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WashTec AG Annual Report 2022

May 25, 2023

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Annual Report

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Finanzbericht: 32455925

WashTec AG

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

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EUR 31.12.2022

EUR
31.12.2021

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.845,00 48.922,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.701,00 99.670,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.048.510,25 128.048.510,25
128.181.056,25 128.197.102,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.716.985,67 40.104.663,77
2. Sonstige Vermögensgegenstände 11.221.801,00 14.048.039,36
40.938.786,67 54.152.703,13
II. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 207,04
0,00 207,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.508,02 10.307,52
169.122.350,94 182.360.319,94
PASSIVA
EUR EUR 31.12.2022

EUR
31.12.2021

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 40.000.000,00 40.000.000,00
Rechnerischer Wert eigene Anteile -1.701.788,01 -1.701.788,01
38.298.211,99 38.298.211,99
II. Kapitalrücklage 90.844.958,79 90.844.958,79
III. Bilanzgewinn 29.804.169,57 40.306.406,55
158.947.340,35 169.449.577,33
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 4.674.486,00 675.357,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.244.186,12 2.960.126,81
7.918.672,12 3.635.483,81
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.436,63 25.710,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.612.150,66 7.409.121,20
3. Sonstige Verbindlichkeiten 610.751,18 1.840.427,54
davon aus Steuern EUR 607.680,88 (Vj. EUR 1.838.993,04) 2.256.338,47 9.275.258,80
davon aus Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern EUR 2.31030 (Vj. EUR 1.434,50)
169.122.350,94. 182.360.319,94

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

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EUR 2022

EUR
2021

EUR
1. Umsatzerlöse 2.722.581,80 2.871.122,60
2. Sonstige betriebliche Erträge 189.835,39 643.118,26
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 141.400,00 (Vj. EUR 73.543,64)
davon aus Währungsumrechnung EUR 964,53 (Vj. EUR 68,15)
2.912.417,19 3.514.240,86
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogenen Leistungen -52.040,59 -29.690,57
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.037.947,13 -4.162.552,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -52.152,29 -47.707,32
davon für Altersversorgung EUR - 8.499,11 (Vj. EUR - 7.121,34) -2.090.099,42 -4.210.259,76
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -29.722,60 -23.639,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.785.776,44 -2.119.195,81
davon aus Währungsumrechnung EUR - 3.603,40 (Vj. EUR - 1.239,87)
-4.957.639,05 -6.382.785,24
-2.045.221,86 -2.868.544,38
7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 35.818.078,33 3.125.172,00
8. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen 0,00 -194.542,76
9. Erträge aus Beteiligungen 4.500.000,00 40.000.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.500.000,00 (Vj. EUR 40.000.000,00)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 130.326,89 111.774,68
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 99.457,05 (Vj. EUR 111.766,21)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -69.109,18 -49.744,98
davon an verbundene Unternehmen EUR - 31.046,04 (Vj. EUR - 49.743,73) 40.379.296,04 42.992.658,94
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.015.870,98 -199.955,00
13. Ergebnis nach Steuern 28.318.203,20 39.924.159,56
14. Sonstige Steuern -11.700,58 -12.988,26
15. Jahresüberschuss 28.306.502,62 39.911.171,30
16. Gewinnvortrag 1.497.666,95 395.235,25
17. Bilanzgewinn 29.804.169,57 40.306.406,55

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022

WashTec AG

Argonstr. 7 86153 Augsburg

Registergericht:

Amtsgericht Augsburg

Handelsregisternummer:

HRB 81

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um lineare, planmäßige Abschreibungen wie folgt vermindert:

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Anlagen Nutzungsdauer
Rechte und Lizenzen 3 - 8 Jahre

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer wie folgt linear abgeschrieben.

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Anlagen Nutzungsdauer
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 8 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs aufwandswirksam erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis zu EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Wertminderung von Vermögensgegenständen

Falls ein Ansatzpunkt für eine Wertminderung bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagevermögen vorliegt, werden Vermögensgegenstände, die planmäßig abgeschrieben werden, auf einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf überprüft.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen werden maximal bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn der Grund für die Abwertung entfallen ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Forderungen in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert ausgewiesen und periodengerecht aufgelöst.

Latente Steuern werden für am Bilanzstichtag bestehende zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die WashTec AG als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises von aktuell 31,93 %, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Kostenumlagen an die Tochtergesellschaften werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und erbrachten Leistungen als Umsatzerlöse erfasst.

Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens per 31. Dezember 2022

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen
A. ANLAGEVERMÖGEN Stand 01.01.22

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand 31.12.22

EUR
Stand 01.01.22

EUR
Zugänge

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.383,20 0,00 0,00 55.383,2O 6.461,20 11.077,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.061,08 13.676,60 6.717,75 166.019,93 59.391,08 18.645,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.048.510,25 0,00 0,00 128.048.510,25 0,00 0,00
128.262.954,53 13.676,60 6.717,75 128.269.913,38 65.852,28 29.722,60

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Kummulierte Abschreibungen
A. ANLAGEVERMÖGEN Abgänge

EUR
Stand 31.12.22

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 17.538,2O
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.717,75 71.318,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
6.717,75 88.857,13

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Restbuchwert
A. ANLAGEVERMÖGEN Stand 31.12.22

EUR
Stand 31.12.21

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.845,00 48.922,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.701,00 99.670,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 128.048.510,25 128.048.510,25
128.181.056,25 128.197.102,25

Angaben zum Anteilsbesitz

Eigenkapital sowie Ergebnis der ausländischen Tochtergesellschaften zum 31.12.2022 entsprechen den IFRS-Werten.

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Währung Beteiligung

%
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis in TEUR
unmittelbare Beteiligungen, Inland
WashTec Holding GmbH, Augsburg 2) 3) EUR 100 42.622 0
WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg 2) 3) EUR 100 51 0
AUWA-Chemie GmbH, Augsburg 2) 3) EUR 100 537 0
mittelbare Beteiligung über die WashTec Holding GmbH, Augsburg
WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg 1) 3) EUR 100 29.846 0
WashTec Financial Services GmbH, Augsburg 1) 3) EUR 100 62 0
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik EUR 10 5.744 396
WashTec Polska Spolka z o.o., Warschau, Polen EUR 10 475 108
indirekte Beteiligung über die WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg
WashTec France S.A.S., Boigny sur Bionne, Frankreich EUR 100 12.511 3.501
Mark VII Equipment Inc, Arvada, USA EUR 100 25.750 1.762
WashTec S.R.L., Casale, Italien EUR 100 1.868 480
WashTec UK Limited, Great Dunmow, Großbritannien EUR 100 4.575 533
WashTec A/​S, Hedehusene, Dänemark EUR 100 2.862 725
WashTec Bilvask AS, Billingstad, Norwegen 4) EUR 100 3.660 1.040
WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich EUR 100 2.203 181
WashTec Spain S.A., Madrid, Spanien EUR 100 3.123 543
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China EUR 100 -4.209 -1.799
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik EUR 90 5.744 396
WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Ontario, Kanada 5) EUR 100 -5.930 1.071
WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien EUR 100 2.934 906
WashTec Benelux B.V., Zoertermeer, Niederlande EUR 100 2.488 429
WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden EUR 100 785 -695
WashTec Polska Spolka z o.o., Warschau, Polen EUR 90 475 108

1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH

2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG

3) Gesellschaften haben von der Möglichkeit der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

4) indirekte Beteiligung über WashTec A/​S, Hedehusene, Dänemark

5) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 29.717 (Vorjahr TEUR 40.105), die im Wesentlichen den laufenden Verrechnungsverkehr, Ergebnisabführungen und Ausschüttungen betreffen. Davon resultieren TEUR 328 (Vorjahr TEUR 0) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Diese Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 11.222 (Vorjahr TEUR 14.048) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Gewerbesteuer, Kapitalertragssteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für die Jahre 2021 und 2022.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem steuerlichen Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeit.

Grundkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.

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2022 2021
Stammaktien in tausend Stück 13.977 13.977
Anteil am Grundkapital je Aktie in EUR 2,86 2,86

Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2022 beträgt 13.382.324 Aktien (Vorjahr 13.382.324 Aktien).

Genehmigtes Kapital

Das derzeit nach Ziffer 5.1 der Satzung der Gesellschaft bestehende Genehmigte Kapital, von dem bislang kein Gebrauch gemacht wurde, wäre am 30. Juni 2022 ausgelaufen. Um der Gesellschaft zu ermöglichen, sich bei Bedarf auch künftig zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen, soll das bestehende Genehmigte Kapital aufgehoben und der Vorstand erneut ermächtigt werden, das Grundkapital durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations zugänglich ist, wurde das von der Hauptversammlung am 29. April 2019 zu Tagesordnungspunkt 7 beschlossene Genehmigte Kapital gemäß Ziffer 5.1 der Satzung aufgehoben. Daneben wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

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für Spitzenbeträge;
wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/​oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.

Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die gemäß den vorstehenden Regelungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 10% des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind - vorbehaltlich einer von einer nachfolgenden Hauptversammlung etwa zu beschließenden erneuten Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss - die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden oder auf die sich Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital anzupassen.

Kapitalrücklage

(unverändert zum Vorjahr)

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31.12.2022

TEUR
Kapitalrücklage gemäß § 272 II Nr. 1 HGB
Aufgeld im Rahmen einer Kapitalerhöhung 1994 1.482
Aufgeld im Rahmen einer Aktienemission 1997 24.481
Erhöhung gezeichnetes Kapital aus der Kapitalrücklage 2001 -571
Agio aus der Ausgabe von Aktien bei Kapitalerhöhung durch Sacheinlage 2000 45.679
Agio aus der Ausgabe von neuen Aktien
7,6 Mio. Aktien - Bezugspreis EUR 5,00 2005 18.019
Aktienoptionen 2007 1.755
Gesamt 90.845

Eigene Anteile

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Anzahl Aktien in Stück Wert Aktien

in TEUR
Stand 1. Januar 2022 594.646 13.177
Zugang 2022 - -
Stand 31. Dezember 2022 594.646 13.177
Stand 1. Januar 2021 594.646 13.177
Zugang 2021 - -
Stand 31. Dezember 2021 594.646 13.177
Rechnerischer Wert eigene Anteile - 1.702
Verrechnung Unterschiedsbetrag aus Aktienrückkauf - 11.186

Erwerb und Verwendung eigener Aktien

Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Da die von der Hauptversammlung am 29. April 2019 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 30. Juni 2022 ausgelaufen wäre, wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 beschlossen, die alte Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen. Der Beschluss der Hauptversammlung ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations zugänglich.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 eigene Aktien i.H.v. bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.

Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots, oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot oder eine an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

Sollte das öffentliche Angebot überzeichnet sein bzw. im Fall einer Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden. Das öffentliche Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe einer Verkaufsofferte kann weitere Bedingungen vorsehen.

Verwendung der eigenen Aktien; Bezugsrechtsausschluss

Der Vorstand wurde ermächtigt, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 erteilten Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre wie folgt zu verwenden:

Sie können

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als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen angeboten und übertragen werden;
zur Bedienung von Optionsrechten an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, verwendet werden; oder
auf andere Weise verwendet werden, sofern die Verwendung der eigenen Aktien der Gesellschaft gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist zudem beschränkt auf Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Optionsrechten, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, zu verwenden.

Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre können ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmalig ausgenutzt werden. Die Verwendung darf zu einem oder zu mehreren der vorgenannten Zwecke erfolgen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.

Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zur Bedienung von Optionsrechten verwendet werden, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben wurden, darf nur bis zu einer Höhe von insgesamt maximal 5% des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals von der Ermächtigung Gebrauch gemacht werden. Auf diese 5%-Grenze ist das anteilige Grundkapital anzurechnen, das auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben oder veräußert werden.

Einziehung der eigenen Aktien

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung der Gesellschaft anzupassen.

Ausnutzung in Teilbeträgen

Sämtliche vorbezeichneten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigungen - mit Ausnahme der Ermächtigung zur Einziehung der eigenen Aktien -können auch durch Tochterunternehmen der Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft oder von Tochterunternehmen der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Ermächtigungen zur Verwendung der eigenen Aktien bzw. zum Bezugsrechtsausschluss sowie zur Einziehung der eigenen Aktien erfassen auch die Verwendung von Aktien der Gesellschaft, die aufgrund von § 71d Satz 5 AktG erworben wurden.

Bilanzgewinn

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG vom 16. Mai 2022 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen handelsrechtlichen Bilanzgewinn i. H. v. EUR 40.306.406,55 zur Zahlung einer Dividende von EUR 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt EUR 38.808.739,60, zu verwenden und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.497.666,95 auf neue Rechnung vorzutragen. In dem Beschluss über die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre ist neben der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 i. H. v. EUR 2,10 eine Sonderdividende i. H. v. EUR 0,80 enthalten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 15. Mai 2023 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. EUR 29.804.169,57 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i. H. v. EUR 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt EUR 29.441.112,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H. v. EUR 363.056,77 auf neue Rechnung.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellung i. H. v. TEUR 4.674 (Vorjahr TEUR 675) betrifft im Wesentlichen erwartete Nachzahlungen hinsichtlich der Gewerbesteuer für Vorjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für variable Vorstandsvergütung sowie Aufsichtsratsvergütung i. H. v. TEUR 2.441 (Vorjahr TEUR 2.319), für Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskosten i. H. v. TEUR 322 (Vorjahr TEUR 252), für ausstehende Rechnungen i. H. v. TEUR 253 (Vorjahr TEUR 256), für Rechts- und Beratungskosten i. H. v. TEUR 72 (Vorjahr TEUR 40) sowie für übrige sonstige Rückstellungen i. H. v. TEUR 19 (Vorjahr TEUR 90) gebildet. Für Abfindungen bestanden im Berichtsjahr Rückstellungen i. H. v. TEUR 138 (Vorjahr TEUR 0).

Verbindlichkeiten

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31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
--- --- --- --- ---
bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
davon über 5 Jahre

TEUR
TEUR
--- --- --- --- ---
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33 0 0 33
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.612 0 0 1.612
3. Sonstige Verbindlichkeiten 611 0 0 611
- davon aus Steuern 608 0 0 608
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
- davon ggü. Gesellschaftern 2 0 0 2
Summe der Verbindlichkeiten 2.256

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31.12.2021
Restlaufzeit gesamt
--- --- --- --- ---
bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
davon über 5 Jahre

TEUR
TEUR
--- --- --- --- ---
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 0 0 26
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.409 0 0 7.409
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.840 0 0 1.840
- davon aus Steuern 1.839 0 0 1.839
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
- davon ggü. Gesellschaftern 1 0 0 1
Summe der Verbindlichkeiten 9.275

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Management-Dienstleistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Umsatzsteuer-Zahllast i. H. v. TEUR 567 (Vorjahr TEUR 1.804).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist als Bürge Verpflichtungen der WashTec Cleaning Technology GmbH beigetreten. Die Finanzierung basiert auf bilateralen Verträgen mit verschiedenen Banken. Die wesentliche Darlehnsnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH und verfügt insgesamt über Kreditlinien in einer Gesamthöhe von TEUR 91.500 (Vorjahr TEUR 121.500), bestehend aus b.a.w.-Linien i. H. v. insgesamt TEUR 60.000 (Vorjahr TEUR 90.000) sowie Kreditzusagen mit einer Restlaufzeit von bis zu 21 Monaten i. H. v. TEUR 31.500 (Vorjahr TEUR 31.500). Diese können sowohl als Kredit- als auch als Avallinie genutzt werden.

Zum 31. Dezember 2022 bestanden kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 41.362 (Vorjahr TEUR 13.127), die sich vollständig aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammensetzen. Daneben wurde die Avallinie i. H. v. TEUR 5.251 (Vorjahr TEUR 6.690) genutzt. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 46.137 (Vorjahr TEUR 102.375). Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden.

Die Inanspruchnahme aus dieser Verpflichtung ist unwahrscheinlich, da die operativen Gesellschaften ausreichend Ertragskraft haben, um aus dem operativen Cash Flow die laufende Geschäftstätigkeit zu finanzieren.

Neben den Haftungsverhältnissen sind sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. v. TEUR 113 (Vorjahr TEUR 70) vorhanden. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen unter anderem die folgenden Sachverhalte:

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TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen u.ä.
2023 101
2024 bis 2028 12
113
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 TEUR
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0 TEUR
davon für Altersversorgung 0 TEUR

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen vollständig auf das Inland.

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2022 2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Managementumlage
WashTec Holding GmbH 2.685 98,6 2.833 98,7 -148
WashTec Carwash Management GmbH 38 1,4 38 1,3 0
2.723 100 2.871 100 -148

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 47 (Vorjahr TEUR 562) und sonstige Erträge von verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 141 (Vorjahr 74) aus der Weiterberechnung von Prüfungskosten.

Erträge außergewöhnlicher Größenordnung

Außergewöhnliche Erträge lagen im Berichtsjahr nicht vor.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen für bezogene Leistungen für EDV-Material und EDV-Umlagen i. H. v. TEUR 52 (Vorjahr TEUR 30).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütung sowie sonstige Personalkosten i. H. v. TEUR 760 (Vorjahr TEUR 749), Rechts- und Beratungskosten i. H. v. TEUR 734 (Vorjahr TEUR 380), Honorare des Abschlussprüfers i. H. v. TEUR 525 (Vorjahr TEUR 309), Öffentlichkeitsarbeit i. H. v. TEUR 417 (Vorjahr TEUR 419), Reisekosten i. H. v. TEUR 118 (Vorjahr TEUR 24) sowie Versicherungen i. H. v. TEUR 74 (Vorjahr TEUR 68). Periodenfremde Aufwendungen bestanden im Berichtsjahr keine (Vorjahr 7).

Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung

Außergewöhnliche Aufwendungen lagen im Berichtsjahr nicht vor.

Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

Die Erträge im Geschäftsjahr 2022 resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der AUWA-Chemie GmbH i. H. v. TEUR 1.249 (Vorjahr TEUR 3.125) und mit der WashTec Carwash Management GmbH i. H. v. TEUR 63 (Vorjahr TEUR ./​. 195). Seit dem Jahr 2022 besteht mit der WashTec Holding GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag. Hieraus resultieren TEUR 34.506.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge betreffen die Ausschüttung aus dem vorgetragenen Bilanzgewinn 2021 der WashTec Holding GmbH i. H. v. TEUR 4.500 (Vorjahr TEUR 40.000).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bestehen im Wesentlichen aus der Verzinsung des Cashpoolings mit den verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus der Verzinsung des Cashpoolings mit den verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres.

Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Für die detaillierte Darstellung des Honoraraufwands für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, Zweigniederlassung München) wird auf den Konzernabschluss verwiesen.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich auf die Prüfung des Konzernabschlusses der WashTec Gruppe, die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Einzelabschlüsse der WashTec AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die sonstigen Leistungen betreffen die Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die Steuerberatungsleistungen betrafen im Vorjahr die Erstellung von Benchmark-Studien.

Aufsichtsrat

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Name Beruf, Wohnort Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Günter Blaschke Aufsichtsratsvorsitzender, Buchloe Leifheit AG, Nassau (Vorsitzender des Aufsichtsrats) keine
Ulrich Bellgardt Diplom-Ingenieur, Hubersdorf, Schweiz KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) keine
Jens Große-Allermann (bis 16. Mai 2022) Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn - GESCO AG, Wuppertal (Mitglied des Aufsichtsrats) - KROMI Logistik AG, Hamburg (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) keine
Dr. Sören Hein (bis 16. Mai 2022) Partner, MIG Capital AG (vormals MIG Verwaltungs AG), München APK AG, Merseburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) - Konux, Inc., Delaware, USA (Mitglied des Board of Directors) - Liva Healthcare Holding ApS, Kopenhagen, Dänemark (Mitglied des Aufsichtsrats) - Liva Healthcare A/​S, Kopenhagen, Dänemark (Tochterunternehmen der Liva Healthcare Holding ApS) -(Mitglied des Aufsichtsrats) - Efficient Energy GmbH, Feldkirchen (Mitglied und stellv. Vorsitzender, Beitrat) - Innatera Nanosystems BV, Delft, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) - Zadient Technologies SAS, Sainte-Hélène-du-Lac, Frankreich (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dr. Hans-Friedrich Liebler Geschäftsführer der Credit Solutions Partner GmbH, München keine autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats)
Heinrich von Portativs (seit 16. Mai 2022) Vorstand der Paradigm Capital AG, Grünewald Keine - Schaltag AG, Effretikon, Schweiz (Mitglied im Verwaltungsrat) - Paradigm Capital North America ICAV, Dublin, Irland (Mitglied im Board of Directors -Verwaltungsrat) - Paradigm Capital North America Feeder ICAV, Dublin, Irland (Mitglied im Board of Directors - Verwaltungsrat)
Dr. Alexander Selent Aufsichtsrat, Limburgerhof keine keine
Peter Wiedemann (seit 16. Mai 2022) Vorstand der Rational AG, Germaringen Keine Keine

Vorstand

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Name Beruf, Wohnort Vorstandsbereiche
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender, Diplom-Ingenieur, Augsburg Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit Finanzen/​Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/​ Compliance/​Revision, Versicherungen (01. bis 30. September 2022)
Andreas Pabst Diplom-Kaufmann, Bobingen (seit 1. Oktober 2022) Finanzen/​Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/​ Compliance/​Revision, Versicherungen
Dr. Kerstin Reden Kauffrau, Augsburg/​Stuttgart (bis 31. August 2022) Finanzen/​Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/​ Compliance/​Revision, Versicherungen
Stephan Weber Diplom-Ingenieur, Werther (bis 28. Februar 2023) KAM/​CWM, Vertrieb & Service weltweit, Marketing, Product Units/​ Produktmanagement

Vergütung

Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstände sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates sind im nachfolgenden Vergütungsbericht gemäß § 285 HGB erläutert.

Höhe der Vorstandsvergütung

Das Vergütungssystem des Vorstands ist darauf angelegt, einen Beitrag zur Förderung der Geschäftsstrategie und zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen zu leisten. Das geschieht unter anderem durch eine einfache und klare Anreizstruktur der Vorstandsvergütung. Durch das Vergütungssystem sowie durch die einheitliche Vergütungsstruktur für alle Vorstandsfunktionen, sollen externe und interne Fehlanreize vermieden werden. Es soll insbesondere vermieden werden, dass der Vorstand aus Gründen der kurzfristigen Optimierung seiner Bezüge Entscheidungen trifft, die keinen nachhaltigen Geschäftserfolg versprechen.

In seiner Sitzung am 24. März 2021 hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Beratung das System zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der WashTec AG entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes infolge der Umsetzung der 2. Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) und unter Berücksichtigung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 16. Dezember 2019 (»DCGK 2020«) beschlossen. Die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 28. April 2022 (»DCGK 2022«) hat darauf keine Auswirkungen. Bezüglich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird auf die Entsprechenserklärung, die im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt 8.1 veröffentlicht ist, verwiesen.

Dieses Vergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 gemäß § 120a Abs. 1 AktG gebilligt und gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließende oder zu verlängernde Vorstandsdienstverträge. Dies betrifft gegenwärtig die Vorstandsdienstverträge des wiederbestellten Vorstandsvorsitzenden Dr. Ralf Koeppe sowie des neu bestellten Finanzvorstands Andreas Pabst. Für alle zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsdienstverträge gilt entsprechend DCGK 2022 sowie § 26j EGAktG weiterhin das bisherige Vergütungssystem (vgl. dazu auch die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG vom 15. Dezember 2022). Die geltende langfristige variable Vergütung in Form des Long Term Incentive Programm (LTIP) 2021 - 2023 für den Vorstand wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Mitglieder des Vorstands. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge gilt, dass diese unter den jeweils dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt wurden bzw. werden.

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteile umfassen die Festvergütung sowie Nebenleistungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile enthalten sowohl eine kurzfristige als auch eine langfristige Komponente.

Die kurzfristige variable Vergütung setzt sich aus Unternehmenszielen und individuellen Leistungszielen zusammen. Die Unternehmensziele orientieren sich an den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns. Diese sind Umsatz, EBIT, Free Cashflow und Return on Capital Employed (»ROCE«). Der Aufsichtsrat legt dabei für jedes Geschäftsjahr die jeweils vergütungsrelevanten Unternehmensziele fest. Die individuellen Leistungsziele umfassen operative oder strategische Ziele einschließlich nichtfinanzieller Ziele, insbesondere aus den Bereichen Produktinnovation, Nachhaltigkeit, Prozessoptimierung, Digitalisierung sowie Kundennutzen.

Die langfristige variable Vergütung ist als anteilsbasierte Vergütung mit einmaliger Bonuszahlung ausgestaltet (Long Term Incentive Programm (LTIP)) und hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023. Im Rahmen des LTIP wird die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie durch die beiden Erfolgsziele Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR) gewährleistet.

Die für das Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands (DRS 17) belaufen sich auf TEUR 1.164 (Vorjahr: TEUR 5.010). Davon entfallen TEUR 936 (Vorjahr: TEUR 934) auf erfolgsunabhängige Komponenten, TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 656) auf erfolgsbezogene Komponenten sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.420) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Für die in den jeweiligen Geschäftsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden folgende Gesamtbezüge (HGB) gewährt:

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in TEUR 2022 2021
Festvergütung 890 890
Nebenleistungen 46 44
Summe (fix) 936 934
Einjährige variable Vergütung 228 614
Beizulegender Zeitwert der mehrjährigen variablen Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung 0 3.420
Sonderprämie 0 42
Summe (variabel) 228 4.076
Gesamtvergütung 1.164 5.010

Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:

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in Stück 2022 2021
Dr. Ralf Koeppe 3.600 3.000
Andreas Pabst (seit 1. Oktober 2022) 102 0
Dr. Kerstin Reden (bis 31. August 2022) 0 417
Stephan Weber (bis 28. Februar 2023) 4.330 4.330

Gesamtbezüge früherer Organmitglieder

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr TEUR 284), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind. Auf ein ehemaliges Mitglied des Vorstands entfällt eine Abfindung i. H. v. TEUR 138 (Vorjahr TEUR 0).

Aufsichtsrat

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt und besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt EUR 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine feste Vergütung von EUR 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende EUR 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von EUR 10.000.

Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i. H. v. EUR 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte des Sitzungsgelds.

Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von EUR 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Die feste und variable Vergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal EUR 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf maximal EUR 100.000, für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf maximal EUR 150.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal EUR 200.000. Die langfristige variable Vergütung tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und variable Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Die Hauptversammlung kann durch Beschluss eine oder mehrere langfristige variable Vergütungskomponenten für den Aufsichtsrat beschließen, die zur Vergütung laut Satzung hinzutreten.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 keine Vergütung oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt bzw. gezahlt.

Die Hauptversammlung 2021 hat eine langfristige variable Vergütung in Form eines Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024 beschlossen. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Liebler, Herr Dr. Selent und Herr Wiedemann nehmen am LTIP teil.

Die für das Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 621 (Vorjahr: TEUR 675). Davon entfallen TEUR 376 (Vorjahr: TEUR 368) auf feste Bezüge, TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 135) auf variable Bezüge sowie TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 173) auf Sitzungsgelder. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen aktienbasierten Vergütung beträgt EUR 31.592 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

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in Stück 2022 2021
Dr. Günter Blaschke 52.060 52.060
Ulrich Bellgardt 31.000 31.000
Jens Große-Allermann * (bis 16. Mai 2022) 0 0
Dr. Sören Hein (bis 16. Mai 2022) 0 5.450
Dr. Hans-Friedrich Liebler 5.500 5.500
Heinrich von Portatius (seit 16. Mai 2022) 0 0
Dr. Alexander Selent 2.000 1.500
Peter Wiedemann (seit 16. Mai 2022) 2.000 0

* Herr Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43 %) an der WashTec AG hielt.

Mitarbeiter

Durchschnittlich wurden 1 Mitarbeiter (Vorjahr 2 Mitarbeiter) beschäftigt.

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2022 2021
Leitender Angestellter 1 1
Angestellter 0 1

Konzernverhältnisse

Die WashTec AG, Augsburg erstellt als oberste Muttergesellschaft für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss. Die Aufstellung erfolgt nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der EU anzuwenden sind. In diesen Konzernabschluss werden alle aktiven Unternehmen einbezogen, an denen die WashTec AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält.

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 ist über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.

Nachtragsbericht

Herr Stephan Weber, Vorstand für Vertrieb, Service und Marketing der WashTec AG, schied zum 28. Februar 2023 einvernehmlich aus dem Unternehmen aus. Zu seinem Nachfolger wurde ab dem 1. März 2023 Herr Sebastian Kutz, der bisherige Executive Vice President, Head of Sales & Service DACH, berufen.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Im Geschäftsjahr sind der WashTec AG folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zugegangen, die wie folgt in der Börsenzeitung gemäß § 40 (vormals § 26) WpHG veröffentlicht wurden. Die Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG sind 13.976.970.

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Mitteilungspflichtiger Tag der Schwellenberührung Aktionärsstruktur lt. unserer Homepage Stand 31.12.2021 Aktionärsstruktur lt. unserer Homepage Stand 31.12.2022 Stimmrechtsanteil
Alantra EQMC Asset Management Madrid, Spanien 25.02.2022 10,42% 15,12% 2.113.493
Wellington Management Group LLP 280 Congress Street, Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika 06.03.2022 3,01% 2,98% 416.290

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Mitteilungspflichtiger Optionsrechte Stimmrechtsanteil
Alantra EQMC Asset Management Madrid, Spanien keine
Wellington Management Group LLP 280 Congress Street, Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika keine

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Mitteilungspflichtiger Optionsrechte Stimmrechtsanteil
Alantra EQMC Asset Management Madrid, Spanien keine
Wellington Management Group LLP 280 Congress Street, Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika keine

In den Vorjahren hat die WashTec AG folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz erhalten.

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Mitteilungspflichtiger Tag der Schwellenberührung Aktionärsstruktur lt. unserer Homepage Aktionärsstruktur lt. unserer Homepage Stimmrechtsanteil
Paradigm Capital Micro Cap Value Fund, Luxemburg (Carne Global Fund Managers (Luxemburg) SA.) Rue Lou Hemmer, Senningerberg, L-1748 - Korrektur einer Veröffentlichung vom 01.02.2018 02.06.2021 0,00% 4,58% 640.580
Union Investment Privatfonds GmbH Weißfrauenstraße 7, Frankfurt am Main, Deutschland 27.11.2020 5,53% 5,53% 773.126
Axxion SA., Luxemburg 15, nie de Flaxweiler, 6776 Grevenmacher 24.06.2020 4,99% 4,99% 697.000
Dr. Kurt Schwarz, Deutschland (Leifina GmbH & Co. KG) Galileiplatz 2, 81679 München 08.01.2018 6,82% 6,82% 953.858
Diversity Industrie Holding AG, Deutschland Südliche Münchner Straße 2A. 82031 Grünwald 19.07.2016 4,00% 4,00% 558.505
Kempen Oranje Participations N.V., Niederlande * Beethovenstraat 300, 1077 WZ Amsterdam 31.10.2016 9,60% 9,60% 1.342.284
WashTec AG - eigene Aktien 14.09.2015 4,25% 4,25% 594.646
Investment AG für langfristige Investoren TGV, Deutschland Rüngsdorfer Straße 2e, 53173 Bonn 31.07.2009 5,43% 5,43% 758.358
Streubesitz 45,95% 39,68%
Gesamt 100,00% 100,00%

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Mitteilungspflichtiger Optionsrechte Stimmrechtsanteil
Paradigm Capital Micro Cap Value Fund, Luxemburg (Carne Global Fund Managers (Luxemburg) SA.) Rue Lou Hemmer, Senningerberg, L-1748 - Korrektur einer Veröffentlichung vom 01.02.2018 keine
Union Investment Privatfonds GmbH Weißfrauenstraße 7, Frankfurt am Main, Deutschland keine
Axxion SA., Luxemburg 15, nie de Flaxweiler, 6776 Grevenmacher keine
Dr. Kurt Schwarz, Deutschland (Leifina GmbH & Co. KG) Galileiplatz 2, 81679 München keine
Diversity Industrie Holding AG, Deutschland Südliche Münchner Straße 2A. 82031 Grünwald keine
Kempen Oranje Participations N.V., Niederlande * Beethovenstraat 300, 1077 WZ Amsterdam keine
WashTec AG - eigene Aktien keine
Investment AG für langfristige Investoren TGV, Deutschland Rüngsdorfer Straße 2e, 53173 Bonn keine
Streubesitz
Gesamt

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Mitteilungspflichtiger Optionsrechte Stimmrechtsanteil
Paradigm Capital Micro Cap Value Fund, Luxemburg (Carne Global Fund Managers (Luxemburg) SA.) Rue Lou Hemmer, Senningerberg, L-1748 - Korrektur einer Veröffentlichung vom 01.02.2018 keine
Union Investment Privatfonds GmbH Weißfrauenstraße 7, Frankfurt am Main, Deutschland keine
Axxion SA., Luxemburg 15, rue de Flaxweiler, 6776 Grevenmacher keine
Dr. Kurt Schwarz, Deutschland (Leifina GmbH & Co. KG) Galileiplatz 2, 81679 München keine
Diversity Industrie Holding AG, Deutschland Südliche Münchner Straße 2A. 82031 Grünwald keine
Kempen Oranje Participations N.V., Niederlande * Beethovenstraat 300, 1077 WZ Amsterdam keine
WashTec AG - eigene Aktien keine
Investment AG für langfristige Investoren TGV, Deutschland Rüngsdorfer Straße 2e, 53173 Bonn keine
Streubesitz
Gesamt

* vormals: Kempen European Participations N.V., Niederlande

Meldegrenzen:

3%

5%

10%

15%

20%

25%

50%

75%

Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Die WashTec AG hat für 2022 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht. Diese ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts unter Punkt 8.7 Compliance.

Augsburg, am 24. März 2023

WashTec AG

Dr. Ralf Koeppe, Vorstandsvorsitzender

Sebastian Kutz, Vorstand

Andreas Pabst, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Augsburg, 24. März 2023

Dr. Ralf Koeppe, Vorstandsvorsitzender

Sebastian Kutz, Vorstand

Andreas Pabst, Vorstand

Zusammengefasster Lagebericht

WashTec AG und Konzern

2022 im Überblick

Überblick über Gruppe und Regionen

WashTec Gruppe 1

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Umsatz mit Mio. € 482,2 um 12,0 % über dem Vorjahr (währungsbereinigt um 9,1 %)
EBIT bei Mio. € 38,0 (Vorjahr: Mio. € 45,7); EBIT-Marge von 7,9 %
Free Cashflow ** von Mio. € 16,2 (Vorjahr: Mio. € 42,3)

Europa

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Umsatz mit Mio. € 371,6 um 6,6 % über dem Vorjahr
EBIT bei Mio. € 36,4 (Vorjahr Mio. € 40,2)

Nordamerika

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Umsatz mit Mio. € 107,7 um 39,0 %, in Mio. USD 112,0 um 22,8 %, über dem Vorjahr
EBIT bei Mio. € 1,4 (Vorjahr: Mio. € 4,6)

Asien/​Pazifik

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Umsatz mit Mio. € 17,6 um 2,8 % unter dem Vorjahr
EBIT bei Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 1,2)

* Regionenangaben ohne segmentübergreifende Konsolidierung

** Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten beträgt Mio. € 7,4 (Vorjahr: Mio. € 34,5).

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren nach Quartalen

Q1 2022

Q2 2022

Q3 2022

Q4 2022

* Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten beträgt für Q1 2022 Mio. € - 5,8, für Q2 2022 Mio. € -1,0, für Q3 2022 Mio. € 7,6 und für Q4 2022 Mio. € 6,6.

Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Als Spezialist arbeitet die Gruppe kontinuierlich an Innovationen für eine möglichst umweltschonende Fahrzeugwäsche. Darüber hinaus bietet WashTec umfassende Servicepakete und digitale Smart Service Lösungen über die gesamte Lebensdauer der Produkte an. Hierzu gehören neben digitalen Systemen zur remoten Steuerung von Anlagenparametern durch die Betreiber, der Wartung der Anlagen, der Chemieversorgung und der Anlagenrücknahme auch Dienstleistungen für die Vermittlung von Finanzierungen oder das Betreibermanagement von Anlagen. Hauptumsatzträger ist der Produktbereich Maschinen und Service.

Umsatz nach Produkten

Maschinen und Service

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Maschinen

Portalwaschanlagen
SB-Waschanlagen
Nutzfahrzeugwaschanlagen
Waschstraßen

Wasseraufbereitungssysteme

Ersatzteile

Service―

Vollwartungsverträge

On-Call-Service-Wartungsverträge

Serviceprojekte und -umrüstungen

Digitale Lösungen

my.carwash
my.service
my.CarWashShop
my.EasyCarWash
my.SmartSite

Mio. € 420,0

(Vorjahr: Mio. € 373,2)

Chemie

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Produktsortiment AUWA Green Car Care
Nachhaltige Reinigungs-, Pflege- und Spezialprodukte
Premium Green Car Care Produktlinie TecsLine
Sortiment für Skandinavien mit Nordic Swan Ecolabel

Mio. € 56,9

(Vorjahr: Mio. € 51,0)

Sonstiges

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WashTec Carwash Management
WashTec Financial Services (Finanzierungs- und Leasinglösungen)

Mio. € 5,3

(Vorjahr: Mio. € 6,3)

Konzernstruktur

Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Muttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100 % an diesen Unternehmen beteiligt.

1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Daneben wurde zwischen der WashTec AG und der WashTec Holding GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Daneben beliefert und betreut die Gesellschaft die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Europas, Nordamerikas und in Asien/​Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den Niederlanden, in Frankreich, Dänemark, Norwegen, Italien, Spanien, Großbritannien, Österreich und Polen sowie den USA, Kanada, Australien und China übernehmen den Vertrieb und Service für die WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich im Abschnitt »Produktion, Beschaffung und Logistik«.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH

Die AUWA-Chemie GmbH produziert Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Der Vertrieb erfolgt über WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner in Deutschland und Europa.

WashTec Carwash Management GmbH

Die WashTec Carwash Management GmbH übernimmt für Kunden in deren Namen und auf deren Rechnung umfassende Dienstleistungen, bis hin zum Betrieb von Waschanlagen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen, wie z. B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.

Standorte

Die globale Präsenz der WashTec Gruppe ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Weltweit beschäftigt WashTec rund 1.800 Mitarbeiter und hat eigene Tochtergesellschaften in allen wesentlichen Märkten in Europa, Nordamerika und Asien/​Pazifik.

Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist inzwischen in über 80 Ländern der Welt vertreten.

Produktion, Beschaffung und Logistik

WashTec verfügt über ein globales Beschaffungs- und Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien, den USA und China. Der Großteil der Anlagen für den weltweiten Vertrieb mit Ausnahme der Portalwaschanlagen für Nordamerika und China werden im Leitwerk Augsburg (Deutschland) montiert. Die Portalwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver (USA), die Portalwaschanlagen für die Märkte in Asien je nach Produkt in Augsburg (Deutschland) oder Shanghai (China) produziert.

In Nyrany (Tschechien) erfolgt ein Großteil der Blechfertigung. Ferner werden dort Komponenten vormontiert und die Basis-Portalanlage montiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden für die gesamte Gruppe die Steuerungen (Recklinghausen) und die Waschchemie (Grebenau) produziert.

Segmente

Die globale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe wird in drei geographische Regionen untergliedert. In der Region »Europa« wird das Geschäft in Europa sowie die Exportaktivitäten in weiteren Ländern zusammengefasst. Die Region »Nordamerika« beinhaltet die Aktivitäten in den USA und Kanada. Die Region »Asien/​Pazifik« umfasst hauptsächlich das Geschäft der Tochtergesellschaften in Australien und China.

Leitung und Kontrolle

Als Aktiengesellschaft besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfeldes, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist der maximale Kundennutzen und als Resultat die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controllingkonzept, Zielkennzahlen zur Unternehmenssteuerung sowie Maßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen und profitablen Wachstums, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die in allen Verantwortungsebenen des Konzerns und in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.

Die Überwachung erfolgt durch regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen Vorstandssitzungen im Zwei-Wochen-Turnus, bei denen die Bereichsverantwortlichen berichten, monatliche Sitzungen mit den wesentlichen Bereichsverantwortlichen, regelmäßige internationale Management-Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inkl. Investitions-, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden auch sämtliche Investitionsprojekte laufend geprüft und verfolgt.

Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Mobilitätswende

Einhergehend mit der notwendigen Dekarbonisierung und den globalen Mobilitätstrends ergeben sich Veränderungen in den Fahrzeugflotten. Autonomes Fahren und »Shared Mobility« führen einerseits zwar zu einer Verringerung des Fahrzeugbestands, aber andererseits auch zu einer Steigerung der Personenkilometer bei kürzeren Fahrzeuglebenszyklen.

Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach in Zukunft auch die Art und die Intensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die Teil eines »Shared Mobility«-Konzepts sind, werden tendenziell häufiger gewaschen.

Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit

Der Beitrag von Unternehmen zur Nachhaltigkeit ist für alle Stakeholder von zentraler Bedeutung und führt zu einem steigenden Bedürfnis nach Informationen und Transparenz. Dies betrifft neben der Umweltwirkung der Produkte auch die CO 2-Emissionen im betrieblichen Handeln von Unternehmen.

Bei der maschinellen Fahrzeugwäsche wird durch den Einsatz von Wasseraufbereitungsanlagen, durch die das Wasser im Kreislauf geführt wird, der Verbrauch von Frischwasser im Vergleich zur Handwäsche aber auch im Vergleich zur Wäsche ohne Wasseraufbereitungsanlage deutlich reduziert. Im Bereich der Waschchemie kommt die Produktserie Green Car Care durch biogene Tenside ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe aus. Hierbei handelt es sich um Wirkstoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und so für eine bessere Benetzung von Gegenständen sorgen.

WashTec trägt durch das verbindliche Ziel, den eigenen CO 2-Fußabdruck zu reduzieren, zu den globalen Anstrengungen zur Begrenzung der globalen Erderwärmung bei (hierzu wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 1.2 »Unternehmensziel und Strategie« verwiesen).

Ökonomie

Eine weitere Einflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen eines Landes. Eine Verteuerung des Faktors Arbeit und eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens eröffnen weltweit ein nachhaltiges Marktpotenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche übergehen.

Kundenerwartungen

Die Kundenerwartungen umfassen nach wie vor ein optimales Waschergebnis bei gleichzeitiger Ressourcenschonung sowie der komfortablen Bedienung der Anlagen. Die automatische Fahrzeugwäsche, insbesondere bei Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen, ist im Vergleich zur Handwäsche aufgrund des geringeren Wasser- und Chemieverbrauchs deutlich schonender für die Umwelt. Moderne digitale Systeme ermöglichen den Betreibern jederzeit und von jedem Ort den komfortablen Zugriff und die Remotesteuerung von Anlagenparametern. Für die Endkunden bleiben die Aspekte Waschgeschwindigkeit, Komfort, Qualität und Wascherlebnis von zentraler Bedeutung.

Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung der externen Einflussfaktoren auf das Geschäft aufmerksam, um frühzeitig mit entsprechenden strategischen Entscheidungen auf Veränderungen reagieren zu können.

1.2 Unternehmensziel und Strategie

In unserem Leitbild ist der »maximale Kundennutzen« als oberstes Unternehmensziel definiert. Maximaler Kundennutzen beinhaltet für uns, weltweit der beste Partner für Waschanlagenbetreiber zu sein. Nutzen zu generieren bedingt eine Spezialisierung, verbunden mit tiefem Verständnis in der Anwendung und den damit zusammenhängenden Prozessen und Technologien. Diese Spezialisierung ist also Voraussetzung für echte kundennutzenorientierte Innovationen.

WashTec richtet sich hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber mit dem Ansatz, die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern. Die kontinuierliche Entwicklung der Führungskräfte und Mitarbeiter orientiert sich an dieser grundsätzlichen Ausrichtung. Jeder Mitarbeiter von WashTec trägt als »Unternehmer bei WashTec« zur Unternehmensentwicklung bei. Mit der klaren Orientierung am Nutzen unserer Kunden kann die Gesellschaft die Wettbewerbsvorteile nachhaltig weiter ausbauen und generiert so Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und unsere Aktionäre.

Ökologische Nachhaltigkeit hat für WashTec eine hohe Priorität und umfasst das betriebliche Handeln sowie die Umweltwirkung unserer Produkte. WashTec hat sich zum Ziel gesetzt, die CO 2-Emissionen für die Produktionsstandorte in Deutschland, Tschechien, USA und China einschließlich deren Vertriebs- und Serviceaktivitäten bis zum Jahr 2025 um 30 % im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken. Auf Produktseite leistet WashTec insbesondere durch eine Reduzierung des Wassereinsatzes der Waschanlagen im Kundenbetrieb sowie den effizienten Einsatz und die Zusammensetzung der Waschchemie einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung und die Online-Anbindung unserer Anlagen vereinfachen nicht nur die Produktbetreuung, sondern tragen auch zu deutlich schnelleren Reaktionszeiten gegenüber den Kunden bei. Unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ist dies ebenfalls vorteilhaft, wenn hierdurch beispielsweise Serviceanfahrten vermieden werden können.

1.3 Steuerungssystem

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

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Umsatz
EBIT
Free Cashflow
ROCE

Ab dem Geschäftsjahr 2023 wird der Leistungsindikator »Free Cashflow« als Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit definiert. Diese Kennzahl wird zukünftig für den bisher verwendeten »Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten« verwendet. Dadurch wird in der Gruppe die einheitliche Verwendung der Kennzahlen weiter präzisiert und die externe Vergleichbarkeit verbessert. Die bisher verwendete Kennzahl »Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten« wird nicht mehr verwendet.

Return on Capital Employed (»ROCE«) wird definiert als Verhältnis zwischen EBIT und »Capital Employed«. Zum Capital Employed gehören nach unserer Definition das Anlagevermögen (Anlagevermögen inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Nutzungsrechte) zuzüglich des Net Operating Working Capital (»NOWC«) ermittelt als Durchschnitt über die Stichtagswerte der letzten fünf Quartale. Das NOWC wird definiert als Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator

Auf Konzernebene wird zudem der folgende nichtfinanzielle Leistungsindikator verwendet:

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Unfallhäufigkeitsrate: Arbeitsunfälle/​Mio. Arbeitsstunden

Im »gesonderten nichtfinanziellen Bericht« erfolgt eine ausführliche Beschreibung des für WashTec wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikators Unfallhäufigkeitsrate (siehe hierzu Abschnitt »Gesonderter nichtfinanzieller Bericht« ab Seite 33).

Gesonderter nichtfinanzieller Bericht nach §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB

Der »gesonderte nichtfinanzielle Bericht« gemäß §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter https:/​/​ir.washtec.de/​finanzberichte/​ als ein eigenständiges Kapitel des Geschäftsberichts 2022 ab Seite 33 veröffentlicht.

Chancen- und Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernweite und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken, ggf. ergriffene Maßnahmen und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 und 315a HGB geforderte Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

1.4 Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung lagen die Schwerpunkte im vergangenen Geschäftsjahr auf einer stetigen Verbesserung der Wasch- und Trocknungsprozesse in Bezug auf Qualität, Geschwindigkeit und Ressourcenverbrauch. Letzterer spielt in Bezug auf die Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle. Ziel ist ein möglichst geringer Energieverbrauch während des Anlagenbetriebs, der Einsatz möglichst umweltfreundlicher Fertigungsverfahren, die Konzeption ökologisch verträglicher Waschchemie sowie die Planung von Kreislaufsystemen für den Wassereinsatz. Die Produkte werden über den gesamten Lebenszyklus betreut. Die Digitalisierung und die Online-Anbindung unserer Anlagen vereinfachen nicht nur die Produktbetreuung, sondern tragen auch zu deutlich schnelleren Reaktionszeiten gegenüber den Kunden bei. Dies ist auch unter Nachhaltigkeitsaspekten vorteilhaft, wenn hierdurch beispielsweise Serviceanfahrten vermieden werden können.

Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg rund 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung an möglichst modularen Lösungen mit hohem Wiederverwendungsgrad. Internationale Patente sichern den künftigen Lösungsraum für WashTec ab.

Die gesamten operativen Aufwendungen der WashTec Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen 2022 rund Mio. € 14,2 (Vorjahr: Mio. € 13,0). Die im Geschäftsjahr 2022 aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen Mio. € 2,0 (Vorjahr: Mio. € 0,1) und entfielen im Wesentlichen auf die Entwicklung einer Software für die Digitalisierungs- und Serviceplattform.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltweite Wirtschaftsentwicklung

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts 1

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Prognose 2022 Ist 2022 Prognose 2023
Deutschland 3,8 % 1,9 % 0,1 %
Eurozone 3,9 % 3,5 % 0,7 %
USA 4,0 % 2,0 % 1,4 %
China 4,8 % 3,0 % 5,2 %
Schwellenländer 4,8 % 3,9 % 4,0 %
Welt 4,4 % 3,4 % 2,9 %

* World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (»IWF«) vom 30. Januar 2023

Zu Beginn des Jahres 2022 konnte sich die Weltwirtschaft zunächst trotz der anhaltenden Material- und Kapazitätsengpässe etwas von den pandemiebedingten Auswirkungen des Vorjahres erholen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs und den weiteren Lockdowns in China aufgrund der Null-Covid-Politik belasteten insbesondere die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, die angespannten Lieferketten und die daraus resultierende schwierige Materialverfügbarkeit sowie die hohe Inflation und die gestiegenen geopolitischen Risiken die wirtschaftliche Entwicklung. Die zwischenzeitlich erfolgten Erhöhungen der Leitzinsen führten bislang nur zu einem geringen bis moderaten Rückgang der Inflation, bremsen jedoch weiterhin Konsum und Investitionen. Daneben führte die drohende Gasmangellage in Deutschland zu einer weiteren Verunsicherung der Unternehmen. Aufgrund des milden Winters und des dadurch abnehmenden Risikos einer Gasmangellage sowie der Abkehr von der Null-Covid-Politik in China hellte sich die Stimmung in der Wirtschaft gegen Ende des Jahres wieder etwas auf.

Der Internationale Währungsfonds (»IWF«) geht in seiner Prognose für das Jahr 2023 davon aus, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat und bei einem geringen Wirtschaftswachstum zurückgehen wird. Demnach rechnet der IWF für das Jahr 2023 mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum als im Jahr 2022. Als wesentliche Belastungen werden die bereits erfolgten und zukünftigen Erhöhungen der Leitzinsen zur Inflationsbekämpfung und der Krieg in der Ukraine gesehen. Das Ende der Null-Covid-Politik in China könnte sich stabilisierend auf die daneben bestehenden Unsicherheiten auswirken.

Branchenentwicklung (Maschinenbau & Chemie)

Für die Maschinen- und Anlagenbauer verlief das vergangene Jahr aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage und der internationalen Lieferkettenprobleme insgesamt durchwachsen. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (»VDMA«) konnten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 noch Zuwächse bei den Aufträgen erzielt werden, im vierten Quartal ließ die Nachfrage nach Investitionsgütern jedoch spürbar nach. So kehrten sich die anfänglichen zweistelligen Zuwächse bei den Bestellungen im Jahresverlauf in ein Minus von preisbereinigt insgesamt 4 % im Vergleich zum Vorjahr um. Der Rückgang belief sich bei den Inlandsbestellungen auf 5 %, bei den Auslandsbestellungen auf 4 %. Nach Einschätzung des VDMA werden im Jahr 2023 die Materialengpässe und Schwierigkeiten in den Lieferketten, die hohe Inflation sowie der Ukraine-Krieg andauern und die wirtschaftliche Entwicklung der Branche weiterhin belasten.

In der chemisch-pharmazeutischen Industrie führten im Jahr 2022 die hohen Energie- und Rohstoffkosten in Europa und eine abnehmende Nachfrage zu einer Drosselung der Chemieproduktion und einem konjunkturellen Abschwung. Für das kommende Jahr erwartet der Verband der Chemischen Industrie e.V. (»VCI«) eine verhaltene Branchenentwicklung sowohl im In- als auch im Ausland. Als Hauptursache sieht der VCI die anhaltende Energiekrise, die in Europa mit hohen Energie- und Rohstoffkosten die Produktion bremst sowie die insgesamt gestiegenen geopolitischen Risiken. Daneben belasten die hohe Inflation, steigende Zinsen und eine insgesamt unsichere Lage weltweit den Konsum und die Investitionen.

Markt für Fahrzeugwaschanlagen

Kundengruppen

Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Autowerkstätten, Supermarktketten, Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Wettbewerb

WashTec ist weltweit Marktführer mit einer installierten Basis von 40.000 Anlagen. In Europa - einem entwickelten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität - ist WashTec nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil mit großem Abstand Marktführer. Im nordamerikanischen Markt mit einem großen Anteil von Waschstraßen ist die Kunden- und Anbieterseite fragmentierter als in Europa. Der Markt in China ist aufgrund der dort nach wie vor verbreiteten Handwäsche noch unterentwickelt. In Australien treffen europäische und amerikanische Wettbewerber in einem entwickelten Markt aufeinander.

Absatzmärkte

Deutschland bzw. Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte. Gemäß der Strategie der Gruppe soll mittel- und langfristig vor allem Nordamerika einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben.

2.2 Geschäftsverlauf der Gruppe

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen.

Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich zu Beginn des Geschäftsjahres aufgrund des Abflauens der COVID-19-Pandemie zunächst aufgehellt. Durch den Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 und die weiteren Lockdowns in China aufgrund der Null-Covid-Politik verschlechterte sich das wirtschaftliche Umfeld im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres jedoch deutlich. Aufgrund dieser unvorhergesehenen Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds und der dadurch bedingten Kostensteigerungen war die WashTec Gruppe gezwungen, die zu Beginn des Jahres abgegebene Prognose im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres anzupassen.

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2021 Prognose 2022 angepasste Prognose 2022 * 2022 Veränd. zum Vorjahr
Umsatz Mio. € 430,5 450-470 476-484 482,2 12,0 %
EBIT Mio. € 45,7 45-48 38-43 38,0 -16,8 %
Bereinigtes EBIT Mio. € 43,0 45-48 38-43 38,0 -11,6 %
Free Cashflow Mio. € 42,3 n/​a n/​a 16,2 -61,7 %
Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten Mio. € 34,5 28-32 10-20 7,4 -78,6 %
ROCE % 25,8 25-27 20,2 -
Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/​Mio. Arbeitsstd.) 4,9 <4 4,2 - 0,7

* Am 21. Juli 2022 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.

Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz von Mio. € 482,2 einen neuen Rekordwert erzielt und liegt damit deutlich um Mio. € 51,7 bzw. 12,0 % über dem Vorjahr (Mio. € 430,5). Bereinigt um Währungseffekte lag der Umsatzanstieg bei 9,1 %. Damit wurde das im Geschäftsbericht 2021 kommunizierte Ziel einer Umsatzentwicklung zwischen Mio.€ 450,0 und Mio.€ 470,0 übertroffen und lag im Rahmen der im Juli 2022 abgegebenen angepassten Prognose (Umsatz zwischen Mio.€ 476,0 und Mio.€ 484,0).

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr in allen Produktbereichen und resultieren auch aus den im Verlauf des Geschäftsjahres vorgenommenen Preiserhöhungen sowie positiven Währungseffekten. Der Anstieg im Bereich Maschinen und Service resultiert sowohl aus dem Großkunden- als auch aus dem Direktgeschäft. Im Verlauf des Jahres wurde die Gesellschaft mit besonderen Herausforderungen in Bezug auf die Kapazitätsengpässe bei der baulichen Herrichtung der Waschhallen auf Kundenseite konfrontiert. Diese führten teilweise zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung.

Trotz des Umsatzanstiegs sank das EBIT um 16,8 % auf Mio. € 38,0 (Vorjahr: Mio. € 45,7). Die EBIT-Marge lag bei 7,9 % (Vorjahr: 10,6 %). Gegenüber dem bereinigten EBIT * des Vorjahres sank das EBIT um Mio. € 5,0 bzw. 11,6 %. In der ursprünglichen Prognose ging die Gesellschaft von einem EBIT zwischen Mio. € 45 und Mio. € 48 aus. In der angepassten Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein EBIT zwischen Mio. € 38,0 und Mio. € 43,0 prognostiziert. Diese angepasste Prognose wurde erreicht.

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die Corona-Lockdowns in China bis zum Ende der Null-Covid-Politik führten zu einer Verknappung auf den Beschaffungsmärkten mit der Folge deutlich steigender Material- und Materialbezugskosten sowie Energiekosten. Die WashTec Gruppe begegnete den Herausforderungen bei der Materialbeschaffung mit einer erhöhten Flexibilität in der Produktion und einer erhöhten Bevorratung. Dadurch blieb die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit lieferfähig. Daneben reagierte die Gesellschaft auf diese Entwicklungen mit Preiserhöhungen bei den eigenen Produkten. Bislang konnten jedoch aufgrund von Auftragsdurchlaufzeiten zwischen vier und sechs Monaten die Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten noch nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.

Insbesondere durch eine hohe Ausbringungsmenge zum Jahresende konnte im letzten Quartal des Jahres ein Umsatz von Mio. € 143,7 (Vorjahr: Mio. € 124,2) erzielt werden. Damit erreichte WashTec einen neuen Quartalshöchstwert. In Folge des hohen Umsatzniveaus lag das EBIT im vierten Quartal mit Mio. € 15,4 (Vorjahr: Mio. € 12,7) deutlich über dem Vorjahr. Damit konnte für diesen Zeitraum auch eine zweistellige EBIT-Marge in Höhe von 10,7 % (Vorjahr: 10,2 %) erzielt werden.

Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten sank aufgrund eines deutlich geringeren Ergebnisses vor Steuern und eines wesentlich höheren Net Operating Working Capital auf Mio. € 7,4 (Vorjahr: Mio. € 34,5). Damit wurde sowohl die ursprüngliche Prognose (Mio. € 28,0 - Mio. € 32,0) als auch die im Juli 2022 abgegebene angepasste Prognose für das Geschäftsjahr 2022 (Mio. € 10,0 - Mio. € 20,0) nicht erreicht. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit, belief sich auf Mio. € 16,2 (Vorjahr: Mio. € 42,3).

Der ROCE lag bei 20,2 % (Vorjahr: 25,8 %). Damit wurde das angestrebte Ziel eines ROCE zwischen 25 % und 27 % aufgrund des deutlich gestiegenen Net Operating Working Capital sowie des deutlich geringeren EBIT nicht erreicht. Das zugrunde liegende Capital Employed stieg gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 17,5 bzw. um 9,7 %.

Die Unfallhäufigkeitsrate lag zum Jahresende mit einem Wert von 4,2 unter dem Vorjahr (4,9) sowie deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für 2022 gesetzte Ziel einer Unfallhäufigkeitsrate von kleiner als 4 konnte damit nicht erreicht werden. WashTec strebt auch zukünftig eine Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.

* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio. € 2,7 enthalten.

Insgesamt belasteten im abgelaufenen Geschäftsjahr die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die insbesondere dadurch bedingten Kostensteigerungen die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe wesentlich. Bereits während des Geschäftsjahres reagierte die Gesellschaft zeitnah auf das sich verändernde Umfeld und ergriff die erforderlichen Maßnahmen. Im starken vierten Quartal wirkten sich diese zunehmend aus und die Gesellschaft konnte vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen das Geschäftsjahr mit einem ordentlichen Ergebnis abschließen und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt.

Auftragsbestand

Der nach wie vor hohe Auftragsbestand lag zum Jahresende währungsbereinigt leicht über dem Vorjahr. Da die Aufträge der WashTec Gruppe in der Regel eine Durchlaufzeit von vier bis sechs Monaten haben, dient der Auftragsbestand als Indikator für die Geschäftsentwicklung in den folgenden Monaten.

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gruppe

2.3.1 Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der WashTec Gruppe:

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in Mio. € 2022 2021 Veränderung
absolut in %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 482,2 430,5 51,7 12,0
Kosten der umgesetzten Leistung -352,8 -303,8 -49,0 -16,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 129,4 126,7 2,7 2,1
Bruttoergebnismarge in % 26,8 29,4 -2,6
Forschungs- und Entwicklungsaufwand -14,2 -13,0 -1,2 -9,2
Vertriebsaufwand -62,1 -55,2 -6,9 -12,5
Verwaltungsaufwand -17,1 -16,8 -0,3 -1,8
Sonstige Erträge & Aufwendungen 2,0 3,9 -1,9 -48,7
Betriebsergebnis (EBIT) 38,0 45,7 -7,7 -16,8
EBIT-Marge in % 7,9 10,6 -2,7
Bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) 38,0 43,0 -5,0 -11,6
Bereinigte EBIT-Marge in % 7,9 10,0 -2,1
Finanzergebnis -0,7 -0,9 0,2 22,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 37,3 44,8 -7,5 -16,7
Ertragsteuern -10,9 -13,7 2,8 20,4
Konzernergebnis 26,4 31,1 -4,7 -15,1
Ergebnis je Aktie (in €) 1,97 2,32 -0,35 -15,1

Umsatz der Gruppe

Die WashTec Gruppe hat zum 31. Dezember 2022 einen Umsatz von Mio. € 482,2 erzielt. Dieser liegt damit um Mio. € 51,7 bzw. 12,0 % deutlich über dem Vorjahreswert von Mio. € 430,5.

Umsatz im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Bereinigt um Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Geschäftsjahres mit Mio. € 469,8 um 9,1 % über dem Vorjahr (Mio. € 430,5). In der Region Europa wirkten sich diese nur unwesentlich aus. In den Regionen Nordamerika und Asien/​Pazifik hatten die Fremdwährungseffekte, insbesondere aufgrund der Kursentwicklung des US-Dollar, im Vergleich zum Vorjahr jeweils einen positiven Einfluss in Höhe von Mio. € 11,6 bzw. Mio. € 0,7 auf die Umsatzentwicklung. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Regionen findet sich im Abschnitt 2.3.2 »Berichterstattung nach Regionen«.

Umsatz nach Produkten

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in Mio. € 2022 2021 Veränderung
absolut in %
--- --- --- --- ---
Maschinen und Service 420,0 373,2 46,8 12,5
Chemie 56,9 51,0 5,9 11,6
Sonstiges 5,3 6,3 -1,0 -5,9
Gesamt 482,2 430,5 51,7 12,0

Die Umsätze im Bereich Maschinen und Service lagen mit Mio.€ 420,0 über dem Vorjahr von Mio.€ 373,2. Hierbei überwog der Anstieg im Bereich der Großkunden. Auch das Direktgeschäft und der Bereich Chemie entwickelten sich positiv. Der Umsatzanstieg ist auch durch Preiserhöhungen und positive Währungseffekte bedingt.

Die sonstigen Umsätze entsprechen ca. 1,1 % des Gesamtumsatzes der WashTec Gruppe.

Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoergebnis vom Umsatz

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg von Mio. 126,7 im Vorjahr um Mio. € 2,7 bzw. 2,1 % auf Mio. € 129,4. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Kunden weitergegebenen Preisanpassungen konnten die Belastungen aus den Materialkostensteigerungen nur teilweise ausgleichen. Darüber hinaus konnten auch die Produktion und Installation der Anlagen durch die mangelnde Verfügbarkeit der Materialien und Monteure nicht mit der gewohnten Effizienz durchgeführt werden, was zu höheren Kosten geführt hat. Damit stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz trotz höherer Umsätze unterproportional an. Die Bruttoergebnismarge lag mit 26,8 % deutlich unter dem Vorjahr mit 29,4 %.

Forschungs- und Entwicklungsaufwand

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand lag mit Mio. € 14,2 über dem Vorjahr (Mio.€ 13,0). Der Schwerpunkt lag hierbei insbesondere auf der Optimierung des Ressourcenverbrauchs sowie der Digitalisierung und der Online-Anbindung der Anlagen. Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu beachten, dass in den Vorjahreszahlen die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von Mio. € 1,3 enthalten war. Bereinigt um diesen Effekt blieb der Forschungs- und Entwicklungsaufwand auf dem Niveau des Vorjahres.

Vertriebsaufwand

Der Vertriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % von Mio. € 55,2 auf Mio. € 62,1 gestiegen. Dies ist unter anderem auf höhere Frachtkosten zurückzuführen, die um Mio. € 2,7 bzw. 22,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Daneben ist ein Anstieg der Messe- und Reisekosten in Höhe von Mio. € 2,9 zu verzeichnen. Hier war der Vorjahreswert pandemiebedingt deutlich reduziert.

Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Mio. € 17,1 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio. € 16,8) und entfällt überwiegend auf den Personalaufwand sowie sonstige Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung, Kommunikation und Prüfungskosten.

Sonstige Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen Erträge und Aufwendungen lagen mit Mio. € 2,0 unter dem Vorjahr (Mio. € 3,9). Die in diesen Positionen erfassten Effekte aus der Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten belasteten die Ertragslage mit ca. Mio. € 0,5 (Vorjahr: positiver Effekt Mio. € 0,2). Daneben war in dieser Position im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio. € 2,7 enthalten.

EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 16,8 % auf Mio. € 38,0 (Vorjahr: Mio. € 45,7). Gegenüber dem bereinigten EBIT * des Vorjahres sank das EBIT um Mio. € 5,0 bzw. 11,6 %.

EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Ein Ausweis des EBIT nach Regionen findet sich im Abschnitt 2.3.2 »Berichterstattung nach Regionen«.

EBIT-Marge

Die EBIT-Marge sank auf 7,9 % (Vorjahr: 10,6 %). Die bereinigte EBIT-Marge * des Vorjahres lag bei 10,0 %.

* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio. € 2,7 enthalten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis lag bei Mio. € - 0,7 (Vorjahr: Mio. € - 0,9). In den sonstigen Zinserträgen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinsen in Höhe von Mio. € 0,4 enthalten, die auf Erstattungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen und die Abzinsung von Verbindlichkeiten entfallen. In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von Mio.€ 0,3 für die Abzinsung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Aufschlüsselung des Finanzergebnisses

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in Mio. € 2022 2021
Sonstige Zinserträge 0,5 0,1
Finanzerträge 0,5 0,1
Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen 0,7 0,5
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten 0,2 0,4
Sonstige Zinsaufwendungen 0,4 0,1
Finanzaufwendungen 1,3 1,0
Finanzergebnis -0,7 -0,9

EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf Mio. € 37,3 (Vorjahr: Mio. € 44,8).

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern in Höhe von Mio. € 10,9 (Vorjahr: Mio. € 13,7) setzen sich aus tatsächlichen Steuern und latenten Steuern, im Wesentlichen aufgrund temporärer Differenzen, zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) lag bei 29,3 % und fiel damit geringer aus als im Vorjahr (30,6 %).

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis sank um Mio. € 4,7 auf Mio. € 26,4 (Vorjahr: Mio. € 31,1). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) sank bei einer durchschnittlichen unveränderten Aktienzahl von 13.382.324 um 15,1 % auf € 1,97 (Vorjahr: € 2,32).

Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Mittelverwendung/​Dividendenvorschlag

WashTec wird auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 15. Mai 2023 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 29.804.169,57 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung in Höhe von € 2,20 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 29.441.112,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns in Höhe von € 363.056,77 auf neue Rechnung.

2.3.2 Berichterstattung nach Regionen

Umsatz nach Regionen in Mio. € 1

* Segmentübergreifende Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt

EBIT nach Regionen in Mio. € 1

* Segmentübergreifende Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt

Europa

Kennzahlen Region Europa

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2022 2021 Veränd.

(in %)
Umsatz Mio. € 371,6 348,7 6,6
EBIT Mio. € 36,4 40,2 -9,5
EBIT-Marge % 9,8 11,5
Mitarbeiter (zum 31.12.) 1.486 1.457 29

Marktumfeld

Der Waschanlagenmarkt in Europa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Fahrzeugwäschen. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und weit ausgebauter Service- und Vertriebsstrukturen der Anbieter aus.

Die Kunden von WashTec in Europa sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäschen an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Der Wettbewerb in Europa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Erhebliche Bedeutung haben eine flächendeckende Servicestruktur und die installierte Basis. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von Portalanlagen in den Kernmärkten Europas.

Geschäftsverlauf Europa

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2021 Prognose 2022 angepasste Prognose 2022 * 2022 Veränd. zum Vorjahr

(in %)
Umsatz Mio. € 348,7 363-366 366-370 371,6 6,6
EBIT Mio. € 40,2 40-42 34-38 36,4 -9,5

* Am 21. Juli 2022 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.

Umsatz

Die Umsatzentwicklung in Europa verlief mit Mio. € 371,6 im Vergleich zum Vorjahr (Mio.€ 348,7) positiv. Damit wurde sowohl die ursprüngliche Prognose, die eine Umsatzsteigerung zwischen 4% und 5% vorsah, als auch die angepasste Prognose mit einem Umsatzwachstum von 5%- 6% leicht übertroffen. Das Umsatzwachstum betraf im Wesentlichen den Bereich der Großkunden. Dabei entwickelte sich auch die Chemie positiv.

Ergebnis

Das EBIT in Europa sank von Mio.€ 40,2 im Vorjahr auf Mio.€ 36,4 und lag damit in der Bandbreite der im Juli 2022 angepassten Prognose, die ein EBIT zwischen Mio.€ 34 und Mio. € 38 vorsah. Die zu Beginn des Geschäftsjahres abgegebene Prognose mit einem EBIT zwischen Mio.€ 40 und Mio.€ 42 wurde dagegen nicht erreicht. Die EBIT-Marge lag bei 9,8 % (Vorjahr: 11,5 %). Die für die gesamte Gruppe im Abschnitt »Geschäftsverlauf der Gruppe« beschriebenen Effekte für die Ergebnisentwicklung gelten insbesondere auch für die größte Region.

Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten.

Nordamerika

Kennzahlen Region Nordamerika

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2022 2021 Veränd.

(in %)
Umsatz Mio. € 107,7 77,5 39,0
EBIT Mio. € 1,4 4,6 -69,6
EBIT-Marge % 1,3 5,9 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 282 269 13

Marktumfeld

Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in Nordamerika in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden auch weiterhin ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.

In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Waschanlagenketten und Retailer (Convenience Stores). Der Anteil von Waschstraßen gegenüber Portalanlagen sowie das Wachstum dieses Produktsegments liegen über dem weltweiten Durchschnitt. Der Marktausblick ist anhaltend positiv.

Geschäftsverlauf Nordamerika

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2021 Prognose 2022 angepasste Prognose 2022 * 2022 Veränd. zum Vorjahr

(in %)
Umsatz Mio. € 77,5 >85,3 >85,3 107,7 39,0
EBIT Mio. € 4,6 1,9-4,6 1,9-4,6 1,4 -69,6
Bereinigtes EBIT * Mio. € 1,9 >1,9 >1,9 1,4 -26,3

* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio. € 2,7 enthalten.

Umsatz

Der Umsatz in Nordamerika stieg deutlich von Mio. € 77,5 im Vorjahr auf Mio. € 107,7.

Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 112,0 (Vorjahr: Mio. USD 91,2). Damit wurde in dieser Region erstmals ein Umsatz von mehr als Mio. USD 100 erzielt. Mit dieser positiven Entwicklung wurde die ursprüngliche und die angepasste Prognose übertroffen, die eine Umsatzentwicklung im zweistelligen bzw. deutlich zweistelligen Bereich vorsahen. Hierzu trug die gute Entwicklung in allen Produktbereichen bei. Hervorzuheben ist insbesondere der Bereich Maschinen und Service mit einem starken Großkunden- und Direktgeschäft.

Ergebnis

Das Ergebnis in Nordamerika sank deutlich um Mio. € 3,2 auf Mio. € 1,4 (Vorjahr:

Mio. € 4,6). Auch im Vergleich zum bereinigten EBIT * des Vorjahres sank das EBIT um Mio. € 0,5. Für das Geschäftsjahr 2022 strebte die Gesellschaft sowohl in der zu Jahresbeginn abgegebenen Prognose als auch in der im Verlauf des Geschäftsjahres angepassten Prognose eine EBIT-Steigerung gegenüber dem bereinigten EBIT des Vorjahres an. Dies wurde nicht erreicht.

Auch in dieser Region wurde das Ergebnis durch Kostensteigerungen aufgrund des veränderten makroökonomischen Umfelds und der zeitverzögerten Wirkung der Preisanpassungen belastet. Dennoch konnte das Ergebnis im Verlauf des Geschäftsjahres kontinuierlich verbessert werden. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im dritten Quartal, konnte im vierten Quartal ein positives Ergebnis in Höhe von Mio. € 2,6 mit einer EBIT-Marge in Höhe von 7,2 % erzielt werden.

Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang Mio. € 2,9 erfasst.

Asien/​Pazifik

Kennzahlen Region Asien/​Pazifik

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2022 2021 Veränd.

(in %)
Umsatz Mio. € 17,6 18,1 -2,8
EBIT Mio. € 0,4 1,2 -66,7
EBIT-Marge % 2,3 6,6
Mitarbeiter (zum 31.12.) 56 56 0

Marktumfeld

Im chinesischen Markt für Fahrzeugwäschen hat die Handwäsche nach wie vor einen hohen Anteil. Dementsprechend entwickelt sich der Markt für Waschanlagen sehr langsam. Das stetig wachsende Lohnniveau, die stark wachsende Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Verbindung mit Verschärfungen der Umweltauflagen sowie der Möglichkeit, Wäschen über Smartphones einfach und schnell zu kaufen, erhöhen den Anteil automatischer Fahrzeugwäschen kontinuierlich. Aus dieser steigenden Nachfrage resultiert der Eintritt weiterer Wettbewerber, insbesondere im Niedrigpreissegment. Aufgrund der zunehmenden Zahl der Luxus- und Premiumfahrzeuge im chinesischen Automarkt bestehen jedoch auch Chancen im Mittel- und Premiumpreissegment von Waschanlagen. Weiterhin bieten viele Tankstellen kostenlose Wäschen für ihre Kunden an. Dies hemmt vor allem im Direktgeschäft die Bereitschaft zu Investitionen, da die Rentabilitätserwartungen durch dieses Marktumfeld beeinträchtigt werden und eher das Niedrigpreissegment gestärkt wird. Insgesamt bleibt der Markt in China herausfordernd.

Außerhalb Chinas ist das Geschäft in dieser Region sehr profitabel. Insbesondere in Australien hat WashTec eine gute Marktposition. Dort stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb.

* Im bereinigten EBIT war im Vorjahr ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Geschäftsjahr 2020 gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio. € 2,7 enthalten.

Geschäftsverlauf Asien/​Pazifik

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2021 Prognose 2022 angepasste Prognose 2022 * 2022 Veränd. zum Vorjahr

(in %)
Umsatz Mio. € 18,1 >19,9 19,0-19,2 17,6 -2,8
EBIT Mio. € 1,2 1,2 1,0-1,1 0,4 -66,7

* Am 21. Juli 2022 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.

Umsatz

Der Umsatz in Asien/​Pazifik lag mit Mio. € 17,6 leicht unter dem Vorjahr (Mio. € 18,1). Währungsbereinigt lagen die Umsatzerlöse in dieser Region bei Mio.€ 16,9. Damit konnte weder die ursprüngliche Prognose einer zweistelligen Umsatzsteigerung noch die angepasste Prognose mit einer Umsatzsteigerung von 5 %- 6 % erreicht werden.

In China konnten im Großkundengeschäft im Vergleich zum Vorjahr Fortschritte erzielt werden. Die positiven Geschäftserwartungen für diese Region wurden jedoch durch die Null-Covid-Politik und die damit verbundenen Lockdowns in China belastet. Die positive Umsatzentwicklung in Australien wirkte dem entgegen.

Ergebnis

Das EBIT sank deutlich auf Mio.€ 0,4 (Vorjahr: Mio.€ 1,2) und lag damit unter den Erwartungen. In der zu Beginn des Geschäftsjahres abgegebenen Prognose wurde von einer EBIT-Entwicklung auf Vorjahresniveau ausgegangen, in der im Juli 2022 angepassten Prognose von einer Bandbreite zwischen Mio. € 1,0 und Mio. € 1,1. Durch die negative Geschäftsentwicklung im chinesischen Markt konnten diese Ziele nicht erreicht werden. Daneben wurde das Ergebnis durch einen negativen Effekt aus der Bewertung von in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden in Höhe von Mio.€ 0,2 (Vorjahr: positiver Effekt in Höhe von Mio. € 0,6) beeinflusst. Bereinigt um diesen Effekt blieb das EBIT in der Region stabil, insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung im australischen Markt.

Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang Mio. € 0,1 erfasst.

2.3.3 Vermögenslage

Vermögens- und Kapitalstruktur

Verkürzte Konzernbilanz, Aktiva

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in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) 91,9 92,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 102,8 94,3
Vorräte 71,6 57,1
Aktive latente Steuern 3,9 4,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14,2 18,1
Bilanzsumme 284,5 267,0

Verkürzte Konzernbilanz, Passiva

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in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital 88,1 98,4
Verzinsliche Darlehen 41,4 13,5
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 117,0 118,2
davon Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) 28,3 30,8
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22,7 16,1
Vertragsverbindlichkeiten 36,4 35,5
Passive latente Steuern 1,6 1,3
Bilanzsumme 284,5 267,0

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe stieg von Mio.€ 267,0 auf Mio.€ 284,5.

Aktiva

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie in den Vorjahren Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von Mio. € 42,3 enthalten. Das Sachanlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus den Positionen »Grundstücke und Gebäude« in Höhe von Mio.€ 12,5 (Vorjahr: Mio. € 12,9) und »Technische Anlagen und Maschinen« in Höhe von Mio. € 8,4 (Vorjahr: Mio. € 7,7) zusammen. Die »Immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftsoder Firmenwerte)« betragen Mio. € 7,0 (Vorjahr: Mio. € 6,2). Zudem sind Nutzungsrechte in Höhe von Mio. € 17,3 (Vorjahr: Mio. € 19,3) enthalten. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Position Grundstücke und Gebäude zurückzuführen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen von Mio. € 94,3 im Vorjahr auf Mio.€ 102,8. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio.€ 10,8 aufgrund eines Rekordumsatzes im vierten Quartal.

Die Vorräte lagen zum Jahresende mit Mio. € 71,6 deutlich über dem Vorjahr (Mio. € 57,1). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die bewusst erhöhte Bevorratung aufgrund der Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten sowie einem erhöhten Bestand an Fertigerzeugnissen, bedingt durch den höheren Auftragsbestand zum Jahresende, zurückzuführen.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt Mio. € 3,9 (Vorjahr: Mio. € 4,8) resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von Mio. € 18,1 im Vorjahr auf Mio. € 14,2.

Passiva

Das Eigenkapital sank von Mio. € 98,4 auf Mio. € 88,1. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Seite 111) entnommen werden. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzsumme, des geringeren Ergebnisses sowie der höheren Dividendenausschüttung auf 31,0 % (Vorjahr: 36,9 %).

Die verzinslichen Darlehen stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2021 unter anderem aufgrund des Anstiegs des Net Operating Working Capital (NOWC) deutlich von Mio. € 13,5 auf Mio. € 41,4.

Die Leasingverbindlichkeiten betrugen zum Stichtag Mio. € 18,1 (Vorjahr: Mio. € 20,2).

Die Nettofinanzverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Finanzverbindlichkeiten) lag zum 31. Dezember 2022 bei Mio. € 45,2 (Vorjahr: Mio. € 15,7). Der deutliche Anstieg um Mio. € 29,5 ist im Wesentlichen auf die oben beschriebenen Veränderungen der verzinslichen Darlehen zurückzuführen.

Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag bei Mio. € 28,3 (Vorjahr: Mio. € 30,8).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem gestiegenen Vorratsvermögen von Mio.€ 16,1 auf Mio.€ 22,7.

Die Vertragsverbindlichkeiten betrugen Mio. € 36,4 (Vorjahr: Mio. € 35,5) und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von Kunden sowie Umsatzabgrenzungen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge enthalten.

Die passiven latenten Steuern stiegen leicht auf Mio. € 1,6 (Vorjahr: Mio. € 1,3). Diese sind auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen zurückzuführen.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente

Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter. Insbesondere das Wissen über den Waschprozess und die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Forschung und Entwicklung einzusetzen, bilden einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer bedeutender Erfolgsfaktor der WashTec Gruppe ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.

2.3.4 Finanzlage

Kapitalstruktur

Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich an EURIBOR, €STR und LPR. Die Gruppe verfügte am 31. Dezember 2022 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio. € 92,8 (Vorjahr: Mio. € 122,6). Die im Geschäftsjahr 2020 zur Liquiditätssicherung im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erfolgte Erhöhung der Kreditlinien wurde im Geschäftsjahr 2022 auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt.

Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio. € 46,1 (Vorjahr: Mio. € 102,4).

Investitionen und Abschreibungen

Mit Mio.€ 7,5 fielen die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig höher aus als im Vorjahr (Mio. € 4,3). Der Schwerpunkt der Investitionen lag mit Mio. € 7,2 (Vorjahr: Mio.€ 4,1) in Europa. Hierbei handelte es sich um Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen, wie beispielsweise zwei neue Laserschweißanlagen, sowie um Investitionen in die zukünftigen digitalen Produkte und Lösungen.

Darüber hinaus wurden Investitionen in Nordamerika in Höhe von Mio. € 0,1 (Vorjahr: Mio. € 0,1) sowie in Asien/​Pazifik in Höhe von Mio. € 0,2 (Vorjahr: Mio. € 0,1) getätigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Die Vermögenswerte werden dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Basis hierfür ist die interne Planung 2023 bis 2028 auf Konzernebene.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit wurden die bilanzierten immateriellen Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Ergebnisse führten zu keinem Anpassungsbedarf bei den angesetzten Werten.

Liquidität

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in Mio. € 2022 2021 Veränderung
absolut in %
--- --- --- --- ---
Ergebnis vor Steuern (EBT) 37,3 44,8 -7,5 - 16,7
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit 22,7 45,7 -23,0 -50,3
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -6,5 -3,4 -3,1 -91,2
Free Cashflow 16,2 42,3 -26,1 -61,7
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -48,5 -39,4 -9,1 -23,1
Nettoveränderung des Finanzmittelfonds -32,2 2,9 -35,1 -1.210,3
Finanzmittelfonds zum 31.12. -27,1 4,5 -31,6 -702,2

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit sank deutlich um Mio. € 23,0 auf Mio. € 22,7 (Vorjahr: Mio. € 45,7). Dies ist im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis vor Steuern und die Erhöhung des Net Operating Working Capital um Mio.€ 18,3 im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen (Mio. € 4,3). Das Net Operating Working Capital stieg insbesondere aufgrund der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Verbindung mit dem Rekordumsatz im vierten Quartal sowie einer erhöhten Bevorratung aufgrund der Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten. Im Vorjahr konnte der Anstieg des Net Operating Working Capital durch höhere Anzahlungen von Kunden teilweise kompensiert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten diese zwar auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten, aufgrund von geringeren Anzahlungen von Großkunden jedoch nicht weiter gesteigert werden.

Das Net Operating Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) stieg von Mio. € 86,9 im Vorjahr um Mio. € 18,3 auf Mio. € 105,1. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem deutlichen Anstieg der Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (saldiert) betrug im Geschäftsjahr 2022 Mio. € - 6,5 (Vorjahr: Mio. € - 3,4). Die darin enthaltenen Auszahlungen für Investitionen lagen planmäßig über dem Vorjahresniveau von Mio. € 7,5 (Vorjahr: Mio. € 4,3).

Der Free Cashflow (Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit) sank deutlich auf Mio. € 16,2 (Vorjahr: Mio. € 42,3).

Free Cashflow im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt Mio. € - 48,5 (Vorjahr: Mio. € - 39,4). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Dividendenzahlung in Höhe von Mio. € 38,8 (Vorjahr: Mio. € 30,8). In der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie war eine Sonderdividende in Höhe von € 0,80 enthalten.

Der Finanzmittelfonds (saldiert) sank insbesondere aufgrund des geringeren Free Cashflows zum 31. Dezember 2022 auf Mio. € - 27,1 (Vorjahr: Mio. € 4,5). Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator

Unfallhäufigkeitsrate

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2021 Prognose 2022 2022 Veränd. absolut
Arbeitsunfälle/​ Mio. Arbeitsstunden 4,9 <4 4,2 -0,7

Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2022 lag der Wert bei 4,2 und damit unter dem Vorjahr sowie unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für das Jahr 2022 gesetzte Ziel einer Unfallhäufigkeitsrate von kleiner als 4 wurde damit nicht erreicht. WashTec strebt auch zukünftig die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.

2.5 Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter stieg zum 31. Dezember 2022 um 42 auf 1.824 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.782). Im Jahresdurchschnitt waren 1.806 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.767).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt im Mehrjahresvergleich

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA-Chemie GmbH gelten als Orientierung die Tarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Ausgaben für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter stiegen in diesem Jahr um 28,6 %.

2.6 WashTec AG

Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Abschnitt »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist. Wie auch für die gesamte Gruppe wurde das Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2022 für die WashTec AG nicht erreicht.

Gewinn- und Verlustrechnung Washtec AG (verkürzt)

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in Mio. € 2022 2021 Veränderung
absolut in %
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Umsatzerlöse 2,7 2,9 -0,2 -6,9
Personalaufwand 2,1 4,2 -2,1 -50,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,8 2,1 0,7 33,3
Beteiligungsergebnis 40,4 43,0 -2,6 -6,0
Jahresüberschuss 28,3 39,9 -11,6 -29,1
Gewinnvortrag 1,5 0,4 1,1 275,0
Bilanzgewinn 29,8 40,3 -10,5 - 26,1

Ertragslage

Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG sanken auf Mio. € 2,7 (Vorjahr: Mio. € 2,9) und resultieren aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an die Tochtergesellschaften.

Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio. € 2,1 (Vorjahr: Mio. € 4,2) beinhaltet die Vergütung des Vorstandes sowie den Personalaufwand für die Bereiche Recht, Interne Revision und Investor Relations. Im Vorjahr enthielt diese Position den Aufwand für die Mitarbeiterprämie in Höhe von Mio. € 1,5, die an alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe als Anerkennung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 ausbezahlt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) lagen mit Mio. € 2,8 über dem Vorjahr (Vorjahr: Mio. € 2,1). Der Anstieg ist unter anderem auf Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit zurückzuführen.

Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) beinhaltet Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von Mio. € 35,8 (Vorjahr: Mio. € 2,9) und Zinserträge in Höhe von Mio. € 0,1 (Vorjahr: Mio. € 0,1). Zudem erfolgte eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH in Höhe von Mio. € 4,5 (Vorjahr: Mio. € 40,0). Zwischen der WashTec AG und der WashTec Holding GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Der Jahresüberschuss (nach HGB) sank von Mio. € 39,9 auf Mio. € 28,3.

Bilanz WashTec AG (verkürzt)

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in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
absolut in %
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Anlagevermögen 128,2 128,2 0,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 40,9 54,2 -13,3 -24,5
Eigenkapital 158,9 169,4 -10,5 -6,2
Rückstellungen 7,9 3,6 4,3 119,4
Verbindlichkeiten 2,3 9,3 -7,0 -75,3
Bilanzsumme 169,1 182,4 -13,3 -7,3

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. € 128,1 (Vorjahr: Mio. € 128,1) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf besteht nicht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (nach HGB) in Höhe von Mio. € 40,9 (Vorjahr: Mio. € 54,2) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie einem Gewinnabführungsvertrag.

Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio. € 158,9 (Vorjahr: Mio. € 169,4). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 94,0 % (Vorjahr: 92,9 %).

Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio. € 7,9 (Vorjahr: Mio. € 3,6) und wurden vor allem für Steuern, Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten sowie die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung gebildet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Ertragsteuern aufgrund des Abschlusses eines Gewinnabführungsvertrags der WashTec AG mit der WashTec Holding GmbH entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung 2022.

Die Finanzierung der WashTec AG erfolgt mittels Cashpooling mit der WashTec Cleaning Technology GmbH.

Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289f Abs. 1 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.

Die Hauptrisiken der WashTec AG bestehen in Bezug auf die Werthaltigkeit der Beteiligungen. Daneben resultieren Risiken aus der Höhe der aus den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen sowie dem Gewinnabführungsvertrag mit den Tochtergesellschaften vereinnahmten Gewinne und Verluste.

Sonstiges

Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind im Konzernanhang (Anhangangabe 37) erläutert. Daneben sind ausführliche Beschreibungen zum Vergütungssystem sowie zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im Vergütungsbericht enthalten, der auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich »Vergütung Vorstand und Aufsichtsrat« veröffentlicht ist.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Kapitel 8 wiedergegeben und auf der Internetseite https.7/​ir. washtec. de/​ veröffentlicht.

Prognose

Die im Prognosebericht (Kapitel 4.1) für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen im Abschnitt »WashTec Unternehmensentwicklung« gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft. Finanzieller Leistungsindikator für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG ist der Jahresüberschuss.

3 Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 2. Januar 2023 hat die amerikanische Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA nach Beendigung des bisherigen Mietvertrages, die zum Produktionsstandort gehörenden Grundflächen und Gebäude erworben. Der Kaufpreis betrug Mio. USD 10,3. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgt durch die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten in US-Dollar in entsprechender Höhe mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Die verhandelten Finanzierungsverträge beinhalten sowohl fixe als auch variable Bestandteile. Ein Anteil von 79 % der Darlehenssumme ist mit Sicherungsgeschäften gegen Zinsrisiken abgesichert.

Herr Stephan Weber, Vorstand für Vertrieb, Service und Marketing der WashTec AG, schied zum 28. Februar 2023 einvernehmlich aus dem Unternehmen aus. Zu seinem Nachfolger wurde ab dem 1. März 2023 Herr Sebastian Kutz, der bisherige Executive Vice President, Head of Sales & Service DACH, berufen.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt die relevanten Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.

Geschäftspolitik und Strategie

Die WashTec Gruppe hält auch für das Geschäftsjahr 2023 und für die Folgejahre an der Strategie des profitablen organischen Wachstums durch einen maximalen Kundennutzen fest und möchte damit die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich der Fahrzeugwäsche weiter ausbauen.

Absatzmärkte und Produkte

Die Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in allen wesentlichen Vertriebsregionen sowie Produkt- und Dienstleistungsbereichen weltweit weiterhin zu steigern. Dies gilt für alle Märkte, in denen WashTec mit maximalem Kundennutzen eine führende Position in jedem Kunden- sowie Produkt- bzw. Dienstleistungssegment einnehmen will. WashTec generiert einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Europa und strebt dort einen weiteren Ausbau der Marktposition an. Daneben soll mittel- und langfristig vor allem Nordamerika zu einem höheren Anteil an den Umsatzerlösen der Gruppe beitragen.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Eine detaillierte Beschreibung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist im Abschnitt 2.1 des Lageberichts zu finden. Insgesamt hat die WashTec Gruppe die Prognose vor dem Hintergrund eines anhaltenden unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds und einem daraus resultierenden geringen bis stagnierenden Wirtschaftswachstums aufgestellt. Daneben können sich negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung aus den wachsenden Spannungen zwischen den USA und China, der Ausweitung des aktuellen Krieges in der Ukraine auf weitere Länder - oder eine deutliche Eskalation des Krieges -sowie ein Wiederaufflammen der COVID-19-Pandemie durch neue Virusmutationen ergeben.

WashTec Unternehmensentwicklung

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 ist mit Unsicherheiten behaftet, die einen Einfluss auf die geplante Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren haben können.

Bei der Festlegung der Planungsprämissen wurden insbesondere die bestehenden Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine, eine nach wie vor hohe Inflation sowie Belastungen von Konsum und Investitionen durch die bereits erfolgten und zukünftigen Erhöhungen der Leitzinsen berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund geht die WashTec Gruppe für das kommende Jahr von einem stagnierenden Wirtschaftswachstum aus. Die Prognose berücksichtigt keine neuen wesentlichen Störungen in den Lieferketten sowie keine weitere Erhöhung der Inflation.

Die im Geschäftsjahr 2022 vorgenommenen Preiserhöhungen, die sich im Jahr 2023 vollständig auswirken werden, sowie den soliden Auftragsbestand zum Jahresende 2022, erachtet die Gesellschaft als gute Basis für das neue Geschäftsjahr. Im Bereich der Materialpreise geht die WashTec Gruppe von dem derzeit hohen Niveau aus, jedoch ohne weitere wesentliche Steigerungen im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Hierbei wird vor allem mit einer Entspannung bei der Materialverfügbarkeit durch die Stabilisierung der Lieferketten gerechnet. Durch die insgesamt sinkende Nachfrage und die gleichzeitig hohe Inflation geht die Gesellschaft auf der Einkaufsseite von einer stabilen Entwicklung der Preise auf dem derzeit hohen Niveau aus.

Ziel des Vorstandes ist es, gemeinsam mit allen Mitarbeitern die Strategie des Unternehmens aktiv weiterzuentwickeln und die operative Performance stetig zu verbessern.

Der Schwerpunkt liegt für das Jahr 2023 auf der weiteren Optimierung der bestehenden Prozesse sowie Investitionen im Bereich der Entwicklung von digitalen Lösungen und Produkten.

Zusammenfassend erwartet der Vorstand im Rahmen seiner Prognose, dass sich die Kennzahlen für die Gruppe wie folgt entwickeln:

WashTec geht für die Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 von einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres (2022: Mio. € 482,2) bei einer deutlichen Steigerung des EBIT (2022: Mio.€ 38,0) aus. Hierzu werden insbesondere die bereits in der Produktion implementierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, in Verbindung mit optimierten, resilienten Lieferketten sowie ein stringentes Kostenmanagement in allen Bereichen beitragen.

Die Umsatz- und EBIT-Entwicklung in Europa folgt der angestrebten Entwicklung der Gruppe. Für die Regionen Nordamerika und Asien/​Pazifik werden ein währungsbereinigter Anstieg des Umsatzes sowie eine Verbesserung des EBIT gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 erwartet. Insgesamt bleibt der Markt in China herausfordernd und die Gesellschaft prüft dort die Art der Marktbearbeitung.

Bei der Entwicklung des Free Cashflow (2022: Mio. € 16,2) erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg, insbesondere aufgrund einer geringeren Bevorratung durch die Entspannung bei der Materialverfügbarkeit.

WashTec hat das Ziel, mit dem zur Verfügung stehenden Kapital profitabel und effizient zu wirtschaften. Zur Messung der Kapitaleffizienz wird als zentrale Messgröße die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) verwendet. Mittelfristig strebt die WashTec Gruppe weiterhin einen ROCE von über 25 % an. Für das kommende Jahr wird mit einer deutlichen Verbesserung des ROCE gegenüber dem Vorjahr (2022: 20,2 %) gerechnet.

Die Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfalle/​Mio. Arbeitsstunden) möchte die Gesellschaft im kommenden Jahr weiter senken (2022: 4,2).

Das Ergebnis im Einzelabschluss der WashTec AG hängt wesentlich von den Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften ab. Der Jahresüberschuss ist der wesentliche finanzielle Leistungsindikator. Daher gilt die für die WashTec Gruppe beschriebene Prognose auch für die Ergebnisentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.

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Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres ± 3 %
Deutliche Steigerung des EBIT ≥ 10 %
Deutlicher Anstieg des Free Cashflow ≥ 10 %
Deutliche Verbesserung des ROCE ≥ 1 Prozentpunkt
Unfallhäufigkeitsrate < 4,2

4.2 Chancen- und Risikobericht

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.

Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.

Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

4.2.1 Chancen- und Risikomanagement

Risikomanagement

Zur Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie zur Überwachung dieser Aktivitäten dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum 36 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Das durch die Gruppe verwendete Risikomanagementsystem ermöglicht eine systemgestützte Erfassung, Dokumentation, Bewertung und Aggregation der Risiken nach anerkannten statistischen Methoden.

Sämtliche identifizierten Risiken werden halbjährlich von den Bereichsverantwortlichen innerhalb des Risikomanagementsystems gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden dabei die Schadenshöhe in Bezug auf das EBIT (Betriebsergebnis), entweder mittels absolutem maximalem Schadenswert oder mittels einer Drei-Punkt-Verteilung - bestehend aus dem bestem, dem wahrscheinlichstem und dem höchsten anzunehmenden Schadenswert sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das EBIT werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor den getroffenen Maßnahmen dar. Risikomindernde Maßnahmen können z. B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. aus abgeschlossenen Versicherungen bestehen oder aber die geplanten Projekte bzw. Aktivitäten zur vorbeugenden Risikominimierung sein. Diese werden durch die Bereichsverantwortlichen festgelegt, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Des Weiteren erfolgt durch die interne Revision eine jährliche Prüfung des Risikomanagementsystems.

Im Rahmen der Risiko-Analyse werden mithilfe der Monte-Carlo-Simulation alle Netto-Einzelrisiken simuliert. Diese werden sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der Risikokategorien simuliert bzw. aggregiert. Mögliche Korrelationen werden berücksichtigt. Aus der Simulation werden dabei sowohl der Netto-Erwartungswert (Expected Loss Net) als auch der Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 95 % ermittelt. Der Value-at-Risk stellt hierbei das Gesamt-Risikopotenzial der WashTec Gruppe dar und wird zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit herangezogen. Die Bewertung der Risikotragfähigkeit erfolgt in Bezug auf die Liquidität, das Eigenkapital und das Betriebsergebnis (EBIT) der Gruppe. Dafür wird das ermittelte Gesamt-Risikopotenzial (Value-at-Risk) der entsprechenden Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.

Im Rahmen der Einzelrisiko-Analyse werden individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, bei der Risikoanalyse aggregiert.

Der simulierte Netto-Erwartungswert je Risikokategorie wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:

□ Finanzielle Auswirkungen auf das EBIT des Konzerns in T€:

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1 Unbedeutend < 499
2 Gering 500-4.999
3 Wesentlich 5.000-9.999
4 Gravierend 10.000-19.999
5 Existenz bedrohend > 20.000

□ Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben:

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1 Sehr unwahrscheinlich 1- 15 %
2 Unwahrscheinlich 15-40 %
3 Eventuell 40-60 %
4 Wahrscheinlich 60-85 %
5 Sehr wahrscheinlich 85-99 %

Bei der Risikoklassifizierung ergaben sich keine Änderungen gegenüber dem Vorjahr.

Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung aller Risiken, aggregiert nach Risikokategorien, in Bezug auf deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.

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□ Risikomatrix Eintrittswahrscheinlichkeit
Auswirkungen 1- 15 % 15-40 % 40-60 % 60-85 % 85-99 %
--- --- --- --- --- ---
Existenz bedrohend R W W B B
Gravierend R R W W W
Wesentlich R R W W W
Gering V R R R W
Unbedeutend V V R R R

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens sowie sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.

Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanungen und -aktualisierungen sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.

4.2.2 Chancen und Risiken

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 hat sich im Berichtsjahr die Einschätzung der Chancen und Risiken vor allem in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft verändert.

Die Ungewissheit in Bezug auf den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine und die daraus resultierenden wirtschaftlichen sowie politischen Folgen führt zu Unsicherheiten hinsichtlich der Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023.

Weitere Liefereinschränkungen in Bezug auf Öl und Gas sowie die damit verbundenen möglichen negativen Effekte auf die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise könnten zu weiter steigenden Inflationsraten mit negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Kunden führen. Des Weiteren bergen die anhaltenden Lieferengpässe relevante Risiken für die zukünftige Entwicklung.

Ebenso könnten steigende Zinsen einen weiteren negativen Effekt auf die Investitionsbereitschaft der Kunden und die Finanzierungskosten der Gruppe haben und damit die Entwicklung des Geschäfts beeinflussen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten.

Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Risiken

Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft, der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.

Der Ukraine-Krieg hatte keinen wesentlichen direkten finanziellen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe, beeinflusste jedoch deutlich die Geschäftsentwicklung durch die negativen Auswirkungen auf die Materialpreise und -verfügbarkeit sowie die Unsicherheiten in der Energieversorgung. Ein anhaltender Krieg könnte dazu führen, dass diese Problematik weiter besteht bzw. verschärft wird.

Die globalen Konjunkturaussichten haben sich im Geschäftsjahr 2022 aufgrund des Ukraine-Krieges und der hierdurch gestiegenen Inflation, insbesondere in Europa und den USA, gegenüber dem Vorjahr eingetrübt. Die Unklarheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Situation im kommenden Jahr schürt Rezessionsängste und hemmt die Investitionsbereitschaft.

Steigende Zinsen und Lebenshaltungskosten beeinflussen das Verhalten von Endkunden, was einen negativen Einfluss auf die allgemeine Nachfrage und Investitionsentscheidungen der Kunden haben könnte.

Die COVID-19-Pandemie hatte im abgelaufenen Jahr keinen wesentlichen Einfluss auf das Waschgeschäft. Eine Veränderung der Situation durch neue Mutationen oder eine neue Pandemie könnte zu erneuten Einschränkungen und damit Beeinträchtigung unseres Geschäfts führen.

Chancen

Die Material- und Ressourcenknappheit auf den Baustellen unserer Kunden führte zu Verspätungen bei der Fertigstellung der für die Installation der Anlagen notwendigen Arbeiten an den Waschhallen und damit zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung sowie steigenden Kosten durch die Beeinträchtigung der Effizienz in diesen Prozessen. Ein Rückgang des allgemeinen Nachfrageverhaltens für bauseitige Leistungen könnte zur Entspannung dieser Situation beitragen.

Die allgemeine Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundene Rückgang der Nachfrage, könnte auch zu sinkenden Einkaufspreisen für die Gruppe führen.

Klima- und Umwelteinflüsse

Risiken

Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, gestiegene Kosten für Treibstoffe, zunehmende Fahrverbotszonen in Innenstädten, Mautgebühren sowie ein gestiegenes gesellschaftliches Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Fahrzeuge weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzliche Bestimmungen zu befolgen. Dies könnte zu weniger Wäschen und somit zu weniger Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.

Waschverbote aufgrund von Dürreperioden, wie sie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr in Südeuropa zu beobachten waren, können einen negativen Effekt auf das Service- und Chemie-Geschäft der Gruppe haben. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten auch dazu führen, dass solche Waschverbote in naher Zukunft in der Gesetzgebung verankert werden.

Verschiebungen von Verbraucherpräferenzen hin zu emissionsarmen oder emissionsfreien Produkten erachtet die WashTec Gruppe im Hinblick auf das Geschäftsmodel der Autowäsche derzeit als nicht wesentlich, da ein sensibilisiertes Verhalten der Verbraucher lediglich Auswirkungen auf die Antriebsart der Fahrzeuge hat, jedoch für die Anzahl der Fahrzeugwäschen eher von nachrangiger Bedeutung ist.

Mögliche Änderungen in der Art und Weise wie Fahrzeuge zukünftig genutzt werden, z. B. die Zunahme von Car-Sharing-Modellen, wird aus unserer Sicht das Geschäftsmodell von WashTec kurzfristig nicht wesentlich beeinflussen. Mittelfristig könnte diese Entwicklung zu einer Verlagerung von individueller Wäsche in einer Portalwaschanlage hin zu autonomer Wäsche in Waschstraßen führen.

Neue Mobilitätskonzepte könnten zukünftig zu einer gestiegenen Nutzung der vorhandenen Fahrzeuge führen. Neben dem Fahrzeugbestand werden demnach auch die Art und die Intensität der Nutzung der Fahrzeuge maßgebend für den Bedarf an Autowäschen sein. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von der Antriebsform oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die Teil eines »Shared Mobility«-Konzepts sind, werden tendenziell häufiger gewaschen.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der automatischen Fahrzeugwäschen führen. Diese ist im Vergleich zur Handwäsche, insbesondere bei Anlagen mit Wasseraufbereitungssystemen, deutlich schonender für die Umwelt. Derartige Anlagen, bei denen das Wasser im Kreislauf geführt wird, können den Frischwasserverbrauch je nach Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90 % reduzieren.

Sollten weitere Länder strengere gesetzliche Vorschriften einführen, könnte dies auf lange Sicht zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnungssystemen führen. Daneben können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der Handwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.

WashTec leistet als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie einen wichtigen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.

Kunden, Wettbewerb und Markt

Risiken

Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge der Neuausschreibung von Rahmenlieferverträgen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. Die Risiken daraus können die Umsatzentwicklung im kommenden Geschäftsjahr beeinflussen.

Auch die Unsicherheiten in der aktuellen politischen Lage und der damit zusammenhängenden weltweit angespannten wirtschaftlichen Entwicklung und ein steigendes Zinsniveau können zu einer Zurückhaltung bei den Investitionen unserer Kunden führen.

Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preisdruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.

WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung implementiert. Umsatzrisiken aus rückläufiger Nachfrage werden beobachtet und bei Bedarf geeignete Maßnahmen hinsichtlich der Produktanpassung, Optimierung des Angebotsprogramms sowie Kapazitätsanpassungen eingeleitet.

Die Verknappung und die Verteuerung fossiler Brennstoffe führen zu einer zunehmenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Infolgedessen könnte die Nutzung von Tankstellen in ihrer heutigen Form abnehmen. Derzeit ist allerdings noch nicht absehbar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen wird. Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese mögliche Entwicklung aufgrund der derzeit vorhandenen Fahrzeugflotten in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben.

Ein weiteres Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-) Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.

Chancen

Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der entwickelten Märkte fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, auch in neue Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Produktionswerken in den Regionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Tochtergesellschaften präsent ist, könnten die Absatzahlen in Wachstumsregionen steigen.

Insbesondere große Mineralölgesellschaften profitieren vom stark gestiegenen Ölpreis. Dies könnte zu höheren Investitionen seitens dieser Großkunden führen.

Investitionen

Entscheidungen für Investitionen beinhalten u. a. Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.

Risiken

Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen Marktentwicklungen nicht wie angenommen eintreten und es dadurch zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsaufwendungen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen belasten. Auch eine deutliche Verlängerung von Projektlaufzeiten bei Investitionsvorhaben kann durch Ressourcenbindung bzw. Kostenüberschreitung zu einem negativen Effekt auf das Ergebnis der Gesellschaft führen. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für die Genehmigung von Investitionen und damit zusammenhängenden Ausgaben.

Chancen

Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört - abhängig von der Art der Investition - die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern. Insbesondere Investitionen im Bereich der Digitalisierung können neue Chancen in Bezug auf die angebotenen Produkte und Lösungen für unsere Kunden bieten und somit einen Wettbewerbsvorteil generieren. Smarte Anlagentechnik optimiert beispielsweise den Betrieb des Waschgeschäfts und erlaubt dem Betreiber die optimale Ausgestaltung seines Angebotes an den Endkunden. Mithilfe von Remote Services lässt sich zudem die Maschinenverfügbarkeit erhöhen und die Profitabilität des Waschgeschäfts steigern.

Innovationen und Patente

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber (ebenso wie WashTec) Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten.

Innovationen im Produktbereich bergen auch das Risiko, dass diese vom Markt nicht wie erwartet angenommen werden. Dies könnte dazu führen, dass die Entwicklung dieser Innovationen und deren Wirtschaftlichkeit nicht die angenommene Entwicklung nimmt und die Innovationen die Markterwartungen verfehlen. Um das zu vermeiden, begleitet WashTec die Einführung neuer Produkte eng am Markt und testet diese bereits in einer früheren Phase auf ihre Wirksamkeit.

Die Einführung neuer Produkte auf dem Markt ist für alle Unternehmen mit zusätzlichem Aufwand und Risiken verbunden. Neben den zusätzlichen Aufwendungen für die Produktplatzierung und den bereits angesprochenen Risiken der Annahme dieser Produkte durch die Kunden, bilden die Risiken aus der Auslaufsteuerung bestehender Produkte sowie mögliche, erst nach Markteinführung auftretende, qualitätsbezogene Probleme weiteres Risikopotenzial.

Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie und die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten deutlich und nachhaltig beeinflussen.

Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge und somit auf Umsätze in diesem Bereich haben.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Innovationen von WashTec wurden in der Vergangenheit mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.

Das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie kann sich durch technische Verbesserungen ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.

Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf erzeugen und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.

IT-Sicherheit, Qualität und Prozesse

Risiken

In Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte auf dem Markt, der Verbesserung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können IT-Sicherheits-, Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Die operativen Prozesse des Unternehmens beruhen entscheidend auch auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit aller technischen Systeme. Sollten diese gefährdet sein, hätte dies insgesamt negative Auswirkungen auf WashTec.

Cyber-Risiken sind alle Risiken, denen Computer- und Informationsnetzwerke sowie alle IT-gestützten Geschäfts- und Produktionsprozesse ausgesetzt sind. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Cyber-Angriffe und Ransomware-Attacken nehmen in ihrer Quantität und Professionalität weltweit kontinuierlich zu. Das Risiko wird im Zusammenhang mit Cyber-Kriminalität insgesamt als relevant eingestuft.

WashTec hat entsprechende Maßnahmen (z.B. Schulungen) getroffen, um diese Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Die Stabilität der IT-Systeme in den vergangenen Jahren deutet aus Sicht des Unternehmens darauf hin, dass diese solide aufgestellt sind und die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt dieser Risiken entsprechend als eventuell einzustufen ist. Dennoch werden auch im kommenden Jahr deutliche Anstrengungen und Investitionen unternommen, um diese Risiken möglichst zu reduzieren.

Qualitätsprobleme bei der Entwicklung bzw. Produktion der Waschanlagen können zu nachträglichen Kosten für die Gruppe führen. Etwaige Fehler oder Probleme werden durch die Qualitätssicherung fortlaufend erfasst, überwacht und behoben.

Chancen

Durch die laufende Optimierung der Unternehmensprozesse und den Einsatz neuer Technologien kann die Kundenzufriedenheit positiv beeinflusst werden. Außerdem könnte auch eine Steigerung der Prozesseffizienz erzielt werden, welche nicht in der normalen Planung berücksichtigt war.

Lieferanten

Risiken

Beim Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Risiken hinsichtlich verspäteter Lieferungen, mangelnder Produktverfügbarkeit, mangelhafter Qualität und schwankender Einkaufspreise.

Die Risiken in Bezug auf Lieferanten haben infolge der stark gestiegenen Materialpreise und der schwierigeren Materialverfügbarkeit aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine und der Lockdowns in China im Verlauf des Geschäftsjahres zugenommen.

Den Engpässen bei der Materialverfügbarkeit konnte durch entsprechende operative Maßnahmen erfolgreich entgegengewirkt werden, sodass die WashTec Gruppe ihren Lieferverpflichtungen vollumfänglich nachkommen konnte.

Die unklare Lage bezüglich der möglichen weiteren Auswirkungen der geopolitischen Verwerfungen im kommenden Jahr erhöht das Risiko von Lieferschwierigkeiten sowie weiterer Preissteigerungen bei der Beschaffung von Materialien.

Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement verringerten insbesondere bei strategischen Lieferanten diese Risiken.

Chancen

Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.

Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Kapazitätsrisiken

Nachfrageschwankungen und eine unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf erfordern entsprechende Kapazitätsanpassungen. Insbesondere die Konzentration des Absatzes auf die letzten Monate des Jahres führt zu besonderen Herausforderungen bei der Produktionsplanung.

Durch krankheitsbedingte Ausfälle bei Mitarbeitern in der Produktion könnte die Produktionskapazität kurzfristig für mehrere Tage sinken.

Darüber hinaus könnten durch den Ausfall kritischer Infrastruktur Teile der Produktion kurzfristig ausfallen.

Auf Basis der internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus identifiziert und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.

Einer Steigerung der Nachfrage wird durch eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse in der Produktion sowie rechtzeitiger Erweiterung der Kapazitäten durch Neuinvestitionen begegnet.

Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider oder ist die Performance der WashTec Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur oder einer Übernahme kommen.

In diesem Fall können sich Änderungen in der bestehenden Strategie, der personellen Besetzung der Organe und der bisher kommunizierten Erwartungen der WashTec Gruppe ergeben. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z. B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.

Finanzielle und rechtliche Risiken

Der Basiszinssatz bestehender Finanzierungen ist variabel. Weitere Zinserhöhungen können zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der WashTec Gruppe führen.

Bei einer erhöhten Inanspruchnahme der Kreditlinien in Zusammenhang mit den bereits erfolgten und möglichen zukünftigen Leitzinserhöhungen der EZB besteht das Risiko steigender Finanzierungskosten.

WashTec ist außerdem mit Risiken konfrontiert, die aus unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Richtlinien und Gesetzen resultieren und die die Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Rechtliche Auseinandersetzungen, das Aufkommen neuer und die Einigung bei bestehenden Rechtsstreitigkeiten mit externen Vertragspartnern sind möglich. Diesen Risiken begegnet die Gruppe mit der rechtzeitigen Einbindung der Rechtsabteilung in kritische Rechtsgeschäfte, dem bedarfsgerechten Hinzuziehen externer Experten und bei Bedarf mit der Bildung entsprechender Rückstellungen.

Währungsveränderungen

Risiken

Durch zunehmende Transaktionen mit den Tochtergesellschaften können Änderungen der Wechselkurse Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Darüber hinaus können Schwankungen im Wechselkurs zu Effekten in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe aus der Bewertung von offenen Fremdwährungsposten führen. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec bei Bedarf entsprechender Derivate, um diese Effekte abzumildern. Operative Risiken, die sich aus einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.

Chancen

Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/​Pazifik könnten sich bei einer Abschwächung des Euros positive Währungseffekte ergeben.

Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Tochtergesellschaften ist für WashTec unabdingbar. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme werden mögliche Engpässe rechtzeitig identifiziert und die erforderlichen Handlungen umgesetzt. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z. B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen.

Sollte sich aufgrund der Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf ergeben, können bestehende Kreditlinien erweitert werden.

In Bezug auf die Liquiditätsrisiken sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Kreditlinien hat das Unternehmen ausreichend liquide Mittel und Finanzierungslinien, um flexibel reagieren und auch Investitionen in die zukünftige Entwicklung tätigen zu können.

Kredit- und Ausfallrisiken

Die WashTec Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab.

Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die erfassten Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das tatsächliche Ausfallrisiko abgedeckt ist. In der Gruppe besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung bestimmter Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen.

Das Waschgeschäft erwies sich bisher als robust, sodass die Gruppe während der letzten Krisenjahre keinen Anstieg der Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte. Insgesamt kam es zu keinen nennenswerten Ausfällen und zu keiner weiteren Erhöhung des Ausfallrisikos.

Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe bilanziert latente Steuern im Wesentlichen aus temporären Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuern und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.

Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von laufenden Betriebsprüfungen bei Unternehmen der Gruppe ergeben. Die Unternehmensleitung betrachtet diese als gering, da alle Steuerberechnungen in Zusammenarbeit mit lokalen Steuerberatern erstellt werden. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe können steuerliche Risiken bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Mitarbeiterrisiken

WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und Spezialisten, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnte sich nachteilig auf die Entwicklung von WashTec auswirken.

In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern (wie z. B. Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen, bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse) könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern.

Darüber hinaus können Arbeitsniederlegungen in Produktion oder Service die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.

Werden die Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder für vom Unternehmen zu tragenden Sozialleistungen geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.

4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken

In der nachfolgenden Tabelle werden die Risiken, aggregiert nach Risikokategorien, dargestellt:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Möglichefinanzielle Auswirkung Gesamtbeurteilung
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung eventuell gering relevant
Klima- und Umwelteinflüsse eventuell gering relevant
Kunden, Wettbewerb und Markt unwahrscheinlich wesentlich relevant
Investitionsrisiken unwahrscheinlich gering relevant
Innovationen und Patente unwahrscheinlich gering relevant
IT-Sicherheits-, Qualitäts- und Prozessrisiken eventuell gering relevant
Lieferantenrisiken eventuell gering relevant
Kapazitätsrisiken unwahrscheinlich gering relevant
Übernahmerisiken sehr unwahrscheinlich unbedeutend vernachlässigbar
Finanzielle und rechtliche Risiken eventuell gering relevant
Währungsrisiken eventuell unbedeutend relevant
Liquiditätsrisiken sehr unwahrscheinlich unbedeutend vernachlässigbar
Kredit- und Ausfallrisiken sehr unwahrscheinlich unbedeutend vernachlässigbar
Steuerrisiken wahrscheinlich unbedeutend relevant
Mitarbeiterrisiken unwahrscheinlich gering relevant

4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung

Das eingerichtete Risikomanagementsystem ist aus Sicht des Vorstands angemessen und wird stetig weiterentwickelt. Des Weiteren begrenzt das solide Geschäftsmodell Geschäftsrisiken und eröffnet weitere Chancen. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen liefert eine Indikation über die Gesamtrisikoeinschätzung der Gruppe, auch wenn ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken als unwahrscheinlich erachtet wird. Der kumulierte Netto-Erwartungswert (Expected Loss Net) aller Einzelrisiken beträgt zum Jahresende 2022 Mio. € 25,9 (Vorjahr: Mio. € 23,1) und liegt damit etwas über dem Niveau des Vorjahres.

Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:

Die Gesamtanzahl der Risiken, die die WashTec Gruppe wesentlich beeinflussen, sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Berichtsjahr haben sich die Risiken in Bezug auf gesamtwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Verbindung mit dem Ukraine-Krieg und den daraus resultierenden Effekten auf Inflation und Nachfrage- und Investitionsverhalten der Kunden erhöht. Da weiterhin vermehrte Ransomware-Attacken bzw. Cyberangriffe zu beobachten sind, sind auch Risiken in Bezug auf IT-Sicherheit weiterhin für WashTec relevant.

Der Vorstand sieht aus heutiger Sicht auf Basis der Ergebnisse des Risikomanagementprozesses keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat. Das Überwachungssystem ist in allen wesentlichen Belangen geeignet, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, mit hinreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.

5 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem (RMS) von WashTec ist im Rahmen des Risikoberichts unter 4.2 »Chancen- und Risikobericht« beschrieben.

Das interne Kontrollsystem (IKS) versteht sich als Gesamtheit aller systematisch definierten Kontrollen und Überwachungsaktivitäten. Das IKS überwacht die Grundsätze und Verfahren anhand von präventiven und aufdeckenden Kontrollen.

Ein effektives und effizientes internes Kontrollsystem ist entscheidend, um Risiken in den Geschäftsprozessen erfolgreich zu steuern. Alle WashTec Gesellschaften sind Bestandteil des IKS. Der Umfang der von jeder Gesellschaft auszuführenden Aktivitäten ist unterschiedlich und hängt unter anderem von der Wesentlichkeit der Gesellschaft für den Konzernabschluss und den spezifischen Risiken ab, die mit der Einheit verbunden sind. Die Gesamtverantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand. Das IKS von WashTec soll die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für WashTec maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen, im Sinne eines Compliance Management Systems, gewährleisten. Deshalb betrachtet das interne Kontrollsystem bei WashTec alle wesentlichen Geschäftsprozesse und geht über Kontrollen im Rechnungslegungsprozess hinaus.

Im Rechnungslegungsprozess tragen verschiedene Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen beispielsweise dazu bei, dass die Jahresabschlüsse und der Konzernabschluss regelungskonform erstellt werden. Für die Konsolidierung nutzt WashTec ein gruppeneinheitliches System und gewährleistet dadurch ein einheitliches Vorgehen. Zugleich wird das Risiko von Falschaussagen in der Rechnungslegung und der externen Berichterstattung minimiert. Eine angemessene Funktionstrennung und die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips reduzieren das Risiko betrügerischer Handlungen. Die aufeinander abgestimmten Prozesse, Systeme und Kontrollen stellen hinreichend sicher, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen steht. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht und angewendet.

Bei relevanten IT-Systemen führt WashTec regelmäßig Systemsicherungen durch, um Datenverluste und Systemausfälle möglichst zu vermeiden. Zum Sicherungskonzept gehören darüber hinaus systemtechnische Kontrollen, manuelle Stichprobenprüfungen durch erfahrene Mitarbeiter sowie maßgeschneiderte Berechtigungen und Zugangsbeschränkungen.

WashTec entwickelt die Anforderungen an das interne Kontrollsystem kontinuierlich weiter und passt die Kontroll-Landschaft an sich ändernde Prozesse an. Die interne Revision ist in den Gesamtprozess eingebunden und prüft regelmäßig die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems im Rahmen des risikobasiert abgeleiteten jährlichen Prüfungsplans.

Hinweis: Der nachfolgende Absatz unterlag keiner Prüfung durch den Abschlussprüfer.

Der Vorstand von WashTec evaluiert im Rahmen von Vorstandssitzungen die Ergebnisse des RMS sowie des IKS und beurteilt zudem jährlich deren Angemessenheit und Wirksamkeit. Dem Vorstand liegt kein Hinweis vor, dass das RMS und IKS zum 31. Dezember 2022 in der Gesamtheit in wesentlichen Aspekten nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wären. Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erkennt der Vorstand jedoch an, dass auch in Zukunft Optimierungen in Bezug auf Effektivität und Effizienz weiter vorangetrieben werden müssen. Ungeachtet dessen bestehen inhärente Beschränkungen in der Wirksamkeit eines jeden RMS bzw. IKS. Kein als angemessen und wirksam beurteiltes System kann garantieren, alle Risiken zu identifizieren oder Prozess- bzw. Kontrollverstöße unter allen Umständen auszuschließen. Der Prüfungsausschuss ist in das RMS und IKS von WashTec systematisch eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und des RMS.

6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-, Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Umgang mit Währungs-, Liquiditäts-, Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus prüft das Unternehmen bei Bedarf die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktpreisrisiken besteht. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden. Entsprechend der Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben.

7 Übernahmerelevante Angaben

Angaben gem. §§ 289a, 315a HGB - Erläuternder Bericht des Vorstands

Der folgende Text enthält die Angaben nach §§ 289a bzw. 315a HGB.

»Gezeichnetes Kapital«

Das gezeichnete Kapital i. H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren - insbesondere gleiche Stimmrechte. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

»Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«

Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstandes existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

»Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes zu 44,74 % (Stand 31. Dezember 2022) im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwelle. Eine direkte Beteiligung am Kapital oberhalb von 10 % der Stimmrechte hält - gemäß den Meldungen nach WpHG - EQMC ICAV (vormals EQMC Europe Development Capital Fund plc.), Irland (zum Stand 31. Dezember 2022: 10,06%, zum Stand 7. Februar 2023: 15,14%). Eine indirekte Beteiligung am Kapital oberhalb von 10 % der Stimmrechte hält - gemäß den Meldungen nach WpHG -Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A, Spanien (15,12%), als Investment Management Funktion der EQMC ICAV.

Eine direkte Beteiligung am Kapital knapp unterhalb von 10 % der Stimmrechte hält - gemäß den Meldungen nach WpHG - Kempen Oranje Participaties N.V., Niederlande (9,60 %).

Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2022

Quelle: Meldungen gemäß WpHG

1 Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A. as investment management function

2 Leifina GmbH & Co. KG et al.

»Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

»Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind«

Es sind nach Kenntnis der Gesellschaft keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

»Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen«

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus drei Mitgliedern. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstandes sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrates. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.12 und § 9.13 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.

§ 9.12 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

»Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«

Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.

Aktienrückkauf

Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Da die von der Hauptversammlung am 29. April 2019 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien am 30. Juni 2022 ausgelaufen wäre, wurde in der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 beschlossen, die bestehende Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2025 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von €40.000.000 oder falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstandes über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien können dem Tagesordnungspunkt 8 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2022 entnommen werden. Seit Abschluss des Rückkaufangebots im September 2015 hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25 % entspricht.

»Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe - wie z. B. die Kreditverträge - sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor. In diesem Fall kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.

8 Erklärung zur Unternehmensführung

Nach § 289f und § 315d HGB

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß §§ 289f, 315d HGB über die Unternehmensführung der WashTec AG und des Konzerns. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst auch die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) gemäß § 161 AktG.

8.1 Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben (Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen) des Kodex. Den Empfehlungen des Kodex wird im Wesentlichen entsprochen.

Nachfolgend ist der Wortlaut der gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat am 15. Dezember 2022 gemäß § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung wiedergegeben. Alle abgegebenen Erklärungen sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

»WashTec AG, Augsburg

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom 15. Dezember 2022

Vorstand und Aufsichtsrat haben die letzte Entsprechenserklärung am 16. Dezember 2021 abgegeben.

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 16. Dezember 2021 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»DCGK«) in der Fassung vom 16. Dezember 2019 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen hat und dass derzeit und zukünftig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»DCGK«) in der Fassung vom 28. April 2022 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wird:

Der DCGK empfiehlt in G.10 Satz 1 DCGK eine überwiegend aktienbasierte variable Vergütung für den Vorstand. Die langfristige variable Vergütung im Rahmen des Long Term Incentive Program (»LTIP«) enthält relevante aktienkursbasierte Bestandteile. Dies umfasst das im Rahmen des LTIP mit 30 % gewichtete »Total Shareholder Return - Ziel«, mit dem auch die Entwicklung der Aktienkursentwicklung über die Laufzeit der 3-jährigen Incentivierungsphase bewertet wird. Insofern erklären Vorstand und Aufsichtsrat höchst vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 1 DCGK. Dabei ist zu beachten, dass das LTIP die Möglichkeit eröffnet, durch entsprechendes Eigeninvestment in Aktien der WashTec AG die Vergütung aus dem LTIP bei Einhaltung von festgelegten Voraussetzungen maximal zu verdoppeln. Mit dieser Option wird eine deutliche Anreizwirkung gegenüber den Vorstandsmitgliedern geschaffen, an den Chancen und Risiken der Aktienkursentwicklung zu partizipieren.

Der DCGK empfiehlt weiterhin in G.10 Satz 2 DCGK, dass das Vorstandsmitglied über die langfristig variablen Gewährungsbeträge erst nach vier Jahren verfügen kann. Die Incentivierungsphase des LTIP beträgt drei Jahre und orientiert sich an der regulär vorgesehenen Laufzeit der Vorstandsverträge, die ebenfalls auf drei Jahre ausgerichtet ist. Vor dem Hintergrund dieses Dreijahreszyklus sehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Laufzeit von drei Jahren im Rahmen des LTIP als angemessen an. Vor diesem Hintergrund erklären Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 2 DCGK. Dem DCGK wird insoweit Rechnung getragen, als ein Sechstel der abschließenden Bonuszahlung aus der LTIP Komponente mit Eigeninvestment einer Aktienerwerbspflicht mit dreijähriger Haltefrist unterliegt.

Das vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2021 beschlossene und von der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG am 18. Mai 2021 gebilligte System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließenden oder zu verlängernden Vorstandsdienstverträge. Das geltende LTIP für den Vorstand, welches eine Malus-/​ Clawback-Regelung vorsieht, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Vorstandsmitglieder. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge gilt, dass diese unter den dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt wurden bzw. werden. Die Empfehlungen G.11 Satz 2 (Einbehalt und Rückforderung variabler Vergütung) und G.13 Satz 2 DCGK (Anrechnung der Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung im Fall eines nachträglichen Wettbewerbsverbots) sind in diesen Vorstandsverträgen nicht umgesetzt. Dies beruht auf dem Umstand, dass die zum Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung 2021 laufenden Vorstandsverträge auf der Grundlage des bisherigen, vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2019 beschlossenen Vergütungssystems geschlossen wurden.

Die Empfehlung G.18 Satz 2 DCGK sieht vor, dass eine erfolgsorientierte Vergütung für den Aufsichtsrat auf eine langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet sein soll. Für den Aufsichtsrat der WashTec AG ist eine jährliche erfolgsabhängige Vergütung gemäß der Satzung sowie eine langfristige erfolgsabhängige Vergütung gemäß Beschluss der Hauptversammlung 2021 (»LTIP AR«) vorgesehen. Das aktuelle LTIP AR gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024. Vorstand und Aufsichtsrat gehen von einer Einhaltung der Empfehlung aus und erklären vorsorglich, dass die maximal erreichbare Bonuszahlung aus dem LTIP AR, jeweils anteilig heruntergebrochen auf ein Jahr, die maximal erreichbare jährliche erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich überschreitet.

Augsburg, den 15. Dezember 2022

Vorstand und Aufsichtsrat«

Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Internet unter www.washtec.de.

Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung, Corporate Governance Berichte sowie Entsprechenserklärungen zum Kodex für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.

8.2 Vergütungsbericht/​Vergütungssystem

Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations öffentlich zugänglich.

Unter derselben Internetadresse werden der Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß §162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.

8.3 Vorstand

Arbeitsweise und Zusammensetzung

Der Vorstand der WashTec AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest. Zudem ist der Vorstand für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.

Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Arbeit des Vorstands. Die Geschäftsordnung enthält insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte und die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.

Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum Herr Dr. Ralf Koeppe, Herr Andreas Pabst, Frau Dr. Kerstin Reden und Herr Stephan Weber an.

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Name Zeitraum Ressorts
Dr. Ralf Koeppe (CEO & CTO) Kommissarische Übernahme des CFO-Bereich 1. Januar bis 31. Dezember 2022 1. September bis 30. September 2022 Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Supply Chain, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit Finanzen/​Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Risk-Management/​Compliance/​Revision, Versicherungen
Dr. Kerstin Reden (CFO) 1. Januar bis 31. August 2022 Finanzen/​Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Risk-Management/​Compliance/​Revision, Versicherungen
Andreas Pabst (CFO) 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 Finanzen/​Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Risk-Management/​Compliance/​Revision, Versicherungen
Stephan Weber (CSO) 1. Januar bis 31. Dezember 2022 Vertrieb und Service weltweit, KAM/​CWM, Marketing und Product Units/​Produktmanagement

Nachfolgeplanung und Diversitätskonzept

Gemeinsam mit dem Vorstand sorgt der Aufsichtsrat für eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung führen die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßige Gespräche zu diesem Thema. Auch der Aufsichtsrat behandelt das Thema regelmäßig in seinen Sitzungen. Grundlagen der langfristigen Nachfolgeplanung bilden dabei insbesondere Gespräche des Aufsichtsrats mit den Vorstandsmitgliedern sowie Kontakte mit Führungskräften des Unternehmens. Neben Vertragslaufzeiten und Verlängerungsmöglichkeiten bei aktuellen Vorstandsmitgliedern wird auch über potenzielle Nachfolger beraten.

WashTec verfolgt das Ziel, den Vorstand grundsätzlich nach Qualifikation zu besetzen. Der Aufsichtsrat achtet im Rahmen des Auswahlprozesses von neuen Vorstandsmitgliedern insbesondere auf Diversität. Im Zuge der Besetzung offener Vorstandspositionen erarbeitet der Aufsichtsrat ein Anforderungsprofil und führt Gespräche mit geeigneten Kandidaten. Bei der Besetzung des Vorstands wird angestrebt, dass Kandidaten über Erfahrungen in der gleichen oder einer ähnlichen Branche verfügen. Über die Besetzung offener Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat auf Grundlage des Anforderungsprofils und unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen. Bei Bedarf wird der Aufsichtsrat bzw. dessen Personalausschuss bei der Entwicklung von Anforderungsprofilen und der Kandidatenauswahl durch externe Berater unterstützt.

Eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt können alle Altersklassen im Vorstand vertreten sein. Entsprechend der Empfehlung B.5 des Kodex hat der Aufsichtsrat für Vorstandsmitglieder eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren festgelegt. Angaben zu Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand sind unter Ziffer 8.6 auf Seite 102 dargestellt.

8.4 Aufsichtsrat

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der WashTec AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens einschließlich der Konzerngeschäftsführung. Wesentliche Vorstandsentscheidungen - z. B. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an seine Zustimmung gebunden. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresbericht und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, der behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fällt weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt der Aufsichtsrat auch das Vergütungssystem für den Vorstand (vgl. § 87a AktG), auf dessen Basis die konkrete Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt wird. Der Aufsichtsrat hat der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG 2021 ein aktualisiertes System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder zur Billigung vorgelegt, welches die Hauptversammlung gebilligt hat.

Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie den Umgang mit Interessenkonflikten. Die Geschäftsordnung ist auf der Website der Gesellschaft unter folgendem Link abrufbar: Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat - WashTec AG.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig im Rahmen einer Selbstbeurteilung die Effizienz seiner Tätigkeit. Die Selbstbeurteilung erfolgt anhand eines Fragenkatalogs, der entsprechend den Anforderungen des Kodex regelmäßig aktualisiert und angepasst wird. Zum Abschluss des Berichtsjahres wurde im ersten Quartal 2023 eine erneute Selbstbeurteilung durchgeführt. Die Ergebnisse der Beurteilung wurden ebenfalls im ersten Quartal 2023 vorgestellt und ausführlich erörtert. Die Ergebnisse der Beurteilung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Einzelne Anregungen werden auch unterjährig aufgegriffen und umgesetzt. Nennenswerte Defizite konnten nicht festgestellt werden.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs-, einen Personal-, einen Nominierungs-, einen Vertriebsstrategie- und einen Innovations- und Produktionsausschuss gebildet. Im März 2022 hat der Aufsichtsrat ferner entschieden, einen Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss einzurichten.

Die Ausschüsse haben insbesondere die Aufgabe, Aufsichtsratssitzungen und Beschlüsse des Gesamtaufsichtsrats vorzubereiten. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.

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Prüfungsausschuss Personalausschuss Nominierungsausschuss Innovations- und Produktionsausschuss
Dr. Günter Blaschke V V M
Ulrich Bellgardt M M
Dr. Hans Liebler M M
Heinrich von Portatius M
Dr. Alexander Selent V M
Peter Wiedemann M V

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Vertriebsausschuss Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss
Dr. Günter Blaschke V M
Ulrich Bellgardt M V
Dr. Hans Liebler
Heinrich von Portatius
Dr. Alexander Selent M
Peter Wiedemann

V = Vorsitzender eines Ausschusses

M = Mitglied eines Ausschusses

Die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats, die Sitzungsteilnahmen sowie die Einzelheiten der Arbeit des Gremiums im Berichtsjahr, wie auch die Einzelheiten der Arbeit der Ausschüsse sind im Bericht des Aufsichtsrats ab Seite 10 dargestellt.

Der Aufsichtsrat der WashTec AG hat unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen und der Empfehlungen des DCGK konkrete Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils sowie eines Diversitätskonzepts für den Aufsichtsrat beschlossen.

Unabhängigkeit

Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder im Sinne des DCGK angehören. Hierfür soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Für den Fall, dass die Gesellschaft einen kontrollierenden Aktionär hat, soll mindestens einer dieser Anteilseignervertreter auch unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Personalausschusses sollen unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig von einem etwaigen kontrollierenden Aktionär sein.

Diversitätskonzept

Vielfalt trägt innerhalb des Aufsichtsrats zu einem breiten Erfahrungsschatz und einer großen Bandbreite in Bezug auf Perspektiven, Kenntnisse und Fähigkeiten bei. Der Aufsichtsrat strebt daher eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf Persönlichkeit, Geschlecht, Internationalität, Bildungs- oder Berufshintergrund, Fachkenntnisse und Erfahrungen sowie Altersverteilung an und berücksichtigt für seine Zusammensetzung insbesondere folgende Kriterien:

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Der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit soll eine ausgewogene Altersstruktur aufweisen und damit sowohl jüngere, im Berufsleben stehende Persönlichkeiten als auch ältere, berufs- und lebenserfahrenere Persönlichkeiten im Aufsichtsrat vorsehen.
Bei Aufsichtsratswahlen wird angestrebt, dass neben deren Eignung nach persönlicher und fachlicher Kompetenz weibliche, wie auch männliche Persönlichkeiten im Aufsichtsrat vertreten sind. Dabei hat sich die Zusammensetzung an den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben auszurichten bzw. anhand der definierten Zielgrößen auf Basis des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen.
Der Aufsichtsrat setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die neben ihrer persönlichen und fachlichen Kompetenz möglichst auch verschiedene Bildungs- und Berufshintergründe - zum Beispiel technische, kaufmännische, juristische oder andere geisteswissenschaftliche Ausbildungen und Berufe - aufweisen.

Kompetenzprofil

Leitender Grundsatz für die Besetzung des Aufsichtsrats ist es, eine qualifizierte Überwachung und Beratung des Vorstands der WashTec AG sicherzustellen. Seine Mitglieder sollen insgesamt über die Fähigkeiten, Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats der WashTec AG als einem international tätigen börsennotierten Unternehmen im Bereich des Maschinenbaus erforderlich sind.

Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten sollen aufgrund ihrer Persönlichkeit, Kenntnisse und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds der WashTec AG als einem international tätigen börsennotierten Unternehmen im Bereich des Maschinenbaus sachgerecht wahrzunehmen. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll sich durch Integrität und die Fähigkeit unabhängiger Entscheidungsfindung auszeichnen, um den Überwachungs- und Prüfungsaufgaben gerecht zu werden. Zur Beratung und Überwachung des Vorstands sollte jedes Aufsichtsratsmitglied auch über angemessene Erfahrungen aus Führungsfunktionen verfügen oder die erforderlichen Fähigkeiten auf andere Art und Weise erworben haben.

Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt eigenverantwortlich sicher, dass es genügend Zeit zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seines Mandats hat. Zu berücksichtigen ist, dass jährlich mindestens vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten werden, die jeweils angemessener Vorbereitung bedürfen, ausreichend Zeit für die Prüfung der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen vorzusehen ist und bei Mitgliedschaft in einem oder mehreren Aufsichtsratsausschüssen weiterer zeitlicher Aufwand entsteht.

Aufsichtsratsmitglieder sollen der vom DCGK empfohlenen Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten nachkommen.

Die in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegte Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat beträgt in der Regel 75 Jahre.

Der Aufsichtsrat soll insgesamt über sämtliche Kompetenzen verfügen, die angesichts der Aktivitäten von WashTec als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören insbesondere Kenntnisse und Erfahrungen in den nachfolgenden Kompetenzfeldern:

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Kompetenzfeld Kompetenzbeschreibung
Führungserfahrung/​Management Führungs-/​Managementerfahrung aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder vergleichbaren Gremiums in einem (börsennotierten) Unternehmen
Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung) Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung)
Produktion, Vertrieb und Marketing Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Marketing
Finanzen Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und in der Bilanzierung sowie in der Anwendung von internen Kontrollverfahren
Risikomanagement & Compliance Kenntnisse und Erfahrungen im Risikomanagement sowie im Bereich der allg. Unternehmens-Compliance
Personal Kenntnisse und Erfahrungen in Personalführung, Personalmanagement und Personalentwicklung
Nachhaltigkeit (ESG) Erfahrungen und Kenntnisse der ESG-Faktoren und deren Bedeutung sowie in den für die WashTec-Gruppe bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen, Kenntnisse der Corporate Governance eines börsennotierten Unternehmens (DCGK, Marktmissbrauchsverordnung etc.)
Internationalität Erfahrungen und Kenntnisse (dazu gehören auch Sprachkenntnisse außerhalb der Muttersprache) im Bereich internationaler Geschäftstätigkeiten
Kapitalmarkt und Investor Relations Kenntnisse des Kapitalmarkts und im Bereich Investor Relations, Erfahrungen mit Investoren

Darüber hinaus muss in Ansehung der Anforderungen des § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Entsprechend dem DCGK soll der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein. Die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist.

Umsetzung/​Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der WashTec AG ist entsprechend seiner Zielsetzung und der genannten Anforderungen zusammengesetzt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben, mit unterschiedlichem Berufs- und Ausbildungshintergrund, internationale Erfahrung und weisen eine langjährige Tätigkeit in Führungspositionen auf. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Gesellschaft tätig ist, und besitzen die für WashTec wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Aufgrund der im Aufsichtsrat bzw. im Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss vorhandenen Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen, ist der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsaufgabe in der Lage zu überwachen, wie die ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie und der Unternehmensplanung berücksichtigt wird.

Dem Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss gehören jeweils mit Herrn Dr. Liebler mindestens ein Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und mit Herrn Dr. Selent mindestens ein weiteres Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung an. Herr Dr. Selent als Vorsitzender des Prüfungsausschusses verfügt insbesondere

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Dr. Günter Blaschke Ulrich Bellgardt Dr. Hans Liebler Heinrich von Portatius Dr. Alexander Selent Peter Wiedemann
Mitglied des Aufsichtsrats seit 4. Juni 2014 4. Juni 2014 10. Mai 2012 16. Mai 2022 3. Mai 2017 16. Mai 2022
Unabhängigkeit * x x x x x x
Geburtsjahr 1949 1957 1969 1978 1952 1959
Geschlecht männlich männlich männlich männlich männlich männlich
Staatsangehörigkeit Deutsch Deutsch /​ Schweiz Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch
Kompetenzfelder
Führungserfahrung/​Management

Auf Basis der Anforderungen an die Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich die folgende Qualifikationsmatrix zu bestehenden Kompetenzen und dem Stand der Umsetzung hinsichtlich des Kompetenzprofils sowie des Diversitätskonzepts:

Im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat berücksichtigen der Aufsichtsrat und der Nominierungsausschuss neben den Vorgaben des Gesetzes und des DCGK die vorgenannten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und streben die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium an. Hierbei soll im Auswahlprozess auch der Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversität) frühzeitig angemessen berücksichtigt werden. Maßgeblich für die Entscheidung des Aufsichtsrats über den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls.

8.5 Aktionäre und Hauptversammlung

Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Investorengesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet üblicherweise im zweiten Quartal des Jahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Abwesende Aktionäre können ihr Stimmrecht durch Bevollmächtigte oder Stimmrechtsvertreter ausüben lassen.

Im Berichtsjahr 2022 hat die WashTec AG von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Hauptversammlung als virtuelle Hauptversammlung durchzuführen. Alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen wurden im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren.

8.6 Zielgrößen für den Frauenanteil

Der Aufsichtsrat ist verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat neue Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollen. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25 % beschlossen. Mit der Bestellung von Frau Dr. Kerstin Reden zum 1. August 2020 wurde die festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand im Berichtsjahr bis zum 31. August 2022 erfüllt. Nach dem Ausscheiden von Frau Dr. Reden aus dem Vorstand war ab dem 1. September 2022 keine Frau als Vorstand der Gesellschaft bestellt. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von 0 % beschlossen. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Im Berichtsjahr 2022 war keine Frau Mitglied im Aufsichtsrat.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Diversität. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands innerhalb der WashTec Gruppe hat der Vorstand am 20. Dezember 2018 jeweils eine Zielgröße von mindestens 10 % bis zum 30. Juni 2022 festgesetzt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse bei WashTec, insbesondere des Unternehmensgegenstandes, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft als auch der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec, hielt der Vorstand diesen Anteil für angemessen, da er eine Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation (Diversität) ermöglicht. Zum 30. Juni 2022 wurden beide Zielgrößen erfüllt. So betrug der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 13 % und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands 16 %. Eine Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungsebenen innerhalb der WashTec AG entfällt, da in der WashTec AG als Konzernobergesellschaft angesichts der sehr geringen Mitarbeiterzahl keine Führungsebenen bestehen. Auch für die Zukunft hat sich der Vorstand der WashTec AG das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen innerhalb der WashTec Gruppe weiter zu fördern und beschlossen, eine freiwillige Festlegung der Frauenquote über die gesamte Unternehmensgruppe für eine Führungsebene festzulegen. Die Zielgröße beträgt 18 % (entsprechend 32 Personen) mit einer Zielerreichungsfrist bis zum 30. Juni 2027.

8.7 Unternehmensführungspraktiken

Transparenz und Kommunikation

Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Einmal jährlich veröffentlicht WashTec einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht, der im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar ist. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z. B. der WashTec Ethikkodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 20.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt. Die der WashTec AG im Berichtszeitraum gemeldeten Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (»Managers' Transactions«) wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations - Nachrichten - Managers Transactions verfügbar.

Compliance

WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsrats- und Prüfungsausschusssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.

Die strategischen Leitlinien und der Ethikkodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance Programms. Der Ethikkodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethikkodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich. Dieser wird aufgrund gesellschaftlicher und gesetzlicher Änderungen regelmäßig auf Aktualität überprüft und entsprechend aktualisiert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z. B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig onlinebasierte Schulungen zum Ethikkodex, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Ferner werden regelmäßig umfangreiche Onlineschulungen zur Datenschutzgrundverordnung, insbesondere für neue Mitarbeiter, mit abschließendem Test durchgeführt. Teil des Compliance Systems ist das seit 2016 implementierte Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen - sofern gewünscht anonym - anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Bestätigung von Verstößen entsprechend verfolgt.

Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insiderliste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.

Chancen- und Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Chancen und Risiken ist Teil einer guten Corporate Governance. Der Vorstand hat ein im Hinblick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage des Unternehmens angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem eingerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat beraten regelmäßig über bestehende Chancen und Risiken, deren Entwicklung sowie zu ergreifende Maßnahmen. Das Interne Kontrollsystem, das Risikomanagement- und das Interne Revisionssystem unterliegen der kontinuierlich Weiterentwicklung und werden stets an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten und Details sind im Chancen- und Risikobericht ab Seite 79 dargestellt.

Augsburg, den 24. März 2023

Dr. Ralf Koeppe, Vorstandsvorsitzender

Sebastian Kutz, Vorstand

Andreas Pabst, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WashTec AG, Augsburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WashTec AG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WashTec AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

[1] Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

[1] Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 128.049 (78% der Bilanzsumme) ausgewiesen.

Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen werden als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

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die in Abschnitt "8 Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
die in Abschnitt "5 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem" des Lageberichts enthaltenen, als ungeprüft gekennzeichneten Angaben

Die sonstigen Informationen umfassen zudem den gesonderten nichtfinanziellen Bericht zur Erfüllung der §§ 289b bis 289e HGB und §§ 315b bis 315c HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei WashTec_​AG_​JA+LB_​ESEF-2022-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Dezember 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Abschlussprüfer der WashTec AG, Augsburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schumann.

München, den 24. März 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ralph Jakobi, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unvorstellbare globale Ereignisse Schlag auf Schlag, ein »Neues Normal« entwickelt sich:

Corona noch nicht beendet, die Lieferketten brechen zusammen, ein Krieg in Europa, Preisschocks bei Energie und Rohstoffen, die Inflation hebt ab und die Kaufkraft verfällt wie seit Jahren nicht mehr. Die Folge: Die Weltwirtschaft sortiert sich neu. Gleiches gilt für die WashTec AG.

Flexible Anpassung aller Strukturen, Funktionen und Prozesse an das sich jetzt klarer abzeichnende »Neue Normal« sind und bleiben die zentralen Herausforderungen.

Attraktiver Wachstums- und Ertragswert:

Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist es, auch im »Neuen Normal« ein nachhaltig positionierter Wachstums- und Ertragswert mit attraktiver Dividendenpolitik zu sein.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er hat sich im Geschäftsjahr 2022 über die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands der WashTec AG überwacht. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat u. a. monatlich schriftlich über die Geschäftsentwicklung. Bei Bedarf forderte der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands an und nahm Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende stets Kontakt mit dem Vorstand und erörterte mit diesem zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzelgesprächen Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der Gesellschaft. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder berichteten den anderen Mitgliedern umfassend über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand. Im Geschäftsjahr 2022 fanden insbesondere wegen der globalen gesamtwirtschaftlichen Krisensituationen insgesamt vierzehn Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats statt. Aufgrund der fortdauernden COVID-19-Pandemielage haben im Berichtsjahr erneut eine Vielzahl der Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse als Hybrid-Sitzungen, d.h. in Präsenz mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form stattgefunden (drei Präsenzsitzungen, zwei virtuelle Sitzungen per Videokonferenz und neun Hybrid-Sitzungen).

In jedem Quartal fand mindestens eine Aufsichtsratssitzung statt, sowie die Sitzungen der Ausschüsse. Zusätzlich wurden außerhalb der Sitzungen diverse Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig von den Ausschussvorsitzenden über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands kamen außerdem zu einem zweitägigen Strategieworkshop zusammen. Der Aufsichtsrat hat regelmäßig auch ohne den Vorstand getagt.

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren neben Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation, die Produktentwicklung, die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung, die Finanzlage, die Kapitalallokation, die wesentlichen Beteiligungen, das Risikomanagementsystem, die Revision sowie die strategische Ausrichtung und Entwicklung der WashTec Gruppe. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe.

Zudem prüfte der Aufsichtsrat zustimmungsbedürftige Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands und entschied über die Erteilung der Zustimmung. Regelmäßig wurde die aktuelle Geschäfts- Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert.

Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:

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Erörterung, Prüfung und Verabschiedung des Jahres- und Konzernabschlusses, des gemeinsamen Lageberichtes und der nichtfinanziellen Erklärung der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2021 (1. Quartal)
Verwendung des Bilanzgewinns (1. Quartal)
Beschlussfassung über die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung (1. Quartal)
Strategieworkshop (2. Quartal)
Erörterung der Zwischenberichte (2., 3. und 4. Quartal)
Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend)
Vorstandsangelegenheiten (laufend)
Personalia (1., 2. und 3. Quartal)
Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung
Entsprechenserklärung und regelmäßiges Compliance Update
Vertriebs- und Marketingstrategie und Projekte, Global Service
Nachhaltigkeit/​ESG
WashTec Obeya Initiative
Status, Strategie und Prozesse in Nordamerika, China und Osteuropa
Produktentwicklung, Prozesse und Projekte, insbesondere hinsichtlich SmartCare
Digitale Transformation
Jahresplanung 2023 sowie Mittelfristplanung

Wesentliche Punkte der bilanzfeststellenden Sitzung am 27. März 2023 waren die Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG sowie des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 mit der Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Der Aufsichtsrat hat weiterhin die nichtfinanzielle Erklärung und das Diversitätskonzept geprüft und genehmigt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr liefen die Mandate von Herrn Dr. Sören Hein, Herrn Dr. Hans Liebler, Herrn Jens Große-Allermann und Herrn Dr. Alexander Selent aus. Herr Dr. Liebler und Herr Dr. Selent wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2022 für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Ferner wurden Herr Heinrich von Portatius und Herr Peter Wiedemann in den Aufsichtsrat der WashTec AG gewählt.

Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 16. Mai 2022 fand eine Sitzung des Aufsichtsrats statt. In der Sitzung wurden Herr Dr. Blaschke als Aufsichtsratsvorsitzender und Herr Bellgardt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender einstimmig bestätigt.

Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse

Im Berichtsjahr bestanden sechs Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Personalausschuss, Nominierungsausschuss, Innovations- und Produktionsausschuss, Vertriebsstrategieausschuss und Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss), die insbesondere der Vorbereitung von Aufsichtsratssitzungen und von Beschlüssen des Gesamtaufsichtsrats dienten. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 98 abgebildet. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.

Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr fünfmal. Zwei Sitzungen des Ausschusses wurden als Präsenzsitzung durchgeführt und drei Sitzungen als HybridSitzung. Der Abschlussprüfer war bei zwei Sitzungen anwesend. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss der WashTec AG und dem Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht, der nichtfinanziellen Erklärung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem, der Tätigkeit der internen Revision und der Kapitalallokation.

Der Prüfungsausschuss hat die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht des Konzerns vor deren Veröffentlichung stets ausführlich erörtert. Er legte zudem die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest, erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und befasste sich mit den Neuregelungen zur Rechnungslegung und Berichterstattung (EU-Taxonomie) sowie mit Compliance-Themen.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr siebenmal. Eine Sitzung des Ausschusses wurde als Präsenzsitzung durchgeführt und sechs Sitzungen als virtuelle Sitzung per Videokonferenz. Schwerpunkte der Sitzungen waren personelle Veränderungen im Vorstand.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal anlässlich der auslaufenden Aufsichtsratsmandate von Herrn Dr. Sören Hein, Herrn Dr. Hans Liebler, Herrn Jens Große-Allermann und Herrn Dr. Alexander Selent. Beide Sitzungen wurden als virtuelle Sitzung per Videokonferenz durchgeführt. Der Nominierungsausschuss beschloss, dem Aufsichtsrat die Nominierung von Herrn Heinrich von Portatius und Herrn Peter Wiedermann, sowie die erneute Nominierung von Herrn Dr. Liebler und Herrn Dr. Selent für die Wahl in der ordentlichen Hauptversammlung 2022 zu empfehlen.

Der Innovations- und Produktionsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal. Eine Sitzung des Ausschusses wurde als Präsenzsitzung und zwei Sitzungen als HybridSitzung durchgeführt. Im Wesentlichen ging es um Organisation, Prozesse und strategische Produktentwicklung sowie die Digitalisierung und Produktnachhaltigkeit.

Der Vertriebsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal im Rahmen von Präsenzsitzungen. Im Wesentlichen ging es um die Vertriebs- und Marketingstrategie, die Entwicklung in einigen Kernmärkten und den Ausblick der Vertriebs- und Marketingaktivitäten und deren Ziele insbesondere in der Region Nordamerika.

Der Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal im Rahmen von Präsenzsitzungen. Kernthemen waren neben der Fortentwicklung der WashTec Nachhaltigkeitsstrategie und der kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichtserstattung die Vorbereitung des jährlichen Strategieworkshops.

Eine gute Zusammenarbeit war zu jeder Zeit gewährleistet.

Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme

Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 98 Prozent. Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt:

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Aufsichtsrat Prüfungsausschuss Personalausschuss
teilgenommene Sitzungen /​ Sitzungsgesamtanzahl Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Günter Blaschke (Vorsitzender) 14/​14 100 % 7/​7 100 %
Ulrich Bellgardt (stellvertretender Vorsitzender) 14/​14 100 % 7/​7 100 %
Dr. Hans Liebler 13/​14 93 % 5/​5 100 %
Heinrich von Portatius 1 10/​10 100 % 2/​2 100 %
Dr. Alexander Selent 13/​14 93 % 5/​5 100 % 7/​7 100 %
Peter Wiedemann1 9/​10 90 %
Jens Große-Allermann 2 4/​4 100 % 3/​3 100 %
Dr. Sören Hein 2 4/​4 100 %
96 % 100 % 100 %

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Nominierungsausschuss Innovations- und Produktionsausschuss Vertriebsausschuss
teilgenommene Sitzungen /​ Sitzungsgesamtanzahl Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Günter Blaschke (Vorsitzender) 2/​2 100 % 3/​3 100 % 3/​3 100 %
Ulrich Bellgardt (stellvertretender Vorsitzender) 2/​2 100 % 3/​3 100 % 3/​3 100 %
Dr. Hans Liebler
Heinrich von Portatius 1
Dr. Alexander Selent
Peter Wiedemann1 2/​2 100 %
Jens Große-Allermann 2 2/​2 100 %
Dr. Sören Hein 2 1/​1 100 %
100 % 100 % 100 %

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Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss
teilgenommene Sitzungen /​ Sitzungsgesamtanzahl Anzahl in %
--- --- ---
Dr. Günter Blaschke (Vorsitzender) 2/​2 100 %
Ulrich Bellgardt (stellvertretender Vorsitzender) 2/​2 100 %
Dr. Hans Liebler
Heinrich von Portatius 1
Dr. Alexander Selent 2/​2 100 %
Peter Wiedemann1
Jens Große-Allermann 2
Dr. Sören Hein 2
100 %

1 Mitglied des Aufsichtsrats seit dem 16. Mai 2022

Interessenkonflikte

Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex 2022, soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat sehen Corporate Governance als kontinuierlichen Prozess und befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben gemeinsam die Corporate Governance überprüft. Am 15. Dezember 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat die neue Entsprechenserklärung abgegeben, die auf Seite 94 f. abgedruckt ist. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus ausführlich mit der Compliance Organisation sowie den Corporate Audits auseinandergesetzt. Compliance Updates sind regelmäßiger Bestandteil der Sitzungen des Prüfungsausschusses.

Im Berichtsjahr 2022 hat die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine Fachzeitschrift zur Aus- und Fortbildung abonniert. Ferner erfolgte die Teilnahme an unterschiedlichen Fortbildungsveranstaltungen. Im Rahmen der Amtseinführung (Onboarding) der neu gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats wurden seitens der Gesellschaft Onboarding-Informationen zur Verfügung gestellt, sowie persönliche Gespräche mit Vorstandsmitgliedern geführt. Ebenso fand ein Austausch mit Führungskräften des Unternehmens statt.

Vergütungssystem für den Vorstand

Der Gesamtaufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2021 das Vergütungssystem für den Vorstand aktualisiert und beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der Hauptversammlung 2021 gebilligt.

Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände und an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, festen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.

Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts näher dargelegt, der auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar ist.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2022

Der Prüfungsausschuss hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2022 den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses der WashTec AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der WashTec AG und des Konzerns der PricewaterhouseCoopers GmbH, München erteilt.

Der Abschlussprüfer hat den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 sowie den auf Grundlage der in der EU anzuwendenden internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dabei hat der Abschlussprüfer die bei der Auftragserteilung vom Prüfungsausschuss für den Berichtszeitraum festgelegten Prüfungsschwerpunkte vertieft behandelt. Wesentliche Schwächen des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet.

PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.

Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers geprüft und überwacht und sich mit der Qualität der Abschlussprüfung befasst.

Der Abschlussprüfer hat auch überprüft und bestätigt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, die nichtfinanzielle Erklärung der WashTec AG und des Konzerns sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden sowohl im Prüfungsausschuss in dessen Sitzung am 1. März 2023 als auch in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. März 2023 jeweils umfassend behandelt. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Im Rahmen der Vorbereitung beziehungsweise der Durchführung der Prüfung tauschten sich der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss regelmäßig ohne den Vorstand mit dem Abschlussprüfer aus. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauschte sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung aus und berichtete dem Prüfungsausschuss hierüber.

Es gab keine Einwände bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.

Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

Augsburg, im März 2023

Für den Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Rundungsdifferenzen sind möglich.