Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

UBM Development AG Interim / Quarterly Report 2024

Aug 29, 2024

763_ir_2024-08-29_f612fd3f-a8a5-41b2-9bb8-ab4972e0763e.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Kennzahlen

Ertragskennzahlen (in € Mio.)

1-6/2024 1-6/2023 Veränderung
Gesamtleistung1 249,1 116,2 114,4%
Umsatzerlöse 42,9 37,8 13,5%
EBT -10,9 -31,6 n.m.
Konzernergebnis -12,5 -29,3 n.m.

Vermögens- und Finanzkennzahlen (in € Mio.)

30.6.2024 31.12.2023 Veränderung
Bilanzsumme 1.188,8 1.253,8 -5,2%
Eigenkapital 360,9 379,7 -5,0%
Eigenkapitalquote 30,4% 30,3% 0,1 PP
Nettoverschuldung2 550,0 610,2 -9,9%
Liquide Mittel 179,4 151,5 18,4%

Aktienkennzahlen und Mitarbeitende

30.6.2024 30.6.2023 Veränderung
Ergebnis je Aktie (in €)3 -2,06 -4,34 n.m.
Marktkapitalisierung (in € Mio.) 159,2 195,8 -18,7%
Dividende je Aktie (in €)4 - 1,10 n.m.
Mitarbeitende 252 276 -8,7%

1 Die Gesamtleistung umfasst die Umsätze sowie Bestandsveränderungen der vollkonsolidierten Unternehmen, die anteiligen Umsätze der at-equity einbezogenen

1

Unternehmen sowie Erlöse aus Immobilienverkäufen von Share- bzw. Asset Deals. 2 Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exkl. Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel.

3 Ergebnis je Aktie nach Abzug von Hybridkapitalzinsen.

4 Die Dividendenzahlung erfolgte im jeweiligen Geschäftsjahr, die Dividende bezieht sich auf den Bilanzgewinn des Vorjahres.

Inhalt Auf einen Blick

  • 2 Vorwort des Vorstands
  • 3 Konzernzwischenlagebericht
  • 12 Konzernzwischenabschluss
  • 20 Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
  • 28 Bericht über die prüferische Durchsicht
  • 29 Erklärung der gesetzlichen Vertreter
  • 30 Finanzkalender, Kontakt, Impressum

Non-strategic Asset Verkäufe im H1 umgesetzt. € 75 Millionen Cash generiert

H1 Solide Bilanz. € 179 Millionen liquide Mittel, EK-Quote 30,4 %

Verlust halbiert. Liquidität vor Profitabilität

1

Erfolgreiche Wohnungsverkäufe. Verkaufszahlen Gesamtjahr 2023 bereits übertroffen

20

24

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Stakeholder,

es ist uns schon bis zum Halbjahr gelungen, durch den Verkauf nicht strategischer Assets den angekündigten Cash in Höhe von insgesamt € 75 Mio. zu generieren. Damit weist die UBM zum 30. Juni eine Liquidität von € 179 Mio. aus, um über € 50 Mio. mehr als am Ende des ersten Quartals und auch über dem Stand zum Jahresende. Die Nettoverschuldung liegt mit € 550 Mio wieder deutlich unter der Marke von € 600 Mio. Entsprechend unserer Ankündigung "Liquidität vor Profitabilität" weisen wir im Halbjahr zwar weiterhin einen Verlust aus, allerdings konnte er gegenüber der Vorjahresperiode halbiert werden.

Unser Hauptaugenmerk liegt nun auf der "Reparatur" unseres Geschäftsmodells, also wie wir wieder in die Gewinnzone kommen. Im Kern besteht das Problem

darin, dass wir ein Produkt "herstellen", das am Markt zu teuer ist und daher keinen Käufer findet. Wie schaffen wir es also kostengünstiger zu entwickeln? Standardisierung, Modularisierung und Vereinfachung kann, mit Blick auf andere Branchen, nur die Antwort lauten. Dennoch stimmt ein anderer Fakt zusätzlich nachdenklich. Beobachtet man im Zeitraum 1. Januar 2021 (nach dem Höhepunkt von Covid) bis 30. Juni 2024 die Entwicklung der Verbraucherpreise und vergleicht sie mit den Baupreisen, klaffen diese deutlich auseinander. So sind die Verbraucherpreise in Österreich um beachtliche 23,6 % gestiegen, die Baupreise aber noch viel stärker um 33,3 %. Extremer ist die Entwicklung sogar in Deutschland mit +18,2 % (VPI) und +36,2 % (Baupreise).

Für die UBM heißt Standardisierung Holzbau, es könnte auch jede andere Verlagerung von der Baustelle in die Fabrik sein. Die bekannten Vorteile in Bezug auf Nachhaltigkeit haben hier bei uns den Ausschlag für Holzbau gegeben. Bei der Modularisierung steht die UBM erst am Anfang, und der heißt Badezimmer-Module im Wohnbau. Noch stärker in den Kinderschuhen steckt die Vereinfachung, weil sie auf die Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen angewiesen ist, die nicht in unserer Hand liegt. Hier hat das deutsche Justizministerium Ende Juli einen Gesetzesentwurf zur Abstimmung auf den Weg gebracht mit dem etwas sperrigen Namen "Gesetz zur zivilrechtlichen Erleichterung des Gebäudebaus". Experten glauben, dass durch mehr Flexibilität von Raumhöhen bis hin zur Anzahl der vorgeschriebenen Steckdosen rund 10 % der Baukosten eingespart werden könnten.

Das alles klingt nach einem längeren Weg, aber er ist – neben dem billigen Einkauf von Grundstücken und der Reduzierung von Nebenkosten – ohne Alternative. Wir bedanken uns bei Ihnen schon jetzt, dass Sie ihn mit uns gemeinsam gehen wollen.

Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender

Dipl. Ing. Peter Schaller CTO

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS COO

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Im ersten Halbjahr 2024 entwickelten sich die Finanzmärkte in vielen Regionen der Welt weiterhin stark positiv. Geprägt wurde das Marktgeschehen durch erste Zinssenkungen von weltweit führenden Notenbanken, die Konjunktur- und Inflationsentwicklung, die Dynamiken im KI-Sektor sowie den andauernden Ukraine- bzw. Nahostkonflikt. Im Laufe des ersten Halbjahres 2024 fielen die Inflationsraten im Euroraum und in den USA von 2,80 % auf 2,50 % bzw. von 3,10 % auf 3,00 %. Die nur leicht gefallene Inflationsrate in den USA lässt sich durch die Preisdynamik des Dienstleistungssektors erklären, was sich in der anhaltend hohen Kerninflation widerspiegelt. Die FED beließ die Leitzinszielspanne in der ersten Jahreshälfte bei 5,25–5,50 %, und die EZB senkte den Hauptrefinanzierungssatz bereits von 4,50 auf 4,25 %. Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 liegen zwischen 2,9 % (OECD) und 3,2 % (Internationaler Währungsfonds, IWF). Die Experten des IWF prognostizieren für den Euroraum im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,9 %. 1,2

Entwicklung der Immobilienmärkte

Das erste Halbjahr 2024 ist vorüber, und die angepriesene Erholung des Transaktionsmarkts ist noch ausständig. Der europäische Gesamtinvestitionsmarkt lag mit € 74,0 Mrd. im ersten Halbjahr 2024 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Aktivität am deutschen Immobilieninvestmentmarkt blieb im ersten Halbjahr 2024 auf einem sehr niedrigen Niveau. Das Transaktionsvolumen summierte sich auf ca. € 13,6 Mrd. und entsprach damit ebenso in etwa dem Niveau des Vorjahreszeitraums wie die rund 500 abgeschlossenen Transaktionen. Das Investmentvolumen im zweiten Quartal 2024 beläuft sich auf rund € 436 Mio. nach € 540 Mio. im ersten Quartal 2024. Im Vergleich zu Q2 2023 ist dies ein Rückgang von ca. 26 %. Insgesamt fanden in Q2 2024 13 Transaktionen am österreichischen Investmentmarkt statt. Im Durchschnitt ist dies ein Investmentvolumen von € 34 Mio. pro Transaktion (+36 % vgl. Q1 2024). Die gefragteste Assetklasse war abermals Büro mit einem Marktanteil von 45 %, gefolgt von Wohnen (29 %) und Hotel (12 %). Im Vergleich zum Q1 2024 hat sich der Anteil österreichischer Investoren nochmals gesteigert und liegt nun bei 100 %. Aktuell verkleinern viele institutionelle Investoren aufgrund von Kapitalabflüssen ihre Portfolios. Die CEE-Regionen verzeichneten während den ersten sechs Monaten des Jahres einen Anstieg von 29 % auf € 3,3 Mrd. Für das gesamte Jahr 2024 rechnen die Experten von Colliers mit einem Transaktionsvolumen von € 5,5 Mrd.3, 4, 5,6

Entwicklung der Börsen und der UBM-Aktie

Der europäische Markt entwickelte sich positiv, blieb jedoch hinter den US-Märkten zurück. Die positive Wertentwicklung der Indizes beschränkte sich zum Großteil auf das Large Cap Segment. Aufgrund dessen erreichte der ATX Total Return mit 8.572 Punkten (23. Mai 2024) ein neues Allzeithoch. Die Rally der Märkte wurde durch den anhaltenden AI-Trend bzw. die Wertentwicklung der großen US-Tech-Firmen bestärkt. Von der Fed erwarten Marktteilnehmer weiterhin die ersten Zinssenkungen in 2024 – die EZB setzte bereits mit ihrer ersten Zinssenkung ein Zeichen für eine entspanntere Geldpolitik, die die Bewertung der Aktienmärkte positiv stützte. Aufgrund der rückläufigen Wachstumsdynamik weisen Werte mit geringer Liquidität und niedriger Marktkapitalisierung eine historisch niedrige Bewertung im Vergleich zu Large Caps auf.

Die UBM Development erlebte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 eine durchwachsene Kursentwicklung. Anfang des Jahres verzeichnete die UBM-Aktie einen rasanten Anstieg gefolgt von einer Seitwärtsbewegung bis Mitte Februar. Zu Beginn des Jahres lag der Kurs bei € 21,8 und sank ab Mitte Februar konstant. Ende März 2024 notierte die Aktie bei € 18,8. Im zweiten Quartal 2024 konnte sich die Aktie wieder erholen und notierte zum 30. Juni 2024 bei € 21,3.

1 IWF: World Economic Outlook – July 2024

2 HAIB – Kapitalmarkt Rückblick H1 2024

3 CBRE: Pressemitteilung Immobilieninvestments in Österreich Juli 2024

4 Savills: Investmentmarkt Deutschland – Juli 2024

5 Savills: European Investment – Q2 2024

6 Colliers: The CEE Investment Scene – H1 2024

Geschäftsverlauf

Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete UBM Development eine Gesamtleistung von € 249,1 Mio. nach € 116,2 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Gesamtleistung der Berichtsperiode war vor allem auf Anteilsverkäufe und den Baufortschritt bereits verkaufter Immobilienprojekte zurückzuführen, die zeitraumbezogen nach Höhe des Fertigstellungsgrads und Verwertungsstands in den Umsatzerlösen und Ergebnissen erfasst werden. Den größten Beitrag zur Gesamtleistung leisteten Anteilsverkäufe am LeopoldQuartier Bauteil A in Wien, Hotel Andaz in Prag und Teile des Poleczki Business Parks in Warschau. Weitere positive Beiträge lieferten Wohnbauprojekte wie Astrid Garden Residences und das Projekt Arcus City in Prag. Die Gesamtleistung aus dem Hotelbetrieb erhöhte sich von € 36,6 Mio. im ersten Halbjahr 2023 auf € 62,4 Mio. in der Berichtsperiode 2024. Der Anstieg der Leistung ist auf eine Rückkehr der Reisetätigkeit nach Ende der Covid-19-Pandemie zurückzuführen und auf den Anteilsverkauf des Andaz Hotels.

Die Gesamtleistung des Segments Deutschland reduzierte sich im Berichtszeitraum von € 41,4 Mio. auf € 20,3 Mio. Maßgeblich zur Gesamtleistung trugen in der Berichtsperiode das Wohnungsprojekt Flösserhof und das Wohnungsprojekt Havn in Mainz bei. In der Vergleichsperiode hatte der als Forward Deal verkaufte und 2022 fertiggestellte F.A.Z. Tower in Frankfurt zur Leistung beigetragen. Das Projekt wurde im zweiten Quartal 2023 an den Käufer übergeben.

Die Gesamtleistung des Segments Österreich erhöhte sich im Vorjahresvergleich von € 23,0 Mio. auf € 103,9 Mio. im ersten Halbjahr 2024. Ein wesentlicher Anteil der Gesamtleistung wurde aus dem Anteilsverkauf LeopoldQuartier Bauteil A und dem Verkauf des Bestandsobjekts W3 Wien Mitte erwirtschaftet. Im Wohnbereich erwirtschaftete vor allem das Projekt PEAK HOMES im VILLAGE IM DRITTEN, welches mit Spatenstich Anfang Dezember 2023 mit 67 Wohnungen positiv in der Vermarktung gestartet ist, einen positiven Beitrag.

Im Segment Polen lag die Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2024 mit € 62,8 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 19,7 Mio. Die Leistung ergibt sich aus dem laufenden Hotelbetrieb, dem Anteilsverkauf im Poleczki Business Park sowie diversen Serviceleistungen.

Die Gesamtleistung des Segments Sonstige Märkte erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 auf € 62,0 Mio., nach € 32,1 Mio. in der Vorjahresperiode. Der größte Anteil der Gesamtleistung betraf den Anteilsverkauf des Prager Luxushotels Andaz. Ebenfalls positiv zur Gesamtleistung trugen das Wohnbauprojekt Arcus City im Prager Stadtteil Stodůlky und das im Herzen des Prager Stadtteils Holešovice liegende Wohnprojekt Astrid Garden bei. Bei dem Projekt Arcus City werden insgesamt 283 Wohneinheiten errichtet, welche ebenso gemäß Baufortschritt (Percentage of Completion, PoC) verbucht wurden.

Gesamtleistung nach Regionen

in € Mio. 1–6/2024 1–6/2023 Veränderung
Deutschland 20,3 41,4 –50,8%
Österreich 103,9 23,0 >100%
Polen 62,8 19,7 >100%
Sonstige Märkte 62,0 32,1 93,3%
Gesamt 249,1 116,2 >100%

Im Segment Residential lag die Gesamtleistung in der aktuellen Berichtsperiode bei € 39,0 Mio. nach € 23,6 Mio. im ersten Halbjahr 2023. Die bisherige Gesamtleistung 2024 umfasste im Wesentlichen den Baufortschritt bereits verkaufter Wohneinheiten von Projekten in Deutschland, Österreich und Tschechien. Darunter das Wohnprojekt VILLAGE IM DRITTEN in Wien und das Projekt Arcus City in Prag. Beide Projekte trugen positiv zur Leistung überwiegend durch Einzelverkäufe bei.

Im Segment Office lag die Gesamtleistung in der Berichtsperiode bei € 120,9 Mio. nach € 28,9 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die wesentliche Leistung der Berichtsperiode betraf vor allem den anteiligen Verkauf des Poleczki Business Parks sowie des Bestandsobjekts W3 Wien Mitte.

Das Segment Hotel erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2024 eine Gesamtleistung von € 62,4 Mio. nach € 36,6 Mio. im ersten Halbjahr 2023. Die höhere Gesamtleistung im Segment Hotel ist weiterhin auf die erhöhten Reisetätigkeiten nach der Covid-19-Pandemie und auf den Anteilsverkauf des Andaz Hotels zurückzuführen. Einen positiven Einfluss auf die Gesamtleistung der Berichtsperiode hatten somit die Beiträge aus dem laufenden Hotelbetrieb und des Anteilsverkaufs. Es befindet sich aber nach wie vor kein Hotelprojekt in Entwicklung.

Gesamtleistung nach Assetklassen

Im Segment Other wurde im ersten Halbjahr 2024 eine Gesamtleistung von € 7,1 Mio. erzielt, nach € 6,1 Mio. in der Vorjahresperiode. Die Gesamtleistung der Berichtsperiode enthält vor allem Zuflüsse aus der Vermietung von gemischt genutzten Bestandsobjekten in Österreich.

Die Gesamtleistung des Segments Service sank von € 20,9 Mio. auf € 19,7 Mio. Ein wesentlicher Anteil der Serviceleistungen entfiel auf diverse Projekte in Tschechien, Österreich und Deutschland. Diese Position umfasst zudem Verrechnungen von Managementleistungen und Konzernumlagen.

1–6/2023 Veränderung
65,4%
120,9 28,9 >100%
62,4 36,6 70,7%
7,1 6,1 16,1%
19,7 20,9 –6,1%
249,1 116,2 >100%
1–6/2024
39,0
23,6

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis und Ertragslage

Das Kerngeschäft des UBM-Konzerns bildet das projektspezifische Immobiliengeschäft. Durch die mehrjährige Realisierungsdauer der Projekte kann der Umsatzausweis der Gewinn- und Verlustrechnung starken Schwankungen unterliegen. Immobilienprojekte werden erst ab dem Signing anteilig gemäß Baufortschritt und Verwertungsstand erfasst (Percentage of Completion, PoC). Werden Immobilien als Share Deal veräußert oder Projekte innerhalb von At-equity-Beteiligungen entwickelt und verkauft, schlagen sich diese allerdings nicht im Umsatz nieder. Um den Überblick und die Transparenz über den Geschäftsverlauf zu verbessern, weist UBM zusätzlich die Gesamtleistung aus. Diese betriebswirtschaftliche Kenngröße erfasst – analog zum Umsatz – Erlöse aus Immobilienverkäufen, Vermietungsleistungen, Einnahmen aus dem Hotelbetrieb sowie aktivierte bzw. für nicht vollkonsolidierte Gesellschaften oder Dritte erbrachte Generalunternehmer- und Projektmanagementleistungen. Zusätzlich werden die Leistungen der at-equity bilanzierten Unternehmen und Verkaufserlöse aus reinen Share Deals erfasst. Der Ausweis der Gesamtleistung erfolgt insgesamt entsprechend der Beteiligungshöhe von UBM. Nicht in der Gesamtleistung erfasst werden Anzahlungen, die vor allem für Großprojekte oder auch Wohnbauprojekte anfallen.

Die Gesamtleistung lag mit € 249,1 Mio. im ersten Halbjahr 2024 um 114,4 % über dem Niveau des Vorjahres von € 116,2 Mio. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse erhöhten sich in der Berichtsperiode von € 37,8 Mio. auf € 42,9 Mio. Der Umsatz war im ersten Halbjahr 2024 vor allem auf den Baufortschritt bereits veräußerter Immobilienprojekte zurückzuführen, die zeitraumbezogen nach Höhe des Fertigstellungsgrads und des Verwertungsstands erfasst werden. Einen maßgeblichen Umsatzbeitrag leisteten diverse Wohnprojekte in Deutschland und Tschechien sowie Forward-Verkäufe in Österreich.

Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen belief sich auf € -7,02 Mio. in der Berichtsperiode und ist somit stabil geblieben. Der Ergebnisbeitrag in der Vergleichsperiode war hierbei auf Immobilienprojekte wie das Büroprojekt F.A.Z. Tower in Frankfurt und die Gmunderhöfe in München, zurückzuführen gewesen.

Im ersten Halbjahr 2024 wurden € 1,7 Mio. Erträge aus Fair-Value-Anpassungen auf Finanzimmobilien erzielt. In der Vergleichsperiode gab es keine Erträge aus Fair-Value-Anpassungen. Die Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen im ersten Halbjahr 2024 beliefen sich auf € 0,4 Mio. Bei den vollkonsolidierten Bestandsobjekten gab es keine wesentlichen Mietausfälle.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum bei € 5,6 Mio. und beinhalten u. a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Personalkostenverrechnungen, Wechselkursgewinne und diverse sonstige Positionen. Im Vorjahr lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei € 13,3 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich von € 23,4 Mio. auf € 11,1 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Vorjahr im Wesentlichen die IAS 2 Abwertungen mit € 13 Mio. wodurch der Rückgang bedingt ist. Die Position beinhaltet des Weiteren Bürobetriebskosten, Rechts- und Beratungskosten, Management Fees sowie Steuern, Gebühren und verschiedene Spesen.

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen betrugen im ersten Halbjahr 2024 € 26,5 Mio., im Vergleich zu € 31,6 Mio. im Halbjahr 2023. Die Position umfasst im Wesentlichen den Materialaufwand für die Errichtung von Wohnbauimmobilien und diversen anderen Entwicklungsimmobilien, die bereits forward verkauft wurden.

Im ersten Halbjahr 2024 wurde bei den Bestandsveränderungen, die Wohnbauimmobilien im Vorratsvermögen betreffen, ein Ertrag in Höhe von € 4,6 Mio. ausgewiesen, während im ersten Halbjahr des Vorjahres ein Ertrag von € 14,8 Mio. erfasst worden war.

Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei € 11,0 Mio. und damit unter dem Niveau der Vergleichsperiode 2023 von € 14,1 Mio. Die Reduktion ist darauf zurückzuführen, dass ausgeschiedene Mitarbeiter nicht nachbesetzt wurden und Bonusrückstellungen aufgelöst wurden. Die stichtagsbezogene Mitarbeiterzahl aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften lag per Ende Juni 2024 mit 252 unter dem Niveau des Bilanzstichtags des Vorjahres (30. Juni 2023: 276).

Das EBITDA erreichte im ersten Halbjahr 2024 € -1,2 Mio., was einer Reduktion von € 23,7 Mio. zur Vorjahresperiode entsprach. Das EBIT betrug im ersten Halbjahr 2024 € -2,5 Mio. (H1 2023: € -26,2 Mio.). Der Finanzertrag erhöhte sich nur unwesentlich von € 8,1 Mio. im ersten Halbjahr 2023 auf € 8,4 Mio. in der Berichtsperiode. Der Finanzaufwand lag mit € 16,9 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 13,4 Mio. – sowohl in der aktuellen als auch in der Vergleichsperiode des Vorjahres waren im Finanzaufwand keine wesentlichen Abwertungen enthalten.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) lag in der Berichtsperiode bei € -10,9 Mio. und damit über dem Niveau der Vorjahresperiode von € -31,6 Mio. Der Steueraufwand belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf € 1,6 Mio., was einer Steuerquote von 14,6 % entspricht. In der Vergleichsperiode lag die Steuerquote bei 7,3 %.

Der Nettoverlust (Periodenergebnis nach Steuern) erreichte in der Berichtsperiode € -12,5 Mio. und lag damit unter dem Wert des ersten Halbjahres 2023 (€ -29,3 Mio.). Der den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Nettoverlust betrug im ersten Halbjahr 2024 € -15,4 Mio. Die Anteile der Hybridkapitalgeber lagen im ersten Halbjahr 2024 bei € 2,7 Mio. Das Ergebnis pro Aktie beträgt in der Berichtsperiode € -2,06.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des UBM-Konzerns lag per 30. Juni 2024 mit € 1.188,8 Mio. um € 65,0 Mio. unter dem Niveau des Bilanzstichtags 31.12.2023. Zu einer Verringerung der Bilanzsumme führte im Wesentlichen der Anteilsverkauf des Poleczki Business Parks, wodurch Fremdmittelverschuldungen aus dem Projekt von der Bilanz abgehen.

Das Sachanlagevermögen reduzierte sich leicht in der Berichtsperiode um € 0,6 Mio. auf € 10,5 Mio. Diese Position beinhaltet vor allem aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen. Gleichzeitig reduzierten sich auch die Finanzimmobilien um € 86,3 Mio. und lagen zum Quartalsstichtag bei € 321,6 Mio.

Der Wertansatz der Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen lag mit Ende Juni 2024 bei € 132,6 Mio. und damit unter dem Niveau vom 31. Dezember 2023 (€ 150,2 Mio.). Die Projektfinanzierungen erhöhten sich um € 33,3 Mio. auf insgesamt € 176,9 Mio. zum Ende des ersten Halbjahres 2024.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit Ende der Berichtsperiode bei € 525,7 Mio., was einer Erhöhung von € 17,3 Mio. entspricht. Die liquiden Mittel erhöhten sich um € 27,9 Mio. aufgrund der bereits erwähnten Verkäufe. Per Ende Juni 2024 lagen die liquiden Mittel bei € 179,4 Mio. Die finanziellen Vermögenswerte veränderten sich im Vergleich zum 31.12.2023 um € 5,7 Mio.

Das Vorratsvermögen lag per Ende Juni 2024 mit € 269,6 Mio. über dem Niveau des Bilanzstichtags Ende 2023 von € 265,4 Mio. In dieser Position befinden sich neben den sonstigen Vorräten auch zum Verkauf bestimmte Wohnimmobilien in Entwicklung. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung reduzierten sich von € 37,3 Mio. per Ende 2023 auf € 35,0 Mio. zum Ende des ersten Halbjahres 2024. Diese Position beinhaltet im Wesentlichen bereits während der Entwicklung verkaufte Vorratsimmobilien.

Das Eigenkapital lag zum 30. Juni 2024 um € 18,8 Mio. unter dem Niveau von Ende 2023 und erreichte € 360,9 Mio. Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende Juni 2024 30,4 % und lag damit weiterhin in der angepeilten Bandbreite von 30–35 % (31. Dezember 2023: 30,3 %).

Die Anleiheverbindlichkeiten betrugen per Ende Juni 2024 € 377,2 Mio. Die Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig und langfristig) reduzierten sich in der Berichtsperiode um € 33,9 Mio. auf € 374,2 Mio.

Mit Ende Juni 2024 lagen die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung mit € 22,0 Mio. unter dem Niveau von Ende 2023 (€ 25,7 Mio.). Dieser Wert beinhaltet die zum Stichtag noch nicht bezahlten Subunternehmerleistungen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) reduzierten sich von € 27,9 Mio. per 31. Dezember 2023 auf € 23,0 Mio. Die Summe aus den latenten und kurzfristigen Steuerschulden betrug am 30. Juni 2024 € 15,0 Mio. (31. Dezember 2023: € 17,2 Mio.).

Die Nettoverschuldung betrug zum 30. Juni 2024 € 550,0 Mio. und lag damit unter dem Wert zum 31. Dezember 2023 von € 610,2 Mio. Die Nettoverschuldung umfasst kurz- und langfristige Anleihen und Finanzverbindlichkeiten exklusive Leasingverbindlichkeiten minus liquide Mittel.

Cashflow

Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhte sich der Cashflow aus dem Ergebnis von € -0,2 Mio. auf € 3,2 Mio. Die im Periodenergebnis der Berichtsperiode enthaltenen Fair-Value-Anpassungen werden aufgrund des unbaren Charakters beim Cashflow aus dem Ergebnis exkludiert.

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei € -1,7 Mio., nach € -42,2 Mio. in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Insbesondere die Zunahme der Vorräte (€ 4,2 Mio.), die gezahlten Zinsen (€ 13,3 Mio.) und die Abnahme der Verbindlichkeiten (€ 1,4 Mio.) wirkten cashflowmindernd, während die Abnahme von Forderungen (€ 15,2 Mio.) den Cashflow positiv beeinflusste. Die Veränderung der Vorräte beinhaltet Zuflüsse aus dem Abgang von Vorräten iHv € 10,3 Mio. sowie Aufwendungen für den Aufbau von Vorräten iHv € 15,0 Mio. Zuflüsse aus dem Verkauf von forward verkauften Immobilien beliefen sich auf € 24,8 Mio., während im Zuge der Erstellung bereits verkaufter Vermögenswerte € 25,8 Mio. geflossen sind.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2024 bei € 14,0 Mio., nach € 6,9 Mio. in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Investitionen in Projektfinanzierungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf € 45,8 Mio. und die Investitionen in Finanzimmobilien, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen auf € 26,9 Mio. Die Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen sowie Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen wirkten sich mit € 22,0 Mio. und € 37,9 Mio. auf den Cashflow der Investitionstätigkeit aus.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten 2024 € 16,0 Mio. nach € -74,1 Mio. in der Vergleichsperiode 2023 was auf die Rückführung der Hybridanleihe 2018 über € 52,9 Mio. zurückzuführen ist. Während in der Berichtsperiode Kredite in Höhe von € 48,4 Mio. aufgenommen wurden, erfolgte die Tilgung von Krediten in Höhe von € 26,8 Mio.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt- und Sozialbelange

Als Projektentwickler und auch Eigentümer von Immobilien übernimmt UBM eine hohe gesellschaftliche Verantwortung. Vor allem im Bereich der Immobilienentwicklung kann das Unternehmen nicht nur das eigene nachhaltige Wirtschaften beeinflussen, sondern schafft auch die Grundlage für zukünftige Nutzer (z. B. durch die Auswahl von Materialien, die Energiezufuhr usw.). Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten während der Planung, der Erstellung und des Betriebs ist darüber hinaus ein wichtiges Instrument für den nachhaltigen Erhalt einer Immobilie. Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit sind daher bereits seit längerem fest in der Strategie von UBM verankert und werden einmal jährlich in einem umfangreichen ESG-Bericht dargestellt.

Mitarbeitende

Der Personalstand unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften betrug per 30. Juni 2024 252 Mitarbeitende. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte UBM 268 Mitarbeitende.

Detaillierte Angaben zu Umwelt- und Sozialbelangen, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie zu Arbeitnehmerbelangen können dem ESG-Bericht 2023 entnommen werden.

Prognosebericht

Inmitten geopolitischer Konflikte und einer weiterhin bestehenden Politik der hohen Zinsen erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IMF) im Einklang mit der Prognose vom April 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % für das Jahr 2024. Der weiter andauernde Krieg in Europa, der seit Oktober 2023 eskalierte Konflikt zwischen Israel und der Hamas sowie Israel und dem Iran im Nahen Osten, die Nachwirkungen der hohen Inflation und die daraus resultierenden hohen Zinssätze sorgen für ein gedämpftes globales Wirtschaftswachstum. Im Euroraum konnte die Inflation durch die Erhöhung der Leitzinsen gesenkt werden, weshalb die EZB die Leitzinsen seit September 2023 auf dem Niveau von 4,5 % beließ und am 6. Juni 2024 auf 4,25 % senkte. Trotz des Rückgangs der Inflation in den vergangenen Monaten dürfte sich diese erst im Verlauf der nächsten 12 Monate an das Ziel des EZB-Rats von 2 % annähern.1, 2

Die UBM befindet sich weiterhin in einer finanziell soliden Position. Durch interne Steuerungsmaßnahmen und eine starke Fokussierung auf Cash-Management ist es der UBM auch im ersten Halbjahr 2024 gelungen, keine Zweifel an der ausreichenden Liquidität aufkommen zu lassen. Ausschlaggebend hierfür waren mehrere Verkäufe von nicht strategischen Assets. So konnten unter anderem zwei Gebäude im Poleczki Business Park, Anteile des Andaz Prag, des LeopoldQuartiers (Bauteil A) und vor allem das Einkaufszentrum W3-Center Wien Mitte veräußert werden. Zum Ende des ersten Halbjahres verfügte die UBM über € 179 Mio. an liquiden Mitteln. Bis zum November 2025 werden bei der UBM keine Anleihen-Rückzahlungen fällig, was ihr einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern verschafft.

Die in den letzten Jahren trotz schwierigem Marktumfeld, erzielten gesunden Bilanzkennzahlen wie die Eigenkapitalquote von 30,4 % und die zuvor beschriebene Liquiditätssituation bieten eine vergleichsweise komfortable Position für die weiterhin unsicheren Zeiten in der Immobilienbranche.

Neben der bereits erwähnten soliden Bilanz der UBM hilft die konsequente Marktpositionierung als einer der größten Entwickler von Holz-Hybrid-Bauten in Europa. Dafür wird weiterhin in die 1,9-Milliarden-Euro-Projektpipeline bis 2028 investiert, die Projekte werden kontinuierlich vorangetrieben.

Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der immer größer werdenden Angebotslücke wird weiterhin ein hoher Bedarf an Wohnraum bestehen, vor allem in Metropolregionen wie Wien, München, Frankfurt oder Prag, wo sich der Großteil der Wohnprojekte der UBM befindet. Die erfolgreichen Wohnungsverkäufe im ersten Halbjahr 2024, bei denen die Verkaufszahlen des gesamten Jahres 2023 bereits übertroffen wurden, wertet die UBM als frühe Indikatoren für eine Trendwende. Derzeit befinden sich rund 3.000 Wohnungen in Entwicklung oder Verkauf.

Die UBM rechnet 2024 mit einer signifikanten Reduzierung des Verlusts gegenüber dem Vorjahr; vorrangig bleibt jedoch die Sicherung der Liquidität. Im Geschäftsjahr 2025 wird mit einer Rückkehr in die Gewinnzone gerechnet. Verantwortlich dafür wird voraussichtlich die immer größer werdende Angebotslücke im Wohnen sein, ebenso wie das weitere Ansteigen des Mietniveaus bei Büros in allen Märkten der UBM. Aufgrund der derzeit andauernden Marktbereinigung kann mittelfristig kein Zweifel bestehen, dass die verbleibenden Marktteilnehmer dann überproportional davon profitieren werden.

1 EZB: Pressemitteilung Juli 2024

2 IMF: World Economic Outlook Juli 2024

Risikobericht

Jene Risiken, die einen signifikanten Einfluss auf die UBM Development AG haben bzw. haben könnten, sowie detaillierte Informationen über das gesamte Risikomanagement-System von UBM finden sich im Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 129 bis 134.

Seit der Veröffentlichung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 haben sich hinsichtlich des Risikoprofils keine wesentlichen Änderungen ergeben. Die Ausführungen im Geschäftsbericht 2023, Kapitel Risikoberichterstattung, gelten daher weiterhin ohne Ausnahme. Insbesondere sei hier auf die Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf den Seiten 132 bis 134 verwiesen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf sowie die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss entsteht, und dass der Konzernzwischenlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, denen der Konzern ausgesetzt ist, beschreibt.

Wien, am 28. August 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS COO

Dipl. Ing. Peter Schaller CTO

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2024

in T€ 1–6/2024 1–6/2023 4–6/2024 4–6/2023
Umsatzerlöse 42.896 37.839 22.464 19.944
Bestandsveränderung 4.580 14.826 –9.231 9.186
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen –7.020 –7.003 –3.183 –7.551
Erträge aus Fair-Value-Anpassungen
auf Investment Properties
1.684 - 1.684 –3.470
Sonstige betriebliche Erträge 5.609 13.277 4.143 8.766
Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
–26.490 –31.599 –4.613 –17.102
Personalaufwand –10.981 –14.143 –5.392 –6.824
Aufwendungen aus Fair-Value-Anpassungen
auf Investment Properties
–356 –14.687 –243 –14.283
Sonstige betriebliche Aufwendungen –11.140 –23.437 –4.624 –18.371
Ergebnis (EBITDA) –1.218 –24.927 1.005 –29.705
Abschreibungen auf immaterielle Werte
des Anlagevermögens und Sachanlagen
–1.259 –1.317 –622 –669
Betriebsergebnis (EBIT) –2.477 –26.244 383 –30.374
Finanzertrag 8.437 8.109 5.135 4.884
Finanzaufwand –16.890 –13.448 –9.103 –7.168
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) –10.930 –31.583 –3.585 –32.658
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –1.601 2.312 –966 2.498
Periodenergebnis –12.531 –29.271 –4.551 –30.160
davon Anteile der Aktionäre des
Mutterunternehmens
–15.378 –32.464 –5.899 –31.329
davon Anteile der Hybridkapitalinhaber 2.727 3.198 1.410 1.372
davon Anteile der nicht kontrollierenden
Gesellschafter von Tochterunternehmen
120 –5 –62 –203
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) –2,06 –4,34 –0,79 –4,19
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) –2,06 –4,34 –0,79 –4,19

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2024

in T€ 1–6/2024 1–6/2023 4–6/2024 4–6/2023
Periodenergebnis –12.531 –29.271 –4.551 –30.160
Sonstiges Ergebnis
Remeasurement aus leistungsorientierten
Verpflichtungen
- –18 - 94
Auf das sonstige Ergebnis entfallender
Ertragsteueraufwand/-ertrag
- 4 - –22
Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert
werden kann (nicht recyclingfähig)
- –14 - 72
Unterschiedsbetrag aus der
Währungsumrechnung
–778 –3.976 –375 –3.538
Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden kann
(recyclingfähig)
–778 –3.976 –375 –3.538
Sonstiges Ergebnis der Periode
(other comprehensive income)
–778 –3.990 –375 –3.466
Gesamtergebnis der Periode –13.309 –33.261 –4.926 –33.626
davon Anteile der Aktionäre des
Mutterunternehmens
–16.156 –36.453 –6.274 –34.794
davon Anteile der Hybridkapitalinhaber 2.727 3.198 1.410 1.372
davon Anteile der nicht kontrollierenden
Gesellschafter von Tochterunternehmen
120 –6 –62 –204

Konzernbilanz

zum 30. Juni 2024

in T€ 30.6.2024 31.12.2023
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1.868 1.915
Sachanlagen 10.515 11.129
Finanzimmobilien 321.578 407.894
Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen 132.559 150.208
Projektfinanzierungen 176.891 143.552
Übrige Finanzanlagen 10.632 19.358
Finanzielle Vermögenswerte 198 2.356
Latente Steueransprüche 8.816 8.883
663.057 745.295
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 269.599 265.411
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.016 37.315
Finanzielle Vermögenswerte 34.421 40.089
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 7.308 14.147
Liquide Mittel 179.393 151.520
525.737 508.482
Aktiva gesamt 1.188.794 1.253.777
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 52.305 52.305
Kapitalrücklagen 98.954 98.954
Andere Rücklagen 105.379 121.535
Hybridkapital 98.832 101.605
Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens 355.470 374.399
Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen 5.443 5.323
360.913 379.722
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 8.582 11.129
Anleihen und Schuldscheindarlehen 377.176 376.066
Finanzverbindlichkeiten 214.733 287.815
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 867 1.404
Latente Steuerschulden 10.035 10.415
611.393 686.829
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 2.946 3.554
Finanzverbindlichkeiten 159.506 120.365
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.018 25.653
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22.168 26.502
Übrige Verbindlichkeiten 4.841 4.325
Steuerschulden 5.009 6.827
216.488 187.226
Passiva gesamt 1.188.794 1.253.777

Konzern-Kapitalflussrechnung

vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2024

in T€ 1–6/2024 1–6/2023
Periodenergebnis –12.531 –29.271
Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen und Finanzimmobilien –72 15.983
Zinserträge/Zinsaufwendungen 7.445 5.362
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 7.020 7.003
Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen 3.200 5.500
Abnahme der langfristigen Rückstellungen –2.547 –1.849
Latente Ertragsteuer 643 –2.924
Cashflow aus dem Ergebnis 3.158 –196
Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen –677 –697
Abnahme der Steuerschulden –1.725 306
Verluste aus Anlagenabgängen 932 164
Zunahme der Vorräte –4.188 –11.020
Zunahme/Abnahme der Forderungen 15.200 –6.773
Abnahme der Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten) –1.428 –6.594
Erhaltene Zinsen 1.301 1.135
Gezahlte Zinsen –13.340 –11.273
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –976 –7.265
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –1.743 –42.213
Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und Abgängen aus Finanzimmobilien 6.331 181
Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen 37.890 40
Einzahlungen aus der Tilgung von Projektfinanzierungen 22.038 51.989
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –69 –247
Investitionen in das Sachanlagevermögen und Finanzimmobilien –26.705 –23.118
Investitionen in das Finanzanlagevermögen –188 -
Investitionen in Projektfinanzierungen –45.810 –22.035
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 20.555 125
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 14.042 6.935
Dividenden –5.500 –16.629
Ausschüttung an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen - –780
Aufnahme von Krediten und anderen Finanzierungen 48.370 14.317
Tilgung von Krediten und anderen Finanzierungen –26.848 –18.134
Tilgung von Hybridkapital - –52.900
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 16.022 –74.126
Cashflow aus der Betriebstätigkeit –1.743 –42.213
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 14.042 6.935
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 16.022 –74.126
Veränderung liquider Mittel 28.321 –109.404
Liquide Mittel am 1.1. 151.520 322.929
Währungsdifferenzen –448 818
Liquide Mittel am 30.6. 179.393 214.343
Bezahlte Steuern –2.683 –306

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

zum 30. Juni 2024

in T€ Grundkapital Kapitalrücklagen Remeasurement aus
leistungsorientierten
Verpflichtungen
Fremdwährungs
umrechnungsrücklage
Stand zum 31.12.2022 52.305 98.954 –2.426 2.231
Konzernergebnis - - - 33
Sonstiges Ergebnis - - –14 –3.977
Gesamtergebnis der Periode - - –14 –3.944
Dividendenzahlungen - - - -
Ertragsteuern auf Zinsen für
Hybridkapitalinhaber
- - - -
Hybridkapital - - - -
Stand zum 30.6.2023 52.305 98.954 –2.440 –1.713
Stand zum 31.12.2023 52.305 98.954 –2.455 –3.113
Konzernergebnis - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - –778
Gesamtergebnis der Periode - - - –778
Dividendenzahlungen - - - -
Stand zum 30.6.2024 52.305 98.954 –2.455 –3.891
Summe Anteile der nicht kontrol
lierenden Gesellschafter
von Tochterunternehmen
Anteile der Aktionäre
des Mutterunternehmens
Hybridkapital Andere Rücklagen
501.449 5.571 495.878 156.395 188.419
–29.271 –5 –29.266 3.198 –32.497
–3.990 –1 –3.989 - 2
–33.261 –6 –33.255 3.198 –32.495
–17.409 –780 –16.629 –8.410 –8.219
1.934 - 1.934 - 1.934
–52.900 - –52.900 –52.302 –598
399.813 4.785 395.028 98.881 149.041
379.722 5.323 374.399 101.605 127.103
–12.531 120 –12.651 2.727 –15.378
–778 - –778 - -
–13.309 120 –13.429 2.727 –15.378
–5.500 - –5.500 –5.500 -
360.913 5.443 355.470 98.832 111.725

Segmentberichterstattung1

vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2024

Deutschland Österreich
in T€ 1–6/2024 1–6/2023 1–6/2024 1–6/2023
Gesamtleistung
Residential 7.029 4.469 4.772 4.078
Office 286 23.589 81.602 422
Hotel 8.926 8.037 5.001 5.856
Other 418 358 5.236 4.365
Service 3.676 4.917 7.247 8.294
Summe Gesamtleistung² 20.335 41.370 103.858 23.015
Abzüglich Umsätze aus at-equity bilanzierten
und unter
geordneten Unternehmen sowie aus Bestands
veränderungen –16.521 –35.724 –99.443 –17.777
Umsatzerlöse 3.814 5.646 4.415 5.238
Residential –4.539 –8.644 –1.645 –2.810
Office –3.486 –4.553 –487 –3.002
Hotel 295 52 –1.722 –2.008
Other 895 225 –2.293 14
Service –1.678 –5.719 8.710 –1.163
Summe EBT –8.513 –18.639 2.563 –8.969

1 Teil der Erläuterungen. Intersegmentäre Umsätze sind unwesentlich.

² Die Gesamtleistung umfasst die Umsätze sowie Bestandsveränderungen der vollkonsolidierten Unternehmen, die anteiligen Umsätze der at-equity einbezogenen Unternehmen sowie Erlöse aus Immobilienverkäufen in Form von share- bzw. asset deals.

Sonstige Märkte
Konzern
Polen
1–6/2023
1–6/2024
1–6/2023
1–6/2024
1–6/2024
-
24.845
15.041
39.005
2.359
4.929
-
-
120.850
38.962
12.648
29.327
10.030
62.419
19.165
1.417
-
-
7.127
1.473
707
7.873
7.019
19.664
868
19.701
62.045
32.090
249.065
62.827
–6.671
–35.258
–18.165
–206.169
–54.947
13.030
26.787
13.925
42.896
7.880
2.670
–1.882
–1.171
–9.474
–1.408
–4.078
–445
–17
–4.148
270
–19
422
–1.227
–1.038
–33
1.408
-
–482
–1.304
94
–682
–1.608
–377
5.034
–390
–701
–3.513
–3.274
–10.930
–1.467

Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

1. Allgemeine Angaben

Der UBM-Konzern besteht aus der UBM Development AG (UBM) und deren Tochterunternehmen. UBM ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz in Wien mit der Geschäftsanschrift 1100 Wien, Laaer-Berg-Straße 43. Sie ist registriert beim Handelsgericht Wien unter FN 100059x. Die Hauptaktivitäten der Gruppe sind Entwicklung, Verwertung und Verwaltung von Immobilien.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss von UBM wird gemäß IAS 34, Zwischenberichterstattung, nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS), den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie den seit 1. Jänner 2024 erstmals anzuwendenden Standards aufgestellt.

Berichtswährung ist der Euro, der auch die funktionale Währung von UBM ist. Bei den einzelnen in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist die funktionale Währung je nach Geschäftsfeld der Euro bzw. die jeweilige Landeswährung. Zahlenangaben erfolgen in T€ und werden entsprechend kaufmännisch gerundet.

2. Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss sind neben UBM 50 (31. Dezember 2023: 51) inländische Tochterunternehmen sowie 68 (31. Dezember 2023: 73) ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

Zwei Gesellschaften wurden verkauft, drei sind durch Liquidation abgegangen, und bei einer weiteren Gesellschaft wurden so viele Anteile verkauft, dass nur mehr maßgeblicher Einfluss besteht. Der Netto-Verkaufspreis in Höhe von T€ 20.555 wurde in bar beglichen. Dabei gingen Finanzimmobilien in Höhe von T€ 107.891 sowie Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 55.744 ab.

Außerdem wurden 23 (31. Dezember 2023: 23) inländische und 20 (31. Dezember 2023: 20) ausländische assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet. In der Berichtsperiode wurde eine Gesellschaft verkauft, und eine Gesellschaft wird nach einem Teilverkauf nunmehr nach der Equity-Methode bewertet.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dargestellt sind, wurden auf den Konzernzwischenabschluss unverändert angewandt, mit Ausnahme der folgenden erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2024 die folgenden Änderungen zu Standards vom Konzern angewandt, wobei sich aus der Erstanwendung keine wesentlichen Auswirkungen ergaben.

Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
Datum der
erstmaligen
Anwendung
laut IASB
23.1.2020 +
Änderungen zu IAS 1: 15.7.2020 +
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 31.10.2022 19.12.2023 1.1.2024
Änderungen zu IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer
Sale-and-Leaseback-Transaktion 22.9.2022 20.11.2023 1.1.2024
Änderungen zu IAS 1: Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen 31.10.2022 19.12.2023 1.1.2024
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7: Lieferantenfinanzierungsvereinba
rungen 25.5.2023 15.5.2024 1.1.2024

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden veröffentlicht und waren noch nicht zwingend anzuwenden bzw. noch nicht in EU-Recht übernommen:

Neuer Standard oder Änderung Datum der
Veröffentlichung
durch IASB
Übernahme
in EU-Recht
ausstehend
Datum der
erstmaligen
Anwendung
laut IASB
Änderungen an IAS 21: Mangel an Umtauschbarkeit 15.8.2023 1.1.2025
Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Änderungen an der Klassifizierung
und Bewertung von Finanzinstrumenten
30.5.2024 1.1.2026
Jährliche Verbesserungen an den IFRS Rechnungslegungsstandards -
Band 11
18.7.2024 1.1.2026
IFRS 18: Darstellung und Angaben im Abschluss 9.4.2024 1.1.2027
IFRS 19: Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht:
Angaben
9.5.2024 1.1.2027

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Ergebnis der Periode stieg von T€ -29.271 im ersten Halbjahr 2023 auf T€ -12.531 in der aktuellen Berichtsperiode, was zum Teil auf höhere Umsatzerlöse aus der Teilgewinnrealisierung gemäß Baufortschritt (Percentage of Completion) von verkauften Wohnungen in Höhe von T€ 26.585 (Vorjahr: T€ 19.400) zurückzuführen war. Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Kursgewinne beliefen sich auf T€ 1.533 (Vorjahr: T€ 11.107), was aus der Entwicklung des Polnischen Zloty resultierte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um T€ 12.297, da die darin enthaltenen Bewertungen des Vorratsvermögens in der Berichtsperiode bei T€ 0 lagen (Vorjahr: T€ -8.954).

Umsatzerlöse

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Umsatzerlöse in die wesentlichen Kategorien, den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie die Überleitung zur Segmentberichterstattung:

Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
in T€ 1–6/2024 1–6/2024 1–6/2024 1–6/2024 1–6/2024
Umsatzerlöse
Residential 1.843 26 2.361 24.625 28.855
Office 326 416 2.000 - 2.742
Hotel - - - 1.858 1.858
Other 93 549 2.180 - 2.822
Service 1.551 3.424 1.339 305 6.619
Umsatzerlöse 3.813 4.415 7.880 26.788 42.896
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 1.823 1.663 - 23.099 26.585
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 1.990 2.752 7.880 3.689 16.311
Umsatzerlöse 3.813 4.415 7.880 26.788 42.896
Deutschland Österreich Polen Sonstige Märkte Konzern
in T€ 1–6/2023 1–6/2023 1–6/2023 1–6/2023 1–6/2023
Umsatzerlöse
Residential 250 1.956 5.689 12.201 20.096
Office 483 422 4.676 - 5.581
Hotel - - - 1.181 1.181
Other 39 531 2.057 - 2.627
Service 4.874 2.329 608 543 8.354
Umsatzerlöse 5.646 5.238 13.030 13.925 37.839
Umsatzerlöse zeitraumbezogen 813 699 5.687 12.201 19.400
Umsatzerlöse zeitpunktbezogen 4.833 4.539 7.343 1.724 18.439
Umsatzerlöse 5.646 5.238 13.030 13.925 37.839

5. Grundkapital

Grundkapital Stück Stück
30.6.2024 31.6.2024 31.12.2023 31.12.2023
Inhaber-Stammaktien 7.472.180 52.305.260 7.472.180 52.305.260

6. Genehmigtes Kapital, bedingtes Kapital, Aktien-Options-Programm

In der 143. ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Mai 2024 wurde unter anderem folgender Beschluss gefasst:

Die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 169 AktG, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 9. Juni 2027 um bis zu EUR 5.230.526,00 durch Ausgabe von bis zu 747.218 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen, auch in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Absatz 6 AktG und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen, wie derzeit in § 4 Absatz 4 der Satzung vorgesehen, wird widerrufen.

Der Vorstand ist ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 21. Mai 2024 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 26.152.630,00 durch Ausgabe von bis zu 3.736.090 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlage, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Absatz 6 AktG und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen.

§ 4 Absatz 4 der Satzung in der derzeit vorliegenden Fassung wird widerrufen. An dessen Stelle wird der folgende Absatz als neuer Absatz (4) in die Satzung eingefügt:

"(4) Der Vorstand ist ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 21.05.2024 beschlossenen Ermächtigung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 26.152.630,00 (Euro sechsundzwanzig Millionen einhundertzweiundfünfzigtausendsechshundertdreißig) durch Ausgabe von bis zu 3.736.090 (drei Millionen siebenhundertsechsunddreißigtausendneunzig) neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage, allenfalls in mehreren Tranchen, auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 (Paragraph einhundertdreiundfünfzig Absatz sechs) AktG und auch mit der Möglichkeit des Ausschlusses des Bezugsrechts, zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen, wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung (genehmigtes Kapital) durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen bei Mehrzuteilungsoptionen im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch das Ausnutzen dieser Ermächtigung des Vorstands ergeben, zu beschließen."

Aktien-Options-Programm für Führungskräfte 2024:

UBM führt für Führungskräfte ein Aktienoptionsprogramm ein, welches einen Beitrag zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts leisten soll und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung zu partizipieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein bestehendes Eigeninvestment in UBM-Aktien und eine Teilnahmeerklärung bis zum 19. Juli 2024. Der Ausübungskurs ist der durchschnittliche Schlusskurs der UBM-Aktie im Zeitraum zwischen dem 27. Mai 2024 und dem 22. Juli 2024, dieser liegt bei EUR 21,43. Die virtuellen Aktienoptionen können in zwei jeweils zweimonatigen Ausübungsfenstern bis zum 31. Oktober 2027 ausgeübt werden, sofern an 15 aufeinander folgenden Handelstagen der Kurs der UBM-Aktie bei mindestens EUR 27,00 liegt und die Nettoverschuldung zum Bilanzstichtag das Vierfache der Marktkapitalisierung nicht übersteigt.

7. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Organisationsstruktur des UBM-Konzerns nach geografischen Regionen. Für den Zweck der Segmentberichterstattung wurden die einzelnen Entwicklungsgesellschaften innerhalb eines Segments zu Gruppen zusammengefasst. Die Gruppen stellen jeweils einen Tätigkeitsbereich (Assetklasse) des UBM-Konzerns dar.

8. Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen (inkl. Finanzimmobilien) sank zum 30. Juni 2024 um T€ 86.977 auf T€ 333.961 (31. Dezember 2023: T€ 420.938). Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien erhöhten das Anlagevermögen um T€ 26.774. Zusätzlich wurden T€ 45.998 für Finanzierungen von at-equity einbezogenen Unternehmen aufgewendet. Die im ersten Halbjahr der Berichtsperiode abgeschlossenen Transaktionen reduzierten die Finanzimmobilien um T€ 107.891.

Die Nettoverschuldung verringerte sich im ersten Halbjahr 2024 um T€ 60.270 auf T€ 549.976 (31. Dezember 2023: T€ 610.246), was auf einen höheren Bestand an liquiden Mitteln von T€ 179.393 (31. Dezember 2023: T€ 151.520) sowie auf eine Reduktion von Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises um T€ 55.744 zurückzuführen war.

9. Finanzinstrumente

Der Buchwert der Finanzinstrumente stellt gemäß IFRS 7.29 einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar. Dies mit Ausnahme der als "Amortised Cost" klassifizierten Finanzanlagen, der fix verzinsten Anleihen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) sowie der fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der fix verzinsten sonstigen Finanzverbindlichkeiten (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3).

Die Fair-Value-Bewertung für die Anleihe erfolgt aufgrund von Börsekurswerten. Die Kreditverbindlichkeiten und übrigen Finanzanlagen wurden mit der Berechnungsmethode des Discounted Cashflows bewertet, wobei die am 30. Juni 2024 von Reuters publizierte Zero Coupon Yield Curve zur Diskontierung der Cashflows herangezogen wurde.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte

Bewertung nach IFRS 9
in T€ Bewertungs
kategorie
nach IFRS 9
Buch
werte am
30.6.2024
(Fortgeführte)
Anschaf
fungskosten
Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair-Value
Hierarchie
Fair Value am
30.6.2024
Aktiva
Projektfinanzierung Amortised
variabel verzinst Cost 176.891 176.891 - - - -
Amortised
Übrige Finanzanlagen Cost 10.000 10.000 - - Stufe 3 10.000
Übrige Finanzanlagen FVTPL 632 - - 632 Stufe 3 632
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen 1
Amortised
Cost
6.460 6.460 - - - -
Finanzielle Amortised
Vermögenswerte Cost 34.341 34.341 - - - -
Derivate
(ohne Hedge-Beziehung) FVTPL 278 - - 278 Stufe 2 278
Liquide Mittel 179.393 179.393 - - - -
Passiva
Anleihen und Schuld
scheindarlehen fix verzinst
Amortised
Cost
377.176 377.176 - - Stufe 1 363.150
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
variabel verzinst Amortised
Cost
304.821 304.821 - - -
fix verzinst Amortised
Cost
46.475 46.475 - - Stufe 3 43.779
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
Amortised
fix verzinst Cost 897 897 - - Stufe 3 138
Leasingverbindlichkeiten 22.046 22.046 - - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
Amortised
Cost
22.018 22.018 - - -
Sonstige finanzielle Amortised
Verbindlichkeiten Cost 23.035 23.035 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets Amortised
at Amortised Cost Cost 227.692 227.692 - - - -
Financial Assets
at Fair Value through
Profit or Loss FVTPL 910 - - 910 - -
Liquide Mittel 179.393 179.393 - - - -
Financial Liabilities Amortised
at Amortised Cost Cost 774.422 774.422 - - - -

1 ohne Vertragsvermögenswerte gem IFRS 15

Bewertungs
kategorie
nach IFRS 9
Buch
werte am
31.12.2023
Bewertung nach IFRS 9
in T€ (Fortgeführte)
Anschaf
fungskosten
Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair-Value
Hierarchie
Fair Value am
31.12.2023
Aktiva
Projektfinanzierung Amortised
variabel verzinst Cost 143.552 143.552 - - - -
Amortised
Übrige Finanzanlagen Cost 8.721 8.721 - - Stufe 1 8.802
Amortised
Übrige Finanzanlagen Cost 10.000 10.000 - - Stufe 3 10.000
Übrige Finanzanlagen FVTPL 637 - - 637 Stufe 3 637
Forderungen aus Lieferungen Amortised
und Leistungen 1 Cost 7.903 7.903 - - - -
Finanzielle Amortised
Vermögenswerte Cost 42.445 42.445 - - - -
Liquide Mittel 151.520 151.520 - - - -
Passiva
Anleihen und Schuld
scheindarlehen fix verzinst
Amortised
Cost
376.066 376.066 - - Stufe 1 337.887
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Amortised
variabel verzinst Cost 338.332 338.332 - - -
Amortised
fix verzinst Cost 46.475 46.475 - - Stufe 3 43.223
Sonstige
Finanzverbindlichkeiten
Amortised
fix verzinst Cost 893 893 - - Stufe 3 139
Leasingverbindlichkeiten 22.480 22.480 - - -
Verbindlichkeiten aus Amortised
Lieferungen und Leistungen Cost 25.653 25.653 - - -
Sonstige finanzielle Amortised
Verbindlichkeiten Cost 27.906 27.906 - - -
Nach Kategorien:
Financial Assets Amortised
at Amortised Cost Cost 212.621 212.621 - - - -
Financial Assets
at Fair Value through
Profit or Loss FVTPL 637 - - 637 - -
Liquide Mittel 151.520 151.520 - - - -
Financial Liabilities Amortised
at Amortised Cost Cost 815.325 815.325 - - - -

1 ohne Vertragsvermögenswerte gem IFRS 15

10. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen bestehen überwiegend aus der Projektentwicklung und Bauführung sowie aus Darlehensgewährungen und den entsprechenden Zinsverrechnungen.

Neben den at-equity bilanzierten Unternehmen kommen als nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne von IAS 24 die PORR AG und deren Tochterunternehmen sowie die Unternehmen der IGO Industries Group und der Strauss-Gruppe in Betracht, da sie bzw. deren beherrschende Rechtsträger aufgrund des bestehenden Syndikats maßgeblichen Einfluss auf UBM haben.

Die Transaktionen im ersten Halbjahr zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der UBM-Gruppe mit Unternehmen der PORR-Gruppe betreffen im Wesentlichen bezogene Bauleistungen.

Im ersten Halbjahr wurden eine polnische sowie Anteile an einer österreichischen Büroimmobilie an die PORR-Gruppe verkauft, der Netto-Kaufpreis in Höhe von T€ 15.126 wurde bar bezahlt.

Außerdem erwarb die IGO Industries Group eine polnische Büroimmobilie sowie zusätzliche Anteile in Höhe von 15,00 % an zwei at-equity bilanzierten Gesellschaften, der Kaufpreis in Höhe von T€ 13.944 wurde bar bezahlt.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.

Wien, am 28. August 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS COO

Dipl. Ing. Peter Schaller CTO

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 der

UBM Development AG, Wien,

für die Periode vom 1. Jänner 2024 bis zum 30. Juni 2024 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. Juni 2024, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Periode vom 1. Jänner 2024 bis zum 30. Juni 2024 sowie den verkürzten Anhang, der die wesentlichsten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt eine Haftungsgrenze von 12 Millionen Euro zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt.

Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum verkürzten Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 125 BörseG

Wir haben den verkürzten Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der verkürzte Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 125 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 28. August 2024

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Stefan Uher eh Wirtschaftsprüfer

ppa Mag. Benedicte Maderthaner eh Wirtschaftsprüfer

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 125 Abs. 1 Börsegesetz 2018 – Konzernzwischenabschluss

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf sowie die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss entsteht, und dass der Konzernzwischenlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, denen der Konzern ausgesetzt ist, beschreibt.

Wien, am 28. August 2024

Der Vorstand

Mag. Thomas G. Winkler, LLM CEO, Vorsitzender

Dipl.-Ök. Patric Thate CFO

Martina Maly-Gärtner, MRICS COO

Dipl. Ing. Peter Schaller CTO

Finanzkalender

2024
Zinszahlung UBM Green Bond 2023 10.07.2024
Halbjahr 2024 29.08.2024
Zinszahlung UBM Anleihe 2019 13.11.2024
Q3 2024 28.11.2024

Kontakt

Investor Relations

Christoph Rainer Tel: +43 (0) 664 80 1873 200 [email protected]

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber

UBM Development AG Laaer-Berg-Straße 43, 1100 Wien, Österreich Tel: +43 (0) 50 1873 100 www.ubm-development.com

Konzept, Gestaltung, Redaktion und Lektorat UBM Development AG

Erstellt mit ns.publish von Multimedia Solutions AG, Zürich

Disclaimer

Dieser Halbjahresbericht enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements der UBM Development AG beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte "Erwartung" oder "Ziel" oder ähnliche Begriffe und Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogenen Aussagen hin. Zukunftsbezogene Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der im Rahmen der Erstellung des Halbjahresbericht vorhandenen und der UBM Development AG vorliegenden Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder unerwartet Risiken in nicht kalkulierter oder nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die künftige tatsächliche (Geschäfts-)Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Einschätzungen, Annahmen und Prognosen abweichen.

Maßgebliche Faktoren für ein solches Abweichen können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der politischen, gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich, der EU und anderen relevanten Wirtschaftsräumen sowie Veränderungen in der Branche sein. Die UBM Development AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige (Geschäfts-)Entwicklung und die künftig erzielten Ergebnisse mit den in diesem Halbjahresbericht geäußerten Einschätzungen und Annahmen übereinstimmen werden. Die UBM Development AG wird diese zukunftsbezogenen Aussagen nicht aktualisieren, weder aufgrund geänderter tatsächlicher Umstände noch aufgrund geänderter Annahmen oder Erwartungen.

Der Halbjahresbericht zum 30. Juni 2024 wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen möglichst sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden kaufmännisch gerundet. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Halbjahresbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche grammatische Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind immer alle Geschlechter.

Der Halbjahresbericht liegt auch in englischer Fassung vor und steht in beiden Sprachen auf der Internetseite der UBM Development AG zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung des Halbjahresberichts maßgeblich.

www.ubm-development.com