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WashTec AG Interim / Quarterly Report 2012

Aug 7, 2012

483_10-q_2012-08-07_874b30c2-056f-4f43-8f91-944dfecde25e.pdf

Interim / Quarterly Report

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Q22012 Konzernbericht über den Zeitraum vom 1.Januar bis 30.Juni 2012

Leichtes Umsatzwachstum trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen

  • Positive Umsatzentwicklung schwächt sich im zweiten Quartal ab: Leichtes wechselkursbedingtes Umsatzwachstum auf Mio.€ 142,6 (Vorjahr: Mio.€ 140,5); EBIT sinkt von Mio.€ 6,1 auf Mio.€ 5,2
  • Starker marktbedingter Umsatzrückgang in einzelnen Regionen Kerneuropas führt zu Ergebnisrückgang; Umsatz und Ergebnis in Nordamerika deutlich verbessert
  • Prognose für Gesamtjahr 2012 insgesamt bestätigt; marktbedingte Risiken in Kerneuropa
  • Freier Cashflow sehr deutlich auf Mio.€ 8,9 (Vorjahr: Mio.€ 0,7) gesteigert
Rundungsdifferenzen möglich 01.01. bis 01.01. bis Verände- 01.04. bis 01.04. bis Verände-
30.06.2012 30.06.2011* rung in % 30.06.2012 30.06.2011* rung in %
Umsatz Mio. € 142,6 140,5 1,5 75,9 77,1 –1,6
EBITDA Mio. € 10,1 11,0 –8,2 7,6 8,3 –8,4
EBIT Mio. € 5,2 6,1 –14,8 5,1 5,9 –13,6
EBIT-Rendite % 3,6 4,3 6,7 7,7
Bereinigtes EBIT Mio. € 5,2 6,6 –21,2 4,8 6,2 –22,6
Bereinigte EBIT-Rendite % 3,6 4,7 6,3 8,0
EBT Mio. € 4,3 5,2 –17,3 4,6 5,4 –14,8
Konzernergebnis Mio. € 2,5 2,7 –7,4 3,1 3,2 –3,1
Ergebnis je Aktie** 0,18 0,20 –10,0 0,22 0,23 –4,3
Beschäftigte zum Stichtag 1.644 1.664 –1,2
Netto-Cashflow Mio. € 11,1 5,4 105,6
Investitionen in das
Anlagevermögen Mio. € –2,3 –4,5 –48,9
ROCE*** % 13,5 15,6

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 im Konzernanhang

** verwässert = unverwässert, durchschnittliche Anzahl der Aktien: 13.976.970 (unverändert) *** »Return On Capital Employed« = bereinigtes EBIT/(Gesamte Aktiva – kurzfristige Schulden – Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente); auf Basis gleicher Dividendenzahlungen

Konzernzwischenlagebericht

1. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Rahmenbedingungen bleiben unverändert schwierig, Nordamerika-Neuausrichtung verläuft nach Plan, operatives Geschäft weiter stabilisiert, strategische Projekte in Europa angelaufen

Trotz der anhaltenden Unsicherheiten infolge der Auswirkungen der Euro- und Finanzkrise auf die Realwirtschaft setzt sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft nach Angaben der Volkswirte auch im Geschäftsjahr 2012 fort. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die Emerging Markets getragen. Bedingt durch die hohe Staatsverschuldung und die wieder zunehmenden Unsicherheiten im Finanzsektor, bleibt die Kreditvergabe aber noch immer stark eingeschränkt. Die daraus resultierenden Finanzierungsengpässe schränken vor allem kleinere Betreiberketten und Einzelbetreiber weiterhin beim Kauf von Waschanlagen deutlich ein.

Weiterhin keine Markterholung Starker Marktrückgang in Südeuropa, Frankreich und den Niederlanden

Der Markt für Fahrzeugwaschanlagen hat sich auch im zweiten Quartal 2012 in Summe nur verhalten entwickelt und insgesamt nicht erholt. Er bleibt damit alles in allem auf dem im Vergleich zu den Vorjahren niedrigeren Niveau. Die regionalen Entwicklungen sind dabei jedoch unterschiedlich; so ist zum Beispiel im Segment »Kerneuropa« in Südeuropa, Frankreich und den Niederlanden eine teilweise stark rückläufige Tendenz zu beobachten, während sich die osteuropäischen Märkte positiv entwickeln. Die allgemeine Unsicherheit aufgrund der Euro-Schuldenkrise führt zu einer Zurückhaltung der Kunden, die daher teilweise auf Investitionen verzichten bzw. diese verschieben oder verschieben müssen. Einzelne Regionen in Südeuropa (zum Beispiel Spanien und Italien) haben zusätzlich noch deutliche strukturelle Probleme. In Summe schlägt sich dies auch in der verhaltenen Konzernumsatzentwicklung im zweiten Quartal 2012 nieder. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation ist auch das Risiko von Forderungsausfällen, insbesondere in Südeuropa, angestiegen. Hierauf wurde bereits mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. In

Nordamerika waren im ersten Halbjahr 2012 erste Anhaltspunkte für eine leichte Markterholung erkennbar, die sich auch in der positiven Umsatzentwicklung in diesem Segment widerspiegeln. In Osteuropa ist ein weiteres Marktwachstum zu beobachten, das zu einem hohen Auftragsbestand der Gesellschaft in dieser Region führt.

Die Wettbewerbsbedingungen haben sich gegenüber der im Konzernlagebericht 2011 dargestellten Situation nicht wesentlich verändert. Der bereits 2011 zu beobachtende Trend einer zunehmenden Wettbewerbsintensität hat sich weiter fortgesetzt. In Regionen und Märkten, die von der Krise besonders stark betroffen sind (zum Beispiel in Südeuropa), geraten einzelne Wettbewerber in finanzielle Schwierigkeiten und ziehen sich aufgrund der derzeitigen Situation aus den Märkten zurück. Wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist daher kurz- bis mittelfristig eine weitere Konsolidierung des Marktes möglich. In einer aktiven Konsolidierung der Hersteller sieht WashTec derzeit jedoch keinen strategischen Vorteil.

Das Autowaschgeschäft an sich ist an der überwiegenden Zahl der Standorte nach wie vor rentabel, auch wenn wetterbedingt die Waschzahlen bislang geringer als im Vorjahr ausgefallen sind. Wesentliche Technologiewechsel haben nicht stattgefunden.

Trotz dieser insgesamt ungünstigen Rahmenbedingungen ist es WashTec gelungen, den Umsatz (bereinigt um Fremdwährungseffekte) im ersten Halbjahr 2012 auf Vorjahresniveau zu halten. Unter Einbeziehung kleinerer positiver Fremdwährungseffekte stieg der Umsatz sogar leicht um 1,5% von Mio.€ 140,5 auf Mio.€ 142,6. Nach dem deutlichen Umsatzwachstum von über 5% im ersten Quartal 2012 hat die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal deutlich an Dynamik verloren (Q2 2012: Mio.€ 75,9; dies entspricht einer Abnahme um 1,6% gegenüber den im zweiten Quartal 2011 ausge-

wiesenen Mio.€ 77,1). Die Rohertragsquote ging im Vergleich zum Vorjahr trotz des schwierigen Umfelds nur leicht um 0,1%-Punkte zurück.

Die operativen Kosten (sonstige betriebliche Aufwendungen – sonstige betriebliche Erträge und andere aktivierte Entwicklungskosten) sind gegenüber dem Vorjahr um rund Mio.€ 1,9 gestiegen. Allerdings sind hierbei zahlreiche Sondereffekte, unter anderem aus der Auflösung und Bildung von Rückstellungen sowie aus Wechselkursveränderungen, enthalten. Bereinigt um diese Sondereffekte erhöhten sich die operativen Kosten um Mio.€ 1,1. Dies war vor allem durch Kosten im Zusammenhang mit der Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, Beratungs- und Personalbeschaffungskosten im Rahmen der Strategieumsetzung, den Ausbau der Vertriebsstrukturen in den Emerging Markets sowie gestiegene Fahrzeugkosten bedingt.

Strategische Projekte angelaufen

Strategische Projekte in Europa angelaufen

In Europa sind in allen Bereichen die im Rahmen der Anfang 2012 verkündeten strategischen Neuausrichtung des Unternehmens definierten Projekte angelaufen.

Bei innovation und iSales wurden bereits zahlreiche Projekte gestartet. Diese orientieren sich auch an den bereits abgeschlossenen umfangreichen, externen Kundenanalysen und Endkundenbefragungen, deren Ergebnisse die gewählte Ausrichtung grundsätzlich bestätigen und weitere Potenziale entlang der Wertschöpfungskette aufzeigen. Parallel wurden die Organisationsstrukturen weiter angepasst und diese Bereiche personell verstärkt.

Im Rahmen der »Innovationskampagne 2012« wird WashTec bis zum Beginn der Branchen-Leitmesse automechanika im September 2012 in jedem Monat eine Neuentwicklung präsentieren, die im professionellen Fahrzeugwaschgeschäft für noch gründlichere und profitablere

Ergebnisse sorgen wird. Eine der jüngsten Innovationen ist die neue XL-320-Version der Portalwaschanlage SoftCare Pro Classic, die Fahrzeuge bis zu einer Höhe von 3,20 Metern und einer Breite von 2,60 Metern aufnimmt. Damit schließt WashTec die Lücke zwischen bisherigen Portalanlagen und Nutzfahrzeug-Waschanlagen und ermöglicht es den Betreibern, über die spezifischen Fahrzeuggrößen weitere Umsatzpotenziale zu erschließen. Alle Innovationen werden auch auf der automechanika für unsere Messebesucher aus erster Hand zu erleben sein.

Im Vertrieb soll durch die Einführung gruppenweit einheitlicher CRM-Systeme der Standardisierungsgrad weiter erhöht werden. Hier wurde mit der Auswahl des CRM-Anbieters bereits begonnen. Zudem soll die Marktintelligenz in diesem Bereich durch die stärkere Einbindung von externen Dritten in die Prozesse gestärkt werden.

Im Bereich iService wurden im Rahmen des Projekts »Ausfallfreie Maschine« Untersuchungen zur weiteren Reduzierung von außerplanmäßigen Anlagenausfällen aufgenommen. Die umfangreichen Analysen werden erwartungsgemäß bis Ende des Jahres 2012 abgeschlossen sein. Die Auswertung der Ergebnisse und die Umsetzung der so gewonnenen Erkenntnisse sollen im Laufe des Jahres 2013 erfolgen.

iProd: Die Verhandlungen über die Verlagerung von Teilen der Produktion nach Tschechien wurden im zweiten Quartal erfolgreich abgeschlossen. Vereinbart wurde die Verlagerung von 49 Arbeitsplätzen nach Tschechien, die im Laufe des zweiten Halbjahres 2012 erfolgen soll. Bestandteil der Einigung sind zudem eine Mehrarbeitsstunde pro Woche ohne Lohnausgleich sowie eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Bereich der Produktion. Im Gegenzug wurde von der Gesellschaft für den verbleibenden Produktionsumfang in Augsburg eine Beschäftigungszusage für drei Jahre abgegeben, die sich anschließend automatisch um je ein Jahr verlängert. Damit wird auch in Zukunft die Endmontage der komplexen Produkte in Augsburg stattfinden.

internationality: WashTec ist bestrebt, den Anteil der Umsätze der Regionen außerhalb der europäischen Kernmärkte in den kommenden Jahren sukzessive auszubauen. In Zentral- und Osteuropa (»Emerging Europe«) entwickelt sich der Markt weiter positiv. Die bereits 2011 begonnene Verstärkung der Organisationsstruktur hat die Marktposition von WashTec noch zusätzlich verbessert. Die Gesellschaft geht weiterhin davon aus, dass sich die Umsätze in diesem Segment positiv entwickeln werden.

Die Aktivitäten von WashTec in Asien – und hier insbesondere in China – befinden sich noch in der Entwicklungsphase; durch den Ausbau der lokalen Organisation wurden jedoch bereits einige Erfolge bei den unterschiedlichen Kundensegmenten erzielt. Nach den erfolgreichen Pilotversuchen für große lokale Mineralölgesellschaften in dieser Region erzielte das Unternehmen weitere Fortschritte bei Autohändlern sowie einigen dort tätigen multinationalen Mineralölgesellschaften. Diese Entwicklung versetzt WashTec langfristig in die Position, am erwarteten signifikanten Marktwachstum als einer der Marktführer zu partizipieren.

Nordamerikageschäft weiter stabilisiert

amerikageschäfts durch zügige Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen

IAS 8 Fehlerkorrektur in Nordamerika

In Nordamerika wurden die Maßnahmen zur Beseitigung der aufgedeckten operativen Schwächen der lokalen Gesellschaft in Form von umfangreichen Kostensenkungen und einer Restrukturierung der Aktivitäten weitgehend planmäßig umgesetzt. Die gesteckten Ziele sind somit sowohl inhaltlich als auch zeitlich erreicht worden und führten bereits zum Ende des ersten Halbjahres 2012 zu einer erheblichen Verbesserung des USD-Ergebnisses in diesem Segment. Die äußerst umfangreichen strukturellen Veränderungen in Nordamerika konnten trotz aller damit üblicherweise verbundenen Schwierigkeiten erfolgreich umgesetzt werden. Auch das operative Geschäft konnte weitgehend stabilisiert und die internen Prozesse weiter verbessert werden. Die lokale Gesellschaft erhält weiterhin regelmäßig Unteruntersuchung durch den Wirtschaftsprüfer durchgeführt. Stabilisierung des Nord-

stützung durch Mitarbeiter aus der Unternehmenszentrale in Augsburg. Trotz des umfangreichen Restrukturierungsprogramms ist die Gesellschaft ihren Verpflichtungen gegenüber den Kunden in vollem Umfang nachgekommen.

Die Verkleinerung und Fokussierung der Aktivitäten wird weiter verfolgt; strategische Allianzen, die dem geschäftlichen Wert entsprechen, sind auch weiterhin eine Option. Der Markt in Nordamerika zeigte im ersten Halbjahr 2012 erste Anhaltspunkte für eine leichte Erholung. Diese positive Entwicklung und deren Bedeutung für die strategische Ausrichtung der Aktivitäten in dieser Region erfordert gegebenenfalls eine Neubewertung der strategischen Alternativen.

Die aufgedeckten Fehlbuchungen des ersten Halbjahres 2011 haben einen Gesamtumfang erreicht, der die Transparenz der Berichterstattung für die Vergleichsperiode des Vorjahres wesentlich beeinflusst. Daher hat die Gesellschaft von IAS 8 Gebrauch gemacht und die betroffenen Berichtspositionen der Vorjahresperiode korrigiert. Diese Korrekturen sind im Detail im Anhang zu diesem Halbjahresbericht beschrieben.

Im ersten Halbjahr 2012 wurden in der nordamerikanischen Organisation zudem zahlreiche interne Audits und eine prozessuale Sonder-

Bereinigtes EBIT zum Halbjahr rückläufig

EBIT sinkt von Mio.€ 6,1 auf Mio.€ 5,2; EBIT-Rendite sinkt von 4,3% auf 3,6%

Das um Sondereinflüsse und Fremdwährungseffekte bereinigte EBIT lag zum Halbjahr mit Mio.€ 5,2 um Mio.€ 1,4 unter dem Vorjahr (Mio.€ 6,6). Die bereinigte EBIT-Rendite sank entsprechend von 4,7% im Vorjahr auf jetzt 3,6%. Das EBIT verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 0,9 auf Mio.€ 5,2 (Vorjahr: Mio.€ 6,1). Dies entspricht einer EBIT-Rendite von 3,6% (Vorjahr: 4,3%).

Der schwache Auftragseingang des ersten Quartals hat sich auch im zweiten Quartal teilweise fortgesetzt, so dass der Auftragsbestand zum Ende des ersten Halbjahres weiterhin leicht unter dem Vorjahr lag. Hierbei ist insbesondere in Südeuropa, Frankreich und den Niederlanden ein marktbedingter Rückgang der Auftragseingänge zu beobachten. Die stärkeren Schwankungen spiegeln das zur Zeit volatile Marktumfeld wider.

Die Gesellschaft wird vor dem Hintergrund dieser Entwicklung die Marktbearbeitung vor allem in Kerneuropa weiter intensivieren. Durch die Umsetzung der strategischen Projekte, wie zum Beispiel iProd, und eine verstärkte Kostensensibilität sollen zudem die Ausgaben weiter reduziert werden.

Prognose für 2012 wird insgesamt beibehalten

Prognose für 2012 wird insgesamt beibehalten

Trotz des schwierigen Marktumfelds in Europa hält die Gesellschaft in Summe an der Konzern-Prognose für das Gesamtjahr 2012 fest: WashTec strebt ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 1–2% bei einem deutlichen Anstieg des bereinigten Ergebnisses an. Die marktbedingten Risiken und Unsicherheiten nehmen jedoch zu.

Hauptversammlung

Am 10. Mai fand die diesjährige Hauptversammlung der WashTec AG in der IHK Augsburg statt. Die versammelten Aktionäre und Aktionärsvertreter haben, wie in der Tagesordnung vorgesehen, eine Erweiterung des Aufsichtsrats der Gesellschaft von bisher drei auf jetzt sechs Mitglieder beschlossen. Den Vorsitz wird wie bisher Herr Michael Busch innehaben. Auch Herr Massimo Pedrazzini ist weiterhin im Aufsichtsrat vertreten und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Als neue Mitglieder wurden die Herren Jens Große-Allermann, Dr. Sören Hein, Roland Lacher und Dr. Hans Liebler gewählt. Herr Jürgen Lauer, der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, verzichtete im Laufe der Hauptversammlung aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur. Der Aufsichtsrat hat seine Tätigkeit aufgenommen und mehrere Ausschüsse gebildet.

Zudem hat der Vorstand die neue Strategie der WashTec-Gruppe vorgestellt und ausführlich zur aktuellen Marktlage, der Situation in Nordamerika und der Finanzierungslage Stellung genommen. Diese Punkte wurden außerdem im Rahmen der Generaldebatte mit den Aktionären und Aktionärsvertretern erörtert. Die weiteren Beschlussvorschläge der Verwaltung, insbesondere der Gewinnverwendungsvorschlag und der damit einhergehende Verzicht auf eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2011, wurden von der Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Der Vorstand betonte in diesem Zusammenhang, grundsätzlich an der bereits beschlossenen Ausschüttungspolitik festzuhalten.

  • Erweiterung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitglieder
  • Hauptversammlung stimmt Gewinnverwendungsvorschlag der Verwaltung mit großer Mehrheit zu

1.1 Geschäfts- und Ertragslage

Kennzahlen

Die wesentlichen vom Unternehmen verwendeten finanziellen Kennzahlen zur Planung und Steuerung sind EBIT-Rendite, Betriebsergebnis je Segment, Umlaufvermögen sowie Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und Cashflow. Dazu kommen nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie zum Beispiel die Beobachtung der Mitarbeiterfluktuation und der durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit oder auch regelmäßige Untersuchungen der Kundenzufriedenheit. Die Leistungsindikatoren Mitarbeiterfluktuation und durchschnittliche Betriebszugehörigkeit werden nachstehend unter dem Punkt »Mitarbeiter« dargestellt und sind im Konzernlagebericht 2011 der WashTec Gruppe ausführlich beschrieben.

Umsatz- und Marktentwicklung

Umsatz nach Segmenten, H1
Rundungsdifferenzen möglich
in Mio.€, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Kerneuropa 116,2 118,5 –1,9
Emerging Europe 5,4 5,2 3,9
Nordamerika 22,2 17,7 25,4
Asien/Pazifik 4,9 4,9 0,0
Konsolidierung –6,1 –5,9 –3,4
Konzern 142,6 140,5 1,5

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang

Umsatz nach Segmenten, Q2 Rundungsdifferenzen möglich
in Mio.€, IFRS 01.04.– 01.04.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Kerneuropa 61,8 65,5 –5,6
Emerging Europe 3,4 2,0 70,0
Nordamerika 12,1 9,4 28,7
Asien/Pazifik 1,9 2,5 –24,0
Konsolidierung –3,3 –2,4 –37,5
Konzern 75,9 77,1 –1,6

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang

Der Umsatz im ersten Halbjahr lag mit Mio.€ 142,6 um Mio.€ 2,1 bzw. 1,5% über dem Vorjahr (Vorjahr: Mio.€ 140,5). Hierin enthalten sind Fremdwährungseffekte in Höhe von Mio. € 2,6. Im zweiten Quartal 2012 sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch um 1,6% (Q2 2012: Mio.€ 75,9; Q2 2011: Mio.€ 77,1). Dies ist vor allem bedingt durch den schwachen Auftragseingang zum Ende des ersten Quartals und den niedrigen Auftragsbestand. Hierbei ist insbesondere in den südlichen Regionen Kerneuropas sowie in Frankreich und den Niederlanden ein Rückgang der Auftragseingänge zu beobachten.

Die Märkte in Kerneuropa haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 insgesamt schlechter als erwartet entwickelt. Während das erste Quartal die Prognosen der Gesellschaft übertraf, entwickelte sich das zweite Quartal deutlich schlechter als erhofft. Die Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden bleiben weiterhin eingeschränkt und verschlechtern sich in einzelnen Regionen – wie zum Beispiel Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden – weiter. Dies führt in vielen Fällen zu Auftragsverschiebungen sowie zu einem steigenden Wettbewerbs- und Preisdruck. In einigen Regionen Kerneuropas, insbesondere in Großbritannien, konnten jedoch Kunden

Umsatz stieg im ersten Halbjahr wechselkursbedingt um Mio.€ 2,1 bzw. 1,5%

Starker marktbedingter Umsatzrückgang in Südeuropa, Frankreich und den Niederlanden

zurückgewonnen werden. Insbesondere aufgrund der marktbedingt stark gesunkenen Umsätze in Südeuropa und den Niederlanden ging der Gesamtumsatz in Kerneuropa insgesamt um Mio.€ 2,3 auf Mio.€ 116,2 (Vorjahr: Mio.€ 118,5) zurück.

Weiterhin positive Marktentwicklung in Emerging Europe

Im Segment »Emerging Europe« hat sich die positive Marktentwicklung fortgesetzt. Außerdem zeigt der konsequente Ausbau des Direktvertriebs, zum Beispiel in Polen, erste Erfolge. Die Umsätze in diesem Segment haben sich daher gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht verbessert und lagen nach dem ersten Halbjahr 2012 bei Mio.€ 5,4 (Vorjahr: Mio.€ 5,2). Der hohe Auftragsbestand in diesem Segment weist auf ein Wachstum in der zweiten Jahreshälfte hin.

In Nordamerika ist eine generelle Markterholung nach wie vor nicht erkennbar und der Markt verharrt auf seinem niedrigen Niveau, auch wenn es zum Ende des ersten Halbjahres 2012 erste Anhaltspunkte für eine leichte Markterholung gab. Der Wettbewerbsdruck in dieser Region bleibt nach wie vor hoch und die Preise geraten weiter unter Druck. Vor allem durch den Ausbau und die positive Entwicklung des Direktgeschäfts haben sich die Umsätze in Nordamerika insgesamt besser als erwartet entwickelt und lagen mit Mio.€ 22,2 klar über dem Vorjahreszeitraum (Vorjahr: Mio.€ 17,7). In US-Dollar lagen die regionalen Umsätze nach dem ersten Halbjahr bei Mio.USD 28,8 (Vorjahr: Mio.USD 24,5).

Der Markt in Australien, wo bisher der Großteil der Aktivitäten des Segments »Asien/Pazifik« abgewickelt wird, entwickelt sich auf einem niedrigen Niveau stabil. Vor allem Einzelbetreiber halten sich bei Investitionen noch immer zurück. Die Aktivitäten in den wachstumsstarken Regionen Asiens, insbesondere in China, befinden sich aktuell noch im Entwicklungsstadium und werden erst mittel- bis langfristig mit der Etablierung entsprechender Vertriebsstrukturen nennenswerte Umsatz- und Ergebnisbeiträge liefern. Die Umsätze in diesem Segment lagen wie im Vorjahr bei Mio.€ 4,9.

Umsatz nach Produkten, H1 Rundungsdifferenzen möglich
in Mio. €, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Neu- und Gebrauchtmaschinen 76,7 77,2 –0,1
Ersatzteile, Service 44,5 44,2 0,1
Chemie 15,5 13,1 18,3
Betreibergeschäft und Sonstiges 5,9 5,9 0,0
Gesamt 142,6 140,5 1,5

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang

Umsatz nach Produkten, Q2 Rundungsdifferenzen möglich
in Mio. €, IFRS 01.04.–
01.04.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Neu- und Gebrauchtmaschinen 42,4 45,1 –6,0
Ersatzteile, Service 23,1 22,4 3,1
Chemie 7,5 6,4 17,2
Betreibergeschäft und Sonstiges 2,9 3,1 –6,5
Gesamt 75,9 77,1 –1,6

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang

Der Maschinenumsatz lag zum Ende des ersten Halbjahres mit Mio.€ 76,7 um Mio.€ 0,5 unter dem Vorjahr (Mio.€ 77,2). Die Umsätze im Bereich Ersatzteile und Service stiegen leicht um Mio.€ 0,3 auf Mio.€ 44,5. Die Waschchemieumsätze entwickelten sich erneut sehr erfreulich und stiegen um 18,3% auf Mio.€ 15,5 (Vorjahr: Mio.€ 13,1). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die neuen Direktvertriebsgebiete in Florida und Kalifornien sowie organisches Wachstum, da vor allem in Nordeuropa neue Kunden gewonnen werden konnten. Im Bereich »Betreibergeschäft und Sonstiges« lagen die Umsätze mit Mio.€ 5,9 auf dem Vorjahresniveau.

Aufwandsposten und Ertragslage

Ertragslage, H1
Rundungsdifferenzen möglich
in Mio.€, IFRS 01.01.–
01.01.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Rohertrag** 82,8 81,8 1,2
EBITDA 10,1 11,0 –8,2
EBIT 5,2 6,1 –14,8
Bereinigtes EBIT 5,2 6,6 –21,2
EBT 4,3 5,2 –17,3

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang ** Umsatz + Bestandsveränderung – Materialaufwand

Ertragslage, Q2
Rundungsdifferenzen möglich
in Mio.€, IFRS 01.04.–
01.04.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Rohertrag** 44,0 45,1 –2,4
EBITDA 7,6 8,3 –8,4
EBIT 5,1 5,9 –13,6
Bereinigtes EBIT 4,8 6,2 –22,6
EBT 4,6 5,4 –14,8

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang ** Umsatz + Bestandsveränderung – Materialaufwand

Rohertragsquote nahezu unverändert bei 58,1%

Der Rohertrag (inkl. Bestandsveränderungen) stieg von Mio.€ 81,8 auf Mio.€ 82,8. Die Rohertragsquote blieb trotz gestiegener Rohmaterialpreise und einem zunehmenden Wettbewerbsdruck aufgrund von Sourcingmaßnahmen und Veränderungen im Produktmix im ersten Halbjahr nahezu unverändert bei 58,1% (Vorjahr: 58,2%).

Personalaufwand bei Mio.€ 50,6

Der Personalaufwand konnte mit Mio.€ 50,6 trotz der Effekte aus der Tarifsteigerung im Jahr 2011 auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Im Rahmen der ERA-Einführung wurden aufgrund eines

Gerichtsurteils zur Kostenneutralität, das die Gesellschaft aufgrund seiner Signalwirkung mittelbar betreffen könnte, weitere Rückstellungen gebucht. Die Folgen des Gerichtsurteils werden bei der Gesellschaft voraussichtlich zu weiteren Kostenbelastungen führen. Die Personalaufwandsquote (vom Umsatz) verbesserte sich von 36,0% auf 35,5%.

Veränderungen im Kurs des US-Dollars gegenüber dem Euro hatten negative Auswirkungen sowohl auf die Entwicklung des Personalaufwands (Einfluss: Mio.€ –0,4) als auch des Materialaufwands (Einfluss: Mio.€ –1,0).

Vor allem durch Kosten im Zusammenhang mit der Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, Beratungs- und Personalbeschaffungskosten im Rahmen der Strategieumsetzung, den Ausbau der Vertriebsstrukturen in den Emerging Markets sowie höhere Fahrzeugkosten, stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) um Mio.€ 1,8 auf Mio.€ 25,0 (Vorjahr: Mio.€ 23,2). Bereinigt um Fremdwährungs- und Sondereffekte betrug der Anstieg nur Mio.€ 1,1.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (inkl. anderer aktivierter Entwicklungskosten) sanken von Mio.€ 3,1 im Vorjahr auf jetzt Mio.€ 2,9.

Das EBITDA sank von Mio.€ 11,0 auf Mio.€ 10,1 und lag damit um Mio.€ 0,9 unter dem Vorjahr.

Die Abschreibungen sanken nur leicht um Mio.€ 0,1 auf Mio.€ 4,9 (Vorjahr: Mio.€ 5,0).

Das EBIT sank auf Mio.€ 5,2 (Vorjahr: Mio.€ 6,1), die EBIT-Rendite lag bei 3,6% (Vorjahr: 4,3%). Das bereinigte EBIT lag ebenfalls bei Mio.€ 5,2 (Vorjahr: Mio.€ 6,6).

EBIT sinkt um Mio.€ 0,9 auf Mio.€ 5,2

Im ersten Halbjahr 2012 entfielen die Sondereinflüsse und Währungskurseffekte auf die Segmente »Kerneuropa« (Mio.€ –0,1) und »Nordamerika« (Mio.€ +0,1). Im ersten Halbjahr 2011 fielen Sondereinflüsse und Währungskurseffekte in Höhe von Mio.€ –0,6 im Segment »Kerneuropa« und Mio.€ +0,1 im Segment »Nordamerika« an.

EBIT nach Segmenten, H1 Rundungsdifferenzen möglich
in Mio. €, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Kerneuropa 6,6 8,8 –25,0
Emerging Europe 0,3 0,5 –40,0
Nordamerika –1,2 –3,0 60,0
Asien/Pazifik –0,7 –0,3 –133,3
Konsolidierung 0,2 0,0
Konzern 5,2 6,1 –14,8

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang

EBIT nach Segmenten, Q2 Rundungsdifferenzen möglich
in Mio. €, IFRS 01.04.–
01.04.– Veränderung
30.06.2012 30.06.2011* in %
Kerneuropa 5,5 7,6 –27,6
Emerging Europe 0,2 0,1 100,0
Nordamerika –0,4 –2,3 82,6
Asien/Pazifik –0,6 0,1
Konsolidierung 0,4 0,3 33,3
Konzern 5,1 5,9 –13,6

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 Konzernanhang

EBIT 01.01. bis 30.06. in Mio. €, IFRS

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum Euro hat grundsätzlich keine maßgeblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte per 30. Juni 2012 keinen Einfluss auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio.€ –0,3), da diese im Wesentlichen durch Derivate gesichert wurden.

Das Ergebnis in Kerneuropa wurde insbesondere durch den rückläufigen Umsatz, Kosten in Folge der Tarifeffekte in Deutschland, Kosten im Zusammenhang mit der Strategieumsetzung sowie Forderungsabwertungen in Südeuropa belastet. Darüber hinaus hat sich die zunehmende Wettbewerbsintensität negativ ausgewirkt. Das EBIT sank daher auf Mio.€ 6,6 (Vorjahr: Mio.€ 8,8). Das um Sondereinflüsse und Währungskurseffekte bereinigte EBIT sank von Mio.€ 9,4 auf Mio.€ 6,7.

Im Segment »Emerging Europe« sank das EBIT vor allem in Folge der Kosten für den Ausbau der Vertriebsstrukturen gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 0,2 auf Mio.€ 0,3 (Vorjahr: Mio.€ 0,5); Sondereinflüsse oder Währungskurseffekte fielen keine an. Grund für die schwankende Ergebnisentwicklung sind vor allem die unterschiedlichen Investitionszeitpunkte der Großkunden. Die Entwicklung des Auftragsbestands in diesem Segment ist weiterhin sehr positiv.

Nordamerika: Deutliche Verbesserung des USD-Ergebnisses, Aufwertung des US-Dollars verringert Effekt auf Konzernebene

Der Ausbau des Direktgeschäfts in Nordamerika und die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer erheblichen Verbesserung des US-Dollar-Ergebnisses in diesem Segment. Dieser Effekt wird jedoch durch die starke Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro auf Konzernebene abgeschwächt. Das EBIT lag mit Mio.€ –1,2 um Mio.€ 1,8 über dem EBIT des Vorjahres (Mio.€ –3,0). Das um Sondereinflüsse und Währungskurseffekte bereinigte EBIT lag bei Mio.€ –1,3 (Vorjahr: Mio.€ –3,1).

Im Segment »Asien/Pazifik« verringerte sich das Ergebnis aufgrund der Investitionen in die Marktentwicklung in Asien auf Mio.€ –0,7 (Vorjahr: Mio.€ –0,3); Sondereinflüsse oder Währungskurseffekte fielen keine an. Der Ausbau der lokalen Strukturen in China zeigt bereits Erfolge: So konnten erste Maschinen an Autohändler und -häuser verkauft werden. Auch wenn sich insbesondere in China eine Zunahme der Tätigkeiten rund um die Fahrzeugwäsche beobachten lässt, befinden sich die Aktivitäten hier und in den anderen wachstumsstarken Regionen Asiens insgesamt noch im Entwicklungsstadium und werden erst mittelfristig nennenswerte Umsatz- und Ergebnisbeiträge liefern. WashTec wird auch weiterhin insbesondere in den Ausbau der Strukturen investieren um an der zukünftigen positiven Entwicklung des Marktes zu partizipieren.

Der Netto-Finanzaufwand lag angesichts einer nach wie vor geringen Verschuldung nahezu unverändert bei Mio.€ 0,9 (Vorjahr: Mio.€ 0,8).

Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2012 um Mio.€ 0,2 auf Mio.€ 2,5 gesunken

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank im ersten Halbjahr auf Mio.€ 4,3 (Vorjahr: Mio. € 5,2). Der Steueraufwand sank von Mio. € 2,5 auf Mio.€ 1,8. Das Konzernergebnis nach Steuern sank daher lediglich von Mio.€ 2,7 auf Mio.€ 2,5. Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) verringerte sich – auf Grundlage einer unveränderten Aktienzahl von rund 14 Millionen Stück – entsprechend auf € 0,18 (Vorjahr: € 0,20).

1.2 Vermögenslage

Bilanz, Aktiva in Mio. €, IFRS Rundungsdifferenzen möglich
30.06.2012 31.12.2011
Langfristiges Vermögen 97,7 101,5
davon immaterielle Vermögenswerte 9,4 9,3
davon latente Steuern 6,6 7,1
davon Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, sonstige Vermögenswerte 0,5 1,1
Kurzfristiges Vermögen 92,7 93,5
davon Vorräte 38,9 39,3
davon Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, sonstige Vermögenswerte 50,3 49,5
davon Zahlungsmittel u. Zahlungsmitteläquivalente 3,2 4,6
Bilanzsumme 190,4 195,0

Die Bilanzsumme verminderte sich weiter von Mio.€ 195,0 zum Ende des Jahres 2011 auf Mio.€ 190,4 per 30. Juni 2012.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen per 30. Juni 2012 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 unwesentlich von Mio.€ 9,3 auf Mio. € 9,4.

Durch den Abschluss eines Vertrags über den Verkauf eines ungenutzten Grundstücks sank das Anlagevermögen. In Höhe des noch ausstehenden Kaufpreises wurde eine kurzfristige Forderung gebucht.

Die aktivierten latenten Steuern sanken von Mio.€ 7,1 zum Jahresende 2011 auf Mio.€ 6,6 per 30. Juni 2012.

Die Vorräte nahmen leicht von Mio.€ 39,3 zum 31. Dezember 2011 auf Mio.€ 38,9 ab.

Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte erhöhte sich im ersten Halbjahr 2012 von Mio.€ 49,5 per 31. Dezember 2011 auf Mio.€ 50,4. Hierbei gingen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio.€ 3,3 zurück – vor allem auf Grund eines intensivierten Forderungsmanagements -, während die sonstigen Vermögenswerte um Mio.€ 4,2 anstiegen. Dies war insbesondere bedingt durch den Verkauf eines ungenutzten Grundstücks sowie die Zunahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken im Wesentlichen aufgrund der veränderten Finanzierung und der damit einhergehenden Schuldentilgung zum 30. Juni 2012 auf Mio.€ 3,2 (31. Dezember 2011: Mio.€ 4,6).

Bilanz, Passiva in Mio. €, IFRS Rundungsdifferenzen möglich
30.06.2012 31.12.2011
Eigenkapital 77,0 75,2
Bankschulden 13,4 21,2
Sonstige Schulden und Rückstellungen 88,0 85,2
davon Schulden aus Lieferungen und Leistungen 9,0 9,9
davon Rückstellungen 27,0 28,2
Umsatzabgrenzung 9,4 10,4
Passive latente Steuern 2,6 3,0
Bilanzsumme 190,4 195,0

Bilanzkennzahlen verbessert

Eigenkapitalquote per 30. Juni 2012: 40,4%

Das Eigenkapital lag zum 30. Juni 2012 bei Mio.€ 77,0 (31. Dezember 2011: Mio.€ 75,2). Aufgrund der gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen (siehe Eigenkapitalveränderungsrechnung) entspricht die Veränderung des Eigenkapitals nicht dem Periodenergebnis. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2011 von 38,6% auf 40,4%.

Die Bankschulden verringerten sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 (Mio.€ 21,2) um Mio.€ 7,8 auf Mio.€ 13,4.

Die Netto-Bankverschuldung (lang- und kurzfristige Bankschulden abzüglich Bankguthaben) lag aufgrund der deutlich reduzierten Bankschulden mit Mio.€ 10,2 deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2011 (Mio.€ 16,6). Die Netto-Finanzverschuldung (Netto-Bankverschuldung plus lang- und kurzfristiges Finanzierungsleasing) sank von Mio.€ 24,4 per 31. Dezember 2011 auf Mio.€ 17,5.

Die Position »Sonstige Schulden und Rückstellungen« erhöhte sich von Mio.€ 85,2 auf Mio.€ 88,0. Dies war insbesondere durch einen Anstieg der erhaltenen Anzahlungen sowie der sonstigen langfristigen Schulden bedingt.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen sanken stichtagsbedingt gegenüber dem 31. Dezember 2011 von Mio.€ 9,9 auf Mio.€ 9,0.

Die passiven latenten Steuern lagen um Mio.€ 0,4 unter dem Niveau zum Jahresende 2011 und beliefen sich auf Mio.€ 2,6 per 30. Juni 2012.

Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2011 von Mio.€ 28,2 auf Mio.€ 27,0. Da die Restrukturierungsmaßnahmen im zweiten Halbjahr fortgesetzt werden, ist mit einem weiteren Rückgang der Rückstellungen in den folgenden Quartalen zu rechnen.

Das Gearing (Verschuldungsgrad) – definiert als Quotient aus Netto-Finanzverschuldung zu Eigenkapital – sank im Vergleich zum 31. Dezember 2011 von 0,32 signifikant auf einen für produzierende Unternehmen niedrigen Wert von 0,22.

Gearing sinkt auf 0,22

1.3 Finanzlage

Kapitalflussrechnung

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) stieg im ersten Halbjahr 2012 deutlich auf Mio.€ 11,1 (Vorjahr: Mio.€ 5,4). Dies war vor allem bedingt durch Veränderung im Netto-Umlaufvermögen.

Die Gesellschaft führt fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals durch. Hierdurch konnte das Netto-Umlaufvermögen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Schulden aus Lieferungen und Leistungen) von Mio.€ 76,3 auf Mio.€ 73,1 gesenkt werden.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit Mio.€ 2,2 wie erwartet deutlich unter dem Vorjahr (Mio.€ 4,7). Auf das Gesamtjahr gerechnet, wird sich voraussichtlich ein Investitionsvolumen unterhalb des Vorjahresniveaus ergeben.

Der freie Cashflow (Netto-Cashflow abzüglich Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit) wurde dank des effizienten Working-Capital-Managements sehr deutlich auf Mio.€ 8,9 (Vorjahr: Mio.€ 0,7) verbessert.

Insgesamt nahmen die überwiegend in Fremdwährungen gehaltenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag 30. Juni 2012 um Mio.€ 1,6 ab.

1.4 Sonstiges

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter sank im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um 7 auf 1.644 Mitarbeiter. Bezogen auf den 30. Juni 2011 wurden 20 Mitarbeiter abgebaut. Bereinigt um Akquisitionen und Sourcingmaßnahmen sank die Zahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch um 61 Mitarbeiter.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter in Deutschland spiegelt sich zum Beispiel in der geringen Mitarbeiterfluktuation (2011: 1,6%) sowie einer langen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit (2011: 16,5 Jahre) wider.

Aktie

Der Kurs der WashTec-Aktie lag am 29. Juni 2012 bei € 9,00. Gegenüber dem Schlusskurs zum Jahresende 2011 entspricht das einem Plus von 22%. Mit diesem Anstieg zeigte die WashTec-Aktie eine deutlich bessere Performance als der SDAX, der im gleichen Zeitraum nur einen Zuwachs von knapp 9% erzielen konnte. Das Klima an den internationalen Handelsplätzen war dabei – speziell im Zeitraum April bis Juni 2012 – von einer wachsenden Verunsicherung aufgrund der anhaltenden Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie zunehmender Skepsis im Hinblick auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung geprägt. Trotz dieses schwierigen Marktumfelds bewegte sich der Kurs der WashTec-Aktie im gesamten zweiten Quartal in einem stabilen Korridor zwischen € 8,90 und € 9,45.

Aktionärsstruktur

Mehrere Aktionäre melden Überschreiten von 3% der Stimmrechte

Im zweiten Quartal hat WashTec mehrere Stimmrechtsmitteilungen erhalten: Setanta Asset Management Limited hat im zweiten Quartal 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der WashTec AG am 24. Mai 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,5% betrug. Diversity Industrie Holding AG hat zum 19. Juni 2012 ebenfalls das Überschreiten der 3%-Schwelle gemeldet und hielt an diesem Tag 3,0% der Stimmrechte. Zudem hat Dr. Kurt Schwarz mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der WashTec AG am 27. Juni 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,2% betrug.

Beteiligung in % 30.06.2012
EQMC Europe Development Capital Fund plc 16,2
Sterling Strategic Value Ltd. 15,3
Kempen Capital Management NV 11,1
InvestmentAG für langfristige Investoren TGV 5,4
Lazard Frères Gestion S.A.S. 5,0
Paradigm Capital Value Fund 3,8
Setanta Asset Management 3,5
Dr. Kurt Schwarz 3,2
Bank of New York Mellon Corporation 3,1
Diversity Industrie Holding AG 3,0
Streubesitz 30,4

Quelle: Mitteilungen nach WpHG

Das Management hat auch im zweiten Quartal den Kontakt zu Aktionären und Journalisten sowie zur Financial Community fortlaufend gepflegt. Anlässlich der Veröffentlichungen des Unternehmens fanden Conference Calls für Analysten und Investoren statt.

WashTec wird derzeit von den Finanzinstituten Berenberg, BHF, Equinet, Hauck & Aufhäuser, HSBC Trinkaus & Burkhardt und MM Warburg gecovered.

Durch die intensivierte Investor Relations-Arbeit ist es WashTec gelungen, sich in Bezug auf das Handelsvolumen im Ranking der Deutschen Börse für MDAX- und SDAX-Werte zum 30. Juni auf Position 111 zu verbessern (Vorjahr: Position 120). Bezogen auf die Marktkapitalisierung liegt WashTec bereits auf Position 89 und somit innerhalb des SDAX-Kriteriums. WashTec wird daher die intensive Investor Relations-Arbeit fortführen, um das Ziel einer Aufnahme in den deutschen Small-Cap-Index SDAX zu erreichen.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Es fanden keine wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Berichtszeitraum statt.

Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Die Vorstände Thorsten Krüger und Houman Khorram scheiden auf eigenen Wunsch mit Wirkung zum Ablauf des 31. Juli 2012 aus dem Unternehmen aus. Michael Busch, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der WashTec AG übernimmt ab dem 28. Juli 2012 gemäß § 105 Abs. 2 AktG kommissarisch das Amt des Vorstands und zugleich des Sprechers des Vorstands. Für die Dauer der Entsendung wurde Massimo Pedrazzini zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, sein Stellvertreter in dieser Zeit ist Jens Große-Allermann. Dies hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 27. Juli 2012 beschlossen.

2. Chancen und Risiken der Konzernentwicklung

Eine Beschreibung des Risikomanagements in der WashTec Gruppe ist im Geschäftsbericht 2011 enthalten. Die Situation hat sich gegenüber den im Risikobericht des Geschäftsberichts 2011 beschriebenen Chancen und Risiken nicht wesentlich verändert.

3. Prognosebericht

Jahresguidance wird in Summe beibehalten; Unsicherheiten haben zugenommen

Trotz volatilen Marktumfelds hält WashTec in Summe an Prognose für 2012 fest Unsicherheiten haben zugenommen

Trotz des insgesamt volatilen Marktumfelds und der bisher enttäuschenden Geschäftsentwicklung in Kerneuropa hält die Gesellschaft in Summe an ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2012 fest. Aufgrund der derzeitigen schwachen Marktentwicklung – insbesondere in Frankreich, den Niederlanden und den südlichen Regionen Kerneuropas –, des höher als erwartet ausgefallenen Tarifabschlusses in Deutschland sowie der Sondersituation in Nordamerika ist die Prognose für 2012 jedoch zunehmend mit größeren Unsicherheiten versehen. Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2012 wird daher eine wesentliche Bedeutung für die Einhaltung der Gesamtjahresprognose haben.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Nordamerikageschäft fortgeführt und das Restrukturierungsprogamm in vollem Umfang umgesetzt wird. Unter diesen Voraussetzungen strebt WashTec für die Gesamtgruppe im Geschäftsjahr 2012 ein leichtes Umsatzwachstum von 1–2% bei einem deutlichen Anstieg des bereinigten Ergebnisses an. Weitere Sonderbelastungen durch eventuelle strategische Allianzen in Nordamerika können weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Für die einzelnen Segmente prognostiziert die Gesellschaft die folgenden Entwicklungen:

  • Kerneuropa: Im Falle eines Marktaufschwungs in der zweiten Jahreshälfte wird ein stabiler bis leicht wachsender Umsatz erwartet. Unter anderem aufgrund der Belastungen in Folge der deutlichen Tariferhöhungen – die nur teilweise durch zusätzliche Effizienzmaßnahmen ausgeglichen werden können – ist jedoch lediglich mit einer stabilen Ergebnisentwicklung zu rechnen. Sollte sich der Markt analog zur ersten Jahreshälfte 2012 entwickeln, ist ein Ergebnisrückgang in diesem Segment möglich;
  • Nordamerika: Die positive Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2012 sowie die verbesserten Marktaussichten lassen einen stabilen bis leicht wachsenden Umsatz und eine deutliche Reduzierung der operativen Verluste um 50 –70% erwarten; das Ausloten von Möglichkeiten für strategische Allianzen wird weiter fortgesetzt werden;
  • Emerging Europe: Zweistelliges Umsatzwachstum bei entsprechender Ergebnisentwicklung;
  • Asien/Pazifik: leichte Umsatz- und Ergebnisverbesserung.

Augsburg, den 27. Juli 2012

Thorsten Krüger Houman Khorram Sprecher des Vorstands Vorstand

Konzern-Gewinnund-Verlustrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses; Rundungsdifferenzen möglich

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 im Konzernanhang

01.01. 01.01. 01.04. 01.04.
bis 30.06. bis 30.06. bis 30.06. bis 30.06.
2012 2011* 2012 2011*
Umsatzerlöse 142.577.998 140.471.784 75.910.486 77.121.562
Sonstige betriebliche Erträge 1.987.593 2.413.615 1.107.784 936.259
Andere aktivierte Entwicklungskosten 883.805 654.533 466.334 265.768
Bestandsveränderung 787.156 501.582 –1.646.665 816.266
Gesamt 146.236.552 144.041.514 75.837.939 79.139.855
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 50.965.839 48.906.549 25.352.116 27.059.625
Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.617.631 10.251.070 4.962.672 5.805.134
60.583.470 59.157.619 30.314.788 32.864.759
Personalaufwand 50.587.927 50.640.001 25.065.152 25.830.180
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.919.702 4.974.393 2.465.394 2.527.215
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.494.365 22.849.542 12.629.340 11.920.902
Sonstige Steuern 490.022 353.475 295.788 169.325
Gesamte betriebliche Aufwendungen 141.075.486 137.975.030 70.770.462 73.312.381
Betriebsergebnis 5.161.066 6.066.484 5.067.477 5.827.474
Finanzertrag 115.367 72.535 78.789 34.301
Finanzaufwand 1.025.218 899.187 567.656 464.093
Finanzergebnis –909.851 –826.652 –488.867 –429.792
Ergebnis vor Steuern 4.251.215 5.239.832 4.578.610 5.397.682
Ertragsteueraufwand –1.787.826 –2.493.376 –1.499.666 –2.200.203
Konzernergebnis 2.463.389 2.746.456 3.078.944 3.197.479
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.976.970 13.976.970 13.976.970 13.976.970
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 0,18 0,20 0,22 0,23

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses; Rundungsdifferenzen möglich

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 im Konzernanhang

T€ 01.01. bis 01.01. bis
30.06.2012 30.06.2011*
Ergebnis nach Steuern 2.463 2.746
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes
von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten –250 430
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
und Währungsveränderungen 249 48
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen –126 –1.344
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen
und ähnlichen Verpflichtungen –650 0
Latente Steuern auf direkt mit Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 181 283
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen –596 –583
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode 1.867 2.163
Konzern-Bilanz Aktiva 30.06.2012 31.12.2011
Der Konzernanhang ist Langfristiges Vermögen
integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses; Sachanlagen 38.660.681 41.459.574
Rundungsdifferenzen Geschäfts- oder Firmenwert 42.313.794 42.313.523
möglich Immaterielle Vermögenswerte 9.377.519 9.319.436
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 309.334 823.860
Steuerforderungen 213.142 200.501
Sonstige Vermögenswerte 205.427 277.271
Aktive latente Steuern 6.646.951 7.140.268
Gesamtes langfristiges Vermögen 97.726.848 101.534.433
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 38.942.977 39.273.936
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.891.674 46.158.532
Steuerforderungen 76.325 69.887
Sonstige Vermögenswerte 7.552.616 3.365.306
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.189.026 4.602.593
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 92.652.618 93.470.254
Gesamte Aktiva 190.379.466 195.004.687
Passiva 30.06.2012 31.12.2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 12.000.000 12.000.000
Kapitalrücklage 36.463.441 36.463.441
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte –3.068.154 –2.471.897
Ergebnisvortrag 1.162.699 15.678.970
Konzernergebnis 2.463.389 –14.516.260
77.021.375 75.154.254
Langfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 11.014.436 18.953.013
Finanzierungsleasingschulden 4.841.118 5.251.755
Rückstellungen für Pensionen 7.962.525 7.307.188
Sonstige langfristige Rückstellungen 5.228.964 5.003.177
Sonstige langfristige Schulden 3.098.558 1.808.373
Umsatzabgrenzung 643.570 860.671
Passive latente Steuern 2.574.843 2.998.024
Gesamte langfristige Schulden 35.364.014 42.182.201
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 2.344.909 2.294.388
Finanzierungsleasingschulden 2.497.155 2.499.054
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.298.676 4.175.186
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 9.046.030 9.940.581
Schulden aus Steuern und Abgaben 4.656.577 4.207.868
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 999.917 901.168
Ertragsteuerschulden 4.866.874 4.264.330
Sonstige kurzfristige Schulden 23.801.635 23.935.498
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 13.771.906 15.920.176
Umsatzabgrenzung 8.710.398 9.529.983
Gesamte kurzfristige Schulden 77.994.077 77.668.232
Gesamte Passiva 190.379.466 195.004.687

Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses; Rundungsdifferenzen möglich

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 im Konzernanhang

01.01. bis 01.01. bis
30.06.2012 30.06.2011*
T€ T€
Ergebnis vor Steuern 4.251 5.240
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.920 4.974
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens –190 –51
Sonstige Gewinne und Verluste –2.324 –3.075
Finanzerträge –115 –73
Finanzaufwendungen 1.025 899
Veränderung der Rückstellungen –2.155 –733
Veränderung des Nettoumlaufvermögens:
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.680 –2.045
Zu-/Abnahme der Vorräte 738 –2.422
Zu-/Abnahme der Schulden aus Lieferungen und Leistungen –828 –2.226
Veränderung übriges Netto-Umlaufvermögen 3.983 5.057
Gezahlte Ertragsteuer –903 –177
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto Cashflow) 11.080 5.368
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) –2.314 –4.521
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 131 142
Auszahlungen für Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbene Zahlungsmittel –13 –353
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –2.196 –4.732
Aufnahme langfristiger Kredite 0 23.354
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –8.293 –31.221
Gezahlte Dividende 0 –4.333
Erhaltene Zinsen 87 73
Gezahlte Zinsen –825 –678
Tilgung und Aufnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing –1.328 –1.330
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit –10.359 –14.135
Nettozu-/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten –1.475 –13.499
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –291 732
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 2.610 15.155
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 844 2.388
Zusammensetzung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.189 3.560
kurzfristige verzinsliche Darlehen –2.345 –1.172
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 844 2.388

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses; Rundungsdifferenzen möglich

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 im Konzernanhang

T€ Gezeichnetes Kapital- Sonstige Währungs- Ergebnis- Gesamt
Kapital rücklage Rücklagen kurseffekte vortrag
Stand 1. Januar 2011 40.000 36.464 –1.986 –130 20.011 94.359
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –914 48 –866
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 283 283
Dividende –4.332 –4.332
Konzernergebnis 2.746 2.746
Stand 30. Juni 2011* 40.000 36.464 –2.617 –82 18.425 92.190
Stand 1. Januar 2012 40.000 36.464 –2.267 –205 1.162 75.154
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –1.026 249 –778
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 181 181
Konzernergebnis 2.463 2.463
Stand 30. Juni 2012 40.000 36.464 –3.112 44 3.625 77.021

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss der WashTec AG (IFRS) für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012

Allgemeine Erläuterungen

1. Informationen zum Unternehmen

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe lautet auf WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7 in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand des WashTec Konzerns umfasst die Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Beträge werden auf ganze Euro gerundet, bzw. in Mio. € oder T€ dargestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 »Zwischenberichterstattung«.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht sämtliche für den Abschluss des Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 gelesen werden.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 angewandten Methoden, mit Ausnahme der Steuerberechnung. Die Steuerberechnung erfolgt für Zwischenabschlüsse durch Multiplikation des Ergebnisses mit der erwarteten anzuwendenden Jahressteuerquote.

3. Korrekturen nach IAS 8

Die aufgedeckten Fehlbuchungen bei den WashTec Tochtergesellschaften in Nordamerika haben in Bezug auf das erste Halbjahr 2011 einen Gesamtumfang erreicht, der die Transparenz der Abschlüsse der beiden Tochtergesellschaften per 30. Juni 2011 wesentlich beeinflusst. Diese Fehlbuchungen führten auch dazu, dass der IFRS Halbjahresbericht der WashTec AG per 30. Juni 2011 wesentliche Fehler enthält. Daher hat die Gesellschaft die betroffenen Berichtspositionen der Vorjahresperiode nach IAS 8.41 ff berichtigt. Nach IAS 8.42 werden die Korrekturen im Halbjahresbericht zum 30. Juni 2012 durchgeführt, indem die Vergleichszahlen für das zweite Quartal 2011 berichtigt wurden.

Die Buchungen lassen sich den folgenden Positionen zuordnen:

a) Vorräte

Aufgrund von fehlenden notwendigen Abwertungen, sowie falschen Inventurbuchungen wurde das Vorratsvermögen um T€ 483 zu hoch ausgewiesen. Im Rahmen des Restatements wurden die Vorräte berichtigt.

b) Rückstellungen/Abgrenzungen

Hinsichtlich Personalrückstellungen sowie Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen wurden die Rückstellungen in nicht ausreichender Höhe gebildet. Die nicht zurückgestellte Verpflichtung i.H. v. T€ 277 wurde im Rahmen des Restatements berücksichtigt.

c) Schulden aus Steuern und Abgaben

Hinsichtlich der Werthaltigkeit einer Steuerforderung wurde festgestellt, dass es sich i.H. v. T€ 91 um eine nicht berechtigte Steuerforderung handelte. Die Forderung war mit den Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt. Sie hätte jedoch nicht bilanziert werden dürfen und wurde im Rahmen des Restatements berichtigt.

d) Weitere Positionen

Darüber hinaus wurden weitere ungerechtfertigte Buchungen i.H. v. T€ 603 berichtigt.

Einen Überblick über die Auswirkungen der Korrekturen geben die folgenden Tabellen 1 bis 3.

Tabelle 1 Korrektur der Konzern-Gewinnund-Verlustrechnung 30. Juni 2011

01.01. bis 01.01. bis
30.06.2011 30.06.2011
bisher Korrekturen
Ref. ausgewiesen IAS 8 angepasst
Umsatzerlöse d) 140.443.895 27.889 140.471.784
Sonstige betriebliche Erträge 2.413.615 2.413.615
Andere aktivierte Entwicklungskosten 654.533 654.533
Bestandsveränderung 501.582 501.582
Gesamt 144.013.625 27.889 144.041.514
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
a), d)
47.945.802 960.747 48.906.549
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.251.070 10.251.070
58.196.872 960.747 59.157.619
Personalaufwand d)
50.383.179
256.822 50.640.001
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.974.393 4.974.393
Sonstige betriebliche Aufwendungen
b), c), d)
22.701.188 148.354 22.849.542
Sonstige Steuern 353.475 353.475
Gesamte betriebliche Aufwendungen 136.609.107 1.365.923 137.975.031
Betriebsergebnis 7.404.518 –1.338.034 6.066.484
Finanzertrag 72.535 72.535
Finanzaufwand d)
842.994
56.193 899.187
Finanzergebnis –770.459 –56.193 –826.652
Ergebnis vor Steuern 6.634.059 –1.394.227 5.239.832
Ertragsteueraufwand d)
–2.433.968
–59.408 –2.493.376
Konzernergebnis 4.200.091 –1.453.635 2.746.456
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.976.970 13.976.970
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 0,30 0,20

Tabelle 2 Korrektur der Konzern-Bilanz 30. Juni 2011

Aktiva 01.01. bis 01.01. bis
30.06.2011 30.06.2011
bisher Korrekturen
Ref. ausgewiesen IAS 8 angepasst
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen
d)
42.154.048 –8.960 42.145.088
Geschäfts- oder Firmenwert 57.135.307 57.135.307
Immaterielle Vermögenswerte
d)
12.032.059 17.562 12.049.621
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 747.312 747.312
Steuerforderungen 252.817 252.817
Sonstige Vermögenswerte 74.497 74.497
Aktive latente Steuern
d)
7.824.811 –59.408 7.765.403
Gesamtes langfristiges Vermögen 120.220.851 –50.807 120.170.044
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
a)
39.573.416 –483.468 39.089.948
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.070.696 41.070.696
Steuerforderungen 532.018 532.018
Sonstige Vermögenswerte
d)
5.784.912 –158.843 5.626.069
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
d)
3.663.313 –103.823 3.559.490
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 90.624.355 –746.134 89.878.221
Gesamte Aktiva 210.845.206 –796.941 210.048.265

Tabelle 2 Korrektur der Konzern-Bilanz 30. Juni 2011

Passiva 01.01. bis 01.01. bis
30.06.2011 30.06.2011
bisher Korrekturen
Ref. ausgewiesen IAS 8 angepasst
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 12.000.000 12.000.000
Kapitalrücklage 36.463.441 36.463.441
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte –2.698.851 –2.698.851
Ergebnisvortrag 15.678.970 15.678.970
Konzernergebnis 4.200.091 –1.453.635 2.746.456
93.643.651 –1.453.635 92.190.016
Langfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 23.424.748 23.424.748
Finanzierungsleasingschulden 5.660.174 5.660.174
Rückstellungen für Pensionen 7.045.469 7.045.469
Sonstige langfristige Rückstellungen 3.264.497 3.264.497
Sonstige langfristige Schulden 2.308.823 2.308.823
Umsatzabgrenzung 774.052 774.052
Passive latente Steuern 5.628.675 5.628.675
Gesamte langfristige Schulden 48.106.438 0 48.106.438
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 1.686.019 1.686.019
Finanzierungsleasingschulden 2.474.345 2.474.345
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.603.803 6.603.803
Schulden aus Lieferungen und Leistungen
d)
6.992.398 178.123 7.170.521
Schulden aus Steuern und Abgaben
c)
4.190.056 91.010 4.281.066
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 791.189 791.189
Ertragsteuerschulden 2.638.427 2.638.427
Sonstige kurzfristige Schulden
b), d)
25.137.472 387.562 25.525.034
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 9.517.860 9.517.860
Umsatzabgrenzung 9.063.548 9.063.548
Gesamte kurzfristige Schulden 69.095.117 656.694 69.751.811
Gesamte Passiva 210.845.206 –796.941 210.048.265

Tabelle 3 Korrektur der Konzern-Kapitalflussrechnung 30. Juni 2011

01.01. bis 01.01. bis
30.06.2011 30.06.2011
bisher Korrekturen
Ref. ausgewiesen IAS 8 angepasst
T€ T€ T€
Ergebnis vor Steuern 6.634 –1.394 5.240
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.974 4.974
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens –51 –51
Sonstige Gewinne und Verluste
d)
–3.083 8 –3.075
Finanzerträge –73 –73
Finanzaufwendungen
d)
843 56 899
Veränderung der Rückstellungen –733 –733
Veränderung des Nettoumlaufvermögens:
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –2.045 –2.045
Zu-/Abnahme der Vorräte
a)
–2.906 484 –2.422
Zu-/Abnahme der Schulden aus Lieferungen und Leistungen
d)
–2.404 178 –2.226
Veränderung übriges Netto-Umlaufvermögen
b), c), d)
4.436 621 5.057
Gezahlte Ertragsteuer –177 –177
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto Cashflow) 5.415 –47 5.368
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) –4.521 –4.521
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 142 142
Auszahlungen für Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbene Zahlungsmittel –353 –353
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –4.732 0 –4.732
Aufnahme langfristiger Kredite 23.354 23.354
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –31.221 –31.221
Gezahlte Dividende –4.333 –4.333
Erhaltene Zinsen 73 73
Gezahlte Zinsen
d)
–622 –56 –678
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing –1.330 –1.330
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit –14.079 –56 –14.135
Nettozu-/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
d)
–13.396 –103 –13.499
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 732 732
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 15.155 15.155
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni
d)
2.491 –103 2.388
Zusammensetzung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.663 –103 3.560
kurzfristige verzinsliche Darlehen –1.172 –1.172
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 2.491 –103 2.388

4. Segmentberichterstattung

Januar – Juni 2012 Kern- Emerging Nord- Asien/ Konsoli- Konzern
in T€ europa Europe amerika Pazifik dierung
Umsatzerlöse 116.236 5.382 22.192 4.890 –6.122 142.578
davon mit Dritten 110.343 5.372 22.045 4.890 –72 142.578
davon mit anderen Segmenten 5.893 10 147 0 –6.050 –0
Betriebsergebnis 6.572 348 –1.232 –694 167 5.161
Finanzertrag 115
Finanzaufwand –1.025
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 4.251
Ertragsteueraufwand –1.788
Konzernergebnis 2.463
Januar – Juni 2011* Kern- Emerging Nord- Asien/ Konsoli- Konzern
in T€ europa Europe amerika Pazifik dierung
Umsatzerlöse 118.518 5.249 17.744 4.811 –5.850 140.472
davon mit Dritten 113.437 5.237 17.277 4.811 –290 140.472
davon mit anderen Segmenten 5.081 12 467 0 –5.560 0
Betriebsergebnis 8.828 525 –2.980 –263 –44 6.066
Finanzertrag 72
Finanzaufwand –898
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 5.240
Ertragsteueraufwand –2.494
Konzernergebnis 2.746

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 3 im Konzernanhang

5. Sachanlagen

Im ersten Halbjahr 2012 wurde Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) in Höhe von T€ 2.314 (Vorjahr: T€ 4.521) erworben.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt am 30. Juni 2012 T€ 40.000 und ist in 13.976.790 Aktien eingeteilt. Dies entspricht wie zum Jahresende der durchschnittlich gewichteten Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile.

7. Wesentliche Geschäftsvorfälle

Im Mai 2012 wurde der Kaufvertrag über ein Grundstück mit Gebäude in der Argonstraße in Augsburg, Deutschland wirksam. Durch den Verkauf wurde ein Kaufpreis in Höhe von Mio. € 1,3 erzielt. Das Grundstück war unter dem Segment Kerneuropa ausgewiesen.

Im zweiten Quartal wurde die Übertragung von bestimmten Vertriebsrechten (Truck&Bus-Sparte) des Waschchemiegeschäfts der WashTec Nordics AB in Höhe von T€ 162 zzgl. MwSt. auf einen unabhängigen Händler vollzogen. Die dadurch entstandene Forderung in Höhe von T€ 162 zzgl. MwSt. ist unter der Position Sonstige Vermögenswerte ausgewiesen. Die WashTec Nordics AB wird dem Segment Kerneuropa zugerechnet.

Der Konzern verfügt über langfristige Darlehensforderungen gegenüber seiner Tochtergesellschaft Mark VII. Aufgrund einer Kapitalerhöhung bei Mark VII durch Einlage eines Teiles der Darlehensforderung wurde die Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb im April 2012 auf Mio. USD 4 reduziert.

8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen sind im Vergleich zum 31. Dezember 2012 im Wesentlichen unverändert.

9. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum fanden keine wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

10. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Die Vorstände Thorsten Krüger und Houman Khorram scheiden auf eigenen Wunsch mit Wirkung zum Ablauf des 31. Juli 2012 aus dem Unternehmen aus. Michael Busch, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der WashTec AG übernimmt ab dem 28. Juli 2012 gemäß § 105 Abs. 2 AktG kommissarisch das Amt des Vorstands und zugleich des Sprechers des Vorstands. Für die Dauer der Entsendung wurde Massimo Pedrazzini zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, sein Stellvertreter in dieser Zeit ist Jens Große-Allermann. Dies hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 27. Juli 2012 beschlossen.

Bilanzeid

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.«

Augsburg, den 27. Juli 2012

Thorsten Krüger Houman Khorram Sprecher des Vorstands Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die WashTec AG

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss – und den Konzernzwischenlagebericht der WashTec AG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Über einstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

München, den 30. Juli 2012

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Petra Justenhoven Holger Graßnick
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

Messe automechanika 11.09. – 16.09.2012, Frankfurt /Main

Analystenkonferenz/ 25.09. – 27.09.2012, München German Investment Conference (WashTec Präsentation: 25.09.2012, 15.20 Uhr, Raum »Münchner Zimmer«)

9-Monatsbericht 05.11.2012

Analystenkonferenz/ 12.11. – 14.11.2012, Frankfurt/Main Eigenkapitalforum (WashTec Präsentation: 13.11.2012, 12.00 Uhr, Raum »Milan«)

Kontakt

WashTec AG Telefon +49 821 5584-0 Argonstraße 7 Telefax +49 821 5584-1135 86153 Augsburg www.washtec.de [email protected]