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WashTec AG Annual Report 2008

May 4, 2010

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Annual Report

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WashTec AG

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Gemeinsamer Lagebericht und Konzern 2008

Die individuelle Vorstandsvergütung ist im Vergütungsbericht des Corporate-Governance- Berichts erläutert und somit Bestandteil des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses der WashTec AG für das Geschäftsjahr 2008.

Stand 31.12.2008

1) Beherrschungs- und Ergebnisübernahmevertrag

2) Teilkonzern mit California Kleindienst Administrative B.V., Zoetermeer, Niederlande und WashTec Benelux N.V., Brüssel, Belgien, deren Ergebnisse in WashTec Benelux B.V., Zoetermeer B.V., Niederlande enthalten sind.

3) Gesellschaft ist derzeit inaktiv

4) Inkl. Betriebsstätte Norwegen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Organisationsstruktur der WashTec Gruppe

WashTec AG

Die WashTec AG übernimmt als Konzernobergesellschaft Aufgaben der strategischen Unternehmensführung und Unternehmenssteuerung für alle nachgegliederten Tochterunternehmen.

Da die Gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, resultiert ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften. Die folgenden Ausführungen beziehen sich daher im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die AG wird, soweit erforderlich, besonders eingegangen. Tochtergesellschaften der WashTec AG sind die AUWA-Chemie GmbH & Co. KG, die WashTec Holding GmbH und die WesuRent Car Wash Marketing GmbH.

WashTec Holding GmbH

Die operativen Beteiligungen der WashTec Gruppe sind mit Ausnahme der AUWA- Chemie GmbH & Co. KG und der WesuRent Car Wash Marketing GmbH unter der WashTec Holding GmbH mit Sitz in Augsburg zusammengefasst. Zwischen der WashTec Holding GmbH und der WashTec Financial Services GmbH sowie der WashTec Cleaning Techno­logy GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

WashTec Cleaning Technology GmbH

In der WashTec Cleaning Technology GmbH mit Sitz in Augsburg wird der größte Teil des operativen Geschäfts abgewickelt. Hier erfolgen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service der wesentlichen Produkte der WashTec Gruppe. Von der operativen Gesellschaft aus werden die Tochtergesellschaften und die selbständigen Vertriebspartner im Ausland beliefert und betreut. Der größte Teil der Produkte wird aus vorgefertigten Komponenten am Produktionsstandort Augsburg endmontiert. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen weiteren Produktionsstandort in Recklinghausen, der sich mit der Fertigung von Steuerungen befasst.

Ausländische Tochtergesellschaften

Die WashTec Gruppe ist in allen wesentlichen Märkten Europas und Nordamerikas sowie seit Ende 2008 in China mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Die Tochtergesellschaften in den USA, Spanien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark/ Norwegen, Österreich, Italien und den Niederlanden übernehmen Vertrieb und Service für WashTec Produkte. Darüber hinaus montiert die Tochtergesellschaft in den USA Fahrzeugwaschanlagen überwiegend für den nordamerikanischen Markt. Die Ende 2008 gegründete Tochtergesellschaft in China beschäftigt sich hauptsächlich mit der Beschaffung von Komponenten.

WashTec Financial Services GmbH

Die WashTec Financial Services GmbH bietet den Kunden der WashTec Gruppe indivi­duelle Instrumente zur Finanzierung von WashTec Produkten an. Sie erhält für die Vermittlung der Finanzierungen eine Provision von den jeweiligen Kreditgebern, bei denen es sich in der Regel um Leasinggesellschaften handelt.

AUWA-Chemie GmbH & Co. KG

Am 7. Mai 2008 hat WashTec die AUWA-Chemie GmbH & Co. KG übernommen.

AUWA-Chemie ist ein mittelständischer Hersteller von Chemieprodukten für Fahrzeugwaschanlagen mit einer eigenen Vertriebsorganisation in Deutschland und Vertriebspartnern in ganz Europa. Das Unternehmen entwickelt und produziert die gesamte Produktpalette an Waschchemie für den Autowaschmarkt mit Produktionsstandort Grebenau.

Die Aktivitäten aller oben genannten Gesellschaften sind im Konzernanhang im Segment Cleaning Technology zusammengefasst (Anhang Rnr. 7).

WesuRent Carwash Marketing GmbH

Die WesuRent Carwash Marketing GmbH übernimmt für Kunden den Betrieb von Waschanlagen in deren Namen und auf deren Rechnung. Zusätzlich bietet die Gesellschaft zahlreiche andere Dienstleistungen wie z. B. Rentabilitäts- und Standortanalysen an. Zwischen der WashTec AG und der WesuRent Car Wash Marketing GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Aktivitäten der WesuRent werden im Konzern­anhang im Segment Systemgeschäft dargestellt (Anhang Rnr. 7).

1.2 Angaben gem. §§ 289 IV, 315 IV HGB – Erläuternder Bericht des Vorstands

Nachfolgender Text enthält sowohl Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB als auch den erläuternden Bericht des Vorstands nach §§ 120 Abs. 3 Satz 2 und 175 Abs. 2 Satz 1 AktG.

§ 315 IV Nr. 1 HGB »Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 40.000.000 ist eingeteilt in 15.200.000 Stück­aktien, die auf den Inhaber lauten und die jeweils die gleichen Rechte – insbesondere gleiche Stimmrechte – gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Kontrollbefugnis verleihenden Sonderrechten bestehen nicht.

§ 315 IV Nr. 2 HGB

Gemäß § 71 b AktG stehen der Gesellschaft bzgl. der im Rahmen ihres laufenden Rückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien keine Rechte zu. Im Übrigen besitzt jede Aktie eine Stimme; nach Kenntnis des Vorstands existieren darüber hinaus weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen.

§ 315 IV Nr. 3 HGB »Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital«

Die Aktien der Gesellschaft befinden sich nach Kenntnis des Vorstands zu ca. 44 % im Streubesitz. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, halten nach Kenntnis des Vorstands Kempen Capital Management N.V. (11,1%), EQMC Europe Development Capital Fund plc (10,2 %) sowie Sterling Strategic Value Limited (10,0 %).

Der aktuelle Stimmrechtsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar (§ 315 IV Nr. 3 HGB):

Aktionärsstruktur (Stand 28. Februar 2009)

§ 315 IV Nr. 4 HGB »Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

§ 315 IV Nr. 5 HGB »Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital

beteiligt sind« Es sind keine Arbeitnehmer am Kapital beteiligt.

§ 315 IV Nr. 6 HGB »Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen«

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung der Gesellschaft. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit gemäß der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit der gültigen Geschäftsordnung des Vorstands aus zwei Mitgliedern, von denen einer vom Aufsichtsrat zum Sprecher des Vorstands bestellt ist. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstands sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Dieser bestellt Vorstandsmitglieder für eine maximale Amtszeit von fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179, 133 AktG sowie § 9.9 und § 9.10 der Satzung. Die Gesellschaft hat nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, weitere Erfordernisse für Satzungsänderungen aufzustellen. § 9.9 der Satzung senkt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen die gesetzlichen Mehrheitserfordernisse ab. Der Aufsichtsrat ist zu lediglich formalen Änderungen der Satzung ermächtigt.

§ 315 IV Nr. 7 HGB »Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien«

Genehmigtes Kapital (§ 5.1 der Satzung der WashTec AG) Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 15. Juni 2010, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlage einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt € 20.000.000 zu erhöhen und den Inhalt der Aktienrechte, Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren, durch den Vorstand bestimmten, Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in gewissen, in § 5.1 der Satzung der WashTec AG festgelegten Fällen, auszuschließen. Der Vorstand hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Weitere Einzelheiten zum genehmigten Kapital sind im Anhang unter Rnr. 23 beschrieben. Das genehmigte Kapital soll der Gesellschaft ermöglichen, schnell und flexibel auf Wachstumsmöglichkeiten und Möglichkeiten am Kapitalmarkt reagieren zu können.

Bedingtes Kapital (§ 5.2 der Satzung der WashTec AG)

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2007 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu € 2.105.264 durch Ausgabe von bis zu 800.000 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich zum Zweck der Gewährung von bis zu 800.000 Bezugsrechten (»Aktienoptionen«) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie an weitere Führungskräfte der Gesellschaft und nachgeordneter verbundener Unternehmen (die »Bezugsberechtigten«). Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Bezugsberechtigten von ihrem Recht auf Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 23. Juli 2007 von der Ermächtigung der Haupt­versammlung Gebrauch gemacht und 767.000 Optionen zu einem Ausgabepreis von € 15,34 ausgegeben. Einzelheiten zu dem Optionsprogramm – wie die Ausgabebestimmungen – sind im Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Berichts sowie im Anhang unter Rnr. 36 angegeben.

Aktienrückkauf

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2008 wurde der Vorstand ermächtigt,

bis zum 7. November 2009 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals von € 40.000.000 zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben und damit das von der Hauptversammlung 2007 beschlossene und im September 2007 begonnene Rückkaufprogramm fortzuführen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, am 8. Mai 2008 Gebrauch gemacht und beschlossen, bis 7. November 2009 bis zu 800.000 eigene Aktien über die Börse zu erwerben. Der Aktienrückkauf erfolgt u. a., um die ausgegebenen Aktienoptionen zu bedienen und somit eine mögliche Verwässerung zu vermeiden. Am 24. November 2008 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ein öffentliches Rückkaufangebot für den Erwerb von bis zu 800.000 eigenen Aktien abzugeben. Im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebots wurden 799.962 Aktien erworben. Per 31. Dezember 2008 hat die Gesellschaft insgesamt 1.223.030 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 7,69 erworben. Die Bedingungen des Aktienrückkaufs sind im Anhang unter Rnr. 25 detailliert dargestellt. Der aktuelle Stand des Aktienrückkaufprogramms kann jeweils unter www.washtec.de »Investor Relations« abgerufen werden.

§ 315 IV Nr. 8 + 9 HGB »Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen«

Einzelne Verträge der WashTec Gruppe – wie z. B. die Kreditverträge – sehen außer-ordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Falle eines Change of Control vor. Im Fall einer Übernahme kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen. Weiterhin können die Vorstandsmitglieder ihren Dienstvertrag mit einer Frist von 12 bzw. innerhalb von 6 Monaten nach Kontrollwechsel mit einer Frist von 3 Monaten kündigen, sofern und sobald ein Aktionär direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erworben hat. Einem Vorstandsmitglied wurde im Fall einer Kündigung des Dienstvertrages aufgrund eines Change of Control eine Abfindung in Höhe eines fixen Jahresgehalts zugesagt. Zurechnungsvorschriften des § 22 WpHG gelten entsprechend. Bei den dargestellten Regelungen handelt es sich um solche, die der Gesetzes­lage entsprechen und bei vergleichbaren börsennotierten Unternehmen üblich sind. Sie dienen nicht dem Zweck der Erschwerung etwaiger Übernahmeversuche.

1.3. Produktprogramm der WashTec Gruppe

Das Produktprogramm umfasst Portalwaschanlagen, Nutzfahrzeugwaschanlagen, SB-Waschplätze und Waschstraßen sowie dazugehörige Peripheriegeräte und Wasseraufbereitungssysteme. Daneben bietet WashTec umfassende Serviceangebote über die gesamte Laufzeit der vertriebenen Produkte an. Dazu gehört auch das Angebot von Waschchemie. Hauptumsatzträger sind die Portalwaschanlagen und der Service.

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Produkte (Mio. € 173,7 Umsatz) • Portalwaschanlagen
• SB - Waschanlagen
• Nutzfahrzeugwaschanlagen
• Waschstraßen
• Wasseraufbereitungssysteme
Service und Chemie (Mio. € 100,4 Umsatz) • Full Service
• Call-out Service
• Ersatzteile
• Waschchemie
Facility Management und Finanzierung (Mio. €5,5 Umsatz) • WesuRent Carwash Marketing
• WashTec Financial Services GmbH

Ziel des Unternehmens ist es, leistungsstarke und innovative Produkte in allen Segmenten anzubieten. Auf der Messe automechanika 2008 wurden zahlreiche Innovationen vorgestellt, wie z. B. die neue Portalanlage SoftCare2, die vom Mini bis zum SUV alle aktuellen Fahrzeugtypen optimal wäscht. Die in vielen Details und mit neuem Design verbesserte Maschinengeneration hat zahlreiche neue Merkmale, wie u. a. größere Radwäscher, eine um 270 ° schwenkbare Dachdüse für eine optimale Trocknung oder das neue, patentierte SofTecs2-Waschmaterial.

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Anwendung Portalwaschanlagen Waschstraßen Nutzfahrzeug-Waschanlagen
Premium Für besonders viele Wäschen, mit hohen Anforderungen an Waschergebnis, Ausstattung und Programmvielfalt SoftCare Takt SoftCare Juno Förderbandkette über 25m Softline Linear Softline Express Maxi Wash Express
Classic Für professionelle Betreiber mit mittleren bis hohen Anforderungen an Optioner und Anzahl der Wäschen SoftCare Pro SoftCare Evo Förderband kette 15 bis 25 m Softline Linear Maxi Wash Vario
Basic Segment für Standorte mit geringeren Waschzahlen oder geringeren Anforderungen an Optionen NEW SoftWash Förderbandkette unter 25 m Maxi Wash Vario

Die amerikanische Tochtergesellschaft Mark VII Equipment Inc. bietet ein speziell auf den amerikanischen Markt ausgerichtetes Produktportfolio, bestehend aus bürstenlosen Hochdruckportalwaschanlagen »Aqua Jet GT«, Portalwaschanlagen »SoftWash« sowie Waschstraßen und SB-Anlagen, an. Mark VII hat zudem eine speziell für den amerikanischen Markt entwickelte Waschstraße auf Basis hydraulischer Komponenten im Produktportfolio.

1.4 Produktion und Logistik

Die WashTec Gruppe produziert zurzeit ihr gesamtes Produktprogramm für Europa in Deutschland am Stammsitz des Unternehmens in Augsburg. Der Produktionsstandort wurde in den vergangenen Jahren grundlegend modernisiert und reorganisiert, im ab­gelaufenen Geschäftsjahr wurde in die Vorfertigung investiert. Darüber hinaus sollen zukünftig einzelne Komponenten in China und Osteuropa bezogen bzw. hergestellt werden. Maschinen, die hauptsächlich im amerikanischen Markt vertrieben werden, werden in Denver, USA, endmontiert. Daneben besteht ein weiterer kleiner Produk­tionsstandort in Recklinghausen, der Steuerungen für die gesamte Gruppe fertigt. In Grebenau befindet sich die Produktion der AUWA-Chemie.

Die Wertschöpfung besteht vorwiegend aus der Endmontage von zum Großteil bereits vorgefertigten Komponenten. Sämtliche Produkte werden unter Anwendung neuer Fertigungsmethoden produziert. Kapazitätsanpassungen am Produktionsstandort in Augsburg können z. T. durch Ausnutzung der Jahresarbeitszeitmodelle sowie über den Auf- und Abbau von Leiharbeitnehmern vorgenommen werden. Darüberhinaus ist in Deutschland eine zeitlich begrenzte Reduzierung der regelmäßigen Arbeitszeit im Rahmen von Kurzarbeit möglich. In einigen Tochtergesellschaften werden marktspezifische Endmontagen oder Anpassungen vorgenommen.

Mit Lieferanten von Kernkomponenten sind langfristige Liefervereinbarungen abgeschlossen. In der Supply-Chain-Organisation der Gruppe sind alle Organisationseinheiten von der Auftragsklärung über den Bezug der Teile und Auftragsdurchlauf in der Produktion bis zur Auslieferung der Anlagen unter einheitlicher Verantwortung zusammengefasst. Die europäische Ersatzteilversorgung erfolgt zentral aus Lagern externer Logistikdienstleister. Durch die Optimierung der Logistik konnten die Produktions- und Ersatzteillagerbestände von Mio. € 39,5 Ende 2007 auf Mio. € 34,6 reduziert werden.

1.5 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Konjunktur

Ausgehend von der Finanz- und Konjunkturkrise in den USA waren im abgelaufenen Geschäftsjahr alle globalen Märkte von der Finanzkrise und dem daraus resultierenden Konjunkturrückgang betroffen. Die Finanzmärkte sind weltweit eingebrochen, die Regierungen aller wesentlichen Industriestaaten haben daraufhin milliardenschwere Programme zur Unterstützung der Finanzmarktstabilität und Stärkung der Konjunktur beschlossen. Das deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut IFO erwartet für 2009 eine Rezession in der Eurozone und geht davon aus, dass der wirtschaftliche Abschwung weltweit bis mindestens in das kommende Jahr hineinreichen wird (Quelle: IFO Pressemitteilung 9. Januar 2009).

Auswirkungen auf das Carwash Business

Die konjunkturelle Entwicklung hatte in der Vergangenheit nur einen geringen Einfluss auf den Absatz von Fahrzeugwaschanlagen. Infolge der aktuellen anhaltenden tiefgehenden Finanz- und Konjunkturkrise sind die Möglichkeiten der Finanzierung von Investitionen in vielen Fällen jedoch stark eingeschränkt. Davon sind vor allem kleinere Ketten und Einzelbetreiber direkt betroffen. Dies gilt insbesondere für den amerikanischen Markt, der im Gegensatz zu Europa nicht von Großkunden sondern von unabhängigen kleinen und mittelständischen Betreibern geprägt ist. Darüber hinaus sind Kundensegmente wie Autohäuser und Transportunternehmen betroffen. Bei Großkunden wie multinationalen Mineralölgesellschaften dagegen, die einen großen Teil der installierten Basis in Europa betreiben, werden Ersatzinvestitionen weiterhin vor allem in Abhängigkeit von Maschinenalter und Investitionsbudgets getroffen. Das Waschgeschäft selbst ist nach Erkenntnissen des Unternehmens mehr von Wetterbedingungen und der sprunghaften Entwicklung der Benzinpreise abhängig als von der Konjunktur und blieb im abgelaufenen Jahr stabil.

Die Kursentwicklung des Euro hat im Jahr 2008 den Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe nicht wesentlich beeinflusst. WashTec schließt den Großteil seiner Verträge in Euro ab. Die Abwertung des US-Dollars zum Euro hat, abgesehen von der Finanzierung der Aktivitäten von Mark VII, USA, die über das deutsche Bankenkonsortium erfolgt, nur geringen Einfluss auf das operative Geschäft von WashTec. Nahezu alle Produkte für den amerikanischen Markt werden zwischenzeitlich lokal gefertigt.

1.6 Rechtliche Rahmenbedingungen

Die WashTec Gruppe unterliegt in jedem Land, in dem sie tätig ist, den dort jeweils anwendbaren Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf ihren Geschäftsbetrieb. Hierzu gehören insbesondere Vorschriften über technische Sicherheit und zum Schutz der Umwelt, Vorschriften über die Anmeldung, Registrierung und Kennzeichnung von – sowie zum Umgang mit – Chemikalien, Bauvorschriften, arbeitsrechtliche Vorschriften sowie Vorschriften zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit. Die wichtigsten derzeit relevanten Bestimmungen des deutschen Rechts sind nachfolgend dargestellt:

Fahrzeugwaschanlagen dürfen nicht an allen Standorten errichtet und betrieben werden. Vielmehr sind bauplanungsrechtliche Vorschriften zu beachten. Dazu kommen straßenrechtliche Besonderheiten (z. B. darf die Waschanlage die Sicherheit des Straßenverkehrs nicht beeinträchtigen). Kommunale Satzungen verbieten z. B. in Deutschland die Fahrzeugwäsche von Hand auf Privatgrundstücken oder Straßen.

Daneben spielt die Einhaltung umweltrechtlicher Vorschriften in vielen Ländern eine maßgebliche Rolle. Dabei sollen vor allem Umweltrisiken während des Waschvorgangs vermieden werden. Die Reinigung eines Autos wird in der Regel mittels pH-neutraler biologisch abbaubarer Reinigungssubstanzen durchgeführt. Anforderungen an das Einleiten von Abwässern ergeben sich aus landesrechtlichen Bestimmungen und aus den Regelungen des Wasserhaushaltsgesetzes. Zudem besteht bei jedem Waschvorgang die geringe Gefahr des Ausflusses von Benzin oder Öl.

Nach Ansicht des Vorstands wird die steigende Bedeutung der Ressource Wasser dazu führen, dass die Vorschriften zur Regelung des Verbrauchs von Frischwasser und zum Verbot der Handwäsche zukünftig auch international vermehrt an Bedeutung gewinnen.

1.7 Qualitäts- und Umweltmanagement

Grundlage für die technische Marktführerschaft sind qualitativ hochwertige Produkte. Qualität, Sicherheit und Umweltschutz sind Bestandteil der WashTec Unternehmens­philosophie. Jeder WashTec Mitarbeiter ist für die Qualität im Rahmen seiner Aufgaben verantwortlich. Das Qualitätsmanagement stellt die Einhaltung der Qualitätsvorgaben und strategischen Ziele sicher.

WashTec bietet für alle Anlagen biologische, mechanische und chemische Wasserauf­bereitungsanlagen an, um eine umweltfreundliche Fahrzeugwäsche sicherzustellen. WashTec hat ein umfassendes Managementsystem für Qualität, Umwelt, Sicherheit und Gesundheitsschutz, das in regelmäßigen Abständen durch den TÜV geprüft wird. WashTec erfüllt damit international anerkannte Normen und ist DIN ISO 9001, 14001 und SCC (Safety Certification Contractors) zertifiziert.

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Managementsystem Zertifizierung / Norm Inhalte
Qualität DIN ISO 9001:2000 Sicherstellung der Prozesse vom Vertrieb über Engineering und Produktion bis zum Service. Weiterführende systematische Qualitätsverbesserungen werden durch regelmäßig gezielte Analysen und präventive Maßnahmen erreicht.
Umwelt DIN ISO 14001:2004 Berücksichtigung der Umweltaspekte über den ganzen Lebenszyklus der Waschanlagen. Umweltschutz wird z. B. durch die Materialauswahl der Waschanlagen, die Ressourcen schonenden Produktionsmethoden und das umweltgerechte Verhalten der Mitarbeiter in die Praxis umgesetzt.
Arbeitssicherheit/ Gesundheitsschutz SCC (Safety Certification Contractors) Schaffung von sicheren und ergonomischen Arbeitsplätzen. Dazu gehört u. a. die Umsetzung und Kontrolle der technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen mit dem Schwerpunkt der Service- und Montagetätigkeiten.

1.8 Markt

Der globale Markt für Fahrzeugwaschanlagen untergliedert sich – abhängig von dem Entwicklungsgrad der Märkte – in mehrere Teilmärkte.

Nord- und Westeuropa

Nord- und Westeuropa stellen den am weitesten entwickelten Teilmarkt mit der höchsten Anzahl installierter Fahrzeugwaschanlagen dar. Als stabiler Austauschmarkt ist er gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Reinvestitionen. Wesentliche Kunden sind multinational tätige Mineralölgesellschaften, die entweder selbst oder über Betreiber ihrer Tankstellennetze Fahrzeugwaschanlagen betreiben. Dazu kommen unabhängige Kunden wie z. B. Einzelbetreiber, Logistikunternehmen oder Autohändler. Die Austauschzyklen bei Portalwaschanlagen betragen in der Regel zwischen fünf und zehn Jahre. Die nord- und westeuropäischen Märkte waren 2008 – mit Ausnahme einzelner Märkte wie Spanien und Großbritannien – nur gering von der Finanz- und Konjunkturkrise betroffen.

USA

In den USA sind die meisten Kunden unabhängige mittelständische Betreiber. Da sich für diese Kunden im vergangenen Jahr die Finanzierungsmöglichkeiten stark verschlechtert haben, war der amerikanische Absatz für Autowaschanlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr in besonderem Maße von der Finanz- und Konjunkturkrise betroffen. Während in Europa zu annähernd 100 % Bürstenportalanlagen eingesetzt werden, werden in den USA im Bereich Portalanlagen zu rund 70 % bürstenlose Hochdruckanlagen verkauft. Neben Portalwasch-anlagen nehmen Waschstraßen in den USA im Vergleich zu Europa einen größeren Marktanteil ein.

Emerging Markets

Zentral- und Osteuropa sowie Asien sind Teilmärkte, in denen die maschinelle Fahrzeugwäsche nur einen geringen Marktanteil hat. Infolge niedriger Lohnkosten sind diese Märkte bislang überwiegend von Handwäsche geprägt. Der Vorstand geht davon aus, dass mit der steigenden Anzahl an Fahrzeugen, der Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und der zunehmenden Investitionstätigkeit in Tankstellennetze nach europäischem Vorbild sowie dem steigenden Umweltbewusstsein mittelfristig auch der Markt für Fahrzeugwaschanlagen zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Ausgehend von einer niedrigen Basis installierter Anlagen sind in diesen Märkten überdurchschnittliche Wachstumsraten zu verzeichnen.

Obwohl die WashTec Gruppe ihre Produkte über Tochtergesellschaften oder Vertriebspartner – mit Ausnahme einzelner Märkte in Japan, Afrika und Südamerika – weltweit vertreibt, erzielte die Gruppe mit rund 90 % den überwiegenden Teil des Gesamtumsatzes 2008 in Europa. In den Kernmärkten in Nord- und Westeuropa und einigen Regionen der USA ist WashTec mit eigenen Vertriebs- und Serviceorganisationen vertreten. Zusammen mit unabhängigen Vertriebspartnern ist WashTec in insgesamt 60 Ländern präsent.

Kundengruppen

Die Kunden der WashTec Gruppe sind zum überwiegenden Teil Betreiber von Tankstellen, die Fahrzeugwäsche an ihren Standorten anbieten und damit einen Teil ihres Unternehmensergebnisses erzielen. Zu diesen Kunden zählen weltweit agierende Mineralölgesellschaften, Einzelbetreiber und Betreiberketten von Tankstellen bzw. Waschanlagen und Supermarktketten. Weitere Kundengruppen bieten Fahrzeugwäsche als kostenlose Dienstleistung für ihre Kunden an oder waschen eigene Fahrzeuge zur Werterhaltung ­ihrer Fahrzeugflotten. Zu diesen Kundengruppen zählen Autohäuser und Werkstätten, Speditionen und Verkehrsbetriebe.

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Fahrzeugwäsche als eigenes Geschäft Fahrzeugwäsche als eigener Service oder zur Wartung der eigener! Flotte
Mineralölgesellschaften • Speditionen
• Betreiberketten • Autovermietungen
• Tankstellen, Tankstellennetze • Autohäuser
• Supermärkte • Firmen und städtische
• Selbständige Betreiber Betriebe mit eigener Flotte

Wettbewerb

Nord- und Westeuropa

Der europäische Markt für Fahrzeugwaschanlagen ist geprägt von wenigen Anbietern. WashTec ist nach eigenen Erhebungen Marktführer und verfügt über die bei weitem größte installierte Basis von über 20.000 Portalanlagen in Europa. Die wesentlichen europäischen, wenn auch – gemessen an Umsatz und installierter Basis – im Vergleich zu WashTec kleineren Wettbewerber sind die Otto Christ AG (Deutschland), Ceccato SPA (Italien) und Istobal SA (Spanien). Die Wettbewerber sind ebenfalls international aktiv. Der Vorstand geht davon aus, dass die Marktanteile im Wesentlichen in den letzten Jahren stabil geblieben sind.

Zentral- und Osteuropa

Die Wettbewerbssituation in Zentral- und Osteuropa entspricht im Wesentlichen der westeuropäischen Struktur. Dazu kommen einige kleinere Wettbewerber in einzelnen Teilmärkten. Der Vorstand geht davon aus, dass WashTec auch in Zentral- und Ost­europa eine führende Marktposition einnimmt.

USA

Der amerikanische Markt ist im Vergleich zu Europa aufgrund der unterschiedlichen – von Einzelbetreibern dominierten – Kundenstruktur stark fragmentiert und geprägt von einer Vielzahl kleinerer, oft regional ausgerichteter Anbieter. Kurz- bis mittelfristig wird erwartet, dass ein Konsolidierungsprozess einsetzen wird. Das aktuell schwierige Marktumfeld kann diese Konsolidierung beschleunigen. WashTec will dabei eine aktive Rolle spielen, um das eigene Vertriebs- und Servicenetzwerk zu stärken und eine führende Stellung in diesem Markt zu erreichen. Entsprechende Möglichkeiten werden laufend intensiv sondiert. Die größten Wettbewerber im nordamerikanischen Markt sind Ryko Equipment Inc., PDQ Manufacturing Inc. und SONNY’S Enterprises Inc.

Asien

Auf dem asiatischen Markt wird die Fahrzeugreinigung vor allem durch professionelle Handwäscher durchgeführt. Im Bereich der maschinellen Fahrzeugwäsche ist dieser Markt stark fragmentiert und geprägt von lokalen kleineren Herstellern.

Pazifik (Japan, Neuseeland, Australien)

In Japan und Korea gibt es dominante lokale Hersteller, die national ausgerichtet sind. Der japanische Markt wird von nationalen Herstellern bedient, europäische Hersteller sind dort nicht vertreten. In den Märkten Australien und Neuseeland sind sämtliche europäischen und die wesentlichen amerikanischen Wettbewerber präsent.

Wesentliche Markttreiber

Ökonomie; Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge

Die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens und ein Anstieg der Anzahl zugelassener Fahrzeuge führen zu höherer Nachfrage nach automatischen Fahrzeugwaschanlagen. Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge stieg in den vergangenen Jahren weltweit kontinuierlich an; insbesondere in Osteuropa und Asien sind überdurchschnittliche Wachstumsraten zu verzeichnen. Auch trotz des aktuellen Einbruchs der Absatzzahlen steigt die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge weltweit noch an. Diese Faktoren können neue Impulse für das Fahrzeugwaschgeschäft geben und die Nachfrage nach Autowaschanlagen steigern (Quelle: B&D-Forecast, 21. Mai 2008).

Technologie: zunehmende Anforderungen an Geschwindigkeit, Komfort und Qualität

Automatische Fahrzeugwäsche erzielt im Vergleich zur Handwäsche deutlich bessere Waschergebnisse. Dazu kommt, dass die Wäsche in einer Fahrzeugwasch­anlage deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als die manuelle Wäsche. Steigende Ansprüche an Waschergebnisse in Verbindung mit geringeren Warte- und Durchlaufzeiten führen zu einer gesteigerten Akzeptanz der maschinellen Wäsche.

Ökologie: zunehmende Verschärfung und Umsetzung von Umweltschutzvorschriften

Die Bedeutung von Wasser als begrenzter und teurer Ressource und auch das Umweltbewusstsein nehmen weltweit zu. Ein deutlich reduzierter Wasserverbrauch sowie die Vermeidung der Verunreinigung des Grundwassers durch Schmierstoffe und Waschchemie sind Treiber für die Installation von Fahrzeugwaschanlagen mit Wasseraufbereitung.

Frischwasserverbrauch in Litern pro Wäsche

Quelle: WashTec Analyste

Wesentliche Faktoren für die künftige Stellung von WashTec als Marktführer

Installierte Maschinenbasis und flächendeckendes Servicenetzwerk

Eine hohe installierte Basis in Verbindung mit dem flächendeckenden eigenen Servicenetzwerk sind wesentliche Faktoren für den künftigen Geschäftserfolg in den im Wesentlichen von Reinvestitionen geprägten Märkten in Westeuropa. WashTec verfügt mit rund 20.000 installierten Portalanlagen in den Kernmärkten in Europa und über 30.000 installierten Waschanlagen nach eigenen Erhebungen weltweit über die mit Abstand größte installierte Maschinenbasis. Über 600 eigene Servicetechniker in Europa und den USA stellen das mit Abstand größte flächendeckende Servicenetzwerk dar.

Vertriebsstruktur mit Key-Account-Management

Eine speziell auf die Bedürfnisse der wesentlichen Kunden ausgerichtete Vertriebsstruktur mit einer zentralen Key-Account-Organisation für Großkunden und eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften in den Kernmärkten stellt sicher, dass länderübergreifende Rahmenabkommen kundengerecht umgesetzt werden können.

Produktsortiment und Entwicklungskompetenz

WashTec versteht sich als Innovationsführer. Mit einer großen Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist die Gesellschaft in der Lage, schnell und flexibel auf Kundenwünsche einzugehen. Die von WashTec vertriebenen Produktfamilien sind mit Abstand die jüngsten Maschinengenerationen im Markt.

1.9 Steuerungssysteme des Unternehmens

Für das Überwachungs- und Steuerungssystem werden im Wesentlichen die folgenden Instrumentarien genutzt:

Monatliche erweiterte Vorstandssitzung mit Bereichsverantwortlichen
Regelmäßige internationale Gruppen-Management-Meetings mit allen Verantwortungsträgern der operativen Gesellschaften
Strategie und Jahresplanung inklusive Investitionsplanung, Produktions- und Kapazitätsplanung
Regelmäßiges Reporting und Prognoserechnungen, laufende Marktanalyse
Umsatz-, Absatz-, Auftrags- und Marktanteilsanalysen

Wesentliche Kennzahlen zur Planung und Steuerung des Unternehmens

EBIT-Rendite
Regelmäßige Analyse der Betriebsergebnisse
Working Capital Management fokussiert auf Forderungen und Vorräte
Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad
Cashflow-Analysen

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterfluktuation und Mitarbeiterzufriedenheit
Kundenzufriedenheitsbefragungen und -analysen

Der Mehrjahresvergleich zu Mitarbeiterfluktuation und Mitarbeiterzufriedenheit ist unter dem Abschnitt »1.11 Mitarbeiter dargestellt.

Mehrjahresvergleich wesentlicher Kennzahlen zur Planung und Steuerung

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2008 2007 2006 2005
EBIT-Rendite in % 10,3 10,3 9,5 8,6
Eigenkapitalquote in % 39,0 34,4 29,6 27,0
EBITDA/Nettozinsaufwand 12,2 9,3 8,3 5,9
Cashflow aus operativer Tätigkeit in Mio. € 33,0 22,2 22,4 23,7

1.10 Forschung und Entwicklung

WashTec versteht sich als Innovationsführer und hat 2008 auf der weltgrößten Branchenmesse automechanika, die alle zwei Jahre in Frankfurt stattfindet, eine Viel­­zahl von Innovationen präsentiert. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot fortzuent­wickeln, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden an Design und Programmabläufe ihrer Anlagen zeitnah und effizient umzusetzen. Die Forschung zielt vor allem auf schnellere Durchlaufzeiten, Lack schonende Behandlung, die Anpassung der Waschanlagen an immer unterschiedlichere Autoformen, hohe Verfügbarkeit der Anlagen und die Erfüllung der Kundenwünsche nach einer erhöhten Bedie­nerfreundlichkeit. Ein technisches Produkt-Team mit Experten aus dem ­In- und Ausland ist für die Erarbeitung neuer technologischer Lösungen und Konzepte verantwortlich.

Beispiele aus den Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen von WashTec

Die patentierte Doppelportalanlage SoftCare Juno, die zurzeit schnellste Portalwaschanlage am Markt
Das Lack schonende Waschmaterial SofTecs2, das bei hoher Reinigungskraft im Gegensatz zur herkömm­lichen Polyethylen-Bürste oder anderen Waschmaterialien – keine Spuren auf dem Fahrzeug hinterlässt
Die selbst entwickelten und produzierten Steuerungen für den Betrieb von Waschanlagen
Das mit mehreren Innovationspreisen ausgezeichnete Verfahren 3D Car Scan, mit dem erstmals die Kontur der Fahrzeuge vollständig erfasst wird
Eine um 270 ° rotierende Dachdüse, die in der Lage ist, Fahrzeuge optimal zu trocknen

WashTec kooperiert in den Bereichen Forschung und Entwicklung mit verschiedenen Instituten und Hochschulen.

Der Schutz eigener Innovationen durch Patente hat für WashTec hohe Priorität. Die WashTec Gruppe ist im Besitz von mehr als 60 aktiven, d. h. erteilten bzw. angemeldeten Erfindungen bzw. Patentfamilien. Diese Erfindungen teilen sich in über 400 Einzelanmeldungen auf. Kernpunkt der Patentstrategie der WashTec Gruppe ist ein weit­gehender Schutz von Innovationen, die Alleinstellungsmerkmale beinhalten.

Die aktivierten Entwicklungskosten der Gruppe betrugen 2008 Mio. € 3,3 (Vorjahr Mio. € 0,9). Dazu kamen nicht aktivierte Aufwendungen in Höhe von Mio. € 0,4 (Vorjahr Mio. € 0,8).

Mehrjahresvergleich aktivierter Entwicklungskosten/Entwicklungsaufwendungen

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in Mio. € 2008 2007 2006 2005
Aktivierte Kosten 3,3 0,9 1,0 0,2
Aufwendungen 0,4 0,8 0,5 0,3
Gesamte Aufwendungen 3,7 1,7 1,5 0,5

1.11 Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter nahm zum 31. Dezember 2008 leicht um 12 auf 1.549 ab. In der Mitarbeiterstatistik für 2008 sind erstmals die Mitarbeiter von AUWA-Chemie enthalten. Gleichzeitig wurden aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung in den USA Mitarbeiter abgebaut. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr Mio. € 89,4 (Vorjahr Mio. € 85,9). Die WashTec Gruppe in Deutschland ist an die Tarifverträge der IG Metall gebunden. Im Jahr 2007 wurde mit den Vertretern der IG Metall ein Ergänzungstarifvertrag abgeschlossen, der ab 2008 eine Erhöhung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf 37 Stunden ohne Lohnausgleich gegen Abgabe einer Standort­zusage bis 2010 vorsieht.

Mitarbeiterzahl

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31.12.2008 31.12.2007 Veränderung
Vertrieb und Service 904 907 – 3
Produktion, Technik und Entwicklung 470 483 – 13
Finanzen und Verwaltung 175 171 4
Summe 1.549 1.561 – 12

Die Mitarbeiter von WashTec bilden eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WashTec Gruppe. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter z. B. in Deutschland spiegelt sich in der geringen Mitarbeiterfluktuation von 1,4 % (Vorjahr 0,9 %) sowie in einer langen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 15,0 Jahren (Vorjahr 14,6 Jahre) wider.

Alle leitenden Mitarbeiter haben Verträge mit fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die variablen Vergütungsbestandteile sind an die Erreichung des Konzern-Betriebsergebnisses sowie die Erreichung individuell vereinbarter Ziele gekoppelt. Die Mitglieder der ersten Führungsebene nehmen zudem an dem

von der Hauptversammlung 2007 beschlossenen Aktienoptionsplan teil. Die individuelle Vorstandsvergütung ist im Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Berichts erläutert und somit Bestandteil des Konzernabschlusses.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2. Ertragslage

2.1 Wesentliche Projekte der WashTec Gruppe 2008

Akquisition und Integration von AUWA-Chemie

Im Mai hat WashTec den mittelständischen Hersteller von Fahrzeugwaschchemie, AUWA-Chemie GmbH & Co. KG, übernommen. Damit hat WashTec erfolgreich seine Angebote rund um die Fahrzeugwäsche ausgebaut.

AUWA-Chemie verfügt über ein komplettes Produktportfolio von Waschchemie speziell für Fahrzeugwaschanlagen und ist ein etablierter Hersteller des mittelständisch geprägten Marktes für Waschchemie in Europa. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr planmäßig integriert, die Umsätze werden seit Mai dieses Jahres konsolidiert. Die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr war positiv. Die Chemieumsätze der WashTec Gruppe 2008 stiegen mit AUWA-Chemie und Produkten von Dritten auf Mio. € 14,4 (Vorjahr Mio. € 9,6).

automechanika 2008

WashTec hat auf der weltweit größten Branchenmesse automechanika vom 16. bis 21. September 2008 in Frankfurt am Main einem breiten internationalen Publikum erfolgreich zahlreiche Innovationen präsentiert. Besucher aus mehr als 60 Ländern haben den Messestand von WashTec besucht, wo das gesamte Produktprogramm der WashTec Gruppe mit zahlreichen Innovationen präsentiert wurde. Dazu gehört

u. a. die neue Portalanlage SoftCare2, die vom Mini bis zum SUV alle aktuellen Fahrzeugtypen optimal wäscht. Die in zahlreichen Details und mit neuem Design ver­besserte Maschinengeneration hat zahlreiche neue Merkmale, wie u. a. größere Radwäscher, eine um 270 ° schwenkbare Dachdüse für eine optimale Trocknung oder das neue, patentierte SofTecs2-Waschmaterial.

Aktienrückkauf

Im Rahmen des Beschlusses der Hauptversammlung hat WashTec bis November das im September 2007 begonnene Aktienrückkaufprogramm im Rahmen des Erwerbs über die Börse fortgesetzt. Per 24. November 2008 hatte die Gesellschaft 423.068 Aktien zurückgekauft. Am 24. November 2008 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, bis zu 800.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Erwerbspreis von € 6,90 zurückzukaufen. Im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Rückkaufangebots wurden 799.962 Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2008 wurden insgesamt 1.223.030 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von € 7,69 zurückgekauft.

Aufbau von Strukturen in China

Ende 2008 wurde eine Tochtergesellschaft in China gegründet. Hier werden zukünftig vor allem spezielle Komponenten gesourced.

2.2 Unternehmenssituation und Geschäftsverlauf

Im Folgenden wird der Geschäftsverlauf der WashTec Gruppe erläutert. Die WashTec AG ist selbst nicht operativ tätig und erzielt ihre Ergebnisse ausschließlich aus Dividenden der WashTec Holding sowie der Ergebnisabführung der WesuRent Carwash Marketing GmbH. Daher beziehen sich die folgenden Ausführungen im Wesentlichen auf den Konzern. Auf die AG wird, soweit erforderlich, besonders eingegangen.

Umsatzentwicklung der WashTec Gruppe im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Der Umsatz der WashTec Gruppe lag mit Mio. € 285,1 um 1,9 % über dem Vorjahreswert von Mio. € 279,7.

Umsatz nach Regionen in Mio. €

Das Umsatzwachstum in Höhe von Mio. € 5,4 resultiert im Wesentlichen aus der posi­tiven Entwicklung in Deutschland sowie Süd- und Osteuropa, während die Umsätze in den USA marktbedingt unterhalb des Vorjahres lagen.

In Deutschland stieg der Umsatz um Mio. € 6,8 auf Mio. € 100,9 deutlich über das Niveau des Vorjahres. Neben der positiven Entwicklung im Bereich Maschinenabsatz und Service ist auch zu berücksichtigen, dass die im Mai erworbene auwa-Chemie ihre Umsätze im Wesentlichen im Inland erzielt.

Im restlichen Europa stieg der Umsatz auf Mio. € 154,4 (Vorjahr Mio. € 149,1). Die Umsätze in Süd- und Osteuropa entwickelten sich weiter positiv.

Die Umsätze der Mark VII Equipment Inc., USA, (Stand Alone) lagen marktbedingt mit Mio. € 23,6 um Mio. € 6,9 unter dem Vorjahr (Mio. € 30,5). Der Umsatzrückgang in US-Dollar betrug Mio. USD 6,8 (2008: Mio. USD 34,0, 2007: Mio. USD 40,8); er betraf nur den Bereich Maschinen. Der Markt in den USA wird von Einzelbetreibern bestimmt, die ihre Investitionen in der Regel finanzieren müssen. Die Finanz- und Konjunkturkrise und der damit verbundene erschwerte Zugang zu Fremdkapital hat sich daher in den USA früher und stärker als in Europa ausgewirkt.

Nahezu alle Produkte für den amerikanischen Markt werden in den USA gefertigt.

Aus Europa wird nur ein geringer Anteil an Komponenten geliefert, somit ist der Effekt aus Währungseinflüssen für das Ergebnis von Mark VII nicht wesentlich.

Umsatz nach Produktbereichen

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in Mio. € 2008 2007
Maschinen 174,4 179,7
Ersatzteile, Service 87,2 83,6
Gebrauchtmaschinen 3,4 4,1
Chemie 14,4 9,6
Zubehör 3,7 2,5
Segment Cleaning Technology 283,1 279,5
Segment Systemgeschäft 3,9 3,5
Konsolidierung – 1,9 – 3,3
Gesamt 285,1 279,7

Der Maschinenabsatz konnte, bereinigt um die Maschinenumsätze in den USA, leicht gesteigert werden; konso­lidiert gingen die Maschinenumsätze um Mio. € 5,3 zurück. Die Bereiche Chemie und Service trugen im Wesentlichen zum Umsatzwachstum bei. Das im Segment Systemgeschäft dargestellte Betreibergeschäft konnte seine Umsätze um Mio. € 0,4 auf Mio. € 3,9 steigern.

Das Segment Cleaning Technology, in dem die Umsätze aus dem Verkauf und Service von Waschanlagen und Zubehörprodukten dargestellt werden, erzielte 2008 einen Umsatz von Mio. € 283,1 (Vorjahr Mio. € 279,5). Der Umsatz im Segment Systemgeschäft, der im Wesentlichen das Betreibergeschäft der Tochtergesellschaft WesuRent Car Wash Marketing beinhaltet, lag mit Mio. € 3,9 um Mio. € 0,4 über dem Vorjahr (Mio. € 3,5). Er hängt hauptsächlich von den Waschzahlen der durch die WesuRent betriebenen Anla­gen ab. Das Wachstum ist im Wesentlichen durch neu betriebene Standorte bedingt.

Da im Segment Cleaning Technology der Hauptteil der Umsätze und Erträge der WashTec Gruppe generiert wird, wird im Folgenden auf das Segment Systemgeschäft nur eingegangen, sofern erforderlich. Die Umsätze von AUWA-Chemie, die seit Mai konsolidiert werden, sind ebenfalls im Segment Cleaning Technology ausgewiesen.

Ertragslage

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in Mio. € 2008 2007 Veränderung
EBITDA 37,1 36,0 1,1
EBIT 29,4 28,9 0,5
EBIT um Sondereinflüsse bereinigt 29,4 28,3 1,2

Zum Stichtag 31. Dezember 2008 lag der Auftragsbestand der WashTec Gruppe leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Da die Aufträge von WashTec in der Regel einen Durchlauf von sechs bis zehn Wochen haben, ist der Auftragsbestand für die Geschäftsentwicklung des gesamten Geschäftsjahres 2009 nicht aussagefähig.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Die EBIT-Rendite entwickelte sich im Gesamtjahr proportional zum Umsatz und blieb stabil bei 10,3 % (Vorjahr 10,3 %). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf Mio. € 29,4 (Vorjahr Mio. € 28,9).

Einmaleffekte

Negative Sondereffekte aus der Integration der AUWA-Chemie und Kosten in Verbindung mit möglichen Verstärkungen des Vertriebs- und Servicenetzwerks wurden durch Effekte aus dem Verkauf von Grundstücken der Gesellschaft am Firmensitz ausgeglichen (Vorjahr Mio. € 0,6). Im Vorjahr war der positive Sondereffekt vor allem auf die Endabwicklung der ehemaligen kanadischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Der Anstieg des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der Umsatzsteigerung in Verbindung mit der Realisierung von Effizienzprojekten.

Aufwandsposten

Wesentliche Einflussfaktoren auf die Materialaufwandsquote sind Effekte aus der Rea­lisierung von Sourcingprojekten sowie ein veränderter Produktmix. 2008 führten die genannten Einflussfaktoren dazu, dass die Materialquote (vom Umsatz) von 45,2 % auf 43,2 % gesunken ist.

Der Personalaufwand stieg von Mio. € 85,9 auf Mio. € 89,4. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus allgemeinen Lohnkostensteigerungen und dem leichten Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl infolge der Übernahme der AUWA-Chemie. Durch das laufende Optionsprogramm für die Führungsebene entsteht ein jährlicher Aufwand von ca. Mio. € 0,9. Für 2009 wird mit einem Anstieg der Personalkosten aufgrund der neuen Tarifabschlüsse in Höhe von über 4 % gerechnet. An Beiträgen zur Sozialversicherung wurden Mio. € 13,0 (Vorjahr Mio. € 12,1) geleistet. Die Personal­aufwandsquote (vom Umsatz) stieg von 30,7 % auf 31,4 %. Der Personalwaufwand der WashTec AG resultiert im Wesentlichen aus der Vergütung des Vorstandes, die im

Vergütungsbericht erläutert ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen, bedingt durch Kosten in Zusammenhang mit der im Mai übernommenen AUWA-Chemie, Messekosten infolge der automechanika und Kfz-Kosten leicht auf Mio. € 39,3 (Vorjahr Mio. € 38,8). Die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird im Anhang unter Rnr. 10 dargestellt.

Die Abschreibungen stiegen aufgrund der vorgenommenen Investitionen leicht auf Mio. € 7,7 (Vorjahr Mio. € 7,2). Das Finanzergebnis verbesserte sich infolge der reduzierten Inanspruchnahme von Kreditlinien und der Reduzierung der Leitzinsen um Mio. € 0,9 auf Mio. € –3,0 (Vorjahr Mio. € –3,9).

Das Segment Systemgeschäft erzielte im laufenden Jahr ein Betriebsergebnis (EBIT) von Mio. € 0,6 (Vorjahr Mio. € 0,7).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um Mio. € 1,4 auf Mio. € 26,4.

Ergebnis vor Steuern (EBT) im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Die Steuern in Höhe von Mio. € 11,1 (Vorjahr Mio. € 12,4) setzen sich aus der Nutzung latenter Steuerguthaben und laufendem Steueraufwand zusammen. Die Gruppen-Steuerquote sank von 49,7 % auf 42,0 %.

Da die Markt- und Absatzentwicklung in Nordamerika aufgrund der Finanz- und Wirtschaftkrise schwer belastet ist, werden hier z. Zt. keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge bilanziert.

Die Konzernsteuerquote für das Geschäftsjahr 2008 wurde durch Abschreibungen aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge in den USA einmalig belastet, während im Vorjahr aufgrund der Steuerreform in Deutschland eine einmalige Abschreibung der aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Deutschland vorgenommen werden musste.

Die übrigen Verlustvorträge bestehen im Wesentlichen bei deutschen Gesellschaften und wurden aufgrund des positiven Ergebnisses teilweise verbraucht. Die latenten Steuern in Deutschland werden mit einem Steuersatz von 30,7 % (Vorjahr 30,9 %) ermittelt. Der übrige Steueraufwand bzw. -ertrag betrifft Tochtergesellschaften im Ausland bzw. Steuerzahlungen aufgrund der Mindestbesteuerung in Deutschland.

Der Konzernjahresüberschuss stieg um Mio. € 2,7 auf Mio. € 15,3. Das Ergebnis je Aktie stieg aufgrund der infolge des Aktienrückkaufs geänderten Aktienzahl und des verbesserten Konzernjahresüberschusses um 24,1 % auf € 1,03 (Basis 31.12.2007: 15,2 Mio. Aktien, Basis 31.12.2008: 14,9 Mio. Aktien).

Konzernjahresüberschuss im Mehrjahresvergleich in Mio. €

Im Gesamtjahr 2008 hat sich die Ertragslage des Unternehmens mit einem Umsatz­anstieg von Mio. € 279,7 auf Mio. € 285,1 bei einem Ergebnisanstieg vor Steuern von Mio. € 25,0 auf Mio. € 26,4 entsprechend der im dritten Quartal kommunizierten Erwartungen entwickelt.

Die aktuellen Waschzahlen zeigen, dass das Waschgeschäft an sich weiter stabil und profitabel ist. Aufgrund der allgemeinen negativen wirtschaftlichen Entwicklung wird allerdings mit einer Investitionszurückhaltung bei einzelnen Kundengruppen, insbesondere bei Einzelbetreibern und Autohäusern, für 2009 gerechnet und damit einhergehend ein Rückgang des Maschinenabsatzes erwartet. Die Bereiche Service und Chemie sowie das Geschäft mit Großkunden werden voraussichtlich weitgehend stabil verlaufen. Aufgrund der nur kurzen Reichweite der Auftragsbestände lässt sich allerdings bislang kein Trend für das Gesamtjahr 2009 ableiten.

Aufgrund des erwarteten Absatzrückgangs hat das Unternehmen bereits proaktiv gezielte Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstrukturen eingeleitet. Die Strategie in den Bereichen Wachstum und Effizienz wird unverändert umgesetzt. Als Markt- und Innovationsführer ist die WashTec Gruppe solide aufgestellt, um ihre strategischen Zielsetzungen mittelfristig zu realisieren.

3. Vermögens- und Finanzlage

3.1. Vermögenslage

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Vermögens- und Finanzlage 2008 2007 2006 2005 2004
Anlagevermögen Mio. € 108,5 100,0 100,0 78,5 75,1
Forderungen, sonstige VG Mio. € 42,7 46,4 44,6 35,1 31,8
Vorräte Mio. € 34,6 39,5 34,0 29,0 30,2
aktive latente Steuern Mio. € 10,0 16,9 24,8 30,1 30,9
Liquidität Mio. € 6,4 6,0 3,0 6,9 0,8
sonstige Mio. € 0,6 2,5 2,4 2,9 1,3
Eigenkapital Mio. € 79,1 72,7 61,7 49,3 4,0
Rückstellungen Mio. € 24,4 28,3 31,3 42,8 34,4
Verbindlichkeiten Mio. € 92,8 102,4 108,9 84,0 127,1
Umsatzabgrenzung Mio. € 6,5 7,9 6,9 6,4 4,6
Bilanzsumme Mio. € 202,8 211,3 208,8 182,5 170,1

Die Bilanzsumme der WashTec Gruppe sank von Mio. € 211,3 auf Mio. € 202,8. Das Anlagevermögen stieg im Wesentlichen infolge der Akquisition der AUWA-Chemie von Mio. € 100,0 auf Mio. € 108,5.

Im Anlagevermögen der WashTec Gruppe sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von Mio. € 57,6 (Vorjahr Mio. € 53,6) enthalten, die aufgrund der Akquisition der AUWA-Chemie gestiegen sind. Nachdem der Goodwill entsprechend IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 seit 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben wird, unterzieht die Geschäftsleitung den aktivierten Goodwill jährlich einem Werthaltigkeitstest. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung für Geschäfts- und Firmenwerte ist die Mittelfristplanung 2009 bis 2012 auf Konzernebene. Nach IAS 36 ist derzeit kein Abwertungsbedarf erkennbar. Im Anlagevermögen sind als wesentliche weitere Positionen Grundstücke und Gebäude in Höhe von Mio. € 21,7, Maschinen und Kraftfahrzeuge aus Finanzierungsleasing in Höhe von Mio. € 8,6 sowie immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Goodwill) in Höhe von Mio. € 11,1 enthalten. Das Anlagevermögen der AG setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. € 128,0 (Vorjahr Mio. € 124,7) (nach HGB) zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte verringerten sich aufgrund des geringeren Umsatzes am Ende des 4. Quartals 2008 sowie des Verkaufs eines Zins- und Währungsderivats von Mio. € 46,4 auf Mio. € 42,7. Die Vorräte sanken infolge des zu erwartenden Absatzrückgangs und der weiteren Optimierung der Logistik von Mio. € 39,5 auf Mio. € 34,6.

Die aktivierten latenten Steuern, die im Wesentlichen auf Restrukturierungsaufwendungen der Jahre 2002 und 2003 in Deutschland zurückzuführen sind, sanken aufgrund des positiven Ergebnisses sowie der Abschreibung auf aktivierte latente Steuern in den USA von Mio. € 16,9 zum Jahresende 2007 auf Mio. € 10,0 zum 31. Dezember 2008.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen zum Stichtag leicht von Mio. € 6,0 auf Mio. € 6,4 an.

Das Eigenkapital konnte infolge der positiven Ergebnisentwicklung von Mio. € 72,7 auf Mio. € 79,1 erhöht werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 39,0 % verfügt WashTec über eine solide Kapitalstruktur. In der AG lag das Eigenkapital nach HGB bei Mio. € 143,4 (Vorjahr Mio. € 133,8), wobei im Geschäftsjahr eine Abschreibung der eigenen Aktien um Mio. € 2,4 erfolgte. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 92,0 % (Vorjahr 98,0 %).

Die Netto-Bankverschuldung (Bankverschuldung abzüglich Bankguthaben) lag trotz der in 2008 durchgeführten Akquisition und des Aktienrückkaufs mit Mio. € 39,0 (Vorjahr Mio. € 46,0) deutlich unter dem Vorjahr. Der Gesamtzinsdeckungsgrad (EBITDA/ Nettozinsaufwand) lag zum Jahresende bei 12,2 (Vorjahr 9,3).

Die Rückstellungen sanken durch den Nettoeffekt von Inanspruchnahmen und Zuführungen bzw. Auflösungen von Mio. € 28,3 auf Mio. € 24,4. Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Rückkaufverpflichtungen zusammen. Eine Aufgliederung der Rückstellungen ergibt sich aus dem Konzernanhang Rnr. 28. Wesentliche Kennzahlen in Zusammenhang mit der Finanz- und Vermögenslage sind die unter 1.9 »Steuerungssysteme des Unternehmens« beschriebenen Kennzahlen wie Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote.

3.2 Finanzmanagement

Die Finanzierung der WashTec Gruppe erfolgt über ein der WashTec Cleaning Techno­logy GmbH gewährtes mehrjähriges syndiziertes Konsortialdarlehen, das 2011 fällig wird.

Die wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen in Euro und US-Dollar. Der Basiszinssatz der Darlehen aus dem Jahr 2006 ist variabel und orientiert sich an

EURIBOR und LIBOR. Zur Verrin­gerung des Risikos aus einer allgemeinen Zinserhöhung und zur Verbesserung der Planungssicherheit wurde der variable Zinssatz mittels dreier Zinsswaps für 65 % der Darlehen abgesichert.

Der Konzern verfügt am 31. Dezember 2008 über eine Kreditlinie von insgesamt Mio. € 72,9. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden könnte, beläuft sich zum Stichtag auf Mio. € 22,5. Die Nutzung der nicht in Anspruch genommenen Kredit­linien ist großteils nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und bedarf der vorherigen Genehmigung durch das Bankenkonsortium (weitere Erläuterungen siehe Anhang Rnr. 29). Die Tochtergesellschaft WesuRent Carwash Marketing finanziert ihre Maschineninvestitionen über Sale- und Leaseback-Transaktionen, die im Anhang unter Rnr. 30 dargestellt sind.

3.3 Kapitalflussrechnung

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) konnte auf Mio. € 33,0 (Vorjahr Mio. € 22,2) gesteigert werden. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des Working Capital im Bereich Forderungen und Vorräte, gleichzeitig wurden die Schulden aus Lieferungen und Leistungen reduziert.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr Mio. € 11,6 (Vorjahr Mio. € 7,6), im Wesentlichen für die Akquisition der AUWA-Chemie (Mio. € 4,3) sowie Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (Mio. € 9,8) vor allem am Standort Augsburg. Dazu kamen Mittelzuflüsse in Höhe von Mio. € 2,5 aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens (Vorjahr Mio. € 3,2).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf Mio. € 20,9 (Vorjahr Mio. € 10,1). Die Entwicklung des Mittelabflusses resultiert hauptsächlich aus dem durchgeführten Aktienrückkauf, Zinszahlungen, der Rückführung von Darlehen sowie der Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag nahmen um Mio. € 0,4 auf Mio. € 6,4 zum Stichtag 31. Dezember 2008 zu. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3.4 Investitionen

Wie in Punkt 3.3 dargestellt, betrug der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit Mio. € 11,6 (Vorjahr € 7,6 Mio.). Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit der WashTec Gruppe im Jahr 2008 lagen im Erwerb der AUWA-Chemie GmbH & Co. KG sowie in Investitionen in die Optimierung der Fertigung am Standort Augsburg und den Ausbau der IT-Infrastruktur. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft Händler in den USA erworben.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben keine wesentlichen, die Lage des Konzerns und der AG beeinflussenden Ereignisse stattgefunden.

5. Chancen- und Risikomanagement

Die WashTec Gruppe ist im Rahmen ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Risiken kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Kontroll- und Überwachungssystem, um Risiken frühzeitig erkennen und erforderliche Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten zu können. Die Risikoidentifikation ist aufgrund der sich ständig ändernden Verhältnisse und Anforderungen eine kontinuierliche Aufgabe, die fest in die täglichen Arbeitsabläufe integriert ist.

Nach Ansicht des Vorstandes können mit dem installierten Risikomanagement sämtliche wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen identifiziert werden.

Risikomanagement

Ein mehrstufiges System zur Identifizierung und Überwachung sämtlicher bestandsgefährdender Risiken ist installiert, dessen Aufgabe es ist, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen, um die notwendigen Schritte zu einer angemessenen Bewältigung in einem geordneten Verfahren einzuleiten.

Sämtliche geschäftlichen Risiken werden den Unternehmensabläufen gegenübergestellt, analysiert und quantifiziert. Die Risikosteuerung erfolgt über Definition und Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Auf Risikoerfassungsbögen werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Der Stand der Umsetzung wird in regelmäßigen Abständen über das Risikomanagementsystem kontrolliert. Im Rahmen der Risikoüberwachung wurden keine bestandsgefährdenden Risiken festgestellt.

Überwachungs- und Steuerungssystem

Für das Überwachungs- und Steuerungssystem werden im Wesentlichen die folgenden weiteren Instrumentarien genutzt:

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- Erweiterte Vorstandssitzung - Produktions und Kapazitätsplanung
- Management Meeting - Interne Revision
- Jahresplanung - Debitorenmanagement
- laufende Prognoserechnungen - Versicherungen
- Monats und Quartalsreporting - Risikobeauftragter
- Strategischer und Technischer - Compliance Officer
- Produktausschuss - Einkaufs und Strategische Marketinggruppe Lieferantenmanagement
- Investitionsplanung - Personalplanung und entwicklung

Diese Einrichtungen und Instrumentarien bilden die Grundlage für das bestehende Risikomanagement.

Geschäftliche Risiken

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 bestehen folgende Chancen wie auch Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der WashTec Gruppe haben könnten. Im Vergleich zum Vorjahr kam es nicht zu wesentlichen Änderungen in der Risikostruktur. Laufende Kostenoptimierung und der erfolgreiche Anlauf neuer Vertriebs- und Serviceaktivitäten gewinnen für den zukünftigen erfolgreichen Geschäfts­verlauf zunehmend an Bedeutung.

Finanz- und Konjunkturkrise

Risiken

Die aktuelle globale Finanz- und Konjunkturkrise kann sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen auswirken, deren Finanzierungsmöglichkeiten begrenzt sind. Davon betroffen sind insbesondere Einzelkunden wie z. B. unabhängige Betreiber oder Autohäuser oder auch einzelne Teilmärkte wie die USA, Spanien oder Großbritannien, die besonders schwer von der Krise betroffen sind.

Chancen

Die Finanz- und Konjunkturkrise kann auch dazu führen, dass WashTec seine Innovations- und Marktführerschaft infolge eines erhöhten Konsolidierungsdrucks ausbauen kann. Durch die Übernahme von Vertriebs- und Serviceorganisationen in einzelnen Märkten oder eine beschleunigte Konsolidierung in Märkten mit vor allem lokal ausgerichteten kleineren Maschinenherstellern kann WashTec aufgrund seiner soliden finanziellen Basis seine Wettbewerbsposition weiter ausbauen.

Klima- und Umwelteinflüsse

Eine Veränderung der Klima- und Umweltbedingungen kann positive wie auch negative Auswirkungen auf das Autowaschverhalten und somit auf das Geschäft von WashTec

haben.

Risiken

Eine zunehmende Überlastung der Verkehrswege, hohe Kosten für Treibstoffe und das Verbot von Fahrten in Innenstädten sowie Mautgebühren und ein gestiegenes Umweltbewusstsein können dazu führen, dass Pkws weniger bewegt werden, um die Umwelt zu schonen. Dies kann zu weniger Autowäschen und somit zu geringeren Investitionen in Autowaschanlagen führen. Eine Veränderung der Klima- und Umweltbedingungen kann darüber hinaus Auswirkungen auf das Autowaschverhalten und somit auf das Geschäft der WashTec haben. Mildere Winter bedeuten weniger Streusalz, weniger Autowäschen und somit möglicherweise eine längere Lebensdauer von Waschanlagen und Verzögerungen bzw. Rückgänge bei der Investition in Fahrzeugwaschanlagen.

Chancen

Die Verknappung und zunehmende Kosten der Ressource Wasser können zu einer Zunahme der maschinellen Wäschen führen, bei denen in Verbindung mit einer Wasseraufbereitungsanlage eine Reduzierung des Frischwasserverbrauchs von mindestens 150 Litern/Wäsche oder 90 % im Vergleich zur Handwäsche bzw. Anlagen ohne Rückgewinnung möglich ist. Wenn die strengen gesetzlichen Vorschriften einiger Länder sich weiter verbreiten, kann dies zu einer Zunahme von Fahrzeugwaschanlagen mit Wasserrückgewinnung führen.

Laufende Kostenoptimierung

Risiken

Die Weiterführung der laufenden Projekte und kontinuierliche Definition neuer Kostensenkungsmaßnahmen sind eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Erfolg des Unternehmens. Nur bei nachhaltiger Optimierung der Kostenstrukturen wird das Unternehmen auch in Zukunft seine führende Position im Markt behaupten können. Laufende und neu aufgesetzte Projekte sollen dazu führen, dass die Kostenstruktur des Unternehmens kontinuierlich verbessert wird.

Chancen

In der Vergangenheit vorgenommene Effizienzprojekte haben die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit der WashTec Gruppe nachhaltig verbessert. Wenn weiterhin Effizienzprojekte vollumfänglich realisiert werden, können die Kostenstrukturen und Ergebnisse der WashTec Gruppe weiter verbessert werden.

Aufbau neuer Vertriebs- und Serviceorganisationen sowie Produktentwicklung

Risiken

Mit dem Aufbau von neuen Vertriebs- und Servicegesellschaften, der zunehmenden horizontalen Diversifikation und Entwicklung neuer Produkte können spezielle Risiken für WashTec verbunden sein. Sämtliche Investitionen basieren auf der Analyse von Markterfordernissen und einer entsprechenden Investitionsrechnung. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass diese Analysen bzw. Investitionsrechnungen der Gesellschaft im Nachhinein nicht wie geplant eintreffen oder umgesetzt werden können. Eine Erweiterung der Organisation durch Akquisition von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen erfordert im Regelfall die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals. Eine Fehleinschätzung bzw. Fehlbewertung von Zielunternehmen könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe belasten.

Ferner könnte WashTec Risiken im Zusammenhang mit Anlaufverlusten bei der Gründung neuer Vertriebs- und Serviceorganisationen oder im Rahmen der Übernahme von Vertriebspartnern (z. B. im Zusammenhang mit Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen für die neue Infrastruktur) ausgesetzt sein.

Chancen

Ein positiver Anlauf und die erfolgreiche Integration erworbener Vertriebs- und Serviceorganisationen können zu einer Verbesserung der Marktstellung und Ergebnisse der WashTec Gruppe führen. Die erfolgreiche Erweiterung der Produktpalette, verbunden mit der Einführung neuer Produkte und eine intensivierte Marktausschöpfung können zu einem Ausbau der Marktanteile und erhöhten Gewinnen führen. Durch die Erschließung neuer Märkte durch vertikale und horizontale Erweiterung des Leistungsspektrums sowie durch mögliche weitere Akquisitionen besteht für WashTec weiterhin die Chance, seine Stellung als Full-Service-Anbieter auszubauen. Im Rahmen der strategischen Planung wurden für alle weltweiten Fokusmärkte länderspezifische Strategien entwickelt.

Geschäft

Risiken

Ein negativer Ausblick zur Wirtschaftslage bzw. eine instabile politische Lage können zu rückläufigem Konsumverhalten führen. Markt- und Konjunkturschwankungen, z. B. infolge der aktuellen Finanz- und Konjunkturkrise sowie sprunghaft ansteigende Ölpreise oder erschwerte Finanzierungsbedingungen, insbesondere für Einzelbetreiber, können einen erheblichen Absatz- und Umsatzrückgang für WashTec zur Folge haben. Auch ein Investitionsstopp einzelner Mineralölgesellschaften oder die Listung anderer Lieferanten in Folge einer Neuausschreibung von Rahmenlieferabkommen mit Mineralölgesellschaften können erhebliche Umsatzeinbußen auslösen.

Im Zusammenhang mit einer rückläufigen Nachfrage können sich Risiken aus einem preisaggressiven Wettbewerb ergeben, der zu Margendruck in einzelnen Marktsegmenten führen kann.

Preissteigerungen bei Zulieferern aufgrund gestiegener Rohstoffpreise oder allgemeiner Inflationstendenzen können zu einer Erhöhung der Herstellkosten und einer Senkung der Rohertragsmargen führen. Gegenläufige Effekte aus Projekten zur Senkung der Einkaufspreise können die Effekte der Preissteigerungen allerdings gegebenenfalls wieder auf­heben.

Die WashTec AG hat eine systematische und intensive Marktbeobachtung installiert. So können bei negativen konjunkturellen Entwicklungen oder Marktschwankungen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Ertragsrisiken aus rückläufiger Nachfrage oder Risiken aus Preisverfall können durch Maßnahmen hinsichtlich der kontinuierlichen Verbesserung der Produkte, Optimierung des Angebotsprogramms und Anpassung der Einkaufskonditionen sowie Kapazitätsanpassungen teilweise ausgeglichen werden.

Chancen

Die Erhöhung der eigenen Marktanteile am Waschanlagenbestand kann zu positiven Sondereffekten führen. Mittels der zunehmend globalen Einkaufsaktivitäten können auch zukünftig weitere Effizienzpotentiale bei der Beschaffung und Produktion einzelner Komponenten realisiert werden.

Innovationen

Risiken

WashTec verfügt über eine große Anzahl von Patenten und über verschiedene Lizenzen, die für das Geschäft der Gruppe von erheblicher Bedeutung sind.

Auch wenn Patente kraft Gesetzes eine Vermutung für ihre Wirksamkeit entfalten, bedeutet die Erteilung eines Patents nicht zwangsläufig, dass das Patent wirksam ist oder etwaige Patentansprüche durchsetzbar sind. Dies gilt insbesondere für die asiatischen Märkte. Ein unzureichender Schutz oder die tatsächliche Verletzung des geistigen Eigentums kann die Fähigkeit der WashTec Gruppe einschränken, die erzielten Technologievorsprünge gewinnbringend zu nutzen oder zu einer Minderung zukünftiger Erträge führen. Ferner kann nicht ausgeschlossen werden, dass WashTec Patente Dritter verletzt, da Wettbewerber, ebenso wie WashTec, zahlreiche Erfindungen als Patent anmelden und Patentschutz erhalten.

Innovationen des Wettbewerbs sowie die Entwicklung neuer substituierender Inno­vationen von Branchen außerhalb des Autowaschgeschäfts, wie z. B. die Entwicklung Schmutzpartikel abweisender Autolacke mit einem »Lotus-Effekt«, können die Nach­frage nach WashTec Produkten nachhaltig beeinflussen. Die Entwicklungsabteilung von WashTec beobachtet die Weiterentwicklung der Fahrzeuglacke kontinuierlich. Aus heutiger Sicht ist kurz- und mittelfristig kein nachhaltiger Einfluss auf das Fahrzeugwaschgeschäft zu erwarten.

Chancen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der WashTec Gruppe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Produktangebot fortzuentwickeln, neue Waschsysteme zu entwickeln und die individuellen Anforderungen der Kunden an Design und Programmabläufe ihrer Anlagen zeitnah und effizient umzusetzen. Durch WashTec entwickelte Innovationen wurden mehrfach auf Fachmessen ausgezeichnet und konnten anschließend erfolgreich auf dem Markt platziert werden. Mit den durch die permanenten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entwickelten neuen Waschsystemen können nicht nur die Anforderungen der Bestandskunden erfüllt, sondern auch Neukunden gewonnen werden.

Finanzielle Risiken

Es bestehen Darlehen und Kreditlinien bis zu Mio. € 72,9, die von einem Bankenkonsortium bis 2011 zur Verfügung gestellt werden. Die Bedingungen der Konsortialdarlehen beschränken den finanziellen und operativen Spielraum der WashTec Gruppe. So ist die WashTec Gruppe verpflichtet, während der Laufzeit der Konsortialdarlehen bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Beim Eintritt bestimmter, im Kreditvertrag aufgeführter, Ereignisse wie z. B. einem Change of Control oder einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten sind außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten vorgesehen.

Der Basiszinssatz der Darlehen ist variabel und orientiert sich am EURIBOR und LIBOR sowie dem aktuellen Verschuldungsgrad der Gesellschaft. Bei einer weiteren Verschärfung der Konjunktur- und Finanzkrise kann es zu unmittelbar negativen Auswirkungen auf die Finanzierung des Konzerns im Geschäftsjahr 2009 kommen.

Detaillierte Informationen zur Sicherungspolitik und zum Risikomanagement im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken, insbesondere auch in Bezug auf die Verwendung derivativer Finanzinstrumente bei Sicherungsgeschäften, sind im Anhang unter Rnr. 33 zu entnehmen.

Währungsrisiko

Eine Auf- oder Abwertung des Euros zum US-Dollar hat nur geringe Auswirkungen auf die Konzernbilanz bzw. das Ergebnis der WashTec Gruppe, da der Großteil der Finanzierung der US-Aktivitäten durch Betriebsmittellinien in amerikanischer Währung erfolgt. Operative Risiken, die sich aus weiteren einzelnen Transaktionen in Fremdwährung ergeben, sind aufgrund ihres geringen Umfangs für den Konzern unwesentlich bzw. bereits unter dem Abschnitt »Finanzielle Risiken« beschrieben.

Liquiditätsrisiko

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der WashTec Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Mittels der implementierten Cash-Managementsysteme, wie beispielsweise einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis, werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Ein mögliches Liquiditätsrisiko liegt darin, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Aufgrund der hohen operativen Cashflows und der langfristigen Finanzierung des Konzerns ist dieses Risiko gering.

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Um das Delkredere-Risiko möglichst gering zu halten wird, sofern die Bonität der Kunden nicht erstklassig ist, mit Beschränkungen des Bestellrahmens gearbeitet. Bei regionalen Neukunden fordert die Gesellschaft einen Bonitäts- oder Finanzierungsnachweis. Es wird davon ausgegangen, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Im Konzern besteht keine wesentlichen Konzentration von Kreditrisiken.

Steuerrisiken

Die WashTec Gruppe hat einen Anteil von über 85 % ihrer aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in den deutschen Gesellschaften bilanziert (weitere Erläuterungen siehe Anhang Rnr. 17).

Weitere Änderungen der Steuergesetze hinsichtlich der Höhe der Steuersätze oder der Nutzbarkeit der Verlustvorträge können zu Aufwendungen aus der Neubewertung der aktivierten latenten Steuerforderungen und damit zu negativen Auswirkungen auf das Konzern-Eigenkapital bzw. das Ergebnis je Aktie führen. Die Verlustvorträge in Deutschland werden voraussichtlich in weniger als 5 Jahren aufgebraucht.

Übernahmerisiken

Spiegelt die Bewertung des Unternehmens an der Börse über einen längeren Zeitraum den Wert des Unternehmens gemäß Discounted Cash Flow-Berechnungen oder EBITDA- Multiples unabhängiger Research-Analysten nicht angemessen wider, besteht das Risiko einer Übernahme.

In diesem Fall kann die bestehende Strategie der WashTec Gruppe geändert werden, Verlustvorträge können unter bestimmten Voraussetzungen verlorengehen. Einzelne Verträge, wie z. B. Kreditverträge der WashTec Gruppe, sehen zudem außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten im Fall eines Change of Control vor. Im Falle einer Übernahme kann es außerdem zu einem Wechsel im Management kommen.

Lieferantenrisiken

Für das Zuliefermaterial existieren Lieferanten-Terminrisiken, Produkt-Verfügbarkeitsrisiken, Qualitätsrisiken und Einkaufspreisrisiken. Die Abhängigkeit von Lieferanten macht es notwendig, ein konsequentes Lieferanten- und Einkaufsmanagement einzusetzen. Hierfür existiert ein klares System zur Lieferanteneinschätzung, das nur zuverlässige Zulieferer mit entsprechender Qualität zulässt.

Materialeinsatzrisiken

Die Ermittlung der Materialeinsätze erfolgt bei der WashTec Gruppe auf Basis von Standardkostenverfahren. Unterjährige Veränderungen von Einkaufspreisen, Rabatten usw. werden manuell kontrolliert und führen zu einer Anpassung der Materialquote im Financial Reporting. WashTec arbeitet am Einsatz einer automatischen Ist-Kosten-Abrechnung der Materialeinsätze anhand von Stücklisten mit permanenter Inventur.

Investitionsrisiken

Für die Genehmigung von Investitionen und sonstigen Ausgaben besteht im Unternehmen eine ausführliche Richtlinie. In der Richtlinie werden Obergrenzen und Personenkreise für Ausgaben definiert. Größere Investitionen werden in einem Jahresinvestitionsplan zusammengefasst und vom Aufsichtsrat genehmigt.

Qualitäts- und Prozessrisiken

Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte im Markt sowie der Umstellung interner Prozesse und Einführung neuer EDP-Systeme können Qualitäts- und Prozessrisiken auftreten. Darüber hinaus ist WashTec sehr hohen Anforderungen an HSSE (Health, Safety, Security, Environment) ausgesetzt. Grobe Verstöße einzelner Mitarbeiter könnten zum Verlust von Großaufträgen führen und damit die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nachhaltig verschlechtern. Mit der Zertifizierung und der laufenden Qualitätskontrolle wird sichergestellt, dass alle Prozesse im Unternehmen laufend überprüft und dokumentiert werden.

Kapazitätsrisiken

Ein Nachfragerückgang führt in der Regel zu Kapazitätsanpassungen im Prozessablauf. Mithilfe von internen Marktbeobachtungen und einer laufenden Produktions- und Kapazitätsplanung versucht WashTec, Kapazitätsrisiken so weit wie möglich im Voraus zu erkennen. Kurzfristige Kapazitätsanpassungen können z. T. durch den Einsatz von Leiharbeitern und flexible Jahresarbeitszeitsysteme bzw. Kurzarbeit ausgeglichen werden.

Risikocontrolling

Sämtliche operativen Risiken werden permanent von Management, Controlling und Vorstand analysiert, diskutiert und in Form der monatlichen Ergebnisdaten dokumentiert. Neben dem Umsatz und sämtlichen Aufwandsarten werden der Cashflow, die Mitarbeiterentwicklung sowie wesentliche Bestandteile des Umlaufvermögens und die Bilanz dargestellt. Aus den Zahlen ergeben sich Risikoeinschätzungen hinsichtlich des laufenden Geschäfts und Optionen in Bezug auf zukünftige Geschäfte. Durch die regelmäßigen Gespräche und Kontakte im Rahmen von Kundenbesuchen der Vertriebs- und Servicemitarbeiter werden die Konkurrenzsituation und der Kundenbedarf transparent. Nach Überzeugung des Vorstands stellen die erkannten Risiken die erfolgreiche Fort­führung des Unternehmens nicht infrage.

6. Prognosebericht

Konjunktur und Markt

Volkswirte gehen davon aus, dass der wirtschaftliche Abschwung weltweit bis mindestens Ende 2009 anhalten wird (Quelle: IFO Pressemitteilung 11. Dezember 2008). Auch der Geschäftsverlauf der WashTec 2009 und ggf. 2010 wird davon betroffen sein. Die erschwerten Finanzierungsbedingungen, insbesondere für Einzelbetreiber sowie die negativen Konjunkturaussichten für die Kundensegmente Autohäuser und Transportunternehmen werden den Maschinenabsatz von WashTec negativ beeinflussen. Wie lange und wie schwerwiegend die Auswirkungen auf das Carwash-Business sein werden, ist derzeit nicht abzusehen.

Allerdings generiert WashTec den überwiegenden Teil seiner Umsätze in den Bereichen Service und im Geschäft mit Großkunden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass diese Bereiche weniger von der weltweiten Krise betroffen sein werden.

WashTec Unternehmensentwicklung

Die Mittelfristplanung ergibt sich aus der Bottom-up-Planung der unterschiedlichen Bereiche. Dabei leistet das Segment Cleaning Technology mit Projekten zur Umsatz- und Ergebnissteigerung weiterhin den größten Beitrag.

Die Geschäftsjahre 2009 und gegebenenfalls 2010 werden erheblich von der Finanzkrise und der daraus resultierenden globalen Konjunkturentwicklung beeinflusst werden. Da zwischen Auftrag und Installation oft weniger als 2 Monate liegen, sind die Auswirkungen auf den Maschinenabsatz für 2009 und 2010 derzeit nicht genau abzusehen. Die Investitionszurückhaltung einzelner Kundengruppen – insbesondere Einzelbetreiber – führte dazu, dass der Auftragsbestand zum Jahresende unterhalb des Vorjahresniveaus lag.

Der Vorstand erwartet für 2009 einen Rückgang beim Maschinenabsatz, gleichzeitig wird weiter am Ausbau der Bereiche Service und Waschchemie gearbeitet. Um den Auswirkungen des Rückgangs beim Maschinenabsatz gegenzusteuern, wurden verschiedene zusätzliche Maßnahmen zur Kostensenkung gestartet, wie z. B. Effizienzprojekte in Osteuropa und Asien.

Die strategischen Ziele des Unternehmens bleiben unverändert. Dazu gehören der weitere Ausbau der Angebote rund um die Fahrzeugwäsche, der Erhalt der dominierenden Position in Europa und der Ausbau der Marktposition in den Fokusmärkten in Osteuropa und den USA sowie die Realisierung weiterer Effizienzpotentiale, die zu kontinuier­lichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen beitragen sollen. Akquisitionen zum Ausbau der Marktposition in den Fokusmärkten werden weiterhin laufend aktiv geprüft.

Augsburg, 19. Februar 2009

Thorsten Krüger, Sprecher des Vorstands

Christian Bernert

Vorstand

Vergütungsbericht (Teil des zusammengefassten Lageberichts)

Der Deutsche Corporate- Governance- Kodex sieht in Ziff. 4.2.5 Abs. 1 und Ziff. 5.4.6 Abs. 3 einen Bericht zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung im Corporate- Governance- Bericht vor. Der Vergütungsbericht 2008 wurde unter Berücksichtigung der Anforderungen des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 17 erstellt und ist Bestandteil des Lageberichts. Er ist somit auch Bestandteil des testierten Konzernabschlusses. Auf eine zusätzliche Darstellung der in diesem Bericht erläuterten Informationen im Anhang bzw. Lagebericht wird daher verzichtet.

Bezüge des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands der WashTec AG sowie die Vergütungsstruktur werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist in Übereinstimmung mit dem Corporate-Governance-Kodex insgesamt so ausgerichtet, dass sowohl die Aufgaben und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder, die Leistung des Gesamtvorstands als auch die wirtschaftliche Lage, der Unternehmens­erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens berücksichtigt werden.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie im Wesentlichen den Empfehlungen und den Anregungen des Deutschen Corporate-Governance-Kodex. Das Vergütungssystem wurde zuletzt vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 3. Dezember 2008 erörtert und einschließlich der wesentlichen Vergütungsbestandteile beschlossen (Ziff. 4.2.2. Abs. 1 des Kodex). Die 2008 laufenden Vorstandsverträge sahen keine generelle Begrenzung von Abfindungen (Abfindungs-Cap) auf max. zwei Jahresvergütungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor. Auch für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Change of Control ist eine Begrenzung auf max. 150 % des Abfindungs-Caps derzeit nicht vorgesehen (Abweichung zu den Empfehlungen in Ziff. 4.2.3 des Kodex). Bei neu abgeschlossenen und künftig abzuschließenden Verträgen folgt die Gesellschaft dagegen bereits den Empfehlungen in Ziff. 4.2.3 des Kodex und beabsichtigt dies auch für die Zukunft.

Fixe Vergütung

Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von insgesamt € 489.056 (Vorjahr: € 487.285). Die fixen Bezüge umfassen auch Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen, der Gewährung von Versicherungsschutz und der Erstattung von Kosten für einen zweiten Wohnsitz bestehen. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten.

Andererseits gewährleisten variable Bestandteile, die unter anderem vom wirtschaft­lichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine Interessengleichheit zwischen Vorstand und den übrigen Stakeholdern.

Kurzfristige variable Vergütung – erfolgsbezogene Komponente

Die jedem Vorstandsmitglied gezahlte variable Jahresvergütung enthält jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens gebundene Komponenten. Sie orientiert sich an dem gemäß IFRS ermittelten Gewinn pro Aktie (Earnings per share; »EPS«) nach Steuern oberhalb eines vom Aufsichtsrat festgelegten Sockelbetrages. Ein­malige an den Geschäftserfolg gebundene variable Komponenten der Vorstandsver­gütung werden nicht gewährt.

Die gesamte kurzfristige Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2008 stellt sich wie folgt dar. Für Vorjahre wurde die Vergütung des Vorstands gemäß Beschluss der Hauptversammlung 2006 nicht individualisiert ausgewiesen.

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EPS € Sockelbetrag Multiplikator
Thorsten Krüger 0,50 6.000
Christian Bernert 0,50 3.000
Vergütung 2008 in T€ fix variabel
Thorsten Krüger 273 318
Christian Bernert 216 159
Gesamt 489 477

Komponente mit langfristiger Anreizwirkung

Als variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung dienen Aktien­optionen. Im Juli 2007 wurden 767.000 Aktienoptionen an den Vorstand und das Top-Management im Konzern der WashTec AG zu einem Ausgabepreis von € 15,34 ausgegeben. Dabei entfallen 600.000 Optionen auf den Vorstand und 167.000 Aktienoptionen auf 12 Mitglieder der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands. Die Optionen können bei einer Aktienkurssteigerung um 20 % nach einer Wartefrist von zwei Jahren erstmals ausgeübt werden. Der Aufwand in 2008 für den Vorstand belief sich auf T€ 691. Der Aktienoptionsplan ist detailliert in der Anhangangabe 9 Personalaufwand be­schrieben.

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Bestand in Stck. 01.01.2008 Bestand in Stck. 31.12.2008 Aufwand in T€ 2008
Thorsten Krüger 495.000 495.000 570
Christian Bernert 105.000 105.000 121
Summe 600.000 600.000 691

Die Gestaltung des Aktienoptionsplans zielt darauf ab, dem Vorstand – wie auch den Mitarbeitern – einen an der Kurssteigerung der Aktie orientierten Vergütungsbestandteil einzuräumen. Er soll damit zur Erhöhung der Wertschöpfung und des Unternehmenswerts beitragen. Darüber hinaus ist der Aktienoptionsplan ein übliches Instrument zur Gewinnung und Bindung von Vorstandsmitgliedern. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter des Aktienoptionsplans ist ausgeschlossen. Die Bedingungen des Aktienoptionsplans sehen keine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen vor (Abweichung zu der Empfehlung Ziff. 4.2.3 Abs. 3 des Kodex).

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

Pensionen und Pensionszusagen

In den laufenden Verträgen werden den Vorstandsmitgliedern keine Pensionen oder Pensionszusagen gewährt. Die aktuellen Dienstverträge sehen ab ab 1. Januar für ein Vorstandsmitglied eine beitragsorientierte Leistungszusage vor.

Sonstige Leistungen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit Mit beiden Vorständen ist in den derzeit laufenden Verträgen eine Vergütung in Höhe von 50 % der zuletzt von ihnen bezogenen kurzfristig fälligen Vergütung als Gegen­leistung für die Ausübung eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbots nach Been­digung ihres Dienstverhältnisses vereinbart.

Darüber hinaus wurde Herrn Krüger im Falle seiner Kündigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Change of Control eine Abfindung in Höhe eines fixen Jahresgehaltes zugesagt.

Sonstiges

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite oder sonstige Haftungsfreistellungen.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2008 in § 8.16 der Satzung der WashTec AG festgelegt. Sie besteht aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die einfache fixe Vergütung für ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats beträgt € 10.000. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung von € 800 für jeden Cent, den das nach IFRS ermittelte Konzernergebnis pro Aktie € 0,50 überschreitet. Die fixe und variable Vergütung für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied ist auf maximal € 100.000 begrenzt. Gemäß § 8.16 der Satzung der WashTec AG erhält der Aufsichtsratsvorsitzende das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der fixen und variablen Vergütung. Das Unternehmen hat an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2008 für persönlich erbrachte Leistungen keine Vergütung gezahlt bzw. Vorteile gewährt

(Ziff. 5.4.7 des ­Kodex).

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2008 in T€ Fix Variabel Summe
Michael Busch 20 85 105
Jürgen Lauer 15 64 79
Roland Lacher 10 42 52
Gesamt 45 191 236
2007 in T€ Fix Variabel Summe
Michael Busch 18 62 80
Jürgen Lauer 13 45 58
Roland Lacher (ab 22.05.07) 6 21 27
Alexander von Engelhardt (bis 21.05.07) 8 27 35
Gesamt 45 155 200