Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Bauer AG Annual Report 2011

Apr 25, 2012

47_rns_2012-04-25_599ce5ad-288a-4d0a-9112-4630970d4e83.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

BAUER Aktiengesellschaft

Schrobenhausen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht 2011

Jahresabschluss 2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

Anlage zum Anhang (Aufstellung zum Anteilsbesitz)

Erklärung des Vorstands

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht der BAUER AG für das Geschäftsjahr 2011

Die BAUER AG mit der BAUER Unternehmensgruppe

Als Holdinggesellschaft erbringt die BAUER Aktiengesellschaft zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für ihre verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

Die BAUER Unternehmensgruppe bietet Dienstleistungen, Maschinen und Produkte für Boden und Grundwasser. Der Bau- und Maschinenbaukonzern mit seinen operativen Unternehmen ist global organisiert und auf allen Kontinenten tätig. Unter der börsengelisteten Holding BAUER AG mit Sitz in Schrobenhausen agieren über 110 Tochterfirmen mit Standorten in rund 70 Ländern in den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.

Das Segment Maschinen entwickelt und baut Geräte, Werkzeuge und Maschinen für den Spezialtiefbau sowie für andere Bohrarbeiten im Untergrund wie für Minen, Wasserbrunnen, Geothermie, Öl und Gas. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt Bauer Maschinen über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China (Shanghai und Tianjin), Malaysia, Russland (drei Standorte), Italien, Schweden und den USA. Mit einem Auslandsvertriebsanteil von rund 80 % ist die BAUER Maschinen GmbH Weltmarktführer für Spezialtiefbaugeräte.

Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik. Es entwickelte sich aus bestehenden Geschäften der Stammsegmente Bau und Maschinen. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des jüngsten Geschäftsfeldes, unter deren Dach drei operative Bereiche tätig sind: Materials, Exploration and Mining Services und Environment.

Unternehmensführung

Grundprinzip guter Unternehmensführung ist das Führen von Menschen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisation mit einzelnen Einheiten (Unternehmen), die nicht durch komplexe Entscheidungshierarchien belastet sind, ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Unternehmensgruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Unternehmen sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig.

Daneben wurde ein Rahmen geschaffen, in welchem Eigenverantwortung wahrgenommen wird und ein Erfahrungsaustausch mit anderen selbststeuernden Einheiten organisiert ist. An der Fortentwicklung von intelligenten und vor allem auch informellen Netzwerkstrukturen wird stetig gearbeitet. Für das eigenverantwortliche Handeln der operativen Unternehmensbereiche wurden die Grundprinzipien und Rahmenbedingungen definiert und im zentralen Steuerungsinstrument – dem Unternehmenshandbuch (UHB) – festgehalten. Es enthält unter anderem die Führungsgrundsätze, die die Basis für das ethische und moralische Verhalten der Führungskräfte im Rahmen ihrer Aufgaben bilden.

In Rahmenleitlinien sind schriftlich Verhaltensregeln festgelegt, die in den einzelnen Firmen und Bereichen durch die Führungskräfte der BAUER Gruppe zu implementieren sind. Darüber hinaus sind Prozessgruppen und Unternehmensprozesse definiert, die einen sicheren und geordneten Ablauf sowie eine Koordinierung der Arbeitsabläufe ermöglichen.

Systeme und Abteilungen, die zentrale Funktionen übernehmen, erleichtern die Abwicklung von Standardprozessen und unterstützen als Dienstleister die Arbeit der einzelnen Einheiten. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Hierdurch wird die notwendige Kontrolle der dezentralen Bereiche organisiert.

Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 84 bis 87 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/de/investor_relations/reports/ in der Rubrik Investor Relations – Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2011 dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung – mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten – je eine Stimme.

Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.146 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 25. Juni 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.000.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

Bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und der auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht überschreitet. Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung ausgegeben wurden;
Zur Vermeidung von Spitzenbeträgen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.

Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 179 ff. AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.

Change-of-Control-Klauseln

Mehrere langfristige Darlehen mit einer Höhe von insgesamt 207,0 Mio. EUR zum Jahresende, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, sehen für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft und Märkte

Seit vielen Jahrzehnten beschäftigen sich Volkswirtschaftsprofessoren rund um den Globus mit den Phänomenen der Marktwirtschaft, ihren Zyklen und langfristigen Entwicklungslinien. Mit großem Erstaunen konnte man zur Mitte des abgelaufenen Jahres vernehmen, dass die bisherigen Regeln nicht mehr gelten sollten. Wir wurden mit Vorhersagen erfreut, dass die Finanzmarktkrise vorbei wäre und nun die goldenen Jahrzehnte der deutschen Wirtschaft vor uns stehen würden.

Natürlich konnte diese Prognose nicht richtig sein, obwohl sie so schön war, dass sie Viele gerne geglaubt haben. Die wahren Mechanismen folgen jedoch anderen Regeln: Nach einem massiven volkswirtschaftlichen Ereignis, sei es positiv oder wie, vor etwa vier Jahren, außerordentlich negativ, folgen über mehrere Jahre Auf- und Abbewegungen, bis das Gesamtsystem wieder in eine stabile Situation zurückfindet – vorausgesetzt es tritt keine neue Störung ein. Wir haben in unseren Zwischenberichten immer darauf hingewiesen, wobei unsere Einschätzung damals von vielen Seiten als zu pessimistisch eingestuft wurde. Es zeigte sich aber, dass die Krise noch nicht vorbei war.

In der Bauwirtschaft gab es im vergangenen Jahr ein interessantes Phänomen, das die Mechanismen zeigt und das in seinem Ausmaß überrascht hat. Die Finanzmarktkrise hatte zunächst bewirkt, dass sich viele Bürger und Investoren bei geplanten Investitionen sehr zurückgehalten hatten, da sie ihr Geld für die Zukunft zusammenhalten wollten. Mit der Zeit kam wieder Zuversicht auf und Inflationssorgen begannen das Denken zu bestimmen. Dies steigerte sich dahingehend, dass jeder dem es möglich war, sein Geld in Immobilien investierte. Das alles wurde noch durch die krisenbedingt niedrigen Zinsen unterstützt. In der Folge entstand speziell in Deutschland ein Immobilienboom, wie seit vielen Jahren nicht mehr. In manchen Großstädten stiegen die Baugenehmigungen um bis zu 100 % an. Ein sehr negatives Ereignis – die Finanzmarktkrise – hatte für die Bauwirtschaft eine außerordentlich positive Folge. Dies demonstriert perfekt die Wellenbewegung, denn es ist klar, dass sich in einigen Jahren die Entwicklung wieder umkehren wird.

Der neue Ausbruch der Finanzmarktkrise – speziell in Europa – war bei diesen Wirkungsmechanismen eine logische Entwicklung. Dass Griechenland weit über seine Verhältnisse lebte, war seit vielen Jahren bekannt. Wäre das Land nicht der Grund für die neuen Probleme gewesen, hätte es einen anderen Auslöser gegeben. Natürlich ist es positiv, dass nun vielen Staaten klar geworden ist, dass die Verschuldung ein sinnvolles Maß überschritten hat. Die Maßnahmen zum Ausgleich der Schieflage werden aber auch wieder Folgen für die Realwirtschaft haben, die uns eher nicht erfreuen werden. Waren die Konjunkturprogramme der letzten Jahre positiv für eine Stabilisierung des Systems, so sind die Sparanstrengungen nun eine erhebliche Belastungsprobe. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass übertriebenes Sparen auch sehr gefährliche Folgen haben kann.

Für uns ist klar, dass die kommenden Jahre weiter von vielen Störungen im volkswirtschaftlichen System geprägt sein werden. Darauf müssen wir uns einstellen. Derartige Einflüsse haben sowohl positive als auch negative Wirkungen, aber gerade Zeiten mit erheblichen Veränderungen sind auch Zeiten mit vielfältigen Chancen. Neue Bedürfnisse entstehen, die durch Angebote der Wirtschaft befriedigt werden müssen. Märkte verschieben sich, so dass die Unternehmen, die schneller auf Veränderungen reagieren, vielfältige Vorteile daraus ziehen können.

Gleichzeitig ist festzustellen, dass es weltweit immer noch eine erhebliche Dynamik gibt, die aus den politischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte entstanden ist. Die bevölkerungsstärksten Länder haben ihr System auf marktwirtschaftliche Strukturen umgestellt. Mit der Folge, dass diese nun die gewaltigen Defizite in ihren Wirtschaftsstrukturen schnell aufholen. Länder wie China, Indien, Brasilien oder auch Russland haben Wachstumsraten, die es in den alten Industrienationen nur in der Zeit nach dem letzten Weltkrieg gegeben hatte. Deutschland war damals Wirtschaftswunderland – heute sind das andere Volkswirtschaften und diese treiben die Konjunktur auf dem gesamten Globus an. Für die Bauwirtschaft bedeutet dies stetige und erhebliche Zuwächse, da in diesen Ländern in allen Bereichen des Bauens ein enormer Nachholbedarf besteht.

Den gibt es auch in den westlichen Volkswirtschaften. Seit etwa 30 Jahren wurden die Aufwendungen für Infrastruktur- und Bauprojekte allgemein stetig zurückgefahren. Bevölkerung und Politik hatten den Eindruck, dass alles „fertig“ gebaut sei. Dabei wurde aber übersehen, dass auch Bauwerke eine Nutzungsdauer haben und sich die Bedürfnisse verändern, so dass ältere Bauten nicht mehr den Wünschen unserer Zeit entsprechen. In den westlichen Ländern sind viele Brücken marode, Straßen passen nicht mehr zum heutigen Verkehrsaufkommen, Gebäude genügen nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit und der Brandschutz ist unzureichend. Auch sind die Verkehrswege nicht mehr den heutigen politischen und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen angepasst. In Deutschland fehlen zum Beispiel weiter die Ost-West-Achsen. In der Summe sind die Baukapazitäten in nahezu allen Industrieländern zu gering geworden, um die Bedürfnisse decken zu können.

Natürlich muss dies alles unter den finanziellen Rahmenbedingungen gesehen werden. In den kommenden Jahren werden hier wegen der Haushaltsprobleme vieler Länder weiter Beschränkungen bestehen. Andererseits ist auch zu beobachten, dass viele Politiker diese problematische Entwicklung erkannt haben und nun dafür eintreten, wieder einen größeren Teil der Wertschöpfung in den Investitionsbereich zu lenken. Leider führt dies – gerade bei Großprojekten – zu Widerständen bei der Bevölkerung. In der Summe kann aber davon ausgegangen werden, dass die Bauwirtschaft in den kommenden zehn bis 20 Jahren eher auf der Sonnenseite der Konjunktur stehen wird.

Zusätzlich ergeben sich in etlichen Ländern aufgrund des atomaren Zwischenfalls im Kernkraftwerk Fukushima neue Aufgaben für den Bausektor. In Deutschland wurde die Energiewende beschlossen, die eines erheblichen Bauvolumens bedarf. Auch etliche andere Länder sind diesem Beispiel – zumeist nicht ganz so radikal – gefolgt, so dass auch hier die Bauwirtschaft erheblich gefordert sein wird.

Betrachtet man die Konjunktur der Bauwirtschaft auf regionaler Basis, so können die im Folgenden beschriebenen Trends festgestellt werden:

Deutschland hatte im Jahr 2011 eine insgesamt außergewöhnlich gute Baukonjunktur. Es konnte ein reales Wachstum in der Größenordnung von über 10 % festgestellt werden. Dabei war die Entwicklung nicht einheitlich. Am besten waren die Zahlen im Wohnungsbau, der wegen der stark gestiegenen Nachfrage um rund 18 % wuchs. Auch der Wirtschaftsbau hatte mit einer Steigerung um knapp 14 % ein erhebliches Wachstum. Hier wirkte sich der Nachholbedarf aus der Finanzmarktkrise aus. Damals hatten fast alle fertigenden Unternehmen ihre Investitionen massiv gekürzt. Mit dem neuen Boom in diesem Bereich wurden speziell die Bauten nun schnell wieder in Gang gesetzt. Auch neue Planungen für Industrieanlagen geben Optimismus für die Zukunft. Nur im öffentlichen Bau bewegten sich die Zahlen leicht im Negativen.

Von dieser Entwicklung konnten aber nicht alle Bauunternehmen profitieren. Für die kleineren Unternehmen war der deutliche Zuwachs im Wohnungs- und Wirtschaftsbau sehr positiv; die größeren Industrieunternehmen hatten dagegen ein eher schwieriges Marktumfeld aufgrund der Stagnation bei den staatlichen Infrastrukturmaßnahmen. Auch die Firmen der BAUER Gruppe verzeichneten im Inland eher ein schwaches Geschäft.

In den kommenden Jahren wird die Baukonjunktur in Deutschland auf einem wieder besseren Niveau verlaufen. Die Zuwächse des Jahres 2011 werden aber nicht mehr erreicht. Einen großen Einfluss auf die Baukonjunktur wird der Beschluss der Energiewende ausüben. Beim Neubau von Kraftwerken, speziell für erneuerbare Energien, werden erhebliche Bauleistungen benötigt. Auch wird die energetische Sanierung von Gebäuden gewaltige Baukapazitäten binden, verbrauchen diese bekanntermaßen etwa 40 % der Energie. Hier gibt es erhebliches Einsparpotential.

International zeigen sich die Entwicklungen auf den Baumärkten sehr unterschiedlich:

Westeuropa wird noch etliche Jahre mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen haben. Nahezu alle Länder haben in den vergangenen Jahrzehnten Schulden angehäuft, die sie in den kommenden Jahren zu Sparmaßnahmen zwingen werden.
Die Länder Osteuropas haben durch die Krise ein derart niedriges Bauniveau erreicht, dass jede Veränderung eine Verbesserung darstellt. Dennoch wird sich eine positive Entwicklung nur langsam realisieren. Russland wird sich dagegen viel schneller erholen, da es über enorme Öl- und Gasvorkommen verfügt und sehr reich an weiteren unterschiedlichsten Rohstoffen ist. Bereits im vergangenen Jahr kamen viele neue Bauprojekte auf den Markt.
Die Länder des Mittleren Ostens werden weiter davon profitieren, dass sie die Welt mit Öl und Gas versorgen und so ihre Entwicklung nahezu ungebremst fortsetzen können. Dies gilt, obwohl im Jahr 2011 eine deutlich gedämpfte Baukonjunktur festzustellen war, was sich aber auf die politischen Unruhen in der Region zurückführen lässt.
Im Fernen Osten setzt sich durch einen enormen Nachholbedarf die schnelle Wirtschaftsentwicklung fort.
In den USA ist die Lage sehr unbestimmt. Dem Zwang zum Sparen steht die Erkenntnis gegenüber, dass staatliche Ausgaben im Bausektor dringend geboten sind, um die Gesamtkonjunktur vor einem erneuten Abgleiten zu bewahren. Außerdem sind die USA das Land der westlichen Welt, das den größten Nachholbedarf bei der Erneuerung der Infrastruktur hat. Früher wurde in Wahlkampfzeiten besonders viel gebaut. Heute streiten sich die politischen Kontrahenten darüber, wie ein radikales Sparprogramm in die Praxis umgesetzt werden kann. Dass die Administration Obama nicht mehr alleine die Mehrheiten bestimmen kann, ist ein zusätzliches Problem. Trotzdem gehen wir für unser Geschäft davon aus, dass es auch in der Zukunft genügend Bauaufgaben geben wird.
Afrika hat – mehr als in der Vergangenheit – gute Chancen an positiven Entwicklungen teilzuhaben, da viele Länder mit ihren bedeutenden Rohstoffvorkommen über gutes Wachstumspotential verfügen.

Wenn wir die Zukunftsentwicklung betrachten, darf man nicht die erheblichen Verschiebungen der politischen und ökonomischen Machtverhältnisse auf dem Globus vernachlässigen. Waren in den vergangenen Jahrzehnten speziell der Dollar und die großen europäischen Währungen – seit zehn Jahren nun der Euro – die wichtigsten Weltleitwährungen, so ist in den letzten Jahren die chinesische Währung Renminbi Yuan dazugekommen. China hat sich auf wirtschaftlichem Gebiet derart stark entwickelt, dass es heute in sehr vielen Märkten auf einem der vorderen Plätze zu finden ist. Die Exportüberschüsse Chinas sind so groß, dass dessen Währungsreserve ebenso beachtliche Ausmaße angenommen hat. China ist zum Finanzier der westlichen Welt geworden.

Anders als die etablierten westlichen Volkswirtschaften, in denen die Strategien für die weitere Wirtschaftsentwicklung nahezu vollständig den Unternehmen überlassen ist, hat China eine klare staatliche Steuerung eingeführt. Mit zentraler Koordination und Finanzierung werden die weltweiten Rohstoffvorkommen für China nutzbar gemacht. Es werden sogar Monopolsituationen erzeugt, die es der übrigen marktwirtschaftlichen Welt schwer machen werden, zukünftig auf manchen Gebieten zu konkurrieren. In einigen Märkten hat China weltweit eine dominierende Stellung erreicht, so zum Beispiel bei Kleidung und Kinderspielzeug.

In den letzten Jahren wurde mit erheblicher staatlicher Unterstützung und durch die Verfügbarkeit billigen Stahls speziell der Baumaschinensektor gefördert. Bei etlichen Gerätetypen ist die Produktion Chinas schon größer als die aller anderen Hersteller der restlichen Welt zusammengenommen. Bei Betonpumpen wurde durch die Übernahme des bisher führenden deutschen Herstellers ein monopolähnlicher Zustand erreicht. Bisher war diese Dominanz auf den Weltmärkten noch wenig spürbar, da die chinesischen Hersteller speziell in China verkauften. Da aber die dortigen Märkte einer Sättigung entgegengehen, werden wir bald sehr viel mehr Anstrengungen der dortigen Industrie erleben, sich auf den anderen Weltmärkten zu etablieren.

Für uns und unsere Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass wir mit größten Anstrengungen den technologischen Abstand und die Qualität der Produkte ausbauen müssen. Speziell bei Spezialtiefbaumaschinen gibt es viele Produktsegmente, bei denen sich Massenfertigung, wie sie in China besonders erfolgreich ist, nicht eignet. Aus diesen Gründen haben wir ein ausreichendes Spielfeld, um uns gegen die Strategien aus dem Fernen Osten zur Wehr zu setzen. Dennoch müssen wir die Entwicklung mit großem Respekt in unsere eigenen Überlegungen einbeziehen.

Auch andere Entwicklungen auf unserem Globus, die die gewohnte Machtbalance betreffen, müssen mit wachem Auge beobachtet werden. Die öl- und gasreichen Länder des Mittleren Ostens waren in den vergangenen Jahren in der Lage, gewaltige Mengen an Geld anzusparen und dieses geschickt und oft sehr günstig in den westlichen Volkswirtschaften zu investieren. Auch wenn daran grundsätzlich großes Interesse besteht, muss man beachten, dass sich dadurch auch Konstellationen entwickeln können, die in einzelnen Wirtschaftsbereichen möglicherweise zu erheblichen Veränderungen führen. Die Bauwirtschaft dürfte davon aber weniger betroffen sein.

Bei all diesen Themen sind in den vergangenen Jahren enorm wichtige Aufgaben in den Hintergrund gerückt, die aber auch gelöst werden müssen. In Deutschland und vielen anderen Ländern führte die demographische Entwicklung zu einem wirtschaftlichen Problem, dessen Lösung derzeit kaum mehr angegangen wird. Die Umweltprobleme, speziell die Luftverschmutzung, nehmen weiter zu. Auch hier werden derzeit nötige Maßnahmen nicht mit demselben Engagement verfolgt und umgesetzt wie noch vor wenigen Jahren, als diese Themen als die größten Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt gesehen wurden. Der Dialog mit großen Verursachern, wie China, muss verstärkt werden. Die finanziellen Lasten, die in den kommenden Jahren in diesem Bereich auf uns zukommen, sind erheblich – im Übrigen bietet dies natürlich auch eine gewaltige Chance für Unternehmen, die sich auf diese Themen konzentrieren.

Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit etwa fünf Jahren widmen sich unsere Unternehmen den Themen Umwelt, Wasser und Ressourcen mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In vielen Ländern der Welt haben wir hier bereits Erfolge erzielt und wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch sehr deutlich ansteigen wird.

Die BAUER Gruppe ist in diesen weiterhin unruhigen Zeiten sehr gut aufgestellt – regional wie auch in den drei Segmenten. Nach jahrelanger Aufbauarbeit sind wir mit Bau, Maschinen und Resources in allen Weltmärkten gut vertreten und können unterschiedliche Marktentwicklungen ausgleichen. Speziell die starke Präsenz im Fernen Osten eröffnet uns für die kommenden Jahre interessante Wachstumschancen. Auch die strategische Ausrichtung der Produkte und Dienstleistungen zeigt in der derzeitigen Situation ihre Stärke.

Seit Jahren ist uns bewusst, dass der Bereich Spezialtiefbau in Zukunft eine schwächere Wachstumsdynamik aufweisen wird, auch wenn dessen Anteil am gesamten Bauvolumen weiter ansteigt. Die großen Städte der Welt benötigen immer mehr Infrastrukturbauwerke, um den Infarkt der Verkehrsströme zu verhindern. Wegen des enormen Platzmangels in den Zentren müssen immer mehr Verkehrswege in den Untergrund oder auf Hochstraßen und Brücken verlagert werden. Der Spezialtiefbau hat hier ein immer größeres Feld zu bedienen. Auch beim Bau innerstädtischer Gebäude oder von Industrieanlagen zwingt der Mangel an Grundstücksflächen dazu, häufiger Areale zu bebauen, die im Vorfeld einer technischen Bodenverbesserung bedürfen. Auch unser Maschinenvertrieb wird in den kommenden Jahren von dieser Entwicklung profitieren.

Besonders stark können wir, wie bereits erwähnt, für die Zukunftsentwicklung des Konzerns auf unser Segment Resources setzen. Im BAUER Konzern haben wir insgesamt viele Leistungen und Produkte anzubieten, so dass wir sehr zuversichtlich sind, hier ein gutes Wachstum zu erreichen. Auch der Maschinenbau hat sich in den vergangenen Jahren in diesem Feld durch neue Produktentwicklungen gestärkt. Dieser bietet heute eine komplette Serie an Tiefbohrgeräten für Geothermie-, Öl-, Gas- und Wasserbohrungen. Im letzten Jahr wurde damit begonnen, Spezialgeräte zur Gründung von Kraftwerksanlagen im Meer – für Windräder und Gezeitenkraftwerke – auf den Markt zu bringen. Im Norden Schottlands wurde mit dem ersten Gerät bei außerordentlich schwierigen Bedingungen eine Pfahlgründung in einem Testfeld erstellt.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Welt in einem gewaltigen Umbruch befindet. Sowohl Störungen als auch Chancen bestimmen das Bild für unternehmerische Entscheidungen. Die Firmengruppe BAUER hat die Veränderungen im Blick und unternimmt große Anstrengungen, um durch Flexibilität und schnelles Handeln die Chancen zu nutzen und den Risiken auszuweichen. Insgesamt sehen wir uns auf einem wieder stabilen Wachstumspfad, durch den wir in den kommenden zwei Jahren die im Boomjahr 2008 erreichte Leistung wieder überschreiten können.

Geschäftsverlauf

Die BAUER AG hat das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 27,6 Mio. EUR (Vorjahr: 26,6 Mio. EUR) abgeschlossen. Der Jahresüberschuss beträgt 9,4 Mio. EUR nach 5,8 Mio. EUR im Vorjahr. Der Jahresumsatz ist zum überwiegenden Teil durch Verrechnungen für Leistungen an die Tochtergesellschaften entstanden.

Das wesentliche Geschäft wurde bei der BAUER AG durch deren Tochterunternehmen in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources getätigt.

Im Segment Bau verringerte sich die Konzernleistung um 5,4 % auf 582,1 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich in der Folge auf 17,6 Mio. EUR (-38,8 %), während das Periodenergebnis um 51,3 % von 10,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,9 Mio. EUR zurückging.

Im Segment Maschinen, unserem im Berichtsjahr trotz der weiterhin schwierigen Marktsituation in Folge der Finanzmarktkrise immer noch erfolgreichsten Geschäftsbereich, stieg die Konzernleistung gegenüber dem Vorjahr um 13,6 % auf 661,0 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 10,2 % von 48,3 Mio. EUR auf 53,2 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen Folge der höheren Leistung und der dadurch relativ niedrigeren Fixkostenbelastung. Das Periodenergebnis stieg um 12,7 % auf 23,6 Mio. EUR.

Das erst seit 2007 aktive Segment Resources konnte eine weiter positive Entwicklung verzeichnen. Die entsprechende Konzernleistung liegt mit 211,5 Mio. EUR um 19,0 % über Vorjahresniveau, das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 34,9 % auf 10,9 Mio. EUR. Das Periodenergebnis sank wegen des schlechteren Finanzergebnisses und des gestiegenen Steueraufwands um 30,0 % auf 3,7 Mio. EUR. In diesem Segment werden weiter erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Strukturen zu verbessern und damit in der Zukunft die Ertragskraft zu steigern.

Entwicklung in den Geschäftssegmenten

Segment Bau

Das Segment Bau war im Geschäftsjahr 2011 am deutlichsten von den politischen und wirtschaftlichen Störungen betroffen. Die Gesamtkonzernleistung lag mit 582,1 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (615,4 Mio. EUR) um 5,4 % zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich spürbar von 28,8 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR. Deutlich verminderte sich auch das Periodenergebnis von 10,0 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR.

Bereits im ersten Quartal führten die Unruhen im arabischen Raum, insbesondere in Ägypten, zu Leistungs- und Ergebnisverlusten. Im Laufe des Berichtsjahres hatten die Flutkatastrophe in Japan mit dem Atomunfall in Fukushima und die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa weitere Einflüsse auf das operative Geschäft. Zusätzlich wirkten sich Verzögerungen bei diversen Bauprojekten und Störungen im Ablauf ebenso negativ auf Leistung und Ergebnis aus. Auch verschlechterte sich das Preisniveau aufgrund der Finanzmarktkrise in den Vorjahren. Alle Faktoren zusammengenommen hatten zur Folge, dass die ursprüngliche Planung für das Segment nicht erreicht werden konnte.

Betrachtet man die Märkte im Überblick, so entwickelte sich Europa annähernd stabil, wobei sich der Markt in Deutschland im Laufe des Geschäftsjahres abschwächte. Einen spürbaren Leistungsrückgang verzeichneten unsere Unternehmen im Nahen Osten, wo aufgrund des „Arabischen Frühlings“ einige Projekte unterbrochen werden mussten. In Amerika konnte das Leistungsniveau gehalten werden. Der Ferne Osten zeigte sich 2011 weiter als stabiler Baumarkt, so dass es dort möglich war, die Umsätze zu steigern. In Afrika reduzierte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.

Deutschland

In Deutschland konnte im Geschäftsjahr 2011 das Umsatzziel knapp erreicht werden, das Ergebnis lag jedoch hinter den Planungen zurück. Die insgesamt positive Baukonjunktur beschränkte sich nahezu auf den Wohnungs- und Gewerbebau, die für unsere Unternehmen kaum Chancen bieten. Insgesamt waren überwiegend kleinere Projekte am Markt, was dazu führte, dass die Wettbewerbskonzentration auf diese Bauvorhaben ein sinkendes Preisniveau zur Folge hatte. Eine stetige Grundauslastung in den regionalen Niederlassungen konnte so nicht erreicht werden.

Weiterhin positiv verlief der Großauftrag am Mittleren Ring in München, der unser Tochterunternehmen noch bis etwa Mitte 2013 beschäftigen wird. Die Auftragslage ist regional sehr unterschiedlich, aber insgesamt auf ausreichendem Niveau. In den letzten Wochen des Jahres 2011 haben sich wieder vermehrt Auftragschancen am Markt ergeben, so dass mit einer stabilen Entwicklung geplant wird.

Der Baubereich des vorwiegend in Deutschland tätigen Tochterunternehmens SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH verzeichnete Rückgänge bei Leistung und Ergebnis. Sowohl der Ingenieur- als auch der Tunnelbau entwickelten sich negativ, das Geschäftsfeld Rekonstruktion blieb dagegen stabil. Als Folge des anhaltend schwierigen Marktumfeldes wurde der Tunnelbau zum Jahresende eingestellt. Die Umwelttechnik, welche vor allem den Bau von Biogasanlagen beinhaltet, konnte gute Zuwächse verzeichnen. Der Maschinenbaubereich erzielte, wie im Vorjahr, wegen Unterauslastung der Kapazitäten ein leicht negatives Ergebnis. Beide Bereiche sind dem Segment Maschinen zugeordnet. Der Bergbau, welcher dem Segment Resources angehört, konnte im Geschäftsjahr weiter wachsen. Im April 2011 konnte ein sehr großer Auftrag für den Ein- und Ausbau von Betriebsräumen für eine Deponie in einem ehemaligen Bergwerk gewonnen werden.

Die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH schloss ein schwieriges Jahr mit einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau ab. In den Geschäftsfeldern Sanierung und Generalbau konnten leichte Zuwächse erzielt werden. Die Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH entwickelte sich stabil bei weiterhin positiver Leistung und Ergebnis. Das Unternehmen bietet Projektentwicklungsleistungen bei City-Immobilien.

Europa

Die Märkte Europas waren durch die Finanzmarktkrise deutlich negativ beeinflusst worden, insbesondere die Länder Osteuropas. Im Jahr 2011 konnte ein kleiner Aufschwung festgestellt werden, der sich jedoch auf sehr niedrigem Niveau bewegte. Unsere Unternehmen in Rumänien, Bulgarien, Kasachstan und Ungarn lagen, mit zum Teil negativen Ergebnissen, hinter den Planungen zurück. Insgesamt erwarten wir keine schnelle Verbesserung dieser Märkte. Russland bildet hier, unterstützt durch seinen Rohstoffreichtum, eine Ausnahme. Umsatz und Ergebnis konnten dort gesteigert werden und es bestehen auch weiter Möglichkeiten für Wachstum durch Bauvorhaben in der Region St. Petersburg oder durch die Olympischen Spiele 2014. Georgien entwickelte sich nach Plan.

In vielen Ländern Westeuropas hat sich die Baukonjunktur durch die Budgetprobleme eingetrübt, obwohl die Notwendigkeit für Investitionen in die Infrastruktur weiterhin gegeben ist. Unsere Beteiligung in Spanien war davon stark betroffen. Insgesamt jedoch war die erreichte Leistung zufriedenstellend. Insbesondere in England konnten durch Arbeiten an Stationen für die Londoner U-Bahn Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Der Auftragsbestand ist hier sehr gut. Eine ordentliche Auslastung mit angemessenem Ergebnis konnte auch in den Niederlanden und der Schweiz verzeichnet werden. Österreich entwickelte sich in der Summe stabil. Insgesamt sehen wir Europa in den kommenden Jahren als verhaltenen Markt.

Nahost & Zentralasien

Nachdem die Märkte des Nahen Ostens im Jahr 2010 noch einen sehr bedeutenden Teil zum Umsatz beitragen konnten, führten der „Arabische Frühling“ und dessen Folgewirkungen zu starken Leistungsrückgängen in vielen Ländern der Region. Besonders unsere Unternehmen in Katar, Abu Dhabi und Saudi-Arabien waren hiervon beeinflusst.

In Abu Dhabi ging der Bauboom der letzten Jahre wieder auf ein normales Niveau zurück. Ende des Jahres 2011 konnten hier wieder einige größere Aufträge hereingenommen werden. Dubai zeigte sich weiterhin schwach. Im Libanon konnte ein nahezu gleichbleibendes Leistungs- und Ergebnisniveau erzielt werden. Chancen für die Zukunft sehen wir in Katar, wo sich viele Bauvorhaben – auch für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 – im Planungsstadium befinden.

Insgesamt musste in dieser Region der deutlichste Umsatzrückgang verzeichnet werden. Obwohl sich für das Jahr 2012 vereinzelt Chancen und Projekte eröffnen, gehen wir von einem weiterhin schwachen Umfeld aus. Wir versuchen, das Vorjahresniveau leicht auszubauen.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten zeigten sich im Jahr 2011 weiterhin positiv. Insgesamt konnte der Umsatz in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht werden. Besonders in Hong Kong konnten Leistung und Ergebnis deutlich gesteigert werden. Unser Tochterunternehmen ist hier unter anderem an einem sehr großen Eisenbahnprojekt beteiligt. Störungen durch unverschuldete Planungsverzögerungen und durch eine stark veränderte Geologie beeinflussten das Leistungsniveau des Projekts. Die Arbeiten, an denen mehrere eigene Fräseinheiten beteiligt sind, reichen noch weit ins Jahr 2012 hinein. Der Auftragsbestand liegt weiterhin auf hohem Niveau und es wird eine weiter ansteigende Bauintensität erwartet.

Ebenso zufriedenstellend waren für uns die Märkte in Indonesien und auf den Philippinen. In Vietnam ging die Auslastung nach einem starken Vorjahr zurück, wobei sich für 2012 neue Chancen bieten. In Malaysia konnte der sehr gute Auftragsbestand durch Verzögerungen bei großen Projekten nicht abgearbeitet werden, so dass Leistung und Ergebnis unter Plan blieben. Jedoch bietet dies auch eine positive Ausgangsbasis für das laufende Geschäftsjahr. In Bhutan wurde 2012 mit einem ersten Dammprojekt begonnen, welches im vergangenen Jahr hereingenommen werden konnte. In Australien ging der Umsatz etwas zurück, jedoch sehen wir hier weiterhin gute Chancen.

Den Fernen Osten beurteilen wir auch für die Zukunft positiv, da die Baudynamik in vielen Ländern immer stärker voranschreitet. Unsere Auftragssituation stellt sich gut dar und wir sehen auch weiterhin Chancen durch neue Projekte am Markt.

Amerika

In Amerika konnte das Leistungsniveau im Vergleich zum Vorjahr insgesamt erhalten werden. In den USA wurden die Arbeiten am Dammprojekt Lake Okeechobee erfolgreich fortgesetzt. Auch andere Projekte wurden mit guter Leistung bearbeitet. Im September 2011 konnte unser Tochterunternehmen den bisher größten Einzelauftrag im Konzern mit einem Volumen von etwa 106,6 Mio. USD gewinnen. Im US-Bundesstaat Tennessee wird ab Mitte 2012 den Center Hill Damm über zwei Jahre durch die Einbringung einer Dichtwand und Injektionsarbeiten saniert.

In Kanada konnte 2011 das Umsatzniveau stabil gehalten und das Jahr 2012 mit einer guten Auslastung begonnen werden. In Panama war unsere Tochterunternehmen vor allem mit Arbeiten an der Metro für Panama City beschäftigt. Hier beeinflussten Störungen beim Bauprozess die planmäßige Auftragsabwicklung. Die Auftragslage ist weiterhin positiv und es gibt gute Chancen am Markt. Unser neugegründetes Unternehmen in Kolumbien konnte erste kleinere Projekte abwickeln.

Afrika

Unsere Beteiligung in Ägypten musste aufgrund der dort stattfindenden Unruhen massive Rückgänge hinnehmen. Drei große Baustellen am Tahrir-Platz, dem Zentrum der Aufstände, standen annähernd das ganze Jahr still. Leistung und Umsatz sind als Folge deutlich eingebrochen. Davon ebenso betroffen war Libyen, das von Ägypten aus betreut wird. Die Tochterunternehmen in Angola und Algerien entwickelten sich auf stabilem Niveau.

Neben den beschriebenen Möglichkeiten in den regionalen Märkten gibt es zusätzlich weltweit sehr herausragende Spezialtiefbauprojekte, bei denen wir auch für unsere Unternehmen gute Chancen sehen. Im November 2011 konnte ein Tochterunternehmen für den Großauftrag Mosul-Damm im Irak, mit einem Volumen von 1,9 Mrd. EUR und einer Bauzeit von sechs Jahren, einen Letter of Understanding unterschreiben. Ein Vertragsschluss konnte noch nicht erreicht werden, da andere Prioritäten der Regierung vor Ort den Fortschritt der Verhandlungen verzögern. Daher wurde das Projekt in unseren Planungen und Prognosen nicht berücksichtigt.

Insgesamt sind wir trotz einiger Rückschläge mit 2011 zufrieden, gerade weil wir von einer Vielzahl von Störungen und Problemen beeinflusst wurden, die Leistung und Ergebnis deutlich vermindert haben. Mit unseren weltweit agierenden Tochterunternehmen sehen wir uns aber auch zukünftig gut aufgestellt. Die regionale Diversifizierung bringt uns Stabilität und ermöglicht es uns, auch bei einem schwierigen ökonomischen Umfeld erfolgreich sein zu können. Für 2012 planen wir für das Segment wieder einen guten Zuwachs bei Leistung und Ergebnis.

Segment Maschinen

Das Segment Maschinen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder ein gutes Wachstum verzeichnen. Die Gesamtkonzernleistung stieg um 13,6 % auf 661,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr mit 581,7 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 48,3 Mio. EUR im Vorjahr um 10,2 % auf 53,2 Mio. EUR. Das Periodenergebnis legte von 20,9 Mio. EUR um 12,7 % auf 23,6 Mio. EUR zu.

Die Zahlen vergleichen sich krisenbedingt mit einem schwachen Vorjahr. Leistung und Ergebnis lagen bereits wieder gut über dem Jahr 2009. Das Niveau des Boomjahres 2008 konnte jedoch noch nicht wieder erreicht werden. Die Chancen für das Jahr 2011 wurden letztlich etwas zu optimistisch eingeschätzt, was zu einer überhöhten Lagerproduktion bei einigen Maschinentypen geführt hat.

Grundsätzlich stehen unsere Unternehmen vor der Herausforderung manche Komponenten für die Produktion wegen der Komplexität der Teile bis zu einem Jahr im Voraus disponieren zu müssen. Im Jahr 2011 erhöhten sich die Lieferzeiten zum Teil weiter, was sich auf die hohe Nachfrage aus den Boombranchen wie der Automobilindustrie zurückführen lässt. Eine ausreichende Beurteilung der Marktentwicklung bei dieser langen Vorlaufzeit ist nur schwer möglich. Verändert sich das wirtschaftliche Umfeld, führt dies zwangsläufig zu deutlichen Veränderungen im Working Capital.

Wie bereits in den Vorjahren bewegt sich die Marktnachfrage weiter verstärkt in Richtung große Baumaschinen. Da es weltweit viele Großprojekte gibt, bei denen die Kunden sehr individuelle Maschinen benötigen, ist dieser Markt relativ stabil. Bei den kleineren Geräten zeigt sich hingegen weiterhin ein schwaches Umfeld. Wir profitieren insgesamt von der Stärke bei großen und individuellen Geräten. Die Talsohle haben wir im Maschinengeschäft nun hinter uns gelassen und wir stellen fest, dass sich die Geschäfte wieder relativ gleichmäßig und stabil nach oben bewegen.

Deutschland & Europa

Für den deutschen Markt haben sich erfreulicherweise die anfänglich vorsichtigen Einschätzungen nicht bestätigt. Vor allem die Verkäufe von großen Bohrgeräten führten zu einem höheren Umsatz als geplant. Zudem konnten bei Sonderprojekten, wie der Konstruktion einer mit Elektromotor angetriebenen Fräse für einen Energieversorger, schöne Erfolge erzielt werden. Hieraus ergaben sich auch bereits Folgeaufträge.

In Westeuropa konnten wir unsere Ziele nicht erreichen. Die Leistung lag am Jahresende um knapp 50 % unter Plan. Infolge der Schuldenkrise entwickelten sich viele Länder, wie Italien, Spanien oder Großbritannien, negativ. Die Absatzmärkte in Osteuropa lagen leicht unter den Erwartungen. Bulgarien, Rumänien und Ungarn zeigten sich weiterhin schwach, wohingegen sich Tschechien und vor allem Polen besser entwickelten. Russland war im vergangenen Geschäftsjahr ein starker Absatzmarkt mit einem sehr guten Leistungsbeitrag. Das Ergebnis war ebenfalls gut, aber durch die Preissituation und den Produktmix leicht negativ beeinflusst. Wir sehen hier weiterhin viele Chancen.

Nahost & Zentralasien

Durch die Unruhen in den arabischen Ländern und deren Folgen blieben die Umsätze in den Märkten des Nahen Ostens sehr deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Bautätigkeit wurde hier oftmals nahezu eingestellt. So zeigte sich Dubai weiterhin sehr schwach. In Saudi-Arabien wurden die Aktivitäten ausgeweitet, aber die gesetzten Ziele noch nicht erreicht. Der Absatz in den weiteren Ländern der Region, wie der Türkei, Aserbaidschan, Afghanistan und Pakistan, war auf einem positiven Niveau zufriedenstellend. In anderen Ländern wurden die Vertriebsaktivitäten weiter vorangetrieben und es gibt hier gute Chancen.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Der Ferne Osten trug auch im Geschäftsjahr 2011 wesentlich zum Umsatz und Ergebnis der Tochterunternehmen bei und lag am Ende deutlich über den Erwartungen. In China ging der Markt für Spezialtiefbaugeräte zwar gegen Ende des Jahres wegen Störungen im Eisenbahnbau spürbar zurück, unsere Unternehmen konnten jedoch ihre Position insgesamt verbessern und weiter wachsen. Die Kunden nahmen in den letzten Wochen 2011 aufgrund der Probleme bei der Eisenbahn ihre Maschinen nur verzögert ab, was zu einer vorübergehenden Erhöhung des Lagerbestands geführt hat. Die in den letzten Jahren immer stärker werdende lokale Konkurrenz beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit. Wir fokussieren unsere Anstrengungen darauf, technologisch und qualitativ den Vorsprung zu halten und Marktanteile in den anderen Ländern zu sichern.

Die Absatzmärkte Singapur, Malaysia und Indonesien entwickelten sich positiv und zeigen weiterhin eine gute Dynamik. In Japan ist der Markt mit der Flutkatastrophe und dem Atomunfall fast vollständig zum Erliegen gekommen. Für die Zukunft sehen wir aber wieder Chancen. Australien und Neuseeland verliefen auf stabilem Niveau. Auch hier erwarten wir eine weitere Besserung der Märkte.

Amerika

Die Tochterfirmen in den USA konnten im abgelaufenen Jahr die geplanten Umsatzziele übertreffen. Der Markt zeigte sich lebhaft, jedoch war weiterhin eine deutliche Investitionszurückhaltung bei vielen Kunden zu spüren. Dies führte dazu, dass unsere Unternehmen ihre Geräte vor allem über das Mietgeschäft an Baufirmen vermitteln konnten. Dadurch wurde das geplante Ergebnis nicht ganz erreicht. Zum Jahresende 2011 konnten wieder vermehrt Verkäufe verzeichnet werden. Kanada war ebenfalls ein zufriedenstellender Markt.

Erfreulich waren auch die Absätze in den Märkten Südamerikas. Vor allem in Brasilien waren Leistung und Ergebnis zufriedenstellend. Die Potentiale in diesem Land sind auch künftig groß. In Chile und Peru konnten zusätzlich gute Verkäufe erzielt werden.

Tochterfirmen

Die deutschen Tochterfirmen konnten nahezu alle beim Umsatz und weitgehend auch beim Ergebnis zulegen. Die ursprünglichen Erwartungen lagen aber auch hier teilweise etwas höher. Die KLEMM Bohrtechnik GmbH blieb marktgetrieben unter Plan, das Geschäft in den USA reduzierte sich deutlich. Die MAT Mischanlagentechnik GmbH und die HAUSHERR System Bohrtechnik GmbH haben ihre Ziele nicht erreicht. Die PRAKLA Bohrtechnik GmbH entwickelte sich mit ihren Brunnenbohrgeräten besser als erwartet. Die EURODRILL GmbH lag bei Umsatz und Ergebnis im Plan, ebenso die Olbersdorfer Guß GmbH. Die RTG Rammtechnik GmbH erfüllte mit ihren Rammgeräten die Umsatzerwartungen, musste aber aufgrund eines gestiegenen Preisdrucks niedrigere Ergebnisse hinnehmen. Die SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH konnte Leistung und Ergebnis erneut steigern. Die Kapazitäten sind jedoch weitgehend ausgeschöpft, weshalb wir hier eine Erweiterung planen.

Die beiden Tochterfirmen TracMec Srl. in Italien, Zulieferer für Unterwägen an die BAUER Maschinen GmbH, und die FAMBO Sweden AB, Hersteller von Hydraulikhämmern, konnten Umsatz und Ergebnis planmäßig erreichen.

Tiefbohrtechnik

Im Bereich der Tiefbohranlagen ist man in den letzten beiden Jahren nicht ganz so schnell vorangekommen, wie ursprünglich geplant. Im Juni 2011 konnte der Verkauf der ersten Tiefbohranlage TBA 300 an einen Kunden in Venezuela vermeldet werden. Die Anlage wurde im Herbst ausgeliefert und der Kunde plant, mit den Bohrarbeiten im ersten Quartal zu beginnen. Im Oktober 2011 wurde die zweite größere Anlage, die TBA 300/440 M1, einer großen Kundenzahl an unserem Stammsitz in Schrobenhausen präsentiert. Das Gerät ist für Bohrtiefen bis über 5.000 m ausgelegt. Wir gehen davon aus, dass auch diese Anlage in Kürze zu einem Kunden geht.

Trotz dieser zeitlichen Verzögerungen und dem anfangs schwierigen Start sind wir überzeugt, mit dem Einstieg in diesen neuen Markt einen guten Schritt getan zu haben. Mit weiteren Anstrengungen und einer Ausweitung der Produktpalette auf Geräte für geringere Tiefen wollen wir auf einen anhaltenden Erfolgspfad einschwenken.

Werke

In den Werken am Stammsitz in Schrobenhausen wurde im zweiten Halbjahr auf die Überproduktion und den Anstieg des Working Capital in der ersten Jahreshälfte reagiert und die Fertigung etwas gedrosselt. Das Werk in Conroe, USA, wurde im Jahr 2009 fertiggestellt und durch die Krise erst langsam angefahren. Hier sind ausreichend Kapazitäten für die zukünftige Entwicklung im amerikanischen Raum vorhanden. In Malaysia wurde im Oktober 2011 ein neues Werk zur Fertigung von Bohrwerkzeug eingeweiht. Auch Service- und Instandhaltungsarbeiten werden hier zukünftig ausgeführt. In China waren die Werke in Shanghai und Tianjin über das ganze Jahr hinweg voll ausgelastet. In Tianjin muss das bislang angemietete Werk nun nach einigen Nutzungsjahren an den Staat zurückgegeben werden. In den nächsten beiden Jahren wird hier auf einem nahegelegenen Grundstück eine neue Produktion errichtet und die Kapazitäten entsprechend der Marktsituation erweitert werden. In Singapur wurde nach Auslaufen der Mietzeit für das alte Grundstück ebenfalls mit dem Bau eines Nachfolgewerkes für Generalreparaturen und als Servicestützpunkt begonnen.

Im Frühsommer 2011 fand auf dem Ausstellungsgelände in Schrobenhausen wieder die alljährliche Hausausstellung statt. Über 1.700 Fachbesucher aus aller Welt kamen zu diesem Event. Highlights der Ausstellung waren der Seilbagger MC 96, der diese Geräteserie nun um eine Maschine in mittlerer Leistungsklasse erweitert, sowie die Neukonzeption der BG 30. Bei den Drehbohrgeräten wurde eine Neugliederung vorgenommen: Die große Palette der Bohrgeräte wurde in zwei Schwerpunkt-Bereiche gegliedert: In der „Value Line“ sind künftig die Standardgeräte, die nur für ein bestimmtes Bohrverfahren ausgelegt sind, eingeordnet. Spezialgeräte, die für schwierigste Einsätze als Multifunktionsgeräte modifizierbar sind, werden als „Premium Line“ vermarktet.

Im Norden Schottlands ist unseren Unternehmen im Juli 2011 mit einem völlig neu entwickelten Gerät für die Gründung von Gezeitenkraftwerken ein Durchbruch gelungen. Im ersten Anlauf war es 2010 nicht geglückt, den Pfahl zur Aufnahme der Turbine abzuteufen, da die gewaltigen Strömungen bei den sehr harten Felsformationen Bohrarbeiten von einer Plattform aus nicht zuließen. In der Folge wurde eine neue Bohrtechnik und ein komplett neues Unterwasserbohrgerät entwickelt, das auch bei äußerst widrigen Strömungsverhältnissen einsetzbar ist. Unter Leitung des Segments Bau, das die Arbeiten in Auftrag nahm und entsprechend koordinierte, war die Zusammenarbeit mit dem Segment Maschinen als Hersteller hier herausragend. Auch wenn die Märkte für diese Technik erst nach einer gewissen Planungszeit ansteigen werden, erwarten wir in Zukunft interessante Projekte und Chancen im Offshore-Bereich.

Zusammenfassend konnten sich die Geschäfte des Segments Maschinen recht gut gegen die Störungen im Markt behaupten und lieferten wieder den besten Ergebnisbeitrag. Auch die Erfolge bei vielen neuen Techniken stimmen uns optimistisch und sind Grundstein für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

Segment Resources

Das Segment Resources konnte im Geschäftsjahr 2011 seine positive Entwicklung fortsetzen. Das Ergebnis war jedoch etwas von operativen Problemen bei einem Projekt in Jordanien und einem schwierigen Marktumfeld in Australien beeinflusst. Zudem schlossen einige Tochterunternehmen das Jahr mit leicht negativem Ergebnis ab. So stieg die Gesamtkonzernleistung im Vergleich zum Vorjahr von 177,7 Mio. EUR um 19,0 % auf 211,5 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 34,9 % von 8,1 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR. Das Periodenergebnis sank wegen des schlechteren Finanzergebnisses und des gestiegenen Steueraufwands von 5,3 Mio. EUR um 30,0 % auf 3,7 Mio. EUR.

Der geringer als erwartete Anstieg beim operativen Ergebnis (EBIT) ist weitestgehend auf das Großprojekt Disi-Amman in Jordanien zurückzuführen. Der Auftrag umfasst das Abbohren eines Brunnenfeldes, das die Hauptstadt Amman in den nächsten Jahrzehnten mit Trinkwasser versorgen soll. Das Projekt begann mit zeitlichen Verzögerungen, zudem verminderten operative Probleme sowie organisatorische Schwierigkeiten das Ergebnis.

Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik und gliedert sich in die drei operativen Geschäftsbereiche Materials, Exploration and Mining Services und Environment.

Geschäftsbereich Materials

Der Geschäftsbereich Materials konzentriert sich auf Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Hightech-Produkten sowie Serviceleistungen zur Exploration, Gewinnung und Verteilung von Wasser, Energie und Rohstoffen. Er erwirtschaftet etwa 32 % der Gesamtkonzernleistung im Segment Resources.

Die GWE-Gruppe unterhält weltweit mehrere Produktionsstätten. In Deutschland konnte das Unternehmen in einem stabilen Marktumfeld die Leistung im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dafür verantwortlich war vor allem die Abwicklung einiger Großaufträge. Die Tochterfirma in Polen, deren Produktion im vergangenen Jahr erweitert wurde und Mitte 2011 in Betrieb ging, sowie die GWE Budafilter Kft. in Ungarn konnten ihre Umsätze ebenfalls steigern. Die Anteile am Unternehmen in Pakistan wurden im vergangenen Jahr erhöht. Das operative Geschäft ist hier noch auf einem niedrigen Niveau. Ende des Jahres wurde eine Fertigung in Togo zur zukünftigen Bedienung des afrikanischen Marktes übernommen, die nun 2012 modernisiert wird. Die Produktion wird noch im laufenden Geschäftsjahr beginnen. Zu Beginn des Jahres 2012 wurden die Kapazitäten durch eine Beteiligung an einem Unternehmen in Chile erweitert. Von dort aus sollen zukünftig die Märkte in Südamerika bedient werden.

Die Absatzmärkte im Mittleren Osten zeigten sich im Berichtsjahr sehr positiv. Die Großaufträge in Jordanien, für die eine große Menge an Brunnenbaumaterialien benötigt wurde, wirkten sich ebenfalls positiv auf das Geschäft aus. Der Absatz in Osteuropa entwickelte sich auf vernünftigem Niveau.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr für den Geschäftsbereich Materials positiv verlaufen. Die Leistung konnte ebenso wie das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Geschäftsbereich Exploration and Mining Services

Der Geschäftsbereich Exploration and Mining Services ist spezialisiert auf Dienstleistungen für Minen- und Explorationskunden und führt Aufschlussbohrungen aller Art aus. Produktionsbohrungen für die Wassergewinnung und -haltung werden auch für Öl und Gas sowie zur Entwässerung für den Minentagebau angeboten. Der Bereich trägt etwa 23 % zur Segmentleistung bei.

Das Geschäftsjahr der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien war im vergangenen Jahr von zwei Großprojekten geprägt. Die Leistung konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden. Eine notwendig gewordene Veränderung der Gesellschafterstruktur und die damit verbundene Neuausrichtung der Organisation dauerten länger als geplant, so dass einige interne Abläufe nicht so schnell wie ursprünglich geplant vorangebracht werden konnten. Beim Großprojekt Disi-Amman gab es durch unterschiedliche projektspezifische Gründe Verzögerungen und Störungen beim Bauablauf, was wesentlich zum schwächeren Ergebnis des gesamten Segments beitrug. Die notwendige temporäre Vorfinanzierung für das Projekt steigerte zusätzlich die Verschuldung. Das zweite Großprojekt in Jordanien, die Erstellung von tiefen Brunnen zur Wasserversorgung für eine Phosphataufbereitung, beschäftigt uns auch im laufenden Geschäftsjahr weiter und liegt bei Leistung und Ergebnis im Plan.

Die Tochterfirmen in Südafrika und Ghana hatten 2011 nach verhaltenem Beginn ein nahezu stabiles Geschäftsjahr. Wir sehen insbesondere im Süden und Westen Afrikas weiterhin gute Chancen. Kanada entwickelte sich mit einem negativen Ergebnis eher schwach, was aber nicht durch das operative Geschäft, sondern durch organisatorische Anpassungen verursacht wurde. Hier gibt es größere Projekte am Markt, die für das laufende Geschäftsjahr positiv stimmen. Australien war durch Verschiebungen bei Aufträgen ein eher schwieriger Markt, was auch hier zu einem negativen Ergebnis führte. Dennoch bietet das Land weiterhin interessante Chancen.

Die Beteiligung FORALITH Holding AG, Spezialist für tiefe Erkundungsbohrungen mit Sitz in der Schweiz, konnte 2011 nur einen größeren Auftrag am Brenner Basistunnel bearbeiten, was zu einem deutlich negativen Ergebnis führte. Der Beginn weiterer Projekte hatte sich in das Jahr 2012 verschoben, was nun eine gute Auslastung für das laufende Jahr bedeutet.

Die zu Beginn des Jahres 2011 aus einer Umfirmierung heraus entstandene BAUER Drilling Services GmbH erbringt Dienstleistungen für die ausländischen Tochterfirmen und unterstützt bei der Personal- und Gerätedisposition sowie der Angebotserstellung. Hiervon erwarten wir uns zukünftig eine bessere und effizientere Projektabwicklung.

Zusammenfassend verlief die Entwicklung im vergangenen Jahr für den Geschäftsbereich Exploration and Mining Services positiv, auch wenn der Großauftrag in Jordanien sowie das schwierige Marktumfeld in Australien und das schwache Jahr der Tochterfirma in der Schweiz negativen Einfluss auf das Ergebnis hatten. Die schwankenden Märkte verlangen eine flexible und regional diversifizierte Aufstellung der Organisation. Hier stehen wir erst am Anfang und die bereits erreichte positive Entwicklung eröffnet uns zukünftig Chancen für weiteres Wachstum.

Geschäftsbereich Environment

Der Geschäftsbereich Environment konzentriert sich auf die Boden- und Grundwassersanierung sowie den Rückbau von Industriestandorten, die Wasserreinigung und die Prozesstechnik, und ist mit seinen Standorten international vertreten. Der Bereich hat einen Anteil von etwa 45 % an der Leistung des Segments.

Die in Deutschland tätige BAUER Umwelt GmbH hatte ein schwieriges Geschäftsjahr. Obwohl die Nachfrage in Deutschland sehr gut war und die Leistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich anstieg, belasteten Probleme bei Projekten im ersten Halbjahr das Ergebnis. Die Verbesserung im zweiten Halbjahr konnte die Anfangsverluste nicht mehr kompensieren. Für das laufende Jahr erwarten wir wieder eine bessere Entwicklung.

Die Aktivitäten bei der Bodenreinigung hatte die BAUER Umwelt GmbH durch die Übernahme eines weiteren Zentrums in Hamburg Ende 2010 ausgeweitet. In Deutschland können wir diese Dienstleistung nun nahezu flächendeckend anbieten. Für den bereits positiven Geschäftsverlauf in diesem Bereich sehen wir auch zukünftig gute Chancen.

Die BAUER Water GmbH, ehemals FWS Filter- und Wassertechnik GmbH, hat sich 2011 auf den Markt für die industrielle Aufbereitung von Prozess- und Abwässern konzentriert und begonnen, diesen für sich zu erschließen. Umsatz und Ergebnis waren durch die Neuausrichtung belastet, jedoch ist der Auftragsbestand nach einem guten zweiten Halbjahr positiv. Die Esau & Hueber GmbH, die in der Brauerei- und Reinstmedientechnik tätig ist, hatte ein schwieriges Geschäftsjahr mit einem Leistungs- und Ergebnisrückgang. 2011 gab es am Markt aufgrund von Verschiebungen ins laufende Jahr nur wenige Großprojekte im anvisierten Brauereibereich. Mit Erweiterung des Leistungsangebots durch die Übernahme von Know-how im Bereich der Sudhaustechnologie kann das Unternehmen nun als Komplettanbieter für den Bau kleinerer Brauereien auftreten, was zusätzliche Marktchancen eröffnet.

Die Entwicklung in den ausländischen Tochtergesellschaften im Umweltbereich war insgesamt sehr positiv. In Italien verzeichnete man ein gutes Geschäftsjahr mit einem Anstieg bei der Leistung, da große Projekte zur Altlastensanierung bearbeitet werden konnten. Spanien entwickelte sich auf vernünftigem aber niedrigem Niveau. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnte man sich dort mittlerweile etablieren. Das Tochterunternehmen in England musste zurückgefahren werden. Im Mittleren Osten hatten unsere Unternehmen einen sehr positiven Geschäftsverlauf und wir sehen auch weiterhin gute Chancen am Markt. Unser Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Sitz in Abu Dhabi konnte Leistung und Ergebnis zum Jahresende steigern.

Das Großprojekt im Oman, wo die lokale Tochterfirma nach einer zweijährigen Bauzeit nun seit Anfang 2011 die mit 235 Hektar weltweit größte kommerzielle Schilfkläranlage zur Reinigung des ölverschmutzten Abwassers des Ölfelds Nimr für 20 Jahre betreibt, ist für uns ein herausragender Erfolg. Nachdem die Anlage zur höchsten Zufriedenheit des Kunden arbeitete, erhielt unser Unternehmen dort im März vergangenen Jahres den Auftrag zur Vergrößerung der Anlage auf nahezu doppelte Kapazität, was einer täglichen Reinigungsleistung von 95.000 Kubikmetern Wasser entspricht. Die Erweiterung wird 2013 abgeschlossen sein. Das Projekt liefert einen wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag für das Segment Resources. Im April 2011 wurde die Anlage von Kofi Annan mit dem Global Water Award 2011 als „Industrial Project of the Year“ ausgezeichnet, was den Stellenwert des gesamten Projekts unterstreicht. Wir erwarten uns von dieser Referenz gute Chancen für die weitere Vermarktung.

Insgesamt schließt das Segment Resources mit einer Leistung über Plan ab. Das Ergebnis lag aufgrund der beschriebenen Probleme bei den Großprojekten deutlich niedriger als geplant. Mit der Aufstellung in den drei Geschäftsbereichen und der regionalen Aufteilung haben sich unsere Unternehmen in dem schwierigen Marktumfeld 2011 gut geschlagen. Wir werden auch zukünftig die solide Entwicklung des Segments weiter vorantreiben und die Strukturen des noch jungen Bereichs den Anforderungen des Marktes weiter anpassen. Durch Fokussierung auf Key-Account-Management sowie auf den Ausbau des Geschäfts in Südamerika und Afrika sehen wir gute Chancen für eine weitere Stabilisierung und ein kontinuierliches Wachstum.

Auftragsentwicklung

Die BAUER AG erbringt ausschließlich Leistungen für die Tochterfirmen, so dass die Leistung des Jahres nahezu vollständig zu Beginn des Jahres vereinbart ist.

Die Unternehmensgruppe hatte Ende 2011 einen Auftragsbestand in Höhe von 750,0 Mio. EUR und lag damit um 22,0 % über dem Niveau des Vorjahres.

Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einigen Positionen zum Vorjahr maßgeblich verändert.

Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:

Der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 28,4 Mio. EUR ist auf die vermehrte Ausgabe von Darlehen an die Tochtergesellschaften zu erklären.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Aufnahme weiterer Bankdarlehen um 7,5 Mio. EUR angestiegen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch die vermehrte Anlage von Guthaben durch Tochterunternehmen bei der BAUER AG um 21,4 Mio. EUR angestiegen.

Wesentliche Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung:

Der Anstieg des Jahresüberschusses um 3,5 Mio. EUR lässt sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der Erträge aus Beteiligungen um 4,0 Mio. EUR erklären, die zum großen Teil aus Ausschüttungen von Tochterunternehmen resultieren.

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 22.590.906,89 EUR eine Dividende von 0,50 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie und somit insgesamt 8.565.500,00 EUR an die Aktionäre auszuschütten. Der Rest in Höhe von 14.025.406,89 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der BAUER AG Anwendung finden und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des im Geschäftsbericht für das Jahr 2011 veröffentlichten Corporate Governance Berichts.

Vergütung des Vorstands

Dem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt und überprüft das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorberatung im Präsidial- und Personalausschuss.

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer jährlichen variablen Tantieme zusammen, welche sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemessen wird. Die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung werden im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet.

Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.

Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, die langfristige Investitionsplanung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Unternehmensgruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.

Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.420 TEUR (Vorjahr: 1.665 TEUR). Davon sind 980 TEUR (Vorjahr: 1.145 TEUR) erfolgsunabhängige und 440 TEUR (Vorjahr: 520 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Die auf die Vorstandsmitglieder entfallende Zuführung in die Pensionsrückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 245 TEUR (Vorjahr: 319 TEUR) reduziert. Der rentenfähige Altersverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 2.953 TEUR (Vorjahr: 2.520 TEUR).

Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5- fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

Herr Dr. Dr. Karlheinz Bauer erhielt im Berichtsjahr von Unternehmen der BAUER Gruppe für persönlich erbrachte Leistungen aus Beratungs- und Pensionsverträgen ein monatliches Ruhegeld sowie ein jährliches Beraterhonorar von insgesamt 116 TEUR (Vorjahr: 109 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2011 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).

Nachfolgend wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aufgelistet (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz):

scroll

in Tausend EUR ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz 2010 2011
Vorsitzender Dr. Klaus Reinhardt 38 38
stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 27 27
Arbeitgebervertreter Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Bauer 20 10
Dr.-Ing. Johannes Bauer 0 10
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20
Arbeitnehmervertreter Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20
Ronald Hühne 18 9
Regina Andel 0 9
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl 18 18
Reinhard Irrenhauser 0 9
Gerhard Piske 18 9
Gesamt * 254 254

* Aufgrund von Rundungen in TEUR ergab sich 2010 und 2011 eine Rundungsdifferenz von 1 TEUR.

Sonstiges

Kredite oder Vorschüsse wurden an Organmitglieder im Berichtsjahr nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.

Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte machen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Nachhaltigkeit

Die BAUER Gruppe misst die gelebte Firmenpolitik an vier grundlegenden Zielen:

Vertrauen unserer Kunden (Qualität)
Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter
Umweltfreundlichkeit unseres Tuns und unserer Produkte
Optimale Wirtschaftlichkeit (Rentabilität)

Die besondere Wichtigkeit dieser Themen für die Zukunft unserer Unternehmensgruppe, fasst der interne Slogan „Bauer´s Triple A“ zusammen. Angelehnt an die Bestnote von Ratingagenturen werden die drei wichtigsten Aufgaben hervorgehoben:

A - Safety & Environment

A - Quality

A - Performance

Die Verantwortung im Konzern bezogen auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz liegt im Wesentlichen beim Vorstand selbst. Die gelebte Verantwortung wird nicht an Stabstellen ausgelagert, sondern analog der Konzernstruktur über den Vorstand, die Geschäftsführungen und Bereichsleitungen von jedem Einzelnen in dem für ihn angemessenen Umfang wahrgenommen.

Eine besondere Verantwortung kommt dabei den Geschäftsführungen der Holdinggesellschaften der jeweiligen Segmente Bau, Maschinen und Resources zu. Im Rahmen der monatlichen Sitzungen mit dem Vorstand des Gesamtkonzerns nehmen sich die Beteiligten der genannten Themen an, legen verbindliche Ziele fest und entwickeln entsprechende Strategien weiter. Die nachgelagerten Geschäftsführer der einzelnen Konzerntöchter haben schließlich die Aufgabe, auch für ihre Unternehmen Maßnahmen und Ziele zu definieren, wobei für die Umsetzung die Festlegung eines Verantwortlichen gefordert wird.

Die weiteren Glieder dieser Verantwortungskette bilden die Abteilungsleiter und Vorgesetzten. Sie sind dafür verantwortlich, dass Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz in ihrem Bereich bestmöglich gelebt werden. Das Bewusstsein der einzelnen Mitarbeiter wird über den gesamten Konzern hinweg durch Schulungen, Weiterbildungen und Aktionen fortlaufend gefördert.

Stakeholder-Dialog

Als international tätiger Konzern hat man es mit diversen Stakeholdern zu tun. Dies sind einerseits die zahlreichen Kunden, Lieferanten oder Partner des Unternehmens, andererseits fordert die Notierung an der Börse einen regen Austausch mit Aktionären, Analysten oder den Medien. All diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden und in guter Weise nachzukommen, sehen wir als wichtige Aufgabe an.

Gerade für unsere Bau- und Maschinenbaufirmen sind die langjährigen geschäftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten besonders wichtig. Eine vertrauensvolle, faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit steht dabei im Vordergrund. Eine offene Informationspolitik gegenüber den Anteilseignern und Analysten ist dabei ein wichtiges Anliegen. Dazu werden Kontakte zu diversen Medien aus Print, Funk oder TV gepflegt.

Zeit und Geld für die Allgemeinheit aufzuwenden, ist für viele Menschen wie auch Unternehmen heute leider nicht mehr selbstverständlich. Doch die Gesellschaft braucht dieses Engagement. Viele der Konzernfirmen sind Mitglied in diversen Vereinen oder Verbänden und unterstützen und fördern deren Anliegen sowohl finanziell als auch zum Teil mit personellem Know-how.

Mitarbeiter

Die BAUER AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 225 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 221).

Ausbildung

Die Ausbildung der Mitarbeiter ist grundlegender Baustein der Unternehmensstrategie. Mitarbeiter von morgen im eigenen Unternehmen auszubilden sehen wir als Investition in die Zukunft. Schon während ihrer Schulzeit bieten unsere Unternehmen Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch unterschiedliche Aktionen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Talente so früh wie möglich zu entdecken.

Der Großteil der Auszubildenden in der BAUER Unternehmensgruppe erlernt den Beruf des Industriemechanikers, des Baugeräteführers oder des Büro- bzw. Industriekaufmanns. Deutschlandweit bilden wir neben den genannten noch in zahlreichen weiteren Berufen aus. Am Standort Schrobenhausen konnte die Zahl der Auszubildenden kontinuierlich gesteigert werden. Dabei wurden in den letzten 25 bis 30 Jahren nahezu alle Mitarbeiter nach ihrer Ausbildungszeit übernommen.

Im Jahr 2011 hat die BAUER AG einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule Ingolstadt abgeschlossen. Im Rahmen eines dualen Studiums mit vertiefter Praxis bieten wir künftig Studierenden der Fachrichtungen Maschinenbau und Informatik die Möglichkeit – bei finanzieller Förderung und intensiver Betreuung – zu den vorgeschriebenen Praxissemestern weitere intensive Praxisphasen in unserem Unternehmen zu absolvieren.

Darüber hinaus werden enge Kontakte zu weiteren Hochschulen gepflegt. Wir setzen uns damit intensiv für Nachwuchsförderung und Wissenstransfer ein. Deutschlandweit wurden über 40 Kooperationen mit Hochschulen etabliert, die von zahlreichen eigenen Mitarbeitern betreut werden.

Weiterbildung

Lernen hört heute längst nicht mehr mit der Beendigung der Ausbildung oder des Studiums auf. Längere Lebensarbeitszeiten, aber auch Herausforderungen, wie der demografische Wandel, machen Lernen zu einem lebenslangen Prozess. Die persönliche Weiterentwicklung gewinnt zunehmend an Bedeutung, deshalb fördern wir innerhalb der BAUER Gruppe aktiv eigenverantwortliches sowie praxisnahes Lernen und investieren in die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter.

Die BAUER Training Center GmbH als Tochtergesellschaft der BAUER AG bietet ein umfassendes Fort- und Weiterbildungsprogramm für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe, aber auch Schulungen für Kunden und Partner an. Mit einem Budget von rund 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) wurden insgesamt 526 Veranstaltungen (Vorjahr: 453) angeboten, an denen 2.691 eigene Mitarbeiter (Vorjahr: 2.185) und 395 Kunden (Vorjahr: 337) teilgenommen haben. Das Unternehmen ist zertifiziert als Bildungsträger durch die TÜV SÜD und bietet auch berufliche Weiterbildungsmaßnahmen für den freien Arbeitsmarkt an – unter anderem in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Im Jahr 2011 konnte die Rezertifizierung erfolgreich durchgeführt werden. Während sich die Weiterbildungsmaßnahmen der BAUER Gruppe am Standort der Hauptverwaltung in Schrobenhausen auf die BAUER Training Center GmbH konzentrieren, verfügen alle größeren der weiteren weltweiten Unternehmen im Konzern zusätzlich über eigene Abteilungen für das Thema Weiterbildung.

Seit 2010 besitzt die BAUER Training Center GmbH als erste Institution in Deutschland die Berechtigung zur Abnahme der Führerscheinprüfung für die Bedienung von Drehbohrgeräten und Rammen. Bis Ende 2011 haben nahezu alle eigenen Gerätefahrer in Deutschland diesen Führerschein erworben. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erfüllung der Sicherheitsvorschriften beim Geräteeinsatz. Die praktische Ausbildung erfolgt auf dem firmeneigenen Trainingsparcours im Maschinenwerk in Aresing, wo durch Fahrübungen, Kipptests und das Trainieren typischer Baustellensituationen die nötige Fahrsicherheit vermittelt wird.

Im letzten Jahr wurden durch die zentrale Betreuung besonders die Schulungen vor Ort bei den Tochterfirmen im Konzern intensiviert. Auch kommen vermehrt Mitarbeiter der Tochterfirmen zu den Veranstaltungen nach Schrobenhausen. Besonders ausgeweitet wurden die Schulungsmaßnahmen für die Auszubildenden. Durch eine frühe Förderung werden die Nachwuchskräfte für spätere Aufgaben fit gemacht und vorbereitet. Das Angebot reicht von Telefontrainings über Sprachkurse für Bürokaufleute bis hin zu gerätetechnischen Schulungen für gewerbliche Auszubildende.

Mitarbeiterbindung

Die Zielsetzung, Mitarbeiter lange an das Unternehmen zu binden, ist für Bauer sehr wesentlich. In der Positionierung im Wettbewerb um Führungskräfte sehen wir unsere Firmen sehr gut aufgestellt. Mit dem umfassenden Konzept der Aus- und Weiterbildung sowie gezielter Förderung und Unterstützung haben wir eine langjährige Treue der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen erreicht. Die niedrige Fluktuationsquote, gerade bei den deutschen Firmen, spiegelt dies wieder.

Viele Mitarbeiter wünschen sich einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. In den Jahren vor dem staatlich geregelten Renteneintritt haben etliche unserer älteren Mitarbeiter das Bedürfnis, etwas mehr Zeit für sich zu haben oder fühlen sich durch die volle Arbeitszeit aus unterschiedlichen Gründen überlastet. Bei einer leichten Reduzierung der Beanspruchung durch den Beruf sind die Mitarbeiter aber daran interessiert bis zum offiziellen Renteneintrittsalter, oder sogar darüber hinaus, zu arbeiten und dem Unternehmen ihre Erfahrung und ihr Können zur Verfügung zu stellen. Unser Unternehmen hat auf der anderen Seite großes Interesse daran, dass die Mitarbeiter auch im Alter mit hoher Motivation ihrem Beruf nachgehen und möglichst lange ihr erworbenes Wissen für die Entwicklung des Unternehmens einbringen. Mit dem im Jahr 2011 gestarteten neuen Angebot „57plus“ versucht Bauer die starre Altersgrenze zu flexibilisieren. Zwei verschiedene Modelle stehen dabei zur Wahl: Bei der ersten Variante können Mitarbeiter ab Vollendung des 57. Lebensjahres – bei entsprechender Entgeltkürzung – zusätzliche freie Tage zu ihrem regulären Erholungsurlaub bzw. eine Arbeitszeitreduzierung beantragen. Die zweite Variante ermöglicht eine Verschiebung der Regelaltersgrenze nach hinten, derzeit maximal bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres.

Diversity

Im BAUER Konzern sind weltweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 82 verschiedener Nationalitäten beschäftigt. Wer das Zusammenspiel all dieser Nationalitäten in unseren Niederlassungen und auf unseren Baustellen erlebt, der erkennt sehr schnell, was für eine gewaltige Chance diese Vielfalt an Kulturen und unterschiedlichen Denkweisen für die Entwicklung der BAUER Gruppe in der Zukunft ergibt. Diese Vielfalt ist über die letzten Jahrzehnte gewachsen und im Konzern selbstverständlich geworden. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen genießt gerade dadurch die gleiche Wertschätzung.

Vielfalt und Chancengleichheit, bei der die Gesamtheit der Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Fokus stehen soll, sind Themen, die wir kontinuierlich und mit Nachdruck verfolgen, denn jeder einzelne Mitarbeiter trägt mit seiner Individualität und seinem Erfahrungsschatz zum Erfolg der BAUER Gruppe bei.

Leider konzentriert sich in Deutschland und auch in Europa der aktive öffentliche Diskurs zum Thema Diversity nahezu nur auf einen Aspekt: Das Verhältnis von Männern und Frauen in Führungspositionen sowie in Vorständen und Aufsichtsräten.

Insgesamt betrachtet bilden im BAUER Konzern die technischen und gewerblichen Positionen nach wie vor die überwiegende Mehrheit, was wiederum den hohen Anteil an männlichen Beschäftigten erklärt. In der BAUER Gruppe sind daher nur etwas über 10 % der Mitarbeiter weiblichen Geschlechts. Selbstverständlich ermutigen wir junge Frauen, sich für technische und ingenieurwissenschaftliche Berufe zu entscheiden. Dennoch müssen wir bei Bewerbungen für unsere technischen Stellen konstatieren, dass sich nur etwa 11 % weibliche Bewerber melden. In den Vorjahren war die Zahl noch deutlich niedriger.

Wir folgen prinzipiell dem Grundsatz, dass niemand aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt werden darf. Daher fördern wir ausdrücklich beide Geschlechter gleichermaßen und sind der Überzeugung, dass nur durch Chancengleichheit echte Vielfalt entstehen kann. Daher beziehen wir deutlich Stellung gegen die Einführung von Frauenquoten und die damit verbundene einseitige Bevorzugung eines Geschlechts. Einzig Leistungsvermögen und Leistungsbereitschaft sowie individuelle Interessenslage sind diejenigen Kriterien, die wir bei der Auswahl unserer Mitarbeiter ansetzen.

Investitionen

Bei der BAUER AG betrug der Sachanlagenzugang im Geschäftsjahr 2011 1,1 Mio. EUR. Dem stehen Abschreibungen von 1,4 Mio. EUR gegenüber.

Forschung und Entwicklung

In der BAUER AG selbst werden aufgrund der Holdingfunktion keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt. Die weiteren Unternehmen der BAUER Gruppe wandten erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen auf. Schwerpunkte lagen auf den Großdrehbohrgeräten, der Bohrwerkzeugtechnologie, den Maschinen für Kleinbohrungen im Bereich Verankerung und Hochdrucktechnologie, der Schlitzwandtechnologie sowie in der Messtechnik für die Qualitätssicherung am Bau. Außerdem wurde die Kranserie intensiv weiterentwickelt, so dass heute für alle Verfahren des Spezialtiefbaus Bauer-Geräte dieses Typs zur Verfügung stehen. Die größten Kräne wurden für die dynamische Bodenverdichtung intensiv getestet und für die USA die nötigen Zertifizierungen erlangt.

Zu Beginn des Jahres stand ein ganz besonderes Projekt im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit: Für die Gründung von Gezeitenkraftwerken musste eine völlig neue Bohrtechnologie mit zugehörigem Gerät entwickelt werden. Mit gewaltigen Anstrengungen vieler Bereiche des Unternehmens gelang es, bis Juli 2011 eine derartige Maschine zu bauen und auf einem Testfeld im Norden Schottlands mit großem Erfolg zum Einsatz zu bringen. Etliche der neuen Entwicklungen wurden als Patent angemeldet. Der neue Gerätetyp kann zukünftig für viele weitere Anwendungen beim Arbeiten unter Wasser weiterentwickelt werden.

Der Bereich Forschung und Entwicklung der BAUER Maschinen GmbH wurde für die Verstärkung der Entwicklungsdynamik organisatorisch neu gestaltet. Zukünftig haben die verschiedenen Gerätegruppen eigene produktbezogene Geschäftsbereiche mit eigenverantwortlicher Entwicklungskapazität. Somit entsteht eine deutlich größere Nähe zwischen Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb, wovon wir uns schnellere Entwicklungszyklen versprechen, um einen Vorsprung am Markt zu erreichen.

Die Tiefbohranlagen (TBA-Serie) für Bohrungen zur Förderung von Erdöl und Erdgas sowie zur Erschließung von Geothermie in Tiefen von mehreren tausend Metern wurden intensiv weiterentwickelt. Zum einen wurde bei den großen Anlagen die maximale Hakenlast durch ein gekoppeltes Hybridhebewerk nochmals deutlich erhöht, zum anderen wurde in Kooperation mit unserem Partner in Botswana ein Gerätetyp für mittlere Bohrtiefen völlig neu entwickelt und als Prototyp gefertigt. Für die damit angepeilten Tiefen gibt es weltweit einen erheblichen Bedarf, so dass wir uns hier gute Chancen versprechen.

Unsere Leistungen im Konzern beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt.

Im Maschinenbau werden gut 4,1 % (inkl. innerbetrieblichem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung aufgewendet. In diesem Bereich sind 182 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig stetig ausgebaut, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können. Auch die Entwicklungsabteilungen im Ausland werden weiter ausgebaut, beispielsweise in Indien und in China. So kann von den dortigen Arbeitsmärkten profitiert werden, in denen sehr viele gut ausgebildete Techniker zur Verfügung stehen.

Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 1,1 %, im Segment Resources bei 1,2 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen werden weitere erhebliche Mittel aufgewendet. Profitable Bauaufträge werden sehr häufig über Sondervorschläge am Markt gewonnen. Die Erarbeitung derartiger Sondervorschläge ist Entwicklungsarbeit und bildet einen Wettbewerbsvorteil auch für zukünftige Projekte, deren Kosten nicht von der allgemeinen Bauleistung getrennt erfasst werden können.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung finden ihren Niederschlag in 242 (Vorjahr: 260) derzeit gültigen Patentfamilien, die weltweit durch 1.285 (Vorjahr: 1.080) Anmeldungen, Patente und Gebrauchsmuster geschützt sind.

Health Safety Environment (HSE)

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz gehören zu den zentralen Anliegen der obersten Führung unserer Unternehmen. Sie stehen für uns an oberster Stelle. Wir sind davon überzeugt, dass Verletzungen von Menschen und Schäden an der Umwelt grundsätzlich vermeidbar sind. Durch die Einführung erprobter und hoher Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards sowie durch ihre stetige Verbesserung arbeiten wir an einer konsequenten Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten mit dem klaren Ziel einer Quote „Null“.

Alle Führungskräfte unserer Unternehmen sind für die Umsetzung unserer Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltpolitik in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich direkt und uneingeschränkt verantwortlich. Darüber hinaus erwarten wir von jedem unserer Mitarbeiter die Akzeptanz seiner Selbstverantwortung für sicheres Arbeiten, für die Einhaltung der im Unternehmen gültigen Regeln und vorgeschriebenen Arbeitsweisen. Wir erwarten die bestimmungsgemäße Anwendung der notwendigen Schutzmaßnahmen, die Teilnahme an den erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen sowie die aktive Beteiligung an der Erhaltung und dem Ausbau sicherer Arbeitsplätze.

Das HSE-System basiert auf den relevanten Rechts- und Industrienormen. Dabei werden für die relevanten Prozesse im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung potentielle Gefahrenquellen analysiert, dokumentiert und daraus sinnvolle Strategien und Maßnahmen hergeleitet, um eine Schädigung von Menschen, Anlagen oder der Umwelt zu vermeiden. Die Mitarbeiter der Konzernunternehmen werden systematisch und regelmäßig in der Anwendung der Maßnahmen zur Gefahrenabwehr geschult. Sie werden für sich selbst und für ihren Arbeitsplatz mit der notwendigen Schutzausrüstung ausgestattet, in deren Benutzung eingewiesen und im erforderlichen Umfang medizinisch begleitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wird systematisch dokumentiert und regelmäßig auditiert.

Die Wirksamkeit des HSE-Systems wird intern jährlich einem Review unterzogen. Oberster Maßstab für die Leistungsfähigkeit des Systems bleibt die Erreichung festgelegter und messbarer Ziele im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Das HSE-System wird mit den Erkenntnissen aus Audits und Management Reviews im Sinne eines stetigen Verbesserungsprozesses weiterentwickelt.

Sicherheit und Gesundheit

Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern haben in allen Tätigkeitsfeldern der BAUER Gruppe oberste Priorität. Um das Unfallrisiko auf unseren Baustellen und in unserer Produktion zu senken, führen wir regelmäßige Schulungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit durch: Erste-Hilfe-Kurse und sicherheitstechnische Lehrgänge gehören ebenso dazu wie Fahrsicherheitstrainings oder Seminare zum Umgang mit Gefahrensituationen im Ausland.

Durch verschiedene weitere Aktionen sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich für Themen der Gesundheit, Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes – diese Aspekte haben schon in den Einführungsseminaren für Auszubildende und neue Mitarbeiter ihren festen Platz. Ein jährlich stattfindender Sicherheitswettbewerb, Plakataktionen oder die hausinterne Mitarbeiterzeitung schärfen zusätzlich und regelmäßig das Bewusstsein der Mitarbeiter für sicherheitsrelevante Aspekte ihrer Arbeit.

Ein wichtiges Instrument im Arbeitsschutz sind Gefährdungsbeurteilungen. Konzernweit haben die Mitarbeiter stets Zugriff auf eine große Zahl von bereits ausgearbeiteten und permanent aktualisierten Gefährdungsbeurteilungen. Die systematische Untersuchung aller Aspekte der Arbeit anhand von solchen Beurteilungen zielt darauf ab herauszufinden, wodurch Verletzungen oder Schäden verursacht werden, wie Gefahren beseitigt und welche Schutzmaßnahmen schon in der Planungsphase getroffen werden können, um Unfall- und Gesundheitsrisiken auf ein Minimum zu reduzieren.

Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Arbeitssicherheitsstandards. Über Zertifizierungen wie OHRIS, OHSAS, AMS-Bau und SCC stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt.

Umwelt

Das Umweltmanagementsystem der BAUER Gruppe ist konzernübergreifend gültig und definiert Umweltschutz als ganzheitlichen Bestandteil der HSE-Politik der Gruppe. Entscheidend dabei ist, dass Umweltschutz in allen Bereichen und Abschnitten der betrieblichen Abläufe – insbesondere in der Produktion und auf der Baustelle – stetig im Bewusstsein des Handelns zugegen ist. Dies kann nur erreicht werden, wenn die grundsätzliche Philosophie des Unternehmens mit seinen selbststeuernden Einheiten auch bei diesem Thema Anwendung findet.

Jeder Vorgesetzte ist daher dafür verantwortlich, dass Umweltschutz in seinem Bereich bei angemessenem wirtschaftlichem Aufwand optimal gewährleistet ist und stetig verbessert wird. Die zentralen Personen hinsichtlich des Umwelt- und Klimaschutzes sind die Geschäftsführer der einzelnen Bauer-Firmen. Sie definieren verbindliche Zielvorgaben. Die Firmen sind angehalten, einen Verantwortlichen zu benennen, der deren Einhaltung überwacht. In monatlichen Meetings mit dem Vorstand des Gesamtkonzerns werden auch Umweltbelange behandelt. Hierzu gehört es Strategien festzulegen, die sich aus dem Klimawandel und seinen Folgen ergeben.

Als weltweit agierender Konzern mit über 110 Tochterunternehmen und als Hersteller von Geräten für den Spezialtiefbau und für angrenzende Bereiche sind wir uns bewusst, dass wir durch unsere Geschäftstätigkeit einen Einfluss auf die Umwelt (Luft, Wasser, Boden, etc.) haben. In der Umweltpolitik des Konzerns ist daher klar festgelegt, bei allen Tätigkeiten den Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen betrachten wir dabei als Mindeststandard. Durch vorbeugende Maßnahmen wollen wir aber darüber hinausgehend unser Umweltschutzniveau stetig verbessern.

Diverse Standorte und Unternehmen des Konzerns, darunter der Standort Schrobenhausen mit den ansässigen Firmen BAUER AG, BAUER Maschinen GmbH und BAUER Spezialtiefbau GmbH, sind bereits nach Umweltmanagementsystemen, wie beispielsweise EMAS, zertifiziert. Die BAUER AG als Konzernmutter ist zudem Teilnehmer am Umweltpakt Bayern, einer Kooperation zwischen Bayerischer Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft.

Die BAUER Gruppe nutzt ihre Kompetenzen des Spezialtiefbaus und des Maschinenbaus, um die drängenden Herausforderungen der Zukunft, wie Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Schutz und Wiederherstellung einer sauberen Umwelt, zu lösen. Das Segment Resources widmet sich den Themen Wasser, Umwelt, Energie und Bodenschätze – mit der aktiven Bearbeitung dieser Geschäftsfelder kommt die BAUER Gruppe ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt im besonderen Maße nach.

Im Oman hat die BAUER Gruppe die erste Phase der größten kommerziellen Schilfkläranlage der Welt fertiggestellt und den Betrieb für 20 Jahre übernommen. Die Anlage reinigt nach einer physikalischen Vorbehandlung durch Zentrifugen in einem rein biologischen Verfahren ölverschmutzte Prozessabwässer. Das Projekt gilt als wegweisend für das Prozesswassermanagement der Ölindustrie, die vorrangig in Wüstengebieten angesiedelt ist.

Qualität

Die Spitzenposition, die sich die BAUER Gruppe als Dienstleister und Maschinenbauer rund um den Spezialtiefbau erarbeitet hat, basiert auf zwei wesentlichen Faktoren: Neben der hohen Innovationskraft ist ebenso der hohe Qualitätsstandard, den wir an unsere Produkte und Dienstleistungen anlegen, dafür ausschlaggebend. Diese Position zu halten, erfordert ein sich stetig weiterentwickelndes Qualitätsniveau.

Im Segment Bau und dort besonders im Spezialtiefbau sind die Gründungen und Fundamente entscheidende Basis für die anschließend darauf errichteten Gebäude oder infrastrukturellen Bauwerke. Da aber diese Leistungen im Untergrund nach Fertigstellung nicht mehr zu sehen sind, setzt dies ein in höchstem Maße sorgfältiges und zielgerichtetes Arbeiten voraus, verlangt jedoch andererseits auch vom Auftraggeber ein hohes Maß an Vertrauen.

Die stetige Kontrolle der Bauleistung von der Planung über die Ausführung bis hin zum Abschluss ist dabei wesentlich. Für die diversen Bauverfahren existieren Qualitätssicherungspläne, die anhand festgelegter Prüfverfahren kontrolliert und deren Prüfergebnisse kontinuierlich dokumentiert werden. Dabei ist uns die regelmäßige Abstimmung zwischen Bauleiter und Auftraggeber während der Projektausführung besonders wichtig.

Die Abteilung Qualitätsmanagement der BAUER Spezialtiefbau GmbH, die nicht kosten- oder umsatzabhängig und daher neutral agiert, führt auf Baustellen regelmäßig Prozess-, Produkt- und Projektaudits durch. Nach Abschluss der Baumaßnahme wird mithilfe von Fragebögen und persönlichen Gesprächen die Kundenzufriedenheit ermittelt. Erkenntnisse hieraus gehen in den nächsten Planungsprozess mit ein, um eine stetige Verbesserung der Leistungen zu erreichen.

Der Bauer-Maschinenbau hat sich bei den Kunden über viele Jahre hinweg in Sachen Qualität und Langlebigkeit seiner Produkte einen Namen gemacht. Dabei kommen die Geräte mitunter bei schwierigsten Boden- und widrigsten Klimaverhältnissen zum Einsatz. Ob bei Sand, Fels oder härtestem Granit, bei eisigen Temperaturen in Russland oder der enormen Hitze in Afrika – die Maschinen sind in jeglichem Umfeld einsatzbereit.

Im Regelfall sind die Maschinen acht bis zehn Jahre bei unseren Kunden im Einsatz. Danach werden diese oft noch von kleineren Bauunternehmen überall in der Welt weitergenutzt. So zeigen Ersatzteilanfragen und die Beziehungen zu Partnern, dass ein Einsatz der Geräte auch über das stolze Alter von 20 Jahren hinaus durchaus vorkommt.

Gebrauchte Geräte werden für die Kunden und den eigenen Bedarf bei unseren Tochterunternehmen in unseren Werken sowie Werkstätten in aller Welt runderneuert und qualitativ wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Neben der Langlebigkeit und Qualität spielen auch Effizienz und Umweltverträglichkeit der eingesetzten Materialien und Stoffe eine wichtige Rolle.

Die Qualitätsauffassung wurde auch auf das Segment Resources übertragen – sei es bei der Herstellung und Produktion der Brunnenmaterialien im Bereich Materials oder der hochwertigen Ausführung der Dienstleistungen in den Bereichen Exploration and Mining Services und Environment. Qualität und damit Zufriedenheit des Kunden sind uns auch bei dem jüngsten Geschäftssegment besonders wichtig.

Das Qualitätsmanagementsystem am Konzernstandort in Schrobenhausen wurde im Jahr 2011 wieder erfolgreich nach ISO 9001 rezertifiziert. Zahlreiche weitere Unternehmen in der BAUER Gruppe sind inzwischen nach diesem oder einem vergleichbaren Standard zertifiziert.

Weitere Informationen und Daten rund um das Thema Nachhaltigkeit in der BAUER Gruppe sind sowohl in den Umwelterklärungen als auch im jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht zu finden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar.

Ziele

Oberstes Ziel unseres Risikomanagements ist es, unser unternehmerisches Handeln systematisch im Rahmen eines umfassenden Risikobewusstseins zu fördern und zu unterstützen. Dazu geben wir unseren Entscheidern auf allen Ebenen einheitliche Methoden an die Hand, um Transparenz über die Risikosituation unserer Unternehmen zu erhalten. Dies dient als Voraussetzung für eine Optimierung des Verhältnisses aus Risiko und Ertrag und damit auch der Steigerung des Unternehmenswerts.

Aufgabe des Risikomanagements ist es, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten, ihnen renditeoptimiert zu begegnen und sie zu überwachen. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken (sogenannte Marktrisiken) als auch Risiken, die aus den Wertschöpfungsaktivitäten unserer Unternehmen heraus entstehen (sogenannte Leistungsrisiken).

Da die Geschäfte in unseren Segmenten Bau, Maschinen und Resources unterschiedlicher Natur sind, setzt unser Risikomanagement auch mit unterschiedlichen Elementen und an unterschiedlichen Stellen der Einzelprozesse in den jeweiligen Unternehmungen an.

Risikokultur

Auf Basis einer intensiven Kommunikation zum Thema Risiko in allen Unternehmensteilen, wie etwa bei Tagungen oder Schulungen sowie als fester Tagesordnungspunkt in praktisch allen Leitungsbesprechungen, arbeiten wir an einer stetigen Verbesserung des Risikobewusstseins und damit an der Ausbildung einer hochentwickelten Risikokultur.

Arbeitsanweisungen

Unser Risikomanagement ist eng mit unserem Qualitätsmanagement verbunden. An zahlreichen Stellen in den Auftragsabwicklungsprozessen der Einzelunternehmungen greift das Risikomanagement unmittelbar in relevante Arbeitsanweisungen ein. Spezifische Einzelrisiken, wie etwa in den Bereichen Forderungsausfall, Gesundheit, Sicherheit oder Compliance können damit ohne nennenswerte Minderung der Effizienz der Prozesse sicher beherrscht werden. Im Rahmen von Audits wird die Anwendung der Arbeitsanweisungen regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews deren Wirksamkeit kontinuierlich verbessert.

Behandlung von Projektrisiken

Projektrisiken sind untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Projekte oberhalb eines niedrigen Schwellenwertes werden deshalb systematisch und vor Angebotsabgabe bezüglich ihrer Risiken analysiert, bewertet und schließlich einer Risikoklasse zugeordnet. Entsprechend ihrer Risikoklasse werden sie dann mit Kalkulationszuschlägen versehen und darüber hinaus einem strikten Genehmigungsprozedere unterworfen.

Die Einteilung in die Risikoklassen erfolgt auf Basis der potentiellen Schadenshöhe und zusätzlich auf Basis bewährter Checklisten nach einem K.O.-System, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Das System wurde über Jahre hinweg für die Unternehmensteile mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.

Risikoaggregation

Im Rahmen einer Voruntersuchung werden die relevanten Risikofelder ermittelt, nach Unternehmensprozessen strukturiert und unter Berücksichtigung von Ursachen-/Wirkungs- Prinzipien zu einem Gesamtinventar zusammengeführt. In einem zweiten Durchgang werden diese dann einer detaillierten Analyse unterzogen und nach einer vordefinierten Relevanzskala bewertet und priorisiert.

Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwertes werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden anhand von Bandbreiten eingeschätzt.

Zur Einschätzung von Eigenkapital-, Liquiditäts- und Versicherungsbedarf werden die Risiken schließlich sowohl für die Einzelunternehmen, als auch für den Gesamtkonzern mit Hilfe einer dafür spezialisierten Software nach dem Monte-Carlo-Verfahren aggregiert.

Risikobewältigungsmaßnahmen werden für die einzelnen Risiken festgelegt. Die Prozessbeschreibung umfasst die Risikopolitik, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie das periodische Berichtswesen. Der Risikoprozess ist auch in den Planungsprozess integriert.

Zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgt die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Die Risikovalidierung erfolgt mindestens einmal jährlich nach einer individuellen Absprache. Das System wird laufend gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert.

Ad-hoc Meldungen

Durch regelmäßig stattfindende Besprechungen, in denen immer wieder über risikorelevante Themen gesprochen wird, sowie durch Risiko-Monitorings erhalten wir stets einen aktuellen Überblick über die Risikosituation innerhalb der Unternehmensgruppe. Dennoch kann es durchaus sein, dass unerwartete bzw. nicht vorhersehbare Ereignisse plötzlich ein neues, akutes Risiko für die Unternehmensgruppe oder einzelne Bestandteile von ihr darstellen. Darüber hinaus kann ein bereits identifiziertes, jedoch in seiner Relevanz als unbedeutend eingestuftes Risiko plötzlich zu einem relevanten und bedrohenden Risiko werden. In einer solchen Situation muss gewährleistet sein, dass dieses Risiko unmittelbar in das Risikomanagement der Unternehmensgruppe einfließt und Beachtung findet. Deswegen haben wir das Risikoberichtswesen so flexibel gestaltet, dass bei Eilbedürftigkeit umgehend – unter Umgehung förmlicher Berichtsstrukturen und -zyklen – Ad-hoc Meldungen an die zuständigen Entscheidungsträger gelangen.

Mit Hilfe dieser Sofortmeldungen werden der Risikomanager, die Geschäftsleitung eines Teilkonzerns oder einer Unternehmung sowie gegebenenfalls der Vorstand der Unternehmensgruppe BAUER über neue, vorher definierte Meldegrenzen überschreitende Risiken außerhalb der Regelberichterstattung umgehend informiert, um fallbezogen unverzüglich handeln zu können.

Überwachung

Die Dokumentation und Überwachung der einzelnen Elemente unseres Risikomanagementsystems erfolgt über unsere Controlling-Abteilungen. Alle integralen Bestandteile unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen sind in unsere konzernweiten Planungs- und Controllingprozesse eingebettet. Darüber hinaus werden die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Prozesse, die gesetzlich vorgegeben sind, zentral vom Vorstand bzw. von den Geschäftsführern unserer Einzelfirmen bestimmt oder als genehmigungspflichtig ausgewiesen wurden, sind in unserem Unternehmenshandbuch verbindlich dokumentiert und stehen unseren Mitarbeitern über das Intranet ständig in aktueller Form zur Verfügung.

Wir haben Führungskräfte zu Risikobeauftragten benannt, deren Aufgabe es ist, unser Risikomanagementsystem inhaltlich auszubauen und es gemeinsam mit den Geschäftsführungen der jeweiligen Einzelfirmen in der Organisation im Rahmen unserer Risikokultur für alle erfassbar zu machen. Sie unterstützen aus diesem Blickwinkel damit auch die Einhaltung der Prozesse sowie die Funktionalität des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus ist unser Risikofrüherkennungssystem im Hinblick auf die vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG zu treffenden Maßnahmen regelmäßig Gegenstand der Prüfung unserer Wirtschaftsprüfer. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen.

Strategische Risiken

Strategieentwicklung und Umsetzung

Für den Konzern sowie für die operativen Teilkonzerne wurden in aufwendigen Strategieentwicklungsprozessen und unter intensiver Beteiligung des Managements Unternehmensstrategien definiert und implementiert. Die Ziele für die jeweiligen strategischen Handlungsfelder sowie die Umsetzung der darauf basierenden Maßnahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft und die Ergebnisse dementsprechend kommuniziert und die Maßnahmen gegebenenfalls nachjustiert.

Aufgrund der sorgfältigen Strategieentwicklung, der intensiven Beteiligung des Managements und der regelmäßigen Überprüfung, nicht zuletzt auch mit Blick auf ein möglicherweise kurzfristig verändertes Geschäftsumfeld, erachten wir die Risiken in diesem Bereich als gering.

Geschäftsfeldstruktur

Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Unternehmens begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources. Insbesondere das Segment Resources ist dabei konjunkturell unabhängig von den Segmenten Bau und Maschinen. Und auch das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Bau weiter reduzieren können. Durch die internationale Ausrichtung des Konzerns mit seinen über 110 Einzelunternehmen in derzeit rund 70 Ländern der Welt sind wir im Bereich unserer Geschäftsfeldstruktur gut aufgestellt.

Marktbezogene Risiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die wesentlichen Risiken, denen die Weltwirtschaft und auch der BAUER Konzern aktuell ausgesetzt sind, können speziell als Folge der Finanzmarktkrise gesehen werden. Die Verschuldung der USA sowie die Haushaltskrise einiger Länder der EU hat dramatische Formen angenommen. Politische Unruhen im Nahen Osten erschweren zudem die Auftragssituation. Daraus ergeben sich sowohl Währungsrisiken als auch bedeutende Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten.

Im Gegensatz dazu führt die rasche wirtschaftliche Erholung im Fernen Osten und ganz besonders in China zu einer strukturellen Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft, aber auch des BAUER Konzerns von diesem Wirtschaftsraum.

Durch die internationale Aufstellung, die gewählte und durch das Segment Resources seit 2007 erweiterte Geschäftsfeldstruktur sowie durch die hervorragende Eigenkapitalquote ist der Konzern aber gut gerüstet für etwaige zusätzliche Auswirkungen aus der andauernden Krise.

Vorstand und Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien für die Auswirkung etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Gegensteuerungserfordernisse werden daraus hergeleitet und konsequent umgesetzt. Auch in der Hochphase der Wirtschaftskrise 2009 und Anfang 2010 konnten notwendige Kapazitätsanpassungen durch Ausnutzung der Flexibilität, auch in der Fertigungstiefe, gut und ohne Abbau von Stammpersonal bewältigt werden.

Absatzmarktrisiken

Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Einführung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen endgültig gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits weit vorangetrieben werden.

Beschaffungsrisiken

Auch wenn die Folgen der Wirtschaftskrise in den Märkten Europa und USA noch nicht überwunden sind, hat sich die Beschaffungssituation in einzelnen Segmenten des Maschinenbaus durch eine massive Nachfrage aus Fernost, und hier speziell aus China, schon wieder etwas verschärft. Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen.

Politische Risiken

Mit Beginn des Jahres 2011 und ausgehend von Tunesien zeichnete sich ab, dass die jungen und besser ausgebildeten Bevölkerungsschichten mehrerer arabischer Länder, so auch in Ägypten oder im Jemen, nicht mehr bereit waren, die wenig demokratischen und mehr oder weniger totalitären Regime ihrer Länder länger zu akzeptieren. Derzeit ist noch nicht absehbar, wie lange es dauern wird, bis in den betroffenen Ländern wieder Stabilität und Vertrauen der Investoren einkehren werden.

Die internationale Ausrichtung des BAUER Konzerns erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass politische Veränderungen in einzelnen Ländern gegebenenfalls deutlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Tochterfirma haben können. Im Extremfall kann das für die einzelne Tochterfirma auch einmal existenzgefährdend werden. Aufgrund der breiten Aufstellung des Konzerns sowie der eher zurückhaltenden Investitionen in potentiell instabilen Ländern spielen die politischen Risiken von Einzelländern für den Gesamtkonzern aber eine eher untergeordnete Rolle.

Finanzrisiken

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsversorgung des Konzerns ist wegen der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben und vor allem durch ausreichende und langfristige Kreditlinien sichergestellt. Die laufenden Geschäfte sowie das mittelfristige Konzernwachstum wurden durch die geschaffene Finanzierungsbasis langfristig gesichert. Die Liquidität wird im Konzern zentral durch ein intensives Controlling überwacht und gesteuert. Etwaige Liquiditätsrisiken werden somit frühzeitig erkannt, so dass ihnen mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden kann.

Zinsänderungsrisiken

Risiken aus Zinsschwankungen reduzieren wir durch Abschlüsse möglichst langer Zinsbindungen. Zur Minimierung von Zinsschwankungen und zur möglichst langen Nutzung von Niedrigzinsphasen wurden die Kreditlinien zu einem großen Teil auf langfristige Finanzierungsinstrumente umgestellt. Darüber hinaus werden Zinsderivate eingesetzt. In der Konsequenz kann das sich hieraus ergebende Risiko als gering eingestuft werden.

Währungsrisiken

Soweit möglich und verfügbar begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Sollte dies nicht möglich sein, werden auf Ebene der Muttergesellschaften Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen abgeschlossen.

Zahlungsausfallrisiken

Zur Beschränkung unseres Zahlungsausfallrisikos steht uns in Deutschland ein erprobtes System aus Kreditversicherung, Zahlungsausfallbürgschaften, Vorauszahlungen und in Sonderfällen auch Handwerkersicherungsbürgschaften zur Verfügung. Die entsprechenden Risiken werden für jedes Projekt ermittelt, die anwendbaren Sicherungsinstrumente festgelegt sowie die Umsetzung auf der Basis des Vier-Augen-Prinzips zwischen Techniker und Kaufmann überwacht.

Da im Ausland nicht in jedem Fall die für Deutschland gültigen Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen, werden unsere potentiellen Kunden dort nach strengen Bonitätskriterien ausgewählt und möglichst kurze Zahlungsziele vereinbart. Im Maschinenbau kommen Eigentumsvorbehalte sowie Akkreditive zum Einsatz, die die Zahlung bei Auslieferung der Geräte absichern.

Durch diese Maßnahmen sind wir in der Lage, unvermeidliche Zahlungsausfälle auf einem stabilen niedrigen Niveau zu halten. Preisänderungsrisiken, Zahlungsausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen unser Geschäft ausgesetzt ist, sind in unserer Berichterstattung dargelegt.

Covenants-Risiken

Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Bei Überschreiten von wenigstens einem der vereinbarten Grenzwerte besteht für die Darlehensgeber ein Kündigungsrecht. Aufgrund der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Risiken und den sich daraus ergebenden Änderungen in verschiedenen GuV-Positionen verschlechtern sich auch die Kennzahlen verschiedener Bezugsgrößen. Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die vereinbarten Grenzwerte einzuhalten, so dass ein Eintritt des Covenants-Risikos mit seinen Konsequenzen vermieden wird.

Risiken der Geschäftstätigkeit

Vertragsrisiken

In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich praktisch immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen.

So werden für praktisch alle Projekte oberhalb eines sehr niedrigen Schwellenwerts die damit verbundenen Risiken vor Vertragsabschluss systematisch analysiert, dokumentiert und entsprechend ihrer potentiellen Schadenshöhe klassifiziert. Die einzelnen Risikoklassen wiederum sind die Grundlage für Kalkulationszuschläge und den weiteren Genehmigungsweg.

Für die Beratung und Schulung der bei der Vertragsgestaltung beteiligten Mitarbeiter unseres Hauses sowie für die Begleitung der Vertragsverhandlungen bei größeren Projekten stehen uns in Deutschland und im Ausland langfristig verbundene Anwaltskanzleien zur Verfügung. Für den Maschinenbau können Vertragsrisiken durch Standardisierung der Verträge sowie durch den Eigentumsvorbehalt minimiert werden.

Qualitätsrisiken

In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und ein viele Jahre etabliertes Qualitätsmanagement hohe Aufmerksamkeit zuteil. Alle wesentlichen Firmen im BAUER Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert.

Das hochentwickelte Qualitätsbewusstsein, unterstützt durch langjährig erprobte Qualitätssicherungsmaßnahmen, erlaubt in den Bereichen das systematische Lernen aus auftretenden Qualitätsabweichungen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Schadensrisiken

Risiken, die versichert werden können, wie Haftpflichtrisiken, Risiken durch Brand oder Maschinenbruch, werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus wurden für alle denkbaren Fälle geeignete Maßnahmen sowie organisatorische Vorkehrungen getroffen, um die Zahl derartiger Schäden zu vermeiden bzw. zu minimieren. Verbliebene Schadensereignisse werden im Rahmen des Qualitätsmanagements systematisch analysiert und zur weiteren Optimierung der Systeme genutzt. Dennoch können Produkthaftungsfälle niemals gänzlich ausgeschlossen werden. Das Management der Unternehmensgruppe BAUER begegnet dieser Gefahr mit höchster Vorsicht.

Personalrisiken

Personelle Risiken verfolgen wir mit größter Aufmerksamkeit. Dabei haben wir insbesondere die Personalqualifikation, die Altersstruktur sowie die Motivation unserer Mitarbeiter im Blick. Die Begleitung unserer Mitarbeiter von der Auswahl und Einstellung über die Einarbeitung, Qualifizierung und Weiterbildung sowie die laufende persönliche Betreuung wurden immer weiter verbessert. Die Fluktuation ist seit vielen Jahren sehr gering und bestätigt unsere Personalpolitik.

Darüber hinaus sind wir auch extern durch Börsenpräsenz, Größe und Ruf am Markt international als attraktiver Arbeitgeber anerkannt. Durch Jobrotation im Konzern entsteht eine intensive Vernetzung unserer Mitarbeiter, so dass Engpässe und Überhänge auch länder- und firmenübergreifend gut ausgeglichen werden können. Somit schätzen wir unsere Risiken im Personalsektor als relativ niedrig ein.

IT-Risiken

Die operative und strategische Konzernführung ist weitgehend abhängig von funktionierenden IT-Systemen. Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet.

Ein durchgängiges Notfallkonzept begegnet dem Ausfallrisiko durch mechanische Einwirkungen. Die Angreifbarkeit unserer Systeme wurde in der Vergangenheit durch einen großangelegten Penetrationstest überprüft und konnte überwiegend positiv beurteilt werden. Trotz größter Sicherheitsvorkehrungen werden allerdings immer gewisse Restrisiken bestehen bleiben, denen sich der Vorstand bewusst ist.

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns doch gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.

Trotzdem ist uns bewusst, dass dieser Druck weiter zunehmen wird. Deshalb nutzen wir in zunehmendem Maße auch kostengünstige lokale Entwicklungsressourcen in Indien und China zur raschen und wirtschaftlichen Steigerung unserer Innovationsgeschwindigkeit. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft sehen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit noch als beherrschbar an.

Risiken aus technischem Versagen und Zusagen technischer Eigenschaften

Technisches Versagen und technische Fehler, wie Falschberechnung der Statik, können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Solche Risiken sind in der Unternehmensgruppe BAUER ein Bestandteil des Geschäfts. Ein weiteres Risiko ist die Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können. Hierbei handelt es sich sowohl um neu entwickelte Maschinen als auch um Bauprodukte, deren hohe Anforderungen an ihre Vertikalität, Permeabilität oder Stetigkeit noch erprobt werden müssen. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und hat entsprechende Vorkehrungen getroffen, die im Eintrittsfall die Durchschlagskraft derartiger Risiken minimieren.

Risiken aus Embargobestimmungen

Aus politischen Gründen und aus Gründen der Terrorbekämpfung wurden von einigen Ländern Europas und den USA Embargobestimmungen erlassen, die die Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Firmen oder Personen in bestimmten Ländern verbieten. Durch Einführung IT-gestützter Maßnahmen werden die Abteilungen und Tochterfirmen im BAUER Konzern bei der Einhaltung von Compliance-Regeln wirkungsvoll unterstützt. Dies führt unter anderem dazu, dass unsere Aktivitäten in einigen kritischen Ländern stark zurückgefahren oder gar nicht erst aufgenommen wurden, um Compliance-Konflikte gesichert zu vermeiden.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der (Konzern-) Rechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wurden Elemente des Risikomanagements in den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess integriert.

Das Rechnungswesen der großen Tochterfirmen und der BAUER AG in Deutschland wird überwiegend zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine Spezialisierung auf besondere Geschäfte, wie zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften, als auch die einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.

Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen – praktisch aller ausländischen und der wesentlichen deutschen Tochterfirmen – wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere ausländischen Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse nach dem jeweiligen Landesrecht oder nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse der wesentlichen Gesellschaften nach IFRS geprüft und die Abschlussprüfung durch den Prüfer nach den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.

Die monatliche Konzernberichterstattung, die Erstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse und die Zusammenführung der Einzelabschlüsse nach IFRS, werden mit Hilfe von konzernweit geltenden Reporting-Packages auf der Basis eines einheitlichen Konzernkontenrahmens durch die Konzernrechnungslegung durchgeführt. Die Anpassung der lokalen Buchhaltungen auf IFRS erfolgt mittels entsprechender Anpassungsbuchungen.

In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und gegenseitige Kontrolle sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.

Die Kontrolle der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und wird dort zusammengeführt und analysiert, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert. Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse werden dort regelmäßig überprüft und bei Bedarf optimiert.

Auf Konzernebene wird das Zahlenwerk aus den konsolidierten Unternehmen zunächst durch die Beteiligungscontroller und anschließend durch die Konzernrechnungslegung nach dem Vier-Augen-Prinzip überprüft und gegebenenfalls in Abstimmung mit den Tochtergesellschaften korrigiert.

Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.

Die wesentlichen Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Die wesentlichen Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der zentralen Rechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.

Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.

Gesamtrisiko

Im Berichtzeitraum waren bisher trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Krise, speziell auf unser Segment Bau, keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die dem BAUER Konzern existenziell schaden können. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten im laufenden Geschäftsjahr keine Veränderung des Gesamtrisikos.

Chancenbericht

Chancenmanagement

Chancenmanagement verstehen wir zum einen als Teil unseres Risikomanagements. Das heißt, die Identifikation und Behandlung von Chancen erfolgt zeitgleich mit den Risiken im Rahmen des Risikomanagements mit dem Ziel einer Förderung von Abweichungen zum Positiven. Darüber hinaus verstehen wir Chancenmanagement aber auch als Förderung einer stetigen und gegebenenfalls auch systematischen Suche nach Chancen im Sinne von Gelegenheiten, neuen Veränderungen oder Trends in unserem Geschäftsumfeld.

Ziele

Oberstes Ziel unseres Chancenmanagements ist es, unser unternehmerisches Handeln systematisch im Rahmen eines umfassenden Chancenbewusstseins zu fördern und zu unterstützen. Dazu motivieren wir unsere Entscheider und geben ihnen, soweit möglich, Methoden an die Hand, um Chancen in ihrem Markt- oder Arbeitsumfeld möglichst frühzeitig erkennen und bewerten zu können. Dies ist wiederum Voraussetzung für eine Optimierung des Verhältnisses zwischen Chance und Aufwand und damit für die Steigerung des Unternehmenswerts.

Chancenkultur

Auf allen Ebenen der Kommunikation zum Thema Risiko, wie bei Tagungen oder Schulungen sowie in Leitungsbesprechungen, betonen wir die Dualität von Chancen und Risiken verbunden mit dem Ziel, die Anstrengungen auf der Suche nach Chancen als lohnenswert zu begreifen. Darüber hinaus bemühen wir uns im Konzern um eine Kultur der Selbstverantwortung und Zielorientierung verbunden mit den Prinzipien einer selbststeuernden Organisation als notwendige Voraussetzung für eine hochentwickelte Chancenkultur.

Entwicklung und Innovation

Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie Indien oder China, verstärkt.

Verbesserungsvorschläge

Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden mit einer stetig steigenden Zahl guter Ideen belohnt.

Strategische Chancen

Unser Konzern hat im Laufe der Zeit immer wieder Einzelprojekte in Randmärkten abgewickelt. Über die Jahre konnten so eigenständige Geschäfte aufgebaut werden. So zum Beispiel unsere Aktivitäten im Bereich der Umwelttechnik, die sich nach ersten Anfängen vor etwa 20 Jahren zu einem international agierenden Geschäftsbereich in unserem Segment Resources entwickelt haben.

Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen, das sich zwischenzeitlich zum Geschäftsbereich Exploration and Mining Services im Segment Resources entwickelt hat.

Zusammen mit der im Jahre 2007 erfolgten Akquisition der GWE-Gruppe, die sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Produkten zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie konzentriert, waren wir in der Lage, durch Zusammenführung dieser drei Geschäfte das Geschäftssegment Resources aufzubauen. Dieser 2007 gegründete Kernbereich konzentriert sich auf die Themen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelt und damit auf einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts.

Durch das schnelle Bevölkerungswachstum, die stark zunehmende Nachfrage nach Energie und Bodenschätzen und das rasante Wirtschaftswachstum in den BRIC-Staaten ergibt sich ein weiter zunehmendes Wachstumspotential für dieses Segment. Darüber hinaus ist das Segment Resources konjunkturell wesentlich unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Märkte Bau und Maschinenbau.

Weitere strategische Chancen ergeben sich auch im Bereich der Entwicklung und der Fertigung von Tiefbohranlagen, in welchem der Maschinenbau seit einiger Zeit tätig ist und dort erhebliches Know-how aufbauen konnten. Die erste Anlage konnte ihre Erprobung an einer Bohrung auf eigenem Gelände erfolgreich abschließen und nach Südamerika verkauft werden. Die Entwicklung und Konstruktion weiterer Tiefbohrgeräte zur Komplettierung unserer Angebotspalette ist bereits erfolgreich fortgeschritten.

Damit bieten sich für den Gesamtkonzern nicht nur zusätzliche strategische Chancen, sondern auch ein erheblicher Zugewinn im Risikoausgleich. Für die zügige Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.

Marktchancen

Durch die rasante Motorisierung in den BRIC-Staaten und die daraus resultierenden stetig steigenden Energiepreise lohnt es sich immer mehr, auch schwer zu erschließende und damit bohrintensive Öl- und Gasquellen zu erschließen. Die Nachfrage nach Tiefbohrungen und Tiefbohrgeräten wird dadurch weiter steigen.

Darüber hinaus werden in Australien, Afrika und Indonesien gigantische Flächen als Claims für die Erschließung von Kohlegas ausgewiesen. Die Ernsthaftigkeit für eine konsequente Erschließung wird durch Planung und Bau von riesigen Gasverflüssigungsanlagen eindrucksvoll unterstrichen.

Weitere Marktchancen ergeben sich auch im Bereich der Ausführung von Tiefbohrungen. Durch die mehrheitliche Übernahme der FORALITH Holding AG in der Schweiz, der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien sowie durch unsere konzerneigenen Bohrgeräte sind wir in der Lage, Explorations- und Produktionsbohrungen für Wasser, Öl und Gas sowie darüber hinaus auch für Kohlegas und für Geothermie erfolgreich auszuführen.

Mit dem Atomunglück in Fukushima wurde eine neue Diskussion im Bereich der Energieerzeugung entfacht, die zu weitreichenden Konsequenzen in der Energiepolitik führt. Zukünftig wird man Alternativen zur Atomenergie suchen müssen. Die BAUER Gruppe versucht mit der Entwicklung eines Unterwasserbohrgeräts, das von einem Schiff aus betrieben wird und für die Gründung von Gezeitenturbinen eingesetzt werden kann, einen Beitrag zu leisten. Ein erster Einsatz vor der Küste Schottlands ist abgeschlossen und sehr positiv verlaufen. Hierdurch eröffnet sich sowohl unserem Bau- wie auch dem Maschinenbereich ein völlig neues Produktspektrum mit großen Erfolgsaussichten für die Zukunft.

Über den Aufbau neuer Töchter im Segment Resources ist es unserem Umweltbereich gelungen, vom angestammten und begrenzten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung und damit in die Öl- und Gasindustrie zu erreichen. Die bei der Ölproduktion anfallenden gigantischen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unseren Umweltbereich.

Die auch in den USA wieder anziehende Nachfrage nach Baudienstleistungen, hier vor allem im Bereich der Dammsanierungen, wird positive Impulse sowohl für den Spezialtiefbau als auch für den Maschinenbau bringen, der derzeit vor allem von der guten Nachfrage im Fernen Osten profitiert.

Projektchancen

Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern aus der Erdölindustrie.

Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.

IT-Chancen

Auch wenn die Informationstechnologie heute untrennbarer Teil unserer Unternehmensprozesse geworden ist, sind die Möglichkeiten der IT-Durchdringung unserer Geschäftsprozesse noch nicht voll ausgeschöpft. Verbesserungen bei Hardware und Software sowie die flächendeckende Anbindung unserer Tochterunternehmen über das Internet bieten noch gutes Optimierungspotential.

Mit der zunehmenden Standardisierung und Vernetzung der Geschäftsprozesse lassen sich immer neue Synergien erschließen. Weltweiter Abgleich der Läger und damit Minimierung der Lagerbestände, weltweite Standardisierung und damit Kostenreduzierung der Hard- und Softwarebasis, weltweite Einsetzbarkeit der IT-Servicemitarbeiter in unterschiedlichen Zeitzonen bergen weiteres interessantes Potenzial zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung.

Gesamtchancen

Durch die zunehmende Etablierung unseres noch jungen Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Berichtszeitraum wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.

Ausblick

Die internationalen Märkte sind weiter in Unruhe und von gewaltigen Veränderungen geprägt. Derartige Zeiten können einem Sorgen bereiten, sie können aber auch besonderen Optimismus auslösen. Veränderungen bewirken viele neue Bedürfnisse, die, werden sie von den Unternehmen rechtzeitig erkannt, zu interessanten Herausforderungen führen können. Natürlich muss bei der Verfolgung neuer Themen umsichtig gehandelt werden, denn es gilt, sich von potentiellen Konkurrenten abzuheben, um sich für eine gewisse Zeit einen Vorsprung zu erarbeiten.

Die Firmengruppe Bauer versucht seit Jahren, sich in diesem Spannungsfeld geschickt zu verhalten. Wir sind davon überzeugt, dass es für unternehmerisches Handeln richtig und wichtig ist, neuen Chancen intensiv nachzugehen. Unsere Strategie ist es, auf dem Themengebiet „Produkte und Dienstleistungen für Boden und Grundwasser“ eine breite und internationale Aufstellung zu erreichen, um bei Marktveränderungen in einzelnen Produktbereichen oder in regionalen Märkten in der Lage zu sein, durch andere Bereiche und Märkte einen guten Ausgleich zu finden. Gerade spezialisierte Baumärkte sind geprägt von erheblichen Schwankungen, so dass nur bei Präsenz in vielen Landesmärkten eine gleichmäßige Auslastung erreicht werden kann. Bei den von unseren Unternehmen angebotenen Produkten und Leistungen stellen wir auch äußerst schnelle Veränderungen fest, wie zum Beispiel die zunehmende chinesische Konkurrenz bei Baumaschinen. Nur mit großer Flexibilität kann daher ein dauerhafter Erfolg erzielt werden.

Um stetig neue Chancen zu generieren, müssen auch unsere Unternehmen immer wieder Wagnisse bei Neuentwicklungen eingehen. Es ist dabei zunächst unsicher, ob man schnell, mit Zeitverzögerung oder auch gar nicht erfolgreich sein wird. Die Themen die sich für neue Leistungen auf dem Arbeitsgebiet des Konzerns derzeit anbieten sind vielfältig. Immer gewaltigere Infrastrukturbauten benötigen Bauverfahren, die größere und tiefere Elemente qualitativ hochwertig erstellen können. Dazu sind neue und größere Maschinen zu produzieren und es müssen immer genauere Messverfahren entwickelt werden, mit denen man in der Lage ist, die Qualität der erstellten Produkte nachzuprüfen.

Neue Bedürfnisse benötigen oft auch komplett neue Bauverfahren. So war es eine gewaltige Herausforderung, ein Gerät zu entwickeln, das in der Lage ist, bei einer Wasserströmung von bis zu 15 Kilometern pro Stunde Bohrungen mit einem Durchmesser von deutlich über zwei Metern herzustellen. Diese neue Technik dient der Gründung von Gezeitenkraftwerken. Ähnliche neue Herausforderungen gibt es auch bei Bohrungen in große Tiefen zur Erschließung von Geothermie oder zur Förderung von Öl und Gas. Wir gehen diese Themen mit großem Engagement an, achten dabei aber auch bei Verzögerungen oder Rückschlägen stets auf die Stabilität des Gesamtkonzerns.

Betrachtet man die internationalen Märkte im Bausektor und auf den anderen Gebieten, in denen unsere Unternehmen tätig sind, so sind alle von einem großen Nachholbedarf geprägt. In den vergangenen 30 Jahren war die vorherrschende Meinung in den westlichen Ländern, dass alles Nötige gebaut sei. Dabei wurde völlig übersehen, dass auch Bauwerke eine begrenzte Lebensdauer haben und dass sich über den Zeitraum einer Generation die Bedürfnisse der Menschen und die der Gesellschaft insgesamt verändern. Auch politische Veränderungen führen zu neuen Bedürfnissen. Die Öffnung Osteuropas steigerte in kürzester Zeit die Bedeutung der Verkehrswege von West nach Ost. Die Notwendigkeit, die schnell errichteten Wohnblöcke der Nachkriegszeit durch Neubauten zu ersetzen, ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich durch Wohlstand ebenso die Bedürfnisse verändern. Auch neue Umweltgesetzgebungen bringen neue Herausforderungen.

In Deutschland wird die Energiewende in den kommenden Jahren einer der Haupttreiber für den Bausektor sein. Alte Kraftwerke müssen erneuert, neue Kraftwerke gebaut werden. Speziell die vielen Möglichkeiten der Erzeugung erneuerbarer Energien durch Windkraft-, Biogas- oder Geothermieanlagen, werden dem Bau viele Projektchancen eröffnen. Zusätzlich müssen Speichersysteme errichtet und Stromtrassen umfassend ausgebaut werden. Auch für unsere Unternehmen ergeben sich vielfache Chancen, da für viele Anlagen umfangreiche Gründungsmaßnahmen notwendig werden.

Insgesamt erwarten wir für die kommenden Jahre eine weltweit sehr wechselhafte Entwicklung, die aber in der Summe für den Bau ein stetiges Wachstum bedeuten wird. Der Spezialtiefbauanteil wird dabei, wie in den vergangenen Jahren, relativ stärker zunehmen, da die neuen Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen in immer anspruchsvollerem Umfeld, wie beengten Innenstadtverhältnissen, errichtet werden müssen.

Im Maschinengeschäft stellen die chinesischen Hersteller eine immer stärker werdende Konkurrenz dar. Bei den Standardpfahlbohrgeräten haben sie durch den riesigen Heimatmarkt bereits eine weltweit dominierende Stellung erreicht. Wir deutschen Hersteller müssen weiterhin mit herausragender Qualität und mit bestem Service unsere Kunden von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen. Bei großen Anstrengungen wird es gelingen, da unsere Unternehmen für besonders schwierige Baustellenverhältnisse überzeugendere Lösungen anbieten können.

Mit Blick auf die internationalen Märkte konnte in vielen Bereichen der Welt bereits eine sehr gute Basis für das Jahr 2012 geschaffen werden. So haben unsere Unternehmen im Fernen Osten, den USA und auch in den arabischen Ländern sehr gute Auftragsbestände. Die Kurzfristigkeit der Bestellungen erfordern vom Gerätevertrieb große Anstrengungen zur Gewinnung der Aufträge. Wir erwarten aber, wie in den letzten Monaten, eine weitere Stabilität der Märkte auf nur schwach steigendem Niveau.

Zu der in der Summe positiven Entwicklung der Märkte kommen viele Stärken aus der Organisationsarbeit der vergangenen Jahre. In allen Bereichen unseres Konzerns haben wir eine stabile und starke Führungsmannschaft, die es gewohnt ist, mit den Unwägbarkeiten unseres Geschäfts umzugehen. Bei der Aufbauorganisation wurde in den letzten Jahren noch mehr Wert darauf gelegt, die Verantwortung so nah wie möglich an den jeweiligen Märkten zu orientieren und speziell im Entwicklungsbereich Gerätegruppen zu definieren, die gezielt mit hoher Innovationskraft betreut werden können. Die IT-Strukturen wurden weltweit weiter ausgebaut und die Software vereinheitlicht. So sind die Informationen jederzeit auf dem neuesten Stand und für eine effektive Steuerung verfügbar.

In der Krise waren auch wir manchmal etwas unsicher, ob der Ausbau der Kapazitäten im Maschinenbau in den Boomjahren richtig war. Bei den heutigen Marktanforderungen sind wir davon aber voll überzeugt. Nur mit den Möglichkeiten, die uns der Ausbau der Werke bietet, können wir wieder ein weiter positives Wachstum vorantreiben. Wir können uns heute nun voll auf die Optimierung der Produktivität konzentrieren. Mit der erhöhten Auslastung der Kapazitäten entsteht kostenseitig ein wertvoller Hebelarmeffekt.

Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Im Bereich Resources werden wir erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Geschäfte weiter zu internationalisieren und deren Leistungsanteil zu erhöhen. Größere Akquisitionen sind derzeit nicht geplant, da wir nach den schwierigen Jahren unsere Kapitalbasis wieder stärken werden.

In der Summe blicken wir mit Zuversicht auf die künftige Entwicklung. Im Segment Bau sind unsere Unternehmen in den meisten Regionen der Welt gut mit Aufträgen versorgt, so dass wir sowohl bei Leistung, als auch beim Ergebnis eine deutliche Verbesserung der Zahlen planen. Im Maschinengeschäft erwarten wir, bei einem nur geringen Nachfrageanstieg, durch neue Produkte ebenfalls zulegen zu können. Im Segment Resources sind die Auftragsbestände sehr gut. Bei der Leistung planen wir gegenüber dem Vorjahr einen etwas geringeren Anstieg, da dieses bereits eine hohe Basis gesetzt hat. Das Ergebnis wird sich dort im Wesentlichen aus einem sehr positiven Beitrag durch das Projekt im Oman und weiter unbefriedigenden Zahlen in Jordanien zusammensetzen.

Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir für das Geschäftsjahr 2012 im Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von 1,45 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 35 Mio. EUR. Wegen der immer noch bestehenden Risiken aus volatilen Märkten und bei Großprojekten gehen wir nicht davon aus, das Ergebnis in der Summe im Konzern wesentlich steigern zu können. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 85 Mio. EUR.

Wir gehen im Vergleich zum Vorjahr davon aus, dass es bei weitem nicht so viele Störungen geben wird, so dass wir uns deutlich besser auf die positive Weiterentwicklung unseres Geschäfts fokussieren können. Wir erwarten, dass das erste Quartal noch einen Verlust für den Gesamtkonzern zeigen wird, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen der Märkte durch.

Für den Konzern erwarten wir für die Jahre 2012 und 2013 eine positive Entwicklung. Wir planen wieder ein Wachstum zwischen 5 % und 10 % gemäß unserer Langfristplanungen. Beim Ergebnis gehen wir von einem entsprechenden Verlauf aus. Der Konzern ist breit genug aufgestellt, um auch weitere zu erwartende Störungen der Märkte austarieren zu können.

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung gemeinsam die Zahlung einer gegenüber dem Vorjahr von 0,60 EUR auf 0,50 EUR je Aktie abgesenkten Dividende vorzuschlagen. In der Summe werden damit 8,6 Mio. EUR ausgeschüttet. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote – bezogen auf das Periodenergebnis nach Abzug der Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern des BAUER Konzerns – von etwa 27 %. In einem Jahr mit einem durch die zahlreichen Störungen deutlich niedrigeren als ursprünglich geplanten Gewinn sehen wir es als unumgänglich, die Ausschüttung an die Anteilseigner etwas zu reduzieren. Da die derzeitige Wirtschaftssituation großen Einfluss auf die Finanzierung des Konzerns hat, ist dies auch zur Sicherung der Stabilität der Gruppe geboten. Wir wollen damit den Interessen unserer Aktionäre, aber auch denen des Unternehmens in verantwortlicher Weise nachkommen.

Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.

Schrobenhausen, den 30. März 2012

BAUER Aktiengesellschaft

Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Bilanz zum 31. Dezember 2011

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

Aktiva

scroll

31.12.2010

31.12.2011

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,055,837.63 2,625,441.29
2. Geleistete Anzahlungen 263,891.57 88,038.63
3,319,729.20 2,713,479.92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 537,956.51 553,060.07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,782,114.49 2,460,832.59
3,320,071.00 3,013,892.66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105,694,631.07 105,694,631.07
2. Beteiligungen 1,000.00 1,000.00
105,695,631.07 105,695,631.07
112,335,431.27 111,423,003.65
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29,131.43 26,323.92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,224.40 1,751.55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92,220,253.67 120,632,467.28
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3,460.65 2,184.97
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1,228,790.70 2,217,175.03
93,456,729.42 122,853,578.83
III. Guthaben bei Kreditinstituten 17,785.39 236,299.50
93,503,646.24 123,116,202.25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 619,656.11 823,196.21
D. Aktive latente Steuern 174,690.48 258,119.10
206,633,424.10 235,620,521.21
Passiva
31.12.2010 31.12.2011
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 73,001,420.45 73,001,420.45
II. Kapitalrücklage 39,780,829.55 39,780,829.55
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12,000.00 12,000.00
2. Andere Gewinnrücklagen 15,019,524.92 15,088,000.00
15,031,524.92 15,100,000.00
IV. Bilanzgewinn 23,579,463.98 22,590,906.89
151,393,238.90 150,473,156.89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4,027,308.00 4,604,652.00
2. Steuerrückstellungen 0.00 0.00
3. Sonstige Rückstellungen 1,469,210.35 1,599,793.26
5,496,518.35 6,204,445.26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42,008,479.76 49,506,112.26
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 644,483.65 1,047,786.27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5,601,343.47 26,987,095.35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1,489,359.97 1,359,749.34
49,743,666.85 78,900,743.22
D. Passive latente Steuern 0.00 42,175.84
206,633,424.10 235,620,521.21

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

scroll

2010

2011

1. Umsatzerlöse 26,590,501.72 27,572,410.49
2. Sonstige betriebliche Erträge 1,847,861.65 631,675.21
28,438,363.37 28,204,085.70
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 359,441.84 378,407.66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1,271,875.90 1,390,227.99
1,631,317.74 1,768,635.65
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10,595,018.48 10,883,402.76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2,105,807.43 2,267,755.03
12,700,825.91 13,151,157.79
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2,914,413.72 3,093,329.83
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10,776,889.16 10,062,785.51
Betriebliches Ergebnis 414,916.84 128,176.92
7. Erträge aus Beteiligungen 3,861,000.00 7,821,000.00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5,900,668.35 5,679,212.53
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,205,804.73 3,184,900.92
Finanzergebnis 6,555,863.62 10,315,311.61
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6,970,780.46 10,443,488.53
10. Außerordentliche Aufwendungen 140,568.00 140,568.00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 969,203.44 927,583.54
12. Sonstige Steuern 22,761.00 16,819.00
13. Jahresüberschuss 5,838,248.02 9,358,517.99
14. Gewinnvortrag 17,741,215.96 13,232,388.90
15. Bilanzgewinn 23,579,463.98 22,590,906.89

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

I. Allgemeine Angaben

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (BAG), ist zum Bilanzstichtag 31.12.2011 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (BAG) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung

Bilanzierung und Bewertung der Aktivpositionen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 410 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivpositionen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Januar 2012 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2011 5,14 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 4 % bis 5 % p.a. unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 199.

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Hauskurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Der Prozentsatz für die Berechnung von latenten Steuern aus den Bewertungsunterschieden beträgt 28,0 % (Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer).

IV. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 13 und 14) dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Anteilsbesitzliste als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 118.390 (Vorjahr: T€ 90.191), die mit Zinssätzen zwischen 4,7 % und 6,5 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.243 (Vorjahr: T€ 2.029) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt sowie die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 302 (Vorjahr: T€ 293), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 440 (Vorjahr T€ 452). Diese betreffen im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen.

Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

scroll

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2011

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchungen

T€
31.12.2011

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.138 1.032 916 263 10.517
2. Geleistete Anzahlungen 263 88 0 -263 88
10.401 1.120 916 0 10.605
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 540 29 0 0 569
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.240 1.057 464 0 7.833
7.780 1.086 464 0 8.402
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.695 0 0 0 105.695
2. Beteiligungen 1 0 0 0 1
105.696 0 0 0 105.696
123.877 2.206 1.380 0 124.703

scroll

Abschreibungen
01.01.2011

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
31.12.2011

T€
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.081 1.726 915 7.892
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
7.081 1.726 915 7.892
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 14 0 16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.460 1.353 441 5.372
4.462 1.367 441 5.388
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0
0 0 0 0
11.543 3.093 1.356 13.280

scroll

Restbuchwerte
31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.625 3.057
2. Geleistete Anzahlungen 88 263
2.713 3.320
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 553 538
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.461 2.780
3.014 3.318
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.695 105.695
2. Beteiligungen 1 1
105.696 105.696
111.423 112.334

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthielt im Vorjahr einen Unterschiedsbetrag (Disagio) im Sinne des § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von T€ 42 (Berichtsjahr T€ 0).

Aktive latente Steuern

Hinsichtlich latenter Steuern sind folgende Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften bilanziert:

scroll

Rückstellung für Pensionen T€ 636
Rückstellung für Altersteilzeit T€ 35
Rückstellung für Jubiläumszuwendung T€ -7
Rückstellung für drohende Verluste aus Zinsderivaten T€ 257
Unrealisierte Fremdwährungsgewinne T€ -151

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der BAG beträgt € 73.001.420,45 und ist in 17.131.000 Stückaktien mit einem Nennwert von € 4,26 (gerundet) je Aktie eingeteilt.

Die BAG hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft. Die Stückaktien der Gesellschaft sind mit 48,2 % im Besitz der Familie Bauer, die übrigen Stückaktien befinden sich im Streubesitz.

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 25. Juni 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise, einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.000.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung sieht weiter für bestimmte Fälle vor, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Die Gesellschaft wird durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 ermächtigt, nach § 71 Abs. 1 Ziff. 8 AktG bis zum 23. Juni 2015 eigene Aktien mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben mit der Maßgabe, dass auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder ihr gemäß §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Die Vorgaben in § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG sind zu beachten.

Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juni 2009 beschlossene und bis zum 24. Dezember 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird mit der neuen Ermächtigung aufgehoben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 39.781.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

scroll

Stand 01.01.2011 15.019.524,92
Einstellung aus dem Bilanzgewinn 2010 68.475,08
Stand 31.12.2011 15.088.000,00

Bilanzgewinn

scroll

Stand 01.01.2011 23.579.463,98
Ausschüttung für 2010 -10.278.600,00
Einstellung in die Gewinnrücklagen -68.475,08
Gewinnvortrag 13.232.388,90
Jahresüberschuss 2011 9.358.517,99
Stand 31.12.2011 22.590.906,89

Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende für 2011 von € 0,50 je Aktie (€ 8.565.500,00) an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll in Höhe von € 14.025.406,89 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Rückstellungen

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2011 wurden T€ 141 als außerordentlicher Aufwand erfasst.

Die zum 31. Dezember 2011 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf € 1.826.

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 299.944,00. Diese wurden mit einem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 235 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen und Abfindungen mit T€ 760, Urlaubsverpflichtungen mit T€ 179 sowie Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 150.

Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

scroll

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 2011

T€
<1 Jahr

T€
1 - 5 Jahre

T€
>5 Jahre

T€
Gesicherte Beträge

T€
Art der Sicherung
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 49.506 21.006 21.000 7.500 49.500 Gesamtschuldnerische Haftung
(42.009) (9) (42.000) (0) (42.000)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.048 1.048 0 0
(644) (644) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.987 26.987 0 0
(5.602) (5.602) (0) (0)
davon aus Lieferungen und Leistungen 147 (32) 147 (32) 0 (0) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.360 1.360 0 0
(1.489) (1.489) (0) (0)
(davon aus Steuern) 400 400 0 0
(283) (283) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 22 (24) 22 (24) 0 (0) 0 (0)
78.901 50.401 21.000 7.500 49.500
Vorjahr (49.744) (7.744) (42.000) (0) (42.000)

Für an die BAG gewährte Schuldscheindarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 883 (Vorjahr: T€ 1.130) Zinsen abgegrenzt und in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag fällig sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 26.840 (Vorjahr: T€ 5.570).

Haftungsverhältnisse

scroll

2010

T€
2011

T€
Patronatserklärungen und Garantien 149.355 200.521
(davon für verbundene Unternehmen) (149.098) (195.887)
Schuldscheindarlehen 135.000 142.500
(davon für verbundene Unternehmen) (135.000) (142.500)
284.355 343.021

Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, sind die Valutierungen zum 31. Dezember 2011 angegeben.

Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 80 (Vorjahr T€ 32).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 27.572 (Vorjahr: T€ 26.591) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BMA, BST, SBN und BRE erbracht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 632 und betreffen im Wesentlichen Kursgewinne mit T€ 494 sowie Bonusgutschriften mit T€ 121. Die Bonusgutschriften enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 69.

Personalaufwand

In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 223 (Vorjahr: T€ 174) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von T€ 678 (Vorjahr T€ 1.679).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

scroll

Durchschnitt
2010 Anzahl 2011 Anzahl
--- --- ---
Lohnempfänger 13 11
Gehaltsempfänger 225 236
Auszubildende 28 26
Leitende Angestellte 3 3
269 276

Erträge aus Beteiligungen

scroll

2010

T€
2011

T€
Erträge aus Beteiligungen 3.861 7.821
(davon aus verbundenen Unternehmen) (3.861) (7.821)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 5.674 (Vorjahr T€ 5.896) solche von verbundenen Unternehmen.

Auf die Abzinsung von Rückstellungen entfallen T€ 6.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet in Höhe von T€ 398 (Vorjahr T€ 101) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.

Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 325.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2010

2011

Steuern laufendes Geschäftsjahr 1.098.130,40 972.262,18
Steuern Vorjahre 14.238,60 -3.425,86
latente Steuern -143.165,56 -41.252,78
969.203,44 927.583,54

Außerordentlicher Aufwand

Der außerordentliche Aufwand resultiert aus der Anwendung des Wahlrechts zur Zuführung des fünfzehnten Teils zu den Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2011 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.

VI. Sonstige Angaben

Coporate Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht:

http://www.bauer.de/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/index2.html

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

Zum Abschlussstichtag unterliegen die aktiven latenten Steuern mit T€ 258 gemäß § 268 Abs. 8 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Mit diesem Betrag sind die in 2011 erstmals angesetzten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 42 zu saldieren.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAG wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 33.000 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 39.700) in fremder Währung gewährt, welche als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten designiert wurden.

Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.

Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.

Zum 31.12.2011 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen – bezogen auf den Bilanzstichtag – jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.

scroll

Nominalvolumen Marktwerte
31.12.2010

T€
31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
31.12.2011

T€
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 18.228 42.304 -781 -2.163
Zinsswaps 22.000 33.000 -453 -266
Summe 40.228 75.304 -1.234 -2.429

Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle Sicherungsgeschäfte. Im Folgenden werden nur die Geschäfte dargestellt, die Teil von effektiven Bewertungseinheiten sind.

Bewertungseinheiten werden zwischen Festzinszahlerswaps und soweit möglich Devisentermingeschäften und den oben genannten Grundgeschäften gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S. d. § 254 HGB gebildet. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S. d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit über die nächsten 4 Jahre vollständig ausgleichen. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich über die nächsten 2 Jahre erwartet.

Alle zum Bilanzstichtag bei der BAG bestehenden Sicherungsinstrumente sind Teil von effektiven Bewertungseinheiten bis auf drei Devisentermingeschäfte (Nominalvolumen T€ 2.500), für welche die Grundgeschäfte weggefallen sind. Daher wurden Drohverlustrückstellungen über T€ 204 gebildet.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf T€ 39.700 (Vorjahr: T€ 18.200) bei beizulegenden Marktwerten von T€ -2.000 (Vorjahr: T€ -800). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2011 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 33.000 (Vorjahr: T€ 22.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden Marktwert von T€ -300 (Vorjahr: T€ -453) aus.

Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt T€ 2.400, d.h. in dieser wurden bis zum Abschlussstichtag negative Wert- bzw. Zahlungsstromänderungen vermieden.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Stückaktien der Gesellschaft befinden sich zu 48,19 % im Besitz der Familie Bauer. Zum Bilanzstichtag 2011 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:

Die Henderson Global Investors Limited hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 14. November 2011 in Vertretung für die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, für die Henderson Global Investors (Holdings) Plc, London, United Kingdom und für die Henderson Group Plc, London, United Kingdom gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:

1. dass die Henderson Global Investors Limited am 11. November 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,05 % hält (dies entspricht 523.221 Stimmrechten). 3,05 % der Stimmrechte (dies entspricht 523.221 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
2. dass die Henderson Global Investors (Holdings) Plc am 11. November 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,05 % hält (dies entspricht 523.221 Stimmrechten). 3,05 % der Stimmrechte (dies entspricht 523.221 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
3. dass die Henderson Group Plc am 11. November 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,05 % hält (dies entspricht 523.221 Stimmrechten). 3,05 % der Stimmrechte (dies entspricht 523.221 Stimmrechten) werden Henderson Group Plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Die Deutsche Bank AG London, London, United Kingdom hat der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1, § 24 WpHG („Wertpapierhandelsgesetz) i.V.m. § 32 Abs. 2 InvG („Investmentgesetz“) mitgeteilt, dass der Prozentsatz der Stimmrechte von deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland an der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland die Schwelle von 5 % am 15. Dezember 2010 unterschritten hat und nunmehr 4,987 % zu diesem Datum beträgt (dies entspricht 854.405 Stimmrechte).

Organe der Gesellschaft

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Vorsitzender

Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Vorsitzender, Starnberg

Stellvertretender Vorsitzender

Robert Feiger, Neusäß

Mitglied des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main

Aufsichtsrat HeidelbergCement AG, Heidelberg, Mitglied

Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied

Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VvaG, Wiesbaden, Vorsitzender

Anteilseigner

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Bauer, Schrobenhausen

ehemaliger Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

(bis 30.06.2011)
Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen

Bauingenieur BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen (seit 30.06.2011)
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising

freiberuflicher Berater der Bilfinger Berger AG, Mannheim
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Diplom-Ingenieur (FH) Architektur,

freiberufliche Immobilienverwaltung und Bauberatung, Schrobenhausen
Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande

freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen

Aufsichtsratsvorsitzender Batenburg Beheer N.V., Rotterdam/Niederlande, Vorsitzender bis 20.05.2011

Aufsichtsratsvorsitzender Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande

Aufsichtsratsvorsitzender Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande

Aufsichtsratsvorsitzender Rabobank Breda, Breda/Niederlande

Aufsichtsratsvorsitzender Egeria Investments B.V., Amsterdam/Niederlande

Aufsichtsratsvorsitzender Holonite B.V., Tholen/Niederlande

Mitglied im Board des Rabobank Pensioenfonds, Utrecht/Niederlande

Aufsichtsratsvorsitzender ICTS Europe Holding B.V., Amsterdam/Niederlande
Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München

Bauingenieur im Ruhestand

Arbeitnehmervertreter

Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel

Vorstandsmitglied der Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und

Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden
Ronald Hühne, Nordhausen

Projektleiter SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen (bis 30.06.2011)
Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen

Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
Gerhard Piske, Schrobenhausen,

Projektmanager After Sales, BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen (bis 30.06.2011)

Aufsichtsrat der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl, Schrobenhausen

Mitglied der Geschäftsleitung BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Regina Andel, Ellrid

Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen

(seit 30.06.2011)
Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen

Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen (seit 30.06.2011)

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 254 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:

scroll

2010

T€
2011

T€
Vorsitzender
Dr. Klaus Reinhardt 38 38
Stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger 27 27
Anteilseigner
Dr.-Ing. Dr.-Ing E.h. Karlheinz Bauer 20 10
Dr.-Ing. Johannes Bauer 0 10
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18
Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer 20 20
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18
Arbeitnehmervertreter
Reinhard Irrenhauser 0 9
Regina Andel 0 9
Gerhard Piske 18 9
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20
Ronald Hühne 18 9
Dipl.-Ing. Walter Sigl 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 19 19
254 254

Vorstand:

Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Planung, Werbung, Schrobenhausen

Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Aufsichtsratsvorsitzender SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten

Aufsichtsrat Mannheimer Holding AG, Mannheim
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Ressorts: Finanzen, Recht, Investor Relations, Facility Management, Schrobenhausen

Aufsichtsratsvorsitzender Raiffeisenbank Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Ressorts: Beteiligungen, Informationstechnologie, Personal, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Sicherheit und Umwelt, Schrobenhausen Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Resources GmbH

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsratvorsitzender German Water & Energy (Private) Limited, Islamabad, Pakistan (bis 10.02.2011)

Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat von ihrem Recht nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sich einstimmig gegen den individuellen Ausweis der Vorstandsbezüge ausgesprochen. Der Beschluss gilt gemäß § 286 Abs. 5 und § 314 Abs. 2 Satz HGB für höchstens fünf Jahre.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2011 T€ 1.420 (Vorjahr: T€ 1.665) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 980 (Vorjahr: T€ 1.145) fixe und T€ 440 (Vorjahr: T€ 520) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 245 (Vorjahr: T€ 319).

Im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 260 (Vorjahr: T€ 0) gewährt.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG (PricewaterhouseCoopers AG) für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:

scroll

2010

T€
2011

T€
Honorare für Abschlussprüfungen 160 202
Sonstige Leistungen 117 11
Andere Bestätigungsleistungen 2 2
279 215

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des BAUER Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Schrobenhausen, 30. März 2012

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer

Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Dipl.-Betriebswirt Hartmut Beutler

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen Aufstellung zum Anteilsbesitz

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Kurs PDK Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital (Landeswährung) Gesamtergebnis (Landeswährung) Bauer AG

Anteil am Ergebnis

in T€
1. Verbundene Unternehmen
1.1 Inland
1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 99.00 43,398,519 215,252 213
1.1.1.1 Inland
1.1.1.1.1 BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 1,528,043 -398,288 -398
1.1.1.1.2 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 108,406 916 1
1.1.1.2 Ausland
1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H, Wien, Österreich EUR 1.0000 100.00 1,510,657 10,025 10
1.1.1.2.1.1 BAUER Spezialtiefbau CR s.r.o., Prag, Tschechien CZK 0.0407 100.00 -8,612,000 -9,000 0
1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Beverley, Großbritannien GBP 1.1498 100.00 1,935,187 282,173 324
1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Warrington, Großbritannien GBP 1.1498 100.00 24,614 5,360 6
1.1.1.2.4 COASTAL CAISSON CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.7145 100.00 0 0 0 6)
1.1.1.2.5 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia MYR 0.2339 100.00 10,466,643 2,953,032 691
1.1.1.2.5.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 0.7455 100.00 7,224,052 141,089 105
1.1.1.2.5.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0.0918 100.00 986,341 979,611 90
1.1.1.2.6 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 0.1905 100.00 36,541,607 448,780 86
1.1.1.2.7 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0.7145 100.00 7,022,063 2,170,347 1,551
1.1.1.2.8 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 0.1200 55.75 175,074,433 14,824,662 992
1.1.1.2.8.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate For Technical Enginnering Works, Tripolis, Lybien LYD 0.5898 65.00 6,315 -311,661 -119
1.1.1.2.9 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (unmittelbar) IDR 0.0001 95.00 38,479,901,452 9,659,839,643 746
1.1.1.2.10 BRK Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 0.0036 100.00 189,044,000 1,170,000 4
1.1.1.2.11 BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 0.2358 100.00 3,175,755 59,066 14
1.1.1.2.12 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 1.0000 100.00 2,381,460 355,536 356
1.1.1.2.12.1 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (mittelbar) IDR 0.0001 5.00 38,479,901,452 9,659,839,643 39
1.1.1.2.12.2 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (mittelbar) AOA 0.0076 10.00 80,507,383 666,838 1
1.1.1.2.12.3 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pyt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (mittelbar) INR 0.0152 1.00 - - - 4)
1.1.1.2.12.4 BAUER Contractors Ltd., Khartoum, Sudan (mittelbar) SDG 0.2671 1.00 - - - 4)
1.1.1.2.13 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0.0918 100.00 72,106,721 26,505,332 2,433
1.1.1.2.13.1 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam (unmittelbar) VND 0.0000 100.00 73,527,809,883 -19,938,992,030 -689
1.1.1.2.14 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 0.0165 100.00 60,344,596 2,420,480 40
1.1.1.2.15 BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED, Auckland, Neuseeland NZD 0.5705 100.00 13,443 969 1
1.1.1.2.16 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGL 0.5081 100.00 1,319,618 2,152 1
1.1.1.2.17 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 1.0000 100.00 1,957,255 94,940 95
1.1.1.2.18 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden, Schweiz CHF 0.8120 100.00 503,594 153,125 124
1.1.1.2.19 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland EUR 1.0000 100.00 264,277 -58,931 -59
1.1.1.2.20 BAUER Fondations Spéciales S.A.S., Straßburg, Frankreich EUR 1.0000 100.00 116,115 12,161 12
1.1.1.2.21 BAUER Produits BTP S.A.S., Nantes Cedex, Frankreich EUR 1.0000 100.00 15,558 0 0
1.1.1.2.22 BAUER Latvia SIA, Riga, Lettland LVL 1.4160 100.00 14,214 872 1
1.1.1.2.23 BAUER Ukraine Ltd., Kiew, Ukraine UAH 0.0895 100.00 -5,911,654 -5,542,536 -496
1.1.1.2.24 BAUER Contractors Co. Ltd., Khartuom, Sudan SDG 0.2671 99.00 - - - 4)
1.1.1.2.25 BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama USD 0.7145 100.00 1,150,152 -939,443 -671
1.1.1.2.25.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (mittelbar) DOP 0.0188 5.00 - - - 4)
1.1.1.2.26 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.1945 100.00 159,788,359 13,460,068 2,618
1.1.1.2.26.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 0.1963 49.00 992,542 471,263 93 2)
1.1.1.2.27 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation RUB 0.0244 100.00 16,018,600 6,414,057 156
1.1.1.2.28 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (unmittelbar) AOA 0.0076 90.00 80,507,383 666,838 5
1.1.1.2.29 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 0.7251 100.00 5,011,633 101,063 73
1.1.1.2.30 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 0.0234 49.00 7,512,271 187,974 4 3)
1.1.1.2.30.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) THB 0.0234 51.00 118,668,412 4,058,933 48
1.1.1.2.30.2 SCHACHTBAU (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) THB 0.0234 50.04 -4,016,755 -2,609,541 -31
1.1.1.2.31 BAUER Fondations Spéciales EURL, Rouiba-Alger, Algerien DZD 0.0098 100.00 27,666,075 705,191 7
1.1.1.2.32 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pyt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (unmittelbar) INR 0.0152 99.00 - - - 4)
1.1.1.2.33 BAUER Special Foundations (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika ZAR 0.0989 100.00 1,006,566 106,755 11
1.1.1.2.34 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.7145 100.00 14,259,951 2,065,924 1,476
1.1.1.2.35 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) THB 0.0234 49.00 118,668,412 4,058,933 46
1.1.1.2.36 OOO BAUER SOCHI, Sotschi, Russische Föderation RUB 0.0244 100.00 - - - 4)
1.1.1.2.37 BAUER Georgia Foundation Specialist LLC, Tiflis, Georgien GEL 0.4257 100.00 3,294,796 54,870 23
1.1.1.2.38 BAUER Cimentaciones Costa Rica Sóciedad Anomina, San Jóse, Costa Rica CRC 0.0014 100.00 61,749,082 12,890,767 18
1.1.1.2.39 BAUER Dam Contractors International LIMITED, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.1945 100.00 - - - 4)
1.1.1.2.40 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (unmittelbar) DOP 0.0188 95.00 - - - 4)
1.1.1.2.41 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 0.0049 100.00 1,536,523 146,585 1
1.1.1.2.42 BAUER Dam Rehabilitation Contractor FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.1945 100.00 - - - 5)
1.1.1.2.43 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien COP 0.0004 100.00 227,547,411 27,547,411 11
1.1.1.2.44 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama PAB 0.0015 100.00 - - - 5)
1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 99.00 147,566,930 19,930,771 19,731
1.1.2.1 Inland:
1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 20,805,995 2,536,672 2,537
1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 5,443,258 695,575 696
1.1.2.1.3 BAUER Mietpool GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 191,878 5,403 5
1.1.2.1.3.1 Inland
1.1.2.1.3.2 Ausland
1.1.2.1.3.2.1 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (mittelbar) TRY 0.4249 1.00 3,924,275 1,013,734 4
1.1.2.1.3.2.2 BAUER Equipment India Private Limited, Mumbai, Indien (mittelbar) INR 0.0152 1.00 41,072,095 -204,506 0
1.1.2.1.3.2.3 BAUER Brasil Comèrcio de Equipamentos Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (mittelbar) BRL 0.4284 1.00 299,587 -63,692 0
1.1.2.1.4 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 1,814,733 -573,674 -574
1.1.2.1.5 MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 74.00 1,884,696 -673,885 -499
1.1.2.1.6 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 1,202,136 40,098 40
1.1.2.1.7 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 75.00 4,593,474 117,545 88
1.1.2.1.8 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 90.00 4,805,405 2,589,343 2,330
1.1.2.1.9 ABS Trenchless GmbH, Olpe, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 -100,837 -281,980 -282
1.1.2.1.10 Hausherr System Bohrtechnik GmbH, Unna, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 24,649 -304,207 -304
1.1.2.2 Ausland
1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur SGD 0.5700 100.00 32,434,000 6,905,700 3,936
1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur SGD 0.5700 100.00 2,772,996 910,666 519
1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (mittelbar) HKD 0.0918 1.00 7,872,340 3,805,689 3
1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 0.0243 99.88 4,440,003 -1,356,270 -33
1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 0.1108 100.00 77,789,231 16,581,056 1,837
1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (unmittelbar) HKD 0.0918 99.00 7,872,340 3,805,689 346
1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia MYR 0.2339 100.00 26,933,048 9,404,702 2,200
1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0.1108 100.00 68,748,553 7,596,909 841
1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0.1108 100.00 9,808,771 2,698,566 299
1.1.2.2.2 BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko MXP 0.0574 100.00 1,302,330 1,268,463 73
1.1.2.2.3 BAUER America Latina S.A., Lima, Peru PEN 0.2595 100.00 13,482 0 0
1.1.2.2.4 BAUER Cimentaciones Y Equipos, S.A., Madrid, Spanien EUR 1.0000 100.00 467,214 -16,702 -17
1.1.2.2.5 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan YEN 0.0090 100.00 38,822,486 -18,919,739 -170
1.1.2.2.6 TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 1.0000 100.00 1,369,517 11,375 11
1.1.2.2.7 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.1945 100.00 2,799,391 144,311 28
1.1.2.2.8 BAUER-Pileco Inc., Houston, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.7145 100.00 12,060,866 238,040 170
1.1.2.2.9 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 0.0244 65.00 143,182,455 -19,526,054 -310
1.1.2.2.10 OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation RUB 0.0244 100.00 203,386 309,132 8
1.1.2.2.11 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 0.0244 55.00 55,292,704 15,392,433 206
1.1.2.2.12 FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden SEK 0.1112 100.00 2,326,427 44,349 5
1.1.2.2.13 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien EUR 1.0000 100.00 884,874 -99,522 -100
1.1.2.2.14 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 1.1498 100.00 1,129,139 282,218 325
1.1.2.2.15 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (unmittelbar) TRY 0.4249 59.00 3,924,275 1,013,734 254
1.1.2.2.16 BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.7145 100.00 6,814,095 -1,391,496 -994
1.1.2.2.17 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 0.0244 100.00 39,390,150 -30,096,545 -734
1.1.2.2.18 BAUER Masinlari Aserbaycan MMC, Baku, Aserbaidschan AZN 0.9048 100.00 - - - 4)
1.1.2.2.19 BAUER Equipment India Private Limited, Mumbai, Indien (unmittelbar) INR 0.0152 99.00 41,072,095 -204,506 -3
1.1.2.2.20 KLEMM INC., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0.7145 100.00 0 0 0 7)
1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0.0895 100.00 - - - 4)
1.1.2.2.22 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Mitchelton, Australien AUD 0.7455 100.00 22,004 -230,040 -172
1.1.2.2.23 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 0.4284 60.00 383,840 -103,828 -27
1.1.2.2.22 BAUER Brasil Comèrcio de Equipamentos Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (unmittelbar) BRL 0.4284 99.00 299,587 -63,692 -27
1.1.2.2.23 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 0.1046 51.00 29,709,196 -3,290,804 -176
1.1.2.2.24 BAUER MASZYNY POLSKA Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 0.2415 100.00 1,490,457 1,161,857 281
1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 99.00 24,525,185 -504,943 -500
1.1.3.1 Inland:
1.1.3.1.1 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 280,805 10,930 11
1.1.3.1.2 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 103,609 13,593 14
1.1.3.2 Ausland:
1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 0.0244 55.00 11,717,743 2,590,937 35
1.1.3.2.2 SCHACHTBAU Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 0.2358 100.00 -553,662 -252,234 -59
1.1.3.2.3 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 0.0049 50.00 -47,182,550 -27,962,684 -68
1.1.3.2.4 SCHACHTBAU Espana, Madrid, Spanien EUR 1.0000 100.00 -19,823 -16,627 -17
1.1.3.2.4 SCHACHTBAU (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) THB 0.0234 49.96 -4,016,755 -2,609,541 -30
1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 99.00 1,653,510 86,656 86
1.1.4.1 Inland:
1.1.4.1.1 SPESA Korrosionsschutz und Beschichtungen GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 60,535 4,415 4
1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 597,238 36,326 36
1.1.6. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 99.00 32,619,327 1,319,768 1,307
1.1.6.1 Inland:
1.1.6.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 8,131,883 2,012,364 2,012
1.1.6.1.1.1 Inland
1.1.6.1.1.2 Ausland
1.1.6.1.1.2.1 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (mittelbar) CLP 0.0015 0.01 852,308,596 -2,691,404 0
1.1.6.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 77,469 -398 0
1.1.6.1.3 SBF-Hagusta GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 2,703,018 25,744 26
1.1.6.1.3.1 Inland
1.1.6.1.3.2 Ausland
1.1.6.1.3.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen PLN 0.2415 100.00 9,907,970 -1,293,182 -312
1.1.6.1.3.2.2 PESA ENGINEERING, S.A., Madrid, Spanien EUR 1.0000 100.00 910,995 4,209 4
1.1.6.1.4 GWE Prakla Services GmbH, Peine-Stederdorf, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 179,986 52,384 52
1.1.6.1.5 HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 259,959 22,363 22
1.1.6.1.6 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 11,733 530 1
1.1.6.1.7 BAUER Drilling Services GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 -207,205 49,544 50
1.1.6.1.8 BAUER Water GmbH, Dunningen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 2,540,163 -779,689 -780
1.1.6.1.9 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 75.50 1,540,221 -416,934 -315
1.1.6.1.10 GF-Tec GmbH, Büttelborn, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 80.00 163,819 85,822 69
1.1.6.1.11 hydesco24 GmbH, Berlin, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 60.00 40,700 -9,300 -6
1.1.6.2 Ausland
1.1.6.2.1 BAUER Resources Australia Pty Limited, Sydney, Australien AUD 0.7455 100.00 -639,933 -742,393 -553
1.1.6.2.2 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0.7251 100.00 3,934,715 -50,384 -37
1.1.6.2.3 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Johannesburg, Südafrika ZAR 0.0989 100.00 10,243,369 247,899 25
1.1.6.2.3.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia NAD 0.0992 100.00 2,097,647 244,370 24
1.1.6.2.3.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika ZAR 0.0989 100.00 1,732,335 1,115,071 110
1.1.6.2.4 BAUER Resources Hungary Kft., Budapest, Ungarn HUF 0.0036 100.00 33,594,595 2,033,595 7
1.1.6.2.5 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 1.0000 100.00 141,328 17,159 17
1.1.6.2.6 BAUER Resources UK Ltd., Wigan, Großbritannien GBP 1.1498 100.00 22,000 89,510 103
1.1.6.2.7 FORALITH Holding AG, St. Gallen, Schweiz CHF 0.8120 100.00 230,277 -829,710 -674
1.1.6.2.7.1 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz (unmittelbar) CHF 0.8120 100.00 13,155 47,770 39
1.1.6.2.7.2 FORALITH Equipment AG, St. Gallen, Schweiz (unmittelbar) CHF 0.8120 100.00 -1,265,693 -925,739 -752
1.1.6.2.7.2.1 FORALITH Bohrtechnik AG, St. Gallen, Schweiz (unmittelbar) CHF 0.8120 100.00 4,725 -836,155 -679
1.1.6.2.8 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0.1945 49.00 2,014,581 732,765 143 1)
1.1.6.2.9 GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan PKR 0.0083 90.00 222,095,799 -21,728,544 -179
1.1.6.2.10 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 1.8556 70.00 3,609,577 1,906,735 2,477
1.1.6.2.11 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 0.0036 93.00 243,609,095 -29,398,592 -98
1.1.6.2.12 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien USD 0.7145 100.00 10,846,370 563,897 403
1.1.6.2.12.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 0.7145 60.00 30,124,931 3,182,338 1,364
1.1.6.2.12.1.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina USD 0.7145 100.00 205,720 -1,434,608 -1,025
1.1.6.2.12.1.2 Site Drilling Ltd. Co., Nikosia, Zypern USD 0.7145 100.00 620,099 237,413 170
1.1.6.2.13 BAUER Ingenieria Medioambiental S.A., Madrid, Spanien EUR 1.0000 100.00 -92,879 -144,030 -144
1.1.6.2.14 BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana GHS 0.4605 100.00 284,171 60,443 28
1.1.6.2.15 GWE Togo S.A., Lomé, Togo XOF 0.0015 85.00 50,000,000 0 0
1.1.6.2.16 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (unmittelbar) CLP 0.0015 99.99 852,308,596 -2,691,404 -4
1.2 Ausland
1.2.1. BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 0.0152 100.00 24,480,616 5,525,755 84
2. Assoziierte Unternehmen
2.1 Inland
2.1.1 Wöhr + Bauer GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 33.33 12,521,812 121,145 40
2.1.1.1 Wöhr + Bauer Angerhof GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 10,000 738,566 739
2.1.1.2 Wöhr + Bauer Angerhof Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 100.00 30,064 779 1
2.1.1.3 WÖHR + BAUER PARKING GmbH, Ettlingen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 80.00 818,493 -109,075 -87
2.1.2 NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft m.b.H., Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 25.00 3,391,816 1,069,354 267
2.1.3 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 30.00 142,790 35,911 11
2.2 Ausland
2.2.1 TERRABAUER, S.L., Madrid, Spanien EUR 1.0000 30.00 9,234,779 163,115 49
2.2.2 NuBa Equipment Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0.7251 50.00 1,135,110 -51,511 -19
2.2.3 Nuna Drilling F.A.L.C. Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0.7251 25.00 75,028 -4,303 -1
3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
3.1 Inland
3.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 33.33 552,042 11,941 4
3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 20.00 76,846 2,588 1
3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 20.00 14,569 2,858 1
3.1.3.1 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen GmbH & Co. KG, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 20.00 1,006 665 0
3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1.0000 5.38 - - - 4)
3.2 Ausland
3.2.1 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 0.0244 15.00 - - - 4)

Kommentare:

1) Die BAUER Resources GMBH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

2) Die BAUER International hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

3) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

4) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor

5) Gesellschaft befindet sich noch in Gründung

6) verschmolzen auf BAUER FOUNDATION CORP.

7) verschmolzen auf BAUER-Pileco Inc.

Erklärung des Vorstands (Rechnungslegung)

Versicherung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 37 v Abs. 2 WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 30. März 2012

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer

Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Dipl.-Betriebswirt Hartmut Beutler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 30. März 2012

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats 2011

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens befasst und dabei die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht.

In unseren Sitzungen hat uns der Vorstand ausführlich, zeitnah, umfassend, schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende begleitete den Vorstandsvorsitzenden erneut bei Reisen zu Tochterfirmen ins Ausland.

In der Hauptversammlung am 30. Juni 2011 wurden die sechs Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner neu gewählt. Die Wahl der sechs Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmerseite wurde im Vorfeld durchgeführt. Daraus resultierend sind Herr Dr. Dr. Karlheinz Bauer, Herr Ronald Hühne und Herr Gerhard Piske aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden und Frau Regina Andel, Herr Dr. Johannes Bauer sowie Herr Reinhard Irrenhauser wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum

Im Berichtsjahr fanden fünf Plenumssitzungen statt. Zur Vorbereitung auf die jeweiligen Sitzungen wurden die Teilnehmer anhand einer umfangreichen und ausführlichen Berichtsunterlage seitens des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die bilanzielle Entwicklung und die Unternehmensplanung informiert. In den Sitzungen wurden die Berichtsunterlagen durch den Vorstand erläutert und seitens der Aufsichtsratsmitglieder hinterfragt Ebenso hat der Vorstand über anstehende Entscheidungen sowie langfristige Perspektiven und Überlegungen zu sich möglicherweise anbahnenden Entwicklungen informiert und diese mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Die Sitzungen der Ausschüsse im Geschäftsjahr fanden jeweils unter Anwesenheit aller Mitglieder statt. Die Sitzungen des Aufsichtsratsplenums wurden mit sehr guten Präsenzen abgehalten. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Bilanzsitzung zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2010 wurden der Jahres- und Konzernabschluss, die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren die Vorbereitung der anstehenden Hauptversammlung, die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr sowie das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die Vorstandsmitglieder. In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat mit dem Zwischenbericht zum ersten Quartal des Jahres 2011, mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns im laufenden Jahr und mit zustimmungspflichtigen Geschäften befasst. Im Anschluss an die Hauptversammlung im Juni, in der die Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner erfolgte, fand eine konstituierende Aufsichtsratssitzung statt, in welcher der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats gewählt und die Besetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats vorbereitet wurden. Über die Besetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats wurde in einem unmittelbar nachfolgenden schriftlichen Umlaufverfahren abgestimmt. In seiner Septembersitzung, welche in Verbindung mit einem Besuch des Werks in Luckau stattfand, hat sich der Aufsichtsrat mit dem Halbjahresfinanzbericht 2011 und mit den Überwachungsmaßnahmen in der Unternehmensgruppe befasst. Im Mittelpunkt stand die mittelfristige Konzernbilanzplanung . In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde auf die Geschäftsentwicklung, die Finanzierungssituation des Konzerns sowie den Zwischenbericht zum dritten Quartal eingegangen. Zudem wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Tantiemerahmen behandelt.

Arbeit in den Ausschüssen

Im Geschäftsjahr 2011 gab es vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss entsprechend seiner Aufgabenstellung nicht zusammentreten musste. Die Ausschussvorsitzenden haben in den Plenumssitzungen regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse berichtet.

Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder und zur Festlegung des Vergütungssystems für den Vorstand vorbereitet sowie der Aufnahme von Nebentätigkeiten zugestimmt. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Tantiemerahmen behandelt.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr 2011 drei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Dieser hat sich mit der Prüfung der Zwischenberichte und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie mit der Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit für das Geschäftsjahr 2011 vorbereitet. Weiter befasste sich der Prüfungsausschuss unterjährig schwerpunktmäßig mit der Prognose zum Jahresende und mit den Überwachungsmaßnahmen in der Unternehmensgruppe.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2011

Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2011 und der Konzernabschluss sowie die zugehörigen Lageberichte wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an den entsprechenden Sitzungen des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats teilgenommen.

Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen. Es bestanden keine Einwände. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 11. April 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Lagebericht sowie dem Konzernlagebericht stimmte der Aufsichtsrat inhaltlich zu.

Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihre im vergangenen Geschäftsjahr geleistete hervorragende Arbeit.

Schrobenhausen, April 2012

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 2011

Das Geschäftsjahr der BAG schließt mit einem Bilanzgewinn von € 22.590.906,89 (Vorjahr € 23.579.463,98).

Der Vorstand schlägt in Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende für 2011 von € 0,50 je Aktie (€ 8.565.500,00) an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von € 14.025.406,89 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.