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Bauer AG — Annual Report 2013
Apr 11, 2014
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Annual Report
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Die BAUER Gruppe ist ein international tätiger Bau- und Maschinenbau-Konzern mit Sitz in Schrobenhausen. Unter der börsengelisteten Holding BAUER Aktiengesellschaft agieren über 110 Tochterfirmen in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources. Bauer ist führend in der Herstellung komplexer Baugruben, Gründungen und vertikaler Abdichtungen sowie in der Entwicklung und Fertigung geeigneter Maschinen für diesen dynamischen Markt. Darüber hinaus nutzt der Konzern seine Kompetenzen für die Exploration, Förderung und Sicherung wertvoller Ressourcen. Die Unternehmen der BAUER Gruppe verzeichneten im Jahr 2013 mit etwa 10.300 Mitarbeitern in rund 70 Ländern eine Gesamtkonzernleistung von 1,5 Milliarden Euro.
Begeistert für Fortschritt –
das 1790 gegründete Unternehmen Bauer steht für die äußerst flexible Anwendung des langjährig aufgebauten Spezialwissens. Als Innovationsträger und Technologieführer prägte Bauer den internationalen Spezialtiefbau sowie verwandte Geschäfts felder. Heute ist Bauer auch Weltmarktführer im entsprechenden Baumaschinenbau. Mit ebensolcher Innovationskraft und mit Fokus auf die Herausforderungen der Zukunft entwickelt der Konzern sein jüngstes Segment Resources kontinuierlich weiter.
Der Konzern auf einen Blick
KONZERNKENNZAHLEN 2010 – 2013
| IFRS in Mio. EUR | 2010 | 2011 | 2012 (angepasst) |
2013 | Veränderung 2012/2013 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 1.304,0 | 1.371,8 | 1.435,8 | 1.506,2 | 4,9 % | |
| davon | Inland | 339,1 | 370,3 | 378,6 | 412,1 | 8,8 % |
| Ausland | 964,9 | 1.001,5 | 1.057,2 | 1.094,1 | 3,5 % | |
| Ausland in % | 74,0 | 73,0 | 73,6 | 72,6 | n/a | |
| davon | Bau | 615,4 | 606,6 | 655,2 | 742,7 | 13,4 % |
| Maschinen | 581,7 | 636,5 | 589,1 | 628,6 | 6,7 % | |
| Resources | 177,7 | 211,5 | 262,8 | 189,9 | -27,8 % | |
| Sonstiges/Konsolidierung | -70,8 | -82,8 | -71,3 | -55,0 | n/a | |
| Konsolidierte Leistung | 1.255,6 | 1.327,1 | 1.376,1 | 1.449,5 | 5,3 % | |
| Umsatzerlöse | 1.131,7 | 1.219,6 | 1.344,4 | 1.404,2 | 4,4 % | |
| Auftragseingang | 1.410,0 | 1.506,9 | 1.470,8 | 1.486,5 | 1,1 % | |
| Auftragsbestand | 614,9 | 750,0 | 785,0 | 765,2 | -2,5 % | |
| EBITDA | 165,5 | 164,5 | 163,8 | 126,0 | -23,1 % | |
| EBITDA-Marge in % (von Umsatzerlösen) | 14,6 | 13,5 | 12,2 | 9,0 | n/a | |
| EBIT | 88,4 | 82,3 | 72,0 | 32,1 | -55,4 % | |
| EBIT-Marge in % (von Umsatzerlösen) | 7,8 | 6,7 | 5,4 | 2,3 | n/a | |
| Periodenergebnis | 39,8 | 34,1 | 25,8 | -19,4 | n/a | |
| Investitionen in Sachanlagen | 90,7 | 96,6 | 96,4 | 91,9 | -4,7 % | |
| Eigenkapital | 443,9 | 461,0 | 462,5 | 419,4 | -9,3 % | |
| Eigenkapitalquote in % | 33,2 | 30,9 | 30,2 | 26,5 | n/a | |
| Bilanzsumme | 1.337,7 | 1.491,1 | 1.529,4 | 1.585,2 | 3,6 % | |
| Ergebnis je Aktie | 2,04 | 1,86 | 1,44 | -0,99 | n/a | |
| Ausschüttung | 10,28 | 8,57 | 5,14 | 0,00* | n/a | |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,60 | 0,50 | 0,30 | 0,00* | n/a | |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern in % | 9,9 | 7,4 | 5,6 | -4,6 | n/a | |
| Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) | 9.094 | 9.646 | 10.253 | 10.264 | 0,1 % | |
| davon | Inland | 4.036 | 4.065 | 4.090 | 4.144 | 1,3 % |
| Ausland | 5.058 | 5.581 | 6.163 | 6.120 | -0,7 % |
* vorgeschlagen, vorbehaltlich Zustimmung Hauptversammlung am 26. Juni 2014
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.
ENTWICKLUNG GESAMTKONZERNLEISTUNG NACH SEGMENTEN
| in Mio. EUR | Bau | Maschinen | Resources |
|---|---|---|---|
| 2010 | 1.304 | ||
| 2011 | 1.372 | ||
| 2012 | 1.436 | ||
| 2013 | 1.506 |
KENNZAHLEN SEGMENT BAU
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 655.165 | 742.662 | 13,4 % |
| Umsatzerlöse | 579.069 | 659.063 | 13,8 % |
| Auftragseingang | 702.938 | 728.276 | 3,6 % |
| Auftragsbestand | 513.087 | 498.701 | -2,8 % |
| EBIT | 22.025 | 22.816 | 3,6 % |
| Periodenergebnis | 8.586 | 5.472 | -36,3 % |
| Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) | 5.454 | 5.531 | 1,4 % |
| KENNZAHLEN SEGMENT MASCHINEN | |||
|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 | Veränderung |
| Gesamtkonzernleistung | 589.093 | 628.612 | 6,7 % |
| Umsatzerlöse | 520.576 | 561.615 | 7,9 % |
| Auftragseingang | 585.966 | 632.053 | 7,9 % |
| Auftragsbestand | 113.084 | 116.525 | 3,0 % |
| EBIT | 33.977 | 32.223 | -5,2 % |
| Periodenergebnis | 8.897 | 5.055 | -43,2 % |
| Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) | 2.952 | 2.998 | 1,6 % |
| KENNZAHLEN SEGMENT RESOURCES | |||
|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 | Veränderung |
| Gesamtkonzernleistung | 262.848 | 189.868 | -27,8 % |
| Umsatzerlöse | 244.273 | 182.968 | -25,1 % |
| Auftragseingang | 253.232 | 181.061 | -28,5 % |
| Auftragsbestand | 158.827 | 150.020 | -5,5 % |
| EBIT | 15.196 | -23.576 | n/a |
| Periodenergebnis | 5.664 | -31.444 | n/a |
| Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) | 1.578 | 1.449 | -8,2 % |
BAUER Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2013
- Vorstand der Gesellschaft
- Vorwort
- Meilensteine der Firmengeschichte
- Die Welt ist unser Markt
- Highlights 2013
- Mission und Strategie
- Zusammengefasster Lagebericht
- Die Bauer-Aktie
-
Corporate Governance Bericht
-
Bericht des Aufsichtsrats
- 9 1 Bilanz und Gewinn- und Verlust rechnung der BAUER Aktien gesellschaft nach HGB
- Konzernabschluss nach IFRS
- Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- Bestätigungsvermerk
- Glossar
- Impressum
Vorstand der Gesellschaft
PROF. DR.-ING. E.H. DIPL.-KFM. THOMAS BAUER (VORSITZENDER)
Prof. Thomas Bauer, Jahrgang 1955, verantwortet bei der BAUER Aktiengesellschaft die Ressorts Beteiligungen an Tochterfirmen, Bilanzierung, Planung und Controlling.
Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München war er in den USA tätig. 1982 trat er ins Familienunternehmen ein. Seit 1986 war er alleiniger Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH und ist seit 1994 Vorsitzender des Vorstands der BAUER Aktiengesellschaft.
Prof. Thomas Bauer ist Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e.V., Vizepräsident beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und Vizepräsident der vbw − Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. An der Technischen Universität München hat Prof. Thomas Bauer eine Honorarprofessur inne.
Aufsichtsratsmandate:
- BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen (Vorsitzender) ¹
- BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen (Vorsitzender) ¹
- BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen ¹
- SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen (Vorsitzender) ¹
- BAUER EGYPT S.A.E., Kairo (Vorsitzender) ¹
DIPL.-BETRIEBSWIRT (FH) HARTMUT BEUTLER
Hartmut Beutler, Jahrgang 1957, ist bei der BAUER Aktien gesellschaft für die Ressorts Finanzen, Recht und Versicherung und Facility Management verantwortlich.
Er studierte an der Fachhochschule Biberach Betriebswirtschaftslehre (Bau) und trat 1983 als Trainee in die BAUER Spezialtiefbau GmbH ein. Dort war er später stellvertreten der Leiter des Rechnungswesens und Assistent der Geschäftsführung. Nach Tätigkeiten als Leiter EDV, Facility Management, Recht und Versicherung sowie als Prokurist bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH wurde Hartmut Beutler 2001 in den Vor stand der BAUER Aktiengesellschaft berufen.
Aufsichtsratsmandate:
- BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen ¹
- Schrobenhausener Bank e.G. (Vorsitzender) ²
DIPL.-ING. HEINZ KALTENECKER
Heinz Kaltenecker, Jahrgang 1951, ist bei der BAUER Aktiengesellschaft zuständig für die Ressorts Beteiligungen an Tochterfirmen, Personal und Informationstechnologie. Er übt zudem die Funktion des Arbeitsdirektors aus.
Nach einem Bauingenieurstudium an der Technischen Universität Karlsruhe trat er 1978 in die BAUER Spezialtiefbau GmbH ein. Er war in leitenden Funktionen, unter anderem von 2001 bis 2007 als Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH tätig. Als Geschäftsführer leitete Heinz Kaltenecker von 2007 bis 2010 die BAUER Resources GmbH. Seit 1997 gehört er dem Vorstand der BAUER Aktiengesellschaft an. Heinz Kaltenecker ist Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e.V. und Mitglied des Ausschusses großer Unternehmen der Bauindustrie im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Aufsichtsratsmandate:
- BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen ¹
- BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen ¹
- BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen (Vorsitzender) ¹
- SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen ¹
² Mitgliedschaft gemäß § 285 Nr. 10 HGB in Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
¹ Konzerninternes Aufsichtsratsmandat
Vorwort
Sehr geehrte Aktionäre, Partner und Freunde unseres Unternehmens, sehr geehrte Damen und Herren,
2013 war für die BAUER Gruppe ein sehr enttäuschendes Jahr. Wir konnten zwar die geplante Leistung mit 1,51 Mrd. EUR erreichen, mussten aber einen spürbaren Verlust hinnehmen. Wir sind darüber genauso enttäuscht wie unsere Aktionäre. In den kommenden Jahren werden wir alle Anstrengungen darauf richten, diese Scharte wieder auszuwetzen.
Bei einem Brunnenbauprojekt in Jordanien ist ein Risiko eingetreten, das zu einem wesentlichen Verlust geführt hat. Die Ursachen für den Verlust waren nicht strukturell bedingt. Bei unseren großen Bauprojekten müssen wir hinsichtlich der Bodenverhältnisse mit Annahmen arbeiten, die sich bei der späteren Bauausführung nicht immer bestätigen. Dies kann erhebliche Folgewirkungen haben – positive wie negative.
Wir führen für unser Unternehmen jährlich eine Risikobeurteilung durch. Dabei betrachten wir sowohl Risiken als auch Chancen unseres Geschäfts, gewichten diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und bewerten mögliche Auswirkungen. Mit einem mathematischen Verfahren kann so eine Wahrscheinlichkeitskurve für das zu erwartende Ergebnis errechnet werden. Das Ergebnis des Jahres 2013 tritt entsprechend dieser Analyse genauso wahrscheinlich ein wie beispielsweise das außerordentlich gute Ergebnis des Jahres 2008. Wir unternehmen große Anstrengungen Risiken zu vermeiden, doch dies ist durch die Art des Geschäfts nicht immer möglich.
Auch Länderrisiken sind bei unserer internationalen Tätigkeit nicht vollständig vermeidbar. Die erreichte Internationalität ist eines der wesentlichen und stärksten Elemente unseres Geschäfts. Diese birgt zwar Risiken, viel wichtiger sind aber die Chancen. Nur durch die Internationalität können wir erreichen, dass unsere Geschäfte von Konjunkturbewegungen in einzelnen Ländern weitgehend abgekoppelt werden. Üblicherweise verlaufen die konjunkturellen Entwicklungen in vielen Ländern der Erde sehr unterschiedlich. Wir können dabei den positiven Trends folgen und so zumeist – wie auch im Berichtsjahr – eine Aufwärtsentwicklung erreichen. Nur selten gibt es – wie beispielsweise als Folge der letzten Finanzmarktkrise – eine Zeit, in der viele Länder gleichzeitig wirtschaftliche Probleme bekommen.
Wenn nun, wie im Berichtsjahr geschehen, Risiken eintreten, dann führt dies nicht dazu, dass sich die Fähigkeit des Gesamtunternehmens, angemessene Gewinne zu erwirtschaften, verschlechtert. Denn die Struktur des Geschäfts hat sich dadurch nicht verändert. Daher sind wir auch davon überzeugt, dass die Entwicklung des Konzerns im Jahr 2014 an die des Jahres 2012 anknüpfen kann. Wir erwarten eine Steigerung der Leistung und einen Gewinn, der uns wieder gute Fortschritte bringen wird.
Neben dem vernünftigen Umgang mit den Risiken unserer Geschäfte treiben uns viele andere Themen an, mit denen wir die Zukunft unserer Unternehmen positiv gestalten wollen.
Eines der wichtigsten Themen ist die grundlegende Veränderung auf den weltweiten Märkten. Durch den Eintritt großer Volkswirtschaften wie China in die internationale Marktwirtschaft verändern sich die Marktstrukturen erheblich. China hat einen riesigen Binnenmarkt und durch die niedrigen Produktionskosten große Vorteile auf den Massenmärkten der Welt. Dies prädestiniert das Land, Produkte herzustellen, die weltweit in großen Mengen nachgefragt werden. Zudem sind vor Ort die Vorteile gegenüber der internationalen Konkurrenz für die heimischen Produzenten erheblich.
Die Auswirkungen dieser Situation haben bereits dazu geführt, dass in etlichen Branchen chinesische Unternehmen eine Vormachtstellung erzielt haben. So zum Beispiel im Bereich von Spielwaren oder Bekleidung. Auch bei Baumaschinen werden sich die Chinesen in der Massenware Vorteile verschaffen können. Andererseits ist durch den Eintritt neuer Marktwirtschaften in das internationale Handelssystem der Gesamtmarkt erheblich angewachsen. Mittlerweile sind deutsche Unternehmen zu eher kleineren Mitbewerbern geworden und sie müssen nicht mehr mit internationalen Marktanteilen von beispielsweise 30 % aufwarten, sondern können die Produktion auch bei einem Anteil von 10 % gut auslasten. Folglich können sich die deutschen Hersteller immer stärker auf die Spezialitäten konzentrieren. Im Automobilbereich ist dies bereits sehr gut gelungen.
Die BAUER Gruppe ist sich dieser Entwicklungen voll bewusst und wir unternehmen große Anstrengungen uns bei unseren Produkten immer stärker auf projektspezifische und größere Geräte zu fokussieren, um diese neue Funktion im Wettbewerb auszufüllen. Dies gilt für unsere Maschinen wie auch für unsere vielfältigen Dienstleistungen. Es ist ein großer Erfolg, dass es uns dabei gelingt, unsere Leistung zu erhöhen.
Ein internationales Geschäft wie unseres kann man in der heutigen Zeit nur mit Erfolg betreiben, wenn die Infrastruktur und Organisation des Unternehmens darauf perfekt ausgerichtet sind. Mit großen Mühen haben wir in den vergangenen Jahren an diesen Themen gearbeitet und wir sind davon überzeugt, hier einen ausgezeichneten Stand erreicht zu haben. Unsere Kommunikationsstruktur entspricht den Möglichkeiten unserer Zeit. Alle großen Niederlassungen sind mit Videokonferenzsystemen ausgestattet, so dass deutlich weniger Reisekosten anfallen. Die IT-Infrastruktur ist durch ein internationales Datennetz gekennzeichnet, in das mit gleichen Softwaresystemen nahezu alle Firmen der Gruppe eingebunden sind. Beispielsweise können unsere Kundenbetreuer zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt aus auf die verschiedenen weltweiten Ersatzteilläger zugreifen, um dem Kunden eine perfekte Serviceleistung zu bieten. Außerdem haben wir ein weltweites Netz an Servicestationen für die Wartung und Betreuung der Maschinen installiert, das sowohl dem Maschinenvertrieb als auch den Dienstleistungsbereichen zur Verfügung steht. Die weltweiten Produktionsstätten für unsere Maschinen – speziell in Deutschland, Italien, Russland, USA, China und Malaysia – ermöglichen es, die Fertigung auf die Währungsverschiebungen in der Welt einzustellen und die einzelnen Maschinen den lokalen Markt- und Kundenbedürfnissen anzupassen.
Betrachten wir die Märkte für unsere Leistungen, dann können wir mit Zuversicht feststellen, dass die Baumärkte auch in den kommenden Dekaden wachsende Märkte sein werden. In den europäischen und nordamerikanischen Volkswirtschaften sowie in Japan wurde in den vergangenen Jahrzehnten viel zu wenig Geld in das Bauen investiert – sowohl bei Neubau wie auch bei Instandsetzung. In den Schwellenländern besteht hier ein gewaltiger Aufholbedarf, um Infrastruktur und Gebäude auf das Niveau der westlichen Welt zu bringen. Unsere Leistungen werden daher auch in den kommenden Jahren vermehrt nachgefragt. Die Kunst besteht speziell darin, unsere Position im Wettbewerb richtig zu definieren und die Chancen entsprechend zu nutzen.
Nach der Enttäuschung des Jahres 2013 gehen wir mit Elan an die Aufgaben der Zukunft. Mit einem Kostensenkungsprogramm haben wir allen Teilen des Unternehmens eine "Schrotkur" verordnet, die uns helfen wird, für die Zukunft noch besser gerüstet zu sein. Leider verursacht der Verlust auch zusätzliche Aufwendungen, die wir speziell im Finanzierungsbereich verkraften müssen. In der Summe sind wir aber sehr zuversichtlich, dass uns eine gute Entwicklung unseres Geschäfts gelingen wird. Wir werden unsere Leistung steigern und wieder einen vernünftigen Gewinn erwirtschaften. Alle Mitarbeiter der BAUER Gruppe geben sich sehr viel Mühe die Erwartungen unserer Anteilseigener und Partner in Zukunft wieder gut zu erfüllen.
Ihr
Prof. Thomas Bauer
Meilensteine der Firmengeschichte
1790
- Sebastian Bauer erwirbt eine Kupferschmiede im Stadtzentrum; im 19. Jahrhundert waren die folgenden Generationen Bauer mit Kupferarbeiten vornehmlich für Brauereien und Haushalte tätig
1840
- Kupferdeckung für das Turmdach der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Schrobenhausen
1900
- Beginn von Brunnenbohrungen durch Andreas Bauer
1790 – 1948 1956 – 1984
1902
- Bohrung eines artesischen Brunnens für den Schrobenhausener Bahnhof
1928
- Dipl.-Ing. Karl Bauer baut die Wasserversorgung von Schrobenhausen; Bau von Brunnen und Wasserleitungen in Bayern
1948
- Erster Betrieb an der Wittelsbacherstraße
1956
- Dr.-Ing. Karlheinz Bauer, seit 1952 Gesellschafter, wird alleiniger Geschäftsführer; Bau eines ersten Bürogebäudes an der Wittelsbacherstraße
Dipl.-Ing. Karl Bauer (links) machte die Firma zu einem in ganz Bayern bekannten industriellen Brunnenbaubetrieb. Dr.-Ing. Karlheinz Bauer (Mitte) führte das Unternehmen mit dem Spezialtiefbau und dem Beginn des Maschinenbaus in internationale Dimensionen. Prof. Dr. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer gestaltete den heute weltweit operierenden Konzern mit einem Netzwerk auf allen Kontinenten.
1958
- Erfindung des Injektionszugankers auf der Baustelle Bayerischer Rundfunk in München
1969
- Erstes Ankerbohrgerät UBW 01
1972
- Neubau des Verwaltungsgebäudes
1975
- Erste Aufträge in Libyen, Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten
1976
- Erstes Großdrehbohrgerät BG 7
1984
- Werksanlage West geht in Betrieb; Bau und Einsatz der ersten Schlitzwandfräse
1986
- Prof. Thomas Bauer wird alleiniger Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH und treibt die Internationalisierung des Konzerns voran
1990
- Gründung BAUER und MOURIK Umwelttechnik GmbH und SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH
1992
- Übernahme SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH
1986 – 2006 2007 – 2013
1994
- Gründung der BAUER Aktiengesellschaft
- 1998
- Übernahme der KLEMM Bohrtechnik GmbH
2001
- BAUER Maschinen GmbH wird eigenständige Firma
2002
- Kauf großer Maschinenbauhallen in Aresing
2003-2005
- In verschiedenen Bereichen werden Spezialfirmen erworben und in die BAUER Gruppe integriert: FWS Filter- und Wassertechnik GmbH; PRAKLA Bohrtechnik GmbH; TracMec Srl, Imola, Italien; Pileco, Inc., Houston, Texas, USA
2006
- Die BAUER AG geht an die Börse
2007
- Gründung der BAUER Resources GmbH und damit Neuausrichtung im Mining- und Umweltbereich; Marktauftritt in den drei neuen Segmenten Bau, Maschinen und Resources
2008
- Erweiterung der Maschinenbaukapazitäten in Aresing und Nordhausen sowie in Tianjin und Shanghai, China
2009
- Die BAUER Gruppe schließt das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte ab: Neues Verwaltungsgebäude in Schrobenhausen, Werk Edelshausen, Maschinenbauwerk Conroe, Texas, USA
2011
- Die erste Tiefbohranlage geht nach Südamerika; Konstruktion einer Unterwasserbohranlage und erfolgrei cher Einsatz nahe Schottland für eine Gezeitenkraftwerksturbine
2012
- Im Jahresverlauf wurde erstmals die Marke von weltweit 10.000 Mitarbeitern im Konzern überschritten
2013
- Innovationspreis der Bauma für ein Unterwasserbohrverfahren; Gründungsarbeiten für die künftig höchsten Gebäude der Welt und Europas
Die Welt ist unser Markt
31 PRODUKTIONSSTÄTTEN und viele weitere Service Center und Bauhöfe
Highlights 2013
Großbaustellen in Deutschland
Deutschland – Die BAUER Spezialtiefbau GmbH war von Januar bis Dezember 2013 an drei Großprojekten in Deutschland beteiligt. Das größte Bauprojekt ist "Schwabinger Tor". An der Ostseite der Leopoldstraße entsteht ein gegliederter Komplex mit Hotel, Theater, Geschäften, Arztpraxen und Wohnungen. Bewohner wie Nutzer benötigen aber auch Tiefgaragen – ein Fall für eine 10,5 m tiefe Baugrube auf einer Fläche von 35.000 m2 . In mehreren Abschnitten führt Bauer die Baugrube aus. Die Abbruch- und Spezialtiefbauarbeiten begannen im Dezember 2012 und werden im Juli 2014 abgeschlossen sein.
Das zweite Großprojekt der BAUER Spezialtiefbau GmbH im Inland war die Schleuse Zerben des Elbe-Havel-Kanals, die zwischen den Städten Magdeburg und Brandenburg liegt. Parallel zur bestehenden Schleuse entstand ein neues größeres Schleusen becken, das auf die Größen der Euro-Schubverbände ausgerichtet ist. Für die neue Schleuse stellte Bauer
eine 265 m lange, im schlanken Mittelteil 22,5 m breite und bis zu 17 m tiefe Baugrube her. Die 10.000 m2 umfassenden Schlitzwandarbeiten haben Ende Mai begonnen und wurden Ende September abgeschlossen.
Im Zentrum von Mannheim liegt die größte Baustelle der Stadt: In den Quadraten Q6 und Q7 entsteht bis 2016 ein neues Stadtquartier mit einem 4-Sterne-Superior-Hotel, Wellnessbereichen, Ladenflächen, Büros, Praxen, Wohnungen und einer großräumigen Tiefgarage. Der Auftrag der BAUER Spezialtiefbau GmbH umfasst die Umschließung einer 15 m tiefen Baugrube sowie Gründungspfähle und die Wasserhaltung auf einer Fläche von 16.000 m2 . Die Abbruch- und Spezialtiefbauarbeiten begannen im Oktober 2012 und dauerten bis Dezember 2013.
Bauma 2013
München, Deutschland – Die BAUER Maschinen GmbH war vom 11. bis zum 17. April zum neunten Mal auf der Bauma in München vertreten. Bereits zu Beginn gewann ein Gemeinschaftswerk der BAUER Maschinen GmbH, deren Maschinenbauer binnen weniger Monate ein völlig neues Unterwasserbohrgerät entwickelten, und der BAUER Spezialtiefbau GmbH, deren
Ingenieure das Verfahren ausführten, den Bauma-Innovationspreis in der Kategorie "Bauverfahren".
Insgesamt kann rückblickend auf die Messe eine positive Bilanz gezogen werden. Vor allem mit der Tiefbohranlage RB-T 90, die zur Rettung bei Bergbauunfällen konzipiert wurde, und dem neuen Flaggschiff der BG-Serie, der BG 46, die mit 2,2 m Durchmesser bis zu 102 m tief bohren kann, konnte Bauer viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bis zu 10.000 Besucher pro Tag wurden am Stand gezählt und umfassend betreut. Für den Transport der Geräte und Standmaterialien von Schrobenhausen nach München wurden zehn Schwertransporter und 60 LKWs eingesetzt.
Projekte für die Autoindustrie Wolfsburg/Ingolstadt, Deutschland – Die BAUER Water GmbH konnte 2013 bei zwei deutschen Autoherstellern Projekte abschließen. Im VW-Werk bei Wolfsburg wurde eine neue Wasseraufbereitungsanlage gebaut, die das belastete Abwasser aus Presswerk, Karosseriebau und Fertigung sowie aus Lackierung und Montage aufbereitet.
Die Anlage ist Teil des VW-Factory-Programms, das die Umweltbelastung der Werke senken soll. Entsprechend der Inhaltsstoffe wird das Abwasser vorbehandelt und selektiv von Schadstoffen befreit. Anschließend wird es in einem weiteren Verfahrensschritt in einer innerbetrieblichen Kläranlage gereinigt. Das Projekt im VW Werk wurde im April 2013 abgeschlossen.
Im August 2013 wurde im Audi-Werk in Ingolstadt eine neue Wasch- und Dichtprüfanlage eingerichtet – es ist die zweite, nachdem im Dezember 2012 bereits eine Anlage installiert wurde. In beiden werden nun insgesamt täglich über 600 Fahrzeuge auf Dichtheit geprüft, gewaschen und getrocknet.
Neue Werke
Singapur/Tianjin, China – Im März 2013 wurde in Singapur das neue BAUER Regional Service Center eröffnet, das mit Büro, Lagerhallen und Werkstatt für unsere Kunden optimalen Service bietet und für die Vertriebsaktivitäten in Südostasien von großer Bedeutung ist. Der Umzug war aufgrund eines auslaufenden Pachtvertrags notwendig geworden – was auch für das Werk in Tianjin, China, gilt.
Nach einer Bauzeit von eineinhalb Jahren konnte BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd. die neue Werksanlage beziehen, die im Oktober mit einer traditionell chinesischen Zeremonie feierlich eröffnet wurde. Besondere Highlights waren die Übergabe einer BG 26 an den Kunden und die Bekanntgabe, dass die BG 25 als eine der zehn besten Bohrgeräte in ganz China ausgezeichnet wurde. Bei der anschließenden Hausaustellung konnten u. a. die Baureihe der BG ValueLine und eine RB-T 90 bewundert werden.
Gründung der höchsten Gebäude
St. Petersburg, Russland/Jeddah, Saudi-Arabien – Im Oktober 2012 wurde OOO BAUER Technologie, die russische Tochterfirma der BAUER Spezialtiefbau GmbH, mit den Gründungsarbeiten für den Lakhta Tower in St. Petersburg beauftragt. Das Gebäude, das die neue Zentrale von Gazprom repräsentiert, wird nach der Fertigstellung mit einer Gesamthöhe von 462 m das höchste Gebäude Europas sein. Trotz anspruchsvollen geologischen Bedingungen und Außentemperaturen im Winter von bis zu -30°C musste bis zu 84 m in die Tiefe gebohrt werden. Um das Bauwerk auf die 264 Pfähle zu setzen, wurden drei moderne Bauer-Bohrgeräte des Typs BG 40 und eine BG 28 eingesetzt. Die Gründungsarbeiten begannen im Januar und endeten im Juli. Der Lakhta Tower soll 2018 eröffnet werden.
Im Norden von Jeddah in Saudi-Arabien entsteht auf einem weiten Areal der Kingdom-Tower, der mit über 1.000 m Höhe alle bisherigen Rekordbauten in den Schatten stellen soll. Zur Gründung dieses Bauwerks bohrte Bauer bis Dezember 2013 insgesamt 270 Pfähle, die bis zu 109 m Bohrtiefe mit Durchmessern von 1,5 und 1,8 m in den Boden eingebracht wurden. Für die langen Pfähle kamen neben zwei BG 28 auch zwei modifizierte, eigens für lange Kellys eingerichtete Bohrgeräte BG 40 zum Einsatz. Nach dem Burj Khalifa, für
den Bauer im Jahr 2004 die Gründungsarbeiten ausgeführt hat, steht nun auch das neue höchste Gebäude der Welt auf Bauer-Pfählen.
Mehr Informationen: http://www.bauer.de/ de/bauer_group/world
Mission und Strategie
UNSERE MISSION
DIENSTLEISTUNGEN, MASCHINEN UND PRODUKTE FÜR BODEN UND GRUNDWASSER >>>
UNSERE STRATEGIE
-
Die Welt ist unser Markt.
-
Weltmarktführer für Spezialtiefbau-Technologien.
-
Kraftvolle Entwicklung von Bohrverfahren und Anwendungen für angrenzende Märkte wie Ressourcen, Wasser und Energie.
-
Optimierung der weltweiten Organisationsstrukturen und der selbststeuernden Einheiten des Konzerns. >>> Jährliches Wachstum von 3 bis 8 %.
Ziel: ~ 20 % der Gesamtkonzernleistung >>> Aktivitäten in den Bereichen Umwelttechnik, Mining, Tiefbohrungen, Brunnenbau, Materialien
Ziel: ~ 40 % der Gesamtkonzernleistung
Global tätiger Anbieter für Spezialtiefbauleistungen
Spezialbauleistungen
Fokus auf komplexe, internationale Projekte
Zusammengefasster Lagebericht
| 17 | I. | Unternehmensgruppe |
|---|---|---|
| 17 | Konzernstruktur | |
| 17 | Unternehmensführung und Steuerungssystem | |
| 1 9 | II. | Wirtschaftsbericht |
| 19 | Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | |
| 23 | Geschäftsverlauf | |
| 29 | III. | Entwicklung in den Geschäftssegmenten |
| 29 | Segment Bau | |
| 33 | Segment Maschinen | |
| 37 | Segment Resources | |
| 40 | Segmente Sonstiges / Konsolidierung | |
| 45 | IV. | Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage |
| 45 | Auftragsentwicklung | |
| 46 | Konzernertragslage | |
| 48 | Konzernfinanz- und Vermögenslage | |
| 54 | V. | Einzelabschluss BAUER Aktiengesellschaft |
| 55 | VI. | Nachhaltigkeit |
| 55 | Nachhaltigkeit im BAUER Konzern | |
| 55 | Mitarbeiter | |
| 57 | Investitionen | |
| 58 | Forschung und Entwicklung | |
| 59 | Health Safety Environment (HSE) | |
| 60 | Qualität | |
| 61 | VII. | Rechtliche Angaben |
| 61 | Vergütungsbericht | |
| 63 | Übernahmerechtliche Angaben | |
| 65 | VIII. | Nachtragsbericht |
| 67 | IX. | Risiko- und Chancenbericht |
| 67 | Risikobericht | |
| 74 | Chancenbericht | |
| 77 | X. | Prognosebericht |
Im Kanton Tessin in der Schweiz führte die BAUER Spezialtiefbau GmbH mit einer BG 28 Gründungspfähle für Brückenpfeiler des Camorino-Viadukts zwischen Lugano und Bellinzona aus. Beim dritten und letzten Bauabschnitt wurden Pfähle mit 1.200 mm Durchmesser und Längen zwischen 19 und 29 m hergestellt. >>>
Zusammengefasster Lagebericht
I. UNTERNEHMENSGRUPPE
KONZERNSTRUKTUR
Die BAUER Gruppe mit Sitz in Schrobenhausen fokussiert sich mit ihren Dienstleistungen, Maschinen und Produkten auf die Themengebiete Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources mit über 110 Tochterfirmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.
Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.
Das Segment Maschinen entwickelt und baut Geräte, Werkzeuge und Maschinen für den Spezialtiefbau sowie für andere Bohrarbeiten im Untergrund, wie für Minen, Wasserbrunnen, Geothermie, Öl und Gas. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China (Shanghai und Tianjin), Malaysia, Russland (zwei Standorte), Italien, Türkei und den USA. Mit einem Auslandsvertriebsanteil von rund 80 % ist die BAUER Maschinen GmbH Weltmarktführer für Spezialtiefbaugeräte.
Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des jüngsten Geschäftsfeldes, unter deren Dach die drei Kompetenzfelder Materials, Exploration and Mining Services und Environment gebündelt sind.
Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.
UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM
Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Daneben entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente Bau, Maschinen und Resources jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.
Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten, die nicht durch komplexe Entscheidungshierarchien belastet sind, ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig.
Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die in den Unternehmenshandbüchern der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns festgelegt sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert.
Systeme und Abteilungen, die zentrale Funktionen übernehmen, erleichtern die Abwicklung von Standardprozessen und unterstützen als Dienstleister die Arbeit der einzelnen Einheiten. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.
Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 84 bis 87 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/de/investor_relations/reports/
Seit Herbst 2009 war die BAUER Spezialtiefbau GmbH an der Großbaustelle Luise-Kiesselbach-Platz in München beschäftigt – 2013 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Etwas mehr als 10.000 Pfähle wurden für die Tunnelbaumaßnahme unter anderem mit einer BG 40 abgebohrt. >>>
in der Rubrik Investor Relations – Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht sowie im Kapitel über die Entwicklung in den Geschäftssegmenten dargestellt.
Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Periodenergebnis als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und Periodenergebnis des Konzerns und der einzelnen Segmente finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht sowie im Kapitel über die Entwicklung in den Geschäftssegmenten.
Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitätsund Liquiditätskennzahlen.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen im Kapitel Nachhaltigkeit dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.
Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter – aufgeteilt nach Segmenten, Beschäftigungsverhältnis und Regionen. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen berichtet, wie das eingesetzte Budget, die Anzahl der Mitarbeiter, die das Seminarangebot genutzt haben, sowie die Zahl der abgehaltenen Seminare und Tagungen. Darüber hinaus werden Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet. Dazu gehören die Anzahl der gültigen Patente, die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, sowie die Anzahl der in diesen Bereichen tätigen Mitarbeiter.
II. WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die Wirtschaftsentwicklung in der Welt ist weiter von erheblichen Verwerfungen geprägt. Viele Ereignisse der zwei letzten Jahrzehnte und deren Wirkungen führen weiter dazu, dass sich Reaktionen und Gegenreaktionen auf unterschiedlichsten Gebieten stetig abwechseln und so das Gesamtsystem wie eine "Kreuzsee" im Ozean in permanenter Veränderung halten. Folgende Ereignisse sind im Wesentlichen zu nennen, wenn es um die Entwicklung der Baumärkte geht:
- Das Ende der kommunistischen und sozialistischen Wirtschaftssysteme vor etwa 20 Jahren machte es China, Indien und weiteren Ländern möglich, die eigene Wirtschaft so außergewöhnlich zu entwickeln, wie wir das in den letzten Jahren beobachten. Die größte Chance für die etablierten Wirtschaftsunternehmen daraus sind die rasant gewachsenen und weiterhin ansteigenden Absatzmärkte. Die deutsche Automobilindustrie und auch viele Bereiche des Maschinenbaus sind die großen Profiteure dieser Entwicklung. Demgegenüber stehen Risiken, da sich in vielen Branchen eine stark angestiegene Konkurrenzsituation entwickelt hat, die wegen der sehr unterschiedlichen Kostenbasis zum Teil ruinösen Charakter zeigt. Wie dies bei relativ jungen marktwirtschaftlichen Strukturen oft der Fall ist, ist das Verhalten der Marktteilnehmer im neuen Wettbewerb oft übertrieben und unverhältnismäßig, was es für die Wettbewerber aus den etablierten Märkten nicht leicht macht, sich darauf einzustellen. Dieses Verhalten führt auch zu einer verstärkten Zyklizität des Wirtschaftsgeschehens.
- Die Wirkungen der Finanzmarktkrise, die vor etwa sechs Jahren begonnen hat, auf die Märkte sind weiter erheblich. Diese werden seit einigen Jahren zusätzlich durch die Eurokrise verstärkt, die durch die Budgetprobleme etlicher Mitgliedstaaten der Euro-Länder entstand. Speziell auf dem Bausektor führen die Finanzrestriktionen zu einer erheblichen Volatilität auf den weltweiten Märkten. In Europa sind einige Baumärkte weitgehend zusammengebrochen.
- Die Revolutionen, Regierungskrisen und Bürgerkriege im Nahen Osten haben weiter erhebliche Auswirkungen auf die Märkte, speziell auch auf den Bau. Die öl- und gasreichen Länder dieser Region haben zwar die Finanzmittel, um ihre ehrgeizigen Ausbaupläne weiterzuführen, ihnen fehlt aber angesichts der vielen Krisenherde der Mut, dies
auch mit Schwung zu tun. In den Ländern des "arabischen Frühlings" ist seit einiger Zeit der Winter eingekehrt. Diese beschäftigen sich speziell mit innenpolitischen Themen, so dass die Zukunft ihrer Infrastruktur und ihrer Bauwerke in den Hintergrund gerückt ist.
• In den vergangenen Jahrzehnten haben einige technische Entwicklungen zu einem gewaltigen Einfluss auf die Weltwirtschaft geführt. Die enorme Beschleunigung und Verbilligung von Logistik haben die meisten regionalen Vorteile von Wirtschaftsunternehmen beseitigt und die weltweite Konkurrenz gewaltig gesteigert. Die Wirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien sind mindestens genauso bedeutend. Gerade das Internet mit der sofortigen Verfügbarkeit jeder Information hat die Wettbewerbssituation nachhaltig verändert. Das wird auch in Zukunft weitergehen.
Diese und weitere Einflüsse führen dazu, dass die Weltmärkte so volatil geworden sind, wie noch nie. Solche Märkte bieten große Chancen, bergen aber auch Risiken. Wirtschaftsakteure, denen es gelingt, immer dem Aufschwung zu folgen, werden davon profitieren. Denen das nicht gelingt und die sich häufiger einem Abschwung gegenüber sehen, leiden unter dieser Situation.
Für Bauunternehmen kann es unter diesen Gegebenheiten besser sein, nur auf wenigen Märkten präsent zu sein, wenn gerade in diesen Märkten der Aufschwung herrscht. Wenn die Entwicklung in diesen Märkten aber rückläufig wird, kann diese Strategie sehr schnell zu erheblichen Problemen führen. Ist man aber, wie die BAUER Gruppe, in sehr vielen Märkten tätig, so muss man in volatilen Zeiten mit vielen Problemen rechnen. Jedoch sind bei einer weltweiten Aufstellung immer Märkte vorhanden, die sich positiv entwickeln. Wir sehen unsere Strategie in dieser Hinsicht als größten Vorteil für unsere Entwicklung. Neben den anzutreffenden länderspezifischen Problemen, eröffnen sich hierdurch häufig strategische Optionen, die uns immer wieder nach vorne bringen können.
Betrachtet man die Baumärkte der Welt in dieser Situation, so kann man grundsätzlich eine positive Entwicklung feststellen. Rund um den Globus gibt es einen erheblichen Baunachholbedarf. In den etablierten Volkswirtschaften Westeuropas, der USA, Kanadas oder Japans wurde über etliche Jahrzehnte
deutlich zu wenig gebaut. Nach der Zeit des Wiederaufbaus in Folge des zweiten Weltkriegs waren Politik und Bevölkerung – etwa Mitte der 70er Jahre – der Meinung, dass Bauen nun abgeschlossen sei. Daraufhin wurden die Budgets viel zu stark zurückgefahren. Nun steht eine lange Phase des Nachholens an, um die Infrastruktur wieder auf ein ordentliches Niveau zu bringen.
In den Schwellenländern wurde vor der Bildung marktwirtschaftlicher Systeme über viele Jahrzehnte zu wenig investiert. Der Aufholprozess, der für deren Entwicklung dringend notwendig ist, wird die Baufirmen noch etliche Jahre beschäftigen. Daher werden die Baumärkte in den kommenden Jahren weltweit eher auf der Sonnenseite der Konjunktur stehen.
Das einzige hemmende Element dabei ist die Fähigkeit der Staaten, sich das Bauen leisten zu können. Erfreulicherweise gibt es aber viele Länder, die durch die positive Entwicklung der letzten Jahre eine gute Basis für ausreichende Budgets haben. Im Wohnungs- und im Wirtschaftsbau sind die Finanzierungmöglichkeiten durch die gute Konjunkturentwicklung zumeist ebenfalls gut.
Zusätzlich wird sich in den nächsten Jahrzehnten der Trend zur Urbanisierung in vielen Ländern fortsetzen. Dies erfordert umfangreiche Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Alle Bauten müssen auf engstem Raum errichtet werden, was einen überdurchschnittlichen Bedarf an Spezialtiefbauleistungen bedeutet.
Baustatistik Deutschland – Veränderung 2013 / 2012
| in % | Deutschland gesamt |
Alte Bun des länder |
Neue Bun des länder |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2,7 | 3,1 | 1,2 | |
| Geleistete Arbeitsstunden |
0,9 | 1,5 | -1,5 | |
| Beschäftigte | 1,4 | 2,0 | -0,4 | |
| Auftragseingang | 3,7 | 4,8 | -0,4 |
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
In Deutschland ist die Entwicklung der Wirtschaft und speziell der Bauwirtschaft etwas besser als in den übrigen EU-Ländern. Die neu gewählte Bundesregierung hat beschlossen, Infrastrukturmaßnahmen besonders zu fördern. Im privaten Bereich findet nach wie vor ein regelrechter Bauboom statt,
da die Bevölkerung, bei niedrigen Zinsen und bei der Sorge vor Inflation, die eigenen vier Wände als die beste Anlage für ihr Geld sieht. Die gute Baukonjunktur wird sich noch einige Jahre fortsetzen.
Mit diesem baukonjunkturellen Umfeld sind wir davon überzeugt, dass sich die BAUER Gruppe einen weiter positiven Auftragseingang erarbeiten kann, so dass auch in den kommenden Jahren ein gutes Wachstum möglich sein wird.
Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen, somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen. Auch im Bereich der tiefen Bohrungen werden die Märkte wachsen, da für die Exploration von Öl und Gas in der Zukunft in immer engeren Abständen gebohrt werden muss, was steigende Bohrkapazitäten zur Folge hat. Im Offshore-Bereich werden zunehmend Bohrgeräte für die Gründung von Energieerzeugungsanlagen benötigt.
Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die zukünftigen Entwicklungen auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt teilweise unterschiedlich:
Deutschland
Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren relativ positiv entwickeln. Der gute allgemeine Konjunkturverlauf und die politische Festlegung der neuen Bundesregierung, den Infrastrukturbereich besonders zu fördern, geben den Bauunternehmen eine gute Perspektive.
Die mit vielen Hoffnungen erwarteten positiven Auswirkungen der Energiewende in Deutschland haben sich bisher noch nicht erfüllt. Nur bei der Onshore-Windkraft sind gute Auftragseingänge zu verzeichnen. Die nötigen Stromtrassen vom Norden in den Süden werden bisher nicht realisiert und der Ausbau der Offshore-Windkraft ist weitgehend ins Stocken geraten. Auch der dringend nötige Ausbau der konventionellen Kraftwerkskapazitäten findet mangels klarer politischer Rahmenbedingungen noch nicht statt. Diese Aussagen bergen einen positiven Aspekt: Wenn die Arbeiten beginnen, dann wird es eine schnelle Umsetzung geben müssen.
Europa
Im Osten Europas waren die Märkte mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen. Speziell in Russland, das durch seinen enormen Rohstoffreichtum schneller als die anderen Länder der Region aus der Krise kommt, sind viele neue Bauvorhaben in Planung. In einigen Gebieten, so zum Beispiel im Raum St. Petersburg, ist der Baumarkt sehr aktiv. Insgesamt kann für den Osten Europas mit einer positiven Entwicklung gerechnet werden. Leider sind aber auch hier immer wieder Rückschläge zu verzeichnen, wie das Beispiel Ukraine zeigt.
Westeuropa sehen wir in den kommenden Jahren als verhaltenen Baumarkt. Etliche Länder sind durch ihre Budgetprobleme in ihren Möglichkeiten erheblich eingeschränkt, um die Infrastruktur im notwendigen Maße weiterzuentwickeln. Dennoch gibt es auch hier Chancen, unter anderem in der Schweiz. In Frankreich ist ein neuer Metro-Ring in Paris geplant, der gewaltige Bauleistungen benötigen wird. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur.
Nahost & Zentralasien
Die öl- und gasreichen Länder des Nahen Ostens, wie Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Katar, haben viele große Bauvorhaben in Planung und verfügen auch über die finanziellen Mittel, ihre Ausbaupläne mit Engagement fortzusetzen. In Katar wurden im ersten Halbjahr 2013 große Aufträge für den U-Bahnbau, aber auch für viele weitere Baumaßnahmen zur Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft vergeben. Leider führten die Ereignisse in Syrien und die erneuten Debatten um die Weltmeisterschaft wieder zu einer erheblichen Verlangsamung der Entwicklung. Zuletzt hat sich die Lage durch die Bestätigung der FIFA für eine Fußballweltmeisterschaft in Katar und durch die Vermeidung einer Ausweitung des Konflikts in Syrien wieder positiv entwickelt. Für unsere Unternehmen ergeben sich daraus wieder gute Chancen.
Bei diesem Auf und Ab im arabischen Raum ist die positive Entwicklung in Dubai am erstaunlichsten. Kaum jemand hätte noch vor zwei Jahren gedacht, dass sich hier wieder ein Aufschwung einstellen kann. Nun haben Immobilienentwickler wieder begonnen, große Wohnprojekte auf den Markt zu bringen und deren Erfolge sind sehr positiv.
Relativ unerwartet gab es in Ägypten im vergangenen Jahr erneut eine Revolution, die für die Wirtschaft des Landes eine weitere Zwangspause bedeutet. Auch unser lokales Tochterunternehmen war davon stark betroffen, da auf vielen Baustellen die Arbeiten über Wochen ruhten. Nun bemühen sich etliche Nachbarländer durch große finanzielle Unterstützung, das Land vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch zu bewahren. Durch diese Unterstützung kommen wieder etliche Bauprojekte auf den Markt. Unser lokales Unternehmen kann davon profitieren. Im vergangenen Jahr konnte der Umsatz deutlich erhöht werden und die Aussichten für 2014 lassen einen weiteren Leistungs- und Ergebnisanstieg erwarten.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahnund Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle – weniger nah an der Innenstadt – umgesiedelt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt.
Amerika
Nach etlichen schwachen Jahren scheint sich die Situation in den USA nun zu verbessern. Hier ist aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren wird es große Anstrengungen geben, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In der Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.
Afrika
In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau der Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands.
Durch die beschriebenen Themen sind in den vergangenen Jahren enorm wichtige Aufgaben in den Hintergrund gerückt, die auch gelöst werden müssen. In Deutschland und vielen anderen Ländern bedeutet die demographische Entwicklung eine große wirtschaftliche Herausforderung. Die Umweltprobleme, speziell die Luftverschmutzung, nehmen weiter zu. Auch hier werden derzeit nötige Maßnahmen nicht mit demselben Engagement verfolgt und umgesetzt wie noch vor wenigen Jahren, als diese Themen als die größten Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt gesehen wurden. Der Dialog mit großen Verursachern wie China muss verstärkt werden. Die finanziellen Lasten, die in den nächsten Jahren in diesem Bereich auf uns zukommen, sind erheblich. Im Übrigen bietet das natürlich auch eine große Chance für Unternehmen, die sich auf diese Themen konzentrieren.
Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Ressourcen mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In vielen Ländern der Welt haben wir hier bereits Erfolge erzielt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.
Die Entwicklung der Weltkonjunktur wird sich mittelfristig wieder stabilisieren. Einige Themen der Destabilisierung werden in den kommenden Jahren vollständig wegfallen. Die heute noch enormen Kostenunterschiede und Ungleichgewichte in vielen Ländern werden sich ebenfalls sehr stark reduzieren. Denn auch die Menschen in China wissen, was qualifizierte Arbeit in anderen Ländern Wert ist und werden dies für sich
Für den Neubau des Bochumer Justizzentrums wurden von der BAUER Spezialtiefbau GmbH 503 Gründungspfähle mit Durchmessern bis zu 1.200 mm nach dem SOB- und Kellyverfahren hergestellt. Ein Teil der Pfähle ist mit Geothermieleitungen belegt. >>>
einfordern. Dafür gibt es seit Kurzem bereits mehrere Anzeichen, denn beispielsweise haben gute Gerätefahrer heute in den meisten Ländern ein ähnliches Lohngefüge wie in den alten Industrieländern. Dies wird alle Unternehmen betreffen, auch unsere Konkurrenz.
Das Ergebnis der Veränderungen in der Welt werden deutlich größere Märkte sein, auf denen wieder mit ähnlichen Voraussetzungen um Aufträge gekämpft wird. Die deutschen Unternehmen können sich dabei auf die Spezialitäten konzentrieren und im größeren Markt ein gutes Auskommen finden. Auch die BAUER Gruppe wird sich weiter darauf konzentrieren.
GESCHÄFTSVERLAUF
Das Geschäft der BAUER Gruppe war im Jahr 2013 durch eine Reihe schwieriger Ereignisse geprägt, was in Summe bei Erreichen der geplanten Gesamtkonzernleistung zu einem negativen Nachsteuerergebnis geführt hat. Aufgrund des sehr guten Auftragsbestands und einiger kurz vor Beauftragung stehender Großprojekte waren wir mit viel Optimismus ins vergangene Jahr gestartet. Leider realisierten sich die guten Erwartungen nicht.
Zu Jahresbeginn verzögerten sich nahezu alle Großprojekte im Bau aus Gründen, die außerhalb unseres Einflussbereichs lagen. Einreiseprobleme für die notwendigen Spezialisten, fehlende Baugenehmigungen durch den Bauherrn und verspätete Bereitstellung des Baugeländes waren die Ursachen. In den USA führten Probleme bei der Baustelleneinrichtung und bei den Detailplanungen auf unserem Dammprojekt, die hier teilweise selbst verschuldet waren, ebenfalls zu erheblichen Verzögerungen. Als die Projekte dann gegen Mitte des Jahres alle voll angelaufen waren, zeigten sich die technischen und wirtschaftlichen Leistungen durchweg sehr zufriedenstellend. Dennoch konnte unser Baubereich die Probleme der Anlaufphase nicht mehr ausgleichen und deshalb das geplante Ergebnis nicht erreichen. Insgesamt hatte der Bau aber einen guten und stabilen Verlauf, und wir konnten einen stetigen Auftragseingang verzeichnen, so dass wir für 2014 eine gute Basis haben.
Das Maschinengeschäft hatte entgegen dem Trend aus dem Vorjahr einen schlechten Start ins Jahr 2013. Die Auftragseingänge waren in den ersten drei Monaten sehr unbefriedigend. Erst nach der Bauma, der weltgrößten Baumaschinenmesse in München, konnte eine deutlich bessere Entwicklung verzeichnet werden. Zusätzlich belastete der über das ganze Jahr relativ schwache Auftragseingang bei den Groß- und Sondergeräten. Der Verkauf ist hier davon abhängig, ob Großprojekte oder die entsprechend benötigten Verfahren in der Welt in ausreichender Zahl vorhanden sind. Dies war – eher zufallsbedingt – im Berichtsjahr weniger der Fall. Auch der Tiefbohrbereich konnte im Wesentlichen nur die im Jahr 2012 nach China verkauften kleineren Tiefbohrgeräte abwickeln. Dies führte insgesamt dazu, dass die Margen im Gerätevertrieb zurückgingen und damit auch das Periodenergebnis des Segments.
Im letzten Quartal des Jahres war der Markt wieder erfreulich positiv. Die Verkäufe waren sehr zufriedenstellend und die meisten Geräte wurden auch noch ausgeliefert. Damit konnten die Umsatzerlöse für das Gesamtjahr noch gut gesteigert werden, was zeigt, dass wir bei der schwierigen Marktlage insgesamt auf dem richtigen Weg sind. Unsere Vertriebserfolge führen wir auch auf unsere erheblichen Anstrengungen hinsichtlich der Entwicklung neuer Produkte, unserer Produktqualität und der Verbesserung der Serviceleistungen für unsere Kunden zurück.
Ein weiterer Einflussfaktor ist die größer gewordene Konkurrenz im Maschinengeschäft. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Markt deutlich verändert. Das enorme Bauwachstum in China führte zu einer Verdoppelung des Weltmarkts für Spezialtiefbaugeräte. Viele chinesische Unternehmer haben aufgrund dieser Entwicklung große Kapazitäten aufgebaut, um am Markt tätig zu sein. Insgesamt sind die Kapazitäten jedoch über den Marktbedarf hinaus angewachsen, was in den letzten Jahren zu erheblichen Verwerfungen und auch zu Margenrückgängen führte. Wegen der Verschiebungen auf den allgemeinen Baumaschinenmärkten haben auch andere europäische Anbieter begonnen, mit Spezialtiefbaugeräten ihre Umsätze zu halten.
Für uns sind diese Entwicklungen natürlich eine große Herausforderung, da wir uns in den Märkten noch klarer positionieren müssen. Dies geschieht durch mehrere Strategien: Mit unserer Fokussierung auf die Verfahren beim Bohren können wir uns von den europäischen Herstellern gut absetzen. Gegenüber den chinesischen Wettbewerbern setzen wir auf höchste Qualität, Funktionalität und Produktivität der Geräte, um uns einen deutlichen Vorsprung zu sichern. Außerdem
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung
in Mio. EUR Gesamt 1.506
konzentrieren wir uns auf die im Spezialtiefbau gerade bei Großprojekten nötigen Sondergeräte. Mit neuen Produkten wie Brunnenbohrgeräten, Kränen speziell für den Spezialtiefbau, Tiefbohranlagen und Unterwasserbohrgeräten bauen wir uns Chancen für ein weiteres Vertriebswachstum auf. Wir können aus der generellen Entwicklung des Berichtsjahres erkennen, dass unsere Anstrengungen dazu führen, dass unser Maschinengeschäft die gestellten Herausforderungen gut bewältigen kann.
Im Segment Resources hatten wir unser größtes Einzelproblem. Die Bauarbeiten auf unserem Brunnenbauprojekt in Jordanien gingen im Geschäftsjahr 2013 zu Ende. Leider konnten unsere Forderungen mit dem Bauherrn nicht endgültig geklärt werden, so dass durch die Abschreibung von Forderungen und den weiteren Folgeeffekten ein deutlicher Verlust ausgewiesen werden musste. Aufgrund der sehr komplexen Projektbedingungen über die gesamte Laufzeit entstanden auf diesem Projekt bei uns, aber auch bei den anderen Baubeteiligten, gewaltige Mehraufwendungen. Wir mussten akzeptieren, dass es uns nicht gelingen wird, diese vollständig an den Bauherrn weiterzugeben, was am Ende zu dem negativen Ergebnis führte. Erfreulich ist, dass das Projekt technisch komplett abgeschlossen ist, so dass keine weiteren Risiken entstehen können.
Im Segment Resources ist es zudem nicht gelungen, zwei sehr große Projekte im Nahen Osten endgültig unter Vertrag zu nehmen. Außerdem war das Geschäft mit Brunnenausbaumaterialien schwach, was mit den internationalen Märkten und dem Ende des Jordanien-Projekts zusammenhängt. Im Bereich Umwelttechnik waren die Geschäfte dagegen insgesamt sehr positiv. Das Segment war aber mit dieser Entwicklung für das insgesamt negative Ergebnis des Konzerns verantwortlich. Wegen des Misserfolgs muss hier im laufenden Jahr intensiv an Optimierungen gearbeitet werden. Im Bereich Materials werden wir unter neuer Führung das Geschäft wieder positiv entwickeln können. Der Umweltbereich wird die gute Situation der vergangenen Jahre weiter ausbauen können. Im Bereich Exploration and Mining Services müssen wir noch viel Mühe aufwenden, um wieder das gewünschte Niveau zu erreichen.
Trotz des Rückschlags sehen wir unsere Gesamtstrategie weiter als richtig an. Unser Segment Resources beschäftigt sich mit einem der stärksten Wachstumsmärkte auf dem Globus. Auch wenn der Rückschlag schmerzt, wird es uns gelingen, unser Geschäft positiv zu entwickeln. Etliche große Projektchancen geben auch weiterhin Hoffnung auf den einen oder anderen Sondererfolg.
Obwohl die Entwicklung im Jahr 2013 in Summe sehr unbefriedigend war, hat sich die Gesamtsituation des Konzerns
Prognose-Ist-Vergleich 2013
| in Mio. EUR | Ist 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| 11.04.2013 | 01.08.2013 | 28.10.2013 | ||
| Gesamtkonzernleistung | >1.500 | >1.500 | ~1.500 | 1.506,2 |
| EBIT | ~85 | ~70 | ~25 | 32,1 |
| Periodenergebnis | >30 | ~20 | ~ -20 | -19,4 |
nicht negativ verändert. Es ist im Berichtsjahr gelungen, die Leistung insgesamt leicht zu steigern und es wurden ausreichend Aufträge akquiriert, um im laufenden Jahr erneut eine leichte Steigerung der Gesamtkonzernleistung erreichen zu können. Die Märkte stabilisieren sich nach der Finanzmarktkrise immer mehr, der Baubedarf hat einen positiven Trend und auch die neue Konkurrenzsituation im Maschinengeschäft kann immer besser abgefedert werden. Diese Entwicklung ermöglicht eine insgesamt optimistische Prognose.
Durch die genannten Probleme waren wir gezwungen, die Prognose im Laufe des Jahres 2013 zweimal nach unten zu korrigieren. Mit dem Geschäftsbericht 2012 haben wir eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von über 1,5 Mrd. EUR, ein EBIT in Höhe von etwa 85 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von gut 30 Mio. EUR prognostiziert.
Anfang August 2013 mussten wir unsere Prognose aufgrund der Verzögerungen bei den Großprojekten im Baubereich, dem Margenrückgang im Segment Maschinen und dem schwächer als erwarteten Geschäft im Segment Resources per Ad-hoc-Meldung anpassen. Bei gleichbleibendem Ausblick für die Gesamtkonzernleistung sind wir dann von einem EBIT in Höhe von etwa 70 Mio. EUR und einem Ergebnis nach Steuern von etwa 20 Mio. EUR ausgegangen.
Ende Oktober 2013 beeinflussten negative Einmaleffekte, vor allem durch unser Brunnenbauprojekt in Jordanien, die Erwartungen erneut. Außerdem haben wir Ergebnisse aus dem Maschinen- und Baugeschäft neu bewertet und Restrukturierungsaufwendungen berücksichtigt. Daher mussten wir die Jahresprognose auf eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,5 Mrd. EUR, ein EBIT von rund 25 Mio. und einen Nettoverlust von etwa 20 Mio. EUR reduzieren.
Das Endergebnis des Jahres 2013 zeigt sich nun wie folgt: Die Gesamtkonzernleistung stieg um 4,9 % auf 1,51 Mrd. EUR. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 4,4 % auf 1,40 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ging auf 32,1 Mio. EUR (Vorjahr: 72,0 Mio. EUR) zurück. Das Periodenergebnis beträgt -19,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR).
Gesamtaussage
Insgesamt können wir mit den Ergebnissen des Jahres 2013 nicht zufrieden sein. Erstmals seit 14 Jahren mussten wir wegen eines größeren Sondereffekts wieder einen Verlust ausweisen. Dennoch sehen wir die Geschäftsentwicklung weiter positiv, denn auch in einem schwierigen Umfeld ist es uns gelungen, die Gesamtkonzernleistung zu steigern. Das Geschäftsjahr 2014 wird darauf gut aufbauen können.
Entwicklung der Gesamtkonzernleistung nach Segmenten
Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen
| in Mio. EUR | Jahr 2012 Leistung |
Jahr 2013 Leistung |
Anteil Jahr 2013 |
Veränderung zum Vorjahr |
Auftrags bestand |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST) | ||||||
| BST Inland | 101,0 | 120,1 | 8,0 % | 18,9 % | + | |
| Töchter Inland | 20,3 | 24,0 | 1,6 % | 18,2 % | • | |
| BST Ausland | 86,6 | 67,3 | 4,5 % | -22,3 % | + | |
| Töchter Ausland | 486,4 | 547,3 | 36,3 % | 12,5 % | + | |
| Bau Töchter (SBN) |
Summe BST - Gruppe SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH |
694,3 65,7 |
758,7 74,2 |
50,4 % 4,9 % |
9,3 % 12,9 % |
+ • |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen |
-104,8 | -90,2 | -6,0 % | |||
| Summe Bau | 655,2 | 742,7 | 49,3 % | 13,4 % | + | |
| BAUER Maschinen GmbH (BMA) | 354,7 | 391,7 | 26,0 % | 10,4 % | • | |
| Töchter Maschinen | 412,8 | 453,3 | 30,1 % | 9,8 % | • | |
| Summe BMA - Gruppe | 767,5 | 845,0 | 56,1 % | 10,1 % | • | |
| Maschinen SBN |
53,0 | 62,3 | 4,1 % | 17,5 % | • | |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen |
-231,4 | -278,7 | -18,5 % | |||
| Summe Maschinen | 589,1 | 628,6 | 41,7 % | 6,7 % | • | |
| BAUER Resources GmbH (BRE) | 8,6 | 9,6 | 0,6 % | 11,6 % | ||
| Töchter Resources | 265,0 | 193,6 | 12,9 % | -26,9 % | - | |
| Summe BRE - Gruppe | 273,6 | 203,2 | 13,5 % | -25,7 % | - | |
| Resources SBN |
25,9 | 20,4 | 1,3 % | -21,2 % | ++ | |
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen |
-36,7 | -33,7 | -2,2 % | |||
| Summe Resources | 262,8 | 189,9 | 12,6 % | -27,8 % | • | |
| BAUER Aktiengesellschaft (BAG) | 40,4 | 37,0 | 2,5 % | -8,4 % | ||
| Sonstiges | Sonstige Töchter | 2,2 | 2,3 | 0,2 % | 4,5 % | |
| Summe Sonstige/Dienstleistungen | 42,6 | 39,3 | 2,7 % | -7,7 % | ||
| abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen |
-113,9 | -94,3 | -6,3 % | |||
| Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) | 1.435,8 | 1.506,2 | 100,0 % | 4,9 % | • | |
| davon: Inland | 378,6 | 412,1 | 27,4 % | 8,8 % | ||
| Ausland | 1.057,2 | 1.094,1 | 72,6 % | 3,5 % |
Hinweise zur Tabelle:
Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen
Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung:
-- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend;
Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet
Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt.
III. ENTWICKLUNG IN DEN GESCHÄFTSSEGMENTEN
SEGMENT BAU
Kennzahlen Bau
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 655.165 | 742.662 | 13,4 % |
| Umsatzerlöse | 579.069 | 659.063 | 13,8 % |
| Auftragseingang | 702.938 | 728.276 | 3,6 % |
| Auftragsbestand | 513.087 | 498.701 | -2,8 % |
| EBIT | 22.025 | 22.816 | 3,6 % |
| Periodenergebnis | 8.586 | 5.472 | -36,3 % |
| Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) | 5.454 | 5.531 | 1,4 % |
Das Segment Bau konnte im Geschäftsjahr 2013 die Gesamtkonzernleistung um 13,4 % von 655,2 Mio. EUR auf 742,7 Mio. EUR erneut deutlich steigern. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich mit 22,8 Mio. EUR leicht gegenüber dem Niveau des Vorjahrs von 22,0 Mio. EUR. Das Periodenergebnis ging von 8,6 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR zurück. Im Vorjahr hatte der Verkauf eines Immobilienprojekts einer Beteiligungsfirma, das sich im Ergebnis aus at-Equitybewerteten Anteilen niederschlug, das Periodenergebnis sehr positiv beeinflusst.
Das Jahr 2013 war geprägt von den Großprojekten in Russland, Saudi-Arabien, Hongkong und den USA. Diese trugen wesentlich zur Leistungssteigerung bei. Jedoch führten Verzögerungen bei allen Projekten im ersten Halbjahr dazu, dass das geplante Periodenergebnis nicht erreicht werden konnte. Auch Witterungseinflüsse im ersten Quartal sowie einige schwache Märkte und politische Einflüsse in manchen Regionen belasteten das Ergebnis zusätzlich.
Deutschland
Wie bereits im Vorjahr entwickelte sich unser Geschäft am deutschen Baumarkt besser als erwartet. Die Leistung lag gut über Plan. Allerdings waren die beauftragten Arbeiten regional sehr unterschiedlich verteilt. Die Region Süd hatte eine sehr gute Auslastung, während die Regionen Nordost und West unter Plan lagen. In Summe konnte das geplante Ergebnis erreicht und die geplante Leistung gut überschritten werden.
Besonders erfreulich war, dass wieder vermehrt größere Projekte vergeben und erfolgreich abgearbeitet wurden, so beispielsweise in Mannheim, München und an der Schleuse Zerben. Der Auftragsbestand liegt zum Jahresende auf hohem Niveau. Wesentlich dazu beigetragen hat im Juni 2013 die Beauftragung der Spezialtiefbauarbeiten der Bahnumfahrungsstrecke zwischen Hanau und Nantenbach im Wert von rund 46 Mio. EUR. Die Arbeiten haben bereits zum Jahresende 2013 begonnen.
Der Inlandsbereich des Spezialtiefbaus plant im Jahr 2014 mit einer etwas höheren Leistung und einem verbesserten Ergebnis.
Die vorwiegend in Deutschland tätige SCHACHTBAU NORD-HAUSEN GmbH erbringt Leistungen in allen drei Geschäftssegmenten des Konzerns. Insgesamt konnte das Unternehmen mit seinen Töchtern die Leistung gegenüber Vorjahr steigern, das Ergebnis jedoch lag unter Plan. Für 2014 wird eine Verbesserung erwartet. Da das Unternehmen in allen drei Segmenten tätig ist, werden die Auswirkungen der einzelnen Bereiche im jeweiligen Segmentbericht beschrieben. Der Baubereich hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht rückläufig entwickelt. Die Umwelttechnik, die vor allem im Biogas- und Kläranlagenbau tätig ist, wird ebenfalls dem Segment Bau zugeordnet. In einem schwierigen Marktumfeld gingen hier Leistung und Ergebnis deutlich zurück.
Die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH konnte im Berichtsjahr ihre Leistung steigern, wobei das Ergebnis unter Plan lag. Zukünftig wird das Unternehmen organisatorisch der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH zugeordnet. Dies bietet in einzelnen Geschäftsfeldern, wie bei der Sanierung und Rekonstruktion, die Möglichkeit, Synergien bei der
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Bau
in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)
Gesamt 718
Projektbearbeitung zu nutzen. Die Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH, die City-Immobilien wie Bürogebäude oder Parkgaragen entwickelt und realisiert, konnte im Berichtsjahr kein großes Projekt veräußern, so dass das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahr lag. Die deutlich höhere Leistung ist auf neue, halbfertige Großprojekte in München zurückzuführen.
Europa
In den europäischen Baumärkten herrscht weiterhin eine sehr unterschiedliche regionale Entwicklung. In Osteuropa konnte die Leistung in Ungarn zwar gesteigert werden, jedoch waren Bulgarien, Georgien und Rumänien zum Teil stark rückläufig. Die Ergebnisse waren insgesamt unbefriedigend. Eine schnelle Verbesserung ist nicht zu erwarten. Russland hingegen war vor allem durch die erfolgreiche Ausführung des Projekts Lakhta Tower in St. Petersburg sehr erfreulich. Die Gründungsarbeiten für das zukünftig höchste Gebäude Europas wurden erfolgreich abgeschlossen und lieferten einen guten Ergebnisbeitrag. Derzeit erstellen wir die Gründungspfähle für weitere Gebäude des Gesamtkomplexes. Durch dieses Prestigeprojekt bestehen gute Auftragschancen für die Zukunft.
Die Situation in den Märkten Westeuropas war weiter positiv. Die Tochter in den Niederlanden konnte die Leistung leicht steigern. In der Schweiz lag die Leistung zwar etwas unter Plan, das Ergebnis lag aber knapp über Vorjahr. Die hohen Auftragsbestände geben hier gute Aussichten für das Jahr 2014. In England führten die Arbeiten an der Londoner U-Bahn und weitere Aufträge zu einer Leistungssteigerung. Die Märkte Südeuropas sind dagegen weiterhin schwach. Die Tochter in Österreich konnte Leistung und Ergebnis kaum verbessern.
Nahost & Zentralasien
Die Märkte im Nahen Osten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem durch politische Einflüsse, wie beispielsweise in Ägypten und Syrien, geprägt. Die Investitionstätigkeit in der Region war davon negativ beeinflusst. Im Libanon und den Vereinigten Arabischen Emiraten konnte die Leistung gesteigert werden, das Ergebnis war jedoch rückläufig. In Dubai beginnt der Baumarkt sich wieder leicht zu beleben. In Katar wurden Bauprojekte aufgrund der Diskussionen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 und durch die Lage in Syrien weiter verschoben. Unsere Tochterfirma fiel daher bei Leistung und Ergebnis deutlich zurück.
Unsere Arbeiten in der Region waren geprägt von der Ausführung der Gründungsarbeiten für das künftig höchste Gebäude der Welt in Saudi-Arabien, dem Kingdom Tower. Nach anfänglichen Verzögerungen konnte das Projekt Ende 2013 sehr erfolgreich und mit gutem Ergebnis abgeschlossen werden. Wir erwarten für die Region eine Verbesserung der Situation im Jahr 2014.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Die Märkte im Fernen Osten haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre sehr gute Entwicklung fortgesetzt. In Malaysia konnten erneut zahlreiche Projekte gewonnen und erfolgreich ausgeführt werden. Die Leistung lag deutlich über Plan. Der Auftragsbestand ist hier weiterhin sehr gut. Auch die Tochterfirma in Hongkong erzielte eine Leistung auf Plan mit gutem Ergebnisbeitrag. Im Mittelpunkt standen hier die Gründungsarbeiten für einen Teilabschnitt der HongkongZhuhai-Macau-Brücke, die uns auch im laufenden Geschäftsjahr noch beschäftigen werden.
Auch in Indonesien und Thailand konnten wir Leistung und Ergebnis sehr gut steigern, ebenso unsere Tochterfirma auf den Philippinen. In Bhutan konnte erneut ein Auftrag für Schlitzwandarbeiten an einem Damm gewonnen werden, nachdem ein erstes Projekt im Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen wurde. In Australien ist die Leistung im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, das Ergebnis ist dabei relativ stabil geblieben.
Für das laufende Jahr 2014 erwarten wir für die Region eine insgesamt positive Weiterentwicklung. Der Auftragsbestand ist auf hohem Niveau und es bestehen stetig Chancen auf neue Bauobjekte.
Amerika
Unsere Tochterfirma in den USA war 2013 vor allem mit dem Großprojekt Center Hill Damm beschäftigt, es gab nur wenige weitere Aufträge. Die Leistung lag zwar deutlich über Plan, jedoch entwickelte sich das Ergebnis durch längere Verzögerungen auf der Baustelle unbefriedigend, so dass für das Jahr 2013 hier ein deutlicher Verlust ausgewiesen werden musste. Das Projekt wird noch bis 2015 andauern. Da die Arbeiten nun sehr gut laufen, wird sich dies auf das Gesamtgeschäft positiv auswirken. In Kanada war die Entwicklung erneut sehr positiv. Die Leistung lag etwas unter Vorjahr, aber das Ergebnis konnte gesteigert werden.
Die Märkte in Südamerika waren dagegen eher schwach. In Panama lagen sowohl Leistung als auch Ergebnis unter unseren Erwartungen. Die Auslastung hat sich zum Jahresende gebessert. In den weiteren Märkten wie Kolumbien, Costa Rica oder der Dominikanischen Republik waren kaum Projekte vorhanden. Die Aktivitäten werden hier zukünftig weitgehend eingestellt und die Kapazitäten auf Panama als Fokusmarkt gebündelt.
Wir gehen davon aus, dass sich sowohl in Nord- als auch in Südamerika Leistung und Ergebnis im Jahr 2014 verbessern werden.
Afrika
Die Entwicklung unserer Beteiligung in Ägypten war 2013 mehr als erfreulich. In diesem schwierigen Umfeld ist es gelungen, das Geschäftsjahr mit einer Leistung deutlich über Vorjahr und einem guten positiven Ergebnis abzuschließen. Die Aussichten sind durch zusätzliche Aufträge weiterhin gut. Die weiteren Märkte waren dagegen rückläufig. In Angola werden wir unsere Aktivitäten dem Markt entsprechend reduzieren und in Algerien werden wir die lokale Tochterfirma schließen.
Großprojekte
Im Jahr 2012 ist es uns gelungen mehrere Großprojekte in allen Teilen der Welt zu akquirieren, die wir 2013 bearbeitet haben und zum Teil auch noch 2014 weiterführen werden. Auch zukünftig sehen wir weitere Chancen, interessante Großprojekte in der Welt zu erhalten. Leider sind derartige Projekte oftmals mit politischen Hürden versehen, so dass eine Gleichmäßigkeit bei den Auftragseingängen nicht möglich ist.
Ausblick
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Segment Bau seine Leistung gut steigern. Das Periodenergebnis konnte sich aufgrund der beschriebenen Einflüsse nicht verbessern. Nach den anfänglichen Verzögerungen sehen wir die Großprojekte in den USA und Hongkong nun auf einem guten Weg. Aus einigen schwachen Märkten, wo keine Verbesserung zu erwarten ist, werden wir uns zurückziehen und dagegen die Kapazitäten auf Fokusmärkte bündeln, um die dort vorhandenen Chancen nutzen zu können. Auch wenn es nach wie vor zahlreiche Störungen in einigen Regionen gibt, gehen wir durch unsere weltweite Präsenz von einer weiterhin positiven Entwicklung unseres Baugeschäfts aus.
Obwohl einige der Großprojekte abgearbeitet sind, lag der Auftragsbestand zum Jahreswechsel nur etwas niedriger als zum Ende des Jahres 2012. So erwarten wir für das Jahr 2014 aufgrund des weltweit guten und sehr gleichmäßig verteilten Auftragsbestands insgesamt eine leichte Erhöhung bei der Leistung und eine gute Steigerung des Ergebnisses.
SEGMENT MASCHINEN
Kennzahlen Maschinen
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 589.093 | 628.612 | 6,7 % |
| Umsatzerlöse | 520.576 | 561.615 | 7,9 % |
| Auftragseingang | 585.966 | 632.053 | 7,9 % |
| Auftragsbestand | 113.084 | 116.525 | 3,0 % |
| EBIT | 33.977 | 32.223 | -5,2 % |
| Periodenergebnis | 8.897 | 5.055 | -43,2 % |
| Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) | 2.952 | 2.998 | 1,6 % |
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Segment Maschinen die Gesamtkonzernleistung um 6,7 % von 589,1 Mio. EUR auf 628,6 Mio. EUR gut steigern. Die Umsatzerlöse wuchsen entsprechend um 7,9 % von 520,6 Mio. EUR auf 561,6 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ging dabei um 5,2 % von 34,0 Mio. EUR auf 32,2 Mio. EUR etwas zurück. Das Periodenergebnis verringerte sich von 8,9 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR.
Obwohl im Jahr 2013 insgesamt wieder mehr Geräte verkauft werden konnten, was sich im Anstieg der Umsatzerlöse zeigt, blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Dies ist vor allem auf den stärkeren Wettbewerb, insbesondere aus China, zurückzuführen. Einige schwache Märkte, allen voran Indien, China und Südamerika, sowie negative Ergebnisse einzelner Tochterfirmen und die Fixkostenbelastung durch die noch nicht ausreichende Auslastung mancher Werke trugen ebenso zu dem unbefriedigenden Ergebnis bei.
Deutschland & Europa
Die Verkäufe in Deutschland konnten gegenüber Vorjahr gut gesteigert werden und lagen über den Erwartungen. Auch das Mietgeschäft und der Verkauf von Bohrzubehör zeigten sich verbessert. Die insgesamt positive Entwicklung des deutschen Baumarkts war hierbei ausschlaggebend. Die Werke am Stammsitz in Schrobenhausen hatten im Jahr 2013 eine bessere Auslastung, da mehr Geräte produziert wurden und auch Sonderaufträge, wie die Produktion von sechs Tiefbohrgeräten der 100 Tonnen-Klasse für einen chinesischen Kunden, abgewickelt wurden.
In den Ländern Westeuropas und Skandinaviens konnten die geplanten Umsätze erreicht und zum Teil übertroffen werden. Auch Italien war für uns entgegen des allgemeinen Eindrucks ein guter Markt. Weiterhin schwach zeigten sich dagegen die Märkte in Spanien und Portugal. In den osteuropäischen Ländern konnte die geplante Leistung nicht erreicht werden. Das Marktumfeld war nach wie vor sehr schwach. In Russland dagegen waren die Verkäufe wieder sehr erfreulich. Auch unsere beiden Produktionsstätten in Russland waren gut ausgelastet.
Nahost & Zentralasien
Die Länder des Mittleren Ostens waren auch im vergangenen Jahr stark von Unruhen und politischen Instabilitäten beeinflusst. Insbesondere die Lage in Syrien hatte großen Einfluss auf die Märkte in der Region. In Katar wurden zahlreiche Projekte, insbesondere für die Verkehrsinfrastruktur, verschoben und zum Teil auch verfahrenstechnisch verändert. In den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigte sich hingegen wieder eine Belebung. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir unsere Verkäufe in der Region insgesamt deutlich verbessern und eine Leistung auf Plan erreichen. Diese liegt jedoch weiterhin spürbar unter dem Niveau der Boomjahre vor 2008.
In der Türkei aber auch in Aserbaidschan hatten wir 2013 gute Absatzerfolge, die über den Erwartungen lagen. In Kasachstan und den anderen Ländern Zentralasiens konnte die geplante Leistung nicht erreicht werden. In Indien war auch das abgelaufene Jahr enttäuschend, da größere Bauvorhaben nicht umgesetzt wurden. Insgesamt leidet der dortige
Die BAUER Maschinen GmbH war im April 2013 wieder auf der Bauma in München vertreten. Auf einer Standfläche von über 2.700 m2 bewunderten täglich bis zu 10.000 Besucher Innovationen und Neuheiten wie die Rescue-Tiefbohranlage RB-T 90 oder das neue Flaggschiff der BG-Serie, das Bohrgerät BG 46. >>>
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Maschinen
in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)
Gesamt 591
Baumarkt stark unter negativen Störungen bei Planung und Vergabe – mit der Folge, dass der Absatzmarkt für Maschinen annähernd stagniert. Wir haben bei kleinem Umsatz unseren Marktanteil verbessert.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Die Märkte im Fernen Osten zeigten sich insgesamt sehr positiv. In Malaysia, Singapur, Indonesien, Hongkong oder auf den Philippinen wurden zahlreiche Infrastrukturvorhaben realisiert. So entwickelten sich auch die Verkäufe in diesen Ländern sehr positiv, wodurch eine gute Leistung mit entsprechendem Ergebnis über Plan erzielt werden konnte. Unser Werk in Malaysia, das 2012 neu eröffnet wurde, konnte vermehrt Aufträge zur Überholung von älteren Bauer-Geräten durchführen. In Singapur haben wir 2013 unser neues Service Center eingeweiht, da der Pachtvertrag für das bisherige Gebäude ausgelaufen war.
Der chinesische Markt gestaltete sich weiterhin sehr schwierig. Der Baumarkt ist nach wie vor auf vergleichsweise niedrigem Niveau, so dass im Markt Überkapazitäten an
Geräten vorhanden sind. Unsere Produktionsstätten in China konnten aber durch die anderen starken Märkte in Asien, in die wir die Geräte exportierten, ihre Leistung erhöhen. Der Umzug in das neue Werk in Tianjin, dessen Neubau durch das Auslaufen des Pachtvertrags für das alte Gelände nötig geworden war, konnte im Oktober mit der Eröffnung abgeschlossen werden. Das neue Werk bietet eine hervorragende Ausgangssituation für die zukünftige Entwicklung.
Der Markt in Japan zeigte sich durch die neuere politische Entwicklung wieder verbessert, so dass unsere Leistung auf dem geplanten Niveau lag. Australien hingegen zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eher schwach, was unter anderem auf die geringe Aktivität in den Mining-Bereichen zurückzuführen ist.
Amerika
Die USA waren im letzten Jahr eher ein schwacher Markt. Die geplanten Ziele bei Leistung und Ergebnis konnten nicht erreicht werden. Das Geschäft ist hier wegen der volkswirtschaftlichen Entwicklung, die von den Unternehmen weiter als unsicher empfunden wird, überwiegend von Vermietungen gekennzeichnet. Unser Werk in Houston konnte seine Leistung zwar erhöhen, ist jedoch weiterhin nicht ausreichend ausgelastet.
Auch die Absätze in Südamerika waren eher enttäuschend. Vor allem die politischen Unsicherheiten in Brasilien hatten Einfluss auf den dortigen Markt und wirkten sich auch negativ auf die anderen Länder aus.
Afrika
In den afrikanischen Märkten konnten wir nach einem eher schleppenden Verlauf des Jahres die geplante Leistung durch ein gutes Geschäft zum Jahresende erreichen. Die Produktion in Botswana, wo in unserem Joint Venture Sprenglochbohrgeräte und Brunnenbohranlagen für das südliche Afrika hergestellt werden, war aufgrund des wechselhaften Marktes nach dem Start im Jahr 2012 noch nicht ausreichend ausgelastet.
Parts & Service
Im abgelaufenen Jahr hat sich das Geschäftsfeld Parts & Service wieder sehr gut entwickelt. Parts & Service bietet unseren Kunden eine optimale Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen sowie Wartung und Reparaturen.
Neben klassischen Vertriebswegen können die Produkte auch über einen Online-Shop bestellt werden. Auf diesen kann zudem über das auf Kundenwunsch in unseren Maschinen montierte Tablet zugegriffen werden. Der Bereich lieferte im vergangenen Geschäftsjahr einen guten Leistungs- und positiven Ergebnis beitrag. Dies verdeutlicht, dass unsere Geräte in allen Teilen der Welt gut im Einsatz sind. Parts & Service wird auch zukünftig für uns von großer Wichtigkeit sein.
Tiefbohrtechnik
Für das Geschäftsfeld Tiefbohrtechnik war das Jahr 2013 enttäuschend. Bei den größeren Anlagen konnte kein Verkaufsabschluss erreicht werden. Die erhoffte Auslieferung an einen Kunden in Nigeria konnte aus Finanzierungsgründen noch nicht realisiert werden.
Die TBA 200, ein Gerät der mittleren Größe, wurde am Jahresende 2013 an einen Kunden in Deutschland vermietet, wo sie Anfang 2014 erfolgreich eingesetzt wurde. Erfreulich war die Auslieferung der sechs 100 Tonnen-Anlagen des Typs RB-T 90 nach China. Die Geräte werden zur Rettung von Bergleuten bei Grubenunglücken vorgehalten.
Im Oktober 2013 wurde bei einem Kundentag die neue Großanlage TBA 440 M2 vorgestellt. Bei den technischen Spezifikationen und Neuerungen wurden Anforderungen und Wünsche der Kunden optimal umgesetzt. Das Interesse an der Neuentwicklung war sehr hoch, so dass wir für den Bereich Tiefbohrtechnik für 2014 von einer besseren Entwicklung ausgehen können.
Durch Ausgliederung der Tiefbohraktivitäten in die neugegründete BAUER Deep Drilling GmbH sollen die Weiterentwicklung und der Vertrieb der Anlagen verstärkt werden. Zudem werden große Anstrengungen unternommen, um die Zertifizierung durch das American Petroleum Institute (API) zu erreichen. Dies wird zusätzliche Chancen im Vertrieb eröffnen.
Produkte und Tochterfirmen
Die BAUER Maschinen GmbH produziert in mehreren Werken Drehbohrgeräte (BG-Serie), Seilbagger (MC-Reihe) und Fräsen (BC-Reihe). Die BG-Serie ist die wichtigste und umfangreichste Maschinenreihe und unterteilt sich in zwei Produkttypen: Die Geräte der ValueLine sind optimiert für das Verfahren des Kelly-Bohrens und die PremiumLine-Geräte sind Multifunktionsgeräte für verschiedenste Anwendungen im Spezialtiefbau.
In den Jahren 2012 und 2013 wurden einige Geräte in den beiden Serien neu in die Märkte eingeführt und bestehende Maschinen für neueste Anforderungen überarbeitet. Die Neuausrichtung mit diesen beiden Geräteserien hat sich bewährt und die Maschinen sind im Markt etabliert. Erfreulich ist, dass sich im Jahr 2013 die Produktion und die Verkäufe bei allen Produktgruppen erhöht haben. Die verstärkte Wettbewerbssituation, die immer noch zu geringe Auslastung unserer Produktion und der schwächere Markt für Großgeräte und Fräsen führten jedoch zu einem Rückgang beim Ergebnis.
Bei den Tochterfirmen hatten vor allem die RTG Rammtechnik GmbH mit ihren Ramm- und Mäklergeräten, die SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, die Ankerprodukte für den Spezialtiefbau herstellt, die EURODRILL GmbH, die Bohrantriebe produziert, sowie die PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Spezialist für Brunnenbohrgeräte, ein gutes Geschäftsjahr mit erfreulichem positivem Ergebnis. Weitere Tochterfirmen hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einigen Störungen und verstärktem Wettbewerb umzugehen, so dass zum Teil ein negatives Ergebnis zu verzeichnen war.
Insgesamt musste sich das Segment Maschinen im Jahr 2013 mit einer starken Wettbewerbssituation und einigen schwachen Märkten auseinandersetzen, die deutlichen Einfluss auf das Ergebnis hatten. Erfreulich ist, dass wieder mehr Geräte verkauft werden konnten, was sich in einem verbesserten Umsatz niedergeschlagen hat. Dies führte zu einer besseren Auslastung der Werke, auch wenn diese – im Hinblick auf die Fixkostenbelastung – insgesamt noch nicht ausreichend ist.
Ausblick
Im vergangenen Jahr haben sich die Auftragsbestände im Vergleich zu 2012 wieder auf ein höheres Niveau verbessert, wobei das Geschäft weiterhin sehr stark von Kurzfristigkeit bei Kundenbestellungen geprägt ist. Dies ist für die Planung der Produktion, die aufgrund von Lieferzeiten im Einkauf viele Monate im Voraus stattfinden muss, weiter eine große Herausforderung. Wir sind zuversichtlich, dass wir im laufenden Geschäftsjahr den Vertrieb in allen Bereichen erhöhen können und damit eine bessere Entwicklung bei der Leistung und beim Ergebnis erreichen werden.
SEGMENT RESOURCES
Kennzahlen Resources
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 262.848 | 189.868 | -27,8 % |
| Umsatzerlöse | 244.273 | 182.968 | -25,1 % |
| Auftragseingang | 253.232 | 181.061 | -28,5 % |
| Auftragsbestand | 158.827 | 150.020 | -5,5 % |
| EBIT | 15.196 | -23.576 | n/a |
| Periodenergebnis | 5.664 | -31.444 | n/a |
| Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) | 1.578 | 1.449 | -8,2 % |
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources ging spürbar um 27,8 % von 262,8 Mio. EUR auf 189,9 Mio. EUR zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) war mit -23,6 Mio. EUR deutlich negativ und lag erheblich unter Vorjahr (15,2 Mio. EUR). Das Periodenergebnis verringerte sich entsprechend von 5,7 Mio. EUR auf -31,4 Mio. EUR.
Das Segment Resources hatte im Geschäftsjahr 2013 mit zahlreichen negativen Einflüssen und Problemen zu kämpfen, die sich erheblich auf den Geschäftsverlauf des Konzerns ausgewirkt haben. Der deutliche Verlust zum Jahresende hatte im Wesentlichen folgende Gründe:
- Nach Abschluss des umfangreichen Brunnenbauprojekts des Segments in Jordanien musste aufgrund der komplexen Projektbedingungen, die bei den beteiligten Bauunternehmen zu deutlichen Kostenerhöhungen geführt hatten und auch wegen der schwierigen finanziellen Lage des Landes Jordanien nicht gütlich geregelt werden konnten, eine Reduzierung des ursprünglich erwarteten Ergebnisses um etwa 20 Mio. EUR vorgenommen werden. Diese Veränderung löste zusätzliche Impairment-Verluste aus.
- Zu Beginn des Jahres 2013 hatten wir stark mit der Beauftragung von bis zu zwei Großprojekten gerechnet. Diese konnten nicht erreicht werden, so dass sich im Segment eine Überbelastung mit Fixkosten ergab.
- Zusätzlich waren aufgrund der geringeren Nachfrage unsere Unternehmen, die Brunnenausbaumaterial herstellen, nicht gewinnbringend. Auch für unsere Unternehmen in
den Bereichen Exploration and Mining Services und Umwelt hatten wir insgesamt höhere Erwartungen.
Materials
Im Bereich Materials werden weltweit Produkte zur Erschließung, Förderung und Verteilung von Wasser, Gas und Erdwärme hergestellt und vertrieben.
Die GWE-Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr stark von Verschiebungen bei größeren Overseas-Projekten und von der Investitionszurückhaltung bei den Kunden beeinflusst. Obwohl sich die Märkte in Deutschland und Europa nach einem schwachen ersten Halbjahr stabilisierten und es gelang, durch neue Produkte Marktanteile zu gewinnen, konnten insgesamt die fehlenden Umsätze nicht kompensiert werden. Daher musste die GWE pumpenboese GmbH in Deutschland einen spürbaren Verlust hinnehmen.
Die Tochterfirma in Polen beendete das Geschäftsjahr aufgrund eines schwachen ersten Halbjahres mit einem kleinen Verlust. Die Erwartungen für 2014 sind dagegen positiv. In Ungarn konnte die Tochter die Leistung leicht steigern, lag aber beim Ergebnis etwas unter Plan. Auch hier sollte sich die Situation 2014 verbessern. Die Beteiligung in Chile wurde nach gutem Start in das Jahr 2013 vom Nachfrageeinbruch im Minensektor beeinflusst. Die geplante Leistung wurde erreicht, das Ergebnis lag aber unter den Erwartungen. Hier fielen auch Einmalkosten für Prozessoptimierungen an.
Der Vertrieb in Frankreich konnte in schwierigem Marktumfeld vor allem durch Spezialprodukte eine Leistung über Plan
Die Esau & Hueber GmbH ist im Segment Resources der Spezialist für Brauerei- und Getränketechnologie und für die Life Science-Industrie. In einer Brauerei wurde eine Kurzzeiterhitzungsanlage mit einer Leistung von 30 hl/h zur biologischen Haltbarmachung von Getränken installiert. >>>
Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Resources
in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)
Gesamt 197
erzielen. In Marokko konnten erwartete Projekte noch nicht bearbeitet werden, weshalb die geplante Leistung verfehlt wurde. Die Aussichten sind hier jedoch positiv. In Spanien konnte die Tochter Leistung und Ergebnis nicht wie geplant erreichen. Viele Projekte wurden aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Land immer wieder verschoben.
Der Internetvertrieb von Brunnenausbaumaterialien wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Kosten für Marketing und Weiterentwicklung des Angebots führten dazu, dass die Gewinnzone noch nicht erreicht wurde.
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr für die Materials-Firmen sehr unbefriedigend. Die Leistung lag deutlich unter Plan und Vorjahr und in Summe wurde ein negatives Ergebnis erzielt.
Exploration and Mining Services
Exploration and Mining Services bündelt die Kompetenzen für die Erkundung von Lagerstätten, für die Produktionsbohrungen nach Wasser, Öl, Gas und Geothermie, sowie für unterschiedlichste Erschließungsmaßnahmen für Minentagebaue und Bergwerke.
Das bereits erwähnte Großprojekt Disi-Amman der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien, bei dem Brunnen für die Wasserversorgung der Stadt Amman abgeteuft werden mussten, verlief äußerst problematisch und brachte einen deutlichen Verlust. Dies führte zusätzlich auch zu Impairment-Verlusten. Komplexe Projektbedingungen, umfassende Verzögerungen und erhebliche Mehrleistungen prägten das Ende 2013 technisch einwandfrei abgeschlossene Projekt.
Die FORALITH Holding AG, Spezialist für tiefe und abgelenkte Erkundungsbohrungen mit Sitz in der Schweiz, und die BAUER Foralith GmbH konnten die geplanten Leistungen aufgrund von Projektverzögerungen nicht erreichen.
Die Tochter in Kanada konnte in einem schwierigen Marktumfeld eine Leistung und ein Ergebnis über Plan und Vorjahr erzielen. Hier bestehen zudem Chancen auf größere Projekte. In den Märkten Ghana, Südafrika und Senegal herrschte weiterhin eine schwache Nachfrage nach Bohrleistungen im Miningbereich. Die lokalen Tochterfirmen konnten die geplante Leistung nicht erreichen. Auch in Australien war die Marktlage schwierig. Hier wirkten sich zudem Wechselkurseffekte negativ aus.
Exploration and Mining Services war insgesamt vom weltweiten Rückgang im Bereich Explorationsbohrungen betroffen. Erst gegen Ende des Jahres hat sich die Situation in manchen Märkten wieder positiver entwickelt. In Summe war 2013 daher äußerst schwierig und speziell vom Verlust in Jordanien geprägt.
Im Segment wird auch der Bergbaubereich der SCHACHT-BAU NORDHAUSEN GmbH geführt. Die Leistung lag zwar etwas unter Plan, konnte aber gegenüber Vorjahr nochmals gesteigert werden. Der Bereich brachte wieder einen guten Ergebnisbeitrag für das Segment.
Environment
Environment bietet Komplettlösungen rund um die Sanierung von Altlastenstandorten, die Reinigung und Aufbereitung
von Trinkwasser, Prozess- und Abwasser sowie Abluft. Dazu kommt der Anlagenbau im Bereich der Wasserreinigung, der Trinkwasseraufbereitung, der Reinstmedientechnologie und der Brautechnik.
Die BAUER Umwelt GmbH lag zum Ende des Geschäftsjahres bei der Leistung etwas über Plan auf Vorjahresniveau. Das geplante Ergebnis wurde aber verfehlt. Die Auftragssituation ist zum Jahresende auf stabilem Niveau. Die BAUER Water GmbH konnte die Leistung gegenüber Vorjahr deutlich steigern. Das Ergebnis war jedoch aufgrund von Abwicklungsproblemen bei Projekten negativ.
Die Esau & Hueber GmbH, Spezialist für Brauerei- und Getränketechnologie sowie in der Life Science-Industrie, hat das Geschäftsjahr mit einer Leistung unter Plan und Vorjahr abgeschlossen. Das Ergebnis war aufgrund einiger schwieriger Projekte negativ, da sich die Auftragssituation über lange Zeit unbefriedigend gestaltete.
Die ausländischen Tochterfirmen im Umweltbereich hatten ebenfalls ein schwieriges Geschäftsjahr. In Italien war das Marktumfeld weiterhin sehr schwach. Das Unternehmen konnte die geplante Leistung nicht erreichen und lieferte einen negativen Ergebnisbeitrag. Auch in Spanien ist die Situation stark von den wirtschaftlichen Problemen beeinflusst. Die Kapazitäten wurden dort stark reduziert. In Großbritannien ging die Leistung ebenfalls zurück. In Ungarn brachten nach einem schwachen Jahresverlauf zwei Projekte am Ende eine leichte Leistungssteigerung und ein Ergebnis auf Plan. Die Tochter in Abu Dhabi konnte die geplante Leistung und Ergebnis ebenfalls nicht erreichen.
Die BAUER Nimr LLC im Oman betreibt nach Fertigstellung der Phase II, der Erweiterung auf eine Reinigungsleistung von 95.000 m3 pro Tag, die großräumige Pflanzenkläranlage zur Reinigung von belastetem Wasser aus der Erdölgewinnung. Die Schilfkläranlage ist sowohl in ihrer Größe wie auch in ihrer technischen Ausrichtung weltweit einmalig. Eine kleine
Erweiterung der Anlage wurde im Berichtsjahr beauftragt und Anfang 2014 fertiggestellt. Der erwartete Auftrag für einen erneuten umfangreicheren Ausbau der bestehenden Anlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht realisiert. Das Ergebnis war dennoch sehr zufriedenstellend. In der Summe lagen Leistung und Ergebnis aber unter den Erwartungen.
Reorganisation
Das Segment Resources sah sich im Geschäftsjahr 2013 zahlreichen Problemen, schwierigen Marktsituationen und Einmaleffekten gegenüber, die sich spürbar auf das Ergebnis des Gesamtkonzerns ausgewirkt haben.
Diese Entwicklung eröffnet aber auch die Chance sich für die Zukunft grundlegend neu aufzustellen. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein umfassendes Kostensparprogramm begonnen. Die Aufwendungen dafür schlugen sich bereits zum Teil im Ergebnis nieder. Das Segment wird sich zukünftig von seiner Aufstellung in drei Themenbereiche lösen und viel stärker als Komplettanbieter auftreten. Die bisherige Aufgliederung in die drei Bereiche Materials, Exploration and Mining Services und Environment ist seit Beginn des Jahres 2014 von einer Regionalstruktur abgelöst. Im Mittelpunkt stehen dabei im Wesentlichen die Märkte in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Dies bietet die Chance alle Dienstleistungen und Produkte in den einzelnen Tochterfirmen direkt vor Ort anzubieten. Unterstützt wird diese regionale Vertriebsaufstellung von Kompetenzzentren, die beratend und begleitend bei Projekten unterstützen und das Know-how der bisherigen Bereiche bündeln.
Im Zuge dieser Neuausrichtung wurden und werden einzelne Gesellschaften zusammengelegt, Standorte zum Teil geschlossen und die Kostenstrukturen an vielen Stellen verbessert. Dadurch wird für das Segment Resources eine deutliche Verbesserung der Situation für 2014 erwartet. Die Auftragslage zum Ende des Geschäftsjahres 2013 bietet dafür eine gute Basis.
SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG
In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die ihren Konzerntöchtern unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.
Das Segment Sonstiges weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 4,4 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Periodenergebnis von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 13,7 Mio. EUR) beinhaltet mit 1,4 Mio. EUR im Wesentlichen das Periodenergebnis der BAUER AG unter Herausrechnung der genannten Ausschüttungen. Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.
Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Das negative operative Ergebnis (EBIT) von -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: -11,3 Mio. EUR) entspricht nahezu vollständig den 4,4 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG. Das Periodenergebnis betrug -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: -11,1 Mio. EUR).
Das Viadukt Angelroda in Thüringen ist eine offene Stahlfachwerkkonstruktion und ein historisches Eisenbahnbauwerk. Bei der Sanierung der jeweils 80 t schweren Fachwerküberbauten hatten die Stahlbauer der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH viele Details bei Verschraubungen in Handarbeit auszuführen. >>>
Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER Gruppe
Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt
| in Mio. EUR | 2012 ** (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| BAUER Spezialtiefbau GmbH - Gruppe | ||
| BAUER Spezialtiefbau GmbH Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BST) | 187,6 | 187,4 |
| Wöhr + Bauer GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland (33 %-Anteil) - (Teilkonzernabschluss) | 16,5 | 17,5 |
| BAUER FOUNDATION CORP., Odessa Vereinigte Staaten von Amerika | 47,4 | 48,9 |
| BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | 21,8 | 19,1 |
| BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama | 13,6 | 11,9 |
| BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | 4,4 | 4,8 |
| BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | 1,5 | 0,4 |
| BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | 27,1 | 43,2 |
| BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden, Schweiz | 14,5 | 15,2 |
| TERRABAUER, S.L., Madrid, Spanien (30%-Anteil) | 1,9 | 1,0 |
| BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | 3,4 | 6,0 |
| BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien | 2,2 | 1,9 |
| BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | 2,9 | 1,8 |
| BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 14,3 | 15,0 |
| OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation | 10,5 | 36,7 |
| BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | 13,2 | 20,8 |
| BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALIST S.a.r.l., Beirut, Libanon | 10,6 | 11,3 |
| BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia | 5,1 | 3,0 |
| BAUER International F.Z.E., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 27,9 | 35,5 |
| BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | 18,3 | 8,0 |
| Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | 3,4 | 25,3 |
| BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Ptaling Jaya, Malaysia - (Teilkonzernabschluss) | 94,7 | 95,4 |
| BAUER Foundation Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | 21,8 | 13,8 |
| BAUER Hong Kong Limited., Hong Kong, Volksrepublik China | 56,0 | 41,6 |
| BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | 1,5 | 3,1 |
| BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | 11,7 | 15,9 |
| P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | 18,8 | 26,0 |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | 9,8 | 17,6 |
| Sonstige Beteiligungen der BST | 28,3 | 24,2 |
| ARGEN Inland - (nur BST-Anteil) | 3,6 | 6,4 |
| Interne Konzernumsätze | -97,1 | -84,3 |
| Summe BST - Gruppe SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - Gruppe |
597,2 | 674,4 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland (SBN) | 92,1 | 102,7 |
| Beteiligungen der SBN | 28,5 | 30,1 |
| ARGEN SCHACHTBAU NORDHAUSEN - (nur SBN-Anteil) | 3,1 | 1,7 |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 15,5 | 17,2 |
| ARGEN SPESA - (nur SPESA-Anteil) | 5,4 | 5,1 |
| Interne Konzernumsätze | -50,0 | -61,1 |
| Summe SBN - Gruppe | 94,6 | 95,7 |
* In der Darstellung der Segmentberichtserstattung im Anhang ist die BAUER Umwelt GmbH aufgrund der Geschäftstätigkeit dem Segment Resources zugeordnet; der rechtliche Übergang der Anteile ist bis zum Stichtag nicht erfolgt.
** Im Vergleich zur Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen ist in der Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen die Summe der einzelnen Gruppen nach Konsolidierung dargestellt.
Fortsetzung: Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER Gruppe
Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt
| BAUER Maschinen GmbH - Gruppe BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BMA) 354,7 391,7 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland 9,3 13,1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland 34,2 39,9 MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Bundesrepublik Deutschland 13,8 12,3 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland 7,8 7,4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland 18,5 27,9 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 25,4 28,4 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 17,7 18,5 BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana 2,4 2,6 TracMec Srl, Mordano, Italien 8,7 12,1 BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien 7,1 8,3 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED Rotherham, Großbritannien 5,6 7,9 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 5,7 5,5 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur - (Teilkonzernabschluss) 101,6 120,9 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan 5,3 7,9 BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 19,2 22,9 BAUER-Pileco Inc., Houston, Vereinigte Staaten von Amerika 86,9 68,9 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation 6,2 7,8 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation 12,2 15,5 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Förderation 4,1 2,9 Sonstige Beteiligungen der BMA 21,1 22,6 Interne Konzernumsätze -191,7 -229,2 Summe BMA - Gruppe 575,8 615,8 BAUER Resources GmbH - Gruppe BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BRE) 8,6 9,6 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland 64,9 51,0 GWE Prakla Services GmbH, Peine-Stederdorf, Bundesrepublik Deutschland 2,9 2,2 GWE POL-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen 2,6 2,9 GWE Tubomin S.A., City of Santiago, Chile 2,9 3,5 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 5,1 5,9 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz 6,1 3,1 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien - (Teilkonzernabschluss) 53,8 20,7 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Johannesburg, Südafrika - (Teilkonzernabschluss) 7,6 4,2 BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana 2,7 1,4 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada - (Teilkonzernabschluss) 2,7 3,1 BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland * 38,2 42,9 BAUER Water GmbH, Dunningen, Bundesrepublik Deutschland 7,9 13,5 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 13,0 11,5 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien 3,4 1,4 BAUER Nimr LLC, Maskat-Al Mina, Sultanat Oman 37,0 11,8 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 4,3 3,3 Sonstige Beteiligungen der BRE 9,9 11,2 Interne Konzernumsätze -34,1 -27,9 Summe BRE - Gruppe 239,5 175,3 BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland (BAG) 40,4 37,0 Sonstige Beteiligung der BAG 2,2 2,3 Interne Konzernumsätze -113,9 -94,3 SUMME KONZERN 1.435,8 1.506,2 |
in Mio. EUR | 2012 ** (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|---|
Die Alte Zimmerei in Esslingen am Neckar wird zu einem Restaurant umgebaut. Hierfür wurde von der BAUER Spezialtiefbau GmbH mithilfe einer BG 15 eine wasserdichte Baugrube innerhalb und außerhalb des alten Gebäudes hergestellt. >>>
IV. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Auftragsbestand / Auftragseingang nach Segment
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 | Reichweite Bestand bezogen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestand | Eingang | Bestand | Eingang | auf Gesamtkonzern - leistung 2013 in Monaten |
||
| Bau | 513.087 | 702.938 | 498.701 | 728.276 | 8,1 | |
| Maschinen | 113.084 | 585.966 | 116.525 | 632.053 | 2,2 | |
| Resources | 158.827 | 253.232 | 150.020 | 181.061 | 9,5 | |
| interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen |
0 | -71.299 | 0 | -54.915 | --- | |
| Summe | 784.998 | 1.470.837 | 765.246 | 1.486.475 | 6,1 |
AUFTRAGSENTWICKLUNG
Die BAUER Gruppe hatte Ende 2013 einen Auftragsbestand in Höhe von 765,2 Mio. EUR, der damit um 2,5 % unter dem Niveau des Vorjahres von 785,0 Mio. EUR lag. Trotz des leichten Rückgangs liegt der Auftragsbestand insgesamt auf gutem Niveau.
Im Segment Bau standen im vergangenen Jahr einige sehr große Aufträge in den Büchern, die bereits zum großen Teil abgearbeitet wurden. Im Jahr 2013 waren zwar weniger Aufträge dieser Größenordnung am Markt, aber in allen Regionen der Welt konnten viele kleinere und mittlere Aufträge gewonnen werden, so dass der Auftragsbestand im Vergleich zum Jahresende 2012 annähernd stabil geblieben ist. Auch die gleichmäßige regionale Verteilung in der Welt ist sehr positiv. Insgesamt ist der Auftragsbestand eine gute Grundlage, um die Ziele für das Jahr 2014 erreichen zu können.
Im Inland konnte im Spezialtiefbau mit dem Projekt an der Bahnumfahrungsstrecke zwischen Hanau und Nantenbach im Wert von rund 46 Mio. EUR ein Großauftrag hereingenommen werden. Auch viele kleinere Aufträge geben uns eine gute Basis, so dass wir in Deutschland einen sehr gleichmäßigen Geschäftsverlauf erwarten. Insgesamt ist hier der Auftragsbestand um 73,0 % auf 94,9 Mio. EUR angewachsen.
Im Ausland hat sich der Auftragsbestand im Spezialtiefbau dagegen um 15,9 % auf 360,2 Mio. EUR aufgrund der Abarbeitung der Großprojekte verringert. Die Gründungen für das höchste Gebäude der Welt, dem Kingdom Tower in Jeddah, Saudi Arabien, und das höchste Gebäude Europas, dem Lakhta Tower in St. Petersburg, Russland, wurden mit
Erfolg abgeschlossen. In St. Petersburg konnte ein Folgeauftrag für weitere Gebäude des Komplexes rund um den Lakhta Tower hereingenommen werden. Die Arbeiten an der Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke und die Schlitzwandarbeiten am Center Hill Damm in den USA werden auch im Jahr 2014 noch voll weitergehen. Ein interessantes Projekt konnte auf Mauritius gewonnen werden. Hier werden wir eine Schlitzwand für ein großes Dammbauwerk herstellen. Erfreulich ist, dass derzeit in allen Regionen der Welt eine gute Nachfrage besteht, so dass wir mit vielen kleinen und mittleren Projekten in nahezu allen Bereichen gut beschäftigt sind. Besonders positiv ist die Situation unserer Tochterfirma in Ägypten, die trotz der schwierigen Lage im Land mit einem guten Auftragsbestand für das laufende Jahr ausgestattet ist, so dass wir von einer Erhöhung der Leistung ausgehen können.
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat in ihrem Bauund Umweltbereich einen Auftragsbestand von 42,9 Mio. EUR, der deutlich über Vorjahr liegt. Mit einigen Anstrengungen wurde dieses Geschäft in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland neu strukturiert. In diesen Bereich haben wir im vergangenen Jahr auch die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH organisatorisch integriert. Wir gehen davon aus, dass wir die bereits erreichten Erfolge weiter ausbauen können.
Im Segment Maschinen liegt der Auftragsbestand mit 116,5 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres von 113,1 Mio. EUR. Die Entwicklung des Auftragsbestands war im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich: In den ersten drei Monaten hatten wir einen außergewöhnlich schwachen Auf-
In Kuala Lumpur führte die lokale Tochterfirma die Schlitzwandarbeiten für die Haltestelle Merdeka der neuen Schnellbahnlinie aus. Für die Herstellung der rund 14.000 m2 großen Schlitzwand kamen ein Bauer MC 64 samt Greifereinheit und ein MC 96 Seilbagger als Trägergerät mit einer BC 40-Fräse zum Einsatz. >>>
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tragseingang. In allen Märkten waren die Bauunternehmen sehr abwartend, wie sich die Geschäfte entwickeln werden. Ab April verbesserte sich die Auftragslage sehr deutlich, so dass im zweiten und dritten Quartal ein zufriedenstellender Bestelleingang verzeichnet werden konnte. Im letzten Quartal des Jahres erhöhten sich die Auftragseingänge nochmals deutlich. Erfreulicherweise konnte der Großteil der beauftragten Geräte noch im Dezember ausgeliefert werden. Dies hatte zur Folge, dass der Auftragsbestand zum Jahresende 2013 wieder auf den Wert von 2012 zurückfiel. Die vielen Anstrengungen unseres Unternehmens zur Verbesserung und Spezialisierung von Produkt und Service kommen bei unseren Kunden gut an, so dass wir für das laufende Jahr zuversichtlich sind, die notwendigen Auftragseingänge erreichen zu können. Das Geschäft ist allerdings weiterhin außerordentlich kurzfristig. Unsere Kunden erwarten die Auslieferung ihrer Geräte innerhalb nur weniger Wochen nach Bestellung. Dies stellt alle Bereiche unseres Maschinengeschäfts vor große Herausforderungen, da wir die Komponenten viele Monate vor Produktion vordisponieren müssen. Dies bringt auch einen erhöhten Vorratsbestand mit sich.
Im Segment Resources ging der Auftragsbestand um 5,5 % von 158,8 Mio. EUR auf 150,0 Mio. EUR leicht zurück. Der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat mit 45,5 Mio. EUR daran einen bedeutenden Anteil. In Kasachstan, aber auch in Deutschland, haben wir hier interessante Projekte, die uns noch über Jahre gut beschäftigen können.
In der BAUER Resources Gruppe selbst ist der Auftragsbestand auf 104,5 Mio. EUR (Vorjahr: 110,9 Mio. EUR) leicht zurückgegangen. Speziell im Bereich der Umwelttechnik haben wir einen sehr guten Auftragsbestand. Unser Großprojekt, der Betrieb der Pflanzenkläranlage im Oman, wird uns noch über Jahre gut beschäftigen. Auch in Deutschland sind wir hier gut ausgelastet. Das Geschäft für Brunnenausbaumaterialien ist dagegen sehr kurzfristig, so dass es nie große Auftragsbestände gibt. Hier erwarten wir einen gleichmäßigen Verlauf. Unerfreulich ist das Explorations- und Mininggeschäft für Kunden in den unterschiedlichsten Ländern der Welt. Die Minenbetreiber haben erneut mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, wodurch nur sehr wenige Aufträge vergeben werden. Dieses Geschäft hat aber insgesamt nur einen sehr geringen Anteil an unserer Gesamtleistung. Für das Segment gibt es weltweit immer wieder größere Projekte, um die wir
uns bemühen. Wir sind deshalb weiterhin davon überzeugt, dass gerade dieses Geschäft uns in der Zukunft interessante Möglichkeiten bieten wird.
Für den Gesamtkonzern entsprechen die Auftragsbestände unserer Prognose für ein Wachstum im laufenden Jahr.
KONZERNERTRAGSLAGE
Die Ertragslage des Konzerns war im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich schlechter. Aufgrund von größeren Verlusten speziell bei unserem Großprojekt in Jordanien musste insgesamt ein deutlich negatives Ergebnis ausgewiesen werden. Das Periodenergebnis reduzierte sich von 25,8 Mio. EUR auf -19,4 Mio. EUR.
Grundsätzlich hat sich aber die Fähigkeit des Konzerns, Erträge zu erwirtschaften, im Jahr 2013 nicht verschlechtert. Das negative Ergebnis wurde durch ein Zusammentreffen von Einzelproblemen und -themen verursacht: Maßgeblich hierfür war zum einen das bereits beschriebene Projekt in Jordanien im Segment Resources sowie die dadurch entstandenen Impairment-Verluste. Darüber hinaus sind insbesondere durch die Anlaufschwierigkeiten beim Bauprojekt Center Hill Damm in den USA weitere Verluste entstanden.
Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich um 55,4 % von 72,0 Mio. EUR auf 32,1 Mio. EUR. Das EBITDA ging von 163,8 Mio. EUR um 23,1 % auf 126,0 Mio. EUR zurück und erreichte einen Wert von 8,7 % (Vorjahr: 11,9 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung.
Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis von Gewinn vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 8,4 % auf -1,3 %. Nach Steuern betrug die Eigenkapitalrendite -4,2 % (Vorjahr: 5,6 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,9 % auf -1,3 %. Wir gehen davon aus, die Renditewerte in den kommenden Jahren wieder gut positiv gestalten zu können.
Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich im Berichtsjahr in den einzelnen Positionen deutlich verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge der beschriebenen Sonderverluste.
Die GuV des Vorjahres wurde um folgende Sachver halte angepasst: Zum einen wurden Umgliederungen bei den Positionen sonstige Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen vorgenommen. Diese betreffen die Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen, die nun nicht mehr als Erlöse ausgewiesen, sondern von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgesetzt werden, was im Ergebnis zu einer Reduzierung der konsolidierten Leistung um 9,8 Mio. EUR führte. Zum anderen erhöhte sich durch die Auswirkungen von IAS 19 R das Periodenergebnis um 0,4 Mio. EUR.
Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert:
Die konsolidierte Leistung ist mit 1.449,5 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.376,1 Mio. EUR) um 5,3 % angewachsen.
Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.344,4 Mio. EUR) um 4,4 % auf 1.404,2 Mio. EUR etwas weniger als die Leistung angewachsen. Wesentlicher Grund für den geringeren Anstieg war, dass die Bestandsveränderungen mit -4,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr von -22,4 Mio. EUR kaum mehr negativ waren.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich um 20,8 % von 24,2 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR.
Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 29,8 Mio. EUR auf 30,6 Mio. EUR kaum gestiegen. Wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich in der Summe auf 11,5 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR gegenüber Vorjahr verringerten. Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entspresehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus der praktischen Handlungsweise, aufgrund derer Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenüber gestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 21,2 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsverlust in Höhe von 9,7 Mio. EUR verkraften mussten. Die erheblichen Währungsschwankungen gegen Ende des Jahres speziell in Ländern mit "weicheren" Währungen waren die wesentliche Ursache für dieses nicht erfreuliche Ergebnis. Die weiteren wesentlichen Posten der sonstigen Erträge sind Erträge aus Versicherungsentschädigung (3,0 Mio. EUR) und Buchgewin-
chenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre
Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 10,1 % auf 755,9 Mio. EUR deutlich mehr als die konsolidierte Leistung erhöht. Dies ist teilweise Folge der erlittenen Verluste und der geringeren Margen im Maschinengeschäft. Im Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich.
ne aus Anlagenabgang (4,4 Mio. EUR).
Der Personalaufwand hat sich mit einer Steigerung von 5,5 % auf 342,8 Mio. EUR annähernd wie die konsolidierte Leistung entwickelt. Der etwas höhere Anstieg ist ebenfalls durch die schwächeren Margen im Maschinengeschäft zu erklären.
Der Anstieg der Abschreibungen auf das Anlagevermögen um 4,3 % auf 79,7 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf
Entwicklung Gesamtkonzernleistung nach Quartalen
| in Mio. EUR | Q1 2013 | Q2 2013 | Q3 2013 | Q4 2013 | Gesamtjahr 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| BAUER Gruppe | 331,233 | 393,292 | 384,996 | 396,706 | 1.506,227 |
| Bau | 153,609 | 193,685 | 182,425 | 212,943 | 742,662 |
| Maschinen | 152,624 | 158,207 | 162,747 | 155,034 | 628,612 |
| Resources | 39,158 | 54,987 | 52,709 | 43,014 | 189,868 |
| Sonstiges/Konsolidierung | -14,158 | -13,587 | -12,885 | -14,285 | -54,915 |
Impairment-Anpassungen und höhere Abschreibungen auf Entwicklungskosten zurückzuführen.
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr gegenüber dem hohen Wert des Vorjahres leicht um 7,8 % auf 14,2 Mio. EUR zurückgegangen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 12,2 % auf 224,8 Mio. EUR deutlich stärker als die konsolidierte Leistung angestiegen. Auch hier spiegeln sich die Problemfälle des Berichtsjahres wieder. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste enthalten.
Die Finanzerträge sind von 6,0 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR um 29,4 % angestiegen. Die wesentliche Veränderung ist auf Gewinne aus Marktwertveränderungen von Derivaten zurückzuführen, die durch Zinssicherungsgeschäfte entstehen. Die Finanzaufwendungen sind von 44,7 Mio. EUR um 2,0 % auf 45,5 Mio. EUR angestiegen.
Das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen liegt mit -0,2 Mio. EUR um 5,8 Mio. EUR unter Vorjahr. 2012 hatten wir hier einen Sonderertrag durch den Verkauf eines Immobilienentwicklungsprojekts in Deutschland. Der negative Ergebnisbeitrag entstand im Wesentlichen durch unsere Beteiligung in Spanien, die einen Verlust auswies.
Der Ertragsteueraufwand betrug 13,5 Mio. EUR und lag um 0,4 Mio. EUR leicht unter Vorjahr. Die negativen Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nahezu keinen steuermindernden Einfluss.
Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war im Berichtsjahr mit -2,5 Mio. EUR negativ. Hier saldierten sich im Wesentlichen die Wirkungen aus dem Verlust in Jordanien mit den Gewinnen im Oman und in Ägypten.
Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug -16,9 Mio. EUR.
KONZERNFINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Bei einer im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % angewachsenen konsolidierten Leistung ist die Bilanzsumme des Konzerns um 3,7 % von 1.529,4 Mio. EUR auf 1.585,2 Mio. EUR angestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 26,5 % speziell wegen dem eingetretenen Verlust und der leicht angestiegenen Bilanzsumme deutlich niedriger als im Vorjahr (30,2 %). Wir wollen die Eigenkapitalquote generell nicht unter 30 % absinken lassen, was wir im Berichtsjahr verfehlt haben. Wir werden in den kommenden Jahren hart daran arbeiten, die Eigenkapitalquote wieder gut über 30 % zu bringen. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet.
Entwicklung EBIT nach Quartalen
| in Mio. EUR | Q1 2013 | Q2 2013 | Q3 2013 | Q4 2013 | Gesamtjahr 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| BAUER Gruppe | 2,339 | 6,089 | 4,927 | 18,726 | 32,081 |
| Bau | 0,325 | 2,947 | 15,225 | 4,319 | 22,816 |
| Maschinen | 3,773 | 1,998 | 7,540 | 18,912 | 32,223 |
| Resources | -2,383 | 0,533 | -17,609 | -4,117 | -23,576 |
| Sonstiges/Konsolidierung | 0,624 | 0,611 | -0,229 | -0,388 | 0,618 |
Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr um 10,1 % erhöht. Daher werden wir in den kommenden Jahren auch hier große Anstrengungen unternehmen, um diese wieder zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert:
Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig, da die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen und Investment Property weitestgehend durch das Eigenkapital abgedeckt sind. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur selten möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten oder eine Leistungsverzeichnisgestaltung so durchzuführen, dass mit hohen Preisen zu Beginn und niedrigen Preisen am Ende des Projekts ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge – wie wir sie zum Großteil bearbeiten – benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her; zudem muss auch noch ein Sicherheitseinbehalt finanziert werden.
Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall
erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette anbieten, was der Markt ebenso fordert, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend. Des Weiteren werden im Working Capital die Maschinen eingerechnet, die an Kunden vermietet, beziehungsweise in Form von Mietkaufverträgen von den Kunden erst nach einer gewissen Mietzeit übernommen werden. Bei einem weltweiten Bestand von inzwischen mehreren Tausend Bauer-Geräten sind an vielen Standorten erhebliche Ersatzteillagerbestände vorzuhalten, um den Service für unsere Kunden sicherstellen zu können.
Dennoch müssen wir feststellen, dass das Working Capital der BAUER Gruppe derzeit in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht zu hoch ist. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Derzeit belasten zusätzlich größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens.
Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Es war immer Politik unserer Bilanzierung, dass wir Im-
Wechselkursentwicklung 2013
| 1 EUR entspricht | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittskurs 2012 |
Q1 2013 | Q2 2013 | Q3 2013 | Q4 2013 | Durchschnittskurs 2013 |
||
| USD | 1,2918 | 1,2841 | 1,3001 | 1,3536 | 1,3767 | 1,3301 | |
| GBP | 0,8113 | 0,8459 | 0,8572 | 0,8358 | 0,8331 | 0,8497 | |
| RUB | 40,0461 | 39,8559 | 42,6660 | 43,8022 | 45,2582 | 42,5912 | |
| CNY | 8,1397 | 7,9786 | 7,9832 | 8,2849 | 8,3314 | 8,1686 |
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pairmentrisiken aus Goodwill-Beständen in der Bilanz so weit wie möglich vermeiden wollten. Ein Goodwill-Vermögen ist in unserer Bilanz nicht vorhanden. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 211,6 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden. Ebenfalls stellen unsere Baumaschinen eine weitere stille Reserve dar.
Die Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. Die Relation Net Debt zu EBITDA liegt mit einem Wert von 5,34 Ende 2013 deutlich über Vorjahr. Bei den beiden weiteren vereinbarten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage größer 2,8 und Eigenkapitalquote größer 25 %, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2013 mit 237,8 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte von 4,75 bzw. 4,0. Durch das negative Ergebnis des Jahres 2013 wurden diese Schwellenwerte überschritten. Etwa 80 % der betroffenen Gläubiger haben uns bereits 2013 bestätigt, dass sie trotz des erwarteten Bruchs des Covenants die Kreditbeziehung mit uns für etwas höhere Finanzierungskosten fortsetzen werden.
Entwicklung Covenants
| 2012 (angepasst) |
2013 | |
|---|---|---|
| Net Debt / EBITDA | 3,73 | 5,34 |
| EBITDA / Net Interest Coverage | 4,19 | 3,33 |
| Eigenkapitalquote in % | 30,2 | 26,5 |
Um die Finanzierung für die kommenden Jahre abzusichern, werden wir mit unseren Banken einen Konsortialkredit vereinbaren. Dies wird unser Unternehmen zwar mit zusätzlichen Zinskosten belasten, ermöglicht es aber in den kommenden Jahren unsere Geschäfte mit einer stabilen Finanzierungsbasis weiterzuentwickeln. Wir gehen davon aus, dass die neue Finanzierungsstruktur im zweiten Quartal abgeschlossen sein wird. In den kommenden Jahren sehen unsere Planungen vor, dass die Grenzen der Covenants wieder eingehalten werden.
In Bezug auf einzelne Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:
Durch die Überarbeitung des Kontenplans und die überarbeitete Kategorisierung gemäß IAS 39 wurde die Transparenz hinsichtlich der finanziellen Vermögenswerte und Schulden verbessert, was entsprechende Anpassungen in den Bilanzen notwendig machte. Die Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen und projektbezogenen Rückstellungen wurden aus den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgebucht. Dadurch erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 1. Januar 2012 um 32,6 Mio. EUR und zum 31. Dezember 2012 um 35,6 Mio. EUR.
Da die bisherige Position Träger, Spundwände von der Größenordnung nicht mehr wesentlich ist, wurde sie mit der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zusammengefasst.
Aufgrund der Erstanwendung von IAS 19 R (Pensionsrückstellungen) hat sich im Eigenkapital und bei den latenten Steuern eine wesentliche Veränderung ergeben. Die Umstellung führte auch zu einer Anpassung der Vorjahreszahlen. Zum 1. Januar 2012 erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 13,1 Mio. EUR und zum 31. Dezember 2012 um 28,5 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2012 betrugen die Pensionsrückstellungen nun 80,4 Mio. EUR (vorher: 51,9 Mio. EUR).
Die Gegenpositionen zur Erhöhung der Pensionsrückstellungen betrafen mit +3,6 Mio. EUR (01. Januar 2012) bzw. +7,9 Mio. EUR (31. Dezember 2012) die aktiven latenten Steuern, mit -9,4 Mio. EUR bzw. -20,3 Mio. EUR das Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG und mit -0,1 Mio. EUR bzw. -0,2 Mio. EUR das auf Minderheitsgesellschafter entfallende Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich durch diesen Vorgang zum 31. Dezember 2012 von 31,8 % auf 30,2 %. Die Bilanzsumme stieg durch die zusätzlichen aktiven latenten Steuern entsprechend um 7,9 Mio. EUR. Die Wirkung dieser Bilanzierungsänderung wird die Gesellschaft dauerhaft begleiten. Unser Ziel ist es, bald wieder eine Eigenkapitalquote von über 30 % zu erreichen. Alle weiteren Ausführungen beziehen sich auf die angepassten Bilanzen.
Langfristige Vermögenswerte 584,6 Mio. EUR (36,9 %) (2012: 600,1 Mio. EUR (39,2 %))
Kurzfristige Vermögenswerte 943,4 Mio. EUR (59,5 %) (2012: 884,1 Mio. EUR (57,8 %))
Liquide Mittel 57,2 Mio. EUR (3,6 %) (2012: 45,2 Mio. EUR (3,0 %))
1.585,2 Mio. EUR
Auf der Aktivseite:
- Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,8 Mio. EUR. Dabei stiegen die aktivierten Entwicklungskosten um 4,3 Mio. EUR, die Konzessionen und gewerblichen Schutzrechte gingen um 1,2 Mio. EUR zurück und die Geschäfts- und Firmenwerte reduzierten sich um 2,2 Mio. EUR.
- Die Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten erhöhten sich um 8,7 Mio. EUR auf 211,6 Mio. EUR. Die wesentliche Veränderung entstand durch den Abschluss des Neubaus unserer Maschinenwerke in Singapur und in Tianjin, China.
- Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau reduzierten sich um 17,7 Mio. EUR. Im Wesentlichen entfallen daraus 9,4 Mio. EUR auf Anlagen im Bau und 9,5 Mio. EUR auf Maschinen und Anlagen für eine Großbaustelle in den USA, die Anfang des Jahres 2013 in Einsatz gingen.
- Die technischen Anlagen und Maschinen erhöhten sich um 3,8 Mio. EUR. Eine Erhöhung brachten vor allem die Erstkonsolidierung einer russischen Bautochter (+6,2 Mio. EUR) und die im Berichtsjahr für eine Großbaustelle in den USA zum Einsatz gebrachten Geräte (+8,8 Mio. EUR). Dagegen stehen im Wesentlichen Anlagenverkäufe und Abschreibungen in Hongkong, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien, die sich auf 13,0 Mio.
EUR summieren. Durch die Veränderung der internationalen Baunachfrage sind für unsere Bauleistungen immer größere Maschinen und Geräte notwendig. Aus diesem Grund werden die kleineren Maschinen zunehmend durch bedeutend größere Geräte ersetzt, was grundsätzlich zu einer Erhöhung des Anlagenbestands führt. Im Geschäftsjahr konnte dennoch eine Verringerung erreicht werden.
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen reduzierten sich um 0,4 Mio. EUR auf 27,3 Mio. EUR.
In Summe konnten die Sachanlagen und Investment Property um 5,8 Mio. EUR auf 459,5 Mio. EUR reduziert werden.
- Die at-Equity bewerteten Anteile reduzierten sich um 3,2 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR. Die wesentliche Veränderung ist auf Ausschüttungen der Wöhr + Bauer GmbH zurückzuführen.
- Die aktiven latenten Steuern haben sich um 1,9 Mio. EUR reduziert.
- Die Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen beinhalten die durch uns finanzierte biologische Wasserreinigungsanlage für die Ölindustrie im Oman, die wir 20 Jahre lang betreiben. Die Anlage wurde zum Teil durch uns und zum Teil durch unseren Kunden finanziert. Der bilanzielle Wert reduziert sich jährlich durch die Bezahlung der Auf-
Eigenkapital
419,4 Mio. EUR (26,5 %) (2012: 462,6 Mio. EUR (30,3 %))
Langfristige Schulden 382,3 Mio. EUR (24,1 %) (2012: 572,3 Mio. EUR (37,4 %))
Kurzfristige Schulden 783,5 Mio. EUR (49,4 %) (2012: 494,5 Mio. EUR (32,3 %))
1.585,2 Mio. EUR
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tragskosten, dem Zinserträge gegenüberstehen. Er betrug 36,8 Mio. EUR.
- Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich um 1,4 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR.
- Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe konnten gegenüber Vorjahr um 7,7 Mio. EUR auf 146,7 Mio. EUR reduziert werden. Etwa 40 % dieser Position betreffen die Segmente Bau und Resources.
- Die Position fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren hat sich um 2,7 Mio. EUR auf 272,7 Mio. EUR reduziert. Wir wollen die Bestände im Maschinengeschäft weiter reduzieren.
- Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) erhöhten sich um 26,8 Mio. EUR auf 143,2 Mio. EUR. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den zufälligen Stand unserer Projekte zum Jahresende.
- Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 50,6 Mio. EUR auf 323,0 Mio. EUR erhöht. Darin enthalten sind die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften, die zum Jahresende 19,7 Mio. EUR betrugen – eine Steigerung gegenüber Vorjahr um 5,2 Mio. EUR.
- Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 9,6 Mio. EUR auf 30,7 Mio. EUR.
- Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich von 17,5 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR erhöht.
- Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich um 12,0 Mio. EUR auf 57,2 Mio. EUR. Zum Jahresende wird versucht, diesen Wert durch geeignetes Liquiditätsmanagement so niedrig wie möglich zu halten. Im Berichtsjahr ist dies nur unzureichend gelungen. Einige Transfers aus dem Ausland konnten nicht mehr ausgeführt werden.
Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend nur den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:
- Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten zu deutlich über zwei Drittel den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind zu etwa drei Viertel dem Bau zuzuordnen.
- Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 60 % durch das Maschinengeschäft gebunden.
- Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu etwa 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources. Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine sehr wesentliche Kapitalbindung dar.
- Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) sind nahezu ausnahmslos den Segmenten Bau und Resources zuzuordnen. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilt sich entsprechend der Anteile der Segmente an der Gesamtkonzernleistung auf.
Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.
Auf der Passivseite:
- Das Eigenkapital reduzierte sich um 43,1 Mio. EUR auf 419,4 Mio. EUR. Die wesentlichen Veränderungen sind auf den Periodenverlust (-19,4 Mio. EUR), Währungsveränderungen (-15,7 Mio. EUR), die Erstkonsolidierung der Bautochter in Russland (-2,9 Mio. EUR) sowie die Dividendenausschüttung 2013 (-6,6 Mio. EUR) zurückzuführen.
- Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) verringerten sich um 10,4 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR. Im Rahmen einer Gesellschaftereinlage und
dem negativen Minderheitenergebnis reduzierten sich die Fremdanteile der Eigner in Jordanien. Somit verringerte sich das Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG um 32,7 Mio. EUR.
- Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 426,2 Mio. EUR auf 247,8 Mio. EUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich entsprechend. Die wesentliche Verringerung dieser Position ist darauf zurückzuführen, dass mehrere langfristige Darlehen im Jahr 2014 zur Refinanzierung anstehen und diese zum Jahresende in die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten umgegliedert wurden. Aufgrund des erwarteten Nichteinhaltens des vereinbarten Covenants hatten wir bereits Ende 2013 den betroffenen Banken eine Fortführung der Darlehen gegen eine entsprechende Zuzahlung angeboten. Diejenigen Darlehen, für die eine entsprechende Zustimmung der Bank zum Bilanzstichtag nicht vorlag, wurden ebenfalls in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umgegliedert.
- Die langfristigen Pensionsrückstellungen sind um 1,2 Mio. EUR auf 81,6 Mio. EUR angestiegen.
- Die passiven latenten Steuern reduzierten sich um 4,6 Mio. EUR.
- Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 168,1 Mio. EUR auf 427,6 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert auch aus den bei der Position langfristiger Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erläuterten Effekten. In Summe aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich die Finanzierung um 81,1 Mio. EUR. Berücksichtigt man den Zuwachs bei der Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (12,0 Mio. EUR), ergibt sich ein Anstieg um 69,1 Mio. EUR. Die Erhöhung war aufgrund der Verringerung des Eigenkapitals und der Ausweitung der Bilanzsumme notwendig.
-
Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen betreffen im Wesentlichen Bauprojekte, bei denen die Zahlungseingänge die erbrachte Leistung überstiegen oder noch keine Leistung erbracht wurde. Sie sind um 2,9 Mio. EUR angestiegen.
-
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 21,8 Mio. EUR auf 194,5 Mio. EUR gestiegen. Diese Erhöhung ist teilweise zufallsbedingt, sie entspricht aber auch zum Teil unserer Strategie, unsere Lieferanten stärker an den steigenden Vorfinanzierungsnotwendigkeiten zu beteiligen. Wir nutzen soweit sinnvoll alle Skontierungsmöglichkeiten.
- Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich um 9,4 Mio. EUR auf 69,9 Mio. EUR erhöht.
- Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 1,7 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR reduziert.
Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung reduzierte sich leicht von 111,1 % auf 109,4 %.
Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 165,7 Mio. EUR auf 38,4 Mio. EUR deutlich vermindert. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:
- Das Ergebnis vor Steuern betrug aufgrund der in der Ertragslage genannten Effekte -6,0 Mio. EUR.
- Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich auf 79,7 Mio. EUR.
- Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen aus Fertigungsaufträgen führte zu einer Mittelbindung von insgesamt -90,0 Mio. EUR.
- Neben den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wirkten sich negative Währungseffekte belastend auf den operativen Cashflow aus (-22,7 Mio. EUR).
- Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 20,5 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung wurde bereits in den Erläuterungen zur Vermögenslage beschrieben.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -67,2 Mio. EUR und liegt um 9,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf die verminderte Investitionstätigkeit zurückzuführen ist.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt 43,6 Mio. EUR. Wesentlicher Faktor hierfür war die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 111,7 Mio. EUR. Diese wird durch Darlehensrückführungen in Höhe von 17,3 Mio. EUR und Zinszahlungen in Höhe von 39,3 Mio. EUR teilweise kompensiert.
V. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT
Für das Geschäftsjahr 2013 fassen wir erstmals den Konzernlagebericht und den Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft zusammen. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG werden daher an dieser Stelle erläutert und haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in folgenden Positionen zum Vorjahr maßgeblich verändert.
Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:
- Die Finanzanlagen sind von 105,7 Mio. EUR auf 115,7 Mio. EUR angestiegen, was überwiegend auf den Zuwachs bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen um 10,0 Mio. EUR an der BAUER Resources GmbH zurückzuführen ist.
- Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 5,5 Mio. EUR erhöht. Dies liegt vor allem am Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 6,6 Mio. EUR, der sich aus der vermehrten Ausgabe von Darlehen an die Tochtergesellschaften ergibt.
- Die Verbindlichkeiten haben sich von 122,2 Mio. EUR auf 137,1 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen verantwortlich war der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen durch die vermehrte Anlage von Guthaben durch Tochterunternehmen bei der BAUER AG von 15,0 Mio. EUR.
Wesentliche Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung:
• Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 1,7 Mio. EUR angestiegen.
- Das betriebliche Ergebnis ist um 2,1 Mio. EUR auf -0,7 Mio. EUR gefallen, was im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,6 Mio. EUR zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr sind deutlich höhere Aufwendungen im Bereich des Währungsmanagements entstanden. Zusätzlich ergaben sich Sonderaufwendungen als Folge der Überschreitung der vereinbarten Covenants auf mehrere langfristige Darlehen.
- Der Jahresüberschuss ist um 8,3 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR zurückgegangen. Aufgrund des schwierigen Geschäftsverlaufs in den Segmenten des Konzerns wurden die Ausschüttungen an die BAUER AG durch die Tochterunternehmen reduziert, so dass die Erträge aus Beteiligungen um 6,0 Mio. EUR zurückgegangen sind. Zusätzlich wirkte sich das geringere betriebliche Ergebnis aus.
Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen.
Vor dem Hintergrund der diesjährigen bilanziellen Belastungen, der rückläufigen Eigenkapitalquote im Konzern sowie des entstandenen Verlusts im Konzern ist eine Dividendenzahlung in diesem Jahr nicht vertretbar. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 27.428.937,64 EUR keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. 27.428.937,64 EUR sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2014 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften deutlich niedriger ausfallen als im Berichtsjahr, da die Tochterfirmen die Kapitalbasis in den eigenen Büchern benötigen. Aus diesem Grund und wegen der höheren Finanzierungsaufwendungen wird das Ergebnis im Einzelabschluss der BAUER AG deutlich niedriger ausfallen.
VI. NACHHALTIGKEIT
NACHHALTIGKEIT IM BAUER KONZERN
Die BAUER Gruppe hat ihre wichtigsten Handlungsschwerpunkte unter der Maxime BAUER´s Triple A vereint. Der Slogan ist angelehnt an die Bestnote, die Ratingagenturen bei Ihren Bewertungen vergeben. Damit wird festgehalten, welche Themen im Konzern allgemein als besonders wichtig gelten. Das ist zum einen der Bereich Health, Safety, Environment, der ganz besonders in den letzten beiden Jahren durch diverse Maßnahmen ausgebaut wurde und der noch weiter vorangebracht werden soll. Daneben geht es um Qualität und Ethik. Wir wollen unseren Kunden höchste Qualität bieten und einen fairen Umgang mit unseren Interessensgruppen betreiben. Das dritte "A" steht für Performance, also die ökonomische Leistung des Unternehmens. Die Zielsetzung ist es, drei Bestnoten – also A´s – zu erreichen.
Die unter BAUER´s Triple A definierten Handlungsschwerpunkte sind für uns auch die zentralen Aspekte des Nach-
Wertschöpfung 2013
haltigkeitsmanagements. Beim Konzernvorstand und bei den Geschäftsführern der Holdinggesellschaften liegt die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und auf die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz. In den gemeinsamen monatlichen Besprechungen wird sich dabei auch der genannten Themen angenommen.
Der einmal pro Jahr tagende Corporate Social Responsibility (CSR)-Kreis, bei dem neben dem Konzernvorstand die Abteilungen bzw. Bereiche Personal, HSE, Weiterbildung und Investor Relations der BAUER AG beteiligt sind, beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen und legt Maßnahmen und Ziele fest. Der jährlich erscheinende Nachhaltigkeitsbericht, der seit 2011 den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) entspricht, informiert über die Aktionen und die gesetzten Ziele.
MITARBEITER
Mit ihrem Einsatz, ihrem Know-how und ihren neuen, innovativen Ideen leisten unsere Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Die Personalentwicklung hat deshalb obersten Stellenwert in der Führung der BAUER Gruppe.
Mitarbeiterentwicklung
Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.264 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.253). Diese teilen sich wie folgt auf:
- Segment Bau: 5.531 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.454)
- Segment Maschinen: 2.998 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.952)
- Segment Resources: 1.449 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.578)
- BAUER AG und Töchter: 286 Mitarbeiter (Vorjahr: 269)
Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland zu verzeichnen und auf die dort zu bearbeitenden Bauprojekte zurückzuführen. Durch einzelne Aufträge sind oft größere Veränderungen möglich.
Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die größte Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Indonesien (135 Mitarbeiter), auf den Philippinen (60 Mitarbeiter) und in den USA (56 Mitarbeiter). In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie in Vietnam oder den Vereinigten Arabischen Emiraten, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Die insgesamt gute Auftragslage führte in Summe zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiter im Bau.
Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl nur unwesentlich erhöht. Der überwiegende Teil des geringen Anstiegs ist auf neue Mitarbeiter in den Produktionen im Fernen Osten (17 Mitarbeiter) und den USA (15 Mitarbeiter) zurückzuführen. In Deutschland blieb die Mitarbeiterzahl
annähernd konstant. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist.
Im Segment Resources wurden im Berichtsjahr vor allem in Jordanien aufgrund des Auslaufens des großen Projekts der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. Mitarbeiter abgebaut.
Ausbildung
Im Jahr 2013 waren 240 Azubis bei Bauer in Deutschland beschäftigt. Der Großteil erlernte den Beruf des Industriemechanikers, des Baugeräteführers oder des Büro- bzw. Industriekaufmanns. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Praxisnähe unserer Ausbildung. So hat beispielsweise der Azubi zum Baugeräteführer bereits während der Ausbildungszeit Gelegenheit erste Erfahrungen auf unserem Testgelände zu sammeln und an Baustelleneinsätzen teilzunehmen. Nach Beendigung der Ausbildung besteht die Möglichkeit im Inund Ausland an spannenden Bauprojekten mitzuarbeiten.
Für den studentischen Nachwuchs bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt zwei duale Studiengänge in den Fächern Maschinenbau und Informatik an. Daneben können Studenten auch im Rahmen von Praktika oder Bachelor- bzw. Masterarbeiten erste Kontakte zu unserem Unternehmen knüpfen.
Mitarbeiter nach Segmenten Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis
Weiterbildung
Die BAUER Training Center GmbH ist die konzerneigene Bildungseinrichtung und bietet sowohl für unsere Mitarbeiter, als auch für externe Zielgruppen zugeschnittene Maßnahmen an. Mit einem umfassenden Seminar- und Kursprogramm in den unterschiedlichsten Bereichen werden dabei vielfältige Themengebiete angesprochen. 2013 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) für die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Knapp 2.948 eigene Mitarbeiter (Vorjahr: 2.817) nutzten dabei das Seminarangebot. Es wurden insgesamt 599 (Vorjahr: 534) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht.
Im Rahmen von Mitarbeitergesprächen, Coachings und diversen Mentoringprogrammen unterstützen wir unsere Mitarbeiter bei ihrem beruflichen Weiterkommen. Auch internationale Fortbildungen werden durchgeführt.
Vielfalt
In der BAUER Gruppe sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedenster Herkunft beschäftigt. Diese stammen aus 81 unterschiedlichen Nationen, die zusammen an der Verwirklichung unserer Projekte arbeiten. Gegenseitige Wertschätzung, unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung wird hierbei großgeschrieben. Vielfalt wird so in unserem Unternehmen tagtäglich aktiv gelebt.
12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 4.036 4.065 4.090 4.144 601 630 726 762 1.489 1.658 1.869 1.584 1.599 1.891 2.061 2.212 402 478 542 612 967 924 965 950 2010 2011 2012 2013 Deutschland Fernost & Australien Übriges Europa Amerika Nahost & Zentralasien Afrika 9.094 9.646 10.253 10.264
Mitarbeiter nach Regionen
Beim Thema Chancengleichheit sehen wir uns in einer verantwortungsvollen Rolle. Wir beurteilen unsere Mitarbeiter ausschließlich nach der Leistung und ihren Potentialen. Bei der Besetzung von Stellen spielen allein die persönliche und fachliche Eignung eine Rolle. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dieses Bewusstsein für Chancengleichheit zu fördern.
Im Konzern liegt der Frauenanteil im Jahr 2013 bei etwa 12 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist.
INVESTITIONEN
Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2013 gegenüber früheren Jahren deutlich zurückgefahren. Dennoch lagen diese weiterhin über unseren Abschreibungen. Die Technologieentwicklung in unserem Geschäft ist schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung nur bei einem Investitionszuwachs zu erzielen ist.
Für den Maschinenbau wurden im Jahr 2013 der Neubau der Werke in China und in Singapur abgeschlossen. Beide Investitionen waren notwendig geworden, da der Staat jeweils die Mietverträge für die Grundstücke gekündigt hatte, um die Gelände anderweitig zu nutzen. Positiv dabei ist, dass die neuen Grundstücksverträge nun eine sehr viel längere Laufzeit haben – in China 50 Jahre, in Singapur 30 Jahre. Im chinesischen Werk produzieren wir weiter unsere Drehbohrgeräte für den lokalen Markt. Das Werk in Singapur dient als Zentrallager, Mietpark und Reparaturwerkstatt für unsere Gerätekunden im Fernen Osten. Mit Fertigstellung der beiden Werke sind nun alle größeren Fertigungsstätten zukunftsfähig ausgebaut, so dass in den kommenden Jahren hier sehr viel weniger Investitionen nötig sein werden. Im Maschinengeschäft sind wir mit den Abschreibungen in der Lage das Anlagevermögen in den kommenden Jahren leicht abzubauen.
Auch für das Segment Resources wurden im abgelaufenen Jahr größere Investitionen getätigt. Speziell die Optimierung unserer Werke zur Herstellung von Materialen für den Brunnenausbau erforderte Investitionen. Auch für das Bohrgeschäft wurden neue Maschinen gekauft.
Bei der Geräteausstattung haben wir speziell im Segment Bau weiter intensiv investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Geräten für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Investitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen.
Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2013 91,6 Mio. EUR (Vorjahr: 96,4 Mio. EUR) in Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 79,7 Mio. EUR (Vorjahr: 76,4 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 14,2 Mio. EUR (Vorjahr: 15,4 Mio. EUR).
Bei der BAUER AG betrug der Sachanlagenzugang im Geschäftsjahr 2013 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) gegenüber.
Finanziert wurden die laufenden Investitionen überwiegend aus Zahlungsmitteln aus dem betrieblichen und dem Finanzierungsbereich. Im Jahr 2014 werden wir die Investitionen unterhalb der Abschreibungen halten können, was auch zur Reduzierung von Bilanzpositionen beiträgt.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2013 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen auf. Schwerpunkte lagen dabei auf den Großdrehbohrgeräten, Kränen für den Spezialtiefbau, der Bohrwerkzeugtechnologie, den Maschinen für Kleinbohrungen im Bereich Verankerung und Hochdrucktechnologie, der Schlitzwandtechnologie, der Tiefbohrtechnik, dem Unterwasserbohren sowie in der Messtechnik für die Qualitätssicherung am Bau. Viele neue elektronische Anwendungen und Verfahren wurden zur Optimierung der Abläufe auf den Baustellen neu oder weiterentwickelt.
Die Neuorganisation der Forschungs- und Entwicklungsstrukturen in der BAUER Maschinen GmbH im Jahr 2011 hat sich weiter sehr gut bewährt, so dass wir eine deutliche Verstärkung der Entwicklungsdynamik in den einzelnen
Bereichen feststellen können. Die verschiedenen Gerätegruppen haben eigene produktbezogene Geschäftsbereiche mit eigenverantwortlicher Entwicklungskapazität bekommen. Somit entsteht eine größere Nähe zwischen Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb, wodurch schnellere Entwicklungszyklen möglich sind, um unseren Vorsprung am Markt auszubauen.
Im Bereich der Tiefbohrtechnik wurde unsere 100 Tonnen-Anlage auf die Bedürfnisse bei Rettungsbohrungen angepasst und die sechs nach China verkauften Geräte konnten mit Erfolg ausgeliefert werden. Bei den Großanlagen wurde die 440 Tonnen-Anlage weiterentwickelt und mit einem voll automatischem Gestängehandling und Schreitsystem ausgestattet.
Im Bereich der Unterwasserbohranlagen haben wir ein völlig neues Thema erschlossen. Unser bestehendes Gerät ist in der Lage, in hartem Fels Bohrungen mit großem Durchmesser für die Herstellung von Pfählen bei Gezeitenkraftwerken auszuführen. Gezeitenkraftwerke sind nahezu ausschließlich in Meerengen möglich, in denen der Fels die Vertiefung des Gewässers verhindert, so dass starke Strömungen entstehen können. Windkrafträder dagegen werden zumeist im offenen Meer errichtet. Die Böden sind dabei sehr unterschiedlich, wobei aber weniger Fels, sondern zumeist Sedimentböden mit unterschiedlicher Qualität vorzufinden sind. Bis heute werden Gründungen für Windkrafträder überwiegend mit Rammpfählen ausgeführt. Der große Nachteil dieser Verfahren liegt in der enormen Lärmemission, die für die Tiere im Ozean sehr gefährdend ist.
Bohrverfahren sind hier nur mit enormem Aufwand möglich, da sich Bohrungen unter Wasser sehr schlecht stabilisieren lassen. Wir haben ein Bohrverfahren entwickelt, das als Mixed-in-Place-Verfahren die anstehenden Böden mit Zementsuspension aufmischt und gleichzeitig einen Stahlpfahl einbringt. An Land haben wir die neue Methode ausgiebig getestet und sie zeigt viele Vorteile gegenüber der bisherigen Vorgehensweise. Ob sich ein derartiges Verfahren am Markt durchsetzen kann, ist derzeit noch nicht klar.
Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und
Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt.
Im Maschinenbau wenden wir gut 4,4 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 190 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können. Im Ausland bauen wir unsere Entwicklungsabteilungen aus, beispielsweise in Indien und in China. So können wir von den dortigen Arbeitsmärkten profitieren, in denen sehr viele gut ausgebildete Ingenieure zur Verfügung stehen.
Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 1,9 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weiter erhebliche Mittel auf. Profitable Bauaufträge werden sehr häufig über Sondervorschläge am Markt gewonnen. Die Erarbeitung derartiger Sondervorschläge ist Entwicklungsarbeit und bildet einen Wettbewerbsvorteil auch für zukünftige Projekte, deren Kosten nicht von der allgemeinen Bauleistung getrennt erfasst werden können.
Von den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten 2013 in Höhe von 32,8 Mio. EUR wurden 8,6 Mio. EUR aktiviert (Aktivierungsquote: 26,1 %). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Patente betrugen 5,2 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung finden ihren Niederschlag in 259 (Vorjahr: 251) derzeit gültigen Patentfamilien, die weltweit durch 1.473 (Vorjahr: 1.340) Anmeldungen, Patente und Gebrauchsmuster geschützt sind.
HEALTH SAFETY ENVIRONMENT (HSE)
Für die BAUER Gruppe ist HSE ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Herstellung und Entwicklung all ihrer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe. Der Konzern hat daher in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Bereiche Gesundheit, Sicherheit und Umwelt weiter zu verstärken. Die HSE-Leitlinien beschreiben die Vorgehensweise zur Planung, Umsetzung und kontinuierlichen Prüfung eines wirksamen konzernübergreifenden, internationalen Standards. Diese stellen die Mindestanforderungen an alle HSE-Systeme in der BAUER Gruppe dar, sind weltweit gültig und orientieren sich an den Standards ILO, OHSAS 18001 sowie ISO 14001.
Den Leitlinien liegt die HSE-Unternehmenspolitik der BAUER Gruppe zugrunde. Durch ständige Überprüfung unserer Leistungen im Bereich HSE und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen.
Forschung und Entwicklung im BAUER Konzern
| 2012 | 2013 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bau | Maschinen | Resources | BAUER Gruppe |
Bau | Maschinen | Resources | BAUER Gruppe |
|
| Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) | 640,8 | 536,2 | 258,8 | 1.435,8 | 718,3 | 590,2 | 197,7 | 1.506,2 |
| Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) | 3,1 | 20,0 | 2,6 | 25,7 | 3,1 | 26,0 | 3,7 | 32,8 |
| in % der Gesamtkonzernleistung | 0,5 | 3,7 | 1,0 | 1,8 | 0,4 | 4,4 | 1,9 | 2,0 |
| Konzernmitarbeiter | 5.454 | 2.952 | 1.578 | 10.253 | 5.531 | 2.998 | 1.449 | 10.264 |
| Mitarbeiter F&E | 44 | 184 | 34 | 262 | 45 | 190 | 33 | 268 |
| Patentfamilien | - | - | - | 251 | - | - | - | 259 |
| Anmeldungen, Patente, etc. | - | - | - | 1.340 | - | - | - | 1.473 |
Sicherheit und Gesundheit
Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, den Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie sichere Arbeitsbedingungen für jeden Beschäftigten im Konzern sicherzustellen. Die Einhaltung der nationalen und internationalen Vorschriften ist hier nur ein Aspekt, den wir in unseren Unternehmen erwarten. In einem weltweit agierenden Konzern ist es notwendig eigene, hohe HSE-Standards und -Vorgaben zu setzen sowie deren Durchführung zu prüfen und kontinuierlich zu verbessern.
Unsere Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen im Bereich HSE. Auf unseren Baustellen sowie in allen unseren Produktionsstätten werden wöchentliche Sicherheitsbesprechungen zum Thema HSE mit den Mitarbeitern durchgeführt. Damit erreichen wir ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz bei den Mitarbeitern unserer Unternehmen.
Umwelt
Das Umweltmanagementsystem der BAUER Gruppe ist konzernübergreifend gültig und definiert Umweltschutz als ganzheitlichen Bestandteil der HSE-Politik des Konzerns. Entscheidend dabei ist, dass Umweltschutz in allen Phasen, Bereichen und Abschnitten der betrieblichen Abläufe – insbesondere in der Produktion und auf der Baustelle – stetig im Bewusstsein des Handelns zugegen ist.
Diverse Standorte und Unternehmen des Konzerns, darunter der Standort Schrobenhausen, sind bereits nach Umweltmanagementsystemen, wie beispielsweise EMAS, zertifiziert. Die BAUER Spezialtiefbau GmbH war erster Teilnehmer der BAUER Gruppe am Umweltpakt Bayern, einer Kooperation zwischen Bayerischer Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft.
QUALITÄT
Bei aller Verschiedenheit der unterschiedlichen Länder und Marktsegmente, in denen wir tätig sind, ist die Qualität eine der zentralen Kundenanforderungen. Unser Anspruch sind zufriedene Kunden, die von uns die Produkte und Dienstleistungen erhalten, die sie benötigen. Die Dauerhaftigkeit unserer Produkte ist für uns auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Qualitätsmanagement bedeutet für uns, die einzelnen Prozesse zu erfassen, Anforderungen zu definieren, die erforderlichen personellen und materiellen Ressourcen bereit zu stellen sowie Verfahren zu entwickeln, um alle Beteiligten auf dem aktuellsten Stand zu halten. Ebenso gehören dazu die Nachverfolgbarkeit der Produktentstehung und die vorsorgliche Fehlervermeidung.
Dabei ist für uns das Qualitätsmanagement ein dynamisches System, in dem die Ergebnisse von Audits durch das Management bewertet werden und die Ergebnisse in die neuen Zielsetzungen einfließen. Unsere Mitarbeiter beteiligen sich an diesem Prozess mit zahlreichen Verbesserungsvorschlägen. In einigen Fällen konnten daraus Produkte oder Entwicklungen zum Patent angemeldet werden.
Unser Anspruch ist es, neben einem Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 auch andere Managementsysteme in den einzelnen Unternehmen zu etablieren. Um Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, streben wir gerade in neuen Geschäftsfeldern die Einführung branchenüblicher Managementsysteme an. Beispielsweise die API-Richtlinien bei Unternehmen, die unsere Kunden in der Öl- und Gasbranche erwarten.
VII. RECHTLICHE ANGABEN
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.
Vergütung des Vorstands
Dem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr unverändert drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt und überprüft das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorberatung im Präsidial- und Personalausschuss.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer jährlichen variablen Tantieme zusammen, welche sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemessen wird. Die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung werden im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet.
Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.
Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnisund Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, die langfristige Investitionsplanung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.
Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahresund Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.361 TEUR (Vorjahr: 1.389 TEUR). Davon sind 1.056 TEUR (Vorjahr: 1.019 TEUR) erfolgsunabhängige und 305 TEUR (Vorjahr: 370 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.
Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 118 TEUR (Vorjahr: 114 TEUR) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 3.868 TEUR (Vorjahr: 3.596 TEUR).
Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.
Vergütung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. In der Besetzung hat sich im Berichtsjahr lediglich eine Veränderung ergeben. Herr Walter Sigl ist zur Jahresmitte ausgeschieden und das von den Arbeitnehmern gewählte Ersatzmitglied Herr Stefan Reindl ist in das Amt des Aufsichtsrats nachgefolgt. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.
Im Geschäftsjahr 2013 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).
Sonstiges
Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.
Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen
Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Vorsitzender | ||
| Dr. Klaus Reinhardt | 38 | 38 |
| stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 27 | 27 |
| Arbeitgebervertreter | ||
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 18 | 18 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 18 | 18 |
| Gerardus N. G. Wirken | 20 | 20 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 20 | 20 |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald | 20 | 20 |
| Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl | 0 | 9 |
| Regina Andel | 18 | 18 |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl | 18 | 9 |
| Reinhard Irrenhauser | 18 | 18 |
| Gesamt * | 254 | 254 |
* Aufgrund von Rundungen in TEUR ergab sich 2012 und 2013 eine Rundungsdifferenz von 1 TEUR.
außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte machen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.
ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2013 dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung – mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG – je eine Stimme.
Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Im Rahmen von Aktienübertragungen innerhalb der Familie Bauer wurden im Berichtsjahr sechs neue Poolmitglieder aus dem Kreis der Familie aufgenommen. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Barund/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
- bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen,
- bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
- zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne
Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.
Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen
Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.
Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.
Change-of-Control-Klauseln
Mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 222,8 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, sehen für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.
Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.
VIII. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
IX. RISIKO- UND CHANCENBERICHT
RISIKOBERICHT
GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS
Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind die Absicherung unserer Unternehmensziele, die Steigerung unseres Unternehmenswerts und die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein.
Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem basiert auf der vom Vorstand festgelegten Risikopolitik und regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems, und dient wie alle unsere
Managementsysteme als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, in wieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung.
Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien bei der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisationsund Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt.
Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und bei Relevanz in die Folgeberichterstattung aufgenommen werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala.
Relevanzskala der BAUER Gruppe
| Relevanz | Schadensausmaß (in TEUR) |
Definition | Identifizierte Risiken | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | bis 8.000 | Unbedeutendes bis geringes Risiko | Risiken dieser Relevanz sind in | |
| 2 | bis 20.000 | Mittleres Risiko | unserem Geschäft identifiziert. | |
| 3 | bis 50.000 | Bedeutendes Risiko | ||
| 4 | bis 100.000 | Schwerwiegendes Risiko | Risiken dieser Relevanz sehen wir in unserem Geschäft nicht. |
|
| 5 | über 100.000 | Kritisches Risiko |
Die BAUER Maschinen GmbH lieferte ein neues Drehbohrgerät Typ BG 46 der PremiumLine nach Singapur. Dort bohrte unser Kunde mit einem Durchmesser von bis zu 2.000 mm in bis zu 100 m Tiefe auf der Halbinsel Marina South. >>>
Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert.
Nach erfolgter Bewertung werden präventive und reaktive risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen.
Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mithilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation).
Die Risikoanalyse wird mindestens halbjährlich durchgeführt. Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Das System wird kontinuierlich gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungs-Berichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen.
Eine wesentliche Veränderung unseres Risikomanagementsystems zum Vorjahr besteht darin, dass eine neue Softwarelösung zur Bearbeitung von Risiken eingeführt worden ist. Mithilfe der neuen Softwarelösung konnten Transparenz und Effizienz unserer Risikobeurteilung und -analyse weiter verbessert werden.
Behandlung von Projektrisiken
Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt.
Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und entsprechend seiner Risikoklasse in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis eindeutig definierter Checklisten nach dem K.O.- Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen gehen mit festen Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken einher.
Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.
Risiken
Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.
STRATEGISCHE RISIKEN
Geschäftsfeldstruktur
Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Unternehmens begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen.
Durch häufigere Unternehmensakquisitionen und -gründungen im Segment Resources resultiert das Risiko von Fehleinschätzungen von Partnern sowie Schwierigkeiten bei der Integration der Unternehmen in die BAUER Gruppe. Wir begegnen diesem Risiko durch eine sorgfältige Due Diligence und eine intensive Begleitung der Integrationsphase.
Auch das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko.
Strategieentwicklung und Umsetzung
Die Ziele für die strategischen Handlungsfelder sowie die Umsetzung der darauf basierenden Maßnahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft. Daher erachten wir die Risiken im Bereich der Strategieentwicklung und Umsetzung als gering.
MARKTRISIKEN
Absatzmarktrisiken
Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits deutlich vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko.
Wettbewerbsumfeld
Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Der chinesische Baumarkt und entsprechend überproportional auch der Baumaschinenmarkt sind in der Vergangenheit entsprechend
der Politik des Landes extrem dynamisch gewachsen. In der Folge entstanden große Produktionskapazitäten für Baumaschinen. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Dabei wurde insbesondere die Fertigung in hohem Maße lokalisiert.
Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnte unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Lande und dem damit einhergehenden Margendruck behauptet werden. Die geringe Markterfahrung der chinesischen Hersteller und die deutlich niedrigere Qualität ihrer Produkte haben den Export chinesischer Baumaschinen in den für uns relevanten Märkten bisher verhindern können. Aus diesen Gründen mussten einige kleinere chinesische Wettbewerber bereits aufgeben. Dieses Risiko wird kurzfristig als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA, sowie einiger Länder der EU, die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und der sich phasenweise deutlich abschwächende Markt in China beeinflusst die Grundlage unserer Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Daraus ergeben sich sowohl Währungsrisiken als auch Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten. Im Gegensatz dazu führt die gesamtwirtschaftliche Situation im Fernen Osten zu einer strukturellen Abhängigkeit des Konzerns von diesem Wirtschaftsraum.
Vorstand und Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien für die Auswirkung etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Gegensteuerungserfordernisse werden daraus hergeleitet und konsequent umgesetzt. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken bewerten wir als gering.
Beschaffungsmarktrisiken
Den Schwankungen auf dem Beschaffungsmarkt steuern wir durch Vereinbarung langfristiger Verträge entgegen. Dieses Risiko wird als unbedeutendes Risiko eingeschätzt.
FINANZMARKTRISIKEN
Covenants-Risiken
Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage, sowie die Eigenkapitalquote. Das negative Ergebnis zum Jahresende 2013 hatte zur Folge, dass die mit Banken für Schuldscheindarlehen und einige langfristige Darlehen vereinbarten Bezugsgrößen nicht eingehalten werden konnten.
Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenant-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt. Dabei kann ein hoher Forderungsbestand ebenfalls dazu führen, dass vereinbarte Bezugsgrößen nicht eingehalten werden können.
Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die zum Teil neu vereinbarten Grenzwerte einzuhalten, um ein erneutes Eintreten des Covenants-Risikos und entsprechende Folgewirkungen zu vermeiden. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft.
Finanzielle Stabilität und Liquidität
Dem Risiko der finanziellen Instabilität auf den internationalen Finanzmärkten wird durch den Abschluss langfristiger Kreditverträge begegnet, so dass das Risiko als gering bewertet werden kann. Wegen der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben und vor allem durch ausreichende Kreditlinien wird das Risiko der Liquiditätsversorgung des Konzerns als gering eingeschätzt.
Zinsänderungsrisiken
Durch Abschluss möglichst langer Zinsbindungen und von Zinsderivaten reduzieren wir Risiken aus Zinsschwankungen auf ein geringes Maß.
Währungsrisiken
Soweit möglich und verfügbar begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung, um dadurch das Risiko gering zu halten.
POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN Compliance
Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen höchsten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon zu Einstellungsbeginn mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EUoder US-Sanktionsliste stehen.
Ein Konzernunternehmen ist derzeit in kartellrechtliche Ermittlungen wegen Absprachen im Rahmen eines Vergabeverfahrens zur Errichtung eines Endlagers verwickelt. Eigene Untersuchungsmaßnahmen wurden eingeleitet, um ein Fehlverhalten des beteiligten Konzernunternehmens ausschließen oder feststellen zu können.
Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten.
Politisches und rechtliches Umfeld
Aufgrund der breiten Aufstellung des Konzerns sowie der zurückhaltenden Investitionen in potentiell instabilen Ländern, spielen die politischen Risiken von Einzelländern für den Gesamtkonzern eine eher untergeordnete Rolle. Wir beurteilen daher das Risiko als gering.
Vertragsrisiken
In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich praktisch immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können.
Laufende Rechtsfälle
Es besteht das Risiko, dass juristische Anklagen gegen unser Unternehmen erhoben werden, welche lediglich dazu dienen sollen, unser Unternehmen im Geschäftsbetrieb zu behindern. Dieses Risiko wird als unbedeutend eingeschätzt.
WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN
Risiken aus Forschung und Entwicklung
Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns doch gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.
Dennoch ist uns bewusst, dass dieser Druck weiter zunehmen wird. Deshalb nutzen wir in zunehmendem Maße auch kostengünstige lokale Entwicklungsressourcen in Indien und China zur raschen und wirtschaftlichen Steigerung unserer Innovationsgeschwindigkeit.
Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.
Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko.
Produktion und Auftragsausführung
Technisches Versagen und technische Fehler, wie Falschberechnung der Statik, können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei
Projekten unserer Kunden führen. Risiken durch fehlerhafte Design- und Statikberechnungen sind in der BAUER Gruppe ein Bestandteil des Geschäfts. Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten.
Ein weiteres Risiko im Bereich der Produktion und Auftragsausführung sind die steigenden Fertigungskosten in China, die unter anderem aufgrund wachsender Arbeitslöhne entstehen. Künftig sollen in dem neuen Werk in Tianjin Synergien in der Fertigung generiert und eine Optimierung der Maschinenauslastung erzielt werden. Die Risiken in der Produktion und Auftragsausführung sind als mittlere Risiken zu bewerten.
Projektrisiken
Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten – derzeit speziell auch wegen der Größenordnung in Hongkong – mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss.
Aufgrund ungewöhnlich komplexer Bedingungen bei unserem Brunnenbohrprojekt in Jordanien und der schwierigen finanziellen Lage des Landes musste im Laufe des Jahres 2013 das Ergebnis des Projekts korrigiert werden. Da es sich hierbei um einen einmaligen Sondereffekt handelt, kann daraus kein Einfluss auf die Ertragskraft der Zukunft abgeleitet werden.
Nachträge und Claim-Management
Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung, bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer
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seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten.
Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen
Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als geringes Risiko angesehen werden.
Materialwirtschaft und Beschaffung
Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen.
RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE
Debitorenmanagement
Zur Beschränkung unseres Zahlungsausfallrisikos steht uns in Deutschland ein erprobtes System aus Kreditversicherungen, Zahlungsausfallbürgschaften, Vorauszahlungen und in Sonderfällen auch Handwerkersicherungsbürgschaften zur Verfügung, so dass wir dieses Risiko als gering einschätzen.
Qualitätsrisiken
In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und ein viele Jahre etabliertes Qualitätsmanagement hohe Aufmerksamkeit zuteil. Alle wesentlichen Firmen im Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert. Qualitätsrisiken beurteilen wir daher als gering.
Personalentwicklung, -struktur und Schlüsselpersonal
Die Begleitung unserer Mitarbeiter von der Auswahl und Einstellung über die Einarbeitung, Qualifizierung und Weiterbildung sowie die laufende persönliche Betreuung wurden
stetig verbessert. Die Fluktuation ist seit vielen Jahren auf niedrigem Niveau und bestätigt unsere Personalpolitik. Risiken aus dem Personalbereich bewerten wir als gering.
IT
Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als unbedeutend eingestuft werden.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wurden Elemente des Risikomanagements in den Konzernrechnungslegungsprozess integriert.
Das Rechnungswesen der großen Tochterfirmen in Deutschland wird überwiegend zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine Spezialisierung auf besondere Geschäfte, wie zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften, sowie die einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen – praktisch aller ausländischen und der wesentlichen deutschen Tochterfirmen – wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere ausländischen Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von unseren Beteiligungscontrollern unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse nach dem jeweiligen Landesrecht oder nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse der wesentlichen Gesellschaften nach IFRS geprüft und die Abschlussprüfung durch den Prüfer nach den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.
Die monatliche Konzernberichterstattung, die Erstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse und die Zusammenführung der Einzelabschlüsse nach IFRS werden unter Verwendung einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie auf der Basis eines einheitlichen Konzernkontenrahmens durch die Tochtergesellschaften und für den Konzernabschluss durch die Konzernrechnungslegung durchgeführt. Die Anpassung der lokalen Buchhaltungen auf IFRS erfolgt mittels entsprechender Anpassungsbuchungen.
In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und gegenseitige Kontrolle sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.
Die Kontrolle der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.
Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.
Die wesentlichen Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Die wesentlichen Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der zentralen Rechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.
Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.
GESAMTRISIKO
Trotz der einmaligen Sondereffekte, die im Berichtsjahr zu einem negativen Ergebnis führten, sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2014 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.
CHANCENBERICHT
Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.
STRATEGISCHE CHANCEN
Unser Konzern hat im Laufe der Zeit immer wieder Einzelprojekte in Randmärkten abgewickelt. Über die Jahre konnten so eigenständige Geschäfte aufgebaut werden, wie zum Beispiel unsere Aktivitäten im Bereich der Umwelttechnik, die sich nach ersten Anfängen vor über 20 Jahren zu einem international agierenden Bereich in unserem Segment Resources entwickelt haben.
Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen, das sich zwischenzeitlich zum Kompetenzfeld Exploration and Mining Services im Segment Resources entwickelt hat.
Zusammen mit der im Jahr 2007 erfolgten Akquisition der GWE-Gruppe, die sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Produkten zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie konzentriert, waren wir in der Lage, durch Zusammenführung dieser drei Geschäfte das Geschäftssegment Resources aufzubauen. Dieser 2007 gegründete Kernbereich konzentriert sich auf die Themen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelt und damit auf einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist das Segment Resources wesentlich unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen.
Für die zügige Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.
MARKTCHANCEN
Durch die rasante Motorisierung in einigen Schwellenländern und die zu erwartende vermehrte Förderung von Öl und Gas durch neue Verfahren, wie beispielsweise Fracking, lohnt es sich immer mehr, auch schwer zugängliche und damit bohrintensive Lagerstätten zu erschließen. Die Nachfrage
nach Tiefbohrgeräten wird dadurch weiter steigen. Daher hat das Segment Maschinen das Geräteportfolio mit Tiefbohranlagen erweitert, die bis zu 5.000 Meter Tiefe für Geothermie, zur Öl- und Gasexploration und für Produktionsbohrungen eingesetzt werden können.
Zudem wurden Geräte für Rettungsbohrungen bei Bergbauunfällen konzipiert. Das Tiefbohrgerät RB T-90 zeichnet sich vor allem durch seine hohe Mobilität aus. Aufgebaut auf einem LKW-Trailer, kann es schnell zu den unterschiedlichen Einsatzorten gebracht werden. Wir sehen für unsere Tiefbohrgeräte gute Absatzchancen.
Weitere Marktchancen ergeben sich auch im Bereich der Ausführung von Tiefbohrungen. Wir sind in der Lage, Explorations- und Produktionsbohrungen für Wasser, Öl und Gas sowie darüber hinaus auch für Kohlegas und für Geothermie erfolgreich auszuführen. In Australien, Afrika und Indonesien werden umfangreiche Flächen als Claims für die Erschließung von Kohlegas ausgewiesen. Die Ernsthaftigkeit für eine konsequente Erschließung wird durch Planung und Bau von großen Gasverflüssigungsanlagen eindrucksvoll untermauert.
Mit dem Atomunglück in Fukushima wurde eine neue Diskussion im Bereich der Energieerzeugung entfacht, die zu weitreichenden Konsequenzen in der Energiepolitik führt. Derzeit werden die geeigneten zukunftsträchtigen Alternativen zur Atomenergie gesucht. Die BAUER Gruppe versucht mit der Entwicklung eines Unterwasserbohrgeräts, das von einem Schiff aus betrieben wird und für die Gründung von Gezeitenturbinen oder Windkraftanlagen eingesetzt werden kann, einen Beitrag zu leisten. Hierdurch eröffnet sich sowohl unserem Bau- wie auch dem Maschinenbereich ein völlig neues Produktspektrum mit großen Erfolgsaussichten für die Zukunft.
Über den Aufbau neuer Töchter im Segment Resources ist es unserem Umweltbereich gelungen, vom angestammten und begrenzten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung und damit in die Öl- und Gasindustrie zu erreichen. Die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unseren Umweltbereich.
Aufgrund jahrelanger Vernachlässigung von Dämmen, sind Dammsanierungsprojekte eine weltweit gefragte Bauleistung. Unsere fundierte Erfahrung in diesem Bereich, die wir unter anderem durch die aktuelle Sanierung des Center Hill Damms in den USA oder durch unser Dammsanierungsprojekt in Bhutan sammeln konnten, sehen wir eine hervorragende Marktchance für unser Segment Bau.
WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN
Entwicklung und Innovation
Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt.
Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt.
Projektchancen
Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern aus der Erdölindustrie.
Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.
Nachträge und Claim-Management
Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen, bessere Ergebnisse erzielen zu können, als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir diese Chancen zu realisieren.
CHANCEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE
Der Konzern reagierte auf den unerfreulichen Verlustausweis zum Jahresende 2013 mit einem weltweiten Kostensenkungsprogramm, das auch die Aufgabe einiger kleinerer, wirtschaftlich schwieriger Geschäfte beinhaltet. Ziel des Kostensenkungsprogramms ist eine nachhaltige Verbesserung der Kostenstruktur der BAUER Gruppe und damit eine Steigerung des Deckungsbeitrags.
GESAMTCHANCEN
Durch die zunehmende Etablierung unseres noch jungen Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Geschäftsjahr 2014 eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.
X. PROGNOSEBERICHT
Für unser Unternehmen und die zukünftige Entwicklung sind einige Faktoren von zentraler Bedeutung, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.
Märkte
Wie eingangs im Wirtschaftsbericht beschrieben, sind die Märkte für Leistungen im Spezialtiefbau und für die dafür notwendigen Maschinen insgesamt positiv zu bewerten. Überall in der Welt ist ein erheblicher Nachholbedarf am Bau gegeben. Speziell die Infrastruktur muss den neuen Bedürfnissen der Menschen und den Anforderungen einer globalen Industriegesellschaft angepasst werden. Die zunehmende Urbanisierung in vielen Ländern bedingt erhebliche Anstrengungen bei den innerstädtischen Verkehrsstrukturen. Gerade das Bauen in die Tiefe ermöglicht es, die vor uns stehenden Herausforderungen zu lösen. Viele Anfragen aus allen Märkten und unser guter Auftragsbestand im Bausegment in allen Regionen der Welt bestätigen diese Einschätzung.
Die Leistungen unseres Segments Resources entsprechen den zentralen Bedürfnissen unserer Welt, in der die Themen Umwelt und Wasser in den kommenden Jahrzehnten zu den wichtigsten überhaupt aufsteigen werden. Auch die Verfügbarkeit der für die Industrie notwendigen Ressourcen bleibt eine dauerhafte und dringliche Herausforderung.
Wettbewerb
Im Baubereich hat sich die Konkurrenz in den vergangenen Jahren insgesamt nur wenig verändert. Der Baumarkt ist und bleibt ein Markt mit sehr vielen Teilnehmern. Unsere weltweiten Unternehmen haben sich in dieser Konkurrenz gut etabliert, wobei es Märkte gibt – wie beispielsweise Ägypten – in denen wir eine herausragende Stellung im Markt erreichen konnten. In manchen Märkten haben wiederum andere Bauunternehmen eine Vorreiterrolle inne. Wir sehen diese Mischung positiv, da sie uns die Chance gibt, strategisch gut auf Veränderungen zu reagieren. In Deutschland sind in den letzten beiden Jahrzehnten sehr viele Unternehmen aus dem Markt ausgeschieden – auch im Spezialtiefbau. Heute gibt es deshalb nur relativ wenige Spezialtiefbauunternehmen, die Großprojekte ausführen können. Dies eröffnet unserem Inlandsbereich zusätzliche Chancen.
Im Maschinengeschäft hat sich die Konkurrenzsituation in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich verändert. Durch das enorme Bauwachstum in China wurde der dortige Markt für einige Jahre bedeutender als alle anderen in der Welt zusammen. Viele chinesische Unternehmen begannen Spezialtiefbaugeräte zu produzieren und errichteten Kapazitäten, mit denen der chinesische Markt vollständig bedient werden konnte. Nachdem das Wachstum des chinesischen Baumarkts beendet war, gingen auch die Maschinenmärkte deutlich zurück. In der Folge hat sich der Wettbewerb spürbar verstärkt. Andere europäische Hersteller von Baugeräten kommen deshalb mit ihren Standardgeräten ebenfalls unter Druck und versuchen im Spezialtiefbaugeschäft einen Ausgleich zu finden. Dies kann nicht gelingen, da der Markt nicht groß genug ist. Jedoch beeinflusst dieses Verhalten für einige Zeit zusätzlich die Konkurrenzsituation unseres Unternehmens.
In dieser neuen Wettbewerbssituation kann unser Unternehmen nur mit hochwertigen Produkten und mit ausgezeichneter Serviceleistung seine Vorrangstellung behaupten. Durch große Anstrengungen haben wir hier in den vergangenen Jahren unseren Vorsprung wieder gut ausbauen können, was die im Jahr 2013 gestiegenen Umsätze verdeutlichen. Wir sind überzeugt, dass es auch in Zukunft gelingen wird, eine positive Entwicklung zu erreichen. Es wird uns darüber hinaus möglich sein, die Margen wieder etwas zu verbessern, was auch auf die erhöhte Auslastung der Kapazitäten zurückzuführen sein wird.
In den Märkten für Tiefbohrgeräte spielte Bauer bisher nur eine kleine Rolle. Dennoch konnten wir mit unseren vollhydraulischen Geräten mit modernster elektronischer Steuerung das Interesse der Kunden wecken, so dass daraus in der nächsten Zeit schöne Erfolge werden können. Mit einem neuen und sehr erfahrenen Management in diesem Bereich, werden wir diese Aufgabe meistern.
Im Bereich Resources sehen wir uns zahlreichen einzelnen Konkurrenten in den jeweiligen Bereichen gegenüber. Wir sehen es als großen Vorteil an, dass wir als einziges Unternehmen alle Leistungen rund um das Thema Wasser und andere Ressourcen in einem Geschäftssegment gebündelt
In den USA, im Bundesstaat Tennessee, ist die BAUER Foundation Corp. für die Sanierung des Center Hill Damms verantwortlich. Mithilfe einer Fräse BC 50 auf einem Seilbagger MC 128, einem Schlitzwandgreifer auf einem MC 96 und einer BG 50 werden für die 280 m lange Dichtwand Tiefen bis zu 100 m bearbeitet. >>>
haben, so dass wir unseren Kunden eine sehr umfangreiche Produkt- und Leistungspalette anbieten können. Dies wird sich in Zukunft bezahlt machen.
Produkte
Durch die Konzentration auf Produkte und Dienstleistungen, die sich mit Boden und Grundwasser beschäftigen, sind wir in der Lage sowohl in unserem Baugeschäft, als auch im Maschinenbau technologisch führend zu sein. Das Zusammenspiel von Bau und Maschinenbau – zum einen die Anwendung von anspruchsvollen Bauverfahren und zum anderen die Konstruktion und Fertigung hochwertiger Geräte mit modernster Technik – ermöglicht uns viele Synergien bei der Entwicklungsarbeit. Dadurch können wir mit unseren Verfahren eine Vorreiterrolle einnehmen.
Im Maschinengeschäft mussten wir in den vergangenen Jahren wegen der Veränderungen am Markt besondere Anstrengungen unternehmen. Durch eine neue Organisation der Entwicklungsarbeit ist es uns gelungen die Dynamik bei der Entwicklung einzelner Produkte nochmals deutlich zu erhöhen. Die Möglichkeiten der modernen elektronischen Steuerung haben wir intensiv genutzt, um unsere Geräte noch vielseitiger und verlässlicher zu machen. Speziell haben wir große Anstrengungen unternommen, um durch die Aufnahme und Auswertung großer Datenmengen die Leistung der Geräte sehr gut nachweisen zu können.
Das Produkt ist im Maschinenbau nicht nur das Gerät selbst. Für unsere Kunden hat die Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen sowie der Geräteservice immer größere
Die Schleuse Trier erhält ein weiteres Becken. Die BAUER Spezialtiefbau GmbH führte für den unteren Vorhafen 260 lfm überschnittene Pfahlwand bis 12 m Tiefe aus. Die Pfahlwand wurde mit 225 Stabverpresspfählen bis 20 m Länge rückverankert. >>>
Bedeutung. Mit vielen Maßnahmen haben wir diese Bereiche erheblich ausgebaut. Alle unsere weltweiten Läger sind heute elektronisch vernetzt, so dass sich die Verfügbarkeit von Teilen wesentlich verbessert hat. In allen Regionen der Welt haben wir Service Center eingerichtet, die mit kurzer Reaktionszeit für unsere Kunden verfügbar sind – was diese sehr zu schätzen wissen. Wir gehen davon aus, dass die besseren Vertriebserfolge der letzten Zeit auch stark auf diese Themen zurückzuführen sind. Wir sind überzeugt, dass wir mit ausgezeichneten Produkten am Markt sind und diese eine gute Basis für Erfolge der Zukunft darstellen.
Im Bereich Resources konnten wir in den letzten Jahren vielfach zeigen, dass wir Leistungen anbieten, die am Markt großes Interesse erwecken. Speziell unsere Lösungen im Bereich der Umwelttechnik, wie die Pflanzenkläranlage zur Reinigung von ölverschmutztem Wasser im Oman, fanden vielfach öffentliche Anerkennung.
Nach einem sehr schwierigen Jahr 2013 starten wir mit der beschriebenen Ausgangssituation in das Jahr 2014. Wir sehen gute Märkte und haben uns bei den Produkten so aufgestellt, dass wir gegenüber unseren Wettbewerbern eine gute Position erreicht haben. Dennoch haben wir mit 2013 ein sehr unbefriedigendes Jahr hinter uns, was besonders auf spezielle Themen in unserem Geschäft zurückzuführen ist.
Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte haben ein höheres Risiko als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen, denn es beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann – den Baugrund oder den Boden. Auch bei aufwändigsten Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall im Ergebnis auch zu spürbaren Verlusten. Bis vor einigen Jahren war es noch eine Selbstverständlichkeit, dass derartige Probleme in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Bauunternehmen einer Lösung zugeführt wurden. Mittlerweile ist es eher üblich geworden, dass diese Themen nahezu nur noch in Konfrontation und auf dem juristischen Weg gelöst werden. Es gibt keine Anzeichen, dass sich dies in nächster Zeit ändern lässt. Unser Unternehmen unternimmt deshalb durch noch bessere Risikoanalyse und durch juristische Absicherungen große Anstrengungen, derartige Risiken zu mindern. Dennoch werden wir sie nie vollständig vermeiden können.
Andererseits ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden. Vor einigen Jahren hatten wir eine Phase, in der nahezu keine Risiken auftraten und auf vielen Baustellen die Chancen überwogen. Bei den zahlreichen Projekten, die wir bearbeiten, stellt sich naturgemäß ein guter Durchschnitt ein, wobei Ausreißer nach oben oder unten immer wieder auftreten werden.
Zusammengefasst soll dies verdeutlichen, dass ein schwieriges Jahr wie 2013 keine Verschlechterung unseres Geschäfts als Ganzes bewirkt. Nach diesem Jahr haben wir die gleichen Chancen wie zuvor und müssen diese durch gute und stetige Arbeit wieder für uns nutzen.
Leider hat uns das Jahr 2013 auch Lasten auferlegt, die wir in der Zukunft abarbeiten müssen. Durch den Bruch der Covenants ist es notwendig, einen Teil der Finanzierung unserer Geschäfte auf eine neue Basis zu stellen. Gemeinsam mit unseren Hausbanken bereiten wir derzeit die Umstellung der Finanzierung auf einen Konsortialkredit vor. Wir gehen davon aus, dass die neue Struktur im zweiten Quartal dieses Jahres umgesetzt werden kann. Die neue Finanzierung wird zu einer höheren Zinsbelastung führen als bisher, was sich auf das Ergebnis auswirken wird. Wir müssen deshalb für eine ausreichende Kostenentlastung und Ertragsverbesserung sorgen, um diese Belastung abzudecken.
Mit dem eingeleiteten Kostensenkungsprogramm sorgen wir derzeit dafür, die zusätzlichen Belastungen tragen und unsere Ergebnisziele erreichen zu können. Auch werden wir große Anstrengungen unternehmen, das Working Capital und die Bilanzsumme insgesamt etwas abzubauen, was die Finanzierungsaufwendungen entsprechend senken wird. Bei diesen Aufgaben kommt uns zugute, dass die Investitionsanstrengungen aus der Vergangenheit nun abgeschlossen sind. Alle unsere Werke sind auf dem neuesten Stand, so dass wir in den kommenden Jahren nur wenige Investitionen tätigen
müssen. Dies wird dazu führen, dass sich die Investitionen in Höhe der Abschreibungen bewegen und dass sich alle Mitarbeiter in den kommenden Jahren wieder ausschließlich auf das Geschäft konzentrieren können.
Betrachten wir das laufende Jahr, so geben neben den beschriebenen Faktoren auch die Erfahrungen in den vergangenen Monaten auf unseren Märkten Zuversicht, dass wir unsere Ziele erreichen werden. Im Baugeschäft haben wir in allen Regionen der Welt eine sehr zufriedenstellende Auftragslage, die es schon heute sehr wahrscheinlich macht, dass wir die Leistung des Vorjahres leicht überschreiten werden. Viele Märkte sind sehr dynamisch. Auf Mauritius werden wir einen Großauftrag ausführen, im Fernen Osten bearbeiten wir etliche Großprojekte, im arabischen Raum beginnen sich die Verzögerungen der Vergangenheit aufzulösen, in Ägypten haben wir einen sehr guten Auftragsbestand und auch in Amerika gibt es viele Chancen.
Im Maschinengeschäft waren die Auftragseingänge in den beiden letzten Monaten des Jahres 2013 sehr positiv und auch das neue Jahr hat mit erfreulichen Auftragseingängen begonnen. Die Vertriebsmitarbeiter in nahezu allen Regionen der Welt berichten über eine lebendige Nachfragesituation und wir erleben, dass die Kunden unsere Produkte auch gegenüber dem Wettbewerb sehr positiv beurteilen. Die Tiefbohrgeräte stoßen ebenfalls auf großes Interesse, so dass wir hier ebenfalls Erfolge erwarten können.
Der Bereich Resources macht noch am meisten Sorgen. Nach dem großen Rückschlag im vergangenen Jahr ist es nicht ganz einfach die Geschäfte wieder optimal auszurichten. Dennoch sehen wir gerade im Umweltbereich erhebliche Chancen und unser Projekt im Oman, an dem wir noch 20 Jahre tätig sein werden, gibt uns eine gute Stütze zur Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben. Wir gehen davon aus, dass wir hier 2014 ein leicht positives Ergebnis erreichen können. Langfristig, davon sind wir überzeugt, birgt dieser Bereich viele Chancen.
Erfolge in einem größeren Konzern haben auch viel mit der grundlegenden Organisation zu tun. In den vergangenen Jahren haben wir an diesem Thema viel gearbeitet und sind davon überzeugt, dass wir hier sehr gut aufgestellt sind. Wir haben größten Wert auf die internationale Vernetzung gelegt, so dass heute nahezu alle Tochterfirmen über eine zentrale
IT weltweit verbunden sind und gemeinsame Softwareplattformen nutzen. Dies ermöglicht uns eine perfekte Steuerung, was speziell im Bereich der Logistik und der Ersatzteilversorgung massive Vorteile bringt. Alle großen Standorte sind mit modernsten Videokonferenzsystemen ausgestattet, wodurch viele Reisekosten eingespart werden können. Auch bei den Managementsystemen haben wir große Fortschritte erzielt. Beim Thema HSE (Health Safety Environment) konnten viele positive Veränderungen erreicht werden und durch die weltweite IT-Vernetzung haben wir eine gute Internationalisierung erzielt.
Insgesamt sehen wir uns damit für die Zukunft gut aufgestellt. Wir arbeiten hart am Kostensenkungsprogramm, und mit wachsender Auslastung unserer Kapazitäten werden sich die Kostenrelationen zusätzlich verbessern. Auch wenn wir immer noch Überkapazitäten haben, benötigen wir diese, um die neuen Geschäfte bei Tiefbohrungen oder im Unterwasserbohren voranzutreiben. Gerade hier können wir bald einen guten Beitrag für die Zukunftsentwicklung erzielen.
Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen.
Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2014 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,55 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 20 bis 25 Mio. EUR. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR.
Vergleich Ist 2013 / Prognose 2014
| in Mio. EUR | Ist 2013 | Prognose 2014 |
|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 1.506,2 | ~1.550 |
| EBIT | 32,1 | ~75 |
| Periodenergebnis | -19,4 | ~20-25 |
Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit
früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt trotz der milderen Witterung in einigen Ländern, die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch.
Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der Normalisierung unseres Maschinengeschäfts, in dem durch die wieder niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen sind. Auch die Zahl der vorfinanzierten Geräte für unsere Kunden sind aufgrund deren Bedürfnisse stark angewachsen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Bilanzstruktur im kommenden Jahr erheblich verändern wird, da unser Geschäftsmodell mit hohen Vorfinanzierungen verbunden ist. Bei einer stärkeren Maschinennachfrage werden sich die Relationen aber wieder verbessern. Wir werden große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf etwa 33 % zu erhöhen.
Für den Konzern erwarten wir für die Jahre 2014 und 2015 eine positive Entwicklung. Wir planen ein Wachstum zwischen 3 % und 8 % gemäß unseren Langfristplanungen. Auch gehen wir davon aus, dass wir wieder ein steigendes Ergebnis erzielen können. Der Konzern hat sich weitgehend auf das veränderte Marktumfeld eingestellt, so dass wieder eine insgesamt positive Entwicklung erreicht werden kann.
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 keine Dividende auszuschütten. Nach einem Jahr wie 2013 ist es dringend geboten, die Mittel im Unternehmen zu belassen. Nach der Rückkehr zu einem guten positiven Ergebnis nach Steuern planen wir wieder eine Dividende auszuschütten.
Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.
Schrobenhausen, den 28. März 2014 BAUER Aktiengesellschaft
Prof. Thomas Bauer Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Die Bauer-Aktie
Europäische Zentralbank mit Niedrigzinspolitik
Europa befindet sich weiter im Krisenmodus. In Summe gab es im Jahr 2013 im Euroraum einen Rückgang beim realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 %. Griechenland, Portugal, Italien und Zypern hatten zum Teil erneut einen deutlichen Rückgang zu verkraften. Erst für das Jahr 2014 wird wieder ein Anstieg des BIP um 1,2 % erwartet.
Die Europäische Zentralbank versuchte weiter mit dem Ankauf von Staatsanleihen und sehr niedrigen Leitzinsen die Krisenstaaten zu stützen. Im Mai wurde der Leitzins von 0,75 % auf 0,5 % und im November auf 0,25 % gesenkt. Als Folge sind viele klassische Anlagemöglichkeiten unrentabel geworden. Das hat vor allem die Aktienmärkte getrieben, wo viele Indizes im Jahr 2013 deutlich angestiegen sind.
In den USA wurde die Wirtschaft durch den Haushaltsstreit und die Budgetprobleme negativ beeinflusst. Das Wachstum betrug 1,9 % und lag damit unter dem Vorjahr (2,2 %). In China war vor allem die Bauwirtschaft schwach. Das Wachstum des BIP blieb mit 7,7 % leicht unter Vorjahresniveau.
Die deutsche Wirtschaft konnte mit 0,4 % zumindest leicht zulegen und blieb das wirtschaftliche Zugpferd in Europa. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich weiter positiv. Die Arbeitslosenquote ging leicht zurück und die Zahl der Erwerbstätigen hat sich erhöht. Weiterhin positiv entwickelte sich der Baumarkt, der vor allem durch den Wohnungsbau getrieben war.
Nach der Bundestagswahl haben sich CDU/CSU und SPD im November auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Wie sich die geplanten Reformen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auswirken werden, bleibt abzuwarten. Im Moment gehen Bundesregierung und Wirtschaftsforschungsinstitute von einem Wachstum zwischen 1,2 % und 2,0 % für 2014 aus.
Negativer Geschäftsverlauf beeinflusst Bauer-Aktie
Der Kursverlauf der Bauer-Aktie im Jahr 2013 war geprägt von der schwachen Geschäftsentwicklung. Daher konnte die Aktie über Jahressicht nicht an der Börsenrally von DAX (+25,5 %), MDAX (+36,4 %) und SDAX (+27,2 %) teilhaben.
Zu Beginn des Jahres entwickelte sich der Kurs von der Eröffnung bei 19,94 EUR zunächst positiv und konnte bis Mitte Februar auf 23,05 EUR zulegen. Dies markierte gleichzeitig das Jahreshoch. Bis Anfang April folgte die Aktie dem schwächeren Börsentrend und fiel dabei unter 19 EUR zurück.
In der Folge erholte sich der Kurs bis Mitte Mai wieder auf über 22 EUR, doch die schwachen Geschäftszahlen des ersten Quartals brachten einen langfristigen negativen Kursverlauf bis Mitte Juli auf 18,18 EUR.
Die erste Anpassung der Prognose vor den Halbjahreszahlen setzte die Aktie nach einer leichten Erholung aber wieder deutlich zurück. Am 5. August wurde das Jahrestief bei 17,33 EUR erreicht.
Kursentwicklung der Bauer-Aktie 2013
Der Kurs konnte sich bis Mitte Oktober wieder langsam erholen und stieg kurzzeitig sogar bis auf annähernd 22 EUR an, doch die Ad-hoc Meldung über den erwarteten Verlust zum Ende des Geschäftsjahres ließ die Aktie erneut deutlich unter 18 EUR zurückfallen.
Bis zum Jahresende zeigte sich ein leichter Aufwärtstrend, so dass die Aktie am letzten Handelstag bei 18,81 EUR mit 5,7 % unter Eröffnungskurs schloss.
Beständige Kapitalmarktkommunikation
Insgesamt 10 Analysten, einer weniger als im Vorjahr, berichteten im Jahr 2013 mit einem Research über die BAUER AG. Zum Jahresende gab es zwei positive, fünf neutrale und drei negative Empfehlungen zur Aktie. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 18,61 EUR.
Die Teilnahme an Roadshows, u.a. in Skandinavien, London, Frankfurt oder Zürich, sowie an den großen Kapitalmarktkonferenzen, sind fester Bestandteil der kontinuierlichen Kommunikationsstrategie von Vorstand und Investor Relations.
Durch die BAUER App und den Newsletter BAUERcompact, die beide im Jahr 2013 gestartet wurden, versuchen wir den Informationsfluss mit unseren Privataktionären und weiteren Interessierten zu intensivieren.
Im Zentrum der Informationspolitik steht weiterhin die Hauptversammlung am Stammsitz in Schrobenhausen, zu der Prof. Bauer rund 600 Aktionäre und Gäste begrüßen durfte und in seinem Vortrag über die aktuelle Geschäftslage berichtete.
Informationen zur Aktie
| ISIN / WKN | DE0005168108 / 516810 |
|---|---|
| Börsenkürzel | B5A |
| Handelssegment | Frankfurt, Prime Standard |
| Aktienindizes | SDAX, CDAX, GEX, DAXPlus Family Classic All Share, Prime All Share |
| Aktiengattung | Inhaberstückaktien ohne Nennwert |
| Grundkapital | EUR 73.001.420,45 |
| Aktienanzahl | 17.131.000 |
| Aktionärsstruktur | Familie Bauer 48,19 %, Streubesitz 51,81 % |
Dividendenpolitik
Grundsätzlich verfolgen wir eine Dividendenstrategie, die eine angemessene und faire Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg, Kontinuität und eine Sicherung der Eigenkapitalquote zum Ziel hat.
Durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013, der den Rückgang der Eigenkapitalquote von 30,2 % auf 26,5 % verursacht hat, steht für uns im Vordergrund die Eigenkapitalquote in den nächsten Jahren wieder gut zu erhöhen.
Daher werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 26. Juni 2014 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten.
Mehr Informationen: http://ir.bauer.de
| KENNZAHLEN | 2010 | 2011 | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,04 | 1,86 | 1,44 | -0,99 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 0,60 | 0,50 | 0,30 | 0 * |
| Dividendensumme (in TEUR) | 10.279 | 8.566 | 5.139 | 0 * |
| Jahresschlusskurs (in EUR) | 35,30 | 21,10 | 19,32 | 18,81 |
| Jahreshoch (in EUR) | 36,81 | 38,49 | 26,50 | 23,05 |
| Jahrestief (in EUR) | 27,38 | 16,04 | 16,13 | 17,33 |
| Marktkapitalisierung Jahresende (in TEUR) | 604.724 | 361.464 | 330.971 | 322.234 |
| Durchschnittliches tgl. Handelsvolumen (Stück) | 46.084 | 65.885 | 48.584 | 39.017 |
* vorgeschlagen, vorbehaltlich Zustimmung Hauptversammlung am 26. Juni 2014
Corporate Governance Bericht
UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Nachfolgend berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens. Der Corporate Governance Bericht enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB, die Bestandteil des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2013 ist.
Entsprechenserklärung 2013
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Berichtsjahr mit Vorbehandlung im Präsidial- und Personalausschuss mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Am 5. Dezember 2013 wurde nachfolgende Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen:
"Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2012 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:
-
- Abweichend von Ziff. 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen.
-
- Abweichend von Ziff. 4.1.5, Ziff. 5.1.2 und Ziff. 5.4.1 wird bei der Besetzung von Führungsfunktionen, bei der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats keine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse,
der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen.
-
- Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S. 5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde.
-
- Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird abweichend zu Ziff. 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern liegt die Verantwortung hinsichtlich der Auswahl von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen, die das Alter bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen. Sollte ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied während der Amtszeit aufgrund des Alters nicht mehr fähig sein, das Amt in angemessenem Umfang wahrzunehmen, so wird auf die Vernunft der handelnden Personen vertraut.
-
- Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 war abweichend von Ziff. 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 101 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.
Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex."
Die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z. B. Internet) wird den Aktionären seitens der Gesellschaft entgegen der Anregung im Deutschen
Corporate Governance Kodex bislang nicht ermöglicht, da die Hauptversammlung grundsätzlich eine Präsenzveranstaltung ist und insbesondere die Übertragung der Redebeiträge einzelner Aktionäre sowie die zusätzlich entstehenden Kosten in Abwägung gegenüber dem zu erwartenden Nutzen kritisch gesehen wird.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Die BAUER AG ist eine nach der deutschen Rechtsordnung gegründete Aktiengesellschaft. Der Gesellschaft ist durch das deutsche Aktienrecht ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben, das von einer strikten personellen Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist. In der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sind zudem die Grundstrukturen der Zusammenarbeit festgelegt.
Der Vorstand der BAUER AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Ihm obliegt die eigenverantwortliche Leitung der Unternehmensgruppe und der Holdinggesellschaft. Die Mitglieder des Vorstands arbeiten kollegial zusammen. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes Vorstandsmitglied in dem ihm zugewiesenen Ressorts eigenverantwortlich. Der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Vorstand. Die Vorstandsmitglieder unterrichten den Vorstandsvorsitzenden laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts. Zwingende Entscheidungsbefugnisse des Gesamtvorstands sind in der Geschäftsordnung für den Vorstand festgelegt.
Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Dabei hat der Vorstand für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und dessen Ausschüsse zeitnah und umfassend in Textform mit monatlichen Berichten, in Telefonkonferenzen und in regelmäßig stattfindenden Sitzungen, sowie bei Bedarf in außerordentlichen Sitzungen, über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage, des Risikomanagements, der Internen Revision und der Compliance. Abweichungen des
Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen werden erläutert und begründet.
Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und achtet bei der Zusammensetzung des Vorstands zusätzlich zur maßgeblichen fachlichen Qualifikation unter Berücksichtigung der internationalen Tätigkeit des Unternehmens auch auf Vielfalt (Diversity). Der Aufsichtsrat legt ferner das System der Vorstandsvergütung fest, überprüft es regelmäßig und bestimmt die individuelle Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Er überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. In der Satzung der Gesellschaft sind hierzu zustimmungspflichtige Geschäfte festgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns zu prüfen. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern. Sechs Mitglieder werden von den Arbeitnehmern der deutschen Betriebe des Konzerns gewählt und die weiteren sechs Mitglieder im Aufsichtsrat sind von der Hauptversammlung gewählte Vertreter der Anteilseigner. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Zudem ist jedes Aufsichtsratsmitglied verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen zu legen. Interessenkonflikte wurden dem Aufsichtsrat von dessen Mitgliedern im Berichtsjahr nicht offengelegt.
Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung
Die nachfolgenden Zielsetzungen sind seitens des Nominierungsausschusses und des Aufsichtsrats bei den Kandidatenvorschlägen zu den Aufsichtsratswahlen in der Hauptversammlung zu berücksichtigen:
- Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
- Bei der Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner ist die Prägung der Unternehmensgruppe als Familienunternehmen und die Auswirkungen dieser Prägung auf die Unternehmenskultur zu berücksichtigen, so dass zwei Mitglieder aus der Familie Bauer stammen sollen, sofern die Kandidaten geeignet sind.
- Mindestens zwei der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner sollen große Erfahrungen im Management von Unternehmen des Bau- bzw. Baumaschinenbaus aufweisen.
- Mindestens eines der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.
- Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer werden nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer gewählt.
- Dem Aufsichtsrat sollen insgesamt nicht mehr als vier Mitglieder angehören, die in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zur BAUER AG, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.
- Die Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Bei der Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder soll zudem keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen.
In der derzeitigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats sind die Zielsetzungen vollständig eingehalten.
Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse Der Aufsichtsrat hat aus seinen Mitgliedern insgesamt vier ständige Ausschüsse gebildet, die die Arbeit im Plenum unterstützen. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie deren Aufgaben und Verfahrensregeln sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegt. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse und bereiten im Rahmen ihrer Aufgabenstellungen Entscheidungen des Aufsichtsratsplenums vor.
Dem Präsidial- und Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende an sowie je ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer gewähltes Mitglied. Er bereitet unter anderem Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und zur Festlegung des Vergütungssystems für den Vorstand vor und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Darüber hinaus befasst er sich mit Fragen der Corporate Governance.
Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Entsprechend den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verfügt der Vorsitzende dieses Ausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie internen Kontrollverfahren und ist weder ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft noch zugleich der Aufsichtsratsvorsitzende. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weiter hat sich der Ausschuss im Berichtsjahr mit Prüfungshandlungen zur Wahrung der Compliance des Unternehmens befasst. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Bestellung des Abschlussprüfers vor und holt dabei jedes Jahr eine Unabhängigkeitserklärung des Wirtschaftsprüfers im Vorfeld ein. Er unternimmt die Vorprüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts sowie des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns und erörtert die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer. Er prüft darüber hinaus die Quartalsfinanzberichte.
Der Nominierungsausschuss besteht aus drei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner. Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für die Hauptversammlung Wahlvorschläge geeigneter Kandidaten zum Aufsichtsrat zu unterbreiten. Dem nach dem Mitbestimmungsgesetz zu bildenden Vermittlungsausschuss gehören je zwei Mitglieder der Anteilseigner und der Arbeitnehmer an. Der Vermittlungsausschuss würde nur aktiv werden, falls bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern nicht die nach Mitbestimmungsgesetz erforderlichen Mehrheiten zustande kommen würden.
Der Aufsichtsratsvorsitzende fasst in seinem Bericht an die Hauptversammlung jährlich die Arbeit im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen im vergangenen Geschäftsjahr zusammen. Der Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2013 wird im Geschäftsbericht auf den Seiten 88 bis 89 veröffentlicht. Dieser Bericht wird hiermit in Bezug genommen.
Leitung des Unternehmens und Compliance
Das deutsche Recht, insbesondere das Aktien-, das Mitbestimmungs- und das Kapitalmarktrecht, sowie die Satzung der Gesellschaft bilden den Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance des Unternehmens. Die Satzung der Gesellschaft wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.bauer.de im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance zur Verfügung gestellt. Durch den Vorstand wird das in der Unternehmensgruppe eingeführte Unternehmenshandbuch als zentrales Steuerungsinstrument zur Unternehmensführung verwendet. Darin wurden auch für die Unternehmensgruppe geltende Rahmenleitlinien und Führungsgrundsätze sowie das Grundwerteprogramm verankert, die die Basis für das ethische und moralische Verhalten der Mitarbeiter und das regelgerechte Verhalten im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bilden.
Ein angemessenes Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem sind im Unternehmen eingerichtet. Die wesentlichen Merkmale des Kontroll- und Risikomanagementsystems werden im Risikobericht des zusammengefassten Lageberichts erläutert. Das eingerichtete Risikomanagementsystem unterstützt die Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in der Unternehmensgruppe. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien im Unternehmen überprüft. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung sowie über Maßnahmen im Bereich der Internen Revision wird der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand unterrichtet.
Aktionäre und Transparenz
Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Internetseite zur Verfügung. Durch die Möglichkeit der Bevollmächtigung von Vertretern sowie durch die Bestellung eines Stimmrechtsvertreters der Gesellschaft zur weisungsgebundenen Ausübung des Stimmrechts werden die Aktionäre in der Stimmrechtsausübung unterstützt. Zudem wird eine elektronische Übertragungsmöglichkeit für die Übermittlung der Stimmrechtsvollmachten angeboten. Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft bestanden während des Geschäftsjahres nicht.
Die Gesellschaft unterrichtet kontinuierlich und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Umfangreiche Unterlagen und Informationen sind auf der Internetseite der Gesellschaft zu finden. Darüber hinaus werden elektronische Verbreitungssysteme und der elektronische Bundesanzeiger zur zeitnahen Kommunikation mit unseren Aktionären sowie der Öffentlichkeit genutzt.
Viermal im Geschäftsjahr berichtet die BAUER AG über die Geschäftsentwicklung durch Veröffentlichung der Quartalsfinanzberichte, des Halbjahresfinanzberichts und der Jahresabschlussunterlagen. Stimmrechtsmitteilungen und Insiderinformationen, die die Gesellschaft unmittelbar betreffen, werden vom Vorstand unverzüglich veröffentlicht. Die Hauptversammlung hat mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vorstandsvergütung nicht individuell offenzulegen, so dass es bei der Offenlegung nur der Gesamtvergütung des Vorstands sowie des Vergütungssystems im Vergütungsbericht auf den Seiten 61 bis 63 des Geschäftsberichts bleibt.
Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Mitglieder, die dem Vorstand am Jahresende angehörten, hielten am 31. Dezember 2013 insgesamt 1.741.022 (Vorjahr: 2.676.016) Stück Aktien der Gesellschaft, dies entspricht 10,16 % (Vorjahr: 15,62 %) des Grundkapitals der BAUER AG. Mitglieder, die dem Aufsichtsrat angehörten, hielten zum selben Tag 1.310.431 (Vorjahr: 2.492.299) Stück Bauer-Aktien, dies entspricht 7,65 % (Vorjahr: 14,55 %) des Grundkapitals der Gesellschaft.
Bericht des Aufsichtsrats 2013
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht und sich intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens befasst.
Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende besuchte zudem zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden verbundene Unternehmen im Ausland, um sich vor Ort einen Eindruck über die Geschäftsentwicklung zu verschaffen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen.
Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit der Ergebnisentwicklung bei einzelnen Großprojekten, der Einführung eines Kostensenkungsprogramms und der Liquiditätssituation auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat hat den angemessenen Umgang des Vorstands mit diesen Themen sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns überprüft und beratend begleitet. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.
Im vergangenen Geschäftsjahr war lediglich eine personelle Änderung im Aufsichtsrat zu verzeichnen. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Walter Sigl aus dem Anstellungsverhältnis mit der BAUER Gruppe rückte Herr Stefan Reindl als neues Aufsichtsratsmitglied im Juli des vergangenen Jahres als gewähltes Ersatzmitglied der Arbeitnehmer nach.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum
Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Plenumssitzungen und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung des Plenums statt. Bis auf zwei Sitzungen, in der jeweils ein Aufsichtsratsmitglied fehlte, nahmen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder an den Aufsichtsratssitzungen teil.
In der Bilanzsitzung zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2012 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren neben der Ergebnisentwicklung und dem Projektabwicklungsstatus bei einzelnen Großprojekten, die Vorbereitung der anstehenden Hauptversammlung, die Wettbewerbssituation im Maschinenvertrieb sowie das Vergütungssystem und die Vergütung für die Vorstandsmitglieder. Weiter wurde die Amtszeit und der Vorstandsvertrag des Vorstandsmitglieds Hartmut Beutler um weitere fünf Jahre verlängert.
In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Zwischenbericht zum ersten Quartal des Jahres 2013, mit der Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie mit der Vermarktung von Tiefbohranlagen des Segments Maschinen befasst. Die Septembersitzung fand bei einer Tochterfirma in Nordhausen statt. Neben der Ergebnisentwicklung bei Großprojekten des Segments Bau und Resources wurde die Einhaltung von Finanzkennzahlen in Finanzierungsvereinbarungen erörtert und ein Kostensenkungsprogramm vorgestellt, das vom Aufsichtsrat befürwortet wurde. Zudem wurde der mittelfristigen Konzernbilanzplanung zugestimmt.
Ende Oktober des vergangenen Jahres fand eine außerordentliche Telefonkonferenz statt, in der die Aufstellung des aktuellen Quartalsfinanzberichts und die Bewertung von Projektergebnissen sowie die Auswirkungen auf Finanzierungsvereinbarungen und die Anpassung der Prognose für das laufende Jahr überprüft wurden. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde
im Schwerpunkt auf die Finanzierungssituation sowie das Kostensenkungsprogramm eingegangen. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex wurde beschlossen und der Jahresplanung für das Jahr 2014 sowie der Aufgliederung des Tantiemerahmens für die Mitarbeiter wurde zugestimmt.
Arbeit in den Ausschüssen
Im Geschäftsjahr 2013 gab es vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss nicht zusammentreten mussten. Die Ausschussvorsitzenden haben in den Plenumssitzungen regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse berichtet. Die Sitzungen der Ausschüsse im Geschäftsjahr fanden jeweils unter Beteiligung aller Mitglieder statt.
Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Verlängerung der Amtszeit und des Vorstandsvertrages von Herrn Hartmut Beutler behandelt.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Telefonkonferenzen und zwei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Zwischenberichte und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie mit der Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit vorbereitet. Weiter hat sich der Prüfungsausschuss mit dem Projektstatus und dem Abschreibungsbedarf beim Großprojekt in Jordanien befasst sowie mit der Projektabwicklung anderer Großprojekte des Baubereiches und des Segments Resources. Die Finanzierungssituation des Konzerns und der Umgang mit vereinbarten Finanzkennzahlen wurden geprüft und die Einführung eines Kostensenkungsprogramms beratend begleitet. Die Einhaltung geltender Gesetze und Richtlinien im Rahmen des eingerichteten Risikomanagementsystems sowie die Prüfungshandlungen der Internen Revision wurden in einer eigenen Sitzung behandelt.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2013
Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2013 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an den entsprechenden Sitzungen des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats teilgenommen.
Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer, hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 9. April 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen.
Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihren großartigen Einsatz und die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Schrobenhausen, April 2014 Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Reinhardt Aufsichtsratsvorsitzender
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER Aktiengesellschaft nach HGB
92 Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER Aktiengesellschaft
93 Bilanz der BAUER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2013
Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER Aktiengesellschaft
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 28.752 | 30.495 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 861 | 2.124 |
| 29.613 | 32.619 | ||
| 3. | Materialaufwand | -1.202 | -1.733 |
| 4. | Personalaufwand | -13.833 | -14.613 |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-2.990 | -3.191 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.150 | -13.776 |
| -28.175 | -33.313 | ||
| Betriebliches Ergebnis | 1.438 | -694 | |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 10.296 | 4.356 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.056 | 7.029 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.532 | -4.804 |
| Finanzergebnis | 13.820 | 6.581 | |
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 15.258 | 5.887 |
| 11. Außerordentliche Aufwendungen | -140 | -141 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.674 | -609 | |
| 13. Sonstige Steuern | -21 | -17 | |
| 14. | Jahresüberschuss | 13.423 | 5.120 |
| 15. Gewinnvortrag | 14.025 | 22.309 | |
| 16. | Bilanzgewinn | 27.448 | 27.429 |
Bilanz der BAUER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2013
Aktiva
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | |||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.012 | 2.982 | |||
| II. | Sachanlagen | 3.556 | 3.822 | |||
| III. | Finanzanlagen | 105.696 | 115.696 | |||
| 112.264 | 122.500 | |||||
| B. | Umlaufvermögen | |||||
| I. | Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
27 | 74 | |||
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen) |
168.523 (166.063) |
174.049 (172.622) |
|||
| III. | Guthaben bei Kreditinstituten | 1.629 | 1.517 | |||
| 170.179 | 175.640 | |||||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 1.008 | 586 | |||
| D. | Aktive latente Steuern | 218 | 352 | |||
| 283.669 | 299.078 | |||||
Passiva
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 73.001 | 73.001 |
| II. | Kapitalrücklage | 39.781 | 39.781 |
| III. | Gewinnrücklagen | 15.100 | 15.100 |
| IV. | Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag TEUR 22.309; Vorjahr TEUR 14.025) |
27.448 | 27.429 |
| 155.330 | 155.311 | ||
| B. | Rückstellungen (davon Rückstellungen für Pensionen) |
6.158 (4.913) |
6.716 (5.575) |
| C. | Verbindlichkeiten (davon Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen) |
122.181 (38.833) |
137.051 (53.830) |
| 283.669 | 299.078 | ||
Konzernabschluss nach IFRS
- 96 Gewinn- und Verlustrechnung des BAUER Konzerns
- 96 Gesamtergebnisrechnung des BAUER Konzerns
- 97 Kapitalflussrechnung des BAUER Konzerns
- 98 Bilanz des BAUER Konzerns zum 31. Dezember 2013
- 100 Entwicklung des Eigenkapitals des BAUER Konzerns
- 1 0 1 Anhang des BAUER Konzerns
- 176 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- 177 Bestätigungsvermerk
Die Schleuse Zerben des Elbe-Havel-Kanals bekommt ein neues Schleusenbecken. Die BAUER Spezialtiefbau GmbH stellte dafür von Mai bis September 2013 die Baugrube her. Zu 11.900 m2 gegreiferter Schlitzwand kamen Aussteifungen und 980 Verpresspfähle zur Auftriebssicherung der Unterwasserbetonsohle. >>>
Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung des BAUER Konzerns
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
01.01. - 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | (5) | 1.344.421 | 1.404.169 | |
| 2. | Bestandsveränderungen | -22.355 | -4.423 | ||
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | (6) | 24.249 | 19.196 | |
| 4. | Sonstige Erträge | (7) | 29.763 | 30.579 | |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 1.376.078 | 1.449.521 | |||
| 5. | Materialaufwand | (8) | -686.834 | -755.906 | |
| 6. | Personalaufwand | (9) | -324.989 | -342.815 | |
| 7. | Abschreibungen | ||||
| a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen | (10) | -76.403 | -79.696 | ||
| b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | (11) | -15.392 | -14.196 | ||
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | (12) | -200.456 | -224.827 | |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 72.004 | 32.081 | |||
| 9. | Finanzerträge | (13) | 5.972 | 7.729 | |
| 10. Finanzaufwendungen | (14) | -44.657 | -45.541 | ||
| 11. Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 5.549 | -226 | |||
| ERGEBNIS VOR STEUERN | 38.868 | -5.957 | |||
| 12. Ertragsteueraufwand | (15) | -13.095 | -13.474 | ||
| PERIODENERGEBNIS | 25.773 | -19.431 | |||
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | 24.739 | -16.927 | |||
| davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 1.034 | -2.504 |
| in EUR | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
01.01. - 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | (16) | 1,44 | -0,99 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (16) | 1,44 | -0,99 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
Gesamtergebnisrechnung
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
01.01. - 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 25.773 | -19.431 | |
| Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
-15.986 | 970 | |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung | 4.470 | -226 | |
| Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente In den Gewinn und Verlust übernommen Erfolgsneutral verrechnete Latente Steuern auf Finanzinstrumente |
-2.299 -6 516 |
2.094 -310 -642 |
|
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -3.625 | -15.678 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern Gesamtergebnis |
-16.930 8.843 |
-13.792 -33.223 |
|
| davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | 8.902 | -28.924 | |
| davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | -59 | -4.299 |
Kapitalflussrechnung des BAUER Konzerns
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||
| Ergebnis vor Steuern | 38.868 | -5.957 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 76.403 | 79.696 |
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 15.392 | 14.196 |
| Erhaltene Finanzerträge | -4.573 | -4.610 |
| Gezahlte Finanzaufwendungen | 40.080 | 39.358 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -6.547 | 8.795 |
| Erhaltene Dividenden | 796 | 2.951 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -2.624 | -3.175 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.878 | -3.029 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -12.422 | -58.049 |
| Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen | -26.153 | -31.950 |
| Veränderung der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | 4.027 | 2.279 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | -1.743 | 7.717 |
| Veränderung der Vorräte | 18.193 | -22.687 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.855 | 20.451 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 16.274 | 4.424 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | -2.088 | -4.968 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 171.616 | 45.442 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -5.903 | -7.026 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 165.713 | 38.416 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel | -1.282 | 0 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -100.907 | -89.240 |
| Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen | 25.592 | 22.053 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 443 | 34 |
| Erwerb von Finanzanlagen (Beteiligungen) | -33 | 0 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -76.187 | -67.153 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 56.551 | 111.650 |
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -71.369 | -17.317 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | -6.256 | -11.012 |
| Gezahlte Dividenden | -9.950 | -6.589 |
| Gezahlte Zinsen | -40.029 | -39.342 |
| Erhaltene Zinsen | 3.045 | 6.186 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -68.008 | 43.576 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | 21.518 | 14.839 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -1.233 | -2.854 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | 20.285 | 11.985 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 24.947 | 45.232 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 45.232 | 57.217 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 20.285 | 11.985 |
Bilanz des BAUER Konzerns zum 31. Dezember 2013
Aktiva
| in Tausend EUR | Anhang | 01.01.2012 (angepasst) |
31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | (17) | |||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
10.395 | 12.251 | 11.038 | ||
| 2. Geschäfts- und Firmenwert | 2.031 | 2.203 | 0 | ||
| 3. Aktivierte Softwarekosten | 298 | 174 | 90 | ||
| 4. Aktivierte Entwicklungskosten | 17.579 | 19.939 | 24.260 | ||
| 30.303 | 34.567 | 35.388 | |||
| II. | Sachanlagen und Investment Property | (17) | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 205.851 | 202.915 | 211.577 | ||
| 2. Investment Property | 998 | 961 | 863 | ||
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 216.947 | 210.692 | 214.496 | ||
| 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 29.118 | 27.734 | 27.319 | ||
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.658 | 23.014 | 5.282 | ||
| 458.572 | 465.316 | 459.537 | |||
| III. At-Equity-bewertete Anteile | 8.803 | 13.133 | 9.972 | ||
| IV. Beteiligungen | 3.627 | 3.638 | 3.613 | ||
| V. | Aktive latente Steuern | (18) | 19.629 | 28.172 | 26.299 |
| VI. Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | (19) | 43.975 | 40.770 | 36.762 | |
| VII. Sonstige langfristige Vermögenswerte | (20) | 8.717 | 7.627 | 7.564 | |
| VIII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (21) | 6.205 | 6.846 | 5.420 | |
| 579.831 | 600.069 | 584.555 | |||
| B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| I. | Vorräte | (22) | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 154.991 | 154.399 | 146.666 | ||
| 2. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren | 312.148 | 275.395 | 272.686 | ||
| 467.139 | 429.794 | 419.352 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (23) | ||||
| 1. Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 89.501 | 116.398 | 143.234 | ||
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 263.190 | 272.443 | 323.008 | ||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
87 | 344 | 444 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen | 3.507 | 2.825 | 3.725 | ||
| 5. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 47.774 | 40.309 | 30.695 | ||
| 6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 10.330 | 17.487 | 19.551 | ||
| 414.389 | 449.806 | 520.657 | |||
| III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.786 | 4.514 | 3.437 | ||
| IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (24) | 24.947 | 45.232 | 57.217 | |
| 911.261 | 929.346 | 1.000.663 | |||
| 1.491.092 | 1.529.415 | 1.585.218 |
Passiva
| in Tausend EUR | Anhang | 01.01.2012 (angepasst) |
31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| A. | EIGENKAPITAL | (25) | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 73.001 | 73.001 | 73.001 | |
| II. | Kapitalrücklage | 38.404 | 38.404 | 38.404 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 315.939 | 317.930 | 285.197 | ||
| IV. Minderheitsgesellschafter | 33.637 | 33.205 | 22.809 | ||
| 460.981 | 462.540 | 419.411 | |||
| B. | LANGFRISTIGE SCHULDEN | (26) | |||
| I. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 355.171 | 426.186 | 247.775 | |
| II. | Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 17.661 | 16.187 | 17.265 | |
| III. Pensionsrückstellungen | (27) | 63.931 | 80.439 | 81.637 | |
| IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 10.274 | 7.427 | 6.483 | ||
| V. | Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 14.769 | 22.712 | 14.397 | |
| VI. Passive latente Steuern | (18) | 12.962 | 19.397 | 14.788 | |
| 474.768 | 572.348 | 382.345 | |||
| C. | KURZFRISTIGE SCHULDEN | (28) | |||
| I. | Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 251.567 | 168.090 | 427.589 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 8.321 | 8.789 | 10.185 | ||
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 14.292 | 18.898 | 9.801 | ||
| 4. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 13.613 | 29.982 | 32.839 | ||
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 160.156 | 172.713 | 194.471 | ||
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
195 | 173 | 219 | ||
| 7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 60.575 | 60.514 | 69.873 | ||
| 8. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 22.185 | 13.783 | 12.102 | ||
| 530.904 | 472.942 | 757.079 | |||
| II. Rückstellungen | |||||
| 1. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 5.733 | 4.808 | 9.606 | ||
| 2. Rückstellungen | (29) | 16.903 | 14.893 | 14.809 | |
| 3. Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen | (27) | 1.803 | 1.884 | 1.968 | |
| 24.439 | 21.585 | 26.383 | |||
| 555.343 | 494.527 | 783.462 | |||
| 1.491.092 | 1.529.415 | 1.585.218 |
Entwicklung des Eigenkapitals des BAUER Konzerns vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Währungs umrechnung |
Ausgleichs posten IFRS |
Rücklage aus Sicherungs geschäften |
Minder heitsgesell schafter |
Gesamt | |
| Stand am 01.01.2012 | 73.001 | 38.404 | 306.836 | 10.019 | 10.387 | -1.933 | 33.720 | 470.434 |
| Erstanwendung von IAS 19 R |
-9.370 | -83 | -9.453 | |||||
| Stand am 01.01.2012 (angepasst) |
73.001 | 38.404 | 297.466 | 10.019 | 10.387 | -1.933 | 33.637 | 460.981 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 24.739 | 0 | 0 | 0 | 1.034 | 25.773 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung |
0 | 0 | 0 | -2.646 | 0 | 0 | -979 | -3.625 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsver- hältnisses |
0 | 0 | -15.829 | 0 | 0 | 0 | -157 | -15.986 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.305 | 0 | -2.305 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern |
0 | 0 | 4.427 | 0 | 0 | 516 | 43 | 4.986 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 13.337 | -2.646 | 0 | -1.789 | -59 | 8.843 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 1.816 | 0 | 0 | 0 | 850 | 2.666 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -8.565 | 0 | 0 | 0 | -1.385 | -9.950 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -162 | 0 | 0 | 0 | 162 | 0 |
| Stand am 31.12.2012 | 73.001 | 38.404 | 303.892 | 7.373 | 10.387 | -3.722 | 33.205 | 462.540 |
| Stand am 01.01.2013 (angepasst) |
73.001 | 38.404 | 303.892 | 7.373 | 10.387 | -3.722 | 33.205 | 462.540 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -16.927 | 0 | 0 | 0 | -2.504 | -19.431 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung |
0 | 0 | 0 | -13.865 | 0 | 0 | -1.813 | -15.678 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsver- hältnisses |
0 | 0 | 964 | 0 | 0 | 0 | 6 | 970 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.767 | 17 | 1.784 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern |
0 | 0 | -225 | 0 | 0 | -638 | -5 | -868 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -16.188 | -13.865 | 0 | 1.129 | -4.299 | -33.223 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | -2.887 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.887 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -5.139 | 0 | 0 | 0 | -1.450 | -6.589 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 4.217 | 0 | 0 | 0 | -4.647 | -430 |
| Stand am 31.12.2013 | 73.001 | 38.404 | 283.895 | -6.492 | 10.387 | -2.593 | 22.809 | 419.411 |
Anhang des BAUER Konzerns
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt, HRB 101375 eingetragen.
Die BAUER Unternehmensgruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Die BAUER AG ist seit September 2006 im SDAX gelistet. Im Zeitraum September 2008 bis September 2010 war die BAUER AG im MDAX gelistet.
1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie Sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.
In der BAUER Unternehmensgruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.
2. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -GRUNDSÄTZE
Konsolidierungskreis
In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, wenn sie aus der Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich sind:
Wenn die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts bei Bilanzsumme, konsolidierter Leistung sowie Periodenergebnis beträgt, wird unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Konsolidierungseffekten geprüft, welches Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Wesentlichkeitsbeurteilung für assoziierte Unternehmen beschränkt sich lediglich auf das Jahresergebnis. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segmentoder des Konzernjahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden.
In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle oder die Möglichkeit zur Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember sechs Gesellschaften (Vorjahr: fünf) betroffen.
Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die NuBa Equipment Ltd., Kanada, erstellte seinen Jahresabschluss auf den 30. September. Die BAUER Corporate Services Private Limited, Indien, erstellt ihren Abschluss auf den 31. März.
Segment Bau
Am 30. Juni 2013 wurde die OOO BAUER Technologie, Moskau, Russland, erstmals konsolidiert. Die OOO BAUER Technologie wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung bisher nicht konsolidiert.
Am 27. August 2013 wurde die SPESA Korrosionsschutz und Beschichtungen GmbH, Nordhausen, Deutschland rückwirkend zum 1. Januar 2013 auf die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland verschmolzen.
Segment Maschinen
Am 12. September 2013 wurden die Hausherr System Bohrtechnik GmbH, Unna, Deutschland sowie die ABS Trenchless GmbH, Olpe, Deutschland rückwirkend zum 1. Januar 2013 auf die KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland verschmolzen. Die ABS Trenchless GmbH wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung bisher nicht konsolidiert.
Zum 30. September 2013 wurde die BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland erstmals konsolidiert. Es handelt sich hierbei um eine Neugründung.
Segment Resources
Zum 31. März 2013 wurde die Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich erstmals konsolidiert. Es handelt sich hierbei um ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen, das unter Anwendung der Equity-Methode in den BAUER Konzern einbezogen wird.
Darüber hinaus ergaben sich seit dem 31. Dezember 2013 keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den BAUER Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden,
wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
3. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen, der Schätzung des Fertigstellungsgrades bei Fertigungsaufträgen und Bestimmung des Fair-Values bei einigen Finanzinstrumenten sowie der Bildung von Rück stellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.
4. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
4.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden:
• IAS 1 – Darstellung des Abschlusses
Klarstellung bezüglich der Angaben einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses (OCI).
• IAS 12 – Ertragsteuern
Ergänzung einer Ausnahme zur Bewertung latenter Steuerschulden oder latenter Steueransprüche aus zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.
• IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer
Änderung bezüglich Ansatz und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne, die Bilanzierung von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie zugehörigen Angabepflichten.
• IFRS 1 – Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
Ergänzung einer Befreiungsregel bei schwerwiegender Hochinflation sowie Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte für Erstanwender sowie Klarstellung über Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand mit einem nicht dem Marktniveau entsprechenden Zinssatz.
• IFRS 7 – Finanzinstrumente: Angaben Änderungen zu den Angabepflichten zu bilanzierten Finanzinstrumenten, die gemäß IAS 32 saldiert werden.
- IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Zusammenführung der Bemessungsgrundlagen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts innerhalb IFRS und Erweiterung der Anhangsangaben zum beizulegenden Zeitwert.
- IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks Erläuterung der Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten, die während der Abraumaktivität anfallen.
Das International Accounting Standards Board (IASB) hat im Mai 2012 im Rahmen des Prozesses zur jährlichen Verbesserung von Standards und Interpretationen einen weiteren Änderungsstandard veröffentlicht. Diese Änderungen sind erstmals für ein Geschäftsjahr, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt, verpflichtend anzuwenden.
Die Standards und Interpretationen, für die im Geschäftsjahr 2013 erstmals Anwendungspflicht besteht, haben mit Ausnahme der Auswirkungen von IAS 19 R keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER AG.
Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2013 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.
• IAS 27 – Einzelabschlüsse
IAS 27 Einzelabschlüsse ersetzt IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse und ist nur noch für Einzelabschlüsse relevant, da die den Konzernabschluss betreffenden Bestimmungen in IFRS 10 neu geregelt worden sind.
- IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Diese Änderung ersetzt IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und gibt die Voraussetzungen für die Anwendung der Equity-Methode bei assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen an.
- IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung
Die Änderung umfasst im Wesentlichen Klarstellungen einiger Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Ein finanzieller Vermögenswert darf mit einer finanziellen Verbindlichkeit nur saldiert werden, wenn der Anspruch gegenwärtig besteht, das heißt er darf nicht von einem zukünftigen Ereignis abhängig sein. Darüber hinaus klären die Änderungen, dass Bruttoaufrechnungsmechanismen (wie beispielsweise über Clearing-Stellen), die sowohl Kredit- und Liquiditätsrisiken eliminieren als auch Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeiten, der Nettoaufrechnung gleichzusetzen sind.
Die Auswirkungen des IAS 32 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
• IAS 36 – Wertminderung von Vermögenswerten
Im Zuge der Folgeänderung an IFRS 13 Bemessung zum beizulegenden Zeitwert wurden einige Angabevorschriften in IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten hinsichtlich Bemessung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten geändert.
Die Auswirkungen des IAS 36 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
• IAS 39 – Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung Mit der Änderung zu IAS 39 ist es möglich, Hedge-Accounting von Derivaten bei einem Wechsel der Vertragspartei, weiterzuführen. Diese Möglichkeit ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Die Auswirkungen des IAS 39 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
• IFRS 10 – Konzernabschlüsse
IFRS 10 ändert den Begriff der "Beherrschung" dahin gehend, dass zur Beurteilung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Diese Definition wird durch umfassende Anwendungsbeispiele gestützt, die verschiedene Arten der Beherrschung aufzeigen.
Die Auswirkungen des IFRS 10 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
• IFRS 11 – Gemeinsame Vereinbarungen
Durch die durch IFRS 11 geänderte Definitionen gibt es nunmehr zwei Arten gemeinsamer Vereinbarungen: Gemeinschaftliche Tätigkeit und Gemeinschaftsunternehmen. Ferner wurde das Wahlrecht für die Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen abgeschafft. Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmen sind verpflichtet, ihren Anteil gemäß der Equity-Methode nach IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in der Bilanz anzusetzen. Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit erfassen gemäß ihres Anteils Vermögenswerte und Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit. Ein Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit weist daher in seinem Konzernabschluss folgende Posten aus:
- Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten
- Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden
- Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen der gemeinschaftlichen Tätigkeit
- Seinen Anteil an den Umsatzerlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse durch die gemeinschaftliche Tätigkeit
- Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an jeglichen gemeinschaftlich entstandenen Aufwendungen
Die Auswirkungen des IFRS 11 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
• IFRS 12 – Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
IFRS 12 fordert Angaben, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (Zweckgesellschaften) verbunden sind. Die Auswirkungen des IFRS 12 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
- Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 Das Projekt des IASB, das die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 bewirkt, entsprang dem Konsultationsprozess rund um die Herausgabe von IFRS 10 Konzernabschlüsse. Die Auswirkungen daraus werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
- Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Mit der Sammeländerung an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 wird deren Übergangsbestimmung klargestellt. Eine vorzeitige Anwendung ist ausschließlich für alle Standards gemeinsam zulässig.
• IFRIC 21 – Abgaben
IFRIC 21 regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die nicht unter IAS 12 fallen. Hierbei wird festgelegt, wann eine derartige Verpflichtung als Verbindlichkeit anzusetzen ist.
Die Auswirkungen des IFRIC 21 werden voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG haben.
Des Weiteren wurde im Rahmen der jährlichen Verbesserungen der IFRS im Dezember 2013 ein weiterer Änderungsstandard veröffentlicht, für den voraussichtlich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der BAUER AG erwartet werden.
4.2. Anpassung nach IAS 8
a) Anwendung von IAS 19
Der geänderte Standard zu Leistungen an Arbeitnehmer bringt Veränderungen zu Ansatz, Bewertung, Angaben und Darstellung von Pensionsverpflichtungen. Der Standard fordert zudem die Berechnung von Nettozinsaufwand/-ertrag als das Produkt der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus leitungsorientierten Vorsorgeplänen (netto) und dem Diskontierungszinssatz wie zu Beginn des Jahres bestimmt. Der Effekt hieraus ist die Entfernung des vorherigen Konzepts des Ausweises von erwarteter Rendite auf Planvermögenswerte. IAS 19 R wurde in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften retrospektiv angewandt.
Durch die Erstanwendung des IAS 19 R ergaben sich folgende Auswirkungen auf das Periodenergebnis, den Ergebnisanteil der Minderheitsgesellschafter, das Konzerneigenkapital und die Konzernkapitalflussrechnung:
Periodenergebnis:
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2012 verminderte sich um die bisher enthaltenen Aufwendungen aus der Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste um TEUR 605. Darauf entfallen Ertragsteueraufwendungen in Höhe von TEUR 171, wodurch sich ein Effekt auf das Periodenergebnis in Höhe von TEUR 434 ergibt. Davon sind TEUR 430 als Ergebnisanteil den Aktionären der BAUER AG und TEUR 4 den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen.
Konzerneigenkapital und Pensionsrückstellungen:
Durch die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erhöhten sich die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2012 um TEUR 28.476 (01.01.2012: TEUR 13.095). Darauf entfallen TEUR 7.941 (01.01.2012: TEUR 3.642) latente Steuern, was zu einer Verminderung des Konzerneigenkapitals um TEUR 20.535 (01.01.2012: TEUR 9.453) führte. Diese Verminderung betraf mit TEUR -20.776 (01.01.2012: TEUR -9.370) die anderen Gewinnrücklagen, mit TEUR 434 den Bilanzgewinn und mit TEUR -193 (01.01.2012: TEUR -83) die Minderheitsgesellschafter. Die Änderungen zu den bisher in unseren Quartalsberichten ausgewiesenen Zahlen betreffen neue Erkenntnisse bei den Tochtergesellschaften in Indonesien und Taiwan. Die Pensionsrückstellungen dieser Gesellschaften wurden bisher nach den landesüblichen Gesetzen bewertet.
Konzernkapitalflussrechnung:
Die Verminderung des Personalaufwandes in Höhe von TEUR 605 spiegelte sich in der Konzernkapitalflussrechnung beim Ergebnis vor Steuern wieder, das nach Anpassung TEUR 38.868 betrug. Die im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthaltene Veränderung der Rückstellung hat sich durch die Erstanwendung des IAS 19 R um TEUR 15.210 erhöht und die Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens hat sich um TEUR -4.299 vermindert. In diesen Zahlen sind jeweils die Ertragsteueraufwendungen in Höhe von TEUR 171 enthalten. Die Gegenposition bildet die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen in Höhe von TEUR -11.516.
b) Anpassung der Vorjahreszahlen
Mit der Überarbeitung des Kontenplans und der Kontenzuordnung zu den Kategorien in IAS 39 wurde die Transparenz der Bilanz hinsichtlich der finanziellen Vermögenswerte und Schulden verbessert. Die bisher unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Zusätzlich wurde die Position "Träger, Spundwände" mit der Position "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe" und die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammengefasst und somit an die interne Berichterstattung angepasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen von den Segmenten Bau, Maschinen und Resources aus der Position "Sonstige Erträge" in die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend geändert. Die Änderungen sind als "Sonstige Anpassungen" in den folgenden Tabellen dargestellt.
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 (wie berichtet) |
Anpassungen Sonstige |
Anpassungen IAS 19 R |
01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 1.344.421 | 1.344.421 | ||
| 2. | Bestandsveränderungen | -22.355 | -22.355 | ||
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 24.249 | 24.249 | ||
| 4. | Sonstige Erträge | 39.547 | -9.784 | 29.763 | |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 1.385.862 | -9.784 | 1.376.078 | ||
| 5. | Materialaufwand | -686.834 | -686.834 | ||
| 6. | Personalaufwand | -325.594 | 605 | -324.989 | |
| 7. | Abschreibungen a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen |
-76.403 | -76.403 | ||
| b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte |
-15.392 | -15.392 | |||
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -210.240 | 9.784 | -200.456 | |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 71.399 | 0 | 605 | 72.004 | |
| 9. | Finanzerträge | 5.972 | 5.972 | ||
| 10. Finanzaufwendungen | -44.657 | -44.657 | |||
| 11. Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 5.549 | 5.549 | |||
| ERGEBNIS VOR STEUERN | 38.263 | 605 | 38.868 | ||
| 12. Ertragsteueraufwand | -12.924 | -171 | -13.095 | ||
| PERIODENERGEBNIS | 25.339 | 434 | 25.773 | ||
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | 24.309 | 430 | 24.739 | ||
| davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 1.030 | 4 | 1.034 |
Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
| in EUR | 01.01. - 31.12.2012 (wie berichtet) |
Anpassungen Sonstige |
Anpassungen IAS 19 R |
01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
|---|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 1,42 | 0,02 | 1,44 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 1,42 | 0,02 | 1,44 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 | ||
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
Anpassung der Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 (wie berichtet) |
Anpassungen Sonstige |
Anpassungen IAS 19 R |
01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 25.339 | 434 | 25.773 | |
| Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
0 | -15.986 | -15.986 | |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung | 0 | 4.470 | 4.470 | |
| Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente In den Gewinn und Verlust übernommen Erfolgsneutral verrechnete Latente Steuern auf Finanzinstrumente |
-1.839 -466 516 |
-460 460 |
-2.299 -6 516 |
|
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -3.625 | -3.625 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -5.414 | 0 | -11.516 | -16.930 |
| Gesamtergebnis | 19.925 | -11.082 | 8.843 | |
| davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | 19.874 | -10.972 | 8.902 | |
| davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 51 | -110 | -59 |
| in Tausend EUR | 01.01. - 31.12.2012 (wie berichtet) |
Anpassungen Sonstige |
Anpassungen IAS 19 R |
01.01. - 31.12.2012 (angepasst) |
|---|---|---|---|---|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 38.263 | 605 | 38.868 | |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | 76.403 | 76.403 | ||
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 15.392 | 15.392 | ||
| Erhaltene Finanzerträge | -4.573 | -4.573 | ||
| Gezahlte Finanzaufwendungen | 40.080 | 40.080 | ||
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 5.765 | -796 | -11.516 | -6.547 |
| Erhaltene Dividenden | 0 | 796 | 796 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -2.624 | -2.624 | ||
| Veränderung der Rückstellungen | -12.332 | 15.210 | 2.878 | |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -12.283 | -139 | -12.422 | |
| Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen | -26.153 | -26.153 | ||
| Veränderung der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | 4.027 | 4.027 | ||
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens |
2.417 | 139 | -4.299 | -1.743 |
| Veränderung der Vorräte | 18.193 | 18.193 | ||
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.767 | 3.088 | 14.855 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 16.274 | 16.274 | ||
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | 1.000 | -3.088 | -2.088 | |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 171.616 | 0 | 0 | 171.616 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -5.903 | -5.903 | ||
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 165.713 | 165.713 | ||
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||||
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel |
-1.282 | -1.282 | ||
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -100.907 | -100.907 | ||
| Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen | 25.592 | 25.592 | ||
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 443 | 443 | ||
| Erwerb von Finanzanlagen (Beteiligungen) | -33 | -33 | ||
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -76.187 | -76.187 | ||
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||||
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 56.551 | 56.551 | ||
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -71.369 | -71.369 | ||
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | -6.256 | -6.256 | ||
| Gezahlte Dividenden | -9.950 | -9.950 | ||
| Gezahlte Zinsen | -40.029 | -40.029 | ||
| Erhaltene Zinsen | 3.045 | 3.045 | ||
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -68.008 | -68.008 | ||
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | 21.518 | 21.518 | ||
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -1.233 | -1.233 | ||
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | 20.285 | 20.285 | ||
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 24.947 | 24.947 | ||
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 45.232 | 45.232 | ||
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 20.285 | 20.285 |
Anpassung der Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
Anpassung der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 Aktiva
| in Tausend EUR | 01.01.2012 (wie berichtet) |
An passungen Sonstige |
An passung IAS 19 R |
01.01.2012 (angepasst) |
31.12.2012 (wie berichtet) |
An passung Sonstige |
An passung IAS 19 R |
31.12.2012 (angepasst) |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||||||
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
10.395 | 10.395 | 12.251 | 12.251 | |||||
| 2. Geschäfts- und Firmenwert | 2.031 | 2.031 | 2.203 | 2.203 | |||||
| 3. Aktivierte Softwarekosten | 298 | 298 | 174 | 174 | |||||
| 4. Aktivierte Entwicklungskosten | 17.579 | 17.579 | 19.939 | 19.939 | |||||
| 30.303 | 30.303 | 34.567 | 34.567 | ||||||
| II. | Sachanlagen und Investment Property | ||||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
205.851 | 205.851 | 202.915 | 202.915 | |||||
| 2. Investment Property | 998 | 998 | 961 | 961 | |||||
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 216.947 | 216.947 | 210.692 | 210.692 | |||||
| 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
29.118 | 29.118 | 27.734 | 27.734 | |||||
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
5.658 | 5.658 | 23.014 | 23.014 | |||||
| 458.572 | 458.572 | 465.316 | 465.316 | ||||||
| III. At-Equity-bewertete Anteile | 8.803 | 8.803 | 13.133 | 13.133 | |||||
| IV. Beteiligungen | 3.627 | 3.627 | 3.638 | 3.638 | |||||
| V. | Aktive latente Steuern | 15.987 | 3.642 | 19.629 | 20.231 | 7.941 | 28.172 | ||
| VI. Forderungen aus Konzessions- vereinbarungen |
43.975 | 43.975 | 40.770 | 40.770 | |||||
| VII. Sonstige langfristige Vermögenswerte | 10.298 | -1.581 | 8.717 | 8.597 | -970 | 7.627 | |||
| VIII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
6.205 | 6.205 | 6.846 | 6.846 | |||||
| 577.770 | -1.581 | 3.642 | 579.831 | 593.098 | -970 | 7.941 | 600.069 | ||
| I. | B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vorräte |
||||||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 153.244 | 1.747 | 154.991 | 152.782 | 1.617 | 154.399 | |||
| 2. Träger und Spundwände | 1.747 | -1.747 | 0 | 1.617 | -1.617 | 0 | |||
| 3. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren |
312.148 | 312.148 | 275.395 | 275.395 | |||||
| 467.139 | 0 | 467.139 | 429.794 | 0 | 429.794 | ||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
|||||||||
| 1. Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) |
89.501 | 89.501 | 116.398 | 116.398 | |||||
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
255.102 | 8.088 | 263.190 | 264.216 | 8.227 | 272.443 | |||
| 3. Forderungen an Arbeitsgemein- schaften |
2.240 | -2.240 | 0 | 4.922 | -4.922 | 0 | |||
| 4. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis |
0 | ||||||||
| besteht | 87 | 87 | 344 | 344 | |||||
| 5. Geleistete Anzahlungen | 3.507 | 3.507 | 2.825 | 2.825 | |||||
| 6. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 56.098 | -8.324 | 47.774 | 47.719 | -7.410 | 40.309 | |||
| 7. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
6.273 | 4.057 | 10.330 | 12.412 | 5.075 | 17.487 | |||
| 412.808 | 1.581 | 414.389 | 448.836 | 970 | 449.806 | ||||
| III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.786 | 4.786 | 4.514 | 4.514 | |||||
| IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente |
24.947 | 24.947 | 45.232 | 45.232 | |||||
| 909.680 | 1.581 | 911.261 | 928.376 | 970 | 929.346 | ||||
| 1.487.450 | 0 | 3.642 | 1.491.092 | 1.521.474 | 0 | 7.941 | 1.529.415 |
Passiva
| in Tausend EUR | 01.01.2012 (wie berichtet) |
An passungen Sonstige |
An passung IAS 19 R |
01.01.2012 (angepasst) |
31.12.2012 (wie berichtet) |
An passungen Sonstige |
An passung IAS 19 R |
31.12.2012 (angepasst) |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. EIGENKAPITAL | |||||||||
| I. | Gekennzeichnetes Kapital | 73.001 | 73.001 | 73.001 | 73.001 | ||||
| II. | Kapitalrücklage | 38.404 | 38.404 | 38.404 | 38.404 | ||||
| III. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn |
325.309 | -9.370 | 315.939 | 338.272 | -20.342 | 317.930 | |||
| IV. Minderheitsgesellschafter | 33.720 | -83 | 33.637 | 33.398 | -193 | 33.205 | |||
| 470.434 | -9.453 | 460.981 | 483.075 | -20.535 | 462.540 | ||||
| B. LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||||||||
| I. | Verbindllichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
355.171 | 355.171 | 426.186 | 426.186 | ||||
| II. | Verbindlichkeiten aus Finance-Lease- Verträgen |
17.661 | 17.661 | 16.187 | 16.187 | ||||
| III. Pensionsrückstellungen | 50.732 | 104 | 13.095 | 63.931 | 51.859 | 104 | 28.476 | 80.439 | |
| IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 11.590 | -1.316 | 10.274 | 8.674 | -1.247 | 7.427 | |||
| V. | Sonstige langfristige Finanzverbind- lichkeiten |
14.769 | 14.769 | 22.712 | 22.712 | ||||
| VI. Passive latente Steuern | 12.962 | 12.962 | 19.397 | 19.397 | |||||
| 462.885 | -1.212 | 13.095 | 474.768 | 545.015 | -1.143 | 28.476 | 572.348 | ||
| C. KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||||||||
| I. | Verbindlichkeiten | ||||||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituen |
251.567 | 251.567 | 168.090 | 168.090 | |||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease- Verträgen |
8.321 | 8.321 | 8.789 | 8.789 | |||||
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 14.292 | 14.292 | 18.898 | 18.898 | |||||
| 4. Verbindlichkeiten aus Fertigungsauf- trägen (PoC) |
13.613 | 13.613 | 29.982 | 29.982 | |||||
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
127.597 | 32.559 | 160.156 | 137.066 | 35.647 | 172.713 | |||
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unter- nehmen, mit denen ein Beteiligungs- verhältnis besteht |
195 | 195 | 173 | 173 | |||||
| 7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 92.012 | -31.437 | 60.575 | 95.138 | -34.624 | 60.514 | |||
| 8. Sonstige kurzfristige Finanzverbind- lichkeiten |
22.095 | 90 | 22.185 | 13.663 | 120 | 13.783 | |||
| 529.692 | 1.212 | 530.904 | 471.799 | 1.143 | 472.942 | ||||
| II. Rückstellungen | |||||||||
| 1. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 5.733 | 5.733 | 4.808 | 4.808 | |||||
| 2. Rückstellungen | 16.903 | 16.903 | 14.893 | 14.893 | |||||
| 3. Kurzfristiger Anteil der Pensionsrück- stellungen |
1.803 | 1.803 | 1.884 | 1.884 | |||||
| 24.439 | 24.439 | 21.585 | 21.585 | ||||||
| 554.131 | 1.212 | 555.343 | 493.384 | 1.143 | 494.527 | ||||
| 1.487.450 | 0 | 3.642 | 1.491.092 | 1.521.474 | 0 | 7.941 | 1.529.415 |
4.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern
Fremdwährungsumrechnungen
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zum BAUER Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden ergebnisneutral in der Währungsumrechnungsrücklage als Teil des Eigenkapitals erfasst.
| 1 EUR entspricht | Jahresdurchschnittswerte | Stichtagswerte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | ||
| Singapur | SGD | 1,6072 | 1,6661 | 1,6116 | 1,7392 |
| Thailand | THB | 40,0346 | 41,0558 | 40,3532 | 45,2177 |
| Mexiko | MXP | 16,9761 | 17,1181 | 17,1986 | 18,0282 |
| Chile | CLP | 629,0114 | 664,3491 | 631,2020 | 724,4884 |
| Argentinien | ARS | 5,9082 | 7,3833 | 6,4742 | 8,9744 |
| Peru | PEN | 3,4027 | 3,6211 | 3,3650 | 3,8506 |
| Japan | JPY | 103,4106 | 130,3063 | 113,6111 | 144,5122 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 1,2918 | 1,3301 | 1,3183 | 1,3767 |
| Südafrika | ZAR | 10,5824 | 12,9709 | 11,1897 | 14,5035 |
| Großbritannien | GBP | 0,8113 | 0,8497 | 0,8154 | 0,8331 |
| Malaysia | MYR | 3,9774 | 4,2178 | 4,0333 | 4,5204 |
| Saudi Arabien | SAR | 4,8445 | 4,9982 | 4,9444 | 5,1632 |
| Libanon | LBP | 1.943,0039 | 2.005,2622 | 1.984,7007 | 2.068,4917 |
| Ägypten | EGP | 7,8699 | 9,1766 | 8,3908 | 9,5661 |
| Indonesien | IDR | 12.191,3441 | 14.047,7904 | 12.972,0720 | 16.754,4389 |
| Ungarn | HUF | 288,2774 | 298,0405 | 292,8406 | 297,0230 |
| Rumänien | RON | 4,4612 | 4,4164 | 4,4392 | 4,4739 |
| Vereinigte Arabische Emirate | AED | 4,7446 | 4,8855 | 4,8420 | 5,0565 |
| Philippinen | PHP | 54,3570 | 56,7348 | 54,1162 | 61,1186 |
| Neuseeland | NZD | 1,5864 | 1,6295 | 1,6035 | 1,6747 |
| Taiwan | TWD | 38,1055 | 39,6265 | 38,2874 | 41,0539 |
| Hongkong | HKD | 10,0184 | 10,3173 | 10,2188 | 10,6753 |
| China | CNY | 8,1397 | 8,1686 | 8,2117 | 8,3314 |
| Schweiz | CHF | 1,2039 | 1,2288 | 1,2072 | 1,2267 |
| Australien | AUD | 1,2445 | 1,3937 | 1,2712 | 1,5396 |
| Kanada | CAD | 1,2905 | 1,3759 | 1,3114 | 1,4636 |
| Russland | RUB | 40,0461 | 42,5912 | 40,1982 | 45,2582 |
| Indien | INR | 69,0521 | 78,5205 | 72,2231 | 85,2246 |
| Bulgarien | BGL | 1,9559 | 1,9558 | 1,9559 | 1,9560 |
| Schweden | SEK | 8,6823 | 8,6664 | 8,5842 | 8,8263 |
| Polen | PLN | 4,1714 | 4,2159 | 4,0929 | 4,1508 |
| Panama | PAB | 1,2918 | 1,3301 | 1,3183 | 1,3767 |
| Katar | QAR | 4,7019 | 4,8418 | 4,7986 | 5,0133 |
| Türkei | TRY | 2,3141 | 2,5646 | 2,3557 | 2,9450 |
| Vietnam | VND | 26.963,1058 | 27.999,3993 | 27.474,6903 | 29.062,1368 |
| Jordanien | JOD | 0,9152 | 0,9421 | 0,9363 | 0,9753 |
| Oman | OMR | 0,4976 | 0,5121 | 0,5076 | 0,5301 |
| Ghana | GHS | 2,4023 | 2,7791 | 2,5147 | 3,2559 |
| Georgien | GEL | 2,1360 | 2,2134 | 2,1861 | 2,3887 |
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und infolgedessen wird er nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.
Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:
- die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes
- die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen
- die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen
- der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird
- die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können
- die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten
Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen – außer bei Firmenwerten – vorgenommen.
Sachanlagen
Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-ratatemporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:
| Anlageobjekt | Wirtschaftliche Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude und sonstige Bauten | 3 bis 60 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 21 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 21 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.
Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert.
Leasing
Der BAUER Konzern fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing-Verhältnis.
a) Bilanzierung als Leasingnehmer
Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zinsund einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.
b) Bilanzierung als Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswertes für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vom Kunden angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Im BAUER Konzern werden Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die überwiegend als Operating-Leasing zu klassifizieren sind.
Zuwendungen öffentlicher Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss).
Unternehmenserwerbe
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Good will angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der Unternehmensgruppe BAUER ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erwor benen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte nach IAS 17 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Der zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz lag im Geschäftsjahr zwischen 6,76 % und 8 % (Vorjahr: 2 % und 6,76 %). Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.
Investment Property
Zur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude werden gemäß IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen (linear nach der Pro-rata-temporis-Methode) zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen entsprechen. Die Marktwerte werden im Wesentlichen durch externe Gutachter ermittelt.
At-Equity-bewertete Anteile
Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das asso ziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.
Gemeinschaftsunternehmen sind eine Untergruppe von Joint Ventures. Joint Ventures sind vertragliche Vereinbarungen, in denen zwei oder mehrere Parteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Neben den at-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen unter Joint Ventures auch die gemeinsam geführten Tätigkeiten und Arbeitsgemeinschaften.
Arbeitsgemeinschaften werden in der Unternehmensgruppe BAUER im Einklang mit IAS 31 wie folgt bilanziert: BAUER als Partner einer gemeinsam geführten Tätigkeit oder Arbeitsgemeinschaft bilanziert die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus.
Bei den gemeinsam geführten Tätigkeiten und Arbeitsgemeinschaften selbst verbleibende Vermögenswerte und Schulden führen zu anteiligen Ergebnissen, die in Analogie zur Equity-Methode bilanziert und unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen werden.
Finanzinstrumente
a) Originäre Finanzinstrumente
In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:
- Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) oder "LaR"
- zur Veräußerung verfügbar (Available-for-Sale) oder "AfS"
Die Kategorie "Loans and Receivables" umfasst kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Der Kategorie "Available-for-Sale" werden Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Für jene Eigenkapitalanteile besteht kein aktiver Markt sowie die Möglichkeit der verlässlichen Fair-Value-Ermittlung, so dass die Anteile zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Eine Veräußerungsabsicht liegt nicht vor.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, und solche, die nicht in eine der anderen genannten Kategorien finanzieller Vermögenswerte eingestuft sind. Sie werden sowohl bei der Erstbilanzierung als auch in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Vermögenswerte die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zu jedem Bilanzstichtag auf objektive Anhaltspunkte (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswerte) für eine Wertminderung überprüft. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten ist, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur
Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden.
Originäre Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
• zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost or Other Financial Liabilities) oder "FLAC"
Die Kategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten.
Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorien "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" und "Loans and Receivables" werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprüng lichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen.
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten. Eine Ausbuchung von finan ziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag. Bei finanziellen Vermögenswerten werden Ausbuchungen von möglichen Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen auf separaten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. strittige Nachträge, Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, sodass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Alle anderen Wertminderungen werden direkt abgeschrieben und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden Wertberichtigungen auf Forderungen grundsätzlich auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechende wertberichtigte Forderung ausgebucht. Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt.
b) Derivative Finanzinstrumente
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag,
• das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist
- das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist
- oder das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.
In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:
- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets held for Trading) oder "FAHfT"
- Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities held for Trading) oder "FLHfT"
Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden im Falle von Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäften unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen, im Falle von Zinsswaps erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discount Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen berechnet.
Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien "Financial Assets held for Trading" und "Financial Liabilities held for Trading" gehören Marktwerte der Zinsswaps, Devisenoptionsgeschäfte, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen.
Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisenoptionen, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.
Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2013 wurde Hedge Accounting angewendet.
Vorräte
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.
Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet.
Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:
- Dauer der Vermietung
- Nutzungsdauer der Maschinen
- Beschädigung und Ungängigkeit
Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.
Auftragsfertigung
Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die Umsätze werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC). Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt.
Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen
Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen, die gemäß IFRIC 12 ein unbedingtes vertragliches Recht auf den Erhalt einer Zahlung einräumen, werden gesondert unter dem Posten Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen dargestellt. Die kurzfristigen An teile der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen werden unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Forderungen sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und mit dem Barwert der zu leistenden Vergütungen angesetzt. Die jährlich entsprechend der Effektivzinsmethode ermittelten Aufzinsungsbeträge werden in den Finanzerträgen erfasst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.
Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
- entweder dasselbe Steuerobjekt oder
- unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen.
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Ansatz der latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 27,82 % bis 30,92 % (Vorjahr: 27,50 % und 31,60 %). Im Ausland werden Steuersätze zwischen 0,00 % und 39,00 % (Vorjahr: 0,00 % und 41,00 %) zugrunde gelegt.
Rückstellungen
a) Pensionsrückstellungen
Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland.
Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand.
Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.
b) Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.
c) Übrige Rückstellungen
Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.
Erträge und Aufwendungen
Umsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert.
Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
5. UMSATZERLÖSE
Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.404.169 (Vorjahr: 1.344.421) enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie anteilig übernommene Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften und Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betrugen im Geschäftsjahr TEUR 680.963 (Vorjahr: 684.530). Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 26.031 (Vorjahr: 17.860).
Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 34).
In den Umsatzerlösen ist ein Wertberichtigungsergebnis von netto TEUR 7.393 (Vorjahr: -6.270) enthalten. Das Wertberichtigungsergebnis ist auf das Segment Bau zurückzuführen. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese zweifelhaften Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, die unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Sollte sich die zweifelhafte Forderung als werthaltig herausstellen, wird die Wertberichtigung aufgelöst. Diese Auflösung wird ebenfalls unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Saldo aus Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen ergibt das zuvor erwähnte Wertberichtigungsergebnis. Die Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen der übrigen Segmente sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (siehe Kapitel 4.2 Anpassung nach IAS 8).
Die wesentlichen Arbeitsgemeinschaften betreffen folgende Projekte:
| Projekt | Anteil von BAUER in % |
Anteiliger Auftragswert in TEUR |
Realisierte Leistung im Geschäftsjahr in TEUR |
|---|---|---|---|
| Umfahrung Schwarzkopftunnel, Hanau-Nantenbach, Deutschland | 21 % | 46.115 | 1.846 |
| ETS Schacht Konrad, Salzgitter, Deutschland | 50 % | 20.578 | 4.833 |
| Bangaroo Project, Sydney, Australien | 60 % | 18.026 | 8.566 |
| Schleuse Zerben, Zerben, Deutschland | 27 % | 13.769 | 8.646 |
| Schwabinger Tor, München, Deutschland | 67 % | 6.879 | 5.340 |
| ARGE Altlastensanierung Oberau, Oberau, Deutschland | 50 % | 5.751 | 3.036 |
| Sebuku Island, South Kalimantan, Indonesien | 35 % | 3.169 | 2.964 |
6. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen | 24.249 | 19.196 |
7. SONSTIGE ERTRÄGE
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 3.716 | 4.435 |
| Realisierte und unrealisierte Währungsgewinne | 9.412 | 8.682 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 2.812 | 2.958 |
| Sonstige Erträge aus Vermietungen | 601 | 373 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften | 1.017 | 2.818 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.205 | 11.313 |
| Gesamt | 29.763 | 30.579 |
Die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesenen realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 11.500 (Vorjahr: 10.429) sind im Zusammenhang mit der globalen Währungssicherungsstrategie und der zugrundeliegenden Währungsverbuchung entstanden. In diesem Zusammenhang stehen den Erträgen realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 21.194 (Vorjahr: 11.506) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.
8. MATERIALAUFWAND
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 439.929 | 511.419 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 246.905 | 244.487 |
| Gesamt | 686.834 | 755.906 |
9. PERSONALAUFWAND
Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird.
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 274.968 | 289.944 |
| Soziale Abgaben | 46.644 | 47.654 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 3.377 | 5.217 |
| Gesamt | 324.989 | 342.815 |
Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.926 (Vorjahr: 19.158). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 4.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 16.801 (Vorjahr: 16.097) auf das Inland und TEUR 2.125 (Vorjahr: 3.061) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 1.019 (Vorjahr: 721) enthalten.
10. ABSCHREIBUNGEN AUF DAS ANLAGEVERMÖGEN
Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 7.818 | 11.290 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | 68.585 | 68.406 |
| Gesamt | 76.403 | 79.696 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 17.2 Sachanlagen und Investment Property erläutert.
11. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 14.196 (Vorjahr: 15.392). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2013 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.
12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 1.093 | 1.260 |
| Mieten und Pachten | 17.702 | 18.187 |
| Energie, Heizung, Wasser | 8.861 | 8.295 |
| Kraftfahrzeugkosten | 5.558 | 6.360 |
| Sach,- Kfz- und Transportversicherung | 9.450 | 9.658 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | 30.262 | 34.675 |
| Verwaltungsaufwendungen | 31.715 | 40.991 |
| Vertriebsaufwendungen | 42.625 | 37.221 |
| Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen | 18.793 | 17.396 |
| Realisierte und unrealisierte Währungsverluste | 11.393 | 18.941 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | -917 | -794 |
| Bankspesen | 3.235 | 2.827 |
| Zölle | 2.948 | 3.930 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 17.738 | 25.880 |
| Gesamt | 200.456 | 224.827 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Verluste aus Devisentermingeschäften sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten.
FINANZERGEBNIS
13. FINANZERTRÄGE
Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus operativen Beteiligungen | 435 | 26 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.484 | 5.418 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps | 53 | 2.285 |
| Gesamt | 5.972 | 7.729 |
14. FINANZAUFWENDUNGEN
Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 40.085 | 41.944 |
| Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps | 1.464 | 656 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.941 | |
| Gesamt | 44.657 | 45.541 |
Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.122 (Vorjahr: 1.255). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 5.410 (Vorjahr: 5.481) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 40.822 (Vorjahr: 38.830) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.586 (Vorjahr: 0) enthalten. Davon sind TEUR 40 dem Segment Bau und TEUR 2.546 dem Segment Resources zuzuordnen.
15. ERTRAGSTEUERAUFWAND
Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 10.520 | 15.705 |
| Latente Steuern | 2.575 | -2.231 |
| Gesamt | 13.095 | 13.474 |
Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %).
Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
Der erwartete Steueraufwand liegt unter (Vorjahr: unter) dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 38.868 | -5.957 |
| Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) | 10.914 | -1.673 |
| Steuersatzunterschiede | -5.247 | 714 |
| Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge | 3.829 | 10.022 |
| Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage | 3.116 | 2.054 |
| Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen | -63 | |
| Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre | 967 | -273 |
| Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen | 1.089 | 2.675 |
| Sonstiges | -15 | 18 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 13.095 | 13.474 |
Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2013 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: 81).
16. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Periodenergebnisses mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:
| 2012 (angepasst) |
2013 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Periodenergebnis in TEUR | 24.739 | -16.927 |
| Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,44 | -0,99 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,44 | -0,99 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
17. ANLAGEVERMÖGEN
17.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Lizenzen, Soft ware und ähnliche Rechte und Werte |
Geschäfts- und Firmenwert |
Aktivierte Softwarekosten |
Aktivierte Ent wicklungskosten |
Summe |
| 01.01.2012 | 22.870 | 2.031 | 874 | 23.891 | 49.666 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 2 | 0 | 2 |
| Zugänge | 5.000 | 157 | 0 | 6.227 | 11.384 |
| Abgänge | 1.074 | 0 | 285 | 3 | 1.362 |
| Umbuchungen | 706 | 0 | -2 | 34 | 738 |
| Währungsanpassung | -87 | 15 | 0 | -1 | -73 |
| 31.12.2012 | 27.415 | 2.203 | 589 | 30.148 | 60.355 |
| in Tausend EUR | Vermögenswerte | Selbst erstellte immaterielle | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Lizenzen, Soft ware und ähnliche Rechte und Werte |
Geschäfts- und Firmenwert |
Aktivierte Softwarekosten |
Aktivierte Ent wicklungskosten |
Summe |
| 01.01.2012 | 12.475 | 0 | 576 | 6.312 | 19.363 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 3.780 | 0 | 124 | 3.914 | 7.818 |
| Abgänge | 1.070 | 0 | 285 | 0 | 1.355 |
| Umbuchungen | 17 | 0 | 0 | -17 | 0 |
| Währungsanpassung | -38 | 0 | 0 | 0 | -38 |
| 31.12.2012 | 15.164 | 0 | 415 | 10.209 | 25.788 |
| Buchwert 31.12.2012 | 12.251 | 2.203 | 174 | 19.939 | 34.567 |
| Selbst erstellte immaterielle in Tausend EUR Vermögenswerte |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Lizenzen, Soft ware und ähnliche Rechte und Werte |
Geschäfts- und Firmenwert |
Aktivierte Softwarekosten |
Aktivierte Ent wicklungskosten |
Summe |
| 01.01.2013 | 27.415 | 2.203 | 589 | 30.148 | 60.355 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 220 | 0 | 0 | 377 | 597 |
| Zugänge | 3.124 | 0 | 0 | 8.395 | 11.519 |
| Abgänge | 453 | 0 | 232 | 72 | 757 |
| Umbuchungen | -9 | 0 | 0 | 516 | 507 |
| Währungsanpassung | -529 | -17 | 0 | -10 | -556 |
| 31.12.2013 | 29.768 | 2.186 | 357 | 39.354 | 71.665 |
| in Tausend EUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Lizenzen, Soft ware und ähnliche Rechte und Werte |
Geschäfts- und Firmenwert |
Aktivierte Softwarekosten |
Aktivierte Ent wicklungskosten |
Summe | |
| 01.01.2013 | 15.164 | 0 | 415 | 10.209 | 25.788 | |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 100 | 0 | 0 | 14 | 114 | |
| Zugänge | 4.046 | 2.186 | 84 | 4.974 | 11.290 | |
| Abgänge | 442 | 0 | 232 | 72 | 746 | |
| Umbuchungen | 21 | 0 | 0 | -21 | 0 | |
| Währungsanpassung | -159 | 0 | 0 | -10 | -169 | |
| 31.12.2013 | 18.730 | 2.186 | 267 | 15.094 | 36.277 | |
| Buchwert 31.12.2013 | 11.038 | 0 | 90 | 24.260 | 35.388 |
Von den im Jahr 2013 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 8.594 (Vorjahr: 6.558) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 |
|---|---|---|
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 19.160 | 20.990 |
| Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente | 4.164 | 5.212 |
| Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 23.324 | 26.202 |
Im Berichtszeitraum hat sich im Segment Resources bei einem Brunnenbohrprojekt in Jordanien ein Nettoverlust ergeben. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der der CGU BAUER Resources Gruppe zugeordnet ist, wird jährlich auf Wertminderung geprüft.
Ein Vergleich des Nutzungswertes der CGU mit dem korrespondierenden Buchwert einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert ergab einen Abwertungsbedarf von TEUR 2.186, der in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert der CGU BAUER Resources Gruppe zuzuordnen ist.
Die Wertminderung wurde unter den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfasst.
Die der CGU BAUER Resources Gruppe zum Stichtag beizulegenden Werte entsprechen den Nutzungswerten, die sich aus den abdiskontierten künftigen Cashflows ergeben.
Die Ermittlung basiert auf vom Management verabschiedeten Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum.
Für den Zeitraum der ewigen Rente werden die Cashflows mit einer Wachstumsrate von 1,0 % (2012: 1,0 %) fortgeschrieben. Der Diskontierungssatz für die künftigen Cashflows entspricht dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC). Der Diskontierungssatz nach Steuern für die BAUER Resources Gruppe beträgt 8,4 % (2012: 8,2 %), während vor Steuern mit 11,1 % (2012: 11,0 %) gerechnet wird.
Ergänzend wurden im Rahmen des Impairment-Tests mehrere adäquate Stresstests durchgeführt. Wäre der WACC zum Bewertungsstichtag um 1 Prozentpunkt höher gewesen oder wäre für den Zeitraum der ewigen Rente kein Wachstum unterstellt worden, hätte sich bei der Kumulation der beiden Alternativen ein zusätzlicher Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 31.819 (Vorjahr: 13.772) ergeben.
17.2 SACHANLAGEN UND INVESTMENT PROPERTY
| in Tausend EUR | Andere Anlagen, | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
Grundstücke und Bauten |
Investment Property |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe |
| 01.01.2012 | 281.558 | 1.874 | 441.518 | 66.050 | 5.658 | 796.658 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 4.985 | 78 | 0 | 5.063 |
| Zugänge | 4.671 | 1 | 53.344 | 9.193 | 29.181 | 96.390 |
| Abgänge | 5.192 | 0 | 31.866 | 5.871 | 377 | 43.306 |
| Umbuchungen | 6.639 | 5 | 4.221 | 2 | -11.606 | -739 |
| Währungsanpassung | -365 | 2 | -3.612 | -408 | 158 | -4.225 |
| 31.12.2012 | 287.311 | 1.882 | 468.590 | 69.044 | 23.014 | 849.841 |
| in Tausend EUR | Technische | Andere Anlagen, Betriebs- und |
Geleistete | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Grundstücke und Bauten |
Investment Property |
Anlagen und Maschinen |
Geschäfts-aus stattung |
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe |
| 01.01.2012 | 75.707 | 876 | 224.571 | 36.932 | 0 | 338.086 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 1.331 | 49 | 0 | 1.380 |
| Zugänge | 9.091 | 44 | 49.856 | 9.594 | 0 | 68.585 |
| Abgänge | 301 | 0 | 15.001 | 5.088 | 0 | 20.390 |
| Umbuchungen | 1 | 0 | -95 | 94 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -102 | 1 | -2.764 | -271 | 0 | -3.136 |
| 31.12.2012 | 84.396 | 921 | 257.898 | 41.310 | 0 | 384.525 |
| Buchwert 31.12.2012 | 202.915 | 961 | 210.692 | 27.734 | 23.014 | 465.316 |
| davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2012 |
3.483 | 0 | 18.359 | 3.893 | 0 | 25.735 |
| in Tausend EUR | Andere Anlagen, Betriebs- und |
Geleistete | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
Grundstücke und Bauten |
Investment Property |
Technische Anlagen und Maschinen |
Geschäfts ausstattung |
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe |
| 01.01.2013 | 287.311 | 1.882 | 468.590 | 69.044 | 23.014 | 849.841 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 9.689 | 376 | 42 | 10.107 |
| Zugänge | 3.179 | 13 | 65.050 | 10.565 | 13.099 | 91.906 |
| Abgänge | 2.853 | 118 | 41.512 | 5.248 | 557 | 50.288 |
| Umbuchungen | 17.692 | 0 | 11.319 | 142 | -29.661 | -508 |
| Währungsanpassung | -3.045 | -14 | -24.119 | -1.798 | -655 | -29.631 |
| 31.12.2013 | 302.284 | 1.763 | 489.017 | 73.081 | 5.282 | 871.427 |
| in Tausend EUR | Technische | Andere Anlagen, Betriebs- und |
Geleistete | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Grundstücke und Bauten |
Investment Property |
Anlagen und Maschinen |
Geschäfts-aus stattung |
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe |
| 01.01.2013 | 84.396 | 921 | 257.898 | 41.310 | 0 | 384.525 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 4.235 | 225 | 0 | 4.460 |
| Zugänge | 9.080 | 40 | 49.440 | 9.846 | 0 | 68.406 |
| Abgänge | 2.399 | 54 | 22.491 | 4.372 | 0 | 29.316 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | -11 | 11 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -370 | -7 | -14.550 | -1.258 | 0 | -16.185 |
| 31.12.2013 | 90.707 | 900 | 274.521 | 45.762 | 0 | 411.890 |
| Buchwert 31.12.2013 | 211.577 | 863 | 214.496 | 27.319 | 5.282 | 459.537 |
| davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2013 |
3.194 | 0 | 22.574 | 5.246 | 0 | 31.014 |
Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen im Wesentlichen Vermögenswerte aus der Erstkonsolidierung der OOO BAUER Technologie, Moskau. Dabei entfallen TEUR 5.581 ausschließlich auf Sachanlagen.
Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,31 % und 8,13 % (Vorjahr: 2,46 % und 8,13 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
| in Tausend EUR | Restlaufzeit 2012 | Restlaufzeit 2013 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre | Gesamt | |||
| Mindestleasingzahlungen | 10.043 | 17.998 | 0 | 28.041 | 11.182 | 18.779 | 0 | 29.961 | |
| Zinsanteile | 1.254 | 1.811 | 0 | 3.065 | 997 | 1.514 | 0 | 2.511 | |
| Barwert | 8.789 | 16.187 | 0 | 24.976 | 10.185 | 17.265 | 0 | 27.450 |
Die Investment Properties haben einen Marktwert von TEUR 1.143 (Vorjahr: 1.217) und sind in 2013 durchgängig vermietet gewesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Hotel im Besitz der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, das an Dritte vermietet und über einen Zeitraum von 48 Jahren abgeschrieben wird. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist darüber hinaus vertraglich zur Instandhaltung verpflichtet. Die Bewertung erfolgt durch ein externes Gutachten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.
Im Berichtszeitraum sind Mieterträge in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: 60) erzielt worden, denen direkte betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: 15) gegenüberstehen.
Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 133.191 (Vorjahr: 181.657) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzurechnen sind (Finance-Lease) in Höhe von TEUR 31.014 (Vorjahr: 25.735) geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen.
Im Geschäftsjahr wurden der Olbersdorfer Guß GmbH Investitionszulagen zur Produktionserweiterung in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: 83) und der GWE pumpenboese GmbH in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 224) gewährt. Alle für die Investitionszulagen notwendigen Bedingungen waren zum Bilanzstichtag erfüllt.
Im Geschäftsjahr wurden im Sachanlagevermögen TEUR 520 (Vorjahr: 151) an Fremdkapitalkosten aktiviert. Der zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz lag im Geschäftsjahr zwischen 6,76 % und 8,0 % (Vorjahr: 2,0 % und 6,76 %).
Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr TEUR 3.713 (Vorjahr: 706) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 526 (Vorjahr: 33) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 996 (Vorjahr: 525) dem Segment Maschinen und in Höhe von TEUR 2.191 (Vorjahr: 148) dem Segment Resources zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 3.184 (Vorjahr: 525) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 529 (Vorjahr: 181). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft den Geschäfts- und Firmenwert der CGU BAUER Resources Gruppe in Höhe von TEUR 2.186 sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 880 für die TBA 200. Wegen eines notwendigen vorgezogenen Entwicklungs-Relaunches der Tiefbohranlage TBA 200 aufgrund einer Verschiebung ihres Zielmarktes wurden bisherige konstruktive Arbeiten wertberichtigt. Im Segment Bau wurde bei technischen Anlagen und Maschinen eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Unterwasserbohrgerät BSD 3000 in Höhe von TEUR 525 vorgenommen. Bei der BSD 3000 handelt es sich um einen Vermögensgegenstand des Sachanlagevermögens mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer. Der außerplanmäßigen Abschreibung liegt eine dauerhafte Wertminderung zu Grunde, die darauf zurückzuführen ist, dass die bislang vorgenommene Leistungsabschreibung ausnahmsweise nicht der tatsächlichen Wertminderung entspricht.
At-Equity-bewertete Anteile und Beteiligungen
| in Tausend EUR | At-Equity | ||
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
| 01.01.2012 | 8.803 | 4.443 | 13.246 |
| Zugänge | 0 | 33 | 33 |
| Abgänge | 426 | 0 | 426 |
| Ergebnisanteil | 5.549 | 0 | 5.549 |
| Dividendenzahlung | -796 | 0 | -796 |
| Umbuchungen | 0 | -22 | -22 |
| Währungsanpassung | 3 | 0 | 3 |
| 31.12.2012 | 13.133 | 4.454 | 17.587 |
| in Tausend EUR | At-Equity | ||
|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
| 01.01.2012 | 0 | 816 | 816 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2012 | 0 | 816 | 816 |
| Buchwert 31.12.2012 | 13.133 | 3.638 | 16.771 |
| in Tausend EUR | At-Equity | ||
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
| 01.01.2013 | 13.133 | 4.454 | 17.587 |
| Zugänge | 17 | 0 | 17 |
| Abgänge | 1 | 25 | 26 |
| Ergebnisanteil | -226 | 0 | -226 |
| Dividendenzahlungen | -2.951 | 0 | -2.951 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2013 | 9.972 | 4.429 | 14.401 |
| in Tausend EUR | At-Equity | ||
|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | bewertete Anteile | Beteiligungen | Summe |
| 01.01.2013 | 0 | 816 | 816 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2013 | 0 | 816 | 816 |
| Buchwert 31.12.2013 | 9.972 | 3.613 | 13.585 |
Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Daten zu den nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Bilanzwerte beziehen sich nicht auf die auf den BAUER Konzern entfallenden Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
Aggregierte Daten at-equity bilanzierter assoziierter Unternehmen:
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte (31.12.) | 172.749 | 161.657 |
| Eigenkapital (31.12.) | 40.447 | 30.932 |
| Schulden (31.12.) | 132.302 | 130.725 |
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 |
| Umsatzerlöse | 23.986 | 24.523 |
| Jahresergebnis | 5.561 | -234 |
Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung unterlassen.
18. LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 12 | 33 | 7.846 | 6.437 |
| Sachanlagen | 228 | 324 | 8.917 | 9.468 |
| Vorräte | 1.671 | 2.509 | 1.425 | 2.424 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 536 | 1.228 | 925 | 1.927 |
| Pensionsrückstellungen | 10.578 | 10.275 | 29 | 4 |
| Verbindlichkeiten | 7.677 | 9.811 | 5.365 | 5.937 |
| Verlustvorträge | 14.118 | 14.560 | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 3.762 | 4.841 | 5.300 | 5.873 |
| Saldierung | -10.410 | -17.282 | -10.410 | -17.282 |
| Nettobetrag | 28.172 | 26.299 | 19.397 | 14.788 |
In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 835 (Vorjahr: 1.515) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: 523) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge-Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7.889 (Vorjahr: 7.941) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: 0) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst.
Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 9.080 (Vorjahr: 5.760), der der passiven latenten Steuern TEUR 9.419 (Vorjahr: 6.362).
Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Inländische Verlustvorträge (KSt) | 65.975 | 76.262 |
| Ausländische Verlustvorträge | 21.507 | 22.699 |
| Gesamt | 87.482 | 98.961 |
| Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge | 10.557 | 12.010 |
Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 43.319 (Vorjahr: 36.122) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt.
Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.708 (Vorjahr: 1.664).
Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede in Höhe von TEUR 1.172 (Vorjahr: 1.497), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden.
19. FORDERUNGEN AUS KONZESSIONSVEREINBARUNGEN
Die BAUER Nimr LLC ("Bauer") hat mit der Petroleum Development Oman LLC ("Auftraggeber") am 28. November 2008 einen Vertrag über die Aufbereitung von Wasser ("Dienstleistung") geschlossen. Bauer errichtet zur Erfüllung der Dienstleistung eine Anlage und betreibt diese anschließend. Für den Betrieb der Anlage erhält Bauer einen fest vereinbarten Einheitspreis je cbm. Dieser Preis enthält eine variable Komponente zum Ausgleich von Preissteigerungen während der Vertragslaufzeit. Bauer ist gemäß der Vereinbarung verpflichtet, soweit im Vertrag nichts anderes angegeben ist, sich bei Errichtung und Betrieb der Anlage an die allgemeinen Standards, die in der Öl- und Gasindustrie gelten, anzupassen.
Darüber hinaus ist Bauer dazu verpflichtet, etwaige Inspektionen und Tests durch den Auftraggeber zuzulassen. Die Kosten hierfür hat der Auftraggeber zu tragen.
Am Ende der Dienstleistung ist Bauer auf Anweisung des Auftraggebers zum Rückbau der Anlage und zur Rekultivierung des Grundstücks (gegen Entgelt) verpflichtet. Die Vereinbarung sieht darüber hinaus ein Ankaufsrecht des Auftraggebers zu einem noch zu vereinbarenden Preis vor.
Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren sowie eine Verlängerungsoption von weiteren 5 Jahren. Bauer hat das Recht, jederzeit den Vertrag durch schriftliche Information an den Auftraggeber aufzulösen. Falls der Vertrag durch den Auftraggeber vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit aufgelöst wird, vorausgesetzt die Vertragsauflösung ist nicht durch z. B. Schlecht- oder Nichterfüllung oder Insolvenz des Betreibers verursacht, ist der Auftraggeber zu Ausgleichs- bzw. Entschädigungszahlungen verpflichtet. Der Auftraggeber verpflichtet sich, Bauer täglich mind. 45.000 m³ Wasser zur Reinigung zur Verfügung zu stellen. Sollte der Auftraggeber weniger Wasser zur Verfügung stellen, erhält Bauer eine Ausgleichszahlung, die in den Folgemonaten mit Mehrlieferungen ausgeglichen werden kann.
Am 10. Mai 2011 hat Bauer mit dem Auftraggeber eine Ergänzung im Vertrag vorgenommen, dass der Auftraggeber zusätzliche 45.000 m³ Wasser zur Verfügung stellen wird.
Die Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 43.975 | 40.770 |
| Zinsertrag aus finanziellem Vermögenswert | 2.231 | 1.931 |
| Währungsanpassung | -873 | -1.581 |
| Bezahlung der Auftragskosten | -4.563 | -4.358 |
| Stand zum 31.12. | 40.770 | 36.762 |
| Davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 9.525 | 9.122 |
| Davon Restlaufzeit über 5 Jahre | 31.245 | 27.640 |
Der kurzfristige Anteil der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen beträgt TEUR 2.280 (Vorjahr: 2.381) und wird unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Die Finanzerträge aus Konzessionsvereinbarungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.931 (Vorjahr: 2.231). Der Diskontierungssatz betrug im Geschäftsjahr 4,67 % (Vorjahr: 4,80 %).
Die Finanzerträge sind in den Zinserträgen aus finanziellen Vermögenswerten enthalten.
20. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|
| 4.862 | 4.743 |
| 2.765 | 2.821 |
| 7.627 | 7.564 |
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden mit einer Effektivzinssatzspanne von 4,30 % bis 8,25 % (Vorjahr: 5 % bis 8,25 %) verzinst.
Darüber hinaus sind Vermögenswerte aus Continuing Involvements in Höhe von TEUR 1.170 (Vorjahr: 1.552) enthalten. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden von der BAUER Maschinen GmbH kreditversicherte Export-Forderungen in Höhe von TEUR 18.717 im Rahmen einer Forfaitierungsvereinbarung an Dritte verkauft.
Aus der Veräußerung hat die BAUER Maschinen GmbH das Spätzahlungsrisiko sowie in geringem Umfang das Ausfall- und Fremdwährungsrisiko zurückbehalten. Die verbliebenen Risiken sind gemäß IAS 39 als Continuing Involvement weiterhin zu bilanzieren.
Das Continuing Involvement beträgt zum Stichtag TEUR 1.170 (Vorjahr: 1.552) und wird unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Es umfasst den Betrag, den die BAUER Maschinen GmbH aus den verbliebenen Risiken maximal an den Erwerber zahlen müsste.
Die korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.287 (Vorjahr: 1.707) und wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag spiegelt den beizulegenden Zeitwert der aus den verbliebenen Risiken und dem Servicing resultierenden Garantien wider und wird aufwandswirksam erfasst.
21. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | Restlaufzeit 31.12.2012 | Restlaufzeit 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||
| Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.846 | 0 | 5.420 | 0 | |
| Gesamt | 6.846 | 0 | 5.420 | 0 |
Die Derivate werden unter Textziffer 36 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
22. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 154.399 | 146.666 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren | 275.395 | 272.686 |
| Gesamt | 429.794 | 419.352 |
Von den Vorräten sind TEUR 116.787 (Vorjahr: 135.182) zum Nettoveräußerungswert angesetzt.
Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 22.445 (Vorjahr: 21.460).
Diese teilen sich wie folgt auf:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 15.392 | 14.196 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 6.068 | 8.249 |
| Gesamt | 21.460 | 22.445 |
Der Vermietungsstatus war unterjährig relativ niedrig und ist zum Stichtag hin wieder angestiegen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen der Gebrauchtmaschinen sanken in der Folge von TEUR 15.392 auf TEUR 14.196.
In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen.
In den fertigen Erzeugnissen und Handelswaren sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind.
Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):
Neue Maschinen
Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.
Gebrauchtmaschinen
Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine.
Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte.
Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.
Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Buchwert der Gebrauchtmaschinen | 85.748 | 94.392 |
| davon vermietet | 31.489 | 33.588 |
| davon nicht vermietet | 54.259 | 60.804 |
Im Geschäftsjahr waren neben den üblichen Eigentumsvorbehalten Vorräte in Höhe von TEUR 2.507 (Vorjahr: 5.393) als Kreditsicherheiten gestellt. Die geleisteten Sicherheiten können nur bei einer dauerhaften Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten, z. B. ausbleibende Zins- und Tilgungsleistungen oder Unterschreitung vereinbarter Finanzkennzahlen, durch die finanzierenden Banken in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheiten ist nicht absehbar.
23. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Fertigungsaufträge
Die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte |
461.434 | 493.944 |
| abzüglich der Teilabrechnungen | 375.018 | 383.549 |
| Saldo | 86.416 | 110.395 |
| davon: Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 116.398 | 143.234 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 29.982 | 32.839 |
Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 116.398 | 143.234 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 272.443 | 323.008 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 344 | 444 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.825 | 3.725 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 40.309 | 30.695 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 17.487 | 19.551 |
| Gesamt | 449.806 | 520.657 |
In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 15.077 (Vorjahr: 970) enthalten.
Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen Forderungen wieder:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 68.184 | 63.504 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 14 |
| Währungsanpassung | -124 | -353 |
| Zuführung | 19.556 | 32.207 |
| Auflösung | 17.166 | 34.003 |
| Verbrauch | 6.946 | 1.431 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 63.504 | 59.938 |
Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 59.938 (Vorjahr: 63.504) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Innerhalb der Einzelwertberichtigung wurden Forderungen in der Regel zu 100 % wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden.
Im Geschäftsjahr wurden Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 2.998 (Vorjahr: 3.216) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.993 (Vorjahr: 0) wertberichtigt. In den Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres sind Wertberichtigungen auf Verzugszinsen in Höhe von TEUR 3.049 (Vorjahr: 0) enthalten, denen Erträge in Höhe von TEUR 4.047 (Vorjahr: 0) gegenüberstehen.
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2012 (angepasst) |
Buchwert 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto-Buchwert) | 335.947 | 382.946 |
| Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen | 63.504 | 59.938 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Netto-Buchwert) | 272.443 | 323.008 |
| davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 107.399 | 131.901 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig: | 165.044 | 191.107 |
| - weniger als 30 Tage | 35.345 | 66.396 |
| - zwischen 30 und 60 Tagen | 35.286 | 27.881 |
| - zwischen 60 und 90 Tagen | 14.466 | 10.627 |
| - mehr als 90 Tage | 79.947 | 86.203 |
Eine Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle:
Die vorstehende Tabelle beinhaltet neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr mit TEUR 2.993 (Vorjahr: 0) wertgemindert, jedoch nicht überfällig. Im Vorjahr waren sie weder wertgemindert noch überfällig. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen Mitarbeiter und Forderungen gegen Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen.
Insgesamt waren TEUR 15.400 (Vorjahr: 2.279) an monetären Vermögenswerten als Kreditsicherheiten begeben. Dabei handelt es sich um Zessionen. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.169 (Vorjahr: 1.593).
Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen, geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 4 (Vorjahr: 0). Im Geschäftsjahr 2013 wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von TEUR 38.198 (Vorjahr: 22.772) vorgenommen.
24. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 57.217 (Vorjahr: 45.232) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände.
25. EIGENKAPITAL
Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2012 in Tausend EUR |
31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| % | TEUR | % | TEUR | |
| Familie Bauer | 48,19 | 35.182 | 48,19 | 35.182 |
| Streubesitz | 51,81 | 37.819 | 51,81 | 37.819 |
| Gesamt | 100,00 | 73.001 | 100,00 | 73.001 |
Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2013 verwiesen.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung – mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG – je eine Stimme.
Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
- bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen,
- bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
- zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen
Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.
Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.
Das übrige Eigenkapital des BAUER Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| I. Kapitalrücklage | 38.404 | 38.404 |
| II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 317.930 | 285.197 |
| 356.334 | 323.601 | |
| III. Minderheitsgesellschafter | 33.205 | 22.809 |
| Gesamt | 389.539 | 346.410 |
Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,30 Euro (Vorjahr: 0,50 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt.
ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern (Periodenergebnis) zurückgegriffen.
Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 462.540 | 419.411 |
| Eigenkapitalquote | 30,2 % | 26,5 % |
| Periodenergebnis | 25.773 | -19.431 |
| Nettoverschuldung (Net Debt) | 610.515 | 672.096 |
| Finanzschulden | 655.747 | 729.313 |
| Liquide Mittel | 45.232 | 57.217 |
| Net Debt/EBITDA | 3,73 | 5,34 |
| EBITDA/Net Interest Coverage | 4,19 | 3,33 |
Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben. Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) mit Ausnahme der Kennzahl Net Debt/EBITDA erfüllt.
Die mit dieser Kennzahl belegte originäre Darlehenssumme, bestehend aus Schuldscheindarlehen und anderen langfristigen Darlehen beträgt insgesamt nominal TEUR 237.777, der Buchwert beträgt TEUR 237.484.
Sobald sich der Bruch der Kennzahl abgezeichnet hatte, hat der Vorstand den Darlehensgebern ein Angebot auf eine einmalige Sonderzahlung als Gegenleistung für einen Verzicht auf das entstehende Sonderkündigungsrecht unterbreitet.
Die bis zum Bilanzstichtag eingegangenen Zustimmungserklärungen zum Angebot der Gesellschaft belaufen sich auf insgesamt TEUR 187.277 (78,8 %). Für TEUR 50.500 wurde entweder keine Zustimmung erteilt oder es ging keine Rückantwort zu. Für diese Beträge wird davon ausgegangen, dass sie nach formeller Feststellung des Bruchs der Finanzkennzahl im 2. Quartal 2014 zur Rückzahlung fällig gestellt werden.
LANGFRISTIGE SCHULDEN
26. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | Restlaufzeit 31.12.2012 (angepasst) |
Restlaufzeit 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 370.608 | 55.578 | 247.775 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 16.187 | 0 | 17.265 | 0 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 7.427 | 0 | 6.483 | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 15.542 | 7.170 | 14.397 | 0 |
| Gesamt | 409.764 | 62.748 | 285.920 | 0 |
| Fair-Value in Tausend EUR |
Zinssatzpanne | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 434.092 | 256.361 | 0,90 − 7,86 % | 0,50 – 9,12 % |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 16.187 | 17.265 | 2,46 − 8,13 % | 2,38 – 7,75 % |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 25.411 | 15.396 | 1,70 − 7,50 % | 1,59 – 9,21 % |
| Gesamt | 475.690 | 289.022 | - | - |
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Continuing Involvements.
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften und Wandelschuldverschreibungen (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 36).
27. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (94 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 01. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige
Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01.01.1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 01.01.1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr.
Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt.
Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen.
Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.
Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:
| in % | 31.12.2012 (angepasst) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Taiwan | |||
| Abzinsungsfaktor | 3,6 | 5,6 | 7,8 | 1,8 | ||
| Zukünftige Gehaltsteigerungen | 3,0 | 10,0 | 3,0 | 4,0 | ||
| Zukünftige Rentensteigerungen | 2,0 | - | - | - |
| in % | 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Taiwan | ||
| Abzinsungsfaktor | 3,7 | 8,8 | 4,7 | 2,0 | |
| Zukünftige Gehaltsteigerungen | 3,0 | 10,0 | 3,0 | 3,0 | |
| Zukünftige Rentensteigerungen | 2,0 | - | - | - |
Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wurde bei der Mehrheit der Gesellschaften aus der Mercer Yield Curve abgeleitet.
Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.
Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 2.620 | 2.688 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -502 | -504 |
| Defizit der finanzierten Pläne | 2.118 | 2.184 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 80.205 | 81.421 |
| Gesamtdefizit der leistungsorientierten Verpflichtungen | 82.323 | 83.605 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | - | - |
| Bilanzierte Rückstellung | 82.323 | 83.605 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelte sich im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend EUR | Barwert der Verpflichtung |
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens |
Gesamt | Auswirkung der Vermögens obergrenze |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand: 1. Januar 2012 (angepasst) | 66.124 | -370 | 65.754 | - | 65.754 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.499 | - | 1.499 | - | 1.499 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 3.151 | -22 | 3.129 | - | 3.129 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen |
-1.897 | - | -1.897 | - | -1.897 |
| Summe | 68.877 | -392 | 68.485 | - | 68.485 |
| Neubewertungen: | |||||
| Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind |
- | 2 | 2 | - | 2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen |
- | - | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen |
14.763 | - | 14.763 | - | 14.763 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen | 1.221 | - | 1.221 | - | 1.221 |
| Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind |
- | - | - | - | - |
| Summe | 15.984 | 2 | 15.986 | - | 15.986 |
| Wechselkursänderungen | -67 | 7 | -60 | - | -60 |
| Beiträge: | |||||
| Arbeitgeber | - | -124 | -124 | - | -124 |
| begünstigter Arbeitnehmer | - | - | - | - | - |
| Aus dem Plan geleistete Zahlungen: | |||||
| laufende Zahlungen | - | 5 | 5 | - | 5 |
| Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) | -1.970 | - | -1.970 | - | -1.970 |
| Sonstige Effekte | 1 | - | 1 | - | 1 |
| Stand: 31. Dezember 2012 (angepasst) | 82.825 | -502 | 82.323 | - | 82.323 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in Tausend EUR | Barwert der Verpflichtung |
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens |
Gesamt | Auswirkung der Vermögens obergrenze |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand: 1. Januar 2013 | 82.825 | -502 | 82.323 | - | 82.323 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.850 | - | 1.850 | - | 1.850 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 2.933 | -21 | 2.912 | - | 2.912 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen |
- | - | - | - | - |
| Summe | 87.608 | -523 | 87.085 | - | 87.085 |
| Neubewertungen: | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind |
- | 35 | 35 | - | 35 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen |
- | - | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen |
-1.410 | - | -1.410 | - | -1.410 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen | 405 | - | 405 | - | 405 |
| Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind |
- | - | - | - | - |
| Summe | -1.005 | 35 | -970 | - | -970 |
| Wechselkursänderungen | -272 | 61 | -211 | - | -211 |
| Beiträge: | |||||
| Arbeitgeber | - | -88 | -88 | - | -88 |
| begünstigter Arbeitnehmer | - | - | - | - | - |
| Aus dem Plan geleistete Zahlungen: | |||||
| laufende Zahlungen | - | 11 | 11 | - | 11 |
| Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) | -2.222 | - | -2.222 | - | -2.222 |
| Sonstige Effekte | - | - | - | - | - |
| Stand: 31. Dezember 2013 | 84.109 | -504 | 83.605 | - | 83.605 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Katergorien zugeordnet werden:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Qualifizierende Versicherungsverträge | 212 | 223 |
| Geldmarktfonds und Rentenfonds | 262 | 252 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 28 | 29 |
| Summe | 502 | 504 |
Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen.
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen.
Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
| in Tausend EUR | Auswirkung auf die Verpflichtung | |||
|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Erhöhung der Annahme |
Verminderung der Annahme |
||
| Abzinsungssatz | +/- 0,5 % | 76.483 | 91.140 | |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | +/- 0,5 % | 85.622 | 81.191 | |
| Zukünftige Rentensteigerung | +/- 0,5 % | 87.944 | 78.460 | |
| Erhöhung der Annahme um 1 Jahr |
Verminderung der Annahme um 1 Jahr |
|||
| Sterbewahrscheinlichkeit | 87.152 | 80.967 |
Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet.
Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanlayse haben sich im Vergleich zur Vorperiode mit Ausnahme der Sterbewahrscheinlichkeit nicht geändert.
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Taiwan | Gesamt | ||
| Barwert der Verpflichtungen | 81.315 | 1.126 | 190 | 194 | 82.825 | |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -212 | -262 | 0 | -28 | -502 | |
| Gesamt | 81.103 | 864 | 190 | 166 | 82.323 | |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | - | - | - | - | - | |
| Gesamt | 81.103 | 864 | 190 | 166 | 82.323 |
Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Taiwan | Gesamt | |
| Barwert der Verpflichtungen | 83.062 | 708 | 175 | 164 | 84.109 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -223 | -252 | 0 | -29 | -504 |
| Gesamt | 82.839 | 456 | 175 | 135 | 83.605 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 82.839 | 456 | 175 | 135 | 83.605 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Aktive Anwärter | 48.830 | 49.949 |
| Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer | 4.670 | 4.630 |
| Pensionäre | 29.325 | 29.530 |
| Gesamt | 82.825 | 84.109 |
Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 17,7 Jahre.
Für das Geschäftsjahr 2014 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 2.242 erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 2.242 vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 84 für das Jahr 2014 erwartet.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen:
| in Tausend EUR | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | 6 bis 10 Jahre | 31.12.2013 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 2.242 | 11.009 | 24.099 | 37.350 |
KURZFRISTIGE SCHULDEN
28. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 168.090 | 427.589 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 8.789 | 10.185 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 18.898 | 9.801 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 29.982 | 32.839 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 172.713 | 194.471 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 173 | 219 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 60.514 | 69.873 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13.783 | 12.102 |
| Gesamt | 472.942 | 757.079 |
In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 949 (Vorjahr: 1.247) enthalten.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.
Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 1,10 % bis 9,60 % (Vorjahr: 3,65 % bis 8,25 %).
29. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Stand 01.01 | 16.903 | 14.893 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -31 | -33 |
| Zuführung | 6.437 | 6.461 |
| Auflösung | 2.962 | 3.454 |
| Verbrauch | 5.454 | 3.058 |
| Stand 31.12 | 14.893 | 14.809 |
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen | 13.496 | 14.605 |
| Prozessrisiken | 1.397 | 204 |
| Gesamt | 14.893 | 14.809 |
In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt.
Der Bestand an Rückstellungen aus Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistung und der Bestand an Rückstellungen für Prozessrisiken wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2014 verbraucht.
30. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 4.452 | 4.386 |
In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird.
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.
31. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
| in Tausend EUR | Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||||
| 31.12.12 | 31.12.13 | 31.12.12 | 31.12.13 | 31.12.12 | 31.12.13 | |
| Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen | 13.268 | 15.139 | 14.145 | 15.688 | 376 | 89 |
| Weitere finanzielle Verpflichtungen | 7.860 | 8.616 | 6.869 | 4.893 | 5.290 | 5.724 |
Bei den Operating-Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um Technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert wurden. Im BAUER Konzern bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 1.686 (Vorjahr: 989). Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien.
32. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE
Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.
33. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Es ergaben sich nach dem 31. Dezember 2013 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss.
34. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Berichterstattung über die Segmente des BAUER Konzerns wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente des BAUER Konzerns.
Der BAUER Konzern ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Bau
Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen, sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.
Maschinen
Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.
Resources
Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen
und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie herstellen und vertreiben.
Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten. Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds wurden bereits dort bereinigt. Das als Periodenergebnis ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns.
Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property.
Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten
Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften.
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.
Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.
Segmentberichterstattung des BAUER Konzerns
| SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN | Bau | Maschinen | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 655.165 | 742.662 | 589.093 | 628.612 | |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 579.069 | 659.063 | 520.576 | 561.615 | |
| Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern | 15.351 | 15.660 | 54.828 | 47.928 | |
| Bestandsveränderungen | -3.024 | -172 | -23.180 | -4.184 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 677 | 486 | 6.548 | 6.955 | |
| Sonstige Erträge | 13.248 | 16.809 | 12.238 | 10.117 | |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 605.321 | 691.846 | 571.010 | 622.431 | |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 22.025 | 22.816 | 33.977 | 32.223 | |
| Finanzerträge | 2.207 | 2.989 | 2.697 | 2.562 | |
| Finanzaufwendungen | -15.258 | -13.389 | -23.024 | -22.196 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 5.272 | -475 | 20 | 1 | |
| Ertragsteueraufwand | -5.660 | -6.469 | -4.773 | -7.535 | |
| PERIODENERGEBNIS | 8.586 | 5.472 | 8.897 | 5.055 | |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ |
| SEGMENTVERMÖGEN 31.12. | 555.983 | 566.266 | 748.346 | 803.467 |
|---|---|---|---|---|
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen |
12.671 | 9.389 | 108 | 99 |
| darin Investitionen ins Anlagevermögen | 51.577 | 48.168 | 34.693 | 40.166 |
| SEGMENTSCHULDEN 31.12. | 408.198 | 444.775 | 540.300 | 579.077 |
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| Abschreibungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -42.487 | -47.504 | -20.275 | -17.266 | ||||
| darin außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen |
-33 | -526 | -525 | -996 | ||||
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -15.392 | -14.196 | ||||
| Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten | ||||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten | 0 | -40 | 0 | 0 | ||||
| Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -390 | -112 | -4.844 | -3.808 | ||||
| Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -20.178 | -26.876 | -1.977 | -4.671 | ||||
| Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 13.908 | 31.227 | 2.830 | 3.396 |
| SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN | Deutschland | Übriges Europa | Europa ohne EU | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 379.521 | 412.150 | 142.672 | 168.066 | 128.399 | 155.028 | |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 329.951 | 357.048 | 142.102 | 163.380 | 115.414 | 145.381 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 256.369 | 255.613 | 19.501 | 21.414 | 15.140 | 19.578 |
| Resources | Sonstiges | Konsolidierung | Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 2013 (angepasst) |
2012 (angepasst) |
2013 | 2012 | 2013 | 2012 2013 (angepasst) |
|||
| 262.848 | 189.868 | 42.652 | 39.319 | -113.951 | -94.234 | 1.435.807 | 1.506.227 | |
| 244.273 | 182.968 | 503 | 523 | 0 | 0 | 1.344.421 | 1.404.169 | |
| 3.578 | 2.413 | 29.576 | 31.146 | -103.333 | -97.147 | 0 | 0 | |
| 3.849 | -67 | 0 | 0 | 0 | 0 | -22.355 | -4.423 | |
| 949 | 1.548 | 0 | 0 | 16.075 | 10.207 | 24.249 | 19.196 | |
| 3.647 | 2.910 | 11.715 | 6.624 | -11.085 | -5.881 | 29.763 | 30.579 | |
| 256.296 | 189.772 | 41.794 | 38.293 | -98.343 | -92.821 | 1.376.078 | 1.449.521 | |
| 15.196 | -23.576 | 12.130 | 5.117 | -11.324 | -4.499 | 72.004 | 32.081 | |
| 2.436 | 2.268 | 8.118 | 7.044 | -9.486 | -7.134 | 5.972 | 7.729 | |
| -11.123 | -11.885 | -4.738 | -5.205 | 9.486 | 7.134 | -44.657 | -45.541 | |
| 257 | 248 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.549 | -226 | |
| -1.102 | 1.501 | -1.795 | -961 | 235 | -10 | -13.095 | -13.474 | |
| 5.664 | -31.444 | 13.715 | 5.995 | -11.089 | -4.509 | 25.773 | -19.431 |
| 283.996 | 265.613 | 298.535 | 303.121 | -357.445 | -353.249 | 1.529.415 | 1.585.218 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 354 | 484 | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.133 | 9.972 |
| 17.393 | 11.539 | 4.111 | 13.552 | 0 | -10.000 | 107.774 | 103.425 |
| 221.257 | 226.675 | 146.169 | 149.980 | -249.049 | -234.700 | 1.066.875 | 1.165.807 |
| -10.446 | -11.940 | -3.195 | -3.371 | 0 | 385 | -76.403 | -79.696 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| -148 | -2.191 | 0 | 0 | 0 | 0 | -706 | -3.713 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -15.392 | -14.196 |
| 0 | -2.546 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.586 |
| -834 | -4.329 | 0 | 0 | 0 | 0 | -6.068 | -8.249 |
| -617 | -6.651 | 0 | 0 | 0 | 0 | -22.772 | -38.198 |
| 428 | 495 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.166 | 35.118 |
| Nahost und Zentralasien | Asien-Pazifik Fernost und Australien |
Amerika | Afrika | Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | 2012 (angepasst) |
2013 | |
| 197.178 | 163.036 | 326.250 | 363.305 | 201.770 | 186.392 | 60.017 | 58.250 | 1.435.807 | 1.506.227 | |
| 189.969 | 158.749 | 301.782 | 356.877 | 216.739 | 170.648 | 48.464 | 52.086 | 1.344.421 | 1.404.169 | |
| 58.836 | 52.630 | 77.856 | 82.364 | 64.256 | 56.751 | 7.925 | 6.575 | 499.883 | 494.925 |
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
35. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden.
36. FINANZINSTRUMENTE
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist der BAUER Konzern insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert.
Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Das Vier-Augen-Prinzip wird durch die Aufteilung der Funktionen über Vorstand (Abschluss) und Fachabteilungen (operative Abwicklung) realisiert. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchster Bonität abgeschlossen.
MARKTRISIKEN
Währungsrisiko
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der BAUER Konzern Finanzinstrumente eingeht.
Die bestehenden Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte und Cross Currency Swaps dienen der Sicherstellung unserer Kurssicherungsstrategie. Im BAUER Konzern sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden zu einem wesentlichen Teil durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital.
Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.
Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %:
| in Tausend EUR zum 31.12.2012 | USD | RUB | CAD |
|---|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +10 % auf OCI | 6.737 | 131 | 0 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf OCI | -8.207 | -140 | 0 |
| Gesamtauswirkung +10 % auf GuV | 2.600 | 0 | -69 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf GuV | -2.843 | 0 | 84 |
| in Tausend EUR zum 31.12.2013 | USD | RUB | CAD |
|---|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +10 % auf OCI | 5.572 | 255 | 0 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf OCI | -6.838 | -309 | 0 |
| Gesamtauswirkung +10 % auf GuV | 2.713 | 49 | -367 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf GuV | -2.654 | -58 | 449 |
Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2013 im Wesentlichen den US-Dollar, den Russischen Rubel und den Kanadischen Dollar. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.
Zinsrisiko
Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst.
Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI | 3.268 | 2.076 |
| Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI | -2.543 | -1.806 |
| Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV | 2.836 | 2.494 |
| Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV | -2.315 | -2.298 |
Rohstoffrisiko
Rohstoffrisiken, denen der BAUER Konzern hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt.
Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie im BAUER Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher.
Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente der BAUER Gruppe ersichtlich:
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2012 (angepasst) |
Cashflows 2013 |
Cashflows 2014 bis 2017 |
Cashflows 2018 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 594.276 | 178.821 | 385.984 | 48.108 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 24.976 | 9.507 | 17.986 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 67.941 | 60.514 | 7.427 | 0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 36.495 | 18.851 | 17.761 | 4.484 |
| davon Derivate | 12.269 | 5.709 | 8.466 | 567 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 29.982 | 29.982 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 172.713 | 171.466 | 1.247 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 173 | 173 | 0 | 0 |
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2013 |
Cashflows 2014 |
Cashflows 2015 bis 2018 |
Cashflows 2019 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 675.364 | 443.095 | 239.939 | 30.423 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 27.450 | 11.070 | 18.324 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 76.356 | 69.873 | 6.483 | 0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 26.499 | 14.747 | 11.162 | 3.727 |
| davon Derivate | 7.531 | 3.659 | 4.746 | 190 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 32.839 | 32.839 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 194.471 | 193.522 | 949 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 219 | 219 | 0 | 0 |
Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren wurden mit der Ausnahme der Kennzahl Net Debt/EBITA alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) für die Darlehensvereinbarungen erfüllt, siehe hierzu auch Seite 140 "Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement". Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.
Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen stellt sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR zum 31.12.2012 |
2013 | 2014 bis 2017 | ab 2018 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | -642 | -436 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -25.049 | -10.705 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 24.407 | 10.269 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | -4.988 | -7.931 | -567 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -4.988 | -7.931 | -567 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Cross Currency Swaps | -79 | -99 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -152 | -190 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 73 | 91 | 0 |
| in Tausend EUR zum 31.12.2013 |
2014 | 2015 bis 2018 | ab 2019 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | -404 | -138 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -43.454 | 7.294 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 43.050 | -7.432 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | -3.132 | -4.513 | -190 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -3.132 | -4.513 | -190 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Cross Currency Swaps | -122 | -95 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | -239 | -186 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | 117 | 91 | 0 |
Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2013 verwendet.
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlangen bei Banken und Finanzinstituten. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit einer hohen Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten. Das Management erwartet keine Ausfälle aufgrund von Nichterfüllung durch diese Geschäftspartner.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber den jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in der Tabelle ab Seite 162 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen, Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.
Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten
Die BAUER EGYPT S.A.E. hat am 2. Oktober 2001 eine Wandelschuldverschreibung zu 11 % mit einem Nominalwert von EGP 10.000.000 emittiert. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibung betrug ursprünglich 6 Jahre und wurde erneut in 2010 um weitere 3 Jahre verlängert. Nach deren Ablauf hat der Besitzer die Option, die Wandelschuldverschreibung in 200.000 Aktien zu EGP 50 zu tauschen nicht gezogen. Die Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung wurde auf drei Raten vereinbart, die erste Rate wurde in 2013 mit EGP 3.000.000 bezahlt, die weiteren Raten erfolgen in 2014 in Höhe von EGP 4.000.000 und der Restbetrag in 2015 in Höhe von EGP 3.000.000. Der beizulegende Zeitwert der Schuldkomponente und der Eigenkapitalumwandlungskomponente wurde zum Ausgabedatum der Wandelschuldverschreibung bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Schuldkomponente, der in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst wird, beträgt zum 31. Dezember 2013 TEUR 144 (Vorjahr: 548).
Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente, der in den Minderheitenanteilen erfasst wird, beträgt zum 31. Dezember 2013 TEUR 324 (Vorjahr: 324).
Der Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen.
| in Tausend EUR | Nominalvolumen | Marktwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.12 | 31.12.13 | 31.12.12 | 31.12.13 | |||||
| Positiv | Negativ | Positiv | Negativ | |||||
| Zinsswaps | ||||||||
| davon im Hedge Accounting | 130.571 | 125.464 | 0 | -4.973 | 0 | -2.765 | ||
| davon nicht im Hedge Accounting | 47.750 | 45.550 | 0 | -6.044 | 0 | -4.081 | ||
| Devisentermingeschäfte | ||||||||
| davon im Hedge Accounting | 74.558 | 74.931 | 1.197 | -959 | 1.980 | -133 | ||
| davon nicht im Hedge Accounting | 31.352 | 84.712 | 402 | -120 | 1.211 | -358 | ||
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||||||
| davon im Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| davon nicht im Hedge Accounting | 0 | 6.556 | 0 | 0 | 115 | 0 | ||
| Cross Currency Swaps | ||||||||
| davon im Hedge Accounting | 1.628 | 1.605 | 0 | -173 | 0 | -42 | ||
| davon nicht im Hedge Accounting | 0 | 3.314 | 0 | 0 | 0 | -152 |
Nominalvolumen und Marktwert bei den derivativen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39:
| in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 |
|---|---|---|
| Loans and receivables | -127 | 11.370 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost | -38.824 | -38.233 |
| Available for Sale Financial Assets | -111 | -2.586 |
| Held for Trading | -1.820 | 2.465 |
| Gesamt | -40.882 | -26.984 |
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available for Sale Financial Assets enthält Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen. Eigenkapitalanteile an Gesellschaften werden at Cost bewertet und fließen nicht ein.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps.
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Der beizulegende Zeitwert (Fair-Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Für Wertpapiere (AfS) liegen der BAUER Gruppe Notierungen eines aktiven Marktes vor.
Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionsmodelle ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird.
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
- Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
- Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
- Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)
Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.
Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften
Im Geschäftsjahr 2013 wurden unrealisierte Ergebnisse aus der Marktbewertung von Zinsswaps, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 1.767 (Vorjahr: -2.305) vor Steuern und in Höhe von TEUR 1.129 (Vorjahr: -1.789) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage (Hedge Accounting, Cashflow Hedge) im Eigenkapital erfasst. Es erfolgte stets eine Zuordnung von einem Sicherungsinstrument zu einem Grundgeschäft. In diesem Zeitraum wurde der ineffektive Teil in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) nach Steuern in die Finanzaufwendungen gebucht. Aus der erfolgsneutral eingestellten Sicherungsrücklage im Eigenkapital wurde ein Betrag in Höhe von TEUR -310 (Vorjahr: -6) recycled. Von den durch Sicherungsgeschäfte abgesicherten Transaktionen in Fremdwährungen und Marktzinsänderungen mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit wird eine Realisierung zu unterschiedlichen Zeitpunkten bis spätestens 2020 erwartet. Gewinne und Verluste zukünftiger Verträge in Fremdwährung und Zinsen zum 31. Dezember 2013, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte, geplante Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt.
Die prospektive Effektivität wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt und die retrospektive Effektivität nach der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode berechnet.
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
a) Finanzielle Vermögenswerte
Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte |
Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden |
Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden |
Erhaltene Finanz Barsicherheiten instrumente |
Nettobetrag | ||
| Stand: 31. Dezember 2012 | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
1.599 | 0 | 1.599 | -1.229 | - | 370 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
45.232 | 0 | 45.232 | -3.332 | - | 41.900 |
| Gesamt | 46.831 | 0 | 46.831 | -4.561 | - | 42.270 |
Stand: 31. Dezember 2013
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
3.306 | 0 | 3.306 | -859 | - | 2.447 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
57.217 | 0 | 57.217 | -3.400 | - | 53.817 |
| Gesamt | 60.523 | 0 | 60.523 | -4.259 | - | 56.264 |
b) Finanzielle Verbindlichkeiten
Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.
| in Tausend EUR | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten |
Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden |
Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden |
Finanz instrumente |
Erhaltene Barsicherheiten |
Nettobetrag | ||
| Stand: 31. Dezember 2012 | |||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
12.269 | 0 | 12.269 | -1.229 | - | 11.040 | |
| Kontokorrentkredite | 148.579 | 0 | 148.579 | -3.332 | - | 145.247 | |
| Gesamt | 160.848 | 0 | 160.848 | -4.561 | - | 156.287 |
Stand: 31. Dezember 2013
| Gesamt | 263.136 | 0 | 263.136 | -4.259 | - | 258.877 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 255.605 | 0 | 255.605 | -3.400 | - | 252.205 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
7.531 | 0 | 7.531 | -859 | - | 6.672 |
In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen.
Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifizert.
Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte:
| in Tausend EUR | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Buchwert | Loans and receivables/ other financial liabilities |
|||
| 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Beteiligungen | at Cost | 3.638 | 3.613 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | at amortised Cost | 40.770 | 36.762 | 40.770 | 36.762 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.846 | 5.420 | |||
| at Fair Value | 6 | 137 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 163 | 1.325 | 163 | 1.325 | |
| at Cost | 6.676 | 3.958 | 0 | 0 | |
| nicht IFRS 7 | 1 | 0 | 0 | 0 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 116.398 | 143.234 | 116.398 | 143.234 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 272.443 | 323.008 | 272.443 | 323.008 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen | |||||
| mit Beteiligungsverhältnis | at amortised Cost | 344 | 444 | 344 | 444 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 17.487 | 19.551 | |||
| at Fair Value | 1.593 | 3.169 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 15.894 | 16.382 | 15.894 | 16.382 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 45.232 | 57.217 | 45.232 | 57.217 | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 503.158 | 589.249 | 491.244 | 578.372 |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Keiner IAS 39 - Kategorie zugeordnet | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Available for Sale | Liabilities Held for Trading | Financial Assets and | Accounting | Derivate im Hedge | nach IAS 17 | Wertansatz Bilanz | nach IFRS 7 und IFRS 13 | Fair Value | Bewertungs stufe gemäß IFRS 13 |
||
| 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | ||
| 3.638 | 3.613 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | n/a | n/a | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 47.464 | 40.449 | 2 | |
| 0 | 0 | 6 | 127 | 0 | 10 | 0 | 0 | 6 | 137 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 163 | 1.214 | 2 | |
| 6.676 | 3.958 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | n/a | n/a | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | n/a | n/a | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 116.398 | 143.234 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 272.443 | 322.161 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 344 | 444 | 2 | |
| 0 | 0 | 396 | 1.199 | 1.197 | 1.970 | 0 | 0 | 1.593 | 3.169 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.894 | 16.382 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 45.232 | 57.217 | 2 | |
| 10.314 | 7.571 | 402 | 1.326 | 1.197 | 1.980 | 0 | 0 | 499.537 | 584.407 |
| in Tausend EUR | |
|---|---|
| ---------------- | -- |
| Bewertungsmaßstab | Buchwert | Loans and receivables/ other financial liabilities |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | ||
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 426.186 | 247.775 | 426.186 | 247.775 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 16.187 | 17.265 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 22.712 | 14.397 | |||
| at Fair Value | 11.627 | 6.516 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 11.085 | 7.881 | 11.085 | 7.881 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at amortised Cost | 168.090 | 427.589 | 168.090 | 427.589 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | at amortised Cost | 8.789 | 10.185 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | at amortised Cost | 29.982 | 32.839 | 29.982 | 32.839 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at amortised Cost | 172.713 | 194.471 | 172.713 | 194.471 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen | |||||
| mit Beteiligungsverhältnis | at amortised Cost | 173 | 219 | 173 | 219 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13.783 | 12.102 | |||
| at Fair Value | 642 | 1.015 | 0 | 0 | |
| at amortised Cost | 13.141 | 11.087 | 13.141 | 11.087 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 858.615 | 956.842 | 821.370 | 921.861 |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Keiner IAS 39 - Kategorie zugeordnet | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Available for Sale | Financial Assets and Liabilities Held for Trading |
Derivate im Hedge Accounting |
nach IAS 17 | Wertansatz Bilanz | nach IFRS 7 und IFRS 13 | Fair Value | Bewertungs stufe gemäß IFRS 13 |
||||
| 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 434.092 | 256.361 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16.187 | 17.265 | 16.187 | 17.265 | 2 | |
| 0 | 0 | 6.052 | 4.270 | 5.575 | 2.246 | 0 | 0 | 11.627 | 6.516 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.784 | 8.880 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 168.090 | 427.589 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.789 | 10.185 | 8.789 | 10.185 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 29.982 | 32.839 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 172.713 | 194.471 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 173 | 219 | 2 | |
| 0 | 0 | 112 | 321 | 530 | 694 | 0 | 0 | 642 | 1.015 | 2 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.141 | 11.087 | 2 | |
| 0 | 0 | 6.164 | 4.591 | 6.105 | 2.940 | 24.976 | 27.450 | 869.220 | 966.427 |
37. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Vorsitzender
• Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg
Stellvertretender Vorsitzender
• Robert Feiger, Neusäß
Vorsitzender des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat HeidelbergCement AG, Heidelberg, Mitglied Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VVaG, Wiesbaden, Vorsitzender
Arbeitgebervertreter
- Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
- Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising Bauingenieur im Ruhestand
- Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen 1. Vorsitzende des Vorstands des Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen e.V. (seit 13.11.2013)
- Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Batenburg Techniek N.V., Rotterdam/Niederlande, Mitglied (bis 26.04.2013) Aufsichtsrat Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Rabobank Breda, Breda/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Egeria Investments B.V., Amsterdam/Niederlande, Vorsitzender Aufsichtsrat Holonite B.V., Tholen/Niederlande, Vorsitzender (bis 29.03.2013) Mitglied im Board des Rabobank Pensioenfonds, Utrecht/Niederlande Aufsichtsrat ICTS Europe Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, Vorsitzender (bis 12.03.2013) • Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc, München
- Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied (ab 30.01.2013)
Arbeitnehmervertreter
- Regina Andel, Ellrich Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
- Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel Vorstandsmitglied Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden
- Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
-
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen (seit 27.06.2013) Personalleiter der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
-
Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
- Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl, Waidhofen (bis 27.06.2013) Mitglied der Geschäftsleitung BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Vorstand
- Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Planung, Werbung, Controlling
- Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER EGYPT S.A.E., Kairo, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vorsitzender (bis 09.05.2013) Aufsichtsrat Mannheimer AG Holding, Mannheim, Mitglied (bis 11.03.2013)
- Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen, Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Investor Relations, Facility Management Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender
- Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Schrobenhausen, Ressorts: Beteiligungen, Informationstechnologie, Personal, Qualitäts- Management, Risikomanagement, Sicherheit und Umwelt Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.361 (Vorjahr: 1.389). Davon sind TEUR 1.056 (Vorjahr: 1.019) erfolgsunabhängige und TEUR 305 (Vorjahr: 370) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: 114) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 3.868 (Vorjahr: 3.596). Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens erhielten für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen Gesamtbezüge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0).
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Vorsitzender | ||
| Dr. Klaus Reinhardt | 38 | 38 |
| stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 27 | 27 |
| Arbeitgebervertreter | ||
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 18 | 18 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 18 | 18 |
| Gerardus N. G. Wirken | 20 | 20 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 20 | 20 |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald | 20 | 20 |
| Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl | 0 | 9 |
| Regina Andel | 18 | 18 |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl | 18 | 9 |
| Reinhard Irrenhauser | 18 | 18 |
| Gesamt * | 254 | 254 |
Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2013 betrug TEUR 254 (Vorjahr: 254) und setzte sich wie folgt zusammen:
* Aufgrund von Rundungen in TEUR ergab sich 2012 und 2013 eine Rundungsdifferenz von 1 TEUR.
38. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.
Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.
Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Aufsichtsratsmitglieder erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: 52). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 503 (Vorjahr: 481). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 945 (Vorjahr: 1.291) geleistet wurden.
Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55) gezahlt wurden.
Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG.
Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Nicht konsolidierte Unternehmen | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | ||
| Erträge | 2.318 | 2.063 | 24.034 | 16.457 | |
| Bezogene Leistungen | 452 | 312 | 3.835 | 6.915 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) | 282 | 444 | 22.748 | 25.893 | |
| Verbindlichkeiten (31.12.) | 95 | 133 | 3.165 | 1.775 | |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 0 | 0 | 2.892 | 4.035 |
Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen.
Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen.
Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung unterlassen.
39. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
PricewaterhouseCoopers AG:
| in Tausend EUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungsleistungen | 605 | 593 |
| Honorare für andere Bestätigungsleistungen | 4 | 2 |
| Honorare für Steuerberatungsleistungen | 96 | 74 |
| Honorare für sonstige Leistungen | 84 | 76 |
| Gesamt | 789 | 745 |
Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig.
Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:
| 2012 | 2013 |
|---|---|
| 36 | 34 |
| 0 | 0 |
| 8 | 7 |
| 0 | 0 |
| 44 | 41 |
40. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2013 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
41. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER
| 2012 | 2013 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 3.664 | 3.835 |
| Inland | 1.897 | 1.957 |
| Ausland | 1.767 | 1.878 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 6.350 | 6.189 |
| Inland | 1.954 | 1.947 |
| Ausland | 4.396 | 4.242 |
| Auszubildende | 239 | 240 |
| Mitarbeiter gesamt | 10.253 | 10.264 |
42. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 9. April 2014 statt) freigegeben.
43. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
Das Geschäftsjahr der BAUER AG schließt mit einem Bilanzgewinn von EUR 27.428.937,64.
Durch den Vorstand und Aufsichtsrat wurden keine Beträge des Jahresüberschusses gemäß § 22 Ziff. 1 der Satzung der Gesellschaft in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der BAUER AG des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR 27.428.937,64 als Gewinnvortrag in Höhe von EUR 27.428.937,64 zu verwenden.
Schrobenhausen, den 28. März 2014
Der Vorstand
Vorsitzender des Vorstands
Prof. Thomas Bauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Wesentliche Beteiligungen des BAUER Konzerns zum 31. Dezember 2013
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | Währung | Anteil am Kapital in % |
|
|---|---|---|---|
| 1. | Vollkonsolidierte Unternehmen BAUER Aktiengesellschaft |
EUR | |
| A. | Deutschland BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland |
EUR | 99,00 |
| BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 | |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 | |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 | |
| BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 99,00 | |
| BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| BAUER Mietpool GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 90,00 | |
| PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 75,00 | |
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 90,00 | |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| BAUER Water GmbH, Dunningen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| GWE Prakla Services GmbH, Peine-Stederdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 75,50 | |
| GWE GF-Tec GmbH, Rödermark, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 80,00 | |
| hydesco24 GmbH, Berlin, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 60,00 | |
| BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 |
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | Währung | Anteil am Kapital in % |
|
|---|---|---|---|
| B. | Übrige EU BAUER Resources Hungary Kft., Budapest, Ungarn |
HUF | 100,00 |
| GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 100,00 | |
| BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien | EUR | 100,00 | |
| BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | EUR | 100,00 | |
| BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 100,00 | |
| BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 100,00 | |
| BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 100,00 | |
| BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 100,00 | |
| BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien | RON | 100,00 | |
| BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | BGN | 100,00 | |
| BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 100,00 | |
| BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland | EUR | 100,00 | |
| GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 100,00 | |
| BAUER Cimentaciones Y Equipos, S.A., Madrid, Spanien | EUR | 100,00 | |
| TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 | |
| BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 | |
| FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden | SEK | 100,00 | |
| GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen | PLN | 100,00 | |
| PESA ENGINEERING, S.A., Madrid, Spanien | EUR | 100,00 | |
| BAUER Ingeneria Medioambiental S.A., Madrid, Spanien | EUR | 100,00 | |
| BAUER Resources UK Ltd., Wigan, Großbritannien | EUR | 100,00 | |
| C. | Übriges Europa BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden, Schweiz |
CHF | 100,00 |
| FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz | CHF | 100,00 | |
| OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 65,00 | |
| OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation | RUB | 100,00 | |
| OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 55,00 | |
| OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | RUB | 100,00 | |
| OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation | RUB | 100,00 | |
| BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia | GEL | 100,00 | |
| D. | Nahost & Zentralasien Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien |
SAR | 100,00 |
| BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 100,00 | |
| BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 | |
| BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | AED | 49,00 * | |
| BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 | |
| BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate |
AED | 49,00 * |
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | Währung | Anteil am Kapital in % |
|
|---|---|---|---|
| Fortsetzung: D. Nahost & Zentralasien BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman |
OMR | 70,00 | |
| BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien | USD | 100,00 | |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 83,30 | |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina | USD | 100,00 | |
| Site Drilling Ltd. Co., Nikosia, Zypern | USD | 100,00 | |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | TRY | 60,00 | |
| BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 100,00 | |
| BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 | |
| E. | Asien-Pazifik, Fernost & Australien BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia |
MYR | 100,00 |
| BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 100,00 | |
| BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED, Auckland, Neuseeland | NZD | 100,00 | |
| BAUER Resources Australia Pty Limited, Sydney, Australien | AUD | 100,00 | |
| P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 100,00 | |
| BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 100,00 | |
| BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00 | |
| BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | VND | 100,00 | |
| BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | PHP | 100,00 | |
| BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur | EUR | 100,00 | |
| BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 100,00 | |
| BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 99,88 | |
| BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 100,00 | |
| BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00 | |
| BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | MYR | 100,00 | |
| Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 | |
| BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 | |
| NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | JPY | 100,00 | |
| Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 49,00 * | |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 73,99 | |
| F. | Amerika BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama |
USD | 100,00 |
| BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko | MXP | 100,00 | |
| BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 100,00 | |
| BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 100,00 | |
| BAUER-Pileco Inc., Houston, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 | |
| BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 | |
| BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 | |
| BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile | CLP | 100,00 | |
| GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile | CLP | 60,00 |
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | Währung | Anteil am Kapital in % |
|
|---|---|---|---|
| G. | Afrika | ||
| BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 55,75 | |
| BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Johannesburg, Südafrika | ZAR | 100,00 | |
| MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia | NAD | 100,00 | |
| MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika | ZAR | 100,00 | |
| BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana | GHS | 100,00 | |
| BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana | BWP | 51,00 | |
| 2. A. |
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Inland Wöhr + Bauer GmbH - (Teilkonzernabschluss), München, Bundesrepublik Deutschland |
EUR | 33,33 |
| Wöhr + Bauer Angerhof GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| Wöhr + Bauer Angerhof Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| WÖHR + BAUER PARKING GmbH, Ettlingen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 80,00 | |
| Wöhr + Bauer H2O Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| Wöhr + Bauer H2O GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| Wöhr + Bauer Projekt HTW Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| Wöhr + Bauer Projekt HTW GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| WÖHR + BAUER Tower Riem Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| WÖHR + BAUER Tower Riem GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 100,00 | |
| NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 25,00 | |
| Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 30,00 | |
| B. | Ausland TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien |
EUR | 30,00 |
| NuBa Equipment Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 50,00 | |
| Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich | EUR | 50,00 | |
| 3. A. |
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Inland |
||
| TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 33,33 | |
| Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 20,00 | |
| Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland |
EUR | 20,00 | |
| Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen GmbH & Co. KG, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland |
EUR | 20,00 | |
| Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 4,38 | |
| B. | Ausland OAO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation |
RUB | 15,00 |
* Wirtschaftliches Eigentum ist 100 %
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 28. März 2014
Der Vorstand
Vorsitzender des Vorstands
Prof. Thomas Bauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den von der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, den 28. März 2014
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Klaus Neubarth ppa. Dagmar Liphardt
Glossar
A E
ABTEUFEN | Der Begriff bezeichnet die Herstellung von Schächten oder Bohrlöchern zur Erschließung von Lagerstätten oder zur Gewinnung von Ressourcen.
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN | Über assoziierte Unternehmen kann ein maßgeblicher, aber kein beherrschender Einfluss ausgeübt werden. Die Beteiligungsquote liegt üblicherweise zwischen 20 und 50 %. Die Bilanzierung erfolgt nach der Equity-Methode.
AUFTRAGSBESTAND | Gibt den Umfang der zum Bilanzierungszeitpunkt bestehenden Aufträge eines Unternehmens an.
AUFTRAGSEINGANG | Entspricht der Summe aller erhaltenen Aufträge in einem bestimmten Betrachtungszeitraum. Der Auftragseingang ist ein Indikator für das künftige Auftragsvolumen.
BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP) | Das Bruttoinlandprodukt entspricht dem Gesamtwert aller innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft hergestellten Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft.
CASHFLOW | Die Kennzahl gibt, an in welcher Höhe ein Unternehmen finanzielle Mittel aus eigener Kraft erwirtschaftet und wieder verwenden kann. Wesentliche Teile davon sind der Gewinn, Abschreibungen und Rückstellungserhöhungen.
D
C
B
DREHBOHRGERÄT (BG) | Die BAUER Maschinen GmbH hat sich auf den Bau und die Entwicklung von Drehbohrgeräten spezialisiert. Die Maschinen werden in zwei Linien gefertigt, der PremiumLine und der ValueLine. Mit diesen Geräten können verschiedenste Anwendungen des Spezialtiefbaus ausgeführt werden.
EBIT | Englische Abkürzung für "Earnings before interest and taxes". Das EBIT ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
EBIT-MARGE | Die EBIT-Marge ist eine Rentabilitätskennzahl und beschreibt das Verhältnis von EBIT zu den Umsatzerlösen des Unternehmens.
EBITDA | Englische Abkürzung für "Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization". Das EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände).
EQUITY–METHODE / AT EQUITY | Mit der Equity-Methode werden die Anteile von assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Dabei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen fortgeschrieben.
FINANCIAL COVENANTS | In manchen Kreditverträgen werden Klauseln vereinbart, die die Einhaltung bestimmter F
Schwellenwerte für festgelegte Finanzkennzahlen vorgeben.
FINANZINSTRUMENT | Jeder Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit (oder einem Eigenkapitalinstrument) führt.
G
GESAMTKONZERNLEISTUNG | Die Gesamtkonzernleistung umfasst neben der Leistung der konsolidierten Unternehmen auch die Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie die Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.
H
HGB-ABSCHLUSS | Das Handelsgesetzbuch (HGB) gibt für deutsche Kapitalgesellschaften Regelungen zum Jahresabschluss und zur Berichterstattung vor.
IFRS-ABSCHLUSS | Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften für kapitalmarktorientierte Unternehmen. Die Standards werden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben und sollen die internationale Vergleichbarkeit von Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleisten. Seit 2004 stellt die BAUER Gruppe einen Abschluss nach IFRS auf.
K
KONSOLIDIERTE LEISTUNG | Die konsolidierte Leistung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt und umfasst die Leistung der in den Konzernabschluss vollständig einbezogen (konsolidierten) Unternehmen.
P
PERCENTAGE-OF-COMPLETION-METHODE (POC) |
Bei längerfristigen Aufträgen werden mit Hilfe dieser Methode anhand der Auftragskosten und -erlöse (Istwerte und Prognose) die Gewinnrealisierung entsprechend dem Grad der Fertigstellung ermittelt und verbucht.
PERIODENERGEBNIS | Das Periodenergebnis, auch als Ergebnis nach Steuern bezeichnet, stellt den Gewinn oder Verlust in einem bestimmten Zeitraum dar.
PREMIUMLINE | Die PremiumLine umfasst die Multifunktionsgeräte der Drehbohrgeräteserie (BG), die für verschiedenste Anwendungen des Spezialtiefbaus ausgelegt sind. Auch der Anbau von Tiefenrüttlern oder Schlitzwandfräsen ist möglich.
S
SEGMENTE | Die Segmente sind die operativen Geschäftsbereiche – bei uns Bau, Maschinen und Resources – des Konzerns. Im jeweiligen Segment sind neben der Holding auch die Tochtergesellschaften mit gleichem Produkt- bzw. Leistungsportfolio enthalten. Im Konzern ist lediglich die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH in allen drei Segmenten tätig.
STAKEHOLDER | Der Begriff bezeichnet Personen oder Gruppen, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf eines Unternehmens haben. Das Interesse der verschiedenen Anspruchsgruppen kann dabei sehr unterschiedlich sein.
T
TIEFBOHRANLAGE (TBA) | Diese Geräteserie wurde speziell dafür entwickelt, um besonders tief gelegene Rohstofflagerstätten durch Bohrungen zu erschließen. Die Geräte können über 5.000 Meter tief bohren und werden für die Erschließung von Öl, Gas, Wasser und Geothermie eingesetzt.
U
UMSATZERLÖSE | Im Gegensatz zur Leistung, bei der alle hergestellten Güter bewertet werden, sind die Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung alle endgültig abgerechneten und verkauften Leistungen und Güter einer Periode. Die Differenz der beiden Werte setzt sich im Wesentlichen aus Veränderungen bei halbfertigen Leistungen, Lägern und von sonstigen Erlösen zusammen.
V
VALUELINE | Die ValueLine umfasst die Maschinen der Drehbohrgeräteserie (BG), die ausschließlich für das Verfahren des Kellybohrens optimiert sind.
W
WERTSCHÖPFUNG | Wertschöpfung ist der Beitrag, den ein Unternehmen gegenüber der Gesellschaft leistet. Die Wertschöpfung spiegelt wider, wie sich die Leistung eines Unternehmens auf die unterschiedlichsten Anspruchsgruppen verteilt.
WORKING CAPITAL | Das Working Capital ist der Teil des Umlaufvermögens, der durch den betrieblichen Produktionsprozess und durch den Verkauf der Leistungen (z. B. Forderungen) gebunden ist.
IMPRESSUM
Herausgeber
BAUER Aktiengesellschaft BAUER-Straße 1 86529 Schrobenhausen www.bauer.de
Fotos
BAUER Gruppe Sydney Aerial Photography (S. 90)
SO ERREICHEN SIE UNS
Ansprechpartner
Investor Relations BAUER Aktiengesellschaft BAUER-Straße 1 86529 Schrobenhausen Tel.: +49 8252 97-1215 Fax: +49 8252 97-2900 [email protected] Sitz der Gesellschaft
86529 Schrobenhausen Registergericht Ingolstadt HRB 101375
Druck
Kastner AG – das medienhaus, Wolnzach
http://www.youtube.com/ BAUERGruppe
Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache.
Der Geschäftsbericht 2013 ist auf umweltfreundlichem Papier, welches die Kriterien des Forest Steward Councils (FSC) erfüllt, gedruckt.
Die BAUER Spezialtiefbau GmbH, das Stammunternehmen der BAUER Gruppe, hat die Entwicklung des Spezialtiefbaus maß geblich ge prägt und führt in der ganzen Welt Projekte aus. Bauer Spezialtiefbau ist in Deutschland regional organisiert und arbeitet auf allen Kontinenten mit über fünfzig Tochterfirmen und Niederlassungen. Die Marktentwicklung brachte es mit sich, dass der Hauptteil im Ausland erwirtschaftet wird. Größere Tochterfirmen und Niederlassungen hat Bauer unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Malaysia, Ägypten und in den USA. Bauer hat in mehreren Regionen der Welt Netzwerke entwickelt, die es er möglichen, mit eigenem Maschinenpark und Ingenieurbüro selbstständig tätig zu sein und in angrenzende Länder ausgreifen zu können. Neben dem dominanten Spezial tiefbau führen die Firmen SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH und die Wöhr + Bauer GmbH auch allgemeine Bautätigkeiten wie Ingenieurbau, Umweltbau und Projekt entwicklung aus.
Bau Maschinen Resources
Die BAUER Maschinen Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von Spezialtiefbaugeräten. Die BAUER Maschinen GmbH, die Holding der Tochterfirmen, konstruiert und baut am Konzernstandort in den Werken Schrobenhausen, Aresing und Edelshausen Großdrehbohrgeräte, Schlitzwandfräsen, Greiferanlagen, Rüttelgeräte und Tiefbohran lagen sowie alle Werkzeuge dazu. Weitere Produktionsstandorte betreibt das Unter nehmen in den USA und Russland, in China, Malaysia, Italien, Singapur, Türkei und Schweden. Konzerneigene Zulieferer sind Schachtbau Nordhausen und Olbers dorfer Guß. Die BAUER Maschinen Gruppe verfügt über ein weltweites Vertriebs- und Kundendienstnetz.
Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des jüngsten Geschäftsfeldes, unter deren Dach die drei Kompetenzfelder Materials, Exploration and Mining Services und Environment gebündelt sind.
Gewinn- und Verlustrechnung des BAUER Konzerns
| in Tausend EUR | 2012 (angepasst) |
2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| UMSATZERLÖSE | 1.344.421 | 1.404.169 | 4,44 % |
| Bestandsveränderungen | -22.355 | -4.423 | -80,21 % |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 24.249 | 19.196 | -20,84 % |
| Sonstige Erträge | 29.763 | 30.579 | 2,74 % |
| KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 1.376.078 | 1.449.521 | 5,34 % |
| Materialaufwand | -686.834 | -755.906 | 10,06 % |
| Personalaufwand | -324.989 | -342.815 | 5,49 % |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -76.403 | -79.696 | 4,31 % |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -15.392 | -14.196 | -7,77 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -200.456 | -224.827 | 12,16 % |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 72.004 | 32.081 | -55,45 % |
| Finanzerträge | 5.972 | 7.729 | 29,42 % |
| Finanzaufwendungen | -44.657 | -45.541 | 1,98 % |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 5.549 | -226 | n/a |
| ERGEBNIS VOR STEUERN | 38.868 | -5.957 | n/a |
| Ertragsteueraufwand | -13.095 | -13.474 | 2,89 % |
| PERIODENERGEBNIS | 25.773 | -19.431 | n/a |
Bilanz des BAUER Konzerns
| AKTIVA in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 34.567 | 35.388 | 2,38 % |
| Sachanlagen und Investment Property | 465.316 | 459.537 | -1,24 % |
| At-Equity-bewertete Anteile | 13.133 | 9.972 | -24,07 % |
| Beteiligungen | 3.638 | 3.613 | -0,69 % |
| Aktive latente Steuern | 28.172 | 26.299 | -6,65 % |
| Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | 40.770 | 36.762 | -9,83 % |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 7.627 | 7.564 | -0,83 % |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.846 | 5.420 | -20,83 % |
| 600.069 | 584.555 | -2,59 % | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Vorräte | 429.794 | 419.352 | -2,43 % |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 449.806 | 520.657 | 15,75 % |
| Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.514 | 3.437 | -23,86 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 45.232 | 57.217 | 26,50 % |
| 929.346 | 1.000.663 | 7,67 % | |
| 1.529.415 | 1.585.218 | 3,65 % |
| PASSIVA in Tausend EUR | 31.12.2012 (angepasst) |
31.12.2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL | |||
| Anteile des Konzerns | 429.335 | 396.602 | -7,62 % |
| Minderheitsgesellschafter | 33.205 | 22.809 | -31,31 % |
| 462.540 | 419.411 | 9,32 % | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Pensionsrückstellungen | 80.439 | 81.637 | 1,49 % |
| Finanzverbindlichkeiten | 465.085 | 279.437 | -39,92 % |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.427 | 6.483 | -12,71 % |
| Passive latente Steuern | 19.397 | 14.788 | -23,76 % |
| 572.348 | 382.345 | -33,20 % | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 190.662 | 449.876 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 282.280 | 307.203 | 8,83 % |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 4.808 | 9.606 | 99,79 % |
| Rückstellungen | 16.777 | 16.777 | 0,00 % |
| 494.527 | 783.462 | 58,43 % | |
| 1.529.415 | 1.585.218 | 3,65 % |
In der Spalte "Veränderung" können sich aufgrund von Rundungen und unterschiedlicher Darstellung in TEUR zu Mio. EUR im Vergleich zu den Konzernkennzahlen Abweichungen ergeben.
Finanzkalender 2014
| 11. April 2014 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 Bilanzpressekonferenz Analystenkonferenz |
|---|---|
| 14. Mai 2014 | Zwischenbericht 31. März 2014 |
| 26. Juni 2014 | Hauptversammlung |
| 14. August 2014 | Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2014 |
| 14. November 2014 | Zwischenbericht 30. September 2014 |
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