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WashTec AG — Annual Report 2021
Mar 31, 2022
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Annual Report
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| 1 | Digitale Transformation Geschäftsbericht 2021 |
0 | |
|---|---|---|---|
| Property 1 1994 1 |
EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. € 522 515 45.7 34,5 201 2017 2018 2019 2019 2020 2021 |
||
| EBIT nach Regionen in Mio. €* Europa Mio. € 40,2 + 111,6 % 5230 \$2,00 Nordamerika Mo. € 4.6 + 475,0 % Assen/Pazida Mio: € 1,2 + 300,0 % Bekte tind micht benick |
Mio € 45,7 | ||
| (•) WashTec |
Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung trotz pandemiebedingter negativer Einflüsse und Herausforderungen auf dem Beschaffungsmarkt
| Rundungsdifferenzen möglich | 01.01. bis 31.12.2021 |
01.01. bis 30.12.2020 |
Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| absolut | in % | ||||
| Umsatz | Mio.€ | 430,5 | 378,7 | 51,8 | 13,7 |
| EBIT | Mio.€ | 45,7 | 20,1 | 25,6 | 127,4 |
| EBIT-Rendite | in % | 10,6 | 5,3 | 5,3 | – |
| Bereinigtes EBIT* | Mio.€ | 43,0 | 25,6 | 17,4 | 68,0 |
| Bereinigte EBIT-Rendite* | in % | 10,0 | 6,8 | 3,2 | – |
| EBT | Mio.€ | 44,8 | 18,8 | 26,0 | 138,3 |
| Konzernergebnis | Mio.€ | 31,1 | 13,3 | 17,8 | 133,8 |
| Beschäftigte zum Stichtag | Personen | 1.782 | 1.770 | 12 | 0,7 |
| Anzahl der Aktien | Stück | 13.382.324 | 13.382.324 | 0 | 0 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,32 | 0,99 | 1,33 | 133,8 |
| Free Cashflow** | Mio.€ | 34,5 | 36,9 | –2,4 | –6,5 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | Mio.€ | 3,4 | 0,7 | 2,7 | 385,7 |
| Eigenkapitalquote | in % | 36,9 | 39,4 | –2,5 | – |
| ROCE | in % | 25,8 | 10,5 | 15,3 | – |
* Sondereffekt in Höhe von Mio. € 2,7 aus staatlichem Unterstützungsprogramm in USA (Vorjahr: Mio. € –5,6 aus Sonderaufwendungen) ** einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, haben wir teilweise auf geschlechtsdifferenzierende Formulierungen (z.B. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.
- Umsatz mit Mio. € 430,5 wieder auf Vorkrisenniveau (Vorjahr: Mio. € 378,7)
- EBIT mit Mio.€ 45,7 mehr als verdoppelt (Vorjahr: Mio.€ 20,1); EBIT-Rendite von 10,6%
- Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten trotz des geschäftsbedingten Aufbaus des Nettoumlaufvermögens mit Mio. € 34,5 auf Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio.€ 36,9)
Inhalt

WashTec
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 6 |
|---|
| Die Mitglieder des Vorstands 9 . . |
| Bericht des Aufsichtsrats 10 |
| »Digital Transformation« . 15 |
| »Nachhaltige Autowäsche« . 29 |
| Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht . 31 |
| Die WashTec Aktie . 41 |

Gemeinsamer Lagebericht WashTec AG und Konzern
| 2021 im Überblick . 45 |
|---|
| Grundlagen des Konzerns 46 |
| Wirtschaftsbericht . 54 |
| Nachtragsbericht . 71 |
| Prognose-, Chancen- und Risikobericht . 72 |
| IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess . 85 |
| Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten . 86 |
| Übernahmerelevante Angaben . 87 |
| Erklärung zur Unternehmensführung . 89 |

Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG
| Konzern-Gewinn- und |
|---|
| Verlust-Rechnung . 99 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 100 . . |
| Konzern-Bilanz 101 |
| Konzern-Eigenkapital |
| veränderungsrechnung 103 . . |
| Konzern-Kapitalflussrechnung 104 |
| Konzernanhang der WashTec AG 105 |
| Versicherung der gesetzlichen |
| Vertreter 160 |

Weitere Informationen
| Bestätigungsvermerk 162 |
|---|
| Jahresabschluss der WashTec AG (Kurzfassung HGB) 169 |
| Glossar 171 |
| WashTec weltweit 173 |
| Konzernkennzahlen 2017 bis 2021 174 |
WashTec
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden . | 6 |
|---|---|
| Die Mitglieder des Vorstands . | 9 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 10 |
| »Digital Transformation« | 15 |
| »Nachhaltige Autowäsche« . . |
29 |
| Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht | 31 |
| Die WashTec Aktie . . |
41 |
Breites Portfolio rund um die nachhaltige Autowäsche

Waschchemie
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Sehr geehrte Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter,
wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.
Unser Unternehmen erzielte einen Umsatz von Mio.€430,5 und lag damit 13,7% über dem Vorjahresniveau von Mio.€ 378,7. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei Mio.€ 45,7. Dies entspricht einer EBIT Rendite von 10,6%. (Vorjahr: Mio.€ 20,1, EBIT Rendite 5,3%). In diesem Ergebnis ist ein einmaliger Sondereffekt enthalten, sodass das bereinigte EBIT Mio.€ 43,0 betrug. Dies entspricht einer EBIT-Rendite von 10,0%.
Im Chemiegeschäft konnten wir trotz eines schwachen Jahresanfangs um 9,6% zulegen. Auch das Servicegeschäft wuchs in einem hohen einstelligen Prozentbetrag. Unser Wachstumsziel von 7% im Bereich Chemie wurde damit mit Nachdruck bestätigt.
Auf dieses Geschäftsjahr können wir stolz sein, denn zunächst hatten wir einige Herausforderungen zu bewältigen:
Auf die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Zusammenarbeit möchte ich an dieser Stelle gar nicht mehr eingehen, denn unsere Hygienemaßnahmen und die Impfkampagne, haben dazu geführt, dass wir zu einer Art »Arbeitsalltag« zurückfinden konnten.
Trotzdem starteten wir verhalten ins Geschäftsjahr 2021. Zu sehr hatten die Pandemie und die mit ihr einhergehenden Lockdowns zu Unsicherheiten bei unseren Kunden geführt.
Zwar waren die Kunden des Direktgeschäfts bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres auf niedrigem Niveau zurückgekehrt. Die Großkundenbestellungen setzten allerdings erst zum Ende des 1. Quartals 2021 mit stark zunehmender Dynamik in Europa und Nordamerika ein. Aus diesem Grund haben wir schließlich die Geschäftsprognosen jeweils im April und im Juli anpassen können.
Vor dem Hintergrund vorangegangener Konjunkturverläufe war damit zu rechnen, dass die stark anziehende Nachfrage zu Lieferengpässen in allen Materialbereichen führen würde. Auf dieses Szenario haben wir uns daher bereits Ende 2020 vorbereitet und eine Taskforce aufgebaut, die mit unseren Zulieferpartnern für die Absicherung der Lieferpläne gesorgt hat. Dafür mussten wir erhebliche Ressourcen im Einkauf, der Disposition und der Entwicklung investieren. Ein wahrer Kraftakt, der aber notwendig und in weiten Teilen erfolgreich war. Durch unsere vorausschauende Planung konnten wir bei unseren Kunden in Europa und Asien die Anlagen in der gewohnten Lieferzeit installieren und in Betrieb nehmen. In den USA mussten unsere Kunden allerdings erhöhte Lieferzeiten in Kauf nehmen.
Außerdem stellen wir fest, dass die Lieferketten nachhaltig gestört sind. Unsere Taskforce wird daher auch für 2022 unsere Lieferfähigkeit absichern müssen.
Weil die Verknappung in den Lieferketten mit teilweise drastischen Preiserhöhungen verbunden war, mussten wir unsererseits mit einer stufenweisen Preissteigerung reagieren. Die Effekte sind zeitlich verschoben und wirken nicht periodengleich.
Wir verfolgten im Geschäftsjahr 2021 auch weiterhin unsere strategischen Initiativen, die wir WashTec-intern »Obeyas« nennen. Mit diesen Initiativen arbeiten wir bereichsund hierarchieübergreifend in internationalen Teams an Projekten, die unsere allgemeine Performance nachhaltig verbessern.
So haben wir im chinesischen Markt unser Geschäftsmodell auf die sich dort stark entwickelnden Key-Account-Kunden-Strukturen angepasst und damit die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum geschaffen.
In Nordamerika haben wir das Servicegeschäft weiter optimiert und unser Angebot auf die starke Nachfrage im Tunnelgeschäft angepasst. Nach Berücksichtigung der Währungseffekte haben wir dort ein Umsatzvolumen in ähnlicher Höhe wie 2019 vor der COVID-Krise erreicht. Der hohe Auftragsbestand und das Ergebnis in dieser Region bestätigen unseren Weg hin zu einem profitablen Wachstum in Nordamerika.
Das Team Operational Excellence hat an Projekten zur Profitabilitätssteigerung gearbeitet. Auch in 2022 werden wir diese Kostensenkungsarbeit forcieren, um beispielsweise der Materialpreisentwicklung entgegenzuwirken. Operational Excellence ist Voraussetzung für Wachstum und Innovation und wird immer fester Bestandteil unserer Strategie sein.
Dank all dieser wichtigen Maßnahmen konnte die WashTec das Jahr 2021 erfolgreich abschließen.
Unseren Kunden konnten wir neue Produkte anbieten. So haben wir unser Premium Produkt »SmartCare« und unser GreenCarCare Chemie Sortiment in weiteren europäischen Ländern eingeführt. Wir haben außerdem unsere Produktstrategie für die USA geschärft. So wurden auf Basis der SmartCare Plattform erste Produktvarianten für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Diese werden derzeit in unserem amerikanischen Werk und bei ersten Pilotkunden erprobt. Neue Prozesse für die konforme Entwicklung nach dem amerikanischen UL-Standard, die hierzu notwendig waren, wurden eingeführt, sodass zukünftig Produkte für den amerikanischen Markt schnell zertifiziert werden können.
Große Fortschritte haben wir auch auf dem Gebiet der Entwicklung von digitalen Diensten erreicht. Diese sogenannten »Smart Services« bauen auf unserer digitalen Plattform myWashtec auf. Es ist uns gelungen, sowohl bestehende Services weiterzuentwickeln als auch neue zu implementieren. Wir bekommen von erfolgreichem Digitalisieren die Rückmeldung, dass die Plattform den Best Practice im Bereich Maschinenbau darstellt.
Die Digitalisierung, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, erfordert aber auch neue Geschäftsmodelle.
Mit diesen beschäftigen sich bei WashTec topqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die zukünftigen Potenziale dieser Entwicklung herauszuarbeiten. Im Journal des Geschäftsberichts zeigen wir Ihnen einen Querschnitt aus unseren digitalen Angeboten, die eng verzahnt sind mit unseren digitalen Maschinen und einer nachhaltigen Chemie.
Neben der Digitalisierung wird das Thema Nachhaltigkeit für unsere Branche immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Unsere Kunden wollen zukünftig eine umweltschonende Autowäsche. Unsere automatischen Waschanlagen, die Wasseraufbereitung und die GreenCarCare Chemie bieten heute schon die Produkte dazu. Wir verstehen es als unternehmerische Verantwortung, diese ständig zu verbessern und den Markt dahin weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus wird nachhaltiges Handeln integraler Bestandteil unserer Unternehmensprozesse. In diesem Geschäftsjahr veröffentlichen wir unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht als eigenständigen Bericht und machen damit unsere Anstrengungen transparent. Wir geben Auskunft über unsere Aktivitäten und Ziele auf dem Gebiet der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit und werden uns Jahr für Jahr neue Ziele setzen. Als Unternehmen übernehmen wir damit Verantwortung für unsere Umwelt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind offen für einen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern.
Wir arbeiten Tag für Tag daran, die Nachhaltigkeit in unserer Unternehmenskultur zu verankern. Und an dieser Stelle hat die Pandemie so manche Entwicklung beflügelt. So haben Lockdowns und Hygienemaßnahmen uns ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität abverlangt.
Homeoffice und digitale Meetings gehören mittlerweile zur Routine. Mit dem Abschluss einer Betriebsvereinbarung »Mobiles Arbeiten«, als Ergänzung zur fachübergreifenden Präsenzarbeit, haben wir diese Flexibilität für Unternehmen und Mitarbeitende auch zukünftig verankert.
Das WashTec Management ist außerdem überzeugt davon, dass möglichst diverse Teams nicht nur erfolgreicher zusammenarbeiten, sondern auch die Firmenkultur verbessern. Deshalb haben wir ein »Diversity Team« aufgebaut, dessen Aufgabe es ist, sich für Teilhabe und Gleichberechtigung im Unternehmen einzusetzen.
Im Namen des gesamten Vorstands möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz bedanken. Sie sind mit uns durch diese herausfordernde Zeit gegangen. Und ich bin überzeugt davon, dass uns diese Zeit noch mehr zum Team gemacht hat.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
wir haben die Jahre der Pandemie sehr gut genutzt, um unsere Organisation und Prozesse zu verschlanken und zu optimieren. Neue Produkte befinden sich vor der Markteinführung und unser Unternehmen wurde agiler und digitaler. Die WashTec befindet sich in einer Transformation, die ohne Ihr Vertrauen nicht möglich ist und deren Früchte wir in den nächsten Jahren ernten werden.
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender

Die Mitglieder des Vorstands

Dr. Ralf Koeppe (*1965) CEO & CTO/Vorsitzender des Vorstands
Unternehmenskultur, -kommunikation&Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit
Ralf Koeppe ist Diplom-Ingenieur Maschinenbau und hat an der ETH Zürich promoviert. Nach verschiedenen Positionen im KUKA Konzern bis 2014, war er zuletzt Vice President Engineering&Manufacturing sowie CTO der Business Unit Automation&Electrification bei der Bosch Rexroth AG. Herr Dr. Ralf Koeppe ist seit Juli 2019 Vorstand der WashTec AG.

Dr. Kerstin Reden (*1969) CFO/Mitglied des Vorstands
Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen
Kerstin Reden hat in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Trier promoviert sowie die Examen als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater abgelegt. Nach verschiedenen Führungspositionen bei Deloitte & Touche, der Schott AG und der Smartrac-Group, verantwortete sie ab 2017 als Vorstand bei der Smartrac-Group die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Personal und IT. Frau Dr. Reden ist seit August 2020 Vorstand der WashTec AG.

Stephan Weber (*1963) CSO/Mitglied des Vorstands
Bereiche: Vertrieb und Service weltweit, KAM/CWM, Marketing, Product Units/Produktmanagement
Stephan Weber ist Diplom-Ingenieur im Bereich der Holztechnik. Nach verschiedenen Positionen in der Geschäftsführung von namhaften Maschinen- und Anlagenbauern im In- und Ausland, verantwortete er bei der Michael Weinig AG als Vorstand den Bereich Vertrieb und Marketing. Herr Weber ist seit Januar 2015 Vorstand der WashTec AG.
Bericht des Aufsichtsrats

Dr.Günter Blaschke Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
Resilientes Geschäftsmodell:
Wie schon in der Finanzkrise 2008/2009 hat WashTec in der Coronakrise erneut eindrucksvoll bewiesen, dass es sich mit seinem Geschäftsmodell sehr schnell und hoch flexibel an ein verändertes Umfeld erfolgreich anpassen kann. Auch die gesunde Mischung aus Maschinen, Chemie als Verbrauchsgut und dem technischen Kundendienst helfen, negative Einflüsse in Krisenzeiten deutlich abzufedern.
Die Krise als Chance begreifen:
Gleichzeitig hat WashTec die Krisenzeit verstärkt für zukunftsweisende kreative strategische und operative Weiter-
entwicklungen genutzt, z.B. in den Bereichen digitale Transformation, Innovation, Nachhaltigkeit/ESG oder »Preventative Maintenance«. Die Krise wird so zur neuen Zukunftschance.
Attraktiver Wachstums- und Ertragswert:
Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist es, auch in Zukunft ein nachhaltig positionierter Wachstums- und Ertragswert mit attraktiver Dividendenpolitik zu sein.
Tätigkeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er hat sich im Geschäftsjahr 2021 über die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands der WashTec AG überwacht. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat u.a. monatlich schriftlich über die Geschäftsentwicklung. Bei Bedarf forderte der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands an und nahm Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende stets Kontakt mit dem Vorstand und erörterte mit diesem zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzel-
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und sich im Geschäftsjahr 2021 regelmäßig über die Lage der Unternehmensgruppe informiert.
gesprächen Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance der Gesellschaft. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder berichteten den anderen Mitgliedern umfassend über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand. Im Geschäftsjahr 2021 fanden insgesamt acht Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats statt, zwei davon als Sonderaufsichtsratssitzung per Telefonkonferenz bzw. als virtuelle Konferenz (Videokonferenz). Aufgrund der fortdauernden COVID-19-Pandemielage haben im Berichtsjahr erneut eine Vielzahl der Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse als Telefonkonferenz bzw. Videokonferenz stattgefunden.
In jedem Quartal fand mindestens eine Sitzung statt. Daneben fanden dreizehn Ausschusssitzungen statt, zusätzlich wurden außerhalb der Sitzungen diverse Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 100%. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig von den Ausschussvorsitzenden über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands kamen außerdem zu einem zweitägigen Strategie-Workshop zusammen. Der Aufsichtsrat hat regelmäßig auch ohne den Vorstand getagt.
Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren neben Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation, die Produktentwicklung, die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung, die Finanzlage, die Kapitalallokation, die wesentlichen Beteiligungen, das Risikomanagementsystem, die Revision sowie die strategische Ausrichtung und Entwicklung der WashTec Gruppe. Der Vorstand
Schwerpunkte 2021:
- Performance Programm und Operational Excellence
- Vertriebs- und Marketingstrategie
- Digitalisierung
- Überwachung laufender Projekte
unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe.
Zudem prüfte der Aufsichtsrat zustimmungsbedürftige Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands und entschied über die Erteilung der Zustimmung. In allen Sitzungen wurde die aktuelle Geschäfts- Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert.
Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:
- Erörterung, Prüfung und Verabschiedung des Jahres- und Konzernabschlusses, des gemeinsamen Lageberichtes und der nichtfinanziellen Erklärung der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2020 (1. Quartal)
- Verwendung des Bilanzgewinns (1. Quartal)
- Beschlussfassung über die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung (1.Quartal)
- Strategieworkshop (2.Quartal)
- Erörterung der Zwischenberichte (2., 3. und 4.Quartal)
- Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend)
- Vorstandsangelegenheiten (laufend)
- Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung (1. Quartal)
- Personalia (1. Quartal)
- Entsprechenserklärung (1. und 4.Quartal) und regelmäßiges Compliance Update
- Vertriebs- und Marketingstrategie und Projekte, Global Service
- Nachhaltigkeit/ESG
- Performance Programm
- Operational Excellence
- WashTec Obeya Initiative
- Status, Strategie und Prozesse in Nordamerika, China und Osteuropa
- Produktentwicklung, Prozesse und Projekte, insbesondere hinsichtlich SmartCare
- Digitale Transformation
- Jahresplanung 2022 sowie Mittelfristplanung
Wesentliche Punkte der bilanzfeststellenden Sitzung am 23.März 2022, welche als Hybridveranstaltung durchgeführt wurde, waren die Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG sowie des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 mit der Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Der Aufsichtsrat hat weiterhin die nichtfinanzielle Erklärung und das Diversitätskonzept geprüft und genehmigt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2021.
Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse
Im Berichtsjahr bestanden fünf Ausschüsse (Prüfungs-, Personal-, Nominierungs-, Innovations- und Vertriebsstrategieausschuss), die insbesondere der Vorbereitung von Aufsichtsratssitzungen und von Beschlüssen des Gesamtaufsichtsrats dienten. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 89 abgebildet. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.
Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr fünfmal. Der Abschlussprüfer war bei drei Sitzungen anwesend. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss der WashTec AG und dem Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht, der nichtfinanziellen Erklärung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, dem Risikomanagementsystem, der Tätigkeit der internen Revision und der Kapitalallokation.
Der Prüfungsausschuss hat die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht des Konzerns vor deren Veröffentlichung stets ausführlich erörtert. Er legte zudem die Prüfungsschwerpunkte für das Berichtsjahr fest, erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und befasste sich mit den Neuregelungen zur Rechnungslegung und Berichterstattung (EU-Taxonomie) sowie mit Compliance-Themen.
Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal und führte diverse Abstimmungen telefonisch, per Videokonferenz und per E-Mail durch. Schwerpunkte der Sitzungen waren die Umsetzung der neuen Anforderungen im Bereich der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung sowie die kurz- und langfristige variable Vergütung des Vorstands.
Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr nicht.
Der Innovationsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal. Im Wesentlichen ging es um Organisation, Prozesse und strategische Produktentwicklung sowie die Digitalisierung und Produktnachhaltigkeit.
Der Vertriebsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Im Wesentlichen ging es um die Vertriebs- und Marketingstrategie, die Entwicklung in einigen Kernmärkten und den Ausblick der Vertriebs- und Marketingaktivitäten und deren Ziele im zweiten Halbjahr 2021.
Eine gute Zusammenarbeit war zu jeder Zeit gewährleistet.
Interessenkonflikte
Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex 2020, soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.
Corporate Governance
Vorstand und Aufsichtsrat sehen Corporate Governance als kontinuierlichen Prozess und befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben gemeinsam die Corporate Governance überprüft. Am 16. Dezember 2021 haben Vorstand und Aufsichtsrat die neue Entsprechenserklärung abgegeben, die
auf Seite 95 abgedruckt ist. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus ausführlich mit der Compliance Organisation sowie den Corporate Audits auseinandergesetzt. Compliance Updates sind regelmäßiger Bestandteil der Sitzungen des Prüfungsausschusses.
Im Berichtsjahr 2021 hat die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine Fachzeitschrift zur Aus- und Fortbildung abonniert. Ferner erfolgte die Teilnahme an unterschiedlichen Fortbildungsveranstaltungen.
Vergütungssystem für den Vorstand
Der Gesamtaufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2021 das Vergütungssystem für den Vorstand aktualisiert und beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der Hauptversammlung 2021 gebilligt.
Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände und an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, festen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.
Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts näher dargelegt, der auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar ist.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2021
Der Prüfungsausschuss hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2021 den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses der WashTec AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der WashTec AG und des Konzerns der PricewaterhouseCoopers GmbH, München erteilt.
Der Abschlussprüfer hat den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie den auf Grundlage der in der EU anzuwendenden internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dabei hat der Abschlussprüfer, die bei der Auftragserteilung vom Prüfungsausschuss für den Berichtszeitraum festgelegten Prüfungsschwerpunkte vertieft behandelt.
PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.
Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers geprüft und überwacht und sich mit der Qualität der Abschlussprüfung befasst.
Der Abschlussprüfer hat auch überprüft und bestätigt, dass der Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, die nichtfinanzielle Erklärung der WashTec AG und des Konzerns sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden sowohl im Prüfungsausschuss in dessen Sitzung am 10. März 2022 als auch in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 23. März 2022 jeweils umfassend behandelt. An beiden Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Im Rahmen der Vorbereitung beziehungsweise der Durchführung der Prüfung tauschte sich der Aufsichtsrat regelmäßig ohne den Vorstand mit dem Abschlussprüfer aus.
Es gab keine Einwände bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in 2021 eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, dass Sie selbst eine der größten weltweiten Krisen vorbildlich und erfolgreich meistern können. Allen gilt dafür unsere besondere Hochachtung und Anerkennung.
Augsburg, im März 2022
Für den Aufsichtsrat
Dr.Günter Blaschke Vorsitzender des Aufsichtsrats

Digitale Transformation mit Smart Services und smarter Anlagentechnik
WashTec hat sein bestehendes Geschäftsmodell – Maschinen, Chemie, Wasserrückgewinnung und Service digitalisiert und um SmartServices erweitert. Durch cloudbasierte Softwarelösungen kann der Anlagenbetreiber schnell, flexibel und bequem agieren und damit den Nutzen seiner Kunden steigern.
Smarte Anlagentechnik optimiert den Betrieb des Waschgeschäfts und erlaubt dem Betreiber die optimale Ausgestaltung seines Angebotes an den Endkunden.
Der Remote Service erhöht die Maschinenverfügbarkeit und macht damit das Waschgeschäft noch profitabler.
Unsere Green Car Care Waschchemie ist ein komplett innovatives Produktsortiment – nachhaltig entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Auswahl der Rohstoffe über die Produktion und den Produkteinsatz bis hin zur Abfallvermeidung.


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Der digitale Zugang zum Autowaschgeschäft
Die Autowäsche wird immer digitaler: Autowaschanlagen werden per Fernsteuerung über das Internet gesteuert, Betreiber kaufen bequem im Onlineshop und Endkunden buchen und bezahlen ihre Autowäsche mit ihrem Smartphone.
Das WashTec Paket aus digitalen, lückenlosen Lösungsmodulen ermöglicht es den Betreibern, von diesen Entwicklungen zu profitieren und damit ihr Geschäft zu leiten und auszubauen – überall und jederzeit.
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Die digitale Schaltzentrale des Waschgeschäfts
Eine Plattform – unzählige Vorteile:
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- Neue Kundenangebote erstellen
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- Alle Funktionen mit einem Klick


Marktanforderung: Jederzeit online Daten und Auswertungen über das Waschgeschäft abrufen
Betreiber brauchen einen Fernzugriff auf ihre Waschanlage. Dieser ermöglicht einen ständigen Überblick über die Leistungszahlen einer Anlage, direkte Meldungen bei Störungen und viele weitere Informationen, die digital abgerufen werden können, ohne vor Ort sein zu müssen.
WashTec Lösung: my.carwash
Die Benutzeroberfläche my.carwash zeigt dem Betreiber den aktuellen Status seiner Anlagen und bietet ihm automatisch intelligente, datenbasierte Berichte über den Betriebszustand und die Wirtschaftlichkeit der von ihm betriebenen Anlagen.
Konkret führt my.carwash übersichtlich auf
- wie viele Wäschen an einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum gelaufen sind,
- welche Waschprogramme dabei in welcher Verteilung durchgeführt wurden,
- wie hoch der Durchschnittsumsatz ist,
Bei Störungen werden konkrete Handlungsempfehlungen gezeigt. Bei schwerwiegenderen Störungen gibt es Hilfe durch den Hotline-Service – über my.carwash kann dieser schon vorab das Problem einsehen und eventuell bereits Ersatzteile bestellen.
Ein echter Quantensprung in Sachen digitaler Transparenz.
Georg Wimmer, Senior Vice President Global Product Management

Marktanforderung:
Sichere und kontaktlose Autowäsche per App für Endkunden
Carwash-Kunden wollen heute per App unkompliziert und schnell ihre Fahrzeugwäsche buchen und bezahlen. Die individuelle Wahl des Waschprogramms, Kontaktfreiheit und vielfältige Bezahlmethoden sind dabei selbstverständliche Anforderungen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die intuitive Bedienbarkeit der App.
WashTec Lösung: my.EasyCarWash
Mit der kostenlosen EasyCarWash-App können die Kunden aus zahlreichen Waschprogrammen wählen. Dabei sind Einzelwäschen oder Flatrate möglich: durch die Flatrate zahlt der Kunde einmal und wäscht beliebig oft. Das Angebot kann monatlich gekündigt werden. Auch die Bezahlung erfolgt innerhalb der App. Das Drive-In-Konzept ermöglicht, während der Wäsche im Auto sitzen zu bleiben. Die App ist für iOS und Android erhältlich.
- Vielfältige Bezahlmethoden
- Höhere Umsätze, mehr Gewinn
- Waschgeschäft unabhängig vom Wetter
- Höhere Waschfrequenz
- Loyale Kunden durch mehr Komfort
- Starke Unterstützung im Marketing
- Höhere Kundenbindung
- Differenzierung zum Wettbewerb
- Kontaktlose und sichere Autowäsche
Carwash-Abonnements zu verkaufen, ist eine gute Idee, denn an den Tagen, an denen nicht gewaschen wird, hat man immer noch einen festen Umsatz.

Marc Andreasen, Lips Autoteknik, Dänemark

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Ersatzteile, Ergänzungsprodukte und Waschchemie müssen rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche für Betreiber in einem Online-Shop verfügbar und leicht zu bestellen sein. Neben der Qualität ist der schnelle und reibungslose Lieferservice ein entscheidender Faktor für eine hohe Maschinenverfügbarkeit.
my.shop
Exklusiv für angemeldete WashTec und AUWA-Onlineshop-Kunden gibt es eine neue Onlineshop-Funktion, die Betreibern die Ersatzteil- und Chemienachbestellung erleichtert. Mithilfe der im Onlineshop hinterlegten Bestelllisten können sie AUWA Produkte schnell und einfach finden und nachbestellen.
my.shop bietet viele Vorteile:
- 24 Stunden erreichbar
- Einfache und schnelle Bestellung
- Eilversand möglich
- Kostenlose Kundenhotline
- Persönliche Produktempfehlungen
- Einfache Sendungsverfolgung
- Schnellbestellungen durch gespeicherte Warenkörbe oder vorherige Bestellungen
So ist die Chemie-Nachbestellung wirklich unkompliziert und schnell. WashTec Lösung: Thomas Scherer, THS Waschen Bonn
Der kürzeste Weg, um Chemie nachzubestellen:
Einfach diesen QR-Code scannen und mit Ihren persönlichen Zugangsdaten anmelden.


Marktanforderung:
Die Waschanlage überwachen und steuern – überall und jederzeit
Carwash-Betreiber erwarten eine einfache und praxisorientierte Überwachung und Steuerung von SB-Anlagen und Portalanlagen und maximalen Komfort durch weltweiten Zugriff auf die Anlagen via Remote-App. Automatische Ereignisberichte mit monatlichem Überblick per E-Mail über Wirtschaftlichkeitsdaten werden zur Auswertung genauso benötigt wie Daten über Verbrauch und Auslastung.
WashTec Lösung: SmartSite
SmartSite ist die einfache, praxisorientierte und übersichtliche Plattform zur intelligenten Überwachung und Steuerung von Waschparks.
Via Fernzugriff kann die Waschanlage ganz einfach mit dem Smartphone oder Tablet gesteuert werden – für mehr Komfort und mehr Gewinn.
- Reibungsloser Betrieb der Waschhalle
- Sicherheit im Technikraum
- Energiesparen beim Waschwasser
- Optimale Beleuchtung im Außenbereich
- Betriebszeiten im Blick
- Reibungsloser Betrieb der SB-Waschplätze
- Volle Übersicht über Umsatz und Energieeinsatz
- Heizung im Außenbereich für optimalen Betrieb
Da ich mehrere Standorte betreibe, habe ich mittels SmartSite die Möglichkeit, meine Waschparks von überall aus zu überwachen und per Fernzugriff zu steuern.
Bruno Besold, Auto Wasch Park Fürth

Marktanforderung: Maximale Verfügbarkeit über smartes Remote-Störungsmanagement
Beim Betrieb von Waschanlagen ist schnelle Hilfe im Störungsfall entscheidend. Denn nur der kontinuierliche Betrieb sichert die maximale Auslastung und die hohe Produktivität der Waschanlage.
Eine Ferndiagnose mit digitalem Support dient der schnellstmöglichen Wiederherstellung des reibungslosen Betriebs. Die zügige Behebung von Störungen übt einen wesentlichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Betreiber und Endkunden aus.
WashTec Lösung: Remote Service
Mit dem Serviceangebot RemoteSupport+ geht WashTec neue Wege in der Ferndiagnose. Durch die intelligente Vernetzung von telefonischem Support und digitalen Diagnoseprogrammen lassen sich Servicemaßnahmen deutlich beschleunigen oder sogar vermeiden.
Die Vorteile:
- Zeitgewinn durch schnelle Wiederherstellung der Anlagenverfügbarkeit
- Vermeidung teurer und langwieriger Technikereinsätze
- Klassifikation, Priorisierung nach Dringlichkeit und Auswirkungen
- Analyse und Diagnose, sofortige Fehlerbewertung und Einleitung der notwendigen Schritte zur Behebung
- Direkter Zugriff auf das gesamte WashTec Spezialwissen (Anlage und Chemie)
- Behebung und Service-Wiederherstellung
- Beschleunigung und Optimierung begleitender Servicetechnikereinsätze

Sollte eine Kundenanlage ein Problem haben, läuft sie zeitnah wieder reibungslos durch unseren Remote-Support+
Holger Ritzenofen, Senior Vice President Global Service
Smarte Anlagentechnik erlaubt einen reibungslosen Waschbetrieb
Höchste Verfügbarkeit
RemoteAccess, RemoteMonitoring, RemoteDiagnosis, RemoteAssist und RemoteControl machen Servicetechnikereinsätze überflüssig und vermeiden Ausfallzeiten
Höchste Flexibilität und Freiheit
Einfache Waschprogrammkonfiguration, -steuerung und -anpassung – jederzeit perfekt auf das Waschgeschäft abstimmbar.
Selbstständige Fernsteuerung
Bequem und individuell alle Einstellungen mit RemoteControl über das Internet steuern – Preisgestaltung, Aktionsangebote oder die Erstellung von Waschprogrammen
Intelligente und effiziente Steuerung
für ein Maximum an Waschqualität, Geschwindigkeit und Umsatz


Marktanforderung: Fahrzeugwäsche mit sparsamem Einsatz von Wasser und Waschchemie
Umweltschonung ist bei den Anwendern heute eine Grundanforderung. Auch die Betreiber von Fahrzeugwaschanlagen fordern schlüssige Konzepte, die einen möglichst geringen Ressourcenverbrauch aufweisen. Je nach Einsatzort müssen nicht nur umweltbezogene Aspekte, sondern auch wirtschaftliche Kriterien beachtet werden – wie etwa die Kosten für den Wassereinsatz. Außerdem legen auch die Gesetzgeber in den Regionen weltweit oft einen strengen Anforderungskatalog für den Betrieb einer Fahrzeugwaschanlage zugrunde.
WashTec Lösung:
Nachhaltige Autowäsche
WashTec verfolgt eine klare Nachhaltigkeitsstrategie. Wir haben für unsere Produktionsstandorte ein umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm gestartet, das unter anderem auch unseren CO2-Fußabdruck minimiert.
Für unsere Kunden ist der umweltschonende Betrieb der Fahrzeugwaschanlage ein Beitrag zu ihrer eigenen Umweltbilanz.
WashTec bietet Nachhaltigkeit durch:
- Optimierte Einstellung der Waschanlage an die individuellen Bedingungen vor Ort durch unseren Service
- Das Angebot von Green Car Care: In dieser Produktserie bieten wir 75 Wasch- und Pflegeprodukte an, deren Rezepturen zu 100% biogene Tenside enthalten und in diesem Spektrum ohne den Einsatz von fossilen Rohstoffen auskommen
- Wasseraufbereitungsanlagen, durch die das Wasser von Fahrzeugwaschanlagen im Kreislauf geführt wird und der Frischwasserverbrauch je nach Anlage, Waschprogramm und -aufkommen sowie Fahrzeugtyp um bis zu 90% reduziert wird
- Die Rücknahme von Altanlagen in einzelnen Märkten, um die in den Fahrzeugwaschanlagen verwendeten Materialien bestmöglich wiederzuverwerten
Für einen sparsamen Einsatz von Waschchemie können wir unseren Kunden mehrere Wege aufzeigen: AUWA Green Care ist nur einer davon.
Recycling
Anwendung
Dr. Albrecht Hoene, Senior Vice President R&D
Rohmaterial
Herstellung
Gesonderter gemeinsamer nichtfinanzieller Bericht
WashTec nimmt im betrieblichen Handeln alle Möglichkeiten wahr, um ökonomische Werte zu schaffen und dabei ökologische und soziale Werte zu berücksichtigen. Durch bewusstes Abwägen und Handeln sichern wir als Teil des großen Wirtschaftsgefüges die Zukunft unseres Unternehmens. Mit unseren langlebigen Investitionsgütern tragen wir dazu bei, dass auch unsere Geschäftspartner ihrerseits nachhaltige Geschäftsmodelle verfolgen können.
Wir entwickeln dabei umfänglich alle Optionen für einen sparsamen Ressourceneinsatz, denn nur so können wir den Erhalt eines ökologisch intakten Lebensraums für nachfolgende Generationen unterstützen. Um unsere Aktivitäten zu forcieren, wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG erstmals im Geschäftsjahr 2021 eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Zudem haben wir diesen Anspruch mit unserem neu gefassten Nachhaltigkeitsprogramm definiert. Dieses wird in unserem erstmals für das Geschäftsjahr 2021 erstellten und auch inhaltlich erweiterten eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Dieser wird auf unserer Homepage öffentlich zugänglich sein.
Bei der Erstellung des »gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Berichts« haben wir uns an den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI-Standards, Version 2016) orientiert und die Konzepte gemäß den Anforderungen nach GRI 103: »Management Approach« beschrieben.
Neben finanziellen müssen auch erweiterte Angaben zu bestimmten nichtfinanziellen Aspekten gemacht werden, sofern diese gemäß § 289c Abs. 3 HGB wesentlich sind. Dabei ist zu den nichtfinanziellen Aspekten Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie zur Achtung der Menschenrechte und der Bekämpfung von Korruption und Bestechung Stellung zu nehmen. Im Bericht erläutern wir, ob der jeweilige Aspekt für das Unternehmen und die Allgemeinheit wesentlich ist. Die aus Art. 8 der Taxonomie-Verordnung resultierenden neuen Berichtspflichten finden sich unter »7. Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung«.
Ein ausführlicher Bericht unseres Risikomanagements und die Beschreibung bestehender Risiken, die erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten, finden sich im gemeinsamen Lagebericht im Kapitel 4 »Prognose-, Chancen- und Risikobericht« ab Seite 72. Wesentliche Risiken, die mit unserer eigenen Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte haben oder haben werden, wurden nicht identifiziert.
Der »gesonderte gemeinsame nichtfinanzielle Bericht« wird inhaltlich durch den Aufsichtsrat geprüft.
1. Beschreibung des Geschäftsmodells und des Diversitätskonzepts
Die Beschreibung des Geschäftsmodells findet sich im gemeinsamen Lagebericht im Bereich »Grundlagen des Konzerns« im Kapitel »1.1 Geschäftsmodell« ab Seite 46.
Die Beschreibung des Diversitätskonzepts findet sich im gemeinsamen Lagebericht im Abschnitt »Erklärung zur Unternehmensführung« im Kapitel 8.1 auf Seite 89.
2. Grundlagen für ethisches und nachhaltiges Handeln
WashTec hat seit 2005 mit seinem Ethikkodex klare Leitlinien definiert für gesetzestreues Handeln und die Einhaltung hoher ethischer Standards (Compliance). Er enthält sowohl die wesentlichen Richtlinien für den Umgang der Mitarbeiter untereinander als auch für den Umgang mit Kunden, Lieferanten, Berater und den Behörden. Alle Führungskräfte und Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z. B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig Schulungen, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden.
Der WashTec Ethikkodex beschreibt unter anderem auch Regeln zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. WashTec erwartet von seinen Mitarbeitern und weltweiten Geschäftspartnern die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben. Der im Jahr 2017 zusätzlich eingeführte Verhaltenskodex für Lieferanten verpflichtet die Geschäftspartner zu einem ethisch korrekten Verhalten und enthält auch klare Vorgaben für die Achtung der Menschenrechte. Durch unser Tätigkeitsfeld im Maschinen- und Anlagenbau unterliegen wir zahlreichen internationalen Normen und Vorschriften, die alle auf das Ziel nachvollziehbarer und verlässlicher Strukturen in der Lieferkette ausgerichtet sind. Die Lieferanten sind zum überwiegenden Teil im europäischen und amerikanischen Raum angesiedelt. WashTec ist mit seiner Produktions- und Lieferkette größtenteils in Ländern aktiv, die einen hohen Standard in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte einhalten.
Mit der rechtsgültigen Unterzeichnung des Verhaltenskodex für Lieferanten verpflichtet WashTec alle wesentlichen Geschäftspartner die aufgestellten Grundsätze und Regeln einzuhalten. In den Prüfverfahren rund um unsere Geschäftsaktivitäten – etwa in Lieferantenaudits – werden Abweichungen von den Regeln zur verantwortungsvollen und integren Unternehmensführung erkannt. Unterstützt wird das Compliance System seit 2016 durch ein Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinterne Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Verstößen entsprechend verfolgt.
Die so geschaffenen Prozesse betrachten wir als sinnvoll und tragfähig, um ethisch und menschenrechtlich fragwürdige Sachverhalte zu erkennen und abzustellen.
3. Umweltbelange
Im »gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht 2020« haben wir Umweltbelange als wesentlich bewertet. Diese Bewertung gilt auch weiterhin für den vorliegenden Bericht.
Die Anforderung zur umweltgerechten Ausgestaltung unserer Aktivitäten beruht auf dem Bewusstsein der gesellschaftlichen Verantwortung und der Absicht, unser Unternehmen nachhaltig aufzustellen. Zudem unterliegen wir auch gesetzlichen Vorgaben bezüglich unserer umweltrelevanten Aktivitäten. Im Einzelnen sind dies die Anforderungen der EU, aber auch Ländervorschriften wie etwa das Energieaudit gemäß FREN16247-1 sowie die Verpflichtungen aus unserem Rechtskataster.
Bei WashTec ist ein standortübergreifend eingesetztes, crossfunktionales Umwelt- und Energieteam dafür verantwortlich, dass kontinuierlich unterjährig umwelt- und energierelevante Themen analysiert und Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit abgeleitet und umgesetzt werden. Die jeweils dafür erforderlichen personellen Ressourcen, Mittel und Investitionen werden im Rahmen der Budgetplanung definiert und freigegeben. Übergeordnet werden die Geschäftsleitungen der Landesgesellschaften und Clusterleitungen bei regelmäßigen Meetings über die Projekte und Ergebnisse unserer umweltbezogenen Projekte informiert. Die Beschlussfassung über die umweltbezogenen Maßnahmen liegt beim Gesamtvorstand.
Ziel/Konzept
WashTec hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen für alle globalen Produktionsstandorte bis zum Jahr 2025 um 30% im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken. Im Hinblick auf die im Geschäftsbericht 2020 genannten Emissionsdaten haben wir mit
Senkung der CO2-Emissionen bis 2025 um 30%
dem aktuellen Wert von 7.257,6 t CO2e eine Korrektur vorgenommen. Der nun veröffentlichte Wert umfasst auch die Emissionsdaten aller Leasingfahrzeuge und deckt somit alle
Scope-1- und Scope-2-Emissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG) ab. Entsprechend haben wir auch die Werte für die Jahre 2019 (Basisjahr) und 2020 korrigiert. Für den Zeitraum 2019 bis 2021 können wir die Reduzierung unserer CO2-Emissionen um 1.267,8 t CO2e berichten. Das entspricht einer Verringerung um 14,9%.
Maßnahmen
Im Fuhrparkmanagement werden im Rahmen des Energie- und Umweltkonzeptes 2025 eine ganze Reihe von Projekten umgesetzt, um den CO2-Fußabdruck zu senken. Neben einer neuen Car Policy ab dem ersten Quartal 2022 mit einem Anreizsystem für vollelektrische Fahrzeuge wurde auch ein Projekt zum Bau einer geeigneten Ladeinfrastruktur für E-Autos und Flurförderzeuge gestartet. Zukünftig wird stark auf die Elektrifizierung der Flotte gesetzt. Bereits im Jahr 2021 wurden alle Diesel-Gabelstapler ausgeflottet.
PKW, Transporter und Flurförderzeuge sind nur ein Teil der betrieblichen Mobilität, so dass WashTec in 2021 ein Mobilitätskonzept für das Werk in Augsburg erstellt und mit dessen Umsetzung bereits begonnen hat. Hierbei geht es um die gesamte betriebliche Mobilität. Dienstreisen national und international, sowie werksinterner Verkehr gehören genauso dazu wie die Mitarbeiterwege zwischen Werk und Wohnort. Die in dem Mobilitätskonzept erarbeiteten Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zeigen mögliche Verbesserungspotenziale hinsichtlich des CO2-Fußabdruckes auf.
Durch die bereits begonnene Umsetzung der »Zero Emission Strategie«, die sich aus dem Konzept zum betrieblichen Mobilitätsmanagement ergibt, soll der Fuhrpark in Deutschland bis 2030 zu 100% CO2-neutral betrieben werden. Europaweit soll der Fuhrpark der Wash-Tec Gruppe bis 2030 zu mehr als 80% aus Fahrzeugen bestehen, die mit alternativen Antrieben betrieben werden.
Unsere Produktionswerke im deutschen Raum werden seit Beginn des Jahres 2021 ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom beliefert.
Außerdem sollen Optimierungen unserer Heizsysteme in Deutschland umgesetzt werden und zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks des Unternehmens beitragen.
Für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ist Datentransparenz von erheblicher Wichtigkeit, weshalb WashTec im Jahr 2021 eine Energiedatensoftware einführte. Diese soll stetig an Mess- und Datenpunkten wachsen und als Grundlage für weitere Optimierungsmaßnahmen sowie anschließender Maßnahmenüberprüfung dienen. Erste Erkenntnisse zu möglichen Optimierungsmaßnahmen erwarten wir nach einer komplett abgeschlossenen Jahresübersicht über alle Mess- und Datenpunkte im Jahr 2022.
Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter kontinuierlich und motivieren sie an Projekten zur Reduzierung unserer CO2-Emissionen teilzunehmen.
Prozesse/Due-Diligence
Ausgangspunkt der Berechnungen in Hinblick auf unseren CO2-Fußabdruck ist die Betrachtung aller globalen Produktionswerke, d.h. in Deutschland, Tschechien, USA und China. Berechnet werden diese Daten auf Grundlage der DIN EN ISO 14064-1 sowie mit Hilfe der Datenbank »GEMIS« und »DEFRA«. Die dabei zur Ermittlung herangezogenen Kategorien (hinsichtlich der DIN EN ISO 14064-1) begrenzen sich auf Scope1 »direkte Treibhausgasemissionen und Entzug direkter Treibhausgasemissionen« und Scope 2 »direkte Treibhausgasemissionen aus importierter Energie«. Genauer sind dies Emissionen aus eigener Wärmeproduktion, eigenem Fuhrpark, der Klimatisierung, zugekaufter Fernwärme und zugekauftem Strom. Nicht inbegriffen sind Scope 3 »indirekte Treibhausgasemissionen aus Transport«, Scope 4 »indirekte Treibhausgasemissionen aus der Organisation genutzten Waren«, Scope 5 »indirekte Treibhausgasemissionen in Verbindung mit der Nutzung von Produkten der Organisation« und Scope 6 »indirekte Treibhausgasemissionen aus anderen Quellen«.
34
Ergebnisse
Die CO2-Emissionen unserer Produktionsstandorte in Deutschland, Tschechien, USA und China im 3-Jahres-Vergleich:

4. Arbeitnehmerbelange
Im »gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht 2020« haben wir Arbeitnehmerbelange als wesentlich bewertet. Diese Bewertung hat auch für den vorliegenden Bericht weiterhin Gültigkeit. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und die daraus entstehenden Belange, insbesondere die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, sind ein wichtiger Faktor für unseren Unternehmenserfolg.
Ziel/Konzept
Eine zugewandte Personalpolitik ist die Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg und damit maßgeblich für unsere Position am Markt. Zu unserer gesellschaftlichen Aufgabe gehört es, ein verlässliches Angebot an Arbeitsplätzen und Berufausbildungsplätzen zu erhalten und zu zu schaffen. Wir berücksichtigen dabei die gesetzlichen Vorgaben der einzelnen Standorte. In Deutschland sind das unter anderem
- p das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG),
- p das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst,
- p die Arbeitsstättenverordnung und
- p Vorgaben der Berufsgenossenschaft.
Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist ein hohes Gut – das betrifft die Mitarbeiter bei WashTec und die Teams draußen bei den Anwendern unserer Fahrzeugwaschanlagen. Die Erfahrung zeigt, dass trotz aller präventiven Maßnahmen ein Restrisiko für einen potenziellen Arbeitsunfall nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Oberstes Ziel bleibt es, die Zahl der Arbeitsunfälle zu senken bzw. Unfälle zu vermeiden.
Maßnahmen
Um Unfälle und Beinaheunfälle zukünftig abwenden zu können, werden bestehende und neue Gefährdungen regelmäßig beurteilt. Aus den identifizierten Gefährdungspotenzialen werden Maßnahmen abgeleitet, geplant und abgearbeitet. Dabei gilt es neben der Arbeitssicherheit auch arbeitserleichternde Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsmanagements zu identifizieren und umzusetzen. Unterstützt werden diese Analysen durch Schulungen und arbeitsplatzbezogene Unterweisungen, die als Pflichttermin in unserem Trainingstool eingestellt werden.
Prozesse/Due Diligence
Über die WashTec Safety App verwalten wir alle Aktivitäten rund um hohe Arbeitssicherheit. Das Tool deckt die standardmäßig durchzuführenden Gefährdungsbeurteilungen ebenso ab wie eine Meldefunktion von Unfällen oder Beinaheunfällen (Near Miss). Auf der Basis dieser Meldungen identifizieren wir Verbesserungspotenzial und Risiken, um daraus gezielt Maßnahmen für die Erhöhung der Arbeitssicherheit zu implementieren. Der komplette Prozess für die Sicherstellung hoher Arbeitssicherheit ist in unserem Integrierten Managementsystem hinterlegt.
Ergebnisse
Eine wichtige Kennzahl bei unseren Managementreviews ist die Unfallhäufigkeitsrate als für die Arbeitnehmerbelange relevante Kenngröße. Sie wird für den gesamten Konzern ermittelt. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag aufgrund der fortwährenden Weiterentwicklung der HSE-Prozesse und Managementsysteme in den vergangenen Jahren dauerhaft unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaft. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine Arbeitsunfälle mit tödlichen oder schweren Verletzungen, d.h. mit bleibenden Schäden oder Ansprüchen auf Rentenzahlung.
Im Berichtsjahr 2021 lag die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden mit dem Wert 4,94 leicht höher als im Vorjahr (4,49), jedoch weit unter dem Branchendurchschnitt der
Berufsgenossenschaft der vergangenen Jahre. Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den nichtfinanziellen Leistungsindikator »Unfallhäufigkeitsrate« ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 nicht.
5. Sozialbelange
Alle Aktivitäten rund um eine verantwortliche Gestaltung unserer Beziehung zu unseren Mitarbeitern müssen als eng ineinander greifendes Maßnahmenpaket betrachtet werden. Faktoren, die unsere Strategie in der Personalpolitik bestimmen, sind die notwendige Globalisierung unserer Aktivitäten, eine schnelle Anpassung der Arbeitsprozesse, die Altersstruktur der Arbeitnehmer und die Anforderungen der Digitalisierung und die Gestaltung von New Work-Konzepten. In Kooperation mit den Verantwortlichen an den einzelnen Unternehmensstandorten erhalten wir ein detailliertes Bild über notwendige Maßnahmen.
Eine solide Unternehmensentwicklung basiert auf einem genauen Überblick über den Bedarf und das Potenzial unserer Mitarbeiter an allen Standorten. Der Bereich Human Resources (HR) im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden steuert alle übergeordneten Aufgaben für jeden einzelnen Standort. Die hierfür entwickelten Einzelmaßnahmen legt der verantwortliche HR-Beauftragte vor Ort fest. Die Vorgaben unseres Handelns für die Entwicklung unserer Personalpolitik basieren auf unserem Ethikkodex und den gesetzlichen Vorgaben an unseren Unternehmensstandorten.
Darüber hinaus haben wir im Jahr 2021 ein »WashTec-Diversitätskonzept« in enger Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern entwickelt. Dort sind alle Regeln für ein respektvolles Miteinander definiert. Mit dem neu gegründeten Diversitätsgremium, das sich aus zwei Diversitätsbeauftragten und drei Mitgliedern aus Vorstand, Betriebsrat und HR zusammensetzt, behandeln wir alle Themen aus dem Kreis der Mitarbeitenden umfassend. Darüber hinaus werden Diversitätsbotschafter eingesetzt. So wird das Thema Diversität mit allen daraus erwachsenden Handlungsanleitungen in alle Unternehmensbereiche und -ebenen getragen.
Die Entwicklung unserer mitarbeiterbezogenen Aufgaben umfasst insbesondere
- p eine konsistente und langfristig orientierte Beschäftigungspolitik,
- p die konstruktive Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern,
- p verstärkte Aus- und Weiterbildung sowie
- p Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Vielfalt.
Zusätzlich zu unseren Aktivitäten zur Mitarbeiterentwicklung haben wir punktuell auch Maßnahmen zur Förderung sozialer Projekte definiert. Wichtig ist uns dabei ein möglichst regionaler Ansatz. Ein Beispiel ist unser regelmäßiges Engagement beim Bunten Kreis e.V. in Augsburg, der behinderte und schwerstkranke Kinder sowie deren Familien umfassend psychisch, sozial, medizinisch und finanziell unterstützt. Ein ganzheitliches Konzept mit Fokus auf soziale Programme besteht nicht.
6. Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
Die Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 deutlich schneller erholt als zu Beginn erwartet wurde. Dies spiegelt sich auch im Geschäftsverlauf 2021 wider. Dennoch waren die aus der COVID-19-Pandemie resultierenden Folgen auch für die WashTec Gruppe deutlich spürbar. Dies zeigte sich insbesondere durch die operativen Herausforderungen in Verbindung mit der Materialverfügbarkeit und der finanziellen Belastung durch deutlich gestiegene Materialpreise.
Daneben setzte das bereits Anfang 2020, zu Beginn der COVID-19-Pandemie, gegründete »Corona-Krisenteam« seine Arbeit im Geschäftsjahr 2021 fort. Die Hauptaufgaben bestanden in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden Hygienekonzepte und in der Anpassung der Handlungsanweisungen an die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben. Das »Corona-Krisenteam« informierte die Belegschaft regelmäßig und aktuell über die Auswirkungen der jeweils aktuellen COVID-19-Situation in Bezug auf den persönlichen Schutz und das richtige Verhalten am Arbeitsplatz.
Auch das Arbeiten im Homeoffice wurde pandemiebedingt im Geschäftsjahr 2021 fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden die Regelungen zum Angebot und zur Nutzung von Arbeiten im Homeoffice für die Standorte in Deutschland erstmals einheitlich und verbindlich durch den Abschluss der Betriebsvereinbarung »Mobiles Arbeiten« geregelt.
Zudem haben sich die, bereits im Vorjahr weltweit implementierten, digitalen Kommunikationslösungen im Arbeitsalltag bewährt. Dies hat zur Folge, dass Geschäftsreisen auch weiterhin teilweise durch digitale Meetings ersetzt werden. Die WashTec Gruppe plant daher auch zukünftig mit einem geringeren Umfang an Geschäftsreisen im Vergleich zu den Vorkrisenjahren. Eine direkte Auswirkung auf finanzielle Leistungsindikatoren ergab sich daraus nicht.
Weitere Einflüsse der COVID-19-Pandemie, beispielsweise im Hinblick auf strukturelle Veränderungen des Geschäftsmodells, Vertriebskanäle oder Lieferketten bei der WashTec Gruppe im Jahr 2021 ergaben sich nicht.
7. Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung
Überblick
Die EU-Kommission verfolgt mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums vom März 2018 das Ziel, Kapitalflüsse hin zu nachhaltigen Investitionen neu auszurichten. Ein zentraler Punkt zur Erreichung dieses Ziels ist die Einführung eines einheitlichen Klassifikationssystems für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (»EU-Taxonomie«). Aus Artikel 8 der im Juni 2020 verabschiedeten Taxonomie-Verordnung ergeben sich neue Berichtspflichten für Unternehmen.
Neben Finanzmarktteilnehmern wie z.B. Kreditinstituten und Fondsverwaltern sind von der neuen Berichtspflicht auch Unternehmen der Realwirtschaft betroffen, die verpflichtet sind, nichtfinanzielle Angaben nach der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) zu veröffentlichen.
Es ist zu berichten, wie und in welchem Umfang Geschäftstätigkeiten, gemessen an sechs definierten Umweltzielen, mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Insbesondere sind folgende Leistungsindikatoren verpflichtend in die nichtfinanzielle Berichterstattung aufzunehmen:
- p der Anteil der Umsatzerlöse, der mit Produkten oder Dienstleistungen erzielt wird, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind sowie
- p der Anteil der Investitionsausgaben und Anteil der Betriebsausgaben im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen oder Prozessen, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind.
Die sechs Umweltziele der EU-Taxonomie-Verordnung sind:
- I. Klimaschutz
- II. Anpassung an den Klimawandel
- III. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
- IV. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- V. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
- VI. Schutz- und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Angaben zu den Umweltzielen I. und II. sind erstmals für die Berichtsperiode 2021 zu machen, zu den Umweltzielen III. bis VI. erstmals für die Berichtsperiode 2022.
Erstmalige Berichterstattung
Die verpflichtende Erstanwendung ist für Berichte vorgesehen, die ab dem Kalenderjahr 2022 veröffentlicht werden und sich auf die Berichtsperiode 2021 beziehen. Für die Berichterstattung 2021 besteht die Möglichkeit, Erleichterungsvorschriften nach Art. 10 (2) des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung, der die Berichterstattungspflichten nach Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung konkretisiert, in Anspruch zu nehmen.
Demnach sind für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 der Anteil der Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben, der auf die »taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten« und »nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten« entfällt, inkl. geforderter qualitativer Erläuterungen zu berichten. Die entsprechenden Angaben der »taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten« entfallen entsprechend. Die WashTec Gruppe nimmt die dargestellten Erleichterungsvorschriften in Anspruch.
Wirtschaftstätigkeiten
Die WashTec Gruppe hat alle taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten für die Umweltziele »Klimaschutz« und »Anpassung an den Klimawandel«, die in den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen aufgeführt sind, auf der Grundlage des Geschäftsmodells geprüft.
Die Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe gemäß der Anhänge I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen basieren auf der Zusammenfassung der Segmente gemäß IFRS 8. Diese umfassen:
- p die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Fahrzeugwaschanlagen inkl. Peripheriegeräte und Wasserrückgewinnungssysteme sowie zugehöriger Serviceleistungen (nachfolgend »Maschinen und Service«)
- p die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Waschchemie (nachfolgend: »Chemie«)
- p Sonstiges
Eine detaillierte Überprüfung der Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe hat ergeben, dass diese nicht unter die in den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen aufgeführten Wirtschaftstätigkeiten fallen und folglich nicht taxonomiefähig sind.
Die beiden Umweltziele »Klimaschutz« und »Anpassung an den Klimawandel« erfassen im Wesentlichen diejenigen Wirtschaftstätigkeiten und Sektoren, die das größte Potenzial haben, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Zu den schwerpunktmäßig von den ersten beiden Umweltzielen erfassten Sektoren gehören das verarbeitende Gewerbe bzw. die Herstellung von Waren bestimmter Branchen, das Baugewerbe sowie der Energie- und Verkehrssektor. Das Geschäftsmodell der WashTec Gruppe fällt nicht unter diese Sektoren.
Die WashTec Gruppe geht nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass ihre Wirtschaftstätigkeiten teilweise unter die weiteren Umweltziele fallen, über die ab der Berichtsperiode 2022 zu berichten ist. Daneben wird die EU-Taxonomie voraussichtlich in den nächsten Jahren um eine Sozial- und eine Governance-Komponente erweitert. Hier geht die WashTec Gruppe derzeit ebenfalls davon aus, in deren Anwendungsbereich zu fallen.
Rechnungslegungsmethode
Die WashTec Gruppe hat die Leistungsindikatoren der EU-Taxonomie, Umsatzerlöse, Investitionen und Betriebsausgaben, auf Basis der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ermittelt.
Bezogen auf die Umweltziele I. und II. sind die Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe noch nicht taxonomiefähig. Aus diesem Grund wird im Folgenden nicht über die Kategorien a) und b) der Abschnitte 1.1.2.2 und 1.1.3.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung berichtet. Die Maßnahmen, die im Folgenden erläutert werden, beziehen sich auf den Erwerb von Vorprodukten oder Dienstleistungen aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten, die zu einer Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen führen (Kategorie c) der Abschnitte 1.1.2.2 und 1.1.3.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung). Die jeweiligen Maßnahmen wurden auf Basis des Umwelt- und Energiekonzepts 2025 der WashTec Gruppe identifiziert (siehe hierzu auch Ausführungen zu 2. Umweltbelange) und den Umweltzielen der EU-Taxonomie zugeordnet.
Doppelzählungen bei der Zuordnung der Umsatzerlöse, Investitionen und Betriebsausgaben im Zähler über die Wirtschaftstätigkeiten hinweg werden zum einen durch die Zuordnung der verschiedenen Maßnahmen zu den einzelnen Umweltzielen sowie zum anderen durch die Anwendung der Ansatzkriterien der IFRS für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte vermieden.
Leistungsindikatoren
Für den Berichtszeitraum 2021 müssen die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Investitionen und Betriebsausgaben in Bezug auf die taxonomiefähigen und die nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten offengelegt werden (Art. 10 (2) des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung).
Der Leistungsindikator Umsatzerlöse zeigt den Anteil, der mit Produkten oder Dienstleistungen erzielt wird, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind (Zähler), an den Konzern-Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2021 (Nenner) (Abschnitt 1.1.1 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung).
Da die Wirtschaftstätigkeiten der WashTec Gruppe bezogen auf die ersten beiden Umweltziele noch nicht taxonomiefähig sind, liegen folglich keine taxonomiefähigen Umsatzerlöse vor und der Zähler beträgt 0.
Der Nenner umfasst die Nettoumsatzerlöse im Sinne von Art. 2 Nr. 5 der Richtlinie 2013/34 und beträgt T€ 430.532 (siehe »Umsatzerlöse« in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung).
Der Leistungsindikator Investitionen zeigt den Anteil, der im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen oder Prozessen, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind (Zähler), an den gesamten Zugängen zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten des Geschäftsjahres 2021 (Nenner) (Abschnitt 1.1.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung).
Die WashTec Gruppe hat zur energetischen Optimierung des Metallbearbeitungsprozesses in den Werken Augsburg und Tschechien in zwei neue Laserschweißanlagen investiert. Die neuen Anlagen führen zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs. Zudem wird der Druckluftverbrauch gesenkt, was ebenfalls zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs beiträgt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden hierfür Anzahlungen in Höhe von T€ 296 geleistet. Die Gesamtinvestition beträgt T€ 2.102. Dies entspricht einer Maßnahme gemäß Kat. c) Abschnitt 1.1.2.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die der Maßnahme zuzuordnende Wirtschaftstätigkeit gemäß den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen ist 3.6. Herstellung anderer CO2-armer Technologien.
Der Zähler der maßgeblichen Investitionen gemäß EU-Taxonomie beträgt T€ 296.
Der Nenner der Investitionen umfasst die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten des Geschäftsjahres 2021 und beträgt T€ 4.264 (siehe Konzernanhang Anhangangabe 17 Zugänge zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten).
Der Leistungsindikator Betriebsausgaben zeigt den Anteil, der im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen oder Prozessen, die mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung verbunden sind (Zähler), an den Betriebsausgaben des Geschäftsjahres 2021 gemäß Abschnitt 1.1.3 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung (Nenner). Diese umfassen die direkten, nicht kapitalisierten Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen.
Die WashTec Gruppe hat zur Steigerung der Effizienz und Reduzierung der Stromkosten sowie zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit und des betrieblichen Umweltschutzes das bereits in der Vergangenheit gestartete Projekt weitergeführt, die Beleuchtung an den deutschen Standorten vollständig auf LED-Beleuchtung umzurüsten.
Die darauf entfallenden Betriebsausgaben betragen T€ 98. Diese wurden auf Basis, der auf dem entsprechenden Instandhaltungs-Konto erfassten Kosten ermittelt. Dies entspricht einer Maßnahme gemäß Kat. c) Abschnitt 1.1.3.2 Anhang I des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung. Die der Maßnahme zuzuordnende Wirtschaftstätigkeit gemäß den Anhängen I und II des delegierten Rechtsakts zu den beiden Umweltzielen ist 7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten Buchst. d).
Der Zähler der maßgeblichen Betriebsausgaben gemäß EU-Taxonomie beträgt T€ 98.
Der Nenner der Betriebsausgaben gemäß vorstehender Definition beträgt T€ 15.836.
Die Anteile der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten bzw. Maßnahmen, die durch den Erwerb von Vorprodukten oder Dienstleistungen aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten zu einer Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen führen, bezogen auf die drei Leistungsindikatoren, betragen:
| Gesamt (in T€) | Anteil der taxonomiefähi | Anteil der nicht-taxo | ||
|---|---|---|---|---|
| Leistungsindikator | gen Wirtschaftstätigkeiten | nomiefähigen Wirtschafts | ||
| (in %) | tätigkeiten (in %) | |||
| Umsatzerlöse | 430.532 | 0% | 100% | |
| Investitionen | 4.264 | 7% | 93% | |
| Betriebsausgaben | 15.836 | 1% | 99% |

Die WashTec Aktie
Börsenentwicklung 2021
Von der kurzen jedoch heftigen Rezession zu Beginn des Jahres 2020 hat sich die Weltwirtschaft rasch erholt. Umfangreiche fiskalpolitische Maßnahmen in vielen Industrieländern sowie die expansive Geldpolitik sorgten für erheblichen Auftrieb. Lieferengpässe sowie zu geringe Transportkapazitäten und zunehmende Corona-Neuinfektionen wirkten sich in einigen Ländern und Regionen gerade im Laufe des dritten Quartals negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Dies führte zu einer Abschwächung der Konjunkturdynamik. Der weitere Aufschwung wird auch künftig von den Corona-Neuinfektionen und den daraus resultierenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft beeinflusst.
Kursentwicklung der WashTec Aktie 2021/2022 im Vergleich zum SDAX (indexiert)

Angetrieben von guten Konjunkturdaten und hohen Unternehmensgewinnen verzeichneten viele Aktienmärkte eine sehr positive Kursentwicklung in 2021. Insbesondere in den Industrieländern erreichten Indizes neue Rekordstände. So überschritt der DAX im November erstmals die 16.000 Punkte. Er notierte am Jahresende mit einem Plus von knapp 16 Prozent. Einen noch kräftigeren Wertzuwachs wies der Euro Stoxx 50 mit 24,1 Prozent auf.
WashTec AG Aktienentwicklung 2021
Die WashTec Aktie startete mit einem Kurs von €42,95 in das Jahr 2021 und erzielte am 6. Januar 2021 den Jahrestiefstwert von €42,81. Am 30. August 2021 erreichte die Aktie mit €61,10 den Jahreshöchstwert und lag zum Jahresende bei €55,00. Dies entspricht einem Aufschlag von 29,07% im Vergleich zum Schlusskurs des Vorjahres und liegt damit deutlich über dem Zuwachs des SDAX mit 11,17%. Vorgenannte Werte beziehen sich auf die Tagesschlusskurse des Handelsplatzes Xetra.
Zum 28. Februar 2022 notierte die Aktie bei €48,00.
Attraktive Ausschüttungspolitik
Auf Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 18. Mai 2021 hat die Gesellschaft ihren Aktionären für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende i.H. v. €0,99 je Aktie und eine Sonderdividende i.H. v. €1,31 ausgeschüttet. Demzufolge wurden im Jahr 2021 Ausschüttungen i.H. v. Mio.€30,8 in Form von Dividenden vorgenommen. Die Dividendenrendite bezogen auf den Kurs zum Jahresende lag bei 4,18%. WashTec gehört damit zu den dividenden-renditestärksten Werten an der deutschen Börse.
WashTec strebt auch für die Zukunft eine attraktive Ausschüttungspolitik an, die die Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens beteiligt.
Für das Geschäftsjahr 2021 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von €2,10 je Aktie vor. Zusätzlich zu dieser Dividende wird die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von € 0,80 je Aktie vorgeschlagen.
Veränderungen in der Aktionärsstruktur
Die Aktien der WashTec AG befinden sich zum überwiegenden Teil im Besitz institutioneller Investoren. Im Geschäftsjahr 2021 hat die WashTec AG folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz erhalten. Sämtliche Änderungen bzw. Umplatzierungen fanden kursschonend und ohne wesentliche Auswirkungen auf den Kurs statt:
Die Wellington Management Group LLP, Boston, Massachusetts, USA, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 22. Februar 2021 statt bisher 2,99% nunmehr 3,01% beträgt.
Die Carne Global Fund Managers (Luxembourg) S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat der WashTec AG mitgeteilt, dass aufgrund einer Änderung des AIF Management Vertrags zwischen Paradigm Capital Value Fund und Carne Global Fund Managers (Luxembourg) S.A. der Stimmrechtsanteil der Paradigm Capital Value Fund am 2. Juni 2021 statt bisher 4,58% nunmehr 0,00% beträgt.
Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2021
4,00 % Diversity Industrie Holding AG 5,53 % Union Investment Privatfond GmbH 9,60 % Kempen Oranje Participaties N.V. 6,82 % Dr. Kurt Schwarz ² 4,25 % Eigene Aktien 45,95 % Sonstige 4,99 % Axxion S.A. 5,43 % Investment AG für langfristige Investoren, TGV 10,42 % EQMC Europe Development Capital Fund plc.¹ 3,01 % Wellington Management Group LLP
Quelle: Meldungen gemäß WpHG
¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A.
Die Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A., Madrid, Spanien, hat als Investment Manager der WashTec AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der EQMC Europe Development Capital Fund plc am 22. Februar 2022 nun 15,12 % beträgt. ² Leifina GmbH & Co. KG et al.
Damit halten derzeit fünf Investoren jeweils mindestens 5,00% der Stimmrechte. Von den Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes 45,95% im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen. Gemäß der Definition der Deutschen Börse liegt der Streubesitz bei 88,93%, da danach eigene Aktien und die Anteile von Dr.Kurt Schwarz abgezogen werden.
Managers' Transactions
Der Gesellschaft wurden folgende Managers' Transactions nach WpHG gemeldet:
Erwerb von 685 Aktien durch Herrn Ulrich Bellgardt, Mitglied des Aufsichtsrats, am 19. Mai 2021 und weiteren 2.245 Aktien am. 20. Mai 2021
Erwerb von 500 Aktien durch Herrn Stephan Weber, Mitglied des Vorstands, am 16. September 2021.
Erwerb von 1.200 Aktien durch Herrn Dr. Ralf Koeppe, Vorstandsvorsitzender, am 24. September 2021.
Erwerb von 206 Aktien durch Frau Dr. Kerstin Reden, Mitglied des Vorstands, am 30. November 2021.
Aktive Investor Relations Arbeit
Das Management hat den Austausch mit Aktionären und Journalisten sowie der Financial Community während des Jahres kontinuierlich gepflegt. Anlässlich der Veröffentlichungen der Ergebnisse der Gesellschaft fanden die Bilanzpressekonferenz sowie Conference Calls für Analysten und Investoren statt. Der Vorstand hat auf der virtuellen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 ausführlich zur aktuellen Marktlage, Geschäftsentwicklung und Strategie Stellung genommen und diese mit den Aktionären erörtert. Die Aktionäre wurden darüber
Unabhängige Analysten folgen der WashTec Aktie
hinaus auch über alle wichtigen Ereignisse zeitnah informiert. WashTec hat 2021 seine Investor Relations Aktivitäten kontinuierlich fortgeführt und an virtuellen Kapitalmarktkonferenzen z.B. am Eigenkapitalforum in Frankfurt teilgenommen.
Ergänzend dazu fanden zahlreiche Investoren Calls statt, um den individuellen Investoren einen Eindruck von der »World of WashTec« zu verschaffen. Diese stießen auf großes Interesse.
Analysten mehrerer Finanzinstitute (Hauck & Aufhäuser, HSBC Trinkaus & Burkhardt und MM Warburg) folgen der WashTec Aktie.
Kennzahlen der WashTec Aktie
| 2021 | 2020 | 2019 | |
|---|---|---|---|
| € | 55,00 | 49,00 | 53,70 |
| € | 61,10 | 56,00 | 74,40 |
| € | 42,81 | 31,80 | 41,95 |
| € | 42,95 | 54,00 | 60,90 |
| Mio. Stück | 13,4 | 13,4 | 13,4 |
| % | 45,95 | 44,38 | 38,57 |
| Mio.€ | 736,0 | 655,7 | 718,6 |
| % | 29,07 | –19,73 | –11,9 |
| % | 11,17 | 18,01 | 28,86 |
| € | 2,32 | 0,99 | 1,66 |
| € | 2,904 | 2,30 | – |
1 Auf Basis der Xetra-Tagesschlusskurse
2 Ohne die 594.646 im Besitz der Gesellschaft befindlichen Aktien
3 im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen nach WphG
4 Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung 2022: Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 2,10 und Sonderdividende in Höhe von € 0,80
Weitere Informationen und Kontakt
Aktuelle Daten zur WashTec Aktie, ebenso wie ausführliche Informationen über die WashTec Gruppe und ihre Produkte, finden Sie auf den Internetseiten des Unternehmens unter www.washtec.de.
Darüber hinaus steht allen am Unternehmen und der Aktie Interessierten auch die Investor Relationsabteilung der WashTec AG zur Verfügung unter:
Telefon +49 821 5584-5555 Telefax +49 821 5584-1135 E-Mail [email protected]
Gemeinsamer Lagebericht WashTec AG und Konzern
| 2021 im Überblick | 45 |
|---|---|
| Grundlagen des Konzerns | 46 |
| Wirtschaftsbericht | 54 |
| Nachtragsbericht | 71 |
| Prognose-, Chancen- und Risikobericht | 72 |
| IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess . . |
85 |
| Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten |
86 |
| Übernahmerelevante Angaben | 87 |
| Erklärung zur Unternehmensführung | 89 |
Überblick über Gruppe und Regionen
WashTec Gruppe*
- Umsatz von Mio.€ 430,5 um 13,7% über Vorjahr (währungsbereinigt um 13,6%)
- EBIT von Mio.€ 45,7 um 127,4% über Vorjahr; EBIT-Rendite von 10,6%
- Bereinigtes EBIT** von Mio.€ 43,0; bereinigte EBIT-Rendite von 10,0%
- Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten von Mio.€ 34,5 (Vorjahr: Mio.€ 36,9)
Europa
- Umsatz: Mio.€ 348,7 (+14,1%); EBIT: Mio.€ 40,2
- Deutliche Umsatz- und EBIT-Steigerung durch höheres Geschäftsvolumen
Nordamerika
- Umsatz: Mio.€ 77,5 (+16,9%), Mio. USD 91,2 (+20,3%); EBIT: Mio.€ 4,6
- Deutliche Umsatz- und EBIT-Steigerung, insbesondere durch starke Rückkehr des Großkundengeschäfts
Asien/Pazifik
- Umsatz: Mio.€ 18,1 (+2,3%); EBIT: Mio.€ 1,2
- Positive Geschäftsentwicklung durch erfolgreiche Restrukturierung in Australien
* Regionenangaben ohne Konsolidierung
** bereinigt um Sondereffekt in Höhe von Mio.€ 2,7 Rundungsdifferenzen möglich
2021 im Überblick Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren nach Quartalen

45
*einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
1
Grundlagen des Konzerns
1.1 Geschäftsmodell
WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Als Spezialisten für die umweltschonende Fahrzeugwäsche arbeiten wir kontinuierlich an Innovationen als Beitrag für eine nachhaltige Mobilität von heute und morgen. Darüber hinaus bietet WashTec umfassende Servicepakete und digitale Smart Service Lösungen über die gesamte Lebensdauer der Produkte an – hierzu gehören neben der Wartung der Anlagen, der Chemieversorgung und der Anlagenrücknahme auch Dienstleistungen für die Vermittlung von Finanzierungen oder das Betreibermanagement von Anlagen. Hauptumsatzträger ist der Produktbereich Maschinen und Service und Chemie.
Umsatz nach Produkten
Maschinen und Service
- Portalwaschanlagen
- SB-Waschanlagen
- Nutzfahrzeugwaschanlagen
- Waschstraßen
- Wasseraufbereitungssysteme
- Vollwartungsverträge
- On-Call-Service-Wartungsverträge
- Serviceprojekte und -umrüstungen
- Ersatzteile
- Digitale Lösungen wie z.B. »EasyCarWash«
Mio.€ 373,2 (Vorjahr Mio.€ 324,0)
Chemie
- Reiniger
- Pflegeprodukte
- Spezialprodukte
Mio.€ 51,0 (Vorjahr Mio.€ 46,6)
Sonstiges
WashTec Carwash Management
WashTec Financial Services (Finanzierungs- und Leasinglösungen)
Mio.€ 6,3 (Vorjahr Mio.€ 8,1)
1.1.1 Konzern- und Organisationsstruktur
Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Muttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100% an diesen Unternehmen beteiligt.
1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag 2 Inkl. Tochtergesellschaft WashTec Bilvask AS, Norwegen 3 WashTec Cleaning Technology GmbH 90%, WashTec Holding
4 Inkl. Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies
GmbH 10%
Canada, Inc., Kanada

WashTec AG
Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.
Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird im Abschnitt 2.6 gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
WashTec Holding GmbH
Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
WashTec Cleaning Technology GmbH
In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut.
Ausländische Tochtergesellschaften
Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Europas, Nordamerikas und in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Australien, China, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich unter Abschnitt 1.1.3.
WashTec Financial Services GmbH
Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.
AUWA-Chemie GmbH
Die AUWA-Chemie GmbH produziert Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Der Vertrieb erfolgt über WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner in Deutschland und Europa.
WashTec Carwash Management GmbH
Die WashTec Carwash Management GmbH übernimmt für Kunden in deren Namen und auf deren Rechnung umfassende Dienstleistungen, bis hin zum Betrieb von Waschanlagen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen, wie z.B. Profitabilitätsund Standortanalysen an.

1.1.2 Standorte
Internationalität ist globaler Wettbewerbsvorteil
Die globale Präsenz von WashTec ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Weltweit beschäftigt WashTec rund 1.800 Mitarbeiter und hat eigene Niederlassungen in allen wesentlichen Märkten in Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik.
Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist inzwischen in über 80 Ländern der Welt vertreten.
1.1.3 Produktion, Beschaffung und Logistik
Leitwerk in Augsburg ist Fabrik des Jahres 2017 in der Kategorie »Hervorragende Standortentwicklung«
WashTec verfügt über ein globales Beschaffungs- und Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien, China und den USA. Der Großteil der Anlagen weltweit außer Portalwaschanlagen für China und Nordamerika wird im Leitwerk Augsburg (Deutschland) montiert. Die Portalwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver (USA), die
Portalwaschanlagen für die Märkte in Asien je nach Produkt in Shanghai (China) oder Augsburg (Deutschland) produziert. In Tschechien erfolgt ein Großteil der Blechfertigung. Ferner werden dort Komponenten vormontiert und die Basis-Portalanlage montiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden die Steuerungen (Recklinghausen) für die gesamte Gruppe und die Waschchemie (Grebenau) produziert.
1.1.4 Berichterstattung nach Segmenten
Die globale Geschäftstätigkeit von WashTec wird in drei geographische Regionen untergliedert. In der Region »Europa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe in Westeuropa und Osteuropa inkl. Russland zusammengefasst. Die Region »Nordamerika« beinhaltet die Aktivitäten in den USA und Kanada. Die Region »Asien/Pazifik« beinhaltet hauptsächlich die Geschäftsentwicklung der australischen und chinesischen Tochtergesellschaften.
1.1.5 Leitung und Kontrolle
Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.
Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfeldes, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist maximaler Kundennutzen und als Resultat die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controllingkonzept, Zielkennzahlen zur Steuerung, Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltigem, profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die in allen Verantwortungsebenen des Konzerns in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.
Die Überwachung erfolgt durch regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen Vorstandssitzungen im Zwei-Wochen-Turnus, bei denen Bereichsverantwortliche berichten, monatliche Sitzungen mit den wesentlichen Bereichsverantwortlichen in der Firmenzentrale, regelmäßige internationale Management-Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inkl. Investitions-, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden auch sämtliche Investitionsprojekte laufend geprüft und verfolgt.
1.1.6 Externe Einflussfaktoren für das Geschäft
Wesentliche Markttreiber
Ökonomie: Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens, Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten
Steigende Fahrzeuganzahl, sowie gesetzliche Regelungen als Treiber für automatisierte Fahrzeugwäsche
Ein hoher oder ansteigender Bestand an zu waschenden Fahrzeugen ist neben dem landesspezifischen Verbraucherverhalten und dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen eine Haupteinflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche. Der weltweite Fahrzeugbestand soll sich mehreren unabhängigen Studien zufolge bis 2050 verdoppeln (Quellen: VDA, Shell).
Eine Verteuerung des Faktors Arbeit, eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der weltweit ansteigende Fahrzeugbestand eröffnen weltweit nachhaltiges Marktpotenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche übergehen.
Kundenerwartung: Steigende Anforderungen an Waschgeschwindigkeit, Komfort, Qualität und Erlebnis
Die automatische Fahrzeugwäsche ist im Vergleich zur Handwäsche deutlich schonender für den Autolack und erzielt in der Regel eine höhere Waschqualität. Hinzu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwaschanlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als eine manuelle Wäsche.
Nachhaltigkeit: Zunehmende Bedeutung bei allen Stakeholdern
Der Beitrag von Unternehmen zur Nachhaltigkeit gewinnt für alle Stakeholder an Bedeutung und führt zu einem steigenden Bedürfnis nach Informationen und Transparenz. Dies betrifft neben der Umweltwirkung der Produkte auch die CO2-Emissionen im betrieblichen Handeln von Unternehmen.
Bei der maschinellen Fahrzeugwäsche wird durch den Einsatz von Wasseraufbereitungsanlagen, durch die das Wasser im Kreislauf geführt wird, der Verbrauch von Frischwasser im Vergleich zur Handwäsche deutlich reduziert. Im Bereich der Waschchemie kommt die Produktserie Green Car Care durch biogene Tenside ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe aus. WashTec trägt durch das verbindliche Ziel für die Reduzierung des eigenen CO2-Fußabdrucks zu den globalen Anstrengungen zur Begrenzung der globalen Erderwärmung bei (hierzu wird auf die Erläuterungen in Abschnitt »1.2 Unternehmensziel und Strategie« verwiesen).
Weitere Trends und Einflüsse
Der große wirtschaftliche und gesellschaftliche Trend hin zur Individualisierung ist ein wichtiger Treiber des weiter wachsenden Mobilitätsbedarfs. Das daraus resultierende Verkehrsaufkommen basiert nach wie vor zu einem erheblichen Teil auf individueller Fortbewegung. Die individuelle Mobilität wird dabei mittels eigener Fahrzeuge sowie durch alternative Angebote, wie beispielsweise Carsharing oder private Fahrdienstleistungen, abgedeckt. Daneben stellt die Reduzierung der CO2-Emissionen einen maßgeblichen Treiber des Wandels in der Mobilität dar.
Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in dem weiterhin prognostizierten weltweiten Anstieg der Zulassungszahlen wider. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von Antriebsformen oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die für alternative individuelle Mobilitätskonzepte eingesetzt werden, werden dabei in der Regel häufiger von den Anbietern oder Nutzern gewaschen als Privatfahrzeuge. Auf dieser Basis geht WashTec weiterhin davon aus, dass die Sauberkeit von Fahrzeugen als ein wesentliches Qualitätskriterium und damit Treiber des Geschäftsmodells bestehen bleibt sowie die Tankstelle mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird.
Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung dieser und anderer Trends aufmerksam, um frühzeitig die richtigen Weichen stellen zu können.
1.2 Unternehmensziel und Strategie
In unserem Leitbild ist der »maximale Kundennutzen« als oberstes Unternehmensziel definiert. Maximaler Kundennutzen beinhaltet für uns, weltweit der beste Partner für Waschanlagenbetreiber zu sein. Nutzen zu generieren bedingt eine Spezialisierung, verbunden mit tiefem Verständnis in der Anwendung und den damit zusammenhängenden Prozessen und Technologien. Diese Spezialisierung ist also Voraussetzung für echte kundennutzenorientierte Innovationen.
Wir richten uns hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber mit dem Ansatz, die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern. Die kontinuierliche Entwicklung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter orientiert sich an dieser grundsätzlichen Ausrichtung. Jeder Mitarbeiter von WashTec trägt als »Unternehmer bei WashTec« zur Unternehmensentwicklung bei. Mit der klaren Orientierung am Nutzen unserer Kunden bauen wir unsere Wettbewerbsvorteile nachhaltig weiter aus und generieren so Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und unsere Aktionäre.
Ökologische Nachhaltigkeit hat für WashTec eine hohe Priorität und umfasst das betriebliche Handeln sowie die Umweltwirkung unserer Produkte. WashTec hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen für die Produktionsstandorte in Deutschland, Tschechien, USA und China bis zum Jahr 2025 um 30 % im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken. Auf Produktseite leistet WashTec insbesondere durch eine Reduzierung des Wassereinsatzes der Waschanlagen im Kundenbetrieb sowie den effizienten Einsatz und die Zusammensetzung der Waschchemie einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit.
1.3 Steuerungssystem
1.3.1 Finanzielle und nichtfinanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren
Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren
- p Umsatz
- p EBIT
- p Free Cashflow (einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten)
- p ROCE
Free Cashflow wird als Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten definiert.
ROCE (Return on Capital Employed) wird definiert als Verhältnis zwischen EBIT und Capital Employed. Zum Capital Employed gehören nach unserer Definition das Anlagenvermögen (Gesamtwert von materiellen und immateriellen Vermögenswerten inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Nutzungsrechte) zuzüglich des NOWC (Net Operating Working Capital). NOWC wird definiert als Summe aus Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.
Auf Konzernebene wird zudem der folgende nichtfinanzielle Leistungsindikator verwendet:
p Unfallhäufigkeitsrate: Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden
Im »gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht« erfolgt eine ausführliche Beschreibung des für WashTec wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikators Unfallhäufigkeitsrate (siehe hierzu Abschnitt »Nichtfinanzieller Bericht« ab S. 31).
1.3.2 Nichtfinanzieller Bericht nach §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB
Der »gesonderte gemeinsame nichtfinanzielle Bericht« gemäß §§ 289b Abs. 3 und 315b Abs. 3 HGB ist unter https://ir.washtec.de/websites/washtec/German/3000/publikationen.html als ein eigenständiges Kapitel des Geschäftsberichts 2021 zu erreichen.
1.3.3 Chancen- und Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernweite und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.
Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 und 315a HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.
1.4 Forschung und Entwicklung
Mit unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentrieren wir uns auf Innovationen und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsprozesse. Die Aufgaben umfassen außerdem die Betreuung der Produkte über den gesamten Lebenszyklus den Ausbau und die Vertiefung unseres Anwendungswissens. Inhaltlich verfolgen wir
- p die Optimierung der Reinigungs- und Trocknungsprozesse,
- p die Erleichterung der Bedienbarkeit (ease of use),
- p die Steigerung der Verfügbarkeit und Effizienz unserer Produkte und
- p die Entwicklung von innovativen Lösungen im Bereich der Digitalisierung.
Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg rund 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für uns hohe Priorität.
Die gesamten operativen Aufwendungen der WashTec Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen 2021 rund Mio.€ 14,3 (Vorjahr: Mio.€ 12,7).
Die im Geschäftsjahr 2021 aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen Mio.€ 0,1 (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Dazu kamen nicht aktivierbare Aufwendungen i.H. v. Mio.€ 1,5 (Vorjahr: Mio.€ 1,1).
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Weltwirtschaftswachstum (Stand: 25. Januar 2022)
| Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts | |||
|---|---|---|---|
| Prognose 2021 | Ist 2021 | Prognose 2022 | |
| Deutschland | 3,5% | 2,7% | 3,8% |
| Eurozone | 4,2% | 5,2% | 3,9% |
| USA | 5,1% | 5,6% | 4,0% |
| China | 8,1% | 8,1% | 4,8% |
| Schwellenländer | 6,3% | 6,5% | 4,8% |
| Welt | 5,5% | 5,9% | 4,4% |
Im Verlauf des Jahres 2021 konnte sich die Weltwirtschaft zwar vom pandemiebedingten Einbruch des Vorjahres erholen, sie wurde jedoch von Material- und Kapazitätsengpässen belastet. Diese sind umfangreicher und werden nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (»IWF«) länger andauern als ursprünglich erwartet. Die Störungen der globalen Lieferketten werden die Industrieproduktion voraussichtlich auch im kommenden Jahr bremsen, wodurch sich insbesondere die Wachstumsprognose für das Jahr 2022 eingetrübt hat. Daneben führt der Russland-Ukraine-Krieg und die in diesem Zusammenhang verhängten Wirtschaftssanktionen zu weiteren Unsicherheiten und Belastungen der wirtschaftlichen Entwicklung.
Für Deutschland erwartet der IWF ein Plus von 3,8%, für die Eurozone ein Plus von 3,9%. Die maßgeblichen Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung sind hierbei die anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten, die stark gestiegenen Energiepreise und die im
Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg verhängten Wirtschaftssanktionen. Gleichzeitig haben diese Faktoren auch einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Inflation sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union.
Auch die größten Volkswirtschaften USA und China erholen sich langsamer als bislang angenommen. Für die USA rechnet der IWF aufgrund anhaltender Lieferkettenstörungen und einer zunehmend restriktiveren Geldpolitik aufgrund der stark gestiegenen Inflation mit einer Wachstumsprognose von 4,0%. Für China liegt die Prognose des IWF bei 4,8%. Als Ursachen für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr werden die weiterhin bestehenden Probleme des Immobiliensektors, die Auflagen bei örtlichen Corona-Lockdowns im Zusammenhang mit der Null-COVID-Strategie und eine geringere Kauflust der Verbraucher angeführt.
Branchenkonjunktur (Maschinenbau & Chemie)
Den Maschinen- und Anlagenbauern ist im vergangenen Jahr eine außerordentlich starke Aufholjagd gelungen. Während das Jahr 2020 noch von deutlichen Rückgängen der Bestellungen geprägt war, so konnten die Auftragsbücher im Jahr 2021 wieder kräftig gefüllt werden. Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) verbuchten die Maschinenbauer aus Deutschland insgesamt einen Auftragszuwachs von real 32% im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Inlandsbestellungen um 18% und die Auslandsbestellungen um 39% zulegten. Damit startet die Branche mit einem überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand ins Jahr 2022. Dies verschafft der Branche Sicherheit, auch wenn nach den Einschätzungen des VDMA die bestehenden Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen noch eine ganze Weile andauern werden und die Abarbeitung der Aufträge erschweren.
Trotz COVID-19-Pandemie und Lieferengpässen sowie zuletzt sprunghaft steigender Preise für Energie und Rohstoffe hat die chemisch-pharmazeutische Industrie 2021 eine starke Bilanz erzielt. Grundlage für das Ergebnis war, dass auf allen Kontinenten die industriellen Kunden der Branche ihren Erholungskurs fortsetzten. Entsprechend positiv entwickelte sich die globale Nachfrage nach Chemikalien. Auch für das kommende Jahr erwartet der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) eine positive Entwicklung der Branche sowohl im In- als auch im Ausland.
2.1.2 Markt für Fahrzeugwaschanlagen
Kundengruppen
Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Autowerkstätten, Supermarktketten, Speditionen und Verkehrsbetriebe.
Wettbewerb
WashTec ist weltweit Marktführer mit einer installierten Basis von 40.000 Anlagen. In Europa – einem entwickelten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität – ist WashTec nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil mit großem Abstand Marktführer. Im entwickelten nordamerikanischen Markt mit einem großen Anteil von Waschstraßen ist die Kunden- und Anbieterseite fragmentierter als in Europa. Aufgabe in China ist es, den Markt zu entwickeln. In Australien treffen europäische und amerikanische Wettbewerber in einem entwickelten Markt aufeinander.
Absatzmärkte
Deutschland bzw. Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte. Gemäß unserer Strategie sollen langfristig Nordamerika und Asien/Pazifik einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben.
2.2 Geschäftsverlauf
Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding GmbH sowie der Ergebnisabführung der WashTec Carwash Management GmbH und der AUWA-Chemie GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf die WashTec Gruppe. Auf die WashTec AG wird gesondert im Abschnitt 2.6 eingegangen.
| Rundungsdifferenzen möglich | 2020 | Prognose 2021 | angepasste | 2021 | Verände | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prognose 2021* | rung | |||||
| Umsatz | Mio.€ | 378,7 | stabil | deutlich steigend | 430,5 | 13,7% |
| EBIT | Mio.€ | 20,1 | deutlich steigend | 45,7 | 127,4% | |
| Free Cashflow** | Mio.€ | 36,9 | deutlich sinkend | 34,5 | –6,5% | |
| ROCE | % | 10,5 | deutlich steigend | 25,8 | – | |
| Unfallhäufigkeitsrate | ||||||
| (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) | 4,5 | deutlich sinkend | 4,9 | – |
* Am 13. Juli 2021 wurde eine angepasste Prognose abgegeben.
**einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
Umsatz- und Geschäftsentwicklung
Die WashTec Gruppe verzeichnete im Jahr 2021 einen Umsatzanstieg von 13,7% auf Mio.€ 430,5 (Vorjahr: Mio.€ 378,7). Bereinigt um Währungseffekte lag der Umsatzanstieg bei 13,6%. Damit wurde das im Geschäftsbericht 2020 kommunizierte Ziel einer stabilen Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich übertroffen. Die zum Halbjahr abgegebene angepasste Prognose für das Jahr 2021 ging von einem deutlichen Umsatzanstieg von über 9% aus. Diese Prognose wurde mit den finalen Zahlen für das Jahr 2021 übertroffen.
Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Verlauf des Jahres gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Auswirkungen der Pandemie waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich spürbar und beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung. Anders als zu Beginn des Jahres angenommen, erholte sich die Wirtschaft jedoch deutlich schneller als erwartet. Dies führte insbesondere auch zu einer Änderung des Investitionsverhaltens unserer Kunden.
Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr in allen wesentlichen Geschäftssegmenten. Die Entwicklung im Segment Maschinen und Service wurde insbesondere durch die Normalisierung im Verhalten der Großkunden beflügelt. Auch das Direktgeschäft entwickelte sich positiv, sodass das Geschäftsvolumen in diesem Bereich ebenfalls deutlich angestiegen ist.
Auch das Geschäft mit Service und Chemie entwickelte sich sehr gut, sodass hier nicht nur das stark durch die COVID-19-Pandemie betroffene Jahr 2020, sondern auch das Niveau des Vorkrisenjahres 2019 übertroffen wurde.
Mit dem Umsatzwachstum stieg das EBIT um 127,4% auf Mio.€ 45,7 (Vorjahr:
Mio.€ 20,1). In diesem Ergebnis ist ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Vorjahr gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten. Im Vorjahr war das Ergebnis durch Sonderaufwendungen i.H. v. Mio.€ 5,6 belastet. Bereinigt um diese Effekte lag das EBIT bei Mio.€ 43,0 (EBIT Rendite 10,0%) gegenüber dem Vorjahr mit Mio.€ 25,7 (EBIT Rendite 6,8%). Damit konnte die WashTec Gruppe auch im bereinigten Ergebnis erneut eine zweistellige EBIT-Rendite erzielen. Das im Geschäftsbericht 2020 gesetzte Ziel eines deutlichen Anstieges wurde damit erreicht.
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres und insbesondere im vierten Quartal wurde die WashTec Gruppe, wie auch die gesamte Wirtschaft, zunehmend durch die Herausforderungen in Verbindung mit der Materialverfügbarkeit und steigenden Materialpreisen belastet. Die sich unerwartet und zum Teil sehr kurzfristig verändernde Situation stellte das Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Wir sind stolz darauf, dass die WashTec Gruppe all ihren Lieferverpflichtungen nachkommen konnte. Teilweise mussten hierfür die verfügbaren Ressourcen umgeleitet und Projekte neu priorisiert werden. Dies hatte insbesondere Verzögerungen bei der Umsetzung zukünftiger Optimierungsprojekte zur Folge. Darüber hinaus konnte die Produktion in dieser herausfordernden Zeit nicht mit der gewohnten Effizienz arbeiten.
Auf die steigenden Einkaufspreise hat die WashTec Gruppe mit entsprechenden Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite reagiert. Aufgrund der üblichen Durchlaufzeit der Aufträge hatte dies allerdings nur einen geringen Einfluss auf das Ergebnis des Jahres, was sich insbesondere in der bereinigten EBIT-Rendite des vierten Quartals widerspiegelt. Diese sank gegenüber dem Vorjahr von 13% auf 10%. Die Gesellschaft rechnet auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 mit einer Fortsetzung der angespannten Situation auf dem Beschaffungsmarkt und den daraus resultierenden finanziellen Belastungen und operativen Herausforderungen.
Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten sank um 6,5% auf Mio.€ 34,5 (Vorjahr: Mio.€ 36,9). Damit wurde die Prognose eines deutlich sinkenden Free Cashflows getroffen.
Der ROCE erreichte einen Wert von 25,8% (Vorjahr: 10,5%). Damit wurde das angestrebte Ziel eines deutlich steigenden ROCE erreicht. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch die Steigerung des EBIT positiv beeinflusst. Das zugrunde liegende Capital Employed sank trotz steigenden Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 14,1 (7,4%).
Die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden lag zum Jahresende mit einem Wert von 4,9 unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für 2021 gesetzte Ziel einer deutlich sinkenden Anzahl von Unfällen konnte jedoch nicht erreicht werden. WashTec strebt weiterhin die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass, obwohl der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe im Jahr 2021 nach wie vor von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den besonderen Herausforderungen auf dem Beschaffungsmarkt geprägt war, die Gesellschaft das Jahr mit einem sehr positiven Ergebnis abschließen konnte. Das Geschäftsmodell hat sich als robust erwiesen, die Unternehmensfortführung war zu keinem Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2021 gefährdet. Weitere Anstrengungen bei der Optimierung der Prozesse sowie Investitionen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, werden sich in Zukunft positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.
2.3 Lage
| Rundungsdifferenzen möglich | 2019 | 2020 | 2021 |
|---|---|---|---|
| Umsatz Mio.€ |
436,5 | 378,7 | 430,5 |
| EBIT Mio.€ |
36,3 | 20,1 | 45,7 |
| Free Cashflow* Mio.€ |
6,4 | 36,9 | 34,5 |
*einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
2.3.1 Auftragsbestand
Der Auftragsbestand der Gruppe lag zum Ende des Jahres deutlich über dem Vorjahresniveau.
Da die Aufträge der WashTec Gruppe in der Regel eine Durchlaufzeit von sechs bis zehn Wochen haben, dient der Auftragsbestand als Indikator für die Geschäftsentwicklung in den folgenden Monaten.
2.3.2 Ertragslage
2.3.2.1 Gewinn- und Verlustrechnung
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der WashTec Gruppe:
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| absolut | in % | |||
| Umsatzerlöse | 430,5 | 378,7 | 51,8 | 13,7 |
| Kosten der umgesetzten Leistung | –303,8 | –274,5 | 29,3 | 10,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 126,7 | 104,1 | 22,6 | 21,7 |
| Bruttoergebnismarge in % | 29,4 | 27,5 | 1,9 | – |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | –13,0 | –14,0 | 1,0 | 7,1 |
| Vertriebsaufwand | –55,2 | –52,5 | –2,7 | –5,1 |
| Verwaltungsaufwand | –16,8 | –17,0 | 0,2 | 1,2 |
| Sonstige Erträge & Aufwendungen | 3,9 | –0,7 | 4,6 | 657,1 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 45,7 | 20,1 | 25,6 | 127,4 |
| EBIT-Rendite in % | 10,6 | 5,3 | 5,3 | – |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | 43,0 | 25,6 | 17,4 | 68,0 |
| Bereinigte EBIT-Rendite in % | 10,0 | 6,8 | 3,2 | – |
| Finanzergebnis | –0,9 | –1,3 | 0,4 | 30,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 44,8 | 18,8 | 26,0 | 138,3 |
| Steuern | –13,7 | –5,5 | –8,2 | –149,1 |
| Konzernergebnis | 31,1 | 13,3 | 17,8 | 133,8 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 2,32 | 0,99 | 1,33 | 133,8 |
2.3.2.2 Umsatzentwicklung
Die Umsätze der WashTec Gruppe lagen mit Mio.€ 430,5 um Mio.€ 51,8 oder 13,7% über dem Vorjahreswert von Mio.€ 378,7.
Umsatzentwicklung in Mio. €

Umsatz in 2021 auf Vorkrisenniveau
Bereinigt um Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Gesamtjahres mit Mio.€ 430,1 um 13,6% über dem Vorjahresniveau (Mio.€ 378,7). Der Währungseffekt hatte in Europa mit Mio.€ 1,5 durch die Veränderung der Kurse bei britischem
Pfund und Norwegischer Krone einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung, während in Nordamerika die Währungskursänderungen im Vergleich zum Vorjahr zu einem negativen Effekt von Mio.€ 1,8 führten. Die Währungseffekte auf die Umsatzentwicklung
der Region Asien/Pazifik lagen bei einem positiven Wert von Mio.€ 0,7. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Segmente findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.
| Umsatz nach Produkten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 | Veränderung | |
| absolut | in % | |||
| Maschinen und Service | 373,2 | 324,0 | 49,2 | 15,2 |
| Chemie | 51,0 | 46,6 | 4,4 | 9,4 |
| Sonstiges | 6,3 | 8,1 | –1,8 | –22,2 |
| Gesamt | 430,5 | 378,7 | 51,8 | 13,7 |
Der Maschinen- und Serviceumsatz lag mit Mio.€ 373,2 um 15,2% über dem Vorjahresniveau von Mio.€ 324,0. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr lag sowohl bei den Großkunden als auch im Direktvertrieb im zweistelligen Bereich. Dabei verzeichnete der Bereich Großkunden insbesondere in der zweiten Jahreshälfte einen deutlicheren Anstieg. Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal konnten die Umsatzerlöse mit Großkunden in den folgenden drei Quartalen deutliche zweistellige Steigerungsraten erreichen. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 lagen die Maschinen- und Service-Umsätze noch ca. 2% zurück, was vor allem auf das niedrigere Niveau des Geschäfts mit Großkunden zurückzuführen ist.
Das Geschäft im Bereich Chemie stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,4%. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Umsätze in diesem Bereich gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 um 8,3% gesteigert werden.
Die sonstigen Umsätze entsprechen lediglich ca. 1,5% des Gesamtumsatzes der WashTec Gruppe.
2.3.2.3 Aufwandsposten und Ergebnis
2.3.2.3.1 Bruttoergebnis vom Umsatz
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg deutlich um Mio.€ 22,6. Im Vergleich zum Vorjahr ist zu beachten, dass im Vorjahr ein Sondereffekt aus der Wertberichtigung der aktivierten Eigenleistungen aus der Produktentwicklung in Höhe von Mio.€ 5,2 enthalten war. Bereinigt um diesen Effekt betrug die Steigerung des Bruttoergebnisses Mio.€ 17,4 bzw. 15,9%. Damit stieg das Bruttoergebnis gegenüber dem Vorjahr trotz der Belastungen aus Materialkostensteigerungen überproportional an. Die bereinigte Bruttoergebnismarge verbesserte sich von 28,9% auf 29,4%. Diese Verbesserung ist neben der volumenbedingten Fixkostendeckung insbesondere auf die in den Vorjahren eingeleiteten und umgesetzten Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen.
2.3.2.3.2 Aufwandsposten
Aufwand für Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung sank gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 1,0. Beim Vergleich gegenüber dem Vorjahr ist zu beachten, dass in den Vorjahreszahlen eine Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von Mio.€ 1,3 bilanziert wurde. Im Jahr 2021 wurden die in dieser Rückstellung berücksichtigten Personalmaßnahmen nicht umgesetzt. Die Mitarbeiter konnten für andere, für das Unternehmen wertschöpfende Aufgaben, gewonnen werden, sodass die Rückstellung im Jahr 2021 aufgelöst wurde. Die Auflösung der Rückstellung hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis der WashTec Gruppe, da im Gegenzug Restrukturierungsaufwendungen in gleicher Höhe in anderen Bereichen angefallen sind. Bereinigt um diese Effekte stieg der Aufwand für Forschung und Entwicklung um Mio.€ 1,6 von Mio.€ 12,7 im Vorjahr auf Mio.€ 14,3 im Geschäftsjahr 2021. Diese Steigerung ist insbesondere durch eine deutliche Intensivierung der Aktivitäten im Bereich der Entwicklung von digitalen Lösungen und Produkten begründet.
Vertriebsaufwand
Der Anstieg im Bereich Vertrieb ist im Wesentlichen auf die höheren Frachtkosten (Mio.€ 12,0; Vorjahr: Mio.€ 10,0) im Zusammenhang mit der Steigerung des Absatzes zurückzuführen. Darüber hinaus fielen Mehraufwendungen im Zusammenhang mit Messen in Höhe von Mio.€ 0,5 an.
Verwaltungsaufwand
Der Aufwand im Bereich Verwaltung blieb im abgelaufenen Jahr mit Mio.€ 16,8 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 17,0).
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge und Aufwendungen verbesserten sich um Mio.€ 4,6 auf Mio.€ 3,9 (Vorjahr: Mio.€ –0,7). Die Reduktion der Kosten betrifft hier insbesondere die niedrigen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Verbesserung der Altersstruktur sowie die im aktuellen Jahr in dieser Position erfassten Erträge aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA.
Die in dieser Position erfassten Effekte aus der Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte einen positiven Einfluss i.H. v. ca. Mio.€ 0,2 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio.€ –0,7).
2.3.2.3.3 EBIT
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 127,4% auf Mio.€ 45,7 (Vorjahr: Mio.€ 20,1).
EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Ein Ausweis des EBIT nach Segmenten findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.
2.3.2.3.4 EBIT-Rendite
Die EBIT-Rendite stieg auf 10,6% (Vorjahr: 5,3%). Bereinigt um den im Ergebnis erfassten Sondereffekt, lag die EBIT-Rendite im abgelaufenen Jahr bei 10,0% (Vorjahr: 6,8%).
2.3.2.3.5 Finanzergebnis
Das Finanzergebnis lag bei Mio.€ –0,9 (Vorjahr: Mio.€ –1,3). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der in dieser Position im Vorjahr erfassten Rückstellung für geforderte Zinszahlungen aus einer Betriebsprüfung.
| Aufschlüsselung des Finanzergebnisses | ||
|---|---|---|
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 |
| Sonstige Zinserträge | 0,1 | 0,1 |
| Finanzertrag | 0,1 | 0,1 |
| Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen | 0,5 | 0,5 |
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten | 0,4 | 0,5 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 0,1 | 0,5 |
| Finanzaufwand | 1,0 | 1,4 |
| Finanzergebnis | –0,9 | –1,3 |
2.3.2.3.6 EBT
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf Mio.€ 44,8 (Vorjahr: Mio.€ 18,8).
2.3.2.3.7 Steuern
Die Steuern i.H. v. Mio.€ 13,7 (Vorjahr: Mio.€ 5,5) setzen sich aus laufendem Steueraufwand und latenten Steuern, im Wesentlichen aufgrund temporärer Differenzen, zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) lag bei 30,6% und damit leicht über Vorjahr (Vorjahr: 29,2%).
2.3.2.3.8 Konzernergebnis
Das Konzernergebnis stieg um Mio.€ 17,8 auf Mio.€ 31,1 (Vorjahr: Mio.€ 13,3). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) stieg – auf Grundlage einer durchschnittlichen Aktienzahl von 13.382.324 – um 133,8% auf € 2,32 (Vorjahr: € 0,99).
Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.3.2.4 Mittelverwendung/Dividende
WashTec wird auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 16. Mai 2022 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H. v. € 40.306.406,55 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H. v. € 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 38.808.739,60, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i.H. v. € 1.497.666,95 auf neue Rechnung. In dem Vorschlag für die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre i.H. v. € 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie ist neben der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 i.H. v. € 2,10 eine Sonderdividende i.H. v. € 0,80 enthalten.
2.3.3 Berichterstattung nach Regionen
Umsatz nach Regionen in Mio. €*

* Konsolidierungseekte sind nicht berücksichtigt
EBIT nach Regionen in Mio. €*

2.3.3.1 Europa
| Kennzahlen Region Europa | ||||
|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 | Veränd. | |
| (in %) | ||||
| Umsatz | in Mio.€ | 348,7 | 305,5 | 14,1 |
| EBIT | in Mio.€ | 40,2 | 19,0 | 111,6 |
| EBIT-Rendite | % | 11,5 | 6,2 | – |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) | 1.457 | 1.458 | –0,1 |
Marktumfeld
Der Waschanlagenmarkt in Europa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Märkte für Fahrzeugwäschen. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und weit ausgebauter Service- und Vertriebsstrukturen der Anbieter aus.
Die Kunden von WashTec in Europa sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäschen an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.
Der Wettbewerb in Europa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Erhebliche Bedeutung haben eine flächendeckende Servicestruktur und eine installierte Basis. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von Portalanlagen in den Kernmärkten Europas.
| Geschäftsverlauf Europa | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2020 | Prognose | 2021 | Veränd. | |
| 2021 | (in %) | ||||
| Umsatz | in Mio.€ | 305,5 | stabil | 348,7 | 14,1 |
| EBIT | in Mio.€ | 19,0 | deutlich steigend | 40,2 | 111,6 |
Umsatzentwicklung
Die Umsatzentwicklung in Europa war mit Mio.€ 348,7 im Vergleich zum Vorjahr (Mio.€ 305,5) deutlich positiver als zu Beginn des Jahres erwartet. Die zu Jahresbeginn prognostizierte stabile Umsatzentwicklung wurde deutlich übertroffen.
Das Umsatzwachstum betraf sowohl den Bereich der Großkunden als das Direktgeschäft. Besonders erfreulich ist, dass das Geschäft im Direktvertrieb im abgelaufenen Jahr das Niveau des starken Vorkrisenjahres 2019 wieder erreicht hat. Der Absatz im Großkundensegment blieb dagegen noch etwas hinter dem Vorkrisenjahr zurück. Auch die Bereiche Service und Chemie entwickelten sich sehr positiv. Hier konnten die Umsätze ebenfalls deutlich zulegen und übertrafen auch das Vorkrisenniveau.
Ergebnisentwicklung
Das EBIT in Europa stieg von Mio.€ 19,0 im Vorjahr auf Mio.€ 40,2. Die EBIT-Rendite lag bei 11,5% (Vorjahr: 6,2%). Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu beachten, dass das Vorjahresergebnis durch Sonderaufwendungen in Höhe von Mio.€ 6,5 belastet war. Bereinigt um diesen Effekt stieg das EBIT um Mio € 14,7 bzw. 57,6% gegenüber dem Vorjahresergebnis an.
Im Hinblick auf die Ergebnisentwicklung wurde damit die zu Jahresbeginn abgegebene Prognose übertroffen.
Im Segmentergebnis sind keine Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Im Vorjahr wurden in diesem Zusammenhang Mio.€ 0,4 erfasst.
2.3.3.2 Nordamerika
| Kennzahlen Region Nordamerika | ||||
|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 | Veränd. | |
| (in %) | ||||
| Umsatz | in Mio.€ | 77,5 | 66,3 | 16,9 |
| EBIT | in Mio.€ | 4,6 | 0,8 | 475,0 |
| EBIT-Rendite | % | 5,9 | 1,2 | – |
| Mitarbeiter (zum 31.12.) | 269 | 248 | 11,2 |
Marktumfeld
Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in Nordamerika in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden auch weiterhin ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.
In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Waschanlagenketten. Der Anteil von Waschstraßen gegenüber Portalanlagen sowie das Wachstum dieses Produktsegments liegen über dem weltweiten Durchschnitt. Der Marktausblick ist anhaltend positiv.
| Geschäftsverlauf Nordamerika | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2020 | Prognose | 2021 | Veränd. | |
| 2021 | (in %) | ||||
| Umsatz | in Mio.€ | 66,3 | stabil | 77,5 | 16,9 |
| EBIT | in Mio.€ | 0,8 | deutlich steigend | 4,6 | 475,0 |
Umsatzentwicklung
Der Umsatz in Nordamerika stieg deutlich von Mio.€ 66,3 im Vorjahr auf Mio.€ 77,5 an. Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 91,2 (Vorjahr: Mio. USD 75,8). Die zu Jahresbeginn prognostizierte stabile Umsatzentwicklung wurde übertroffen. Der Grund für den deutlich positiveren Geschäftsverlauf ist die Rückkehr des Geschäfts mit Großkunden, die früher als zunächst erwartet eintrat.
Ergebnisentwicklung
Das Ergebnis in Nordamerika stieg deutlich um Mio.€ 3,8 auf Mio.€ 4,6 (Vorjahr: Mio.€ 0,8). Das ursprünglich angegebene Ziel eines deutlich steigenden EBIT wurde damit übertroffen. In diesem Ergebnis ist ein positiver Sondereffekt durch die erfolgswirksame Vereinnahmung des im Vorjahr gewährten Darlehens aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA in Höhe von Mio.€ 2,7 enthalten. Das um diesen Effekt bereinigte EBIT des Jahres 2021 lag bei Mio.€ 1,9 (Vorjahr Mio.€ 0,8). Diese Ergebnisverbesserung ist auf die bereits in Vorjahren angestoßenen Optimierungsprojekte und Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen. Insbesondere in dieser Region waren in der zweiten Jahreshälfte die steigenden Materialkosten spürbar, die die positiven Effekte aus den umgesetzten Maßnahmen schmälerten.
Im Ergebnis des Segments sind Effekte aus Unterstützungsprogrammen der Länder in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 2,9 (Vorjahr Mio.€ 0,3) enthalten.
2.3.3.3 Asien/Pazifik
| Kennzahlen Region Asien/Pazifik | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | ||||
| (in %) | |||||
| Umsatz in Mio.€ |
18,1 | 17,7 | 2,3 | ||
| EBIT in Mio.€ |
1,2 | 0,3 | 300,0 | ||
| EBIT-Rendite % |
6,6 | 1,7 | – | ||
| Mitarbeiter (zum 31.12.) | 56 | 64 | –11,1 |
Marktumfeld
Der chinesische Markt für Fahrzeugwäschen ist grundsätzlich von der Handwäsche dominiert. Das stetig wachsende Lohnniveau, die stark wachsende Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Verbindung mit zunehmendem Umweltbewusstsein sowie der Möglichkeit, Wäschen über Smartphones einfach und schnell zu kaufen, werden den Anteil der automatischen Fahrzeugwäsche zukünftig weiter erhöhen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung und Zahl der Luxus- und Premiumfahrzeuge, insbesondere der deutschen Fahrzeughersteller, zu. WashTec verfügt seit 2008 über ein eigenes Werk in der Nähe von Shanghai. Der Eintritt weiterer Wettbewerber und das erhöhte Angebot an Waschanlagen, insbesondere im Niedrigpreissegment, kann sich ebenfalls als weitere Herausforderung im noch unterentwickelten Waschanlagenmarkt entwickeln. Die erwartete Entwicklung im Mittelund Premiumpreissegment bietet jedoch auch neue Chancen.
Auf dem australischen Markt stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb.
| Geschäftsverlauf Asien/Pazifik | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2020 | Prognose | 2021 | Veränd. | |
| 2021 | (in %) | ||||
| Umsatz | in Mio.€ | 17,7 | stabil | 18,1 | 2,3 |
| EBIT | in Mio.€ | 0,3 | stabil | 1,2 | 300,0 |
Umsatzentwicklung
Der Umsatz in Asien/Pazifik lag mit Mio.€ 18,1 leicht über dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 17,7). Währungsbereinigt lagen die Umsatzerlöse in dieser Region bei Mio.€ 17,4. Damit konnte die zu Jahresbeginn abgegebene Prognose einer stabilen Umsatzentwicklung erreicht werden.
Wie im Geschäftsbericht des Jahres 2020 bereits beschrieben, konnte die Entwicklung auf dem australischen Markt nach dem Verlust eines Großkunden stabilisiert werden und zeigte eine deutlich positive Entwicklung. Dies führte im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 zu einem wachsenden Geschäft in Australien.
In China beobachtete die WashTec Gruppe bereits zum Ende des Vorjahres eine deutliche Veränderung des Marktes hin zu kostenlosen Wäschen an den Tankstellen. Dies hemmt die Bereitschaft zu Investitionen, vor allem im Direktgeschäft, da Rentabilitätserwartungen durch das Marktumfeld beeinträchtigt werden. Die Großkunden in der Region meiden direkte Investitionen in die Waschanlagen und bevorzugen ein Mietmodell. Dies hätte für die WashTec Gruppe zwangsläufig zu einer deutlichen Erhöhung der Kapitalbindung in dieser Region geführt. Die Gesellschaft erachtete dieses Modell als zu risikoreich, was zu einem Rückgang der Umsatzerlöse in dem Land geführt hat. Im vergangenen Jahr wurden alternative Lösungen gesucht, um die Position von WashTec auf dem Markt zu stärken. Die Voraussetzungen dafür konnten geschaffen werden, sodass die WashTec Gruppe für China zuversichtlich auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren blickt.
Ergebnisentwicklung
Das EBIT stieg deutlich auf Mio.€ 1,2 (Vorjahr: Mio.€ 0,3). Damit wurde die für das Jahr 2021 aufgestellte Prognose eines stabilen EBIT übertroffen. Die positive Entwicklung auf dem australischen Markt hat zu dieser deutlichen Verbesserung des Ergebnisses geführt. Desweiteren wurde das Ergebnis des Jahres durch einen positiven Effekt aus der Bewertung von in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden in Höhe von Mio.€ 0,6 beeinflusst.
Im Segmentergebnis sind Effekte aus Unterstützungsmaßnahmen der Regierungen in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von Mio.€ 0,1 (Vorjahr Mio.€ 0,7) enthalten.
2.3.4 Vermögenslage
2.3.4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur
| Verkürzte Konzernbilanz | ||
|---|---|---|
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Anlagevermögen (inkl. Nutzungsrechte) | 92,8 | 95,7 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 94,3 | 85,4 |
| Vorräte | 57,1 | 38,5 |
| Aktive latente Steuern | 4,8 | 4,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 18,1 | 19,9 |
| Eigenkapital | 98,4 | 96,2 |
| Verzinsliche Darlehen | 13,5 | 19,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 118,2 | 108,7 |
| davon Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) |
30,8 | 28,9 |
| davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
16,1 | 10,5 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 35,5 | 18,9 |
| Passive latente Steuern | 1,3 | 1,0 |
| Bilanzsumme | 267,0 | 244,0 |
Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe stieg von Mio.€ 244,0 auf Mio.€ 267,0.
2.3.4.1.1 Aktiva
Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie in den Vorjahren Geschäfts- und Firmenwerte i.H. v. Mio.€ 42,3 enthalten. Das Sachanlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus den Positionen »Grundstücke und Gebäude« i.H. v. Mio.€ 12,9 (Vorjahr: Mio. € 13,4) und »Technische Anlagen und Maschinen« i.H. v. Mio.€ 7,7 (Vorjahr: Mio. € 9,0) zusammen. Die »Immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftsund Firmenwert)« betragen Mio.€ 6,2 (Vorjahr: Mio. € 6,6). Zudem sind Nutzungsrechte i.H. v. Mio.€ 19,3 (Vorjahr: Mio. € 19,5) enthalten.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen von Mio.€ 85,4 zum Stichtag des Vorjahres auf Mio.€ 94,3. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die aufgrund des höheren Geschäftsvolumens um Mio.€ 7,8 auf Mio.€ 71,4 (Vorjahr Mio.€ 63,6) gestiegen sind.
Die Vorräte lagen zum Jahresende mit Mio.€ 57,1 deutlich über dem Vorjahresniveau (Mio.€ 38,5). Wesentliche Gründe für den Anstieg liegen sowohl in einem höheren Bestand an Fertigerzeugnissen aufgrund von existierenden Kundenaufträgen, die eine Fertigstellung der Anlagen zum Jahresende vorsehen als auch aufgrund der bewussten Bevorratung für die Produktion durch die Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten. Die deutlich höhere Kapitalbindung im Vorratsvermögen konnte durch eine Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen von Kunden gegenfinanziert werden.
Die aktiven latenten Steuern i.H. v. insgesamt Mio.€ 4,8 (Vorjahr: Mio.€ 4,6) resultierten im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und IFRS-Bilanzansätzen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von Mio.€ 19,9 im Vorjahr auf Mio.€ 18,1.
2.3.4.1.2 Passiva
Das Eigenkapital stieg von Mio.€ 96,2 auf Mio.€ 98,4. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Seite 103) entnommen werden. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der Dividendenausschüttung von Mio.30,8 € auf 36,9% (Vorjahr: 39,4%).
Solide Eigenkapitalquote von 36,9%
Die verzinslichen Darlehen sanken gegenüber dem 31. Dezember 2020 von Mio.€ 19,1 auf Mio.€ 13,5.
WashTec verfügte zum Jahresende über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Mio.€ 18,1. Dem standen verzinslichen Darlehen von Mio.€ 13,5 und Leasingverbindlichkeiten i.H. v. Mio.€ 20,2 gegenüber. Der hohe positive Free Cashflow des Jahres führte trotz einer Dividendenzahlung in Höhe von Mio.€ 30,8 zu einer Abnahme der Nettofinanzverschuldung (flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten) um Mio.€ 3,7 auf Mio.€ 15,7.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von Mio.€ 10,5 auf Mio.€ 16,1.
Die Vertragsverbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen durch deutlich höhere erhaltene Anzahlungen um Mio.€ 16,6 auf Mio.€ 35,5 (Vorjahr: Mio.€ 18,9).
Die passiven latenten Steuern stiegen leicht auf Mio.€ 1,3 (Vorjahr: Mio.€ 1,0).
Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag bei Mio.€ 30,8 (Vorjahr: Mio.€ 28,9).
2.3.4.2 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente
Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter. Insbesondere das Wissen über den Waschprozess als solchen und die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Forschung und Entwicklung einzusetzen, bilden einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer bedeutender Erfolgsfaktor ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk der WashTec Gruppe. Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.
2.3.5 Finanzlage
2.3.5.1 Kapitalstruktur
Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Die Gruppe verfügte am 31. Dezember 2021 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio.€ 122,6 (Vorjahr: Mio.€ 122,5).
Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio.€ 102,4 (Vorjahr: Mio.€ 96,9).
Weitere Informationen in Bezug auf die Finanzierung der WashTec Gruppe finden Sie im Chancen- und Risikobericht unter dem Abschnitt »Finanzierungsrisiken«.
2.3.5.2 Investitionen und Abschreibungen
Mit Mio.€ 4,3 fielen die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gering aus. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in Europa (Mio.€ 4,1). Hauptsächlich handelte es sich um Investitionen in die Modernisierung der Standorte und Investitionen in moderne
Betriebsmittel. Darüber hinaus wurden Investitionen in Nordamerika (Mio.€ 0,1) und Asien/Pazifik (Mio.€ 0,1) getätigt.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Die Vermögenswerte werden dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Der Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Basis hierfür ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit wurden die bilanzierten immateriellen Vermögenswerte einem Impairmenttest unterzogen. Die Ergebnisse führten zu keinem Anpassungsbedarf bei den angesetzten Werten.
2.3.5.3 Liquidität
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| absolut | in % | |||
| Ergebnis vor Steuern | 44,8 | 18,8 | 26,0 | 138,3 |
| Mittelveränderung aus operativer | ||||
| Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 45,7 | 46,3 | –0,6 | –1,3 |
| Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit | –3,4 | –0,7 | –2,7 | –385,7 |
| Free Cashflow* | 34,5 | 36,9 | –2,4 | –6,5 |
| Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit** | –31,6 | –0,8 | –30,8 | – |
| Nettoveränderung des Finanzmittelfonds | 2,9 | 36,1 | –33,2 | –92,0 |
| Finanzmittelfonds zum 31.12 | 4,5 | 0,8 | 3,7 | 462,5 |
* einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten ** ohne Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) sank leicht um Mio.€ 0,6 auf Mio.€ 45,7 (Vorjahr: Mio.€ 46,3). Ausschlaggebend für die Entwicklung war die Veränderung im Bereich des NOWC, das um Mio.€ 4,3 stieg. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Verbindung mit dem Wachstum des Geschäfts sowie höheren Beständen des Vorratsvermögens zurückzuführen. Im Vorjahr sank das NOWC um Mio.€ 11,7.
Das Net Operating Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) stieg zum Stichtag um Mio.€ 6,3 von Mio.€ 80,6 auf Mio.€ 86,9. Dies resultierte aus einem deutlichen Anstieg der Vorräte.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (saldiert) betrug im Geschäftsjahr 2021 Mio.€ 3,4 (Vorjahr: Mio.€ 0,7). Dabei lagen die Auszahlungen für Investitionen leicht unter dem Vorjahresniveau bei Mio.€ 4,3 (Vorjahr: Mio.€ 4,7).
Der Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten (Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) – Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit – Tilgung der Leasingverbindlichkeiten) sank auf Mio.€ 34,5 (Vorjahr: Mio.€ 36,9).
26,8 30,5 36,9
Free Cashflow* in Mio. €
2017 2018 2019 2020 2021 6,4 * einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (ohne Tilgung der Leasingverbindlichkeiten) belief sich auf Mio.€ 31,6 (Vorjahr: Mio.€ 0,8). Der Anstieg resultiert aus der Dividendenzahlung in Höhe von Mio.€ 30,8 (Vorjahr Mio.€ 0,0).
34,5
Der Finanzmittelfonds (saldiert) stieg aufgrund der positiven Entwicklung des Free Cashflow zum 31. Dezember 2021 auf Mio.€ 4,5 (Vorjahr: Mio.€ 0,8). Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator
| Unfallhäufigkeitsrate | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Rundungsdifferenzen möglich | 2020 | Prognose 2021 |
2021 | Veränd. absolut |
|
| Arbeitsunfälle/ | deutlich | ||||
| Mio. Arbeitsstunden | 4,5 | sinkend | 4,9 | 0,4 |
Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2021 lag der Wert bei 4,9 und damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften der vergangenen Jahre. Das für 2021 gesetzte Ziel einer deutlich sinkenden Unfallhäufigkeitsrate wurde damit jedoch nicht erreicht. WashTec strebt weiterhin die Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle an.
2.5 Mitarbeiter
Die Zahl der Mitarbeiter stieg zum 31. Dezember 2021 um 12 auf 1.782 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.770). Im Jahresdurchschnitt waren 1.767 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.798).
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2.6.1 Ertragslage

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA-Chemie GmbH gelten als Orientierung die Tarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie.
Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Ausgaben für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter stiegen in diesem Jahr um 43%.
2.6 WashTec AG
Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.
Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Kapitel »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist. Die für das abgelaufene Geschäftsjahr prognostizierte stabile Ergebnisentwicklung wurde aufgrund des höheren Beteiligungsergebnisses deutlich übertroffen.
| 1.767 | Gewinn- und Verlustrechnung Washtec AG (verkürzt) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 | Veränderung | ||
| absolut | in % | ||||
| Umsatzerlöse | 2,9 | 1,8 | 1,1 | 61,1 | |
| Personalaufwand | 4,2 | 1,5 | 2,7 | 180,0 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 2,1 | 2,1 | 0,0 | – | |
| Beteiligungsergebnis | 43,0 | 10,9 | 32,1 | 294,5 | |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 40,1 | 10,2 | 29,9 | 293,1 | |
| Jahresüberschuss | 39,9 | 8,6 | 31,3 | 364,0 | |
| 2021 | Gewinnvortrag | 0,4 | 22,6 | –22,2 | –98,2 |
| Bilanzgewinn | 40,3 | 31,2 | 9,1 | 29,2 |
Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG stiegen auf Mio.€ 2,9 (Vorjahr: Mio.€ 1,8) und resultieren aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an die Tochtergesellschaften.
Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio.€ 4,2 (Vorjahr: Mio.€ 1,5) beinhaltet die Vergütung des Vorstandes sowie den Personalaufwand für den Bereich Recht und Investor Relations. Daneben beinhaltet diese Position im Jahr 2021 auch die Mitarbeiterprämie in Höhe von Mio.€ 1,5, die an alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe als Anerkennung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 ausbezahlt wurde.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) lagen mit Mio.€ 2,1 auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: Mio.€ 2,1).
Der Jahresüberschuss (nach HGB) stieg von Mio.€ 8,6 auf Mio.€ 39,9.
Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen i.H. v. Mio.€ 2,9 (Vorjahr: Mio.€ 4,9) sowie Zinserträge i.H. v. Mio.€ 0,1 (Vorjahr: Mio.€ 0,1). Zudem erfolgte eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH i.H. v. Mio.€ 40,0 (Vorjahr: Mio.€ 6,0).
2.6.2 Vermögens- und Finanzlage
| Bilanz WashTec AG (verkürzt) | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich | 31.12. | 31.12. | Veränderung | |
| 2021 | 2020 | absolut | in % | |
| Anlagevermögen | 128,2 | 128,1 | 0,1 | 0,1 |
| Forderungen, sonstige Vermögenswerte | 54,2 | 39,6 | 14,6 | 36,9 |
| Eigenkapital | 169,4 | 160,3 | 9,1 | 5,7 |
| Rückstellungen | 3,6 | 3,5 | 0,1 | 2,9 |
| Verbindlichkeiten | 9,3 | 3,9 | 5,4 | 138,5 |
| Bilanzsumme | 182,4 | 167,7 | 14,7 | 8,8 |
Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H. v. Mio.€ 128,1 (Vorjahr: Mio.€ 128,1) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf ist nicht gegeben.
Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte (nach HGB) i.H. v. Mio.€ 54,2 (Vorjahr: Mio.€ 39,6) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen.
Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio.€ 169,4 (Vorjahr: Mio.€ 160,3). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 92,9% (Vorjahr: 95,6%).
Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio.€ 3,6 (Vorjahr: Mio.€ 3,5) und wurden vor allem für Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten sowie die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung gebildet.
Die Finanzierung der WashTec AG erfolgt mittels Cashpooling mit der WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg.
2.6.3 Chancen- und Risikobericht
Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289f Abs. 1 HGB a. F. erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.
Die Hauptrisiken der WashTec AG bestehen in der Werthaltigkeit der Beteiligungen und der Höhe der Ausschüttungen.
Hohe Eigenkapitalquote der AG 92,9%
2.6.4 Sonstiges

Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstände und die Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Konzernanhang (Anhangangabe 40) erläutert.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Abschnitt »Compliance« wiedergegeben und auf der Internetseite www.washtec.de veröffentlicht.
2.6.5 Prognose
Die im Prognosebericht für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen im Bereich 4.1.4 »WashTec Unternehmensentwicklung« gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft. Finanzieller Leistungsindikator für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG ist der Jahresüberschuss.

3 Nachtragsbericht
Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschaft beobachtet die Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs aufmerksam. Die WashTec Gruppe generiert in diesen Ländern einen Umsatz von unterhalb 2% des Konzernumsatzes. Es befinden sich dort keine Produktionsstandorte oder anderweitigen Vermögenswerte. Damit wären die direkten finanziellen Auswirkungen aus dem Geschäft in diesen beiden Ländern auf Umsatz und Ergebnis der WashTec Gruppe nicht wesentlich. Allerdings kann die weitere Entwicklung deutliche Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage außerhalb dieser Länder haben sowie zu weiteren Erhöhungen bei der Rohstoffund Energiepreise führen. Für eine endgültige Abschätzung der möglichen Folgen auf weltweiter Basis ist die Faktenlage derzeit zu volatil.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1 Prognosebericht
Dieser Prognosebericht berücksichtigt die relevanten Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.
4.1.1 Geschäftspolitik und Strategie
Die WashTec Gruppe hält auch für 2022 und die Folgejahre an ihrer Strategie fest, den Kundennutzen zu erhöhen und die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich Fahrzeugwäsche auszubauen.
4.1.2 Absatzmärkte und Produkte
Die Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in allen Vertriebsregionen und Produktbereichen weltweit weiterhin zu steigern. Dies gilt für alle Märkte, in denen WashTec mit höchstem Kundennutzen eine führende Stellung in jedem Kunden- und Produktsegment einnehmen will. WashTec generiert einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Europa und strebt einen weiteren Ausbau seiner Marktposition an. Zusätzliche Potenziale für die WashTec Gruppe bestehen aufgrund des geringeren Marktanteils in Nordamerika und im noch unterentwickelten Markt Asien.
4.1.3 Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Eine detaillierte Beschreibung zur Konjunktur und zur Entwicklung der Weltwirtschaft ist unter Punkt 2.1 dieses Lageberichts zu finden. In Summe geht das Unternehmen bei seinen Prognosen von einer, im Vergleich zu den beiden von der COVID-19-Pandemie geprägten Vorjahren, positiveren Entwicklung der Konjunktur und der Weltwirtschaft aus.
Die aktuelle Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs und die daraus resultierenden Sanktionen könnten weiteren erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiepreise sowie die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung haben. Darüber hinaus würde diese Situation die Aktivitäten der WashTec Gruppe im russischen und ukrainischen Markt erheblich beeinflussen, auch wenn die direkten finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der WashTec Gruppe nicht wesentlich sein werden.
4.1.4 WashTec Unternehmensentwicklung
Die Prognose für 2022 ist mit Unsicherheiten versehen, die einen erheblichen Einfluss auf die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können.
Auch wenn in den ersten Monaten des Jahres 2022 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung noch durch die Maßnahmen zur Abwehr der Omikron-Welle beeinträchtigt sein werden, geht die Gesellschaft in ihren Annahmen davon aus, dass diese keinen nachhaltigen Effekt auf die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe im Geschäftsjahr 2022 haben werden. Die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten und bei den Materialpreisen ist schwer vorherzusehen und hängt stark von der Entwicklung der weltweiten Konjunktur ab und könnte die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe im kommenden Jahr weiter zusätzlich belasten. WashTec hat bereits auf die derzeit bekannten und absehbaren Entwicklungen mit adäquaten Maßnahmen reagiert.
Die derzeitige Prognose ist unter der Annahme aufgestellt, dass es im Jahr 2022 zu einer weiteren Erholung der wirtschaftlichen Situation kommen wird. Der solide Auftragsbestand zum Jahresende 2021 bildet eine gute Ausgangsbasis für das geplante Wachstum im kommenden Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2021 geht die WashTec Gruppe von steigenden Kosten, insbesondere im Bereich der Aufwendungen für Werbung und Messen sowie Reisekosten aus. Diese sind in den vergangenen beiden Jahren aufgrund der Einschränkungen in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie deutlich zurückgegangen. Die Gesellschaft geht hier von einer Normalisierung dieser Aufwendungen aus, wenn auch das Gesamtniveau
durch die zwischenzeitlich etablierte Nutzung digitaler Kommunikationslösungen gegenüber der Vorkrisenzeit geringer ausfallen wird. Darüber hinaus werden durch die inflationsbedingten Preissteigerungen in den Bereichen Transport, Energie- und Kraftfahrzeugkosten sowie durch Tarifanpassungen weitere Kosten auf die Gesellschaft zukommen. Um das nachhaltige Wachstum der Gesellschaft zu sichern, wird auch in zusätzliche Kapazitäten im Vertriebsbereich investiert. Trotz dieser Einflüsse geht die Gesellschaft insgesamt von einer positiven Entwicklung des Geschäfts im kommenden Jahr aus. Diese Prognose berücksichtigt keine weitere wesentliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs.
Ziel des Vorstandes ist es, gemeinsam mit allen Mitarbeitern die Strategie des Unternehmens aktiv weiterzuentwickeln und die operative Performance laufend zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt für 2022 auf der weiteren Optimierung der bestehenden Prozesse sowie Investitionen im Bereich der Entwicklung von digitalen Lösungen und Produkten.
Zusammenfassend geht der Vorstand im Rahmen seiner Prognose davon aus, dass sich die Kennzahlen für die Gruppe wie folgt entwickeln.
| 2021 | Prognose 2022 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio.€ | 430,5 | 450–470 |
| EBIT | Mio.€ | 45,7 | 45–48 |
| Bereinigtes EBIT | Mio.€ | 43,0 | 45–48 |
| Free Cashflow* | Mio.€ | 34,5 | 28–32 |
| ROCE | % | 25,8 | 25–27 |
| Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden) | 4,9 | <4 |
* einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
WashTec strebt für die Gruppe im Geschäftsjahr 2022 eine Umsatzsteigerung von 5%–9% bei einer zweistelligen EBIT-Rendite an. Beim Vergleich der EBIT-Prognose zum Jahr 2021 ist zu beachten, dass der Vorjahreswert einen positiven Sondereffekt in Höhe von Mio.€ 2,7 enthält. Bereinigt um diesen Effekt liegt die prognostizierte Steigerung des bereinigten EBIT bei 5%–12%. Damit wird im kommenden Jahr eine überproportionale EBIT-Steigerung im Vergleich zum Umsatz erwartet.
Die Umsatzsteigerung in der Region Europa liegt mit ca. 4%–5% unterhalb der erwarteten Steigerung der WashTec Gruppe. Die Umsatzsteigerung in den Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik wird im zweistelligen Bereich erwartet.
Die EBIT-Entwicklung in der Region Europa folgt der angestrebten Entwicklung der Gruppe. In Nordamerika wird für das Jahr 2022 ein EBIT unter dem Niveau des Vorjahres erwartet, da dort im Jahr 2021 ein Sondereffekt in Höhe von Mio.€ 2,7 erfasst wurde. Bereinigt um den Sondereffekt wird das EBIT in dieser Region steigen. In der Region Asien/Pazifik wird eine EBIT-Entwicklung auf Vorjahresniveau erwartet.
Bei der Entwicklung des Free Cashflow einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten erwartet das Unternehmen eine stabile Entwicklung trotz der Steigerung des Ergebnisses. Dies ist vor allem auf den erwarteten deutlichen Anstieg der Investitionen im kommenden Jahr zurückzuführen.
Als Unternehmen haben wir das Ziel, mit dem uns zur Verfügung stehenden Kapital profitabel und effizient zu wirtschaften. Zur Messung der Kapitaleffizienz wird als zentrale Messgröße die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) verwendet. Mittelfristig strebt die WashTec Gruppe weiterhin ein ROCE von über 25% an. Für das kommende Jahr wird mit einer Verbesserung des ROCE gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
Die Unfallhäufigkeitsrate möchte die Gesellschaft im kommenden Jahr weiter senken.
Die für die WashTec Gruppe beschriebene Prognose gilt auch für die Ergebnisentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.
4.2 Chancen- und Risikobericht
Neues mehrstufiges System zur Risikoidentifizierung und -überwachung ist installiert
Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.
Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.
Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
4.2.1 Chancen- und Risikomanagement
Risikomanagement
Zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung sämtlicher relevanter Risiken dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 36 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Im Geschäftsjahr 2021 wurde gruppenweit ein neues Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses ermöglicht eine systemgestützte Erfassung, Dokumentation, Bewertung und Aggregation der Risiken nach anerkannten statistischen Methoden.
Sämtliche identifizierten Risiken werden regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen innerhalb des Risikosystems gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden dabei die Schadenshöhe in Bezug zum EBIT, entweder mittels absolutem maximalen Schadenswert oder
mittels Drei- Punkt- Verteilung - bestehend aus bestem, wahrscheinlichstem und schlimmsten anzunehmenden Schadenswert, sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das EBIT werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor den getroffenen Maßnahmen dar. Risikomindernde Maßnahmen können z.B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. aus abgeschlossenen Versicherungen bestehen oder aber die geplanten Projekte bzw. Aktivitäten zur vorbeugenden Risikominimierung sein. Diese werden durch die Bereichsverantwortlichen festgelegt, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Im Rahmen der Risiko-Analyse werden mithilfe der Monte-Carlo-Simulation alle Netto-Einzelrisiken simuliert. Diese werden sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der Risikokategorien simuliert bzw. aggregiert. Mögliche Korrelationen werden berücksichtigt. Aus der Simulation werden dabei sowohl der Netto-Erwartungswert (Expected loss net) als auch der Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 95% ermittelt. Der Value-at-Risk stellt hierbei das Gesamt-Risikopotenzial der WashTec Gruppe dar und wird zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit herangezogen. Die Bewertung der Risikotragfähigkeit erfolgt in Bezug auf die Liquidität, das Eigenkapital und das Ergebnis der Gruppe. Dafür wird das ermittelte Gesamt-Risikopotenzial (Value-at-Risk) der entsprechenden Risikodeckungsmasse gegenübergestellt.
Im Rahmen der Einzelrisiko-Analyse werden individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, bei der Risikoanalyse aggregiert.
Der simulierte Netto-Erwartungswert je Risikokategorie wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:
| Finanzielle Auswirkungen auf das EBIT des Konzerns in T€: | ||
|---|---|---|
| 1 | Unbedeutend | < 499 |
| 2 | Gering | 500–4.999 |
| 3 | Wesentlich | 5.000–9.999 |
| 4 | Gravierend | 10.000–19.999 |
| 5 | Existenz bedrohend | > 20.000 |
| Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben: | |||
|---|---|---|---|
| 1 | Sehr unwahrscheinlich | 1–15% | |
| 2 | Unwahrscheinlich | 15–40% | |
| 3 | Eventuell | 40–60% | |
| 4 | Wahrscheinlich | 60–85% | |
| 5 | Sehr wahrscheinlich | 85–99% |
Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung aller Risiken, aggregiert nach Risikokategorien, in Bezug auf deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.
| Risikomatrix | Eintrittswahrscheinlichkeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkungen | 1–15% | 15–40% | 40–60% | 60 –85% | 85–99% |
| Existenz bedrohend | R | W | W | B | B |
| Gravierend | R | R | W | W | W |
| Wesentlich | R | R | W | W | W |
| Gering | V | R | R | R | W |
| Unbedeutend | V | V | R | R | R |
Chancenmanagement
Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens sowie sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.
Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanungen und -aktualisierungen sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.
4.2.2 Chancen und Risiken
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 hat sich im Berichtsjahr die Einschätzung der Chancen und Risiken bezüglich der COVID-19-Pandemie verändert. Die Auswirkungen der Pandemie waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich spürbar und beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr jedoch deutlich schneller erholt als zu Beginn des Jahres angenommen. Dies wirkte sich auch positiv auf die Entwicklung der WashTec Gruppe aus. Zwar besteht nach wie vor das Risiko neuer Virusmutationen und damit einhergehenden neuen Ausbruchswellen, jedoch wird das Risiko derzeit als deutlich geringer eingeschätzt als noch zu Beginn des Jahres.
Die Risiken im Zusammenhang mit dem Anstieg der Rohstoffpreise haben sich im Vergleich zu der bereits zu Beginn des Jahres erwarteten Entwicklung deutlich verschärft. Vor allem seit der zweiten Jahreshälfte sieht sich die Gesellschaft mit steigenden Materialpreisen konfrontiert. Des Weiteren hat auch die Verfügbarkeit der Materialien deutlich abgenommen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass diese Situation sich im gesamten Jahr 2022 fortsetzen wird.
Vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Kriegs geht die Gesellschaft zwar nicht von wesentlichen direkten finanziellen Auswirkungen aus, allerdings können die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage das Geschäft der WashTec Gruppe beeinflussen.
Außerdem ist derzeit eine weltweite Ausweitung der Ransomware-Attacken und Cyberkriminalität zu beobachten. Daher werden die Risiken in diesem Bereich nun höher als noch zum Jahresende 2020 eingestuft.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten.
4.2.2.1 Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Risiken
Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft, der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.
Die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen haben sich im Verlauf des Jahres 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren zwar auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich spürbar und beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung. Anders als zu Beginn des Jahres angenommen, erholte sich die Wirtschaft jedoch deutlich schneller als erwartet. Dies führte insbesondere auch zu einer Änderung im Investitionsverhalten unserer Kunden, insbesondere im Bereich der Großkunden normalisierte sich das Geschäftsvolumen. Der Verlauf des Jahres 2021 hat in Summe gezeigt, dass der CarWash Markt durchaus krisenrobust ist. Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr in allen Geschäftssegmenten.
Es besteht jedoch weiterhin eine Unsicherheit im Hinblick auf die weltweite Konjunkturentwicklung durch die Pandemie. Vor allem könnte eine erneute, durch neue Virusvarianten verursachte, Verschärfung der COVID-19-Pandemie die bisher erreichte Erholung negativ beeinflussen.
In der zweiten Jahreshälfte 2021 ging ein erhebliches Risiko für das Umsatzpotenzial und die Kostenstruktur sowohl für die WashTec Gruppe als auch für die gesamte Weltwirtschaft von sich zuspitzenden Engpässen in der Materialverfügbarkeit und von steigenden Materialpreisen aus. WashTec rechnet auch für das Geschäftsjahr 2022 mit weiteren Engpässen auf dem Beschaffungsmarkt und den daraus resultierenden möglichen Produktionsverzögerungen. Weitere signifikante Preissteigerungen bei der Materialversorgung würden sich nachteilig auf die Kostenstruktur auswirken und zu finanziellen Belastungen führen.
Die aktuelle Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs und die daraus resultierenden Sanktionen könnten weiteren erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiepreise sowie die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung haben. Darüber hinaus würde diese Situation die Aktivitäten der WashTec Gruppe im russischen und ukrainischen Markt erheblich beeinflussen, auch wenn die direkten finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der WashTec Gruppe nicht wesentlich sein werden.
Die, insbesondere im letzten Quartal des Jahres 2021, stark steigende Inflation könnte weitere negative Effekte auf die Entwicklung der Nachfrage haben.
Chancen
Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank begünstigt die Bereitschaft neue Investitionen zu tätigen. Aktuell verändert sich die Lage zwar vor allem bedingt durch die hohe Inflation, jedoch rechnet die Gesellschaft derzeit nicht mit einer schnellen Zinsanpassung der EZB.
Die Ausbreitung der Pandemie hatte neben den negativen Auswirkungen auch eine beschleunigte Wirkung auf das Thema Digitalisierung. Eine weitere Forcierung dieser Themen kann WashTec sowohl intern als auch extern in eine bessere Position gegenüber dem Wettbewerb bringen.
4.2.2.2 Klima- und Umwelteinflüsse
Risiken
Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, stark schwankende Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädte sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Fahrzeuge weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzliche Bestimmungen zu befolgen. Dies kann zu weniger Wäschen und somit zu geringeren Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.
Durch neue gesetzliche Anforderungen in Verbindung mit Umweltbelangen könnten Anpassungen an den Maschinen notwendig werden, um diese neuen Anforderungen zu erfüllen. Dies könnte zur Erhöhung der Herstellkosten führen, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.
Darüber hinaus geht die WashTec Gruppe nicht von wesentlichen physischen Risiken des Klimawandels aus, wie z.B. Unwetterereignisse und die Auswirkungen steigender Temperaturen aufgrund unserer Geschäftstätigkeit in vorwiegend gemäßigten Klimazonen. Auch Übergangsrisiken wie z.B. politische Veränderungen und wirtschaftliche Folgen der Bemühungen um eine Reduzierung von Treibhausgasemissionen werden als nicht ausschlaggebend für die Geschäftsentwicklung bei WashTec eingestuft. Die bisher bekannten Auswirkungen in der Form von Änderungen in der Gesetzgebung und Politik wie beispielswiese die CO2-Bepreisung werden als gering erachtet. Verschiebungen von Verbraucherpräferenzen zu emissionsarmen oder emissionsfreien Produkten erachtet die WashTec Gruppe im Hinblick auf das Geschäftsmodell der Autowäsche derzeit als nicht wesentlich, da ein sensibilisiertes Verhalten der Verbraucher lediglich Auswirkungen auf die Antriebsart von Fahrzeugen hat, jedoch für die Anzahl der Fahrzeugwäschen eher von nachrangiger Bedeutung ist. Auch mögliche Änderungen in der Art und Weise wie Fahrzeuge zukünftig genutzt werden, z.B. die Zunahme von Car-Sharing-Modellen, wird aus unserer Sicht das Geschäftsmodell von WashTec kurzfristig nicht beeinflussen. Mittelfristig könnte diese Entwicklung zu einer Verlagerung von individueller Wäsche in einer Portalwaschanlage hin zu autonomer Wäsche in Waschstraßen führen.
Chancen
Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der maschinellen Wäschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasserrückgewinnungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von rund 150 Litern/Wäsche oder 90 % im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn sich die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder weiterverbreiten, kann dies zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnungsanlagen führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der manuellen Fahrzeugwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.
Darüber hinaus leistet WashTec als Vorreiter bei der Entwicklung von umweltschonender Waschchemie einen weiteren Beitrag zum sorgsamen Umgang mit der Umwelt.
4.2.2.3 Kunden, Wettbewerb und Markt
Risiken
Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. Die Risiken daraus können die Umsatzentwicklung im kommenden Jahr beeinflussen.
Auch die Unsicherheiten in der aktuellen politischen Lage und ein mögliches Wiederauftreten von Einschränkungen in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie können zu einer Zurückhaltung bei den Investitionen unserer Kunden führen.
Darüber hinaus finden im kommenden Jahr Verhandlungen über neue Rahmenverträge mit einigen wichtigen Mineralölgesellschaften statt, was insgesamt zu höheren Risiken in diesem Bereich führt.
Aktuelle Unsicherheiten in Bezug auf die Automobilbranche unter anderem aufgrund langer Lieferzeiten und damit auch auf das für WashTec wichtige Segment der Autohändler, können zu einem Rückgang der Investitionsbereitschaft bei diesen Kunden führen.
Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preis- und Margendruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.
WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.
Infolge der Verknappung, der Verteuerung fossiler Brennstoffe und der technischen Weiterentwicklung sowie der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte die Nutzung der Tankstelle in ihrer heutigen Form abnehmen. Allerdings ist derzeit noch unklar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen wird (in Frage kommen Aufladung und Batteriewechsel an der Tankstelle oder das Aufladen zu Hause). Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese Entwicklung jedoch, maßgeblich durch bereits vorhandene Kraftfahrzeuge, in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben. Änderungen im Kfz-Nutzungs- oder Waschverhalten der Kunden können zu negativen Folgen für den Absatz der Hauptprodukte der WashTec Gruppe führen.
Ein ähnliches Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-) Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.
Chancen
Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der Europäischen Union fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, in Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Fertigungsstätten in den Wachstumsregionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.
Die Übernahme von Tankstellennetzen der Mineralölgesellschaften durch stärker am Einzelhandel orientierte globale Unternehmen kann zu einer weiteren Verbesserung der globalen Marktposition von WashTec führen.
Ein steigender Fokus unserer Kunden auf das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit könnte ein Vorteil für WashTec sein, da wir im Rahmen unserer Produktpalette sowohl beim Thema Wasseraufbereitung als auch beim Thema umweltfreundliche Waschchemie auf ein erprobtes Angebot zurückgreifen können.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Niederlassungen präsent ist, können sich höhere Verkäufe in Wachstumsregionen ergeben.
4.2.2.4 Investitionen
Entscheidungen für Investitionen beinhalten u. a. Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.
Risiken
Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen Marktentwicklungen nicht wie angenommen eintreten und es dadurch zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen belasten. Auch eine deutliche Verlängerung der Laufzeit bei der Umsetzung der Investitionsvorhaben kann durch die Ressourcenbindung bzw. Kostenüberschreitung zu einem negativen Einfluss auf die Gesellschaft führen. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für die Genehmigung von Investitionen und sonstigen Ausgaben. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst, dem Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Erst nach eingehender Diskussion im Vorstand, dem erweiterten Führungskreis und in Gesprächen mit dem Aufsichtsrat werden strategische Investitionen beschlossen.
Chancen
Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört – abhängig von der Art der Investition – die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern. Insbesondere Investitionen im Bereich der Digitalisierung können neue Chancen in Bezug auf die angebotenen Produkte und Lösungen für unsere Kunden bieten.
4.2.2.5 Innovationen und Patente
Risiken
WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.
Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber (ebenso wie WashTec) Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten.
Innovationen in den Produkten bergen auch das Risiko, dass diese vom Markt nicht wie erwartet angenommen werden. Dies könnte dazu führen, dass die Entwicklung dieser Innovationen und deren Wirtschaftlichkeit nicht die angenommene Entwicklung nimmt und die Innovationen die Markterwartungen verfehlen. Um das zu vermeiden, begleitet WashTec die Einführung neuer Produkte eng am Markt und testet diese bereits in einer früheren Phase auf ihre Wirksamkeit.
Die Einführung neuer Produkte auf dem Markt ist für alle Unternehmen mit zusätzlichem Aufwand und Risiken verbunden. Neben den zusätzlichen Aufwendungen für die Produktplatzierung und den bereits angesprochenen Risiken der Annahme dieser Produkte durch den Kunden, bilden die Risiken aus der Auslaufsteuerung bestehender Produkte sowie mögliche, erst auf dem Markt auftretende Qualitätsthemen weiteres Risikopotenzial.
Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie und die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten deutlich und nachhaltig beeinflussen.
Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge haben.
Chancen
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Innovationen von WashTec wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.
Das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie kann sich durch technische Verbesserungen ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.
Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf stimulieren und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.
4.2.2.6 IT-Sicherheit und Prozesse
Risiken
In Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte auf dem Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können IT-Sicherheits- und Prozessrisiken auftreten. Die operativen Prozesse des Unternehmens beruhen entscheidend auch auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit aller technischen Systeme. Sollten diese gefährdet sein, hätte dies insgesamt negative Auswirkungen auf WashTec.
Cyber-Risiken sind alle Risiken, denen Computer- und Informationsnetzwerke sowie alle ITgestützten Geschäfts- und Produktionsprozesse ausgesetzt sind. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Die Dimensionen von Cyber-Angriffen und Ransomeware-Attacken steigen derzeit weltweit in ihrer Quantität und Professionalisierung stark an. Auch bei WashTec beobachten wir eine Zunahme gezielter Angriffe auf unsere IT-Netzwerke. Daher wird das Risiko im Zusammenhang mit Cyber-Kriminalität deutlich höher als noch zum Jahresende 2020 eingestuft.
WashTec hat entsprechende Maßnahmen getroffen, um diese Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Die Stabilität der Geschäftssysteme in den letzten Jahren des Geschäftsbetriebs deutet aus Sicht des Unternehmens darauf hin, dass dieses Risiko beherrschbar sein sollte. Trotz dieser Tatsache werden auch im kommenden Jahr deutliche Anstrengungen und Investitionen unternommen, um diese Risiken so weit wie möglich zu reduzieren.
Darüber hinaus entwickelt WashTec die sehr hohen Anforderungen an HSE (Health, Safety, Environment) mit den Kunden aktiv weiter.
Chancen
Durch die laufende Optimierung der Hauptprozesse und den Einsatz neuer Technologien können sich positive Effekte für die Kundenzufriedenheit und Prozesseffizienz ergeben, die nicht in der normalen Planung berücksichtigt waren.
4.2.2.7 Lieferanten
Risiken
Beim Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Risiken durch verspätete Lieferungen, mangelnde Produktverfügbarkeit, mangelhafte Qualität und schwankende Einkaufspreise.
Die Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der Rohstoffpreise und der Materialverfügbarkeit haben sich im Vergleich zu der bereits zu Beginn des Jahres erwarteten Entwicklung deutlich verschärft. Im Vergleich zum Vorjahr schätzt die WashTec Gruppe das daraus resultierende Risiko als deutlich höher ein. Die Gesellschaft sieht sich bei einigen Rohstoffen mit einer Verdoppelung der Preise konfrontiert. Des Weiteren hat auch die Verfügbarkeit der Materialien deutlich abgenommen. Die weltweit enorme Steigerung der Nachfrage bei gleichzeitig noch nicht vollständig hochgefahrenen Kapazitäten führt zur Verknappung des Angebots und zu Lieferschwierigkeiten.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr, insbesondere mit Beginn des zweiten Halbjahres, konnten die Engpässe bei der Materialverfügbarkeit erfolgreich gemanagt werden, eine Entspannung der Situation wird derzeit aber auch für das kommende Jahr 2022 nicht gesehen. Sollte diese Situation sich noch weiter verschärfen, könnte dies zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Waren an unsere Kunden und weiteren operativen Herausforderungen führen.
Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement sowie die Risikoabschätzung besonders bei strategischen Lieferanten verringerten das Risiko.
Auf die steigenden Einkaufspreise hat die WashTec Gruppe mit entsprechenden Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite reagiert. Aufgrund der Durchlaufzeit wird der Effekt daraus allerdings erst im Geschäftsjahr 2022 zu spüren sein.
Darüber hinaus sind durch Veränderungen des Bezugsvolumens wesentliche Änderungen der Bezugspreise denkbar. Dies kann Margen negativ beeinflussen.
WashTec bezieht auch Teile von Wettbewerbern. Die Bereitschaft, diese Teile vereinbarungsgemäß zu normalen Lieferzeiten und Preisen zu verkaufen, kann z. B. durch Veränderungen in der Geschäftsführung oder den Eigentümern variieren.
Chancen
Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.
Erfolgreiches Management auf dem Beschaffungsmarkt kann WashTec im aktuellen Umfeld auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn wir auf diesem Gebiet erfolgreicher sein können, als es unserem Wettbewerb gelingt.
4.2.2.8 Kapazitätsrisiken
Nachfrageschwankungen und unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf bedingen entsprechende Kapazitätsanpassungen. Insbesondere die Konzentration des Absatzes auf die letzten Monate des Jahres führt zu besonderen Herausforderungen bei der Produktionsplanung.
In der derzeitigen Pandemielage, insbesondere in Verbindung mit Quarantäneregeln, kann es passieren, dass bei einem Ausbruch der Infektion in der Fertigung mehrere Kollegen gleichzeitig in Quarantäne gehen müssen und damit die Kapazität schlagartig für mehrere Tage reduziert wird.
Mithilfe von internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus erkannt und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.
Einer Steigerung der Nachfrage wird durch kontinuierliche Verbesserung von Abläufen in der Produktion sowie rechtzeitiger Erweiterung der Kapazitäten durch Neuinvestitionen begegnet.
4.2.2.9 Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur
Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider oder ist die gute Performance der Wash-Tec Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu einer Übernahme oder wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur kommen.
In diesem Fall können die bestehende Strategie, personelle Besetzung der Organe und bisher kommunizierte Erwartungen der WashTec Gruppe geändert werden. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z. B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.
4.2.2.10 Finanzielle und rechtliche Risiken
Risiken
Der Basiszinssatz bestehender Finanzierungen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Mögliche Zinserhöhungen in der Zukunft würden zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der WashTec Gruppe führen.
WashTec ist außerdem mit Risiken konfrontiert, die aus unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien resultieren und die die Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Rechtliche Auseinandersetzungen, das Aufkommen neuer sowie die Einigung bei bestehenden Rechtsstreitigkeiten mit externen Vertragspartnern sind möglich. Diesen Risiken begegnet die Gruppe mit der Bildung entsprechender Rückstellungen, mit juristischen Fachkenntnissen sowie mit der Hilfe externer Fachleute.
Chancen
Im Rahmen der aktuellen Finanzierung hat die Gesellschaft eine hohe Flexibilität zu attraktiven Konditionen. Zur Liquiditätssicherung der WashTec Gruppe im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden die Kreditlinien im Jahr 2020 vorsorglich um Mio. € 35,0 auf Mio. € 122,5 erhöht. Diese Kreditlinie bestand auch im Geschäftsjahr 2021. Für das kommende Jahr plant die Gesellschaft, aufgrund des erfolgreichen Verlaufs des letzten Jahres, diese Erhöhung im Wesentlichen wieder zurückzuführen.
4.2.2.11 Währungsveränderungen
Risiken
Durch zunehmende Transaktionen mit der Tochtergesellschaft in den USA können Änderungen des USD-/EUR-Wechselkurses einen Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Darüber hinaus können Schwankungen im Wechselkurs zu Effekten in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe aus der Bewertung von offenen Fremdwährungsposten führen. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec bei Bedarf entsprechender Derivate, um diese Effekte abzumildern. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.
Chancen
Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/Pazifik könnten sich bei einer Abschwächung des Euros positive Währungseffekte ergeben.
4.2.2.12 Liquiditätsrisiken
Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie z. B. einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.
Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z. B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen.
Sollte sich aufgrund der Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf ergeben, können bestehende Kreditlinien erweitert werden.
In Bezug auf die Liquiditätsrisiken sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Kreditlinien hat das Unternehmen ausreichend liquide Mittel und Finanzierungslinien, um flexibel auf womöglich länger geltende Lockdown-Maßnahmen reagieren und auch Investitionen in die zukünftige Entwicklung tätigen zu können.
4.2.2.13 Kredit- und Ausfallrisiken
Die WashTec Gruppe schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. In der Gruppe besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung gewisser Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen.
Das Waschgeschäft erwies sich als robust, sodass die Gruppe während der letzten Pandemiejahre keine Erhöhung der Forderungsausfälle beobachten konnte. Die harten Lockdowns in einigen Ländern führten lediglich während des ersten Jahres zu gewissen Verzögerungen im Zahlungsverhalten der Kunden. In Summe kam es zu keinen nennenswerten Ausfällen und zu keiner weiteren Erhöhung des Ausfallrisikos.
4.2.2.14 Steuerrisiken
Die WashTec Gruppe bilanziert aktivierte latente Steuern im Wesentlichen aus zeitlichen Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.
Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von noch ausstehenden Betriebsprüfungen in einigen Tochtergesellschaften der Gruppe ergeben. Die Unternehmensleitung betrachtet diese als gering, da alle Steuerberechnungen in Zusammenarbeit mit lokalen Steuerberatern gemacht werden. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe können Risiken bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung jedoch nicht ausgeschlossen werden.
4.2.2.15 Mitarbeiterrisiken
WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und auch Spezialisten in allen Bereichen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnte sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WashTec auswirken.
In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern (wie z. B. Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen, bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse) könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern.
Darüber hinaus können Arbeitsniederlegungen in Produktion oder Service die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.
Werden die Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder für vom Unternehmen zu tragenden Sozialleistungen geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.
4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken
In der nachfolgenden Tabelle werden die Risiken, aggregiert nach Risikokategorien, dargestellt:
| Eintrittswahr scheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Gesamtbeurteilung | |
|---|---|---|---|
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | eventuell | gering | relevant |
| Klima- und Umwelteinflüsse | eventuell | gering | relevant |
| Kunden, Wettbewerb und Markt | eventuell | wesentlich | relevant |
| Investitionsrisiken | unwahrscheinlich | gering | relevant |
| Innovationen und Patente | unwahrscheinlich | gering | relevant |
| IT-Sicherheits- und Prozessrisiken | eventuell | gering | relevant |
| Lieferantenrisiken | eventuell | wesentlich | wesentlich |
| Kapazitätsrisiken | unwahrscheinlich | gering | relevant |
| Übernahmerisiken | sehr unwahrscheinlich |
wesentlich | relevant |
| Finanzielle und rechtliche Risiken | eventuell | gering | relevant |
| Währungsrisiken | eventuell | unbedeutend | relevant |
| Liquiditätsrisiken | sehr unwahrscheinlich |
unbedeutend | vernachlässigbar |
| Kredit- und Ausfallrisiken | sehr unwahrscheinlich |
unbedeutend | vernachlässigbar |
| Steuerrisiken | unwahrscheinlich | unbedeutend | vernachlässigbar |
| Mitarbeiterrisiken | eventuell | gering | relevant |
4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung
Das eingerichtete Risikomanagementsystem ist aus Sicht des Vorstands angemessen und wird stetig weiterentwickelt. Des Weiteren begrenzt das solide Geschäftsmodell Geschäftsrisiken und eröffnet weitere Chancen. Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen liefert eine Indikation über die Gesamtrisikoeinschätzung der Gruppe, auch wenn ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist.
Der Netto-Erwartungswert (Expected Loss Net) aller Risiken beträgt zum Jahresende 2021 Mio.€ 23,1. Der vergleichbare Gesamtwert aller Risiken bewertet mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit lag im Jahr 2020 bei Mio.€ 24,0. Der Netto-Erwartungswert aller Risiken liegt somit leicht unter dem Vorjahresniveau.
Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:
Die Gesamtanzahl der Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die WashTec Gruppe hat, haben sich leicht erhöht. Im Berichtsjahr haben sich die Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung der Rohstoffpreise/Materialpreise deutlich erhöht. Darüber hinaus werden Risiken im Zusammenhang mit der Verknappung des Angebots und damit einhergehende Lieferschwierigkeiten und -engpässe als zentrales Risiko der WashTec Gruppe gesehen. Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie bestehen weiterhin, werden jedoch nur noch als generelles Pandemierisko eingestuft.
Der Vorstand sieht aus heutiger Sicht keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat und dass das Überwachungssystem in allen wesentlichen Belangen geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, mit hinreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.
IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
5
Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, der Ordnungs mäßigkeit der Rechnungslegung und der Einhaltung rechtlicher Vorschriften. Das IKS von WashTec soll die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleisten. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vor schriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht. WashTec verfügt über eine weitreichend vereinheitlichte Struktur für die wöchentliche, monatliche und quartalsweise Berichterstattung, die zeitnah und aktuell das Richtlinienwerk widerspiegelt. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden konzernintern monatlich auf der Basis eines konzernweiten Planungs- und Reportingtools analysiert.
Alle Prozesse und Gesellschaften werden nach potenziellen und bereits identifizierten Risiken bewertet und bei Bedarf nach entsprechender interner Prüfung angepasst. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden darüber hinaus reguläre Kontrollfunktionen vor allem durch die Abteilungen Controlling und Internal Audit übernommen.
Es gab keine Veränderung am Internen Kontrollsystem zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
6
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-, Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Unternehmens politik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Umgang mit Währungs-, Liquiditäts-, Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus prüft das Unternehmen bei Bedarf die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktpreisrisiken besteht. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden. Entsprechend der Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben.

Übernahmerelevante Angaben
Angaben gem. §§ 289a, 315a HGB – Erläuternder Bericht des Vorstands
Der folgende Text enthält die Angaben nach §§ 289a bzw. 315a HGB.
»Gezeichnetes Kapital«
7
Das gezeichnete Kapital i.H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte und Pflichten gewähren – insbesondere gleiche Stimmrechte. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.
»Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«
Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstandes existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.
»Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«
Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes zu 45,95% (Stand 31. Dezember 2021) im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwelle. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die oberhalb von 10% der Stimmrechte liegen, halten – gemäß den Meldungen nach WpHG – EQMC Europe Development Capital Fund plc., Irland (10,42%). Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital knapp unterhalb von 10% der Stimmrechtehalten – gemäß den Meldungen nach WpHG – Kempen Oranje Participaties N.V., Niederlande (9,60%).
Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2021
10,42 % EQMC Europe Development Capital Fund plc.¹
| 9,60 % Kempen Oranje Participaties N.V. | |
|---|---|
| 6,82 % Dr. Kurt Schwarz ² |
|
| 5,53 % Union Investment Privatfond GmbH | |
| 5,43 % Investment AG für langfristige Investoren, TGV | |
| 4,99 % Axxion S.A. | |
| 4,25 % Eigene Aktien | |
| 4,00 % Diversity Industrie Holding AG | |
| 3,01 % Wellington Management Group LLP | |
| 45,95 % Sonstige |
Quelle: Meldungen gemäß WpHG
¹ Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A.
Die Alantra EQMC Asset Management, SGIIC, S.A., Madrid, Spanien, hat als Investment Manager der WashTec AG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der EQMC Europe Development Capital Fund plc am 22. Februar 2022 nun 15,12 % beträgt. ² Leifina GmbH & Co. KG et al.
»Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
»Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind« Es sind nach Kenntnis der Gesellschaft keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
87
»Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen« Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.
Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus drei Mitgliedern. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstandes sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrates. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.
Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.12 und § 9.13 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.
§ 9.12 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.
»Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«
Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG)
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.
Aktienrückkauf
Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von €40.000.000 oder falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstandes über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien können dem Tagesordnungspunkt 6 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2019 entnommen werden. Seit Abschluss des Rückkaufangebots im September 2015 hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25% entspricht.
»Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«
Einzelne Verträge der WashTec Gruppe – wie z.B. die Kreditverträge – sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor. In diesem Fall kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.
8 Erklärung zur Unternehmensführung Nach § 289 und § 315d HGB
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß §§ 289f, 315d HGB über die Unternehmensführung der WashTec AG und des Konzerns. Die Erklärung zur Unternehmensführung umfasst insbesondere die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) gemäß § 161 AktG.
WashTec AG erfüllt die Empfehlungen des Kodex weitestgehend
Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.
Vorstand und Aufsichtsrat befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben (Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen) des Kodex. Den Empfehlungen des Kodex wird im Wesentlichen entsprochen. Die Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung zum Kodex vom 16. Dezember 2021 durch Vorstand und Aufsichtsrat offengelegt.
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations öffentlich zugänglich.
Unter derselben Internetadresse werden der Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß §162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.
8.1 Unternehmens- und Führungsstruktur, Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs-, einen Personal-, einen Nominierungs-, einen Vertriebsstrategie- und einen Innovations- und Produktionsausschuss gebildet. Im März 2022 hat der Aufsichtsrat ferner entschieden, einen Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss einzurichten. Die Ausschüsse haben insbesondere die Aufgabe, Aufsichtsratssitzungen und Beschlüsse des Gesamtaufsichtsrats vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften übertragen worden sind. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr.
- p Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Dr. Selent (Vorsitzender), Herr Große-Allermann und Herr Dr. Liebler an.
- p Im Personalausschuss sind Herr Dr. Blaschke als Vorsitzender und die Herren Bellgardt und Dr. Selent als weitere Mitglieder vertreten.
- p Dem Nominierungsausschuss gehörten im Berichtsjahr 2021 die Herren Große-Allermann (Vorsitzender), Dr. Liebler und Dr. Hein an. Seit dem 1. Januar 2022 besteht der Nominierungsausschuss aus den Herren Dr. Blaschke (Vorsitzender), Bellgardt und Große-Allermann.
- p Dem Innovations- und Produktionsausschuss gehören Herr Bellgardt als Vorsitzender sowie die Herren Dr. Blaschke und Dr. Hein an.
- p Der Vertriebsstrategieausschuss besteht aus den Herren Dr. Blaschke (Vorsitzender) und Bellgardt.
p Dem Unternehmensstrategie- und Nachhaltigkeitsausschuss (seit März 2022) gehören Herr Bellgardt als Vorsitzender sowie die Herren Dr. Blaschke und Dr. Selent an.
| Name | Mitglied des Aufsichtsrats seit | ||
|---|---|---|---|
| Dr. Günter Blaschke | 4. Juni 2014 | ||
| Ulrich Bellgardt | 4. Juni 2014 | ||
| Jens Große-Allermann | 10. Mai 2012 | ||
| Dr. Sören Hein | 10. Mai 2012 | ||
| Dr. Hans-Friedrich Liebler | 10. Mai 2012 | ||
| Dr. Alexander Selent | 3. Mai 2017 |
Aufsichtsrat mit sechs Mitgliedern und mehreren Ausschüssen
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec. Entsprechend der Empfehlung
in C.1 des Kodex hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen und das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium bestätigt. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von WashTec als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie und Innovationen (einschließlich Engineering und Digitalisierung), Produktion, Vertrieb und Marketing, Finanzen, Compliance sowie Personal. Zudem sollen im Aufsichtsrat auch Kenntnisse im Bereich Kapitalmarkt und Investment Management vorhanden sein.
Im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss muss künftig mindestens ein Mitglied über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied über Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung verfügen (§ 100 Abs. 5, §107 Abs. 4 S. 3 AktG). Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen und mit der Abschlussprüfung vertraut sein. Im Hinblick auf die Internationalität des Unternehmens sollen dem Aufsichtsrat auch Personen mit einer langjährigen internationalen Erfahrung, insbesondere mit Führungserfahrung in international ausgerichteten Unternehmen, angehören. Die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Bei seinen Wahlvorschlägen achtet der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversität) im Sinne einer Pluralität von Meinungen und Erfahrungen der vorgeschlagenen Personen, etwa im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Bildungoder Berufshintergrund sowie Internationalität.
Darüber hinaus soll dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder angehören. Hierfür soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Für den Fall, dass die Gesellschaft einen kontrollierenden Aktionär hat, soll mindestens ein Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Personalausschusses sollen unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig von einem etwaigen kontrollierenden Aktionär sein.
Der Aufsichtsrat erfüllt, unter Berücksichtigung von § 12 Abs. 6 EGAktG, in seiner derzeitigen Zusammensetzung diese Ziele bereits. Insbesondere übernimmt Herr Dr. Selent als Vorsitzender des Prüfungsausschusses die Rolle des »Finanzexperten« im Sinne des Aktiengesetzes und des Kodex. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen.
Der Aufsichtsrat setzt sich aus sechs Mitgliedern der Anteilseigner zusammen. Dem Aufsichtsrat gehört dabei eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder an. Nach seiner Einschätzung sind gegenwärtig alle Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne der oben genannten Kriterien des Kodex, namentlich die Herren Dr. Blaschke, Bellgardt, Große-Allermann, Dr. Hein, Dr. Liebler und Dr. Selent.
Der Aufsichtsrat wird die beschlossenen Ziele auch bei der nächsten turnusmäßigen Neubesetzung des Aufsichtsrats oder bei einem vorherigen Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds bei seinen Wahlvorschlägen berücksichtigen und damit das Kompetenzprofil entsprechend ausfüllen. Entsprechendes gilt für etwaige Anträge auf gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte (einschließlich der Konzerngeschäftsführung). In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresbericht und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, der behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fällt weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt der Aufsichtsrat u.a. auch regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand (Grundsatz 23 des Kodex), auf dessen Basis die konkrete Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt wird. Der Aufsichtsrat hat der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG 2021 ein aktualisiertes System für die Vergütung der Vorstandsmitglieder zur Billigung vorgelegt. Wesentliche Vorstandsentscheidungen – z.B. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen – sind an seine Zustimmung gebunden.
Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie den Umgang mit Interessenkonflikten. Die Geschäftsordnung ist auf der Website der Gesellschaft unter folgendem Link abrufbar: Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat – WashTec AG
In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands geregelt; insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte und die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig im Rahmen einer Selbstbeurteilung die Effizienz seiner Tätigkeit. Im zweiten Quartal 2021 wurden die Ergebnisse der Selbstbeurteilung, die im Herbst 2020 erneut anhand des bewährten Fragenkatalogs, der entsprechend den Anforderungen des Kodex aktualisiert und angepasst wurde, vorgestellt und ausführlich erörtert. Die Ergebnisse der Beurteilung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Einzelne Anregungen werden auch unterjährig aufgegriffen und umgesetzt. Nennenswerte Defizite konnten nicht festgestellt werden.
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.
Vorstand
Der Vorstand der WashTec AG ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanzund Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.
Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum Herr Dr. Ralf Koeppe, Frau Dr. Kerstin Reden und Herr Stephan Weber an.
- p Herr Dr. Koeppe ist als Vorsitzender des Vorstandes für die Bereiche Unternehmenskultur, -kommunikation &Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support und Nachhaltigkeit verantwortlich.
- p Frau Dr. Reden verantwortet die Bereiche Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen.
- p Herr Weber leitet die Bereiche Vertrieb und Service weltweit, KAM/CWM, Marketing sowie und Product Units/Produktmanagement.
Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung führen die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßige Gespräche zu diesem Thema. Auch der Aufsichtsrat behandelt das Thema regelmäßig in seinen Sitzungen. Grundlagen der langfristigen Nachfolgeplanung bilden dabei insbesondere Gespräche des Aufsichtsrats mit den Vorstandsmitgliedern sowie Kontakte mit Führungskräften des Unternehmens. Neben Vertragslaufzeiten und Verlängerungsmöglichkeiten bei aktuellen Vorstandsmitgliedern wird auch über potenzielle Nachfolger beraten. Im Rahmen der Besetzung offener Vorstandspositionen erarbeitet der Aufsichtsrat ein Anforderungsprofil und führt Gespräche mit geeigneten Kandidaten. Über die Besetzung offener Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat auf dieser Grundlage jeweils unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen. Bei Bedarf wird der Aufsichtsrat bzw. der Personalausschuss bei der Entwicklung von Anforderungsprofilen und der Kandidatenauswahl durch externe Berater unterstützt.
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (»Managers' Transactions«) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 20.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt.
| Datum des Geschäfts |
Person | Art des Geschäfts |
Veröffentlich ungsdatum |
Stück zahl |
Kurs/Preis in € (Ø) |
Gesamtsumme in € |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 20.05.2021 | Ulrich Bellgardt | Aktienkauf – Gemeinschafts depot mit Ehefrau |
21.05.2021 | 2245 | 53,0000 | 118.985,00 |
| 19.05.2021 | Ulrich Bellgardt | Aktienkauf – Gemeinschafts depot mit Ehefrau |
21.05.2021 | 685 | 52,8000 | 36.168,00 |
| 16.09.2021 | Stephan Weber | Aktienkauf | 21.09.2021 | 500 | 53,6000 | 26.800,00 |
| 24.09.2021 | Dr. Ralf Koeppe | Aktienkauf – Gemeinschafts depot mit Ehefrau |
28.09.2021 | 1200 | 54,3125 | 65.175,00 |
| 30.11.2021 | Dr. Kerstin Reden | Aktienkauf | 30.11.2021 | 206 | 48,4000 | 9.970,40 |
Sämtliche Eigengeschäfte von Führungskräften werden auf der Website des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Das Aufsichtsratsmitglied Herr Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.
Zum 31. Dezember 2021 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt Aktien der WashTec AG: Herr Dr. Günter Blaschke 52.060 Stück, Herr Ulrich Bellgardt 31.000 Stück, Herr Dr. Hans-Friedrich Liebler 5.500 Stück, Herr Dr. Sören Hein 5.450 Stück und Herr Dr. Alexander Selent 1.500 Stück.
Zum 31. Dezember 2021 hielten die Mitglieder des Vorstands wie folgt Aktien der WashTec AG: Frau Dr. Kerstin Reden 417* Stück, Herr Dr. Ralf Koeppe 3000 Stück und Herr Stephan Weber 4330 Stück.
Aktionäre und Hauptversammlung
Im Internet stehen alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen zum Download zur Verfügung
Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Investorengesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet üblicherweise im zweiten Quartal des Jahres in Verbindung mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse bzw. nach deren Veröffentlichung statt. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die WashTec AG bietet ihren Aktionären als Service an, von der Gesellschaft benannte, an die Weisung der jeweiligen Aktionäre gebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.
Die WashTec AG hat 2021 von der Möglichkeit die Hauptversammlung als virtuelle Hauptversammlung durchzuführen Gebrauch gemacht und hierfür alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren.
Diversitätskonzept
WashTec verfolgt das Ziel, Vorstand und Aufsichtsrat grundsätzlich nach Qualifikation zu besetzen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec.
Im Rahmen des Auswahlprozesses von neuen Vorstandsmitgliedern achtet der Aufsichtsrat insbesondere auf Diversität. Im Berichtsjahr gehörte dem Vorstand mit Frau Dr. Kerstin Reden eine Frau an.
Eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt können alle Altersklassen im Vorstand und Aufsichtsrat vertreten sein. Eine Ausnahme bei der Besetzung des Aufsichtsrats ist, dass bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien keine Personen berücksichtigt werden, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder beträgt in der Regel 65 Jahre.
Bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat wird angestrebt, dass Kandidaten über Erfahrungen in der gleichen oder einer ähnlichen Branche verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen ferner in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein.
Zielgrößen für den Frauenanteil
Der Aufsichtsrat ist verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Eine entsprechende Verpflichtung trifft den Vorstand der WashTec AG für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands.
Im Geschäftsjahr 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat neue Zielgrößen festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollen. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25% beschlossen. Mit der Bestellung von Frau Dr. Kerstin Reden zum 1. August 2020 wurde die festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand (25%) im Berichtsjahr erfüllt.
Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat ebenfalls am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von 0% beschlossen. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Im Berichtsjahr 2021 war keine Frau Mitglied im Aufsichtsrat.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Diversität. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand am 20. Dezember 2018 jeweils eine Zielgröße von mindestens 10% bis zum 30. Juni 2022 festgesetzt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse bei WashTec, insbesondere des Unternehmensgegenstandes, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft als auch der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec, hält der Vorstand diesen Anteil für angemessen, da er eine Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation (Diversität) ermöglicht. Im Berichtsjahr 2021 betrug sie in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 14,29% und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands 16,94%.
8.2 Compliance
Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z.B. der WashTec Ethikkodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.
WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und
Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungsund Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.
Die strategischen Leitlinien und der Ethikkodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance Programms. Der Ethikkodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethikkodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich.
Compliance Organisation wird kontinuierlich weiterentwickelt
Alle Führungskräfte erhalten regelmäßig Schulungen zum WashTec Ethikkodex
Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z.B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig onlinebasierte Schulungen zum Ethikkodex,
die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Ferner werden regelmäßig umfangreiche Onlineschulungen zur Datenschutzgrundverordnung, insbesondere für neue Mitarbeiter, mit abschließendem Test durchgeführt. Unterstützt wird das Compliance System seit 2016 durch ein Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen – sofern gewünscht anonym – anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Bestätigung von Verstößen entsprechend verfolgt.
Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insiderliste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.
Soweit meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen (»Managers' Transactions«) vorliegen, werden diese veröffentlicht. Die betroffenen Personen bei WashTec werden über ihre Pflichten in Bezug auf Eigengeschäfte informiert und wurden in Folge der Gesetzesänderungen durch Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 ausführlich geschult.
8.3 Entsprechenserklärung
Nachfolgend ist der Wortlaut der von Vorstand und Aufsichtsrat am 17. Dezember 2020 gemäß § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung wiedergegeben. Alle abgegebenen Erklärungen sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
»WashTec AG, Augsburg
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom 16. Dezember 2021
Vorstand und Aufsichtsrat haben die letzte Entsprechenserklärung am 17. Dezember 2020 und eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung am 24. März 2021 abgegeben
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG seit Abgabe der Aktualisierung der Entsprechenserklärung am 24. März 2021 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (›DCGK‹) in der Fassung vom 16. Dezember 2019 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen hat und auch künftig mit folgenden Ausnahmen entsprechen wird:
Der DCGK empfiehlt in G.10 Satz 1 DCGK eine überwiegend aktienbasierte variable Vergütung für den Vorstand. Die langfristige variable Vergütung im Rahmen des Long Term Incentive Program (›LTIP‹) enthält relevante aktienkursbasierte Bestandteile. Dies umfasst das im Rahmen des LTIP mit 30% gewichtete ›Total Shareholder Return – Ziel‹, mit dem die Entwicklung der Aktienkursentwicklung über die Laufzeit der 3-jährigen Incentivierungsphase bewertet wird. Insofern erklären Vorstand und Aufsichtsrat höchst vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 1 DCGK. Dabei ist zu beachten, dass das LTIP die Möglichkeit eröffnet, durch entsprechendes Eigeninvestment in
Aktien der WashTec AG die Vergütung aus dem LTIP bei Einhaltung von festgelegten Voraussetzungen maximal zu verdoppeln. Mit dieser Option wird eine deutliche Anreizwirkung gegenüber den Vorstandsmitgliedern geschaffen, an den Chancen und Risiken der Aktienkursentwicklung zu partizipieren.
Der DCGK empfiehlt weiterhin in G.10 Satz 2 DCGK, dass das Vorstandsmitglied über die langfristig variablen Gewährungsbeträge erst nach vier Jahren verfügen kann. Die Incentivierungsphase des LTIP beträgt drei Jahre und orientiert sich an der regulär vorgesehenen Laufzeit der Vorstandsverträge, die ebenfalls auf drei Jahre ausgerichtet ist. Vor dem Hintergrund dieses Dreijahreszyklus sehen Vorstand und Aufsichtsrat eine Laufzeit von drei Jahren im Rahmen des LTIP als angemessen an. Vor diesem Hintergrund erklären Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung von der Empfehlung G.10 Satz 2 DCGK. Dem DCGK wird insoweit Rechnung getragen, als ein Sechstel der abschließenden Bonuszahlung aus der LTIP Komponente mit Eigeninvestment einer Aktienerwerbspflicht mit dreijähriger Haltefrist unterliegt.
Das vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2021 beschlossene und von der ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG am 18. Mai 2021 gebilligte System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der WashTec AG gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließenden oder zu verlängernden Vorstandsdienstverträge. Das geltende LTIP für den Vorstand, welches eine Malus-/ Clawback-Regelung vorsieht, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Vorstandsmitglieder. Im Übrigen gilt mit Blick auf die laufenden Vorstandsverträge mit den amtierenden Vorstandsmitgliedern der WashTec AG, dass diese bis zu ihrem vorgesehenen Laufzeitende unter den dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt werden. Die Empfehlungen G.11 Satz 2 (Einbehalt und Rückforde- rung variabler Vergütung) und G.13 Satz 2 DCGK (Anrechnung der Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung im Fall eines nachträglichen Wettbewerbsverbots) sind in diesen laufenden Vorstandsverträgen nicht umgesetzt. Dies beruht auf dem Umstand, dass die laufenden Vorstandsverträge auf der Grundlage des bisherigen, vom Aufsichtsrat am 19. Dezember 2019 beschlossenen Vergütungssystems geschlossen wurden.
Die Empfehlung G.18 Satz 2 DCGK sieht vor, dass eine erfolgsorientierte Vergütung für den Aufsichtsrat auf eine langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet sein soll. Für den Aufsichtsrat der WashTec AG ist eine jährliche erfolgsabhängige Vergütung gemäß der Satzung sowie eine langfristige erfolgsabhängige Vergütung gemäß Beschluss der Hauptversammlung 2018 (›LTIP AR‹) vorgesehen. Ferner wurde von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 ein neues Long Term Incentive Program für den Aufsichtsrat für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024 beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat gehen von einer Einhaltung der Empfehlung aus und erklären vorsorglich, dass die maximal erreichbare Bonuszahlung aus dem LTIP AR, jeweils anteilig heruntergebrochen auf ein Jahr, die maximal erreichbare jährliche erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich überschreitet.
Augsburg, den 16. Dezember 2021
Vorstand und Aufsichtsrat«
Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Unternehmensführung, Corporate Governance Berichte sowie Entsprechenserklärungen zum Kodex für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender
Dr. Kerstin Reden Vorstand
Stephan Weber Vorstand

Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 99 |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 100 |
| Konzern-Bilanz . | 101 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung . | 103 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung . | 104 |
| Konzernanhang der WashTec AG . | 105 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 160 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| in T€ | Anhang | 01.01. bis 31.12.2021 |
01.01. bis 31.12.2020* |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7 | 430.532 | 378.672 |
| Kosten der umgesetzten Leistung | 8 | –303.802 | –274.505 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 126.730 | 104.167 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | 9 | –12.964 | –13.978 |
| Vertriebsaufwand | 10 | –55.244 | –52.491 |
| Verwaltungsaufwand | 11 | –16.759 | –16.963 |
| Sonstige Erträge | 12 | 7.115 | 6.078 |
| Sonstige Aufwendungen | 12 | –3.186 | –6.745 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 45.691 | 20.068 | |
| Finanzertrag | 73 | 130 | |
| Finanzaufwand | –971 | –1.421 | |
| Finanzergebnis | 13 | –898 | –1.291 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 44.793 | 18.776 | |
| Ertragsteueraufwand | 14 | –13.716 | –5.474 |
| Konzernergebnis | 31.077 | 13.302 | |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück | 13.382.324 | 13.382.324 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) in € | 15 | 2,32 | 0,99 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Rundungsdifferenzen sind möglich.
* Mit Beginn des Geschäftsjahres 2021 wurde auf das Umsatzkostenverfahren umgestellt. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| in T€ | 01.01. bis 31.12.2021 |
01.01. bis 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 31.077 | 13.302 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten | ||
| Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 46 | –77 |
| Latente Steuern | –20 | 30 |
| Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 26 | –47 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||
| und Währungsveränderungen | 1.457 | –1.193 |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen | 484 | –471 |
| Latente Steuern | –159 | 178 |
| Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 1.782 | –1.486 |
| Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | 1.808 | –1.533 |
| Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode | 32.885 | 11.769 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Rundungsdifferenzen sind möglich.
Konzern-Bilanz Aktiva
| in T€ | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Sachanlagen | 17 | 24.966 | 27.268 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 17 | 42.312 | 42.312 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 17 | 6.212 | 6.596 |
| Nutzungsrechte | 18 | 19.275 | 19.532 |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 4.211 | 6.487 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 23 | 199 | 198 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 23 | 520 | 502 |
| Aktive latente Steuern | 19 | 4.753 | 4.583 |
| Gesamtes langfristiges Vermögen | 102.449 | 107.479 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 20 | 57.083 | 38.464 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 67.236 | 57.075 |
| Steuerforderungen | 21 | 18.699 | 18.160 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 23 | 1.617 | 1.116 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 23 | 1.836 | 1.812 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 24 | 18.085 | 19.872 |
| Gesamtes kurzfristiges Vermögen | 164.555 | 136.499 | |
| Gesamte Aktiva | 267.004 | 243.979 | |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu
Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Rundungsdifferenzen sind möglich.
Konzern-Bilanz Passiva
| in T€ | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 | Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz sind dem Konzernanhang zu |
|---|---|---|---|---|
| entnehmen. | ||||
| Eigenkapital | Der Konzernanhang ist | |||
| integraler Bestandteil des | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 25 | 40.000 | 40.000 | Konzernabschlusses. |
| Kapitalrücklage | 26 | 36.463 | 36.463 | |
| Eigene Anteile | 27 | –13.177 | –13.177 | Rundungsdifferenzen sind möglich. |
| Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte | 28 | –5.074 | –6.977 | |
| Ergebnisvortrag | 9.158 | 26.635 | ||
| Konzernergebnis | 31.077 | 13.302 | ||
| 98.448 | 96.247 | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Langfristige Leasingsverbindlichkeiten | 32 | 12.803 | 13.148 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 29 | 10.196 | 10.787 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 30 | 4.297 | 4.136 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 33 | 203 | 185 | |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 33 | 1.073 | 132 | |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 34 | 1.901 | 1.597 | |
| Passive latente Steuern | 19 | 1.299 | 989 | |
| Gesamte langfristige Verbindlichkeiten | 31.773 | 30.975 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Verzinsliche Darlehen | 31 | 13.547 | 19.107 | |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 32 | 7.444 | 7.023 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33 | 16.123 | 10.486 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.436 | 2.850 | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 33 | 20.574 | 21.586 | |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 33 | 29.169 | 27.299 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 30 | 10.902 | 11.081 | |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 34 | 33.589 | 17.325 | |
| Gesamte kurzfristige Verbindlichkeiten | 136.783 | 116.757 | ||
| Gesamte Passiva | 267.004 | 243.979 | ||
102
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| in T€ | Anzahl Aktien (in Stück) |
Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Eigene Anteile |
Sonstige Rücklagen und Währungs kurseffekte |
Ergebnis vortrag |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2020 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –5.445 | 26.635 | 84.478 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | –1.741 | –1.741 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen | 208 | 208 | |||||
| Dividende | 0 | 0 | |||||
| Konzernergebnis | 13.302 | 13.302 | |||||
| Stand 31. Dezember 2020 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –6.977 | 39.937 | 96.247 |
| Stand 1. Januar 2021 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –6.977 | 39.937 | 96.247 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 1.987 | 1.987 | |||||
| Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen | –179 | –179 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütung | 96 | 96 | |||||
| Dividende | –30.779 | –30.779 | |||||
| Konzernergebnis | 31.077 | 31.077 | |||||
| Stand 31. Dezember 2021 | 13.382.324 | 40.000 | 36.463 | –13.177 | –5.074 | 40.235 | 98.448 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Rundungsdifferenzen sind möglich.
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in T€ Anhang |
01.01. bis 31.12.2021 |
01.01. bis 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 44.793 | 18.776 |
| Abschreibungen | 14.507 | 21.753 |
| Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | –268 | –393 |
| Sonstige Gewinne und Verluste | 1.832 | 1.038 |
| Finanzerträge | –73 | –130 |
| Finanzaufwendungen | 971 | 1.421 |
| Veränderung der Rückstellungen | –634 | 1.530 |
| Gezahlte Ertragsteuern | –11.663 | –14.542 |
| Brutto-Cashflow | 49.465 | 29.453 |
| Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | –6.439 | 24.199 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte | –17.496 | –1.288 |
| Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.345 | –10.031 |
| Zu-/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen | 14.261 | –1.201 |
| Zu-/Abnahme Net Operating Working Capital | –4.329 | 11.679 |
| Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen | 526 | 5.141 |
| Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 45.662 | 46.273 |
| Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Leasing) | –4.264 | –4.664 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 864 | 3.990 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | –3.400 | –675 |
| Gezahlte Dividende | –30.779 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 73 | 130 |
| Gezahlte Zinsen | –888 | –981 |
| Tilgung der Leasingverbindlichkeiten | –7.795 | –8.692 |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | –39.389 | –9.543 |
| Nettoveränderung des Finanzmittelfonds | 2.873 | 36.055 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 900 | –585 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 765 | –34.706 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 24 |
4.538 | 765 |
Weitere Ausführungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Rundungsdifferenzen sind möglich.
Konzernanhang der WashTec AG (IFRS) 2021
Allgemeine Erläuterungen
Zur Verbesserung der Aussagekraft der veröffentlichten Zahlen, insbesondere im internationalen Vergleich, wird die Gewinn- und Verlustrechnung ab dem Geschäftsjahr 2021 nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt und veröffentlicht. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Der Konzernabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde am 23. März 2022 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Er wurde in der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2022 gebilligt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.
Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe ist die WashTec AG und ist im Handelsregister des Amtsgerichts der Stadt Augsburg, Deutschland unter HRB 81 eingetragen.
Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.
Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz und werden öffentlich gehandelt.
Der Unternehmensgegenstand der WashTec Gruppe umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.
2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses
Der Konzernabschluss der WashTec AG wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2021 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315e HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.
Die Voraussetzungen des § 315e HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet; hieraus können Rundungsdifferenzen entstehen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Die Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage der WashTec Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2021 wie auch im Vorjahr durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Wesentliche Geschäftsvorfälle, deren Ursache im Geschäftsjahr 2020 begründet ist, haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie nachfolgend beschrieben entwickelt:
- Im Ergebnis der WashTec Gruppe sind Effekte aus den unterstützenden Maßnahmen einzelner Länder zur Kompensation der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie enthalten. Maßnahmen wurden in den Ländern in Anspruch genommen, in denen die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme vorlagen. Diese umfassen im Wesentlichen verschiedene staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen. Die erfolgswirksam vereinnahmten Zuwendungen der öffentlichen Hand betragen zum 31. Dezember 2021 T€ 3.110 (Vorjahr: T€ 1.357). Das im Vorjahr gewährte Darlehen aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA wurde in Höhe von T€ 2.746 erfolgswirksam in den sonstigen Erträgen erfasst, da zum Ende des dritten Quartals 2021 die abschließende Beurteilung durch die Behörden vorlag und die Bedingungen zur Umwandlung in einen rückzahlungsfreien Zuschuss erfüllt waren. Die übrigen Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von T€ 364 wurden mit dem Personalaufwand saldiert. Für noch nicht erstattetes Kurzarbeitergeld sowie den Anspruch auf die Erstattung der Aufwendungen zur Sozialversicherung wurde zum 31. Dezember 2021 kein sonstiger Vermögenswert aktiviert (Vorjahr: T€ 4).
- Die COVID-19-Pandemie führte im Vorjahr zu einem Anstieg des Aufwands aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dies war im Wesentlichen auf Verzögerungen im Zahlungsverhalten der Kunden zurückzuführen. Das Waschgeschäft erwies sich als robust und es kam zu keinen nennenswerten Ausfällen und zu keiner weiteren Erhöhung des Ausfallrisikos.
- Zum 31. Dezember 2021 wurden der Geschäfts- und Firmenwert sowie die aktivierten Entwicklungskosten hinsichtlich einer möglichen Wertminderung überprüft. Für den Geschäfts- und Firmenwert sowie für die aktivierten Entwicklungskosten ergab sich im Berichtszeitraum kein Anpassungsbedarf.
- Die im Vorjahr zur Liquiditätssicherung der WashTec Gruppe im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erfolgte Erhöhung der Kreditlinien plant WashTec aufgrund des erfolgreichen Verlaufs des letzten Jahres im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen auf das Vorkrisenniveau zurückzuführen.
Es wurden sämtliche Bilanzposten hinsichtlich möglicher Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprüft. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Änderungen und führten auch zu keinen materiellen Auswirkungen auf Schätzungen, Annahmen oder Ermessensentscheidungen.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf das Geschäftsmodell der WashTec Gruppe sowie deren aktiver Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit sind bei allen Stakeholdern zu einem viel beachteten Thema mit einem zunehmenden Bedürfnis nach Informationen und Transparenz geworden.
Der große wirtschaftliche und gesellschaftliche Trend hin zur Individualisierung ist ein wichtiger Treiber des weiter wachsenden Mobilitätsbedarfs. Das daraus resultierende Verkehrsaufkommen basiert nach wie vor zu einem erheblichen Teil auf individueller Fortbewegung. Die individuelle Mobilität wird dabei mittels eigener Fahrzeuge sowie durch alternative Angebote, wie beispielsweise Carsharing oder private Fahrdienstleistungen, abgedeckt. Daneben stellt die Reduzierung der CO2-Emissionen einen maßgeblichen Treiber des Wandels in der Mobilität dar.
Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in dem weiterhin prognostizierten weltweiten Anstieg der Zulassungszahlen wider. Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von Antriebsformen oder dem Eigentum an Fahrzeugen. Fahrzeuge, die für alternative individuelle Mobilitätskonzepte eingesetzt werden, werden dabei in der Regel häufiger von den Anbietern oder Nutzern gewaschen als Privatfahrzeuge.
Auf dieser Basis geht die WashTec Gruppe weiterhin davon aus, dass die Sauberkeit von Fahrzeugen als ein wesentliches Qualitätskriterium und damit als Treiber des Geschäftsmodells bestehen bleibt. Die WashTec Gruppe rechnet jedoch mit Änderungen in den Rahmenbedingungen insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Bedeutung und konzeptionelle Gestaltung der existierenden Betreiberstandorte. Daneben werden in dieser Entwicklung jedoch auch weitere Chancen gesehen, vor allem durch das Angebot von digitalen und umweltfreundlichen Lösungen für die Autowäsche.
WashTec hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen für alle globalen Produktionsstandorte bis zum Jahr 2025 um 30% im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu senken.
Aus den Auswirkungen des Klimawandels ergeben sich die nachfolgend beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe:
- Die Maßnahmen zur Erreichung der Reduzierung der CO2-Emissionen umfassen in Deutschland schwerpunktmäßig Investitionen in die Ladeinfrastruktur und Heizungsanlagen sowie den Bezug von Ökostrom für alle globalen Produktionsstandorte.
- Die Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerte, die für Ersatzinvestitionen infrage kommen, sind zum Geschäftsjahr 2021 vollständig abgeschrieben. Daher ergeben sich gegenwärtig keine Hinweise auf Auswirkungen in Bezug auf Nutzungsdauern oder Restwerte.
- In Bezug auf die Werthaltigkeit der Vorräte ermöglicht die auftragsbezogene Fertigung und Beschaffung die Minimierung der über die im normalen Geschäftsgang hinausgehenden Wertminderungsrisiken.
- Daneben ergeben sich gegenwärtig keine Hinweise auf das Erfordernis für die Bildung von Rückstellungen für Umweltauflagen oder Rückbauverpflichtungen.
- Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäfts- und Firmenwerte wurden sämtliche klimabezogenen Aspekte geprüft, die Einfluss auf die Ermittlung des Nutzungswerts haben können. Diese Prüfung umfasste neben möglichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der WashTec Gruppe auch Risiken aus der Einführung neuer Gesetze oder Regularien, die beispielsweise aufgrund der Sanktionierung von fossilen Brennstoffen oder schädlichen Rohstoffen zu zusätzlichen Rohstoff- und Energiepreisen führen können.
- Insgesamt ergaben sich auf Basis von Schätzungen, Annahmen oder Ermessensentscheidungen keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe.
Aus diesem Grund geht das Management bezüglich der weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des Klimawandels von keinen wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aus. Im Rahmen dieser Beurteilung waren keine signifikanten Ermessensentscheidungen erforderlich.
3. Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt.
Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, wenn die WashTec AG schwankenden Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.
In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2021 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert. Die Werte basieren bei den Gesellschaften im Inland auf den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen, bei den Gesellschaften im Ausland grundsätzlich auf den IFRS-Abschlüssen vor Konsolidierung.
Anteilsbesitz nach § 315e i.V.m. § 313 Abs. 2 HGB
| Konsolidierte Unternehmen | Anteil am Kapital in % |
Mutter gesellschaft |
Geschäfts tätigkeit |
Eigenkapital 31.12.21 in T€ |
Gewinn/Verlust für 2021 in T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Inländische Beteiligungsgesellschaften | |||||
| WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg 1) | 100 | A | I | 29.846 | 0 |
| WashTec Holding GmbH, Augsburg | 100 | B | II | 82.622 | 26.463 |
| WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg 2) | 100 | B | III | 51 | 0 |
| WashTec Financial Services GmbH, Augsburg 1) | 100 | A | IV | 62 | 0 |
| AUWA-Chemie GmbH, Augsburg 2) | 100 | B | V | 537 | 0 |
| Ausländische Beteiligungsgesellschaften | |||||
| WashTec France S.A.S., Boigny sur Bionne, Frankreich | 100 | C | VI | 8.576 | 491 |
| Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA | 100 | C | I | 22.648 | 2.352 |
| WashTec S.r.l., Casale, Italien | 100 | C | VI | 1.342 | 43 |
| WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien | 100 | C | VI | 4.283 | 325 |
| WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark | 100 | C | VI | 2.675 | 568 |
| WashTec Bilvask AS, Billingstad, Norwegen 4) | 100 | F | VI | 3.430 | 554 |
| WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich | 100 | C | VI | 3.521 | 514 |
| WashTec Spain S.A.U., Madrid, Spanien | 100 | C | VI | 2.580 | 604 |
| WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China | 100 | C | VII | –2.576 | –563 |
| WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik | 100 | D | VII | 5.185 | 324 |
| WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada 5) | 100 | E | VI | –7.030 | 781 |
| WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien | 100 | C | VI | 2.078 | 510 |
| WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande 3) | 100 | C | VI | 1.975 | 212 |
| WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden | 100 | C | VI | 1.574 | 1.014 |
| WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen | 100 | D | VI | 372 | 90 |
- 1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH
- 2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG
- 3) Zum 1. Januar 2021 wurde die Tochtergesellschaft WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, verkauft und entsprechend entkonsolidiert.
- 4) indirekte Beteiligung über WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
- 5) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
- A) WashTec Holding GmbH
- B) WashTec AG
- C) WashTec Cleaning Technology GmbH
- D) Die Beteiligung wird zu 90% durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10% durch die WashTec Holding GmbH gehalten.
- E) Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
- F) WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
- I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft
- II) Holdinggesellschaft
- III) Vermietung von Waschanlagen
- IV) Vermittlung von Finanzierungen für Waschanlagen
- V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte
- VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft
- VII) Produktionsgesellschaft
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg und AUWA-Chemie GmbH, Augsburg, machen von der Möglichkeit der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
4. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards
In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards in Kraft. Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und Interpretationen angewandt.
Angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards
| Standard/ Inter pretation |
Titel | Anwen dungs pflicht |
Übernah me durch EU |
Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 & IFRS 16 |
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 – Reform der Referenzzinssätze (Phase 2) |
01.01.2021 | 14.01.2021 | keine |
| IFRS 4 | Änderungen an IFRS 4 – Verschiebung von IFRS 9 01.01.2021 | 16.12.2020 | keine | |
| IFRS 16 | Änderungen an IFRS 16 – Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19 nach dem 30. Juni 2021 |
01.04.2021 | 31.08.2021 | keine |
Ferner haben das IASB und das IFRS Interpretations Comitee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommen sind.
Zum 31. Dezember 2021 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die Europäische Union anerkannt und übernommen sind.
Noch nicht angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards
| Standard/ Interpretation |
Titel | Anwen dungs pflicht |
Übernah me durch EU |
Wesentliche Auswirkungen auf den Konzern |
|---|---|---|---|---|
| IFRS | Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018 - 2020) |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IFRS 3 | Änderungen an IFRS 3 – Verweis auf das Rahmenkonzept |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IAS 16 | Änderungen an IAS 16 – Erträge vor der beabsichtigten Nutzung |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IAS 37 | Änderungen an IAS 37 – Belastende Verträge: Kosten für die Erfüllung eines Vertrags |
01.01.2022 | 02.07.2021 | keine |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge inkl. Änderungen an IFRS 17 |
01.01.2023 | 23.11.2021 | keine |
| IFRS 17 | Änderungen an IFRS 17 – Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen |
01.01.2023 | noch festzulegen |
keine |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig |
01.01.2023 | noch festzulegen |
keine |
| IAS 1 | Änderungen an IAS 1 – Angaben zu Rechnungslegungsmethoden |
01.01.2023 | 03.03.2022 | keine |
| IAS 8 | Änderungen an IAS 8 – Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler |
01.01.2023 | 03.03.2022 | keine |
| IAS 12 | Änderungen an IAS 12 – Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion bestehen |
01.01.2023 | noch festzulegen |
keine |
5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen (soweit im Folgenden nichts anderes angegeben) grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Für die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernanhang des Vorjahres verwiesen.
Fremdwährungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der funktionalen Währung und der Berichtswährung des Konzerns.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der ausländischen Gesellschaften ist in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäftsoder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die daraus resultieren, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, zum Stichtagskurs umgerechnet, während Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
| Anlagen | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 14 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 8 Jahre |
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.
Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d.h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Sie bemessen sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber angesetzten Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben,
sondern jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Darüber hinaus wird zusätzlich ein Werthaltigkeitstest während des Jahres durchgeführt, wenn aufgrund eingetretener Ereignisse der Verdacht besteht, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren.
Immaterielle Vermögenswerte
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software ausgewiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
| Immaterielle Vermögenswerte | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Erworbene Patente und Technologien | 8 Jahre |
| Lizenzen und Software | 3 bis 8 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 6 bis 8 Jahre |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei geänderten Erwartungen entsprechend angepasst.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)
Forschungskosten werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand berücksichtigt. Die Entwicklungskosten eines Projektes umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vermögenswerte identifizierbar sind, voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erwarten lassen und die Herstellungskosten während der Entwicklung verlässlich ermittelt werden können. Darüber hinaus werden Entwicklungskosten nur aktiviert, wenn der Abschluss der Entwicklung und die anschließende Nutzung oder der Verkauf sowohl von technischer als auch finanzieller Seite sichergestellt und beabsichtigt sind.
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells bilanziert, d.h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den voraussichtlich künftiger wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag beurteilt, ob Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Bei entsprechenden Hinweisen nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Zur Bestimmung des Nutzungswertes wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dazu werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen – falls dies nicht möglich ist – für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein in früheren Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann erfolgswirksam aufgeholt, wenn sich eine Änderung der Beurteilung ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Die Obergrenze für die Wertaufholung bildet hierbei der Buchwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und Geschäftsoder Firmenwerte sind jährlich einem Wertminderungstest zu unterziehen. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten.
Eine mögliche Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen im Konzern den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich in die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« auf.
Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.
Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt, wenn das Unternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.
Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit positivem Marktwert sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (AC), »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthOCI) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte sowie den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (AC): Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme ist und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Forderungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden mit marktüblichen Zinssätzen abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Diese werden im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung oder Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte werden im Periodenergebnis erfasst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Sie werden zum Nennwert angesetzt. Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVthP/L): Finanzielle Vermögenswerte, die nicht »zu fortgeführten Anschaffungskosten« (AC) oder »erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert« (FVthOCI) bewertet werden sowie Derivate, die nicht als Sicherungsinstrument im Hedge Accounting designiert sind, werden »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet. Darüber hinaus können finanzielle Vermögenswerte unter bestimmten Bedingungen freiwillig als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet werden. Diese Option wird vom Konzern derzeit nicht genutzt. Sämtliche Marktwertänderungen werden ergebniswirksam erfasst.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten: Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.
Die Risikovorsorge ist grundsätzlich auf Basis des allgemeinen Ansatzes anhand eines Drei-Stufen-Modells zu ermitteln und stellt auf die Entwicklung des Ausfallrisikos eines finanziellen Vermögenswerts ab. Grundsätzlich werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und die innerhalb von zwölf Monaten nach Zugangszeitpunkt zu erwartenden Kreditverluste bestimmt. Hat sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem vorangegangenen Stichtag signifikant erhöht, ist dieser Stufe 2 zuzuordnen. Liegt zudem ein objektiver Indikator für eine Wertminderung vor, ist der finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zuzuordnen. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung sind das Einleiten rechtlicher Schritte und Überfälligkeiten von mehr als einem Jahr. In Stufe 2 und 3 wird die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bestimmt.
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente ist das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Daneben besteht ein Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente ebenfalls das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden.
Demnach wird die Risikovorsorge in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Der Konzern nimmt dieses Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente in Anspruch und ermittelt die Wertminderungen auf Basis einer Wertminderungstabelle.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben gleichartige Kreditrisikomerkmale. Zur Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.
Die Risikovorsorge für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird auf Basis des allgemeinen Ansatzes ermittelt. Die erwarteten Kreditverluste aus dem Ausfall von sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind unwesentlich und werden nicht erfasst.
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und die Übertragung die Ausbuchungsbedingungen des IFRS 9 erfüllt. Im Fall von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft und es erfolgt eine Ausbuchung der Forderung.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit negativem Marktwert sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet« (FLAC) oder »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet« (FVthP/L) klassifiziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert sowie im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode als zu fortgeführten Anschaffungskosten« (FLAC) bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Derivate mit negativem Marktwert und finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, werden in den Folgeperioden als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert « (FVthP/L) bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung nach Abzug der Transaktionskosten.
Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten: Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen
Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und je nach Marktwert als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung, wird im Fall eines Cashflow Hedges der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Der ineffektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fehlt es an einer wirksamen Sicherungsbeziehung, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern wendet derzeit kein Hedge Accounting an. Eine Überprüfung findet an jedem Bilanzstichtag statt.
Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
Ein monetärer Posten in Form einer ausstehenden Forderung gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Bei diesen monetären Posten handelt es sich um langfristige Forderungen gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb ist, werden im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Konzernabschluss werden diese Umrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung der Tochtergesellschaft vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.
Eigene Anteile
Beim Erwerb eigener Anteile durch die WashTec AG werden diese in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, deren Fälligkeit oder Höhe ungewiss ist. Erwartet der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Erstattung (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird diese als gesonderter Vermögenswert aktiviert, wenn deren Erhalt so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen werden mit Marktzinssätzen vor Steuern abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Der Zinseffekt wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Pensionen werden nach der »Projected Unit Credit-Methode« berechnet (IAS 19 revised). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand und die Zinsen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 29 dargestellt.
Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen
Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. »Blockmodell«. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet
und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt.
Anteilsbasierte Vergütung
Nach IFRS 2 wird zwischen anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich unterschieden. Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG erhalten für ihre Tätigkeit eine anteilsbasierte Vergütung, die beide Komponenten enthält.
Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird im Zeitraum der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Verbindlichkeit zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam erfasst. Diese wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Die an den Aktienpreis der WashTec AG gekoppelten Konditionen werden bei der Bewertung berücksichtigt (»Marktbedingungen«). Daneben werden leistungsbezogene Ausübungsbedingungen miteinbezogen. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente entfallende Teil wird direkt im Eigenkapital erfasst. Die Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich werden auf Basis des ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Für weitere Einzelheiten wird auf Anhangangabe 40 verwiesen.
Leasingverhältnisse
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der dazu berechtigt die Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasinggegenstands) für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu kontrollieren. Der Konzern erfasst grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit zu Barwerten bilanziert.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder (Zins-)Satzes vorgenommen wird, erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde sowie Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.
Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers abgezinst. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers wird auf Basis eines risikolosen Zinssatzes über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt. Jede Leasingrate wird in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und setzen sich aus dem Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, sämtlicher bei oder vor der Bereitstellung geleisteter Leasingzahlungen abzgl. erhaltener Leasinganreize, alle dem
Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie den geschätzten Kosten für Rückbauverpflichtungen zusammen.
Leasingverträge werden i.d.R. für feste Zeiträume von ein bis drei Jahren abgeschlossen. Mietverträge für Büro- und Lagergebäude umfassen teilweise auch längere Laufzeiten. Zudem können die Verträge Vereinbarungen zur stillschweigenden Verlängerung bzw. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen beinhalten. Derartige Vertragskonditionen werden herangezogen, um die maximale betriebliche Flexibilität des Konzerns sicherzustellen. Die bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen können jeweils beidseitig ausgeübt werden. Die in den Kündigungsoptionen vereinbarten Fristen sind ausreichend, um, soweit erforderlich, rechtzeitig Alternativen zu finden.
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen über Gebäude berücksichtigt das Management sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Die wesentlichen Faktoren hierbei sind die Konditionen, die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit des Leasinggebers sowie logistische Überlegungen im Zusammenhang mit der zukünftigen Strategie des Konzerns. Ist der Konzern mit der Zusammenarbeit zufrieden und wird davon ausgegangen, dass diese Faktoren auch zukünftig mit der Unternehmensstrategie vereinbar sind, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass die Verträge verlängert bzw. nicht gekündigt werden. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nicht-Ausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist.
Diese Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen können – sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen.
Im Rahmen der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt eine Erhöhung des Buchwerts um den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit sowie eine Verringerung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Für potenzielle künftige Steigerungen variabler Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erfolgt zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens eine Anpassung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts.
Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes.
Bei Verträgen, die eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption enthalten, wird eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und Anpassung des Nutzungsrechts vorgenommen, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb der Kontrolle des Konzerns liegt und im Rahmen der Erstbewertung anders eingeschätzt wurde.
Der Konzern nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zudem werden die Vorschriften von IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewandt.
Um den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Carwash-Management-Geschäfts Maschinen gegen eine waschzahlenabhängige Vergütung zur Verfügung stellen zu können, werden von WashTec gefertigte Maschinen an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft. Im Rahmen dieser Transaktionen werden für die Maschinen ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit
bilanziert. Es erfolgt keine Erlösrealisierung aus dem Verkauf der Maschinen. Im Rahmen der Verträge mit den Kunden werden Umsatzerlöse auf Basis der Waschzahlen realisiert und das Nutzungsrecht abgeschrieben.
Daneben verkauft WashTec auch Maschinen an Leasinggesellschaften, die diese im Rahmen von Mietverträgen an die Kunden vermieten. Diese Verträge enthalten zum Teil Rückgaberechte über die Verpflichtung zur Rücknahme der vormals verkauften Maschinen. In diesen Fällen findet eine Erlösrealisierung aus dem Maschinenverkauf in Höhe der erbrachten Leistung statt, d. h. es erfolgt eine Reduzierung der Umsatzerlöse in Höhe des Rückgaberechts. Zudem erfolgt eine korrespondierende Anpassung der Kosten für die erbrachte Leistung, die als sonstige Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt werden.
Für die Angaben zu den Nutzungsrechten, Leasingverbindlichkeiten, Abschreibungen und Zinsaufwendungen wird auf die Anhangangaben 13, 18 und 32 verwiesen.
Vertragsverbindlichkeiten
Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden, werden als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen (siehe auch Abschnitt Erlösrealisierung). Im Konzern werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Umsatzabgrenzung, im Wesentlichen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge, in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Ertragsteuern
Im Konzernabschluss werden tatsächliche Steuern unter Anwendung der am Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze und Steuervorschriften der Länder ermittelt, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und ein zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaften. Für bilanzierte Ertragsteuerverbindlichkeiten wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung herangezogen. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden anhand der Steuersätze bewertet, deren
Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig bzw. angekündigt sind. Tatsächliche und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, es sei denn die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle wurden im Eigenkapital erfasst.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt für temporäre Differenzen der konsolidierten Gesellschaften zwischen den Buchwerten eines Vermögenswerts oder einer Schuld nach IFRS und deren steuerlicher Basis sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen.
Latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuergutschriften werden in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und die noch nicht genutzten Steuergutschriften verwendet werden können.
Latente Steuerverbindlichkeiten auf temporäre Differenzen werden nicht angesetzt, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall resultiert, der sich zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder auf das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch auf das steuerliche Ergebnis auswirkt und es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt. Darüber hinaus werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten auf temporäre Differenzen angesetzt, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren.
Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen bilanziert, es sei denn, das die Beteiligung haltende Unternehmen ist in der Lage den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird (»outside basis differences«).
Eine Saldierung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerverbindlichkeiten wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und ein einklagbarer Rechtsanspruch auf die Aufrechnung besteht.
Erlösrealisierung
Erlöse werden erfasst, wenn durch Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung (d.h. eines Vermögenswerts) auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Ein Vermögenswert gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt.
Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, wenn die Übertragung des zugesagten Vermögenswerts erfolgt ist bzw. der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt hat. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren sowie bei der Installation von Maschinen der Fall. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage. Eine Ausnahme bildet ein einmaliges Finanzierungsprogramm mit einem Großkunden, das eine signifikante Finanzierungskomponente beinhaltet. In diesem Fall wurde bei der Bestimmung des Transaktionspreises die zugesagte Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst und ein Teil des Transaktionspreises im Zinsaufwand ausgewiesen.
Der Konzern nimmt für Finanzierungskomponenten den praktischen Behelf in Anspruch, die Auswirkungen einer Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen, falls die Dauer zwischen Übertragung von Gütern bzw. Dienstleistungen und Bezahlung dieser durch den Kunden bei maximal einem Jahr liegt.
Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen aus Verträgen über Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen sowie im Voraus bezahlte Serviceverträge werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt und in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Dem Kunden fließt hierbei der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung,
während diese erbracht wird. Die WashTec Gruppe wendet zur Bestimmung des Leistungsfortschritts die outputbasierte Methode basierend auf der abgelaufenen Zeit an. Die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen ist abhängig von den vertraglichen Regelungen und erfolgt in der Regel monatlich. Dadurch ist die zutreffende Ermittlung des Outputs sichergestellt. Diese Erlöse werden erfasst und in Rechnung gestellt, wenn die Leistung erbracht ist. Es erfolgt eine korrespondierende Auflösung der Vertragsverbindlichkeiten. Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage, Serviceverträge werden jedoch teilweise auch im Voraus bezahlt.
Umsätze aus dem Carwash-Management-Geschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert. Dies gilt auch, wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wird.
Um den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Carwash-Management-Geschäfts Maschinen gegen eine waschzahlenabhängige Vergütung zur Verfügung stellen zu können, werden von WashTec gefertigte Maschinen an Leasinggesellschaften veräußert. Die Verträge zwischen WashTec und den Leasinggesellschaften enthalten zum Teil Rückgaberechte über die Verpflichtung zur Rücknahme der vormals verkauften Maschinen. In diesen Fällen findet eine Erlösrealisierung aus dem Maschinenverkauf in Höhe der erbrachten Leistung statt, d.h. es erfolgt eine Reduzierung der Umsatzerlöse in Höhe des Rückgaberechts.
Die Höhe der Erlöse entspricht dem Transaktionspreis und umfasst die Gegenleistung, die die WashTec Gruppe im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Hiervon ausgenommen sind Umsatzsteuern. Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti oder Volumendiscounts werden als variable Gegenleistungen bei der Ermittlung des Transaktionspreises berücksichtigt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner Stornierung des Umsatzes kommt. Diese Schätzung wird auf Basis der Erwartungswertmethode vorgenommen. Die Volumendiscounts werden als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert. Der Transaktionspreis wird auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Ein Preisnachlass wird grundsätzlich anteilig auf alle Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags aufgeteilt, es sei denn es liegen Anhaltspunkte vor, dass sich der Preisnachlass vollständig oder teilweise auf eine oder mehrere, aber nicht alle Leistungsverpflichtungen innerhalb des Vertrags bezieht. Da keine direkt beobachtbaren Preise zur Verfügung stehen, zu denen die WashTec Gruppe das betreffende Gut oder die betreffende Dienstleistung separat unter ähnlichen Umständen an ähnliche Kunden verkaufen würde, wird zu Vertragsbeginn eine Schätzung der Höhe der Einzelveräußerungspreise anhand des Expected-cost-plus-a-margin-Ansatzes vorgenommen.
Die WashTec Gruppe nimmt das Wahlrecht, diejenigen Vertragserlangungs- und Erfüllungskosten direkt im Aufwand zu erfassen, die bei Aktivierung über eine Dauer von maximal einem Jahr abgeschrieben würden, in Anspruch. Dies betrifft bei WashTec sämtliche dieser Kosten.
Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht ergebniswirksam erfasst.
Kosten der umgesetzten Leistung
Die Kosten der umgesetzten Leistung umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und Dienstleistungen. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Material-, Personal- und Energiekosten auch Fertigungseinzelkosten sowie die den Produktions- und Dienstleistungsbereichen zuzuordnenden Gemeinkosten. Die Gemeinkosten schließen Abschreibungen auf Gebäude und Anlagen sowie Abwertungen auf Vorräte ein.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hinreichende Sicherheit darüber besteht, dass die Zuwendung erlangt wird und der Konzern alle damit verbundenen Bedingungen einhält.
Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen und zwar im Verlauf der Perioden, in denen das Unternehmen die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, ansetzt.
Staatliche Zuschüsse im Rahmen von Stützungsmaßnahmen werden, sofern diese erfolgswirksam vereinnahmt wurden, mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert bzw. in den sonstigen Erträgen erfasst. Es bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit den Zuschüssen. Der Konzern war von anderen Formen von Beihilfen der öffentlichen Hand nicht unmittelbar begünstigt.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien geteilt, die sich während des Jahres im Umlauf befinden.
Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt.
Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von operativen Segmenten auf dem »Management Approach«. Demzufolge erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an den Vorstand (»Chief Operating Decision Maker«). Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.
Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken ausgesetzt ist und Erträge einbringt, die sich von Teilaktivitäten unterscheidet, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern stattfinden.
6. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in gewissem Umfang Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen zu treffen, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen, die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie die Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren jeweils auf historischen Erfahrungen und auf dem aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich künftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und können in zukünftigen Perioden zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten führen.
Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten
In Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- und Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte sind zur Bestimmung des jeweiligen Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit notwendig. Außerdem muss ein angemessener Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows ermittelt werden. Zur Schätzung der künftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern und bei der Abschreibungsmethode der Vermögenswerte.
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten
Im Rahmen der Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ermittelt. Hierzu werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und werden um zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.
Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Ergebnisses sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 19 zu finden.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen
Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen und die Lebenserwartung. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details hierzu werden in den Anhangangaben 29 und 30 dargestellt.
Anteilsbasierte Vergütungen
Die anteilsbasierte Vergütung durch Barausgleich wird mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag erfasst. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen muss das am besten geeignete Bewertungsverfahren bestimmt werden, welches von den Bedingungen der Gewährung abhängig ist. Darüber hinaus ist die Bestimmung geeigneter, in dieses Bewertungsverfahren einfließender Inputparameter erforderlich, insbesondere die Volatilität der Aktie und der risikoneutrale Zinssatz für die Restlaufzeit. Die Annahmen und die angewandten Verfahren sind in der Anhangangabe 40 ausgewiesen.
Rückstellungen
Insbesondere Abfindungs- und Garantierückstellungen werden auf Grundlage von Erwartungen, Einschätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und von geplanten Maßnahmen gebildet. Die Beurteilung der Höhe von möglichen Zahlungsverpflichtungen beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung dieser Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.
Rücknahmeverpflichtungen (Buy-back-Verträge)
WashTec verkauft Waschanlagen teilweise über Leasinggesellschaften an Großkunden. Diese Verträge beinhalten zum Teil Rückgaberechte. Darin verpflichtet sich WashTec bei Bedarf zur Rücknahme der Waschanlagen am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die Rückstellung für Verträge mit Rückgaberechten umfasst die erwarteten Aufwendungen aus vertraglichen Verpflichtungen zur Rücknahme der veräußerten Maschinen und wird rollierend ermittelt. Zur Berechnung wird eine Schätzung vorgenommen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Anlage am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses zurückgenommen werden muss. Für das Rückgaberecht der Leasinggesellschaft wird eine sonstige Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis angesetzt. Diese basiert auf einer Schätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Anlage am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses zurückgenommen werden muss und wird rollierend ermittelt.
7. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Segmentierung nach dem »Management Approach« erfolgt im Konzern nach Vertriebsgebieten. Als Vertriebsgebiete sind aufgrund der spezifischen Marktgegebenheiten die Regionen »Europa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert und orientieren sich am jeweiligen Sitz der Konzernunternehmen. Zentrale Größen für die Steuerung der einzelnen Segmente sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Spalte »Konsolidierung« enthält die Eliminierung von ergebniswirksamen Transaktionen, die zwischen den operativen Segmenten getätigt wurden. Dies betrifft im Wesentlichen die Zwischenergebniseliminierung aus dem Verkauf von Waren. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis. Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm's length« Prinzip vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Segmenten Rechnung. Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung basieren auf den im Konzernabschluss verwendeten IFRS-Grundsätzen.
Bei den Segmenten des Konzerns handelt es sich um Geschäftseinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.
| Nach Segmenten 2021 | Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | |||||
| Umsatzerlöse | 348.683 | 77.451 | 18.076 | –13.677 | 430.532 |
| davon mit Dritten | 335.164 | 77.320 | 18.048 | 0 | 430.532 |
| davon mit anderen Segmenten | 13.519 | 131 | 28 | –13.677 | 0 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 40.207 | 4.583 | 1.206 | –304 | 45.691 |
| EBIT-Rendite (in %) | 11,5 | 5,9 | 6,7 | – | 10,6 |
| Finanzertrag | 73 | ||||
| Finanzaufwand | 971 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 44.793 | ||||
| Ertragsteueraufwand | 13.716 | ||||
| Konzernergebnis | 31.077 | ||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 10.302 | 1.190 | 333 | 0 | 11.825 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen u. Nutzungsrechte | 12.457 | 1.412 | 638 | 0 | 14.507 |
| Nach Segmenten 2020 in T€ |
Europa | Nordamerika | Asien/Pazifik | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 305.451 | 66.345 | 17.725 | –10.849 | 378.672 |
| davon mit Dritten | 294.779 | 66.182 | 17.711 | 0 | 378.672 |
| davon mit anderen Segmenten | 10.672 | 163 | 14 | –10.849 | 0 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 18.957 | 782 | 268 | 62 | 20.068 |
| EBIT-Rendite (in %) | 6,2 | 1,2 | 1,5 | – | 5,3 |
| Finanzertrag | 130 | ||||
| Finanzaufwand | 1.421 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 18.776 | ||||
| Ertragsteueraufwand | 5.474 | ||||
| Konzernergebnis | 13.302 | ||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte | 11.402 | 1.167 | 132 | 0 | 12.701 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen u. Nutzungsrechte | 19.587 | 1.517 | 649 | 0 | 21.753 |
Aufgliederung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Erfassung der Umsatzerlöse:
| Januar bis Dezember 2021 in T€ |
Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konsolidie rung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 346.091 | 76.022 | 18.076 | –13.677 | 426.511 |
| Erfassung über einen bestimmten Zeitraum | 2.592 | 1.429 | 0 | 0 | 4.021 |
| Januar bis Dezember 2020 in T€ |
Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konsolidie rung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 302.852 | 63.569 | 17.725 | –10.849 | 373.297 |
| Erfassung über einen bestimmten Zeitraum | 2.599 | 2.776 | 0 | 0 | 5.375 |
Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Maschinen und Service | 373.250 | 324.008 |
| Chemie | 51.006 | 46.553 |
| Sonstiges | 6.277 | 8.111 |
| Gesamt | 430.532 | 378.672 |
Der Konzern generiert ca. 77,9% (Vorjahr: ca. 80%) der Außenumsätze in europäischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Auf Deutschland entfallen nach Konsolidierung 28,7% (Vorjahr: 31,7%) des Konzernumsatzes, die auf die Produkte Maschinen und Service, Chemie sowie Sonstiges entfallen. Auf Frankreich entfallen dabei 14,2% (Vorjahr: 13,7%) des Konzernumsatzes. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt und entfallen im Wesentlichen auf die USA. In den Segmenten Europa und Nordamerika wurden Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% der Gesamterlöse lagen. Im Vorjahr wurden keine Umsätze mit Großkunden getätigt, die über 10% der Gesamterlöse lagen.
Die Zuordnung der Vermögenswerte des Konzerns richtet sich nach deren geographischem Standort. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen. In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.
Die Konzern-Vermögenswerte gliedern sich in folgende Segmente:
| 2021 in T€ | Deutschland | Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 20.698 | 3.418 | 421 | 429 | 24.966 |
| Investitionen Sachanlagen | 2.124 | 1.256 | 105 | 92 | 3.577 |
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill |
44.427 | 4.080 | 0 | 17 | 48.524 |
| Investitionen immaterielle Vermögenswerte |
668 | 17 | 0 | 2 | 687 |
| Nutzungsrechte | 6.202 | 9.204 | 2.789 | 1.080 | 19.275 |
| Investitionen Nutzungsrechte | 1.891 | 4.347 | 1.084 | 239 | 7.561 |
| 2020 in T€ | Deutschland | Europa | Nord amerika |
Asien/ Pazifik |
Konzern |
| Sachanlagen | 22.539 | 3.349 | 884 | 496 | 27.268 |
| Investitionen Sachanlagen | 1.610 | 860 | 415 | 149 | 3.034 |
| Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill |
44.793 | 4.096 | 3 | 16 | 48.908 |
| Investitionen immaterielle Vermögenswerte |
1.599 | 23 | 0 | 8 | 1.630 |
| Nutzungsrechte | 7.558 | 8.456 | 2.311 | 1.207 | 19.532 |
| Investitionen Nutzungsrechte | 3.963 | 3.305 | 752 | 17 | 8.037 |
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
8. Kosten der umgesetzten Leistung
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe & bezogene | ||
| Leistungen | 182.507 | 154.729 |
| Personalkosten | 85.768 | 82.174 |
| Abschreibungen | 10.426 | 16.933 |
| Kraftfahrzeugkosten | 5.728 | 4.562 |
| Zeitarbeitskräfte & Fremdleistungen | 4.297 | 2.353 |
| Marketingaufwendungen | 2 | 2 |
| Reisekosten | 2.575 | 2.207 |
| Instandhaltung & Miete | 2.493 | 2.115 |
| Rechts- und Beratungskosten | 371 | 404 |
| Energiekosten | 1.730 | 1.591 |
| IT-/ERP-Kosten | 2.065 | 2.241 |
| Sonstige Kosten | 5.839 | 5.194 |
| Gesamt | 303.802 | 274.505 |
Die sonstigen Kosten enthalten u.a. Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung und Büromaterial, Kommunikationsaufwendungen, lokale Steuern sowie Patent- und Lagerkosten.
9. Forschungs- und Entwicklungsaufwand
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe & bezogene | ||
| Leistungen | 329 | 555 |
| Personalkosten | 7.756 | 9.064 |
| Abschreibungen | 709 | 1.250 |
| Kraftfahrzeugkosten | 45 | 19 |
| Zeitarbeitskräfte & Fremdleistungen | 184 | 585 |
| Reisekosten | 19 | 20 |
| Instandhaltung & Miete | 78 | 50 |
| Rechts- und Beratungskosten | 4 | 370 |
| Energiekosten | 45 | 39 |
| IT-/ERP-Kosten | 2.209 | 1.033 |
| Sonstige Kosten | 1.697 | 1.106 |
| Aktivierte Eigenleistungen | –112 | –113 |
| Gesamt | 12.964 | 13.978 |
Die sonstigen Kosten enthalten u.a. Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung und Büromaterial, Kommunikationsaufwendungen, lokale Steuern, fremdbezogene Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie Lagerkosten.
Im Vorjahr wurde in den Personalkosten eine Rückstellung für Restrukturierung i.H. v. Mio. € 1,3 gebildet. Diese wurde jedoch im Geschäftsjahr 2021 aufgelöst, da die in dieser Rückstellung berücksichtigten Personalmaßnahmen nicht umgesetzt wurden.
10. Vertriebsaufwand
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Frachtkosten | 12.009 | 9.952 |
| Personalkosten | 31.935 | 32.095 |
| Abschreibungen | 2.309 | 2.481 |
| Kraftfahrzeugkosten | 1.587 | 1.742 |
| Zeitarbeitskräfte & Fremdleistungen | 118 | 151 |
| Marketingaufwendungen | 2.021 | 1.502 |
| Reisekosten | 945 | 1.170 |
| Instandhaltung & Miete | 723 | 671 |
| Rechts- und Beratungskosten | 647 | 454 |
| Energiekosten | 271 | 304 |
| IT-/ERP-Kosten | 475 | 494 |
| Sonstige Kosten | 2.204 | 1.476 |
| Gesamt | 55.244 | 52.491 |
In den Marketingaufwendungen sind im Wesentlichen Ausgaben für Messeteilnahmen, Werbematerialien und Anzeigen enthalten. Die sonstigen Kosten beinhalten u.a. Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung, Büromaterial, Kommunikationsaufwendungen, lokale Steuern und Lagerkosten.
11. Verwaltungsaufwand
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Personalkosten | 10.812 | 9.587 |
| Abschreibungen | 1.063 | 1.090 |
| Kraftfahrzeugkosten | 0 | 151 |
| Zeitarbeitskräfte & Fremdleistungen | 136 | 222 |
| Reisekosten | 93 | 120 |
| Instandhaltung & Miete | 450 | 451 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.571 | 1.716 |
| Energiekosten | 108 | 120 |
| IT-/ERP-Kosten | 435 | 535 |
| Sonstige Kosten | 2.091 | 2.971 |
| Gesamt | 16.759 | 16.963 |
Die sonstigen Kosten setzen sich im Wesentlichen aus Kosten für Personalbeschaffung, Weiterbildung und Büromaterial, Kommunikationsaufwendungen, lokalen Steuern und Prüfungskosten zusammen.
12. Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen umfassen alle Erträge und Aufwendungen, die nicht unmittelbar den Funktionsbereichen zurechenbar sind.
Sonstige Erträge
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus ausgebuchten Forderungen | 16 | 18 |
| Erträge aus Schrottverkäufen | 995 | 466 |
| Erträge aus Versicherungserstattungen | 298 | 482 |
| Erträge aus Währungskursdifferenzen | 1.977 | 2.228 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 311 | 919 |
| Sonstige Erträge | 3.518 | 1.964 |
| Gesamt | 7.115 | 6.078 |
In den sonstigen Erträgen sind im aktuellen Jahr Erträge aus der erfolgswirksamen Erfassung der Zuschüsse aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm in den USA i.H. v. T€ 2.746 enthalten.
Sonstige Aufwendungen
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Aufwand aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
–91 | 1.930 |
| Aufwand aus Währungskursdifferenzen | 1.805 | 2.898 |
| Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 111 | 526 |
| Aufwendungen für Versicherungen | 1.053 | 1.115 |
| Aufwendungen aus Schadensfällen | 267 | 240 |
| Sonstige Aufwendungen | 41 | 37 |
| Gesamt | 3.186 | 6.745 |
13. Finanzergebnis
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinserträge | 73 | 130 |
| Finanzertrag | 73 | 130 |
| Aufwendungen aus verzinslichen Darlehen | 456 | 485 |
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten | 413 | 482 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 102 | 454 |
| Finanzaufwand | 971 | 1.421 |
| Finanzergebnis | –898 | –1.291 |
In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von T€ 81 (Vorjahr: T€ 440) enthalten, die auf eine Rückstellung für eine noch laufende Betriebsprüfung entfallen.
Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ –485 (Vorjahr: T€ –809) den Bewertungskategorien »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte« (AC) und »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) zuzuordnen.
Diese Zinserträge und Zinsaufwendungen teilen sich wie folgt auf die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 auf:
| Bewertungs | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|
| in T€ | kategorien nach | ||
| IFRS 9 | |||
| AC | 16 | 47 | |
| Zinsertrag | FLAC | 57 | 83 |
| Zinsaufwand | FLAC | 558 | 940 |
14. Ertragsteueraufwand
Der Posten betrifft sowohl tatsächliche als auch latente Steuern.
Folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem Konzernsteuersatz von 31,9% (Vorjahr: 31,9%) multipliziert. Dieser orientiert sich am Steuersatz des Mutterunternehmens. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 30,6% (Vorjahr: 29,2%).
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 14.303 | 5.995 |
| Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen | –808 | –764 |
| Nicht abziehbare Aufwendungen | 661 | 812 |
| Nicht angesetzte latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge |
–548 | 1.038 |
| Nutzung von Verlustvorträgen für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden |
–815 | –941 |
| Aktivierung von latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge |
–928 | 0 |
| Anpassungen für Steuern aus Vorjahren | 1.772 | –623 |
| Sonstige | 79 | –42 |
| Ertragsteueraufwand | 13.716 | 5.474 |
Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | 13.741 | 9.629 |
| Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) | –25 | –4.155 |
| Ertragsteueraufwand | 13.716 | 5.474 |
15. Ergebnis je Aktie
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2021 und 2020:
| in €, T€ bzw. Stück | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | 31.077 | 13.302 |
| Durchschnittliche gewichtete ausstehende Anzahl der Aktien |
13.382.324 | 13.382.324 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) | 2,32 | 0,99 |
Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 16. Mai 2022 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn i.H. v. € 40.306.406,55 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H. v. € 2,90 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 38.808.739,60, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i.H. v. € 1.497.666,95 auf neue Rechnung.
16. Personalaufwand
Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 114.331 | 111.307 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 10.662 | 10.821 |
| Arbeitgeberanteil für gesetzliche und freiwillige Rentenversiche rung (beitragsorientiert) |
9.224 | 8.749 |
| Altersversorgung und Altersteilzeit | 2.053 | 2.043 |
| Gesamt | 136.271 | 132.919 |
Im Personalaufwand sind im Geschäftsjahr 2021 und 2020 Effekte aus den unterstützenden Maßnahmen der Länder zur Kompensation der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie enthalten. Die erfolgswirksam vereinnahmten Zuwendungen der öffentlichen Hand, die mit dem Personalaufwand saldiert wurden, betragen zum 31. Dezember 2021 T€ 365 (Vorjahr: T€ 1.357).
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Vertrieb, Marketing und Service | 1.054 | 1.075 |
| Produktion, Technik und Entwicklung | 548 | 558 |
| Finanzen und Verwaltung | 165 | 165 |
| Gesamt | 1.767 | 1.798 |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
17. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungs kurseffekte |
31.12.2021 | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 47.054 | 213 | 37 | 0 | 219 | 47.450 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 33.953 | 1.001 | 1.019 | 86 | 347 | 34.368 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19.412 | 868 | 2.313 | 25 | 440 | 18.432 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 445 | 1.494 | 11 | –931 | 19 | 1.016 | |
| Sachanlagen | 100.863 | 3.577 | 3.380 | –820 | 1.025 | 101.265 | |
| Entwicklungskosten selbsterstellt | 21.470 | 112 | 0 | 0 | –17 | 21.564 | |
| Lizenzen und Software erworben | 17.292 | 574 | 183 | 32 | 29 | 17.744 | |
| Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.157 | 2 | 421 | 0 | –22 | 3.716 | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 82.253 | 0 | 0 | 0 | 1.389 | 83.642 | |
| Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | 0 | 0 | 0 | 552 | 0 | 552 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 125.172 | 687 | 604 | 584 | 1.380 | 127.219 | |
| Anlagevermögen gesamt | 226.035 | 4.264 | 3.984 | –236 | 2.405 | 228.484 |
| in T€ | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2020 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungs kurseffekte |
31.12.2020 | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 47.072 | 195 | 122 | 96 | –188 | 47.054 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 40.496 | 1.583 | 10.447 | 2.586 | –264 | 33.953 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21.599 | 996 | 2.722 | 27 | –490 | 19.412 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.849 | 259 | 413 | –1.250 | 0 | 445 | |
| Sachanlagen | 111.016 | 3.034 | 13.703 | 1.459 | –942 | 100.863 | |
| Entwicklungskosten selbsterstellt | 12.510 | 113 | 0 | 8.815 | 32 | 21.470 | |
| Lizenzen und Software erworben | 15.475 | 1.518 | 291 | 605 | –15 | 17.292 | |
| Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.109 | 0 | 0 | 0 | 48 | 4.157 | |
| Geschäfts- und Firmenwert | 83.788 | 0 | 0 | 0 | –1.535 | 82.253 | |
| Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | 8.815 | 0 | 0 | –8.815 | 0 | 0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 124.696 | 1.630 | 291 | 605 | –1.470 | 125.172 | |
| Anlagevermögen gesamt | 235.712 | 4.664 | 13.994 | 2.064 | –2.412 | 226.035 |
| Abschreibungen | Nettobuchwert | in T€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | Abschreibung | Abgänge Umbuchungen | Währungs | 31.12.2021 | 01.01.2021 | 31.12.2021 | ||
| lfd. Jahr | kurseffekte | |||||||
| 33.689 | 751 | 49 | 0 | 184 | 34.575 | 13.365 | 12.875 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | |
| 24.926 | 2.128 | 730 | 0 | 298 | 26.621 | 9.028 | 7.746 Technische Anlagen und Maschinen | |
| 14.981 | 1.729 | 1.995 | 0 | 389 | 15.103 | 4.431 | 3.329 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 445 | 1.016 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | |
| 73.595 | 4.607 | 2.775 | 0 | 871 | 76.299 | 27.268 | 24.966 Sachanlagen | |
| 18.073 | 513 | 0 | 0 | –17 | 18.569 | 3.396 | 2.995 Entwicklungskosten selbsterstellt | |
| 14.105 | 1.139 | 182 | 0 | 28 | 15.090 | 3.187 | 2.654 Lizenzen und Software erworben | |
| 4.144 | 4 | 421 | 0 | –22 | 3.706 | 13 | 11 Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
| 39.941 | 0 | 0 | 0 | 1.389 | 41.331 | 42.312 | 42.312 Geschäfts- und Firmenwert | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 552 Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | |
| 76.263 | 1.656 | 603 | 0 | 1.379 | 78.695 | 48.908 | 48.524 Immaterielle Vermögenswerte | |
| 149.859 | 6.263 | 3.379 | 0 | 2.250 | 154.994 | 76.176 | 73.490 | Anlagevermögen gesamt |
| Abschreibungen | Nettobuchwert | in T€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2020 | Abschreibung lfd. Jahr |
Abgänge Umbuchungen | Währungs kurseffekte |
31.12.2020 | 01.01.2020 | 31.12.2020 | ||
| 33.106 | 869 | 121 | 0 | –165 | 33.689 | 13.966 | 13.365 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | |
| 29.033 | 2.587 | 7.430 | 947 | –212 | 24.926 | 11.463 | 9.028 Technische Anlagen und Maschinen | |
| 15.639 | 2.307 | 2.542 | 0 | –424 | 14.981 | 5.960 | 4.431 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.849 | 445 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | |
| 77.778 | 5.764 | 10.093 | 947 | –800 | 73.595 | 33.238 | 27.268 Sachanlagen | |
| 11.716 | 6.326 | 0 | 0 | 32 | 18.073 | 795 | 3.396 Entwicklungskosten selbsterstellt | |
| 12.837 | 1.577 | 294 | 0 | –15 | 14.105 | 2.638 | 3.187 Lizenzen und Software erworben | |
| 4.105 | 1 | 10 | 0 | 48 | 4.144 | 4 | 13 Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
| 41.476 | 0 | 0 | 0 | –1.535 | 39.941 | 42.312 | 42.312 Geschäfts- und Firmenwert | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.815 | 0 Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit | |
| 70.133 | 7.903 | 304 | 0 | –1.469 | 76.263 | 54.563 | 48.908 Immaterielle Vermögenswerte | |
| 147.912 | 13.667 | 10.397 | 947 | –2.269 | 149.859 | 87.801 | 76.176 | Anlagevermögen gesamt |
Immaterielle Vermögenswerte
Im Vorjahr resultierte der Anstieg der Entwicklungskosten im Wesentlichen aus der Aktivierung von Neuentwicklungen. Zum Jahresende 2020 wurden die Entwicklungskosten einem Impairmenttest unterzogen, der zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von T€ 5.200 führte. Dieser Betrag wurde im Vorjahr in voller Höhe im Ergebnis des Segments »Europa« erfasst. Der Wertminderungsbedarf war auf eine Änderung der Erwartungen der zukünftigen Cashflows aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der Umstrukturierung des Forschungs- und Entwicklungsbereichs zurückzuführen. Die Annahmen zu Volumina und damit verbundenem Einsparpotenzial verminderten sich im Abschreibungszeitraum, was zu einer Verringerung der zukünftig zu erwartenden Cashflows führte.
Darüber hinaus sind T€ 1.471 (Vorjahr: T€ 1.084) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.
Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z. B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.
Geschäfts- und Firmenwert
Die gesamten Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Buchwert von T€ 42.312 (Vorjahr: T€ 42.312) werden dem gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segment »Europa« zugeordnet.
Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.
Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5 dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Planung 2022 bis 2027 auf Konzernebene.
Der Planung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:
- p Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 4,4% p.a. im Segment »Europa«, in den übrigen Segmenten zwischen 8,8% und 9,2%
- p Kostensteigerungen von 2–4% p.a.
- p Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von 3 –5% p.a.
Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz vor Steuern von 7,5% (Vorjahr: 7,3%) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) zugrunde gelegt.
In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 1,0% (Vorjahr: 0,5%), der gewichtete Eigenkapitalzinssatz und die Kapitalstruktur ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 0,1% (Vorjahr: -0,2%) und ein Betafaktor von 1,2 (Vorjahr: 1,3) zugrunde.
Für alle Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 10 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer um 5 Prozentpunkte geringeren Bruttomarge (nach Abzug der direkten Umsatzkosten) ergibt sich kein Abwertungsbedarf.
18. Nutzungsrechte
Bei den bilanzierten Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Gebäude und Leasing von Servicefahrzeugen. Diese sind in den Nutzungsrechten für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten. Die Nutzungsrechte für Maschinen beinhalten die von WashTec gefertigten Maschinen, die an Leasinggesellschaften veräußert und im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktionen bzw. Mietkaufverträgen zurückgekauft werden.
Die folgende Tabelle zeigt die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten:
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude | 12.568 | 12.816 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung |
5.996 | 5.536 |
| Nutzungsrechte – Maschinen | 712 | 1.180 |
| Gesamt | 19.275 | 19.532 |
Die Zugänge zu den Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 7.561 (Vorjahr: T€ 8.037), die Abgänge bzw. Umbuchungen T€ 26 (Vorjahr: T€ –1.607). Auf Währungskurseffekte entfallen T€ 400 (Vorjahr: T€ –299).
Die Abschreibungen auf Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte – Grundstücke und Gebäude | 4.301 | 4.211 |
| Nutzungsrechte – Andere Anlagen, Betriebs- & Geschäftsausstattung |
3.617 | 3.432 |
| Nutzungsrechte – Maschinen | 326 | 443 |
| Gesamt | 8.244 | 8.086 |
Für Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 32 verwiesen.
19. Latente Steuern
Es bestehen aktive latente Steuern i.H. v. T€ 4.753 (Vorjahr: T€ 4.583) sowie passive latente Steuern i.H. v. T€ 1.299 (Vorjahr: T€ 989), die aus temporären Differenzen resultieren.
Latente Steuerverbindlichkeiten für sogenannte »outside basis differences« werden nicht bilanziert, da das die Beteiligung haltende Unternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 2.271 (Vorjahr: T€ 1.295).
Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Planung 2022 bis 2027 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.
Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass Verlustvorträge mit einem zukünftigen zu versteuernden Ergebnis verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen. Deshalb wurden im Berichtsjahr für Verlustvorträge i.H. v. T€ 11.275 (Vorjahr: T€ 17.253) sowie für temporäre Differenzen i.H. v. T€ 8.790 (Vorjahr: T€ 11.577) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Dies entspricht nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge i.H. v. T€ 3.312 (Vorjahr: T€ 4.339) sowie nicht aktivierten aktiven latenten Steuern für temporäre Differenzen i.H. v. T€ 2.245 (Vorjahr: T€ 2.846).
Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt hinsichtlich der Nutzung keiner zeitlichen Begrenzung. Verlustvorträge in Höhe von T€ 6.695 sind zeitlich begrenzt nutzbar. Davon verfallen T€ 2.177 in den Jahren 2022 bis 2027 und T€ 4.518 in den Jahren 2032 bis 2035 sofern sie nicht genutzt werden können.
Die aktiven und passiven latenten Steuern entfallen vor Saldierung auf folgende wesentliche Bilanzposten:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 928 | 0 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | 288 | 323 | –1.223 | –1.242 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | –1.800 | –1.863 | |
| Nutzungsrechte | 0 | 0 | –4.106 | –4.488 | |
| Vorräte | 1.963 | 2.476 | –149 | –8 | |
| Forderungen | 95 | 617 | –651 | –403 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 4.055 | 4.343 | 0 | 0 | |
| Rückstellungen | 2.649 | 2.811 | 0 | 0 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.533 | 1.354 | –17 | –25 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 179 | 149 | 0 | –180 | |
| Sonstige | 1 | 30 | –291 | –298 | |
| Gesamt | 11.691 | 12.103 | –8.237 | –8.507 | |
| davon langfristig | 5.995 | 4.969 | –3.427 | –4.860 | |
| davon kurzfristig | 5.696 | 7.134 | –4.810 | –3.648 |
Es wurden latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten i.H. v. T€ 6.938 (Vorjahr: T€ 7.520) gemäß den Saldierungsvorschriften des IAS 12 aufgerechnet.
Im Berichtsjahr wurden T€ –178 (Vorjahr: T€ 208) latente Steuern im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.849 (Vorjahr: T€ 2.027).
In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallenden Veränderungen der latenten Steuern dargestellt:
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verände rung vor Steuern |
Verände rung der latenten Steuern |
Verände rung nach Steuern |
Verände rung vor Steuern |
Verände rung der latenten Steuern |
Verände rung nach Steuern |
|
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung auslän discher Tochterunternehmen |
1.457 | 0 | 1.457 | –1.193 | 0 | –1.193 |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochter unternehmen |
483 | –158 | 325 | –470 | 178 | –292 |
| Veränderung versicherungs mathematischer Gewinne und Verluste |
46 | –20 | 26 | –77 | 30 | –47 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen |
1.986 | –178 | 1.808 | –1.740 | 208 | –1.532 |
20. Vorräte
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren | 26.198 | 21.964 |
| Unfertige Erzeugnisse | 20.602 | 9.519 |
| Fertige Erzeugnisse | 9.584 | 6.690 |
| Geleistete Anzahlungen | 698 | 291 |
| Gesamt | 57.083 | 38.464 |
Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertminderungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 128 (Vorjahr: T€ 249).
21. Steuerforderungen
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Steuerforderungen | 18.699 | 18.160 |
| Gesamt | 18.699 | 18.160 |
Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Steuerbehörden aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern.
22. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.211 | 6.487 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 67.236 | 57.075 |
| Gesamt | 71.448 | 63.562 |
Das üblicherweise gewährte Zahlungsziel für kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt in der Regel 30 Tage.
Die langfristigen Forderungen hängen im Wesentlichen mit der Durchführung eines Investitionsprogramms mit einem Großkunden zusammen. Alle Forderungen aus diesem Programm sind gegen ein mögliches Ausfallrisiko versichert.
Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen insgesamt T€ 77.215 (Vorjahr: T€ 70.005). Darin sind Bruttobuchwerte für am Abschlussstichtag bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H. v. T€ 729 (Vorjahr: T€ 1.254) enthalten. Die ebenfalls im Gesamtbetrag enthalten Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die die Wertminderungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen werden, stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Nicht überfällig | Mehr als 30 Tage überfällig |
Mehr als 60 Tage überfällig |
Mehr als 120 Tage überfällig |
Gesamt |
| 31.12.2021 | 60.459 | 2.922 | 2.143 | 10.963 | 76.486 |
| 31.12.2020 | 52.048 | 2.813 | 2.302 | 11.589 | 68.752 |
Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 6.443 | 5.245 |
| Erfolgswirksam erfasste Veränderung der Wertminderungen für Kreditverluste |
142 | 1.560 |
| Im Geschäftsjahr als uneinbringlich abgeschriebene Beträge | –354 | –147 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | –463 | –215 |
| Stand 31. Dezember | 5.768 | 6.443 |
23. Sonstige Vermögenswerte
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 199 | 198 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 520 | 502 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.617 | 1.116 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.836 | 1.812 |
| Gesamt | 4.171 | 3.630 |
| davon nicht-finanzielle Abgrenzungsposten | 1.399 | 1.350 |
Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien.
24. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Für alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergaben sich im Berichtsjahr keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung.
Der Buchwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 18.085 (Vorjahr: T€ 19.872) und stellt gleichzeitig den beizulegenden Zeitwert dar.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der WashTec Gruppe im Berichtsjahr verändert hat. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den operativen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 18.085 | 19.872 |
| Kontokorrentkredite/kurzfristig verzinsliche Darlehen | –13.547 | –19.107 |
| Finanzmittelfonds | 4.538 | 765 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 20.171 | 21.691 |
| Tilgung der Leasingverbindlichkeiten | –7.795 | –8.692 |
| Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten | 7.541 | 8.037 |
| Abgang von Leasingverbindlichkeiten | –189 | –490 |
| Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung | 520 | –374 |
| Sonstige Veränderungen | ||
| Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlich | ||
| keiten (Darstellung als operativer Cashflow) | 413 | 482 |
| Gezahlte Zinsen | –413 | –482 |
| Stand 31. Dezember | 20.248 | 20.171 |
Die zahlungswirksame Veränderung der Leasingverbindlichkeiten beträgt T€ 8.208 (Vorjahr: T€ 9.174), die zahlungsunwirsame Veränderung beträgt T€ 8.285 (Vorjahr: T€ 7.655).
In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf die Anhangangabe 31 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 13 verwiesen.
Eigenkapital
25. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Stammaktien in tausend Stück | 13.977 | 13.977 |
| Anteile am Grundkapital je Aktie in € | 2,86 | 2,86 |
Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2021 beträgt 13.382.324 Aktien (Vorjahr: 13.382.324 Aktien).
Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG vom 18. Mai 2021 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 ausgewiesenen handelsrechtlichen Bilanzgewinn in Höhe von € 31.174.580,45 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 2,30 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 30.779.345,20 und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns in Höhe von € 395.235,25 auf neue Rechnung. In der Ausschüttung an die Aktionäre war neben der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 i.H. v. € 0,99 eine Sonderdividende i.H. v. € 1,31 enthalten.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
- p für Spitzenbeträge;
- p wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden;
- p bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;
- p soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Ziffer 5.1 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital anzupassen.
26. Kapitalrücklage
Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i.H. v. T€ 26.828 und i.H. v. T€ 18.019 – abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten – aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i.H. v. T€ 9.464 gemindert.
27. Eigene Anteile
Wie im Vorjahr hält die WashTec AG zum 31. Dezember 2021 eigene Aktien i.H. v. T€ 13.177. Dies entspricht 594.646 Stück.
Erwerb und Verwendung eigener Aktien
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2019 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 30. Juni 2022 eigene Aktien i.H.v. bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.
Der Vorstand wurde ermächtigt, die aufgrund der von der Hauptversammlung am 29. April 2019 erteilten Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre wie folgt zu verwenden:
Sie können
p als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen angeboten und übertragen werden;
- p zur Bedienung von Optionsrechten an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, verwendet werden; oder
- p auf andere Weise verwendet werden, sofern die Verwendung der eigenen Aktien der Gesellschaft gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist zudem beschränkt auf Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10% des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Optionsrechten, die an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden, zu verwenden.
Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre können ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmalig ausgenutzt werden. Die Verwendung darf zu einem oder zu mehreren der vorgenannten Zwecke erfolgen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigungen in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung der Gesellschaft anzupassen.
28. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte 29. Rückstellungen für Pensionen
| in T€ | 01.01.2021 | Veränderung | Veränderung | Veränderung | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| direkt im Eigen | der latenten | anteilsbasierte | |||
| kapital erfasster | Steuern | Vergütung | |||
| Erträge und Aufwendungen |
|||||
| Hedge Reserve | –500 | 0 | 0 | 0 | –500 |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in |
|||||
| Tochterunternehmen | –2.010 | 483 | –159 | 0 | –1.686 |
| Versicherungsmathematische | |||||
| Gewinne/Verluste | –3.845 | 46 | –20 | 0 | –3.820 |
| Sonstige Eigenkapital | |||||
| transaktion | 0 | 0 | 0 | 96 | 96 |
| Sonstige Rücklagen | –6.356 | 529 | –179 | 96 | –5.910 |
| Währungskurseffekte | –621 | 1.457 | 0 | 0 | 836 |
| Gesamt | –6.977 | 1.986 | –179 | 96 | –5.074 |
| in T€ | 01.01.2020 | Veränderung direkt im Eigenkapital erfasster Erträge |
Veränderung der latenten Steuern |
31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|
| und Aufwendungen | ||||
| Hedge Reserve | –500 | 0 | 0 | –500 |
| Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen |
–1.718 | –470 | 178 | –2.010 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
–3.798 | –77 | 30 | –3.845 |
| Sonstige Rücklagen | –6.017 | –547 | 208 | –6.356 |
| Währungskurseffekte | 572 | –1.193 | 0 | –621 |
| Gesamt | –5.445 | –1.740 | 208 | –6.977 |
Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden eine Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente oder Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.
Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 0,8% (Vorjahr: 0,4%) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden mit 1,6% (Vorjahr: 1,5%) bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 0,8% (Vorjahr: 0,4%). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2018 G« von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt und aus Standardtafeln abgeleitet.
Die Anzahl der Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2021 betrug 223 Mitarbeiter (Vorjahr: 221 Mitarbeiter), die Gesamtzahl aller Personen denen gegenüber eine Pensionsverpflichtung besteht, beträgt 328 Mitarbeiter (Vorjahr: 371 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i.H. v. T€ –88 (Vorjahr: T€ –60) enthalten.
Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vor latenten Steuern T€ 46 (Vorjahr: T€ –77). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2021 T€ –5.558 (Vorjahr: T€ –5.604) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor latenten Steuern) direkt im Eigenkapital erfasst worden.
In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 10.787 | 10.938 |
| Erwartete Rendite | 15 | 14 |
| Gezahlte Renten | –436 | –433 |
| Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode | –167 | 129 |
| Zinsaufwand | 43 | 62 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | –46 | 77 |
| Stand 31. Dezember | 10.196 | 10.787 |
Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:
| in T€ | Pensionsrück stellungen Barwert |
Erstattungs ansprüche Beizulegender Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Erwartete Rendite | 0 | –15 | –15 |
| Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen |
–139 | 0 | –139 |
| Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung |
108 | 0 | 108 |
| Gesamt | –31 | –15 | –46 |
Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.
Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnlichem. Die Entwicklung der sogenannten Erstattungsansprüche zeigt die nachfolgende Tabelle:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar | 502 | 486 |
| Erwartete Rendite | 18 | 16 |
| Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember | 520 | 502 |
Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen
Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten und der Entwicklung des Zinssatzes, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der Projected Unit Credit-Methode) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate), der Lebenskostensteigerung und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Die Annahmen und Methoden, die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse angewandt wurden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
| Auswirkung auf die Pensionsverpflichtung (DBO) |
||||
|---|---|---|---|---|
| Annahmen | Veränderungen | 2021 | 2020 | |
| Lebenserwartung | Anstieg um ein Jahr | 5,5% | 5,5% | |
| Lebenskostensteigerung | Anstieg um 0,25% | 1,9% | 2,3% | |
| Zinssatz | Anstieg um 0,25% | –2,3% | –2,5% | |
| Zinssatz | Rückgang um 0,25% | 2,4% | 2,6% |
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 10 Jahre (Vorjahr: ca. 10 Jahre).
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:
| in T€ | bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 653 | 2.449 | 7.268 | 10.371 |
30. Sonstige Rückstellungen
| in T€ | 01.01.2021 | Zuführung | Inanspruch | Auflösung | Währungs | 31.12.2021 | davon | davon Rückstellungen 31.12.2020 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nahme | differenz | kurzfristig | langfristig | davon | davon | ||||||
| kurzfristig | langfristig | ||||||||||
| Altersteilzeit | 1.844 | 911 | –341 | 0 | 0 | 2.414 | 640 | 1.775 | 511 | 1.334 | |
| Gewährleistung | 6.342 | 6.403 | –4.469 | –556 | 70 | 7.790 | 7.764 | 26 | 6.326 | 15 | |
| Rückkaufverpflichtung | 2.888 | 282 | –645 | 0 | 0 | 2.525 | 579 | 1.946 | 645 | 2.243 | |
| Rechts- und Beratungskosten | 956 | 215 | –157 | –435 | 1 | 580 | 580 | 0 | 956 | 0 | |
| Abfindungen | 2.416 | 756 | –1.083 | –1.047 | 2 | 1.044 | 1.044 | 0 | 2.416 | 0 | |
| Übrige | 771 | 251 | –29 | –146 | 0 | 847 | 295 | 551 | 227 | 544 | |
| 31.12.2021 | 15.216 | 8.818 | –6.723 | –2.184 | 73 | 15.200 | 10.902 | 4.297 | – | – | |
| Gesamt | 31.12.2020 | 13.529 | 9.385 | –6.666 | –960 | –71 | 15.216 | – | – | 11.081 | 4.136 |
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 (revised) berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von –0,2% (Vorjahr: –0,3%) und ein jährlicher Gehaltstrend von 1,5% (Vorjahr: 1,5%) berücksichtigt.
Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.
Die Rückstellung für Verträge mit Rückgaberechten umfasst die erwarteten Aufwendungen aus vertraglichen Verpflichtungen zur Rücknahme von vormals an Mineralölgesellschaften verkauften Maschinen und wird rollierend ermittelt. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.
Die Rückstellung für Abfindungen i.H. v. T€ 1.044 (Vorjahr: T€ 2.416) beinhaltet Rückstellungen für Personalmaßnahmen.
In den übrigen Rückstellungen von T€ 847 (Vorjahr: T€ 771) sind im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Schadensfälle i.H. v. T€ 672 (Vorjahr: T€ 679) enthalten.
31. Verzinsliche Darlehen
Die Finanzierung der WashTec Gruppe basiert auf bilateralen Verträgen mit verschiedenen Banken. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH und verfügt insgesamt über Kreditlinien in einer Gesamthöhe von T€ 121.500 (Vorjahr: T€ 121.500), bestehend aus b.a.w.-Linien i.H. v. insgesamt T€ 90.000 (Vorjahr: T€ 90.000) sowie Kreditzusagen mit einer Restlaufzeit von bis zu 9 Monaten i.H. v. T€ 31.500 (Vorjahr: T€ 31.500). Diese können sowohl als Kredit- als auch als Avallinie genutzt werden. Darüber hinaus besteht ein kurzfristig verzinsliches Darlehen, das auf die Tochtergesellschaft in China entfällt. Insgesamt verfügt die WashTec Gruppe über eine Kreditlinie i.H. v. T€ 122.612 (Vorjahr: T€ 122.497).
Zum 31. Dezember 2021 bestanden kurzfristige Darlehen i.H. v. T€ 13.547 (Vorjahr: T€ 19.107), die sich vollständig aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammensetzen. Daneben wurde die Avallinie i.H. v. T€ 6.690 (Vorjahr: T€ 6.518) genutzt. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf T€ 102.375 (Vorjahr: T€ 96.871).
Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden. Der Zinssatz der Kreditlinien ist variabel und an die Entwicklung des EURIBOR zzgl. einer vertraglich vereinbarten Marge gebunden. Die Verzinsung der Kreditlinien wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,45% und 0,66% (Vorjahr: 0,44% und 0,68%).
32. Leasingverhältnisse
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 7.444 | 7.023 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 12.803 | 13.148 |
| Gesamt Leasingverbindlichkeiten | 20.248 | 20.171 |
In Leasingverträgen über eigene Standorte sind zum Teil variable Leasingzahlungen in Form von Staffelmieten beim Erreichen bestimmter Waschzahlen bzw. Umsatzerlöse vereinbart, um eine geringe Fixkostenbasis sicherzustellen. Diese werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die Bedingung eintritt, die die Zahlungen auslöst. Zukünftige Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 unberücksichtigt geblieben sind, ergeben sich aus variablen Leasingzahlungen i.H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).
Eine Reihe von Immobilien-Leasingverträgen enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Diese Optionszeiträume liegen in der Zukunft, sodass hierauf keine Leasingzahlungen entfielen. Mögliche zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H. v. T€ 2.975 (Vorjahr: T€ 2.977) wurden nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden.
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 8.208 (Vorjahr: T€ 9.174). Aus Leasingverhältnissen, die die WashTec Gruppe im Geschäftsjahr 2021 eingegangen ist, die jedoch noch nicht begonnen haben, ergeben sich zukünftige Zahlungsmittelabflüsse i.H. v. T€ 77 (Vorjahr: T€ 489). Es resultieren Gewinne aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 105).
Es sind Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, i.H. v. T € 266 (Vorjahr: T€ 83) enthalten. Vermögenswerte von geringem Wert beinhalten im Wesentlichen IT-Ausstattung. Daneben wurden Aufwendungen für variable Leasingzahlungen i.H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) erfasst, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden.
Für die im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanzierten Nutzungsrechte an Vermögenswerten sowie den zugehörigen Abschreibungen wird auf Anhangangabe 18 verwiesen. Für die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 13 verwiesen.
33. Sonstige Verbindlichkeiten
| in T€ | langfristig ( | > 1 Jahr) |
kurzfristig ( < 1 Jahr) |
||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||
| Abgegrenzte Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 13.516 | 11.582 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern |
0 | 0 | 5.041 | 4.726 | |
| Kreditorische Debitoren | 0 | 0 | 933 | 1.775 | |
| Übrige | 203 | 185 | 1.084 | 3.503 | |
| Gesamt sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
203 | 185 | 20.574 | 21.586 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern |
996 | 132 | 15.820 | 15.143 | |
| Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben |
0 | 0 | 8.610 | 7.238 | |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit |
0 | 0 | 2.174 | 2.671 | |
| Übrige | 76 | 0 | 2.564 | 2.248 | |
| Gesamt sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten |
1.073 | 132 | 29.169 | 27.299 | |
| Gesamt | 1.276 | 317 | 49.743 | 48.886 |
Die abgegrenzten Verbindlichkeiten i.H. v. T€ 13.516 (Vorjahr: T€ 11.582) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie noch zu erstellende Gutschriften im Bereich Service zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen die abzuführende Umsatzsteuer.
34. Vertragsverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten in Bezug auf Verträge mit Kunden:
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 25.555 | 10.929 |
| Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge |
9.935 | 7.993 |
| Gesamt | 35.490 | 18.922 |
Das Management erwartet, dass 94,6% (Vorjahr: 91,6%) dieser ausstehenden (oder teilweise ausstehenden) Leistungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2022 als Umsatz erfasst werden. Die restlichen 5,4% (Vorjahr: 8,4%) werden erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2023 als Umsatz erfasst. Der genannte Betrag umfasst keine variablen Vergütungsbestandteile, die begrenzt sind.
Umsatzrealisierung in Bezug auf Vertragsverbindlichkeiten:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Im Geschäftsjahr erfasste Erlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren |
||
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 10.929 | 12.424 |
| Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge |
6.396 | 7.401 |
Die Angabe umfasst keine Verträge, bei denen der Anspruch auf Gegenleistung vom Kunden mit dem Wert der bereits erbrachten Leistungsverpflichtung durch die WashTec Gruppe im Einklang steht und/oder deren erwartete ursprüngliche Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.
35. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Form von Zins- und Währungsrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt der Konzern regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der Schwankungen der entsprechenden Zinsund/oder Währungspositionen. Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.
Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.
Kreditrisiken
Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildeten Wertminderungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Hierzu wird auf Anhangangabe 22 verwiesen.
Für einige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verlangt die WashTec Gruppe teilweise Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Garantien oder Akkreditiven, auf die bei Zahlungsverzug des Kontrahenten im Rahmen der Vertragsmodalitäten zurückgegriffen werden kann.
Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10% der Umsatzerlöse ausmacht. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% des Konzernumsatzes lagen. Diese sind durch eine Kreditausfallsicherung abgesichert. Darüber hinaus wird für ausgewählte Kunden bei Überschreitung einer gewissen Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversicherern abgeschlossen. Ein erhöhtes Kreditrisiko besteht aus diesem Grund nicht.
Die COVID-19-Pandemie führte im Vorjahr zu erhöhten Kredit- und Ausfallrisiken. Diese waren im Wesentlichen auf Verzögerungen im Zahlungsverhalten der Kunden zurückzuführen. Das Waschgeschäft erwies sich als robust und es kam zu keinen nennenswerten Ausfällen und zu keiner weiteren Erhöhung des Ausfallrisikos.
Bei den weiteren finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und sonstige finanzielle Vermögenswerte, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Mit einem Ausfall dieser Instrumente wird nicht gerechnet.
Liquiditätsrisiken
Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften des Konzerns ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Maßnahmen ergriffen. Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird auf Basis einer monatlich rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis zeitnah gesteuert. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien wurden auf Basis bilateraler Verträge der WashTec Cleaning Technology GmbH mit verschiedenen Banken unter gesamtschuldnerischer Haftung der WashTec AG eingeräumt. Nähere Erläuterungen sind in Anhangangabe 31 aufgeführt.
Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2021 vertraglich fixierten und undiskontierten Zahlungen für Tilgungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten für die nächsten Geschäftsjahre.
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
| in T€ | Buchwert | Cashflows | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | 2022 | 2023–2026 | 2027 ff. | ||
| Verzinsliche Darlehen | 13.547 | 13.587 | 0 | 0 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 20.248 | 7.705 | 11.980 | 1.112 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
16.123 | 16.123 | 0 | 0 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
20.777 | 20.574 | 203 | 0 |
| in T€ | Buchwert | Cashflows | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 | 2021 | 2022–2025 | 2026 ff. | ||
| Verzinsliche Darlehen | 19.107 | 19.585 | 0 | 0 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 20.171 | 7.292 | 12.083 | 1.458 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
10.486 | 10.486 | 0 | 0 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
21.771 | 21.586 | 185 | 0 |
Marktpreisrisiken
Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten stellen die wesentlichen Marktpreisrisiken für den Konzern dar.
Währungsrisiken
Schwankungen des USD/EUR sowie CAD/USD können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da Teile des operativen Geschäfts im Segment Nordamerika generiert werden. Daneben bestehen langfristige Darlehensforderungen in USD und CAD. Bei einer deutschen Tochtergesellschaft besteht eine langfristige Darlehensforderung gegenüber der Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA, die in Höhe von Mio. USD 7,3 (Vorjahr: Mio. USD 7,3) als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert ist. Bei der amerikanischen Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA besteht eine langfristige CAD-Darlehensforderung gegenüber deren kanadischer Tochtergesellschaft, die in Höhe von Mio. CAD 7,8 (Vorjahr: Mio. CAD 7,8) als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert ist. Die Umrechnungseffekte der Darlehensforderungen, die jeweils auf die Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entfallen, werden im Eigenkapital erfasst.
Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich Ergebnis vor Steuern und Eigenkapital verändern, wenn die Währungen, die als Preisrisikovariablen identifiziert wurden, aus Sicht des Bilanzstichtags anders ausgefallen wären. Alle anderen Variablen bleiben konstant.
| 2021 | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---|---|---|
| Währung – USD +5% –5% |
30 –30 |
–322 322 |
| Währung – CAD +5% –5% |
414 –414 |
–346 346 |
| 2020 | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern |
Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---|---|---|
| Währung – USD +5% –5% |
132 –132 |
–297 297 |
| Währung – CAD +5% –5% |
341 –341 |
–343 343 |
Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.
Zinsrisiken
Zinsrisiken entstehen im Konzern im Wesentlichen in Zusammenhang mit den in Anspruch genommenen verzinslichen Darlehen, da sich der Basiszinssatz für die Kreditlinien am EURIBOR orientiert. Auch ein um 10 Basispunkte höherer EURIBOR hätte derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine Zinsswaps vor.
Kapitalsteuerung
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen sowie Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 2021 T€ 15.710 (Vorjahr: T€ 19.407). Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden.
36. Finanzinstrumente – zusätzliche Angaben
Die nachfolgende Tabelle zeigt, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien.
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
| in T€ | Bewertungs | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz | Beizulegender | IFRS 13 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| kategorien nach IFRS 9 |
31.12.2021 | Fortgeführte Anschaffungs |
Erfolgswirksam zum beizulegenden |
Bilanz nach IFRS 16 |
Zeitwert 31.12.2021** |
Stufe | |
| kosten | Zeitwert | ||||||
| Aktiva | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC* | 18.085 | 18.085 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 67.236 | 67.236 | – | – | – | – |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 4.211 | 4.211 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 1.617 | 1.617 | – | – | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 199 | 199 | – | – | – | – |
| Passiva | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC* | 16.123 | 16.123 | – | – | – | – |
| Verzinsliche Darlehen | FLAC* | 13.547 | 13.547 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 20.574 | 20.574 | – | – | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 203 | 203 | – | – | – | – |
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 20.248 | – | – | 20.248 | – | – |
| Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC* | 91.348 | 91.348 | – | – | – | – |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 50.447 | 50.447 | – | – | – | – |
* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert. Der Effekt bei den langfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht wesentlich.
| in T€ | Bewertungs Buchwert |
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | Wertansatz | Beizulegender | IFRS 13 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| kategorien | 31.12.2020 | Fortgeführte | Erfolgswirksam | Bilanz nach | Zeitwert | Stufe | |
| nach IFRS 9 | Anschaffungs | zum beizulegenden | IFRS 16 | 31.12.2020** | |||
| kosten | Zeitwert | ||||||
| Aktiva | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC* | 19.872 | 19.872 | – | – | – | – |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 57.075 | 57.075 | – | – | – | – |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC* | 6.487 | 6.487 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 1.116 | 1.116 | – | – | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC* | 198 | 198 | – | – | – | – |
| Passiva | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC* | 10.486 | 10.486 | – | – | – | – |
| Verzinsliche Darlehen | FLAC* | 19.107 | 19.107 | – | – | – | – |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 21.586 | 21.586 | – | – | – | – |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 185 | 185 | – | – | – | – |
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 20.171 | – | – | 20.171 | – | – |
| Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | AC* | 84.749 | 84.749 | – | – | – | – |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC* | 51.364 | 51.364 | – | – | – | – |
* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
** Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird unterstellt, dass der Buchwert zum Stichtag den beizulegenden Zeitwert approximiert. Der Effekt bei den langfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht wesentlich.
Als beizulegender Zeitwert gilt der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Besteht kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt.
Im Rahmen der Bemessungshierarchie (»Fair-Value-Hierarchie«) des IFRS 13 werden Finanzinstrumente auf Basis der verwendeten Inputfaktoren in eine von insgesamt drei Stufen eingeordnet. Hierbei wird den Inputfaktoren der Stufe 1 die höchste Priorität eingeräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten. Die drei Stufen werden nachfolgend erläutert.
Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten gehandelt werden (wie etwa börsennotierte Derivate und Eigenkapitalinstrumente) beruht auf den notierten Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode. Der notierte Marktpreis der von der Gruppe gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente werden in Stufe 1 eingeordnet.
Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden (wie etwa OTC-Derivate) wird anhand von Bewertungstechniken ermittelt, die den Einsatz beobachtbarer Marktdaten maximieren und möglichst wenig auf unternehmensspezifische Schätzungen zurückgreifen. Wenn alle signifikanten Inputfaktoren zur Bewertung eines Instruments zum beizulegenden Zeitwert beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingruppiert.
Stufe 3: Sind einer oder mehrere der signifikanten Inputfaktoren nicht beobachtbar, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet. Dies gilt für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente.
Während des Geschäftsjahres erfolgten keine Umgruppierungen von wiederkehrenden Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert zwischen den einzelnen Stufen. Umgruppierungen in Stufen der Zeitwerthierarchie und aus Stufen heraus erfolgen am Ende der Berichtsperiode.
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Leasingverbindlichkeiten wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungs | ||
| kosten bewertet werden (AC) | –151 | –191 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungs | ||
| kosten bewertet werden (FLAC) | –635 | –1.728 |
Das Nettoergebnis in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte« resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewertung, in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen und Fremdwährungsbewertung.
Sonstige Angaben
37. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die WashTec AG hat für 2021 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 23. März 2022 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung übergeben.
Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses der WashTec AG erfolgt in der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2022.
38. Honorar des Abschlussprüfers
Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 593 | 533 |
| Steuerberatungsleistungen | 14 | 9 |
| Sonstige Leistungen | 3 | 0 |
| Gesamt | 610 | 542 |
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich auf die Prüfung des Konzernabschlusses der WashTec Gruppe, die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Einzelabschlüsse der WashTec AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Steuerberatungsleistungen betreffen die Erstellung von Benchmark-Studien, die sonstigen Leistungen die Angaben zu Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung.
39. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
| Dr. Ralf Koeppe | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Technikvorstand (Vorstandsvorsitzender), Augsburg |
| Vorstandsbereiche | Unternehmenskultur, -kommunikation & Leitbild, Personal, R&D, Produktion, Qualität, Service-Support, Nachhaltigkeit |
| Dr. Kerstin Reden | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Finanzvorstand, Augsburg/Stuttgart |
| Vorstandsbereiche | Finanzen/Controlling, IT, Einkauf, Investor Relations, WTFS, Recht, Risk-Management/Compliance/Revision, Versicherungen |
| Stephan Weber | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Marketing- und Vertriebsvorstand, Werther |
| Vorstandsbereiche | KAM/CWM, Vertrieb & Service weltweit, Marketing, Business Units /Produktmanagement |
Aufsichtsrat
| Dr. Günter Blaschke | ||
|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Aufsichtsratsvorsitzender, Buchloe | |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
Leifheit AG, Nassau (Vorsitzender des Aufsichtsrats) | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Ulrich Bellgardt | ||
|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Diplom-Ingenieur, Hubersdorf, Schweiz |
|---|---|
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Jens Große-Allermann | ||
|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn |
|
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
GESCO AG, Wuppertal (Mitglied des Aufsichtsrats) KROMI Logistik AG, Hamburg (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
|
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
| Dr. Sören Hein | |
|---|---|
| Beruf, Wohnort | Partner, MIG Capital AG (vormals MIG Verwaltungs AG), München |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
APK AG, Merseburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
Konux, Inc., Delaware, USA (Mitglied des »Board of Directors«) Liva Healthcare Holding ApS, Kopenhagen, Dänemark (Mitglied des Aufsichtsrats) Liva Healthcare A/S, Kopenhagen, Dänemark (Tochterunternehmen der Liva Healthcare Holding ApS) (Mitglied des Aufsichtsrats) Efficient Energy GmbH, Feldkirchen (Mitglied und stellv. Vorsitzender, Beirat) Innatera Nanosystems BV, Delft, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) Zadient Technologies SAS, Sainte-Hélène-du-Lac, Frankreich (Mitglied des Aufsichtsrats seit 12. Februar 2021) |
| Dr.Hans-Friedrich Liebler | ||
|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Geschäftsführer der Lenbach Capital GmbH, Gauting | |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
keine | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Dr. Alexander Selent | ||
|---|---|---|
| Beruf, Wohnort | Aufsichtsrat, Limburgerhof | |
| Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten |
keine | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
keine |
40. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Vergütung des Vorstands (HGB)
Das Vergütungssystem des Vorstands ist darauf angelegt, einen Beitrag zur Förderung der Geschäftsstrategie und zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen zu leisten. Das geschieht unter anderem durch eine einfache und klare Anreizstruktur der Vorstandsvergütung. Durch das Vergütungssystem sowie durch die einheitliche Vergütungsstruktur für alle Vorstandsfunktionen, sollen externe und interne Fehlanreize vermieden werden. Es soll insbesondere vermieden werden, dass der Vorstand aus Gründen der kurzfristigen Optimierung seiner Bezüge Entscheidungen trifft, die keinen nachhaltigen Geschäftserfolg versprechen.
In seiner Sitzung am 24. März 2021 hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Beratung das System zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der WashTec AG entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes infolge der Umsetzung der 2. Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) und unter Berücksichtigung der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 16. Dezember 2019 (»DCGK 2020«) beschlossen. Bzgl. den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird auf die Entsprechenserklärung, die im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt 8.3 veröffentlicht ist, verwiesen.
Dieses Vergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 gemäß § 120a Abs. 1 AktG gebilligt und gilt für sämtliche nach der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 neu abzuschließende oder zu verlängernde Vorstandsdienstverträge. Für alle laufenden Vorstandsdienstverträge gilt entsprechend DCGK 2020 sowie § 26j EGAktG weiterhin das bisherige Vergütungssystem (vgl. dazu auch die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG vom 16. Dezember 2021). Die geltende langfristige variable Vergütung in Form des Long Term Incentive Programm (LTIP) 2021–2023 für den Vorstand wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossen und gilt für alle Mitglieder des Vorstands. Im Übrigen gilt
mit Blick auf die laufenden Vorstandsverträge mit den amtierenden Mitgliedern des Vorstands der WashTec AG, dass diese bis zu ihrem vorgesehenen Laufzeitende unter den dort vorgesehenen Bedingungen fortgeführt werden.
Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteile umfassen die Festvergütung sowie Nebenleistungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile enthalten sowohl eine kurzfristige als auch eine langfristige Komponente.
Die kurzfristige variable Vergütung setzt sich aus Unternehmenszielen und individuellen Leistungszielen zusammen. Die Unternehmensziele orientieren sich an den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns. Diese sind Umsatz, EBIT, Free Cashflow und ROCE. Die individuellen Leistungsziele umfassen operative oder strategische Ziele einschließlich nichtfinanzieller Ziele, insbesondere aus den Bereichen Produktinnovation, Nachhaltigkeit, Prozessoptimierung, Digitalisierung sowie Kundennutzen.
Die langfristige variable Vergütung ist als anteilsbasierte Vergütung mit einmaliger Bonuszahlung ausgestaltet (Long Term Incentive Programm (LTIP) und hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023. Im Rahmen des LTIP wird die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie durch die beiden Erfolgsziele Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR) gewährleistet.
Die für das Geschäftsjahr 2021 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands (DRS 17) belaufen sich auf T€ 5.010 (Vorjahr: T€ 1.652). Davon entfallen T€ 934 (Vorjahr: T€ 873) auf erfolgsunabhängige Komponenten, T€ 656 (Vorjahr: T€ 779) auf erfolgsbezogene Komponenten sowie T€ 3.420 (Vorjahr: T€ 0) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
Für die in den jeweiligen Geschäftsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden folgende Gesamtbezüge (HGB) gewährt:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 890 | 830 |
| Nebenleistungen | 44 | 43 |
| Summe (fix) | 934 | 873 |
| Einjährige variable Vergütung | 614 | 479 |
| Beizulegender Zeitwert der mehrjährigen variablen Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung |
3.420 | 0 |
| Sonderprämie | 42 | 300 |
| Summe (variabel) | 4.076 | 779 |
| Gesamtvergütung | 5.010 | 1.652 |
Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:
| in Stück | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Dr. Ralf Koeppe | 3.000 | 1.800 |
| Dr. Kerstin Reden | 417 | 0 |
| Stephan Weber | 4.330 | 3.740 |
Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands
Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i.H. v. T€ 284 (Vorjahr: T€ 293), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind.
Vergütung des Aufsichtsrats (HGB)
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt und besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine feste Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat.
Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.
Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i.H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte des Sitzungsgelds.
Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.
Die feste und variable Vergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf maximal € 100.000, für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf maximal € 150.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000. Die langfristige variable Vergütung tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu.
Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und variable Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.
Die Hauptversammlung kann durch Beschluss eine oder mehrere langfristige variable Vergütungskomponenten für den Aufsichtsrat beschließen, die zur Vergütung laut Satzung hinzutreten.
Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2021 keine Vergütung oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsoder Vermittlungsleistungen, gewährt bzw. gezahlt.
Die Hauptversammlung 2018 hat eine langfristige variable Vergütung in Form eines Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Als Voraussetzung zur Teilnahme sieht dies ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 31. Juli 2019 vor (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien am LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied am LTIP 2015 teilgenommen hat. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung sind die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2018. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Diese wird durch Multiplikation des Multiplikators mit der Zahl der Eigeninvestmentaktien multipliziert mit dem Referenzkurs ermittelt. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Dr. Liebler und Hr. Dr. Selent nehmen am LTIP teil. Da die vereinbarten Erfolgsziele für das Long Term Incentive Program (LTIP) 2018 aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht erreicht werden konnten, wurde die hierfür erfasste sonstige Verbindlichkeit im Vorjahr vollständig erfolgswirksam aufgelöst und im Geschäftsjahr 2022 erfolgt keine Bonuszahlung.
Die Hauptversammlung 2021 hat eine langfristige variable Vergütung in Form eines Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 beschlossen. Als Voraussetzung zur Teilnahme sieht dies ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 31. Juli 2022 vor (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien am LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied am LTIP 2018 teilgenommen hat. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung sind die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2021. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Diese wird durch Multiplikation des Multiplikators mit der Zahl der Eigeninvestmentaktien multipliziert mit dem Referenzkurs ermittelt. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Dr. Liebler und Hr. Dr. Selent nehmen am LTIP teil.
Die für das Geschäftsjahr 2021 gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 675 (Vorjahr: T€ 591). Davon entfallen T€ 368 (Vorjahr: T€ 368*) auf feste Bezüge, T€ 135 (Vorjahr: T€ 0) auf variable Bezüge sowie T€ 173 (Vorjahr: T€ 224*) auf Sitzungsgelder. Im Vorjahr führten die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Erreichung der vereinbarten Leistungsbedingungen der langfristigen anteilsbasierten Vergütung der Geschäftsjahre 2019 – 2021 zur vollständigen Auflösung der hierfür gebildeten sonstigen Verbindlichkeit.
*Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Änderung des Ausweises der festen Vergütung für die Zugehörigkeit zu Ausschüssen oder deren Vorsitz. Diese wurde bisher dem Sitzungsgeld zugeordnet und wird nun als feste Bezüge ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:
| in Stück | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Dr.Günter Blaschke | 52.060 | 52.060 |
| Ulrich Bellgardt | 31.000 | 28.070 |
| Jens Große-Allermann* | 0 | 0 |
| Dr.Sören Hein | 5.450 | 5.450 |
| Dr.Hans-Friedrich Liebler | 5.500 | 5.500 |
| Dr. Alexander Selent | 1.500 | 1.500 |
* Herr Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (IAS 24)
Der Konzern wird im Geschäftsjahr 2021 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstands berührt. Die Bedingungen der Transaktionen entsprechen denen unter fremden Dritten.
Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Vorstands nach IFRS betrugen T€ 2.585 (Vorjahr: T€ 1.628). Davon entfallen T€ 934 (Vorjahr: T€ 873) auf die festen Bezüge, T€ 42 (Vorjahr: T€ 300) auf kurzfristig fällige Leistungen sowie T€ 614 (Vorjahr: T€ 286) auf die einjährige variable Vergütung. Als Aufwand für die langfristige anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsjahre 2021–2023 wurden T€ 967 (Vorjahr: T€ 0) erfasst. Für die zukünftige Auszahlung der langfristigen anteilsbasierten Vergütung für die zum 31. Dezember 2021 aktiven Vorstandsmitglieder wurden insgesamt T€ 886 (Vorjahr: T€ 0) in den sonstigen Verbindlichkeiten sowie T€ 81 (Vorjahr: T€ 0) direkt im Eigenkapital erfasst. Zudem sind in den gesamten Aufwendungen Leistungen i.H. v. insgesamt T€ 28 (Vorjahr: T€ 170) anlässlich der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags im Geschäftsjahr 2019 enthalten und entfallen vollständig auf eine Karenzentschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Daneben hat die Hauptversammlung 2018 ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Dieses Long Term Incentive Program ist am 31. Dezember 2021 ausgelaufen. Die Hauptversammlung 2021 hat ein neues Long Term Incentive Program für den Aufsichtsrat mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024 beschlossen. Die langfristige variable Vergütungskomponente tritt zur Vergütung laut Satzung hinzu. Für weitere Ausführungen zur Ausgestaltung der Vergütung des Aufsichtsrats wird auf den Abschnitt »Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)« in Anhangangabe 40 verwiesen.
Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Aufsichtsrats nach IFRS betrugen T€ 767 (Vorjahr: T€ 591). Der Aufwand für die festen Bezüge betrug T€ 368 (Vorjahr: T€ 368*) sowie für die einjährige variable Vergütung T€ 135 (Vorjahr: T€ 0). Sonstige Bezüge, überwiegend Sitzungsgelder, fielen i.H. v. T€ 173 (Vorjahr: T€ 224*) an. Für die langfristige anteilsbasierte Vergütung für die Geschäftsjahre 2022–2024, die die Hauptversammlung 2021 beschlossen hat, wurden T€ 92 (Vorjahr: T€ 0) im Aufwand erfasst. Zudem wurden für deren zukünftige Auszahlung T€ 76 (Vorjahr: T€ 0) in den sonstigen Verbindlichkeiten sowie T€ 15 (Vorjahr: T€ 0) direkt im Eigenkapital erfasst. Im Vorjahr führten die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Erreichung der vereinbarten Leistungsbedingungen der langfristigen anteilsbasierten Vergütung der Geschäftsjahre 2019–2021 zur vollständigen Auflösung der hierfür gebildeten sonstigen Verbindlichkeit.
*Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Änderung des Ausweises der festen Vergütung für die Zugehörigkeit zu Ausschüssen oder deren Vorsitz. Diese wurde bisher dem Sitzungsgeld zugeordnet und wird nun als feste Bezüge ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
Anteilsbasierte Vergütung (IFRS 2)
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen Verträge, die als anteilsbasierte Vergütung ein Longterm Incentive Programm (LTIP) vorsehen. Für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung 2018 und 2021 als anteilsbasierte Vergütung Longterm Incentive Programme (LTIP) beschlossen, an der jeweils die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Dr. Liebler und Hr. Dr. Selent teilnehmen. Diese soll Vorstand und Aufsichtsrat zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswerts hinzuwirken.
Die anteilsbasierte Vergütung des Aufsichtsrats, die die Hauptversammlung 2018 beschlossen hat, hat eine Incentivierungsphase vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021. Der Auszahlungsbetrag ist jeweils von dem Erfüllungsgrad bestimmter Erfolgsziele über die Laufzeit sowie dem Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft abhängig. Da die vereinbarten Erfolgsziele aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht erreicht werden konnten, wurde die dafür erfasste sonstige Verbindlichkeit im Vorjahr erfolgswirksam aufgelöst und im Geschäftsjahr 2022 erfolgt keine Bonuszahlung.
Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2021 hat für den Aufsichtsrat eine neue anteilsbasierte Vergütung mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 beschlossen, um ihn an der langfristigen Entwicklung der WashTec AG partizipieren zu lassen. Um an der neuen anteilsbasierten Vergütung teilzunehmen, muss ein Mitglied des Aufsichtsrats bereits im Besitz von Aktien der Gesellschaft sein oder ein Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2022 getätigt haben (Vorsitzender max. 4.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 2.000 Aktien). Ein Mitglied des Aufsichtsrats kann auch mit Aktien am LTIP teilnehmen, die es bereits vor der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 erworben hat. In diesem Fall können Eigeninvestmentaktien auch Aktien sein, mit denen das Aufsichtsratsmitglied am LTIP 2018 teilgenommen hat. Der Auszahlungsbetrag ist von dem Erfüllungsgrad
bestimmter Erfolgsziele über die Laufzeit sowie dem Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft abhängig. Als Erfolgsziele wurden ein EPS-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein Free Cashflow-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung sind die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2021. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung. Diese wird durch Multiplikation des Multiplikators mit der Zahl der Eigeninvestmentaktien multipliziert mit dem Referenzkurs ermittelt. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Auszahlung erfolgt am Tag der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025. Der Anspruch auf die Zahlung steht unter der auflösenden Bedingung, dass das berechtigte Aufsichtsratsmitglied für ein Sechstel der Bonuszahlung, die es unter dem LTIP erhalten hat, innerhalb von drei Monaten nach der ordentlichen Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2025 Aktien der Gesellschaft erwirbt und dass es diese Aktien nach dem Erwerb für mindestens drei Jahre hält. Das Erfordernis, die Aktien zu halten, endet, wenn das berechtigte Aufsichtsratsmitglied während der dreijährigen Haltefrist aus dem Aufsichtsrat ausscheidet.
Die aktuelle anteilsbasierte Vergütung des Vorstands hat eine Incentivierungsphase vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 und besteht aus zwei Komponenten, einer Komponente ohne Eigeninvestment sowie einer optionalen Komponente mit Eigeninvestment. Die Komponente ohne Eigeninvestment entspricht bei vollständiger Zielerreichung der Höhe der einjährigen variablen Vergütung pro Jahr der Laufzeit. Mit der zweiten Komponente kann die Bonuszahlung aus der Komponente ohne Eigeninvestment verdoppelt werden. Dafür ist ein Eigeninvestment in Höhe des vollständigen variablen Zieljahreseinkommens 2021 zu tätigen bzw. muss in der Vergangenheit getätigt worden sein und entspricht dem maximalen Eigeninvestment. Umfasst das Eigeninvestment nicht das vollständige variable Zieleinkommen 2021, reduziert sich die zweite Komponente proportional zum Volumen des maximalen Eigeninvestment. Als Eigeninvestment im Sinne dieses Programms sind investierte Beträge (EUR) in Aktien der
Gesellschaft maßgeblich, die sich am 30. Juni 2023 (Stichtag) im persönlichen Besitz des Vorstandsmitglieds befinden. Die Auszahlung der langfristigen anteilsbasierten Vergütung erfolgt am Ende der Incentivierungsphase. Der Auszahlungsbetrag ist von der Erfüllung der vereinbarten Erfolgsziele, Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR), abhängig. Die beiden Erfolgsziele müssen jeweils die vom Aufsichtsrat festgelegte Mindestschwelle von 81% erreichen, um gewertet zu werden. Im Fall der Teilnahme an der Komponente mit Eigeninvestment steht die Auszahlung unter der auflösenden Bedingung, dass das Vorstandsmitglied für ein Sechstel der Bruttobonuszahlung, die es unter dem LTIP mit Eigeninvestment erhalten hat, innerhalb von drei Monaten nach Fälligkeit der Bonuszahlung Aktien der Gesellschaft erwirbt (»Reinvest«) und dass es mit dieser Aktienzahl nach dem Erwerb für mindestens drei Jahre investiert ist. Ausnahmen von der Bedingung des »Reinvest« bzw. der Haltefrist bestehen im Fall des Ausscheidens aus dem Vorstand.
Für diese Verpflichtungen wurde eine nach IFRS 2 für anteilsbasierte Vergütungen vorgeschriebene Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Die wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der langfristigen anteilsbasierten Vergütung des Vorstands basieren auf einer erwarteten Volatilität der Aktie von 60,4% und einem risikoneutralen Zinssatz i.H. v. –0,5% bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren. Für die anteilsbasierte Vergütung des Aufsichtsrats mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 stellt der Tag der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2021 den Tag der Gewährung dar. Die wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der langfristigen anteilsbasierten Vergütung des Aufsichtsrats basieren auf einer erwarteten Volatilität der Aktie von 54,1% und einem risikoneutralen Zinssatz i.H. v. –0,6% bei einer Restlaufzeit von drei Jahren.
Beide Programme stellen jeweils in Höhe des erforderlichen »Reinvest« von einem Sechstel der Bonuszahlung eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente dar, der übrige Teil eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente entfallende Teil wird direkt im Eigenkapital erfasst. Der auf die anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich entfallende Teil wird als sonstige Verbindlichkeit passiviert. Die Verpflichtungen aus der anteilsbasierten Vergütung werden auf Basis des ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als langfristige sonstige Verbindlichkeit passiviert.
Die im Ramen des Long Term Incentive Program (LTIP) als sonstige Verbindlichkeit erfassten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus LTIP | 962 | 0 |
| Gesamt | 962 | 0 |
Die im Rahmen des Long Term Incentive Program (LTIP) direkt im Eigenkapital erfasste Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Direkt im Eigenkapital erfasster Teil der Verpflichtung aus LTIP | 96 | 0 |
| Gesamt | 96 | 0 |
Der im Rahmen des Long Term Incentive Program (LTIP) erfasste Aufwand stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Aufwand aus LTIP | 1.058 | 0 |
| Gesamt | 1.058 | 0 |
41. Angaben nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschaft beobachtet die Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs aufmerksam. Die WashTec Gruppe generiert in diesen Ländern einen Umsatz von unterhalb 2% des Konzernumsatzes. Es befinden sich dort keine Produktionsstandorte oder anderweitigen Vermögenswerte. Damit wären die direkten finanziellen Auswirkungen aus dem Geschäft in diesen beiden Ländern auf Umsatz und Ergebnis der WashTec Gruppe nicht wesentlich. Allerdings kann die weitere Entwicklung deutliche Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage außerhalb dieser Länder haben sowie zu weiteren Erhöhungen der Rohstoff- und Energiepreise führen. Für eine endgültige Abschätzung der möglichen Folgen auf weltweiter Basis ist die Faktenlage derzeit zu volatil.
Augsburg, den 23.März 2022
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Dr. Kerstin Reden Vorstand
Stephan Weber Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«
Augsburg, den 23. März 2022
Dr. Ralf Koeppe Vorstandsvorsitzender Dr. Kerstin Reden Vorstand
Stephan Weber Vorstand

Weitere Informationen
| Bestätigungsvermerk . | 162 |
|---|---|
| Jahresabschluss der WashTec AG (Kurzfassung HGB) . |
169 |
| Glossar . | 171 |
| WashTec weltweit173 | |
| Konzernkennzahlen 2017 bis 2021 . | 174 |
»Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die WashTec AG, Augsburg
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der WashTec AG, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WashTec AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt »Sonstige Informationen« unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt »Sonstige Informationen« genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt T€ 42.312 (15,8% der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstes unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow
Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise, und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künftigen Cashflows nachvollzogen. Ergänzende Anpassungen der Mittelfristplanung für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung wurden von uns mit den zuständigen Mitarbeitern der Gesellschaft diskutiert und nachvollzogen. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
3 Die Angaben der Gesellschaft zum Bilanzposten »Geschäfts- oder Firmenwerte« sind in den Abschnitten 5 und 17 des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
die in Abschnitt »Erklärung zur Unternehmensführung« des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
Die sonstigen Informationen umfassen zudem
den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestäti-gungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs.1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei WashTec_AG_KA_KLB_ESEF_2021-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat (»ESEF-Format«) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt »Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen« weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
- gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
- beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
- beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
- beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Mai 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Konzernabschlussprüfer der WashTec AG, Augsburg, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt – Verwendung des Bestätigungsvermerks
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht – auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der »Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB« und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Holger Graßnick.«
München, den 23. März 2022
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Holger Graßnick Ralph Jakobi Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss der WashTec AG – Bilanz (HGB)
| Aktiva | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| in T€, Rundungsdifferenzen möglich | ||
| A. Anlagevermögen |
||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
49 | 0 |
| II. Sachanlagen |
||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 100 | 57 |
| III. Finanzanlagen |
||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 128.049 | 128.049 |
| 128.198 | 128.106 | |
| B. Umlaufvermögen |
||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
40.105 | 26.402 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände |
14.048 | 13.155 |
| 54.153 | 39.557 | |
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 0 | 0 |
| 0 | 0 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 10 | 45 |
| Gesamte Aktiva | 182.360 | 167.708 |
| Passiva | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| in T€, Rundungsdifferenzen sind möglich | ||
| A. Eigenkapital |
||
| I. Gezeichnetes Kapital |
40.000 | 40.000 |
| Rechnerischer Wert eigene Anteile | –1.702 | –1.702 |
| 38.298 | 38.298 | |
| II. Kapitalrücklage |
90.845 | 90.845 |
| III. Bilanzgewinn |
40.306 | 31.175 |
| 169.450 | 160.318 | |
| B. Rückstellungen |
||
| 1. Steuerrückstellungen |
675 | 1.510 |
| 2. Sonstige Rückstellungen |
2.960 | 1.960 |
| 3.635 | 3.471 | |
| C. Verbindlichkeiten |
||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
26 | 130 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | ||
| Unternehmen | 7.409 | 2.710 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten |
1.840 | 1.080 |
| davon aus Steuern T€ 1.839 (Vj. T€ 1.077) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | ||
| T€ 0 (Vj. T€ 2) | ||
| davon aus Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern | ||
| T€ 1 (Vj. T€ 1) | ||
| 9.275 | 3.920 | |
| Gesamte Passiva | 182.360 | 167.708 |
Jahresabschluss der WashTec AG – Gewinn- und Verlustrechnung (HGB)
| in T€, Rundungsdifferenzen möglich | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse |
2.871 | 1.849 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge |
643 | 1.197 |
| davon aus verbundenen Unternehmen T€ 74 (Vj. T€ 143) | ||
| davon aus Währungsumrechnung T€ 0 (Vj. T€ 0) | ||
| 3.514 | 3.046 | |
| 3. Materialaufwand (Umsatzbezogene Aufwendungen) |
||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –30 | – 34 |
| 4. Personalaufwand |
||
| a) Löhne und Gehälter |
–4.163 | –1.484 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
–48 | –64 |
| davon für Altersversorgung T€ –7 (Vj. T€ –13) | ||
| –4.210 | –1.548 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
–24 | –12 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
–2.119 | –2.094 |
| davon aus Währungsumrechnung T€ –1 (Vj. T€ 0) | ||
| –6.383 | –3.688 | |
| –2.869 | –642 | |
| 7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen |
3.125 | 4.915 |
| 8. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen |
–195 | 0 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen |
40.000 | 6.000 |
| davon aus verbundenen Unternehmen T€ 40.000 (Vj. T€ 6.000) | ||
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
112 | 109 |
| davon aus verbundenen Unternehmen T€ 112 (Vj. T€ 109) | ||
| davon aus Abzinsung T€ 0 (Vj. T€ 0) | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
–50 | –139 |
| davon an verbundene Unternehmen T€ –50 (Vj. T€ –19) | ||
| 42.993 | 10.885 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 40.124 | 10.242 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
–200 | –1.637 |
| 13. Ergebnis nach Steuern |
39.924 | 8.605 |
| 14. Sonstige Steuern | –13 | –12 |
| 15. Jahresüberschuss | 39.911 | 8.593 |
| 16. Gewinnvortrag |
395 | 22.581 |
| 17. Bilanzgewinn |
40.306 | 31.175 |
Glossar
| AB | Aktienbolag (schwedische Gesellschaftsform) | Eigenkapitalquote | Eigenkapital/Bilanzsumme |
|---|---|---|---|
| AG | Aktiengesellschaft | Ergebnis je Aktie (EPS) | Konzernergebnis/gewichtete durchschnittliche Zahl |
| AktG | Aktiengesetz | ausstehender Aktien (Earnings Per Share) | |
| A/S | Aktieselskab (dänische Gesellschaftsform) | EU | Europäische Union |
| B.V. | Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (niederländische Gesellschaftsform) |
EURIBOR | Euro Interbank Offered Rate; im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion in Kraft getretenes System der Referenzzinssätze im Euromarkt |
| CAGR | Compound Annual Growth Rate; jährliche Wachstumsrate | Financial Covenants | Auflagen, die im Rahmen der Kreditgewährung einzuhalten sind |
| Capital Employed | NOWC + Fixed Asstes, ermittelt über fünf Quartale im Durchschnitt | Finanzmittelfonds | Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, sowie kurzfristige verzinsliche Darlehen |
| Cashflow | Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel äquivalenten in einer Periode |
Free Cashflow | Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht; der Free Cashflow berechnet sich: |
| Corporate Governance | Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle |
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit – Mittelabfluss aus Investitions tätigkeit |
|
| CSR | Corporate Social Responsibility: gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen | GmbH | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens | HGB | Handelsgesetzbuch | |
| DCGK | Deutscher Corporate Governance Kodex | IAS | International Accounting Standards |
| EBIT | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes) | IASB | International Accounting Standards Board |
| EBIT-Rendite | EBIT/Umsatzerlöse | IFRIC | International Financial Reporting Interpretations Committee |
| EBT | Ergebnis vor Steuern (Earnings Before Taxes) | IFRS | International Financial Reporting Standards; vom International Accounting |
| Eigenkapital | Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder | Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte | |
| Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden | Rechnungslegungsgrundsätze |
Glossar
| IKS | Internes Kontrollsystem | SB-Waschanlagen | Selbstbedienungswaschplätze, Ein- oder Mehrplatzwasch systeme, bei denen |
|---|---|---|---|
| Inc. | Incorporated (Zusatz bei amerikanischen Firmennamen) | oder SB-Anlagen | der Kunde sein Fahrzeug selbst mit einer Hochdrucklanze oder Bürste reinigt |
| IWF | Internationaler Währungsfonds | SP. zo.o. | Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (polnische Gesellschaftsform) |
| Ltd. | Limited (englische Gesellschaftsform) | S.r.I. | Società a responsabilità limitata (italienische Gesellschaftsform) |
| LTIP | Long Term Incentive Program | S.r.o. | Společnost s ručením omezeným (tschechische Gesellschaftsform) |
| Managers' Transactions | Eigengeschäfte von Führungskräften | ||
| Nettofinanz- verschuldung |
Flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten | Total Shareholder Return |
Aktienrendite [(Endaktienkurs-Anfangsaktienkurs) +Dividende]/ Anfangsaktienkurs |
| Unfallhäufigkeitsrate | Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden | ||
| NOWC | Das Net Operating Working Capital (NOWC) errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte) – (Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
USA | United States of America |
| und Leistungen + erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) | USD | United States Dollar, US-Dollar | |
| Portalwaschanlage | Portalwaschanlagen waschen und trocknen Fahrzeuge, indem sich eine Waschvor richtung, das Portal, auf Fahrschienen in Portalläufen mehrmals über das stehende Fahrzeug hin und her bewegt |
Waschstraße | Bei Waschstraßensystemen wird das Fahrzeug mit einem Förderband durch fest montierte Wasch- und Trockenaggregate gezogen; dies ermöglicht im Vergleich zur Portalwaschanlage einen erhöhten Durchsatz an Fahrzeugen in der Stunde |
| Pty Ltd. | Proprietary Limited (australische Gesellschaftsform) | ||
| RMS | Risikomanagementsystem | WashTec | WashTec meint die WashTec Gruppe, sofern nicht ausdrücklich von einer bestimmten Gesellschaft die Rede ist |
| ROCE | EBIT/Capital Employed | WpHG | Wertpapierhandelsgesetz |
| S.A. | Société Anonyme (französische Gesellschaftsform) | ||
| S.A.S. | Société par actions simplifiée (französische Gesellschaftsform) | ||
| S.A.U. | Sociedad Anónima Unipersonal (spanische Gesellschaftsform) |
WashTec weltweit
Tochtergesellschaften
Australien
WashTec Australia Pty. Ltd. 21 Burrows Road South St. Peters NSW Australia 2044 Tel. +61 2 8394 5000 Fax +61 2 8394 5099 [email protected]
China
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co., Ltd. Building 1, No. 1688 Jiugong Road JinShan District CN-Shanghai 201506 Tel. +86 21 3728 32170 Fax +86 21 3728 3200 [email protected]
Dänemark
WashTec A/S Guldalderen 10 DK-2640 Hedehusene Tel. +45 46 8987 5539 Fax +45 46 5577 16 [email protected]
Frankreich
WashTec France S.A.S. 200 rue du Grand Bouland FR-45760 Boigny sur Bionne Tel. +33 252 8800 43 Fax +33 238 6070 71 [email protected]
Großbritannien
WashTec UK Ltd. Unit 14A Oak Industrial Park Chelmsford Rd. Great Dunmow UK-Essex CM6 1XN Tel. +44 1371 8788 00 Fax +44 1371 8788 10 [email protected]
Italien
WashTec S.r.l. Via Achille Grandi 16/E I-15033 Casale Monferrato Tel. +39 142 5253 08 Fax +39 142 4537 04 [email protected]
Kanada
Mark VII Canada 623 South Service Road, Unit 1 CA-Grimsby, Ontario, Canada L3M 4E8 Tel. +1 8666 589 274 Fax +1 905 643 7050 [email protected]
Niederlande
WashTec Benelux B.V. Industrieterrein Laansinghage Radonstraat 9 NL-2718 SV Zoetermeer Tel. +31 798 080 157 Fax +31 793 683 725 [email protected]
Norwegen
WashTec Bilvask Slependveien 6 N-1396 Billingstad Tel. +47 22 918 180 Fax +47 22 161 717 [email protected]
Österreich
WashTec Cleaning Technology GmbH Wehlistraße 27 b A-1200 Wien Tel. +43 1 358 6574 Fax +43 1 334 306 5150 [email protected]
Polen
WashTec Polska Sp. z o.o. ul. Sienna 73 PL-00-833 Warschau Tel. +48 782 402 999 [email protected]
Schweden
WashTec Nordics AB Box 61 SE-51781 Bollebygd Tel. +46 33 7002600 [email protected]
Spanien
WashTec Spain, S.A.U. C/Isla Graciosa, 1 Edificio Ancora ES-28703 San Sebastián de los Reyes (Madrid) Tel. +34 91 6636 070 Fax +34 91 6636 071 [email protected]
Tschechien
WashTec Cleaning Technology s.r.o. Prumyslová zòna Mexiko U Mexika 1309 33023 Nýrany Tel. +42 0373 737610 Fax +42 0373 737699 [email protected]
USA
Mark VII Equipment Inc. 5981 Tennyson Street US-CO-80003 Arvada Tel. +1 303 4324 910 Fax +1 303 4330 139 [email protected]
Händler
Eine aktuelle Übersicht über unsere internationalen Vertriebspartner finden Sie im Internet unter www.washtec.de

2017 2018 2019 2020 2021 Umsatz Mio.€ 425,0 435,4 436,5 378,7 430,5 EBIT Mio.€ 52,2 51,5 36,3 20,1 45,7 EBIT-Rendite in % 12,3 11,8 8,3 5,3 10,6 EBT Mio.€ 51,6 50,8 35,7 18,8 44,8 Konzernergebnis Mio.€ 36,9 34,0 22,3 13,3 31,1 Ergebnis je Aktie in € 2,76 2,54 1,66 0,99 2,32 Dividende je Aktie in € 2,45 2,45 – 2,30 2,901 Free Cashflow2 Mio.€ 26,8 30,5 6,4 36,9 34,5 Bilanzsumme Mio.€ 233,9 237,2 274,9 244,0 267,0 Eigenkapital Mio.€ 94,2 95,4 84,5 96,2 98,4 Mitarbeiter3 Personen 1.793 1.852 1.880 1.798 1.767
Konzernkennzahlen 2017 bis 2021
1 Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung 2022: Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 2,10 und Sonderdividende in Höhe von € 0,80
2 einschließlich der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten
3 Im Jahresdurchschnitt
Finanzkalender Impressum Kontakt
| 31. März 2022 | Geschäftsbericht 2021 |
|---|---|
| 07. April 2022 | Investorentag |
| 28. April 2022 | Quartalsmitteilung Q1 2022 |
| 16. Mai 2022 | Hauptversammlung 2022 |
| 28. Juli 2022 | Halbjahresbericht 2022 |
| 27.Oktober 2022 | Quartalsmitteilung Q1–Q3 2022 |
| 28.–30. November 2022 | Eigenkapitalforum, Frankfurt |
| Herausgeber | WashTec AG Argonstraße 7 D-86153 Augsburg |
|---|---|
| Konzept/Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | WashTec AG |
| Foto | Fotofabrik Stuttgart, altro – die Fotoagentur, WashTec AG |
| Druck | Hueber.digitalprepress |
WashTec AG Argonstraße 7 86153 Augsburg Deutschland Telefon +49 821 5584-0 www.washtec.de [email protected]

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