenen und vertrauensvollen Dialog mit unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern, Anteilseignern und Lieferanten, dem gesellschaftlichen Umfeld sowie mit Forschung und Wissenschaft, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu finden. UMWELTBELANGE Wir üben durch unsere Tätigkeit unvermeidlich einen Einfluss auf die Umwelt aus, im Bereich der Luft, des Bodens und des Wassers, im Hinblick auf Lärm und Erschütterung oder im Verbrauch von Rohstoffen und Primärenergie. Bei unserer Arbeit sind wir bestrebt, die Umwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und alle Maßnahmen nach den modernsten Gesichtspunkten auszurichten. Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen sehen wir dabei als Mindeststandard an. Darüber hinaus wollen wir besonders durch vorbeugende Maßnahmen unser Umweltschutzniveau stetig verbessern. Als weltweit agierendes Unternehmen begegnen wir den Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes rund um den Globus. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, Lärm zu vermeiden, Wasser einzusparen und Energie effizienter zu nutzen. Die Umweltpolitik ist dabei Bestandteil des konzernweit gültigen HSE-Managements. ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE Grundlage unseres Unternehmenserfolges sind Menschen - unsere Mitarbeiter ebenso wie unsere Kunden und Partner. Deshalb gehört es zu unserer Grundauffassung von sozialer Verantwortung, die Menschenrechte zu respektieren und zu schützen. Kinder- und Zwangsarbeit werden in der BAUER Gruppe nicht toleriert. Eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte besteht darin, bei den regelmäßigen Besuchen unsere Mitarbeiter vor Ort für diese Themen zu sensibilisieren. Es entspricht unserem Werteverständnis, dass Diskriminierung, insbesondere aufgrund von Geschlecht, Religion, Alter, Herkunft oder sexueller Orientierung, keinen Platz in unserem Unternehmen hat. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Subunternehmern, dass sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen achten und nicht in Menschenrechtsverletzungen involviert werden. COMPLIANCE In allen Ländern, in denen wir mit unseren Produkten und Leistungen am Markt tätig sind, sind unsere jeweiligen Unternehmen verpflichtet, sich und ihren Mitarbeitern ethische Maßstäbe aufzuerlegen, die den Anforderungen in diesen Ländern genügen. Insbesondere werden aktiv korruptes Verhalten und passive Bestechlichkeit weltweit nicht toleriert. Wir glauben nicht daran, dass "der Unanständige am Schluss siegt", wir sind vielmehr davon überzeugt, dass anständiges und korrektes Verhalten auf Dauer die beste Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg sind. Diese grundsätzliche Überzeugung ergänzen wir durch die Definition unserer Werte. Compliance bedeutet gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Jeder Mitarbeiter der BAUER Gruppe hat die Pflicht, bei seinem beruflichen Handeln die gesetzlichen, behördlich oder gerichtlich angeordneten und unternehmensintern geltenden Regeln einzuhalten. Das Compliance Management System wird in der BAUER Gruppe als Ethikmanagementsystem bezeichnet und wurde durch den Vorstand in der Rahmenleitlinie im Unternehmenshandbuch für die BAUER Gruppe implementiert. Hiernach sind in den Tochterfirmen angemessene Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der für die Unternehmensgruppe geltenden Regeln zu gewährleisten. Durch die Geschäftsführungen der Konzernunternehmen ist zudem bei den Mitarbeitern das Bewusstsein zu schärfen, dass Verstöße gegen geltendes Recht und ethische Grundsätze für das einzelne Unternehmen und den Konzern weitreichende Auswirkungen haben können. Für die BAUER Gruppe wurde ein Werteprogramm und Ethikmanagementsystem entwickelt und verbindlich eingeführt. Die Anweisung im Unternehmenshandbuch zum Werteprogramm und Ethikmanagement erhalten die Mitarbeiter bei der Einstellung. Grundlage des Ethikmanagementsystems ist ein auch auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichter Verhaltenskodex der BAUER Gruppe. Als besonders wichtige Grundwerte werden darin Selbstverantwortung, Zuverlässigkeit und korrektes Verhalten herausgestellt und die Verhaltensgrundsätze zu Einzelthemen nach ausgewählten Risikofeldern festgelegt. Besondere Aufmerksamkeit wird im Rahmen des Ethikmanagementsystems auf regelgerechtes Verhalten durch die Geschäftsführungen und Mitarbeiter in den Bereichen Anti-Korruption und Kartellrecht gelegt. Das Ethikmanagementsystem umfasst jedoch als Schwerpunktthemen auch die Sicherstellung der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Geschäftsethik im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden, die Produktsicherheit, Gefahren für die Gesundheit von Menschen und für die Umwelt aus unseren Leistungen, Exportbeschränkungen, Steuer- und Sozialabgabepflichten, Rechnungslegung, Datenschutz und Anti-Diskriminierung. Zur Implementierung des Ethikmanagementsystems sind in den Organisationseinheiten, soweit erforderlich, Ethik-Beauftragte zu bestellen und die Inhalte des Ethikmanagementsystems sind aktiv durch die Geschäftsleitungen und das Management zu kommunizieren. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung werden im Rahmen einer Risikobetrachtung die Maßnahmen im Ethikmanagement durch den Ethik-Beauftragten analysiert. Soweit sinnvoll werden die Einzelthemen des Ethikmanagementsystems durch spezielle Unternehmensbeauftragte sowie durch Spezialabteilungen bearbeitet, die die Einhaltung geltender Regeln und Verhaltensanforderungen organisieren. Die wesentlichen für die Unternehmen der BAUER Gruppe geltenden Regeln werden im Unternehmenshandbuch niedergelegt. Im Bereich der Anti-Korruption wird zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip als wesentliches Instrument für die relevanten Funktionen im Unternehmen festgeschrieben. Über die Tochterfirma BAUER Training Center GmbH werden Schulungen und Trainings für die Unternehmensgruppe organisiert. Für die Schwerpunktthemen Anti-Korruption und Kartellrecht sowie für den Bereich des Schutzes personenbezogener Daten werden insbesondere spezielle Präsenzschulungen durchgeführt und für baunahe Firmen wird das vom EMB-Wertemanagement Bau e.V. entwickelte Compliance E-Learning Programm allen relevanten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Ethikmanagementsystems wird durch interne Prüfungen seitens der Internen Revision sowie in den baunahen Firmen in Deutschland zusätzlich bei den Mitgliedsfirmen des EMB-Wertemanagement Bau e.V durch externe Audits überprüft und aus Prüfungsfeststellungen heraus gegebenenfalls Systemverbesserungen veranlasst. Zudem wirken die bestellten Ethikmanagement-Beauftragten auf Verbesserungen des Ethikmanagementsystems hin. Zur Aufdeckung von Verstößen wurde zudem ein Hinweisgebersystem im Unternehmenshandbuch implementiert und die Kontaktdaten hieraus zur Internen Revision sowie zum externen Ombudsmann sind auf der Internetseite der BAUER Aktiengesellschaft www.bauer.de unter der Rubrik ,BAUER Gruppe' - ,Ethikmanagement' - ,Ombudsmann' veröffentlicht. Das Hinweisgebersystem räumt sowohl den Beschäftigten als auch Dritten - insbesondere Kunden und Lieferanten - die Möglichkeit ein, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Schrobenhausen, den 3. April 2020 BAUER Aktiengesellschaft Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG scroll in Tausend EUR Anhang 12M/2018 12M/2019 Umsatzerlöse (7) 1.589.091 1.470.922 Bestandsveränderungen 1.552 32.378 Andere aktivierte Eigenleistungen (8) 8.825 9.523 Sonstige Erträge (9) 17.468 24.868 Konsolidierte Leistung 1.616.936 1.537.691 Materialaufwand (10) -821.496 -783.126 Personalaufwand (11) -392.384 -418.805 Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -204.440 -212.713 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 198.616 123.047 Abschreibungen a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen (13) -80.967 -84.760 b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte (14) -17.590 -15.806 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 100.059 22.481 Finanzerträge (15) 38.204 33.742 Finanzaufwendungen (16) -76.992 -78.766 Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen (17) 4.594 11.225 Ergebnis vor Steuern (EBT) 65.865 -11.318 Ertragsteueraufwand (18) -41.778 -25.232 Ergebnis nach Steuern 24.087 -36.550 davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 22.577 -37.146 davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 1.510 596 scroll in EUR 12M/2018 12M/2019 Unverwässertes Ergebnis je Aktie (19) 1,32 -2,17 Verwässertes Ergebnis je Aktie (19) 1,32 -2,17 Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000 Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000 GESAMTERGEBNISRECHNUNG scroll in Tausend EUR 12M/2018 12M/2019 Ergebnis nach Steuern 24.087 -36.550 Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses -6.301 -21.963 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung 1.686 6.130 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen -1.663 422 Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) -1.479 -3.568 In den Gewinn und Verlust übernommen 2.608 3.468 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) -494 -1.889 In den Gewinn und Verlust übernommen 293 2.026 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente -261 -10 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 986 9.087 Sonstiges Ergebnis nach Steuern -4.625 -6.297 Gesamtergebnis 19.462 -42.847 davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen 18.394 -45.714 davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 1.068 2.867 Konzern-Kapitalflussrechnung scroll in Tausend EUR 12M/2018 12M/2019 Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: Ergebnis vor Steuern (EBT) 65.865 -11.318 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 80.967 84.760 Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.392 0 Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 17.590 15.806 Finanzerträge -38.204 -33.742 Finanzaufwendungen 74.600 78.766 Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen 25.412 16.353 Erhaltene Dividenden 2.698 1.859 Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 2.089 -1.551 Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen 4.594 11.225 Veränderung der Rückstellungen -3.051 -2.455 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -32.662 53.886 Veränderung der Vertragsvermögenswerte 8.125 40.567 Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens 4.783 -4.872 Veränderung der Vorräte -35.778 -72.206 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -10.349 6.892 Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten 1.411 23.402 Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten 2.561 5.291 Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 173.043 212.663 Gezahlte Ertragsteuern -25.599 -43.781 Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 147.444 168.882 Cashflows aus Investitionstätigkeit: Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -94.540 -101.765 Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 37.296 26.858 Erwerb von Finanzanlagen (Beteiligungen) 0 0 Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -356 -306 Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -57.600 -75.213 Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 318.841 309.881 Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -341.089 -373.730 Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -19.083 -22.047 Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 Gezahlte Dividenden -2.526 -2.972 Gezahlte Zinsen -39.411 -34.519 Erhaltene Zinsen 8.180 3.048 Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -75.088 -120.339 Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 14.756 -26.670 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 565 1.658 Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt 15.321 -25.012 Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 47.266 62.587 Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 62.587 37.575 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.321 -25.012 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 Aktiva scroll in Tausend EUR Anhang 31.12.2018 31.12.2019 Immaterielle Vermögenswerte (20) 18.077 16.946 Sachanlagen (20) 411.571 460.470 At-Equity bewertete Anteile (20) 113.019 118.185 Beteiligungen (20) 8.350 8.806 Aktive latente Steuern (21) 49.189 67.273 Sonstige langfristige Vermögenswerte (22) 7.637 7.175 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (23) 13.198 13.923 Langfristige Vermögenswerte 621.041 692.778 Vorräte (24) 365.865 405.401 Mietmaschinen (24) 60.488 61.838 Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte (24) -16.098 -8.921 410.255 458.318 Vertragsvermögenswerte (25) 145.005 108.122 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 334.978 271.300 Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (25) 7.846 1.912 Geleistete Anzahlungen (25) 3.163 5.904 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (25) 35.748 35.844 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (25) 8.371 11.526 Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 3.290 5.270 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (26) 62.587 37.575 Kurzfristige Vermögenswerte 1.011.243 935.771 1.632.284 1.628.549 PASSIVA in Tausend EUR Anhang 31.12.2018 31.12.2019 Gezeichnetes Kapital 73.001 73.001 Kapitalrücklage 38.404 38.404 Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 316.907 270.399 Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 428.312 381.804 Minderheitsgesellschafter 3.504 5.112 Eigenkapital (27) 431.816 386.916 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28) 308.472 73.743 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (28) 20.739 37.892 Pensionsrückstellungen (29) 134.389 158.641 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (28) 5.335 6.028 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten (28) 9.093 23.665 Passive latente Steuern (21) 23.396 27.149 Langfristige Schulden 501.424 327.118 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (30) 256.743 431.645 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (30) 10.057 20.745 Vertragsverbindlichkeiten (30) 52.426 76.829 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30) 224.502 240.280 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (30) 860 1.699 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (30) 80.063 83.510 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (30) 19.304 13.563 Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 31.687 19.566 Rückstellungen (31) 20.501 23.677 Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen (29) 2.901 3.001 Kurzfristige Schulden 699.044 914.515 1.632.284 1.628.549 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2019 scroll in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Stand am 01.01.2018 73.001 38.404 319.812 -14.721 Änderung von Rechnungslegungsmethoden 0 0 -4.102 0 Stand am 01.01.2018 (angepasst) 73.001 38.404 315.710 -14.721 Ergebnis nach Steuern 0 0 22.577 0 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 1.436 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -6.308 0 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 0 0 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 1.685 0 Gesamtergebnis 0 0 17.954 1.436 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 250 0 Dividendenzahlungen 0 0 -1.713 0 Übrige Veränderungen 0 0 0 0 Stand am 31.12.2018 73.001 38.404 332.201 -13.285 Stand am 01.01.2019 73.001 38.404 332.201 -13.285 Ergebnis nach Steuern 0 0 -37.146 0 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 6.814 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -21.960 0 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 0 0 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 6.129 0 Gesamtergebnis 0 0 -52.977 6.814 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 919 0 Dividendenzahlungen 0 0 -1.713 0 Übrige Veränderungen 0 0 0 0 Stand am 31.12.2019 73.001 38.404 278.430 -6.471 scroll in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Derivative Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) Derivative Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) Stand am 01.01.2018 -1.013 0 Änderung von Rechnungslegungsmethoden 0 0 Stand am 01.01.2018 (angepasst) -1.013 0 Ergebnis nach Steuern 0 0 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 1.129 -201 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern -317 56 Gesamtergebnis 812 -145 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 Dividendenzahlungen 0 0 Übrige Veränderungen 0 0 Stand am 31.12.2018 -201 -145 Stand am 01.01.2019 -201 -145 Ergebnis nach Steuern 0 0 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente -100 137 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 28 -38 Gesamtergebnis -72 99 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 Dividendenzahlungen 0 0 Übrige Veränderungen 0 0 Stand am 31.12.2019 -273 -46 scroll in Tausend EUR Eigenkapitalinstrumente Minderheitsgesellschafter Gesamt Stand am 01.01.2018 0 3.249 418.732 Änderung von Rechnungslegungsmethoden 0 0 -4.102 Stand am 01.01.2018 (angepasst) 0 3.249 414.630 Ergebnis nach Steuern 0 1.510 24.087 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 -450 986 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 7 -6.301 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen -1.663 0 -1.663 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 928 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 1 1.425 Gesamtergebnis -1.663 1.068 19.462 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 250 Dividendenzahlungen 0 -813 -2.526 Übrige Veränderungen 0 0 0 Stand am 31.12.2018 -1.663 3.504 431.816 Stand am 01.01.2019 -1.663 3.504 431.816 Ergebnis nach Steuern 0 596 -36.550 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 2.273 9.087 Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 -3 -21.963 Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 422 0 422 Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 37 Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 1 6.120 Gesamtergebnis 422 2.867 -42.847 Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 919 Dividendenzahlungen 0 -1.259 -2.972 Übrige Veränderungen 0 0 0 Stand am 31.12.2019 -1.241 5.112 386.916 Sonstige Angaben zur Eigenkapitalentwicklung können Abschnitt 27 entnommen werden. Konzernanhang ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. 1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden und umfasst jeweils den Zeitraum vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres. 2. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konsolidierungskreis werden neben der obersten Muttergesellschaft BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows der BAUER Gruppe sowohl einzeln und als auch gesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert und fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 9. Sie werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung gegebenenfalls vorzunehmender Wertminderungen und Wertaufholungen im Konzernabschluss bilanziert. In den Konzernabschluss 2019 wurden 114 Unternehmen (Vorjahr: 113) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 3 (Vorjahr: 5) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2019 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 2 (Vorjahr: 2) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt. Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN): scroll Hauptgeschäft Sitz Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile 31.12. 2018 31.12. 2019 31.12. 2018 31.12. 2019 Segment Bau Spezialtiefbau Weltweit 39 39 3 3 Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 25 28 4 4 Segment Resources Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze Weltweit 24 22 4 4 Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 4 4 0 0 Gesamt 92 93 11 11 scroll Hauptgeschäft Sitz Anzahl der assoziierten Unternehmen Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen 31.12. 2018 31.12. 2019 31.12. 2018 31.12. 2019 Segment Bau Spezialtiefbau Weltweit 1 1 1 1 Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 3 3 2 2 Segment Resources Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze Weltweit 1 1 2 2 Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 0 0 0 0 Gesamt 5 5 5 5 scroll Hauptgeschäft Sitz Gesamt 31.12. 2018 31.12. 2019 Segment Bau Spezialtiefbau Weltweit 44 44 Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 34 37 Segment Resources Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze Weltweit 31 29 Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 4 4 Gesamt 113 114 Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 2019 5 Gesellschaften (Vorjahr: 5) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert. Die BAUER Gruppe hält vereinzelt mehr als 50 Prozent an Unternehmen, die als Gemeinschaftsunternehmen oder assoziiertes Unternehmen berücksichtigt werden. Diese Bewertung ist durch gesellschaftsindividuelle Vertragsgestaltung begründet, die eine Beherrschung aus Sicht der BAUER Gruppe ausschließt. Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die BAUER Corporate Services Private Limited, die BAUER Equipment India Private Limited sowie die BAUER Specialized Foundation Contractor India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März. Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB Für folgende Gesellschaften wird von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: BAUER Maschinen GmbH PRAKLA Bohrtechnik GmbH KLEMM Bohrtechnik GmbH EURODRILL GmbH RTG Rammtechnik GmbH GWE pumpenboese GmbH BAUER Resources GmbH ESAU & HUEBER GmbH ESAU & HUEBER Verwaltungs GmbH SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH Anwendung von § 291 Abs. 1 HGB Die BAUER Maschinen GmbH sowie die BAUER Spezialtiefbau GmbH, BAUER Resources GmbH und PRAKLA Bohrtechnik GmbH haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet. Veränderungen bei Tochterunternehmen Segment Bau Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich keine Veränderungen im Segment Bau. Segment Maschinen Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurden die P.T. BAUER Equipment Indonesia sowie die BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd. und im vierten Quartal die BAUER Machines SAS erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Darüber hinaus ergaben sich keine Veränderungen im Segment Maschinen. Der Kauf der ESAU & HUEBER GmbH von der BAUER Resources GmbH hätte auf die Vorjahreszahlen der Konzernsegmentberichterstattung diverse Auswirkungen. Im Wesentlichen würden sich im Segment Maschinen die Umsatzerlöse mit Dritten um TEUR 8.745, die Abschreibungen auf das Anlagevermögen um TEUR 430, das Segmentvermögen um TEUR 1.010 und die Segmentschulden um TEUR 5.875 erhöhen. Das Ergebnis nach Steuern wäre um TEUR -4.366 verändert. Die Umsatzerlöse mit Dritten stellen im Wesentlichen zeitraumbezogene Umsatzerlöse dar. Konsolidierungseffekte wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht berücksichtigt. Im Segment Resources treten entsprechend die gegenläufigen Effekte auf. Segment Resources Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurden 100 % der Anteile an der ESAU & HUEBER GmbH an die BAUER Maschinen GmbH verkauft und die ESAU & HUEBER GmbH gleichzeitig in die ESAU & HUEBER Verwaltungs GmbH umfirmiert. Der Verkauf stellt gleichzeitig einen Wechsel vom Segment Resources in das Segment Maschinen dar. Darüber hinaus wurden die BAUER MEXICO S.A. DE C.V. und die BAUER Ambiente S.r.l. wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultierten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf Angaben gemäß IFRS 10 und IAS 7 wurde daher verzichtet. Segment Sonstiges Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich keine Änderungen im Segment Sonstiges. Effekte aus Erst- und Entkonsolidierungen werden in den folgenden Erläuterungen unter den Veränderungen im Konsolidierungskreis subsummiert. 3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. 4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen (versicherungsmathematische Annahmen) und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Außerdem sind Annahmen und Schätzungen für erwartete Kreditverluste in Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten, dem Ausmaß der Beherrschung an einem Tochterunternehmen sowie für Leasingtransaktionen (Laufzeiten, Zinssätze, Leasingzahlungen) zu treffen. Die tatsächlichen Werte können dabei von den Schätzungen abweichen. 5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden: IFRS 16 "Leasingverhältnisse" IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Während der Leasinglaufzeit ist das Nutzungsrecht abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode und unter Berücksichtigung der Leasingzahlungen fortzuschreiben. Die BAUER Gruppe wendet bei der Umsetzung von IFRS 16 die modifizierte retrospektive Methode zum 1. Januar 2019 an. Demnach werden die Umgliederungen und Anpassungen aus den Neuregelungen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 erfasst. Eine Anpassung der Vergleichsangaben des Vorjahres wird nicht vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die BAUER Gruppe erfasst Leasingverbindlichkeiten für zuvor unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnis klassifizierte Leasingverhältnisse. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen: ― Feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen, abzgl. etwaiger zu erhaltener Leasinganreize ― Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zinssatz zum Bereitstellungsdatum ― Erwartete Zahlungen des Konzerns aus der Inanspruchnahme von Restwertgarantien ― Der Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung durch die BAUER Gruppe hinreichend sicher ist ― Strafzahlungen im Zusammenhang mit der Kündigung eines Leasingverhältnisses sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass die BAUER Gruppe die betreffende Kündigungsoption wahrnehmen wird ― In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Es wurde die Erleichterungsvorschrift eines Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge angewendet. Die Abzinsung erfolgte mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 4,53 %. Falls jedoch ein implizierter Zinssatz bestimmbar ist, werden die Leasingzahlungen mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst. Die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Nutzungsreche werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen: ― der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit ― sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaiger erhaltener Leasinganreize ― alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und ― geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen. In der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht abzüglich der kumulierten Abschreibungen und falls relevant, unter Berücksichtigung von Wertminderungen erfasst, berichtigt um jede, in Paragraph 16.36 (c) aufgeführte Neubewertung der Leasingverbindlichkeit. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 bestanden keine belastenden Leasingverhältnisse, so dass eine diesbezügliche Wertberichtigung der Nutzungsrechte nicht erforderlich war. Die in der Bilanz angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen ausgewiesen, in denen die dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Vermögenswerte ausgewiesen worden wären, wenn sie im Eigentum der BAUER Gruppe stehen würden. Die Nutzungsrechte werden daher zum Stichtag unter den langfristigen Vermögenswerten, im Wesentlichen in der Position Sachanlagen ausgewiesen. Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht der BAUER Gruppe hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts. Am Stichtag sind im Rahmen der Folgebewertungen zudem notwendige Anpassungen von Nutzungsrecht und Verbindlichkeit zu prüfen. Es werden Anpassungen notwendig, die aus der Neubeurteilung der getroffenen Annahmen ohne eine Änderung des Vertrags resultieren oder es kann auch zu Änderungen des Vertrags kommen. Die Neubeurteilung der getroffenen Annahmen betrifft Anpassungen von Zahlungserwartungen, den anzuwendenden Diskontierungszins, bezogen auf die Restlaufzeit, wenn die Veränderung auf einer Veränderung der Laufzeit oder der Beurteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit einer Kaufoption basiert, sowie die veränderte Erwartung bezüglich der Ausübung einer Verlängerungs- oder Beendigungsoption. Der ursprünglich angewendete Zins ist dagegen beizubehalten, wenn sich z. B. erwartete Zahlungen ändern. Die Leasingverbindlichkeit wird mit den geänderten Parametern neu berechnet und mit diesem Betrag in der Bilanz angesetzt. Der dabei anfallende Anpassungsbetrag der Leasingverbindlichkeit wird komplett gegen das Nutzungsrecht gebucht. Damit erfolgt grundsätzlich eine erfolgsneutrale, rein bilanzielle Erfassung. Die erfolgswirksame Berücksichtigung der Anpassung erfolgt erst in den Folgejahren durch verringerte bzw. erhöhte Abschreibungen auf den Nutzungswert. Für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse bestehen nach IFRS 16.60 Anwendungserleichterungen. Diese nimmt die BAUER Gruppe in Anspruch und setzt daher für solche Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit an. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert beinhalten z. B. IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel mit einem Objektneupreis von unter TEUR 5. Eine exakte Aufteilung zwischen kurzfristigen und geringwertigen Leasingverhältnissen ist jedoch nicht möglich. Zum Zeitpunkt der Erstanwendung wurden Leasingverträge, deren Leasinglaufzeit vor dem 1. Januar 2020 endet, unabhängig vom Startdatum des Leasingvertrages als kurzfristiges Leasingverhältnis klassifiziert. Darüber hinaus wurde zum Zeitpunkt der Erstanwendung für bestehende Verträge keine Neubeurteilung dahingehend vorgenommen, ob diese nach den Kriterien des IFRS 16 ein Leasingverhältnis enthalten oder nicht. Die gem. IAS 17 getroffene Einschätzung wurde somit beibehalten. Bestehende Verträge, die unter IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 nicht als Leasingverhältnis eingestuft waren, werden auch weiterhin nicht als Leasingverhältnis behandelt. Ebenfalls wurden die Erleichterungen für die Nichtberücksichtigung anfänglicher direkter Kosten bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung und die rückwirkende Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen bei Verträgen mit Verlängerungs- oder Kündigungsoption (use of hindsight) gewählt. Die BAUER Gruppe mietet verschiedene Büro und Lagergebäude sowie technische Anlagen und Fahrzeuge an. Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten. Die BAUER Gruppe nimmt - mit Ausnahme von Immobilien-Leasingverhältnissen - das Wahlrecht in Anspruch, Leasing- und Nichtleasingkomponenten zusammenzufassen und einheitlich in der Bilanz als Leasingverhältnisse zu erfassen. Darüber hinaus werden die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 16 nicht auf die Leasingverhältnisse angewendet, die immaterielle Vermögenswerte betreffen. Auf Leasingverhältnisse für immaterielle Vermögenswerte wird grundsätzlich unverändert IAS 38 angewendet. Die Sale-and-lease-back Transaktionen haben vorwiegend kurzfristigen Charakter und sind für die BAUER Gruppe im Jahr 2019 nicht wesentlich, ebenso wie Erträge aus Unterleasingverhältnissen. Die Leasinggeberbilanzierung entspricht im Wesentlichen den ehemaligen Vorschriften des IAS 17. Leasinggeber müssen auch weiterhin auf Grundlage der Verteilung der Chancen und Risiken aus dem Vermögenswert eine Klassifizierung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse vornehmen. Anpassungen der Bilanzierung im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermieteten Vermögenswerten, bei denen der Konzern als Leasinggeber fungiert, waren aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 nicht notwendig. Für zuvor als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestufte Leasingverhältnisse werden der unmittelbar vor der Erstanwendung des IFRS 16 bestehende Buchwert des geleasten Vermögenswertes nach IAS 17 sowie der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach IAS 17 als erstmaliger Buchwert des Nutzungsrechts und der Verbindlichkeit aus Leasingverträgen nach IFRS 16 angesetzt. Die Bewertungsprinzipien des IFRS 16 werden erst danach angewendet. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 ergeben sich hinsichtlich Nutzungsrechten und Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen folgende Effekte: scroll in Tausend EUR Zum 31. Dezember 2018 bestehende Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen * 28.566 Mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasinggebers zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 abgezinst 26.333 zzgl. Barwert bedingter Mietzahlungen 729 zzgl. rückwirkende Bestimmung der Laufzeit mit Verlängerungs- oder Kündigungsoption 1.052 abzgl. kurzfristige Leasingverhältnisse und Vermögenswerte mit geringem Wert, die linear als Aufwand erfasst werden 5.593 zzgl. zum 31.12.2018 bilanzierte Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30.796 Zum 1. Januar 2019 bilanzierte Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 53.317 * Die Differenz aus bestehenden Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen zu Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen 2018 ergibt sich aus der Neueinschätzung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten und beeinflussen die folgenden Bilanzpositionen wie folgt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 01.01.2019 31.12.2019 Grundstücke und Gebäude 0 13.692 17.888 Technische Anlagen und Maschinen 28.002 34.304 38.312 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.534 10.121 10.670 Summe 35.536 58.117 66.870 * Im Vorjahr wurden von der BAUER Gruppe nur Leasingvermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse erfasst, die unter IAS 17 als Finanzierungsleasingverhältnisse einzustufen waren. Die entsprechenden Vermögenswerte wurden unter den Sachanlagen und Verbindlichkeiten aus Finance-Lease Verträgen erfasst. Aktivierte Vorauszahlungen sowie abgegrenzte Schulden wurden mit den Nutzungsrechten verrechnet. Von den angesetzten Nutzungsrechten waren zum 31. Dezember 2018 bereits TEUR 35.536 im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen bilanziell erfasst. Dem gegenüber standen Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 30.796. Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten betragen zum 1. Januar 2019 TEUR 22.581. Die Überleitung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen zum 31. Dezember 2018 auf Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen gemäß IFRS 16 (inkl. Finance-Lease-Verträge zum 31. Dezember 2018) zum 1. Januar 2019 stellt sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 01.01.2019 31.12.2019 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 30.796 53.317 58.637 Im Eigenkapital ergaben sich keine Effekte aus der Erstanwendung. Leasingzahlungen für geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse sind nicht in den Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen der Eröffnungsbilanz enthalten. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse vollständig im EBITDA gezeigt wurden, werden nach IFRS 16 die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte sowie der Zinsaufwand dem Ergebnis nach Steuern zugerechnet. Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr für Grundstücke und Gebäude TEUR 3.444 (Vorjahr: 0), für Technische Anlagen und Maschinen TEUR 10.411 (Vorjahr: 7.359) sowie für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 3.377 (Vorjahr: 1.532). Die Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.032 (Vorjahr: 1.024). Es sind keine Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen, die nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gleichzeitig hat sich durch die geänderte Erfassung der Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen in der Kapitalflussrechnung zum Jahresabschluss 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 2.964 ergeben. Dem gegenüber steht eine Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in gleicher Höhe. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen TEUR 22.047. Auswirkungen auf Segmentangaben nach Geschäftsfeldern Die Segmentvermögenswerte und -verbindlichkeiten sind zum 31. Dezember 2019 infolge der Änderung der Rechnungslegungsmethode wie folgt angestiegen: scroll in Tausend EUR Segmentvermögenswerte Segmentverbindlichkeiten Bau 32.734 24.640 Maschinen 25.921 25.998 Resources 7.281 7.060 Sonstiges 934 939 Summe 66.870 58.637 IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung Die Interpretation erläutert, wie latente und laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen zu bilanzieren und zu bewerten sind, wenn Unsicherheiten über eine steuerliche Behandlung bestehen. Obwohl es keine neuen Angabepflichten gibt, werden die Unternehmen an die allgemeine Verpflichtung erinnert, Informationen über Beurteilungen und Schätzungen bei der Erstellung des Abschlusses zu geben. Änderungen an IFRS 9 "Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung" Die im Oktober 2017 vorgenommenen Änderungen an IFRS 9 ermöglichen es Unternehmen, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit negativer Ausgleichsleistung bei vorzeitiger Rückzahlung zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Diese Vermögenswerte, zu denen einige Kredit- und Schuldtitel gehören, wären ansonsten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Um für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten in Frage zu kommen, muss die negative Ausgleichsleistung ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrags darstellen und der finanzielle Vermögenswert dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordnet sein. Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015 - 2017 Die im Rahmen des Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen veröffentlichten "Jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015 - 2017" betreffen folgende Standards: ― IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" ― IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" ― IAS 12 "Ertragsteuern" ― IAS 23 "Fremdkapitalkosten" Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 15. März 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Änderungen an IAS 28 "Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" Die Änderungen stellen die Bilanzierung langfristiger Anteile (long-term investments), die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition (net investment) in ein nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen zuzuordnen sind, die jedoch nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, klar. Diese Anteile sind nach IFRS 9 zu bilanzieren und zu bewerten. Damit erfolgt die Ermittlung etwaiger Wertminderungen dieser Anteile nach den Regeln des IFRS 9. Es verbleibt jedoch bei der Regelung des IAS 28.8, derartige Anteile bei der Verlustzuordnung im Rahmen der Anwendung der Equity-Methode auf den Wert von Beteiligungen mit zu berücksichtigen. Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 11. Februar 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Änderungen an IAS 19 "Plananpassung, -kürzung oder -abgeltung Die Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" beinhalten Vorgaben zur Bilanzierung von Plananpassungen, -kürzungen und -abgeltungen. Hiernach müssen Unternehmen: ― aktualisierte versicherungsmathematische Annahmen und die Nettoschuld (bzw. Vermögenswert) zum Zeitpunkt des Eingriffs verwenden, um den laufenden Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den restlichen Zeitraum der Berichtsperiode nach einer Plananpassung, -kürzung oder -abgeltung zu bestimmen. ― etwaige Verminderungen einer Überdeckung als Teil des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands oder als Gewinn bzw. Verlust aus Abgeltungen erfolgswirksam erfassen, selbst wenn diese Überdeckung infolge des Effekts der Vermögensobergrenze zuvor nicht ausgewiesen wurde. ― die Auswirkungen von Veränderungen der Vermögensobergrenze im sonstigen Ergebnis erfassen. Die Verordnung zur Übernahme der Regelungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 14. März 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2019 teilweise noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2019 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind. Für alle anderen Standards wird von der BAUER AG kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet. scroll Standard/Interpretation/Änderungen Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr Endorsement erfolgt Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden..." 2020 Ja Überarbeitetes Rahmenkonzept der IFRS 2020 Ja Änderungen an IFRS 10 und IAS 18 n/a Nein Änderungen an IFRS 3, Definition eines Geschäftsbetriebs 2020 Nein IFRS 17, Versicherungsverträge 2021 Nein Mit Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 (Interest Rate Benchmark Reform) ist vorgesehen, dass Auswirkungen aus der IBOR-Reform auf den IFRS-Abschluss abgemildert werden. Im Rahmen der Änderungen sollen designierte Hedge Accounting Transaktionen, die zu Beginn der Berichtsperiode bestanden oder danach designiert wurden, auch mit Wegfall von bestehenden Referenzzinssätzen weiterhin als effektiv gelten. Die BAUER Gruppe nimmt die Erleichterung bereits im Berichtsjahr 2019 in Anspruch. Bezüglich weiterführender Erläuterungen verweisen wir auf den Abschnitt "Zinsrisiko". 5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Fremdwährungsumrechnungen Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und bis zum Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes kumuliert im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle: scroll 1 EUR entspricht Jahresdurchschnittswert Stichtagswert 2018 2019 2018 2019 Ägypten EGP 21,03629 18,82985 20,47700 18,01000 Argentinien ARS 32,98672 53,92740 43,04640 67,19490 Australien AUD 1,57967 1,61091 1,62200 1,59950 Bulgarien BGL 1,95559 1,95580 1,95589 1,95580 Chile CLP 757,05286 787,10502 793,45000 843,91000 China CNY 7,80807 7,73588 7,87510 7,82050 Georgien GEL 2,98987 3,15553 3,06920 3,21120 Ghana GHS 5,51905 5,99909 5,52580 6,29880 Großbritannien GBP 0,88470 0,87783 0,89453 0,85080 Hongkong HKD 9,25593 8,77145 8,96750 8,74730 Indien INR 80,73323 78,83808 79,72980 80,18700 Indonesien IDR 16.803,22235 15.834,37327 16.50000 15.595,60000 Japan JPY 130,39588 122,00221 125,85000 121,94000 Jordanien JOD 0,83788 0,79363 0,81130 0,79610 Kanada CAD 1,52936 1,48538 1,56050 1,45980 Katar QAR 4,19155 4,07674 4,16980 4,08800 Libanon LBP 1.787,07882 1.691,61294 1.727,20000 1.697,90000 Malaysia MYR 4,76336 4,63738 4,73170 4,59530 Marokko MAD 11,08154 10,76664 10,94000 10,73960 Mexiko MXP 22,70542 21,22020 22,49210 21,55699 Neuseeland NZD 1,70645 1,69982 1,70560 1,66530 Oman OMR 0,45459 0,43096 0,44016 0,43201 Panama PAB 1,18095 1,11958 1,14530 1,12280 Peru PEN 3,82819 3,73670 3,87040 3,72370 Philippinen PHP 62,21013 57,98312 60,11300 56,90000 Polen PLN 4,26149 4,29763 4,30140 4,25680 Rumänien RON 4,65401 4,74528 4,66350 4,78300 Russland RUB 74,04159 72,45296 79,71530 69,95630 Saudi-Arabien SAR 4,42854 4,19831 4,28850 4,21010 Schweden SEK 10,25825 10,58826 10,25480 10,44680 Schweiz CHF 1,15495 1,11234 1,12690 1,08540 Singapur SGD 1,59261 1,52729 1,55910 1,51110 Südafrika ZAR 15,61856 16,17619 16,45940 15,77730 Taiwan TWD 35,59397 34,60970 35,02700 33,57970 Thailand THB 38,16436 34,75352 37,05200 33,41500 Türkei TRY 5,70766 6,35534 6,05880 6,68430 Ungarn HUF 318,88968 325,30448 320,98000 330,53000 Vereinigte Arabische Emirate AED 4,33698 4,11170 4,19950 4,12460 Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,18095 1,11948 1,14500 1,12340 Vietnam VND 27.185,04313 26.005,41177 26.564,00000 26.018,00000 Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein: ― die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ― die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen ― die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen ― der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird ― die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können ― die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten - vorgenommen. Sachanlagen Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-rata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle: scroll Anlagenobjekt Wirtschaftliche Nutzungsdauer Grundstücke unbegrenzt Gebäude und sonstige Bauten 3 bis 60 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert. Leasing Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. a) Bilanzierung als Leasingnehmer Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der gegen Zahlung eines Entgelts das Recht zur Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Ein Leasingnehmer hat grundsätzlich bei allen Leasingverhältnissen ein Nutzungsrecht zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Leasingverbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz erfasst in Höhe des Barwerts der zum Bereitstellungszeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses anfallen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird unter Berücksichtigung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen bestimmt, soweit die Voraussetzungen des IFRS 16 zur hinreichenden Sicherheit der Ausübung bzw. Nichtausübung erfüllt sind. Die Abzinsung erfolgt mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit um den Zinsaufwand erhöht und um die geleisteten Leasingzahlungen verringert. Das Nutzungsrecht wird beim erstmaligen Ansatz in Höhe der Anschaffungskosten bewertet. In der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht abzüglich der kumulierten Abschreibungen und, falls relevant, unter Berücksichtigung von Wertminderungen erfasst. Das Nutzungsrecht wird grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben. Geht das Eigentum am zugrunde liegenden Vermögenswert am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Leasingnehmer über oder beinhalten die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts Zahlungen für eine Kaufoption, wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die BAUER Gruppe nimmt die Erleichterungsvorschriften für Vermögenswerte von geringem Wert, mit einem Objektneupreis von kleiner TEUR 5 und für kurzfristige Leasingverhältnisse unter 12 Monate in Anspruch. Leasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Im Vorjahr erfolgte die Bilanzierung von Leasingverhältnissen gemäß IAS 17. b) Bilanzierung als Leasinggeber Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Diese Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnisse ausgewiesen. Werden durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Ist dies nicht der Fall, erfolgt der Ausweis als Operating-Leasingverhältnis. Umsatzerlöse aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. In der BAUER Gruppe sind diese Leasingverhältnisse meist sehr kurzfristiger Natur und umfassen einen Zeitraum von wenigen Monaten. Der Ausweis erfolgt unter den Zeitpunktbezogenen Umsatzerlösen. Die Bilanzierung beim Leasinggeber nach IFRS 16 unterscheidet sich kaum von der Bilanzierung nach IAS 17 und hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die BAUER Gruppe. Zuwendungen öffentlicher Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss). Unternehmenserwerbe Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte IFRS 16 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst. At-Equity bewertete Anteile Assoziierte Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anteile an Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses des assoziierten Unternehmens werden anteilig ebenfalls im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst, getrennt nach Beträgen, die in einer späteren Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Beträge, die nicht umgegliedert werden. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer At-Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst. Gemeinschaftsunternehmen Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die At-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11. Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Geräten der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den At-Equity bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen. Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert insofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Gemeinschaftliche Tätigkeiten Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten: ― Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten ― Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden ― Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit ― Seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und ― Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst. Finanzinstrumente Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Nach IFRS 9 wird bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten zwischen Schuldinstrumenten, Eigenkapitalinstrumenten gemäß IAS 32 und Derivaten unterschieden. a) Originäre Finanzinstrumente In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet: ― "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder Amortised Cost (AC) ― "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) ― "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Schuldinstrumente, wobei die kumulierten Gewinne und Verluste bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. Recycling) ― "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Eigenkapitalinstrumente, wobei die Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis bleiben (ohne Recycling) Die Fair-Value-Option für finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten nach IFRS 9 wurde nicht ausgeübt. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt grundsätzlich, sobald die BAUER Gruppe Vertragspartei wird. Bei üblichem Kauf oder Verkauf ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung der Erfüllungstag relevant, das heißt der Tag, an dem der Vermögenswert und die Schuld an oder durch die BAUER Gruppe geliefert wird. Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt zum Fair Value. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß den Vorschriften des IFRS 9 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen - mit Ausnahme der Derivate - grundsätzlich unter die Kategorie "Amortised Cost". Die Einstufung finanzieller Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Schuldinstrumente darstellen, in die Bewertungskategorien "Amortised Cost (AC)", "Fair Value through Profit or Loss (FVTPL)" und "Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) (mit Recycling)" erfolgt anhand des jeweils zugrundeliegenden Geschäftsmodells und den Zahlungsstrombedingungen des zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerts. Finanzielle Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, werden zu Amortised Cost bewertet. Schuldinstrumente, die zwar die Zahlungsstrombedingungen erfüllen, jedoch in einem Geschäftsmodell gehalten werden, das sowohl die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte vorsieht, werden zum Fair Value through Other Comprehensive Income bewertet. Zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden erstmalig zum Fair Value unter Berücksichtigung der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Wertaufholungen. Bei finanziellen Vermögenswerten, die der Kategorie "Fair Value through Other Comprehensive Income" (mit Recycling) zugeordnet werden, sind ebenfalls die direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten anzusetzen. Veränderungen des Buchwerts werden allerdings im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die zuvor im Eigenkapital angesetzten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Im vergangenen Geschäftsjahr kam es zu keinem Ansatz von zu FVOCI bewerteten finanziellen Vermögenswerten, die gleichzeitig Schuldinstrumente darstellen. Finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), welche die Kriterien der Kategorien "Amortised Cost" oder "Fair Value through Other Comprehensive Income" nicht erfüllen, werden als "Fair Value through Profit or Loss" klassifiziert. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge zu FVTPL bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden zu Amortised Cost bewertet, da sie im Rahmen des Geschäftsmodells mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Aus Unwesentlichkeitsgründen wurden jedoch keine Wertberichtigungen erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis zu erfassen. Sofern sie signifikante Finanzierungskomponenten enthalten, sind sie zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Die BAUER Gruppe hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um die vertraglichen Cashflows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, zu vereinnahmen und bewertet sie in der Folge zu Amortised Cost abzüglich Wertberichtigungen. Bei den für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen liegen aufgrund der Factoring-Vereinbarungen die Kriterien für das Geschäftsmodell "Verkaufen" vor und sind somit der Bewertungskategorie FVTPL zuzuordnen. Für diese Forderungen sind keine Wertminderungen gemäß IFRS 9 zu erfassen. Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Eigenkapitalinstrumente darstellen, als "Fair Value through Profit or Loss" zu klassifizieren und erfolgswirksam zu bewerten. Dabei besteht für gehaltene Eigenkapitalinstrumente ein unwiderrufliches Wahlrecht im Rahmen der erstmaligen Kategorisierung, die Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die BAUER Gruppe übt dieses Wahlrecht für die hiervon betroffenen Beteiligungen aus, da die ergebniswirksame Darstellung der Gewinne und Verluste aus Wertänderungen des Fair Value für die Entwicklung der Beteiligungen nicht aussagekräftig ist. Dabei erfolgt nach Ausbuchung der Beteiligung keine spätere Umgliederung der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dividenden werden weiterhin erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Dividende ist eindeutig als Rückzahlung eines Teils der Kosten des Eigenkapitalinstruments anzusehen. Die Erfassung von Wertminderungen basiert sowohl auf eingetretenen Verlusten, als auch auf Schätzungen erwarteter Kreditausfälle (Expected-Loss-Modell). Dabei werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 für sämtliche zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für Fair Value through Other Comprehensive Income bewertete Schuldinstrumente erfasst. Grundsätzlich ist für die Ermittlung des Umfangs der Risikovorsorge ein Drei-Stufen-Modell vorgesehen. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem Erstansatz wesentlich verschlechtert hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für die gemäß IFRS 15 erfassten Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach die über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertminderung berücksichtigt werden. Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste und Einzelwertberichtigungen bei finanziellen Vermögenswerten mit beeinträchtigter Bonität wird in der BAUER Gruppe auf interne Bonitätsbeurteilungen sowie externe Ratings zurückgegriffen. Ebenso fließen bei Vorliegen von entsprechenden einzelfallbezogenen Umständen individuelle und makroökonomische Gegebenheiten in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen mit ein. Eine wesentliche Kreditrisikoverschlechterung der Gegenpartei wird dann unterstellt, wenn sich ihr Rating um eine festgelegte Anzahl von Stufen verringert hat. Die Bonitätseinstufung basiert auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit der Kunden. Die Anwendung der Überfälligkeitsannahme von 30 Tagen ist in der Branche nicht aussagekräftig unter anderem aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten erfolgt die Bemessung der erwarteten Kreditverluste mithilfe einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BAUER Gruppe in den drei unterschiedlichen Segmenten Bau, Maschinen und Resources und der damit einhergehenden diversifizierten Kundenstruktur werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Ebene der Segmente zusammengefasst und die erwarteten Kreditverluste auf Portfolioebene für jedes Segment berechnet. Eine individuelle Wertberichtigung auf finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität wird erfasst, wenn objektive Hinweise wie zum Beispiel Zahlungsversäumnisse oder Insolvenzen vorliegen. Dabei wird ein Ausfall eines finanziellen Vermögenswertes auf Basis individueller Beurteilung bestimmt, sodass nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderung ganz oder teilweise realisierbar ist. Sofern keine angemessene Erwartung für eine Rückzahlung besteht, wird der finanzielle Vermögenswert abgeschrieben. Bei einer Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten unternimmt die BAUER Gruppe weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen, um zu versuchen, die fälligen Forderungen einzuziehen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden wird nur dann vorgenommen, wenn eine Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und auch die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren. b) Derivative Finanzinstrumente Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IFRS 9, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt: ― das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist ― das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist ― das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet: ― "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) Freistehende derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet: ― "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Fair Value through Profit or Loss bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten; diese sind sofort erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt. Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorie "Fair Value through Profit or Loss" gehören Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Bei Derivaten, die als Sicherungsinstrumente im Hedge Accounting designiert sind, wird im Falle der Absicherung des Risikos aus Schwankungen von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Die BAUER Gruppe designiert bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken nur die Kassakomponente der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts als Bestandteil des Cashflow-Hedges. Auf die Terminkomponente und Cross-Currency-Basis-Spread (CCBS)-Komponente entfallende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für Sicherungskosten berücksichtigt. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Im Geschäftsjahr 2019 wurde Hedge Accounting für Sicherungen von Zahlungsstromrisiken (Cashflow-Hedges) angewendet. Die Marktwerte der Derivate werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet. Vorräte und erhaltene Anzahlungen Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen für Aufträge, die keine Fertigungsaufträge darstellen, werden aktivisch und offen von den Vorräten abgesetzt, soweit für den jeweiligen Auftrag bereits Herstellungskosten angefallen sind. Alle anderen erhaltenen Anzahlungen werden passiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt: ― Dauer der Vermietung ― Nutzungsdauer der Maschinen ― Beschädigung und Ungängigkeit Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert. Auftragsfertigung Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigstellungsgrad bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird im Wesentlichen nach dem Fertigstellungsgrad zeitraumbezogen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Um den Leistungsfortschritt eines Projekts zu bestimmen, wird die Methode angewendet, die am zuverlässigsten die erbrachten Leistungen misst. Sowohl input- als auch outputbasierte Methoden können konsistent auf ähnliche Leistungsverpflichtungen und in ähnlichen Umständen angewendet werden. In der BAUER Gruppe kommen, insbesondere zur Ermittlung von Erlösen aus Fertigungsaufträgen, im Wesentlichen inputbasierte Methoden (zum Beispiel Cost-to-Cost-Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) zur Anwendung. Erlöse sowie Vertragsmodifikationen (Vertragsänderungen und Nachträge) werden in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es bei diesen Vertragsmodifikationen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird. Ausschreibungskosten werden dann aktiviert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie abgerechnet werden können und bei ausbleibendem Auftrag nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten, die vor Vertragsbeginn anfallen werden aktiviert, soweit ein Ausgleich erwartet wird und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die BAUER AG hat keine Verträge, bei denen der Zeitraum bis zur Übertragung des geschuldeten Werkes auf den Kunden eine Finanzierungskomponente darstellt. Demzufolge erfolgt keine Anpassung des Transaktionspreises um den Zeitwert des Geldes. Die BAUER AG bewertet die Beschränkungen in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Schätzung der variablen Gegenleistung die in den Transaktionspreis einzubeziehen ist. Die Schätzung basiert dabei auf allen zum Stichtag verfügbaren Informationen und Erfahrungswerten aus vergangenen Projekten. Wurde der Preis der Änderung nicht bestätigt, erfolgt eine Anpassung des auszuweisenden Umsatzes unter Berücksichtigung etwaiger Beschränkungen. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Vertragsvermögenswerten beziehungsweise unter den Vertragsverbindlichkeiten. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Vertragsvermögenswerten. Im Allgemeinen beinhalten Bau- und Dienstleistungsverträge Mängel- und Gewährleistungsfristen im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Soweit erforderlich, werden Beträge im Einklang mit IAS 37 unter den Rückstellungen erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird. Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für: ― entweder dasselbe Steuerobjekt oder ― unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Ansatz der Ertragsteuern und latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 28,08 % bis 32,14 % (Vorjahr: 28,08 % und 32,14 %). Im Ausland werden Ertragsteuersätze zwischen 0,00 % und 35,00 % (Vorjahr: 0,00 % und 38,15 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen a) Pensionsrückstellungen Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden. b) Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. c) Übrige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Erträge und Aufwendungen Die Realisierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden erfolgt nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern, gekürzt um erwartete Erlösminderungen. Erlöse aus dem Verkauf von Maschinen und Geräten wie auch entsprechendes Zubehör sowie sonstige Erträge werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen eine Leistung erbracht hat bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert wurde. Dies fällt in die Kategorie der zeitpunktbezogenen Umsatzerlöse. Für Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen verweisen wir auf den Abschnitt "Auftragsfertigung". Umsatzerlöse aus der Vermietung von Gebrauchtmaschinen betreffen Operating-Leasingverhältnisse mit Kunden. Hinsichtlich der Bilanzierung verweisen auf die Erläuterungen zur Bilanzierung als Leasinggeber in diesem Abschnitt. In der BAUER Gruppe bestehen für den Transaktionspreis länderindividuelle Zahlungsbedingungen. In Deutschland betragen diese überwiegend 30 Tage. Für voraussichtlich eintretende Gewährleistungsverpflichtungen werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. In den Umsatzerlösen können auch periodenfremde Umsätze enthalten sein, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben. 6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Berichterstattung über die Segmente der BAUER Gruppe wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe. Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet. Bau Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. Maschinen Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau. Resources Im Segment Resources sind die Unternehmen des Konzerns gebündelt, die Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze anbieten. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben. Sonstiges Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten. Konsolidierung Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intra-segmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar. Konzern-Segmentberichterstattung scroll SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN Bau Maschinen Resources in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 767.632 668.784 723.115 713.652 261.471 274.873 Umsatzerlöse mit Dritten 726.265 625.659 640.062 610.190 221.345 233.485 Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 10.356 14.506 52.448 45.934 1.626 5 Bestandsveränderungen 2.345 -23 -540 30.401 -253 2.000 Andere aktivierte Eigenleistungen 907 798 3.860 4.706 730 1.322 Sonstige Erträge 11.534 16.132 5.870 2.743 2.533 6.277 Konsolidierte Leistung 751.407 657.072 701.700 693.974 225.981 243.089 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 85.723 25.263 112.472 101.911 582 -3.636 Abschreibungen auf das Anlagevermögen -46.670 -45.191 -20.024 -24.916 -11.616 -12.526 Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -17.590 -15.806 0 0 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 39.053 -19.928 74.858 61.189 -11.034 -16.162 Finanzerträge 14.653 11.450 13.118 12.846 5.487 7.594 Finanzaufwendungen -24.675 -29.164 -30.550 -26.684 -15.992 -13.835 Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 2.990 3.083 -6.250 -2.444 7.854 10.586 Ertragsteueraufwand -22.373 -18.187 -17.195 -5.411 -2.306 -1.919 Ergebnis nach Steuern 9.648 -52.746 33.981 39.496 -15.991 -13.736 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen 0 0 640.062 610.190 54.651 59.211 Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen 726.265 625.659 0 0 166.694 174.274 Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen -409 -8 -1.164 -634 -1 -108 Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten -609 0 -1.783 0 0 0 Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -1.441 -43 -25.144 -12.472 -165 -304 Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen -12.397 -25.307 -5.315 -2.711 -6.266 -9.752 Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 1.015 5.715 1.495 1.934 870 945 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 657.759 622.635 725.333 762.660 254.616 269.283 darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 8.616 10.924 59.474 56.194 44.929 51.067 davon Investitionen ins Anlagevermögen 74.740 87.906 24.964 44.254 8.493 14.103 SEGMENTSCHULDEN 31.12. 528.458 519.787 444.156 447.155 199.011 199.554 scroll SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN Sonstiges Konsolidierung Konzern in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 87.154 90.503 -153.280 -153.094 1.686.092 1.594.718 Umsatzerlöse mit Dritten 1.419 1.588 0 0 1.589.091 1.470.922 Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 39.640 42.104 -104.070 -102.549 0 0 Bestandsveränderungen 0 0 0 0 1.552 32.378 Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 3.328 2.697 8.825 9.523 Sonstige Erträge 43.566 43.336 -46.035 -43.620 17.468 24.868 Konsolidierte Leistung 84.625 87.028 -146.777 -143.472 1.616.936 1.537.691 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 44.168 28.959 -44.329 -29.450 198.616 123.047 Abschreibungen auf das Anlagevermögen -3.667 -3.957 1.010 1.830 -80.967 -84.760 Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -17.590 -15.806 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 40.501 25.002 -43.319 -27.620 100.059 22.481 Finanzerträge 13.859 7.222 -8.913 -5.370 38.204 33.742 Finanzaufwendungen -14.688 -14.453 8.913 5.370 -76.992 -78.766 Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 0 0 0 0 4.594 11.225 Ertragsteueraufwand 176 452 -80 -167 -41.778 25.232 Ergebnis nach Steuern 39.848 18.223 -43.399 -27.787 24.087 -36.550 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen 1.419 1.588 0 0 696.132 670.989 Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen 0 0 0 0 892.959 799.933 Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen -49 0 0 0 -1.623 -750 Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 -2.392 0 Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -26.750 -12.819 Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 -23.978 -37.770 Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 3.380 8.594 ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 443.310 408.094 -448.734 -434.123 1.632.284 1.628.549 darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 113.019 118.185 davon Investitionen ins Anlagevermögen 4.571 4.224 -2.901 517 109.867 151.004 SEGMENTSCHULDEN 31.12. 228.620 178.957 -199.777 -103.820 1.200.468 1.241.633 scroll SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Deutschland Übrige EU Übriges Europa in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 467.050 518.668 276.362 260.035 59.060 70.143 Umsatzerlöse mit Dritten 418.122 477.371 266.224 243.822 61.088 65.985 Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. 216.561 228.319 29.455 32.922 17.299 18.130 scroll SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Nahost und Zentralasien Asien-Pazifik Fernost und Australien Amerika in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 211.418 208.410 428.095 265.684 170.808 192.101 Umsatzerlöse mit Dritten 205.676 177.634 411.896 257.684 154.290 172.889 Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. 41.113 49.343 89.701 102.740 22.350 29.314 scroll SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Afrika Konzern in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 73.299 79.677 1.686.092 1.594.718 Umsatzerlöse mit Dritten 71.795 75.537 1.589.09 1.470.922 Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. 13.169 16.648 429.648 477.416 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 7. UMSATZERLÖSE Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.470.922 (Vorjahr: 1.589.091) enthalten zeitraumbezogene Erlöse, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör. Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 20.946 (Vorjahr: 21.322). Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen sowie der Aufteilung in zeitraumbezogene und zeitpunktbezogene Erlöse verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6). Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Umsatzerlöse 1.589.091 1.470.922 Bestandsveränderungen 1.552 32.378 Andere aktivierte Eigenleistungen 8.825 9.523 Sonstige Erträge 17.468 24.868 Konsolidierte Leistung 1.616.936 1.537.691 Nachunternehmeranteil ARGEN 19.407 11.019 Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 49.661 40.602 Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen 21.124 19.130 Interne Konzernleistung -21.036 -13.724 Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 1.686.092 1.594.718 In den Umsatzerlösen sind auch periodenfremde Umsätze in Höhe von netto TEUR 5.720 (Vorjahr: 2.749) enthalten, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben. Zudem wurden im Geschäftsjahr wegen einer Einzelwertberichtigung aufgrund eines Gerichtsurteils TEUR 40.327 umsatzmindernd als periodenfremdes Ergebnis erfasst. Bei der Umsatzkorrektur handelt es sich um variable Transaktionsbestandteile, die in Vergangenheit realisiert wurden. Von einer möglichen Umkehr der Umsätze ging man im Rahmen der Projektabwicklung nicht aus. Der Sachverhalt stellt eine Änderung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.88 dar. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese Beträge wird eine Umsatzkorrektur vorgenommen. Sollte sich der zweifelhafte Betrag als werthaltig herausstellen, wird der entsprechende Umsatz realisiert. Die folgende Tabelle gibt die begonnenen, aber noch nicht vollständig erfüllten Leistungsverpflichtungen und deren erwartete Erlösrealisierung daraus wieder: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen 527.930 600.473 Erwartete Realisierung bis 1 Jahr 383.688 428.591 Erwartete Realisierung 1 bis 5 Jahre 144.242 171.284 Erwartete Realisierung nach 5 Jahren 0 598 8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN scroll in Tausend EUR 2018 2019 Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen 8.825 9.523 9. SONSTIGE ERTRÄGE scroll in Tausend EUR 2018 2019 Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 2.034 5.354 Erträge aus Versicherungsentschädigungen 2.302 3.456 Sonstige Erträge aus Vermietungen 651 85 Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen 585 124 Sonstige betriebliche Erträge 11.896 15.849 Gesamt 17.468 24.868 Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. 10. MATERIALAUFWAND scroll in Tausend EUR 2018 2019 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 552.906 508.740 Aufwendungen für bezogene Leistungen 268.590 274.386 Gesamt 821.496 783.126 In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind kurzfristige Fremdgerätemieten in Höhe von TEUR 23.024 (Vorjahr 21.157) enthalten. Hierbei handelt es sich um Großgeräte für den kurzfristigen Baustelleneinsatz, mit einer wesentlichen Laufzeit von 3 bis 6 Monaten. 11. PERSONALAUFWAND Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird. Zuführungen zu Jubiläumsrückstellungen sind ebenfalls ohne Zinsanteil unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen. scroll in Tausend EUR 2018 2019 Löhne und Gehälter 333.530 356.557 Soziale Abgaben 52.316 54.794 Aufwendungen für Altersversorgung 6.538 7.454 Gesamt 392.384 418.805 Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 24.002 (Vorjahr: 22.823). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern" erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 19.180 (Vorjahr: 18.364) auf das Inland und TEUR 4.822 (Vorjahr: 4.459) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 1.612 (Vorjahr: 771) enthalten. 12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN scroll in Tausend EUR 2018 2019 Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 4.126 3.803 Leasingaufwendungen 27.859 19.456 Energie, Heizung, Wasser 4.192 5.528 Kraftfahrzeugkosten 6.366 4.790 Sach-, Kfz- und Transportversicherung 9.800 11.362 Übrige Betriebsaufwendungen 18.028 13.537 Verwaltungsaufwendungen 40.298 41.530 Vertriebsaufwendungen 41.311 45.946 Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen 14.342 16.011 Ergebnis aus Wertberichtigungen auf Forderungen 6.025 14.842 Bankspesen 2.275 2.934 Zölle 7.088 5.165 Kostenabgrenzung 5.411 7.160 Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 17.319 20.649 Gesamt 204.440 212.713 Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von TEUR 13.697 (Vorjahr: 17.120) aus Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie aus abgeschriebenen Forderungen enthalten. Für weiterführende Erläuterungen zu den Wertberichtigungen verweisen wir auf Abschnitt 37. Die Leasingaufwendungen enthalten die Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingaufwendungen von geringem Wert. 13. ABSCHREIBUNGEN Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 7.654 6.329 Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 73.313 78.431 Gesamt 80.967 84.760 Die Wertminderungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 20.2 "Sachanlagen" erläutert. 14. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15.806 (Vorjahr: 17.590). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2019 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten. FINANZERGEBNIS 15. FINANZERTRÄGE Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Erträge aus operativen Beteiligungen 1.322 132 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.909 9.500 Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 1.540 2.998 Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit 28.433 21.112 Gesamt 38.204 33.742 16. FINANZAUFWENDUNGEN Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.655 35.771 Außerplanmäßige Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 2.392 0 Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 6.587 17.769 Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.599 2.747 Verluste aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit 32.759 22.479 Gesamt 76.992 78.766 Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Leasinggeschäften betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.032 (Vorjahr: 1.024). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 9.438 (Vorjahr: 6.587) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34.987 (Vorjahr: 31.369) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: 2.392). 17. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN ANTEILEN Das Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 11.225 (Vorjahr: 4.594) und enthält die Gewinn-und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden. Im Geschäftsjahr wurde keine Abwertung vorgenommen. Im Vorjahr wurde eine Abschreibung von TEUR 5.005 beim Gemeinschaftsunternehmen BAUER Deep Drilling GmbH vorgenommen. 18. ERTRAGSTEUERAUFWAND Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Tatsächliche Steuern 40.102 33.234 Latente Steuern 1.676 -8.002 Gesamt 41.778 25.232 Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %). In den tatsächlichen Steuern sind erfasste Anpassungen für periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern in Höhe von TEUR -1.682 (Vorjahr: -425) enthalten. Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Ergebnis vor Steuern (EBT) 65.865 -11.318 Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) 18.495 -3.178 Steuersatzunterschiede 6.636 6.254 Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge 4.377 8.296 Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 1.238 1.609 Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen -1.290 -2.881 Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre 166 1.563 Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen 11.951 13.347 Sonstiges 205 222 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 41.778 25.232 In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -35 (Vorjahr: -164) enthalten. Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Wertberichtigung der Vertragsvermögenswerte in der BAUER Hongkong Ltd. zusätzliche Effekte in Höhe von TEUR 6.654, die in den Effekten aus aktiven latenten Steuern enthalten sind. Der Steuersatzunterschied der BAUER Hongkong Ltd. (16,50 %) und dem Konzernsteuersatz (28,08 %) in Höhe von TEUR 4.670 ist in der Position Steuersatzunterschiede enthalten. Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2019 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: 356). 19. ERGEBNIS JE AKTIE Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Ergebnis nach Steuern mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte: scroll 2018 2019 Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR 22.577 -37.146 Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. 17.131.000 17.131.000 Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000 Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000 Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 1,32 -2,17 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 1,32 -2,17 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 20. ANLAGEVERMÖGEN 20.1 Immaterielle Vermögenswerte scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2018 37.435 2.186 0 40.801 80.422 Veränderung im Konsolidierungskreis -3 0 0 0 -3 Zugänge 2.211 0 0 4.270 6.481 Abgänge 2.504 0 0 4.830 7.334 Umbuchungen 10 0 0 0 10 Währungsanpassung 76 0 0 -2 74 31.12.2018 37.225 2.186 0 40.239 79.650 scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Kumulierte Abschreibung Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2018 30.820 2.186 0 26.395 59.401 Veränderung im Konsolidierungskreis -3 0 0 0 -3 Zugänge 2.910 0 0 4.744 7.654 Abgänge 1.752 0 0 3.831 5.583 Umbuchungen 4 0 0 0 4 Währungsanpassung 100 0 0 0 100 31.12.2018 32.079 2.186 0 27.308 61.573 Buchwert 31.12.2018 5.146 0 0 12.931 18.077 scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2019 37.225 2.186 0 40.239 79.650 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 Zugänge 1.209 0 0 4.027 5.236 Abgänge 1.728 0 0 304 2.032 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Währungsanpassung 13 0 0 2 15 31.12.2019 36.719 2.186 0 43.964 82.869 scroll in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Kumulierte Abschreibung Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe 01.01.2019 32.079 2.186 0 27.308 61.573 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 Zugänge 2.492 0 0 3.837 6.329 Abgänge 1.717 0 0 288 2.005 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Währungsanpassung 26 0 0 0 26 31.12.2019 32.880 2.186 0 30.857 65.923 Buchwert 31.12.2019 3.839 0 0 13.107 16.946 Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Von den im Jahr 2019 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 4.187 (Vorjahr: 4.348) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 18.486 18.779 Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente 4.924 3.991 Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 23.410 22.770 20.2 Sachanlagen scroll in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2018 292.354 541.223 82.215 18.634 934.426 Veränderung im Konsolidierungskreis -39 152 428 0 541 Zugänge 2.940 70.033 12.705 17.708 103.386 Abgänge 1.405 66.361 9.156 54 76.976 Umbuchungen 10.578 15.024 315 -25.917 0 Währungsanpassung -645 7.499 717 452 8.023 31.12.2018 303.783 567.570 87.224 10.823 969.400 scroll in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2018 118.096 352.855 56.045 0 526.997 Veränderung im Konsolidierungskreis -39 -100 355 0 216 Zugänge 7.819 56.185 9.309 0 73.313 Abgänge 196 42.560 7.751 0 50.507 Umbuchungen 0 127 -127 0 0 Währungsanpassung 57 7.149 604 0 7.810 31.12.2018 125.737 373.657 58.435 0 557.829 Buchwert 31.12.2018 178.046 193.913 28.789 10.823 411.571 davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2018 0 28.002 7.534 0 35.536 scroll in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2019 wie berichtet 303.783 567.570 87.224 10.823 969.400 Transition Effekt aus Erstanwendung IFRS 16 13.692 6.302 2.587 0 22.581 01.01.2019 korrigiert 317.475 573.872 89.811 10.823 991.981 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 34 0 34 Zugänge 15.131 77.247 14.330 16.479 123.187 Abgänge 4.490 48.623 7.534 317 60.964 Umbuchungen 1.394 8.009 238 -9.641 0 Währungsanpassung 1.994 15.656 1.148 433 19.231 31.12.2019 331.504 626.161 98.027 17.777 1.073.469 Die Zugänge von Nutzungsrechten betragen für das Geschäftsjahr 2019 für Grundstücke und Gebäude TEUR 7.644, für technische Anlagen und Maschinen TEUR 16.383 und für Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 4.664. Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr für Grundstücke und Gebäude TEUR 3.444 (Vorjahr: 0), für Technische Anlagen und Maschinen TEUR 10.411 (Vorjahr: 7.359) sowie für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 3.377 (Vorjahr: 1.532). scroll in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe 01.01.2019 125.737 373.657 58.435 0 557.829 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 9 0 9 Zugänge 11.375 55.441 11.615 0 78.431 Abgänge 809 29.245 6.303 0 36.357 Umbuchungen 3 -32 29 0 0 Währungsanpassung 327 11.976 784 0 13.087 31.12.2019 136.633 411.797 64.569 0 612.999 Buchwert 31.12.2019 194.871 214.364 33.458 17.777 460.470 davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2019 17.888 38.312 10.670 0 66.870 Die Veränderungen im Konsolidierungskreis in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 im Bereich des Sachanlagevermögens waren von untergeordneter Bedeutung. Die Zinssätze für Leasingverträge, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 0,68 % und 8,03 % (Vorjahr: 1,39 % und 7,70 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten für das Geschäftsjahr 2018 ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 2018 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Mindestleasingzahlungen 10.583 21.320 103 32.006 Zinsanteile 526 671 14 1.210 Barwert 10.057 20.649 89 30.796 Für das Geschäftsjahr 2019 verweisen wir auf die Angaben gemäß IFRS 16 auf Seite 72 ff des Geschäftsberichts. Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 69.707 (Vorjahr: 71.701) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenwerte, die gemäß IFRS 16 dem Konzern zuzurechnen sind in Höhe von 35.536 geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen aus dem Jahr 2018. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 19). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 750 (Vorjahr: 1.623) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: 409) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 634 (Vorjahr: 1.164) dem Segment Maschinen, in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: 1) dem Segment Resources und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 49) dem Segment Sonstiges zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 582 (Vorjahr: 1.014) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 168 (Vorjahr: 609). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten im Segment Maschinen in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: 968). Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 168 (Vorjahr: 529) die Technischen Anlagen und Maschinen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach bei den aktivierten Entwicklungskosten dem Nutzungswert. Der dafür verwendete Abzinsungssatz betrug im Geschäftsjahr 6,57 % (Vorjahr: 7,7 %). Für andere nicht finanzielle Vermögenswerte entsprach der erzielbare Betrag regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. 20.3 At-Equity bilanzierte Anteile Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 68.320 68.923 At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen 44.699 49.262 Gesamt 113.019 118.185 Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den At-Equity bewerteten Anteilen: scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 2018 2019 2018 2019 01.01. 42.492 46.838 86.267 78.584 Zugänge 898 0 4.658 0 Abgänge 0 0 17.297 4.964 Ergebnisanteil 4.792 4.563 4.805 6.662 Dividendenzahlungen -1.298 0 -1.400 -1.859 Umbuchungen -46 0 0 0 Währungsanpassung 0 0 1.551 764 31.12. 46.838 51.401 78.584 79.187 scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Kumulierte Abschreibung 2018 2019 2018 2019 01.01. 2.185 2.139 5.259 10.264 Zugänge 0 0 5.005 0 Abgänge 0 0 0 0 Umbuchungen 0 0 0 0 Währungsanpassung -46 0 0 0 31.12. 2.139 2.139 10.264 10.264 Buchwert 31.12. 44.699 49.262 68.320 68.923 a) Gemeinschaftsunternehmen Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar: Geschäftsjahr 2018: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 % At-Equity BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 % At-Equity BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 % At-Equity Geschäftsjahr 2019: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 % At-Equity BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 % At-Equity BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 % At-Equity Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen): scroll BILANZ SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 Langfristige Vermögenswerte 5.462 5.615 29.285 28.517 13.470 11.976 Kurzfristige Vermögenswerte 8.391 8.259 22.936 8.301 5.038 5.841 (davon Zahlungsmittel) (482) (540) (641) (1.171) (4.350) (4.496) Summe Vermögenswerte 13.853 13.874 52.221 36.818 18.508 17.817 Langfristige Schulden 394 540 0 109 1.216 970 (davon langfristige finanzielle Schulden) (0) (0) 0 (109) (1) (0) Kurzfristige Schulden 1.119 1.550 11.153 1.998 326 1.199 (davon kurzfristige finanzielle Schulden) (0) (0) (14) (64) (2) (982) Summe Schulden 1.513 2.090 11.153 2.107 1.542 2.169 Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. scroll ERGEBNISRECHNUNG SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Umsatzerlöse 23.365 26.189 31.890 17.971 2.259 1.792 planmäßige Abschreibung -188 -179 -1.622 -1.838 -1.996 -2.006 Ergebnis vor Zinsen und Steuern 5.242 6.661 -4.174 -7.203 -1.490 -1.833 Zinserträge 83 99 13 44 280 0 Zinsaufwendungen -37 -48 -371 -13 -7 -6 Ertragsteueraufwand -1.502 -1.904 0 0 342 514 Ergebnis nach Steuern 3.783 4.808 -4.532 -7.172 -892 -1.319 Sonstiges Ergebnis 9 13 0 -16 0 Gesamtergebnis 3.792 4.821 -4.532 -7.172 -908 -1.319 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 1.400 1.600 0 0 0 0 Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen): scroll BILANZ Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Langfristige Vermögenswerte 1.760 13.993 Kurzfristige Vermögenswerte 53.379 125.556 (davon Zahlungsmittel) (4.750) (27.741) Summe Vermögenswerte 55.140 139.549 Langfristige Schulden 0 0 (davon langfristige finanzielle Schulden) (0) (0) Kurzfristige Schulden 36.118 110.117 (davon kurzfristige finanzielle Schulden) (12.228) (85.041) Summe Schulden 36.118 110.117 Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. scroll ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen in Tausend EUR 2018 2019 Umsatzerlöse 52.020 78.485 planmäßige Abschreibung -539 -862 Ergebnis vor Zinsen und Steuern 8.343 12.427 Zinserträge 0 811 Zinsaufwendungen -8 -909 Ertragsteueraufwand 327 -728 Ergebnis nach Steuern 7.732 11.612 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 259 Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten: Geschäftsjahr 2018: scroll in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 12.340 41.068 16.966 19.582 Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 4.936 20.945 8.653 9.794 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 5.896 18.096 0 0 In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 10.832 39.041 8.653 9.794 Geschäftsjahr 2019: scroll in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 11.784 34.711 15.648 29.432 Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 4.714 17.703 7.980 13.641 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 6.442 18.443 0 0 In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 11.156 36.146 7.980 13.641 Fair Values der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH 49.145 65.890 BAUER Manufacturing LLC 77.964 63.918 BAUER Deep Drilling GmbH 17.011 16.355 Auf eine Angabe des Fair Values unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist. b) Assoziierte Unternehmen Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: Geschäftsjahr 2018: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 % BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Umwelttechnik Masket, Al Mina, Sultanat Oman 52,50 % AO Mostostrojindustria Metallverarbeitung Moskau, Russland 20,70 % Geschäftsjahr 2019: scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 % BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Umwelttechnik Masket, Al Mina, Sultanat Oman 52,50 % AO Mostostrojindustria Metallverarbeitung Moskau, Russland 20,70 % Die BAUER Nimr LLC wird trotz Stimmrechtsmehrheit als assoziiertes Unternehmen geführt, da aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann. Zusammengefasste Finanzinformationen für die BAUER Nimr LLC werden in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Für die weiteren wesentlichen assoziierten Unternehmen AO Mostostrojindustria und TERRABAUER S. L. waren zum Bilanzstichtag keine vollständigen Finanzinformationen vorhanden. Für die TERRABAUER S. L. lagen die letzten Finanzinformationen per 31. Dezember 2018 vor. Dabei betrug das Eigenkapital TEUR 5.731. Das Periodenergebnis lag bei TEUR -36. Die Beträge in der folgenden Tabelle werden vor Konsolidierungen dargestellt. scroll BILANZ BAUER Nimr LLC in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Langfristige Vermögenswerte 60.264 75.607 Kurzfristige Vermögenswerte 17.847 24.875 (davon Zahlungsmittel) (6.544) (14.844) Summe Vermögenswerte 78.111 100.482 Langfristige Schulden 34.312 50.279 (davon langfristige finanzielle Schulden) (33.735) (13.655) Kurzfristige Schulden 15.841 11.938 (davon kurzfristige finanzielle Schulden) (4.011) (5.296) Summe Schulden 50.153 62.217 scroll ERGEBNISRECHNUNG BAUER Nimr LLC in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Umsatzerlöse 42.592 33.345 planmäßige Abschreibung -330 -505 Ergebnis vor Zinsen und Steuern 12.817 10.937 Zinserträge 1.714 4.292 Zinsaufwendungen -2.506 -3.683 Ertragsteueraufwand -1.795 -1.743 Ergebnis nach Steuern 10.154 9.803 Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 5.331 5.146 Sonstiges Ergebnis 0 0 Gesamtergebnis 5.331 5.146 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 1.283 0 Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen): scroll BILANZ Unwesentliche Assoziierte Unternehmen in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Langfristige Vermögenswerte 76 68 Kurzfristige Vermögenswerte 239 408 (davon Zahlungsmittel) (8) (1) Summe Vermögenswerte 315 476 Langfristige Schulden 31 41 (davon langfristige finanzielle Schulden) (31) (41) Kurzfristige Schulden 117 326 (davon kurzfristige finanzielle Schulden) (3) (31) Summe Schulden 148 367 scroll ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Assoziierte Unternehmen in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Umsatzerlöse 831 764 planmäßige Abschreibung -33 -31 Ergebnis vor Zinsen und Steuern 42 -105 Zinserträge 0 0 Zinsaufwendungen -1 -2 Ertragsteueraufwand -13 7 Ergebnis nach Steuern 29 -100 Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 9 -30 Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 15 0 Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten: Geschäftsjahr 2018: scroll in Tausend EUR AO Mostostrojindustria BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 4.338 27.958 167 Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 898 14.678 50 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 0 22.552 0 Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 6.521 0 In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 898 43.751 50 Geschäftsjahr 2019: scroll in Tausend EUR AO Mostostrojindustria BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 4.338 38.265 108 Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 898 20.089 14 Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 0 22.287 0 Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 5.974 0 In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 898 48.350 14 Die sonstigen Anpassungen betreffen zeitliche Buchungsunterschiede. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen. 20.4 Beteiligungen Ergänzende Finanzinformationen für Beteiligungen Geschäftsjahr 2018: scroll in Tausend EUR Wöhr + Bauer GmbH Deusa International GmbH Unwesentliche Beteiligungen Beizulegender Zeitwert 6.166 2.067 117 Während der Periode erfasste Dividenden 1.162 160 0 Geschäftsjahr 2019: scroll in Tausend EUR Wöhr + Bauer GmbH Deusa International GmbH Unwesentliche Beteiligungen Beizulegender Zeitwert 6.588 2.067 151 Während der Periode erfasste Dividenden 0 133 0 In der Berichtsperiode wurden keine Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente ausgebucht, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet waren. 21. LATENTE STEUERN Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Immaterielle Vermögenswerte 36 65 12.489 11.319 Sachanlagen 628 863 13.468 9.499 Vorräte 7.363 1.768 7.845 13.157 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.440 1.293 3.103 3.431 Pensionsrückstellungen 23.730 30.560 1.314 1.658 Verbindlichkeiten 11.513 16.875 2.267 2.500 Verlustvorträge 19.318 26.583 0 0 Konsolidierung 10.026 11.326 7.775 7.645 Saldierung -24.865 -22.060 -24.865 -22.060 Nettobetrag 49.189 67.273 23.396 27.149 In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: 224) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 408 (Vorjahr: 223) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 25.946 (Vorjahr: 19.290) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: 76) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 12.213 (Vorjahr: 10.680), der der passiven latenten Steuern TEUR 17.691 (Vorjahr: 11.500). Für Gesellschaften wurden in der Berichtsperiode latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 36.489 (Vorjahr: 23.516) aktiviert, die aufgrund der steuerlichen Planungsrechnung in Zukunft realisiert werden können. Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Inländische Verlustvorträge (KSt) 108.245 106.314 Ausländische Verlustvorträge 174.057 240.446 Gesamt 282.302 346.760 Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge 83.944 112.786 Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 246.070 (Vorjahr: 212.323) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 6.421 (Vorjahr: 5.211). Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden für temporäre Unterschiede latente Steuern in Höhe von TEUR 3.199 (Vorjahr: 2.032) nicht angesetzt. 22. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 4.701 4.879 Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 2.936 2.296 Gesamt 7.637 7.175 Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Innerhalb der BAUER Gruppe wurden im Geschäftsjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 475 (Vorjahr: 540) im Rahmen von Einzelforderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko stellt im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlages weitestgehend vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Für die BAUER Gruppe verbleibt hierbei ein vereinbarter Selbstbehalt gegenüber dem Forderungskäufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der BAUER Gruppe getragen. Das aus dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die BAUER Gruppe aus den zum 31. Dezember 2019 verkauften und ausgebuchten Forderungen beträgt TEUR 174 (Vorjahr: 627) und wird unter den übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten als anhaltendes Engagement ausgewiesen. Die damit korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 348 (Vorjahr: 1.231) und wird unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: 604) spiegelt den beizulegenden Zeitwert aus den verbliebenen Risiken wider und wird aufwandswirksam erfasst. 23. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 11.411 11.424 Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften 1.787 2.499 Gesamt 13.198 13.923 Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 37 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine endfällige und unbesicherte Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 10.229 (Vorjahr: 10.036) enthalten. Die Verzinsung des Darlehens ist fix und beträgt 8 %. Auf das Darlehen ist kein Rangrücktritt vereinbart. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen betreffen nicht börsennotierte Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht. Diese fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 9 und werden daher zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen auf nicht konsolidierte Tochterunternehmen (Vorjahr: TEUR 2.392) vorgenommen. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 24. VORRÄTE Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 153.259 168.961 Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 212.606 236.440 Mietmaschinen 60.488 61.838 426.353 467.239 Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -16.098 -8.921 Gesamt 410.255 458.318 Von den Vorräten sind TEUR 214.788 (Vorjahr: 251.061) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 28.625 (Vorjahr: 44.340). Diese teilen sich wie folgt auf: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 17.590 15.806 Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 26.750 12.819 Gesamt 44.340 28.625 Im Geschäftsjahr wurden viele Mietgeräte aus der Miete verkauft und damit unsere Mietgeräteflotte stark verjüngt. Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres niedriger als im Vorjahr. Die nutzungsbedingten Abschreibungen der Gebrauchtmaschinen sanken in Folge von TEUR 17.590 auf TEUR 15.806. In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. In den fertigen Erzeugnissen sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Im Rahmen von verkaufsfördernden Maßnahmen werden Maschinen vermietet. Diese Erlöse werden als Umsätze aus Vermietung realisiert. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"): Neue Maschinen Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Gebrauchtmaschinen Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine. Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte. Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen. Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Buchwert der Gebrauchtmaschinen 60.488 61.838 davon vermietet 27.101 36.171 davon nicht vermietet 33.387 25.667 Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden Vorräte als Kreditsicherheit gestellt. 25. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Vertragsvermögenswerte Die Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte 1.002.491 908.711 abzüglich der Teilabrechnungen 909.912 877.418 Saldo 92.579 31.293 davon: Vertragsvermögenswerte 145.005 108.122 davon: Vertragsverbindlichkeiten 52.426 76.829 Im Geschäftsjahr waren TEUR 892 Vertragsvermögenswerte (Vorjahr: 571) wertberichtigt. Diese Wertberichtigungen wurden aufgrund erwarteter Kreditverluste gebildet. Zudem wurden im Geschäftsjahr wegen einer Einzelwertberichtigung aufgrund eines Gerichtsurteils TEUR 40.327 umsatzmindernd als periodenfremdes Ergebnis erfasst. Davon entfallen TEUR 30.038 auf Vertragsvermögenswerte. Die Umsatzkorrektur stellt eine Änderung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.88 dar. Erlöse aus Verträgen mit Kunden In der Berichtsperiode bestanden keine signifikanten Änderungen bei den Salden von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten. Die folgende Tabelle zeigt den Anteil von in der Berichtsperiode erfassten Erlösen aus Vertragsverbindlichkeiten des Vorjahres sowie Erlösen aus Leistungsverpflichtungen, die in den vergangenen Jahren erfüllt wurden: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren 45.156 36.398 Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden 2.749 12.903 Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Vertragsvermögenswerte 145.005 108.122 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 334.978 271.300 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.846 1.912 Geleistete Anzahlungen 3.163 5.904 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 35.748 35.844 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 8.371 11.526 Gesamt 535.111 434.608 In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 8.063 (Vorjahr: 4.602) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen. Für die Veränderungen der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr gem. den Vorschriften des IFRS 9 verweisen wir auf Abschnitt 37 "Finanzinstrumente". Die Wertberichtigungen zur Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 42.500 (Vorjahr: 31.950) wurden unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und auf Basis historischer Zahlungsausfälle berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln (bei Vorliegen von objektiven Hinweisen) als auch aufgrund erwarteter Kreditverluste wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr waren sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr: 59) aufgrund erwarteter Kreditverluste wertgemindert. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 3.116 (Vorjahr: 3.057) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.127 (Vorjahr: 615). 26. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 37.575 (Vorjahr: 62.587) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. 27. EIGENKAPITAL Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 % TEUR % TEUR Familie Bauer 48,19 35.182 48,19 35.182 Streubesitz 51,81 37.819 51,81 37.819 Gesamt 100,00 73.001 100,00 73.001 Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2019 verwiesen. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: ― bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen, ― bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, ― zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, ― zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern. Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Erwerbspreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Sie können zudem an Mitarbeiter und Geschäftsleitungsmitglieder der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen auch im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ausgegeben werden. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 I. Kapitalrücklage 38.404 38.404 II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 316.907 270.399 355.311 308.803 III. Minderheitsgesellschafter 3.504 5.112 Gesamt 358.815 313.915 Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro (Vorjahr: 0,10 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert des Nennbetrages hinaus erzielt wurden, sowie Aufwendungen für die Ausgabe von Aktien. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Die Anderen Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Daneben werden Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR -91.072 (Vorjahr: -69.112) sowie die darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern in Höhe von TEUR 25.512 (Vorjahr: 19.383) in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Darüber hinaus sind die kumulierten Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung der Abschlüsse konsolidierter ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von TEUR -6.471 (Vorjahr: -13.285) sowie kumulierte Ergebnisse aus der Umstellung auf IFRS in Höhe von TEUR 10.387 (Vorjahr: 10.387) in dieser Position enthalten. Auch die kumulierten Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten (Hedging-Rücklagen und Rücklagen für Sicherungskosten) in Höhe von TEUR -319 (Vorjahr: -346) sowie die erfolgsneutrale Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von TEUR -1.241 (Vorjahr: -1.663) sind in dieser Position enthalten. 27.1 Minderheitsgesellschafter Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR Ergebnisanteil in TEUR BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25 8.535 2.850 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00 686 532 Thai Bauer Ltd. 26,01 4.373 1.221 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,67 -14.564 -2.884 Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 4.474 -209 Gesamt 3.504 1.510 scroll in Tausend EUR 31.12.2019 Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR Ergebnisanteil in TEUR BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25 15.308 3.738 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00 1.621 539 Thai Bauer Ltd. 26,01 3.381 -1.311 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,67 -17.094 -2.539 Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 1.896 169 Gesamt 5.112 596 Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen: scroll BILANZ BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 Langfristige Vermögenswerte 1.475 1.454 12.252 14.165 10.757 8.639 Kurzfristige Vermögenswerte 3.545 4.303 23.216 30.574 45.726 37.831 Langfristige Schulden 753 671 0 438 228 219 Kurzfristige Schulden 663 1.093 10.647 9.569 60.242 50.597 scroll BILANZ Thai Bauer Ltd. in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Langfristige Vermögenswerte 18.950 20.949 Kurzfristige Vermögenswerte 16.442 13.992 Langfristige Schulden 2.180 4.290 Kurzfristige Schulden 21.304 22.729 scroll ERGEBNISRECHNUNG BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Umsatzerlöse 6.488 7.402 42.686 46.100 1.330 15.985 Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.812 1.656 8.121 12.394 -20.985 13.093 Ergebnis vor Steuern 1.706 1.706 8.444 12.382 -25.640 15.489 Ergebnis nach Steuern 1.331 1.349 6.440 8.447 -26.655 15.543 Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 546 539 2.850 3.738 -2.884 -2.539 Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 785 810 3.590 4.709 -22.771 13.004 Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -188 -216 -589 -1.027 -30 0 scroll ERGEBNISRECHNUNG Thai Bauer Ltd. in Tausend EUR 2018 2019 Umsatzerlöse 42.799 25.470 Ergebnis vor Zinsen und Steuern 6.329 -4.437 Ergebnis vor Steuern 5.723 -5.079 Ergebnis nach Steuern 4.695 -5.079 Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 1.221 -1.311 Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 3.474 -3.768 Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter 0 0 scroll KAPITALFLUSSRECHNUNG BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group in Tausend EUR 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 721 1.021 8.844 -6.277 -13.053 -22.679 Cashflow aus Investitionstätigkeit -119 -241 -6.196 -3.133 21.663 14.526 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -823 -592 -946 -1.868 -5.110 1.810 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -32 -53 291 1.200 2.101 120 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -253 135 1.993 2.476 5.601 -6.223 scroll KAPITALFLUSSRECHNUNG Thai Bauer Ltd. in Tausend EUR 2018 2019 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.930 -2.433 Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.961 -337 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -6.980 2.854 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 28 57 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 18 141 27.2 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern zurückgegriffen. Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Eigenkapital 431.816 386.916 Eigenkapitalquote 26,45 % 23,76 % Ergebnis nach Steuern 24.087 -36.550 Nettoverschuldung (Net Debt) 561.821 563.679 Finanzschulden 624.408 601.254 Liquide Mittel 62.587 37.575 Net Debt/EBITDA 2,83 4,58 EBITDA/Net Interest Coverage 5,27 2,72 Unter den Finanzschulden sind jeweils lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Leasing-Verträgen und sonstige Finanzverbindlichkeiten enthalten. Das Net Interest Coverage umfasst das Finanzergebnis, korrigiert um Erträge aus operativen Beteiligungen. Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben Als Folge der am 18. März 2020 veröffentlichten Ad-hoc Meldung zum Ausgang eines Rechtsstreits in Hongkong und der hierdurch vorgenommenen Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR konnten mit den Finanzpartnern zum 31. Dezember vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, was grundsätzlich zu einem Kündigungsrecht in den Finanzierungsvereinbarungen führt. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß fällig gestellt werden können und deshalb unabhängig von der ursprünglichen Laufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Der Betrag der Umgliederung beträgt zum Stichtag TEUR 187.347. Bei einer Kündigung der Finanzierungsvereinbarungen durch die Finanzierungspartner und Fälligstellung eines wesentlichen Teils der Finanzverbindlichkeiten zur Rückzahlung besteht das Risiko, dass die BAUER Gruppe seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Aus diesem Grund besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Den betroffenen Finanzierungspartnern wurden Unterlagen zur Bewertung des Einflusses auf den Konzern vorgelegt und Verhandlungen zur Aussetzung der Finanzkennzahlen zum Jahresende 2019 bzw. zum Verzicht auf dieses Kündigungsrecht werden geführt. Aufgrund des aktuell hohen Auftragsbestandes, der grundsätzlich insgesamt positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe und der Weiterarbeit an einem Ergebnisverbesserungsprogramm erwartet der Vorstand, dass keine wesentlichen Kreditlinien aufgrund eines Einzelereignisses, wie den Ausgang eines Rechtsstreits in Hongkong, von den Finanzierungspartnern gekündigt werden. 28. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2018 Restlaufzeit 31.12.2019 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 304.326 4.146 70.551 3.192 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 20.739 0 35.003 2.889 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 5.335 0 6.028 0 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.093 0 23.665 0 Gesamt 339.493 4.146 135.247 6.081 scroll in Tausend EUR Fair Value Zinssatzspanne 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 316.491 100.530 0,95 - 12,40 % 0,80 - 11,05 % Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 21.498 42.371 1,39 - 7,70 % 0,68 - 8,03 % Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.118 24.372 1,68 - 7,93 % 1,99 - 6,50 % Gesamt 347.107 167.273 - - Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Jubiläumverpflichtungen. Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 37). 29. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 1. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit. Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde: scroll in % 31.12.2018 Deutschland Indonesien Philippinen Indien Abzinsungsfaktor 1,90 8,25 7,50 - Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 - Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - - scroll in % 31.12.2019 Deutschland Indonesien Philippinen Indien Abzinsungsfaktor 1,05 8,00 5,12 - Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 - Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - - * Für Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr lagen keine Informationen vor. Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt. Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 727 233 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -727 -233 Defizit der finanzierten Pläne 0 0 Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 137.290 161.642 Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen 137.290 161.642 Auswirkung der Vermögensobergrenze - - Bilanzierte Rückstellung 137.290 161.642 Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt Stand: 01.01.2018 129.989 -1.038 128.951 - 128.951 Laufender Dienstzeitaufwand 2.680 - 2.680 - 2.680 Zinsaufwand/-ertrag 2.599 -52 2.547 - 2.547 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - - Summe 135.268 -1.090 134.178 - 134.178 Neubewertungen: Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 339 339 - 339 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen 2.270 - 2.270 - 2.270 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen -276 - -276 - -276 Erfahrungswertbedingte Anpassungen 3.552 - 3.552 - 3.552 Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - - Summe 5.546 339 5.885 - 5.885 Wechselkursänderungen 69 9 78 - 78 Beiträge: Arbeitgeber - -71 -71 - -71 begünstigter Arbeitnehmer - - - - - Aus dem Plan geleistete Zahlungen: laufende Zahlungen - - - - - Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.905 86 -2.819 - -2.819 Sonstige Effekte 39 - 39 - 39 Stand: 31.12.2018 138.017 -727 137.290 - 137.290 Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt Stand: 01.01.2019 138.017 -727 137.290 - 137.290 Laufender Dienstzeitaufwand 2.719 - 2.719 - 2.719 Zinsaufwand/-ertrag 2.747 -63 2.684 - 2.684 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - - Summe 143.483 -790 142.693 - 142.693 Neubewertungen: Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 12 12 - 12 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - - Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen 24.085 - 24.085 - 24.085 Erfahrungswertbedingte Anpassungen -2.073 - -2.073 - -2.073 Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - - Summe 22.012 12 22.024 - 22.024 Wechselkursänderungen 141 -42 99 - 99 Beiträge: Arbeitgeber - -75 -75 - -75 begünstigter Arbeitnehmer - - - - - Aus dem Plan geleistete Zahlungen: laufende Zahlungen - - - - - Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -3.760 662 -3.098 - -3.098 Sonstige Effekte -1 - -1 - -1 Stand: 31.12.2019 161.875 -233 161.642 - 161.642 Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Qualifizierende Versicherungsverträge 0 0 Geldmarktfonds und Rentenfonds 727 233 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 Summe 727 233 Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen. Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen. Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt: scroll in Tausend EUR Auswirkung auf die Verpflichtung Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme Abzinsungssatz +/- 0,5 % 146.926 179.134 Zukünftige Gehaltssteigerungen +/- 0,5 % 166.196 157.824 Zukünftige Rentensteigerung +/- 0,5 % 173.724 129.353 Erhöhung der Annahme um 1 Jahr Verminderung der Annahme um 1 Jahr Sterbewahrscheinlichkeit 170.702 152.764 Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Die Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für eine Referenzperson mit einer um ein Jahr höheren bzw. um ein Jahr niedrigeren Lebenserwartung erreicht. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet. Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Gesamt Barwert der Verpflichtungen 135.717 1.943 318 39 138.017 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 0 -727 0 0 -727 Gesamt 135.717 1.216 318 39 137.290 Auswirkung der Vermögensobergrenze 0 0 0 0 0 Gesamt 135.717 1.216 318 39 137.290 scroll in Tausend EUR 31.12.2019 Deutschland Indonesien Philippinen Indien Gesamt Barwert der Verpflichtungen 159.507 1.702 631 35 161.875 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 0 -233 0 0 -233 Gesamt 159.507 1.469 631 35 161.642 Auswirkung der Vermögensobergrenze 0 0 0 0 0 Gesamt 159.507 1.469 631 35 161.642 Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Aktive Anwärter 79.330 95.029 Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer 6.566 8.129 Pensionäre 52.121 58.717 Gesamt 138.017 161.875 Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,91 Jahre (Vorjahr: 19,06 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2020 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 3.271 (Vorjahr: 3.884) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 3.271 (Vorjahr: 3.884) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: 70) für das Jahr 2020 erwartet. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen: scroll in Tausend EUR Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre 31.12.2019 Gesamt Pensionsleistungen 3.271 15.642 23.688 42.601 30. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 256.743 431.645 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 10.057 20.745 Vertragsverbindlichkeiten 52.426 76.829 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224.502 240.280 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 860 1.699 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 80.063 83.510 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 19.304 13.563 Gesamt 643.955 868.271 In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 778 (Vorjahr: 864) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden wegen einer Einzelwertberichtigung aufgrund eines Gerichtsurteils TEUR 40.327 umsatzmindernd als periodenfremdes Ergebnis erfasst. Davon entfallen TEUR 10.289 auf Vertragsverbindlichkeiten. Die Umsatzkorrektur stellt eine Änderung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.88 dar. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit. Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,80 % bis 13,65 % (Vorjahr: 0,95 % bis 13,20 %). 31. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Stand 01.01. 20.188 20.501 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 Währungsanpassung -160 249 Zuführung 10.396 14.355 Auflösung 4.897 6.704 Verbrauch 5.026 4.724 Stand 31.12. 20.501 23.677 Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen 19.690 22.493 Prozessrisiken 797 1.164 Drohverluste 14 20 Gesamt 20.501 23.677 In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt. Es wird erwartet, dass der Bestand an sonstigen Rückstellungen voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020 verbraucht wird. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Forderungen. 32. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden. scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 45.252 52.435 In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Abflüsse aus Haftungsverhältnissen werden nicht erwartet. 33. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2018 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Minimumleasingzahlungen aus Leasing-Verhältnissen 7.184 17.879 777 Weitere finanzielle Verpflichtungen 10.561 4.584 3.533 Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen, die im Vorjahr hinzugekommen sind und als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert wurden. In der BAUER Gruppe bestanden im Vorjahr unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 251. Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien. Im Übrigen verweisen wir zu den Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 auf Seite 72 ff des Geschäftsberichts. 34. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben. 35. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Zum 31. Dezember 2019 wurden von der BAUER AG bei wesentlichen Kreditvereinbarungen vereinbarte Relationen nicht erfüllt. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß fällig gestellt werden können, so dass sie unabhängig von der ursprünglichen Laufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Der Betrag der Umgliederung beträgt zum Stichtag TEUR 187.347. Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und Folgen auf den Geschäftsverlauf der BAUER Gruppe werden laufend überwacht. Die BAUER Gruppe geht auf Grundlage der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass sich die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus und die notwendigen Eindämmungsmaßnahmen auf das Geschäftsjahr 2020 negativ auswirken. Weiterhin bestehen Risiken bei vor- und nachgelagerten Prozessen (z. B. mögliche Versorgungsengpässe durch fehlende Zulieferungen). Die der BAUER Gruppe bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Im Jahresverlauf sind jedoch weitere Belastungen möglich. Mit einer Pressemitteilung vom 31. März 2020 gab die BAUER Gruppe bekannt, dass aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage durch die sich weltweit ausbreitende Corona-Pandemie Kurzarbeit ab dem 1. April 2020 für einige in Deutschland ansässige Unternehmen beantragt wurde. Dies betrifft vor allem den Standort Schrobenhausen mit der Maschinenproduktion, aber auch in vielen Bereichen den Baubetrieb und die Verwaltung. Die weiteren und endgültigen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf die BAUER Gruppe ist noch nicht abschätzbar. Des Weiteren ergaben sich nach dem 31. Dezember 2019 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 oder DRS 20 berichtet werden muss. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN 36. KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. 37. FINANZINSTRUMENTE Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen. MARKTRISIKEN Währungsrisiko Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten die Wechselkurse zwischen funktionaler und nicht funktionaler Währung, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht. Die bestehenden Devisentermingeschäfte dienen der Sicherstellung der Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder es werden zu einem wesentlichen Teil die aus dem Wechselkursrisiko resultierenden Schwankungen durch den Einsatz von Derivaten eliminiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital. Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden. Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %: scroll in Tausend EUR zum 31.12.2018 USD/EUR AUD/EUR GBP/EUR Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 6.586 342 0 Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -8.049 -418 0 Gesamtauswirkung +10 % auf GuV -2.998 24 -380 Gesamtauswirkung -10 % auf GuV 3.673 -29 464 scroll in Tausend EUR zum 31.12.2019 USD/EUR CNY/EUR GBP/EUR Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 2.625 0 104 Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -3.209 0 -127 Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 4.294 961 -112 Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -5.301 -1.174 132 Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2019 im Wesentlichen die Währungspaare USD/EUR, CNY/EUR und GBP/EUR. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Zinsrisiko Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der variabel verzinslichen Finanzschulden (sowie der kurzfristigen in Anspruch genommenen Kreditlinien). Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt zu reduzieren. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst. Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI 939 558 Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI -274 -56 Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV 17.146 17.364 Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV -17.782 -18.355 Zinssicherungsinstrumente werden im Rahmen der IBOR-Reform diversen Unsicherheiten wie Art und Zeitpunkt der Änderung hinsichtlich des gesicherten Risikos des Grundgeschäfts ausgesetzt. Die BAUER AG wird mögliche Erleichterungen aus den sich ergebenden Standardänderungen des IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 unabhängig von der Restlaufzeit ab dem Geschäftsjahr 2019 für alle betroffenen Sicherungsbeziehungen vorzeitig in Anspruch nehmen. Dadurch wird die Effektivität nicht beeinträchtigt. Die Unsicherheit bezieht sich auf die hochwahrscheinliche Erwartung von gesicherten und variablen Zahlungsströmen (Referenzzinssatz EURIBOR) im Rahmen der Anwendung von Cashflow-Hedge Accounting Zusätzlich wird die BAUER AG die Auswirkungen der IBOR-Reform auf die Zinssicherungsinstrumente beobachten und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten. Rohstoffpreisrisiko Rohstoffpreisrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffpreisrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl. Aufgrund der Festpreisvereinbarungen wird keine Sensitivität angegeben. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt. Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich: scroll in Tausend EUR Buchwert 31.12.2018 Cashflows 2019 Cashflows 2020 bis 2023 Cashflows 2024 ff. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 565.215 269.588 311.722 10.877 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 30.796 10.759 21.620 250 Sonstige Verbindlichkeiten 85.398 80.069 1.872 3.501 Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 19.177 17.896 1.319 0 Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 52.426 52.426 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224.502 223.638 864 0 Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 860 860 0 0 scroll in Tausend EUR Buchwert 31.12.2019 Cashflows 2020 Cashflows 2021 bis 2024 Cashflows 2025 ff. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 505.388 253.867 261.523 13.532 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 58.637 21.727 33.943 8.473 Sonstige Verbindlichkeiten 89.538 83.636 1.831 4.210 Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 16.807 13.271 3.870 339 Vertragsverbindlichkeiten 76.829 76.829 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240.280 239.502 778 0 Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.699 1.699 0 0 Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden. Zum 31. Dezember 2019 konnte die BAUER AG vorgegebene Kreditrelationen nicht einhalten. Daraufhin fand eine Umgliederung der langfristigen in kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 187.347 statt. Den betroffenen Finanzierungspartnern wurden Unterlagen zur Bewertung des Einflusses auf den Konzern vorgelegt und Verhandlungen zur Aussetzung der Finanzkennzahlen zum Jahresende 2019 bzw. zum Verzicht auf dieses Kündigungsrecht werden geführt. Die BAUER AG geht davon aus, dass keine wesentlichen Kreditlinien gekündigt werden. Aus diesem Anlass wird auf eine Anpassung der Cashflows unter den Zahlungsmittelabflüssen des Jahres 2020 verzichtet. Für nähere Erläuterungen verweisen wir auf Abschnitt 27.2 des Anhangs sowie auf den Konzernlagebericht. Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar: scroll in Tausend EUR zum 31.12.2018 Buchwert 2019 2020 bis 2023 ab 2024 Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 1.315 -2.846 0 0 Zahlungsmittelabflüsse - -100.938 0 0 Zahlungsmittelzuflüsse - 98.092 0 0 Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 7.905 -2.206 -11.746 -5.343 Zahlungsmittelabflüsse - -2.206 -11.746 -5.343 scroll in Tausend EUR zum 31.12.2019 Buchwert 2020 2021 bis 2024 ab 2025 Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 270 -337 0 0 Zahlungsmittelabflüsse - -14.008 0 0 Zahlungsmittelzuflüsse - 13.671 0 0 Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 20.151 -4.132 -14.818 -7.274 Zahlungsmittelabflüsse - -4.132 -14.818 -7.274 Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2019 verwendet. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um ein Bruttosettlement und bei den Zinsswaps um ein Nettosettlement. In der Berichtsperiode bestanden freie Linien für kurzfristige Darlehen und Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 379.864 (Vorjahr: 364.825) sowie für Avale in Höhe von TEUR 163.191 (Vorjahr: 237.013). Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich sowohl aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, als auch aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Vertragsvermögenswerte. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in den Tabellen ab Seite 142 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko für abgeschlossene Devisentermingeschäfte zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Die Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2018 wird wie folgt auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung zum 31. Dezember 2019 übergeleitet: scroll in Tausend EUR Forderungen aus Lieferung und Leistung Stufe 2 (vereinfachter Ansatz) Stufe 3 (bonitätsbeeinträchtigt) Vertragsvermögenswerte Wertberichtigung am 31.12.2017 3.779 21.373 1.858 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 Währungsumrechnungsdifferenzen 0 362 0 Zuführung 0 19.699 0 Auflösung 1.587 4.684 1.287 Verbrauch 0 6.992 0 Wertberichtigung am 31.12.2018 2.192 29.758 571 Wertberichtigung am 31.12.2018 2.192 29.758 571 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 2 0 Währungsumrechnungsdifferenzen 0 301 0 Zuführung 710 24.841 321 Auflösung 569 4.508 0 Verbrauch 0 10.227 0 Wertberichtigung am 31.12.2019 2.333 40.167 892 In den Zuführungen und Auflösungen sind die Ergebnisse aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Abschnitt 12 abzüglich der dort ausgewiesenen Wertminderungen auf uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 4.781 (Vorjahr: 3.201) enthalten. Zusätzlich beeinhalten die Zuführung die über den Umsatz erfassten Wertminderungen in Höhe von TEUR 10.733 (Vorjahr: 9.245). Nachfolgenden Tabellen zeigen die Bruttobuchwerte und das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte: scroll in Tausend EUR Ausfallrisiko Wertberichtigungsmatrix Kreditausfallrate Bruttobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2018 nicht überfällig 0,37 % 178.248 145.577 überfällig bis 30 Tage 0,64 % 36.444 - überfällig bis 60 Tage 0,95 % 12.928 - überfällig bis 90 Tage 1,27 % 4.892 - überfällig mehr als 90 Tage 1,30 % 86.902 - Gesamt - 319.414 145.577 Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2019 nicht überfällig 0,59 % 127.961 108.122 überfällig bis 30 Tage 0,91 % 37.676 - überfällig bis 60 Tage 1,30 % 14.079 - überfällig bis 90 Tage 1,31 % 7.938 - überfällig mehr als 90 Tage 1,98 % 52.060 - Gesamt - 239.714 108.122 scroll in Tausend EUR Ausfallrisiko Wertberichtigungsmatrix Gesamtlaufzeit ECL Bruttobuchwert der bonitätsbeeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2018 nicht überfällig 1.211 - überfällig bis 30 Tage 235 - überfällig bis 60 Tage 123 - überfällig bis 90 Tage 62 - überfällig mehr als 90 Tage 1.132 - Gesamt 2.763 47.515 Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2019 nicht überfällig 1.564 - überfällig bis 30 Tage 341 - überfällig bis 60 Tage 183 - überfällig bis 90 Tage 104 - überfällig mehr als 90 Tage 1.033 - Gesamt 3.225 74.086 In der folgenden Tabelle sind die Bruttobuchwerte finanzieller Vermögenswerte nach den ECL-Stufen zum 31. Dezember 2019 dargestellt: scroll in Tausend EUR Stufe 1 12-Monats-ECL Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) Summe zum 31.12.2018 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19.226 0 0 19.226 zum 31.12.2019 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 22.030 0 0 22.030 Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zu Amortised Cost bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", weshalb die in der Periode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt wurde. Dabei sind Schuldinstrumente als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet" einzustufen, wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Schuldner jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte werden der Stufe 2 zugeordnet, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, aber noch kein Ausfall vorliegt. Dementsprechend befinden sich unter der Stufe 3 sämtliche einzelwertberichtigte finanzielle Vermögenswerte. In der BAUER Gruppe umfassen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Ausleihungen und kurzfristige Darlehen an nahestehende Unternehmen, Kautionsforderungen sowie sonstige Forderungen. Die Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 10.229 (Vorjahr: 10.036) stellt dabei die größte Einzelposition innerhalb der finanziellen Vermögenswerte dar. Das Ausfallrisiko der BAUER Nimr LLC ist aufgrund der positiven Ergebnisprognosen aus der Planung als sehr gering einzuschätzen. Bei den anderen Kreditnehmern ist das Rating ebenfalls bekannt, sodass ein laufendes Monitoring ermöglicht wird. Die Wertberichtigung für zu Amortised Cost bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerten zum 31. Dezember 2018 wird wie folgt auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung zum 31. Dezember 2019 übergeleitet: scroll in Tausend EUR Stufe 1 12-Monats-ECL Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) Summe Wertberichtigung am 31.12.2018 59 0 0 59 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 Zuführung 149 0 0 149 Auflösung 0 0 0 0 Verbrauch 0 0 0 0 Wertberichtigung am 31.12.2019 208 0 0 208 Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Financial Assets measured at Amortised Cost -8.630 -15.056 Financial Liabilities measured at Amortised Cost -33.644 -35.907 Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling 1.322 133 Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss -9.145 -17.211 Gesamt -50.097 -68.041 * Vorjahreszahl angepasst, Bankgebühren wurden von Financial Assets measured at Amortised Cost zu Financial Liabilities measured at Amortised Cost umgegliedert. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets measured at Amortised Cost enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertminderungen und -aufholungen auf uneinbringliche Forderungen, Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Zinserträge. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen, Avalprovisionen sowie Ergebnisse aus Bankgebühren. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling enthält die Dividenden- erträge aus den Sonstigen Beteiligungen. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps. In den Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost sind im im Gegensatz zur Überleitungsrechnung für Wertberichtigungen auch die Ergebnisse aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 4.781 (Vorjahr: 3.201) enthalten. Des Weiteren sind die über den Umsatz erfasssten Wertminderungen enthalten. Aus der folgenden Tabelle sind die darin enthaltenen Wertminderungen ersichtlich: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost -15.271 -25.575 Wertminderungen für Fair Value through OCI ohne Recycling - - Gesamt -15.271 -25.575 Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus at Amortised Cost bewerteten Finanzinstrumenten wird nachfolgend dargestellt: scroll in Tausend EUR 31.12.2018 31.12.2019 Zinserträge 6.857 9.433 Zinsaufwendungen -31.369 -34.987 Gesamt -24.512 -25.554 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Eine Gegenüberstellung der Buchwerte und Fair Value der Finanzinstrumente sowie eine Überleitung auf die Kategorien des IFRS 9 findet sich in den Tabellen auf Seite 142 ff. Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, dazu zählen Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps werden zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen auf Währungspaare werden auf der Basis von marktüblichen Optionspreismodellen bewertet. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt: ― Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ― Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen ― Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3 dar: scroll in Tausend EUR 01.01.2018 Zugänge Abgänge Erfolgsneutrale Veränderungen Erfolgswirksame Veränderungen 31.12.2018 Beteiligungen 11.733 34 -1.083 -2.334 0 8.350 scroll in Tausend EUR 01.01.2019 Zugänge Abgänge Erfolgsneutrale Veränderungen Erfolgswirksame Veränderungen 31.12.2019 Beteiligungen 8.350 34 0 422 0 8.806 Hierbei handelt es sich um die zum Fair Value through OCI bewerteten Beteiligungen. Die erfolgsneutrale Wertänderung des Fair Value betrifft ausschließlich die Beteiligung an der Wöhr + Bauer GmbH. Als bedeutende nicht beobachtbare Eingangsparameter gehen hierbei die Annahmen bezüglich der Unternehmensplanung, die Wachstumsrate für die Schätzung der Cashflows nach Beendigung der Planungsperiode sowie der Diskontierungssatz in der Bewertung ein. Basierend auf gegenwärtig vorliegende Informationen wird eine wesentliche Veränderung der Unternehmensplanung als unwahrscheinlich eingeschätzt. Die verwendeten Cashflow-Prognosen werden aus diesem Grund als geeignete Grundlage für die Fair Value Ermittlung erachtet. Bei einer Variation des auf der Nachsteuer-Basis ermittelten Kapitalkostensatzes von +/- 0,5 %-Punkten würde das Eigenkapital um TEUR 321 (Vorjahr: 604) niedriger bzw. TEUR 355 (Vorjahr: 685) höher ausfallen. Zwischen den bedeutenden, nicht beobachtbaren Eingangsparametern bestehen keine signifikanten Beziehungszusammenhänge. Bei den anderen Beteiligungen haben sich keine Änderungen des Fair Value ergeben. Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert. Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften Im Rahmen der konzerninternen Darlehensvergabe ist die BAUER Gruppe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die zum Großteil durch Cashflow-Hedges mittels Devisentermingeschäfte gesichert werden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Devisentermingeschäfte stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Gewinne und Verluste aus den Intercompany-Darlehen in Fremdwährung zum 31. Dezember 2019, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität und die wirtschaftliche Beziehung wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt. Die Bestimmung von etwaigen Ineffektivitäten erfolgt anhand der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode. Bei der Absicherung von Fremdwährungsgeschäften entstehen Ineffektivitäten möglicherweise dann, wenn sich die Bonität der Gruppe oder der Gegenpartei des Derivats ändern. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten. Weiterhin ist das zinsbedingte Cashflow-Risiko der variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen durch Zinsswaps abgesichert und die Schuldscheindarlehen somit in festverzinsliche Finanzschulden konvertiert worden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Zinsswaps stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Die Schuldscheindarlehen und die Zinsswaps sind als Sicherungsbeziehung designiert. Buchhalterisch zu erfassende Ineffektivitäten sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalvolumina und Marktwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente: scroll in Tausend EUR Nominalvolumen Marktwert 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 Positiv Negativ Positiv Negativ Zinsswaps * davon im Hedge-Accounting 41.000 41.000 0 -292 0 -393 davon nicht im Hedge-Accounting 273.284 280.252 0 -7.613 0 -19.758 Devisentermingeschäfte davon im Hedge-Accounting 82.589 32.528 286 -408 303 -114 davon nicht im Hedge-Accounting 70.899 85.195 329 -907 824 -156 Devisenoptionsgeschäfte davon im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 0 davon nicht im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 0 Cross Currency Swaps davon im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 davon nicht im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 Zinscaps davon im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 0 davon nicht im Hedge-Accounting 226.000 0 0 0 0 0 * Bei den Zinsswaps handelt es sich um die Marktwerte inklusive der Stückzinsen. Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit künftiger Zahlungsströme Die folgende Tabelle stellt die quantitativen Informationen je Risikokategorie dar. Darin enthalten sind das zeitliche Profil für den Nominalbetrag des Sicherungsinstruments sowie der Durchschnittskurs des Sicherungsinstruments: scroll 31.12.2018 Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos 2019 2020 >2020 Fremdwährungsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) davon USD/EUR 74.288 0 0 davon AUD/EUR 3.792 0 0 davon CAD/EUR 3.396 0 0 davon HUF/EUR 1.112 0 0 Durchschnittlicher Sicherungskurs Durchschnittskurs USD/EUR 1,1765 0 0 Durchschnittskurs AUD/EUR 1,5350 0 0 Durchschnittskurs CAD/EUR 1,5280 0 0 Durchschnittskurs HUF/EUR 327,2051 0 0 Zinsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) 0 3.500 37.500 Durchschnittlicher Zinssicherungskurs 0 0,6400 % 0,3828 % scroll 31.12.2019 Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos 2020 2021 >2022 Fremdwährungsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) davon USD/EUR 29.170 0 0 davon GBP/EUR 1.140 0 0 davon ZAR/EUR 2.218 0 0 davon HUF/EUR 0 0 0 Durchschnittlicher Sicherungskurs Durchschnittskurs USD/EUR 1,1260 0 0 Durchschnittskurs GBP/EUR 0,8504 0 0 Durchschnittskurs ZAR/EUR 16,9910 0 0 Durchschnittskurs HUF/EUR 0 0 0 Zinsrisiko Nominalvolumen (in Tausend EUR) 3.500 18.500 19.000 Durchschnittlicher Zinssicherungskurs 0,6400 % 0,2300% 0,5355% Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Sicherungsinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten getrennt) sowie die Bilanzposten der Sicherungsinstrumente dar: scroll in Tausend EUR Angaben zu Sicherungsinstrumenten zum 31.12.2018 Nominale Buchwerte der Sicherungsinstrumente Vermögenswerte Verbindlichkeiten Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken 82.589 286 -408 Zinsrisiken 41.000 0 -292 scroll in Tausend EUR Angaben zu Sicherungsinstrumenten zum 31.12.2018 Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten Bilanzposten Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken -1.183 Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Zinsrisiken -296 Sonstige Finanzverbindlichkeiten scroll in Tausend EUR Angaben zu Sicherungsinstrumenten zum 31.12.2019 Nominale Buchwerte der Sicherungsinstrumente Vermögenswerte Verbindlichkeiten Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken 32.528 303 -114 Zinsrisiken 41.000 0 -393 scroll in Tausend EUR Angaben zu Sicherungsinstrumenten zum 31.12.2019 Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten Bilanzposten Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken -3.181 Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Zinsrisiken -387 Sonstige Finanzverbindlichkeiten In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der abgesicherten Grundgeschäfte sowie die Salden der Cashflow-Hedge Rücklage abgebildet: scroll in Tausend EUR Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges 31.12.2018 Buchwert der gesicherten Grundgeschäfte Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage Vermögenswerte Verbindlichkeiten Aktive Hedges Beendete Hedges Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken 79.833 2.756 1.183 0 0 Zinsrisiken 0 40.829 296 -201 0 scroll in Tausend EUR Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges 31.12.2019 Buchwert der gesicherten Grundgeschäfte Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage Vermögenswerte Verbindlichkeiten Aktive Hedges Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken 32.528 0 3.181 0 Zinsrisiken 0 40.882 387 -273 scroll in Tausend EUR Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges 31.12.2019 Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage Beendete Hedges Cashflow-Hedges Fremdwährungsrisiken 0 Zinsrisiken 0 scroll in Tausend EUR Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges In die GuV umgegliederte Beträge 01.01.2018 Marktwertänderungen aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts Hedging Rücklage Fremdwährungsrisiken -957 -1.183 0 2.514 Zinsrisiken -56 -296 0 94 Rücklage für Sicherungskosten Fremdwährungsrisiken 0 -494 0 293 scroll in Tausend EUR Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges In die GuV umgegliederte Beträge Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung 31.12.2018 Hedging Rücklage Fremdwährungsrisiken -374 0 Zinsrisiken 57 -201 Rücklage für Sicherungskosten Fremdwährungsrisiken 56 -145 scroll in Tausend EUR Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges In die GuV umgegliederte Beträge 01.01.2019 Marktwertänderungen aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme Hedging Rücklage Fremdwährungsrisiken 0 -3.181 0 Zinsrisiken -201 -387 0 Rücklage für Sicherungskosten Fremdwährungsrisiken -145 -1.889 0 scroll in Tausend EUR Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges In die GuV umgegliederte Beträge aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung 31.12.2019 Hedging Rücklage Fremdwährungsrisiken 3.181 0 0 Zinsrisiken 287 28 -273 Rücklage für Sicherungskosten Fremdwährungsrisiken 2.026 -38 -46 Die ergebniswirksame Umgliederung erfolgte im Geschäftsjahr 2019 in den Posten Finanzerträge und Finanzaufwendungen. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten a) Finanzielle Vermögenswerte Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer potentiellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Vermögenswerte entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde. scroll in Tausend EUR Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Stand: 31.12.2018 Derivative finanzielle Vermögenswerte 615 0 615 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 62.587 0 62.587 Gesamt 63.202 0 63.202 Stand: 31.12.2019 Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.127 0 1.127 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 37.575 0 37.575 Gesamt 38.702 0 38.702 scroll in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Finanzinstrumente Erhaltene Barsicherheiten Nettobetrag Stand: 31.12.2018 Derivative finanzielle Vermögenswerte -603 - 12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -13.517 - 49.070 Gesamt -14.120 - 49.082 Stand: 31.12.2019 Derivative finanzielle Vermögenswerte -956 - 171 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -7.870 - 29.705 Gesamt -8.826 - 29.876 b) Finanzielle Verbindlichkeiten Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer potentiellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Verbindlichkeiten entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde. scroll in Tausend EUR Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Stand: 31.12.2018 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 9.220 0 9.220 Kontokorrentkredite 442.997 0 442.997 Gesamt 452.217 0 452.217 Stand: 31.12.2019 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 20.421 0 20.421 Kontokorrentkredite 504.080 0 504.080 Gesamt 524.501 0 524.501 scroll in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Finanzinstrumente Geleistete Barsicherheiten Nettobetrag Stand: 31.12.2018 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten -603 - 8.617 Kontokorrentkredite -13.517 - 429.480 Gesamt -14.120 - 438.097 Stand: 31.12.2019 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten -956 - 19.465 Kontokorrentkredite -7.870 - 496.210 Gesamt -8.826 - 515.675 In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen. Im Konzern werden Finanzinstrumente entsprechend der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 Bilanzposten zugeordnet. Für kurzfristige Finanzinstrumente, die zu Amortised Cost bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29a keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IFRS 9 und die jeweiligen Marktwerte: scroll in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Buchwert Amortised Cost 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen 8.350 8.806 at Cost 0 0 0 0 at Fair Value 8.350 8.806 0 0 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 13.198 13.923 at Fair Value 0 0 0 0 at Amortised Cost 11.411 11.424 11.411 11.424 at Cost 0 0 0 n/a 1.787 2.499 0 0 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vertragsvermögenswerte n/a 145.005 108.122 0 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 334.978 271.300 at Amortised Cost 330.189 269.800 330.189 269.800 at Fair Value 4.789 1.500 0 0 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 7.846 1.912 7.846 1.912 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 8.371 11.526 at Fair Value 615 1.127 0 0 at Amortised Cost 7.756 10.399 7.756 10.399 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at Amortised Cost 62.587 37.575 62.587 37.575 Summe finanzielle Vermögenswerte 580.335 453.164 419.789 331.110 scroll in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 Bewertungsmaßstab Fair Value through OCI (ohne Recycling) Fair Value through Profit or Loss 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen at Cost 0 0 0 0 at Fair Value 8.350 8.806 0 0 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0 0 0 0 at Amortised Cost 0 0 0 0 at Cost 0 0 0 0 n/a 0 0 0 0 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vertragsvermögenswerte n/a 0 0 0 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost 0 0 0 0 at Fair Value 0 0 4.789 1.500 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 0 0 0 0 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0 0 329 824 at Amortised Cost 0 0 0 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at Amortised Cost 0 0 0 0 Summe finanzielle Vermögenswerte 8.350 8.806 5.118 2.324 scroll in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Derivate im Hedge Accounting Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen at Cost 0 0 0 0 at Fair Value 0 0 0 0 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0 0 0 0 at Amortised Cost 0 0 0 0 at Cost 0 0 0 0 n/a 0 0 0 0 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vertragsvermögenswerte n/a 0 0 145.005 108.122 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost 0 0 0 0 at Fair Value 0 0 0 0 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 0 0 0 0 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 286 303 0 0 at Amortised Cost 0 0 0 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at Amortised Cost 0 0 0 0 Summe finanzielle Vermögenswerte 286 303 145.005 108.122 scroll in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Beteiligungen at Cost n/a n/a n/a at Fair Value 8.350 8.806 3 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0 0 n/a at Amortised Cost 10.839 13.702 3 at Cost n/a n/a n/a n/a n/a n/a n/a KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vertragsvermögenswerte n/a n/a n/a n/a Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost n/a n/a n/a at Fair Value 4.789 1.500 2 Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost n/a n/a n/a Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 615 1.127 2 at Amortised Cost n/a n/a n/a Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at Amortised Cost n/a n/a n/a Summe finanzielle Vermögenswerte 24.593 25.135 scroll in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Buchwert Amortised Cost 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 308.472 73.743 308.472 73.743 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 20.739 37.892 0 0 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.093 23.665 at Fair Value 7.812 20.129 0 0 at Amortised Cost 1.281 3.536 1.281 3.536 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 256.743 431.645 256.743 431.645 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 10.057 20.745 0 0 Vertragsverbindlichkeiten n/a 52.426 76.829 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost 224.502 240.280 224.502 240.280 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 860 1.699 860 1.699 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 19.304 13.563 at Fair Value 1.408 292 0 0 at Amortised Cost 17.896 13.271 17.896 13.271 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 902.196 920.061 809.754 764.174 scroll Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Fair Value through OCI (ohne Recycling) Fair Value through Profit or Loss 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 0 0 0 0 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 0 0 7.520 19.758 at Amortised Cost 0 0 0 0 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 0 0 0 0 Vertragsverbindlichkeiten n/a 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 0 0 0 0 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 0 0 1.000 156 at Amortised Cost 0 0 0 0 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 8.520 19.914 scroll in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Derivate im Hedge Accounting Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 0 0 20.739 37.892 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 292 371 0 0 at Amortised Cost 0 0 0 0 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 0 0 10.057 20.745 Vertragsverbindlichkeiten n/a 0 0 52.426 76.829 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 0 0 0 0 Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 408 136 0 0 at Amortised Cost 0 0 0 0 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 700 507 83.222 135.466 scroll in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 31.12.2018 31.12.2019 LANGFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 316.491 100.530 3 Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 21.498 42.371 3 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 7.812 20.129 2 at Amortised Cost 1.306 4.180 3 KURZFRISTIGE SCHULDEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost n/a n/a n/a Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a n/a n/a n/a Vertragsverbindlichkeiten n/a n/a n/a n/a Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost n/a n/a n/a Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost n/a n/a n/a Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 1.408 292 2 at Amortised Cost n/a n/a n/a Summe finanzielle Verbindlichkeiten 348.515 167.502 Zur grundsätzlichen Einordnung der unterschiedlichen Bewertungskategorien und -maßstäbe verweisen wir auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Finanzinstrumente" auf Seite 84. Nettoverbindlichkeiten Die Entwicklung der Nettoverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt: scroll in Tausend EUR Kreditaufnahmen Leasingverhältnisse Zwischen summe Zahlungsmittel und -äquivalente Summe Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2018 585.210 34.680 619.890 47.266 -572.624 Cashflows -22.248 -19.083 -41.331 14.756 56.087 Erwerbe - Leasingverhältnisse 0 16.352 16.352 0 -16.352 Sonstige Veränderungen 2.252 -1.153 1.099 565 -534 Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2018 565.214 30.796 596.010 62.587 -533.423 Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2019 565.214 30.796 596.010 62.587 -533.423 Anpassung aufgrund der Erstanwendung IFRS 16 0 22.521 22.521 0 -22.521 Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2019 (angepasst) 565.214 53.317 618.531 62.587 -555.944 Cashflows -63.849 -22.047 -85.896 -26.670 59.226 Erwerbe - Leasingverhältnisse 0 28.691 28.691 0 -28.691 Sonstige Veränderungen 4.024 -1.324 2.700 1.658 -1.042 Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2019 505.389 58.637 564.026 37.575 -526.451 38. ORGANE DER GESELLSCHAFT Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an: Anteilseignervertreter ― Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender freiberuflicher Managementberater Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied Aufsichtsrat DEUSA International GmbH, Bleicherode, Vorsitzender Beirat BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Mitglied ― Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen ― Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Vorsitzender ― Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung ― Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin Geschäftsführerin der Orange 12 GmbH, Berlin Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied ― Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Winters Bouwen Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender Arbeitnehmervertreter ― Robert Feiger, Neusäß, stellvertretender Vorsitzender Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied ― Regina Andel, Ellrich stellvertretende Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen ― Rainer Burg, Gerolsbach Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen ― Maria Engfer-Kersten, Langenhagen Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover ― Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied ― Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen Personalleiter BAUER AG, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Vorstand ― Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Straßlach-Dingharting, Vorsitzender Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender ― Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur ― Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender ― Peter Hingott, Schrobenhausen Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf, Arbeitsdirektor Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Verwaltungsrat BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile/Chile, Vorsitzender Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.549 (Vorjahr: 1.552). Davon sind TEUR 1.344 (Vorjahr: 1.342) erfolgsunabhängige und TEUR 205 (Vorjahr: 210) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Alt-Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: 50) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 1.660 (Vorjahr: 1.247). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 289 (Vorjahr: 91). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigungen individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmenangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Stichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.535 (Vorjahr: 5.958) passiviert. Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2019 betrug TEUR 358 (Vorjahr: 308) und setzte sich wie folgt zusammen: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer (ab 01.11.2018) 7,5 52,5 Dr. Klaus Reinhardt (bis 31.10.2018) 37,6 - Stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 32,3 37,5 Anteilseignervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer 23,6 27,5 Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 21,5 25,0 Gerardus N. G. Wirken 25,2 29,5 Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 21,5 25,0 Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 25,2 29,5 Arbeitnehmervertreter Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 21,5 25,0 Regina Andel 21,5 25,0 Reinhard Irrenhauser 23,6 27,5 Rainer Burg 21,5 25,0 Maria Engfer-Kersten 25,2 29,0 Gesamt 307,7 358,0 39. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird. Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Nahestehende Personen erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: 143). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 680 (Vorjahr: 536). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 550 (Vorjahr: 558) geleistet wurden. Für die bestehenden Pachtverträge mit nahen Angehörigen wurde zum 31. Dezember 2019 erstmalig nach IFRS 16 ein Nutzungsrecht von TEUR 1.518 aktiviert und eine Verbindlichkeit TEUR 1.534 passiviert. Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Verbindlichkeiten aus einem grundschuldbesicherten Tilgungsdarlehen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr: 1.150), für das fixe Zinsen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: 61) gezahlt wurden. Die BAUER Stiftung ist ein sonstiges nahestehendes Unternehmen. Bezüglich des Darlehens gegen das assoziierte Unternehmen BAUER Nimr LLC, Maskat, Sultanat Oman, verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt 23 "Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte". Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG. Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Nicht-konsolidierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen 2018 2019 2018 2019 2018 2019 Erträge 3.456 3.531 14.940 10.088 3.976 4.362 Bezogene Leistungen 3.106 3.384 9.125 5.655 1.807 1.414 Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) 1.547 88 10.100 6.093 36.701 19.260 Verbindlichkeiten (31.12.) 54 243 2.513 2.398 3.687 6.022 Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 14 17 16.851 13.939 Aufwand für uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 0 0 393 0 1.821 0 Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen. 40. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt: Geschäftsjahr 2018: scroll Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 % Wagstaff Piling Bauer Australia -Westgate Tunnel Spezialtiefbau Melbourne, Australien 50 % Geschäftsjahr 2019: scroll Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 % Wagstaff Piling Bauer Australia -Westgate Tunnel Spezialtiefbau Melbourne, Australien 50 % 41. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: PricewaterhouseCoopers GmbH: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Honorare für Abschlussprüfungsleistungen 798 871 Honorare für andere Bestätigungsleistungen 0 24 Honorare für Steuerberatungsleistungen 17 39 Honorare für sonstige Leistungen 42 175 Gesamt 857 1.109 In den Honoraren für sonstige Leistungen und für andere Bestätigungsleistungen sind sowohl prüfungsnahe Beratungsleistungen, projektbegleitende Prüfungen bei Einsatz von Informationstechnologie als auch Dienstleistungen im Rahmen der Offenlegungspflichten enthalten. Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig. Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt: scroll in Tausend EUR 2018 2019 Honorare für Abschlussprüfungen 40 42 Honorare für andere Bestätigungsleistungen 0 0 Honorare für Steuerberatungsleistungen 0 0 Honorare für sonstige Leistungen 2 2 Gesamt 42 44 42. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2019 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. 43. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 7. April 2020 statt) freigegeben. 44. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER scroll 2018 2019 Angestellte 3.560 3.599 Inland 2.004 2.012 Ausland 1.556 1.587 Gewerbliche Arbeitnehmer 7.837 7.828 Inland 1.796 1.866 Ausland 6.041 5.962 Auszubildende 246 257 Mitarbeiter gesamt 11.643 11.684 45. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS Der festgestellte Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 weist einen Bilanzverlust aus. Daher wird der Hauptversammlung kein Vorschlag über die Verwendung eines Bilanzgewinns vorgelegt. Schrobenhausen, den 3. April 2020 Der Vorstand Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott Anteilsbesitzliste der BAUER Gruppe gemäß § 313 HGB zum 31. Dezember 2019 scroll NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT Währung Anteil am Kapital in % 1. Vollkonsolidierte Unternehmen BAUER Aktiengesellschaft EUR A. Deutschland BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00 WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland EUR 75,00 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 ESAU & HUEBER Verwaltungs GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 hydesco24 GmbH, Hamburg, Deutschland EUR 60,00 B. Übrige EU GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 100,00 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien * EUR 100,00 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich EUR 100,00 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 100,00 BAUER Magyarorszàg Speciális MélyépitöKft., Budapest, Ungarn HUF 100,00 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 100,00 BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande EUR 100,00 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 100,00 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien EUR 100,00 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 100,00 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 100,00 TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 100,00 BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien EUR 100,00 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen PLN 100,00 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 100,00 C. Übriges Europa BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 100,00 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 100,00 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 65,00 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 55,00 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00 BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Tbilisi, Georgia GEL 100,00 D. Nahost & Zentralasien Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 100,00 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 100,00 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 49,00 * BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 * BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien USD 100,00 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 83,33 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 100,00 Technical Dimension Co. for Maintenance Services Ltd., Amman, Jordanien USD 60,00 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 60,00 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 100,00 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 * BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 100,00 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien INR 100,00 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien SAR 100,00 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 100,00 E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia MYR 100,00 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 100,00 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 100,00 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 40,00 * BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 99,88 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 100,00 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 100,00 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100,00 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00 BAUER Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 100,00 P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan JPY 100,00 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 49,00 * Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 73,99 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 100,00 F. Amerika BAUER FUNDACIONES PANAMA S.A., Panama City, Panama USD 100,00 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 100,00 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S. R. L., Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 100,00 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 100,00 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile CLP 100,00 GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 60,00 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 G. Afrika BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 55,75 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Midrand, Südafrika ZAR 100,00 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia NAD 100,00 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 100,00 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo USD 49,00 * BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana GHS 100,00 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 100,00 BAUER Resources Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 100,00 2. Unternehmen im erweiterten Konsolidierungskreis A. Inland Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland EUR 50,00 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00 fielddata.io GmbH, München, Deutschland EUR 99,00 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Deutschland EUR 100,00 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00 B. Ausland BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 100,00 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien DZD 100,00 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica CRC 100,00 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien LYD 36,00 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 100,00 BAUER Fundaciones Colombia S. A. S., Bogota, Kolumbien COP 100,00 BAUER Fundaciones America Latina, S. A., Panama City, Panama USD 100,00 BAUER Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Iraq IQD 100,00 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei EUR 100,00 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden SEK 100,00 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 100,00 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha USD 100,00 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 100,00 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 60,00 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 100,00 BAUER Equipamientos de Panama S. A., Panama City, Panama PAB 100,00 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Kanada CAD 100,00 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 100,00 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 51,00 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 100,00 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 100,00 3. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen A. Inland TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland EUR 50,00 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 30,00 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 40,00 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 51,00 B. Ausland TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien EUR 30,00 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich EUR 50,00 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 52,50 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain BHD 53,00 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 51,00 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 50,00 AO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 20,70 4. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht A. Inland Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland EUR 16,65 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00 Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland EUR 10,00 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland EUR 4,18 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland EUR 2,00 * in Liquidation * Wirtschaftliches Eigentum ist 100 % Die vollständige Anteilsbesitzliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger veröffentlicht. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Schrobenhausen, den 3. April 2020 Der Vorstand Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 7. April 2020 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315d HGB. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement" unter Textziffer 27.2 des Konzernanhangs sowie die Angaben unter Abschnitt "V Risiko - und Chancenbericht des Konzernlageberichts", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass bei einer Künndigung der Finanzierungsvereinbarungen durch die Finanzierungspartner und Fälligstellung eines wesentlichen Teils der Finanzverbindlichkeiten zur Rückzahlung das Risiko besteht, dass der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Wie in Abschnitt "Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement" und in Abschnitt "V. Risiko- und Chancenbericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die von der Gesellschaft erstellte konzernweite Unternehmens- und Liquiditätsplanung gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Angemessenheit der der Unternehmens- und Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Annahmen beurteilt und nachvollzogen, ob die Unternehmens- und Liquiditätsplanung sachgerecht auf der Grundlage dieser Annahmen abgeleitet wurde. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die unten beschriebenen Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: (1) Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit (2) Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen (3) Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten (4) Bilanzierung latenter Steuern Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: ① Sachverhalt und Problemstellung ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse ③ Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: (1) Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit ① Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "At-Equity bewertete Anteile" € 118,0 Mio. ausgewiesen. Nach Anwendung der Equity Methode hat die BAUER Aktiengesellschaft gemäß IAS 28 zu überprüfen, ob es erforderlich ist, Wertberichtigungen im Hinblick auf ihre Beteiligung am Nettovermögen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen vorzunehmen. Dabei wird der gesamte Buchwert der Beteiligung als ein Vermögenswert auf Wertminderung gem. IAS 36 überprüft, d.h. der darin enthaltene Geschäfts- und Firmenwert wird nicht getrennt überprüft. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer nach der Equity-Bewertung bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen überprüft. Zur Ermittlung der Werte wesentlicher Beteiligungsansätze wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Anteile. Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2019 keinen Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Prozessverständnis über die Methodik der Equity-Fortschreibung verschafft. In einer Stichprobe von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen haben wir unter anderem die Equity-Fortschreibung hinsichtlich ihrer rechnerischen Richtigkeit und hinsichtlich der Abstimmbarkeit der verwendeten Finanzinformationen mit den geprüften Jahres- bzw. Konzernabschlüssen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nachvollzogen. Wir haben uns durch Einsicht in die Gesellschaftsverträge davon überzeugt, dass die BAUER Aktiengesellschaft bei den assoziierten Unternehmen in ihrer Funktion als Gesellschafter maßgeblichen Einfluss hat und die Voraussetzungen für die Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen erfüllt sind. Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer Prüfung unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die Werte der wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beurteilt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sachgerecht vorzunehmen. ③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sind im Abschnitt 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 20.3 "At-Equity bilanzierte Anteile" des Konzern-Anhangs enthalten. (2) Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen ① Die BAUER Gruppe ist an teilweise großen und komplexen Bauprojekten beteiligt, bei denen Umsätze über einen Zeitraum hinweg erfasst werden. Bei der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum werden die Umsatzerlöse auf Basis des Fertigstellungsgrads erfasst, der sich als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Auftragskosten zu den voraussichtlichen Gesamtkosten ermittelt. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Verträgen in Höhe von € 710,3 Mio. realisiert. In der Bilanz zum 31. Dezember 2019 werden Vertragsvermögenswerte in Höhe von € 108,1 Mio. und Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von € 76,8 Mio. erfasst. Die Umsatzrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen erfolgt über einen Zeitraum, wenn ein Vermögenswert erstellt wird, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die BAUER Gruppe aufweist und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht. Auch wenn ein Vermögenswert erstellt oder verbessert wird und der Kunde währenddessen die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt, werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen realisiert. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfordert angesichts komplexer Herstellungsabläufe insbesondere ein wirksames internes Budgetierungs- und Berichtssystem einschließlich einer mitlaufenden Projektkalkulation sowie ein funktionierendes internes Kontrollsystem. Die Höhe der Erlöse und Gewinne, die in einem Jahr bei Projekten erfasst werden, hängt unter anderem von den tatsächlich angefallenen Kosten, der Bewertung des Fertigstellungsgrades von Verträgen und den prognostizierten Auftragserlösen und den Kosten für jedes Projekt ab. Darüber hinaus wird die Höhe von Umsatz und Gewinn durch die Bewertung von Nachtragsaufträgen und Schadensersatzforderungen beeinflusst. Aufgrund der Komplexität der Projekte, der Unsicherheit über die Kosten für die Fertigstellung und der Unsicherheit über das Ergebnis von Gesprächen mit Kunden über Änderungsaufträge und -ansprüche ist dies oft mit einem hohen Maß an Ermessen verbunden. Vor diesem Hintergrund ist die zutreffende Anwendung der Rechnungslegungsstandards als komplex zu betrachten und basiert in Teilen auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Daher war der Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit des bei der BAUER Gruppe eingerichteten internen Kontrollsystems und die Wirksamkeit relevanter Kontrollen beurteilt sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads von Bauprojekten anhand unterstützender Dokumente auf Übereinstimmung mit der Bilanzierungspolitik bei BAUER überprüft. Dabei haben wir auch die Angemessenheit der Bilanzierungsrichtlinien bei BAUER und ihre Interpretation der relevanten Rechnungslegungsstandards gewürdigt und insbesondere die Konkretisierung der Bilanzierungsrichtlinien hinsichtlich der Bedingungen beurteilt, die erfüllt sein müssen, um eine Forderung und Nachtragsaufträge als Teil der Auftragserlöse zu erfassen. Unser konkretes Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen. Dabei haben wir vor allem das Kostenrechnungssystem sowie andere relevante Systeme zur Unterstützung der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen beurteilt. Weiterhin haben wir auf Basis von Stichproben die ordnungsmäßige Erfassung und Verrechnung der Einzelkosten, die Höhe und Verrechnung der Gemeinkostenzuschläge, die den Bauprojekten zugrundeliegenden Projektkalkulationen sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads einzelner Projekte beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die uns vorgelegten Stellungnahmen von externen Parteien wie Anwälten oder Sachverständigen hinsichtlich der bilanziellen Behandlung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen gewürdigt und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Durchsetzung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen mit historischen Erfahrungswerten abgestimmt. Bei den Verträgen haben wir zudem einen Vergleich der im Konzernabschluss erfassten Positionen mit dem Vorjahr durchgeführt, um die Konsistenz der Bewertung zu beurteilen und Rückvergleiche auf diese Schätzung durchzuführen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen in Einklang mit IFRS 15 und die Umsetzung der neuen Vorgaben beurteilt. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen insgesamt angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um eine sachgerechte Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen zu gewährleisten. ③ Die Angaben der Gesellschaft zur Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 25. "Forderungen und Sonstige Vermögenswerte" des Konzern-Anhangs enthalten. (3) Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ① Die Gesellschaften der BAUER Gruppe schließen eine Vielzahl unterschiedlicher derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ab. Das Währungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus gewährten gruppeninternen Darlehen und angenommenen Anlagen von Gesellschaften der BAUER Gruppe in Fremdwährung. Mit der Zinssicherung wird das Ziel verfolgt, das Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Begrenzung dieser Risiken erfolgt unter anderem durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, Devisenoptionen, Zinsswaps und Zinscaps. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen durch die Abteilung Konzernfinanzen der BAUER Gruppe durchgeführt bzw. koordiniert. Derivative Finanzinstrumente werden am Bilanzstichtag zum Fair Value bilanziert. Die positiven Fair Values der insgesamt zur Sicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag € 1,1 Mio., die negativen Fair Values betragen insgesamt € -20,4 Mio. Soweit die von der BAUER Gruppe eingesetzten derivativen Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte künftiger Zahlungsströme im Rahmen von Sicherungsbeziehungen nach den Vorschriften des IFRS 9 sind, werden Änderungen des Fair Value bis zur Fälligkeit des gesicherten Zahlungsstroms (effektiver Teil) über die Dauer der Sicherungsbeziehung GuV-neutral über das Sonstige Ergebnis (OCI) als nicht realisierte Gewinne/ Verluste erfasst (Cash-Flow Hedges). Hierbei werden die kassakursinduzierten Wertveränderungen von derivativen Sicherungsgeschäften unter der Hedging-Reserve gezeigt. Die Bauer Gruppe hat die durch IFRS 9 eingeräumte Möglichkeit zur Erfassung von terminkursbedingten Wertveränderungen der Sicherungsgeschäfte sowie Wertänderungen aus dem sogenannten Cross-Currency-Basis-Spread in der "Rücklage für Sicherungskosten" umgesetzt. Zum Bilanzstichtag betrug der Stand der erfolgsneutral im Eigenkapitel ("Hedging-Reserve") erfassten kumulierten effektiven Fair-Value-Änderungen € -0,3 Mio. nach Ertragsteuern. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derselben Periode oder denselben Perioden vom Sonstigen Ergebnis in die GuV umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte aufgrund der hohen Komplexität und Anzahl der Geschäfte sowie der umfangreichen Anforderungen an die Bilanzierung und Angabepflichten durch den IFRS 9 und IFRS 7 von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten aus dem Bereich Corporate Treasury Solutions unter anderem die fachlichen Änderungen im Zusammenhang mit der Einführung des IFRS 9 beurteilt. Darüber hinaus haben wir die die vertraglichen und finanztechnischen Grundlagen gewürdigt und die Bilanzierung einschließlich der Eigenkapital- und Ergebniseffekte aus den diversen Sicherungsgeschäften nachvollzogen. Dabei haben wir uns insbesondere mit den Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting auseinandergesetzt. Ferner haben wir bei der Prüfung der Bewertung der Finanzinstrumente zum Fair Value auch die Berechnungsmethodiken auf Basis von Marktdaten nachvollzogen. Weiterhin haben wir zur Beurteilung der Vollständigkeit und zur Prüfung der Fair Values der erfassten Geschäfte Bankbestätigungen eingeholt. Hinsichtlich der erwarteten Zahlungsströme und der Effektivitätsbeurteilung von Sicherungsgeschäften haben wir im Wesentlichen rückblickend die Sicherungsgrade in der Vergangenheit beurteilt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind. ③ Die Angaben der Gesellschaft zu der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 37. "Finanzinstrumente" des Konzern-Anhangs enthalten. (4) Bilanzierung latenter Steuern ① Im Konzernabschluss der Gesellschaft sind zum 31. Dezember 2019 aktive latente Steuern in Höhe von € 67,3 Mio. bilanziert. Nach Saldierungen mit kongruenten passiven latenten Steuern verbleibt ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von rund € 40,1 Mio. Die Bilanzierung erfolgte in dem Umfang, in dem es nach den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft zu versteuernde Ergebnisse anfallen, durch die die abzugsfähigen temporären Differenzen und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können. Dazu werden, soweit nicht ausreichend relevante passive latente Steuern vorhanden sind, Prognosen über die künftigen Ergebnisse ermittelt, die sich aus der verabschiedeten Planungsrechnung ergeben. Insgesamt wurden auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von € 240,1 Mio. keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da eine steuerliche Nutzung aus der Verrechnung mit künftigem Ergebnis nicht wahrscheinlich ist. Aus unserer Sicht war die Bilanzierung latenter Steuern im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da sie in hohem Maße von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet ist. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die internen Prozesse und Kontrollen zur Erfassung von Steuersachverhalten und das methodische Vorgehen zur Ermittlung, Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern beurteilt. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste auf Basis unternehmensinterner Prognosen über die zukünftige Ertragssituation der Gesellschaft beurteilt und die Angemessenheit der zugrunde liegenden Einschätzungen und Annahmen gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen insgesamt begründet und hinreichend dokumentiert sind. ③ Die Angaben der Gesellschaft zu den latenten Steuern sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 21. "Latente Steuern" des Konzern-Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts: ― die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.Vm. § 315d HGB" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB ― die in Abschnitt " Nichtfinanzieller Konzernbericht 2019" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. ― holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Konzernabschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schwehr." Stuttgart, den 7. April 2020 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2019 Aktiva scroll 31.12.2018 € 31.12.2019 € A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,745,953.78 1,774,783.12 2. Geleistete Anzahlungen 0.00 261,257.25 2,745,953.78 2,036,040.37 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2,904,760.30 2,825,516.53 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3,609,748.39 4,028,932.07 6,514,508.69 6,854,448.60 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142,346,761.87 180,346,761.87 2. Beteiligungen 53,000.00 87,000.00 142,399,761.87 180,433,761.87 151,660,224.34 189,324,250.84 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 96,775.16 118,083.65 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18,452.73 18,341.50 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 181,692,934.66 86,429,391.25 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 190,601.18 154,885.09 4. Sonstige Vermögensgegenstände 3,272,168.55 1,108,505.32 185,174,157.12 87,711,123.16 III. Guthaben bei Kreditinstituten 320,515.23 891,870.90 185,591,447.51 88,721,077.71 C. Rechnungsabgrenzungsposten 1,169,907.75 2,129,673.79 D. Aktive latente Steuern 2,537,068.83 5,277,791.11 340,958,648.43 285,452,793.45 Passiva 31.12.2018 € 31.12.2019 € A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 73,001,420.45 73,001,420.45 II. Kapitalrücklage 39,780,829.55 39,780,829.55 III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklage 12,000.00 12,000.00 2. Andere Gewinnrücklagen 2,043,023.29 2,043,023.29 2,055,023.29 2,055,023.29 IV. Bilanzgewinn/-verlust(-) 1,713,100.00 -49,612.91 116,550,373.29 114,787,660.38 B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen 12,416,285.00 13,809,240.00 2. Steuerrückstellungen 14,000.00 0.00 3. Sonstige Rückstellungen 4,440,717.26 9,870,001.63 16,871,002.26 23,679,241.63 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194,781,502.95 91,469,539.38 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,470,000.87 2,399,772.60 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6,364,289.74 48,586,597.58 4. Sonstige Verbindlichkeiten 4,921,479.32 4,529,981.88 207,537,272.88 146,985,891.44 340,958,648.43 285,452,793.45 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 scroll 2018 € 2019 € 1. Umsatzerlöse 39,304,761.97 41,915,831.63 2. Sonstige betriebliche Erträge 2,920,738.35 544,405.93 42,225,500.32 42,460,237.56 3. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 523,936.52 404,182.46 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8,129,272.04 8,779,734.13 8,653,208.56 9,183,916.59 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 17,335,471.06 18,442,769.83 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4,237,667.45 3,484,616.83 21,573,138.51 21,927,386.66 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3,523,988.89 3,537,540.12 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 50,246,315.96 46,733,116.07 Betriebliches Ergebnis -41,771,151.60 -38,921,721.88 7. Erträge aus Beteiligungen 43,698,842.68 43,250,000.00 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,563,077.52 4,977,503.17 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9,567,011.58 11,987,015.44 Finanzergebnis 42,694,908.62 36,240,487.73 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 812,927.16 2,656,443.42 11. Ergebnis nach Steuern 1,736,684.18 -24,790.73 12. Sonstige Steuern 23,584.18 24,822.18 13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) 1,713,100.00 -49,612.91 14. Gewinnvortrag 1,713,100.00 0.00 16. Gewinnausschüttung -1,713,100.00 0.00 17. Bilanzgewinn/-verlust (-) 1,713,100.00 -49,612.91 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 I. Allgemeine Angaben Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31.12.2019 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HR B 101375 eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Sachanlagen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und 21 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 800 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen die mit Nennwerten bewertet werden. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2019 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2019 2,71 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 1,0 % p.a. unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.989 der für die Ausschüttung gesperrt ist. In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Hauskurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,2 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %. IV. Bilanzerläuterungen Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 12 und 13) dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Anteilsbesitzliste als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 41.554 (Vorjahr: T€ 179.285), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 4,50 % und 5,00 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.642 (Vorjahr: T€ 2.619) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von T€ 668 (Vorjahr T€ 1.793) sowie die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 314 (Vorjahr: T€ 297, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 314 (Vorjahr T€ 297). Diese betreffen im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet aktivierte Disagien in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1). Anlagenspiegel Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 scroll Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.01.2019 T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ 31.12.2019 T€ I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.302 847 1.595 0 19.554 2. Geleistete Anzahlungen 0 261 0 0 261 20.302 1.108 1.595 0 19.815 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.282 0 0 0 3.282 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.114 2.062 994 0 13.182 15.396 2.062 994 0 16.464 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142.347 38.000 0 0 180.347 2. Beteiligungen 53 34 0 0 87 142.400 38.034 0 0 180.434 178.098 41.204 2.589 0 216.713 scroll Abschreibungen 01.01.2019 T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Zuschreibungen T€ 31.12.2019 T€ I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.556 1.809 1.586 0 17.779 2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 17.556 1.809 1.586 0 17.779 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 377 79 0 0 456 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.504 1.631 982 0 9.153 8.881 1.710 982 0 9.609 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 26.437 3.519 2.568 0 27.388 scroll Restbuchwerte 31.12.2019 T€ 31.12.2018 T€ I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.775 2.746 2. Geleistete Anzahlungen 261 0 2.036 2.746 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.826 2.905 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.029 3.610 6.855 6.515 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.347 142.347 2. Beteiligungen 87 53 180.434 142.400 189.325 151.661 Aktive latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften und haben sich wie folgt entwickelt: scroll 31.12.2018 T€ Zugang T€ Abgang T€ 31.12.2019 T€ Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen (aktive latente Steuern) 1.524 363 0 1.887 Aktive latente Steuern aus Verlustvortrag 0 899 0 899 Rückstellungen für drohende Verluste (aktive latente Steuern) 1.013 1.479 0 2.492 2.537 2.741 0 5.278 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der BAUER AG beträgt € 73.001.420,45 und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Stückaktien der Gesellschaft befinden sich mit 48,19 % im Besitz der Familie Bauer, die übrigen Stückaktien befinden sich im Streubesitz. § 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Aktien ausgegeben. Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die BAUER AG hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 39.781. Gewinnrücklagen Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils T€ 12 (Vorjahr T€ 12) bzw. T€ 2.043 (Vorjahr T€ 2.043). Bilanzgewinn scroll € Stand 01.01.2019 1.713.100,00 Ausschüttung für 2018 1.713.100,00 Gewinnvortrag 0,00 Jahresfehlbetrag 2019 49.612,91 Stand 31.12.2019 -49.612,91 Rückstellungen Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2019 wurden hierfür T€ 141 (Vorjahr T€ 141) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen danach auf T€ 703. Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der sich nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre von 2,71 % beträgt T€ 1.989. Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen mit T€ 8.875, Rückstellungen für Tantiemen mit T€ 620, für Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 160 sowie für Urlaubsverpflichtungen mit T€ 81. Verbindlichkeiten Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern): scroll Gesamtbetrag 2019 Davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Art der Sicherung T€ ≤1 Jahr T€ >1 Jahr T€ davon >5 Jahre T€ Beträge T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.470 83.773 7.697 1.560 80.728 Gesamtschuldnerische Haftung (194.782) (116.553) (78.228) (1.594) (184.260) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.400 2.400 0 0 0 (1.470) (1.470) (0) (0) (0) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.586 48.586 0 0 0 - (6.364) (6.364) (0) (0) 0 davon aus Lieferungen und Leistungen 551 551 0 0 0 - (470) (470) (0) (0) 0 Sonstige Verbindlichkeiten 4.530 4.530 0 0 0 - (4.921) (4.921) (0) (0) (0) (davon aus Steuern) 627 627 0 0 0 - (780) (780) (0) (0) 0 (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 27 27 0 0 0 - (31) (31) (0) (0) 0 (davon gegenüber Kreditinstituten) 477 477 0 0 0 - (702) (702) (0) (0) 0 146.986 139.289 7.697 1.560 80.728 - Vorjahr (207.537) (129.308) (78.228) (1.594) (184.260) Für an die BAG gewährte Schuldscheindarlehen und Konsortialdarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 477 (Vorjahr: T€ 702) Zinsen abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 48.035 (Vorjahr: T€ 5.894). In dem Posten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 551 (Vorjahr: T€ 470) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zwei Darlehen gegenüber der Anteilspool GbR (T€ 1.800) und der Handelsgesellschaft mbH (T€ 200) enthalten. Bei den Gesellschaften handelt es sich um nahestehende Personen. Haftungsverhältnisse scroll 2018 T€ 2019 T€ Fremde Verbindlichkeiten / Konsortialkredit 194.625 187.047 (davon für verbundene Unternehmen) (194.625) (187.047) Schuldscheindarlehen 13.000 47.000 (davon für verbundene Unternehmen) (13.000) (47.000) Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien 52.004 317.317 (davon für verbundene Unternehmen) (52.004) (317.317) Summe 259.629 551.364 Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, wurde die Valutierung zum 31. Dezember 2019 angegeben. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zusammen mit weiteren Konzerngesellschaften der BAUER Gruppe einen Konsortialkreditvertrag mit finanzierenden Konsortialbanken abgeschlossen, dessen nominelles Gesamtvolumen am 10.09.2018 um € 10 Mio. und am 1.10.2018 um weitere € 5 Mio. auf insgesamt 470 Mio. EUR erhöht wurde. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 29.07.2021. Zum Stichtag 31.12.19 wurde vom Gesamtvolumen des Konsortialkredits an die BAUER AG ein Betrag in Höhe von € 128,7 Mio. (Vorjahr € 155,2 Mio.) an Kreditlinien ausgereicht. Zum Jahresende lag die Ausnutzung dieses Volumens bei 0 Mio. Euro (Vorjahr 54,9 Mio. Euro). Hinsichtlich des per 31.12.19 insgesamt in Anspruch genommenen Konsortialkredits in Höhe von € 187 Mio. (Vorjahr € 202 Mio.) haftet die BAUER AG zusammen mit weiteren 10 Kreditnehmern und Garanten aus der BAUER Gruppe gesamtschuldnerisch. Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 669 (Vorjahr T€ 631). V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 41.916 (Vorjahr: T€ 39.305) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen erbracht. Die Umsatzerlöse beschränken sich ausschließlich auf das Inland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 544 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus Derivaten in Höhe von T€ 136 sowie Bonusgutschriften von T€ 41. Die Bonusgutschriften sind periodenfremd. Der Posten beinhaltet Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 93 (Vorjahr T€ 162) Personalaufwand In dem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 380 (Vorjahr: T€ 216) enthalten. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt scroll Durchschnitt 2018 Anzahl 2019 Anzahl Lohnempfänger 10 9 Gehaltsempfänger 310 327 320 336 Auszubildende 27 30 Leitende Angestellte 3 3 350 369 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 750 (Vorjahr T€ 118). Im Berichtsjahr wurden an Tochterunternehmen Ertragszuschüsse i. H. v. T€ 35.014 gewährt. Darüber hinaus wurde auf Forderungen gegen die BAUER Resources GmbH in Höhe von insgesamt T€ 36 verzichtet. Erträge aus Beteiligungen scroll 2018 € 2019 € Erträge aus Beteiligungen 43.698.842,68 43.250.000,00 (davon aus verbundenen Unternehmen) (43.698.842,68) (43.250.000,00) 43.698.842,68 43.250.000,00 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 4.978 (Vorjahr T€ 8.561) solche aus verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Zinsswaps in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 286 (Vorjahr T€ 376) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen. Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 1.569 (Vorjahr T€ 1.369). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll 2018 € 2019 € Steuern laufendes Geschäftsjahr 218.202,24 1.590,26 Steuern Vorjahre 41.103,56 82.688,60 Latente Steuern -1.072.232,96 -2.740.722,28 -812.927,16 -2.656.443,42 VI. Sonstige Angaben Corporate Governance Kodex Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht: www.bauer.de/bauer group/investor relations/corporate governance/ Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.) Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre: scroll € € Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittssatz) 15.798.298,00 abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittssatz) -13.809.240,00 zuzüglich aktiver latenter Steuern 1.880.193,56 Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I 3.869.251,56 Übrige aktive latente Steuern 3.397.597,55 abzüglich sonstiger passiver latenter Steuern 0,00 Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II 3.397.597,55 Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 7.266.849,11 Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen: ― Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen ― Bezug/Erbringung von Dienstleistungen ― Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen ― Finanzierungen ― Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten ― Abreden im Ein- oder Verkauf Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BAUER AG, Schrobenhausen, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAG wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 41.000 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 21.268) in fremder Währung gewährt, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten designiert wurden. Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt. Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen. Zum 31.12.2019 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps, -caps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet. scroll Nominalvolumen 31.12.2018 T€ 31.12.2019 T€ Devisentermingeschäfte 33.888 21.268 - davon Grundgeschäfte 0 0 - davon in Bewertungseinheiten 33.812 21.268 - davon nicht in Bewertungseinheiten 76 0 Zinsswaps 137.000 151.000 - davon in Bewertungseinheiten 41.000 41.000 - davon nicht in Bewertungseinheiten 96.000 110.000 Zinscaps 86.000 10.000 - davon in Bewertungseinheiten 0 0 - davon nicht in Bewertungseinheiten 86.000 10.000 Summe 256.888 182.268 scroll Marktwerte 31.12.2018 31.12.2019 Positive Marktwerte T€ Negative Marktwerte T€ Positive Marktwerte T€ Negative Marktwerte T€ Devsentermingeschäfte 23 108 213 114 - davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 0 0 0 - davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 19 108 213 114 - davon nicht in Bewertungseinheiten 4 0 0 0 Zinsswaps 0 3.914 0 9.262 - davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 308 0 378 - davon nicht in Bewertungseinheiten 0 3.606 0 8.875 Zinscaps 0 0 0 0 - davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 0 0 0 - davon nicht in Bewertungseinheiten 0 0 0 0 Summe 23 4.022 213 9.376 ohne Stückzinsen Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31.12.2019 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente. Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und Devisentermingeschäften einerseits und den oben genannten Grundgeschäften andererseits gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode zu jedem Stichtag festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit über die nächsten 5 Jahre vollständig ausgleichen. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich bis Ende 2020 für nächstes Jahr erwartet. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf T€ 21.268 (Vorjahr: T€ 33.888) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 213 und negativen Zeitwerten von T€ 114 (Vorjahr: positiv T€ 23, negativ T€ 108). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2019 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 151.000 (Vorjahr: T€ 137.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden negativen Zeitwert von T€ 9.262 (Vorjahr: T€ 3.914) aus. Für die nicht als Bewertungseinheit geführten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 8.875 (T€ 3.596) und Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 10 erfasst (Vorjahr: T€ 10). Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Währungsrisiken beträgt positiv T€ 213 (Vorjahr: T€ 19) und negativ T€ 114 (Vorjahr: T€ 108), d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Wechselkursschwankungen vermieden. Die durch die gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken betragen negativ T€ 378 (Vorjahr: T€ 308). In dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Zinsschwankungen vermieden. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Die Stückaktien der Gesellschaft werden zu 48,19 % im Rahmen eines Poolvertrages im Eigentum der Familie Bauer gehalten. Zum Bilanzstichtag 2018 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG (§ 21 Abs. 1 WpHG a.F.) mitgeteilt und wie folgt nach § 40 WpHG (§ 26 Abs. 1 WpHG a.F.) veröffentlicht worden sind: ― Die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Investors (Holdings) Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Plc, London, United Kingdom haben die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Januar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert: ― dass die Henderson Global Investors Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. ― dass die Henderson Global Investors (Holdings) Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. ― dass die Henderson Group plc am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. Ebenso haben die HGI Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Holdings Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Group Limited, London, United Kingdom, die HGI Asset Management Group Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Holdings Asset Management Limited, London, United Kingdom die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 01. September 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert: ― ― dass die HGI Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. ― dass die Henderson Holdings Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Holdings Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. ― dass die Henderson Global Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. ― dass die HGI Asset Management Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. ― dass die Henderson Group Holdings Asset Management Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group Holdings Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. ― Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 16.03.2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten und am 13.04.2018 wieder unterschritten hat und bei der letzten Schwellenberührung einen Stimmrechtsanteil von 2,87% (490.823 Stimmrechte) hält. 2,87% (490.823 Stimmrechte) werden der Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach § 34 WpHG zugerechnet. ― Die Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 06.03.2019, am 02.04.2019, am 08.04.2019 und am 04.10.2019 jeweils die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft berührt hat. Bei der letzten Schwellenberührung wurde mitgeteilt, dass sich ein Gesamtstimmrechtsanteil von 3,21 % aus Stimmrechten nach §§ 33 f. WpHG mit einem Anteil von 2,71% (464.669 Stimmrechte) und aus Instrumenten nach § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mit einem Anteil von 0,50 % (86.000 Stimmrechte) errechnet und bei den Stimmrechten nach §§ 33 f. WpHG die Schwelle von 3 % unterschritten wurde. 2,71 % (464.669 Stimmrechte) werden der Dimensional Holdings Inc. bei den Stimmrechten nach § 34 WpHG zugerechnet. 0,50 % (86.000 Stimmrechte) verleihen dem Inhaber aufgrund einer Wertpapierleihe ein Rückholrecht im Sinne § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG. Folgende von dem Mitteilenden beherrschte Unternehmen wurden mitgeteilt: Dimensional Fund Advisors LP, Dimensional Fund Advisors Ltd., DFA Canada LLC, Dimensional Fund Advisors Canada ULC, DFA Australia Limited, Dimensional Advisors Ltd., Dimensional Fund Advisors Ltd.. ― Die MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 23.04.2019 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,008 % (515.254 Stimmrechte) gem. § 33 WpHG direkt hält. ― Sabine Doblinger hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 21.11.2019 die Schwelle 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % (521.250 Stimmrechte) hält. 3,04 % (521.250 Stimmrechte) werden ihr über die SD Grund GmbH nach § 34 WpHG zugerechnet. Organe der Gesellschaft Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an: Anteilseignervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender freiberuflicher Managementberater Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied Aufsichtsrat DEUSA International GmbH, Bleicherode, Vorsitzender Beirat BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Vorsitzender Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin Geschäftsführerin der Orange 12 GmbH, Berlin Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Winters Bouwen Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender ― Arbeitnehmervertreter Regina Andel, Ellrich stellvertretende Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen Rainer Burg, Gerolsbach Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen Maria Engfer-Kersten, Langenhagen Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen Personalleiter BAUER AG, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 358 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt: scroll 2018 T€ 2019 T€ Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer (ab 01.11.2018) 7,5 52,5 Dr. Klaus Reinhardt (bis 31.10.2018) 37,6 0,0 Stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 32,3 37,5 Anteilseigner Dr.-Ing. Johannes Bauer 23,6 27,5 Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 21,5 25,0 Gerardus N. G. Wirken 25,2 29,5 Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer 21,5 25,0 Dipl.-Kfr. Andrea Teutenberg 25,2 29,5 Arbeitnehmervertreter Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 21,5 25,0 Regina Andel 21,5 25,0 Reinhard Irrenhauser 23,6 27,5 Rainer Burg 21,5 25,0 Maria Engfer-Kersten 25,2 29,0 307,7 358,0 Vorstand: ― Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur ― Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender ― Peter Hingott, Schrobenhausen Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf, Arbeitsdirektor Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Verwaltungsrat BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co.. Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile/Chile, Vorsitzender ― Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Straßlach-Dingharting, Vorsitzender Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat gem. § 286 Abs. 5 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass der individualisierte Ausweis der Vorstandsbezüge gem. §§ 285 Nr. 9 a) S. 5 - 8, 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB für das Geschäftsjahr 2016 und die ihm nachfolgenden vier Geschäftsjahre unterbleibt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 1.549 (Vorjahr: T€ 1.552) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.344 (Vorjahr: T€ 1.342) fixe und T€ 205 (Vorjahr: T€ 210) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 221 (Vorjahr: T€ 150). Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt: scroll 2018 T€ 2019 T€ Abschlussprüfungsleistungen 238 320 Steuerberatungsleistungen 5 0 Andere Bestätigungsleistungen 0 28 Sonstige Leistungen 42 150 285 498 Bei den anderen Bestätigungsleistungen sowie den sonstigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um prüfungsnahe Dienstleistungen. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des Bauer-Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt. Nachtragsbericht Als Folge der am 18. März 2020 veröffentlichten Ad-hoc Meldung zum Ausgang eines Rechtsstreits in Hong Kong und der hierdurch vorgenommenen Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR bei der BAUER Hong Kong Ltd. konnten mit den Finanzpartnern zum 31. Dezember vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, was grundsätzlich zu einem Kündigungsrecht in den Finanzierungsvereinbarungen führt. Sollten Finanzierungspartner dieses Kündigungsrecht nutzen und einen wesentlichen Teil der Finanzverbindlichkeiten zur Rückzahlung fällig stellen, besteht das Risiko, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Aus diesem Grund besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Den betroffenen Finanzierungspartnern wurden Unterlagen zur Bewertung des Einflusses auf den Konzern vorgelegt und Verhandlungen zur Aussetzung der Finanzkennzahlen zum Jahresende 2019 bzw. zum Verzicht auf dieses Kündigungsrecht werden geführt. Aufgrund des aktuell hohen Auftragsbestandes, der grundsätzlich insgesamt positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe und der Weiterarbeit an einem Ergebnisverbesserungsprogramm erwartet der Vorstand, dass keine wesentlichen Kreditlinien aufgrund eines Einzelereignisses, wie den Ausgang eines Rechtsstreits in Hong Kong, von den Finanzierungspartnern gekündigt werden. Vorschlag zur Gewinnverwendung Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft schließt ab mit einem Jahresfehlbetrag von -49.612,91 €. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 0,00 € ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von -49.612,91 €. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Schrobenhausen, 7. April 2020 BAUER Aktiengesellschaft Der Vorstand Dipl.- Phys. Michael Stomberg, Vorsitzender des Vorstandes Dipl.- Ing. (FH) Florian Bauer Dipl.- Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott Aufstellung zum Anteilsbesitz scroll Name und Sitz der Gesellschaft Währung Kurs PDK Anteil am Kapital in % Eigenkapital (Landeswährung) Gesamtergebnis (Landeswährung) Bauer AG Anteil am Ergebnis in T€ 1. Verbundene Unternehmen 1.1 Inland 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 57,558,875 184,016 184 1.1.1.1 Inland 1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 113,414 874 1 1.1.1.2 Ausland 1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H, Wien, Österreich EUR 1.0000 100.00 3,547,758 350,607 351 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 1.1392 100.00 7,218,378 4,105,992 4,677 1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 1.1392 100.00 531,025 201,603 230 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) MYR 0.2156 100.00 47,905,589 -46,033,491 -9,927 1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 0.6208 100.00 5,531,991 -5,946,010 -3,691 1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0.1140 100.00 924,895 -920,521 -105 1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 0.2382 100.00 27,341,094 -8,283,658 -1,973 1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0.8933 76.00 4,250,498 212,062 144 1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 0.0531 55.75 604,362,838 156,660,609 4,638 1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien LYD 0.6515 65.00 - - - 5) 1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 0.0001 95.00 125,141,227,683 15,891,970,115 953 1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 0.0031 100.00 983,147,342 287,536,119 884 1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 1.0000 100.00 514,315 57,992 58 1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0.8933 12.00 4,250,498 212,062 23 1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 0.0001 5.00 125,141,227,683 15,891,970,115 50 1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 0.0288 0.01 326,301,570 -176,511,301 -1 1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 0.0288 0.39 1,859,758 -1,593,018 0 1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 0.0025 10.00 166,206,911 8,932,362 2 1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 0.0127 1.00 -339,362,217 -239,881,106 -30 1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0.1140 100.00 574,690 -22,355,455 -2,549 1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 0.00004 100.00 6,038,621,663 -100,252,928,126 -3,855 1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 0.0172 100.00 206,804,654 2,899,911 50 1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 0.5113 100.00 1,720,196 111 0 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 1.0000 100.00 890,655 606,971 607 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 0.8990 100.00 2,824,025 1,038,613 934 1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien EUR 1.0000 100.00 55,221 30 0 1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES Panama USD S.A., PANAMÀ City, Panama USD 0.8933 100.00 592,507 -4,076,389 -3,641 1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 0.0174 5.00 7,188,336 930,467 1 1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.2432 100.00 85,928,499 3,326,326 809 1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 0.2453 49.00 -9,023,058 15,200,428 3,729 3) 1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation RUB 0.0138 100.00 127,502,573 -165,760,777 -2,288 1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 0.0025 90.00 166,206,911 8,932,362 20 1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 0.6732 100.00 2,903,542 -15,496 -10 1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 0.0288 48.63 1,859,758 -1,593,018 -46 4) 1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 0.0288 50.99 326,301,570 -176,511,301 -2,590 1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien DZD 0.0075 100.00 10,987,211 -478,940 -4 1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pv. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 0.0127 99.00 -339,362,217 -239,881,106 -3,012 1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.8933 100.00 2,033,705 -4,336,276 -3,874 1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 0.0288 49.00 326,301,570 -176,511,301 -2,489 1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien GEL 0.3169 100.00 1,023,025 -2,297,087 -728 1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.2432 100.00 126,480 -36,738 -9 1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 0.0106 99.00 317,275,725 136,959,257 1,435 1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica CRC 0.0015 100.00 16,672,294 -4,917,532 -7 1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 0.0174 95.00 7,188,336 930,467 15 1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 0.0023 100.00 - - - 5) 1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien COP 0.0003 100.00 134,666,386 6,099,805 2 1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., PANAMÀ City, Panama USD 0.8933 100.00 5,993 -26,940 -24 1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak IQD 0.0007 100.00 -89,116,917 -7,709,954 -6 1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.2432 49.00 2,906,053 763,500 186 1) 1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana GHS 0.1667 100.00 894,406 273,544 46 1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei EUR 1.0000 100.00 - - - 5) 1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden SEK 0.0944 100.00 3,700,636 3,650,636 345 1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 0.1339 100.00 -72,905 -472,905 -63 1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha USD 0.8933 100.00 83,344 -16,656 -15 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 188,843,214 18,363,799 18,364 1.1.2.1 Inland: 1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 15.00 22,930,736 0 0 1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 15.00 9,338,546 0 0 1.1.2.1.2.1 Inland 1.1.2.1.2.2 Ausland 1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 1.0000 100.00 - - - 5) 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 6,280,421 710,120 710 1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 19,120,996 1,869,282 1,869 1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 85.00 22,930,736 0 0 1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 75.00 1,512,484 -425,596 -319 1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 15,082,665 2,593,108 2,593 1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 85.00 9,338,546 0 0 1.1.2.1.7 ESAU & HUEBER Verwaltungs GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 84,806 4,961,721 4,962 1.1.2.1.8 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 - - - 5) 1.1.2.1.9 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 - - - 5) 1.1.2.2 Ausland 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1.0000 100.00 26,069,277 4,061,712 4,062 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 1.0000 100.00 3,455,212 104,271 104 1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 1.0000 0.10 2,848,519 407,683 0 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 0.0289 99.88 8,161,681 -513,266 -15 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 0.1293 100.00 196,092,074 20,566,455 2,659 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 1.0000 99.90 2,848,519 407,683 407 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 0.2156 100.00 73,740,367 9,518,548 2,053 1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0.0288 0.04 23,210,599 11,940,495 343 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0.1293 100.00 74,229,487 4,654,027 33 1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0.1293 100.00 14,508,984 2,980,704 385 1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0.0288 99.92 23,210,599 11,940,495 343 1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 0.0001 100.00 1,792,131,705 529,196,555 33 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan YEN 0.0082 100.00 534,208,178 167,249,603 1,371 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 1.0000 100.00 2,553,422 -193,378 -193 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.2432 100.00 8,638,182 -717,105 -174 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.8933 100.00 34,234,555 -4,136,713 -3,695 1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.8933 100.00 13,870,839 2,514,752 2,246 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 0.0138 65.00 21,249,693 3,808,854 34 1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljubercy, Russische Föderation RUB 0.0138 55.00 70,570,695 11,598,125 88 1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien EUR 1.0000 100.00 3,166,183 906,523 907 1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 1.1392 100.00 3,645,910 1,052,508 1,199 1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 0.1573 59.00 29,727,441 10,259,925 952 1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 0.0138 100.00 413,396,300 9,860,834 136 1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien INR 0.0127 99.00 171,102,319 45,060,350 566 1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0.0346 100.00 - - - 5) 1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 0.6208 100.00 1,429,978 -1,578,040 -980 1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 0.2266 60.00 8,466,410 -321,936 -44 1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien BRL 0.2266 99.00 -29,658 -36,556 -8 1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 0.0818 51.00 - - - 5) 1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 0.2327 100.00 9,088,499 135,874 32 1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos dePanama S.A., Panama City, Panama PAB 0.8932 100.00 -111,865 415,932 372 1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada CAD 0.6732 100.00 1,243,948 717,225 483 1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1.0000 100.00 49,821 4,986 5 1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 1.0000 100.00 1,477,980 384,269 384 1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 0.0000 99.00 -21,312,356,446 -12,710,054,396 -268 1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 14,616,323 1,410,198 1,410 1.1.3.1 Inland: 1.1.3.1.1 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 370,166 215,602 216 1.1.3.1.2 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 102,920 7,399 7 1.1.3.1.3 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 340,745 0 0 1.1.3.1.4 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 - - - 5) 1.1.3.1.5 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 50.00 - - - 5) 1.1.3.2 Ausland: 1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslav, Russische Föderation RUB 0.0138 100.00 -3,927,889 3,410 0 1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 598,047 304,931 305 1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 112,241 -290,647 -291 1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 117,201 4,834 5 1.1.6.1. Inland 1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 99.00 97,036 61,950 - 1.1.6.2. Ausland 1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 0.0127 0.02 99,351,696 24,598,262 0 1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0.8933 12.00 4,250,498 212,062 23 1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 0.0106 1.00 317,275,725 136,959,257 14 1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 0.1573 1.00 29,727,441 10,259,925 16 1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien INR 0.0127 1.00 171,102,319 45,060,350 6 1.1.6.2.6 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien BRL 0.2266 1.00 -29,658 -36,556 0 1.1.6.2.7 Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0.0288 0.04 23,210,599 11,940,495 0 1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 0.0000 1.00 -21,312,356,446 -12,710,054,396 -3 1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 4,499,459 1,943,951 1,944 1.1.7.1 Inland: 1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 2,146,027 4,215,327 4,215 1.1.7.1.1.1 Inland 1.1.7.1.1.2 Ausland 1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen PLN 0.2327 100.00 7,142,323 137,524 32 1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile CLP 0.0013 0.01 1,420,373,125 235,557,348 0 1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 67,111 -1,324 -1 1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 17,878 -81 0 1.1.7.1.4 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 1,423,653 -1,629,189 -1,629 1.1.7.1.5 hydesco24 GmbH, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 60.00 27,004 -821 0 5) 1.1.7.2 Ausland 1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0.6732 100.00 1,750 4,183 3 1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika ZAR 0.0618 100.00 -270,296 20,690,509 1,279 1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia NAD 0.0618 100.00 1,340,899 32,913 - 1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 0.0618 100.00 2,698,324 35,313 - 1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo USD 0.8933 49.00 -11,320 -13,320 5) 1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 1.1392 100.00 0 0 0 1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 0.8990 100.00 47,035 -19,676 -18 1.1.7.2.5 BAUER Emirates Envronment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.2432 49.00 1,070,141 -4,967,300 -1,208 2) 1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 0.0031 100.00 30,378,000 -35,937,000 -110 1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien USD 0.8933 100.00 16,757,012 -10,920 - 5) 1.1.7.2.7.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 0.8933 83.33 -4,038,904 -17,630,797 - 5) 1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 0.8933 100.00 0 0 - 5) 1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Services and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien USD 0.8933 60.00 403,851 241,236 - 5) 1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile CLP 0.0013 99.99 1,420,373,125 235,557,348 299 1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 0.0013 60.00 1,618,721,393 394,607,849 301 1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 1.0000 100.00 77,161 2,962 3 1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 0.0929 100.00 -7,899,350 -9,064,817 -842 1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 0.0015 100.00 -1,065,650,018 44,369,627 68 1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien SAR 0.2382 100.00 478,229 -918,087 -219 1.1.7.2.13 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 1.0000 100.00 55,052 0 0 1.2 Ausland 1.2.1. BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 0.0127 99.98 99,351,696 24,598,262 312 2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2.1 Inland 2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 50.00 - - - 2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 30.00 - - - 2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 40.00 13,200,942 4,774,991 1,910 2.1.4 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 51.00 15,695,951 -1,336,977 -682 2.2 Ausland 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien EUR 1.0000 30.00 - - - 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich EUR 1.0000 50.00 263,676 82,691 41 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 2.3204 52.50 16,530,506 4,224,608 5,146 2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain BHD 2.3696 53.00 5,000 0 0 2.2.5 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.8933 51.00 38,993,244 -8,029,659 -3,658 2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 0.0138 20.70 - - - 2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 0.0023 50.00 1,876,218,547 1,131,957,445 1,320 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.1 Inland 3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 16.65 50,931 32,414 - 3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 20.00 - - - 3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 10.00 - - - 3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 4.18 - - - 3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 2.00 - - - Kommentare: 1) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung) 2) Die BAUER Resources GmbH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung) 3) Die BAUER International hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung) 4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung) Versicherung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 114 Abs. 2 WpHG Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. Schrobenhausen, den 7. April 2020 BAUER Aktiengesellschaft Der Vorstand Dipl.- Phys. Michael Stomberg, Vorsitzender des Vorstandes Dipl.- Ing. (FH) Florian Bauer Dipl.- Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und ― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Nachtragsbericht" des Anhangs sowie die Angaben in Abschnitt "V. Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass bei einer Kündigung der Finanzierungsvereinbarungen durch die Finanzierungspartner und Fälligstellung eines wesentlichen Teils der Finanzverbindlichkeiten zur Rückzahlung das Risiko besteht, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Wie in Abschnitt "Nachtragsbericht" und in Abschnitt "V. Risiko- und Chancenbericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die von der Gesellschaft erstellte Unternehmens- und Liquiditätsplanung gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Angemessenheit, der der Unternehmens- und Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Annahmen beurteilt und nachvollzogen, ob die Unternehmens- und Liquiditätsplanung sachgerecht auf der Grundlage dieser Annahmen abgeleitet wurde. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir den unten beschriebenen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, der in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen ist Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: (1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: ① Sachverhalt und Problemstellung ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse ③ Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: (1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen ① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 180.347 (62,8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer Anteile an verbundenen Unternehmen überprüft. Zur Ermittlung der beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2019 kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. ② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen. ③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in dem Abschnitt "Grundlagen" sowie dem Gliederungspunkt 1 "Anlagevermögen" des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts: ― die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB ― den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b Abs. 3 HGB Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der ― Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ― beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Abschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schwehr. Stuttgart, den 7. April 2020 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats 2019 Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2019 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt, hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert und sich zu strategischen Themen und zur Risikolage ausgetauscht. Im Berichtsjahr hat sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats nicht verändert. Aufgrund der gerichtlich bis zum Ablauf der nachfolgenden Hauptversammlung befristeten Ergänzungsbestellung wurde im Juni des Berichtsjahres Prof. Thomas Bauer als Mitglied des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung wiedergewählt. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, haben sich nicht ergeben. Weiter unterstützt die Gesellschaft Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der Aufsichtsratsmitglieder und hat im April des Berichtsjahres eine Fortbildung zur mittelfristigen Bilanz- und GuV-Planung durchgeführt. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum Im Berichtsjahr fanden vier Plenumssitzungen statt. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources waren Gegenstand in allen Aufsichtsratssitzungen. Dabei bezieht der Aufsichtsrat die Berichte aus den Ausschüssen ein. In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers geprüft. Aufgrund Befristung der gerichtlichen Ergänzungsbestellung von Prof. Thomas Bauer zum Aufsichtsratsmitglied bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung wurde der Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl eines Nachfolgers besprochen und hierbei der Wahlvorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der Gesellschaft halten, berücksichtigt. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Wahl der Abschlussprüfer, mit dem Vergütungssystem und der Vergütung des Vorstands sowie mit der Einladung der Hauptversammlung befasst. Im Juni hat sich der Aufsichtsrat in Bezug auf die Geschäftsentwicklung auf die Fokusthemen in den Segmenten, die Entwicklung der Verschuldung und die bilanziellen Auswirkungen der Pensionsrückstellungen und der Bewertung von Zinsswaps konzentriert. Prof. Thomas Bauer wurde als Vorsitzender des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Wahl durch die Hauptversammlung bestätigt. Nach einem Gedankenaustausch zur Förderung von Frauen im Unternehmen und zu flexiblen Arbeitsmodellen wurde in der September-Sitzung der Umgang mit regionalen Kapazitätsunterauslastungen der vom Projektgeschäft abhängigen Bauunternehmen des Konzerns thematisiert. Als weitere Schwerpunkte wurden die mittelfristige Konzernbilanzplanung und die Maschinenproduktion im Werk Aresing behandelt. In der Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde neben der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Bereichen eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen und der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2020 zugestimmt. Arbeit in den Ausschüssen Es gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss sowie der Nominierungsausschuss nicht zusammentreten mussten. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben deren Vorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet. Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Der Ausschuss hat sich weiter mit den Entwicklungen und den bevorstehenden Änderungen aufgrund der Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) befasst. Ein Thema, welches den Ausschuss auch im Jahr 2020 noch beschäftigen wird. Ebenso wurde die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr drei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Quartalsmitteilungen, des Halbjahresfinanzberichts und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses, des zusätzlichen Berichts des Abschlussprüfers, des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie mit der Wahl und Bestellung der Abschlussprüfer befasst. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt und die Honorarvereinbarung getroffen. Prüfungsschwerpunkte zu besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalten wurden in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Weiter hat der Ausschuss in einer Schwerpunktsitzung die Prozessarbeit zur Reduktion von Projektrisiken beratend begleitet und die Berichte zum Risikomanagement und zur Internen Revision wurden entgegengenommen. Die Änderung der Prognose zum Jahresende wurde im September überprüft und mit den Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung hat man sich regelmäßig befasst. Präsenz Wie auch in den vorangegangenen Jahren konnte im Geschäftsjahr 2019 eine konstant hohe Teilnahmequote bei den Beratungen des Aufsichtsratsplenums sowie seiner Ausschüsse verzeichnet werden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. seiner Ausschüsse haben im Geschäftsjahr 2019 an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen teilgenommen, so dass bei fast allen Beratungen die Mitglieder vollständig anwesend waren. Tabelle: Sitzungsteilnahmen der Aufsichtsratsmitglieder scroll Aufsichtsratsplenum Präsidial- undPersonalausschuss Prüfungsausschuss Anzahl durchgeführter Sitzungen 4 2 6 Regina Andel 3 Dr.-Ing. Johannes Bauer 4 2 Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer 4 2 Rainer Burg 4 Maria Engfer-Kersten 4 5 Robert Feiger 4 Reinhard Irrenhauser 4 2 Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 4 Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 4 Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 4 Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 4 6 Gerardus N.G. Wirken 4 6 Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2019 Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2019 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen, die nichtfinanzielle Konzernerklärung und die Berichte der Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Die Auswirkungen eines nach dem Abschlussstichtag erhaltenen Gerichtsurteils zu einem Projekt in Hong Kong auf den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Verletzung von mit den Finanzierungspartnern vereinbarten Finanzkennzahlen wurden im Aufsichtsrat behandelt. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen. Die Abschlussunterlagen mit der nichtfinanziellen Konzernerklärung und die Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 7. April 2020 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen. Mangels Bilanzgewinn kann den Aktionären kein Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns gemacht werden. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen. Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr. Schrobenhausen, April 2020 Der Aufsichtsrat Prof. Thomas Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BAUER Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2018 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen: 1. Abweichend von Ziffer 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen. 2. Abweichend von Ziff. 4.1.5 ist bei der Besetzung von Führungsfunktionen keine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen. 3. Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juni 2016 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde. Ebenso werden die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen aus Datenschutzgründen nicht wie in Ziff. 5.4.6 gefordert individualisiert angegeben. 4. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen. 5. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 105 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet. Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Schrobenhausen, den 05. Dezember 2019 Michael Stomberg, Vorstandsvorsitzender Prof. Thomas Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender