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WashTec AG Annual Report 2014

May 19, 2015

483_rns_2015-05-19_76ffcaa0-1c8b-4d22-be3a-2bdb6255a7a3.html

Annual Report

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WashTec AG

Augsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Jahresabschluss WT Konzern zum 31.12.2014

Jahres- und Konzernabschluss der WashTec AG

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in € Anhang 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013
Umsatzerlöse 6 302.646.851 299.709.034
Sonstige betriebliche Erträge 7 4.187.847 4.016.125
Andere aktivierte Entwicklungskosten 426.428 387.561
Bestandsveränderung 135.972 -2.706.947
Gesamt 307.397.098 301.405.773
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 96.410.787 95.483.312
Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.772.149 23.698.287
120.182.936 119.181.599
Personalaufwand 8 111.105.127 106.381.656
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.253.039 9.937.962
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 46.602.520 48.268.006
Sonstige Steuern 891.583 529.633
Gesamte betriebliche Aufwendungen 289.035.205 284.298.856
Betriebsergebnis 18.361.893 17.106.917
Finanzertrag 455.057 198.938
Finanzaufwand 1.125.066 1.533.995
Finanzergebnis 10 -670.009 -1.335.057
Ergebnis vor Steuern 17.691.884 15.771.860
Ertragsteuerertrag/-aufwand 11 -4.971.619 -4.573.170
Konzernergebnis 12.720.265 11.198.690
Ergebnisvortrag 14.472.898 11.354.949
Ausschüttung an Aktionäre -8.916.680 -8.080.741
Konzernbilanzgewinn 18.276.483 14.472.898
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.932.312 13.934.113
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 12 0,91 0,80

Gesamtergebnisrechnung

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in T€ 01.01. bis 31.12.2014 01.01. bis 31.12.2013
Ergebnis nach Steuern 12.720 11.199
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -1.651 504
Latente Steuern 405 -158
Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnungen umgegliedert werden können -1.246 346
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten 0 356
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen 630 121
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -81 -504
Latente Steuern -14 -70
Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn-und-Verlust-Rechnungen umgegliedert werden können 535 -97
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen -711 249
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode 12.009 11.448

Konzern-Bilanz

Aktiva

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in € Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 14 32.689.697 35.211.085
Geschäfts- oder Firmenwert 15 42.312.286 42.311.998
Immaterielle Vermögenswerte 15 6.193.695 7.745.811
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 1.363.492 1.846.066
Steuerforderungen 18 90.367 133.136
Sonstige Vermögenswerte 20 422.421 343.984
Aktive latente Steuern 16 4.075.514 4.265.351
Gesamtes langfristiges Vermögen 87.147.472 91.857.431
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 17 35.437.207 34.268.213
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 41.712.070 39.651.577
Steuerforderungen 18 2.955.793 1.305.868
Sonstige Vermögenswerte 20 2.895.573 3.374.816
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 15.674.189 3.762.699
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 98.674.832 82.363.173
Gesamte Aktiva 185.822.304 174.220.604
Passiva
in € Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 22 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 22 8.000.000 8.000.000
Kapitalrücklage 23 36.463.441 36.463.441
Eigene Anteile 24 -417.067 -417.067
Sonstige Rücklagen und Wahrungskurseffekte 25 -3.405.442 -2.694.456
Ergebnisvortrag 5.556.220 3.274.210
Konzernergebnis 12.720.265 11.198.690
90.917.417 87.824.818
Langfristige Schulden
Finanzierungsleasingschulden 29 3.761.876 3.512.258
Rückstellungen für Pensionen 26 9.893.416 8.328.412
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 30 0 36.695
Sonstige langfristige Rückstellungen 27 3.470.468 4.072.937
Sonstige langfristige Schulden 30 2.032.933 1.886.325
Umsatzabgrenzung 31 957.627 728.398
Passive latente Steuern 16 2.878.579 3.127.569
Gesamte langfristige Schulden 22.994.899 21.692.594
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 28 252.130 1.020.049
Finanzierungsleasingschulden 29 1.902.614 2.119.851
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30 4.607.920 3.449.572
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 30 5.949.828 8.735.923
Schulden aus Steuern und Abgaben 30 5.771.858 4.600.688
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 30 950.926 1.014.434
Ertragsteuerschulden 2.791.402 1.284.271
Sonstige kurzfristige Schulden 30 27.545.418 22.946.565
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 27 14.856.710 12.606.005
Umsatzabgrenzung 31 7.281.182 6.925.834
Gesamte kurzfristige Schulden 71.909.988 64.703.192
Gesamte Passiva 185.822.304 174.220.604

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in T€ Anhang 2014 2013
Ergebnis vor Steuern 17.692 15.772
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.253 9.938
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 34 -49
Sonstige Gewinne und Verluste 1.287 -848
Finanzerträge -455 -198
Finanzaufwendungen 1.125 1.534
Veränderung der Rückstellungen 1.411 108
Veränderung des Nettoumlaufvermögens:
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.525 1.656
Zu-/Abnahme der Vorräte -77 1.506
Zu-/Abnahme der Schulden aus Lieferungen und Leistungen -2.958 2.279
Veränderung übriges Nettoumlaufvermögen 8.161 -5.484
Gezahlte Ertragsteuer -5.746 -5.202
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 29.202 21.012
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) -4.314 -5.567
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 244 232
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -4.070 -5.335
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -5.222
Gezahlte Dividende -8.917 -8.081
Aktienrückkauf 0 -171
Erhaltene Zinsen 79 108
Gezahlte Zinsen -1.012 -1.256
Aufnahme/Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -2.068 -2.527
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -11.918 -17.149
Netto-Zu-/Abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 13.214 -1.473
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -535 687
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 2.743 3.529
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 21 15.422 2.743
Zusammensetzung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.674 3.763
Kurzfristige verzinsliche Darlehen -252 -1.020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 15.422 2.743

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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T€ Anzahl Aktien (in Stück) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Sonstige Rücklagen Währungskurseffekte
Stand 1. Januar 2013 13.944.736 40.000 36.464 -431 -3.004 61
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 356 121
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen -228
Erwerb eigener Aktien -12.424 14
Dividende
Konzernergebnis
Stand 31. Dezember 2013 13.932.312 40.000 36.464 -417 -2.876 182
Stand 1. Januar 2014 13.932.312 40.000 36.464 -417 -2.876 182
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1.732 630
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 391
Dividende
Konzernergebnis
Stand 31. Dezember 2014 13.932.312 40.000 36.464 -417 -4.217 812

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T€ Ergebnisvortrag Gesamt
Stand 1. Januar 2013 11.354 84.444
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 477
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen -228
Erwerb eigener Aktien 14
Dividende -8.081 -8.081
Konzernergebnis 11.199 11.199
Stand 31. Dezember 2013 14.474 87.825
Stand 1. Januar 2014 14.474 87.825
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1.102
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 391
Dividende -8.917 -8.917
Konzernergebnis 12.720 12.720
Stand 31. Dezember 2014 18.277 90.917

Konzernanhang der WashTec AG (IFRS) 2014

Allgemeine Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernjahresabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 ist am 26. März 2015 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt worden. Er soll auf der Aufsichtsratssitzung am 27. März 2015 festgestellt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben werden. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe lautet auf WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand des WashTec Konzerns umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der WashTec AG ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2014 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315a HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.

Die Voraussetzungen des § 315a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, wenn die WashTec AG direkt oder indirekt die Möglichkeit hat, die Geschäfts- und Finanzpolitik zu bestimmen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2014 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert:

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Konsolidierte Unternehmen Anteil am Kapital

in %
Muttergesellschaft Geschäftstätigkeit Eigenkapital 31.12.14

in T€
Gewinn/Verlust für 2014

in T€
Inländische Beteiligungsgesellschatten
WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg1) 100 A I 29.846 0
WashTec Holding GmbH, Augsburg 100 B II 103.713 8.878
WashTec Carwash Management GmbH, Augsburg2) 100 B III 51 0
WashTec Financial Services GmbH, Augsburg1) 100 A IV 62 0
AUWA-Chemie GmbH, Augsburg2) 100 B V 537 0
Ausländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec France S.A.S., St. Jean de Braye, Frankreich 100 C VI 1.076 200
Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA 100 C I 7.399 383
WashTec S.r.I., Casale, Italien 100 C VI 1.817 -139
WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien 100 C VI 2.579 316
California Kleindienst Limited, Wokingham, Großbritannien5) 100 A 0 0
WashTec A/S, Hedehusene, Danemark4) 100 C VI 2.517 925
WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich 100 C VI 1.194 204
WashTec Spain S.A., Madrid, Spanien 100 C VI 510 73
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China 100 C VII 845 -117
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik 100 D VIII 2.002 341
WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada6) 100 E VI -6.322 428
WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien 100 C VI 851 426
WashTec Cleaning Technology España S.A. Bilbao, Spanien5) 100 C 1 0
WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande3) 100 C VI 3.028 403
WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden 100 C VI 129 400
WashTec Polska Sp. z.o.o., Warschau, Polen 100 D VI -26 5

1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH

2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG

3) Teilkonzern mit Benelux Carwash Management B.V. Zoetermeer, NL, WashTec Benelux Administratie B.V.. Zoetermeer, NL und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, NL enthalten sind.

4) intl. Betriebstätte Norwegen

5) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

6) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA

A) WashTec Holding GmbH

B) WashTec AG

C) WashTec Cleaning Technology GmbH

D) Die Beteiligung wird zu 90 % durch die WashTec Cleaning Technology GmbH sowie zu 10 % durch die WashTec Holding GmbH gehalten

E) Mart VII Equipment Inc., Arvada. USA

I) Produktions-, Vertriebs- und Servicegesellschaft

II) Holdinggesellschaft

III) Vermietung von Waschanlagen

IV) Abschluss und Vermittlung von Leasingverträgen und Finanzierungen

V) Entwicklung, Produktion und Vertrieb chemischer Produkte

VI) Vertriebs- und Servicegesellschaft

VII) Produktionsgesellschaft

VIII) Lohnveredelung

4. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Bilanzierungsentscheidungen

In bestimmten Fällen wird die Anwendung schätz- und prämissensensitiver Bilanzierungsgrundsätze notwendig. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund aktueller Kenntnisse von Sachverhalten, die sich von Natur aus durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Die Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen und die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

4.1 Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- und Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Die Bewertung des Veräußerungspreises abzüglich Veräußerungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten erfolgt anhand der Discounted-Cashflow-Methode. Hierbei werden die künftigen Cashflows und die Entwicklung der Zinsen anhand geeigneter Business- und Marktinformationen geschätzt und ein angemessener Abzinsungssatz gewählt, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5.2 verwiesen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 16 zu den latenten Steuern zu finden.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersterlzeitleistungen

Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen, Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details werden hierzu bei den Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeit dargestellt.

Rückstellungen

Insbesondere Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen für belastende Verträge (onerous contracts) werden auf Grundlage von Erwartungen sowie der geplanten Maßnahmen gebildet. Die tatsächlich entstehenden Kosten unterliegen Unsicherheiten, da sie vom Eintritt der zugrunde gelegten Prämissen abhängig sind.

4.2 Wesentliche Bilanzierungsentscheidungen

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5.2 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist i. d. R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Rückkaufverpflichtungen (Buy-back-Verträge)

Die WashTec Gruppe verkauft Waschanlagen z.T. über Leasinggesellschaften an Großkunden. Dabei garantiert die WashTec Gruppe bei Bedarf den Rückkauf der Waschanlage am Ende der Leasinglaufzeit zu einem im Voraus vereinbarten Restkaufpreis.

Die Berechnung der Rückstellung bedingt eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob die Anlage am Ende der Leasinglaufzeit zurückgekauft werden muss.

Die WashTec Gruppe realisiert die Erlöse im Zeitpunkt des Verkaufs an die Leasinggesellschaft, da zu diesem Zeitpunkt sowohl der wirtschaftliche Nutzen als auch die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind.

5. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen, soweit im Folgenden nichts anderes angegeben ist, grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

5.1 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt.

IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
IAS 27 Einzelabschlüsse - neue Fassung
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - neue Fassung
IAS 32 Finanzinstrumente
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten
IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010 -2012
IFRIC 21 Abgaben

Die von dem Standard IFRS 10 und 12 angesprochenen Sachverhalte sind für die WashTec Gruppe grundsätzlich von Bedeutung. Aufgrund der unveränderten Beteilungsquoten an den Tochtergesellschaften hat IFRS 10 keine Auswirkungen auf die Angabepflichten. Die von dem Standard IFRS 12 angesprochenen Sachverhalte führen zu erweiterten Angabepflichten bei den Konsolidierungsgrundsätzen.

Die von den Standards IFRS 11, IAS 27, IAS 28, IAS 32, IAS 36, IAS 39 angesprochenen Sachverhalte sind für die WashTec Gruppe derzeit nicht relevant bzw. haben derzeit keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe.

Ferner haben das IASB und IFRS Interpretations Comitee weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind.

Zum 31. Dezember 2014 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

IAS 1 Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Angabeninitiative
IAS 16 und IAS 38 Änderungen an IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
IAS 16 und IAS 41 Änderungen an IAS 16 Sachanlagen und IAS 41 Landwirtschaft - Fruchttragende Pflanzen
IAS 27 Änderungen an IAS 27 Einzelabschlüsse - Equity-Methode im separaten Abschluss
IFRS 9 Finanzinstrumente
IFRS 10 und IAS 28 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
IFRS 10, 12 und IAS 27 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 12 Angaben zu Anteilen an und IAS 27 anderen Unternehmen und IAS 27 Einzelabschlüsse - Investmentgesellschaften
IFRS 11 Änderungen an IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen - Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Geschäftstätigkeit
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2012-2014

Die von den Standards IFRS 9 und 15 angesprochenen Sachverhalte sind für die WashTec Gruppe von Bedeutung, die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkung eine Anwendung auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat.

Die übrigen Standards sind derzeit für die WashTec Gruppe nicht relevant bzw. haben keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder führen zu keinen erweiterten Anhangangaben.

5.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb und aus Fremdwährungskrediten soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die funktionale Währung der ausländischen Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung.

Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen, mit einer anderen funktionalen Währung als Euro, zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres.

Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. In die Herstellungskosten der selbstersteilten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen einbezogen (IAS 16). Nur soweit ein qualifizierter Vermögenswert vorliegt, werden Zinsen einbezogen. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

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Anlagen Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre
Finanzierungsleasing 6 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert.

Hierfür sind die Anschaffungskesten zu ermitteln. Die Anschaffungskosten umfassen den beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Sämtliche akquisitionsbezogenen Kosten werden als Aufwand erfasst.

Geschäfts- oder Firmen werte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten erworbene Patente, Technologien, aktivierte Entwicklungskosten, Lizenzen und Software.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

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Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Erworbene Patente und Technologien 8 Jahre
Lizenzen und Software 3 bis 8 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 6 bis 8 Jahre

Erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode und der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen; es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufs kosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird im Periodenergebnis erfasst.

Für bestimmte Vermögenswerte sind zusätzlich folgende Kriterien zu berücksichtigen:

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige Cash Generating Unit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die Cash Generating Units entsprechen bei der WashTec Gruppe den gemäß IFRS ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich auf in die Regionen »Kerneuropa«, »Osteuropa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik«.

Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.

Finanzielle Vermögenswerte

Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Im Geschäftsjahr verfügte der Konzern lediglich über finanzielle Vermögenswerte der Kategorien »Kredite und Forderungen« in Form von Forderungen und »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte«.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Fortgeführte Anschaffungskosten

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertberichtigungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten Transaktionskosten und Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes sind.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts, d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst. Der Konzern betrachtet alle erkennbaren Risiken, um objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung beurteilen zu können.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswerts darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen. Die Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« oder als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« klassifiziert.

Im Geschäftsjahr verfügte der Konzern lediglich über finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorien »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet«.

Verzinsliche Darlehen

Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Mach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn vertragliche Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Originäre Finanzinstrumente

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankdarlehen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen und Finanzierungsleasingverhältnisse. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Zinsswapkontrakten wird unter Bezugnahme auf die Marktwerte ähnlicher Instrumente ermittelt.

Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Schuld oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt;
als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann; oder
als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahin gehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges)

Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Wird mit dem Eintritt der vorgesehenen Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, verbleiben die bislang im Eigenkapital erfassten Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorgesehene Transaktion oder feste Verpflichtung eingetreten ist.

Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net Investment Hedge)

Absicherungen von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb werden wie die Absicherung von Cashflow Hedges behandelt.

Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts des eingesetzten Sicherungsinstruments wird gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition direkt im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Erst mit dem Abgang (Veräußerung oder Liquidation) des ausländischen Geschäftsbetriebs werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

Das Vorratsvermögen wird wie folgt bewertet:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: Anschaffungskosten bei Anwendung der gleitenden Durchschnittsmethode,
Fertige und unfertige Erzeugnisse: Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.

Eigene Anteile

Die WashTec AG erwirbt eigene Anteile; diese werden in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Ist der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der, sofern im Einzelfall erforderlich, die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet (IAS 19). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Entsprechend IAS 19 wurden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 26 dargestellt.

Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente und Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.

Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.

Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen

Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog, Blockmodell. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/ Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge).

Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt. In den Vorjahren wurden die sog. Aufstockungsbeträge unmittelbar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst.

Umsatzabgrenzung

Die Umsatzabgrenzung dient der periodengerechten Ertragsverteilung von im Wesentlichen Umsatzerlösen aus Wartungsverträgen und Garantieverlängerungen.

Leasingverhältnisse

Von der WashTec gefertigte Maschinen werden an eine Leasinggesellschaft veräußert und von der WashTec Gruppe zurückgeleast, die sie ihrerseits Kunden, insbesondere großen Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Betreibermodells gegen waschzahlenabhängige Vergütung bereitstellt. Die Verträge zwischen der Leasinggesellschaft und WashTec werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing behandelt, da die WashTec Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken trägt.

In der Regel sind die Lease-Back-Verträge mit einer Laufzeit von ca. 5-7 Jahren ausgestattet, während die Verträge der WashTec Gruppe mit ihren Kunden eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren haben. Die Gewinne aus dem Verkauf werden über die Laufzeit des Leasingvertrages abgegrenzt.

Die auf Maschinen bezogenen Sale-and-Lease-Back-Verträge haben in der Regel eine Kaufoption am Ende der Laufzeit sowie die Möglichkeit zur Vertragsverlängerung. Preisanpassungen sind während der Laufzeit nicht möglich.

Ist die WashTec Gruppe Finanzierungsleasingnehmer erfolgt die Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, angesetzt. Leasingzahlungen werden derart in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst.

Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz sowie auf steuerliche Verlustvorträge.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der:

latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und der
latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass das zu versteuernde Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:

Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzernbilanz unter Forderungen bzw. Schulden erfasst.

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zu bemessen. Rabatte, Skonti sowie Umsatzsteuern und andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Umsätze aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen sind realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist bzw. die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren der Fall.
Erträge aus Wartungsverträgen werden erfasst, wenn die Leistung erbracht ist.
Umsätze aus dem Rentgeschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert, auch wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wurde, da dieser Verkauf gemäß IAS 17 als »Sale-and-Lease-back«-Transaktion behandelt wird.
Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung der Effektivzinsmethode, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich gemäß IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, zuzüglich der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der Stammaktien, welche sich aus der Umwandlung aller potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergeben würden, geteilt.

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von operativen Segmenten, auf dem »Management Approach«. Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisation- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an die »Chief Operating Decision Maker« (Vorstand). IFRS 8 verlangt von den Unternehmen eine Berichterstattung überfinanzielle und beschreibende Informationen bezüglich ihrer berichtspflichtigen Segmente. Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.

Die Segmentierung nach dem Management Approach erfolgt bei der WashTec Gruppe nach Vertriebsgebieten.

Als Vetriebsgebiete sind die Regionen »Kerneuropa«, »Osteuropa«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert. Die Region »Emerging Europe« wurde im Geschäftsjahr 2013 in »Osteuropa« umbenannt.

Die Steuerung der einzelnen Segmente erfolgt auf Basis des erzielten Betriebsergebnisses. Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis.

Ein geographisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von Teilaktivitäten, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern tätig sind, unterscheiden.

Bei den Segmenten der WashTec Gruppe handelt es sich um Vertriebs- und Serviceeinheiten, die ihre Umsätze im Wesentlichen mit dem Verkauf von Maschinen, Ersatzteilen, Service und chemischen Produkten erwirtschaften.

Die geographischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geographischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geographischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm's Iength«-Prinzip vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Regionen Rechnung.

6. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

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Nach Segmenten 2014 Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
in T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 250.065 11.086 43.175 12.500 -14.179 302.647
davon mit Dritten 236.297 11.077 43.032 12.500 -259 302.647
davon mit anderen Segmenten 13.768 9 143 0 -13.920 0
Betriebsergebnis 17.612 -7 708 153 -104 18.362
Finanzertrag 455
Finanzaufwand -1.125
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 17.692
Ertragsteueraufwand -4.972
Konzernergebnis 12.720
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 5.347 269 718 157 0 6.491
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -9.085 -458 -454 -256 0 -10.253

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Nach Segmenten 2013 Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
in T€
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Umsatzerlöse 244.527 13.220 44.988 12.314 -15.339 299.709
davon mit Dritten 230.434 13.183 44.540 12.313 -762 299,709
davon mit anderen Segmenten 14.093 37 447 0 -14.578 0
Betriebsergebnis 15.486 553 1.542 36 -510 17.107
Finanzertrag 199
Finanzaufwand -1.534
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 15.772
Ertragsteueraufwand -4.573
Konzernergebnis 11.199
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 5.606 409 495 379 0 6.889
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -8.850 -492 -335 -261 0 -9.938

Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:

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in Mio. € 2014 2013 Veränderung
Maschinen und Service 255,7 255,2 0,5
Chemie 34,3 32,0 2,3
Betreibergeschäft und Sonstiges 12,6 12,5 0,1
Gesamt 302,6 299,7 2,9

WashTec generiert über 80 % der Außenumsätze in europäischen Ländern. Hier nehmen Deutschland und Frankreich den größten Anteil am Gesamtumsatz ein. Die Außenumsätze außerhalb Europas werden vor allem in Nordamerika getätigt.

Die Konzern-Vermögenswerte gliedern sich innerhalb unserer Geschäftsbereiche in folgende Regionen:

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2014

in T€
Deutschland Übriges Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/Pazifik Konzern
Buchwert Sachanlagen 23.845 5.282 2.112 1.043 408 32.690
Investitionen Sachanlagen 2.381 1.898 269 718 150 5.416
Buchwert immaterielle Vermögenswerte 43.496 4.770 0 0 241 48.507
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 1.027 40 0 0 7 1.074

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2013

in T€
Deutschland Übriges Kerneuropa Osteuropa Nordamerika Asien/Pazifik Konzern
Buchwert Sachanlagen 25.778 5.935 2.324 739 435 35.211
Investitionen Sachanlagen 2.720 2.006 409 495 182 5.812
Buchwert immaterielle Vermögenswerte 44.425 5.359 0 0 274 50.058
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 855 25 0 0 197 1.077

In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. T€ 4.188 (Vorjahr: T€ 4.016) enthalten im Wesentlichen Ertrage aus Wechselkursdifferenzen i. H. v. T€ 1.580 (Vorjahr: T€ 1.272), Erträge aus Ertragsabgrenzungen aus Betreibermodellen i. H. v. T€ 1.200 (Vorjahr: T€ 1.330), Erträge aus Schrottverkäufen i. H. v. T€ 555 (Vorjahr: T€ 530) sowie Erträge aus der Veräußerung von erworbenen Fahrzeugen und aus dem Verkauf von anderen Sachanlagen i. H. v. T€ 110 (Vorjahr: T€ 109).

8. Personalaufwand

Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2014 2013
Löhne und Gehälter 94.520 90.344
Sozialversicherungsbeiträge 9.204 8.716
Aufwendungen für Altersversorgung und Altersteilzeit 1.529 1.610
Aufwendungen Arbeitgeber-Anteil für gesetzliche und freiwillige Rentenversicherung (beitragsorientiert) 5.852 5.712
Gesamt 111.105 106.382

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:

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Mitarbeiterzahl 2014 2013 Veränderung
Vertrieb, Marketing und Service 1.047 1.035 12
Produktion, Entwicklung und Qualität 490 492 -2
Finanzen und Verwaltung 139 143 -4
Summe 1.676 1.670 6

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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in T€ 2014 2013
Kraftfahrzeugkosten 11.510 11.818
Reisekosten 5.391 5.342
Instandhaltung/Reparaturen 3.728 3.590
Mieten/Operating Leasing ohne KFZ 3.651 3.621
Rechts- und Beratungskosten 2.800 2.415
Werbung und Messekosten 2.749 1.991
Kommunikationskosten 2.119 2.539
Wechselkursdifferenzen 2.044 2.198
Kosten Datenverarbeitung 1.832 1.660
Zeitarbeitskräfte 1.373 2.115
Fort- und Weiterbildungskosten 1.138 1.299
Versicherungen 1.005 1.057
Bürobedarf 774 832
Honorare, Lizenzen und Entwicklungskosten 629 607
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen 598 333
Produkthaftpflicht 395 384
Bankgebühren 370 304
Aufwendungen für eigene Patente und Schutzrechte 316 465
Öffentlichkeitsarbeit 237 305
Verlust Anlagenabgänge 143 60
Verschiedene Verwaltungskosten/sonstige Kosten 3.801 5.333
Gesamt 46.603 48.268

Honorar des Abschlussprüfers

Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):

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in T€ 2014 2013
Abschlussprüfungsleistungen 227 241
Andere Bestätigungsleistungen 31 38
Sonstige Leistungen 2 3
Gesamt 260 282

10. Finanzergebnis

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in T€ 2014 2013
Erträge aus der Bewertung von Zinsswaps 376 91
Erträge aus Bankzinsen und ähnliche Erträge 79 108
Finanzertrag 455 199
Verzinsliche Darlehen 296 359
Zinsswaps 453 457
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 254 313
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen 122 405
Finanzaufwand 1.125 1.534
Finanzergebnis -670 -1.335

Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ -339 (Vorjahr: T€ -655) den IAS 39 Kategorien »Kredite und Forderungen« (LaR) und »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) zuzuordnen.

11. Ertragsteueraufwand

Die Position betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern.

Folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem Konzernsteuersatz von 30,7% (Vorjahr: 30,7%) multipliziert. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 28,1% (Vorjahr: 29,0%).

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in T€ 2014 2013
Erwarteter Ertragsteueraufwand 5.431 4.842
Steuerabweichungen in Folge unterschiedlicher Steuersätze im Ausland -223 -79
Nicht abziehbare Aufwendungen 162 163
Auswirkungen aus dem Nichtansatz von latenten Steuerforderungen 391 74
Aktivierung/Abschreibung latenter Steuern auf Verlustvorträge 0 -140
Auswirkung Nutzung Verlustvorträge aus nicht angesetzten latenten Steuern -696 -1.114
Steueraufwand für Vorjahre 103 673
Aufzinsung Körperschaftssteuerguthaben 0 0
Quellensteuer 0 56
Sonstige -196 98
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 4.972 4.573

Die Zusammensetzung des Steueraufwands ist wie folgt:

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in T€ 2014 2013
Latenter Steueraufwand 355 1.411
Tatsächlicher Steueraufwand 4.617 3.162
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.972 4.573

12. Ergebnis je Aktie

Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2014 und 2013:

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in T€ bzw. Stck. 2014 2013
Konzernjahresergebnis 12.720 11.199
Durchschnittliche gewichtete ausstehende Anzahl der Aktien 13.932.312 13.934.113
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) 0,91 0,80

Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 13. Mai 2015 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 24.415.905,24 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung in Höhe von € 1,65 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 22.988.314,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns in Höhe von € 1.427.590,44 auf neue Rechnung. In dem Vorschlag für die Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von € 1,65 je dividendenberechtigter Stückaktie ist neben der Dividende in Höhe von € 0,70 aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren eine Sonderausschüttung in Höhe von € 0,95 enthalten. Die Ausschüttung wird zu über 60% aus dem steuerlichen Einlagenkonto erfolgen.

13. Sondereinflüsse

Im Berichtsjahrwurden negative Sondereinflüsse im Personalaufwand i. H. v. Mio, € 1,6 gebucht. Diese betrafen das initiierte Restrukturierungs- und Effizienzprogramm, davon fielen Mio. € 1,5 im Segment »Kerneuropa« und Mio.€ 0,1 im Segment »Asien/Pazifik« an.

Im Vorjahr sind keine Sondereinflüsse angefallen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

14. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

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in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
Finanzierungs-

leasing
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2013 41.312 27.704 16.689 16.522 446 102.673
Zugänge 147 1.771 2.490 1.321 82 5.811
Abgänge 2 454 892 112 5 1.464
Umbuchungen 0 2.257 -161 -1.846 -380 -130
Währungsumrechnungseffekte -103 -329 -265 -11 -16 -725
31. Dezember 2013 41.354 30.949 17.861 15.874 127 106.165
Zugänge 231 914 1.954 2.176 141 5.416
Abgänge 35 1.543 2.568 1.224 5 5.375
Umbuchungen 0 1.010 7 -909 -108 0
Währungsumrechnungseffekte 205 205 284 2 1 697
31. Dezember 2014 41.755 31.535 17.538 15.919 156 106.903
Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2013 24.361 18.245 13.518 9.051 0 65.175
Abschreibung des Jahres 1.492 2.563 1.420 2.179 0 7.654
Abgänge 6 370 795 100 0 1.271
Umbuchungen 0 1.508 -137 -1.491 0 -120
Währungsumrechnungseffekte -92 -166 -217 -9 0 -483
31. Dezember 2013 25.755 21.780 13.788 9.630 0 70.954
Abschreibung des Jahres 1.519 2.619 1.503 2.035 0 7.676
Abgänge 20 1.507 2.372 1.148 0 5.048
Umbuchungen 0 733 0 -733 0 0
Währungsumrechnungseffekte 198 210 221 2 0 631
31. Dezember 2014 27.452 23.835 13.140 9.786 0 74.213
Nettobuchwert
31. Dezember 2014 14.303 7.700 4.398 6.133 156 32.690
31. Dezember 2013 15.599 9.169 4.073 6.244 127 35.211
1. Januar 2013 16.951 9.459 3.171 7.471 446 37.498

Finanzierungsleasing

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Buchwerte

in T€
2014 2013
Waschanlagen Sale and Lease Back 5.765 5.711
Waschanlagen Mietkauf 369 533
Gesamt 6.134 6.244

Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z. B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.

15. Immaterielle Vermögenswerte

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in T€ Entwicklungskosten selbsterstellt Lizenzen und Software erworben Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte erworben Geschäft- und Firmenwert Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2013 11.352 10.154 6.093 81.118 3.899 112.617
Zugänge 347 409 193 0 128 1.077
Abgänge 0 2 0 0 0 2
Umbuchungen 3.521 268 -31 0 -3.628 130
Währungsumrechnungseffekte -164 -13 -133 -670 0 -980
31. Dezember 2013 15.056 10.816 6.122 80.448 399 112.841
Zugänge 74 385 0 0 615 1.074
Abgänge 0 5 41 0 338 384
Umbuchungen 0 49 0 0 -49 0
Währungsumrechnungseffekte 355 14 160 2.010 0 2.539
31. Dezember 2014 15.485 11.259 6.241 82.458 627 116.071
Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2013 9.439 8.422 4.660 38.805 0 61.326
Abschreibung des Jahres 1.055 657 571 0 0 2.284
Abgänge 0 1 0 0 0 1
Umbuchungen 0 130 -9 0 0 120
Währungsumrechnungseffekte -148 -11 -118 -668 0 -945
31. Dezember 2013 10.346 9.198 5.103 38.136 0 62.783
Abschreibung des Jahres 1.016 782 467 0 312 2.577
Abgänge 0 4 41 0 312 357
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungseffekte 376 4 172 2.009 0 2.561
31. Dezember 2014 11.738 9.980 5.702 40.146 0 67.565
Nettobuchwert
31. Dezember 2014 3.747 1.279 539 42.312 627 48.506
31. Dezember 2013 4.710 1.618 1.019 42.312 399 50.058
1. Januar 2013 1.914 1.732 1.433 42.314 3.899 51.291

Der Zugang der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau resultiert weitestgehend aus aktivierten Entwicklungskosten. Diese Entwicklungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen und wurden deshalb einem Impairmenttest zum Jahresende unterzogen, der zu keinem Wertberichtigungsbedarf führte.

Darüber hinaus sind T€ 629 (Vorjahr: T€ 607) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.

Geschäfts- und Firmenwert

Die gesamten Firmen- und Geschäftswerte mit einem Buchwert von T€ 42.312 (Vorjahr: T€ 42.312) werden den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten »Kerneuropa« i. H. v. T€ 41.601 (Vorjahr: T€ 41.601), »Osteuropa« i. H. v. T€ 705 (Vorjahr: T€ 705), »Nordamerika« i. H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und »Asien/Pazifik« i. H. v. T€ 6 (Vorjahr: T€ 6) zugeordnet.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.

Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5.2 dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Mittelfristplanung 2014 bis 2018 auf Konzernebene.

Der Mittelfristplanung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:

Umsatzsteigerung durchschnittlich bei ca. 3% p.a., in einzelnen Regionen bis zu 12 %
Kosten Steigerungen von 2-3 %
Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von ca. 2-4 % p.a.

Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz von 8,7% (Vorjahr: 8,7 %) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1-1,5 % (Vorjahr: 1-1,5 %) zugrunde gelegt.

In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 4,2 % (Vorjahr: 3,6 %) und der gewichtete Eigenkapitalzinssatz ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 2,5 % (Vorjahr: 2,8 %) sowie ein Beta-Faktor von 1,2 (Vorjahr: 1,2) zugrunde.

Für alle Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 10 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer um 5 Prozentpunkte geringeren Bruttomarge ergibt sich kein Abwertungsbedarf.

16. Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern i. H. v. T€ 4.076 (Vorjahr: T€ 4.265) sowie passive latente Steuern i. H. v. T€ 2.879 (Vorjahr T€ 3.128). Diese resultieren aus latenten Steuerforderungen auf voraussichtlich nutzbare steuerliche Verlustvorträge sowie aus zeitlichen Unterschieden, die entsprechend der so genannten bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode (Liability Method) berechnet wurden.

Latente Steuern für sogenannte »outside basis differences« werden nicht angesetzt, da das die Beteiligung haltende Unternehmen die Umkehr der Differenzen bestimmen kann und diese Umkehr in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist. Die Steuerbasis der nicht angesetzten passiven latenten Steuern beläuft sich auf T€ 243 (Vorjahr: T€ 186).

Verlustvorträge und temporäre Differenzen wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen, soweit die Nutzung der Verlustvorträge bzw. der temporären Differenzen auf Basis der internen Mittelfristplanung 2015 bis 2019 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Sofern Zweifel bestehen, dass Verlustvorträge mit zukünftigen zu versteuernden Einkommen verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen.

Deshalb wurden im Berichtsjahr Verlustvorträge i. H. v. T€ 20.681 (Vorjahr: T€ 19.540) nicht angesetzt. Dies entspricht nicht aktivierten latenten Steuern i. H. v. T€ 7.067 (Vorjahr: T€ 6.499).

Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt keiner zeitlichen Begrenzung hinsichtlich der Nutzung. Lediglich T€ 18.053 Verlustvorträge sind begrenzt. Davon verfallen T€ 1.016 in den Jahren von 2015 bis 2024 und T€ 17.037 von 2025 bis 2034 sofern sie nicht verbraucht werden können.

Die latenten Steuerforderungen und Steuerschulden entfallen, vor Saldierung, auf folgende wesentliche Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

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in T€ Latente Steuerforderungen Latente Steuerschulden
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Steuerliche Verlustvortrage 429 992 0 0
Sa chanlagen 232 203 -3.760 -3.885
Immaterielle Vermögenswerte 66 59 -1.550 -1.730
Vorräte 1.086 1.003 -451 -548
Forderungen 49 44 -599 -243
Rückstellungen 2.535 1.952 -7 -12
Sonstige Schulden 502 511 -7 -6
Finanzierungsleasingschulden 1.782 1.669 0 0
Umsatzabgrenzung 974 1.225 0 0
Sonstige 49 31 -133 -132
Gesamt 7.704 7.689 -6.507 -6.556
davon langfristig 4.349 4.535 -3.789 -5.204
davon kurzfristig 3.355 3.154 -2.718 -1.352

Es wurden latente Steuerschulden i. H. v. T€ 3.628 mit latenten Steuerforderungen, gem. den Saldierungsvorschriften des IAS 12, aufgerechnet.

Im Berichtsjahr wurden T€ 391 (Vorjahr: T€ -228) latente Steuern direkt im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der direkt im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.455 (Vorjahr: T€ 1.064).

In der folgenden Tabelle sind die Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallende Steuerbelastung der im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen dargestellt:

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in T€ 2014 2013
vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern vor Ertragsteuern Erträgsteuern nach Ertragsteuern
--- --- --- --- --- --- ---
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen 631 0 631 121 0 121
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -81 -121 -202 -504 41 -463

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in T€ 2014 2013
vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern
--- --- --- --- --- --- ---
Marktwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten 0 0 0 356 -110 246
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste -1.651 512 -1.140 504 -158 346
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen -1.101 391 -711 477 -228 249

17. Vorräte

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in T€ 2014 2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren 22.291 22.203
Unfertige Erzeugnisse 5.206 5.802
Fertige Erzeugnisse 7.755 6.140
Geleistete Anzahlungen 185 123
Gesamt 35.437 34.268

Im Berichtsjahr belief sich die Zuführung der Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen auf T€ 33 (im Vorjahr i. H. v. T€ 275).

18. Steuerforderungen

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in T€ 2014 2013
Langfristige Steuerforderungen 90 133
Kurzfristige Steuerforderungen 2.956 1.306
Gesamt 3.046 1.439

Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaftsteuerguthaben und anrechenbaren Kapitalertragsteuern.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in T€ 2014 2013
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.712 39.652
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.363 1.846
Gesamt 43.075 41.498

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben i.d.R. eine Fälligkeit zwischen 0 und 90 Tagen netto. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf einem gesonderten Konto für Wertberichtigungen vorgenommen. Wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht.

Zum 31. Dezember 2014 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von T€ 4.557 (Vorjahr: T€ 4.933) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2014 2013
Stand 1. Januar 4.933 4.976
Aufwandswirksame Zuführungen 207 400
Verbrauch -348 -324
Auflösung -180 -92
Wechselkurseffekte -55 -27
Stand 31. Dezember 4.557 4.933

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2014 2013
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 34.969 34.234
Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind, davon
weniger als 30 Tage 5.088 4.374
30-120 Tage 2.158 2.044
120-365 Tage 704 430
größer 365 Tage 284 0
Gesamt 8.234 6.848
Einzelwertberichtigte Forderungen 4.331 5.337

Es wird eine pauschalierte Einzelwertberichtigung für Forderungen entsprechend der Altersstruktur vorgenommen. Darüber hinaus werden Forderungen bei drohender Uneinbringlichkeit und bei Einleitung rechtlicher Schritte einzelwertberichtigt.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

20. Sonstige Vermögenswerte

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in T€ 2014 2013
Langfristige sonstige Vermögenswerte 422 344
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 2.896 3.375
Gesamt 3.318 3.719
davon Abgrenzungsposten 1.372 1.065

Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien und Steuern.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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in T€ 2014 2013
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 15.674 3.763

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 15.674 (Vorjahr: T€ 3.763).

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten mit bis zu 3 Monaten Fälligkeit und Kontokorrentkredite) des WashTec Konzerns im Berichtsjahr verändert haben. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den betrieblichen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Ende des Jahres wie folgt zusammen:

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in T€ 2014 2013
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 15.674 3.763
Kontokorrentkredite -252 -1.020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.422 2.743

In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf Anhangangabe 28 verwiesen.

Eigenkapital

22. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der WashTec AG beträgt T€ 40.000. Es ist in 13.976.970 (Vorjahr: 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.

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2014 2013
Stammaktien in Tausend Stück 13.977 13.977
Anteile am Grundkapital je Aktie in € 2,86 2,86

Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile beträgt zum 31. Dezember 2014 13.932.312 Aktien (Vorjahr: 13.934.113 Aktien).

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG vom 4. Juni 2014 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2013 i. H. v. T€ 9.682 eine Dividende i. H. v. T€ 8.917 auszuschütten und T€ 765 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividende von € 0,64 je dividendenberechtigter Stückaktie. In dieser ist neben der Dividende i. H. v. € 0,32 je dividendenberechtigter Stückaktie eine Sonderausschüttung i. H. v. € 0,32 je dividendenberechtigter Stückaktie enthalten. Der Ergebnisvortrag der WashTec AG verringert sich somit um T€ 8.917.

Genehmigtes Kapital

Das mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 geschaffene genehmigte Kapital, von dem kein Gebrauch gemacht wurde, ist am 4. Mai 2013 ausgelaufen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), wobei auf diesen Betrag zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen ist, der auf diejenigen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, die auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 ausgegeben werden. Soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil diese bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen.

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren, durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, in Ziffer 5.1. der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Bislang hat der Vorstand von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 218 Aktiengesetz erhöht sich das bedingte Kapital einer Aktiengesellschaft im gleichen Verhältnis, wie das durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöhte Grundkapital.

Das mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 geschaffene bedingte Kapital, von dem kein Gebrauch gemacht wurde, ist am 4. Mai 2013 ausgelaufen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde bedingtes Kapital wie folgt geschaffen:

Bedingtes Kapital I: Das Grundkapital ist um bis zu Euro 8.000.000 eingeteilt in bis zu 2.795.394 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund der Ermächtigung gemäß Ziffer 5.1 der Satzung (Genehmigtes Kapital) erhöht wird; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2013 bis zum 14. Mai 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

23. Kapitalrücklage

Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i. H. v. T€ 26.828 und i. H. v. T€ 18.019 - abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten - aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i. H. v. T€ 9.464 gemindert.

24. Eigene Anteile

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Anzahl Aktien in Stück Wert Aktien

in T€
Stand 1. Januar 2013 32.234 289
Zugang 2013 12.424 128
Stand 31. Dezember 2013 44.658 417
Stand 1. Januar 2014 44.658 417
Zugang 2014 - -
Stand 31. Dezember 2014 44.658 417

Bis zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft 44.658 Aktien im Wert von T€ 417 erworben. Dadurch reduzierte sich die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien auf 13.932.312 Aktien.

Die Gesellschaft ist mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2013 ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 eigene Aktien i. H. v. bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben.

Die zurückgekauften Aktien können u. a. im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen übertragen werden. Darüber hinaus können sie zur Bedienung von Optionsrechten, die an die Mitglieder der Geschäftsführung mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden.

Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung in anderer Weise als durch einen Verkauf über die Börse oder ein Angebot an alle Aktionäre kann ganz oder in Teilen, einmalig oder mehrmalig ausgenutzt werden. Die Verwendung darf zu einem oder zu mehreren der vorgenannten Zwecke erfolgen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie die Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigungen in anderer Weise als durch den Verkauf oder ein Angebot an alle Aktionäre verwendet werden.

Die Gesellschaft behält sich vor, zurückgekaufte Aktien ganz oder in Teilen einzuziehen.

25. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte

Hierunter fallen insbesondere die Bilanzierung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie die Abbildung von als zu Sicherungsinstrumenten eingesetzten Finanzinstrumenten:

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in T€ 2014 2013
In der Hedge Reserve erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten -722 -722
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -1.131 -1.050
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -3.819 -2.168
Latente Steuern auf direkt mit Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 1.455 1.064
Sonstige Rücklagen -4.217 -2.876
Währungskurseffekte 812 181
Gesamt -3.405 -2.695

26. Rückstellungen für Pensionen

Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 1,75 % (Vorjahr: 3,5 %) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden unverändert zum Vorjahr mit 1,5 % bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 1,75 % (Vorjahr: 3,5 %). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2005 G« von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt.

Die Anzahl der Leistungsempfänger betrug zum 31. Dezember 2014 237 Mitarbeiter (Vorjahr: 237 Mitarbeiter). In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i. H. v. T€ -50 (Vorjahr: T€ 343) enthalten.

Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste T€ 1.651 (Vorjahr: T€ 504). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2014 T€ -3.819 (Vorjahr T€ -2.168) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst worden.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 hat sich der Barwert der Pensionsverpftichtung wie folgt entwickelt:

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in T€ 2014 2013
Stand 1. Januar 8.328 8.876
Währungsdifferenzen 2 -10
Gezahlte Renten -500 -448
Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode 147 166
Zinsaufwand 265 248
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.651 -504
Stand 31. Dezember 9.893 8.328

Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pensionen werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnlichem. Die Entwicklung der sogenannten Reimbursement Rights in 2013 und 2014 zeigt die nachfolgende Tabelle:

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in T€ 2014 2013
Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar 400 389
Erwartete Rendite 14 11
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0
Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember 414 400

Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen:

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der Project Unit Method) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate) bei der Rentendynamik und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

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Auswirkungen auf die defined benefit Obligation (DBO)
2014 Veränderungen der Annahmen um Veränderung

in %
--- --- ---
Lebenserwartung Anstieg um ein Jahr 5,3
Rentendynamik Anstieg um 0,25 % 1,8

Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:

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in T€ Pensionsrückstellungen Reimbursement Rights Gesamt
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Present value Fair value
--- --- --- ---
Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 1.627 0 1.627
Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung 24 0 24
Gesamt 1.651 0 1.651

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 10,5 Jahre (Vorjahr: ca. 10 Jahre).

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:

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in T€ bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Pensionsleistungen 516 2.098 6.167 8.781

27. Sonstige Rückstellungen

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in T€ Altersteilzeit 2014 Gewährleistung 2014 Rückkaufverpflichtungen 2014 Restrukturierung 2014 Übrige 2014 Gesamt 2014 Gesamt 2013
Stand 1. Januar 1.989 8.888 2.645 445 2.712 16.679 16.747
Zuführung 913 6.727 675 666 477 9.458 7.399
Aufzinsung 0 0 0 0 0 0 9
Inanspruchnahme -379 -5.229 -452 -103 -859 -7.022 -5.206
Aufläsung 0 -395 -1 -130 -379 -905 -2.060
Umbuchung 0 0 0 -10 10 0 0
Währungsdifferenz 0 54 0 0 63 117 -210
Stand
31. Dezember 2.523 10.045 2.867 868 2.024 18.327 16.679
davon kurzfristig 1.526 10.015 443 868 2.004 14.857 -
davon langfristig 997 30 2.424 0 20 3.470 -
Rückstellungen in 2013
davon kurzfristig 833 8.449 606 445 2.273 - 12.606
davon langfristig 1.156 439 2.039 0 439 - 4.073

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer« berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 0,5 % (Vorjahr: 1,0 %) und ein jährlicher Gehaltstrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) berücksichtigt.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.

Die Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen i. H. v. T€ 868 (Vorjahr: T€ 445) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen.

Die Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen wird rollierend ermittelt und berücksichtigt die vertragliche Verpflichtung zum Rückkauf von vormals an Mineralölgesellschaften verkauften Maschinen. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.

Die übrigen Rückstellungen von T€ 2.024 (Vorjahr: T€ 2.712) betreffen vor allem Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten i. H. v. T€ 1.018 (Vorjahr: T€ 1.071) sowie Rückstellungen für belastende Verträge in Nordamerika i. H. v. T€ 336 (Vorjahr: T€ 969).

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht des WashTec Konzerns Eventualschulden im Wesentlichen aus Vertragserfüllungsverpflichtungen und für potentielle Aufwendungen aus dem Rückkauf von Maschinen i. H. v. T€ 894 (Vorjahr: T€ 827), deren Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme geringer als 50% eingeschätzt wird.

28. Verzinsliche Darlehen

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in T€ 2014 2013
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 252 1.020
Langfristigeverzinsliche Darlehen 0 0
Gesamtverzinsliche Darlehen 252 1.020

Die WashTec Gruppe verfügt insgesamt über eine Kreditlinie i. H.v. Mio. € 51,2. Diese besteht überwiegend aus einem Revolverdarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2018. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH; sie verfügt über eine Kreditlinie von Mio. € 50,0. Die Kreditlinie besteht aus einer Betriebsmittellinie i. H. v. Mio. € 44,0 und einer Avalkreditlinie i. H. v. Mio.€ 6,0.

Zum 31. Dezember 2014 ist die Avallinie mit Mio. € 5,7 (Vorjahr: Mio. € 6,0) in Anspruch genommen. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf Mio. € 45,3 (Vorjahr: Mio. € 44,3).

Das Konsortialdarlehen ist an Bedingungen geknüpft. Für die Laufzeit des Vertrages ist WashTec an die Einhaltung eines Eigenkapitalcovenant und Verschuldungsgradcovenant gebunden. Unter dem Kreditvertrag bestehen keine Sicherheiten.

Der Zinssatz des Darlehens ist variabel und an die Entwicklung des EURIBOR gebunden sowie von einer an die operative Performance des Unternehmens gebundenen Zinsmarge abhängig.

Die Kosten für herausgelegte Avale richten sich nach der Zinsmarge abzüglich eines Abschlags i. H. v. 0,6 %. Die Verzinsung des Kontokorrentkredites wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,96 % und 2,25 %.

Bei der Strukturierung der Finanzierung wurde ein Disagio berechnet, das gem. IAS 39 mittels der Effektivzinsmethode berücksichtigt wird. Die im Zinsaufwand erfassten Beträge für die Amortisation des Disagios belaufen sich auf T€ 69 (Vorjahr: T€ 248).

29. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing

Der Konzern hat Sale-and-Finance-Lease-Back-Verträge und Mietkaufverträge im Wesentlichen für Waschanlagen im Rahmen des Betreibermodells abgeschlossen.

Die Mindestleasingzahlungen für diese Finanzierungsleasingschulden belaufen sich auf:

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Leasingzahlungen fällig

in T€
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlung 2014 1.973 3.757 90 5.820
Zinsaulwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 70 85 0 155
Barwert der Mindestleasingzahlung 2014 1.903 3.672 90 5.665

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Leasingzahlungen fällig

in T€
bis 1 Jahr 1 -5 Jahre über 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlung 2013 2.354 3.691 71 6.116
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 234 249 1 484
Barwert der Mindestleasingzahlung 2013 2.120 3.442 70 5.632

Operating Lease

Aus Leasing- und Mietverträgen (Operating Lease) bestehen zum Stichtag folgende Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten in T€:

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Jahr bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe
2014 9.842 13.151 106 23.099
2013 9.724 7.002 155 16.881

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Gebäudemieten sowie Leasing von Servicefahrzeugen, die am Ende der Laufzeit durch neue Leasingverträge ersetzt werden.

30. Schulden

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in T€ 2014 2013
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.950 8.773
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.608 3.450
Schulden aus Steuern und Abgaben 5.772 4.601
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 951 1.014
Sonstige Schulden 29.578 24.833
Gesamt 46.859 42.670
davon kurzfristig (< 1 Jahr) 44.826 40.747
davon langfristig (> 1 Jahr) 2.033 1.923

Die grundsätzlichen Fälligkeiten der Schulden aus Lieferungen und Leistungen, Steuern und Abgaben und im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf bis zu 90 Tage.

Die Schulden aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer.

Die sonstigen Schulden mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr beinhalten kreditorische Debitoren i. H. v. T€ 846 (Vorjahr: T€ 429), Schulden gegenüber Mitarbeitern z. B. für Urlaub, Überstunden, Reisekosten etc. i. H.v. T€ 14.550 (Vorjahr: T€ 12.603) und Schulden gegenüber Berufsgenossenschaften i. H. v. T€ 142 (Vorjahr: T€ 121). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Schulden abgegrenzte Schulden i. H. v. T€ 9.017 (Vorjahr: T€ 7.246), die sich im Wesentlichen aus fehlenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie für zu erstellende Gutschriften im Bereich Service ergeben.

31. Umsatzabgrenzung

Die Umsatzabgrenzung i. H. v. T€ 8.239 (Vorjahr: T€ 7.654) wurde im Wesentlichen für die periodengerechte Verteilung der Umsätze gebildet.

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt WashTec regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen für die Gesellschaft und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der entsprechenden Zins- und/oder Währungspositionen.

Weiterhin verfügt WashTec über eine monatlich rollierende Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, mit Hilfe derer die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation zeitnah gemanagt werden kann.

Der Konzern verfügt über derivative Finanzinstrumente. Deren Zweck besteht in der Absicherung gegen Zins- und Marktrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seiner Finanzierungsquellen resultieren.

Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Effektivität einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Marktwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und diese Effektivität wird fortlaufend überprüft.

Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.

Zinsrisiko

Im Berichtsjahr wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps gehalten. Gem. IFRS sind derivative Finanzinstrumente am Abschlussstichtag jeweils zum Marktwert zu bewerten und werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr Marktwert positiv und als Schulden, wenn ihr Marktwert negativ ist. Der positive Wert der derivativen Finanzinstrumente wird unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, der negative Wert unter den kurzfristigen Schulden.

Derbeizulegende Zeitwert der Zinsswaps beträgt zum 31. Dezember 2014 T€ -482 (Vorjahr: T€ -858) und ist unter den sonstigen kurzfristigen Schulden ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen:

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Start Ende Nominalvolumen in T€ zum 31. Dez. 2014 Referenzzins
1. Juli 2011 31. Dezember 2015 12.267 1-Monats-Euribor
30. Juni 2011 31. Dezember 2015 6.133 1-Monats-Euribor

Absicherung von Cashflows

Der Basiszinssatz aus dem Kreditvertrag ist variabel und orientiert sich am 1-Monats-EURIBOR. Zum 31. Dezember 2014 bestehen insgesamt zwei Zinsswaps mit Laufzeitende jeweils bis 31. Dezember 2015, die der Absicherung der variablen, an den EURIBOR gebundenen, Zinssätze des Darlehens vor Zinsschwankungen dienen. Auf die eingesetzten Swap-Kontrakte zahlt das Unternehmen fixe Zinsen auf die ausgereichte Darlehenssumme und erhält im Gegenzug dafür variable Zinsen auf denselben Kapitalbetrag. Mit diesen Zinsswaps wird die zugrunde liegende Verpflichtung abgesichert. Für diese beiden Zinsswaps mit Laufzeit bis 31. Dezember 2015 sind die Zinssätze mit 2,580 % bzw. 2,572 % festgelegt. Die Cashflows aus den Zinsswaps werden über die Laufzeit verteilt erwartet.

Sowohl zum 31. Dezember 2014 als auch zum 31. Dezember 2013 sind die Zinsswaps als Sicherungsbeziehung designiert Diese Sicherungsbeziehung wird für beide Jahre als ineffektiv eingestuft.

Die im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge werden in den Geschäftsjahren in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Finanzergebnis) umgebucht, in denen das Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Im Geschäftsjahr belief sich dieser Betrag auf T€ -453 (Vorjahr: T€ -457). Aus der Bewertung der Finanzinstrumente für Zinssicherungen ergab sich im Berichtsjahr ein Ertrag i. H. v. T€ 376 (Vorjahr: Aufwand i. H. v. T€ 53).

Die nachfolgende Tabelle zeigt für das Vorjahr die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Auswirkungen auf das variabel verzinsliche Darlehen unter Berücksichtigung der bestehenden Zinsswaps) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Wesentliche Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen nicht. Per 31. Dezember 2014 sind für das Folgejahr keine Bankverbindlichkeiten geplant, deshalb wirkt sich eine Veränderung des Euribors nicht auf das Konzernergebnis aus.

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2014 EURIBOR
Erhöhung/Verringerung in Basispunkten 10 15 -10 -15
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ 0 0 0 0
2013 EURIBOR
Erhöhung/Verringerung in Basispunkten 10 15 -10 -15
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ 1 2 -1 -2

Währungsrisiko

Durch USD-Transaktionen, bedingt durch die Tochtergesellschaft in den USA, können sich Änderungen des USD/EUR-Wechselkurses auf den Abschluss auswirken. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec entsprechender Derivate, die im Juni 2011 abgeschlossen worden sind. Es handelt sich um Devisentermingeschäfte mit unterschiedlichen Laufzeiten, teilweise mit einer 6-Monate-Laufzeitoption. Die letzte Fälligkeit ist am 30. Dezember 2015. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsinstrumente und des Grundgeschäfts werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Der Konzern verfügt über langfristige Darlehensforderungen gegenüber seiner Tochtergesellschaft Mark VII. Bis Ende März 2012 bestand eine Nettoinvestition i. H. v. Mio. USD 15,0. Aufgrund einer Kapitalerhöhung hei Mark VII durch Einlage eines Teiles der Darlehensforderung wurde diese Nettoinvestition mit Wirkung zum 1. April 2012 um Mio. USD 11,0 auf Mio. USD 4,0 reduziert. Die amerikanische Tochtergesellschaft verfügt über langfristige CAD-Darlehensforderungen gegenüber der kanadischen Tochtergesellschaft. Die Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2011 auf Mio. CAD 5,9 festgelegt, im Oktober 2011 um Mio. CAD 0,9 und im Mai 2013 um Mio. CAD 1,0 erhöht. Dementsprechend werden die Umrechnungseffekte dieser Darlehen im Eigenkapital erfasst.

Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden) und des Eigenkapitals des Konzerns (aufgrund der Absicherung einer Nettoinvestition) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollar zum Euro. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

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2014 Kursentwicklung des USD -5% 5%
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ -197 197
Auswirkungen auf das Eigenkapital in T€ 165 -165
2013 Kursentwicklung des USD -5% 5%
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ -54 54
Auswirkungen auf das Eigenkapital in T€ 145 -145

Liquiditätsrisiko

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme, wie beispielsweise einer rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien zur Betriebsmittelfinanzierung sind von den Konsortialbanken der WashTec Gruppe auf der Basis einer gesamtschuldnerischen Haftung der WashTec Cleaning Technology GmbH als Darlehensnehmer und unter Mithaftung anderer Konzerngesellschaften eingeräumt worden. Nähere Ausführungen sind unter Anhangangabe 28 verzinsliche Darlehen aufgeführt. Die Finanzierung der WashTec Gruppe erfolgt im Wesentlichen über die WashTec Cleaning Technology GmbH, die als wichtigste operative Gesellschaft auch über den größten Finanzierungsbedarf verfügt.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2014 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Es werden die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zuzuordnen. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

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in T€ Buchwert Cashflows
2014 2015 2016-2018 2019 ff.
--- --- --- --- ---
Verzinsliche Darlehen 252 252 0 0
Finanzierungsleasingschulden 5.665 1.973 3.757 90
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.950 5.950 0 0
sonstige finanzielle Schulden 14.935 14.935 0 0
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 913 645 268 0

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in T€ Buchwert Cashflows
2013 2014 2015-2017 2018 ff.
--- --- --- --- ---
Verzinsliche Darlehen 1.020 1.039 0 0
Finanzierungsleasingschulden 5.632 2.354 3.413 349
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 8.773 8.773 0 0
sonstige finanzielle Schulden 11.806 11.806 0 0
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 943 458 485 0

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten, wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, sehr stark mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken. Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10 % des Umsatzes ausmacht. Im Geschäftsjahr 2014 war dies nicht der Fall.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und anderen finanziellen Vermögenswerten, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe geeigneter Finanzkennzahlen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu einem operativen Betriebsergebnis gemäß Definition des Vertrags zum verzinslichen Darlehen entspricht. Gemäß den internen Richtlinien darf der so definierte Verschuldungsgrad einen Wert von 2,5 nicht überschreiten. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen sowie Schulden aus Finanzierungsleasing abzüglich Zahlungsmittel.

Darüber hinaus muss das Eigenkapital des WashTec Konzerns im Verhältnis zur Bilanzsumme, unter Berücksichtigung von eigenen Aktien, zum jeweiligen Quartalsende mindestens 35 % betragen.

Alle Covenants sind zum Bilanzstichtag eingehalten.

33. Finanzinstrumente - zusätzliche Angaben

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Zusammenhänge zwischen der Klassifikation und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

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in T€ Bewertungs-

kategorien nach IAS 39
Buchwert 31.12.2014 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz
Fortgeführte Anschaffungs-

kosten
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Bilanz nach IAS 17
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 15.674 15.674 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 43.076 43.076 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 982 982 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 5.950 5.950 - - -
Verzinsliche Darlehen FLAC 252 252 - - -
Sonstige finanzielle Schulden FLAC 14.935 14.935 - - -
Finanzierungsleasingschulden n.a. 5.664 - - - 5.664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L 913 - - 913 -
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 59.732 59.732 - -
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 21.137 21.137 - -
Fair Value Through Profit/Loss (FVthP/L) 913 - - 913

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in T€ Fair Value IFRS 13
31.12.2014 Level
--- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.674
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.076
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 982
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.950
Verzinsliche Darlehen 252
Sonstige finanzielle Schulden 14.935
Finanzierungsleasing schulden 5.664
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 913 2
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR)
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)
Fair Value Through Profit/Loss (FVthP/L)

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in T€ Bewertungs-

kategorien nach IAS 39
Buchwert 31.12.2013 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz
Fortgeführte Anschaffungs-

kosten
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Bilanz nach IAS 17
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 3.763 3.763 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 41.498 41.498 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 1.103 1.103 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 8.773 8.773 - - -
Verzinsliche Darlehen FLAC 1.020 1.020 - - -
Sonstige finanzielle Schulden FLAC 11.806 11.806 - - -
Finanzierungsleasingschulden n.a. 5.632 - - - 5.632
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVthP/L 943 - - 943 -
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Loans and Receivables (LaR) 46.363 46.363 - -
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 21.599 21.599 - -
Fair Value Through Profit/Loss (FVthP/L) 943 - - 943

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in T€ Fair Value 31.12.2013 IFRS 13 Level
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.763
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.498
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.103
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.773
Verzinsliche Darlehen 1.020
Sonstige finanzielle Schulden 11.806
Finanzierungsleasingschulden 5.632
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 943 2
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Loans and Receivables (LaR)
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)
Fair Value Through Profit/Loss (FVthP/L)

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der sonstigen finanziellen Schulden entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.

Die Devisentermingeschäfte sind mit dem Fair Value mittels erwarteter Wechselkurse, die an einem geregelten Markt notiert sind, bewertet. Zinsswaps sind mit dem Fair Value mittels erwarteter Zinssätze nach erkennbaren Zinskurven bewertet.

Der Fair Value der Finanzinstrumente gliedert sich nach Fristigkeit wie folgt:

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in T€ 31.12.2014 31.12.2013
langfristig 164 484
kurzfristig 749 459
Gesamt 913 943

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Kategorien des IAS 39 dargestellt:

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in T€ 2014 2013
Kredite und Forderungen -10 -1.608
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -278 -687

Das Nettoergebnis in der Kategorie Kredite und Forderungen resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewertung und Wertberichtigung, in der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen sowie Fremdwährungsbewertung.

Sonstige Angaben

34. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die WashTec AG hat für 2014 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 26. März 2015 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung zugeleitet.

Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses ist für die Aufsichtsratssitzung am 27. März 2015 vorgesehen.

35. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dr. Volker Zimmermann (seit 1. Februar 2015), Vorstandsvorsitzender

Maschinenbauingenieur, München

Supply Chain, Entwicklung, Service Support, Qualität

Karoline Kalb

Rechtsanwältin, Augsburg

Legal & Compliance, Investor Relations, Personal, globales Key Account Management und Sonderprojekte

Rainer Springs (seit 1. Februar 2015)

Diplom-Kaufmann, Augsburg

Finanzen und IT

Stephan Weber (seit 1. Januar 2015)

Diplom-Ingineur, Werther

Vertrieb und Service, Produktmanagement & Marketing

Dr. Jürgen Rautert (Sprecher des Vorstands bis zum 31. Januar 2015)

Doktor-Ingineur, Heidelberg

Supply Chain, Produktmanagement, Entwicklung, Qualität, Personal, Finanzen und IT

Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke (Vorsitzender ab 4. Juni 2014)

Kaufmann, Buchloe

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

keine

Ulrich Bellgart (stellvertretender Vorsitzender ab 4. Juni 2014)

Unternehmensberater ubc GmbH, Solothurn, Schweiz

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

keine

Jens Große-AlIermann

Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

FPM Deutsche Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

keine

Dr. Sören Hein

Geschäftsführer der Compound Disk Drives GmbH, München

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

keine

Roland Lacher

Selbstständiger Kaufmann, Gelnhausen-Meerholz

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Cosmetic Holding AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

keine

Dr. Hans Liebler

Investment Manager, Gräfelfing

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

AUGUSTA Technologie AG, München (Mitglied des Aufsiehtsrats/Stv. Vorsitzender)
J.P. Rosselet Cosmetics (Deutschland) AG, Bremen (Mitglied des Aufsichtsrats bis 30. August 2014)
Grammer AG, Amberg (Mitglied des Aufsichtsrats)
SKW Stahl AG, München (Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Januar 2014)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Identive Group Inc., Santa Ana, California, USA (Non-executive member of the board of directors bis 22.05.2014)
autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats)

Michael Busch, Diplom-Kaufmann, (Vorsitzender bis 4. Juni 2014)

selbständiger Unternehmensberater, Berlin

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

KHD Humboldt Wedag International AG, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

keine

Massimo Pedrazzini (stellvertretender Vorsitzender bis 4. Juni 2014)

Rechtsanwalt, Massagno, Schweiz

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Fidinam Group Holding SA, Lugano, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)
Sterling Strategie Value Ltd., Road Town,Tortola, Britische Jungferninseln (Präsident des Verwaltungsrats)
Fondazione Fidinam, Lugano, Schweiz (Mitglied des Stiftungsrats)
Pestalozzi Stiftung, Zürich, Schweiz (Mitglied des Stiftungsrats)
Precicast Bilbao SA, Bilbao, Spanien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Rex Articoli Tecnici SA, Mendrisio, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Rex Group SA, Mendrisio, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
City Nuova Holding SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fidinam Australasia Real Estate, Sydney, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fl Partecipazioni SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fly Away SA, Lugano, Schweiz (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Saunion, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Taxfid SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Terzerina SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Tifina Holding SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fidinam Monte Carlo SAM, Monte Carlo (Vorsitzender des Verwaltungsrats )
Fidinam R&T Consulting Ltd, Hongkong (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Alpha Management Ltd, Dubai, VAE (Mitglied des Verwaltungsrats)
Coweley Australia Ltd, Sydney, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Coweley Bourke Ltd, Sydney, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Coweley Clarence Ltd, Sydney, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
ST Group Holding Inc, Panama (Mitglied des Verwaltungsrats)
ST Australasia Real Estate Inc, Panama (Mitglied des Verwaltungsrates)
Special Situation Investment Partners Ltd, Panama (Vorsitzender des Stiftungsrats)
Fondazione Isabel - una stellina per Ibiporã , Lugano, Schweiz (Vorsitzender des Stiftungsrats)
MP Advisors SA, Lugano, Schweiz (Alleiniges Ratsmitglied)
Salus Trust, Georgetown, Cayman Islands (Treuhänder)
Fidinam Group Worldwide Ltd, Hongkong (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Coweley Queen Ltd, Melbourne, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Coweley Lonsdale Ltd, Melbourne, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Studio Legale Avv Massimo G Pedrazzini, Lugano, Schweiz (Alleiniges Ratsmitglied)

36. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die WashTec Gruppe wird im Geschäftsjahr 2014 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes berührt. Die Bedingungen der Transaktion entsprechen denen wie unter fremden Dritten.

Für die detaillierte Darstellung der Vorstandsvergütung sowie Aufsichtsratsvergütung wird auf den Vergütungsbericht im Lagebericht verwiesen, der integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Vorstand

Die Vergütung des Gesamtvorstandes beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 712. Im Vorjahr betrug die Vergütung T€ 627 zuzüglich Einmalzahlungen i. H. v. insgesamt rund T€ 300, die im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung zweier Vorstandsverträge gezahlt wurden.

Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:

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Aktienanteile des Vorstands (in Stück) 2014 2013
Dr. Volker Zimmermann (seit 1. Februar 2015) 0 0
Karoline Kalb (seit 1. November 2013) 0 0
Stephan Weber (seit 1. Januar 2015) 0 0
Rainer Springs (seit 1. Februar 2015) 0 0
Dr. Jürgen Rautert (bis 30. Januar 2015) 0 0
Dr. Stefan Vieweg (ab 1.Januar 2013 bis 31. Mai 2013) 0 0
Michael Busch (bis 28. Februar 2013)* 0 0

* Entsendung gemäß § 105 AktG

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 342 (Vorjahr: € 291).

Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

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Aktienanteile des Aufsichtsrats (in Stück) 2014 2013
Dr. Günter Blaschke (ab 4. Juni 2014) 50.000 0
Ulrich Bellgart (ab 4. Juni 2014) 25.000 0
Jens Große-Allermann* 0 0
Dr. Sören Hein 0 0
Roland Lacher 0 0
Dr. Hans Liebler 0 0
Michael Busch (bis 4. Juni 2014)** 0 0
Massimo Pedrazzini (bis 4. Juni 2014)*** 2.251 2.251

* Herr Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31.07.2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.

** Entsendung gemäß § 105 AktG

*** Herr Pedrazzini ist zudem Präsident des Verwaltungsrats von Sterling Strategic Value Limited, die gemäß Mitteilung am 27.08.2013 einen Anteil von 2.095.150 Stimmrechten (14,99%) an der WashTec AG hielt und diesen Anteil am 19. und 21. März 2014 auf 0 Stimmrechte reduziert hat.

Ehemalige Mitglieder des Vorstandes

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i. H. v. T€ 252 (Vorjahr: T€ 198), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind.

37. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

Augsburg, am 26. März 2015

WashTec AG

Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender

Karoline Kalb, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Rainer Springs, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Augsburg, am 26. März 2015

Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender

Karoline Kalb, Vorstand

Rainer Springs, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Zusammengefasster Lagebericht WashTec AG und Konzern

2014 im Überblick

WashTec Gruppe

Kerneuropa treibt positive Ergebnisentwicklung
Umsatz mit Mio. € 302,6 um ein Prozent über Vorjahr
Umsatz In Q4 um 6,3% über Vorjahr
EBIT deutlich gesteigert auf Mio. € 18,4 bei EBIT-Rendite von 6,1 %
EPS auf € 0,91 gestiegen

Kerneuropa

Umsatzanstieg bei verbessertem Ergebnis
Umsatz: Mio. € 250,1; EBIT: Mio.€ 17,6

Osteuropa

Umsatzrückgang bei ausgeglichenem Ergebnis
Umsatz: Mio. € 11,1; EBIT: Mio. € 0,0

Nordamerika

Umsatzrückgang bei weiter positivem Ergebnis
Umsatz: Mio.€ 43,2; EBIT: Mio. € 0,7

Asien/Pazifik

Leichter Umsatz- und deutlicher Ergebniszuwachs
Umsatz: Mio. € 12,5; EBIT: Mio. € 0,2

Umsatz, EBIT, EBIT-Rendite, Free Cashflow

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Daneben bietet WashTec umfassende Servicepakete über die gesamte Lebensdauer der vertriebenen Produkte an, hierzu gehören neben der Wartung der Anlagen auch Betreibermodelle sowie die Vermittlung von Finanzierungen für Anlagen. Hauptumsatzträger sind Maschinen und Service.

Umsatz nach Produkten in Mio. € 2014

Maschinen und Service

Portalwaschanlagen
SB-Waschanlagen
Nutzfahrzeugwaschanlagen
Waschstraßen
Wasseraufbereitungssysteme
Full Service
Call-out Service
Ersatzteile

Mio. € 255,7

Chemie

Reiniger
Pflegeprodukte
Spezialprodukte

Mio. € 34,3

Betreibergeschäft und Sonstiges

WashTec Carwash Management
WashTec Financial Services

Mio. € 12,6

1.1.1 Konzern- und Organisationsstruktur

Im Konzernabschluss der WashTec AG sind neben der Müttergesellschaft folgende Konzerngesellschaften konsolidiert. Die WashTec AG ist direkt und indirekt zu 100% an diesen Unternehmen beteiligt.

1) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

2) Gesellschaft bildet Teilkonzern mit Benelux Carwash Management B.V., Zoetermeer, Niederlande, WashTec Benelux Administrative B.V. Zoetermeer, Niederlande und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V. Zoetermeer, Niederlande enthalten sind.

3) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

4) Inkl. Betriebsstätte Norwegen

5) WashTec Cleaning Technology GmbH 90%, WashTec Holding GmbH 10%

6) Inkl. Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies Canada, Inc. in Kanada

7) vormals WashTec Carwash Operations GmbH

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird, soweit erforderlich, gesondert eingegangen. Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Management GmbH. Zwischen der WashTec AG und der AUWA-Chemie GmbH sowie der WashTec Carwash Management GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Management GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Zwischen der WashTec Holding GmbH und der WashTec Financial Services GmbH sowie der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Kerneuropas, Nordamerikas sowie in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Australien, China, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark/Norwegen, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Ein Überblick über die Produktionsstandorte befindet sich unter Ziffer 1.1.3.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden der WashTec Gruppe individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH

Die AUWA-Chemie GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen mit einer eigenen Vertriebsorganisation in Deutschland und Vertriebspartnern in ganz Europa.

WashTec Carwash Management GmbH

Die WashTec Carwash Management GmbH (vormals WashTec Carwash Operations GmbH) übernimmt für Kunden den Betrieb von Waschanlagen in deren Namen und auf deren Rechnung. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen wie z.B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.

1.1.2 Standorte

Die WashTec Gruppe ist global präsent. Weltweit beschäftigt WashTec über 1.600 Mitarbeiter und hat eigene Niederlassungen in allen wesentlichen Märkten in Kerneuropa, Osteuropa, Nordamerika und Asien.

Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbständigen Vertriebspartnern und ist damit in über 60 Ländern der Welt vertreten.

1.1.3 Produktion, Beschaffung und Logistik

WashTec verfügt über eine internationale Beschaffungs- und Produktionskette mit Produktionsstätten in China, Tschechien, den USA und Deutschland. Der Großteil der Anlagen für Europa wird in Augsburg, Deutschland, montiert. Die Fertigung der Fahrzeugwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt erfolgt in Denver, USA, sowie für die Märkte in Asien in Shanghai, China. In Tschechien findet der größte Teil der Blechfertigung statt, darüber hinaus werden Komponenten vormontiert. An zwei weiteren Standorten in Deutschland werden die Steuerungen (Recklinghausen) für die gesamte Gruppe und Waschchemie (Grebenau) produziert. Sämtliche Produkte werden unter Anwendung zeitgemäßer und permanent weiterentwickelter Fertigungsmethoden hergestellt.

1.1.4 Berichterstattung nach Segmenten

Die globale Geschäftstätigkeit von WashTec wird in vier geographische Segmente untergliedert. Im Segment »Kerneuropa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe in Westeuropa zusammengefasst. Das Segment »Osteuropa« umfasst die osteuropäischen Länder inkl. Russland, während das Segment »Nordamerika« die Aktivitäten in den USA und Kanada beinhaltet. Das Segment »Asien/Pazifik« beinhaltet im Wesentlichen die Geschäftsentwicklung der australischen und chinesischen Tochtergesellschaften.

1.1.5 Leitung und Kontrolle

Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand der WashTec AG bestand 2014 aus zwei Mitgliedern. Anfang 2015 wurde dieser auf vier Mitglieder erweitert. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit den wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Es umfasst ein integriertes Controllingkonzept, Ziel-Kennzahlen zur Steuerung, Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltigem profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die über alle Verantwortungsebenen des Konzerns in allen Geschäftseinheiten umgesetzt werden.

Die Überwachung erfolgt über regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen u.a. monatliche erweiterte Vorstandssitzungen mit den Bereichsverantwortlichen, regelmäßige internationale Management-Meetings mit Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inklusive Investitionsplanung, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen. In diesem Zusammenhang werden sämtliche Investitionsprojekte gesondert geprüft und verfolgt.

1.1.6 Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Wesentliche Markttreiber

Ökonomie: Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten, Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens

Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge steigt in einigen Regionen der Welt, insbesondere Asien, aber auch in Nordamerika kontinuierlich an (Quelle: IHS Automotive, Global Passenger Vehicle Market, January 2014). Ein hoher Bestand an zu waschenden Fahrzeugen ist neben dem landesspezifischen Verbraucherverhalten eine Haupteinflussgröße für die Verbreitung der automatischen Fahrzeugwäsche.

Eine Verteuerung des Faktors Arbeit, die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der insbesondere in den Emerging Markets schnell ansteigende Fahrzeugbestand eröffnen nachhaltiges Marktpotenzial in diesen Regionen, die z.T. an der Schwelle vom Übergang von der Handwäsche zu verschiedenen Formen automatisierter Wäsche stehen.

Technologie/Komfort: Steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Komfort und Qualität der Wäsche

Die automatische Fahrzeugwäsche ist im Vergleich zur Handwäsche deutlich schonender für den Autolack und erzielt in der Regel eine höhere Waschqualität. Hinzu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwaschanlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die manuelle Wäsche.

Ökologie: Zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften - Frischwasser als begrenzte Ressource

Die maschinelle Fahrzeugwäsche schont die Umwelt: Shampoos und Öle verbleiben in einem geschlossenen Kreislauf und können so nicht in Erdreich oder Grundwasser gelangen. Der positive Umweltaspekt einer automatisierten Wäsche wird insbesondere in Ländern Asiens zunehmend zu einem Treiber der Installation moderner Anlagen.

Weitere Trends und Einflüsse:

Alternative Fahrzeugantriebe: Bisher hat sich kein klarer Favorit bei zukünftigen Antriebskonzepten (z. B. Hybrid/Elektro) herauskristallisiert, so dass unklar bleibt, an welchem Ort die »Fahrzeugbetankung« zukünftig erfolgen wird. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass die Tankstelle mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird.
Alternative individuelle Mobilitätskonzepte (z.B. Carsharing-Modelle): Die hierfür vorgehaltenen Fahrzeuge werden ebenfalls betankt und von den Anbietern oder Nutzern gewaschen.

Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung dieser und anderer Trends aufmerksam, um frühzeitig auf sich ändernde Gegebenheiten reagieren zu können.

1.2 Ziele und Strategien

Unser Ziel ist es, die Position von WashTec als leistungsstarken und profitablen Anbieter von Lösungen für die Fahrzeugwäsche weiter auszubauen und profitabel zu wachsen.

Ausgangspunkt unserer Strategie ist die konsequente Orientierung am Nutzen unserer Kunden und damit verbunden ein sehr detailliertes und konkretes Verständnis der Anwendung Fahrzeugwäsche. Wir richten uns hierbei sowohl an den Endkunden als auch an den Betreiber, mit dem Ansatz die Attraktivität der Autowäsche zu erhöhen und die Profitabilität für die Betreiber zu steigern. Die im Jahr 2014 vorgestellten Produkt- und Prozessinnovationen werden 2015 in den Markt kommen.

Am Kundennutzen orientierte Innovationen sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse im Sinne einer lernenden Organisation, verbunden mit einer darauf ausgerichteten Mitarbeiterentwicklung sehen wir als Grundlage für profitables Wachstum. Damit generieren wir Wert für unsere Kunden, das Unternehmen und für unsere Aktionäre.

1.3 Steuerungssystem

1.3.1 Finanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen nach Konkretisierung im Geschäftsjahr 2014 die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz
EBIT

Darüber hinaus wird auf Konzernebene eine weitere Kennzahl verwendet:

Free Cashflow [Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit]

Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator

Auf Konzernebene wird zudem folgender nichtfinanzieller Leistungsindikator verwendet:

HSE (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden)

1.3.2 Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 V und 315 II Nr. 5 HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

1.4. Forschung und Entwicklung

WashTec versteht sich als Innovationsführer und arbeitet permanent an Projekten zur Steigerung der Attraktivität des Waschgeschäfts bei gleichzeitiger Verbesserung des Return on Investment für Betreiber, wie auch des Komfortgewinns und verbesserten Waschergebnisses für den Autofahrer.

Convenience

Im Rahmen des Innovationsprozesses stehen bei WashTec Geschwindigkeit und ein komfortables Wascherlebnis im Fokus. Die in den letzten Jahren vorgestellten Neuerungen zielen auf eine Vereinfachung des Waschprozesses. Mit neuen Bezahlsystemen z. B. über das Mobilteiefon oder per Kreditkarte an der Waschanlage wird der Erwerb einer Wäsche erleichtert. Der Kunde kann seine Wäsche individuell zusammenstellen und entscheiden, ob er im Auto sitzenbleiben oder das Auto verlassen will. Dies alles trägt außerdem zu einem schnelleren Ablauf und damit mehr Kapazität für den Betreiber bei.

Wasch- und Trockenqualität

Der Entwicklungsschwerpunkt bei der Wasch- und Trockenqualität liegt auf den kritischen Stellen des Fahrzeugs. Verbesserungen der mechanischen Bearbeitung durch den Heckwäscher »MultiFlex« in Verbindung mit dem weiterentwickelten Waschmaterial »SoftecsPur« sowie ein spezielles Verfahren zum Auftragen der Chemie bei der Felgenreinigung durch »Wheelflash« tragen entscheidend zu einem verbesserten Reinigungsergebnis bei.

Maschinenqualität

Nur eine Maschine mit höchster Verfügbarkeit stellt ein profitables Geschäft mit loyalen Kunden für den Betreiber sicher. WashTec arbeitet permanent daran, die Verlässlichkeit der Maschine zu erhöhen.

Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg mehr als 50 Mitarbeiter im Bereich Forschung, Entwicklung und Test. Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für WashTec hohe Priorität. Die WashTec Gruppe ist Inhaber von mehr als 700 Schutzrechten.

Die gesamten Aufwendungen im Bereich Forschung, Entwicklung und Tests blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und lagen deutlich über Mio. € 5,0.

Die aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen 2014 Mio. € 0,4 (Vorjahr: Mio. € 0,4). Dazu kamen nicht aktivierbare Aufwendungen i. H. v. Mio. € 0,6 (Vorjahr: Mio. € 0,6).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaftswachstums in 2014

Laut Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft 2014 um 3,3% gewachsen. Die Wachstumsrate liegt leicht über der des Vorjahres. In der Eurozone steigerte sich das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr auf 0,8%, obwohl geopolitische Spannungen die Eurozone vor neue Herausforderungen stellten. Während sich in Deutschland die Wachstumsrate mit 1,5% positiv entwickelte, befanden sich verschiedene Volkswirtschaften des Euroraums wie z. B. Frankreich oder Italien weiter in einem schwierigen Umfeld. Die Wirtschaft in Osteuropa ist in Teilen belastet durch die politischen Entwicklungen in der Ukraine.

Die Volkswirtschaft in den USA zog im Verlauf des Jahres 2014 an und konnte insbesondere mit verbesserten Arbeitsmarktdaten überzeugen; das Wachstum lag mit 2,4 % leicht über Vorjahresniveau.

Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer entwickelte sich mit rund 4,4 % insgesamt relativ konstant und deutlich über dem der industrialisierten Welt (+1,8 %), konnte jedoch aufgrund einer rückläufigen Binnennachfrage nicht an Dynamik zulegen. Das Wachstum der Region Asien/Pazifik war nach einer schwächeren ersten Jahreshälfte in der zweiten Jahreshälfte wieder zunehmend positiv. China führt die Rangliste der wachstumsstärksten Länder mit einem Wachstum von 7,4% weiterhin an, wenngleich hier zukünftig eine Verlangsamung zu erwarten ist.

Die Industrienationen verbuchten sehr geringe Inflationsraten (rund 0,4 % im Euroraum und 1,7 % in den USA), die Leitzinsen lagen weiterhin auf historisch niedrigen Niveaus. Die Rohstoffpreise für Stahl und Öl zeigten im zweiten Halbjahr 2014 eine deutlich abnehmende Tendenz.

Wirtschaftswachstum 2014 in %

Auswirkungen auf das Betreiben von Waschanlagen

Die konjunkturelle Entwicklung in einzelnen Regionen hat zwangsläufig Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Waschanlagenbetreiber. Die Endkunden hingegen reagieren eher mit Veränderungen der Waschhäufigkeit als mit einer grundsätzlichen Änderung ihres Waschverhaltens. Wetterbedingte Schwankungen der Waschzahlen wirken sich stark auf das Geschäft aus. 2014 war für die meisten Regionen, in denen WashTec sehr präsent ist, ein gutes bis sehr gutes Waschjahr. Für Großkunden, deren Ergebnis maßgeblich auch durch den Ölpreis beeinflusst wird, kann die drastische Reduzierung der Rohölpreise zu einem geänderten Investitionsverhalten führen.

2.1.2 Markt für Fahrzeugwaschanlagen

Kundengruppen

Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen wichtigen Teil ihres Ergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften, Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen bzw. Waschanlagen sowie Supermarktketten. Dazu kommen Betreiber von reinen Waschstandorten. Weitere Kundengruppen bieten Fahrzeugwäsche als teilweise kostenlose Dienstleistung für ihre Kunden an oder waschen eigene Fahrzeuge zur Werterhaltung ihrer Fahrzeugflotten. Zu diesen Kundengruppen zählen Autohäuser und Werkstätten, Speditionen sowie Verkehrsbetriebe.

Wettbewerb

WashTec ist in Europa, einem konsolidierten Markt mit hoher Wettbewerbsintensität, nach eigenen Erhebungen im Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer. Die wesentlichen europäischen Wettbewerber sind die Otto Christ AG (Deutschland) und Istobal SA (Spanien). Wettbewerber mit kleinen Marktanteilen wie z. B. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG (Deutschland) oder Autoequip (Italien) und viele lokale Hersteller von SB-Anlagen versuchen Marktanteile zu gewinnen.

Die größten Wettbewerber im nordamerikanischen Markt, der auf Kunden- und Anbieterseite fragmentiert ist, sind Ryko Solutions Inc., PDQ Manufacturing Inc., Belanger Inc. und SONNY'S Enterprises Inc.

In Asien ist mit Daifuku vor allem ein japanischer Hersteller aktiv, in China gibt es eine Reihe lokaler Anbieter.

Absatzmärkte

Das Geschäft im Kernmarkt Europa dominiert mit etwa 80% der Konzernerlöse. Mittelfristig sollen die Umsätze in den Regionen Asien/Pazifik (bislang unter 5 %), Osteuropa (derzeit unter 5 %) und der Region Nordamerika (derzeit rund 14 %) an Gewicht gewinnen.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding GmbH sowie der Ergebnisabführung der WashTec Carwash Management GmbH und der AUWA-Chemie GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird gesondert im Abschnitt 2.6 eingegangen.

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Rundungsdifferenzen möglich 2013 Prognose 2014 2014 Veränderung
Umsatz (währungsbereinigt)* Mio.€ 299,7 leicht ansteigend 303,9 1,4 %
EBIT Mio.€ 17,1 leicht ansteigend 18,4 7,6%
EBIT-Rendite in % 5,7 leicht ansteigend 6,1 7,0%
Eigenkapitalquote in % 50,4 leicht ansteigend 48,9 -2,9%
Verschuldungsgrad 0,1 stabil -0,3 -
Free Cashflow Mio.€ 15,7 stabil 25,1 59,9 %
HSE (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstd.) 1,3 0-2 1,3 -

* auf Basis des Wechselkurses des Vorjahres

Der Umsatz stieg 2014 bereinigt um Währungseffekte um 1,4% auf Mio. €303,9 (Vorjahr: Mio. € 299,7). Damit konnte das für 2014 gesetzte Ziel einer Umsatzsteigerung von 1-3% im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Der Umsatzanstieg resultierte aus einer positiven Entwicklung in Kerneuropa, während die Geschäftsentwicklung in Nordamerika und Osteuropa unterhalb der ursprünglischen Erwartungen lag.

Das EBIT 2014 stieg auf Mio.€ 18,4. Dies entspricht einer Steigerung von 7,6 % (Vorjahr: Mio. € 17,1). Das Ziel eines leichten Anstiegs wurde deutlich übertroffen. Wesentliche Gründe hierfür waren die deutlich positive Geschäftsentwicklung im Segment Kerneuropa, die erfolgreiche Umsetzung der geplanten Initiativen sowie der Produkt- und Regionenmix.

Die EBIT-Rendite (EBIT/Umsatz) lag bei 6,1% (Vorjahr: 5,7%) und war damit höher als ursprünglich prognostiziert.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 48,9% (Vorjahr: 50,4%). Trotz einer Erhöhung des Eigenkapitals um Mio.€ 3,1 sank die Eigenkapitalquote aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme um 1,5%. Die gestiegene Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Bestand an liquiden Mitteln sowie einem im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Working Capital infolge der positiven Geschäftsentwicklung im letzten Quartal 2014.

Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverschuldung/EBITDA) war zum 31. Dezember 2014 negativ (-0,3; Vorjahr: 0,1), da die liquiden Mittel die Finanzschulden überstiegen.

Der Free Cashflow [Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit] belief sich auf Mio.€ 25,1 (Vorjahr: Mio.€ 15,7). Gründe für die Steigerung waren das verbesserte Ergebnis vor Steuern, höhere geleistete Kundenanzahlungen sowie ein geringerer Abfluss aus Investitionstätigkeit. Das Ziel eines stabilen Free Cashflow wurde deutlich übertroffen.

Die Zahl der Arbeitsunfälle pro Mio. Arbeitsstunden belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1,3. Das Ziel von 0,0 bis 2,0 wurde damit eingehalten.

Der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe lag über den ursprünglichen Erwartungen - der Vorstand bewertet die Geschäftsentwicklung insgesamt positiv. Dies gilt für die Geschäftsentwicklung in Kerneuropa, insbesondere im Bereich Chemie. Die Entwicklung der Regionen Osteuropa und Nordamerika war hingegen unterhalb der Zielsetzung und wird deshalb im Jahr 2015 erneut überprüft.

2.3 Lage

Mehrjahresvergleich wesentlicher Kennzahlen zur Planung und Steuerung

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Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013 2012
Umsatz in Mio.€ 302,6 299,7 301,5
EBIT in Mio.€ 18,4 17,1 19,2
Eigenkapitalquote in % 48,9 50,4 46,0
Free Cashflow in Mio.€ 25,1 15,7 19,6

2.3.1 Auftragsbestand

Die Gesellschaft verzeichnet zum 31. Dezember 2014 einen deutlich über dem Vorjahr liegenden Auftragsbestand. Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu beachten, dass der Auftragsbestand zum Vorjahresende unterhalb des langjährigen Durchschnitts lag. Da die Aufträge von WashTec in der Regel eine Durchlaufzeit von sechs bis zehn Wochen haben, dient der Auftragsbestand zwar als Indikator für die folgenden Monate, ist aber für die Geschäftsentwicklung des gesamten Geschäftsjahres 2015 nur bedingt aussagefähig.

2.3.2 Ertragslage

2.3.2.1 Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung der WashTec Gruppe:

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in Mio.€ 2014 2013 Veränd.
Rundungsdifferenzen möglich (absolut)
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 302,6 299,7 + 2,9
Materialaufwand -120,2 -119,2 -1,0
Sonstiger betrieblicher Ertrag 4,2 4,0 +0,2
Personalaufwand -111,1 -106,4 -5,3
Sonstiger betrieblicher Aufwand (inkl. sonstige Steuern) -47,5 -48,8 +1,3
EBITDA 28,6 27,0 + 1,6
Abschreibungen -10,3 -9,9 -0,4
Betriebsergebnis (EBIT) 18,4 17,1 + 1,3
EBIT-Rendite 6,1 5,7 +0,4
Finanzergebnis -0,7 -1,3 +0,6
Ergebnis vor Steuern 17,7 15,8 + 1,9
Steuern -5,0 -4,6 -0,4
Konzernergebnis 12,7 11,2 +1,5

2.3.2.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz der WashTec Gruppe lag mit Mio.€ 302,6 um Mio.€ 2,9 oder 1,0% leicht über dem Vorjahreswert von Mio.€ 299,7. Dabei stieg der Umsatz im vierten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahr um Mio.€ 5,1 bzw. 6,3 % (Umsatz Q4 2014: Mio.€ 86,5; Umsatz Q4 2013: Mio.€ 81,4).

Umsatzentwicklung in Mio. €

Bereinigt um die Fremdwährungseffekte lag der Umsatz des Gesamtjahres mit Mio.€ 303,9 um 1,4% über dem Vorjahresniveau (Mio.€ 299,7).

Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Segmente findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

Umsatz nach Produkten

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in Mio.€ Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013 Veränd. (absolut)
Maschinen und Service 255,7 255,2 + 0,5
Chemie 34,3 32,0 + 2,3
Betreibergeschäft und Sonstiges 12,6 12,5 + 0,1
Gesamt 302,6 299,7 +2,9

Der Maschinen- und Serviceumsatz lag mit Mio.€ 255,7 knapp über dem Vorjahresniveau von Mio. € 255,2. Positiv entwickelte sich erneut auch das Geschäft mit Chemie. Diese stiegen erneut um Mio.€ 2,3 auf Mio.€ 34,3 (Vorjahr: Mio.€ 32,0) - getrieben von einer positiven Entwicklung der Waschzahlen -aber auch einem kontinuierlichen Ausbau der Marktanteile. Die Umsätze der WashTec Carwash Management GmbH und der WashTec Financial Services GmbH werden im Bereich Betreibergeschäft und Sonstiges dargestellt. Sie lagen im abgelaufenen Jahr mit Mio.€ 12,6 leicht über dem Vorjahresniveau.

2.3.2.3 Aufwandsposten und Ergebnis

2.3.2.3.1 Aufwandsposten

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst vor allem bezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die größten Positionen betreffen den Einkauf von z. B. Stahl, Kunststoffen und anderen Rohmaterialien. Er stieg nur leicht von Mio.€ 119,2 auf Mio.€ 120,2.

Aufgrund des gestiegenen Umsatzes und einer verbesserten Rohertragsmarge stieg der Rohertrag von Mio.€ 177,8 auf Mio.€ 182,6 (Rohertragsmarge 59,3% vs. 60,3%). Grund ist im Wesentlichen ein veränderter Produkt- und Regionenmix mit höheren Umsätzen im Service- und Chemiegeschäft sowie kontinuierliche Effizienzverbesserungen in den Bereichen Material und bezogene Leistungen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg von Mio.€ 106,4 auf Mio.€ 111,1. Die gestiegenen Personalkosten sind vor allem auf Tarifsteigerungen in Kerneuropa sowie auf einen Einmalaufwand aus der Umsetzung des Anfang des Jahres angekündigten Effizienzprogramms zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (vom Umsatz) stieg bei einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 1.676 (Vorjahr 1.670) von 35,5% auf 36,7%.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) sanken trotz höherer Aufwendungen für die alle zwei Jahre stattfindende Messe Automechanika von Mio.€ 48,8 in 2013 auf Mio.€ 47,5. Die Kostensenkung resultiert aus der Umsetzung von Kosteneinsparungsmaßnahmen sowie geringeren Beratungs- und KFZ-Kosten. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Fremdwährungsverluste sanken auf Mio.€ -1,4 (Vorjahr: Mio.€ -2,1).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (inkl. anderer aktivierter Entwicklungskosten) stiegen leicht um Mio.€ 0,2 von Mio.€ 4,4 im Vorjahr auf Mio.€ 4,6.

2.3.2.3.2 Fremdwährungseffekte

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum Euro hat grundsätzlich keine maßgeblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft, da der Hauptteil der Wertschöpfung und Umsatzrealisierung in der jeweiligen Region erfolgt. Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte einen positiven Einfluss i. H. v. ca. Mio.€ +0,2 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio.€ -0,8).

2.3.2.3.3 EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei Mio.€ 28,6 und damit um Mio.€ 1,6 über dem Vorjahr (Mio.€ 27,0).

2.3.2.3.4 Abschreibungen

Die Abschreibungen beliefen sich auf Mio.€ 10,3 (Vorjahr: Mio.€ 9,9).

2.3.2.3.5 EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf Mio.€ 18,4 (Vorjahr: Mio.€ 17,1).

EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio.€

Ein Ausweis des EBIT nach Segmenten findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.3.

2.3.2.3.6 EBIT-Rendite

Die EBIT-Rendite lag bei 6,1 % (Vorjahr: 5,7 %).

2.3.2.3.7 Finanzergebnis

Der Netto-Finanzaufwand sank aufgrund rückgezahlter Bankverbindlichkeiten und geringeren Effekten aus Zinsswaps von Mio.€ 1,3 auf Mio.€ 0,7.

Aufschlüsselung des Finanzergebnisses

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in Mio.€ 2014 2013
Rundungsdifferenzen möglich
Erträge aus der Bewertung von Zinsswaps 0,4 0,1
Erträge aus Bankzinsen ähnliche Erträge 0,1 0,1
Finanzertrag 0,5 0,2
Verzinsliche Darlehen -0,3 -0,4
Zinsswaps -0,5 -0,4
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing -0,3 -0,3
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen -0,1 -0,4
Finanzaufwand -1,1 -1,5
Finanzergebnis (Netto-Finanzaufwand) -0,7 -1,3

2.3.2.3.8 EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs und deutlich reduzierten Finanzaufwands bei Mio.€ 17,7 (Vorjahr: Mio.€ 15,8).

EBT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.3.2.3.9 Steuern

Die Steuern i. H. v. Mio.€ 5,0 (Vorjahr: Mio.€ 4,6) setzen sich aus der Nutzung latenter Steuerguthaben und laufendem Steueraufwand zusammen. Die Steuerquote (im Bezug auf das EBT) sank leicht von 29,0 % auf 28,1 %. Ursache ist im Wesentlichen die Nutzung von in Vorjahren nicht aktivierten latenten Steuern u.a. aufgrund des positiven Ergebnisses in Nordamerika.

Die Verlustvorträge bestehen im Wesentlichen in den internationalen Gesellschaften, während die Verlustvorträge in Deutschland vollständig aufgebraucht sind.

2.3.2.3.10 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis stieg um Mio.€ 1,5 auf Mio.€ 12,7 (Vorjahr: Mio.€ 11,2). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) stieg - auf Grundlage einer durchschnittlichen Aktienzahl von 13.932.312 Stück deutlich auf € 0,91 (Vorjahr: € 0,80).

Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.3.2.4 Mittelverwendung/Dividende

Neben kontinuierlichen Investitionen in den Ausbau der Marktposition wird WashTec auch zukünftig eine attraktive Ausschüttungspolitik verfolgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der für den 13. Mai 2015 geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 24.415.905,24 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung in Höhe von € 1,65 je dividendenberechtigter Stückaktie, insgesamt € 22.988.314,80, und Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns in Höhe von € 1.427.590,44 auf neue Rechnung. In dem Vorschlag für die Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von € 1,65 je dividendenberechtigter Stückaktie ist neben der Dividende in Höhe von € 0,70 aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren eine Sonderausschüttung in Höhe von € 0,95 enthalten. Die Ausschüttung wird zu über 60% aus dem steuerlichen Einlagenkonto erfolgen.

2.3.3 Segmentberichterstattung

Umsatz nach Segmenten in Mio. €, Veränderung in % ggü. 2013*

* Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt

EBIT nach Segmenten 2013/2014 in Mio. €*

* Konsolidierungseffekte sind nicht berücksichtigt

2.3.3.1 Kerneuropa

Kennzahlen Segment Kerneuropa

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Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013
Umsatz in Mio.€ 250,1 244,5
EBIT in Mio.€ 17,6 15,5
EBIT-Rendite % 7,0 6,3
Mitarbeiter (zum 31.12.) 1.316 1.340

Marktumfeld

Der Waschanlagenmarkt in Kerneuropa ist einer der weltweit am weitesten entwickelten Fahrzeugwaschmärkte. Er zeichnet sich durch die höchste Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen, die professionellsten Strukturen in Vertrieb und Service sowie die höchste Produktqualität aus. Wesentliche Kunden sind weltweit und lokal agierende Mineralölgesellschaften, die Fahrzeugwaschanlagen entweder selbst oder über Pächter in ihren Tankstellennetzen betreiben, aber auch unabhängige Kunden wie z. B. Supermarktketten, Einzelbetreiber von Standalone Waschstandorten, Logistikunternehmen oder Autohändler. Aufgrund der demographischen Entwicklung und einer Reihe anderer Indikatoren gehen wir für die Zukunft nicht von einer wesentlichen Erhöhung der Zahl der Wäschen in Europa aus.

Der Wettbewerb in Kerneuropa ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller. Die wesentlichen Wettbewerber sind derzeit die Otto Christ AG (Deutschland) und Istobal SA (Spanien). Erhebliche Bedeutung hat eine flächendeckende Servicestruktur. Entsprechend hoch ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute direkte Vertriebs- und Servicenetzwerk sowie die bei Weitem größte installierte Basis von über 20.000 Portalanlagen.

Kerneuropa

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Rundungsdifferenzen möglich 2013 Prognose 2014 2014 Veränd.
Umsatz (währungsbereinigt) in Mio.€ 244,5 stabil 250,1 2,3%
EBIT in Mio.€ 15,5 leicht steigend 17,6 13,5%
EBIT-Rendite in % 6,3 leicht steigend 7,0 11,1%

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Kerneuropa konnte mit Mio.€ 250,1 im Vergleich zum Vorjahr (Mio.€ 244,5) leicht gesteigert werden. Damit wurde die Prognose übertroffen. Die positive Entwicklung resultierte vor allem aus dem Bereich Chemie.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT in Kerneuropa wurde von Mio.€ 15,5 im Vorjahr auf Mio.€ 17,6 gesteigert primär aufgrund der positiven Umsatzentwicklung. Die EBIT-Rendite lag bei 7,0% (Vorjahr: 6,3%). Auch im Hinblick auf die Ergebnisentwicklung wurde die Prognose damit übertroffen.

2.3.3.2 Osteuropa

Kennzahlen Segment Osteuropa

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Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013
Umsatz in Mio.€ 11,1 13,2
EBIT in Mio.€ 0,0 0,6
EBIT-Rendite % 0,0 4,5
Mitarbeiter (zum 31.12.) 15 16

Marktumfeld

Im Segment »Osteuropa« ist die Zahl der Fahrzeugzulassungen leicht gesunken. Aufgrund der niedrigen Lohnkosten hat die maschinelle Fahrzeugwäsche zwar nur einen geringen, aber weiter steigenden Marktanteil. Die Vertriebs- und Servicestruktur in Osteuropa basiert in erster Linie auf einer Marktbearbeitung durch unabhängige Händler, die von Vertriebsrepräsentanten von WashTec unterstützt werden. In Polen ist WashTec mit einer Tochtergesellschaft aktiv. Die Wettbewerbssituation in Osteuropa entspricht im Wesentlichen der Struktur in Kerneuropa. Dazu kommen lokale Wettbewerber vor allem im Bereich SB und Nutzfahrzeuge.

Die unsichere politische Lage infolge des Ukraine-Konflikts verbunden mit wechselseitigen Sanktionen und Auswirkungen auf Währungen kann sich auch weiterhin auf das Investitionsverhalten in einigen Ländern Osteuropas auswirken.

Eine Prognose für Osteuropa ist derzeit mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

Osteuropa

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Rundungsdifferenzen möglich 2013 Prognose 2014 2014 Veränd.
Umsatz (währungsbereinigt) in Mio.€ 13,2 leicht steigend 11,1 -15,9%
EBIT in Mio.€ 0,6 stabil 0,0 -
EBIT-Rendite in % 4,5 stabil 0,0 -

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz in Osteuropa belief sich auf Mio. € 11,1 im Vergleich zu Mio.€ 13,2 im Vorjahr. Der Wert liegt damit unterhalb der Zielsetzung.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis sank im Jahresvergleich auf Mio.€ 0,0 (Vorjahr: Mio.€ 0,6). Zurückzuführen ist dies maßgeblich auf den reduzierten Umsatz. Die EBIT-Rendite lag entsprechend bei 0,0% (Vorjahr: 4,5%). Die prognostizierte Ergebnisentwicklung konnte nicht erreicht werden.

2.3.3.3 Nordamerika Kennzahlen Segment Nordamerika

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Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013
Umsatz in Mio.€ 43,2 45,0
EBIT in Mio.€ 0,7 1,5
EBIT-Rendite % 1,6 3,4
Mitarbeiter (zum 31.12.) 244 236

Marktumfeld

Die Fahrzeugneuzulassungen für Personenfahrzeuge und sog. »Light Trucks« sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Für die Zukunft wird ein leichtes Bevölkerungswachstum und entsprechend auch ein Wachstum des Fahrzeugbestands erwartet.

In Nordamerika sind die wesentlichen Kunden anders als in Europa unabhängige kleine oder mittelständische Betreiber von Tankstellen sowie Einzelbetreiber von Waschanlagen. Der Markt hat sich nach einem deutlichen Rückgang infolge der Finanzkrise seit 2012 erholt, der Marktausblick ist positiv.

Nordamerika

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Rundungsdifferenzen möglich 2013 Prognose 2014 2014 Veränd.
Umsatz (währungsbereinigt) in Mio.€ 45,0 leicht steigend 43,7 -2,9%
EBIT in Mio.€ 1,5 stabil 0,7 -53,3%
EBIT-Rendite in % 3,4 stabil 1,6 -52,9%

Umsatzentwicklung

Der Umsatz in Nordamerika ging von Mio.€ 45,0 im Vorjahr auf Mio.€ 43,2 zurück. Wesentlicher Grund hierfür waren reduzierte Investitionen einzelner Großkunden. Damit konnte der prognostizierte leichte Anstieg des Umsatzes nicht erreicht werden. Die regionalen Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 57,1 (Vorjahr: Mio.USD 59,1).

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis aus Nordamerika belief sich auf Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio.€ 1,5). Wesentliche Gründe hierfür waren neben der negativen Umsatzentwicklung Investitionen in die Vertriebs- und Servicestrukturen sowie drastisch erhöhte Kosten der Krankenversicherung. Die EBIT-Rendite ging deutlich von 3,4 % auf 1,6 % zurück. Damit konnte die Prognose einer stabilen Ergebnisentwicklung nicht erfüllt werden.

2.3.3.4 Asien/Pazifik

Kennzahlen Segment Asien/Pazifik

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Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013
Umsatz in Mio.€ 12,5 12,3
EBIT in Mio.€ 0,2 0,0
EBIT-Rendite % 1,2 0,0
Mitarbeiter (zum 31.12.) 51 48

Marktumfeld

Auf dem australischen Markt stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller im direkten Wettbewerb. Der chinesische Markt für Fahrzeugwäsche ist aufgrund des derzeit noch immer niedrigen Lohnniveaus von der Handwäsche dominiert. WashTec verfügt seit 2008 über einen eigenen Produktions- und Beschaffungsstandort in der Nähe von Shanghai. Mitte 2011 wurden erste Direktvertriebsstrukturen aufgebaut. Darüber hinaus wird die Gesellschaft durch den weiteren Ausbau der globalen Supply Chain-Aktivitäten und Beschaffungsmaßnahmen die Herstellungs- und Beschaffungsvorteile aus dieser Region für das gesamte Produktportfolio nutzen.

Asien/Pazifik

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Rundungsdifferenzen möglich 2013 Prognose 2014 2014 Veränd.
Umsatz (währungsbereinigt) in Mio.€ 12,3 leicht steigend 13,0 + 5,7%
EBIT in Mio.€ 0,0 stabil 0,2 -
EBIT-Rendite in % 0,0 stabil 1,2 -

Umsatzentwicklung

Der Umsatz lag mit Mio.€ 12,5 leicht über dem Niveau des Vorjahres (Mio. € 12,3). Beim Vergleich mit der Prognose ist zu berücksichtigen, dass der Umsatz durch die Entwicklung des australischen Dollars negativ beeinflusst wurde. Bereinigt um diesen Effekt stiegen die Umsätze um 5,7% auf Mio.€ 13,0. Das prognostizierte leichte Umsatz Wachstum wurde damit übertroffen.

Ergebnisentwicklung

Das EBIT mit Mio.€ 0,2 konnte gegenüber einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr deutlich gesteigert werden. Damit wurde die für das Jahr 2014 aufgestellte Prognose eines stabilen EBIT übertroffen. Gleiches gilt für die EBIT-Rendite, die von 0,0% auf 1,2% gesteigert werden konnte.

2.3.4 Vermögenslage

2.3.4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

Verkürzte Konzernbilanz

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in Mio.€, Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013 2012
Anlagevermögen 81,2 85,3 88,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 49,4 46,7 48,5
Vorräte 35,4 34,3 36,6
aktive latente Steuern 4,1 4,3 5,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15,7 3,8 3,8
Eigenkapital 90,9 87,8 84,4
Rückstellungen (inkl. Ertragsteuern) 31,0 26,3 27,8
Verbindlichkeiten 52,8 49,3 59,6
davon Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5,9 8,8 6,7
Umsatzabgrenzung 8,2 7,7 8,8
passive latente Steuern 2,9 3,1 3,0
Bilanzsumme 185,8 174,2 183,6

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe stieg von Mio.€ 174,2 auf Mio.€ 185,8.

2.3.4.1.1 Aktiva

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind wie im Vorjahr Geschäfts- und Firmenwerte i. H. v. Mio.€ 42,3 enthalten. Die Geschäftsleitung unterzieht den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene. Im Anlagevermögen sind die Positionen »Grundstücke und Gebäude« i. H. v. Mio.€ 14,3, »Technische Anlagen und Maschinen« und »Finanzierungsleasing« i. H. v. zusammen Mio.€ 18,4 sowie »Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert)« i. H. v. Mio.€ 6,2 enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stiegen von Mio.€ 46,7 auf Mio.€ 49,4 im Wesentlichen aufgrund des höheren Absatzes im vierten Quartal. Die Forderungslaufzeit gegenüber dem Vorjahr sank von 48 Tagen auf 45 Tage.

Die Vorräte stiegen aufgrund des höheren Auftragsbestandes zum Jahresende leicht von Mio.€ 34,3 auf Mio.€ 35,4.

Die aktiven latenten Steuern i. H. v. insgesamt Mio.€ 4,1 resultierten im Wesentlichen aus zeitlichen Differenzen bei der Bewertung der Bilanzpositionen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von Mio.€ 3,8 im Vorjahr auf Mio.€ 15,7. Dies ist auf einen starken operativen Cashflow zurückzuführen.

2.3.4.1.2 Passiva

Das Eigenkapital stieg infolge des positiven Ergebnisses von Mio.€ 87,8 auf Mio.€ 90,9. Details zu den gemäß IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der EigenkapitaIveränderungsrechnung (S.95) entnommen werden. Trotz des Anstiegs sank die Eigenkapitalquote auf 48,9% (Vorjahr: 50,4%). Dies ist im Wesentlichen auf die erhöhte Bilanzsumme und die in 2014 ausgezahlte Sonderdividende zurückzuführen. Die Prognose einer leicht ansteigenden Eigenkapitalquote konnte damit nicht erreicht werden.

Die Bankschulden verringerten sich gegenüber dem 31. Dezember 2013 deutlich von Mio.€ 1,0 auf Mio.€ 0,3.

WashTec verfügte zum Jahresende über ein Bankguthaben von Mio. € 15,7. Dem standen Bankverbindlichkeiten von Mio.€ 0,3 gegenüber. Trotz der Dividenden- und Sonderdividendenzahlung i. H. v. Mio. € 8,9 hat sich die Netto-Finanzliquidität (flüssige Mittel abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten) um Mio. € 12,7 auf einen positiven Wert von Mio.€ 9,8 (Vorjahr: Verschuldung von Mio. € 2,9) entwickelt.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen sanken von Mio.€ 8,8 auf Mio.€ 5,9.

Die passiven latenten Steuern sanken leicht auf Mio.€ 2,9 (Vorjahr: Mio.€ 3,1).

Die Rückstellungen (inkl. Ertragssteuerschulden) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag bei Mio.€ 31,0 (Vorjahr: Mio.€ 26,3). Der Anstieg ist neben den Rückstellungen für das Effizienzprogramm auf höhere Ertragssteuerschulden und eine im Wesentlichen durch den gesunkenen Diskontierungszinssatz bedingte Erhöhung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

2.3.4.2 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente

Zu den selbstgeschaffenen, immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter von WashTec sowie das über Jahre hinweg auf- und ausgebaute Wissen im Hinblick auf die Forschung und Entwicklung. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk der WashTec Gruppe.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.

2.3.5 Finanzlage

2.3.5.1 Kapitalstruktur

Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Zur Verringerung des Risikos aus einer allgemeinen Zinserhöhung und zur Verbesserung der Planungssicherheit nutzt WashTec übliche Instrumente wie insbesondere Zinsswaps. Für die Swaps sind Zinssätze von 2,572 % und 2,580 % festgelegt. Der Konzern verfügte am 31. Dezember 2014 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio. € 51,3. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, belief sich zum Stichtag auf Mio. € 45,3.

Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverschuldung/EBITDA) war zum 31. Dezember 2014 negativ (-0,3; Vorjahr: 0,1), da die liquiden Mittel die Finanzschulden überstiegen. Damit verfügte WashTec über einen Liquiditätsüberschuss. Das Ziel eines stabilen Verschuldungsgrads wurde übertroffen.

Weitere Informationen in Bezug auf die Finanzierung der WashTec Gruppe finden Sie im Chancen- und Risikobericht unter dem Abschnitt »Finanzierungsrisiken«.

2.3.5.2 Investitionen und Abschreibungen

Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in Kerneuropa (Mio. € 5,3). Darüber hinaus wurden Investitionen in Osteuropa (Mio. € 0,3), Nordamerika (Mio. € 0,7) und Asien/Pazifik (Mio. € 0,2) getätigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben sowie der von WashTec festgelegten Bilanzierungsrichtlinien. Der Vermögensgegenstand wird dabei in der Regel linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sofern ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert worden ist, wird er nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäftsleitung unterzieht den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis hierfür ist die Mittelfristplanung für drei Jahre auf Konzernebene.

2.3.5.3 Liquidität

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013 Veränd. (absolut)
Ergebnis vor Steuern 17,7 15,8 + 1,9
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 29,2 21,0 + 8,2
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -4,1 -5,3 + 1,2
Freier Cashflow 25,1 15,7 + 9,4
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit -11,9 -17,2 + 5,3
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 13,2 -1,5 + 14,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 15,4 2,7 12,7

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) stieg auf Mio.€ 29,2 (Vorjahr: Mio. € 21,0). Neben dem höheren Ergebnis war dies vor allem bedingt durch gestiegene Anzahlungen.

Die Gesellschaft führt fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals durch. Das Netto-Umlaufvermögen (kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen+Vorräte - kurzfristige Schulden aus Lieferungen und Leistungen) stieg von Mio.€ 65,2 auf Mio.€ 71,2 im Wesentlichen aufgrund eines durch Umsatz und Auftragsbestand bedingten Zuwachses von Forderungen und Vorräten. Das Verhältnis von Netto-Umlaufvermögen zu Umsatz stieg leicht auf 0,24 (Vorjahr: 0,22).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2014 Mio. € 4,1 (Vorjahr: Mio.€ 5,3).

Free Cashflow in Mio. €

Der Free Cashflow (Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) - Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit] stieg insbesondere aufgrund eines verbesserten Ergebnisses vor Steuern, höherer geleisteter Kundenanzahlung sowie eines geringeren Abflusses aus Investitionstätigkeit auf Mio.€ 25,1 (Vorjahr: Mio.€ 15,7).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf Mio.€ 11,9 (Vorjahr: Mio.€ 17,1). Der Mittelabfluss im Jahr 2014 beinhaltet Zinszahlungen, Dividendenzahlungen und Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag stiegen von Mio.€ 2,7 auf Mio.€ 15,4 zum Stichtag 31. Dezember 2014. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.4 Nichtfinanzieller Leistungsindikator

HSE

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Rundungsdifferenzen möglich 2013 Prognose 2014 2014 Veränd.
Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden 1,3 0-2 1,3 -

Die Zahl der Arbeitsunfälle bezogen auf Mio. Arbeitsstunden ist für WashTec ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2014 lag der Wert bei 1,3 und liegt damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt der Berufsgenossenschaften. Das für 2014 gesetzte Ziel von 0,0 bis 2,0 wurde damit eingehalten. Von Großkunden der Mineralölindustrie verliehene Awards für erfolgreiche Sicherheitsarbeit bestätigen uns den hohen Stand der Sicherheitskultur bei WashTec. Die WashTec Gruppe verfolgt bezüglich Arbeitsunfällen eine 0-Unfall-Strategie. Ziel ist, durch geeignete Maßnahmen und Vorgaben alle Arbeitsunfälle zu verhindern.

2.5 Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter sank im Vergleich zum 31. Dezember 2013 um 17 auf 1.664 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren1.676 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.670). In Europa wurde im Jahr 2014 im Rahmen des Effizienz Programms eine Konsolidierung der indirekten Bereiche erreicht. Die Abbaumaßnahmen wurden so weit als möglich sozialverträglich und ohne den Ausspruch betriebsbedingter Kündigungen gestaltet.

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Für die AUWA Chemie GmbH gelten die Tarifverträge der IG Chemie.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2.6 WashTec AG

Die WashTec AG mit Sitz in Augsburg ist die Konzernobergesellschaft der WashTec Gruppe und ist als solche für die strategische Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf der WashTec AG entspricht im Wesentlichen dem der WashTec Gruppe, welcher in dem Kapitel »Geschäftsverlauf« ausführlich beschrieben ist.

2.6.1 Ertragslage

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Washtec AG (verkürzt)

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013 Veränd. (absolut)
Umsatzerlöse 1,3 1,9 -0,6
Personalaufwand -2,4 -1,5 -0,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand -1,7 -1,8 + 0,1
Beteiligungsergebnis 27,0 10,7 +16,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24,2 9,3 +14,9
Jahresüberschuss 23,7 9,0 +14,7
Gewinnvortrag 9,7 8,8 + 0,9
Entnahmeaus Bilanzgewinn -8,9 -8,1 -0,8
Bilanzgewinn 24,4 9,7 +14,7

Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG sanken um Mio. € -0,6 auf Mio.€ 1,3 (Vorjahr: Mio.€ 1,9) und betrafen die Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen an ihre Tochtergesellschaften. Das Ziel einer stabilen Umsatzentwicklung wurde damit nicht erreicht.

Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio.€ 2,4 (Vorjahr: Mio.€ 1,5) beinhaltet die Vergütung des Vorstands wie im Vergütungsbericht auf den Seiten 84 bis 88 ausgewiesen. Zudem ist der Personalaufwand für den Bereich Recht und Investor Relations enthalten. Zur Ausschüttung einer Prämie an Mitarbeiter für den über den Erwartungen liegenden Geschäftsverlauf des Jahres 2014 wurde eine Rückstellung gebildet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) sanken um Mio. € 0,1 auf Mio.€ 1,7 (Vorjahr: Mio.€ 1,8).

Der Jahresüberschuss (nach HGB) stieg von Mio. € 9,0 auf Mio. € 23,7. Das Ziel eines stabilen operativen Ergebnisses wurde damit übertroffen.

Das Beteiligungsergebnis (nach HGB) resultiert aus Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen i. H. v. Mio. € 4,9 (Vorjahr: Mio. € 3,9). Zudem fiel eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH i. H. v. Mio. € 22 (Vorjahr Mio. € 6,7) an.

2.6.2 Vermögens- und Finanzlage

Bilanz WashTec AG (verkürzt)

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2014 2013 Veränd. (absolut)
Anlagevermögen 128,1 128,1 ±0
Forderungen, sonstige Vermögenswerte 32,5 14,3 +18,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0 0,0 ±0
Eigenkapital 155,1 140,4 +14,7
Rückstellungen 3,1 1,1 + 2,0
Verbindlichkeiten 2,4 0,9 +1,5
Bilanzsumme 160,7 142,4 +18,3

Das Anlagevermögen (nach HGB) setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen i. H. v. Mio. € 128,0 (Vorjahr: Mio. € 128,0) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf ist nicht gegeben.

Die Forderungen (nach HGB) i. H. v. Mio. € 29,4 (Vorjahr: Mio. € 13,1) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit den verbundenen Unternehmen sowie aus den Ergebnisabführungsverträgen.

Das Eigenkapital (nach HGB) lag bei Mio. € 155,1 (Vorjahr: Mio. € 140,4). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 96,5 % (Vorjahr: 98,6 %).

Die Rückstellungen (nach HGB) beliefen sich auf Mio. € 3,1 (Vorjahr: Mio. € 1,1) und wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterprämien, Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten, die Vorstandsvergütung sowie die Aufsichtsratsvergütung gebildet.

2.6.3 Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Chancen und Risiken der WashTec AG als Konzernobergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die WashTec AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Chancen- und Risikobericht. In diesem erfolgt auch die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems.

2.6.4 Sonstiges

Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstände sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 84 bis 88 erläutert, der Teil des Lageberichts im Sinne von § 315 HGB ist.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Abschnitt »Compliance« wiedergegeben und auf der Internetseite www.washtec.de veröffentlicht.

2.6.5 Prognose

Die im Prognosebericht für die WashTec Gruppe beschriebenen Erwartungen gelten auch für die Geschäftsentwicklung der WashTec AG als Konzernobergesellschaft.

3 Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen, die Lage des Konzerns und der WashTec AG beeinflussenden Ereignisse stattgefunden.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.

4.1.1 Geschäftspolitik und Strategie

WashTec hält auch für 2015 und die Folgejahre an seiner Strategie fest, die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich Fahrzeugwäsche auszubauen.

4.1.2 Absatzmärkte und Produkte

WashTec generiert bisher gut 80 % seiner Umsätze in etablierten Märkten, insbesondere Europa.

Großes zusätzliches Potenzial für die WashTec Gruppe besteht in Nordamerika und Asien. Dort ist mit einem weiteren Wachstum der Konjunktur und des Pro-Kopf-Einkommens zu rechnen. Die Zahl der Fahrzeuge, die in den vergangenen Jahren bereits sehr dynamisch gestiegen ist, wird entsprechend weiter zulegen. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass auch die Akzeptanz für die automatische Fahrzeugwäsche stark zunimmt. Daher plant WashTec den sukzessiven Ausbau der dortigen Aktivitäten.

4.1.3 Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Langsame Erholung der Weltwirtschaft für 2015 erwartet

Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen in ihrem jüngsten Ausblick vom Januar 2015 von einem Wachstum der globalen Wirtschaft in 2015 von 3,5% aus. Das Wachstum bezogen auf die Industriestaaten wird mit 2,4 % prognostiziert. Trotz der weiterhin zu überwindenden Auswirkungen der Staatsschuldenkrise diverser Euro-Länder, insbesondere im Hinblick auf die in 2015 in mehreren Ländern anstehenden Neuwahlen sowie der andauernden geopolitischen Spannungen in Europa, erwarten die Experten in Verbindung mit der geplanten Normalisierung der US-Geldpolitik nun eine sich langsam entwickelnde, aber konstante Erholung der europäischen Wirtschaft. Die Wirtschaft der Eurozone soll um 1,2 % wachsen, wobei von einer kontinuierlich niedrigen Inflationsrate in ganz Europa ausgegangen wird. Für Deutschland wird ein Wachstum von 1,3 % erwartet. Für die US-Volkswirtschaft wird aufgrund des sich erholenden Arbeits- und Wohnungsmarktes ein Wachstum von 3,6 % prognostiziert. Die Prognosen für die Entwicklungs- und Schwellenländer sehen laut IWF eine gegenüber 2014 wieder leicht verlangsamte Expansion von 4,3 % vor, China dürfte dabei mit +6,8 % erneut die größten Zuwächse verbuchen; für das Sozialprodukt von Japan wird ein Zuwachs von 0,6 % erwartet.

IWF-Wachstumsprognosen für 2015 in %

4.1.4 WashTec Unternehmensentwicklung

Eine Prognose für 2015 ist mit Unsicherheiten versehen, die einen erheblichen Einfluss auf die prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können. Entscheidend wird insbesondere sein, wie sich das Geschäft in Kerneuropa entwickelt und in welchem Umfang es gelingt, die Wachstumspotenziale in den übrigen Märkten zu nutzen. Darüber hinaus ist es das Ziel des Vorstands, die Strategie des Unternehmens weiterzuentwickeln und die operative Profitabilität laufend zu verbessern.

Insgesamt wird für 2015 ein gegenüber dem Vorjahr stabiles bis leicht erhöhtes Investitionsvolumen der unterschiedlichen Kundensegmente erwartet.

Den folgenden Prognosen liegt das aus der Tabelle ersichtliche Begriffsverständnis für die Umsatzentwicklung zugrunde:

Umsatzentwicklung

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Begriff Positive/negative Abweichung

in %
stabil ≤ 1
leicht ≤ 3
deutlich > 3

Für die EBIT-/Free Cashflow-Entwicklung wird folgendes Begriffsverständnis festgelegt:

EBIT-/Free Cashflow-Entwicklung

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Begriff Positive/negative Abweichung

in %
stabil ≤ 3
leicht ≤ 6
deutlich > 6

Für 2015 geht die Gesellschaft insgesamt von folgenden regionalen Entwicklungen aus:

Kerneuropa: Der Markt in Kerneuropa wird sich nach Einschätzung der Gesellschaft 2015 nicht wesentlich verändern. Das Investitionsverhalten in Teilregionen ist verhalten, der Wettbewerb um Stückzahlen nimmt zu. Margen sind in Europa in einigen Ländern unter Druck und ein gleichbleibendes Ergebnis kann nur über weitere Effizienzfortschritte z. B. im Service erreicht werden. Die Gesellschaft geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis stabil gegenüber 2014 stabil entwickeln werden.

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Kerneuropa Prognose 2015
Umsatz stabil
EBIT stabil
Osteuropa: Obwohl mit großer Unsicherheit behaftet, plant die Gesellschaft mit einem deutlich steigenden Umsatz und einem leicht steigendem EBIT.

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Osteuropa Prognose 2015
Umsatz deutlich steigend
EBIT leicht steigend
Nordamerika: Trotz der, entgegen der letztjährigen Erwartungen, rückläufigen Umsätze konnte die Gesellschaft 2014 ein positives Ergebnis ausweisen. Für 2015 geht WashTec auf dieser geringeren Basis von deutlich steigenden Umsätzen und EBIT aus.

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Nordamerika Prognose 2015
Umsab deutlich steigend
EBIT deutlich steigend
Asien/Pazifik: Hier rechnen wir mit einem Anstieg des Geschäfts in 2015. Für das gesamte Segment geht WashTec von einem deutlich steigenden Umsatz und EBIT aus.

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Asien/Pazifik Prognose 2015
Umsatz deutlich steigend
EBIT deutlich steigend
Gruppe: WashTec strebt für die Gesamtgruppe im Geschäftsjahr 2015 ein leichtes Umsatzwachstum bei einem deutlichen Anstieg des EBIT an. Aufgrund außergewöhnlich hoher Kundenanzahlungen in 2014 und höheren Investitionen in 2015, gehen wir von einem leicht sinkenden Free Cashflow aus.

Zusammenfassend geht der Vorstand im Rahmen seiner Prognose davon aus, dass sich die Kennzahlen wie folgt entwickeln:

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erreicht 2014 Prognose 2015
Umsatz 302,6 leicht steigend
EBIT 18,4 deutlich steigend
Free Cashflow 25,1 leicht sinkend
HSE (Arbeitsunfälle/Mio. Arbeitsstunden) 1,3 0

Für die WashTec AG werden für das Jahr 2015 aufgrund der Kostenweiterbelastungen eine stabile Umsatzentwicklung und damit auch stabile operative Ergebnisse erwartet. Das Ergebnis hängt auch zukünftig vom Ausschüttungspotenzial der Tochtergesellschaften ab.

4.2. Chancen- und Risikobericht

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.

Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet.

4.2.1 Chancen- und Risikomanagement

Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Überwachungs- und Steuerungssystem, um Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und erforderliche Maßnahmen rechtzeitig einleiten zu können.

Risikomanagement

Zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung sämtlicher relevanter Risiken dient ein mehrstufiges und gruppenweit einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 24 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen identifiziert werden. Grundlegende Veränderungen des Chancen- und Risikomanagements gegenüber dem Vorjahr gab es nicht.

Datenbankgestützt werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis werden in einer Brutto-/Netto-Rechnung dargestellt. Der Brutto-Betrag stellt den Wert vor Maßnahmen dar. Maßnahmen können z. B. aus bereits gebildeten Rückstellungen bzw. abgeschlossenen Versicherungen bestehen. Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotenzial. Dieses wird entsprechend der finanziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt klassifiziert:

Finanzielle Auswirkungen auf das Konzernergebnis

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1 unbedeutend
2 nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar
3 wesentlich/bedeutend
4 gravierend, aber den Fortbestand der Gruppe nicht gefährdend
5 Existenz bedrohend
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind wie folgt vorgegeben:

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1 sehr unwahrscheinlich 1-15%
2 unwahrscheinlich 15-40%
3 eventuell 40-60%
4 wahrscheinlich 60-85%
5 sehr wahrscheinlich 85-99%

Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Klassifizierung der Risiken nach deren Gefährdungspotenzial für das Unternehmen in die Kategorien Vernachlässigbar (V), Relevant (R), Wesentlich (W) und Bestandsgefährdend (B). Darauf basierend leitet sich die weitere Steuerung der Risiken ab.

Risikomatrix

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Eintrittswahrscheinlichkeit
Auswirkungen 1-15% 15-40% 40-60% 60-85

%
85-99%
--- --- --- --- --- ---
Existenz bedrohend R W W B B
Gravierend, aber den Fortbestand der Gruppe nicht gefährdend R R W W W
Wesentlich/bedeutend R R W W W
Nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar V R R R W
Unbedeutend V V R R R

Das Risikomanagement erfolgt über die Definition, Einleitung und regelmäßige Verfolgung geeigneter Gegenmaßnahmen.

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale sowie die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens und sich kurzfristig ergebende Vorteile zu erreichen.

Chancen werden für alle Unternehmensbereiche im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Budgetplanung und -aktualisierung sowie der Managementmeetings erhoben, beurteilt und soweit möglich materialisiert.

4.2.2 Chancen und Risiken

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen in der Chancen- und Risikostruktur. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten. Auf die als »Vernachlässigbar« eingestuften Risiken wird nicht näher eingegangen.

4.2.2.1 Unsicherheiten der Finanzmärkte und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Risiken

Die Unsicherheiten und kaum prognostizierbaren Veränderungen der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte können sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken. Davon können beispielsweise Ölgesellschaften betroffen sein, die durch Änderung des Ölpreises wesentlichen Ergebnisschwankungen unterliegen.

Prognosen für einige Teilmärkte z. B. in Südeuropa, die unverändert an Folgen der Finanzkrise leiden, sind von hoher Unsicherheit geprägt.

Aktuell regionale militärische Konflikte oder Aktionen von Extremisten können sich ausweiten, und über ihren aktuellen Einfluss auf wenige Absatzmärkte hinaus, negative Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch den Absatz von Fahrzeugwaschanlagen haben.

Chancen

Der im 2. Halbjahr gegenüber einer Reihe von Währungen abgeschwächte Euro kann in Exportmärkten einen positiven Effekt haben.

Regionen, die auch von WashTec als Wachstumsregionen strategisch gesehen werden, sind derzeit in einer gegenüber dem Vorjahr verbesserten wirtschaftlichen Verfassung.

4.2.2.2 Klima- und Umwelteinflüsse

Risiken

Klimaveränderungen, regionale Trockenheit und Wasserverknappung, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, stark schwankende Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädten sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Pkws weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen oder gesetzlichen Bestimmungen zu folgen. Dies kann zu weniger Wäschen und somit zu geringeren Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der maschinellen Waschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasserrückgewinnungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von rund 150 Litern/Wäsche oder 90 % im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder sich weiter verbreiten, kann dies zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnung führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der manuellen Fahrzeugwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.

4.2.2.3 Kunden, Wettbewerb und Markt

Risiken

Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können in nahezu allen Regionen zu Umsatzrückgängen bzw. zu Marktanteilsverlusten führen.

Im Zusammenhang mit der hohen Wettbewerbsintensität der Branche können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preis- und Margendruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.

WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.

Infolge der Verknappung und der mittelfristigen Verteuerung fossiler Brennstoffe sowie der technischen Weiterentwicklung und zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte die Nutzung der Tankstelle in ihrer heutigen Form abnehmen. Allerdings ist derzeit noch unklar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen würde (z.B. Aufladung/Batteriewechsel an der Tankstelle; Aufladung zu Hause). Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese Entwicklung jedoch, maßgeblich durch bereits vorhandene Kfz, in den nächsten 5 bis 10 Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben.

Änderungen im Waschverhalten der Kunden können zu negativen Folgen für den Absatz der Hauptprodukte der WashTec Gruppe führen. Die Marktanteile von WashTec in den unterschiedlichen Waschtypen sind gerade außerhalb Europa stark differierend. Ein Trend zu Waschformen mit derzeit noch geringeren Marktanteilen kann die Umsätze belasten.

Ein ähnliches Risiko kann sich ergeben, wenn Großkunden Teile oder gesamte Netze veräußern. Werden diese Stationen oder Netze von mehr als einem Käufer übernommen, kann dies den Vertriebsaufwand erhöhen und bestehende langfristige Kontakte zu Entscheidungsträgern obsolet machen.

Chancen

Die derzeitige wirtschaftliche Lage bietet die Chance, dass WashTec seine führende Marktstellung weiter ausbauen kann. Der Trend zur qualitativ anspruchsvollen, automatisierten Fahrzeugwäsche wird sich auch in Regionen außerhalb der EU fortsetzen. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, in Produkte und Märkte zu investieren. Die Präsenz mit eigenen Fertigungsstätten in den Wachstumsregionen Nordamerika und Asien kann mittelfristig zu einer positiven Entwicklung oberhalb der internen Planungen führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren selbstständigen Vertriebspartnern in rund 60 Ländern können sich höhere Verkäufe in Wachstumsregionen ergeben.

4.2.2.4 Investitionen

Entscheidungen für Investitionen beinhalten unter anderem Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.

Risiken

Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen nicht in dem Maße eintreten wie geplant und es zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen belasten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsen für gebundenes Kapital, außerordentliche Abschreibungen usw. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für das Genehmigen von Investitionen und sonstigen Ausgaben. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst, dem Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Erst nach eingehender Diskussion im Vorstand, dem erweiterten Führungskreis und in den Gesprächen mit dem Aufsichtsrat werden strategische Investitionen beschlossen.

Chancen

Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört, abhängig von der Art der Investition, die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und die Ertragslage zu verbessern.

Neuproduktentwicklungen können die Kundenerwartungen übererfüllen und neue Kundengruppen erschließen oder zu Marktanteilverschiebungen in bestehenden Kundensegmenten führen.

4.2.2.5 Innovationen und Patente

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Dies gilt insbesondere für die asiatischen Märkte. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorspränge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber, ebenso wie WashTec, zahlreiche Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten. Innovationen der Wettbewerber, Entwicklungen der Fahrzeugindustrie sowie die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten nachhaltig beeinflussen.

Die laufende technologische Verbesserung der Produkte kann Einfluss auf zukünftige Serviceumfänge haben.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot fortzuentwickeln, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden zeitnah und effizient umzusetzen. Durch WashTec entwickelte Innovationen wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden.

Durch technische Verbesserungen kann das aktuelle Geschäftsmodell der Autowaschindustrie sich ändern und zu Marktanteilsgewinnen beim Maschinenabsatz führen.

4.2.2.6 Qualitäts- und Prozessrisiken/-chancen

Risiken

Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte im Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und Einführung neuer EDP-Systeme können Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Darüber hinaus entwickelt WashTec die sehr hohen Anforderungen an HSE (Health, Safety, Environment) mit den Kunden aktiv weiter. Unvorhergesehene Verstöße oder individuelles Fehlverhalten könnten zum Verlust von Großaufträgen oder der zeitlichen Verzögerung von Maschineninstallationen führen und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens verschlechtern.

Chancen

Durch die laufende Optimierung der Hauptprozesse und dem Einsatz neuer Technologien können sich positive Effekte für die Kundenzufriedenheit und Prozesseffizienz ergeben, die nicht in der normalen Planung berücksichtigt waren.

4.2.2.7 Lieferantenrisiken/-chancen

Risiken

Für den Einkauf von Rohmaterialien, Komponenten oder Dienstleistungen existieren Lieferanten-Terminrisiken, Produkt-Verfügbarkeitsrisiken, Qualitätsrisiken und Einkaufspreisrisiken. Ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement sowie die Risikoabschätzung besonders bei strategischen Lieferanten verringert etwaige Risiken soweit wie möglich.

Durch Veränderungen des Bezugsvolumens sind wesentliche Änderungen der Bezugspreise denkbar. Dies kann Margen negativ beeinflussen.

WashTec bezieht auch Teile von Wettbewerbern. Die Bereitschaft diese Teile vereinbarungsgemäß zu normalen Lieferzeiten und Preisen zu verkaufen, kann z. B. durch Veränderungen in der Geschäftsführung oder den Eigentümern variieren.

Chancen

Durch den Wettbewerb der Zulieferer und deren Innovationspotenzial sind sowohl technische als auch preisliche Verbesserungen für den Bezug von Produkten oder Leistungen denkbar.

4.2.2.8 Kapazitätsrisiken

Nachfrageschwankungen und unterschiedliche Produktionsauslastung im Jahresverlauf bedingen entsprechende Kapazitätsanpassungen. Mithilfe von internen Absatzplanungen werden Kapazitätsrisiken an den Produktionsstandorten so weit wie möglich im Voraus erkannt und durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexiblen Jahresarbeitszeitsystemen bzw. bei extremen Schwankungen auch durch Kurzarbeit ausgeglichen.

4.2.2.9 Übernahmerisiken bzw. Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Risiken

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens nicht angemessen wider, oder ist die gute Performance der Gruppe interessant für neue Investoren, kann es zu einer Übernahme oder wesentlichen Veränderungen in der Aktionärsstruktur kommen.

In diesem Fall können die bestehende Strategie und bisher kommunizierte Erwartungen der WashTec Gruppe geändert werden. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z. B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Fall eines Change of Control vor.

4.2.2.10 Finanzrisiken

Risiken

Es bestehen Darlehen und andere lokale Kreditlinien bis zu Mio. € 51,3, die in wesentlichen Teilen von einem Bankenkonsortium bis Dezember 2018 zur Verfügung gestellt werden. Die Bedingungen der Konsortialdarlehen beschränken den finanziellen und operativen Spielraum der WashTec Gruppe. So ist die WashTec Gruppe verpflichtet, während der Laufzeit der KonsortiaIdarlehen bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Beim Eintritt bestimmter, im Kreditvertrag aufgeführter Ereignisse (wie z. B. einem Change of Control oder dem Abgang einer wesentlichen Tochtergesellschaft) oder einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (wie z. B. einem Bruch der sog. »Financial Covenants«) sind außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten vorgesehen.

Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR sowie dem aktuellen Verschuldungsgrad der Gesellschaft. Finanz- und Konjunkturkrisen können die Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen erschweren, was zu unmittelbar negativen Auswirkungen auf die Finanzierung des Konzerns führen kann.

Chancen

Eine geringe Inanspruchnahme vorhandener Kreditlinien und ein insgesamt geringes Zinsniveau kann sich positiv auf das Finanzergebnis und damit auf die Ertragslage der WashTec Gruppe auswirken. Aufgrund der sehr soliden Bilanzstruktur kann die WashTec Gruppe laufend in die operative und strategische Weiterentwicklung investieren und sich strategische Optionen offen halten.

4.2.2.11 Währungsrisiken

Risiken

Durch zunehmende Transaktionen mit der Tochtergesellschaft in den USA können sich Änderungen des USD/EUR-Wechselkurses auf den Abschluss auswirken. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec entsprechender Derivate, die im Juni 2011 abgeschlossen worden sind. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich.

Chancen

Aus den Umsätzen in den Regionen Nordamerika oder Asien/Pazifik könnten sich bei weiterer Schwächung des Euro positive Währungseffekte ergeben.

4.2.2.12 Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie beispielsweise einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein Liquiditätsrisiko kann darin liegen, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen um die finanziellen Verpflichtungen, z.B. durch nicht in der Cash-Planung berücksichtigte Auszahlungen, fristgerecht zu erfüllen.

4.2.2.13 Kredit- und Ausfallrisiken

Der Konzern schließt Geschälte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten, wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Im Konzern besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken.

4.2.2.14 Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe bilanziert aktivierte latente Steuern im Wesentlichen aus zeitlichen Differenzen. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen.

4.2.2.15 Mitarbeiterrisiken

WashTec ist in hohem Maße von qualifizierten Mitarbeitern und auch Spezialisten in allen Bereichen und insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Kundenbetreuung sowie Programmierung und Steuerung der Waschanlagen abhängig. Der unerwartete Verlust von Mitarbeitern oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern könnte sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WashTec auswirken.

In Ländern, in denen WashTec mit eigenen Tochtergesellschaften aktiv ist, existieren unterschiedliche Tarifmodelle. Vereinbarungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern wie zum Beispiel Tariferhöhungen, die über den Erwartungen der Gruppe liegen bzw. allgemein zu hohe Tarifabschlüsse, könnten die Wettbewerbssituation der WashTec Gruppe im internationalen Vergleich verschlechtern. Darüber hinaus können Arbeitsstreiks bis zum Produktionsstillstand führen und die Umsatzrealisierung verzögern. WashTec versucht durch aktive Kommunikation mit den Arbeitnehmervertretern dieses Risiko zu minimieren.

Werden Bedingungen für die Beschäftigung von Zeitarbeitern oder vom Unternehmen zu tragende Sozialleistungen, beispielsweise in USA geändert, kann dies zu Kostensteigerungen für die Gruppe führen.

4.2.3 Übersicht Unternehmensrisiken

In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Risiken, soweit diese hinsichtlich ihrer Gesamtbeurteilung nach Wesentlichkeit und Relevanz aufweisen, dargestellt:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Gesamtbeurteilung
Kunden, Wettbewerb und Markt eventuell wesentlich/bedeutend wesentlich
Qualitäts und Prozessrisiken eventuell wesentlich/bedeutend wesentlich
Kapazitätsrisiken eventuell wesentlich/bedeutend wesentlich
Übernahmerisiken eventuell wesentlich/bedeutend wesentlich
Innovationen unwahrscheinlich wesentlich/bedeutend relevant
Finanzrisiken unwahrscheinlich wesentlich/bedeutend relevant
Mitarbeiterrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Klima- und Umwelteinflüsse unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Steuerrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Währungsrisiken eventuell nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Investitionen eventuell nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant
Lieferantenrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht Vernachlässigbar relevant
Liquiditätsrisiken unwahrscheinlich nicht bedeutend, aber nicht vernachlässigbar relevant

4.2.4 Gesamtrisikoeinschätzung

Eine Aggregation der wichtigsten Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen ist nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Abgeleitet aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken ergibt sich folgende Gesamteinschätzung:

Bezogen auf die Gesamtanzahl der Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die WashTec Gruppe haben könnten, ergab sich eine leichte Verringerung. Das Risiko durch anstehende Großkundenverhandlungen hat sich ebenso wie das Risiko durch etwaige negative gesamtwirtschaftliche Entwicklungen im Euroraum geringfügig erhöht. Eine grundlegende Änderung der Gesamt-Risikolage liegt dennoch nicht vor. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen.

Veränderungen zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts ergaben sich nicht.

Gemäß § 317 Abs. 4 HGB erfolgt im Rahmen der Jahresabschlussprüfung eine Prüfung des nach § 91 Abs. 2 AktG einzurichtenden Risikofrüherkennungssystems durch den Abschlussprüfer. Zusätzlich erfolgt eine Risikoberichterstattung an den Aufsichtsrat.

5 IKS und RMS bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das IKS umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das IKS von WashTec soll die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleisten. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften sowie die Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht. WashTec verfügt über eine weitreichend vereinheitlichte Struktur für die wöchentliche, monatliche und quartalsweise Berichterstattung, die zeitnah und aktuell das Richtlinienwerk widerspiegelt. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden konzernintern monatlich auf der Basis eines konzernweiten Planungs- und Reporting-Tools analysiert.

Alle Prozesse und Gesellschaften werden nach potenziellen und bereits identifizierten Risiken bewertet und entsprechenden internen Prüfungen festgelegt. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden darüber hinaus reguläre Kontrollfunktionen vor allem durch die Abteilungen Controlling und Internal Audit übernommen.

Es gab keine Veränderung am internen Kontrollsystem zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts.

6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken, Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Umgang mit Währungs-, Liquiditäts-, sowie Kredit- und Ausfallrisiken wurde bereits im Risikobericht behandelt. Darüber hinaus verwendet das Unternehmen derivative Finanzinstrumente deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktrisiken besteht. Entsprechend einer Konzernrichtlinie wird kein Handel mit Derivaten betrieben. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehungen als auch die Risikomanagementzielsetzungen des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.

7 Übernahmerelevante Angaben

Angaben gem. §§ 289 IV, 315 IV HGB - Erläuternder Bericht des Vorstands

Nachfolgender Text enthält die Angaben nach §§ 289 Abs. 4 bzw. 315 Abs. 4 HGB.

§ 315 IV Nr. 1 HGB »Gezeichnetes Kapital«

Das gezeichnete Kapital i. H. v. € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte - gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

§ 315 IV Nr. 2 HGB »Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«

Gemäß § 71 b AktG stehen der Gesellschaft bzgl. erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstands existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

§ 315 IV Nr. 3 HGB »Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstands zu ca. 34,59% im Streubesitz. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, halten - gemäß der Meldungen nach WpHG EQMC Europe Development Capital Fund plc., Dublin, Irland (14,66 %) und Kempen Capital Management N.V., Amsterdam, Niederlande (10,64%).

Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar (§ 315 IV Nr. 3 HGB):

Aktionärsstruktur 31. Dezember 2014

Quelle: Meldungen gemäß WpHG

1 Sentana Asset Management

2 Leifina GmbH & Co. KG et al

3 Shareholder Value Management AG

4 Nmás 1 Asser Management, SGII,S.A.

§ 315 IV Nr. 4 HGB »Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

§ 315 IV Nr. 5 HGB »Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind«

Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt.

§ 315 IV Nr. 6 HGB »Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen«

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus vier Mitgliedern, von denen einer vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden bestellt ist. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstands sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179,133 AktG sowie § 9.9 und § 9.10 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.

§ 9.9 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

§ 315 IV Nr. 7 HGB »Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«

Genehmigtes Kapital (§ 5.7 der Satzung der WashTec AG)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 8.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Auf diesen Betrag ist zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen, der auf diejenigen auf den Inhaber lautende Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, welche während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 zu Tagesordnungspunkt 9 gewährt oder eingeräumt werden. Soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil sie bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, sich bei Bedarf zügig und flexibel Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen.

Bedingtes Kapital (§ 5.2 der Satzung der WashTec AG)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu € 8.000.000, eingeteilt in bis zu 2.795.394 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund von § 5.1 der Satzung (Genehmigtes Kapital) erhöht ist; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2013 bis zum 14. Mai 2016 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Mai 2016 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. des Aktiengesetzes zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb können der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2013 entnommen werden. Von dieser Ermächtigung hat die Gesellschaft bisher keinen Gebrauch gemacht.

§ 315 IV Nr. 8 + 9 HGB »Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines KontroIIwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe - wie z. B. die Kreditverträge - sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle eines Change of Control vor. Im Fall einer Übernahme kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.

8 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

(inkl. Corporate Governance-Bericht)

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zugleich berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance-Kodex (»Kodex«) über die Corporate Governance des Unternehmens.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex. Die Empfehlungen und Anregungen des Kodex in seiner Fassung vom 24. Juni 2014 wurden uneingeschränkt erfüllt. In der Entsprechenserklärung zum Kodex vom 11. Dezember 2014 durch Vorstand und Aufsichtsrat waren somit keine Abweichungen offenzulegen.

8.1 Unternehmens- und Führungsstruktur

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex wurden ein Prüfungsausschuss, ein PersonaIlausschuss und ein Nominierungsausschuss gebildet. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften übertragen worden sind. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied, im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats, Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Dr. Liebler (Vorsitzender), Herr Große-Allermann und Herr Dr. Blaschke an, wobei Herr Dr. Liebler aufgrund seiner besonderen Kenntnisse und Erfahrungen auch die Rolle des »Financial Expert« übernimmt. Im Personalausschuss sind Herr Dr. Blaschke als Vorsitzender sowie die Herren Lacher und Bellgardt als weitere Mitglieder vertreten. Der Nominierungsausschuss besteht aus den Herren Große-Allermann (Vorsitzender), Dr. Liebler und Dr. Hein.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft sowie der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec. Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 des Kodex hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen.

Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung diese Ziele bereits weitgehend und beabsichtigt, die beschlossenen Ziele auch bei der nächsten turnusmäßigen Neubesetzung des Aufsichtsrats oder bei einem vorherigen Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds bei seinen Wahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Fall der gerichtlichen Bestellung.

Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 1.3 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Gesellschaft).

Der Aufsichtsrat Oberwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartals- und Halbjahresberichte und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fallen weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt und überprüft der Aufsichtsrat unter anderem auch regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wichtigsten Vertragselemente (Ziffer 4.2.2 des Kodex). Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an seine Zustimmung gebunden.

Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie zum Umgang mit Interessenkonflikten.

In einer Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen, geregelt.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.

Vorstand

Der Vorstand der WashTec AG ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz- und Ertragslage, der Compliance sowie der Risikolage und des Risikomanagements.

Dem Vorstand gehörten im Berichtszeitraum mit Herrn Dr. Rautert als Vorstandsvorsitzendem und Frau Kalb zwei Personen an. Herr Dr. Rautert leitete die Bereiche Supply Chain, Produktmanagement & Marketing, Qualität, Finanzen und IT. Frau Kalb zeichnete für die Ressorts Vertrieb und Service, Legal & Compliance, Investor Relations und Personal verantwortlich. Nach den Veränderungen im Vorstand zu Beginn des Jahres 2015 ergibt sich die auf Seite 128 ersichtliche Zusammensetzung des Vorstands.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (» Directors' Dealings«)

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und den ihm nahestehenden Personen getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 5.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt. Der Gesellschaft wurden folgende im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommenen Geschäfte gemeldet:

Sämtliche Directors' Dealings werden auf der Website des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« veröffentlicht.

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Datum der Transaktion Vor- und Zuname Funktion/Status Art und Ort der Transaktion Finanzinstrument und ISIN Anzahl Kurs/Preis
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
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13.10.2014 Dr. Günter Blaschke Mitglied des Aufsichtsrats Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 7.108 12,30
14.10.2014 Dr. Günter Blaschke Mitglied des Aufsichtsrats Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 42.892 12,30
04.11.2014 Ulrich Bellgardt Mitglied des Aufsichtsrats Kauf über Xetra WashTec Aktie DE0007507501 25.000 12,30

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Datum der Transaktion Gesamtvolumen
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- ---
13.10.2014 87.428,40
14.10.2014 527.571,60
04.11.2014 307.500,00

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Massimo Pedrazzini hielt bis zu seinem Ausscheiden am 4. Juni 2014 2.251 Aktien der WashTec AG, die er bereits vor seiner Wahl in den Aufsichtsrat erworben hatte. Herr Pedrazzini ist Präsident des Verwaltungsrats von Sterling Strategie Value Limited, die gemäß Mitteilung am 27. August 2013 einen Anteil von 2.095.150 Stimmrechten (14,99%) an der WashTec AG hielt und diesen Anteil am 19. und 21. Marz auf 0 Stimmrechte reduziert hat.

Das Aufsichtsratsmitglied Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gemäß Mitteilung am 31. Juli 2009 einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43 %) an der WashTec AG hielt.

Zum 31. Dezember 2014 hielten Herr Dr. Günter Blaschke als Aufsichtsratsvorsitzender 50.000 und Herr Ulrich Bellgardt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 25.000 Aktien der WashTec AG. Die Vorstands- und übrigen Aufsichtsratsmitglieder besaßen zum 31. Dezember 2014 keine Aktien der WashTec AG.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung, in Einzelgesprächen und Investorenkonferenzen regelmäßig ausführlich über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet innerhalb der ersten Hälfte eines Geschäftsjahres, üblicherweise im Mai, statt. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die WashTec AG bietet ihren Aktionären als Service an, von der Gesellschaft benannte, an die Weisung der jeweiligen Aktionäre gebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.

Die WashTec AG hat 2014 alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren. Die WashTec AG verzichtet auf die Übertragung der Hauptversammlung im Internet sowie die elektronische Übermittlung der Einberufungsunterlagen.

8.2 Compliance

Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung sowie auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, der Corporate Governance-Bericht (als Bestandteil des Geschäftsberichts) sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z. B. der WashTec Ethik-Kodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« abrufbar

WashTec hat eine Compliance-Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance-Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance-Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance-Bericht erstellt.

Die strategischen Leitlinien und der Ethik-Kodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance-Programms. Der Ethik-Kodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethik-Kodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Gruppenweit haben alle Führungskräfte ihr Bekenntnis zum Ethik-Kodex mit ihrer Unterschrift dokumentiert. Dieses Bekenntnis wird regelmäßig erneuert.

Das gemäß § 15b WpHG zu führende Insiderverzeichnis wird laufend gepflegt und aktualisiert. Die im Insiderverzeichnis geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.

Soweit Geschäfte von Führungspersonen (sog. Directors' Dealings) zu melden sind, werden diese veröffentlicht. Die betroffenen Personen bei WashTec werden über ihre Pflichten in Bezug auf Directors' Dealings informiert.

Der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird sowohl im Geschäftsbericht als auch im Internet unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« veröffentlicht, soweit die Voraussetzungen der Ziffer 6.3 des Kodex vorliegen.

Nachfolgend ist der Wortlaut der von Vorstand und Aufsichtsrat am 11. Dezember 2014 abgegebenen und im Internet unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« veröffentlichten Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wiedergegeben.

»WashTec AG, Augsburg Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AG den Empfehlungen des Deutscher Corporate Governance-Kodex der>Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex< in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit der Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung am 11. Dezember 2013 entsprochen hat und den Empfehlungen der Fassung des Kodex vom 24. Juni 2014 entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird. Hiervon galten und gelten keine Ausnahmen.

Augsburg, den 11. Dezember 2014

WashTec AG

Vorstand und Aufsichtsrat«

Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie innerhalb der Geschäftsberichte der WashTec AG im Rahmen des Corporate Governance-Berichts bzw. der Erklärung zur Unternehmensführung und im Internet unter www.washtec.de. Hier sind auch nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Corporate Governance für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite zugänglich.

8.3 Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands der WashTec AG sowie die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist in Übereinstimmung mit dem Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, berücksichtigt werden. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie den Empfehlungen und den Anregungen des Kodex. Das Vergütungssystem wurde zuletzt vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. Dezember 2014 erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen (Ziffer 4.2.2 Abs. 1 des Kodex). Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so gestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Fixe Vergütung

Die beiden amtierenden Mitglieder des Vorstands erhielten für das Jahr 2014 eine fixe erfolgsunabhängige Vergütung i. H. v. insgesamt € 611.955 (Vorjahr: [vier amtierende Vorstände]: € 627.447). Die fixen Bezüge umfassen auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Andererseits gewährleisten variable Bestandteile, die unter anderem vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine Interessengleichheit zwischen Vorstand und den übrigen Stakeholdern.

Kurzfristige variable Vergütung - erfolgsbezogene Komponente

Die bestehenden Vorstandsverträge sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die variablen Vergütungsbestandteile enthalten kurzfristige, an die Erreichung von verschiedenen, vom Aufsichtsrat festzulegenden Zielvorgaben gebundene Komponenten. Sie sollen eine Inzentivierung der Ausrichtung des Vorstands auf den geschäftlichen Erfolg der WashTec AG ermöglichen. Die kurzfristige variable Jahresvergütung orientiert sich an jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden strategischen und/ oder finanziellen und/oder operativen Zielvorgaben.

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Die bestehenden Vorstandsvertrage sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die langfristige variable Vergütung basiert auf einer vom Aufsichtsrat festzusetzenden separaten strategischen und/oder finanziellen und/oder operativen Zielvorgabe mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage. Frau Kalb erhält eine langfristige variable Vergütung erstmalig für das Geschäftsjahr 2015.

Durch die Festlegung von anspruchsvollen Zielvorgaben wurde und wird eine variable Komponente der Vorstandsvergütung gewährt, die sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung trägt (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Kodex).

Die gesamte Vergütung der Vorstände stellt sich wie folgt dar:

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Gewährte Zuwendungen Jürgen Rautert
in € Vorstandvorsitzender ab 01.01.2013
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2013 2014 2014 Min 2014 Max
--- --- --- --- ---
Festvergütung 400.000 400.000 400.000 400.000
Nebenleistungen 28.596 15.629 15.629 15.629
Summe 428.596 415.629 415.629 415.629
Einjährige variable Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) 150.0001) 150.0002) 0 150.000
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 150.000 150.0002) 0 150.000
Summe 728.596 715.629 415.629 715.629
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 728.596 715.629 415.629 715.629

1) Garantierte Jahrestantieme

2) Basierend auf einer Zielerreichung von 100%.

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Gewährte Zuwendungen Karoline Kalb
in € Vorstand ab 01.11.2013
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2013 2014 2014 Min 2014 Max
--- --- --- --- ---
Festvergütung 30.000,00 180.000 180.000 180.000
Nebenleistungen 1.600 16.326 0 0
Summe 31.600 196.326 180.000 180.000
Einjährige variable Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) 50.0001) 100.0002) 60.000 100.000
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) 0 0 0 0
Summe 81.600 296.326 240.000 280.000
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 81.600 296.326 240.000 280.000

1) Garantierte Jahrestantieme

2) Basierend auf einer Zielerreichung von 100%.

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Zufluss Jürgen Rautert Karoline Kalb
in € Vorstandvorsitzender ab 01.01.2013 Vorstand ab 01.11.2013
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2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- ---
Festvergütung 400.000 400.000 30.000 180.000
Nebenleistungen 28.596 15.620 1.600 16.326
Summe 428.596 415.629 31.600 196.326
Einjährige variable Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) 150.0001) -2) 50.0001) 100.000
Mehrjährige variable Vergütung (langfristige Komponente) -2) -2) 0 0
Summe 578.596 415.629 81.600 296.326
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 578.596 415.629 81.600 296.326

1) Garantierte Jahrestantieme

2) Abgegolten mit pauschaler Abfindung i. H. v. € 660.000 bei Ausscheiden.

Die Vergütung der in 2013 tätigen Vorstände war wie folgt:

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Vergütung 2013 Fix Variabel
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- --- ---
Michael Busch (bis 28. Februar 2013) 60 -
Jürgen Rautert 429 150"
Stefan Vieweg (bis 31. Mai 2013) 107 -
Karoline Kalb 32 50
Gesamt 628 200

1) Zusätzliche mehrjährige Vergütung abgegolten mit pauschaler Abfindung i. H. v. € 660.000 bei Ausscheiden.

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

In den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Vergütung i. H.v. 50% des monatlich anteiligen Teilbetrags des festen Jahresgehalts als Gegenleistung für die Ausübung eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbots nach Beendigung ihres Dienstverhältnisses vereinbart.

Bei den bestehenden Vorstandsverträgen ist eine Regelung vorgesehen, nach der sofern bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit, die nicht durch einen zur Kündigung des Vorstands Vertrags berechtigenden wichtigen Grund veranlasst ist, Abfindungszahlungen vereinbart werden, die auf max. 2 Jahresvergütungen einschließlich Nebenkosten begrenzt sind (Abfindungs-Cap).

Neue Vorstandsverträge

Die mit Herrn Dr. Zimmermann, Herrn Springs und Herrn Weber abgeschlossenen Vorstands Verträge sehen eine Vergütung vor, die den zuvor genannten Grundsätzen und Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht.

Sonstiges

Die Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder sonstigen Haftungsfreistellungen.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2013 wurde die Aufsichtsratsvergütung mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2013 neu gefasst. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 20.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld i. H. v. € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der festen Vergütung und der erfolgsabhängigen Vergütung sowie das Doppelte des Sitzungsgelds nach vorstehendem Absatz.

Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 2.500. Der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von € 5.000, der Vorsitzende eine Vergütung von € 10.000.

Die fixe und erfolgsabhängige Gesamtvergütung sowie das Sitzungsgeld sind für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied insgesamt auf maximal € 50.000 begrenzt, die Vergütung für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf € 75.000 und die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats insgesamt auf maximal € 100.000 begrenzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung, deren Begrenzung ebenfalls im Verhältnis zu kürzen ist.

Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile gewährt für persönlich erbrachte Leistungen (Ziffer 5.4.6 des Kodex).

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2014 Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap5) Auszahlungsbetrag
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- --- --- ---
Günter Blaschke1) 29 6 39 74 58 58
Ulrich Bellgardt2) 13 3 18 34 29 29
Jens Große-Allermann 30 6 17 52 50 50
Sören Hein 23 6 18 46 50 46
Roland Lacher 23 6 20 48 50 48
Hans Liebler 33 6 17 55 75 55
Michael Busch3) 22 5 15 41 42 41
Massimo Pedrazzini4) 10 2 5 16 21 16
Gesamt 183 40 149 366 375 343

1) Vorsitzender ab 4. Juni 2014

2) Stellv. Vorsitzender ab 4. Juni 2014

3) Vorsitzender bis 4. Juni 2014

4) Stellv. Vorsitzender bis 4. Juni 2014

5) Begrenzung der Auszahlung durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

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2013 Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap4) Auszahlungsbetrag
in T€, Rundungsdifferenzen möglich
--- --- --- --- --- --- ---
Michael Busch1) 42 7 24 73 84 73
Massimo Pedrazzini2) 27 5 15 47 58 47
Jens Große-Allemann3) 30 4 14 48 50 48
Sören Hein 23 4 11 38 50 38
Roland Lacher 23 4 12 39 50 39
Hans Liebler 33 4 12 49 75 49
Gesamt 178 28 88 294 367 294

1) Vorsitzender; Mandat ruhte für die Dauer der Entsendung in den Vorstand (bis zum 28. Februar 2013)

2) Vorsitzender bis 28. Februar 2013/Stellv. Vorsitzender ab 1. März 2013

3) Stellv. Vorsitzender bis 28. Februar 2013

4) Begrenzung der Auszahlungen durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

Augsburg, den 26. März 2015

Dr. Volker Zimmermann, Vorstandsvorsitzender

Karoline Kalb, Vorstand

Rainer Springs, Vorstand

Stephan Weber, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der WashTec AG, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der WashTec AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Machweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 26. März 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

WirtschaftsprüfungsgeselIschaft**

Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

ppa. Florian Horn, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die WashTec AG war das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich, aber zugleich auch mit einigen Herausforderungen verbunden:

Durch die Hauptversammlung am 6. Juni 2014 wurden Herr Dr. Blaschke und Herr Ulrich Bellgardt in den Aufsichtsrat gewählt. Im Anschluss hat Herr Dr. Blaschke das Amt des Vorsitzenden und Herr Bellgardt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats übernommen. Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind Herr Michael Busch und Herr Massimo Pedrazzini. Ihnen gebührt Dank für ihren langjährigen und erfolgreichen Einsatz für WashTec.

Die im Jahr 2013 verabschiedete Unternehmensstrategie wurde im Berichtsjahr konsequent weiter umgesetzt, und es wurden Maßnahmen zur Sicherung der Marktführerschaft von WashTec eingeleitet. Gezielte Innovationen steigern den Nutzen für den Autofahrer und unterstützen den Betreiber bei einem profitablen Waschgeschäft.

Der Vertrieb war unter anderem geprägt durch eine Vielzahl von internationalen Tenderverfahren, der weiteren Implementierung eines Customer Relationship Management Systems sowie Veränderungen im Management von Nordamerika und Australien. Im Bereich Services lag der Fokus auf Maßnahmen zur Erhöhung der Verfügbarkeit der Maschinen und der Steigerung der Kundendiensteffizienz.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Die Tätigkeit des Aufsichtsrats war geleitet von der strategischen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit mit dem Ziel des Ausbaus von Marktanteilen und der Verbesserung der Kostenstrukturen. Der Aufsichtsrat setzte sich intensiv mit dem aktuellen Geschäftsverlauf auseinander.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 unter anderem über den Gang der Geschäfte und die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.

Er hat zudem die Geschäftsführung des Vorstands der Gesellschaft überwacht. Grundlage hierfür waren insbesondere schriftliche und mündliche, zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat unter anderem monatlich schriftlich über den Geschäftsverlauf berichtet. Bei Bedarf hat der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands angefordert und Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft genommen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Insbesondere die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hinaus hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzelgesprächen die Lage der Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung und Ausrichtung erörtert. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder tauschten sich mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen aus. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben den anderen Mitgliedern über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand umfassend berichtet.

Im Geschäftsjahr 2014 haben insgesamt dreizehn ordentliche und außerordentliche Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats stattgefunden, davon drei als Telefonkonferenz (Conference Call, CC). In jedem Quarta! fand mindestens eine Sitzung statt. Daneben haben sieben Sitzungen der Ausschüsse stattgefunden. In den Plenumssitzungen wurde dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Tätigkeit der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen.

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der WashTec Gruppe, die Finanzlage sowie die wesentlichen Beteiligungen und das Risikomanagementsystem. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe. Zudem wurden Geschäfte und Maßnahmen, zu denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, überprüft, mit dem Vorstand behandelt und entschieden.

In allen Sitzungen wurde die aktuelle Geschäfts- und Ertragslage im Vergleich zu den budgetierten Zahlen erörtert. Darüber hinaus waren insbesondere folgende Einzelthemen Gegenstand der Sitzungen:

Geschäftsentwicklung und Strategie bezogen auf Regionen und Länder (1. Quartal und 4. Quartal),
Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2013 (1. Quartal),
Beschlussfassung über die Tagesordnung zur Hauptversammlung (1. Quartal),
Aufsichtsratsangelegenheiten (laufend), insbes. Wahl von Herrn Dr. Blaschke zum Aufsichtsratsvorsitzenden und von Herrn Bellgardt zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden nach Ausscheiden von Herrn Busch und Herrn Pedrazzini am 4. Juni 2014 und Besetzung der Ausschüsse,
Erörterung der Zwischenberichte (2., 3. und 4. Quartal),
Schwerpunkte der Produktentwicklung (3. Quartal),
Status Effizienzprogramm (quartalsweise),
Vorstandsangelegenheiten (laufend), insbes, Erweiterung des Vorstands und Bestellung von Herrn Weber zum Vorstand Vertrieb und Marketing,
Jahresplanung 2015 (Budget), Strategie und Mittelfristplanung 2015-2017 (4. Quartal).

Gegenstand der bilanzfeststellenden Sitzung am 27, März 2014 waren neben der Erörterung des Jahresabschlusses der WashTec AG und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2013 mit Feststellung bzw. Billigung der Jahresabschlüsse und zusammengefassten Lageberichts unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers insbesondere die der Hauptversammlung 2014 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge sowie die Initiierung des Effizienzprogramms.

Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance-Kodex einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 128 abgebildet. Die Ausschüsse dienen der Vorbereitung von Themen und Beschlüssen der Aufsichtsratssitzungen. Gleichzeitig können den Ausschüssen im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Tätigkeit der Ausschüsse im Berichtsjahr gegeben.

Der Prüfungsausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal. Im Wesentlichen befasste er sich unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers mit dem Konzernabschluss 2013, dem Lagebericht, dem Management Letter 2013, dem Compliance- und Risikobericht sowie den Ergebnissen zum Halbjahresbericht 2014, dem Bericht zur prüferischen Durchsicht, dem Review der Schwerpunkte des Aufsichtsrats und dem Follow-up des Management Letter des Abschlussprüfers. Die Quartalsberichte wurden ausführlich erörtert und die Prüfungsschwerpunkte festgelegt.

Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr sechsmal. Gegenstand waren im Wesentlichen Ausarbeitungen von Vorschlägen an den Aufsichtsrat bei Entscheidungen betreffend die Zusammensetzung des Vorstands und dessen Geschäftsverteilung sowie die Vorstandsvergütung.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal anlässlich der Nominierung von Herrn Dr. Blaschke und Herrn Bellgardt für den Aufsichtsrat.

Auch nach dem Wechsel in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse war zu jeder Zeit eine gute Zusammenarbeit gewährleistet.

Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht aufgetreten.

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam die Corporate Governance überprüft und eine neue Entsprechenserklärung abgegeben, die auf Seite 84 abgedruckt ist.

Vergütungssystem für den Vorstand

Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände sowie an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.

Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zur Eingehung unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und der Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Vergütungsberichts auf den Seiten 84-88 näher dargelegt. Der Aufsichtsrat hat zuletzt in seiner Sitzung vom 11. Dezember 2014 den jährlichen Beschluss über das Vergütungssystem für den Vorstand gefasst.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2014

Der Vorstand hat den Jahresabschluss der WashTec AG sowie den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2014 aufgestellt. Diese sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften der WashTec AG geprüft.

Die Schwerpunkte der Prüfung wurden vom Prüfungsausschuss festgelegt, und der Abschlussprüfer wurde entsprechend beauftragt. Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers überwacht.

Der Abschlussprüfer hat überprüft, ob ein Überwachungssystem durch den Vorstand eingerichtet worden ist, durch das mögliche existenzbedrohende Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Hierzu erklärte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat und diese geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme, Risikomanagement, Interne Revision und Compliance der WashTec AG auf ihre Effektivität.

Der geprüfte Jahresabschluss der WashTec AG, der geprüfte Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. Abschlüsse und Berichte waren Gegenstand der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. März 2015. Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung wurde vom Vorstand ein Bericht über die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft abgegeben.

Der Abschlussprüfer nahm an der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. März 2015 teil und hat dem Aufsichtsrat direkt und ausführlich über die Ergebnisse seiner Prüfung und über die Prüfungsschwerpunkte berichtet. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Einwände ergaben sich bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat nicht. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.

Veränderungen im Vorstand

Ein erweitertes Vorstandsteam aus bestehenden und neu ernannten Mitgliedern übernimmt für die Zukunft die Aufgabe, zusätzliche Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum bei Umsatz und Unternehmenswert zu erschließen.

Mit Wirkung zum 01.02.2015 wurde Herr Dr. Volker Zimmermann (51) zum technischen Vorstand (CTO) und Vorstandsvorsitzenden (CEO) ernannt. Herr Dr. Zimmermann hat in seiner bisherigen Laufbahn Führungsaufgaben in verschiedenen namhaften Unternehmen des Maschinenbaus und der Automobilzulieferindustrie wahrgenommen. Dabei waren seine Innovations- und Integrationskraft wesentliche Treiber für den nachhaltigen finanziellen Erfolg. Der Aufsichtsrat wünscht Herrn Dr. Volker Zimmermann Begeisterung und Erfolg bei der Aufgabe, die Technologieführerschaft kontinuierlich weiter auszubauen.

Frau Karoline Kalb (42) wird ihre langjährige Erfahrung mit WashTec und den Key Accounts weiter in das Vorstandsteam einbringen. Als Personalvorstand (CHRO) wird sie ihren Fokus auf die Bereiche Führungskultur, Talent-Management und Führungskräfteentwicklung legen. Daneben bleibt sie für Unternehmenskommunikation, Compliance und Sonderprojekte verantwortlich.

Herr Stephan Weber (51) ist mit Wirkung zum 01.01.2015 zum Vorstand Vertrieb und Marketing (CSO) bestellt worden. Er ist ein ausgewiesener Vertriebs- und Marketingexperte mit langjährigem internationalen Erfahrungs- und Erfolgsspektrum im Auf- und Ausbau bestehender und neuer Märkte. Er wird die Internationalisierung der WashTec AG vorantreiben.

Mit Wirkung zum 01.02.2015 wurde Herr Rainer Springs (48), bereits seit geraumer Zeit als Generalbevollmächtigter für das Finanzressort und die IT zuständig, zum Finanz-Vorstand (CFO) der Gesellschaft ernannt. Ein wesentlicher Beitrag von Herrn Springs war die Sanierung der Tochtergesellschaft in den USA.

Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, mit d iesem neuen Vorstandsteam sowohl Kontinuität gewahrt als auch neue Impulse für ein nachhaltiges, profitables Wachstum der Gesellschaft gesetzt zu haben und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Herr Dr. Jürgen Rautert, bisheriger Vorstandsvorsitzender, hat das Unternehmen zum 30.01.2015 in gegenseitigem Einvernehmen verlassen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Rautert für seine positiven Beiträge zur Strategie-, Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung in den vergangenen zwei Jahren und wünscht ihm für seine weitere Zukunft viel Erfolg.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Führungskräften für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren engagierten Einsatz zum Erfolgsjahr 2014 beigetragen haben.

Augsburg, im März 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke, Vorsitzender des Aufsichtsrats