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WashTec AG Annual Report 2018

May 22, 2019

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Annual Report

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WashTec AG

Augsburg

Jahresabschluss WashTec Konzern zum 31.12.2018

Konzern-Gewinn- und -Verlust-Rechnung

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in T€ Anhang 01.01. bis 31.12.2018 01.01. bis 31.12.2017
Umsatzerlöse 7 435.446 424.986
Sonstige betriebliche Erträge 8 5.266 4.268
Andere aktivierte Entwicklungskosten 2.842 3.056
Bestandsveränderung -3.230 2.091
Gesamt 440.323 434.401
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 147.430 145.857
Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.455 37.109
185.885 182.966
Personalaufwand 9 135.218 131.620
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.796 9.890
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10 57.068 56.776
Veränderung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 92 n/a
Sonstige Steuern 977 934
Gesamte betriebliche Aufwendungen 388.853 382.186
Betriebsergebnis (EBIT) 51.471 52.215
Finanzertrag 123 80
Finanzaufwand 754 719
Finanzergebnis 11 -631 - 639
Ergebnis vor Steuern (EBT) 50.839 51.576
Ertragsteueraufwand 12 16.804 14.660
Konzernergebnis 34.035 36.916
Durchschnittliche Anzahl der Aktien in Stück 13.382.324 13.382.324
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) in € 13 2,54 2,76

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in T€ 01.01. bis 31.12.2018 01.01. bis 31.12.2017
Ergebnis nach Steuern 34.035 36.916
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen 5 101
Latente Steuern 7 4
Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und -Verlust-Rechnung umgegliedert werden können 12 105
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen 842 - 2.198
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -275 - 99
Latente Steuern -51 155
Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und -Verlust-Rechnung umgegliedert werden können 516 - 2.142
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen 528 - 2.037
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode 34.563 34.879

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzern-Bilanz Aktiva

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in T€ Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 15 37.347 40.603
Geschäfts- oder Firmenwert 15 42.312 42.312
Immaterielle Vermögenswerte 15 11.754 9.423
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 7.729 9.024
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 20 176 138
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 20 470 455
Aktive latente Steuern 16 4.131 3.922
Gesamtes langfristiges Vermögen 103.919 105.877
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 17 37.272 40.847
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 68.631 66.238
Steuerforderungen 18 12.230 7.928
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 20 842 864
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 20 2.713 2.382
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 11.630 9.786
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 133.319 128.045
Gesamte Aktiva 237.238 233.922

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzern-Bilanz Passiva

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in T€ Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 22 40.000 40.000
Bedingtes Kapital 22 8.000 8.000
Kapitalrücklage 23 36.463 36.463
Eigene Anteile 24 -13.177 - 13.177
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte 25 -5.057 - 5.585
Ergebnisvortrag 3.137 - 427
Konzernergebnis 34.035 36.916
95.401 94.191
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasingsverbindlichkeiten 29 2.068 2.150
Rückstellungen für Pensionen 26 10.065 10.247
Sonstige langfristige Rückstellungen 27 4.009 3.927
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 30 53 27
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 30 1.001 1.141
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 30 1.887 n/a
Umsatzabgrenzung 31 n/a 2.638
Passive latente Steuern 16 4.247 3.826
Gesamte langfristige Verbindlichkeiten 23.329 23.956
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verzinsliche Darlehen 28 18.741 13.726
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 29 897 1.058
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30 n/a 14.795
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 18.463 14.612
Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.867 5.752
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 30 18.116 18.296
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 30 27.784 28.759
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 27 9.028 9.932
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 30 19.612 n/a
Umsatzabgrenzung 31 n/a 8.846
Gesamte kurzfristige Verbindlichkeiten 118.508 115.775
Gesamte Passiva 237.238 233.922

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in T€ Anzahl Aktien (in Stück) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte Ergebnisvortrag
Stand 01. Januar 2017 13.382.324 40.000 36.463 - 13.177 - 3.550 27.677
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 2.195
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 159
Dividende - 28.103
Konzernergebnis 36.916
Stand 31. Dezember 2017 13.382.324 40.000 36.463 - 13.177 - 5.586 36.490
Stand 31. Dezember 2017 13.382.324 40.000 36.463 - 13.177 - 5.586 36.490
Anpassung zum 01.Januar 2018* - 566
Stand 01. Januar 2018 13.382.324 40.000 36.463 -13.177 - 5.586 35.924
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 572
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen - 44
Dividende - 32.787
Konzernergebnis 34.035
Stand 31. Dezember 2018 13.382.324 40.000 36.463 - 13.177 - 5.057 37.171

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in T€ Gesamt
Stand 01. Januar 2017 87.412
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 2.195
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 159
Dividende - 28.103
Konzernergebnis 36.916
Stand 31. Dezember 2017 94.191
Stand 31. Dezember 2017 94.191
Anpassung zum 01.Januar 2018* - 566
Stand 01. Januar 2018 93.625
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 572
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen - 44
Dividende - 32.787
Konzernergebnis 34.035
Stand 31. Dezember 2018 95.401

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Anpassung zum 1. Januar 2018 aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in T€ Anhang 01.01. bis 31.12.2018 01.01. bis 31.12.2017
Ergebnis vor Steuern 50.839 51.576
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.796 9.890
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.128 - 78
Sonstige Gewinne und Verluste -2.752 2.044
Finanzerträge -123 - 80
Finanzaufwendungen 754 719
Veränderung der Rückstellungen -1.001 - 1.482
Gezahlte Ertragsteuer -20.837 - 22.457
Brutto-Cashflow 35.548 40.132
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.264 - 14.222
Zu-/Abnahme der Vorräte 3.879 203
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.761 3.121
Zu-/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen -2.204 7.931
Zu-/Abnahme Net Operating Working Capital 4.172 - 2.967
Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen -1.496 1.635
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 38.225 38.800
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) -9.430 - 11.548
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 3.455 805
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -5.975 - 10.743
Free Cashflow 32.250 28.057
Gezahlte Dividende -32.787 - 28.103
Erhaltene Zinsen 123 80
Gezahlte Zinsen -723 - 649
Aufnahme/Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -1.781 - 1.293
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -35.168 -29.964
Nettoveränderung des Finanzmittelfonds -2.918 -1.908
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -252 - 529
Finanzmittelfonds zum 1. Januar -3.941 - 1.504
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 21 -7.111 - 3.941
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.630 9.786
Kurzfristige verzinsliche Darlehen -18.741 - 13.726
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember -7.111 - 3.941

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzernanhang (IFRS) 2018

der WashTec AG

Allgemeine Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernjahresabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 ist am 13. März 2019 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt worden. Er wird in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019 festgestellt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe ist die WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz und werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand der WashTec Gruppe umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der WashTec AG ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS IC (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2018 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315e HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.

Die Voraussetzungen des § 315e HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet; hieraus können Rundungsdifferenzen entstehen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, wenn die WashTec AG schwankenden Renditen aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

Die Gesellschaften Benelux Carwash Management B.V., Zoetermeer, Niederlande und WashTec Benelux Administratie B.V., Zoetermeer, Niederlande wurden zum 15. September 2018 in die WashTec Benelux B.V. verschmolzen. Wirtschaftlicher Stichtag der Verschmelzung ist der 1.Januar 2018.

In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2018 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert:

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Konsolidierte Unternehmen Anteil am Kapital

in %
Muttergesellschaft Geschäftstätigkeit Eigenkapital 31.12.18

in T€
Gewinn/ Verlust für 2018

in T€
Inländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg1) 100 A I 29.846 0
WashTec Holding GmbH, Augsburg 100 B II 82.200 25.058
WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg2) 100 B III 51 0
WashTec Financial Services GmbH, Augsburg1) 100 A IV 62 0
AUWA-Chemie GmbH, Augsburg2) 100 B V 537 0
Ausländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec France S.A.S., Boigny sur Bionne, Frankreich 100 C VI 5.536 1.409
Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA 100 C I 19.702 -1.414
WashTec S.r.l., Casale, Italien 100 C VI 1.250 -413
WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien 100 C VI 3.188 235
California Kleindienst Limited, Wokingham, Großbritannien5) 100 A 0 0
WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark 100 C VI 2.244 780
WashTec Bilvask AS, Billingstad, Norwegen4) 100 F VI 1.482 615
WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich 100 C VI 2.447 361
WashTec Spain S.A.U., Madrid, Spanien 100 C VI 1.330 445
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China 100 C VII -1.237 -517
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik 100 D VII 4.066 420
WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada6) 100 E VI -7.988 -1.114
WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien 100 C VI 3.355 450
WashTec Cleaning Technology Espana S.A., Bilbao, Spanien5) 100 C 1 0
WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande3) 100 C VI 4.849 507
WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden 100 C VI 2.948 1.129
WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100 D VI 163 35

1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH

2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG

3) Teilkonzern mit WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnis in WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, NL enthalten ist.

4) indirekte Beteiligung über WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark

5) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

6) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA

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A) WashTec Holding GmbH
B) WashTec AG
C) WashTec Cleaning Technology GmbH
D) Die Beteiligung wird zu 90 % durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10 % durch die WashTec Holding GmbH gehalten.
E) Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA
F) WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark
I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft
II) Holdinggesellschaft
III) Vermietung von Waschanlagen
IV) Abschluss und Vermittlung von Leasingverträgen und Finanzierungen
V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte
VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft
VII) Produktionsgesellschaft

4. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2018 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und Interpretationen angewandt.

Angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards

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Standard/ Interpretation Titel Anwendungspflicht Übernahme durch EU Wesentliche Auswirkungen auf WashTec
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden inkl. Änderung des Erstanwendungszeitpunkts 01.01.2018 29.10.2016 Für eine Beschreibung der Auswirkungen von IFRS 15 siehe Erläuterungen nach der Tabelle.
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 29.11.2016 Für eine Beschreibung der Auswirkungen von IFRS 9 siehe Erläuterungen nach der Tabelle.
IFRS 4 Änderungen zu IFRS 4-Anwendung von IFRS 9 gemeinsam mit IFRS 4 01.01.2018 09.11.2017 keine
IFRS 15 Klarstellungen zum IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 09.11.2017 keine
IFRS Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014-2016) -Änderungen an IFRS 1 & IAS 28 01.01.2018 08.02.2018 keine
IFRS 2 Änderungen zu IFRS 2 - Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen 01.01.2018 27.02.2018 keine
IAS 40 Änderungen zu IAS 40 - Übertragung in den und aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018 15.03.2018 keine
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen 01.01.2018 03.04.2018 keine

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden ersetzt alle bisherigen Standards und Interpretationen zur Umsatzrealisierung, insbesondere IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse. IFRS 15 basiert auf dem Grundsatz, dass Umsatzerlöse zum Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Ware oder Dienstleistung auf den Kunden zu erfassen sind. Die WashTec Gruppe wendet IFRS 15 erstmals im Rahmen der modifiziert retrospektiven Methode an. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen wurde nicht vorgenommen. Zum 31.12.2018 ergaben sich keine Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung durch die Anwendung von IFRS 15 im Vergleich zu IAS 18.

IFRS 15 erfordert in der Bilanz den separaten Ausweis von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten. In der WashTec Gruppe führte dies zum 1. Januar 2018 zu Änderungen des Bilanzausweises der folgenden Sachverhalte:

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen i. H. v. T€ 14.795 wurden in die Vertragsverbindlichkeiten umgegliedert.
Die Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge i. H. v. T€ 8.798 wurde in die Vertragsverbindlichkeiten umgegliedert.

IFRS 9 Finanzinstrumente umfasst Neuregelungen zu Klassifizierung, Bewertung und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie im Bereich Hedge Accounting und Impairment von finanziellen Vermögenswerten.

Für finanzielle Vermögenswerte ist nach IFRS 9 eine Klassifizierung in die Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC), "erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVthOCI) oder "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVthP/L) vorzunehmen. Finanzielle Vermögenswerte, deren Zielsetzung in der Vereinnahmung von vertraglichen Cashflows besteht (Geschäftsmodell "Halten") und deren Zahlungsströme ausschließlich Tilgungen und Zinsen auf das ausstehende Kapital darstellen, sind der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) zuzuordnen. Finanzielle Vermögenswerte, die sowohl in der Vereinnahmung von vertraglichen Cashflows als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte bestehen und deren Zahlungsströme ausschließlich Tilgungen und Zinsen auf das ausstehende Kapital darstellen, sind der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVthOCI) zuzuordnen. Finanzielle Vermögenswerte, die nicht den Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) oder "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVthOCI) zugeordnet werden, sind der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVthP/L) zuzuordnen.

Die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten hat sich gegenüber IAS 39 nicht wesentlich geändert. Die einzige Ausnahme stellen die Vorschriften für den Fall einer Änderung des eigenen Kreditrisikos für bislang erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVthP/L) dar. Daraus ergeben sich für die WashTec Gruppe jedoch keine Auswirkungen.

Aus der Erstanwendung von IFRS 9 resultieren für die WashTec Gruppe keine Umklassifizierungen zwischen den neuen Bewertungskategorien. Bewertungsänderungen ergeben sich ausschließlich in der Kategorie "Kredite und Forderungen" (LaR) bzw. "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" (AC). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung der Bewertungskategorien inkl. etwaiger Bewertungsänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten:

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In T€ Bewertungskategorie Buchwert
IAS 39 IFRS 9 IAS 39 IFRS 9 Differenz
--- --- --- --- --- ---
Aktiva 31.12.17 01.01.18
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente LaR* AC* 9.786 9.786 -
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR* AC* 66.238 65.672 -566
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVthP/L* FVthP/L* 9.024 9.024 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR* AC* 1.002 1.002 -
Passiva 31.12.17 01.01.18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC* FLAC* 14.612 14.612 -
Verzinsliche Darlehen FLAC* FLAC* 13.726 13.726 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* FLAC* 18.316 18.316 -
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten n/a n/a 3.209 3.209 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L* FVthP/L* 12 12 -

* LaR: Kredite und Forderungen; AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten; FVthP/L: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Nach IFRS 9 ist die Erfassung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten auf Basis des Expected Credit Loss-Modells anstatt des Incurred Credit Loss-Modells nach IAS 39 vorzunehmen. Die Risikovorsorge ist grundsätzlich auf Basis des General Approach anhand eines Drei-Stufen-Modells zu ermitteln und stellt auf die Entwicklung des Ausfallrisikos eines finanziellen Vermögenswerts ab. Grundsätzlich werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und die innerhalb von zwölf Monaten nach Zugangszeitpunkt zu erwartenden Verluste bestimmt. Ist die Wahrscheinlichkeit für den Ausfall eines finanziellen Vermögenswerts seit dem vorangegangenen Stichtag signifikant angestiegen, ist dieser Stufe 2 zuzuordnen. Liegt zudem ein objektiver Indikator für eine Wertminderung vor, ist der finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zuzuordnen.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente ist das vereinfachte Wertminderungsmodell ("Simplified Approach") anzuwenden. Daneben besteht ein Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente sowie Forderungen aus Leasingverhältnissen ebenfalls das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Demnach wird die Risiko Vorsorge in Abhängigkeit der Überfälligkeiten in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit sowie bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung erfasst. Die WashTec Gruppe nimmt dieses Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente und Forderungen aus Leasingverhältnissen in Anspruch und ermittelt die Wertminderungen auf Basis einer Wertminderungstabelle. Hierbei werden die erwarteten Verluste über die Restlaufzeit auf Basis von Erfahrungswerten der Überfälligkeiten anhand von Wertminderungsquoten ermittelt.

Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 wurden die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 1. Januar 2018 um T€ 566 erhöht. Die Erfassung des Umstellungseffekts erfolgte unter Anwendung der Erleichterungs- und Übergangsvorschriften des IFRS 9 erfolgsneutral in den Ergebnisvortrag. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen wurde nicht vorgenommen. Die Auswirkungen von IFRS 9 auf die Bewertung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind nicht wesentlich und wurden nicht erfasst.

Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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in T€
Stand 31. Dezember 2017 4.248
Anpassungseffekt IFRS 9 566
Stand 1. Januar 2018 4.814

Ferner haben das IASB und das IFRS Interpretations Comitee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der Europäischen Union noch nicht anerkannt sind.

Noch nicht angewandte Standards bzw. Änderungen bestehender Standards

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Standard/ Interpretation Titel Anwendungspflicht Übernahme durch EU Wesentliche Auswirkungen auf WashTec
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 09.11.2017 Für eine Beschreibung der Auswirkungen von IFRS 16 siehe Erläuterungen nach der Tabelle.
IFRS 9 Änderungen an IFRS 9 - Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichszahlungen 01.01.2019 26.03.2018 keine
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 01.01.2019 24.10.2018 keine
IAS 28 Änderungen an IAS 28 - Langfrsitige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2019 11.02.2019 keine
IAS 19 Änderungen an IAS 19 - Plananpassung, -kürzung und -abgeltung 01.01.2019 erwartet in Q1 2019 keine
IFRS Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2015-2017) 01.01.2019 erwartet in Q1 2019 keine
IFRS Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept zur Rechnungslegung 01.01.2020 erwartet in 2019 keine
IFRS 3 Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse - Definition eines Geschäftsbetriebs 01.01.2020 erwartet in 2019 keine
IAS 1 & IAS 8 Änderungen zu IAS 1 und IAS 8 -Definition von Wesentlichkeit 01.01.2020 erwartet in 2019 keine
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2021 noch festzulegen keine

Zum 31. Dezember 2018 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die Europäische Union anerkannt und übernommen sind.

IFRS 16 Leasing führt beim Leasingnehmer grundsätzlich zur Erfassung aller Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit. Ausnahmen bestehen bei kurzfristigen Leasingverhältnissen und beim Leasing von Low-Value-Assets. Der neue Standard betrifft im Wesentlichen die Bilanzierung der Operating-Leasingverhältnisse. Die Erfassung des Umstellungseffekts erfolgt im Rahmen des modifiziert retrospektiven Ansatzes. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen wird nicht vorgenommen. Die WashTec Gruppe nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse von Low-Value-Assets in Anspruch. Die Abzinsungssätze wurden auf Basis eines risikolosen Zinssatzes über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risiko ermittelt. Die Abzinsung der noch ausstehenden Leasingzahlungen für bereits laufende, bisher als Operatingleasing eingestufte Leasingverträge erfolgt auf Basis der Restlaufzeit des Leasingverhältnisses im Erstanwendungszeitpunkt.

Bei den zukünftig zu bilanzierenden Leasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um angemietete Gebäude und Leasing von Servicefahrzeugen. In der WashTec Gruppe führt dies im Geschäftsjahr 2019 zur Bilanzierung von Right-of-Use Assets und Leasingverbindlichkeiten i. H. v. jeweils ca. Mio.€ 18. Der daraus resultierende Anstieg der Bilanzsumme führt zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote. In der Gewinn- und Verlustrechnung führt IFRS 16 voraussichtlich zu einer Erhöhung der Abschreibungen i. H. v. ca. Mio.€ 7 und einer Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. ebenfalls ca. Mio.€ 7. Daneben führt die Erhöhung des Zinsaufwands i. H. v. ca. Mio.€ 0,3 zu einer Verminderung des Finanzergebnisses.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen (soweit im Folgenden nicht anders angegeben) grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro - der funktionalen Währung und der Berichtswährung des Konzerns - aufgestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der ausländischen Gesellschaften ist in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sowie damit verbundene Fremdwährungskredite. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts im Eigenkapital berücksichtigt werden, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die daraus resultieren, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, zum Stichtagskurs umgerechnet, während Erträge und Aufwendungen zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen (IAS 16). Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

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Anlagen Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre
Finanzierungsleasing 6 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d.h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Sie bemessen sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber angesetzten Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Darüber hinaus wird zusätzlich ein Werthaltigkeitstest während des Jahres durchgeführt, wenn aufgrund eingetretener Ereignisse der Verdacht besteht, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

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Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Erworbene Patente und Technologien 8 Jahre
Lizenzen und Software 3 bis 8 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 6 bis 8 Jahre

Erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei geänderten Erwartungen entsprechend angepasst.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)

Forschungskosten werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand berücksichtigt. Die Entwicklungskosten eines Projektes umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden gemäß IAS 38 nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vermögenswerte identifizierbar sind, einen künftigen wirtschaftlichen Nutzenzufluss erwarten lassen und die Herstellungskosten während der Entwicklung verlässlich ermittelt werden können. Darüber hinaus werden Entwicklungskosten nur aktiviert, wenn der Abschluss der Entwicklung und die anschließende Nutzung oder der Verkauf sowohl von technischer als auch finanzieller Seite sichergestellt und beabsichtigt sind.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag beurteilt, ob Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Bei entsprechenden Hinweisen nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungspreis ist der beizulegende Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich der Veräußerungskosten. Zur Bestimmung des Nutzungswertes wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dazu werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert oder - falls dies nicht möglich ist -für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, zu bestimmen. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein in früheren Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann erfolgswirksam aufgeholt, wenn sich eine Änderung der Beurteilung ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Die Wertaufholungsobergrenze bildet hierbei der Buchwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und Geschäfts- oder Firmenwerte sind mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest zu unterziehen. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten.

Die Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige Cash Generating Unit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die Cash Generating Units entsprechen bei der WashTec Gruppe den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich in die Regionen "Europa", "Nordamerika" und "Asien/ Pazifik" auf.

Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.

Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit positivem Marktwert und sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IFRS 9 werden als "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC), "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVthOCI) oder "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVthP/L) klassifiziert. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte sowie den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte (AC): Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme ist und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Langfristige Forderungen werden mit marktüblichen Zinssätzen abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung oder Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte werden im Periodenergebnis erfasst.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte (FVthP/L): Finanzielle Vermögenswerte, die nicht "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) oder "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (FVthOCI) bewertet werden sowie Derivate, die nicht als Sicherungsinstrument im Hedge Accounting designiert sind, werden "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVthP/L) bewertet. Sämtliche Marktwertänderungen werden ergebniswirksam erfasst.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten: Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.

Die Risikovorsorge ist grundsätzlich auf Basis des General Approach anhand eines Drei-Stufen-Modells zu ermitteln und stellt auf die Entwicklung des Ausfallrisikos eines finanziellen Vermögenswerts ab. Grundsätzlich werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und die innerhalb von zwölf Monaten nach Zugangszeitpunkt zu erwartenden Verluste bestimmt. Ist die Wahrscheinlichkeit für den Ausfall eines finanziellen Vermögenswerts seit dem vorangegangenen Stichtag signifikant angestiegen, ist dieser Stufe 2 zuzuordnen. Liegt zudem ein objektiver Indikator für eine Wertminderung vor, ist der finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zuzuordnen.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente ist das vereinfachte Wertminderungsmodell ("Simplified Approach") anzuwenden. Daneben besteht ein Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente sowie Forderungen aus Leasingverhältnissen ebenfalls das vereinfachte Wertminderungsmodell anzuwenden. Demnach wird die Risiko Vorsorge in Abhängigkeit der Überfälligkeiten in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit sowie bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung erfasst. Die WashTec Gruppe nimmt dieses Wahlrecht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente und Forderungen aus Leasingverhältnissen in Anspruch und ermittelt die Wertminderungen auf Basis einer Wertminderungstabelle. Hierbei werden die erwarteten Verluste über die Restlaufzeit auf Basis von Erfahrungswerten der Überfälligkeiten anhand von Wertminderungsquoten ermittelt.

Erwartete Verluste aus dem Ausfall von sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind unwesentlich und werden nicht erfasst.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn das vertragliche Anrecht auf Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert ausläuft oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird und die Übertragung die Ausbuchungsbedingungen des IFRS 9 erfüllt. Objektive Hinweise auf eine Wertminderung sind das Einleiten rechtlicher Schritte und Überfälligkeiten von mehr als einem Jahr. In diesen Fällen wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft und es erfolgt die Ausbuchung der Forderung.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Diese umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden zum Nennwert angesetzt. An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Beurteilung, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit negativem Marktwert sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 9 werden als "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (FLAC) oder "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVthP/L) klassifiziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 9 werden beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert sowie im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode als zu fortgeführten Anschaffungskosten" (FLAC) bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die die Definition von "zu Handelszwecken gehalten" erfüllen, beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden sowie Derivate mit negativem Marktwert werden in den Folgeperioden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVthP/L) bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung nach Abzug der Transaktionskosten.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten: Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Verzinsliche Darlehen: Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und je nach Marktwert als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IFRS 9 eingebunden ist. Besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung wird im Fall eines Cashflow Hedges die Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten wird sie erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die WashTec Gruppe wendet derzeit kein Hedge Accounting an. Eine Überprüfung findet an jedem Bilanzstichtag statt.

Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net Investment): Ein monetärer Posten in Form einer ausstehenden Forderung gegenüber einem ausländischen Geschäftsbetrieb, dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, stellt einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb dar. Bei diesen monetären Posten handelt es sich um langfristige Forderungen gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften der WashTec Gruppe. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der Teil einer Nettoinvestition einer Tochtergesellschaft in einen ausländischen Geschäftsbetrieb ist, werden im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Konzernabschluss werden diese Umrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung der Nettoinvestition vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.

Eigene Anteile

Beim Erwerb eigener Anteile durch die WashTec AG werden diese in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Erwartet der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird diese als gesonderter Vermögenswert aktiviert, sobald ihre Realisation so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen werden mit Marktzinssätzen vor Steuern abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Der Zinseffekt wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projected Unit Credit-Methode" berechnet (IAS 19 revised). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand und die Zinsen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 26 dargestellt.

Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen

Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. "Blockmodell". In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt.

Anteilsbasierte Vergütung

Nach IFRS 2 wird in Zusammenhang mit einer anteilsbasierten Vergütung zwischen Transaktionen mit Barausgleich oder Eigenkapitalabgeltung unterschieden. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der WashTec AG erhalten für die geleistete Arbeit eine aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich. Für Transaktionen mit Barausgleich wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Verbindlichkeit zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam erfasst. Dieser wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Sofern vorhanden werden bei der Bewertung die an den Aktienpreis der WashTec AG gekoppelten Konditionen berücksichtigt ("Marktbedingungen"). Zudem werden auch leistungsbezogene Ausübungsbedingungen mit einbezogen. Bis zur Begleichung der Verbindlichkeit wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag neu bemessen, Änderungen hieraus werden erfolgswirksam erfasst. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 37 zu finden.

Leasingverhältnisse

Unter Leasingverhältnisse fallen alle Verträge, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes gegen Entgelt für einen bestimmten Zeitraum einräumen. Nach Maßgabe des wirtschaftlichen Eigentums bzw. des Trägers wesentlicher Chancen und Risiken von Leasinggegenständen erfolgt die Klassifizierung von Leasingverträgen in die Kategorien Finanzierungsleasing und Operating Leasing.

Finanzierungsleasing liegt vor, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken in Zusammenhang mit einem Vermögenswert auf den Leasingnehmer übertragen werden. Ist die WashTec Gruppe Finanzierungsleasingnehmer, erfolgt die Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses. Dieser wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Gleichzeitig wird eine Leasingverbindlichkeit in gleicher Höhe angesetzt, die in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Leasingzahlungen werden in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, sodass die verbliebene Leasingverbindlichkeit über die Laufzeit des Leasingverhältnisses konstant verzinst wird. Finanzaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst.

Vertragsverbindlichkeiten

Leistungsverpflichtungen, die gemäß IFRS 15 über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden, werden als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen (siehe auch Abschnitt Ertragsrealisierung). In der WashTec Gruppe werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Umsatzabgrenzung, im Wesentlichen für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge, in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Ertragsteuern

Im Konzernabschluss werden tatsächliche Steuern unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden oder verabschiedeten Steuervorschriften der Länder, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und ein zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, ermittelt. Für bilanzierte Ertragsteuerverbindlichkeiten wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung zugrunde gelegt. Latente Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Tatsächliche und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme derer, die sich auf Sachverhalte beziehen, die im Eigenkapital verrechnet worden sind.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt für sämtliche bestehende temporäre Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den steuerlichen und den IFRS-Bilanzansätzen der konsolidierten Gesellschaften sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen.

Es werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Für den Ansatz aktiver latenter Steuern muss es grundsätzlich wahrscheinlich sein, dass zukünftig ein zu versteuernder Gewinn verfügbar ist, gegen den die abzugsfähigen temporären Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.

Latente Steuern werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenzen steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren ("outside basis differences").

Abweichend davon werden keine latenten Steuern auf temporäre Differenzen angesetzt, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten entsteht, diese sich weder auf das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch auf das steuerrechtliche Ergebnis auswirkt und es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt. Darüber hinaus werden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen gebildet, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts stehen.

Eine Saldierung von latenten Steuerforderungen und latenten Steuerverbindlichkeiten wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und ein einklagbarer Rechtsanspruch auf die Aufrechnung besteht.

Ertragsrealisierung

Erlöse werden erfasst, wenn durch Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung (d.h. eines Vermögenswerts) auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Ein Vermögenswert gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt.

Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, wenn die Übertragung des zugesagten Vermögenswerts erfolgt ist bzw. der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt hat. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren sowie bei der Installation von Maschinen der Fall. Das übliche Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage. Eine Ausnahme bildet ein einmaliges Finanzierungsprogramm mit Großkunden, das eine signifikante Finanzierungskomponente beinhaltet. In diesem Fall wurde bei der Bestimmung des Transaktionspreises die zugesagte Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst und ein Teil des Transaktionspreises im Zinsaufwand ausgewiesen.

WashTec nimmt für Finanzierungskomponenten den praktischen Behelf in Anspruch, die Auswirkungen einer Finanzierungskomponente nicht zu berücksichtigen, falls die Dauer zwischen Übertragung von Gütern bzw. Dienstleistungen und Bezahlung dieser durch den Kunden maximal ein Jahr liegt.

Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen aus Verträgen über Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen sowie im Voraus bezahlte Serviceverträge werden über einen bestimmten Zeitraum erfüllt und in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Dem Kunden fließt hierbei der Nutzen aus der Leistung zu und er nutzt gleichzeitig die Leistung, während diese erbracht wird. Die WashTec Gruppe wendet zur Bestimmung des Leistungsfortschritts die outputbasierte Methode basierend auf der abgelaufenen Zeit an. Die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen ist abhängig von den vertraglichen Regelungen und erfolgt in der Regel monatlich. Dadurch ist die zutreffende Ermittlung des Outputs sichergestellt. Diese Erlöse werden erfasst und in Rechnung gestellt, wenn die Leistung erbracht ist. Es erfolgt eine korrespondierende Auflösung der Vertragsverbindlichkeiten. Das übliche Zahlungsziel beträgt in der Regel 30 Tage, Serviceverträge werden jedoch teilweise auch im Voraus bezahlt.

Umsätze aus dem Rentgeschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert. Dies gilt auch wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wird.

Es bestehen Rückkaufvereinbarungen mit der vertraglichen Verpflichtung zum Rückkauf und Rückbau von vormals an Mineralölgesellschaften verkaufte Maschinen. Hierzu wird auf Anhangangabe 27 verwiesen.

Die Höhe der Erlöse entspricht dem Transaktionspreis und umfasst die Gegenleistung, die die WashTec Gruppe im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Hiervon ausgenommen sind Umsatzsteuern. Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti oder Volumendiscounts werden als variable Gegenleistungen bei der Ermittlung des Transaktionspreises berücksichtigt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner Stornierung des Umsatzes kommt. Diese Schätzung wird auf Basis der Erwartungswertmethode vorgenommen. Die Volumendiscounts werden als sonstige Verbindlichkeiten bilanziert.

Der Transaktionspreis wird auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Ein Preisnachlass wird grundsätzlich anteilig auf alle Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags aufgeteilt, es sei denn es liegen Anhaltspunkte vor, dass sich der Preisnachlass vollständig oder teilweise auf eine oder mehrere, aber nicht alle Leistungsverpflichtungen innerhalb des Vertrags bezieht. Da keine direkt beobachtbaren Preise zur Verfügung stehen, zu denen die WashTec Gruppe das betreffende Gut oder die betreffende Dienstleistung separat unter ähnlichen Umständen an ähnliche Kunden verkaufen würde, nimmt die Gruppe zu Vertragsbeginn eine Schätzung der Höhe der Einzelveräußerungspreise anhand des Expected-cost-plus-a-margin-Ansatzes vor.

Die WashTec Gruppe nimmt das Wahlrecht, diejenigen Vertragserlangungs- und Erfüllungskosten direkt im Aufwand zu erfassen, die bei Aktivierung über eine Dauer von maximal einem Jahr abgeschrieben würden, in Anspruch. Dies betrifft bei WashTec sämtliche dieser Kosten.

Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht ergebniswirksam erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich gemäß IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien geteilt, die sich während des Jahres im Umlauf befinden.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt.

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" basiert die Identifikation von operativen Segmenten auf dem "Management Approach". Demzufolge erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an den Vorstand ("Chief Operating Decision Maker"). Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.

Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von Teilaktivitäten unterscheidet, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern tätig sind.

6. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in gewissem Umfang Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen zu treffen, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen, die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie die Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren jeweils auf historischen Erfahrungen und auf dem aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich künftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und können in zukünftigen Perioden zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten führen.

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Im Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- und Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte sind zur Bestimmung des jeweiligen Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit notwendig. Außerdem muss ein angemessener Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows ermittelt werden. Zur Schätzung der künftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern und bei der Abschreibungsmethode der Vermögenswerte.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten

Im Rahmen der Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen aus Leasingverhältnissen ohne signifikante Finanzierungskomponente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit signifikanter Finanzierungskomponente werden die erwarteten Verluste über die Restlaufzeit auf Basis von Erfahrungswerten der Überfälligkeiten anhand von Wertminderungsquoten ermittelt. Die Wertminderungsquoten basieren auf den Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre und wurden um makroökonomische Faktoren angepasst, die Einfluss auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden haben.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 16 zu finden.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen

Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen und die Lebenserwartung. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details hierzu werden in den Anhangangaben 26 und 27 dargestellt.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die Kosten aus der anteilsbasierten Vergütung durch Barausgleich werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen muss das am besten geeignete Bewertungsverfahren bestimmt werden, welches von den Bedingungen der Gewährung abhängig ist. Darüber hinaus ist die Bestimmung geeigneter in dieses Bewertungsverfahren einfließender Input-Parameter erforderlich, insbesondere die voraussichtliche Optionslaufzeit, Volatilität und Dividendenrendite. Die Annahmen und die angewandten Verfahren sind in der Anhangangabe 37 ausgewiesen.

Rückstellungen

Insbesondere Abfindungs- und Garantierückstellungen werden auf Grundlage von Erwartungen, Einschätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und von geplanten Maßnahmen gebildet. Die Beurteilung der Höhe von möglichen Zahlungsverpflichtungen beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung dieser Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist i. d. R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Rückkaufverpflichtungen (Buy-back-Verträge)

Die WashTec Gruppe verkauft Waschanlagen teilweise über Leasinggesellschaften an Großkunden. Dabei garantiert sie bei Bedarf den Rückkauf der Waschanlage am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses zu einem im Voraus vereinbarten Restkaufpreis. Zur Berechnung einer diesbezüglichen Rückstellung ist eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit erforderlich, ob die Anlage am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses zurückgekauft werden muss. Erlöse werden bei Verkauf an die Leasinggesellschaft erfasst, da die Leasinggesellschaft zu diesem Zeitpunkt die Verfügungsgewalt über die Waschanlagen erlangt.

7. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentierung nach dem "Management Approach" erfolgt bei der WashTec Gruppe nach Vertriebsgebieten. Als Vertriebsgebiete sind aufgrund der spezifischen Marktgegebenheiten die Regionen "Europa", "Nordamerika" und "Asien/Pazifik" definiert und orientieren sich am jeweiligen Sitz der Konzernunternehmen. Zentrale Größen für die Steuerung der einzelnen Segmente sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Spalte Konsolidierung enthält die Eliminierung von ergebniswirksamen Transaktionen, die zwischen den operativen Segmenten getätigt wurden. Dies betrifft im Wesentlichen die Zwischenergebniseliminierung aus dem Verkauf von Waren. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis. Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem "arm's length" Prinzip vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Regionen Rechnung. Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung basieren auf den im Konzernabschluss verwendeten IFRS-Grundsätzen.

Bei den Segmenten der WashTec Gruppe handelt es sich um Geschäftseinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.

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Nach Segmenten 2018

in T€
Europa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 355.777 73.957 17.614 -11.903 435.446
davon mit Dritten 344.062 73.770 17.614 0 435.446
davon mit anderen Segmenten 11.716 188 0 -11.903 0
Betriebsergebnis (EBIT) 55.440 -3.371 -432 -166 51.471
EBIT-Rendite (in %) 15,6 -4,6 -2,5 - 11,8
Finanzertrag 123
Finanzaufwand 754
Ergebnis vor Steuern (EBT) 50.839
Ertragsteueraufwand 16.804
Konzernergebnis 34.035
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 10.128 738 101 0 10.967
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 8.732 842 222 0 9.796

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Nach Segmenten 2017

in T€
Europa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 337.263 80.009 16.543 - 8.830 424.986
davon mit Dritten 328.508 79.935 16.543 0 424.986
davon mit anderen Segmenten 8.755 74 0 - 8.830 0
Betriebsergebnis (EBIT) 45.700 5.882 188 444 52.215
EBIT-Rendite (in %) 13,5 7,4 1,2 - 12,3
Finanzertrag 80
Finanzaufwand 719
Ergebnis vor Steuern (EBT) 51.576
Ertragsteueraufwand 14.660
Konzernergebnis 36.916
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 11.872 930 204 0 13.006
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 8.925 709 256 0 9.890

Aufgliederung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Erfassung der Umsatzerlöse

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Nach Segmenten 2018

in T€
Europa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Erfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt 354.296 71.572 17.614 - 11.903 431.579
Erfassung über einen bestimmten Zeitraum 1.481 2.385 0 0 3.866

Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:

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in T€ 2018 2017 Veränderung
Maschinen und Service 377.828 367.243 10.585
Chemie 45.584 44.634 950
Betreibergeschäft und Sonstiges 12.033 13.109 -1.076
Gesamt 435.445 424.986 10.459

WashTec generiert ca. 80% der Außenumsätze in europäischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Auf Deutschland entfallen nach Konsolidierung T€ 128.398, welche auf die Produkte Maschinen und Service, Chemie, Betreibergeschäft und Sonstiges entfallen. Auf Frankreich entfallen dabei knapp über 10% des Konzernumsatzes. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt und entfallen im Wesentlichen auf die USA. Es wurden Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10 % der Gesamterlöse lagen.

Die geographischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Die Konzern-Vermögenswerte gliedern sich innerhalb unserer Geschäftsbereiche in folgende Regionen:

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2018

in T€
Deutschland Europa Nordamerika Asien/ Pazifik Konzern
Sachanlagen 30.795 4.698 1.631 223 37.347
Investitionen Sachanlagen 5.045 1.653 721 101 7.520
Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill 49.881 4.132 14 39 54.066
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 2.737 694 17 0 3.448

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2017

in T€
Deutschland Europa Nordamerika Asien/ Pazifik Konzern
Sachanlagen 31.815 6.761 1.702 325 40.603
Investitionen Sachanlagen 5.830 2.104 930 200 9.064
Immaterielle Vermögenswerte inkl. Goodwill 47.430 4.228 3 74 51.735
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 2.737 1.201 0 4 3.942

In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. T€ 5.266 (Vorjahr: T€ 4.268) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursdifferenzen i.H.v. T€ 1.091 (Vorjahr: T€ 1.750), Ertragsabgrenzungen aus Betreibermodellen i.H.v. T€ 1.213 (Vorjahr: T€ 1.077), Erträge aus Versicherungserstattungen i. H. v. T€ 221 (Vorjahr: T€ 158), Erträge aus Schrottverkäufen i.H.v. T€ 782 (Vorjahr: T€ 680) sowie Erträge aus der Veräußerung von erworbenen Fahrzeugen und aus dem Verkauf von anderen Sachanlagen i. H. v. T€ 1.198 (Vorjahr: T€ 111).

9 .Personalaufwand

Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2018 2017
Löhne und Gehälter 114.814 112.945
Sozialversicherungsbeiträge 9.790 8.882
Arbeitgeberanteil für gesetzliche und freiwillige Rentenversicherung (beitragsorientiert) 8.666 8.088
Altersversorgung und Altersteilzeit 1.947 1.705
Gesamt 135.218 131.620

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:

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Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 2018 2017 Veränderung
Vertrieb, Marketing und Service 1.105 1.077 28
Produktion, Technik und Entwicklung 573 549 24
Finanzen und Verwaltung 174 167 7
Gesamt 1.852 1.793 59

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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in T€ 2018 2017
Kraftfahrzeug kosten 10.903 9.925
Reisekosten inkl. Bewirtungen 7.968 7.544
Zeitarbeitskräfte 5.641 5.473
EDV- und Kommunikationskosten 4.764 4.798
Instandhaltung / Reparaturen 4.670 4.344
Mieten / Operating Leasing ohne KFZ 4.337 4.379
Messe-, Marketingkosten und Öffentlichkeitsarbeit 4.168 4.164
Rechts- und Beratungskosten 3.001 2.629
Wechselkursdifferenzen 1.913 2.755
Fort- und Weiterbildungskosten 1.645 1.215
Patente, Lizenzen und Entwicklungskosten 1.385 1.722
Versicherungen (inkl. Produkthaftpflicht) 1.182 1.264
Bürobedarf 915 826
Bankgebühren und Beiträge 819 823
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen n/a 394
Verschiedene Verwaltungskosten/sonstige Kosten 3.757 4.521
Gesamt 57.068 56.776

11. Finanzergebnis

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in T€ 2018 2017
Erträge aus Bankzinsen und ähnliche Erträge 123 80
Finanzertrag 123 80
Verzinsliche Darlehen 539 444
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 113 111
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen 103 164
Finanzaufwand 754 719
Finanzergebnis -631 -639

Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ -518 (Vorjahr: T€ -528) den IFRS 9 Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) (Vorjahr: "Kredite und Forderungen" (LaR)) und "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (FLAC) zuzuordnen.

Die Zinserträge und Zinsaufwendungen teilen sich wie folgt auf die IFRS 9 Kategorien auf:

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in T€ 2018 2017
Finanzertrag AC 94 AC 77
FLAC 29 FLAC 3
Finanzaufwand FLAC -641 FLAC -608
Gesamt -518 -528

12. Ertragsteueraufwand

Der Posten betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern.

Folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem Konzernsteuersatz von 31,93% (Vorjahr: 31,93%) multipliziert. Dieser orientiert sich am Steuersatz des Mutterunternehmens. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 33,05 % (Vorjahr: 28,4%).

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in T€ 2018 2017
Erwarteter Ertragsteueraufwand 16.233 16.468
Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen -272 -1.052
Nicht abziehbare Aufwendungen 1.264 771
Effekte aus dem Nichtansatz von latenten Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge 537 348
Effekte aus der Nutzung von Verlustvorträgen aus dem Nichtansatz von aktiven latenten Steuern -22 -2.001
Steueraufwand für Vorjahre -800 -45
Sonstige -135 170
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 16.804 14.660

Die Zusammensetzung des Steueraufwands ist wie folgt:

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in T€ 2018 2017
Tatsächlicher Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 16.669 13.854
Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 135 806
Ertragsteueraufwand 16.804 14.660

13. Ergebnis je Aktie

Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2018 und 2017:

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in €, T€ bzw. Stück 2018 2017
Konzernjahresergebnis 34.035 36.916
Durchschnittliche gewichtete ausstehende Anzahl der Aktien 13.382.324 13.382.324
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) 2,54 2,76

Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 29. April 2019 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. € 34.484.446,82 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i. H. v. € 2,45 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 32.786.693,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H.v. 1.697.753,02 auf neue Rechnung.

14. Sondereinflüsse

Im Berichtsjahr und im Vorjahr lagen keine Sondereinflüsse vor.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

15. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.Januar 2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskurseffekte 31. Dezember 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 47.683 531 507 22 62 47.792
Technische Anlagen und Maschinen 36.303 1.622 7.033 7.428 - 13 38.307
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.282 2.146 2.378 221 102 21.373
Finanzierungsleasing 13.484 1.537 3.291 - 6.410 - 2 5.318
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.845 1.683 37 - 1.630 6 1.867
Sachanlagen 120.597 7.520 13.245 - 368 154 114.657
Entwicklungskosten selbsterstellt 15.776 113 0 0 130 16.019
Lizenzen und Software erworben 14.045 598 141 470 - 2 14.970
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.308 7 0 0 - 64 4.252
Geschäfts- und Firmenwert 82.638 0 0 0 800 83.439
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 5.583 2.729 0 -101 0 8.210
Immaterielle Vermögenswerte 122.351 3.448 141 368 865 126.891
Anlagevermögen gesamt 242.948 10.968 13.386 0 1.019 241.548

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in T€ Abschreibungen
01.Januar 2018 Abschreibung lfd. Jahr Abgänge Umbuchungen Währungskurseffekte 31. Dezember 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31.906 1.500 404 0 61 33.063
Technische Anlagen und Maschinen 24.274 2.897 5.186 5.648 - 10 27.623
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.269 2.961 2.045 75 - 129 14.131
Finanzierungsleasing 10.546 963 3.291 - 5.722 - 2 2.493
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 79.994 8.321 10.926 0 - 80 77.310
Entwicklungskosten selbsterstellt 14.070 559 0 0 130 14.759
Lizenzen und Software erworben 11.981 848 134 0 - 2 12.694
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.238 69 0 0 - 61 4.245
Geschäfts- und Firmenwert 40.326 0 0 0 801 41.127
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 70.616 1.475 134 0 868 72.825
Anlagevermögen gesamt 150.610 9.796 11.060 0 788 150.135

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in T€ Nettobuchwert 01.Januar 2018 Nettobuchwert 31. Dezember 2018
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.777 14.729
Technische Anlagen und Maschinen 12.029 10.684
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.014 7.242
Finanzierungsleasing 2.938 2.825
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.845 1.867
Sachanlagen 40.603 37.347
Entwicklungskosten selbsterstellt 1.706 1.261
Lizenzen und Software erworben 2.064 2.276
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 70 6
Geschäfts- und Firmenwert 42.312 42.312
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 5.583 8.210
Immaterielle Vermögenswerte 51.735 54.066
Anlagevermögen gesamt 92.338 91.413

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in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.Januar 2017 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskurseffekte 31. Dezember 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 43.671 1.131 0 3.059 - 178 47.683
Technische Anlagen und Maschinen 35.282 2.402 3.644 2.250 12 36.303
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.103 2.287 839 260 - 528 21.282
Finanzierungsleasing 13.505 1.458 0 - 1.478 - 2 13.484
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.411 1.786 0 - 4.352 0 1.845
Sachanlagen 116.972 9.064 4.483 - 259 - 697 120.597
Entwicklungskosten selbsterstellt 16.170 104 0 0 - 498 15.776
Lizenzen und Software erworben 12.872 886 5 304 - 12 14.045
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.504 0 1.837 - 45 - 314 4.308
Geschäfts- und Firmenwert 84.972 0 0 0 - 2.334 82.638
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 2.631 2.952 0 0 0 5.583
Immaterielle Vermögenswerte 123.149 3.942 1.842 259 - 3.158 122.351
Anlagevermögen gesamt 240.121 13.006 6.325 0 - 3.855 242.948

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in T€ Abschreibungen
01.Januar 2017 Abschreibung lfd. Jahr Abgänge Umbuchungen Währungskurseffekte 31. Dezember 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 30.138 1.522 2 422 - 175 31.906
Technische Anlagen und Maschinen 24.175 2.955 3.322 617 - 150 24.274
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.452 2.814 423 0 - 575 13.269
Finanzierungsleasing 10.434 1.153 0 - 1.039 - 2 10.546
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 76.199 8.443 3.746 0 - 902 79.994
Entwicklungskosten selbsterstellt 14.018 550 0 0 - 498 14.070
Lizenzen und Software erworben 11.154 806 5 35 - 9 11.981
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.339 91 1.847 - 35 - 311 4.238
Geschäfts- und Firmenwert 42.660 0 0 0 - 2.333 40.326
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 74.171 1.447 1.852 0 - 3.150 70.616
Anlagevermögen gesamt 150.370 9.890 5.598 0 - 4.052 150.610

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in T€ Nettobuchwert 01.Januar 2017 Nettobuchwert 31. Dezember 2017
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 13.533 15.777
Technische Anlagen und Maschinen 11.107 12.029
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.650 8.014
Finanzierungsleasing 3.072 2.938
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.411 1.845
Sachanlagen 40.773 40.603
Entwicklungskosten selbsterstellt 2.152 1.706
Lizenzen und Software erworben 1.718 2.064
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 165 70
Geschäfts- und Firmenwert 42.312 42.312
Geleistete Anzahlungen und Entwicklungsprojekte in Arbeit 2.631 5.583
Immaterielle Vermögenswerte 48.978 51.735
Anlagevermögen gesamt 89.751 92.338

Finanzierungsleasing

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Buchwerte

in T€
2018 2017
Waschanlagen Sale-and-Lease-Back 2.825 2.938
Gesamt 2.825 2.938

Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z. B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Zugang der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau resultiert weitestgehend aus aktivierten Entwicklungskosten. Diese Entwicklungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen und wurden deshalb zum Jahresende einem Impairmenttest unterzogen, der zu keinem Wertminderungsbedarf führte.

Darüber hinaus sind T€ 919 (Vorjahr: T€ 1.243) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.

Geschäfts- und Firmen wert

Die gesamten Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Buchwert von T€ 42.312 (Vorjahr: T€ 42.312) werden den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten "Europa" i.H.v. T€ 42.306 (Vorjahr: T€ 42.306) "Nordamerika" i.H.v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und "Asien/Pazifik" i.H.v. T€ 6 (Vorjahr: T€ 6) zugeordnet.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.

Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5 dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Mittelfristplanung 2019 bis 2024 auf Konzernebene.

Der Mittelfristplanung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:

Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 3,2% p.a. im Segment "Europa", in den übrigen Regionen zwischen 7,9% und 10,8%
Kostensteigerungen von 2-3 %
Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von ca. 3-5% p.a.

Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz von 6,5 % (Vorjahr: 6,6%) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) zugrunde gelegt.

In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 1,63% (Vorjahr: 2,47%) und der gewichtete Eigenkapitalzinssatz ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 1,5% (Vorjahr: 1,25%) sowie ein Beta-Faktor von 1,04 (Vorjahr: 0,99) zugrunde.

Für alle Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 10 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer um 5 Prozentpunkte geringeren Bruttomarge (nach Abzug der direkten Umsatzkosten) ergibt sich kein Abwertungsbedarf.

16. Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern i. H. v. T€ 4.131 (Vorjahr: T€ 3.922) sowie passive latente Steuern i. H. v. T€ 4.247 (Vorjahr: T€ 3.826), die aus temporären Differenzen resultieren.

Latente Steuern für sogenannte "outside basis differences" werden nicht angesetzt, da das die Beteiligung haltende Unternehmen die Umkehr der Differenzen bestimmen kann und diese Umkehr in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 2.232 (Vorjahr: T€ 2.178).

Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Mittelfristplanung 2019 bis 2024 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Sofern Zweifel bestehen, dass Verlustvorträge mit zukünftigen zu versteuernden Einkommen verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen. Deshalb wurden im Berichtsjahr Verlustvorträge i. H. v. T€ 17.075 (Vorjahr: T€ 14.190) sowie temporäre Differenzen i.H.v. T€ 12.309 (Vorjahr: T€ T€ 11.778) nicht latent abgegrenzt. Dies entspricht nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge i.H.v. T€ 4.338 (Vorjahr: T€ 3.699) und nicht aktivierten latenten Steuern für temporäre Differenzen i.H.v. T€ 3.269 (Vorjahr: T€ 3.145).

Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt hinsichtlich der Nutzung keiner zeitlichen Begrenzung. Verlustvorträge i.H.v. T€ 14.980 sind zeitlich begrenzt nutzbar. Davon verfallen T€ 2.175 in den Jahren von 2019 bis 2023 und T€ 12.805 von 2030 bis 2038 sofern sie nicht genutzt werden können.

Die latenten Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten entfallen, vor Saldierung, auf folgende wesentliche Bilanzposten:

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in T€ Latente Steuerforderungen Latente Steuerverbindlichkeiten
2018 2017 2018 2017
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 197 217 -1.918 -2.473
Immaterielle Vermögenswerte 58 63 -3.687 -2.784
Vorräte 1.303 1.021 -92 -425
Forderungen 132 8 -832 -741
Rückstellungen 2.528 2.645 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.716 624 -27 0
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 494 966 0 0
Umsatzabgrenzung n/a 969 n/a 0
Vertragsverbindlichkeiten 0 n/a 0 n/a
Sonstige 114 1 -150 -147
Gesamt 6.542 6.514 -6.706 -6.570
davon langfristig 3.675 4.096 -5.467 -4.952
davon kurzfristig 2.867 2.418 -1.239 -1.618

Es wurden latente Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten i.H.v. T€ 2.564 (Vorjahr: T€ 2.628) gemäß den Saldierungsvorschriften des IAS 12 aufgerechnet.

Im Berichtsjahr wurden T€ -44 (Vorjahr: T€ 159) latente Steuern im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.558 (Vorjahr: T€ 1.602).

In der folgenden Tabelle sind die Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallende Steuerbelastung der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen dargestellt:

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in T€ 2018 2017
Wert vor Ertragsteuern Ertragsteuern Wert nach Ertragsteuern Wert vor Ertragsteuern Ertragsteuern Wert nach Ertragsteuern
--- --- --- --- --- --- ---
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 842 0 842 -2.197 0 -2.197
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -275 -51 -326 -98 156 58
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 5 7 12 101 4 105
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 572 -44 528 -2.194 159 -2.034

17. Vorräte

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in T€ 2018 2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren 20.211 20.866
Unfertige Erzeugnisse 10.488 11.049
Fertige Erzeugnisse 6.244 8.913
Geleistete Anzahlungen 330 19
Gesamt 37.272 40.847

Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertminderungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 31 (Vorjahr: Auflösung T€ 1.003) und bleibt aufgrund der fortgeführten Bestandsoptimierung auf dem Niveau des Vorjahres.

18. Steuerforderungen

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in T€ 2018 2017
Kurzfristige Steuerforderungen 12.230 7.928
Gesamt 12.230 7.928

Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus anrechenbaren Kapitalertragsteuern.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in T€ 2018 2017
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.729 9.024
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68.631 66.238
Gesamt 76.361 75.262

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben i.d.R. eine Fälligkeit zwischen 0 und 90 Tagen netto.

Die langfristigen Forderungen hängen im Wesentlichen mit der Durchführung eines Investitionsprogramms mit einem Großkunden zusammen. Alle Forderungen aus diesem Programm sind gegen ein mögliches Ausfallrisiko versichert.

Zum 31. Dezember 2018 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von T€ 4.722 (Vorjahr: T€ 4.248) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertminderungskontos stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2018
Stand 01. Januar (gemäß IAS 39) 4.248
Anpassungseffekt IFRS 9 566
Stand 01. Januar 2018 (gemäß IFRS 9) 4.814
Veränderung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -92
Stand 31. Dezember 4.722

Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Ausfallrisiko-Ratingklassen stellen sich wie folgt dar:

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in T€
31. Dezember 2018 Aktuell Mehr als 30 Tage überfällig Mehr als 60 Tage überfällig Mehr als 120 Tage überfällig Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 63.419 2.751 3.981 10.932 81.082

20. Sonstige Vermögenswerte

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in T€ 2018 2017
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 176 138
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 470 455
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 842 864
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 2.713 2.382
Gesamt 4.201 3.839
davon Abgrenzungsposten 1.897 1.607

Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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in T€ 2018 2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.630 9.786

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 11.630 (Vorjahr: T€ 9.786). Für alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergaben sich im Berichtsjahr keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der WashTec Gruppe im Berichtsjahr verändert hat. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den betrieblichen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der der Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:

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in T€ 2018 2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.630 9.786
Kontokorrentkredite/kurzfristig verzinsliche Darlehen -18.741 -13.726
Finanzmittelfonds -7.111 -3.941

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit sind folgender Übersicht zu entnehmen:

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in T€ 01.01.2018 Zahlungswirksame Veränderung Zahlungsunwirksame Veränderung 31.12.2018
Aufnahme von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
--- --- --- --- ---
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 2.150 -1.313 1.230 2.067
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1.058 -468 307 897
Gesamt 3.209 -1.781 1.537 2.965

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in T€ 01.01.2017 Zahlungswirksame Veränderung Zahlungsunwirksame Veränderung 31.12.2017
Aufnahme von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
--- --- --- --- ---
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 1.871 -887 1.166 2.150
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1.173 -406 292 1.058
Gesamt 3.044 -1.293 1.458 3.209

In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf die Anhangangabe 28 verwiesen.

Eigenkapital

22. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.

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2018 2017
Stammaktien in Tausend Stück 13.977 13.977
Anteile am Grundkapital je Aktie in € 2,86 2,86

Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile beträgt zum 31. Dezember 2018 13.382.324 Aktien (Vorjahr: 13.382.324 Aktien).

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG am 30. April 2018 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. € 33.452.134,82 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende i. H. v. € 2,45 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 32.786.693,80 und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H. v. € 665.441,02 auf neue Rechnung.

Genehmigtes Kapital

Da die von der Hauptversammlung am 15. Mai 2013 beschlossene Ermächtigung zur Schaffung eines genehmigten Kapitals am 14. Mai 2016 ausgelaufen ist, wurde in der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 beschlossen, die alte Ermächtigung aufzuheben und dem Vorstand erneut eine Ermächtigung zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts zu erteilen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), wobei auf diesen Betrag zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen ist, der auf diejenigen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, welche während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 gewährt oder eingeräumt werden; soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil diese bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren, durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand wird weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital und Ausgabe von Options- und Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente

Gemäß § 218 Aktiengesetz erhöht sich das bedingte Kapital einer Aktiengesellschaft im gleichen Verhältnis, wie das durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöhte Grundkapital.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 wurde bedingtes Kapital wie folgt geschaffen:

Das gemäß Ziffer 5.2 der Satzung der Gesellschaft bestehende Bedingte Kapital I wurde am 14. Mai 2016 gegenstandslos, da von der in der Hauptversammlung der Gesellschaft am 15. Mai 2013 gewährten Ermächtigung, Options- und Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente auszugeben, kein Gebrauch gemacht wurde.

Demnach wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 10. Mai 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu € 50.000.000 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung auszugeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Optionsanleihen bzw. Optionsgenussscheinen oder Optionsgewinnschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten bzw. den Inhabern bzw. Gläubigern von Wandelanleihen bzw. Wandelgenussscheinen oder Wandelgewinnschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten für auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 8.000.000 nach näherer Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen, wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund des Ermächtigungsprozesses der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 (Genehmigtes Kapital) erhöht wird; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Daneben erfolgt eine Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals I.

Bedingtes Kapital I: Das Grundkapital ist um bis zu € 8.000.000 eingeteilt in bis zu 2.795.394 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 (Genehmigtes Kapital) erhöht wird; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung.

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente), von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder soweit sie zur Wandlung/ Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Änderung der Satzung

Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Ziffern 4.1 und 5.2 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen sowie alle sonstigen damit in Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraumes sowie im Falle der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen für die Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten.

23. Kapitalrücklage

Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 01. Januar 2000 i.H.v. T€ 26.828 und i.H.v. T€ 18.019 - abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten - aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i. H. v. T€ 9.464 gemindert.

24. Eigene Anteile

Wie im Vorjahr hält die WashTec AG zum 31. Dezember 2018 eigene Aktien i. H. v. T€ 13.177. Dies entspricht 594.646 Stück.

Erwerb und Verwendung eigener Aktien

Da die von der Hauptversammlung am 15. Mai 2013 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien am 14. Mai 2016 ausgelaufen ist, wurde in der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 beschlossen, die alte Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen.

Demnach wird der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2019 eigene Aktien i.H.v. bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von T€ 40.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß der Ermächtigung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.

Die Zahl der in Umlauf befindlichen Aktien beläuft sich auf 13.382.324 Aktien.

Die Gesellschaft behält sich vor, zurückgekaufte Aktien ganz oder in Teilen einzuziehen.

25. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte

Hierunter fallen insbesondere die Bilanzierung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie die Abbildung von als zu Sicherungsinstrumenten eingesetzten Finanzinstrumenten:

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in T€ 01.01.2018 Veränderung direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen Veränderung der latenten Steuern 31.12.2018
Hedge Reserve -500 0 0 -500
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -1.655 -275 -51 -1.981
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -3.136 5 7 -3.124
Sonstige Rücklagen -5.292 -270 -44 -5.606
Währungskurseffekte -293 842 0 549
Gesamt -5.585 572 -44 -5.057

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in T€ 01.01.2017 Veränderung direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen Veränderung der latenten Steuern 31.12.2017
Hedge Reserve -500 0 0 -500
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -1.713 -98 156 -1.655
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -3.241 101 4 -3.136
Sonstige Rücklagen -5.454 3 159 -5.292
Währungskurseffekte 1.904 -2.197 0 -293
Gesamt -3.550 -2.194 159 -5.585

26. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente und Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.

Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 1,60% (Vorjahr: 1,40%) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden unverändert zum Vorjahr mit 1,50% bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 1,60% (Vorjahr: 1,40%). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" (Vorjahr: "Richttafeln 2005 G") von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt und aus Standardtafeln abgeleitet.

Die Anzahl der Leistungsempfänger betrug zum 31. Dezember 2018 237 Mitarbeiter (Vorjahr: 235 Mitarbeiter), die Gesamtzahl aller Personen mit einer Pensionsverpflichtung beträgt 393 Mitarbeiter (Vorjahr: 404 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i.H.v. T€ -126 (Vorjahr: T€ 16) enthalten.

Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste T€ 5 (Vorjahr: T€ 101). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2018 T€-4.571 (Vorjahr: T€-4.576) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst worden.

In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:

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in T€ 2018 2017
Stand 01. Januar 10.247 10.491
Erwartete Rendite 9 11
Gezahlte Renten -456 -432
Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode 135 159
Zinsaufwand 135 119
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -5 -101
Stand 31. Dezember 10.065 10.247

Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:

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in T€ Pensionsrückstellungen Barwert Erstattungsansprüche Beizulegender Zeitwert Gesamt
Erwartete Rendite 0 -9 -9
Gewinne und Verluste aus der Veränderung der demographischen Annahmen 166 0 166
Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen -267 0 -267
Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung 105 0 105
Gesamt 4 -9 -5

Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnlichem. Die Entwicklung der sogenannten Erstattungsansprüche in 2017 und 2018 zeigt die nachfolgende Tabelle:

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in T€ 2018 2017
Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar 455 439
Erwartete Rendite 15 16
Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember 470 455

Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen

Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der Projected Unit Credit-Methode) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate), der Lebenskostensteigerung und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Die Annahmen und Methoden, die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse angewandt wurden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

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Auswirkung auf die Pensionsverpflichtung (DBO)
Annahmen Veränderungen 2018 2017
--- --- --- ---
Lebenserwartung Anstieg um ein Jahr 4,8 % 4,9 %
Lebenskostensteigerung Anstieg um 0,25 % 2,1 % 2,1 %
Zinssatz Anstieg um 0,25 % -2,4% -2,5%
Zinssatz Rückgang um 0,25 % 2,5 % 2,6 %

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 10 Jahre (Vorjahr: ca. 10 Jahre).

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:

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in T€ bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Pensionsleistungen 492 2.324 7.873 10.690

27. Sonstige Rückstellungen

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in T€ Stand 01.Januar 2018 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Währungsdifferenz
Altersteilzeit 1.128 449 - 383 0 0
Gewährleistung 6.895 4.208 - 3.930 - 943 - 4
Rückkaufverpflichtung 3.276 686 - 380 0 0
Rechts- und Beratungskosten 1.066 134 - 105 - 340 1
Abfindungen 634 378 - 554 - 14 - 1
Übrige 859 164 - 18 - 168 0
2018 13.859 6.019 - 5.370 - 1.465 - 4
Gesamt 2017 15.296 6.837 - 6.263 - 1.912 - 99

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in T€ Stand davon davon Rückstellungen in 2017
31. Dezember 2018 kurzfristig langfristig davon kurzfristig davon langfristig
--- --- --- --- --- ---
Altersteilzeit 1.195 521 674 550 578
Gewährleistung 6.226 6.178 48 6.877 18
Rückkaufverpflichtung 3.582 836 2.746 533 2.743
Rechts- und Beratungskosten 756 756 0 1.066 0
Abfindungen 442 442 0 634 0
Übrige 836 295 541 270 589
13.037 9.028 4.009 - -
Gesamt 13.859 - - 9.932 3.927

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 0,00 % (Vorjahr: 0,00 %) und ein jährlicher Gehaltstrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) berücksichtigt.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.

Die Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen wird rollierend ermittelt und berücksichtigt die vertragliche Verpflichtung zum Rückkauf und Rückbau von vormals an Mineralölgesellschaften verkauften Maschinen. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.

Die Rückstellung für Abfindungen i. H. v. T€ 442 (Vorjahr: T€ 634) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen.

In den übrigen Rückstellungen von T€ 836 (Vorjahr: T€ 859) sind im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Schadensfälle i. H. v. T€ 695 (Vorjahr: T€ 684) enthalten.

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht der WashTec Gruppe Eventualverbindlichkeiten im Wesentlichen aus Vertragserfüllungsverpflichtungen und für potentielle Aufwendungen aus dem Rückkauf von Maschinen i. H. v. T€ 1.165 (Vorjahr: T€ 1.039), deren Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme geringer als 50 % eingeschätzt wird.

28. Verzinsliche Darlehen

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in T€ 2018 2017
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 18.741 13.726
Gesamt verzinsliche Darlehen 18.741 13.726

Die WashTec Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 für die bisher bestehende Konsortialkreditfinanzierung eine Anschlussfinanzierung bestehend aus bilateralen Verträgen mit verschiedenen Banken abgeschlossen. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH und verfügt insgesamt über Kreditlinien in einer Gesamthöhe von Mio. € 86,5, bestehend aus b.a.w.-Linien i. H. v. insgesamt Mio. € 60,0 sowie langfristigen Kreditzusagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren i. H. v. Mio. € 26,5. Diese können sowohl als Kredit- als auch Avallinie genutzt werden. Darüber hinaus besteht ein kurzfristig verzinsliches Darlehen, das auf die Tochtergesellschaft in China entfällt. Insgesamt verfügt die WashTec Gruppe über eine Kreditlinie i. H. v. Mio. € 87,4.

Zum 31. Dezember 2018 bestanden kurzfristige Darlehen i. H.v. Mio.€ 18,7 (Vorjahr: Mio.€ 13,7), die sich vollständig aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammensetzen. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf Mio.€ 59,6 (Vorjahr: Mio.€ 30,7).

Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden. Der Zinssatz der Kreditlinien ist variabel und an die Entwicklung des EURIBOR zzgl. einer vertraglich vereinbarten Marge gebunden.

Die Verzinsung der Kreditlinien wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,77% und 1,90%.

29. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing

Von WashTec gefertigte Maschinen werden an eine Leasinggesellschaft veräußert und zurückgeleast. Diese werden den Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Betreibermodells gegen waschzahlenabhängige Vergütung zur Verfügung gestellt. Die Verträge zwischen der Leasinggesellschaft und WashTec werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing behandelt, da die WashTec Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken trägt.

In der Regel sind die Sale-and-Lease-Back-Verträge mit einer Laufzeit von ca. 5-7 Jahren ausgestattet, während die Verträge der WashTec Gruppe mit ihren Kunden eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren haben. Die Gewinne aus dem Verkauf werden über die Laufzeit des Leasingvertrags abgegrenzt.

Die auf Maschinen bezogenen Sale-and-Lease-Back-Verträge haben in der Regel eine Kaufoption am Ende der Laufzeit sowie die Möglichkeit zur Vertragsverlängerung. Preisanpassungen sind während der Laufzeit nicht möglich.

Der Konzern hat Sale-and-Lease-Back-Verträge und Mietkaufverträge im Wesentlichen für Waschanlagen im Rahmen des Betreibermodells abgeschlossen.

Die Mindestleasingzahlungen für diese Finanzierungsleasingverbindlichkeiten belaufen sich auf:

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Leasingzahlungen fällig

in T€
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Mindestleasingzahlung 2018 969 1.754 441 3.164
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 72 121 6 199
Barwert der Mindestleasingzahlung 2018 897 1.633 435 2.965

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Leasingzahlungen fällig

in T€
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Mindestleasingzahlung 2017 1.151 1.988 298 3.437
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 93 127 8 227
Barwert der Mindestleasingzahlung 2017 1.058 1.861 290 3.209

Operating Lease

Aus Leasing- und Mietverträgen (Operating Lease) bestehen zum Stichtag folgende Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten in T€:

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Jahr bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
2018 13.439 14.660 1.681 29.781
2017 12.288 18.769 51 31.109

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Gebäudemieten sowie Leasing von Servicefahrzeugen, die am Ende der Laufzeit durch neue Leasingverträge ersetzt werden.

30. Verbindlichkeiten

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in T€ langfristig (>1 Jahr) kurzfristig (<1 Jahr)
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Abgegrenzte Verbindlichkeiten 0 0 11.846 11.156
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 0 0 4.354 6.101
Kreditorische Debitoren 0 0 969 843
übrige 53 27 947 195
Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 53 27 18.116 18.296
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 1.001 1.138 15.138 19.569
Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben 0 0 7.775 6.806
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 1.190 1.536
übrige 0 3 3.681 848
Summe sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 1.001 1.141 27.784 28.759
Gesamt 1.054 1.168 45.900 47.055

Die abgegrenzten Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 11.846 (Vorjahr: T€ 11.156) setzen sich im Wesentlichen aus fehlenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie noch zu erstellende Gutschriften im Bereich Service zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen die abzuführende Umsatzsteuer.

Verbindlichkeiten in Bezug auf Verträge mit Kunden (Vertragsverbindlichkeiten):

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in T€ 31.12.2018 01.01.2018
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.575 14.795
Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge 8.924 8.798
Gesamt 21.499 23.593

Das Management erwartet, dass 91,2 % dieser ausstehenden (oder teilweise ausstehenden) Leistungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2019 als Umsatz erfasst werden. Die restlichen 8,8% werden erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2020 als Umsatz erfasst. Der genannte Betrag umfasst keine variablen Vergütungsbestandteile, die begrenzt sind.

Umsatzrealisierung in Bezug auf Vertragsverbindlichkeiten:

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in T€ 2018
Im Geschäftsjahr erfasste Erlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.795
Umsatzabgrenzung für Vollwartung, verlängerte Garantiezusagen und im Voraus bezahlte Serviceverträge 8.732

Die Angabe umfasst keine Verträge, bei denen der Anspruch auf Gegenleistung vom Kunden mit dem Wert der bereits erbrachten Leistungsverpflichtung durch die WashTec Gruppe im Einklang steht und/oder deren erwartete ursprüngliche Laufzeit maximal ein Jahr beträgt.

31. Umsatzabgrenzung

Die Umsatzabgrenzung zum 31. Dezember 2017 i.H.v. T€ 11.484 wurde im Wesentlichen für die periodengerechte Verteilung der Umsätze gebildet. Für das Geschäftsjahr 2018 wird hierzu auf Anhangangabe 30 verwiesen.

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Form von Zins- und Währungsrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Bspw. ermittelt WashTec regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen für die Gesellschaft und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der entsprechenden Zins- und/oder Währungspositionen. Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird mittels einer monatlich rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis zeitnah gesteuert. Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.

Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten, wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, sehr stark mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertminderungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist.

Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10% des Umsatzes ausmacht. Es wurden Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10% des Gesamtumsatzes lagen. Diese sind darüber hinaus durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert. Ein erhöhtes Kreditrisiko besteht aus diesem Grund nicht.

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und anderen finanziellen Vermögenswerten, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Mit einem Ausfall dieser Instrumente wird nicht gerechnet.

Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme, wie bspw. einer rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien wurden auf Basis bilateraler Verträge der WashTec Cleaning Technology GmbH mit verschiedenen Banken unter gesamtschuldnerischer Haftung der WashTec AG eingeräumt. Nähere Ausführungen sind unter Anhangangabe 28 ("verzinsliche Darlehen") aufgeführt.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2018 vertraglich fixierten und undiskontierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten für die nächsten Geschäftsjahre.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2018 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

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in T€ Buchwert Cashflows
2018 2019 2020-2022 2023 ff.
--- --- --- --- ---
Verzinsliche Darlehen 18.741 18.755 0 0
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 2.965 969 1.370 825
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.463 18.463 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.169 18.169 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 208 208 0 0

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in T€ Buchwert 2017 2018 Cashflows 2019-2021 2022 ff.
Verzinsliche Darlehen 13.726 13.766 0 0
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 3.209 1.151 1.746 540
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.612 14.612 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.323 18.323 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 12 12 0 0

Marktpreisrisiken

Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen sowie Zinsschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten stellen die wesentlichen Marktpreisrisiken für die WashTec Gruppe dar.

Währungsrisiken

Schwankungen des USD/EUR können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da Anteile des Geschäfts durch die Tochtergesellschaft in den USA generiert werden. Zur Vermeidung dieser Währungsrisiken wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Devisentermingeschäft mit Fälligkeit 17. Dezember 2019 abgeschlossen. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsinstrumente und des Grundgeschäfts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst.

Darüber hinaus verfügt die Gruppe über langfristige Darlehensforderungen gegenüber der Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc. Arvada, USA. Per 31. Dezember 2018 bestand eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb i. H.v. Mio. USD 4,0. Außerdem besteht bei der amerikanischen Tochtergesellschaft MarkVIl eine langfristige CAD-Darlehensforderung gegenüber deren kanadischer Tochtergesellschaft, die eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb darstellt. Der Bestand per 31. Dezember 2018 beträgt unverändert Mio. CAD 7,8. Dementsprechend werden die Umrechnungseffekte dieser Darlehen im Eigenkapital erfasst.

Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für die Gruppe unwesentlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollar zum Euro. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

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in T€ Kursentwicklung des USD 2018 -5% 5%
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern -407 407
in T€ Kursentwicklung des USD 2017 -5% 5%
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern -243 243

Zinsrisiken

Zinsrisiken entstehen bei der WashTec Gruppe im Wesentlichen in Zusammenhang mit den Kreditzusagen, da sich der Basiszinssatz für die Kreditlinien am EURIBOR orientiert.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine Zinsswaps vor.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 2018 T€ 10.076 (Vorjahr: T€ 7.149). Die Kreditzusagen der Banken sind an keine Financial Covenants gebunden.

33. Finanzinstrumente - zusätzliche Angaben

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Zusammenhänge zwischen der Klassifikation und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

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in T€ Bewertungskategorien nach IFRS 9 Buchwert Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
31.12.2018 Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
--- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC* 11.630 11.630 -
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC* 68.631 68.631 -
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVthP/L* 7.729 - 7.729
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AC* 1.018 1.018 -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC* 18.463 18.463 -
Verzinsliche Darlehen FLAC* 18.741 18.741 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* 18.169 18.169 -
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten n/a 2.965 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L* 208 - 208

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in T€ Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2018
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Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 11.630
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 68.631
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 7.729
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 1.018
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 18.463
Verzinsliche Darlehen - 18.741
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 18.169
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 2.965 2.965
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 208

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in T€ IFRS13 Stufe
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verzinsliche Darlehen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 2

* AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte; FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten; FVthP/L: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

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in T€ Bewertungskategorien nach IAS 39 Buchwert 31.12.2017 Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
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Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR* 9.786 9.786 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR* 75.262 75.262 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR* 1.002 1.002 -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC* 14.612 14.612 -
Verzinsliche Darlehen FLAC* 13.726 13.726 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC* 18.323 18.323 -
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten n/a 3.209 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L* 12 - 12

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in T€ Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert 31.12.2017
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Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9.786
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 75.262
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 1.002
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 14.612
Verzinsliche Darlehen - 13.726
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 18.323
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 3.209 3.209
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 12

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in T€ IFRS13 Stufe
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verzinsliche Darlehen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 2

Während des Geschäftsjahres erfolgten keine Umgruppierungen von wiederkehrenden Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert zwischen den einzelnen Stufen.

Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten gehandelt werden (wie etwa börsennotierte Derivate und Eigenkapitalinstrumente) beruht auf den notierten Marktpreisen am Ende der Berichtsperiode. Der notierte Marktpreis der vom Konzern gehaltenen finanziellen Vermögenswerte entspricht dem aktuellen Geldkurs. Diese Instrumente werden in Stufe 1 eingeordnet.

Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden (wie etwa OTC-Derivate) wird anhand von Bewertungstechniken ermittelt, die den Einsatz beobachtbarer Marktdaten maximieren und möglichst wenig auf unternehmensspezifische Schätzungen zurückgreifen. Wenn alle signifikanten Inputfaktoren zur Bewertung eines Instruments zum beizulegenden Zeitwert beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingruppiert.

Stufe 3: Sind einer oder mehrere der signifikanten Inputfaktoren nicht beobachtbar, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet. Dies gilt für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente.

Als beizulegender Zeitwert gilt der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Besteht kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.

Die Devisentermingeschäfte sind mit dem Fair Value mittels erwarteter Wechselkurse bewertet, die an einem geregelten Markt notiert sind.

Der Fair Value der Finanzinstrumente gliedert sich nach Fristigkeit wie folgt:

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in T€ 2018 2017
Kurzfristig 208 12
Gesamt 208 12

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -Verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Kategorien des IFRS 9 für 2018 bzw. IAS 39 für 2017 dargestellt:

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in T€ 2018
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (AC) -141
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLAC) -1.098
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVthP/L) -200

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in T€ 2017
Kredite und Forderungen (LaR) -1.240
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) -278
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVthP/L) -115

Das Nettoergebnis in der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" und in der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (Vorjahr jeweils: "Kredite und Forderungen") resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen sowie Fremdwährungsbewertung. Das Nettoergebnis in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" resultiert aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten.

Sonstige Angaben

34. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die WashTec AG hat für 2018 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 13. März 2019 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung übergeben.

Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses erfolgt in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019.

35. Honorar des Abschlussprüfers

Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):

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in T€ 2018 2017
Abschlussprüfungsleistungen 447 455
Steuerberatungsleistungen 25 0
Sonstige Leistungen 2 0
Gesamt 474 455

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses der WashTec Gruppe, die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Einzelabschlüsse der WashTec AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie auf die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2018. Davon betreffen T€ 15 Abschlussprüfungsleistungen des Vorjahres. Die Steuerberatungsleistungen betreffen die Erstellung von Benchmark-Studien, die sonstigen Leistungen die Durchführung eines Compliance-Workshops.

36. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Vorstand

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Name Beruf, Wohnort Vorstandsbereiche
Dr. Volker Zimmermann (bis 28. Februar 2019) Maschinenbauingenieur, München Entwicklung, Supply Chain, Service-Support, Qualität und Einkauf Finanzen und IT (1. März - 30. Juni 2018)
Axel Jaeger (seit 1. Juli 2018) Kaufmann, Wallhausen Finanzen, IT und Revision
Karoline Kalb Rechtsanwältin, Augsburg Personal, Recht und Compliance, Investor Relations und Sonderprojekte
Stephan Weber Diplom-Ingenieur, Werther Vertrieb, Marketing und Produktmanagement
Rainer Springs (bis 28. Februar 2018) Diplom-Kaufmann, Augsburg Finanzen und IT

Aufsichtsrat

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Name Beruf, Wohnort Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Günter Blaschke Kaufmann, Buchloe keine keine
Ulrich Bellgardt Unternehmensberater, Hubersdorf, Schweiz KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 4. Januar 2018) keine
Jens Große-Allermann Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn ■GESCO AG, Wuppertal (Mitglied des Aufsichtsrates) keine
■KROMI Logistik AG, Hamburg (Vorsitzender des Aufsichtsrates bis
3.Januar 2018; stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates seit
4.Januar 2018)
■Sparta AG, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrates)
■FPM Deutsche Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen i.L., Frankfurt (bis 5. Februar 2019)
Dr. Sören Hein Partner, MIG Verwaltungs AG, München keine ■Konux, Inc.,Delaware, USA (Mitglied des "Boards of Directors")
■Elatec Holding GmbH, Puchheim (Beiratsvorsitzender bis 28. März 2018; vormals NEUE FALKEN Siebzehnte Verwaltungsgesellschaft mbH)
Dr. Hans Liebler Geschäftsführer der Lenbach Capital GmbH, Gräfelfing keine autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrates)
Dr. Alexander Selent Diplom-Kaufmann, Limburgerhof keine keine

37. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt und näher erläutert. Der "Vergütungsbericht" ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts, Seite 91-94.

Höhe der Vorstandsvergütung (HGB)

Die in den jeweiligen Berichtsjahren aktiven Mitglieder des Vorstandes wurden wie folgt vergütet.

Die im Geschäftsjahr 2018 gewährten Gesamtbezüge des Vorstandes (DRS 17) belaufen sich auf T€ 4.278 (Vorjahr: T€ 1.649). Davon entfallen T€ 1.079 (Vorjahr: T€ 1.069) auf erfolgsunabhängige Komponenten, T€ 608 (Vorjahr: T€ 580) auf erfolgsbezogene Komponenten sowie T€ 2.591 (Vorjahr: T€ 0) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2018 (HGB):

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in T€ 2018 2017
Festvergütung 1.015 1.015
Nebenleistungen 65 54
Summe (fix) 1.079 1.069
Einjährige variable Vergütung 608 550
Fair Value der mehrjährigen variablen Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung 2.591 0
Sonderprämie (einmalig) 0 30
Summe (variabel) 3.199 580
Gesamtvergütung 4.278 1.649

Die Aktienanteile des Vorstandes entwickelten sich wie folgt:

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Aktienanteile des Vorstandes (in Stück) 2018 2017
Dr. Volker Zimmermann (bis 28. Februar 2019) 16.100 15.000
Axel Jaeger (ab 1. Juli 2018) 4.900 -
Karoline Kalb 3.590 3.300
Stephan Weber 3.740 3.000
Rainer Springs (bis 28. Februar 2018) - 4.000

Vorstand und Aufsichtsrat

Die WashTec Gruppe wird im Geschäftsjahr 2018 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes berührt. Die Bedingungen der Transaktionen entsprechen denen unter fremden Dritten.

Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Vorstandes nach IFRS betrugen T€ 3.201 (Vorjahr: T€ 2.526). Davon entfallen T€ 1.079 (Vorjahr: T€ 1.069) auf die festen Bezüge. Neben der Rückstellung für die einjährige variable Vergütung i. H. v. T€ 608 (Vorjahr: T€ 642) wurden für die zukünftige Auszahlung der mehrjährigen variablen Vergütung (langfristige aktienbasierte Vergütung) für die zum 31. Dezember 2018 aktiven Vorstandsmitglieder insgesamt T€ 864 (Vorjahr: T€ 2.400) in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Der im Berichtsjahr erfasste Aufwand für die mehrjährige variable Vergütung (langfristige aktienbasierte Vergütung) der Geschäftsjahre 2018-2020 beträgt T€ 864 (Vorjahr: T€ 815 für die langfristige aktienbasierte Vergütung 2015-2017). Zudem sind in den gesamten Aufwendungen Leistungen i. H. v. T€ 650 anlässlich der vorzeitigen Beendigung eines Vorstandsvertrags enthalten.

Die gesamten Aufwendungen für die Vergütung des Aufsichtsrates nach IFRS betrugen T€ 848 (Vorjahr: T€ 948). Der Aufwand für die festen Vergütungen des Aufsichtsrates betrug T€ 310 (Vorjahr: T€ 310) sowie für die einjährige variable Vergütung T€ 0 (Vorjahr: T€ 113). Sonstige Bezüge, überwiegend Sitzungsgelder, fielen in i. H. v. insgesamt T€ 214 (Vorjahr: T€ 235) an. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates der WashTec AG eine mehrjährige variable Vergütung (langfristige aktienbasierte Vergütung) der Geschäftsjahre 2015-2018, für die insgesamt T€ 1.296 (Vorjahr: T€ 972) in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst wurden. Der hierfür im Geschäftsjahr erfasste Aufwand beträgt T€ 324 (Vorjahr: T€ 290).

Aktienbasierte Vergütungen durch Barausgleich

Für die Mitglieder des Vorstandes bestehen Verträge, die eine aktienbasierte Vergütung vorsehen. Für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung 2015 eine aktienbasierte Vergütung beschlossen, an der die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein und Herr Dr. Liebler teilnehmen. Diese soll Vorstand und Aufsichtsrat zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswerts hinzuwirken.

Die bisherige aktienbasierte Vergütung durch Barausgleich des Vorstandes für die Geschäftsjahre 2015 - 2017 ist zum Ende des Geschäftsjahres 2017 ausgelaufen und wurde im März 2018 ausgezahlt. Die neue aktienbasierte Vergütung durch Barausgleich mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 hat zwei Komponenten. Diese bestehen aus einer Komponente ohne Eigeninvestment in Höhe der jeweils kurzfristigen variablen Vergütung bei vollständiger Zielerreichung sowie einer optionalen Komponente, die ein Eigeninvestment in Aktien vorsieht und mit der die erste Komponente verdoppelt werden kann. Für die Teilnahme an der zweiten Komponente muss das Vorstandsmitglied ein entsprechendes Eigeninvestment in Aktien der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2018 getätigt haben. Die Auszahlung der mehrjährigen variablen Vergütung erfolgt am Ende der Incentivierungsphase. Der Auszahlungsbetrag am Ende der Incentivierungsphase ist von der Erfüllung der zugrundeliegenden vereinbarten Ziele abhängig.

Für Verpflichtungen aus Aktienprogrammen wurde eine nach IFRS 2 für aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich vorgeschriebene Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Die Laufzeit der langfristigen aktienbasierten Vergütung des Aufsichtsrates endet zum 31. Dezember 2018. Die Auszahlung erfolgt im Geschäftsjahr 2019. Die wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der langfristigen aktienbasierten Vergütung des Vorstandes basieren auf einer erwarteten Volatilität von 12,99 % und einem risikoneutralen Zinssatz i. H.v. -0,34% bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren.

Die Verpflichtungen werden auf Basis des so ermittelten beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung der noch verbleibenden Programmlaufzeit als kurz- bzw. langfristige Verbindlichkeit passiviert und Wertänderungen im Personalaufwand erfolgswirksam erfasst. Diese stellen sich wie folgt dar:

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in T€ 2018 2017
Verpflichtungen aus LTIP 2.160 3.372
Gesamt 2.160 3.372

Der im Rahmen des Long Term Incentive Program (LTIP) erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2018 2017
Aufwand aus LTIP 1.188 1.105
Gesamt 1.188 1.105

Die Gesellschaft verzichtet auf eine individualisierte Aufschlüsselung der Bezüge innerhalb des Vorstandes. Für die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 für die Dauer von fünf Jahren befreit.

Ehemalige Mitglieder des Vorstandes

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i.H.v. T€ 260 (Vorjahr: T€ 258), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind. Auf ein ehemaliges Mitglied des Vorstandes entfällt eine Abfindung i.H.v. T€ 650 (Vorjahr: T€ 0).

Aufsichtsrat

Bezüge des Aufsichtsrates (HGB)

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrates beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine fixe Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates ein Sitzungsgeld i. H.v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte des Sitzungsgelds. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.

Die fixe und erfolgsabhängige Gesamtvergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf maximal € 100.000, für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates auf maximal € 150.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates insgesamt auf maximal € 200.000 begrenzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2018 keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile gewährt für persönlich erbrachte Leistungen (Ziffer 5.4.6 des Kodex).

Gemäß § 8.16 der Satzung hat die Hauptversammlung außerdem ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat beschlossen, das als Voraussetzung zur Teilnahme ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 30. Juni 2015 vorsah (Vorsitzender max. 25.000 Aktien, übrige Aufsichtsräte max. 5.000 Aktien). Als Erfolgsziele wurden ein EBIT-Ziel, ein ROCE-Ziel und ein EPS-Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung waren die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2014. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung, die sich als Summe aus Referenzkurs, Zahl der Aktien und Multiplikator ergibt. Die Bonuszahlung wird im Geschäftsjahr 2019 fällig. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein und Herr Dr. Liebler nehmen mit der jeweiligen maximalen Aktienzahl am LTIP teil.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Jahr 2018 betrugen T€ 524 (Vorjahr: T€ 658). Davon entfallen T€ 310 (Vorjahr: T€ 310) auf fixe Bezüge, T€ 0 (Vorjahr: T€ 113) auf variable Bezüge sowie T€ 214 (Vorjahr: T€ 235) auf Sitzungsgelder.

Die Aktienanteile des Aufsichtsrates teilen sich wie folgt auf:

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Aktienanteile des Aufsichtsrates (in Stück) 2018 2017
Dr. Günter Blaschke 50.000 50.000
Ulrich Bellgardt 27.500 27.500
Jens Große-Allermann * 0 0
Dr. Sören Hein 5.000 5.000
Dr. Hans Liebler 5.000 5.000
Dr. Alexander Selent 1.000 0
Roland Lacher (bis 3. Mai 2017) - 5.000

38. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Herr Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender (CEO) und Technikvorstand (CTO) der WashTec AG, hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 28. Februar 2019 verlassen. Mit Wirkung spätestens zum 1. Juli 2019 wird Herr Dr. Ralf Koeppe in den Vorstand berufen und zum CTO ernannt.

Frau Karoline Kalb, Vorstandsmitglied für die Bereiche Legal & Compliance, Investor Relations, Personal, Unternehmensentwicklung und Sonderprojekte, wird mit Ablauf Ihres Vorstandsvertrags am 31. Dezember 2019 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen ausscheiden. Ihr Verantwortungsbereich wird ab dem 1. Januar 2020 von Herrn Axel Jaeger, Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft, mit übernommen.

Ein neuer Vorstandsvorsitzender oder -Sprecher soll zunächst nicht ernannt werden.

Augsburg, den 13. März 2019

Axel Jaeger, Vorstand

Karoline Kalb, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Augsburg, den 13. März 2019

Axel Jaeger, Vorstand

Karoline Kalb, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

2018 im Überblick - Jahr der Konsolidierung,

aber kontinuierlicher organischer Wachstumspfad

Kontinuierliche Verbesserung nach Quartalen

WashTec Gruppe*

Umsatz mit Mio. € 435,4 um 2,4 % über Vorjahr (währungsbereinigt um 3,6 %)
EBIT mit Mio. € 51,5 leicht (1,3 %) unter Vorjahr; EBIT-Rendite von 11,8 %
Free Cashflow mit Mio. € 32,3 deutlich (14,9 %) über Vorjahr
Region Europa Umsatz- und Ergebnistreiber für die Gruppe

Europa

Umsatz: Mio. € 355,8 (+ 5,5 %); EBIT: Mio. € 55,4 (+ 21,2 %) Bestes Ergebnis der Geschichte

Nordamerika

Umsatz: Mio. € 74,0 (- 7,5 %); EBIT: Mio. € - 3,4
Direktvertrieb wächst zweistellig, kann aber Einmaleffekte infolge von Großkundenaufträgen im Vorjahr (Umsatzwachstum 2017: 31,1 %) nicht voll kompensieren

Asien/Pazifik

Umsatz: Mio. € 17,6 (+ 6,7 %); EBIT: Mio. € - 0,4
Umsatzanstieg infolge des Wachstums in China, Ergebnis durch Sondereffekte in Australien belastet

* Regionenangaben ohne Konsolidierung

Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Darüber hinaus bietet WashTec umfassende Servicepakete über die gesamte Lebensdauer der Produkte an -hierzu gehören neben der Wartung der Anlagen auch Modelle für die Vermittlung von Finanzierungen oder das Betreibermanagement von Anlagen. Hauptumsatzträger ist der Produktbereich Maschinen und Service.

Einziger globaler Anbieter - Präsenz in Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik

Umsatz nach Produkten in Mio. €

Maschinen und Service

Portalwaschanlagen
SB-Waschanlagen
Nutzfahrzeugwaschanlagen
Waschstraßen
Wasseraufbereitungssysteme
Vollwartungsverträge
On Call Service-Wartungsverträge
Serviceprojekte und -umrüstungen Ersatzteile
Digitale Lösungen wie z. B. "EasyCarWash"

Chemie

Reiniger
Pflegeprodukte
Spezialprodukte

Betreibergeschäft und Sonstiges

WashTec Carwash Management
WashTec Financial Services (Finanzierungs- und Leasinglösungen)

1.1.1 Konzern- und Organisationsstruktur

Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Muttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100 % an diesen Unternehmen beteiligt.

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird, soweit erforderlich, gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Europas, Nordamerikas und in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Australien, China, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark/Norwegen, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich unter Abschnitt 1.1.3.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden der WashTec Gruppe individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH

Die AUWA-Chemie GmbH produziert Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Der Vertrieb erfolgt über WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner in Deutschland und Europa.

WashTec Carwash Management GmbH

Die WashTec Carwash Management GmbH übernimmt für Kunden in deren Namen und auf deren Rechnung umfassende Dienstleistungen, bis hin zum Betrieb von Waschanlagen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen, wie z. B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.

1.1.2 Standorte

WashTec ist weltweit vertreten

Die WashTec Gruppe ist global präsent. Weltweit beschäftigt WashTec mehr als 1.800 Mitarbeiter und hat eigene Niederlassungen in allen wesentlichen Märkten in Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik.

Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist inzwischen in über 70 Ländern der Welt vertreten.

1.1.3 Produktion, Beschaffung und Logistik

Globales Leitwerk in Augsburg

WashTec verfügt über ein globales Beschaffungs- und Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien, China und den USA. Der Großteil der Anlagen weltweit außer Portalwaschanlagen für China und Nordamerika wird im Leitwerk Augsburg, Deutschland, montiert. Die Portalwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver, USA, die Portalwaschanlagen für die Märkte in Asien je nach Produkt in Shanghai, China, oder Augsburg, Deutschland, produziert. In Tschechien erfolgt ein Großteil der Blechfertigung. Ferner werden dort Komponenten vormontiert und die Basis-Portalanlage montiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden die Steuerungen (Recklinghausen) für die gesamte Gruppe und die Waschchemie (Grebenau) produziert. Sämtliche Produkte werden unter Anwendung zeitgemäßer und permanent weiterentwickelter Produktionsmethoden und neuster Technologie hergestellt.

1.1.4 Berichterstattung nach Segmenten

Die globale Geschäftstätigkeit von WashTec wird in drei geographische Regionen untergliedert. In der Region "Europa" werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe in Westeuropa und Osteuropa inkl. Russland zusammengefasst. Die Region "Nordamerika" beinhaltet die Aktivitäten in den USA und Kanada. Die Region "Asien/Pazifik" beinhaltet hauptsächlich die Geschäftsentwicklung der australischen und chinesischen Tochtergesellschaften.

1.1.5 Leitung und Kontrolle

Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfeldes, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist höchster Kundennutzen, Resultat die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controllingkonzept, Zielkennzahlen zur Steuerung, Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltigem, profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die in allen Verantwortungsebenen des Konzerns in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.

Die Überwachung erfolgt durch regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen Vorstandssitzungen im Zwei-Wochen-Turnus, bei denen Bereichsverantwortliche berichten, monatliche Sitzungen mit den wesentlichen Bereichsverantwortlichen im Headquarter, regelmäßige internationale Management Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inkl. Investitions-, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden sämtliche Investitionsprojekte gesondert geprüft und verfolgt.

1.1.6 Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Wesentliche Markttreiber

Ökonomie: Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens, Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten

Ein hoher oder ansteigender Bestand an zu waschenden Fahrzeugen ist neben dem landesspezifischen Verbraucherverhalten und dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen eine Haupteinflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche. Der weltweite Fahrzeugbestand soll sich mehreren unabhängigen Studien zufolge bis 2050 verdoppeln (Quellen: VDA, Shell).

Eine Verteuerung des Faktors Arbeit, die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der weltweit ansteigende Fahrzeugbestand eröffnen weltweit nachhaltiges Marktpotenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche übergehen.

Kundenerwartung: Steigende Anforderungen an Waschgeschwindigkeit, Komfort, Qualität und Erlebnis

Steigende Fahrzeuganzahl, sowie gesetzliche Regelungen als Treiber für automatisierte Fahrzeugwäsche

Die automatische Fahrzeugwäsche ist im Vergleich zur Handwäsche deutlich schonender für den Autolack und erzielt in der Regel eine höhere Waschqualität. Hinzu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwaschanlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als eine manuelle Wäsche.

Ökologie: Zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften - Frischwasser als begrenzte Ressource

Die maschinelle Fahrzeugwäsche schont die Umwelt. Sie benötigt insbesondere in Kombination mit Wasserrückgewinnungsanlagen deutlich weniger Wasser als die Handwäsche.

Weitere Trends und Einflüsse: Der Bedarf, Fahrzeuge zu waschen, entsteht unabhängig von Antriebsformen oder Eigentum an Fahrzeugen.

Alternative Fahrzeugantriebe: Die Antriebsform von Fahrzeugen befindet sich im Wandel, weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antriebskonzepten. Bisher hat sich kein klarer Favorit bei zukünftigen Antriebskonzepten (z. B. Hybrid/Elektro) herauskristallisiert, sodass unklar bleibt, an welchem Ort die "Fahrzeugbetankung" zukünftig erfolgen wird. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass die Tankstelle mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird.
Alternative individuelle Mobilitätskonzepte (z. B. Carsharing, Uber): Die hierfür vorgehaltenen Fahrzeuge werden ebenfalls von den Anbietern oder Nutzern gewaschen; in der Regel häufiger als Privatfahrzeuge. Sauberkeit ist ein wesentliches Qualitätskriterium und damit Treiber des Geschäftsmodells.

Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung dieser und anderer Trends aufmerksam, um frühzeitig die richtigen Weichen stellen zu können.

1.2 Unternehmensziel und Strategie

In unserem Leitbild ist der "maximale Kundennutzen" als oberstes Unternehmensziel definiert. Maximaler Kundennutzen beinhaltet für uns, weltweit der beste Partner für Waschanlagenbetreiber zu sein. Nutzen zu generieren bedingt eine Spezialisierung, verbunden mit tiefem Verständnis in der Anwendung und den damit zusammenhängenden Prozessen und Technologien. Diese Spezialisierung ist ebenfalls Voraussetzung für kundennutzenorientierte Innovationen.

Wir richten uns hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber mit dem Ansatz, die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern. Die kontinuierliche Entwicklung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter orientiert sich an dieser grundsätzlichen Ausrichtung. Jeder Mitarbeiter von WashTec trägt als "Unternehmer bei WashTec" zur Unternehmensentwicklung bei. Mit der klaren Orientierung am Nutzen unserer Kunden bauen wir unsere Wettbewerbsvorteile nachhaltig aus und generieren so Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und unsere Aktionäre.

1.3 Steuerungssystem

1.3.1 Finanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz
EBIT
Free Cashflow
ROCE

Free Cashflow wird als Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) abzüglich des Mittelabflusses aus Investitionstätigkeit definiert.

ROCE (Return on Capital Employed) wird definiert als Verhältnis zwischen EBIT und Capital Employed. Zum Capital Employed gehören nach unserer Definition das Sachanlagenvermögen (Gesamtwert von materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte) zuzüglich des NOWC (Net Operating Working Capital). NOWC wird definiert als Summe aus Vorratsvermögen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator

Auf Konzernebene wird zudem der folgende nichtfinanzielle Leistungsindikator verwendet:

Unfallhäufigkeitsrate: Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden

Im Rahmen der Umsetzung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes führt die Gesellschaft den Nachhaltigkeitsbericht fort und ergänzt ihn um den sogenannten gesonderten gemeinsamen nichtfinanziellen Bericht (siehe hierzu den Nachhaltigkeitsbericht auf der WashTec-Homepage https://ir.washtec.de/websites/washtec/ German/6000/corporate-governance.html). Dort erfolgt eine ausführliche Beschreibung des für WashTec wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikators Unfallhäufigkeitsrate sowie der weiteren Leistungsindikatoren.

Das Unternehmen prüft, ab dem Geschäftsjahr 2019 auch über einen wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator bezüglich Umweltbelange zu berichten.

1.3.2 Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernweite und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289a I und 315a I HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

1.4 Forschung und Entwicklung

Mehr als 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung

Mit unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentrieren wir uns auf Innovationen und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsprozesse. Die Aufgaben umfassen außerdem die Betreuung der Produkte über den gesamten Lebenszyklus, sowie den Ausbau und die Vertiefung unseres Anwendungswissens. Inhaltlich verfolgen wir

die Optimierung der Reinigungs- und Trocknungsprozesse,
die Erleichterung der Bedienbarkeit (ease of use) und
die Steigerung der Verfügbarkeit und Effizienz unserer Produkte.

Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg mehr als 70 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für uns hohe Priorität.

Die gesamten Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen rund Mio. € 8,0 (Vorjahr: Mio. € 8,0).

Die in 2018 aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen Mio. € 2,8 (Vorjahr: Mio. € 3,1). Dazu kamen nicht aktivierbare Aufwendungen i. H. v. Mio. € 0,9 (Vorjahr: Mio. € 1,2).

Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaftswachstum

Laut Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft 2018 um 3,7 % gewachsen. Für 2019 wird ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,5% prognostiziert. Für die Eurozone sieht der IWF mit einem Wachstum von 1,6% und 1,7% in den nächsten beiden Jahren (nach 1,8% in 2018) kaum Veränderungen. Deutschland liegt mit einem geschätzten Wachstum von 1,3 % für 2019 etwas unterhalb des Vorjahres (2018 1,5%). In Großbritannien ist das Wachstum in 2018 auf 1,4% gesunken und die Prognose für 2019 liegt bei 1,5 %. Die Wachstumsprognose für die USA für 2019 liegt bei 2,5 %. Die Entwicklungs- und Schwellenländer tragen weiterhin zum Wachstum der Weltwirtschaft bei. Ihre Wirtschaftsleistung wird im nächsten Jahr der Prognose zufolge auf 4,5 % steigen, für 2020 sogar auf 4,9 %. In China rechnet der IWF für 2019 nun mit einem Wirtschaftswachstum von 6,2%.

2 Branchenkonjunktur

Die Waschanlagenbranche hat sich 2018 nach Einschätzung von WashTec erneut positiv entwickelt. Dazu trägt auch die insgesamt positive Entwicklung des Waschgeschäfts der Betreiber in Europa, getrieben durch einen außerordentlich warmen Frühling und Sommer bei.

Schwankungen des Ölpreises, zuletzt ein Anstieg, haben bei den betroffenen Großkunden zu keiner Änderung ihrer Investitionsvolumina geführt. Großkunden haben - nach Sonderprogrammen 2016 und 2017 - im Rahmen Ihrer regulären Investitionspläne geordert.

2.1.2 Markt für Fahrzeugwaschanlagen

Kundengruppen

Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Wettbewerb

Fahrzeugwäsche als profitables Geschäft für Betreiber

WashTec ist in Europa - einem entwickelten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität - nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer.

Im entwickelten nordamerikanischen Markt ist die Kunden- und Anbieterseite fragmentierter als in Europa.

In Asien sind Japan und Südkorea Märkte, die vorwiegend von einheimischen Wettbewerbern bedient werden. Im missionarischen Markt China gibt es neben WashTec eine Reihe lokaler Anbieter. Im entwickelten Markt Australien treffen europäische und amerikanische Wettbewerber aufeinander.

Absatzmärkte

Deutschland und Europa sind unverändert die größten Absatzmärkte. Gemäß der Strategie von WashTec sollen langfristig Nordamerika und Asien/Pazifik einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding GmbH sowie der Ergebnisabführung der WashTec Carwash Management GmbH und der AUWA-Chemie GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird gesondert im Abschnitt 2.6 eingegangen.

Deutliche Steigerung bei Free Cashflow und ein währungsbereinigter Umsatzanstieg von 3,6 %

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Rundungsdifferenzen möglich 2017 Prognose 2018 2018 Veränderung
Umsatz Mio.€ 425,0 leicht steigend 435,4 2,4 %
EBIT Mio.€ 52,2 deutlich steigend 51,5 -1,3%
Free Cashflow Mio.€ 28,1 deutlich steigend 32,3 14,9%
ROCE % 29,1 >25% 28,5 -
Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) 0,9 0 0,9 -

Umsatz- und Geschäftsentwicklung

Der Umsatz 2018 stieg um 2,4% auf Mio.€ 435,4 (Vorjahr: Mio.€ 425,0). Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 3,6 %. Damit wurde das für 2018 gesetzte Ziel einer leichten Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Der Umsatzanstieg resultierte aus einem positiven Geschäftsverlauf in Europa und China.

Das EBIT sank leicht um 1,3% auf Mio.€ 51,5 (Vorjahr: Mio.€ 52,2). Das Ziel eines deutlichen Anstieges wurde damit nicht erreicht. Wesentlicher Grund hierfür war ein deutlicher Ergebnisrückgang in Nordamerika und Australien.

Der Free Cashflow stieg erfreulicherweise um 14,9% auf Mio.€ 32,3 (Vorjahr: Mio.€ 28,1). Damit wurde die Prognose eines deutlich steigenden Free Cashflows erreicht. Wesentlicher Grund dafür war die beständige Optimierung im Bereich des NOWC (Net Operating Working Capital).

Der ROCE erreichte einen Wert von 28,5 %. Damit wurde das angestrebte Niveau von über 25 % erreicht.

Die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden lag zum Jahresende mit dem Wert 0,9 unverändert weit unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften von 22,17 Unfällen. Das für 2018 gesetzte Ziel von Null Unfällen konnte nicht erreicht werden. WashTec strebt weiterhin Null Unfälle an.

Der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe in 2018 lag im Rahmen der an den Kapitalmarkt zum Jahresanfang kommunizierten Prognose und beim EBIT im Rahmen der im Jahresverlauf konkretisierten Prognose. Die ursprüngliche Prognose wurde quartalsweise konkretisiert. Das Jahr 2018 war geprägt durch eine besonders positive Entwicklung der Umsatzerlöse und Ergebnisse der Region Europa. Der Vorstand bewertet die Geschäftsentwicklung und insbesondere den Fortschritt bei den eingeleiteten Maßnahmen zur zukünftigen Entwicklung in dieser Region als besonders positiv. In der Region Nordamerika erwartet der Vorstand nach den im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in die strategische und operative Neuausrichtung der Vertriebs- und Servicestrukturen eine deutliche jährliche Steigerung bei Umsatz und Ergebnis.

2.3 Lage

Mehrjahresvergleich wesentlicher Kennzahlen zur Planung und Steuerung

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Rundungsdifferenzen möglich 2016 2017 2018
Umsatz in Mio.€ 372,8 425,0 435,4
EBIT in Mio.€ 44,1 52,2 51,5
Eigenkapitalquote in % 40,1 40,3 40,2
Free Cashflow in Mio.€ 20,8 28,1 32,3

2.3.1 Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der Gruppe lag zum Ende des Jahres über dem Vorjahresniveau. Demzufolge erwartet die Gesellschaft einen positiven Start in das erste Quartal. Da die Aufträge der WashTec Gruppe in der Regel eine Durchlaufzeit von sechs bis zehn Wochen haben, dient der Auftragsbestand zwar als Indikator für die folgenden Monate, ist aber für die Geschäftsentwicklung des gesamten Geschäftsjahres 2019 nur bedingt aussagefähig.

2.3.2 Ertragslage

2.3.2.1 Gewinn- und-Verlust-Rechnung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn- und-Verlust-Rechnung der WashTec Gruppe:

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Umsatzerlöse 435,4 425,0 10,4 2,4
Materialaufwand 185,9 183,0 2,9 1,6
Sonstige betriebliche Erträge
(ohne aktivierte Eigenleistungen) 5,3 4,3 1,0 23,3
Personalaufwand 135,2 131,6 3,6 2,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen* 58,0 57,7 0,3 0,5
Abschreibungen 9,8 9,9 -0,1 -1,0
Betriebsergebnis (EBIT) 51,5 52,2 -0,7 -1,3
EBIT-Rendite in % 11,8 12,3 -0,5 -
Finanzergebnis -0,6 -0,6 0,0 0,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 50,8 51,6 -0,8 -1,6
Steuern 16,8 14,7 2,1 14,3
Konzernergebnis 34,0 36,9 -2,9 -8,0
Ergebnis je Aktie 2,54 2,76 -0,22 -8,0

* inkI. Veränderung der Weitminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Steuern

2.3.2.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz der WashTec Gruppe lag mit Mio.€ 435,4 um Mio.€ 10,4 oder2,4% leicht über dem Vorjahres wert von Mio.€ 425,0. Nachdem zum Halbjahr die Umsatzerlöse noch aufgrund der Sondereffekte in 2017 zurücklagen, konnte dieser Rückstand im zweiten Halbjahr nicht nur wie erwartet ausgeglichen, sondern sogar übertroffen werden. Das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr betrug 9,4%.

Durchschnittliche Wachstumsrate des Umsatzes der letzten fünf Jahre bei 9,5 % p. a.

Bereinigt um Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Gesamtjahres mit Mio.€ 440,3 um 3,6 % über dem Vorjahresniveau (Mio.€ 425,0). Der Währungseffekt ergab sich insbesondere durch die Abschwächung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Segmente findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

Umsatz nach Produkten

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Maschinen und Service 377,8 367,2 10,6 2,9
Chemie 45,6 44,7 0,9 2,0
Betreibergeschäft und Sonstiges 12,0 13,1 -1,1 -8,4
Gesamt 435,4 425,0 10,4 2,4

Der Maschinen- und Serviceumsatz lag mit Mio.€ 377,8 um 2,9% über dem Vorjahresniveau von Mio.€ 367,2. Der Umsatzrückstand, der am Anfang des Jahres aufgrund von einmaligen Großkundenaufträgen aus dem ersten Halbjahr 2017 bestand, konnte infolge des starken zweiten Halbjahres wie erwartet zum Jahresende überkompensiert werden.

Auch das Geschäft im Bereich Chemie entwickelte sich erneut positiv. Der Umsatz in diesem Bereich stieg um Mio.€ 0,9 auf Mio.€ 45,6 (Vorjahr: Mio.€ 44,7). Das im Vergleich zu den Vorjahren geringere Wachstum in diesem Bereich ist eine Folge des Verlusts eines Chemiegroßkunden in Nordamerika. In Europa konnte WashTec seine Chemieumsätze erneut zweistellig steigern. WashTec plant, Umsätze in Chemie auch in Zukunft nachhaltig zu steigern, dazu soll auch Nordamerika einen wesentlichen Beitrag liefern.

Die Umsätze im Bereich Betreibergeschäft und Vermittlung der Finanzierung von Waschanlagen entsprechen nur ca. 2,8% des Umsatzes der WashTec Gruppe und haben sich in diesem Jahr durch den Verkauf von Anlagen planmäßig rückläufig entwickelt.

2.3.2.3 Aufwandsposten und Ergebnis

2.3.2.3.1 Aufwandsposten

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst vor allem bezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Leistungen. Die größten Positionen betreffen den Einkauf von Stahl, Kunststoffen und anderen Rohmaterialien. Erstieg absatzbedingt von Mio.€ 183,0 auf Mio.€ 185,9.

Aufgrund des gestiegenen Umsatzes stieg der Rohertrag von Mio.€ 244,1 auf Mio.€ 246,3. Die Brutto-Marge sank gegenüber dem Vorjahr vor allem durch einen geänderten Produkt- und Regionenmix leicht um -0,8% auf nunmehr 56,6%.

Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg von Mio.€ 131,6 auf Mio.€ 135,2. Die gestiegenen Personalkosten sind vor allem auf die höhere Mitarbeiterzahl infolge des geplanten Ausbaus der Bereiche Vertrieb & Service sowie Produktion, in Kombination mit Tarifsteigerungen in Europa zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote vom Umsatzstieg leicht um 0,1 % von 31,0% auf 31,1 %.

Die Mitarbeiterzahl von 1.870 zum Jahresende hat sich gegenüber dem Vorjahr um 56 Mitarbeiter bzw. 3% erhöht.

Sonstige betriebliche Aufwendungen*

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen* stiegen um nur Mio.€ 0,3 von Mio.€ 57,7 auf Mio.€ 58,0. Insbesondere der auslastungsbedingte Anstieg von Kosten für Leiharbeitnehmer von Mio.€ 0,2 führte zu einer Erhöhung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Fremdwährungsverluste sanken auf Mio.€ 1,9 (Vorjahr: Mio.€ 2,8).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (ohne aktivierte Entwicklungskosten) stiegen um Mio.€ 1,0 von Mio.€ 4,3 im Vorjahr auf Mio.€ 5,3. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus in diesem Bereich ausgewiesenen Erträgen aus dem planmäßigen Verkauf von Waschanlagen an einigen Betreiberstandorten.

2.3.2.3.2 Fremdwährungseffekte

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum Euro hat grundsätzlich keine maßgeblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft, da der Hauptteil der Wertschöpfung und Umsatzrealisierung in Nordamerika erfolgt.

* inkl. Veränderung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Steuern

Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte einen negativen Einfluss i. H. v. ca. Mio.€ -0,8 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio.€ -1,0). Dieser kam überwiegend aus der Entwicklung des US-Dollars zum Euro.

2.3.2.3.3 Abschreibungen

Die Abschreibungen sanken leicht auf Mio.€ 9,8 (Vorjahr: Mio.€ 9,9) vor allem aufgrund von geringeren Investitionen im Vorjahr.

2.3.2.3.4 EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank leicht um 1,3 % auf Mio.€ 51,5 (Vorjahr: Mio.€ 52,2).

Durchschnittliche Wachstumsrate des EBIT der letzten fünf Jahre bei 29,3 % p. a.

Ein Ausweis des EBIT nach Segmenten findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

2.3.2.3.5 EBIT-Rendite

Die EBIT-Rendite sank auf 11,8% (Vorjahr: 12,3%).

2.3.2.3.6 Finanzergebnis

Der Netto-Finanzaufwand war mit Mio.€ -0,6 auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: Mio.€ -0,6).

Aufschlüsselung des Finanzergebnisses

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017
Erträge aus Bankzinsen ähnliche Erträge 0,1 0,1
Finanzertrag 0,1 0,1
Verzinsliche Darlehen 0,5 0,4
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 0,1 0,1
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen 0,1 0,2
Finanzaufwand 0,8 0,7
Finanzergebnis (Netto-Finanzaufwand) -0,6 -0,6

2.3.2.3.7 EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank auf Mio.€ 50,8 (Vorjahr: Mio.€51,6).

2.3.2.3.8 Steuern

Die Steuern i.H.v. Mio.€ 16,8 (Vorjahr: Mio.€ 14,7) setzen sich aus latenten Steuern, im Wesentlichen aus zeitlichen Unterschieden, sowie laufendem Steueraufwand zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) stieg auf 33,0% (Vorjahr: 28,4%). Die wesentlichen Gründe für die Erhöhung der Steuerquote im Vergleich zum Vorjahr liegen im höheren Vorjahresergebnis in Nordamerika verbunden mit der Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge in Nordamerika im Vorjahr.

Die Verlustvorträge bestehen ausschließlich in den ausländischen Tochtergesellschaften.

2.3.2.3.9 Konzernergebnis

EPS 2018 bei € 2,54

Das Konzernergebnis ging im Wesentlichen aufgrund der Entwicklung in Nordamerika in Verbindung mit der höheren Steuerquote um Mio.€ -2,9 auf Mio.€ 34,0 (Vorjahr: Mio.€ 36,9) zurück. Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) sank -auf Grundlage einer durchschnittlichen Aktienzahl von 13.382.324 Stück - um -8,0% auf € 2,54 (Vorjahr: € 2,76).

Durchschnittliche Wachstumsrate des Konzernergebnisses der letzten fünf Jahre bei 27,9% p.a.

2.3.2.4 Mittelverwendung/Dividende

WashTec wird auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 29. April 2019 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H.v. € 34.484.446,82 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i.H.v. € 2,45 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 32.786.693,80 und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H.v. € 1.697.753,02 auf neue Rechnung.

2.3.3 Berichterstattung nach Segmenten

2.3.3.1 Europa

Umsatz in Europa stieg um 5,5 %

Kennzahlen Region Europa

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Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio.€ 355,8 337,3 5,5
EBIT in Mio.€ 55,4 45,7 21,2
EBIT-Rendite % 15,6 13,5 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 1.480 1.430 3,5

Marktumfeld

Der Waschanlagenmarkt in Europa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Fahrzeugwaschmärkte. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und weiter ausgebaute Service- und Vertriebsstrukturen der Anbieter aus.

Die Kunden von WashTec in Europa sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wesentlichen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer (Convenience Stores), Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen. Weitere wichtige Kundengruppen sind Waschanlagenbetreiber, Supermarktketten, Autohäuser und Werkstätten sowie Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Der Wettbewerb in Europa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Erhebliche Bedeutung haben eine flächendeckende Servicestruktur und eine installierte Basis. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von über 20.000 Portalanlagen in den Kernmärkten Europas.

Europa

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Rundungsdifferenzen möglich 2017 Prognose 2018 Veränd.
2018 (in %)
--- --- --- --- ---
Umsatz in Mio.€ 337,3 leicht steigend 355,8 5,5
EBIT in Mio.€ 45,7 deutlich steigend 55,4 21,2

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Europa konnte mit Mio.€ 355,8 im Vergleich zum Vorjahr (Mio.€ 337,3) deutlich gesteigert werden. Damit wurde die prognostizierte Entwicklung übertroffen. Nahezu alle Länder trugen zum Wachstum bei. Der höchste absolute Zuwachs konnte in den Bereichen Maschinen und Service sowie Chemie erzielt werden.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT in Europa stieg überproportional von Mio.€ 45,7 im Vorjahr auf Mio.€ 55,4. Die EBIT-Rendite lag bei 15,6% (Vorjahr: 13,5 %). In Hinblick auf die Ergebnisentwicklung wurde damit die Prognose eingehalten.

2.3.3.2 Nordamerika

Kennzahlen Region Nordamerika

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Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd.
(in %)
--- --- --- --- ---
Umsatz in Mio.€ 74,0 80,0 -7,5
EBIT in Mio.€ -3,4 5,9 -157,6
EBIT-Rendite % -4,6 7,4 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 288 283 1,8

Marktumfeld

Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. "Light Trucks" sind in Nordamerika in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden auch weiterhin ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.

In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Waschanlagenketten. Der Anteil von Waschstraßen gegenüber Portalanlagen sowie das Wachstum dieses Produktsegments liegen über dem weltweiten Durchschnitt. Der Marktausblick ist anhaltend positiv.

Nordamerika

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Rundungsdifferenzen möglich 2017 Prognose 2018 Veränd.
2018 (in %)
--- --- --- --- ---
Umsatz in Mio.€ 80,0 stabil 74,0 -7,5
EBIT in Mio.€ 5,9 stabil -3,4 -157,6

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Nordamerika sank von Mio.€ 80,0 im Vorjahr auf Mio.€ 74,0. Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 86,8 (Vorjahr: Mio. USD 90,1). Damit konnte die prognostizierte stabile Umsatzentwicklung aufgrund der Sondereffekte in 2017 nicht erreicht werden. 2018 hat sich der Direktvertrieb positiv entwickelt, konnte aber die Sonderumsätze mit Großkunden, die 2017 den Umsatzverlauf getrieben hatten, nicht vollständig kompensieren. Der Auftragsbestand der Gesellschaft lag ab Mitte des Jahres zwar sehr deutlich über Vorjahr, die Umsatzrealisierung erfolgte allerdings nicht komplett zum Stichtag, sodass der Rückstand nicht aufgeholt werden konnte.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis aus Nordamerika sank auf Mio.€ -3,4 (Vorjahr: Mio.€ 5,9). Das Ziel einer stabilen EBIT-Entwicklung wurde nicht erreicht.

Ausschlaggebend für die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr waren neben erhöhten Kosten in Folge der Stärkung der Vertriebs- und Serviceaktivitäten geringere Umsätze sowie der Verlust eines Chemieauftrages mit einem Großkunden in der zweiten Jahreshälfte.

2.3.3.3 Asien/Pazifik Kennzahlen Region Asien/Pazifik

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Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd.
(in %)
--- --- --- --- ---
Umsatz in Mio.€ 17,6 16,5 6,7
EBIT in Mio.€ -0,4 0,2 -300,0
EBIT-Rendite % -2,5 1,2 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 58 59 "1,7

China: Mittel- bis langfristig deutliches Marktwachstum erwartet

Marktumfeld

Der chinesische Markt für Fahrzeugwäschen ist aufgrund des derzeit noch immer niedrigen Lohnniveaus von der Handwäsche dominiert. Das stetig wachsende Lohnniveau sowie die stark wachsende Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Verbindung mitzunehmendem Umweltbewusstsein sowie der Möglichkeit, Wäschen über Smartphones einfach und schnell zu kaufen, werden den Anteil der automatischen Fahrzeugwäsche zukünftig weiter erhöhen. WashTec verfügt seit 2008 über einen eigenen Produktions- und Beschaffungsstandort in der Nähe von Shanghai.

Auf dem australischen Markt stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb.

Asien/Pazifik

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Rundungsdifferenzen möglich 2017 Prognose 2018 Veränd.
2018 (in %)
--- --- --- --- --- ---
Umsatz in Mio.€ 16,5 deutlich steigend 17,6 6,7
EBIT in Mio.€ 0,2 deutlich steigend -0,4 -300,0

Umsatzentwicklung in Asien/Pazifik

Der Umsatz in Asien/Pazifik lag mit Mio.€ 17,6 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio.€ 16,5). Insbesondere in China haben sich die Umsätze sehr positiv entwickelt. Die Umsatzentwicklung in dem für WashTec größten Markt der Region, Australien, wurde vom Verlust eines Großkunden deutlich belastet, was auch die Entwicklung in dieser Region, insbesondere auf der Ergebnisseite, negativ beeinflusst hat.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT sank auf Mio.€ -0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,2). Damit wurde die für das Jahr 2018 aufgestellte Prognose eines deutlich steigenden EBIT nicht erreicht. Neben dem höheren Umsatzanteil in China haben Kosten für die Restrukturierung der Organisation in Australien das Ergebnis belastet.

2.3.4 Vermögenslage

2.3.4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

Verkürzte Konzernbilanz

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017
Anlagevermögen 91,4 92,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 92,8 87,0
Vorräte 37,3 40,8
Aktive latente Steuern 4,1 3,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11,6 9,8
Eigenkapital 95,4 94,2
Verzinsliche Darlehen 18,7 13,7
Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 97,4 96,0
davon Rückstellungen (inkl. Ertragsteuern) 29,0 29,9
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18,5 14,6
Vertragsverbindlichkeiten* 21,5 23,6
Passive latente Steuern 4,2 3,8
Bilanzsumme 237,2 233,9

* Die Darstellung des Vorjahres wurde an die Bilanzstruktur des aktuellen Jahres angepasst.

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe stieg von Mio.€ 233,9 auf Mio.€ 237,2.

2.3.4.1.1 Aktiva

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie in den Vorjahren Geschäfts- und Firmenwerte i.H.v. Mio.€42,3 enthalten. Im Anlagevermögen sind die Posten "Grundstücke und Gebäude" i.H.v. Mio.€ 14,7, "Technische Anlagen und Maschinen" und "Finanzierungsleasing" i. H.v. zusammen Mio.€ 22,6 sowie "Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert)" i.H.v. Mio.€ 11,8 enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen von Mio.€ 87,0 zum Stichtag des Vorjahres auf Mio.€ 92,8. Der Grund für den Anstieg waren im Wesentlichen Forderungen gegenüber Finanzbehörden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen dagegen trotz des starken vierten Quartals auf Grund des laufenden Working Capital Management nur leicht von Mio.€ 75,3 auf Mio.€ 76,4.

Die Vorräte sanken zum Jahresende von Mio.€ 40,8 auf Mio.€ 37,3. Diese Verringerung resultiert aus den Maßnahmen zum Working Capital Management der Gruppe.

Die aktiven latenten Steuern i. H.v. insgesamt Mio.€ 4,1 resultierten aus zeitlichen Differenzen bei der Bewertung der Bilanzpositionen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von Mio.€ 9,8 im Vorjahr auf Mio.€ 11,6.

2.3.4.1.2 Passiva

Das Eigenkapital stieg trotz der höheren Dividendenzahlung von Mio.€ 94,2 auf Mio.€ 95,4. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Seite 102) entnommen werden. Die Eigenkapitalquote blieb auch bei der gestiegenen Bilanzsumme nahezu unverändert bei soliden 40,2% (Vorjahr: 40,3%).

Solide Eigenkapitalquote von 40,2 %

Die Bankverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 von Mio.€ 13,7 auf Mio.€ 18,7.

WashTec verfügte zum Jahresende über ein Bankguthaben von Mio.€ 11,6. Dem standen Bankverbindlichkeiten von Mio.€ 18,7 und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen i. H.v. Mio.€ 3,0 gegenüber. Aufgrund der Dividendenzahlung von Mio.€ 32,8 sowie der zum Jahresende noch nicht erfolgten Erstattung der Kapitalertragsteuer hat sich die Nettofinanzverschuldung (flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten) um Mio.€ 3,0 auf Mio.€ 10,1 erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von Mio.€ 14,6 auf Mio.€ 18,5. Der Anstieg ergibt sich aus Maßnahmen zur Working Capital-Optimierung.

Die Vertragsverbindlichkeiten (neue Gliederung in Folge IFRS 15) sanken im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen auf Mio.€ 21,5 (31. Dezember 2017: Mio.€26,2).

Die passiven latenten Steuern stiegen auf Mio.€ 4,2 (Vorjahr: Mio.€ 3,8).

Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerschulden) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag nahezu unverändert bei Mio.€ 29,0 (Vorjahr: Mio.€ 29,9).

2.3.4.2 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente

Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter. Insbesondere das Wissen über den Waschprozess als solchen und die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Forschung und Entwicklung einzusetzen, bilden einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer bedeutender Erfolgsfaktor ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk der WashTec Gruppe.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.

2.3.5 Finanzlage

2.3.5.1 Kapitalstruktur

Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Der Konzern verfügte am 31. Dezember 2018 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio.€ 87,4 (Vorjahr: Mio.€ 50,9). Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio.€ 59,6 (Vorjahr: Mio.€ 30,7).

Weitere Informationen in Bezug auf die Finanzierung der WashTec Gruppe finden Sie im Chancen- und Risikobericht unter dem Abschnitt "Finanzierungsrisiken".

2.3.5.2 Investitionen und Abschreibungen

Investitionen vor allem in die Entwicklung neuer Produkte

Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in Europa (Mio.€ 10,1). Im Wesentlichen handelte es sich um Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte, Modernisierung der Standorte sowie Investitionen in moderne Betriebsmittel. Darüber hinaus wurden Investitionen in Nordamerika (Mio.€0,7) und Asien/Pazifik (Mio.€ 0,1) getätigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Der Vermögensgegenstand wird dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sofern ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert worden ist, wird er nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Basis hierfür ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene.

2.3.5.3 Liquidität

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Ergebnis vor Steuern 50,8 51,6 -0,8 -1,5
Mittelveränderung aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 38,2 38,8 -0,6 -1,5
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -6,0 -10,7 4,7 -43,9
Free Cashflow 32,3 28,1 4,2 14,9
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit -35,2 -30,0 -5,2 17,3
Nettoveränderung des Finanzmittelfonds -2,9 -1,9 -1,0 52,6
Finanzmittelfonds zum 31.12. -7,1 -3,9 -3,2 82,1

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) reduzierte sich leicht auf Mio.€ 38,2 (Vorjahr: Mio.€ 38,8).

Das Net Operating Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen-i- Vorräte - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sank erfreulicherweise um Mio.€ 4,1 von Mio.€ 86,7 auf Mio.€ 82,6. Dies resultierte aus einer deutlichen Reduzierung des Vorratsvermögens und der Erhöhung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kombiniert mit einem nur moderaten Anstieg bei den Forderungen. Durch diese erfolgreichen Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals konnte der deutlich negative Effekt aus der Veränderung von erhaltenen Anzahlungen mehr als kompensiert werden.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (saldiert) betrug im Geschäftsjahr 2018 Mio.€ 6,0 (Vorjahr: Mio.€ 10,7). Dabei lagen die Auszahlungen für Investitionen wie erwartet leicht unter dem Vorjahresniveau bei Mio.€ 9,4 (Vorjahr Mio.€ 11,5).

Der Free Cashflow [Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit] stieg erfreulicherweise deutlich auf Mio.€ 32,3 (Vorjahr: Mio.€ 28,1).

Durchschnittliche Wachstumsrate des Free Cashflows der letzten fünf Jahre bei 6,5 % p. a.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf Mio.€ 35,2 (Vorjahr: Mio.€ 30,0). Der Mittelabfluss beinhaltet Zahlungen für Zinsen, Dividenden und Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Der Anstieg des Mittelabflusses resultiert im Wesentlichen aus höheren Zahlungen für die Dividende.

Die Finanzmittelfonds (saldiert) sanken zum 31. Dezember 2018 von Mio.€ -3,9 auf Mio.€ -7,1. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator

Unfallhäufigkeitsrate

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Rundungsdifferenzen möglich 2017 Prognose 2018 Veränd.
2018 (in %)
--- --- --- --- ---
Arbeitsunfälle/ Mio. Arbeitsstunden 0,9 0 0,9 -

Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2018 lag der Wert bei 0,9 und war damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften von 22,17. Das für 2018 gesetzte Ziel von Null Unfällen wurde damit nicht erreicht. WashTec strebt weiterhin das anspruchsvolle Ziel von Null Unfällen an.

2.5 Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter stieg zum 31. Dezember 2018 um 56 auf 1.870 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.814). Im Jahresdurchschnitt waren 1.852 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.793).

Weltweite Unternehmerworkshops werden kontinuierlich fortgeführt

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA-Chemie GmbH gelten die Tarifverträge der IG Bergbau, Chemie und Energie.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Ausgaben für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter sind nach starken Zuwächsen in den Vorjahren unverändert auf hohem Niveau. Ein Schwerpunkt des Jahres 2018 lag auf erneut weltweit durchgeführten Unternehmerworkshops sowie der Durchführung von WashTec spezifischen Führungskräftetrainings, die sich speziell mit den WashTec Führungsgrundsätzen befassten. In den Unternehmerworkshops setzen sich Mitarbeiter mit ihrer Position als Unternehmer bei WashTec auseinander und bewerten auf einer Skala von 1 -5 (1 nicht zutreffend bis 5 sehr zutreffend) Klarheit der Führung und Zusammenarbeit. Das durchschnittliche Ergebnis 2018 war 4,09.

2.6 WashTec AG

Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Kapitel "Geschäftsverlauf" ausführlich beschrieben ist.

2.6.1 Ertragslage

Gewinn- und-Verlust-Rechnung Washtec AG (verkürzt)

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Umsatzerlöse 3,4 2,8 0,6 21,4
Personalaufwand 3,3 5,4 -2,1 -38,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2,3 2,5 -0,2 -8,0
Beteiligungsergebnis 38,3 36,5 1,8 4,9
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 36,6 31,7 4,9 15,5
Jahresüberschuss 33,8 31,0 2,8 9,0
Gewinnvortrag 0,7 2,4 -1,7 -70,8
Bilanzgewinn 34,5 33,5 1,0 3,0

Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG sind leicht auf Mio.€ 3,4 (Vorjahr: Mio.€ 2,8) gestiegen und betrafen die Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an ihre Tochtergesellschaften. Das Ziel einer stabilen Umsatzentwicklung wurde damit übertroffen.

Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio.€ 3,3 (Vorjahr: Mio.€ 5,4) beinhaltet die Vergütung des Vorstandes, wie im Vergütungsbericht auf den Seiten 91 bis 94 ausgewiesen, sowie den Personalaufwand für den Bereich Recht und Investor Relations.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) lagen mit Mio.€ 2,3 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: Mio.€ 2,5).

Der Jahresüberschuss (nach HGB) stieg von Mio.€ 31,0 auf Mio.€ 33,8.

Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen i. H.v. Mio.€ 8,2 (Vorjahr: Mio.€ 6,3) sowie Zinserträge i.H.v. Mio.€ 0,1. Zudem erfolgte eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH i.H.v. Mio.€ 30,0 (Vorjahr: Mio.€ 30,0).

2.6.2 Vermögens- und Finanzlage Bilanz WashTec AG (verkürzt)

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2018 2017 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Anlagevermögen 128,1 128,1 0,0 0,0
Forderungen, sonstige Vermögenswerte 42,6 44,2 -1,6 -3,6
Eigenkapital 163,6 162,6 1,0 0,6
Rückstellungen 4,5 8,0 -3,5 -43,8
Verbindlichkeiten 2,7 1,8 0,9 50,0
Bilanzsumme 170,8 172,4 -1,6 -0,9

Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich hauptsächlich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen i. H.v. Mio.€ 128,1 (Vorjahr: Mio.€ 128,1) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf ist nicht gegeben.

Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte (nach HGB) i.H.v. Mio.€ 42,6 (Vorjahr: Mio.€ 44,2) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen.

Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio.€ 163,6 (Vorjahr: Mio.€ 162,6). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 95,8% (Vorjahr: 94,3%).

Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio.€ 4,5 (Vorjahr: Mio.€ 8,0) und wurden vor allem für Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten sowie die Vorstands- und die Aufsichtsratsvergütung gebildet.

Eigenkapitalquote der AG 95,8 %

2.6.3 Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289f Abs. 1 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.

2.6.4 Sonstiges

Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstände sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht unter Punkt 8.4 erläutert, der Teil des Lageberichts im Sinne von § 315 HGB ist.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Abschnitt "Compliance" wiedergegeben und auf der Internetseite www.washtec.de veröffentlicht.

2.6.5 Prognose

Die im Prognosebericht für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen im Bereich 4.1.4 WashTec Unternehmensentwicklung gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.

3 Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Herr Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender (CEO) und Technikvorstand (CTO) der WashTec AG, hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 28. Februar 2019 verlassen. Mit Wirkung spätestens zum 1. Juli 2019 wird Herr Dr. Ralf Koeppe in den Vorstand berufen und zum CTO ernannt.

Herr Dr. Koeppe ist Diplom-Ingenieur Maschinenbau und hat an der ETH Zürich promoviert. Seine beruflichen Stationen waren Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Leiter Forschung & Entwicklung der KUKA Roboter GmbH und Mitglied der Geschäftsleitung der KUKA Laboratories GmbH. Er ist seit 2014 Vice President Engineering & Manufacturing und seit 2017 CTO und Mitglied der Geschäftsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei der Bosch Rexroth AG.

Frau Karoline Kalb, Vorstandsmitglied für die Bereiche Legal & Compliance, Investor Relations, Personal, Unternehmensentwicklung und Sonderprojekte, wird mit Ablauf Ihres Vorstandsvertrags am 31. Dezember 2019 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen ausscheiden. Ihr Verantwortungsbereich wird ab dem 1. Januar 2020 von Herrn Axel Jaeger, Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft, mit übernommen.

Ein neuer Vorstandsvorsitzender oder -sprecher soll zunächst nicht ernannt werden.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.

4.1.1 Geschäftspolitik und Strategie

Die WashTec Gruppe hält auch für 2019 und die Folgejahre an ihrer Strategie fest, den Kundennutzen zu erhöhen und die Markt- und TechnoIogieführerschaft im Bereich Fahrzeugwäsche auszubauen.

4.1.2 Absatzmärkte und Produkte

Die Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in allen Vertriebsregionen und Produktbereichen weltweit weiterhin zu steigern. Dies gilt für alle Märkte, in denen WashTec mit höchstem Kundennutzen eine führende Stellung in jedem Kunden- und Produktsegment einnehmen will. WashTec generiert einen wesentlichen Teil seiner Umsätze in Europa und strebt einen weiteren Ausbau seiner Marktposition an. Zusätzliche Potenziale für die WashTec Gruppe bestehen aufgrund des geringeren Marktanteils in Nordamerika und im noch "embryonalen" Markt Asien. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Fahrzeuge, die in den vergangenen Jahren bereits sehr dynamisch gestiegen ist, weiter zulegen wird. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass auch die Akzeptanz für die automatische Fahrzeugwäsche schrittweise zunimmt.

4.1.3 Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Eine detaillierte Beschreibung zur Konjunktur und zur Entwicklung der Weltwirtschaft ist unter Punkt 2.1 dieses Lageberichts zu finden. In Summe geht das Unternehmen bei seinen Prognosen von einer stabilen Entwicklung der Konjunktur und Weltwirtschaft aus.

4.1.4 WashTec Unternehmensentwicklung

Die Prognose für 2019 ist mit Unsicherheiten versehen, die einen erheblichen Einfluss auf die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können. Ziel des Vorstandes ist es, gemeinsam mit allen Mitarbeitern die Strategie des Unternehmens aktiv weiterzuentwickeln und die operative Performance über das bereits erreichte Niveau hinaus laufend zu verbessern. Ein Schwerpunkt 2019 liegt im Bereich Vertriebseffizienz auf Produktthemen und der Digitalisierung. Das Investitionsvolumen soll gegenüber dem Vorjahr steigen, ein wesentlicher Aufbau von Mitarbeitern ist nicht geplant.

Den folgenden Prognosen liegt das aus der Tabelle ersichtliche Begriffsverständnis zugrunde:

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Begriff Positve/negative Abweichung

in %
Stabil < 3
Leicht > 3
Deutlich > 5

Für 2019 geht die Gesellschaft von folgenden regionalen Entwicklungen aus:

Europa: Der Markt in Europa wird sich im Jahr 2019 nicht wesentlich verändern. Das hohe Auftragsvolumen 2018 wird auch für das Jahr 2019 erwartet. Der Wettbewerb ist unverändert stark. Das Investitionsverhalten in Teilregionen wie z. B. dem Mittelmeerraum zeigt einen leichten Abwärtstrend.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich durch eine weitere Intensivierung der Vertriebsarbeit der Umsatz leicht und das Ergebnis deutlich gegenüber 2018 verbessern werden. Mögliche Effekte eines "Brexits" haben aufgrund der Größe des Geschäfts in Großbritannien keine wesentlichen Auswirkungen auf die Prognose.

Markt in Europa wird als konstant eingeschätzt

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Europa 2018 Prognose 2019
Umsatz Mio. € 355,8 leicht steigend
EBIT Mio. € 55,4 deutlich steigend
Nordamerika: WashTec investiert unverändert in das weitere organische Wachstum und sieht aufgrund des geringen Marktanteils, kombiniert mit einem sehr guten Produktportfolio, noch großes Potenzial. Nach den im letzten Jahr erfolgten Investitionen in die Vertriebs- und Servicestrukturen wird der Fokus im Jahr 2019 auf der Effizienz der internen Prozesse und der Profitabilitätssteigerung in der Region liegen. Für das Gesamtjahr 2019 geht WashTec - ohne Währungseffekte - von einem deutlich steigendem Umsatz und EBIT aus (mit einem positiven Ergebnisbeitrag).

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Nordamerika 2018 Prognose 2019
Umsatz Mio. € 74,0 deutlich steigend
EBIT Mio. € - 3,4 deutlich steigend
Asien/Pazifik: Die Region hat sich aufgrund der Geschäftsentwicklung in Australien im Jahr 2018 insbesondere im Ergebnis rückläufig entwickelt. WashTec rechnet, basierend auf bereits initiierten Aktivitäten, mit einem Anstieg des Geschäfts in 2019. Für das gesamte Segment geht WashTec von einem deutlich steigenden Umsatz und EBIT aus (mit einem positiven Ergebnisbeitrag).

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Asien/Pazifik 2018 Prognose 2019
Umsatz Mio. € 17,6 deutlich steigend
EBIT Mio. € - 0,4 deutlich steigend
Gruppe: WashTec strebt für die Gruppe im Geschäftsjahr 2019 ein deutliches Umsatzwachstum bei einem deutlichen Anstieg des EBIT an. Im Free Cashflow erwartet die Gesellschaft eine leichte Steigerung.

Als Unternehmen haben wir das Ziel, mit dem uns zur Verfügung stehenden Kapital profitabel und effizient zu arbeiten. Zur Messung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) als die zentrale Messgröße. Wir streben an, ein ROCE von über 25 % zu halten.

Zusammenfassend geht der Vorstand im Rahmen seiner Prognose davon aus, dass sich die Kennzahlen wie folgt entwickeln:

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2018 Prognose 2019
Umsatz Mio.€ 435,4 deutlich steigend
EBIT Mio.€ 51,5 deutlich steigend
Free Cashflow Mio.€ 32,3 leicht steigend
ROCE % 28,5 >25%
Unfallhäufigkeitsrate (Arbeitsunfälle/ Mio. Arbeitsstunden) 0,9 0

Die Unfallhäufigkeit möchte die Gesellschaft im kommenden Jahr weiter senken.

Für die WashTec AG werden für das Jahr 2019 aufgrund der Kostenweiterbelastungen eine stabile Umsatzentwicklung und damit auch ein stabiles Ergebnis der Geschäftstätigkeit erwartet. Das Ergebnis hängt auch vom zukünftigen Ausschüttungspotenzial der Tochtergesellschaften ab.

Die Umstellung der Bilanzierung in Verbindung mit der Einführung des neuen IFRS16 Standards hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Prognose.

4.2 Chancen- und Risikobericht

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.

Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.

Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

4.2.1 Chancen- und Risikomanagement

Risikomanagement

Mehrstufiges System zur Risikoidentifizierung und -Überwachung ist installiert

Zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung sämtlicher relevanter Risiken dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 36 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstandes können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Grundlegende Veränderungen des Chancen- und Risikomanagements gegenüber dem Vorjahr gab es nicht.

Datenbankgestützt werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor den Maßnahmen dar. Maßnahmen können z. B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. aus abgeschlossenen Versicherungen bestehen. Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotenzial. Dieses wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:

Finanzielle Auswirkungen auf das Konzernergebnis:

1 Unbedeutend

2 Nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar

3 Wesentlich/bedeutend

4 Gravierend, aber den Fortbestand der Gruppe nicht gefährdend

5 Existenz bedrohend

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben:

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1 Sehr unwahrscheinlich 1- 15 %
2 Unwahrscheinlich 15 - 40 %
3 Eventuell 40-60 %
4 Wahrscheinlich 60-85 %
5 Sehr wahrscheinlich 85 - 99 %

Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung der Risiken nach deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.

Risikomatrix

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Eintrittswahrscheinlichkeit
Auswirkungen 1- 15

%
15-40

%
40 - 60

%
60 - 85

%
85 -99

%
--- --- --- --- --- ---
Existenz bedrohend R W W B B
Gravierend, aber den Fortbestand der Gruppe nicht gefährdend R R W W W
Wesentlich/bedeutend R R W W W
Nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar V R R R W
Unbedeutend V V R R R

Das Risikomanagement erfolgt über die Definition, Einleitung und regelmäßige Verfolgung geeigneter Gegenmaßnahmen.

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens sowie sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.

Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanungen und -aktualisierungen sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.

4.2.2 Chancen und Risiken

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen in der Chancen- und Risikostruktur. Zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2018 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten. Auf die als "Unbedeutend" eingestuften Risiken wird nicht näher eingegangen.

4.2.2.1 Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Risiken

Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft, der Finanzmärkte und der politischen Landschaft können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Ebenso können sich der Zugang zu Märkten und die Bedingungen, zu denen geliefert werden kann, kurzfristig ändern.

Aktuell zunehmende Unsicherheiten hinsichtlich der globalen Konjunkturaussichten, u.a. aufgrund des andauernden Handelskonfliktes zwischen USA und China, könnten zu ungünstigen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft führen.

Das Risiko eines "harten Brexits" könnte die Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern insbesondere in der Europäischen Union weiter negativ beeinflussen.

Die wachsenden Unsicherheiten und Investitionszurückhaltung können das Geschäft von WashTec negativ beeinflussen.

Die direkten Auswirkungen eines bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union auf die Geschäftsentwicklung der WashTec Gruppe werden als nicht Wesentlich eingeschätzt. Unsere Tochtergesellschaft in Großbritannien als Sales und Service Organisation ist in die Aktivitäten der Gruppe im Wesentlichen lediglich durch den Bezug von Waren aus der Europäischen Union eingebunden.

Es bestehen keine Lieferbeziehungen aus Großbritannien in die Europäische Union, die eine mögliche negative Auswirkung auf die Tätigkeiten außerhalb des Landes haben könnten. Für den Zeitraum kurz nach dem "Brexit" besteht ein Plan, um die Liefer- und Leistungsfähigkeit der Gesellschaft im Land sicher zu stellen.

Chancen

Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank begünstigt die Bereitschaft neue Investitionen zu tätigen. Aktuell und vor allem aufgrund der bestehenden Unsicherheiten wird nicht mit einer baldigen Zinserhöhung gerechnet. Das würde das Investitionsklima im europäischen Raum weiterhin günstig beeinflussen.

Regionen, die auch von WashTec strategisch als Wachstumsregionen gesehen werden, sind derzeit in einer gegenüber dem Vorjahr etwas verschlechterten wirtschaftlichen Verfassung. Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in China spielen für WashTec, aufgrund der dort noch geringen Umsätze, eine nur untergeordnete Bedeutung - anders als in anderen Branchen der deutschen Industrie. Sollten negative Entwicklungen in China Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft haben, wird dies auch die WashTec Entwicklung beeinflussen.

4.2.2.2 Klima- und Umwelteinflüsse

Risiken

Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, stark schwankende Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädten sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Fahrzeuge weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzliche Bestimmungen zu befolgen. Dies kann zu weniger Wäschen und somit zu geringeren Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der maschinellen Wäschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasserrückgewinnungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von rund 150 Litern/Wäsche oder 90 % im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn sich die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder weiter verbreiten, kann dies zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnungsanlagen führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der manuellen Fahrzeugwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.

4.2.2.3 Kunden, Wettbewerb und Markt

Risiken

Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. Dieses Risiko ist durch die anstehenden Verhandlungen mit wesentlichen Großkundenvereinbarungen gegenüber dem Vorjahr etwas gestiegen.

Der aktuell wieder steigende Rohölpreis lässt derzeit auch nicht erwarten, dass es bei den Mineralölgesellschaften zu einem Investitionsstopp kommen könnte, auch wenn eine solche Entscheidung nicht nur mit der Entwicklung des Rohölpreises zusammenhängt.

Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preis- und Margendruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.

WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.

Infolge der Verknappung, der mittelfristigen Verteuerung fossiler Brennstoffe und der technischen Weiterentwicklung und zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte die Nutzung der Tankstelle in ihrer heutigen Form abnehmen. Allerdings ist derzeit noch unklar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen würde (in Frage kommen Aufladung und Batteriewechsel an der Tankstelle oder das Aufladen zu Hause). Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese Entwicklung jedoch, maßgeblich durch bereits vorhandene Kraftfahrzeuge, in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben. Änderungen im Kfz-Nutzungs- oder Waschverhalten der Kunden können zu negativen Folgen für den Absatz der Hauptprodukte der WashTec Gruppe führen.

Ein ähnliches Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte (Tankstellen-)Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.

Chancen

Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der Europäischen Union fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, in Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Fertigungsstätten in den Wachstumsregionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Die Übernahme von Netzen der Mineralölgesellschaften durch stärker am Einzelhandel orientierte globale Unternehmen kann zu einer weiteren Verbesserung der globalen Marktposition von WashTec führen.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in den Ländern, in denen WashTec nicht mit eigenen Niederlassungen präsent ist, können sich höhere Verkäufe in Wachstumsregionen ergeben.

4.2.2.4 Investitionen

Entscheidungen für Investitionen beinhalten u.a. Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.

Risiken

Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen Marktentwicklungen nicht in dem Maße eintreten wie geplant und es dadurch zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen belasten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsen für gebundenes Kapital bzw. außerordentliche Abschreibungen. Auch eine deutliche Verlängerung der Laufzeit bei der Umsetzung der Investitionsvorhaben kann durch die Ressourcenbindung bzw. Kostenüberschreitung zu einem negativen Einfluss auf die Gesellschaft führen. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für die Genehmigung von Investitionen und sonstigen Ausgaben. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst, dem Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Erst nach eingehender Diskussion im Vorstand, dem erweiterten Führungskreis und in Gesprächen mit dem Aufsichtsrat werden strategische Investitionen beschlossen.

Chancen

Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört - abhängig von der Art der Investition - die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern.

4.2.2.5 Innovationen und Patente

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetz eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber (ebenso wie WashTec) Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten.

Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie und die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten deutlich und nachhaltig beeinflussen.

Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge haben.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Innovationen von WashTec wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.

Das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie kann sich durch technische Verbesserungen ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.

Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf stimulieren und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.

4.2.2.6 Qualität und Prozesse

Risiken

In Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte auf dem Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Darüber hinaus entwickelt WashTec die sehr hohen Anforderungen an HSSE (Health, Safety, Security, Environment) mit den Kunden aktiv weiter. Unvorhergesehene Verstöße oder individuelles Fehlverhalten könnten zum Verlust von Großaufträgen oder der zeitlichen Verzögerung von Maschineninstallationen führen und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens verschlechtern.

Chancen

Durch die laufende Optimierung der Hauptprozesse und den Einsatz neuer Technologien können sich positive Effekte für die Kundenzufriedenheit und Prozesseffizienz ergeben, die nicht in der normalen Planung berücksichtigt waren.

4.2.2.7 Lieferanten

Risiken

Beim Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Risiken durch verspätete Lieferungen, mangelnde Produktverfügbarkeit, mangelhafte Qualität und schwankende Einkaufspreise. Insbesondere die boomende Konjunktur macht sich u. a. bei der Verfügbarkeit auf der Lieferantenseite bemerkbar. So können z. B. einzelne Lieferanten aufgrund der hohen Auslastung nicht mehr flexibel auf die Bedarfsveränderungen reagieren. Diese Situation führt auch zu einem zunehmenden Preisdruck bei den Verhandlungen mit den Lieferanten. Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement sowie die Risikoabschätzung (besonders bei strategischen Lieferanten) verringern etwaige Risiken soweit wie möglich.

Durch Veränderungen des Bezugsvolumens sind wesentliche Änderungen der Bezugspreise denkbar. Dies kann Margen negativ beeinflussen.

WashTec bezieht auch Teile von Wettbewerbern. Die Bereitschaft, diese Teile vereinbarungsgemäß zu normalen Lieferzeiten und Preisen zu verkaufen, kann z. B. durch Veränderungen in der Geschäftsführung oder den Eigentümern variieren.

Chancen

Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.

4.2.2.8 Kapazitätsrisiken

Nachfrageschwankungen und unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf bedingen entsprechende Kapazitätsanpassungen. Mithilfe von internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten soweit wie möglich im Voraus erkannt und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.

Einer Steigerung der Nachfrage wird durch kontinuierliche Verbesserung von Abläufen in der Produktion, sowie rechtzeitiger Erweiterung der Kapazitäten durch Neuinvestitionen begegnet.

4.2.2.9 Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wieder oder ist die gute Performance der WashTec Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu einer Übernahme oder wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur kommen.

In diesem Fall können die bestehende Strategie, personelle Besetzung der Organe und bisher kommunizierte Erwartungen der WashTec Gruppe geändert werden. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z. B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.

4.2.2.10 Finanzen Risiken

Der Basiszinssatz bestehender Finanzierungen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Mögliche Zinserhöhungen in der Zukunft würden zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der WashTec Gruppe führen.

Chancen

Das Projekt zur Refinanzierung der WashTec Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen. Dadurch konnte die Gesellschaft die zukünftige Finanzierung deutlich flexibiIisieren und eine Verbesserung bei den Konditionen erzielen.

4.2.2.11 Währungsveränderungen

Risiken

Durch zunehmende Transaktionen mit der Tochtergesellschaft in den USA können Änderungen des USDVEUR-Wechselkurses einen Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Darüber hinaus können Schwankungen im Wechselkurs zu Effekten in der GuV-Rechnung der Gruppe aus der Bewertung von offenen Fremdwährungsposten führen. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec entsprechender Derivate um diese Effekte abzumildern. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich.

Chancen

Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/ Pazifik könnten sich bei einer Abschwächung des Euros positive Währungseffekte ergeben.

4.2.2.12 Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie z.B. einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nichtausgenützte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z. B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen.

Sollte sich aufgrund der Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf ergeben, können bestehende Kreditlinien erweitert werden.

4.2.2.13 Kredit- und Ausfallrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Im Konzern besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken. Für ausgewählte Kunden wird bei Überschreitung gewisser Forderungshöhen eine Insolvenzabsicherung mit namhaften Kreditversichern abgeschlossen.

4.2.2.14 Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe bilanziert aktivierte latente Steuern im Wesentlichen aus zeitlichen Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.

Außerdem könnten sich weitere Risiken aufgrund von noch ausstehenden Betriebsprüfungen in einigen Tochtergesellschaften des Konzerns ergeben. Die Unternehmensleitung betrachtet diese als gering, da alle Steuerberechnungen in Zusammenarbeit mit lokalen Steuerberatern gemacht werden. Bis zum Abschluss einer Betriebsprüfung kann das Risiko jedoch nicht ganz ausgeschlossen werden. Aufgrund der internationalen Aufstellung des Unternehmens bestehen weiterhin Risiken in Verbindung mit dem Umsatzsteuerrecht.

4.2.2.15 Mitarbeiterrisiken

WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und auch Spezialisten in allen Bereichen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, könnte sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WashTec auswirken.

In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern (wie z. B. Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen, bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse) könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern.

Darüber hinaus können Arbeitsniederlegungen in Produktion oder Service die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.

Werden die Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder für vom Unternehmen zu tragende Sozialleistungen geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.

4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken

In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Risiken, soweit diese hinsichtlich ihrer Gesamtbeurteilung nach Wesentlichkeit und Relevanz aufweisen, dargestellt:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Gesamtbeurteilung
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung eventuell wesentlich/ bedeutend relevant
Klima- und Umwelteinflüsse unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Kunden, Wettbewerb und Markt unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Investitionen sehr unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Innovationen und Patente eventuell wesentlich/ bedeutend relevant
Qualitäts- und Prozessrisiken eventuell wesentlich/ bedeutend relevant
Lieferantenrisiken eventuell wesentlich/ bedeutend relevant
Kapazitätsrisiken unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Übernahmerisiken sehr unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Finanzrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Währungsrisiken eventuell nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Liquiditätsrisiken sehr unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Kredit- und Ausfallrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Steuerrisiken eventuell wesentlich/ bedeutend relevant
Mitarbeiterrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant

4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung

Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen ist nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:

Bezogen auf die Gesamtanzahl der Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die WashTec Gruppe haben könnten, ergab sich keine wesentliche Veränderung. Die Risiken bezogen auf das Verhalten der Großkunden sowie Risiken aus der Ressourcenverfügbarkeit der Lieferanten, sind im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen. Durch die für einen Kunden erhöhte Forderungssumme in Kombination mit einem verlängerten Zahlungsziel wird das Risiko eines Ausfalls gegenüber dem Vorjahr unverändert als sehr gering eingeschätzt. Eine grundlegende Änderung des Gesamtrisikos liegt dennoch nicht vor. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen.

Veränderungen zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts ergaben sich nicht.

Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.

5 IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der Einhaltung rechtlicher Vorschriften. Das IKS von WashTec soll die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleisten. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht. WashTec verfügt über eine weitreichend vereinheitlichte Struktur für die wöchentliche, monatliche und quartalsweise Berichterstattung, die zeitnah und aktuell das Richtlinienwerk widerspiegelt. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden konzernintern monatlich auf der Basis eines konzernweiten Planungs- und Reportingtools analysiert.

Alle Prozesse und Gesellschaften werden nach potenziellen und bereits identifizierten Risiken bewertet und nach entsprechenden internen Prüfungen festgelegt. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden darüber hinaus reguläre Kontrollfunktionen vor allem durch die Abteilungen Controlling und Internal Audit übernommen.

Es gab keine Veränderung am Internen Kontrollsystem zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts.

6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-, Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Umgang mit Währungs-, Liquiditäts-, Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus verwendet das Unternehmen derivative Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktpreisrisiken besteht. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführIiche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden. Entsprechend einer Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben.

7 Übernahmerelevante Angaben

Angaben gem. §§ 289a I, 315a I HGB - Erläuternder Bericht des Vorstandes

Der folgende Text enthält die Angaben nach §§ 289a Abs. 1 bzw. 315a Abs. 1 HGB.

§ 315a I Nr. 1 HGB "Gezeichnetes Kapital"

Das gezeichnete Kapital i. H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte gewähren - insbesondere gleiche Stimmrechte. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

§ 315a I Nr. 2 HGB "Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen"

Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstandes existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

§ 315a I Nr. 3 HGB "Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital"

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstandes zu 35,29 % (Stand 31. Dezember 2018) im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die knapp unterhalb von 10 % der Stimmrechte liegen, halten - gemäß den Meldungen nach WpHG -Axxion S.A., Luxemburg (9,99 %), Kempen Oranje Participations N.V., Niederlande (9,60 %) sowie EQMC Europe Development Capital Fund plc., Irland (7,43 %).

Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

§ 315a I Nr. 4 HGB "Inhaber von Aktien mit Sonderrechten"

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

§ 315a I Nr. 5 HGB "Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind"

Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt.

§ 315a I Nr. 6 HGB "Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen"

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes bestimmt der Aufsichtsrat.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstandes aus bis zu vier Mitgliedern, von denen im Berichtsjahr 2018 eines vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden bestellt war. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstandes sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrates. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.9 und § 9.10 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.

§ 9.9 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

§ 315a I Nr. 7 HGB "Befugnisse des Vorstandes zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien"

Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG) Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Auf diesen Betrag ist zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen, der auf diejenigen auf den Inhaber lautenden Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, welche während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 zu Tagesordnungspunkt 8 gewährt oder eingeräumt werden. Soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil sie bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.

Bedingtes Kapital (§ 5.2 der Satzung der WashTec AG) Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu € 8.000.000, eingeteilt in bis zu 2.795.394 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund von § 5.1 der Satzung (Genehmigtes Kapital) erhöht ist. Eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlungs- /Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstandes durch Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2016 bis zum 10. Mai 2019 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Oder sie erfolgt soweit sie zur Wandlungs-/ Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlungs-/Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Aktienrückkauf

Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer entsprechenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Da die von der Hauptversammlung am 15. Mai 2013 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien am 14. Mai 2016 ausgelaufen wäre, wurde in der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 beschlossen, die bestehende Ermächtigung aufzuheben und der Gesellschaft erneut eine Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zu erteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Mai 2019 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstandes über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb und die Verwendung eigener Aktien können dem Tagesordnungspunkt 6 der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2016 entnommen werden. Seit Abschluss des Rückkaufangebots im September 2015 hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25% entspricht.

§ 315a I Nr. 8 + 9 HGB "Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen"

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe - wie z. B. die Kreditverträge - sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor. In diesem Fall kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.

8 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB)

(inkl. Corporate Governance-Bericht)

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß §§ 289f, 315d HGB über die Unternehmensführung der WashTec AG und des Konzerns. Zugleich machen Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") Angaben über die Corporate Governance des Unternehmens.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex. Den Empfehlungen des Kodex wird mit zwei Ausnahmen entsprochen. Ansonsten werden die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 erfüllt. Die Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung zum Kodex vom 20. Dezember 2018, sowie in der Aktualisierung der Entsprechenserklärung vom 13. März 2019 durch Vorstand und Aufsichtsrat offengelegt. Da entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 auf eine individualisierte Darstellung der Vorstandsvergütung verzichtet wird, werden in Abweichung von Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK nicht die dort genannten Informationen für jedes Vorstandsmitglied dargestellt und auch nicht die Mustertabellen zu Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK verwendet.

WashTec AG erfüllt die Empfehlungen des Kodex weitestgehend

8.1 Unternehmens- und Führungsstruktur Aufsichtsrat

Aufsichtsrat mit sechs Mitgliedern und mehreren Ausschüssen

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs-, einen Personal-, einen Nominierungs-, einen Innovations- und einen Vertriebsstrategieausschuss gebildet. Die Ausschüsse haben insbesondere die Aufgabe, Aufsichtsratssitzungen und Beschlüsse des Gesamtaufsichtsrates vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften übertragen worden sind. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied, im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrates, Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Dr. Selent (Vorsitzender), Herr Große-Allermann und Herr Dr. Liebler an, wobei Herr Dr. Selent aufgrund seiner besonderen Kenntnisse und Erfahrungen auch die Rolle des "Finanzexperten" übernimmt. Im Personalausschuss sind Herr Dr. Blaschke als Vorsitzender und die Herren Bellgardt und Dr. Selent als weitere Mitglieder vertreten. Der Nominierungsausschuss besteht aus den Herren Große-Allermann (Vorsitzender), Dr. Liebler und Dr. Hein. Dem Innovationsausschuss gehören Herr Bellgardt als Vorsitzender sowie die Herren Dr. Blaschke und Dr. Hein an. Der Vertriebsstrategieausschuss besteht aus den Herren Dr. Blaschke (Vorsitzender) und Bellgardt.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec. Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 des Kodex hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen und das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium bestätigt. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von WashTec als wesentlich erachtet werden.

Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung diese Ziele bereits. Er wird die beschlossenen Ziele auch bei der nächsten turnusmäßigen Neubesetzung des Aufsichtsrates oder bei einem vorherigen Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds bei seinen Wahlvorschlägen berücksichtigen und damit das Kompetenzprofil entsprechend ausfüllen. Entsprechendes gilt für etwaige Anträge auf gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern.

Im Berichtsjahr liefen die Mandate von Herrn Dr. Günter Blaschke (Aufsichtsratsvorsitzender) und Herrn Ulrich Bellgardt (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) aus. Herr Dr. Blaschke und Herr Bellgardt wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2018 für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden.

Der Aufsichtsrat setzt sich aus sechs Mitgliedern der Anteilseigner zusammen. Nach seiner Einschätzung sind gegenwärtig alle Mitglieder des Aufsichtsrates unabhängig im Sinne des Kodex, namentlich die Herren Dr. Blaschke, Bellgardt, Große-Allermann, Dr. Hein, Dr. Liebler und Dr. Selent.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte (einschließlich der Konzerngeschäftsführung). In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresbericht und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, der behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fallen weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstandes sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt und überprüft der Aufsichtsrat u. a. auch regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wichtigsten Vertragselemente (Ziffer 4.2.2 des Kodex). Wesentliche Vorstandsentscheidungen - z. B. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an seine Zustimmung gebunden.

Die Arbeit des Aufsichtsrates ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie den Umgang mit Interessenkonflikten.

In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstandes geregelt; insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte und die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.

Vorstand

Der Vorstand der WashTec AG ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz- und Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.

Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum mit Herrn Dr. Zimmermann als Vorstandsvorsitzendem, Frau Kalb, Herrn Weber, Herrn Springs (bis 28. Februar 2018) und Herrn Jaeger (ab 1. Juli 2018) grundsätzlich vier Personen an. Herr Dr. Zimmermann verantwortete die Bereiche Entwicklung, Supply Chain, Service-Support, Qualität und Einkauf. Frau Kalb verantwortet die Bereiche Personal, Recht und Compliance, Investor Relations und Sonderprojekte. Herr Weber leitet die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktmanagement. Herr Jaeger verantwortet die Bereiche Finanzen, IT und Revision.

Herr Springs hat das Unternehmen zum 28. Februar 2018 im gegenseitigen Einvernehmen verlassen und verantwortete bis dahin die Bereiche Finanzen und IT. Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 wurde Herr Axel Jaeger in den Vorstand berufen und zum Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft ernannt. In der Übergangszeit vom 1. März 2018 bis zum 30. Juni 2018 übernahm Herr Dr. Volker Zimmermann - CEO/CTO der WashTec AG - zusätzlich die Funktion des CFO.

Herr Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender (CEO) und Technikvorstand (CTO) der WashTec AG, verlässt das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 28. Februar 2019. Mit Wirkung spätestens zum 1. Juli 2019 wird Herr Dr. Ralf Koeppe in den Vorstand berufen und zum CTO ernannt. Frau Karoline Kalb, Vorstandsmitglied für die Bereiche Legal & Compliance, Investor Relations, Personal, Unternehmensentwicklung und Sonderprojekte, wird mit Ablauf Ihres Vorstandsvertrags am 31. Dezember 2019 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen ausscheiden. Ihr Verantwortungsbereich wird ab dem 1. Januar 2020 von Herrn Axel Jaeger, Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft, mit übernommen. Ein neuer Vorstandsvorsitzender oder -sprecher soll zunächst nicht ernannt werden.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte ("Managers' Transactions")

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen sind nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenzulegen, soweit das Gesamtvolumen der getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 5.000 innerhalb eines Kalenderjahrs übersteigt.

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Datum des Geschäfts Person Art des Geschäfts Handelsplatz Funktion/Status Stückzahl Kurs/Preis

in €
03.05.2018 Dr. Alexander Selent Kauf Xetra Mitglied des Aufsichtsrates 200 78,7000
15.05.2018 16.05.2018 Dr. Volker Zimmermann Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 196 904 77,5000 78,0000
22.05.2018 Karoline Kalb Kauf Tradegate Mitglied des Vorstandes 290 78,5000
22.05.2018 23.05.2018 Stephan Weber Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 199 121 78,3000 78,3000
29.10.2018 Dr. Alexander Selent Kauf Xetra Mitglied des Aufsichtsrates 200 68,3000
31.10.2018 Stephan Weber Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 20 66,5000
16.11.2018 Dr. Alexander Selent Kauf Xetra Mitglied des Aufsichtsrates 200 66,1400
20.11.2018 Stephan Weber Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 400 59,0000
20.11.2018 Dr. Alexander Selent Kauf Xetra Mitglied des Aufsichtsrates 200 59,3920
20.11.2018 Axel Jaeger Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 300 59,4320
05.12.2018 Dr. Alexander Selent Kauf Xetra Mitglied des Aufsichtsrates 200 61,0525
06.12.2018 Axel Jaeger Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 300 59,2843
10.12.2018 Axel Jaeger Kauf Xetra Mitglied des Vorstandes 300 57,6253

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Datum des Geschäfts Gesamtsumme

in €
03.05.2018 15.740,00
15.05.2018 16.05.2018 15.190,00 70.512,00
22.05.2018 22.765,00
22.05.2018 23.05.2018 15.581,70 9.474,30
29.10.2018 13.660,00
31.10.2018 1.330,00
16.11.2018 13.228,00
20.11.2018 23.600,00
20.11.2018 11.878,40
20.11.2018 17.829,60
05.12.2018 12.210,50
06.12.2018 17.785,30
10.12.2018 17.287,60

Sämtliche Eigengeschäfte von Führungskräften werden auf der Website des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43 %) an der WashTec AG hielt.

Zum 31. Dezember 2018 hielten Herr Dr. Günter Blaschke als Aufsichtsratsvorsitzender 50.000 und Herr Ulrich Bellgardt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 27.500 Aktien der WashTec AG. Die Mitglieder des Aufsichtsrates Herr Dr. Hans-Friedrich Liebler und Herr Dr. Sören Hein hielten jeweils 5.000 Aktien der WashTec AG, Herr Dr. Alexander Selent hielt 1.000 Aktien der WashTec AG.

Zum 31. Dezember 2018 hielt Herr Dr. Volker Zimmermann als Vorstandsvorsitzender 16.100 Aktien der WashTec AG. Als Mitglieder des Vorstandes hielten Herr Stephan Weber 3.740, Herr Axel Jaeger 4.900 und Frau Karoline Kalb 3.590 Aktien der WashTec AG.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Investorengesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet üblicherweise in Verbindung mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse statt. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die WashTec AG bietet ihren Aktionären als Service an, von der Gesellschaft benannte, an die Weisung der jeweiligen Aktionäre gebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.

Die WashTec AG hat 2018 alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren. Die WashTec AG verzichtet auf die Übertragung der Hauptversammlung im Internet und die elektronische Übermittlung der Einberufungsunterlagen.

Im Internet stehen alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen zum Download zur Verfügung

Diversitätskonzept

WashTec verfolgt das Ziel, die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat grundsätzlich nach Qualifikation zu ermöglichen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec (entsprechend Ziffer 5.4.1 des Kodex).

Bei entsprechender Qualifikation werden Positionen im Vorstand und Aufsichtsrat an Frauen vergeben. Aktuell gehört dem Vorstand mit Frau Karoline Kalb eine Frau an.

Eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt können alle Altersklassen im Vorstand und Aufsichtsrat vertreten sein. Eine Ausnahme bei der Besetzung des Aufsichtsrates ist, dass bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien keine Personen berücksichtigt werden, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder beträgt in der Regel 65 Jahre.

Bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist es wünschenswert, wenn Kandidaten über Erfahrungen in einer ähnlichen Branche verfügen.

Zielgrößen für den Frauenanteil

Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 ist der Aufsichtsrat der WashTec AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Eine entsprechende Verpflichtung trifft den Vorstand der WashTec AG für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes.

Im Geschäftsjahr 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG neue Zielgrößen festgelegt, die bis zum 30. Juni 2023 erreicht werden sollen. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von mindestens 25 % beschlossen. Diese Zielgröße wurde bereits im Berichtsjahr 2018 erreicht. Aktuell beträgt der Frauenanteil im Vorstand 25 %.

Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat ebenfalls am 26. Juli 2018 eine Zielgröße von 0 % beschlossen. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden. Im Berichtsjahr 2018 entsprach der Frauenanteil im Aufsichtsrat der festgesetzten Quote.

Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes hat der Vorstand am 20. Dezember 2018 jeweils eine Zielgröße von mindestens 10 % festgesetzt. Unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse bei WashTec, insbesondere des Unternehmensgegenstandes, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft als auch der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec, hält der Vorstand diesen Anteil für angemessen, da er eine Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation (Diversität) ermöglicht. Die festgesetzte Zielgröße wurde bereits im Berichtsjahr 2018 in der zweiten Führungsebenen unterhalb des Vorstandes erreicht. Sie betrug in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstandes 9,52 % und in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes 10,00 %.

8.2 Compliance

Compliance Organisation wird kontinuierlich weiterentwickelt

Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, der Corporate Governance Bericht (als Bestandteil des Geschäftsberichts) sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z. B. der WashTec Ethik-Kodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.

WashTec hat eine konzernweite Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.

Die strategischen Leitlinien und der Ethik-Kodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance-Programms. Der Ethik-Kodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethik-Kodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstandes verbindlich.

Alle Führungskräfte erhalten regelmäßig Schulungen zum WashTec Ethik-Kodex

Die Mitglieder des Aufsichtsrates beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Alle Führungskräfte sowie Mitarbeiter sensibler Bereiche wie z. B. Vertrieb, Einkauf, Personalwesen und Finanzen der WashTec Gruppe erhalten regelmäßig onlinebasierte Schulungen zum Ethik-Kodex, die nach einem Test mit Zertifikat abgeschlossen werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Compliance-Programms im Berichtsjahr war die umfangreiche Online-Schulung der Mitarbeiter zur Datenschutzgrundverordnung mit abschließendem Test. Unterstützt wird das Compliance System seit 2016 durch ein Hinweisgebersystem, welches Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, Anliegen - sofern gewünscht anonym - anzusprechen und auf Umstände hinzuweisen, die auf eine Verletzung von Gesetzen oder unternehmensinternen Richtlinien hindeuten. Hinweise auf mögliche Verstöße werden untersucht und bei vorliegenden Verdachtsmomenten oder Bestätigung von Verstößen entsprechend verfolgt.

Die gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 aufzustellende Insiderliste wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aktualisiert. Die in der Insiderliste geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.

Soweit meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen ("Managers' Transactions") vorliegen, werden diese veröffentlicht. Die betroffenen Personen bei WashTec werden über ihre Pflichten in Bezug auf Eigengeschäfte informiert und wurden in Folge der Gesetzesänderungen durch Inkrafttreten der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 ausführlich geschult.

8.3 Entsprechenserklärung

Nachfolgend ist der Wortlaut der von Vorstand und Aufsichtsrat am 20. Dezember 2018 abgegebenen und am 13. März 2019 aktualisierten Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wiedergegeben. Beide Erklärungen sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

"Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom 20. Dezember 2018

Vorstand und Aufsichtsrat haben die letzte Entsprechenserklärung am 20. Dezember 2018 abgegeben.

Vorstand und Aufsichtsrat haben darin erklärt, dass die WashTec AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 20. Dezember 2017 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("DCGK") in der am 24. April 2017 bekanntgemachten Fassung vom 07. Februar 2017 mit der folgenden Ausnahme entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird:

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 11. Mai 2016 gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 Satz 1 HGB beschlossen, dass für das am 1. Januar 2016 beginnende Geschäftsjahr und für alle nachfolgenden Geschäftsjahre, die spätestens am 31. Dezember 2020 enden, die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben. Dementsprechend wird auf eine individualisierte Darstellung der Vorstandsvergütung verzichtet, so dass in Abweichung von Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK nicht die dort genannten Informationen für jedes Vorstandsmitglied dargestellt und auch nicht die Mustertabellen zu Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK verwendet werden.

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit in Ergänzung zur Entsprechenserklärung vom 20. Dezember 2018 eine weitere Ausnahme von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("DCGK") in der am 24. April 2017 bekanntgemachten Fassung vom 07. Februar 2017:

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 27. Februar 2019 beschlossen, dass im Anschluss an das Ausscheiden des bisherigen Vorstandsvorsitzenden zum Ablauf des 28. Februar 2019 zunächst kein neuer Vorstandsvorsitzender oder Vorstandssprecher bei der WashTec AG bestellt werden soll. Dies stellt eine Abweichung von Ziffer 4.2.1 Satz 1 DCGK dar. Der Aufsichtsrat sieht gegenwärtig keinen Bedarf für die sofortige Bestellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden oder eines Vorstandssprechers und ist der Auffassung, dass der Vorstand auch ohne einen Vorsitzenden oder Sprecher seinen Aufgaben vollumfänglich nachkommen kann.

Augsburg, den 13. März 2019

Vorstand und Aufsichtsrat"

Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Corporate Governance für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.

8.4 Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstandes

Die Vergütung des Vorstandes der WashTec AG und die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist in Übereinstimmung mit dem Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstandes, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, berücksichtigt werden. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (auch in der zeitlichen Entwicklung).

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie den Empfehlungen des Kodex. Das Vergütungssystem wurde vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 20. Dezember 2018 ausführlich erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen (Ziffer 4.2.2 Abs. 1 des Kodex). Die Gesamtvergütung des Vorstandes setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so gestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die variablen Bestandteile der Vorstandsvergütung sollen Anreize für den Vorstand schaffen, den geschäftlichen Erfolg der WashTec AG voranzutreiben, und tragen durch die Festlegung anspruchsvoller Zielvorgaben sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung. Sie machen nicht mehr als ca. 70 % der Gesamtvergütung aus, wobei die Beträge individuell nach dem jeweiligen Vorstandsvertrag begrenzt sind.

Fixe Vergütung

Die fixen Bezüge umfassen neben dem festen Gehalt, das in zwölf gleichen monatlichen Raten gezahlt wird, auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen, der Gewährung von Versicherungsschutz und der Erstattung von Kosten für wöchentliche Heimfahrten bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten.

Kurzfristige variable Vergütung - erfolgsbezogene Komponente

Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten eine kurzfristige, an die Erreichung von verschiedenen, vom Aufsichtsrat festzulegenden Zielvorgaben gebundene Komponente (Jahrestantieme). Die Jahrestantieme orientiert sich an jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgaben. Für die kurzfristige variable Jahresvergütung wird mit dem Vorstandsmitglied ein Betrag vereinbart, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht. Bei Unterschreiten einzelner oder mehrerer Zielvorgaben kann die Jahrestantieme auf bis zu 0 % des vereinbarten Betrags absinken und bei Überschreiten einzelner oder mehrerer Zielvorgaben auf bis zu 130 % des vereinbarten Betrags steigen.

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Alle bestehenden Vorstandsverträge sehen eine langfristige Vorstandsvergütung vor, die auf einer vom Aufsichtsrat festzusetzenden separaten strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgabe mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage basiert.

Der Aufsichtsrat hat nach Ablauf des alten Long Term Incentive Program (LTIP) zum 31. Dezember 2017 ein LTIP mit einer Laufzeit (Incentivierungsphase) vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2020 beschlossen. Das aktuelle LTIP enthält eine Komponente ohne Eigeninvestment, deren Höhe bei vollständiger Zielerreichung maximal dem kurzfristigen variablen Ziel-Jahreseinkommen entspricht und die durch entsprechendes Eigeninvestment des Vorstandsmitgliedes in Aktien der WashTec AG maximal verdoppelt werden kann. Der Auszahlungsbetrag am Ende der Incentivierungsphase ist abhängig von der Erfüllung der Erfolgsziele. Als Erfolgsziele wurden Vorgaben zu Return on Capital Employed (ROCE) und Total Shareholder Return (TSR) über den Zeitraum der Incentivierungsphase festgelegt. Diese Ziele müssen jeweils zu mindestens 91 % erreicht sein, um gewertet zu werden. Ist ein Erfolgsziel zu weniger als 100 %, aber mindestens 91 % erreicht, beträgt die Auszahlung für dieses Ziel 10 % weniger pro Prozentpunkt der Abweichung. Ist ein Erfolgsziel zu weniger als 91 % erreicht, entfällt die Zahlung für dieses Erfolgsziel. Sind beide Erfolgsziele nicht zu mindestens 91 % erreicht, entfällt der Bonus vollständig. Bei der Berechnung der Bonuszahlung wird das ROCE-Ziel zu 70 % und das TSR-Ziel zu 30 % gewertet.

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

Sofern für die Vorstandsmitglieder für die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot gilt, haben sie für die Dauer des Wettbewerbsverbots Anspruch auf eine Vergütung i. H. v. monatlich 50 % des monatlich anteiligen Teilbetrags des festen Jahresgehalts.

Bei den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Regelung vorgesehen, nach der bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit, die nicht durch einen zur Kündigung des Vorstandsvertrags berechtigenden wichtigen Grund veranlasst ist, Abfindungszahlungen vereinbart werden, die den Wert der Vergütungsansprüche für die Restlaufzeit des Vertrags nicht übersteigen und auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenkosten begrenzt sein sollen (Abfindungs-Cap).

Sonstiges

Der Aufsichtsrat kann nach pflichtgemäßem Ermessen über eine Sondervergütung für außerordentliche Leistungen für einzelne oder alle Vorstandsmitglieder entscheiden. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder Haftungsfreistellungen. Sondervergütungen bei Eintritt werden nicht gewährt.

Darstellung der individualisierten Vorstandsvergütung in Tabellenform im Vergütungsbericht (Ziff. 4.2.5 Abs. 3 & 4 DCGK)

Die Gesellschaft hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 von einer individualisierten Aufschlüsselung der Bezüge innerhalb des Vorstandes gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 Satz 2 HGB a. F. abgesehen. Für die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB wurde der Vorstand für das am 1. Januar 2016 beginnende Geschäftsjahr und für alle nachfolgenden Geschäftsjahre, die spätestens am 31. Dezember 2020 enden, befreit. Weitere Details zur Vergütung finden sich im Anhang des Konzernabschlusses ab Seite 143.

Bezüge des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrates beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine fixe Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates ein Sitzungsgeld i. H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte des Sitzungsgelds. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine zusätzliche feste Vergütung von € 10.000.

Die fixe und erfolgsabhängige Gesamtvergütung laut Satzung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf € 100.000. Für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates ist die Vergütung auf € 150.000 und für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates insgesamt auf maximal € 200.000 begrenzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2018 keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen gewährt (Ziffer 5.4.6 des Kodex).

Entsprechend der Regelung in § 8.16 der Satzung hat die Hauptversammlung außerdem ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat beschlossen, das als Voraussetzung zur Teilnahme ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 30. Juni 2015 vorsah (Vorsitzender max. 25.000 Aktien, andere Aufsichtsratsmitglieder max. 5.000 Aktien). Als Erfolgsziele wurden Vorgaben zu EBIT, ROCE und Earnings per Share (EPS) festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung waren die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2014. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung, die sich als Summe aus Referenzkurs, Zahl der Aktien und Multiplikator ergibt. Die Bonuszahlung wird im Geschäftsjahr 2019 fällig. Der Anspruch besteht nur, wenn das Mitglied dem Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch angehört und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein und Herr Dr. Liebler nehmen mit der jeweiligen maximalen Aktienzahl am LTIP teil.

Die Hauptversammlung 2018 hat ein neues Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat mit einer Incentivierungsphase vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Auch das neue LTIP sieht u.a. ein Eigeninvest in WashTec Aktien vor und definiert als Erfolgsziele EPS, ROCE und Free Cashflow.

Vergütung des Aufsichtsrates 2018

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in T€, Rundungsdifferenzen möglich Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap1 Auszahlungsbetrag
Dr. Günter Blaschke 100,0 0 62,0 162,0 200,0 162,0
Ulrich Bellgardt 70,0 0 47,5 117,5 150,0 117,5
Jens Große-Allermann 35,0 0 20,5 55,5 75,0 55,5
Dr. Sören Hein 35,0 0 24,5 59,5 75,0 59,5
Dr. Hans Liebler 35,0 0 21,0 56,0 75,0 56,0
Dr. Alexander Selent 35,0 0 38,0 73,0 100,0 73,0
Gesamt 310,0 0 213,5 523,5 675,0 523,5

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in T€, Rundungsdifferenzen möglich mehrjährige variable Vergütung (langfr. Komponente)2
Dr. Günter Blaschke -
Ulrich Bellgardt -
Jens Große-Allermann -
Dr. Sören Hein -
Dr. Hans Liebler -
Dr. Alexander Selent -
Gesamt -

1 Begrenzung der Auszahlung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

2 Beizulegender Zeitwert des LTIP zum Zeitpunkt der Gewährung

Vergütung des Aufsichtsrates 2017

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in T€, Rundungsdifferenzen möglich Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap1 Auszahlungsbetrag
Dr. Günter Blaschke 100,0 23,5 68,0 191,5 200,0 191,5
Ulrich Bellgardt 70,0 23,5 49,0 142,5 150,0 142,5
Jens Große-Allermann 35,0 23,5 23,5 82,0 75,0 75,0
Dr. Sören Hein 35,0 23,5 29,0 87,5 75,0 75,0
Roland Lacher3 12,0 8,0 7,0 27,0 25,0 25,0
Dr. Hans Liebler 35,0 23,5 32,0 90,5 83,0 83,0
Dr. Alexander Selent4 23,0 16,0 26,0 65,0 67,0 65,0
Gesamt 310,0 141,0 234,5 686,0 675,0 658,0

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in T€, Rundungsdifferenzen möglich mehrjährige variable Vergütung (langfr. Komponente)2
Dr. Günter Blaschke -
Ulrich Bellgardt -
Jens Große-Allermann -
Dr. Sören Hein -
Roland Lacher3 -
Dr. Hans Liebler -
Dr. Alexander Selent4
Gesamt -

1 Begrenzung der Auszahlung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

2 Beizulegender Zeitwert des LTIP zum Zeitpunkt der Gewährung

3 Bis 3. Mai 2017

4 Ab 3. Mai 2017

Augsburg, den 13. März 2019

Axel Jaeger, Vorstand

Karoline Kalb, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WashTec AG, Augsburg

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der WashTec AG, Augsburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WashTec AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt T€ 42.312 (18 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

3 Die Angaben der Gesellschaft zum Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwerte" sind in den Abschnitten 5 und 15 des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (mit Ausnahme des Vergütungsberichts)
den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts, - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. April 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Konzernabschlussprüfer der WashTec AG, Augsburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Holger Graßnick.

München, den 13. März 2019

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Ausnahme-Wachstumsjahr 2017 mit 14,0 % Umsatz- und 18,4 % EBIT-Wachstum durch Großkunden-Sondereffekte, insbesondere in Nordamerika, war das Jahr 2018 vor allem ein Jahr der Konsolidierung. Im Fokus stand dabei die nachhaltige Steigerung der Unternehmensqualität durch die Optimierung von Wertschöpfungsprozessen - als Ergebnis stieg z. B. der Free Cashflow um 14,9 % - aber vor allem durch die gezielte Weiterentwicklung der Mitarbeiterqualität in allen Bereichen und Ebenen des Unternehmens weltweit.

Kein Unternehmen der Welt ist besser als seine Mitarbeiter. Die WashTec-Führungskräfte verstehen sich dabei als Erster unter Gleichen. Sie dienen ihren Mitarbeitern, um sie stets erfolgreicher zu machen. Immer bessere Mitarbeiter verbessern im Gegenzug automatisch die Qualität der Führungskräfte. Gute Chefs haben stets gute Mitarbeiter. In 2018 wurden zu diesem Zweck erneut 11 Führungskräftetrainings und 69 Unternehmer bei WashTec Workshops erfolgreich durchgeführt. Die durchschnittliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in den letzten fünf Jahren von 9,5 % spiegelt die Leistungsfähigkeit unserer strategischen Unternehmensausrichtung eindrucksvoll wider.

Tätigkeit des Aufsichtsrates

Ein besonderer Fokus des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse lag auf der strategischen Ausrichtung des Unternehmens im Einklang mit dem Unternehmensleitbild. Der Aufsichtsrat setzte sich auch intensiv mit dem aktuellen Geschäftsverlauf auseinander. Er hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben gewissenhaft wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er hat sich im Geschäftsjahr 2018 über die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes der WashTec AG überwacht. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche zeitnahe Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat u. a. monatlich schriftlich über den Geschäftsverlauf. Bei Bedarf forderte der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstandes an und nahm Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstandes ausführlich.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstandes, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus erörterte der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates in zahlreichen Einzelgesprächen die Lage der Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung und Ausrichtung. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder berichteten den anderen Mitgliedern umfassend über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand. Im Geschäftsjahr 2018 fanden insgesamt elf Sitzungen des Gesamtaufsichtsrates statt, drei davon per Telefonkonferenz. In jedem Quartal fand mindestens eine Sitzung statt. Daneben fanden vierzehn Ausschusssitzungen statt, diverse Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren gefasst. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse lag bei nahezu 100 %. Lediglich bei zwei Plenumssitzungen sowie bei zwei Ausschusssitzungen fehlte je ein Mitglied des Aufsichtsrates entschuldigt. Es gab im Berichtsjahr kein Aufsichtsratsmitglied, das nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse, denen es angehört, teilgenommen hat. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig von den Ausschussvorsitzenden über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes kamen außerdem zu einem zweitägigen Strategie Workshop zusammen.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2018 regelmäßig über die Lage der Unternehmensgruppe informiert und die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren neben Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation, die Produktentwicklung, die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung der WashTec Gruppe, die Finanzlage als auch die wesentlichen Beteiligungen und das Risikomanagementsystem sowie die strategische Ausrichtung und Entwicklung. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe.

Zudem prüfte der Aufsichtsrat zustimmungsbedürftige Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes und entschied über die Erteilung der Zustimmung. In allen Sitzungen wurde die aktuelle Geschäfts- und Ertragslage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert.

Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:

Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 (1. Quartal)
Beschlussfassung über die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung (1. Quartal)
Strategieworkshop (2. Quartal)
Erörterung der Zwischenberichte (2., 3. und 4. Quartal)
Neu strukturierte, verbesserte Unternehmensfinanzierung (2. und 3. Quartal)
Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend)
Vorstandsangelegenheiten (laufend)
Personalia (1., 3. und 4. Quartal)
Entsprechenserklärung (4. Quartal) und Compliance
Vertriebs- und Marketingstrategie und Projekte, z. B. die Neuausrichtung der Serviceorganisation in Deutschland
Strategie und Struktur Nordamerika, Südamerika und China
Produktentwicklung, Prozesse und Projekte, z. B. im Bereich der Digitalisierung (EasyCarWash u.a.)
Digitalisierung
Umsetzung der CSR-Richtlinie
Implementierung Datenschutzgrundverordnung
Produktion und globaler Footprint
Jahresplanung 2019 sowie Mittelfristplanung

Wesentliche Punkte der bilanzfeststellenden Sitzung am 13. März 2019 waren die Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG, des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 mit der Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes.

Schwerpunkte 2018:

Vertriebs- und Marketingstrategie
Innovationen
Überwachung laufender Projekte

Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse

Es bestehen fünf Ausschüsse (Prüfungs-, Personal-, Nominierungs-, Innovations- und Vertriebsstrategieausschuss), die insbesondere der Vorbereitung von Aufsichtsratssitzungen und von Beschlüssen des Gesamtaufsichtsrates dienen. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 85 abgebildet. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.

Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal. Im Wesentlichen befasste er sich unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss 2017, dem zusammengefassten Lagebericht, dem Management Letter 2017, dem Compliance- und Risikobericht sowie den Ergebnissen zum Halbjahresbericht 2018, dem Bericht zur prüferischen Durchsicht des Halbjahresabschlusses, der Überprüfung der Schwerpunkte des Aufsichtsrates und der Nachbereitung des Management Letters des Abschlussprüfers. Die Quartalsmitteilungen wurden ausführlich erörtert und die Prüfungsschwerpunkte für Halbjahres- und Jahresabschluss festgelegt.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal und führte diverse Abstimmungen telefonisch und elektronisch durch. Gegenstand der Sitzungen waren personelle Veränderungen im Vorstand.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal anlässlich der auslaufenden Aufsichtsratsmandate von Herrn Dr. Günter Blaschke und Herrn Ulrich Bellgardt. In der Sitzung beschloss der Nominierungsausschuss, dem Aufsichtsrat die erneute Nominierung von Herrn Dr. Blaschke und Herrn Bellgardt für die Wiederwahl in der ordentlichen Hauptversammlung 2018 zu empfehlen.

Der Innovationsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr fünfmal. Im Wesentlichen ging es um Organisation, Prozesse und strategisch wichtige Entwicklungsvorhaben, insbesondere im Bereich der Neuproduktentwicklung und der Digitalisierung.

Der Vertriebsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Im Wesentlichen ging es um die Vertriebsaktivitäten und die Entwicklung in Deutschland sowie den Ausblick der Vertriebs- und Marketingaktivitäten im zweiten Halbjahr 2018. Daneben gab es spezielle Strategiegespräche mit dem Vorstand, insbesondere zur Zukunftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Frankreich, Italien und Nordamerika.

Eine gute Zusammenarbeit war zu jeder Zeit gewährleistet.

Interessenkonflikte

Gemäß Ziffer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat sehen Corporate Governance als kontinuierlichen Prozess und befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben gemeinsam die Corporate Governance überprüft. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. Dezember 2018 die Entsprechenserklärung, sowie eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung am 13. März 2019 abgeben, die auf Seite 90 abgedruckt ist. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus ausführlich mit der Compliance Organisation sowie den Corporate Audits auseinandergesetzt.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Frühjahr 2018 erneut anhand des bewährten Fragenkatalogs um eine kritische Rückmeldung zur Aufsichtsratsarbeit und zur Zusammenarbeit mit dem Vorstand gebeten. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 26. Juli 2018 vorgestellt. Nennenswerte Defizite konnten nicht festgestellt werden.

Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände und an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstandes setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.

Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts auf den Seiten 91 bis 94 näher dargelegt. Die Zielgrößen der kurzfristigen variablen Bestandteile hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. Februar 2018 neu definiert.

Der Gesamtaufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 20. Dezember 2018 über das Vergütungssystem für den Vorstand beschlossen. Der Beschluss ist im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Beschluss vom 20. Dezember 2017. Neu hinzugekommen ist die Bezugnahme auf die finale Beschlussfassung des Gesamtaufsichtsrates vom 27. Februar 2018 über das Long Term Incentive Programm 2018 - 2020 ("LTIP") für den Vorstand.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Im Berichtsjahr liefen die Mandate von Herrn Dr. Günter Blaschke (Aufsichtsratsvorsitzender) und Herrn Ulrich Bellgardt (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) aus. Herr Dr. Blaschke und Herr Bellgardt wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2018 für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 30. April 2018 fand eine Sitzung des Aufsichtsrates statt. In der Sitzung wurden Herr Dr. Blaschke einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herr Bellgardt einstimmig zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wiedergewählt. Die Besetzung der Ausschüsse wurde entsprechend der bisherigen Zusammensetzung einschließlich der Ausschussvorsitzenden bestätigt.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2018

Der Vorstand hat den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2018 aufgestellt. Diese sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.

Die Schwerpunkte der Prüfung wurden vom Prüfungsausschuss festgelegt und der Abschlussprüfer wurde entsprechend beauftragt. Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers geprüft und überwacht.

Der Abschlussprüfer hat überprüft, ob ein Überwachungssystem durch den Vorstand eingerichtet worden ist, durch das mögliche existenzbedrohende Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Hierzu erklärte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und diese geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme, das Risikomanagement, die interne Revision und die Compliance der WashTec AG auf ihre Effektivität.

Der geprüfte Jahresabschluss der WashTec AG, der geprüfte Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2018 als auch der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. Abschlüsse und Berichte waren Gegenstand der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019. Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung wurde vom Vorstand ein Bericht über die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft abgegeben.

Der Abschlussprüfer nahm an der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019 teil und hat dem Aufsichtsrat direkt und ausführlich über die Ergebnisse seiner Prüfung und über die Prüfungsschwerpunkte berichtet. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates eingehend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, die nichtfinanzielle Erklärung und den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Es gab keine Einwände bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.

Veränderung im Vorstand

Der ehemalige Finanzvorstand Rainer Springs hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 28. Februar 2018 verlassen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 hat Herr Axel Jaeger die Funktion des Finanzvorstands (CFO) der Gesellschaft übernommen. Herr Jaeger ist Diplom-Betriebswirt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Certified Public Accountant und Certified Internal Auditor. In der Übergangszeit vom 1. März 2018 bis zum 30. Juni 2018 übernahm Herr Dr. Volker Zimmermann - CEO/CTO der WashTec AG - zusätzlich die Funktion des CFO.

Herr Dr. Volker Zimmermann hat das Unternehmen nach erfolgtem Jahresabschluss 2018 im gegenseitigen Einvernehmen zum 28. Februar 2019 verlassen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Zimmermann für sein Engagement und seine Leistung, insbesondere bei der erfolgreichen Neuausrichtung des Unternehmens, und wünscht ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute.

Mit Wirkung spätestens zum 1. Juli 2019 wird Herr Dr. Ralf Koeppe in den Vorstand berufen und zum CTO ernannt. Herr Dr. Koeppe ist Diplom-Ingenieur Maschinenbau und hat an der ETH Zürich promoviert. Seine beruflichen Stationen waren Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Leiter Forschung & Entwicklung der KUKA Roboter GmbH und Mitglied der Geschäftsleitung der KUKA Laboratories GmbH. Er ist seit 2014 Vice President Engineering & Manufacturing und seit 2017 CTO und Mitglied der Geschäftsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei der Bosch Rexroth AG. Der Aufsichtsrat freut sich auf eine gute Zusammenarbeit und wünscht Herrn Dr. Koeppe viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

Frau Karoline Kalb, Vorstandsmitglied für die Bereiche Legal & Compliance, Investor Relations, Personal, Unternehmensentwicklung und Sonderprojekte, wird mit Ablauf Ihres Vorstandsvertrags am 31. Dezember 2019 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen ausscheiden. Ihr Verantwortungsbereich wird ab dem 1. Januar 2020 von Herrn Axel Jaeger, Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft, mit übernommen. Der Aufsichtsrat dankt Frau Kalb schon jetzt für Ihr langjähriges Engagement und Ihre Leistung, insbesondere zuletzt bei der Entwicklung und erfolgreichen Umsetzung einer neuen Unternehmens- und Führungskultur, sowie für ihre hervorragende Investor-Relations-Arbeit.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Führungskräften für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Ein weiterer Dank gilt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren engagierten Einsatz erneut zu einem insgesamt positiven Ergebnis beigetragen haben.

Augsburg, im März 2019

Für den Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke, Vorsitzender des Aufsichtsrates