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WashTec AG — Annual Report 2022
Mar 30, 2023
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2022
Digital. Nachhaltig. Erfolgreich.
Deutliche Umsatzsteigerung bei einer EBIT-Marge von 7,9% in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld
| 01.01. bis | 01.01. bis | Veränderung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | 30.12.2021 | absolut | in % | ||||||
| Umsatz | Mio.€ | 482,2 | 430,5 | 51,7 | 12,0 | ||||
| EBIT | Mio.€ | 38,0 | 45,7 | –7,7 | –16,8 | ||||
| EBIT-Marge | % | 7,9 | 10,6 | –2,7 | – | ||||
| Bereinigtes EBIT* | Mio.€ | 38,0 | 43,0 | –5,0 | –11,6 | ||||
| Bereinigte EBIT-Marge* | % | 7,9 | 10,0 | –2,1 | – | ||||
| EBT | Mio.€ | 37,3 | 44,8 | –7,5 | –16,7 | ||||
| Konzernergebnis | Mio.€ | 26,4 | 31,1 | –4,7 | –15,1 | ||||
| Beschäftigte zum Stichtag | Personen | 1.824 | 1.782 | 42 | 2,4 | ||||
| Anzahl der Aktien | Stück | 13.382.324 | 13.382.324 | – | – | ||||
| Ergebnis je Aktie | € | 1,97 | 2,32 | –0,35 | –15,1 | ||||
| Free Cashflow** | Mio.€ | 16,2 | 42,3 | –26,1 | –61,7 | ||||
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | Mio.€ | –6,5 | –3,4 | –3,1 | 91,2 | ||||
| Eigenkapitalquote | % | 31,0 | 36,9 | –5,9 | – | ||||
| ROCE | % | 20,2 | 25,8 | –5,6 | – |
*Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten.
**Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten beträgt Mio.€ 7,4 (Vorjahr: Mio.€ 34,5).
Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Aus diesem Grund ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.
Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, haben wir auf geschlechtergerechte Sprache verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.
- Umsatz mit Mio.€ 482,2, unter anderem durch Preiserhöhungen und positive Währungseffekte, deutlich über dem Vorjahr (Mio.€ 430,5)
- EBIT mit Mio.€ 38,0, insbesondere aufgrund steigender Material- und Materialbezugskosten, unter dem Vorjahr (Mio.€ 45,7); EBIT-Marge von 7,9%
- Free Cashflow aufgrund des Rückgangs im operativen Geschäft sowie eines höheren Net Operating Working Capital bedingt durch die Störungen in den Lieferketten mit Mio.€ 16,2 unter dem Vorjahr (Mio.€ 42,3)
Inhalt
WashTec
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 6 |
|---|
| Die Mitglieder des Vorstands 9 . . |
| Bericht des Aufsichtsrats 10 |
| »Digital. Nachhaltig. Erfolgreich.« . 16 |
| Gesonderter nichtfinanzieller Bericht . 33 |
| Die WashTec Aktie . 46 |
Zusammengefasster Lagebericht WashTec AG und Konzern
| 2022 im Überblick . 50 |
|---|
| Grundlagen des Konzerns 51 |
| Wirtschaftsbericht . 59 |
| Nachtragsbericht . 76 |
| Prognose-, Chancen- und Risikobericht . 77 |
| Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem . 89 |
| Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten . 90 |
| Übernahmerelevante Angaben . 91 |
| Erklärung zur Unternehmensführung . 94 |
Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG
| Konzern-Gewinn- und |
|---|
| Verlustrechnung 107 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 108 . . |
| Konzern-Bilanz 109 |
| Konzern-Eigenkapital |
| veränderungsrechnung 111 . . |
| Konzern-Kapitalflussrechnung 112 |
| Konzernanhang 113 |
| Versicherung der gesetzlichen |
| Vertreter 169 |
Weitere Informationen
| Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 171 |
|---|
| Jahresabschluss der WashTec AG (Kurzfassung HGB) 178 |
| Glossar 180 |
| WashTec weltweit 182 |
| Konzernkennzahlen 2018 bis 2022 183 |
WashTec
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden | 6 |
|---|---|
| Die Mitglieder des Vorstands | 9 |
| Bericht des Aufsichtsrats . | 10 |
| »Digital. Nachhaltig. Erfolgreich.« . | 16 |
| Gesonderter nichtfinanzieller Bericht . | 33 |
| Die WashTec Aktie | 46 |
Breites Portfolio rund um die nachhaltige Autowäsche
Service
Waschstraßen
SB-Waschanlagen
Portalanlagen
Waschchemie
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
das Geschäftsjahr 2022 war für uns ein Jahr mit Herausforderungen. Dabei gingen wir zunächst von einer Erholung der Wirtschaft aus. Die COVID-19-Pandemie glaubten wir weitestgehend hinter uns gelassen zu haben und freuten uns durchzustarten. Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der bedrohten Energieversorgung in Deutschland und Europa, einer hohen Inflation, der Null-Covid-Politik in China und den Störungen der internationalen Lieferketten war das vergangene Jahr jedoch wieder von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt.
Unser Unternehmen erzielte einen Umsatz von Mio.€ 482,2 und lag damit 12,0% über dem Vorjahr von Mio.€ 430,5. Der Umsatzanstieg ist auch durch Preiserhöhungen und positive Währungseffekte bedingt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei Mio.€ 38,0 (Vorjahr: Mio.€ 45,7). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 7,9% (Vorjahr: 10,6%). Dieses Ergebnis entspricht unserer im Juli an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepassten Prognose.
Der nach wie vor hohe Auftragsbestand lag zum Ende des Jahres 2022 währungsbereinigt leicht über dem Vorjahr und sichert damit eine Auslastung in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres.
Im Chemiegeschäft konnten wir um 11,6% zulegen und auch das Servicegeschäft wuchs in einem zweistelligen Prozentbereich. Beide Zahlen beinhalten Preiserhöhungen. Im Mengenwachstum entsprach das Chemiegeschäft unseren Erwartungen, das Servicegeschäft blieb in einem schwierigen Umfeld stabil.
In Stückzahlen war das Maschinengeschäft im Vergleich zum Vorjahr leicht schwächer. Das Großkundensegment war dabei deutlich stärker, während sich das Direktgeschäft aufgrund der Konjunkturunsicherheiten schwächer entwickelte.
Aufgrund der Energiekrise als Folge des Krieges in der Ukraine und der durch COVID-19 instabilen Situation in China sind die Material- und Frachtkosten im Vergleich zum Vorjahr nochmals stark gestiegen. Die Steigerungsrate lag deutlich über dem Jahr 2021. Wir haben mit weiteren Preiserhöhungen im Direktgeschäft darauf reagiert und mit unseren Großkunden die Bestandsverträge nachverhandelt, um diese an diese neuen Bedingungen anzupassen. Die Preiserhöhungen setzen sich insbesondere im Maschinengeschäft jedoch erst verzögert durch.
Im Maschinengeschäft hatten wir sehr viele unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen. Bei einem Rekord im Auftragsbestand mussten wir aufgrund der unerwartet hohen COVID-19-bedingten Krankheitsfällen mit Personalengpässen umgehen. Im Einkauf und in der gesamten Supply Chain überbrückten wir Abrisse in den Lieferketten. Dies konnte uns nur mit einer sehr gezielten Krisenarbeit gelingen, die einen erheblichen Mehraufwand mit zusätzlichem Personaleinsatz bedeutete. Dank des außerordentlichen Einsatzes unseres WashTec Teams schafften wir die zeitnahe Reduzierung aller Fehlteile.
In Nordamerika hatten wir noch höhere Materialpreissteigerungen als in Europa zu bewältigen. Auch hier waren die Lieferketten nicht stabil. Unser Team in der Blech-Produktion in Augsburg konnte das Werk in den USA durch Lieferungen ganzer Rahmen unterstützen und Lieferengpässe und Materialpreissteigerungen abmildern. Es half uns auch, dass wir bereits im Jahr 2021 Flexibilisierungsmaßnahmen eingeleitet haben, um auf etwaige Lieferengpässe vorbereitet zu sein. Wie in Europa setzten sich auch in Nordamerika die Preiserhöhungen erst zeitverzögert durch, was den Druck auf die Profitabilität zeitlich erhöht hat. Wir verfolgen auch in Nordamerika ein stringentes Programm zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität mit einer Vielzahl von zusätzlichen und gezielten Maßnahmen.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen waren wir auch im Jahr 2022 durchgehend lieferfähig. Wir konnten als Marktführer in den letzten Jahren eine kontinuierliche Steigerung der Kundentreue und eine immer erfolgreichere Neukundengewinnung erreichen. Das ist eine
Leistung, auf die wir im Management sehr stolz sind. Wir sind erfolgreich, weil wir den maximalen Kundennutzen als oberstes Unternehmensziel umsetzen. Dies gelingt uns mit überlegenen Produkten, unseren digitalen Serviceangeboten und dem Ziel die nachhaltigste Autowäsche mit unseren Produkten anzubieten. Mit unserem Ansatz der Sales- und Serviceexzellenz arbeiten wir kundenzentriert und bieten das größte Servicenetzwerk in der Branche.
Auf der Messe UNITI in Stuttgart konnten wir unsere Erweiterung der SmartCare Plattform vorstellen. Die wettbewerbsüberlegene digitale Waschanlage SmartCare verfügt über eine herausragende Waschleistung und Trocknung. Die Waschzeiten konnten durch neueste Steuerungstechnik nochmals stark verbessert werden. Dieser Performancegewinn und die erweiterten digitalen Programmier- und Steuerungsmöglichkeiten stehen jetzt auch unseren Großkunden zur Verfügung.
Die Fahrzeugwäsche in Nordamerika unterscheidet sich im Detail von der in Europa. Es ist uns erfolgreich gelungen, die SmartCare entsprechend anzupassen. In den USA wurden erste SmartCare Anlagen bei Kunden installiert und erprobt. Wasseraufbereitung ist auch in diesem Markt wichtig. Unser Produktprogramm für Wasseraufbereitung Aquapur Modular konnten wir gemeinsam mit US-Kunden qualifizieren. Damit haben wir ein Produkt mit hervorragenden Leistungsmerkmalen im Markt.
Unseren Kunden von Selbstbedienungswaschanlagen, auch JetWash genannt, konnten wir die Umstellung auf Kaltwasserbetrieb, und damit einen Beitrag zur Energieeinsparung beim Betrieb der Anlagen, anbieten. Voraussetzung ist eine Waschchemie die für den Kaltwasserbetrieb geeignet ist. Unser Green Car Care Chemie Sortiment erfüllt diese Eigenschaften.
Auch in Sachen Digitalisierung können wir unseren Kunden Neues bieten. Unsere myWashTec Plattform haben wir als den zentralen Anlaufpunkt für unsere Kunden und Partner ausgebaut. Auf myWashTec sind alle Informationen zur Maschine live einsehbar. Unsere Kunden haben einen Premiumservice und damit eine schnelle Reaktionszeit. Sie können alle Details zu ihren aktuellen Serviceverträgen einsehen und auf unseren Webshop zugreifen. Über 50% der Bestellungen unserer Chemie erfolgen mittlerweile über den
Webshop. Die Produktentwicklung kann durch die Daten die Produkte kontinuierlich verbessern und damit den Kundennutzen nachhaltig steigern.
Neben der Digitalisierung gewinnt das Thema Nachhaltigkeit für unsere Branche immer mehr an Bedeutung. Die Endkunden wollen ihre Autos möglichst umweltschonend waschen. Diesem Anspruch kommen wir nach. Mit unserer automatischen Waschanlage, der Wasseraufbereitung und der Green Car Care Chemie bieten wir unseren Kunden die entsprechenden Produkte dazu. Unsere unternehmerische Verantwortung und Anstrengung ist es, uns ständig zu verbessern, und die Aspekte der Nachhaltigkeit in unserem Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.
Nachhaltiges Handeln ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensprozesse. Deshalb haben wir im Geschäftsjahr 2022 mit einem umfangreichen Nachhaltigkeitsreporting begonnen und einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://ir.washtec.de/nachhaltigkeit/ veröffentlicht ist. Er gibt Auskunft über unsere Aktivitäten und Ziele auf dem Gebiet der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.
Für die Transparenz und die stringente Darlegung unserer Maßnahmen in dem Bericht haben wir sowohl von unseren Kunden als auch von Investment Professionals viele positive Rückmeldungen bekommen. Die Business School Augsburg hat uns dafür mit dem Preis »ESG Company of the Year« ausgezeichnet. Wir verstehen diese Auszeichnung als Preis für unsere stetigen Bemühungen und als Ansporn diesen Weg weiterzugehen. Auch in diesem Jahr werden wir wieder einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. Denn Nachhaltigkeit bedeutet Zukunftssicherheit.
Das Jahr 2022 hat uns gezeigt, dass wir wohl noch eine ganze Weile mit Krisen unterschiedlicher Ausprägungen zurechtkommen müssen. Deshalb haben wir, um auf mögliche Auswirkungen der Energiekrise vorbereitet zu sein, eine Energie-Taskforce gegründet, die unser Unternehmen auf verschiedene Notfallszenarien vorbereitet. Darüber hinaus haben wir Energieeinsparmaßnahmen umgesetzt. Die meisten Maßnahmen konnten wir dauerhaft implementieren und so unseren Energieverbrauch um ca. 20% senken.
Im Namen des gesamten Vorstands-Teams möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2022 bedanken. Sie sind mit uns in einem weiteren Krisenjahr durch eine herausfordernde Zeit gegangen. Vielen Dank für diesen unermüdlichen Einsatz, der mir einmal mehr bewiesen hat, dass Tatkraft zu unserer Firmenkultur gehört. Auf das WashTec-Team kann man sich auch in der Krise verlassen.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
das Geschäftsjahr 2022 war ein schwieriges. Dennoch konnten wir unsere Kunden jederzeit beliefern und haben Innovationen auf den Weg gebracht. Um unser Unternehmen in den nächsten Jahren wieder zu einer zweistelligen EBIT-Marge zurückzuführen, haben wir mit einem strengen Kostensenkungsprogramm, Effizienzsteigerungen und der Ausrichtung der Organisation auf Profitabilität die erforderlichen Maßnahmen ergriffen.
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen.
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender
Die Mitglieder des Vorstands
Dr. Ralf Koeppe (*1965) CEO & CTO/Vorsitzender des Vorstands
Bereiche: Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Supply Chain, Produktion, Qualität, Service-Support
Ralf Koeppe ist Diplom-Ingenieur Maschinenbau und hat an der ETH Zürich promoviert. Nach verschiedenen Positionen im KUKA-Konzern bis 2014, war er zuletzt Vice President Engineering & Manufacturing sowie CTO der Business Unit Automation & Electrification bei der Bosch Rexroth AG. Herr Dr. Ralf Koeppe ist seit Juli 2019 Vorstand der WashTec AG.
Sebastian Kutz (*1979) CSO/Mitglied des Vorstands
Bereiche: Vertrieb und Service, Produktmanagement & Marketing
Sebastian Kutz ist Diplom Betriebswirt. Nach verschiedenen Positionen im nationalen und internationalen Vertrieb und Marketing bei der RATIONAL AG bis 2019, war er zuletzt Executive Vice President Vertrieb und Service DACH bei WashTec. Herr Sebastian Kutz ist seit März 2023 Vorstand der WashTec AG.
Andreas Pabst (*1973) CFO/Mitglied des Vorstands
Bereiche: Finanzen / Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management / Compliance / Revision, Versicherungen
Andreas Pabst ist Diplom Kaufmann und hat das Steuerberaterexamen abgelegt. Seine berufliche Laufbahn begann bei KPMG und führte über verschiedene Stationen im Rechnungswesen börsennotierter Unternehmen zur KUKA. Dort hat er unterschiedliche kaufmännische Positionen mit zunehmender Verantwortung übernommen und war von 2018 bis 2021 Group-CFO. Zuletzt war Herr Pabst für Midea tätig. Herr Andreas Pabst ist seit Oktober 2022 Vorstand der WashTec AG.
Bericht des Aufsichtsrats
Dr.Günter Blaschke Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
Unvorstellbare globale Ereignisse Schlag auf Schlag, ein »Neues Normal« entwickelt sich:
Corona noch nicht beendet, die Lieferketten brechen zusammen, ein Krieg in Europa, Preisschocks bei Energie und Rohstoffen, die Inflation hebt ab und die Kaufkraft verfällt wie seit Jahren nicht mehr. Die Folge: Die Weltwirtschaft sortiert sich neu. Gleiches gilt für die WashTec AG.
Flexible Anpassung aller Strukturen, Funktionen und Prozesse an das sich jetzt klarer abzeichnende »Neue Normal« sind und bleiben die zentralen Herausforderungen.
Attraktiver Wachstums- und Ertragswert:
Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist es, auch im »Neuen Normal« ein nachhaltig positionierter Wachstums- und Ertragswert mit attraktiver Dividendenpolitik zu sein.
Tätigkeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er hat sich im Geschäftsjahr 2022 über die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands der WashTec AG überwacht. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat u. a. monatlich schriftlich über die Geschäftsentwicklung. Bei Bedarf forderte der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands an und nahm Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende stets Kontakt mit dem Vorstand und erörterte mit diesem zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzelgesprächen Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der Gesellschaft. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder berichteten den anderen Mitgliedern umfassend über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand. Im Geschäftsjahr 2022 fanden insbesondere wegen der globalen gesamtwirtschaftlichen Krisensituationen insgesamt vierzehn Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats statt. Aufgrund der fortdauernden COVID-19-Pandemielage haben im Berichtsjahr erneut eine Vielzahl der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse als Hybrid-Sitzungen, d.h. in Präsenz mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form stattgefunden (drei Präsenzsitzungen, zwei virtuelle Sitzungen per Videokonferenz und neun Hybrid-Sitzungen).
In jedem Quartal fand mindestens eine Aufsichtsratssitzung statt, sowie die Sitzungen der Ausschüsse. Zusätzlich wurden außerhalb der Sitzungen diverse Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig von den Ausschussvorsitzenden über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands kamen außerdem zu einem zweitägigen Strategieworkshop zusammen. Der Aufsichtsrat hat regelmäßig auch ohne den Vorstand getagt.
Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren neben Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation, die Produktentwicklung, die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung, die Finanzlage, die Kapitalallokation, die wesentlichen Beteiligungen, das Risikomanagementsystem, die Revision sowie die strategische Ausrichtung und Entwicklung der WashTec Gruppe. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe.
Zudem prüfte der Aufsichtsrat zustimmungsbedürftige Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands und entschied über die Erteilung der Zustimmung. Regelmäßig wurde die aktuelle Geschäfts- Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert.
Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:
- Erörterung, Prüfung und Verabschiedung des Jahres- und Konzernabschlusses, des gemeinsamen Lageberichtes und der nichtfinanziellen Erklärung der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2021 (1. Quartal)
- Verwendung des Bilanzgewinns (1. Quartal)
-
Beschlussfassung über die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung (1.Quartal)
-
Strategieworkshop (2.Quartal)
- Erörterung der Zwischenberichte (2., 3. und 4.Quartal)
- Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend)
- Vorstandsangelegenheiten (laufend)
- Personalia (1., 2. und 3. Quartal)
- Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung
- Entsprechenserklärung und regelmäßiges Compliance Update
- Vertriebs- und Marketingstrategie und Projekte, Global Service
- Nachhaltigkeit/ESG
- WashTec Obeya Initiative
- Status, Strategie und Prozesse in Nordamerika, China und Osteuropa
- Produktentwicklung, Prozesse und Projekte, insbesondere hinsichtlich SmartCare
- Digitale Transformation
- Jahresplanung 2023 sowie Mittelfristplanung
Wesentliche Punkte der bilanzfeststellenden Sitzung am 27.März 2023 waren die Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG sowie des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 mit der Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Der Aufsichtsrat hat weiterhin die nichtfinanzielle Erklärung und das Diversitätskonzept geprüft und genehmigt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr liefen die Mandate von Herrn Dr. Sören Hein, Herrn Dr. Hans Liebler, Herrn Jens Große-Allermann und Herrn Dr. Alexander Selent aus. Herr Dr. Liebler und Herr Dr. Selent wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2022 für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Ferner wurden Herr Heinrich von Portatius und Herr Peter Wiedemann in den Aufsichtsrat der WashTec AG gewählt.
Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 16. Mai 2022 fand eine Sitzung des Aufsichtsrats statt. In der Sitzung wurden Herr Dr. Blaschke als Aufsichtsratsvorsitzender und Herr Bellgardt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender einstimmig bestätigt.
Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse
Im Berichtsjahr bestanden sechs Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Personalausschuss, Nominierungsausschuss, Innovations- und Produktionsausschuss, Vertriebsstrategieausschuss und Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss), die insbesondere der Vorbereitung von Aufsichtsratssitzungen und von Beschlüssen des Gesamtaufsichtsrats dienten. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 98 abgebildet. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.
Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr fünfmal. Zwei Sitzungen des Ausschusses wurden als Präsenzsitzung durchgeführt und drei Sitzungen als Hybrid-Sitzung. Der Abschlussprüfer war bei zwei Sitzungen anwesend. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss der WashTec AG und dem Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht, der nichtfinanziellen Erklärung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem, der Tätigkeit der internen Revision und der Kapitalallokation.
Der Prüfungsausschuss hat die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht des Konzerns vor deren Veröffentlichung stets ausführlich erörtert. Er legte zudem die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest, erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und befasste sich mit den Neuregelungen zur Rechnungslegung und Berichterstattung (EU-Taxonomie) sowie mit Compliance-Themen.
Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr siebenmal. Eine Sitzung des Ausschusses wurde als Präsenzsitzung durchgeführt und sechs Sitzungen als virtuelle Sitzung per Videokonferenz. Schwerpunkte der Sitzungen waren personelle Veränderungen im Vorstand.
Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal anlässlich der auslaufenden Aufsichtsratsmandate von Herrn Dr. Sören Hein, Herrn Dr. Hans Liebler, Herrn Jens Große-Allermann und Herrn Dr. Alexander Selent. Beide Sitzungen wurden als virtuelle Sitzung per Videokonferenz durchgeführt. Der Nominierungsausschuss beschloss, dem Aufsichtsrat die Nominierung von Herrn Heinrich von Portatius und Herrn Peter Wiedermann, sowie die erneute Nominierung von Herrn Dr. Liebler und Herrn Dr. Selent für die Wahl in der ordentlichen Hauptversammlung 2022 zu empfehlen.
Der Innovations- und Produktionsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal. Eine Sitzung des Ausschusses wurde als Präsenzsitzung und zwei Sitzungen als Hybrid-Sitzung durchgeführt. Im Wesentlichen ging es um Organisation, Prozesse und strategische Produktentwicklung sowie die Digitalisierung und Produktnachhaltigkeit.
Der Vertriebsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal im Rahmen von Präsenzsitzungen. Im Wesentlichen ging es um die Vertriebs- und Marketingstrategie, die Entwicklung in einigen Kernmärkten und den Ausblick der Vertriebs- und Marketingaktivitäten und deren Ziele insbesondere in der Region Nordamerika.
Der Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal im Rahmen von Präsenzsitzungen. Kernthemen waren neben der Fortentwicklung der WashTec Nachhaltigkeitsstrategie und der kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichtserstattung die Vorbereitung des jährlichen Strategieworkshops.
Eine gute Zusammenarbeit war zu jeder Zeit gewährleistet.
Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme
Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 98 Prozent. Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt:
| Aufsichtsrat | Prüfungsausschuss | Personal ausschuss |
Nominierungs ausschuss |
Innovations- und Produktions ausschuss |
Vertriebs ausschuss |
Unternehmens strategie- und Nachhaltigkeits ausschuss |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| teilgenommene Sitzungen/Sitzungsgesamtanzahl | Anzahl | in % | Anzahl | in % | Anzahl | in % | Anzahl | in % | Anzahl | in % | Anzahl | in % | Anzahl | in % |
| Dr. Günter Blaschke (Vorsitzender) | 14/14 | 100% | 7/7 | 100% | 2/2 | 100% | 3/3 | 100% | 3/3 | 100% | 2/2 | 100% | ||
| Ulrich Bellgardt (stellvertretender Vorsitzender) | 14/14 | 100% | 7/7 | 100% | 2/2 | 100% | 3/3 | 100% | 3/3 | 100% | 2/2 | 100% | ||
| Dr. Hans Liebler | 13/14 | 93% | 5/5 | 100% | ||||||||||
| Heinrich von Portatius¹ | 10/10 | 100% | 2/2 | 100% | ||||||||||
| Dr. Alexander Selent | 13/14 | 93% | 5/5 | 100% | 7/7 | 100% | 2/2 | 100% | ||||||
| Peter Wiedemann¹ | 9/10 | 90% | 2/2 | 100% | ||||||||||
| Jens Große-Allermann² | 4/4 | 100% | 3/3 | 100% | 2/2 | 100% | ||||||||
| Dr. Sören Hein² | 4/4 | 100% | 1/1 | 100% | ||||||||||
| 96% | 100% | 100% | 100% | 100% | 100% | 100% |
¹ Mitglied des Aufsichtsrats seit dem 16. Mai 2022
² Mitglied des Aufsichtsrats bis zum 16. Mai 2022
Interessenkonflikte
Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex 2022, soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.
Corporate Governance
Vorstand und Aufsichtsrat sehen Corporate Governance als kontinuierlichen Prozess und befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben gemeinsam die Corporate Governance überprüft. Am 15. Dezember 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat die neue Entsprechenserklärung abgegeben, die auf Seite 94 f. abgedruckt ist. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus ausführlich mit der Compliance Organisation sowie den Corporate Audits auseinandergesetzt. Compliance Updates sind regelmäßiger Bestandteil der Sitzungen des Prüfungsausschusses.
Im Berichtsjahr 2022 hat die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine Fachzeitschrift zur Aus- und Fortbildung abonniert. Ferner erfolgte die Teilnahme an unterschiedlichen Fortbildungsveranstaltungen. Im Rahmen der Amtseinführung (Onboarding) der neu gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats wurden seitens der Gesellschaft Onboarding-Informationen zur Verfügung gestellt, sowie persönliche Gespräche mit Vorstandsmitgliedern geführt. Ebenso fand ein Austausch mit Führungskräften des Unternehmens statt.
Vergütungssystem für den Vorstand
Der Gesamtaufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2021 das Vergütungssystem für den Vorstand aktualisiert und beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der Hauptversammlung 2021 gebilligt.
Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände und an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, festen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.
Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts näher dargelegt, der auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar ist.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2022
Der Prüfungsausschuss hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses der WashTec AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der WashTec AG und des Konzerns der PricewaterhouseCoopers GmbH, München erteilt.
Der Abschlussprüfer hat den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 sowie den auf Grundlage der in der EU anzuwendenden internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dabei hat der Abschlussprüfer die bei der Auftragserteilung vom Prüfungsausschuss für den Berichtszeitraum festgelegten Prüfungsschwerpunkte vertieft behandelt. Wesentliche Schwächen des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet.
PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.
Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers geprüft und überwacht und sich mit der Qualität der Abschlussprüfung befasst.
Der Abschlussprüfer hat auch überprüft und bestätigt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, die nichtfinanzielle Erklärung der WashTec AG und des Konzerns sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden sowohl im Prüfungsausschuss in dessen Sitzung am 1. März 2023 als auch in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. März 2023 jeweils umfassend behandelt. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Im Rahmen der Vorbereitung beziehungsweise der Durchführung der Prüfung tauschten sich der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss regelmäßig ohne den Vorstand mit dem Abschlussprüfer aus. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauschte sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung aus und berichtete dem Prüfungsausschuss hierüber.
Es gab keine Einwände bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.
Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Augsburg, im März 2023
Für den Aufsichtsrat
Dr.Günter Blaschke Vorsitzender des Aufsichtsrats
Kundenorientiert. Digital. Nachhaltig. Erfolgreich.
Die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit spielen auch bei den Betreibern von Waschanlagen eine immer größere Rolle. WashTec ist am Puls der Zeit: Mit unseren Innovationen wird das Waschgeschäft für unsere Partner noch erfolgreicher.
Der Einsatz unserer digitalen Produkte mit Remote-Zugriff bedeutet für die Betreiber eine höhere Verfügbarkeit der Anlagen, mehr Umsatz und damit eine noch höhere Kundenzufriedenheit – und das bei geringerem zeitlichen Aufwand. Nachhaltige Lösungen von WashTec leisten einen Beitrag zum Umweltschutz.
SmartCare
Die neue Vielfalt – SmartCare-Plattform mit voller Kontrolle über das Waschgeschäft
SmartCare ist die erste konsequent für die Anforderungen der Digitalisierung entwickelte Maschinenplattform. Sie lässt sich per Fernzugriff programmieren und überwachen. Damit sorgt sie für maximale Flexibilität, Verfügbarkeit und höhere Umsätze. Zudem verfügt die Smart Care über eine wettbewerbsüberlegene Waschleistung und Trocknung.
Volle Kontrolle bedeutet auch, dass unsere Betreiber die Waschanlage steuern können, um damit das maximale Waschgeschäft an jedem einzelnen Tag zu erzielen.
Unsere Betreiber passen ihr Waschprogramm selbst an und bestimmen, in welcher Geschwindigkeit bzw. mit welcher Waschleistung gewaschen wird. Die Einstellungen dauern nur wenige Sekunden und können auch ohne Expertenwissen vorgenommen werden.
SmartCare
»Die Betreiber unserer Waschanlagen können mit der SmartCare neue Waschprogramme selbst konfigurieren oder bestehende ändern – jederzeit und wann immer sie wollen.
Das hat viele Vorteile: Mehr Durchsatz zu Spitzenzeiten führt zu mehr Umsatz. Außerdem überzeugt die Kunden die hohe Waschqualität und sie kommen gerne wieder. Bei Regen beispielsweise kann die Trocknung heruntergefahren werden, um Strom zu sparen und die Kosten zu reduzieren.«
Gian Luca Meschi Geschäftsführer WashTec Italien
Remote-Service
Unser Remote-Service: digitale Servicemodule für nachhaltige schnelle Hilfe
Wenn es um Service geht, kennen wir nur einen Anspruch: glückliche und zufriedene Kunden. Möglich wird das durch unseren Original-Hersteller-Service, bei dem wir konsequent auf innovative Service-Tools setzen. Intelligente Remote-Services und digitale Techniker mit Videofunktion sorgen für eine hohe Verfügbarkeit der Anlagen und tragen durch die Vermeidung von Anfahrten zur Nachhaltigkeit bei.
Mit digitalen Serviceangeboten wie Videoüberwachung per Fernbedienung und Help Desk bieten wir einen Service auf Abruf: Bei allen Störungen erhalten unsere Betreiber sofort Unterstützung. Auf diese Weise können wir den reibungslosen Betrieb und eine maximale Betriebszeit der Waschanlage gewährleisten sowie Stillstandszeiten minimieren.
Remote-Service
»Wir sind stolz, unseren Kunden mit Remote-Services eine hohe Anlagenverfügbarkeit zu garantieren.
Wir bieten das dichteste Hersteller-Servicenetzwerk der Branche, außerdem persönlichen Service mit festem Ansprechpartner und Serviceverträge für jeden Anspruch.«
Florian Hirsch Servicekoordinator DACH
my.shop
my.shop: Schnell und bequem online bestellen
Der Onlineshop bietet unseren Betreibern komfortable und effiziente Bestellmöglichkeiten, aber auch zahlreiche weitere Vorteile wie:
- Schnellbestellung mit Hilfe von gespeicherten Warenkörben
- Bestelllisten-Funktion mit einfachem Abscannen der gewünschten Produkte
- kostenlose Kundenhotline
- persönliche Produktempfehlungen
- einfache Sendungsverfolgung.
my.shop
»Unsere Kunden sind begeistert von unseren innovativen Webshop-Lösungen. Es freut uns, dass wir immer mehr Bestellungen online erhalten.«
Shannon Larkin Sachbearbeiterin Innendienst WashTec Deutschland 22
my.carwash
Volle Transparenz über das Waschgeschäft mit my.carwash
Vor allem für Betreiber von mehreren Waschstandorten ist es eine Herausforderung, den Überblick über ihr Waschgeschäft zu behalten. Fragen wie »Welche Standorte gehören zu den Top-Performern?« oder »Wo muss unter Umständen eingegriffen werden, weil die Waschzahlen hinter den Erwartungen liegen?« können nur beantwortet werden, wenn die Betreiber Einsicht in die wichtigsten Kennzahlen zum Waschgeschäft haben – unabhängig von Ort und Zeit via Computer, Tablet und Smartphone.
Mit my.carwash können Betreiber auch die Wirtschaftlichkeit ihrer Waschanlagen ganz bequem bewerten.
- Wie viele Wäschen sind an einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum gelaufen?
- Welche Waschprogramme wurden von den Kunden gewählt?
- Wie hoch ist der Durchschnittspreis?
- Wie viel Gesamtumsatz wurde erwirtschaftet?
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my.carwash
»Nur wenn die Waschanlagen betriebsbereit sind und funktionieren, erwirtschaften sie Umsatz.
Sollte an einer Anlage einmal eine Störung vorliegen, wird das in my.carwash sofort angezeigt.
In vielen Fällen können unsere Betreiber selbst tätig werden, um die Störung schnell zu beheben.«
Ildefonso Marin Garzon Vertriebsleiter WashTec Spanien
my.SmartSite
Mehr Komfort und Wirtschaftlichkeit mit SmartSite
Wir möchten unseren Betreibern das Leben erleichtern und bieten mit SmartSite eine einfache Lösung, um per Fernzugriff den Standort, ähnlich wie bei den Smart-Home-Lösungen, ganz einfach mit dem Smartphone oder Tablet zu steuern – für mehr Komfort und mehr Gewinn.
- Energie sparen beim Waschwasser
- Volle Übersicht über Umsatz und Energieeinsatz
- Heizung im Außenbereich für effizienten Betrieb
- Optimale Beleuchtung im Außenbereich
my.SmartSite
»SmartSite von WashTec ist die einfache, praxisorientierte und übersichtliche Plattform zur intelligenten Überwachung und Steuerung von Waschparks.
So können unsere Betreiber zum Beispiel dem Chemielieferanten die Technikraumtür aus der Ferne öffnen und nach dem Liefern der Chemie wieder schließen – ganz bequem per Fernzugriff.«
Matthias Bertoldi Geschäftsführer Österreich
my.EasyCarWash
Das erste konsequent digitale Car-Wash-Angebot: EasyCarWash
Autowäsche ist heute ein schlecht planbares, stark saisonund wetterabhängiges Geschäft. Schwankungen können Umsatzeinbußen zur Folge haben. Mit EasyCarWash können Betreiber Flatrates anbieten und durchbrechen Abhängigkeiten – aus einem nicht planbaren wird ein planbares Geschäft. So profitieren Betreiber von konstanten monatlichen Erlösen. Die Endkunden bedienen die Anlage durchgängig digital – von der Buchung bis zur Wäsche.
- Mit EasyCarWash 24% mehr Wäschen als vorher
- Angebote selbst gestalten: mit EasyCarWash Admin
- Professioneller Marketing Support von WashTec
Alle Daten bezogen auf den Zeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
my.EasyCarWash
»Die Vorteile für unsere Betreiber liegen klar auf der Hand:
Unabhängig von saisonalen Schwankungen profitieren sie von festen Einnahmen und generieren mit den Vorauszahlungen konstant Umsatz.
Flatrate-Kunden waschen ihr Auto häufiger als andere, was zu mehr Kundenkontakten bei Dienstleistern und Shops im Umfeld der Waschanlage führt.
Mit EasyCarWash können sich Betreiber stärker vom Wettbewerb abheben und somit höhere Umsätze und mehr Gewinn erwirtschaften.«
Stefan Mayer Research & Development WashTec Headquarter
Nachhaltigkeit
Das WashTec Nachhaltigkeitsprogramm
Wir setzen uns Ziele zur Verbesserung aller für uns wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, um die »Sustainable Development Goals« der UN in unserem Unternehmen zu erfüllen. Durch eine regelmäßige Kontrolle unserer Ziele prüfen wir selbstkritisch, wo es noch Potenziale zur Verbesserung gibt.
Wir treiben den Fortschritt bei der nachhaltigen Fahrzeugwäsche mit neuen Technologien voran und tragen so zum schonenden Einsatz von Ressourcen beim Anlagenbetrieb durch unseren Kunden bei. Wir legen hohen Wert auf Qualität, Umweltbelange und Arbeitssicherheit in unserer gesamten Prozesskette. SmartCare und unsere anderen Anlagen setzen in Verbindung mit AquaPur und unserer Green Car Care Chemie neue Standards für die nachhaltige Wäsche.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.
Arbeiten bei WashTec
Auf dem Sprung
Wir sind nicht nur der Marktführer in der Autowäsche und setzen in technologischer Hinsicht weltweit Branchenstandards. Auch im Hinblick auf unsere Mitarbeitenden sind wir auf der Höhe der Zeit: Wir bieten viel Innovationskraft, Gestaltungsspielraum und Eigenverantwortung und damit das optimale Sprungbrett für die berufliche Zukunft.
Denn: beim Branchenführer WashTec fördern wir Menschen auf Grundlage ihrer Kompetenz und Erfahrung. Wir geben ihnen die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein – auf internationaler Ebene.
Echte Wertschätzung bildet bei WashTec die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
»Die starke Marktposition war Grund für mich, zu WashTec zu wechseln. Auf lange Sicht ist es aber auch der Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Autowäsche, der Sinn macht und anspornt.«
Lukas Escher Mitarbeiter Produktion WashTec Deutschland
Gesonderter nichtfinanzieller Bericht
Mit dem vorliegenden »gesonderten nichtfinanziellen Bericht« kommt die WashTec AG der Berichtspflicht im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (§§ 289b Abs. 1 i.V.m. 3 und 315b Abs. 1 i.V.m. 3 HGB) nach. Neben finanziellen müssen auch erweiterte Angaben zu bestimmten nichtfinanziellen Aspekten gemacht werden, sofern diese gemäß § 289c Abs. 3 HGB wesentlich sind. Dabei ist zu den nichtfinanziellen Aspekten Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie zur Achtung der Menschenrechte und der Bekämpfung von Korruption und Bestechung Stellung zu nehmen. Im Bericht wird erläutert, ob der jeweilige Aspekt für das Unternehmen und die Allgemeinheit wesentlich ist. Die aus Art. 8 der Taxonomie-Verordnung resultierenden Berichtspflichten befinden sich im Abschnitt »Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung«.
Die Erstellung des »gesonderten nichtfinanziellen Berichts« orientierte sich an den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI-Standards, Version 2016). Die Beschreibung der Konzepte erfolgte gemäß den Anforderungen der GRI 103 »Management Approach«.
Ein ausführlicher Bericht des Risikomanagements und die Beschreibung bestehender Risiken, die erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten, befinden sich im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel 4 »Prognose-, Chancen- und Risikobericht« ab Seite 77. Wesentliche Risiken, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die oben genannten Aspekte haben oder haben werden, wurden nicht identifiziert. Die Auswirkungen klimabezogener Sachverhalte auf das Geschäftsmodell sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe werden in Anhangangabe 2 erläutert.
Die WashTec Gruppe hat mit den Vorbereitungen für die Anwendung der Corporate Sustainability Reporting Directive (»CSRD«) und den damit verbundenen erhöhten Transparenzanforderungen für die zukünftige Nachhaltigkeitsberichterstattung begonnen. Dies umfasst auch die Implementierung eines umfangreichen Nachhaltigkeits-Reportings. Zudem wurde für das Geschäftsjahr 2021 erstmals ein freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der Auskunft über die Aktivitäten und Ziele auf dem Gebiet der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit gibt. Dieser orientiert sich an den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI), Version 2016 und ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter https:// ir.washtec.de/nachhaltigkeit/ veröffentlicht.
Der »gesonderte nichtfinanzielle Bericht« wird inhaltlich durch den Aufsichtsrat geprüft. Hierbei wurde der Aufsichtsrat durch die interne Revision unterstützt.
Beschreibung des Geschäftsmodells und des Diversitätskonzepts
Die Beschreibungen des Geschäftsmodells, der externen Einflussfaktoren für das Geschäft, der Strategie sowie der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten befinden sich im zusammengefassten Lagebericht in Kapitel 1 »Grundlagen des Konzerns« ab Seite 51.
Die Beschreibung des Diversitätskonzepts ist im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt »Erklärung zur Unternehmensführung« im Kapitel 8.1 ab Seite 94 zu finden.
Menschenrechte & Antikorruption
WashTec hat seit 2005 mit seinem Ethikkodex klare Leitlinien für gesetzestreues Handeln und die Einhaltung hoher ethischer Standards (Compliance) definiert. Er enthält sowohl die wesentlichen Richtlinien für den Umgang der Mitarbeiter untereinander als auch für den Umgang mit Kunden, Lieferanten, Berater und Behörden. Alle Führungskräfte und Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z.B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig Schulungen, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden.
Der WashTec Ethikkodex beschreibt unter anderem auch Regeln zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. WashTec erwartet von seinen Mitarbeitern und weltweiten Geschäftspartnern die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben. Der im Jahr 2017 zusätzlich eingeführte Verhaltenskodex für Lieferanten verpflichtet die Geschäftspartner zu einem ethisch korrekten Verhalten und enthält auch klare Vorgaben für die Achtung der Menschenrechte.
Im Rahmen der Implementierung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes überarbeitet WashTec derzeit sowohl den Ethikkodex als auch den Verhaltenskodex für Lieferanten, sowie interne Strukturen und Prozesse, um den Anforderungen an ein verantwortungsvolles Management von Lieferketten vollumfänglich nachzukommen, wenngleich das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz frühestens ab dem 1. Januar 2024 für WashTec anwendbar ist.
Durch das Tätigkeitsfeld im Maschinen- und Anlagenbau unterliegt die WashTec Gruppe schon heute zahlreichen internationalen Normen und Vorschriften, die alle auf das Ziel nachvollziehbarer und verlässlicher Strukturen in der Lieferkette ausgerichtet sind. Die Lieferanten sind zum überwiegenden Teil im europäischen und amerikanischen Raum angesiedelt. WashTec ist mit seiner Produktions- und Lieferkette größtenteils in Ländern aktiv, die einen hohen Standard in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte einhalten.
Mit der rechtsgültigen Unterzeichnung des Verhaltenskodex für Lieferanten verpflichtet WashTec alle wesentlichen Geschäftspartner die aufgestellten Grundsätze und Regeln einzuhalten. In den Prüfverfahren rund um unsere Geschäftsaktivitäten – etwa in Lieferantenaudits – werden Abweichungen von den Regeln zur verantwortungsvollen und integren Unternehmensführung erkannt.
Unterstützt wird das Compliance System seit 2016 durch ein Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Verstößen entsprechend verfolgt.
Die so geschaffenen Prozesse werden als sinnvoll und tragfähig erachtet, um ethisch und menschenrechtlich fragwürdige Sachverhalte zu erkennen und abzustellen.
Umweltbelange
Im »gesonderten nichtfinanziellen Bericht 2021« wurden Umweltbelange als wesentlich bewertet. Diese Bewertung gilt auch weiterhin für den vorliegenden Bericht.
Das Ziel zur umweltgerechten Ausgestaltung der Geschäftsaktivitäten beruht auf dem Bewusstsein der gesellschaftlichen Verantwortung und der Absicht, WashTec nachhaltig aufzustellen. Zudem unterliegt die Gesellschaft gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf umweltrelevante Aktivitäten und stellt deren Einhaltung durch geeignete Maßnahmen sicher. Auch aus der aktuellen Energiekrise wurden Erkenntnisse gewonnen und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Dadurch trägt WashTec zur gesellschaftlichen Verantwortung bei und setzt die politischen Verpflichtungen um. Aus diesem Anlass wurde hierzu neben dem bestehenden Energie- und Umweltteam auch eine Energie-Task-Force gegründet, die in kurzzyklischen Abständen tagt, Maßnahmen entwickelt, bewertet sowie deren Umsetzung koordiniert und überwacht.
Lange bevor die aktuelle Energiekrise Unternehmen gezwungen hat, sich aktiv mit den Themen Energiesparen und nachhaltigem Handeln zu beschäftigen, hat WashTec ein standortübergreifendes cross-funktionales Umwelt- und Energieteam ins Leben gerufen. Dieses ist dafür verantwortlich, dass neben den laufenden Themen und Projekten kontinuierlich unterjährig umwelt- und energierelevante Themen analysiert sowie Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Reduktion des Energiebedarfs, Ressourceneinsatzes und Abfallaufkommens ergriffen werden. Die jeweils dafür erforderlichen personellen Ressourcen, Mittel und Investitionen werden im Rahmen der Budgetplanung definiert und freigegeben. Übergeordnet werden die Geschäftsleitungen der Landesgesellschaften und die Clusterleitungen bei regelmäßigen Meetings über die verschiedenen umweltbezogenen Projekte, deren Status bzw. deren Ergebnisse informiert. Der Gesamtvorstand wird regelmäßig über die umweltbezogenen Maßnahmen informiert bzw. genehmigt budgetrelevante Maßnahmen.
Ziel/Konzept
WashTec hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in den Ländern mit Produktionsstandorten bis zum Jahr 2025 um 30% im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken. Die Emissionsdaten für 2022 betrugen 7.033 t CO2e* (Vorjahr: 7.221 t CO2e*). Dieser Wert errechnet sich aus der Energienutzung in der Produktion, Verwaltung und in den Serviceeinheiten und umfasst alle Scope-1- und Scope-2-Emissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG) in den Ländern Deutschland, Tschechien, USA und China. Für den Zeitraum 2019 bis 2022 konnte die WashTec Gruppe eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 1.492 t CO2e* bzw. 17,5%* erreichen. Im Vorjahr, für den Zeitraum 2019 bis 2021, betrug die Reduzierung der CO2-Emissionen 1.304 t CO2e* bzw. 15,3%*.
Maßnahmen
Im Fuhrparkmanagement werden im Rahmen des Energie- und Umweltkonzeptes 2025 eine ganze Reihe von Projekten umgesetzt, um den CO2-Fußabdruck der WashTec Gruppe zu senken. Hierbei liegt der Fokus auf der Elektrifizierung der gesamten Flotte. Neben einer neuen Car Policy ab dem ersten Quartal 2022 mit einem Anreizsystem für vollelektrische Fahrzeuge wurde auch ein Projekt zum Bau einer geeigneten Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge und Flurförderzeuge an allen Produktionsstandorten in Deutschland gestartet. Für 2023 ist der Bau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur für das Werk in Tschechien geplant. Bereits im Jahr 2021 wurden alle Diesel-Gabelstapler durch Gas- und Elektrostapler ersetzt. Die vollständige Umstellung auf Elektrostapler ist für das Jahr 2023 vorgesehen. Besondere Herausforderungen im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Flotte stellen die Verfügbarkeit von E-Fahrzeugen auf dem Markt, der Ausbau des Ladestationen-Netzes und die unterschiedliche steuerliche Behandlung elektrischer Fahrzeuge in den einzelnen Ländern dar.
In diesem Zusammenhang plant WashTec im Jahr 2023 im Rahmen eines Projekts die Analyse zu Möglichkeiten der Reduzierung der CO2-Emissionen in den USA. Hier wird ein weiteres Potential zur Senkung der CO2-Emissionen erwartet, da die Tochtergesellschaft in
den USA einen der größten CO2-Einzelerzeuger innerhalb des Unternehmens darstellt. Abhängig von den Austauschzyklen im Fuhrpark und den Lieferzeiten effizienterer Fahrzeuge kann dies dazu führen, dass sich Verbesserungen erst in den Folgejahren vollständig auswirken werden. Von besonderer Bedeutung sind dabei die lokalen Rahmenbedingungen wie Anforderungen an die Größe der Fahrzeuge, die großen Distanzen, welche im Vergleich zu europäischen Ländern zu überbrücken sind und die zur Verfügung stehende Infrastruktur.
PKW, Transporter und Flurförderzeuge stellen lediglich einen Teil der betrieblichen Mobilität dar. Aus diesem Grund hat WashTec im Jahr 2021 ein Mobilitätskonzept für das Werk in Augsburg erstellt. Dessen Umsetzung wurde im Jahr 2021 begonnen und im Jahr 2022 fortgesetzt. Das Mobilitätskonzept hat die Optimierung der gesamten betrieblichen Mobilität zum Ziel und umfasst u.a. nationale und internationale Dienstreisen sowie den werksinternen Verkehr. Durch die Handlungsempfehlungen und Maßnahmen sollen mögliche Verbesserungspotenziale hinsichtlich des CO2-Fußabdruckes genutzt werden. Dabei sind alle Aspekte der intermodalen Mobilität im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen zu berücksichtigen. Eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg im Rahmen eines Projekts zum Aufbau eines betrieblichen Mobilitätsmanagements soll ebenfalls Lösungen für zentral im Stadtgebiet gelegene Unternehmen hinsichtlich der Mitarbeitermobilität erarbeiten und umsetzen.
Durch die bereits begonnene Umsetzung der »Zero Emission Strategie«, die sich aus dem Konzept zum betrieblichen Mobilitätsmanagement ergibt, soll der Fuhrpark in Deutschland bis 2030 zu 100% CO2-neutral betrieben werden. Europaweit soll der Fuhrpark der WashTec Gruppe bis 2030 zu mehr als 80% aus Fahrzeugen bestehen, die mit alternativen Antrieben betrieben werden. Hierzu finden Erprobungen statt.
Die Produktionswerke im deutschen Raum werden seit Beginn des Jahres 2021 ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom beliefert. Außerdem wurde durch die Ausweitung des Fernwärmebezugs auf weitere Gebäude am Standort Augsburg eine weitere Optimierung der Heizsysteme in Deutschland umgesetzt. Dies trägt ebenfalls zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks der WashTec Gruppe bei.
*Derzeit liegen noch nicht alle Abrechnungen für das Jahr 2022 vor, da WashTec diese zum Teil erst im Verlauf des Jahres erhält. Deshalb werden teilweise Annahmen, z.B. auf Basis des Vorjahres, Hochrechnungen oder selbst abgelesene Zählerstände, zugrunde gelegt. Aus dem gleichen Grund wurden auch die Angaben der CO₂-Emissionen für das Jahr 2021 nachträglich angepasst, da die hierfür relevanten Abrechnungen seinerzeit noch nicht vorlagen.
Um eine kontinuierliche Reduzierung der Energieverbräuche sicherzustellen, ist Datentransparenz von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund hat WashTec im Jahr 2021 eine Energiedatensoftware implementiert und im Jahr 2022 erweitert. Erste Erkenntnisse zu Einsparpotenzialen konnten bereits gewonnen werden und die Energieverbräuche durch Optimierungsmaßnahmen reduziert werden. Die Software soll stetig um weitere Mess- und Datenpunkte erweitert werden und als Grundlage für weitere Maßnahmen sowie der anschließenden Überprüfung der Wirksamkeit der abgeleiteten Maßnahmen dienen. Verstärkte Anstrengungen mit Blick auf die Energiekrise haben zu Einsparpotenzialen in Höhe von ca. 20% in Bezug auf die produzierenden Werke in Deutschland und Tschechien geführt.
Die Mitarbeiter werden kontinuierlich in Bezug auf die Relevanz umweltbewussten Handelns sensibilisiert und motiviert, an Projekten zur Reduzierung der CO2-Emissionen teilzunehmen und sich aktiv zu beteiligen. Das Verbesserungsvorschlagswesen wurde erweitert, damit auch auf diesem Wege die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich aktiv mit Vorschlägen zu beteiligen.
Prozesse/Due-Diligence
Ausgangspunkt der Berechnungen im Hinblick auf den CO2-Fußabdruck der WashTec Gruppe ist die Betrachtung aller globalen Produktionswerke, d.h. in Deutschland, Tschechien, USA und China einschließlich deren Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Die Berechnung dieser Daten erfolgt auf der Grundlage des Green House Gas Protocol sowie mit Hilfe von Datenbanken wie »GEMIS« und »DEFRA«. Diese umfassen den Scope1 »direkte Treibhausgasemissionen und Entzug direkter Treibhausgasemissionen« und Scope 2 »direkte Treibhausgasemissionen aus importierter Energie«. Im Detail sind dies Emissionen aus eigener Wärmeproduktion, eigenem Fuhrpark, der Klimatisierung, zugekaufter Fernwärme und zugekauftem Strom.
Die Gesellschaft arbeitet an der Optimierung der Prozesse für die Datenerhebung, Datenvalidierung und Vollständigkeit für die Ermittlung der Scope-3-Emissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG) für Deutschland. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Aus diesem Grund werden derzeit keine Angaben zu den Scope-3-Emissionen veröffentlicht.
Ergebnisse
Die CO2-Emissionen in den Ländern mit Produktionsstandorten (Deutschland, Tschechien, USA und China) im Mehrjahresvergleich:
*Derzeit liegen noch nicht alle Abrechnungen für das Jahr 2022 vor, da WashTec diese zum Teil erst im Verlauf des Jahres erhält. Deshalb werden teilweise Annahmen, z.B. auf Basis des Vorjahres, Hochrechnungen oder selbst abgelesene Zählerstände, zugrunde gelegt. Aus dem gleichen Grund wurden auch die Angaben der CO₂-Emissionen fur das Jahr 2021 nachträglich angepasst, da die hierfür relevanten Abrechnungen seinerzeit noch nicht vorlagen.
Zur Reduktion der CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr haben im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen die weitere Umstellung der Heizsysteme in Augsburg auf Fernwärme, eine Absenkung der Temperaturen in den Büroräumen und Produktionshallen, die Optimierung der Temperaturen im Lackierprozess, der Ersatz weiterer Gasstapler durch Elektrostapler sowie die Investitionen in energieeffiziente Fertigungsmaschinen und Infrastruktur
(z.B. LED-Beleuchtung und Abwärmenutzung) beigetragen. Diese Maßnahmen entfallen auf alle Standorte in Deutschland und Tschechien. Diese Maßnahmen wurden im Verlauf des Jahres realisiert, sodass sich deren vollständiger Beitrag zur CO2-Reduzierung erst im Jahr 2023 vollständig auswirken wird.
Arbeitnehmerbelange
Im »gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht 2021« wurden Arbeitnehmerbelange als wesentlich bewertet. Diese Bewertung hat auch für den vorliegenden Bericht weiterhin Gültigkeit. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und die daraus entstehenden Belange sind ein wichtiger Faktor für unseren Unternehmenserfolg. Insbesondere die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein hohes Gut, das WashTec verpflichtet ist den Mitarbeitern zu gewährleisten. Dies spiegelt auch die Verantwortung des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern wider.
Ziel/Konzept
Eine zugewandte Personalpolitik ist die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe und damit maßgeblich für unsere Position am Markt. Zu unserer gesellschaftlichen Leistung gehört es, ein verlässliches Angebot an Arbeitsplätzen und Berufsausbildungsplätzen zu erhalten und zu schaffen. Dabei werden die gesetzlichen Vorgaben der einzelnen Standorte berücksichtigt. In Deutschland sind das unter anderem
- p die Tarifverträge des jeweiligen Standorts
- p das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
- p das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst
- p die Arbeitsstättenverordnung
- p die Vorgaben der Berufsgenossenschaft.
Das Hauptziel im Bereich Arbeitsschutz ist es, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten. Dies soll durch einen höchstmöglichen Sicherheitsstandard in allen Unternehmensbereichen sichergestellt werden. Das Bestreben, die Unfälle und die Unfallschwere bzw. Verletzungen zu reduzieren, ist das Ziel aller Führungskräfte und Mitarbeiter. Trotz aller präventiven Maßnahmen besteht ein Restrisiko, welches leider nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann. Dennoch verpflichtet sich WashTec einer Null-Fehler-Philosophie, mit dem Credo: Jeder Unfall ist vermeidbar.
Maßnahmen
Die regelmäßigen Überprüfungen möglicher oder bestehender Gefährdungen führen zu einer Reduzierung von gefährlichen Situationen, Beinaheunfällen und Unfällen. Aus den identifizierten Gefährdungspotenzialen werden Maßnahmen abgeleitet, geplant und umgesetzt. Dabei gilt es neben der Arbeitssicherheit, auch arbeitserleichternde Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements zu identifizieren und umzusetzen. Unterstützt werden diese Analysen durch Schulungen und arbeitsplatzbezogene Unterweisungen, die als Pflichttermin in unserem Trainingstool eingestellt werden.
Prozesse/Due Diligence
In der WashTec Message App werden alle Aktivitäten rund um ein hohes Arbeitssicherheitslevel verwaltet und die gesamte Meldekette gebündelt. Die App enthält die standardmäßigen Meldefunktionen von Unfällen oder Beinaheunfällen (Near Miss). Auf der Basis dieser Meldungen werden Verbesserungspotenziale und Risiken identifiziert, um daraus gezielt Maßnahmen für die Erhöhung der Arbeitssicherheit zu implementieren. Des Weiteren können über die WashTec Message App Arbeitsplatzinspektionen durchgeführt und KFZ-Unfälle gemeldet werden. Für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilungen wird eine digitale Lösung genutzt. Der komplette Prozess für die Sicherstellung hoher Arbeitssicherheit ist in unserem Integrierten Managementsystem hinterlegt.
Ergebnisse
Eine der wichtigsten Kennzahlen in den Managementreviews ist die Unfallhäufigkeitsrate. Sie wird für die gesamte Gruppe ermittelt. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag aufgrund der fortwährenden Weiterentwicklung der HSE-Prozesse und Managementsysteme in den vergangenen Jahren dauerhaft unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaft. Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Arbeitsunfälle mit tödlichen oder schweren Verletzungen, d.h. mit bleibenden Schäden oder Ansprüchen auf Rentenzahlung.
Im Berichtsjahr 2022 lag die Zahl der Arbeitsunfälle pro eine Mio. Arbeitsstunden mit dem Wert von 4,2 unter dem Vorjahr (4,9) sowie deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaft von 2021 (21,5).
Sozialbelange
Alle Aktivitäten rund um eine verantwortliche Gestaltung der Beziehung zu unseren Mitarbeitern müssen als eng ineinandergreifendes Maßnahmenpaket betrachtet werden. Faktoren, die unsere Strategie in der Personalpolitik bestimmen, sind die notwendige Globalisierung der Geschäftsaktivitäten, eine schnelle Anpassung der Arbeitsprozesse, die Altersstruktur der Belegschaft und die Anforderungen der Digitalisierung sowie die Gestaltung von New Work-Konzepten. In Kooperation mit den Verantwortlichen an den einzelnen Unternehmensstandorten ergibt sich dadurch ein detailliertes Bild über notwendige Maßnahmen.
Eine solide Unternehmensentwicklung basiert auf einem genauen Überblick über den Bedarf und das Potenzial unserer Mitarbeiter an allen Standorten. Der Bereich Human Resources (HR) im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden koordiniert die standortübergreifenden Maßnahmen. Die Umsetzung übernimmt der HR-Verantwortliche vor Ort. Die Vorgaben unseres Handelns für die Entwicklung der Personalpolitik basieren auf unserem Ethikkodex, unseren Unternehmensleitlinien sowie den gesetzlichen Regelungen an den Unternehmensstandorten.
Darüber hinaus wurde im Jahr 2021 ein »WashTec Diversitätskonzept« in enger Zusammenarbeit mit dem Diversitätsteam entwickelt. Dort sind alle Regeln für ein respektvolles Miteinander definiert. Im Diversitätsgremium, das sich aus zwei Diversitätsbeauftragten und drei Mitgliedern aus den Bereichen Vorstand, Betriebsrat und HR zusammensetzt, werden alle Themen aus dem Kreis der Mitarbeitenden behandelt. Darüber hinaus werden Diversitätsbotschafter eingesetzt, um das Thema Diversität mit allen daraus erwachsenden Handlungsanleitungen in alle Unternehmensbereiche und -ebenen zu tragen.
Die Entwicklung unseres Programms für Mitarbeiter und Soziales basiert insbesondere auf:
- p einer konsistenten und langfristig orientierten Beschäftigungspolitik
- p der konstruktiven Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern
- p einer verstärkten Aus- und Weiterbildung
- p der Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Vielfalt.
Zusätzlich zu unseren Aktivitäten im Rahmen der Personalentwicklung unterstützt die Gesellschaft punktuell auch Maßnahmen zur Förderung sozialer Projekte, insbesondere bei lokalen gemeinnützigen Organisationen.
Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung
Allgemeine Erläuterungen/Grundsätze
Die EU-Kommission verfolgt mit ihrem Aktionsplan »Sustainable Finance« das Ziel, Kapitalflüsse in ökologisch nachhaltige Aktivitäten zu lenken. Zur Erreichung dieses Ziels wurde ein einheitliches Klassifikationssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (»EU-Taxonomie«) eingeführt. Aus Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung (VERORDNUNG (EU) 2020/852 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088) ergeben sich seit dem Geschäftsjahr 2021 neue Berichtspflichten für Unternehmen, die verpflichtet sind, nichtfinanzielle Angaben nach der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) zu veröffentlichen.
Es ist zu berichten, wie und in welchem Umfang Geschäftstätigkeiten, gemessen an sechs definierten Umweltzielen (Art. 9 EU-Taxonomie-Verordnung), mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Insbesondere sind folgende Leistungsindikatoren verpflichtend in die nichtfinanzielle Berichterstattung aufzunehmen:
- p der Anteil der Umsatzerlöse, der mit Produkten oder Dienstleistungen erzielt wird, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind sowie
- p der Anteil der Investitionen (»CapEx«) und Anteil der Betriebsausgaben (»OpEx«) im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen oder Prozessen, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind.
Die sechs Umweltziele der EU-Taxonomie-Verordnung sind:
- I. Klimaschutz
- II. Anpassung an den Klimawandel
- III. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
- IV. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- V. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
- VI. Schutz- und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Wirtschaftstätigkeiten sind »taxonomiefähig«, wenn diese unter die in den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen aufgeführten Wirtschaftstätigkeiten fallen.
Gemäß Art. 3 EU-Taxonomie-Verordnung sind Wirtschaftstätigkeiten »taxonomiekonform«, wenn sie
- p einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung eines oder mehrerer der sechs genannten Umweltziele leisten (»substantial contribution«; Art. 10 bis 16),
- p die Erreichung der fünf weiteren Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigen (»do no significant harm«, »DNSH«; Art. 17),
- p Mindestvorschriften für Arbeitssicherheit und Menschenrechte einhalten (»Minimum Safeguards«, »Mindestschutz«; Art. 18) und
- p den jeweils gültigen technischen Bewertungskriterien, die die EU-Kommission festlegt, entsprechen.
Angaben zu den Umweltzielen I. und II. waren erstmals für das Geschäftsjahr 2021 zu machen. Über die Umweltziele III. bis VI. ist voraussichtlich frühestens erstmals für das Geschäftsjahr 2023 zu berichten. Der ursprüngliche Zeitplan der EU-Kommission sah diese Angaben erstmals für das Geschäftsjahr 2022 vor.
Berichterstattung im Geschäftsjahr 2022
Für das Geschäftsjahr 2022 ist gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie Verordnung über den Anteil der Umsatzerlöse, CapEx und OpEX, der sich sowohl auf die »taxonomiefähigen« bzw. »nicht-taxonomiefähigen« Wirtschaftstätigkeiten als auch auf die »taxonomiekonformen« bzw. »nicht-taxonomiekonformen« Wirtschaftstätigkeiten« bezieht, inkl. geforderter qualitativer Erläuterungen, zu berichten.
Wirtschaftstätigkeiten
Die WashTec Gruppe hat alle Wirtschaftstätigkeiten für die Umweltziele »Klimaschutz« und »Anpassung an den Klimawandel«, die in den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den ersten beiden Umweltzielen aufgeführt sind, auf der Grundlage des Geschäftsmodells geprüft.
Die Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe gemäß der Anhänge I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen basieren auf der Zusammenfassung der Produktgruppen. Diese umfassen:
- p die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Fahrzeugwaschanlagen inkl. Peripheriegeräte und Wasserrückgewinnungssysteme sowie zugehöriger Serviceleistungen (nachfolgend »Maschinen und Service«)
- p die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Waschchemie (nachfolgend »Chemie«)
- p Sonstiges
Eine detaillierte Überprüfung der Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe hat ergeben, dass diese nicht unter die in den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen aufgeführten Wirtschaftstätigkeiten fallen und folglich »nicht-taxonomiefähig« bzw. »nicht-taxonomiekonform« sind.
Die beiden Umweltziele »Klimaschutz« und »Anpassung an den Klimawandel« erfassen im Wesentlichen diejenigen Wirtschaftstätigkeiten und Sektoren, die das größte Potenzial haben, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Das Geschäftsmodell der WashTec Gruppe fällt nicht unter diese Sektoren. Die WashTec Gruppe geht nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass ihre Wirtschaftstätigkeiten teilweise unter die weiteren Umweltziele fallen, über die zukünftig zu berichten ist.
Rechnungslegungsmethode
Die WashTec Gruppe hat die Leistungsindikatoren der EU-Taxonomie, Umsatzerlöse, CapEx und OpEx, auf Basis der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC) ermittelt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Bezogen auf die Umweltziele I. und II. sind die Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe nicht-taxonomiefähig bzw. nicht-taxonomiekonform. Aus diesem Grund wird im Folgenden nicht über die Kategorien a) und b) der Abschnitte 1.1.2.2 und 1.1.3.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung berichtet. Die Maßnahmen, die im Folgenden erläutert werden, beziehen sich auf den Erwerb von Vorprodukten oder Dienstleistungen aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten, die zu einer Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen führen (Kategorie c) der Abschnitte 1.1.2.2 und 1.1.3.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung). Die jeweiligen Maßnahmen wurden auf Basis des Umwelt- und Energiekonzepts 2025 der WashTec Gruppe identifiziert (siehe hierzu auch Ausführungen zu Umweltbelangen) und den Umweltzielen der EU-Taxonomie zugeordnet.
Die WashTec Gruppe berichtet über die Taxonomiefähigkeit der erworbenen Vorprodukte oder Dienstleistungen. Die Taxonomiekonformität konnte nicht beurteilt werden, da die Nachweise für die Erfüllung der technischen Bewertungskriterien nicht bei WashTec, sondern beim jeweiligen Lieferanten liegen. Dies gilt insbesondere für die DNSH-Kriterien und die Einhaltung des Mindestschutzes.
Doppelzählungen bei der Zuordnung der Umsatzerlöse, CapEx und OpEx im Zähler über die Wirtschaftstätigkeiten hinweg werden zum einen durch die Zuordnung der verschiedenen Maßnahmen zu den einzelnen Umweltzielen sowie zum anderen durch die Anwendung der Ansatzkriterien der IFRS für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte vermieden.
Leistungsindikatoren
Für das Geschäftsjahr 2022 müssen die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, CapEx und OpEx in Bezug auf die taxonomiefähigen bzw. nicht-taxonomiefähigen sowie die taxonomiekonformen bzw. nicht-taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten offengelegt werden (Art. 10 (2) des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung).
Der Leistungsindikator Umsatzerlöse zeigt den Anteil, der mit Produkten oder Dienstleistungen erzielt wird, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind (Zähler), an den Konzern-Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2022 (Nenner) (Abschnitt 1.1.1 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung).
Da die Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe bezogen auf die ersten beiden Umweltziele noch nicht-taxonomiefähig bzw. nicht-taxonomiekonform sind, liegen folglich keine taxonomiefähigen bzw. taxonomiekonformen Umsatzerlöse vor und der Zähler beträgt 0.
Der Nenner umfasst die Nettoumsatzerlöse im Sinne von Art. 2 Nr. 5 der Richtlinie 2013/34 und beträgt T€ 482.239 (siehe »Umsatzerlöse« in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung).
Der Leistungsindikator CapEx zeigt den Anteil, der im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen oder Prozessen, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind (Zähler), an den gesamten Zugängen zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie Nutzungsrechten des Geschäftsjahres 2022 (Nenner) (Abschnitt 1.1.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung).
Die WashTec Gruppe hat zur energetischen Optimierung des Metallbearbeitungsprozesses in den Werken Augsburg und Tschechien in zwei neue Laserschweißanlagen investiert. Die neuen Anlagen führen zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs. Zudem wird der Druckluftverbrauch gesenkt, was ebenfalls zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs beiträgt. Die Investition betrug T€ 1.694 und wurde in der Anlagenklasse »Technische Anlagen und Maschinen« erfasst. Dies entspricht einer Maßnahme gemäß Kat. c) Abschnitt 1.1.2.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die der Maßnahme zuzuordnende Wirtschaftstätigkeit gemäß den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen ist »3.6. Herstellung anderer CO2-armer Technologien« (NACE-Code C.28.41).
Zur Verbesserung der Grund- und Spitzenlastoptimierung am Standort Augsburg wurde ein Monitoring-System zur Erfassung der energietechnischen Daten implementiert, um eine größere Transparenz der Energieverbräuche zu erhalten (Anlagenklasse: Lizenzen und Software erworben). Durch die erfassten Daten zum Zeitpunkt der Verbräuche, der verbrauchten Energieart und -menge können Einsparpotenziale identifiziert werden. Die Investition betrug T€ 25 und wurde in der Anlagenklasse »Lizenzen und Software erworben« erfasst. Dies entspricht einer Maßnahme gemäß Kat. c) Abschnitt 1.1.2.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die der Maßnahme zuzuordnende Wirtschaftstätigkeit gemäß den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen ist »7.5 Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden Buchst. b)« (NACE-Code C.27.9).
Um den CO2-Fußabdruck der WashTec Gruppe weiter zu senken, wurde im Bereich der Flurförderzeuge damit begonnen, die Gas-Gabelstapler durch Elektro-Gabelstapler zu ersetzen. Die CapEx betrugen T€ 313 und wurden in der Anlagenklasse »Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung« erfasst. Dies entspricht einer Maßnahme gemäß Kat. c) Abschnitt 1.1.2.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die der Maßnahme zuzuordnende Wirtschaftstätigkeit gemäß den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen ist »3.6 Herstellung anderer CO2-armer Technologien« (NACE-Code C.28.22).
Der Zähler der maßgeblichen CapEx gemäß EU-Taxonomie beträgt T€ 2.032.
Der Nenner der CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie Nutzungsrechten des Geschäftsjahres 2022 und beträgt T€ 14.708 (siehe Konzernanhang Anhangangabe 14 Zugänge zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie Anhangangabe 15 Nutzungsrechte).
Der Leistungsindikator OpEx zeigt den Anteil, der im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen oder Prozessen, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind (Zähler), an den OpEx des Geschäftsjahres 2022 gemäß Abschnitt 1.1.3 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung (Nenner). Diese umfassen die direkten, nicht kapitalisierten Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens beziehen, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen.
Die WashTec Gruppe hat zur Reduzierung des Energieverbrauchs und damit zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes das bereits im Geschäftsjahr 2021 gestartete Projekt zur kontinuierlichen Umrüstung auf LED-Beleuchtung an den deutschen Standorten im Geschäftsjahr 2022 weitergeführt. Die darauf entfallenden OpEx betrugen T€ 17 und wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position »Kosten der umgesetzten Leistung« erfasst. Diese wurden auf Basis, der auf dem entsprechenden Instandhaltungs-Konto erfassten Kosten ermittelt. Dies entspricht einer Maßnahme gemäß Kat. c) Abschnitt 1.1.3.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die der Maßnahme zuzuordnende Wirtschaftstätigkeit gemäß den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen ist »7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten Buchst. d)« (NACE-Code C.27.4).
Der Zähler der maßgeblichen OpEx gemäß EU-Taxonomie beträgt T€ 17.
Der Nenner der OpEx gemäß vorstehender Definition beträgt T€ 17.023.
Anteil des Umsatzes aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind – Offenlegung für das Jahr 2022
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten | NACE Code |
Absoluter Umsatz |
Umsatz anteil |
Klima schutz |
Anpas sung an den Klima wandel |
Wasser und Meeres ressour cen |
Kreislauf wirtschaft |
Umwelt ver schmut zung |
Biologi sche Vielfalt und Öko systeme |
Klima schutz |
Anpas sung an den Klima wandel |
Wasser und Meeres ressour cen |
Kreislauf wirtschaft |
Umwelt ver schmut zung |
Biologi sche Vielfalt und Öko systeme |
Mindest schutz |
Taxono miekon former Umsatz anteil (Jahr N) |
Taxono miekon former Umsatz anteil (Jahr N-1)* |
Kategorie (ermög lichende Tätigkei ten) |
Kategorie (Ȇber gangs tätigkei ten«) |
| (1) | (2) | (3) | (4) | (5) | (6) | (7) | (8) | (9) | (10) | (11) | (12) | (13) | (14) | (15) | (16) | (17) | (18) | (19) | (20) | (21) |
| TEUR | % | % | % | % | % | % | % | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | % | E | T | ||
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||||||||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) |
||||||||||||||||||||
| n/a | n/a | 0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) |
0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) |
||||||||||||||||||||
| n/a | n/a | 0 | 0% | n/a | n/a | |||||||||||||||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) |
0 | 0% | n/a | n/a | ||||||||||||||||
| Total (A.1 + A.2) | 0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a |
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
| Umsatz nicht-taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 482.239 | 100% | |
|---|---|---|---|
| Gesamt (A + B) | 482.239 | 100% | * Vorjahresangaben sind erstmals für die Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2023 zu machen. |
CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind – Offenlegung für das Jahr 2022
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten | NACE Code |
Absoluter CapEx |
Anteil CapEx |
Klima schutz |
Anpas sung an den Klima wandel |
Wasser und Meeres ressour cen |
Kreislauf wirtschaft |
Umwelt ver schmut zung |
Biologi sche Vielfalt und Öko systeme |
Klima schutz |
Anpas sung an den Klima wandel |
Wasser und Meeres ressour cen |
Kreislauf wirtschaft |
Umwelt ver schmut zung |
Biologi sche Vielfalt und Öko systeme |
Mindest schutz |
Taxono miekon former CapEx Anteil (Jahr N) |
Taxono miekon former CapEx Anteil (Jahr |
Kategorie (ermög lichende Tätigkei ten) |
Kategorie (Ȇber gangs tätigkei ten«) |
| (1) | (2) | (3) | (4) | (5) | (6) | (7) | (8) | (9) | (10) | (11) | (12) | (13) | (14) | (15) | (16) | (17) | (18) | N-1)* (19) |
(20) | (21) |
| TEUR | % | % | % | % | % | % | % | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | % | E | T | ||
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||||||||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) |
||||||||||||||||||||
| n/a | n/a | 0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) |
0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) |
||||||||||||||||||||
| 3.6. Herstellung anderer CO2-armer Technologien (Anhang I) |
C.28.41 | 1.694 | 12% | n/a | n/a | |||||||||||||||
| 3.6. Herstellung anderer CO2-armer Technologien (Anhang I) |
C.28.22 | 313 | 2% | n/a | n/a | |||||||||||||||
| 7.5. Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Buchst. (b) Installation, Wartung und Reparatur von Systemen zur Gebäudeautomatisierung und -steuerung, Systemen für Gebäudeenergiemanage ment, Beleuchtungssteuerungs- und Energiema nagementsystemen) (Anhang I) |
C.27.9 | 25 | 0% | n/a | n/a | |||||||||||||||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) |
2.032 | 14% | n/a | n/a | ||||||||||||||||
| Total (A.1 + A.2) | 2.032 | 14% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a |
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
| CapEx nicht-taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 12.676 | 86% |
|---|---|---|
| Gesamt (A + B) | 14.708 | 100% |
OpEx-Anteil von Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind – Offenlegung für das Jahr 2022
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten | NACE Code |
Absoluter OpEx |
Anteil OpEx |
Klima schutz |
Anpas sung an den Klima wandel |
Wasser und Meeres ressour cen |
Kreislauf wirtschaft |
Umwelt ver schmut zung |
Biologi sche Vielfalt und Öko systeme |
Klima schutz |
Anpas sung an den Klima wandel |
Wasser und Meeres ressour cen |
Kreislauf wirtschaft |
Umwelt ver schmut zung |
Biologi sche Vielfalt und Öko systeme |
Mindest schutz |
Taxono miekon former OpEx Anteil (Jahr N) |
Taxono miekon former OpEx Anteil (Jahr N-1)* |
Kategorie (ermög lichende Tätigkei ten) |
Kategorie (Ȇber gangs tätigkei ten«) |
| (1) | (2) | (3) | (4) | (5) | (6) | (7) | (8) | (9) | (10) | (11) | (12) | (13) | (14) | (15) | (16) | (17) | (18) | (19) | (20) | (21) |
| TEUR | % | % | % | % | % | % | % | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | % | E | T | ||
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||||||||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) |
||||||||||||||||||||
| n/a | n/a | 0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) |
0 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) |
||||||||||||||||||||
| 7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten (Buchst. (d) Installation und Austausch energieeffizienter Lichtquellen) (Anhang I) |
C.27.4 | 17 | 0% | n/a | n/a | |||||||||||||||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) |
17 | 0% | n/a | n/a | ||||||||||||||||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 17 | 0% | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | 0% | n/a | n/a | n/a |
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
| OpEx nicht-taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 17.006 | 100% | |
|---|---|---|---|
| Gesamt (A + B) | 17.023 | 100% | * Vorjahresangaben sind erstmals für die Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2023 zu machen. |
Die WashTec Aktie
Börsenentwicklung 2022
Die wirtschaftliche Entwicklung fiel im Jahr 2022 deutlich schwächer aus als erwartet. So wuchs die Weltwirtschaft 2022 nur mit einer Rate von etwa 3,4%. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine, die Folgen der Corona-Pandemie und die hohe Inflation belasten die Weltwirtschaft schwer. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2022 nur 1,9% und soll im Jahr 2023 bei 0,1% liegen. Die zwischenzeitlich erfolgten Erhöhungen der Leitzinsen führten bislang nur zu
Kursentwicklung der WashTec Aktie 2022/2023 im Vergleich zum SDAX (indexiert)
einem geringen bis moderaten Rückgang der Inflation, bremsen jedoch weiterhin Konsum und Investitionen. Daneben führte die drohende Gasmangellage in Deutschland zu einer weiteren Verunsicherung der Unternehmen.
Das Ende der Niedrigzinspolitik führte nicht nur zu enormen Kursverlusten an den Anleihemärkten, sondern sorgte auch an den Aktienmärkten 2022 für starke Verluste. Besonders betroffen waren zinssensitive Sektoren wie Immobilien und Technologie. Ein düsteres Bild ergab sich für Aktiengesellschaften mit einer kleineren Marktkapitalisierung: Beispielsweise verloren im abgelaufenen Jahr der MDAX 28,5% und der SDAX 27,4% an Wert, der Verlust für den DAX fiel mit 12,3% weniger als halb so groß aus. Im Gegensatz dazu schlossen Aktienindizes, die defensivere Branchen wie den Gesundheitssektor stärker gewichten, das Jahr 2022 mit einem relativ geringen Verlust ab – beispielsweise bezifferte sich der Verlust des Stoxx Europe 50 Indizes zum Jahresende auf 1,2%.
WashTec AG Aktienentwicklung 2022
Die WashTec Aktie startete mit einem Kurs von €53,54 in das Jahr 2022, was gleichzeitig den Jahreshöchstwert darstellen sollte. Den Jahrestiefstwert von €32,00 erreichte die Aktie am 9. September 2022 und lag zum Jahresende bei €34,50. Dies entspricht einem Abschlag von –36,3% im Vergleich zum Schlusskurs des Vorjahres und liegt damit über dem Verlust des SDAX mit –27,4%. Vorgenannte Werte beziehen sich auf die Tagesschlusskurse des Handelsplatzes Xetra.
Zum 28. Februar 2023 notierte die Aktie bei €39,35.
Attraktive Ausschüttungspolitik
Auf Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Mai 2022 hat die Gesellschaft ihren Aktionären für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende i.H. v. €2,10 je Aktie und eine Sonderdividende i.H. v. €0,80 ausgeschüttet. Demzufolge wurden im Jahr 2022 Ausschüttungen i.H. v. Mio.€38,8 in Form von Dividenden vorgenommen. Die Dividendenrendite* bezogen auf den Kurs zum Jahresende und lag bei 8,41%. WashTec gehört damit zu den dividenden-renditestärksten Werten an der deutschen Börse.
WashTec strebt auch für die Zukunft eine attraktive Ausschüttungspolitik an, die die Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens beteiligt.
Für das Geschäftsjahr 2022 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von €2,20 je Aktie vor.
Veränderungen in der Aktionärsstruktur
Die Aktien der WashTec AG befinden sich zum überwiegenden Teil im Besitz institutioneller Investoren. Im Geschäftsjahr 2022 hat die WashTec AG folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz erhalten. Sämtliche Änderungen bzw. Umplatzierungen fanden kursschonend und ohne wesentliche Auswirkungen auf den Kurs statt:
Die Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A., Madrid, Spanien, hat als Investment Manager der EQMC ICAV (vormals EQMC Europe Development Capital Fund plc) der WashTec AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil am 25. Februar 2022 nun 15,12% beträgt.
Die Wellington Management Group LLP, Boston, Massachusetts, USA, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 30. März 2022 statt bisher 3,01% nunmehr 2,98% beträgt.
* einschließlich Sonderdividende
Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2022
| 10,06% EQMC ICAV ¹ |
|---|
| 9,60 % Kempen Oranje Participaties N.V. |
| 6,82 % Dr. Kurt Schwarz ² |
| 5,53 % Union Investment Privatfond GmbH |
| 5,43 % Investment AG für langfristige Investoren TGV |
| 4,99 % Axxion S.A. |
| 4,58 % Paradigm Capital Value Fund SICAV |
| 4,25 % Eigene Aktien |
| 4,00 % Diversity Industrie Holding AG |
| 44,74 % Sonstige |
Quelle: Meldungen gemäß WpHG
¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A. as investment management function ² Leifina GmbH & Co. KG et al.
Damit halten derzeit fünf Investoren jeweils mindestens 5,00% der Stimmrechte. Von den Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes 39,68% im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen. Gemäß der Definition der Deutschen Börse liegt der Streubesitz bei 73,81%, da danach eigene Aktien und die Anteile von Dr.Kurt Schwarz sowie die Anteile der EQMC Europe Development Capital Fund plc abgezogen werden.
Managers' Transactions
Der Gesellschaft wurden folgende Managers' Transactions nach WpHG gemeldet:
- p Herr Dr. Ralf Koeppe, Mitglied des Vorstands, hat am 25. Februar 2022 600 Aktien erworben.
- p Herr Dr. Alexander Selent, Mitglied des Aufsichtsrats, hat am 19. Mai 2022 500 Aktien erworben.
- p Herr Peter Wiedemann, Mitglied des Aufsichtsrats, hat am 23. Mai 2022 820 Aktien und am 13. Juni 2022 weitere 280 Aktien erworben.
Aktive Investor Relations Arbeit
Das Management hat den Austausch mit Aktionären und Journalisten sowie der Financial Community während des Jahres kontinuierlich gepflegt. Anlässlich der Veröffentlichungen der Ergebnisse der Gesellschaft fanden die Bilanzpressekonferenz sowie Conference Calls für Analysten und Investoren statt. Der Vorstand hat auf der virtuellen Hauptversammlung am 16. Mai 2022 ausführlich zur aktuellen Marktlage, Geschäftsentwicklung und Strategie Stellung genommen und diese mit den Aktionären erörtert. Die Aktionäre wurden darüber hinaus auch über alle wichtigen Ereignisse zeitnah informiert. Im Rahmen der Investor Relations Aktivitäten hat das Management im April 2022 am Hauptstandort Augsburg den ersten WashTec Investorentag für institutionelle Investoren und Analysten erfolgreich veranstaltet.
Ergänzend dazu fanden zahlreiche Investoren Calls statt, um den individuellen Investoren einen Eindruck von der »World of WashTec« zu verschaffen. Diese stießen auf großes Interesse.
Analysten der Finanzinstitute Hauck & Aufhäuser und MM Warburg folgen der WashTec Aktie.
Kennzahlen der WashTec Aktie
| 2022 | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|
| € | 34,50 | 55,00 | 49,00 |
| € | 53,54 | 61,10 | 56,00 |
| € | 32,00 | 42,81 | 31,80 |
| € | 53,54 | 42,95 | 54,00 |
| Mio. Stück | 13,4 | 13,4 | 13,4 |
| % | 44,74 | 45,95 | 44,38 |
| Mio.€ | 461,7 | 736,0 | 655,7 |
| % | –36,26 | 29,07 | –19,73 |
| % | –27,35 | 11,17 | 18,01 |
| € | 1,97 | 2,32 | 0,99 |
| € | 2,204 | 2,90 | 2,30 |
1 auf Basis der Xetra-Tagesschlusskurse
2 ohne die 594.646 im Besitz der Gesellschaft befindlichen Aktien
3 im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen nach WphG
4 Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung 2023
Weitere Informationen und Kontakt
Aktuelle Daten zur WashTec Aktie, ebenso wie ausführliche Informationen über die WashTec Gruppe und ihre Produkte, finden Sie auf den Internetseiten des Unternehmens unter www.washtec.de.
Darüber hinaus steht allen am Unternehmen und der Aktie Interessierten auch die Investor Relationsabteilung der WashTec AG zur Verfügung unter:
Telefon +49 821 5584-5555 Telefax +49 821 5584-1135 E-Mail [email protected]
Zusammengefasster Lagebericht WashTec AG und Konzern
| 2022 im Überblick . | 50 |
|---|---|
| Grundlagen des Konzerns . . |
51 |
| Wirtschaftsbericht | 59 |
| Nachtragsbericht | 76 |
| Prognose-, Chancen- und Risikobericht | 77 |
| Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem | 89 |
| Risikoberichterstattung in Bezug auf die | |
| Verwendung von Finanzinstrumenten . | 90 |
| Übernahmerelevante Angaben | 91 |
| Erklärung zur Unternehmensführung . | 94 |
Überblick über Gruppe und Regionen
WashTec Gruppe*
- p Umsatz mit Mio.€ 482,2 um 12,0% über dem Vorjahr (währungsbereinigt um 9,1%)
- p EBIT bei Mio.€ 38,0 (Vorjahr: Mio.€ 45,7); EBIT-Marge von 7,9%
- p Free Cashflow** von Mio.€ 16,2 (Vorjahr: Mio.€ 42,3)
Europa
- p Umsatz mit Mio.€ 371,6 um 6,6% über dem Vorjahr
- p EBIT bei Mio.€ 36,4 (Vorjahr Mio. € 40,2)
Nordamerika
- p Umsatz mit Mio.€ 107,7 um 39,0%, in Mio. USD 112,0 um 22,8%, über dem Vorjahr
- p EBIT bei Mio.€ 1,4 (Vorjahr: Mio.€ 4,6)
Asien/Pazifik
- p Umsatz mit Mio.€ 17,6 um 2,8% unter dem Vorjahr
- p EBIT bei Mio.€ 0,4 (Vorjahr: Mio.€ 1,2)
- * Regionenangaben ohne segmentübergreifende Konsolidierung
- ** Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten beträgt Mio.€ 7,4 (Vorjahr: Mio.€ 34,5).
2022 im Überblick Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren nach Quartalen
* Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten beträgt für Q1 2022 Mio.€ –5,8, für Q2 2022 Mio.€ –1,0, für Q3 2022 Mio.€ 7,6 und für Q4 2022 Mio.€ 6,6.
Grundlagen des Konzerns 1 Umsatz nach Produkten
1.1 Geschäftsmodell
WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Als Spezialist arbeitet die Gruppe kontinuierlich an Innovationen für eine möglichst umweltschonende Fahrzeugwäsche. Darüber hinaus bietet WashTec umfassende Servicepakete und digitale Smart Service Lösungen über die gesamte Lebensdauer der Produkte an. Hierzu gehören neben digitalen Systemen zur remoten Steuerung von Anlagenparametern durch die Betreiber, der Wartung der Anlagen, der Chemieversorgung und der Anlagenrücknahme auch Dienstleistungen für die Vermittlung von Finanzierungen oder das Betreibermanagement von Anlagen. Hauptumsatzträger ist der Produktbereich Maschinen und Service.
Maschinen und Service
- Maschinen
- Portalwaschanlagen
- SB-Waschanlagen
- Nutzfahrzeugwaschanlagen
- Waschstraßen
- Wasseraufbereitungssysteme
- Ersatzteile
- Service
- Vollwartungsverträge
- On-Call-Service-Wartungsverträge
- Serviceprojekte und -umrüstungen
- Digitale Lösungen my.carwash
- my.service
- my.CarWashShop
- my.EasyCarWash
- my.SmartSite
Mio.€ 420,0 (Vorjahr: Mio.€ 373,2)
Chemie
- Produktsortiment AUWA Green Car Care
- Nachhaltige Reinigungs-, Pflege- und Spezialprodukte
- Premium Green Car Care Produktlinie TecsLine
- Sortiment für Skandinavien mit Nordic Swan Ecolabel
Mio.€ 56,9 (Vorjahr: Mio.€ 51,0)
Sonstiges
- WashTec Carwash Management
- WashTec Financial Services (Finanzierungs- und Leasing-
Mio.€ 5,3 (Vorjahr: Mio.€ 6,3)
lösungen)
Konzernstruktur
Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Muttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100% an diesen Unternehmen beteiligt.
1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
4 WashTec Cleaning Technology GmbH 90%, WashTec Holding GmbH 10%
3 Inkl. Tochtergesellschaft WashTec Bilvask AS, Norwegen
5 Inkl. Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies
2 Gewinnabführungsvertrag
Canada, Inc., Kanada
WashTec AG
Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.
Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Daneben wurde zwischen der WashTec AG und der WashTec Holding GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.
WashTec Holding GmbH
Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
WashTec Cleaning Technology GmbH
In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Daneben beliefert und betreut die Gesellschaft die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland.
Ausländische Tochtergesellschaften
Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Europas, Nordamerikas und in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den Niederlanden, in Frankreich, Dänemark, Norwegen, Italien, Spanien, Großbritannien, Österreich und Polen sowie den USA, Kanada, Australien und China übernehmen den Vertrieb und Service für die WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich im Abschnitt »Produktion, Beschaffung und Logistik«.
WashTec Financial Services GmbH
Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.
AUWA-Chemie GmbH
Die AUWA-Chemie GmbH produziert Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Der Vertrieb erfolgt über WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner in Deutschland und Europa.
WashTec Carwash Management GmbH
Die WashTec Carwash Management GmbH übernimmt für Kunden in deren Namen und auf deren Rechnung umfassende Dienstleistungen, bis hin zum Betrieb von Waschanlagen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen, wie z.B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.
Standorte
Die globale Präsenz der WashTec Gruppe ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Weltweit beschäftigt WashTec rund 1.800 Mitarbeiter und hat eigene Tochtergesellschaften in allen wesentlichen Märkten in Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik.
Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist inzwischen in über 80 Ländern der Welt vertreten.
Produktion, Beschaffung und Logistik
WashTec verfügt über ein globales Beschaffungs- und Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien, den USA und China. Der Großteil der Anlagen für den weltweiten Vertrieb mit Ausnahme der Portalwaschanlagen für Nordamerika und China werden im Leitwerk Augsburg (Deutschland) montiert. Die Portalwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver (USA), die Portalwaschanlagen für die Märkte in Asien je nach Produkt in Augsburg (Deutschland) oder Shanghai (China) produziert. In Nyrany (Tschechien) erfolgt ein Großteil der Blechfertigung. Ferner werden dort Komponenten vormontiert und die Basis-Portalanlage montiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden für die gesamte Gruppe die Steuerungen (Recklinghausen) und die Waschchemie (Grebenau) produziert.
Segmente
Die globale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe wird in drei geographische Regionen untergliedert. In der Region »Europa« wird das Geschäft in Europa sowie die Exportaktivitäten in weiteren Ländern zusammengefasst. Die Region »Nordamerika« beinhaltet die Aktivitäten in den USA und Kanada. Die Region »Asien/Pazifik« umfasst hauptsächlich das Geschäft der Tochtergesellschaften in Australien und China.
Leitung und Kontrolle
Als Aktiengesellschaft besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.
Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfeldes, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist der maximale Kundennutzen und als Resultat die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controllingkonzept, Zielkennzahlen zur Unternehmenssteuerung sowie Maßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen und profitablen Wachstums, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die in allen Verantwortungsebenen des Konzerns und in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.
Die Überwachung erfolgt durch regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen Vorstandssitzungen im Zwei-Wochen-Turnus, bei denen die Bereichsverantwortlichen berichten, monatliche Sitzungen mit den wesentlichen Bereichsverantwortlichen, regelmäßige internationale Management-Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inkl. Investitions-, Produktionsund Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden auch sämtliche Investitionsprojekte laufend geprüft und verfolgt.
Externe Einflussfaktoren für das Geschäft
Mobilitätswende
Einhergehend mit der notwendigen Dekarbonisierung und den globalen Mobilitätstrends ergeben sich Veränderungen in den Fahrzeugflotten. Autonomes Fahren und »Shared Mobility« führen einerseits zwar zu einer Verringerung des Fahrzeugbestands, aber andererseits auch zu einer Steigerung der Personenkilometer bei kürzeren Fahrzeuglebenszyklen.
Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach in Zukunft auch die Art und die Intensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die Teil eines »Shared Mobility«-Konzepts sind, werden tendenziell häufiger gewaschen.
Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit
Der Beitrag von Unternehmen zur Nachhaltigkeit ist für alle Stakeholder von zentraler Bedeutung und führt zu einem steigenden Bedürfnis nach Informationen und Transparenz. Dies betrifft neben der Umweltwirkung der Produkte auch die CO2-Emissionen im betrieblichen Handeln von Unternehmen.
Bei der maschinellen Fahrzeugwäsche wird durch den Einsatz von Wasseraufbereitungsanlagen, durch die das Wasser im Kreislauf geführt wird, der Verbrauch von Frischwasser im Vergleich zur Handwäsche aber auch im Vergleich zur Wäsche ohne Wasseraufbereitungsanlage deutlich reduziert. Im Bereich der Waschchemie kommt die Produktserie Green Car Care durch biogene Tenside ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe aus. Hierbei handelt es sich um Wirkstoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und so für eine bessere Benetzung von Gegenständen sorgen.
WashTec trägt durch das verbindliche Ziel, den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, zu den globalen Anstrengungen zur Begrenzung der globalen Erderwärmung bei (hierzu wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 1.2 »Unternehmensziel und Strategie« verwiesen).
Ökonomie
Eine weitere Einflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Landes. Eine Verteuerung des Faktors Arbeit und eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens eröffnen weltweit ein nachhaltiges Marktpotenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche übergehen.
Kundenerwartungen
Die Kundenerwartungen umfassen nach wie vor ein optimales Waschergebnis bei gleichzeitiger Ressourcenschonung sowie der komfortablen Bedienung der Anlagen. Die automatische Fahrzeugwäsche, insbesondere bei Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen, ist im Vergleich zur Handwäsche aufgrund des geringeren Wasser- und Chemieverbrauchs deutlich schonender für die Umwelt. Moderne digitale Systeme ermöglichen den Betreibern jederzeit und von jedem Ort den komfortablen Zugriff und die Remotesteuerung von Anlagenparametern. Für die Endkunden bleiben die Aspekte Waschgeschwindigkeit, Komfort, Qualität und Wascherlebnis von zentraler Bedeutung.
Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung der externen Einflussfaktoren auf das Geschäft aufmerksam, um frühzeitig mit entsprechenden strategischen Entscheidungen auf Veränderungen reagieren zu können.
1.2 Unternehmensziel und Strategie
In unserem Leitbild ist der »maximale Kundennutzen« als oberstes Unternehmensziel definiert. Maximaler Kundennutzen beinhaltet für uns, weltweit der beste Partner für Waschanlagenbetreiber zu sein. Nutzen zu generieren bedingt eine Spezialisierung, verbunden mit tiefem Verständnis in der Anwendung und den damit zusammenhängenden Prozessen und Technologien. Diese Spezialisierung ist also Voraussetzung für echte kundennutzenorientierte Innovationen.
WashTec richtet sich hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber mit dem Ansatz, die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern. Die kontinuierliche Entwicklung der Führungskräfte und Mitarbeiter orientiert sich an dieser grundsätzlichen Ausrichtung. Jeder Mitarbeiter von WashTec trägt als »Unternehmer bei WashTec« zur Unternehmensentwicklung bei. Mit der klaren Orientierung am Nutzen unserer Kunden kann die Gesellschaft die Wettbewerbsvorteile nachhaltig weiter ausbauen und generiert so Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und unsere Aktionäre.
Ökologische Nachhaltigkeit hat für WashTec eine hohe Priorität und umfasst das betriebliche Handeln sowie die Umweltwirkung unserer Produkte. WashTec hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen für die Produktionsstandorte in Deutschland, Tschechien, USA und China einschließlich deren Vertriebs- und Serviceaktivitäten bis zum Jahr 2025 um 30% im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken. Auf Produktseite leistet WashTec insbesondere durch eine Reduzierung des Wassereinsatzes der Waschanlagen im Kundenbetrieb sowie den effizienten Einsatz und die Zusammensetzung der Waschchemie einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung und die Online-Anbindung unserer Anlagen vereinfachen nicht nur die Produktbetreuung, sondern tragen auch zu deutlich schnelleren Reaktionszeiten gegenüber den Kunden bei. Unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist dies ebenfalls vorteilhaft, wenn hierdurch beispielsweise Serviceanfahrten vermieden werden können.
1.3 Steuerungssystem
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren
- p Umsatz
- p EBIT
- p Free Cashflow
- p ROCE
Ab dem Geschäftsjahr 2023 wird der Leistungsindikator »Free Cashflow« als Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit definiert. Diese Kennzahl wird zukünftig für den bisher verwendeten »Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten« verwendet. Dadurch wird in der Gruppe die einheitliche Verwendung der Kennzahlen weiter präzisiert und die externe Vergleichbarkeit verbessert. Die bisher verwendete Kennzahl »Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten« wird nicht mehr verwendet.
Return on Capital Employed (»ROCE«) wird definiert als Verhältnis zwischen EBIT und »Capital Employed«. Zum Capital Employed gehören nach unserer Definition das Anlagevermögen (Anlagevermögen inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Nutzungsrechte) zuzüglich des Net Operating Working Capital (»NOWC«) ermittelt als Durchschnitt über die Stichtagswerte der letzten fünf Quartale. Das NOWC wird definiert als Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.
Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator
Auf Konzernebene wird zudem der folgende nichtfinanzielle Leistungsindikator verwendet:
p Unfallhäufigkeitsrate: Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden
Im »gesonderten nichtfinanziellen Bericht« erfolgt eine ausführliche Beschreibung des für WashTec wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikators Unfallhäufigkeitsrate (siehe hierzu Abschnitt »Gesonderter nichtfinanzieller Bericht« ab Seite 33).
Gesonderter nichtfinanzieller Bericht nach §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB
Der »gesonderte nichtfinanzielle Bericht« gemäß §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://ir.washtec.de/finanzberichte/ als ein eigenständiges Kapitel des Geschäftsberichts 2022 ab Seite 33 veröffentlicht.
Chancen- und Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernweite und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken, ggf. ergriffene Maßnahmen und deren Entwicklung.
Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 und 315a HGB geforderte Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.
1.4 Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung lagen die Schwerpunkte im vergangenen Geschäftsjahr auf einer stetigen Verbesserung der Wasch- und Trocknungsprozesse in Bezug auf Qualität, Geschwindigkeit und Ressourcenverbrauch. Letzterer spielt in Bezug auf die Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle. Ziel ist ein möglichst geringer Energieverbrauch während des Anlagenbetriebs, der Einsatz möglichst umweltfreundlicher Fertigungsverfahren, die Konzeption ökologisch verträglicher Waschchemie sowie die Planung von Kreislaufsystemen für den Wassereinsatz. Die Produkte werden über den gesamten Lebenszyklus betreut. Die Digitalisierung und die Online-Anbindung unserer Anlagen vereinfachen nicht nur die Produktbetreuung, sondern tragen auch zu deutlich schnelleren Reaktionszeiten gegenüber den Kunden bei. Dies ist auch unter Nachhaltigkeitsaspekten vorteilhaft, wenn hierdurch beispielsweise Serviceanfahrten vermieden werden können.
Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg rund 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung an möglichst modularen Lösungen mit hohem Wiederverwendungsgrad. Internationale Patente sichern den künftigen Lösungsraum für WashTec ab.
Die gesamten operativen Aufwendungen der WashTec Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen 2022 rund Mio.€ 14,2 (Vorjahr: Mio.€ 13,0). Die im Geschäftsjahr 2022 aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen Mio.€ 2,0 (Vorjahr: Mio.€ 0,1) und entfielen im Wesentlichen auf die Entwicklung einer Software für die Digitalisierungsund Serviceplattform.
Wirtschaftsbericht 2
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Weltweite Wirtschaftsentwicklung
| Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts* | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Prognose 2022 | Ist 2022 | Prognose 2023 | |||||
| Deutschland | 3,8% | 1,9% | 0,1% | ||||
| Eurozone | 3,9% | 3,5% | 0,7% | ||||
| USA | 4,0% | 2,0% | 1,4% | ||||
| China | 4,8% | 3,0% | 5,2% | ||||
| Schwellenländer | 4,8% | 3,9% | 4,0% | ||||
| Welt | 4,4% | 3,4% | 2,9% |
*World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (»IWF«) vom 30. Januar 2023
Zu Beginn des Jahres 2022 konnte sich die Weltwirtschaft zunächst trotz der anhaltenden Material- und Kapazitätsengpässe etwas von den pandemiebedingten Auswirkungen des Vorjahres erholen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs und den weiteren Lockdowns in China aufgrund der Null-Covid-Politik belasteten insbesondere die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, die angespannten Lieferketten und die daraus resultierende schwierige Materialverfügbarkeit sowie die hohe Inflation und die gestiegenen geopolitischen Risiken die wirtschaftliche Entwicklung. Die zwischenzeitlich erfolgten Erhöhungen der Leitzinsen führten bislang nur zu einem geringen bis moderaten Rückgang der Inflation, bremsen jedoch weiterhin Konsum und Investitionen. Daneben führte die drohende Gasmangellage in Deutschland zu einer weiteren Verunsicherung der Unternehmen. Aufgrund des milden Winters und des dadurch abnehmenden Risikos einer Gasmangellage sowie der Abkehr von der Null-Covid-Politik in China hellte sich die Stimmung in der Wirtschaft gegen Ende des Jahres wieder etwas auf.
Der Internationale Währungsfonds (»IWF«) geht in seiner Prognose für das Jahr 2023 davon aus, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat und bei einem geringen Wirtschaftswachstum zurückgehen wird. Demnach rechnet der IWF für das Jahr 2023 mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum als im Jahr 2022. Als wesentliche Belastungen werden die bereits erfolgten und zukünftigen Erhöhungen der Leitzinsen zur Inflationsbekämpfung und der Krieg in der Ukraine gesehen. Das Ende der Null-Covid-Politik in China könnte sich stabilisierend auf die daneben bestehenden Unsicherheiten auswirken.
Branchenentwicklung (Maschinenbau & Chemie)
Für die Maschinen- und Anlagenbauer verlief das vergangene Jahr aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage und der internationalen Lieferkettenprobleme insgesamt durchwachsen. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (»VDMA«) konnten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 noch Zuwächse bei den Aufträgen erzielt werden, im vierten Quartal ließ die Nachfrage nach Investitionsgütern jedoch spürbar nach. So kehrten sich die anfänglichen zweistelligen Zuwächse bei den Bestellungen im Jahresverlauf in ein Minus von preisbereinigt insgesamt 4% im Vergleich zum Vorjahr um. Der Rückgang belief sich bei den Inlandsbestellungen auf 5%, bei den Auslandsbestellungen auf 4%. Nach Einschätzung des VDMA werden im Jahr 2023 die Materialengpässe und Schwierigkeiten in den Lieferketten, die hohe Inflation sowie der Ukraine-Krieg andauern und die wirtschaftliche Entwicklung der Branche weiterhin belasten.
In der chemisch-pharmazeutischen Industrie führten im Jahr 2022 die hohen Energie- und Rohstoffkosten in Europa und eine abnehmende Nachfrage zu einer Drosselung der Chemieproduktion und einem konjunkturellen Abschwung. Für das kommende Jahr erwartet der Verband der Chemischen Industrie e.V. (»VCI«) eine verhaltene Branchenentwicklung sowohl im In- als auch im Ausland. Als Hauptursache sieht der VCI die anhaltende Energiekrise, die in Europa mit hohen Energie- und Rohstoffkosten die Produktion bremst sowie die insgesamt gestiegenen geopolitischen Risiken. Daneben belasten die hohe Inflation, steigende Zinsen und eine insgesamt unsichere Lage weltweit den Konsum und die Investitionen.
Markt für Fahrzeugwaschanlagen
Kundengruppen
Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Autowerkstätten, Supermarktketten, Speditionen und Verkehrsbetriebe.
Wettbewerb
WashTec ist weltweit Marktführer mit einer installierten Basis von 40.000 Anlagen. In Europa – einem entwickelten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität – ist WashTec nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil mit großem Abstand Marktführer. Im nordamerikanischen Markt mit einem großen Anteil von Waschstraßen ist die Kunden- und Anbieterseite fragmentierter als in Europa. Der Markt in China ist aufgrund der dort nach wie vor verbreiteten Handwäsche noch unterentwickelt. In Australien treffen europäische und amerikanische Wettbewerber in einem entwickelten Markt aufeinander.
Absatzmärkte
Deutschland bzw. Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte. Gemäß der Strategie der Gruppe soll mittel- und langfristig vor allem Nordamerika einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben.
2.2 Geschäftsverlauf der Gruppe
Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen.
Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich zu Beginn des Geschäftsjahres aufgrund des Abflauens der COVID-19-Pandemie zunächst aufgehellt. Durch den Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 und die weiteren Lockdowns in China aufgrund der Null-Covid-Politik verschlechterte sich das wirtschaftliche Umfeld im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres jedoch deutlich. Aufgrund dieser unvorhergesehenen Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds und der dadurch bedingten Kostensteigerungen war die WashTec Gruppe gezwungen, die zu Beginn des Jahres abgegebene Prognose im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres anzupassen.
| 2021 | Prognose 2022 | angepasste Prognose 2022* |
2022 | Veränd. zum Vorjahr |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio.€ | 430,5 | 450–470 | 476–484 | 482,2 | 12,0% |
| EBIT | Mio.€ | 45,7 | 45–48 | 38–43 | 38,0 | –16,8% |
| Bereinigtes EBIT | Mio.€ | 43,0 | 45–48 | 38–43 | 38,0 | –11,6% |
| Free Cashflow | Mio.€ | 42,3 | n/a | n/a | 16,2 | –61,7% |
| Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasing |
||||||
| verbindlichkeiten | Mio.€ | 34,5 | 28–32 | 10–20 | 7,4 | –78,6% |
| ROCE | % | 25,8 | 25–27 | 20,2 | – | |
| Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) |
4,9 | <4 | 4,2 | –0,7 |
* Am 21. Juli 2022 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.
Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz von Mio.€ 482,2 einen neuen Rekordwert erzielt und liegt damit deutlich um Mio.€ 51,7 bzw. 12,0% über dem Vorjahr (Mio.€ 430,5). Bereinigt um Währungseffekte lag der Umsatzanstieg bei 9,1%. Damit wurde das im Geschäftsbericht 2021 kommunizierte Ziel einer Umsatzentwicklung zwischen Mio.€ 450,0 und Mio.€ 470,0 übertroffen und lag im Rahmen der im Juli 2022 abgegebenen angepassten Prognose (Umsatz zwischen Mio.€ 476,0 und Mio.€ 484,0).
Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr in allen Produktbereichen und resultieren auch aus den im Verlauf des Geschäftsjahres vorgenommenen Preiserhöhungen sowie positiven Währungseffekten. Der Anstieg im Bereich Maschinen und Service resultiert sowohl aus dem Großkunden- als auch aus dem Direktgeschäft. Im Verlauf des Jahres wurde die Gesellschaft mit besonderen Herausforderungen in Bezug auf die Kapazitätsengpässe bei der baulichen Herrichtung der Waschhallen auf Kundenseite konfrontiert. Diese führten teilweise zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung.
Trotz des Umsatzanstiegs sank das EBIT um 16,8% auf Mio.€ 38,0 (Vorjahr: Mio.€ 45,7). Die EBIT-Marge lag bei 7,9% (Vorjahr: 10,6%). Gegenüber dem bereinigten EBIT* des Vorjahres sank das EBIT um Mio.€ 5,0 bzw. 11,6%. In der ursprünglichen Prognose ging die Gesellschaft von einem EBIT zwischen Mio.€ 45 und Mio.€ 48 aus. In der angepassten Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein EBIT zwischen Mio.€ 38,0 und Mio.€ 43,0 prognostiziert. Diese angepasste Prognose wurde erreicht.
Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die Corona-Lockdowns in China bis zum Ende der Null-Covid-Politik führten zu einer Verknappung auf den Beschaffungsmärkten mit der Folge deutlich steigender Material- und Materialbezugskosten sowie Energiekosten. Die WashTec Gruppe begegnete den Herausforderungen bei der Materialbeschaffung mit einer erhöhten Flexibilität in der Produktion und einer erhöhten Bevorratung. Dadurch
blieb die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit lieferfähig. Daneben reagierte die Gesellschaft auf diese Entwicklungen mit Preiserhöhungen bei den eigenen Produkten. Bislang konnten jedoch aufgrund von Auftragsdurchlaufzeiten zwischen vier und sechs Monaten die Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten noch nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.
Insbesondere durch eine hohe Ausbringungsmenge zum Jahresende konnte im letzten Quartal des Jahres ein Umsatz von Mio.€ 143,7 (Vorjahr: Mio.€ 124,2) erzielt werden. Damit erreichte WashTec einen neuen Quartalshöchstwert. In Folge des hohen Umsatzniveaus lag das EBIT im vierten Quartal mit Mio.€ 15,4 (Vorjahr: Mio.€ 12,7) deutlich über dem Vorjahr. Damit konnte für diesen Zeitraum auch eine zweistellige EBIT-Marge in Höhe von 10,7% (Vorjahr: 10,2%) erzielt werden.
Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten sank aufgrund eines deutlich geringeren Ergebnisses vor Steuern und eines wesentlich höheren Net Operating Working Capital auf Mio.€ 7,4 (Vorjahr: Mio.€ 34,5). Damit wurde sowohl die ursprüngliche Prognose (Mio.€ 28,0 – Mio.€ 32,0) als auch die im Juli 2022 abgegebene angepasste Prognose für das Geschäftsjahr 2022 (Mio.€ 10,0 – Mio.€ 20,0) nicht erreicht. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit, belief sich auf Mio.€ 16,2 (Vorjahr: Mio.€ 42,3).
Der ROCE lag bei 20,2% (Vorjahr: 25,8%). Damit wurde das angestrebte Ziel eines ROCE zwischen 25% und 27% aufgrund des deutlich gestiegenen Net Operating Working Capital sowie des deutlich geringeren EBIT nicht erreicht. Das zugrunde liegende Capital Employed stieg gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 17,5 bzw. um 9,7%.
Die Unfallhäufigkeitsrate lag zum Jahresende mit einem Wert von 4,2 unter dem Vorjahr (4,9) sowie deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für 2022 gesetzte Ziel einer Unfallhäufigkeitsrate von kleiner als 4 konnte damit nicht erreicht werden. WashTec strebt auch zukünftig eine Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.
* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19- Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten.
Insgesamt belasteten im abgelaufenen Geschäftsjahr die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die insbesondere dadurch bedingten Kostensteigerungen die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe wesentlich. Bereits während des Geschäftsjahres reagierte die Gesellschaft zeitnah auf das sich verändernde Umfeld und ergriff die erforderlichen Maßnahmen. Im starken vierten Quartal wirkten sich diese zunehmend aus und die Gesellschaft konnte vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen das Geschäftsjahr mit einem ordentlichen Ergebnis abschließen und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt.
Auftragsbestand
Der nach wie vor hohe Auftragsbestand lag zum Jahresende währungsbereinigt leicht über dem Vorjahr. Da die Aufträge der WashTec Gruppe in der Regel eine Durchlaufzeit von vier bis sechs Monaten haben, dient der Auftragsbestand als Indikator für die Geschäftsentwicklung in den folgenden Monaten.
2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gruppe
2.3.1 Ertragslage
Gewinn- und Verlustrechnung
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der WashTec Gruppe:
| absolut | in % | ||
|---|---|---|---|
| 482,2 | 430,5 | 51,7 | 12,0 |
| –352,8 | –303,8 | –49,0 | –16,1 |
| 129,4 | 126,7 | 2,7 | 2,1 |
| 26,8 | 29,4 | –2,6 | – |
| –14,2 | –13,0 | –1,2 | –9,2 |
| –62,1 | –55,2 | –6,9 | –12,5 |
| –17,1 | –16,8 | –0,3 | –1,8 |
| 2,0 | 3,9 | –1,9 | –48,7 |
| 38,0 | 45,7 | –7,7 | –16,8 |
| 7,9 | 10,6 | –2,7 | – |
| 38,0 | 43,0 | –5,0 | –11,6 |
| 7,9 | 10,0 | –2,1 | – |
| –0,7 | –0,9 | 0,2 | 22,2 |
| 37,3 | 44,8 | –7,5 | –16,7 |
| –10,9 | –13,7 | 2,8 | 20,4 |
| 26,4 | 31,1 | –4,7 | –15,1 |
| 1,97 | 2,32 | –0,35 | –15,1 |
| 2022 | 2021 | Veränderung |
Die WashTec Gruppe hat zum 31. Dezember 2022 einen Umsatz von Mio.€ 482,2 erzielt. Dieser liegt damit um Mio.€ 51,7 bzw. 12,0% deutlich über dem Vorjahreswert von Mio.€ 430,5.
Umsatz im Mehrjahresvergleich in Mio. €
Bereinigt um Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Geschäftsjahres mit Mio.€ 469,8 um 9,1% über dem Vorjahr (Mio.€ 430,5). In der Region Europa wirkten sich diese nur unwesentlich aus. In den Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik hatten die Fremdwährungseffekte, insbesondere aufgrund der Kursentwicklung des US-Dollar, im Vergleich zum Vorjahr jeweils einen positiven Einfluss in Höhe von Mio.€ 11,6 bzw. Mio.€ 0,7 auf die Umsatzentwicklung. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Regionen findet sich im Abschnitt 2.3.2 »Berichterstattung nach Regionen«.
| Umsatz nach Produkten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio.€ | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| absolut | in % | |||
| Maschinen und Service | 420,0 | 373,2 | 46,8 | 12,5 |
| Chemie | 56,9 | 51,0 | 5,9 | 11,6 |
| Sonstiges | 5,3 | 6,3 | –1,0 | –15,9 |
| Gesamt | 482,2 | 430,5 | 51,7 | 12,0 |
Die Umsätze im Bereich Maschinen und Service lagen mit Mio.€ 420,0 über dem Vorjahr von Mio.€ 373,2. Hierbei überwog der Anstieg im Bereich der Großkunden. Auch das Direktgeschäft und der Bereich Chemie entwickelten sich positiv. Der Umsatzanstieg ist auch durch Preiserhöhungen und positive Währungseffekte bedingt.
Die sonstigen Umsätze entsprechen ca. 1,1% des Gesamtumsatzes der WashTec Gruppe.
Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Bruttoergebnis vom Umsatz
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg von Mio.126,7 im Vorjahr um Mio.€ 2,7 bzw. 2,1% auf Mio.€ 129,4. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Kunden weitergegebenen Preisanpassungen konnten die Belastungen aus den Materialkostensteigerungen nur teilweise ausgleichen. Darüber hinaus konnten auch die Produktion und Installation der Anlagen durch die mangelnde Verfügbarkeit der Materialien und Monteure nicht mit der gewohnten Effizienz durchgeführt werden, was zu höheren Kosten geführt hat. Damit stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz trotz höherer Umsätze unterproportional an. Die Bruttoergebnismarge lag mit 26,8% deutlich unter dem Vorjahr mit 29,4%.
Forschungs- und Entwicklungsaufwand
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand lag mit Mio.€ 14,2 über dem Vorjahr (Mio.€ 13,0). Der Schwerpunkt lag hierbei insbesondere auf der Optimierung des Ressourcenverbrauchs sowie der Digitalisierung und der Online-Anbindung der Anlagen. Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu beachten, dass in den Vorjahreszahlen die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von Mio.€ 1,3 enthalten war. Bereinigt um diesen Effekt blieb der Forschungs- und Entwicklungsaufwand auf dem Niveau des Vorjahres.
Vertriebsaufwand
Der Vertriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,5% von Mio.€ 55,2 auf Mio.€ 62,1 gestiegen. Dies ist unter anderem auf höhere Frachtkosten zurückzuführen, die um Mio.€ 2,7 bzw. 22,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Daneben ist ein Anstieg der Messe- und Reisekosten in Höhe von Mio.€ 2,9 zu verzeichnen. Hier war der Vorjahreswert pandemiebedingt deutlich reduziert.
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Mio.€ 17,1 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 16,8) und entfällt überwiegend auf den Personalaufwand sowie sonstige Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung, Kommunikation und Prüfungskosten.
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge und Aufwendungen lagen mit Mio.€ 2,0 unter dem Vorjahr (Mio.€ 3,9). Die in diesen Positionen erfassten Effekte aus der Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten belasteten die Ertragslage mit ca. Mio.€ 0,5 (Vorjahr: positiver Effekt Mio.€ 0,2). Daneben war in dieser Position im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten.
EBIT
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 16,8% auf Mio.€ 38,0 (Vorjahr: Mio.€ 45,7). Gegenüber dem bereinigten EBIT* des Vorjahres sank das EBIT um Mio.€ 5,0 bzw. 11,6%.
EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €
Ein Ausweis des EBIT nach Regionen findet sich im Abschnitt 2.3.2 »Berichterstattung nach Regionen«.
EBIT-Marge
Die EBIT-Marge sank auf 7,9% (Vorjahr: 10,6%). Die bereinigte EBIT-Marge* des Vorjahres lag bei 10,0%.
* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19- Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis lag bei Mio.€ –0,7 (Vorjahr: Mio.€ –0,9). In den sonstigen Zinserträgen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinsen in Höhe von Mio.€ 0,4 enthalten, die auf Erstattungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen und die Abzinsung von Verbindlichkeiten entfallen. In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von Mio.€ 0,3 für die Abzinsung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Aufschlüsselung des Finanzergebnisses
| in Mio.€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinserträge | 0,5 | 0,1 |
| Finanzerträge | 0,5 | 0,1 |
| Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen | 0,7 | 0,5 |
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten | 0,2 | 0,4 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 0,4 | 0,1 |
| Finanzaufwendungen | 1,3 | 1,0 |
| Finanzergebnis | –0,7 | –0,9 |
EBT
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf Mio.€ 37,3 (Vorjahr: Mio.€ 44,8).
Ertragsteuern
Die Ertragsteuern in Höhe von Mio.€ 10,9 (Vorjahr: Mio.€ 13,7) setzen sich aus tatsächlichen Steuern und latenten Steuern, im Wesentlichen aufgrund temporärer Differenzen, zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) lag bei 29,3% und fiel damit geringer aus als im Vorjahr (30,6%).
Konzernergebnis
Das Konzernergebnis sank um Mio.€ 4,7 auf Mio.€ 26,4 (Vorjahr: Mio.€ 31,1). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) sank bei einer durchschnittlichen unveränderten Aktienzahl von 13.382.324 um 15,1% auf € 1,97 (Vorjahr: € 2,32).
Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €
Mittelverwendung/Dividendenvorschlag
WashTec wird auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 15. Mai 2023 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 29.804.169,57 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung in Höhe von € 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 29.441.112,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns in Höhe von € 363.056,77 auf neue Rechnung.
2.3.2 Berichterstattung nach Regionen
Umsatz nach Regionen in Mio. €*
* Segmentübergreifende Konsolidierungse?ekte sind nicht berücksichtigt
EBIT nach Regionen in Mio. €*
* Segmentübergreifende Konsolidierungse?ekte sind nicht berücksichtigt
Europa
Kennzahlen Region Europa
| 2022 | 2021 | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|
| (in %) | ||||
| Umsatz | Mio.€ | 371,6 | 348,7 | 6,6 |
| EBIT | Mio.€ | 36,4 | 40,2 | –9,5 |
| EBIT-Marge | % | 9,8 | 11,5 | – |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) | 1.486 | 1.457 | 29 |
Marktumfeld
Der Waschanlagenmarkt in Europa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Fahrzeugwäschen. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und weit ausgebauter Service- und Vertriebsstrukturen der Anbieter aus.
Die Kunden von WashTec in Europa sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäschen an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.
Der Wettbewerb in Europa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Erhebliche Bedeutung haben eine flächendeckende Servicestruktur und die installierte Basis. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von Portalanlagen in den Kernmärkten Europas.
| Geschäftsverlauf Europa | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | Prognose | angepasste | 2022 | Veränd. zum | ||||
| 2022 | Prognose 2022* | Vorjahr (in %) | ||||||
| Umsatz | Mio.€ | 348,7 | 363–366 | 366–370 | 371,6 | 6,6 | ||
| EBIT | Mio.€ | 40,2 | 40–42 | 34–38 | 36,4 | –9,5 |
* Am 21. Juli 2022 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.
Umsatz
Die Umsatzentwicklung in Europa verlief mit Mio.€ 371,6 im Vergleich zum Vorjahr (Mio.€ 348,7) positiv. Damit wurde sowohl die ursprüngliche Prognose, die eine Umsatzsteigerung zwischen 4% und 5% vorsah, als auch die angepasste Prognose mit einem Umsatzwachstum von 5%–6% leicht übertroffen. Das Umsatzwachstum betraf im Wesentlichen den Bereich der Großkunden. Dabei entwickelte sich auch die Chemie positiv.
Ergebnis
Das EBIT in Europa sank von Mio.€ 40,2 im Vorjahr auf Mio.€ 36,4 und lag damit in der Bandbreite der im Juli 2022 angepassten Prognose, die ein EBIT zwischen Mio.€ 34 und Mio.€ 38 vorsah. Die zu Beginn des Geschäftsjahres abgegebene Prognose mit einem EBIT zwischen Mio.€ 40 und Mio.€ 42 wurde dagegen nicht erreicht. Die EBIT-Marge lag bei 9,8% (Vorjahr: 11,5%). Die für die gesamte Gruppe im Abschnitt »Geschäftsverlauf der Gruppe« beschriebenen Effekte für die Ergebnisentwicklung gelten insbesondere auch für die größte Region.
Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten.
Nordamerika
| Kennzahlen Region Nordamerika | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | Veränd. | ||||
| (in %) | ||||||
| Umsatz Mio.€ |
107,7 | 77,5 | 39,0 | |||
| EBIT Mio.€ |
1,4 | 4,6 | –69,6 | |||
| EBIT-Marge % |
1,3 | 5,9 | – | |||
| Mitarbeiter (zum 31.12.) | 282 | 269 | 13 |
Marktumfeld
Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in Nordamerika in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden auch weiterhin ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.
In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Waschanlagenketten und Retailer (Convenience Stores). Der Anteil von Waschstraßen gegenüber Portalanlagen sowie das Wachstum dieses Produktsegments liegen über dem weltweiten Durchschnitt. Der Marktausblick ist anhaltend positiv.
Geschäftsverlauf Nordamerika
| 2021 | Prognose | angepasste | 2022 | Veränd. zum | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | Prognose 2022* | Vorjahr (in %) | ||||
| Umsatz | Mio.€ | 77,5 | >85,3 | >85,3 | 107,7 | 39,0 |
| EBIT | Mio.€ | 4,6 | 1,9–4,6 | 1,9–4,6 | 1,4 | –69,6 |
| Bereinigtes EBIT* | Mio.€ | 1,9 | >1,9 | >1,9 | 1,4 | –26,3 |
*Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten.
Umsatz
Der Umsatz in Nordamerika stieg deutlich von Mio.€ 77,5 im Vorjahr auf Mio.€ 107,7. Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio.USD 112,0 (Vorjahr: Mio.USD 91,2). Damit wurde in dieser Region erstmals ein Umsatz von mehr als Mio. USD 100 erzielt. Mit dieser positiven Entwicklung wurde die ursprüngliche und die angepasste Prognose übertroffen, die eine Umsatzentwicklung im zweistelligen bzw. deutlich zweistelligen Bereich vorsahen. Hierzu trug die gute Entwicklung in allen Produktbereichen bei. Hervorzuheben ist insbesondere der Bereich Maschinen und Service mit einem starken Großkunden- und Direktgeschäft.
Ergebnis
Das Ergebnis in Nordamerika sank deutlich um Mio.€ 3,2 auf Mio.€ 1,4 (Vorjahr: Mio.€ 4,6). Auch im Vergleich zum bereinigten EBIT* des Vorjahres sank das EBIT um Mio.€ 0,5. Für das Geschäftsjahr 2022 strebte die Gesellschaft sowohl in der zu Jahresbeginn abgegebenen Prognose als auch in der im Verlauf des Geschäftsjahres angepassten Prognose eine EBIT-Steigerung gegenüber dem bereinigten EBIT des Vorjahres an. Dies wurde nicht erreicht.
Auch in dieser Region wurde das Ergebnis durch Kostensteigerungen aufgrund des veränderten makroökonomischen Umfelds und der zeitverzögerten Wirkung der Preisanpassungen belastet. Dennoch konnte das Ergebnis im Verlauf des Geschäftsjahres kontinuierlich verbessert werden. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im dritten Quartal, konnte im vierten Quartal ein positives Ergebnis in Höhe von Mio.€ 2,6 mit einer EBIT-Marge in Höhe von 7,2% erzielt werden.
Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang Mio.€ 2,9 erfasst.
Asien/Pazifik
| Kennzahlen Region Asien/Pazifik | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | Veränd. (in %) |
|||
| Umsatz Mio.€ |
17,6 | 18,1 | –2,8 | ||
| EBIT Mio.€ |
0,4 | 1,2 | –66,7 | ||
| EBIT-Marge | % | 2,3 | 6,6 | – | |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) | 56 | 56 | 0 |
Marktumfeld
Im chinesischen Markt für Fahrzeugwäschen hat die Handwäsche nach wie vor einen hohen Anteil. Dementsprechend entwickelt sich der Markt für Waschanlagen sehr langsam. Das stetig wachsende Lohnniveau, die stark wachsende Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Verbindung mit Verschärfungen der Umweltauflagen sowie der Möglichkeit, Wäschen über Smartphones einfach und schnell zu kaufen, erhöhen den Anteil automatischer Fahrzeugwäschen kontinuierlich. Aus dieser steigenden Nachfrage resultiert der Eintritt weiterer Wettbewerber, insbesondere im Niedrigpreissegment. Aufgrund der zunehmenden Zahl der Luxus- und Premiumfahrzeuge im chinesischen Automarkt bestehen jedoch auch Chancen im Mittel- und Premiumpreissegment von Waschanlagen. Weiterhin bieten viele Tankstellen kostenlose Wäschen für ihre Kunden an. Dies hemmt vor allem im Direktgeschäft die Bereitschaft zu Investitionen, da die Rentabilitätserwartungen durch dieses Marktumfeld beeinträchtigt werden und eher das Niedrigpreissegment gestärkt wird. Insgesamt bleibt der Markt in China herausfordernd.
Außerhalb Chinas ist das Geschäft in dieser Region sehr profitabel. Insbesondere in Australien hat WashTec eine gute Marktposition. Dort stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb.
* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19- Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten.
| Geschäftsverlauf Asien/Pazifik | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | Prognose | angepasste | 2022 | Veränd. zum | ||||
| 2022 | Prognose 2022* | Vorjahr (in %) | ||||||
| Umsatz | Mio.€ | 18,1 | >19,9 | 19,0–19,2 | 17,6 | –2,8 | ||
| EBIT | Mio.€ | 1,2 | 1,2 | 1,0–1,1 | 0,4 | –66,7 |
*Am 21. Juli 2022 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.
Umsatz
Der Umsatz in Asien/Pazifik lag mit Mio.€ 17,6 leicht unter dem Vorjahr (Mio.€ 18,1). Währungsbereinigt lagen die Umsatzerlöse in dieser Region bei Mio.€ 16,9. Damit konnte weder die ursprüngliche Prognose einer zweistelligen Umsatzsteigerung noch die angepasste Prognose mit einer Umsatzsteigerung von 5%–6% erreicht werden.
In China konnten im Großkundengeschäft im Vergleich zum Vorjahr Fortschritte erzielt werden. Die positiven Geschäftserwartungen für diese Region wurden jedoch durch die Null-Covid-Politik und die damit verbundenen Lockdowns in China belastet. Die positive Umsatzentwicklung in Australien wirkte dem entgegen.
Ergebnis
Das EBIT sank deutlich auf Mio.€ 0,4 (Vorjahr: Mio.€ 1,2) und lag damit unter den Erwartungen. In der zu Beginn des Geschäftsjahres abgegebenen Prognose wurde von einer EBIT-Entwicklung auf Vorjahresniveau ausgegangen, in der im Juli 2022 angepassten Prognose von einer Bandbreite zwischen Mio.€ 1,0 und Mio.€ 1,1. Durch die negative Geschäftsentwicklung im chinesischen Markt konnten diese Ziele nicht erreicht werden. Daneben wurde das Ergebnis durch einen negativen Effekt aus der Bewertung von in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden in Höhe von Mio.€ 0,2 (Vorjahr: positiver Effekt in Höhe von Mio.€ 0,6) beeinflusst. Bereinigt um diesen Effekt blieb das EBIT in der Region stabil, insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung im australischen Markt.
Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang Mio.€ 0,1 erfasst.
2.3.3 Vermögenslage
Vermögens- und Kapitalstruktur
Verkürzte Konzernbilanz, Aktiva
| in Mio.€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) | 91,9 | 92,8 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 102,8 | 94,3 |
| Vorräte | 71,6 | 57,1 |
| Aktive latente Steuern | 3,9 | 4,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14,2 | 18,1 |
| Bilanzsumme | 284,5 | 267,0 |
Verkürzte Konzernbilanz, Passiva
| in Mio.€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 88,1 | 98,4 |
| Verzinsliche Darlehen | 41,4 | 13,5 |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 117,0 | 118,2 |
| davon Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) | 28,3 | 30,8 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22,7 | 16,1 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 36,4 | 35,5 |
| Passive latente Steuern | 1,6 | 1,3 |
| Bilanzsumme | 284,5 | 267,0 |
Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe stieg von Mio.€ 267,0 auf Mio.€ 284,5.
Aktiva
Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie in den Vorjahren Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von Mio.€ 42,3 enthalten. Das Sachanlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus den Positionen »Grundstücke und Gebäude« in Höhe von Mio.€ 12,5 (Vorjahr: Mio.€ 12,9) und »Technische Anlagen und Maschinen« in Höhe von Mio.€ 8,4 (Vorjahr: Mio.€ 7,7) zusammen. Die »Immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftsoder Firmenwerte)« betragen Mio.€ 7,0 (Vorjahr: Mio.€ 6,2). Zudem sind Nutzungsrechte in Höhe von Mio.€ 17,3 (Vorjahr: Mio.€ 19,3) enthalten. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Position Grundstücke und Gebäude zurückzuführen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen von Mio.€ 94,3 im Vorjahr auf Mio.€ 102,8. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio.€ 10,8 aufgrund eines Rekordumsatzes im vierten Quartal.
Die Vorräte lagen zum Jahresende mit Mio.€ 71,6 deutlich über dem Vorjahr (Mio.€ 57,1). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die bewusst erhöhte Bevorratung aufgrund der Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten sowie einem erhöhten Bestand an Fertigerzeugnissen, bedingt durch den höheren Auftragsbestand zum Jahresende, zurückzuführen.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt Mio.€ 3,9 (Vorjahr: Mio.€ 4,8) resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von Mio.€ 18,1 im Vorjahr auf Mio.€ 14,2.
Passiva
Das Eigenkapital sank von Mio.€ 98,4 auf Mio.€ 88,1. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Seite 111) entnommen werden. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzsumme, des geringeren Ergebnisses sowie der höheren Dividendenausschüttung auf 31,0% (Vorjahr: 36,9%).
Die verzinslichen Darlehen stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2021 unter anderem aufgrund des Anstiegs des Net Operating Working Capital (NOWC) deutlich von Mio.€ 13,5 auf Mio.€ 41,4.
Die Leasingverbindlichkeiten betrugen zum Stichtag Mio.€ 18,1 (Vorjahr: Mio.€ 20,2).
Die Nettofinanzverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Finanzverbindlichkeiten) lag zum 31. Dezember 2022 bei Mio.€ 45,2 (Vorjahr: Mio.€ 15,7). Der deutliche Anstieg um Mio.€ 29,5 ist im Wesentlichen auf die oben beschriebenen Veränderungen der verzinslichen Darlehen zurückzuführen.
Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag bei Mio.€ 28,3 (Vorjahr: Mio.€ 30,8).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem gestiegenen Vorratsvermögen von Mio.€ 16,1 auf Mio.€ 22,7.
Die Vertragsverbindlichkeiten betrugen Mio.€ 36,4 (Vorjahr: Mio.€ 35,5) und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von Kunden sowie Umsatzabgrenzungen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge enthalten.
Die passiven latenten Steuern stiegen leicht auf Mio.€ 1,6 (Vorjahr: Mio.€ 1,3). Diese sind auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen zurückzuführen.
Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente
Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter. Insbesondere das Wissen über den Waschprozess und die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Forschung und Entwicklung einzusetzen, bilden einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer bedeutender Erfolgsfaktor der WashTec Gruppe ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk.
Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.
2.3.4 Finanzlage
Kapitalstruktur
Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich an EURIBOR, €STR und LPR. Die Gruppe verfügte am 31. Dezember 2022 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio.€ 92,8 (Vorjahr: Mio.€ 122,6). Die im Geschäftsjahr 2020 zur Liquiditätssicherung im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erfolgte Erhöhung der Kreditlinien wurde im Geschäftsjahr 2022 auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt.
Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio.€ 46,1 (Vorjahr: Mio.€ 102,4).
Investitionen und Abschreibungen
Mit Mio.€ 7,5 fielen die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig höher aus als im Vorjahr (Mio.€ 4,3). Der Schwerpunkt der Investitionen lag mit Mio.€ 7,2 (Vorjahr: Mio.€ 4,1) in Europa. Hierbei handelte es sich um Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen, wie beispielsweise zwei neue Laserschweißanlagen, sowie um Investitionen in die zukünftigen digitalen Produkte und Lösungen.
Darüber hinaus wurden Investitionen in Nordamerika in Höhe von Mio.€ 0,1 (Vorjahr: Mio.€ 0,1) sowie in Asien/Pazifik in Höhe von Mio.€ 0,2 (Vorjahr: Mio.€ 0,1) getätigt.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Die Vermögenswerte werden dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Der Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Basis hierfür ist die interne Planung 2023 bis 2028 auf Konzernebene.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit wurden die bilanzierten immateriellen Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Ergebnisse führten zu keinem Anpassungsbedarf bei den angesetzten Werten.
Liquidität
| in Mio.€ | 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| absolut | in % | |||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 37,3 | 44,8 | –7,5 | –16,7 |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 22,7 | 45,7 | –23,0 | –50,3 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | –6,5 | –3,4 | –3,1 | –91,2 |
| Free Cashflow | 16,2 | 42,3 | –26,1 | –61,7 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | –48,5 | –39,4 | –9,1 | –23,1 |
| Nettoveränderung des Finanzmittelfonds | –32,2 | 2,9 | –35,1 | –1.210,3 |
| Finanzmittelfonds zum 31.12. | –27,1 | 4,5 | –31,6 | –702,2 |
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit sank deutlich um Mio.€ 23,0 auf Mio.€ 22,7 (Vorjahr: Mio.€ 45,7). Dies ist im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis vor Steuern und die Erhöhung des Net Operating Working Capital um Mio.€ 18,3 im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen (Mio.€ 4,3). Das Net Operating Working Capital stieg insbesondere aufgrund der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Verbindung mit dem Rekordumsatz im vierten Quartal sowie einer erhöhten Bevorratung aufgrund der Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten. Im Vorjahr konnte der Anstieg des Net Operating Working Capital durch höhere Anzahlungen von Kunden teilweise kompensiert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten diese zwar auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten, aufgrund von geringeren Anzahlungen von Großkunden jedoch nicht weiter gesteigert werden.
Das Net Operating Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) stieg von Mio.€ 86,9 im Vorjahr um Mio.€ 18,3 auf Mio.€ 105,1. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem deutlichen Anstieg der Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (saldiert) betrug im Geschäftsjahr 2022 Mio.€ –6,5 (Vorjahr: Mio.€ –3,4). Die darin enthaltenen Auszahlungen für Investitionen lagen planmäßig über dem Vorjahresniveau von Mio.€ 7,5 (Vorjahr: Mio.€ 4,3).
Der Free Cashflow (Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit – Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit) sank deutlich auf Mio.€ 16,2 (Vorjahr: Mio.€ 42,3).
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt Mio.€ –48,5 (Vorjahr: Mio.€ –39,4). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Dividendenzahlung in Höhe von Mio.€ 38,8 (Vorjahr: Mio.€ 30,8). In der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie war eine Sonderdividende in Höhe von € 0,80 enthalten.
Der Finanzmittelfonds (saldiert) sank insbesondere aufgrund des geringeren Free Cashflows zum 31. Dezember 2022 auf Mio.€ –27,1 (Vorjahr: Mio.€ 4,5). Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator
| Unfallhäufigkeitsrate | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2021 | Prognose 2022 |
2022 | Veränd. absolut |
|
| Arbeitsunfälle/ | ||||
| Mio. Arbeitsstunden | 4,9 | <4 | 4,2 | –0,7 |
Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2022 lag der Wert bei 4,2 und damit unter dem Vorjahr sowie unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für das Jahr 2022 gesetzte Ziel einer Unfallhäufigkeitsrate von kleiner als 4 wurde damit nicht erreicht. WashTec strebt auch zukünftig die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.
2.5 Mitarbeiter
Die Zahl der Mitarbeiter stieg zum 31. Dezember 2022 um 42 auf 1.824 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.782). Im Jahresdurchschnitt waren 1.806 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.767).
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt im Mehrjahresvergleich
Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA-Chemie GmbH gelten als Orientierung die Tarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie.
Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Ausgaben für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter stiegen in diesem Jahr um 28,6%.
2.6 WashTec AG
Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.
Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Abschnitt »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist. Wie auch für die gesamte Gruppe wurde das Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2022 für die WashTec AG nicht erreicht.
| Gewinn- und Verlustrechnung Washtec AG (verkürzt) | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio.€ | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| absolut | in % | |||
| Umsatzerlöse | 2,7 | 2,9 | –0,2 | –6,9 |
| Personalaufwand | 2,1 | 4,2 | –2,1 | –50,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2,8 | 2,1 | 0,7 | 33,3 |
| Beteiligungsergebnis | 40,4 | 43,0 | –2,6 | –6,0 |
| Jahresüberschuss | 28,3 | 39,9 | –11,6 | –29,1 |
| Gewinnvortrag | 1,5 | 0,4 | 1,1 | 275,0 |
| Bilanzgewinn | 29,8 | 40,3 | –10,5 | –26,1 |
Ertragslage
Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG sanken auf Mio.€ 2,7 (Vorjahr: Mio.€ 2,9) und resultieren aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an die Tochtergesellschaften.
Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio.€ 2,1 (Vorjahr: Mio.€ 4,2) beinhaltet die Vergütung des Vorstandes sowie den Personalaufwand für die Bereiche Recht, Interne Revision und Investor Relations. Im Vorjahr enthielt diese Position den Aufwand für die Mitarbeiterprämie in Höhe von Mio.€ 1,5, die an alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe als Anerkennung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 ausbezahlt wurde.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) lagen mit Mio.€ 2,8 über dem Vorjahr (Vorjahr: Mio.€ 2,1). Der Anstieg ist unter anderem auf Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit zurückzuführen.
Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) beinhaltet Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von Mio.€ 35,8 (Vorjahr: Mio.€ 2,9) und Zinserträge in Höhe von Mio.€ 0,1 (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Zudem erfolgte eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH in Höhe von Mio.€ 4,5 (Vorjahr: Mio.€ 40,0). Zwischen der WashTec AG und der WashTec Holding GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.
Der Jahresüberschuss (nach HGB) sank von Mio.€ 39,9 auf Mio.€ 28,3.
| Bilanz WashTec AG (verkürzt) | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio.€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | Veränderung | |
| absolut | in % | |||
| Anlagevermögen | 128,2 | 128,2 | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 40,9 | 54,2 | –13,3 | –24,5 |
| Eigenkapital | 158,9 | 169,4 | –10,5 | –6,2 |
| Rückstellungen | 7,9 | 3,6 | 4,3 | 119,4 |
| Verbindlichkeiten | 2,3 | 9,3 | –7,0 | –75,3 |
| Bilanzsumme | 169,1 | 182,4 | –13,3 | –7,3 |
Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio.€ 128,1 (Vorjahr: Mio.€ 128,1) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf besteht nicht.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (nach HGB) in Höhe von Mio.€ 40,9 (Vorjahr: Mio.€ 54,2) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie einem Gewinnabführungsvertrag.
Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio.€ 158,9 (Vorjahr: Mio.€ 169,4). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 94,0% (Vorjahr: 92,9%).
Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio.€ 7,9 (Vorjahr: Mio.€ 3,6) und wurden vor allem für Steuern, Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten sowie die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung gebildet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Ertragsteuern aufgrund des Abschlusses eines Gewinnabführungsvertrags der WashTec AG mit der WashTec Holding GmbH entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung 2022.
Die Finanzierung der WashTec AG erfolgt mittels Cashpooling mit der WashTec Cleaning Technology GmbH.
Chancen- und Risikobericht
Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289f Abs.1 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.
Die Hauptrisiken der WashTec AG bestehen in Bezug auf die Werthaltigkeit der Beteiligungen. Daneben resultieren Risiken aus der Höhe der aus den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie dem Gewinnabführungsvertrag mit den Tochtergesellschaften vereinnahmten Gewinne und Verluste.
Sonstiges
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind im Konzernanhang (Anhangangabe 37) erläutert. Daneben sind ausführliche Beschreibungen zum Vergütungssystem sowie zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im Vergütungsbericht enthalten, der auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich »Vergütung Vorstand und Aufsichtsrat« veröffentlicht ist.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Kapitel 8 wiedergegeben und auf der Internetseite https://ir.washtec.de/ veröffentlicht.
Prognose
Die im Prognosebericht (Kapitel 4.1) für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen im Abschnitt »WashTec Unternehmensentwicklung« gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft. Finanzieller Leistungsindikator für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG ist der Jahresüberschuss.
3 Nachtragsbericht
Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Wirkung zum 2. Januar 2023 hat die amerikanische Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA nach Beendigung des bisherigen Mietvertrages, die zum Produktionsstandort gehörenden Grundflächen und Gebäude erworben. Der Kaufpreis betrug Mio.USD 10,3. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgt durch die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten in US-Dollar in entsprechender Höhe mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Die verhandelten Finanzierungsverträge beinhalten sowohl fixe als auch variable Bestand teile. Ein Anteil von 79% der Darlehenssumme ist mit Sicherungsgeschäften gegen Zins risiken abgesichert.
Herr Stephan Weber, Vorstand für Vertrieb, Service und Marketing der WashTec AG, schied zum 28. Februar 2023 einvernehmlich aus dem Unternehmen aus. Zu seinem Nachfolger wurde ab dem 1. März 2023 Herr Sebastian Kutz, der bisherige Executive Vice President, Head of Sales & Service DACH, berufen.
4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1 Prognosebericht
Dieser Prognosebericht berücksichtigt die relevanten Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.
Geschäftspolitik und Strategie
Die WashTec Gruppe hält auch für das Geschäftsjahr 2023 und für die Folgejahre an der Strategie des profitablen organischen Wachstums durch einen maximalen Kundennutzen fest und möchte damit die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich der Fahrzeugwäsche weiter ausbauen.
Absatzmärkte und Produkte
Die Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in allen wesentlichen Vertriebsregionen sowie Produkt- und Dienstleistungsbereichen weltweit weiterhin zu steigern. Dies gilt für alle Märkte, in denen WashTec mit maximalem Kundennutzen eine führende Position in jedem Kunden- sowie Produkt- bzw. Dienstleistungssegment einnehmen will. WashTec generiert einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Europa und strebt dort einen weiteren Ausbau der Marktposition an. Daneben soll mittel- und langfristig vor allem Nordamerika zu einem höheren Anteil an den Umsatzerlösen der Gruppe beitragen.
Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Eine detaillierte Beschreibung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist im Abschnitt 2.1 des Lageberichts zu finden. Insgesamt hat die WashTec Gruppe die Prognose vor dem Hintergrund eines anhaltenden unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds und
einem daraus resultierenden geringen bis stagnierenden Wirtschaftswachstums aufgestellt. Daneben können sich negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung aus den wachsenden Spannungen zwischen den USA und China, der Ausweitung des aktuellen Krieges in der Ukraine auf weitere Länder – oder eine deutliche Eskalation des Krieges – sowie ein Wiederaufflammen der COVID-19-Pandemie durch neue Virusmutationen ergeben.
WashTec Unternehmensentwicklung
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 ist mit Unsicherheiten behaftet, die einen Einfluss auf die geplante Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren haben können.
Bei der Festlegung der Planungsprämissen wurden insbesondere die bestehenden Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine, eine nach wie vor hohe Inflation sowie Belastungen von Konsum und Investitionen durch die bereits erfolgten und zukünftigen Erhöhungen der Leitzinsen berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund geht die WashTec Gruppe für das kommende Jahr von einem stagnierenden Wirtschaftswachstum aus. Die Prognose berücksichtigt keine neuen wesentlichen Störungen in den Lieferketten sowie keine weitere Erhöhung der Inflation.
Die im Geschäftsjahr 2022 vorgenommenen Preiserhöhungen, die sich im Jahr 2023 vollständig auswirken werden, sowie den soliden Auftragsbestand zum Jahresende 2022, erachtet die Gesellschaft als gute Basis für das neue Geschäftsjahr. Im Bereich der Materialpreise geht die WashTec Gruppe von dem derzeit hohen Niveau aus, jedoch ohne weitere wesentliche Steigerungen im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Hierbei wird vor allem mit einer Entspannung bei der Materialverfügbarkeit durch die Stabilisierung der Lieferketten gerechnet. Durch die insgesamt sinkende Nachfrage und die gleichzeitig hohe Inflation geht die Gesellschaft auf der Einkaufsseite von einer stabilen Entwicklung der Preise auf dem derzeit hohen Niveau aus.
Ziel des Vorstandes ist es, gemeinsam mit allen Mitarbeitern die Strategie des Unternehmens aktiv weiterzuentwickeln und die operative Performance stetig zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt für das Jahr 2023 auf der weiteren Optimierung der bestehenden Prozesse sowie Investitionen im Bereich der Entwicklung von digitalen Lösungen und Produkten.
Zusammenfassend erwartet der Vorstand im Rahmen seiner Prognose, dass sich die Kennzahlen für die Gruppe wie folgt entwickeln:
WashTec geht für die Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 von einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres (2022: Mio.€ 482,2) bei einer deutlichen Steigerung des EBIT (2022: Mio.€ 38,0) aus. Hierzu werden insbesondere die bereits in der Produktion implementierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, in Verbindung mit optimierten, resilienten Lieferketten sowie ein stringentes Kostenmanagement in allen Bereichen beitragen.
Die Umsatz- und EBIT-Entwicklung in Europa folgt der angestrebten Entwicklung der Gruppe. Für die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik werden ein währungsbereinigter Anstieg des Umsatzes sowie eine Verbesserung des EBIT gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 erwartet. Insgesamt bleibt der Markt in China herausfordernd und die Gesellschaft prüft dort die Art der Marktbearbeitung.
Bei der Entwicklung des Free Cashflow (2022: Mio.€ 16,2) erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg, insbesondere aufgrund einer geringeren Bevorratung durch die Entspannung bei der Materialverfügbarkeit.
WashTec hat das Ziel, mit dem zur Verfügung stehenden Kapital profitabel und effizient zu wirtschaften. Zur Messung der Kapitaleffizienz wird als zentrale Messgröße die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) verwendet. Mittelfristig strebt die WashTec Gruppe weiterhin einen ROCE von über 25% an. Für das kommende Jahr wird mit einer deutlichen Verbesserung des ROCE gegenüber dem Vorjahr (2022: 20,2%) gerechnet.
Die Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfalle/Mio. Arbeitsstunden) möchte die Gesellschaft im kommenden Jahr weiter senken (2022: 4,2).
Das Ergebnis im Einzelabschluss der WashTec AG hängt wesentlich von den Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften ab. Der Jahresüberschuss ist der wesentliche finanzielle Leistungsindikator. Daher gilt die für die WashTec Gruppe beschriebene Prognose auch für die Ergebnisentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.
| Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres | ± 3% |
|---|---|
| Deutliche Steigerung des EBIT | ≥ 10% |
| Deutlicher Anstieg des Free Cashflow | ≥ 10 % |
| Deutliche Verbesserung des ROCE | ≥ 1 Prozentpunkt |
| Unfallhäufigkeitsrate | < 4,2 |
4.2 Chancen- und Risikobericht
Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.
Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.
Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
4.2.1 Chancen- und Risikomanagement
Risikomanagement
Zur Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie zur Überwachung dieser Aktivitäten dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurzund mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum 36 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Das durch die Gruppe verwendete Risikomanagementsystem ermöglicht eine systemgestützte Erfassung, Dokumentation, Bewertung und Aggregation der Risiken nach anerkannten statistischen Methoden.
Sämtliche identifizierten Risiken werden halbjährlich von den Bereichsverantwortlichen innerhalb des Risikomanagementsystems gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden dabei die Schadenshöhe in Bezug auf das EBIT (Betriebsergebnis), entweder mittels absolutem maximalem Schadenswert oder mittels einer Drei-Punkt-Verteilung – bestehend aus dem bestem, dem wahrscheinlichstem und dem höchsten anzunehmenden Schadenswert sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das EBIT werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor den getroffenen Maßnahmen dar. Risikomindernde Maßnahmen können z. B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. aus abgeschlossenen Versicherungen bestehen oder aber die geplanten Projekte bzw. Aktivitäten zur vorbeugenden Risikominimierung sein. Diese werden durch die Bereichsverantwortlichen festgelegt, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Des Weiteren erfolgt durch die interne Revision eine jährliche Prüfung des Risikomanagementsystems.
Im Rahmen der Risiko-Analyse werden mithilfe der Monte-Carlo-Simulation alle Netto-Einzelrisiken simuliert. Diese werden sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der Risikokategorien simuliert bzw. aggregiert. Mögliche Korrelationen werden berücksichtigt. Aus der Simulation werden dabei sowohl der Netto-Erwartungswert (Expected Loss Net) als auch der Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 95% ermittelt. Der Value-at-Risk stellt hierbei das Gesamt-Risikopotenzial der WashTec Gruppe dar und wird zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit herangezogen. Die Bewertung der Risikotragfähigkeit erfolgt in Bezug auf die Liquidität, das Eigenkapital und das Betriebsergebnis (EBIT) der Gruppe. Dafür wird das ermittelte Gesamt-Risikopotenzial (Value-at-Risk) der entsprechenden Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Im Rahmen der Einzelrisiko-Analyse werden individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, bei der Risikoanalyse aggregiert.
Der simulierte Netto-Erwartungswert je Risikokategorie wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:
p Finanzielle Auswirkungen auf das EBIT des Konzerns in T€:
| 1 | Unbedeutend | < 499 |
|---|---|---|
| 2 | Gering | 500–4.999 |
| 3 | Wesentlich | 5.000–9.999 |
| 4 | Gravierend | 10.000–19.999 |
| 5 | Existenz bedrohend | > 20.000 |
| p | Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben: | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Sehr unwahrscheinlich | 1–15% | |||
| 2 | Unwahrscheinlich | 15–40% | |||
| 3 | Eventuell | 40–60% | |||
| 4 | Wahrscheinlich | 60–85% | |||
| 5 | Sehr wahrscheinlich | 85–99% |
Bei der Risikoklassifizierung ergaben sich keine Änderungen gegenüber dem Vorjahr.
Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung aller Risiken, aggregiert nach Risikokategorien, in Bezug auf deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.
| p Risikomatrix |
Eintrittswahrscheinlichkeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60 –85% | 85–99% |
| Existenz bedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
Chancenmanagement
Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens sowie sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.
Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanungen und -aktualisierungen sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.
4.2.2 Chancen und Risiken
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 hat sich im Berichtsjahr die Einschätzung der Chancen und Risiken vor allem in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft verändert.
Die Ungewissheit in Bezug auf den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine und die daraus resultierenden wirtschaftlichen sowie politischen Folgen führt zu Unsicherheiten hinsichtlich der Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023.
Weitere Liefereinschränkungen in Bezug auf Öl und Gas sowie die damit verbundenen möglichen negativen Effekte auf die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise könnten zu weiter steigenden Inflationsraten mit negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Kunden führen. Des Weiteren bergen die anhaltenden Lieferengpässe relevante Risiken für die zukünftige Entwicklung.
Ebenso könnten steigende Zinsen einen weiteren negativen Effekt auf die Investitionsbereitschaft der Kunden und die Finanzierungskosten der Gruppe haben und damit die Entwicklung des Geschäfts beeinflussen.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten.
Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Risiken
Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft, der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.
Der Ukraine-Krieg hatte keinen wesentlichen direkten finanziellen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe, beeinflusste jedoch deutlich die Geschäftsentwicklung durch die negativen Auswirkungen auf die Materialpreise und -verfügbarkeit sowie die Unsicherheiten in der Energieversorgung. Ein anhaltender Krieg könnte dazu führen, dass diese Problematik weiter besteht bzw. verschärft wird.
Die globalen Konjunkturaussichten haben sich im Geschäftsjahr 2022 aufgrund des Ukraine-Krieges und der hierdurch gestiegenen Inflation, insbesondere in Europa und den USA, gegenüber dem Vorjahr eingetrübt. Die Unklarheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Situation im kommenden Jahr schürt Rezessionsängste und hemmt die Investitionsbereitschaft.
Steigende Zinsen und Lebenshaltungskosten beeinflussen das Verhalten von Endkunden, was einen negativen Einfluss auf die allgemeine Nachfrage und Investitionsentscheidungen der Kunden haben könnte.
Die COVID-19-Pandemie hatte im abgelaufenen Jahr keinen wesentlichen Einfluss auf das Waschgeschäft. Eine Veränderung der Situation durch neue Mutationen oder eine neue Pandemie könnte zu erneuten Einschränkungen und damit Beeinträchtigung unseres Geschäfts führen.
Chancen
Die Material- und Ressourcenknappheit auf den Baustellen unserer Kunden führte zu Verspätungen bei der Fertigstellung der für die Installation der Anlagen notwendigen Arbeiten an den Waschhallen und damit zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung sowie steigenden Kosten durch die Beeinträchtigung der Effizienz in diesen Prozessen. Ein Rückgang des allgemeinen Nachfrageverhaltens für bauseitige Leistungen könnte zur Entspannung dieser Situation beitragen.
Die allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundene Rückgang der Nachfrage, könnte auch zu sinkenden Einkaufspreisen für die Gruppe führen.
Klima- und Umwelteinflüsse
Risiken
Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, gestiegene Kosten für Treibstoffe, zunehmende Fahrverbotszonen in Innenstädten, Mautgebühren sowie ein gestiegenes gesellschaftliches Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Fahrzeuge weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzliche Bestimmungen zu befolgen. Dies könnte zu weniger Wäschen und somit zu weniger Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.
Waschverbote aufgrund von Dürreperioden, wie sie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr in Südeuropa zu beobachten waren, können einen negativen Effekt auf das Service- und Chemie-Geschäft der Gruppe haben. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten auch dazu führen, dass solche Waschverbote in naher Zukunft in der Gesetzgebung verankert werden.
Verschiebungen von Verbraucherpräferenzen hin zu emissionsarmen oder emissionsfreien Produkten erachtet die WashTec Gruppe im Hinblick auf das Geschäftsmodel der Autowäsche derzeit als nicht wesentlich, da ein sensibilisiertes Verhalten der Verbraucher lediglich Auswirkungen auf die Antriebsart der Fahrzeuge hat, jedoch für die Anzahl der Fahrzeugwäschen eher von nachrangiger Bedeutung ist.
Mögliche Änderungen in der Art und Weise wie Fahrzeuge zukünftig genutzt werden, z.B. die Zunahme von Car-Sharing-Modellen, wird aus unserer Sicht das Geschäftsmodell von WashTec kurzfristig nicht wesentlich beeinflussen. Mittelfristig könnte diese Entwicklung zu einer Verlagerung von individueller Wäsche in einer Portalwaschanlage hin zu autonomer Wäsche in Waschstraßen führen.
Neue Mobilitätskonzepte könnten zukünftig zu einer gestiegenen Nutzung der vorhandenen Fahrzeuge führen. Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach auch die Art und die Intensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die Teil eines »Shared Mobility«-Konzepts sind, werden tendenziell häufiger gewaschen.
Chancen
Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der automatischen Fahrzeugwäschen führen. Diese ist im Vergleich zur Handwäsche, insbesondere bei Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen, deutlich schonender für die Umwelt. Derartige Anlagen, bei denen das Wasser im Kreislauf geführt wird, können den Frischwasserverbrauch je nach Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90% reduzieren.
Sollten weitere Länder strengere gesetzliche Vorschriften einführen, könnte dies auf lange Sicht zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnungssystemen führen. Daneben können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der Handwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.
WashTec leistet als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.
Kunden, Wettbewerb und Markt
Risiken
Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge der Neuausschreibung von Rahmenlieferverträgen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. Die Risiken daraus können die Umsatzentwicklung im kommenden Geschäftsjahr beeinflussen.
Auch die Unsicherheiten in der aktuellen politischen Lage und der damit zusammenhängenden weltweit angespannten wirtschaftlichen Entwicklung und ein steigendes Zinsniveau können zu einer Zurückhaltung bei den Investitionen unserer Kunden führen.
Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preisdruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.
WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung implementiert. Umsatzrisiken aus rückläufiger Nachfrage werden beobachtet und bei Bedarf geeignete Maßnahmen hinsichtlich der Produktanpassung, Optimierung des Angebotsprogramms sowie Kapazitätsanpassungen eingeleitet.
Die Verknappung und die Verteuerung fossiler Brennstoffe führen zu einer zunehmenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Infolgedessen könnte die Nutzung von Tankstellen in ihrer heutigen Form abnehmen. Derzeit ist allerdings noch nicht absehbar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen wird. Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese mögliche Entwicklung aufgrund der derzeit vorhandenen Fahrzeugflotten in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben.
Ein weiteres Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-) Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.
Chancen
Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der entwickelten Märkte fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, auch in neue Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Produktionswerken in den Regionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Tochtergesellschaften präsent ist, könnten die Absatzahlen in Wachstumsregionen steigen.
Insbesondere große Mineralölgesellschaften profitieren vom stark gestiegenen Ölpreis. Dies könnte zu höheren Investitionen seitens dieser Großkunden führen.
Investitionen
Entscheidungen für Investitionen beinhalten u. a. Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.
Risiken
Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen Marktentwicklungen nicht wie angenommen eintreten und es dadurch zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsaufwendungen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen belasten. Auch eine deutliche Verlängerung von Projektlaufzeiten bei Investitionsvorhaben kann durch Ressourcenbindung bzw. Kostenüberschreitung zu einem negativen Effekt auf das Ergebnis der Gesellschaft führen. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für die Genehmigung von Investitionen und damit zusammenhängenden Ausgaben.
Chancen
Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört – abhängig von der Art der Investition – die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern. Insbesondere Investitionen im Bereich der Digitalisierung können neue Chancen in Bezug auf die angebotenen Produkte und Lösungen für unsere Kunden bieten und somit einen Wettbewerbsvorteil generieren. Smarte Anlagentechnik optimiert beispielsweise den Betrieb des Waschgeschäfts und erlaubt dem Betreiber die optimale Ausgestaltung seines Angebotes an den Endkunden. Mithilfe von Remote Services lässt sich zudem die Maschinenverfügbarkeit erhöhen und die Profitabilität des Waschgeschäfts steigern.
Innovationen und Patente
Risiken
WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.
Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber (ebenso wie WashTec) Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten.
Innovationen im Produktbereich bergen auch das Risiko, dass diese vom Markt nicht wie erwartet angenommen werden. Dies könnte dazu führen, dass die Entwicklung dieser Innovationen und deren Wirtschaftlichkeit nicht die angenommene Entwicklung nimmt und die Innovationen die Markterwartungen verfehlen. Um das zu vermeiden, begleitet WashTec die Einführung neuer Produkte eng am Markt und testet diese bereits in einer früheren Phase auf ihre Wirksamkeit.
Die Einführung neuer Produkte auf dem Markt ist für alle Unternehmen mit zusätzlichem Aufwand und Risiken verbunden. Neben den zusätzlichen Aufwendungen für die Produktplatzierung und den bereits angesprochenen Risiken der Annahme dieser Produkte durch die Kunden, bilden die Risiken aus der Auslaufsteuerung bestehender Produkte sowie mögliche, erst nach Markteinführung auftretende, qualitätsbezogene Probleme weiteres Risikopotenzial.
Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie und die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten deutlich und nachhaltig beeinflussen.
Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge und somit auf Umsätze in diesem Bereich haben.
Chancen
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Innovationen von WashTec wurden in der Vergangenheit mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.
Das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie kann sich durch technische Verbesserungen ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.
Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf erzeugen und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.
IT-Sicherheit, Qualität und Prozesse
Risiken
In Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte auf dem Markt, der Verbesserung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können IT-Sicherheits-, Qualitätsund Prozessrisiken auftreten. Die operativen Prozesse des Unternehmens beruhen entscheidend auch auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit aller technischen Systeme. Sollten diese gefährdet sein, hätte dies insgesamt negative Auswirkungen auf WashTec.
Cyber-Risiken sind alle Risiken, denen Computer- und Informationsnetzwerke sowie alle IT-gestützten Geschäfts- und Produktionsprozesse ausgesetzt sind. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Cyber-Angriffe und Ransomware-Attacken nehmen in ihrer Quantität und Professionalität weltweit kontinuierlich zu. Das Risiko wird im Zusammenhang mit Cyber-Kriminalität insgesamt als relevant eingestuft.
WashTec hat entsprechende Maßnahmen (z.B. Schulungen) getroffen, um diese Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Die Stabilität der IT-Systeme in den vergangenen Jahren deutet aus Sicht des Unternehmens darauf hin, dass diese solide aufgestellt sind und die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt dieser Risiken entsprechend als eventuell einzustufen ist. Dennoch werden auch im kommenden Jahr deutliche Anstrengungen und Investitionen unternommen, um diese Risiken möglichst zu reduzieren.
Qualitätsprobleme bei der Entwicklung bzw. Produktion der Waschanlagen können zu nachträglichen Kosten für die Gruppe führen. Etwaige Fehler oder Probleme werden durch die Qualitätssicherung fortlaufend erfasst, überwacht und behoben.
Chancen
Durch die laufende Optimierung der Unternehmensprozesse und den Einsatz neuer Technologien kann die Kundenzufriedenheit positiv beeinflusst werden. Außerdem könnte auch eine Steigerung der Prozesseffizienz erzielt werden, welche nicht in der normalen Planung berücksichtigt war.
Lieferanten
Risiken
Beim Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Risiken hinsichtlich verspäteter Lieferungen, mangelnder Produktverfügbarkeit, mangelhafter Qualität und schwankender Einkaufspreise.
Die Risiken in Bezug auf Lieferanten haben infolge der stark gestiegenen Materialpreise und der schwierigeren Materialverfügbarkeit aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine und der Lockdowns in China im Verlauf des Geschäftsjahres zugenommen.
Den Engpässen bei der Materialverfügbarkeit konnte durch entsprechende operative Maßnahmen erfolgreich entgegengewirkt werden, sodass die WashTec Gruppe ihren Lieferverpflichtungen vollumfänglich nachkommen konnte.
Die unklare Lage bezüglich der möglichen weiteren Auswirkungen der geopolitischen Verwerfungen im kommenden Jahr erhöht das Risiko von Lieferschwierigkeiten sowie weiterer Preissteigerungen bei der Beschaffung von Materialien.
Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement verringerten insbesondere bei strategischen Lieferanten diese Risiken.
Chancen
Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.
Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Kapazitätsrisiken
Nachfrageschwankungen und eine unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf erfordern entsprechende Kapazitätsanpassungen. Insbesondere die Konzentration des Absatzes auf die letzten Monate des Jahres führt zu besonderen Herausforderungen bei der Produktionsplanung.
Durch krankheitsbedingte Ausfälle bei Mitarbeitern in der Produktion könnte die Produktionskapazität kurzfristig für mehrere Tage sinken.
Darüber hinaus könnten durch den Ausfall kritischer Infrastruktur Teile der Produktion kurzfristig ausfallen.
Auf Basis der internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus identifiziert und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.
Einer Steigerung der Nachfrage wird durch eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse in der Produktion sowie rechtzeitiger Erweiterung der Kapazitäten durch Neuinvestitionen begegnet.
Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur
Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider oder ist die Performance der WashTec Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur oder einer Übernahme kommen.
In diesem Fall können sich Änderungen in der bestehenden Strategie, der personellen Besetzung der Organe und der bisher kommunizierten Erwartungen der WashTec Gruppe ergeben. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z. B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.
Finanzielle und rechtliche Risiken
Der Basiszinssatz bestehender Finanzierungen ist variabel. Weitere Zinserhöhungen können zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der WashTec Gruppe führen.
Bei einer erhöhten Inanspruchnahme der Kreditlinien in Zusammenhang mit den bereits erfolgten und möglichen zukünftigen Leitzinserhöhungen der EZB besteht das Risiko steigender Finanzierungskosten.
WashTec ist außerdem mit Risiken konfrontiert, die aus unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Richtlinien und Gesetzen resultieren und die die Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Rechtliche Auseinandersetzungen, das Aufkommen neuer und die Einigung bei bestehenden Rechtsstreitigkeiten mit externen Vertragspartnern sind möglich. Diesen Risiken begegnet die Gruppe mit der rechtzeitigen Einbindung der Rechtsabteilung in kritische Rechtsgeschäfte, dem bedarfsgerechten Hinzuziehen externer Experten und bei Bedarf mit der Bildung entsprechender Rückstellungen.
Währungsveränderungen
Risiken
Durch zunehmende Transaktionen mit den Tochtergesellschaften können Änderungen der Wechselkurse Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Darüber hinaus können Schwankungen im Wechselkurs zu Effekten in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe aus der Bewertung von offenen Fremdwährungsposten führen. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec bei Bedarf entsprechender Derivate, um diese Effekte abzumildern. Operative Risiken, die sich aus einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.
Chancen
Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/Pazifik könnten sich bei einer Abschwächung des Euros positive Währungseffekte ergeben.
Liquiditätsrisiken
Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Tochtergesellschaften ist für WashTec unabdingbar. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme werden mögliche Engpässe rechtzeitig identifiziert und die erforderlichen Handlungen umgesetzt. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.
Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z.B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen.
Sollte sich aufgrund der Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf ergeben, können bestehende Kreditlinien erweitert werden.
In Bezug auf die Liquiditätsrisiken sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Kreditlinien hat das Unternehmen ausreichend liquide Mittel und Finanzierungslinien, um flexibel reagieren und auch Investitionen in die zukünftige Entwicklung tätigen zu können.
Kredit- und Ausfallrisiken
Die WashTec Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die erfassten Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das tatsächliche Ausfallrisiko abgedeckt ist. In der Gruppe besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung bestimmter Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen.
Das Waschgeschäft erwies sich bisher als robust, sodass die Gruppe während der letzten Krisenjahre keinen Anstieg der Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte. Insgesamt kam es zu keinen nennenswerten Ausfällen und zu keiner weiteren Erhöhung des Ausfallrisikos.
Steuerrisiken
Die WashTec Gruppe bilanziert latente Steuern im Wesentlichen aus temporären Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuern und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.
Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von laufenden Betriebsprüfungen bei Unternehmen der Gruppe ergeben. Die Unternehmensleitung betrachtet diese als gering, da alle Steuerberechnungen in Zusammenarbeit mit lokalen Steuerberatern erstellt werden. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe können steuerliche Risiken bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Mitarbeiterrisiken
WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und Spezialisten, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnte sich nachteilig auf die Entwicklung von WashTec auswirken.
In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern (wie z.B. Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen, bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse) könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern.
Darüber hinaus können Arbeitsniederlegungen in Produktion oder Service die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.
Werden die Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder für vom Unternehmen zu tragenden Sozialleistungen geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.
4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken
In der nachfolgenden Tabelle werden die Risiken, aggregiert nach Risikokategorien, dargestellt:
| Eintrittswahr scheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Gesamtbeurteilung | |
|---|---|---|---|
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | eventuell | gering | relevant |
| Klima- und Umwelteinflüsse | eventuell | gering | relevant |
| Kunden, Wettbewerb und Markt | unwahrscheinlich | wesentlich | relevant |
| Investitionsrisiken | unwahrscheinlich | gering | relevant |
| Innovationen und Patente | unwahrscheinlich | gering | relevant |
| IT-Sicherheits-, Qualitäts- und Prozessrisiken |
eventuell | gering | relevant |
| Lieferantenrisiken | eventuell | gering | relevant |
| Kapazitätsrisiken | unwahrscheinlich | gering | relevant |
| Übernahmerisiken | sehr unwahrscheinlich |
unbedeutend | vernachlässigbar |
| Finanzielle und rechtliche Risiken | eventuell | gering | relevant |
| Währungsrisiken | eventuell | unbedeutend | relevant |
| Liquiditätsrisiken | sehr unwahrscheinlich |
unbedeutend | vernachlässigbar |
| Kredit- und Ausfallrisiken | sehr unwahrscheinlich |
unbedeutend | vernachlässigbar |
| Steuerrisiken | wahrscheinlich | unbedeutend | relevant |
| Mitarbeiterrisiken | unwahrscheinlich | gering | relevant |
4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung
Das eingerichtete Risikomanagementsystem ist aus Sicht des Vorstands angemessen und wird stetig weiterentwickelt. Des Weiteren begrenzt das solide Geschäftsmodell Geschäftsrisiken und eröffnet weitere Chancen. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen liefert eine Indikation über die Gesamtrisikoeinschätzung der Gruppe, auch wenn ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken als unwahrscheinlich erachtet wird. Der kumulierte Netto-Erwartungswert (Expected Loss Net) aller Einzelrisiken beträgt zum Jahresende 2022 Mio.€ 25,9 (Vorjahr: Mio.€ 23,1) und liegt damit etwas über dem Niveau des Vorjahres.
Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:
Die Gesamtanzahl der Risiken, die die WashTec Gruppe wesentlich beeinflussen, sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Berichtsjahr haben sich die Risiken in Bezug auf gesamtwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Verbindung mit dem Ukraine-Krieg und den daraus resultierenden Effekten auf Inflation und Nachfrage- und Investitionsverhalten der Kunden erhöht. Da weiterhin vermehrte Ransomware-Attacken bzw. Cyberangriffe zu beobachten sind, sind auch Risiken in Bezug auf IT-Sicherheit weiterhin für WashTec relevant.
Der Vorstand sieht aus heutiger Sicht auf Basis der Ergebnisse des Risikomanagementprozesses keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat. Das Überwachungssystem ist in allen wesentlichen Belangen geeignet, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, mit hinreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.
5
Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem (RMS) von WashTec ist im Rahmen des Risikoberichts unter 4.2 »Chancen- und Risikobericht« beschrieben.
Das interne Kontrollsystem (IKS) versteht sich als Gesamtheit aller systematisch definierten Kontrollen und Überwachungsaktivitäten. Das IKS überwacht die Grundsätze und Verfahren anhand von präventiven und aufdeckenden Kontrollen.
Ein effektives und effizientes internes Kontrollsystem ist entscheidend, um Risiken in den Geschäftsprozessen erfolgreich zu steuern. Alle WashTec Gesellschaften sind Bestandteil des IKS. Der Umfang der von jeder Gesellschaft auszuführenden Aktivitäten ist unterschiedlich und hängt unter anderem von der Wesentlichkeit der Gesellschaft für den Konzernabschluss und den spezifischen Risiken ab, die mit der Einheit verbunden sind. Die Gesamtverantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand. Das IKS von WashTec soll die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für WashTec maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen, im Sinne eines Compliance Management Systems, gewährleisten. Deshalb betrachtet das interne Kontrollsystem bei WashTec alle wesentlichen Geschäftsprozesse und geht über Kontrollen im Rechnungslegungsprozess hinaus.
Im Rechnungslegungsprozess tragen verschiedene Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen beispielsweise dazu bei, dass die Jahresabschlüsse und der Konzernabschluss regelungskonform erstellt werden. Für die Konsolidierung nutzt WashTec ein gruppeneinheitliches System und gewährleistet dadurch ein einheitliches Vorgehen. Zugleich wird das Risiko von Falschaussagen in der Rechnungslegung und der externen Berichterstattung minimiert. Eine angemessene Funktionstrennung und die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips reduzieren das Risiko betrügerischer Handlungen. Die aufeinander abgestimmten Prozesse, Systeme und Kontrollen stellen hinreichend sicher, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen steht. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht und angewendet.
Bei relevanten IT-Systemen führt WashTec regelmäßig Systemsicherungen durch, um Datenverluste und Systemausfälle möglichst zu vermeiden. Zum Sicherungskonzept gehören darüber hinaus systemtechnische Kontrollen, manuelle Stichprobenprüfungen durch erfahrene Mitarbeiter sowie maßgeschneiderte Berechtigungen und Zugangsbeschränkungen.
WashTec entwickelt die Anforderungen an das interne Kontrollsystem kontinuierlich weiter und passt die Kontroll-Landschaft an sich ändernde Prozesse an. Die interne Revision ist in den Gesamtprozess eingebunden und prüft regelmäßig die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems im Rahmen des risikobasiert abgeleiteten jährlichen Prüfungsplans.
Hinweis: Der nachfolgende Absatz unterlag keiner Prüfung durch den Abschlussprüfer.
Der Vorstand von WashTec evaluiert im Rahmen von Vorstandssitzungen die Ergebnisse des RMS sowie des IKS und beurteilt zudem jährlich deren Angemessenheit und Wirksamkeit. Dem Vorstand liegt kein Hinweis vor, dass das RMS und IKS zum 31. Dezember 2022 in der Gesamtheit in wesentlichen Aspekten nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wären. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erkennt der Vorstand jedoch an, dass auch in Zukunft Optimierungen in Bezug auf Effektivität und Effizienz weiter vorangetrieben werden müssen. Ungeachtet dessen bestehen inhärente Beschränkungen in der Wirksamkeit eines jeden RMS bzw. IKS. Kein als angemessen und wirksam beurteiltes System kann garantieren, alle Risiken zu identifizieren oder Prozess- bzw. Kontrollverstöße unter allen Umständen auszuschließen. Der Prüfungsausschuss ist in das RMS und IKS von WashTec systematisch eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und des RMS.
Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
6
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-, Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Unternehmens politik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Um gang mit Währungs-, Liquiditäts-, Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus prüft das Unternehmen bei Bedarf die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktpreisrisiken besteht. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden. Entsprechend der Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben.
Übernahmerelevante Angaben
Angaben gem. §§ 289a, 315a HGB – Erläuternder Bericht des Vorstands
Der folgende Text enthält die Angaben nach §§ 289a bzw. 315a HGB.
»Gezeichnetes Kapital«
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Das gezeichnete Kapital i.H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren – insbesondere gleiche Stimmrechte. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.
»Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«
Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstandes existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.
»Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«
Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes zu 44,74% (Stand 31. Dezember 2022) im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwelle. Eine direkte Beteiligung am Kapital oberhalb von 10% der Stimmrechte hält – gemäß den Meldungen nach WpHG – EQMC ICAV (vormals EQMC Europe Development Capital Fund plc.), Irland (zum Stand 31. Dezember 2022: 10,06%, zum Stand 7. Februar 2023: 15,14%). Eine indirekte Beteiligung am Kapital oberhalb von 10% der Stimmrechte hält – gemäß den Meldungen nach WpHG –Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A, Spanien (15,12%), als Investment Management Funktion der EQMC ICAV.
Eine direkte Beteiligung am Kapital knapp unterhalb von 10% der Stimmrechte hält – gemäß den Meldungen nach WpHG – Kempen Oranje Participaties N.V., Niederlande (9,60%).
Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2022
10,06% EQMC ICAV ¹
| 9,60 % Kempen Oranje Participaties N.V. | |
|---|---|
| 6,82 % Dr. Kurt Schwarz ² |
|
| 5,53 % Union Investment Privatfond GmbH | |
| 5,43 % Investment AG für langfristige Investoren TGV | |
| 4,99 % Axxion S.A. | |
| 4,58 % Paradigm Capital Value Fund SICAV | |
| 4,25 % Eigene Aktien | |
| 4,00 % Diversity Industrie Holding AG | |
| 44,74 % Sonstige |
Quelle: Meldungen gemäß WpHG
¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A. as investment management function ² Leifina GmbH & Co. KG et al.
»Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
»Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind«
Es sind nach Kenntnis der Gesellschaft keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
»Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen«
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.
Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus drei Mitgliedern. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstandes sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrates. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.
Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.12 und § 9.13 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.
§ 9.12 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.
»Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«
Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG)
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.
Aktienrückkauf
Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Da die von der Hauptversammlung am 29. April 2019 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien am 30. Juni 2022 ausgelaufen wäre, wurde in der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 beschlossen, die bestehende Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von €40.000.000 oder falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstandes über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien können dem Tagesordnungspunkt 8 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2022 entnommen werden. Seit Abschluss des Rückkaufangebots im September 2015 hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25% entspricht.
»Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«
Einzelne Verträge der WashTec Gruppe – wie z.B. die Kreditverträge – sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor. In diesem Fall kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.
8 Erklärung zur Unternehmensführung
Nach § 289f und § 315d HGB
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß §§ 289f, 315d HGB über die Unternehmensführung der WashTec AG und des Konzerns. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst auch die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) gemäß § 161 AktG.
8.1 Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.
Vorstand und Aufsichtsrat befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben (Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen) des Kodex. Den Empfehlungen des Kodex wird im Wesentlichen entsprochen.
Nachfolgend ist der Wortlaut der gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat am 15. Dezember 2022 gemäß § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung wiedergegeben. Alle abgegebenen Erklärungen sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
»WashTec AG, Augsburg
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom 15. Dezember 2022
Vorstand und Aufsichtsrat haben die letzte Entsprechenserklärung am 16. Dezember 2021 abgegeben.
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 16. Dezember 2021 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»DCGK«) in der Fassung vom 16. Dezember 2019 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen hat und dass derzeit und zukünftig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»DCGK«) in der Fassung vom 28. April 2022 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wird:
Der DCGK empfiehlt in G.10 Satz 1 DCGK eine überwiegend aktienbasierte variable Vergütung für den Vorstand. Die langfristige variable Vergütung im Rahmen des Long Term Incentive Program (»LTIP«) enthält relevante aktienkursbasierte Bestandteile. Dies umfasst das im Rahmen des LTIP mit 30% gewichtete »Total Shareholder Return – Ziel«, mit dem auch die Entwicklung der Aktienkursentwicklung über die Laufzeit der 3-jährigen Incentivierungsphase bewertet wird. Insofern erklären Vorstand und Aufsichtsrat höchst vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 1 DCGK. Dabei ist zu beachten, dass das LTIP die Möglichkeit eröffnet, durch entsprechendes Eigeninvestment in Aktien der WashTec AG die Vergütung aus dem LTIP bei
Einhaltung von festgelegten Voraussetzungen maximal zu verdoppeln. Mit dieser Option wird eine deutliche Anreizwirkung gegenüber den Vorstandsmitgliedern geschaffen, an den Chancen und Risiken der Aktienkursentwicklung zu partizipieren.
Der DCGK empfiehlt weiterhin in G.10 Satz 2 DCGK, dass das Vorstandsmitglied über die langfristig variablen Gewährungsbeträge erst nach vier Jahren verfügen kann. Die Incentivierungsphase des LTIP beträgt drei Jahre und orientiert sich an der regulär vorgesehenen Laufzeit der Vorstandsverträge, die ebenfalls auf drei Jahre ausgerichtet ist. Vor dem Hintergrund dieses Dreijahreszyklus sehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Laufzeit von drei Jahren im Rahmen des LTIP als angemessen an. Vor diesem Hintergrund erklären Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 2 DCGK. Dem DCGK wird insoweit Rechnung getragen, als ein Sechstel der abschließenden Bonuszahlung aus der LTIP Komponente mit Eigeninvestment einer Aktienerwerbspflicht mit dreijähriger Haltefrist unterliegt.
Das vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2021 beschlossene und von der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG am 18. Mai 2021 gebilligte System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließenden oder zu verlängernden Vorstandsdienstverträge. Das geltende LTIP für den Vorstand, welches eine Malus-/ Clawback-Regelung vorsieht, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Vorstandsmitglieder. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge gilt, dass diese unter den dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt wurden bzw. werden. Die Empfehlungen G.11 Satz 2
(Einbehalt und Rückforderung variabler Vergütung) und G.13 Satz 2 DCGK (Anrechnung der Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung im Fall eines nachträglichen Wettbewerbsverbots) sind in diesen Vorstandsverträgen nicht umgesetzt. Dies beruht auf dem Umstand, dass die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge auf der Grundlage des bisherigen, vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2019 beschlossenen Vergütungssystems geschlossen wurden.
Die Empfehlung G.18 Satz 2 DCGK sieht vor, dass eine erfolgsorientierte Vergütung für den Aufsichtsrat auf eine langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet sein soll. Für den Aufsichtsrat der WashTec AG ist eine jährliche erfolgsabhängige Vergütung gemäß der Satzung sowie eine langfristige erfolgsabhängige Vergütung gemäß Beschluss der Hauptversammlung 2021 (»LTIP AR«) vorgesehen. Das aktuelle LTIP AR gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024. Vorstand und Aufsichtsrat gehen von einer Einhaltung der Empfehlung aus und erklären vorsorglich, dass die maximal erreichbare Bonuszahlung aus dem LTIP AR, jeweils anteilig heruntergebrochen auf ein Jahr, die maximal erreichbare jährliche erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich überschreitet.
Augsburg, den 15. Dezember 2022
Vorstand und Aufsichtsrat«
Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung, Corporate Governance Berichte sowie Entsprechenserklärungen zum Kodex für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.
8.2 Vergütungsbericht/Vergütungssystem
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations öffentlich zugänglich.
Unter derselben Internetadresse werden der Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß §162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.
8.3 Vorstand
Arbeitsweise und Zusammensetzung
Der Vorstand der WashTec AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest. Zudem ist der Vorstand für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.
Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Arbeit des Vorstands. Die Geschäftsordnung enthält insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte und die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.
Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum Herr Dr. Ralf Koeppe, Herr Andreas Pabst, Frau Dr. Kerstin Reden und Herr Stephan Weber an.
| Name | Zeitraum | Ressorts |
|---|---|---|
| Dr. Ralf Koeppe (CEO & CTO) |
1. Januar bis 31. Dezember 2022 |
Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Supply Chain, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit |
| Kommissarische Übernahme des CFO-Bereich |
1. September bis 30. September 2022 |
Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen |
| Dr. Kerstin Reden (CFO) 1. Januar bis | 31. August 2022 | Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen |
| Andreas Pabst (CFO) | 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 |
Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen |
| Stephan Weber (CSO) | 1. Januar bis 31. Dezember 2022 |
Vertrieb und Service weltweit, KAM/CWM, Marketing und Product Units/Produktmanagement |
Nachfolgeplanung und Diversitätskonzept
Gemeinsam mit dem Vorstand sorgt der Aufsichtsrat für eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung führen die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßige Gespräche zu diesem Thema. Auch der Aufsichtsrat behandelt das Thema regelmäßig in seinen Sitzungen. Grundlagen der langfristigen Nachfolgeplanung bilden dabei insbesondere Gespräche des Aufsichtsrats mit den Vorstandsmitgliedern sowie Kontakte mit Führungskräften des Unternehmens. Neben Vertragslaufzeiten und Verlängerungsmöglichkeiten bei aktuellen Vorstandsmitgliedern wird auch über potenzielle Nachfolger beraten.
WashTec verfolgt das Ziel, den Vorstand grundsätzlich nach Qualifikation zu besetzen. Der Aufsichtsrat achtet im Rahmen des Auswahlprozesses von neuen Vorstandsmitgliedern insbesondere auf Diversität. Im Zuge der Besetzung offener Vorstandspositionen erarbeitet der Aufsichtsrat ein Anforderungsprofil und führt Gespräche mit geeigneten Kandidaten. Bei der Besetzung des Vorstands wird angestrebt, dass Kandidaten über Erfahrungen in der gleichen oder einer ähnlichen Branche verfügen. Über die Besetzung offener Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat auf Grundlage des Anforderungsprofils und unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen. Bei Bedarf wird der Aufsichtsrat bzw. dessen Personalausschuss bei der Entwicklung von Anforderungsprofilen und der Kandidatenauswahl durch externe Berater unterstützt.
Eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt können alle Altersklassen im Vorstand vertreten sein. Entsprechend der Empfehlung B.5 des Kodex hat der Aufsichtsrat für Vorstandsmitglieder eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren festgelegt. Angaben zu Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand sind unter Ziffer 8.6 auf Seite 102 dargestellt.
8.4 Aufsichtsrat
Arbeitsweise des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der WashTec AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens einschließlich der Konzerngeschäftsführung. Wesentliche Vorstandsentscheidungen – z.B. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen – sind an seine Zustimmung gebunden. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresbericht und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß §172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, der behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fällt weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt der Aufsichtsrat auch das Vergütungssystem für den Vorstand (vgl. § 87a AktG), auf dessen Basis die konkrete Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt wird. Der Aufsichtsrat hat der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG 2021 ein aktualisiertes System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder zur Billigung vorgelegt, welches die Hauptversammlung gebilligt hat.
Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie den Umgang mit Interessenkonflikten. Die Geschäftsordnung ist auf der Website der Gesellschaft unter folgendem Link abrufbar: Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat – WashTec AG.
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig im Rahmen einer Selbstbeurteilung die Effizienz seiner Tätigkeit. Die Selbstbeurteilung erfolgt anhand eines Fragenkatalogs, der entsprechend den Anforderungen des Kodex regelmäßig aktualisiert und angepasst wird. Zum Abschluss des Berichtsjahres wurde im ersten Quartal 2023 eine erneute Selbstbeurteilung durchgeführt. Die Ergebnisse der Beurteilung wurden ebenfalls im ersten Quartal 2023 vorgestellt und ausführlich erörtert. Die Ergebnisse der Beurteilung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Einzelne Anregungen werden auch unterjährig aufgegriffen und umgesetzt. Nennenswerte Defizite konnten nicht festgestellt werden.
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Ausschüsse
Der Aufsichtsrat besteht aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs-, einen Personal-, einen Nominierungs-, einen Vertriebsstrategie- und einen Innovations- und Produktionsausschuss gebildet. Im März 2022 hat der Aufsichtsrat ferner entschieden, einen Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss einzurichten.
Die Ausschüsse haben insbesondere die Aufgabe, Aufsichtsratssitzungen und Beschlüsse des Gesamtaufsichtsrats vorzubereiten. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.
| Prüfungs ausschuss |
Personal ausschuss |
Nominie rungs ausschuss |
Innovations und Produktions ausschuss |
Vertriebs ausschuss |
Unter nehmens strategie- und Nachhaltig keits ausschuss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Günter Blaschke | V | V | M | V | M | |
| Ulrich Bellgardt | M | M | M | V | ||
| Dr. Hans Liebler | M | M | ||||
| Heinrich von Portatius | M | |||||
| Dr. Alexander Selent | V | M | M | |||
| Peter Wiedemann | M | V |
V = Vorsitzender eines Ausschusses
M = Mitglied eines Ausschusses
Die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats, die Sitzungsteilnahmen sowie die Einzelheiten der Arbeit des Gremiums im Berichtsjahr, wie auch die Einzelheiten der Arbeit der Ausschüsse sind im Bericht des Aufsichtsrats ab Seite 10 dargestellt.
Der Aufsichtsrat der WashTec AG hat unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen und der Empfehlungen des DCGK konkrete Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils sowie eines Diversitätskonzepts für den Aufsichtsrat beschlossen.
Unabhängigkeit
Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder im Sinne des DCGK angehören. Hierfür soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Für den Fall, dass die Gesellschaft einen kontrollierenden Aktionär hat, soll mindestens einer dieser Anteilseignervertreter auch unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Personalausschusses sollen unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig von einem etwaigen kontrollierenden Aktionär sein.
Diversitätskonzept
Vielfalt trägt innerhalb des Aufsichtsrats zu einem breiten Erfahrungsschatz und einer großen Bandbreite in Bezug auf Perspektiven, Kenntnisse und Fähigkeiten bei. Der Aufsichtsrat strebt daher eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf Persönlichkeit, Geschlecht, Internationalität, Bildungs- oder Berufshintergrund, Fachkenntnisse und Erfahrungen sowie Altersverteilung an und berücksichtigt für seine Zusammensetzung insbesondere folgende Kriterien:
- p Der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit soll eine ausgewogene Altersstruktur aufweisen und damit sowohl jüngere, im Berufsleben stehende Persönlichkeiten als auch ältere, berufs- und lebenserfahrenere Persönlichkeiten im Aufsichtsrat vorsehen.
- p Bei Aufsichtsratswahlen wird angestrebt, dass neben deren Eignung nach persönlicher und fachlicher Kompetenz weibliche, wie auch männliche Persönlichkeiten im Aufsichtsrat vertreten sind. Dabei hat sich die Zusammensetzung an den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben auszurichten bzw. anhand der definierten Zielgrößen auf Basis des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen.
- p Der Aufsichtsrat setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die neben ihrer persönlichen und fachlichen Kompetenz möglichst auch verschiedene Bildungs- und Berufshintergründe – zum Beispiel technische, kaufmännische, juristische oder andere geisteswissenschaftliche Ausbildungen und Berufe – aufweisen.
Kompetenzprofil
Leitender Grundsatz für die Besetzung des Aufsichtsrats ist es, eine qualifizierte Überwachung und Beratung des Vorstands der WashTec AG sicherzustellen. Seine Mitglieder sollen insgesamt über die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats der WashTec AG als einem international tätigen börsennotierten Unternehmen im Bereich des Maschinenbaus erforderlich sind.
Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten sollen aufgrund ihrer Persönlichkeit, Kenntnisse und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der WashTec AG als einem international tätigen börsennotierten Unternehmen im Bereich des Maschinenbaus sachgerecht wahrzunehmen. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll sich durch Integrität und die Fähigkeit unabhängiger Entscheidungsfindung auszeichnen, um den Überwachungs- und Prüfungsaufgaben gerecht zu werden. Zur Beratung und Überwachung des Vorstands sollte jedes Aufsichtsratsmitglied auch über angemessene Erfahrungen aus Führungsfunktionen verfügen oder die erforderlichen Fähigkeiten auf andere Art und Weise erworben haben.
Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt eigenverantwortlich sicher, dass es genügend Zeit zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seines Mandats hat. Zu berücksichtigen ist, dass jährlich mindestens vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten werden, die jeweils angemessener Vorbereitung bedürfen, ausreichend Zeit für die Prüfung der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen vorzusehen ist und bei Mitgliedschaft in einem oder mehreren Aufsichtsratsausschüssen weiterer zeitlicher Aufwand entsteht.
Aufsichtsratsmitglieder sollen der vom DCGK empfohlenen Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten nachkommen.
Die in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegte Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat beträgt in der Regel 75 Jahre.
Der Aufsichtsrat soll insgesamt über sämtliche Kompetenzen verfügen, die angesichts der Aktivitäten von WashTec als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse und Erfahrungen in den nachfolgenden Kompetenzfeldern:
| Kompetenzfeld | Kompetenzbeschreibung |
|---|---|
| Führungserfahrung/Management | Führungs-/Managementerfahrung aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder vergleichbaren Gremiums in einem (börsennotierten) Unternehmen |
| Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung) |
Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung) |
| Produktion, Vertrieb und Marketing | Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Marketing |
| Finanzen | Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungs legungsgrundsätzen und in der Bilanzierung sowie in der Anwendung von internen Kontrollverfahren |
| Risikomanagement & Compliance | Kenntnisse und Erfahrungen im Risikomanagement sowie im Bereich der allg. Unternehmens-Compliance |
| Personal | Kenntnisse und Erfahrungen in Personalführung, Personal management und Personalentwicklung |
| Nachhaltigkeit (ESG) | Erfahrungen und Kenntnisse der ESG- Faktoren und deren Bedeutung sowie in den für die WashTec-Gruppe bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen, Kenntnisse der Corporate Governance eines börsennotierten Unternehmens (DCGK, Marktmissbrauchsverordnung etc.) |
| Internationalität | Erfahrungen und Kenntnisse (dazu gehören auch Sprachkenntnis se außerhalb der Muttersprache) im Bereich internationaler Geschäftstätigkeiten |
| Kapitalmarkt und Investor Relations | Kenntnisse des Kapitalmarkts und im Bereich Investor Relations, Erfahrungen mit Investoren |
Darüber hinaus muss in Ansehung der Anforderungen des § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Entsprechend dem DCGK soll der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein. Die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist.
Umsetzung/Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der WashTec AG ist entsprechend seiner Zielsetzung und der genannten Anforderungen zusammengesetzt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben, mit unterschiedlichem Berufs- und Ausbildungshintergrund, internationale Erfahrung und weisen eine langjährige Tätigkeit in Führungspositionen auf. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Gesellschaft tätig ist, und besitzen die für WashTec wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Aufgrund der im Aufsichtsrat bzw. im Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss vorhandenen Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen, ist der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsaufgabe in der Lage zu überwachen, wie die ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie und der Unternehmensplanung berücksichtigt wird.
Dem Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss gehören jeweils mit Herrn Dr. Liebler mindestens ein Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und mit Herrn Dr. Selent mindestens ein weiteres Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung an. Herr Dr. Selent als Vorsitzender des Prüfungsausschusses verfügt insbesondere aufgrund seiner Ausbildung als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, sowie der jahrelangen Erfahrung als Finanzvorstand der Fuchs Petrolub AG über Sachverstand, besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung.
Herr Dr. Liebler verfügt insbesondere aufgrund seines Studiums und seiner langjährigen Erfahrung als Geschäftsführer verschiedener international tätiger Unternehmen über Sachverstand, besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung.
Damit qualifizieren sich Herr Dr. Selent und Herr Dr. Liebler als Finanzexperten im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG und D.3 des Kodex.
Ferner gehört dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder an. Nach seiner Einschätzung sind gegenwärtig sechs Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne des DCGK, namentlich die Herren Dr. Blaschke, Bellgardt, Dr. Liebler, von Portatius, Dr. Selent und Wiedemann.
| Dr. Günter Blaschke | Ulrich Bellgardt | Dr. Hans Liebler | Heinrich von Portatius | Dr. Alexander Selent | Peter Wiedemann | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitglied des Aufsichtsrats seit | 4. Juni 2014 | 4. Juni 2014 | 10. Mai 2012 | 16. Mai 2022 | 3. Mai 2017 | 16. Mai 2022 |
| Unabhängigkeit* | x | x | x | x | x | x |
| Geburtsjahr | 1949 | 1957 | 1969 | 1978 | 1952 | 1959 |
| Geschlecht | männlich | männlich | männlich | männlich | männlich | männlich |
| Staatsangehörigkeit | Deutsch | Deutsch / Schweiz | Deutsch | Deutsch | Deutsch | Deutsch |
| Kompetenzfelder | ||||||
| Führungserfahrung/Management | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und |
||||||
| Digitalisierung) | ✔ | ✔ | ✔ | |||
| Produktion, Vertrieb und Marketing | ✔ | ✔ | ✔ | |||
| Finanzen | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | |
| Risikomanagement & Compliance | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | |
| Personal | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ||
| Nachhaltigkeit (ESG) | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ||
| Internationalität | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Kapitalmarkt und Investor Relations | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
* im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex 2022
✔ basierend auf einer Selbsteinschätzung durch den Aufsichtsrat (ein Haken bedeutet zumindest gute und fundierte Kenntnisse jenseits der gesetzlichen Mindestanforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats, auf Basis bereits vorhandener Qualifikation, erworben im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied, zum Beispiel einer langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss oder im Rahmen von regelmäßig wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen). Auf Basis der Anforderungen an die Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich die folgende Qualifikationsmatrix zu bestehenden Kompetenzen und dem Stand der Umsetzung hinsichtlich des Kompetenzprofils sowie des Diversitätskonzepts:
Im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat berücksichtigen der Aufsichtsrat und der Nominierungsausschuss neben den Vorgaben des Gesetzes und des DCGK die vorgenannten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und streben die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium an. Hierbei soll im Auswahlprozess auch der Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversität) frühzeitig angemessen berücksichtigt werden. Maßgeblich für die Entscheidung des Aufsichtsrats über den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls.
8.5 Aktionäre und Hauptversammlung
Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Investorengesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet üblicherweise im zweiten Quartal des Jahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Abwesende Aktionäre können ihr Stimmrecht durch Bevollmächtigte oder Stimmrechtsvertreter ausüben lassen.
Im Berichtsjahr 2022 hat die WashTec AG von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Hauptversammlung als virtuelle Hauptversammlung durchzuführen. Alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen wurden im Internet in deutscher und englischer
Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren.
8.6 Zielgrößen für den Frauenanteil
Der Aufsichtsrat ist verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat neue Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollen. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25% beschlossen. Mit der Bestellung von Frau Dr. Kerstin Reden zum 1. August 2020 wurde die festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand im Berichtsjahr bis zum 31. August 2022 erfüllt. Nach dem Ausscheiden von Frau Dr. Reden aus dem Vorstand war ab dem 1. September 2022 keine Frau als Vorstand der Gesellschaft bestellt. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von 0% beschlossen. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Im Berichtsjahr 2022 war keine Frau Mitglied im Aufsichtsrat.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Diversität. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands innerhalb der WashTec Gruppe hat der Vorstand am 20. Dezember 2018 jeweils eine Zielgröße von mindestens 10% bis zum 30. Juni 2022 festgesetzt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse bei WashTec, insbesondere des Unternehmensgegenstandes, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft als auch der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec, hielt der Vorstand diesen Anteil für angemessen, da er eine Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation (Diversität) ermöglicht. Zum 30. Juni 2022 wurden beide Zielgrößen erfüllt. So betrug der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 13% und in der zweiten Führungsebene
unterhalb des Vorstands 16%. Eine Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungsebenen innerhalb der WashTec AG entfällt, da in der WashTec AG als Konzernobergesellschaft angesichts der sehr geringen Mitarbeiterzahl keine Führungsebenen bestehen. Auch für die Zukunft hat sich der Vorstand der WashTec AG das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen innerhalb der WashTec Gruppe weiter zu fördern und beschlossen, eine freiwillige Festlegung der Frauenquote über die gesamte Unternehmensgruppe für eine Führungsebene festzulegen. Die Zielgröße beträgt 18% (entsprechend 32 Personen) mit einer Zielerreichungsfrist bis zum 30. Juni 2027.
8.7 Unternehmensführungspraktiken
Transparenz und Kommunikation
Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Einmal jährlich veröffentlicht WashTec einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht, der im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar ist. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z.B. der WashTec Ethikkodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 20.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt. Die der WashTec AG im Berichtszeitraum gemeldeten
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (»Managers' Transactions«) wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations – Nachrichten – Managers Transactions verfügbar.
Compliance
WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsrats- und Prüfungsausschusssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.
Die strategischen Leitlinien und der Ethikkodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance Programms. Der Ethikkodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethikkodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich. Dieser wird aufgrund gesellschaftlicher und gesetzlicher Änderungen regelmäßig auf Aktualität überprüft und entsprechend aktualisiert.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z.B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig onlinebasierte Schulungen zum Ethikkodex, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Ferner werden regelmäßig umfangreiche Onlineschulungen zur Datenschutzgrundverordnung, insbesondere für neue Mitarbeiter, mit abschließendem Test durchgeführt. Teil des Compliance Systems ist das seit 2016 implementierte Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Bestätigung von Verstößen entsprechend verfolgt.
Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insiderliste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.
Chancen- und Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Chancen und Risiken ist Teil einer guten Corporate Governance. Der Vorstand hat ein im Hinblick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage des Unternehmens angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem eingerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat beraten regelmäßig über bestehende Chancen und Risiken, deren Entwicklung sowie zu ergreifende Maßnahmen. Das Interne Kontrollsystem, das Risikomanagement- und das Interne Revisionssystem unterliegen der kontinuierlich Weiterentwicklung und werden stets an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten und Details sind im Chancen- und Risikobericht ab Seite 79 dargestellt.
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Sebastian Kutz Vorstand
Andreas Pabst Vorstand
Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung . | 107 |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung . . |
108 |
| Konzern-Bilanz . | 109 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung . | 111 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung . | 112 |
| Konzernanhang . | 113 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter . | 169 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| in T€ Anhang |
01.01. bis 31.12.2022 |
01.01. bis 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse 7 |
482.239 | 430.532 |
| Kosten der umgesetzten Leistung 8 |
–352.826 | –303.802 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 129.413 | 126.730 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand 8 |
–14.150 | –12.964 |
| Vertriebsaufwand 8 |
–62.136 | –55.244 |
| Verwaltungsaufwand 8 |
–17.124 | –16.759 |
| Sonstige Erträge 9 |
7.169 | 7.115 |
| Sonstige Aufwendungen 9 |
–5.164 | –3.186 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 38.009 | 45.691 |
| Finanzerträge | 529 | 73 |
| Finanzaufwendungen | –1.275 | –971 |
| Finanzergebnis 10 |
–746 | –898 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 37.263 | 44.793 |
| Ertragsteuern 11 |
–10.909 | –13.716 |
| Konzernergebnis | 26.355 | 31.077 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück | 13.382.324 | 13.382.324 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) in € 12 |
1,97 | 2,32 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| in T€ | 01.01. bis 31.12.2022 |
01.01. bis 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 26.355 | 31.077 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten | ||
| Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 1.373 | 46 |
| Latente Steuern | –383 | –20 |
| Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 990 | 26 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen |
1.111 | 1.457 |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen | 163 | 484 |
| Latente Steuern | –171 | –159 |
| Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 1.103 | 1.782 |
| Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | 2.093 | 1.808 |
| Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode | 28.448 | 32.885 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Konzern-Bilanz Aktiva
| in T€ | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 14 | 25.268 | 24.966 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 14 | 42.312 | 42.312 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 14 | 7.032 | 6.212 |
| Nutzungsrechte | 15 | 17.337 | 19.275 |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 | 3.430 | 4.211 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 20 | 277 | 199 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 20 | 538 | 520 |
| Aktive latente Steuern | 16 | 3.856 | 4.753 |
| Langfristiges Vermögen | 100.051 | 102.449 | |
| Vorräte | 17 | 71.647 | 57.083 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19 | 78.801 | 67.236 |
| Steuerforderungen | 18 | 16.028 | 18.699 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 20 | 1.486 | 1.617 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 20 | 2.255 | 1.836 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21 | 14.215 | 18.085 |
| Kurzfristiges Vermögen | 184.432 | 164.555 | |
| Aktiva | 284.483 | 267.004 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Konzern-Bilanz Passiva
| in T€ | Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 22 | 40.000 | 40.000 |
| Kapitalrücklage | 23 | 36.463 | 36.463 |
| Eigene Anteile | 24 | –13.177 | –13.177 |
| Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte | 25 | –2.942 | –5.074 |
| Ergebnisvortrag | 1.426 | 9.158 | |
| Konzernergebnis | 26.355 | 31.077 | |
| Eigenkapital | 88.125 | 98.448 | |
| Langfristige Leasingsverbindlichkeiten | 29 | 10.166 | 12.803 |
| Rückstellungen für Pensionen | 26 | 8.528 | 10.196 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 27 | 3.199 | 4.297 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 168 | 203 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 1.522 | 1.073 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 31 | 1.738 | 1.901 |
| Passive latente Steuern | 16 | 1.600 | 1.299 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 26.920 | 31.773 | |
| Verzinsliche Darlehen | 28 | 41.362 | 13.547 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 29 | 7.936 | 7.444 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 22.711 | 16.123 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 7.514 | 5.436 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 20.597 | 20.574 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 30 | 25.606 | 29.169 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 27 | 9.087 | 10.902 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 31 | 34.625 | 33.589 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 169.437 | 136.783 | |
| Passiva | 284.483 | 267.004 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| in T€ | Anzahl Aktien (in Stück) |
Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Eigene Anteile |
Sonstige Rücklagen und Währungs kurseffekte |
Ergebnis vortrag |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2021 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –6.977 | 39.937 | 96.247 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 1.987 | 1.987 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen | –179 | –179 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütung | 96 | 96 | |||||
| Dividende | –30.779 | –30.779 | |||||
| Konzernergebnis | 31.077 | 31.077 | |||||
| Stand 31. Dezember 2021 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –5.074 | 40.235 | 98.448 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
| Stand 1. Januar 2022 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –5.074 | 40.235 | 98.448 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 2.647 | 2.647 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen | –554 | –554 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütung | 39 | 39 | |||||
| Dividende | –38.809 | –38.809 | |||||
| Konzernergebnis | 26.355 | 26.355 | |||||
| Stand 31. Dezember 2022 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –2.942 | 27.781 | 88.125 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in T€ Anhang |
01.01. bis 31.12.2022 |
01.01. bis 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 37.263 | 44.793 |
| Abschreibungen | 14.690 | 14.507 |
| Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | –621 | – 268 |
| Sonstige Gewinne und Verluste | 39 | 1.832 |
| Finanzerträge | –529 | –73 |
| Finanzaufwendungen | 1.275 | 971 |
| Veränderung der Rückstellungen | –3.122 | –634 |
| Gezahlte Ertragsteuern | –5.534 | –11.663 |
| Brutto-Cashflow | 43.460 | 49.465 |
| Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | –10.694 | –6.439 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte | –13.987 | –17.496 |
| Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.577 | 5.345 |
| Zu-/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen | 327 | 14.261 |
| Zu-/Abnahme Net Operating Working Capital | –17.777 | –4.329 |
| Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen | –2.939 | 526 |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 22.744 | 45.662 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Leasing) | –7.528 | –4.264 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 1.011 | 864 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | –6.516 | –3.400 |
| Free Cashflow | 16.228 | 42.262 |
| Gezahlte Dividende | –38.809 | –30.779 |
| Erhaltene Zinsen | 132 | 73 |
| Gezahlte Zinsen | –937 | –888 |
| Tilgung der Leasingverbindlichkeiten | –8.861 | –7.795 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | –48.476 | –39.389 |
| Nettoveränderung des Finanzmittelfonds | –32.248 | 2.873 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 563 | 900 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 4.538 | 765 |
| 21 Finanzmittelfonds zum 31. Dezember |
–27.147 | 4.538 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Konzernanhang der WashTec AG (IFRS) 2022
Allgemeine Erläuterungen
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Der Konzernabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde am 24. März 2023 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Er wurde in der Aufsichtsratssitzung am 27. März 2023 gebilligt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website https://ir.washtec.de/finanzberichte/ abrufbar.
Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe ist die WashTec AG und ist im Handelsregister des Amtsgerichts der Stadt Augsburg, Deutschland unter HRB 81 eingetragen.
Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.
Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz und sind im Open Market im Börsensegment Prime Standard gelistet.
Der Unternehmensgegenstand der WashTec Gruppe umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche und Waschchemie sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.
2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses
Der Konzernabschluss der WashTec AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2022 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315e HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.
Die Voraussetzungen des § 315e HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die anteilsbasierte Vergütung sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet; hieraus können Rundungsdifferenzen entstehen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Die Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage der WashTec Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2022 durch das signifikant geänderte makroökonomische Umfeld wesentlich beeinflusst. Daraus resultieren die nachfolgend beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe:
- p Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die zahlreichen Corona-Lockdowns in China bis zum Ende der Null-Covid-Politik führten zu einer Verknappung auf den Beschaffungsmärkten mit in der Folge deutlich steigenden Material- und Materialbezugskosten sowie Energiekosten. Die WashTec Gruppe begegnet den Herausforderungen bei der Materialbeschaffung einerseits mit einer erhöhten Flexibilität in der Produktion und einer erhöhten Bevorratung. Dadurch blieb die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit lieferfähig. Andererseits reagiert die Gesellschaft darauf mit Preisanpassungen. Bislang konnten insgesamt bei Auftragsdurchlaufzeiten zwischen vier und sechs Monaten die Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten noch nicht vollständig weitergegeben werden. Daneben zeichnete sich ab, dass die vorgenommenen Preisanpassungen die Steigerung der Materialkosten nicht vollständig kompensieren konnten. Insgesamt belasteten diese Entwicklungen die Ertragslage. Zusammen mit dem höheren Net Operating Working Capital (NOWC) ergab sich ein deutlich gesunkener Free Cashflow der Gesellschaft.
- p Der deutliche Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus führte zu höheren Zinsaufwendungen für die gezogenen Kreditlinien. Daneben wurde das im Vergleich zum Vorjahr höhere Zinsniveau bei der Bemessung der Diskontierungszinssätze für langfristige Bilanzposten sowie der Bestimmung der Bewertungsparameter im Rahmen des Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- und Firmenwerte entsprechend berücksichtigt. Aus dem Werthaltigkeitstest ergab sich im Berichtszeitraum kein Anpassungsbedarf.
Der Ukraine-Krieg hat aufgrund des geringen Geschäftsvolumens in Russland und der Ukraine keine wesentlichen direkten finanziellen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe. Es befinden sich dort keine Produktionsstandorte oder anderweitige Vermögenswerte. Die indirekten Auswirkungen des Krieges, insbesondere auf die Materialpreise und -verfügbarkeit sowie Energiekosten und Inflation, sind für die Gesellschaft deutlich spürbar.
Klimabezogene Sachverhalte verändern die Rahmenbedingungen des Geschäftsmodells der WashTec Gruppe. Daneben leistet WashTec nach wie vor einen aktiven Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit. Dies erfolgt insbesondere mit dem Energie- und Umweltkonzept 2025 und dem daraus abgeleiteten Ziel, die CO2-Emissionen für alle globalen Produktionsstandorte bis zum Jahr 2025 um 30% im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken.
Der große wirtschaftliche und gesellschaftliche Trend hin zur Individualisierung ist ein wichtiger Treiber des weiterwachsenden Mobilitätsbedarfs. Das daraus resultierende Verkehrsaufkommen basiert nach wie vor zu einem erheblichen Teil auf individueller Fortbewegung. Einhergehend mit der notwendigen Dekarbonisierung und den globalen Mobilitätstrends ergeben sich daraus Veränderungen in den Fahrzeugflotten. Autonomes Fahren und »Shared Mobility« führen einerseits zwar zu einer Verringerung des Fahrzeugbestands, andererseits aber auch zu einer Steigerung der Personenkilometer bei kürzeren Fahrzeuglebenszyklen.
Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach in Zukunft auch die Art und die Intensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen allgemein sein. Fahrzeuge, die Teil eines »Shared Mobility«-Konzepts sind, werden tendenziell häufiger gewaschen. Eine weitere Einflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Landes. Eine Verteuerung des Faktors Arbeit und eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens eröffnen weltweit nachhaltiges Marktpotenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen der automatisierten Wäsche übergehen.
Auf dieser Basis geht die WashTec Gruppe weiterhin davon aus, dass die Sauberkeit von Fahrzeugen als ein wesentliches Qualitätskriterium und damit als Treiber des Geschäftsmodells bestehen bleibt. Die WashTec Gruppe rechnet jedoch mit Änderungen in den Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Bedeutung und konzeptionelle Gestaltung der existierenden Betreiberstandorte. Daneben werden in dieser Entwicklung jedoch auch weitere Chancen gesehen, vor allem durch das Angebot von digitalen und umweltfreundlichen Lösungen für die Autowäsche.
Aus klimabezogenen Gründen ergeben sich die nachfolgend beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe:
- p Die Maßnahmen zur Erreichung der Reduzierung der CO2-Emissionen umfassen in Deutschland schwerpunktmäßig Investitionen in die elektrische Ladeinfrastruktur und energetische Optimierung der Heizungssysteme sowie den Bezug von Ökostrom an den Produktionsstandorten. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft zum Ziel gesetzt, den Fuhrpark in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu 100% CO2-neutral zu betreiben.
- p Die Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerte, die für Ersatzinvestitionen infrage kommen, sind zum Geschäftsjahr 2022 vollständig abgeschrieben. Daher ergeben sich gegenwärtig keine Hinweise auf Auswirkungen in Bezug auf Nutzungsdauern oder Restwerte.
- p In Bezug auf die Werthaltigkeit der Vorräte ermöglicht die auftragsbezogene Fertigung und Beschaffung die Minimierung der über die im normalen Geschäftsgang hinausgehenden Wertminderungsrisiken.
- p Daneben ist es derzeit nicht erforderlich, Rückstellungen für Umweltauflagen oder Rückbauverpflichtungen sowie Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen aufgrund von klimabezogenen Verpflichtungen zu bilden.
- p Im Rahmen des Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- und Firmenwerte wurden sämtliche klimabezogenen Aspekte geprüft, die Einfluss auf die Ermittlung des Nutzungswerts haben können. Diese Prüfung umfasste mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die Absatzmärkte der WashTec Gruppe, Veränderungen des regulatorischen Umfelds oder Veränderungen in der Nutzungsabsicht von Vermögenswerten aufgrund klimainduzierter Verpflichtungen. Daraus ergab sich im Berichtszeitraum kein Anpassungsbedarf.
- p Insgesamt ergeben sich auf Basis von Schätzungen, Annahmen oder Ermessensentscheidungen keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe.
Aus diesem Grund geht das Management bezüglich des veränderten makroökonomischen Umfelds, der weiteren Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie in Bezug auf klimabezogene Sachverhalte von keinen wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aus. Im Rahmen dieser Beurteilung waren keine signifikanten Ermessensentscheidungen erforderlich.
3. Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt.
Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, ab dem die WashTec AG schwankenden Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.
In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2022 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert. Die Werte basieren bei den Gesellschaften im Inland auf den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen, bei den Gesellschaften im Ausland grundsätzlich auf den IFRS-Abschlüssen vor Konsolidierung.
Anteilsbesitz nach § 315e i.V.m. § 313 Abs. 2 HGB
| Konsolidierte Unternehmen | Anteil am Kapital in % |
Mutter gesellschaft |
Geschäfts tätigkeit |
Eigenkapital 31.12.22 in T€ |
Gewinn/Verlust für 2022 in T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Inländische Beteiligungsgesellschaften | |||||
| WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg 1) 3) | 100 | A | I | 29.846 | 0 |
| WashTec Holding GmbH, Augsburg 2) 3) | 100 | B | II | 42.622 | 0 |
| WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg 2) 3) | 100 | B | III | 51 | 0 |
| WashTec Financial Services GmbH, Augsburg 1) 3) | 100 | A | IV | 62 | 0 |
| AUWA-Chemie GmbH, Augsburg 2) 3) | 100 | B | V | 537 | 0 |
| Ausländische Beteiligungsgesellschaften | |||||
| WashTec France S.A.S., Boigny sur Bionne, Frankreich | 100 | C | VI | 12.511 | 3.501 |
| Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA | 100 | C | I | 25.750 | 1.762 |
| WashTec S.r.l., Casale, Italien | 100 | C | VI | 1.868 | 480 |
| WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien | 100 | C | VI | 4.575 | 533 |
| WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark | 100 | C | VI | 2.862 | 725 |
| WashTec Bilvask AS, Billingstad, Norwegen 4) | 100 | F | VI | 3.660 | 1.040 |
| WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich | 100 | C | VI | 2.203 | 181 |
| WashTec Spain S.A.U., Madrid, Spanien | 100 | C | VI | 3.123 | 543 |
| WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China | 100 | C | VII | –4.209 | –1.799 |
| WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik | 100 | D | VII | 5.744 | 396 |
| WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada 5) | 100 | E | VI | –5.930 | 1.071 |
| WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien | 100 | C | VI | 2.934 | 906 |
| WashTec Benelux B.V., Zoertermeer, Niederlande | 100 | C | VI | 2.488 | 429 |
| WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden | 100 | C | VI | 785 | –695 |
| WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen | 100 | D | VI | 475 | 108 |
- 1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH
- 2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG
- 3) Gesellschaften haben von der Möglichkeit der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
- 4) indirekte Beteiligung über WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
-
5) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
-
A) WashTec Holding GmbH
- B) WashTec AG
- C) WashTec Cleaning Technology GmbH
- D) Die Beteiligung wird zu 90% durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10% durch die WashTec Holding GmbH gehalten.
- E) Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
-
F) WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
-
I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft
- II) Holdinggesellschaft
- III) Vermietung von Waschanlagen
- IV) Vermittlung von Finanzierungen für Waschanlagen
- V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte
- VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft
- VII) Produktionsgesellschaft
4. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards
In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards in Kraft. Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen angewandt.
Angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards
| Standard/ Inter pretation |
Titel | Anwen dungs pflicht |
Über nahme durch EU |
Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern |
|---|---|---|---|---|
| IFRS | Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018–2020) |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IFRS 3 | Änderungen an IFRS 3 – Verweis auf das Rahmenkonzept |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IAS 16 | Änderungen an IAS 16 – Erträge vor der beabsichtigten Nutzung |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IAS 37 | Änderungen an IAS 37 – Belastende Verträge: Kosten für die Erfüllung eines Vertrags |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
Ferner haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Comitee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommen sind.
Zum 31. Dezember 2022 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die Europäische Union anerkannt und übernommen sind.
Noch nicht angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards
| Standard/ Inter pretation |
Titel | Anwen dungs pflicht |
Über nahme durch EU |
Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 17 | Versicherungsverträge inkl. Änderungen an IFRS 17 |
01.01.2023 | 23.11.2021 | keine |
| IFRS 17 | Änderungen an IFRS 17 – Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen |
01.01.2023 | 09.09.2022 | keine |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Angaben zu Rechnungslegungsmethoden |
01.01.2023 | 03.03.2022 | keine |
| IAS 8 | Änderungen an IAS 8 – Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler |
01.01.2023 | 03.03.2022 | keine |
| IAS 12 | Änderungen an IAS 12 – Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion bestehen |
01.01.2023 | 12.08.2022 | Hieraus ergeben sich für die WashTec Gruppe keine Auswirkungen, da diese Vorgehensweise bereits mit der Implemen tierung von IFRS 16 umgesetzt wurde. |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig |
01.01.2024 | noch festzulegen |
keine |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants |
01.01.2024 | noch festzulegen |
keine |
| IFRS 16 | Änderungen an IFRS 16 – Leasingverbindlich keiten bei Sale-and-Leaseback |
01.01.2024 | noch festzulegen |
keine |
5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen (soweit im Folgenden nichts anderes angegeben) grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Für die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernanhang des Vorjahres verwiesen.
Fremdwährungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt – der funktionalen Währung und der Berichtswährung des Konzerns.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der ausländischen Gesellschaften ist in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb und Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäftsoder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die daraus resultieren, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, zum Stichtagskurs umgerechnet, während Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
| Anlagen | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 14 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 8 Jahre |
Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.
Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d. h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Sie bemessen sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber angesetzten Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben,
sondern jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Darüber hinaus wird zusätzlich ein Werthaltigkeitstest während des Jahres durchgeführt, wenn aufgrund eingetretener Ereignisse der Verdacht besteht, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns (Segmente) zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren.
Immaterielle Vermögenswerte
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software ausgewiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
| Immaterielle Vermögenswerte | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Erworbene Patente und Technologien | 8 Jahre |
| Lizenzen und Software | 3 bis 8 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 6 bis 8 Jahre |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei geänderten Erwartungen entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Änderungen.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)
Forschungskosten werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand berücksichtigt. Die Entwicklungskosten eines Projektes umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vermögenswerte identifizierbar sind, voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erwarten lassen und die Herstellungskosten während der Entwicklung verlässlich ermittelt werden können. Darüber hinaus werden Entwicklungskosten nur aktiviert, wenn der Abschluss der Entwicklung und die anschließende Nutzung oder der Verkauf sowohl von technischer als auch finanzieller Seite sichergestellt und beabsichtigt sind.
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells bilanziert, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den voraussichtlich künftiger wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag beurteilt, ob Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Bei entsprechenden Hinweisen nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Zur Bestimmung des Nutzungswertes wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dazu werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen. Falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein in früheren Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann erfolgswirksam aufgeholt, wenn sich eine Änderung der Beurteilung ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Die Obergrenze für die Wertaufholung bildet hierbei der Buchwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und Geschäftsoder Firmenwerte sind jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten.
Eine mögliche Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen im Konzern den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich in die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« auf.
Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.
Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt, wenn das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.
Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit positivem Marktwert sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (AC), »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthOCI) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte sowie den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC): Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme ist und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Forderungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden mit marktüblichen Zinssätzen abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Diese werden im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung oder Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte werden im Periodenergebnis erfasst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Sie werden zum Nennwert angesetzt. Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVthP/L):
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht »zu fortgeführten Anschaffungskosten« (AC) oder »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert« (FVthOCI) bewertet werden sowie Derivate, die nicht als Sicherungsinstrument im Hedge Accounting designiert sind, werden »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet. Darüber hinaus können finanzielle Vermögenswerte unter bestimmten Bedingungen freiwillig als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet werden. Diese Option wird vom Konzern derzeit nicht genutzt. Sämtliche Marktwertänderungen werden ergebniswirksam erfasst.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten:
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.
Die Risikovorsorge ist grundsätzlich auf Basis des allgemeinen Ansatzes anhand eines Drei-Stufen-Modells zu ermitteln und stellt auf die Entwicklung des Ausfallrisikos eines finanziellen Vermögenswerts ab. Grundsätzlich werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und die innerhalb von zwölf Monaten nach Zugangszeitpunkt zu erwartenden Kreditverluste bestimmt. Hat sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem vorangegangenen Stichtag signifikant erhöht, ist dieser Stufe 2 zuzuordnen. Liegt zudem ein objektiver Indikator für eine Wertminderung vor, ist der finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zuzuordnen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung sind das Einleiten rechtlicher Schritte und Überfälligkeiten von mehr als einem Jahr. In Stufe 2 und 3 wird die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bestimmt.
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente ist das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Daneben besteht ein Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente ebenfalls das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden.
Demnach wird die Risikovorsorge in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Der Konzern nimmt dieses Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente in Anspruch und ermittelt die Wertminderungen auf Basis einer Wertminderungstabelle.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben gleichartige Kreditrisikomerkmale. Zur Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.
Die Risikovorsorge für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird auf Basis des allgemeinen Ansatzes ermittelt. Die erwarteten Kreditverluste aus dem Ausfall von sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind unwesentlich und werden nicht erfasst.
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte:
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und die Übertragung die Ausbuchungsbedingungen des IFRS 9 erfüllt. Im Fall von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft und es erfolgt eine Ausbuchung der Forderung.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit negativem Marktwert sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (FLAC) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert sowie im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode als zu fortgeführten Anschaffungskosten« (FLAC) bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Derivate mit negativem Marktwert und finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, werden in den Folgeperioden als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung nach Abzug der Transaktionskosten.
Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten:
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und je nach Marktwert als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung, wird im Fall eines Cashflow Hedges der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Der ineffektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fehlt es an einer wirksamen Sicherungsbeziehung, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern wendet derzeit kein Hedge Accounting an. Eine Überprüfung findet an jedem Bilanzstichtag statt.
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
Ein monetärer Posten in Form einer ausstehenden Forderung gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Bei diesen monetären Posten handelt es sich um langfristige Forderungen gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb ist, werden im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Konzernabschluss werden diese Umrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung der Tochtergesellschaft vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.
Eigene Anteile
Beim Erwerb eigener Anteile durch die WashTec AG werden diese in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, deren Fälligkeit oder Höhe ungewiss ist. Die Bewertung erfolgt zum Barwert auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Aufwendungen zur Erfüllung der Verpflichtungen. Erwartet der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Erstattung (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird diese als gesonderter Vermögenswert aktiviert, wenn deren Erhalt so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen werden mit Marktzinssätzen vor Steuern abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Der Zinseffekt wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Pensionen werden nach der »Projected Unit Credit-Methode« berechnet (IAS 19 revised). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar unter Berücksichtigung von latenten Steuern und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand und die Zinsen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 26 dargestellt.
Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen
Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. »Blockmodell«.
In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt.
Anteilsbasierte Vergütung
Nach IFRS 2 wird zwischen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich unterschieden. Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG erhalten für ihre Tätigkeit eine anteilsbasierte Vergütung, die beide Komponenten enthält.
Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird im Zeitraum der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Verbindlichkeit zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam erfasst. Diese wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Die an den Aktienpreis der WashTec AG gekoppelten Konditionen werden bei der Bewertung berücksichtigt (»Marktbedingungen«). Daneben werden leistungsbezogene Ausübungsbedingungen miteinbezogen. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente entfallende Teil wird direkt im Eigenkapital erfasst. Die Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich werden auf Basis des ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Für weitere Einzelheiten wird auf Anhangangabe 37 verwiesen.
Leasingverhältnisse
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der dazu berechtigt die Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasinggegenstands) für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Der Konzern erfasst grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit zu Barwerten bilanziert.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder (Zins-)Satzes vorgenommen wird, erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde sowie Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.
Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers abgezinst. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers wird auf Basis eines risikolosen Zinssatzes über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt. Jede Leasingrate wird in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und setzen sich aus dem Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, sämtlicher bei oder vor der Bereitstellung geleisteter Leasingzahlungen abzgl. erhaltener Leasinganreize, alle
dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie den geschätzten Kosten für Rückbauverpflichtungen zusammen.
Leasingverträge werden i.d.R. für feste Zeiträume von 1–3 Jahren abgeschlossen. Mietverträge für Büro- und Lagergebäude umfassen teilweise auch längere Laufzeiten. Zudem können die Verträge Vereinbarungen zur stillschweigenden Verlängerung bzw. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen beinhalten. Derartige Vertragskonditionen werden herangezogen, um die maximale betriebliche Flexibilität des Konzerns sicherzustellen. Die bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen können jeweils beidseitig ausgeübt werden. Die in den Kündigungsoptionen vereinbarten Fristen sind ausreichend, um (soweit erforderlich) rechtzeitig Alternativen zu finden.
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen über Gebäude berücksichtigt das Management sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Die wesentlichen Faktoren hierbei sind die Konditionen, die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit des Leasinggebers sowie logistische Überlegungen im Zusammenhang mit der zukünftigen Strategie des Konzerns. Ist der Konzern mit der Zusammenarbeit zufrieden und wird davon ausgegangen, dass diese Faktoren auch zukünftig mit der Unternehmensstrategie vereinbar sind, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass die Verträge verlängert bzw. nicht gekündigt werden. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist.
Diese Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann – sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen.
Im Rahmen der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt eine Erhöhung des Buchwerts um den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit sowie eine Verringerung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Für potenzielle künftige Steigerungen variabler Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erfolgt zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens eine Anpassung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts.
Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes.
Bei Verträgen, die eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption enthalten, wird eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und Anpassung des Nutzungsrechts vorgenommen, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb der Kontrolle des Konzerns liegt und im Rahmen der Erstbewertung anders eingeschätzt wurde.
Der Konzern nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zudem werden die Vorschriften von IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewandt.
Um den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Carwash-Management-Geschäfts Maschinen gegen eine waschzahlenabhängige Vergütung zur Verfügung stellen zu können, werden von WashTec gefertigte Maschinen an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft. Im Rahmen dieser Transaktionen werden für die Maschinen ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit
bilanziert. Es erfolgt keine Umsatzrealisierung aus dem Verkauf der Maschinen. Im Rahmen der Verträge mit den Kunden werden Umsatzerlöse auf Basis der Waschzahlen realisiert und das Nutzungsrecht abgeschrieben.
Für die Angaben zu den Nutzungsrechten, Leasingverbindlichkeiten, Abschreibungen und Zinsaufwendungen wird auf die Anhangangaben 10, 15 und 29 verwiesen.
Vertragsverbindlichkeiten
Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden, werden als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen (siehe auch Abschnitt »Erlösrealisierung«). Im Konzern werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Umsatzabgrenzung, im Wesentlichen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge, in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Ertragsteuern
Im Konzernabschluss werden tatsächliche Steuern unter Anwendung der am Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze und Steuervorschriften der Länder ermittelt, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und ein zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaften. Für bilanzierte Ertragsteuerverbindlichkeiten wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung herangezogen. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig bzw. angekündigt sind. Tatsächliche und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, es sei denn die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle wurden im Eigenkapital erfasst.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt für temporäre Differenzen der konsolidierten Gesellschaften zwischen den Buchwerten eines Vermögenswerts oder einer Schuld nach IFRS und deren steuerlicher Basis sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen.
Latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuergutschriften werden in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und die noch nicht genutzten Steuergutschriften verwendet werden können.
Es werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten auf temporäre Differenzen angesetzt, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren. Darüber hinaus erfolgt kein Ansatz latenter Steuern auf temporäre Differenzen, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall resultiert, der sich zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder auf das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch auf das steuerliche Ergebnis auswirkt und es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt. Führt eine Transaktion gleichzeitig zu betragsgleichen abzugsfähigen und zu versteuernden temporären Differenzen erfolgt ein Ansatz latenter Steuern.
Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen bilanziert, es sei denn, das die Beteiligung haltende Unternehmen ist in der Lage den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird (»outside basis differences«).
Eine Saldierung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerverbindlichkeiten wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und ein einklagbarer Rechtsanspruch auf die Aufrechnung besteht.
Erlösrealisierung
Erlöse werden erfasst, wenn durch Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung (d. h. eines Vermögenswerts) auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Ein Vermögenswert gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt.
Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, wenn die Übertragung des zugesagten Vermögenswerts erfolgt ist bzw. der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt hat. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren sowie bei der Installation von Maschinen der Fall. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage. Eine Ausnahme bildet ein einmaliges Finanzierungsprogramm mit einem Großkunden, das eine signifikante Finanzierungskomponente beinhaltet. In diesem Fall wurde bei der Bestimmung des Transaktionspreises die zugesagte Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst und ein Teil des Transaktionspreises im Zinsaufwand ausgewiesen.
Der Konzern nimmt für Finanzierungskomponenten den praktischen Behelf in Anspruch, die Auswirkungen einer Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen, falls die Dauer zwischen Übertragung von Gütern bzw. Dienstleistungen und Bezahlung dieser durch den Kunden bei maximal einem Jahr liegt oder die Finanzierungskomponente absolut als auch relativ unwesentlich ist.
Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen aus Verträgen über Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen sowie im Voraus bezahlte Serviceverträge werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt und in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Dem Kunden fließt hierbei der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung, während diese erbracht wird. Die WashTec Gruppe wendet zur Bestimmung des Leistungsfortschritts die outputbasierte Methode basierend auf der abgelaufenen Zeit an. Die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen ist abhängig von den vertraglichen Regelungen und erfolgt in der Regel monatlich. Dadurch ist die zutreffende Ermittlung des Outputs sichergestellt. Diese Erlöse werden erfasst und in Rechnung gestellt, wenn die Leistung erbracht ist. Es erfolgt eine korrespondierende Auflösung der Vertragsverbindlichkeiten. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage, Serviceverträge werden jedoch teilweise auch im Voraus bezahlt.
Umsätze aus dem Carwash-Management-Geschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert. Dies gilt auch, wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wird.
WashTec verkauft Maschinen auch an Leasinggesellschaften, die diese im Rahmen von Mietverträgen an die Kunden weitervermieten. Diese Umsätze werden zum Zeitpunkt des Verkaufs realisiert. Bei diesen Geschäften gibt es in seltenen Fällen auch Verträge, die Rückkaufvereinbarungen enthalten und WashTec die Maschinen auf Anfrage des Kunden zurückerwerben muss. In diesen Fällen erfolgt die Umsatzrealisierung aus dem Maschinenverkauf in Höhe der erbrachten Leistung, d. h. es erfolgt eine Reduzierung der Umsatzerlöse in Höhe des Rückgaberechts. Zudem erfolgt eine korrespondierende Anpassung der Kosten für die erbrachte Leistung, die als sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswert in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt wird.
Die Höhe der Erlöse entspricht dem Transaktionspreis und umfasst die Gegenleistung, die die WashTec Gruppe im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Hiervon ausgenommen sind Umsatzsteuern. Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti oder Volumendiscounts werden als variable Gegenleistungen bei der Ermittlung des Transaktionspreises berücksichtigt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner Stornierung des Umsatzes kommt. Diese Schätzung wird auf Basis der Erwartungswertmethode vorgenommen. Die Volumendiscounts werden als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert.
Der Transaktionspreis wird auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Ein Preisnachlass wird grundsätzlich anteilig auf alle Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags aufgeteilt, es sei denn es liegen Anhaltspunkte vor, dass sich der Preisnachlass vollständig oder teilweise auf eine oder mehrere, aber nicht alle Leistungsverpflichtungen innerhalb des Vertrags bezieht. Da keine direkt beobachtbaren Preise zur Verfügung stehen, zu denen die WashTec
Gruppe das betreffende Gut oder die betreffende Dienstleistung separat unter ähnlichen Umständen an ähnliche Kunden verkaufen würde, wird zu Vertragsbeginn eine Schätzung der Höhe der Einzelveräußerungspreise anhand des Expected-Cost-Plus-Margin-Approach vorgenommen.
Die WashTec Gruppe nimmt das Wahlrecht in Anspruch, diejenigen Vertragserlangungsund Erfüllungskosten direkt im Aufwand zu erfassen, die bei Aktivierung über eine Dauer von maximal einem Jahr abgeschrieben würden. Dies betrifft bei WashTec sämtliche dieser Kosten.
Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht ergebniswirksam erfasst.
Kosten der umgesetzten Leistung
Die Kosten der umgesetzten Leistung umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und Dienstleistungen. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Material-, Personal- und Energiekosten auch Fertigungseinzelkosten sowie die den Produktions- und Dienstleistungsbereichen zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen Abschreibungen auf Gebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf Vorräte ein.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hinreichende Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendung erlangt wird und der Konzern alle damit verbundenen Bedingungen einhält.
Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen und zwar im Verlauf der Perioden, in denen das Unternehmen die entsprechenden Aufwendungen ansetzt, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen.
Staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen werden, sofern diese erfolgswirksam vereinnahmt wurden, mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert bzw. in den sonstigen Erträgen erfasst. Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit den Zuschüssen. Der Konzern ist von anderen Formen von Beihilfen der öffentlichen Hand nicht unmittelbar begünstigt.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien geteilt, die sich während des Jahres im Umlauf befinden.
Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt.
Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von operativen Segmenten auf dem »Management Approach«. Demzufolge erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an den Vorstand (»Chief Operating Decision Maker«). Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.
Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken ausgesetzt ist und Erträge einbringt, die sich von Teilaktivitäten unterscheidet, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern stattfinden.
6. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in gewissem Umfang Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen zu treffen, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen, die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie die Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren jeweils auf historischen Erfahrungen und auf dem aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich künftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und können in zukünftigen Perioden zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten führen.
Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten
In Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- und Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte sind zur Bestimmung des jeweiligen Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit notwendig. Außerdem muss ein angemessener Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows ermittelt werden. Zur Schätzung der künftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern und bei der Abschreibungsmethode der Vermögenswerte.
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten
Im Rahmen der Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ermittelt. Hierzu werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.
Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Ergebnisses sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 16 zu finden.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen
Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen und die Lebenserwartung. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details hierzu werden in den Anhangangaben 26 und 27 dargestellt.
Anteilsbasierte Vergütungen
Die anteilsbasierte Vergütung durch Barausgleich wird mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag erfasst. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen muss das am besten geeignete Bewertungsverfahren bestimmt werden, welches von den Bedingungen der Gewährung abhängig ist. Darüber hinaus ist die Bestimmung geeigneter, in dieses Bewertungsverfahren einfließender Inputparameter erforderlich, insbesondere die Volatilität der Aktie und der risikoneutrale Zinssatz für die Restlaufzeit. Die Annahmen und die angewandten Verfahren sind in der Anhangangabe 37 ausgewiesen.
Rückstellungen
Insbesondere Abfindungs- und Garantierückstellungen werden auf Grundlage von Erwartungen, Einschätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und von geplanten Maßnahmen gebildet. Die Beurteilung der Höhe von möglichen Zahlungsverpflichtungen beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung dieser Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.
Verträge mit Rückkaufvereinbarungen
WashTec verkauft Maschinen auch an Leasinggesellschaften, die diese im Rahmen von Mietverträgen an die Kunden weitervermieten. Bei diesen Geschäften gibt es in seltenen Fällen auch Verträge, die Rückkaufvereinbarungen enthalten. Darin verpflichtet sich WashTec die Maschinen am Ende der Vertragslaufzeit auf Anfrage des Kunden zurückzuerwerben. Die Rückstellung für Verträge mit Rückkaufvereinbarungen umfasst die erwarteten Aufwendungen aus den vertraglichen Verpflichtungen zum Rückkauf der veräußerten Maschinen und wird rollierend ermittelt. Zur Berechnung wird eine Schätzung vorgenommen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Maschinen am Ende der Vertragslaufzeit zurückerworben werden müssen. Für das Rückgaberecht wird ein sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswert in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt. Diese basiert auf einer Schätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Maschinen am Ende der Vertragslaufzeit zurückerworben werden müssen und wird rollierend ermittelt.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
7. Segmentberichterstattung
Die Segmentierung nach dem »Management Approach« erfolgt im Konzern nach Vertriebsgebieten. Als Vertriebsgebiete sind aufgrund der spezifischen Marktgegebenheiten die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert und orientieren sich am jeweiligen Sitz der Konzernunternehmen. Zentrale Größen für die Steuerung der einzelnen Segmente sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Spalte »Konsolidierung« enthält die Eliminierung von ergebniswirksamen Transaktionen, die zwischen den operativen Segmenten getätigt wurden. Dies betrifft im Wesentlichen die Zwischenergebniseliminierung aus dem Verkauf von Waren. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis. Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm's length principle« vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Segmenten Rechnung. Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung basieren auf den im Konzernabschluss verwendeten IFRS-Grundsätzen.
Bei den Segmenten des Konzerns handelt es sich um Geschäftseinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.
| Nach Segmenten 2022 in T€ |
Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 371.625 | 107.662 | 17.624 | –14.672 | 482.239 |
| davon mit Dritten | 357.423 | 107.191 | 17.624 | 0 | 482.239 |
| davon mit anderen Segmenten | 14.201 | 471 | 0 | –14.672 | 0 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 36.415 | 1.448 | 422 | –276 | 38.009 |
| EBIT-Marge (in %) | 9,8 | 1,3 | 2,4 | – | 7,9 |
| Finanzerträge | 529 | ||||
| Finanzaufwendungen | –1.275 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 37.263 | ||||
| Ertragsteuern | –10.909 | ||||
| Konzernergebnis | 26.355 | ||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 13.251 | 1.021 | 436 | 0 | 14.708 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 12.418 | 1.583 | 689 | 0 | 14.690 |
| Nach Segmenten 2021 in T€ |
Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 348.683 | 77.451 | 18.076 | –13.677 | 430.532 |
| davon mit Dritten | 335.164 | 77.320 | 18.048 | 0 | 430.532 |
| davon mit anderen Segmenten | 13.519 | 131 | 28 | –13.677 | 0 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 40.207 | 4.583 | 1.206 | –304 | 45.691 |
| EBIT-Marge (in %) | 11,5 | 5,9 | 6,7 | – | 10,6 |
| Finanzerträge | 73 | ||||
| Finanzaufwendungen | –971 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 44.793 | ||||
| Ertragsteuern | –13.716 | ||||
| Konzernergebnis | 31.077 | ||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 10.302 | 1.190 | 333 | 0 | 11.825 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 12.457 | 1.412 | 638 | 0 | 14.507 |
Aufgliederung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Erfassung der Umsatzerlöse:
| 2022 in T€ | Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konsolidie rung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 370.414 | 106.534 | 17.624 | –14.672 | 479.899 |
| Erfassung über einen bestimmten Zeitraum | 1.211 | 1.128 | 0 | 0 | 2.339 |
| 2021 in T€ | Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konsolidie rung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 346.091 | 76.022 | 18.076 | –13.677 | 426.511 |
| Erfassung über einen bestimmten Zeitraum | 2.592 | 1.429 | 0 | 0 | 4.021 |
Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Maschinen und Service | 419.957 | 373.250 |
| Chemie | 56.917 | 51.006 |
| Sonstiges | 5.365 | 6.277 |
| Gesamt | 482.239 | 430.532 |
Der Konzern generiert ca. 77,4% (Vorjahr: ca. 77,9%) der Außenumsätze in euro päischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Auf Deutschland entfallen nach Konsolidierung 26,6% (Vorjahr: 28,7%) des Konzernumsatzes, die auf die Produkte Maschinen und Service, Chemie sowie Sonstiges entfallen. Auf Frankreich entfallen dabei 13,8% (Vorjahr: 14,2%) des Konzernumsatzes. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt und entfallen im Wesentlichen auf die USA. In den Segmenten Europa und Nordamerika wurden wie im Vorjahr Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% der Gesamterlöse lagen.
Die Zuordnung der Vermögenswerte des Konzerns richtet sich nach deren geographischem Standort. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen. In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit den übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.
Die Konzern-Vermögenswerte werden folgenden geographischen Standorten zugeordnet:
| 2022 in T€ | Deutschland | Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 20.343 | 4.213 | 306 | 407 | 25.268 |
| Investitionen Sachanlagen | 2.085 | 2.314 | 126 | 215 | 4.741 |
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill |
45.264 | 4.066 | 0 | 14 | 49.344 |
| Investitionen immaterielle Vermögenswerte |
2.787 | 0 | 0 | 0 | 2.787 |
| Nutzungsrechte | 5.521 | 8.975 | 1.991 | 850 | 17.337 |
| Investitionen Nutzungsrechte | 2.666 | 3.399 | 895 | 221 | 7.180 |
| 2021 in T€ | Deutschland | Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 20.698 | 3.418 | 421 | 429 | 24.966 |
| Investitionen Sachanlagen | 2.124 | 1.256 | 105 | 92 | 3.577 |
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill |
44.427 | 4.080 | 0 | 17 | 48.524 |
| Investitionen immaterielle Vermögenswerte |
668 | 17 | 0 | 2 | 687 |
| Nutzungsrechte | 6.202 | 9.204 | 2.789 | 1.080 | 19.275 |
| Investitionen Nutzungsrechte | 1.891 | 4.347 | 1.084 | 239 | 7.561 |
8. Kosten der umgesetzten Leistung, Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwand
Nachfolgend ist die Aufteilung der Kosten der umgesetzten Leistung sowie des Forschungs- und Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwandes dargestellt:
| Kosten der umgesetzten Leistung |
Forschungs- und Entwicklungsaufwand |
Vertriebsaufwand | Verwaltungsaufwand | Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Materialaufwand | 221.063 | 182.507 | 370 | 329 | 14.675 | 12.009 | 0 | 0 | 236.107 | 194.845 |
| Personalaufwand | 91.470 | 85.768 | 9.227 | 7.756 | 34.547 | 31.935 | 9.758 | 10.812 | 145.002 | 136.271 |
| Abschreibungen | 10.752 | 10.426 | 681 | 709 | 2.314 | 2.309 | 943 | 1.063 | 14.690 | 14.507 |
| Sonstige Kosten | 29.541 | 25.101 | 3.872 | 4.170 | 10.600 | 8.991 | 6.424 | 4.884 | 50.437 | 43.146 |
| Gesamt | 352.826 | 303.802 | 14.150 | 12.964 | 62.136 | 55.244 | 17.124 | 16.759 | 446.236 | 388.770 |
Die sonstigen Kosten setzen sich im Wesentlichen aus Kraftfahrzeugkosten, Kosten für Zeitarbeitskräfte und Fremdleistungen, Instandhaltungen und Energie sowie aus Reisekosten zusammen. Darüber hinaus sind Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung, Büromaterial, Kommunikationsaufwendungen, lokale Steuern sowie Patent- und Lagerkosten enthalten.
Im Vorjahr war im Forschungs- und Entwicklungaufwand innerhalb der Personalkosten die Auflösung einer Rückstellung für Restrukturierung i.H. v. Mio.€ 1,3 enthalten.
Der Personalaufwand ist den Funktionsbereichen direkt zugeordnet. Für eine detaillierte Darstellung des Personalaufwands und der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen wird auf Anhangangabe 13 verwiesen.
9. Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen umfassen alle Erträge und Aufwendungen, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.
Sonstige Erträge
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus ausgebuchten Forderungen | 2 | 16 |
| Erträge aus Schrottverkäufen | 997 | 995 |
| Erträge aus Versicherungserstattungen | 70 | 298 |
| Erträge aus Währungskursdifferenzen | 3.023 | 1.977 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 682 | 311 |
| Sonstige Erträge | 2.396 | 3.518 |
| Gesamt | 7.169 | 7.115 |
In den sonstigen Erträgen sind im Vorjahr Erträge aus der erfolgswirksamen Erfassung der Zuschüsse aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA i.H. v. T€ 2.746 enthalten.
Sonstige Aufwendungen
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
–61 | –91 |
| Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen | 3.542 | 1.805 |
| Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 61 | 111 |
| Aufwendungen für Versicherungen | 1.147 | 1.053 |
| Aufwendungen aus Schadensfällen | 427 | 267 |
| Sonstige Aufwendungen | 47 | 41 |
| Gesamt | 5.164 | 3.186 |
10. Finanzergebnis
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinserträge | 529 | 73 |
| Finanzerträge | 529 | 73 |
| Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen | 653 | 456 |
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten | 234 | 413 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 388 | 102 |
| Finanzaufwendungen | 1.275 | 971 |
| Finanzergebnis | –746 | –898 |
In den sonstigen Zinserträgen sind im Berichtsjahr Zinsen in Höhe T€ 405 enthalten, die auf Erstattungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen und die Abzinsung von Verbindlichkeiten entfallen.
In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von T€ 333 für die Abzinsung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wohingegen im Vorjahr Zinsen in Höhe von T€ 81 enthalten waren, die auf eine Rückstellung für eine laufende Betriebsprüfung entfielen.
Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ –512 (Vorjahr: T€ –485) den Bewertungskategorien »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte« (AC) und »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) zuzuordnen.
Diese Zinserträge und Zinsaufwendungen teilen sich wie folgt auf die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 auf:
| in T€ Bewertungskategorien nach IFRS 9 |
2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| AC | 332 | 16 | |
| Zinserträge | FLAC | 197 | 57 |
| AC | 333 | 0 | |
| Zinsaufwendungen | FLAC | 708 | 558 |
11. Ertragsteuern
Der Posten betrifft sowohl tatsächliche als auch latente Steuern.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung von den erwarteten zu den tatsächlichen Ertragsteuern. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Steuern mit dem Konzernsteuersatz von 31,9% (Vorjahr: 31,9%) multipliziert. Dieser orientiert sich am Steuersatz des Mutterunternehmens. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 29,3% (Vorjahr: 30,6%).
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erwartete Ertragsteuern | 11.898 | 14.303 |
| Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen | –677 | –808 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen | 1.232 | 661 |
| Nicht aktivierte latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge |
605 | –548 |
| Nutzung von Verlustvorträgen für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden |
–583 | –815 |
| Aktivierte latente Steuern auf temporäre Differenzen und | ||
| steuerliche Verlustvorträge | 225 | –928 |
| Anpassungen für Steuern aus Vorjahren | –1.706 | 1.772 |
| Sonstige | –86 | 79 |
| Gesamt | 10.909 | 13.716 |
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | 10.296 | 13.741 |
| Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | 613 | –25 |
| Gesamt | 10.909 | 13.716 |
12. Ergebnis je Aktie
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2022 und 2021:
| 2022 | 2021 | ||
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | in T€ | 26.355 | 31.077 |
| Durchschnittliche gewichtete ausstehende | |||
| Anzahl der Aktien | Stück | 13.382.324 | 13.382.324 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) | in € | 1,97 | 2,32 |
Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 15. Mai 2023 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H. v. € 29.804.169,57 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H. v. € 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 29.441.112,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i.H.v. € 363.056,77 auf neue Rechnung.
13. Personalaufwand
Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 121.184 | 114.331 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 11.756 | 10.662 |
| Arbeitgeberanteil für gesetzliche und freiwillige Renten versicherung (beitragsorientiert) |
9.479 | 9.224 |
| Altersversorgung und Altersteilzeit | 2.583 | 2.053 |
| Gesamt | 145.002 | 136.271 |
Im Vorjahr waren im Personalaufwand Effekte aus den unterstützenden Maßnahmen der Länder zur Kompensation der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie enthalten. Die erfolgswirksam vereinnahmten Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Geschäftsjahr 2021 mit dem Personalaufwand saldiert wurden, betrugen T€ 365.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Vertrieb, Marketing und Service | 1.067 | 1.054 |
| Produktion, Technik und Entwicklung | 573 | 548 |
| Finanzen und Verwaltung | 166 | 165 |
| Gesamt | 1.806 | 1.767 |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
14. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Abschreibungen | Nettobuchwert | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuch ungen |
Währungs kurseffekte |
31.12.2022 | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuch ungen |
Währungs kurseffekte |
31.12.2022 | 01.01.2022 | 31.12.2022 | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 47.450 | 316 | 200 | 63 | 95 | 47.724 | 34.575 | 728 | 200 | 0 | 96 | 35.198 | 12.875 | 12.526 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 34.368 | 2.222 | 3.402 | 467 | 141 | 33.795 | 26.621 | 2.018 | 3.354 | 0 | 126 | 25.412 | 7.746 | 8.383 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.432 | 1.138 | 3.119 | 0 | 232 | 16.683 | 15.103 | 1.390 | 3.064 | 0 | 219 | 13.648 | 3.329 | 3.035 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.016 | 1.064 | 287 | –451 | –18 | 1.325 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.016 | 1.325 |
| Sachanlagen | 101.265 | 4.741 | 7.008 | 79 | 450 | 99.527 | 76.299 | 4.136 | 6.618 | 0 | 441 | 74.258 | 24.966 | 25.268 |
| Entwicklungskosten selbsterstellt | 21.564 | 1.973 | 0 | 0 | –62 | 23.476 | 18.569 | 519 | 0 | 0 | –62 | 19.026 | 2.995 | 4.450 |
| Lizenzen und Software erworben | 17.744 | 352 | 493 | 126 | –4 | 17.724 | 15.090 | 1.010 | 494 | 4 | –3 | 15.607 | 2.654 | 2.116 |
| Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.716 | 0 | 19 | –4 | –93 | 3.600 | 3.706 | 7 | 19 | –4 | –93 | 3.596 | 11 | 4 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 83.642 | 0 | 0 | 0 | 1.098 | 84.740 | 41.331 | 0 | 0 | 0 | 1.098 | 42.429 | 42.312 | 42.312 |
| Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | 552 | 462 | 0 | –552 | 0 | 462 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 552 | 462 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 127.219 | 2.787 | 513 | –431 | 940 | 130.001 | 78.695 | 1.535 | 513 | 0 | 940 | 80.657 | 48.524 | 49.344 |
| Anlagevermögen gesamt | 228.484 | 7.528 | 7.521 | –353* | 1.390 | 229.528 | 154.994 | 5.671 | 7.131 | 0 | 1.382 | 154.916 | 73.490 | 74.612 |
| in T€ | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Abschreibungen | Nettobuchwert | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | Umbuch | Währungs | 31.12.2021 | 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | Umbuch | Währungs | 31.12.2021 | 01.01.2021 | 31.12.2021 | |
| ungen | kurseffekte | ungen | kurseffekte | |||||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 47.054 | 213 | 37 | 0 | 219 | 47.450 | 33.689 | 751 | 49 | 0 | 184 | 34.575 | 13.365 | 12.875 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 33.953 | 1.001 | 1.019 | 86 | 347 | 34.368 | 24.926 | 2.128 | 730 | 0 | 298 | 26.621 | 9.028 | 7.746 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19.412 | 868 | 2.313 | 25 | 440 | 18.432 | 14.981 | 1.729 | 1.995 | 0 | 389 | 15.103 | 4.431 | 3.329 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 445 | 1.494 | 11 | –931 | 19 | 1.016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 445 | 1.016 |
| Sachanlagen | 100.863 | 3.577 | 3.380 | –820 | 1.025 | 101.265 | 73.595 | 4.607 | 2.775 | 0 | 871 | 76.299 | 27.268 | 24.966 |
| Entwicklungskosten selbsterstellt | 21.470 | 112 | 0 | 0 | –17 | 21.564 | 18.073 | 513 | 0 | 0 | –17 | 18.569 | 3.396 | 2.995 |
| Lizenzen und Software erworben | 17.292 | 574 | 183 | 32 | 29 | 17.744 | 14.105 | 1.139 | 182 | 0 | 28 | 15.090 | 3.187 | 2.654 |
| Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.157 | 2 | 421 | 0 | –22 | 3.716 | 4.144 | 4 | 421 | 0 | –22 | 3.706 | 13 | 11 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 82.253 | 0 | 0 | 0 | 1.389 | 83.642 | 39.941 | 0 | 0 | 0 | 1.389 | 41.331 | 42.312 | 42.312 |
| Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | 0 | 0 | 0 | 552 | 0 | 552 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 552 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 125.172 | 687 | 604 | 584 | 1.380 | 127.219 | 76.263 | 1.656 | 603 | 0 | 1.379 | 78.695 | 48.908 | 48.524 |
| Anlagevermögen gesamt | 226.035 | 4.264 | 3.984 | –236* | 2.405 | 228.484 | 149.859 | 6.263 | 3.379 | 0 | 2.250 | 154.994 | 76.176 | 73.490 |
* Die Gegenposition ergibt sich aus Umbuchungen im Zusammenhang mit Nutzungsrechten
Immaterielle Vermögenswerte
In den Zugängen bei den Entwicklungskosten ist im Wesentlichen ein selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert für die Entwicklung einer Software für die Digitalisierungs- und Serviceplattform in Höhe von T€ 1.822 enthalten. Dieser Wert entspricht dem Buchwert am 31. Dezember 2022. WashTec geht von einer Nutzungsdauer der Software von 7 Jahren aus. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit wurden die bilanzierten immateriellen Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Ergebnisse führten zu keinem Anpassungsbedarf bei den angesetzten Werten.
Es sind T€ 2.389 (Vorjahr: T€ 1.471) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.
Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z.B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.
Geschäfts- und Firmenwert
Die gesamten Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Buchwert von T€ 42.312 (Vorjahr: T€ 42.312) werden dem gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segment »Europa« zugeordnet.
Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.
Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5 »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Planung 2023 bis 2028 auf Konzernebene.
Der Planung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:
- p Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 2,3% p.a. im Segment »Europa«, in den übrigen Segmenten zwischen 8,0% und 12,2%
- p Kostensteigerungen von 3–4%p.a.
- p Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von 3–5% p.a.
Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz vor Steuern von 10,5% (Vorjahr: 7,5%) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) zugrunde gelegt.
In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 4,4% (Vorjahr: 1,0%), der gewichtete Eigenkapitalzinssatz und die Kapitalstruktur ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 2,5% (Vorjahr: 0,1%) und ein Betafaktor von 1,3 (Vorjahr: 1,2) zugrunde.
Der deutliche Anstieg der Bewertungsparameter gegenüber dem Vorjahr ist auf die Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen.
Für alle Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 50 Basispunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer Reduzierung der zukünftigen Cashflows um 20% ergibt sich kein Abwertungsbedarf.
15. Nutzungsrechte
Bei den bilanzierten Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Gebäude und Leasing von Servicefahrzeugen. Diese sind in den Nutzungsrechten für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. Die Nutzungsrechte für Maschinen beinhalten die von WashTec gefertigten Maschinen, die an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft werden.
Die folgende Tabelle zeigt die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude | 9.595 | 12.568 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung | 7.031 | 5.996 |
| Nutzungsrechte – Maschinen | 712 | 712 |
| Gesamt | 17.337 | 19.275 |
Die Zugänge zu den Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 7.180 (Vorjahr: T€ 7.561), die Abgänge bzw. Umbuchungen T€ –218 (Vorjahr: T€ 26). Auf Währungskurseffekte entfallen T€ 119 (Vorjahr: T€ 400).
Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude | 4.500 | 4.301 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung | 4.190 | 3.617 |
| Nutzungsrechte – Maschinen | 328 | 326 |
| Gesamt | 9.018 | 8.244 |
Für Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 29 verwiesen.
16. Latente Steuern
Es bestehen aktive latente Steuern i.H. v. T€ 3.856 (Vorjahr: T€ 4.753) sowie passive latente Steuern i.H. v. T€ 1.600 (Vorjahr: T€ 1.299), die aus temporären Differenzen resultieren.
Latente Steuerverbindlichkeiten für sogenannte »outside basis differences« werden nicht bilanziert, da das die Beteiligung haltende Unternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 1.028 (Vorjahr: T€ 2.271).
Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Planung 2023 bis 2028 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.
Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass Verlustvorträge mit einem zukünftigen zu versteuernden Ergebnis verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen. Deshalb wurden im Berichtsjahr für Verlustvorträge i.H. v. T€ 10.621 (Vorjahr: T€ 11.275) sowie für temporäre Differenzen i.H. v. T€ 9.716 (Vorjahr: T€ 8.790) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Dies entspricht nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge i.H. v. T€ 2.650 (Vorjahr: T€ 3.312) sowie nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für temporäre Differenzen i.H. v. T€ 2.470 (Vorjahr: T€ 2.245).
Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt hinsichtlich der Nutzung keiner zeitlichen Begrenzung. Verlustvorträge in Höhe von T€ 5.082 sind zeitlich begrenzt nutzbar. Davon verfallen T€ 2.937 in den Jahren 2023 bis 2028 und T€ 2.145 in den Jahren 2032 bis 2034 sofern sie nicht genutzt werden können.
Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen vor Saldierung auf folgende wesentliche Bilanzposten:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||
| Steuerliche Verlustvorträge | 702 | 928 | – | – | ||
| Sachanlagen | 336 | 288 | –1.202 | –1.223 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | –2.334 | –1.800 | ||
| Nutzungsrechte | 0 | 0 | –3.947 | –4.106 | ||
| Vorräte | 1.365 | 1.963 | –92 | –149 | ||
| Forderungen aus Lieferungen | ||||||
| und Leistungen | 175 | 95 | –55 | –651 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 1 | 1 | –285 | –291 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 3.814 | 4.055 | 0 | 0 | ||
| Rückstellungen | 1.829 | 2.649 | –2 | 0 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.680 | 1.533 | –31 | –17 | ||
| Vertragsverbindlichkeiten | 303 | 179 | –1 | 0 | ||
| Gesamt | 10.205 | 11.691 | –7.949 | –8.237 | ||
| davon langfristig | 5.406 | 5.995 | –5.744 | –3.427 | ||
| davon kurzfristig | 4.799 | 5.696 | –2.205 | –4.810 |
Es wurden latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten i.H. v. T€ 6.349 (Vorjahr: T€ 6.938) gemäß den Saldierungsvorschriften des IAS 12 aufgerechnet.
Im Berichtsjahr wurden T€ –555 (Vorjahr: T€ –178) latente Steuern im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.294 (Vorjahr: T€ 1.849).
In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallenden Veränderungen der latenten Steuern dargestellt:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verände rung vor Steuern |
Verände rung der latenten Steuern |
Verände rung nach Steuern |
Verände rung vor Steuern |
Verände rung der latenten Steuern |
Verände rung nach Steuern |
|||
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung auslän discher Tochterunternehmen |
1.112 | 0 | 1.112 | 1.457 | 0 | 1.457 | ||
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochter unternehmen |
164 | –172 | –8 | 483 | –158 | 325 | ||
| Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne und Verluste |
1.373 | –383 | 990 | 46 | –20 | 26 | ||
| Veränderung aktienbasierte Vergütung |
38 | 0 | 38 | 96 | 0 | 96 | ||
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen |
2.687 | –555 | 2.132 | 2.082 | –178 | 1.904 |
17. Vorräte
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren | 33.079 | 26.198 |
| Unfertige Erzeugnisse | 25.966 | 20.602 |
| Fertige Erzeugnisse | 12.227 | 9.584 |
| Geleistete Anzahlungen | 374 | 698 |
| Gesamt | 71.647 | 57.083 |
Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertminderungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 1.551 (Vorjahr: T€ 128).
18. Steuerforderungen
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Steuerforderungen | 16.028 | 18.699 |
| Gesamt | 16.028 | 18.699 |
Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Steuerbehörden aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern und Solidaritätszuschlag sowie Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer.
19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.430 | 4.211 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 78.801 | 67.236 |
| Gesamt | 82.231 | 71.448 |
Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel für kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt in der Regel 30 Tage. Die langfristigen Forderungen resultieren aus Zahlungsplänen mit Kunden.
Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen insgesamt T€ 86.713 (Vorjahr: T€ 77.215). Darin sind Bruttobuchwerte für am Abschlussstichtag bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H. v. T€ 615 (Vorjahr: T€ 729) enthalten. Die ebenfalls im Gesamtbetrag enthaltenen Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die die Wertminderungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen werden, stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Nicht überfällig | Mehr als 30 Tage überfällig |
Mehr als 60 Tage überfällig |
Mehr als 120 Tage überfällig |
Gesamt |
| 31.12.2022 | 71.033 | 3.230 | 2.251 | 9.584 | 86.097 |
| 31.12.2021 | 60.459 | 2.922 | 2.143 | 10.963 | 76.486 |
Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 5.768 | 6.443 |
| Erfolgswirksam erfasste Veränderung der Wertminderung für Kreditverluste |
413 | 142 |
| Im Geschäftsjahr als uneinbringlich abgeschriebene Beträge | –1.147 | –354 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | –552 | –463 |
| Stand 31. Dezember | 4.481 | 5.768 |
20. Sonstige Vermögenswerte
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 277 | 199 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 538 | 520 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.486 | 1.617 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 2.255 | 1.836 |
| Gesamt | 4.556 | 4.171 |
| davon nicht-finanzielle Abgrenzungsposten | 1.750 | 1.399 |
Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien.
21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit erstklassiger Bonität mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Für alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergaben sich im Berichtsjahr keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung.
Der Buchwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 14.215 (Vorjahr: T€ 18.085) und stellt gleichzeitig den beizulegenden Zeitwert dar.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der WashTec Gruppe im Berichtsjahr verändert hat. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den operativen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.215 | 18.085 |
| Kontokorrentkredite/kurzfristig verzinsliche Darlehen | –41.362 | –13.547 |
| Finanzmittelfonds | –27.147 | 4.538 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 20.248 | 20.171 |
| Tilgung der Leasingverbindlichkeiten | –8.861 | –7.795 |
| Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten | 7.180 | 7.541 |
| Abgang von Leasingverbindlichkeiten | –571 | –189 |
| Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 107 | 520 |
| Sonstige Veränderungen | ||
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlich keiten (Darstellung als operativer Cashflow) |
234 | 413 |
| Gezahlte Zinsen | –234 | –413 |
| Stand 31. Dezember | 18.102 | 20.248 |
Die zahlungswirksame Veränderung der Leasingverbindlichkeiten beträgt T€ 9.095 (Vorjahr: T€ 8.208), die zahlungsunwirksame Veränderung beträgt T€ 6.950 (Vorjahr: T€ 8.285).
In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf die Anhangangabe 28 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 10 verwiesen.
Eigenkapital
22. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Stammaktien in tausend Stück | 13.977 | 13.977 |
| Anteile am Grundkapital je Aktie in € | 2,86 | 2,86 |
Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2022 beträgt 13.382.324 Aktien (Vorjahr: 13.382.324 Aktien).
Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 40.306.406,55 zur Zahlung einer Dividende von € 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 38.808.739,60, zu verwenden und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von € 1.497.666,95 auf neue Rechnung vorzutragen. In dem Beschluss über die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre ist neben der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 2,10 eine Sonderdividende in Höhe von € 0,80 enthalten.
Genehmigtes Kapital
Das derzeit nach Ziffer 5.1 der Satzung der Gesellschaft bestehende Genehmigte Kapital, von dem bislang kein Gebrauch gemacht wurde, wäre am 30. Juni 2022 ausgelaufen. Um der Gesellschaft zu ermöglichen, sich bei Bedarf auch künftig zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen, soll das bestehende Genehmigte Kapital aufgehoben und der Vorstand erneut ermächtigt werden, das Grundkapital durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations zugänglich ist, wurde das von der Hauptversammlung am 29. April 2019 zu Tagesordnungspunkt 7 beschlossene Genehmigte Kapital gemäß Ziffer 5.1 der Satzung aufgehoben. Daneben wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
- p für Spitzenbeträge;
- p wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden;
- p bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
- p soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.
Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die gemäß den vorstehenden Regelungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Baroder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10% des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind – vorbehaltlich einer von einer nachfolgenden Hauptversammlung etwa zu beschließenden erneuten Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss – die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden oder auf die sich Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungsoder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital anzupassen.
23. Kapitalrücklage
Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i.H. v. T€ 26.828 und i.H. v. T€ 18.019 – abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten – aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i.H. v. T€ 9.464 gemindert.
24. Eigene Anteile
Wie im Vorjahr hält die WashTec AG zum 31. Dezember 2022 eigene Aktien i.H. v. T€ 13.176.788. Dies entspricht 594.646 Stück bzw. einem Anteil von 4,25%. Die eigenen Anteile wurden in den Geschäftsjahren 2012, 2013 und 2015 erworben.
Erwerb und Verwendung eigener Aktien
Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Da die von der Hauptversammlung am 29. April 2019 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 30. Juni 2022 ausgelaufen wäre, wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 beschlossen, die alte Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen. Der Beschluss der Hauptversammlung ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations zugänglich.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 eigene Aktien i.H.v. bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.
Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots, oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot oder eine an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
Sollte das öffentliche Angebot überzeichnet sein bzw. im Fall einer Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden. Das öffentliche Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe einer Verkaufsofferte kann weitere Bedingungen vorsehen.
Verwendung der eigenen Aktien; Bezugsrechtsausschluss
Der Vorstand wurde ermächtigt, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 erteilten Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre wie folgt zu verwenden:
Sie können
p als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen angeboten und übertragen werden;
- p zur Bedienung von Optionsrechten an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, verwendet werden; oder
- p auf andere Weise verwendet werden, sofern die Verwendung der eigenen Aktien der Gesellschaft gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist zudem beschränkt auf Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10% des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Optionsrechten, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, zu verwenden.
Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre können ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmalig ausgenutzt werden. Die Verwendung darf zu einem oder zu mehreren der vorgenannten Zwecke erfolgen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.
Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zur Bedienung von Optionsrechten verwendet werden, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben wurden, darf nur bis zu einer Höhe von insgesamt maximal 5% des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals von der Ermächtigung Gebrauch gemacht werden. Auf diese 5%-Grenze ist das anteilige Grundkapital anzurechnen, das auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben oder veräußert werden.
Einziehung der eigenen Aktien
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung der Gesellschaft anzupassen.
Ausnutzung in Teilbeträgen
Sämtliche vorbezeichneten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigungen – mit Ausnahme der Ermächtigung zur Einziehung der eigenen Aktien – können auch durch Tochterunternehmen der Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft oder von Tochterunternehmen der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigungen zur Verwendung der eigenen Aktien bzw. zum Bezugsrechtsausschluss sowie zur Einziehung der eigenen Aktien erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die aufgrund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.
25. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte
| in T€ | 01.01.2022 | Veränderung | Veränderung | Veränderung | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| direkt im Eigen | der latenten | anteilsbasierte | |||
| kapital erfasster | Steuern | Vergütung | |||
| Erträge und | |||||
| Aufwendungen | |||||
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in |
|||||
| Tochterunternehmen | –1.686 | 164 | –172 | 0 | –1.694 |
| Versicherungsmathematische | |||||
| Gewinne/Verluste | –3.820 | 1.373 | –383 | 0 | –2.830 |
| Sonstige Eigenkapital | |||||
| transaktionen | 96 | 0 | 0 | 38 | 134 |
| Sonstige Rücklagen | 5.410 | 1.537 | –555 | 38 | –4.390 |
| Währungskurseffekte | 336 | 1.112 | 0 | 0 | 1.448 |
| Gesamt | –5.074 | 2.649 | –555 | 38 | –2.942 |
| in T€ | 01.01.2021 | Veränderung | Veränderung | Veränderung | 31.12.2021 |
| direkt im Eigen | der latenten | anteilsbasierte | |||
| kapital erfasster | Steuern | Vergütung | |||
| Erträge und | |||||
| Aufwendungen | |||||
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in |
|||||
| Tochterunternehmen | –2.010 | 483 | –159 | 0 | –1.686 |
| Versicherungsmathematische | |||||
| Gewinne/Verluste | –3.845 | 46 | –20 | 0 | –3.820 |
| Sonstige Eigenkapital | |||||
| transaktionen | 0 | 0 | 0 | 96 | 96 |
| Sonstige Rücklagen | –5.856 | 529 | –179 | 96 | –5.410 |
| Währungskurseffekte | –1.121 | 1.457 | 0 | 0 | 336 |
| Gesamt | –6.977 | 1.986 | –179 | 96 | –5.074 |
26. Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden eine Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente oder Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.
Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 3,1% (Vorjahr: 0,8%) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden mit 2,0% (Vorjahr: 1,6%) bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 3,1% (Vorjahr: 0,8%). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2018 G« von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt und aus Standardtafeln abgeleitet.
Die Anzahl der Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2022 betrug 223 Mitarbeiter (Vorjahr: 223 Mitarbeiter), die Gesamtzahl aller Personen, denen gegenüber eine Pensionsverpflichtung besteht, beträgt 312 Mitarbeiter (Vorjahr: 328 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i.H. v. T€ –303 (Vorjahr: T€ –88) enthalten.
Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vor latenten Steuern T€ 1.373 (Vorjahr: T€ 46). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2022 T€ –4.185 (Vorjahr: T€ –5.558) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor latenten Steuern) direkt im Eigenkapital erfasst worden.
In den Geschäftsjahren 2021 und 2022 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 10.196 | 10.787 |
| Erwartete Rendite | 14 | 15 |
| Gezahlte Renten | –483 | –436 |
| Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode | 98 | –167 |
| Zinsaufwendungen | 76 | 43 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | –1.373 | –46 |
| Stand 31. Dezember | 8.528 | 10.197 |
Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:
| in T€ | Pensionsrück stellungen Barwert |
Erstattungs ansprüche Beizulegender Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Erwartete Rendite | 0 | 14 | 14 |
| Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen |
1.294 | 0 | 1.294 |
| Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung |
65 | 0 | 65 |
| Gesamt | 1.359 | 14 | 1.373 |
Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.
Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnliches. Die Entwicklung der sogenannten Erstattungsansprüche zeigt die nachfolgende Tabelle:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar | 520 | 502 |
| Erwartete Rendite | 18 | 18 |
| Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember | 538 | 520 |
Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen
Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten und der Entwicklung des Zinssatzes, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der »Projected Unit Credit-Methode«) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate), der Lebenskostensteigerung und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Die Annahmen und Methoden, die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse angewandt wurden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
| Auswirkung auf die Pensionsverpflichtung (DBO) |
|||
|---|---|---|---|
| Annahmen | Veränderungen | 2022 | 2021 |
| Lebenserwartung | Anstieg um ein Jahr | 5,2% | 5,5% |
| Lebenskostensteigerung | Anstieg um 0,25% | 3,1% | 1,9% |
| Zinssatz | Anstieg um 0,25% | –1,9% | –2,3% |
| Zinssatz | Rückgang um 0,25% | 2,0% | 2,4% |
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 8,5 Jahre (Vorjahr: ca. 10 Jahre).
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:
| in T€ | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 609 | 2.454 | 7.241 | 10.304 |
27. Sonstige Rückstellungen
| in T€ | 01.01.2022 | Zuführung | Inanspruch | Auflösung | Zinseffekte | Währungs | 31.12.2022 | davon | davon | Rückstellungen 31.12.2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nahme | effekte | kurzfristig | langfristig | davon | davon | |||||||
| kurzfristig | langfristig | |||||||||||
| Altersteilzeit | 2.414 | 526 | –550 | 0 | 4 | 0 | 2.395 | 687 | 1.707 | 640 | 1.775 | |
| Gewährleistung | 7.790 | 4.572 | –5.663 | –650 | 0 | –17 | 6.033 | 5.962 | 71 | 7.764 | 26 | |
| Verträge mit Rückgaberechten | 2.525 | 0 | –579 | –218 | 0 | 0 | 1.728 | 718 | 1.010 | 579 | 1.946 | |
| Rechts- und Beratungskosten | 580 | 314 | –77 | –101 | 0 | 0 | 717 | 717 | 0 | 580 | 0 | |
| Abfindungen | 1.044 | 641 | –342 | –428 | 0 | –2 | 914 | 914 | 0 | 1.044 | 0 | |
| Übrige | 847 | 152 | –5 | –493 | 0 | 0 | 501 | 90 | 411 | 295 | 551 | |
| 31.12.2022 | 15.200 | 6.205 | –7.215 | –1.889 | 4 | –18 | 12.286 | 9.087 | 3.199 | – | – | |
| Gesamt | 31.12.2021 | 15.216 | 8.818 | –6.723 | –2.184 | 0 | 73 | 15.200 | – | – | 10.902 | 4.297 |
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 (revised) berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 2,7% (Vorjahr: –0,2%) und ein jährlicher Gehaltstrend von 2,25% (Vorjahr: 1,5%) berücksichtigt.
Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.
Die Rückstellung für Verträge mit Rückgaberechten umfasst die erwarteten Aufwendungen aus vertraglichen Verpflichtungen zur Rücknahme von vormals an Leasinggesellschaften verkauften Maschinen und wird rollierend ermittelt. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.
Die Rückstellung für Abfindungen i.H. v. T€ 914 (Vorjahr: T€ 1.044) beinhaltet Maßnahmen zur Personalfreistellung.
In den übrigen Rückstellungen von T€ 501 (Vorjahr: T€ 847) sind im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Schadensfälle i.H. v. T€ 401 (Vorjahr: T€ 672) enthalten.
28. Verzinsliche Darlehen
Die Finanzierung der WashTec Gruppe basiert auf bilateralen Verträgen mit verschiedenen Banken. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH und verfügt insgesamt über Kreditlinien in einer Gesamthöhe von T€ 91.500 (Vorjahr: T€ 121.500), bestehend aus b.a.w.-Linien i.H. v. insgesamt T€ 60.000 (Vorjahr: T€ 90.000) sowie Kreditzusagen mit einer Restlaufzeit von bis zu 21 Monaten i.H. v. T€ 31.500 (Vorjahr: T€ 31.500). Diese können sowohl als Kredit- als auch als Avallinie genutzt werden. Darüber hinaus besteht ein Kreditrahmen zugunsten der chinesischen Tochtergesellschaft. Insgesamt verfügt die WashTec Gruppe über eine Kreditlinie i.H. v. T€ 92.750 (Vorjahr: T€ 122.612).
Zum 31. Dezember 2022 bestanden kurzfristige Darlehen i.H. v. T€ 41.362 (Vorjahr: T€ 13.547), die sich vollständig aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammensetzen. Daneben wurde die Avallinie i.H. v. T€ 5.251 (Vorjahr: T€ 6.690) genutzt. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf T€ 46.137 (Vorjahr: T€ 102.375).
Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden. Der Zinssatz der Kreditlinien ist variabel und an die Entwicklung von EURIBOR, €STR und LPR zzgl. einer vertraglich vereinbarten Marge gebunden. Die Verzinsung der Kreditlinien wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,204% und 2,63% (Vorjahr: 0,45% und 0,66%).
29. Leasingverhältnisse
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 7.936 | 7.444 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 10.166 | 12.803 |
| Gesamt | 18.102 | 20.248 |
In Leasingverträgen über eigene Standorte sind zum Teil variable Leasingzahlungen in Form von Staffelmieten beim Erreichen bestimmter Waschzahlen bzw. Umsatzerlöse vereinbart, um eine geringe Fixkostenbasis sicherzustellen. Diese werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die Bedingung eintritt, die die Zahlungen auslöst. Zukünftige Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 unberücksichtigt geblieben sind, bestehen wie im Vorjahr nicht.
Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Diese Optionszeiträume liegen in der Zukunft, sodass hierauf keine Leasingzahlungen entfielen. Mögliche zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H. v. T€ 3.100 (Vorjahr: T€ 2.975) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden.
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 9.095 (Vorjahr: T€ 8.208). Aus Leasingverhältnissen, die die WashTec Gruppe im Geschäftsjahr 2022 eingegangen ist, die jedoch noch nicht begonnen haben, ergeben sich zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H. v. T€ 50 (Vorjahr: T€ 77). Es resultieren Gewinne aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 20).
Es sind Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, i.H. v. T€ 310 (Vorjahr: T€ 266) enthalten. Vermögenswerte von geringem Wert beinhalten im Wesentlichen IT-Ausstattung. Daneben wurden Aufwendungen für variable Leasingzahlungen i.H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) erfasst, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden.
Für die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten sowie die zugehörigen Abschreibungen wird auf Anhangangabe 15 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 10 verwiesen.
30. Sonstige Verbindlichkeiten
| in T€ | langfristig ( | > 1 Jahr) |
kurzfristig ( | < 1 Jahr) |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| Abgegrenzte Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 14.243 | 13.516 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern |
0 | 0 | 4.556 | 5.041 |
| Kreditorische Debitoren | 0 | 0 | 886 | 933 |
| Übrige | 168 | 203 | 912 | 1.084 |
| Gesamt sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
168 | 203 | 20.597 | 20.574 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Organmitgliedern |
1.495 | 996 | 15.092 | 15.820 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben |
0 | 0 | 6.588 | 8.610 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit |
0 | 0 | 2.254 | 2.174 |
| Übrige | 26 | 76 | 1.671 | 2.564 |
| Gesamt sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten |
1.522 | 1.073 | 25.606 | 29.169 |
| Gesamt | 1.690 | 1.276 | 46.202 | 49.743 |
Die abgegrenzten Verbindlichkeiten i.H. v. T€ 14.243 (Vorjahr: T€ 13.516) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie noch zu erstellende Gutschriften im Bereich Service zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen die abzuführende Umsatzsteuer.
31. Vertragsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten in Bezug auf Verträge mit Kunden:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 25.939 | 25.555 |
| Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge |
10.424 | 9.935 |
| Gesamt | 36.362 | 35.490 |
Das Management erwartet, dass 95,2% (Vorjahr: 94,6%) dieser ausstehenden (oder teilweise ausstehenden) Leistungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 als Umsatz erfasst werden. Die restlichen 4,8% (Vorjahr: 5,4%) werden erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2024 als Umsatz erfasst. Der genannte Betrag umfasst keine variablen Vergütungsbestandteile, die begrenzt sind.
Umsatzrealisierung in Bezug auf Vertragsverbindlichkeiten:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Im Geschäftsjahr erfasste Erlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren |
||
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 25.555 | 10.929 |
| Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge |
8.033 | 6.396 |
Die Angabe umfasst keine Verträge, bei denen der Anspruch auf Gegenleistung vom Kunden mit dem Wert der bereits erbrachten Leistungsverpflichtung durch die WashTec Gruppe im Einklang steht und/oder deren erwartete ursprüngliche Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.
32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Form von Zins- und Währungsrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt der Konzern regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der Schwankungen der entsprechenden Zinsund/oder Währungspositionen. Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.
Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.
Kreditrisiken
Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildeten Wertminderungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Hierzu wird auf Anhangangabe 19 verwiesen.
Für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verlangt die WashTec Gruppe teilweise Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Garantien oder Akkreditiven, auf die bei Zahlungsverzug des Kontrahenten im Rahmen der Vertragsmodalitäten zurückgegriffen werden kann.
Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10% der Umsatzerlöse ausmacht. Im Geschäftsjahr 2022 und 2021 wurden Umsatzerlöse mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% des Konzernumsatzes lagen. Diese sind durch eine Kreditausfallsicherung abgesichert. Darüber hinaus wird für ausgewählte Kunden bei Überschreitung einer gewissen Forderungshöhe eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen. Ein erhöhtes Kreditrisiko besteht aus diesem Grund nicht.
Das Waschgeschäft erwies sich bisher als robust, sodass die Gruppe während der letzten Krisenjahre keinen Anstieg der Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte. Es traten lediglich vereinzelte Verzögerungen im Zahlungsverhalten der Kunden auf. Insgesamt kam es zu keinen nennenswerten Ausfällen und zu keiner weiteren Erhöhung des Ausfallrisikos.
Bei den weiteren finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und sonstige finanzielle Vermögenswerte, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Mit einem Ausfall dieser Instrumente wird nicht gerechnet.
Liquiditätsrisiken
Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften des Konzerns ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Maßnahmen ergriffen. Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird auf Basis einer monatlich rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis zeitnah gesteuert. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien wurden auf Basis bilateraler Verträge der WashTec Cleaning Technology GmbH mit verschiedenen Banken unter gesamtschuldnerischer Haftung der WashTec AG eingeräumt. Nähere Erläuterungen sind in Anhangangabe 28 aufgeführt.
Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2022 vertraglich fixierten und undiskontierten Zahlungen für Tilgungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten für die nächsten Geschäftsjahre.
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
| in T€ | Buchwert | Cashflows | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | 2023 | 2024–2027 | 2028 ff. | |
| Verzinsliche Darlehen | 41.362 | 6.483 | 47.748 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 18.102 | 8.197 | 9.604 | 751 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
22.711 | 22.711 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
20.765 | 20.597 | 168 | 0 |
| in T€ | Buchwert | Cashflows | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | 2022 | 2023–2026 | 2027 ff. | |
| Verzinsliche Darlehen | 13.547 | 13.587 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 20.248 | 7.705 | 11.980 | 1.112 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
16.123 | 16.123 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
20.777 | 20.574 | 203 | 0 |
Marktpreisrisiken
Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten stellen die wesentlichen Marktpreisrisiken für den Konzern dar.
Währungsrisiken
Schwankungen des USD/EUR, CAD/USD sowie CNY/EUR können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da Teile des operativen Geschäfts im Segment Nordamerika bzw. Asien/Pazifik generiert werden. Bei der amerikanischen Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA besteht eine langfristige CAD-Darlehensforderung gegenüber deren kanadischer Tochtergesellschaft, die in Höhe von TCAD 7.800 (Vorjahr: TCAD 7.800) als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert ist. Der Umrechnungseffekt der Darlehensforderung, die auf die Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entfällt, wird im Eigenkapital erfasst. Bei einer deutschen Tochtergesellschaft bestand im Vorjahr eine langfristige Darlehensforderung gegenüber der Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA, die in Höhe von TUSD 7.300 als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert war. Dieses Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2022 vollständig zurückgeführt.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich Ergebnis vor Steuern und Eigenkapital verändern, wenn die Währungen, die als Preisrisikovariablen identifiziert wurden, aus Sicht des Bilanzstichtags anders ausgefallen wären. Alle anderen Variablen bleiben konstant.
| 2022 in T€ |
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---|---|---|
| Währung – USD +5% –5% |
90 –90 |
0 0 |
| Währung – CAD +5% –5% |
163 –163 |
–306 306 |
| Währung – CNY +5% –5% |
290 –290 |
0 0 |
| 2021 in T€ |
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---|---|---|
| Währung – USD +5% –5% |
30 –30 |
–322 322 |
| Währung – CAD +5% –5% |
414 –414 |
–346 346 |
| Währung – CNY +5% –5% |
257 –257 |
0 0 |
Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.
Zinsrisiken
Zinsrisiken entstehen im Konzern im Wesentlichen in Zusammenhang mit den in Anspruch genommenen verzinslichen Darlehen, da sich der variable Basiszinssatz für die Kreditlinien am EURIBOR, €STR und LPR orientiert.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine Zinsswaps vor.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern aufgrund einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung des Zinssatzes der variabel verzinslichen Darlehen. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Wesentliche Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen nicht.
| 2022 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erhöhung/Verringerung in Basispunkten |
50 | 100 | 150 | –50 | –100 | –150 |
| Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in T€ |
–258 | –515 | –773 | 258 | 515 | 773 |
| 2021 | ||||||
| Erhöhung/Verringerung in Basispunkten |
50 | 100 | 150 | –50 | –100 | –150 |
| Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in T€ |
–194 | –387 | –581 | 194 | 387 | 581 |
Kapitalsteuerung
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen sowie Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 2022 T€ 45.249 (Vorjahr: T€ 15.710). Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden.
33. Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien- ausgehend von den relevanten Bilanzposten.
| in T€ | Bewertungs | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz | Beizulegender | IFRS 13 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| kategorien nach IFRS 9 |
31.12.2022 | Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Bilanz nach IFRS 16 |
Zeitwert 31.12.2022** |
Stufe | |
| Aktiva | |||||||
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 3.767 | 3.767 | – | – | 3.430 | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 277 | 277 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 78.801 | 78.801 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 1.486 | 1.486 | – | – | – | – |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC* | 14.215 | 14.215 | – | – | – | – |
| Passiva | |||||||
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a | 10.166 | – | – | 10.166 | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 168 | 168 | – | – | – | – |
| Verzinsliche Darlehen | FLAC* | 41.362 | 41.362 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a | 7.936 | – | – | 7.936 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC* | 22.711 | 22.711 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 20.597 | 20.597 | – | – | – | – |
| Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC* | 98.547 | 98.547 | – | – | – | – |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 84.838 | 84.838 | – | – | – | – |
* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert.
| in T€ | Bewertungs | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz | Beizulegender | IFRS 13 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| kategorien | 31.12.2021 | Fortgeführte | Erfolgswirksam | Bilanz nach | Zeitwert | Stufe | |
| nach IFRS 9 | Anschaffungs | zum beizulegenden | IFRS 16 | 31.12.2021** | |||
| kosten | Zeitwert | ||||||
| Aktiva | |||||||
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 4.211 | 4.211 | – | – | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 199 | 199 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 67.236 | 67.236 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 1.617 | 1.617 | – | – | – | – |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC* | 18.085 | 18.085 | – | – | – | – |
| Passiva | |||||||
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a | 12.803 | – | – | 12.803 | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 203 | 203 | – | – | – | – |
| Verzinsliche Darlehen | FLAC* | 13.547 | 13.547 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | n/a | 7.444 | – | – | 7.444 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC* | 16.123 | 16.123 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 20.574 | 20.574 | – | – | – | – |
| Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC* | 91.348 | 91.348 | – | – | – | – |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 50.447 | 50.447 | – | – | – | – |
* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert. Der Effekt bei den langfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht wesentlich.
Als beizulegender Zeitwert gilt der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Besteht kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt.
Im Rahmen der Bemessungshierarchie (»Fair-Value-Hierarchie«) des IFRS 13 werden Finanzinstrumente auf Basis der verwendeten Inputfaktoren in eine von insgesamt drei Stufen eingeordnet. Hierbei wird den Inputfaktoren der Stufe 1 die höchste Priorität eingeräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten. Die drei Stufen werden nachfolgend erläutert.
Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten gehandelt werden (wie etwa börsennotierte Derivate und Eigenkapitalinstrumente) beruht auf den notierten Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode. Der notierte Marktpreis der von der Gruppe gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente werden in Stufe 1 eingeordnet.
Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden (wie etwa OTC-Derivate) wird anhand von Bewertungstechniken ermittelt, die den Einsatz beobachtbarer Marktdaten maximieren und möglichst wenig auf unternehmensspezifische Schätzungen zurückgreifen. Wenn alle signifikanten Inputfaktoren zur Bewertung eines Instruments zum beizulegenden Zeitwert beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingruppiert.
Stufe 3: Sind einer oder mehrere der signifikanten Inputfaktoren nicht beobachtbar, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet. Dies gilt für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente.
Während des Geschäftsjahres erfolgten keine Umgruppierungen von wiederkehrenden Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert zwischen den einzelnen Stufen. Umgruppierungen in Stufen der Zeitwerthierarchie und aus Stufen heraus erfolgen am Ende der Berichtsperiode.
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Leasingverbindlichkeiten wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet werden (AC) |
–19 | –151 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet werden (FLAC) |
–1.210 | –635 |
Das Nettoergebnis in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC)« resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewertung, in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)« im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen und Fremdwährungsbewertung.
Sonstige Angaben
34. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
Die WashTec AG hat für 2022 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter https://ir.washtec.de/corporate-governance/ im Bereich Entsprechenserklärung zugänglich gemacht.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 24. März 2023 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung übergeben.
Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses der WashTec AG erfolgt in der Aufsichtsratssitzung am 27. März 2023.
35. Honorar des Abschlussprüfers
Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 624 | 593 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 14 |
| Sonstige Leistungen | 16 | 3 |
| Gesamt | 640 | 610 |
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich auf die Prüfung des Konzernabschlusses der WashTec Gruppe, die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Einzelabschlüsse der WashTec AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die sonstigen Leistungen betreffen die Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die Steuerberatungsleistungen betrafen im Vorjahr die Erstellung von Benchmark-Studien.
36. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
| Dr. Ralf Koeppe | |||
|---|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Vorstandsvorsitzender, Technikvorstand, Augsburg | ||
| Vorstandsbereiche | Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit Finanzen / Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, |
||
| Risk-Management / Compliance / Revision, Versicherungen (1. September 2022 bis 30. September 2022) |
|||
| Andreas Pabst | (seit 1. Oktober 2022) | ||
| Beruf, Wohnort | Finanzvorstand, Bobingen | ||
| Vorstandsbereiche | Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen |
||
| Dr. Kerstin Reden | (bis 31. August 2022) | ||
| Beruf, Wohnort | Finanzvorstand, Augsburg/Stuttgart | ||
| Vorstandsbereiche | Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen |
||
| Stephan Weber | (bis 28. Februar 2023) | ||
| Beruf, Wohnort | Marketing- und Vertriebsvorstand, Werther | ||
| Vorstandsbereiche | KAM/CWM, Vertrieb & Service weltweit, Marketing, Product Units /Produktmanagement |
Aufsichtsrat
| Dr. Günter Blaschke | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Aufsichtsratsvorsitzender, Buchloe |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
Leifheit AG, Nassau (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Ulrich Bellgardt | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Diplom-Ingenieur, Hubersdorf, Schweiz |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Jens Große-Allermann | (bis 16. Mai 2022) |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
GESCO AG, Wuppertal (Mitglied des Aufsichtsrats) KROMI Logistik AG, Hamburg (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Dr. Sören Hein | (bis 16. Mai 2022) |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Partner, MIG Capital AG (vormals MIG Verwaltungs AG), München |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
APK AG, Merseburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren | Konux, Inc.,Delaware, USA (Mitglied des Board of Directors) |
| in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
Liva Healthcare Holding ApS, Kopenhagen, Dänemark (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Liva Healthcare A/S, Kopenhagen, Dänemark (Tochterunternehmen der Liva Healthcare Holding ApS) (Mitglied des Aufsichtsrats) |
|
| Efficient Energy GmbH, Feldkirchen (Mitglied und stellv. Vorsitzender, | |
| Beirat) | |
| Innatera Nanosystems BV, Delft, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) | |
| Zadient Technologies SAS, Sainte-Hélène-du-Lac, Frankreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Dr.Hans-Friedrich Liebler | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Geschäftsführer der Credit Solutions Partner GmbH, München |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
keine |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Heinrich von Portatius | (seit 16. Mai 2022) | |
|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Vorstand der Paradigm Capital AG, Grünewald | |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
keine | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
Schaltag AG, Effretikon, Schweiz (Mitglied im Verwaltungsrat) Paradigm Capital North America ICAV, Dublin, Irland (Mitglied im Board of Directors – Verwaltungsrat) Paradigm Capital North America Feeder ICAV, Dublin, Irland (Mitglied im Board of Directors – Verwaltungsrat) |
| Dr. Alexander Selent | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Aufsichtsrat, Limburgerhof |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
keine |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Peter Wiedemann | (seit 16. Mai 2022) |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Vorstand der Rational AG, Germaringen |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
keine |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
37. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Vergütung des Vorstands (HGB)
Das Vergütungssystem des Vorstands ist darauf angelegt, einen Beitrag zur Förderung der Geschäftsstrategie und zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen zu leisten. Das geschieht unter anderem durch eine einfache und klare Anreizstruktur der Vorstandsvergütung. Durch das Vergütungssystem sowie durch die einheitliche Vergütungsstruktur für alle Vorstandsfunktionen, sollen externe und interne Fehlanreize vermieden werden. Es soll insbesondere vermieden werden, dass der Vorstand aus Gründen der kurzfristigen Optimierung seiner Bezüge Entscheidungen trifft, die keinen nachhaltigen Geschäftserfolg versprechen.
In seiner Sitzung am 24. März 2021 hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Beratung das System zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der WashTec AG entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes infolge der Umsetzung der 2. Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) und unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 16. Dezember 2019 (»DCGK 2020«) beschlossen. Die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 28. April 2022 (»DCGK 2022«) hat darauf keine Auswirkungen. Bezüglich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird auf die Entsprechenserklärung, die im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt 8.1 veröffentlicht ist, verwiesen.
Dieses Vergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 gemäß § 120a Abs. 1 AktG gebilligt und gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließende oder zu verlängernde Vorstandsdienstverträge. Dies betrifft gegenwärtig die Vorstandsdienstverträge des wiederbestellten Vorstandsvorsitzenden Dr. Ralf Koeppe sowie des neu bestellten Finanzvorstands Andreas Pabst. Für alle zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsdienstverträge gilt entsprechend DCGK 2022 sowie § 26j EGAktG weiterhin das bisherige Vergütungssystem (vgl. dazu auch die Entsprechenserklärung
von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG vom 15. Dezember 2022). Die geltende langfristige variable Vergütung in Form des Long Term Incentive Programm (LTIP) 2021–2023 für den Vorstand wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Mitglieder des Vorstands. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge gilt, dass diese unter den jeweils dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt wurden bzw. werden.
Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteile umfassen die Festvergütung sowie Nebenleistungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile enthalten sowohl eine kurzfristige als auch eine langfristige Komponente.
Die kurzfristige variable Vergütung setzt sich aus Unternehmenszielen und individuellen Leistungszielen zusammen. Die Unternehmensziele orientieren sich an den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns. Diese sind Umsatz, EBIT, Free Cashflow und Return on Capital Employed (»ROCE«). Der Aufsichtsrat legt dabei für jedes Geschäftsjahr die jeweils vergütungsrelevanten Unternehmensziele fest. Die individuellen Leistungsziele umfassen operative oder strategische Ziele einschließlich nichtfinanzieller Ziele, insbesondere aus den Bereichen Produktinnovation, Nachhaltigkeit, Prozessoptimierung, Digitalisierung sowie Kundennutzen.
Die langfristige variable Vergütung ist als anteilsbasierte Vergütung mit einmaliger Bonuszahlung ausgestaltet (Long Term Incentive Programm (LTIP) und hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023. Im Rahmen des LTIP wird die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie durch die beiden Erfolgsziele Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR) gewährleistet. Eine detaillierte Beschreibung der Regelungen des LTIP sind im Abschnitt »Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)« zu finden.
Die für das Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands (DRS 17) belaufen sich auf T€ 1.164 (Vorjahr: T€ 5.010). Davon entfallen T€ 936 (Vorjahr: T€ 934) auf erfolgsunabhängige Komponenten, T€ 228 (Vorjahr: T€ 656) auf erfolgsbezogene Komponenten sowie T€ 0 (Vorjahr: T€ 3.420) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
Für die in den jeweiligen Geschäftsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden folgende Gesamtbezüge (HGB) gewährt:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 890 | 890 |
| Nebenleistungen | 46 | 44 |
| Summe (fix) | 936 | 934 |
| Einjährige variable Vergütung | 228 | 614 |
| Beizulegender Zeitwert der mehrjährigen variablen Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung |
0 | 3.420 |
| Sonderprämie | 0 | 42 |
| Summe (variabel) | 228 | 4.076 |
| Gesamt | 1.164 | 5.010 |
Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:
| in Stück | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Dr. Ralf Koeppe | 3.600 | 3.000 |
| Andreas Pabst (seit 1. Oktober 2022) | 102 | – |
| Dr. Kerstin Reden (bis 31. August 2022) | – | 417 |
| Stephan Weber (bis 28. Februar 2023) | 4.330 | 4.330 |
Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands
Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i.H. v. T€ 240 (Vorjahr: T€ 284), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind. Auf ein ehemaliges Mitglied des Vorstands entfällt eine Abfindung i.H. v. T€ 138 (Vorjahr: T€ 0).
Vergütung des Aufsichtsrats (HGB)
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt und besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine feste Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat.
Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.
Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i.H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte des Sitzungsgelds.
Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.
Die feste und variable Vergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf maximal € 100.000, für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf maximal € 150.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000. Die langfristige variable Vergütung tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu.
Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und variable Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.
Die Hauptversammlung kann durch Beschluss eine oder mehrere langfristige variable Vergütungskomponenten für den Aufsichtsrat beschließen, die zur Vergütung laut Satzung hinzutreten.
Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 keine Vergütung oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsoder Vermittlungsleistungen, gewährt bzw. gezahlt.
Die Hauptversammlung 2021 hat eine langfristige variable Vergütung in Form eines Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 beschlossen. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Liebler, Herr Dr. Selent und Herr Wiedemann nehmen am LTIP teil. Eine detaillierte Beschreibung der Regelungen des LTIP sind im Abschnitt »Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)« zu finden.
Die für das Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 621 (Vorjahr: T€ 675). Davon entfallen T€ 376 (Vorjahr: T€ 368) auf feste Bezüge, T€ 0 (Vorjahr: T€ 135) auf variable Bezüge sowie T€ 245 (Vorjahr: T€ 173) auf Sitzungsgelder.
Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:
| in Stück | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Dr.Günter Blaschke | 52.060 | 52.060 |
| Ulrich Bellgardt | 31.000 | 31.000 |
| Jens Große-Allermann* (bis 16. Mai 2022) | – | 0 |
| Dr.Sören Hein (bis 16. Mai 2022) | – | 5.450 |
| Dr.Hans-Friedrich Liebler | 5.500 | 5.500 |
| Heinrich von Portatius (seit 16. Mai 2022) | 0 | – |
| Dr. Alexander Selent | 2.000 | 1.500 |
| Peter Wiedemann (seit 16. Mai 2022) | 2.000 | – |
*Herr Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (IAS 24)
Der Konzern wird im Geschäftsjahr 2022 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstands berührt. Die Bedingungen der Transaktionen entsprechen denen unter fremden Dritten.
Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Vorstands nach IFRS betrugen T€ 1.885 (Vorjahr: T€ 2.585). Davon entfallen T€ 936 (Vorjahr: T€ 934) auf die festen Bezüge, T€ 0 (Vorjahr: T€ 42) auf kurzfristig fällige Leistungen sowie T€ 228 (Vorjahr: T€ 614) auf die einjährige variable Vergütung. Als Aufwendungen für die langfristige anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsjahre 2021–2023 wurden T€ 584 (Vorjahr: T€ 967) erfasst. Für die zukünftige Auszahlung der langfristigen anteilsbasierten Vergütung für die zum 31. Dezember 2022 aktiven Vorstandsmitglieder wurden insgesamt T€ 1.421 (Vorjahr: T€ 886) in den sonstigen Verbindlichkeiten sowie T€ 129 (Vorjahr: T€ 81) direkt im Eigenkapital erfasst. Zudem sind in den gesamten Aufwendungen Leistungen i. H. v. insgesamt T€ 138 (Vorjahr: T€ 28) anlässlich der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags enthalten. Der Betrag im Vorjahr entfällt vollständig auf eine Karenzentschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot anlässlich der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags im Geschäftsjahr 2019.
Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Aufsichtsrats nach IFRS betrugen T€ 652 (Vorjahr: T€ 767). Die Aufwendungen für die festen Bezüge betrug T€ 376 (Vorjahr: T€ 368) sowie für die einjährige variable Vergütung T€ 0 (Vorjahr: T€ 135). Sonstige Bezüge, überwiegend Sitzungsgelder, fielen i.H. v. T€ 245 (Vorjahr: T€ 173) an. Für die langfristige anteilsbasierte Vergütung für die Geschäftsjahre 2022 – 2024, die die Hauptversammlung 2021 beschlossen hat, wurden T€ 32 (Vorjahr: T€ 92) in den Aufwendungen erfasst. Zudem wurden für deren zukünftige Auszahlung T€ 26 (Vorjahr: T€ 76) in den sonstigen Verbindlichkeiten sowie T€ 5 (Vorjahr: T€ 15) direkt im Eigenkapital erfasst.
Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen Verträge, die als anteilsbasierte Vergütung ein Longterm Incentive Programm (LTIP) vorsehen. Für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung 2021 als anteilsbasierte Vergütung ein Longterm Incentive Programm (LTIP) beschlossen, an dem jeweils die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Liebler, Herr Dr. Selent und Herr Wiedemann teilnehmen. Diese soll Vorstand und Aufsichtsrat zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswerts hinzuwirken.
Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2021 hat für den Aufsichtsrat eine anteilsbasierte Vergütung mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 beschlossen, um ihn an der langfristigen Entwicklung der WashTec AG partizipieren zu lassen. Um an der neuen anteilsbasierten Vergütung teilzunehmen, muss ein Mitglied des Aufsichtsrats bereits im Besitz von Aktien der Gesellschaft sein oder ein Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2022 getätigt haben (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien am LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied am LTIP 2018 und 2015 teilgenommen hat. Der Auszahlungsbetrag ist vom Erfüllungsgrad bestimmter Erfolgsziele über die Laufzeit sowie dem Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft abhängig. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung sind die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2021. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Diese wird durch Multiplikation des Multiplikators mit der Zahl der Eigeninvestmentaktien multipliziert mit dem Referenzkurs ermittelt. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Ein Aufsichtsratsmitglied, das erst nach Beginn der Incentivierungsphase in den Aufsichtsrat gewählt
wird, kann am LTIP teilnehmen. Hierzu muss es ein Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft, wobei die Eigeninvestmentaktien bis spätestens drei Monate nach Wirksamwerden der Wahl in den Aufsichtsrat zu erwerben sind. Die Auszahlung erfolgt am Tag der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025. Der Anspruch auf die Zahlung steht unter der auflösenden Bedingung, dass das berechtigte Aufsichtsratsmitglied für ein Sechstel der Bonuszahlung, die es unter dem LTIP erhalten hat, innerhalb von drei Monaten nach der ordentlichen Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2025 Aktien der Gesellschaft erwirbt und dass es diese Aktien nach dem Erwerb für mindestens drei Jahre hält. Das Erfordernis, die Aktien zu halten, endet, wenn das berechtigte Aufsichtsratsmitglied während der dreijährigen Haltefrist aus dem Aufsichtsrat ausscheidet.
Die aktuelle anteilsbasierte Vergütung des Vorstands hat eine Incentivierungsphase vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 und besteht aus zwei Komponenten, einer Komponente ohne Eigeninvestment sowie einer optionalen Komponente mit Eigeninvestment. Die Komponente ohne Eigeninvestment entspricht bei vollständiger Zielerreichung der Höhe der einjährigen variablen Vergütung pro Jahr der Laufzeit. Mit der zweiten Komponente kann die Bonuszahlung aus der Komponente ohne Eigeninvestment verdoppelt werden. Dafür ist ein Eigeninvestment in Höhe des vollständigen variablen Zieljahreseinkommens 2021 zu tätigen bzw. muss in der Vergangenheit getätigt worden sein und entspricht dem maximalen Eigeninvestment. Umfasst das Eigeninvestment nicht das vollständige variable Zieleinkommen 2021, reduziert sich die zweite Komponente proportional zum Volumen des maximalen Eigeninvestment. Als Eigeninvestment im Sinne dieses Programms sind investierte Beträge (EUR) in Aktien der Gesellschaft maßgeblich, die sich am 30. Juni 2023 (Stichtag) im persönlichen Besitz des Vorstandsmitglieds befinden. Die Auszahlung der langfristigen anteilsbasierten Vergütung erfolgt am Ende der Incentivierungsphase. Der Auszahlungsbetrag ist von der Erfüllung der vereinbarten Erfolgsziele, Return on Capital Employed (ROCE) und Total
Shareholder Return (TSR), abhängig. Die beiden Erfolgsziele müssen jeweils die vom Aufsichtsrat festgelegte Mindestschwelle von 81% erreichen, um gewertet zu werden. Im Fall der Teilnahme an der Komponente mit Eigeninvestment steht die Auszahlung unter der auflösenden Bedingung, dass das Vorstandsmitglied für ein Sechstel der Bruttobonuszahlung, die es unter dem LTIP mit Eigeninvestment erhalten hat, innerhalb von drei Monaten nach Fälligkeit der Bonuszahlung Aktien der Gesellschaft erwirbt (»Reinvest«) und dass es mit dieser Aktienzahl nach dem Erwerb für mindestens drei Jahre investiert ist. Ausnahmen von der Bedingung des Reinvest bzw. der Haltefrist bestehen im Fall des Ausscheidens aus dem Vorstand.
Für diese Verpflichtungen wurde eine nach IFRS 2 für anteilsbasierte Vergütungen vorgeschriebene Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Die wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der langfristigen anteilsbasierten Vergütung des Vorstands basieren auf einer erwarteten Volatilität der Aktie von 33,5% und einem risikoneutralen Zinssatz i.H. v. 2,5% bei einer Restlaufzeit von einem Jahr. Für die anteilsbasierte Vergütung des Aufsichtsrats mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 stellt der Tag der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2021 den Tag der Gewährung dar.
Beide Programme stellen jeweils in Höhe des erforderlichen Reinvest von einem Sechstel der Bonuszahlung eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente dar, der übrige Teil eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente entfallende Teil wird direkt im Eigenkapital erfasst. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich entfallende Teil wird als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Die Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung werden auf Basis des ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als langfristige sonstige Verbindlichkeit passiviert.
Die im Rahmen des LTIP als sonstige Verbindlichkeit erfassten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus LTIP | 1.447 | 962 |
| Gesamt | 1.447 | 962 |
Die im Rahmen des LTIP direkt im Eigenkapital erfasste Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasster Teil der Verpflichtung aus LTIP | 134 | 96 |
| Gesamt | 134 | 96 |
Die im Rahmen des LTIP erfassten Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus LTIP | 1.582 | 1.058 |
| Gesamt | 1.582 | 1.058 |
38. Angaben nach dem Bilanzstichtag
Mit Wirkung zum 2. Januar 2023 hat die amerikanische Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA nach Beendigung des bisherigen Mietvertrages, die zum Produktionsstandort gehörenden Grundflächen und Gebäude erworben. Der Kaufpreis betrug Mio. USD 10,3. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgt durch die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten in US-Dollar in entsprechender Höhe mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Die verhandelten Finanzierungsverträge beinhalten sowohl fixe als auch variable Bestandteile. Ein Anteil von 79% der Darlehenssumme sind mit Sicherungsgeschäften gegen Zinsrisiken abgesichert.
Herr Stephan Weber, Vorstand für Vertrieb, Service und Marketing der WashTec AG, schied zum 28. Februar 2023 einvernehmlich aus dem Unternehmen aus. Zu seinem Nachfolger wurde ab dem 1. März 2023 Herr Sebastian Kutz, der bisherige Executive Vice President, Head of Sales & Service DACH, berufen.
Augsburg, den 24. März 2023
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Sebastian Kutz Vorstand
Andreas Pabst Vorstand
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«
Augsburg, den 24. März 2023
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Sebastian Kutz Vorstand
Andreas Pabst Vorstand
Weitere Informationen
| Bestätigungsvermerk des | |
|---|---|
| unabhängigen Abschlussprüfers . | 171 |
| Jahresabschluss der WashTec AG (Kurzfassung HGB) | 178 |
| Glossar | 180 |
| WashTec weltweit . | 182 |
| Konzernkennzahlen 2018 bis 2022 . | 183 |
»Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die WashTec AG, Augsburg
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der WashTec AG, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WashTec AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- p entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und
- p vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt T€ 42.312 (14,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstes unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Ergänzende Anpassungen der Mittelfristplanung für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung wurden von uns mit den zuständigen Mitarbeitern der Gesellschaft diskutiert und nachvollzogen. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag)
durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
3 Die Angaben der Gesellschaft zum Bilanzposten »Geschäfts- oder Firmenwerte« sind in den Abschnitten 5 und 14 des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
- p die in Abschnitt "8 Erklärung zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
- p die in Abschnitt "5 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem" des Konzernlageberichts enthaltenen, als ungeprüft gekennzeichneten Angaben
Die sonstigen Informationen umfassen zudem
- p den gesonderten nichtfinanziellen Bericht zur Erfüllung der §§ 289b bis 289e HGB und der §§ 315b bis 315c HGB
- p alle übrigen Teile des Geschäftsberichts ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- p wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- p anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- p identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- p gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- p beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- p ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- p beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
- p holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
- p beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
- p führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.
Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei WashTec_AG_KA_KLB_ESEF_2022-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- p identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
-
p gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
-
p beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
- p beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
- p beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Dezember 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Konzernabschlussprüfer der WashTec AG, Augsburg, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt – Verwendung des Bestätigungsvermerks
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht – auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der »Vermerk
über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB« und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schumann.«
München, den 24. März 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jürgen Schumann ppa. Ralph Jakobi Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss der WashTec AG – Bilanz (HGB)
| Aktiva | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|
| in T€ | |||
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | |||
| und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten | |||
| und Werten | 38 | 49 | |
| II. | Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 95 | 100 | |
| III. | Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 128.049 | 128.049 | |
| 128.181 | 128.198 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2. Sonstige Vermögensgegenstände |
29.717 11.222 |
40.105 14.048 |
|
| 40.939 | 54.153 | ||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 3 | 10 | |
| Aktiva | 169.122 | 182.360 | |
| Passiva | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| in T€ | ||
| A. Eigenkapital |
||
| I. Gezeichnetes Kapital |
40.000 | 40.000 |
| Rechnerischer Wert eigene Anteile | –1.702 | –1.702 |
| 38.298 | 38.298 | |
| II. Kapitalrücklage |
90.845 | 90.845 |
| III. Bilanzgewinn |
29.804 | 40.306 |
| 158.947 | 169.450 | |
| B. Rückstellungen |
||
| 1. Steuerrückstellungen |
4.675 | 675 |
| 2. Sonstige Rückstellungen |
3.244 | 2.960 |
| 7.919 | 3.635 | |
| C. Verbindlichkeiten |
||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
33 | 26 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.612 | 7.409 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten |
611 | 1.840 |
| davon aus Steuern T€ 608 (Vj. T€ 1.839) | ||
| davon aus Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern T€ 2 (Vj. T€ 1) | ||
| 2.256 | 9.275 | |
| Passiva | 169.122 | 182.360 |
Jahresabschluss der WashTec AG – Gewinn- und Verlustrechnung (HGB)
| 1. Umsatzerlöse 2.723 2.871 2. Sonstige betriebliche Erträge 190 643 davon aus verbundenen Unternehmen T€ 141 (Vj. T€ 74) davon aus Währungsumrechnung T€ 1 (Vj. T€ 0) 2.912 3.514 3. Materialaufwand (Umsatzbezogene Aufwendungen) Aufwendungen für bezogene Leistungen –52 –30 4. Personalaufwand –2.038 a) Löhne und Gehälter –4.163 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung –52 –48 davon für Altersversorgung T€ –8 (Vj. T€ –7) –2.090 –4.210 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –30 –24 –2.786 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen –2.119 davon aus Währungsumrechnung T€ –4 (Vj. T€ –1) –4.958 –6.383 –2.045 –2.869 35.818 7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 3.125 8. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen 0 –195 9. Erträge aus Beteiligungen 4.500 40.000 davon aus verbundenen Unternehmen T€ 4.500 (Vj. T€ 40.000) 130 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 112 davon aus verbundenen Unternehmen T€ 99 (Vj. T€ 112) 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –69 –50 davon an verbundene Unternehmen T€ –31 (Vj. T€ –50) 40.379 42.993 –10.016 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –200 28.318 13. Ergebnis nach Steuern 39.924 14. Sonstige Steuern –12 –13 15. Jahresüberschuss 28.307 39.911 16. Gewinnvortrag 1.498 395 |
in T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|---|
| 29.804 17. Bilanzgewinn 40.306 |
Glossar
| AB | Aktiebolag (schwedische Gesellschaftsform) | |
|---|---|---|
| AG | Aktiengesellschaft | |
| AktG | Aktiengesetz | |
| AS | Aksjeselskap (norwegische Gesellschaftsform) | |
| A/S | Aktieselskab (dänische Gesellschaftsform) | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz |
Saldo aus Umsatzerlösen und Kosten der umgesetzten Leistung | |
| Bruttoergebnismarge | Bruttoergebnis vom Umsatz/Umsatzerlöse | |
| B.V. | Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (niederländische Gesellschaftsform) |
|
| CAD | Kanadischer Dollar | |
| CAGR | Jährliche Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate) | |
| Capital Employed | Anlagevermögen inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Nutzungsrechte + NOWC, ermittelt als Durchschnitt über fünf Quartale |
|
| Cashflow | Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel äquivalenten in einer Periode |
|
| CNY | Chinesischer Renminbi Yuan | |
| Corporate Governance | Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle |
|
| CSR | Corporate Social Responsibility: gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens |
|
| CSRD | Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD); neue EU-Richtlinie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Erstanwendung ab dem Geschäftsjahr 2024 |
|
| DCGK | Deutscher Corporate Governance Kodex |
| Dividendenrendite | Die Dividendenrendite setzt die ausgeschüttete Dividende ins Verhältnis zum jewei ligen Börsenkurs einer Aktie. Sie wird in Prozent angegeben und gibt einem Aktio när darüber Auskunft, wie die Aktien verzinst werden. |
||
|---|---|---|---|
| EBIT | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Taxes) | ||
| EBIT-Marge | EBIT/Umsatzerlöse | ||
| EBT | Ergebnis vor Steuern (Earnings before Taxes) | ||
| Eigenkapital | Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden |
||
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital/Bilanzsumme | ||
| Ergebnis je Aktie (EPS) | Konzernergebnis/gewichtete durchschnittliche Zahl ausstehender Aktien (Earnings per Share) |
||
| EU | Europäische Union | ||
| EURIBOR | Euro Interbank Offered Rate; Referenzzinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft |
||
| Financial Covenants | Auflagen, die im Rahmen der Kreditgewährung einzuhalten sind | ||
| Finanzmittelfonds | Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Kontokorrentkredite bzw. kurzfristige verzinsliche Darlehen |
||
| Finanzverbindlich keiten |
Die Finanzverbindlichkeiten errechnen sich wie folgt: Verzinsliche Darlehen + Leasingverbindlichkeiten |
||
| Free Cashflow | Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht; der Free Cashflow berechnet sich wie folgt: Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit – Mittelabfluss aus Investitions tätigkeit |
||
| GmbH | Gesellschaft mit beschränkter Haftung | ||
| GRI | Global Reporting Initiative; Standardsetter und Standards für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten |
Glossar
| HGB | Handelsgesetzbuch | ||
|---|---|---|---|
| HSE | Gesundheit, Sicherheit, Umwelt (Health, Safety, Environment) | ||
| IAS | International Accounting Standards | ||
| IASB | International Accounting Standards Board | ||
| IFRIC | International Financial Reporting Interpretations Committee | ||
| IFRS | International Financial Reporting Standards; vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze |
||
| IKS | Internes Kontrollsystem | ||
| Inc. | Incorporated (amerikanische Gesellschaftsform) | ||
| IWF | Internationaler Währungsfonds | ||
| LPR | Loan Prime Rate; Referenzzinssatz der chinesischen Zentralbank für Kredite mit einjähriger Laufzeit |
||
| Ltd. | Limited (englische Gesellschaftsform) | ||
| LTIP | Long Term Incentive Program (LTIP); langfristige anteilsbasierte Vergütung | ||
| Managers' Transactions | Eigengeschäfte von Führungskräften | ||
| Nettofinanz verschuldung |
Die Nettofinanzverschuldung berechnet sich wie folgt: Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquivalente abzüglich Finanzverbindlichkeiten |
||
| NOWC | Das Net Operating Working Capital (NOWC) berechnet sich wie folgt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
||
| Portalwaschanlage | Portalwaschanlagen waschen und trocknen Fahrzeuge, indem sich eine Waschvor richtung, das Portal, auf Fahrschienen in Portalläufen mehrmals über das stehende Fahrzeug hin und her bewegt |
||
| Pty Ltd. | Proprietary Limited (australische Gesellschaftsform) |
| RMS | Risikomanagementsystem | ||
|---|---|---|---|
| ROCE | Der Return on Capital Employed stellt das Verhältnis des EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung dar und berechnet sich wie folgt: EBIT/Capital Employed |
||
| S.A.S. | Société par actions simplifiée (französische Gesellschaftsform) | ||
| S.A.U. | Sociedad Anónima Unipersonal (spanische Gesellschaftsform) | ||
| SB-Waschanlagen oder SB-Anlagen |
Selbstbedienungswaschplätze bzw. Ein- oder Mehrplatzwaschsysteme, bei denen der Kunde sein Fahrzeug selbst mit einer Hochdrucklanze oder Bürste reinigt |
||
| SP. z.o.o. | Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (polnische Gesellschaftsform) | ||
| S.r.I. | Società a responsabilità limitata (italienische Gesellschaftsform) | ||
| s.r.o. | Společnost s ručením omezeným (tschechische Gesellschaftsform) | ||
| Total Shareholder Return |
Der Total Shareholder Return (TSR) stellt die Gesamtrendite dar, die ein Aktionär mit einer Aktie über einen festgelegten Zeitraum erzielt hat und wird als Prozentsatz des investieren Kapitals ausgedrückt. Dieser berechnet sich wie folgt: [(Endaktienkurs –Anfangsaktienkurs) + Dividende]/Anfangsaktienkurs |
||
| Unfallhäufigkeitsrate | Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden | ||
| USA | United States of America | ||
| USD | US-Dollar | ||
| Waschstraße | Bei Waschstraßensystemen wird das Fahrzeug mit einem Förderband durch fest montierte Wasch- und Trockenaggregate gezogen; dies ermöglicht im Vergleich zur Portalwaschanlage einen erhöhten Durchsatz an Fahrzeugen in der Stunde |
||
| WashTec | WashTec meint die WashTec Gruppe, sofern nicht ausdrücklich von einer bestimmten Gesellschaft die Rede ist |
||
| WpHG | Wertpapierhandelsgesetz | ||
| €STR | Euro Short-Term Rate; Referenzzinssatz der Europäischen Zentralbank für die Währung Euro, der auf der Geldmarktstatistik des Eurosystems basiert |
||
WashTec weltweit – Tochtergesellschaften
Australien
WashTec Australia Pty. Ltd. Suite 6.03, 25 Restwell Street, Bankstown NSW 2200 PO Box 268 Bankstown NSW 1885 Australia 2044 Tel. +61 2 8394 5000 Fax +61 2 8394 5099 [email protected]
China
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co., Ltd. Building 1, No. 1688 Jiugong Road JinShan District CN-Shanghai 201506 Tel. +86 21 3728 32170 Fax +86 21 3728 3200 [email protected]
Dänemark
WashTec A/S Guldalderen 10 DK-2640 Hedehusene Tel. +45 46 8987 5539 Fax +45 46 5577 16 [email protected]
WashTec France S.A.S. 200 rue du Grand Bouland FR-45760 Boigny sur Bionne
Tel. +33 252 8800 43 Fax +33 238 6070 71 [email protected]
Großbritannien
Frankreich
WashTec UK Ltd. Unit 14A Oak Industrial Park Chelmsford Rd. Great Dunmow UK-Essex CM6 1XN Tel. +44 1371 8788 00 Fax +44 1371 8788 10 [email protected]
Italien
WashTec S.r.l. Via Achille Grandi 16/E I-15033 Casale Monferrato Tel. +39 142 5253 08 Fax +39 142 4537 04 [email protected]
Kanada
Mark VII Canada 623 South Service Road, Unit 1 CA-Grimsby, Ontario, Canada L3M 4E8 Tel. +1 8666 589 274 Fax +1 905 643 7050 [email protected]
Niederlande
WashTec Benelux B.V. Industrieterrein Laansinghage Radonstraat 9 NL-2718 SV Zoetermeer Tel. +31 798 080 157 Fax +31 793 683 725 [email protected]
Norwegen
WashTec Bilvask Slependveien 6 N-1396 Billingstad Tel. +47 22 918 180 Fax +47 22 161 717 [email protected]
Österreich
WashTec Cleaning Technology GmbH Wehlistraße 27 b A-1200 Wien Tel. +43 1 358 6574 Fax +43 1 334 306 5150 [email protected]
Polen
WashTec Polska Sp. z o.o. ul. Sienna 73 PL-00-833 Warschau Tel. +48 782 402 999 [email protected]
Schweden
WashTec Nordics AB Box 61 SE-51781 Bollebygd Tel. +46 33 7002600 [email protected]
Spanien
WashTec Spain, S.A.U. C/Isla Graciosa, 1 Edificio Ancora ES-28703 San Sebastián de los Reyes (Madrid) Tel. +34 91 6636 070 Fax +34 91 6636 071 [email protected]
Tschechien
WashTec Cleaning Technology s.r.o. Prumyslová zòna Mexiko U Mexika 1309 33023 Nýrany Tel. +42 0373 737610 Fax +42 0373 737699 [email protected]
USA
Mark VII Equipment Inc. 5981 Tennyson Street US-CO-80003 Arvada Tel. +1 303 4324 910 Fax +1 303 4330 139 [email protected]
Händler
Eine aktuelle Übersicht über unsere internationalen Vertriebspartner finden Sie im Internet unter www.washtec.de
Konzernkennzahlen 2018 bis 2022
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio.€ | 435,4 | 436,5 | 378,7 | 430,5 | 482,2 |
| EBIT | Mio.€ | 51,5 | 36,3 | 20,1 | 45,7 | 38,0 |
| EBIT-Marge | % | 11,8 | 8,3 | 5,3 | 10,6 | 7,9 |
| EBT | Mio.€ | 50,8 | 35,7 | 18,8 | 44,8 | 37,3 |
| Konzernergebnis | Mio.€ | 34,0 | 22,3 | 13,3 | 31,1 | 26,4 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,54 | 1,66 | 0,99 | 2,32 | 1,97 |
| Dividende je Aktie | € | 2,45 | – | 2,30 | 2,90 | 2,20¹ |
| Free Cashflow | Mio.€ | 32,3 | 15,0 | 45,6 | 42,3 | 16,2 |
| Bilanzsumme | Mio.€ | 237,2 | 274,9 | 244,0 | 267,0 | 284,5 |
| Eigenkapital | Mio.€ | 95,4 | 84,5 | 96,2 | 98,4 | 88,1 |
| Mitarbeiter2 | Personen | 1.852 | 1.880 | 1.798 | 1.767 | 1.806 |
1 Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung 2023
2 Im Jahresdurchschnitt
Finanzkalender Impressum Kontakt
| 30. März 2023 | Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|
| 04. Mai 2023 | Quartalsmitteilung Q1 2023 |
| 15. Mai 2023 | Hauptversammlung 2023 |
| 03. August 2023 | Halbjahresbericht 2023 |
| 02.November 2023 | Quartalsmitteilung Q1–Q3 2023 |
| Herausgeber | WashTec AG Argonstraße 7 D-86153 Augsburg |
|---|---|
| Konzept/Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | WashTec AG |
| Foto | Altro–die Fotoagentur, Chris Müller – Konzeption & Photodesign, mocean movies e.K., WashTec AG |
Druck Peschke Solutions GmbH
WashTec AG Argonstraße 7 86153 Augsburg Deutschland Telefon +49 821 5584-0 www.washtec.de [email protected]