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WashTec AG — Annual Report (ESEF) 2023
Apr 29, 2024
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2023 im Überblick
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren nach Quartalen
| Q1 2023 | Q2 2023 | Q3 2023 | Q4 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz Mio. € | 109,2 | 127,1 | 120,4 | 132,8 |
| Umsatz mit Europa Mio.€ | 489,5 | 378,9 | 102,9 | 19,2 |
| Umsatz mit Nordamerika Mio.€ | 107,7 | |||
| Umsatz mit Asien/Pazifik Mio.€ | 17,6 | |||
| EBIT Mio. € | 5,5 | 9,9 | 11,5 | 15,0 |
| EBIT mit Vorjahr Mio.€ | 41,9 | 36,2 | 5,7 | 0,6 |
| EBIT-Marge % | 5,0 % | 7,8 % | 9,6 % | 11,3 % |
| EBIT-Marge mit Vorjahr % | 8,6 % | 9,6 % | 5,5 % | 3,1 % |
| Free Cashflow Mio. € | 1,9 | 4,6 | 20,3 | 19,3 |
| Free Cashflow mit Vorjahr Mio. € | 46,1 | 36,4 | 1,4 | 0,4 |
| W = währungsbereinigt | ||||
| * Regionenangaben ohne segmentübergreifende Konsolidierung |
1 Grundlagen des Konzerns
1.1 Geschäftsmodell
WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Als Spezialist arbeitet die Gruppe kontinuierlich an Innovationen für eine möglichst umweltschonende Fahrzeugwäsche. Darüber hinaus bietet WashTec umfassende Servicepakete und digitale Lösungen über die gesamte Lebensdauer der Produkte an. Hierzu gehören neben digitalen On-Call-Service-Systemen zur Fernüberwachung und -steuerung von Anlagenparametern durch die Betreiber, die Wartung der Anlagen, die Chemieversorgung und die Anlagenrücknahme sowie Dienstleistungen für die Vermittlung von Finanzierungen oder das Betreibermanagement von Anlagen. Hauptumsatzträger ist der Produktbereich Maschinen und Service.
Umsatz nach Produkten
| Produkte | Mio.€ | (Vorjahr: Mio.€) |
|---|---|---|
| Maschinen | 418,5 | (420,0) |
| Portalwaschanlagen | ||
| Nutzfahrzeugwaschanlagen | ||
| Waschstraßen | ||
| Wasseraufbereitungssysteme | ||
| Ersatzteile | ||
| Service | 65,8 | (56,9) |
| Smart Service | ||
| Vollwartungsverträge | ||
| Wartungsverträge | ||
| Chemie | ||
| Produktsortiment | ||
| AUWA | ||
| - umrüstungen | ||
| - Chemie | ||
| Green Car Care | ||
| Digitale Lösungen | ||
| my.carwash | ||
| my.service | ||
| my.CarWashShop | ||
| Produktlinie TecsLine | ||
| my.EasyCarWash | ||
| Sortiment für Skandinavien | ||
| Nordic Swan Ecolabel | ||
| WashTec Financial Services (Finanzierungs- und Leasinglösungen) | 5,2 | (5,3) |
| Nachhaltige Reinigungs-, Pflege- und Spezialprodukte | ||
| my.SmartSite | ||
| WashTec Carwash Management |
Konzernstruktur
WashTec AG
Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochtergesellschaften. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH sowie einen Gewinnabführungsvertrag mit der WashTec Holding GmbH.
AUWA-Chemie GmbH
Die AUWA-Chemie GmbH produziert Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Der Vertrieb erfolgt über die WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner in Deutschland und Europa.
WashTec Holding GmbH
Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
WashTec Cleaning Technology GmbH
In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Daneben beliefert und betreut die Gesellschaft die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland.
WashTec Financial Services GmbH & WashTec Carwash Management GmbH
Die WashTec Financial Services GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH bieten Dienstleistungen rund um den Verkauf und den Betrieb von Waschanlagen an, wie beispielsweise die Vermittlung von individuellen Finanzierungen sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Waschanlagen.
Ausländische Tochtergesellschaften
Die WashTec Gruppe ist mit eigenen Tochtergesellschaften in den Niederlanden, in Frankreich, Dänemark, Norwegen, Italien, Spanien, Großbritannien, Österreich und Polen sowie den USA, Kanada, Australien und Neuseeland vertreten und übernehmen dort den Vertrieb und Service für die WashTec Produkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war WashTec in China noch mit einer eigenen Tochtergesellschaft vertreten. Zukünftig wird der chinesische Markt als Händlermarkt bearbeitet. Daneben wurde im Jahr 2023 in Neuseeland der bisherige unabhängige Vertriebspartner übernommen, um dort direkte Vertriebs- und Serviceaktivitäten aufnehmen zu können. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich im Abschnitt »Produktion, Beschaffung und Logistik«.
- WashTec AG Augsburg, Deutschland
- WashTec Carwash Management GmbH¹ Augsburg, Deutschland
- AUWA-Chemie GmbH¹ Augsburg, Deutschland
- WashTec Holding GmbH² Augsburg, Deutschland
- WashTec Financial Services GmbH¹ Augsburg, Deutschland
- WashTec Cleaning Technology GmbH¹ Augsburg, Deutschland
- WashTec France S.A.S. Frankreich
- WashTec Spain S.A.U. Spanien
- WashTec UK Ltd. Großbritannien
- WashTec S.r.l. Italien
- WashTec Benelux B.V. Niederlande
- WashTec Cleaning Technology GmbH Österreich
- WashTec A/S³ Dänemark
- WashTec Cleaning Technology s.r.o.⁴ Tschechien
- WashTec Nordics AB Schweden
- WashTec Polska Sp. z.o.o.⁴ Polen
- Mark VII Equipment Inc.⁵ USA
- WashTec Australia Pty Ltd. Australien
- WashTec New Zealand Limited Neuseeland
- WashTec Bilvask AS, Norwegen
- WTMVII Cleaning Technologies Canada, Inc., Kanada
¹ Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
² Gewinnabführungsvertrag
³ Inkl. Tochtergesellschaft WashTec Bilvask AS, Norwegen
⁴ WashTec Cleaning Technology GmbH 90%, WashTec Holding GmbH 10%
⁵ Inkl. Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies Canada, Inc., Kanada# WashTec Lagebericht
Grundlagen des Konzerns
Abschluss
Weitere Informationen
Nyrany Recklinghausen Grebenau Augsburg Denver
Vertrieb
WashTec
Vertriebspartner
Produktionsstätten
Die globale Präsenz der WashTec Gruppe ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Weltweit beschäftigt WashTec rund 1.700 Mitarbeiter und hat eigene Tochtergesellschaften in allen wesentlichen Märkten. Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist in über 80 Ländern der Welt vertreten.
Produktion, Beschaffung und Logistik
WashTec verfügt über ein globales Beschaffungs- und Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien und den USA. Der Großteil der Anlagen für den weltweiten Vertrieb wird im Leitwerk Augsburg (Deutschland) montiert. Die Portalwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver (USA) produziert. In Nyrany (Tschechien) erfolgt ein Großteil der Blechfertigung. Ferner werden dort Komponenten vor-montiert und die Basis-Portalanlage montiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden für die gesamte Gruppe die Steuerungen (Recklinghausen) und die Waschchemie (Grebenau) produziert.
Segmente
Die globale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe wird in drei geographische Regionen untergliedert. In der Region »Europa« wird das Geschäft in Europa sowie die Exportaktivitäten in weiteren Ländern zusammengefasst. Die Region »Nordamerika« beinhaltet die Aktivitäten in den USA und Kanada. Die Region »Asien/Pazifik« umfasst hauptsächlich das Geschäft der Tochtergesellschaften in Australien und China.
Leitung und Kontrolle
Als Aktiengesellschaft besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.
Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfeldes, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft erfolgt über ein
wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controlling-Konzept, Zielkennzahlen zur Unternehmenssteuerung sowie Maßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen und profitablen Wachstums, zur Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement.
Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die in allen Verantwortungsebenen des Konzerns und in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.
Die Überwachung erfolgt durch regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen Vorstandssitzungen im Zwei-Wochen-Turnus, bei denen die Bereichsverantwortlichen berichten, monatliche Sitzungen mit den wesentlichen Bereichsverantwortlichen, regelmäßige internationale Management-Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inkl. Investitions-, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden auch sämtliche Investitionsprojekte laufend geprüft und verfolgt.
Externe Einflussfaktoren für das Geschäft
WashTec trägt durch das verbindliche Ziel, den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, zu den globalen Anstrengungen zur Begrenzung der globalen Erderwärmung bei (hierzu wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 1.2 »Unternehmensziel und Strategie« verwiesen).
Der große wirtschaftliche und gesellschaftliche Trend hin zur Individualisierung ist ein wichtiger Treiber des weiterwachsenden Mobilitätsbedarfs. Das daraus resultierende Verkehrsaufkommen basiert nach wie vor zu einem erheblichen Teil auf individueller Fortbewegung. Einhergehend mit der notwendigen Dekarbonisierung und den globalen Mobilitätstrends ergeben sich daraus Veränderungen in den Fahrzeugflotten. Autonomes Fahren und Shared Mobility führen einerseits zwar zu einer Verringerung des Fahrzeugbestands, aber andererseits auch zu einer Steigerung der Personenkilometer bei kürzeren Fahrzeuglebenszyklen. Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach in Zukunft auch die Art und die Intensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die Teil eines Shared Mobility-Konzepts sind, werden tendenziell häufiger gewaschen.
Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit
Der Beitrag von Unternehmen zur Nachhaltigkeit ist für alle Stakeholder von zentraler Bedeutung und führt zu einem steigenden Bedürfnis nach Informationen und Transparenz. Dies betrifft neben der Umweltverträglichkeit der Produkte auch die CO2-Emissionen im betrieblichen Handeln von Unternehmen.
Bei der maschinellen Fahrzeugwäsche wird durch den Einsatz von Wasseraufbereitungsanlagen, durch die das Wasser im Kreislauf geführt wird, der Verbrauch von Frischwasser im Vergleich zur Handwäsche aber auch im Vergleich zur Wäsche ohne Wasseraufbereitungsanlage deutlich reduziert. Im Bereich der Waschchemie kommt die Produktserie Green Car Care durch biogene Tenside ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe aus. Hierbei handelt es sich jedoch um Wirkstoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und so für eine bessere Benetzung von Gegenständen sorgen.
Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung der externen Einflussfaktoren auf das Geschäft aufmerksam, um frühzeitig mit entsprechenden strategischen Entscheidungen auf Veränderungen reagieren zu können.
Ökonomie
Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Landes stellt eine bedeutsame Einflussgröße für die Verbreitung der automatisierten Fahrzeugwäsche dar. Ein Anstieg dieses Einkommens ermöglicht weltweit ein nachhaltiges Marktpotenzial, insbesondere in Regionen, den Übergang von Handwäsche zu automatisierter Wäsche vollziehen. Dieser Fortschritt wird jedoch durch verschiedene Faktoren, wie Inflation und ein daraus resultierendes hohes Zinsniveau oder globale Krisen, wie der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, ausgebremst.
Mobilitätswende
Die Kundenerwartungen umfassen nach wie vor ein optimales Waschergebnis bei gleichzeitiger Ressourcenschonung sowie die komfortable Bedienung der Anlagen. Die automatisierte Fahrzeugwäsche, insbesondere bei Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen, ist im Vergleich zur Handwäsche aufgrund des geringeren Wasser- und Chemieverbrauchs deutlich schonender für die Umwelt. Moderne digitale Systeme ermöglichen den Betreibern jederzeit und von jedem Ort den komfortablen Zugriff und die Fernüberwachung und -steuerung von Anlagenparametern. Für die Endkunden bleiben die Aspekte Waschgeschwindigkeit, Komfort, Qualität und Wascherlebnis von zentraler Bedeutung.
Auf dieser Basis geht die Gesellschaft weiterhin davon aus, dass die Sauberkeit von Fahrzeugen als ein wesentliches Qualitätskriterium und damit als Treiber des Geschäftsmodells bestehen bleibt. Die WashTec Gruppe rechnet jedoch mit Änderungen in den Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Bedeutung und konzeptionelle Gestaltung der existierenden Betreiberstandorte. Daneben werden in dieser Entwicklung auch weitere Chancen gesehen, vor allem durch das Angebot von digitalen und umweltfreundlichen Lösungen für die Autowäsche.
1.2 Unternehmensziel und Strategie
Im Mittelpunkt unseres Handelns steht für uns das Ziel den Menschen, die Fahrzeuge professionell waschen, den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Dies erfordert neben einer aufeinander abgestimmten Spezialisierung, um die Kundenbedürfnisse erfüllen zu können, auch die Produkt- und Serviceführerschaft für die bestmögliche Technologie und Qualität unserer Produkte. Daneben bestimmt die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in Bezug auf die Produkte unser unternehmerisches Denken und Handeln.
Unsere Strategie basiert auf den folgenden wesentlichen Säulen:
- Total Customer Care
- Ökologische Nachhaltigkeit
- Ideales Wirksystem für die Autowäsche
- Konzentration auf Kernregionen
Ideales Wirksystem für die Autowäsche
Mit dem Wirksystem aus Maschine, Wasseraufbereitung und biologisch abbaubarer Chemie erhalten die Waschanlagenbetreiber und Verbraucher die nachhaltigste Autowäsche. Die professionell abgestimmten Bestandteile des Waschprozesses ermöglichen unseren Kunden die bestmögliche Autowäsche zu erzielen.
Ökologische Nachhaltigkeit
Ökologische Nachhaltigkeit hat für WashTec eine hohe Priorität und umfasst das betriebliche Handeln sowie die Umweltwirkung unserer Produkte. Diese Strategie beinhaltet sowohl die Reduktion von CO2-Emissionen für die eigenen Produktionsstandorte einschließlich deren Vertriebs- und Serviceaktivitäten als auch eine Senkung des Wassereinsatzes der Waschanlagen im Kundenbetrieb.
Konzentration auf Kernregionen
Regional richtet sich der Fokus insbesondere auf die Kernregionen Europa und Nordamerika, um die sich dort bietenden Marktpotenziale stärker auszuschöpfen.
Total Customer Care
Mit Total Customer Care stellt die WashTec Gruppe den höchstmöglichen Kundennutzen in den Fokus und bietet basierend auf dem überlegenen Maschinen- und Waschchemieport-
folio sowie der fortschrittlichen digitalen Plattform Waschanlagenbetreibern und Verbrau-
chern die profitabelste Autowäsche.# WashTec Lagebericht // Grundlagen des Konzerns
Abschluss
Weitere Informationen
1.3 Steuerungssystem
Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator
Auf Konzernebene wird zudem der folgende nichtfinanzielle Leistungsindikator verwendet:
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Unfallhäufigkeitsrate: Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden
W
Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und
Im »gesonderten nichtfinanziellen Bericht« erfolgt eine ausführliche Beschreibung des für
nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:
WashTec wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikators Unfallhäufigkeitsrate (siehe
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren
hierzu Abschnitt »Gesonderter nichtfinanzieller Bericht« ab S. 30).
Umsatz
W
Gesonderter nichtfinanzielle Bericht nach §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB
EBIT
W
Der »gesonderte nichtfinanzielle Bericht« gemäß §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB
Free Cashflow
W
ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://ir.washtec.de/finanzberichte/ als ein
ROCE
W
eigenständiges Kapitel des Geschäftsberichts 2023 ab S. 30 veröffentlicht.
Der Leistungsindikator »Free Cashflow« wird als Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätig-
keit abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit definiert.
Return on Capital Employed (»ROCE«) wird definiert als Verhältnis zwischen EBIT und
»Capital Employed«. Zum Capital Employed gehören nach unserer Definition das Anlage-
vermögen (Anlagevermögen inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Nutzungsrechte) zu-
üglich des Net Operating Working Capital (»NOWC«) ermittelt als Durchschnitt über die
Stichtagswerte der letzten fünf Quartale. Das NOWC wird definiert als Summe aus Vorräten
und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.
Chancen- und Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsät-
zen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernweite und un-
ternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung,
Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich
weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand
informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken, ggf. ergriffene Maßnah-
men und deren Entwicklung.
Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts darge-
stellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 und 315a HGB geforderte Bericht zum internen Kontroll- und
Risikomanagementsystem enthalten.
1.4 Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung war im vergangenen Geschäftsjahr die Entwicklung weiterer Ausprägungen und Funktionen der SmartCare ein wesentliches Thema. Dies er- folgte mit dem Fokus auf die Verbesserung der Wasch- und Trocknungsqualität, der Pro- zessgeschwindigkeit und der kontinuierlichen Reduktion des ökologischen Fußabdrucks. In diesem Bereich konnten durch ein zunehmendes Verständnis biologischer und chemischer Zusammenhänge in der Wasseraufbereitung weitere Verbesserungen erzielt werden, wo- durch der Frischwasserbedarf weiter gesenkt und den durch den Klimawandel verursachten Dürreperioden in vielen Regionen Rechnung getragen werden kann. Ein weiterer Schwer- punkt war die erfolgreiche Einführung eines modular aufgebauten Baukastens für die neue JetWash-Generation, die den schnellen Aufbau und die problemlose Inbetriebnahme beim Kunden garantiert. Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg rund 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung an möglichst modularen Lösungen mit hohem Wiederverwen- dungsgrad. Internationale Patente sichern den künftigen Lösungsraum für WashTec ab.
Die gesamten operativen Aufwendungen der WashTec Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen 2023 rund Mio.€ 14,2 (Vorjahr: Mio.€ 14,2). Die im Geschäftsjahr 2023 aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen Mio.€ 1,6 (Vorjahr: Mio.€ 2,0) und entfielen im Wesentlichen auf die Entwicklung einer Software für die Digitalisierungs- und Serviceplattform.
WashTec Lagebericht // Wirtschaftsbericht
Abschluss
Weitere Informationen
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
tätigkeit belasten und dass das zugrunde liegende Produktivitätswachstum gering bleiben wird. Dennoch rechnet der IWF mit positiven Impulsen, insbesondere aus den USA und
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern, da diese sich widerstandsfähiger entwickeln als zunächst erwartet und China fiskalische Unterstützung erhält. Demnach er-
Weltweite Wirtschaftsentwicklung wartet der IWF für das Jahr 2024 ein globales Wirtschaftswachstum auf dem Niveau des
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts* Jahres 2023.
Prognose 2023 Ist 2023 Prognose 2024
Deutschland 0,1% –0,3% 0,5%
Eurozone 0,7% 0,5% 0,9%
USA 1,4% 2,5% 2,1%
China 5,2% 5,2% 4,6%
Schwellenländer 4,0% 4,1% 4,1%
Welt 2,9% 3,1% 3,1%
*World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (»IWF«) vom 30. Januar 2024
Die Weltwirtschaft war im Geschäftsjahr 2023 maßgeblich von der weiterhin hohen Inflation
und den daraus resultierenden Anhebungen der Leitzinsen geprägt, die Konsum und Inves-
titionen spürbar bremsten. Durch die Straffung der Geldpolitik hat die Inflation im Jahr
2023 ihren Höhepunkt erreicht und ist im Verlauf des Jahres bereits gesunken, liegt jedoch
gegenwärtig noch über dem von den Notenbanken angestrebten Zielwert. Daneben war die wirtschaftli-
che Entwicklung insbesondere durch die Unsicherheiten und Spannungen gegenüber China
sowie dem Krieg in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten belastet.
Der Internationale Währungsfonds (»IWF«) geht in seiner Prognose für das Jahr 2024 davon
aus, dass die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung, die Rück-
nahme der fiskalischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung die Wirtschafts-
Branchenentwicklung (Maschinenbau & Chemie)
Die Konjunktur in Deutschland hat sich seit Ende des vergangenen Jahres deutlich abge-
kühlt. Zwar hat im Verlauf des Jahres die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg
der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Anders als noch im Sommer
erwartet blieb die Erholung in der zweiten Jahreshälfte aus. Laut dem Verband Deutscher
Maschinen- und Anlagenbau (»VDMA«) führte insbesondere die anhaltend schwache Welt-
konjunktur sowie die geringe Investitionstätigkeit im Inland im deutschen Maschinen- und
Anlagenbau das ganze Jahr über zu rückläufigen Auftragseingängen im Vergleich zum Vor-
jahr. Zudem blieb die Erholung beim privaten Konsum aus.
Im Jahr 2024 wird sich die deutsche Wirtschaft laut den Prognosen des ifo-Instituts langsam
von der Rezession im abgelaufenen Jahr erholen. Die Prognose der Bundesregierung fällt
mit einem Wachstum von 0,2% demgegenüber wesentlich verhaltener aus. Gegenwärtig
bremsen vor allem die schwache Auslandsnachfrage in der Industrie, die infolge der geld-
politischen Straffung höheren Finanzierungskosten für Investitionen und der zögerliche
private Konsum die wirtschaftliche Entwicklung. Diese Aspekte dürften nach und nach an
Bedeutung verlieren, da mit steigenden Exporten infolge der wieder wachsenden auslän-
dischen Absatzmärkte sowie einer Ausweitung der privaten Konsumausgaben durch die
gestiegenen Löhne und einem stabilen Arbeitsmarkt gerechnet wird.
2.2 Geschäftsverlauf der Gruppe
Markt für Fahrzeugwaschanlagen
Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen.
Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahr-
zeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergeb-
nisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder
Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere
wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Autowerkstätten, Supermarktketten,
Speditionen und Verkehrsbetriebe.
Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr 2023
gegenüber den Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (»IWF«), die im Ge-
schäftsbericht 2022 dargelegt wurden, nicht wesentlich verändert. Insbesondere die hohe
Inflation und die gestiegenen Zinsen belasteten Konsum und Investitionen. Die Wirtschaft
in Deutschland schrumpft seit Ende des vergangenen Jahres. Im deutschen Wettbewerb
Maschinen- und Anlagenbau setzte sich der zu Beginn des Geschäftsjahres eingesetzte
Abwärtstrend beim Auftragseingang das ganze Jahr über fort. Die Lieferengpässe verloren
zwar weiter an Bedeutung und der nach wie vor hohe Auftragsbestand konnte die wirt-
schaftliche Entwicklung stützen. Allerdings haben die gestiegenen Finanzierungskosten die
Investitionsbereitschaft spürbar abgeschwächt. Dies trifft auch auf die WashTec Gruppe zu.
Kundengruppen
WashTec ist weltweit Marktführer mit einer installierten Basis von über 50.000 Einheiten.
In Europa – einem entwickelten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität – ist WashTec nach
eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil mit großem Abstand
Marktführer. Im nordamerikanischen Markt mit einem großen Anteil von Waschstraßen ist
die Kunden- und Anbieterseite fragmentierter als in Europa. In Australien und Neuseeland treffen
europäische und amerikanische Wettbewerber in einem entwickelten Markt auf-
einander.
| 2022 | Prognose 2023 | 2023 | Veränderung zum Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 482,2 | ±3% | 489,5 | 1,5% |
| EBIT | 38,0 | ≥10% | 41,9 | 10,3% |
Absatzmärkte
Deutschland bzw. Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte.# WashTec Lagebericht // Wirtschaftsbericht Abschluss Weitere Informationen
2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gruppe
2.3.1 Ertragslage
Gewinn- und Verlustrechnung
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der WashTec Gruppe:
| 2023 | 2022 | Veränderung in Mio.€ absolut | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 489,5 | 482,2 | 7,3 | 1,5 |
| Kosten der umgesetzten Leistung | –352,9 | –352,8 | –0,1 | –0,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 136,5 | 129,4 | 7,1 | 5,5 |
| Bruttoergebnismarge in % | 27,9 | 26,8 | 1,1 | – |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | –14,2 | –14,2 | 0,0 | 0,0 |
| Vertriebsaufwand | –62,5 | –62,1 | –0,4 | –0,6 |
| Verwaltungsaufwand | –18,6 | –17,1 | –1,5 | –8,8 |
| Sonstige Erträge & Aufwendungen | 0,5 | 2,0 | –1,5 | –75,0 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 41,9 | 38,0 | 3,9 | 10,3 |
| EBIT-Marge in % | 8,6 | 7,9 | 0,7 | – |
| Finanzergebnis | –3,5 | –0,7 | –2,8 | –400,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 38,4 | 37,3 | 1,1 | 3,0 |
| Ertragsteuern | –10,4 | –10,9 | 0,5 | –4,6 |
| Konzernergebnis | 28,0 | 26,4 | 1,6 | 6,1 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 2,09 | 1,97 | 0,12 | 6,1 |
Umsatz der Gruppe
Die WashTec Gruppe hat zum 31. Dezember 2023 einen Umsatz von Mio.€ 489,5 erzielt und lag damit um Mio.€ 7,3 bzw. 1,5% über dem Vorjahreswert von Mio.€ 482,2. Dies ist ein neuer Jahreshöchstwert.
Gemäß der Strategie Free Cashflow Mio.€ 16,2 ≥10% 46,1 184,6% der Gruppe soll mittel- und langfristig vor allem Nordamerika einen höheren Anteil an den ROCE % 20,2 ≥ 1 Prozentpunkt 21,5 1,3 Prozentpunkte Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben. Des Weiteren soll insgesamt das After-Sales-Ge- Unfallhäufigkeitsrate schäft mit Service und Chemie durch neue Produkte und eine stärkere Fokussierung darauf (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) 4,2 <4,2 4,2 0,0 zum Wachstum der WashTec Gruppe beitragen. Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von Mio.€ 489,5 einen neuen Höchstwert erzielt und liegt damit um Mio.€ 7,3 bzw. 1,5% über dem Vorjahr (Mio.€ 482,2). Damit wurde das im Geschäftsbericht 2022 kommunizierte Ziel eines Umsatzes in der Größenordnung des Vorjahres von ±3% erreicht. Bereinigt um Währungseffekte lag der Umsatzanstieg bei 3,4%.
Der Free Cashflow stieg aufgrund eines wesentlich geringeren Net Operating Working Capital auf Mio.€ 46,1 (Vorjahr: Mio.€ 16,2). Hier wirkten sich insbesondere die zu Beginn des Jahres initiierten Maßnahmen zur Senkung des im Vorratsvermögen gebundenen Kapitals positiv auf die Entwicklung aus. Damit wurde die Prognose eines deutlichen Anstiegs des Free Cashflow von ≥ 10% deutlich übertroffen.
Der ROCE lag bei 21,5% (Vorjahr: 20,2%). Demzufolge wurde das angestrebte Ziel einer deutlichen Verbesserung des ROCE von ≥ 1 Prozentpunkt hauptsächlich aufgrund des deutlich höheren EBIT erreicht. Das zugrunde liegende Capital Employed stieg gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 6,3 bzw. um 3,3%. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf das höhere Anlagevermögen aufgrund des Erwerbs des Standorts der amerikanischen Tochtergesellschaft zurückzuführen.
Die Unfallhäufigkeitsrate lag zum Jahresende wie bereits im Vorjahr bei einem Wert von 4,2 und damit unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für 2023 gesetzte Ziel einer Unfallhäufigkeitsrate von kleiner als 4,2 konnte damit nicht erreicht werden. WashTec strebt auch zukünftig eine Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.
Insgesamt belastete im abgelaufenen Geschäftsjahr das schwierige wirtschaftliche Umfeld und die daraus resultierende Investitionszurückhaltung auf Kundenseite die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe wesentlich. Durch das aktive Kostenmanagement im gesamten Jahresverlauf reagierte die Gesellschaft erfolgreich auf die veränderten Marktgegebenheiten und konnte trotz der Herausforderungen das Ergebnis deutlich verbessern.
Bereinigt um Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Geschäftsjahres mit Mio.€ 498,8 um 3,4% über dem Vorjahr (Mio.€ 482,2). Die negativen Effekte sind auf die Kursentwicklung der norwegischen Krone sowie des US- und des Australischen-Dollars zurückzuführen. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Regionen findet sich im Abschnitt 2.3.2 »Berichterstattung nach Regionen«.
Umsatz nach Produkten in Mio.€
| 2023 | 2022 | Veränderung absolut in % | |
|---|---|---|---|
| Maschinen und Service | 418,5 | 420,0 | –1,5 |
| Chemie | 65,8 | 56,9 | 8,9 |
| Sonstiges | 5,2 | 5,3 | –0,1 |
| Gesamt | 489,5 | 482,2 | 7,3 |
Die Umsätze im Bereich Maschinen und Service lagen geringfügig um Mio.€ 1,5 vor allem aufgrund des allgemeinen Rückgangs der Nachfrage im Gesamtmarkt unter dem Vorjahr. Sowohl das Großkunden- als auch das Direktgeschäft waren dabei im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Bereich Chemie entwickelte sich sehr positiv. Durch neu hinzugewonnene Kunden konnte trotz eines im Wesentlichen wetterbedingten Rückgangs der Waschzahlen eine deutliche Umsatzsteigerung von 15,6% erreicht werden.
Die sonstigen Umsätze, überwiegend aus der Vermittlung von Finanzierungen und dem Betreibergeschäft, entsprechen ca. 1,1% des Gesamtumsatzes der WashTec Gruppe und blieben gegenüber dem Vorjahr stabil.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit Mio.€ 136,5 um 5,5% über dem Vorjahr von Mio.€ 129,4. Damit stieg das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsätzen überproportional an. Die Bruttoergebnismarge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 26,8% auf 27,9%. Zu dieser positiven Entwicklung trugen im Wesentlichen die umgesetzten Preiserhöhungen als Reaktion auf die insbesondere im letzten Jahr stattgefundenen Materialpreissteigerungen bei.
Forschungs- und Entwicklungsaufwand
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand lag mit Mio.€ 14,2 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 14,2). Im Berichtsjahr angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von Mio.€ 1,6 (Vorjahr: Mio.€ 2,0) wurden aktiviert und werden in den Folgeperioden planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen der in Vorjahren aktivierten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen Mio.€ 0,2 (Vorjahr: Mio.€ 0,3). Die Aktivierungsquote betrug 11,3% (Vorjahr: 14,1%). Der Schwerpunkt lag auf der Entwicklung weiterer Ausprägungen und Funktionen der SmartCare. Dies umfasste unter anderem die Verbesserung der Wasch- und Trocknungsqualität, der Prozessgeschwindigkeit und der kontinuierlichen Reduktion des ökologischen Fußabdrucks insbesondere in Bezug auf den Frischwasserbedarf. Zum 31. Dezember 2023 waren rund 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt (Vorjahr: rund 70 Mitarbeiter) – dies entspricht einem Anteil von 4,1% (Vorjahr: 3,8%) der Beschäftigten.
Vertriebsaufwand
Der Vertriebsaufwand lag mit Mio.€ 62,5 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 62,1). In diesem Funktionsbereich stiegen die Frachtkosten um Mio.€ 1,1 an, was neben den gestiegenen Kosten der Spediteure auch auf einen höheren Anteil des Chemiegeschäfts zurückzuführen ist. Die Ausgaben für Werbe- und Messekosten gingen dagegen um Mio.€ 0,7 zurück. Hier war der Vorjahreswert insbesondere durch pandemiebedingt nachgeholte Messen deutlich erhöht.
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Mio.€ 18,6 um Mio.€ 1,5 über dem Vorjahr (Mio.€ 17,1).
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Auftragsbestand
Der Auftragseingang lag im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des Rückgangs der Nachfrage im Gesamtmarkt unter dem Vorjahr. Bedingt durch den geringeren Auftragseingang sank der Auftragsbestand Ende Dezember 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahreswert, liegt aber, gemessen am langjährigen Mittel noch immer auf einem hohen Gesamtniveau.
Im letzten Quartal des Jahres sank der Umsatz um 7,6% auf Mio.€ 132,8 (Vorjahr: Mio.€ 143,7). Vor allem in Europa und Nordamerika war der Umsatz im Wesentlichen durch eine geringere Ausbringungsmenge im Vergleich zum Rekordquartal des Vorjahres rückläufig. Das EBIT lag im vierten Quartal mit Mio.€ 15,0 auf dem hohen Niveau des Vorjahres (Mio.€ 15,4). Durch das aktive Kostenmanagement konnte für diesen Zeitraum erneut eine zweistellige EBIT-Marge in Höhe von 11,3% (Vorjahr: 10,7%) erzielt werden.
Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der sehr positiven Entwicklung im Bereich Chemie. Dort konnten neue Kunden hinzugewonnen werden. Die Umsätze im Bereich Maschinen und Service lagen mit Mio.€ 418,5 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 420,0). Der Umsatz war vor allem aufgrund der schwächeren Absatzzahlen für Maschinen bedingt durch die schwierigen Marktbedingungen rückläufig. Die umgesetzten Preiserhöhungen als Reaktion auf die insbesondere im letzten Jahr stattgefundenen Materialpreissteigerungen, konnten die Entwicklung des Gesamtmarkts nicht vollständig kompensieren. Daneben wurde der Umsatz durch negative Währungseffekte belastet, insbesondere der norwegischen Krone und des US-Dollar.
In der Region Europa lag der Umsatz wie prognostiziert in der Größenordnung des Vorjahres. Ein währungsbereinigter Anstieg des Umsatzes in Nordamerika konnte aufgrund des Rückgangs der allgemeinen Nachfrage im Gesamtmarkt nicht erreicht werden. Die Umsätze in US-Dollar betrugen Mio.USD 111,1 (Vorjahr: Mio.USD 112,0). In der Region Asien/Pazifik wurde die Prognose eines währungsbereinigten Anstiegs des Umsatzes erreicht.
Das EBIT stieg insbesondere aufgrund des verbesserten Bruttoergebnisses vom Umsatz um 10,3% auf Mio.€ 41,9 (Vorjahr: Mio.€ 38,0). Die EBIT-Marge lag bei 8,6% (Vorjahr: 7,9%). In der Prognose ging die Gesellschaft von einer deutlichen Steigerung des EBIT von ≥ 10% aus und wurde damit erreicht.
In der Prognose ging die Gesellschaft von einer deutlichen Steigerung des EBIT von ≥ 10% in der Region Europa aus, welche jedoch nicht erreicht wurde. In Nordamerika konnte das EBIT deutlich gesteigert und damit die Prognose einer Verbesserung des EBIT gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Das gleiche trifft auf die Region Asien/Pazifik zu.# WashTec Lagebericht // Wirtschaftsbericht Abschluss Weitere Informationen
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge und Aufwendungen lagen mit Mio.€ 0,5 deutlich unter dem Vorjahr (Mio.€ 2,0). Der Rückgang in dieser Position ist im Wesentlichen auf geringere Erlöse aus Verkäufen von Vermögenswerten des Anlagevermögens (Mio.€ –0,5) sowie die in dieser Position erfassten Effekte aus der Entkonsolidierung der Tochtergesellschaft in China (Mio.€ –0,5) zurückzuführen.
EBIT
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 10,3% auf Mio.€ 41,9 (Vorjahr: Mio.€ 38,0).
EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| EBIT | 36,3 | 3,7 | 20,1 | 38,0 | 41,9 |
Ein Ausweis des EBIT nach Regionen findet sich im Abschnitt 2.3.2 »Berichterstattung nach Regionen«.
EBT
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf Mio.€ 38,4 (Vorjahr: Mio.€ 37,3).
Ertragsteuern
Die Ertragsteuern in Höhe von Mio.€ 10,4 (Vorjahr: Mio.€ 10,9) setzen sich aus tatsächlichen Steuern und latenten Steuern, im Wesentlichen aufgrund temporärer Differenzen, zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) lag bei 27,2% (Vorjahr: 29,3%). Die geringere Steuerquote im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf die Nutzung von Verlustvorträgen in den USA sowie höhere Ergebnisbeiträge der ausländischen Tochtergesellschaften mit tendenziell geringeren Steuersätzen zurückzuführen.
Konzernergebnis
Das Konzernergebnis verbesserte sich um Mio.€ 1,6 auf Mio.€ 28,0 (Vorjahr: Mio.€ 26,4). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) stieg bei einer durchschnittlichen unveränderten Aktienzahl von 13.382.324 um 6,1% auf € 2,09 (Vorjahr: € 1,97).
Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 22,3 | 13,3 | 31,1 | 26,4 | 28,0 |
Mittelverwendung/Dividendenvorschlag
WashTec wird auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 14. Mai 2024 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 30.073.713,43 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung in Höhe von € 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 29.441.112,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns in Höhe von € 632.600,63 auf neue Rechnung.
2.3.2 Berichterstattung nach Regionen
Umsatz nach Regionen in Mio. €*
| 2023 | 2022 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Europa | 378,9 | 371,6 | +2,0% |
| Nordamerika | 102,9 | 107,7 | –4,5% |
| Asien/Pazifik | 19,2 | 17,6 | +9,1% |
| Gesamt | 489,5 | 482,2 |
- Segmentübergreifende Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt
EBIT nach Regionen in Mio. €*
| 2023 | 2022 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Europa | 36,2 | 36,4 | –0,5% |
| Nordamerika | 5,7 | 1,4 | +307,1% |
| Asien/Pazifik | 0,6 | 0,4 | +50,0% |
| Gesamt | 41,9 | 38,0 |
- Segmentübergreifende Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt
Europa
Umsatz
Der Umsatz in Europa stieg um 2,0% auf Mio.€ 378,9 (Vorjahr: Mio.€ 371,6). Währungsbereinigt, vor allem aufgrund der Entwicklung der norwegischen Krone, betrug die Umsatzsteigerung 2,9%. Der Umsatz im Bereich Maschinen und Service lag auf dem Niveau des Umsatzvorjahres. Während der Maschinenabsatz rückläufig war, konnte im Bereich Service eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der Bereich Chemie in dieser Region durch neu hinzugewonnene Großkunden deutlich zweistellig wachsen konnte.
Kennzahlen Region Europa
| 2023 | 2022 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Umsatz Mio.€ | 378,9 | 371,6 | 2,0 % |
| EBIT Mio.€ | 36,2 | 36,4 | –0,5 % |
| EBIT-Marge % | 9,6 | 9,8 | –0,2 |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) Personen | 1.398 | 1.486 | –88 |
Marktumfeld
Der Waschanlagenmarkt in Europa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Fahrzeugwäschen. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und weit ausgebauter Service- und Vertriebsstrukturen aus. Die Kunden von WashTec in Europa sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäschen an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe. Der Wettbewerb in Europa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Erhebliche Bedeutung haben eine flächendeckende Servicestruktur und die installierte Basis. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von Portalanlagen in den Kernmärkten Europas. Die Geschäftsentwicklung war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation, insbesondere in dem für diese Region wichtigsten Markt Deutschland, negativ beeinflußt.
Ergebnis
Das EBIT in Europa lag mit Mio.€ 36,2 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 36,4). Die EBIT-Marge betrug 9,6% (Vorjahr: 9,8%). Insbesondere in dieser Region führten die rückläufigen Absatzzahlen aus dem Anlagenverkauf und die dadurch fehlende Deckung der Fixkosten zu Herausforderungen in der Ergebnisentwicklung.
Nordamerika
Umsatz
Der Umsatz in Nordamerika sank von Mio.€ 107,7 im Vorjahr auf Mio.€ 102,9. Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio.USD 111,1 (Vorjahr: Mio.USD 112,0) und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Auch in dieser Region waren die Effekte aus der allgemein zurückhaltenden Nachfrage im Gesamtmarkt für das Geschäft der WashTec Gruppe nachteilig.
Kennzahlen Region Nordamerika
| 2023 | 2022 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Umsatz Mio.€ | 102,9 | 107,7 | –4,5% |
| EBIT Mio.€ | 5,7 | 1,4 | 307,1% |
| EBIT-Marge % | 5,5 | 1,3 | 4,2 |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) Personen | 243 | 282 | –39 |
Marktumfeld
Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in Nordamerika in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden auch weiterhin ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet. In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Waschanlagenketten und Retailer (Convenience Stores). Der Anteil von Waschstraßen gegenüber Portalanlagen sowie das Wachstum dieses Produktsegments liegen über dem weltweiten Durchschnitt.
Ergebnis
Das Ergebnis in Nordamerika stieg deutlich um Mio.€ 4,3 auf Mio.€ 5,7 (Vorjahr: Mio.€ 1,4). Diese Entwicklung ist vor allem auf die bereits im vergangenen Jahr gestarteten und im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich realisierten Projekte zur Effizienzsteigerung zurückzuführen, insbesondere im Bereich Supply Chain und Serviceeffizienz.
Asien/Pazifik
Umsatz
Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik lag mit Mio.€ 19,2 über dem Vorjahr (Mio.€ 17,6). Hiervon entfallen Mio.€ 6,4 (Vorjahr: Mio.€ 4,4) auf China und Mio.€ 0,3 (Vorjahr: Mio.€ 0) auf Neuseeland. Währungsbereinigt lagen die Umsatzerlöse in dieser Region bei Mio.€ 20,7. Das Wachstum in der Region ist im Geschäftsjahr 2023 vor allem auf das höhere Volumen mit lokalen Mineralölgesellschaften in China zurückzuführen. Hier war der Geschäftsverlauf im Vorjahr, insbesondere durch die geltenden Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie negativ beeinflußt. Der Umsatz in Australien lag auf dem Niveau des Vorjahres.
Kennzahlen Region Asien/Pazifik
| 2023 | 2022 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Umsatz Mio.€ | 19,2 | 17,6 | 9,1% |
| EBIT Mio.€ | 0,6 | 0,4 | 50,0% |
| EBIT-Marge % | 3,1 | 2,3 | 0,8 |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) Personen | 46 | 56 | –10 |
Marktumfeld
Um die Marktposition der WashTec Gruppe in der Region Asien/Pazifik weiter auszubauen und direkte Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Neuseeland aufnehmen zu können, wurde im Geschäftsjahr 2023 die WashTec New Zealand Limited als 100%ige Tochtergesellschaft der WashTec Cleaning Technology GmbH gegründet. Zum 1. Dezember 2023 wurde der bisher unabhängige Vertriebspartner übernommen.
Ergebnis
Wie in den Vorjahren resultierte das positive EBIT von Mio.€ 0,6 (Vorjahr: Mio.€ 0,4) vor allem aus dem Ergebnisbeitrag aus Australien.# WashTec Lagebericht // Wirtschaftsbericht Abschluss
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2.3.3 Vermögenslage
Aktiva
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die im Anlagevermögen der WashTec Gruppe enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte belaufen sich auf Mio.€ 43,3 (Vorjahr: Mio.€ 42,3). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Akquisition des neuseeländischen Vertriebspartners. Das Sachanlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus den Positionen »Grundstücke und Gebäude« in Höhe von Mio.€ 21,7 (Vorjahr: Mio.€ 12,5) und »Technische Anlagen und Maschinen« in Höhe von Mio.€ 8,9 (Vorjahr: Mio.€ 8,4) zusammen. Der Anstieg der Position »Grundstücke und Gebäude« resultierte vor allem aus dem Erwerb des Standorts der amerikanischen Tochtergesellschaft im Januar 2023 für Mio.€ 9,5. Zudem sind Nutzungsrechte in Höhe von Mio.€ 18,4 (Vorjahr: Mio.€ 17,3) enthalten. Deren Anstieg ist hauptsächlich auf die Vertragsverlängerung mit einem Logistikdienstleister zurückzuführen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken von Mio.€ 102,8 im Vorjahr auf Mio.€ 93,5. Diese Entwicklung ergibt sich insbesondere aus der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr nach dem Rekordumsatz im vierten Quartal 2022.
Die Vorräte lagen zum Jahresende mit Mio.€ 54,8 deutlich unter dem Vorjahr (Mio.€ 71,6). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die planmäßige Optimierung des Vorratsvermögens zurückzuführen, da die erheblichen Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten aus den Vorjahren nicht mehr bestehen.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt Mio.€ 3,5 (Vorjahr: Mio.€ 3,9) resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von Mio.€ 14,2 im Vorjahr auf Mio.€ 16,7. Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe sank von Mio.€ 284,5 auf Mio.€ 271,3.
| Verkürzte Konzernbilanz, Aktiva | Veränderung in Mio.€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | absolut | in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) | 102,9 | 91,9 | 11,0 | 12,0 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 93,5 | 102,8 | –9,3 | –9,0 | |
| Vorräte | 54,8 | 71,6 | –16,8 | –23,5 | |
| Aktive latente Steuern | 3,5 | 3,9 | –0,4 | –10,3 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 16,7 | 14,2 | 2,5 | 17,6 | |
| Bilanzsumme | 271,3 | 284,5 | –13,2 | –4,6 |
Passiva
Die passiven latenten Steuern lagen mit Mio.€ 1,7 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 1,6). Diese sind auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen zurückzuführen.
Das Eigenkapital sank von Mio.€ 88,1 auf Mio.€ 85,8. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (S. 115) entnommen werden. Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der im Ver- gleich zum Vorjahr geringeren Bilanzsumme, insbesondere durch die Reduzierung des Working Capital, auf 31,6% (Vorjahr: 31,0%).
Die verzinslichen Darlehen sanken gegenüber dem 31. Dezember 2022 leicht von Mio.€ 41,4 auf Mio.€ 39,1. Darin ist ein im Geschäftsjahr aufgenommenes langfristiges Darlehen für die Finanzierung des Erwerbs des Standorts der amerikanischen Tochtergesellschaft in Höhe von Mio.€ 5,2 enthalten. Der Rückgang der kurzfristigen verzinslichen Darlehen in Höhe von Mio.€ 7,5 im Vergleich zum Vorjahr resultierte aus der deutlichen Verbesserung des Cash Flows.
Die Leasingverbindlichkeiten betrugen zum Stichtag Mio.€ 19,4 (Vorjahr: Mio.€ 18,1).
| Verkürzte Konzernbilanz, Passiva | Veränderung in Mio.€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | absolut | in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 85,8 | 88,1 | –2,3 | –2,6 | |
| Verzinsliche Darlehen | 39,1 | 41,4 | –2,3 | –5,6 | |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 115,6 | 117,0 | –1,4 | –1,2 | |
| davon Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) | 27,1 | 28,3 | –1,2 | –4,2 | |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24,0 | 22,7 | 1,3 | 5,7 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 29,1 | 36,4 | –7,3 | –20,1 | |
| Passive latente Steuern | 1,7 | 1,6 | 0,1 | 6,3 | |
| Bilanzsumme | 271,3 | 284,5 | –13,2 | –4,6 |
Nicht bilanzierte, selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente
Zu den nicht bilanzierten, selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter. Insbesondere das Wissen über den Waschprozess und die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Forschung und Entwicklung einzusetzen, bilden einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer bedeutender Erfolgsfaktor der WashTec Gruppe ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk.
Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.
2.3.4 Finanzlage
Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro und US-Dollar. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich an EURIBOR, €STR und SOFR. Die Gruppe verfügte am 31. Dezem- ber 2023 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio.€ 99,7 (Vorjahr: Mio.€ 92,8). Der Anstieg erfolgte im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung des Erwerbs des Standorts der ame- rikanischen Tochtergesellschaft.
Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio.€ 56,5 (Vorjahr: Mio.€ 46,1).
Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) in Höhe von Mio.€ 27,1 (Vorjahr: Mio.€ 28,3) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit und Gewährleistungen zusammen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen leicht von Mio.€ 22,7 auf Mio.€ 24,0.
Die Vertragsverbindlichkeiten sanken auf Mio.€ 29,1 (Vorjahr: Mio.€ 36,4). In dieser Position sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von Kunden, die jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken sind, sowie Umsatzabgrenzungen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge enthalten.
Investitionen und Abschreibungen
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| absolut | |||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 38,4 | 37,3 | 1,1 |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 61,8 | 22,7 | 39,1 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | –15,7 | –6,5 | –9,2 |
| Free Cashflow | 46,1 | 16,2 | 29,9 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | –34,4 | –48,5 | 14,1 |
| Nettoveränderung des Finanzmittelfonds | 11,8 | –32,2 | 44,0 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | –0,2 | 0,6 | –0,8 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | –27,1 | 4,5 | –31,6 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | –15,6 | –27,1 | 11,5 |
Mit Mio.€ 14,7 fielen die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig höher aus als im Vorjahr (Mio.€ 7,5) und resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb des Standorts der amerikanischen Tochtergesellschaft in Höhe von Mio.€ 9,5 (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Der Schwerpunkt der weiteren Investitionen lag mit Mio.€ 4,8 (Vorjahr: Mio.€ 7,2) in Europa. In Asien/Pazifik wurden Investitionen in Höhe von Mio.€ 0,5 (Vorjahr: Mio.€ 0,2) getätigt. Darüber hinaus fand ein Zugang aus der Akquisition des neuseeländischen Vertriebspartners in Höhe von Mio.€ 1,4 statt.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Die Vermögenswerte werden dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Basis hierfür ist die interne Planung 2024 bis 2029 auf Konzernebene.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit wurden die bilanzierten immateriellen Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Ergebnisse führten zu keinem Anpassungsbedarf bei den angesetzten Werten.
Liquidität
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit stieg deutlich um Mio.€ 39,1 auf Mio. € 61,8 (Vorjahr: Mio.€ 22,7). Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des Net Operating Working Capital um Mio.€ 21,6 auf nunmehr Mio.€ 83,5 zurückzuführen (Vorjahr: Anstieg um Mio.€ 18,3 auf Mio.€ 105,1). Die Verbesserung resultierte insbesondere aus dem gesunkenen Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach dem Rekordumsatz im vierten Quartal 2022. Zudem konnte das Vorratsvermögen um Mio.€ 16,8 deutlich gegenüber dem Vorjahr reduziert werden, da die Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten signifikant abgenommen haben.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio.€ –15,7 (Vorjahr: Mio.€ –6,5). Der Anstieg des Mittelabflusses resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb des Standorts der amerikanischen Tochtergesellschaft.# WashTec Lagebericht // Wirtschaftsbericht
Abschluss
Weitere Informationen
2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator
Der Free Cashflow (Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit – Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit) stieg deutlich auf Mio.€ 46,1 (Vorjahr: Mio.€ 16,2).
Free Cashflow im Mehrjahresvergleich in Mio. €
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 16,2 | 15,0 | 42,3 | 46,1 | 45,6 |
Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2023 lag der Wert wie im Vorjahr bei 4,2 und damit unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für das Jahr 2023 gesetzte Ziel einer Unfallhäufigkeitsrate von kleiner als 4,2 wurde damit nicht erreicht. WashTec strebt auch zukünftig die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.
Unfallhäufigkeitsrate
| 2022 | Prognose 2023 | Veränd. 2023 absolut | |
|---|---|---|---|
| Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden | 4,2 | <4,2 | 0,0 |
2.5 Mitarbeiter
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 1.880 | 1.806 | 1.798 | 1.767 | 1.768 |
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt Mio.€ –34,4 (Vorjahr: Mio.€ –48,5). Der Mittelabfluss lag bei Mio.€ 43,8 (Vorjahr: Mio.€ 48,6) und beinhaltete im Wesentlichen die bezahlte Dividende in Höhe von Mio.€ 29,4 (Vorjahr: Mio.€ 38,8) und die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Demgegenüber stand ein Mittelzufluss in Höhe von Mio.€ 9,5 vor allem aus der Aufnahme von verzinslichen Darlehen (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Der Finanzmittelfonds stieg insgesamt, insbesondere aufgrund des höheren Free Cashflow durch ein deutlich verbessertes Working-Capital-Management, zum 31. Dezember 2023 auf Mio.€ –15,6 (Vorjahr: Mio.€ –27,1). Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt im Mehrjahresvergleich
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 1.880 | 1.806 | 1.798 | 1.767 | 1.768 |
Die Zahl der Mitarbeiter sank um 137 und lag zum 31. Dezember 2023 bei 1.687 (Vorjahr: 1.824). Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu beachten, dass zum 31. Dezember 2022 50 Mitarbeiter der Tochtergesellschaft in China enthalten waren. Durch die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft in Neuseeland kamen zum 31. Dezember 2023 7 Mitarbeiter hinzu.
Ertragslage
Im Jahresdurchschnitt waren 1.768 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.806). Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG stiegen auf Mio.€ 3,5 (Vorjahr: Mio.€ 2,7) und resultieren aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an die Tochtergesellschaften.
Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio.€ 2,0 (Vorjahr: Mio.€ 2,1) beinhaltet die Vergütung des Vorstandes sowie den Personalaufwand für die Bereiche Recht, Interne Revision und Investor Relations.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) lagen mit Mio.€ 3,8 über dem Vorjahr (Mio.€ 2,8). Der Anstieg ist unter anderem auf Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Kostenoptimierung der neuen Produktgeneration zurückzuführen.
Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) beinhaltet Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von insgesamt Mio.€ 24,1 (Vorjahr: Mio.€ 35,8) und Zinserträge in Höhe von insgesamt Mio.€ 0,2 (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Zudem erfolgte eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH in Höhe von Mio.€ 13,0 (Vorjahr: Mio.€ 4,5).
Der Jahresüberschuss (nach HGB) stieg auf Mio.€ 29,7 (Vorjahr: Mio.€ 28,3).
Gewinn- und Verlustrechnung WashTec AG (verkürzt)
| 2023 | 2022 | Veränderung absolut | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3,5 | 2,7 | 0,8 | 29,6 |
| Personalaufwand | 2,0 | 2,1 | –0,1 | –4,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3,8 | 2,8 | 1,0 | 35,7 |
| Beteiligungsergebnis | 37,2 | 40,4 | –3,2 | –7,9 |
| Jahresüberschuss | 29,7 | 28,3 | 1,4 | 4,9 |
| Gewinnvortrag | 0,4 | 1,5 | –1,1 | –73,3 |
| Bilanzgewinn | 30,1 | 29,8 | 0,3 | 1,0 |
2.6 WashTec AG
Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.
Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Abschnitt »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist. Die Prognose einer deutlichen Steigerung des Jahresüberschusses von ≥ 10% der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde nicht erreicht. Dies ist im Wesentlichen auf die Effekte aus dem Abgang der chinesischen Tochtergesellschaft zurückzuführen.
Bilanz WashTec AG (verkürzt)
| 31.12. 2023 | 31.12. 2022 | Veränderung absolut | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 128,2 | 128,2 | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 39,0 | 40,9 | –1,9 | –4,6 |
| Eigenkapital | 159,2 | 158,9 | 0,3 | 0,2 |
| Rückstellungen | 4,9 | 7,9 | –3,0 | –38,0 |
| Verbindlichkeiten | 3,1 | 2,3 | 0,8 | 34,8 |
| Bilanzsumme | 167,2 | 169,1 | –1,9 | –1,1 |
Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio.€ 128,1 (Vorjahr: Mio.€ 128,1) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf besteht nicht.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (nach HGB) in Höhe von Mio.€ 39,0 (Vorjahr: Mio.€ 40,9) resultierten im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie einem Gewinnabführungsvertrag.
Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio.€ 159,2 (Vorjahr: Mio.€ 158,9). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 95,2% (Vorjahr: 94,0%).
Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio.€ 4,9 (Vorjahr: Mio.€ 7,9) und wurden vor allem für Steuern, Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten sowie für die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung gebildet. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Rückstellungen für Ertragsteuern.
Die Finanzierung der WashTec AG erfolgt mittels Cashpooling mit der WashTec Cleaning Technology GmbH.
Sonstiges
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind im Konzernanhang (Anhangangabe 37) erläutert. Daneben sind ausführliche Beschreibungen zum Vergütungssystem sowie zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im Vergütungsbericht enthalten, der auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich »Vergütung Vorstand und Aufsichtsrat« veröffentlicht ist.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Kapitel 8 wiedergegeben und auf der Internetseite https://ir.washtec.de/ veröffentlicht.
Prognose
Die im Prognosebericht (Kapitel 4.1) für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen im Abschnitt »WashTec Unternehmensentwicklung« gelten auch für die Geschäfts- entwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft. Finanzieller Leistungsindikator für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG ist der Jahresüberschuss.
Chancen- und Risikobericht
Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289f Abs. 1 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems. Die Hauptrisiken der WashTec AG bestehen in Bezug auf die Werthaltigkeit der Beteiligun- gen. Daneben resultieren Risiken aus der Höhe der aus den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie dem Gewinnabführungsvertrag mit den Tochtergesellschaften vereinnahmten Gewinne und Verluste.
WashTec Lagebericht // Nachtragsbericht
Abschluss
Weitere Informationen
3 Nachtragsbericht
Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Aufsichtsrat der WashTec AG hat am 28. Februar 2024 Herrn Michael Drolshagen mit Wirkung zum 1. Mai 2024 als neuen Technikvorstand (CTO) und Vorsitzenden des Vorstands (CEO) der Gesellschaft bestellt. Er folgt auf Herrn Dr. Ralf Koeppe, dessen Vorstandsmitgliedschaft einvernehmlich zum 29. Februar 2024 beendet wurde.
WashTec Lagebericht // Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Abschluss
Weitere Informationen
4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1 Prognosebericht
Dieser Prognosebericht berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannten Fakten und Ereignisse, soweit sie die voraussichtliche Entwicklung und den Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist mit Unsicherheiten behaftet, die einen Einfluss auf die geplante Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren haben können. Bei der Festlegung der Planungsprämissen wurde insbesondere von einem im Jahresverlauf leicht rückläufigen Zinsniveau ausgegangen.
Der Ausblick auf die globale wirtschaftliche Entwicklung ist durch die anhaltenden Effekte aus den Unsicherheiten und Spannungen gegenüber China sowie dem Krieg in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten geprägt.
WashTec Unternehmensentwicklung
Die WashTec Gruppe hält auch für das Geschäftsjahr 2024 und für die Folgejahre an der Geschäftspolitik und Strategie fest.# WashTec Lagebericht // Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Abschluss
Weitere Informationen
Die Inflationsraten werden weiter erhöht bleiben und belasten damit Konsum und Investitionen. Vor diesem Hintergrund geht die WashTec Gruppe für das kommende Jahr von einem geringen Wirtschaftswachstum aus. Die Prognose berücksichtigt keine wesentliche Zunahme der Spannungen gegenüber China sowie keine deutliche Eskalation des Krieges in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten bzw. eine Ausweitung dieser auf weitere Länder.
Ausgehend von einem weitgehend stabilen Preisniveau auf der Absatzseite und einem soliden Auftragsbestand zum Jahresende 2023 erwartet die Gesellschaft ein stabiles Geschäft für 2024. Die angestoßenen Maßnahmen der Kostenoptimierung bei der neuen Produktgeneration werden zu einer weiteren Steigerung der Profitabilität beitragen. Im Bereich der Materialpreise geht die WashTec Gruppe von dem derzeit hohen Niveau bei Zukaufteilen und Lohnkosten sowie einem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Preisniveau bei den Rohmaterialien aus.
Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Eine detaillierte Beschreibung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist im Abschnitt 2.1 des Lageberichts zu finden. Insgesamt hat die WashTec Gruppe die Prognose vor dem Hintergrund eines anhaltenden unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds aufgestellt und rechnet für das Jahr 2024 mit einem globalen Wirtschaftswachstum auf dem Niveau des Jahres 2023. Daneben können sich negative Auswirkungen auf die wirtschaft- Strategie des profitablen, weitgehend organischen Wachstums fest. Im Zentrum steht dabei höstmögliche Nutzen für Menschen, die Fahrzeuge professionell waschen. Zur Stärkung der Markt- und Technologieführerschaft im Bereich der Fahrzeugwäsche wird die Gesellschaft kurzfristig verstärkt in Produkte und Digitalisierung investieren.
Absatzmärkte und Produkte
Die Gesellschaft beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in der für die Gruppe wesentlichen Vertriebsregionen sowie Produkt- und Dienstleistungsbereichen weltweit weiterhin zu steigern. Dies gilt für alle Märkte, in denen WashTec eine führende Position in jedem Kunden- sowie Produkt- bzw. Dienstleistungssegment einnehmen will. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Regionen Europa und Nordamerika. WashTec generiert einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Europa und strebt dort einen weiteren Ausbau der Marktposition an. Daneben soll mittel- und langfristig vor allem Nordamerika zu einem höheren Anteil an den Umsatzerlösen der Gruppe beitragen. Ziel des Vorstandes ist es, gemeinsam mit allen Mitarbeitern die Strategie des Unternehmens aktiv weiterzuentwickeln und die operative Performance stetig zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt für das Jahr 2024 auf der weiteren Optimierung der bestehenden Prozesse, der Produktoptimierung, sowie Investitionen im Bereich der Entwicklung von digitalen Lösungen und Produkten. Wir sehen in der Bündelung unseres gesamten Leistungsportfolios – also Maschine, Service, Chemie eingebettet in digitale Lösungen – ein großes Wachstumspotential. Regional werden wir uns auf unsere Kernregionen Europa und Nordamerika fokussieren, um die sich dort bietenden Marktpotenziale stärker auszuschöpfen.
Zur Beschleunigung dieser Fortentwicklung wird die Gesellschaft im Jahr 2024 einen zusätzlichen Betrag im unteren einstelligen Millionenbereich investieren.
Zusammenfassend erwartet der Vorstand im Rahmen seiner Prognose, dass sich die Kennzahlen für die Gruppe wie folgt entwickeln:
| Kennzahl | Prognose |
|---|---|
| Umsatz | Größenordnung des Vorjahres ±3% |
| EBIT | Steigerung im mittleren einstelligen %-Bereich |
| Free Cashflow (Mio. €) | 30–40 |
| ROCE | ±1 Prozentpunkt |
| Unfallhäufigkeitsrate | < 4,2 |
WashTec geht für die Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres (2023: Mio.€ 489,5) bei einer Steigerung des EBIT im mittleren einstelligen Prozentbereich (2023: Mio.€ 41,9) aus.
Die Umsatz- und EBIT-Entwicklung in Europa und Nordamerika folgt der angestrebten Entwicklung der Gruppe. Im Jahr 2024 geht das Unternehmen von einer weiteren Normalisierung des Net Operation Working Capitals, also insbesondere der Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie des Vorratsvermögens aus. Damit einhergehend erwartet das Unternehmen einen Free Cashflow zwischen Mio. € 30 und Mio. € 40 (2023: Mio.€ 46,1).
WashTec hat das Ziel, mit dem zur Verfügung stehenden Kapital profitabel und effizient zu wirtschaften. Zur Messung der Kapitaleffizienz wird als zentrale Messgröße die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) verwendet. Mittelfristig strebt die WashTec Gruppe einen ROCE von über 25% an. Für das kommende Jahr rechnet die Gesellschaft noch mit einem ROCE auf dem Niveau des Vorjahres (±1%).
Die im Branchenschnitt schon niedrige Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden) soll auch im Geschäftsjahr 2024 weiter abnehmen (2023: 4,2).
4.2 Chancen- und Risikobericht
Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.
Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.
Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
4.2.1 Chancen- und Risikomanagement
Zur Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation der von Risiken sowie zur Überwachung dieser Aktivitäten dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Planung (Betrachtungszeitraum 12 Monate bzw. 2–3 Jahre) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Das Einbeziehen der Risikobetrachtung über die folgenden 12 Monate hinaus soll helfen, potenzielle Risiken in der Zukunft rechtzeitig zu erkennen, auch wenn deren Auswirkungen auf das kommende Geschäftsjahr noch nicht wesentlich sind. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Das durch die Gruppe verwendete Risikomanagementsystem ermöglicht eine systemgestützte Erfassung, Dokumentation, Bewertung und Aggregation der Risiken nach anerkannten statistischen Methoden.
Sämtliche identifizierten Risiken werden halbjährlich von den Bereichsverantwortlichen innerhalb des Risikomanagementsystems gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden dabei die Schadenshöhe in Bezug auf das EBIT, entweder mittels absolutem maximalen Schadenswert oder mittels einer Drei-Punkt-Verteilung – bestehend aus dem besten, dem wahrscheinlichsten und dem höchsten anzunehmenden Schadenswert – sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das EBIT werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor den getroffenen Maßnahmen dar. Risikomindernde Maßnahmen können z. B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. aus abgeschlossenen Versicherungen bestehen oder aber die geplanten Projekte bzw. Aktivitäten zur vorbeugenden Risikominimierung sein. Diese werden durch die Bereichsverantwortlichen festgelegt, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Des Weiteren erfolgt durch die interne Revision eine jährliche Prüfung des Risikomanagementsystems.
Im Rahmen der Risikoanalyse werden mithilfe der Monte-Carlo-Simulation alle Netto-Einzelrisiken simuliert. Diese werden sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der Risikokategorien simuliert bzw. aggregiert. Mögliche Korrelationen werden berücksichtigt. Aus der Simulation werden dabei sowohl der Netto-Erwartungswert (Expected-Loss-Net) als auch der Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 95% ermittelt. Der Value-at-Risk stellt hierbei das Gesamt-Risikopotenzial der WashTec Gruppe dar und wird zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit herangezogen. Die Bewertung der Risikotragfähigkeit erfolgt in Bezug auf die Liquidität, das Eigenkapital und das Betriebsergebnis (EBIT) der Gruppe. Dafür wird das ermittelte Gesamtrisikopotenzial (Value-at-Risk) der entsprechenden Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Im Rahmen der Einzelrisiko-Analyse werden individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, bei der Risikoanalyse aggregiert.
Der simulierte Netto-Erwartungswert je Risikokategorie wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:
Finanzielle Auswirkungen auf das EBIT des Konzerns in T€: W
Chancenmanagement
Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen.# Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancen-
management) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den lang-
fristigen Erfolg des Unternehmens sowie sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.
Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden
Budgetplanungen und -aktualisierungen sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt
und soweit möglich materialisiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben:
4.2.2 Chancen und Risiken
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen
und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der WashTec Gruppe
haben könnten.
Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Bei der Risikoklassifizierung ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft,
der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitions-
verhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu
Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage, einschließlich geopolitischer Spannungen
und wirtschaftlicher Unsicherheiten, bestehen weiterhin Unsicherheiten in Bezug auf Mate-
rialpreise bzw. -verfügbarkeit. Gegenüber den Vorjahren hat sich die Situation diesbezüg-
lich entspannt, weswegen diese Risiken für das kommende Geschäftsjahr in Bezug auf Ein-
trittswahrscheinlichkeit und finanzielle Auswirkung niedriger bewertet werden.
Das weiterhin hohe Zinsniveau sowie hohe Baukosten führen zu Risiken bezüglich eines
weiteren Schrumpfens des Gesamtmarktes und können insbesondere im Bereich des
Direktgeschäfts zu einer weiteren Abschwächung des Investitionsverhaltens führen. Das
schwierige Marktumfeld und die Instabilität im mittel- und osteuropäischen Raum aufgrund
des Ukraine-Kriegs könnte sich ebenfalls negativ auf das Investitionsverhalten der Kunden
auswirken.
Des Weiteren könnten verschiedene Risiken im Zusammenhang mit dem aktuellen Nahost-
Konflikt für die Gruppe entstehen. Die hierdurch erschwerten Lieferbedingungen könnten zu höheren Logistikkosten bzw. Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit führen, was
sich wiederum in steigenden Materialpreisen widerspiegeln könnte. Da der Umsatz in die-
ser Region gering ist, wird der direkte Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe
hierein
als unwesentlich eingestuft.
Chancen
Die zum Ende des Jahres beobachtete Abschwächung der Inflationsrate bzw. des Zins-
niveaus könnte sich im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen und zu einer größeren Nach-
frage der Kunden führen.
Die allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundene
Rückgang der Nachfrage könnte zu sinkenden Einkaufspreisen für die Gruppe führen.
Klima- und Umwelteinflüsse
Die Verknappung und die zunehmenden Kosten der Ressource Frischwasser können zu
Risiken einer Zunahme von automatischen Fahrzeugwäschen führen. Diese sind bei
Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen deutlich schonender für die Umwelt. Derartige
Anlagen, bei denen das Wasser im Kreislauf geführt wird, können den Frischwasserverbrauch je nach
Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90% reduzieren.
Sollten weitere Länder strengere gesetzliche Vorschriften einführen, könnte dies auf lange
Sicht zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewin-
nungssystemen führen. Daneben können gesetzliche Vorgaben, wie z.B. das Verbot der
Handwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.
Waschverbote aufgrund von Dürreperioden, wie sie in den vergangenen Geschäftsjahren in Südeuropa zu beobachten waren, können einen negativen Effekt auf das Service- und Che-
mie-Geschäft der Gruppe haben. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten auch dazu
führen, dass solche Waschverbote in naher Zukunft in der Gesetzgebung verankert werden.
WashTec leistet als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie
einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.
Kunden, Wettbewerb und Markt
Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch
in Regionen außerhalb der entwickelten Märkte fortsetzen. Die solide Struktur des Unter-
nehmens ermöglicht es, auch in neue Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz
mit einem eigenen Produktionswerk in der Region Nordamerika kann mittelfristig zu einer posi-
tiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globa-
len Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaf-
fung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den
Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Tochtergesellschaften präsent ist, könnten
die Absatzahlen in Wachstumsregionen steigen.
Investitionen
Entscheidungen für Investitionen beinhalten u.a. Annahmen und Einschätzungen über
zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der
Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.
Chancen
Die zum Ende des Jahres beobachtete Abschwächung der Inflationsrate bzw. des Zins-
niveaus könnte sich im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen und zu einer größeren Nach-
frage der Kunden führen.
Die allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundene
Rückgang der Nachfrage könnte zu sinkenden Einkaufspreisen für die Gruppe führen.
Klima- und Umwelteinflüsse
Die Verknappung und die zunehmenden Kosten der Ressource Frischwasser können zu
Risiken einer Zunahme von automatischen Fahrzeugwäschen führen. Diese sind bei
Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen deutlich schonender für die Umwelt. Derartige
Anlagen, bei denen das Wasser im Kreislauf geführt wird, können den Frischwasserverbrauch je nach
Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90% reduzieren.
Sollten weitere Länder strengere gesetzliche Vorschriften einführen, könnte dies auf lange
Sicht zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewin-
nungssystemen führen. Daneben können gesetzliche Vorgaben, wie z.B. das Verbot der
Handwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.
Waschverbote aufgrund von Dürreperioden, wie sie in den vergangenen Geschäftsjahren in Südeuropa zu beobachten waren, können einen negativen Effekt auf das Service- und Che-
mie-Geschäft der Gruppe haben. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten auch dazu
führen, dass solche Waschverbote in naher Zukunft in der Gesetzgebung verankert werden.
WashTec leistet als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie
einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.
Kunden, Wettbewerb und Markt
Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch
in Regionen außerhalb der entwickelten Märkte fortsetzen. Die solide Struktur des Unter-
nehmens ermöglicht es, auch in neue Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz
mit einem eigenen Produktionswerk in der Region Nordamerika kann mittelfristig zu einer posi-
tiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globa-
len Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaf-
fung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den
Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Tochtergesellschaften präsent ist, könnten
die Absatzzahlen in Wachstumsregionen steigen.
Investitionen
Entscheidungen für Investitionen beinhalten u.a. Annahmen und Einschätzungen über
zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der
Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.
Risiken
Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen
Marktentwicklungen nicht wie angenommen eintreten und es dadurch zu Fehlinvestitionen
kommt oder Entwicklungsprojekte nicht zu den erwarteten Ergebnisbeiträgen führen.
Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe
durch Zinsaufwendungen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen
belasten.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60 –85% | 85–99% |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| Existenzbedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60–85% | > 20.000 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| 5 Existenzbedrohend | |||||
| 4 Gravierend | |||||
| 3 Wesentlich | |||||
| 2 Gering | |||||
| 1 Unbedeutend |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60–85% | 85–99% |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| Existenzbedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
1 Unbedeutend < 499
2 Gering 500–4.999
3 Wesentlich 5.000–9.999
4 Gravierend 10.000–19.999
5 Existenzbedrohend > 20.000
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60–85% | 85–99% |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| Existenzbedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
1 Sehr unwahrscheinlich 1–15%
2 Unwahrscheinlich 15–40%
3 Eventuell 40–60%
4 Wahrscheinlich 60–85%
5 Sehr wahrscheinlich 85–99%
Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Bei der Risikoklassifizierung ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft,
der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitions-
verhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu
Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage, einschließlich geopolitischer Spannungen
und wirtschaftlicher Unsicherheiten, bestehen weiterhin Unsicherheiten in Bezug auf Mate-
rialpreise bzw. -verfügbarkeit. Gegenüber den Vorjahren hat sich die Situation diesbezüg-
lich entspannt, weswegen diese Risiken für das kommende Geschäftsjahr in Bezug auf Ein-
trittswahrscheinlichkeit und finanzielle Auswirkung niedriger bewertet werden.
Das weiterhin hohe Zinsniveau sowie hohe Baukosten führen zu Risiken bezüglich eines
weiteren Schrumpfens des Gesamtmarktes und können insbesondere im Bereich des
Direktgeschäfts zu einer weiteren Abschwächung des Investitionsverhaltens führen. Das
schwierige Marktumfeld und die Instabilität im mittel- und osteuropäischen Raum aufgrund
des Ukraine-Kriegs könnte sich ebenfalls negativ auf das Investitionsverhalten der Kunden
auswirken.
Des Weiteren könnten verschiedene Risiken im Zusammenhang mit dem aktuellen Nahost-
Konflikt für die Gruppe entstehen. Die hierdurch erschwerten Lieferbedingungen könnten zu höheren Logistikkosten bzw. Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit führen, was
sich wiederum in steigenden Materialpreisen widerspiegeln könnte. Da der Umsatz in die-
ser Region gering ist, wird der direkte Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe
hierein
als unwesentlich eingestuft.
Verschiebungen von Verbraucherpräferenzen hin zu emissionsarmen oder emissionsfreien
Produkten erachtet die WashTec Gruppe im Hinblick auf das Geschäftsmodell der Autowä-
sche derzeit als nicht wesentlich, da ein sensibilisiertes Verhalten der Verbraucher lediglich
Auswirkungen auf die Antriebsart der Fahrzeuge hat, jedoch für die Anzahl der Fahrzeug-
wäschen eher von nachrangiger Bedeutung ist.
Mögliche Änderungen in der Art und Weise wie Fahrzeuge zukünftig genutzt werden, z.B.
die Zunahme von Car-Sharing-Modellen, wird das Geschäftsmodell von WashTec kurzfristig
nicht wesentlich beeinflussen. Mittelfristig könnte diese Entwicklung zu einer Verlagerung
von individueller Wäsche in einer Portalwaschanlage hin zu autonomer Wäsche in Wasch-
straßen führen.
Neue Mobilitätskonzepte könnten zukünftig zu einer gestiegenen Nutzung der vorhandenen
Fahrzeuge führen. Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach auch die Art und die In-
tensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der
Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigen-
tum an Fahrzeugen.
Chancen
Die zum Ende des Jahres beobachtete Abschwächung der Inflationsrate bzw. des Zins-
niveaus könnte sich im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen und zu einer größeren Nach-
frage der Kunden führen.
Die allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundene
Rückgang der Nachfrage könnte zu sinkenden Einkaufspreisen für die Gruppe führen.
Klima- und Umwelteinflüsse
Die Verknappung und die zunehmenden Kosten der Ressource Frischwasser können zu
Risiken einer Zunahme von automatischen Fahrzeugwäschen führen. Diese sind bei
Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen deutlich schonender für die Umwelt. Derartige
Anlagen, bei denen das Wasser im Kreislauf geführt wird, können den Frischwasserverbrauch je nach
Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90% reduzieren.
Sollten weitere Länder strengere gesetzliche Vorschriften einführen, könnte dies auf lange
Sicht zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewin-
nungssystemen führen. Daneben können gesetzliche Vorgaben, wie z.B. das Verbot der
Handwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.
Waschverbote aufgrund von Dürreperioden, wie sie in den vergangenen Geschäftsjahren in Südeuropa zu beobachten waren, können einen negativen Effekt auf das Service- und Che-
mie-Geschäft der Gruppe haben. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten auch dazu
führen, dass solche Waschverbote in naher Zukunft in der Gesetzgebung verankert werden.
WashTec leistet als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie
einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.
Kunden, Wettbewerb und Markt
Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch
in Regionen außerhalb der entwickelten Märkte fortsetzen. Die solide Struktur des Unter-
nehmens ermöglicht es, auch in neue Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz
mit einem eigenen Produktionswerk in der Region Nordamerika kann mittelfristig zu einer posi-
tiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globa-
len Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaf-
fung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den
Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Tochtergesellschaften präsent ist, könnten
die Absatzzahlen in Wachstumsregionen steigen.
Investitionen
Entscheidungen für Investitionen beinhalten u.a. Annahmen und Einschätzungen über
zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der
Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.
Risiken
Ein Investitionsstopp einzelner Großkunden oder die Listung anderer Lieferanten infolge
der Neuausschreibung von Rahmenlieferverträgen mit Großkunden können in nahezu allen
Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. In den kommenden
Jahren können diese Risiken vor allem die Umsatzentwicklung der Region Nordamerika
beeinflussen.
Im Kontext der intensiven Wettbewerbsdynamik innerhalb der Branche sind potenzielle
Risiken im Hinblick auf einen preisorientierten Wettbewerb zu berücksichtigen, der zu
einem erhöhten Preisdruck in spezifischen Märkten oder Marktsegmenten führen könnte.
WashTec hat eine umfassende und systematische Marktbeobachtung implementiert. Um-
satzrisiken, die sich aus einer möglichen rückläufigen Nachfrage ergeben könnten, werden
laufend überwacht. Bei Bedarf werden geeignete Maßnahmen zur Anpassung der Produkte,
Optimierung des Produktangebots und Anpassung der Kapazitäten ergriffen.
Die Verknappung und die Verteuerung fossiler Brennstoffe führen zu einer zunehmenden
Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Infolgedessen könnte die Nutzung von Tankstellen in
ihrer heutigen Form abnehmen. Derzeit ist allerdings noch nicht absehbar, welches Ver-
sorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen wird. Nach Auffassung unserer
Großkunden wird diese mögliche Entwicklung aufgrund der derzeit vorhandenen Fahrzeug-
flotten in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl
und Nutzung der Tankstellen haben.
Ein weiteres Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-)
Wasch- und Pflegekonzepte errichten.
Risiken
Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen
Marktentwicklungen nicht wie angenommen eintreten und es dadurch zu Fehlinvestitionen
kommt oder Entwicklungsprojekte nicht zu den erwarteten Ergebnisbeiträgen führen.
Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe
durch Zinsaufwendungen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen
belasten.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60–85% | 85–99% |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| Existenzbedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60–85% | > 20.000 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| 5 Existenzbedrohend | |||||
| 4 Gravierend | |||||
| 3 Wesentlich | |||||
| 2 Gering | |||||
| 1 Unbedeutend |
1 Unbedeutend < 499
2 Gering 500–4.999
3 Wesentlich 5.000–9.999
4 Gravierend 10.000–19.999
5 Existenzbedrohend > 20.000
| Eintrittswahrscheinlichkeit | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60–85% | 85–99% |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | |||||
| Existenzbedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
1 Sehr unwahrscheinlich 1–15%
2 Unwahrscheinlich 15–40%
3 Eventuell 40–60%
4 Wahrscheinlich 60–85%
5 Sehr wahrscheinlich 85–99%
Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Bei der Risikoklassifizierung ergab sich keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft,
der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitions-
verhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu
Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage, einschließlich geopolitischer Spannungen
und wirtschaftlicher Unsicherheiten, bestehen weiterhin Unsicherheiten in Bezug auf Mate-
rialpreise bzw. -verfügbarkeit. Gegenüber den Vorjahren hat sich die Situation diesbezüg-
lich entspannt, weswegen diese Risiken für das kommende Geschäftsjahr in Bezug auf Ein-
trittswahrscheinlichkeit und finanzielle Auswirkung niedriger bewertet werden.
Das weiterhin hohe Zinsniveau sowie hohe Baukosten führen zu Risiken bezüglich eines
weiteren Schrumpfens des Gesamtmarktes und können insbesondere im Bereich des
Direktgeschäfts zu einer weiteren Abschwächung des Investitionsverhaltens führen. Das
schwierige Marktumfeld und die Instabilität im mittel- und osteuropäischen Raum aufgrund
des Ukraine-Kriegs könnte sich ebenfalls negativ auf das Investitionsverhalten der Kunden
auswirken.
Des Weiteren könnten verschiedene Risiken im Zusammenhang mit dem aktuellen Nahost-
Konflikt für die Gruppe entstehen. Die hierdurch erschwerten Lieferbedingungen könnten zu höheren Logistikkosten bzw. Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit führen, was
sich wiederum in steigenden Materialpreisen widerspiegeln könnte. Da der Umsatz in die-
ser Region gering ist, wird der direkte Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe
hierein
als unwesentlich eingestuft.
Verschiebungen von Verbraucherpräferenzen hin zu emissionsarmen oder emissionsfreien
Produkten erachtet die WashTec Gruppe im Hinblick auf das Geschäftsmodell der Autowä-
sche derzeit als nicht wesentlich, da ein sensibilisiertes Verhalten der Verbraucher lediglich
Auswirkungen auf die Antriebsart der Fahrzeuge hat, jedoch für die Anzahl der Fahrzeug-
wäschen eher von nachrangiger Bedeutung ist.
Mögliche Änderungen in der Art und Weise wie Fahrzeuge zukünftig genutzt werden, z.B.
die Zunahme von Car-Sharing-Modellen, wird das Geschäftsmodell von WashTec kurzfristig
nicht wesentlich beeinflussen. Mittelfristig könnte diese Entwicklung zu einer Verlagerung
von individueller Wäsche in einer Portalwaschanlage hin zu autonomer Wäsche in Wasch-
straßen führen.
Neue Mobilitätskonzepte könnten zukünftig zu einer gestiegenen Nutzung der vorhandenen
Fahrzeuge führen. Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach auch die Art und die In-
tensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der
Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigen-
tum an Fahrzeugen.
Chancen
Die zum Ende des Jahres beobachtete Abschwächung der Inflationsrate bzw. des Zins-
niveaus könnte sich im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen und zu einer größeren Nach-
frage der Kunden führen.
Die allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundene
Rückgang der Nachfrage könnte zu sinkenden Einkaufspreisen für die Gruppe führen.
Klima- und Umwelteinflüsse
Die Verknappung und die zunehmenden Kosten der Ressource Frischwasser können zu
Risiken einer Zunahme von automatischen Fahrzeugwäschen führen. Diese sind bei
Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen deutlich schonender für die Umwelt. Derartige
Anlagen, bei denen das Wasser im Kreislauf geführt wird, können den Frischwasserverbrauch je nach
Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90% reduzieren.
Sollten weitere Länder strengere gesetzliche Vorschriften einführen, könnte dies auf lange
Sicht zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewin-
nungssystemen führen. Daneben können gesetzliche Vorgaben, wie z.B. das Verbot der
Handwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.
Waschverbote aufgrund von Dürreperioden, wie sie in den vergangenen Geschäftsjahren in Südeuropa zu beobachten waren, können einen negativen Effekt auf das Service- und Che-
mie-Geschäft der Gruppe haben. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten auch dazu
führen, dass solche Waschverbote in naher Zukunft in der Gesetzgebung verankert werden.
WashTec leistet als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie
einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.
Kunden, Wettbewerb und Markt
Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch
in Regionen außerhalb der entwickelten Märkte fortsetzen. Die solide Struktur des Unter-
nehmens ermöglicht es, auch in neue Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz
mit einem eigenen Produktionswerk in der Region Nordamerika kann mittelfristig zu einer posi-
tiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globa-
len Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaf-
fung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den
Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Tochtergesellschaften präsent ist, könnten
die Absatzzahlen in Wachstumsregionen steigen.
Investitionen
Entscheidungen für Investitionen beinhalten u.a. Annahmen und Einschätzungen über
zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der
Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.
Risiken
Ein Investitionsstopp einzelner Großkunden oder die Listung anderer Lieferanten infolge
der Neuausschreibung von Rahmenlieferverträgen mit Großkunden können in nahezu allen
Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. In den kommenden
Jahren können diese Risiken vor allem die Umsatzentwicklung der Region Nordamerika
beeinflussen.
Im Kontext der intensiven Wettbewerbsdynamik innerhalb der Branche sind potenzielle
Risiken im Hinblick auf einen preisorientierten Wettbewerb zu berücksichtigen, der zu
einem erhöhten Preisdruck in spezifischen Märkten oder Marktsegmenten führen könnte.
WashTec hat eine umfassende und systematische Marktbeobachtung implementiert. Um-
satzrisiken, die sich aus einer möglichen rückläufigen Nachfrage ergeben könnten, werden
laufend überwacht. Bei Bedarf werden geeignete Maßnahmen zur Anpassung der Produkte,
Optimierung des Produktangebots und Anpassung der Kapazitäten ergriffen.
Die Verknappung und die Verteuerung fossiler Brennstoffe führen zu einer zunehmenden
Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Infolgedessen könnte die Nutzung von Tankstellen in
ihrer heutigen Form abnehmen. Derzeit ist allerdings noch nicht absehbar, welches Ver-
sorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen wird. Nach Auffassung unserer
Großkunden wird diese mögliche Entwicklung aufgrund der derzeit vorhandenen Fahrzeug-
flotten in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl
und Nutzung der Tankstellen haben.
Ein weiteres Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-)
Wasch- und Pflegekonzepte errichten.
Risiken
Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen
Marktentwicklungen nicht wie angenommen eintreten und es dadurch zu Fehlinvestitionen
kommt oder Entwicklungsprojekte nicht zu den erwarteten Ergebnisbeiträgen führen.
Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe
durch Zinsaufwendungen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen
belasten.# WashTec Lagebericht // Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Abschluss
Weitere Informationen
Chancen
Die Innovationen der Wettbewerber, die Entwicklungen in der Fahrzeugindustrie sowie die Entstehung neuer substituierender Technologien in angrenzenden Branchen können signifikante und langfristige Auswirkungen auf die Nachfrage nach Produkten von WashTec haben. Die damit verbundenen Risiken sind jedoch vorrangig in einem mittel- bis langfristigen Zeitrahmen zu betrachten und somit für die Risikoeinschätzung des kommenden Geschäftsjahres von untergeordneter Bedeutung.
Chancen
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Innovationen von WashTec wurden in der Vergangenheit mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich im Markt platziert werden.
Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf erzeugen und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.
WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind und somit zu Wettbewerbsvorteilen führen können.
Die Einführung neuer Produkte auf dem Markt ist für alle Unternehmen mit zusätzlichem Aufwand und Risiken verbunden. Neben den zusätzlichen Aufwendungen für die Produktplatzierung und den bereits angesprochenen Risiken der Annahme dieser Produkte durch die Kunden, bilden die Risiken aus der Auslaufsteuerung bestehender Produkte sowie mögliche, erst nach Markteinführung auftretende, qualitätsbezogene Probleme weiteres Risikopotenzial.
Die steigenden Anforderungen an die Einhaltung technischer und länderspezifischer Normen führen zu einem höheren finanziellen und technischen Aufwand, welcher jedoch derzeit als nicht wesentlich für das Geschäft der Gruppe angesehen wird.
Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte auf dem Markt, der Verbesserung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können IT-Sicherheits-, Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Die operativen Prozesse des Unternehmens beruhen entscheidend auch auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit aller technischen Systeme. Sollten diese gefährdet sein, hätte dies insgesamt negative Auswirkungen auf WashTec.
Chancen
Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.
Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Chancen
Durch die laufende Optimierung der Unternehmensprozesse und den Einsatz neuer Technologien kann die Kundenzufriedenheit positiv beeinflusst werden. Außerdem könnte auch eine Steigerung der Prozesseffizienz erzielt werden, welche nicht in der normalen Planung berücksichtigt war.
Lieferanten
Risiken
Bei dem Einkauf von Rohstoffen, Komponenten oder Dienstleistungen bestehen Risiken in Bezug auf Lieferverzögerungen, unzureichende Produktverfügbarkeit, Qualitätsmängel und Preisschwankungen.
Angesichts der nach wie vor angespannten Marktsituation, einschließlich geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten, bestehen weiterhin Risiken in Bezug auf Materialpreissteigerungen und Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit.
Auch eine deutliche Verlängerung von Projektlaufzeiten bei Investitionsvorhaben kann durch Ressourcenbindung bzw. Kostenüberschreitung zu einem negativen Effekt auf das Ergebnis der Gesellschaft führen. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für die Genehmigung von Investitionen und damit zusammenhängenden Ausgaben.
Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen. Ebenso könnte die Beendigung der Partnerschaften im Unternehmen mit Vertriebs- oder Serviceanbietern zu erhöhten Kosten für Vertrieb, Service oder Installation führen.
Risiken
Innovationen im Produktbereich bergen das Risiko, dass diese vom Markt nicht wie erwartet angenommen werden. Dies könnte dazu führen, dass die Entwicklung dieser Innovationen und deren Wirtschaftlichkeit nicht die angenommene Entwicklung nimmt und die Innovationen die Markterwartungen verfehlen. Um das zu vermeiden, begleitet WashTec die Einführung neuer Produkte eng am Markt und testet diese bereits in einer früheren Phase auf ihre Wirksamkeit.
IT-Sicherheit, Qualität und Prozesse
Risiken
Cyber-Risiken sind alle Risiken, denen Computer- und Informationsnetzwerke sowie alle IT-gestützten Geschäfts- und Produktionsprozesse ausgesetzt sind. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Cyber-Angriffe und Ransomware-Attacken nehmen in ihrer Quantität und Professionalität weltweit kontinuierlich zu. Das Risiko wird im Zusammenhang mit Cyber-Kriminalität insgesamt als relevant eingestuft.
Qualitätsprobleme bei der Entwicklung bzw. Produktion der Waschanlagen können zu nachträglichen Kosten für die Gruppe führen. Etwaige Fehler oder Probleme werden durch die Qualitätssicherung fortlaufend erfasst, überwacht und behoben.
Kapazitätsrisiken
Nachfrageschwankungen und eine unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf erfordern entsprechende Kapazitätsanpassungen. Insbesondere die Konzentration des Absatzes auf die letzten Monate des Jahres führt zu besonderen Herausforderungen bei der Produktionsplanung.
Durch krankheitsbedingte Ausfälle bei Mitarbeitern in der Produktion könnte die Produktionskapazität kurzfristig für mehrere Tage sinken.
Auf Basis der internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus identifiziert und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen. Eine deutliche Verschiebung im Verlauf des Geschäftsjahres könnte aufgrund von möglichen Schwierigkeiten bei der Anpassung der Kapazitäten über die Leiharbeitnehmer zu Absatzrisiken führen.
Einer Steigerung der Nachfrage wird durch eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse in der Produktion sowie rechtzeitiger Erweiterung der Kapazitäten durch Neuinvestitionen begegnet.
Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur
Risiken
Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider oder ist die Performance der WashTec Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur oder einer Übernahme kommen.
In diesem Fall können sich Änderungen in der bestehenden Strategie, der personellen Besetzung der Organe und der bisher kommunizierten Erwartungen der WashTec Gruppe ergeben. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z.B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.
Währungsveränderungen
Risiken
Durch Transaktionen mit den Tochtergesellschaften können Änderungen der Wechselkurse Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Darüber hinaus können Schwankungen im Wechselkurs zu Effekten in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe aus der Bewertung von offenen Fremdwährungsposten führen. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec bei Bedarf entsprechender Derivate, um diese Effekte abzumildern.
Operative Risiken, die sich aus einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.
Chancen
Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/Pazifik könnten sich bei einer Abschwächung des Euros positive Währungseffekte ergeben.
Finanzielle und rechtliche Risiken
Der Basiszinssatz bestehender Finanzierungen ist variabel.# Lagebericht // Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken
Die WashTec Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die erfassten Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das tatsächliche Ausfallrisiko abgedeckt ist. In der Gruppe besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung bestimmter Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kunden, Kreditversicherern abgeschlossen.
Die WashTec Gruppe bilanziert latente Steuern im Wesentlichen aus temporären Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuern und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen. Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von laufenden Betriebsprüfungen bei Unternehmen der Gruppe ergeben. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe können steuerliche Risiken bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung nicht ausgeschlossen werden.
WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und Spezialisten, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern, die Veränderungen in der Altersstruktur des Personals sowie Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnten sich nachteilig auf die Entwicklung von WashTec auswirken. Dies wird insbesondere durch den vorherrschenden Fachkräftemangel verstärkt.
Kredit- und Ausfallrisiken
Die WashTec Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die erfassten Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das tatsächliche Ausfallrisiko abgedeckt ist. In der Gruppe besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung bestimmter Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kunden, Kreditversicherern abgeschlossen.
Steuerrisiken
Die WashTec Gruppe bilanziert latente Steuern im Wesentlichen aus temporären Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuern und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen. Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von laufenden Betriebsprüfungen bei Unternehmen der Gruppe ergeben. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe können steuerliche Risiken bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung nicht ausgeschlossen werden.
Mitarbeiterrisiken
WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und Spezialisten, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern, die Veränderungen in der Altersstruktur des Personals sowie Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnten sich nachteilig auf die Entwicklung von WashTec auswirken. Dies wird insbesondere durch den vorherrschenden Fachkräftemangel verstärkt.
Weitere Zinserhöhungen kön-
nen zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der WashTec Gruppe führen. Angesichts der Erhöhungen der letzten Jahre geht das Unternehmen jedoch von keinen weiteren wesentlichen Erhöhungen des Leitzinses aus. Bei einer erhöhten Inanspruchnahme der Kreditlinien in Zusammenhang mit dem aktuell hohen Zinsniveau besteht das Risiko steigender Finanzierungskosten. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.
WashTec ist außerdem mit Risiken konfrontiert, die aus unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Richtlinien und Gesetzen resultieren und die die Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Rechtliche Auseinandersetzungen, das Aufkommen neuer und die Einigung bei bestehenden Rechtsstreitigkeiten mit externen Vertragspartnern sind möglich. Diesen Risiken begegnet die Gruppe mit der rechtzeitigen Einbindung der Rechtsabteilung in kritische Rechtsgeschäfte, dem bedarfsgerechten Hinzuziehen externer Experten und bei Bedarf mit der Bildung entsprechender Rückstellungen.
In Bezug auf die Liquiditätsrisiken sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Mit den derzeitig zur Verfügung stehenden Kreditlinien hat das Unternehmen ausreichend liquide Mittel und Finanzierungslinien, um flexibel reagieren und auch Investitionen in die zukünftige Entwicklung tätigen zu können.
Liquiditätsrisiken
Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Tochtergesellschaften ist für WashTec unabdingbar. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme werden mögliche Engpässe rechtzeitig identifiziert und die erforderlichen Handlungen umgesetzt.
Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z.B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen. Sollte sich aufgrund der Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf ergeben, können bestehende Kreditlinien erweitert werden.
4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung
Das eingerichtete Risikomanagementsystem ist aus Sicht des Vorstands angemessen und wird stetig weiterentwickelt. Des Weiteren begrenzt das solide Geschäftsmodell Geschäftsrisiken und eröffnet weitere Chancen. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen liefert eine Indikation über die Gesamtrisikoeinschätzung der Gruppe, auch wenn ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken als unwahrscheinlich erachtet wird. Der kumulierte Netto-Erwartungswert (Expected Loss Net) aller Einzelrisiken beträgt zum Jahresende 2023 Mio.€ 22,7 (Vorjahr: Mio.€ 25,9) und liegt damit vor allem aufgrund gesunkener Materialpreisrisiken leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:
Die Gesamtanzahl der Risiken, die die WashTec Gruppe wesentlich beeinflussen, liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Risiken in Bezug auf Materialpreise und Materialverfügbarkeit verringert, bestehen jedoch angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage einschließlich geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin. Insbesondere auf lange Sicht könnten anhaltende Konflikte im Nahen Osten die Transportbedingungen erschweren und somit zu steigenden Material- und Logistikkosten führen. Derzeit erwartet die Gruppe hieraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des kommenden Jahres.
Risiken im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden im Vergleich zum Vorjahr geringer eingestuft. Jedoch könnten ein fortwährend hohes Zinsniveau sowie hohe Baukosten zu einem weiteren Rückgang des Gesamtmarktes führen und somit insbesondere im Direktkundengeschäft Umsatzrückgänge verursachen. Außerdem könnten das schwierige Marktumfeld und die Instabilität in Mittel- und Osteuropa aufgrund des Ukraine-Kriegs das Investitionsverhalten der Kunden negativ beeinflussen.
Im Kontext der intensiven Wettbewerbsdynamik innerhalb der Branche bleiben die Risiken in Bezug auf Kunden, Wettbewerb und Markt
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung relevant
Klima- und Umwelteinflüsse relevant
Wettbewerb und Markt relevant
Investitionsrisiken relevant
Steuerrisiken relevant
Innovationen und Patente relevant
IT-Sicherheits-, Qualitäts- und Prozessrisiken relevant
Lieferantenrisiken relevant
Kapazitätsrisiken relevant
Übernahmerisiken vernachlässigbar
Finanzielle und rechtliche Risiken relevant
Währungsrisiken vernachlässigbar
Liquiditätsrisiken vernachlässigbar
Mitarbeiterrisiken relevant
Kredit- und Ausfallrisiken relevant
Steuerrisiken relevant
Mitarbeiterrisiken relevant
unverändert bestehen. Da wie im Vorjahr weiterhin vermehrte Ransomware-Attacken bzw. Cyberangriffe zu beobachten sind, sind Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit weiterhin für WashTec relevant. Durch Verbesserungen des IT-Sicherheitssystems und weitere Maßnahmen wird dieses Risiko jedoch geringer bewertet als noch zum Vorjahr.
Der Vorstand sieht aus heutiger Sicht auf Basis der Ergebnisse des Risikomanagementprozesses keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat. Das Überwachungssystem ist in allen wesentlichen Belangen geeignet, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, mit hinreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.
5 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem (RMS) von WashTec ist im Rahmen des Risikoberichts unter 4.2 »Chancen- und Risikobericht« beschrieben.
Das interne Kontrollsystem (IKS) versteht sich als Gesamtheit aller systematisch definierten Kontrollen und Überwachungsaktivitäten. Das IKS überwacht die Grundsätze und Verfahren anhand von präventiven und aufdeckenden Kontrollen.
Ein effektives und effizientes internes Kontrollsystem ist entscheidend, um Risiken in den Geschäftsprozessen erfolgreich zu steuern. Alle WashTec Gesellschaften sind Bestandteil des IKS. Der Umfang der von jeder Gesellschaft auszuführenden Aktivitäten ist unterschiedlich und hängt unter anderem von der Wesentlichkeit der Gesellschaft für den Konzernabschluss und den spezifischen Risiken ab, die mit der Einheit verbunden sind.
Prozesse, Systeme und Kontrollen stellen hinreichend sicher, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen steht. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht und angewendet.
Bei relevanten IT-Systemen führt WashTec regelmäßig Systemsicherungen durch, um Datenverluste und Systemausfälle möglichst zu vermeiden. Zum Sicherungskonzept gehören darüber hinaus systemtechnische Kontrollen, manuelle Stichprobenprüfungen durch erfahrene Mitarbeiter sowie maßgeschneiderte Berechtigungen und Zugangsbeschränkungen.
WashTec entwickelt die Anforderungen an das interne Kontrollsystem kontinuierlich weiter und passt die Kontroll-Landschaft an sich ändernde Prozesse an. Die interne Revision ist# WashTec Lagebericht // Risikoberichterstattung Abschluss
Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der WashTec Gruppe umfassen Kredit-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Umgang mit Zins-, Währungs-, Liquiditäts- sowie Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht erläutert. Darüber hinaus prüft das Unternehmen bei Bedarf die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Marktpreisrisiken besteht. Hierbei stellen Zins- und Währungsrisiken die wesentlichen Marktpreisrisiken dar. Zu Beginn einer Absicherung erfolgt sowohl für die Sicherungsbeziehung als auch für die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien die der Konzern im Hinblick auf die Absicherung verfolgt, eine formale Designation und Dokumentation. Eine ausführliche Beschreibung hierzu kann dem Konzernanhang entnommen werden. Entsprechend der Konzernrichtlinie wird kein Handel zu Spekulationszwecken mit derivativen Finanzinstrumenten betrieben.
Interne Kontrollsysteme (IKS)
Das interne Kontrollsystem (IKS) von WashTec ist in den Gesamtprozess eingebunden und prüft regelmäßig die Wirksamkeit des internen verantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand. Das IKS von WashTec soll die Wirksamkeit Kontrollsystems im Rahmen des risikobasiert abgeleiteten jährlichen Prüfungsplans. und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit
Hinweis: Der nachfolgende Absatz unterlag keiner Prüfung durch den Abschlussprüfer.
der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für WashTec maß- geblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen, im Sinne eines Compliance Manage- ment Systems, gewährleisten. Deshalb betrachtet das interne Kontrollsystem bei WashTec alle wesentlichen Geschäftsprozesse und geht über Kontrollen im Rechnungslegungspro- zess hinaus. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erkennt der Vorstand je- doch an, dass auch in Zukunft Optimierungen in Bezug auf Effektivität und Effizienz weiter vor- angetrieben werden müssen. Ungeachtet dessen bestehen inhärente Beschränkungen in der Wirksamkeit eines jeden RMS bzw. IKS. Kein als angemessen und wirksam beurteiltes System kann garantieren, alle Risiken zu identifizieren oder Prozess- bzw. Kontrollverstöße unter allen Umständen auszuschließen. Der Prüfungsausschuss ist in das RMS und IKS (inkl. CMS) von WashTec systematisch eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und des RMS.
Der Vorstand von WashTec evaluiert im Rahmen von Vorstandssitzungen die Ergebnisse des RMS sowie des IKS und beurteilt zudem jährlich deren Angemessenheit und Wirksamkeit. Dem Vorstand liegt kein Hinweis vor, dass das RMS und IKS (inkl. CMS) zum 31. Dezember 2023 in der Gesamtheit in wesentlichen Aspekten nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wären.
Im Rechnungslegungsprozess tragen verschiedene Überwachungsmaßnahmen und Kon- trollen beispielsweise dazu bei, dass die Jahresabschlüsse und der Konzernabschluss rege- lungskonform erstellt werden. Für die Konsolidierung nutzt WashTec ein gruppeneinheit- liches System und gewährleistet dadurch ein einheitliches Vorgehen. Zugleich wird das Risiko von Falschaussagen in der Rechnungslegung und der externen Berichterstattung minimiert. Eine angemessene Funktionstrennung und die Anwendung des Vier-Augen- Prinzips reduzieren das Risiko betrügerischer Handlungen.
WashTec Lagebericht // Übernahmerelevante Angaben Abschluss
Übernahmerelevante Angaben
Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2023
Angaben gem. §§ 289a, 315a HGB – Erläuternder Bericht des Vorstands
Der folgende Text enthält die Angaben nach §§ 289a bzw. 315a HGB.
| Anteilseigner | Prozentsatz |
|---|---|
| EQMC ICAV ¹ | 15,14 % |
| Kempen Oranje Participaties N.V. | 9,60 % |
| Dr. Kurt Schwarz ² | 6,82 % |
| Investment AG für langfristige Investoren TGV | 5,43 % |
| Axxion S.A. | 4,99 % |
| Union Investment Privatfond GmbH | 4,79 % |
| Paradigm Capital Value Fund SICAV | 4,58 % |
| Eigene Aktien | 4,25 % |
| Diversity Industrie Holding AG | 4,00 % |
| Streubesitz | 40,40 % |
¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A. als Investmentmanagerin der EQMC ICAV
² Leifina GmbH & Co. KG et al.
Quelle: Meldungen gemäß WpHG
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital i.H.v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stück- aktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewäh- ren – insbesondere gleiche Stimmrechte. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht.
Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Über- tragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht. Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstandes existie- ren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital
Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes zu 40,40% (Stand 31. Dezember 2023) im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwelle. Eine direkte Be- teiligung am Kapital oberhalb von 10% der Stimmrechte hält – gemäß den Meldungen nach WpHG – EQMC ICAV (vormals EQMC Europe Development Capital Fund plc.), Irland (15,14%). Eine indirekte Beteiligung am Kapital oberhalb von 10% der Stimmrechte hält – gemäß den Meldungen nach WpHG – Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A, Spa- nien (15,12%), als Investment Management Funktion der EQMC ICAV. Eine direkte Beteiligung am Kapital knapp unterhalb von 10% der Stimmrechte hält – ge- mäß den Meldungen nach WpHG – Kempen Oranje Participaties N.V., Niederlande (9,60%).
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind
Es sind nach Kenntnis der Gesellschaft keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vor- stand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Ver- bindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus drei Mitgliedern. Für die Be- stellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstandes sieht die Sat- zung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrates. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amts- zeit ist zulässig.
Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.14 und § 9.15 der Sat- zung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erforder- nisse für Satzungsänderungen aufzustellen. § 9.14 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehr- heitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG)
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei zubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächti- gungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu be- schaffen.
Aktienrückkauf
Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht ge- setzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptver- sammlung. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von €40.000.000 oder falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Er- werb darf nach Wahl des Vorstandes über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerich- teten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien können dem Tagesordnungspunkt 8 der Einla- dung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2022 entnommen wer- den. Seit Abschluss des Rückkaufangebots im September 2015 hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25% entspricht.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Einzelne Verträge der WashTec Gruppe – wie z.B.# WashTec AG, Augsburg
8 Erklärung zur Unternehmensführung »WashTec AG, Augsburg Nach § 289f und § 315d HGB
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom 19. Dezember 2023
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß §§ 289f, 315d HGB über die Unternehmensführung der WashTec AG und des Konzerns. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst auch die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) gemäß § 161 AktG.
Vorstand und Aufsichtsrat haben die letzte Entsprechenserklärung am 15. Dezember 2022 abgegeben.
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 15. Dezember 2022 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (›DCGK‹) in der Fassung vom 28. April 2022 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen hat und auch künftig mit folgenden Ausnahmen entsprechen wird:
8.1 Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.
Vorstand und Aufsichtsrat befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben (Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen) des Kodex. Den Empfehlungen des Kodex wird im Wesentlichen entsprochen.
Nachfolgend ist der Wortlaut der gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat am 19. Dezember 2023 gemäß § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung wiedergegeben. Alle abgegebenen Erklärungen sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
(Anrechnung der Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung im Fall eines nachträglichen Wettbewerbsverbots) sind in diesen Vorstandsverträgen nicht umgesetzt. Dies beruht auf dem Umstand, dass die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge auf der Grundlage des bisherigen, vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2019 beschlossenen Vergütungssystems geschlossen wurden.
Der DCGK empfiehlt in G.10 Satz 1 DCGK eine überwiegend aktienbasierte variable Vergütung für den Vorstand. Die langfristige variable Vergütung im Rahmen des Long Term Incentive Program (›LTIP‹) enthält relevante aktienkursbasierte Bestandteile. Dies umfasst das im Rahmen des LTIP mit 30% gewichtete »Total Shareholder Return – Ziel«, mit dem die Entwicklung der Aktienkursentwicklung über die Laufzeit der 3-jährigen Incentivierungsphase bewertet wird. Insofern erklären Vorstand und Aufsichtsrat höchst vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 1 DCGK. Dabei ist zu beachten, dass das LTIP die Möglichkeit eröffnet, durch entsprechendes Eigeninvestment in Aktien der WashTec AG die Vergütung aus dem LTIP bei Einhaltung von festgelegten Voraussetzungen maximal zu verdoppeln. Mit dieser Option wird eine deutliche Anreizwirkung gegenüber den Vorstandsmitgliedern geschaffen, an den Chancen und Risiken der Aktienkursentwicklung zu partizipieren.
Der DCGK empfiehlt weiterhin in G.10 Satz 2 DCGK, dass das Vorstandsmitglied über die langfristig variablen Gewährungsbeträge erst nach vier Jahren verfügen kann. Die Incentivierungsphase des LTIP beträgt drei Jahre und orientiert sich an der regulär vorgesehenen Laufzeit der Vorstandsverträge, die ebenfalls auf drei Jahre ausgerichtet ist. Vor dem Hintergrund dieses Dreijahreszyklus sehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Laufzeit von drei Jahren im Rahmen des LTIP als angemessen an. Vor diesem Hintergrund erklären Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 2 DCGK. Dem DCGK wird insoweit Rechnung getragen, als ein Sechstel der abschließenden Bonuszahlung aus der LTIP-Komponente mit Eigeninvestment einer Aktienerwerbspflicht mit dreijähriger Haltefrist unterliegt.
Das vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2021 beschlossene und von der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG am 18. Mai 2021 gebilligte System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG gilt grundsätzlich für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließenden oder zu verlängernden Vorstandsdienstverträge. Das geltende LTIP 2021–2023 für den Vorstand, welches eine Malus-/Clawback-Regelung vorsieht, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Vorstandsmitglieder. Das nachfolgende LTIP 2024–2026 soll sich daran anschließen. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge gilt, dass diese unter den dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt wurden bzw. werden. Die Empfehlungen G.11 Satz 2 (Einbehalt und Rückforderung variabler Vergütung) und G.13 Satz 2 DCGK
Die Empfehlung G.18 Satz 2 DCGK sieht vor, dass eine erfolgsorientierte Vergütung für den Aufsichtsrat auf eine langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet sein soll. Für den Aufsichtsrat der WashTec AG ist eine jährliche erfolgsabhängige Vergütung gemäß der Satzung sowie eine langfristige erfolgsabhängige Vergütung gemäß Beschluss der Hauptversammlung 2021 (›LTIP AR‹) vorgesehen. Das aktuelle LTIP AR gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024. Vorstand und Aufsichtsrat gehen von einer Einhaltung der Empfehlung aus und erklären vorsorglich, dass die maximal erreichbare Bonuszahlung aus dem LTIP AR, jeweils anteilig heruntergebrochen von der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG auf ein Jahr, die maximal erreichbare jährliche erfolgsabhängige Vergütung gebilligte System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG gilt grundsätzlich überschreitet.
Augsburg, den 19. Dezember 2023
Vorstand und Aufsichtsrat
Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung, Corporate Governance Berichte sowie Entsprechenserklärungen zum Kodex für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.
WashTec Lagebericht // Erklärung zur Unternehmensführung
Abschluss
Weitere Informationen
8.2 Vergütungsbericht/Vergütungssystem
Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Arbeit des Vorstands. Die Geschäftsordnung enthält insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte und die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.
Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum Herr Dr. Ralf Koeppe, Herr Sebastian Kutz, Herr Andreas Pabst und Herr Stephan Weber an.
Die Vorstandsmitgliedschaft von Herrn Dr. Koeppe wurde einvernehmlich zum 29. Februar 2024 beendet. Auf ihn folgt Herr Michael Drolshagen, der vom Aufsichtsrat zum 1. Mai 2024 als neuer Technikvorstand (CTO) und Vorsitzender des Vorstands (CEO) bestellt wurde.
Die Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations öffentlich zugänglich.
Unter derselben Internetadresse werden der Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß §162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.
8.3 Vorstand
Arbeitsweise und Zusammensetzung
Der Vorstand der WashTec AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest. Zudem ist der Vorstand für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.
Nachfolgeplanung und Diversitätskonzept
Gemeinsam mit dem Vorstand sorgt der Aufsichtsrat für eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand.
| Name | Zeitraum | Ressorts |
|---|---|---|
| Dr. Ralf Koeppe (CEO & CTO) | 1. Januar bis 31. Dezember 2023 | Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Supply Chain, Produktion, Qualität, Nachhaltigkeit, AUWA-Chemie GmbH |
| Sebastian Kutz (CSO) | 1. März bis 31. Dezember 2023 | Vertrieb und Service weltweit, Key Account Management, Marketing, Business Units / Produktmanagement, Service-Support, WashTec Carwash Management GmbH |
| Andreas Pabst (CFO) | 1. Januar bis 31. Dezember 2023 | Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, Recht und Compliance, Risiko-Management, Interne Revision, Versicherungen, WashTec Financial Services GmbH |
| Stephan Weber (CSO) | 1. Januar bis 28. Februar 2023 | Vertrieb und Service weltweit, KAM/CWM und Product Units/Produktmanagement |
8.4 Aufsichtsrat
Arbeitsweise des Aufsichtsrats# Corporate Governance Report
Report of the Supervisory Board
The Supervisory Board of WashTec AG advises and monitors the Management Board in leading the company, including the Group management. Significant management decisions – such as acquisitions, divestitures, and financing measures – require its approval. The Supervisory Board regularly discusses the business development and planning, as well as the strategy and its implementation. It reviews the quarterly and semi-annual financial reports and approves the annual financial statements of WashTec AG and the consolidated financial statements. The annual financial statements of WashTec AG are approved by the Supervisory Board, as a resolution of the Annual General Meeting is not required according to § 172 AktG. The Supervisory Board monitors compliance with laws, regulatory provisions, and internal company guidelines (Compliance). Furthermore, it is responsible for appointing the members of the Management Board and determining their respective areas of responsibility. In addition, the Supervisory Board resolves on the remuneration system for the Management Board (cf. § 87a AktG), which forms the basis for determining the specific remuneration of individual Management Board members. The Supervisory Board presented an updated system for the remuneration of Management Board members to the Annual General Meeting of WashTec AG in 2021 for approval, which was approved by the Annual General Meeting.
The Management Board and the Supervisory Board work closely together for the benefit of the company. Conflicts of interest of Management Board or Supervisory Board members, which must be disclosed to the Supervisory Board, did not arise. The independent advice and monitoring of the Management Board by the Supervisory Board have always been and continue to be guaranteed.
Composition of the Supervisory Board and its Committees
The Supervisory Board of WashTec AG comprises six members elected by the Annual General Meeting according to the Articles of Association.
The Chairman of the Supervisory Board, Dr. Günter Blaschke, informed the Management Board on November 8, 2023, that he would resign from his Supervisory Board mandate with effect from December 31, 2023. This decision was made for private reasons and in mutual agreement with the Supervisory Board and the Management Board.
On December 19, 2023, the Supervisory Board unanimously elected Mr. Ulrich Bellgardt, who has been a member of the board and deputy chairman of the Supervisory Board since May 2014, as the new Chairman of the Supervisory Board of WashTec AG, effective January 1, 2024.
Mr. Peter Wiedemann, a member of the Supervisory Board since 2022, was elected as the new Deputy Chairman of the Supervisory Board of the company, effective January 1, 2024.
Committee Assignments until December 31, 2023
| Audit Committee | Personnel Committee | Nomination Committee | Innovation, Strategy & Sustainability Committee | Sales Strategy Committee | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Günter Blaschke | V | - | - | - | - |
| Ulrich Bellgardt | V | M | M | M | M |
| Dr. Hans Liebler | M | M | M | M | M |
| Heinrich von Portatius | M | M | V | M | M |
| Dr. Alexander Selent | V | M | M | M | M |
| Peter Wiedemann | M | V | M | V | M |
V = Chairman of a Committee
M = Member of a Committee
Committee Assignments from January 1, 2024
| Audit Committee | Personnel Committee | Nomination Committee | Innovation, Strategy & Sustainability Committee | Sales Strategy Committee | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ulrich Bellgardt | V | V | M | M | V |
| Dr. Hans Liebler | M | M | M | M | M |
| Heinrich von Portatius | M | M | M | V | M |
| Dr. Alexander Selent | V | M | M | M | M |
| Peter Wiedemann | M | V | M | M | M |
V = Chairman of a Committee
M = Member of a Committee
The committees primarily have the task of preparing Supervisory Board meetings and resolutions of the entire Supervisory Board. The tasks of the committees are specified in §§ 10–15 of the Rules of Procedure for the Supervisory Board. Based on their respective expertise, each member performs tasks within the committees as part of the overall responsibility of the Supervisory Board. The respective committee chairmen regularly report to the Supervisory Board on the work of the committees. The Supervisory Board as a whole shall have a balanced age structure and thus include both younger individuals in their professional lives and older individuals with professional and life experience on the Supervisory Board. When electing Supervisory Board members, it is aimed that, in addition to their personal and professional suitability, both female and male individuals are represented on the Supervisory Board. The composition shall be guided by the currently applicable legal provisions or based on the defined target figures according to the law on equal participation of women and men in leadership positions.
Long-Term Succession Planning
In the context of long-term succession planning, the Chairman and the Supervisory Board of the Management Board regularly discuss this topic. The Supervisory Board also addresses the topic regularly in its meetings. The fundamental principles of long-term succession planning include, in particular, discussions between the Supervisory Board and the Management Board members, as well as contact with the company's executives. In addition to contract durations and extension options for current Management Board members, potential successors are also discussed.
WashTec aims to fill Management Board positions based on qualifications. The Supervisory Board pays particular attention to diversity in the selection process for new Management Board members. When filling vacant Management Board positions, the Supervisory Board develops a profile of requirements and conducts interviews with suitable candidates. When filling the Management Board, the aim is for candidates to have experience in the same or a similar industry. The Supervisory Board decides on filling vacant Management Board positions based on the profile of requirements and taking into account the specific qualification requirements. If necessary, the Supervisory Board or its Personnel Committee is supported by external consultants in developing profiles of requirements and selecting candidates.
A certain level of experience presupposed, all age groups can be represented on the Management Board. In accordance with Recommendation B.5 of the German Corporate Governance Code (DCGK), the Supervisory Board has set a standard retirement age of 65 for Management Board members. Information on target figures for the proportion of women on the Management Board is presented under item 8.6 on page 106.
The work of the Supervisory Board is regulated by Rules of Procedure, particularly regarding the convening and conducting of meetings, decision-making, and the handling of conflicts of interest. The Rules of Procedure can be accessed on the company's website at the following link: Rules of Procedure for the Supervisory Board – WashTec AG.
The Supervisory Board regularly reviews, as part of a self-assessment, how effectively the Supervisory Board as a whole and its committees are fulfilling their tasks. The self-assessment is carried out using a questionnaire that is regularly updated and adapted according to the requirements of the DCGK. A further self-assessment was conducted in the first quarter of 2023. The results of the assessment were also presented and discussed in detail in the first quarter of 2023. The results of the assessment confirm a professional, constructive collaboration within the Supervisory Board and with the Management Board, characterized by a high degree of trust and openness. Individual suggestions are also addressed and implemented throughout the year. No significant deficits were identified.
Independence
The Supervisory Board should include a number of independent members that is appropriate in its assessment according to the DCGK. More than half of the shareholder representatives should be independent of the company and the Management Board. In the event that the company has a controlling shareholder, at least one of these shareholder representatives should also be independent of the controlling shareholder. The Chairman of the Supervisory Board, the Chairman of the Audit Committee, and the Chairman of the Personnel Committee should be independent of the company and the Management Board. The Chairman of the Audit Committee should also be independent of any controlling shareholder.
Diversity Concept
Diversity within the Supervisory Board contributes to a broad range of experience and a wide spectrum of perspectives, knowledge, and skills. The Supervisory Board therefore strives for sufficient diversity in terms of personality, gender, internationality, educational or professional background, expertise, and age distribution, and for its composition, it particularly considers the following criteria:
- The members of the Supervisory Board, meeting attendance, and the details of the board's work in the reporting year, as well as the details of the committees' work, are presented in the Supervisory Board's Report from page 11 onwards.
- In March 2022, the Supervisory Board of WashTec AG adopted specific objectives for its composition, including a competence profile and a diversity concept for the Supervisory Board, taking into account the legal requirements and the recommendations of the DCGK.
As a result of Dr. Blaschke's resignation from the Supervisory Board, a resolution on the election of a new Supervisory Board member will be passed at the Ordinary Annual General Meeting in 2024.
The Supervisory Board has formed an Audit Committee, a Personnel Committee, a Nomination Committee, an Innovation, Strategy & Sustainability Committee, and a Sales Strategy Committee for the efficient performance of its duties and in compliance with the DCGK.# Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die neben ihrer persönlichen und fachlichen Kompetenz möglichst auch verschiedene Bildungs- und Berufshintergründe – zum Beispiel technische, kaufmännische, juristische oder andere geisteswissenschaftliche Ausbildungen und Berufe – aufweisen.
Kompetenzprofil
Leitender Grundsatz für die Besetzung des Aufsichtsrats ist es, eine qualifizierte Überwachung und Beratung des Vorstands der WashTec AG sicherzustellen. Seine Mitglieder sollen insgesamt über die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats der WashTec AG als einem international tätigen börsennotierten Unternehmen im Bereich des Maschinenbaus erforderlich sind. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten sollen aufgrund ihrer Persönlichkeit, Kenntnisse und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der WashTec AG als einem international tätigen börsennotierten Unternehmen im Bereich des Maschinenbaus sachgerecht wahrzunehmen. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll sich durch Integrität und die Fähigkeit unabhängiger Entscheidungsfindung auszeichnen, um den Überwachungs- und Prüfungsaufgaben gerecht zu werden. Zur Beratung und Überwachung des Vorstands sollte jedes Aufsichtsratsmitglied auch über angemessene Erfahrungen aus Führungsfunktionen verfügen oder die erforderlichen Fähigkeiten auf andere Art und Weise erworben haben.
Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt eigenverantwortlich sicher, dass es genügend Zeit zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seines Mandats hat. Zu berücksichtigen ist, dass jährlich mindestens vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten werden, die jeweils angemessener Vorbereitung bedürfen, ausreichend Zeit für die Prüfung der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen vorzusehen ist und bei Mitgliedschaft in einem oder mehreren Aufsichtsratsausschüssen weiterer zeitlicher Aufwand entsteht.
Aufsichtsratsmitglieder sollen der vom DCGK empfohlenen Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten nachkommen. Die in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegte Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat beträgt in der Regel 75 Jahre.
Darüber hinaus muss in Ansehung der Anforderungen des § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Entsprechend dem DCGK soll der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverst��ndig sein. Die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist.
Kompetenzfeld
Kompetenzbeschreibung
- Führungserfahrung/Management
Führungs-/Managementerfahrung aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder vergleichbaren Gremiums in einem (börsennotierten) Unternehmen - Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung)
Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung) - Produktion, Vertrieb und Marketing
Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Marketing - Finanzen
Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und in der Bilanzierung sowie in der Anwendung von internen Kontrollverfahren und der Abschlussprüfung - Risikomanagement & Compliance
Kenntnisse und Erfahrungen im Risikomanagement sowie im Bereich der allg. Unternehmens-Compliance - Personal
Kenntnisse und Erfahrungen in Personalführung, Personalmanagement und Personalentwicklung - Nachhaltigkeit (ESG)
Erfahrungen und Kenntnisse der ESG Faktoren und deren Bedeutung sowie in den für die WashTec-Gruppe bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen - Kenntnisse der Corporate Governance eines börsennotierten Unternehmens (DCGK, Marktmissbrauchsverordnung etc.)
- Internationalität
Erfahrungen und Kenntnisse (dazu gehören auch Sprachkenntnisse außerhalb der Muttersprache) im Bereich internationaler Geschäftstätigkeiten - Kapitalmarkt und Investor Relations
Kenntnisse des Kapitalmarkts und im Bereich Investor Relations, Erfahrungen mit Investoren
Dem Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss gehören jeweils mit Herrn Dr. Liebler ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und mit Herrn Dr. Selent mindestens ein weiteres Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung an. Herr Dr. Selent als Vorsitzender des Prüfungsausschusses verfügt insbesondere aufgrund seiner Ausbildung als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, sowie der jahrelangen Erfahrung als Finanzvorstand der Fuchs Petrolub AG über Sachverstand, besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung. Herr Dr. Liebler verfügt insbesondere aufgrund seines Studiums und seiner langjährigen Erfahrung als Geschäftsführer verschiedener international tätiger Unternehmen über Sachverstand, besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung.
Damit qualifizieren sich Herr Dr. Selent und Herr Dr. Liebler als Finanzexperten im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG und D.3 des Kodex.
Umsetzung/Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der WashTec AG war im Berichtszeitraum entsprechend seiner Zielsetzung und der genannten Anforderungen zusammengesetzt. Alle im Berichtszeitraum amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats haben, mit unterschiedlichem Berufs- und Ausbildungshintergrund, internationale Erfahrung und weisen eine langjährige Tätigkeit in Führungspositionen auf. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Gesellschaft tätig ist, und besitzen die für WashTec wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen.
Aufgrund der im Aufsichtsrat bzw. im Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss vorhandenen Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen, ist der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsaufgabe in der Lage zu überwachen, wie die ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie und der Unternehmensplanung berücksichtigt wird.
Nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Blaschke aus dem Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2023 wird der Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung 2024 die Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds vorschlagen und bei seinem Wahlvorschlag die vorgenannten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium berücksichtigen.
| Dr. Günter Blaschke | Ulrich Bellgardt | Dr. Hans Liebler | Heinrich von Portatius | Dr. Alexander Selent | Peter Wiedemann | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitglied des Aufsichtsrats seit | 4. Juni 2014 | 4. Juni 2014 | 10. Mai 2012 | 16. Mai 2022 | 3. Mai 2017 | 16. Mai 2022 |
| bis | 31. Dezember 2023 | |||||
| Unabhängigkeit* | x | x | x | x | x | x |
| Geburtsjahr | 1949 | 1957 | 1969 | 1978 | 1952 | 1959 |
| Geschlecht | männlich | männlich | männlich | männlich | männlich | männlich |
| Staatsangehörigkeit | Deutsch | Deutsch / Schweiz | Deutsch | Deutsch | Deutsch | Deutsch |
| Kompetenzfelder | ||||||
| Führungserfahrung/Management | | | | | | |
| Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung) | | | | |||
| Produktion, Vertrieb und Marketing | | | ||||
| Finanzen | | | ||||
| Risikomanagement & Compliance | | | | | | |
| Personal | ||||||
| Nachhaltigkeit (ESG) | | | | | ||
| Internationalität | | | | | | |
| Kapitalmarkt und Investor Relations | |
- im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex 2022
basierend auf einer Selbsteinschätzung durch den Aufsichtsrat (ein Haken bedeutet zumindest gute und fundierte Kenntnisse jenseits der gesetzlichen Mindestanforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats, auf Basis bereits vorhandener Qualifikation, erworben im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied, zum Beispiel einer langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss oder im Rahmen von regelmäßig wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen).
Im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat berücksichtigen der Aufsichtsrat und der Nominierungsausschuss neben den Vorgaben des Gesetzes und des DCGK die vorgenannten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und streben die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium an. Hierbei soll im Auswahlprozess auch der Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversität) frühzeitig angemessen berücksichtigt werden. Maßgeblich für die Entscheidung des Aufsichtsrats über den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls.
Ferner gehörte dem Aufsichtsrat für den Berichtszeitraum eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder an, wobei nach seiner Einschätzung alle sechs Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig im Sinne des DCGK zu qualifizieren sind.
Auf Basis der Anforderungen an die Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich zum 31. Dezember 2023 die folgende Qualifikationsmatrix zu bestehenden Kompetenzen und dem Stand der Umsetzung hinsichtlich des Kompetenzprofils sowie des Diversitätskonzepts:
8.5 Aktionäre und Hauptversammlung beruht auf folgenden Gründen: Nach dem Ausscheiden von Frau Dr. Reden aus dem Vorstand war ab dem 1.# WashTec AG – Corporate Governance Report 2023
8.6 Zielgrößen für den Frauenanteil
Der Aufsichtsrat ist verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollten. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25% beschlossen. Diese Zielgröße wurde zum Stichtag 30. Juni 2023 nicht erfüllt.
Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat ab dem 1. Juli 2023 neue Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat festgelegt, die bis zum 30. Juni 2028 erreicht werden sollen. Dabei hat der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand mit Null (0) und die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat mit einer (1) Person festgelegt.
Die Festlegung der Zielgröße für den Vorstand wurde vom Aufsichtsrat wie folgt begründet:
Mit der Festlegung einer Zielgröße von Null für den Vorstand soll auch weiterhin eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation gewahrt bleiben. Über die Besetzung von Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat nach Qualifikation, Erfahrung, fachlicher und persönlicher Eignung im Unternehmensinteresse. Im Rahmen des Auswahlprozesses von neuen Vorstandsmitgliedern achtet der Aufsichtsrat insbesondere auf Diversität. Zu den Elementen des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung des Vorstands gehört dabei neben Aspekten wie Alter, Bildungs- oder Berufshintergrund auch das Geschlecht. Im Interesse einer größtmöglichen Flexibilität soll dem Geschlecht aber für künftige Vorstandsbesetzungen keine prioritäre Entscheidungsrelevanz zukommen.
Die WashTec AG verfügt mit ihrem erst im letzten Jahr neu zusammengesetzten Vorstand über ein hochmotiviertes und dynamisches Vorstandsteam. Vor diesem Hintergrund möchte der Aufsichtsrat im Sinne einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Führung des Unternehmens sowie im Sinne des Vertrauens in die aktuelle Besetzung des Vorstands nicht durch Festlegung einer höheren Zielgröße falsche Signale senden und sich mit Blick auf seine Personalentscheidungen in den kommenden fünf Jahren nicht vorab durch Festlegung einer höheren Zielgröße selbst binden oder den Eindruck einer solchen Selbstbindung erwecken. Maßgeblich für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Besetzung von Vorstandspositionen ist auch künftig stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls.
Unabhängig von den gesetzlich festzulegenden Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat gilt, dass die WashTec Gruppe bei der Besetzung von Führungsfunktionen und allen sonstigen Positionen im Unternehmen einen hohen Wert auf Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Vielfalt legt. Ziel ist dabei auch für die Zukunft insbesondere, den Anteil von Frauen in Führungspositionen innerhalb der WashTec Gruppe weiter zu fördern.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Diversität. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Vorstand der WashTec AG das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen innerhalb der WashTec Gruppe weiter zu fördern und beschlossen, eine freiwillige Festlegung der Frauenquote über die gesamte Unternehmensgruppe für eine Führungsebene festzulegen. Die Zielgröße beträgt 18% (entsprechend 32 Personen) mit einer Zielerreichungsfrist bis zum 30. Juni 2027. Eine Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungsebenen innerhalb der WashTec AG entfällt, da in der WashTec AG als Konzernobergesellschaft angesichts der sehr geringen Mitarbeiterzahl keine Führungsebenen bestehen.
Der Aufsichtsrat hat am 26. Juli 2018 für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2023 eine Zielgröße von 0% beschlossen. Dadurch sollte eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Zum Stichtag 30. Juni 2023 war keine Frau Mitglied im Aufsichtsrat.
Im Berichtsjahr 2023 hat die WashTec AG die Hauptversammlung in Präsenz durchgeführt. Alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen wurden im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine Informationsplattform für nationale und internationale Investoren.
Die Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet üblicherweise im zweiten Quartal des Jahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsände- rungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Abwesende Aktionäre können ihr Stimmrecht durch Bevollmächtigte oder Stimmrechtsvertreter ausüben lassen.
8.7 Unternehmensführungspraktiken
Transparenz und Kommunikation
Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Einmal jährlich veröffentlicht WashTec einen umfassenden, freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht, der im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar ist. Des Weiteren werden Informationen über Presse- mitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie in enger Beziehung zu ihnen ste- hende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getä- tigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 20.000 innerhalb eines Ka- lenderjahrs erreicht oder übersteigt. Die der WashTec AG im Berichtszeitraum gemeldeten Pflichtigen Wertpapiergeschäfte (»Managers’ Transactions«) wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations – Nachrichten – Managers Transactions verfügbar.
Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z.B. der WashTec Code of Conduct) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.
Compliance
WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsrats- und Prüfungsausschusssitzungen. Darüber hinaus wird jähr- lich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.
Die strategischen Leitlinien und der Code of Conduct der WashTec AG bilden die Basis des Compliance Programms. Der Code of Conduct wurde im Berichtsjahr grundlegend überar- beitet. Er enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handha- bung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insider- handelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens, wie auch Anforderungen an den Schutz von Menschen- und Umweltrechte im Sinne des Lieferkettensorgfaltspflichten- gesetzes.
Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insider- liste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.
Chancen- und Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Chancen und Risiken ist Teil einer guten Corpo- rate Governance. Der Vorstand hat ein im Hinblick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage des Unternehmens angemessenes und wirksames internes Kontrollsys- tem und Risikomanagementsystem eingerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat beraten regel- mäßig über bestehende Chancen und Risiken, deren Entwicklung sowie zu ergreifende Maßnahmen. Das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem unterliegen der laufenden Überprüfung und Weiterentwicklung.
Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Berichterstattung, in Investoren- gesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsent- wicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, wie auch zu nichtfinanziellen Themen.
Im September 2022 keine Frau als Vorstand der Gesellschaft bestellt. Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Berichterstattung, in Investoren- gesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsent- wicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, wie auch zu nichtfinanziellen Themen.
Über die Besetzung offener Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat im Unterneh- mensinteresse auf Grundlage eines Anforderungsprofils und unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen. Hierbei achtet der Aufsichtsrat auf den Gesichts- punkt der Diversität im Hinblick auf Aspekte wie Alter, Geschlecht, Bildungs- oder Berufs- hintergrund. Bei den erfolgten Vorstandsbestellungen hat sich der Aufsichtsrat auf Grund- lage eines sorgfältigen und strukturierten Auswahlprozesses im Ergebnis für die Bestellung der derzeit amtierenden Vorstandsmitglieder als jeweils beste Besetzung für die jeweilige Position entschieden.
Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 für den Zeitraum von bis zum 30. Juni 2023 eine Zielgröße von 0% beschlossen. Dadurch sollte eine größtmögli- che Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Zum Stich- tag 30. Juni 2023 war keine Frau Mitglied im Aufsichtsrat. Im Berichtsjahr 2023 hat die WashTec AG die Hauptversammlung in Präsenz durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat ab dem 1. Juli 2023 neue Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat festgelegt, die bis zum 30. Juni 2028 erreicht werden sollen. Dabei hat der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand mit Null (0) und die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat mit einer (1) Person festgelegt. Die Festlegung der Zielgröße für den Vorstand wurde vom Aufsichtsrat wie folgt begründet:
8.6 Zielgrößen für den Frauenanteil
Der Aufsichtsrat ist verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Im Ge- schäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollten. Für den Frauen- anteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25% beschlossen. Diese Zielgröße wurde zum Stichtag 30. Juni 2023 nicht erfüllt. Dies
8.7 Unternehmensführungspraktiken
Transparenz und Kommunikation
Die WashTec AG verfügt mit ihrem erst im letzten Jahr neu zusammen- gesetzten Vorstand über ein hochmotiviertes und dynamisches Vorstandsteam. Vor diesem Hintergrund möchte der Aufsichtsrat im Sinne einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Führung des Unternehmens sowie im Sinne des Vertrauens in die aktuelle Besetzung des Vorstands nicht durch Festlegung einer höheren Zielgröße falsche Signale senden und sich mit Blick auf seine Personalentscheidungen in den kommenden fünf Jahren nicht vorab durch Festlegung einer höheren Zielgröße selbst binden oder den Eindruck einer solchen Selbstbindung erwecken. Maßgeblich für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Be- setzung von Vorstandspositionen ist auch künftig stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls.
Unabhängig von den gesetzlich festzulegenden Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat gilt, dass die WashTec Gruppe bei der Besetzung von Führungsfunktionen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie in enger Beziehung zu ihnen ste- hende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getä- tigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 20.000 innerhalb eines Ka- lenderjahrs erreicht oder übersteigt. Die der WashTec AG im Berichtszeitraum gemeldeten Meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte (»Managers’ Transactions«) wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations – Nachrichten – Managers Transactions verfügbar.
Compliance
WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsrats- und Prüfungsausschusssitzungen. Darüber hinaus wird jähr- lich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.
Die strategischen Leitlinien und der Code of Conduct der WashTec AG bilden die Basis des Compliance Programms. Der Code of Conduct wurde im Berichtsjahr grundlegend überar- beitet. Er enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handha- bung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insider- handelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens, wie auch Anforderungen an den Schutz von Menschen- und Umweltrechte im Sinne des Lieferkettensorgfaltspflichten- gesetzes.
Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insider- liste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.
Chancen- und Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Chancen und Risiken ist Teil einer guten Corpo- rate Governance. Der Vorstand hat ein im Hinblick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage des Unternehmens angemessenes und wirksames internes Kontrollsys- tem und Risikomanagementsystem eingerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat beraten regel- mäßig über bestehende Chancen und Risiken, deren Entwicklung sowie zu ergreifende Maßnahmen. Das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem unterliegen der# Der Code of Conduct ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die kontinuierlichen Weiterentwicklung und werden stets an die sich ändernden Rahmenbedin- Mitglieder des Vorstands verbindlich.
Dieser wird aufgrund gesellschaftlicher und gesetzlicher Änderungen regelmäßig auf Aktualität überprüft und entsprechend aktualisiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z.B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig onlinebasierte Schulungen zum Code of Conduct, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Ferner werden regelmäßig umfangreiche Onlineschulungen zur Datenschutzgrundverordnung, insbesondere für neue Mitarbeiter, mit abschließendem Test durchgeführt.
Teil des Compliance Systems ist das seit 2016 implementierte Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Auch dieses wurde im Rahmen der gesetzlichen Änderungen aktualisiert. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Bestätigung von Verstößen entsprechend verfolgt. Die Beschwerde- und Meldeverfahrensordnung der WashTec Gruppe ist unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations – Corporate Governance verfügbar.
Augsburg, den 22. März 2024
Sebastian Kutz
CSO/Mitglied des Vorstands
Andreas Pabst
CFO/Mitglied des Vorstands
WashTec Lagebericht Abschluss Weitere Informationen
Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Weitere Ausführungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| 01.01. bis 31.12.2023 | 01.01. bis 31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7 | 489.468 | 482.239 |
| Kosten der umgesetzten Leistung | 8 | –352.934 | –352.826 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 136.534 | 129.413 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | 8 | –14.154 | –14.150 |
| Vertriebsaufwand | 8 | –62.452 | –62.136 |
| Verwaltungsaufwand | 8 | –18.570 | –17.124 |
| Sonstige Erträge | 9 | 5.360 | 7.169 |
| Sonstige Aufwendungen | 9 | –4.832 | –5.164 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 41.886 | 38.009 | |
| Finanzerträge | 213 | 529 | |
| Finanzaufwendungen | –3.688 | –1.275 | |
| Finanzergebnis | 10 | –3.475 | –746 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 38.411 | 37.263 | |
| Ertragsteuern | 11 | –10.439 | –10.909 |
| Konzernergebnis | 27.972 | 26.355 | |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück | 13.382.324 | 13.382.324 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) | 12 | 2,09 € | 1,97 € |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Weitere Ausführungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| 01.01. bis 31.12.2023 | 01.01. bis 31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 27.972 | 26.355 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 318 | 1.373 | |
| Latente Steuern | –75 | –383 | |
| Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 243 | 990 | |
| Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | –9 | 0 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen | –1.241 | 1.111 | |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen | 139 | 163 | |
| Latente Steuern | 3 | –171 | |
| Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | –1.108 | 1.103 | |
| Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | –865 | 2.093 | |
| Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode | 27.108 | 28.448 |
Konzern-Bilanz Aktiva
Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 14 | 33.725 | 25.268 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 14 | 43.289 | 42.312 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 14 | 7.447 | 7.032 |
| Nutzungsrechte | 15 | 18.413 | 17.337 |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 | 4.113 | 3.430 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 20 | 201 | 277 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 20 | 556 | 538 |
| Aktive latente Steuern | 16 | 3.478 | 3.856 |
| Langfristiges Vermögen | 111.222 | 100.051 | |
| Vorräte | 17 | 54.766 | 71.647 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 | 68.193 | 78.801 |
| Steuerforderungen | 18 | 16.640 | 16.028 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 20 | 1.643 | 1.486 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 20 | 2.170 | 2.255 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21 | 16.673 | 14.215 |
| Kurzfristiges Vermögen | 160.084 | 184.432 | |
| Aktiva | 271.306 | 284.483 |
Konzern-Bilanz Passiva
Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 22 | 40.000 | 40.000 |
| Kapitalrücklage | 23 | 36.463 | 36.463 |
| Eigene Anteile | 24 | –13.177 | –13.177 |
| Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte | 25 | –3.834 | –2.942 |
| Ergebnisvortrag | –1.660 | 1.426 | |
| Konzernergebnis | 27.972 | 26.355 | |
| Eigenkapital | 85.765 | 88.125 | |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | 28 | 5.204 | 0 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 29 | 11.576 | 10.166 |
| Rückstellungen für Pensionen | 26 | 8.113 | 8.528 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 27 | 2.671 | 3.199 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 55 | 168 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 80 | 1.522 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 31 | 1.297 | 1.738 |
| Passive latente Steuern | 16 | 1.741 | 1.600 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 30.737 | 26.920 | |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | 28 | 33.916 | 41.362 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 29 | 7.863 | 7.936 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 23.951 | 22.711 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4.699 | 7.514 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 19.117 | 20.597 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 25.818 | 25.606 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 27 | 11.641 | 9.087 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 31 | 27.799 | 34.625 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 154.805 | 169.437 | |
| Passiva | 271.306 | 284.483 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Weitere Ausführungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| Anzahl Aktien (in Stück) | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte | Ergebnisvortrag | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2022 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –5.074 | 40.235 | 98.448 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 2.647 | 2.647 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen | –554 | –554 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütung | 39 | 39 | |||||
| Dividende | –38.809 | –38.809 | |||||
| Konzernergebnis | 26.355 | 26.355 | |||||
| Stand 31. Dezember 2022 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –2.942 | 27.781 | 88.125 |
| Stand 1. Januar 2023 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –2.942 | 27.781 | 88.125 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | –792 | –792 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen | –72 | –72 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütung | –27 | –27 | |||||
| Dividende | –29.441 | –29.441 | |||||
| Konzernergebnis | 27.972 | 27.972 | |||||
| Stand 31. Dezember 2023 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –3.834 | 26.312 | 85.765 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
Weitere Ausführungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
| 01.01. bis 31.12.2023 | 01.01. bis 31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 38.411 | 37.263 | |
| Abschreibungen | 14.692 | 14.690 | |
| Gewinn aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | –120 | –621 | |
| Sonstige Gewinne und Verluste | –1.337 | 39 | |
| Finanzerträge | –213 | –529 | |
| Finanzaufwendungen | 3.688 | 1.275 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.024 | –3.122 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | –13.462 | –5.534 | |
| Brutto-Cash-Flow | 43.682 | 43.460 | |
| Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.987 | –10.694 | |
| Zu-/Abnahme der Vorräte | 15.355 | –13.987 | |
| Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.255 | 6.577 | |
| Zu-/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen | –6.081 | 327 | |
| Zu-/Abnahme Net Operating Working Capital | 20.517 | –17.777 | |
| Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen | –2.389 | –2.939 | |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 61.809 | 22.744 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Leasing) | –14.726 | –7.528 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 228 | 1.011 | |
| Aus dem Verkauf von Tochterunternehmen abgegangene Zahlungsmittel | –396 | 0 | |
| Auszahlungen für Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | –769 | 0 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | –15.664 | –6.516 | |
| Free Cash Flow | 46.145 | 16.228 | |
| Aufnahme verzinslicher Darlehen | 9.308 | 0 | |
| Tilgung verzinslicher Darlehen | –2.476 | 0 | |
| Gezahlte Dividende | –29.441 | –38.809 | |
| Erhaltene Zinsen | 152 | 132 | |
| Gezahlte Zinsen | –3.547 | –937 | |
| Tilgung der Leasingverbindlichkeiten | –8.372 | –8.861 | |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | –34.376 | –48.476 | |
| Nettoveränderung des Finanzmittelfonds | 11.769 | –32.248 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | –236 | 563 | |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | –27.147 | –15.614 | |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 4.538 | –27.147 |
Konzernanhang der WashTec AG (IFRS) 2023
Allgemeine Erläuterungen
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Der Konzernabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde am 22. März 2024 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Er wurde in der Aufsichtsratssitzung am 25.# März 2024 gebilligt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website unter https://ir.washtec.de/finanzberichte/ abrufbar. Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe ist die WashTec AG und ist im Handelsregister des Amtsgerichts der Stadt Augsburg, Deutschland unter HRB 81 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland. Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz und sind im Open Market im Börsensegment Prime Standard gelistet. Der Unternehmensgegenstand der WashTec Gruppe umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche und Waschchemie sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.
2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses
Der Konzernabschluss der WashTec AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2023 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315e HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt. Die Voraussetzungen des § 315e HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die anteilbasierte Vergütung sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet; hieraus können Rundungsdifferenzen entstehen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2023 durch das makroökonomische Umfeld beeinflusst. Das anhaltend hohe Zinsniveau führte zu höheren Zinsaufwendungen für die gezogenen Kreditlinien. Die WashTec Gruppe setzte aus diesem Grund im Berichtsjahr zur Steuerung des Zinsrisikos derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps ein. Daneben wurde das im Vergleich zum Vorjahr höhere Zinsniveau bei der Bemessung der Diskontierungszinssätze für langfristige Bilanzposten sowie der Bestimmung der Bewertungsparameter im Rahmen des Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechend berücksichtigt. Aus dem Werthaltigkeitstest ergab sich im Berichtszeitraum kein Anpassungsbedarf.
Aus klimabezogenen Sachverhalten ergeben sich die nachfolgend beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe:
- Die Maßnahmen der Gesellschaft zur Reduktion der CO2-Emissionen umfassen in Deutschland schwerpunktmäßig Investitionen in die elektrische Ladeinfrastruktur und energetische Optimierung der Heizungssysteme sowie den Bezug von Ökostrom an den Produktionsstandorten. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft zum Ziel gesetzt, den Fuhrpark in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu 100% CO2-neutral zu betreiben.
- Die Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerte, die für Ersatzinvestitionen infrage kommen, sind zum Geschäftsjahr 2023 vollständig abgeschrieben. Daher ergeben sich gegenwärtig keine Hinweise auf Auswirkungen in Bezug auf Nutzungsdauern oder Restwerte.
- In Bezug auf die Werthaltigkeit der Vorräte ermöglicht die auftragsbezogene Fertigung und Beschaffung die Minimierung der über die im normalen Geschäftsgang hinausgehenden Wertminderungsrisiken.
- Daneben ist es derzeit nicht erforderlich, Rückstellungen für Umweltauflagen oder Rückbauverpflichtungen sowie Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen aufgrund von klimabezogenen Verpflichtungen zu bilden.
- Im Rahmen des Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden sämtliche klimabezogene Aspekte geprüft, die Einfluss auf die Ermittlung des Nutzungswerts haben können. Diese Prüfung umfasste mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die Absatzmärkte der WashTec Gruppe, Veränderungen des regulatorischen Umfelds und Veränderungen in der Nutzungsabsicht von Vermögenswerten aufgrund klima-induzierter Verpflichtungen. Daraus ergab sich im Berichtszeitraum kein Anpassungsbedarf.
- Insgesamt ergeben sich auf Basis von Schätzungen, Annahmen oder Ermessensentscheidungen keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe.
3. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, ab dem die WashTec AG schwankenden Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2023 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert (Anteilsbesitz nach § 315e i.V.m. § 313 Abs. 2 HGB). Die Werte basieren bei den Gesellschaften im Inland auf den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen, bei den Gesellschaften im Ausland grundsätzlich auf den IFRS-Abschlüssen vor Konsolidierung.
Konsolidierte Unternehmen zum 31.12.2023
| Anteil am Mutter- | Geschäfts- | Eigenkapital | Gewinn/Verlust |
|---|---|---|---|
| Gesellschaft | tätigkeit | 31.12.23 in T€ | für 2023 in T€ |
| Inländische Beteiligungsgesellschaften | |||
| WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg1)3) | A | I | 29.846 |
| WashTec Holding GmbH, Augsburg2)3) | B | II | 38.122 |
| WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg2)3) | B | III | 51 |
| WashTec Financial Services GmbH, Augsburg1)3) | A | IV | 62 |
| AUWA-Chemie GmbH, Augsburg2)3) | B | V | 537 |
| Ausländische Beteiligungsgesellschaften | |||
| WashTec France S.A.S., Boigny sur Bionne, Frankreich | C | VI | 15.027 |
| Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA | C | I | 31.719 |
| WashTec S.r.l., Casale, Italien | C | VI | 2.079 |
| WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien | C | VI | 5.148 |
| WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark | C | VI | 3.195 |
| WashTec Bilvask AS, Billingstad, Norwegen4) | F | VI | 4.371 |
| WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich | C | VI | 2.835 |
| WashTec Spain S.A.U., Madrid, Spanien | C | VI | 3.639 |
| WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik | D | VII | 6.003 |
| WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Burlington, Ontario, Kanada5) | E | VI | –5.212 |
| WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien | C | VI | 3.256 |
| WashTec Benelux B.V., Zoertermeer, Niederlande | C | VI | 2.036 |
| WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden | C | VI | 658 |
| WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen | D | VI | 732 |
| WashTec New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland6) | C | VI | 1.332 |
1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH
2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG
3) Gesellschaften haben von den Erleichterungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
4) indirekte Beteiligung über WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
5) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
6) Erstkonsolidierung zum 1. Dezember 2023
A) WashTec Holding GmbH
B) WashTec AG
C) WashTec Cleaning Technology GmbH
D) Die Beteiligung wird zu 90% durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10% durch die WashTec Holding GmbH gehalten.
E) Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
F) WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft
II) Holdinggesellschaft
III) Vermietung von Waschanlagen
IV) Vermittlung von Finanzierungen für Waschanlagen
V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte
VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft
VII) Produktionsgesellschaft
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erwerb von Tochterunternehmen
WashTec New Zealand Limited wurde am 23. Juni 2023 als Tochtergesellschaft der WashTec Cleaning Technology GmbH mit einem Stimmrechtsanteil von 100% gegründet, um direkte Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Neuseeland aufzunehmen. Die neuseeländische Tochtergesellschaft wurde demzufolge im Geschäftsjahr 2023 erstkonsolidiert. Zum 1. Dezember 2023 hat WashTec New Zealand Limited die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des bisher unabhängigen neuseeländischen Vertriebspartners Car Kleen New Zealand Ltd. übernommen. Die Investition in den neuseeländischen Markt soll die Präsenz der WashTec Gruppe in der Region Asien/Pazifik verstärken und die Kooperation mit den Kunden vor Ort stärken. Der Kaufpreis für den Unternehmenserwerb betrug T€ 1.624. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden T€ 797 aus diesem Betrag gezahlt. Die Zahlung des restlichen Betrages ist an die Erfüllung bestimmter vertraglicher Bedingungen geknüpft und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 erfolgen.Akquisitionsbezogene Nebenkosten sind nur in unwesentlichem Umfang angefallen und wurden im sonstigen Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das erworbene Nettovermögen wurde zu einem Zeitwert von T€ 649 bewertet, es entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert von T€ 974. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus den erwarteten Synergien aufgrund der nachgewiesenen Erfolgsbilanz der Car Kleen New Zealand Ltd. in der Fahrzeugtechnik sowie aus der langjährigen Erfahrung des Teams.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt:
| in T€ | |
|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | |
| Anlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) | 642 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 340 |
| Vorräte | 607 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 28 |
| Übernommene Vermögenswerte | 1.617 |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 647 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 322 |
| Übernommene Verbindlichkeiten | 969 |
| Nettovermögen | 649 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 974 |
| Gegenleistung | 1.624 |
Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich zum Erwerbszeitpunkt auf T€ 335. Dieser entspricht dem Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Erwerbszeitpunkt wurde keine Wertminderung erfasst.
Im Konzernergebnis zum 31. Dezember 2023 sind Umsatzerlöse i.H.v. T€ 310 sowie ein Ergebnis nach Steuern i.H.v. T€ 44 enthalten. Wäre die Gesellschaft bereits zum 1. Januar 2023 erworben worden, hätten Umsatzerlöse i.H.v. T€ 3.969 sowie ein Ergebnis nach Steuern von T€ 379 zum Konzernergebnis der WashTec Gruppe im Geschäftsjahr 2023 beigetragen.
Entkonsolidierung von Tochterunternehmen
Zum 14. Dezember 2023 hat WashTec 90% der Anteile ihrer chinesischen Tochtergesellschaft WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co., Ltd., an das bisherige Management veräußert. Die Veräußerung wurde mit Wirkung zum 19. Dezember 2023 von den zuständigen Behörden in China registriert. Der Verkauf erfolgte vor dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung der WashTec Gruppe im chinesischen Markt. Dieser wird zukünftig als Händlermarkt weiter erschlossen. Dadurch wird die bestmögliche zukünftige Marktposition sichergestellt sowie die langjährigen Kundenbeziehungen aufrechterhalten und weiter ausgebaut. WashTec wird mit einem Anteil von 10% in der Gesellschaft vertreten bleiben.
Im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der chinesischen Tochtergesellschaft wurden T€ –504 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.
Aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft resultiert ein Abgang von Vermögenswerten i. H. v. T€ 2.764, die sich im Wesentlichen aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammensetzen. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 2.107 abgegangen, die im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten und Mitarbeitern enthalten.
Bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse i.H.v. T€ 6.446 mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von T€ –738 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der WashTec Gruppe erfasst.
4. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards
In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards in Kraft. Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen angewandt.
Angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards
| Standard/ Interpretation | Titel | Anwendungs- pflicht durch EU | Über- nahme | Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 17 | Versicherungsverträge inkl. Änderungen an IFRS 17 | 01.01.2023 | 23.11.2021 | keine |
| IFRS 17 | Änderungen an IFRS 17 – Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen | 01.01.2023 | 09.09.2022 | keine |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Angaben zu Rechnungslegungsmethoden | 01.01.2023 | 03.03.2022 | keine |
| IAS 8 | Änderungen an IAS 8 – Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler | 01.01.2023 | 03.03.2022 | keine |
| IAS 12 | Änderungen an IAS 12 – Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden für die WashTec Gruppe beziehen, die aus einer einzigen Transaktion bestehen | 01.01.2023 | 12.08.2022 | Hieraus ergeben sich keine Auswirkungen, da diese Vorgehensweise bereits mit der Implementierung von IFRS 16 umgesetzt wurde. |
| IAS 12 | Änderungen an IAS 12 – Internationale Steuerreform - Säule-2-Mustervorschriften | 01.01.2023 | 09.11.2023 | keine |
Ferner haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommen sind. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die Europäische Union anerkannt und übernommen sind.
Noch nicht angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards
| Standard/ Interpretation | Titel | Anwendungs- pflicht durch EU | Über- nahme | Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern |
|---|---|---|---|---|
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 01.01.2024 | 20.12.2023 | keine |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants | 01.01.2024 | 20.12.2023 | keine |
| IFRS 16 | Änderungen an IFRS 16 – Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Lease-Back | 01.01.2024 | 21.11.2023 | keine |
| IAS 7 | Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 – Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | 01.01.2024 | noch keine | festzulegen |
| IAS 21 | Änderungen an IAS 21 – Mangel an Umtauschbarkeit festzulegen | 01.01.2025 | noch keine | festzulegen |
5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen (soweit im Folgenden nichts anderes angegeben) grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Für die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernanhang des Vorjahres verwiesen.
Fremdwährungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt - der funktionalen Währung und der Berichtswährung des Konzerns. Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der ausländischen Gesellschaften ist in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb und Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsfalls umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die daraus resultieren, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, zum Stichtagskurs umgerechnet, während Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
| Anlagen | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 14 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 8 Jahre |
Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.# Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d. h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Sie bemessen sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unter- nehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber angesetzten Anteil an den bei- zulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen An- satz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Darüber hinaus wird zusätz- lich ein Werthaltigkeitstest während des Jahres durchgeführt, wenn aufgrund eingetre- tener Ereignisse der Verdacht besteht, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusam- menschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt denje- nigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns (Segmente) zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren.
Immaterielle Vermögenswerte
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software ausgewiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesent- lichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
| Immaterielle Vermögenswerte | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Erworbene Patente und Technologien | 8 Jahre |
| Lizenzen und Software | 3 bis 8 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 6 bis 8 Jahre |
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Erworbene immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammen- schlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibun- gen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließ- lich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirt- schaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschrei- bungsmethode werden zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei geän- derten Erwartungen entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Änderungen.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)
Forschungskosten werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand berücksichtigt. Die Entwicklungskosten eines Projektes umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkos- ten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vermögenswerte identi- fizierbar sind, voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erwarten lassen und die Herstellungskosten während der Entwicklung verlässlich ermittelt werden kön- nen. Darüber hinaus werden Entwicklungskosten nur aktiviert, wenn der Abschluss der Entwicklung und die anschließende Nutzung oder der Verkauf sowohl von technischer als auch finanzieller Seite sichergestellt und beabsichtigt sind.
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells bilanziert, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulier- ter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögens- wert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den voraussichtlich künf- tiger wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag beur- teilt, ob Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Bei entsprechenden Hinweisen nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Zur Bestim- mung des Nutzungswertes wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dazu werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssat- zes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abge- zinst. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen. Falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist.
Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Ver- mögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein in früheren Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann erfolgs- wirksam aufgeholt, wenn sich eine Änderung der Beurteilung ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Die Obergrenze für die Wertaufholung bildet hierbei der Buchwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und Geschäfts- oder Firmenwerte sind jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen. Eine Über- prüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Eine mögliche Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmen- wert zugeordnet wurde. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen im Konzern den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich in die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« auf. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Ge- schäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungspro- zesses vor.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Ent-stehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt, wenn das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Ver-käufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvor-schriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.
Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit positivem Marktwert sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewer-tet« (AC), »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthOCI) oder »er-folgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unterneh-mens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte sowie den Eigenschaften der vertrag-lichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts kategorisiert und zum beizu-legenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC): Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungs-ströme ist und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu fest-gelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wert-minderungen bewertet. Forderungen mit signifikanter Finanzierungskomponente wer-den mit marktüblichen Zinssätzen abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Diese werden im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste aus der Ausbu-chung oder Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte werden im Periodener-gebnis erfasst.# Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Sie werden zum Nennwert angesetzt. Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVthOCI)
Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht und deren Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis erfasst.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVthP/L)
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht »zu fortgeführten Anschaffungskosten« (AC) oder »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert« (FVthOCI) bewertet werden sowie Derivate, die nicht als Sicherungsinstrument im Hedge Accounting designiert sind, werden »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet. Darüber hinaus können finanzielle Vermögenswerte unter bestimmten Bedingungen freiwillig als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet werden. Diese Option wird vom Konzern derzeit nicht genutzt.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Die Risikovorsorge ist grundsätzlich auf Basis des allgemeinen Ansatzes anhand eines Drei-Stufen-Modells zu ermitteln und stellt auf die Entwicklung des Ausfallrisikos eines finanziellen Vermögenswerts ab. Grundsätzlich werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und die innerhalb von zwölf Monaten nach Zugangszeitpunkt zu erwartenden Kreditverluste bestimmt. Hat sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem vorangegangenen Stichtag signifikant erhöht, ist dieser Stufe 2 zuzuordnen. WashTec geht von einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos aus, wenn dieser mehr als 30 Tage überfällig ist. Liegt zudem ein objektiver Indikator für eine Wertminderung vor, ist der finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zuzuordnen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung sind das Einleiten rechtlicher Schritte und Überfälligkeiten von mehr als einem Jahr. In Stufe 2 und 3 wird die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bestimmt.
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente ist das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Daneben besteht ein Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente ebenfalls das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Demnach wird die Risikovorsorge in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Der Konzern nimmt dieses Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente in Anspruch und ermittelt die Wertminderungen auf Basis einer Wertminderungstabelle. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben gleichartige Kreditrisikomerkmale. Zur Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.
Die Risikovorsorge für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird auf Basis des allgemeinen Ansatzes ermittelt. Die erwarteten Kreditverluste aus dem Ausfall von sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind unwesentlich und werden nicht erfasst.
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und die Übertragung die Ausbuchungsbedingungen des IFRS 9 erfüllt. Im Fall von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wird die Forderung wertberichtigt. Wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft, erfolgt eine Ausbuchung der Forderung.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit negativem Marktwert sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als langfristig eingestuft, wenn ihre Restlaufzeit mehr als zwölf Monate beträgt, sie werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Restlaufzeit weniger als zwölf Monate beträgt.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (FLAC) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert sowie im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode als zu fortgeführten Anschaffungskosten« (FLAC) bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Derivate mit negativem Marktwert und finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, werden in den Folgeperioden als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung nach Abzug der Transaktionskosten.
Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Die WashTec Gruppe setzte im Berichtsjahr zur Steuerung des Zinsrisikos derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps ein. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und je nach Marktwert als sonstige finanzielle Vermögenswerte oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Derivate ohne Hedge Accounting werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (FVthP/L).
Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird vollständig als sonstiger langfristiger finanzieller Vermögenswert oder sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeit eingestuft, wenn die Restlaufzeit des Derivats mehr als zwölf Monate beträgt. Es wird als sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswert bzw. sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeit eingestuft, wenn die Restlaufzeit des Derivats weniger als zwölf Monate beträgt.
Zu Beginn der Sicherungsbeziehung erfolgt sowohl für die Sicherungsbeziehung als auch für die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien, die die Gruppe im Hinblick auf die Absicherung verfolgt, eine formale Designation und Dokumentation. Diese Dokumentation umfasst die Identifizierung des Sicherungsinstruments, des gesicherten Grundgeschäfts, der Art des abgesicherten Risikos und die Art und Weise, in der das Unternehmen beurteilt, ob die Sicherungsbeziehung die Anforderungen an die Wirksamkeit der Absicherung erfüllt (einschließlich einer Analyse der Ursachen der Unwirksamkeit der Absicherung und der Art und Weise der Bestimmung der Sicherungsquote).
Die Sicherungsbeziehung erfüllt alle Anforderungen an die Wirksamkeit der Absicherung, wenn zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument eine wirtschaftliche Beziehung besteht, die Auswirkung des Ausfallrisikos keinen dominanten Einfluss auf die Wertänderungen hat, die sich aus dieser wirtschaftlichen Beziehung ergeben und die Sicherungsquote der Sicherungsbeziehung der Sicherungsquote entspricht, die aus dem Volumen des tatsächlich gesicherten Grundgeschäfts und dem Volumen des Sicherungsinstruments resultiert, das zur Absicherung dieses Volumens des gesicherten Grundgeschäfts tatsächlich eingesetzt wird.
Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges)
»Cashflow Hedges« dienen der Absicherung von Zahlungsströmen gegen das Risiko einer Schwankung von Zahlungsströmen, die einem bestimmten Risiko zuzuordnen und die insgesamt mit oder mit einer Komponente eines bilanzierten Vermögenswerts, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer hochwahrscheinlichen erwarteten Transaktion verbunden ist, und sich diese Schwankung erfolgswirksam auswirken könnte.
Der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designiert sind, wird im Eigenkapital erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der den ineffektiven Teil betrifft, wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.# Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflußt, z.B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft oder beendet wird oder die Sicherungsbeziehung nicht länger die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleiben etwaige zu diesem Zeitpunkt kumulierte abgegrenzte Beträge im Eigenkapital, sofern das gesicherte Grundgeschäft weiterhin besteht. Wenn der Eintritt der gesicherten Transaktion nicht mehr erwartet wird, werden die kumulierten Beträge, die im Eigenkapital ausgewiesen wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
Ein monetärer Posten in Form einer ausstehenden Forderung gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Bei diesen monetären Posten handelt es sich um langfristige Forderungen gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb ist, werden im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Konzernabschluss werden diese Umrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung der Tochtergesellschaft vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.
Eigene Anteile
Beim Erwerb eigener Anteile durch die WashTec AG werden diese in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, deren Fälligkeit oder Höhe ungewiss ist. Die Bewertung erfolgt zum Barwert auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Aufwendungen zur Erfüllung der Verpflichtungen. Erwartet der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Erstattung (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird diese als gesonderter Vermögenswert aktiviert, wenn deren Erhalt so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen werden mit Marktzinssätzen vor Steuern abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Der Zinseffekt wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Pensionen werden nach der »Projected-Unit-Credit-Methode« berechnet (IAS 19 revised). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar unter Berücksichtigung von latenten Steuern und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand und die Zinsen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 26 dargestellt.
Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen
Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. »Blockmodell«. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt.
Anteilsbasierte Vergütung
Nach IFRS 2 wird zwischen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich unterschieden. Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG erhalten für ihre Tätigkeit eine anteilsbasierte Vergütung, die beide Komponenten enthält. Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird im Zeitraum der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Verbindlichkeit zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam erfasst. Diese wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Die an den Aktienpreis der WashTec AG gekoppelten Konditionen werden bei der Bewertung berücksichtigt (»Marktbedingungen«). Daneben werden leistungsbezogene Ausübungsbedingungen miteinbezogen. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente entfallende Teil wird direkt im Eigenkapital erfasst. Die Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich werden auf Basis des ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Für weitere Einzelheiten wird auf Anhangangabe 37 verwiesen.
Leasingverhältnisse
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der dazu berechtigt die Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasinggegenstands) für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Der Konzern erfasst grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit zu Barwerten bilanziert. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder (Zins-)Satzes vorgenommen wird, erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde sowie Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird. Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers abgezinst. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers wird auf Basis eines risikolosen Zinssatzes über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt. Jede Leasingrate wird in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und setzen sich aus dem Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, sämtlicher bei oder vor der Bereitstellung geleisteter Leasingzahlungen abzgl. erhaltener Leasinganreize, alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie den geschätzten Kosten für Rückbauverpflichtungen zusammen. Leasingverträge werden i.d.R. für feste Zeiträume von ein bis drei Jahren abgeschlossen. Mietverträge für Büro- und Lagergebäude umfassen teilweise auch längere Laufzeiten. Zudem können die Verträge Vereinbarungen zur stillschweigenden Verlängerung bzw. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen beinhalten. Derartige Vertragskonditionen werden herangezogen, um die maximale betriebliche Flexibilität des Konzerns sicherzustellen. Die bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen können jeweils beidseitig ausgeübt werden. Die in den Kündigungsoptionen vereinbarten Fristen sind ausreichend, um (soweit erforderlich) rechtzeitig Alternativen zu finden. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen über Gebäude berücksichtigt das Management sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Die wesentlichen Faktoren hierbei sind die Konditionen, die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit des Leasinggebers sowie logistische Überlegungen im Zusammenhang mit der zukünftigen Strategie des Konzerns.Ist der Konzern mit der Zusammenarbeit zufrieden und wird davon ausgegangen, dass diese Faktoren auch zukünftig mit der Unternehmensstrategie vereinbar sind, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass die Verträge verlängert bzw. nicht gekündigt werden. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Diese Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann – sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Im Rahmen der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt eine Erhöhung des Buchwerts um den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit sowie eine Verringerung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Für potenzielle künftige Steigerungen variabler Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erfolgt zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens eine Anpassung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes. Bei Verträgen, die eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption enthalten, wird eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und Anpassung des Nutzungsrechts vorgenommen, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb der Kontrolle des Konzerns liegt und im Rahmen der Erstbewertung anders eingeschätzt wurde. Der Konzern nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zudem werden die Vorschriften von IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewandt. Um den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Carwash-Management-Geschäfts Maschinen gegen eine waschzahlen- abhängige Vergütung zur Verfügung stellen zu können, werden von WashTec gefertigte Maschinen an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft. Im Rahmen dieser Transaktionen werden für die Maschinen ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit bilanziert. Es erfolgt keine Umsatzrealisierung aus dem Verkauf der Maschinen. Im Rahmen der Verträge mit den Kunden werden Umsatzerlöse auf Basis der Waschzahlen realisiert und das Nutzungsrecht abgeschrieben. Für die Angaben zu den Nutzungsrechten, Leasingverbindlichkeiten, Abschreibungen und Zinsaufwendungen wird auf die Anhangangaben 10, 15 und 29 verwiesen.
Vertragsverbindlichkeiten
Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden, werden als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen (siehe auch Abschnitt »Erlösrealisierung«). Im Konzern werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Umsatzabgrenzung, im Wesentlichen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge, in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Ertragsteuern
Im Konzernabschluss werden tatsächliche Steuern unter Anwendung der am Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze und Steuervorschriften der Länder ermittelt, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und ein zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaften. Für bilanzierte Ertragsteuerverbindlichkeiten wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung herangezogen. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig bzw. angekündigt sind. Tatsächliche und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, es sei denn die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle wurden im Eigenkapital erfasst. Die Bildung latenter Steuern erfolgt für temporäre Differenzen der konsolidierten Gesellschaften zwischen den Buchwerten eines Vermögenswerts oder einer Schuld nach IFRS und deren steuerlicher Basis sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen. Latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuergutschriften werden in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und die noch nicht genutzten Steuergutschriften verwendet werden können. Es werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten auf temporäre Differenzen angesetzt, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren. Darüber hinaus erfolgt kein Ansatz latenter Steuern auf temporäre Differenzen, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall resultiert, der sich zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder auf das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch auf das steuerliche Ergebnis auswirkt und es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt. Führt eine Transaktion gleichzeitig zu betragsgleichen abzugsfähigen und zu versteuernden temporären Differenzen erfolgt ein Ansatz latenter Steuern. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen bilanziert, es sei denn, das die Beteiligung haltende Unternehmen ist in der Lage den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird (»outside basis differences«). Eine Saldierung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerverbindlichkeiten wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und ein einklagbarer Rechtsanspruch auf die Aufrechnung besteht.
Erlösrealisierung
Erlöse werden erfasst, wenn durch Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung (d. h. eines Vermögenswerts) auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Ein Vermögenswert gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, wenn die Übertragung des zugesagten Vermögenswerts erfolgt ist bzw. der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt hat. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren sowie bei der Installation von Maschinen der Fall. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage. Der Konzern nimmt für Finanzierungskomponenten den praktischen Behelf in Anspruch, die Auswirkungen einer Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen, falls die Dauer zwischen Übertragung von Gütern bzw. Dienstleistungen und Bezahlung dieser durch den Kunden bei maximal einem Jahr liegt oder die Finanzierungskomponente absolut als auch relativ unwesentlich ist. Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen aus Verträgen über Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen sowie im Voraus bezahlte Serviceverträge werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt und in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Dem Kunden fließt hierbei der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung, während diese erbracht wird. Die WashTec Gruppe wendet zur Bestimmung des Leistungsfortschritts die outputbasierte Methode basierend auf der abgelaufenen Zeit an. Die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen ist abhängig von den vertraglichen Regelungen und erfolgt in der Regel monatlich. Dadurch ist die zutreffende Ermittlung des Outputs sichergestellt. Diese Erlöse werden erfasst und in Rechnung gestellt, wenn die Leistung erbracht ist. Es erfolgt eine korrespondierende Auflösung der Vertragsverbindlichkeiten. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage, Serviceverträge werden jedoch teilweise auch im Voraus bezahlt. Umsätze aus dem Carwash-Management-Geschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert. Dies gilt auch, wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wird. WashTec verkauft Maschinen auch an Leasinggesellschaften, die diese im Rahmen von Mietverträgen an die Kunden weitervermieten. Diese Umsätze werden zum Zeitpunkt des Verkaufs realisiert. Bei diesen Geschäften gibt es in seltenen Fällen auch Verträge, die Rückkaufvereinbarungen enthalten und WashTec die Maschinen auf Anfrage des Kunden zurückerwerben muss. In diesen Fällen erfolgt die Umsatzrealisierung aus dem Maschinenverkauf in Höhe der erbrachten Leistung, d.h. es erfolgt eine Reduzierung der Umsatzerlöse in Höhe des Rückgaberechts. Zudem erfolgt eine korrespondierende Anpassung der Kosten für die erbrachte Leistung, die als sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswert in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt wird.# 6. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in gewissem Umfang Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen zu treffen, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen, die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie die Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren jeweils auf historischen Erfahrungen und auf dem aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich künftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und können in zukünftigen Perioden zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten führen.
Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten
In Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte, imma- terielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und sonstige nicht-finanzi- elle Vermögenswerte sind zur Bestimmung des jeweiligen Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit notwendig. Außerdem muss ein angemessener Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows ermittelt werden. Zur Schätzung der künftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmen- bedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermö- genswerten erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzernein- heitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern und bei der Abschreibungsmethode der Ver- mögenswerte.
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten
Im Rahmen der Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente sowie For- derungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ermittelt. Hierzu werden die For- derungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der ver- gangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.
Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Er- gebnisses sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 16 zu finden.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen
Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von ver- sicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen und die Lebenserwartung. Ent- sprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details hierzu werden in den Anhangangaben 26 und 27 dargestellt.
Anteilsbasierte Vergütungen
Die anteilsbasierte Vergütung durch Barausgleich wird mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag erfasst. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anteilsba- sierter Vergütungen muss das am besten geeignete Bewertungsverfahren bestimmt wer- den, welches von den Bedingungen der Gewährung abhängig ist. Darüber hinaus ist die Bestimmung geeigneter, in dieses Bewertungsverfahren einfließender Inputparameter erforderlich, insbesondere die Volatilität der Aktie und der risikoneutrale Zinssatz für die Restlaufzeit. Die Annahmen und die angewandten Verfahren sind in der Anhangangabe 37 ausgewiesen.
Rückstellungen
Insbesondere Abfindungs- und Garantierückstellungen werden auf Grundlage von Er- wartungen, Einschätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und von geplanten Maß- nahmen gebildet. Die Beurteilung der Höhe von möglichen Zahlungsverpflichtungen beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5 dargestellten Bilan- zierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung dieser Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn ein Produktent- wicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanage- mentmodell erreicht hat.
Verträge mit Rückkaufvereinbarungen
WashTec verkauft Maschinen auch an Leasinggesellschaften, die diese im Rahmen von Mietverträgen an die Kunden weitervermieten. Bei diesen Geschäften gibt es in seltenen Fällen auch Verträge, die Rückkaufvereinbarungen enthalten. Darin verpflichtet sich WashTec die Maschinen am Ende der Vertragslaufzeit auf Anfrage des Kunden zurück- zuerwerben. Die Rückstellung für Verträge mit Rückkaufvereinbarungen umfasst die er- warteten Aufwendungen aus den vertraglichen Verpflichtungen zum Rückkauf der ver- äußerten Maschinen und wird rollierend ermittelt. Zur Berechnung wird eine Schätzung vorgenommen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Maschinen am Ende der Vertrags- laufzeit zurückerworben werden müssen. Für das Rückgaberecht wird ein sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswert in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingver- hältnis angesetzt. Diese basiert auf einer Schätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Maschinen am Ende der Vertragslaufzeit zurückerworben werden müssen und wird rol- lierend ermittelt.
Erlöse
Die Höhe der Erlöse entspricht dem Transaktionspreis und umfasst die Gegenleistung, die die WashTec Gruppe im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Hiervon ausgenom- men sind Umsatzsteuern. Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti oder Volumendis- counts werden als variable Gegenleistungen bei der Ermittlung des Transaktionspreises berücksichtigt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner Stornierung des Um- satzes kommt. Diese Schätzung wird auf Basis der Erwartungswertmethode vorgenom- men. Die Volumendiscounts werden als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert. Der Transaktionspreis wird auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die ein- zelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Ein Preisnachlass wird grundsätzlich anteilig auf alle Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags aufgeteilt, es sei denn es liegen Anhaltspunkte vor, dass sich der Preisnachlass vollständig oder teilweise auf eine oder mehrere, aber nicht alle Leistungsverpflichtungen innerhalb des Vertrags bezieht. Da keine direkt beobachtbaren Preise zur Verfügung stehen, zu denen die WashTec Gruppe das betreffende Gut oder die betreffende Dienstleistung separat unter ähnlichen Umständen an ähnliche Kunden verkaufen würde, wird zu Vertragsbeginn eine Schät- zung der Höhe der Einzelveräußerungspreise anhand des Expected-Cost-Plus-Margin- Approach vorgenommen. Die WashTec Gruppe nimmt das Wahlrecht in Anspruch, diejenigen Vertragserlangungs- und Erfüllungskosten direkt im Aufwand zu erfassen, die bei Aktivierung über eine Dauer von maximal einem Jahr abgeschrieben würden. Dies betrifft bei WashTec sämt- liche dieser Kosten.
Zinserträge
Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht ergebniswirksam erfasst.
Kosten der umgesetzten Leistung
Die Kosten der umgesetzten Leistung umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und Dienstleistungen. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Mate- rial-, Personal- und Energiekosten auch Fertigungseinzelkosten sowie die den Produkti- ons- und Dienstleistungsbereichen zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen Abschreibungen auf Gebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf Vorräte ein.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewich-tete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien geteilt, die sich während des Jahres im Umlauf befinden. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durch- schnittliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl aller poten- ziell verwässernden Aktien berichtigt.
Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von operativen Segmenten auf dem »Management Approach«. Demzufolge erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanz- berichterstattung an den Vorstand (»Chief Operating Decision Maker«). Soweit die Zu- sammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.
Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines specifischen, wirtschaftlichen Um- feldes anbietet oder erbringt, und die Risiken ausgesetzt ist und Erträge einbringt, die sich von Teilaktivitäten unterscheidet, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern statt- finden.# Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
7. Segmentberichterstattung
Die Segmentierung nach dem »Management Approach« erfolgt im Konzern nach Vertriebsgebieten. Als Vertriebsgebiete sind aufgrund der spezifischen Marktgegebenheiten die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert und orientieren sich am jeweiligen Sitz der Konzernunternehmen. Zentrale Größen für die Steuerung der einzelnen Segmente sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Spalte »Konsolidierung« enthält die Eliminierung von ergebniswirksamen Transaktionen, die zwischen den operativen Segmenten getätigt wurden. Dies betrifft im Wesentlichen die Zwischenergebniseliminierung aus dem Verkauf von Waren. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis. Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm’s length principle« vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Segmenten Rechnung. Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung basieren auf den im Konzernabschluss verwendeten IFRS-Grundsätzen. Bei den Segmenten des Konzerns handelt es sich um Geschäftseinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.
| Nach Segmenten 2023 | Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 378.852 | 102.885 | 19.174 | –11.442 | 489.468 | |
| davon mit Dritten | 367.617 | 102.667 | 19.174 | 0 | 489.468 | |
| davon mit anderen Segmenten | 11.235 | 208 | 0 | –11.442 | 0 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 36.220 | 5.709 | 645 | – 687 | 41.886 | |
| EBIT-Marge (in%) | 9,6 | 5,5 | 3,4 | – | 8,6 | |
| Finanzerträge | 213 | |||||
| Finanzaufwendungen | –3.688 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 38.411 | |||||
| Ertragsteuern | –10.439 | |||||
| Konzernergebnis | 27.972 | |||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 13.617 | 10.913 | 2.440 | 0 | 26.970 | |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 12.584 | 1.413 | 694 | 0 | 14.692 |
| Nach Segmenten 2022 | Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 371.625 | 107.662 | 17.624 | –14.672 | 482.239 | |
| davon mit Dritten | 357.423 | 107.191 | 17.624 | 0 | 482.239 | |
| davon mit anderen Segmenten | 14.201 | 471 | 0 | –14.672 | 0 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 36.415 | 1.448 | 422 | –276 | 38.009 | |
| EBIT-Marge (in%) | 9,8 | 1,3 | 2,4 | – | 7,9 | |
| Finanzerträge | 529 | |||||
| Finanzaufwendungen | –1.275 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 37.263 | |||||
| Ertragsteuern | –10.909 | |||||
| Konzernergebnis | 26.355 | |||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 13.251 | 1.021 | 436 | 0 | 14.708 | |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 12.418 | 1.583 | 689 | 0 | 14.690 |
Aufgliederung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Erfassung der Umsatzerlöse:
| 2023 | Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 376.684 | 101.498 | 19.174 | –11.442 | 485.914 | |
| Erfassung über einen bestimmten Zeitraum | 2.168 | 1.387 | 0 | 0 | 3.555 |
| 2022 | Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 370.414 | 106.534 | 17.624 | –14.672 | 479.899 | |
| Erfassung über einen bestimmten Zeitraum | 1.211 | 1.128 | 0 | 0 | 2.339 |
Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Maschinen und Service | 418.459 | 419.957 |
| Chemie | 65.788 | 56.917 |
| Sonstiges | 5.221 | 5.365 |
| Gesamt | 489.468 | 482.239 |
Der Konzern generiert ca. 75,1% (Vorjahr: ca. 74,1%) der Außenumsätze in europäischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Auf Deutschland entfallen nach Konsolidierung 25,1% (Vorjahr: 26,6%) des Konzernumsatzes, die auf die Produkte Maschinen und Service, Chemie sowie Sonstiges entfallen. Auf Frankreich entfallen dabei 12,9% (Vorjahr: 13,8%) des Konzernumsatzes. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt und entfallen im Wesentlichen auf die USA. In den Segmenten Europa und Nordamerika wurden wie im Vorjahr Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% der Gesamterlöse lagen. Die Zuordnung der Vermögenswerte des Konzerns richtet sich nach deren geographischem Standort. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen. In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit den übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.
Die Konzern-Vermögenswerte werden folgenden geographischen Standorten zugeordnet:
| 2023 | Deutschland | Europa | Nordamerika | Asien/ Pazifik | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 20.015 | 3.822 | 9.392 | 496 | 33.725 | |
| Investitionen Sachanlagen | 2.076 | 828 | 9.467 | 488 | 12.859 | |
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill | 45.325 | 4.087 | 0 | 1.324 | 50.736 | |
| Investitionen immaterielle Vermögenswerte | 1.868 | 37 | 0 | 1.313 | 3.218 | |
| Nutzungsrechte | 7.042 | 8.351 | 2.259 | 761 | 18.413 | |
| Investitionen Nutzungsrechte | 5.328 | 3.480 | 1.446 | 638 | 10.892 |
| 2022 | Deutschland | Europa | Nordamerika | Asien/ Pazifik | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 20.343 | 4.213 | 306 | 407 | 25.268 | |
| Investitionen Sachanlagen | 2.085 | 2.314 | 126 | 215 | 4.741 | |
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill | 45.264 | 4.066 | 0 | 14 | 49.344 | |
| Investitionen immaterielle Vermögenswerte | 2.787 | 0 | 0 | 0 | 2.787 | |
| Nutzungsrechte | 5.521 | 8.975 | 1.991 | 850 | 17.337 | |
| Investitionen Nutzungsrechte | 2.666 | 3.399 | 895 | 221 | 7.180 |
8. Kosten der umgesetzten Leistung, Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwand
Nachfolgend ist die Aufteilung der Kosten der umgesetzten Leistung sowie des Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwandes dargestellt:
| Kosten der umgesetzten Leistung | Forschungs- und Entwicklungsaufwand | Vertriebsaufwand | Verwaltungsaufwand | Konzern | in T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | |
| Materialaufwand | 220.591 | 221.063 | 383 | 370 | 15.779 |
| Personalaufwand | 92.942 | 91.470 | 9.683 | 9.227 | 34.460 |
| Abschreibungen | 10.894 | 10.752 | 953 | 681 | 1.900 |
| Sonstige Kosten | 28.507 | 29.541 | 3.135 | 3.872 | 10.313 |
| Gesamt | 352.934 | 352.826 | 14.154 | 14.150 | 62.452 |
Die sonstigen Kosten setzen sich im Wesentlichen aus Kraftfahrzeugkosten, Kosten für Zeitarbeitskräfte und Fremdleistungen, Instandhaltungen und Energie sowie aus Reisekosten zusammen. Darüber hinaus sind Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung, Büromaterial, Kommunikationsaufwendungen, lokale Steuern sowie Patent- und Lagerkosten enthalten. Der Personalaufwand ist den Funktionsbereichen direkt zugeordnet. Für eine detaillierte Darstellung des Personalaufwands und der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen wird auf Anhangangabe 13 verwiesen.
9. Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen umfassen alle Erträge und Aufwendungen, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.
| Sonstige Erträge | 2023 | 2022 | in T€ |
|---|---|---|---|
| Erträge aus ausgebuchten Forderungen | 8 | 2 | |
| Erträge aus Währungskursdifferenzen | 2.387 | 3.023 | |
| Erträge aus Versicherungserstattungen | 815 | 70 | |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 192 | 682 | |
| Erträge aus Schrottverkäufen | 811 | 997 | |
| Sonstige Erträge | 1.146 | 2.396 | |
| Gesamt | 5.360 | 7.169 |
| Sonstige Aufwendungen | 2023 | 2022 | in T€ |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 40 | –61 | |
| Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen | 2.761 | 3.542 | |
| Aufwendungen für Versicherungen | 1.247 | 1.147 | |
| Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 72 | 61 | |
| Aufwendungen aus Schadensfällen | 324 | 427 | |
| Sonstige Aufwendungen | 388 | 47 | |
| Gesamt | 4.832 | 5.164 |
10. Finanzergebnis
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinserträge | 152 | 529 |
| Erträge aus Finanzinstrumenten | 62 | 0 |
| Finanzerträge | 213 | 529 |
| Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen | 2.819 | 653 |
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten | 368 | 234 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 501 | 388 |
| Finanzaufwendungen | 3.688 | 1.275 |
| Finanzergebnis | –3.475 | –746 |
In den sonstigen Zinserträgen sind im Berichtsjahr Zinsen in Höhe T€ 84 (Vorjahr: T€ 337) enthalten, die auf Steuererstattungen entfallen. In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von T€ 141 (Vorjahr: T€ 333) für die Abzinsung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinsen für eine Steuernachzahlung in Höhe von T€ 280 enthalten. Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ –3.064 (Vorjahr: T€ –512) den Bewertungskategorien »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte« (AC), »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) und »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten« (FVthP/L) zuzuordnen. Diese Zinserträge und Zinsaufwendungen teilen sich wie folgt auf die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 auf:
| in T€ | Bewertungskategorien nach IFRS 9 | 2023 | 2022 |
|---|---|---|---|
| Zinserträge | AC | 152 | 332 |
| FLAC | 0 | 197 | |
| FVthP/L | 62 | 0 | |
| Zinsaufwendungen | AC | 3 | 333 |
| FLAC | 3.317 | 708 |
11. Ertragsteuern
Der Posten betrifft sowohl tatsächliche als auch latente Steuern. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung von den erwarteten zu den tatsächlichen Ertragsteuern. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Steuern mit dem Konzernsteuersatz von 32,2% (Vorjahr: 31,9%) multipliziert. Dieser orientiert sich am Steuersatz des Mutterunternehmens. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 27,2% (Vorjahr: 29,3%).# 11. Steuern vom Einkommen und Ertragsteuern
Die Entwicklung der latenten Steuern und der latenten Steuern auf vorläufige Differenzen und Verlustvorträge:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Erwartete Ertragsteuern | 12.384 | 11.898 |
| Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen | –1.160 | –677 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen | 940 | 1.232 |
| Nicht aktivierte latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge | 103 | 605 |
| Nutzung von Verlustvorträgen für die keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden | –896 | –583 |
| Aktivierte latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge | –27 | 225 |
| Anpassungen für Steuern aus Vorjahren | –944 | –1.706 |
| Sonstige | 39 | –86 |
| Gesamt | 10.439 | 10.909 |
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 10.055 | 10.296 |
| Latenter Steueraufwand | 384 | 613 |
| Gesamt | 10.439 | 10.909 |
Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steuererträge in- und ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von T€ 1.118 (Vorjahr: T€ 1.883) enthalten.
12. Ergebnis je Aktie
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2023 und 2022:
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis in T€ | 27.972 | 26.355 |
| Durchschnittliche gewichtete ausstehende Anzahl der Aktien Stück | 13.382.324 | 13.382.324 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) in € | 2,09 | 1,97 |
Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 14. Mai 2024 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H.v. € 30.073.713,43 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H.v. € 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 29.441.112,80 und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i.H.v. € 632.600,63 auf neue Rechnung.
13. Personalaufwand
Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 123.746 | 121.184 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 10.573 | 11.756 |
| Arbeitgeberanteil für gesetzliche und freiwillige Rentenversicherung (beitragsorientiert) | 9.417 | 9.479 |
| Altersversorgung und Altersteilzeit | 2.583 | 2.583 |
| Gesamt | 146.319 | 145.002 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Vertrieb, Marketing und Service | 1.033 | 1.067 |
| Produktion, Technik und Entwicklung | 567 | 573 |
| Finanzen und Verwaltung | 169 | 166 |
| Gesamt | 1.768 | 1.806 |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
14. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | Ansaffungs- bzw. Herstellungskosten | Abschreibungen | Nettobuchwert |
|---|---|---|---|
| 01.01.2023 | Verände- rung | Zugänge | |
| Konsolidierungskreis | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 47.724 | –384 | 9.945 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 33.795 | –312 | 1.548 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16.683 | –228 | 769 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.325 | –1 | 560 |
| Sachanlagen | 99.527 | –925 | 12.821 |
| Entwicklungskosten selbsterstellt | 23.476 | 0 | 1.616 |
| Lizenzen und Software erworben | 17.724 | –146 | 247 |
| Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.600 | 339 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 84.740 | 974 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | 462 | 0 | 41 |
| Immaterielle Vermögenswerte (inkl. Geschäfts- oder Firmenwert) | 130.001 | 1.168 | 1.905 |
| Anlagevermögen gesamt | 229.528 | 243 | 14.726 |
* Die Gegenposition ergibt sich aus Umbuchungen im Zusammenhang mit Nutzungsrechten
| in T€ | Ansaffungs- bzw. Herstellungskosten | Abschreibungen | Nettobuchwert |
|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Verände- rung | Zugänge | |
| Konsolidierungskreis | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 47.450 | 0 | 316 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 34.368 | 0 | 2.222 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.432 | 0 | 1.138 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.016 | 0 | 1.064 |
| Sachanlagen | 101.265 | 0 | 4.741 |
| Entwicklungskosten selbsterstellt | 21.564 | 0 | 1.973 |
| Lizenzen und Software erworben | 17.744 | 0 | 352 |
| Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.716 | 0 | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 83.642 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | 552 | 0 | 462 |
| Immaterielle Vermögenswerte (inkl. Geschäfts- oder Firmenwert) | 127.219 | 0 | 2.787 |
| Anlagevermögen gesamt | 228.484 | 0 | 7.528 |
* Die Gegenposition ergibt sich aus Umbuchungen im Zusammenhang mit Nutzungsrechten
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte betragen T€ 7.447 (Vorjahr: T€ 7.032). Es sind T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 2.389) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren. Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z.B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.
Geschäfts- oder Firmenwert
Die gesamten Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Buchwert von T€ 43.289 (Vorjahr: T€ 42.312) werden den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten »Europa« i.H.v. T€ 42.305 (Vorjahr: T€ 42.305) und »Asien/Pazifik« i.H.v. T€ 984 (Vorjahr: T€ 7) zugeordnet. Der Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwerts resultiert aus dem Erwerb des neuseeländischen Vertriebspartners Car Kleen New Zealand Ltd., für die Einzelheiten hierzu wird auf Anhangangabe 3 verwiesen.
Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- oder Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5 »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- oder Firmenwerte ist die Planung 2024 bis 2029 auf Konzernebene. Der Planung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:
- Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 4,7% p.a. im Segment »Europa«, in den übrigen Segmenten zwischen 3,6% und 6,7%
- Kostensteigerungen von 2–3%p.a.
- Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von 3–4% p.a.
- Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz vor Steuern von 9,6% (Vorjahr: 10,5%) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) zugrunde gelegt. In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 4,0% (Vorjahr: 4,4%), der gewichtete Eigenkapitalzinssatz und die Kapitalstruktur ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 2,2% (Vorjahr: 2,5%) und ein Betafaktor von 1,3 (Vorjahr: 1,3) zugrunde.
Für alle Geschäfts- oder Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 50 Basispunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer Reduzierung der zukünftigen Cashflows um 20% ergibt sich kein Abwertungsbedarf.
15. Nutzungsrechte
Bei den bilanzierten Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Gebäude und Leasing von Servicefahrzeugen. Diese sind in den Nutzungsrechten für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. Die Nutzungsrechte für Maschinen beinhalten die von WashTec gefertigten Maschinen, die an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft werden.
Die folgende Tabelle zeigt die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude | 10.834 | 9.595 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung | 7.136 | 7.031 |
| Nutzungsrechte – Maschinen | 442 | 712 |
| Gesamt | 18.413 | 17.337 |
Die Zugänge zu den Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr T€ 10.892 (Vorjahr: T€ 7.180), die Abgänge bzw. Umbuchungen T€ –957 (Vorjahr: T€ –218). Auf Währungskurseffekte entfielen T€ –115 (Vorjahr: T€ 119).
Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude | 3.928 | 4.500 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung | 4.532 | 4.190 |
| Nutzungsrechte – Maschinen | 283 | 328 |
| Gesamt | 8.744 | 9.018 |
Für Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 29 verwiesen.
16. Latente Steuern
Es bestehen aktive latente Steuern i.H.v.T€ 3.478 (Vorjahr: T€ 3.856) sowie passive latente Steuern i.H.v. T€ 1.741 (Vorjahr: T€ 1.600), die aus temporären Differenzen resultieren. Latente Steuerverbindlichkeiten für sogenannte »outside basis differences« werden nicht bilanziert, da das die Beteiligung haltende Unternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 1.476 (Vorjahr: T€ 1.028).
Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Planung 2024 bis 2029 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass Verlustvorträge mit einem zukünftigen zu versteuernden Ergebnis verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen. Deshalb wurden im Berichtsjahr für Verlustvorträge i.H.v. T€ 3.710 (Vorjahr: T€ 10.621) sowie für temporäre Differenzen i.H.v. T€ 6.038 (Vorjahr: T€ 9.716) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Dies entspricht nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge i.H.v. T€ 942 (Vorjahr: T€ 2.650) sowie nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für temporäre Differenzen i.H.v. T€ 1.520 (Vorjahr: T€ 2.470). Die Verlustvorträge unterliegen hinsichtlich der Nutzung keiner zeitlichen Begrenzung.
Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen vor Saldierung auf folgende wesentliche Bilanzposten:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 248 | 702 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 329 | 336 | –1.220 | –1.202 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | –967 | –913 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | –1.680 | –1.421 |
| Nutzungsrechte | 0 | 0 | –4.443 | –3.947 |
| Vorräte | 2.077 | 1.365 | –169 | –92 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 293 | 175 | –6 | –55 |
| Sonstige Vermögenswerte | 4 | 1 | –308 | –285 |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | 0 | 0 | –133 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 4.508 | 3.814 | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 1.755 | 1.829 | 0 | –2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 881 | 1.680 | –2 | –31 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 570 | 303 | 0 | –1 |
| Gesamt | 10.665 | 10.205 | –8.928 | –7.949 |
| davon langfristig | 5.050 | 5.406 | –6.219 | –5.744 |
| davon kurzfristig | 5.615 | 4.799 | –2.709 | –2.205 |
Es wurden latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten i.H.v. T€ 7.187 (Vorjahr: T€ 6.349) gemäß den Saldierungsvorschriften des IAS 12 aufgerechnet. Im Berichtsjahr wurden T€ –72 (Vorjahr: T€ –555) latente Steuern im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.222 (Vorjahr: T€ 1.294).
In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallenden Veränderungen der latenten Steuern dargestellt:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Verände- rung vor Steuern | Verände- rung der latenten Steuern | |
| Währungskurseffekte | –1.229 | 0 |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochter- unternehmen | 139 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 318 | –75 |
| Anteilsbasierte Vergütung | –27 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert von zu Sicherungszwecken eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten | –9 | 3 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen | –808 | –72 |
17. Vorräte
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren | 28.917 | 33.079 |
| Unfertige Erzeugnisse | 21.287 | 25.966 |
| Fertige Erzeugnisse | 4.228 | 12.227 |
| Geleistete Anzahlungen | 334 | 374 |
| Gesamt | 54.766 | 71.647 |
Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die planmäßige Optimierung des Vorratsvermögens zurückzuführen, da die erheblichen Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten aus den Vorjahren nicht mehr bestehen. Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertminderungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 1.375 (Vorjahr: T€ 1.551).
18. Steuerforderungen
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Steuerforderungen | 16.640 | 16.028 |
| Gesamt | 16.640 | 16.028 |
Die Steuerforderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Steuerbehörden aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern und Solidaritätszuschlag sowie Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer.
19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.113 | 3.430 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 68.193 | 78.801 |
| Gesamt | 72.306 | 82.231 |
Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel für kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt in der Regel 30 Tage. Die langfristigen Forderungen resultieren aus Zahlungsplänen mit Kunden. Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen insgesamt T€ 76.115 (Vorjahr: T€ 86.713). Darin sind Bruttobuchwerte für am Abschlussstichtag bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 586 (Vorjahr: T€ 615) enthalten. Die ebenfalls im Gesamtbetrag enthaltenen Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die die Wertminderungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen werden, stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | Nicht überfällig | Mehr als 30 Tage überfällig | Mehr als 60 Tage überfällig | Mehr als 120 Tage überfällig | Mehr als 180 Tage überfällig | Mehr als 365 Tage überfällig | Gesamt überfällig |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 60.106 | 3.209 | 2.559 | 850 | 3.188 | 5.617 | 75.529 |
| 31.12.2022 | 71.033 | 3.230 | 2.251 | 1.429 | 2.295 | 5.860 | 86.097 |
Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 4.481 | 5.768 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | –147 | – |
| Erfolgswirksam erfasste Veränderung der Wertminderung für Kreditverluste | 548 | 413 |
| Im Geschäftsjahr als uneinbringlich abgeschriebene Beträge | –352 | –1.147 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | –720 | –552 |
| Stand 31. Dezember | 3.810 | 4.481 |
20. Sonstige Vermögenswerte
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 201 | 277 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 556 | 538 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.643 | 1.486 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 2.170 | 2.255 |
| Gesamt | 4.570 | 4.556 |
| davon nicht-finanzielle Abgrenzungsposten | 1.703 | 1.750 |
Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien. Die sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte umfassen nur Positionen, bei denen die Gegenpartei eine hohe Bonität aufweist.
21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einwandfreier Bonität mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Für alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergaben sich im Berichtsjahr keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung. Der Buchwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 16.673 (Vorjahr: T€ 14.215) und approximiert gleichzeitig den beizulegenden Zeitwert.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der WashTec Gruppe im Berichtsjahr verändert hat. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den operativen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 16.673 | 14.215 |
| Kontokorrentkredite | –32.287 | –41.362 |
| Finanzmittelfonds | –15.614 | –27.147 |
Die Leasingverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 18.102 | 20.248 |
| Tilgung der Leasingverbindlichkeiten | –8.372 | –8.861 |
| Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten | 10.627 | 7.180 |
| Abgang von Leasingverbindlichkeiten | –682 | –571 |
| Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | –237 | 107 |
| Sonstige Veränderungen Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten (Darstellung als operativer Cashflow) | 368 | 234 |
| Gezahlte Zinsen | –368 | –234 |
| Stand 31. Dezember | 19.439 | 18.102 |
Die zahlungswirksame Veränderung der Leasingverbindlichkeiten beträgt T€ 8.740 (Vorjahr: T€ 9.095), die zahlungsunwirksame Veränderung beträgt T€ 10.077 (Vorjahr: T€ 6.950). In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf die Anhangangabe 28 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 10 verwiesen.
22. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Stammaktien in tausend Stück | 13.977 | 13.977 |
| Anteile am Grundkapital je Aktie in € | 2,86 | 2,86 |
Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2023 beträgt 13.382.324 Aktien (Vorjahr: 13.382.324 Aktien). Die ordentliche Hauptversammlung vom 15. Mai 2023 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 29.804.169,57 zur Zahlung einer Dividende von € 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 29.441.112,80, zu verwenden und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von € 363.056,77 auf neue Rechnung vorzutragen.# Genehmigtes Kapital
Das derzeit nach Ziffer 5.1 der Satzung der Gesellschaft bestehende Genehmigte Kapital, von dem bislang kein Gebrauch gemacht wurde, wäre am 30. Juni 2022 ausgelaufen. Um der Gesellschaft zu ermöglichen, sich bei Bedarf auch künftig zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen, soll das bestehende Genehmigte Kapital aufgehoben und der Vorstand erneut ermächtigt werden, das Grundkapital durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« zugänglich ist, wurde das von der Hauptversammlung am 29. April 2019 zu Tagesordnungspunkt 7 beschlossene Genehmigte Kapital gemäß Ziffer 5.1 der Satzung aufgehoben. Daneben wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
- für Spitzenbeträge;
- wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden;
- bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
- soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.
Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die gemäß den vorstehenden Regelungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10% des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind – vorbehaltlich einer von einer nachfolgenden Hauptversammlung etwa zu beschließenden erneuten Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss – die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden oder auf die sich Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital anzupassen.
23. Kapitalrücklage
Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i.H.v. T€ 26.828 und i.H.v. T€ 18.019 – abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten – aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i.H.v. T€ 9.464 gemindert.
24. Eigene Anteile
Wie im Vorjahr hält die WashTec AG zum 31. Dezember 2023 eigene Aktien i.H.v. T€ 13.177. Dies entspricht 594.646 Stück bzw. einem Anteil von 4,25%. Die eigenen Anteile wurden in den Geschäftsjahren 2012, 2013 und 2015 erworben.
Erwerb und Verwendung eigener Aktien
Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Da die von der Hauptversammlung am 29. April 2019 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 30. Juni 2022 ausgelaufen wäre, wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 beschlossen, die alte Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen. Der Beschluss der Hauptversammlung ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« zugänglich.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 eigene Aktien i.H.v. bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.
Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots, oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot oder eine an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Sollte das öffentliche Angebot überzeichnet sein bzw. im Fall einer Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden. Das öffentliche Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe einer Verkaufsofferte kann weitere Bedingungen vorsehen.
Verwendung der eigenen Aktien; Bezugsrechtsausschluss
Der Vorstand wurde ermächtigt, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 erteilten Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre wie folgt zu verwenden:
Sie können
- als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen angeboten und übertragen werden;
- zur Bedienung von Optionsrechten an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionprogramms ausgegeben werden, verwendet werden; oder
- auf andere Weise verwendet werden, sofern die Verwendung der eigenen Aktien der Gesellschaft gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.
Diese Ermächtigung ist zudem beschränkt auf Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10% des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Optionsrechten, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, zu verwenden.
Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre können ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmalig ausgenutzt werden. Die Verwendung darf zu einem oder zu mehreren der vorgenannten Zwecke erfolgen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zur Bedienung von Optionsrechten verwendet werden, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben wurden, darf nur bis zu einer Höhe von insgesamt maximal 5% des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals von der Ermächtigung Gebrauch gemacht werden. Auf diese 5%-Grenze ist das anteilige Grundkapital anzurechnen, das auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben oder veräußert werden.
Einziehung der eigenen Aktien
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung der Gesellschaft anzupassen.
Ausnutzung in Teilbeträgen
Sämtliche vorbezeichneten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigungen – mit Ausnahme der Ermächtigung zur Einziehung der eigenen Aktien – können auch durch Tochterunternehmen der Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft oder von Tochterunternehmen der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigungen zur Verwendung der eigenen Aktien bzw. zum Bezugsrechtsausschluss sowie zur Einziehung der eigenen Aktien erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die aufgrund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.
- Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte
| in T€ | 01.01.2023 | Veränderung direkt im Eigenkapital | Veränderung der latenten Steuern | Veränderung anteilsbasierte Vergütung | Veränderung Erträge und Aufwendungen | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen | –1.694 | 139 | 0 | 0 | 0 | –1.555 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | –2.830 | 318 | –75 | 0 | 0 | –2.587 |
| Anteilsbasierte Vergütung | 134 | 0 | 0 | –27 | 0 | 107 |
| Beizulegender Zeitwert von zu Sicherungszwecken eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten | 0 | –9 | 3 | 0 | 0 | –6 |
| Sonstige Rücklagen | –4.390 | 448 | –72 | –27 | 0 | –4.041 |
| Währungskurseffekte | 1.448 | –1.241 | 0 | 0 | 0 | 207 |
| Gesamt | –2.942 | –793 | –72 | –27 | 0 | –3.834 |
| in T€ | 01.01.2022 | Veränderung direkt im Eigenkapital | Veränderung der latenten Steuern | Veränderung anteilsbasierte Vergütung | Veränderung Erträge und Aufwendungen | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen | –1.686 | 164 | –172 | 0 | 0 | –1.694 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | –3.820 | 1.373 | –383 | 0 | 0 | –2.830 |
| Anteilsbasierte Vergütung | 96 | 0 | 0 | 38 | 0 | 134 |
| Sonstige Rücklagen | 5.410 | 1.537 | –555 | 38 | 0 | –4.390 |
| Währungskurseffekte | 336 | 1.112 | 0 | 0 | 0 | 1.448 |
| Gesamt | –5.074 | 2.649 | –555 | 38 | 0 | –2.942 |
- Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden eine Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente oder Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.
Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 3,45% (Vorjahr: 3,1%) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden mit 2,0% (Vorjahr: 2,0%) bewertet. Die Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 3,45% (Vorjahr: 3,1%). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2018 G« von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt und aus Standardtafeln abgeleitet.
Die Anzahl der Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2023 betrug 219 Mitarbeiter (Vorjahr: 223 Mitarbeiter), die Gesamtzahl aller Personen, denen gegenüber eine
Pensionsverpflichtung besteht, beträgt 290 Mitarbeiter (Vorjahr: 312 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i.H.v. T€ 47 (Vorjahr: T€ –303) enthalten. Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vor latenten Steuern T€ 318 (Vorjahr: T€ 1.373). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2023 T€ –3.867 (Vorjahr: T€ –4.185) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor latenten Steuern) direkt im Eigenkapital erfasst worden.
In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 8.528 | 10.196 |
| Gezahlte Renten | –456 | –483 |
| Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode | 107 | 98 |
| Zinsaufwendungen | 250 | 76 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | –316 | –1.359 |
| Stand 31. Dezember | 8.113 | 8.528 |
Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:
| in T€ | Pensionsrück- stellungen | Erstattungs- ansprüche | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 0 | 2 | 2 |
| Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen | 304 | 0 | 304 |
| Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung | 12 | 0 | 12 |
| Gesamt | 316 | 2 | 318 |
Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter. Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnliches.
Die Entwicklung der sogenannten Erstattungsansprüche zeigt die nachfolgende Tabelle:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar | 538 | 520 |
| Erwartete Rendite | 19 | 18 |
| Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember | 557 | 538 |
Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen
Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten und der Entwicklung des Zinssatzes, welche zu einer Verringerung der Pensionsrückstellung führt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der »Projected Unit Credit-Methode« aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate), der Lebenskostensteigerung und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Die Annahmen und Methoden, die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse angewandt wurden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
| Auswirkung auf die Pensionsverpflichtung (DBO) | Annahmen | Veränderungen | 2023 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Lebenserwartung Anstieg um ein Jahr | 5,4% | 5,2% | ||
| Lebenskostensteigerung Anstieg um 0,25% | 1,6% | 3,1% | ||
| Zinssatz Anstieg um 0,25% | –1,9% | –1,9% | ||
| Zinssatz Rückgang um 0,25% | 1,9% | 2,0% |
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 8 Jahre (Vorjahr: ca. 8,5 Jahre).
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:
| in T€ | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 549 | 2.531 | 6.907 | 9.986 |
- Sonstige Rückstellungen
| in T€ | 01.01.2023 | Zuführung | Inanspruch- nahme | Auflösung | Zinseffekte | Währungs- effekte | Veränderung | 31.12.2023 | davon Konsolidie- rungskreis kurzfristig | davon langfristig | davon kurzfristig | davon langfristig | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Altersteilzeit | 2.395 | 618 | –604 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.409 | 788 | 1.621 | 687 | 1.707 | 2.395 |
| Gewährleistung | 6.033 | 6.315 | –4.303 | –939 | 0 | –48 | –94 | 6.963 | 6.879 | 85 | 5.962 | 71 | 6.033 |
| Verträge mit Rückgaberechten | 1.728 | 0 | –585 | 0 | 48 | 0 | 0 | 1.192 | 610 | 581 | 718 | 1.010 | 1.728 |
| Rechts- und Beratungskosten | 717 | 1.043 | –118 | –152 | 0 | 0 | 0 | 1.490 | 1.490 | 0 | 717 | 0 | 717 |
| Abfindungen | 914 | 1.545 | –440 | –241 | 0 | 0 | 0 | 1.778 | 1.778 | 0 | 914 | 0 | 914 |
| Übrige | 501 | 160 | –11 | –168 | 0 | 0 | 0 | 481 | 96 | 385 | 90 | 411 | 501 |
| Gesamt 31.12.2023 | 12.286 | 9.681 | –6.061 | –1.499 | 48 | –48 | –94 | 14.312 | 11.641 | 2.671 | – | – | 12.286 |
| Gesamt 31.12.2022 | 15.200 | 6.205 | –7.215 | –1.889 | 4 | –18 | 0 | 12.286 | – | – | 9.087 | 3.199 | 15.200 |
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 (revised) berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 3,7% (Vorjahr: 2,7%) und ein jährlicher Gehaltstrend von 2,25% (Vorjahr: 2,25%) berücksichtigt.
Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.
Die Rückstellung für Verträge mit Rückgaberechten umfasst die erwarteten Aufwendungen aus vertraglichen Verpflichtungen zur Rücknahme von vormals an Leasinggesellschaften verkauften Maschinen und wird rollierend ermittelt.Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert. Die Rückstellung für Abfindungen i.H.v. T€ 1.778 (Vorjahr: T€ 914) beinhaltet Maß- nahmen zur Personalfreistellung. In den übrigen Rückstellungen von T€ 481 (Vorjahr: T€ 501) sind im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Schadensfälle i.H.v. T€ 384 (Vorjahr: T€ 401) enthalten.
28. Verzinsliche Darlehen
Die Finanzierung der WashTec Gruppe basiert auf bilateralen Verträgen mit verschie- denen Banken. Die Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH und verfügt über Kreditlinien in einer Gesamthöhe von T€ 99.690 (Vorjahr: T€ 91.500), bestehend aus b.a.w.-Linien i.H.v. insgesamt T€ 60.000 (Vorjahr: T€ 60.000) sowie Kreditzusagen mit einer Restlaufzeit zum 31. Dezember 2023 von 9 bis zu 48 Monaten i.H.v. insgesamt T€ 39.690 (Vorjahr: T€ 31.500). Bei den Kreditzusagen mit einer Rest- laufzeit von 9 Monaten handelt es sich um Kreditlinien, die üblicherweise mit einer Laufzeit von 24 Monaten abgeschlossen und turnusgemäß verlängert werden. Die Gespräche zur anstehenden Verlängerung verlaufen planmäßig. Alle beteiligten Banken haben ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit bereits bestätigt. Die Kreditlinien können sowohl als Kredit- als auch als Avallinie genutzt werden. Der Anstieg der Kredit- linien resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb des Standorts der amerikanischen Tochtergesellschaft. Dieser wurde mit Wirkung zum 2. Januar 2023 nach Beendigung des bisherigen Mietvertrages erworben. Der Kaufpreis betrug Mio.USD 10,3. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgte durch die Aufnahme von langfristigen Bankdarlehen in US-Dollar in entsprechender Höhe mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Daneben wurde die Avallinie i.H.v. T€ 4.075 (Vorjahr: T€ 5.251) genutzt. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf T€ 56.496 (Vorjahr: T€ 46.137).
Die verzinslichen Darlehen der WashTec Gruppe setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige verzinsliche Darlehen | 5.204 | 0 | |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | 33.916 | 41.362 | |
| Gesamt | 39.120 | 41.362 |
Die kurzfristigen verzinslichen Darlehen setzen sich aus Kontokorrentverbindlichkeiten i.H.v. T€ 32.287 (Vorjahr:T€ 41.362) und verzinslichen Darlehen i.H.v. T€ 1.629 (Vor-jahr: T€ 0) zusammen. Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden. Der Zins- satz der Kreditlinien ist variabel und an die Entwicklung von EURIBOR, €STR und SOFR zzgl. einer vertraglich vereinbarten Marge gebunden. Die Verzinsung der Kreditlinien wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kredit- institute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 2,7% und 5,3% (Vorjahr: 0,2% und 2,6%).
29. Leasingverhältnisse
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 7.863 | 7.936 | |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 11.576 | 10.166 | |
| Gesamt | 19.439 | 18.102 |
In Leasingverträgen über eigene Standorte sind zum Teil variable Leasingzahlungen in Form von Staffelmieten beim Erreichen bestimmter Waschzahlen bzw. Umsatzerlöse vereinbart, um eine geringe Fixkostenbasis sicherzustellen. Diese werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die Bedingung eintritt, die die Zah- lungen auslöst. Zukünftige Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasing- verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 unberücksichtigt geblieben sind, bestehen wie im Vorjahr nicht. Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen enthalten Verlängerungs- und Kündi- gungsoptionen. Diese Optionszeiträume liegen in der Zukunft, sodass hierauf keine Lea- singzahlungen entfielen. Mögliche zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H.v. T€ 3.097 (Vorjahr: T€ 3.100) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 8.740 (Vorjahr: T€ 9.095). Aus Leasingverhältnissen, die die WashTec Gruppe im Geschäftsjahr 2023 eingegangen ist, die jedoch noch nicht begonnen haben, ergeben sich zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H.v. T€ 256 (Vorjahr: T€ 50). Wie im Vorjahr resultieren keine Gewinne aus Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Es sind Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, i.H.v. T€ 346 (Vorjahr: T€ 310) enthalten. Vermögenswerte von geringem Wert beinhalten im Wesentlichen IT-Ausstat- tung. Daneben wurden wie im Vorjahr keine Aufwendungen für variable Leasingzahlun- gen erfasst, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden. Für die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermö- genswerten sowie die zugehörigen Abschreibungen wird auf Anhangangabe 15 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 10 verwiesen.
30. Sonstige Verbindlichkeiten
| langfristig (>1 Jahr) | kurzfristig (<1 Jahr) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| Abgegrenzte Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 11.841 | 14.243 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern | 0 | 0 | 4.846 | 4.556 | |
| Kreditorische Debitoren | 0 | 0 | 1.020 | 886 | |
| Übrige | 55 | 168 | 1.410 | 912 | |
| Gesamt sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 55 | 168 | 19.117 | 20.597 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Organmitgliedern | 45 | 1.495 | 16.139 | 15.092 | |
| Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben | 0 | 0 | 6.455 | 6.588 | |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0 | 0 | 1.431 | 2.254 | |
| Übrige | 35 | 26 | 1.794 | 1.671 | |
| Gesamt sonstige nicht- finanzielle Verbindlichkeiten | 80 | 1.522 | 25.818 | 25.606 | |
| Gesamt | 136 | 1.690 | 44.935 | 46.202 |
Die abgegrenzten Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 11.841 (Vorjahr: T€ 14.243) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie noch zu erstellende Gutschriften im Bereich Service zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen die abzuführende Umsatzsteuer. Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 9 (Vorjahr: T€ 0) und ist in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.
31. Vertragsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten in Bezug auf Verträge mit Kunden:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 19.584 | 25.939 | |
| Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge | 9.512 | 10.424 | |
| Gesamt | 29.096 | 36.362 |
Das Management erwartet, dass 95,5% (Vorjahr: 95,2%) dieser ausstehenden (oder teilweise ausstehenden) Leistungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2024 als Umsatz erfasst werden. Die restlichen 4,5% (Vorjahr: 4,8%) werden erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2025 als Umsatz erfasst. Der genannte Betrag umfasst keine variablen Vergütungsbestandteile, die begrenzt sind.
Umsatzrealisierung in Bezug auf Vertragsverbindlichkeiten:
| in T€ | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Im Geschäftsjahr erfasste Erlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren | |||
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 25.939 | 25.555 | |
| Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge | 8.686 | 8.033 |
Die Angabe umfasst keine Verträge, bei denen der Anspruch auf Gegenleistung vom Kunden mit dem Wert der bereits erbrachten Leistungsverpflichtung durch die WashTec Gruppe im Einklang steht und/oder deren erwartete ursprüngliche Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.
32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Form von Zins- und Währungsrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu ver- meiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zent- ral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt der Konzern regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintritts- wahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen und trifft gegebenenfalls Entscheidun- gen zur Vermeidung oder Verminderung der Schwankungen der entsprechenden Zins- und/oder Währungspositionen. Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben. Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln be- schrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.
Kreditrisiken
Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrah- mens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neu- kunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildeten Wertminderungen für Forderungsaus- fälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Hierzu wird auf Anhangangabe 19 verwiesen. Für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verlangt die WashTec Gruppe teilweise Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Garantien oder Akkreditiven, auf die bei Zahlungsverzug des Kontrahenten im Rahmen der Vertragsmodalitäten zurückge- griffen werden kann. Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10% der Umsatzerlöse ausmacht. Im Geschäftsjahr 2023 und 2022 wurden Umsatzerlöse mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% des Konzernumsatzes lagen. Im Rahmen des Forderungsmanagements wird die Entwicklung der Außenstände monatlich nachverfolgt. Bei Anzeichen eines steigen- den Ausfallrisikos wird im Bedarfsfall eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kredit- versicherern abgeschlossen. Ein erhöhtes Kreditrisiko besteht aus diesem Grund nicht.# Bei den weiteren finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und sonstige finanzielle Vermögenswerte, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Mit einem Ausfall dieser Instrumente wird nicht gerechnet.
Liquiditätsrisiken
Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften des Konzerns ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Sys- teme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Maßnahmen ergriffen. Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird auf Basis ei- ner monatlich rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis zeitnah gesteuert. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien wurden auf Basis bilateraler Verträge der WashTec Cleaning Technology GmbH mit ver- schiedenen Banken unter gesamtschuldnerischer Haftung der WashTec AG eingeräumt. Nähere Erläuterungen sind in Anhangangabe 32 aufgeführt.
Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2023 vertraglich fixierten und undis- kontierten Zahlungen für Tilgungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbind- lichkeiten für die nächsten Geschäftsjahre. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzin- strumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
| in T€ | Buchwert 31.12.2023 | Cashflows 2024 | Cashflows 2025–2028 | Cashflows 2029 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Darlehen | 39.120 | 35.649 | 5.787 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 19.439 | 8.226 | 11.609 | 344 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23.951 | 23.951 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 19.172 | 19.117 | 55 | 0 |
| in T€ | Buchwert 31.12.2022 | Cashflows 2023 | Cashflows 2024–2027 | Cashflows 2028 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche Darlehen | 41.362 | 6.483 | 47.748 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 18.102 | 8.197 | 9.604 | 751 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22.711 | 22.711 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 20.765 | 20.597 | 168 | 0 |
Marktpreisrisiken
Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten stellen die wesentlichen Marktpreisrisiken für den Konzern dar.
Währungsrisiken
Schwankungen des USD/EUR, des CAD/USD sowie des EUR/NOK (im Vorjahr auch des CNY/EUR) können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da Teile des operati- ven Geschäfts im Segment Nordamerika bzw. Asien/Pazifik generiert werden. Bei der amerikanischen Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA besteht eine langfristige CAD-Darlehensforderung gegenüber deren kanadischer Tochtergesellschaft, die in Höhe von TCAD 7.800 (Vorjahr: TCAD 7.800) als Nettoinvestition in einen auslän- dischen Geschäftsbetrieb designiert ist. Der Umrechnungseffekt der Darlehensforde- rung, die auf die Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entfällt, wird im Eigenkapital erfasst.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich Ergebnis vor Steuern und Eigenkapital verändern, wenn die Währungen, die als Preisrisikovariablen identifiziert wurden, aus Sicht des Bilanzstichtags anders ausgefallen wären. Alle anderen Variablen bleiben konstant.
2023
| in T€ | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---------|------------------------------------------|-----------------------------------|
| Währung – USD +5% | –79 | 0 |
| Währung – USD -5% | 79 | 0 |
| Währung – CAD +5% | 131 | –315 |
| Währung – CAD -5% | –131 | 315 |
| Währung – NOK +5% | 158 | 0 |
| Währung – NOK -5% | –158 | 0 |
2022
| in T€ | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---------|------------------------------------------|-----------------------------------|
| Währung – USD +5% | 90 | 0 |
| Währung – USD -5% | –90 | 0 |
| Währung – CAD +5% | 163 | –306 |
| Währung – CAD -5% | –163 | 306 |
| Währung – CNY +5% | 290 | 0 |
| Währung – CNY -5% | –290 | 0 |
Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.
Zinsrisiken
Absicherung von Änderungen des Zinssatzes
Zinsrisiken entstehen im Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit den in An- spruch genommenen verzinslichen Darlehen, da sich der variable Basiszinssatz für die Kreditlinien am EURIBOR, €STR und SOFR orientiert. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung erfolgt sowohl für die Sicherungsbeziehung als auch für die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien, die die Gruppe im Hin- blick auf die Absicherung verfolgt, eine formale Designation und Dokumentation. Diese Dokumentation umfasst die Identifizierung des Sicherungsinstruments, des gesicherten Grundgeschäfts, der Art des abgesicherten Risikos und der Art und Weise, in der das Unternehmen beurteilt, ob die Sicherungsbeziehung die Anforderungen an die Wirk- samkeit der Absicherung erfüllt (einschließlich einer Analyse möglicher Ursachen der Unwirksamkeit der Absicherung und der Art und Weise der Bestimmung der Siche- rungsquote). Entsprechend der Konzernrichtlinie wird kein Handel zu Spekulations- zwecken mit derivativen Finanzinstrumenten betrieben.
Zur Absicherung dieser Zinsrisiken wurden im Berichtsjahr derivative Finanzinstru- mente zu Sicherungszwecken in Form von Zinsswaps gehalten. Mögliche Ineffektivitä- ten können aus dem Ausfallrisiko der Gegenparteien der Zinsderivate entstehen. Zum 31. Dezember 2023 wurden keine Ineffektivitäten erfasst und die Sicherungsbeziehun- gen werden als effektiv eingestuft. Zum 31. Dezember 2023 bestanden als Sicherungsinstrumente zwei Zinsswaps, die der Absicherung des Darlehens für den Erwerb des Standorts der amerikanischen Tochter- gesellschaft dienen.
| Start | Ende | Nominal- volumen in TUSD | Referenz- zins in % | Zinssatz | Hedge- Beziehung | Sicherungs- quote in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 03.01.2023 | 31.12.2027 | 5.100 | SOFR | 4,15 | 1:1 | 100 |
| 03.01.2023 | 31.12.2027 | 1.975 | SOFR | 4,11 | 1:1 | 50 |
Die Cashflow Hedge Reserve hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2023 |
|---|---|
| Stand 1. Januar | 0 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente | 27 |
| Aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert | –36 |
| Latente Steuern | 3 |
| Stand 31. Dezember | –6 |
Auswirkungen von Änderungen des Zinssatzes
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern auf- grund einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung des Zins- satzes der variabel verzinslichen Darlehen. Alle anderen Variablen bleiben konstant.
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| Erhöhung/Verringerung in Basispunkten | 100 | –100 |
| Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in T€ | –291 | 291 |
| Auswirkung auf das Eigenkapital in T€ | 118 | –139 |
Kapitalsteuerung
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steu- ert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten umfassen ver- zinsliche Darlehen sowie Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zah- lungsmitteläquivalente. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 2023 T€ 41.886 (Vorjahr: T€ 45.249). Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden.
33. Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien – ausgehend von den relevanten Bilanzposten.
in T€
| | Bewertungs- kategorien nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2023 | Wertansatz nach IFRS 16 | Bilanz nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaffungs- kosten | Erfolgsneutral | Erfolgswirksam | Bilanz nach IFRS 16 Zeitwert zum beizulegen- den Zeitwert Stufe nach IFRS 13 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | | | | | | | |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 4.206 | 4.206 | – | – | – | 4.113 | 2 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 201 | 201 | – | – | – | – | – |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 68.193 | 68.193 | – | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 1.643 | 1.643 | – | – | – | – | – |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 16.673 | 16.673 | – | – | – | – | – |
| Passiva | | | | | | | | |
| Langfristige verzinsliche Darlehen | FLAC | 5.204 | 5.204 | – | – | – | 5.104 | 2 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a | 11.576 | – | – | – | – | 11.576 | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 47 | 47 | – | – | – | 47 | 2 |
| Langfristige derivative finanzielle Verbindlichkeiten | n/a | 9 | – | 9 | 9 | – | 9 | 2 |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | FLAC | 33.916 | 33.916 | – | – | – | – | – |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a | 7.863 | – | – | – | – | 7.863 | – |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 23.951 | 23.951 | – | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 19.117 | 19.117 | – | – | – | – | – |
| Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | | | | | | | | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC | 90.915 | 90.915 | – | – | – | 4.113 | – |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 82.234 | 82.234 | – | – | 5.150 | – | – |
* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert
in T€
| | Bewertungs- kategorien nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2022 | Wertansatz nach IFRS 16 | Bilanz nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaffungs- kosten | Erfolgswirksam | Bilanz nach IFRS 16 Zeitwert zum beizulegen- den Zeitwert Stufe nach IFRS 13 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | | | | | | |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 3.767 | 3.767 | – | – | 3.430 | 2 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 277 | 277 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 78.801 | 78.801 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle | | | | | | | |# Vermögenswerte*
| AC* | 1.486 |
|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC* 14.215 |
Passiva
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a 10.166 |
|---|---|
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* 168 |
| Kurzfristige verzinsliche Darlehen | FLAC* 41.362 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a 7.936 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC* 22.711 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* 20.597 |
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC* 98.547 |
|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* 84.838 |
- AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert. Als beizulegender Zeitwert gilt der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögens- werts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Besteht kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung von Bewertungsmetho- den ermittelt. Im Rahmen der Bemessungshierarchie (»Fair Value-Hierarchie«) des IFRS 13 werden Finanzinstrumente auf Basis der verwendeten Inputfaktoren in eine von insgesamt drei Stufen eingeordnet. Hierbei wird den Inputfaktoren der Stufe 1 die höchste Priorität ein- geräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten. Die drei Stufen werden nachfolgend erläutert.
Stufe 1:
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten ge- handelt werden (wie etwa börsennotierte Derivate und Eigenkapitalinstrumente) beruht auf den notierten Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode. Der notierte Marktpreis der von der Gruppe gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente werden in Stufe 1 eingeordnet.
Stufe 2:
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt ge- handelt werden (wie etwa OTC-Derivate) wird anhand von Bewertungstechni- ken ermittelt, die den Einsatz beobachtbarer Marktdaten maximieren und möglichst wenig auf unternehmensspezifische Schätzungen zurückgreifen. Wenn alle signifikanten Inputfaktoren zur Bewertung eines Instruments zum beizulegenden Zeitwert beobacht- bar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingruppiert. Die in Stufe 2 ausgewiesenen de- rivativen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Geschäftsjahr 2023 Zinsswaps, die mit dem beizulegenden Zeitwert der geschätzten zukünftigen Cashflows basierend auf beobachtbaren Renditekurven bewertet werden.
Stufe 3:
Sind einer oder mehrere der signifikanten Inputfaktoren nicht beobachtbar, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet.
Während des Geschäftsjahres erfolgten keine Umgruppierungen von wiederkehrenden Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert zwischen den einzelnen Stufen. Umgruppie- rungen in Stufen der Zeitwerthierarchie und aus Stufen heraus erfolgen am Ende der Berichtsperiode.
Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerten, sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und kurzfristigen verzinslichen Darlehen entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Leasingverbindlichkeiten wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen ver- zinslichen Darlehen beruht auf den abgezinsten Cashflows, unter Anwendung des aktuellen Marktzinssatzes für derartige Darlehen. Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente in Form von langfristigen Zins- swaps abgeschlossen. Diese dienen zur Absicherung der Zinsrisiken, die sich aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des Kaufpreises des Standortes der amerikanischen Tochtergesellschaft ergaben. Die Bewertung dieser erfolgt anhand der Marktwertbewertung der Banken.
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanz- instrumenten entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet werden (AC) | 192 | –19 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet werden (FLAC) | –4.112 | –1.210 |
| Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die erfolgs- wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVthP/L) | 62 | 0 |
Das Nettoergebnis in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC)« resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewer- tung, in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Ver- bindlichkeiten (FLAC)« im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen und Fremdwährungs- bewertung. Die Kategorie »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (FVthP/L)« beinhaltet Zinserträge aus deriva- tiven Finanzinstrumenten.
34. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
Die WashTec AG hat für 2023 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgege- ben und den Aktionären unter https://ir.washtec.de/corporate-governance/ im Bereich »Entsprechenserklärung« zugänglich gemacht. Der Vorstand hat den Jahres- und Konzernabschluss am 22. März 2024 aufgestellt und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung übergeben. Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses der WashTec AG erfolgt in der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2024.
35. Honorar des Abschlussprüfers
Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschluss- prüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 709 | 624 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 16 |
| Gesamt | 709 | 640 |
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich auf die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der WashTec AG und eines Tochterunternehmens. Die sonsti- gen Leistungen betrafen im Vorjahr die Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verord- nung.
36. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
Dr. Ralf Koeppe (bis 29. Februar 2024)
- Beruf, Wohnort: Vorstandsvorsitzender, Technikvorstand, Augsburg
- Vorstandsbereiche: Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit
Sebastian Kutz (seit 1. März 2023)
- Beruf, Wohnort: Vertriebsvorstand, Landsberg am Lech
- Vorstandsbereiche: Vertrieb und Service weltweit, Key Account Management, Marketing, Business Units/Produktmanagement, Service-Support, WashTec Carwash Management GmbH Interim (ab 22. Februar 2024: R&D, Qualität, AUWA-Chemie GmbH)
Andreas Pabst
- Beruf, Wohnort: Finanzvorstand, Bobingen
- Vorstandsbereiche: Finanzen / Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, Recht und Compliance, Risiko-Management, Interne Revision, Versicherungen, WashTec Financial Services GmbH Interim (ab 22. Februar 2024: Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, Supply Chain, Nachhaltigkeit)
Stephan Weber (bis 28. Februar 2023)
- Beruf, Wohnort: Marketing- und Vertriebsvorstand, Werther
- Vorstandsbereiche: KAM/CWM, Vertrieb & Service weltweit, Marketing, Product Units/Produktmanagement
Aufsichtsrat
Dr. Günter Blaschke (bis 31. Dezember 2023)
- Beruf, Wohnort: Aufsichtsratsvorsitzender, Buchloe
- Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: Leifheit AG, Nassau (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
- Mitgliedschaften in vergleichbaren keine in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Ulrich Bellgardt (seit 1. Januar 2024 Aufsichtsratsvorsitzender)
- Beruf, Wohnort: Diplom-Ingenieur, Hubersdorf, Schweiz
- Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
- Mitgliedschaften in vergleichbaren keine in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Hans-Friedrich Liebler
- Beruf, Wohnort: Geschäftsführer der Credit Solutions Partner GmbH, München
- Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine
- Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen: autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats)
Heinrich von Portatius
- Beruf, Wohnort: Vorstand der Paradigm Capital AG, Grünwald
- Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine
- Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen: Schaltag AG, Effretikon, Schweiz (Mitglied im Verwaltungsrat), Paradigm Capital North America ICAV, Dublin, Irland (Mitglied im Board of Directors – Verwaltungsrat), Paradigm Capital North America Feeder ICAV, Dublin, Irland (Mitglied im Board of Directors – Verwaltungsrat)
Dr. Alexander Selent
- Beruf, Wohnort: Aufsichtsrat, Limburgerhof
- Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine
- Mitgliedschaften in vergleichbaren keine in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Peter Wiedemann (seit 1. Januar 2024 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
- Beruf, Wohnort: Vorstand der Rational AG, Germaringen
- Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine
- Mitgliedschaften in vergleichbaren keine in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
37.# Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Vergütung des Vorstands (HGB)
Das Vergütungssystem des Vorstands ist darauf angelegt, einen Beitrag zur Förderung der Geschäftsstrategie und zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen zu leisten. Das geschieht unter anderem durch eine einfache und klare Anreizstruktur der Vorstandsvergütung. Durch das Vergütungssystem sowie durch die einheitliche Vergütungsstruktur für alle Vorstandsfunktionen, sollen externe und interne Fehlanreize vermieden werden. Es soll insbesondere vermieden werden, dass der Vorstand aus Gründen der kurzfristigen Optimierung seiner Bezüge Entscheidungen trifft, die keinen nachhaltigen Geschäftserfolg versprechen.
In seiner Sitzung am 24. März 2021 hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Beratung das System zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der WashTec AG entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes infolge der Umsetzung der 2. Aktionärsrechte- richtlinie (ARUG II) und unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 16. Dezember 2019 (DCGK 2020) beschlossen. Die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 28. April 2022 (DCGK 2022) hat darauf keine Auswirkungen. Bezüglich der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird auf die Entsprechenserklärung verwiesen, die im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt 8.1 veröffentlicht ist.
Dieses Vergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 gemäß § 120a Abs. 1 AktG gebilligt und gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließende oder zu verlängernde Vorstandsdienstverträge. Dies betrifft die Vorstandsdienstverträge des im Geschäftsjahr 2022 wiederbestellten Vorstandsvorsitzenden Dr. Ralf Koeppe, des im Geschäftsjahr 2022 neu bestellten Finanzvorstands Andreas Pabst sowie des im Geschäftsjahr 2023 neu bestellten Vertriebsvorstands Sebastian Kutz. Für alle zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsdienstverträge galt entsprechend DCGK 2022 sowie § 26j EGAktG weiterhin das bisherige Vergütungssystem (vgl. dazu auch die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG vom 15. Dezember 2022).
Die langfristige variable Vergütung in Form des Long Term Incentive Programm (LTIP) 2021–2023 für den Vorstand wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Mitglieder des Vorstands. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge gilt, dass diese unter den jeweils dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt wurden bzw. werden.
Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteile umfassen die Festvergütung sowie Nebenleistungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile enthalten sowohl eine kurzfristige als auch eine langfristige Komponente.
Die kurzfristige variable Vergütung setzt sich hälftig aus Unternehmenszielen und individuellen Leistungszielen zusammen. Die Unternehmensziele orientieren sich an den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der WashTec Gruppe. Diese sind Umsatz, EBIT, Free Cashflow und Return on Capital Employed (ROCE). Der Aufsichtsrat legt dabei für jedes Geschäftsjahr die jeweils vergütungsrelevanten Unternehmensziele fest. Die individuellen Leistungsziele umfassen operative oder strategische Ziele einschließlich nichtfinanzieller Ziele, insbesondere aus den Bereichen Produktinnovation, Nachhaltigkeit, Prozessoptimierung, Digitalisierung sowie Kundennutzen.
Die langfristige variable Vergütung ist als anteilsbasierte Vergütung mit einmaliger Bonuszahlung ausgestaltet (LTIP) und hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023. Im Rahmen des LTIP wird die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie durch die beiden Erfolgsziele Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR) gewährleistet. Eine detaillierte Beschreibung der Regelungen des LTIP sind im Abschnitt »Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)« zu finden.
Die für das Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands (DRS 17) belaufen sich auf T€ 1.442 (Vorjahr: T€ 1.164). Davon entfallen T€ 985 (Vorjahr: T€ 936) auf erfolgsunabhängige Komponenten und T€ 457 (Vorjahr: T€ 228) auf erfolgsbezogene Komponenten.
Für die in den jeweiligen Geschäftsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden folgende Gesamtbezüge (HGB) gewährt:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 940 | 890 |
| Nebenleistungen | 45 | 46 |
| Summe (fix) | 985 | 936 |
| Einjährige variable Vergütung | 457 | 228 |
| Summe (variabel) | 457 | 228 |
| Gesamt | 1.442 | 1.164 |
Die Aktien des Vorstands entwickelten sich wie folgt:
| in Stück | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Dr. Ralf Koeppe (bis 29. Februar 2024) | 4.400 | 3.600 |
| Sebastian Kutz (seit 1. März 2023) | 4.750 | – |
| Andreas Pabst | 3.500 | 102 |
| Stephan Weber (bis 28. Februar 2023) | – | 4.330 |
Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands
Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i.H.v. T€ 237 (Vorjahr: T€ 240), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind. Während der Restlaufzeit des Dienstvertrags im Anschluss an die Mandatsbeendigung erhielt ein ehemaliges Mitglied des Vorstands Zahlungen i.H.v. T€ 256 (Vorjahr: T€ 0). Davon entfallen T€ 250 auf die Festvergütung und T€ 6 auf Nebenleistungen.
Vergütung des Aufsichtsrats (HGB)
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt und besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine feste Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i.H.v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte des Sitzungsgelds. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.
Die feste und variable Vergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf maximal € 100.000, für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf maximal € 150.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000. Die langfristige variable Vergütung tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und variable Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist. Die Hauptversammlung kann durch Beschluss eine oder mehrere langfristige variable Vergütungskomponenten für den Aufsichtsrat beschließen, die zur Vergütung laut Satzung hinzutreten.
Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütung oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt bzw. gezahlt. Die Hauptversammlung 2021 hat eine langfristige variable Vergütung in Form eines Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 beschlossen. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Die Aufsichtsräte Herr Bellgardt, Herr Dr. Liebler, Herr Dr. Selent und Herr Wiedemann nehmen am LTIP teil. Eine detaillierte Beschreibung der Regelungen des LTIP ist im Abschnitt »Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)« zu finden.
Die für das Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 667 (Vorjahr: T€ 621). Davon entfallen T€ 379 (Vorjahr: T€ 376) auf feste Bezüge, T€ 15 (Vorjahr: T€ 0) auf variable Bezüge sowie T€ 273 (Vorjahr: T€ 245) auf Sitzungsgelder.
Die Aktien des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Dr. Günter Blaschke (bis 31. Dezember 2023) | 52.060 | 52.060 |
| Ulrich Bellgardt | 31.000 | 31.000 |
| Dr. Hans-Friedrich Liebler | 5.500 | 5.500 |
| Heinrich von Portatius | 0 | 0 |
| Dr. Alexander Selent | 2.000 | 2.000 |
| Peter Wiedemann | 2.000 | 2.000 |
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (IAS 24)
Der Konzern wird im Geschäftsjahr 2023 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstands berührt. Die Bedingungen der Transaktionen entsprechen denen unter fremden Dritten.
Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Vorstands nach IFRS betrugen T€ 1.135 (Vorjahr: T€ 1.885). Davon entfallen T€ 985 (Vorjahr: T€ 936) auf die festen Bezüge und T€ 457 (Vorjahr: T€ 228) auf die einjährige variable Vergütung.Für die langfristige anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsjahre 2021–2023 wurden Erträge von T€ 307 (Vorjahr: Aufwendungen T€ 584) erfasst. Für die zukünftige Auszahlung der langfristigen anteilsbasierten Vergütung für die zum 31. Dezember 2023 aktiven Vorstandsmitglieder wurden insgesamt T€ 1.143 (Vorjahr: T€ 1.421) in den sonstigen Verbindlichkeiten sowie T€ 100 (Vorjahr: T€ 129) direkt im Eigenkapital erfasst. Zudem sind in den gesamten Aufwendungen Leistungen i.H.v. insgesamt T€ 0 (Vorjahr: T€ 138) anlässlich der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags enthalten.
Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Aufsichtsrats nach IFRS betrugen T€ 678 (Vorjahr: T€ 652). Die Aufwendungen für die festen Bezüge betrug T€ 379 (Vorjahr: T€ 376) sowie für die einjährige variable Vergütung T€ 15 (Vorjahr: T€ 0). Sonstige Bezüge, überwiegend Sitzungsgelder, fielen i.H.v. T€ 273 (Vorjahr: T€ 245) an.
Für die langfristige anteilsbasierte Vergütung für die Geschäftsjahre 2022–2024, die die Hauptversammlung 2021 beschlossen hat, wurden T€ 11 (Vorjahr: T€ 32) in den Aufwendungen erfasst. Zudem wurden für deren zukünftige Auszahlung T€ 35 (Vorjahr: T€ 26) in den sonstigen Verbindlichkeiten sowie T€ 7 (Vorjahr: T€ 5) direkt im Eigenkapital erfasst.
Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen Verträge, die als anteilsbasierte Vergütung ein Long Term Incentive Program (LTIP) vorsehen. Für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung 2021 als anteilsbasierte Vergütung ein LTIP beschlossen, an dem jeweils die Aufsichtsräte Herr Bellgardt, Herr Dr. Liebler, Herr Dr. Selent und Herr Wiedemann teilnehmen. Diese soll Vorstand und Aufsichtsrat zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswerts hinzuwirken.
Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2021 hat für den Aufsichtsrat eine anteilsbasierte Vergütung mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 beschlossen, um ihn an der langfristigen Entwicklung der WashTec AG partizipieren zu lassen. Um an der neuen anteilsbasierten Vergütung teilzunehmen, muss ein Mitglied des Aufsichtsrats bereits im Besitz von Aktien der Gesellschaft sein oder ein Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2022 getätigt haben (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien am LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied am LTIP 2018 und 2015 teilgenommen hat.
Der Auszahlungsbetrag ist vom Erfüllungsgrad bestimmter Erfolgsziele über die Laufzeit sowie dem Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft abhängig. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung sind die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2021. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Diese wird durch Multiplikation des Multiplikators mit der Zahl der Eigeninvestmentaktien multipliziert mit dem Referenzkurs ermittelt. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Ein Aufsichtsratsmitglied, das erst nach Beginn der Incentivierungsphase in den Aufsichtsrat gewählt wird, kann am LTIP teilnehmen. Hierzu muss es ein Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft, wobei die Eigeninvestmentaktien bis spätestens drei Monate nach Wirksamwerden der Wahl in den Aufsichtsrat zu erwerben sind. Die Auszahlung erfolgt am Tag der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025. Der Anspruch auf die Zahlung steht unter der auflösenden Bedingung, dass das berechtigte Aufsichtsratsmitglied für ein Sechstel der Bonuszahlung, die es unter dem LTIP erhalten hat, innerhalb von drei Monaten nach der ordentlichen Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2025 Aktien der Gesellschaft erwirbt und dass es diese Aktien nach dem Erwerb für mindestens drei Jahre hält. Das Erfordernis, die Aktien zu halten, endet, wenn das berechtigte Aufsichtsratsmitglied während der dreijährigen Haltefrist aus dem Aufsichtsrat ausscheidet.
Die aktuelle anteilsbasierte Vergütung des Vorstands hat eine Incentivierungsphase vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 und besteht aus zwei Komponenten, einer Komponente ohne Eigeninvestment sowie einer optionalen Komponente mit Eigeninvestment. Mit der Komponente ohne Eigeninvestment kann das Vorstandsmitglied bei 100%-iger Zielerreichung eine maximale Bonuszahlung in Höhe von 100% seiner jeweiligen kurzfristigen variablen Zielvergütung pro Jahr der Laufzeit des LTIP beziehen. Mit der Komponente mit Eigeninvestment erhält das Vorstandsmitglied die Möglichkeit, seine Bonuszahlung aus der »Komponente ohne Eigeninvestment« durch entsprechendes Eigeninvestment in Aktien der WashTec AG maximal zu verdoppeln (Bonus-Multiplikator = 2). Zur Verdoppelung ist ein Eigeninvestment in Höhe von 100% des kurzfristigen variablen Ziel-Jahreseinkommens 2021 in Euro bis zu einem festgelegten Stichtag erforderlich. Bei geringerem Eigeninvestment reduziert sich die Komponente aus Eigeninvestment proportional (Bonusmultiplikator < 2).
Als Eigeninvestment im Sinne des LTIP werden investierte Beträge (€) in Aktien der Gesellschaft angerechnet, die sich am Stichtag 30. Juni 2023 im persönlichen Besitz des Vorstandsmitglieds befinden. Angerechnet werden können dabei auch solche Aktien, die das Vorstandsmitglied im Rahmen früherer LTIP-Programme erworben hat und noch hält. Wird das Vorstandsmitglied erst nach Beginn der Incentivierungsphase bestellt, gilt hinsichtlich der Höhe des Eigeninvestments in Aktien der Gesellschaft, dass das Vorstandsmitglied zur Verdoppelung des Anspruchs aus der Komponente ohne Eigeninvestment ein Eigeninvestment in Höhe von 100% des variablen Zieljahreseinkommens für das Jahr des Amtsbeginns in Euro tätigen bzw. getätigt haben muss. Als Eigeninvestment im Sinne dieses Programms werden dabei alle investierten Beträge (€) bis zur Höhe von 100% des variablen Zieljahreseinkommens für das Jahr des Amtsbeginns (100%) in Aktien der Gesellschaft angerechnet, die sich am Stichtag 30. Juni 2023 im persönlichen Besitz des Vorstandsmitglieds befinden.
Die Auszahlung der langfristigen anteilsbasierten Vergütung erfolgt am Ende der Incentivierungsphase. Der Auszahlungsbetrag ist von der Erfüllung der vereinbarten Erfolgsziele, Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR), abhängig. Die beiden Erfolgsziele müssen jeweils die vom Aufsichtsrat festgelegte Mindestschwelle von 81% erreichen, um gewertet zu werden. Bei der Berechnung der Bonuszahlung wird das ROCE-Ziel zu 70% und das TSR-Ziel zu 30% gewichtet.
Im Fall der Teilnahme an der Komponente mit Eigeninvestment steht die Auszahlung unter der auflösenden Bedingung, dass das Vorstandsmitglied für ein Sechstel der Bruttobonuszahlung, die es unter dem LTIP mit Eigeninvestment erhalten hat, innerhalb von drei Monaten nach Fälligkeit der Bonuszahlung Aktien der Gesellschaft erwirbt (»Reinvest«) und dass es mit dieser Aktienzahl nach dem Erwerb für mindestens drei Jahre investiert ist. Ausnahmen von der Bedingung des Reinvest bzw. der Haltefrist bestehen im Fall des Ausscheidens aus dem Vorstand.
Für diese Verpflichtungen wurde eine nach IFRS 2 für anteilsbasierte Vergütungen vorgeschriebene Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Die Laufzeit der langfristigen anteilsbasierten Vergütung des Vorstands endet zum 31. Dezember 2023. Die Auszahlung erfolgt nach der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung im März 2024.
Für die anteilsbasierte Vergütung des Aufsichtsrats mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 stellt der Tag der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2021 den Tag der Gewährung dar.
Beide Programme stellen jeweils in Höhe des erforderlichen Reinvest von einem Sechstel der Bonuszahlung eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente dar, der übrige Teil eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente entfallende Teil wird direkt im Eigenkapital erfasst. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich entfallende Teil wird als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Die Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung werden auf Basis des ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als langfristige sonstige Verbindlichkeit passiviert.
Die im Rahmen des LTIP als sonstige Verbindlichkeit erfassten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus LTIP | 1.178 | 1.447 |
| Gesamt | 1.178 | 1.447 |
Die im Rahmen des LTIP direkt im Eigenkapital erfasste Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasster Teil der Verpflichtung aus LTIP | 107 | 134 |
| Gesamt | 107 | 134 |
Die im Rahmen des LTIP erfassten Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus LTIP | 1.285 | 1.582 |
| Gesamt | 1.285 | 1.582 |
38. Angaben nach dem Bilanzstichtag
Der Aufsichtsrat der WashTec AG hat am 28. Februar 2024 Herrn Michael Drolshagen mit Wirkung zum 1. Mai 2024 als neuen Technikvorstand (CTO) und Vorsitzenden des Vorstands (CEO) der Gesellschaft bestellt. Er folgt auf Herrn Dr. Ralf Koeppe, dessen Vorstandsmitgliedschaft einvernehmlich zum 29. Februar 2024 beendet wurde.
Augsburg, den 22.März 2024
Sebastian Kutz
CSO/Mitglied des Vorstands
Andreas Pabst
CFO/Mitglied des Vorstands
172 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebe- richt der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Kon- zerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwick- lung des Konzerns beschrieben sind.«
Augsburg, den 22. März 2024
Sebastian Kutz Andreas Pabst
CSO/Mitglied des Vorstands CFO/Mitglied des Vorstands