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WashTec AG Annual Report 2015

Jul 15, 2016

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Annual Report

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Publication

WashTec AG

Augsburg

Konzernabschluss zum 31.12.2015

Jahres- und Konzernabschluss

der WashTec AGJ

Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung

Anhang 01.01. bis 31.12.2015 01.01. bis 31.12.2014
Umsatzerlöse 7 340.861.525 302.646.851
Sonstige betriebliche Erträge 8 4.431.484 4.187.847
Andere aktivierte Entwicklungskosten 447.272 426.428
Bestandsveränderung 3.022.804 135.972
Gesamt 348.763.085 307.397.098
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 111.289.430 96.410.787
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.498.703 23.772.149
138.788.133 120.182.936
Personalaufwand 9 113.241.631 111.105.127
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.649.215 10.253.039
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10 49.671.580 46.602.520
Sonstige Steuern 962.564 891.583
Gesamte betriebliche Aufwendungen 312.313.123 289.035.205
Betriebsergebnis 36.449.962 18.361.893
Finanzertrag 550.798 455.057
Finanzaufwand 1.052.664 1.125.066
Finanzergebnis 11 -501.866 -670.009
Ergebnis vor Steuern 35.948.096 17.691.884
Ertragsteuerertrag/-aufwand 12 -11.392.373 -4.971.619
Konzernergebnis 24.555.723 12.720.265
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.766.278 13.932.312
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 13 1,78 0,91

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Gesamtergebnisrechnung

in T€ 01.01. bis 31.12.2015 01.01. bis 31.12.2014
Ergebnis nach Steuern 24.556 12.720
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -39 -1.651
Latente Steuern 6 405
Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können -33 -1.246
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten 0 0
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 1.330 630
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -637 -81
Latente Steuern -117 -14
Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können 576 535
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen 543 -711
Summe aus Ergebnis nach Steuern und im Eigenkapital erfasster Wertänderungen 25.099 12.009

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzern-Bilanz

Aktiva

in € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 15 31.686.043 32.689.697
Geschäfts- oder Firmenwert 15 42.312.251 42.312.286
Immaterielle Vermögenswerte 15 5.315.400 6.193.695
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 2.000.980 1.363.492
Steuerforderungen 18 49.939 90.367
Sonstige Vermögenswerte 20 138.573 422.421
Aktive latente Steuern 16 4.247.587 4.075.514
Gesamtes langfristiges Vermögen 85.750.773 87.147.472
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 17 39.882.471 35.437.207
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 45.770.028 41.712.070
Steuerforderungen 18 7.464.788 2.955.793
Sonstige Vermögenswerte 20 3.380.592 2.895.573
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 7.781.106 15.674.189
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 104.278.985 98.674.832
Gesamte Aktiva 190.029.758 185.822.304
Passiva
in € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 22 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 22 8.000.000 8.000.000
Kapitalrücklage 23 36.463.441 36.463.441
Eigene Anteile 24 -13.176.788 -417.067
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte 25 -2.862.447 -3.405.442
Ergebnisvortrag -4.711.829 5.556.220
Konzernergebnis 24.555.723 12.720.265
80.268.100 90.917.417
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasingsverbindlichkeiten 29 2.827.417 3.761.876
Rückstellungen für Pensionen 26 9.739.511 9.893.416
Sonstige langfristige Rückstellungen 27 3.524.250 3.470.468
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 30 1.346.065 2.032.933
Umsatzabgrenzung 31 1.175.038 957.627
Passive latente Steuern 16 3.751.367 2.878.579
Gesamte langfristige Verbindlichkeiten 22.363.648 22.994.899
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verzinsliche Darlehen 28 5.269.040 252.130
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 29 1.553.671 1.902.614
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30 6.797.767 4.607.920
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 7.542.187 5.949.828
Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben 30 4.744.575 5.771.858
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 30 1.177.977 950.926
Ertragsteuerverbindlichkeiten 8.337.697 2.791.402
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30 31.199.342 27.545.418
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 27 12.953.850 14.856.710
Umsatzabgrenzung 31 7.821.904 7.281.182
Gesamte kurzfristige Verbindlichkeiten 87.398.010 71.909.988
Gesamte Passiva 190.029.758 185.822.304

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€ Anhang 2015 2014
Ergebnis vor Steuern 35.948 17.692
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.649 10.253
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -60 34
Sonstige Gewinne und Verluste 839 1.287
Finanzerträge -551 -455
Finanzaufwendungen 1.053 1.125
Veränderung der Rückstellungen -2.037 1.411
Veränderung des Nettoumlaufvermögens:
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.758 -1.525
Zu-/Abnahme der Vorräte -3.607 -77
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.573 -2.958
Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen 4.583 8.161
Gezahlte Ertragsteuer -9.705 -5.746
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 32.927 29.202
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) -7.224 -4.314
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 509 244
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -6.715 -4.070
Gezahlte Dividende -22.988 -8.917
Aktienrückkauf -12.760 0
Erhaltene Zinsen 69 79
Gezahlte Zinsen -978 -1.012
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -1.949 -2.068
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -38.606 -11.918
Netto-Zu-/Abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -12.395 13.214
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -515 -535
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 15.422 2.743
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 21 2.512 15.422
Zusammensetzung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.781 15.674
Kurzfristige verzinsliche Darlehen -5.269 -252
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2.512 15.422

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

T€ Anzahl Aktien (in Stück) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Sonstige Rücklagen Währungskurseffekte
Stand 1. Januar 2014 13.932.312 40.000 36.464 -417 -2.876 182
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1.732 630
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 391
Dividende
Konzernergebnis
Stand 31. Dezember 2014 13.932.312 40.000 36.464 -417 -4.217 812
Stand 1. Januar 2015 13.932.312 40.000 36.464 -417 -4.217 812
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -677 1.330
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen -110
Erwerb eigener Aktien -549.988 -12.760
Dividende
Konzernergebnis
Stand 31. Dezember 2015 13.382.324 40.000 36.464 -13.177 -5.004 2.142
T€ Ergebnisvortrag Gesamt
Stand 1. Januar 2014 14.474 87.825
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1.102
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 391
Dividende -8.917 -8.917
Konzernergebnis 12.720 12.720
Stand 31. Dezember 2014 18.277 90.917
Stand 1. Januar 2015 18.277 90.917
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 653
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen -110
Erwerb eigener Aktien -12.760
Dividende -22.988 -22.988
Konzernergebnis 24.556 24.556
Stand 31. Dezember 2015 19.845 80.268

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

Konzernanhang (IFRS) 2015

der WashTec AG

Allgemeine Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernjahresabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 ist am 23. März 2016 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt worden. Er soll auf der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2016 festgestellt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben werden. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe lautet auf WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Streubesitz und werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand des WashTec Konzerns umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der WashTec AG ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2015 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315a HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.

Die Voraussetzungen des § 315a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf-oder abgerundet; hieraus können Rundungsdifferenzen entstehen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, wenn die WashTec AG direkt oder indirekt die Möglichkeit hat, die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens zu bestimmen, an den variablen Rückflüssen aus dieser Beteiligung zu partizipieren und die Rendite zu beeinflussen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2015 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert:

Konsolidierte Unternehmen Anteil am Kapital

in %
Muttergesellschaft Geschäftstätigkeit Eigenkapital 31.12.15

in T€
Gewinn/ Verlust für 2015

in T€
Inländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg1) 100 A I 29.846 0
WashTec Holding GmbH, Augsburg 100 B II 72.991 22.278
WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg2) 100 B III 51 0
WashTec Financial Services GmbH, Augsburg1) 100 A IV 62 0
AUWA-Chemie GmbH, Augsburg2) 100 B V 537 0
Ausländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec France S.A.S., St. Jean de Braye, Frankreich 100 C VI 1.814 751
Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA 100 C I 9.358 1.206
WashTec S.r.l., Casale, Italien 100 C VI 1.749 -47
WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien 100 C VI 2.974 250
California Kleindienst Limited, Wokingham, Großbritannien5) 100 A 0 0
WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark4) 100 C VI 2.662 926
WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich 100 C VI 1.262 68
WashTec Spain S.A., Madrid, Spanien 100 C VI 518 8
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China 100 C VII 702 -197
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik 100 D VIII 2.357 302
WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada6) 100 E VI -5.750 157
WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien 100 C VI 1.489 644
WashTec Cleaning Technology España S.A., Bilbao, Spanien5) 100 C 1 0
WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande3) 100 C VI 3.475 447
WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden 100 C VI 635 497
WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100 D VI -10 14

1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH

2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG

3) Teilkonzern mit Benelux Carwash Management B.V., Zoetermeer, NL, WashTec Benelux Administratie B.V., Zoetermeer, NL und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, NL enthalten sind.

4) inkl. Betriebstätte Norwegen

5) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

6) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA

A) WashTec Holding GmbH

B) WashTec AG

C) WashTec Cleaning Technology GmbH

D) Die Beteiligung wird zu 90 % durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10 % durch die WashTec Holding GmbH gehalten.

E) Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA

I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft

II) Holdinggesellschaft

III) Vermietung von Waschanlagen

IV) Abschluss und Vermittlung von Leasingverträgen und Finanzierungen

V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte

VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft

VII) Produktionsgesellschaft

VIII) Lohnveredelung

4. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2015 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt.

Standard/ Interpretation Titel Anwendungspflicht Übernahme durch EU Wesentliche Auswirkungen auf WashTec
IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS (2011-2013) 01.01.15 18.12.14 keine

Ferner haben das IASB und IFRS Interpretations Comitee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind.

Zum 31. Dezember 2015 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

Standard/ Interpretation Titel Anwendungspflicht Übernahme durch EU Wesentliche Auswirkungen auf WashTec
IAS 1 Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Angabeninitiative 01.01.16 18.12.15 keine
IAS 7 Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnungen - Angabeninitiative 01.01.17 erwartet in Q4 2016 keine
IAS 12 Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern -Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 01.01.17 erwartet in Q4 2016 keine
IAS 16 und IAS 38 Änderungen an IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.16 02.12.15 keine
IAS 16 und IAS 41 Änderungen an IAS 16 Sachanlagen und IAS 41 Landwirtschaft - Fruchttragende Pflanzen 01.01.16 23.11.15 keine
IAS 19 Änderungen an IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Arbeitnehmerbeiträge 01.02.15 17.12.14 keine
IAS 27 Änderungen an IAS 27 Einzelabschlüsse -Equity-Methode im separaten Abschluss 01.01.16 18.12.15 keine
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.18 erwartet in H1 2016 in Prüfung
IFRS 10 und IAS 28 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture auf unbestimmte Zeit verschoben keine
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures -Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.16 erwartet in Q2 2016 keine
IFRS 11 Änderungen an IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen - Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Geschäftstätigkeit 01.01.16 24.11.15 keine
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.16 Aufschiebung des Endorsement-Prozesses bis zur Veröffentlichung des finalen Standards keine
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.18 erwartet in Q2 2016 in Prüfung
IFRS 16 Leasing 01.01.19 noch festzulegen in Prüfung
IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS (2012-2014) 01.01.16 15.12.15 keine

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen, soweit im Folgenden nichts anderes angegeben ist, grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Berichtswährung des Konzerns, aufgestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung der ausländischen Gesellschaften ist in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sowie damit verbundene Fremdwährungskredite. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die daraus resultieren, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen, die nicht in Euro berichten, zum Stichtagskurs umgerechnet, während Erträge und Aufwendungen zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen (IAS 16). Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

Anlagen Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre
Finanzierungsleasing 6 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Dabei resultierende Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, d.h. der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Sie bemessen sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber angesetzten Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden hauptsächlich erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Erworbene Patente und Technologien 8 Jahre
Lizenzen und Software 3 bis 8 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 6 bis 8 Jahre

Erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei geänderten Erwartungen entsprechend angepasst.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)

Forschungskosten werden in der Periode ihres Entstehens als Aufwand berücksichtigt. Die Entwicklungskosten eines Projekts umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden gemäß IAS 38 nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Vermögenswerte identifizierbar sind, einen künftigen wirtschaftlichen Nutzenzufluss erwarten lassen und die Herstellungskosten während der Entwicklung verlässlich ermittelt werden können. Darüber hinaus werden Entwicklungskosten nur aktiviert, wenn der Abschluss der Entwicklung und die anschließende Nutzung oder der Verkauf sowohl von technischer als auch finanzieller Seite sichergestellt und beabsichtigt sind.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Bilanzstichtag beurteilt, ob Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Bei entsprechenden Hinweisen nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungspreis ist der beizulegende Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich der Veräußerungskosten. Zur Bestimmung des Nutzungswertes wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dazu werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert oder - falls dies nicht möglich ist - für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, zu bestimmen. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein in früheren Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann erfolgswirksam aufgeholt, wenn sich eine Änderung der Beurteilung ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Die Wertaufholungsobergrenze bildet hierbei der Buchwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und Geschäfts- oder Firmenwerte sind mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest zu unterziehen. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten.

Die Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige Cash Generating Unit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die Cash Generating Units entsprechen bei der WashTec Gruppe den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich in die Regionen »Kerneuropa«, »Osteuropa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« auf.

Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.

Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Finanzielle Vermögenswerte

Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 entweder als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte« (FVthP/L), als »bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen« (HtM), als »Kredite und Forderungen« (LaR), oder als »zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte« (AfS) klassifiziert. Sie werden bei ihrem erstmaligen Ansatz kategorisiert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folgezeit nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwerten und sonstige Vermögenswerte.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte: Alle zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Derivate, die nicht im Hedge Accounting stehen, sind dieser Kategorie zuzuordnen. Sie werden grundsätzlich zum Zeitwert bewertet. Sämtliche Marktwertänderungen werden ergebniswirksam erfasst. Als Zeitwert gilt der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Besteht kein aktiver Markt, wird er unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte: Finanzinvestitionen werden in diese Kategorie eingeordnet, wenn die Absicht besteht, das Instrument bis zur Endfälligkeit zu halten. Diese Instrumente werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden sowohl etwaige Wertberichtigungen als auch Disagien und Agien berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes stellen Transaktionskosten und Gebühren einen integralen Teil dar.

Kredite und Forderungen: Diese Kategorie beinhaltet nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Langfristige Forderungen werden mit marktüblichen Zinssätzen abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung oder Wertminderung von Krediten und Forderungen werden im Periodenergebnis erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte: Unter diese Kategorie fallen alle nichtderivativen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder keiner anderen Kategorie zugeordnet sind. Sie werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die daraus resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ist ein Zeitwert nicht ermittelbar, erfolgt der Ansatz zu Anschaffungskosten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Diese umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden zum Nennwert angesetzt.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten: Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, vorliegt. Hinweise auf eine Wertminderung sind u. a. die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens, erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners oder der Wegfall eines aktiven Marktes.

Der etwaige Wertminderungsaufwand wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erfasst. Die Höhe ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung erfolgswirksam rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswerts darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte: Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn vertragliche Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig eine Rückgabeverpflichtung in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Derivate mit negativen beizulegenden Zeitwerten sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Sie werden bei erstmaliger Bilanzierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie hauptsächlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode »zu fortgeführten Anschaffungskosten« (FLAC) bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, beinhalten Derivate und werden auch in den Folgeperioden »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« (FVthP/L) bewertet.

Verzinsliche Darlehen: Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten: Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendete im Vorjahr derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und je nach Marktwert als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Wertansätze werden vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung, wird die Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten wird sie erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt (Fair Value Hedge);
als Absicherung von Zahlungsströmen, wenn das Risiko von Cashflow-Schwankungen abgesichert wird, das einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Verbindlichkeit oder einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Cashflow Hedge); oder
als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation).

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch das Ziel und die Strategie des Konzerns zur Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Dazu zählen die Art des abgesicherten Risikos, eine Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente sowie deren Ermittlung. Bestehende Sicherungsinstrumente werden fortlaufend auf ihre Effektivität während der gesamten Berichtsperiode überprüft.

Zum Abschlussstichtag bestehen Sicherungsbeziehungen, die in die Kategorien »Cashflow Hedge« und »Net Investment Hedge« klassifiziert werden. Eine Überprüfung findet an jedem Bilanzstichtag statt.

Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedge): Liegt ein Cashflow Hedge vor, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bei den als effektiv zu klassifizierenden Sicherungsgeschäften erfolgsneutral unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuer gebucht. Ist die Änderung des beizulegenden Zeitwerts dem unwirksamen Sicherungsinstrument zuzurechnen, erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert oder ohne Ersatz bzw. Überrollen in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird bzw. die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsinstrument nicht mehr erfüllt werden, verbleibt der bis dahin erfasste Betrag im Eigenkapital. Er wird erst in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert, wenn die ursprünglich gesicherte zukünftige Transaktion eintritt oder nicht länger erwartet wird.

Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net Investment Hedge): Diese wird wie die Absicherung von Cashflow Hedges behandelt. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsgeschäft, die dem wirksamen Teil des eingesetzten Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Sind die Gewinne oder Verluste dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen, werden sie erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang (Veräußerung oder Liquidation) des ausländischen Geschäftsbetriebs werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.

Eigene Anteile

Die WashTec AG erwirbt eigene Anteile; diese werden in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Erwartet der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird diese als gesonderter Vermögenswert aktiviert, sobald ihre Realisation so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen werden mit Marktzinssätzen vor Steuern abgezinst, wenn die Auswirkung wesentlich ist. Der Zinseffekt wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden nach der »Projected-Unit-Credit-Methode« berechnet (IAS 19). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand und die Zinsen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 26 dargestellt.

Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen

Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. »Blockmodell«. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt.

Anteilsbasierte Vergütung

Nach IFRS 2 wird in Zusammenhang mit einer anteilsbasierten Vergütung zwischen Transaktionen mit Barausgleich oder Eigenkapitalabgeltung unterschieden. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der WashTec AG erhalten für die geleistete Arbeit eine aktienbasierte Vergütung in Form von Barmitteln. Für Transaktionen mit Barausgleich wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Verbindlichkeit zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam angesetzt. Dieser wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Bei der Bewertung werden außer den Konditionen, soweit vorhanden, die an den Aktienpreis der WashTec AG gekoppelt sind ("Marktbedingungen"), auch leistungsbezogene Ausübungsbedingungen berücksichtigt. Bis zur Begleichung der Verbindlichkeit wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag neu bemessen, Änderungen hieraus werden erfolgswirksam erfasst. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 37 zu finden.

Leasingverhältnisse

Unter Leasingverhältnisse fallen alle Verträge, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes gegen Entgelt für einen bestimmten Zeitraum einräumen. Nach Maßgabe des wirtschaftlichen Eigentums bzw. des Trägers wesentlicher Chancen und Risiken von Leasinggegenständen erfolgt die Klassifizierung von Leasingverträgen in die Kategorien Finanzierungsleasing und Operating Leasing.

Finanzierungsleasing liegt vor, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit einem Vermögenswert auf den Leasingnehmer übertragen werden. Ist die WashTec Gruppe Finanzierungsleasingnehmer, erfolgt die Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses. Dieser wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Gleichzeitig wird eine Leasingverbindlichkeit in gleicher Höhe angesetzt, die in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Leasingzahlungen werden in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, sodass die verbliebene Leasingverbindlichkeit über die Laufzeit des Leasingverhältnisses konstant verzinst wird. Finanzaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Ertragsteuern

Im Konzernabschluss werden tatsächliche Steuern nach Maßgabe der relevanten Steuerjurisdiktionen in der Höhe bemessen und berücksichtigt, wie sie voraussichtlich von der Steuerbehörde festgesetzt werden. Für bilanzierte unsichere Ertragsteuerpositionen wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung zugrunde gelegt. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Verbindlichkeit erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Tatsächliche und latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme derer, die sich auf Sachverhalte beziehen, die im Eigenkapital verrechnet worden sind.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie auf steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften.

Außerdem werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Für den Ansatz aktiver latenter Steuern muss es grundsätzlich wahrscheinlich sein, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.

Latente Steuern werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenzen steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren.

Abweichend davon werden keine latenten Steuern auf temporäre Differenzen angesetzt, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten entsteht, diese sich weder auf das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch auf das steuerrechtliche Ergebnis auswirkt und es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt. Darüber hinaus werden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen gebildet, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts stehen.

Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten hat. Außerdem müssen sich diese auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Die Höhe basiert auf dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung nach Abzug von Umsatzsteuern, Erlösschmälerungen (Rabatte, Skonti) sowie anderen Abgaben. Darüber hinaus müssen nachfolgende Ansatzkriterien erfüllt werden:

Umsätze aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen sind realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist bzw. die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren der Fall.
Die Umsatzabgrenzung dient der periodengerechten Ertragsverteilung von im Wesentlichen Umsatzerlösen aus Wartungsverträgen und Garantieverlängerungen. Erträge aus Wartungsverträgen werden erfasst, wenn die Leistung erbracht ist.
Umsätze aus dem Rentgeschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert, auch wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wurde, da dieser Verkauf gemäß IAS 17 als »Sale-and-Lease-back«-Transaktion behandelt wird.

Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht ergebniswirksam erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich gemäß IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl von im Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt.

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 »Geschäftssegmente« basiert die Identifikation von operativen Segmenten auf dem »Management Approach«. Demzufolge erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an den Vorstand (»Chief Operating Decision Maker«). Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.

Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von Teilaktivitäten, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern tätig sind, unterscheidet.

6. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind in gewissem Umfang Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen zu treffen, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen, die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie die Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Sämtliche Ermessensentscheidungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren jeweils auf historischen Erfahrungen und auf dem aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich künftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und können in zukünftigen Perioden zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten führen.

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Im Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- und Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte sind zur Bestimmung des jeweiligen Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit notwendig. Außerdem muss ein angemessener Abzinsungssatz zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows ermittelt werden. Zur Schätzung der künftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5 verwiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern und bei der Abschreibungsmethode der Vermögenswerte.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ausreichend zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 16 zu finden.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen

Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen und die Lebenserwartung. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details hierzu werden in den Anhangangaben 26 und 27 dargestellt.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die Kosten aus der anteilsbasierten Vergütung durch Barmittel werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen muss das am besten geeignete Bewertungsverfahren bestimmt werden, welches von den Bedingungen der Gewährung abhängig ist. Darüber hinaus ist die Bestimmung geeigneter in dieses Bewertungsverfahren einfließender Input-Parameter, darunter insbesondere die voraussichtliche Optionslaufzeit, Volatilität und Dividendenrendite, sowie entsprechender Annahmen erforderlich. Die Annahmen und die angewandten Verfahren sind in der Anhangangabe 37 ausgewiesen.

Rückstellungen

Insbesondere Restrukturierungsrückstellungen und Garantierückstellungen werden auf Grundlage von Erwartungen, Einschätzungen von Eintrittswahrscheinlichkeiten und geplanter Maßnahmen gebildet. Die Beurteilung der Höhe von möglichen Zahlungsverpflichtungen beruht auf der Einschätzung der jeweiligen Situation.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung dieser Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist i. d. R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Rückkaufverpflichtungen (Buy-back-Verträge)

Die WashTec Gruppe verkauft Waschanlagen teilweise über Leasinggesellschaften an Großkunden. Dabei garantiert die WashTec Gruppe bei Bedarf den Rückkauf der Waschanlage am Ende der Leasinglaufzeit zu einem im Voraus vereinbarten Restkaufpreis. Zur Berechnung einer diesbezüglichen Rückstellung ist eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob die Anlage am Ende der Leasinglaufzeit zurückgekauft werden muss, erforderlich. Erlöse werden im Zeitpunkt des Verkaufs an die Leasinggesellschaft realisiert, da zu diesem Zeitpunkt sowohl der wirtschaftliche Nutzen als auch die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind.

7. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentierung nach dem »Management Approach« erfolgt bei der WashTec Gruppe nach Vertriebsgebieten. Als Vertriebsgebiete sind die Regionen »Kerneuropa«, »Osteuropa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert. Die Steuerung der einzelnen Segmente erfolgt auf Basis des erzielten Betriebsergebnisses. Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis. Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm's length«-Prinzip vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Regionen Rechnung. Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung basieren auf den im Konzernabschluss verwendeten IFRS-Grundsätzen.

Bei den Segmenten der WashTec Gruppe handelt es sich um Vertriebs- und Serviceeinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.

Nach Segmenten 2015

in T€
Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 276.606 14.256 54.267 14.841 -19.108 340.862
davon mit Dritten 257.944 14.219 54.009 14.839 -149 340.862
davon mit anderen Segmenten 18.662 36 258 3 -18.960 0
Betriebsergebnis 34.050 219 1.593 685 -96 36.450
Finanzertrag 551
Finanzaufwand -1.053
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 35.948
Ertragsteueraufwand -11.392
Konzernergebnis 24.556
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 6.697 75 923 205 0 7.900
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -8.366 -457 -545 -281 0 -9.649
Nach Segmenten 2014

in T€
Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 250.065 11.086 43.175 12.500 -14.179 302.647
davon mit Dritten 236.297 11.077 43.032 12.500 -259 302.647
davon mit anderen Segmenten 13.768 9 143 0 -13.920 0
Betriebsergebnis 17.612 -7 708 153 -104 18.362
Finanzertrag 455
Finanzaufwand -1.125
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 17.692
Ertragsteueraufwand -4.972
Konzernergebnis 12.720
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 5.347 269 718 157 0 6.491
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -9.085 -458 -454 -256 0 -10.253

Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:

in T€ 2015 2014 Veränderung
Maschinen und Service 290.202 255.671 34.531
Chemie 37.596 34.347 3.249
Betreibergeschäft und Sonstiges 13.064 12.629 435
Gesamt 340.862 302.647 38.215

WashTec generiert über 80 % der Außenumsätze in europäischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Auf Deutschland entfallen nach Konsolidierung T€ 118.314, welche auf die Produkte Maschine und Service, Chemie, Betreibergeschäft und Sonstige entfallen. Auf Frankreich entfallen dabei knapp über 10 % des Konzernumsatzes. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt und entfallen im Wesentlichen auf die USA. Es wurden Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10 % der Gesamterlöse lagen.

Die geographischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Die Konzern-Vermögenswerte gliedern sich innerhalb unserer Geschäftsbereiche in folgende Regionen:

2015

in T€
Deutschland Übriges Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/ Pazifik Konzern
Buchwert Sachanlagen 22.961 5.141 1.776 1.435 373 31.686
Investitionen Sachanlagen 3.400 2.219 75 923 202 6.819
Buchwert immaterielle Vermögenswerte 42.985 4.451 0 0 192 47.628
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 1.025 54 0 0 2 1.081
2014

in T€
Deutschland Übriges Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/ Pazifik Konzern
Buchwert Sachanlagen 23.845 5.282 2.112 1.043 408 32.690
Investitionen Sachanlagen 2.381 1.898 269 718 150 5.416
Buchwert immaterielle Vermögenswerte 43.496 4.770 0 0 241 48.507
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 1.027 40 0 0 7 1.074

In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. T€ 4.431 (Vorjahr: T€ 4.188) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursdifferenzen i. H. v. T€ 2.056 (Vorjahr: T€ 1.580), Erträge aus Ertragsabgrenzungen aus Betreibermodellen i. H. v. T€ 1.023 (Vorjahr: T€ 1.200), Erträge aus Schrottverkäufen i. H. v. T€ 517 (Vorjahr: T€ 555) sowie Erträge aus der Veräußerung von erworbenen Fahrzeugen und aus dem Verkauf von anderen Sachanlagen i. H. v. T€ 221 (Vorjahr: T€ 110).

9. Personalaufwand

Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2015 2014
Löhne und Gehälter 96.424 94.521
Sozialversicherungsbeiträge 8.467 8.454
Aufwendungen für Altersversorgung und Altersteilzeit 1.575 1.529
Aufwendungen Arbeitgeber-Anteil für gesetzliche und freiwillige Rentenversicherung (beitragsorientiert) 6.776 6.602
Gesamt 113.242 111.105

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 2015 2014 Veränderung
Vertrieb, Marketing und Service 1.029 1.047 -18
Produktion, Technik und Entwicklung 511 490 21
Finanzen und Verwaltung 132 139 -7
Summe 1.672 1.676 -4

Die Veränderung im Bereich Vertrieb, Marketing und Service ist im Wesentlichen auf die Reduzierung im Service zurückzuführen.

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 2015 2014
Kraftfahrzeugkosten 10.482 11.510
Reisekosten inkl. Bewirtungen 5.946 5.991
EDV- und Kommunikationskosten 4.130 4.793
Mieten / Operating Leasing ohne KFZ 3.884 3.728
Instandhaltung / Reparaturen 3.838 3.651
Messe-, Marketingkosten und Öffentlichkeitsarbeit 3.479 3.037
Zeitarbeitskräfte 2.696 1.832
Wechselkursdifferenzen 2.521 1.373
Rechts- und Beratungskosten 2.341 2.119
Versicherungen (inkl. Produkthaftpflicht) 1.583 1.400
Fort- und Weiterbildungskosten 1.327 1.138
Patente, Lizenzen und Entwicklungskosten 872 945
Bürobedarf 849 774
Bankgebühren und Beiträge 629 655
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen 540 598
Verschiedene Verwaltungskosten/sonstige Kosten 4.555 3.059
Gesamt 49.672 46.603

11. Finanzergebnis

in T€ 2015 2014
Erträge aus der Bewertung von Zinsswaps 482 376
Erträge aus Bankzinsen und ähnliche Erträge 69 79
Finanzertrag 551 455
Verzinsliche Darlehen 266 296
Zinsswaps 491 453
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 214 254
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen 81 122
Finanzaufwand 1.053 1.125
Finanzergebnis -502 -670

Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ -279 (Vorjahr: T€ -339) den IAS 39 Kategorien »Kredite und Forderungen« (LaR) und »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) zuzuordnen.

12. Ertragsteueraufwand

Die Position betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern.

Folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem Konzernsteuersatz von 30,7 % (Vorjahr: 30,7%) multipliziert. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 31,7 % (Vorjahr: 28,1%).

in T€ 2015 2014
Erwarteter Ertragsteueraufwand 11.038 5.431
Steuerabweichungen in Folge unterschiedlicher Steuersätze im Ausland -149 -223
Nicht abziehbare Aufwendungen 537 162
Auswirkungen aus dem Nichtansatz von latenten Steuerforderungen 10 391
Auswirkung Nutzung Verlustvorträge aus nicht angesetzten latenten Steuern -432 -696
Steueraufwand für Vorjahre 424 103
Sonstige -36 -196
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 11.392 4.972

Die Zusammensetzung des Steueraufwands ist wie folgt:

in T€ 2015 2014
Latenter Steueraufwand 614 355
Tatsächlicher Steueraufwand 10.778 4.617
Steuern vom Einkommen und Ertrag 11.392 4.972

13. Ergebnis je Aktie

Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2015 und 2014:

in T€ bzw. Stck. 2015 2014
Konzernjahresergebnis 24.556 12.720
Durchschnittliche gewichtete ausstehende Anzahl der Aktien 13.766.278 13.932.312
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) 1,78 0,91

Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 11. Mai 2016 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. € 22.983.636,87 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i. H. v. € 1,70 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 22.749.950,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H. v. € 233.686,07 auf neue Rechnung. Die Ausschüttung wird zu 56,1 % aus dem steuerlichen Einlagenkonto erfolgen.

14. Sondereinflüsse

Im Berichtsjahr sind keine Sondereinflüsse angefallen. Im Vorjahr wurden negative Sondereinflüsse im Personalaufwand i. H. v. Mio. € 1,6 gebucht. Diese betrafen das initiierte Restrukturierungs- und Effizienzprogramm, davon fielen Mio. € 1,5 im Segment »Kerneuropa« und Mio. € 0,1 im Segment »Asien/Pazifik« an.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

15. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskurs-

effekte
31. Dezember 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 41.755 773 1 0 205 42.731
Technische Anlagen und Maschinen 31.535 2.946 856 1.052 278 34.955
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.538 2.243 1.244 15 270 18.823
Finanzierungsleasing 15.919 676 167 -910 -1 15.519
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156 180 0 -161 0 176
Sachanlagen 106.903 6.819 2.268 -3 753 112.203
Entwicklungskosten selbsterstellt 15.485 88 0 0 409 15.981
Lizenzen und Software erworben 11.259 628 279 184 11 11.802
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.241 0 0 0 231 6.472
Geschäfts- und Firmenwert 82.458 0 0 0 1.932 84.390
Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 627 366 0 -181 0 813
Immaterielle Vermögenswerte 116.071 1.081 279 3 2.582 119.459
Anlagevermögen gesamt 222.974 7.900 2.547 0 3.335 231.662
in T€ Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2015 Abschreibung lfd. Jahr Abgänge Umbuchungen Währungskurs-

effekte
31. Dezember 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 27.452 1.452 1 0 164 29.066
Technische Anlagen und Maschinen 23.835 2.544 760 806 237 26.662
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.140 1.705 891 -3 36 13.987
Finanzierungsleasing 9.786 1.975 156 -803 -1 10.801
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 74.213 7.676 1.809 0 436 80.517
Entwicklungskosten selbsterstellt 11.738 906 0 0 405 13.049
Lizenzen und Software erworben 9.980 815 279 0 5 10.521
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.702 252 0 0 230 6.184
Geschäfts- und Firmenwert 40.146 0 0 0 1.932 42.078
Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 67.565 1.973 279 0 2.572 71.831
Anlagevermögen gesamt 141.778 9.649 2.088 0 3.008 152.348
in T€ Nettobuchwert Nettobuchwert
1. Januar 2015 31. Dezember 2015
--- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14.303 13.664
Technische Anlagen und Maschinen 7.700 8.294
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.398 4.835
Finanzierungsleasing 6.133 4.717
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156 176
Sachanlagen 32.690 31.686
Entwicklungskosten selbsterstellt 3.747 2.932
Lizenzen und Software erworben 1.279 1.282
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 539 288
Geschäfts- und Firmenwert 42.312 42.312
Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 627 813
Immaterielle Vermögenswerte 48.506 47.628
Anlagevermögen gesamt 81.196 79.314
in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungskurs-

effekte
31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 41.354 231 35 0 205 41.755
Technische Anlagen und Maschinen 30.949 914 1.543 1.010 205 31.535
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.861 1.954 2.568 7 284 17.538
Finanzierungsleasing 15.874 2.176 1.224 -909 2 15.919
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127 141 5 -108 1 156
Sachanlagen 106.165 5.416 5.375 0 697 106.903
Entwicklungskosten selbsterstellt 15.056 74 0 0 355 15.485
Lizenzen und Software erworben 10.816 385 5 49 14 11.259
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.122 0 41 0 160 6.241
Geschäfts- und Firmenwert 80.448 0 0 0 2.010 82.458
Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399 615 338 -49 0 627
Immaterielle Vermögenswerte 112.841 1.074 384 0 2.539 116.071
Anlagevermögen gesamt 219.006 6.490 5.759 0 3.236 222.974
in T€ Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2014 Abschreibung lfd. Jahr Abgänge Umbuchungen Währungskurs-

effekte
31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 25.755 1.519 20 0 198 27.452
Technische Anlagen und Maschinen 21.780 2.619 1.507 733 210 23.835
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.788 1.503 2.372 0 221 13.140
Finanzierungsleasing 9.630 2.035 1.148 -733 2 9.786
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 70.954 7.676 5.048 0 631 74.213
Entwicklungskosten selbsterstellt 10.346 1.016 0 0 376 11.738
Lizenzen und Software erworben 9.198 782 4 0 4 9.980
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.103 467 41 0 172 5.702
Geschäfts- und Firmenwert 38.136 0 0 0 2.009 40.146
Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 312 312 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 62.783 2.577 357 0 2.561 67.565
Anlagevermögen gesamt 133.737 10.253 5.405 0 3.192 141.778
in T€ Nettobuchwert Nettobuchwert
1. Januar 2014 31. Dezember 2014
--- --- ---
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.599 14.303
Technische Anlagen und Maschinen 9.169 7.700
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.073 4.398
Finanzierungsleasing 6.244 6.133
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127 156
Sachanlagen 35.211 32.690
Entwicklungskosten selbsterstellt 4.710 3.747
Lizenzen und Software erworben 1.618 1.279
Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.019 539
Geschäfts- und Firmenwert 42.312 42.312
Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 399 627
Immaterielle Vermögenswerte 50.058 48.506
Anlagevermögen gesamt 85.269 81.196

Finanzierungsleasing

Buchwerte

in T€
2015 2014
Waschanlagen Sale and Lease Back 4.512 5.765
Waschanlagen Mietkauf 205 369
Gesamt 4.717 6.134

Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z. B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Zugang der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau resultiert weitestgehend aus aktivierten Entwicklungskosten. Diese Entwicklungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen und wurden deshalb zum Jahresende einem Impairmenttest unterzogen, der zu keinem Wertberichtigungsbedarf führte.

Darüber hinaus sind T€ 528 (Vorjahr: T€ 629) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.

Geschäfts- und Firmenwert

Die gesamten Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Buchwert von T€ 42.312 (Vorjahr: T€ 42.312) werden den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten »Kerneuropa« i. H. v. T€ 41.601 (Vorjahr: T€ 41.601), »Osteuropa« i. H. v. T€ 705 (Vorjahr: T€ 705), »Nordamerika« i. H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und »Asien/Pazifik« i. H. v. T€ 6 (Vorjahr: T€ 6) zugeordnet.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.

Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5 dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Mittelfristplanung 2016 bis 2020 auf Konzernebene.

Der Mittelfristplanung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:

Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 3 % p.a. im Segment Kerneuropa, in den übrigen Regionen zwischen 6 % und 12 %
Kostensteigerungen von 2 - 3 %
Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von ca. 2 - 4 % p. a.

Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz von 6,4 % (Vorjahr: 8,7 %) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1 - 1,5 % (Vorjahr: 1 - 1,5 %) zugrunde gelegt.

In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 2,35 % (Vorjahr: 4,2 %) und der gewichtete Eigenkapitalzinssatz ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 1,5 % (Vorjahr: 2,5 %) sowie ein Beta-Faktor von 1,02 (Vorjahr: 1,2) zugrunde.

Für alle Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 10 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer um 5 Prozentpunkte geringeren Bruttomarge (nach Abzug der direkten Umsatzkosten) ergibt sich kein Abwertungsbedarf.

16. Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern i. H. v. T€ 4.248 (Vorjahr: T€ 4.076) sowie passive latente Steuern i. H. v. T€ 3.751 (Vorjahr: T€ 2.879). Diese resultieren aus latenten Steuerforderungen auf voraussichtlich nutzbare steuerliche Verlustvorträge sowie aus zeitlichen Unterschieden.

Latente Steuern für sogenannte »outside basis differences« werden nicht angesetzt, da das die Beteiligung haltende Unternehmen die Umkehr der Differenzen bestimmen kann und diese Umkehr in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 1.110 (Vorjahr: T€ 1.057).

Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen, soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Mittelfristplanung 2016 bis 2020 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Sofern Zweifel bestehen, dass Verlustvorträge mit zukünftigen zu versteuernden Einkommen verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen. Deshalb wurden im Berichtsjahr Verlustvorträge i. H. v. T€ 21.713 (Vorjahr: T€ 20.681) sowie temporäre Differenzen i. H. v. T€ 18.973 (Vorjahr: T€ 18.242) nicht latent abgegrenzt. Dies entspricht nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge i. H. v. T€ 7.437 (Vorjahr: T€ 7.067) und nicht aktivierten latenten Steuern für temporäre Differenzen i. H. v. T€ 6.683 (Vorjahr: T€ 6.270).

Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt keiner zeitlichen Begrenzung hinsichtlich der Nutzung. Lediglich T€ 19.296 Verlustvorträge sind begrenzt. Davon verfallen T€ 1.235 in den Jahren von 2016 bis 2025 und T€ 18.061 von 2026 bis 2034 sofern sie nicht verbraucht werden können.

Die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten entfallen, vor Saldierung, auf folgende wesentliche Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

in T€ Latente Steuerforderungen Latente Steuerverbindlichkeiten
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Steuerliche Verlustvorträge 129 429 0 0
Sachanlagen 200 232 -3.182 -3.760
Immaterielle Vermögenswerte 69 66 -1.514 -1.550
Vorräte 1.268 1.086 -554 -451
Forderungen 40 49 -1.197 -599
Rückstellungen 2.377 2.535 0 -7
Sonstige Verbindlichkeiten 648 502 -19 -7
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 1.396 1.782 0 0
Umsatzabgrenzung 964 974 0 0
Sonstige 3 49 -131 -133
Gesamt 7.094 7.704 -6.597 -6.507
davon langfristig 4.092 4.349 -4.484 -3.789
davon kurzfristig 3.001 3.355 -2.113 -2.718

Es wurden latente Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten i. H. v. T€ 2.846 (Vorjahr: T€ 3.628) gem. den Saldierungsvorschriften des IAS 12, aufgerechnet.

Im Berichtsjahr wurden T€ 111 (Vorjahr: T€ 391) latente Steuern im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.345 (Vorjahr: T€ 1.455).

In der folgenden Tabelle sind die Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallende Steuerbelastung der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen dargestellt:

in T€ 2015 2014
vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern
--- --- --- --- --- --- ---
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 1.330 0 1.330 631 0 631
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -638 -117 -755 -81 -121 -202
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste -40 6 -34 -1.651 512 -1.140
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 652 -111 541 -1.101 391 -711

17. Vorräte

in T€ 2015 2014
Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe inkl. Waren 25.066 22.291
Unfertige Erzeugnisse 5.676 5.206
Fertige Erzeugnisse 8.884 7.755
Geleistete Anzahlungen 256 185
Gesamt 39.882 35.437

Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 352 (Vorjahr: T€ 33).

18. Steuerforderungen

in T€ 2015 2014
Langfristige Steuerforderungen 50 90
Kurzfristige Steuerforderungen 7.465 2.956
Gesamt 7.515 3.046

Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaftsteuerguthaben und anrechenbaren Kapitalertragsteuern.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in T€ 2015 2014
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.001 1.363
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.770 41.712
Gesamt 47.771 43.075

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben i. d. R. eine Fälligkeit zwischen 0 und 90 Tagen netto. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf einem gesonderten Konto für Wertberichtigungen vorgenommen. Wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht.

Zum 31. Dezember 2015 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von T€ 4.661 (Vorjahr: T€ 4.557) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2015 2014
Stand 1. Januar 4.557 4.933
Aufwandswirksame Zuführungen 1.085 207
Verbrauch -306 -348
Auflösung -576 -180
Wechselkurseffekte -99 -55
Stand 31. Dezember 4.661 4.557

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2015 2014
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 35.074 34.969
Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind, davon
weniger als 30 Tage 6.432 5.088
30 - 120 Tage 3.500 2.158
120 - 365 Tage 1.498 704
größer 365 Tage 1.745 284
Gesamt 13.175 8.234
Einzelwertberichtigte Forderungen 4.625 4.331

Es wird eine pauschalierte Einzelwertberichtigung für Forderungen entsprechend der Altersstruktur vorgenommen. Darüber hinaus werden Forderungen bei drohender Uneinbringlichkeit und bei Einleitung rechtlicher Schritte einzelwertberichtigt.

Die Änderung der Altersstruktur im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch einen geänderten Ansatz bei der Abbildung von Zahlungsplänen.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

20. Sonstige Vermögenswerte

in T€ 2015 2014
Langfristige sonstige Vermögenswerte 139 422
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 3.381 2.896
Gesamt 3.519 3.318
davon Abgrenzungsposten 1.680 1.372

Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien und Steuern.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in T€ 2015 2014
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 7.781 15.674

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 7.781 (Vorjahr: T€ 15.674).

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten mit bis zu 3 Monaten Fälligkeit und Kontokorrentkredite) des WashTec Konzerns im Berichtsjahr verändert haben. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den betrieblichen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:

in T€ 2015 2014
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 7.781 15.674
Kontokorrentkredite/kurzfristig verzinsliche Darlehen -5.269 -252
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.512 15.422

In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf die Anhangangabe 28 verwiesen.

Eigenkapital

22. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.

2015 2014
Stammaktien in Tausend Stück 13.977 13.977
Anteile am Grundkapital je Aktie in € 2,86 2,86

Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile beträgt zum 31. Dezember 2015 13.766.278 Aktien (Vorjahr: 13.932.312 Aktien).

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG vom 13. Mai 2015 hat beschlossen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. € 24.415.905,24 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende i. H. v. € 1,65 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 22.988.314,80 und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H. v. € 1.427.590,44 auf neue Rechnung. In der Dividende von € 1,65 je dividendenberechtigter Stückaktie ist neben der Dividende i. H. v. € 0,70 je dividendenberechtigter Stückaktie eine Sonderausschüttung i. H. v. € 0,95 je dividendenberechtigter Stückaktie enthalten.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), wobei auf diesen Betrag zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen ist, der auf diejenigen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, die auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 ausgegeben werden. Soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil diese bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen.

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren, durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, in Ziffer 5.1. der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Bislang hat der Vorstand von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 218 Aktiengesetz erhöht sich das bedingte Kapital einer Aktiengesellschaft im gleichen Verhältnis, wie das durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöhte Grundkapital.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde bedingtes Kapital wie folgt geschaffen:

Bedingtes Kapital I: Das Grundkapital ist um bis zu Euro 8.000.000 eingeteilt in bis zu 2.795.394 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund der Ermächtigung gemäß Ziffer 5.1 der Satzung (Genehmigtes Kapital) erhöht wird; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2013 bis zum 14. Mai 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Darüber hinaus wird die bedingte Kapitalerhöhung im Falle einer verpflichtenden Wandlung/Optionsausübung nur insoweit durchgeführt, wie diese Verpflichtungen erfüllt werden bzw. wie die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Dies gilt nur, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien bzw. Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

23. Kapitalrücklage

Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i. H. v. T€ 26.828 und i. H. v. T€ 18.019 - abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten - aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i. H. v. T€ 9.464 gemindert.

24. Eigene Anteile

Anzahl Aktien in Stück Wert Aktien

in T€
Stand 1. Januar 2015 44.658 417
Zugang 2015 549.988 12.760
Stand 31. Dezember 2015 594.646 13.177
Stand 1. Januar 2014 44.658 417
Zugang 2014 - -
Stand 31. Dezember 2014 44.658 417

Die Gesellschaft ist mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2013 ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 eigene Aktien i. H. v. bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.

Der Vorstand der WashTec AG hat auf Grundlage dieses Beschlusses mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft beschlossen, bis zu 550.000 eigene Aktien (entsprechend einem Anteil am Grundkapital von 3,94 %) im Rahmen eines freiwilligen Aktienrückkaufangebots zu erwerben. Der Angebotszeitraum begann am 19. August 2015 und endete am 9. September 2015.

Im laufenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft 549.988 Aktien im Wert von T€ 12.760 zum 16. September 2015 erworben. Dadurch reduzierte sich die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien auf 13.382.324 Aktien.

Die Gesellschaft behält sich vor, zurückgekaufte Aktien ganz oder in Teilen einzuziehen.

25. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte

Hierunter fallen insbesondere die Bilanzierung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie die Abbildung von als zu Sicherungsinstrumenten eingesetzten Finanzinstrumenten:

in T€ 2015 2014
In der Hedge Reserve erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten -722 -722
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -1.769 -1.131
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -3.859 -3.819
Latente Steuern auf direkt mit Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 1.345 1.455
Sonstige Rücklagen -5.005 -4.217
Währungskurseffekte 2.143 812
Gesamt -2.862 -3.405

Die Veränderung der Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen (T€ -637) sowie die aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (T€ 40) ergeben in Summe eine Veränderung von T€ 677 und entsprechen der Veränderung der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen in den sonstigen Rücklagen. Die unter den sonstigen Rücklagen ausgewiesene Veränderung der latenten Steuern i. H. v. T€ -110 setzt sich wie folgt zusammen: latente Steuern für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste T€ 6, latente Steuern für Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen T€ -116. Die Währungskurseffekte erhöhten sich um T€ 1.330.

26. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente und Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.

Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 1,90 % (Vorjahr: 1,75 %) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden unverändert zum Vorjahr mit 1,5 % bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 1,90 % (Vorjahr: 1,75 %). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2005 G« von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt und aus Standardtafeln abgeleitet.

Die Anzahl der Leistungsempfänger betrug zum 31. Dezember 2015 241 Mitarbeiter (Vorjahr: 237 Mitarbeiter), die Gesamtzahl aller Personen mit einer Pensionsverpflichtung beträgt 381 Mitarbeiter (Vorjahr: 388 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i. H. v. T€ -131 (Vorjahr: T€ -50) enthalten.

Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste T€ 39 (Vorjahr: T€ 1.651). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2015 T€ -3.858 (Vorjahr: T€ -3.819) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst worden.

In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:

in T€ 2015 2014
Stand 1. Januar 9.893 8.328
Währungsdifferenzen 1 2
Gezahlte Renten -498 -500
Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode 155 147
Zinsaufwand 150 265
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 39 1.651
Stand 31. Dezember 9.740 9.893

Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:

in T€ Pensionsrückstellungen Present value Reimbursement Rights Fair value Gesamt
Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen -46 0 -46
Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung 85 0 85
Gesamt 39 0 39

Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnlichem. Die Entwicklung der sogenannten Reimbursement Rights in 2014 und 2015 zeigt die nachfolgende Tabelle:

in T€ 2015 2014
Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar 414 400
Erwartete Rendite 12 14
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0
Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember 426 414

Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen

Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der Project Unit Method) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate), bei der Lebenskostensteigerung und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Auswirkung auf die defined benefit obligation (DBO)
Annahmen Veränderungen 2015 2014
--- --- --- ---
Lebenserwartung Anstieg um ein Jahr 6,0 % 5,3 %
Lebenskostensteigerung Anstieg um 0,25 % 2,0 % 1,8 %
Zinssatz Anstieg um 0,25 % -2,6 % -2,7 %
Zinssatz Rückgang um 0,25 % 2,7 % 2,8 %

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 10,5 Jahre (Vorjahr: ca. 10,5 Jahre).

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:

in T€ bis 1 Jahr 1 -5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Pensionsleistungen 469 2.146 7.651 10.266

27. Sonstige Rückstellungen

in T€ Stand 1. Januar 2015 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Umbuchung
Altersteilzeit 2.523 378 -557 0 0
Gewährleistung 10.045 4.763 -4.939 -1.347 0
Rückkaufverpflichtungen 2.867 614 -290 0 0
Restrukturierung 868 652 -648 -63 0
Übrige 2.024 280 -494 -188 0
2015 18.327 6.687 -6.928 -1.598 0
Gesamt 2014 16.679 9.458 -7.022 -905 0
in T€ Währungs-

differenz
Stand 31. Dezember 2015 davon kurzfristig davon langfristig Rückstellungen in 2014
davon kurzfristig davon langfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Altersteilzeit 0 2.343 1.199 1.145 1.526 997
Gewährleistung 12 8.534 8.512 22 10.015 30
Rückkaufverpflichtungen 0 3.191 854 2.338 443 2.424
Restrukturierung 0 809 809 0 868 0
Übrige -22 1.600 1.580 20 2.004 20
-10 16.478 12.954 3.524 - -
Gesamt 117 18.327 - - 14.856 3.471

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer« berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 0,25 % (Vorjahr: 0,5 %) und ein jährlicher Gehaltstrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) berücksichtigt.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.

Die Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen i. H. v. T€ 809 (Vorjahr: T€ 868) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen.

Die Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen wird rollierend ermittelt und berücksichtigt die vertragliche Verpflichtung zum Rückkauf und Rückbau von vormals an Mineralölgesellschaften verkauften Maschinen. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.

Die übrigen Rückstellungen von T€ 1.600 (Vorjahr: T€ 2.024) betreffen vor allem Rückstellungen für Rechts-und Beratungskosten i. H. v. T€ 846 (Vorjahr: T€ 1.018) sowie im Vorjahr Rückstellungen für belastende Verträge in Nordamerika i. H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 336).

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht des WashTec Konzerns Eventualverbindlichkeiten im Wesentlichen aus Vertragserfüllungsverpflichtungen und für potentielle Aufwendungen aus dem Rückkauf von Maschinen i. H. v. T€ 1.088 (Vorjahr: T€ 894), deren Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme geringer als 50% eingeschätzt wird.

28. Verzinsliche Darlehen

in T€ 2015 2014
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 5.269 252
Gesamt verzinsliche Darlehen 5.269 252

Die WashTec Gruppe verfügt insgesamt über eine Kreditlinie i. H. v. Mio. € 51,1. Diese besteht überwiegend aus einem Revolverdarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2018. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH; sie verfügt über eine Kreditlinie von Mio. € 50,0, bestehend aus einer Betriebsmittellinie i. H. v. Mio. € 44,0, die bis zu einer Höhe von Mio. € 8,0 in Form einer bilateralen Linie als Kontokorrent- oder Avallinie in Anspruch genommen werden kann, und einer zusätzlichen Avalkreditlinie i. H. v. Mio. € 6,0.

Zum 31. Dezember 2015 bestanden Avale i. H. v. Mio. € 6,7 (Vorjahr: Mio. € 5,7) sowie ein kurzfristiges Darlehen i. H. v. Mio. € 5,3, das sich, wie auch im Vorjahr, vollständig aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammensetzt. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf Mio. € 39,3 (Vorjahr: Mio. € 45,3).

Das Konsortialdarlehen ist an Bedingungen geknüpft. Für die Laufzeit des Vertrages ist WashTec an die Einhaltung eines Eigenkapitalcovenant und Verschuldungsgradcovenant gebunden. Unter dem Kreditvertrag bestehen keine Sicherheiten.

Der Zinssatz des Darlehens ist variabel und an die Entwicklung des EURIBOR gebunden sowie von einer an die operative Performance des Unternehmens gebundenen Zinsmarge abhängig.

Die Kosten für herausgelegte Avale richten sich nach der Zinsmarge abzüglich eines Abschlags i. H. v. 0,40 % zuzüglich einer Frontinggebühr i. H. v. 0,125%. Die Verzinsung des Kontokorrentkredites wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,90 % und 2,25 %.

Bei der Strukturierung der Finanzierung wurde ein Disagio berechnet, das gem. IAS 39 mittels der Effektivzinsmethode berücksichtigt wird. Die im Zinsaufwand erfassten Beträge für die Amortisation des Disagios belaufen sich auf T€ 69 (Vorjahr: T€ 69).

29. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing

Von der WashTec gefertigte Maschinen werden an eine Leasinggesellschaft veräußert und von der WashTec Gruppe zurückgeleast, die sie ihrerseits Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Betreibermodells gegen waschzahlenabhängige Vergütung bereitstellt. Die Verträge zwischen der Leasinggesellschaft und WashTec werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing behandelt, da die WashTec Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken trägt.

In der Regel sind die Lease-Back-Verträge mit einer Laufzeit von ca. 5 - 7 Jahren ausgestattet, während die Verträge der WashTec Gruppe mit ihren Kunden eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren haben. Die Gewinne aus dem Verkauf werden über die Laufzeit des Leasingvertrages abgegrenzt.

Die auf Maschinen bezogenen Sale-and-Lease-Back-Verträge haben in der Regel eine Kaufoption am Ende der Laufzeit sowie die Möglichkeit zur Vertragsverlängerung. Preisanpassungen sind während der Laufzeit nicht möglich.

Der Konzern hat Sale-and-Lease-Back-Verträge und Mietkaufverträge im Wesentlichen für Waschanlagen im Rahmen des Betreibermodells abgeschlossen.

Die Mindestleasingzahlungen für diese Finanzierungsleasingverbindlichkeiten belaufen sich auf:

Leasingzahlungen fällig

in T€
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlung 2015 1.699 2.948 34 4.681
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 145 154 0 299
Barwert der Mindestleasing-zahlung 2015 1.554 2.794 33 4.381
Leasingzahlungen fällig

in T€
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlung 2014 2.101 3.890 93 6.084
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 198 218 3 419
Barwert der Mindestleasingzahlung 2014 1.903 3.672 90 5.665

Operating Lease

Aus Leasing- und Mietverträgen (Operating Lease) bestehen zum Stichtag folgende Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten in T€:

Jahr bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre Summe
2015 9.815 12.487 251 22.553
2014 9.842 13.151 106 23.099

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Gebäudemieten sowie Leasing von Servicefahrzeugen, die am Ende der Laufzeit durch neue Leasingverträge ersetzt werden.

30. Verbindlichkeiten

in T€ 2015 2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.542 5.950
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.798 4.608
Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben 4.745 5.772
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.178 951
Sonstige Verbindlichkeiten 32.545 29.578
Gesamt 52.808 46.859
davon langfristig (> 1 Jahr) 1.346 2.033
davon kurzfristig (< 1 Jahr) 51.462 44.826

Die grundsätzlichen Fälligkeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Steuern und Abgaben und im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf bis zu 90 Tage.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen die abzuführende Umsatzsteuer.

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr beinhalten kreditorische Debitoren i. H. v. T€ 1.104 (Vorjahr: T€ 846), Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern z. B. für Urlaub, Überstunden, Reisekosten etc. i. H. v. T€ 15.345 (Vorjahr: T€ 14.550) sowie abgegrenzte Verbindlichkeiten i. H. v. T€ 10.303 (Vorjahr: T€ 9.017), die sich im Wesentlichen aus fehlenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie für zu erstellende Gutschriften im Bereich Service ergeben.

31. Umsatzabgrenzung

Die Umsatzabgrenzung i. H. v. T€ 8.997 (Vorjahr: T€ 8.239) wurde im Wesentlichen für die periodengerechte Verteilung der Umsätze gebildet.

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt WashTec regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen für die Gesellschaft und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der entsprechenden Zins- und/oder Währungspositionen. Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird mittels einer monatlich rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis zeitnah gemanagt. Zur Absicherung gegen Zinsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seiner Finanzierungsquellen resultieren, verfügt der Konzern über derivative Finanzinstrumente.

Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.

Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.

Zinsrisiko

Zinsrisiken stehen bei der WashTec Gruppe im Wesentlichen im Zusammenhang mit verzinslichen Darlehen. Im Vorjahr wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps gehalten.

Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps beträgt zum 31. Dezember 2015 T€ 0 (Vorjahr: T€ - 482) und war im Vorjahr unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Absicherung von Cashflows

Der Basiszinssatz aus dem Kreditvertrag ist variabel und orientiert sich am 1-Monats-EU-RIBOR. Zum 31. Dezember 2014 bestanden zwei Zinsswaps mit Laufzeitende jeweils bis 31. Dezember 2015 und einem Nominalvolumen von T€ 12.267 bzw. T€ 6.133, die der Absicherung der variablen, an den EURIBOR gebundenen, Zinssätze des Darlehens vor Zinsschwankungen dienten. Auf die eingesetzten Swap-Kontrakte zahlte das Unternehmen fixe Zinsen auf die ausgereichte Darlehenssumme und erhielt im Gegenzug dafür variable Zinsen auf denselben Kapitalbetrag. Mit diesen Zinsswaps wurde die zugrunde liegende Verpflichtung abgesichert. Für diese beiden Zinsswaps waren die Zinssätze mit 2,580 % bzw. 2,572 % festgelegt. Die Cashflows aus den Zinsswaps wurden über die Laufzeit verteilt erwartet.

Per 31. Dezember 2014 waren die Zinsswaps als Sicherungsbeziehung designiert. Diese Sicherungsbeziehung wurde als ineffektiv eingestuft. Aufgrund dessen wurde im Geschäftsjahr ein Betrag i. H. v. T€ -492 (Vorjahr: T€ -453) in der Gewinn- und Verlustrechnung (Finanzergebnis) erfasst. Aus der Bewertung der Finanzinstrumente für Zinssicherungen ergab sich im Berichtsjahr ein Ertrag i. H. v. T€ 482 (Vorjahr: T€ 376).

Die nachfolgende Tabelle zeigt für das Geschäftsjahr 2015 die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern aufgrund einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung des Zinssatzes des variabel verzinslichen Darlehens. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Wesentliche Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen nicht. Per 31. Dezember 2014 waren für das Folgejahr keine Bankverbindlichkeiten geplant, deshalb wirkte sich eine Veränderung des EURIBORS nicht auf das Konzernergebnis aus.

2015 EURIBOR

2015 EURIBOR
Erhöhung/Verringerung in Basispunkten 10 15 -10 -15
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ 10 16 -10 -16

2014 EURIBOR

2014 EURIBOR
Erhöhung/Verringerung in Basispunkten 10 15 -10 -15
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ 0 0 0 0

Währungsrisiko

Schwankungen des USD/EUR Wechselkurses können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da ein großer Anteil des Geschäfts durch die Tochtergesellschaft in den USA generiert wird. Zur Vermeidung dieser Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte eingesetzt, die im Juni 2011 abgeschlossen worden sind und unterschiedliche Laufzeiten haben, teilweise mit einer 6-Monate-Laufzeitoption. Die letzte Fälligkeit ist am 30. Juni 2016. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsinstrumente und des Grundgeschäfts werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Der Konzern verfügt über langfristige Darlehensforderungen gegenüber seiner Tochtergesellschaft Mark VII. Per 31. Dezember 2015 bestand eine Nettoinvestition i. H. v. Mio. USD 4,0. Die amerikanische Tochtergesellschaft verfügt über langfristige CAD-Darlehensforderungen gegenüber der kanadischen Tochtergesellschaft. Der Bestand per 31. Dezember 2015 beträgt unverändert Mio. CAD 7,8. Dementsprechend werden die Umrechnungseffekte dieser Darlehen im Eigenkapital erfasst.

Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) und des Eigenkapitals des Konzerns (aufgrund der Absicherung einer Nettoinvestition) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollar zum Euro. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

2015 Kursentwicklung des USD -5 % 5 %
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ -133 133
Auswirkungen auf das Eigenkapital in T€ 184 -184
2014 Kursentwicklung des USD -5 % 5 %
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ -197 197
Auswirkungen auf das Eigenkapital in T€ 165 -165

Liquiditätsrisiko

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme, wie beispielsweise einer rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien zur Betriebsmittelfinanzierung sind von den Konsortialbanken der WashTec Gruppe auf der Basis einer gesamtschuldnerischen Haftung der WashTec Cleaning Technology GmbH als Darlehensnehmer und unter Mithaftung anderer Konzerngesellschaften eingeräumt worden. Nähere Ausführungen sind unter Anhangangabe 28 (»verzinsliche Darlehen«) aufgeführt. Die Finanzierung der WashTec Gruppe erfolgt im Wesentlichen über die WashTec Cleaning Technology GmbH, die als wichtigste operative Gesellschaft auch über den größten Finanzierungsbedarf verfügt.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2015 vertraglich fixierten undiskontierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten für die nächsten Geschäftsjahre.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2015 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

in T€ Buchwert Cashflows
2015 2016 2017-2019 2020 ff.
--- --- --- --- ---
Verzinsliche Darlehen 5.269 5.269 0 0
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 4.381 1.699 2.948 34
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.542 7.542 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 17.031 17.031 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 312 312 0 0
in T€ Buchwert Cashflows
2014 2015 2016-2018 2019 ff.
--- --- --- --- ---
Verzinsliche Darlehen 252 252 0 0
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 5.665 2.101 3.890 93
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.950 5.950 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 14.935 14.935 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 913 645 268 0

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten, wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, sehr stark mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken. Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10 % des Umsatzes ausmacht. Es wurden Umsätze mit einem Großkunden getätigt, die geringfügig über 10 % des Gesamtumsatzes lagen. Ein erhöhtes Kreditrisiko besteht jedoch nicht.

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und anderen finanziellen Vermögenswerten, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen, unter anderem mit Hilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Netto-Finanzverschuldung zu einem operativen Betriebsergebnis gemäß Definition des Vertrags zum verzinslichen Darlehen entspricht. Gemäß den internen Richtlinien darf der so definierte Verschuldungsgrad einen Wert von 2,5 nicht überschreiten, dieser lag für 2015 bei 0,04 (Vorjahr: -0,34). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 2015 T€ 1.869 (Vorjahr: T€ -9.758). Darüber hinaus muss das Eigenkapital des WashTec Konzerns im Verhältnis zur Bilanzsumme, unter Berücksichtigung von eigenen Aktien, zum jeweiligen Quartalsende mindestens 35 % betragen. Die Eigenkapitalquote laut Kreditvertrag belief sich auf 45,99 % (Vorjahr: 49,04 %).

Alle Covenants sind zum Bilanzstichtag eingehalten.

33. Finanzinstrumente - zusätzliche Angaben

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Zusammenhänge zwischen der Klassifikation und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

in T€ Bewertungs-

kategorien nach IAS 39
Buchwert 31.12.2015 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz Bilanz nach IAS 17
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 7.781 7.781 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 47.771 47.771 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 809 809 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 7.542 7.542 - - -
Verzinsliche Darlehen FLAC 5.269 5.269 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 17.031 17.031 - - -
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten n.a. 4.381 - - - 4.381
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L 312 - - 312 -
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 56.361 56.361 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC) 29.842 29.842 - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVthP/L) 312 - - 312
in T€ Fair Value 31.12.2015 IFRS 13 Level
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.781
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.771
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 809
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.542
Verzinsliche Darlehen 5.269
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 17.031
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 4.381
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 312 2
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR)
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC)
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVthP/L)
in T€ Bewertungs-

kategorien nach IAS 39
Buchwert 31.12.2014 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz Bilanz nach IAS 17
Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 15.674 15.674 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 43.076 43.076 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 982 982 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 5.950 5.950 - - -
Verzinsliche Darlehen FLAC 252 252 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 14.935 14.935 - - -
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten n.a. 5.664 - - - 5.664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L 913 - - 913 -
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 59.732 59.732 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC) 21.137 21.137 - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVthP/L) 913 - - 913
in T€ Fair Value 31.12.2014 IFRS 13 Level
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.674
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.076
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 982
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.950
Verzinsliche Darlehen 252
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 14.935
Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 5.664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 913 2
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR)
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (FLAC)
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVthP/L)

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten im Wesentlichen dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.

Die Devisentermingeschäfte sind mit dem Fair Value mittels erwarteter Wechselkurse, die an einem geregelten Markt notiert sind, bewertet. Zinsswaps sind mit dem Fair Value mittels erwarteter Zinssätze nach erkennbaren Zinskurven bewertet.

Der Fair Value der Finanzinstrumente gliedert sich nach Fristigkeit wie folgt:

in T€ 31.12.2015 31.12.2014
Langfristig 0 164
Kurzfristig 312 749
Gesamt 312 913

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Kategorien des IAS 39 dargestellt:

in T€ 2015 2014
Kredite und Forderungen 178 -10
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -1.176 -278

Das Nettoergebnis in der Kategorie »Kredite und Forderungen« resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewertung und Wertberichtigung, in der Kategorie »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen sowie Fremdwährungsbewertung.

Sonstige Angaben

34. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die WashTec AG hat für 2015 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 23. März 2016 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung zugeleitet.

Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses ist für die Aufsichtsratssitzung am 23. März 2016 vorgesehen.

35. Honorar des Abschlussprüfers

Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):

in T€ 2015 2014
Abschlussprüfungsleistungen 280 227
Andere Bestätigungsleistungen 35 31
Sonstige Leistungen 0 2
Gesamt 315 260

36. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Name Beruf, Wohnort Vorstandsbereiche
Dr. Volker Zimmermann (seit 1. Februar 2015) Maschinenbauingenieur, München Supply Chain, Entwicklung, Service, Qualität, Einkauf
Karoline Kalb Rechtsanwältin, Augsburg Personal, Compliance, Investor Relations, Sonderprojekte
Rainer Springs (seit 1. Februar 2015) Diplom-Kaufmann, Augsburg Finanzen und IT
Stephan Weber (seit 1. Januar 2015) Diplom-Ingenieur, Werther Vertrieb, Marketing, Produktmanagement
Dr. Jürgen Rautert (bis 30. Januar 2015) Doktor-Ingenieur, Heidelberg Supply Chain, Produktmanagement, Entwicklung, Qualität, Personal, Finanzen und IT

Aufsichtsrat

Name Beruf, Wohnort Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Günter Blaschke Kaufmann, Buchloe keine keine
Ulrich Bellgardt Unternehmensberater ubc GmbH, Solothurn, Schweiz keine keine
Jens Große-Allermann Vorstand der Investment-

aktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn
FPM Deutsche Investmentgesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt keine
Dr. Sören Hein Geschäftsführer der Compound Risk Drives GmbH, München keine keine
Roland Lacher Selbstständiger Kaufmann, Gelnhausen-Meerholz CBJ Cosmetic Holding AG, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 4. November 2014) keine
Dr. Hans Liebler Investment Manager, Gräfelfing AUGUSTA Technologie AG, München (Mitglied des Aufsichtsrats/ Stv. Vorsitzender bis 19. Januar 2015) autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats)
Grammer AG, Amberg (Mitglied des Aufsichtsrats)
SKW Stahl AG, München (Mitglied des Aufsichtsrats bis 30. November 2015)

37. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die WashTec Gruppe wird im Geschäftsjahr 2015 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes berührt. Die Bedingungen der Transaktion entsprechen denen wie unter fremden Dritten.

Vorstand

Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands der WashTec AG und die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist in Übereinstimmung mit dem Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, berücksichtigt werden. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (auch in der zeitlichen Entwicklung).

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie den Empfehlungen und den Anregungen des Kodex. Das Vergütungssystem wurde zuletzt vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 15. Dezember 2015 erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen (Ziffer 4.2.2 Abs. 1 des Kodex). Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so gestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Fixe Vergütung

Die vier amtierenden Mitglieder des Vorstands erhielten für das Jahr 2015 eine fixe erfolgsunabhängige Vergütung i. H. v. insgesamt € 1.013.678 (Vorjahr: [zwei amtierende Vorstände]: € 611.955). Die fixen Bezüge umfassen auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten.

Kurzfristige variable Vergütung - erfolgsbezogene Komponente

Die bestehenden Vorstandsverträge sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten kurzfristige, an die Erreichung von verschiedenen, vom Aufsichtsrat festzulegenden Zielvorgaben gebundene Komponenten. Sie sollen Anreize für den Vorstand schaffen, den geschäftlichen Erfolg der WashTec AG voranzutreiben. Die kurzfristige variable Jahresvergütung orientiert sich an jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgaben.

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Alle bestehenden Vorstandsverträge sehen eine langfristige Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die langfristige variable Vergütung basiert auf einer vom Aufsichtsrat festzusetzenden separaten strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgabe mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage. Sie teilt sich auf in zwei Bestandteile, denen die gleichen Ziele und zeitlichen Rahmenbedingungen zugrunde liegen. Dabei kann die langfristige Komponente (a), die in ihrer Höhe jeweils der kurzfristigen variablen Vergütung entspricht, verdoppelt werden, sofern der jeweilige Vorstand in entsprechender Höhe in Aktien der Gesellschaft investiert (b). Die Incentivierungsphase läuft von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017. Der Auszahlungsbetrag am Ende der Incentivierungsphase ist abhängig von der Erfüllung der vereinbarten Ziele sowie dem Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt.

Frau Kalb erhält eine langfristige variable Vergütung für die Geschäftsjahre 2015 und 2016, wenn es nicht zu einer Verlängerung des Dienstvertrages kommt.

Durch die Festlegung von anspruchsvollen Zielvorgaben wurde und wird eine variable Komponente der Vorstandsvergütung gewährt, die sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung trägt (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Kodex). Im Rahmen des Long Term Incentive Programs (LTIP) wurden ROCE und Total Shareholder Return als Zielgrößen festgelegt.

Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

In den nachfolgenden Tabellen sind die jedem einzelnen Mitglied des Vorstands gewährten Zuwendungen, Zuflüsse und der Versorgungsaufwand nach Maßgabe der Empfehlungen der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex individuell dargestellt. Die Angaben zu Gewährung und Zufluss werden jeweils unterteilt in fixe und variable Vergütungsbestandteile und um Angaben zum Versorgungsaufwand ergänzt.

Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten die erfolgsunabhängigen Festvergütungen und Nebenleistungen.

Die variablen erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten unterteilen sich in die einjährige variable Vergütung sowie die mehrjährigen Bestandteile variabler Vergütung.

Als »Gewährte Zuwendungen« wird die mehrjährige variable Vergütung jeweils mit dem Zusagewert im Zeitpunkt der Gewährung ausgewiesen. Für das Long Term Incentive Programm entspricht die "Gewährte Zuwendung" dem beizulegen Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung. Die Vergütungselemente werden um Angaben individuell erreichbarer Minimal- und Maximalvergütungen ergänzt.

Der für das Berichtsjahr angegebene »Zufluss« umfasst die tatsächlich im Berichtsjahr ausgezahlten fixen und variablen Vergütungsbestandteile.

Gewährte Zuwendungen Dr. Volker Zimmermann
in € Vorstandsvorsitzender ab 01.02.2015
--- --- --- ---
2015 2015 Min 2015 Max
--- --- --- ---
Festvergütung 302.500 302.500 302.500
Nebenleistungen 14.051 14.051 14.051
Summe 316.551 316.551 316.551
Einjährige variable Vergütung1) 155.833 155.833 155.833
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 728.097 0 1.020.000
Summe 1.200.481 472.384 1.492.384
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 1.200.481 472.384 1.492.384

1) Einmalig garantierte Jahrestantieme

Gewährte Zuwendungen Karoline Kalb
in € Vorstand ab 01.11.2013
--- --- --- --- ---
2015 2015 Min 2015 Max 2014
--- --- --- --- ---
Festvergütung 210.000 210.000 210.000 180.000
Nebenleistungen 11.769 11.769 11.769 16.326
Summe 221.769 221.769 221.769 196.326
Einjährige variable Vergütung1) 90.000 30.000 135.000 100.000
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 321.203 0 404.640 0
Sonderprämie (einmalig) 20.000 20.000 20.000 0
Summe 652.972 271.769 781.409 296.326
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 652.972 271.769 781.409 296.326

1) Basierend auf einer Zielerreichung von 100 %; für das Geschäftsjahr 2015 ist eine Zielerreichung von 200 % möglich, sodass die maximale Summe € 135.000 beträgt.

Gewährte Zuwendungen Rainer Springs
in € Vorstand ab 01.02.2015
--- --- --- ---
2015 2015 Min 2015 Max
--- --- --- ---
Festvergütung 192.500 192.500 192.500
Nebenleistungen 10.802 10.802 10.802
Summe 203.302 203.302 203.302
Einjährige variable Vergütung1 90.000 0 135.000
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 321.203 0 433.200
Summe 614.505 203.302 771.502
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 614.505 203.302 771.502

1 Basierend auf einer Zielerreichung von 100%; für das Geschäftsjahr 2015 ist eine Zielerreichung von 200% möglich, sodass die maximale Summe € 135.000 beträgt.

Gewährte Zuwendungen Stephan Weber
in € Vorstand ab 01.01.2015
--- --- --- ---
2015 2015 Min 2015 Max
--- --- --- ---
Festvergütung 260.000 260.000 260.000
Nebenleistungen 12.056 12.056 12.056
Summe 272.056 272.056 272.056
Einjährige variable Vergütung1 140.000 140.000 140.000
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 452.965 0 542.400
Summe 865.021 412.056 954.456
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 865.021 412.056 954.456

1 Einmalig garantierte Jahrestantieme

Zufluss/Auszahlungen Dr. Volker Zimmermann Karoline Kalb Rainer Springs Stephan Weber
in € Vorstandsvorsitzender ab 01.02.2015 Vorstand ab 01.11.2013 Vorstand ab 01.02.2015 Vorstand ab 01.01.2015
--- --- --- --- --- ---
2015 2015 2014 2015 2015
--- --- --- --- --- ---
Festvergütung 302.500 210.000 180.000 192.500 260.000
Nebenleistungen 14.050 11.769 16.326 10.802 12.056
Summe 316.550 221.769 196.326 203.302 272.056
Einjährige variable Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) 0 100.0001 0 0 0
Sonderprämie 0 20.000 0 0 0
Summe 316.550 341.769 196.326 203.302 272.056
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 316.550 341.769 196.326 203.302 272.056

1 Auszahlung der einjährigen variablen Vergütung aus dem Vorjahr.

Angaben nach DCGK für ein in 2015 ausgeschiedenes Mitglied des Vorstands:

Gewährte Zuwendungen Dr. Jürgen Rautert
in € Vorstandsvorsitzender bis 30.01.2015
--- --- ---
2015 2014
--- --- ---
Festvergütung 33.333 400.000
Nebenleistungen 1.162 15.629
Summe 34.496 415.629
Einjährige variable Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) 15.2781 150.0002)
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 15.2781 150.0002)
Summe 65.052 715.629
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 65.052 715.629

1 Basierend auf einer Zielerreichung von 100 %, anteilig für 1 Monat, abgegolten mit pauschaler Abfindung i. H. v. € 660.000 bei Ausscheiden.

2 Basierend auf einer Zielerreichung von 100 %.

Zufluss/Auszahlungen Dr. Jürgen Rautert
in € Vorstandvorsitzender bis 30.01.2015
--- --- ---
2015 2014
--- --- ---
Festvergütung 33.333 400.000
Nebenleistungen 1.162 15.620
Summe 34.495 415.629
Einjährige variable Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) 01 01)
Sonderprämie 0 0
Summe 34.495 415.629
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 34.495 415.629

1 Abgegolten mit pauschaler Abfindung i. H. v. € 660.000 bei Ausscheiden.

Gesamtbezüge des Vorstands in 2015

Die nachfolgende Tabelle beinhaltet die Gesamtbezüge, welche den einzelnen Vorständen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Geschäftsjahr gewährt wurden, aufgeteilt in fixe und variable Bezüge.

Die fixen Bezüge beinhalten die erfolgsunabhängigen Festvergütungen und Nebenleistungen. Diese wurden im Geschäftsjahr 2015 an die Vorstände ausbezahlt.

Die variablen Bezüge umfassen einjährige variable sowie mehrjährige variable Bezüge und Sonderprämien.

Die einjährige variable Vergütung des Geschäftsjahres 2015 wurde in 2015 aufwandswirksam erfasst, jedoch noch nicht an die Vorstände ausbezahlt.

Die mehrjährige variable Vergütung (LTIP) wird jeweils mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung ausgewiesen. Eine Auszahlung der mehrjährigen variablen Vergütung erfolgt erst am Ende der Incentivierungsphase, welche vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017 läuft. Der Auszahlungsbetrag am Ende der Incentivierungsphase ist zudem abhängig von der Erfüllung der vereinbarten Ziele sowie vom Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt.

Der aus der mehrjährigen variablen Vergütung im Geschäftsjahr 2015 erfasste Aufwand ist gesondert am Tabellenende dargestellt.

Die Sonderprämie in Höhe von € 20.000 wurde in 2015 aufwandswirksam erfasst und ausbezahlt.

Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2015 Dr. Volker Zimmermann Karoline Kalb Rainer Springs Stephan Weber Gesamt
in € Vorstandsvorsitzender ab 01.02.2015 Vorstand ab 01.11.2013 Vorstand ab 01.02.2015 Vorstand ab 01.01.2015
--- --- --- --- --- ---
Festvergütung 302.500 210.000 192.500 260.000 965.000
Nebenleistungen 14.051 11.769 10.802 12.056 48.678
Summe (fix) 316.551 221.769 203.302 272.056 1.013.678
Einjährige variable Vergütung 155.833 135.000 135.000 140.000 565.833
Beizulegender Zeitwert der mehrjährigen variablen Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung 728.097 321.203 321.203 452.965 1.823.468
Sonderprämie (einmalig) 0 20.000 0 0 20.000
Summe (variabel) 883.930 476.203 456.203 592.965 2.409.301
Gesamtvergütung 1.200.481 697.972 659.505 865.021 3.422.979
Mehrjährige variable Vergütung (Aufwand der Periode) 324.890 128.886 137.983 172.765 764.523

Die Gesamtbezüge des zum 30. Januar 2015 ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Rautert betrugen im Jahr 2015 € 694.495 (davon € 34.495 Festvergütung und € 660.000 als pauschale Abfindung).

Die Vergütung der in 2014 tätigen Vorstände war wie folgt:

Vergütungsanspruch für das Geschäftsjahr 2014 Fix Variabel
in €
--- --- ---
Dr. Jürgen Rautert 415.629 300.000
Karoline Kalb 196.326 100.000
Gesamt 611.955 400.000

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

In den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Vergütung i. H. v. 50 % des monatlich anteiligen Teilbetrags des festen Jahresgehalts als Gegenleistung für die Ausübung eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbots nach Beendigung ihres Dienstverhältnisses vereinbart.

Bei den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Regelung vorgesehen, nach der sofern bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit, die nicht durch einen zur Kündigung des Vorstandsvertrags berechtigenden wichtigen Grund veranlasst ist, Abfindungszahlungen vereinbart werden, die auf max. 2 Jahresvergütungen einschließlich Nebenkosten begrenzt sind (Abfindungs-Cap).

Sonstiges

Die Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder sonstigen Haftungsfreistellungen.

Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:

Aktienanteile des Vorstands (in Stück) 2015 2014
Dr. Volker Zimmermann (seit 1. Februar 2015) 12.500 0
Karoline Kalb 3.300 0
Stephan Weber (seit 1. Januar 2015) 3.000 0
Rainer Springs (seit 1. Februar 2015) 4.000 0
Dr. Jürgen Rautert (bis 30. Januar 2015) 0 0

Aufsichtsrat

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 wurde die Aufsichtsratsvergütung mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2015 neu gefasst. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine fixe Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i. H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.

Die fixe und erfolgsabhängige Gesamtvergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf € 100.000, € 150.000 für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000 begrenzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile gewährt für persönlich erbrachte Leistungen (Ziffer 5.4.6 des Kodex).

Gemäß § 8.16 der Satzung hat die Hauptversammlung außerdem ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat beschlossen, das als Voraussetzung zur Teilnahme ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 30. Juni 2015 vorsah (Vorsitzender max. 25.000 Aktien, Rest max. 5.000 Aktien). Als Erfolgsziele wurden ein EBIT-Ziel, ein ROCE Ziel und ein EPS Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung waren die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2014. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung, die sich als Summe aus Referenzkurs, Zahl der Aktien und Multiplikator ergibt. Die Bonuszahlung wird im Geschäftsjahr 2019 fällig. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Lacher und Herr Dr. Liebler nehmen mit der jeweiligen maximalen Aktienzahl am LTIP teil.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Jahr 2015 betrugen T€ 1.639 (Vorjahr: T€ 343). Der beizulegende Zeitwert für den LTIP im Zeitraum der Gewährung betrug T€ 970 (Vorjahr: T€ 0).

Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

Aktienanteile des Aufsichtsrats (in Stück) 2015 2014
Dr. Günter Blaschke 50.000 50.000
Ulrich Bellgardt 25.000 25.000
Jens Große-Allermann* 0 0
Dr. Sören Hein 5.000 0
Roland Lacher 5.000 0
Dr. Hans Liebler 5.000 0

* Herr Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31.07.2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43 %) an der WashTec AG hielt.

Aktienbasierte Vergütung durch Barausgleich

Für sämtliche Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestehen Verträge, die eine aktienbasierte Vergütung vorsehen. Der beizulegende Zeitwert des LTIP zum Stichtag 31.12.2015 wurde auf Basis eines nach IFRS 2 anerkannten Bewertungsmodells berechnet und stellt sich wie folgt dar:

In T€ 2015 2014
Verpflichtungen aus LTIP 1.104 0
Gesamt 1.104 0

Die Verpflichtung ist unter den langfristigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Der im Rahmen des Long Term Incentive Program (LTIP) erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

In T€ 2015 2014
Aufwand aus LTIP 1.104 0
Gesamt 1.104 0

Ehemalige Mitglieder des Vorstandes

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i. H. v. T€ 245 (Vorjahr: T€ 252), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind.

38. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

Augsburg, am 23. März 2016

WashTec AG

Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender

Karoline Kalb, Vorstand

Rainer Springs, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Augsburg, am 23. März 2016

Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender

Karoline Kalb, Vorstand

Rainer Springs, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Gemeinsamer Lagebericht

WashTec AG und Konzern

2015 im Überblick

WashTec Gruppe*

Alle Regionen und Produkte mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung
Umsatz mit Mio. € 340,9 um 12,7% über Vorjahr (währungsbereinigt eine Steigerung von 9,9 %)
Umsatz in Q4 um 9,9 % (Mio. € 8,6) über Vorjahr
EBIT nahezu verdoppelt auf Mio. € 36,4 bei EBIT-Rendite von 10,7 %
EPS auf € 1,78 gestiegen

Kerneuropa

Deutlicher Umsatzanstieg und Ergebnisverbesserung
Umsatz: Mio. € 276,6; EBIT: Mio. € 34,0

Osteuropa

Deutlicher Umsatzanstieg und Ergebnisverbesserung
Umsatz: Mio. € 14,3; EBIT: Mio. € 0,2

Nordamerika

Deutlicher Umsatzanstieg und Ergebnisverbesserung
Umsatz: Mio. € 54,3; EBIT: Mio. € 1,6

Asien/Pazifik

Deutlicher Umsatzanstieg und Ergebnisverbesserung
Umsatz: Mio. € 14,8; EBIT: Mio. € 0,7

* Segmentangaben ohne Konsolidierung

Umsatz, EBIT, EBIT-Rendite, Free Cashflow

Q1 2015

Q2 2015

Q3 2015

Q4 2015

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Daneben bietet WashTec umfassende Servicepakete über die gesamte Lebensdauer der vertriebenen Produkte an - hierzu gehören neben der Wartung der Anlagen auch Betreibermodelle und die Vermittlung von Finanzierungen für Anlagen. Hauptumsatzträger sind Maschinen und Service.

1.1.1 Konzern- und Organisationsstruktur

Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Muttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100 % an diesen Unternehmen beteiligt.

1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

2 Gesellschaft bildet Teilkonzern mit Benelux Carwash Management B.V., Zoetermeer, Niederlande, WashTec Benelux Administrative B.V. Zoetermeer, Niederlande und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V. Zoetermeer, Niederlande enthalten sind

3 Gesellschaft ist derzeit inaktiv

4 Inkl. Betriebsstätte Norwegen

5 WashTec Cleaning Technology GmbH 90 %, WashTec Holding GmbH 10 %

6 Inklusive Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies Canada, Inc. in Kanada

7 Vormals WashTec Carwash Operations GmbH

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird, soweit erforderlich, gesondert eingegangen. Direkte Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Die WashTec AG hat mit der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Die WashTec Holding GmbH hat mit der WashTec Financial Services GmbH und der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Kerneuropas, Nordamerikas und in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Australien, China, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark/Norwegen, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich unter Ziffer 1.1.3.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden der WashTec Gruppe individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH

Die AUWA-Chemie GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen. Sie hat durch die WashTec Tochtergesellschaften und unabhängige Vertriebspartner eine eigene Vertriebsorganisation in Deutschland.

WashTec Carwash Management GmbH

Die WashTec Carwash Management GmbH (vormals WashTec Carwash Operations GmbH) übernimmt für Kunden in deren Namen und auf deren Rechnung den Betrieb von Waschanlagen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen, wie z. B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.

1.1.2 Standorte

Die WashTec Gruppe ist global präsent. Weltweit beschäftigt WashTec knapp 1.700 Mitarbeiter und hat eigene Niederlassungen in allen wesentlichen Märkten in Kerneuropa, Osteuropa, Nordamerika und Asien.

Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist inzwischen in rund 70 Ländern der Welt vertreten.

1.1.3 Produktion, Beschaffung und Logistik

WashTec verfügt über eine internationale Beschaffungs- und Produktionskette mit Produktionsstätten in China, Tschechien, den USA und Deutschland. Der Großteil der Anlagen für Europa wird in Augsburg, Deutschland, montiert. Die Fahrzeugwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt werden in Denver, USA, gefertigt, die Anlagen für die Märkte in Asien meist in Shanghai, China. In Tschechien findet der größte Teil der Blechfertigung statt, darüber hinaus werden dort Komponenten vormontiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden die Steuerungen (Recklinghausen) für die gesamte Gruppe und die Waschchemie (Grebenau) produziert. Sämtliche Produkte werden unter Anwendung zeitgemäßer und permanent weiterentwickelter Fertigungsmethoden hergestellt.

1.1.4 Berichterstattung nach Segmenten

Die globale Geschäftstätigkeit von WashTec wurde in vier geographische Segmente untergliedert. Im Segment »Kerneuropa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe in Westeuropa zusammengefasst. Das Segment »Osteuropa« umfasst die osteuropäischen Länder inklusive Russland, während das Segment »Nordamerika« die Aktivitäten in den USA und Kanada beinhaltet. Das Segment »Asien/Pazifik« beinhaltet hauptsächlich die Geschäftsentwicklung der australischen und chinesischen Tochtergesellschaften. Aufgrund organisatorischer Änderungen, bei denen das Segment Osteuropa und die bisherigen Exportaktivitäten in der WashTec Cleaning Technology zusammengeführt wurden, wird WashTec ab dem Geschäftsjahr 2016 über das Segment Osteuropa nicht separat berichten. Osteuropa wird künftig Teil des Segments Kerneuropa. Die Segmente Nordamerika und Asien/Pazifik bleiben in der heutigen Struktur bestehen.

1.1.5 Leitung und Kontrolle

Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand der WashTec AG wurde Anfang 2015 von zwei auf vier Mitglieder erweitert. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit den wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Planungs- und Controllingkonzept, Zielkennzahlen zur Steuerung, Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltigem, profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die über alle Verantwortungsebenen des Konzerns in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.

Die Überwachung erfolgt über regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen monatliche erweiterte Vorstandssitzungen mit den Bereichsverantwortlichen, regelmäßige internationale Management Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inklusive Investitionsplanung, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse und regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden sämtliche Investitionsprojekte gesondert geprüft und verfolgt.

1.1.6 Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Wesentliche Markttreiber

Ökonomie: Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten, Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens

Ein hoher oder ansteigender Bestand an zu waschenden Fahrzeugen ist neben dem landesspezifischen Verbraucherverhalten und dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen eine Haupteinflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche.

Eine Verteuerung des Faktors Arbeit, die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der weltweit ansteigende Fahrzeugbestand eröffnen nachhaltiges Marktpotenzial in vielen Regionen. Dies gilt insbesondere für Regionen, die von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche übergehen.

Technologie/Komfort: Steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Komfort und Qualität der Wäsche

Die automatische Fahrzeugwäsche ist im Vergleich zur Handwäsche deutlich schonender für den Autolack und erzielt in der Regel eine höhere Waschqualität. Hinzu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwaschanlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die manuelle Wäsche.

Ökologie: Zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften - Frischwasser als begrenzte Ressource

Die maschinelle Fahrzeugwäsche schont die Umwelt. Sie benötigt insbesondere in Kombination mit Wasserrückgewinnungsanlagen deutlich weniger Wasser als die Handwäsche.

Weitere Trends und Einflüsse:

Alternative Fahrzeugantriebe: Bisher hat sich kein klarer Favorit bei zukünftigen Antriebskonzepten (z. B. Hybrid/ Elektro) herauskristallisiert, so dass unklar bleibt, an welchem Ort die »Fahrzeugbetankung« zukünftig erfolgen wird. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass die Tankstelle mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird.
Alternative individuelle Mobilitätskonzepte (z. B. Carsharing): Die hierfür vorgehaltenen Fahrzeuge werden ebenfalls von den Anbietern oder Nutzern gewaschen.

WashTec verfolgt die Entwicklung dieser und anderer Trends aufmerksam, um frühzeitig auf sich ändernde Gegebenheiten reagieren zu können.

1.2 Ziele und Strategien

Ausgangspunkt unserer Strategie ist die konsequente Orientierung am Nutzen unserer Kunden und damit verbunden ein sehr detailliertes und konkretes Verständnis der Fahrzeugwäsche. Wir richten uns hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber, mit dem Ansatz die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern.

Innovationen, die sich am Kundennutzen orientieren, ständige Verbesserung unserer internen Prozesse als lernende Organisation und die dazugehörige Mitarbeiterentwicklung sehen wir als wesentliche Grundlagen für profitables Wachstum. Damit generieren wir Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und für unsere Aktionäre.

1.3 Steuerungssystem

1.3.1 Finanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz
EBIT

Darüber hinaus wird auf Konzernebene eine weitere Kennzahl verwendet:

Free Cashflow [Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit]

Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator

Auf Konzernebene wird zudem folgender nichtfinanzieller Leistungsindikator verwendet:

HSE (Health, Safety, Environment): Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden

1.3.2 Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Unternehmensführung. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 V und 315 II Nr. 5 HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

1.4 Forschung und Entwicklung

Mit unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentrieren wir uns auf die Steigerung des Nutzens unserer Kunden. Die Aufgaben umfassen die Betreuung der Produkte über den gesamten Lebenszyklus, deren kontinuierliche Weiterentwicklung sowie den Ausbau und die Vertiefung unseres Anwendungswissens. Inhaltlich verfolgen wir die

Optimierung der Reinigungs- und Trocknungsprozesse,
die Erleichterung der Bedienbarkeit (ease of use) und
die Steigerung der Verfügbarkeit und Effizienz unserer Produkte.

Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg mehr als 65 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für WashTec hohe Priorität. Die WashTec Gruppe ist Inhaber von mehr als 700 Schutzrechten.

Die gesamten Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung wurden aufgrund der Vielzahl der Projekte um 15 % auf über Mio. € 6,5 gesteigert.

Die aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen 2015 Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,4). Dazu kamen nicht aktivierbare Aufwendungen i. H. v. Mio. € 0,5 (Vorjahr: Mio. € 0,6).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaftswachstum in 2015

Laut Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft 2015 um 3,1 % gewachsen. Die Wachstumsrate liegt leicht unter der des Vorjahres und auch unter der Prognose für 2015. Deutschland war mit einem Wachstum von 1,5 % geringfügig besser als prognostiziert, während die USA um ein Prozent unterhalb der Prognose lagen. Die Eurozone war in Summe leicht oberhalb der Prognose.

Wirtschaftswachstum 2015 in %

Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Update Januar 2016

Auswirkungen auf das Betreiben von Waschanlagen

Die Waschanlangenbranche hat sich dieses Jahr nach Einschätzung von WashTec besser als andere Bereiche der Industrie entwickelt. Die hohen Maschinenverkäufe vor dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahre 2007 unterstützen bei einem üblichen Austauschzyklus von sieben bis zehn Jahren für das Hauptprodukt Portalanlage die positive Entwicklung.

Der geringere Ölpreis hat bisher bei den betroffenen Großkunden zu keiner Abschwächung des Investitionsvolumens geführt. Für das Convenience Retail Geschäft der Tankstellen kann das aktuell geringe Preisniveau zu einer Erhöhung der Nachfrage führen.

2.1.2 Markt für Fahrzeugwaschanlagen

Kundengruppen

Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wichtigen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften oder Retailer, Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen bzw. Waschanlagen sowie Supermarktketten. Dazu kommen Betreiber von reinen Waschstandorten. Weitere Kundengruppen bieten Fahrzeugwäsche als teilweise kostenlose Dienstleistung für ihre Kunden an oder waschen eigene Fahrzeuge zur Werterhaltung ihrer Fahrzeugflotten. Zu diesen Kundengruppen zählen Autohäuser und Werkstätten, Speditionen und Verkehrsbetriebe.

Wettbewerb

WashTec ist in Europa - einem etablierten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität - nach eigenen Erhebungen im Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer. Die wesentlichen europäischen Wettbewerber sind die Otto Christ AG (Deutschland) und Istobal S. A. (Spanien). Wettbewerber mit geringerer Marktabdeckung wie z. B. die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG (Deutschland) und viele lokale Hersteller von SB-Anlagen versuchen Marktanteile zu gewinnen.

Die größten Wettbewerber im etablierten nordamerikanischen Markt, der auf Kunden- und Anbieterseite fragmentiert ist, sind Ryko Solutions Inc., PDQ Manufacturing Inc., Belanger Inc. und im Segment Autohäuser die Firma Broadway.

In Asien ist mit Daifuku vor allem ein japanischer Hersteller aktiv, im missionarischen Markt China gibt es eine Reihe lokaler Anbieter.

Absatzmärkte

Deutschland und Kerneuropa sind unverändert die wichtigsten Absatzmärkte. Gemäß der Strategie von WashTec werden mittelfristig Nordamerika, Osteuropa und Asien/Pazifik einen höheren Anteil an den Gesamtumsatzerlösen der Gruppe haben.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding GmbH sowie der Ergebnisabführung der WashTec Carwash Management GmbH und der AUWA-Chemie GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird gesondert im Abschnitt 2.6 eingegangen.

Rundungsdifferenzen möglich 2014 Prognose 2015 2015 Veränderung
Umsatz Mio. € 302,6 leicht ansteigend 340,9 12,7 %
EBIT Mio. € 18,4 deutl. ansteigend 36,4 97,8 %
Free Cashflow Mio. € 25,1 leicht sinkend 26,2 4,4 %
HSE (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) 1,3 0 1,6 -

Gute Umsatz- und Geschäftsentwicklung

Der Umsatz 2015 stieg um 12,7 % auf Mio. € 340,9 (Vorjahr: Mio. € 302,6). Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 9,9 %. Damit konnte das für 2015 gesetzte Ziel einer Umsatzsteigerung von 1 - 3 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich übertroffen werden. Der Umsatzanstieg resultierte aus einer positiven Umsatzentwicklung in allen Segmenten.

Das EBIT 2015 stieg auf Mio. € 36,4. Dies entspricht einer Steigerung von 97,8 % (Vorjahr: Mio. € 18,4). Das Ziel eines deutlichen Anstiegs wurde damit erreicht. Wesentlicher Grund hierfür war vor allem die besonders positive Geschäftsentwicklung im Segment Kerneuropa. Aber auch alle anderen Regionen trugen positiv zu einer Ergebnisverbesserung bei.

Der Free Cashflow [Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit] belief sich auf Mio. € 26,2 (Vorjahr: Mio. € 25,1). Damit wurde die Prognose eines leicht sinkenden Free Cashflows übertroffen. Auch hier sind die Gründe vor allem in der sehr guten Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres zu finden. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Free Cashflow insbesondere durch höhere Investitionen von rund Mio. € 3,0, durch rund Mio. € 5,0 höhere Kapitalertragssteuerzahlungen und durch eine umsatzbedingte Steigerung des Working Capital um Mio. € 2,5 beeinflusst.

Die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden hat sich leicht erhöht, liegt aber mit 1,6 unverändert weit unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften von 25,3 Unfällen. Das Ziel von 0,0 Unfällen wurde nicht erreicht.

Der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe in 2015 lag über den Erwartungen. Das Jahr 2015 war geprägt durch eine Vielzahl von neuen bzw. Verlängerungen von bestehenden Großkundenverträgen. Der Ausgang dieser Verhandlungen war für die Gruppe erfreulicher, als dies in der Jahresguidance unterstellt und kommuniziert wurde. Der Vorstand bewertet die Geschäftsentwicklung und insbesondere den Fortschritt bei den eingeleiteten Maßnahmen zur zukünftigen Entwicklung der Gruppe als sehr positiv.

2.3 Lage

Mehrjahresvergleich wesentlicher Kennzahlen zur Planung und Steuerung

Rundungsdifferenzen möglich 2015 2014 2013
Umsatz in Mio. € 340,9 302,6 299,7
EBIT in Mio. € 36,4 18,4 17,1
Eigenkapitalquote in % 42,2 48,9 50,4
Free Cashflow in Mio. € 26,2 25,1 15,7

2.3.1 Auftragsbestand

Die Gesellschaft verzeichnet zum 31. Dezember 2015 insbesondere in Nordamerika und Asien/Pazifik einen über dem Vorjahr liegenden Auftragsbestand. Da die Aufträge der WashTec Gruppe in der Regel eine Durchlaufzeit von sechs bis zehn Wochen haben, dient der Auftragsbestand zwar als Indikator für die folgenden Monate, ist aber für die Geschäftsentwicklung des gesamten Geschäftsjahres 2016 nur sehr bedingt aussagefähig.

2.3.2 Ertragslage

2.3.2.1 Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung der WashTec Gruppe:

in Mio. € 2015 2014 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 340,9 302,6 + 38,3 + 12,7
Materialaufwand - 138,8 -120,2 - 18,6 + 15,5
Sonstiger betrieblicher Ertrag 4,4 4,2 + 0,2 + 4,8
Personalaufwand - 113,2 - 111,1 - 2,1 + 1,8
Sonstiger betrieblicher Aufwand (inkl. sonstige Steuern) - 50,6 - 47,5 - 3,1 + 6,5
EBITDA 46,1 28,6 + 17,5 + 61,2
Abschreibungen - 9,6 - 10,3 + 0,7 - 6,8
Betriebsergebnis (EBIT) 36,4 18,4 + 18,0 + 97,8
EBIT-Rendite 10,7 6,1 + 4,6 -
Finanzergebnis - 0,5 - 0,7 + 0,2 - 28,6
Ergebnis vor Steuern 35,9 17,7 + 18,2 + 102,8
Steuern - 11,4 - 5,0 - 6,4 + 128,0
Konzernergebnis 24,6 12,7 + 11,9 + 93,7

2.3.2.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz der WashTec Gruppe lag mit Mio. € 340,9 um Mio. € 38,3 oder 12,7 % deutlich über dem Vorjahreswert von Mio. € 302,6. Dabei stieg der Umsatz im ersten Halbjahr wie prognostiziert etwas stärker an als in der zweiten Jahreshälfte.

Umsatzentwicklung in Mio. €

Bereinigt um die Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Gesamtjahres mit Mio. € 332,5 um 9,9 % über dem Vorjahresniveau (Mio. € 302,6). Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Segmente findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

Umsatz nach Produkten

in Mio. € 2015 2014 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- ---
Maschinen und Service 290,2 255,7 + 34,5 13,5
Chemie 37,6 34,3 + 3,2 9,6
Betreibergeschäft und Sonstiges 13,1 12,6 + 0,4 4,0
Gesamt 340,9 302,6 +38,2 12,6

Der Maschinen- und Serviceumsatz lag mit Mio. € 290,2 deutlich über dem Vorjahresniveau von Mio. € 255,7. Auch das Geschäft im Bereich Chemie entwickelte sich erneut positiv. Der Umsatz stieg um Mio. € 3,2 auf Mio. € 37,6 (Vorjahr: Mio. € 34,3). Die Zahlen für Chemie sind insbesondere vor dem Hintergrund des Verlustes eines größeren Chemiekunden in Nordamerika im Laufe des Jahres 2015 als erfreulich anzusehen. Die Umsätze der WashTec Carwash Management GmbH und der WashTec Financial Services GmbH werden im Bereich Betreibergeschäft und Sonstiges dargestellt. Sie lagen im abgelaufenen Jahr mit Mio. € 13,1 leicht über dem Vorjahresniveau.

2.3.2.3 Aufwandsposten und Ergebnis

2.3.2.3.1 Aufwandsposten Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst vor allem bezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die größten Positionen betreffen den Einkauf von Stahl, Kunststoffen und anderen Rohmaterialien. Er stieg absatzbedingt von Mio. € 120,2 auf Mio. € 138,8.

Aufgrund des gestiegenen Umsatzes stieg der Rohertrag von Mio. € 182,6 auf Mio. € 205,1. Die Marge konnte mit 60,2 % trotz des höheren Anteils des Neumaschinengeschäftes, das eine etwas geringere Materialmarge als die anderen Produktbereiche aufweist, annähernd auf dem Vorjahresniveau von 60,3 % gehalten werden.

Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg von Mio. € 111,1 auf Mio. € 113,2. Die gestiegenen Personalkosten sind vor allem auf Tarifsteigerungen in Kerneuropa und den operativen FX-Effekt bei der Umrechnung von Werten der in Fremdwährung berichtenden Einheiten zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote vom Umsatz sank von 36,7 % auf 33,2 %.

Die Mitarbeiterzahl von 1.689 zum Jahresende hat sich gegenüber dem Vorjahr um 25 Mitarbeiter erhöht. Dieser Anstieg ist bereits ein Teil der für 2016 geplanten personellen Verstärkung der vertriebsnahen Bereiche.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (inklusive sonstiger Steuern)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inklusive sonstiger Steuern) stiegen um Mio. € 3,1 von Mio. € 47,5 auf Mio. € 50,6. Die Kostensteigerung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Kosten für Leiharbeitnehmer (Mio. € 0,9) in Verbindung mit dem höheren Umsatz, gestiegenen Kosten für Aufsichtsratvergütung (Mio. € 0,6) durch die bei der letzten Hauptversammlung beschlossene Veränderung des Vergütungsmodells und durch die höheren Verluste aus der Fremdwährungsbewertung. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Fremdwährungsverluste stiegen auf Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 1,4). Erfreulich sind die Entwicklungen insbesondere bei den Fahrzeugkosten. Eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen haben in Verbindung mit sinkenden Kraftstoffkosten zu einer Einsparung von mehr als Mio. € 1,0 gegenüber dem Vorjahr geführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (inklusive anderer aktivierter Entwicklungskosten) stiegen leicht um Mio. € 0,3 von Mio. € 4,6 im Vorjahr auf Mio. € 4,9.

2.3.2.3.2 Fremdwährungseffekte

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum Euro hat grundsätzlich keine maßgeblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft, da der Hauptteil der Wertschöpfung und Umsatzrealisierung in der jeweiligen Region erfolgt. Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte einen negativen Einfluss i. H. v. ca. Mio. € - 0,5 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio. € + 0,2).

2.3.2.3.3 EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei Mio. € 46,1 und damit um Mio. € 17,5 über dem Vorjahr (Mio. € 28,6).

2.3.2.3.4 Abschreibungen

Die Abschreibungen beliefen sich auf Mio. € 9,6 (Vorjahr: Mio. € 10,3). Die Verringerung der Abschreibung ergab sich vor allem durch die im Vorjahr vorgenommenen Sonderabschreibungen auf Gebäude.

2.3.2.3.5 EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf Mio. € 36,4 (Vorjahr: Mio. € 18,4).

EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Ein Ausweis des EBIT nach Segmenten findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

2.3.2.3.6 EBIT-Rendite

Die EBIT-Rendite lag bei 10,7 % (Vorjahr: 6,1 %).

2.3.2.3.7 Finanzergebnis

Der Netto-Finanzaufwand sank aufgrund geringerer Aufwendungen aus Finanzierungsleasing und niedrigeren Effekten aus Zinsswaps von Mio. € 0,7 auf Mio. € 0,5.

Aufschlüsselung des Finanzergebnisses

in Mio. € 2015 2014
Rundungsdifferenzen möglich
--- --- ---
Erträge aus der Bewertung von Zinsswaps 0,5 0,4
Erträge aus Bankzinsen ähnliche Erträge 0,1 0,1
Finanzertrag 0,6 0,5
Verzinsliche Darlehen -0,3 -0,3
Zinsswaps -0,5 -0,5
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing -0,2 -0,3
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen -0,1 -0,1
Finanzaufwand -1,1 -1,1
Finanzergebnis (Netto-Finanzaufwand) -0,5 -0,7

2.3.2.3.8 EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs und des etwas reduzierten Finanzaufwands bei Mio. € 35,9 (Vorjahr: Mio. € 17,7).

EBT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.3.2.3.9 Steuern

Die Steuern i. H. v. Mio. € 11,4 (Vorjahr: Mio. € 5,0) setzen sich aus der Nutzung latenter Steuerguthaben und laufendem Steueraufwand zusammen. Die Steuerquote (in Bezug auf das EBT) stieg auf 31,7 %. Ursache ist im Wesentlichen ein deutlicher Anstieg der nicht abziehbaren Aufwendungen aufgrund von Dividendenausschüttungen sowie Sondereffekten aus den Steuerprüfungen für die Vorjahre.

Die Verlustvorträge bestehen in der Hauptsache in den internationalen Gesellschaften, während die Verlustvorträge in Deutschland vollständig aufgebraucht sind.

2.3.2.3.10 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis stieg um Mio. € 11,8 auf Mio. € 24,6 (Vorjahr: Mio. € 12,7). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) stieg -auf Grundlage einer durchschnittlichen Aktienzahl von 13.766.278 Stück - deutlich auf € 1,78 (Vorjahr: € 0,91).

Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.3.2.4 Mittelverwendung/Dividende

Neben kontinuierlichen Investitionen in den Ausbau der Marktposition wird WashTec auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 11. Mai 2016 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. € 22.983.636,87 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung i. H. v. € 1,70 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 22.749.950,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns i. H. v. € 233.686,07 auf neue Rechnung.

2.3.3 Segmentberichterstattung

EBIT nach Segmenten in Mio. €*

* Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt

Umsatz nach Segmenten in Mio. €*

* Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt

2.3.3.1 Kerneuropa

Kennzahlen Segment Kerneuropa

Rundungsdifferenzen möglich 2015 2014 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 276,6 250,1 + 10,6
EBIT in Mio. € 34,0 17,6 + 93,2
EBIT-Rendite % 12,3 7,0 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 1.328 1.316 + 0,9

Marktumfeld

Der Waschanlagenmarkt in Kerneuropa ist neben Nordamerika einer der weltweit am weitesten entwickelten Fahrzeugwaschmärkte. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen und damit einhergehenden Service- und Vertriebsstrukturen der Anbieter aus. Wesentliche Kunden sind weltweit und lokal agierende Mineralölgesellschaften oder überregionale Einzelhändler, die Fahrzeugwaschanlagen entweder selbst oder über Pächter in ihren Tankstellennetzen betreiben. Weitere bedeutende Kundengruppen sind Supermarktketten, Einzelbetreiber von Stand-alone-Waschstandorten, Logistikunternehmen oder Autohändler.

Der Wettbewerb in Kerneuropa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Die wesentlichen Wettbewerber sind derzeit die Otto Christ AG (Deutschland) und Istobal S. A. (Spanien). Erhebliche Bedeutung hat eine flächendeckende Servicestruktur. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute direkte Vertriebs- und Servicenetzwerk und die bei weitem größte installierte Basis von über 20.000 Portalanlagen.

Kerneuropa

Rundungsdifferenzen möglich 2014 Prognose 2015 2015 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 250,1 stabil 276,6 10,6
EBIT in Mio. € 17,6 stabil 34,0 93,2

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Kerneuropa konnte mit Mio. € 276,6 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. € 250,1) deutlich gesteigert werden. Damit wurde die Prognose deutlich übertroffen. Die positive Entwicklung resultierte vor allem aus der Umsatzentwicklung im Bereich Maschinen und Service.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT in Kerneuropa wurde von Mio. € 17,6 im Vorjahr auf Mio. € 34,0 gesteigert. Der Grund war primär die deutlich positive Umsatzentwicklung. Die EBIT-Rendite lag bei 12,3 % (Vorjahr: 7,0 %). Auch im Hinblick auf die Ergebnisentwicklung wurde die Prognose damit deutlich übertroffen.

2.3.3.2 Osteuropa

Kennzahlen Segment Osteuropa

Rundungsdifferenzen möglich 2015 2014 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 14,3 11,1 + 28,8
EBIT in M io. € 0,2 0,0 -
EBIT-Rendite % 1,5 0,0 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 13 15 - 13,3

Marktumfeld

Im Segment Osteuropa sind die Wirkungen der unverändert angespannten Beziehungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland zu spüren. Dennoch konnte sich dieses Segment in 2015 gegenüber dem etwas enttäuschenden Vorjahr gut entwickeln. Aufgrund der niedrigen Lohnkosten hat die maschinelle Fahrzeugwäsche zwar nur einen geringen, aber weiter steigenden Marktanteil. Die Vertriebs- und Servicestruktur in Osteuropa basiert in erster Linie auf einer Marktbearbeitung durch unabhängige Händler, die von Vertriebsrepräsentanten von WashTec unterstützt werden. In Polen ist WashTec mit einer Tochtergesellschaft aktiv. Die Wettbewerbssituation in Osteuropa entspricht im Wesentlichen der Struktur in Kerneuropa. Dazu kommen lokale Wettbewerber vor allem in den Bereichen SB und Nutzfahrzeuge.

Osteuropa

Rundungsdifferenzen möglich 2014 Prognose 2015 2015 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 11,1 deutl. steigend 14,3 28,8
EBIT in Mio. € 0,0 leicht steigend 0,2 -

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz in Osteuropa belief sich auf Mio. € 14,3 im Vergleich zu Mio. € 11,1 im Vorjahr. Die im Vorjahr abgegebene Prognose konnte damit erreicht werden.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis stieg im Jahresvergleich auf Mio. € 0,2 (Vorjahr: Mio. € 0,0). Die prognostizierte Ergebnisentwicklung konnte damit erreicht werden.

2.3.3.3 Nordamerika

Kennzahlen Segment Nordamerika

Rundungsdifferenzen möglich 2015 2014 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 54,3 43,2 + 25,7
EBIT in Mio. € 1,6 0,7 + 128,6
EBIT-Rendite % 3,0 1,6 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 254 244 + 4,1

Marktumfeld

Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft werden ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.

In Nordamerika sind neben einigen Großkunden die wesentlichen Kunden - anders als in Europa - unabhängige kleine oder mittelständische Betreiber von Tankstellen als auch Einzelbetreiber von Waschanlagen. Der Markt hat sich nach einem deutlichen Rückgang infolge der Finanzkrise seit 2012 erholt, der Marktausblick ist positiv.

Nordamerika

Rundungsdifferenzen möglich 2014 Prognose 2015 2015 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 43,2 deutl. steigend 54,3 25,7
EBIT in Mio. € 0,7 deutl. steigend 1,6 128,6

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Nordamerika stieg von Mio. € 43,2 im Vorjahr auf Mio. € 54,3 im vergangenen Geschäftsjahr. Die Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 60,0 (Vorjahr: Mio. USD 57,1). Damit konnte der prognostizierte deutliche Anstieg des Umsatzes erreicht werden. Die Umsatzentwicklung ist vor dem Hintergrund des Verlustes eines Großkundenvertrages zu sehen, dessen negative Auswirkungen vollständig kompensiert werden konnten.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis aus Nordamerika belief sich auf Mio. € 1,6 (Vorjahr: Mio. € 0,7). In diesem Ergebnis sind negative Entwicklungen des Can$ bereits berücksichtigt. Das operative Ergebnis der Tochtergesellschaften in Nordamerika ohne diesen Währungseffekt lag bei Mio. € 2,4. Wesentliche Gründe hierfür waren neben der positiven Umsatzentwicklung auch die professionelle Restrukturierung der Gesellschaft in Kanada.

2.3.3.4 Asien/Pazifik

Kennzahlen Segment Asien/Pazifik

Rundungsdifferenzen möglich 2015 2014 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 14,8 12,5 + 18,4
EBIT in Mio. € 0,7 0,2 + 250,0
EBIT-Rendite % 4,6 1,2 -
Mitarbeiter (zum 31.12.) 58 51 + 13,7

Marktumfeld

Auf dem australischen Markt stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb. Der chinesische Markt für Fahrzeugwäsche ist aufgrund des derzeit noch immer niedrigen Lohnniveaus von der Handwäsche dominiert. WashTec verfügt seit 2008 über einen eigenen Produktions- und Beschaffungsstandort in der Nähe von Shanghai. Mitte 2011 wurden erste Direktvertriebsstrukturen aufgebaut. Darüber hinaus wird die Gesellschaft durch den weiteren Ausbau der globalen Supply Chain-Aktivitäten und Beschaffungsmaßnahmen die Herstellungs- und Beschaffungsvorteile aus dieser Region für das gesamte Produktportfolio nutzen.

Asien/Pazifik

Rundungsdifferenzen möglich 2014 Prognose 2015 2015 Veränd.

(in %)
Umsatz in Mio. € 12,5 deutl. steigend 14,8 18,4
EBIT in Mio. € 0,2 deutl. steigend 0,7 250,0

Umsatzentwicklung

Der Umsatz lag mit Mio. € 14,8 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio. € 12,5). Die Umsätze stiegen um 18,4 %. Das prognostizierte deutliche Umsatzwachstum wurde damit erreicht.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT i. H. v. Mio. € 0,7 konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Damit wurde die für das Jahr 2015 aufgestellte Prognose eines deutlich steigenden EBITs erreicht.

2.3.4 Vermögenslage

2.3.4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

Verkürzte Konzernbilanz

in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2015 2014 2013
Anlagevermögen 79,3 81,2 85,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 58,8 49,4 46,7
Vorräte 39,9 35,4 34,3
Aktive latente Steuern 4,2 4,1 4,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7,8 15,7 3,8
Eigenkapital 80,3 90,9 87,8
Rückstellungen (inkl. Ertragsteuern) 34,5 31,0 26,3
Verbindlichkeiten 62,4 52,8 49,3
Davon Schulden aus Lieferungen
und Leistungen 7,5 5,9 8,8
Umsatzabgrenzung 9,0 8,2 7,7
Passive latente Steuern 3,8 2,9 3,1
Bilanzsumme 190,0 185,8 174,2

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe stieg von Mio. € 185,8 auf Mio. € 190,0.

2.3.4.1.1 Aktiva

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie im Vorjahr Geschäfts- und Firmenwerte i. H. v. Mio. € 42,3 enthalten. Die Geschäftsleitung unterzieht den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene. Im Anlagevermögen sind die Posten »Grundstücke und Gebäude« i. H. v. Mio. € 13,7, »Technische Anlagen und Maschinen« und »Finanzierungsleasing« i. H. v. zusammen Mio. € 18,0 sowie »Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert)« i. H. v. Mio. € 5,3 enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen von Mio. € 49,4 auf Mio. € 58,8 hauptsächlich wegen des höheren Absatzes im vierten Quartal und der um rund Mio. € 5 gestiegenen Forderungen gegenüber Finanzbehörden. Die Forderungslaufzeit aus Lieferungen und Leistungen sank gegenüber dem Vorjahr leicht von 51 Tagen auf 49 Tage.

Die Vorräte stiegen zum Jahresende von Mio. € 35,4 auf Mio. € 39,9. Diese Steigerung ergibt sich im Wesentlichen aufgrund des höheren Auftragsbestandes und der Übernahme der Chemiebestände eines früheren Logistikdienstleisters.

Die aktiven latenten Steuern i. H. v. insgesamt Mio. € 4,2 resultierten vor allem aus zeitlichen Differenzen bei der Bewertung der Bilanzpositionen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von Mio. € 15,7 im Vorjahr auf Mio. € 7,8. Dies ist auf die im vergangenen Jahr erfolgten Dividendenzahlungen und den Aktienrückkauf von insgesamt Mio. € 35,7 zurückzuführen.

2.3.4.1.2 Passiva

Das Eigenkapital sank infolge der durchgeführten Dividendenzahlungen und des Aktienrückkaufs von Mio. € 90,9 auf Mio. € 80,3. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung (S. 97) entnommen werden. Trotz der oben erwähnten Maßnahmen blieb die Eigenkapitalquote bei soliden 42,2 % (Vorjahr: 48,9 %).

Die Bankverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 von Mio. € 0,3 auf Mio. € 5,3. Auch hier waren die wesentlichen Gründe die Dividendenausschüttung und der Aktienrückkauf.

WashTec verfügte zum Jahresende über ein Bankguthaben von Mio. € 7,8. Dem standen Bankverbindlichkeiten von Mio. € 5,3 und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen i. H. v. Mio. € 4,4 gegenüber. Aufgrund der Dividenden- und Sonderdividendenzahlung sowie des Aktienrückkaufs i. H. v. insgesamt Mio. € 35,7 zeigte die Gesellschaft eine Nettofinanzverschuldung (flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten) von Mio. € 1,9 (Vorjahr: Nettofinanzliquidität von Mio. € 9,8), was einer Veränderung von Mio. € 11,7 entspricht.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen stiegen von Mio. € 5,9 auf Mio. € 7,5.

Die passiven latenten Steuern stiegen leicht auf Mio. € 3,8 (Vorjahr: Mio. € 2,9).

Die Rückstellungen (inkl. Ertragssteuerschulden) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag bei Mio. € 34,5 (Vorjahr: Mio. € 31,0). Der Anstieg ist maßgeblich auf die Entwicklung der Ertragssteuerschulden zurückzuführen.

2.3.4.2 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente

Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Fachwissen und die Erfahrung der Mitarbeiter von WashTec das über Jahre hinweg auf- und ausgebaute Wissen im Hinblick auf Forschung und Entwicklung. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk der WashTec Gruppe.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.

2.3.5 Finanzlage

2.3.5.1 Kapitalstruktur

Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Zur Verringerung des Risikos aus einer allgemeinen Zinserhöhung und zur Verbesserung der Planungssicherheit nutzt WashTec übliche Instrumente, wie insbesondere Zinsswaps. Für die Swaps sind Zinssätze von 2,572 % und 2,580 % festgelegt. Der Konzern verfügte am 31. Dezember 2015 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio. € 51,1. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio. € 39,1.

Weitere Informationen in Bezug auf die Finanzierung der WashTec Gruppe finden Sie im Chancen- und Risikobericht unter dem Abschnitt »Finanzierungsrisiken«.

2.3.5.2 Investitionen und Abschreibungen

Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in Kerneuropa (Mio. € 6,7). Im Wesentlichen handelte es sich um Investitionen in die Standorte und den Erwerb eines Grundstücks in Grebenau. Darüber hinaus wurden Investitionen in Osteuropa (Mio. € 0,1), Nordamerika (Mio. € 0,9) und Asien/Pazifik (Mio. € 0,2) getätigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben und der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Der Vermögensgegenstand wird dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sofern ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert worden ist, wurde er nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäftsleitung unterzieht den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis hierfür ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene.

2.3.5.3 Liquidität

in Mio. €, 2015 2014 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- ---
Ergebnis vor Steuern 35,9 17,7 + 18,2 +102,8
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 32,9 29,2 + 3,7 +12,7
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit - 6,7 - 4,1 - 2,6 + 63,4
Freier Cashflow 26,2 25,1 + 1,1 + 4,4
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit - 38,6 - 11,9 - 26,7 + 224,4
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten - 12,4 13,2 - 25,6 - 193,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 2,5 15,4 - 12,9 - 83,8

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) stieg auf Mio. € 32,9 (Vorjahr: Mio. € 29,2).

Das Netto-Umlaufvermögen (kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte - kurzfristige Schulden aus Lieferungen und Leistungen) stieg von Mio. € 71,2 auf Mio. € 78,1 im Wesentlichen aufgrund eines durch Umsatz und Auftragsbestand bedingten Zuwachses von Forderungen und Vorräten. Das Verhältnis von Netto-Umlaufvermögen zu Umsatz sank leicht auf 0,23 (Vorjahr: 0,24).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2015 Mio. € 6,7 (Vorjahr: Mio. € 4,1).

Free Cashflow in Mio. €

Der Free Cashflow [Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit] stieg auf Mio. € 26,2 (Vorjahr: Mio. € 25,1).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf Mio. € 38,6 (Vorjahr: Mio. € 11,9). Der Mittelabfluss im Jahr 2015 beinhaltet Zahlungen für Zinsen, Dividenden und für den Aktienrückkauf sowie die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag sanken von Mio. € 15,4 auf Mio. € 2,5 zum Stichtag 31. Dezember 2015. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator

HSE

Rundungsdifferenzen möglich 2014 Prognose 2015 2015 Veränd.
Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden 1,3 0 1,6 + 0,3

Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2015 lag der Wert bei 1,6 und liegt damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften von 25,3. Das für 2015 gesetzte Ziel von 0,0 wurde nicht eingehalten.

Es ist Ziel der WashTec Gruppe, durch geeignete Maßnahmen und Vorgaben alle Arbeitsunfälle zu verhindern.

2.5 Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 25 auf 1.689 Mitarbeiter (Vorjahr 1.664). Im Jahresdurchschnitt waren 1.672 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.676).

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA-Chemie GmbH gelten die Tarifverträge der IG Chemie.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Ausgaben für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter sind gegenüber dem Vorjahr um 40 % gestiegen.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2.6 WashTec AG

Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht weitgehend dem der WashTec Gruppe, der im Kapitel »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist.

2.6.1 Ertragslage

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Washtec AG (verkürzt)

in Mio. €, 2015 2014 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 3,5 1,3 + 2,2 + 169,2
Personalaufwand - 4,7 -2,4 - 2,3 + 95,8
Sonstiger betrieblicher Aufwand - 2,4 -1,7 - 0,7 + 41,2
Beteiligungsergebnis 36,8 27,0 + 9,8 + 36,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 33,6 24,2 + 9,4 + 38,8
Jahresüberschuss 32,7 23,7 + 9,0 + 38,0
Gewinnvortrag 24,4 9,7 + 14,7 + 151,5
Entnahme aus Bilanzgewinn und Verrechnung Unterschiedsbetrag aus Aktienrückkauf - 34,2 - 8,9 - 25,3 + 284,3
Bilanzgewinn 22,0 24,4 -2,4 -9,8

Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG stiegen 2015 um Mio. € 2,2 auf Mio. € 3,5 (Vorjahr: Mio. € 1,3) und betrafen die Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an ihre Tochtergesellschaften. Das Ziel einer stabilen Umsatzentwicklung wurde damit nicht erreicht.

Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio. € 4,7 (Vorjahr: Mio. € 2,4) beinhaltet die Vergütung des Vorstands wie im Vergütungsbericht auf den Seiten 85 bis 88 ausgewiesen. Zudem ist der Personalaufwand für den Bereich Recht und Investor Relations enthalten. Zur Ausschüttung einer Prämie an Mitarbeiter für den über den Erwartungen liegenden Geschäftsverlauf des Jahres 2015 wurde eine Rückstellung gebildet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) stiegen um Mio. € 0,7 auf Mio. € 2,4 (Vorjahr: Mio. € 1,7).

Der Jahresüberschuss (nach HGB) stieg von Mio. € 23,7 auf Mio. € 32,7. Das Ziel eines stabilen operativen Ergebnisses wurde damit übertroffen.

Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) resultiert aus Erträgen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen i. H. v. Mio. € 4,7 (Vorjahr: Mio. € 4,9). Zudem fiel eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH i. H. v. Mio. € 32,0 (Vorjahr: Mio. € 22,0) an.

2.6.2 Vermögens- und Finanzlage

Bilanz WashTec AG (verkürzt)

in Mio. €, 2015 2014 Veränd. (absolut) Veränd.

(in %)
Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen 128,1 128,1 0,0 0,0
Forderungen, sonstige Vermögenswerte 30,3 32,5 - 2,2 - 6,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0 0,0 0,0 0,0
Eigenkapital 152,1 155,1 - 3,0 - 1,9
Rückstellungen 4,4 3,1 + 1,3 + 41,9
Verbindlichkeiten 2,0 2,4 - 0,4 -16,7
Bilanzsumme 158,5 160,7 -2,2 - 1,7

Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich hauptsächlich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen i. H. v. Mio. € 128,0 (Vorjahr: Mio. € 128,0) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf ist nicht gegeben.

Die Forderungen (nach HGB) i. H. v. Mio. € 23,4 (Vorjahr: Mio. € 29,4) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit den verbundenen Unternehmen und aus den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen.

Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio. € 152,1 (Vorjahr: Mio. € 155,1). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 96,0 % (Vorjahr: 96,5 %).

Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio. € 4,4 (Vorjahr: Mio. € 3,1) und wurden vor allem für Mitarbeiterprämien, Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten, die Vorstandsvergütung und die Aufsichtsratsvergütung gebildet.

2.6.3 Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.

2.6.4 Sonstiges

Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstände sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht unter 8.3 erläutert, der Teil des Lageberichts im Sinne von § 315 HGB ist.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Abschnitt »Compliance« (Seite 80) wiedergegeben und auf der Internetseite www.washtec.de veröffentlicht.

2.6.5 Prognose

Die im Prognosebericht für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.

3 Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen, die Lage des Konzerns und der WashTec AG beeinflussenden Ereignisse stattgefunden.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.

4.1.1 Geschäftspolitik und Strategie

WashTec hält auch für 2016 und die Folgejahre an seiner Strategie fest, den Kundennutzen zu erhöhen und die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich Fahrzeugwäsche auszubauen.

4.1.2 Absatzmärkte und Produkte

WashTec generiert bisher gut 80 % seiner Umsätze in etablierten Märkten, insbesondere Europa.

Die Gruppe beabsichtigt, ihre Präsenz und Marktanteile in allen Vertriebsregionen weiter zu steigern. Ein zusätzliches Potenzial für die WashTec Gruppe besteht aufgrund des geringeren Marktanteils bzw. des sich erst entwickelnden Marktes in Nordamerika und Asien. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Fahrzeuge, die in den vergangenen Jahren bereits sehr dynamisch gestiegen ist, weiter zulegen wird. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass auch die Akzeptanz für die automatische Fahrzeugwäsche schrittweise zunimmt.

4.1.3 Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Konjunkturprognose für die Weltwirtschaft für 2016 leicht über dem Vorjahr

Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen in ihrem jüngsten Ausblick vom Januar 2016 von einem Wachstum der globalen Wirtschaft in 2016 von 3,4 % aus. Für Deutschland wird wie für den Euroraum insgesamt ein Wachstum von 1,7 % erwartet. Der Wert liegt damit jeweils leicht oberhalb dem des Vorjahres. Ein kaum einschätzbares Risiko stellen der niedrige Ölpreis und das Abschwächen der Politik des billigen Geldes in den USA dar. Für die US-Wirtschaft wird ein Wachstum von 2,6 % prognostiziert. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,3 % prognostiziert. Für China wird eine Wachstumsabschwächung von 6,9 % im Jahr 2015 auf 6,3 % im Jahr 2016 erwartet. Diese Wachstumsverlangsamung stellt neben der geldpolitischen Straffung in den USA und der möglichen Eskalation der bestehenden geopolitischen Spannungen das größte Wachstumsrisiko dar.

IWF-Wachstumsprognosen für 2016 in %

Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Update Januar 2016

4.1.4 WashTec Unternehmensentwicklung

Eine Prognose für 2016 ist mit Unsicherheiten versehen, die einen erheblichen Einfluss auf die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können. Entscheidend wird insbesondere sein, wie sich das Geschäft in Kerneuropa entwickelt und in welchem Umfang es gelingt, die Wachstumspotenziale in den übrigen Märkten zu nutzen. Darüber hinaus ist es das Ziel des Vorstands, die Strategie des Unternehmens weiterzuentwickeln und die operative Performance laufend zu verbessern. Gleichzeitig plant WashTec für 2016 Investitionen in Fertigungsanlagen als auch steigende Ausgaben für Vertriebs- und Marketingaktivitäten in allen Regionen.

Insgesamt wird für 2016 ein gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhtes Investitionsvolumen der unterschiedlichen Kundensegmente und Regionen erwartet.

Osteuropa und Kerneuropa

Ab der Berichtsperiode 2016 wird die Berichterstattung für die Segmente Kerneuropa und Osteuropa zusammengefasst. Die folgende Tabelle stellt das Geschäftsjahr 2015 in der neuen Struktur als Grundlage für den Prognosebericht dar.

Segmentberichterstattung 2015 in der Berichtsstruktur 2016

Rundungsdifferenzen möglich Kerneuropa Nordamerika Asien/ Pazifik
Umsatz in Mio. € 281,4 54,3 14,8
EBIT in Mio. € 34,0 1,6 0,7

Den folgenden Prognosen liegt das aus der Tabelle ersichtliche Begriffsverständnis für die Umsatzentwicklung zugrunde:

Umsatzentwicklung

Begriff Positive/negative Abweichung

in %
stabil ≤ 1
leicht ≤ 3
deutlich > 3

Für die EBIT-/Free Cashflow-Entwicklung wird folgendes Begriffsverständnis festgelegt:

EBIT-/Free Cashflow-Entwicklung

Begriff Positive/negative Abweichung

in %
stabil ≤ 3
leicht ≤ 6
deutlich > 6

Für 2016 geht die Gesellschaft insgesamt von folgenden regionalen Entwicklungen aus:

Kerneuropa: Der Markt in Kerneuropa wird sich nach Einschätzung der Gesellschaft 2016 nicht wesentlich verändern. Das in 2015 erhöhte Volumen wird auch für 2016 erwartet. Die Margen sind in Europa in einigen Ländern und Kundensegmenten unverändert unter Druck. Das Investitionsverhalten in Teilregionen verbessert sich weiter. Die Gesellschaft geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis deutlich gegenüber 2015 verbessern werden. Einen vergleichbaren Umsatz- und Ergebnisanstieg wie in 2015 erwartet die Gesellschaft für 2016 nicht.
Kerneuropa Prognose 2016
Umsatz deutlich steigend
EBIT deutlich steigend
Nordamerika: WashTec investiert unverändert in das weitere organische Wachstum in dieser Region und sieht aufgrund des geringeren Marktanteils in Kombination mit einem sehr guten Produkt noch weiteres Potenzial. Für 2016 geht WashTec - ohne Währungseffekte - von einem deutlich steigenden Umsatz und EBIT aus.
Nordamerika Prognose 2016
Umsatz deutlich steigend
EBIT deutlich steigend
Asien/Pazifik: Die Region hat sich in 2015 stark entwickelt. WashTec rechnet mit einem weiteren Anstieg des Geschäfts in 2016. Für das gesamte Segment geht WashTec von einem deutlich steigenden Umsatz und EBIT aus.
Asien/Pazifik Prognose 2016
Umsatz deutlich steigend
EBIT deutlich steigend
Gruppe: WashTec strebt für die Gesamtgruppe im Geschäftsjahr 2016 ein deutliches Umsatzwachstum bei einem ebenfalls deutlichen Anstieg des EBIT an. Trotz geplanter Investionen in Personal und Organisationsstrukturen (insbesondere im Vertrieb) und höherer Ausgaben für IT und Marketing strebt die Gesellschaft eine stabile EBIT-Rendite an.

Zusammenfassend geht der Vorstand im Rahmen seiner Prognose davon aus, dass sich die Kennzahlen wie folgt entwickeln:

erreicht 2015 Prognose 2016
Umsatz 340,9 Mio. € deutlich steigend
EBIT 36,4 Mio. € deutlich steigend
Free Cashflow 26,2 Mio. € deutlich steigend
HSE (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden) 1,6 0 - 2

Für die WashTec AG werden für das Jahr 2016 aufgrund der Kostenweiterbelastungen eine stabile Umsatzentwicklung und damit auch stabile operative Ergebnisse erwartet. Das Ergebnis hängt auch zukünftig vom Ausschüttungspotenzial der Tochtergesellschaften ab.

4.2 Chancen- und Risikobericht

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.

Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose-bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.

Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken frühzeitig und kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem. So können erforderliche Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

4.2.1 Chancen- und Risikomanagement

Risikomanagement

Zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung sämtlicher relevanter Risiken dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 24 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentliche und bestandsgefährdende Risiken angemessen identifiziert werden. Grundlegende Veränderungen des Chancen- und Risikomanagements gegenüber dem Vorjahr gab es nicht.

Datenbankgestützt werden sämtliche identifizierte Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis werden in einer Brutto-Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor Maßnahmen dar. Maßnahmen können z. B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. abgeschlossenen Versicherungen bestehen. Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotenzial. Dieses wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:

Finanzielle Auswirkungen auf das Konzernergebnis

1 Unbedeutend

2 Nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar

3 Wesentlich/bedeutend

4 Gravierend, aber den Fortbestand der Gruppe nicht gefährdend

5 Existenz bedrohend

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben:
1 Sehr unwahrscheinlich 1- 15 %
2 Unwahrscheinlich 15 - 40 %
3 Eventuell 40 - 60 %
4 Wahrscheinlich 60 - 85 %
5 Sehr wahrscheinlich 85 - 99 %

Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung der Risiken nach deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.

Risikomatrix
Eintrittswahrscheinlichkeit
Auswirkungen 1- 15

%
15 - 40

%
40 - 60

%
60 - 85

%
85 - 99

%
--- --- --- --- --- ---
Existenz bedrohend R W W B B
Gravierend, aber den
Fortbestand der Gruppe R R W W W
nicht gefährdend
Wesentlich/bedeutend R R W W W
Nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar V R R R W
Unbedeutend V V R R R

Das Risikomanagement erfolgt über die Definition, Einleitung und regelmäßige Verfolgung geeigneter Gegenmaßnahmen.

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale und die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens und sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.

Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanung und -aktualisierung sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.

4.2.2 Chancen und Risiken

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen in der Chancen- und Risikostruktur. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten. Auf die als »Unbedeutend« eingestuften Risiken wird nicht näher eingegangen.

4.2.2.1 Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Risiken

Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Davon können beispielsweise Ölgesellschaften betroffen sein, die durch noch weitergehende Änderungen des Ölpreises wesentlichen Ergebnisschwankungen unterliegen.

Aktuell regionale militärische Konflikte oder Aktionen von Extremisten können sich ausweiten, und über ihren aktuellen Einfluss auf wenige Absatzmärkte hinaus, negative Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch den Absatz von Fahrzeugwaschanlagen haben.

Chancen

Der geringere Preis für Kraftststoffe wird tendenziell zu einer Ausweitung der Nachfrage und damit auch zu mehr Besuchen an Tankstellen führen. Dies kann die Waschzahlen und damit auch Investitionen bzw. Umsätze für Service und Chemie positiv beeinflussen.

Regionen, die auch von WashTec strategisch als Wachstumsregionen gesehen werden, sind derzeit in einer gegenüber dem Vorjahr etwas verschlechterten wirtschaftlichen Verfassung. Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in China spielen für WashTec, aufgrund der dort noch geringen Umsätze, eine nur untergeordnete Bedeutung - anders als in anderen Branchen der deutschen Industrie. Sollten negative Entwicklungen in China Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft haben, wird dies auch die WashTec Entwicklung beeinflussen.

4.2.2.2 Klima- und Umwelteinflüsse

Risiken

Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, stark schwankende Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädten sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Pkws weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzliche Bestimmungen zu befolgen. Dies kann zu weniger Wäschen und somit zu geringeren Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der maschinellen Wäschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasserrückgewinnungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von rund 150 Litern/Wäsche oder 90 % im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn sich die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder weiter verbreiten, kann dies zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnung führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der manuellen Fahrzeugwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.

4.2.2.3Kunden, Wettbewerb und Markt

Risiken

Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen. Dieses Risiko ist durch den Abschluss wesentlicher Großkundenvereinbarungen in 2015 gegenüber dem Vorjahr verringert.

Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preis- und Margendruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.

WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.

Infolge der Verknappung und der mittelfristigen Verteuerung fossiler Brennstoffe und der technischen Weiterentwicklung und zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte die Nutzung der Tankstelle in ihrer heutigen Form abnehmen. Allerdings ist derzeit noch unklar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen würde (in Frage kommen Aufladung und Batteriewechsel an der Tankstelle oder das Aufladen zu Hause). Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese Entwicklung jedoch, maßgeblich durch bereits vorhandene Kfz, in den nächsten 5 bis 10 Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben. Änderungen im Waschverhalten der Kunden können zu negativen Folgen für den Absatz der Hauptprodukte der WashTec Gruppe führen. Die Marktanteile von WashTec in den unterschiedlichen Waschtypen sind gerade außerhalb Europas stark differierend. Ein Trend zu Waschformen mit derzeit noch geringeren Marktanteilen kann die Umsätze belasten.

Ein ähnliches Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.

Chancen

Die derzeitige wirtschaftliche Lage bietet die Chance, dass WashTec seine führende Marktstellung weiter ausbauen kann. Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der EU fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, in Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Fertigungsstätten in den Wachstumsregionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Die Übernahme von Netzen der Ölgesellschaften durch stärker am Einzelhandel orientierte globale Unternehmen kann zu einer weiteren Verbesserung der globalen Marktposition von WashTec führen. Der Zugang von WashTec zum Kapitalmarkt ermöglicht grundsätzlich auch eigene Investitionen durch WashTec.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in rund 65 Ländern können sich höhere Verkäufe in Wachstumsregionen ergeben.

4.2.2.4 Investitionen

Entscheidungen für Investitionen beinhalten unter anderem Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.

Risiken

Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen zu zukünftigen Marktentwicklungen nicht in dem Maße eintreten wie geplant und es dadurch zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen belasten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsen für gebundenes Kapital, außerordentliche Abschreibungen usw.

Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für das Genehmigen von Investitionen und sonstigen Ausgaben. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst, dem Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Erst nach eingehender Diskussion im Vorstand, dem erweiterten Führungskreis und in den Gesprächen mit dem Aufsichtsrat werden strategische Investitionen beschlossen.

Chancen

Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört -abhängig von der Art der Investition - die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern.

4.2.2.5 Innovationen und Patente

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber (ebenso wie WashTec) zahlreiche Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten. Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie und die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten nachhaltig beeinflussen.

Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge haben.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot zu erweitern, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. WashTec Innovationen wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.

Das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie kann sich durch technische Verbesserungen ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.

Innovative Produkte können die Kundenerwartungen übererfüllen, neuen Bedarf stimulieren und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilsverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.

4.2.2.6 Risiken und Chancen für Qualität und Prozesse

Risiken

Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte im Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und der Einführung neuer IT-Systeme können Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Darüber hinaus entwickelt WashTec die sehr hohen Anforderungen an HSE (Health, Safety, Environment) mit den Kunden aktiv weiter. Unvorhergesehene Verstöße oder individuelles Fehlverhalten könnten zum Verlust von Großaufträgen oder der zeitlichen Verzögerung von Maschineninstallationen führen und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens verschlechtern.

Chancen

Durch die laufende Optimierung der Hauptprozesse und den Einsatz neuer Technologien können sich positive Effekte für die Kundenzufriedenheit und Prozesseffizienz ergeben, die nicht in der normalen Planung berücksichtigt waren.

4.2.2.7 Lieferantenrisiken/-chancen

Risiken

Beim Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Risiken durch verspätete Lieferungen, mangelnde Produktverfügbarkeit, mangelhafte Qualität und schwankende Einkaufspreise. Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement und die Risikoabschätzung (besonders bei strategischen Lieferanten) verringern etwaige Risiken soweit wie möglich.

Durch Veränderungen des Bezugsvolumens sind wesentliche Änderungen der Bezugspreise denkbar. Dies kann Margen negativ beeinflussen.

WashTec bezieht auch Teile von Wettbewerbern. Die Bereitschaft, diese Teile vereinbarungsgemäß zu normalen Lieferzeiten und Preisen zu verkaufen, kann z. B. durch Veränderungen in der Geschäftsführung oder den Eigentümern variieren.

Chancen

Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.

Die aktuelle Entwicklung bei Rohstoffkosten kann sowohl für die Maschinenproduktion als auch für den Betrieb eigener Fahrzeugflotten positive Effekte haben.

4.2.2.8 Kapazitätsrisiken

Nachfrageschwankungen und unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf bedingen entsprechende Kapazitätsanpassungen. Mithilfe von internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus erkannt und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.

Bei Kapazitätserweiterungen kann es durch Verzögerung des Bauprojektes zu zeitweiligen Logistik- und Lieferproblemen kommen.

4.2.2.9 Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Risiken

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider, oder ist die gute Performance der Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu einer Übernahme oder wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur kommen.

In diesem Fall können die bestehende Strategie, personelle Besetzung der Organe und bisher kommunizierte Erwartungen der WashTec Gruppe geändert werden. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z. B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor.

4.2.2.10 Finanzrisiken

Risiken

Es bestehen Darlehen und andere lokale Kreditlinien bis zu Mio. € 51,1, die in wesentlichen Teilen von einem Bankenkonsortium bis Dezember 2018 zur Verfügung gestellt werden. Die Bedingungen der Konsortialdarlehen beschränken den finanziellen und operativen Spielraum der WashTec Gruppe. Die WashTec Gruppe ist verpflichtet, während der Laufzeit der Konsortialdarlehen bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Beim Eintritt bestimmter, im Kreditvertrag aufgeführter

Ereignisse (wie z. B. einer Übernahme oder dem Abgang einer wesentlichen Tochtergesellschaft) oder einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (wie z. B. einem Bruch der sogenannten »Financial Covenants«) sind außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten vorgesehen.

Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR sowie dem aktuellen Verschuldungsgrad der Gesellschaft. Finanz- und Konjunkturkrisen können die Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen erschweren, was zu unmittelbar negativen Auswirkungen auf die Finanzierung des Konzerns führen kann.

Chancen

Eine geringe Inanspruchnahme vorhandener Kreditlinien und ein insgesamt geringes Zinsniveau kann sich positiv auf das Finanzergebnis und damit auf die Ertragslage der WashTec Gruppe auswirken. Aufgrund der soliden Bilanzstruktur kann die WashTec Gruppe laufend in die operative und strategische Weiterentwicklung investieren und sich strategische Optionen offen halten.

4.2.2.11 Währungsveränderungen

Risiken

Durch zunehmende Transaktionen mit der Tochtergesellschaft in den USA können sich Änderungen des USD-/EUR-Wechselkurses auf den Abschluss auswirken. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec entsprechender Derivate, die im Juni 2011 abgeschlossen worden sind. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich.

Chancen

Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/ Pazifik könnten sich bei weiterer Schwächung des Euro positive Währungseffekte ergeben.

4.2.2.12 Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie beispielsweise einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, z. B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen.

4.2.2.13 Kredit- und Ausfallrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredererisiko möglichst gering zu halten, wird mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Im Konzern besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken.

4.2.2.14 Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe bilanziert aktivierte latente Steuern im Wesentlichen aus zeitlichen Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.

Außerdem könnten sich weitere Risiken ergeben aufgrund noch ausstehender Betriebsprüfungen in einigen Tochtergesellschaften des Konzerns. Die Unternehmensleitung betrachtet diese als gering, da alle neuen Berechnungen in Zusammenarbeit mit den lokalen Steuerberatern gemacht wurden. Bis zum Ende einer Betriebsprüfung kann das Risiko jedoch nie ganz ausgeschlossen werden. Aufgrund der internationalen Aufstellung des Unternehmens bestehen weiterhin Risiken in Verbindung mit dem Umsatzsteuerrecht.

4.2.2.15 Mitarbeiterrisiken

WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und auch Spezialisten in allen Bereichen und insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung, Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern könnte sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WashTec auswirken.

In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern (wie z. B. Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen, bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse) könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern.

Darüber hinaus können Arbeitsniederlegungen in Produktion oder Service die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.

Werden die Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder für vom Unternehmen zu tragende Sozialleistungen geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.

4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken

In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Risiken, soweit diese hinsichtlich ihrer Gesamtbeurteilung nach Wesentlichkeit und Relevanz aufweisen, dargestellt:

Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Gesamtbeurteilung
Klima- und Umwelteinflüsse unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Kunden, Wettbewerb und Markt unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Investitionen sehr unwahrscheinlich unbedeutend unbedeutend
Innovationen und Patente unwahrscheinlich unbedeutend unbedeutend
Qualitäts und Prozessrisiken unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Lieferantenrisiken unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Kapazitätsrisiken unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Übernahmerisiken sehr unwahrscheinlich wesentlich/ bedeutend relevant
Finanzrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Währungsrisiken eventuell nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Liquiditätsrisiken sehr unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Kredit- und Ausfallrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Steuerrisiken eventuell wesentlich/ bedeutend relevant
Mitarbeiterrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant

4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung

Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen ist nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:

Bezogen auf die Gesamtanzahl der Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die WashTec Gruppe haben könnten, ergab sich wie im Vorjahr eine leichte Verringerung. Das Risiko Großkunden zu verlieren hat sich durch die hohe Zahl abgeschlossener Vereinbarungen in 2015 gegenüber dem Vorjahr reduziert. Eine grundlegende Änderung des Gesamtrisikos liegt dennoch nicht vor. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen.

Veränderungen zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts ergaben sich nicht.

Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.

5 IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der Einhaltung rechtlichen Vorschriften. Das IKS von WashTec soll die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleisten. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht. WashTec verfügt über eine weitreichend vereinheitlichte Struktur für die wöchentliche, monatliche und quartalsweise Berichterstattung, die zeitnah und aktuell das Richtlinienwerk widerspiegelt. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden konzernintern monatlich auf der Basis eines konzernweiten Planungs- und Reportingtools analysiert.

Alle Prozesse und Gesellschaften werden nach potenziellen und bereits identifizierten Risiken bewertet und entsprechenden internen Prüfungen festgelegt. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden darüber hinaus reguläre Kontrollfunktionen vor allem durch die Abteilungen Controlling und Internal Audit übernommen.

Es gab keine Veränderung am Internen Kontrollsystem zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts.

6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-, Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Umgang mit Währungs-, Liquiditäts-, Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus verwendet das Unternehmen derivative Finanzinstrumente, deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktrisiken besteht. Entsprechend einer Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.

7 Übernahmerelevante Angaben

Angaben gem. §§ 289 IV, 315 IV HGB - Erläuternder Bericht des Vorstands

Nachfolgender Text enthält die Angaben nach §§ 289 Abs. 4 bzw. 315 Abs. 4 HGB.

§ 315 IV Nr. 1 HGB »Gezeichnetes Kapital«

Das gezeichnete Kapital i. H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte - gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

§ 315 IV Nr. 2 HGB »Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«

Gemäß § 71 b AktG stehen der Gesellschaft bezüglich erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstands existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

§ 315 IV Nr. 3 HGB »Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstands zu 35,20 % im Besitz von Aktionären unterhalb der Meldeschwellen. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, hält - gemäß der Meldung nach WpHG - Kempen Oranje Participaties N. V., Amsterdam, Niederlande (10,73 %).

Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar (§ 315 IV Nr. 3 HGB):

Aktionärsstruktur Stand 31. Dezember 2015

1 Nmás1 Dinamia, S.A.

2 Leifina GmbH & Co. KG et al

3 Setanta Asset Management

Quelle: Meldungen gemäß WpHG

§ 315 IV Nr. 4 HGB »Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

§ 315 IV Nr. 5 HGB »Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind«

Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt.

§ 315 IV Nr. 6 HGB »Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen«

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus vier Mitgliedern, von denen einer vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden bestellt ist. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstands sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.9 und § 9.10 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.

§ 9.9 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

§ 315 IV Nr. 7 HGB »Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«

Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG) Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Auf diesen Betrag ist zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen, der auf diejenigen auf den Inhaber lautenden Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, welche während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 zu Tagesordnungspunkt 9 gewährt oder eingeräumt werden. Soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil sie bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts Anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.

Bedingtes Kapital (§ 5.2 der Satzung der WashTec AG)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu € 8.000.000, eingeteilt in bis zu 2.795.394 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund von § 5.1 der Satzung (Genehmigtes Kapital) erhöht ist. Eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlungs-/ Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2013 bis zum 14. Mai 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Oder sie erfolgt soweit sie zur Wandlungs-/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlungs-/ Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschluss jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. des Aktiengesetzes zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb können der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2013 entnommen werden. Von dieser Ermächtigung hat die Gesellschaft im Berichtsjahr 2015 Gebrauch gemacht. Am 14. August 2015 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, im Zuge eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots bis zu 550.000 eigene Aktien gegen Zahlung einer Gegenleistung in Geld i. H. v. € 23,20 je Stammaktie zu erwerben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 3,94%. Bis zum Ablauf der Annahmefrist am 9. September 2015 wurden 5.871.173 Aktien angedient. Unter Berücksichtigung der bevorrechtigten Annahme von Aktionären, die bis zu maximal 100 Aktien eingereicht haben, und der Zuteilungsquote von 9,2220% hat die WashTec AG damit nach kaufmännischer Rundung insgesamt 549.988 Aktien erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von ca. 3,93%. Nach Abschluss des Rückkaufangebots hält die WashTec AG unter Berücksichtigung der zuvor gehaltenen Aktien insgesamt 594.646 eigene Aktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 4,25% entspricht.

§ 315 IV Nr. 8 + 9 HGB »Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe - wie z. B. die Kreditverträge - sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme (Change of Control) vor. Im diesem Fall kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.

8 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) (inkl. Corporate Governance-Bericht)

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zugleich berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) über die Corporate Governance des Unternehmens.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex. Die Empfehlungen und Anregungen des Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015 wurden uneingeschränkt erfüllt. In der Entsprechenserklärung zum Kodex vom 15. Dezember 2015 durch Vorstand und Aufsichtsrat waren somit keine Abweichungen offenzulegen.

8.1 Unternehmens- und Führungsstruktur

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex wurden zum bestehenden Prüfungs-, Personal- und Nominierungsausschuss zusätzlich ein Innovations- und ein Vertriebsstrategieausschuss gebildet. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften übertragen worden sind. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied, im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats, Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Dr. Liebler (Vorsitzender), Herr Große-Allermann und Herr Dr. Blaschke an, wobei Herr Dr. Liebler aufgrund seiner besonderen Kenntnisse und Erfahrungen auch die Rolle des »Finanzexperten« übernimmt. Im Personalausschuss sind Herr Dr. Blaschke als Vorsitzender und die Herren Lacher und Bellgardt als weitere Mitglieder vertreten. Der Nominierungsausschuss besteht aus den Herren Große-Allermann (Vorsitzender), Dr. Liebler und Dr. Hein. Dem Innovationsausschuss gehören Herr Bellgardt als Vorsitzender sowie die Herren Dr. Blaschke und Dr. Hein an. Der Vertriebsstrategieausschuss besteht aus den Herren Dr. Blaschke (Vorsitzender) und Bellgardt.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens, der Zusammensetzung der Belegschaft und der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec. Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 des Kodex hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr auch mit der Besetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands mit Frauen beschäftigt und Quotenziele für die Besetzung definiert. Die genauen Ziele sind auf Seite 83 genauer beschrieben.

Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung diese Ziele bereits weitgehend und beabsichtigt, die beschlossenen Ziele auch bei der nächsten turnusmäßigen Neubesetzung des Aufsichtsrats oder bei einem vorherigen Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds bei seinen Wahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Fall der gerichtlichen Bestellung.

Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 1.3 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Gesellschaft).

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartals- und Halbjahresberichte und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fallen weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt und überprüft der Aufsichtsrat unter anderem auch regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wichtigsten Vertragselemente (Ziffer 4.2.2 des Kodex). Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an seine Zustimmung gebunden.

Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie zum Umgang mit Interessenkonflikten.

In einer Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands geregelt; insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte als auch die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.

Vorstand

Der Vorstand der WashTec AG ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz- und Ertragslage, der Compliance, der Risikolage und des Risikomanagements.

Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum mit Herrn Dr. Zimmermann als Vorstandsvorsitzendem, Frau Kalb, Herrn Weber und Herrn Springs vier Personen an. Herr Dr. Zimmermann verantwortet die Bereiche Supply Chain, Entwicklung, Service, Qualität und Einkauf. Frau Kalb verantwortet die Bereiche Personal, Compliance, Investor Relations und Sonderprojekte. Herr Weber verantwortet die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktmanagement. Herr Springs verantwortet die Bereiche Finanzen und IT.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (»Directors' Dealings«)

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, soweit der Wert der vom Mitglied und den ihm nahestehenden Personen getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 5.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt. Der Gesellschaft wurden folgende im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommene Geschäfte gemeldet:

Datum der Transaktion Vor- und Zuname Funktion/ Status Art und Ort der Transaktion Finanzinstrument und ISIN Anzahl Kurs/Preis
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- --- --- ---
13.05.2015 Dr. Hans-Friedrich Liebler Mitglied des Aufsichtsrats Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 5.000 21,00
18.05.2015 VVG Familie Roland Lacher KG Zu einer Person mit Führungsaufgaben Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 5.000 19,97
29.05.2015 Dr. Sören Hein Mitglied des Aufsichtsrats Kauf über Frankfurt WashTec Aktie DE0007507501 5.000 20,19
25.09.2015 Dr. Volker Zimmermann Mitglied des Vorstands Kauf außerbörslich WashTec Aktie DE0007507501 12.500 22,00
19.11.2015 Stephan Weber Mitglied des Vorstands Kauf außerbörslich WashTec Aktie DE0007507501 3.000 28,90
10.12.2015 Rainer Springs Mitglied des Vorstands Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 4.000 29,136
21.12.2015 Karoline Kalb Mitglied des Vorstands Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 811 29,495
23.12.2015 Karoline Kalb Mitglied des Vorstands Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 2.236 29,50
29.12.2015 Karoline Kalb Mitglied des Vorstands Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 253 29,50
Datum der Transaktion Gesamtvolumen
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- ---
13.05.2015 105.000,00
18.05.2015 99.850,00
29.05.2015 100.950,00
25.09.2015 275.000,00
19.11.2015 86.700,00
10.12.2015 116.545,00
21.12.2015 23.920,46
23.12.2015 65.962,00
29.12.2015 7.463,50

Sämtliche Directors' Dealings werden auf der Website des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43 %) an der WashTec AG hielt.

Zum 31. Dezember 2015 hielten Herr Dr. Günter Blaschke als Aufsichtsratsvorsitzender 50.000 und Herr Ulrich Bellgardt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 25.000 Aktien der WashTec AG. Die Mitglieder des Aufsichtsrats Herr Dr. Hans-Friedrich Liebler und Herr Dr. Sören Hein hielten jeweils 5.000 Aktien der WashTec AG. Die VVG Familie Roland Lacher KG, vertreten durch Herrn Roland Lacher, Mitglied des Aufsichtsrats der WashTec AG, hielt zum 31. Dezember 2015 ebenfalls 5.000 Aktien.

Zum 31. Dezember 2015 hielt Herr Dr. Volker Zimmermann als Vorstandsvorsitzender 12.500 Aktien der WashTec AG. Als Mitglieder des Vorstandes hielten Herr Stephan Weber 3.000, Herr Rainer Springs 4.000 und Frau Karoline Kalb 3.300 Aktien der WashTec AG.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Einzelgesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung und über die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet innerhalb der ersten Hälfte eines Geschäftsjahres statt, üblicherweise im Mai. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt.

Die WashTec AG bietet ihren Aktionären als Service an, von der Gesellschaft benannte, an die Weisung der jeweiligen Aktionäre gebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.

Die WashTec AG hat 2015 alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren. Die WashTec AG verzichtet auf die Übertragung der Hauptversammlung im Internet und die elektronische Übermittlung der Einberufungsunterlagen.

Frauenquote

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom Mai 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, erstmals Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenteil erreicht werden soll.

Der Aufsichtsrat hat am 17. September 2015 für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von mindestens 25 % beschlossen. Damit wird der aktuelle Stand festgehalten.

Der Aufsichtsrat hat ebenfalls am 17. September 2015 für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße von mindestens 0 % beschlossen. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht werden.

Der Vorstand hat ebenfalls eine Zielgröße für die Besetzung der beiden Führungsebenen unter dem Vorstand festgelegt. Er strebt angesichts des Unternehmensgegenstandes, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft als auch der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec für die Zusammensetzung der Führungsebenen unter dem Vorstand an, dass die erste Führungsebene einen Frauenanteil von mindestens 5,26 % hält und, dass die zweite Führungsebene einen Frauenanteil von mindestens 9,52 % hält. Unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse bei WashTec hält der Vorstand diesen Anteil für angemessen, da er eine Flexibilität im Sinne einer Besetzung nach Qualifikation ermöglicht.

8.2 Compliance

Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung, auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, der Corporate Governance Bericht (als Bestandteil des Geschäftsberichts) sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z. B. der WashTec Ethik-Kodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations abrufbar.

WashTec hat eine Compliance Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance Bericht erstellt.

Die strategischen Leitlinien und der Ethikkodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance-Programms. Der Ethikkodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethikkodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Gruppenweit haben alle Führungskräfte ihr Bekenntnis zum Ethikkodex mit ihrer Unterschrift dokumentiert. Dieses Bekenntnis wird regelmäßig erneuert.

Das gemäß § 15b WpHG zu führende Insiderverzeichnis wird laufend gepflegt und aktualisiert. Die im Insiderverzeichnis geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.

Soweit meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen (Directors' Dealings) vorliegen, werden diese veröffentlicht. Die betroffenen Personen bei WashTec werden über ihre Pflichten in Bezug auf Directors' Dealings informiert.

Der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird sowohl im Geschäftsbericht als auch im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlicht, soweit die Voraussetzungen der Ziffer 6.3 des Kodex vorliegen.

Nachfolgend ist der Wortlaut der von Vorstand und Aufsichtsrat am 15. Dezember 2015 abgegebenen und im Internet unter www.washtec.de im Bereich Investor Relations veröffentlichten Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wiedergegeben.

»WashTec AG, Augsburg Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 05. Mai 2015 seit der Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung am 11. Dezember 2014 entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird. Hiervon galten und gelten keine Ausnahmen.

Augsburg, den 15. Dezember 2015

WashTec AG

Vorstand und Aufsichtsrat

Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie innerhalb der Geschäftsberichte der WashTec AG im Rahmen des Corporate Governance-Berichts bzw. der Erklärung zur Unternehmensführung und im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Corporate Governance für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.

8.3 Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands der WashTec AG und die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist in Übereinstimmung mit dem Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, berücksichtigt werden.

Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (auch in der zeitlichen Entwicklung).

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie den Empfehlungen und den Anregungen des Kodex. Das Vergütungssystem wurde zuletzt vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 15. Dezember 2015 erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen (Ziffer 4.2.2 Abs. 1 des Kodex). Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so gestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Fixe Vergütung

Die vier amtierenden Mitglieder des Vorstands erhielten für das Jahr 2015 eine fixe erfolgsunabhängige Vergütung i. H. v. insgesamt € 1.013.678 (Vorjahr: [zwei amtierende Vorstände]: € 611.955). Die fixen Bezüge umfassen auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten.

Kurzfristige variable Vergütung - erfolgsbezogene Komponente

Die bestehenden Vorstandsverträge sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten kurzfristige, an die Erreichung von verschiedenen, vom Aufsichtsrat festzulegenden Zielvorgaben gebundene Komponenten. Sie sollen Anreize für den Vorstand schaffen, den geschäftlichen Erfolg der WashTec AG voranzutreiben. Die kurzfristige variable Jahresvergütung orientiert sich an jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgaben.

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Alle bestehenden Vorstandsverträge sehen eine langfristige Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die langfristige variable Vergütung basiert auf einer vom Aufsichtsrat festzusetzenden separaten strategischen, finanziellen und operativen Zielvorgabe mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage. Sie teilt sich auf in zwei Bestandteile, denen die gleichen Ziele und zeitlichen Rahmenbedingungen zugrunde liegen. Dabei kann die langfristige Komponente (a), die in ihrer Höhe jeweils der kurzfristigen variablen Vergütung entspricht, verdoppelt werden, sofern der jeweilige Vorstand in entsprechender Höhe in Aktien der Gesellschaft investiert (b). Die Incentivierungsphase läuft von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017. Der Auszahlungsbetrag am Ende der Incentivierungsphase ist abhängig von der Erfüllung der vereinbarten Ziele sowie vom Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt.

Frau Kalb erhält eine langfristige variable Vergütung für die Geschäftsjahre 2015 und 2016, wenn es nicht zu einer Verlängerung des Dienstvertrages kommt.

Durch die Festlegung von anspruchsvollen Zielvorgaben wurde und wird eine variable Komponente der Vorstandsvergütung gewährt, die sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung trägt (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Kodex). Im Rahmen des Long Term Incentive Programs (LTIP) wurden ROCE und Total Shareholder Return als Zielgrößen festgelegt.

Bezüglich der detaillierten Aufgliederung der Vorstandsvergütung verweisen wir auf die tabellarische Darstellung im Anhang Nr. 37 (S. 128 ff).

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

In den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Vergütung i. H. v. 50 % des monatlich anteiligen Teilbetrags des festen Jahresgehalts als Gegenleistung für die Ausübung eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbots nach Beendigung des Dienstverhältnisses vereinbart.

Bei den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Regelung vorgesehen, nach der bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit, die nicht durch einen zur Kündigung des Vorstandsvertrags berechtigenden wichtigen Grund veranlasst ist, Abfindungszahlungen vereinbart werden, die auf maximal zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenkosten begrenzt sind (Abfindungs-Cap).

Sonstiges

Die Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder sonstigen Haftungsfreistellungen.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2015 wurde die Aufsichtsratsvergütung mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2015 neu gefasst. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 35.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Der stellvertretende Vorsitzende erhält eine fixe Vergütung von € 70.000 pro vollem Geschäftsjahr, der Vorsitzende € 100.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i. H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.

Die fixe und erfolgsabhängige Gesamtvergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 75.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf € 100.000. Für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats ist die Vergütung auf € 150.000 und für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 200.000 begrenzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile gewährt für persönlich erbrachte Leistungen (Ziffer 5.4.6 des Kodex).

Gemäß § 8.16 der Satzung hat die Hauptversammlung außerdem ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Aufsichtsrat beschlossen, das als Voraussetzung zur Teilnahme ein Eigeninvest in WashTec Aktien bis spätestens 30. Juni 2015 vorsah (Vorsitzender max. 25.000 Aktien, Rest max. 5.000 Aktien). Als Erfolgsziele wurden ein EBIT-Ziel, ein ROCE Ziel und ein EPS Ziel festgelegt. Bezugsgröße für die Zielsetzung waren die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2014. Je nach Erfüllung eines, mehrerer oder aller Ziele ergibt sich ein unterschiedlicher Multiplikator für die Bonuszahlung, die sich als Summe aus Referenzkurs, Zahl der Aktien und Multiplikator ergibt. Die Bonuszahlung wird im Geschäftsjahr 2019 fällig. Der Anspruch besteht nur, wenn der Aufsichtsrat zu diesem Zeitpunkt noch Aufsichtsrat ist und weiterhin Aktien der Gesellschaft hält. Die Aufsichtsräte Herr Dr. Blaschke, Herr Bellgardt, Herr Dr. Hein, Herr Lacher und Herr Dr. Liebler nehmen mit der jeweiligen maximalen Aktienzahl am LTIP teil.

2015 Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap1) Auszahlungsbetrag
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Günter Blaschke 100 87 47,5 234,5 200 200
Ulrich Bellgardt 70 43,5 31 144,5 150 144,5
Jens Große-Allermann 35 43,5 22 100,5 75 75
Dr. Sören Hein 35 43,5 20 98,5 75 75
Roland Lacher 35 43,5 13 91,5 75 75
Dr. Hans Liebler 35 43,5 26 104,5 100 100
Gesamt 310 304,5 159,5 774 675 669,5
2015 mehrjährige variable Vergütung (langfr. Komponente)2
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- ---
Dr. Günter Blaschke 485
Ulrich Bellgardt 97
Jens Große-Allermann 97
Dr. Sören Hein 97
Roland Lacher 97
Dr. Hans Liebler 97
Gesamt 970

1 Begrenzung der Auszahlung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

2 Fair Value des LTIP zum Zeitpunkt der Gewährung

2014 Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap5) Auszahlungsbetrag
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Günter Blaschke1 29 6 39 74 58 58
Ulrich Bellgardt2 13 3 18 34 29 29
Jens Große-Allermann 30 6 17 52 50 50
Dr. Sören Hein 23 6 18 46 50 46
Roland Lacher 23 6 20 48 50 48
Dr. Hans Liebler 33 6 17 55 75 55
Michael Busch3 22 5 15 41 42 41
Massimo Pedrazzini4 10 2 5 16 21 16
Gesamt 183 40 149 366 375 343
2014 mehrjährige variable Vergütung (langfr. Komponente)6
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- ---
Dr. Günter Blaschke1 0
Ulrich Bellgardt2 0
Jens Große-Allermann 0
Dr. Sören Hein 0
Roland Lacher 0
Dr. Hans Liebler 0
Michael Busch3 0
Massimo Pedrazzini4 0
Gesamt 0

1 Vorsitzender ab 4. Juni 2014

2 Stellv. Vorsitzender ab 4. Juni 2014

3 Vorsitzender bis 4. Juni 2014

4 Stellv. Vorsitzender bis 4. Juni 2014

5 Begrenzung der Auszahlung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

6 Beizulegender Zeitwert des LTIP zum Zeitpunkt der Gewährung

Augsburg, den 23. März 2016

Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender

Karoline Kalb, Vorstand

Rainer Springs, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der WashTec AG, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der WashTec AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 23. März 2016

**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Andreas Eigel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die WashTec AG war das vergangene Geschäftsjahr das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Der Vorstand wurde Anfang 2015 erneuert und erweitert. Mit der Verabschiedung eines neuen Leitbildes, dem erfolgreichen Abschluss verschiedener Kundenausschreibungen und zahlreicher Initiativen zur Erhöhung der Vertriebsexzellenz wurden wichtige Grundlagen gelegt, um mit innovativen Produkten und höchstem Kundennutzen zukünftig noch erfolgreicher zu sein.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Die Arbeit des Aufsichtsrats war geleitet von der strategischen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit mit dem Ziel des Ausbaus von Marktanteilen und der Verbesserung der Kostenstrukturen. Der Aufsichtsrat setzte sich intensiv mit dem aktuellen Geschäftsverlauf auseinander. Es wurden zusätzlich ein Innovations- und ein Vertriebsstrategieausschuss gebildet. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 über die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.

Er hat zudem die Geschäftsführung des Vorstands der Gesellschaft überwacht. Grundlage hierfür waren insbesondere schriftliche und mündliche zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat unter anderem monatlich schriftlich über den Geschäftsverlauf. Bei Bedarf forderte der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands an und nahm Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus erörterte der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzelgesprächen die Lage der Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung und Ausrichtung. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder berichteten den anderen Mitgliedern über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand umfassend. Im Geschäftsjahr 2015 fanden insgesamt acht ordentliche und außerordentliche Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats statt, davon drei als Telefonkonferenz. In jedem Quartal fand mindestens eine Sitzung statt. Daneben fanden neun Ausschuss-Sitzungen statt, diverse Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren gefasst. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag nahezu bei 100 %. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen. Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren die Marktentwicklung, die Wettbewerbssituation, die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der WashTec Gruppe, die Finanzlage als auch die wesentlichen Beteiligungen und das Risikomanagementsystem. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe. Zudem wurden Geschäfte und Maßnahmen überprüft, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, und mit dem Vorstand behandelt und entschieden. In allen Sitzungen wurde die aktuelle Geschäfts- und Ertragslage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert. Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:

Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 (1. Quartal)
Beschlussfassung über die Tagesordnung zur Hauptversammlung (1. Quartal)
Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend), insbesondere Besetzung der Ausschüsse
Workshop zum Leitbild (4. Quartal)
Vorstandsangelegenheiten (laufend), Erneuerung und Erweiterung des Vorstands (1. Quartal)
Jahresplanung 2016 (Budget), Strategie und Mittelfristplanung 2017 - 2018 (4. Quartal)
Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand, Vergütungssystem des Vorstands und Long Term Incentive Plan, Corporate Governance Kodex und Entsprechenserklärung, Compliance (3. und 4. Quartal)
Baumaßnahmen am Standort Grebenau

Wesentliche Punkte der bilanzfeststellenden Sitzung am 23. März 2016 waren die Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 mit der Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Zudem wurden unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers die der Hauptversammlung zu unterbreitenden Beschlussvorschläge erörtert.

Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat bildete zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben zum bestehenden Prüfungsausschuss, Personalausschuss und Nominierungsausschuss zusätzlich einen Innovationsausschuss und einen Vertriebsstrategieausschuss. Dies geschah unter Beachtung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 80 abgebildet. Die Ausschüsse dienen der Vorbereitung von Themen und Beschlüssen der Aufsichtsratssitzungen. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.

Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal. Im Wesentlichen befasste er sich unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers mit dem Konzernabschluss 2014, dem Lagebericht, dem Management Letter 2014, dem Compliance-und Risikobericht sowie den Ergebnissen zum Halbjahresbericht 2015, dem Bericht zur prüferischen Durchsicht, der Überprüfung der Schwerpunkte des Aufsichtsrats und der Nachbereitung des Management Letter des Abschlussprüfers. Die Quartalsberichte wurden ausführlich erörtert und die Prüfungsschwerpunkte festgelegt.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Gegenstand waren die Reorganisation des Vorstands sowie ein Long Term Incentive Program (LTIP) für den Vorstand.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr nicht.

Der im 3. Quartal neu gebildete Innovationsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal. Im Wesentlichen ging es um die Organisation, Prozesse, strategisch wichtige Entwicklungsvorhaben und mittelfristige Ziele der WashTec AG.

Der im 4. Quartal neu gebildete Vertriebsstrategieausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Im Wesentlichen ging es um die Positionierung von WashTec. Es wurde insbesondere erörtert, wie WashTec seine breit aufgestellte Marketingstrategie gezielt erweitern und weltweit noch besser umsetzen kann.

Es war zu jeder Zeit eine gute Zusammenarbeit gewährleistet.

Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht aufgetreten.

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat haben Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand festgelegt und sich mit den Änderungen des Corporate Governance Kodex beschäftigt, die Corporate Governance überprüft und eine neue Entsprechenserklärung abgegeben, die auf Seite 85 abgedruckt ist.

Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände und an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Im Berichtsjahr wurde ein LTIP für den Vorstand verabschiedet, das im Vergütungsbericht ausführlich beschrieben wird.

Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und der Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts auf den Seiten 85 - 88 näher dargelegt. Der Aufsichtsrat hat zuletzt in seiner Sitzung vom 15. Dezember 2015 den jährlichen Beschluss über das Vergütungssystem für den Vorstand gefasst.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2015

Der Vorstand hat den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2015 aufgestellt. Die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft München, wurde von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Sie hat den Lagebericht geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.

Die Schwerpunkte der Prüfung wurden vom Prüfungsausschuss festgelegt und der Abschlussprüfer wurde entsprechend beauftragt. Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers überwacht.

Der Abschlussprüfer hat überprüft, ob ein Überwachungssystem durch den Vorstand eingerichtet worden ist, durch das mögliche existenzbedrohende Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Hierzu erklärte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und diese geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme, das Risikomanagement, die Interne Revision und die Compliance der WashTec AG auf ihre Effektivität.

Der geprüfte Jahresabschluss der WashTec AG, der geprüfte Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2015 als auch der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. Abschlüsse und Berichte waren Gegenstand der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 23. März 2016. Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung wurde vom Vorstand ein Bericht über die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft abgegeben.

Der Abschlussprüfer nahm an der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 23. März 2016 teil und hat dem Aufsichtsrat direkt und ausführlich über die Ergebnisse seiner Prüfung und über die Prüfungsschwerpunkte berichtet. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Einwände ergaben sich bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat nicht. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.

Veränderungen im Vorstand

Ein erweitertes Vorstandsteam aus bestehenden und neu ernannten Mitgliedern übernahm ab Anfang 2015 für die Zukunft die Aufgabe, zusätzliche Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum bei Umsatz, Ergebnis und Unternehmenswert zu erschließen. Mit Wirkung zum 01.02.2015 wurde Herr Dr. Volker Zimmermann zum technischen Vorstand (CTO) und Vorstandsvorsitzenden (CEO) ernannt. Frau Karoline Kalb ist im Vorstand für die Bereiche Führungskultur, Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung neben Unternehmenskommunikation, Compliance und Sonderprojekte verantwortlich. Herr Stephan Weber ist seit 01.01.2015 als Vorstand Vertrieb und Marketing (CSO) bestellt. Mit Wirkung zum 01.02.2015 wurde Herr Rainer Springs zum Finanz-Vorstand (CFO) der Gesellschaft ernannt.

Den hohen Erwartungen des Aufsichtsrats an das neue Vorstandsteam, nämlich Kontinuität zu wahren, aber vor allem Impulse für ein nachhaltiges, profitables Wachstum zu setzen, kam der Vorstand bereits im ersten Jahr einen großen Schritt näher.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Führungskräften für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren engagierten Einsatz zum Erfolgsjahr 2015 beigetragen haben.

Augsburg, im März 2016

Für den Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke, Vorsitzender des Aufsichtsrats