Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

WashTec AG Interim / Quarterly Report 2011

Nov 4, 2011

483_10-q_2011-11-04_75ed59dc-a8b2-4f54-9cf3-16038563283d.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Q32011 Bericht über den Zeitraum vom 1.Januar bis 30.September 2011

WashTec Ergebnisentwicklung wegen unerwarteter Verluste in Nordamerika unter Vorjahr

  • Umsatzanstieg nach drei Quartalen um 11,8% auf Mio.€ 212,7, Umsatz im dritten Quartal unter Erwartungen und Auftragseingang unter Vorjahr
  • EBIT per Ende September mit Mio.€ 11,7 um Mio.€ 0,2 unter Vorjahr
  • Ausblick: Auftragseingang deutlich unter Vorjahr reflektiert eingetrübtes Marktumfeld – im vierten Quartal kein Umsatzwachstum erwartet, Jahresergebnis unter Vorjahr
  • Gruppenweites Programm zur Ergebnisverbesserung beschlossen, Aufwand wird Ergebnis des Jahres 2011 belasten
01.01.bis 01.01.bis Verände- 01.07. bis 01.07. bis Verände-
30.09.2011 30.09.2010 rung in % 30.09.2011 30.09.2010 rung in %
Umsatz Mio. € 212,7 190,3 11,8 72,3 66,6 8,6
EBITDA Mio. € 19,4 19,0 2,1 7,0 7,6 –7,9
EBIT Mio. € 11,7 11,9 –1,7 4,3 5,2 –17,3
EBIT-Rendite in % 5,5 6,3 5,9 7,8
Bereinigtes EBIT* Mio. € 12,5 11,7 6,8 4,6 5,3 –13,2
EBT Mio. € 10,5 10,4 1,0 3,9 4,8 –18,8
Ergebnis je Aktie** 0,41 0,37 10,8 0,11 0,18 –38,9
Beschäftigte am 30.09. 1.668 1.642 1,6
Netto-Cashflow Mio. € 13,5 18,6 –27,4
Investitionen in
das Anlagevermögen Mio. € –6,4 –5,5 16,4
ROCE*** in % 9,0 8,9

* bereinigt um Sondereinflüsse einschließlich Fremdwährungseffekten

  • ** verwässert = unverwässert, durchschnittliche Anzahl der Aktien: 13.976.970 (unverändert)
  • *** Return On Capital Employed« = bereinigtes EBIT/(Gesamte Aktiva kurzfristige Schulden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente); auf Basis gleicher Dividendenzahlungen

Zwischenlagebericht

1. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Expansionsbedingtes Umsatzwachstum, unerwartete Verluste in Nordamerika belasten Ergebnis, gruppenweites Programm zur Effizienzsteigerung verabschiedet

Die makroökonomische Unsicherheit in den internationalen Märkten hat sich im dritten Quartal 2011 weiter verstärkt; eine nachhaltige Erholung des Marktes für Fahrzeugwaschanlagen ist weiterhin nicht erkennbar. Einzelne Regionen wie Spanien, Griechenland und Großbritannien haben nach wie vor deutliche strukturelle Probleme, die sich auf das Investitionsverhalten nachteilig auswirken. Der Markt in den USA zeigt sich auf dem geringen Vorjahresniveau stabil.

Die Umsätze von WashTec stiegen in den ersten drei Quartalen 2011 von Mio.€ 190,3 um 11,8% auf Mio.€ 212,7. Das Wachstum basiert zum großen Teil auf den Expansionsschritten der jüngeren Vergangenheit und resultiert im Wesentlichen aus dem hohen Auftragsbestand zum Ende des zweiten Quartals. Der Umsatzanstieg fiel im dritten Quartal jedoch wie erwartet geringer aus als noch in den Vorquartalen. Der Auftragseingang lag im dritten Quartal 2011 erstmals in diesem Geschäftsjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dies ist vor allem auf die allgemein unsichere wirtschaftliche Gesamtsituation zurückzuführen, die bei Kunden zu einer verstärkten Investitionszurückhaltung und zur Verschiebung von Installationen führt.

WashTec hat in den besonders betroffenen Regionen, unter anderem in Spanien, Großbritannien und Skandinavien, Maßnahmen zur Optimierung der Strukturen initiiert und zum großen Teil bereits umgesetzt. Diese Maßnahmen dienen der Anpassung der Kapazitäts- und Kostenstrukturen an die veränderten Rahmenbedingungen. So wurde die um Akquisitions- und Sourcingeffekte bereinigte Mitarbeiterzahl in der WashTec Gruppe gegenüber dem Vorjahr um 36 Mitarbeiter reduziert.

Die Rohertragsquote ging im Vergleich zum zweiten Quartal des laufenden Jahres um 0,8%-Punkte zurück und blieb damit auch unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Rohstoffpreise und deutlich geringere Margen in Nordamerika zurückzuführen.

Die Personalkosten sind aufgrund der Akquisitionen, Tariferhöhungen und der Ausweitung der Insourcing-Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 7,1 gestiegen. Infolge der eingeleiteten Effizienzmaßnahmen konnte die Personalaufwandsquote dennoch gegenüber dem Vorjahr um 0,4%-Punkte verbessert werden. Dies ist insbesondere auf die Optimierungsmaßnahmen im europäischen Ausland zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge beinhalten in den ersten drei Quartalen 2011 einen Fremdwährungsverlust von rund Mio.€ 0,2, während in der Vergleichsperiode des letzten Jahres ein außerordentlicher Fremdwährungsgewinn von ca. Mio.€ 0,9 anfiel, der zum Jahresende 2010 als Sondereinfluss ausgewiesen wurde.

Vergleichbares bereinigtes EBIT legt zum dritten Quartal um rund 7% zu

  • Bereinigtes EBIT steigt von Mio.€ 11,7 auf Mio.€ 12,5; bereinigte EBIT-Rendite: 5,9%
  • Auftragseingang in Q3 erstmals unter Vorjahresniveau
  • Ergebnisentwicklung im Q3 unter Erwartungen der Gesellschaft

Das um Sondereinflüsse, insbesondere aus Fremdwährungseffekten, bereinigte EBIT stieg um Mio.€ 0,8 auf Mio.€ 12,5 (Vorjahr: Mio.€ 11,7). Das vergleichbare bereinigte EBIT ist damit zum dritten Quartal 2010 um 6,8% gestiegen. Die bereinigte EBIT-Rendite blieb allerdings nahezu konstant und liegt bei 5,9% (Vorjahr: 6,1%). Insgesamt liegt das EBIT nach den ersten drei Quartalen mit Mio.€ 11,7 annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio.€ 11,9). Dies entspricht einer EBIT-Rendite von 5,5%.

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT lag im dritten Quartal mit Mio.€ 4,6 um Mio.€ 0,7 unter dem Vorjahreswert (Mio. € 5,3) und damit deutlich unterhalb der Erwartungen der Gesellschaft. Das EBIT gemäß IFRS lag im dritten Quartal mit Mio. € 4,3 um Mio. € 0,9 unter dem Vorjahreswert (Mio. € 5,2). Gründe hierfür sind die gesunkene Marge und unerwartete Verluste in Nordamerika. Außerdem fiel das Umsatzwachstum in Australien aufgrund von Investitionsverschiebungen schwächer aus als erwartet.

Die Gesellschaft verzeichnet zum Ende des dritten Quartals 2011 einen unter dem Vorjahr liegenden Auftragsbestand. Wesentliche Ursache hierfür ist eine einsetzende Investitionszurückhaltung bei den Kunden insbesondere in Europa und in einzelnen Regionen im Export.

Rahmenbedingungen trüben sich ein

Die wirtschaftlichen Stimmungsindikatoren in den Industrieländern trüben sich weiter ein und eine Abschwächung der Konjunktur wird immer wahrscheinlicher. Aufgrund der hohen Staatsverschuldung und der Unsicherheiten im Finanzsektor bleibt die Kreditvergabe weiterhin stark eingeschränkt. Die daraus resultierenden Finanzierungsengpässe schränken vor allem kleinere Betreiberketten und Einzelbetreiber auch bei der Re-Investition in Waschanlagen ein. Das Autowaschgeschäft an sich ist an den meisten Standorten jedoch weiterhin rentabel.

Die Wettbewerbsbedingungen haben sich gegenüber der im Konzernlagebericht 2010 dargestellten Situation eher verschärft. Allgemein ist zu beobachten, dass sich in vielen Regionen einzelne Wettbewerber aufgrund finanzieller Schwierigkeiten entweder aus den Märkten zurückziehen oder verstärkt um Marktanteile kämpfen. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation ist kurz- bis mittelfristig eine weitere Konsolidierung des Marktes möglich. In einer aktiven Konsolidierung der Hersteller sieht WashTec derzeit jedoch keinen strategischen Vorteil.

Wesentliche Technologiewechsel haben nicht stattgefunden.

1.1 Geschäfts- und Ertragslage

Seit 2011 wird im Rahmen der Segmentberichterstattung über die Regionen »Kerneuropa«, »Emerging Europe«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« berichtet. In der Region »Kerneuropa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe innerhalb von Nord- und Westeuropa zusammengefasst. Die Region »Emerging Europe« umfasst die zentral- und osteuropäischen Länder, während die Region »Nordamerika« die Aktivitäten in den USA und Kanada beinhaltet. Die Region »Asien/Pazifik« reflektiert im Wesentlichen die Geschäftsentwicklung der australischen Tochtergesellschaft und die Entwicklung

Umsatz nach Regionen Q1–Q3
in Mio. €, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
Kerneuropa 178,5 170,1 4,9
Emerging Europe 6,8 5,9 15,3
Nordamerika 27,5 18,3 50,3
Asien/Pazifik 7,9 4,2 88,1
Konsolidierung –8,0 –8,2 2,4
Gesamt 212,7 190,3 11,8
Umsatz nach Regionen Q3
in Mio. €, IFRS 01.07.– 01.07.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
Kerneuropa 60,0 58,1 3,3
Emerging Europe 1,5 2,2 –31,8
Nordamerika 9,8 6,8 44,1
Asien/Pazifik 3,1 2,4 29,2
Konsolidierung –2,1 –2,9 27,6
Gesamt 72,3 66,6 8,6

Umsatz- und Marktentwicklung

Der Umsatz der ersten drei Quartale lag mit Mio.€ 212,7 um Mio.€ 22,4 bzw. 11,8% über dem Vorjahresniveau von Mio.€ 190,3. Im dritten Quartal 2011 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,6% (Q3 2011: Mio.€ 72,3; Q3 2010: Mio.€ 66,6). Bereinigt um die Akquisitionseffekte lag der Umsatz nach den ersten neun Monaten bei Mio.€ 192,1 (Vorjahr: Mio.€ 184,9).

Kernregionen mit stabiler Entwicklung, Wachstum durch Expansion

Chinas. Verhaltene Marktent-Die Märkte in Kerneuropa haben sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 wie erwartet insgesamt verhalten entwickelt. Hierbei sind einzelne Regionen wie Spanien, Skandinavien und Großbritannien nach wie vor deutlich stärker betroffen, während sich große Märkte wie Deutschland und Frankreich stabil entwickeln. In den besonders betroffenen Regionen ist ein zunehmend aggressiver Preiswettbewerb zu beobachten. Die weiterhin bestehende Unsicherheit bei den Kunden macht sich auch im Investitionsverhalten bemerkbar: So werden Investitionen und Installationen zum Teil verschoben. Die Gesellschaft hat daher hier zur Effizienzsteigerung strukturelle Maßnahmen fortgeführt beziehungsweise weitere Maßnahmen eingeleitet. Hierzu gehört zum Beispiel die Anpassung der Servicekapazitäten an den gesunkenen Bedarf sowie die Zusammenlegung von administrativen Funktionen im Rahmen der Umstellung des Managements eines Clusters in Nordeuropa. WashTec legt damit die Grundlagen, um gestärkt aus der derzeitigen Schwächeperiode in den Märkten hervorzugehen. Insgesamt stiegen die Maschinenumsätze in Kerneuropa aufgrund von Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr. Das Chemiegeschäft konnte in Folge der Übernahme von AdeKema und aufgrund des guten Wetters im zweiten Quartal ebenfalls deutlich ausgebaut werden. Im Bereich Betreibergeschäft führ-

Umsatz in den ersten drei Quartalen um Mio. € 22,4 bzw. 11,8 % gesteigert

wicklung in den meisten Regionen

ten neue Standorte und die guten Wetterbedingungen im zweiten Quartal zu einer positiven Entwicklung der Waschzahlen. Die Umsätze in Kerneuropa konnten daher insgesamt um Mio.€ 8,4 auf Mio.€ 178,5 gesteigert werden (Vorjahr: Mio.€ 170,1).

In der Region »Emerging Europe« hat sich der Markt seit 2010 stabilisiert und ist wieder leicht gewachsen. Die Umsätze in dieser Region haben sich, von einem niedrigen Niveau ausgehend, insbesondere aufgrund guter Maschinenverkäufe deutlich verbessert und lagen per 30.September 2011 bei Mio.€ 6,8 (Vorjahr: Mio.€ 5,9). Betrachtet man nur das dritte Quartal, sind die Umsätze in dieser Region gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund schwankender Investitionszyklen wie erwartet zurückgegangen. WashTec beabsichtigt, das Händlernetzwerk in dieser Region weiter zu verstärken und die eigene Präsenz in Fokusregionen durch den Aufbau von Vertriebsbüros oder durch selektive Akquisitionen auszubauen.

Starker Umsatzanstieg in Nordamerika

In Nordamerika bleibt das Marktumfeld schwierig: Weiterhin ist keine generelle Markterholung erkennbar, sodass der Markt zunächst auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres verharrt. Aufgrund der anhaltenden Zurückhaltung bei Finanzierungszusagen und Unsicherheiten hinsichtlich des wirtschaftlichen Ausblicks, werden Investitionen in Neumaschinen weiter verzögert. Zudem geraten die Preise in Folge des zunehmenden Wettbewerbs unter Druck. WashTec hat seine Marktposition im bisherigen Verlauf des Jahres 2011 durch den Gewinn von drei neuen nationalen Großkunden ausgebaut und die direkten Vertriebs- und Serviceaktivitäten um die Bundesstaaten Florida und Kalifornien erweitert. In Kanada führt die Umsetzung des Großauftrags zu einer positiven Umsatzentwicklung. Da mit der Umsetzung des Tenders in Kanada bereits im dritten Quartal 2010 begonnen wurde, wird sich die Wachstumsrate zum Jahresende 2011 voraussichtlich abschwächen. Die Umsätze in Nordamerika liegen mit insgesamt Mio. € 27,5 klar über dem Vorjahreszeitraum (Vorjahr: Mio. € 18,3). Während die Maschinenumsätze in dieser Region im Rahmen der Erwartungen lagen, blieben Service- und Chemieumsätze vor allem aufgrund wetterbedingt schwacher Waschzahlen hinter den Erwartungen zurück. In US-Dollar lagen die regionalen Umsätze nach dem dritten Quartal bei Mio. US-Dollar 39,0 (Vorjahr: Mio. US-Dollar 24,0).

Der Markt in Australien, wo bisher der Großteil der Aktivitäten in der Region »Asien/Pazifik« abgewickelt wird, entwickelt sich auf einem niedrigen Niveau stabil. Insbesondere Einzelbetreiber halten sich bei Investitionen noch zurück beziehungsweise verschieben Neuinstallationen. Die Umsätze stiegen nach dem dritten Quartal vor allem in Folge der im letzen Jahr erfolgten Akquisition von Mio.€ 4,2 auf Mio.€ 7,9. In China wurden Ende 2010 erste Standorte für eine lokale Mineralölgesellschaft im Rahmen eines Pilotversuchs mit WashTec-Anlagen ausgestattet. Auch wenn dieser Testbetrieb gute Ergebnisse gezeigt hat, ist mit einer nennenswerten Umsetzung des Projekts erst mittel- bis langfristig zu rechnen. Darüber hinaus wurde mit dem Aufbau von Direktvertriebsstrukturen begonnen und die lokale Organisation verstärkt, um den wichtigen chinesischen Fokusmarkt aktiv mitzugestalten. Auch wenn sich bereits insbesondere in China eine Zunahme der Aktivitäten rund um die Fahrzeugwäsche beobachten lässt, befinden sich die Aktivitäten hier und in den anderen wachstumsstarken Regionen Asiens insgesamt noch im Entwicklungsstadium und werden erst mittelfristig nennenswerte Umsatz- und Ergebnisbeiträge liefern.

Umsatz nach Produkten Q1–Q3

in Mio. €, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
Neu- und Gebrauchtmaschinen 119,8 106,2 12,8
Ersatzteile, Service 65,8 63,9 3,0
Chemie 18,4 13,2 39,4
Betreibergeschäft und Sonstiges 8,7 7,0 24,3
Gesamt 212,7 190.3 11,8
Umsatz nach Produkten Q3
in Mio. €, IFRS 01.07.– 01.07.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
Neu- und Gebrauchtmaschinen 42,6 38,6 10,4
Ersatzteile, Service 21,6 21,4 0,9
Chemie 5,3 4,3 23,3
Betreibergeschäft und Sonstiges 2,8 2,3 21,7
Gesamt 72,3 66,6 8,6

Umsatzplus in allen Produktgruppen

WashTec konnte sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten drei Quartalen 2011 in allen Produktgruppen Umsätze oberhalb des Vorjahresniveaus erzielen. Da die wesentlichen Akquisitionen bereits zum dritten Quartal 2010 erfolgt sind, nehmen die sich hieraus ergebenden positiven Umsatzeffekte ab.

Maschinenumsatz bei Mio.€ 119,8

Der Maschinenumsatz lag zum Ende des dritten Quartals mit Mio.€ 119,8 um Mio. € 13,6 über dem Vorjahr (Vorjahr: Mio.€ 106,2). Die Umsätze im Bereich Ersatzteile und Service stiegen leicht um Mio.€ 1,9 auf Mio.€ 65,8. Bei den Chemieumsätzen führten die insbesondere im zweiten Quartal guten Wetterverhältnisse in einzelnen Regionen in Kerneuropa sowie die Übernahme von AdeKema zu einem deutlichen Anstieg um 39,4% auf Mio.€ 18,4 (Vorjahr: Mio.€ 13,2). Die Umsätze im Bereich Betrei- bergeschäft und Sonstiges stiegen, bedingt durch neue Standorte und gute Wetterbedingungen im zweiten Quartal in Kerneuropa, auf Mio.€ 8,7 (Vorjahr: Mio.€ 7,0).

Aufwandsposten und Ertragslage

Ertragslage Q1–Q3
in Mio. €, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
EBITDA 19,4 19,0 2,1
EBIT 11,7 11,9 –1,7
Bereinigtes EBIT 12,5 11,7 6,8
EBT 10,5 10,4 1,0
Ertragslage Q3
in Mio. €, IFRS 01.07.– 01.07.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
EBITDA 7,0 7,6 –7,9
EBIT 4,3 5,2 –17,3
Bereinigtes EBIT 4,6 5,3 –13,2
EBT 3,9 4,8 –18,8

Anstieg der Rohstoffkosten

Der Rohertrag (inkl. Bestandsveränderungen) stieg in Folge des gestiegenen Umsatzes von Mio.€ 113,1 auf Mio.€ 124,5. Die Rohertragsquote sank insbesondere in Folge gestiegener Rohstoffpreise (insbesondere bei Stahl), des veränderten Produkt- und Vertriebsmixes und des verstärkten Einsatzes von Subkontraktoren im dritten Quartal leicht auf 58,5% (Vorjahr: 59,4%).

Der Personalaufwand stieg um Mio.€ 7,1 auf Mio.€ 74,7 (Vorjahr: Mio.€ 67,6). Wesentliche Gründe hierfür sind, neben dem expansionsbedingten Mitarbeiteraufbau, Mehrkosten durch den Wegfall von Rohertragsquote beträgt

58,5%

zwei Wochenarbeitsstunden nach dem Auslaufen des Ergänzungstarifvertrags, die Umsetzung des Entgeltrahmenabkommens (ERA) sowie Tariferhöhungen. Die Personalaufwandsquote (vom Umsatz) sank aufgrund des deutlichen Umsatzwachstums trotz der Kostensteigerungen leicht von 35,5% auf 35,1%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) lagen im Wesentlichen aufgrund der Akquisitionen und der Sourcing-Aktivitäten mit Mio.€ 34,7 um Mio.€ 3,5 über dem Vorjahreswert von Mio.€ 31,2. Diese Position beinhaltet zum dritten Quartal 2011 einen Fremdwährungsaufwand von rund Mio.€ 1,1, dem ein sonstiger betrieblicher Ertrag aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von Mio.€ 0,9 gegenüber steht. 2010 wurde zum Jahresende ein Nettofremdwährungsgewinn in Höhe von ca. Mio.€ 1,0 als Sondereinfluss ausgewiesen.

Vergleichbares operatives Ergebnis über Vorjahr

Das EBITDA stieg von Mio.€ 19,0 auf Mio.€ 19,4 und lag damit um Mio.€ 0,4 über dem Vorjahr.

Die Abschreibungen stiegen nur leicht um Mio.€ 0,6 auf Mio.€ 7,7 (Vorjahr: Mio.€ 7,1).

EBIT sinkt leicht um Mio.€ 0,2; bereinigtes EBIT steigt um Mio.€0,8

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit Mio.€ 11,7 nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio.€ 11,9), die EBIT-Rendite erreichte 5,5% (Vorjahr: 6,3%). Das operative Ergebnis des dritten Quartals 2011 blieb mit Mio.€ 4,3 trotz der gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigerten Umsätze unter dem Ergebnis des dritten Quartals 2010 (Q3 2010: Mio.€ 5,2). Die Gründe für diese Entwicklung werden im Folgenden im Rahmen der Segmentberichterstattung ausführlich beschrieben.

Bei der Ermittlung des um Sondereinflüsse bereinigten EBIT werden in diesem Jahr auch die Fremdwährungseffekte dem jeweiligen Quartal zugeordnet, anstatt diese wie im Vorjahr erst zum Jahresende auszuweisen. Das um die Sondereinflüsse aus Akquisitionen, Aufbau des Direktvertriebs, Effizienzmaßnahmen und Fremdwährungseffekte bereinigte EBIT stieg von Mio.€ 11,7 auf Mio.€ 12,5 (Sondereinflüsse Vorjahr: Mio.€ +0,2; hierbei entfielen Mio.€ +0,4 auf die Region »Kerneuropa« und Mio.€ –0,2 auf die Region »Asien/Pazifik«). Von den zum dritten Quartal 2011 ausgewiesenen Sondereinflüssen in Höhe von Mio.€ –0,8 entfallen Mio.€ -0,9 auf die Region »Kerneuropa« und Mio.€ +0,1 auf die Region »Nordamerika«. Die bereinigte EBIT-Rendite lag bei 5,9 % (Vorjahr: 6,1%).

EBIT nach Regionen Q1–Q3

in Mio. €, IFRS 01.01.– 01.01.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
Kerneuropa 14,5 16,2 –10,5
Emerging Europe 0,7 0,4 75,0
Nordamerika –3,1 –3,3 6,1
Asien/Pazifik –0,5 –0,8 37,5
Konsolidierung 0,1 –0,6 116,7
Konzern 11,7 11,9 –1,7

EBIT nach Regionen Q3

in Mio. €, IFRS 01.07.– 01.07.– Veränderung
30.09.2011 30.09.2010 in %
Kerneuropa 5,7 6,6 –13,6
Emerging Europe 0,2 0,2 0,0
Nordamerika –1,5 –1,3 –15,4
Asien/Pazifik –0,2 –0,3 33,3
Konsolidierung 0,1 0,0
Konzern 4,3 5,2 –17,3

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum Euro hat grundsätzlich keine maßgeblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte lediglich einen negativen Einfluss in Höhe von ca. Mio.€ –0,2 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio.€ +0,9).

Ergebnisentwicklung deutlich unterhalb der Erwartungen

Das Ergebnis in Kerneuropa wurde insbesondere im Personalbereich durch steigende Kosten sowie durch den bereits erwähnten Sonderertrag aus Fremdwährungsgewinnen im Jahr 2010 beeinflusst. So führten die Einführung des Entgeltrahmenabkommens (ERA), die reguläre Tariferhöhung sowie der Wegfall von zwei Wochenarbeitsstunden nach dem Auslaufen des Ergänzungstarifvertrags zum Jahresende 2010 bisher zu einer Ergebnisbelastung insbesondere in der Produktion und im Service. Um dem Kostenanstieg entgegenzuwirken und die Ergebnissituation in dieser Region weiter zu verbessern, hat die Gesellschaft bereits begonnene Effizienzmaßnahmen fortgeführt beziehungsweise weitere Maßnahmen eingeleitet. Hierzu gehören zum Beispiel die Anpassung der Servicekapazitäten an den gesunkenen Bedarf, das Insourcing von Tätigkeiten im Bereich Maschinenservice von Dienstleistern sowie die Zusammenlegung von administrativen Funktionen im Rahmen der Umstellung des Managements eines Clusters in Nordeuropa. Darüber hinaus war in den ersten drei Quartalen 2011 ein starker Anstieg der Rohstoffpreise zu verzeichnen. Der weitere Ausbau der internationalen Sourcingaktivitäten soll dazu beitragen, die gestiegenen Materialkosten auszugleichen. Das um Sondereinflüsse, insbesondere aus Fremdwährungseffekten, bereinigte EBIT lag mit Mio.€ 15,4 dank der eingeleiteten Effizienzmaßnahmen trotz der negativen Rahmenbedingungen nur leicht unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: Mio.€ 15,8). Das ausgewiesene EBIT betrug Mio.€ 14,5 (Vorjahr: Mio.€ 16,2).

In der Region »Emerging Europe« stieg das Ergebnis im Jahresvergleich in Folge der insgesamt positiven Marktentwicklung und der gestiegenen Umsätze von Mio.€ 0,4 auf Mio.€ 0,7.

Unerwartete Verluste in Nordamerika haben das Ergebnis in dieser Region im dritten Quartal belastet. Das Ergebnis per Ende September beträgt trotz des Umsatzzuwachses Mio. € –3,1 (Vorjahr: Mio. € –3,3). Auch im vierten Quartal wird keine Ergebnisverbesserung erwartet und das Ergebnis zum Jahresende somit deutlich negativ sein. Die nach einem Managementwechsel sowie im Rahmen der Erstellung des Quartalsabschlusses neu gewonnenen Erkenntnisse werden derzeit analysiert und verifiziert. Zwischenzeitlich wurde der bisherige Verantwortliche für die Region »DACH«, die größte Organisationseinheit der WashTec-Gruppe, als COO in den USA ernannt. Zudem wurde der dortige Finanzbereich durch eine Mitarbeiterin aus der Konzernzentrale verstärkt. Der Vorstand wird die angemessenen Schritte unternehmen, die strategischen Optionen prüfen und das weitere Vorgehen in Nordamerika aktiv beaufsichtigen. Dabei wird auch eine Prüfung des Goodwills erfolgen.

Nordamerika: Ergebnisentwicklung unter Erwartungen

In der australischen Tochtergesellschaft, deren Ergebnisse in der Region »Asien/Pazifik« enthalten sind, wurde das Ergebnis im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr von Mio.€ –0,3 auf Mio.€ –0,2 verbessert. Insgesamt lag das Ergebnis in dieser Region zum 30. September 2011 bei Mio.€ –0,5 (Vorjahr: Mio.€ –0,8). Dies ist insbesondere durch die weiterhin andauernde Investitionszurückhaltung bei den Kunden verursacht. Das bereinigte EBIT verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht von Mio.€ –0,6 auf Mio.€ –0,5. WashTec geht davon aus, dass die angelaufenen Verluste bis Ende 2011 ausgeglichen werden können.

Der Netto-Finanzaufwand konnte in Folge der geringeren Bankverbindlichkeiten von Mio.€ 1,4 auf Mio.€ 1,2 reduziert werden.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg zum Ende des dritten Quartals leicht auf Mio.€ 10,5 (Vorjahr: Mio.€ 10,4). Der Steueraufwand sank von Mio.€ 5,2 auf Mio.€ 4,7. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg von Mio.€ 5,2 auf Mio.€ 5,8. Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) stieg daher auf Grundlage einer unveränderten Aktienzahl von rund 14 Millionen Stück auf € 0,41 (Vorjahr: € 0,37).

1.2 Vermögenslage

Bilanz Aktiva in Mio. €, IFRS 30.09.2011 31.12.2010
Langfristiges Vermögen 120,5 117,7
davon immaterielle Vermögenswerte 11,8 9,9
davon latente Steuern 7,9 7,0
Kurzfristiges Vermögen 90,0 99,4
davon Vorräte 40,6 37,4
davon Forderungen L&L und
sonstige Vermögensgegenstände 45,2 45,5
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4,1 15,3
Bilanzsumme 210,5 217,1

Weiterhin sehr solide Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme verminderte sich trotz des starken Wachstums von Mio.€ 217,1 zum Ende des Jahres 2010 auf Mio.€ 210,5 per 30. September 2011. So konnten die benötigten Mittel für das Wachstum des Unternehmens aus dem eigenen Cashflow finanziert werden.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen per 30. September 2011 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 vor allem in Folge der Akquisitionen von Mio.€ 9,9 auf Mio.€ 11,8.

Die aktivierten latenten Steuern stiegen von Mio.€ 7,0 zum Jahresende 2010 auf Mio.€ 7,9 per 30. September 2011.

Die Vorräte stiegen In Folge der Expansion und des verstärkten Insourcings von Mio.€ 37,4 zum 31. Dezember 2010 auf Mio.€ 40,6.

Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sank zum 30. September 2011 leicht von Mio.€ 45,5 per 31. Dezember 2010 auf Mio.€ 45,2.

Konzernergebnis um Mio.€ 0,6 auf Mio.€ 5,8 verbessert

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken im Wesentlichen aufgrund der Dividendenzahlung sowie der veränderten Finanzierungsstruktur zum 30. September 2011 auf Mio.€ 4,1 (31. Dezember 2010: Mio.€ 15,3).

Bilanz Passiva in Mio. €, IFRS 30.09.2011 31.12.2010
Eigenkapital 95,3 94,4
Bankschulden 26,2 32,7
Sonstige Schulden und Rückstellungen 73,1 75,2
davon Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5,9 9,5
davon Rückstellungen 19,4 20,6
Umsatzabgrenzung 9,5 10,2
Passive latente Steuern 6,4 4,6
Bilanzsumme 210,5 217,1

Eigenkapitalquote per 30.September 2011: 45,3%

Das Eigenkapital lag zum 30. September 2011 bei Mio.€ 95,3 (31. Dezember 2010: Mio.€ 94,4). Aufgrund der gem. IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen (siehe Eigenkapitalveränderungsrechnung) entspricht die Veränderung des Eigenkapitals nicht dem Periodenergebnis. Die Eigenkapitalquote stieg von 43,5% auf 45,3 %.

Die Bankschulden verringerten sich insbesondere aufgrund von Tilgungen gegenüber dem 31. Dezember 2010 um Mio.€ 6,5 auf Mio.€ 26,2.

Die Netto-Bankverschuldung (lang- und kurzfristige Bankschulden abzüglich Bankguthaben) lag aufgrund der deutlich reduzierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Folge der Dividendenzahlung im zweiten Quartal mit Mio.€ 22,1 über dem Wert zum 31. Dezember 2010 (Mio.€ 17,4). Die Netto-Finanzverschuldung (Netto-Bankverschuldung plus lang- und kurzfristiges Finanzierungsleasing) stieg von Mio.€ 26,6 auf Mio.€ 29,6.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen sanken von Mio.€ 9,5 per 31. Dezember 2010 auf Mio.€ 5,9.

Die passiven latenten Steuern lagen um Mio.€ 1,8 über dem Niveau zum Jahresende 2010 und beliefen sich auf Mio.€ 6,4 per 30. September 2011.

Das Gearing (Verschuldungsgrad) – definiert als Quotient aus Netto-Finanzverschuldung zu Eigenkapital – stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2010 nur leicht von 0,28 auf für produzierende Unternehmen vergleichsweise niedrige 0,31.

Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2010 nur leicht von Mio.€ 20,6 auf Mio.€ 19,4.

1.3 Finanzlage

Kapitalflussrechnung durch wachstumsbedingten Anstieg des Netto-Umlaufvermögens beeinflusst

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) sank im dritten Quartal 2011 auf Mio.€ 13,5 (Vorjahr: Mio.€ 18,6). Dies war unter anderem bedingt durch Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen in Folge des starken Wachstums. Hierbei ist zu beachten, dass die Gesellschaft Ende 2009 viele Schulden aus Lieferungen und Leistungen (unter anderem zur Ausnutzung von Skonto-Vorteilen) vorzeitig beglichen hat. Dies führte zu einem außerordentlich hohen Cashflow im ersten Halbjahr 2010.

Das Netto-Umlaufvermögen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Schulden aus Lieferungen und Leistungen) stieg, im Wesentlichen durch das deutliche Wachstum bedingt, von Mio.€ 63,3 auf Mio.€ 75,5.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit, insbesondere im Zusammenhang mit den Akquisitionen, Produktentwicklungen und Investitionen in die Fertigungsstätte in Tschechien sowie in die IT, lag mit Mio.€ 7,1 leicht über dem Vorjahr (Mio.€ 7,0). Auf das Gesamtjahr gerechnet, wird sich voraussichtlich ein Investitionsvolumen leicht über dem Vorjahresniveau ergeben.

Der freie Cashflow (Netto-Cashflow abzüglich Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit) belief sich auf Mio.€ 6,4 (Vorjahr: Mio.€ 11,6).

Insgesamt nahmen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag 30. September 2011 um Mio.€ 4,7 ab.

1.4 Sonstiges

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um 29 auf 1.668 Mitarbeiter. Bezogen auf den 30. September 2010 wurden 26 Mitarbeiter aufgebaut, im Wesentlichen aufgrund von Akquisitionen sowie dem Ausbau der Sourcingaktivitäten in Tschechien und China. Die um Akquisitionen und Sourcingmaßnahmen bereinigte Mitarbeiterzahl ist im Jahresvergleich um 36 zurückgegangen.

1.668 1.642 1.668 1.547 1.565 1.564 2007 2008 2009 2010 2011 Mitarbeiter zum 30.09.

Aktie trotzt Krise an den Weltbörsen

Das Management hat auch im dritten Quartal den Kontakt zu Aktionären und Journalisten sowie zur Financial Community fortlaufend gepflegt. Anlässlich der Veröffentlichungen des Unternehmens fanden Conference Calls für Analysten und Investoren statt. Im Rahmen von Roadshows fanden zudem One-on-Ones mit verschiedenen institutionellen Investoren statt. Im September hat der Vorstand WashTec darüber hinaus auf der German Investment Conference der Unicredit präsentiert.

WashTec wird derzeit von Berenberg, Equinet, Hauck & Aufhäuser, HSBC Trinkaus & Burkhardt, MM Warburg sowie Unicredit gecovered, die überwiegend Kaufempfehlungen für die Aktie abgegeben haben.

Durch die intensivierte Investor Relations-Arbeit ist es WashTec gelungen, das Handelsvolumen der Aktie im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres deutlich zu verbessern. Für die angestrebte Aufnahme in den SDAX bleibt das gehandelte Volumen jedoch noch immer zu niedrig. WashTec konnte sich in dieser Kategorie im Ranking der Deutschen Börse für MDAX- und SDAX-Werte zum 30. September jedoch auf Position 118 verbessern (Vorjahr: Position 123). Bezogen auf die Marktkapitalisierung liegt WashTec bereits auf Position 90 und somit innerhalb des SDAX-Kriteriums. WashTec wird daher die intensive Investor Relations-Arbeit fortführen.

Der Kurs der WashTec-Aktie stieg im Vergleich zum Jahresschlusskurs 2010 von € 9,14 auf € 9,60 Schlusskurs per 30. September 2011 (+5,0%). Damit lag die Entwicklung der Aktie deutlich über dem Kursverlauf des SDAX im gleichen Zeitraum (–16,7%). Der Aktienkurs lag in der ersten neun Monaten 2011 überwiegend oberhalb der 10-Euro-Marke. Ende Juni geriet der Kurs bei geringeren Handelsvolumina unter Druck, ohne dass diese negative Entwicklung durch eine Änderung in der Unternehmens- oder Branchensituation begründet

gewesen wäre. Vielmehr führt das insgesamt geringe Handelsvolumen dazu, dass bereits der Handel kleiner Stückzahlen zu starken Kursveränderungen führen kann. Nachdem sich der Kurs im Juli wieder deutlich erholt hatte, folgte die Aktie im August dem allgemeinen Abwärtstrend der Märkte, entwickelte sich aber auch in diesem Zeitraum deutlich besser als der Vergleichsindex SDAX.

Aktionärsstruktur unverändert

Die sich aus den Meldungen gem. WpHG ergebende Aktionärsstruktur hat sich in den ersten drei Quartalen 2011 nicht verändert.

Beteiligung in % 30.09.2011
EQMC Europe Development Capital Fund plc 16,2
Sterling Strategic Value Ltd. (inkl. IED) 15,3
Kempen Capital Management NV 11,1
InvestmentAG für langfristige Investoren TGV 5,4
Lazard Frères Gestion S.A.S. 5,0
Paradigm Capital Value Fund 3,8
Streubesitz 43,2

Quelle: Mitteilungen nach WpHG

Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es fanden keine wesentlichen Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen im Berichtszeitraum statt.

Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Es fanden keine wesentlichen Ereignisse nach dem Ende des Berichtszeitraums statt.

2. Prognosebericht

Operatives Ergebnis 2011 voraussichtlich trotz Umsatzwachstum unter Vorjahresniveau

  • Wegen der aktuellen Marktentwicklung kann derzeit für 2012 keine Prognose abgegeben werden
  • Aufgrund der allgemeinen wirtschaftliche Entwicklung wird die Konsolidierung im kommenden Jahr im Vordergrund stehen

Die Unsicherheit in den Märkten, insbesondere in den gesättigten Regionen, nimmt weiter zu. In den sich noch entwickelnden Regionen, insbesondere »Emerging Europe« und Asien, wird dagegen mit weiterem Wachstum gerechnet, lediglich der zeitliche Verlauf bleibt unsicher. WashTec geht davon aus, dass die Bedeutung dieser Regionen für die Unternehmensentwicklung mittel- bis langfristig zunehmen wird. Für 2011 geht die Gesellschaft insgesamt von der folgenden regionalen Entwicklung aus:

  • Kerneuropa: leichtes Umsatzwachstum und stabile Ergebnisentwicklung;
  • Nordamerika: deutlicher Umsatzanstieg bei deutlich negativem Ergebnis, weiteres Vorgehen und potenzielles Goodwill-Impairment abhängig von Analyse und Jahresplanung;
  • Emerging Europe: Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Bereich bei positiver Ergebnisentwicklung;
  • Asien/Pazifik: deutliches Umsatzwachstum aufgrund der Effekte aus der Akquisition in Australien sowie ausgeglichenes Ergebnis.

Die verschlechterten Rahmenbedingungen und der dadurch bedingte geringere Auftragseingang im dritten Quartal machen sich bereits bemerkbar. Hinzu kommen die im dritten Quartal angefallenen unerwarteten Verluste in Nordamerika. Die nach einem Managementwechsel und im Rahmen des Quartalsabschlusses gewonnenen Erkenntnisse werden derzeit analysiert und verifiziert. Zwischenzeitlich wurde der bisherige Verantwortliche für die Region »DACH«, die größte Organisationseinheit der WashTec-Gruppe, als COO in den

USA ernannt. Zudem wurde der dortige Finanzbereich durch eine Mitarbeiterin aus der Konzernzentrale verstärkt. Der Vorstand wird die angemessenen Schritte unternehmen, die strategischen Optionen prüfen und das weitere Vorgehen in Nordamerika aktiv beaufsichtigen. Die Gesellschaft geht nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse von einer Verschlechterung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr von 10–15% aus.

Zur Anpassung der Kostenstrukturen der WashTec-Gruppe an das schwierige Marktumfeld wurde ein gruppenweites Programm zur Ergebnisverbesserung verabschiedet. Im Rahmen dieser Maßnahmen anfallende Einmalaufwendungen für Restrukturierung und Abwertungen werden das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres zusätzlich deutlich belasten.

2012 im Zeichen der nachhaltigen Unternehmenskonsolidierung

Aufgrund der derzeitigen unklaren Gesamtsituation in den Märkten ist eine Prognose für 2012 mit erheblichen Unsicherheiten versehen. Eine Prognose für 2012 wird daher nicht gegeben. WashTec wird alle Tätigkeiten und Aktivitäten der Gruppe in Hinblick auf Ergebnisbeitrag und Optimierungspotential prüfen. Eine weitere Expansion durch Zukäufe ist nicht geplant. WashTec wird eine zurückhaltende Ausgaben- und Investitionspolitik verfolgen und die Schwerpunkte auf Projekte, Bereiche und Regionen setzen, die mittelfristig die besten Wachstumsaussichten versprechen. Auf zukunftsorientierte Projekte wird trotz einer Konsolidierung nicht verzichtet. Durch die langfristige Finanzierung des Unternehmens und die soliden Bilanzstrukturen sieht WashTec sich für die zukünftigen Herausforderungen gut gerüstet und wird gestärkt aus einer schwierigen Marktsituation hervorgehen.

3. Chancen und Risiken der Konzernentwicklung

Eine Beschreibung des Risikomanagements in der WashTec Gruppe findet sich im Geschäftsbericht 2010. Die Situation hat sich gegenüber den im Risikobericht des Geschäftsberichts 2010 beschriebenen Chancen und Risiken bis auf die oben beschriebenen Risiken nicht wesentlich verändert.

Konzern-Gewinnund-Verlustrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Rundungsdifferenzen möglich.

01.01. 01.01. 01.07. 01.07.
bis 30.09. bis 30.09. bis 30.09. bis 30.09.
2011 2010 2011 2010
Umsatzerlöse 212.747.754 190.347.365 72.303.859 66.605.322
Sonstige betriebliche Erträge 3.238.002 3.572.147 824.387 584.118
Andere aktivierte Entwicklungskosten 934.775 1.097.765 280.242 467.133
Bestandsveränderung –21.435 1.007.355 –523.017 1.593.169
Gesamt 216.889.096 196.024.632 72.875.471 69.249.742
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 72.821.839 64.333.405 24.876.037 23.361.398
Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.408.791 13.893.561 5.157.721 4.864.567
88.230.630 78.226.966 30.033.758 28.225.965
Personalaufwand 74.657.121 67.599.548 24.273.942 22.454.584
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.667.317 7.134.665 2.692.924 2.363.806
Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.111.990 30.631.793 11.410.802 10.815.221
Sonstige Steuern 541.536 561.866 188.061 184.848
Gesamte betriebliche Aufwendungen 205.208.594 184.154.838 68.599.487 64.044.424
Betriebsergebnis 11.690.502 11.869.794 4.285.984 5.205.318
Finanzertrag 90.654 42.548 18.119 16.778
Finanzaufwand 1.279.663 1.470.722 436.669 404.481
Finanzergebnis –1.189.009 –1.428.174 –418.550 –387.703
Ergebnis vor Steuern 10.501.493 10.441.620 3.867.434 4.817.615
Ertragsteueraufwand –4.738.808 –5.227.285 –2.304.840 –2.232.328
Konzernergebnis 5.762.685 5.214.335 1.562.594 2.585.287
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.976.970 13.976.970 13.976.970 13.976.970
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 0,41 0,37 0,11 0,18

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Rundungsdifferenzen möglich.

T€ 01.01. bis 01.01. bis
30.09.2011 30.09.2010
Ergebnis nach Steuern 5.763 5.214
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes
von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten –317 557
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
und Währungsveränderungen –35 440
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen –209 –1.354
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen
und ähnlichen Verpflichtungen 0 –506
Latente Steuern auf direkt mit Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 62 434
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen –498 –429
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode 5.265 4.785
Konzernbilanz Aktiva 30.09.2011 31.12.2010
Der Konzernanhang ist Langfristiges Vermögen
integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses. Sachanlagen 41.803.234 41.920.722
Rundungsdifferenzen 58.062.041 58.192.039
möglich. Immaterielle Vermögenswerte 11.843.415 9.862.248
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 635.712 387.967
Steuerforderungen 200.501 252.817
Sonstige Vermögenswerte 74.497 39.793
Aktive latente Steuern 7.855.923 7.015.377
Gesamtes langfristiges Vermögen 120.475.323 117.670.963
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 40.630.478 37.378.273
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.120.402 39.934.929
Steuerforderungen 132.028 1.210.691
Sonstige Vermögenswerte 5.052.884 5.584.162
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.105.879 15.304.363
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 90.041.671 99.412.418
Gesamte Aktiva 210.516.994 217.083.381
Passiva 30.09.2011 31.12.2010
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 12.000.000 12.000.000
Kapitalrücklage 36.463.441 36.463.441
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte –2.614.476 –2.116.221
Ergebnisvortrag 15.678.970 9.235.334
Konzernergebnis 5.762.685 10.776.497
95.290.620 94.359.051
Langfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 25.450.482 276.582
Finanzierungsleasingschulden 5.091.437 6.617.302
Rückstellungen für Pensionen 7.067.406 7.013.238
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 0 47.000
Sonstige langfristige Rückstellungen 3.083.663 3.693.291
Sonstige langfristige Schulden 2.150.074 1.540.501
Umsatzabgrenzung 865.847 698.988
Passive latente Steuern 6.423.287 4.551.105
Gesamte langfristige Schulden 50.132.196 24.438.007
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 752.995 32.427.648
Finanzierungsleasingschulden 2.453.404 2.560.143
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.538.020 7.968.064
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.900.382 9.478.523
Schulden aus Steuern und Abgaben 3.597.667 3.321.152
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 716.857 815.887
Ertragsteuerschulden 3.814.662 1.711.785
Sonstige kurzfristige Schulden 25.504.597 20.631.733
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 9.200.955 9.884.854
Umsatzabgrenzung 8.614.639 9.486.534
Gesamte kurzfristige Schulden 65.094.178 98.286.323
Gesamte Passiva 210.516.994 217.083.381

Der Konzernanhang ist

Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Rundungsdifferenzen möglich.

01.01. bis 01.01. bis
30.09.2011 30.09.2010
T€ T€
Ergebnis vor Steuern 10.501 10.442
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.667 7.135
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens –96 –146
Sonstige Gewinne und Verluste –2.780 548
Finanzerträge –91 –43
Finanzaufwendungen 1.281 1.471
Veränderung der Rückstellungen –1.212 –2.134
Veränderung des Nettoumlaufvermögens:
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -820 –82
Zu-/Abnahme der Vorräte –3.347 –4.217
Zu-/Abnahme der Schulden aus Lieferungen und Leistungen –3.590 7.688
Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen 7.582 –575
Gezahlte Ertragsteuer –1.566 –1.522
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto Cashflow) 13.529 18.565
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) –6.432 –5.469
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 232 445
Auszahlungen für Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbene Zahlungsmittel –938 –1.974
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –7.138 –6.998
Aufnahme langfristiger Kredite 23.786 54
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –33.246 –10.017
Gezahlte Dividende –4.333 –1.677
Erhaltene Zinsen 74 43
Gezahlte Zinsen –989 –1.224
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing –1.969 –2.112
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit –16.677 –14.933
Nettozu-/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten –10.286 –3.366
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –959 –1.730
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 15.155 13.732
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. September 3.910 8.636
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.106 8.659
kurzfristige verzinsliche Darlehen –196 –23

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Rundungsdifferenzen möglich.

T€ Gezeichnetes Kapital- Sonstige Währungs- Ergebnis- Gesamt
Kapital rücklage Rücklagen kurseffekte vortrag
Stand 1. Januar 2010 40.000 36.464 –1.365 –453 10.912 85.558
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –1.303 440 –863
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 434 434
Dividende –1.677 –1.677
Konzernergebnis 5.214 5.214
Stand 30. September 2010 40.000 36.464 –2.234 –13 14.449 88.666
Stand 1. Januar 2011 40.000 36.464 –1.986 –130 20.011 94.359
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen –525 –35 –560
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 62 62
Dividende –4.333 –4.333
Konzernergebnis 5.763 5.763
Stand 30. September 2011 40.000 36.464 –2.450 –165 21.441 95.291

Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der WashTec AG (IFRS) für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2011

Allgemeine Erläuterungen

1. Informationen zum Unternehmen

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe lautet auf WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7 in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand des WashTec Konzerns umfasst darüber hinaus Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und aller damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Beträge werden auf ganze Euro gerundet, bzw. in Mio. € oder T€ dargestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 »Zwischenberichterstattung«.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für den Abschluss des Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gelesen werden.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 angewandten Methoden.

Die WashTec Cleaning Technology verfügt über langfristige USD-Darlehensforderungen gegenüber der amerikanischen Tochtergesellschaft. Die Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb wurde mit Wirkung vom 23. September 2011 um Mio. USD 4, auf Mio. USD 34 erhöht. Die amerikanische Tochtergesellschaft verfügt über langfristige CAD-Darlehensforderungen gegenüber der kanadischen Tochtergesellschaft. Die Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2011 auf Mio. CAD 6,1 festgelegt. Dementsprechend werden die Umrechnungseffekte dieser Darlehen im Eigenkapital erfasst.

Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, die folgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen anzuwenden. Wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 dargestellt, sind diese für den Konzernabschluss derzeit entweder nicht relevant oder haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe.

  • IAS 24 Änderungen des IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
  • IAS 32 Änderungen des IAS 32 Einstufung von Bezugsrechten
  • IFRS 1 Änderungen des IFRS 1 Begrenzte Befreiung von Vergleichs angaben nach IFRS 7 für erstmalige Anwender
  • IFRIC 14 Änderungen des IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen

  • IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapital instrumenten

  • IFRS Verbesserungen an den IFRS 2010

Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Es erfolgte keine frühzeitige Anwendung durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

  • IAS 1 Änderung des IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses
  • IAS 12 Änderungen des IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte
  • IAS 19 Änderung des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
  • IAS 27 neue Fassung des IAS 27 Einzelabschlüsse
  • IAS 28 neue Fassung des IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • IFRS 1 Änderungen des IFRS 1 Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender
  • IFRS 7 Änderungen des IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
  • IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
  • IFRS 10 Konzernabschlüsse
  • IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
  • IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
  • IFRS 13 Bewertung mit dem beizuliegenden Zeitwert

Die von den Standards IAS 1, IAS 12, IAS 19, IAS 27, IAS 28, IFRS 1, IFRS 7, IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 und IFRS 13 angesprochenen Sachverhalte sind für die WashTec Gruppe derzeit nicht relevant, haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe bzw. führen zu erweiterten Anhangangaben. Die WashTec Gruppe kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des IFRS 9 haben wird.

3. Unternehmenszusammenschlüsse

Im Bereich der Waschchemie hat WashTec Benelux B. V., Zoetermeer, Niederlande, mit Wirkung zum 1. April 2011 einen Kaufvertrag über ausgewählte Vermögensgegenstände, insbesondere den Kundenstamm sowie einen Vertriebsmitarbeiter des ehemaligen Händlers für Waschchemie abgeschlossen. WashTec sichert damit die zukünftige Versorgung und Betreuung aller lokalen Kunden für Auwa-Waschchemie durch die Tochtergesellschaft von WashTec in den Niederlanden.

Der Kaufpreis für den Unternehmenserwerb liegt unterhalb von Mio.€ 0,5. Er beinhaltet eine variable Komponente. Es wurden im Wesentlichen Due Diligence-Prüfungen für wirtschaftliche Risiken durchgeführt.

Zudem hat WashTec im April einen Vertrag zum Erwerb der wesentlichen Vermögenswerte der »Carwash«-Sparte des früheren Ceccato-Händlers und zweitgrößten Marktteilnehmers in Spanien, Barin S.A., unterzeichnet. Durch diesen Schritt wird WashTec zum zweitgrößten Anbieter auf dem spanischen Markt. Barin war aufgrund der schwierigen Marktsituation in Spanien in finanzielle Schwierigkeiten geraten und musste Ende 2010 Insolvenz anmelden. WashTec hat sich daher entschieden, diese Gelegenheit zum Ausbau der Marktposition in Spanien trotz des dort weiter vorherrschenden schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zu nutzen. WashTec erwartet, dass sich aus der Zusammenführung der beiden Organisationen positive Synergieeffekte ergeben werden.

Als Kaufpreis wurde ein Betrag von ca. Mio.€ 0,6 vereinbart, der den Kundenstamm, sowie einige Vorräte abdeckt. Darüber hinaus sind wesentliche Mitarbeiter auf WashTec übergegangen. Er beinhaltet einen Einbehalt gegenüber dem Verkäufer. Die für die Wirksamkeit des Vertrags notwendige Genehmigung durch das zuständige Insolvenzgericht in Madrid wurde zwischenzeitlich ebenfalls erteilt.

Im Zusammenhang mit den Akquisitionen fielen bisher insgesamt T€ 52 Anschaffungsnebenkosten an, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die vorläufigen Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der oben genannten Gesellschaften zum Übernahmestichtag:

in Mio.€ Zeitwert Buchwert
Vorräte 0,2 0,2
Immaterialle Vermögenswerte 0,8 0,8

Im Konzernergebnis zum 30. September 2011 sind ein geschätztes Ergebnis i.H. v. Mio.€ 0,1 sowie Umsatzerlöse i. H. v. Mio € 0,5 enthalten. Aufgrund der Insolvenzanmeldung von Barin S.A. Ende 2010 sind im Jahr 2011 geschätzt keine Umsätze mit der »Carwash«-Sparte getätigt worden. Hätten die Unternehmenzusammenschlüsse zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Konzernumsatzerlöse auf ca. Mio.€ 212,8 und das Konzernergebnis nach Steuern auf ca. Mio.€ 5,8 belaufen.

4. Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Umstellung der internen Steuerung des Konzerns wurde zum ersten Quartal 2011 die Segmentberichterstattung auf die Regionen »Kerneuropa«, »Emerging Europe«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« geändert.

In der Region »Kerneuropa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe innerhalb von Nord- und Westeuropa zusammengefasst. Diese Region beinhaltet somit die bisherige Area »DACH« sowie den europäischen Anteil der Area »RoW« und des Chemie- und Betreibergeschäfts (Area »Sonstige«). Die Region »Emerging Europe« entspricht der bisherigen Area »CEE«, während die Region »Nordamerika« die Aktivitäten in den USA und Kanada beinhaltet, die bisher in der Area »RoW« gezeigt wurden. Die Region »Asien/Pazifik« reflektiert im Wesentlichen die Geschäftsentwicklung der australischen Tochtergesellschaft und die Entwicklung Chinas.

Januar–September 2011 Kern- Emerging Nord- Asien/ Konsoli- Konzern
in T€ europa Europe amerika Pazifik dierung
Umsatzerlöse 178.463 6.828 27.480 7.889 –7.912 212.748
davon mit Dritten 171.538 6.812 26.800 7.889 –290 212.748
davon mit anderen Segmenten 6.925 17 680 0 –7.622 0
Betriebsergebnis 14.473 652 –3.074 –451 91 11.691
Finanzertrag 91
Finanzaufwand –1.280
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 10.502
Ertragsteueraufwand –4.739
Konzernergebnis 5.763
Januar –September 2010 Kern- Emerging Nord- Asien/ Konsoli- Konzern
in T€ europa Europe amerika Pazifik dierung
Umsatzerlöse 170.143 5.902 18.315 4.208 –8.221 190.347
davon mit Dritten 163.567 5.900 17.237 4.208 –564 190.347
davon mit anderen Segmenten 6.576 2 1.079 0 –7.657 0
Betriebsergebnis 16.187 409 –3.283 –750 –693 11.870
Finanzertrag 43
Finanzaufwand –1.471
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 10.442
Ertragsteueraufwand –5.227
Konzernergebnis 5.215

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt am 30. September 2011 T€ 40.000 und ist in 13.976.790 Aktien eingeteilt. Dies entspricht wie zum Jahresende der durchschnittlich gewichteten Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile.

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG am 5. Mai 2011 hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 4.759.216 eine Dividende in Höhe von € 4.332.860,70 auszuschütten und € 426.355,30 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividende von € 0,31 je dividendenberechtigter Stückaktie. Der Ergebnisvortrag verringert sich somit um € 4.332.860,70.

6. Wesentliche Geschäftsvorfälle

Zum 1. Januar 2011 sind die wesentlichen Vermögenswerte der Produktentwicklungs- und Vertriebsabteilungen von Adekema, wie im Jahresabschluss 2010 dargestellt, übergegangen. Hieraus resultiert im Wesentlichen der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte.

Seit Ende April 2011 hat die US-amerikanische Tochtergesellschaft von WashTec, Mark VII Inc., das direkte Vertriebs- und Servicenetzwerk in den USA ausgebaut und eine eigene Niederlassung in Florida eröffnet. Hierdurch soll die Versorgung und Betreuung von neu gewonnenen überregionalen Großkunden mit Produkten von Mark VII gewährleistet werden.

7. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum fanden keine wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

8. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Es fanden keine wesentlichen Ereignisse nach dem Ende des Berichtszeitraums statt.

Finanzkalender

Analystenkonferenz/ 21.11. bis 23.11.2011, Frankfurt/Main
Eigenkapitalforum (WashTec Präsentation: 22.11.2011,
17.15 Uhr, Raum »Paris«)
Geschäftsbericht 2011 März 2012
Hauptversammlung 2012 Mai 2012
3-Monatsbericht Mai 2012
6-Monatsbericht August 2012
9-Monatsbericht November 2012

Kontakt

WashTec AG Telefon +49 821 5584-0 Argonstraße 7 Telefax +49 821 5584-1135 86153 Augsburg www.washtec.de [email protected]