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WashTec AG Annual Report 2012

May 10, 2013

483_rns_2013-05-10_2536043e-6a3c-419e-a7e8-d764904e1658.html

Annual Report

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WashTec AG

Augsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

der WashTec AG

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in € Anhang 01.01. bis 31.12.2012 01.01. bis 31.12.2011* angepasst
Umsatzerlöse 8 301.535.828 293.262.274
Sonstige betriebliche Erträge 9 4.301.361 4.836.273
Andere aktivierte Entwicklungskosten 1.427.105 1.383.577
Bestandsveränderung 792.996 493.059
Gesamt 308.057.290 299.975.183
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 103.950.751 105.955.214
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.982.988 21.447.364
126.933.739 127.402.578
Personalaufwand 10 100.210.784 104.597.709
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Goodwill und Sachanlagen 9.986.095 29.527.743
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11 50.419.930 47.944.912
Sonstige Steuern 1.306.716 854.811
Gesamte betriebliche Aufwendungen 288.857.263 310.327.752
Betriebsergebnis 19.200.027 -10.352.569
Finanzertrag 95.390 172.986
Finanzaufwand 2.812.175 1.724.797
Finanzergebnis 12 -2.716.785 -1.551.811
Ergebnis vor Steuern 16.483.242 -11.904.380
Ertragsteueraufwand 13 -6.433.107 -2.697.208
Konzernergebnis 10.050.135 -14.601.588
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.962.989 13.976.970
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 14 0,72 -1,04

Weitere Ausführungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Konzernanhang.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang.

Gesamtergebnisrechnung

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in T€ 01.01. bis 31.12.2012 01.01. bis 31.12.2011*
Ergebnis nach Steuern 10.050 -14.601
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten 673 -506
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen 266 -75
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -126 339
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -1.567 -238
Latente Steuern auf direkt mit Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 283 124
Im Eigenkapital erfasste Wertänderungen -471 -355
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster Wertänderungen der Periode 9.579 -14.956

Weitere Ausführungen zur Gesamtergebnisrechnung im Konzernanhang.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Konzern-Bilanz Aktiva

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in € Anhang 31.12.2012 31.12.2011* angepasst 01.01.2011* angepasst
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 16 37.497.989 41.459.574 41.920.722
Geschäfts- oder Firmenwert 17 42.313.530 42.313.523 58.192.039
Immaterielle Vermögenswerte 17 8.977.370 9.319.436 9.862.248
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 1.403.564 823.860 387.967
Steuerforderungen 20 174.115 200.501 252.817
Sonstige Vermögenswerte 22 317.764 277.271 39.793
Aktive latente Steuern 18 5.916.187 7.140.268 7.015.377
Gesamtes langfristiges Vermögen 96.600.519 101.534.433 117.670.963
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 19 36.648.658 39.273.936 37.378.273
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 43.014.863 46.158.532 39.934.929
Steuerforderungen 20 111.909 69.887 1.210.691
Sonstige Vermögenswerte 22 3.458.841 3.365.306 5.584.162
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23 3.771.477 4.602.593 15.304.363
Gesamtes kurzfristiges Vermögen 87.005.748 93.470.254 99.412.418
Gesamte Aktiva 183.606.267 195.004.687 217.083.381

Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz im Konzernanhang.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Toxtziffer 7 im Konzernanhang

Konzern-Bilanz Passiva

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in € Anhang 31.12.2012 31.12.2011* angepasst 01.01.2011* angepasst
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 24 40.000.000 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 24 12.000.000 12.000.000 12.000.000
Kapitalrücklage 25 36.463.441 36.463.441 36.463.441
Eigene Anteile 26 -431.021 0 0
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte 27 -2.943.154 -2.471.897 -2.116.221
Ergebnisvortrag 1.304.817 15.906.406 9.462.770
Konzernergebnis 10.050.135 -14.601.588 10.776.497
84.444.218 75.296.362 94.586.487
Langfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 30 5.021.125 18.953.013 276.582
Finanzierungsleasingschulden 31 4.434.259 5.251.755 6.617.302
Rückstellungen für Pensionen 28 8.876.236 7.307.188 7.013.238
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 32 109.392 0 47.000
Sonstige langfristige Rückstellungen 29 3.746.019 4.798.116 3.365.101
Sonstige langfristige Schulden 32 1.425.801 1.808.373 1.540.501
Umsatzabgrenzung 33 739.938 860.671 698.988
Passive latente Steuern 18 2.991.965 3.060.978 4.651.859
Gesamte langfristige Schulden 27.344.735 42.040.094 24.210.571
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 30 242.026 2.294.388 32.427.648
Finanzierungsleasingschulden 31 2.412.581 2.499.054 2.560.143
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32 7.746.785 4.175.186 7.968.064
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 32 6.573.095 9.940.581 9.478.523
Schulden aus Steuern und Abgaben 32 5.651.259 4.207.868 3.321.152
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 32 927.168 901.168 815.887
Ertragsteuerschulden 2.169.914 4.264.330 1.711.785
Sonstige kurzfristige Schulden 32 25.031.429 23.935.498 20.631.733
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 29 13.000.991 15.920.176 9.884.854
Umsatzabgrenzung 33 8.062.066 9.529.983 9.486.534
Gesamte kurzfristige Schulden 71.817.314 77.668.232 98.286.323
Gesamte Passiva 183.606.267 195.004.687 217.083.381

Weitere Ausführungen zur Konzern-Bilanz im Konzernanhang.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Konzern-Kapitalflussrechnung

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Anhang 2012

T€
2011*

T€
Ergebnis vor Steuern 16.483 -11.904
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.986 29.528
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -175 -112
Sonstige Gewinne und Verluste 717 -155
Finanzerträge -95 -173
Finanzaufwendungen 2.812 1.725
Veränderung der Rückstellungen -4.273 7.311
Veränderung des Nettoumlaufvermögens:
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42 -6.916
Zu-/Abnahme der Vorräte 2.619 -1.375
Zu-/Abnahme der Schulden aus Lieferungen und Leistungen -3.291 255
Veränderung übriges Netto-Umlaufvermögen 5.359 -329
Gezahlte Ertragsteuer -7.074 -677
mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 23.110 17.178
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) -5.181 -8.025
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 1.673 549
Auszahlungen für Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbene Zahlungsmittel 0 -1.286
mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -3.508 -8.762
Aufnahme langfristiger Kredite 0 19.000
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -14.310 -31.293
Gezahlte Dividende 0 -4.333
Aktienrückkauf -246 0
Erhaltene Zinsen 95 148
Gezahlte Zinsen -1.424 -1.362
Aufnahme/Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -2.746 -2.487
mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -18.631 -20.327
Netto-Zu-/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 972 -11.912
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -46 -640
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 2.603 15.155
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 23 3.529 2.603
Zusammensetzung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.771 4.603
kurzfristige verzinsliche Darlehen -242 -2.000
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 3.529 2.603

Weitere Ausführungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung im Konzernanhang.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in T€ Anzahl Aktien (in Stück) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Sonstige Rücklagen Währungskurseffekte Ergebnisvortrag Gesamt
Stand 1. Januar 2011 bisher ausgewiesen 13.976.970 40.000 36.464 0 -1.986 -130 20.011 94.359
Anpassungen 1. Januar 2011 227 227
Stand 1. Januar 2011* 13.976.970 40.000 36.464 0 -1.986 -130 20.238 94.586
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -405 -75 -480
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 124 124
Dividende -4.333 -4.333
Konzernergebnis -14.601 -14.601
Stand 31. Dezember 2011* 13.976.970 40.000 36.464 0 -2.267 -205 1.304 75.296
Stand 1. Januar 2012 13.976.970 40.000 36.464 0 -2.267 -205 1.304 75.296
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1.020 266 -754
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 283 283
Erwerb eigener Aktien -32.234 -431 -431
Konzernergebnis 10.050 10.050
Stand 31. Dezember 2012 13.944.736 40.000 36.464 -431 -3.004 61 11.354 84.444

Weitere Ausführungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung im Konzernanhang.

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Rundungsdifferenzen sind möglich.

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Konzernanhang der WashTec AG (IFRS) 2012

Allgemeine Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernjahresabschluss der WashTec Gruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 ist am 1. März 2013 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt worden. Er soll auf der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2013 festgestellt und anschließend durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben werden. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind über den Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.washtec.de abrufbar.

Das oberste Mutterunternehmen der WashTec Gruppe lautet auf WashTec AG und ist im Handelsregister der Stadt Augsburg unter HRB 81 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist in der Argonstraße 7, in 86153 Augsburg, Deutschland.

Die Anteile der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt.

Der Unternehmensgegenstand des WashTec Konzerns umfasst die Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb und Service von Produkten zur Fahrzeugwäsche sowie die Vermietung und alle damit verbundenen Serviceleistungen und Finanzierungslösungen zum Betrieb von Fahrzeugwaschanlagen.

2. Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der WashTec AG ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen (IFRIC) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den für das Geschäftsjahr 2012 in der Europäischen Union anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und wurde in Verbindung mit § 315a HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt.

Die Voraussetzungen des § 315a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht sind erfüllt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der WashTec AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung liegt ab dem Zeitpunkt vor, wenn die WashTec AG direkt oder indirekt die Möglichkeit hat, die Geschäfts- und Finanzpolitik zu bestimmen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

In den Konzernabschluss der WashTec AG sind zum 31. Dezember 2012 neben der Muttergesellschaft folgende Konzernunternehmen konsolidiert:

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Konsolidierte Unternehmen Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital 31.12.12

in T€
Gewinn/Verlust für 2012

in T€
Inländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec Cleaning Technology GmbH, Augsburg 100 29.846 0
WashTec Holding GmbH, Augsburg 100 93.159 831
WashTec Carwash Operations GmbH, Augsburg2) 100 51 0
WashTec Financial Services GmbH, Augsburg1) 100 62 0
AUWA-Chemie GmbH, Augsburg2) 100 537 0
Ausländische Beteiligungsgesellschaften
WashTec France S.A.S., St. Jean de Braye, Frankreich 100 1.474 346
Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA 100 4.651 390
WashTec S.r.l., Casale, Italien 100 261 -4.679
WashTec UK Ltd., Great Dunmow, Großbritannien 100 1.820 280
California Kleindienst Limited, Wokingham, Großbritannien5) 100 0 0
WashTec A/S, Hedehusene, Dänemark4) 100 2.585 906
WashTec Cleaning Technology GmbH, Wien, Österreich 100 733 61
WashTec Spain S.A., Madrid, Spanien 100 359 -460
WashTec Car Cleaning Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China 100 -150 -88
WashTec Cleaning Technology s.r.o., Nyrany, Tschechische Republik 100 1.817 -248
WTMVII Cleaning Technologies Canada Inc., Grimsby, Ontario, Kanada6) 100 -6.934 -556
WashTec Australia Pty Ltd., Sydney, Australien 100 228 639
WashTec Cleaning Technology Espana S.A., Bilbao, Spanien5) 100 1 0
WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande3) 100 2.433 446
WashTec Nordics AB, Bollebygd, Schweden 100 -444 -8
WashTec Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100 -28 -33

1) Ergebnisübernahme durch die WashTec Holding GmbH

2) Ergebnisübernahme durch die WashTec AG

3) Teilkonzern mit Benelux Carwash Management B.V., Zoetermeer, NL,WashTec Benelux Administratie B.V., Zoetermeer, NL und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, NL enthalten sind.

4) inkl. Betriebstätte Norwegen

5) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

6) indirekte Beteiligung über Mark VII Equipment Inc., Arvada, USA

4. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Bilanzierungsentscheidungen

In bestimmten Fällen wird die Anwendung schätz- und prämissensensitiver Bilanzierungsgrundsätze notwendig. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund aktueller Kenntnisse von Sachverhalten, die sich von Natur aus durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Die Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, Bemessung der Rückstellungen und die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern sowie Annahmen zu zukünftigen Zahlungsströmen und Abzinsungssätzen. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu wesentlichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

4.1 Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- und Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Die Bewertung des Veräußerungspreises abzüglich Veräußerungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten erfolgt anhand der Discounted-Cashflow-Methode. Hierbei werden die künftigen Cashflows und die Entwicklung der Zinsen anhand geeigneter Business- und Marktinformationen geschätzt und ein angemessener Abzinsungssatz gewählt, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 5.2 verwiesen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Die Schätzungen des Managements beziehen sich auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens sowie den erwarteten Eintrittszeitpunkt. Weitere Einzelheiten sind unter der Anhangangabe 18 zu den latenten Steuern zu finden.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie Altersteilzeitleistungen

Der Aufwand aus Pensions- sowie Altersteilzeitverpflichtungen wird anhand von versicherungs-mathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Details werden hierzu bei den Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeit dargestellt.

Rückstellungen

Insbesondere Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen für belastende Verträge (loss contracts) werden auf Grundlage von Erwartungen sowie der geplanten Maßnahmen gebildet. Die tatsächlich entstehenden Kosten unterliegen Unsicherheiten, da sie vom Eintritt der zugrunde gelegten Prämissen abhängig sind.

4.2 Wesentliche Bilanzierungsentscheidungen

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 5.2 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Rückkaufverpflichtungen (Buy-back-Verträge)

Die WashTec Gruppe verkauft Waschanlagen z.T. über Leasinggesellschaften an Großkunden. Dabei garantiert die WashTec Gruppe bei Bedarf den Rückkauf der Waschanlage am Ende der Leasinglaufzeit zu einem im Voraus vereinbarten Restkaufpreis.

Die Berechnung der Rückstellung bedingt eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob die Anlage am Ende der Leasinglaufzeit zurückgekauft werden muss.

Die WashTec Gruppe realisiert die Erlöse im Zeitpunkt des Verkaufs an die Leasinggesellschaft, da zu diesem Zeitpunkt sowohl der wirtschaftliche Nutzen als auch die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind.

5. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen, soweit im Folgenden nichts anderes angegeben ist, grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

5.1 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt.

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■ IAS 1 Änderung des IAS 1 - Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses
■ IAS 19 Änderung des IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer - vorzeitige Anwendung im Geschäftsjahr 2012
■ IFRS 7 Änderungen des IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben - Transfer von finanziellen Vermögenswerten
■ IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
■ IFRS Verbesserungen an den IFRS 2009-2011

Die Effekte, die durch die vorzeitige Anwendung des IAS 19 im Geschäftsjahr 2012 entstehen, sind in Punkt 7 dargestellt. Die von den Standards anderen angesprochenen Sachverhalte sind für die WashTec Gruppe derzeit nicht relevant.

Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgelistete Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2012 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die WashTec Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

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■ IAS 12 Änderungen des IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte
■ IAS 27 neue Fassung des IAS 27 - Einzelabschlüsse
■ IAS 28 neue Fassung des IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
■ IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
■ IFRS 1 Änderungen des IFRS 1 - Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender
■ IFRS 1 Erstmalige Änderung der IFRS - Darlehen der öffentlichen Hand
■ IFRS 7 Änderungen des IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
■ IFRS 9 Finanzinstrumente und Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7, Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang
■ IFRS 10 Konzernabschlüsse
■ IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
■ IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
■ IFRS 13 Bewertung mit dem beizuliegenden Zeitwert
■ IFRS 10-12 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarung und IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen -Übergangsregelungen
■ IFRS 10, 12 und IAS 27 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen und IAS 27 Einzelabschlüsse - Investmentgesellschaften
■ IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau

Die von den Standards IAS 12, IAS 27, IAS 28, IAS 32, IFRS 1, IFRS 11, IFRS 12, IFRS 13 und IFRIC 20 angesprochenen Sachverhalte sind für die WashTec Gruppe derzeit nicht relevant. Die übrigen Standards haben derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe bzw. führen zu erweiterten Anhangangaben.

5.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb und aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die funktionale Währung der ausländischen Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung.

Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen, mit einer anderen funktionalen Währung als Euro, zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres.

Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als separater Bestandteil im Eigenkapital erfasst.

Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen einbezogen (IAS 16). Nur soweit ein qualifizierter Vermögenswert vorliegt, werden Zinsen einbezogen. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagen werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

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Anlagen Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre
Finanzierungsleasing 6 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert.

Hierfür sind die Anschaffungskosten zu ermitteln. Die Anschaffungskosten umfassen den beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Sämtliche akquisitionsbezogenen Kosten werden als Aufwand erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens bemessen.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten erworbene Patente, Technologien und aktivierte Entwicklungskosten sowie Lizenzen.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

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Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Erworbene Patente und Technologien 8 Jahre
Lizenzen und Software 3 bis 8 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 6 bis 8 Jahre

Erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert. In der Berichtsperiode verfügte der Konzern ausschließlich über Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode und der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten)

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten (im Wesentlichen Personalaufwand) sowie anteilige Gemeinkosten. Diese werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Während der Entwicklungsphase, in der die Nutzungsdauer unbestimmt ist, wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen; es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird im Periodenergebnis erfasst.

Für bestimmte Vermögenswerte sind zusätzlich folgende Kriterien zu berücksichtigen:

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird regelmäßig für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige Cash Generating Unit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die Cash Generating Units entsprechen bei der WashTec Gruppe den gemäß IFRS ermittelten operativen Segmenten. Sie teilen sich auf in die Regionen »Kerneuropa«, »Emerging Europe«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik«.

Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit nach Abschluss des Planungsprozesses vor.

Finanzielle Vermögenswerte

Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Im Geschäftsjahr verfügte der Konzern lediglich über finanzielle Vermögenswerte der Kategorien »Kredite und Forderungen« in Form von Forderungen und »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte«.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Fortgeführte Anschaffungskosten

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertberichtigungen und unter Berücksichtigung von Disagien und Agien beim Erwerb ermittelt und beinhalten Transaktionskosten und Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes sind.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts, d.h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswerts darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen. Die Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder als »erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« oder als »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« klassifiziert.

Im Geschäftsjahr verfügte der Konzern lediglich über finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorien »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet«.

Verzinsliche Darlehen

Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn vertragliche Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Originäre Finanzinstrumente

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente- umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankdarlehen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen und Finanzierungs-Leasingverhältnisse. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel umfassen den Kassenbestand und Bankguthaben mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt und umfasst auch die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Zinsswapkontrakten wird unter Bezugnahme auf die Marktwerte ähnlicher Instrumente ermittelt.

Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Schuld oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt;
als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann; oder
als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -Strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahin gehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedges)

Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Wird mit dem Eintritt der vorgesehenen Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, verbleiben die bislang im Eigenkapital erfassten Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorgesehene Transaktion oder feste Verpflichtung eingetreten ist.

Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net Investment Hedge)

Absicherungen von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb werden wie die Absicherung von Cashflow Hedges behandelt.

Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts des eingesetzten Sicherungsinstruments wird gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition direkt im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Erst mit dem Abgang (Veräußerung oder Liquidation) des ausländischen Geschäftsbetriebs werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

Das Vorratsvermögen wird wie folgt bewertet:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: Anschaffungskosten bei Anwendung der gleitenden Durchschnittsmethode,
Fertige und unfertige Erzeugnisse: Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten, basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.

Eigene Anteile

Die WashTec AG erwirbt eigene Anteile; diese werden in Höhe der Anschaffungskosten in einem Betrag direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Ist der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der, sofern im Einzelfall erforderlich, die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst. Die Auflösungen der Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie gebildet wurden.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet (IAS 19). Nach dieser Methode werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Entsprechend IAS 19 wurden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar und in voller Höhe im Eigenkapital erfasst. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 28 dargestellt.

Die Rückstellungen betreffen vor allem die WashTec Cleaning Technology GmbH und WashTec Holding GmbH, Augsburg und werden für Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Entsprechend der Versorgungsordnung werden Altersrente (ab 63 Jahre), vorzeitige Altersrente und Invalidenrente gewährt. Voraussetzung für die Leistung ist eine Dienstzeit von 10 Jahren, wobei Dienstjahre frühestens ab dem 30. Lebensjahr berücksichtigt werden. Die monatliche Altersrente ergibt sich aus einem Fixbetrag, multipliziert mit der Anzahl der anrechnungsfähigen Dienstjahre. Darüber hinaus kommen einzelvertragliche Regelungen zur Anwendung.

Risiken aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lebenserwartung der Pensionsberechtigten, welche zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung führt.

Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen

Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. Blockmodell. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge).

Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wird gem. IAS 19 (revised) während der Arbeitsphase ratierlich zurückgestellt (siehe hierzu auch Anhangangabe 7). In Vorjahren wurden die sog. Aufstockungsbeträge unmittelbar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst.

Umsatzabgrenzung

Die Umsatzabgrenzung dient der periodengerechten Ertragsverteilung von im Wesentlichen Umsatzerlösen aus Wartungsverträgen und Garantieverlängerungen.

Leasingverhältnisse

Von der WashTec gefertigte Maschinen werden an eine Leasinggesellschaft veräußert und von der WashTec Gruppe zurückgeleast, die sie ihrerseits Kunden, insbesondere große Betreibergruppen oder Mineralölgesellschaften, im Rahmen des Betreibermodells gegen waschzahlenabhängige Vergütung bereitstellt. Die Verträge zwischen der Leasinggesellschaft und WashTec werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing behandelt, da die WashTec Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken trägt. Weitere Finanzierungsleasingverträge betreffen Kraftfahrzeuge. Zum Jahresende beträgt der Buchwert T€ 5.

In der Regel sind die Lease-Back-Verträge mit einer Laufzeit von ca. 5-7 Jahren ausgestattet, während die Verträge der WashTec Gruppe mit ihren Kunden eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren haben. Die Gewinne aus dem Verkauf werden über die Laufzeit des Leasingvertrages abgegrenzt.

Die auf Maschinen bezogenen Sale-and-Lease-Back Verträge haben in der Regel eine Kaufoption am Ende der Laufzeit sowie die Möglichkeit zur Vertragsverlängerung. Preisanpassungen sind während der Laufzeit nicht möglich.

Ist die WashTec Gruppe Finanzierungs-Leasingnehmer erfolgt die Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, angesetzt. Leasingzahlungen werden derart in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst.

Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz sowie auf steuerliche Verlustvorträge.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der:

latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und der
latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass das zu versteuernde Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:

Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzernbilanz unter Forderungen bzw. Schulden erfasst.

Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zu bemessen. Rabatte, Skonti sowie Umsatzsteuern und andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

Umsätze aus dem Verkauf von Maschinen, Zubehör, Waren und Dienstleistungen sind realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist bzw. die maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Dies ist in der Regel bei Abnahme bzw. Versand oder Abholung von Fertigerzeugnissen oder Waren der Fall.
Erträge aus Wartungsverträgen werden erfasst, wenn die Leistung erbracht ist.
Umsätze aus dem Rentgeschäft werden erst mit der Ausführung der jeweiligen Autowäsche realisiert, auch wenn die Waschanlage zuerst an eine externe Leasinggesellschaft veräußert wurde, da dieser Verkauf gemäß IAS 17 als »Sale and Lease-back« Transaktion behandelt wird.
Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung der Effektivzinsmethode, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich gemäß IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien.

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, zuzüglich der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der Stammaktien, welche sich aus der Umwandlung aller potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergeben würden, geteilt.

Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von operativen Segmenten, auf dem »Management Approach«. Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisation- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an die »Chief Operating Decision Maker« (Vorstand). IFRS 8 verlangt von den Unternehmen eine Berichterstattung über finanzielle und beschreibende Informationen bezüglich ihrer berichtspflichtigen Segmente. Soweit die Zusammenfassungskriterien erfüllt sind, werden operative Segmente zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.

Die Segmentierung nach dem Management Approach erfolgt bei der WashTec Gruppe nach Vertriebsgebieten.

Als Vetriebsgebiete sind die Regionen »Kerneuropa«, »Emerging Europe«, »Nordamerika« und »Asien/Pazifik« definiert.

Die Steuerung der einzelnen Segmente erfolgt auf Basis des erzielten Betriebsergebnisses.

Die Segmentergebnisse ergeben sich aus den direkt zuordenbaren Erträgen und Aufwendungen sowie aus Umlagen bereichsübergreifender Funktionen. Die Summe der berichtspflichtigen Segmente entspricht nach Konsolidierungen dem Konzernergebnis.

Ein geografisches Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Unternehmens, die Produkte oder Dienstleistungen innerhalb eines spezifischen, wirtschaftlichen Umfeldes anbietet oder erbringt, und die Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von Teilaktivitäten, die in anderen wirtschaftlichen Umfeldern tätig sind, unterscheiden.

Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Segmentvermögen und Segmentschulden beinhalten die Vermögenswerte und Schulden, die von einem Segment für dessen betriebliche Tätigkeit genutzt werden. Die Bilanzpositionen werden, wenn möglich, direkt dem Segmentvermögen und Segmentschulden zugeordnet.

Ist eine direkte Zuordnung nicht möglich, erfolgt die Umlage anhand von Umlageschlüsseln.

Die Verrechnungspreise mit den einzelnen Konzernunternehmen werden nach dem »arm's length« Prinzip vorgenommen und halten dem Drittvergleich stand. Sie tragen gleichzeitig den marktspezifischen und wirtschaftlichen Anforderungen in den einzelnen Regionen Rechnung.

6. Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse im Jahr 2011

Im Bereich der Waschchemie hat WashTec Benelux B.V., Zoetermeer, Niederlande, mit Wirkung zum 1. April 2011 einen Kaufvertrag über ausgewählte Vermögensgegenstände, insbesondere den Kundenstamm, abgeschlossen sowie einen Vertriebsmitarbeiter des ehemaligen Händlers für Waschchemie - Shop Service Center B.V. - übernommen. WashTec sichert damit die zukünftige Versorgung und Betreuung aller lokalen Kunden für Auwa-Waschchemie durch die Tochtergesellschaft von WashTec in den Niederlanden.

Der Kaufpreis für den Unternehmenserwerb liegt unterhalb von Mio. € 0,5. Er beinhaltet eine variable Komponente. Es wurden im Wesentlichen Due Diligence-Prüfungen für wirtschaftliche Risiken durchgeführt.

Zudem hat WashTec im April einen Vertrag zum Erwerb der wesentlichen Vermögenswerte der »Carwash«-Sparte des früheren Ceccato-Händlers und zweitgrößten Marktteilnehmers in Spanien, Barin SA., unterzeichnet. Durch diesen Schritt wird WashTec zum zweitgrößten Anbieter auf dem spanischen Markt. Barin war aufgrund der schwierigen Marktsituation in Spanien in finanzielle Schwierigkeiten geraten und musste Ende 2010 Insolvenz anmelden. WashTec hat sich daher entschieden, diese Gelegenheit zum Ausbau der Marktposition in Spanien, trotz des dort weiter vorherrschenden schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, zu nutzen. WashTec erwartet, dass sich aus der Zusammenführung der beiden Organisationen positive Synergieeffekte ergeben werden.

Als Kaufpreis wurde ein Betrag von ca. Mio. € 0,7 vereinbart, der den Kundenstamm sowie einige Vorräte abdeckt. Darüber hinaus sind wesentliche Mitarbeiter auf WashTec übergegangen. Der Kaufpreis beinhaltet einen Einbehalt gegenüber dem Verkäufer. Im Berichtsjahr wurde die variable Kaufpreiskomponente i. H. v. Mio. € 0,2 sowie Vermögenswerte in annähernd gleicher Höhe erfolgswirksam ausgebucht, da die Ziele für den Earn-out nicht erreicht wurden bzw. es unwahrscheinlich ist, dass diese erreicht werden.

Im Zusammenhang mit den Akquisitionen fielen insgesamt T€ 52 Anschaffungsnebenkosten an, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wurden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die vorläufigen Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der oben genannten Gesellschaften zum Übernahmestichtag:

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in Mio. € Zeitwert Buchwert
Vorräte 0,2 0,2
Immaterielle Vermögenswerte 1,0 0,0

7. Korrekturen nach IAS 8

Die WashTec Gruppe wendet den geänderten IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer - bereits vorzeitig im Geschäftsjahr 2012 an. Die vorzeitige Anwendung betrifft die Bilanzierung der Altersteilzeitrückstellungen sowie erweiterte Anhangangaben zu den Pensionsrückstellungen. Details zur Altersteilzeitrückstellungsbilanzierung enthält die Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß IAS 8.19 ist bei einer Änderung einer Bilanzierungs- oder Bewertungsmethode, diese Änderung retrospektiv anzuwenden.

Die retrospektive Anwendung fordert die Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte jeder betroffenen Eigenkapitalkomponente der frühesten dargestellten Vorperiode sowie der sonstigen angegebenen Vergleichswerte für jede dargestellte Vorperiode so, als wäre die neue Bilanzierungs- bzw. Bewertungsmethode schon immer angewendet worden [IAS 8.22].

Die Buchungen lassen sich den folgenden Positionen zuordnen:

Ergebnisvortrag: per 01.01.2011 Verbesserung i. H. v. T€ 227, Verminderung der sonstigen langfristigen Rückstellungen um T€ 328 und Erhöhung der passiven latenten Steuern um T€ 101

Ergebnisvortrag: per 31.12.2011 Verbesserung i.H. v. T€ 142, Verminderung der sonstigen langfristigen Rückstellungen um T€ 205 und Erhöhung der passiven latenten Steuern um T€ 63

Personalaufwand: Aufwand i.H.v. T€ 123 für das Kalenderjahr 2011 und Erhöhung der sonstigen langfristigen Rückstellungen

Ertragsteueraufwand: Ertrag i.H.v. T€ 38 für das Kalenderjahr 2011 und Verminderung der passiven latenten Steuern

Einen Überblick über die Auswirkungen der Korrekturen geben die folgenden Tabellen 1 bis 3.

Tabelle 1 Korrektur der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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in € 01.01. bis 31.12.2011 bisher ausgewiesen Korrekturen IAS 8 01.01. bis 31.12.2011 angepasst
Umsatzerlöse 293.262.274 293.262.274
Sonstige betriebliche Erträge 4.836.273 4.836.273
Andere aktivierte Entwicklungskosten 1.383.577 1.383.577
Bestandsveränderung 493.059 493.059
Gesamt 299.975.183 0 299.975.183
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 105.955.214 105.955.214
Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.447.364 21.447.364
127.402.578 0 127.402.578
Personalaufwand 104.474.580 123.129 104.597.709
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Goodwill und Sachanlagen 29.527.743 29.527.743
Sonstige betriebliche Aufwendungen 47.944.911 47.944.911
Sonstige Steuern 854.811 854.811
Gesamte betriebliche Aufwendungen 310.204.623 123.129 310.327.752
Betriebsergebnis -10.229.440 -123.129 -10.352.569
Finanzertrag 172.986 172.986
Finanzaufwand 1.724.797 1.724.797
Finanzergebnis -1.551.811 -1.551.811
Ergebnis vor Steuern -11.781.251 -123.129 -11.904.380
Ertragsteueraufwand -2.735.009 37.801 -2.697.208
Konzernergebnis -14.516.260 -85.328 -14.601.588
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.976.970 13.976.970
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) -1,04 -1,04

Tabelle 2 Korrektur der Konzernbilanz 31. Dezember 2011

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Passiva

in €
01.01.2011 bisher ausgewiesen Korrekturen IAS 8 01.01.2011 angepasst 31.12.2011 bisher ausgewiesen Korrekturen IAS 8 31.12.2011 angepasst
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 40.000.000 40.000.000 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 12.000.000 12.000.000 12.000.000 12.000.000
Kapitalrücklage 36.463.441 36.463.441 36.463.441 36.463.441
Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte -2.116.221 -2.116.221 -2.471.897 -2.471.897
Ergebnisvortrag 9.235.334 227.436 9.462.770 15.678.970 227.436 15.906.406
Konzernergebnis 10.776.497 10.776.497 -14.516.260 -85.328 -14.601.588
94.359.051 227.436 94.586.487 75.154.254 142.108 75.296.362
Langfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 276.582 276.582 18.953.013 18.953.013
Finanzierungsleasingschulden 6.617.302 6.617.302 5.251.755 5.251.755
Rückstellungen für Pensionen 7.013.238 7.013.238 7.307.188 7.307.188
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 47.000 47.000
Sonstige langfristige Rückstellungen 3.693.291 -328.190 3.365.101 5.003.177 -205.062 4.798.115
Sonstige langfristige Schulden 1.540.501 1.540.501 1.808.373 1.808.373
Umsatzabgrenzung 698.988 698.988 860.671 860.671
Passive latente Steuern 4.551.105 100.754 4.651.859 2.998.024 62.954 3.060.978
Gesamte langfristige Schulden 24.438.007 -227.436 24.210.571 42.182.201 -142.108 42.040.093
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 32.427.648 32.427.648 2.294.388 2.294.388
Finanzierungsleasingschulden 2.560.143 2.560.143 2.499.054 2.499.054
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.968.064 7.968.064 4.175.186 4.175.186
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 9.478.523 9.478.523 9.940.581 9.940.581
Schulden aus Steuern und Abgaben 3.321.152 3.321.152 4.207.868 4.207.868
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 815.887 815.887 901.168 901.168
Ertragsteuerschulden 1.711.785 1.711.785 4.264.330 4.264.330
Sonstige kurzfristige Schulden 20.631.733 20.631.733 23.935.498 23.935.498
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 9.884.854 9.884.854 15.920.176 15.920.176
Umsatzabgrenzung 9.486.534 9.486.534 9.529.983 9.529.983
Gesamte kurzfristige Schulden 98.286.323 0 98.286.323 77.668.232 0 77.668.232
Gesamte Passiva 217.083.381 0 217.083.381 195.004.687 0 195.004.687

Tabelle 3 Korrektur der Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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in T€ 01.01. bis 31.12.2011 bisher ausgewiesen Korrekturen IAS 8 01.01. bis 31.12.2011 angepasst
Ergebnis vor Steuern -11.781 -123 -11.904
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.528 29.528
Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -112 -112
Sonstige Gewinne und Verluste -155 -155
Finanzerträge -173 -173
Finanzaufwendungen 1.725 1.725
Veränderung der Rückstellungen 7.188 123 7.311
Veränderung des Nettoumlaufvermögens: 0
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -6.916 -6.916
Zu-/Abnahme der Vorräte -1.375 -1.375
Zu-/Abnahme der Schulden aus Lieferungen und Leistungen 255 255
Veränderung übriges Netto-Umlaufvermögen -329 -329
Gezahlte Ertragsteuer -677 -677
mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 17.178 0 17.178
Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne Finanzierungsleasing) -8.025 -8.025
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 549 549
Auszahlungen für Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbene Zahlungsmittel -1.286 -1.286
mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -8.762 0 -8.762
Aufnahme langfristiger Kredite 19.000 19.000
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute -31.293 -31.293
Gezahlte Dividende -4.333 -4.333
Erhaltene Zinsen 148 148
Gezahlte Zinsen -1.362 -1.362
Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -2.487 -2.487
mittelzu-/ abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -20.327 0 -20.327
Nettozu-/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -11.912 -11.912
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -640 -640
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 15.155 15.155
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2.603 2.603
Zusammensetzung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente für Cashflow-Zwecke:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.603 4.603
Kurzfristige verzinsliche Darlehen -2.000 -2.000
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2.603 2.603

Bei nicht vorzeitiger Anwendung des IAS 19 würden sich in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Konzernbilanz die folgenden Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2012 ergeben:

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in € 01.01. bis 31.12.2012 IAS 19 mit vorzeitiger Anwendung Korrekturen IAS 19 ohne vorzeitige Anwendung 01.01. bis 31.12.2012 IAS 19 ohne vorzeitige Anwendung
Umsatzerlöse 301.535.828 301.535.828
Sonstige betriebliche Erträge 4.301.361 4.301.361
Andere aktivierte Entwicklungskosten 1.427.105 1.427.105
Bestandsveränderung 792.996 792.996
Gesamt 308.057.290 0 308.057.290
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 103.950.751 103.950.751
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.982.988 22.982.988
126.933.739 0 126.933.739
Personalaufwand 100.210.784 947.268 101.158.052
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.986.095 9.986.095
Sonstige betriebliche Aufwendungen 50.419.930 50.419.930
Sonstige Steuern 1.306.716 1.306.716
Gesamte betriebliche Aufwendungen 288.857.263 947.268 289.804.532
Betriebsergebnis 19.200.027 -947.268 18.252.758
Finanzertrag 95.390 95.390
Finanzaufwand 2.812.175 2.812.175
Finanzergebnis -2.716.785 0 -2.716.785
Ergebnis vor Steuern 16.483.242 -947.268 15.535.973
Ertragsteueraufwand -6.433.107 290.811 -6.142.296
Konzernergebnis 10.050.135 -656.457 9.393.677
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.962.989 13.962.989
Ergebnis je Aktie (unverwässert entspricht verwässert) 0,72 0,67

Konzernbilanz - Passiva

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in € 31.12.2012 IAS 19 mit vorzeitiger Anwendung Korrekturen IAS 19 ohne vorzeitige Anwendung 31.12.2012 IAS 19 ohne vorzeitige Anwendung
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 40.000.000 40.000.000
Bedingtes Kapital 12.000.000 12.000.000
Kapitalrücklage 36.463.441 36.463.441
Eigene Anteile -431.021 -431.021
Sonstige Rücklagen und Wahrungskurseffekte -2.943.154 -2.943.154
Ergebnisvortrag 1.304.817 -142.108 1.162.709
Konzernergebnis 10.050.135 -656.457 9.393.678
84.444.218 -798.565 83.645.653
Langfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 5.021.125 5.021.125
Finanzierungsleasingschulden 4.434.259 4.434.259
Rückstellungen für Pensionen 8.876.236 8.876.236
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 109.392 109.392
Sonstige langfristige Rückstellungen 3.746.019 1.152.330 4.898.349
Sonstige langfristige Schulden 1.425.801 1.425.801
Umsatzabgrenzung 739.938 739.938
Passive latente Steuern 2.991.965 -353.765 2.638.200
Gesamte langfristige Schulden 27.344.735 798.565 28.143.300
Kurzfristige Schulden
Verzinsliche Darlehen 242.026 242.026
Finanzierungsleasingschulden 2.412.581 2.412.581
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.746.785 7.746.785
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 6.573.095 6.573.095
Schulden aus Steuern und Abgaben 5.651.259 5.651.259
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 927.168 927.168
Ertragsteuerschulden 2.169.914 2.169.914
Sonstige kurzfristige Schulden 25.031.429 25.031.429
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 13.000.991 13.000.991
Umsatzabgrenzung 8.062.066 8.062.066
Gesamte kurzfristige Schulden 71.817.314 0 71.817.314
Gesamte Passiva 183.606.267 0 183.606.267

8. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

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Nach Segmenten 2012

in T€
Kerneuropa Emerging Europe Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 246.495 13.743 44.913** 11.880 -15.496 301.536
davon mit Dritten 231.867 13.712 44.488 11.880 -411 301.536
davon mit anderen Segmenten 14.629 32 425 -1 -15.084 0
Betriebsergebnis 19.250 758 -174 -663 29 19.200
Finanzertrag 95
Finanzaufwand -2.812
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 16.483
Ertragsteueraufwand -6.433
Konzernergebnis 10.050
Segmentvermögen 165.765 1.780 15.191 4.143 -13.406 173.473
Segmentschulden 69.638 291 6.825 4.892 -1.362 80.284
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 5.750 810 237 224 0 7.021
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -8.790 -487 -378 -331 0 -9.986

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Nach Segmenten 2011*in T€ Kerneuropa Emerging Europe Nordamerika Asien/Pazifik Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse 244.485 11.379 38.836** 11.673 -13.111 293.262
davon mit Dritten 233.155 11.357 37.910 11.673 -833 293.262
davon mit anderen Segmenten 11.330 23 926 0 -12.279 0
Betriebsergebnis 17.886 1.068 -29.910 746 -142 -10.352
Finanzertrag 173
Finanzaufwand -1.725
Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit -11.904
Ertragsteueraufwand -2.697
Konzernergebnis -14.601
Segmentvermögen 167.208 3.725 17.676 4.640 -10.372 182.877
Segmentschulden 68.477 206 15.370 3.967 -6.214 81.806
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 11.130 1.010 153 323 0 12.616
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -8.807 -402 -939 -300 0 -10.448
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 0 0 -19.079 0 0 -19.079

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

** Die Umsatzerlöse für Nordamerika betrugen in 2012 T$ 57.452 (Vorjahr: T$ 54.338)

Überleitung Segmentvermögen und Segmentschulden

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in T€ 2012 2011
Segmentvermögen 173.473 182.877
Aktive latente Steuern 5.916 7.140
Steuerforderungen 286 270
Zahlungsmittel und -äquivalente 3.771 4.603
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 159 115
Konzernbilanzsumme 183.606 195.005

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in T€ 2012 2011*
Segmentschulden 80.284 81.806
Passive latente Steuern 2.992 2.998
Ertragsteuerschulden 2.170 4.264
Langfristige verzinsliche Darlehen 5.021 18.953
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 242 2.294
Finanzierungsleasingschulden 6.847 7.751
Derivative finanzielle Instrumente 1.606 1.643
Konzernfremdkapital 99.162 119.709
Eigenkapital 84.444 75.296
Konzernbilanzsumme 183.606 195.005

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Produkte:

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in Mio. € 2012 2011 Veränderung
Neu- und Gebrauchtmaschinen 170,0 168,7 1,3
Ersatzteile, Service 90,1 88,9 1,2
Chemie 29,8 24,3 5,5
Vermietung, Zubehör und Sonstiges 11,6 11,4 0,2
Gesamt 301,5 293,3 8,2

Die Konzern-Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen erzielt:

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in Mio. € 2012 2011 Veränderung
Deutschland 100,9 102,9 -2,0
Übriges Europa 143,2 139,3 3,9
davon Frankreich 43,0 44,4 -1,4
Nordamerika 44,4 37,9 6,5
Übrige Länder1) 13,0 13,2 -0,2
Gesamt 301,5 293,3 8,2

1) Vor allem Asien und Australien

Die Konzern-Vermögenswerte gliedern sich innerhalb unserer Geschäftsbereiche in folgende Regionen:

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2012

in T€
Deutschland Übriges Kerneuropa Emerging Europe Nordamerika Asien/ Pazifik Konzern
Buchwert Sachanlagen 27.308 6.438 2.616 617 519 37.498
Investitionen Sachanlagen 1.515 2.532 810 237 219 5.313
Buchwert immaterielle Vermögenswerte 45.161 6.013 0 0 117 51.291
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 1.687 16 0 0 5 1.708

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2011

in T€
Deutschland Übriges Kerneuropa Emerging Europe Nordamerika Asien/ Pazifik Konzern
Buchwert Sachanlagen 31.179 6.650 2.233 789 609 41.460
Investitionen Sachanlagen 3.572 2.492 1.010 132 277 7.483
Buchwert immaterielle Vermögenswerte 44.743 6.755 3 0 132 51.633
Investitionen immaterielle Vermögenswerte 1.796 3.270 0 21 46 5.133

In den übrigen Ländern verfügt der Konzern über kein Vermögen, da keine eigenen Vertriebsgesellschaften bestehen. Die Umsätze mit übrigen Ländern werden durch Exporte an unabhängige Händler generiert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. T€ 4.301 (Vorjahr: T€ 4.836) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursdifferenzen i. H. v. T€ 921 (Vorjahr. T€ 1.304), Erträge aus Ertragsabgrenzungen aus Betreibermodellen i. H. v. T€ 1.687 (Vorjahr: T€ 1.462), Erträge aus Schrottverkäufen i.H.v. T€ 584 (Vorjahr: T€ 779) sowie Erträge aus der Veräußerung von erworbenen Fahrzeugen und aus dem Verkauf von anderen Sachanlagen i. H. v. T€ 217 (Vorjahr: T€ 168).

10. Personalaufwand

Der erfasste Personalaufwand stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2012 2011*
Löhne und Gehälter 84.441 89.530
Sozialversicherungsbeiträge 8.094 7.649
Aufwendungen für Altersversorgung und Altersteilzeit 1.641 1.675
Aufwendungen Arbeitgeber-Anteil für gesetzliche und freiwillige Rentenversicherung (beitragsorientiert) 6.035 5.744
Gesamt 100.211 104.598

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 Konzernanhang

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionen stellt sich wie folgt dar:

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Mitarbeiterzahl 2012 2011 Veränderung
Vertrieb und Service 1.011 1.035 -24
Produktion, Technik und Entwicklung 484 481 3
Finanzen und Verwaltung 155 144 11
Summe 1.650 1.660 -10

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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in T€ 2012 2011
Kraftfahrzeugkosten 10.753 9.951
Reisekosten 5.135 5.022
Mieten/Operating Leasing ohne Kfz 3.551 3.360
Rechts- und Beratungskosten 3.295 3.185
Instandhaltung/Reparaturen 3.047 3.126
Werbung und Messekosten 2.856 2.400
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen 2.609 588
Zeitarbeitskräfte 2.383 2.681
Kommunikationskosten 2.340 2.288
Operating Leasing KFZ 1.971 2.140
Kosten Datenverarbeitung 1.858 2.210
Wechselkursdifferenzen 1.134 1.024
Fort- und Weiterbildungskosten 1.099 883
Versicherungen 1.035 779
Honorare, Lizenzen und Entwicklungskosten 818 528
Bürobedarf 587 588
Aufwendungen für eigene Patente und Schutzrechte 502 355
Produkthaftpflicht 377 425
Öffentlichkeitsarbeit 324 272
Bankgebühren 299 323
Verlust Anlagenabgänge 44 27
Verschiedene Verwaltungskosten/sonstige Kosten 4.403 5.790
Gesamt 50.420 47.945

Honorar des Abschlussprüfers

Im Berichtsjahr entstand folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München):

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in T€ 2012 2011
Abschlussprüfungsleistungen 278 238
Andere Bestätigungsleistungen 27 49
Steuerberatungsleistungen 0 4
Sonstige Leistungen 60 68
Gesamt 365 359

12. Finanzergebnis

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in T€ 2012 2011
Erträge aus Bankzinsen und ähnliche Erträge 95 173
Finanzertrag 95 173
Verzinsliche Darlehen 512 860
Zinsswaps 1.326 165
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 408 496
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen 565 203
Finanzaufwand 2.812 1.725
Finanzergebnis -2.717 -1.552

Von den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind insgesamt T€ -982 (Vorjahr: T€ -1.237) den IAS 39 Kategorien »Kredite und Forderungen« (LaR) und »zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten« (FLAC) zuzuordnen.

13. Ertragsteueraufwand

Die Position betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern.

Folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem Konzernsteuersatz von 30,7% (Vorjahr 30,7%) multipliziert. Der effektive Steuersatz der WashTec Gruppe beträgt 39,0% (Vorjahr: -23,2%).

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in T€ 2012 2011*
Erwarteter Ertragsteueraufwand/-ertrag 5.061 -3.655
Steuerabweichungen infolge unterschiedlicher Steuersätze im Ausland 134 144
Nicht abziehbare Aufwendungen -243 4.193
Auswirkungen aus dem Nichtansatz v. latenten Steuerforderungen 1.832 2.113
Aktivierung/Abschreibung latenter Steuern auf Verlustvorträge -535 98
Auswirkung Nutzung Verlustvorträge aus nicht angesetzten latenten Steuern -129 0
Aufzinsung Körperschaftssteuerguthaben -5 -5
Quellensteuer 31 48
Sonstige 287 -237
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 6.433 2.697

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 Konzernanhang

Die Zusammensetzung des Steueraufwands ist wie folgt:

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in T€ 2012 2011*
Latenter Steueraufwand 1.469 -1.671
Tatsächlicher Steueraufwand 4.964 4.368
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.433 2.697

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 Konzernanhang

14. Ergebnis je Aktie

Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2012 und 2011:

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in T€ bzw. Stck. 2012 2011*
Konzernjahresergebnis 10.050 -14.602
Durchschnittliche gewichtete ausstehende Anzahl der Aktien 13.962.989 13.976.970
Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) 0,72 -1,04

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 Konzernanhang

Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Jahreshauptversammlung am 15. Mai 2013 für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende i. H. v. rund 40,0% des Jahresüberschusses (Mio. € 4,0) sowie eine Sonderdividende vorschlagen.

15. Sondereinflüsse

Im Berichtsjahr wurden positive Sondereinflüsse im Materialaufwand i.H.v. Mio. € 1,4, im Personalaufwand i.H.v. Mio. € 1,4 und im sonstigen betrieblichen Ertrag i.H.v. Mio. € 0,3 gebucht. Dem gegenüber stehen negative Sondereinflüsse im sonstigen betrieblichen Aufwand i.H.v. Mio. € 2,4.

Im Vorjahr wurden negative Sondereinflüsse von insgesamt Mio. € 5,4 im Personalaufwand, i.H.v. Mio. € 0,5 im sonstigen betrieblichen Aufwand, i.H.v. Mio. € 3,0 im Materialaufwand gebucht. Davon entfielen Mio. € 4,3 auf das initiierte Restrukturierungs- und Effizienzprogramm. Der restliche Betrag entfiel auf die Dotierung sonstiger Rückstellungen.

Zusätzlich wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte in Nordamerika i. H. v. Mio. € 19,1 vorgenommen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

16. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

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in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2011 41.216 23.056 15.619
Zugänge 692 3.596 1.582
Abgänge 26 1.108 1.678
Umbuchungen 18 863 77
Währungsumrechnungseffekte 57 28 69
31. Dezember 2011 41.957 26.435 15.668
Zugänge 561 1.043 1.438
Abgänge 1.249 1.116 490
Umbuchungen 35 1.287 66
Währungsumrechnungseffekte 8 54 7
31. Dezember 2012 41.312 27.704 16.689
Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2011 21.486 14.144 12.090
Abschreibung des Jahres 1.519 2.120 1.660
Abgänge 17 1.090 1.345
Umbuchungen 0 563 0
Währungsumrechnungseffekte 55 46 -195
31. Dezember 2011 23.043 15.782 12.210
Abschreibung des Jahres 1.510 2.374 1.702
Abgänge 194 797 384
Umbuchungen 0 856 48
Währungsumrechnungseffekte 1 4 -57
Zuschreibungen 0 26 -2
31. Dezember 2012 24.361 18.245 13.518
Nettobuchwert
31. Dezember 2012 16.951 9.459 3.171
31. Dezember 2011 18.914 10.653 3.458
1. Januar 2011 19.730 8.912 3.529

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in T€ Finanzierungsleasing Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2011 16.259 42 96.192
Zugänge 1.343 271 7.483
Abgänge 834 0 3.647
Umbuchungen -795 -164 0
Währungsumrechnungseffekte 3 2 161
31. Dezember 2011 15.977 151 100.188
Zugänge 1.840 431 5.313
Abgänge 55 0 2.910
Umbuchungen -1.240 -136 12
Währungsumrechnungseffekte -1 1 70
31. Dezember 2012 16.522 446 102.673
Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2011 6.551 0 54.271
Abschreibung des Jahres 2.257 0 7.556
Abgänge 553 0 3.006
Umbuchungen -563 0 0
Währungsumrechnungseffekte 1 0 -93
31. Dezember 2011 7.693 0 58.728
Abschreibung des Jahres 2.302 0 7.887
Abgänge 56 0 1.430
Umbuchungen -892 0 12
Währungsumrechnungseffekte 6 0 -46
Zuschreibungen 0 0 23
31. Dezember 2012 9.051 0 65.175
Nettobuchwert
31. Dezember 2012 7.470 446 37.498
31. Dezember 2011 8.284 151 41.460
1. Januar 2011 9.708 42 41.921

Finanzierungsleasing

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Buchwerte

in T€
2012 2011
Waschanlagen Sale and Lease Back 7.465 8.243
Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 41
Gesamt 7.470 8.284

Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet Leasingverträge für Fahrzeuge. Sie haben i.d. R. eine Leasingdauer von 3-5 Jahren.

Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, wie z.B. aus dem Erwerb von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten, bestehen zum Stichtag nicht.

17. Immaterielle Vermögenswerte

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in T€ Entwicklungskosten selbsterstellt Lizenzen und Software erworben Patente, Technologien und sonstige immaterielle Vermögenswerte erworben Geschäfts- und Firmenwert Sonstige, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2011 10.279 9.013 3.658 80.897 1.693 105.540
Zugänge 51 400 21 19 1.395 1.885
Zugänge aus Unternehmenserwerb 0 0 3.241 0 0 3.241
Abgänge 0 1 4 0 37 43
Umbuchungen 0 544 0 0 -544 0
Währungsumrechnungseffekte 101 -1 63 502 8 672
31 Dezember 2011 10.430 9.955 6.979 81.417 2.515 111.297
Zugänge 52 269 3 0 1.384 1.708
Abgänge 0 72 0 0 0 71
Umbuchungen 932 0 -944 0 0 -12
Währungsumrechnungseffekte -62 2 54 -299 0 -306
31. Dezember 2012 11.352 10.154 6.093 81.118 3.899 112.617
Abschreibungen und Wertminderungen
1. Januar 2011 5.546 6,565 2.670 22.705 0 37.486
Abschreibung des Jahres 522 1.236 1.135 0 0 2.892
Wertminderung 2.559 0 126 16.394 0 19.079
Abgänge 0 0 -33 0 0 -33
Währungsumrechnungseffekte 104 1 64 4 0 174
31. Dezember 2011 8.731 7.801 4.029 39.103 0 59.664
Abschreibung des Jahres 614 673 811 0 0 2.099
Wertminderung 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 54 1 0 0 54
Umbuchungen 155 0 -167 0 0 -12
Währungsumrechnungseffekte -61 1 -14 -298 0 -372
31. Dezember 2012 9.439 8.422 4.660 38.805 0 61.326
Nettobuchwert
31. Dezember 2012 1.914 1.732 1.433 42.314 3.899 51.291
31. Dezember 2011 1.699 2.154 2.951 42.314 2.515 51.633
1. Januar 2011 4.732 2.447 989 58.192 1.693 68.054

Der Zugang der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau resultiert weitestgehend aus aktivierten Entwicklungskosten. Diese Entwicklungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen und wurden deshalb einem Impairmenttest zum Jahresende unterzogen, der zu keinem Wertberichtigungsbedarf führte.

Darüber hinaus sind T€ 818 (Vorjahr T€ 528) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die nicht aktiviert wurden, da die Kriterien zur Aktivierung gem. IAS 38 nicht erfüllt waren.

Geschäfts- und Firmenwert

Die gesamten Firmen- und Geschäftswerte mit einem Buchwert von T€ 42.314 (Vorjahr: T€ 42.314) werden den gemäß IFRS 8 ermittelten operativen Segmenten »Kerneuropa« i. H. v. T€ 41.601 (Vorjahr: T€ 41.601), »Emerging Europe« i.H.v. T€ 705 (Vorjahr: T€ 705), »Nordamerika« i. H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und »Asien/Pazifik« i. H. v. T€ 8 (Vorjahr: T€ 8) zugeordnet.

Die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte wird regelmäßig für die operativen Segmente auf Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts durchgeführt.

Basis für die Werthaltigkeitsprüfung gemäß der unter Abschnitt 5.2 dargestellten Vorgehensweise für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Mittelfristplanung 2013 bis 2017 auf Konzernebene.

Der Mittelfristplanung liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zugrunde, die auf der langjährigen Erfahrung des Managements sowie auf den mittelfristigen Strategien für die einzelnen Märkte basieren. Weitergehende Informationen standen dem Management durch externe Marktstudien zur Verfügung. Die Kernannahmen lassen sich wie folgt darstellen:

Umsatzsteigerung durchschnittlich zwischen 3% und 7% p.a. in einzelnen Regionen bis zu 28%
Kostensteigerungen von 2-3 %
Lohn- und Gehaltskostensteigerungen von ca. 2-4% p.a.

Zur Diskontierung wurde im Planungszeitraum ein Zinssatz von 8,6% (Vorjahr 7,63%) und ein Langfristwachstum in der ewigen Rente von 1-1,5% (Vorjahr 1-1,5%) zugrundegelegt.

In die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes geht ein gewichteter Fremdkapitalzinssatz von 3,6% (Vorjahr 4,7%) und der gewichtete Eigenkapitalzinssatz ein. Dem Eigenkapitalzinssatz liegt ein risikofreier Zins von durchschnittlich 2,5% (Vorjahr 3,20%) sowie ein Beta-Faktor von 1,26 (Vorjahr 1,06) zugrunde. Der Zinssatz der Risikoprämie beträgt 6,5% (Vorjahr 5,0%).

Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert i. H. v. T€ 16.394 erforderlich. Die Abschreibung betraf den Geschäfts- und Firmenwert für Nordamerika. Der auf Basis des »value in use« erzielbare Betrag lag auf Basis der Mittelfristplanung unter dem Buchwert der Cash Generating Unit. Die detaillierte Lage zu Nordamerika ist im Lagebericht erläutert.

Für alle weiteren Geschäfts- und Firmenwerte der WashTec Gruppe ergibt sich im Berichtsjahr kein Abschreibungsbedarf. Auch bei einem um 10 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinssatz und einer um 5 Prozentpunkte geringeren Bruttomarge ergibt sich kein Abwertungsbedarf.

18. Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern i.H.v. T€ 5.916 (Vorjahr: T€ 7.140) sowie passive latente Steuern i. H. v. T€ 2.992 (Vorjahr T€ 3.061). Diese resultieren aus latenten Steuerforderungen auf voraussichtlich nutzbare steuerliche Verlustvorträge sowie aus zeitlichen Unterschieden, die entsprechend der sogenannten bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode (Liability Method) berechnet wurden.

Verlustvorträge wurden zur Bildung aktiver latenter Steuern herangezogen, soweit die Nutzung der Verlustvorträge auf Basis der internen Mittelfristplanung 2013 bis 2017 mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Sofern Zweifel bestehen, dass Verlustvorträge mit zukünftigen zu versteuernden Einkommen verrechnet werden können, werden diese nicht zur Bildung von aktiven latenten Steuern herangezogen.

Deshalb wurden im Berichtsjahr Verlustvorträge i. H. v. T€ 23.610 (Vorjahr T€ 25.450) nicht angesetzt. Dies entspricht nicht aktivierten latenten Steuern i. H. v. T€ 7.712 (Vorjahr T€ 8.132).

Ein Teil der Verlustvorträge unterliegt keiner zeitlichen Begrenzung hinsichtlich der Nutzung. Lediglich T€ 15.310 Verlustvorträge sind begrenzt. Davon verfallen T€ 2.301 in den Jahren von 2013 bis 2022 und T€ 13.009 von 2023 bis 2033, sofern sie nicht verbraucht werden können.

Die latenten Steuerforderungen und Steuerschulden entfallen, vor Saldierung, auf folgende wesentliche Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

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in T€ Latente Steuerforderungen Latente Steuerschulden
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Steuerliche Verlustvorträge 2.536 3.333 0 0
Sachanlagen 233 121 -4.298 -4.743
Immaterielle Vermögenswerte 96 293 -1.843 -1.695
Vorräte 1.111 1.576 -697 -525
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162 250 -405 -236
Rückstellungen 2.112 1.585 -24 -228
Sonstige Schulden 843 718 -65 -72
Finanzierungsleasingschulden 1.967 2.116 0 0
Umsatzabgrenzung 1.343 1.620 0 0
Sonstige 90 113 -237 -145
Gesamt 10.493 11.724 -7.569 -7.644
davon langfristig 6.830 7.399 -6.319 -6.393
davon kurzfristig 3.663 4.325 -1.250 -1.251

Es wurden latente Steuerschulden i. H. v. T€ 4.577 mit latenten Steuerforderungen, gem. den Saldierungsvorschriften des IAS 12, aufgerechnet.

Im Berichtsjahr wurden T€ 283 (Vorjahr T€ 124) latente Steuern direkt im Eigenkapital gebucht. Der Saldo der direkt im Eigenkapital erfassten latenten Steuern beläuft sich damit auf T€ 1.293 (Vorjahr T€ 1.010).

In der folgenden Tabelle sind die Erträge und Aufwendungen sowie die darauf entfallende Steuerbelastung der im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen dargestellt:

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in T€ 2012 2011
vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern
--- --- --- --- --- --- ---
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen und Währungsveränderungen 266 - 266 -75 - -75
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -127 -3 -130 339 -104 235

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in T€ 2012 2011
vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern vor Ertragsteuern Ertragsteuern nach Ertragsteuern
--- --- --- --- --- --- ---
Marktwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten 674 -208 466 -506 156 -350
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste -1.567 494 -1.073 -238 71 -167
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen -754 283 -471 -480 124 -356

19. Vorräte

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in T€ 2012 2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Waren 22.797 24.844
Unfertige Erzeugnisse 5.489 5.712
Fertige Erzeugnisse 8.234 8.325
Geleistete Anzahlungen 129 393
Gesamt 36.649 39.274

Im Berichtsjahr belief sich die Auflösung der Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen auf T€ -324 (Vorjahr Zugang i. H. v. T€ 1.942).

20. Steuerforderungen

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in T€ 2012 2011
Langfristige Steuerforderungen 174 200
Kurzfristige Steuerforderungen 112 70
Gesamt 286 270

Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen die abgezinsten Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaftsteuerguthaben.

21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in T€ 2012 2011
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.015 46.158
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.403 824
Gesamt 44.418 46.982

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben i. d. R. eine Fälligkeit zwischen 0 und 90 Tagen netto. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf einem gesonderten Konto für Wertberichtigungen vorgenommen. Wird die Forderung als uneinbringlich eingestuft, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht.

Zum 31. Dezember 2012 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von T€ 4.976 (Vorjahr: T€ 2.798) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2012 2011
Stand 1. Januar 2.798 3.277
Aufwandswirksame Zuführungen 2.784 835
Verbrauch -386 -1.100
Auflösung -186 -225
Wechselkurseffekte -34 11
Stand 31. Dezember 4.976 2.798

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar

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in T€ 2012 2011
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 35.329 37.568
Oberfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind, davon
weniger als 30 Tage 4.783 5.372
30-120 Tage 2.785 3.049
120-365 Tage 1.262 851
größer 365 Tage 0 0
Gesamt 8.830 9.272
Einzelwertberichtigte Forderungen 5.236 2.942

Es wird eine pauschalierte Einzelwertberichtigung für Forderungen entsprechend der Altersstruktur vorgenommen. Darüber hinaus werden Forderungen bei drohender Uneinbringlichkeit und bei Einleitung rechtlicher Schritte einzelwertberichtigt.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

22. Sonstige Vermögenswerte

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in T€ 2012 2011
Langfristige sonstige Vermögenswerte 318 277
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 3.459 3.365
Gesamt 3.777 3.642
davon Abgrenzungsposten 1.487 1.223

Der Abgrenzungsposten ergibt sich aus der Abgrenzung von vorausbezahlten Wartungspauschalen sowie aus Vorauszahlungen von Versicherungsprämien und Steuern.

23. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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in T€ 2012 2011
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 3.771 4.603

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel beträgt T€ 3.771 (Vorjahr: T€ 4.603).

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten mit bis zu 3 Monaten Fälligkeit und Kontokorrentkredite) des WashTec Konzerns im Berichtsjahr verändert haben. Dabei wurden die Zahlungsströme entsprechend IAS 7 nach den betrieblichen Tätigkeiten im Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

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in T€ 2012 2011
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 3.771 4.603
Kontokorrentkredite -242 -2.000
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.529 2.603

In Bezug auf die Erläuterungen zu den verzinslichen Darlehen wird auf Anhangangabe 30 verwiesen.

Eigenkapital

24. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt Mio. € 40. Es ist eingeteilt in 13.976.970 (Vorjahr 13.976.970) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht und ist entsprechend ihrem Anteil am Grundkapital dividendenbezugsberechtigt.

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2012 2011
Stammaktien in Tausend Stück 13.977 13.977
Anteile am Grundkapital je Aktie in € 2,86 2,86

Die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile beträgt zum 31. Dezember 2012 13.962.989 Aktien (Vorjahr: 13.976.970 Aktien).

Die ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG vom 10. Mai 2012 hat beschlossen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 i.H.v. € 4.096.309,17 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 wurde genehmigtes Kapital wie folgt geschaffen. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 4. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt Euro 12.000.000 zu erhöhen, wobei auf diesen Betrag zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen ist, der auf diejenigen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien entfallt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, die auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 ausgegeben werden. Soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil diese bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen.

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren, durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, in § 5.1. der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 218 Aktiengesetz erhöht sich das bedingte Kapital einer Aktiengesellschaft im gleichen Verhältnis, wie das durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöhte Grundkapital.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 wurde bedingtes Kapital wie folgt geschaffen:

Bedingtes Kapital I: Das Grundkapital ist um bis zu Euro 12.000.000, eingeteilt in bis zu 4.193.091 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund von Ziffer 5.1 der Satzung (genehmigtes Kapital) erhöht ist; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2010 bis zum 4. Mai 2013 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

25. Kapitalrücklage

Im Wesentlichen resultiert die Kapitalrücklage aus der Einbringung der California Kleindienst Holding GmbH in die WashTec AG zum 1. Januar 2000 i.H.v. T€ 26.828 und i.H.v. T€ 18.019 - abzüglich T€ 1.774 Kapitalerhöhungskosten - aus dem Agio der Kapitalerhöhung im August 2005. Im Jahr 2009 wurde die Kapitalrücklage durch den Einzug von eigenen Aktien i.H.v. T€ 9.464 gemindert.

26. Eigene Anteile

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Anzahl Aktien Stück Wert Aktien

in T€
Stand 1. Januar - -
Zugang 2012 32.234 289
Stand 31. Dezember 32.234 289

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 wird die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 4. Mai 2013 eigene Aktien i.H.v. bis zu 10% des derzeitigen Grundkapitals von EUR 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel zu erwerben.

Der Vorstand der WashTec AG, Augsburg (die>Gesellschaft<) hat am 14. August 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage beschlossen, im Zeitraum bis zum 4. Mai 2013 bis zu 400.000 eigene Aktien der Gesellschaft im Rahmen des nachfolgend dargestellten Aktienrückkaufsprogramms über die Börse zu erwerben. Das entspricht bis zu ca. 2,86% des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft. Der Vorstand macht damit von der am 5. Mai 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung der Hauptversammlung Gebrauch.

Die zurückgekauften Aktien können u.a. im Rahmen des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen übertragen werden. Darüber hinaus können sie zur Bedienung von Optionsrechten, die an die Mitglieder der Geschäftsführung mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden.

Die Gesellschaft behält sich vor, zurückgekaufte Aktien ganz oder teilweise einzuziehen.

27. Sonstige Rücklagen und Währungskurseffekte

Hierunter fallen insbesondere die Bilanzierung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie die Abbildung von als zu Sicherungsinstrumenten eingesetzten Finanzinstrumenten:

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in T€ 31.12.2012 31.12.2011
In der Hedge Reserve erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten -1.078 -1.752
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochterunternehmen -547 -420
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -2.672 -1.105
Latente Steuern auf direkt mit Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 1.293 1.010
Sonstige Rücklagen -3.004 -2.267
Währungskurseffekte 61 -205
Gesamt -2.943 -2.472

28. Rückstellungen für Pensionen

Die Höhe der Rückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 3,0% (Vorjahr 4,75%) angenommen. Die jährlichen Gehalts- und Lebenskostensteigerungsraten wurden unverändert zum Vorjahr mit 1,5% bewertet. Die erwartete Rendite aus den Erstattungsansprüchen aufgrund der bestehenden Rückdeckungsversicherungen beträgt 4,5% (Vorjahr: 4,5%). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die »Richttafeln 2005 G« von Prof. Klaus Heubeck verwendet.

Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt.

Die Anzahl der Leistungsempfänger betrug zum 31. Dezember 2012 236 Mitarbeiter (Vorjahr 233 Mitarbeiter).

In den Neubewertungen sind Effekte für erfahrungsbedingte Anpassungen i. H. v. T€ 83 (Vorjahr T€ 51) enthalten.

Sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden mit dem Eigenkapital verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste T€ -1.567 T€ (Vorjahr: T€ -238). Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 2012 T€ -2.672 (Vorjahr. T€ -1.105) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst worden.

In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 hat sich der Barwert der Pensionsverpflichtung wie folgt entwickelt:

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in T€ 2012 2011
Stand 1. Januar 7.307 7.013
Gezahlte Renten -441 -414
Dienstzeitaufwand der Berichtsperiode 125 156
Zinsaufwand 321 323
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.564 229
Stand 31. Dezember 8.876 7.307

Die Ansprüche gegenüber der Unterstützungskasse und die auf das Leben der begünstigten Mitarbeiter abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen haben Erstattungscharakter.

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Pension werden ausschließlich Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Es erfolgt keine Anlage in Immobilien, Aktien oder Ähnlichem. Die Entwicklung der sogenannten Reimbursement Rights in 2011 und 2012 zeigt die nachfolgende Tabelle:

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in T€ 2012 2011
Zeitwert Erstattungsansprüche 1. Januar 376 385
Erwartete Rendite 16 16
Arbeitgeberbeiträge 0 0
Gezahlte Leistungen 0 -18
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -3 -7
Zeitwert Erstattungsansprüche 31. Dezember 389 376

Sensitivitäten gem. IAS 19 für Pensionsverpflichtungen:

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitäten (die Berechnungen beruhen auf der Project Unit Method) aufgrund der aktuellen Annahmen der möglichen Änderung der Abzinsungssätze (Discount Rate) bei der Rentendynamik und der Lebenserwartung. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

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Auswirkungen auf die defined benefit Obligation (DBO)
2012 Veränderungen der Annahmen um Veränderung

in %
--- --- ---
Lebenserwartung Anstieg um ein Jahr 3,6%
Rentendynamik Anstieg um 0,25% 1,8%

Details der Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste:

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in T€ Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Pensionsrückstellungen Present value Reimbursement Rights Fair value Total
Gewinne und Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 1.430 0 1.430
Gewinne und Verluste aus der Bestandsveränderung 133 3 137
Gesamt 1.564 3 1.567

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt ca. 10,5 Jahre.

Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Zahlungen für Pensionsleistungen:

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in T€ bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Pensionsleistungen 482 2.474 6.024 8.980

29. Sonstige Rückstellungen

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in T€ Altersteilzeit 2012 Gewährleistung 2012 Rückkaufverpflichtungen 2012 Restrukturierung 2012 Übrige 2012 Gesamt 2012 Gesamt 2011*
Stand 1. Januar 1.674 6.185 2.669 4.441 5.748 20.718 13.373
Zugang aus Unternehmenserwerb 0 0 0 0 0 0 188
Zuführung 566 6.578 524 231 399 8.299 15.584
Aufzinsung 0 0 0 0 306 306 0
Inanspruchnahme -914 -2.722 -302 -1.300 -2.631 -7.870 -6.449
Auflösung 0 -1.927 -285 -2.212 -280 -4.704 -2.006
Währungsdifferenz 0 4 0 -6 1 -2 28
Stand 31. Dezember 1.326 8.118 2.607 1.153 3.544 16.747 20.718
davon kurzfristig 878 7.844 556 1.153 2.570 13.001 -
davon langfristig 448 274 2.051 0 974 3.746 -
Rückstellungen in 2011*
davon kurzfristig 1.337 6.015 681 4.441 3.343 - 15.920
davon langfristig 337 170 1.988 0 2.405 - 4.798

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer« berechnet. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,60% (Vorjahr: 3,75%) und ein jährlicher Gehaltstrend von 1,50% (Vorjahr: 1,50%) berücksichtigt.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird anhand der Erfahrungen aus vergangenen Jahren gebildet. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reparaturen und Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des Gewährleistungszeitraums. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des entsprechenden Gewährleistungszeitraums nach dem Bilanzstichtag anfallen werden.

Die Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen i.H.v. T€ 1.153 (Vorjahr: T€ 4.441) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für geplante Personalmaßnahmen.

Die Rückstellung für Rückkaufverpflichtungen wird rollierend ermittelt und berücksichtigt die vertragliche Verpflichtung zum Rückkauf von vormals an Mineralölgesellschaften verkauften Maschinen. Diese Verpflichtungen sind in der Regel durch Avale gesichert.

Die übrigen Rückstellungen von T€ 3.544 (Vorjahr: T€ 5.748) betreffen vor allem Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten i. H. v. T€ 905 (Vorjahr: T€ 1.560) sowie Rückstellungen für belastende Verträge in Nordamerika i. H. v. T€ 1.740 (Vorjahr T€ 3.103).

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht des WashTec Konzerns Eventualschulden im Wesentlichen aus Vertragserfüllungsverpflichtungen, für potenzielle Aufwendungen aus dem Rückkauf von Maschinen und für Rechtsstreitigkeiten i. H. v. T€ 1.213 (Vorjahr: T€ 726), deren Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme geringer als 50% eingeschätzt wird.

30. Verzinsliche Darlehen

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in T€ 2012 2011
Kurzfristige verzinsliche Darlehen 242 2.294
Langfristige verzinsliche Darlehen 5.021 18.953
Gesamt verzinsliche Darlehen 5.263 21.247

Die WashTec Gruppe verfügt insgesamt über eine Kreditlinie i.H.v. Mio. € 46,3. Diese besteht überwiegend aus einem Revolverdarlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014. Die wesentliche Darlehensnehmerin ist die WashTec Cleaning Technology GmbH; sie verfügt über eine Kreditlinie von Mio. € 45. Die Kreditlinie besteht aus einer Betriebsmittellinie i.H.v. Mio. € 38 und einer Avalkreditlinie i.H.v. Mio. € 7.

Zum 31. Dezember 2012 ist die Avallinie mit Mio. € 5,5 (Vorjahr: Mio. € 5,3) in Anspruch genommen. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf Mio. € 35,5 (Vorjahr: Mio. € 20,3).

Das Konsortialdarlehen ist an Bedingungen geknüpft. Für die Laufzeit des Vertrages ist WashTec an die Einhaltung eines Eigenkapitalcovenant und Verschuldungsgradcovenant gebunden. Darüber hinaus bestehen Sicherheiten wie unten dargestellt.

Der Zinssatz des Darlehens ist variabel und an die Entwicklung des EURIBOR gebunden sowie von einer an die operative Performance des Unternehmens gebundenen Zinsmarge abhängig.

Die Kosten für herausgelegte Avale richten sich nach der Zinsmarge abzüglich eines Abschlags i. H. v. 0,6%. Die Verzinsung des Kontokorrentkredits wird bei Inanspruchnahme durch die geltenden Konditionen der entsprechenden Kreditinstitute bestimmt. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 1,41 % und 3,65%.

Bei der Strukturierung der Finanzierung wurde ein Disagio berechnet, das gem. IAS 39 mittels der Effektivzinsmethode berücksichtigt wird. Die im Zinsaufwand erfassten Beträge für die Amortisation des Disagios belaufen sich auf T€ 100 (Vorjahr: T€ 198).

Zur Sicherung der gewährten Betriebsmittelkreditlinie wurden wesentliche Vermögenswerte der deutschen Gesellschaften der WashTec Gruppe verpfändet.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der als Sicherung begebenen Vermögenswerte. Diese sind jeweils zu 100% besichert. Im Falle des Zahlungsverzuges (gegebenenfalls nach Ablauf einer anwendbaren Heilungsfrist) sind die Banken zur Verwertung der Sicherheiten berechtigt.

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Gestellte Sicherheiten

in T€
2012 Buchwert 2011 Buchwert
Grundstücke und Gebäude 15.110 17.142
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.037 9.491

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2012 2011
Gewichteter, effektiver Durchschnittszinssatz 4,42% 5,07%

31. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing

Der Konzern hat Finanzierungs-Leasingverträge und Mietkaufverträge im Wesentlichen für Waschanlagen im Rahmen des Betreibermodells abgeschlossen.

Die Mindest-Leasingzahlungen für diese Finanzierungsleasingschulden belaufen sich auf:

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Leasingzahlungen fällig

(in T€)
< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlung 2012 2.624 4.658 95 7.377
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 211 316 4 530
Barwert der Mindestleasingzahlung 2012 2.413 4.344 91 6.847

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Leasingzahlungen fällig

(in T€)
< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlung 2011 2.874 5.554 137 8.566
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 375 437 3 815
Barwert der Mindestleasingzahlung 2011 2.499 5.117 135 7.751

Operating Lease

Aus Leasing- und Mietverträgen (Operating Lease) bestehen zum Stichtag folgende Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten in T€:

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Jahr bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Summe
2012 10.045 15.290 1.701 27.037
2011 9.264 12.126 204 21.594

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Gebäudemieten sowie Leasing von Servicefahrzeugen, die am Ende der Laufzeit durch neue Leasingverträge ersetzt werden.

32. Schulden

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in T€ 2012 2011
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 6.682 9.941
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellung 7.747 4.175
Schulden aus Steuern und Abgaben 5.651 4.208
Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit 927 901
Sonstige Schulden 26.402 25.744
Gesamt 47.409 44.969
davon kurzfristig (< 1 Jahr) 45.874 43.161
davon langfristig (> 1 Jahr) 1.535 1.808

Die grundsätzlichen Fälligkeiten der Schulden aus Lieferungen und Leistungen, Steuern und Abgaben und im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf bis zu 90 Tage.

Die Schulden aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer.

Die sonstigen Schulden mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr beinhalten kreditorische Debitoren i.H.v. T€ 1.392 (Vorjahr T€ 573), Schulden gegenüber Mitarbeitern z. B. für Urlaub, Überstunden, Reisekosten etc. i. H. v. T€ 11.376 (Vorjahr: T€ 11.619) und Schulden gegenüber Berufsgenossenschaften i. H. v. T€ 106 (Vorjahr T€ 247). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Schulden abgegrenzte Schulden i.H.v. T€ 7.654 (Vorjahr T€ 7.193), die sich im Wesentlichen aus fehlenden Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen sowie für zu erstellende Gutschriften im Bereich Service ergeben.

33. Umsatzabgrenzung

Die Umsatzabgrenzung i.H.v. T€ 8.802 (Vorjahr: T€ 10.391) wurde im Wesentlichen für die periodengerechte Verteilung der Umsätze gebildet.

34. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken so weit wie möglich zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen zentral koordiniert bzw. durchgeführt. Beispielsweise ermittelt WashTec regelmäßig die Positionen, die dem Zins- und Fremdwährungsrisiko unterliegen, bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit von negativen Entwicklungen für die Gesellschaft und trifft gegebenenfalls Entscheidungen zur Vermeidung oder Verminderung der entsprechenden Zins- und/oder Währungspositionen. Weiterhin verfügt WashTec über eine monatlich rollierende Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, mithilfe derer die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation zeitnah gemanagt werden kann.

Der Konzern verfügt über derivative Finanzinstrumente, die teilweise als Sicherungsinstrumente designiert wurden. Deren Zweck besteht in der Absicherung gegen Zins- und Marktrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seiner Finanzierungsquellen resultieren.

Entsprechend einer konzerninternen Richtlinie wird grundsätzlich kein Handel mit Derivaten betrieben.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -Strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Effektivität einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Marktwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und diese Effektivität wird fortlaufend überprüft.

Im Folgenden werden alle Risikoarten, denen der Konzern ausgesetzt ist, einzeln beschrieben und die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken dargestellt.

Zinsrisiko

Im Berichtsjahr wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps gehalten. Gem. IFRS sind derivative Finanzinstrumente am Abschlussstichtag jeweils zum Marktwert zu bewerten und werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr Marktwert positiv und als Schulden, wenn ihr Marktwert negativ ist. Der positive Wert der derivativen Finanzinstrumente wird unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, der negative Wert unter den kurzfristigen Schulden.

Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps beträgt zum 31. Dezember 2012 T€ -1.305 (Vorjahr T€ -1.029) und ist unter den sonstigen kurzfristigen Schulden (Vorjahr: kurzfristigen Schulden) ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen:

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Start Ende Nominalvolumen in T€ zum 31. Dez. 2012 Referenzzins
1. Januar 2011 31. Dezember 2015 12.267 1-Monats-Euribor
30. Juni 2011 31. Dezember 2015 6.133 1-Monats-Euribor

Absicherung von Cashflows

Der Basiszinssatz aus dem Kreditvertrag ist variabel und orientiert sich am 1-Monats-EURIBOR. Zum 31. Dezember 2012 bestehen insgesamt zwei Zinsswaps - teilweise als Sicherungsinstrument designiert - mit Laufzeitende jeweils bis zum 31. Dezember 2015, die der Absicherung der variablen, an den EURIBOR gebundenen, Zinssätze des Darlehens vor Zinsschwankungen dienen. Auf die eingesetzten Swap-Kontrakte zahlt das Unternehmen fixe Zinsen auf die ausgereichte Darlehenssumme und erhält im Gegenzug dafür variable Zinsen auf denselben Kapitalbetrag. Mit diesen Zinsswaps wird die zugrunde liegende Verpflichtung abgesichert. Für diese beiden Zinsswaps mit Laufzeit bis 31. Dezember 2015 sind die Zinssätze mit 2,580% bzw. 2,572% festgelegt. Die Cashflows aus den Zinsswaps werden über die Laufzeit verteilt erwartet.

Zum 31. Dezember 2012 sind Mio. € 5 der Zinsswaps als Sicherungsbeziehung designiert. Diese Sicherungsbeziehung wird als hoch effektiv eingestuft. Der effektive Teil der Sicherungsbeziehung wird im Eigenkapital unter den sonstigen Rücklagen erfasst.

Die im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge werden in den Geschäftsjahren in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Finanzergebnis) umgebucht, in denen das Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Im Geschäftsjahr belief sich dieser Betrag auf T€-377 (Vorjahr: T€ -165). Aus der Dedesignation sowie Bewertung der Finanzinstrumente für Zinssicherungen ergab sich im Berichtsjahr ein Aufwand i. H. v. T € 949.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Auswirkungen auf das variabel verzinsliche Darlehen unter Berücksichtigung der bestehenden Zinsswaps) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Wesentliche Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen nicht.

2012 EURIBOR

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Erhöhung/Verringerung in Basispunkten 10 15 -10 -15
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ 5 8 -5 -8

2011 EURIBOR

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Erhöhung/Verringerung in Basispunkten 10 15 -10 -15
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ -20 -31 20 31

Währungsrisiko

Durch USD-Transaktionen, bedingt durch die Tochtergesellschaft in den USA, können sich Änderungen des USD/EUR-Wechselkurses auf den Abschluss auswirken. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec entsprechender Derivate, die im Juni 2011 abgeschlossen worden sind. Es handelt sich um Devisentermingeschäfte mit unterschiedlichen Laufzeiten, teilweise mit einer 6-Monate-Laufzeitoption. Die letzte Fälligkeit ist am 30. Dezember 2015. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsinstrumente und des Grundgeschäfts werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Der Konzern verfügt über langfristige Darlehensforderungen gegenüber seiner Tochtergesellschaft Mark VII. Bis Ende März 2012 bestand eine Nettoinvestition i. H. v. Mio. USD 15. Aufgrund einer Kapitalerhöhung bei Mark VII durch Einlage eines Teiles der Darlehensforderung wurde diese Nettoinvestition mit Wirkung zum 1. April 2012 um Mio. USD 11 auf Mio. USD 4 reduziert. Die amerikanische Tochtergesellschaft verfügt über langfristige CAD-Darlehensforderungen gegenüber der kanadischen Tochtergesellschaft. Die Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2011 auf Mio. €AD 5,9 festgelegt und im Oktober 2011 um Mio. CAD 0,9 erhöht. Dementsprechend werden die Umrechnungseffekte dieser Darlehen im Eigenkapital erfasst.

Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden) und des Eigenkapitals des Konzerns (aufgrund der Absicherung einer Nettoinvestition) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollar zum Euro. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

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2012 Kursentwicklung des USD -5% 5%
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ -95 95
Auswirkungen auf das Eigenkapital in T€ 152 -152
2011 Kursentwicklung des USD 5% -5%
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ 120 -120
Auswirkungen auf das Eigenkapital in T€ -580 580

Liquiditätsrisiko

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Management-Systeme, wie beispielsweise einer rollierenden Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Kreditlinien zur Betriebsmittelfinanzierung sind von den Konsortialbanken der WashTec Gruppe auf der Basis einer gesamtschuldnerischen Haftung der WashTec Cleaning Technology GmbH als Darlehensnehmer und unter Mithaftung anderer Konzerngesellschaften eingeräumt worden. Nähere Ausführungen sind unter Anhangangabe 30 verzinsliche Darlehen aufgeführt. Die Finanzierung der WashTec Gruppe erfolgt im Wesentlichen über die WashTec Cleaning Technology GmbH, die als wichtigste operative Gesellschaft auch über den größten Finanzierungsbedarf verfügt.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2012 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten.

Es werden die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2012 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten, vor allem aus den Darlehen, wurden unter Zugrundelegung der erwarteten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zuzuordnen. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

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in T€ Buchwert 2012 Cashflows 2013 Cashflows 2014-2016 Cashflows 2017 ff.
Verzinsliche Darlehen 5.263 211 5.463 0
Finanzierungsleasingschulden 6.847 2.624 4.307 446
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 6.682 6.682 0 0
sonstige finanzielle Schulden 13.017 13.017 0 0
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.606 413 1.193 0

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in T€ Buchwert 2011 Cashflows 2012 Cashflows 2013-2015 Cashflows 2016 ff.
Verzinsliche Darlehen 21.247 2.616 21.055 0
Finanzierungsleasingschulden 7.751 2.874 5.112 579
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 9.941 9.941 0 0
sonstige finanzielle Schulden 13.741 13.741 0 0
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.029 307 759 0

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten, wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, sehr stark mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist.

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken. Eine Konzentration des Kreditrisikos wird angenommen, wenn ein einzelner Kunde bzw. eine Mineralölgesellschaft mehr als 10% des Umsatzes ausmacht. Im Geschäftsjahr 2012 war dies nicht der Fall.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und anderen finanzielle Vermögenswerte, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe geeigneter Finanzkennzahlen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu einem operativen Betriebsergebnis gemäß Definition des Vertrags zum verzinslichen Darlehen entspricht. Gemäß den internen Richtlinien darf der so definierte Verschuldungsgrad einen Wert von 2,5 nicht überschreiten. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen sowie Schulden aus Finanzierungsleasing abzüglich Zahlungsmittel.

Darüber hinaus muss das Eigenkapital des WashTec Konzerns im Verhältnis zur Bilanzsumme, unter Berücksichtigung von Eigenen Aktien, zum jeweiligen Quartalsende mindestens 35% betragen.

Alle Covenants sind zum Bilanzstichtag eingehalten.

35. Finanzinstrumente - zusätzliche Angaben

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Zusammenhänge zwischen der Klassifikation und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in T€ Bewertungs- kategorien nach IAS 39 Buchwert 31.12.2012 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Wertansatz Bilanz nach IAS 17
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 3.771 3.771 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 44.418 44.418 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 1.124 1.124 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 6.682 6.682 - - -
Verzinsliche Darlehen FLAC 5.263 5.263 - - -
Sonstige finanzielle Schulden FLAC 13.017 13.017 - - -
Finanzierungsleasingschulden n.a. 6.847 0 - - 6.847
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.606 - 356 1.250 -
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 356 - 356 - -
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 49.314 - -
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 24.963 - -

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in T€ Fair Value 31.12.2012
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.771
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.418
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.124
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.682
Verzinsliche Darlehen 5.263
Sonstige finanzielle Schulden 13.017
Finanzierungsleasingschulden 6.847
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.606
Derivate mit Hedge-Beziehung 356
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR)
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in T€ Bewertungs- kategorien nach IAS 39 Buchwert 31.12.2011 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Wertansatz Bilanz nach IAS 17
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 4.603 4.603 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 46.982 46.982 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 750 750 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 9.941 9.941 - - -
Verzinsliche Darlehen FLAC 21.247 21.247 - - -
Sonstige finanzielle Schulden FLAC 13.741 13.741 - - -
Finanzierungsleasingschulden n.a. 7.751 - - - 7.751
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.643 - 1.029 614 -
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.029 - 1.029 - -
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Loans and Receivables (LaR) 52.335 - -
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 44.929 - -

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in T€ Fair Value 31.12.2011
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.603
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.982
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 507
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.941
Verzinsliche Darlehen 21.247
Sonstige finanzielle Schulden 13.741
Finanzierungsleasingschulden 7.751
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.643
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.029
Aggregierter Ausweis nach Bewertungskategorien gem. IAS 39
Loans and Receivables (LaR)
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht aufgrund der kurzen Laufzeiten dem jeweiligen Buchwert. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -Verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Kategorien des IAS 39 dargestellt:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

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Nettoergebnis

in T€
2012 2011
Kredite und Forderungen -1.983 -1.380
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 626 843

Das Nettoergebnis resultiert im Wesentlichen aus Fremdwährungsbewertung, Wertberichtigung (Kredite und Forderungen) und Zinsaufwendungen sowie Fremdwährungsbewertung (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten).

In der nachfolgenden Tabelle wird die Klassifizierung für die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente dargestellt. Dabei spiegelt das Level der Hierarchie die Marktnähe wider.

Angabe Fair Value Hierarchie

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in T€ beizulegender Zeitwert 2012
Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
derivative Finanzinstrumente - 1.606 -

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in T€ beizulegender Zeitwert 2011
Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
derivative Finanzinstrumente - 1.643 -

Sonstige Angaben

36. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die WashTec AG hat für 2012 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären unter www.washtec.de zugänglich gemacht.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 1. März 2013 verabschiedet und umgehend dem Aufsichtsrat zur Prüfung zugeleitet.

Die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses ist für die Aufsichtsratssitzung am 20. März 2013 vorgesehen.

37. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dr. Jürgen Rautert, (Dr.-Ing.), Heidelberg

(seit 1. Januar 2013)

Sprecher des Vorstands (seit 1. März 2013)

Vertrieb, Service, Supply Chain, Produktmanagement und Entwicklung

Dr. Stefan Vieweg, (Dr. rer. oec, Dr.-Ing.), Augsburg

(seit 1. Januar 2013)

Finanzen, Qualitätswesen, IT, Personal, Investor Relations, Recht und Corporate Audit

Michael Busch, (Dipl.-Kfm.), Berlin

(ab 28. Juli 2012 bis 28. Februar 2013)

Sprecher des Vorstands (bis 28. Februar 2013)

Thorsten Krüger, (Dipl.-Ing.), Weißenhorn

(bis 31. Juli 2012)

Sprecher des Vorstands

Vertrieb, Supply Chain, Service und Service Support

Houman Khorram, (Dipl.-Ing. und Dipl.-Wirtsch.-Ing.), Gröbenzell

(bis 31. Juli 2012)

Finanzen, allgemeine Dienste und Business Development sowie Produktentwicklung

Aufsichtsrat

Michael Busch. (Dipl.-Kfm.), (Vorsitzender, Mandat ruhte für die Dauer der Entsendung in den Vorstand vom 28. Juli 2012 bis 28. Februar 2013)

selbstständiger Unternehmensberater, Berlin

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

KHD Humboldt Wedag International AG, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)

Mitglied in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Mitglied des Beirats der proDIU GmbH, Nauen

Massimo Pedrazzini (stellvertretender Vorsitzender; Vorsitzender für die Dauer der Entsendung von Herrn Busch in den Vorstand vom 28. Juli 2012 bis 28. Februar 2013) Rechtsanwalt, Massagno, Schweiz

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Fidinam Group Holding SA, Lugano, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)
Sterling Strategic Value Ltd., Tortola, Britische Jungferninseln (Präsident des Verwaltungsrats)
Fondazione Fidinam, Lugano, Schweiz (Mitglied des Stiftungsrats)
Katadyn Produkte AG, Wallisellen, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Pestalozzi Stiftung, Zürich, Schweiz (Mitglied des Stiftungsrats)
Precicast Bilbao SA, Bilbao, Spanien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Rex Articoli Tecnici SA, Mendrisio, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
City Nuova Holding SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fidinam Australasia Real Estate, Sydney, Australien (Mitglied des Verwaltungsrats)
FI Partecipazioni SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fly Away SA, Lugano, Schweiz (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Saunion, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Taxfid SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Terzerina SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Tifina Holding SA, Lugano, Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)
Fidinam Monte Carlo SAM, Monte Carlo (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Fidinam R and T, Hongkong (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
MP Advisors SA, Lugano, Schweiz (Alleiniges Ratsmitglied)
Salus Trust, Georgetown, Cayman Islands (Treuhänder)
Fondazione Isabel - una stellina per Ibipora', Lugano, Schweiz (Vorsitzender des Stiftungsrats)

Jens Große-Allermann (Mitglied seit 18. Juni 2012, stellvertretender Vorsitzender für die Dauer der Entsendung von Herrn Busch in den Vorstand vom 28. Juli 2012 bis 28. Februar 2013)

Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV sowie Vorstand der Fiducia Treuhand AG, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

FPM Deutsche Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschafts-Unternehmen: keine

Dr. Sören Hein (Mitglied seit 10. Mai 2012)

Geschäftsführer der Compo und Disk Drives GmbH, München

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen: keine

Roland Lacher (Mitglied seit 18. Juni 2012)

Selbstständiger Kaufmann, Gelnhausen-Meerholz

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten: keine

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen: keine

Dr. Hans Liebler (Mitglied seit 18. Juni 2012)

Investment Manager, Gräfelfing

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Investunity AG, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
AUGUSTA Technologie AG, München (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
J.P. Rosselet Cosmetics AG, Bremen (Mitglied des Aufsichtsrats)
Grammer AG, Amberg (Mitglied des Aufsichtsrats)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Identive Group Inc., Santa Ana, Kalifornien, USA (Mitglied des Board of Directors)
autowerkstattgroup N.V., Amsterdam, Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats ab 23. Mai 2012)

Jürgen Lauer, (Dipl.-Betriebswirt/MBA), (Mitglied und stellvertretender Vorsitzender bis 10. Mai 2012)

Geschäftsführer der JüLa Beteiligungs GmbH, Weißenhorn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Pulsion SE, München (stellvertretender Vorsitzender)

Mitglied in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Medica Medizintechnik GmbH, Hochdorf (Mitglied des Beirats)

38. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die WashTec Gruppe wird im Geschäftsjahr 2012 von den Angabepflichten zu IAS 24 ausschließlich in Bezug auf Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie mit ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes berührt. Die Bedingungen der Transaktion entsprechen denen wie unter fremden Dritten.

Für die detaillierte Darstellung der Vorstandsvergütung sowie Aufsichtsratsvergütung wird auf den Vergütungsbericht im Lagebericht verwiesen, der integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Vorstand

Die Vergütung des Gesamtvorstands beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 573 zuzüglich Einmalzahlungen i.H.v. insgesamt rund Mio. € 1,3, die im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung der Vorstandsverträge gezahlt wurden. Im Vorjahr betrug die Vergütung T€ 693.

Die Aktienanteile des Vorstands entwickelten sich wie folgt:

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Aktienanteile des Vorstands (in Stück) 2012 2011
Dr. Jürgen Rautert (seit 1. Januar 2013) 0 0
Dr. Stefan Vieweg (seit 1. Januar 2013) 0 0
Michael Busch (ab 28. Juli 2012 bis 28. Februar 2013) 0 0
Thorsten Krüger (bis 31. Juli 2012) 0 0
Houman Khorram (bis 31. Juli 2012) 390 390
Ausscheiden Houman Khorram -390 0

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 285 (Vorjahr: T€ 144).

Die Aktienanteile des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

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Aktienanteile des Aufsichtsrats (in Stück) 2012 2011
Massimo Pedrazzini* 2.251 2.251
Jens Große-Allermann (seit 18. Juni 2012)** 0 0
Dr. Sören Hein (seit 10. Mai 2012) 0 0
Roland Lacher (seit 18. Juni 2012) 0 0
Dr. Hans Liebler (seit 18. Juni 2012) 0 0
Michael Busch (bis 28. Juli 2012) 0 0
Jürgen Lauer (bis 10. Mai 2012) 0 0

* Hr. Pedrazzini ist zudem Präsident des Verwaltungsrats von Sterling Strategic Value Limited, die gem. Mitteilung vom 01.04.2010 am 30.03.2010 einen Anteil von 2.142.868 Stimmrechten (15,33%) an der WashTec AG hielt.

** Das Aufsichtsratsmitglied Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gem. Mitteilung vom 31. Juli 2009 an diesem Tag einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.

Ehemalige Mitglieder des Vorstandes

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied sowie gegenüber Hinterbliebenen eines ehemaligen Vorstandsmitglieds i.H.v. T€ 220 (Vorjahr T€ 146), die durch eine Unterstützungskasse gedeckt sind.

39. Angaben nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

Augsburg, am 19. März 2013

WashTec AG

Dr. Jürgen Rautert, Sprecher des Vorstands

Dr. Stefan Vieweg, Vorstand

Bilanzeid

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Augsburg, am 19. März 2013

Dr. Jürgen Rautert, Sprecher des Vorstands

Dr. Stefan Vieweg, Vorstand

Gemeinsamer Lagebericht WashTec AG und Konzern 2012

2012 im Überblick

Kerneuropa

Stabiles Marktumfeld in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz sowie den nordeuropäischen Ländern; einzelne Märkte in Südeuropa sowie Benelux, Frankreich und Großbritannien weiter unter Druck
Leichter Umsatzanstieg bei positiver Ergebnisentwicklung
Umsatz: Mio. € 246,5, EBIT: Mio. € 19,2

Emerging Europe

Positive Markt- und Umsatzentwicklung setzt sich fort
Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft in Polen
Umsatz: Mio. € 13,7, EBIT: Mio. € 0,8

Nordamerika

Erste Anzeichen für Marktstabilisierung, jedoch keine generelle Erholung
Umsatz- und Ergebnisverbesserung infolge der erfolgreichen Restrukturierung sowie positiver Entwicklung des Direkt- und Key Account-Geschäfts
Umsatz: Mio. € 44,9, EBIT: Mio. € -0,2

Asien/Pazifik

Stabile Entwicklung des australischen Markts
Ausbau der lokalen Strukturen in China zeigt Erfolge: Erste Maschinen verkauft
Umsatz: Mio. € 11,9, EBIT: Mio. € -0,7

Q1 2012

Q2 2012

Q3 2012

Q4 2012

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

WashTec ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit. Das Produktprogramm von WashTec umfasst alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Daneben bietet WashTec umfassende Serviceangebote über die gesamte Lebensdauer der vertriebenen Produkte an - hierzu gehören neben der Wartung der Anlagen auch Betreibermodelle sowie die Vermittlung von Finanzierungen für die Anlagen. Hauptumsatzträger sind Portalwaschanlagen und Service.

Umsatz nach Produkten in Mio. €, 2012

Neumaschinen und Gebrauchtmaschinen

Portalwaschanlagen
SB-Waschanlagen
Nutzfahrzeugwaschanlagen
Waschstraßen
Wasseraufbereitungssysteme

Ersatzteile und Service

Full-Service
Call-out Service
Ersatzteile

Chemie

Betreibergeschäft und Sonstiges

WashTec Carwash Operations
WashTec Financial Services

1.1.1 Konzern- und Organisationsstruktur

1) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

2) Gesellschaft bildet Teilkonzern mit Benelux Carwash Management B.V., Zoetermeer, Niederlande, WashTec Benelux Administrative B.V. Zoetermeer, Niederlande und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V. Zoetermeer, Niederlande enthalten sind.

3) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

4) Inkl. Betriebsstätte Norwegen

5) WashTec Cleaning Technology GmbH 90%, WashTec Holding GmbH 10%

6) Inkl. Tochtergesellschaft WTMVII Cleaning Technologies Canada, Inc. in Kanada

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird, soweit erforderlich, besonders eingegangen. Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH, die WashTec Holding GmbH und die WashTec Carwash Operations GmbH. Zwischen der WashTec AG und der AUWA-Chemie GmbH sowie der WashTec Carwash Operations GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind, mit Ausnahme der AUWA-Chemie GmbH und der WashTec Carwash Operations GmbH, unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Zwischen der WashTec Holding GmbH und der WashTec Financial Services GmbH sowie der WashTec Cleaning Technology GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbstständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Kerneuropas, Nordamerikas sowie in Asien/Pazifik mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Tochtergesellschaften in den USA, Kanada, Australien, China, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark/Norwegen, Schweden, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Darüber hinaus montiert die Tochtergesellschaft in den USA Fahrzeugwaschanlagen, überwiegend für den nordamerikanischen Markt. Die Gesellschaft in China dient zudem als Lieferant von Komponenten und montiert Anlagen für die Märkte im Segment Asien/Pazifik. Die Tochtergesellschaft in Tschechien fertigt Komponenten für die Endmontage in Augsburg.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH vermittelt den Kunden der WashTec Gruppe individuelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH

Die AUWA-Chemie GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Chemieprodukte für Fahrzeugwaschanlagen mit einer eigenen Vertriebsorganisation in Deutschland und Vertriebspartnern in ganz Europa.

WashTec Carwash Operations GmbH

Die WashTec Carwash Operations GmbH übernimmt für Kunden den Betrieb von Waschanlagen in deren Namen und auf deren Rechnung. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen wie z. B. Profitabilitäts- und Standortanalysen an.

1.1.2 Standorte

Die WashTec Gruppe ist global präsent. Weltweit beschäftigt WashTec über 1.600 Mitarbeiter und hat eigene Tochtergesellschaften in allen wesentlichen Märkten in Kerneuropa, Nordamerika sowie Asien/Pazifik. Darüber hinaus verfügt WashTec über ein breites Netz von selbstständigen Vertriebspartnern und ist so insgesamt in rund 60 Ländern der Welt vertreten.

Anfang 2012 wurde in Polen eine weitere Gesellschaft, die WashTec Polska Sp. z.o.o., mit Sitz in Warschau, gegründet. Hierdurch ist WashTec in der Lage, die polnischen Kunden vor Ort direkt zu betreuen.

1.1.3 Produktion, Beschaffung und Logistik

WashTec verfügt über eine internationale Beschaffungs- und Produktionskette mit Tochtergesellschaften in China, Tschechien, den USA und Deutschland. Die Wertschöpfung an den Produktionsstandorten in Augsburg, Denver und Shanghai besteht vorwiegend aus der Endmontage von vorgefertigten Komponenten, die unter anderem von der tschechischen Tochtergesellschaft hergestellt werden. Sämtliche Produkte werden unter Anwendung zeitgemäßer Fertigungsmethoden produziert. Kapazitätsanpassungen am Produktionsstandort in Augsburg können zum Teil durch die Ausnutzung der Jahresarbeitszeitmodelle sowie über den Auf- und Abbau von Leiharbeitnehmern vorgenommen werden.

Das gesamte Produktprogramm von Fahrzeugwaschanlagen für Europa wird in Augsburg, Deutschland, endmontiert. Zudem werden Komponenten aus China und Tschechien bezogen oder dort hergestellt. Die Endmontage der Fahrzeugwaschanlagen für den nordamerikanischen Markt erfolgt in Denver, USA, und in Shanghai, China, für die Märkte im Segment Asien/Pazifik.

Daneben werden an zwei kleineren Standorten in Deutschland Steuerungen für die gesamte Gruppe (Recklinghausen) und Waschchemie (Grebenau) produziert.

Mit Lieferanten von Kernkomponenten sind langfristige Liefervereinbarungen abgeschlossen. In der Supply Chain-Organisation der Gruppe sind alle Organisationseinheiten von der Auftragsklärung über den Bezug der Teile und Auftragsdurchlauf in der Produktion bis zur Auslieferung der Anlagen unter einheitlicher Verantwortung zusammengefasst. Die europäische Ersatzteilversorgung erfolgt zentral aus Lagern externer Logistikdienstleister.

1.2 Leitung und Kontrolle

Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die WashTec AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand der WashTec AG besteht regulär aus zwei Mitgliedern. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die strategische Ausrichtung fest und verfolgt das Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand.

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die WashTec AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation und die Kommunikation mit den wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Übergeordnetes Ziel von WashTec ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Diesem Anspruch folgt die unternehmensinterne Steuerung der Gesellschaft über ein wertorientiertes Managementsystem. Dieses umfasst ein integriertes Controllingkonzept, Ziel-Kennzahlen zur Steuerung sowie eine Vielzahl von Maßnahmen zur Sicherung von nachhaltig profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und effizientem Kapitalmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens definieren die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Zielvorgaben, die über alle Verantwortungsebenen des Konzerns in allen Geschäftseinheiten etabliert sind.

Die Überwachung erfolgt über regelmäßige Gremiensitzungen aller Berichtseinheiten. Hierzu zählen auch monatliche, erweiterte Vorstandssitzungen mit Bereichsverantwortlichen, regelmäßige internationale Management-Meetings mit allen Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften, Strategie- und Jahresplanung inklusive Investitionsplanung, Produktions- und Kapazitätsplanung, regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse sowie regelmäßige Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen.

In diesem Zusammenhang werden sämtliche Investitionsprojekte gesondert geprüft und über den Etablierungszeitraum verfolgt. Portfoliooptimierungen wie z.B. Firmenübernahmen durchlaufen einen sehr detaillierten Due-Diligence-Prozess, der ebenfalls auf Bereichs- und Vorstandsebene geprüft wird.

1.3 Markt für Fahrzeugwäsche

Wesentliche Markttreiber

Ökonomie: Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten, Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens

Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge stieg bis zum Beginn der Finanz- und Konjunkturkrise weltweit kontinuierlich an; insbesondere in Osteuropa und Asien waren überdurchschnittliche Wachstumsraten zu verzeichnen. Nach dem Einbruch der Absatzzahlen infolge der Finanz- und Konjunkturkrise steigen die Pkw-Verkaufszahlen in vielen Regionen der Welt mittlerweile wieder an, der europäische Automarkt entwickelt sich derzeit jedoch schleppend. Auch bei den Fahrzeugbeständen wird ein kontinuierliches Wachstum erwartet. Diese Faktoren können neue Impulse für das Fahrzeugwaschgeschäft geben und die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen steigern (Quellen: HSBC Global Research »The World in 2050« - Januar 2011; CAR Universität Duisburg-Essen - 2010/2012; Data Monitor European Automotive Markets Database - 2010).

Eine Verteuerung des Faktors Arbeit, die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der insbesondere in den Emerging Markets schneller ansteigende Fahrzeugbestand sowie der daraus folgende Übergang von der Handwäsche zur automatisierten Wäsche eröffnen nachhaltiges Marktpotenzial in diesen Regionen.

Technologie/Komfort: Steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Komfort und Qualität der Wäsche

Die automatische Fahrzeugwäsche ist im Vergleich zur Handwäsche deutlich schonender für den Autolack und erzielt in der Regel eine höhere Waschqualität. Hinzu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwaschanlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die manuelle Wäsche. Steigende Ansprüche an die Waschqualität in Verbindung mit geringeren Warte- und Durchlaufzeiten werden zukünftig zu einer gesteigerten Akzeptanz der automatisierten Wäsche führen. Hinzu kommt, dass die maschinelle Fahrzeugwäsche die Umwelt schont, da sie Frischwasser spart und sonstige Stoffe, wie z. B. Shampoo und Öle, in einem geschlossenen Kreislauf verbleiben und so nicht ins Erdreich oder das Grundwasser gelangen können.

Ökologie: Zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften - Frischwasser als begrenzte Ressource

Die Bedeutung von Frischwasser als begrenzte und teure Ressource und auch das Umweltbewusstsein nehmen weltweit zu. Ein deutlich reduzierter Frischwasserverbrauch sowie die Vermeidung der Verunreinigung des Grundwassers durch Schmierstoffe und Waschchemie sind Treiber für die Installation von Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnung.

Weitere Trends und Einflüsse:

Alternative Fahrzeugantriebe: Bisher hat sich kein klarer Favorit bei zukünftigen Antriebskonzepten (z.B. Hybrid/Elektro) herauskristallisiert und die Entwicklung geht nur langsam voran, so dass auch unklar bleibt, an welchem Ort die »Fahrzeugbetankung« zukünftig erfolgen wird. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass die Tankstelle mittelfristig nicht an Bedeutung verlieren wird.
Alternative individuelle Mobilitätskonzepte (z. B. Car-Sharing Modelle): Die hierfür vorgehaltenen Fahrzeuge werden ebenfalls betankt und von den Anbietern oder Nutzern gewaschen.
Demographische Entwicklung: Eine zunehmend alternde Bevölkerung kann zu einer verstärkten Nachfrage nach einfach zu bedienenden Produkten führen.

Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung dieser und anderer Trends aufmerksam, um frühzeitig auf sich ändernde Gegebenheiten reagieren zu können.

1.4 Unternehmensstrategie und Ziele

Die Unternehmensstrategie der WashTec Gruppe ist darauf ausgerichtet, die Positionierung als der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche weltweit auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Grundlage der Markt- und Technologieführerschaft ist die über 40-jährige Erfahrung von WashTec im Fahrzeugwaschsegment. Durch einen installierten weltweiten Waschanlagenbestand von deutlich über 30.000 Maschinen generiert das Unternehmen nachhaltige Umsatzerlöse über die gesamte Wertschöpfungskette der Fahrzeugwaschaktivitäten. Dies umfasst einerseits das gesamte Maschinenportfolio, eine breit diversifizierte Servicepalette, die Unterstützung bei Finanzierungsmodellen sowie die Belieferung mit Spezialchemie für die Fahrzeugreinigung und -pflege. Darüber hinaus betreibt WashTec in Einzelfällen auch ganze Autowaschanlagen selbst.

WashTec ist als einziger Anbieter der Branche auf allen Kontinenten in rund 60 Ländern präsent und verfügt über einen starken regionalen Marktzugang durch direkte Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Das Kerngeschäft ist in Europa und Nordamerika angesiedelt, strategisches Ziel ist es jedoch, in den zukünftigen Wachstumsregionen der Schwellenländer mit Schwerpunkt Asien und Osteuropa besonders stark zu expandieren. Gerade in den Emerging Markets wie z. B. Asien hat in der jüngeren Vergangenheit die Zahl der Fahrzeuge sehr deutlich zugenommen. Ein steigendes Umweltbewusstsein sowie eine Verschärfung der Regularien bei der Fahrzeugwäsche in einigen Ländern kommen der automatischen Fahrzeugwäsche aufgrund der hohen Nachhaltigkeit der angebotenen Produkte zugute. Aufgrund seiner Erfolgsgeschichte als innovatives und etabliertes Unternehmen verfügt WashTec über ein einzigartiges Kundennetzwerk. Der Investitionsbedarf und unsere große installierte Basis stellen für potenzielle Wettbewerber hohe Markteintrittsbarrieren dar. Unternehmensziel der WashTec Gruppe ist, die Profitabilität in den kommenden Jahren weiter und nachhaltig zu steigern.

Der Fokus der Geschäftspolitik liegt auf Zufriedenheit und der Schaffung von Mehrwert für den Kunden. Und zwar sowohl bei den Betreibern als auch bei den Waschkunden.

WashTec ist Marktführer im Fahrzeugwaschgeschäft. Es ist das Ziel der Gesellschaft, diese Marktführerschaft zu halten. Dies beinhaltet neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Markteinführung von Produktinnovationen ebenso die gezielte, internationale Marktbearbeitung, insbesondere in den Emerging Markets. Durch »Operational Excellence«-Maßnahmen sollen Prozesse optimiert, die Produktivität gesteigert und damit die positive Profitabilitätsentwicklung nachhaltig gestaltet werden.

1.4.1 Unternehmensziele

WashTec wird die unterschiedlichen Marktgegebenheiten und die eigene, starke Marktposition sowie seine solide Bilanzstruktur fokussiert nutzen, um die eigene Positionierung im Interesse der Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter nachhaltig auszubauen. Dazu gehören insbesondere die folgenden Punkte:

1 Wachstum durch verstärkte Innovation, weitere Internationalisierung des Geschäfts und zunehmende Professionalisierung der Prozesse.

2 Kontinuierliche Optimierung der Kostenstruktur durch intelligente und internationale Beschaffung und Fertigung.

3 Ausbau unserer Marktposition in Nordamerika.

4 Konsequente Weiterentwicklung des HSE Standards (Health, Safety, Environment) durch Umsetzung der WashTec Safety Rules und Erhöhung des Qualitätsstandards in der Gruppe.

1.4.2 Finanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet das Unternehmen im Wesentlichen die folgenden Kennzahlen und weiteren Leistungsindikatoren:

Wesentliche Kennzahlen zur Planung und Steuerung des Unternehmens

EBIT-Rendite (EBIT/Umsatz)
Betriebsergebnisse (EBIT) je Segment
Netto-Umlaufvermögen (kurzfr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte - kurzfr. Schulden aus Lieferungen und Leistungen)
Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) und Gearing (Netto-Finanzverschuldung/Eigenkapital)
Cashflow aus operativer Tätigkeit
ROCE [EBIT/(Gesamte Aktiva - kurzfristige Schulden - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente)]

Weitere Leistungsindikatoren

Mitarbeiterfluktuation und durchschnittliche Betriebszugehörigkeit
Kundenzufriedenheitsbefragungen und -analysen

WashTec führt regelmäßig Befragungen durch, in denen die Zufriedenheit mit den Produkten und dem Kundenservice von WashTec überprüft wird. Sie haben ergeben, dass die befragten WashTec-Kunden mit der erbrachten Leistung durchgehend sehr zufrieden sind.

Mehrjahresvergleich wesentlicher Kennzahlen zur Planung und Steuerung

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Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011* 2010
EBIT in Mio. € 19,2 -10,4 20,3
EBIT-Rendite in % 6,4 -3,5 7,6
Eigenkapitalquote in % 46,0 38,6 43,5
Gearing** 0,10 0,32 0,28
Cashflow aus operativer Tätigkeit in Mio. € 23,1 17,2 29,1
Netto-Umlaufvermögen in Mio. €*** 73,1 75,5 68,2
ROCE in %**** 17,0 16,3 19,9

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

** Netto- Finanzverschuldung/Eigenkapital

*** Kurzfr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte - kurzfr. Schulden aus Lieferungen und Leistungen

**** »Return On Capital Employed« = bereinigtes EBIT/(Gesamte Aktiva - kurzfristige Schulden -Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente); auf Basis gleicher Dividendenzahlungen

Der Mehrjahresvergleich zu Mitarbeiterfluktuation und durchschnittlicher Betriebszugehörigkeit ist unter dem Abschnitt »Mitarbeiter« dargestellt.

1.5 Erklärung zur Unternehmensführung

(inkl. Corporate-Governance-Bericht)

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der WashTec AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Zugleich berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate-Governance-Kodex (»Kodex«) über die Corporate Governance des Unternehmens.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG identifizieren sich mit den Zielen des Kodex, die eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle fördern.

Vorstand und Aufsichtsrat der WashTec AG befassen sich regelmäßig mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex. Die WashTec AG hat sich nach sorgfältiger Abwägung entschieden, nicht alle Empfehlungen des Kodex umzusetzen. Stattdessen verfolgt die Gesellschaft den Weg weiter, Corporate Governance dort konsequent anzuwenden, wo sie der Größe, Art und Struktur des Unternehmens gerecht wird. Im Wesentlichen werden jedoch die Empfehlungen und Anregungen des Kodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012 erfüllt.

Abweichungen von einzelnen Empfehlungen des Kodex wurden in der Entsprechenserklärung zum Kodex vom 11. Dezember 2012 durch Vorstand und Aufsichtsrat offengelegt.

Die Entsprechenserklärung ist auch auf der WashTec Internetseite (www.washtec.de) im Bereich »Investor Relations« veröffentlicht. Nicht mehr aktuelle Erklärungen zur Corporate Governance sind für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich.

1.5.1 Unternehmens- und Führungsstruktur

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht infolge der Erweiterung durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Mai 2012 satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex wurden ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss und ein Nominierungsausschuss gebildet. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen worden sind. Auf Basis seiner jeweiligen Expertise nimmt jedes Mitglied, im Rahmen der Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats, Aufgaben innerhalb der Ausschüsse wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Dr. Liebler (Vorsitzender), Herr Große-Allermann und Herr Busch an, wobei Herr Dr. Liebler aufgrund seiner besonderen Kenntnisse und Erfahrungen auch die Rolle des »Financial Expert« übernimmt. Im Personalausschuss sind Herr Busch als Vorsitzender sowie die Herren Lacher und Pedrazzini als weitere Mitglieder vertreten. Der Nominierungsausschuss besteht aus den Herren Große-Allermann (Vorsitzender), Dr. Liebler und Dr. Hein. Weitere Details zu den Aufgaben der Ausschüsse finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats orientiert sich am Unternehmensgegenstand, der Größe des Unternehmens und der Zusammensetzung der Belegschaft sowie der internationalen Geschäftstätigkeit von WashTec. Entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 des Kodex hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen.

Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung diese Ziele bereits weitgehend und beabsichtigt, die beschlossenen Ziele auch bei der nächsten turnusmäßigen Neubesetzung des Aufsichtsrats oder bei einem vorherigen Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds bei seinen Wahlvorschlägen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Anträge im Falle der gerichtlichen Bestellung.

Bei Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien werden keine Personen berücksichtigt, die während der regulären Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft das 75. Lebensjahr vollenden würden (vgl. § 1.3 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Gesellschaft).

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartals- und Halbjahresberichte und billigt den Jahresabschluss der WashTec AG sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der WashTec AG ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, da ein Hauptversammlungsbeschluss gem. § 172 AktG nicht erfolgt. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In seinen Aufgabenbereich fallen weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Darüber hinaus beschließt und überprüft der Aufsichtsrat unter anderem auch regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wichtigsten Vertragselemente (Ziffer 4.2.2 des Kodex). Wesentliche Vorstandsentscheidungen - z. B. Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen -sind an seine Zustimmung gebunden.

Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt, insbesondere in Bezug auf Einberufung und Durchführung der Sitzungen, die Beschlussfassung sowie zum Umgang mit Interessenkonflikten.

In einer Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die zustimmungspflichtigen Geschäfte sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen, geregelt.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, traten nicht auf. Die unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat war und ist jederzeit gewährleistet.

Vorstand

Der regulär aus zwei Mitgliedern bestehende Vorstand der WashTec AG ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Er legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Grundsätze der Unternehmenspolitik fest und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Planung und Festlegung des Unternehmensbudgets, die Ressourcenallokation sowie die Kontrolle der Geschäftsführung der Bereiche verantwortlich. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Konzernunternehmen hin. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Finanz- und Ertragslage, der Compliance sowie der Risikolage und des Risikomanagements.

Seit dem Ausscheiden von Herrn Krüger und Herrn Khorram mit Ablauf des 31. Juli 2012 bis zum Beginn der Bestellung der neuen Vorstandsmitglieder, Herr Dr. Jürgen Rautert und Herr Dr. Stefan Vieweg, zum 1. Januar 2013 gehörte dem Vorstand, im Rahmen der Entsendung des Aufsichtsratsmitglieds Herrn Michael Busch, nur eine Person an. Nachdem die neuen Vorstände ihre Arbeit aufgenommen haben, war Herr Busch noch für eine Übergangszeit von zwei Monaten als Sprecher des Vorstands tätig. Anfang März 2013 ist Herr Busch in den Aufsichtsrat zurückgekehrt. Herr Rautert leitet die Bereiche Vertrieb, Service, Supply Chain, Produktmanagement sowie Entwicklung und fungiert als Sprecher des Vorstands. Herr Vieweg zeichnet für die Ressorts Finanzen, Qualitätswesen, IT, Personal, Investor Relations, Recht und Corporate Audit verantwortlich.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (»Directors' Dealings«)

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der WashTec AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und den ihm nahestehenden Personen getätigten Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte die Summe von € 5.000 innerhalb eines Kalenderjahrs erreicht oder übersteigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden der Gesellschaft keine entsprechenden Geschäfte gemeldet.

Sämtliche Directors' Dealings werden auf der Website des Unternehmens unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« veröffentlicht.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Massimo Pedrazzini, Mitglied des Aufsichtsrats der WashTec AG, hielt zum 31. Dezember 2012 2.251 Aktien der WashTec AG, die er bereits vor seiner Wahl in den Aufsichtsrat erworben hatte. Herr Pedrazzini ist Präsident des Verwaltungsrats von Sterling Strategic Value Limited, die gem. Mitteilung vom 1. April 2010 am 30. März 2010 einen Anteil von 2.142.868 Stimmrechten (15,33%) an der WashTec AG hielten. Die übrigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder besaßen zum 31. Dezember 2012 keine Aktien der WashTec AG. Das Aufsichtsratsmitglied Jens Große-Allermann ist Vorstand der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die gem. Mitteilung vom 31. Juli 2009 an diesem Tag einen Anteil von 758.358 Stimmrechten (5,43%) an der WashTec AG hielt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die WashTec AG berichtet ihren Aktionären im Rahmen der Finanzberichterstattung quartalsweise ausführlich über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Im Rahmen der aktiven Investor-Relations-Arbeit finden regelmäßig Gespräche mit Analysten und institutionellen Anlegern statt. Anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen wird zudem eine Telefonkonferenz für Analysten abgehalten. Darüber hinaus präsentierte der Vorstand WashTec auf Analysten- und Investorenkonferenzen, wie z. B. der German Investment Conference im September und dem Deutschen Eigenkapitalforum im November.

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der WashTec AG findet innerhalb der ersten Hälfte eines Geschäftsjahres, üblicherweise im Mai, statt. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und die Ermächtigung zu kapitalverändernden Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Die WashTec AG bietet ihren Aktionären als Service an, von der Gesellschaft benannte, an die Weisung der jeweiligen Aktionäre gebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.

Die WashTec AG hat 2012 erneut alle für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen im Internet in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Damit bietet der Internetauftritt der WashTec AG auch in Bezug auf die Hauptversammlung eine umfassende Informationsplattform für nationale und internationale Investoren. Die WashTec AG verzichtet auf die Übertragung der Hauptversammlung im Internet sowie die elektronische Übermittlung der Einberufungsunterlagen.

1.5.2 Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts dargestellt. Hierin ist der gemäß §§ 289 V und 315 II Nr. 5 HGB geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

1.5.3 Compliance

Die umfassende und zeitnahe Information der Aktionäre und Stakeholder hat für WashTec einen hohen Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse von WashTec erfolgt im Rahmen der Finanzberichterstattung sowie auf der Bilanzpressekonferenz und in Form von Telefonkonferenzen. Des Weiteren werden Informationen über Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Mitteilungen, die Satzung der WashTec AG, sämtliche Entsprechenserklärungen, der Corporate Governance-Bericht (als Bestandteil des Geschäftsberichts) sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance (z.B. der WashTec Ethik-Kodex) sind im Internet unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« abrufbar.

WashTec hat eine Compliance-Organisation eingerichtet, die sicherstellen soll, dass alle relevanten Vorschriften eingehalten werden. Die Compliance-Organisation wird dabei kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Compliance-Organisation als wesentliches Element der Führungs- und Kontrollstruktur bei WashTec an. Die ausführliche Berichterstattung über die konzerninterne Compliance ist daher regelmäßig Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus wird jährlich ein ausführlicher Compliance-Bericht erstellt.

Die strategischen Leitlinien und der Ethik-Kodex der WashTec AG bilden die Basis des Compliance-Programms. Der Ethik-Kodex enthält verbindliche Regeln für gesetzestreues Verhalten sowie präzise Vorgaben, etwa zur Beachtung des Wettbewerbsrechts, zur Vermeidung von Korruption, zur Handhabung von Spenden, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zur Beachtung des Insiderhandelsverbots und zum Schutz des Unternehmensvermögens. Der Ethik-Kodex ist weltweit für alle Mitarbeiter der WashTec Gruppe und die Mitglieder des Vorstands verbindlich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beachten diese Regeln, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Gruppenweit haben alle Führungskräfte ihr Bekenntnis zum Ethik-Kodex mit ihrer Unterschrift dokumentiert. Dieses Bekenntnis wird regelmäßig erneuert.

Das gem. § 15b WpHG zu führende Insiderverzeichnis wird laufend gepflegt und aktualisiert. Die im Insiderverzeichnis geführten Personen werden über die ihnen daraus entstehenden Pflichten informiert.

Soweit Geschäfte von Führungspersonen (sog. Directors' Dealings) zu melden sind, werden diese veröffentlicht. Die betroffenen Personen bei WashTec werden über ihre Pflichten in Bezug auf Directors' Dealings informiert.

Der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird sowohl im Geschäftsbericht als auch im Internet unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« veröffentlicht, soweit die Voraussetzungen der Ziffer 6.6 des Kodex vorliegen.

Nachfolgend ist der Wortlaut der von Vorstand und Aufsichtsrat am 11. Dezember 2012 abgegebenen und im Internet unter www.washtec.de im Bereich »Investor Relations« veröffentlichten Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG wiedergegeben.

»WashTec AG, Augsburg Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die WashTec AC den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« (»Kodex«) in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung am 22. Dezember 2011 (inkl. der Ergänzung zur Entsprechenserklärung vom 03. August 2012) entsprochen hat und den Empfehlungen der Fassung des Kodex vom 15. Juni 2012 zukünftig entsprechen wird. Hiervon galten und gelten die nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:

Gemäß Ziffer 4.2.3 Satz 3 des Kodex sollen die monetären Bestandteile der Vergütung der Vorstandsmitglieder fixe und variable Bestandteile umfassen. Ob diese Empfehlung auch für Mitglieder des Aufsichtsrats gilt, die gemäß §105 Abs. 2 AktG in den Vorstand bestellt werden, ist nicht eindeutig. Vorsorglich erklären Vorstand und Aufsichtsrat, dass das gemäß § 105 Abs. 2 AktG mit Wirkung vom 28. Juli 2012 bis höchstens zum 27. Juli 2013 zum Vorstand bestellte Aufsichtsratsmitglied Herr Michael Busch für die Vorstandstätigkeit ausschließlich eine Festvergütung ohne variable Bestandteile erhält. Angesichts der Kürze der Amtszeit wäre eine variable Vergütung, die nach Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Kodex grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben soll, nicht sachgerecht.
Im Rahmen der Vorstandsvergütung waren bis zum Beginn der Bestellung der neuen Vorstandsmitglieder in den Vorstandsverträgen zwar variable Vergütungsbestandteile vorgesehen, jedoch keine mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage (Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Kodex). Die neuen Vorstandsverträge sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht.
Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex sieht vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen soll. Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 7.1 der Satzung der Gesellschaft und § 2 der Geschäftsordnung des Vorstands aus einer oder mehreren Personen. Seit dem Ausscheiden von Herrn Krüger und Herrn Khorram mit Ablauf des 31. Juli 2012 bis zum Beginn der Bestellung der neuen Vorstandsmitglieder Herr Dr. Rautert und Herr Dr. Vieweg gehört dem Vorstand, im Rahmen der Entsendung des Aufsichtsratsmitglieds Herrn Michael Busch, nur eine Person an. Dies ist dadurch zu erklären, dass die Bestellung der bisherigen Vorstandsmitglieder zum 31. Juli 2012 einvernehmlich beendet wurde und bis zum Beginn der Bestellung der Nachfolger eine Übergangslösung gefunden werden mußte, um die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.
Da der Aufsichtsrat der Gesellschaft bis zum Wirksamwerden der Satzungsänderung zur Mitgliederzahl des Aufsichtsrats am 18. Juni 2012 aus nur drei Mitgliedern bestand, wurden bis zu diesem Zeitpunkt keine Ausschüsse gebildet (Ziff. 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 des Kodex). Dies wurde bei der zum damaligen Zeitpunkt gegebenen Mitgliederzahl als nicht notwendig angesehen, da nach Auffassung des Aufsichtsrats die Bildung von Ausschüssen die Arbeit des Gremiums unnötig erschwert hätte. In seiner Sitzung vom 24. Mai 2012 hat der neue, aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat, unter Beachtung der Vorgaben des Kodex, folgende Ausschüsse gebildet: Nominierungsausschuss, Prüfungsausschuss, Personalausschuss.
Für die Dauer der Entsendung von Herrn Busch in den Vorstand ist der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende abweichend von Ziff. 5.4.2 des Kodex nicht Vorsitzender des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt. Dies ist durch die derzeitige Sondersituation begründet, in der kurzfristig neue Vorstandsmitglieder ausgewählt werden mussten. In dieser Konstellation hielt es der Aufsichtsrat für angebracht, für die Übergangszeit ein anderes Mitglied des Aufsichtsrats zum Vorsitzenden des Personalausschusses zu bestellen. Nach der Rückkehr von Herrn Busch in den Aufsichtsrat strebt der Aufsichtsrat an, der Empfehlung der Ziff. 5.4.2 des Kodex wieder zu entsprechen.
Abweichend von Ziffer 5.4.6 Satz 3 des Kodex wird bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder bisher nicht der Vorsitz in den Ausschüssen berücksichtigt. Da der Aufsichtsrat bis zum Wirksamwerden der Satzungsänderung zur Mitgliederzahl des Aufsichtsrats am 18. Juni 2012 aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse gebildet hatte, ist eine entsprechende Regelung im bisherigen Vergütungssystem nicht enthalten. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen, ob der Hauptversammlung eine diesbezügliche Satzungsänderung vorgeschlagen werden soll.

Augsburg, den 11. Dezember 2012

WashTec AG, Vorstand und Aufsichtsrat

Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie innerhalb der Geschäftsberichte der WashTec AG im Rahmen des Corporate Governance-Berichts bzw. der Erklärung zur Unternehmensführung und im Internet unter www.washtec.de.«

1.5.4 Vergütungsbericht

Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands der WashTec AG sowie die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist in Übereinstimmung mit dem Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands als auch die wirtschaftliche Lage, der Unternehmenserfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens berücksichtigt werden.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie den Empfehlungen und den Anregungen des Kodex. Das Vergütungssystem wurde zuletzt vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. Dezember 2012 erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen (Ziffer 4.2.2 Abs. 1 des Kodex). Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nicht monetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so gestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.

Das gemäß § 105 Abs. 2 AktG mit Wirkung vom 28. Juli 2012 bis höchstens zum 27. Juli 2013 zum Vorstand bestellte Aufsichtsratsmitglied Herr Michael Busch erhält für die Vorstandstätigkeit ausschließlich eine Festvergütung ohne variable Bestandteile. Angesichts der Kürze der Amtszeit wäre eine variable Vergütung, die nach Ziffer 4.2.3 Satz 4 des Kodex grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben soll, nicht sachgerecht.

Fixe Vergütung

Die drei im Laufe des Jahres 2012 amtierenden Mitglieder des Vorstands erhielten eine fixe erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von insgesamt € 573.194 (Vorjahr [zwei amtierend Vorstände]: € 693.567).

Die fixen Bezüge umfassen auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen, der Gewährung von Versicherungsschutz und der Erstattung von Kosten für einen zweiten Wohnsitz bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Andererseits gewährleisten variable Bestandteile, die unter anderem vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine Interessengleichheit zwischen Vorstand und den übrigen Stakeholdern.

Kurzfristige variable Vergütung - erfolgsbezogene Komponente

Im Rahmen der Vorstandsvergütung waren bis zum Beginn der Bestellung der neuen Vorstandsmitglieder in den Vorstandsverträgen zwar variable Vergütungsbestandteile vorgesehen, jedoch keine mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage (Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Kodex). Die variable Jahresvergütung der ehemaligen Vorstandsmitglieder Thorsten Krüger und Houman Khorram enthielt jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens gebundene Komponenten. Sie orientierte sich an dem gemäß IFRS ermittelten Ergebnis pro Aktie nach Steuern oberhalb eines vom Aufsichtsrat festgelegten Sockelbetrages. Die neuen Vorstandsverträge sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Hier enthalten die variablen Vergütungsbestandteile kurzfristige und langfristige, an die Erreichung von verschiedenen, vom Aufsichtsrat festzulegenden Zielvorgaben gebundene Komponenten. Sie sollen eine Incentivierung der Ausrichtung des Vorstands auf den geschäftlichen Erfolg der WashTec AG ermöglichen. Die kurzfristige variable Jahresvergütung orientiert sich an jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzenden strategischen und/oder finanziellen und/oder operativen Zielvorgaben. Durch die Festlegung von anspruchsvollen Zielvorgaben wurde und wird eine variable Komponente der Vorstandsvergütung gewährt, die sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung trägt (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Kodex).

Die gesamte kurzfristige Vergütung der im Geschäftsjahr 2012 amtierenden Vorstände stellt sich wie folgt dar:

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Vergütung

in T€
2012 Fix 2012 Variabel 2011 Fix 2011 Variabel
Thorsten Krüger (bis 31. Juli 2012) 281 - 461 0
Houman Khorram (bis 31. Juli 2012) 139 - 232 0
Michael Busch (ab 28. Juli 2012) 153 - - -
Gesamt 573 - 693 0

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Im Rahmen der Vorstandsvergütung waren bis zum Beginn der Bestellung der neuen Vorstandsmitglieder in den Vorstandsverträgen keine variablen Vergütungsbestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage (Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Kodex) vorgesehen.

Die neuen Vorstandsverträge sehen eine Vorstandsvergütung vor, die den Empfehlungen des Kodex in vollem Umfang entspricht. Die langfristige variable Vergütung basiert auf einer vom Aufsichtsrat festzusetzenden, separaten strategischen und/oder finanziellen und/oder operativen Zielvorgabe mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage.

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

Pensionen und Pensionszusagen

Als Sonderleistungen sind im Bereich der Altersvorsorge beitragsorientierte Leistungszusagen vereinbart, deren jährlicher Beitrag nicht mehr als ein Drittel des jährlichen Fixums beträgt. Diese Leistungszusagen sind in der ausgewiesenen Gesamtvergütung enthalten. Leistungsorientierte Pensionszusagen werden nicht gewährt. Stirbt der Berechtigte während der Dauer des Vorstandsvertrages, so hat seine Ehefrau Anspruch auf unverminderte Gewährung des fixen Gehalts für maximal die folgenden sechs Monate.

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Beitragsorientierte Leistungszusagen in T€ 2012 2011
Thorsten Krüger (bis 31. Juli 2012) 61 87
Houman Khorram (bis 31. Juli 2012) - -
Gesamt 61 87

Sonstige Leistungen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit

Sowohl in den Verträgen der ehemaligen Vorstände, Herr Krüger und Herr Khorram, als auch in den Verträgen der neuen Vorstände, Herr Rautert und Herr Vieweg, ist eine Vergütung in Höhe von 50% der zuletzt von ihnen bezogenen kurzfristig fälligen Vergütung als Gegenleistung für die Ausübung eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbots nach Beendigung ihres Dienstverhältnisses vereinbart.

Die Alt-Vorstandsverträge sahen eine generelle Begrenzung von Abfindungen (Abfindungs-Cap) auf maximal zwei Jahresvergütungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Auch für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Change of Control war eine Begrenzung auf maximal 150% des Abfindungs-Caps vorgesehen (Ziffer 4.2.3 des Kodex).

Im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstandsverträge zum 31. Juli 2012 erhielt Thorsten Krüger Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt rund Mio. € 0,9 und Houman Khorram Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt rund Mio. € 0,4. Mit diesen Zahlungen sind alle Ansprüche der ehemaligen Vorstände aus den Vorstandsverträgen, inklusive der variablen Vergütung sowie aller Neben- und Sonderleistungen, abgegolten.

Bei den neuen Vorstandsverträgen ist eine Regelung vorgesehen, nach der, sofern bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit, die nicht durch einen zur Kündigung des Vorstandsvertrags berechtigenden wichtigen Grund veranlasst ist, Abfindungszahlungen vereinbart werden, diese auf maximal 2 Jahresvergütungen einschließlich Nebenkosten begrenzt werden sollen (Abfindungs-Cap).

Sonstiges

Die Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder sonstigen Haftungsfreistellungen.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2011 wurde die Aufsichtsratsvergütung mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 neu gefasst. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt seitdem € 20.000 pro vollem Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von € 1.500 für jede Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 500 für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Konzernergebnis pro Aktie den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet. Die fixe und variable Vergütung für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied ist auf maximal € 50.000 begrenzt. Gemäß § 8.16 der Satzung der WashTec AG erhält der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der fixen und variablen Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine im Verhältnis geringere feste und erfolgsabhängige Vergütung. Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 für persönlich erbrachte Leistungen keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile gewährt (Ziffer 5.4.6 des Kodex).

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2012 in T€, Rundungsdifferenzen möglich Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap Auszahlbetrag5)
Michael Busch1) 23 100 27 150 57 57
Jürgen Lauer2) (bis 10. Mai 2012) 11 47 11 69 27 27
Massimo Pedrazzini3) 31 134 27 192 77 77
Jens Große-Allermann (seit 18. Juni 2012)4) 15 66 16 97 38 38
Sören Hein (seit 10. Mai 2012) 13 56 9 78 32 32
Roland Lacher (seit 18. Juni 2012) 11 47 11 69 27 27
Hans Liebler (seit 18. Juni 2012) 11 47 12 70 27 27
Gesamt 115 497 113 725 285 285

1) Vorsitzender; Mandat ruhte für die Dauer der Entsendung in den Vorstand (ab dem 28. Juli 2012)

2) Stellv. Vorsitzender bis 10. Mai 2012

3) Stellv. Vorsitzender bis 27. Juli 2012/Vorsitzender ab 28. Juli 2012

4) Stellv. Vorsitzender ab 28. Juli 2012

5) Begrenzung der Auszahlungen durch Cap (entsprechend Zugehörigkeit/Funktion)

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2011 in T€, Rundungsdifferenzen möglich Fix Variabel Sitzungsgeld Summe Cap Auszahlbetrag
Michael Busch1) 40 0 24 64 100 64
Jürgen Lauer2) 30 0 18 48 75 48
Massimo Pedrazzini 20 0 12 32 50 32
Gesamt 90 0 54 144 225 144

1) Vorsitzender

2) Stellv. Vorsitzender

1.6 Überblick über den Geschäftsverlauf

1.6.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft 2012 mit verlangsamtem Wachstum

Bedingt durch die Staatsschuldenkrise in Europa und eine generelle konjunkturelle Abkühlung in der zweiten Jahreshälfte konnte die Weltwirtschaft nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2012 nur um 3,3% zulegen. Die Prognosen der Experten waren dabei im Jahresverlauf mehrfach nach unten korrigiert worden. Die Industriestaaten verzeichneten nur ein sehr moderates Plus von 1,3%. Die Rezession in wichtigen EU-Staaten wie Italien und Spanien sorgte dafür, dass die Wirtschaftsleistung der Eurozone um 0,4% unter der des Jahres 2011 lag. Ausnahme war erneut Deutschland, wo das Wachstum nach Angaben der Bundesregierung im Berichtsjahr noch plus 0,7% erreichte. Etwas besser verlief die Entwicklung in den USA und Japan. Dort ermittelte der IWF jeweils eine um 2,2% höhere Wirtschaftsleistung. Von den Schwellenländern gingen 2012 erneut die größten Impulse für das Weltwirtschaftswachstum aus. Sie konnten allerdings nicht an die hohe Dynamik vergangener Jahre anknüpfen. So expandierten die Volkswirtschaften der Entwicklungs- und Schwellenländer 2012 insgesamt um 5,3 %, wobei China mit einem Plus von 7,8 % erneut die Rolle der Konjunkturlokomotive, wenn auch gegenüber dem Vorjahr mit etwas gebremster Stärke, einnahm. Die Inflation in den Industrienationen lag bei 1,9%, die in den Schwellenländern deutlich höher bei 6,1 %. In den Industrieländern bewegten sich die Leitzinsen auf historisch niedrigen Niveaus. Die Rohstoffpreise zeigten sich im Jahr 2012 überwiegend stabil.

Wirtschaftswachstum 2012 in %

Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF) World Economic Outlook, Oktober 2012 und Angaben der deutschen Bundesregierung, Januar 2013

Auswirkungen auf das Betreiben von Waschanlagen

Die konjunkturelle Entwicklung hat im Allgemeinen nur bedingt Einfluss auf das Betreiben von Waschanlagen, so dass das Waschverhalten der Endkunden auch während der Finanz- und Konjunkturkrise insgesamt weitgehend stabil geblieben ist. Davon ausgenommen sind Märkte wie zum Beispiel Spanien oder Portugal, wo die anhaltende Wirtschaftskrise zu rückläufigen Waschzahlen geführt hat. Dazu kommen wetterbedingte Schwankungen der Waschzahlen. Die Rahmenbedingungen, zu denen (Einzel-)Kunden eine neue Waschanlage finanzieren können, haben sich infolge der Finanz- und Konjunkturkrise deutlich verschlechtert. Dies hat, zusammen mit der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung, in vielen Fällen zu Verschiebungen bei den Investitionen in neue Fahrzeugwaschanlagen, beziehungsweise bei Ersatzinvestitionen zu einer Verlängerung der Lebenszyklen, geführt.

Grundsätzlich wird die Branche der Waschanlagenhersteller zu den spätzyklischen Industriezweigen gezählt, so dass die Branchenentwicklung nicht mit der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung gleichläuft. Die konkreten Auswirkungen der Finanz- und Konjunkturkrise auf das Geschäft von WashTec und das Geschäft der Anlagenbetreiber sind regional sehr unterschiedlich und werden im Rahmen des Segmentberichts genauer dargestellt.

1.6.2 Markt für Fahrzeugwaschanlagen

Kundengruppen

Die Kunden von WashTec sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen Teil ihres Unternehmensergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften, Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen bzw. Waschanlagen sowie Supermarktketten. Dazu kommen Betreiber von reinen Waschstandorten. Weitere Kundengruppen bieten Fahrzeugwäsche als kostenlose Dienstleistung für ihre Kunden an oder waschen eigene Fahrzeuge zur Werterhaltung ihrer Fahrzeugflotten. Zu diesen Kundengruppen zählen Autohäuser und Werkstätten, Speditionen sowie Verkehrsbetriebe.

Wettbewerb

Die wesentlichen europäischen Wettbewerber sind die Otto Christ AG (Deutschland) und Istobal SA (Spanien). WashTec ist in Europa nach eigenen Erhebungen im Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer. Ceccato S.p.A. (Italien) befindet sich nach Informationen der Gesellschaft in einem Insolvenzverfahren. Im Gegenzug versuchen Wettbewerber mit kleinen Marktanteilen wie z. B. Alfred Kärcher GmbH (Deutschland) oder Aquarama (Italien) und viele lokale Hersteller von SB-Anlagen Marktanteile zu gewinnen. Die größten weiteren Wettbewerber im nordamerikanischen Markt sind Ryko Solutions Inc., PDQ Manufacturing Inc., Belanger Inc. und SONNY'S Enterprises Inc. Hier hat WashTec in Bezug auf die installierte Basis einen Marktanteil von rund 10%. WashTec beobachtet kontinuierlich die Entwicklung der Wettbewerbssituation in allen wesentlichen Märkten, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Absatzmärkte

Die globale Aufstellung von WashTec spiegelt sich auch in der regionalen Umsatzverteilung wider. Im Berichtsjahr 2012 wurden rund 67% des Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands generiert. Das Geschäft im Kernmarkt Europa dominiert zwar mit über 80% der Konzernerlöse noch das Bild. Mittelfristig sollen aber vor allem die Umsätze in den Wachstumsregionen Asien/Pazifik und Emerging Europe (derzeit jeweils rund 4%) und der Region Nordamerika an Gewicht gewinnen.

Der globale Markt für Fahrzeugwaschanlagen untergliedert sich - abhängig von dem Entwicklungsgrad der Märkte - in mehrere Teilmärkte, auf deren Besonderheiten im Rahmen der Segmentberichterstattung genauer eingegangen wird.

2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

WashTec konnte im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz trotz eines angespannten Marktumfelds in Teilmärkten deutlich von Mio. € 293,3 auf Mio. € 301,5 steigern. Das EBIT, das im Vorjahr vor allem durch die Sonderaufwendungen infolge der unerwarteten negativen Entwicklung in Nordamerika stark belastet wurde, stieg von Mio. €-10,4 auf Mio. € 19,2; bereinigt um Sondereinflüsse lag das EBIT mit Mio. € 18,5 um Mio. € 0,9 bzw. 5,1 % über dem Vorjahr (Mio. € 17,6). Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in Nordamerika zeigten wesentliche Erfolge, so dass Umsatz und Ergebnis dort deutlich gesteigert werden konnten. Durch weitere im Geschäftsjahr 2012 eingeleitete Maßnahmen hat WashTec gute Voraussetzungen geschaffen, um auch zukünftig nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen. So wurde in allen Segmenten und Bereichen in Struktur- und Effizienzmaßnahmen investiert, die zu einer Verbesserung der Ergebnisse führen sollen, etwa die Optimierung der Vertriebs- und Organisationsstrukturen in Deutschland, die Anpassung der Kapazitäten vor allem in Spanien, Großbritannien und Skandinavien und die Verlagerung von Produktionsteilen nach Tschechien.

2.1 Auftragsbestand

Der Konzern verzeichnet zum 31. Dezember 2012, nach zuvor zwei Monaten mit überdurchschnittlichem Auftragseingang, einen leicht unter dem Vorjahr liegenden Auftragsbestand.

Da die Aufträge von WashTec in der Regel eine Durchlaufzeit von sechs bis zehn Wochen haben, ist der Auftragsbestand für die Geschäftsentwicklung des gesamten Geschäftsjahres 2013 nur bedingt aussagefähig.

2.2 Ertragslage

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding sowie der Ergebnisabführung der WashTec Carwash Operations GmbH und der AUWA-Chemie GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die WashTec AG wird, soweit erforderlich, besonders eingegangen.

2.2.1 Wesentliche Ertragskennzahlen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Ertragskennzahlen der WashTec Gruppe:

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in Mio. € (unbereinigt) Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011* Veränderung

in %
Umsatzerlöse 301,5 293,3 2,8
Materialaufwand 126,9 127,4 -0,4
Sonstiger betrieblicher Ertrag 4,3 4,8 -10,4
Personalaufwand 100,2 104,6 -4,2
Sonstiger betrieblicher Aufwand (inkl. sonstige Steuern) 51,7 48,8 5,9
EBITDA 29,2 19,2 52,1
Abschreibungen 10,0 29,5 -66,1
Betriebsergebnis (EBIT) 19,2 -10,4 284,6
Finanzergebnis -2,7 -1,6 -68,8
Ergebnis vor Steuern 16,5 -11,9 238,7
Konzernergebnis 10,1 -14,6 169,2

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

2.2.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz der WashTec Gruppe lag mit Mio. € 301,5 um Mio. € 8,2 oder 2,8% über dem Vorjahreswert von Mio. € 293,3. Im vierten Quartal 2012 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 3,8 bzw. 4,7% (Umsatz Q4 2012: Mio. € 84,4; Umsatz Q4 2011: Mio. € 80,6).

Umsatzentwicklung in Mio. €

Bereinigt um die Fremdwährungseffekte lag der Umsatz mit Mio. € 296,2 um 1,0% über dem Vorjahresniveau (Mio. € 293,3).

Umsatz nach Segmenten in Mio. €, Veränderung in Prozent ggü. 2011

Die Märkte in Kerneuropa haben sich 2012 wie erwartet insgesamt stabil entwickelt. Die Umsätze lagen hier mit Mio. € 246,5 leicht über dem Vorjahr (Mio. € 244,5). Die zentral- und osteuropäischen Märkte (Emerging Europe) sind weiter gewachsen. Daher stiegen die Umsätze in diesem Segment um rund 20% auf Mio. € 13,7 (Vorjahr: Mio. € 11,4). In Nordamerika stiegen die Umsätze insbesondere in den USA und lagen mit Mio. € 44,9 klar über dem Vorjahr (Mio. € 38,8). Die entsprechenden Umsätze in US-Dollar lagen bei Mio. US-Dollar 58,0 (Vorjahr: Mio. US-Dollar 54,3). Im Segment Asien/Pazifik lagen die Umsätze mit Mio. € 11,9 knapp über dem Vorjahreswert (Mio. € 11,7).

Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung in den einzelnen Segmenten findet sich in der Segmentberichterstattung unter Ziffer 2.3.

Umsatz nach Produkten

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in Mio. € Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011 Veränderung (in %)
Neu- und Gebrauchtmaschinen 170,0 168,7 0,8
Ersatzteile, Service 90,1 88,9 1,3
Chemie 29,8 24,3 22,6
Betreibergeschäft und Sonstiges 11,6 11,4 1,8
Gesamt 301,5 293,3 2,8

Im Jahr 2012 konnte WashTec in allen Produktgruppen Umsätze oberhalb des Vorjahresniveaus erzielen. So stieg der Neu- und Gebrauchtmaschinenumsatz leicht von Mio. € 168,7 auf Mio. € 170,0.

Das profitable Waschgeschäft spiegelt sich in den wachsenden Umsätzen in den Bereichen Service und Chemie wider. Die Ersatzteil- und Serviceumsätze stiegen um Mio. € 1,2 auf Mio. € 90,1 (Vorjahr: Mio. € 88,9), die Chemieumsätze entwickelten sich erneut sehr erfreulich und stiegen deutlich auf Mio. € 29,8 (Vorjahr: Mio. € 24,3).

Die Umsätze der WashTec Carwash Operations GmbH und der WashTec Financial Services GmbH werden im Bereich Betreibergeschäft und Sonstiges dargestellt. Hier lag der Umsatz mit Mio. € 11,6 leicht über dem Vorjahr (Mio. € 11,4).

Die Umsatzerlöse (nach HGB) der WashTec AG stiegen um Mio. € 1,4 auf Mio. € 3,0 (Vorjahr: Mio. € 1,6) und betreffen die Weiterbelastung von Managementumlagen an ihre Tochtergesellschaften.

2.2.3 Aufwandsposten und Ergebnis

2.2.3.1 Aufwandsposten

Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst vor allem bezogene Roh-, Hilfe- und Betriebsstoffe und war im Berichtsjahr 2012 entsprechend abhängig von den diesbezüglichen Marktpreisen. Die größten Positionen betreffen den Einkauf von z. B. Stahl, Kunststoffen und anderen Rohmaterialien. Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr leicht von Mio. € 127,4 auf Mio. € 126,9 gesunken, da 2011 Rückstellungen im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen in Nordamerika zu einem erhöhten Aufwand geführt hatten. Bereinigt um diese Effekte lag der Wert in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Der Rohertrag stieg aufgrund der höheren Umsätze von Mio. € 166,4 auf Mio. €175,4. Die Rohertragsquote hat sich mit 58,2% gegenüber dem Vorjahreswert (56,7%) klar verbessert.

Personalaufwand

Während im Zuge der Restrukturierung in Nordamerika der Personalaufwand sank, stieg der Aufwand in anderen Bereichen; z.B. durch den Ausbau der Vertriebs- und Servicestrukturen in den Segmenten »Emerging Europe« und »Asien/Pazifik«, die Einmalzahlungen an die ehemaligen Vorstandsmitglieder sowie die Tarifsteigerungen in Kerneuropa (insbesondere in Deutschland). Durch geringere Sonderaufwendungen für Restrukturierungen sowie Änderungen bei der Bilanzierung der Altersteilzeit sank der Personalaufwand jedoch insgesamt von Mio. € 104,6 im Vorjahr auf Mio. € 100,2 im Jahr 2012. Die Personalaufwandsquote (vom Umsatz) sank von 35,7% auf 33,2%. Die Vorjahreswerte wurden nach IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang.

Der Personalaufwand (nach HGB) der WashTec AG von Mio. € 2,2 (Vorjahr: Mio. € 0,9) resultiert im Wesentlichen aus der Vergütung (inkl. Abfindungszahlungen) des Vorstands, die im Vergütungsbericht erläutert ist sowie den Bereichen Investor Relations und Recht.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern)

Vor allem bedingt durch Kosten im Zusammenhang mit der Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, Beratungs- und Personalbeschaffungskosten im Rahmen der Strategieumsetzung, dem Ausbau der Vertriebsstrukturen in den Emerging Markets, Messekosten sowie höhere Fahrzeugkosten stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) von Mio. € 48,8 um Mio. € 2,9 auf Mio. € 51,7. Diese Position beinhaltet außerdem einen Fremdwährungsverlust von rund Mio. € -1,1. 2011 war ein Fremdwährungsverlust in Höhe von ca. Mio. € -1,0 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach HGB) der WashTec AG stiegen um Mio. € 0,6 auf Mio. € 2,4 (Vorjahr: Mio. € 1,8).

2.2.3.2 Fremdwährungseffekte

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum Euro hat grundsätzlich keine maßgeblichen Auswirkungen auf das operative Geschäft, da der Hauptteil der Wertschöpfung und Umsatzrealisierung in der jeweiligen Region erfolgt. Die Stichtagsbewertung der in Fremdwährung gehaltenen bilanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hatte lediglich einen negativen Einfluss in Höhe von ca. Mio. € -0,2 auf die Ertragslage (Vorjahr: Mio. € +0,3), da diese im Wesentlichen durch Derivate gesichert wurden.

2.2.3.3 EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf Mio. €29,2 und lag damit deutlich über dem Vorjahr (Mio. € 19,2).

2.2.3.4 Abschreibungen

Die Abschreibungen sanken auf Mio. € 10,0 (Vorjahr: Mio. € 29,5). Grund für den hohen Vorjahreswert war die Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte in Nordamerika.

2.2.3.5 Beteiligungsergebnis der WashTec AG

Das Beteiligungsergebnis der WashTec AG nach HGB resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 2,5). Zudem fiel eine Ausschüttung der WashTec Holding GmbH in Höhe von Mio. € 3,9 an, die phasengleich vereinnahmt worden ist (Vorjahr: Mio. € 2,0).

EBIT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.2.3.6 EBIT

Das unbereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg klar auf Mio. € 19,2 (Vorjahr: Mio. € -10,4), die EBIT-Rendite lag bei 6,4% (Vorjahr: -3,5%).

EBIT/bereinigtes EBIT nach Segmenten

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2012 2011*
in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich EBIT Bereinigtes EBIT EBIT Bereinigtes EBIT
--- --- --- --- ---
Kerneuropa 19,2 19,7 17,9 22,7
Emerging Europe 0,8 0,8 1,1 1,1
Nordamerika -0,2 -1,4 -29,9 -5,6
Asien/Pazifik -0,7 -0,7 0,7 0,0
Konsolidierung 0,0 0,0 -0,1 -0,5
Konzern 19,2 18,5 -10,4 17,6

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

2.2.3.7 Sondereinflüsse

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT stieg von Mio. € 17,6 auf Mio. € 18,5. Die bereinigte EBIT-Rendite lag bei 6,1% (Vorjahr: 6,0%). Auf der Ebene der einzelnen Segmente fielen wie im Vorjahr regionale Sondereinflüsse an, die sich teilweise auf Konzernebene ausgeglichen haben. Von den 2012 ausgewiesenen Sondereinflüssen in Höhe von Mio. € +0,7 entfallen Mio. € -0,5 auf das Segment »Kerneuropa« und Mio. € +1,2 auf das Segment »Nordamerika«. Im Vorjahr stellte sich die Aufteilung der Sondereinflüsse nach Segmenten wie folgt dar: »Kerneuropa« Mio. € -4,8, »Asien/Pazifik« Mio. € +0,7 und »Nordamerika« Mio. €-24,3.

2.2.3.8 Netto-Finanzaufwand

Der Netto-Finanzaufwand stieg aufgrund von Effekten aus Zinsswaps von Mio. € 1,6 auf Mio. € 2,7.

Aufschlüsselung des Finanzergebnisses

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011
Erträge aus Bankzinsen und ähnliche Erträge 0,1 0,2
Finanzertrag 0,1 0,2
Verzinsliche Darlehen -0,5 -0,8
Zinsswaps -1,3 -0,2
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing -0,4 -0,5
Aufwendungen Finanzierungskosten und ähnliche Aufwendungen -0,6 -0,2
Finanzaufwand -2,8 -1,7
Finanzergebnis (Netto-Finanzaufwand) -2,7 -1,6

2.2.3.9 EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei Mio. € 16,5 (Vorjahr: Mio. € -11,9). Der Vorjahreswert wurde nach IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang.

EBT im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.2.3.10 Steuern

Die Steuern in Höhe von Mio. € 6,4 (Vorjahr: Mio. € 2,7) setzen sich aus der Nutzung latenter Steuerguthaben und laufendem Steueraufwand zusammen. Die Steuerquote (im Bezug auf das EBT) stieg von -22,7% auf 38,8%. Neben der positiven Ergebnisentwicklung hat die Nichtaktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge bei einzelnen Beteiligungen einen Einfluss auf die Entwicklung der Steuerquote gehabt.

Die Verlustvorträge bestehen im Wesentlichen in den internationalen Gesellschaften, während die Verlustvorträge in Deutschland weitgehend aufgebraucht wurden.

2.2.3.11 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis nach Steuern stieg um Mio. € 24,7 auf Mio. € 10,1 (Vorjahr: Mio. € -14,6). Das Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) stieg - auf Grundlage einer infolge des Aktienrückkaufs gegenüber dem Vorjahr (13.976.970 Stück) leicht auf 13.962.989 Stück gesunkenen durchschnittlichen Aktienzahl - auf € 0,72 (Vorjahr: € -1,04). Die Vorjahreswerte wurden nach IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang.

Der Jahresüberschuss nach HGB der WashTec AG stieg von Mio. € 3,7 auf Mio. € 4,9.

Konzernergebnis im Mehrjahresvergleich in Mio. €

2.2.4 Mittelverwendung/Dividende

WashTec sieht sich als wertorientierter Titel mit einer attraktiven Ausschüttungspolitik. Es ist zudem Bestandteil der Strategie von WashTec, die Marktposition weltweit auszubauen und ein moderates Umsatzwachstum bei Einhaltung eines konservativen Verschuldungsgrads zu erreichen. Unter einem konservativen Verschuldungsgrad versteht WashTec eine Quote von EBITDA zu Netto-Bankverschuldung und Finanzierungsleasing unter 1. Unter diesen Voraussetzungen beabsichtigt WashTec, nachhaltig Ausschüttungen in Höhe von rund 40% des Netto-Ergebnisses in Form von Dividenden und/oder in Form von Aktienrückkäufen an die Aktionäre vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund werden Vorstand und Aufsichtsrat der für den 15. Mai 2013 geplanten Hauptversammlung voraussichtlich eine Dividendenausschüttung im Einklang mit der bestehenden Ausschüttungspolitik zuzüglich einer Sonderdividende sowie eine Ermächtigung zum weiteren Rückkauf eigener Aktien vorschlagen, nachdem das derzeitige Aktienrückkaufprogramm im Mai ausläuft.

2.3 Segmentberichterstattung

Die globale Geschäftstätigkeit von WashTec wird in vier geografische Segmente untergliedert. Im Segment »Kerneuropa« werden die Aktivitäten der WashTec Gruppe innerhalb von Nord- und Westeuropa zusammengefasst. Das Segment »Emerging Europe« umfasst die osteuropäischen Länder inklusive Russland, während das Segment »Nordamerika« die Aktivitäten in den USA und Kanada beinhaltet. Das Segment »Asien/Pazifik« reflektiert im Wesentlichen die Geschäftsentwicklung der australischen und chinesischen Tochtergesellschaften.

Umsatz nach Segmenten 2011/2012 in Mio. €

EBIT nach Segmenten 2011/2012 in Mio. €

2.3.1 Kerneuropa

Kennzahlen Kerneuropa

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Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011
Umsatz in Mio. € 246,5 244,5
EBIT in Mio. € 19,2 17,9
EBIT-Rendite % 7,8 7,3
Mitarbeiter (zum 31.12.) 1.354 1.316

Marktumfeld und Wettbewerb

Der Fahrzeugbestand hat sich in der jüngeren Vergangenheit in Kerneuropa stabil entwickelt. Dies wird sich nach Einschätzung der Gesellschaft auch in Zukunft nicht wesentlich ändern. Auch das Waschverhalten der Endkunden ist, bis auf einzelne Regionen z.B. in Südeuropa, sehr stabil und berechenbar, da es im Wesentlichen wetterabhängig ist.

Der Waschanlagenmarkt in Kerneuropa ist der weltweit am weitesten entwickelte Fahrzeugwaschmarkt mit der höchsten Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen, der professionellsten Struktur in Vertrieb und Service sowie der höchsten Produktqualität. Wesentliche Kunden sind weltweit agierende Mineralölgesellschaften, die entweder selbst oder über Pächter in ihren Tankstellennetzen Fahrzeugwaschanlagen betreiben. Dazu kommen unabhängige Kunden wie z. B. Supermarktketten, Einzelbetreiber, Logistikunternehmen oder Autohändler. Betrachtet man die unterschiedlichen Kundengruppen, so ist zu beobachten, dass sich einige große Mineralölgesellschaften teilweise von ihren Tankstellennetzen trennen und an deren Stelle neue, teilweise lokale Betreiberketten das Geschäft übernehmen.

Der Wettbewerb ist intensiv und beschränkt sich auf wenige Hersteller, die die Konsolidierung in den letzten 20 Jahren erfolgreich gestaltet haben. Die wesentlichen europäischen Wettbewerber sind derzeit die Otto Christ AG (Deutschland) und Istobal SA (Spanien). Die wichtigsten Märkte werden durch die Direktvertriebsnetze der Hersteller und einen direkten, herstellergebundenen Service dominiert. Ein Teil des Vertriebs und Service erfolgt über Händler. Aufgrund der großen Bedeutung einer flächendeckenden Servicestruktur ist die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber in diesem Markt sehr hoch. WashTec ist nach eigenen Erhebungen in Bezug auf Marktabdeckung und Marktanteil klarer Marktführer und verfügt über das mit Abstand am besten ausgebaute direkte Vertriebs- und Servicenetzwerk sowie die bei Weitem größte installierte Basis von über 20.000 Portalanlagen in den Kernmärkten. Mit dieser flächendeckenden Basis ist WashTec im Wettbewerb um Professionalisierung und Effizienz sehr gut positioniert.

Vor der Finanz- und Konjunkturkrise war der Markt für Fahrzeugwaschanlagen ein stabiler Austauschmarkt, der allen Herstellern und Händlern in Nord- und Westeuropa gute Ergebnisse bei geringem Marktwachstum ermöglichte. Nach Einschätzung der Gesellschaft hat die Finanz- und Konjunkturkrise zu einem deutlichen Marktrückgang in Teilmärkten, insbesondere in Südeuropa, und einem Wandel des Markts für Fahrzeugwaschanlagen geführt, der sich insbesondere an folgenden Aspekten erkennen lässt:

Längere Austauschzyklen der Waschanlagen aufgrund längerer Standzeiten führen zu einem niedrigeren Verkaufsvolumen;
Die Ergebnissituation der Hersteller ist teilweise deutlich gesunken.

Infolge der höheren Wettbewerbsintensität ist die durchschnittliche Branchenrendite nach Einschätzungen der Gesellschaft ebenfalls deutlich zurückgegangen.

Die Märkte in Kerneuropa haben sich 2012 insgesamt schlechter als im Vorjahr entwickelt. Hierbei sind einzelne Regionen wie Südeuropa, aber auch die Benelux-Staaten, Frankreich und Großbritannien nach wie vor deutlich stärker betroffen, während sich z.B. Deutschland als größter Einzelmarkt stabil entwickelte. In den besonders betroffenen Regionen ist ein zunehmend aggressiver Preiswettbewerb zu beobachten. Die weiterhin bestehende Unsicherheit bei den Kunden macht sich auch im Investitionsverhalten bemerkbar: So werden Investitionen und Installationen zum Teil verschoben. Die Gesellschaft hat daher in diesem Segment zur Effizienzsteigerung strukturelle Maßnahmen fortgeführt beziehungsweise weitere Maßnahmen eingeleitet. Hierzu gehört z. B. die Veränderung der Supply Chain-Strukturen.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Markt mittelfristig auf dem jetzigen niedrigeren Niveau einpendelt und es in der Folge zu weiteren Veränderungen, sowohl auf der Hersteller- als auch auf der Händlerseite, kommen wird. WashTec arbeitet dieser Entwicklung, wie in der Vergangenheit, durch Innovationen, weitere Professionalisierung sowie intelligente Kostensenkungs- und Effizienzprojekte entgegen.

Umsatzentwicklung

Die marktbedingt stark gesunkenen Umsätze in Südeuropa sowie in den Benelux-Staaten, Frankreich und Großbritannien konnten durch die weiterhin stabilen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz sowie die Länder Nordeuropas ausgeglichen werden, so dass der Gesamtumsatz in Kerneuropa insgesamt leicht um Mio. € 2,0 auf Mio. € 246,5 anstieg (Vorjahr: Mio. € 244,5).

Ergebnisentwicklung

Obwohl das Ergebnis in Kerneuropa insbesondere durch Kosten in Folge der Tarifsteigerungen in Deutschland und Frankreich, Einmalzahlungen infolge Personalabbau sowie den erhöhten betrieblichen Aufwand infolge der Messe, gestiegener Fahrzeugkosten sowie weiterer Forderungsabwertungen in Südeuropa belastet wurde, stieg das EBIT auf Mio. € 19,2 (Vorjahr: Mio. € 17,9). Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT sank von Mio. €22,7 auf Mio. € 19,7.

2.3.2 Emerging Europe

Kennzahlen Emerging Europe

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Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011
Umsatz in Mio. € 13,7 11,4
EBIT in Mio. € 0,8 1,1
EBIT-Rendite % 5,8 9,6
Mitarbeiter (zum 31.12.) 10 4

Marktumfeld und Wettbewerb

Der Fahrzeugbestand ist im Segment »Emerging Europe« deutlich angestiegen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Aufgrund der niedrigen Lohnkosten hat die maschinelle Fahrzeugwäsche zwar nur einen geringen, aber weiter steigenden Marktanteil. Die Vertriebs- und Servicestruktur in diesem Segment basiert im Wesentlichen auf einer Marktbearbeitung durch unabhängige Händler, die von Vertriebsrepräsentanten von WashTec unterstützt werden. Nur einzelne Anbieter sind in bestimmten Regionen mit Tochtergesellschaften vertreten. Die Wettbewerbssituation in Emerging Europe entspricht im Wesentlichen der Struktur in Kerneuropa. Dazu kommen lokale Wettbewerber, insbesondere im Bereich SB.

WashTec konnte vor Beginn der Finanz- und Konjunkturkrise in diesem Segment zweistellige Wachstumsraten erzielen. Die Finanz- und Konjunkturkrise hat die Länder Emerging Europes teilweise schwer getroffen und führte bei den Kunden zu Strategieänderungen sowie zur Verschiebung von Investitionen in neue Fahrzeugwaschanlagen. Inzwischen wächst der Markt wieder. Daher konnte die Gesellschaft dank einer verbesserten Vertriebsstruktur wieder an die Wachstumsraten vor der Krise anknüpfen.

WashTec erwartet, dass sich der Markt in diesem Segment auch in Zukunft klar positiv entwickeln wird, und beabsichtigt, das Händlernetzwerk weiter zu verstärken und die eigene Präsenz sowie den direkten Zugang zu den Großkunden in einigen Regionen zum Beispiel durch den Aufbau von Vertriebsbüros auszubauen. In diesem Zusammenhang wurde Anfang 2012 eine eigene Gesellschaft in Polen gegründet.

Umsatzentwicklung

Die Umsätze in diesem Segment haben sich weiter deutlich verbessert. Insbesondere aufgrund guter Maschinenverkäufe lag der Umsatz per 31. Dezember 2012 bei Mio. € 13,7 (Vorjahr: Mio. € 11,4).

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis sank im Jahresvergleich infolge der Aufwendungen für den Ausbau der Vertriebsstrukturen gegenüber dem Vorjahr auf Mio. € 0,8 (Vorjahr: Mio. € 1,1); Sondereinflüsse fielen keine an.

2.3.3 Nordamerika

Kennzahlen Nordamerika

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Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011
Umsatz in Mio. € 44,9 38,8
EBIT in Mio. € -0,2 -29,9
EBIT- Rendite % 0,0 -77,1
Mitarbeiter (zum 31.12.) 229 247

Marktumfeld und Wettbewerb

Der Fahrzeugbestand in Nordamerika ist in den letzten Jahren weitgehend stabil geblieben. Für die Zukunft wird ein leichtes Bevölkerungswachstum und ein Wachstum des Bestands an Fahrzeugen erwartet. Das Waschverhalten der Endkunden hat sich ebenfalls nicht wesentlich verändert.

In den USA sind die meisten Kunden unabhängige kleine oder mittelständische Betreiber von Tankstellen sowie Einzelbetreiber von Waschanlagen. Durch die Finanz- und Konjunkturkrise sind die Finanzierungsmöglichkeiten dieser Kunden deutlich schwieriger geworden und noch immer stark eingeschränkt. Dies führte zum einen zu einer verlängerten Standzeit der Maschinen und zum anderen zu einer Reduktion der Anzahl an installierten Maschinen. Es wird geschätzt, dass der US-Markt in der Folge insgesamt um nahezu 40% zurückgegangen ist. 2012 waren erste Anzeichen für eine leichte Erholung des Marktes erkennbar, insbesondere überregional aufgestellte Großkunden investieren inzwischen wieder in den Ausbau ihrer Tankstellennetze und in die Erneuerung von Waschanlagen. Eine generelle Markterholung ist jedoch noch nicht erkennbar.

Der Waschanlagenmarkt in Nordamerika ist im Vergleich zu Europa stark fragmentiert und geprägt durch eine Reihe von Herstellern, die mit unterschiedlichen Vertriebsstrukturen (Händler und Direktvertrieb) arbeiten. Dabei ist der Anteil des Vertriebs über Händler deutlich höher als in Europa. Marktführer im Bereich der Wäsche mit Bürsten ist Ryko Solutions Inc., ein lokaler Hersteller, der den Markt weitgehend mit eigenem Service und Vertrieb bearbeitet. Daneben gibt es Hersteller mit reinem Händlervertrieb sowie solche mit gemischten Vertriebsstrukturen. Europäische Hersteller ohne lokale Produktion haben sich bisher keine nennenswerte Wettbewerbsposition im Markt erarbeiten können. WashTec ist im Bezug auf installierte Basis und Marktanteil nach eigenen Erhebungen die Nummer 3 in Nordamerika. Die größten weiteren Wettbewerber im nordamerikanischen Markt sind PDQ Manufacturing Inc. sowie Belanger Inc. im Bereich der berührungslosen Wäsche und SONNY'S Enterprises Inc. im Bereich der Waschstraßen.

Auf die veränderte Marktsituation und die unerwartet schlechte Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2011 hat WashTec mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm reagiert und unter anderem die Mitarbeiteranzahl in den direkten und indirekten Bereichen deutlich angepasst. Im Laufe des Jahres 2012 wurde die ursprünglich stark dezentral angelegte Organisation sowohl räumlich als auch steuerungsseitig deutlich schlanker ausgestaltet, indem beispielsweise rund 70% der dezentralen Lagerorte und Managementfunktionen am Hauptsitz der Gesellschaft in Denver, Colorado zusammengeführt wurden.

2012 hat sich das Geschäft in Nordamerika insgesamt positiv entwickelt. Die Restrukturierung verläuft planmäßig und hat bereits zu deutlichen Ergebnisverbesserungen geführt. In Kanada wurde die Grundlage für eine zukünftige weitere Verbesserung der Ergebnissituation geschaffen. Aufgrund der globalen Kundenbeziehungen und des positiven Ausblicks hat WashTec sich entschieden, seine Präsenz in Nordamerika beizubehalten. Die Möglichkeiten strategischer Kooperationen werden weiterhin geprüft.

Umsatzentwicklung

Vor allem infolge der positiven Entwicklung des Direkt- und Key Account-Geschäfts haben sich die Umsätze von WashTec in Nordamerika besser als erwartet entwickelt und lagen mit Mio. € 44,9 klar über dem Vorjahreszeitraum (Mio. € 38,8). Die regionalen Umsätze in US-Dollar beliefen sich auf Mio. USD 57,5 (Vorjahr: Mio. USD 53,0).

Ergebnisentwicklung

Die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen und der positive Geschäftsverlauf in Nordamerika führten zu einer erheblichen Verbesserung des US-Dollar-Ergebnisses in diesem Segment.

In Euro lag das EBIT mit Mio. € -0,2 deutlich über dem EBIT des Vorjahres (Mio. € -29,9). Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT lag bei Mio. € -1,4 (Vorjahr: Mio. € -5,6). Im vierten Quartal hat die Gesellschaft operativ ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht.

2.3.4 Asien/Pazifik

Kennzahlen Asien/Pazifik

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Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011
Umsatz in Mio. € 11,9 11,7
EBIT in Mio. € -0,7 0,7
EBIT-Rendite % -5,9 6,0
Mitarbeiter (zum 31.12.) 47 45

Marktumfeld und Wettbewerb

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Segments ist der chinesische Markt mit einem sehr stark wachsenden Fahrzeugbestand und einem außerordentlichen Wachstumspotenzial. Aufgrund des derzeit noch vergleichsweise niedrigen Lohnniveaus ist der Markt für Fahrzeugwäsche hier noch von der Handwäsche dominiert. Dadurch kann der bereits sprunghaft angestiegene Bedarf an Fahrzeugwäschen noch nicht vollständig bedient werden, was zu einem Wechsel hin zur automatisierten Fahrzeugwäsche führen wird.

Bisher beschränkt sich der Wettbewerb in diesem Markt auf einige chinesische Hersteller und Anbieter aus anderen asiatischen Ländern mit geringer Erfahrung im Bereich der professionellen automatischen Fahrzeugwäsche. WashTec verfügt seit 2008 über einen eigenen Produktions- und Beschaffungsstandort in der Nähe von Shanghai und über einen Vertriebspartner für die Bedienung von Großkunden. 2012 wurden erste Direktvertriebsstrukturen geschaffen und die lokale Organisation weiter verstärkt, um den wichtigen chinesischen Fokusmarkt aktiv mitzugestalten. Der Ausbau der Strukturen zeigt erste Ergebnisse, auch wenn eine Entwicklung des Marktes auf das Niveau Europas erst mittel-bis langfristig erwartet wird: So konnten die ersten Maschinen im Segment Autohändler und -häuser verkauft werden.

Auf dem australischen Markt stehen die wesentlichen amerikanischen und europäischen Hersteller miteinander im direkten Wettbewerb. WashTec ist der einzige Hersteller, der mit einer eigenen Präsenz in diesem Markt vertreten ist. Alle anderen Wettbewerber agieren vor Ort über unabhängige Händler.

In Japan und Korea gibt es dominante lokale Hersteller, die national ausgerichtet sind. In Neuseeland sind sämtliche europäischen und die wesentlichen amerikanischen Wettbewerber präsent.

Der Markt in Australien, wo bisher der Großteil der Aktivitäten in dem Segment »Asien/Pazifik« abgewickelt wird, entwickelt sich auf einem niedrigen Niveau stabil. Insbesondere Einzelbetreiber halten sich bei Investitionen noch zurück beziehungsweise verschieben Neuinstallationen.

WashTecs Ziel ist es, das Produktportfolio den lokalen Anforderungen anzupassen und in wesentlichen Regionen eigene Vertriebs- und Servicestrukturen aufzubauen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft durch den weiteren Ausbau der globalen Supply Chain-Aktivitäten und Beschaffungsmaßnahmen die Herstellungs- und Beschaffungsvorteile aus dieser Region für das gesamte Produktportfolio nutzen.

Umsatzentwicklung

Die Umsätze lagen mit Mio. € 11,9 leicht über dem Niveau des Vorjahres (Mio. € 11,7). Der Markt in Australien, wo bisher der Großteil der Aktivitäten in diesem Segment abgewickelt wird, entwickelt sich stabil.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis in diesem Segment verringerte sich zum 31. Dezember 2012 auf Mio. € -0,7 (Vorjahr: Mio. € 0,7); vor allem aufgrund der Investitionen in die Marktentwicklung und die Vertriebsstrukturen. Sondereinflüsse fielen keine an, während im Vorjahr Sondereinflüsse in Höhe von Mio. € +0,7 anfielen, so dass das bereinigte EBIT 2011 bei Mio. € 0,0 lag.

2.4 Vermögenslage

2.4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

Verkürzte Konzernbilanz

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011* 2010
Anlagevermögen 88,8 93,1 110,0
Forderungen, sonstige Vermögenswerte 48,5 50,9 47,4
Vorräte 36,6 39,3 37,4
aktive latente Steuern 5,9 7,1 7,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3,8 4,6 15,3
Eigenkapital 84,4 75,3 94,4
Rückstellungen (inkl. Ertragsteuern) 27,8 32,3 22,3
Verbindlichkeiten 59,6 74,0 85,6
davon Schulden aus Lieferungen und Leistungen 6,7 9,9 9,5
Umsatzabgrenzung 8,8 10,4 10,2
passive latente Steuern 3,0 3,0 4,6
Bilanzsumme 183,6 195,0 217,1

* Angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe sank von Mio. € 195,0 auf Mio. € 183,6.

2.4.1.1 Aktiva

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von Mio. € 42,3 (Vorjahr: Mio. € 42,3) enthalten. Die Geschäftsleitung unterzieht den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis ist die Mittelfristplanung 2013 bis 2015 auf Konzernebene. Nach der im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Sondersituation in Nordamerika erfolgten Abschreibung ist derzeit kein weiterer Abwertungsbedarf erkennbar. Im Anlagevermögen sind die Positionen »Grundstücke und Gebäude« in Höhe von Mio. € 17,0, »Technische Anlagen und Maschinen« und »Finanzierungsleasing« in Höhe von zusammen Mio. € 13,5 sowie »Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert)« in Höhe von Mio. € 9,0 enthalten.

Das Anlagevermögen der WashTec AG nach HGB setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. € 128,0 (Vorjahr: Mio. € 128,0) zusammen. Die Geschäftsleitung unterzieht die Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich einem Werthaltigkeitstest. Ein Abwertungsbedarf ist hier derzeit ebenfalls nicht erkennbar.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sanken aufgrund des aktiven Forderungsmanagements von Mio. € 50,9 auf Mio. € 48,5. Die Forderungslaufzeit sank im Vergleich zum Vorjahr um 3 auf 48 Tage (Vorjahr: 51 Tage).

Die Forderungen der WashTec AG nach HGB in Höhe von Mio. € 13,5 (Vorjahr: Mio. € 8,0) resultieren im Wesentlichen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr mit den verbundenen Unternehmen sowie aus den Ergebnisabführungsverträgen.

Die Vorräte sanken durch ein verbessertes Bestands-Management von Mio. €39,3 auf Mio. € 36,6.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt Mio. € 5,9 resultieren in Höhe von Mio. € 3,4 aus zeitlichen Differenzen und in Höhe von Mio. € 2,5 aus aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (ohne Berücksichtigung von kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten) sanken im Wesentlichen aufgrund der Optimierung der Finanzierungsmittel und der damit einhergehenden Schuldentilgung zum Stichtag von Mio. € 4,6 auf Mio. € 3,8.

2.4.1.2 Passiva

Das Eigenkapital stieg infolge der positiven Ergebnisentwicklung von Mio. € 75,3 auf Mio. € 84,4. Details zu den gem. IFRS direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen können der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden. Die Eigenkapitalquote stieg deutlich auf 46,0% (Vorjahr: 38,6%). Die Vorjahreswerte wurden nach IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang.

In der WashTec AG lag das Eigenkapital nach HGB bei Mio. € 139,6 (Vorjahr: Mio. € 134,9). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 98,4% (Vorjahr: 98,9%).

Die Bankschulden verringerten sich aufgrund des hohen Cashflows und einem aktiven Cashmanagement gegenüber dem 31. Dezember 2011 deutlich von Mio. € 21,2 auf Mio. € 5,3.

Die Netto-Bankverschuldung (lang- und kurzfristige Bankverschuldung abzüglich Bankguthaben) lag mit Mio. € 1,5 ebenfalls klar unter dem Vorjahr (Mio. € 16,6). Die Netto-Finanzverschuldung (Netto-Bankverschuldung plus lang- und kurzfristiges Finanzierungsleasing) lag mit Mio. € 8,3 um Mio. € 16,1 unter dem Vorjahr (Mio. € 24,4).

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen sanken stichtagsbedingt von Mio. € 9,9 auf Mio. € 6,7.

Die passiven latenten Steuern lagen mit Mio. € 3,0 auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: Mio. € 3,0).

Das Gearing - definiert als Quotient aus Netto-Finanzverschuldung zu Eigenkapital - sank infolge des gestiegenen Eigenkapitals auf 0,10 (Vorjahr: 0,32).

Die Rückstellungen (inkl. Ertragsteuerschulden) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Sie lagen zum Stichtag bei Mio. € 27,8 (Vorjahr: Mio. € 32,3).

Die Rückstellungen der WashTec AG nach HGB beliefen sich auf Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 0,8) und wurden im Wesentlichen für Rechts- und Beratungskosten, Wirtschaftsprüfungskosten, die Vorstandsvergütung sowie die Aufsichtsratsvergütung gebildet.

2.4.2 Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte und außerbilanzielle Finanzinstrumente

Zu den selbst geschaffenen immateriellen Werten, die das Geschäft von WashTec positiv beeinflussen, zählen vor allem das umfassende Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter von WashTec sowie das über Jahre hinweg auf- und ausgebaute Wissen im Hinblick auf die Forschung und Entwicklung. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist das eigene, langjährig gewachsene Vertriebs- und Servicenetzwerk der WashTec Gruppe. Vor allem durch die globale Präsenz ist das Unternehmen in der Lage, das Produkt- und Dienstleistungsangebot von WashTec kundennah anzubieten.

Außerbilanzielle Finanzinstrumente bestehen nicht.

2.5 Finanzlage

2.5.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Im Rahmen des zentralen Finanzmanagements erfolgt die Finanzierung der Unternehmen der WashTec Gruppe über die WashTec Cleaning Technology GmbH. Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro. Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR. Zur Verringerung des Risikos aus einer allgemeinen Zinserhöhung und zur Verbesserung der Planungssicherheit nutzt WashTec übliche Instrumente wie insbesondere Zinsswaps. Für die Swaps sind Zinssätze von 2,572 % und 2,580% festgelegt. Der Konzern verfügte am 31. Dezember 2012 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio. €46,3. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf Mio. € 35,5. Die Tochtergesellschaft WashTec Carwash Operations GmbH finanziert ihre Maschineninvestitionen über Sale- und Leaseback-Transaktionen.

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Zielwert gem. Kreditvertrag (Financial Covenants) Wert 2012 Wert 2011
EBITDA-Verschuldungsgrad < 2,5 0,3 1,3
Eigenkapitalquote* >35% 46,1 % 38,6%

* inkl. eigener Anteile

Der EBITDA Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverschuldung/EBITDA) lag zum Jahresende bei 0,3 (Vorjahr: 1,3).

Weitere Informationen in Bezug auf die Finanzierung der WashTec Gruppe finden Sie im Chancen- und Risikobericht unter dem Abschnitt »Finanzierungsrisiken«.

2.5.2 Cashflow und Finanzmittelbestand

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011* Veränderung (in %)
Ergebnis vor Steuern 16,5 -11,9 238,7
mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) 23,1 17,2 34,3
mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -3,5 -8,8 60,2
Freier Cashflow 19,6 8,4 133,3
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit -18,6 -20,3 8,4
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 1,0 -11,9 108,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 3,5 2,6 34,6

* angepasste Vergleichswerte nach IAS 8, siehe Textziffer 7 im Konzernanhang

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) stieg auf Mio. € 23,1 (Vorjahr: Mio. € 17,2). Dies war vor allem bedingt durch Veränderungen im Nettoumlaufvermögen aufgrund eines effizienten Working-Capital-Managements.

Die Gesellschaft führt fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals durch. Hierdurch konnte das Netto-Umlaufvermögen (kurzfr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte -kurzfr. Schulden aus Lieferungen und Leistungen) von Mio. € 75,5 auf Mio. €73,1 gesenkt werden. Das Verhältnis von Netto-Umlaufvermögen zu Umsatz sank leicht auf 0,24 (Vorjahr: 0,26).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit, insbesondere im Zusammenhang mit Investitionen in die Fertigungsstätte in Tschechien sowie in die IT und Produktentwicklungen, betrug im Geschäftsjahr 2012 Mio. € 3,5 (Vorjahr: Mio. € 8,8).

Netto-Cashflow in Mio. €

Der freie Cashflow (Netto-Cashflow abzüglich Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit) wurde dank des effizienten Working-Capital-Managements sehr deutlich auf Mio. € 19,6 (Vorjahr: Mio. € 8,4) verbessert.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf Mio. € 18,6 (Vorjahr: Mio. € 20,3). Der Mittelabfluss im Jahr 2012 beinhaltet Zinszahlungen, die Rückführung von Darlehen sowie die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von Mio. € 2,6 auf Mio. € 3,5 zum Stichtag 31. Dezember 2012. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.5.3 Investitionen und Abschreibungen

Die Schwerpunkte der Investitionen lagen auf Investitionen in die Fertigungsstätte in Tschechien, neuen Produktentwicklungen sowie der IT. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft ebenfalls im Wesentlichen in die Fertigungsstätte in Tschechien sowie Produktentwicklungen investiert.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens erfolgen auf Basis der gesetzlichen Vorgaben sowie der von WashTec festgelegten Buchhaltungsrichtlinien. Der Vermögensgegenstand wird dabei in der Regel linear über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres werden die Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Sofern ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert worden ist, wird dieser nicht planmäßig abgeschrieben. Die Geschäftsleitung unterzieht den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis hierfür ist die Mittelfristplanung 2013 bis 2015 auf Konzernebene.

3 Weitere Leistungsindikatoren

3.1 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um 23 auf 1.674 Mitarbeiter. Bereinigt um Akquisitionen und Sourcingmaßnahmen sank die Zahl der Mitarbeiter im Jahresvergleich um 22.

Im Jahresdurchschnitt waren 1.650 Mitarbeiter bei WashTec beschäftigt (Vorjahr: 1.660).

Mitarbeiterzahl

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31.12.2012 31.12.2011 Veränderung
Vertrieb und Service 1.005 1.006 -1
Produktion, Technik und Entwicklung 502 473 29
Finanzen und Verwaltung 167 172 -5
Summe 1.674 1.651 23

Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Im Januar 2011 hat WashTec zudem das Entgelt-Rahmenabkommen (ERA) umgesetzt.

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter z. B. in Deutschland spiegelt sich in der geringen Mitarbeiterfluktuation von 1,3% (Vorjahr: 1,6%) sowie in einer langen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 16,9 Jahren (Vorjahr: 16,5 Jahre) wider. Alle leitenden Mitarbeiter haben Verträge mit fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die variablen Vergütungsbestandteile sind an das Konzern-Betriebsergebnis sowie die Erreichung individuell vereinbarter Ziele gekoppelt.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

3.2 Qualitäts- und Umweltmanagement, Nachhaltigkeit

Grundlage für die technische Marktführerschaft sind qualitativ hochwertige Produkte. Qualität, Sicherheit und Umweltschutz sind Bestandteile der WashTec Unternehmensphilosophie. WashTec verfügt über ein umfassendes Managementsystem für Qualität, Umwelt, Sicherheit und Gesundheitsschutz, das in regelmäßigen Abständen durch den TÜV geprüft wird. WashTec erfüllt damit international anerkannte Normen und ist DIN ISO 9001, 14001 und SCC (Safety Certificate Contractors) zertifiziert.

WashTec fühlt sich dem Prinzip der ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet und wirtschaftet daher stets mit der Maßgabe, Materialien und Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die Anforderungen an die Wasseraufbereitung bzw. Wasserrückgewinnung angesichts der Verknappung der Ressource Wasser weiter erhöhen werden. Mit ihrem Geschäftsmodell und ihren Produkten trägt die WashTec Gruppe aktiv zur Schonung der weltweit begrenzten Energie- und Rohstoffressourcen bei.

WashTec bietet für alle Fahrzeugwaschanlagen Wasserrückgewinnungsanlagen an, um eine umweltfreundliche Fahrzeugwäsche sicherzustellen. So kann der Frischwasserverbrauch einer Portalwaschanlage auf 14 bis 30 Liter pro Wäsche gesenkt werden. Das AUWA-Produktprogramm harmoniert hervorragend mit allen Wasserrückgewinnungsanlagen und unterstützt auch auf diese Weise die Beibehaltung einer hohen Wasserqualität. So sind z. B. sämtliche Produkte der AUWA-Produktlinie »ecoline« hervorragend biologisch abbaubar, umweltfreundlich und materialschonend.

Die starke Fokussierung auf das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit schlägt sich auch in einem Anteil von Aktionären nieder, die ihre Investitionen auf Grundlage klar definierter Kriterien hinsichtlich der Nachhaltigkeit der jeweiligen Konzerne auswählen.

Ausführliche Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.

3.3 Forschung und Entwicklung

WashTec ist Innovationsführer und hat dies auch im Jahr 2012 erneut unter Beweis gestellt. So hat WashTec auf der weltweit größten Branchenmesse automechanika im September in Frankfurt am Main zahlreiche Produktinnovationen wie z. B. das neue Kartuschensystem »ACS« für Waschchemie präsentiert. Die Innovationen haben bei den Besuchern großen Anklang gefunden.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von WashTec sind darauf ausgerichtet, das Produktangebot durch Innovationen konsequent weiterzuentwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden an Design und Programmabläufe zeitnah und effizient umzusetzen. Hierbei steht der Zusatznutzen für Betreiber und Endkunden immer im Mittelpunkt. Die Entwicklung zielt außerdem vor allem auf die Schonung der natürlichen Ressourcen, schnellere Durchlaufzeiten, eine lackschonende und effektive Behandlung des Fahrzeugs, die Anpassung der Waschanlagen an immer unterschiedlichere Fahrzeugformen und -konturen, eine hohe Verfügbarkeit der Anlagen und die Erfüllung der Kundenwünsche nach einer erhöhten Bedienerfreundlichkeit ab. Immer wichtiger ist es zudem, mit der Automobilindustrie partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um frühzeitig auf neue Fahrzeugformen, Materialien und Oberflächenbeschaffenheiten vorbereitet zu sein. Hier befindet sich WashTec in einem intensiven Dialog.

Zudem kann sich WashTec auf die Ideen und Erfahrungen seiner Mitarbeiter verlassen: Ein technisches Produktteam mit Experten aus dem In- und Ausland ist für die Erarbeitung neuer technologischer Lösungen und Konzepte verantwortlich. Insgesamt arbeiten bei WashTec am Hauptsitz in Augsburg mehr als 50 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.

Die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte, insbesondere in Bezug auf die Verbesserung des Wasch- und Trocknungsergebnisses sowie die Erhöhung der Effizienz der Anlagen in Bezug auf den Verbrauch von Ressourcen sichert WashTec einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil.

Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für WashTec hohe Priorität. Die WashTec Gruppe ist Inhaber von mehr als 700 Patenten. Kernpunkt der Patentstrategie der WashTec Gruppe ist ein weitgehender Schutz von Innovationen, die Alleinstellungsmerkmale beinhalten.

Die aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen 2012 Mio. € 1,4 (Vorjahr: Mio. € 1,4). Dazu kamen nicht aktivierbare Aufwendungen in Höhe von Mio. € 0,8 (Vorjahr: Mio. € 0,5).

Mehrjahresvergleich aktivierter Entwicklungskosten/ Entwicklungsaufwendungen

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in Mio. €, Rundungsdifferenzen möglich 2012 2011 2010
Aktivierte Kosten 1,4 1,4 1,5
Aufwendungen 0,8 0,5 0,4
Gesamte Aufwendungen 2,2 1,9 1,9

4 Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen, die Lage des Konzerns und der WashTec AG beeinflussenden, Ereignisse stattgefunden.

5 Rechtliche Angaben

Angaben gem. §§ 289 IV, 315 IV HGB -Erläuternder Bericht des Vorstands

Nachfolgender Text enthält die Angaben nach §§ 289 Abs. 4 bzw. 315 Abs. 4 HGB.

§ 315 IV Nr. 1 HGB »Gezeichnetes Kapital«

Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 40.000.000 ist eingeteilt in 13.976.970 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte - insbesondere gleiche Stimmrechte -gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

§ 315 IV Nr. 2 HGB »Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen«

Gemäß § 71 b AktG stehen der Gesellschaft bzgl. erworbener eigener Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme. Nach Kenntnis des Vorstands existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

§ 315 IV Nr. 3 HGB »Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstands zu ca. 28% im Streubesitz. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, halten - gemäß der Meldungen nach WpHG - EQMC Europe Development Capital Fund plc. (16,2%), Sterling Strategic Value Limited (15,3%) und Kempen Capital Management N.V. (11,1 %).

Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Aktionärsstruktur

Quelle: Meldungen gemäß WpHG

§ 315 IV Nr. 4 HGB »Inhaber von Aktien mit Sonderrechten«

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

§ 315 IV Nr. 5 HGB »Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind«

Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt.

§ 315 IV Nr. 6 HGB »Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen«

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus zwei Mitgliedern, von denen einer vom Aufsichtsrat zum Sprecher des Vorstands bestellt ist. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstands sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.9 und § 9.10 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen.

§ 9.9 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

§ 315 IV Nr. 7 HGB »Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«

Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AC)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 4. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 12.000.000 zu erhöhen, wobei auf diesen Betrag zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien derjenige anteilige Betrag am Grundkapital anzurechnen ist, der auf diejenigen auf den Inhaber lautende Stückaktien entfällt, für die Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten bestehen, welche während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 zu Tagesordnungspunkt 9 gewährt oder eingeräumt werden; soweit vorstehende Wandlungsrechte oder -pflichten oder Optionsrechte oder -pflichten nicht mehr bestehen, weil sie bis zum Zeitpunkt der Ausgabe neuer Aktien ausgeübt wurden, sind die hierauf ausgegebenen Aktien zu berücksichtigen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, schnell und flexibel auf Wachstumsmöglichkeiten und Möglichkeiten am Kapitalmarkt reagieren zu können.

Bedingtes Kapital (§ 5.2 der Satzung der WashTec AC)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu € 12.000.000, eingeteilt in bis zu 4.193.091 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I), wobei auf diesen anteiligen Betrag des Grundkapitals derjenige Betrag anzurechnen ist, um den das Grundkapital aufgrund von § 5.1 der Satzung (Genehmigtes Kapital) erhöht ist; eine solche Anrechnung erfolgt bereits mit der entsprechenden Beschlussfassung zur Kapitalerhöhung. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Mai 2010 bis zum 4. Mai 2013 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen bzw. soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 4. Mai 2013 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. des Aktiengesetzes zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Die genauen Konditionen für den Erwerb können der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der WashTec AG im Jahr 2010 entnommen werden. In Ausübung dieser Ermächtigung hat der Vorstand der WashTec AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 14. August 2012 ein Programm zum Rückkauf eigener Aktien beschlossen. Im Zeitraum bis zum 4. Mai 2013 kann die Gesellschaft bis zu 400.000 eigene Aktien (dies entspricht ca. 2,86 % des Grundkapitals der Gesellschaft) über die Börse erwerben. Per 31. Dezember 2012 hat die Gesellschaft 32.234 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 8,94 erworben. Details zum Rückkauf können auf der Investor-Relations Website der Gesellschaft unter www.washtec.de eingesehen werden.

§ 315 IV Nr. 8 + 9 HGB »Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe - wie z. B. die Kreditverträge -sehen außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle eines Change of Control vor.

6 Chancen- und Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagement

Die internationale Geschäftstätigkeit der WashTec Gruppe bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Chancen und Risiken kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Kontroll- und Überwachungssystem, um Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und erforderliche Maßnahmen rechtzeitig einleiten zu können.

Risikomanagement

Ein mehrstufiges System zur Identifizierung und Überwachung sämtlicher bestandsgefährdender Risiken ist installiert, dessen Aufgabe es ist, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 24 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen, um die notwendigen Schritte zu einer angemessenen Bewältigung in einem geordneten Verfahren einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen identifiziert werden.

Hierbei werden sämtliche geschäftlichen Risiken den Unternehmensabläufen gegenübergestellt, analysiert und quantifiziert. Die Risikosteuerung erfolgt über die Definition und Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Auf Risikoerfassungsbögen werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen.

Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotenzial. Aus der Addition aller einzelnen Risikopotenziale ergibt sich die Gesamtrisikosituation des Konzerns. Diese wiederum lässt sich segmentieren nach spezifischen Risiken in den einzelnen Geschäftsbereichen sowie nach übergreifenden Risiken auf Konzernebene. Der Stand der Umsetzung wird in regelmäßigen Abständen über das Risikomanagementsystem kontrolliert. Im Rahmen der Risikoüberwachung wurden keine bestandsgefährdenden Risiken festgestellt.

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotenziale sowie die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen (Chancenmanagement) ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Dies gilt sowohl operativ als auch strategisch für die Identifikation von Wachstums- oder Effizienzpotenzialen. Die Systeme und Prozesse hierfür werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst.

6.1.1 Überwachungs- und Steuerungssystem

Für das Überwachungs- und Steuerungssystem werden im Wesentlichen die folgenden weiteren Instrumentarien genutzt:

Erweiterte Vorstandssitzung
Management-Meeting
Jahresplanung
Laufende Prognoserechnungen
Monats- und Quartalsreporting
Produktportfolio-Konferenz
Investitionsplanung
Produktions- und Kapazitätsplanung
Interne Revision
Debitorenmanagement
Versicherungen
Risikobeauftragter
Compliance Officer
Einkaufs- und Lieferantenmanagement
Personalplanung und -entwicklung
Key Projects Follow-Up

Diese Einrichtungen und Instrumentarien bilden die Grundlage für das bestehende Risikomanagement.

6.1.2 Internes Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKR)

Das IKR umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das IKR von WashTec soll die erforderliche Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleisten. Durch konzernweite Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung wird die Einheitlichkeit der Rechnungslegung in der WashTec Gruppe sichergestellt. Neue Vorschriften sowie die Änderungen bestehender Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen in der WashTec Gruppe untersucht. WashTec verfügt über eine weitreichend vereinheitlichte Struktur für die wöchentliche, monatliche und quartalsweise Berichterstattung, die zeitnah und aktuell das Richtlinienwerk widerspiegelt. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden konzernintern monatlich auf der Basis eines konzernweiten Planungs- und Reporting-Tools analysiert. Im Rahmen der Integration neu erworbener Gesellschaften wird kontrolliert, ob deren IKR den Standards der WashTec Gruppe entsprechen.

Alle Prozesse und Gesellschaften werden nach potenziellen und bereits identifizierten Risiken bewertet und durch die direkt dem Vorstand zugeordnete Abteilung Internal Audit überprüft. Diese Prüfungen finden kontinuierlich während des gesamten Jahres statt. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden darüber hinaus reguläre Kontrollfunktionen vor allem durch die Abteilung Controlling übernommen. Die dabei genutzten Instrumentarien sind nachfolgend beschrieben.

Es gab keine Veränderung am internen Kontrollsystem zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Erstellung des Lageberichts.

6.2 Chancen und Risiken

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden.

Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Auch eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet. Laufende Kostenoptimierung und der erfolgreiche Anlauf neuer Vertriebs- und Serviceaktivitäten gewinnen für den auch in Zukunft erfolgreichen Geschäftsverlauf zunehmend an Bedeutung.

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen in der Chancen- und Risikostruktur. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten.

6.2.1 Finanz- und Konjunkturkrise, Euro-Krise

Risiken

Die Finanz- und Konjunkturkrise sowie die Euro-Krise wirken sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen aus, deren Finanzierungsmöglichkeiten begrenzt sind. Davon betroffen sind insbesondere Einzelkunden wie z. B. unabhängige Betreiber oder Autohäuser oder auch einzelne Teilmärkte wie die USA, Südeuropa oder Großbritannien, die besonders schwer von der Krise betroffen sind. Ein weiteres Andauern oder eine Verschärfung der Krise und der daraus resultierenden Verunsicherungen und erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei den Kunden können zu einem erhöhten Wettbewerbs- und Preisdruck unter den Anlagenanbietern führen. Infolgedessen kann die Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen erschwert werden.

Chancen

Die Finanz- und Konjunkturkrise sowie die Euro-Krise können dazu führen, dass WashTec seine Innovations- und Marktführerschaft infolge eines erhöhten Konsolidierungsdrucks weiter ausbauen kann. So ist bereits zu beobachten, dass in Regionen und Märkten, die von der Krise besonders stark betroffen sind, einzelne Wettbewerber in finanzielle Schwierigkeiten geraten und sich aufgrund der Situation aus einzelnen Märkten zurückziehen.

6.2.2 Klima- und Umwelteinflüsse

Risiken

Klimaveränderungen, eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, hohe Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädten sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Pkws weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen. Dies kann zu weniger Wäschen und somit zu geringeren Investitionen in Fahrzeugwaschanlagen führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot des Betreibens von Fahrzeugwaschanlagen an Sonn- und Feiertagen, negative Auswirkungen auf das Waschverhalten haben.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Frischwasser können zu einer Zunahme der maschinellen Wäschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasserrückgewinnungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von rund 150 Litern/Wäsche oder 90% im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder sich weiter verbreiten, kann dies zu einer zunehmenden Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnung führen. Ebenso können gesetzliche Vorgaben, wie z. B. das Verbot der manuellen Fahrzeugwäsche, positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Fahrzeugwaschanlagen haben.

6.2.3 Aufbau neuer Vertriebs- und Serviceorganisationen

Risiken

Mit dem Aufbau von neuen Vertriebs- und Servicegesellschaften, der zunehmenden horizontalen Diversifikation und der Entwicklung neuer Produkte können spezielle Risiken für WashTec verbunden sein. Sämtliche Investitionen basieren auf der Analyse von Markterfordernissen und einer entsprechenden Investitionsrechnung. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass diese Analysen bzw. Investitionsrechnungen der Gesellschaft im Nachhinein nicht wie geplant eintreffen oder umgesetzt werden können. Eine Erweiterung der Organisation durch die Akquisition von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen erfordert im Regelfall die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals. Eine Fehleinschätzung bzw. Fehlbewertung von Zielunternehmen könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe belasten. Ferner könnte WashTec Risiken im Zusammenhang mit Anlaufverlusten bei der Gründung neuer Vertriebs- und Serviceorganisationen oder im Rahmen der Übernahme von Vertriebspartnern (z. B. im Zusammenhang mit Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen für die neue Infrastruktur) ausgesetzt sein. Darüber hinaus kann die Integration neuer Gesellschaften in den Konzern zeit- und kostenintensiver ausfallen als geplant und personelle Ressourcen binden.

Chancen

Ein positiver Anlauf und die erfolgreiche Integration erworbener Vertriebs- und Serviceorganisationen können zu einer Verbesserung der Marktstellung und Ergebnisse der WashTec Gruppe führen. Die erfolgreiche Erweiterung der Produktpalette, verbunden mit der Einführung neuer Produkte, und eine intensivierte Marktausschöpfung können zu einem Ausbau der Marktanteile und erhöhten Gewinnen führen.

6.2.4 Kunden, Wettbewerb und Markt

Risiken

Ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten infolge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können zu Umsatzrückgängen führen.

Im Zusammenhang mit einer rückläufigen Nachfrage können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu einem steigenden Preis- und Margendruck in einzelnen Märkten oder Marktsegmenten führen kann.

WashTec hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.

In Folge der Verknappung und Verteuerung fossiler Brennstoffe sowie der technischen Weiterentwicklung und zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte die Nutzung der Tankstelle in ihrer heutigen Form abnehmen. Allerdings ist derzeit noch unklar, welches Versorgungskonzept sich für Elektrofahrzeuge durchsetzen würde (z.B. Aufladung/Batteriewechsel an der Tankstelle; Aufladung zu Hause). Nach Auffassung unserer Großkunden wird diese Entwicklung jedoch in den nächsten 5 bis 10 Jahren keinen wesentlichen Einfluss auf die Anzahl und Nutzung der Tankstellen haben. Nach Einschätzung von WashTec würde eine veränderte Nutzung der Tankstellen zudem keinen Einfluss auf die Waschzahlen, sondern lediglich auf den Ort der Wäsche haben. Die Gesellschaft verfolgt diese Entwicklung aufmerksam und wird bei Bedarf rechtzeitig auf Veränderungen reagieren.

Chancen

Die derzeitige wirtschaftliche Lage bietet die Chance, dass WashTec seine führende Marktstellung weiter ausbauen kann. Die solide Struktur des Unternehmens ermöglicht es, in Produkte und Märkte zu investieren und die geschwächte Situation eines oder mehrerer Wettbewerber auszunutzen. Die Erhöhung der eigenen Marktanteile am Waschanlagenbestand kann zu positiven Sondereffekten führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotenziale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

6.2.5 Investitionen

Entscheidungen für Investitionen beinhalten unter anderem Annahmen und Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen. Die Bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Investitionen eine wesentliche Rolle.

Risiken

Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen nicht in dem Maße eintreten wie geplant und es zu Fehlinvestitionen kommt. Fehlinvestitionen belasten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WashTec Gruppe durch Zinsen für gebundenes Kapital, außerordentliche Abschreibungen usw. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie für das Genehmigen von Investitionen und sonstigen Ausgaben. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst, dem Vorstand vorgelegt und vom Aufsichtsrat genehmigt. Es ist geplant, die bei WashTec geltende Unterschriftsregelung zur Wahrung des 4-Augen-Prinzips durch das derzeit nur in Deutschland implementierte Workflow-System zu unterstützen. Erst nach eingehender Diskussion im Vorstand, dem erweiterten Führungskreis und in den Gesprächen mit dem Aufsichtsrat werden strategische Investitionen beschlossen.

Chancen

Investitionen bieten zahlreiche Chancen. Hierzu gehört, abhängig von der Art der Investition, die Chance, die Markt- und Wettbewerbsposition von WashTec zu stärken und/oder die Ertragslage oder die Kostensituation zu verbessern.

6.2.6 Innovationen

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Dies gilt insbesondere für die asiatischen Märkte. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen, oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber, ebenso wie WashTec, zahlreiche Erfindungen zum Patent anmelden und Patentschutz erhalten. Innovationen der Wettbewerber sowie die Entwicklung neuer substituierender Innovationen von Branchen außerhalb des Fahrzeugwaschgeschäfts können die Nachfrage nach WashTec Produkten nachhaltig beeinflussen. Die Entwicklungsabteilung von WashTec beobachtet die Weiterentwicklung der Fahrzeuglacke kontinuierlich. Aus heutiger Sicht ist kurz- und mittelfristig kein nachhaltiger Einfluss auf das Fahrzeugwaschgeschäft zu erwarten.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot fortzuentwickeln, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden an Design und Programmabläufe ihrer Anlagen zeitnah und effizient umzusetzen. Durch WashTec entwickelte Innovationen wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden. Mit den durch die permanenten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entwickelten neuen Waschsystemen können nicht nur die Anforderungen der Bestandskunden erfüllt, sondern auch Neukunden gewonnen und die Marktposition deutlich ausgebaut werden.

6.2.7 Qualitäts- und Prozessrisiken

Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte im Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und Einführung neuer EDP-Systeme können Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Darüber hinaus ist WashTec sehr hohen Anforderungen an HSE (Health, Safety, Environment) ausgesetzt. Grobe Verstöße einzelner Mitarbeiter könnten zum Verlust von Großaufträgen führen und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nachhaltig verschlechtern. Mit der Zertifizierung und der laufenden Qualitätskontrolle wird sichergestellt, dass alle Prozesse im Unternehmen laufend überprüft und dokumentiert werden.

6.2.8 Lieferantenrisiken

Für das Zuliefermaterial existieren Lieferanten-Terminrisiken, Produktverfügbarkeitsrisiken, Qualitätsrisiken und Einkaufspreisrisiken. Die Abhängigkeit von Lieferanten macht es notwendig, ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement einzusetzen. Hierfür existiert ein klares System zur Lieferanteneinschätzung, das nur zuverlässige Zulieferer mit entsprechender Qualität zulässt.

6.2.9 Kapazitätsrisiken

Ein Nachfragerückgang führt in der Regel zu Kapazitätsanpassungen im Prozessablauf. Mithilfe von internen Marktbeobachtungen und einer laufenden Produktions- und Kapazitätsplanung versucht WashTec, Kapazitätsrisiken so weit wie möglich im Voraus zu erkennen. Kurzfristige Kapazitätsanpassungen können zum Teil durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexible Jahresarbeitszeitsysteme bzw. Kurzarbeit ausgeglichen werden.

6.2.10 Übernahmerisiken

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens gemäß Discounted Cashflow-Berechnungen oder EBITDA-Verschuldungsgrads unabhängiger Research-Analysten nicht angemessen wider, besteht das Risiko einer Übernahme.

In diesem Fall kann die bestehende Strategie der WashTec Gruppe geändert werden und Verlustvorträge können unter bestimmten Voraussetzungen verloren gehen. Einzelne Verträge der WashTec Gruppe, wie z.B. Kreditverträge, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Fall eines Change of Control vor.

6.2.11 Finanzrisiken

Es bestehen Darlehen und andere lokale Kreditlinien bis zu Mio. € 46,3, die in wesentlichen Teilen von einem Bankenkonsortium bis Dezember 2014 zur Verfügung gestellt werden. Die Bedingungen der Konsortialdarlehen beschränken den finanziellen und operativen Spielraum der WashTec Gruppe. So ist die WashTec Gruppe verpflichtet, während der Laufzeit der Konsortialdarlehen bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Beim Eintritt bestimmter, im Kreditvertrag aufgeführter Ereignisse (wie z. B. einem Change of Control oder dem Abgang einer wesentlichen Tochtergesellschaft) oder einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (wie z.B. einem Bruch der sogenannten »Financial Covenants«) sind außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten vorgesehen.

Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR sowie dem aktuellen Verschuldungsgrad der Gesellschaft. Finanz- und Konjunkturkrisen können die Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen erschweren, was zu unmittelbar negativen Auswirkungen auf die Finanzierung des Konzerns führen kann.

6.2.12 Währungsrisiken

Durch USD-Transaktionen, bedingt durch die Tochtergesellschaft in den USA, können sich Änderungen des USD/EUR-Wechselkurses auf den Abschluss auswirken. Zur Vermeidung von hohen Risiken bedient sich WashTec entsprechender Derivate, die im Juni 2011 abgeschlossen worden sind. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich bzw. bereits unter dem Abschnitt »Finanzrisiken« beschrieben.

6.2.13 Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie beispielsweise einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein mögliches Liquiditätsrisiko liegt darin, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Aufgrund der niedrigen Verschuldung und des erfolgreichen Cash-Managements wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

6.2.14 Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten, wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Im Konzern besteht keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken.

6.2.15 Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe hat Verlustvorträge in den deutschen und internationalen Gesellschaften bilanziert. Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze oder der Nutzbarkeit der Verlustvorträge können zu Aufwendungen aus der Bewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen. Die Verlustvorträge in Deutschland werden voraussichtlich in weniger als drei Jahren aufgebraucht.

6.3 Übersicht Unternehmensrisiken

Identifizierte Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen finanziellen Auswirkung beurteilt. Um für verschiedene Risikokategorien eine aggregierte Wahrscheinlichkeit darzustellen, werden in der folgenden Tabelle die Kategorien »hoch«, »mittel« und »gering« verwendet.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
Finanz- und Konjunkturkrise, Euro-Krise gering mittel
Klima- und Umwelteinflüsse mittel mittel
Aufbau neuer Vertriebs- und Serviceorganisationen mittel mittel
Kunden, Wettbewerb und Markt gering gering
Investitionen gering gering
Innovationen gering gering
Qualitäts- und Prozessrisiken mittel mittel
Lieferantenrisiken gering gering
Kapazitätsrisiken mittel mittel
Übernahmerisiken mittel mittel
Finanzrisiken gering mittel
Währungsrisiken mittel gering
Liquiditätsrisiken gering mittel
Kreditrisiken mittel mittel
Steuerrisiken gering mittel

6.4 Gesamtrisikoeinschätzung

Die Gesamtrisikosituation des WashTec Konzerns ist weiterhin überschaubar. Angesichts der guten Bilanzstruktur sind derzeit keine wesentlichen finanziellen Risiken erkennbar, die WashTec beinträchtigen könnten. Auf Basis der aktuell vorliegenden und für die absehbare Zukunft vorhersehbaren Informationen bestehen nach Einschätzung der Unternehmensleitung gegenwärtig und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden können. Auch die Gesamtrisikoeinschätzung aller Einzelrisiken lässt keine Gefährdung des Fortbestands der WashTec Gruppe erkennen.

7 Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe beeinflussen können.

7.1 Geschäftspolitik und Strategie

WashTec hält auch für 2013 und die Folgejahre an seiner grundsätzlichen Geschäftspolitik und Strategie fest, die Markt- und Technologieführerschaft im Bereich Fahrzeugwäsche zumindest zu halten beziehungsweise weiter auszubauen. Dies ist abhängig vom konjunkturellen Umfeld. Angesichts seiner starken Marktpositionierung, der guten Bilanzstruktur und des weltweit einzigartigen Vertriebs- und Servicenetzwerks sieht sich das Unternehmen jedoch besser positioniert als die meisten seiner Wettbewerber. Hierzu wird auch die zukünftige strategische Ausrichtung der WashTec Gruppe, das heißt der Ausbau von Innovationen und eine stärkere Internationalisierung und Professionalisierung, einen wesentlichen Beitrag leisten. Entsprechend bestehen Chancen, die Marktanteile in einigen Regionen weiter auszubauen. Die Profitabilität der WashTec Gruppe soll sich in den kommenden Jahren durch den neu eingeschlagenen Weg und eine stetige Verbesserung der Kosteneffizienz weiter erhöhen, um damit einen hohen Cashflow zu generieren.

7.2 Absatzmärkte und Produkte

Die Markttreiber des WashTec Geschäfts bleiben auch für 2013 bestehen, werden sich jedoch angesichts der unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen möglicherweise weniger stark auf die Entwicklung des operativen Geschäfts auswirken als dies mittel- bis langfristig zu erwarten ist.

Ökonomie: Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge und der Lohnkosten, Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens
Technologie/Komfort: Steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Komfort und Qualität der Wäsche
Ökologie: Zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften - Frischwasser als begrenzte Ressource

Langfristig besteht das größte Potenzial für die WashTec Gruppe im Asiengeschäft, insbesondere in China. Dort ist mit einem weiteren Wachstum der Konjunktur und des Pro-Kopf-Einkommens zu rechnen. Die Zahl der Fahrzeuge, die in den vergangenen Jahren bereits sehr dynamisch gestiegen ist, wird entsprechend weiter zulegen. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass auch die Akzeptanz für die automatische Fahrzeugwäsche, die aktuell in dieser Region noch keine Rolle spielt, stark zunimmt. Daher plant WashTec den sukzessiven Ausbau der dortigen Aktivitäten, um auch in Süd- und Südostasien eine führende Marktposition einzunehmen und die dortigen großen Wachstumspotenziale realisieren zu können.

Das Produktprogramm von WashTec ist in mehr als 60 Ländern weltweit erfolgreich etabliert und umfasst auch zukünftig alle Arten von Fahrzeugwaschanlagen sowie dazugehörige Peripheriegeräte, Waschchemie und Wasserrückgewinnungssysteme. Daneben bietet WashTec einen umfassenden Service über die gesamte Lebensdauer der vertriebenen Produkte an. Hierzu zählen neben der Wartung der Anlagen auch Betreibermodelle sowie die Vermittlung von Finanzierungen für die Anlagen. Hauptumsatzträger sind die Portalwaschanlagen und der Service.

7.3 Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Leichte Belebung der Weltkonjunktur für 2013 erwartet

Die Weltwirtschaft dürfte 2013 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,6% expandieren. Größte Herausforderung bleibt dabei die Lösung der Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Dort sehen die Experten die Chance auf ein leichtes Wachstum von 0,2%. Während Italien und Spanien weiter in der Rezession verharren dürften, wird für Deutschland nach Aussagen der deutschen Bundesregierung ein Wachstum von 0,4% vorhergesagt. Besser als in Europa könnte sich die Wirtschaft in den USA entwickeln. Sollten die beschlossenen Maßnahmen zur Lösung des sogenannten »Fiscal Cliff« erfolgreich verlaufen, könnte das dortige Wachstum 2013 laut IWF 2,1 % erreichen. Japans Volkswirtschaft kann auf ein Plus von 1,2% hoffen. Wie in den Vorjahren gehen die Wachstumsimpulse für die Weltkonjunktur auch 2013 wieder vor allem von den Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Für diese Ländergruppe wird eine Wachstumsrate von 5,6% prognostiziert. China könnte 2013 dank konjunkturfördernder Maßnahmen der Regierung wieder ein etwas stärkeres Wachstum der Wirtschaftsleistung von 8,2% ausweisen.

IWF-Wachstumsprognosen für 2013 in %

Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF) World Economic Outlook, Oktober 2012 und Angaben der deutschen Bundesregierung, Januar 2013

7.4 WashTec Unternehmensentwicklung

Aufgrund der derzeitigen unklaren Gesamtentwicklung in Teilmärkten ist eine Prognose für 2013 mit erheblichen Unsicherheiten versehen. Dem Vorstand ist bewusst, dass vor diesem Hintergrund Risiken bestehen, die einen erheblichen Einfluss auf die prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können. Der Vorstand verfolgt deshalb kontinuierlich die aktuellen Entwicklungen insbesondere im Euroraum, um bei Anzeichen für eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage schnell und konsequent - gegebenenfalls mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen - reagieren zu können. Darüber hinaus ist es das Ziel des Vorstands, die eingeleitete strategische Neuausrichtung des Unternehmens fortzuführen und die operative Profitabilität weiter zu verbessern.

WashTec prüft auch 2013 alle Tätigkeiten und Aktivitäten der Gruppe im Hinblick auf Ergebnisbeitrag und Optimierungspotenzial. WashTec wird eine zurückhaltende Ausgaben- und Investitionspolitik verfolgen und die Schwerpunkte auf Projekte, Bereiche und Regionen setzen, die mittelfristig die besten Wachstumsaussichten versprechen. Auf zukunftsorientierte Projekte wird trotz einer Konsolidierung des Geschäfts nicht verzichtet. In diesem Rahmen wird in Kerneuropa der Fokus auf Ersatzinvestitionen liegen, während in Emerging Europe und Asien/ Pazifik (hier insbesondere in China) ein steigendes Investitionsvolumen erwartet wird. Hier sollen z.B. durch den sukzessiven Ausbau der Vertriebsstrukturen und die weitere Stärkung der lokalen Organisationen Marktchancen erschlossen werden. Insgesamt wird für die nächsten zwei Geschäftsjahre ein gegenüber 2012 erhöhtes Investitionsvolumen erwartet. In den kommenden Jahren wird darüber hinaus eine stabile bis leicht rückläufige Mitarbeiterentwicklung erwartet.

Für die WashTec AG werden für die Jahre 2013 und 2014 aufgrund der Kostenweiterbelastungen eine stabile Umsatzentwicklung und damit auch weiterhin positive operative Ergebnisse auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das Ergebnis hängt auch zukünftig vom Ausschüttungspotenzial der Tochtergesellschaften ab.

Durch die langfristige Finanzierung des Unternehmens und die soliden Bilanzstrukturen sieht sich WashTec für die zukünftigen Herausforderungen gut gerüstet und wird gestärkt aus einer schwierigen Marktsituation hervorgehen.

Für 2013 geht die Gesellschaft insgesamt von folgenden regionalen Entwicklungen aus:

Kerneuropa: Der Markt in Kerneuropa bleibt aus Sicht der Gesellschaft auch 2013 schwierig. Die anhaltende Finanz- und Konjunkturkrise sowie der zunehmende Wettbewerb bei fortdauerndem Preisdruck werden sich auch zukünftig auf die Umsatz- und Margenentwicklung auswirken. Eine Normalisierung der Wettbewerbsintensität wird erst mittelfristig erwartet. Daher geht die Gesellschaft in dieser Region lediglich von einem leichten Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Tariferhöhungen würden ein zusätzliches Ergebnisrisiko darstellen.
Emerging Europe: Die Gesellschaft geht davon aus, dass der Markt in Emerging Europe auch 2013 weiter wachsen wird. Verbunden mit dem weiteren Ausbau der Vertriebsstrukturen wird daher in diesem Segment 2013 ein deutliches Umsatzwachstum bei einer unterproportionalen Ergebnisentwicklung erwartet.
Nordamerika: Trotz einer Stabilisierung des Marktes ist eine generelle Markterholung noch nicht erkennbar. Die Anstrengungen von WashTec in diesem Segment werden sich sehr stark auf eine weitere Verbesserung der Ergebnislage konzentrieren, um ein leicht positives Ergebnis bei leicht steigenden Umsätzen zu erreichen.
Asien/Pazifik: Der weitere Ausbau der Vertriebsstrukturen wird voraussichtlich zu einem deutlichen Umsatzwachstum bei einer unterproportionalen Ergebnisentwicklung führen, wobei der größte Anteil am Umsatzwachstum aus dem chinesischen Markt erwartet wird.

WashTec strebt für die Gesamtgruppe im Geschäftsjahr 2013 ein leichtes Umsatzwachstum von 1-2% (wechselkursbereinigt) bei einem proportionalen Anstieg des bereinigten Ergebnisses an. Hierbei sind das zunehmend volatile Marktumfeld und die dementsprechende Geschäftsentwicklung in Kerneuropa zu berücksichtigen.

WashTec wird auch weiterhin einen Fokus auf die Optimierung des Working Capital und ein effektives Finanzmanagement haben. Im Rahmen der Refinanzierung des Unternehmens im Jahr 2011 wurden als wesentliche Financial Covenants ein EBITDA-Verschuldungsgrad unter 2,5 sowie eine Eigenkapitalquote über 35% vereinbart. Der Vorstand geht im Rahmen seiner Prognose davon aus, dass diese Kennzahlen auch in Zukunft eingehalten werden.

WashTec hat sich in der Vergangenheit als relativ unabhängig von der Wirtschaftslage gezeigt; der Einbruch 2009 betrug nur ca. 10% vom Umsatz des Vorjahres.

Für die nächsten Jahre hängt daher die weitere Entwicklung von Umsatz und Ertrag wesentlich von der Realisierung der Wachstumschancen in neuen Märkten und der Verteidigung der Position in Kerneuropa ab.

Für 2013 erwarten wir einen stabilen Umsatz und Ertrag mit Steigerungsraten bis zu 2%.

Die gestarteten Effizienzprogramme, eine laufende Innovationsoffensive und die Anstrengungen in Übersee lassen mittelfristig ein gegenüber dem Jahr 2013 weiter leicht verbessertes Umsatzwachstum bei entsprechender Steigerung des Ergebnisses erwarten. Diese Prognose unterliegt der Annahme unveränderter Wechselkurse und moderater Kostensteigerungen.

Derzeit wird die Unternehmensstrategie überprüft. Bis zum letzten Quartal dieses Jahres wird die Mittelfristplanung verabschiedet und kommuniziert werden.

Augsburg, den 19. März 2013

Dr. Jürgen Rautert, Sprecher des Vorstands

Dr. Stefan Vieweg, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der WashTec AG, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der WashTec AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 19. März 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Petra Justenhoven, Wirtschaftsprüferin

Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiter,

Für die WashTec AC und ihren Aufsichtsrat, aber diesmal auch ganz persönlich für mich, war das Jahr 2012 ein Jahr mit großen Herausforderungen und wichtigen Entscheidungen:

Zunächst haben Sie, liebe Aktionäre, auf der Hauptversammlung beschlossen, den Aufsichtsrat von bisher drei auf sechs Mitglieder zu vergrößern. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung kamen, zu den wiedergewählten Mitgliedern Herrn Pedrazzini und mir, neu hinzu:

Herr Jens Große-Allermann

Herr Dr. Hans Liebler

Herr Dr. Sören Hein

Herrn Roland Lacher konnten wir wieder für unseren Aufsichtsrat gewinnen. Er hatte unserem Dreier-Aufsichtsrat schon von 2007 bis 2010 angehört.

Herr Jürgen Lauer stand nach vielen Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Ich möchte Herrn Lauer für die langjährige Zusammenarbeit als Vorstand und als Aufsichtsrat unserer Gesellschaft nochmals meinen Dank ausdrücken.

Schon in den ersten Wochen der neuen Zusammensetzung unseres Aufsichtsrats konnte ich als wiedergewählter Vorsitzender feststellen: Stil und Art der vertrauensvollen Zusammenarbeit haben sich nicht verändert. Das ist bis heute so geblieben und das bildet auch die Grundlage für die Zukunft.

Nachdem der neue Aufsichtsrat sich konstituiert hatte, war es unser gemeinsamer Wunsch, die Geschwindigkeit der strategischen Neuausrichtung in unserer Gesellschaft deutlich zu erhöhen, um weiterhin die Marktführerschaft der WashTec AG zu verteidigen und auszubauen. Nachdem in den Diskussionen mit dem Vorstand klar wurde, dass wir hinsichtlich der dafür nötigen einzelnen Maßnahmen zu keiner Einigung kommen würden, sind die Vorstände einvernehmlich zum 31. Juli 2012 aus unserem Unternehmen ausgeschieden. Für ihre Arbeit und für ihren hohen persönlichen Einsatz gebührt ihnen Dank.

Nach einem intensiven Auswahlverfahren haben wir mit Herrn Dr. Rautert und Herrn Dr. Vieweg zwei sehr erfahrene Manager als neue Vorstände gewinnen können. Sie werden die strategische Ausrichtung der WashTec-Gruppe mit Fokus auf Innovationen und die Erschließung weiterer Wachstumsfelder mit erhöhter Geschwindigkeit vorantreiben. Herr Dr. Rautert und Herr Dr. Vieweg werden mit ihrer Expertise und der Erfahrung aus ihren bisherigen Positionen zusammen mit dem Management von WashTec daran arbeiten, dass WashTec seine Position als Markt-, Innovations- und Renditeführer der Carwash-Branche weiter festigen und ausbauen wird.

Und nun eine ganz persönliche Bemerkung: Wie Sie sich sicher denken können, entsprach es nicht meiner Lebensplanung, noch einmal eine operative Verantwortung zu übernehmen; andererseits konnte und wollte ich mich dem Ruf des Aufsichtsrats nicht entziehen, die WashTec AG für eine Interimszeit bis zur Übernahme des Amts als Vorstandssprecher der Gesellschaft durch Herrn Rautert zu führen. Wenn ich heute auf die sieben Monate als Vorstand bzw. Vorstandssprecher zurückblicke, muss ich zugeben: Es hat Freude, ja sogar Spaß gemacht, dieses Unternehmen zu führen.

Woran lag das?

Also zunächst an den Mitarbeitern: Ich bin dankbar dafür, dass die Mitarbeiter auf allen Ebenen bereit waren, mit ihrem Können und ihrem Arbeitseinsatz mitzuhelfen, das Schiff auf Kurs zu halten. Mein Beitrag in Worten und in organisatorischen Veränderungen hatte darüber hinaus das Ziel, die Zusammenarbeit im Hause insgesamt zu verbessern. Auch dieser Ansatz wurde angenommen. Wir sind da heute auf einem guten Weg.

Zweitens: Auch unsere Kunden haben den Wechsel akzeptiert und haben mir bei vielen Gesprächen und Verhandlungen gezeigt, wie wichtig WashTec auch für sie ist. Für diese zum Teil erneuerten Kontakte und die äußere Unterstützung bin ich besonders dankbar.

Drittens: Auch der zwischenzeitlich neu aufgestellte Aufsichtsrat insgesamt hat mir durch Rat und Tat jederzeit zur Seite gestanden. Erlauben Sie mir, mich bei allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zu bedanken, besonders aber bei dem für die Zeit meiner Abwesenheit gewählten Aufsichtsratsvorsitzenden Massimo Pedrazzini und seinem Stellvertreter Jens Große-Allermann.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Neben der Auseinandersetzung mit dem aktuellen Geschäftsverlauf und hierbei insbesondere der Lage in Nordamerika und Kerneuropa, haben die Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand die Tätigkeit des Aufsichtsrats vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres geprägt. So wurden Aufsichtsrats-Ausschüsse gebildet, Verhandlungen mit den ehemaligen Vorständen geführt und die neuen Vorstände ernannt.

Nach dem Ausscheiden der bisherigen Vorstände habe ich ab dem 28. Juli 2012 gemäß § 105 Abs. 2 AktG das Amt des Vorstands und zugleich des Sprechers des Vorstands übernommen. Für die Dauer der Entsendung wurde Massimo Pedrazzini zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, sein Stellvertreter in dieser Zeit war Jens Große-Allermann. Nach einer Übergangszeit von zwei Monaten nach dem Amtsantritt der neuen Vorstandsmitglieder bin ich zum 1. März 2013 als Vorsitzender in den Aufsichtsrat zurückgekehrt. Massimo Pedrazzini ist seit diesem Zeitpunkt wieder stellvertretender Aufsichtsrats-Vorsitzender.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2012 unter anderem über den Gang der Geschäfte und die Lage der Unternehmensgruppe regelmäßig informiert.

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung und Überprüfung des Nordamerikageschäfts fand zudem eine außerordentliche Untersuchung des Compliance Systems der WashTec Gruppe statt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Analyse, Ergebnisse und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Compliance Systems berichtet und der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über den Fortgang der Umsetzung der Maßnahmen berichten lassen. Er hat zudem die Geschäftsführung des Vorstands der Gesellschaft überwacht. Grundlage hierfür waren insbesondere schriftliche und mündliche, zeitnahe Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat unter anderem monatlich schriftlich über den Geschäftsverlauf berichtet. Bei Bedarf hat der Aufsichtsrat zusätzliche Berichte des Vorstands angefordert und Einsicht in weitere relevante Unterlagen der Gesellschaft genommen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen überprüft. Die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Neben der intensiven Arbeit in den Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats in zahlreichen Einzelgesprächen die Lage der Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung und Ausrichtung erörtert. Auch die weiteren Aufsichtsratsmitglieder standen mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen in Kontakt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben den anderen Mitgliedern über ihre Einzelgespräche mit dem Vorstand ausführlich berichtet.

Im Geschäftsjahr 2012 haben insgesamt einundzwanzig ordentliche und außerordentliche Sitzungen des Gesamt-Aufsichtsrats stattgefunden, davon zehn als Telefonkonferenz (Conference Call, CC). Zudem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. In jedem Quartal fand mindestens eine Sitzung statt. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollständig vertreten. Daneben haben fünf Sitzungen der Ausschüsse stattgefunden, an denen nur die jeweiligen Ausschuss-Mitglieder teilgenommen haben. In den Plenumssitzungen wird dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit Bericht erstattet. Auf die Aufgaben der Ausschüsse wird im Laufe dieses Berichts noch gesondert eingegangen.

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der WashTec Gruppe, die Finanzlage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte und das Risikomanagementsystem. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hatte dadurch jederzeit einen detaillierten Einblick in alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen der WashTec Gruppe. Zudem wurden Geschäfte und Maßnahmen, zu denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, überprüft, mit dem Vorstand behandelt und entschieden.

Wesentliche weitere Themen der Gesamt-Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2012 waren:

In allen Sitzungen: Erörterung der aktuellen Geschäfts- und Ertragslage und Vergleich mit den budgetierten Zahlen, besonderer Fokus lag dabei auf der Auftragsentwicklung in Folge der Auswirkungen der Finanz- und Konjunkturkrise sowie der Entwicklung in Nordamerika;
außerordentliche Sitzung (CC) am 9. Februar 2012: Vorläufiger Jahresabschluss 2011;
außerordentliche Sitzung am 17. Februar 2012: Statusberichte Nordamerika und UK, Budget;
Sitzung (CC) am 24. Februar 2012: Statusbericht Nordamerika;
außerordentliche Sitzung (CC) am 6. März 2012: Erörterung der Entwürfe zum Jahresabschluss des Konzerns und der AG für das abgelaufene Geschäftsjahr in Gegenwart des Abschlussprüfers, Managementletter 2011;
außerordentliche Sitzung am 9. März 2012: Aufsichtsratsangelegenheiten;
Sitzung am 21. März 2012: Feststellung bzw. Billigung der Jahresabschlüsse und Lageberichte unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers, Bericht des Aufsichtsrats, Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung, Update Nordamerika, Markt, Steuern, Aufsichtsratsangelegenheiten;
außerordentliche Sitzung (CC) am 27. März 2012: Vorbereitung Hauptversammlung, Veräußerung eines ungenutzten Betriebsgeländes;
außerordentliche Sitzung (CC) am 10. April 2012: Prüfung strategischer Optionen;
außerordentliche Sitzung (CC) am 11. April 2012: Prüfung strategischer Optionen;
außerordentliche Sitzung (CC) am 24. April 2012: Prüfung strategischer Optionen;
außerordentliche Sitzung (CC) am 2. Mai 2012: M&A Projekt, Vorbereitung Hauptversammlung, Ausschüttungspolitik, Quartalsbericht;
Sitzung am 10. Mai 2012: Vorbereitung Hauptversammlung, Update Nordamerika;
außerordentliche Sitzung am 10. Mai 2012: Konstitution neuer AR inkl. Wahl des Vorsitzenden, Statusberichte;
außerordentliche Sitzung am 24. Mai 2012: Effizienzmaßnahmen, Update Nordamerika, Festlegung der Schwerpunkte der Prüfung des Halbjahresabschlusses, Aufsichtsratsangelegenheiten, Update Prüfung strategischer Optionen;
außerordentliche Sitzung am 10. Juli 2012: Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten;
außerordentliche Sitzung (CC) am 27. Juli 2012: Bericht zum Prüfungsausschuss, Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten;
außerordentliche Sitzung am 14. August 2012: Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten, Aktienrückkauf;
ordentliche Sitzung am 20. September 2012: Update Nordamerika, Festlegung der Schwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung, Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten, Kapitalerhöhung Polen;
Sitzung am 25. Oktober 2012: Update Nordamerika, Kapitalerhöhung China, Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten;
außerordentliche Sitzung (CC) am 14. November 2012: Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten;
Sitzung am 11. Dezember 2012: Bericht über Compliance-Organisation und Maßnahmen, Budget und Mittelfristplanung inkl. Strategie, jährliche Beschlussfassung über das Vergütungssystem des Vorstands und zur Governance-Erklärung, Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten.

Corporate Governance

Nachdem der Aufsichtsrat infolge der Erweiterung durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Mai 2012 aus sechs Mitgliedern besteht, hat er in seiner Sitzung vom 24. Mai 2012 zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und unter Beachtung der Vorgaben des Kodex einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss und einen Nominierungsausschuss gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 48 abgedruckt. Die Ausschüsse haben die Aufgabe, Themen und Beschlüsse der Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Zum Teil nehmen sie auch Entscheidungsbefugnisse wahr, die ihnen vom Aufsichtsrat übertragen worden sind. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Aufgaben der Ausschüsse gegeben:

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören unter anderem die Prüfung der Rechnungslegung der Gesellschaft sowie des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, zusammengefassten Lageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Quartalsabschlüsse und Zwischenlageberichte des WashTec Konzerns. Auf der Grundlage des Berichts des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses von WashTec AG und WashTec Konzern sowie des zusammengefassten Lageberichts erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Jahresabschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss befasst sich zudem insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tagte der Ausschuss dreimal.

Der Personalausschuss hat die Aufgabe, Entscheidungen des Aufsichtsrats über Inhalt, Abschluss und Änderung der Dienstverträge mit den vom Aufsichtsrat bestellten bzw. zu bestellenden Vorstandsmitgliedern und über alle in diesem Zusammenhang zwischen den Vorstandsmitgliedern und der Gesellschaft sich ergebenden Fragen vorzubereiten und insbesondere Vorschläge zur Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder zu unterbreiten. Er entscheidet zudem über die Gewährung von Darlehen an die in den §§ 89,115 AktG genannten Personen. Bei beabsichtigter Bestellung von Vorstandsmitgliedern berät er über Vorlagen für den Aufsichtsrat und bereitet diese vor. Der Personalausschuss berät regelmäßig über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Dabei berücksichtigt er die Führungskräfteplanung des Unternehmens und achtet auch auf Vielfalt (Diversity). Dieses Gremium kam im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal zusammen.

Der Nominierungsausschuss tritt bei Bedarf zusammen und schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor. Bei den Vorschlägen wird unter anderem auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens, Unabhängigkeit, potenzielle Interessenkonflikte sowie Vielfalt (Diversity) geachtet. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2012 nicht getagt.

Die Zusammenarbeit der Mitglieder des Aufsichtsrats zeichnet sich durch Effizienz und Fachkompetenz aus. Interessenskonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht aufgetreten.

Das Vergütungssystem für den Vorstand orientiert sich an den Aufgaben und Leistungen der Vorstände sowie an der Lage des Unternehmens. Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus monetären und nichtmonetären, fixen und variablen Bestandteilen zusammen und ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.

Sämtliche Vergütungsbestandteile sind so ausgestaltet, dass sie für sich und insgesamt angemessen sind und nicht zur Eingehung unangemessener Risiken verleiten. Die Vergütung der Vorstands- und der Aufsichtsratsmitglieder wird innerhalb des Geschäftsberichts in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 53-55 (Vergütungsbericht) näher dargelegt. Auch eine detaillierte Darstellung der Corporate Governance ist dort zu finden. Der Aufsichtsrat hat zuletzt in seiner Sitzung vom 11. Dezember 2012 den jährlichen Beschluss über das Vergütungssystem für den Vorstand gefasst.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der Vorstand hat den Jahresabschluss der WashTec AG sowie den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2012 aufgestellt. Diese sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

PricewaterhouseCoopers hat auch die Jahresabschlüsse der wesentlichen Tochtergesellschaften der WashTec AG geprüft.

Die Schwerpunkte der Prüfung wurden vom Prüfungsausschuss festgelegt und der Abschlussprüfer entsprechend beauftragt. Vor und während der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit und die Qualifikation des Abschlussprüfers überwacht.

Der Abschlussprüfer hat überprüft, ob ein Überwachungssystem durch den Vorstand eingerichtet worden ist, durch das mögliche existenzbedrohende Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Hierzu erklärte der Abschlussprüfer, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat und diese geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Der Aufsichtsrat überprüft darüber hinaus regelmäßig selbst die internen Kontrollsysteme (Risikomanagement, Interne Revision, Compliance) der WashTec AG auf ihre Effektivität.

Der geprüfte Jahresabschluss der WashTec AG, der geprüfte Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der WashTec AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. Abschlüsse und Berichte waren Gegenstand der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 20. März 2013. Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung wurde vom Vorstand ein Bericht über die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft abgegeben.

Der Abschlussprüfer nahm an der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 20. März 2013 teil und hat dem Aufsichtsrat direkt und ausführlich über die Ergebnisse seiner Prüfung und über die Prüfungsschwerpunkte berichtet. Hierbei wurden alle Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss der WashTec AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Einwände ergaben sich bei der Prüfung durch den Aufsichtsrat nicht. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WashTec AG und den Konzernabschluss in seiner bilanzfeststellenden Sitzung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der WashTec AG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.

Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, allen Mitarbeitern des Unternehmens meinen besonderen Dank für ihre kontinuierlichen Bemühungen für unsere Gesellschaft auszudrücken.

Augsburg, im März 2013

Michael Busch, Vorsitzender des Aufsichtsrats