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Bauer AG — Annual Report 2016
May 11, 2017
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Annual Report
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BAUER Aktiengesellschaft
Schrobenhausen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016
I. Unternehmensgruppe
Konzernstruktur
Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.
Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.
Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services für die Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH agiert mit ihren Tochterfirmen als Full-Service-Dienstleister für Industriekunden mit Fokus auf Umwelttechnik, Wasser und Bodenschätze.
Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten keine für den Geschäftsverlauf bedeutsamen bzw. wesentlichen Zweigniederlassungen im Konzern.
Unternehmensführung und Steuerungssystem
Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente – die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH – jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.
Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig.
Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die vom Konzern und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.
Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 64 bis 67 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/ in der Rubrik Investor Relations – Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt.
Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Ergebnis nach Steuern als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns und der einzelnen Segmente finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht.
Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen im Kapitel Nachhaltigkeit dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.
Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.
II. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Obwohl sich die Weltwirtschaft weiter auf einem guten Wachstumspfad befindet, verschlechtern sich die politischen Rahmenbedingungen in der Welt immer mehr. Neben den täglich präsenten Themen, wie den vielen Krisenherden im Mittleren Osten, den religiösen Konflikten, den Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine, der Ölpreiskrise, den gewaltigen finanziellen Problemen mancher europäischer Staaten, dem Brexit, der Flüchtlingskrise in Deutschland und in Europa, den Terrorattacken in den großen europäischen Metropolen und einigem mehr, ist zusätzlich das Wiederaufleben einer annähernd totgeglaubten Bewegung zu einer großen Gefahr für den Frieden und die Wirtschaftsentwicklung in der Welt geworden: die Rückkehr der Nationalisten und Protektionisten. „America first“ ist in den USA das Motto des neuen Präsidenten. Ebenso agieren die Türkei und England. Autarkie, Abgrenzung und Fremdenfeindlichkeit sind wieder salonfähig geworden. Es steht zu befürchten, dass die Welt erst am Anfang eines neuen Trends steht und dass dies in den kommenden Jahren zu einer gewaltigen Bremse für die Entwicklung der Welt werden kann.
Viele Treiber der Weltwirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahrzehnte lassen sich sicherlich nicht durch neue Ideologien zurückdrängen, da sie nicht durch politische Willensbildung, sondern durch technischen Fortschritt entstanden sind. Die Schnelligkeit der Kommunikation und die damit verbundene Verfügbarkeit von Informationen an jedem Ort und zu jeder Zeit, der günstige und weltumspannende Waren- und Dienstleistungsverkehr oder die schnellen Flugverbindungen in jeden Winkel der Welt sind die beständigen Treiber, gegen die auch solche Ideologien am Ende nichts ausrichten können. Dennoch werden Abgrenzung und Autarkieanstrengungen Wirkungen haben und die Entwicklung der Weltwirtschaft verlangsamen.
Am schlimmsten sind jedoch die weiter ansteigenden Gefahren für den Frieden in der Welt einzuschätzen. Länder, die sich immer mehr voneinander abgrenzen, sind sehr viel eher dazu bereit ihre Konflikte über kriegerische Handlungen lösen zu wollen. Die enorme Zunahme solcher Konflikte in den vergangenen Jahren zeigt dies sehr deutlich. Die Friedensbemühungen waren bislang bei nahezu allen Konflikten erfolglos. Umso mehr nimmt die Abgrenzung zu, was selbst wieder zu mehr Konfliktpotential führt.
Gerade im vergangenen Jahr wurde der Begriff „Deglobalisierung“ vermehrt verwendet – vor allem in den Medien. Glaubten weltweit agierende Unternehmen wie wir vor wenigen Jahren noch, dass Internationalisierung mit Präsenz in vielen Ländern die beste Strategie sei, muss dies heute überdacht werden. Heute müssen bei der Beurteilung eines Landes für ein Unternehmen neben der Wirtschaftsentwicklung, der Marktgröße oder der Verfügbarkeit von Arbeitskräften viel mehr das politische Umfeld und seine Stabilität beachtet werden.
Auch für die BAUER Gruppe bedeutet dies, die eigene Strategie zu überdenken. Wir müssen unser Engagement in manchen Ländern auf den Prüfstand stellen und anstreben, Risiken zu reduzieren. Waren wir vor wenigen Jahren noch bemüht, in der ganzen Welt tätig zu sein, kann dies heute nicht mehr uneingeschränkt gelten.
Trotz dieser Entwicklungen wird die Welt weiter wachsen – jedoch nicht mehr so stark, wie dies in den vergangenen Jahren noch der Fall war. Die großen Wachstumstreiber haben ihre Strahlkraft verloren. In China sind die Wachstumsaussichten gedämpft. Indien entwickelt sich weiterhin sehr schleppend. Russland steckt wegen seiner Konflikte mit der Welt in einer Krise und Brasilien muss versuchen sich wieder aus einer tiefen Rezession zu befreien. Potentielle Treiber der Weltwirtschaft sind wieder andere Länder. Neben den USA sind dies beispielsweise Indonesien, die Philippinen oder auch Europa, das sich langsam aus einer sehr schwierigen Situation herausarbeitet.
Nach Einschätzung der großen Forschungsinstitute wird die Welt weiter um die 3 % wachsen. Dies ist nur möglich, wenn die Baumärkte die Voraussetzungen dafür schaffen und selbst noch etwas mehr wachsen. Für die internationalen Baumärkte ist deshalb ein Wachstum von 3,5 bis 4 % zu erwarten. Für Unternehmen im Bereich des Spezialtiefbaus ergeben sich noch bessere Wachstumserwartungen, da das Bauen in immer engeren urbanen Räumen stattfindet. Dies erfordert immer höhere Gebäude, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu einem Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Viele Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen werden zudem nicht mehr neu gebaut, sondern umgebaut oder erweitert. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten im Baugrund nehmen hier in erheblichem Maße zu, da ungewöhnliche Bauformen zu schaffen sind und die Arbeiten in sehr beengten Verhältnissen stattfinden müssen. Grundsätzlich kann deshalb von einer guten Entwicklung ausgegangen werden, die durch die negativen Ereignisse in der Welt lediglich gebremst wird.
Obwohl das Geschäft aus dem globalen Blickwinkel gesehen deutlich schwieriger geworden ist, bleibt die weltweite Ausrichtung für ein Spezialunternehmen wie das unsere ohne Alternative. Denn Deutschland wird nicht auf Dauer die heute eingenommene Spitzenposition in der internationalen Wirtschaft halten können. Dazu gibt es zu viele Risiken in der deutschen Wirtschaft, die auch sehr schnell zu Einbrüchen führen können, wie die viel zu starke Abhängigkeit von der Automobilindustrie, die anhaltend schwierige Lage der Energieversorger oder auch die weiter kriselnden Banken. Es ist daher grundsätzlich richtig, international aufgestellt und nicht von Einzelmärkten abhängig zu sein. Die Welt wird sich langfristig positiv weiterentwickeln, so dass die Chancen weiter überwiegen.
Unsere Märkte im Überblick
Die Baumärkte sind weiter gut wachsende Märkte: In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen dabei zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Projektchancen bieten. In den etablierten Volkswirtschaften wurde über viele Jahre hinweg deutlich zu wenig gebaut. Heute stellt man fest, dass auch Bauwerke immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft angepasst werden müssen. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen.
Die Unternehmen der BAUER Gruppe können die allgemeine Entwicklung an ihrem sehr guten Auftragsbestand ablesen, der sich gleichmäßig über die Regionen der Welt verteilt. Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen; somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen.
Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt sehr unterschiedlich:
Deutschland
Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen, aber auch durch staatliche Förderungen angetrieben. Hier spielt auch der erhebliche zusätzliche Wohnungsbedarf für die aufgenommenen Flüchtlinge eine große Rolle. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung steht. Im vergangenen Jahr war die Steigerung des Bauvolumens in diesem Bereich noch erheblich durch mangelnde Planungskapazitäten und Verzögerungen bei Genehmigungen gebremst. In den letzten Monaten scheint hier eine Trendwende eingesetzt zu haben. Beim Wirtschaftsbau wird die Entwicklung von den Zukunftsaussichten der Industrie abhängen.
Europa
In Westeuropa werden die Baumärkte in den kommenden Jahren weiterhin relativ verhalten sein. Dies liegt im Wesentlichen an den immer noch niedrigen Investitionsbudgets der Staaten. In einzelnen Ländern gibt es jedoch große Infrastrukturvorhaben, so in der Schweiz oder in Frankreich mit dem Metro-Ring um Paris. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur.
Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen. In Polen wird sehr viel in den Straßenbau investiert.
Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung weiter erheblich beeinträchtigt. Die Ukraine ist kaum mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten – es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu finanzieren, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu äußerster Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre an den Folgen der Krise zu tragen hat. Der Maschinenvertrieb zeigte sich zwar leicht erholt, wird aber ebenfalls auf niedrigem Niveau verbleiben.
Nahost & Zentralasien
In den öl- und gasreichen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird zwar noch intensiv gebaut, aber die Folgen der Budgetknappheit sind bei neuen Projekten bereits deutlich spürbar. Die im Bau befindlichen U-Bahnlinien, Eisenbahnstrecken, Stadien und sonstigen Großprojekte werden aber weiter vorangetrieben. Sollte der Ölpreis noch länger auf niedrigem Niveau verbleiben, werden verstärkte Sparmaßnahmen notwendig, was auf die Bauwirtschaft den größten Effekt haben würde. Auf diese Situation müssen sich die Baufirmen präventiv einstellen.
Weiterhin sehr problematisch ist die Lage im Irak und in Syrien. Erfreulich ist, dass der Islamische Staat nun massiv zurückgedrängt wurde. Dennoch ist noch nicht absehbar, ob hier bald eine politisch stabile Lage erreicht und mit Wiederaufbauarbeiten begonnen werden kann. Auch die Nachbarstaaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat. In Jordanien machen es zahlreiche internationale Hilfen möglich, dass die Flüchtlingssituation bewältigt werden kann. Bei einem anhaltend friedlicheren Umfeld ist damit zur rechnen, dass schnell wieder mit Bauvorhaben begonnen wird. Speziell im Bereich Wasserversorgung gibt es daher zusätzliche Aufträge. In Libyen hat sich die Situation ebenfalls noch nicht so weit stabilisiert, dass sich eine neue Baukonjunktur entwickeln kann.
In Ägypten entwickelt sich die Wirtschaft in eine ungewisse Zukunft. Die enormen Staatsausgaben der vergangenen Jahre, die nun nicht mehr ausreichend durch ausländische Unterstützung gedeckt werden können, haben zu erheblichen Problemen für den Staat geführt. Die lokale Währung wurde Ende 2016 stark abgewertet. Dennoch gibt es im Land etliche große öffentliche Bauprojekte – so etwa die U-Bahn in Kairo – die stark durch ausländische Finanzierung getragen werden. Im privaten Bereich entwickeln sich durch die schwache Währung vermehrt günstige Bauvorhaben.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen die Arbeiten für die Flughafenerweiterung zu einer guten Auslastung der beteiligten Baufirmen. Hier wird es in den kommenden Jahren noch einige weitere Bauabschnitte geben. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia, wo beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut werden. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt.
Die Bauwirtschaft in China befindet sich weiter auf hohem Niveau, bietet aber durch die starke lokale Konkurrenz und staatliche Regelungen für ausländische Unternehmen kaum Möglichkeiten, um dort tätig zu werden. Für den Baumaschinenmarkt sind die vorhandenen Überkapazitäten der größte Einflussfaktor. Die lokalen Hersteller hatten vor einigen Jahren die Potentiale für die Zukunft völlig überschätzt und viel zu große Kapazitäten aufgebaut. Mit dem Ende des rasanten Bauwachstums sind in den letzten Jahren die Verkäufe von Baumaschinen in China um etwa 50 % zurückgegangen. Dadurch ist der Weltmarkt um etwa 28 % eingebrochen. Durch diese Entwicklung haben die chinesischen Produzenten im vergangenen Jahr ihre Kapazitäten erheblich abgebaut. Dennoch wird es noch dauern, bis sich die Märkte wieder eingependelt haben.
Amerika
Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren erwarten wir weiter große Anstrengungen, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.
Afrika
In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau dieser Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Rohstoffen deutlich zurückgegangen, was in vielen afrikanischen Ländern, die von diesem Geschäft abhängig sind, zu erheblichen Problemen führt. Speziell der niedrige Ölpreis hat Länder wie Angola oder Nigeria in eine Wirtschaftskrise gestürzt. Die Hoffnungen auf eine positive Entwicklung des Kontinents haben sich leider nicht erfüllt.
Durch die aktuellen Probleme in der Welt sind wichtige Zukunftsthemen, wie Umwelt, Demographie, Energie und Wasser, in den Hintergrund gerückt. Diese Themenfelder gewinnen wegen der zunehmenden sozialen Probleme in vielen Ländern, die zum Teil Auslöser der Flüchtlingsbewegung sind, wieder an Bedeutung. Die Lösung dieser Themen ist nur durch größere Anstrengungen im Bau denkbar.
Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In einigen Ländern der Welt haben wir bereits erfolgreich Projekte abgewickelt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.
Geschäftsverlauf
Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung von 1.586,1 Mio. EUR, die um 4,2 % unter dem Vorjahreswert von 1.656,4 Mio. EUR lag. Im Vorjahr waren Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR enthalten. Ohne diesen Einfluss lag die Gesamtkonzernleistung in etwa auf Vorjahreshöhe. Das EBIT betrug 68,3 Mio. EUR (Vorjahr: 90,7 Mio. EUR). Die genannten zusätzlichen Leistungen hatten auch das EBIT des Vorjahres entsprechend beeinflusst. Das Ergebnis nach Steuern betrug 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR).
Die BAUER Gruppe konnte im Jahr 2016 ihre Ergebnisziele erneut nicht ganz erreichen. Obwohl sich viele Tochterfirmen gut entwickelten und im Rahmen der Planungen lagen, gelang es aufgrund einzelner schwacher Märkte und Einflussfaktoren nicht, die für den Konzern gesetzten Ziele zu erreichen. Die größte negative Wirkung auf das Gesamtergebnis hatten unsere Tochterfirmen in Malaysia und Hongkong. Hier erwarteten wir lange Zeit große Auftragszugänge, für die wir erhebliche Kapazitäten vorhalten mussten. In Hongkong wurde ein sehr großer Spezialauftrag am Flughafen an einen Konkurrenten vergeben, der mit einem erheblich niedrigeren Preis angeboten hatte. Zudem belasteten Aufwendungen für einen Rechtsstreit. In Malaysia verschob sich die Auftragsvergabe dreier großer Projekte immer weiter nach hinten, so dass unsere Kapazitäten über lange Zeit nicht im Einsatz waren. Auftragsverschiebungen am Bau sind grundsätzlich nicht ungewöhnlich, jedoch kommt es selten vor, dass sich dies in einer solchen Größenordnung und in nur einer Region so ballt. In Summe brachte dies einen Verlust von deutlich über 10 Mio. EUR. Dies allein erklärt den Unterschied zwischen der ursprünglichen Prognose und dem endgültigen Ergebnis. Die Kapazitäten in Malaysia sind inzwischen wieder ausgelastet, da alle erwarteten Aufträge erteilt wurden.
Die vielfältigen weiteren Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen sowie für schwache Märkte und Geschäftsbereiche hatten wir angesichts der weltweiten Verwerfungen bereits gut in unseren Planungen berücksichtigt. Einzelnen deutlichen Verlusten durch Planunterschreitungen, wie bei der Resources-Tochter Esau & Hueber GmbH oder unserer Baufirma in Angola, standen deutliche Planüberschreitungen, beispielsweise bei den Baufirmen in Kanada, Ägypten sowie bei der Wöhr + Bauer GmbH gegenüber.
Als aufgrund dieser Themen die ursprüngliche Planung nicht mehr zu erreichen war, mussten wir Anfang November unsere mit dem Geschäftsbericht 2015 gegebene Prognose auf eine Gesamtkonzernleistung von leicht unterhalb von 1,65 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 65 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 10 bis 15 Mio. EUR reduzieren. Wir hatten ursprünglich eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,65 Mrd. EUR, ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 20 bis 25 Mio. EUR prognostiziert.
Weiterhin positiv entwickelte sich der Auftragsbestand des Konzerns, der bis Ende 2016 auf 1.008,1 Mio. EUR anwuchs und damit 1,3 % über dem Vorjahreswert von 995,6 Mio. EUR lag. Alle Segmente trugen dabei zur Erhöhung bei – insbesondere konnten im vierten Quartal einige neue Spezialtiefbauprojekte in der Welt gewonnen werden. Zu berücksichtigen ist, dass wegen des Anteilsverkaufs an der Immobilienfirma Wöhr + Bauer GmbH ein hoher zweistelliger Auftragsbestand aus den Büchern genommen wurde, da dieses Unternehmen nun nicht mehr als assoziiertes Unternehmen einbezogen wird. Die Steigerung gegenüber Vorjahr ist daher umso deutlicher.
Gesamtaussage
Das Jahr 2016 war aus operativer Sicht deutlich besser als das Vorjahr. Durch die Neuausrichtung einiger Geschäftsbereiche und die Beendigung einiger Märkte haben wir hier die Trendwende eingeleitet, obwohl wir mit dem Gesamtergebnis bei weitem noch nicht zufrieden sind. Zum Jahresende ist es uns gelungen, erneut einen sehr hohen Auftragsbestand zu erreichen, der gleichmäßig über unsere Regionen verteilt ist. Die Marktsituation im Maschinenbau hat sich zudem entspannt. Die letzten Monate des Jahres brachten einen guten Auftragszuwachs. Viele Veränderungen im Konzern haben unsere Ausgangslage deutlich verbessert, so dass wir der Zukunft positiv entgegensehen können.
Segment Bau
Allgemeine Rahmenbedingungen
Die Baumärkte weltweit konnten auch im Jahr 2016 in Summe ihr Wachstum fortsetzen. Der große Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum weiter an. Da hierbei in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden muss, werden auch vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt, so dass wir in einem zukunftsträchtigen Markt aktiv sind.
Neben Deutschland zeigten sich auch die Märkte in Europa insgesamt sehr positiv, wobei hier die Entwicklung im Einzelnen sehr unterschiedlich war. Russland ist weiterhin sehr schwach, ebenso wie weitere Länder in Osteuropa. Der Ferne Osten war im Jahr 2016 etwas rückläufig, wogegen der Nahe Osten weiterhin einen stabilen Baumarkt aufweist. In Summe entwickeln sich die Märkte trotz der vielen Unsicherheiten und Krisenherde weltweit weiterhin positiv.
Wesentliche Ereignisse
Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung von 722,1 Mio. EUR, die mit 2,8 % unter der des Vorjahres von 742,9 Mio. EUR lag. Das EBIT erhöhte sich von 13,9 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern betrug 9,5 Mio. EUR – im Vorjahr war es mit -7,3 Mio. EUR negativ.
Den bestimmenden Einfluss auf das negative Ergebnis des Vorjahres hatte unsere Tochterfirma in den USA. Die Fertigstellung des Projekts Center Hill Damm brachte eine erhebliche finanzielle Belastung mit sich und machte eine Neuausrichtung der Tochterfirma notwendig. Im Jahr 2016 konnte die geplante Leistung in den USA daher noch nicht erreicht werden.
Positiv zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der deutsche Markt. Eine gute Auslastung ermöglichte eine Leistung über Planniveau mit einem sehr positiven Ergebnis. In Europa konnten wir vor allem mit Aufträgen in England, Österreich und der Schweiz unsere Leistung erhöhen. Gleiches gilt für Mittelamerika. Darüber hinaus entwickelten sich vor allem die Tochterfirmen in Ägypten und in Kanada, wo wir mit dem Großprojekt Diavik sehr gut ausgelastet sind, erfreulich. Auch unsere Unternehmen im Nahen Osten – mit Ausnahme Saudi-Arabien – zeigten im Wesentlichen eine gute Auftragssituation. Der Rückgang des Ölpreises wirkte sich noch nicht gravierend auf die Bauinvestitionen aus. Wir beobachten die Entwicklung dort aber weiterhin sehr genau.
Ein zusätzliches Ergebnis von etwas über 10 Mio. EUR für das Segment brachte der aus strategischen Gründen durchgeführte Verkauf von 16,67 % der Anteile inklusive der Neubewertung der verbliebenen 16,67 % der Anteile an der Wöhr + Bauer GmbH. Das Unternehmen hatte im Berichtsjahr einen auf unseren Anteil entfallenden operativen Gewinn erwirtschaftet, der fast so hoch war, wie das Ergebnis aus dem Verkauf der Anteile. Das gesamte Ergebnis ist wegen des Anteilsverkaufs in den sonstigen Erträgen enthalten.
Eine negative Entwicklung mussten wir vor allem in zwei Märkten des Fernen Ostens hinnehmen. In Malaysia hat sich die Vergabe von Projekten über das Jahr hinweg so lange verzögert, dass große Auftragslücken und damit hohe finanzielle Belastungen entstanden sind. In Hongkong haben wir uns intensiv mit dem Großprojekt zur Erweiterung des Flughafens beschäftigt, bei dem wir aber letztlich nicht zum Zuge kamen. Dies brachte zusammengenommen erhebliche finanzielle Belastungen mit sich. Obwohl die weiteren Tochterfirmen in der Region in Summe gut ausgelastet waren, führte dies im Wesentlichen zum deutlichen Leistungsrückgang im Segment. Weiterhin schwach zeigten sich die Märkte in Russland und das durch den niedrigen Ölpreis betroffene Angola. In beiden Ländern haben wir unsere Kapazitäten den Marktveränderungen angepasst.
Mit der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH erbringen wir in Deutschland Leistungen im Ingenieurbau und im Bereich Sanierung. Aufgrund fehlender öffentlicher Aufträge verlief das Geschäft eher schleppend und für uns unbefriedigend. In den letzten Monaten des Jahres zeigte sich hier eine deutliche Verbesserung.
Auftragslage
Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gut entwickelt und betrug 716,3 Mio. EUR (Vorjahr: 878,4 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf zusätzliche Großaufträge im Jahr 2015 zurückzuführen, die wir beispielsweise in Kanada erhalten haben. Die weitaus höhere Aussagekraft hat der Auftragsbestand, der mit 585,3 Mio. EUR um 1,0 % leicht unter dem Vorjahr (591,1 Mio. EUR) lag. Da hier der bisher einbezogene Auftragsbestand der Wöhr + Bauer GmbH in den Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 nicht mehr enthalten ist, ist der Auftragsbestand im Spezialtiefbau deutlich angestiegen.
Es ist uns gelungen in allen Regionen der Welt neue Aufträge zu gewinnen. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Baustellen konnten wir auch wieder einige größere Projekte in den Bestand nehmen. Die Projekte verteilen sich derzeit in Summe gut über die vorhandenen Kapazitäten in den einzelnen Regionen. Auch die im abgelaufenen Jahr von Projektverschiebungen betroffene Tochterfirma in Malaysia konnte im vierten Quartal 2016 die erwarteten Aufträge hereinnehmen und hat damit wieder einen hohen Auftragsbestand.
Durch einen Auftragsbestand, der im Spezialtiefbau auf Rekordniveau liegt, und aufgrund weiterer Chancen in der Welt, gehen wir mit einer sehr guten Basis in das laufende Geschäftsjahr.
Ausblick
Insgesamt zeigen sich die Regionen der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Die weltweite Präsenz ermöglicht es uns, die Chancen in den Regionen mit guter Baukonjunktur zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. Unser weltweiter Auftragsbestand ist weiterhin auf hohem Niveau.
In Deutschland und in Europa erwarten wir in Summe erneut eine stabile bis gute Entwicklung. In unseren Tochterfirmen in Amerika gehen wir vor allem durch die USA und Kanada von einer Erhöhung unserer Leistung aus. Im Nahen Osten gehen wir von einem Rückgang aus, wogegen wir durch unsere verbesserte Auftragssituation im Fernen Osten mit einem deutlichen Wachstum rechnen.
In Hongkong erwarten wir Fortschritte bei einem langjährigen Rechtsstreit um Restzahlungen für ein Bauprojekt. Der wesentliche Abschluss ist voraussichtlich im Jahr 2017. Dies sollte zu einer Reduzierung ausstehender Forderungen führen.
Für das Jahr 2017 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung aufgrund der Entkonsolidierung der Wöhr + Bauer GmbH etwas unterhalb des Vorjahres, jedoch beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern etwa auf Höhe des Vorjahres liegen werden.
Segment Maschinen
Allgemeine Rahmenbedingungen
Im Jahr 2016 entwickelten sich die Baumaschinenmärkte weiterhin sehr uneinheitlich, aber in Summe dennoch zufriedenstellend. Die Nachfrage in Europa stieg gut an; ebenso in Russland, China und Indien – dort jeweils aber ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. Rückgänge verzeichneten die USA, Afrika und besonders Lateinamerika und der Nahe Osten. Auch die weiteren Länder in Asien zeigten sich eher schwächer als noch 2015.
Die Veränderung der Wettbewerbssituation am chinesischen Markt hat sich im Laufe des Jahres 2016 weiter fortgesetzt. Die großen Überkapazitäten in der Produktion bei den lokalen Wettbewerbern haben sich weiter reduziert. Zudem sind etliche kleinere Konkurrenten aus dem Markt ausgeschieden. Auf der Bauma in München im April und in Shanghai im November 2016 waren deutlich weniger Bohrgerätehersteller aus China vertreten. Wir erwarten daher in den nächsten Jahren wieder eine Normalisierung des Wettbewerbsumfelds.
Wie bereits im Vorjahr belasteten auch 2016 die weiterhin schwachen Rohstoffpreise einzelne Produktgruppen. Die Nachfrage nach Brunnenbohrgeräten, die auch zur Exploration von Rohstoffen eingesetzt werden, blieb schwach.
Wesentliche Ereignisse
Im vergangenen Geschäftsjahr ging die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen um 13,5 % von 753,1 Mio. EUR auf 651,7 Mio. EUR zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR ebenso in der Gesamtkonzernleistung enthalten waren, wie die vollständige Leistung aus dem Tiefbohrgerätegeschäft, die aufgrund der Einbringung in das Joint Venture mit Schlumberger im Jahr 2016 nur noch zu 51 % eingerechnet wurde. Die Umsatzerlöse reduzierten sich leicht um 1,0 % von 548,0 Mio. EUR auf 542,7 Mio. EUR. Durch das Joint Venture mit Schlumberger sind die Umsatzerlöse im Tiefbohrgerätegeschäft, anders als im Vorjahr, nun nicht mehr in den Zahlen des Jahres 2016 enthalten. Der Wert des Jahres 2016 ist daher voll auf unser Kerngeschäft mit Spezialtiefbaugeräten zurückzuführen und spiegelt somit dort einen Zuwachs wider. Das EBIT ging von 99,4 Mio. EUR auf 37,0 Mio. EUR zurück. Rechnet man aus dem Jahr 2015 die genannten Einflüsse von 77,8 Mio. EUR heraus, so erhöhte sich das EBIT sehr deutlich. Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich aus den beschriebenen Gründen von 65,4 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR.
Berücksichtigt man das unter den allgemeinen Rahmenbedingungen beschriebene uneinheitliche und auch schwierige Marktumfeld, zeigt der Umsatz- und Ergebnisanstieg im Kerngeschäft unsere Stärke im Markt für Spezialtiefbaugeräte und bei angrenzenden Produkten.
Für unseren Vertrieb entwickelten sich vor allem die Märkte Deutschland und Europa insgesamt und auch die Region Asien-Pazifik positiv. Amerika zeigte sich im Plan und in China lagen unsere Verkäufe auf stabilem Niveau. Deutliche Rückgänge verzeichneten wir im Nahen Osten und auch in Afrika. Australien, Lateinamerika sowie Russland und die angrenzenden Staaten Osteuropas und Zentralasiens waren leicht positiv.
Mit Blick auf die Tochterfirmen und die einzelnen Produktgruppen lief im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der Vertrieb von Ankerbohrgeräten und Drehgetrieben besonders gut. Auch der Zuwachs bei unseren Groß- und Sondergeräten trug positiv zum Ergebnis bei. Das Service- und Ersatzteilgeschäft hat sich weiter zu einem wichtigen Geschäftsbereich entwickelt. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten lieferte wieder einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Schwach zeigte sich dagegen noch der Vertrieb von Brunnenbohrgeräten und Mischanlagen, was auch an den schwachen Rohstoffmärkten lag. Hier wurden im vergangenen Jahr einige Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt, so dass die Zukunftsaussichten positiv sind.
In den USA lag der Vertrieb in etwa auf Planniveau. Das Werk in Conroe, Texas, ist vollständig in das Joint Venture mit Schlumberger zur Produktion von Tiefbohranlagen eingegangen. Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte wird in der Nähe ein neues Büro mit Lagerplatz beziehen. Insgesamt ist das Joint Venture im vergangenen Jahr etwas langsamer als geplant angelaufen, was auch dem weiterhin schwierigen Umfeld mit dem niedrigen Ölpreis geschuldet war. Zwei Anlagen konnten fertiggestellt werden und es liegen weitere Aufträge vor. Wir erwarten zukünftig ein gutes Wachstum in diesem Bereich und sehen positive Auftragschancen für die nächsten Jahre.
Im vergangen Jahr wurden noch weitere kleine Umstrukturierungen und Anpassungen vor allem bei Tochterfirmen vorgenommen, die dazu beitragen werden, die Wettbewerbsfähigkeit und auch die Ergebnissituation weiter zu verbessern.
Auftragslage
Trotz unterjähriger Schwankungen lag der Auftragseingang zum Jahresende ziemlich genau auf Höhe der Planung und erhöhte sich von 649,1 Mio. EUR auf 667,6 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 144,0 Mio. EUR um 12,4 % über dem Vorjahr (128,1 Mio. EUR).
Bei den Maschinen für den Spezialtiefbau bestellen die Kunden weiterhin relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig zwischen zwei und drei Monaten beträgt. Obwohl zum Jahresende 2016 wieder viele Maschinen ausgeliefert wurden, lag der Auftragsbestand im Dezember im Vergleich zum unterjährigen Bestand auf ähnlichem Niveau, da im vierten Quartal gute Auftragseingänge verzeichnet werden konnten. Auch im Joint Venture sind Aufträge zum Bau von Tiefbohranlagen im Bestand.
Ausblick
Das Jahr 2016 war für das Maschinengeschäft durch die vielen wirtschaftlichen und politischen Themen geprägt. Dennoch sehen wir durch die in Summe steigenden Baumärkte in der Welt eine insgesamt wachsende Nachfrage in den kommenden Jahren. Wir sehen weiter stabile bis positive Märkte in Europa, den USA, Afrika und dem Fernen Osten. In China gehen wir von einer für uns guten Entwicklung aus, wobei sich die Normalisierung der Marktverhältnisse fortsetzen sollte. Im Nahen Osten erwarten wir eine schwächere Entwicklung und auch Russland sehen wir ähnlich schwierig wie 2016.
Im Joint Venture mit Schlumberger für das Tiefbohrgeschäft, das At-Equity bilanziert ist, erwarten wir eine Steigerung. Damit werden wir zukünftig das Werk in den USA besser auslasten, was wegen der Marktlage bei Spezialtiefbaugeräten in den vergangenen Jahren nicht möglich war.
Für 2017 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung, beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern leichte Zuwächse erzielen können.
Segment Resources
Allgemeine Rahmenbedingungen
Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die drei Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Im Bereich Umwelt zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Markt. In Deutschland gibt es vermehrt Aufträge im Sanierungsbereich, wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Flächen. Auch im Nahen Osten gibt es großen Bedarf.
Im Bereich Wasser gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gute Nachfrage nach Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie sowie für Anlagen zur Wasseraufbereitung. Im Bereich Brunnenausbaumaterialien zeigte sich der Markt in Europa und Afrika insgesamt relativ schwach.
Besonders schwierig stellten sich nach wie vor die Märkte für Bohrungen nach Öl, Gas, Wasser und Bodenschätzen dar. Die Rohstoffpreise standen weiterhin deutlich unter Druck, so dass es kaum Projekte am Markt gab. Dadurch gab es auch deutliche Überkapazitäten. Diese Situation hat uns im vergangenen Jahr erneut stark belastet, wobei wir durch neue Aufträge in Jordanien wieder bessere Perspektiven für die Zukunft haben.
Wesentliche Ereignisse
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 264,7 Mio. EUR um 19,5 % deutlich über dem Vorjahreswert von 221,6 Mio. EUR. Das EBIT verbesserte sich von -19,8 Mio. EUR auf -3,2 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von -29,4 Mio. EUR auf -8,5 Mio. EUR.
Das Segment Resources hat uns erneut viele Anstrengungen abverlangt. Die in den letzten beiden Jahren begonnenen Umstrukturierungen, die viele einzelne Bereiche und Produkte betrafen, wurden bis zum Jahresende 2016 abgeschlossen, so dass nun mit neuer Aufstellung und Fokus auf das operative Geschäft in das laufende Geschäftsjahr gestartet werden konnte. Die wesentliche Veränderung des Jahres 2016 wurde durch die Verschmelzung der BAUER Umwelt GmbH, BAUER Water GmbH und BAUER Resources GmbH erreicht. Die BAUER Resources GmbH tritt nun am Markt mit den Bereichen Umwelt und Wasser auf. Die neue Struktur ist gerade im Hinblick auf die Abwicklung von Großprojekten und im Auftritt gegenüber unseren Großkunden von Vorteil und ermöglicht zusätzlich Verbesserungen beim Ergebnis.
Positiv zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem unser Umweltbereich, der in stabilen Märkten einen sehr guten Auftragsbestand hat. Das Großprojekt für die Roche Pharma AG in Grenzach-Wyhlen trug im Wesentlichen zur Steigerung der Leistung im Segment bei. Auch unsere Beteiligung im Oman konnte wieder einen guten Ergebnisbeitrag leisten.
Von den fehlenden Projekten für Tiefbohrungen war erneut die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien betroffen. Die niedrigen Rohstoffpreise und Überkapazitäten belasten weiterhin den Markt. Es war daher erfreulich, dass Mitte des abgelaufenen Geschäftsjahres neue größere Aufträge gewonnen werden konnten. Diese werden die Situation 2017 deutlich verbessern, kamen jedoch zu spät, um sich auf das Ergebnis des Jahres 2016 noch positiv auszuwirken. Daher musste erneut ein deutlicher Verlust verzeichnet werden. Unsere Bohrfirmen in Afrika hatten aufgrund der Marktsituation auch zu wenige Aufträge und mussten ebenfalls Verluste hinnehmen. Aus Ghana haben wir uns zurückgezogen.
Eine schwierige Entwicklung zeigten vor allem die Tochterunternehmen im Wasserbereich. Die in den beiden vergangenen Jahren umstrukturierte GWE-Gruppe verzeichnete noch einen planmäßigen Verlust, hatte dabei aber auch mit einem deutlich rückläufigen Markt für Brunnenausbaumaterialien zu kämpfen. Unsere Tochterfirmen, die Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie sowie zur Wasseraufbereitung herstellen, sind mit ausreichend Aufträgen in einem stabilen Markt gut beschäftigt. Hier belasteten aber im vergangenen Jahr Altprojekte deutlich mehr als erwartet, so dass hier höhere Verluste verzeichnet werden mussten.
In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen zur Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken ausführt. Aufgrund des weiterhin guten Marktes in Deutschland brachte der Bereich wieder einen positiven Ergebnisbeitrag.
Auftragslage
Der Auftragseingang lag 2016 mit 267,0 Mio. EUR um 22,6 % unter dem Vorjahreswert von 345,0 Mio. EUR, was auf den im Jahr 2015 erhaltenen Großauftrag für die Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen mit einem Volumen von über 100 Mio. EUR zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand war mit 278,8 Mio. EUR um 0,8 % höher als im Vorjahr (276,5 Mio. EUR).
Gute Auftragsbestände verzeichnet vor allem der Umweltbereich, der weitere Projekte akquirieren konnte. Auch die Tochterfirmen, die Wasseraufbereitungsanlagen und Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellen, konnten neue Aufträge hereinnehmen und haben daher einen guten Bestand. Erfreulich war die beschriebene deutliche Steigerung des Auftragsbestands unserer Tochterfirma in Jordanien im Bereich Tiefbohren, die wieder größere Aufträge gewinnen konnte. Dies ermöglicht eine deutlich bessere Auslastung der dortigen Kapazitäten.
Ausblick
Im Segment Resources wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere zahlreiche Anstrengungen unternommen, um die Kostenstrukturen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Mit der nun neuen Organisation unter der zentralen Gesellschaft BAUER Resources GmbH ist eine gute und für die Kunden und Märkte vorteilhafte Aufstellung für die Zukunft gefunden.
Positiv läuft weiterhin der Umweltbereich, der insgesamt eine sehr gute Auftragslage und Auslastung hat. Noch bis voraussichtlich 2020 wird am Großprojekt Grenzach-Wyhlen in Deutschland gearbeitet. Zudem gibt es zahlreiche weitere Chancen am Markt für das laufende Jahr. Auch im Bereich Wasser ist die Auftragslage insgesamt gut und es gibt hier weitere Chancen für die Zukunft. Durch den Abschluss belastender Altprojekte sollte sich auch hier eine Verbesserung der Ergebnisse einstellen.
Die schwierige Marktsituation im Bereich Bodenschätze mit den niedrigen Rohstoffpreisen und den vorhandenen Überkapazitäten dürfte auch weiterhin anhalten. Die neuen Aufträge für die Tochterfirma in Jordanien sollten es uns ermöglichen, den bisherigen Verlust sehr deutlich zu reduzieren.
Wir erwarten für das Jahr 2017 im Segment eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung und ein positives EBIT. Beim Ergebnis nach Steuern erwarten wir noch einen kleinen Verlust.
Segmente Sonstiges / Konsolidierung
In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.
Das Segment Sonstiges weist ein EBIT von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 4,5 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.
Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen EBIT von -2,3 Mio. EUR (Vorjahr: -7,4 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Ergebnis nach Steuern betrug -2,4 Mio. EUR (Vorjahr: -6,5 Mio. EUR).
III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Konzernertragslage
Die Ertragslage des Konzerns war im Jahr 2016 durch eine grundsätzlich positive Entwicklung geprägt, die nach den sehr schwierigen vergangenen Jahren eine Trendwende darstellt. Auf der anderen Seite gab es einige wenige negative Einflüsse – im Wesentlichen in den Tochterfirmen in Malaysia und Hongkong –, die unser Ergebnis negativ beeinflussten, so dass wir unsere Planung hier nicht voll erreichen konnten. Der Anteilsverkauf und die Neubewertung der verbliebenen Anteile an der Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH führte gegenüber der operativen Ergebnissituation zu einem geringfügigen zusätzlichen Ergebnis. Aufgrund des Anteilsverkaufs sind die Ergebnisbeiträge der Wöhr + Bauer GmbH mit über 10 Mio. EUR in den sonstigen Erträgen enthalten.
Obwohl die Gesamtentwicklung wieder positiver ist, entspricht die Ertragslage des Unternehmens bei weitem noch nicht unseren Erwartungen. Das lag an den weiter zahlreich vorhandenen Störungen in der Welt, die Verluste in einzelnen Regionen und Geschäften verursachten und so die guten Ergebnisse in anderen Ländern überdeckten.
Die Wirkung aller Effekte führte zu einem Ergebnis nach Steuern von 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR). Beim Vorjahresvergleich der Ertragskennzahlen ist zu beachten, dass in 2015 zusätzliche Ergebnisse aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR (auf EBIT-Ebene) enthalten sind, die auf das Joint Venture im Tiefbohrgerätegeschäft mit Schlumberger und auf die Veräußerung von Anteilen an einer weiteren Tochterfirma zurückzuführen waren.
Das EBIT reduzierte sich wegen der zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr von 90,7 Mio. EUR auf 68,3 Mio. EUR. Das EBITDA ging um 14,4 % von 185,1 Mio. EUR auf 158,4 Mio. EUR zurück und erreichte einen Wert von 10,6 % (Vorjahr: 11,7 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung.
Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) verringerte sich – insbesondere durch die zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr – gegenüber 2015 deutlich von 13,5 % auf 5,3 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug 3,2 % (Vorjahr: 6,9 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,8 % auf 1,0%. Der Rückgang der Renditewerte ist auf die genannten zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr zurückzuführen. Mit unserer Planung werden diese im laufenden Jahr wieder ansteigen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich in den einzelnen Positionen erkennbar verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge der oben beschriebenen zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr.
Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert:
Die konsolidierte Leistung ist mit 1.488,6 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.587,9 Mio. EUR) um 6,3 % gesunken. Ohne die beschriebenen zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr wäre der Rückgang 1,4 %.
Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.379,0 Mio. EUR) um 1,3 % auf 1.396,9 Mio. EUR leicht angewachsen.
Die Bestandsveränderungen reduzierten sich um 47,0 % von 29,0 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR deutlich.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich um 40,8 % von 22,7 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR, was auf geringere Investitionen in Geräte aus eigener Produktion im Jahr 2016 zurückzuführen ist.
Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 157,2 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR sehr deutlich zurückgegangen. Die größte Veränderung ist die Reduzierung der Erträge aus Entkonsolidierung um 62,3 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR. Im Vorjahr betraf dies das Joint Venture mit Schlumberger sowie die SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH; im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wöhr + Bauer GmbH. Die Buchgewinne aus Anlagenabgang (4,6 Mio. EUR) sind um 11,8 Mio. EUR zurückgegangen. Weitere wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich zusammen um 20,2 Mio. EUR auf 30,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr reduzierten. Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus dem Umstand, dass Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenübergestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 32,6 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsverlust in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: Verlust von 7,7 Mio. EUR) verzeichnet haben. Die erheblichen Währungsschwankungen im Laufe des Jahres 2016 – mit je nach Währung erheblichen positiven und negativen Auswirkungen – waren die Ursache für dieses Ergebnis.
Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 4,6 % auf 718,0 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang ist deutlicher, als bei der um die zusätzlichen Ergebnisse des Vorjahres bereinigten konsolidierten Leistung (-1,6 %). Am Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich.
Der Personalaufwand hat sich mit einer Reduktion von 1,7 % auf 369,7 Mio. EUR in etwa wie die um die zusätzlichen Ergebnisse des Vorjahres bereinigte konsolidierte Leistung entwickelt. Mit unserem Kostensenkungsprogramm sind wir bemüht den Personalaufwand weiter zu reduzieren.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 11,6 % von 274,2 Mio. EUR auf 242,5 Mio. EUR zurückgegangen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei den sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste und Verluste aus Devisentermingeschäften enthalten, die mit 25,9 Mio. EUR wesentlich zum Rückgang der Position beitrugen. Ohne die währungsbedingten Kostenveränderungen wäre der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2,7 % und damit größer als die um die zusätzlichen Ergebnisse des Vorjahres bereinigte konsolidierten Leistung.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 8,2 % auf 74,5 Mio. EUR gesunken.
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als „Mietkauf“ bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Marktveränderungen nach der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 17,7 % auf 15,5 Mio. EUR angestiegen.
Die Finanzerträge sind von 5,0 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR gestiegen. Die Finanzaufwendungen lagen mit 46,8 Mio. EUR über dem Vorjahr (42,0 Mio. EUR), wobei hier außerplanmäßige Wertminderungen von 4,2 Mio. EUR enthalten sind.
Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen verringerte sich von 2,7 Mio. EUR auf -3,0 Mio. EUR. Wesentliche Gründe hierfür waren die Anlaufverluste im Joint Venture mit Schlumberger sowie der Effekt, dass vor dem Verkauf der Anteile an der Wöhr + Bauer GmbH in dieser Gesellschaft Verluste entstanden waren, die nach dem Anteilsverkauf durch operative Ergebnisse aus Immobilienveräußerungen deutlich überkompensiert wurden. Die Beteiligung im Oman, die SPANTEC Spann- & und Ankertechnik GmbH sowie die Bau-Arbeitsgemeinschaften des Konzerns haben einen guten Ergebnisbeitrag gebracht. Wir erwarten, dass diese Position in der Zukunft wieder positiv sein wird.
Der Ertragsteueraufwand lag mit 9,6 Mio. EUR um 17,8 Mio. EUR unter Vorjahr. Im Jahr 2015 hatten sich die genannten zusätzlichen Ergebnisse wesentlich auf die Höhe der Position ausgewirkt. Im laufenden Jahr haben sich positive und negative Einflüsse in etwa ausgeglichen, so dass in Summe eine übliche Steuerquote entstand. In Zukunft gehen wir wieder von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 % und 40 % aus. Negative Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nur dann steuermindernden Einfluss, wenn aktive latente Steuern aufgrund einer positiven steuerlichen Ergebnisplanung gebildet werden können. Dies ist in einigen Fällen auch im letzten Jahr nicht möglich gewesen. Dagegen ergaben sich aus gesellschaftsrechtlichen Restrukturierungsmaßnahmen positive Steuereffekte.
Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 29,7 Mio. EUR).
Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR) höher als in den Vorjahren. Aufgrund durchgeführter Restrukturierungsmaßnahmen fielen im laufenden Jahr weniger negative Ergebnisanteile an. Zudem konnte in Ägypten ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.
Konzernfinanz- und vermögenslage
Die Bilanzsumme des Konzerns ist um 2,7 % von 1.656,9 Mio. EUR auf 1.701,4 Mio. EUR gestiegen, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Positionen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte zurückzuführen war. Die Eigenkapitalquote lag mit 25,5 % unter Vorjahr (27,2 %). Durch den Verlust des Jahres 2013 und die Belastungen aufgrund der durch den niedrigeren Zinssatz notwendigen Neubewertung der Pensionsrückstellungen in den vergangenen Jahren, ist die Eigenkapitalquote unter 30 % gesunken. In den kommenden Jahren streben wir wieder einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet.
Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr leicht um 1,8 % erhöht. Sie liegt damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 und nur leicht höher als in den Vorjahren, wogegen die Gesamtkonzernleistung im Verhältnis zu 2013 um 5,4 % angestiegen ist. Wir werden in den kommenden Jahren intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert:
Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur in sehr geringem Umfang möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge – wie wir sie zum Großteil bearbeiten – benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her.
Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend.
Dennoch ist das Working Capital der BAUER Gruppe in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht noch zu hoch. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Weiter belasten größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens.
Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 177,8 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden.
Die mit Kreditgebern als Covenants vereinbarten Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. 2016 konnten wir die bei den wesentlichen Krediten vereinbarte Relation Net Debt zu EBITDA mit einem Wert von 4,27 nicht voll erfüllen. Für alle betroffenen Kredite konnte bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir davon aus, die vereinbarten Werte wieder einhalten zu können. Bei den beiden weiteren festgelegten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern, neben dem Konsortialkredit, bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2016 mit 193,5 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte zwischen 3,75 und 5,0. Insgesamt sehen wir bei den zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien einen ausreichenden Spielraum, um unseren Liquiditätsbedarf zu decken.
Der 2014 vereinbarte Konsortialkredit wurde 2016 mit einem Volumen von 430 Mio. EUR für drei weitere Jahre verlängert und läuft nun bis Juli 2019 mit Verlängerungsoption.
Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:
| • | Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten mit etwa zwei Drittel den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind mit etwa zwei Drittel dem Bau zuzuordnen. |
| • | Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 40 % durch das Maschinengeschäft gebunden. |
| • | Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu über 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources. Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine wesentliche Kapitalbindung dar. |
| • | Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) entfallen auf die Segmente Bau und Resources. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilt sich in etwa entsprechend der Anteile der Segmente an der Gesamtkonzernleistung auf. |
Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.
In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:
Auf der Aktivseite:
| • | Die Sachanlagen und Investment Property erhöhten sich von 404,4 Mio. EUR nur leicht auf 408,0 Mio. EUR. |
| • | Die Beteiligungen stiegen von 3,6 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR. Grund hierfür war im Wesentlichen die Neubewertung der verbliebenen 16,67% an der Wöhr + Bauer GmbH in Höhe von 8,5 Mio. EUR. |
| • | Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 15,7 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR, was mit 11,8 Mio. EUR im Wesentlichen auf die Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen zurückzuführen ist. Die Vorräte lagen mit 447,3 Mio. EUR unverändert auf Höhe des Vorjahres von 444,6 Mio. EUR. |
| • | Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) erhöhten sich um 25,3 Mio. EUR auf 154,8 Mio. EUR. Dem steht ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) auf der Passivseite um 13,1 Mio. EUR gegenüber. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende. |
| • | Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 4,0 Mio. EUR auf 340,0 Mio. EUR verringert. |
| • | Die sonstigen kurzfristige n finanziellen Vermögenswerte haben sich um 10,5 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR reduziert. |
| • | Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betrugen erstmalig 19,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um Tiefbohranlagen für Öl & Gas der Resources-Tochter in Jordanien. Diese Anlagen wurden zum Verkauf gestellt, nachdem die strategische Entscheidung getroffen wurde, Tiefbohrungen für die Öl- und Gasindustrie aufzugeben. Ausschlaggebend dafür war auch das 2015 gegründete Joint Venture mit Schlumberger im Tiefbohrgerätegeschäft. |
Auf der Passivseite:
| • | Das Eigenkapital verringerte sich um 17,1 Mio. EUR auf 434,1 Mio. EUR. Zur Veränderung hat das Ergebnis nach Steuern (14,4 Mio. EUR) positiv beigetragen. Reduzierend wirkten Währungsveränderungen (13,8 Mio. EUR), die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen – saldiert mit den dazugehörigen aktiven latenten Steuern (9,1 Mio. EUR) –, die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (0,7 Mio. EUR), Veränderungen im Konsolidierungskreis (2,2 Mio. EUR), Dividendenzahlungen (3,2 Mio. EUR) und sonstige Veränderungen (2,5 Mio. EUR). |
| • | Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) verringerten sich um 8,1 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf Währungsveränderungen, die sich auf die Beteiligung in Ägypten ausgewirkt haben. |
| • | Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 376,6 Mio. EUR auf 176,8 Mio. EUR erheblich. Durch das Überschreiten des festgelegten Covenants (Net Debt zu EBITDA) beim Konsortialkredit und weiteren langfristigen Darlehen zum Bilanzstichtag hat nach IFRS eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. Wie bereits beschrieben, konnte für alle betroffenen Kredite bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Dieser Effekt wird sich daher zum ersten Quartal 2017 bereits wieder umkehren. |
| • | Die langfristigen Pensionsrückstellungen haben sich um 14,8 Mio. EUR auf 127,1 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Abzinsungssatz von 1,80 % (Vorjahr: 2,35 %), zurückzuführen. Hinzu kam die jährliche Zuführung aus laufenden Pensionszusagen. |
| • | Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich von 297,7 Mio. EUR auf 479,7 Mio. EUR erheblich erhöht. Grund war die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten aus den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wegen dem Überschreiten des festgelegten Covenants. Auch dieser Effekt wird sich bereits im ersten Quartal 2017 wieder umkehren. Die Finanzierung aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ging insgesamt um 17,8 Mio. EUR zurück. |
| • | Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) erhöhten sich um 13,1 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR. Dem steht der bereits beschriebene Anstieg der Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) auf der Aktivseite gegenüber. |
| • | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 17,9 Mio. EUR auf 202,9 Mio. EUR. |
| • | Die s onstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 17,2 Mio. EUR auf 88,7 Mio. EUR angestiegen. Im Wesentlichen waren dafür steuerliche Gründe und Kundenanzahlungen für Geräte verantwortlich. |
| • | Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 8,2 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften sowie Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Finanzierungsgesellschaften zurückzuführen. |
Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung erhöhte sich von 104,3 % auf 114,3 %.
Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 32,4 Mio. EUR auf 124,9 Mio. EUR deutlich erhöht. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:
| • | Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen -23,8 Mio. EUR (Vorjahr: -85,3 Mio. EUR). |
| • | Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit 0,5 Mio. EUR nur leicht verändert (Vorjahr: -38,8 Mio. EUR). |
| • | Die Zunahme der Forderungen aus Fertigungsaufträgen verursachte eine Mittelbindung von 22,4 Mio. EUR (Vorjahr: -13,9 Mio. EUR). |
| • | Die Erhöhung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 25,4 Mio. EUR belastet. |
| • | Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 25,2 Mio. EUR verändert. |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -66,7 Mio. EUR und lag um 29,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Erlöse aus Anlageverkäufen zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -64,2 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren Darlehensrückführungen in Höhe von 256,9 Mio. EUR, Zinszahlungen in Höhe von 35,6 Mio. EUR sowie die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 236,4 Mio. EUR.
Die wesentliche Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist auf wechselkursbedingte Einflüsse in Höhe von -7,9 Mio. EUR, vor allem bei der Tochtergesellschaft in Ägypten, zurückzuführen.
IV. Einzelabschluss BAUER Aktiengesellschaft
Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert.
Die BAUER AG hat im Jahr 2016 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden wegen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Resources durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 29,7 Mio. EUR vorgenommen. Im Jahr 2016 wurden Maßnahmen gleicher Art in Höhe von 7,0 Mio. EUR durchgeführt, die ursächlich für den ausgewiesenen Verlust waren.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert:
Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:
| • | Die Finanzanlagen haben sich von 116,7 Mio. EUR auf 129,3 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen an der Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen lag. Die BAUER AG hat im laufenden Jahr ihre Anteile an den Tochterfirmen BAUER Spezialtiefbau GmbH, BAUER Maschinen GmbH, BAUER Resources GmbH, SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH von 99 % auf 100 % erhöht. Der 1 %-Anteil war aus historischen steuerrechtlichen Gründen bislang der Familie Bauer zugehörig. Außerdem wurden 10,0 Mio. EUR in das Kapital der BAUER Resources GmbH eingebracht. |
| • | Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 198,7 Mio. EUR auf 240,1 Mio. EUR angestiegen. Dies lag im Wesentlichen an der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 40,9 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2016 wurde aus strategischen Gründen entschieden, dass die Finanzierung der operativen Tochterfirmen vermehrt über die BAUER AG abgewickelt wird und nicht mehr über die großen Muttergesellschaften der Segmente. |
| • | Das Eigenkapital hat sich von 133,5 Mio. EUR auf 129,5 Mio. EUR reduziert. Ursächlich hierfür war der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,4 Mio. EUR und die Zahlung der Dividende im Jahr 2016 in Höhe von 2,6 Mio. EUR. |
| • | Die Verbindlichkeiten haben sich von 184,2 Mio. EUR auf 248,5 Mio. EUR erhöht. Wesentlichen Einfluss hatte der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 98,8 Mio. EUR, was durch die oben beschriebene strategische Ausweitung der Finanzierungstätigkeit der BAUER AG für den Konzern verursacht ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 36,3 Mio. EUR zurückgegangen. Im Vorjahr gab es stichtagsbedingt durch die damals noch bestehende Abwicklung der Finanzierungstätigkeit über die großen Tochterfirmen größere Darlehen, die durch Tochterfirmen der BAUER AG zur Verfügung gestellt waren. Dies war durch die neue Finanzierungspolitik im Jahr 2016 nicht der Fall. |
Wesentliche Veränderungen in der GuV:
| • | Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 1,8 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR gestiegen. |
| • | Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 22,0 Mio. EUR zurückgegangen, aber dennoch mit 20,7 Mio. EUR noch deutlich höher, als dies dem operativen Geschäft entsprechen würde. Wesentlicher Grund sind, sowohl in 2015 als auch 2016, die eingangs beschriebenen Leistungen der BAUER AG für die Restrukturierungsmaßnahmen bei den Tochterfirmen im Segment Resources. |
| • | Das betriebliche Ergebnis war daher mit -8,7 Mio. EUR (Vorjahr: -31,2 Mio. EUR) erneut negativ. |
| • | Der Jahres fehlbetrag lag mit 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR) ebenfalls im negativen Bereich. Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden 0,1 Mio. EUR entnommen. Der Bilanzgewinn hat sich von 5,6 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR verringert. |
Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen.
Obwohl das aus dem laufenden Geschäft des Konzerns erwirtschaftete Ergebnis eine eindeutig positive Tendenz hatte, konnten wir unsere ursprünglich gesetzten Ziele für das Jahr 2016 nicht erreichen. Das Ergebnis nach Steuern im Konzern lag wie erläutert unter unseren Erwartungen. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine leicht reduzierte Dividende von 0,10 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre auszuschütten Die Ausschüttungsquote erhöht sich damit von 8,7 % im Vorjahr auf 15,2 %.Die Verringerung der Dividende dient auch der Schonung des Eigenkapitals des Konzerns, das wir in den nächsten Jahren wieder deutlich verbessern wollen.
Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2017 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften in etwa wie im Jahr 2016 ausfallen, wobei aus heutiger Sicht keine zusätzlichen Effekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen.
V. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit in der BAUER Gruppe
Die wesentlichen Handlungsschwerpunkte, die auch die zentralen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements darstellen, hat die BAUER Gruppe unter der Maxime „BAUER’s Triple A“ zusammengefasst: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Qualität und Ethik sowie Performance. Angelehnt ist der Slogan an die Bestnote, die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben. Die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und auf die Ausrichtung auf diese Themen liegt beim Konzernvorstand und den Geschäftsführern der Holdinggesellschaften.
Mitarbeiter
Wer Kunden in der ganzen Welt begeistern will, braucht zufriedene und engagierte Mitarbeiter. Den Rahmen bildet eine vielfältige Unternehmenskultur, die unterschiedliche Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften berücksichtigt und unter einem Dach vereint. Diese Vielfalt macht uns stolz und wir sind überzeugt davon, dass sie ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist.
Mitarbeiterentwicklung
Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.771 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.738). Diese teilen sich wie folgt auf:
| • | Segment Bau: 6.412 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.243) |
| • | Segment Maschinen: 2.753 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.919) |
| • | Segment Resources: 1.282 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.276) |
| • | Segment Sonstiges : 324 Mitarbeiter (Vorjahr: 300) |
Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland aber auch aufgrund von Restrukturierungen zu verzeichnen. Wegen zu bearbeitender Bauprojekte sind im Ausland durch einzelne Aufträge oft größere Veränderungen möglich.
Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die stärkste Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Ägypten (331 Mitarbeiter), Kanada (51 Mitarbeiter) und Katar (44 Mitarbeiter). Nach Beendigung des Großprojekts Center Hill Damm und aufgrund der Neuausrichtung der Tochterfirma war in den USA ein Rückgang von 85 Mitarbeitern zu verzeichnen. In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie auf den Philippinen, in Indonesien oder Angola, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Der hohe Auftragsbestand führte in Summe zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl im Bau, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden.
Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl leicht reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs ist auf Werke im Fernen Osten (46 Mitarbeiter), die Beendigung der Aktivitäten in Botswana (30 Mitarbeiter) und auf unsere deutsche Tochterfirma in Peine (32 Mitarbeiter) zurückzuführen. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist.
Im Segment Resources wurden aufgrund von Restrukturierungen auch im Jahr 2016 weiter Mitarbeiter reduziert. Dies betraf im Wesentlichen die deutsche Tochterfirma zur Herstellung von Brunnenausbaumaterialien in Peine (54 Mitarbeiter). In Summe ist die Mitarbeiterzahl im Segment angestiegen, was vor allem auf den Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH (63 Mitarbeiter) zurückzuführen ist, der eine gute Auftragslage hat.
Im Segment Sonstiges, das im Wesentlichen die BAUER AG umfasst, gab es einen leichten Zuwachs an Mitarbeitern, was unter anderem auf die Zentralisierung einiger Funktionsbereiche aus den Tochterfirmen zurückzuführen ist.
Aus- und Weiterbildung
Ob im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich – unsere Azubis erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, die praxisnah und zukunftsorientiert ist. Jahr für Jahr bilden wir zahlreiche junge Menschen in rund 20 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Im Jahr 2016 waren es 238 (Vorjahr: 245). Und weil wir wissen, dass unsere Mitarbeiter unser größtes Potenzial sind, wird Weiterbildung bei uns bereits während der Ausbildung großgeschrieben. Die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Denn vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden auch die Produktionsprozesse in unserem Unternehmen immer komplexer und die Anforderungen an die Funktionalität unserer Maschinen immer höher.
Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2016 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 594 (Vorjahr: 562) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht.
Vielfalt
Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2016 waren Mitarbeiter aus 80 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt – Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Wir bieten allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung, dieselben Möglichkeiten, zum Unternehmenserfolg beizutragen.
Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2016 bei etwa 10 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist.
Investitionen
Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2016 gegenüber früheren Jahren relativ niedrig, in etwa auf Höhe der Abschreibungen, gehalten. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung ist in unserem Geschäft schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird.
Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. Im Speziellen haben wir uns auch auf Investitionen zur Ausstattung unserer Baustellen mit moderner Kommunikationstechnik konzentriert.
Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Größere Investitionen in unsere Werke und Produktionsstätten sind derzeit nicht notwendig.
Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2016 nur auf niedrigem Niveau investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen.
Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2016 95,8 Mio. EUR (Vorjahr: 91,0 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 74,5 Mio. EUR (Vorjahr: 81,1 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 15,5 Mio. EUR (Vorjahr: 13,2 Mio. EUR).
Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2016 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) gegenüber.
Auch im Jahr 2017 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten.
Forschung und Entwicklung
Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2016 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie der passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie die Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie beispielsweise Drehbohrgeräte oder Ankerbohrgeräte, konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH selbst ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und in ihrem Segment für Innovation sorgen. Die zentrale Entwicklungsabteilung entwickelt die Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein.
Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt.
Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen.
Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.
Ein Kernthema der Entwicklungsarbeit für die nächsten Jahre, das sowohl den Maschinenbereich als auch den Bau betrifft, ist die zunehmende Digitalisierung. Unter der Überschrift „Bauen digital“ arbeiten wir intensiv daran, unterschiedlichste Baustellendaten mit diversen Prozessen und Anwendungen so mit unseren zentralen Datenbanken zu vernetzen, dass Abläufe effizienter werden, Erfahrungswerte vergangener Baustellen für uns weltweit verfügbar sind und folglich Herausforderungen zukünftiger Projekte besser abgeschätzt werden können.
Auch für unsere Geräte entwickeln wir neue Anwendungen, um unseren Kunden eine optisch ansprechende Datendarstellung und überall verfügbare effiziente Datenhaltung zu ermöglichen. Dabei wurden die Anwendungen für den Tablet-PC, der in vielen PremiumLine-Geräten mitgeliefert wird, weiterentwickelt und auch der webbasierte Zugriff auf die Daten vorangetrieben.
In der Maschine kommen vermehrt Assistenzsysteme zum Einsatz. Auf der Bauma 2016 wurde der adaptive Einfahrassistent vorgestellt, der bei Kellybohrungen Anwendung findet. Die innovative Technologie regelt automatisch die optimale Windengeschwindigkeit beim Ein- und Ausfahren der Kellystange. Dies steigert die Bohrleistung, reduziert den Verschleiß und beugt zudem Schäden vor.
Unsere Entwicklungsanstrengungen hinsichtlich Produktivität, Energie und Lärm konnten wir auf der Bauma in München sehr gut an unseren ausgestellten Maschinen zeigen. Im Vergleich zu den auf der Bauma 2013 aufgebauten Exponaten waren unsere Maschinen 10 % produktiver, hatten einen um 20 % niedrigeren Dieselverbrauch und verursachten 50 % weniger Lärmemissionen. Gerade in den vergangenen Jahren haben wir in diesen Bereichen unsere Anstrengungen für Verbesserungen nochmals erhöht.
Ein Beispiel für reduzierte Lärmemissionen ist der ebenfalls auf der Bauma präsentierte schallisolierte Rüttler SilentVibro der RTG Rammtechnik GmbH. Damit kann der Lärm im Arbeitsbereich der Maschine signifikant gesenkt werden. Dies wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht, zum Beispiel der Dämmung des Federjochs und der Kapselung des Frontbereichs inklusive der Hydraulikmotoren.
In den vergangenen Jahren wurde konsequent das Ziel einer höheren Effizienz mit einer deutlichen Senkung des Kraftstoffverbrauchs verfolgt. Viele unserer Geräte sind heute mit dem Energie-Effizienz-Paket (EEP) ausgerüstet – neuerdings auch Maschinen der Seilbagger-Serie. Im Jahr 2016 wurde die 100. Maschine mit EEP an unsere Kunden ausgeliefert. Mit dem optionalen EEP Professional-Paket kann die Energieeffizienz zusätzlich gesteigert werden. Beide Pakete kombiniert bewirken eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 30 % im Vergleich zu den Vorgängergeräten – eine Investition, die sich für den Kunden schon nach kurzer Zeit rechnet.
Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt.
Im Maschinenbau wenden wir gut 3,3 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 190 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.
Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,5 %, im Segment Resources ebenfalls bei 0,5 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. Diese Aufwendungen führen vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how Basis der Segmente.
Health Safety Environment (HSE)
Die BAUER Gruppe hat Health, Safety & Environment (HSE) als zentrale Elemente ihrer Geschäftstätigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette fest verankert. Bereits im Jahr 2011 wurde durch die Einführung weltweit gültiger Standards für alle Unternehmen der BAUER Gruppe ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung der Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen.
Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Unser Ziel ist es ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sie nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützt, sondern auch ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärkt. In Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern und dem Vorstand werden Standards und Leitlinien für Arbeitssicherheit in der BAUER Gruppe festgelegt. Um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu stärken, werden außerdem regelmäßige HSE-Schulungen durchgeführt. Ein Programm zur Durchführung von unternehmensinternen Arbeitssicherheitsaudits, das von der HSE-Abteilung entwickelt wurde, hilft auch den Tochterunternehmen der BAUER Gruppe, ihre HSE-Politik auf den Konzernstandard auszubauen.
Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Sicherheitsstandards. Über Zertifizierungen wie OHRIS, OHSAS 18001, AMS-Bau sowie SCC stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt.
Qualität
Die Qualität unserer Produkte, Dienstleistungen und Geräte ist das wichtigste Differenzierungsmerkmal unseres Unternehmens im internationalen Wettbewerb. Dazu gehört für uns nicht nur die Produktqualität im engeren Sinne, sondern auch die Qualität der Organisation und der Abläufe, von der Beschaffung über die Produktion bis zum Verkauf und danach dem Kundendienst. Qualitätsorientierung bestimmt in jedem dieser Teilprozesse unser Handeln und ist die treibende Kraft für die stetige Steigerung unserer Leistungsfähigkeit.
Ein durch Kennzahlen und Audits ständig überwachtes Qualitätsmanagementsystem sichert die Erfüllung höchster Qualitätsansprüche in unserem Unternehmen. Es basiert auf dem internationalen Standard ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen und ist in hohem Maße an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet. Die aus den Audit-Ergebnissen gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in regelmäßige Schulungen. Damit belegen wir die Qualität unserer Prozesse und schaffen die Basis für eine systematische, kontinuierliche Verbesserung.
Die Einbeziehung unserer Mitarbeiter ist eine grundlegende Voraussetzung für die Erreichung unserer festgelegten Qualitätsziele. Besondere Verantwortung liegt an dieser Stelle bei den Vorgesetzten, die als Vorbilder dazu beitragen, das Qualitätsbewusstsein in unserem Unternehmen zu fördern. So erreichen wir, dass unsere Mitarbeiter auf allen Ebenen Qualität zu ihrem Anliegen machen und unser Qualitätsmanagement letztendlich auch im Arbeitsalltag leben.
VI. Rechtliche Angaben
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.
Vergütung des Vorstands
Der Vorstand der BAUER AG besteht grundsätzlich aus drei Mitgliedern, jedoch gehörten dem Vorstand im Berichtsjahr kurzzeitig vier Mitglieder an. Herr Peter Hingott, bereits seit Jahren in Geschäftsführungsfunktionen in der Unternehmensgruppe beschäftigt, wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als Nachfolger für Herrn Heinz Kaltenecker zum Vorstand bestellt, der zum 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden.
Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.
Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.
Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands (einschließlich der Tätigkeit in Gremien von Tochterunternehmen) ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.542 TEUR (Vorjahr: 1.274 TEUR). Davon sind 1.392 TEUR (Vorjahr: 1.124 TEUR) erfolgsunabhängige und 150 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Der Anstieg bei den Vorstandsbezügen ist darauf zurück zu führen, dass die Gesamtbezüge aller Mitglieder des Vorstands (einschließlich der Tätigkeit in Gremien der Tochterunternehmen) für das ganze Jahr ausgewiesen werden, auch wenn durch den Eintritt von Herrn Peter Hingott zum 1. Oktober 2016 und das Ausscheiden von Herrn Heinz Kaltenecker zum 31. Dezember 2016, der Vorstand nur über drei Monate aus vier Mitgliedern bestand.
Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 137 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 6.485 TEUR (Vorjahr: 5.537 TEUR).
Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.
Vergütung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.
Im Geschäftsjahr 2016 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 261 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).
Sonstiges
Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.
Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.
Übernahmerechtliche Angaben
Im Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2016 dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Eigene Aktien hält die Gesellschaft nicht. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung – mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG – je eine Stimme. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Arbeitnehmer, die am Kapital der BAUER AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| • | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen, |
| • | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, |
| • | zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| • | zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen. |
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.
Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen
Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Mit Ausscheiden von Herrn Heinz Kaltenecker aus dem Vorstand zum Ende des Geschäftsjahres sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.
Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.
Change-of-Control
Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 430 Mio. EUR abgeschlossen, der für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieses Konsortialvertrages einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden.
Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 149,6 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.
Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.
Die BAUER AG hat keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen.
VII. Risiko- und Chancenbericht
Risikobericht
Grundprinzip des Risikomanagements
Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u.a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind es, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein.
Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung.
Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt.
Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala.
Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert.
Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen.
Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation).
Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen.
Behandlung von Projektrisiken
Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.
Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt.
Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.
Risiken
Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.
Strategische Risiken
Geschäftsfeldstruktur
Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen.
Das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko.
Marken, Image, PR
Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Maschinen führen. Zudem besteht in einigen Ländern das Risiko der Produktfälschung, welches Einfluss auf das Qualitäts-Image der Marke Bauer hat. Wir minimieren das Risiko unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als mittleres Risiko.
Marktrisiken
Absatzmarktrisiken
Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko.
Wettbewerbsumfeld
Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil überproportional stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Einige chinesische Wettbewerber mussten sich bereits aus dem Markt zurückziehen. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde die Fertigung vollständig nach Tianjin verlagert. Darüber hinaus wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut.
Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen, konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Land und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. Dieses Risiko wird kurzfristig noch als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt.
Risiken der Marktentwicklung
Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und die sich phasenweise deutlich abschwächenden Märkte in China und den weiteren BRIC-Staaten beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage.
Der starke Ölpreisverfall entlastet zwar die Handelsbilanzen der Importländer, belastet aber langfristig die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft der Förderländer des Mittleren Ostens sowie Russlands. Ein längerfristig niedriger Ölpreis könnte sich ebenso negativ auf die Nachfrage nach Tiefbohrgeräten und Dienstleistungen für die Ölindustrie auswirken wie auf die Infrastrukturausgaben der ölproduzierenden Länder.
Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Marktentwicklungsrisiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet.
Finanzmarktrisiken
Finanzielle Stabilität und Liquidität
Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote.
Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt. Durch eine Bündelung an Maßnahmen, unter anderem der Einführung von Wertanalysemethoden sowie intensives Working Capital Reporting, soll sowohl die Ergebnissituation als auch die Verschuldung verbessert werden.
Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde durch die Verlängerung des Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu begegnen.
Das Risiko im Bereich „Finanzielle Stabilität und Liquidität“ wird als mittleres Risiko eingestuft.
Währungsrisiken
Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als mittleres Risiko ein.
Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets
In den Wertansätzen der Anteile an assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, kann sich die Notwendigkeit zur Vornahme von Wertminderungen ergeben. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir als mittleres Risiko.
Politische und rechtliche Risiken
Compliance
Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.
Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten.
Politisches und rechtliches Umfeld
Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Sinkende Absatzmengen im Bereich Maschinen und Leistungsrückgänge in den Segmenten Bau und Resources sind die Folgen. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen.
Vertragsrisiken
In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können.
Laufende Rechtsfälle
Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.
Wertschöpfungsrisiken
Risiken aus Forschung und Entwicklung
Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.
Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.
Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko.
Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen
Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als grundsätzlich geringes Risiko angesehen werden.
Materialwirtschaft und Beschaffung
Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in unseren Segmenten schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein.
Produktion und Auftragsausführung
Technisches Versagen aus Konstruktionsfehlern oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt.
Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene.
Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten.
Nachträge und Claim-Management
Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten.
Risiken durch Unterstützungsprozesse
Informationstechnologie (IT)
Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als gering eingestuft werden.
Qualitätsrisiken
In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und ein viele Jahre etabliertes Qualitätsmanagementsystem hohe Aufmerksamkeit zuteil. Im Segment Maschinen werden durch eine gezielte Qualitätskontrolle beim Wareneingang, Teile mit minderer Qualität aussortiert. Viele unserer Firmen im Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert. Qualitätsrisiken beurteilen wir daher als gering.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.
Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.
Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet.
Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet.
In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.
Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.
Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.
Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.
Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.
Gesamtrisiko
Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2017 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.
Chancenbericht
Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.
Strategische Chancen
Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden.
Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt, wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trinkwasser, Prozesswasser und Industrieabwasser.
Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Segment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen.
Für die Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.
Durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau sind wir in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Dies führt zu Geschwindigkeits- und Kostenvorteilen in unserem Projektgeschäft.
Marktchancen
Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft – und insbesondere den Unternehmen im Bereich Spezialtiefbau – viele interessante Chancen bietet. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt.
Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit der Gründung eines Joint Ventures mit Schlumberger im Vorjahr weiter erhöht. In dem Joint Venture wird eine neue Generation hochmoderner Tiefbohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen entwickelt und gebaut. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Tiefbohrtechnik zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leisten wird.
Im Segment Resources ist es uns gelungen, neben dem angestammten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung zu erreichen und damit Kunden in der Automobil-, Chemie-, Öl- und Gasindustrie zu gewinnen. Die hohen Qualitätsauflagen sowie die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen.
Wertschöpfungschancen
Entwicklung und Innovation
Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt.
Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt.
Projektchancen
Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern.
Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.
Nachträge und Claim-Management
Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellten Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir, diese Chancen zu realisieren.
Gesamtchancen
Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2017 wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.
VIII. Prognosebericht
Die BAUER Gruppe ist, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert wurde, in Märkten unterwegs, die grundsätzlich gute Wachstumsraten verzeichnen. Wegen des enormen Nachholbedarfs an Bauleistungen in der Welt gehen wir davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren trotz der vielen Turbulenzen auf den Weltmärkten nicht verändern wird. Dennoch wird es notwendig sein, sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. So ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren die Bauaktivitäten und entsprechend die Nachfrage nach Maschinen in den öl- und gasabhängigen Märkten reduzieren wird. In den etablierten Industrienationen sollte beides ansteigen, da diese aufgrund der wieder besseren Finanzlage in neue Bauvorhaben investieren können. Die Entwicklungsländer werden in den kommenden Jahren weiter die größten Steigerungsraten am Bau aufweisen, um die eigenen Ziele realisieren zu können. Dies sind beispielsweise Indonesien oder die Philippinen.
Unser ausgezeichneter Auftragsbestand zum Jahresende 2016 zeigt, dass es uns gelingt, die Chancen der Märkte zu nutzen. Weiterhin gibt es viele interessante Großprojekte rund um die Welt, die es uns ermöglichen, das hohe Niveau zu halten. In den Segmenten Bau und Resources können wir aufgrund längerer Projektlaufzeiten relativ hohe Auftragsbestände erreichen.
Dagegen sind diese im Maschinensegment eher niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Maschinenkunden für Spezialbaumaschinen tendieren dazu erst dann Maschinen zu bestellen, wenn sie ein entsprechendes Projekt haben. Die immer noch bestehenden Überkapazitäten im Markt bedingen weiterhin einen Bestand an fertigen Geräten für den Verkauf. Es ist bei den kurzen Bestellvorläufen schwierig, eine Geräteplanung zu realisieren, die der späteren Nachfrage entspricht – vor allem da Komponenten und Teile mehrere Monate vor Produktion bestellt werden müssen. Durch eine entsprechende Plattformstrategie und geeignete Standardisierungsmaßnahmen reagieren wir auf diese Entwicklung und versuchen so, die Produktion zu flexibilisieren und den Lagerbestand zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass diese Situation unsere Geschäfte noch länger begleiten wird.
Die vergangenen Jahre waren für unsere Unternehmensgruppe sehr schwierig. Im Bau und im Brunnenbohrgeschäft mussten wir durch einige schwierige Projekte finanzielle Rückschläge hinnehmen. Die vielen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen in der Welt, die die vergangenen Jahre bestimmten, führten zusätzlich dazu, dass wir in etlichen unserer Märkte mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten und Einzelprobleme nicht entsprechend ausgleichen konnten. Zusätzlich waren erhebliche Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen notwendig. Im Maschinengeschäft haben sich in Folge des enormen Booms vor der Finanzmarktkrise Überkapazitäten aufgebaut. Auch wir haben vor Ausbruch der Krise in neue Werke investiert. Unsere chinesischen Konkurrenten jedoch hatten die Entwicklung der Baumaschinennachfrage völlig falsch eingeschätzt, was zum Aufbau von Produktionskapazitäten geführt hat, die ein Vielfaches der Nachfrage in der Welt hätte befriedigen können. Für uns war es dadurch sehr herausfordernd den Absatz im Maschinengeschäft stabil zu halten, was uns jedoch mit großem Einsatz gelungen ist. Allerdings konnten wir in der Folge die Ergebnisse nicht auf dem früher hohen Niveau halten.
Andererseits können wir aber auch viele positive Aspekte aufzählen. Es ist uns trotz dieser Entwicklungen gelungen, einen ausgezeichneten Auftragsbestand aufzubauen. Unser Geschäft mit Öl- und Gasbohrgeräten ist mit dem Joint Venture mit Schlumberger auf einen erfolgversprechenden Weg gebracht. Trotz der beschriebenen Wettbewerbssituation und dem Rückgang des Weltbaumaschinenmarkts in den Jahren von 2012 bis 2015 um etwa 28 % ist es uns gelungen, unsere Umsätze in der gleichen Zeit annähernd stabil zu halten. Wir sehen es als großen Erfolg, dass wir 2016 den Absatz bei Spezialtiefbaugeräten steigern konnten. Die getätigten Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung sichern uns hier unseren Spitzenplatz in diesem Marktsegment. Mit vielen Reorganisationsmaßnahmen haben wir in den vergangenen Jahren unsere Geschäfte besser auf die völlig neuen Marktgegebenheiten ausgerichtet.
Im noch relativ jungen Segment Resources ist ein Großteil des Geschäfts wieder auf einem guten Zukunftspfad. Dies gilt für alle Aktivitäten im Umweltbereich. Im Bereich Brunnenausbaumaterialien beginnen die Reorganisationsmaßnahmen zu wirken. Unsere Unternehmen im Wasserbereich waren noch mit Altprojekten belastet, die aber die Zukunft nicht maßgeblich beeinflussen werden. Erfreulich ist die Tatsache, dass wir in Jordanien nach längerer Durststrecke nun wieder einen guten Auftragsbestand haben, der uns helfen wird auch das Brunnenbohrgeschäft zu verbessern.
Das Ergebnis des Jahres 2016 war dennoch niedriger als erwartet. Wir werden daher weiter intensiv an der Verbesserung des Ergebnisses arbeiten. Lag der Fokus in den letzten Jahren vor allem bei operativen Veränderungen, haben wir im vergangenen Jahr begonnen, weitere Schwerpunkte zu bearbeiten. Dies betrifft den Personalbereich ebenso wie den Einkauf, die Produktion und auch Maßnahmen zur Reduzierung des Working Capital. Wir sehen hier bei allen Themen noch gute Möglichkeiten zur Optimierung. Aufgrund der wieder besseren Marktsituation, der großen Anstrengungen unserer Mitarbeiter sowie der beschriebenen Maßnahmen sind wir sehr zuversichtlich unsere Ziele erreichen zu können.
Dazu kommt, dass es uns in den vergangenen Jahren gelungen ist, einige Problemfelder aufzuarbeiten, die durch die vielen Krisen und Marktschwächen in der Welt entstanden sind. Auch eigene Fehler und Fehleinschätzungen in dieser Zeit haben wir korrigiert. Dies ermöglicht es uns, unsere Kräfte wieder deutlich stärker auf das operative Geschäft zu konzentrieren und so neue Erfolge zu erzielen.
Einen besonderen Schwerpunkt unserer Anstrengungen für die Zukunft legen wir auf die Möglichkeiten, die die Digitalisierung unseren Produkten und Dienstleistungen bietet. Wir werden die Ausstattung unserer Maschinen mit elektronischen Systemen weiter vorantreiben, so dass wir für uns und unsere Kunden weitere wirtschaftliche Vorteile generieren können. Die Vernetzung unserer eigenen Standorte und Projekte hat weiter oberste Priorität und auch für unsere Unternehmen bietet „Big Data“ viele neue Chancen.
Wir sind bei den gegebenen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2017 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. In Summe sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2017 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente sowie für den Konzern insgesamt. Das Jahr 2016 war operativ bereits deutlich besser als die beiden Vorjahre und wir bewegen uns wieder auf einem positiven Trend, den wir weiter verstärken werden.
Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann – den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Probleme, wie sie uns in den letzten Jahren getroffen haben, zu vermeiden.
Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden.
Eine Änderung der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen.
Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2017 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 23 bis 28 Mio. EUR und das EBIT mit etwa 75 Mio. EUR.
Wir planen für die kommenden Jahre unverändert mit einem Wachstum zwischen 3 % und 8 % bei der Gesamtkonzernleistung.
Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch.
Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der extremen Konkurrenzsituation unseres Maschinengeschäfts, in der durch die niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen waren. Mit unseren Programmen zur Reduzierung des Working Capital erwarten wir in den kommenden Jahren unsere Bilanzrelationen wieder Stück für Stück verbessern zu können. Die wieder bessere Entwicklung der Märkte sollte das zusätzlich unterstützen. Wir werden in den kommenden Jahren große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf über 30 % zu erhöhen.
Obwohl das aus dem laufenden Geschäft des Konzerns erwirtschaftete Ergebnis eine eindeutig positive Tendenz hatte, konnten wir unsere ursprünglich gesetzten Ziele für das Jahr 2016 nicht erreichen. Wir halten es dennoch für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine leicht reduzierte Dividende von 0,10 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre auszuschütten Die Ausschüttungsquote erhöht sich damit von 8,7 % im Vorjahr auf 15,2 %. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Die Verringerung der Dividende dient auch der Schonung des Eigenkapitals des Konzerns, das wir in den nächsten Jahren wieder deutlich verbessern wollen.
Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.
Schrobenhausen, den 31. März 2017
BAUER Aktiengesellschaft
Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott
Bilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
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| 31.12.2015 € |
31.12.2016 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.412.990,39 | 4.145.531,59 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 279.724,86 | 360.265,42 |
| 3.692.715,25 | 4.505.797,01 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 3.115.837,27 | 3.013.484,29 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.692.089,30 | 2.227.944,53 |
| 5.807.926,57 | 5.241.428,82 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 116.744.672,82 | 129.322.011,87 |
| 2. Beteiligungen | 1.000,00 | 3.000,00 |
| 116.745.672,82 | 129.325.011,87 | |
| 126.246.314,64 | 139.072.237,70 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 44.287,21 | 45.319,42 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 145.679,94 | 2.962,75 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 197.556.475,56 | 238.487.471,55 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 41.692,39 | 223.521,63 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 937.678,44 | 1.365.505,43 |
| 198.681.526,33 | 240.079.461,36 | |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 272.953,46 | 6.922.429,26 |
| 198.998.767,00 | 247.047.210,04 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.061.012,76 | 939.576,97 |
| D. Aktive latente Steuern | 1.079.749,15 | 1.094.109,28 |
| 327.385.843,55 | 388.153.133,99 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2015 € |
31.12.2016 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 73.001.420,45 | 73.001.420,45 |
| II. Kapitalrücklage | 39.780.829,55 | 39.780.829,55 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 12.000,00 | 12.000,00 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 15.088.000,00 | 14.984.492,29 |
| 15.100.000,00 | 14.996.492,29 | |
| IV. Bilanzgewinn | 5.615.809,55 | 1.713.100,00 |
| 133.498.059,55 | 129.491.842,29 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 8.165.107,00 | 8.739.964,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 121.252,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 1.375.996,96 | 1.437.504,33 |
| 9.662.355,96 | 10.177.468,33 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 141.625.000,42 | 240.414.053,06 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.156.713,17 | 616.792,11 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 38.543.149,07 | 2.017.702,30 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.900.565,38 | 5.435.275,90 |
| 184.225.428,04 | 248.483.823,37 | |
| 327.385.843,55 | 388.153.133,99 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| 2015 € |
2016 € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 32.064.699,78 | 33.823.789,79 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 5.013.562,43 | 6.651.409,18 |
| 37.078.262,21 | 40.475.198,97 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 384.155,30 | 512.156,09 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 5.792.003,85 | 6.752.390,45 |
| 6.176.159,15 | 7.264.546,54 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 13.741.860,68 | 14.834.273,37 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.810.934,12 | 3.137.557,00 |
| 16.552.794,80 | 17.971.830,37 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.875.390,33 | 3.168.729,50 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 42.713.966,27 | 20.730.359,70 |
| Betriebliches Ergebnis | -31.240.048,34 | -8.660.267,14 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 3.960.000,00 | 4.460.000,00 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9.948.947,05 | 11.771.647,99 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 6.987.454,26 | 8.106.214,61 |
| Finanzergebnis | 6.921.492,79 | 8.125.433,38 |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 826.445,90 | 863.294,39 |
| 11. Ergebnis nach Steuern | -25.145.001,45 | -1.398.128,15 |
| 12. Sonstige Steuern | 19.239,22 | 38.439,11 |
| 13. Jahresfehlbetrag | -25.164.240,67 | -1.436.567,26 |
| 14. Gewinnvortrag | 33.349.700,22 | 5.615.809,55 |
| 15. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 0,00 | 103.507,71 |
| 16. Gewinnausschüttung | -2.569.650,00 | -2.569.650,00 |
| 17. Bilanzgewinn | 5.615.809,55 | 1.713.100,00 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
I. Allgemeine Angaben
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31.12.2016 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HR B 101375 eingetragen.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.
Die Darstellung sowie die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden an die durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB angepasst. Durch das BilRUG wurden die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten „außerordentliche Erträge“ und „außerordentliche Aufwendungen“ sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ und „außerordentliches Ergebnis“ gestrichen. Eine weitere Änderung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses „Ergebnis nach Steuern“ zwischen dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ und dem Posten „sonstige Steuern“.
Der im Vorjahr unter den außerordentlichen Aufwendungen enthaltene Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen aus BilMoG-Umstellung (T€ 141) wurde aufgrund des Wegfalls des Postens in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze
Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung
Bilanzierung und Bewertung der Aktivpositionen
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 410 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.
Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen die mit Nennwerten bewertet werden.
Bilanzierung und Bewertung der Passivpositionen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2016 4,01 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 1,0 % p.a. unterstellt.
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.427 der für die Ausschüttung gesperrt ist.
Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 255.
In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Hauskurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.
Latente Steuern
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,2 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.
IV. Bilanzerläuterungen
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 14 und 15) dargestellt.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Anteilsbesitzliste als Anlage zum Anhang dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in
Höhe von T€ 232.273 (Vorjahr: T€ 192.988), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 4,50 % und 5,00 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 6.214 (Vorjahr: T€ 4.569) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 20.193 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von T€ 982 (Vorjahr T€ 517) sowie die Aktivwerte aus Rück-deckungsversicherungen in Höhe von T€ 305 (Vorjahr: T€ 283), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 330 (Vorjahr T€ 332). Diese betreffen im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet aktivierte Disagien in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 9).
Anlagenspiegel BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen
Entwicklung des Anlagevermögens 2016
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| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchungen T€ |
31.12.2016 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.614 | 2.504 | 0 | 0 | 18.118 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 280 | 80 | 0 | 0 | 360 |
| 15.894 | 2.584 | 0 | 0 | 18.478 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.281 | 0 | 0 | 0 | 3.281 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.689 | 879 | 493 | 0 | 10.075 |
| 12.970 | 879 | 493 | 0 | 13.356 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 116.745 | 12.577 | 0 | 0 | 129.322 |
| 2. Beteiligungen | 1 | 2 | 0 | 0 | 3 |
| 116.746 | 12.579 | 0 | 0 | 129.325 |
scroll
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchungen T€ |
31.12.2016 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 12.201 | 1.771 | 0 | 0 | 13.972 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12.201 | 1.771 | 0 | 0 | 13.972 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 165 | 103 | 0 | 0 | 268 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.997 | 1.295 | 445 | 0 | 7.847 |
| 7.162 | 1.398 | 445 | 0 | 8.115 | |
| III. Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 19.363 | 3.169 | 445 | 0 | 22.087 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.146 | 3.413 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 360 | 280 |
| 4.506 | 3.693 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.013 | 3.116 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.228 | 2.692 |
| 5.241 | 5.808 | |
| III. Finanzanlagen | 129.322 | 116.745 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3 | 1 |
| 2. Beteiligungen | 129.325 | 116.746 |
| 139.072 | 126.247 |
Aktive latente Steuern
Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften und haben sich wie folgt entwickelt:
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| 31.12.2015 T€ |
Zugang1 T€ |
Abgang1 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen | 857 | 13 | 0 | 870 |
| (aktive latente Steuern) | ||||
| Rückstellungen für drohende Verluste | 223 | 224 | 223 | 224 |
| (aktive latente Steuern) |
1 Erfassung in dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag"
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der BAUER AG beträgt € 73.001.420,45 und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Die Stückaktien der Gesellschaft befinden sich mit 48,19 % im Besitz der Familie Bauer, die übrigen Stückaktien befinden sich im Streubesitz.
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2016 ). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Aktien ausgegeben.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die BAUER AG hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 39.781.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils T€ 12 (Vorjahr T€ 12) bzw. T€ 14.984 (Vorjahr T€ 15.088).
Bilanzgewinn
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| € | |
|---|---|
| Stand 01.01.2016 | 5.615.809,55 |
| Ausschüttung für 2015 | 2.569.650,00 |
| Gewinnvortrag | 3.046.159,55 |
| Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 103.507,71 |
| Jahresfehlbetrag 2016 | -1.436.567,26 |
| Stand 31.12.2016 | 1.713.100,00 |
Rückstellungen
Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.
Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2016 wurden hierfür T€ 141 (Vorjahr T€ 141) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen danach auf T€ 1.125.
Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der sich nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre von 3,24 % beträgt T€ 1.427. Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen mit T€ 704, Rückstellungen für Tantiemen mit T€ 250, Urlaubsverpflichtungen mit T€ 129 sowie Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 160.
Verbindlichkeiten
Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):
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| Gesamt- | Davon mit einer Restlaufzeit | Gesichterte | Art der | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| betrag 2016 T€ |
≤ 1 Jahr T€ |
>1 Jahr T€ |
davon >5 Jahre T€ |
Beträge T€ |
Sicherung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 240.414 | 17.122 | 223.292 | 1.662 | 240.323 | Gesamtschuldnerische Haftung |
| (141.625) | (18.810) | (122.815) | (1.687) | (139.846) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 617 | 617 | 0 | 0 | ||
| (1.157) | (1.157) | 0 | 0 | |||
| Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unternehmen | 2.018 | 2.018 | 0 | 0 | ||
| (38.543) | (38.543) | 0 | 0 | |||
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 78 | 78 | 0 0 | 0 0 | ||
| (308) | (308) | |||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.435 | 3.435 | 2.000 | 0 | ||
| (2.901) | (2.901) | 0 | 0 | |||
| (davon aus Steuern) | 1.575 | 1.575 | 0 | 0 | ||
| (544) | (544) | 0 | 0 | |||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | 29 (24) | 29 (24) | 0 0 | 0 0 | ||
| (davon gegenüber Kreditinstituten) | 761 (626) | 761 (626) | 0 0 | 0 0 | ||
| 248.484 | 23.192 | 225.292 | 1.662 | 240.323 | ||
| Vorjahr | (184.226) | (61.411) | (122.815) | (1.687) | (139.846) |
Für an die BAG gewährte Schuldscheindarlehen und Konsortialdarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 761 (Vorjahr: T€ 1.327) Zinsen abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.940 (Vorjahr: T€ 38.235). In der Position sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 78 (Vorjahr: T€ 308) enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zwei Darlehen gegenüber der Anteilspool GbR (T€ 1.800) und der Handelsgesellschaft mbH (T€ 200) enthalten. Bei den Gesellschaften handelt es sich um nahestehende Personen.
Haftungsverhältnisse
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| 2015 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Patronatserklärungen und Garantien | 216.085 | 163.243 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (190.891) | (131.986) |
| Schuldscheindarlehen | 46.000 | 31.000 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (46.000) | (31.000) |
| Konsortialdarlehen | 226.715 | 158.579 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (226.715) | (158.579) |
| 488.800 | 352.822 |
Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, sind die Valutierungen zum 31. Dezember 2016 angegeben.
Mit Datum vom 17. April 2014 hatten die BAG und wesentliche deutsche Tochtergesellschaften einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Der Vertrag besaß eine Laufzeit von drei Jahren bis zum 17. April 2017. Mit Datum vom 29. Juli 2016 wurde zwischen der BAG und Ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits und der Commerzbank, der Deutsche Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie der UniCredit Bank vorzeitig ein Änderungsvertrag zu diesem Konsortialvertrag abgeschlossen. Danach besitzt der geänderte Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von EUR 430,0 Mio. und eine feste Laufzeit von drei Jahren bis zum 29. Juli 2019, mit Verlängerungsoptionen auf vier bzw. fünf Jahre.
Zum Jahresende lag die Inanspruchnahme des Gesamtkreditvolumens durch die Kreditnehmer und deren Tochtergesellschaften bei insgesamt € 278,1 Mio. Hiervon wurde an die BAG ein Betrag in Höhe von € 119,5 Mio. ausgereicht.
Hinsichtlich des restlichen in Anspruch genommenen Gesamtkreditvolumens in Höhe von € 158,6 Mio. haften die BAG zusammen mit weiteren 10 Kreditnehmern und Garanten aus der BAUER Gruppe gesamtschuldnerisch.
Weitere Garantieerklärungen ohne betragliche Bewertung wurden wie folgt gegeben:
Die Gesellschaft verpflichtet sich unwiderruflich gegenüber der RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, EURODRILL GmbH, Drolshagen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, GWE pumpenboese GmbH, Peine, und der Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, befristet bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 sicherzustellen, dass die jeweilige Gesellschaft in der Weise finanziell ausgestattet bleibt, dass die jeweilige Gesellschaft ihre bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 eingegangenen Verpflichtungen gegenüber deren Gläubigern fristgemäß nachkommen kann.
Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 632 (Vorjahr T€ 573).
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 33.824 (Vorjahr: T€ 32.065) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen erbracht. Die Umsatzerlöse beschränken sich ausschließlich auf das Inland.
Materialaufwand
Infolge der BilRUG-Umstellung werden im Berichtsjahr Kosten für IT in Höhe von T€ 5.907 unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, weil diese an Tochtergesellschaften weiterverrechnet und als Umsatzerlöse ausgewiesen werden. Ein im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltener Betrag in Höhe von T€ 5.120 wurde zur Herstellung der Vergleichbarkeit umgegliedert.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 6.651 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Sonderkosten für den Konsortialkredit in Höhe von T€ 3.879, Erträge aus Derivaten in Höhe von T€ 2.223 sowie Bonusgutschriften von T€ 180. Die Bonusgutschriften sind periodenfremd. Die Position beinhaltet Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 338.
Personalaufwand
In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 130 enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 91 (Vorjahr T€ 1.513).
Im Berichtsjahr wurden an Tochterunternehmen Ertragszuschüsse i.H.v. T€ 7.000 gewährt.
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
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| Durchschnitt | ||
|---|---|---|
| 2015 Anzahl |
2016 Anzahl |
|
| --- | --- | --- |
| Lohnempfänger | 10 | 10 |
| Gehaltsempfänger | 268 | 289 |
| 278 | 299 | |
| Auszubildende | 24 | 26 |
| Leitende Angestellte | 3 | 3 |
| 305 | 328 |
Erträge aus Beteiligungen
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| 2015 € |
2016 € |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 3.960.000,00 | 4.460.000,00 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (3.960.000,00) | (4.460.000,00) |
| 3.960.000,00 | 4.460.000,00 |
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 11.181 (Vorjahr T€ 10.217) solche aus verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Zinsswaps in Höhe von T€ 590 (Vorjahr T€ -283).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Position beinhaltet in Höhe von T€ 197 (Vorjahr T€ 367) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.
Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 184 (Vorjahr T€ 1.344).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2015 € |
2016 € |
|
|---|---|---|
| Steuern laufendes Geschäftsjahr | 1.226.412,61 | 871.656,44 |
| Steuern Vorjahre | 76.363,26 | 5.998,08 |
| Latente Steuern | -476.329,97 | -14.360,13 |
| 826.445,90 | 863.294,39 |
VI. Sonstige Angaben
Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht:
http://www.bauer.de/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/index2.html
Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.)
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
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| € | € | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 10.421.393,00 | |
| (7-Jahres-Durchschnittssatz) | ||
| abzüglich Rückstellungen für Pensionen | -8.994.877,00 | |
| (10-Jahres-Durchschnittssatz) | ||
| zuzüglich aktiver latenter Steuern | 870.009,00 | |
| Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I | 2.296.525,00 | |
| Übrige aktive latente Steuern | 224.100,28 | |
| abzüglich sonstiger passiver latenter Steuern | 0,00 | |
| Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II | 224.100,28 | |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 2.520.625,28 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.
Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
| ― | Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen |
| ― | Bezug/Erbringung von Dienstleistungen |
| ― | Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen |
| ― | Finanzierungen |
| ― | Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten |
| ― | Abreden im Ein- oder Verkauf |
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BAUER AG, Schrobenhausen, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAG wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 25.500 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 59.832) in fremder Währung gewährt, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten überwiegend designiert wurden.
Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.
Zum 31.12.2016 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen – bezogen auf den Bilanzstichtag – jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.
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| Nominalvolumen | 31.12.2015 T€ |
31.12.2016 T€ |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 69.252 | 59.832 |
| - davon Grundgeschäfte | 746 | 0 |
| - davon in Bewertungseinheiten | 68.506 | 59.832 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 52.500 | 25.500 |
| - davon in Bewertungseinheiten | 3.500 | 3.500 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 49.000 | 22.000 |
| Summe | 121.752 | 85.332 |
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| Marktwerte | 31.12.2015 | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte T€ |
Negative Marktwerte T€ |
Positive Marktwerte T€ |
Negative Marktwerte T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 2.038 | 828 | 236 | 1.665 |
| - davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten | 263 | 0 | 0 | 0 |
| - davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten | 1.775 | 828 | 236 | 1.665 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 825 | 0 | 853 |
| - davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten | 0 | 39 | 0 | 69 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 786 | 0 | 784 |
| Summe | 2.038 | 1.653 | 236 | 2.518 |
Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31.12.2016 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente.
Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und Devisentermingeschäften einerseits und den oben genannten Grundgeschäften sowie einem Devisentermingeschäft andererseits gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode zu jedem Stichtag festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit über die nächsten 4 Jahre vollständig ausgleichen. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich über die nächsten 2 Jahre erwartet.
Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf T€ 59.832 (Vorjahr: T€ 69.252) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 236 und negativen Zeitwerten von T€ 1.665 (Vorjahr: positiv T€ 2.038, negativ T€ 828). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2016 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 25.500 (Vorjahr: T€ 52.500) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden negativen Zeitwert von T€ 853 (Vorjahr: T€ 825) aus.
Für die nicht als Bewertungseinheit geführten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 704 (T€ 606) und Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 80 erfasst (Vorjahr: T€ 180).
Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Währungsrisiken beträgt positiv T€ 236 (Vorjahr: T€ 1.775) und negativ T€ 1.665 (Vorjahr: T€ 828), d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Wechselkursschwankungen vermieden. Die durch die gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken betragen negativ T€ 69 (Vorjahr: T€ 39). In dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Zinsschwankungen vermieden.
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Die Stückaktien der Gesellschaft werden zu 48,19 % im Rahmen eines Poolvertrages im Eigentum der Familie Bauer gehalten. Zum Bilanzstichtag 2016 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:
| ― | Die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Investors (Holdings) Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Plc, London, United Kingdom haben die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Januar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert: |
| • | dass die Henderson Global Investors Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. |
| • | dass die Henderson Global Investors (Holdings) Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| • | dass die Henderson Group plc am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
Ebenso haben die HGI Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Holdings Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Group Limited, London, United Kingdom, die HGI Asset Management Group Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Holdings Asset Management Limited, London, United Kingdom die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 01. September 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:
| • | dass die HGI Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| • | dass die Henderson Holdings Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Holdings Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| • | dass die Henderson Global Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| • | dass die HGI Asset Management Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| • | dass die Henderson Group Holdings Asset Management Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group Holdings Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
Organe der Gesellschaft
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Anteilseigner vertreter
| Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg, Vorsitzender | |
| Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen |
|
| Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied |
|
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Haag an der Amper (bis 23.06.2016) Bauingenieur im Ruhestand |
|
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung |
|
| Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin (seit 23.06.2016) Geschäftsführerin der Orange 12 GmbH, Berlin |
|
| Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender |
Arbeitnehmervertreter
| Robert Feiger, Neusäß, stellvertretender Vorsitzender Vorsitzender des Bundesvorstandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied |
|
| Regina Andel, Ellrich Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen |
|
| Rainer Burg, Gerolsbach (seit 23.06.2016) Betontechnologe bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen |
|
| Maria Engfer-Kersten, Hannover (seit 23.06.2016) Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover |
|
| Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel (bis 23.06.2016) Vorstandsmitglied der Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden |
|
| Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen |
|
| Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen Personalleiter BAUER AG, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender |
|
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen (bis 23.06.2016) Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen |
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 259 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:
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| 2015 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Vorsitzender | ||
| Dr. Klaus Reinhardt | 38 | 39 |
| Stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 27 | 27 |
| Anteilseigner | ||
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 18 | 20 |
| Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer | 20 | 20 |
| Gerardus N. G. Wirken | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 18 | 10 |
| Andrea Teutenberg | 10 | |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Reinhard Irrenhauser | 18 | 18 |
| Regina Andel | 18 | 18 |
| Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald | 20 | 10 |
| Stefan Reindl | 18 | 18 |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 20 | 10 |
| Maria Engfer-Kersten | 10 | |
| Rainer Burg | 9 | |
| 255 | 259 |
Vorstand:
| • | Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied (seit 21.11.2016) |
| • | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign Aufsichtsrat Raiffeisenbank Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender (seit 12.01.2017) |
| • | Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Schrobenhausen (bis 31.12.2016) Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender (bis 05.12.2016) Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016) Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016) Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016) |
| • | Peter Hingott, Schrobenhausen (seit 01.10.2016) Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017) Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017) Verwaltungsrat BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co.. Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile/Chile, Vorsitzender |
Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat gem. § 286 Abs. 5 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass der individualisierte Ausweis der Vorstandsbezüge gem. §§ 285 Nr. 9 a) S. 5 - 8, 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB für das Geschäftsjahr 2016 und die ihm nachfolgenden vier Geschäftsjahre unterbleibt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2016 T€ 1.642 (Vorjahr: T€ 1.995) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.217 (Vorjahr: T€ 1.124) fixe und T€ 150 (Vorjahr: T€ 150) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 275 (Vorjahr: T€ 721).
Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
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| 2015 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 198 | 240 |
| Steuerberatungsleistungen | 2 | 88 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 3 | 3 |
| Sonstige Leistungen | 57 | 0 |
| 260 | 331 |
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des BAUER-Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zum 31. Dezember 2016 wurden von der BAUER Gruppe bei wesentlichen Kreditvereinbarungen die vereinbarte Relation Net Debt/EBITDA nicht erfüllt. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß hätten fällig gestellt werden können. Nach dem Bilanzstichtag wurde mit allen Finanzpartnern eine Vereinbarung (Waiver Agreement) getroffen, nach der bei den betroffenen Schuldposten der Aussetzung der vereinbarten Relation zugestimmt wurde und die Finanzpartner insofern auf ihr Sonderkündigungsrecht verzichtet haben. Des Weiteren ergaben sich nach dem 31. Dezember 2016 keine Ereignisse, über die berichtet werden muss.
Vorschlag zur Gewinnverwendung
Die Dividendenausschüttung der Bauer Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 der Bauer Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 der Bauer Aktiengesellschaft in Höhe von 1.713.100,00 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,10 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 0,00 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Schrobenhausen, 31. März 2017
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Prof. Thomas Bauer
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott
Aufstellung zum Anteilsbesitz
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Kurs PDK | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital (Landeswährung) | Gesamtergebnis (Landeswährung) | Bauer AG Anteil am Ergebnis in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbundene Unternehmen | ||||||
| 1.1 Inland | ||||||
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 46.935.038 | 2.151.280 | 2.151 |
| 1.1.1.1 Inland | ||||||
| 1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 111.223 | 471 | 0 |
| 1.1.1.2 Ausland | ||||||
| 1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H, Wien, Österreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.153.183 | 198.174 | 198 |
| 1.1.1.2.1.1 BAUER Spezialtiefbau CR s.r.o., Prag, Tschechien | CZK | 0,0370 | 100,00 | - | - | - 5) |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 1,2155 | 100,00 | 1.048.975 | 474.858 | 577 |
| 1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 1,2155 | 100,00 | 50.295 | 7.777 | 9 |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) | MYR | 0,2186 | 100,00 | 49.983.110 | -30.379.196 | -6.642 |
| 1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 0,6733 | 100,00 | 5.221.763 | -1.297.516 | -874 |
| 1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 0,1167 | 100,00 | 1.658.326 | -106.678 | -12 |
| 1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | SAR | 0,2415 | 100,00 | 36.704.587 | 3.231.694 | 780 |
| 1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 0,9058 | 100,00 | 5.926.459 | 58.189 | 53 |
| 1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 0,0895 | 55,75 | 320.506.434 | 86.513.751 | 4.319 |
| 1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien | LYD | 0,6521 | 36,00 | 110.776 | -112.561 | -26 |
| 1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (unmittelbar) | IDR | 0,0001 | 95,00 | 107.044.181.251 | 14.878.002.029 | 961 |
| 1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 0,0032 | 100,00 | 248.048.206 | 8.481.654 | 27 |
| 1.1.1.2.10 BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien | RON | 0,2225 | 100,00 | 2.974.276 | -283.880 | -63 |
| 1.1.1.2.11 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 538.088 | 55.656 | 56 |
| 1.1.1.2.11.1 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (mittelbar) | IDR | 0,0001 | 5,00 | 107.044.181.251 | 14.878.002.029 | 51 |
| 1.1.1.2.11.2 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (mittelbar) | AOA | 0,0055 | 10,00 | 153.987.009 | 4.928.901 | 3 |
| 1.1.1.2.11.3 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (mittelbar) | INR | 0,0135 | 1,00 | 15.420.173 | 4.856.139 | 1 |
| 1.1.1.2.12 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 0,1167 | 100,00 | 95.505.977 | -74.535.239 | -8.699 |
| 1.1.1.2.12.1 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam (mittelbar) | VND | 0,0000 | 100,00 | 10.887.335.247 | 6.015.626.075 | 244 |
| 1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | PHP | 0,0190 | 100,00 | 183.388.001 | 6.878.798 | 131 |
| 1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | BGN | 0,5113 | 100,00 | 1.687.916 | 1.046 | 1 |
| 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 1,0000 | 100,00 | 683.642 | 269.106 | 269 |
| 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | CHF | 0,9179 | 100,00 | 1.430.317 | 128.553 | 118 |
| 1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 55.210 | -1.610 | -2 |
| 1.1.1.2.18 BAUER Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | UAH | 0,0352 | 100,00 | -31.941.469 | -4.381.790 | -154 |
| 1.1.1.2.19 BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama | USD | 0,9058 | 100,00 | 1.637.782 | 30.156 | 27 |
| 1.1.1.2.19.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (mittelbar) | DOP | 0,0198 | 5,00 | 7.055.869 | 4.422.787 | 4 |
| 1.1.1.2.20 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2466 | 100,00 | 98.468.434 | 1.694.003 | 418 |
| 1.1.1.2.20.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 0,2488 | 49,00 | 9.047.654 | 1.210.830 | 301 3) |
| 1.1.1.2.21 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation | RUB | 0,0137 | 100,00 | 224.540.867 | -61.594.672 | -842 |
| 1.1.1.2.22 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (unmittelbar) | AOA | 0,0055 | 90,00 | 153.987.009 | 4.928.901 | 25 |
| 1.1.1.2.23 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 0,6850 | 100,00 | 9.366.562 | 7.583.488 | 5.195 |
| 1.1.1.2.24 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 0,0257 | 49,00 | 34.162.397 | 7.473.911 | 192 4) |
| 1.1.1.2.24.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) | THB | 0,0257 | 51,00 | 310.100.413 | 63.361.472 | 830 |
| 1.1.1.2.24.2 Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) | THB | 0,0257 | 50,04 | - | - | - 5) |
| 1.1.1.2.25 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien | DZD | 0,0083 | 100,00 | -147.772 | 4.685.323 | 39 |
| 1.1.1.2.26 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (unmittelbar) | INR | 0,0135 | 99,00 | 15.420.173 | 4.856.139 | 65 |
| 1.1.1.2.27 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,9058 | 100,00 | 9.868.158 | -3.227.944 | -2.924 |
| 1.1.1.2.28 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) | THB | 0,0257 | 49,00 | 310.100.413 | 63.361.472 | 798 |
| 1.1.1.2.29 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | GEL | 0,3815 | 100,00 | 2.377.930 | -4.705.405 | -1.795 |
| 1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica | CRC | 0,0017 | 100,00 | 123.141.067 | 53.479.503 | 89 |
| 1.1.1.2.31 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2466 | 100,00 | 0 | 0 | 0 |
| 1.1.1.2.32 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik (unmittelbar) | DOP | 0,0198 | 95,00 | 7.055.869 | 4.422.787 | 83 |
| 1.1.1.2.33 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | KZT | 0,0027 | 100,00 | 2.767.502 | 775.591 | 2 |
| 1.1.1.2.34 BAUER Special Foundations FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2466 | 100,00 | 597.994 | 391.982 | 97 |
| 1.1.1.2.35 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien | COP | 0,0003 | 100,00 | 111.013.473 | -1.234.327.034 | -368 |
| 1.1.1.2.36 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama | USD | 0,9058 | 100,00 | 197.709 | 88.839 | 80 |
| 1.1.1.2.37 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | IQD | 0,0008 | 100,00 | -68.620.840 | -10.484.729 | -8 |
| 1.1.1.2.38 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2466 | 49,00 | 11.711.813 | 1.204.622 | 297 |
| 1.1.1.2.39 BAUER Resources Ghana Limited, Accra, Ghana | GHS | 0,2271 | 100,00 | 1.279.087 | -989.476 | -225 |
| 1.1.1.2.40 BAUER Leasing Services LLC, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,9058 | 100,00 | 180.306 | -105.242 | -95 |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 168.337.726 | 12.935.629 | 12.936 |
| 1.1.2.1 Inland: | ||||||
| 1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (unmittelbar) | EUR | 1,0000 | 15,00 | 22.820.736 | 2.276.609 | 341 |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (unmittelbar) | EUR | 1,0000 | 15,00 | 9.288.546 | 2.622.464 | 393 |
| 1.1.2.1.2.1 Inland | ||||||
| 1.1.2.1.2.2 Ausland | ||||||
| 1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur (mittelbar) | EUR | 1,0000 | 100,00 | - | - | - 5) |
| 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.855.413 | 39.161 | 39 |
| 1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 15.189.873 | 782.273 | 782 |
| 1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (mittelbar) | EUR | 1,0000 | 85,00 | 22.820.736 | 2.276.609 | 1.935 |
| 1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 75,00 | 2.994.407 | -442.867 | -332 |
| 1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 8.105.854 | 629.697 | 630 |
| 1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (mittelbar) | EUR | 1,0000 | 85,00 | 9.288.546 | 2.622.464 | 2.229 |
| 1.1.2.2 Ausland | ||||||
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 25.733.000 | 4.459.811 | 4.460 |
| 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.771.767 | 810.628 | 811 |
| 1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (mittelbar) | EUR | 1,0000 | 0,10 | 2.255.754 | 443.074 | 0 |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 0,0281 | 99,88 | 8.716.461 | 2.633.388 | 74 |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 0,1361 | 100,00 | 123.880.610 | 15.416.086 | 2.098 |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (unmittelbar) | EUR | 1,0000 | 99,90 | 2.255.754 | 443.074 | 443 |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | MYR | 0,2186 | 100,00 | 53.251.410 | 9.171.756 | 2.005 |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1361 | 100,00 | 70.248.607 | 204.139 | 28 |
| 1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1361 | 100,00 | 10.378.381 | 1.343.489 | 183 |
| 1.1.2.2.1.8 Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0257 | 49,92 | - | - | - 5) |
| 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | YEN | 0,0083 | 100,00 | 48.114.599 | 11.842.905 | 98 |
| 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.410.066 | 554.632 | 555 |
| 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2466 | 100,00 | 7.083.204 | 21.810 | 5 |
| 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,9058 | 100,00 | 37.532.420 | -3.757.517 | -3.404 |
| 1.1.2.2.6 BAUER-Pileco Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,9058 | 100,00 | 15.093.103 | -2.734.512 | -2.477 |
| 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 0,0137 | 65,00 | 119.001.822 | 40.182.098 | 357 |
| 1.1.2.2.8 OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation | RUB | 0,0137 | 100,00 | -14.484.351 | -3.320.472 | -45 |
| 1.1.2.2.9 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 0,0137 | 55,00 | 56.231.850 | 4.336.273 | 33 |
| 1.1.2.2.10 FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden | SEK | 0,1055 | 100,00 | -57.249 | -183.542 | -19 |
| 1.1.2.2.11 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.109.158 | 143.242 | 143 |
| 1.1.2.2.12 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 1,2155 | 100,00 | 2.329.954 | 847.078 | 1.030 |
| 1.1.2.2.13 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (unmittelbar) | TRY | 0,2995 | 59,00 | 13.140.397 | 3.546.818 | 627 |
| 1.1.2.2.14 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | RUB | 0,0137 | 100,00 | 393.443.728 | -6.772.625 | -93 |
| 1.1.2.2.15 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien (unmittelbar) | INR | 0,0135 | 99,00 | 69.949.143 | 3.161.625 | 42 |
| 1.1.2.2.16 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | UAH | 0,0352 | 100,00 | - | - | - 5) |
| 1.1.2.2.17 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | AUD | 0,6733 | 100,00 | -6.333.223 | -2.383.759 | -1.605 |
| 1.1.2.2.18 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 0,2631 | 60,00 | 9.238.618 | -943.599 | -149 |
| 1.1.2.2.19 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (unmittelbar) | BRL | 0,2631 | 99,00 | -748.996 | 81.411 | 21 |
| 1.1.2.2.20 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | BWP | 0,0836 | 51,00 | -17.368.995 | 1.214.990 | 52 |
| 1.1.2.2.21 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen | PLN | 0,2292 | 100,00 | 3.684.452 | 1.851.592 | 424 |
| 1.1.2.2.22 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama | PAB | 0,9058 | 100,00 | - | - | - 5) |
| 1.1.2.2.23 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada | CAD | 0,6850 | 100,00 | 59.486 | 34.551 | 24 |
| 1.1.2.2.24 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | -57.186 | -77.459 | -77 |
| 1.1.2.2.25 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | - | - | - 5) |
| 1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 13.406.175 | -2.353.394 | -2.353 |
| 1.1.3.1 Inland: | ||||||
| 1.1.3.1.1 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | -1.693.216 | -1.241.615 | -1.242 |
| 1.1.3.1.3 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 340.745 | 0 | 0 |
| 1.1.3.1.4 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 17.490 | 426 | 0 |
| 1.1.3.1.5 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | - | - | - 5) |
| 1.1.3.2 Ausland: | ||||||
| 1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | RUB | 0,0137 | 100,00 | -2.218.288 | 105.318 | 1 |
| 1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 689.535 | -183.622 | -184 |
| 1.1.4.1 Inland: | ||||||
| 1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 582.892 | 2.832 | 3 |
| 1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 101.662 | -3.945 | -4 |
| 1.1.6.1. Inland | ||||||
| 1.1.6.2. Ausland | ||||||
| 1.1.6.2.1 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (mittelbar) | TRY | 0,2995 | 1,00 | 13.140.397 | 3.546.818 | 11 |
| 1.1.6.2.2 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien (mittelbar) | INR | 0,0135 | 1,00 | 69.949.143 | 3.161.625 | 0 |
| 1.1.6.2.3 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (mittelbar) | BRL | 0,2631 | 1,00 | -748.996 | 81.411 | 0 |
| 1.1.6.2.4 Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) | THB | 0,0257 | 0,04 | - | - | - 5) |
| 1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.639.676 | -11.198.289 | -11.198 |
| 1.1.7.1 Inland: | ||||||
| 1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 450.256 | 396.723 | 397 |
| 1.1.7.1.1.1 Inland | ||||||
| 1.1.7.1.1.2 Ausland | ||||||
| 1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen | PLN | 0,2292 | 100,00 | 7.892.812 | 430 | 0 |
| 1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (mittelbar) | CLP | 0,0013 | 0,01 | 943.213.990 | 62.468.198 | 0 |
| 1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 71.530 | -1.500 | -2 |
| 1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 15.406 | 1.228 | 1 |
| 1.1.7.1.4 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 598.219 | 34.112 | 34 |
| 1.1.7.2 Ausland | ||||||
| 1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 0,6850 | 100,00 | 55.905 | -17.823 | -12 |
| 1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika | ZAR | 0,0623 | 100,00 | -45.335.615 | -13.517.323 | -842 |
| 1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | NAD | 0,0617 | 100,00 | 999.128 | 201.430 | 12 |
| 1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika | ZAR | 0,0623 | 100,00 | 2.396.222 | 391.545 | 24 |
| 1.1.7.2.3 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | -1.198 | -32.305 | -32 |
| 1.1.7.2.4 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien | GBP | 1,2155 | 100,00 | 0 | 0 | 0 |
| 1.1.7.2.5 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz | CHF | 0,9179 | 100,00 | 125.000 | -102.528 | -94 |
| 1.1.7.2.6 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2466 | 49,00 | 481.249 | -4.059.840 | -1.001 2) |
| 1.1.7.2.7 GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan | PKR | 0,0086 | 100,00 | -132.168.155 | -130.906.000 | -1.132 |
| 1.1.7.2.8 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 0,0032 | 100,00 | 204.467.003 | -31.107.601 | -100 |
| 1.1.7.2.9 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien | USD | 0,9058 | 100,00 | 9.250.441 | -18.899 | -17 |
| 1.1.7.2.9.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 0,9058 | 83,30 | 4.993.804 | -8.132.418 | -6.136 |
| 1.1.7.2.9.1.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina | USD | 0,9058 | 100,00 | -3.136.536 | -51.043 | -46 |
| 1.1.7.2.9.1.2 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern | USD | 0,9058 | 100,00 | 4.873.052 | -1.166.181 | -1.056 |
| 1.1.7.2.10 BAUER RESOURCES SPAIN, Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.146 | -112.997 | -113 |
| 1.1.7.2.11 GWE Togo S.A., Lomé, Togo | XOF | 0,0015 | 97,90 | 365.000.000 | 0 | 0 |
| 1.1.7.2.12 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (unmittelbar) | CLP | 0,0013 | 99,99 | 943.213.990 | 62.468.198 | 84 |
| 1.1.7.2.12.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0013 | 60,00 | 807.101.521 | 112.262.443 | 91 |
| 1.1.7.2.13 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 756 | -12.368 | -12 |
| 1.1.7.2.14 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko | MAD | 0,0922 | 100,00 | 504.054 | 108.514 | 10 |
| 1.1.7.2.15 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal | XOF | 0,0015 | 100,00 | -246.109.704 | -215.044.775 | -328 |
| 1.1.7.2.16 BAUER Resources Saudi LLC, Al Khobar, Saudi Arabien | SAR | 0,2415 | 100,00 | 787.455 | -3.270.312 | -790 |
| 1.1.2.2.17 BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko | MXP | 0,0485 | 100,00 | 2.873.211 | -811.879 | -39 |
| 1.2 Ausland | ||||||
| 1.2.1. BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 0,0135 | 100,00 | 73.024.583 | 8.922.798 | 120 |
2) Die BAUER Resources GMBH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
3) Die BAUER International hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
5) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor
Aufstellung zum Anteilsbesitz
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Kurs PDK | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital (Landeswährung) | Gesamtergebnis (Landeswährung) | Bauer AG Anteil am Ergebnis in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||||||
| 2.1 Inland | ||||||
| 2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | - | - | - 5) |
| 2.1.2 NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 25,00 | 4.666.386 | 734.556 | 184 |
| 2.1.3 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 30,00 | 167.374 | 36.301 | 11 |
| 2.1.4 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 40,00 | 12.562.444 | 3.326.167 | 1.332 |
| 2.1.5 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 51,00 | 47.740.864 | -2.713.967 | -1.329 |
| 2.2 Ausland | ||||||
| 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 30,00 | - | - | - 5) |
| 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich | EUR | 1,0000 | 50,00 | 22.555 | 3.294 | 2 |
| 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 2,3529 | 52,50 | 7.290.575 | 1.861.326 | 2.299 |
| 2.2.4 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,9058 | 51,00 | 47.239.022 | -7.834.075 | -3.601 |
| 2.2.5 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | KZT | 0,0027 | 50,00 | -210.732.159 | 22.060.624 | 29 |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||||||
| 3.1 Inland | ||||||
| 3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 16,65 | - | - | - 5) |
| 3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 20,00 | 90.651 | 70 | 0 |
| 3.1.3 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 4,13 | - | - | - 5) |
| 3.2 Ausland | ||||||
| 3.2.1 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation | RUB | 0,0137 | 15,00 | - | - | - 5) |
5) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor
Versicherung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 37 v Abs. 2 WpHG
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 31. März 2017
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Prof. Thomas Bauer
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 31. März 2017
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer
ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 10. April 2017 festgestellt.