Annual Report (ESEF) • Mar 5, 2024
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Download Source FileAlle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet. Dies kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben den Werten des aktuellen Geschäftsjahres in Klammern dargestellt.
Die TRATON GROUP gehört mit ihren Marken Scania, MAN, Navistar und Volkswagen Truck & Bus (VWTB) zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern. Das Portfolio der Gruppe umfasst Lkw, Busse und leichte Nutzfahrzeuge sowie den Vertrieb von Ersatzteilen und Kundendienstleistungen. Außerdem bietet die TRATON GROUP ihren Nutzfahrzeugkunden eine breite Palette an Finanzdienstleistungen.
Die Geschäftstätigkeit der TRATON GROUP gliedert sich in die Geschäftsfelder Industriegeschäft (TRATON Operations) und Finanzdienstleistungen (TRATON Financial Services). TRATON Operations enthält die vier Segmente Scania Vehicles & Services (Bezeichnung als Unternehmensmarke: Scania), MAN Truck & Bus (Bezeichnung als Unternehmensmarke: MAN), Navistar Sales & Services (Bezeichnung als Unternehmensmarke: Navistar) und Volkswagen Truck & Bus (Bezeichnung als Unternehmensmarke: Volkswagen Truck & Bus).
Organisatorisch und in der Finanzberichterstattung werden die Aktivitäten und Dienstleistungen der TRATON-Holding (TRATON SE und weitere nicht den Segmenten zugeordnete Beteiligungen), die Konsolidierungseffekte zwischen den Geschäftsfeldern und die Effekte aus Kaufpreisallokationen im Falle des Erwerbs eines einzelnen Segments unter Corporate Items zusammengefasst.
Per Jahresende 2023 arbeiteten weltweit insgesamt 103.621 (100.356) Menschen für die Unternehmensgruppe.
Die Positionen der Fahrzeugmarken sind innerhalb der TRATON GROUP klar festgelegt:
Wesentliche Produktionsstandorte von Scania und MAN liegen in Europa, u.a. die Stammwerke in Södertälje/Schweden und München. Navistar produziert Fahrzeuge in den USA und in Mexiko. Daneben stellen Scania und VWTB in Brasilien Lkw und Busse her.
Das Segment TRATON Financial Services ist fester Bestandteil der Unternehmensgruppe. Die angebotenen Services umfassen Finanzierungen für Kunden, Händler und Distributoren sowie Versicherungslösungen und zusätzliche Dienstleistungen durch die Marken. Damit unterstützt TRATON Financial Services die Transformation des Transportwesens.
Im Berichtsjahr haben TRATON SE, TRATON Financial Services AB, Volkswagen Financial Services AG, Braunschweig (VWFS) und die Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig (VW Bank) einen Rahmenvertrag über den Erwerb wesentlicher Teile des weltweiten Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB unterzeichnet. Die Vereinbarung stellt den nächsten logischen Schritt auf dem Weg dar, TRATON Financial Services zu einer globalen, konzerneigenen und integrierten Finanzdienstleistungseinheit der TRATON GROUP zu entwickeln. Die Transaktion umfasst u.a. den Verkauf und die schrittweise Übertragung von Rechten zur Bereitstellung von Finanzlösungen für Kunden von MAN und VWTB. Bis zum 2. Quartal 2025 soll die Integration in TRATON Financial Services abgeschlossen sein. Dazu hat TRATON bereits im Jahr 2023 275 Mio € auf ein Konto der VW Bank eingezahlt.
Das Finanzdienstleistungsgeschäft von Scania (Scania Financial Services) wurde im Jahr 2023 rechtlich in das Geschäftsfeld TRATON Financial Services integriert und das Angebot von Finanzierungslösungen für Kunden von Navistar in den USA wurde neu aufgesetzt. Als Teil von TRATON Financial Services wird Navistar Financial Services weltweite Synergien und jahrelange Erfahrung nutzen, um Kunden in Nordamerika optimal zu bedienen.
In den neuen Group Industrial Functions koordinieren sich das Produktmanagement, die Forschung & Entwicklung, die Beschaffung sowie die Produktion und die Logistik untereinander. Sie agieren zusammen mit den TRATON-Marken in einer organisatorischen Matrix-Struktur. Diese neue Steuerungsphilosophie und -struktur soll den Einsatz des TRATON Modular Systems weiter vorantreiben, um nachhaltige, effiziente und vernetzte Transportlösungen auf den Markt zu bringen. Elementarer Teil des Geschäftszwecks des Konzerns ist die Steuerung und Weiterentwicklung einer vernetzten und leistungsfähigen Organisation, die stärker ist als die Summe ihrer Teile.
Geführt wird das Unternehmen von einem erfahrenen Vorstandsteam, das sich zusammensetzt aus den Gruppenfunktionen Chief Executive Officer (CEO), Chief Financial Officer (CFO) und Chief Human Resources Officer (CHRO) sowie einem weiteren Vorstandsmitglied mit Verantwortung für Produktmanagement in der TRATON GROUP und den CEOs von Scania, MAN, Navistar und VWTB.
Kernfunktionen wie Forschung & Entwicklung sind über die verschiedenen Standorte der Marken der TRATON GROUP verteilt, vor allem in München, in Södertälje sowie in Lisle in Illinois und in São Paulo.
Die TRATON GROUP will mit ihren Investitionen in Forschung und Entwicklung die Transformation hin zu nachhaltigem Transport vorantreiben. Das TRATON-Baukastensystem ist ein Katalysator für den wirtschaftlichen Erfolg, weil es globale Synergien und Skalierbarkeit fördert. Dieser strategische Ansatz gewährleistet vielseitige, effiziente Lösungen und ermöglicht den TRATON-Marken den Einsatz innovativer Technologien. Im Mittelpunkt des Ansatzes von TRATON steht die Entwicklung modularer Komponenten mit universeller Einsetzbarkeit, die marken- und anwendungsübergreifend sind. Dieses Vorgehen strafft die Entwicklung und markiert einen bedeutenden Sprung auf dem Weg zu nachhaltigen Transportlösungen.
TRATON ist bereit, eine Führungsrolle bei der Steuerung der Branche in eine nachhaltigere und elektrifizierte Zukunft weiter zu behaupten. Die TRATON GROUP setzt nicht nur konsequent auf Innovation, sondern auch auf die Harmonisierung ihres Portfolios. Ferner leistet das Unternehmen substanzielle Investitionen in zukunftsorientierten Schlüsselbereichen wie Elektrifizierung und autonomes Fahren. In diesem Kontext sind für die Jahre 2024 bis 2028 Investitionen von mehr als 2 Mrd € in die Elektromobilität geplant. Im Gegenzug werden die Ausgaben in die Verbrennertechnologie zurückgefahren.
Um den Wandel hin zu einem nachhaltigen Verkehrssystem zu erleichtern, sind der Investitionsbedarf in Zukunftstechnologien und die digitale Vernetzung von zentraler Bedeutung. Dies wird u.a. durch die Einführung eines digitalen Cockpits, dem „Smart Dash“, in Scania-Fahrzeugen unterstrichen.
Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung bei Scania im Jahr 2023 waren die Elektrifizierung, die Erfüllung zukünftiger Emissionsgesetzgebungen und anderer gesetzlicher Anforderungen sowie die Entwicklung des TRATON-Baukastensystems. Darüber hinaus investierte Scania in China in die Etablierung einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Künftig sollen gezielter Fahrzeuge angeboten werden können, die speziell auf die chinesischen Marktbedingungen und Kundenanforderungen zugeschnitten sind.
Ein weiteres Beispiel für die Zukunftsorientierung sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie die darauf aufbauenden Investitionen durch MAN Truck & Bus im Bereich Batterietechnologie. Die Sachinvestitionen bilden zugleich den Startschuss für die Massenproduktion von Hochvoltbatterien am Standort Nürnberg. Auf der neuen Produktionsanlage, deren Spatenstich im Herbst 2023 erfolgte, wird die Fertigung nunmehr schrittweise hochgefahren, um ab Anfang 2025 die Batterien in Großserie zu fertigen. Die MAN-Batteriepacks sind bereits erfolgreich in batterieelektrischen Nutzfahrzeugen von MAN im Einsatz. Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen werden mit kunden- und anwendungsspezifischen Lösungen bedient.
Die positiven Entwicklungen der TRATON-Marken bei Megatrends wie dem autonomen Fahren finden auch beim Fachpublikum Beachtung. So wurde MAN für zwei Forschungsprojekte im Bereich des autonomen Fahrens der renommierte Zukunftspreis Truck Innovation Award 2024 verliehen. Dies unterstreicht das Engagement für Innovation von der Idee bis hin zur Umsetzung über entsprechende Investitionen in transformative Projekte, den autonomen Verkehr und die Verkehrssicherheit.
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben von Navistar im Jahr 2023 stiegen hauptsächlich durch Investitionen in die Elektrifizierung und in autonomes Fahren.# TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
in Mio €
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Primäre F&E-Kosten TRATON Operations | 2.170 | 1.892 | 278 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 687 | 604 | 83 |
| Aktivierungsquote (in %) | 31,7 | 32,0 | –0,3 ppt. |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 423 | 379 | 44 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 1.906 | 1.666 | 240 |
| Umsatzerlöse TRATON Operations | 45.736 | 39.554 | 6.183 |
| Primäre F&E-Kosten TRATON Operations | 2.170 | 1.892 | 278 |
| F&E-Quote (in %) | 4,7 | 4,8 | –0,0 ppt. |
| F&E-Mitarbeiter (Stand 31.12.) | 9.993 | 10.123 | –130 |
Die TRATON GROUP ist in den Steuerungsprozess des Volkswagen Konzerns eingebunden. Ausgangspunkt für die Steuerung der TRATON GROUP ist die Mittelfristplanung, die einmal jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstellt wird. Die Planungsinhalte sind der langfristige Absatzplan, das Produktprogramm sowie die Kapazitäts- und Auslastungsplanung für die einzelnen Standorte. Die finanzielle Mittelfristplanung der TRATON GROUP umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, die Finanz- und Bilanzplanung, die Rentabilität und Liquidität sowie die Investitionen.
Aus der Mittelfristplanung wird das erste Jahr verbindlich abgeleitet und als Budget über die einzelnen Monate detailliert und bis auf die operative Kostenstellenebene ausgeplant. Das Budget wird monatlich auf den Zielerreichungsgrad überprüft. Dabei sind Soll-Ist- und Vorjahresvergleiche, Abweichungsanalysen sowie, wenn erforderlich, Maßnahmenpläne zur Sicherstellung der budgetierten Ziele wichtige Instrumente der Steuerung.
Für das relevante laufende Geschäftsjahr werden monatlich revolvierend detaillierte Vorausschätzungen für die jeweils kommenden drei Monate und für das Gesamtjahr erstellt. Darin werden die aktuellen Risiken und Chancen berücksichtigt. Im Mittelpunkt der unterjährigen Steuerung stehen Maßnahmen zur kurzfristigen Anpassung der laufenden Geschäftstätigkeit. Gleichzeitig dient die aktuelle Vorausschätzung somit als ständiges mögliches Korrektiv für die folgenden Mittelfrist- und Budgetplanungen.
Für das Geschäftsjahr 2023 waren die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die TRATON GROUP und TRATON Operations definiert:
Für das Segment TRATON Financial Services wird die bisher bereits als weiterer Leistungsindikator angegebene Eigenkapitalrendite ab dem Geschäftsjahr 2024 zu einem der bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Sinne des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 20. Es handelt sich dabei um eine branchenübliche Kennzahl zur Messung der Kapitalrendite von Finanzdienstleistungseinheiten.
Absatz
Der Absatz stellt die Anzahl an Fahrzeugen dar, die Scania, MAN, Navistar und VWTB verkaufen. Er spiegelt die Nachfrage nach unseren Produkten wider und ist maßgeblich für die Entwicklung des Umsatzes.
Umsatz
Das gesetzte Wachstumsziel stellt auf einen steigenden Umsatz ab. Primär gestützt auf den Absatz spiegelt der Umsatz unseren Markterfolg in finanziellen Zahlen wider. Auch ein starkes Vehicle-Services-Geschäft, die Verkäufe von Gebrauchtfahrzeugen sowie die Finanzdienstleistungen tragen zum Unternehmenswachstum bei.
Operative Rendite (bereinigt)
Die Operative Rendite (bereinigt) ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis (bereinigt) zum Umsatz und drückt den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmenstätigkeit unter Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes aus. Die Operative Rendite (bereinigt) misst und reflektiert die Profitabilität der TRATON GROUP. Für eine möglichst hohe Transparenz des Geschäftsergebnisses werden Bereinigungen berücksichtigt. Die Bereinigungen auf das Operative Ergebnis umfassen bestimmte Sachverhalte im Abschluss, deren gesonderte Angabe nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg besser beurteilen zu können. Darunter fallen insbesondere Kosten für Restrukturierungs- und Strukturmaßnahmen sowie einmalige Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf das Ergebnis der TRATON GROUP.
Kapitalrendite (Return on Investment bzw. ROI)
Die Kapitalrendite stellt die periodenbezogene Verzinsung des investierten Vermögens dar. Sie wird ermittelt, indem das Operative Ergebnis nach Steuern in Bezug zum investierten Vermögen im Jahresdurchschnitt gesetzt wird. Übersteigt die Kapitalrendite (ROI) den vom Markt geforderten Kapitalkostensatz, wird eine Wertsteigerung erzielt. In die Berechnung der Kapitalrendite (ROI) fließt das Operative Ergebnis nach Steuern ein. Zusätzlich zum Operativen Ergebnis von TRATON Operations werden das Operative Ergebnis der TRATON-Holding, Konsolidierungseffekte zwischen TRATON Operations und der TRATON-Holding sowie Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen bezogen auf TRATON Operations berücksichtigt. Darauf wird pauschal ein durchschnittlicher Steuersatz von 30 % angewendet. Das investierte Vermögen berechnet sich aus der Summe der Vermögenspositionen der Bilanz, die dem eigentlichen Betriebszweck dienen (Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Vermietete Vermögenswerte, Vorräte und Forderungen), vermindert um das unverzinsliche Abzugskapital (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsverbindlichkeiten). Das durchschnittliche investierte Vermögen wird aus dem Vermögensstand zu Beginn und zum Ende des Berichtsjahres gebildet. Da das Konzept nur das operative Geschäft umfasst, werden Vermögenspositionen aus dem Beteiligungsengagement sowie aus der Anlage liquider Mittel bei der Berechnung des investierten Vermögens nicht berücksichtigt. Diese Vermögenspositionen werden über das Finanzergebnis verzinst. Eine Berechnung erfolgt nur auf Jahresbasis.
Primäre Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Primären Forschungs- und Entwicklungskosten von TRATON Operations enthalten sowohl die aktivierten Entwicklungskosten als auch die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten. Sie umfassen Ausgaben von der Zukunftsforschung bis zur marktreifen Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen.
Sachinvestitionen
Die Sachinvestitionen von TRATON Operations stellen die Investitionen der TRATON GROUP in die Zukunft dar. Sie enthalten die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und in Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), wie sie in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden.
Netto-Cashflow
Der Netto-Cashflow im Geschäftsfeld TRATON Operations setzt sich aus dem Cashflow aus der Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts zusammen und gibt den in der Periode erwirtschafteten Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft an.
Eigenkapitalrendite
Für das Geschäftsfeld TRATON Financial Services gibt die Eigenkapitalrendite die Rentabilität des eingesetzten Kapitals an. Sie berechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital. Das durchschnittliche Eigenkapital wird aus dem Eigenkapital zu Beginn und zum Ende des Berichtsjahres gebildet. Bei unterjähriger Ermittlung wird das Ergebnis vor Steuern der jeweiligen Periode linear auf das Geschäftsjahr hochgerechnet.
Neben den bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind folgende weitere Leistungsindikatoren für die TRATON GROUP bzw. einzelne Geschäftsfelder oder Segmente definiert:
Operatives Ergebnis (bereinigt)
Das Operative Ergebnis (bereinigt) wird für eine möglichst hohe Transparenz des Geschäftsergebnisses durch Berücksichtigung von Bereinigungen auf das Operative Ergebnis ermittelt. Diese Bereinigungen umfassen bestimmte Sachverhalte im Abschluss, deren gesonderte Angabe nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg besser beurteilen zu können. Darunter fallen insbesondere Kosten für Restrukturierungs- und Strukturmaßnahmen sowie einmalige Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf das Ergebnis der TRATON GROUP.
Nettoliquidität/-verschuldung
Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung ergibt sich aus Flüssigen Mitteln, Wertpapieren, Geldanlagen und Darlehen an verbundene Unternehmen (inkl. verfügungsbeschränkter Zahlungsmittel), abzüglich Finanzverbindlichkeiten, und gibt den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an Flüssigen Mitteln, Wertpapieren, Geldanlagen und Darlehen an verbundene Unternehmen an.
Nettoverschuldungsgrad
Der Nettoverschuldungsgrad wird durch Division der Nettoliquidität/-verschuldung durch das EBITDA (bereinigt) der letzten zwölf Monate berechnet und wird für TRATON Operations inklusive Corporate Items ermittelt.
EBITDA (bereinigt)
Das EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) gibt die betriebliche Leistung vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen unter Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes wieder. Da Abschreibungen von den gewählten Bilanzierungsmethoden, den Buchwerten, der Kapitalstruktur und der Methode, wie der Vermögenswert erworben wurde, abhängen können, wird das EBITDA (bereinigt) insbesondere als Leistungsindikator für unternehmensübergreifende Vergleiche herangezogen.# Die Bereinigungen im Operativen Ergebnis werden ebenso berücksichtigt, um das EBITDA (bereinigt) zu ermitteln. Das EBITDA (bereinigt) wird für TRATON Operations inklusive Corporate Items ermittelt, da es in die Ermittlung des Nettoverschuldungsgrades für TRATON Operations inklusive Corporate Items einfließt. Das bisher enger definierte EBITDA (bereinigt) für TRATON Operations wird nicht mehr berichtet.
Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Für die Geschäftsfelder TRATON Operations und TRATON Financial Services wird sie aus Sicht des jeweiligen Geschäftsfelds ermittelt. Im Geschäftsbericht zusätzlich genannte, in diesem Kapitel jedoch nicht aufgeführte Kennzahlen, werden unter „Weitere Informationen – Definitionen“ definiert.
Der Krieg in der Ukraine hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energieexporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.
Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Kriegs in der Ukraine weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt ein positives Wachstum von 2,7 % (3,1 %). Die abnehmende Dynamik gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf ein schwächeres Wachstum bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückzuführen, während die Veränderungsrate bei der Gruppe der Schwellenländer insgesamt etwas zunahm. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der erhöhten Inflation von den Notenbanken mit einer restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende Zinsen und Abbau der Anleihebestände, entgegengewirkt werden musste und so den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit negativ beeinflusste. Andererseits war entscheidend, wie stark die Volkswirtschaften von den Folgen des Kriegs in der Ukraine betroffen waren.
Die Preise für Energie und viele sonstige Rohstoffe waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die Engpässe von Vorprodukten und Rohstoffen haben sich etwas entspannt. Der weltweite nominale Güterhandel nahm im Berichtsjahr ab.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2023 mit 0,4 % (3,5 %) insgesamt ein positives, aber geringes Wachstum. Diese Entwicklung war bei vielen nord- und südeuropäischen Staaten zu beobachten. Gründe dafür waren vor allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf die Stimmung der Konsumenten wirkten. Auch die Stimmung der Unternehmen verschlechterte sich im Durchschnitt über alle Sektoren hinweg. Zudem beeinträchtigten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionstätigkeit.
Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen im Berichtsjahr ein reales Wachstum des absoluten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,6 % (1,1 %) auf. Während die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa mit einer positiven, aber weniger dynamischen Rate von 1,7 % (4,5 %) wuchs, stieg das BIP in der Region Osteuropa im Jahr 2023 erstmals seit Beginn des Kriegs in der Ukraine mit einer Wachstumsrate von 3,6 % (– 2,8 %) gegenüber dem Vorjahr wieder an. Die Inflationsraten waren im Berichtsjahr in der Gesamtregion Zentral- und Osteuropa durchschnittlich rückläufig, aber weiter auf hohem Niveau. In der Türkei wuchs die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2023 um 3,8 % (5,3 %), bei gleichzeitig sehr hoher Inflation und Abwertung der lokalen Währung. Südafrika wies bei anhaltenden strukturellen Defiziten und politischen Herausforderungen im Berichtsjahr mit 0,6 % (1,9 %) eine leichte Zunahme des BIP auf.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr mit – 0,2 % (1,9 %) eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch.
Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung wuchs innerhalb des Berichtsjahres um 2,4 % (1,9 %). Aufgrund der hohen Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes hat die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik fortgesetzt und den Leitzins im Laufe des Berichtsjahres viermal angehoben. Die Arbeitslosenquote bewegte sich im Berichtsjahr weiter auf einem niedrigen Niveau. Im Nachbarstaat Kanada stieg das BIP um 1,1 % (3,8 %) und in Mexiko um 3,3 % (3,9 %).
Die Wirtschaft Brasiliens verbuchte im Jahr 2023 einen Anstieg des BIP von 3,0 % (3,1 %). Argentinien verzeichnete eine negative Wirtschaftsentwicklung mit einem Rückgang des BIP von – 1,7 % (5,0 %) gegenüber dem Vorjahr bei sehr hoher Inflation und fortlaufender Abwertung der lokalen Währung.
Die chinesische Wirtschaftsleistung wuchs im Berichtsjahr mit 5,4 % (3,0 %) stärker als im Vorjahr, positiv beeinflusst durch die Aufhebung der Null-COVID-Strategie durch die chinesische Regierung.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| TRATON | Jahresmittelkurs 2023 | Jahresmittelkurs 2022 | Jahresendkurs 2023 | Jahresendkurs 2022 |
|---|---|---|---|---|
| BRL/EUR | 5,4031 | 5,4444 | 5,3750 | 5,6444 |
| GBP/EUR | 0,8700 | 0,8526 | 0,8691 | 0,8868 |
| USD/EUR | 1,0817 | 1,0541 | 1,1077 | 1,0677 |
| SEK/EUR | 11,4716 | 10,6278 | 11,0874 | 11,0787 |
| MXN/EUR | 19,1958 | 21,2121 | 18,7689 | 20,8879 |
Im Jahr 2023 wertete der Euro im Jahresdurchschnitt gegenüber dem US-Dollar leicht auf, nachdem der Euro im Vorjahr aufgrund hoher Unsicherheit der globalen wirtschaftlichen Entwicklung vergleichsweise schwach war. Auch gegenüber der schwedischen Krone und dem britischen Pfund wertete der Euro im Jahresdurchschnitt leicht auf. Gegenüber dem brasilianischen Real blieb der Wert des Euro im Jahresdurchschnitt nahezu unverändert.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die bedeutsamsten Lkw-Märkte (>6 t) der TRATON GROUP sind die Regionen EU27+3 (definiert als die EU27-Länder exklusive Malta, inklusive Großbritannien, Norwegen und Schweiz) und Nordamerika (d.h. USA, Kanada und Mexiko) sowie Brasilien, Südafrika und die Türkei. In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die Gewichtsklassen 1-8 unterteilt. Der für Navistar relevante Markt besteht aus dem Segment Class 6-8. Dies entspricht ungefähr einer Gewichtsklasse >9 t (Class 6: ca. 9 bis 12 t, Class 7: ca. 12 bis 15 t und Class 8: >15 t).
Im Jahr 2023 zeigte sich weltweit in den bedeutsamsten Lkw-Märkten (>6 t) der TRATON GROUP in Summe ein spürbares Wachstum. Ein wesentlicher Grund dafür war die weltweite Entspannung der Lieferketten. Nachdem massive Engpässe im Vorjahr zu globalen Störungen in der Lkw-Produktion und gleichzeitig zu hohen, aufgestauten Auftragsbeständen geführt hatten, konnten diese im Jahr 2023 bei vielen Herstellern sukzessive über deutliche Absatzsteigerungen reduziert werden.
Die Lkw-Neuzulassungen in der Region EU27+3 lagen im Geschäftsjahr 2023 erheblich über dem Vorjahresniveau. Wachstum war in nahezu allen Lkw-Märkten der Region zu sehen, wenngleich in unterschiedlich starker Ausprägung. In Westeuropa zeigten Großbritannien, Italien und Frankreich deutliches Wachstum, während die Lkw-Märkte in Spanien und Deutschland sogar stark zulegten. Einige EU-Länder Osteuropas waren durch eine leichte bis starke Erholung im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet. Die Länder Polen, Bulgarien und Litauen erreichten neue historische Höchststände. Estland verzeichnete als einziges EU-Land einen moderaten Rückgang gegenüber dem Vorjahresniveau. In der Türkei lag der Lkw-Markt erheblich über dem Vorjahr. Der brasilianische Markt hingegen geriet durch die Einführung einer neuen Abgasnorm Anfang des Jahres 2023 unter Druck und blieb auch ganzjährig erheblich unter dem Vorjahresniveau. Die Lkw-Neuzulassungen in Nordamerika lagen spürbar über dem Vorjahr. Auch in Südafrika wurde ein spürbarer Anstieg verzeichnet.
Die bedeutsamsten Bus-Märkte des Unternehmens sind die Region EU27+3, das Schulbus-Segment in Nordamerika sowie Brasilien. Diese Märkte sind gegenüber dem Vorjahresniveau stark gewachsen. In der Region EU27+3 übertrafen die Bus-Neuzulassungen im Geschäftsjahr 2023 das Vorjahresniveau erheblich, mit unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Ländern. Der brasilianische Bus-Markt verzeichnete ebenfalls ein erhebliches Wachstum. Der nordamerikanische Schulbus-Markt in USA/Kanada hat sich im Vorjahresvergleich stark erholt.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Auftragseingang | 2023 | 2022 | Veränderung | Absatz in Einheiten 2023 | 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 264.798 | 334.583 | –21 % | 338.183 | 305.485 | 11 % |
| davon vollelektrische Fahrzeuge | 2.430 | 2.366 | 3 % | 2.107 | 1.740 | 21 % |
| BEV-Absatz-Quote (ohne MAN TGE, in %) | – | – | – | 0,6 | 0,4 | 0,2 ppt. |
| Lkw | 210.617 | 274.299 | –23 % | 281.290 | 254.300 | 11 % |
| EU27+3 | 82.559 | 111.833 | –26 % | 123.516 | 89.060 | 39 % |
| davon Deutschland | 19.056 | 29.650 | –36 % | 33.073 | 21.281 | 55 % |
| Nordamerika | 53.213 | 72.864 | –27 % | 78.288 | 68.897 | 14 % |
| davon USA/Kanada | 42.357 | 63.517 | –33 % | 66.961 | 59.840 | 12 % |
| davon Mexiko | 10.856 | 9.347 | 16 % | 11.327 | 9.057 | 25 % |
| Südamerika | 47.221 | 60.570 | –22 % | 46.083 | 68.211 | –32 % |
| davon Brasilien | 40.460 | 47.923 | –16 % | 36.671 | 53.704 | –32 % |
| Rest der Welt | 27.624 | 29.032 | –5 % | 33.403 | 28.132 | 19 % |
| Busse | 29.808 | 32.274 | –8 % | 30.266 | 29.601 | 2 % |
| EU27+3 | 6.736 | 6.152 | 9 % | 6.306 | 5.036 | 25 % |
| davon Deutschland | 1.650 | 1.652 | 0 % | 1.723 | 1.262 | 37 % |
| Nordamerika | 13.975 | 15.061 | –7 % | 15.152 | 13.931 | 9 % |
| davon USA/Kanada | 10.268 | 12.835 | –20 % | 12.001 | 11.857 | 1 % |
| davon Mexiko | 3.707 | 2.226 | 67 % | 3.151 | 2.074 | 52 % |
| Südamerika | 6.265 | 8.361 | –25 % | 6.247 | 7.941 | –21 % |
| davon Brasilien | 4.829 | 6.427 | –25 % | 4.907 | 5.926 | –17 % |
| Rest der Welt | 2.832 | 2.700 | 5 % | 2.561 | 2.693 | –5 % |
| MAN TGE | 24.373 | 28.010 | –13 % | 26.627 | 21.584 | 23 % |
| EU27+3 | 23.970 | 27.519 | –13 % | 25.889 | 21.424 | 21 % |
| davon Deutschland | 7.849 | 12.098 | –35 % | 8.914 | 9.080 | –2 % |
Die TRATON GROUP verzeichnete nach sehr hohen Auftragseingängen im Jahr 2022 einen starken Rückgang im Jahr 2023. Bestehende Unsicherheiten in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung sowie die erschwerten Finanzierungsbedingungen führten insbesondere in Europa zu einer Normalisierung der Nachfrage. In Nordamerika lagen die Auftragseingänge stark unter Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund einer mit Blick auf den sehr hohen Auftragsbestand begrenzten Auftragsannahme. In Südamerika lag der Auftragseingang ebenfalls beträchtlich unter dem hohen Vergleichswert. Im Vorjahr kam es in Brasilien zu Vorzieheffekten im Zusammenhang mit der ab Jahresbeginn 2023 gültigen, verschärften Abgasnorm P-8.
Der Absatz konnte im Berichtszeitraum aufgrund des sehr hohen Auftragsbestands, einer zunehmenden Stabilisierung der Lieferketten und eines gestiegenen Produktionsvolumens deutlich gesteigert werden. Die neueingeführte Abgasnorm in Brasilien führte zu einer geringeren Kundennachfrage und entsprechend rückläufigen Lkw-Absatzzahlen in Südamerika.
Das Verhältnis von Auftragseingang zu Absatz (Book-to-bill Ratio) betrug im Berichtszeitraum 0,8 (1,1). Der Absatz lag somit über dem Auftragseingang, wodurch der Auftragsbestand zwar sank, sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau befindet. Im Berichtszeitraum wurden 381 (605) vollelektrische Lkw, 1.411 (449) vollelektrische Busse und 315 (686) MAN eTGE abgesetzt. Zusätzlich wurden 118 (57) Hybrid-Lkw, 284 (83) Hybrid-Busse abgesetzt.
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| TRATON GROUP | 46.872 | 40.335 | 16 % |
| TRATON Operations | 45.736 | 39.554 | 16 % |
| Neufahrzeuge | 31.224 | 25.542 | 22 % |
| Vehicle-Services-Geschäft¹ | 8.693 | 8.522 | 2 % |
| Sonstige | 5.819 | 5.490 | 6 % |
| TRATON Financial Services | 1.589 | 1.294 | 23 % |
| Corporate Items | –453 | –513 | – |
¹ enthält Originalteile und Werkstattleistungen
Die TRATON GROUP erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 46,9 Mrd € (40,3 Mrd €). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Neufahrzeugabsätze, einen positiven Markt- und Produktmix, eine bessere Preisdurchsetzung sowie ein gestiegenes Vehicle-Services-Geschäft zurückzuführen. Sowohl das Geschäft mit Originalteilen als auch mit Werkstattleistungen verzeichnete dabei einen Zuwachs. Mit einem Anteil von 19 % (21 %) am Gesamtumsatz trug das Vehicle-Services-Geschäft mit 8,7 Mrd € (8,5 Mrd €) wesentlich zum Unternehmenserfolg bei.
Der Umsatz im Segment TRATON Financial Services von 1,6 Mrd € (1,3 Mrd €) stieg im Vergleich zum Vorjahr stark an. Dieses Wachstum resultierte aus der Ausweitung des Finanzierungsportfolios und höheren Zinseinnahmen u.a. infolge des gestiegenen Zinsniveaus.
| in Mio € | TRATON GROUP 2023 | TRATON GROUP 2022 | TRATON Operations 2023 | TRATON Operations 2022 | TRATON Financial Services 2023 | TRATON Financial Services 2022 | Corporate Items 2023 | Corporate Items 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 46.872 | 40.335 | 45.736 | 39.554 | 1.589 | 1.294 | –453 | –513 |
| Umsatzkosten | –37.632 | –33.482 | –36.900 | –33.086 | –1.060 | –794 | 328 | 398 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 9.240 | 6.853 | 8.836 | 6.468 | 529 | 500 | –125 | –115 |
| Vertriebskosten | –3.604 | –3.399 | –3.175 | –2.981 | –182 | –162 | –246 | –256 |
| Verwaltungskosten | –1.518 | –1.376 | –1.334 | –1.239 | –40 | –28 | –144 | –109 |
| Sonstiges Operatives Ergebnis | –355 | –513 | –223 | –274 | –139 | –230 | 8 | –9 |
| Operatives Ergebnis | 3.763 | 1.564 | 4.103 | 1.973 | 168 | 80 | –508 | –489 |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) | 4.034 | 2.071 | 4.272 | 2.257 | 269 | 303 | –508 | –489 |
| Operative Rendite (bereinigt) (%) | 8,6 | 5,1 | 9,3 | 5,7 | 17,0 | 23,5 | – | – |
| Finanzergebnis | –511 | –4 | 626 | –40 | 3 | 0 | –1.140 | 36 |
| Ergebnis vor Steuern | 3.253 | 1.560 | 4.730 | 1.934 | 171 | 80 | –1.649 | –453 |
| Ertragsteuern | –802 | –419 | –1.019 | –326 | –91 | –86 | 308 | –8 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.451 | 1.141 | 3.710 | 1.607 | 81 | –6 | –1.340 | –461 |
Das Bruttoergebnis vom Umsatz der TRATON GROUP konnte überproportional zu den Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Mit 9,2 Mrd € lag das Bruttoergebnis vom Umsatz im Berichtsjahr 2023 um 35 % über dem Vorjahreswert (6,9 Mrd €). Wesentliche Treiber für den Anstieg waren der höhere Absatz sowie eine gestiegene Kapazitätsauslastung aufgrund deutlich gesteigerter Produktionszahlen vor allem im Bereich Lkw. Allerdings waren weiterhin Auswirkungen von Engpässen bei der Zulieferung von wichtigen Komponenten sowie knapper Logistikkapazitäten auf Produktion und Auslieferung spürbar.
Im Berichtszeitraum fielen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Bus-Geschäfts bei Scania Vehicles & Services von 80 Mio € an, wovon 53 Mio € die Wertminderungen von aktivierten Entwicklungskosten und Sachanlagen betrafen. Das Vorjahr war wesentlich beeinflusst durch den Krieg in der Ukraine, der u.a. zu massiven Versorgungslücken bei Lkw-Kabelsträngen bei MAN Truck & Bus geführt hatte.
Die Bruttomarge der TRATON GROUP konnte um 2,7 Prozentpunkte auf 19,7 % (17,0 %) und bei TRATON Operations um 3,0 Prozentpunkte auf 19,3 % (16,4 %) gesteigert werden. Die Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahresniveaus ist im Wesentlichen auf eine höhere Auslastung in der Produktion sowie auf höhere Fahrzeugauslieferungen und damit einhergehende Fixkostendegressionseffekte im Geschäftsfeld TRATON Operations zurückzuführen. Die deutlich gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe und sonstige Zulieferteile konnten mit Preiserhöhungen am Markt kompensiert werden.
Die Vertriebskosten der TRATON GROUP lagen mit 3,6 Mrd € um 205 Mio € über dem Vorjahresniveau (3,4 Mrd €). Der Anstieg geht vor allem auf erhöhte Kosten wie Ausgangsfrachten zurück, die in direktem Zusammenhang mit den gesteigerten Fahrzeugauslieferungen stehen, sowie auf inflationsbedingte Kostensteigerungen.
Die Verwaltungskosten lagen mit 1,5 Mrd € um 142 Mio € über dem Wert im Vorjahreszeitraum (1,4 Mrd €). Wesentlicher Treiber waren inflationsbedingte Kostensteigerungen. Der Vertriebs- und Verwaltungskostensatz konnte trotz der Kostensteigerungen um 0,9 Prozentpunkte auf 10,9 % (11,8 %) verbessert werden.
Das Sonstige Operative Ergebnis lag mit –355 Mio € um 158 Mio € über dem Vorjahresniveau (–513 Mio €). Die Verbesserung war wesentlich bedingt durch den Wegfall von Belastungen im Vorjahr von 477 Mio €, die in direktem Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine entstanden waren. Gegenläufig wirkte im aktuellen Berichtsjahr insbesondere ein negatives Kumuliertes Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnungseffekten von 102 Mio €, das auf Scania Finance Russland entfiel und mit der Veräußerung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde. Darüber hinaus belasteten höhere Aufwendungen von 89 Mio € für zivilrechtliche Klagen gegen Scania und MAN im Zusammenhang mit den EU-Truck-Cases in einzelnen Ländern.
Das Operative Ergebnis der TRATON GROUP konnte sehr deutlich um 2,2 Mrd € gegenüber dem Wert im Vorjahr auf 3,8 Mrd € (1,6 Mrd €) gesteigert werden.
| Bereinigungen (in Mio €) | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Scania Vehicles & Services | 102 | 140 |
| davon Rechtsverfahren und damit verbundene Maßnahmen | 22 | 17 |
| davon im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine | – | 123 |
| davon Restrukturierungsmaßnahmen | 80 | – |
| MAN Truck & Bus | 67 | 143 |
| davon Rechtsverfahren und damit verbundene Maßnahmen | 67 | – |
| davon im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine | – | 130 |
| davon Restrukturierungsmaßnahmen | – | 13 |
| TRATON Operations | 169 | 283 |
| TRATON Financial Services | 102 | 224 |
| TRATON GROUP | 271 | 507 |
Das Operative Ergebnis (bereinigt) betrug im Berichtszeitraum 4,0 Mrd € und lag um 2,0 Mrd € über Vorjahresniveau (2,1 Mrd €). Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Bereinigungen bei TRATON Operations 169 Mio €. Darin enthalten waren Aufwendungen von 89 Mio € im Zusammenhang mit den zivilrechtlichen Klagen gegen Scania und MAN infolge der EU-Truck-Cases. Diese wurden infolge der aktualisierten Neubewertung der Risiken im Berichtsjahr 2023 erfasst. Zudem umfassten die Bereinigungen 80 Mio € im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Scania-Bus-Geschäfts.
Bei TRATON Financial Services betrugen die Bereinigungen 102 Mio €. Diese umfassten die Umgliederung des negativen Kumulierten Sonstigen Ergebnisses aus Währungsumrechnungseffekten von Scania Finance Russland in die Gewinn- und Verlustrechnung.# TRATON GROUP
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang (in Einheiten) | 84.080 | 82.071 | 2 % |
| Absatz (in Einheiten) | 96.727 | 85.232 | 13 % |
| davon Lkw | 91.652 | 80.238 | 14 % |
| davon Busse | 5.075 | 4.994 | 2 % |
| Book-to-bill Ratio | 0,87 | 0,96 | –0,09 |
| Umsatz (in Mio €) | 17.878 | 15.316 | 17 % |
| Neufahrzeuge | 11.672 | 9.580 | 22 % |
| Vehicle-Services-Geschäft¹ | 3.700 | 3.426 | 8 % |
| Sonstige | 2.505 | 2.311 | 8 % |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) (in Mio €) | 2.266 | 1.315 | 951 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 12,7 | 8,6 | 4,1 ppt. |
¹ enthält Originalteile und Werkstattleistungen
Scania Vehicles & Services verzeichnete 2023 einen leichten Anstieg beim Auftragseingang mit regional unterschiedlichen Ausprägungen. Auf Basis des hohen Auftragsbestands, sich stabilisierender Lieferketten und des deutlich gestiegenen Produktionsvolumens konnte der Absatz deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahr konnte Scania Vehicles & Services den Umsatz um 17 % auf 17,9 Mrd € (15,3 Mrd €) steigern. Dieses Wachstum ist im Wesentlichen auf das gestiegene Neufahrzeug-Geschäft zurückzuführen. Neben dem volumenbedingten Umsatzanstieg wirkten sich insbesondere im Lkw-Geschäft ein vorteilhafter Markt- und Produktmix sowie eine bessere Preisdurchsetzung positiv auf den Umsatz und das Operative Ergebnis (bereinigt) aus. Das Vehicle-Services-Geschäft konnte ebenfalls durch einen Volumenanstieg und verbesserte Margen zur positiven Gesamtentwicklung beitragen. Gegenläufig wirkten Belastungen aus gestiegenen Material- und Rohstoffpreisen, höhere Sachkosten und gestiegene Personalkosten, die im Wesentlichen auf den Ausbau des Vehicle-Services-Geschäft zurückzuführen sind. Außerdem wirkten höhere Ausgaben im Bereich Elektromobilität belastend.
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang (in Einheiten) | 86.783 | 109.717 | –21 % |
| Absatz (in Einheiten) | 116.033 | 84.513 | 37 % |
| davon Lkw | 83.703 | 58.123 | 44 % |
| davon Busse | 5.703 | 4.806 | 19 % |
| davon MAN TGE | 26.627 | 21.584 | 23 % |
| Book-to-bill Ratio | 0,75 | 1,30 | –0,55 |
| Umsatz (in Mio €) | 14.811 | 11.331 | 31 % |
| Neufahrzeuge | 9.527 | 6.317 | 51 % |
| Vehicle-Services-Geschäft¹ | 2.808 | 2.603 | 8 % |
| Sonstige | 2.476 | 2.411 | 3 % |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) (in Mio €) | 1.075 | 139 | 935 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 7,3 | 1,2 | 6,0 ppt. |
¹ enthält Originalteile und Werkstattleistungen
MAN Truck & Bus verzeichnete im Berichtszeitraum einen Rückgang beim Auftragseingang, der auf konjunkturelle Unsicherheiten vor allem im europäischen Markt zurückzuführen war. Auf Basis des hohen Auftragsbestands konnte der Absatz als Folge der allmählichen Stabilisierung der Lieferketten und des dadurch stark gestiegenen Produktionsvolumens sehr stark gesteigert werden. Im Vorjahreszeitraum war der Absatz durch einen sechswöchigen Produktionsstopp in einigen Werken beeinträchtigt. MAN Truck & Bus erwirtschaftete einen Umsatz von 14,8 Mrd € (11,3 Mrd €), der um 31 % über dem Vorjahr lag. Dieses Wachstum ist im Wesentlichen auf höhere Neufahrzeugabsätze zurückzuführen. Das Vehicle-Services- und das Motoren-Geschäft trugen ebenfalls positiv dazu bei. Neben dem volumenbedingten Umsatzanstieg wurde das Operative Ergebnis (bereinigt) positiv beeinflusst durch eine bessere Preisdurchsetzung bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, verbesserte Margen im Vehicle-Services-Geschäft sowie Kosteneffizienzmaßnahmen wie die Neuausrichtung im Geschäftsbereich Bus. Belastet wurde das Operative Ergebnis (bereinigt) durch gestiegene Material- und Energiepreise sowie höhere Personalkosten u.a. im Zusammenhang mit der global gestiegenen Inflation und einhergehenden Lohnanpassungen. Im Vorjahr war das Operative Ergebnis (bereinigt) durch Produktionsstopps in einigen Werken erheblich belastet.
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang (in Einheiten) | 60.932 | 86.019 | –29 % |
| Absatz (in Einheiten) | 88.890 | 81.892 | 9 % |
| davon Lkw | 75.532 | 69.073 | 9 % |
| davon Busse | 13.358 | 12.819 | 4 % |
| Book-to-bill Ratio | 0,69 | 1,05 | –0,36 |
| Umsatz (in Mio €) | 11.042 | 10.501 | 5 % |
| Neufahrzeuge | 7.859 | 6.861 | 15 % |
| Vehicle-Services-Geschäft¹ | 2.045 | 2.394 | –15 % |
| Sonstige | 1.138 | 1.247 | –9 % |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) (in Mio €) | 734 | 502 | 232 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 6,6 | 4,8 | 1,9 ppt. |
¹ enthält Originalteile
Navistar Sales & Services verzeichnete 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen rückläufigen Auftragseingang, da ein Großteil der Bestellungen für 2023 bereits 2022 eingegangen ist. Neue Aufträge für 2024 konnten aufgrund des hohen Auftragsbestands nur begrenzt entgegengenommen werden. Auf Basis des weiterhin hohen Bestands an Aufträgen und des deutlich höheren Produktionsvolumens konnte der Absatz spürbar gesteigert werden. Im Berichtszeitraum erzielte Navistar Sales & Services einen Umsatz von 11,0 Mrd € (10,5 Mrd €), der 5 % über dem Vorjahresniveau lag. Dieser Anstieg ist auf das Neufahrzeug-Geschäft zurückzuführen. Durch den im Jahr 2022 vollzogenen Verkauf des brasilianischen Motorenwerks International Indústria Automotiva Da América Do Sul Ltda. (MWM) und dem damit einhergehenden Wegfall des dazugehörigen Originalteile- und Motoren-Geschäfts lag das Vehicle-Services-Geschäft und der Sonstige Umsatz unter dem Vorjahr. Bereinigt um diesen Effekt hätte Navistar Sales & Services nur einen leichten Rückgang im Vehicle-Services-Geschäft verzeichnet, jedoch einen erheblichen Anstieg im Sonstigen Umsatz. Navistar Sales & Services erzielte ein Operatives Ergebnis (bereinigt) von 734 Mio € (502 Mio €). Neben der volumenbedingten Umsatzsteigerung wirkten sich ein vorteilhafter Produkt- und Kundenmix sowie eine verbesserte Preisdurchsetzung positiv aus. Gegenläufig wirkten anhaltende Lieferengpässe sowie höhere Aufwände für Gewährleistungen.
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang (in Einheiten) | 33.739 | 57.042 | –41 % |
| Absatz (in Einheiten) | 37.203 | 54.136 | –31 % |
| davon Lkw | 30.953 | 47.074 | –34 % |
| davon Busse | 6.250 | 7.062 | –11 % |
| Book-to-bill Ratio | 0,91 | 1,05 | –0,15 |
| Umsatz (in Mio €) | 2.477 | 2.952 | –16 % |
| Neufahrzeuge | 2.258 | 2.801 | –19 % |
| Vehicle-Services-Geschäft¹ | 165 | 131 | 26 % |
| Sonstige | 53 | 20 | 168 % |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) (in Mio €) | 217 | 309 | –91 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 8,8 | 10,5 | –1,7 ppt. |
¹ enthält Originalteile und Werkstattleistungen
Volkswagen Truck & Bus erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 2,5 Mrd € (3,0 Mrd €). Das entspricht einem Rückgang von 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Lkw-Absatz aufgrund der neuen Emissionsnorm P-8 zurückzuführen, die seit Januar 2023 in Brasilien in Kraft ist. Das Operative Ergebnis (bereinigt) ging um 91 Mio € auf 217 Mio € zurück. Zusätzlich zum volumenbedingten Umsatzrückgang wirkten sich gestiegene Material- und Vertriebskosten negativ auf das Operative Ergebnis (bereinigt) aus. Diese Effekte konnten durch eine verbesserte Produktpositionierung und Preisdurchsetzung teilweise kompensiert werden.
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio €) | 1.589 | 1.294 | 23 % |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) (in Mio €) | 269 | 303 | –34 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 17,0 | 23,5 | –6,5 ppt. |
| Eigenkapitalrendite (in %) | 8,4 | 4,0 | 4,5 ppt. |
TRATON Financial Services erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 1,6 Mrd € (1,3 Mrd €). Dieses Wachstum ist im Wesentlichen auf die Ausweitung des Finanzierungsportfolios sowie auf höhere Zinseinnahmen, infolge des gestiegenen Zinsniveaus, zurückzuführen. TRATON Financial Services erzielte ein Operatives Ergebnis (bereinigt) von 269 Mio € (303 Mio €).
Im Vorjahreszeitraum umfassten die Bereinigungen von 507 Mio € sowohl Wertberichtigungen auf Forderungen bei TRATON Financial Services (224 Mio €) als auch Wertberichtigungen und sonstige Aufwendungen bei TRATON Operations (253 Mio €), die in direktem Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine entstanden sind. Darüber hinaus wurden bei TRATON Operations im Vorjahr Aufwendungen im Zusammenhang mit dem EU-Kartellverfahren (17 Mio €) sowie im Zusammenhang mit der Neuaufstellung bei MAN Truck & Bus (13 Mio €) bereinigt. Die Operative Rendite (bereinigt) der TRATON GROUP konnte um 3,5 Prozentpunkte auf 8,6 % (5,1 %) gesteigert werden. Bei TRATON Operations betrug die Steigerung der Operativen Rendite (bereinigt) 3,6 Prozentpunkte auf 9,3 % (5,7 %). TRATON Financial Services verzeichnete einen Rückgang der Operativen Rendite (bereinigt) um 6,5 Prozentpunkte auf 17,0 % (23,5 %).
Das Finanzergebnis der TRATON GROUP betrug –511 Mio € und lag um 507 Mio € unter dem Vorjahreswert (-4 Mio €). Der Rückgang ist zum einen auf das allgemein gestiegene Zinsniveau und damit verbundene höhere Zinsaufwendungen zurückzuführen. Zum anderen wirkten negative Bewertungseffekte aus Finanzinstrumenten. Aus der Anpassung der Beteiligungsstruktur des Finanzdienstleistungsgeschäfts resultierte im 2. Quartal 2023 ein Ertrag von 971 Mio € im Geschäftsfeld TRATON Operations. Dieser Effekt wurde auf Ebene der TRATON GROUP eliminiert.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich im Jahr 2023 auf –802 Mio € (–419 Mio €). Dies entspricht einer Steuerquote von 25 % (27 %). Die Quote lag damit unterhalb des nominellen Konzernsteuersatzes und des Vorjahreswerts, im Wesentlichen aufgrund entlastender Effekte aus Verlustvorträgen aus Vorjahren, für die erstmals latente Steuern angesetzt wurden.
Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im Berichtsjahr auf 2,5 Mrd € (1,1 Mrd €). Daraus ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 4,90 € (2,28 €). Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Aktienanzahl von 500 Mio Stück zugrunde gelegt.# 5. Finanzlage
Durch Optimierung des Ergebnisses aller Finanzierungsmaßnahmen, der Liquiditäts- und Kapitalstruktur sowie der Steuerung der Risiken trägt das Finanzmanagement zur Wertschöpfung in der TRATON GROUP bei. Sämtliche externen und internen Finanztransaktionen dienen ausschließlich Finanzierungszwecken oder zur Risikobegrenzung der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und verfolgen keinen spekulativen Zweck. Hohe Abhängigkeiten von bestimmten Finanzierungspartnern werden systematisch vermieden. Sämtliche Finanztransaktionen werden zu marktüblichen Bedingungen vollzogen.
Die Aufgabe des Finanzmanagements ist es, alle Finanztransaktionen und Finanzrisiken in der TRATON GROUP mit Blick auf die folgenden Ziele zu steuern:
* jederzeit die Zahlungsfähigkeit aller Konzerngesellschaften und die Finanzierung aller Konzerntätigkeiten zu gewährleisten
* Marktpreisrisiken (durch Zinssätze, Fremdwährungen/Wechselkurse, Rohstoffpreise) und Ausfallrisiken bei den finanziellen Gegenparteien zu begrenzen
* Finanzierungskosten und Erträge aus Investments zu optimieren
* sichere Abwicklung der Finanztransaktionen und des Zahlungsverkehrs sowie Bündelung der Konzernliquidität
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Unser Anspruch ist es, den laufenden Investitionsbedarf des Geschäftsfelds TRATON Operations inklusive Corporate Items aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Deswegen sollte dieser Bereich in einem normalen Geschäftsumfeld keine Nettoverschuldung ausweisen. Andere Investitionsvorhaben wie Akquisitionen sollen je nach Verschuldungsgrad und Liquiditätssituation mit einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert werden. Die Zusammensetzung kann dem jeweiligen Kapitalmarktumfeld angepasst werden.
Im Geschäftsfeld TRATON Financial Services stellen wir eine laufzeitengerechte Finanzierung der geleasten oder finanzierten Anlagegüter sicher. Grundsätzlich soll die Kapitalstruktur des Geschäftsfelds TRATON Operations inklusive Corporate Items einer soliden Investment-Grade-Einstufung entsprechen. Ein wesentlicher Leistungsindikator ist in diesem Zusammenhang der Nettoverschuldungsgrad, d.h. das Verhältnis aus Nettoliquidität/-verschuldung und EBITDA (bereinigt). Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann dieses Ziel unter bestimmten Voraussetzungen temporär aufgeweicht werden.
Seit Juni 2020 verfügt die TRATON SE über externe Kreditratings von Moody’s und Standard & Poor‘s (S&P). Moody’s vergibt derzeit die Bonitätseinstufung Baa2 (stabiler Ausblick) und S&P die Ratingeinstufung BBB (stabiler Ausblick). Beide Einstufungen liegen im Investment-Grade-Bereich.
Die Finanzverbindlichkeiten sollen sich in einem ausgewogenen Mix aus Bankverbindlichkeiten und anderen Finanzierungsquellen, u.a. denen des Kapitalmarktes, zusammensetzen, wobei wir gerade im kurzfristigen Bereich eine breite Palette von Finanzierungsinstrumenten nutzen.
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die TRATON GROUP strebt an, im Geschäftsfeld TRATON Operations eine angemessene verfügbare Liquidität aus dem Netto-Cashflow zu erwirtschaften. Neben dem Fremdkapitalmarktzugang von TRATON wird die Liquidität u.a. durch die syndizierte revolvierende Kreditlinie sowie Kreditlinien der Volkswagen AG und Banken ergänzt, um jederzeit den Liquiditätsbedarf abdecken zu können.
Die TRATON GROUP strebt ein ausgewogenes Laufzeitenprofil ihrer Fälligkeiten an, um die im jeweiligen Jahr fällig werdenden Beträge möglichst aus dem Netto-Cashflow zurückführen zu können.
Die TRATON GROUP beabsichtigt, eine Dividende von 30 bis 40 % ihres jährlichen Konzernergebnisses nach Steuern auszuschütten. Der Beschluss über die Ausschüttung für das jeweilige Geschäftsjahr wird auf der Hauptversammlung des Folgejahres gefasst. Die Dividende wird einmal jährlich gezahlt. Bei der Empfehlung des Vorstands und des Aufsichtsrats über die Ausschüttungshöhe werden grundsätzlich die Geschäftsentwicklung sowie weitere Einflussfaktoren in Betracht gezogen.
TRATON unterhält ein angemessenes Risikomanagementsystem, einschließlich Finanzinstrumenten, wie Derivate, um die Finanzrisiken des Konzerns abzudecken, z.B. Wechselkursrisiken oder Rohstoffpreisrisiken. Das Orderbuch und andere Planvolumen werden innerhalb fester Limits zum Teil abgesichert. Rohstoffpreisrisiken werden ebenfalls teilweise abgesichert und Kontrahentenrisiken engmaschig überwacht.
Das Management der Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisikopositionen erfolgt nicht zentral, sondern obliegt jeder Marke direkt. Dabei werden die jeweiligen Unternehmenserfordernisse berücksichtigt, weil unterschiedliche funktionale Währungen und Geschäftsumfelder zum Tragen kommen.
Die Aktivitäten des Konzerns im Geschäftsfeld TRATON Financial Services zielen auf eine größtmögliche Ausgewogenheit zwischen Aktiva und Passiva ab, um Zinssatzdifferenzen zu minimieren, wobei geeignete Methoden für das Risikomanagement angewendet werden.
Die Brutto-Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am 31. Dezember 2023 auf 21,7 Mrd € (21,1 Mrd €). Sie bestehen aus 13,4 Mrd € (11,7 Mrd €) Kapitalmarktinstrumenten, 5,9 Mrd € (5,9 Mrd €) Bankfinanzierungen, 1,2 Mrd € (2,2 Mrd €) Darlehen des Volkswagen Konzerns sowie 1,2 Mrd € (1,2 Mrd €) Leasingverbindlichkeiten.
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Gesamt | Fällig 2024 | Fällig 2025 | Fällig 2026 | Fällig 2027 | Fällig 2028 | Fällig 2029 oder später | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 11,7 | 2,7 | 4,9 | 1,7 | 0,1 | 0,5 | 2,0 |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 7,9 | 2,6 | 3,7 | 1,5 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Commercial Paper | 1,0 | 1,0 | – | – | – | – | – |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 1,0 | 1,0 | – | – | – | – | – |
| Bankverbindlichkeiten | 5,9 | 2,8 | 0,5 | 2,0 | 0,3 | 0,1 | 0,2 |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 2,3 | 1,0 | 0,5 | 0,4 | 0,3 | 0,1 | – |
| Schuldscheindarlehen | 0,7 | 0,4 | – | 0,3 | – | 0,0 | – |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | – | – | – | – | – | – | – |
| Volkswagen Gruppenverbindlichkeiten | 1,2 | 0,7 | 0,5 | – | – | – | – |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 0,9 | 0,4 | 0,5 | – | – | – | – |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (ohne Leasingverbindlichkeiten) | 20,5 | 7,6 | 5,9 | 4,0 | 0,4 | 0,6 | 2,2 |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 12,1 | 5,0 | 4,7 | 1,9 | 0,4 | 0,1 | – |
| Leasingverbindlichkeiten¹ | 1,2 | ||||||
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 21,7 | ||||||
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 12,1 |
¹ Die Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16 Leasingverhältnisse) haben folgende Fälligkeitsstruktur: <1 Jahr: 239 Mio €, 1-5 Jahre: 666 Mio €, >5 Jahre: 275 Mio €.
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Gesamt | Fällig 2023 | Fällig 2024 | Fällig 2025 | Fällig 2026 | Fällig 2027 | Fällig 2028 oder später | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 10,2 | 2,5 | 2,6 | 2,8 | 0,3 | 0,1 | 1,9 |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte² | 6,9 | 1,9 | 2,6 | 1,9 | 0,3 | 0,1 | – |
| Commercial Paper | 0,8 | 0,8 | – | – | – | – | – |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 0,8 | 0,8 | – | – | – | – | – |
| Bankverbindlichkeiten | 5,9 | 3,2 | 1,7 | 0,4 | 0,2 | 0,1 | 0,3 |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 2,4 | 0,8 | 0,6 | 0,4 | 0,2 | 0,1 | 0,3 |
| Schuldscheindarlehen | 0,7 | – | 0,4 | – | 0,3 | – | – |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | – | – | – | – | – | – | – |
| Volkswagen Gruppenverbindlichkeiten | 2,2 | 1,7 | – | 0,5 | – | – | – |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte² | 0,5 | – | – | 0,5 | – | – | – |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (ohne Leasingverbindlichkeiten) | 19,9 | 8,2 | 4,7 | 3,7 | 0,8 | 0,2 | 2,2 |
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 10,6 | 3,5 | 3,2 | 2,8 | 0,5 | 0,2 | 0,3 |
| Leasingverbindlichkeiten³ | 1,2 | ||||||
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 21,1 | ||||||
| davon für Finanzdienstleistungsgeschäfte | 10,6 |
¹ Die Zuordnung für das Jahr 2022 wurde an die aktuelle Darstellung angepasst.
² Das Vorjahr wurde angepasst
³ Die Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16 Leasingverhältnisse) haben folgende Fälligkeitsstruktur: <1 Jahr: 240 Mio €, 1-5 Jahre: 640 Mio €, >5 Jahre: 328 Mio €.
Finanzierung der TRATON GROUP
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Anleihen von nominal insgesamt 8,3 Mrd € (5,7 Mrd €), die durch das 12,0-Mrd-€-European-Medium-Term-Notes-Programm (EMTN-Programm) der TRATON Finance Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg (TRATON Finance) begeben wurden und die teilweise über Zinsderivate gesichert sind.
TRATON hat im September 2023 ein Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) mit einem Volumen von 2,5 Mrd € aufgesetzt, das zu 999 Mio € für Finanzierungen bei TRATON Financial Services ausgenutzt wird. Mit dem CP-Programm werden kurzfristige Fälligkeiten mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr finanziert. TRATON hat sich damit zusätzliche Finanzierungsquellen erschlossen und die Investorenbasis auf der Fremdkapitalseite erweitert. Im Rahmen des CP-Programms hat die TRATON SE zusätzlich zu den bestehenden Langfrist-Ratings kurzfristige Kreditratings von den Ratingagenturen Moody's und S&P erhalten. Das von Moody's zugewiesene P-2 Rating und das von S&P zugewiesene A-2 Rating entspricht den langfristigen Investment-Grade-Ratings der TRATON SE.
Im Finanzdienstleistungsgeschäft erhöhten sich die Anleihen und Commercial Paper um rund 1,2 Mrd €.
Scania setzt ein EMTN-Programm von 5,0 Mrd € (7,0 Mrd €) ein, das per Jahresende 2023 mit 2,3 Mrd € (3,9 Mrd €) in Anspruch genommen wurde. Daneben werden rund 4,8 Mrd € (2,7 Mrd €) aus dem EMTN-Programm von TRATON Finance genutzt.Es bestehen eine Scania-Anleihe von 456 Mio € (451 Mio €) sowie Navistar-Anleihen von 542 Mio € (281 Mio €) aus Asset-Backed-Securities-Transaktionen. Zur Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs im Finanzdienstleistungsgeschäft bestehen zusätzlich zwei Scania CP-Programme in schwedischen Kronen bzw. Euro im Gegenwert von insgesamt 2,4 Mrd € (2,5 Mrd €), wovon bis Berichtsjahresende - Mio € (784 Mio €) in Anspruch genommen wurden. Daneben stehen 999 Mio € aus dem TRATON CP-Programm zur Verfügung. Die von der TRATON SE im Jahr 2021 platzierten Schuldscheindarlehen werden zum 31. Dezember 2023 mit 700 Mio € (700 Mio €) in Anspruch genommen. Der TRATON GROUP stehen revolvierende Kreditlinien bei der Volkswagen AG von 4,3 Mrd € (4,0 Mrd €) zur Verfügung, die mit 797 Mio € (1,7 Mrd €) in Anspruch genommen wurden sowie ein neues Darlehen von der Volkswagen Group of America Finance, LLC an die Navistar Financial Corporation von 359 Mio €. Das in 2022 bei der Volkswagen International Luxemburg S.A. aufgenommene Darlehen über 500 Mio € wurde vollständig getilgt. Außerdem bestehen Bankverbindlichkeiten von 5,9 Mrd € (5,9 Mrd €) sowie Leasingverbindlichkeiten von 1,2 Mrd € (1,2 Mrd €). Insgesamt stehen der TRATON GROUP bestätigte ungenutzte Kreditlinien von 8,0 Mrd € (6,8 Mrd €) als Liquiditätsreserve zur Verfügung, davon 3,5 Mrd € (2,3 Mrd €) gegenüber der Volkswagen AG. Weitere 4,5 Mrd € (4,5 Mrd €) entfallen auf den Konsortialkredit, den die TRATON SE am 28. Juli 2020 abgeschlossen und am 15. Dezember 2021 von ursprünglich 3,8 Mrd € auf 4,5 Mrd € erhöht hat. Die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie beträgt fünf Jahre und wurde zweimal um jeweils ein Jahr verlängert, nachdem das aus 23 Banken bestehende Bankenkonsortium beiden Verlängerungsanfragen zugestimmt hat. Das Laufzeitende des Konsortialkredits ist am 16. Dezember 2028. Die Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken sowie der Absicherung der Liquidität der TRATON GROUP. Zusätzlich verfügt die TRATON GROUP über 624 Mio € (457 Mio €) ungenutzte unbestätigte Kreditlinien von Kreditinstituten, um die Flexibilität bei Finanzierungsentscheidungen zu erhöhen. Die breite Palette an Finanzierungsverträgen enthält marktübliche Verzinsungen unterschiedlicher Höhe in Abhängigkeit von dem jeweiligen Finanzinstrument, der Laufzeit, der Währung, dem Finanzierungszweck, dem Volumen und der Region.
in Mrd €
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| EUR | 14,1 | 14,1 |
| SEK | 2,7 | 2,8 |
| USD | 1,2 | 0,6 |
| BRL | 0,6 | 0,6 |
| GBP | 0,4 | 0,4 |
| MXN | 0,4 | 0,5 |
| ZAR | 0,3 | 0,3 |
| NOK | 0,2 | 0,4 |
| Andere Währungen | 0,6 | 0,3 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1,2 | 1,2 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 21,7 | 21,1 |
Die Kreditvereinbarungen der TRATON GROUP enthalten marktübliche Klauseln bei Kontrollwechsel (Change-of-Control-Klauseln). Dies bedeutet, dass die Gegenpartei im Falle maßgeblicher Veränderungen der Eigentumsverhältnisse eine vorzeitige Rückzahlung verlangen kann.
Die Flüssigen Mittel lagen zum 31. Dezember 2023 bei 1,7 Mrd € (1,4 Mrd €). Flüssige Mittel in einzelnen Ländern (z.B. Brasilien, China und Polen) von 792 Mio € (628 Mio €) unterliegen Devisenkontrollen und stehen dem Konzern nicht uneingeschränkt für länderübergreifende Transaktionen zur Verfügung. Diese Beträge kommen vor Ort zur Finanzierung des operativen Geschäfts zum Einsatz. Unter „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ sind im aktuellen Jahr keine weiteren Flüssigen Mittel ausgewiesen. Im Vorjahr waren hier weitere Flüssige Mittel von 304 Mio € ausgewiesen, welche in Russland lagen und dem Konzern ebenfalls nicht uneingeschränkt für länderübergreifende Transaktionen zur Verfügung standen. Zum 31. Dezember 2023 sind 333 Mio € (46 Mio €) als verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel unter den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel beinhalten 271 Mio € für den schrittweisen Erwerb wesentlicher Teile des weltweiten Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB. Die übrigen verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel dienen im Wesentlichen als Sicherheit im Rahmen von Asset-Backed-Securities-Transaktionen. Das Finanzmanagement der TRATON GROUP unterhält Cash-Pooling-Strukturen auf Ebene der Marken, wo immer dies rechtlich und wirtschaftlich angemessen und durchführbar ist. Die TRATON-Segmente steuern die Mittelflüsse aus der Geschäftstätigkeit selbst. Die Zahlungsmittelüberschüsse der Segmente von TRATON werden bei der TRATON SE verwaltet. Die TRATON GROUP legt ihre überschüssigen liquiden Mittel zum Teil bei der Volkswagen AG zu marktüblichen Zinsen an.
| TRATON Operations | TRATON Financial Services | Corporate Items | ||
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | |
| Eigenkapital | 16.488 | 14.374 | 10.246 | 8.473 |
| Bilanzsumme | 61.699 | 58.256 | 41.446 | 38.896 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 26,7 | 24,7 | 24,7 | 21,8 |
| TRATON GROUP | TRATON Operations | TRATON Financial Services | Corporate Items | |
|---|---|---|---|---|
| Mio € | ||||
| 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | |
| Flüssige Mittel am 01.01. | 1.743 | 2.002 | 3.155 | 4.775 |
| Brutto-Cashflow | 5.266 | 4.041 | 5.546 | 4.171 |
| Veränderung Working Capital | –2.683 | –4.701 | –737 | –2.847 |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | 2.583 | –660 | 4.809 | 1.325 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts | –2.385 | –1.916 | –1.214 | –1.950 |
| Veränderung der Wertpapiere, Geldanlagen und Darlehen | 18 | 103 | –1.153 | –376 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –2.368 | –1.813 | –2.368 | –2.326 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –128 | 2.216 | –1.259 | –625 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Flüssigen Mittel | –100 | –2 | –81 | 6 |
| Veränderung der Flüssigen Mittel | –13 | –259 | 1.101 | –1.621 |
| Flüssige Mittel am 31.12. | 1.730 | 1.743 | 4.256 | 3.155 |
| Brutto-Cashflow | 5.266 | 4.041 | 5.546 | 4.171 |
| Veränderung Working Capital | –2.683 | –4.701 | –737 | –2.847 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts | –2.385 | –1.916 | –1.214 | –1.950 |
| Netto-Cashflow | 198 | –2.576 | 3.594 | –625 |
1 Von den ausgewiesenen Flüssigen Mitteln sind 304 Mio € zum 1. Januar 2023 sowie zum 31. Dezember 2022 in den „Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten“ enthalten. Der komplette Betrag entfällt auf TRATON Financial Services.
Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit der TRATON GROUP stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Mrd € auf 2,6 Mrd €. Dies resultierte in erster Linie aus um 2,0 Mrd € geringeren Mittelabflüssen im Working Capital gegenüber dem Vorjahr. Das Vorjahr enthielt Zahlungen wie die Begleichung der im Rahmen des EU-Kartellverfahrens verhängten Geldbuße von 937 Mio € inklusive Zinsen seitens Scania. Außerdem leistete Navistar im Juni 2022 nach gerichtlicher Genehmigung der Vereinbarungen „Profit Sharing Settlement Agreement“ und „Krzysiak Action Settlement Agreement“ Abschlusszahlungen von insgesamt 420 Mio €. Hinzu kam im Jahr 2023 der Anstieg des Brutto-Cashflows um 1,2 Mrd €, der vor allem das um 2,2 Mrd € höhere Operative Ergebnis widerspiegelte. Gegenläufig wirkten ein um 322 Mio € geringeres Zinsergebnis sowie um 215 Mio € höhere Ertragsteuerzahlungen. Im Berichtszeitraum stieg die Mittelbindung im Working Capital um insgesamt 2,7 Mrd €. Darin wirkten hauptsächlich die um 1,6 Mrd € angestiegenen Forderungen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft, welche aus der Ausweitung des Geschäftsvolumens resultieren und sich im Netto-Cashflow von TRATON Financial Services zeigten. Darüber hinaus wirkte der Anstieg der Vorräte um 885 Mio €, u.a. aufgrund des höheren Produktionsvolumens und verbesserter, aber weiterhin knapper Logistikkapazitäten. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts stieg um 469 Mio € an, was vorwiegend auf die Zahlung von 275 Mio € für den schrittweisen Erwerb wesentlicher Teile des weltweiten Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB im Geschäftsfeld TRATON Financial Services zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten 96 Mio € aufgrund der Veräußerung von Scania Finance Russland. Dieser Effekt ergibt sich aus der Kaufpreiszahlung von 400 Mio € im Geschäftsfeld TRATON Operations, abzüglich des Abgangs der liquiden Mittel von Scania Finance Russland von 304 Mio €, welcher im Geschäftsfeld TRATON Financial Services wirkte. Hinzu kommt der Erhalt einer Zahlung aus Kaufpreisanpassungen aus der Veräußerung von MWM von 31 Mio € im Geschäftsfeld TRATON Operations. Weiterhin stiegen die Zugänge von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und aktiverten Entwicklungskosten um 300 Mio € an, welche vorwiegend im Geschäftsfeld TRATON Operations enthalten sind. Der Netto-Cashflow von TRATON Operations wurde durch eine Dividendenzahlung von 130 Mio € (200 Mio €) von TRATON Financial Services positiv beeinflusst. Dieser Effekt wurde auf Ebene der TRATON GROUP eliminiert. Die Anpassung der Beteiligungsstruktur des Finanzdienstleistungsgeschäfts führte bei TRATON Operations zu einem positiven Effekt von 499 Mio € auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit sowie den Netto-Cashflow. Gleichzeitig belasteten Dividendenzahlungen von 547 Mio € den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TRATON Operations. Diese Effekte wurden auf Ebene der TRATON GROUP eliminiert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Jahr 2023 Anleiheemissionen über 3,8 Mrd € (3,2 Mrd €), darunter 3,2 Mrd € (1,4 Mrd €) von TRATON Finance zugeordnet in den Corporate Items.Im Gegenzug erfolgten Tilgungen von 2,4 Mrd € (2,2 Mrd €), davon entfielen auf Scania Vehicles & Services im Geschäftsbereich TRATON Operations 1,7 Mrd € (1,8 Mrd €) und auf TRATON Finance innerhalb der Corporate Items 614 Mio € (5 Mio €). Die Anleiheemissionen und -tilgungen betreffen im Wesentlichen die EMTN-Programme. Daneben wurde 2023 eine neue Kreditlinie von 371 Mio € bei der Volkswagen Group of America Finance seitens TRATON Financial Services gezogen sowie eine zusätzliche Kreditlinie von 297 Mio € gegenüber der Volkswagen AG aufgenommen. Gegenläufig wurde die Ziehung der Kreditlinie gegenüber der Volkswagen AG durch Rückzahlungen von 1,2 Mrd € reduziert und ein Darlehen von 500 Mio € bei der Volkswagen International Luxemburg getilgt. Die TRATON SE hat im Juni 2023 für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 350 Mio € (250 Mio €) ausgeschüttet.
| in Mio € | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TRATON GROUP | TRATON Operations | TRATON Financial Services | Corporate Items | |||||
| Flüssige Mittel¹ | 1.730 | 1.743 | 4.256 | 3.155 | 246 | 455 | –2.772 | –1.867 |
| Wertpapiere, Geldanlagen und Darlehen an verbundene Unternehmen | 427 | 208 | 1.653 | 518 | 331 | 50 | –1.557 | –361 |
| Bruttoliquidität | 2.157 | 1.951 | 5.909 | 3.673 | 576 | 506 | –4.329 | –2.228 |
| Kreditstand | –21.704 | –21.131 | –6.527 | –7.236 | –14.347 | –11.952 | –830 | –1.944 |
| Nettoliquidität/-verschuldung | –19.547 | –19.180 | –617 | –3.563 | –13.770 | –11.446 | –5.159 | –4.172 |
¹ Von den ausgewiesenen Flüssigen Mitteln waren in den „Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten“ zum 31. Dezember 2022 304 Mio € enthalten. Der komplette Betrag entfiel auf TRATON Financial Services.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Nettoliquidität finden sich im Abschnitt „Cashflow“. Der Nettoverschuldungsgrad für TRATON Operations inklusive Corporate Items betrug zum 31. Dezember 2023 –1,0 (–2,1). Die Verbesserung des Nettoverschuldungsgrades ist auf einen Rückgang der Nettoverschuldung für TRATON Operations inklusive Corporate Items auf 5,8 Mrd € (7,7 Mrd €) sowie einen Anstieg des EBITDA (bereinigt) für TRATON Operations inklusive Corporate Items auf 5,5 Mrd € (3,8 Mrd €) zurückzuführen.
Folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Operativen Ergebnisses auf das EBITDA (bereinigt) für TRATON Operations inklusive Corporate Items:
| in Mio € | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Operatives Ergebnis TRATON Operations | 4.103 | 1.973 |
| Operatives Ergebnis Corporate Items | –508 | –489 |
| Operatives Ergebnis TRATON Operations inklusive Corporate Items | 3.595 | 1.485 |
| Bereinigungen | 169 | 283 |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) TRATON Operations inklusive Corporate Items | 3.764 | 1.768 |
| zzgl. Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 124 | 97 |
| zzgl. Übriges Finanzergebnis | –92 | 124 |
| zzgl. Abschreibungen und Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, saldiert mit Zuschreibungen¹ | 1.331 | 1.397 |
| zzgl. Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten, saldiert mit Zuschreibungen² | 393 | 379 |
| zzgl. Wertminderungen auf Beteiligungen, saldiert mit Zuschreibungen | 2 | 0 |
| EBITDA (bereinigt) TRATON Operations inklusive Corporate Items | 5.522 | 3.764 |
¹ Korrigiert um Abschreibungen in den Bereinigungen Operatives Ergebnis um 22 Mio € (0 Mio €)
² Korrigiert um Abschreibungen in den Bereinigungen Operatives Ergebnis um 31 Mio € (0 Mio €)
| in Mio € | 2023 | 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| TRATON GROUP | 2.592 | 2.029 | 563 |
| TRATON Operations | 2.270 | 2.051 | 218 |
| Scania Vehicles & Services | 1.127 | 905 | 222 |
| MAN Truck & Bus | 564 | 633 | –69 |
| Navistar Sales & Services | 488 | 392 | 96 |
| Volkswagen Truck & Bus | 91 | 122 | –31 |
| Überleitung | 0 | –1 | 1 |
| TRATON Financial Services | 415 | 4 | 412 |
| Corporate Items | –93 | –26 | –67 |
| Investitionen TRATON Operations | 2023 | 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 2.270 | 2.051 | 218 | |
| davon Sachinvestitionen | 1.516 | 1.298 | 218 |
| Sachinvestitionsquote (in %) | 3,3 | 3,3 | 0,0 ppt. |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 687 | 604 | 83 |
| davon Beteiligungen | 66 | 149 | –83 |
Die größten Faktoren für die gestiegenen Investitionen bei Scania Vehicles & Services waren Ausgaben für die Elektromobilität sowie für den Aufbau eines Produktionsstandorts in China. Im Jahr 2023 wurde in diesem Zusammenhang die Produktionslinie in Södertälje für die Großserienproduktion von Elektro-Lkw umgestellt. Ein weiterer Grund für den Anstieg der Sachinvestitionen war die Fertigstellung der neuen Batteriefabrik am selben Standort im September 2023.
Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen von MAN Truck & Bus im Jahr 2023 sind im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen. Ein Grund ist die Beendigung der Strukturmaßnahmen im Jahr 2023, bei denen u.a. das Werk in Krakau/Polen erweitert und Produktionskapazitäten dorthin verlagert wurden. Außerdem ist die zusätzliche Belastung im Jahr 2022 zur Sicherung der Lieferkette für Kabelbäume weggefallen.
Navistar hat im Jahr 2023 seine Investitionen in den neuen integrierten Antriebsstrang S13 verstärkt, der im 3. Quartal 2023 in der Produktionsstätte in Huntsville, Alabama/USA, die Serienproduktion aufgenommen hat. Darüber hinaus hat Navistar an seinen Standorten in Escobedo/Mexiko, und San Antonio, Texas/USA, Erweiterungsinvestitionen getätigt.
VWTB hat im Jahr 2023 hauptsächlich in den Bereich Elektromobilität und in die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen z.B. zur Einhaltung von Emissionsnormen investiert.
TRATON Financial Services hat in den schrittweisen Erwerb wesentlicher Teile des weltweiten Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB investiert und dazu 275 Mio € auf ein Konto der Volkswagen Bank GmbH eingezahlt. Das Finanzdienstleistungsgeschäft von Scania wurde im Jahr 2023 auch rechtlich in das Geschäftsfeld TRATON Financial Services integriert. In den Corporate Items wirken gegenläufige Effekte aus der Anpassung der Beteiligungsstruktur des Finanzdienstleistungsgeschäfts.
| in Mio € | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| TRATON GROUP | |||
| Eventualverbindlichkeiten | 4.835 | 4.492 | 343 |
| Bestellobligo für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 980 | 672 | 308 |
| Verpflichtungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen | 923 | 770 | 153 |
| Außerbilanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 73 | 81 | –7 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 306 | 370 | –64 |
In den Eventualverbindlichkeiten waren Rückkaufgarantien, bei denen sich TRATON verpflichtet, Fahrzeuge bei notleidenden Finanzierungsengagements von der Finanzierungsgesellschaft zurückzukaufen, von 2,9 Mrd € (2,6 Mrd €) enthalten. Daneben waren Bürgschaften von Navistar von 730 Mio € (867 Mio €) enthalten, bei denen es sich im Wesentlichen um Zahlungsausfallgarantien zugunsten von Banken handelt. In den Übrigen finanziellen Verpflichtungen wirkten die Verpflichtungen der TRATON GROUP aus dem am 15. Dezember 2021 unterzeichneten Vertrag zur Gründung des Ladeinfrastruktur-Joint-Ventures Milence gemeinsam mit Daimler Truck und der Volvo Group mit 123 Mio € (162 Mio €). Neben den oben gezeigten außerbilanziellen Verpflichtungen bestanden langfristige Abnahmeverpflichtungen aus Batteriebeschaffungsverträgen zwischen Unternehmen der TRATON GROUP und Unternehmen der Northvolt-Gruppe in Höhe von rund 7,2 Mrd € (rund 2,5 Mrd €). Bezüglich der Eventualverbindlichkeiten verweisen wir auf die Anhangsangabe „38. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse“. Für alle anderen außerbilanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf die Anhangsangabe „40. Sonstige finanzielle Verpflichtungen“.
| in Mio € | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TRATON GROUP | TRATON Operations | TRATON Financial Services | Corporate Items | |||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 6.083 | 6.184 | 367 | 366 | – | – | 5.717 | 5.818 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.114 | 7.195 | 4.475 | 4.198 | 15 | 3 | 2.624 | 2.994 |
| Sachanlagen | 8.964 | 8.354 | 8.550 | 7.930 | 28 | 23 | 386 | 402 |
| Vermietete Vermögenswerte | 5.658 | 6.162 | 5.504 | 6.015 | 874 | 784 | –720 | –637 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 1.482 | 1.328 | 286 | 236 | 4 | – | 1.192 | 1.093 |
| Sonstige Beteiligungen | 235 | 204 | 330 | 1.185 | 35 | – | –130 | –981 |
| Ertragsteuerforderungen | 281 | 225 | 329 | 356 | 32 | 23 | –81 | –154 |
| Aktive latente Steuern | 2.366 | 2.274 | 2.562 | 2.581 | 151 | 150 | –347 | –456 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 13.321 | 11.622 | 1 | 2 | 13.345 | 11.618 | –25 | 2 |
| Vorräte | 7.447 | 6.574 | 7.444 | 6.573 | 3 | 0 | 0 | 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.894 | 3.348 | 3.233 | 2.999 | 839 | 557 | –179 | –209 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.071 | 2.854 | 4.057 | 3.229 | 1.593 | 1.224 | –2.580 | –1.600 |
| Wertpapiere und Geldanlagen | 53 | 73 | 53 | 73 | – | – | – | – |
| Flüssige Mittel | 1.730 | 1.439 | 4.256 | 3.155 | 246 | 152 | –2.772 | –1.867 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | – | 421 | – | – | – | – | 421 | – |
| Gesamtvermögen | 61.699 | 58.256 | 41.446 | 38.896 | 17.166 | 14.955 | 3.087 | 4.404 |
| Eigenkapital | 16.488 | 14.374 | 10.246 | 8.473 | 1.884 | 2.175 | 4.358 | 3.725 |
| Finanzverbindlichkeiten | 21.704 | 21.131 | 6.527 | 7.236 | 14.347 | 11.951 | 830 | 1.944 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.847 | 1.786 | 1.823 | 1.763 | 9 | 10 | 15 | 14 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 226 | 237 | 477 | 343 | 79 | 57 | –329 | –164 |
| Passive latente Steuern | 681 | 690 | 472 | 394 | 103 | 120 | 106 | 175 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 280 | 218 | 76 | 61 | 4 | 4 | 201 | 153 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.527 | 3.293 | 3.427 | 3.197 | 13 | 13 | 88 | 82 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.154 | 10.988 | 12.637 | 11.855 | 525 | 452 | –2.009 | –1.319 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.791 | 5.518 | 5.762 | 5.573 | 203 | 151 | –174 | –206 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | – | – | – | – | – | – | – | – |
Das Gesamtvermögen der TRATON GROUP ist zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um rund 3,4 Mrd € gestiegen. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Finanzdienstleistungen von 1,7 Mrd €, dem Anstieg der Vorräte von 873 Mio € und dem Anstieg der Sachanlagen von 610 Mio €. Der Rückgang der Immateriellen Vermögenswerte und der Geschäfts- oder Firmenwerte ist in erster Linie mit negativen Effekten aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse in Euro zu begründen. Hier wirkte sich insbesondere die negative Entwicklung des US-Dollar im Vergleich zum Euro aus.
Der Anstieg der Sachanlagen um 610 Mio € ist in erster Linie mit dem Neubau und der Erweiterung von Fertigungsanlagen und Investitionen im Zusammenhang mit neuen Produkten zu begründen. Die Vermieteten Vermögenswerte sind um 504 Mio € zurückgegangen. Hier spiegelte sich u.a. ein geringerer Anteil von Verkäufen mit Rückkaufverpflichtungen wider. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sind um 154 Mio € gestiegen. Dies resultierte in erster Linie aus positiven Ergebnisanteilen von Sinotruk (Hong Kong) Limited, Hongkong/China (Sinotruk), und der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, München, (RMMV), aber auch aus weiteren Einlagen in das Joint Venture Milence.
Der Anstieg der Forderungen aus Finanzdienstleistungen um 1,7 Mrd € resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Finanzierungsgeschäfts insbesondere in Süd- und Mittelamerika sowie Europa. Die Vorräte sind im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 873 Mio € gestiegen. Hier spiegelte sich u.a. die höhere Produktion im Jahr 2023 wider. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 546 Mio € ergab sich im Wesentlichen durch ein gestiegenes Geschäftsvolumen in Europa. Im Geschäftsfeld TRATON Financial Services erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge vermehrter Factoring-Aktivitäten innerhalb des Konzerns.
Die Steigerung der Sonstigen Vermögenswerte um 217 Mio € resultierte insbesondere aus der Einzahlung von TRATON Financial Services auf ein Konto der Volkswagen Bank GmbH im Rahmen des schrittweisen Erwerbs wesentlicher Teile des weltweiten Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB. Am 17. Januar 2023 wurde nach Erhalt aller behördlichen Genehmigungen die Veräußerung der Scania Finance Russland abgeschlossen. Der Verkaufserlös belief sich auf 400 Mio €. Im Zuge dessen sind Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden abgegangen. Für weitere Erläuterungen siehe Anhangsangabe „8. Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen“ im Konzernabschluss.
Das Eigenkapital der TRATON GROUP stieg zum 31. Dezember 2023 auf 16,5 Mrd €. Dies ist im Wesentlichen auf das Gesamtergebnis von 2,5 Mrd € zurückzuführen. Dieses resultierte fast ausschließlich aus dem positiven Ergebnis nach Steuern von 2,5 Mrd €. Die Dividendenausschüttung wirkte eigenkapitalmindernd (siehe Anhangsangabe „28. Eigenkapital“ im Konzernabschluss). Aufgrund des deutlich verbesserten Ergebnisses nach Steuern ist die Eigenkapitalquote um 2,1 Prozentpunkte auf 26,7 % gestiegen.
Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 573 Mio €. Hier wirkten hauptsächlich die Begebung von Anleihen aus dem EMTN-Programm durch TRATON Finance und die Ausgabe von Commercial Paper. Gegenläufig wurden insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Volkswagen-Gesellschaften zurückgeführt (für weitere Informationen siehe Abschnitt „Finanzlage“).
Die Sonstigen Rückstellungen stiegen um 235 Mio €. Ursächlich waren vor allem erhöhte Rückstellungen für Preisanpassungen und für Gewährleistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind um 165 Mio € gestiegen. Dies war im Wesentlichen auf den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen und die höheren Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 273 Mio € gestiegen. Hier wirkten sich höhere Produktionsvolumina insbesondere bei Scania Vehicles & Services im Vergleich zu Dezember 2022 aus.
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt die TRATON GROUP auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte wie einzelne Marken, selbst entwickelte Patente oder das Know-how der Mitarbeiter. Die Aufwendungen hierfür sind Investitionen in die Zukunft und sichern den Markterfolg in den kommenden Jahren.
Zur Beschreibung der Ermittlung der Kapitalrendite wird auf den Abschnitt „Finanzielle Steuerung“ verwiesen. Folgende Tabelle zeigt die Berechnung für das aktuelle Geschäftsjahr und das Vorjahr.
| Kapitalrendite (ROI) traton operations in Mio € | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Investiertes Vermögen im Jahresdurchschnitt | 17.528 | 16.595 |
| Operatives Ergebnis TRATON Operations | 4.103 | 1.973 |
| Operatives Ergebnis TRATON-Holding | –135 | –124 |
| Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen TRATON Operations | –253 | –278 |
| Konsolidierungseffekte zwischen TRATON Operations und TRATON-Holding | 0 | 11 |
| Operatives Ergebnis für ROI vor Steuern | 3.715 | 1.583 |
| Operatives Ergebnis für ROI nach Steuern | 2.600 | 1.108 |
| Kapitalrendite (ROI) (in %) | 14,8 | 6,7 |
Der ROI stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des gestiegenen Operativen Ergebnisses. Das 2023 ebenfalls gestiegene durchschnittliche Investierte Vermögen hatte einen gegenläufigen Effekt auf den ROI. Für weitere Details zur Entwicklung des Investierten Vermögens sowie des Operativen Ergebnisses wird auf die Erläuterungen in den Abschnitten „Analyse der Bilanz“ sowie „Gewinn und Verlust“ verwiesen. Die in den Bereinigungen ausgewiesenen Aufwendungen in Höhe von 169 Mio € (283 Mio €) wurden bei der Ermittlung des ROI nicht in Abzug gebracht.
Der Vorstand der TRATON GROUP blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Die TRATON GROUP konnte alle gesetzten Ziele erreichen. Maßgeblich hierfür waren unter anderem die positive Markt- und Absatzentwicklung sowie eine Stabilisierung der Zulieferketten. Die bedeutsamsten Lkw- (>6 t) und Bus-Märkte der TRATON GROUP verzeichneten in Summe ein spürbares bzw. starkes Wachstum mit regional sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Insgesamt stieg der Absatz der TRATON GROUP auf 338.183 (305.485) Einheiten. Das Wachstum von 11 % gegenüber dem Vorjahresniveau erreichte die Mitte der prognostizierten Bandbreite.
Die TRATON GROUP erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 46,9 Mrd € (40,3 Mrd €) und damit 16 % mehr als im Vorjahr. Der erhebliche Umsatzanstieg im Geschäftsfeld TRATON Operations resultierte im Wesentlichen aus einem gestiegenen Neufahrzeugabsatz, einem positiven Markt- und Produktmix sowie einer besseren Preisdurchsetzung und einem gestiegenen Vehicle-Services-Geschäft. Damit wurden die Prognosen der TRATON GROUP und des Geschäftsfelds TRATON Operations knapp überschritten. Der Umsatz im Segment TRATON Financial Services stieg im Vergleich zum Vorjahr stark an und lag oberhalb der prognostizierten Bandbreite.
Die Operative Rendite (bereinigt) der TRATON GROUP betrug im Berichtsjahr 8,6 % und lag damit knapp oberhalb der prognostizierten Bandbreite. Die Kapitalrendite (ROI) erreichte 14,8 % und lag damit oberhalb des prognostizierten Zielkorridors. Die Sachinvestitionen von TRATON Operations lagen erheblich über dem Vorjahresniveau, aber unterhalb unserer Prognose. Diese Unterschreitung war auf saisonale Verschiebungen unserer Investitionsprojekte zurückzuführen. Die primären Forschungs- und Entwicklungskosten verzeichneten einen deutlichen Anstieg und lagen somit im Rahmen der Prognose. Der Netto-Cashflow für das Geschäftsfeld TRATON Operations von 3,6 Mrd € übertraf unsere Prognose. Diese Entwicklung ist auf ein besseres Operatives Ergebnis sowie auf temporäre Effekte in der Mittelbindung insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen.
Im Netto-Cashflow von TRATON Operations waren Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von Scania Finance Russland von 400 Mio € enthalten. Die Anpassung der Beteiligungsstruktur des Finanzdienstleistungsgeschäfts führte bei TRATON Operations zu einem positiven Effekt von 499 Mio € auf den Netto-Cashflow. Diese Effekte wurden auf Ebene der TRATON GROUP eliminiert. Die Abweichungen zur ursprünglichen Erwartung, die im Rahmen des Geschäftsberichts 2022 veröffentlicht wurden, sind im Wesentlichen auf die Umsatzentwicklung zurückzuführen. Der Umsatzanstieg im Geschäftsfeld TRATON Operations resultierte im Wesentlichen aus einem höher als erwarteten Neufahrzeugabsatz, einem besseren Markt- und Produktmix sowie einer besseren Preisdurchsetzung und einem höheren Vehicle-Services-Geschäft. Somit konnte auch die ursprüngliche Prognose für die Operative Rendite der TRATON GROUP übertroffen werden.# TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
| Ist 2022 | Ursprüngliche Prognose für 2023 | Letzte Prognose für 2023 | Ist 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| Absatz (in Einheiten) | 305.485 | +5 – 15 % | +5 – 15 % | 338.183 |
| Umsatz (in Mio €) | 40.335 | +5 – 15 % | +5 – 15 % | 46.872 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 5,1 | 6,0 – 7,0 | 7,5 – 8,5 | 8,6 |
| Ist 2022 | Ursprüngliche Prognose für 2023 | Letzte Prognose für 2023 | Ist 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio €) | 39.554 | +5 – 15 % | +5 – 15 % | 45.736 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 5,7 | 6,5 – 7,5 | 8,0 – 9,0 | 9,3 |
| Kapitalrendite (ROI) (in %) | 6,7 | 8,0 – 12,0 | 10,0 – 14,0 | 14,8 |
| Netto-Cashflow (in Mio €) | –625 | 1.300 – 1.800 | 2.300 – 2.800 | 3.594 |
| Sachinvestitionen (in Mio €) | 1.298 | Sehr starker Anstieg | Starker Anstieg | 1.516 |
| Primäre F&E-Kosten (in Mio €) | 1.892 | Deutlicher Anstieg | Deutlicher Anstieg | 2.170 |
| Ist 2022 | Ursprüngliche Prognose für 2023 | Letzte Prognose für 2023 | Ist 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio €) | 1.294 | +10 – 20 % | +10 – 20 % | 1.589 |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 23,5 | 10,0 – 15,0 | 13,0 – 18,0 | 17,0 |
Die TRATON SE mit Sitz in München ist die konzernleitende Holding der TRATON GROUP. Die TRATON SE ist die (direkte bzw. indirekte) Muttergesellschaft der Scania AB, Södertälje/Schweden (Scania AB), MAN Truck & Bus SE, München (MAN Truck & Bus SE), Navistar International Corporation, Lisle, Illinois/USA (Navistar International Corporation), Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda., São Paulo/Brasilien (Volkswagen Truck & Bus Ltda.) und der TRATON Financial Services Aktiebolag, Södertälje/Schweden (TRATON Financial Services AB) sowie zahlreicher weiterer Gesellschaften. Die TRATON SE ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 246068 eingetragen. Der Jahresabschluss der TRATON SE für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und der SE-Verordnung in Verbindung mit dem Aktiengesetz aufgestellt. Die TRATON SE ist zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine 89,72 %-ige unmittelbare Tochtergesellschaft der Volkswagen Finance Luxemburg S.A., Strassen/Luxemburg (Volkswagen Finance Luxemburg), die wiederum eine 100 %-ige Tochter der Volkswagen AG, Wolfsburg, ist.
Der Geschäftsverlauf der TRATON SE entspricht im Wesentlichen dem der TRATON GROUP und wird im Abschnitt „Wirtschaftsbericht“ ausführlich dargestellt. Die TRATON SE ist in den Steuerungsprozess der TRATON GROUP eingebunden und es gelten die Leistungsindikatoren der TRATON GROUP.
Der Aufsichtsrat der TRATON SE hat in seiner Sitzung am 20. März 2023 die Zusammensetzung des Vorstands neu geregelt. Die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden der TRATON SE und CEO der Scania CV AB, Christian Levin, wurde bis Januar 2029 verlängert. Darüber hinaus bleibt Vorstandsmitglied Antonio Roberto Cortes, der auch CEO von Volkswagen Truck & Bus ist, bis Januar 2027 im Vorstand. Dr. Michael Jackstein leitet seit dem 1. April 2023 den kombinierten Bereich Finanzen und Personal der TRATON SE, zu dem auch der Bereich Unternehmensentwicklung gehört. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Bernd Osterloh (Personal) und Annette Danielski (Finanzen und Unternehmensentwicklung) sind zu diesem Zeitpunkt aus dem Vorstand ausgeschieden. Gleichzeitig sichert die Einführung des neuen Verantwortungsbereichs Globales Produktmanagement auf Vorstandsebene den Kern des Geschäftsmodells – die strategische und operative Verknüpfung des kaufmännischen und des industriellen Systems der vier Marken und koordinierter Konzernfunktionen. Catharina Modahl Nilsson ist dafür seit dem 1. April 2023 verantwortlich.
Die von der TRATON SE im Jahr 2021 platzierten Schuldscheindarlehen waren zum 31. Dezember 2023 mit 700 Mio € (700 Mio € ) in Anspruch genommen. Insgesamt stehen der TRATON SE bestätigte ungenutzte Kreditlinien von 8,0 Mrd € (6,8 Mrd €) als Liquiditätsreserve zur Verfügung, davon 3,5 Mrd € (2,3 Mrd €) gegenüber der Volkswagen AG. Weitere 4,5 Mrd € (4,5 Mrd €) entfallen auf den Konsortialkredit, den die TRATON SE am 28. Juli 2020 abgeschlossen und am 15. Dezember 2021 von ursprünglich 3,8 Mrd € auf 4,5 Mrd € erhöht hat. Die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie beträgt fünf Jahre und wurde zweimal um jeweils ein Jahr verlängert. Das aus 23 Banken bestehende Bankenkonsortium hat beiden Verlängerungsanfragen zugestimmt. Das Laufzeitende des Konsortialkredits ist am 16. Dezember 2028. Die Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken sowie der Absicherung der Liquidität der TRATON GROUP.
Seit 12. März 2021 verfügt die TRATON GROUP über ein European-Medium-Term-Notes-Programm. Das Kapitalmarktemissionsprogramm im Volumen von 12,0 Mrd € ermöglicht der TRATON GROUP eine flexible und effiziente Kapitalaufnahme an den Fremdkapitalmärkten. Neben der TRATON SE können auch die indirekten Tochtergesellschaften TRATON Finance und TRATON Treasury AB Anleihen unter dem Programm begeben. Die TRATON SE, die TRATON Finance und die TRATON Treasury AB nutzen das Emissionsprogramm zur Kapitalbeschaffung für allgemeine Unternehmenszwecke, wobei das aufgenommene Kapital je nach Bedarf innerhalb der TRATON GROUP eingesetzt wird. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Anleihen von nominal insgesamt 8,3 Mrd € (5,7 Mrd €) aus dem 12,0-Mrd-€-European-Medium-Term-Notes-Programm der TRATON Finance, die teilweise über Zinsderivate gesichert sind.
Die TRATON GROUP hat im September 2023 ein Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) mit einem Volumen von 2,5 Mrd € aufgesetzt, das zum 31. Dezember 2023 zu 999 Mio € für Finanzierungen im Geschäftsfeld TRATON Financial Services ausgenutzt ist. Neben der TRATON SE können auch die indirekten Tochtergesellschaften TRATON Finance und TRATON Treasury AB Commercial Paper unter dem CP-Programm begeben. Damit hat sich die TRATON GROUP einen weiteren Finanzierungsmarkt in Ergänzung zum bestehenden TRATON-Finance-EMTN-Programm eröffnet. Mit dem CP-Programm werden kurzfristige Fälligkeiten mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr finanziert.
Die bedeutsamsten Lkw-Märkte (>6 t) und Bus-Märkte der TRATON GROUP verzeichneten in Summe ein spürbares bzw. starkes Wachstum mit regional sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Insgesamt stieg der Absatz der TRATON GROUP auf 338.183 (305.485) Einheiten. Die TRATON GROUP erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz in Höhe von 46,9 Mrd € (40,3 Mrd €) und damit 16 % mehr als im Vorjahr. Der erhebliche Umsatzanstieg im Geschäftsfeld TRATON Operations resultierte im Wesentlichen aus einem gestiegenen Neufahrzeugabsatz, einem positiven Markt- und Produktmix sowie einer besseren Preisdurchsetzung und einem gestiegenen Vehicle-Services-Geschäft.
Die TRATON SE weist für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis nach Steuern von 565 Mio € (-261 Mio €) aus. Die Verbesserung von 825 Mio € resultierte im Wesentlichen aus dem Beteiligungsergebnis und den geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Gegenläufig wirkten das geringere Zinsergebnis und der erhöhte Steueraufwand. Damit wurde die im Vorjahr prognostizierte Verbesserung sowohl des Beteiligungsergebnisses als auch des Ergebnisses nach Steuern erreicht.
Gewinn- und Verlustrechnung der TRATON SE in Mio €
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis | 839 | –150 | 990 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens¹ | 189 | 46 | 143 |
| Zinsergebnis¹ | –248 | 12 | –259 |
| Umsatzerlöse | 36 | 26 | 10 |
| Umsatzkosten | –33 | –24 | –10 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2 | 2 | 0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | –137 | –102 | –35 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 381 | 495 | –114 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –381 | –563 | 182 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –81 | –1 | –80 |
| Ergebnis nach Steuern | 565 | –261 | 825 |
| Jahresüberschuss/ -fehlbetrag | 565 | –261 | 825 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 16 | 27 | –11 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 400 | 600 | –200 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | –28 | – | –28 |
| Bilanzgewinn | 952 | 366 | 586 |
¹ Vorjahreszahlen wurden angepasst
Das Beteiligungsergebnis enthält im Wesentlichen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von 805 Mio € (143 Mio €), Erträge aus Beteiligungen von 51 Mio € (40 Mio €) und Aufwendungen aus Verlustübernahmen -17 Mio € (-334 Mio €). Im Vergleich zum Vorjahreswert verbesserte sich das Beteiligungsergebnis um 990 Mio €. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisübernahmen von MAN Truck & Bus SE und Scania CV Deutschland, Koblenz.
Das Zinsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um 259 Mio € auf -248 Mio € verschlechtert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Effekt der gestiegenen Zinssätze, sowohl im Rahmen der konzerninternen als auch externen Finanzierungen.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Dienstleistungen und Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen und haben sich von 26 Mio € auf 36 Mio € erhöht.
Die Allgemeinen Verwaltungskosten sind um 35 Mio € auf 137 Mio € gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Personalaufwands infolge der Vorstandswechsel, auf die höheren Organbezüge und gestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung sowie auf höhere Beratungskosten im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie TRATON Way Forward zurückzuführen.
Die Veränderungen der Sonstigen betrieblichen Erträge und der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Fremdwährungsumrechnung. Für das Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 81 Mio € (1 Mio €).
Der Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE schlagen den Aktionären auf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 die Ausschüttung einer Dividende je Aktie von 1,50 € (0,70€) vor. Dieser Vorschlag entspricht einer Gesamtausschüttung von 750 Mio € (350 Mio €).
Die wirtschaftliche Lage der TRATON SE ist im Wesentlichen durch ihre operative Tätigkeit und die ihrer Tochtergesellschaften geprägt.# Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die TRATON SE ist die konzernleitende Holdinggesellschaft der TRATON GROUP. Ihre operative Tätigkeit beschränkt sich auf die Steuerung und Verwaltung von Beteiligungen. An den operativen Ergebnissen der Tochtergesellschaften partizipiert die TRATON SE über deren Ausschüttungen bzw. ihre Ergebnisabführungsverträge. Damit entspricht die wirtschaftliche Lage der TRATON SE grundsätzlich der der TRATON GROUP, die im Abschnitt „Wirtschaftsbericht“ erläutert ist.
| 2023 | 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 22.849 | 20.553 | 2.296 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände¹ | 2.094 | 5.040 | –2.946 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 220 | 77 | 142 |
| Bilanzsumme | 25.162 | 25.670 | –508 |
| Eigenkapital | 14.776 | 14.561 | 215 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.644 | 3.989 | –345 |
| Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten² | 6.742 | 7.120 | –377 |
| Bilanzsumme | 25.162 | 25.670 | –508 |
¹ inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
² inklusive Rechnungsabgrenzungsposten
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um 508 Mio € auf 25,2 Mrd € reduziert. Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus den Anteilen an der TRATON International S.A., Strassen/Luxemburg (TRATON International S.A.) und an der MAN Truck & Bus SE sowie den Ausleihungen an die TRATON Sweden AB und die TRATON Finance.
Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 90,8 % (80,1 %). Der Anstieg des Anlagevermögens ist auf den Zugang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Im Zusammenhang mit der Umorganisation der Finanzierungsstruktur wurden die Forderungen von 2,2 Mrd € an die TRATON US, LLC, Pompano Beach/Florida, USA (TRATON US) über Kapitalmaßnahmen in die TRATON International S.A. eingebracht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 2,9 Mrd € auf 2,1 Mrd €. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Einbringung von Forderungen in die TRATON International S.A.
Der Anstieg des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Jahresüberschuss von 565 Mio € abzüglich der im Berichtsjahr ausgezahlten Dividende für das vorherige Geschäftsjahr 2022 von 350 Mio €. Zum 31. Dezember 2023 stieg die Eigenkapitalquote auf 58,7 % (56,7 %). Die Kapitalrücklage der TRATON SE von 13,3 Mrd € (13,7 Mrd €) stellt die Einlagen der Volkswagen AG in die TRATON SE, insbesondere durch die Einbringung der MAN SE und Scania AB, dar. Im Geschäftsjahr 2023 wurde aus der Kapitalrücklage ein Betrag von 400 Mio € (600 Mio €) entnommen.
Die Übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Rückstellungen. Die übrigen Rückstellungen in Höhe von 263 Mio € (166 Mio €) wurden überwiegend gebildet für Steuerrückstellungen, öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, Verpflichtungen aus Aufhebungsvereinbarungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern, Drohverluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie für weitere Einzelrisiken.
Die Nettoliquidität/-verschuldung ergibt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, konzerninternen Forderungen aus dem Finanzverkehr, Darlehen an Konzerngesellschaften und Wertpapieren abzüglich der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten/Sonstigen und abzüglich der konzerninternen Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr. Die Nettoverschuldung der TRATON SE belief sich am 31. Dezember 2023 auf 4,2 Mrd € (1,4 Mrd €).
Die Geschäftsentwicklung der TRATON SE unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die der TRATON GROUP. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die TRATON SE grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken und Chancen sind im „Chancen- und Risikobericht“ dargestellt. Aus den Beziehungen zu den Beteiligungen können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) Belastungen sowie Abschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen resultieren.
Die TRATON SE ist die konzernleitende Holding der TRATON GROUP. Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften werden durch Ausschüttungen bzw. Ergebnisabführungen an die TRATON SE vereinnahmt. Die im Ausblick der TRATON GROUP beschriebenen Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung wirken sich auch auf das Ergebnis der TRATON SE aus. Der Ausblick der TRATON GROUP ist somit auch für die TRATON SE zutreffend. Unter Berücksichtigung der Erwartungen bei den Leistungsindikatoren der TRATON GROUP werden sich höhere Erträge aus Beteiligungen positiv auf das Jahresergebnis auswirken. Aufgrund der Ungewissheit über den Fortgang des Kriegs in der Ukraine sowie des Nahost-Konflikts ist es schwierig, Dauer und Umfang der daraus resultierenden Auswirkungen auf das Ergebnis der TRATON SE vorherzusagen. Wir gehen jedoch davon aus, dass dadurch die langfristige Geschäftsentwicklung nicht nachhaltig negativ beeinflusst wird. Für weitere Informationen siehe „Prognosebericht“ der TRATON GROUP.
Bei unserer Prognose der bedeutsamsten Leistungsindikatoren der TRATON GROUP für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 handelt es sich um Einschätzungen, die die zukunftsgerichteten Erwartungen des Unternehmens hinsichtlich dieser Kennzahlen der TRATON GROUP beschreiben. Grundlage dieser Planung sind die von uns gesetzten Prämissen zur Entwicklung der Chancen und Risiken, zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der Lkw- und Bus-Märkte. Die dargestellten Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich darüber hinaus an den Zielsetzungen unserer Segmente. Entwicklungen, die gegen unsere Prämissen und Erwartungen laufen, können zu entsprechenden Anpassungen der Prognose führen.
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 insgesamt mit einer verringerten Dynamik wachsen wird. Die anhaltend hohe Inflation in vielen Regionen und die daraus resultierenden restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken sollten sich zunehmend negativ auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken bergen insbesondere der Krieg in der Ukraine sowie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Wir gehen davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer im Durchschnitt eine positive Dynamik aufweisen werden, wenngleich mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Wir rechnen außerdem damit, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2025 erholen und bis 2028 mit stabilen Veränderungsraten weiterwachsen wird.
In Westeuropa erwarten wir für 2024 ein vergleichsweise niedriges Wirtschaftswachstum. Eine große Herausforderung für Konsumenten und Unternehmen besteht in der insgesamt relativ hoch bleibenden, über den Jahresverlauf aber voraussichtlich weiter abnehmenden Inflation sowie dem vergleichsweise hohen Zinsniveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte daher bereits im Jahr 2024 erste Leitzinssenkungen durchführen, um die wirtschaftliche Lage im Euroraum zu unterstützen.
In Zentraleuropa erwarten wir für das Jahr 2024 eine gegenüber dem Vorjahr höhere Wachstumsrate bei anhaltenden, aber weniger dynamischen Preisanstiegen, während sich die wirtschaftliche Leistung Osteuropas nach dem starken Einbruch im Jahr 2022 infolge des Kriegs in der Ukraine und dem vergleichsweise kräftigen Anstieg des Jahres 2023 weiter erholen sollte. Wir erwarten, dass das BIP in Deutschland im Jahr 2024 nur schwach wächst und die Inflation im Jahresdurchschnitt weiter sinkt, aber vergleichsweise hoch bleibt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich voraussichtlich verschlechtern.
Wir gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in den USA im Jahr 2024 verhalten ausfällt und die Entwicklung des Arbeitsmarktes ebenfalls beeinträchtigt wird. Die US-Notenbank könnte – ähnlich wie die EZB – bereits im Jahr 2024 erste Leitzinssenkungen einleiten. Als ausschlaggebender Faktor für mögliche Anpassungen des Leitzinses spielt die weitere Inflationsentwicklung eine wesentliche Rolle, aber auch die des Arbeitsmarktes und der allgemeinen konjunkturellen Lage. Das Wirtschaftswachstum in Kanada wird vermutlich ebenfalls vergleichsweise verhalten sein, die Wirtschaftsleistung von Mexiko sollte im Vergleich dazu etwas stärker wachsen.
Die brasilianische Wirtschaft wird aller Voraussicht nach im Jahr 2024 eine leicht positive Veränderungsrate aufweisen. In Argentinien dürfte sich die Wirtschaftsleistung weiter verschlechtern bei einer auf sehr hohem Niveau steigenden Inflation und einer abwertenden heimischen Währung.
Für die Türkei erwarten wir ein positives, wenngleich geringeres Wachstum im Vergleich zum Berichtsjahr bei hoher Inflation und einer schwachen inländischen Währung. Die südafrikanische Wirtschaft dürfte im Jahr 2024 weiterhin von politischen Unsicherheiten und sozialen Spannungen geprägt sein, die sich auch aus der hohen Arbeitslosigkeit ergeben. Das Wachstum wird voraussichtlich höher sein als im Vorjahr, aber weiter auf niedrigem Niveau bleiben. Die chinesische Wirtschaft wird im Jahr 2024 voraussichtlich auf relativ hohem Niveau wachsen, wobei das Wachstum etwas geringer ausfallen sollte als im Berichtsjahr.# Erwartungen zur Branchenentwicklung
Auf den für die TRATON GROUP relevanten Lkw- und Bus-Märkten geht der Vorstand nach einem Jahr mit sehr hoher Nachfrage nach Nutzfahrzeugen insgesamt von einem moderaten Rückgang aus. Unsicherheiten ergeben sich weiterhin aus den aktuellen geopolitischen Risiken und den damit zusammenhängenden Folgen für die gesamtwirtschaftliche Lage, der weiteren Entwicklung unserer Lieferketten, weiterhin knappen Logistikkapazitäten, der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise, sowie den Finanzierungsbedingungen.
Für die Neuzulassungen von mittelschweren und schweren Lkw (>6 t, bzw. Class 6-8 in Nordamerika) erwarten wir für unsere Kernregionen insgesamt einen rückläufigen Markt, mit jeweils unterschiedlichen Ausprägungen:
Auf den für die TRATON GROUP relevanten Bus-Märkten (EU27+3, Brasilien und Schulbusse in Nordamerika) gehen wir im Jahr 2024 insgesamt von einer positiven Marktentwicklung aus mit jeweils unterschiedlichen Ausprägungen:
Im Jahr 2024 wird die TRATON GROUP von ihrem nach wie vor hohen Auftragsbestand profitieren. Gleichzeitig erwarten wir eine nachlassende Gesamtnachfrage in unseren Kernmärkten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für alle Fahrzeuge (inklusive MAN TGE) weltweit in Summe für das Geschäftsjahr 2024 eine Absatzentwicklung in der Bandbreite von -5 bis +10 %.
Für den Umsatz des Geschäftsfelds TRATON Operations und der TRATON GROUP gehen wir entsprechend unserer Absatzerwartung von einer Bandbreite zwischen -5 bis +10 % aus.
Für das Jahr 2024 prognostizieren wir für die TRATON GROUP eine Operative Rendite (bereinigt) von 8,0 bis 9,0 %. Für das Geschäftsfeld TRATON Operations gehen wir von einer Operativen Rendite (bereinigt) von 9,0 bis 10,0 % aus. Wir erwarten eine Kapitalrendite (Return on Investment) zwischen 13,0 bis 15,0 %.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Für das Geschäftsfeld TRATON Financial Services erwarten wir unter Berücksichtigung der schrittweisen Integration des Finanzdienstleistungsgeschäfts von MAN und VWTB eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity) von 7,0 bis 10,0 %.
Für den Netto-Cashflow des Geschäftsfelds TRATON Operations geht der Vorstand der TRATON GROUP für das Geschäftsjahr 2024 von einer Bandbreite zwischen 2,3 Mrd € und 2,8 Mrd € aus. Der Netto-Cashflow 2023 war durch Effekte aus dem Verkauf der Russland-Aktivitäten sowie der Anpassung der Beteiligungsstruktur des Finanzdienstleistungsgeschäfts von 899 Mio € beeinflusst. Ohne Berücksichtigung dieser Effekte wird der Netto-Cashflow 2024 auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2023 erwartet.
Mit den Investitionen in unsere Produkte und Werke sowie mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten schaffen wir die Voraussetzungen für ein profitables und nachhaltiges Wachstum der TRATON GROUP. Im Geschäftsjahr 2024 planen wir für TRATON Operations gegenüber dem Jahr 2023 einen starken Anstieg der Sachinvestitionen sowie einen moderaten Anstieg bei den Primären Forschungs- und Entwicklungskosten.
Trotz eines schwierigeren Branchenumfelds blickt der Vorstand zuversichtlich auf das Jahr 2024, in dem die TRATON GROUP weiter zusammenwachsen wird, um Synergiepotenziale zu heben und ihre Produkte und Dienstleistungen im Markt erfolgreich zu positionieren.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Ist 2023 | Prognose 2024 | |
|---|---|---|
| TRATON GROUP | ||
| Absatz (in Einheiten) | 338.183 | –5 – 10 % |
| Umsatz (in Mio €) | 46.872 | –5 – 10 % |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 8,6 | 8,0 – 9,0 |
| TRATON Operations | ||
| Umsatz (in Mio €) | 45.736 | –5 – 10 % |
| Operative Rendite (bereinigt) (in %) | 9,3 | 9,0 – 10,0 |
| Kapitalrendite (ROI) (in %) | 14,8 | 13,0 – 15,0 |
| Netto-Cashflow (in Mio €) | 3.594¹ | 2.300 – 2.800 |
| Sachinvestitionen (in Mio €) | 1.516 | Starker Anstieg |
| Primäre F&E-Kosten (in Mio €) | 2.170 | Moderater Anstieg |
| TRATON Financial Services | ||
| Eigenkapitalrendite (in %) | 8,4 | 7,0 – 10,0 |
¹ Darin waren Effekte aus dem Verkauf der Russland-Aktivitäten sowie der Anpassung der Beteiligungsstruktur des Finanzdienstleistungsgeschäfts von 899 Mio € enthalten
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die TRATON GROUP ist in verschiedenen Bereichen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Unternehmerische Risiken können in einem angemessenen Umfang hingenommen werden, müssen aber durch ein wirksames Risikomanagement mit geeigneten Gegenmaßnahmen gesteuert werden. Risiken, die eine Gefahr für den Fortbestand der TRATON GROUP oder einer Marke von TRATON darstellen, sind zu vermeiden. In diesem Zusammenhang beschreibt der Begriff „Risiko“ das mögliche Eintreten von Ereignissen oder Entwicklungen, die sich – einzeln oder in Verbindung mit anderen Umständen – signifikant auf das Erreichen der Ziele von TRATON auswirken können. Risiken mit positiven Auswirkungen werden dagegen als „Chancen“ bezeichnet. Zusätzlich werden sogenannte nichtfinanzielle Risiken betrachtet, die sich auf die in der nichtfinanziellen Konzernerklärung dargestellten Aspekte beziehen. Bei solchen Risiken stehen die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von TRATON im Vordergrund, inklusive solcher aus der Lieferkette und der Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen.
Die TRATON GROUP fördert eine Kultur des Risikobewusstseins, die sich durch Offenheit auszeichnet und die Beschäftigten der Gruppe dazu ermutigt, offen und transparent Risiken anzusprechen und mit Risiken umzugehen. Für einen effektiven Umgang mit Risiken und zur Vermeidung von unentdeckten und dadurch nicht angemessen adressierten Risiken ist Transparenz unabdingbar. TRATON ist ein sich dynamisch entwickelndes Unternehmen, das durch verschiedene Transformationsprojekte geprägt ist (z.B. weitere Integration von Navistar, Ausbau von TRATON Financial Services, Entwicklung des TRATON Modular Systems). Die TRATON GROUP ist deshalb kontinuierlich damit befasst, ihre Risikomanagement- und internen Kontrollsysteme weiterzuentwickeln und zu integrieren, um einheitliche Mindeststandards in der gesamten TRATON GROUP sicherzustellen.
Dem Vorstand der TRATON SE obliegt die letztendliche Verantwortung für die Umsetzung und die Überwachung eines effektiven Risikomanagements in der TRATON GROUP. Zur Erfüllung dieser Verpflichtung gibt der Vorstand die strategische Ausrichtung vor, trifft Entscheidungen zu maßgeblichen Belangen des Risikomanagements und nimmt die wesentlichen Risiken von TRATON zur Kenntnis. Des Weiteren legt der Vorstand dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss der TRATON SE zusammengefasste Informationen vor, damit diese ihrer Aufsichtsfunktion nachkommen können.
Die Entwicklung des Rahmenwerks für das Risikomanagement obliegt dem Bereich Governance, Risk & Compliance (GRC) der TRATON SE. Gemeinsam mit den für das Risikomanagement zuständigen Funktionsbereichen der einzelnen Marken ist dieser für die Konzeption, die Umsetzung und die Koordination der entsprechenden Prozesse in der gesamten TRATON GROUP verantwortlich. Grundsätzlich tragen außerdem alle Führungskräfte innerhalb des Unternehmens für das Risikomanagement in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich Verantwortung („Risikoeigentümerschaft“). Sobald die Risiken die entsprechenden Meldekriterien und -schwellen erfüllen, sind sie über die festgelegten Berichtswege und zusätzlich an den jeweiligen Funktionsbereich für das Risikomanagement offen und unverzüglich zu melden. Die Konzernrevision prüft unabhängig die Wirksamkeit und Effizienz des Risikomanagements der TRATON GROUP.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Das Rahmenwerk für das Risikomanagement von TRATON stellt die Zusammenhänge der einzelnen Risikomanagementprozesse innerhalb der TRATON GROUP dar. Das Rahmenwerk berücksichtigt die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen und bezieht sich des Weiteren auf allgemein anerkannte Grundsätze, die in externen Rahmenwerken und Standards festgelegt sind (z.B. COSO, ISO). Mit dem Risikomanagement bei TRATON sollen verbindliche Mindeststandards für ein effektives Risikomanagement in der gesamten TRATON GROUP festgelegt werden. Damit soll das aktuelle TRATON-Risikoprofil transparent dargestellt sowie sichergestellt werden, dass allen relevanten Risiken eindeutige Verantwortlichkeiten zugewiesen sind.
Grundsätzlich durchlaufen alle im Rahmenwerk enthaltenen Prozesse denselben generischen Zyklus:
Das Risikomanagementrahmenwerk behandelt Risiken im engeren Sinne, d.h. ohne Chancen zu berücksichtigen. Stattdessen werden Chancen für externe Berichtszwecke in regelmäßigen Abständen von bestimmten Funktionsbereichen erfasst, insbesondere von den Controlling- und Strategiebereichen.# Risikomanagementprozesse
Der ERM-Prozess soll dem Management Transparenz über das aktuelle Risikoprofil der TRATON GROUP verschaffen. Er beinhaltet alle organisatorischen Regeln und Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Ereignisrisiken aus den unterschiedlichen Bereichen. Er hilft dem Management sicherzustellen, dass alle relevanten Risiken eindeutig einem Verantwortlichen zugewiesen sind und dass die Umsetzung geeigneter Maßnahmen überwacht werden kann. Das ERM dient als Kernprozess für die Erfüllung verschiedener interner und externer Berichtspflichten wie in entsprechenden nachfolgenden Kapiteln ausgeführt.
Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Nettobewertung, die bereits umgesetzte, risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt. Zudem erfolgt eine Einschätzung nach den beiden qualitativen Kriterien Reputationsverlust sowie potenzielle Gefährdung der Einhaltung von externen, rechtlichen Vorgaben. Aus den quantitativen und qualitativen Kriterien wird ein Scorewert ermittelt. Die Rangfolge der Risiken erfolgt nach diesem Scorewert, ggf. unter Berücksichtigung einer zusätzlichen fachlichen Einschätzung durch das Management.
Zum Zweck der Risikoaggregation werden die beiden quantitativen Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe verwendet. Mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation werden die aggregierten Auswirkungen der Risiken auf das Ergebnis analysiert. Der in Bezug auf ein definiertes Konfidenzniveau zu erwartende maximale Gesamtschaden („Value-at-Risk“) wird dann der Risikotragfähigkeit der TRATON GROUP gegenübergestellt. Die Summe aus bilanziellem Eigenkapital und geplantem Operativen Ergebnis der TRATON GROUP bilden die Risikotragfähigkeit. Das Resultat dieses Abgleichs fließt in die Gesamtbewertung der Risiko- und Chancenposition der TRATON GROUP ein.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr im Zusammenhang mit dem ERM wesentliche nichtfinanzielle Risiken auf Konzernebene erhoben. Wir arbeiten daran, nichtfinanzielle Risiken zukünftig in den bestehenden ERM-Prozess zu integrieren.
Das IKS ist ein sich wiederholender Prozess, um systemische Risiken auf Prozessebene zu managen und zu überwachen. Es umfasst sämtliche vorgegebenen Abläufe, Verfahren und Maßnahmen, die für eine angemessene Sicherheit in Bezug auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und ausgewählte Compliance-Themen (z.B. Antikorruption, Kartellrecht, Tax Compliance, Product Compliance) sorgen sollen. Das IKS als Prozess umfasst die Auswahl der einzubeziehenden Einheiten (Scoping), die risikoorientierte Auswahl und Dokumentation relevanter Kontrollen, die Beurteilung des Kontrolldesigns und der Kontrollwirksamkeit, die Behebung festgestellter Kontrollschwächen sowie die Berichterstattung an das Management.
In Vorbereitung auf das Inkrafttreten der Corporate Sustainability Reporting Directive der Europäischen Union (CSRD) im Jahr 2024 hat TRATON bereits im Berichtsjahr ein Projekt initiiert, um die Anforderungen an das Interne Kontrollsystem in der Gruppe umzusetzen.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss der TRATON SE werden regelmäßig über die Risikolage und das Risikomanagement der TRATON GROUP informiert. Dasselbe gilt für die Leitungs- und Aufsichtsorgane der TRATON-Marken und Konzernunternehmen. Das TRATON Governance & Risk Board (GRB) befasst sich für den Vorstand der TRATON SE vierteljährlich mit dem Risikomanagement, den internen Kontrollen und damit zusammenhängenden weiteren Themen in der TRATON GROUP. Das GRB wird durch den Bereich GRC organisiert und setzt sich aus den Finanzvorständen der TRATON SE und der Marken sowie anderen Führungskräften unterhalb des Vorstands zusammen.
Neben den Kriterien für reguläre Risikoberichtsprozesse wurden für die gesamte TRATON GROUP Kriterien für den Fall einer Risikoeilmeldung an den Vorstand festgelegt. Dieser Fall tritt dann ein, wenn ein neues Risiko entsteht, das sich maßgeblich auf die Ziele der TRATON GROUP auswirken kann, oder wenn sich ein bereits gemeldetes Risiko deutlich erhöht. Schließlich erfüllt TRATON diverse weitere interne und externe Berichtspflichten, darunter Risikoberichte an die Volkswagen AG und externe Risikoberichte im zusammengefassten Lagebericht im Rahmen der gesetzlichen Rechnungslegung.
Die Überwachung von Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, insbesondere der Prozesse ERM und IKS, gehört zu den Kernaufgaben des GRB. Dort werden relevante Informationen zusammengetragen und bewertet, die Rückschlüsse auf die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements erlauben. Dazu zählen beispielsweise Feststellungen aus internen und externen Prüfungen, Ergebnisse aus Kontrolltests im Rahmen des IKS oder auch Statusberichte zu Projekten des Risikomanagements. Sofern Schwachstellen identifiziert werden, stößt das GRB entsprechende Verbesserungsmaßnahmen an und überwacht deren Umsetzung. Die Ergebnisse fließen in die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss der TRATON SE ein.
Auf Grundlage der dargestellten Maßnahmen zur Überwachung von Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements liegen dem Unternehmen keine Hinweise vor, die auf eine wesentliche Schwachstelle im Risikomanagement hindeuten. Dabei ist zu beachten, dass auch ein angemessenes und wirksames Risikomanagement keine absolute Sicherheit bieten kann, alle relevanten Risiken rechtzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen und Kontrollen zu mitigieren.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Das Interne Kontrollsystem der TRATON GROUP soll u.a. eine angemessene Sicherheit gewährleisten, dass der Konzernabschluss der TRATON GROUP ordnungsgemäß ist, d.h. ohne wesentliche Fehler oder Falschdarstellungen. Bei der TRATON SE erstellt und veröffentlicht der Bereich Accounting den Konzernabschluss für die TRATON GROUP. Dem Bereich obliegt zudem das TRATON-Rahmenwerk für die Rechnungslegung, das relevante Leitfäden für die Rechnungslegung, Richtlinien und die Definition von Verfahrensanweisungen und internen Kontrollen umfasst. Des Weiteren überwacht das Accounting die betreffenden gesetzlichen Anforderungen und prüft die Einheitlichkeit und Kontinuität der Rechnungslegung in der gesamten TRATON GROUP.
Um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, werden sämtliche betroffenen Prozesse systematisch mit typischen Kontrollmechanismen versehen, insbesondere mit umfassenden Prüf- und Reviewmechanismen, Freigabehierarchien, Funktionstrennungen sowie dem Vier-Augen-Prinzip. Da Rechnungslegung und Konsolidierung in hohem Maße auf Informationstechnologie angewiesen sind, bestehen für alle betroffenen Systeme geeignete IT-Kontrollen (z.B. Zugriffskontrollen, Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren sowie Änderungsmanagement), einschließlich Kontrollen externer Dienstleister. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem der TRATON GROUP deckt über die Buchhaltungstätigkeiten bei der TRATON SE auch andere Funktionsbereiche und Tochtergesellschaften ab, in denen maßgebliche Informationen für die Rechnungslegung verarbeitet werden.
Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems wird im Zuge des oben erläuterten IKS-Prozesses mindestens einmal jährlich beurteilt. Festgestellte Kontrollschwachstellen werden zentral überwacht, bis Maßnahmen zu ihrer Behebung umgesetzt wurden. Die TRATON GROUP ist derzeit damit befasst, ihr Internes Kontrollsystem auf der Grundlage einheitlicher Mindeststandards innerhalb der gesamten TRATON GROUP weiter auszubauen und zu harmonisieren.
Die wesentlichen Chancen und Risiken mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie nichtfinanzielle Aspekte klassifiziert die TRATON GROUP anhand der sechs Kategorien Strategie, Märkte, Produkte, operatives Geschäft, Recht & Compliance sowie Finanzen. Nichtfinanzielle Risiken sind für TRATON berichtspflichtig, wenn ihr Eintritt sehr wahrscheinlich ist und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte schwerwiegend sind. Im Jahr 2023 wurden keine berichtspflichtigen nichtfinanziellen Risiken identifiziert. Nichtsdestotrotz betreffen die im Folgenden dargestellten Risiken teilweise auch nichtfinanzielle Aspekte.
Die Strategie der TRATON GROUP (TRATON Way Forward) basiert auf der langfristigen Vision, die festlegt, wie TRATON der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Digitalisierung und damit den erwarteten Veränderungen in der Transport- und Logistikbranche begegnen wird. Dieser strategische Rahmen zielt darauf ab, die Chancen zu nutzen, die sich aus den genannten Veränderungen ergeben. TRATON verpflichtet sich, unabhängig von individuellen Unternehmensentscheidungen, jederzeit nachhaltig und verantwortungsvoll zu wirtschaften. Der TRATON Way Forward besteht aus vier Elementen. Die Elemente sind: (1) Verantwortungsvolles Unternehmen, (2) Wertschöpfung, (3) TRATON Accelerated! und (4) Strategieumsetzung und Governance. Die Implementierung dieser Elemente ist mit verschiedenen Chancen und Risiken verbunden.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Nutzfahrzeuge unterliegen weltweit zunehmend strengeren Umweltauflagen und anderen Vorschriften.# TRATON SE, München – Geschäftsbericht 2023 – Zusammengefasster Lagebericht
Unter dem Begriff „Verantwortungsvolles Unternehmen“ zielen wir auch künftig darauf ab, Diversität und Inklusion im Unternehmen zu fördern sowie gute Standards in der Unternehmensführung („Governance“) und ethisch einwandfreies Verhalten unserer Mitarbeiter sicherzustellen. Hierbei sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt, die sich z. B. aus neuen regulatorischen Entwicklungen im Bereich Menschenrechte ergeben. Umgekehrt ergeben sich für das Unternehmen verschiedene langfristige Chancen, wenn es uns beispielsweise gelingt, Investoren zu gewinnen, die einen starken Fokus auf Nachhaltigkeitskriterien legen.
Jede Fahrzeugmarke hat ein klar definiertes strategisches Renditeziel und ist bestrebt, dieses durch Gewinn von Marktanteilen, verbesserte Preisdurchsetzung und durch Effizienzsteigerungen zu realisieren. Die Steigerung der Markenleistung ist für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und die Verbesserung der Profitabilität von TRATON von zentraler Bedeutung. Zusätzlich ergeben sich aus der Zusammenarbeit zwischen den Marken vor allem aufgrund zusätzlicher Skaleneffekte signifikante Chancen. Unser zukünftiger Erfolg könnte gefährdet sein, falls es uns nicht gelingen sollte, langfristig Synergien aus der Zusammenarbeit der Marken und in den jeweiligen Einheiten erfolgreich operative Effizienzsteigerungen zu realisieren.
Die Präsenz von TRATON auf dem nordamerikanischen Markt eröffnet Chancen durch die Nutzung der leistungsstarken Komponenten- und Technologiebasis innerhalb der TRATON GROUP und den Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts bis hin zur weiteren Nutzung des Händler- und Servicenetzes von Navistar, das zu den größten unabhängigen auf dem nordamerikanischen Markt gehört. Um diese Chancen zu realisieren, muss Navistar erfolgreich in die TRATON GROUP integriert werden. Der Erfolg dieses komplexen und langfristigen Prozesses ist immer mit Unsicherheiten verbunden.
Im Rahmen der globalen Expansion arbeitet die TRATON GROUP auch daran, die wichtigste noch bestehende geografische Lücke, Asien, zu schließen. China ist gemessen am Volumen der größte Nutzfahrzeugmarkt der Welt. TRATON will der dortigen Nachfrage durch entsprechende Investitionen gerecht werden. Die Entscheidung setzt TRATON jedoch bestimmten Risiken aus, die mit dem chinesischen Markt verbunden sind. Hierzu zählen zunehmende geopolitische Unsicherheiten, die zu neuen Handelsbarrieren und einer Entkopplung der Wirtschaftsräume führen könnten. Darüber hinaus stehen unsere Aktivitäten in China unter besonderer Beobachtung, was die Einhaltung der Menschenrechte betrifft. Außerdem gibt es verschiedene operationelle Risiken, die mit einer solchen Investition verbunden sind, z. B. Risiken im Rahmen des Aufbaus einer lokalen Produktion, Risiken aus der Gesetzgebung sowie Risiken aus dem chinesischen Markt- und Wettbewerbsumfeld.
Mit fortschreitender Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen sieht die Strategie von TRATON auch eine langfristige Transformation des Geschäftsmodells vor. TRATON will das Transport- und Logistik-Ökosystem der Zukunft aktiv mitgestalten. Der Einstieg in neue Geschäftsfelder wie die Logistik, neue Lösungsangebote für Kunden und andere digitale Geschäftsmodelle bergen Risiken für den Konzern, bieten aber auch nachhaltige Chancen, sich im Zuge der Transformation von Technologien und Märkten langfristig wettbewerbsfähig zu positionieren. Darüber hinaus ermöglicht der Ausbau von TRATON Financial Services zu einer integrierten konzernweiten Finanzdienstleistungsgesellschaft umfassende Finanzierungsangebote, um der Nachfrage nach neuen Technologien und Geschäftsmodellen gerecht zu werden.
Das im European Green Deal der für die 27 EU-Mitgliedsländer definierte Ziel der Klimaneutralität bis 2050 und die damit verbundenen ehrgeizigen CO2-Reduktionsziele für 2030 (generelle Reduktion der CO2-Emissionen in der EU um mindestens 55 % bis 2030 gegenüber 1990) stellen eine große Herausforderung für TRATON und den gesamten Transportsektor dar. So hat die Europäische Union Anfang 2023 mit der überarbeiteten Verordnung (EU) 2019/1242 (CO2-Verordnung) sehr ambitionierte Ziele für Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen wie der TRATON GROUP zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Europa innerhalb der aktuellen Dekade vorgegeben. Das für 2025 festgesetzte Ziel, die CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge um 15 % zu senken, wurde bestätigt. Die neu vorgeschlagenen CO2-Emissionziele derselben Fahrzeugkategorie zielen jedoch auf eine Reduzierung um 45 % bis 2030 (zuvor 30 %) und um 65 % bis 2035 ab, bezogen auf einen Referenzwert aus dem Zeitraum Juli 2019 bis Juni 2020. Darüber hinaus plant die EU-Kommission, die Ziele auf zusätzliche Fahrzeuggruppen auszuweiten. Davon betroffen sind alle mittelschweren und schweren Nutzfahrzeuge über 5 t einschließlich Bussen, wobei Arbeits- und Sonderfahrzeuge weiter ausgenommen werden sollen. Weiterhin hat die EU-Kommission vorgeschlagen, dass alle neuen Stadtbusse in Europa ab 2030 emissionsfrei sein sollen. Werden diese Emissionsziele nicht erreicht, drohen ab 2025 Strafen in Höhe von 4.250 € für jedes ausgestoßene Gramm CO2 je Tonnenkilometer (tkm), das die Grenzwerte überschreitet. Der EU-Rat und das EU-Parlament haben sich zunächst auf ihre endgültigen Positionen zur Überarbeitung der vorgeschlagenen CO2-Verordnung für schwere Nutzfahrzeuge geeinigt. Die EU-Organe wollen in den anstehenden Trilog-Verhandlungen 2024 einen Kompromiss erzielen.
Die EU-Kommission hatte bereits im November 2022 Vorschläge für eine neue Abgasnorm Euro 7 veröffentlicht, um den Ausstoß von Schadstoffen wie Stickoxide (NOx) oder Feinstaub über Fahrzeugabgase zu begrenzen. Derzeit gilt für Nutzfahrzeuge in der Europäischen Union die Abgasnorm Euro 6, die sechste Stufe der in den letzten Jahren immer strengeren Mindeststandards. Vertreter aus dem Europäischen Parlament und den EU-Staaten haben Ende 2023 einen Kompromisstext für die Abgasnorm Euro 7 ausgehandelt. Die bislang bekannten Verhandlungsergebnisse für die neue Abgasnorm Euro 7 dürften diese Herausforderungen zur weiteren Reduzierung von Schadstoffemissionen weiter erhöhen.
Neben anderen wichtigen Märkten, in denen die Gruppe ihre Produkte verkauft, hat China Mitte 2023 neue Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen für alle schweren Nutzfahrzeuge festgelegt. Ferner hatte Brasilien für 2023 neue Vorschriften zur Reduzierung der Schadstoffemissionen von schweren Nutzfahrzeugen eingeführt. TRATON ist auch von einer möglichen weiteren Verschärfung der CO2- und NOx-Emissionsvorschriften in den USA betroffen. So haben die USA eine neue NOx-Verordnung erlassen, die 2024 bzw. 2027 in Kraft treten soll. Zudem werden dort gegenwärtig weitere CO2-Reduzierungsziele für die nächsten Jahre erarbeitet. Im April 2023 veröffentlichte die US-Umweltschutzbehörde (EPA) eine Bekanntmachung zur Überarbeitung der CO2-Anforderungen ab 2027 und zur Einführung einer neuen Reihe von Anforderungen für 2028-2032.
Anfang 2023 hat das California Air Resources Board (CARB) die Advanced Clean Fleet Regulation (ACF) verabschiedet. Die ACF verpflichtet Fuhrparkbesitzer, ihre Fahrzeuge auf Null-Emissionen umzustellen. Einige Flottenanforderungen beginnen im Jahr 2024, variieren jedoch je nach Branche. Zusätzlich zu den Flottenanforderungen verlangt die ACF, dass bis 2036 alle in Kalifornien verkauften Lkw emissionsfrei sein müssen. Dies setzt die TRATON GROUP unter Umständen unterschiedlichen regulatorischen Standards für die gesamten USA bzw. einzelne Bundesstaaten aus, sodass Emissionsvorschriften zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlicher Strenge wirksam werden können.
Die Anpassung von Nutzfahrzeugen an neue Emissionsstandards ist technologisch anspruchsvoll und kostenintensiv, vor allem angesichts der oft widersprüchlichen Vorschriften für CO2- und andere Schadstoffemissionen von Verbrennungsmotoren. Um die Ziele der Europäischen Union und Nordamerikas zu erreichen, ist es unerlässlich, neue Technologien zur Reduzierung von CO2- und anderen Abgasemissionen einzusetzen. TRATON investiert daher in erheblichem Umfang in klimafreundliche alternative Antriebe, vor allem in batterieelektrische Nutzfahrzeuge. Der mittel- bis langfristige Übergang von Verbrennungsmotoren zu emissionsfreien Nutzfahrzeugen ist jedoch mit Unsicherheiten verbunden, die sich in verschiedenen Risiken und Chancen niederschlagen. Die aktuellen und zukünftigen Investitionen in batterieelektrische Fahrzeuge könnten nicht die erwarteten Erlöse bringen. Die schrittweise, aber rechtzeitige Umstellung auf batterieelektrische Antriebe bietet TRATON beispielsweise die Chance, die CO2-Emissionsstandards weltweit zu erfüllen, sich besser und schneller auf Kundenwünsche einzustellen und durch einen frühen Markteintritt Marktanteile zu gewinnen. Die Verfügbarkeit von Batterien und die höheren Anschaffungskosten von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen stellen Risiken für den Übergang zu emissionsfreien Nutzfahrzeugen dar. Eine zusätzliche Voraussetzung für den Übergang ist des Weiteren eine leistungsfähige, flächendeckende und speziell auf Nutzfahrzeuge zugeschnittene Ladeinfrastruktur. Um die Akzeptanz von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen auf dem europäischen Markt weiter zu erhöhen, hat die TRATON GROUP mit den Nutzfahrzeugherstellern Daimler Truck und Volvo Group das Joint Venture Milence gegründet. Diese Kooperation soll ein öffentlich zugängliches, herstellerunabhängiges Hochleistungsladenetz für batterieelektrische Nutzfahrzeuge in ganz Europa aufbauen. Trotz der gemeinsamen Anstrengungen des Joint Ventures Milence bleibt der Aufbau einer ausreichenden Ladeinfrastruktur eine Herausforderung.# TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
(4) Strategieumsetzung und Governance
Das vierte Element des TRATON Way Forward ist fokussiert auf die Umsetzung der Strategie. Ziel ist es u. a., durch den Aufbau eines modularen Baukastensystems und einer engeren organisatorischen Verflechtung Kompetenzen zu bündeln und damit die Wettbewerbsfähigkeit insgesamt zu stärken. Sollte es der Gruppe nicht gelingen, die angestrebten Synergie- und Effizienzsteigerungen zu erreichen, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die langfristige Geschäftstätigkeit, das Betriebsergebnis, die Finanzlage und die weiteren Zukunftsaussichten haben.
Weltweit und auf den regionalen und produktspezifischen Kernmärkten von TRATON wirken sich wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen in hohem Maße auf die Nutzfahrzeugbranche aus. Deshalb ist die Branche stark konjunkturabhängig. Aus Abweichungen von erwarteten Entwicklungen im wirtschaftlichen Umfeld und Schwankungen des Geschäftsklimas können sich im Hinblick auf die Nachfrage nach unseren Produkten sowohl Chancen als auch Risiken ergeben. Generell ist die Nachfrage in der Nutzfahrzeugbranche zyklisch, d.h. dass auf Phasen hoher Investitionen von Kunden in Nutzfahrzeuge meist Phasen mit rückläufiger Nachfrage folgen. Dabei können Beginn und Dauer dieser Nachfragezyklen je nach Marktsegment, Kundengruppe und Region variieren. Außerdem werden diese Zyklen von externen politischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst und sind damit grundsätzlich der Unsicherheit unterworfen. Solche variablen Nachfragemuster können daher zu einem schnellen Anstieg oder Rückgang der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von TRATON führen.
Die weltweite makroökonomische Situation mit u.a. steigender Inflation und Engpässen in der Wertschöpfungskette, die auch durch den Krieg in der Ukraine hervorgerufen wurden, hat zu einer Verstärkung des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage geführt. Dies kann zu bedeutsamen Risiken für TRATON führen. Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft ergeben sich des Weiteren aus einem zunehmenden Protektionismus sowie strukturellen Defiziten, die die Entwicklung einzelner fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer gefährden. Hinzu treten verstärkt ökologische Herausforderungen, die in unterschiedlicher Intensität belastend auf einzelne Länder und Regionen wirken. Auch der erfolgte rasante Übergang von einer expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik der Zentralbanken wirkt wachstumshemmend und birgt damit Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die hohe, zuletzt weiter gewachsene Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor sowie die durch den Zinsanstieg gestiegenen Refinanzierungskosten dämpfen die Wachstumsperspektiven und können zu stärkeren Marktbelastungen führen.
TRATON könnte Wachstumschancen verpassen, wenn es nicht gelingt, über die derzeitigen regionalen Kernmärkte hinaus zu expandieren. Die Gruppe könnte Marktanteile an Konkurrenten verlieren, teilweise oder ganz von wichtigen Märkten ausgeschlossen werden und besonders von den Marktzyklen, regulatorischen und anderen Entwicklungen in ihren derzeitigen Kernmärkten abhängig bleiben. Ziel der TRATON GROUP ist es, den Zugang zu wachsenden adressierbaren Marktsegmenten in Schwellenländern vorteilhaft zu nutzen. Der adressierbare Markt für westliche Fahrzeughersteller in solchen Märkten dürfte größer werden, da in den nächsten Jahren weltweit strengere Regelungen und Emissionsstandards eingeführt werden. Die wirtschaftliche Entwicklung einiger Schwellenländer wird jedoch vor allem durch die Abhängigkeit von Energie- und Rohstoffpreisen, von fehlenden Kapitalimporten sowie durch soziopolitische Spannungen, Konflikte, Korruption, mangelhafte staatliche Strukturen und fehlende Rechtssicherheit gehemmt.
Geopolitische Spannungen und Konflikte wie der Ukrainekrieg, die China-Taiwan-Spannungen- und der gewaltsame Nahost-Konflikt, sowie Anzeichen einer fortschreitenden Fragmentierung der Weltwirtschaft sind weitere wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung einzelner Länder und Regionen. Daraus entwickeln sich in zunehmendem Maße Sanktionen, Zollschranken und andere protektionistische Handelshemmnisse. Angesichts der bestehenden, starken globalen Verflechtungen können dabei auch lokale Entwicklungen die Weltkonjunktur belasten. Beispielsweise kann eine Eskalation regionaler Konflikte weitere Verwerfungen auf den weltweiten Halbleiter- sowie Energie- und Rohstoffmärkten auslösen sowie Migrationstendenzen verstärken. Gleiches gilt für gewaltsame Auseinandersetzungen, terroristische Aktivitäten, Cyber-Attacken oder die Verbreitung von Infektionskrankheiten, die kurzfristig zu unerwarteten Marktreaktionen führen können.
Die Präsenz von Navistar in Nordamerika verschafft der TRATON GROUP Zugang zu einem großen und margenstarken Teil des weltweiten Transportmarktes. Dies eröffnet TRATON zusätzliche Wachstumspotenziale und sorgt für einen besseren Ausgleich der regionalen Marktentwicklungen in der zyklischen Nutzfahrzeugindustrie. Darüber hinaus hat Navistar in seinen nordamerikanischen Hauptmärkten erhebliche Wachstumschancen, wenn es der Marke Navistar gelingt, ihren Marktanteil schrittweise wieder auf das Niveau früherer Jahre zu bringen.
TRATON ist intensivem Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft noch verstärken könnte, z.B. durch den Eintritt neuer Wettbewerber in unsere Hauptmärkte. Der künftige Erfolg von TRATON hängt davon ab, wie gut die Gruppe mit den wesentlichen Wettbewerbsfaktoren in der Nutzfahrzeugbranche umgehen kann. Dazu gehören insbesondere die Innovationsfähigkeit und deren positive Auswirkungen auf die Gesamtbetriebskosten unserer Produkte, die Fähigkeit, mit maßgeschneiderten Lösungen die individuellen Anforderungen der Kunden zu erfüllen, sowie die Verfügbarkeit technologischer Innovationen für die großen Branchentrends (d.h. alternative Antriebssysteme, Vernetzung und autonomes Fahren). Gelingt es TRATON nicht, sich erfolgreich in den sich wandelnden Märkten zu behaupten, können Preisdruck, Umsatzverlust und Margenrückgänge die Folge sein.
Die TRATON GROUP kann die schwankende Nachfrage nach ihren Produkten u.a. durch flexible Produktions- und Arbeitsmodelle ausgleichen. Des Weiteren könnten Schwankungen auf den Märkten, soweit auf bestimmte Regionen begrenzt, durch die internationale Präsenz der TRATON GROUP zumindest teilweise abgefangen werden. Eine weitere Möglichkeit sind strukturelle Anpassungen, wenn der Abschwung eines Marktes nicht durch vorübergehende Maßnahmen aufgefangen werden kann. Letztere können allerdings mit substanziellen Einmalaufwendungen verbunden sein.
Der künftige Erfolg der TRATON GROUP wird davon abhängen, wie gut es der Gruppe gelingt, die großen Branchentrends korrekt zu beurteilen und mit innovativen, kommerziell attraktiven Produkten, Technologien und Dienstleistungen darauf zu reagieren. Rechtzeitige Innovationen in disruptiven Trends wie autonomes Fahren, digitale Vernetzung und elektrische Antriebe können Geschäftschancen darstellen. Zu diesem Zweck tätigt TRATON umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung. Dazu können auch Partnerschaften und Kooperationen mit Lieferanten oder anderen Organisationen außerhalb der Kernkompetenzen von TRATON gehören.
Die Entwicklung neuer Produkte erfolgt im Rahmen großer und komplexer Projekte, die verschiedene Risiken mit sich bringen. Diese können sich aus mehreren Faktoren ergeben, u. a. aus falschen Annahmen hinsichtlich der Planung und der Umsetzungskosten, unerwarteten technischen Herausforderungen, Mängeln bei der Projektgestaltung und beim Projektmanagement oder unzureichenden Leistungen seitens Zulieferern und Partnern. Diese Faktoren können zu Mehrkosten, Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte, Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen und einer Verschlechterung der Kundenbeziehungen führen. Um diesen Risiken zu begegnen, haben die TRATON GROUP und ihre Marken einen strategischen Planungsprozess auf der Basis von Trendanalysen im Markt- und Geschäftsumfeld etabliert. Mit der daraus resultierenden Produktplanung werden unsere umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gesteuert. Dennoch können z.B. Risiken in der Versorgung mit Batterien zu Risiken in der Transformation unserer Produktpalette führen.
Mit der steigenden technologischen Komplexität der Nutzfahrzeuge nehmen auch die Risiken für Fahrzeugmängel und Qualitätsprobleme im Allgemeinen zu. Eine mangelhafte Qualität kann sowohl zu Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzkosten als auch zu Verlusten von Marktanteilen oder niedrigeren Produktmargen führen. In schwerwiegenden Fällen können Rückrufe und Ansprüche aus Produkthaftung und Schadenersatz auf TRATON zukommen. Umgekehrt kann eine erstklassige Produktqualität unsere Wettbewerbsposition stärken. Die Auswirkungen dieser Faktoren könnten sich zukünftig aufgrund des modularen Baukastensystems der TRATON GROUP noch verstärken, da die Komponenten in verschiedenen Fahrzeugen aller Marken und damit in höheren Stückzahlen eingesetzt werden. Umgekehrt eröffnen sich der TRATON GROUP durch das Baukastensystem verschiedene Chancen, insbesondere durch Skaleneffekte bei Produktion und Beschaffung sowie eine bessere Verteilung von Entwicklungskosten. Für die hohen Qualitätsstandards ihrer Produkte sowie die Einhaltung staatlicher Sicherheitsvorgaben und anderer Standards fallen für TRATON Kosten für Überwachung, Zertifizierung und Qualitätssicherung an. Wir verfügen über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, das bei der Produktentwicklung beginnt und sich auf die Produktion, die Zulieferer und die Einsatzkontrolle der Produkte der Gruppe erstreckt.# Anhaltende Lieferengpässe bei Zukaufteilen sowie steigende Kosten bei bestimmten Rohmaterialien und Energie führen unverändert zu bedeutsamen Unsicherheiten. TRATON hat die Überwachung des Lieferantennetzwerks intensiviert, um auf Verzögerungen und Ausfälle möglichst rasch reagieren zu können.
Der Erfolg der TRATON GROUP hängt vom unterbrechungsfreien Ablauf der Fertigungsprozesse ab. Unvorhergesehene Betriebsstörungen in Produktionsanlagen stellen ein Risiko dar und können durch verschiedene Ereignisse verursacht werden, z.B. Stromausfälle, Anlagenausfälle, Brände, Überschwemmungen, soziale Unruhen oder terroristische Aktionen, Arbeitskonflikte oder sonstige operative Probleme. Zudem ist die TRATON GROUP auf die pünktliche Lieferung hochwertiger Materialien und Komponenten durch ihre Zulieferer angewiesen. Ist einer oder sind mehrere Zulieferer nicht in der Lage oder nicht bereit, Lieferverpflichtungen zu erfüllen, z.B. aufgrund von Lieferengpässen, Streik, Kapazitätsaufteilungen auf andere Kunden oder finanziellen Schwierigkeiten, bestehen für uns Risiken von Produktionsstillständen und von Überbeständen an Vorräten. Außerdem können aufgrund von Unfällen oder technischen Störungen in Produktionsanlagen Wasser, Boden und Luft durch umweltgefährdende Stoffe verunreinigt werden. Dagegen hat die TRATON GROUP vielfältige präventive und detektive Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören vorbeugende Anlagenwartung und -instandhaltung, regelmäßige Kontrollen durch Fachpersonal, Begehungen vor Ort, Gefahrenabwehrpläne, Gefahrstoffmanagement und Werksfeuerwehren.
Aufgrund des starken Wettbewerbs in der Nutzfahrzeugbranche sind Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und der Profitabilität unabdingbar. Wir haben für jede unserer Marken Initiativen zur Steigerung der operativen Effizienz eingeführt. Trotzdem ist damit nicht garantiert, dass diese Programme die angestrebten Verbesserungen dauerhaft erzielen oder dass nicht doch höhere Umsetzungskosten als erwartet entstehen. Daraus können für TRATON bedeutsame Risiken entstehen.
Die Geschäftsprozesse der TRATON GROUP hängen in hohem Maße von der Informationstechnologie ab. Neben der Chance, die operative Effizienz und Effektivität von TRATON zu steigern, birgt dies auch Risiken. Teile der Infrastruktur können durch Unfälle, Katastrophen, technische Schäden, veraltete Technologie oder Cyber-Attacken ausfallen und damit Geschäftsprozesse beeinträchtigen oder vollständig zum Erliegen bringen. Zudem besteht das Risiko des unbefugten Zugriffs auf vertrauliche Geschäftsdaten und -informationen, die in den IT-Systemen des Unternehmens oder unserer Geschäftspartner hinterlegt sind. Um die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen zu gewährleisten, setzt TRATON auf ein risikoorientiertes Managementsystem der Informationssicherheit wie auch auf eine Kombination aus modernen Hard- und Softwaretechnologien, effektiven IT-Organisationsmechanismen und einem IT-bezogenen internen Kontrollsystem.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Des Weiteren hängt unser Erfolg davon ab, wie gut es gelingt, erfahrene Führungskräfte und Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern, einzustellen, zu schulen und zu binden. Das TRATON-Managementteam verfügt über umfassendes Know-how sowie Branchenerfahrung und der Verlust von Schlüsselpersonen des Managements kann sich nachteilig auf die Möglichkeiten zur Erreichung unserer strategischen Ziele auswirken. Ebenso ist die TRATON GROUP auf hochqualifizierte Mitarbeiter mit Kompetenzen auf naturwissenschaftlichen und technischen Gebieten angewiesen. Um solche Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, müssen verschiedene Bedingungen gegeben sein, z.B. attraktive Vergütungsprogramme und Zusatzleistungen, Arbeitsumfeld, Aufstiegsmöglichkeiten, Förderung der Vielfalt und öffentliches Image. Um das Potenzial unserer Mitarbeiter auszuschöpfen und die strategischen Ziele der TRATON GROUP zu fördern, setzen alle Marken auf ein Umfeld, in dem Schulung, Qualifizierung und Weiterbildung zentrale Faktoren der Personalentwicklungsstrategie bilden – von modernen Berufsausbildungsstrategien für Auszubildende bis hin zu Fortbildungsprogrammen für die oberste Führungsebene.
Im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit ist die TRATON GROUP mit verschiedenen Rechtsstreitigkeiten und rechtlichen Verfahren konfrontiert. Einige der damit einhergehenden Risiken sind bedeutsam. Für weitere Details wird auf den Abschnitt „Wesentliche Rechtsstreitigkeiten“ verwiesen. Des Weiteren können bei Nichteinhaltung von gesetzlichen Vorgaben und Verordnungen behördliche Verfahren drohen. Insbesondere unterliegt die TRATON GROUP den kartellrechtlichen Verordnungen in der Europäischen Union und anderen Rechtsordnungen und ist daher Risiken hinsichtlich damit verbundener Durchsetzungsmaßnahmen und Schadenersatzforderungen ausgesetzt. Aufgrund der zunehmenden Konzentration des Wettbewerbs in der Nutzfahrzeugindustrie wird die Branche durch die Kartellbehörden stärker kontrolliert. Die Feststellung eines Verstoßes gegen kartellrechtliche Verordnungen könnte sich in verschiedenster Weise nachteilig auf die TRATON GROUP auswirken, u.a. durch hohe Geldbußen, Schadenersatzforderungen, Offenlegung und Änderungen von Geschäftspraktiken und Rufschädigungen.
Für die TRATON GROUP gelten Datenschutzvorgaben in Bezug auf u.a. die Nutzung und die Weitergabe personenbezogener Daten sowie die Vertraulichkeit, die Integrität und die Verfügbarkeit solcher Daten. Insbesondere unterliegen wir den strengen Vorgaben durch die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) der EU, die seit Mai 2018 in Kraft ist. Sollte die TRATON GROUP diese Verordnung nicht einhalten, könnte dies zu Schadenersatzforderungen und anderen Haftungsansprüchen, hohen Geldbußen und anderen Strafzahlungen sowie Kundenverlust und Rufschädigung führen.
Die weltweite Präsenz der TRATON GROUP und die Vielzahl ihrer Produkte und Dienstleistungen sind mit Risiken durch Verletzung von Patenten der TRATON GROUP durch Dritte und unerlaubte Weitergabe von unternehmensspezifischem TRATON-Know-how durch Dritte verbunden. Um diesen Risiken zu begegnen, prüfen wir, ggf. auch mit Unterstützung externer Rechtsberater, die jeweilige Rechtslage im Einzelfall. Auf diese Weise können wir ungerechtfertigte Ansprüche abwenden oder eigene Ansprüche durchsetzen. Des Weiteren hat die TRATON GROUP ein umfassendes Compliance-Programm mit Schwerpunkten u.a. auf Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht, Verhinderung von Geldwäsche sowie Wirtschaft- und Menschenrechte eingerichtet und erweitert dieses kontinuierlich.
Die TRATON GROUP ist aufgrund ihrer globalen Geschäftstätigkeit und internationalen Ausrichtung in bedeutsamem Maße finanziellen Risiken ausgesetzt. Diesen Risiken begegnet die TRATON GROUP mit einem gruppenweiten Finanzrisikomanagement.
Wenn die TRATON GROUP Transaktionen in einer anderen Währung als ihrer funktionalen Währung durchführt, ist sie einem Währungsrisiko ausgesetzt. Die TRATON GROUP sichert daher Währungsrisiken aus dem Auftragsbestand, Forderungen und Verbindlichkeiten und aus geplantem Absatz teilweise ab. Durch die Einbeziehung von Tochtergesellschaften oder anderen mit der Gesellschaft verbundenen nachgeordneten Unternehmen aus Ländern außerhalb des Euroraums in den Konzernabschluss bestehen aufgrund der Währungsumrechnung Risiken und Chancen. Diese Translationsrisiken sichert TRATON grundsätzlich nicht durch derivative Finanzinstrumente ab.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Zinsrisiken entstehen aus zinssensitiven Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Das Zinsrisikomanagement verfolgt das Ziel, diese Risiken durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente weitgehend zu reduzieren.
Für die Herstellung der Produkte der TRATON GROUP werden Rohstoffe benötigt. Aus den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten oder Preisgleitklauseln bei Lieferantenverträgen können sich Rohstoffpreisrisiken ergeben. Diesen Risiken wird durch langfristige Lieferverträge, durch Preisgleitklauseln in Kundenverträgen und durch gezielte Rohstoffpreissicherungen im Bankenmarkt begegnet.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die TRATON GROUP ihren finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen könnte. Um eine ausreichende Liquidität zu jeder Zeit sicherzustellen, werden die Mittelzuflüsse und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Ferner wird die Entwicklung der Liquidität der TRATON GROUP im Rahmen einer detaillierten Finanzplanung überwacht. Das Finanzmanagement der TRATON GROUP unterhält automatisierte Cash Pools, soweit dies rechtlich und wirtschaftlich angemessen und durchführbar ist. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine ergeben sich erhöhte Liquiditätsrisiken. Zur externen Finanzierung werden die sich an den Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten fortlaufend verfolgt, um die finanzielle Flexibilität der TRATON GROUP zu sichern. Zudem hat die TRATON GROUP Zugang zur internen Finanzierung von Volkswagen.
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aufgrund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation oder des politischen Umfelds nicht nachkommt und damit einen finanziellen Verlust für die TRATON GROUP verursacht. Diese Länder- und Kontrahentenrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner, durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen sowie durch Bürgschaften und Akkreditive reduziert. Ferner wird durch zentrales Cash Management verbunden mit einem Limit-Vergabesystem die Anlage flüssiger Mittel auf mehrere Finanzinstitute verteilt.
Die TRATON GROUP ist dem Risiko einer ergebniswirksamen Wertminderung ausgesetzt, wenn sich eine Wertminderung von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ergibt.# Das Unternehmen gewährt seinen Mitarbeitern Pensionszusagen und sonstige langfristige Leistungen. Der Barwert dieser Verbindlichkeiten hängt im Wesentlichen ab von dem für die Abzinsung künftiger Leistungen verwendeten Diskontierungszinssatz, von der Inflationsrate als Basis künftiger Leistungsanpassungen, von der erwarteten Entgeltentwicklung, von den zu leistenden Beitragszahlungen sowie von der Lebenserwartung der begünstigten Mitarbeiter. Um die mit Pensionszusagen verbundenen Finanzrisiken zu reduzieren, sind einige Pensionspläne, freiwillig oder verpflichtend, über Pensionsvermögen ausfinanziert, das in der Bilanz gegen die Pensionsverbindlichkeiten saldiert werden kann. Der Marktwert des Pensionsvermögens kann insbesondere durch sich verändernde Währungskurse, Zinsniveaus, Kreditrisiken und Wertpapierpreise negativ beeinflusst werden. Jede wesentliche Erhöhung des Barwerts der von TRATON gewährten Pensionszusagen und sonstigen langfristigen Leistungen an Mitarbeiter und/oder deutlich nachgebende Marktwerte des Pensionsvermögens können eine signifikant negative Auswirkung auf die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage der TRATON GROUP haben.
Diese Annahmen beziehen sich auf die geschäftliche Entwicklung und andere externe Faktoren, die schwer vorherzusagen sind oder nicht von TRATON beeinflusst werden können, sowie auf teilweise noch umzusetzende Maßnahmen. Daher besteht ein Risiko, dass die der Planung zugrunde liegenden Annahmen unvollständig oder inkorrekt sein können und daraus eine Abweichung zwischen geplantem und tatsächlichem Ergebnis entstehen kann. Es können sich für TRATON auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.
Außerdem unterliegt die TRATON GROUP der Ertragsteuer und sonstigen Steuern in einer Vielzahl von Steuerhoheiten. Die Ermittlung der Rückstellungen für Ertragsteuer, Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer und sonstigen Steuern, einschließlich Quellensteuern, erfolgt im Wesentlichen auf Basis von verantwortungsvollen Ermessensentscheidungen und Schätzungen von Besteuerungsgrundlagen. Dementsprechend sind bei verschiedenen Transaktionen und Berechnungen im Rahmen unseres gewöhnlichen Geschäftsbetriebs, beispielsweise bei konzerninternen Transaktionen und Verrechnungspreisen über Rechtsordnungen hinweg sowie bei Transaktionen mit besonderen Dokumentationsvorgaben, die finalen Steuerfestsetzungen oder der zeitliche Eintritt der steuerlichen Auswirkungen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.
TRATON unterliegt regelmäßigen steuerlichen Außenprüfungen durch die zuständigen Steuerbehörden, die im Hinblick auf unsere berücksichtigten Steuerpositionen zu abweichenden Ergebnissen kommen können. Auch wenn die TRATON GROUP die ausgewiesenen Steuerpositionen für angemessen hält, kann die Durchführung einer steuerlichen Außenprüfung Einfluss auf die ausgewiesenen Steuerpositionen haben. In der Folge können auf uns zusätzliche Steuerverbindlichkeiten, Zinsen, Strafzahlungen oder regulatorische, administrative oder sonstige damit im Zusammenhang stehende Sanktionen zukommen.
Im Zusammengefassten Lagebericht sind Risiken aufgeführt, die auf Basis finanzieller und nichtfinanzieller Kriterien wesentliche Auswirkungen auf die Erreichung der Unternehmensziele haben könnten. Im ERM-Prozess sind für die interne Risikoberichterstattung markenspezifische Wertgrenzen zwischen 7,5 und 15 Mio € Netto-Schadenshöhe definiert. Diese Kriterien werden regelmäßig validiert und ggf. angepasst.
Für die Aggregation der Risiken wird eine Monte-Carlo-Simulation durchgeführt. Dafür werden für die identifizierten Risiken ihre jeweiligen potenziellen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten gemäß einer Nettobewertung herangezogen, wobei bereits umgesetzte, risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt werden. Das Ergebnis der Monte-Carlo-Simulation je Risikokategorie wird ins Verhältnis zum geplanten Operativen Ergebnis der TRATON GROUP gestellt, um eine entsprechende Risikoklasse abzuleiten. Die unten stehende Matrix bildet dafür den Rahmen. Mehr und höher bewertete Risiken führen daher zu einer höheren Risikoklasse, ein höheres Operatives Ergebnis bei unveränderter Risikobewertung dagegen zu einer niedrigeren Risikoklasse.
Risiken der Risikokategorie „Strategie“ haben typischerweise eine langfristige Auswirkung, die kurzfristig schwer zu quantifizieren ist. Daher quantifiziert TRATON diese Risiken nicht. Die Risikoklasse dieser Risiken basiert daher auf einer Experteneinschätzung.
Die drei Risikoklassen und die Risikokategorien bilden die Basis für die folgende tabellarische Darstellung, in der die aggregierte Risikosituation der berichteten Risiken je Risikokategorie dargestellt ist:
| Risikokategorie | Risikoklasse aktuell (Geschäftsbericht 2023) | Risikoklasse Vorjahr (Geschäftsbericht 2022) |
|---|---|---|
| Strategie | Hoch | Hoch |
| Märkte | Mittel | Mittel |
| Produkte | Hoch | Hoch |
| Operatives Geschäft | Mittel | Mittel |
| Recht & Compliance | Hoch | Hoch |
| Finanzen | Hoch | Hoch |
Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld, diverse Themen in den Lieferketten und die zukünftigen Entwicklungen bezüglich der Kosten für Zukaufteile, Energie und Rohstoffen führen weiterhin zu einem hohen Maß an Unsicherheit. Dies führt dazu, dass die Risikokategorien „Strategie“, „Produkte“, „Recht & Compliance“ sowie „Finanzen“ unverändert zum Vorjahr als „Hoch“ bewertet werden. Für die Kategorien „Märkte“ und „Operatives Geschäft“ sehen wir ebenfalls unverändert die Risikoklasse „Mittel“.
Auf Grundlage unserer Einschätzung haben die Risiken aus dem Bereich Recht und Compliance die bedeutsamsten Auswirkungen auf die TRATON GROUP. Zu den Risiken aus Recht und Compliance gehören wie im Vorjahr insbesondere Risiken aus Rechtsstreitigkeiten. Im Bereich der strategischen Risiken stehen insbesondere die Anforderungen und die Risiken aus der Regulierung von CO2-Emissionen in der Europäischen Union und aus den Vorschriften zur Emission von CO2 und Stickstoffoxiden (NOx) in Nordamerika im Fokus.
Die Marktrisiken umfassen neben der allgemeinen Konjunkturabhängigkeit und dem intensiven Wettbewerb in der Nutzfahrzeugbranche auch das wirtschaftliche Umfeld. Diese Risiken können sich wie im Vorjahr aus der Lieferkette ergeben sowie aus protektionistischen Maßnahmen und zunehmenden geopolitischen Spannungen wie aus dem Krieg in der Ukraine. Dies könnte sich nachteilig auf das Absatzvolumen und die Margen auswirken.
Produktbezogene Risiken umfassen unverändert in erster Linie mögliche Kostensteigerungen bei Zukaufteilen, Energie und Rohstoffen. Die Hauptrisiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft ergeben sich aus der erfolgreichen Umsetzung von Effizienzprogrammen. Im Bereich der finanziellen Risiken sind nach wie vor zukünftige Währungsentwicklungen mit wesentlicher Unsicherheit behaftet, die sowohl vorteilhafte als auch nachteilige Auswirkungen für uns ergeben können.
Insgesamt ist die TRATON GROUP einem hohen Maß an Unsicherheit ausgesetzt, das sie nur teilweise selbst beeinflussen kann. In der Gesamtheit überwiegen die beschriebenen Risiken im Allgemeinen die entsprechenden Chancen. TRATON hat jedoch festgestellt, dass keine Risiken vorliegen, die sich einzeln oder in Verbindung mit anderen Risiken bestandsgefährdend auswirken könnten. Aufgrund der im aktuellen Geschäftsumfeld vorherrschenden, hohen Dynamik wird das Unternehmen seine Hauptrisiken und -chancen weiterhin engmaschig überwachen.
Nach unangekündigten Kontrollen auf dem Betriebsgelände verschiedener europäischer Lkw-Hersteller wie MAN und Scania im Jahr 2011 leitete die Europäische Kommission 2014 ein Verfahren wegen Verdachts auf Verstöße gegen das EU-Kartellrecht im europäischen Lkw-Sektor ein. Am 19. Juli 2016 erließ die Europäische Kommission eine Vergleichsentscheidung (die „Settlement Decision“) gegen MAN und vier weitere europäische Lkw-Hersteller (mit Ausnahme von Scania), in der festgestellt wurde, dass Absprachen über Preise und Bruttolistenpreiserhöhungen für mittelschwere und schwere Lkw im Europäischen Wirtschaftsraum sowie Absprachen über den Zeitplan und die Weitergabe der Kosten für die Einführung von Emissionstechnologien für mittelschwere und schwere Lkw nach den Abgasnormen Euro 3 bis Euro 6 vom 17. Januar 1997 bis zum 18. Januar 2011 (für MAN: bis zum 20. September 2010) stattgefunden hätten. Während gegen die anderen vier Lkw-Hersteller eine Geldbuße verhängt wurde, wurde MAN diese erlassen, da das Unternehmen Kronzeuge war und die Europäische Kommission im September 2010 über die Kartellrechtsverstöße informiert hatte.
Scania entschied, keinen Antrag auf Kronzeugenregelung zu stellen und dieses Kartellverfahren nicht beizulegen und wurde durch eine Entscheidung der Europäischen Kommission vom 27. September 2017 (die „Scania-Entscheidung“) mit einer Geldbuße von etwa 880,5 Mio € belegt. Scania legte beim Gericht der Europäischen Union Rechtsmittel gegen die Scania-Entscheidung ein und beantragte eine vollständige Aufhebung. Mit Urteil vom 2. Februar 2022 wies das Europäische Gericht die Klage von Scania ab und bestätigte die von der Europäischen Kommission verhängte Geldbuße. Scania hat am 8. April 2022 Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof gegen das Urteil des Gerichts der Europäischen Union vom 2. Februar 2022 eingelegt. Die Zahlung der Geldbuße aus dem EU-Kartellverfahren in Höhe von 880,5 Mio € zuzüglich Zinsen erfolgte am 12.# TRATON GROUP Annual Report 2023
April 2022 to avoid additional interest burdens. On February 1, 2024, the European Court of Justice decided to reject Scania's appeal and upheld the previous judgment. As a result of the settlement decision, a number of (direct and indirect) customers in various jurisdictions have filed lawsuits against MAN and/or Scania or joined such lawsuits. Since the merger of MAN SE into TRATON SE, TRATON SE, as legal successor, has assumed the role of MAN SE in the respective proceedings in most jurisdictions (and is thus covered by the designation "MAN companies"). Even with regard to any statute of limitations that may have occurred in the meantime under the respective national law, it cannot be ruled out that further lawsuits will follow. The proceedings pending against MAN companies vary considerably in scope; while some plaintiffs have only purchased or leased a single truck, others involve a large number of trucks. In addition, some of these damage claims have been consolidated into class actions or assigned to so-called litigation vehicles. In 2023, MAN companies were held jointly and severally liable for alleged damages for the first time in Germany. The Berlin Regional Court set aside the expert opinions of the plaintiffs and defendants and estimated the damages ex gratia at up to 5% of the purchase price of the respective truck. The defendant MAN companies have appealed against both judgments. In contrast, most regional courts in Germany – to the extent they have not dismissed the corresponding lawsuits – have issued orders for evidence to have the question of "whether" and, if applicable, the amount of any damages clarified by experts. While some court experts have already submitted their respective expert opinions, the involved MAN companies have submitted their objections and any motions and supplementary questions, which are currently being reviewed by the respective court experts. TRATON GROUP Annual Report 2023 Consolidated Management Report of TRATON SE, Munich In addition to some – partly already legally binding – dismissals of lawsuits in various countries, individual courts in Spain have granted some of the lawsuits – partially or in full. The respective defendant MAN companies have already appealed or will appeal all judgments (with a negligible exception) within the time limit. While appellate courts have already overturned the first-instance judgments in individual cases, in other cases appellate courts have confirmed the judgments awarding damages – partially or in full. In June 2023, the Spanish Supreme Court confirmed for so-called "First Wave Claims" an ex gratia assessment of damages by the respective appellate court at 5% of the purchase price of the affected trucks. The affected MAN companies have filed lawsuits with the Spanish Constitutional Court against these judgments, which are currently pending. Since such a lawsuit does not have a suspensive effect and the Supreme Court has rejected further appeal applications in a number of cases, 36 Spanish judgments in which damages were awarded have become legally binding, while the defendant MAN companies will continue to appeal all decisions in which damages were awarded. In Belgium, a judgment on the merits and a judgment awarding damages (at equitable discretion) were issued against MAN. MAN companies have already appealed both judgments. In the meantime, the plaintiffs have withdrawn both lawsuits. In Portugal, the Santarém Court of First Instance declared a MAN company liable and awarded damages. The defendant MAN company has appealed this decision. A relatively small number of (direct and indirect) customers have filed lawsuits against Scania or joined them in various jurisdictions. Furthermore, Scania has received a number of notices of joinder from other defendant commercial vehicle manufacturers. As with MAN, the proceedings pending against Scania vary considerably in scope, as some customers have only purchased or leased one truck, while others operate an entire commercial vehicle fleet. In addition, some of these damage claims have been consolidated into class actions in other jurisdictions or assigned to so-called litigation vehicles. However, the exact number of affected commercial vehicles is unknown. As of December 31, 2023, no provisions were made for the majority of the aforementioned legal disputes, as it was not assumed at the reporting date that there would be a final, legally binding judgment ordering the payment of damages. For proceedings where a reassessment of risks indicated a higher probability of a final, legally binding decision under which MAN or Scania would have to pay damages, provisions totaling €89 million (previous year: -) were formed. Contingent liabilities were not reported as quantification is not currently possible. This particularly applies to proceedings that are currently in an early stage – including those that are still in the early stage of expert assessment.
In the tax dispute between Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda. (VW Truck & Bus Ltda.), formerly known as MAN Latin America Indústria e Comércio de Veículos Ltda. (MAN Latin America), and the Brazilian tax authorities, the tax authorities held a different view regarding the tax implications of the acquisition structure chosen by MAN SE (which has since been merged into TRATON SE) when acquiring VW Truck & Bus Ltda. in 2009. The tax dispute was divided into two audit periods, covering the years 2009-2011 (Phase 1) and 2012-2014 (Phase 2). In December 2017, the first legally binding judgment, unfavorable to VW Truck & Bus Ltda., was issued in the so-called Administrative Court proceedings (Phase 1). VW Truck & Bus Ltda. filed a lawsuit in regular court in 2018 against this judgment. This lawsuit was dismissed in 2019, and an appeal was filed against the dismissal. The appeal was subsequently dismissed in June 2023, and revision was filed in July 2023. In the tax dispute concerning Phase 2, partial success was achieved, which partially reduced penalties. An appeal was filed against this decision, which was rejected in September 2023, thus ending the Administrative Court proceedings. Due to a new law on handling runoff elections in September 2023, VW Truck & Bus Ltda. filed an objection against the assessments for Phases 1 and 2 in October 2023. The quantitative assessment of the risk in the event that the tax authorities ultimately prevail with their view is uncertain due to the variability of possible penalty surcharges and interest applicable under Brazilian law. This could result in a risk of approximately BRL 3.4 billion (€0.6 billion; conversion: December 31, 2023) for the total period in dispute since 2009. The valuation is based on the amounts accrued as of the reporting date for the disputed tax liability, including possible expected penalty surcharges and accrued interest, but without considering future interest and waiving corresponding discounting. Several banks have issued guarantees in favor of VW Truck & Bus Ltda., customary in such tax proceedings, which are in turn secured by TRATON SE.
TRATON GROUP Annual Report 2023 Consolidated Management Report of TRATON SE, Munich
On August 31, 2021, the merger of MAN SE into TRATON SE was registered in the commercial registers of MAN SE and TRATON SE. Thus, MAN SE ceased to exist as an independent legal entity, and all rights and obligations were transferred to TRATON SE. At the same time, the listing of MAN SE shares on the stock exchanges was discontinued. The cash settlement payment of €70.68 per ordinary and preferred share to the minority shareholders of MAN SE was made on September 3, 2021. This marked the completion of the MAN SE Merger Squeeze-Out. The adequacy of the cash settlement is being reviewed in court appraisal proceedings initiated by affected minority shareholders. As part of these appraisal proceedings, TRATON filed its response with the court at the end of June 2022. An oral hearing has not yet been scheduled.
We are publishing this consolidated non-financial statement (hereinafter "non-financial statement") in accordance with the provisions of the German Commercial Code (HGB). It applies to the TRATON GROUP (§§ 315b, 315c HGB). With its brands Scania, MAN, Navistar, and Volkswagen Truck & Bus (VWTB), as well as TRATON Financial Services, the TRATON GROUP is one of the leading commercial vehicle manufacturers worldwide. Unless stated otherwise in this report, the terms "TRATON," "Group," or "Company" refer to the TRATON GROUP. The activities of TRATON Financial Services are of subordinate relevance to the non-financial statement and were only included in the information on the EU Taxonomy. The acquisition of Navistar by TRATON was completed in 2021. Navistar was included in all activities in 2023, with the exception of certain areas in the "Governance & Ethics" section. This is indicated accordingly.# Nichtfinanzielle Erklärung
Die nichtfinanzielle Erklärung enthält die wesentlichen Informationen, die nach HGB erforderlich sind, und bezieht sich auf die fünf nichtfinanziellen Aspekte Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Um die für das Unternehmen relevanten Themen innerhalb dieser nichtfinanziellen Aspekte herauszuarbeiten, hat TRATON im Jahr 2021 seine erste Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Die strategischen Schwerpunktbereiche wurden überprüft und auch für das Jahr 2023 für valide empfunden. Es wurde daher keine neue Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Das Geschäftsmodell und die strategischen Schwerpunktbereiche gelten weiterhin (siehe Tabelle „Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung“).
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Von der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeit, einen festen Berichtsrahmen zu verwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Dennoch orientiert sich die nichtfinanzielle Erklärung an dem Standard der Global Reporting Initiative (GRI), soweit er für unsere identifizierten wesentlichen Themen relevant ist. Ausführliche Informationen zum Geschäftsmodell des Unternehmens finden sich im Abschnitt „Grundlagen der TRATON GROUP“ im Zusammengefassten Lagebericht. Im Rahmen unseres integrierten Risikomanagements wurde im Hinblick auf nichtfinanzielle Risiken festgestellt, dass sich aus unseren eigenen Geschäftsbeziehungen, Geschäftstätigkeiten, Produkten und Dienstleistungen keine sehr wahrscheinlichen Risiken mit schwerwiegenden negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte ergeben.
Der Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsbestrebungen von TRATON liegt auf den von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedeten Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Indem wir unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen an diesen globalen Zielen ausrichten, wollen wir zur Erreichung der Agenda 2030 der UN beitragen. Für TRATON als Unternehmen, das hauptsächlich Nutzfahrzeuge herstellt, bedeutet dies, dass wir einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Transportbranche leisten wollen. Mit seiner Beteiligung am UN Global Compact unterstützt TRATON die Prinzipien dieser Initiative und bekräftigt mit der „Erklärung der anhaltenden Unterstützung“ seinen Beitrag zu den Zielsetzungen der UN.
Nachhaltigkeit ist ein in den Marken der TRATON GROUP fest verankertes Konzept. Da der Konzern dezentral organisiert ist, setzen die einzelnen Marken ihre Prioritäten, Ressourcen und Methoden individuell im Einklang mit ihrer eigenen Unternehmenskultur und Strategie ein. TRATON als übergeordnetes Markendach schafft ein Umfeld, in dem sich die Konzernmarken gegenseitig unterstützen, um von ihren individuellen Stärken zu lernen und Synergien zu nutzen. Im Mittelpunkt dieses Dialogs und Entwicklungsprozesses stehen Lösungen, die den Ausstoß von Treibhausgasen und Schadstoffen deutlich reduzieren sollen. Der zentrale Funktionsbereich Nachhaltigkeit bei TRATON berichtet über das TRATON Sustainability Board direkt an den Vorstandsvorsitzenden und alle anderen Mitglieder des Vorstands und ist für die Koordination des Nachhaltigkeitsmanagements bei TRATON verantwortlich.
Die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie von TRATON ist eine bereichsübergreifende Aufgabe mit Verantwortlichkeiten auf der Ebene der Marken und in mehreren zentralen TRATON-Funktionen. Im Jahr 2023 wurde ein ESG-Funktionsbereich gegründet, der direkt dem Finanzvorstand unterstellt ist und der auf Konzernebene die für die Kapitalmärkte relevanten ESG-Themen koordiniert. Unter anderem ist dieser Bereich für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung von TRATON gemäß der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) verantwortlich, welche erstmals für das Geschäftsjahr 2024 umgesetzt wird.
Das TRATON Sustainability Board wird vom Vorstandsvorsitzenden der TRATON GROUP geleitet. Darin sind die zentralen TRATON-Funktionsbereiche Nachhaltigkeit und ESG vertreten. Ferner ist jede Marke durch den jeweiligen CEO und den Head of Sustainability vertreten. Das TRATON Sustainability Board gibt die allgemeine strategische Ausrichtung vor, definiert den Umfang der Zielsetzungen und bestimmt die strategischen Schwerpunktbereiche mit Nachhaltigkeitswirkung für die TRATON GROUP. Neue Programme und Maßnahmen werden abschließend vom TRATON Sustainability Board und auf der Ebene der einzelnen Marken genehmigt. Die Umsetzung und Implementierung liegt in der Eigenverantwortung der Marken. Im Jahr 2023 hielt das TRATON Sustainability Board vier Sitzungen ab.
Gemeinsam mit den Marken des Konzerns wurde 2021 analysiert, welche wesentlichen Themen für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Auswirkungen von Aktivitäten der TRATON GROUP auf die fünf nichtfinanziellen Aspekte relevant sind (siehe Tabelle „Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung“).
TRATON GROUP
Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Als Ergebnis wurden drei strategische Schwerpunktbereiche identifiziert, die wesentlich zur Transformation des Transportsektors und zur Erreichung der SDGs beitragen können. Jeder dieser strategischen Schwerpunktbereiche deckt wesentliche Themen ab, die für TRATON identifiziert wurden:
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Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Nichtfinanzielle Aspekte | Strategische Schwerpunktbereiche | Wesentliche Themen |
|---|---|---|
| Umweltbelange | Dekarbonisierung & Kreislaufwirtschaft | Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft |
| Arbeitnehmerbelange | Menschen & Vielfalt | Vielfalt & Inklusion, Bildung & Humankapital |
| Sozialbelange | Faire Arbeitsbedingungen | |
| Bekämpfung von Korruption und Bestechung | Governance & Ethik | Wertebasierte Governance, Compliance |
| Achtung der Menschenrechte | Menschenrechte |
Die Verfolgung von Managementansätzen für die als wesentlich definierten Themen ist in erster Linie die Aufgabe der Marken. TRATON arbeitet kontinuierlich mit den Marken zusammen, um herauszuarbeiten, welche Kompetenzen innerhalb der Marken bereits vorhanden sind und auf welche Weise zukünftig Synergien genutzt werden können. Es ist unser Bestreben, dafür die effizienteste und effektivste Rollenverteilung innerhalb der Gruppe zu schaffen. Gegenwärtig wird ein entsprechendes Zielbild erarbeitet. Die Ausgestaltung von konzernweiten oder markenspezifischen Managementansätzen richtet sich nach den unterschiedlichen Marktanforderungen unserer Marken sowie dem unterschiedlichen Reifegrad einzelner Nachhaltigkeitsthemen. Derzeit arbeiten wir daran, den Status der Maßnahmen der einzelnen Marken transparent darzustellen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Ziel ist es, hierüber im Rahmen unserer ersten CSRD-Berichterstattung für das Jahr 2024 zu berichten.
Wenn möglich, werden übergreifende Managementansätze für alle Marken angewendet. Dies gilt aktuell insbesondere für die wesentlichen Themen „Vielfalt & Inklusion“, „Bildung & Humankapital“ sowie den strategischen Schwerpunktbereich „Governance & Ethik“. Immer dann, wenn die Eignung von Managementansätzen stärker von den Produktionsbedingungen, dem Produktportfolio oder regulatorischen Anforderungen abhängt, haben die Marken die Leitung. Dies gilt insbesondere für die im strategischen Schwerpunktbereich „Dekarbonisierung & Kreislaufwirtschaft“ identifizierten wesentlichen Themen sowie für „Faire Arbeitsbedingungen“. Wichtig für TRATON sind der ständige Austausch und die aktive Zusammenarbeit der Wissensträger im Konzern. Dies zu koordinieren, ist die Aufgabe des TRATON Sustainability Board.
Der sich wandelnde Transportsektor ist ein Schlüsselelement der klimazielorientierten Transformation. Klimaschutz ist eines der Ziele für die Aktivitäten der TRATON GROUP im Bereich Dekarbonisierung & Kreislaufwirtschaft. Deshalb hat TRATON im Jahr 2022 ein Umwelt-Compliance-Management-System (Environmental Compliance Management System – ECMS) implementiert. Im Rahmen des ECMS sind die Gesellschaften der TRATON GROUP angewiesen, in allen Bereichen ihres Geschäftsbetriebs und über den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte und Dienstleistungen hinweg sich mit Umweltmanagement zu befassen, um ihre Umweltauswirkungen zu minimieren. Das ECMS ist eine Weiterentwicklung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001. Die Integration des Compliance-Aspektes soll die Einhaltung geltender Verordnungen sicherstellen, potenzielles Fehlverhalten aufdecken und der Verhinderung eines solchen Fehlverhaltens in Zukunft dienen.
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Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
TRATON ist bestrebt, einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Transportsektors zu leisten. Mit Blick auf die Realisierung einer ganzheitlichen Dekarbonisierung betrachten und analysieren die Marken der TRATON GROUP die Emission von Treibhausgasen (THG) für die Scopes 1–3. Dazu arbeiten alle Marken der TRATON GROUP mit mehreren TRATON-Zentralfunktionen zusammen.# Die TRATON GROUP hat sich nachdrücklich zu einer weiteren Reduzierung der THG-Emissionen ihrer Produkte verpflichtet, damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden können und die globale Erderwärmung auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau begrenzt wird. Der wichtigste Hebel für TRATON, einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten, ist die Elektrifizierung des Produktportfolios. Wir messen unseren Fortschritt dabei an der Entwicklung der BEV-Absatz-Quote. Diese Quote beschreibt das Verhältnis von batterieelektrischen und brennstoffzellen-elektrischer Fahrzeuge in Einheiten zur Gesamtzahl verkaufter Fahrzeuge, wobei das Modell MAN eTGE ausgenommen ist. Die Marken verfolgen eigene THG-Reduktionsprogramme. Dazu hat beispielsweise Scania wissenschaftlich fundierte Klimaziele für das Unternehmen verabschiedet, die von der Science Based Targets Initiative (SBTi) 2020 offiziell bestätigt wurden. Im Rahmen dieser Bestrebungen plant Scania, die CO2-Emissionen aus dem eigenen Betrieb bis 2025 im Vergleich zu 2015 in absoluten Zahlen um 50 % (Scope 1 und 2) zu senken und die Emissionen der Scania-Fahrzeuge im gleichen Zeitraum um 20 % pro Kilometer zu reduzieren (Intensitätsziel, Scope 3, Kategorie 11). Im April 2023 haben Scania und Northvolt eine gemeinsam entwickelte Batteriezelle für den Schwerlastverkehr vorgestellt. Bereits seit September 2023 werden Batteriezellen in Nordschweden in der Gigafabrik Northvolt ETT gefertigt und bei Scania in einer neuen, 18.000 m2 großen Fabrik in Södertälje zu Batterie-Packs zusammengesetzt. Dadurch ebnen wir den Weg für die Serienfertigung von Premium-Elektro-Lkw von Scania zum Einsatz für den regionalen Transport. Schon 2022 hat Scania die Dekarbonisierungsziele in der Lieferkette weiter konkretisiert. Demnach sollen bis zum Jahr 2030 in der Scania-Produktion in Europa 100 % grüne Batterien, 100 % grüner Stahl, 100 % grünes Aluminium und 100 % grünes Gusseisen verwendet werden. Scania definiert „grün“ als die Beseitigung der Hauptemissionsquellen durch den Einsatz von neuen Technologien, grünem Strom und/oder recycelten Materialien. Im Jahr 2023 hat Scania Fortschritte bei der Dekarbonisierung der Lieferkette gemacht und den ersten Auftrag für grünen Stahl vergeben. Durch den Vertrag mit H2 Green Steel erhält Scania nachhaltig produzierten Stahl für den Bau von Lkw. Damit kann das Unternehmen einen weiteren großen Schritt hin zur Verbesserung der Klimabilanz seiner Fahrzeugproduktion machen. Die Produktion wird 2025 im neuen Werk von H2 Green Steel in Nordschweden aufgenommen. Geliefert werden die nachhaltig gefertigten Materialien ab 2027. Darüber hinaus unterzeichneten Scania und SSAB im Jahr 2023 eine Absichtserklärung zur Dekarbonisierung aller Stahllieferungen von SSAB zur Verwendung in den schweren Fahrzeugen von Scania ab dem Jahr 2030. Bereits 2021 trat MAN der SBTi bei. Die kurzfristigen Ziele des Unternehmens wurden im Jahr 2022 validiert. Im Rahmen seines Bekenntnisses zur SBTi-Kampagne „Business Ambition for 1.5°C“ will MAN bis spätestens 2050 treibhausgasneutral sein. Das Unternehmen plant, die Validierung seines Netto-Null-Ziels von der SBTi einzuholen, sobald die SBTi die Vorlage von Zielen durch Automobilhersteller wieder zulässt. Zu den kurzfristigen Zielen gehören die Reduzierung der absoluten THG-Emissionen an den weltweiten Standorten des Unternehmens (Scope 1 und 2) um 70 % bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2019 und eine Reduzierung der Flotten-THG-Emissionen pro Fahrzeugkilometer bei den bereits beim Kunden im Einsatz befindlichen Lkw, Bussen und Transportern von MAN (Scope 3) um 28 % im selben Zeitraum. Im Jahr 2022 hatte MAN beschlossen, ein Werk für die Produktion von Batterie-Packs in Nürnberg anzusiedeln. Die Grundsteinlegung für den Bau begann Ende 2023. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen soll die Batterieproduktion 2025 auf der neuen Produktionsanlage hochgefahren werden. Navistar hat im Berichtsjahr eine vollständige CO2-Bilanz für 2022 aufgestellt. Dabei wurden die Emissionen in allen Scopes gemessen. Im Berichtsjahr hat sich Navistar verpflichtet, auf Grundlage dieser Messungen wissenschaftsbasierte Ziele zu entwickeln, die mit den SBTi-Kriterien im Einklang stehen, und diese Ziele zur Validierung vorzulegen. Navistar beabsichtigt, diese Ziele zeitnah nach der Veröffentlichung der SBTi-Leitlinien für die Berechnung der Ziele für den Automobilsektor vorzulegen. Navistar hat 2023 darüber hinaus die Energieeffizienz als Kriterium in seinen Jahresbonus aufgenommen. Mit dieser Kennzahl misst Navistar die Energieintensität (Energieverbrauch pro Produktionseinheit) der wichtigsten Anlagen. Sie wird 5 % der Gesamtanreize des Unternehmens ausmachen. Die Energieintensität steht in direktem Zusammenhang mit der Verringerung der CO2-Emissionen, da auf Scope-2-Emissionen der größte Anteil direkten und indirekten Emissionen im Produktionsprozess von Navistar entfällt.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Auch VWTB hat die Bestrebungen zur Dekarbonisierung im Jahr 2023 fortgesetzt. Das Ergebnis dieser Bestrebungen war die Senkung des Strom- und Erdgasverbrauchs durch die Umstellung des Beleuchtungskonzepts in den Produktionsanlagen und die Steigerung der Effizienz von Kühlsystemen. Darüber hinaus stammt etwa 71 % des verwendeten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, was den Ausgleich von Scope-2-THG-Emissionen ermöglicht. Zertifiziert wurde dies vom Interstate Renewable Energy Council (I-REC). Im Einklang mit der Dekarbonisierungsstrategie wurde die Messung und Überwachung der THG-Emissionen verbessert, mithilfe der Berücksichtigung einer Diagnose der Aktivitäten, der Anpassung an die Methodik des GHG Protocol und eines von Dritten verifizierten Kohlenstoffinventars. VWTB hatte sich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um seine THG-Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2023 um 5 % gegenüber 2021 zu reduzieren. Mit einer Reduktion von 10,7 % konnte dieses Ziel übererfüllt werden. Es wurde insbesondere, durch die Einführung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, die Verpflichtung zur Verwendung von Ethanol in der Fahrzeugflotte (flex-Kraftstoff) und die Steigerung der Energieeffizienz im Werk Resende in Brasilien erreicht.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes für batterieelektrische schwere Lkw und Fernbusse. Mit einer neuen Dienstleistungsgesellschaft, der TRATON Charging Solutions AB, bietet die TRATON GROUP den Kunden ihrer Marken seit 2023 Zugang zu Ladestationen. Der Dienstleister umfasst ein Netz öffentlicher Ladestationen in zwölf Ländern Europas und bündelt Vertragsabschluss, Rechnungsstellung, Routenplanung und Nutzungsinformationen unter einem Dach. TRATON möchte damit dazu beitragen, den wachsenden Bedarf an Lademöglichkeiten außerhalb der Betriebshöfe zu decken, der mit dem Anstieg elektrischer Nutzfahrzeuge einhergeht. Einer der ersten direkt beauftragten Ladepunktbetreiber ist Milence, das Gemeinschaftsunternehmen von TRATON, Daimler Truck und Volvo Group. Milence plant bis 2027, mindestens 1.700 mit Ökostrom betriebene Hochleistungsladepunkte an oder in der Nähe von Autobahnen sowie in Logistikzentren in Europa aufzubauen und zu betreiben. Im Dezember 2023 hat Milence an einem Lkw-Parkplatz in Venlo in den Niederlanden die erste Phase der ersten Ladestation gestartet. Diese Ladestation besteht aus vier Ladebuchten. Die zweite Phase und weitere Ladestationen werden in 2024 in ganz Europa eröffnet.
Die Priorität der TRATON GROUP im Rahmen ihrer Dekarbonisierungsstrategie ist es, sich auf vollelektrische Fahrzeuge zu konzentrieren. Als Teil unserer Strategie haben wir uns das Ziel gesetzt, dass bis 2030 in den relevanten Regionen (EU27+3, USA und Kanada) rund die Hälfte unserer jährlichen Neuverkäufe emissionsfreie Fahrzeuge sind¹. Dieses Ziel steht unter dem Vorbehalt, das die notwendigen Rahmenbedingungen, wie z.B. der Ausbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur, vorhanden sind. MAN hat den Verkauf des ersten schweren Elektro-Lkw gestartet. Es ist ein weiterer Meilenstein in der Dekarbonisierung des Güterverkehrs. Rund 700 Bestellungen und Bestellanfragen liegen insgesamt vor. Der überwiegende Teil entfällt auf die Großserienproduktion, die ab 2025 im MAN-Werk München startet. Erste Fahrzeuge werden bereits 2024 an Kunden ausgeliefert. Außerdem hat MAN 2023 den Verkauf einer 10-Meter-Version des Lion‘s City E gestartet. Der 10-Meter-Bus vervollständigt die vollelektrische City-Bus-Familie mit ihren 12- und 18-Meter-Varianten.
¹ Siehe BEV-Absatz-Quote in der Tabelle „Auftragseingang und Absatz TRATON Operations nach Ländern“ im Abschnitt „Ertragslage“.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Navistar arbeitet auch zukünftig mit Kunden, politischen Entscheidungsträgern und anderen Parteien zusammen, um die Elektrifizierung seines Marktes voranzutreiben. Hierzu gehört die Zusammenarbeit mit der US-Umweltschutzbehörde (US Environmental Protection Agency, EPA) und anderen Regulierungsbehörden der USA. So soll sichergestellt werden, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen im Bereich der schweren Straßenfahrzeuge in der Politik angemessen Berücksichtigung finden. Von Relevanz ist hier vor allem die aktuelle Arbeit der Umweltschutzbehörde an der dritten Phase der Treibhausgasregulierung sowie ihrer Anreizprogramme für die Elektrifizierung von Fahrzeugen. Darüber hinaus wurde mit einem Element des Jahresbonus von Navistar die Bereitschaft von Händlern gemessen, Elektrofahrzeuge zu verkaufen und zu befürworten. Navistar ist bestrebt, beim Absatz auf dem US-Markt bis 2030 eine Quote von 50 % und bis 2040 von 100 % neuer batterieelektrische Fahrzeuge zu erreichen. VWTB hat am Standort Resende 2019 das innovative e-Konsortium gegründet.# Die Hauptaufgabe des e-Konsortiums
besteht darin, den Kunden von VWTB neben dem Produkt selbst auch die gesamte betriebliche Infrastruktur bereitzustellen sowie Dienstleistungen zu erbringen, u.a. Leistungen im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement. Ziel ist es, eine umfassende Unterstützungsstruktur für Elektro-Lkw zu entwickeln und am Standort zu etablieren, von der Fahrzeugherstellung über den Aufbau der Ladeinfrastruktur bis hin zum Management des Lebenszyklus der Batterie.
Im Rahmen ihres Engagements für die Nachhaltigkeit des Transportsektors setzt die TRATON GROUP auch auf das Konzept der Kreislaufwirtschaft. Da ein wesentlicher Teil der Industrieemissionen aus der Nutzung von Ressourcen wie Stahl, Aluminium und Chemikalien resultiert, hat die Steigerung der Ressourceneffizienz eine hohe Bedeutung, insbesondere über das Recycling von Rohstoffen und die Verlängerung von Lebenszyklen. Im Jahr 2023 hat die TRATON GROUP ein Drei-Säulen-Konzept für die Kreislaufwirtschaft beschlossen. Wesentliche Bausteine sind Maßnahmen, Strategie und Denkweise.
Der erste Baustein zielt darauf ab, die bestehenden Wiederaufbereitungsaktivitäten auszubauen und eine stärkere Integration innerhalb des Konzerns zu erreichen. Dazu gehört auch der Aufbau eines gemeinsamen Logistiknetzes, um Synergiepotenziale zu realisieren. Die zweite Komponente dient dazu, die Erarbeitung geeigneter konzernweiter Ziele und entsprechende KPIs zur Messung des Fortschritts voranzutreiben. Der dritte Baustein hat den Aufbau konzernweiter Design-Grundsätze und eine an den Ideen der Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Denkweise (Circular First) zum Ziel. Dadurch soll die Umsetzung von Kreislauffähigkeit in der Produktentwicklung und im Produktmanagement unterstützt werden. Der Start dieser Initiativen wurde vom TRATON Sustainability Board genehmigt und sollen bis Ende 2024 umgesetzt werden.
TRATON ermutigt zudem die strategischen Partner auf Markenebene, an Konzepten zu arbeiten, die es dem Konzern ermöglichen, sowohl in den vor- als auch in den nachgelagerten Stufen unserer Wertschöpfungskette Verantwortung zu übernehmen und den Austausch von Best Practices zwischen den Marken zu fördern. Eine zentrale Plattform dafür ist die TRATON Sustainability Leadership Group.
Schon heute ergreifen unsere Marken Initiativen für eine stärker an Kreisläufen orientierte Produktion. Scania konzentriert sich auf die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten, die Wiederaufbereitung von Ersatzteilen und die Förderung des Recyclings am Ende der Produktlebensdauer. Eine besondere Herausforderung bei der Steigerung der Ressourceneffizienz und der gleichzeitigen Elektrifizierung des Transportsektors ist die Recyclingfähigkeit von Batteriezellen. Scania und die Northvolt AB, Schweden, haben eine kontinuierliche Partnerschaft im Bereich der Entwicklung und Kommerzialisierung der Batteriezellentechnologie für schwere Fahrzeuge. Gemeinsam investieren sie in die europäische Wertschöpfungskette für die Batterieherstellung, von der Verarbeitung von Rohstoffen über die Produktion von Batteriezellen und -systemen bis hin zum Aufbau einer Recycling-Infrastruktur.
MAN hat folgende Hauptziele für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft definiert: (1) die Schließung des Materialkreislaufs, (2) die Optimierung der Lebensdauer von Produkten und Komponenten und (3) die Verbesserung der Produktnutzung und -verwertung. Aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung der Fahrzeugflotte wurde die Erarbeitung von Möglichkeiten für eine Zweitnutzung (d.h. in einem anderen Fahrzeug) oder für einen zweiten Einsatzbereich (d.h. in einer anderen Anwendung, z. B. als mobiler Energiespeicher) von gebrauchten Batterien vor dem Recycling auch 2023 in der Forschung bei MAN beleuchtet. Die intelligenten digitalen Dienstleistungen von MAN unterstützen ebenfalls den Übergang zu einer stärkeren Verankerung in der Kreislaufwirtschaft. So hilft das proaktive Wartungs- und Reparaturmanagementsystem MAN ServiceCare dabei, Verschleißteile zum richtigen Zeitpunkt auszutauschen, um größere Funktionsausfälle bei Fahrzeugen zu verhindern und so deren Lebensdauer zu optimieren. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Upgrades für digitale Fahrprogramme weitergeführt, mit denen die Auslastung der Fahrzeuge verbessert wird, ohne dass Werkstattaufenthalte oder die Installation neuer Hardware erforderlich sind. Ermöglicht wird dies durch die Nachrüstlösung MAN Now, die auf einer flexiblen Over-the-Air-Technologie basiert.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Bereits 2021 hatte VWTB mit der Universität des Bundesstaates Rio de Janeiro (UERJ) eine Zusammenarbeit im Projekt „UERJ Circular“ gestartet. Das Projekt zielt darauf ab, Studien, Forschungen und Maßnahmen zu entwickeln, die die Kreislauffähigkeit der vom Unternehmen entwickelten Prozesse und Produkte fördern. Im Jahr 2023 wurden in diesem Rahmen 18 Mitarbeiter von VWTB im Bereich kreislauffähiges Design an der UERJ geschult. Außerdem wurde die Entwicklung von Projekten mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor gestartet.
Scania hat für sich konkrete Ziele formuliert, um die Wiederverwendung und das Recycling in der Produktion zu steigern. So soll bis 2025 die Menge an nicht recyceltem Abfallmaterial im Vergleich zu 2015 um 50 % reduziert werden. Die Wiederaufbereitung von gebrauchten Teilen ist dabei ein wichtiger Teil des Kreislaufgedankens. Hierbei werden Teile aus der Wertschöpfungskette zurückgeführt, um sie wiederaufzubereiten und über das Scania-Servicenetz zu verkaufen oder in Produktionsprozessen wiederzuverwenden.
MAN bereitet gebrauchte Teile wie Motoren, Kühlwasserpumpen, Kurbelwellen, viele verschiedene Teile für das Laden und Kühlen sowie Antriebsstrangkomponenten auf und vermarktet sie wieder unter der Marke MAN Genuine Parts ecoline. Im Jahr 2023 wurden ca. 53.255 ecoline-Teile aufbereitet und verkauft, ein Rückgang um 17 %. Dies ist u.a. auf Qualitätsverbesserungen, Altteile- bzw. genereller Teileverfügbarkeit zurückzuführen. Der Umsatz im ecoline-Teilgeschäft konnte durch die Aufbereitung hochwertiger Fahrzeugkomponenten um 9 % gesteigert werden. Darüber hinaus hat MAN im Februar 2023 das REVAMP-Projekt gestartet. Mit dem Projekt soll die Automatisierung von Prozessen für die Beurteilung des Zustands von gebrauchten Fahrzeugbatterien gefördert werden. Basierend auf diesem Wissen sollen Batterien für eine spätere Verwendung im Fahrzeug (Zweitnutzung) oder für andere Zwecke (zweiter Einsatzbereich) wirtschaftlich aufbereitet werden. Ein Konsortium aus neun Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ist in dieses Projekt eingebunden, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanziert wird. Das Konsortium steht unter der Leitung von MAN Truck & Bus.
Navistar konzentriert sich im Bereich der Ressourceneffizienz auf die Wiederaufbereitung von gebrauchten Teilen. Das Unternehmen sammelt gebrauchte Teile mithilfe von vier zentralen Einrichtungen. Hier werden zunächst die Teile bewertet, die für die Wiederaufbereitung vorgesehenen sind. Anschließend werden sie über ein Netzwerk aus rund 50 Lieferanten wiederaufbereitet. Die wiederaufbereiteten Teile („ReNEWed“) werden über das Ersatzteilvertriebsnetz vertrieben und auf diese Weise einem neuen Produktlebenszyklus zurückgeführt. Mehr als 3.000 verschiedene Typen von Einzelteilen werden im Rahmen dieses Prozesses regelmäßig wiederaufbereitet. Im Berichtszeitraums hat Navistar einen neuen Rückwärtslogistikprozess in einer fünften zentralen Einrichtung eingeführt. Sie stellt die Sammlung von Batterien für Elektrofahrzeuge sowie die kommerzielle Vermarktung der ReNEWed-Version solcher Batterien für den Einsatz im Garantieaustausch sicher.
Im Berichtsjahr hat VWTB weiter an der Verbesserung seines Wiederaufbereitungsportfolios und der Steigerung des Umsatzes mit mehr als 74 (Vorjahr: 71) wiederaufbereiteten Teilen gearbeitet. Zu den weiteren Bemühungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft gehörte das Upcycling von Textilabfällen für das Sozialprojekt von Volkswagen, bei dem Näherinnen neue Materialien herstellen.
Die Attraktivität und Innovationskraft einer Organisation hängt im Wesentlichen davon ab, wie gut sie die individuellen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter erkennt und nutzt. Gerade vor dem Hintergrund des fortschreitenden Strukturwandels in der Arbeitswelt wird Vielfalt in Bezug auf die Tätigkeitsprofile und Qualifikationen der Mitarbeiter immer wichtiger. Die Bereitstellung der richtigen Kompetenzen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die TRATON GROUP. TRATON ist auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter angewiesen. Wir wollen unseren Mitarbeitern ein sicheres und attraktives Arbeitsumfeld bieten, in dem sie ihr volles Potenzial entfalten können.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
TRATON steht für Chancengleichheit für alle. Wir dulden keine Diskriminierung aufgrund von ethnischer oder nationaler Herkunft, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Religion, Weltanschauung, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung, Hautfarbe, politischer Einstellung, sozialem Hintergrund oder sonstiger gesetzlich geschützter Merkmale. Wir begrüßen Vielfalt, fördern aktiv Inklusionsbemühungen und schaffen ein Umfeld, in dem die Einzigartigkeit jedes Mitarbeiters im Interesse des Unternehmens wertgeschätzt wird. TRATON hat die Kernprinzipien von Vielfalt und Inklusion in seiner Unternehmenskultur und allgemeinen Strategie verankert. Unsere Selbstverpflichtung für eine vielfältige und integrative Belegschaft haben wir untermauert, in dem wir die Charta der Vielfalt im Jahr 2017 unterzeichnet haben und 2020 Mitglied der „Charta der Vielfalt“ in Deutschland wurden. Nachdem auch MAN bereits 2017 die Charta der Vielfalt in Deutschland unterzeichnet hatte, wurde die Charta 2023 auch in Österreich und Frankreich unterzeichnet.# Die Charta ist eine unternehmerische Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen.
Ihre Zielsetzung ist es, Anerkennung, Wertschätzung und Integration von Vielfalt in die Unternehmenskultur zu fördern. Im Februar 2023 hat die TRATON GROUP eine Verpflichtung zur Förderung von Vielfalt und Inklusion bei TRATON unterzeichnet. Diese Verpflichtung bildet markenübergreifend die Grundlage zur weiteren Verbesserung der Arbeitsplatzkultur in der gesamten TRATON GROUP. Sie beschreibt unsere gemeinsamen Verantwortlichkeiten, Verpflichtungen und Maßnahmen. Das aus Vertretern aller Marken zusammengesetzte Team für Vielfalt und Inklusion im Konzern soll unsere gemeinsame Strategie, Vision, Aktivitäten und Einhaltung von KPIs für Vielfalt und Inklusion in der ganzen TRATON GROUP sicherstellen. Für das Diversitätsmanagement sind für jede Marke spezifische Teams verantwortlich. Im Einklang mit der Konzernstrategie für Vielfalt und Inklusion führen sie eine Vielzahl an Maßnahmen und Initiativen durch.
Um ein umfassendes Bild über die Haltung unserer Mitarbeiter zum Themengebiet Vielfalt und Inklusion zu erhalten, hat TRATON die jährliche Mitarbeiterbefragung drei Fragen zur Wahrnehmung von Vielfalt und Integration erweitert. Diese Fragen bilden den Index für Vielfalt und Integration [0–100] ab, bei dem wir im Jahr 2023 eine Gesamtpunktzahl von 79,9 und im Jahr 2022 von 80,5 erreicht haben.
Die Beschäftigung und Förderung von Mitarbeitern mit einem möglichst breiten Spektrum an Fähigkeiten, Kenntnissen, Hintergründen und Erfahrungen sind in der TRATON GROUP wichtige Bausteine zur Förderung einer inklusiven Unternehmenskultur. Sie wird als Voraussetzung für den Geschäftserfolg betrachtet. Grundsätzlich werden unsere Mitarbeiter anhand ihrer Qualifikationen und Fähigkeiten ausgewählt, eingestellt und gefördert. Diese Vorgehensweise ist in unserem Skill-Capture-Ansatz verankert, der die Strategie und Methodik der TRATON GROUP für Vielfalt und Inklusion beschreibt. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Managementteams und Mitarbeiter durch eine kontinuierliche Sensibilisierung mit Blick auf Vielfalt und Integration weiterzuentwickeln. Durch Maßnahmen und Verantwortungsübertragung werden Werte geschaffen. Dieser systematische Ansatz hilft zudem Führungskräften bei der Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern.
Im Jahr 2023 hat VWTB weitere Maßnahmen ergriffen, um auch ihre Stakeholder in die Verbreitung der Kultur von TRATON für Vielfalt und Inklusion einzubinden. Dabei wurde der Skill Capture Ansatz bei den Partnern im Produktionssystem Consórcio Modular am Standort Resende in Brasilien gefördert. Das Management von Scania nutzt den Skill-Capture-Ansatz um Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion zu fördern sowie ein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Der Ansatz dient den Mitarbeitern als Leitlinie und legt den Fokus verstärkt auf dessen Integration in alle betrieblichen Aspekte. Er wird von sogenannten Ambassadors und Fortschrittsberichten („Revisits“) flankiert. Die Fortschrittsberichte verdeutlichten einen globalen Fokus auf die Einstellung von Mitarbeitern, inklusive Arbeitsweisen, Teambildung und Mentoring, was zu einem Austausch von gemeinsamen Best Practices geführt hat. Im 2. Quartal 2023 hat Scania ein Projekt zur Überprüfung des Skill-Capture-Ansatzes gestartet, das darauf abzielt, Vielfalt und Inklusion unter genauer Berücksichtigung der Geschäftsergebnisse in der gesamten Organisation zu verbessern. Einbezogen wurden interne und externe Stakeholder. Dies ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Um Chancengleichheit für Frauen und Männer bei der Besetzung von Führungspositionen zu schaffen, haben die Marken der TRATON GROUP eine Vielzahl von Ansätzen und Initiativen verankert und bezogen auf ihre Bedürfnisse individuelle Lösungen entwickelt. TRATON hat sich das Ziel gesetzt, einen Anteil von 20 % Frauen in Führungspositionen bis 2024 und einen Anteil von 30 % bis 2029 zu erreichen. Mit einer Quote von 21,5 % für das Berichtsjahr 2023 wurde das erste Zwischenziel bereits erreicht. Für die Realisierung der Chancengleichheit unterstützen wir potenzielle Kandidatinnen auf dem Weg in eine Führungslaufbahn durch Personalentwicklungsmaßnahmen wie dem Mentoring-Programm und einem Orientierungsprogramm. Neue Führungskräfte werden geschult, um alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmensweit für das Thema Chancengleichheit zu sensibilisieren.
Um Frauen in ihrer beruflichen Karriere zu unterstützen, verwendet MAN in der internen wie externen Kommunikation Frauen als Vorbilder. MAN hat in Kooperation mit dem FC Bayern ein Female Empowerment Networking Event mit rund 80 Teilnehmerinnen veranstaltet. Dabei tauschten sich Studentinnen und Mentorinnen des Bayern-Mentoring-Programms, das Mädchen und jungen Frauen unterstützt, sowie Mitarbeiterinnen von MAN und des FC Bayern über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus. Bei Navistar haben rund 140 Frauen das Führungskräfteentwicklungsprogramm über das Empowering Women Network absolviert. Dabei handelt es sich um ein virtuelles Weiterbildungsprogramm, mit dem die Defizite in den Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Frauen abgebaut werden sollen.
2023 hat MAN die We@MAN-Reihe gestartet. Dabei erörterten Mitglieder der obersten Führungsebene des Unternehmens relevante Themen mit Gruppen von Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen. Bis Ende 2024 sind zu verschiedenen Themen Sitzungen mit allen Vorstandsmitgliedern geplant. Talking Diversity ist ein weiteres Kommunikationsformat, um mit den Mitarbeitern über Themen der Vielfalt zu sprechen. Im Jahr 2023 beschäftigten sich die Teilnehmer mit Themen wie geschlechtsspezifische Stereotypen am Arbeitsplatz, oder Teilzeitarbeit. Auch Auszubildenden nahmen von Anfang an an Workshops teil, um mehr über Vielfalt und Inklusion zu erfahren.
Mathias Carlbaum, President und CEO von Navistar, hat auch 2023 die Initiative CEO Action for Diversity & Inclusion unterstützt. Dabei handelt es sich um ein von Vorstandsvorsitzenden geleitetes unternehmerisches Bekenntnis im Wirtschaftssektor, um Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz sowie in der Gesellschaft zu fördern. Darüber hinaus hat das Team von Navistar für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion eine Stelle geschaffen, zuständig für die Personalrekrutierung nach Vielfaltsaspekten sowie eine zur Erweiterung der Kommunikation im Bereich Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion. Bei VWTB wurde eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat über das Women Protection Program getroffen, bei dem es unter anderem um Arbeitsplatzsicherheit, psychologische und soziale Unterstützung sowie Rechtshilfe für Frauen in schwierigen Situationen geht. Mithilfe von Analysemethoden werden für jede Abteilung individuelle Pläne entwickelt, um die strategischen Ziele besser zu verankern und umzusetzen, wobei Vielfalt in allen Dimensionen angestrebt wird.
TRATON Human Resources verfolgt den Ansatz, für gleiche Bedürfnisse, gleiche Lösungen bereitzustellen. Unter Berücksichtigung der markenspezifischen Besonderheiten sollen auf diese Weise Synergien genutzt und ein Mehrwert für TRATON geschaffen werden. Hierzu treffen sich die Chief Human Resources Officers (CHROs) der TRATON SE und der Marken monatlich, um die strategische Ausrichtung festzulegen sowie die vereinbarten konzernweiten Aktivitäten zu besprechen.
Es wurden sechs Themen für die strategische und operationelle Ausrichtung formuliert, die durch ein markenübergreifendes Projektteam umgesetzt werden:
Diese sechs strategischen Schwerpunktthemen werden im People and Culture Strategy Execution Committee organisiert. Damit die operationellen Bedürfnisse erfüllt werden, besteht eine Verbindung zu HR Business Operations. Die Verantwortlichkeit des People and Culture Strategy Execution Committee für die Koordinierung aller Projektteams wechselt zwischen den Marken. Damit soll eine konzerneinheitliche Denkweise gefördert werden. MAN hat die Federführung im ersten Jahr übernommen.
Die grundlegende Prämisse für alle Schwerpunktbereiche ist das Leitmotto „Group first“. Wir erzielen eine Wertschöpfung für das Unternehmen durch markenübergreifende Zusammenarbeit, zielgerichtete gemeinsame Prioritäten und eine konsistente Umsetzung. In jedem Projektteam sind Kollegen aller Marken vertreten. Die Teams arbeiten auf der Grundlage eines gemeinsamen Bekenntnisses für die TRATON GROUP zusammen, wobei die unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligten respektiert und offen begrüßt werden. Ihre Arbeit basiert auf den gemeinsamen Grundsätzen, auf die sich die CHROs verständigt haben.
Für die operative Umsetzung und Unterstützung für den Geschäftsbetrieb hat Human Resources eine Projektstruktur geschaffen, deren Motto „one face to the customer“ ist. Dieser einheitliche Außenauftritt unterstützt alle personalbezogenen Bedürfnisse der Konzernfunktionen.
Im Berichtsjahr hat sich Scania auf die Einrichtung von ganzheitlichen Prozessen als Grundlage für die Umsetzung des neuen globalen Personalsystems konzentriert. Entwicklungsplanung und Fortbildung sind zwei der globalen Personalprozesse zur Entwicklung von Fähigkeiten und zur Förderung von Talenten. Damit soll sichergestellt werden, dass Scania die richtigen Mitarbeiter und Kompetenzen stets bedarfsgerecht zur Verfügung hat. Über die Scania Academy bietet das Unternehmen eine Reihe von Programmen an, die darauf abzielen, das Wissen und die Kompetenz der Mitarbeiter für die sich dynamisch entwickelnde Transportbranche zu fördern.Dazu zählen Umschulungsinitiativen, bei denen Mitarbeiter ohne vorherige Erfahrung in einem bestimmten Bereich auf Entwicklungspfade gebracht werden, die den Übergang des Einzelnen zu einer neuen Karriere im Unternehmen ermöglichen. Mit einer unternehmenseigenen Akademie ist Scania in der Lage, die erforderliche Kultur und die notwendigen Kompetenzen im Einklang mit den sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen kontinuierlich zu fördern. Höchste Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die Programme für Mitarbeiterführung. Sie reichen von Konzepten für Nachwuchsführungskräfte über alle Managementlevel bis zur Führungsebene. Hierzu wurden Partnerschaften mit Business Schools etabliert. Neben der individuellen Kompetenzentwicklung bietet die Scania Academy auch Konzepte zur kontinuierlichen Optimierung der Effektivität im Team durch das Konzept der Scania-Teamfabrik. Außerdem wird weiterhin großer Wert auf Lernforschung gelegt, zum Beispiel durch die Integration von entsprechenden Plattformen in die Lernsystemlandschaft des Unternehmens.
Bei MAN vermitteln interne Experten spezifische Fachkompetenzen und sorgen so für einen systematischen Wissenstransfer und die Schulung der Mitarbeiter. So dienen die E-mobility Experience Days der Schulung von Mitarbeitern, die im Vertrieb im Bereich Elektromobilität tätig sind. Alle in der Produktion tätigen Mitarbeiter werden mit Blick auf die technischen Veränderungen in der Fertigung und die besonderen Anforderungen der Hochvolttechnik geschult. Darüber hinaus erfordern weltweite strategische und technologische Innovationen wie emissionsfreie Mobilität, Digitalisierung und Automatisierung gezieltere Qualifizierungen und neue Lernformen. Die MAN Academy hat ihr Qualifizierungsangebot 2023 erweitert, um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen. Bei MAN liegt der Fokus der Aufstiegs- und Anpassungsqualifizierung (Upskilling und Reskilling) weiterhin stark auf der Kompetenzentwicklung in den Bereichen alternative Antriebe, Automatisierung, autonomes Fahren, Data Science und Softwareentwicklung sowie neue Arbeitsmethoden. Wichtig für alle Qualifizierungsinhalte war auch die Digitalisierung von Lernformaten, insbesondere die Implementierung von externen digitalen Lernplattformen.
Navistar bietet Entwicklungsmöglichkeiten für eingestellte Hochschulabsolventen wie das FALD-Programm (Finance and Accounting Leadership Development). Bei diesem Programm handelt es sich um ein dreijähriges Vollzeit-Rotationsprogramm zur Erkundung einer Karriere im Finanz- und Rechnungswesen. Es umfasst das Mentoring und die Interaktion mit Führungskräften, die Unterstützung bei den Studiengebühren und die Möglichkeit, den Standort zu wechseln Derzeit ist das Programm auf rund 30 Teilnehmer ausgelegt, zehn pro Jahr.
Im Berichtsjahr hat Navistar die Navistar University wiedereingeführt, ein Team für die Talententwicklung eingestellt und eine Lernsystemlandschaft aufgebaut. Die Navistar University ist nun ein unverzichtbares Tool zur Weiterentwicklung der Kultur und der Führungskompetenz im Unternehmen. Schwerpunkte der Navistar University sind die Förderung der strategischen Kompetenzen, die Navistar für die Umstellung auf neue Technologien und Prozesse benötigt. Ziele sind eine höhere Innovationskraft und die Fähigkeit, flexibler auf Veränderungen zu reagieren. Zu den wichtigsten Maßnahmen im Jahr 2023 für Navistar zählten:
Die VWTB Academy wurde im Jahr 2023 gestartet, um die technischen und strategischen Kompetenzen des Unternehmens zu stärken. Die Akademie steht derzeit allen Mitarbeitern der VWTB unbegrenzt zur Verfügung und wird durch eine digitale Plattform Success Factors unterstützt. Der Auftakt erfolgte in Brasilien, Mexiko soll 2024 an die Plattform angeschlossen werden. Die organisatorische Architektur wird umgestaltet, um eine lernende Organisation zu fördern. Dazu gehört die Einführung neuer Stellenbeschreibungen, mit denen Wissenserhalt und Wissenstransfer durch lokale Experten gefördert werden soll. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fundação Grupo Volkswagen ein Programm mit Fokus auf Softwareentwicklung, die sogenannte Code School, ins Leben gerufen, das auf Vielfaltsaspekte bei den Programmteilnehmern abzielt.
Als eines der weltweit führenden Unternehmen in der Nutzfahrzeugindustrie ist TRATON auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter angewiesen. Wir wollen unseren Mitarbeitern ein sicheres und attraktives Arbeitsumfeld bieten, in dem sie ihr volles Potenzial entfalten können. Ermöglicht wird dies durch unsere wertebasierte Kultur der Vielfalt, Offenheit und Transparenz. Wir sind bestrebt, unseren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten.
TRATON erkennt das Recht der Mitarbeiter an, Gewerkschaften zu bilden und an Tarifverhandlungen teilzunehmen. Die Einbeziehung von Arbeitnehmervertretern spielt in den Marken des Konzerns traditionell eine wichtige Rolle. Auf Konzernebene verfügt TRATON über zwei arbeitsrechtliche Foren, den Konzernbetriebsrat der TRATON GROUP und den Betriebsrat der TRATON SE. Mit diesen Gremien soll die multinationale Beteiligung unserer Arbeitnehmervertreter sichergestellt werden. Im Rahmen einer Zusatzvereinbarung mit dem SE-Betriebsrat ermöglicht das Unternehmen sogar die Einladung von Gästen außerhalb der Europäischen Union, sodass Arbeitnehmervertreter aus Standorten in aller Welt an den Sitzungen teilnehmen können. Darüber hinaus sind Vorstand und Arbeitnehmervertreter Teil eines Wirtschaftsausschusses zur Information über wirtschaftliche Fragen auf der Ebene des SE-Betriebsrats.
Das Recht der Arbeitnehmer auf Tarifverhandlungen über Arbeitsbedingungen ist international anerkannt. Bei TRATON gibt es Tarifverträge für die Mehrheit der Mitarbeiter in der gesamten Gruppe. Ferner sind die Mitarbeiter mehrheitlich durch Arbeitnehmervertretungen repräsentiert.
Faire Arbeitsbedingungen werden in der Erklärung zu Menschenrechten auf vielfältige Weise hervorgehoben. Diese Grundsatzerklärung gilt für alle Marken der TRATON GROUP. Sie enthält Abschnitte über die Ablehnung von Zwangsarbeit, die Ablehnung von Kinderarbeit und minderjährigen Arbeitskräften sowie die Gleichbehandlung bei der Beschäftigung. Auch die Themengebiete Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen sind Bestandteil der Erklärung. TRATON respektiert das Recht aller Mitarbeiter, Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen zu gründen und ihnen beizutreten, und lehnt jede Form von Diskriminierung aufgrund gewerkschaftlicher Aktivitäten ab. Darüber hinaus unterstreicht die Erklärung zur Menschenrechtspolitik, dass TRATON sich zu seiner Verantwortung für Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter und die kontinuierliche Verbesserung des Arbeitsumfelds bekennt. Die Einhaltung der Arbeitsschutzanforderungen wird über die Gesundheits- und Sicherheitssysteme der Marken sichergestellt.
TRATON ergreift auch die notwendigen Maßnahmen, um die Risiken in allen oben genannten Bereichen (Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Sklaverei, Missachtung von Arbeitssicherheit, Ungleichbehandlung bei der Beschäftigung, Missachtung der Vereinigungsfreiheit, Vorenthaltung angemessener Löhne) durch regelmäßige Risikoanalysen innerhalb des gesamten Konzerns zu identifizieren und mitigieren.
Bei TRATON standen in den vergangenen Jahren die Arbeitsbedingungen im Fokus, einschließlich flexibler Arbeitszeitmodelle. Ziel des Teilprojekts „Austausch unter Mitarbeitern“ ist es sicherzustellen, dass die Erfahrungen aus dem globalen Einsatz in der gesamten TRATON GROUP geteilt werden und überall verfügbar sind. Zu diesem Zweck kommen Vertreter von TRATON SE, Scania, MAN, Navistar und VWTB regelmäßig zusammen. Dabei werden die bestehenden Richtlinien untereinander abgestimmt, analysiert und gestrafft. Nach der Sprint-Planung im Berichtsjahr 2023 werden im Jahresverlauf 2024 die ersten Maßnahmen erarbeitet.
Scania setzte 2023 den Ausbau der Initiative „Future of Work“ fort. Die Initiative soll flexible und hybride Arbeitsmethoden entwickeln, wobei der Schwerpunkt beim Mitarbeiterwohl liegt. Dieses hybride, zukunftsorientierte Arbeitsmodell bietet eine optimale Kombination aus Telearbeit und Arbeiten vor Ort. In der Pandemie und danach hat Scania Arbeitsmethoden entwickelt, die auf Vertrauen und Transparenz beruhen. Der Schwerpunkt der Initiative „Future of Work“ lag 2023 vor allem auf Vorarbeiten zur Umgestaltung der Arbeitsplätze. Diese sollen künftig stärker an die aktuellen Arbeitsmethoden und Formen der Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Unternehmens angepasst werden. Durch die Schaffung eines Netzwerks aus Co-Working-Spaces möchte Scania den Bürobereich in einen attraktiven Ort für die Mitarbeiter umgestalten. Dadurch sollen Zusammenarbeit und Networking gestärkt werden.# TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Darüber hinaus trägt dieses Konzept dazu bei, die Büroauslastung zu erhöhen und eine flexible Bürofläche in angemessener Größe zu erhalten. Im Berichtsjahr wurden zudem weitere Länder in das 2022 ins Leben gerufene Programm von Scania „Arbeiten aus dem Ausland“ aufgenommen. Scania verfügt über eine globale Konzernrichtlinie, die Mindeststandards bezogen auf Arbeitszeiten, wöchentliche Ruhezeiten, Urlaub und Arbeitsunfähigkeit für seine Mitarbeiter regelt. Die Richtlinie enthält auch Anforderungen für die Einstellung von Mitarbeitern und die Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Auf Grundlage der globalen Scania-Prinzipien für Arbeitsbeziehungen wurde zusammen mit Arbeitnehmervertretern ein Labor Relations Improvement Program entwickelt. Dabei handelt es sich um ein auf einem Workshop-Konzept basierendes Tool zur Verbesserung des Dialogs zwischen der Unternehmensleitung und den Arbeitnehmervertretern. Das Tool steht dem Unternehmen zur Verfügung. Mit der Einführung wurde im Juni 2023 auf einer Sitzung der obersten Führungsebene begonnen. Navistar hat im Berichtsjahr weiter daran gearbeitet, das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter zu verbessern. Einige Beispiele dafür sind:
TRATON verpflichtet sich zu einer wertebasierten Unternehmensführung, die eine transparente, risikoorientierte und faire Entscheidungsfindung beinhaltet. Ziel hierbei ist, mit den Rechten und Pflichten des Unternehmens im Einklang zu stehen und langfristig Werte für TRATON und seine Stakeholder zu schaffen. Die Einhaltung der geltenden Gesetze und des Code of Conduct, das ist unsere Leitlinie für integres Handeln, sind Grundvoraussetzungen dafür. Das Unternehmen stützt sich dabei auf sein Compliance-Management-System und die organisatorischen Compliance-Strukturen, die dafür notwendig sind. Umweltbewusstes Management und die Einhaltung von Menschenrechtsprinzipien sind für TRATON grundlegend für ein sozial und wirtschaftlich verantwortungsvolles Handeln. Um ihr Engagement für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung zu unterstreichen, ist die TRATON GROUP seit Oktober 2021 Mitglied des UN Global Compact und hat sich u.a. zu Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung verpflichtet. Gemäß den Richtlinien der Initiative berichtet TRATON im Rahmen seiner Verpflichtung zum UN Global Compact regelmäßig über seine Fortschritte in diesen Bereichen.
Integrität ist bei TRATON ein Eckpfeiler des unternehmerischen Handelns. Sie bildet die Grundlage für das Renommee der Gruppe, für das Vertrauen unserer Kunden, unserer Geschäftspartner und der Gesellschaft als Ganzes, für das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und für unseren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Der Code of Conduct für Mitarbeiter sowie der Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner definieren die daraus abgeleiteten ethischen Grundsätze. Beide Dokumente wurden im Berichtsjahr aktualisiert. Damit sollen die Integrität von TRATON und die Erwartungen bezogen auf Nachhaltigkeit an uns selbst und an unsere Partner noch wirksamer definiert werden. Darüber hinaus vermittelt TRATON seinen Mitarbeitern durch ein zentrales Richtlinienmanagement konzernweit verbindliche Regeln zu inhaltlichen Fragen. Integrität ist auch in internen Prozessen verankert, zum Beispiel als Kriterium für die Auswahl neuer Führungskräfte.
Das Compliance Management bei TRATON zielt darauf ab, dass alle Mitarbeiter jederzeit und überall in Übereinstimmung mit ethischen Standards, dem Gesetz und internen Richtlinien handeln. Das Compliance-Management-System von TRATON konzentriert sich auf Wirtschaftskriminalität, insbesondere auf Korruptionsbekämpfung, Geldwäscheprävention, Einhaltung kartellrechtlicher Bestimmungen und Achtung der Menschenrechte. TRATON hat ein konzernweites Compliance- und Integritätsprogramm entwickelt, das dazu dienen soll, Compliance-Verstöße zu verhindern, trotz Präventivmaßnahmen auftretende Compliance-Verstöße möglichst frühzeitig aufzudecken und auf diese Compliance-Verstöße angemessen zu reagieren.
Kommunikation und Mitarbeiterschulung spielen bei der präventiven Compliance- und Nachhaltigkeitsarbeit von TRATON über alle Hierarchieebenen hinweg eine zentrale Rolle. TRATON führt regelmäßig Präsenz- und Online-Schulungen zu Compliance- und Integritätsthemen durch. Das Compliance-Schulungsprogramm umfasst Module zum Code of Conduct, der Leitlinie des Unternehmens für integres Handeln. Im Berichtsjahr wurde eine webbasierte Schulung entwickelt, die künftig von der GRC-Organisation im Zwei-Jahrestakt aktualisiert werden soll und von den betreffenden Mitarbeitern alle zwei Jahre wiederholt werden muss. Mitarbeiter ohne Zugriff auf die webbasierte Schulung erhalten von ihren Vorgesetzten eine persönliche Schulung zum Code of Conduct nach einem Train-the-Trainer-Ansatz, die mindestens alle vier Jahre zu wiederholen ist. Die webbasierte Schulung zum Code of Conduct wird von Navistar in jedem Jahr durchgeführt. 2023 wurde diese Schulung aktualisiert. Navistar-Mitarbeiter ohne Zugriff auf die webbasierte Schulung erhalten alle zwei Jahre eine persönliche Schulung. Zum 31. Dezember 2023 haben 45.176 Mitarbeiter der TRATON GROUP die webbasierte Schulung zum Code of Conduct absolviert. Das waren 91 % der TRATON-Mitarbeiter, die dieses Schulungsformat absolvieren müssen. Darüber hinaus führt TRATON Compliance-Schulungen zu den Themen Korruptionsbekämpfung, Verhinderung von Geldwäsche, Kartellrecht, Wirtschaft und Menschenrechte sowie Whistleblowing durch. Dazu gehören auch allgemeine Schulungen bezüglich Compliance und Integrität für Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, beispielsweise Mitglieder des Vorstands. Die jeweiligen Zielgruppen für die einzelnen Schulungen werden auf Grundlage der jeweiligen Risikoexposition der Mitarbeiter definiert. Die letzte Aktualisierung der webbasierten Schulung zur Korruptionsbekämpfung fand im Jahr 2022 statt. Navistar hat seine Schulung zur Korruptionsbekämpfung im Jahr 2023 aktualisiert. Bis Jahresende 2023 haben 34.945 Mitarbeiter die Schulungen zur Korruptionsbekämpfung absolviert. Damit wurden 82 % der TRATON-Mitarbeiter erreicht, die dieses Schulungsformat absolvieren müssen. Im Berichtsjahr hat TRATON zudem eine webbasierte Schulung über Wirtschaft und Menschenrechte vorgestellt und die Schulung für wichtige Ansprechpartner des Hinweisgebersystems aktualisiert. Ferner wurden Compliance-Schulungen für Geschäftspartner zum Code of Conduct für Lieferanten und Business Partner durchgeführt. Geschäftspartner mit Vermittlungs- oder Vertretungsfunktion die einem mittleren oder höheren Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, haben diese Schulung 2023 als Teil ihres Genehmigungsverfahrens über das TRATON Business Partner Approval Tool erhalten.
Integrität und gesetzeskonformes Verhalten im Einklang mit gesetzlichen Vorschriften, internen Richtlinien sowie den Prinzipien, die in unserem Code of Conduct für Mitarbeiter und dem Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner festgelegt sind, haben bei TRATON höchste Priorität. Um diese Werte zu schützen und mögliche Risiken aufgrund von Regelverstößen zu vermeiden oder zu minimieren, ist es entscheidend, dass etwaige Regelverstöße durch Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäftspartner und andere Dritte mit einer Beziehung zu TRATON frühzeitig erkannt, aufgeklärt und abgestellt und, falls erforderlich, Disziplinarmaßnahmen angewendet werden. Aus diesem Grund hat das TRATON Investigation Office die Aufgabe, ein unabhängiges, unparteiisches und vertrauliches Hinweisgebersystem zu betreiben, das Mitarbeitern, Geschäftspartnern und anderen Dritten verschiedene Hinweisgeberkanäle als Anlaufstelle zur Verfügung stellt. Hinweise können auch anonym abgegeben werden, zum Beispiel über das elektronische Hinweisgeberportal („Speak up!“). Das Hinweisgebersystem von TRATON konzentriert sich auf die Untersuchung möglicher regulatorischer Verstöße, die dem Unternehmen und seiner Belegschaft als Ganzes Schaden zufügen könnten. Potenzielle Verstöße gegen den Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner durch Lieferanten sowie Verletzungen der Menschenrechte und Verstöße gegen Umweltgesetze durch direkte und indirekte Lieferanten können ebenfalls an das TRATON Investigation Office gemeldet werden. Das TRATON Investigation Office ist verantwortlich für eine erste rechtliche Würdigung jedes eingegangenen Hinweises sowie für die anschließende Koordinierung mit den zuständigen Ermittlungsbehörden. Nach den Ermittlungen führt das TRATON Investigation Office eine rechtliche Würdigung auf Grundlage des Tatsachenberichts durch, der von der zuständigen Ermittlungsbehörde bereitgestellt wird, und empfiehlt Disziplinarmaßnahmen im Falle von schwerwiegenden regulatorischen Verstößen (soweit anwendbar).# TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Des Weiteren hat das TRATON Investigation Office die Aufgabe, Präventivmaßnahmen zu empfehlen und deren Umsetzung zu überwachen, wobei diese Präventivmaßnahmen darauf abzielen, die identifizierten Verstöße und/oder Risiken zu mindern und/oder zu beseitigen. Das Hinweisgebersystem ist so gestaltet, dass sowohl Hinweisgeber als auch die Betroffenen geschützt sind. Der Ermittlungsprozess basiert auf Verfahrensgrundsätzen, zu denen unter anderem Vertraulichkeit, das Erforderlichkeits- oder Need-to-know-Prinzip sowie Objektivität gehören. Für alle betroffenen Personen gilt die Unschuldsvermutung gemäß Definition in der Richtlinie von TRATON über interne Untersuchungen. Im Jahr 2023 hat das TRATON Investigation Office rund 330 Hinweise erhalten. Rund 40 % dieser Hinweise wurden untersucht. 5 % aller im Berichtsjahr abgeschlossenen Ermittlungen führten zu Disziplinarmaßnahmen².
TRATON ist bestrebt, sowohl im eigenen Geschäftsbetrieb als auch in der Zusammenarbeit mit Dritten nachhaltig zu handeln. Dazu gehören die Einhaltung, der Schutz und die Förderung von internen Vorschriften zur Wahrung der Menschenrechte, die weltweit als grundlegende und allgemeingültige Richtlinien gelten. TRATON hat 2023 seine Grundsatzerklärung zu Menschenrechten aktualisiert, die das Bekenntnis von TRATON zur Einhaltung von Menschenrechten widerspiegelt und beschreibt, welche Aktivitäten TRATON zum Schutz von Menschenrechten durchführt. Ein zentrales Element unseres Risikomanagements ist die Risikoanalyse. Wir führen regelmäßig (sowie bei Bedarf) eine menschenrechtsbezogene Risikobewertung des eigenen Geschäftsbetriebs durch. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines generischen Fragebogens zur Risikobewertung sowie der Analyse von internen und externen Quellen (z. B. Prüfungsberichte und externe Studien) werden die relevanten Unternehmen in drei Stufen bezogen auf Menschenrechtsrisiken (erhöhtes, mittleres oder niedriges Risiko) eingeordnet. Bei Unternehmen mit erhöhtem Risiko führen wir Workshops mithilfe lokaler Experten aus verschiedenen Abteilungen durch, um die konkreten Menschenrechtsrisiken zu erkennen. Für die Zukunft planen wir eine jährliche Validierung und Optimierung der Risikobewertung. Damit soll sichergestellt werden, dass die Risikobewertung konsistent, vollständig und auf aktuellem Stand ist. Zudem wollen wir zukünftig auf Ad-hoc-Basis spezifische Bereiche für weitere Analysen identifizieren. Die Ergebnisse dieser Risikobewertung werden in Verbindung mit unserem System für Menschenrechtsmanagement analysiert und mit den umgesetzten menschenrechtsbezogenen Maßnahmen abgeglichen. Potenzielle Lücken werden falls erforderlich durch zusätzliche Maßnahmen und Kontrollen behoben. Der Schutz der Menschenrechte gilt jedoch nicht nur für den operativen Betrieb innerhalb unseres Unternehmens, sondern auch für das Verhalten von und gegenüber Lieferanten und Geschäftspartnern. Wir fordern unsere Lieferanten und Geschäftspartner auf, bei der Auswahl ihrer eigenen Lieferanten und Geschäftspartner auch die Risiken im Zusammenhang mit den Menschenrechten einzubeziehen. Unsere Erwartungen an Lieferanten und Geschäftspartner in Bezug auf die Menschenrechte sind im Code of Conduct für Lieferanten und Business-Partner beschrieben. Um die Nachhaltigkeitsanforderungen in den Lieferantenbeziehungen zu stärken und neben den ökologischen Aspekten auch den Themenbereich Menschenrechte zu adressieren, haben unsere Marken eigene Ansätze etabliert. Ein zentrales Instrument ist das Nachhaltigkeitsrating (S-Rating), das bei Scania, MAN und VWTB eingesetzt wird. Navistar führt derzeit das Onboarding seiner Lieferanten auf das S-Rating-System durch. Das S-Rating dient dazu, die Nachhaltigkeitsleistung der Lieferanten zu überprüfen und Möglichkeiten zur kontinuierlichen Verbesserung zu identifizieren. Durch die direkte Kopplung der Nachhaltigkeitsleistung an die Vergabe von Aufträgen ab einem bestimmten Volumen wollen wir gemeinsam mit dem Volkswagen Konzern ein Signal an unsere Lieferanten und Partner senden, um die Zusammenarbeit zu fördern und so Nachhaltigkeitsaspekte in die Lieferkette einfließen zu lassen. Dabei geht es nicht in erster Linie um den Ausschluss von Lieferanten aus der Lieferkette, sondern vielmehr darum, diejenigen Lieferanten, deren Leistung noch nicht zufriedenstellend ist, zu befähigen, das Rating zu erreichen.
² Navistar ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt.
Jeder Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen kann über die Whistleblowing-Kanäle der TRATON GROUP gemeldet werden. Menschenrechtsverletzungen werden in der TRATON-Richtlinie über interne Untersuchungen als schwerwiegende Verstöße gegen Rechtsvorschriften definiert. Menschenrechte sind auch Teil des laufenden Compliance-Überwachungssystems, einschließlich der Berichterstattung an relevante Stakeholder, darunter den TRATON-Vorstand, sowie der kontinuierlichen Verbesserung der Maßnahmen in Bezug auf die Menschenrechte. Diese Maßnahmen beinhalten beispielsweise Due-Diligence-Prozesse, die Erarbeitung interner Richtlinien, Schulungen und Kommunikationsmaßnahmen. Darüber hinaus prüfen wir kontinuierlich konkrete Anforderungen neuer Vorschriften wie das Gesetz zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette in Deutschland. Dies wird als Grundlage dienen, um unsere Aktivitäten zum Schutz der Menschenrechte weiter zu verfeinern und zu verbessern.
Im Rahmen des „European Green Deal“ hat die Europäische Union (EU) die Themen Klimaschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit in das Zentrum ihrer politischen Agenda gerückt. Sie hat das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen. In diesem Kontext hat die EU im Jahr 2021 die „Strategie zur Finanzierung einer nachhaltigen Wirtschaft“ veröffentlicht, um die Finanzierung der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu unterstützen. Diese Strategie basiert auf dem EU-Aktionsplan aus dem Jahr 2018 zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Sie zielt darauf ab, Kapitalströme in nachhaltige Investitionen umzulenken, Nachhaltigkeit in das Risikomanagement einzubeziehen sowie Transparenz und Langfristigkeit zu fördern. Der Aktionsplan umfasst zehn Maßnahmen und enthält als zentralen Bestandteil die Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 („Verordnung 2020/852“ )¹ sowie die damit verbundenen delegierten Verordnungen (in der Folge zusammen als „EU-Taxonomie“ bezeichnet).
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten. Unter die EU-Taxonomie fallend und somit taxonomiefähig (eligible) sind dabei solche Wirtschaftstätigkeiten, die in den delegierten Rechtsakten beschrieben werden und für die technische Bewertungskriterien zu einem der sechs Umweltziele vorliegen. Als ökologisch nachhaltig und somit taxonomiekonform (aligned) gelten Wirtschaftstätigkeiten, die einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung von mindestens einem von sechs Umweltzielen leisten („wesentlicher Beitrag“), ohne zu einer erheblichen Beeinträchtigung („do no significant harm“, kurz: „DNSH“) von einem oder mehreren Umweltzielen zu führen (wesentlicher Beitrag und DNSH werden zusammen als „technische Bewertungskriterien“ bezeichnet) und die darüber hinaus die Rahmenwerke zum Mindestschutz (Minimum Safeguards) einhalten, die für alle Wirtschaftstätigkeiten gelten und bei denen vor allem Menschenrechte, Sozial- und Arbeitsstandards im Fokus stehen.
Die sechs Umweltziele beziehen sich auf:
* Klimaschutz
* Anpassung an den Klimawandel
* Nachhaltige Nutzung und Schutz von von Wasser- und Meeresressourcen
* Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
* Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
* Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Alle anderen Wirtschaftstätigkeiten stellen sogenannte nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten dar.
¹ Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088.
Über das Geschäftsjahr 2023 berichtet die TRATON GROUP gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020/852 und Artikel 10, Absatz 4 der delegierten Verordnung zu Artikel 8 der voran genannten Verordnung erstmals über alle Umweltziele. Neben „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“ wurden nun die vier weiteren Umweltziele „Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen“, „Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft“, „Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung“ sowie „Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme“ definiert.
Die EU-Taxonomie enthält Formulierungen und Begriffe, die Auslegungsunsicherheiten unterliegen und die bei späterer Klarstellung durch die EU zu Änderungen in der Berichterstattung führen könnten. Es besteht das Risiko, dass die ausgewiesenen Kennzahlen anders zu beurteilen wären. Die Interpretation der TRATON GROUP ist nachstehend dargestellt.
Die TRATON GROUP gehört mit ihren Marken Scania, MAN, Navistar und Volkswagen Truck & Bus zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern. Das Angebot umfasst Lkw, Busse und leichte Nutzfahrzeuge sowie dazugehörige Finanzdienstleistungen und gliedert sich dabei in die zwei Geschäftsfelder Industriegeschäft (TRATON Operations) und Finanzdienstleistungen (TRATON Financial Services).# 3.1 Taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten
Die Wirtschaftstätigkeiten der TRATON GROUP wurden auf Basis des Geschäftsmodells als Nutzfahrzeughersteller analysiert und fallen gemäß der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige durch die EU (NACE) unter den NACE-Code C.29.1 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren). Hinsichtlich des Umweltziels „Klimaschutz“ gemäß Anhang I zur Verordnung 2020/852 bedeutet dies, dass sofern die Wirtschaftstätigkeit mit der Herstellung, Reparatur, Wartung, Nachrüstung, Umnutzung oder Aufrüstung von Fahrzeugen im Zusammenhang steht, diese der Wirtschaftstätigkeit 3.3 „Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien“ zugeordnet wird. Die Zuordnung der Wirtschaftstätigkeit erfolgt dabei unabhängig von der jeweiligen Antriebstechnologie des zugrunde liegenden Fahrzeugs. Im Detail werden im Rahmen des Umweltziels „Klimaschutz“ die Herstellung sowie die damit zusammenhängenden Verkäufe aller Neu- und Gebrauchtfahrzeuge (inklusive Verkäufe aus vermieteten Gebrauchtfahrzeugen) und Finanzdienstleistungen der Wirtschaftstätigkeit 3.3 zugeordnet. Darüber hinaus werden Serviceleistungen in Form von Wartung und Reparatur, einschließlich der dafür verwendeten Originalteile, ebenfalls dieser Wirtschaftstätigkeit zugeordnet.
Im Gegensatz dazu zählen Wirtschaftstätigkeiten, bei denen TRATON als Händler von Fahrzeugen oder als Zulieferer von Komponenten und Teilen für nichtbatterieelektrische Fahrzeuge auftritt, zu den nicht taxonomiefähigen Aktivitäten. Hierbei handelt es sich um Wirtschaftstätigkeiten, bei denen nicht selbst hergestellte Fahrzeuge durch die Marken der TRATON GROUP vertrieben werden, und solchen im Zusammenhang mit der Umsatzlinie „Motoren, Aggregate und Teilelieferungen“. Sicherungsgeschäfte und einzelne Tätigkeiten, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 in der Umsatzlinie „Sonstiger Umsatz“ ausgewiesen werden, entsprechen nicht den in den delegierten Rechtsakten beschriebenen Wirtschaftstätigkeiten und wurden daher als nicht taxonomiefähig eingestuft.
Aus der Analyse der Wirtschaftstätigkeiten im Rahmen der EU-Taxonomie ergeben sich für TRATON keine Aktivitäten, die eigens einem der fünf weiteren Umweltziele Rechnung tragen. Die dynamische Entwicklung der Regularien zur EU-Taxonomie kann jedoch in Zukunft zu Anpassungen der Wirtschaftstätigkeiten führen.
Die in Anhang I zur Verordnung 2020/852 festgelegten Kriterien zur Überprüfung des wesentlichen Beitrags der Wirtschaftsaktivität 3.3 orientieren sich an den jeweiligen Fahrzeugklassen und den damit verbundenen CO2-Emissionen und Antriebstechnologien. Für die TRATON GROUP erfüllen alle selbst hergestellten, vollelektrischen Fahrzeuge (BEV) die Kriterien zum wesentlichen Beitrag. Darüber hinaus zählten bis zum 31. Dezember 2022 auch selbst hergestellte Busse, die den Anforderungen der Euro 6-Norm Stufe E (Euro 6e-Busse) genügten, zu den technischen Bewertungskriterien der Wirtschaftsaktivität 3.3. Somit leisteten im Geschäftsjahr jene Wirtschaftstätigkeiten, die mit BEVs in Verbindung stehen, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Vergleichszahlen des Vorjahres enthalten auch Wirtschaftstätigkeiten, die mit Euro 6e-Bussen in Verbindung stehen.
Die Analyse der DNSH-Kriterien ist auf Ebene der jeweiligen Standorte erfolgt. Hierbei wurden neben Produktionsstandorten auch Komponentenwerke sowie Forschungs- und Entwicklungseinheiten betrachtet, die in Zusammenhang mit den Fahrzeugen stehen, die die Bewertungskriterien für den wesentlichen Beitrag erfüllen oder in den kommenden fünf Jahren erfüllen werden. Der Großteil der in die Analyse einbezogenen Standorte entfällt auf Länder innerhalb der EU sowie auf die USA und Südamerika.
Die EU-Taxonomie unterliegt in Bezug auf die DNSH-Kriterien Auslegungsunsicherheiten und geht teilweise über die im laufenden Geschäftsbetrieb anzuwendenden Regularien hinaus. Zudem führt die Anwendung der EU-Taxonomie für Standorte außerhalb der EU aufgrund der dort ggf. abweichenden geltenden Gesetzeslage zu besonderen Herausforderungen. Für die Bewertung der DNSH-Kriterien wurden die im Jahr 2023 in der EU für den laufenden Geschäftsbetrieb anzuwendenden Vorschriften sowie interne Richtlinien und Prozesse zugrunde gelegt. Für Standorte außerhalb der EU wurde auf landesspezifische Regularien sowie interne Prozesse zurückgegriffen.
Die Prüfung der DNSH-Kriterien verlief für die in die Analyse einbezogenen Standorte der Marken, die im europäischen Wirtschaftsraum operieren, vollumfänglich positiv. Für alle weiteren Standorte verlief die Prüfung der DNSH-Kriterien mit Ausnahme des DNSH-Kriteriums zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung ebenfalls positiv.
Im Folgenden wird der Ansatz der TRATON GROUP zur Beurteilung der DNSH-Kriterien im Detail dargestellt.
Zur Identifikation der Standorte, die durch physische Klimarisiken beeinträchtigt werden könnten, wurde eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertung durchgeführt. Die Bewertung der betrachteten chronischen und akuten physischen Klimarisiken erfolgte entsprechend der Lebensdauer des relevanten Anlagevermögens in Bezug auf Wirtschaftsaktivität 3.3. Die klimabasierte DNSH-Abschätzung von TRATON basiert auf dem Shared-Socioeconomic-Pathway (SSP) 8.5 des 6. Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) bis zum Jahr 2050 und geht somit von der höchst anzunehmenden CO2-Konzentration gemäß IPCC aus. Zusätzlich wurden auf Basis der genauen Standorte risikospezifische Analysen mit weiterführenden Datenquellen durchgeführt. Identifizierte Bedrohungen wurden im lokalen Umfeld auf Relevanz geprüft und ggf. notwendige Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos erarbeitet.
Für die Analyse der Erfüllung des DNSH-Kriteriums wurden Umweltverträglichkeitsprüfungen, ISO 14001-Zertifikate, lokale Gesetzgebungen, interne Richtlinien und Prozesse sowie weitere externe Datenquellen herangezogen. Um einen guten Zustand von Gewässern und ein gutes ökologisches Potenzial zu erzielen, wurden Risiken einer Umweltschädigung im Zusammenhang mit der Erhaltung der Wasserqualität und der Vermeidung von Wasserknappheit ermittelt und analysiert. Bei Standorten mit einem erhöhten Risiko werden Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Nachhaltigkeit ist ein in den Marken der TRATON GROUP fest verankertes Konzept. Innerhalb der von TRATON festgelegten strategischen Schwerpunktbereiche ist der Übergang zur Kreislaufwirtschaft definiert. Im Einzelnen wurde auf Ebene der jeweiligen Marke überprüft, inwiefern lokale Gesetzgebungen oder interne Regularien die spezifischen Anforderungen abdecken.
Um als ökologisch nachhaltig zu gelten, darf eine Wirtschaftstätigkeit im Vergleich zur Lage vor Beginn der Tätigkeit nicht zu einem erheblichen Anstieg der Schadstoffemissionen in Luft, Wasser oder Boden führen. Insgesamt ist der Automobilsektor bereits stark reguliert, erkennbar unter anderem an der öffentlich zugänglichen Global Automotive Declarable Substance List (GADSL). Durch implementierte Freigabe- und Kontrollprozesse soll die Einhaltung der für den laufenden Geschäftsbetrieb gültigen gesetzlichen Vorschriften und internen Regelungen sichergestellt werden. In diesem Zusammenhang setzen wir uns in unseren Analysen und Bewertungen auch bereits mit dem Einsatz alternativer Substanzen auseinander.
Im Juli 2023 hat die EU-Kommission das DNSH-Kriterium der EU-Taxonomie neu gefasst. Es besteht Interpretationsspielraum, welche Auswirkungen sich aus den geänderten Anforderungen an interne Prozesse hinsichtlich Substitutionsprüfungen in Bezug auf besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC) für das Berichtsjahr 2023 ergeben. Bei TRATON sind bereits heute Vorgaben und Prozesse etabliert, die grundsätzlich vorsehen, dass SVHC zu vermeiden und zu ersetzen sind. Darauf aufbauend beziehen wir in unsere Analysen produktive Prozessmaterialien sowie fahrzeugbezogene Bauteile der vollelektrischen Fahrzeuge hinsichtlich der enthaltenen Stoffe und der Lieferanten ein, um die Substituierbarkeit der SVHC unter anderem unter Berücksichtigung von technischen und ökonomischen Kriterien zu bewerten.
Für Standorte der Marken, die ausschließlich außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums agieren, konnte der Nachweis zur Erfüllung der neuen Regelungen u.a. aufgrund unzureichender Vorlaufzeit zur Implementierung nicht erbracht werden. Für Standorte der im europäischen Wirtschaftsraum operierenden Marken verlief die Prüfung der neuen Regelungen hingegen positiv, da diese bereits über unternehmensübergreifende Prozesse, Vereinbarungen und Standards zur Identifikation, Bewertung, Freigabe und Substitution von SVHC verfügen.
Zur Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen zu Biodiversität und Ökosystemen sind die relevanten Gebiete mittels verschiedener Informationsquellen (u.a. Natura-2000-Gebiete und Umweltverträglichkeitsprüfungen) identifiziert worden. Sofern biodiversitätssensible Gebiete in der Nähe eines Standorts liegen, erfolgte eine Beurteilung der damit verbundenen Risiken und Auswirkungen auf das Gebiet. Falls notwendig, werden Kompensations- oder Abhilfemaßnahmen ergriffen, wodurch sichergestellt wird, dass die Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Erhaltungsziele des Schutzgebiets hat.# Mindestschutz
Im Rahmen des Mindestschutzes ist sicherzustellen, dass die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der Grundprinzipien und Rechte aus den acht Kernübereinkommen, die in der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit festgelegt sind, sowie die Leitprinzipien aus der Internationalen Charta der Menschenrechte befolgt werden. Bei der Analyse wurden die Empfehlungen zum Mindestschutz der Platform on Sustainable Finance vom Oktober 2022 zugrunde gelegt. Gemäß der Empfehlung ist sicherzustellen, dass TRATON über wirksame Prozesse, Kontrollen und Compliance-Maßnahmen hinsichtlich der folgenden vier Kernthemen verfügt:
TRATON orientiert sich an der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, wie sie in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen gefordert wird. Dies manifestiert sich in diversen konzernweiten Richtlinien und dem TRATON-Code-of-Conduct. Darüber hinaus erkennt TRATON die Internationale Menschenrechtscharta an und stützt seinen Ansatz in Bezug auf Menschenrechte auf die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die Kernübereinkommen der ILO. Durch regelmäßige Risikoanalysen erfolgen eine Identifizierung und Bewertung sowie die Ergreifung von Maßnahmen zur Verhinderung, Beendigung und Abschwächung negativer Auswirkungen im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit sowie innerhalb der Lieferkette. Die Wirksamkeit der Umsetzung der zugrunde liegenden Regularien wird unter Rückgriff auf das Interne Kontrollsystem (IKS) überprüft. Regelmäßige konzernweite Kommunikation in Bezug auf Compliance und Integrität erfolgt hierarchiestufen- und markenübergreifend über diverse Kanäle und fördert das Bewusstsein der Mitarbeiter für ethisches Verhalten. Darüber hinaus verfügt TRATON über verschiedene Hinweisgeberkanäle zur Meldung von Verstößen zu jeder Zeit, in allen Sprachen sowie auf Wunsch auch anonym. Im Ergebnis stellt TRATON somit sicher, dass die Vorgaben zum Mindestschutz eingehalten werden.
Die Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPI) für das Geschäftsjahr 2023 umfassten die taxonomiekonformen Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben der TRATON GROUP. Es wurden ausschließlich Transaktionen mit Dritten berücksichtigt. Umsatzerlöse, Investitions- und Betriebsausgaben beziehen sich vollumfänglich auf das Umweltziel „Klimaschutz“. Zur Ermittlung der prozentualen Anteile wurden die taxonomiefähigen sowie taxonomiekonforme Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben jeweils ins Verhältnis zu den Gesamtumsatzerlösen, den gesamten Investitions- bzw. gesamten Betriebsausgaben im Sinne der EU-Taxonomie gesetzt. Die gemäß der EU-Taxonomie vorgeschriebenen Tabellen sind am Ende des Kapitels eingefügt.
| Wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz | Einhaltung DNSH- Kriterien | Einhaltung Mindestschutz | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Taxonomiekonforme Umsatzerlöse 2023 in Mio € | %¹ | in Mio € | %¹ | J/N | J/N | in Mio € |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien | 44.085 | 94 % | 645 | 1 % | J/N | J |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | 2.787 | 6 % | ||||
| Gesamt (A+B) | 46.872 | |||||
| ¹ Prozentuale Angabe bezieht sich auf die gesamten Umsatzerlöse gemäß EU-Taxonomie. |
Die Ermittlung der Umsatzerlöse erfolgte auf Basis der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 in der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 berichteten Umsätze (Nenner), die sich im Geschäftsjahr 2023 auf 46,9 Mrd € beliefen. Auf die Wirtschaftstätigkeit 3.3 entfielen davon 44,1 Mrd € bzw. 94 % vom Umsatz der TRATON GROUP, der als taxonomiefähig klassifiziert wurde. Hierin sind insbesondere Umsätze aus dem Verkauf, der Vermietung und Finanzierung von selbst hergestellten Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie Umsätze aus Originalteilen und Werkstattleistungen enthalten. Umsätze aus dem Verkauf von nicht selbst hergestellten Fahrzeugen oder Umsätze aus der Umsatzlinie „Motoren, Aggregate und Teilelieferungen“ sind hingegen nicht enthalten. Weitere nicht taxonomiefähige Umsätze sind in der Position „Sonstiger Umsatz“ des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 enthalten. Unter Berücksichtigung der technischen Bewertungskriterien und des Mindestschutzes beliefen sich die taxonomiekonformen Umsatzerlöse 2023 auf 439 Mio € bzw. auf 1 % vom Umsatz der TRATON GROUP. Die Veränderung der taxonomiekonformen Umsatzerlöse ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass selbst hergestellte Busse, die den Anforderungen der Euro 6-Norm Stufe E genügten, im Jahr 2023 die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag nicht mehr erfüllten und dass der Nachweis des DNSH-Kriteriums zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung für einige Standorte nicht mehr erbracht werden konnte (Details finden sich in der Sektion „Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung“). Gegenläufig dazu konnten die taxonomiekonformen Umsatzerlöse aus batterieelektrischen Neufahrzeugen gesteigert werden.
Die folgende Tabelle enthält eine Aufschlüsselung der taxonomiekonformen Umsatzerlöse:
| in Mio € | ||
|---|---|---|
| 2023 | 2022 | |
| Taxonomiekonforme Umsatzerlöse aus batterieelektrischen Neufahrzeugen | 424 | 300 |
| Taxonomiekonforme Umsatzerlöse aus nicht batterieelektrischen Neufahrzeugen | – | 186 |
| Sonstige taxonomiekonforme Umsatzerlöse | 15 | 11 |
| Summe | 439 | 496 |
| Wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz | Einhaltung DNSH- Kriterien | Einhaltung Mindestschutz | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Taxonomiekonforme Investitionsausgaben 2023 in Mio € | %¹ | in Mio € | %¹ | J/N | J/N | in Mio € |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien | 4.308 | 98 % | 602 | 14 % | J/N | J |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | 106 | 2 % | ||||
| Gesamt (A+B) | 4.414 | |||||
| ¹ Prozentuale Angabe bezieht sich auf die gesamten Investitionsausgaben gemäß EU-Taxonomie. |
Die Ermittlung der Investitionsausgaben erfolgte auf Basis der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 enthaltenen Zugänge und Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen bei Immateriellen Vermögenswerten (siehe Anhangsangabe „17. Immaterielle Vermögenswerte“ im Konzernabschluss), Sachanlagen (siehe Anhangsangabe „18. Sachanlagen, Nutzungsrechte nach IFRS 16 und Leasingverbindlichkeiten“) und Vermieteten Vermögenswerten (siehe Anhangsangabe „19. Vermietete Vermögenswerte“), die sich im Geschäftsjahr 2023 auf 4,4 Mrd € beliefen. Zugänge zu Geschäfts- oder Firmenwerten wurden dabei nicht im Nenner berücksichtigt. Auf die Wirtschaftstätigkeit 3.3 entfielen davon 4,3 Mrd € bzw. 98 % der Investitionsausgaben der TRATON GROUP, die als taxonomiefähig klassifiziert wurden. Hierin sind insbesondere solche Investitionsausgaben enthalten, die in direktem Zusammenhang mit taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten stehen. Investitionen für die Verwaltung oder den Vertrieb dienen überwiegend der Ausführung der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten und sind somit einbezogen worden. Investitionsausgaben mit Bezug zu nicht selbst hergestellten Fahrzeugen oder zum Geschäft mit „Motoren, Aggregaten und Teilelieferungen“ sind hingegen nicht taxonomiefähig. Ebenfalls ausgenommen sind Investitionsausgaben in „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“, da diese keine wirtschaftliche Notwendigkeit zur Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien für TRATON darstellen. Unter Berücksichtigung der technischen Bewertungskriterien und des Mindestschutzes beliefen sich die taxonomiekonformen Investitionsausgaben 2023 auf 505 Mio € bzw. auf 11 % der Investitionsausgaben der TRATON GROUP. Soweit möglich, wurden die Investitionsausgaben unmittelbar den BEVs zugeordnet. Investitionsausgaben, die nicht unmittelbar zuzuordnen waren, wurden anteilig über markenspezifische Verteilungsschlüssel berücksichtigt. Die Verteilungsschlüssel basieren auf der vom Vorstand verabschiedeten Fünfjahresplanung und setzen die geplante Fünfjahresproduktion von BEVs ins Verhältnis zur geplanten Gesamtproduktion über fünf Jahre. Analog zu den Umsatzerlösen, ist die Veränderung der taxonomiekonformen Investitionsausgaben im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass selbst hergestellte Busse, die den Anforderungen der Euro 6-Norm Stufe E genügten, im Jahr 2023 die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag nicht mehr erfüllten und dass der Nachweis des DNSH-Kriteriums zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung für einige Standorte nicht mehr erbracht werden konnte. Gegenläufig dazu bezogen sich vermehrt Zugänge in Sachanlagen auf die Herstellung batterieelektrischer Fahrzeuge.
Die folgende Tabelle enthält eine Aufschlüsselung der taxonomiekonformen Investitionsausgaben:
| in Mio € | ||
|---|---|---|
| 2023 | 2022 | |
| Auf Immaterielle Vermögenswerte entfallend | 197 | 205 |
| Auf Sachanlagen entfallend | 221 | 148 |
| Auf Vermietete Vermögenswerte entfallend | 87 | 127 |
| Taxonomiekonforme Investitionsausgaben des Berichtsjahres | 505 | 478 |
Die in den Investitionsausgaben enthaltenen Zugänge zu Vermieteten Vermögenswerten stellen einen wesentlichen Anteil der Gesamtinvestitionsausgaben gemäß der EU-Taxonomie für die TRATON GROUP dar. Hierin enthalten sind überwiegend veräußerte Fahrzeuge mit Rückkaufvereinbarung, die weiterhin bei der TRATON GROUP im Rahmen eines Leasingverhältnisses bilanziert werden und die somit nur bedingt darüber Auskunft geben, wie stark TRATON in die Elektrifizierung investiert.Bei isolierter Betrachtung der in den Immateriellen Vermögenswerten enthaltenen aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten mit Bezug zu BEVs im Verhältnis zu den gesamten aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten würde der Anteil der taxonomiekonformen Investitionsausgaben signifikant höher ausfallen.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Im Jahr 2022 hatte Scania eine grüne Anleihe in Höhe von insgesamt 3,0 Mrd SEK zur Finanzierung von Investitionen in die Forschung und Entwicklung batterieelektrischer Fahrzeuge emittiert. Im Berichtsjahr 2023 wurden davon 91 Mio € zur Finanzierung taxonomiekonformer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verwendet, wovon 46 Mio € auf taxonomiekonforme Investitionsausgaben und 44 Mio € auf taxonomiekonforme Betriebsausgaben entfielen. Zur Aufteilung der verwendeten Anleiheemissionen auf Investitions- und Betriebsausgaben wurden diese ins Verhältnis zu den gesamten taxonomiekonformen Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres gesetzt. Unter Berücksichtigung des auf die taxonomiekonformen Investitionsausgaben entfallenden Anteils der Anleiheemissionen, belief sich der bereinigte Anteil der taxonomiekonformen Investitionsausgaben an den gesamten Investitionsausgaben gemäß EU-Taxonomie im Berichtsjahr auf 10 %.
| Betriebsausgaben | Wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz | Einhaltung DNSH- Kriterien | Einhaltung Mindestschutz | Taxonomiekonforme Betriebsausgaben 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | %¹ | in Mio € | %¹ | J/N | |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien | 1.623 | 95 % | 260 | 15 % | J/N |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | 85 | 5 % | |||
| Gesamt (A+B) | 1.708 |
¹ Prozentuale Angabe bezieht sich auf die gesamten Betriebsausgaben gemäß EU-Taxonomie.
Die Ermittlung der Betriebsausgaben erfolgt auf Basis der nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten, wie sie in der Anhangsangabe „11. Funktionskosten-Umsatzkosten“ des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 ausgewiesen werden, und errechnen sich als Primäre F&E-Kosten abzüglich aktivierter Entwicklungskosten. Daneben werden folgende Aufwendungen in die Ermittlung des Nenners des KPI einbezogen: Aufwendungen für die Instandhaltung von eigenen oder gemieteten Immobilien und sonstigen Vermögenswerten Aufwendungen, die kurzfristigen Leasingverhältnissen (maximal zwölf Monate) zuzuordnen sind und nicht als Nutzungsrecht in der Bilanz aktiviert wurden.
Insgesamt beliefen sich die Betriebsausgaben der TRATON GROUP gemäß EU-Taxonomie im Berichtsjahr auf 1,7 Mrd €. Auf die Wirtschaftstätigkeit 3.3 entfielen davon 1,6 Mrd € bzw. 95 % der Betriebsausgaben der TRATON GROUP, die als taxonomiefähig klassifiziert wurden. Analog zu den Investitionsausgaben waren hierin lediglich Betriebsausgaben enthalten, die in direktem Zusammenhang mit taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten anfielen. Betriebsausgaben, die mit nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten wie dem Geschäft mit Motoren, Aggregaten und Teilelieferungen zusammenhängen wurden somit nicht im Zähler berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der technischen Bewertungskriterien und des Mindestschutzes beliefen sich die taxonomiekonformen Betriebsausgaben 2023 auf 236 Mio € bzw. auf 14 % der Betriebsausgaben der TRATON GROUP. Soweit möglich, wurden die taxonomiefähigen Betriebsausgaben unmittelbar BEVs zugeordnet. Betriebsausgaben, die nicht unmittelbar zuzuordnen waren, wurden anteilig über markenspezifische Verteilungsschlüssel berücksichtigt. Dabei wurden die gleichen Verteilungsschlüssel wie bei den Investitionsausgaben verwendet. Unter Berücksichtigung des auf die taxonomiekonformen Betriebsausgaben entfallenden Anteils der Anleiheemissionen beläuft sich der bereinigte Anteil der taxonomiekonformen Betriebsausgaben an den gesamten Betriebsausgaben gemäß EU-Taxonomie 2023 auf 11 %.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die Veränderung der taxonomiekonformen Betriebsausgaben ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Nachweis des DNSH-Kriteriums zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung für einige Standorte nicht mehr erbracht werden konnte. Gegenläufig dazu entfielen vermehrt nicht aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten auf batterieelektrische Fahrzeuge.
Die folgende Tabelle enthält eine Aufschlüsselung der taxonomiekonformen Betriebsausgaben:
| in Mio € | |
|---|---|
| 2023 | |
| Taxonomiekonforme Betriebsausgaben aus nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten, die sich auf batterieelektrische Fahrzeuge beziehen¹ | 221 |
| Taxonomiekonforme Betriebsausgaben aus nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten, die sich auf nicht batterieelektrische Fahrzeuge beziehen | – |
| Sonstige taxonomiekonforme Betriebsausgaben | 15 |
| Summe | 236 |
¹ Vorjahr angepasst
Gemäß der EU-Taxonomie gliedern sich die taxonomiekonformen Investitionsausgaben des Berichtsjahres in a) Investitionsausgaben, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen, die bereits mit ökologisch nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, und b) Investitionsausgaben, die Teil eines Plans zur Ausweitung taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten oder zur Umwandlung taxonomiefähiger in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten sind (Capex-Plan). Der Capex-Plan beinhaltet die Summe der Investitions- und Betriebsausgaben, die im Berichtszeitraum und innerhalb der nächsten fünf Jahre zur Ausweitung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten oder zur Umwandlung taxonomiefähiger in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten voraussichtlich anfallen wird. Im Rahmen der Zuordnung wurden taxonomiekonforme Zugänge zu Vermieteten Vermögenswerten (im Wesentlichen Fahrzeug-Leasing-Geschäft) vollständig als solche Investitionsausgaben berücksichtigt, die bereits mit ökologisch nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, weil die zugrunde liegenden Fahrzeuge bereits heute hergestellt und taxonomiekonform sind. Diese wurden damit nicht im Capex-Plan berücksichtigt. Taxonomiekonforme Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie nicht aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten wurden hingegen anteilig unter Zuhilfenahme eines Verteilungsschlüssels dem Capex-Plan zugeordnet. Der Verteilungsschlüssel setzt das Produktionsvolumen der taxonomiekonformen Fahrzeuge des jeweiligen Berichtsjahres ins Verhältnis zum durchschnittlichen geplant taxonomiekonformen Produktionsvolumen gemäß der Fünfjahresplanung. Der darüberhinausgehende Anteil wurde dem Capex-Plan zugeordnet. Infolgedessen waren von den taxonomiekonformen Investitionsausgaben des Berichtsjahres 402 Mio € dem Capex-Plan zuzuordnen, von den taxonomiekonformen Betriebsausgaben waren es 212 Mio €. Der gesamte Kapitalaufwand des Capex-Plans, der im Berichtszeitraum anfiel und während der Fünfjahresplanung voraussichtlich noch anfallen wird, beläuft sich auf 6,7 Mrd €.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Code (2) | Umsatz (3) | Umsatzan-teil, Jahr 2023 (4) | Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | Mindestschutz (17) | Anteil taxonomiekonformer (A.1) oder taxonomiefähiger (A.2) Umsatz, Jahr 2022 (18) | Kategorie ermög-lichende Tätigkeit (19) | Katego-rie Über-gangs-tätig-keit (20) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio € | % | Klimaschutz (5) | Anpassung an den Klimawandel (6) | Wasser (7) | Umweltverschmutzung (8) | Kreislaufwirtschaft (9) | Biologische Vielfalt (10) | ||
| A. TAXONOMIEFÄHIGE AKTIVITÄTEN | |||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien | CCM 3.3 | 439 | 1 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL |
| – Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 439 | 1 % | |||||||
| Davon ermöglichende Tätigkeiten | 439 | 1 % | |||||||
| Davon Übergangstätigkeiten | – | % | |||||||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien | CCM 3.3 | 43.646 | 93 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL |
| – Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 43.646 | 93 % | |||||||
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 44.085 | 94 % | |||||||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||||||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | 2.787 | 6 % | |||||||
| Gesamt | 46.872 | 100 % |
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
¹ In der Tabelle verwendete Abkürzungen: CCM: Climate Change Mitigation (Klimaschutz), J: Ja, N: Nein, N/EL: Not eligible (Nicht taxonomiefähig), E: Ermöglichende Tätigkeit, T: Transitional Activity (Übergangstätigkeit), EL: Eligible (Taxonomiefähig)
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Code (2) | Capex (3) | Capex-Anteil, Jahr 2023 (4) | Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung") | Mindestschutz (17) | Anteil taxonomiekonformer (A.1) oder taxonomiefähiger (A.2) Capex, Jahr 2022 (18) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| % | Klimaschutz (5) | Anpassung an den Klimawandel (6) | Wasser (7) | Umweltverschmutzung (8) | |||
| Kategorie ermög-lichende Tätigkeit (19) | Katego-rie Über-gangs-tätig-keit (20) | in Mio € | % | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. TAXONOMIEFÄHIGE AKTIVITÄTEN | |||||||||||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||||||||||||||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien CCM 3.3 | 505 | 11 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J/N | J | J | J | 12 % | E | ||
| – Capex ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 505 | 11 % | 11 % | – % | – % | – % | – % | – % | J | J | J | J/N | J | J | J | 12 % | |||
| – Davon ermöglichende Tätigkeiten | 505 | 11 % | 11 % | – % | – % | – % | – % | – % | J | J | J | J/N | J | J | J | 12 % | E | ||
| – Davon Übergangstätigkeiten | – | – % | – % | – % | N | N | N | N | N | N | N | N | N | N | N | – % | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | |||||||||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien CCM 3.3 | 3.803 | 86 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | 85 % | ||||||||||
| – Capex taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 3.803 | 86 % | 86 % | – % | – % | – % | – % | – % | 85 % | ||||||||||
| A. Capex taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 4.308 | 98 % | 98 % | – % | – % | – % | – % | – % | 97 % | ||||||||||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||||||||||||||||||
| Capex nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | 106 | 2 % | |||||||||||||||||
| Gesamt | 4.414 | 100 % |
| Kategorie ermög-lichende Tätigkeit (19) | Katego-rie Über-gangs-tätig-keit (20) | in Mio € | % | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J; N; N/EL | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. TAXONOMIEFÄHIGE AKTIVITÄTEN | |||||||||||||||||||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||||||||||||||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien CCM 3.3 | 236 | 14 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J/N | J | J | J | 17 % | E | ||
| – Opex ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 236 | 14 % | 14 % | – % | – % | – % | – % | – % | J | J | J | J/N | J | J | J | 17 % | |||
| – Davon ermöglichende Tätigkeiten | 236 | 14 % | 14 % | – % | – % | – % | – % | – % | J | J | J | J/N | J | J | J | 17 % | E | ||
| – Davon Übergangstätigkeiten | – | – % | – % | – % | N | N | N | N | N | N | N | N | N | N | N | – % | |||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | EL; N/EL | |||||||||||||
| 3.3 Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien CCM 3.3 | 1.387 | 81 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | 78 % | ||||||||||
| – Opex taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 1.387 | 81 % | 81 % | – % | – % | – % | – % | – % | 78 % | ||||||||||
| A. Opex taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 1.623 | 95 % | 95 % | – % | – % | – % | – % | – % | 95 % | ||||||||||
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | |||||||||||||||||||
| Opex nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | 85 | 5 % | |||||||||||||||||
| Gesamt | 1.708 | 100 % |
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
1 Vorjahr angepasst
Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2023
Corporate Governance bildet bei TRATON den Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen und Konzern. Eine gute Corporate Governance bildet die Grundlage für eine verantwortungsvolle Führung und Kontrolle unseres Unternehmens sowie einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Gleichzeitig fördert eine gute Corporate Governance das Vertrauen der Finanzmärkte, unserer Anleger, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter in unser Unternehmen, unseren Konzern und unsere Arbeit. Unsere Unternehmensführung wird bestimmt durch die geltenden Gesetze, unsere Satzung, interne Regularien und Leitlinien sowie durch nationale und internationale Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance). Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) gibt Empfehlungen und Anregungen für eine verantwortungsvolle und transparente Corporate Governance entsprechend den anerkannten Standards.
Nachfolgend werden die nach §§ 289f und 315d HGB sowie den Empfehlungen des DCGK geforderten Inhalte der Erklärung zur Unternehmensführung abgebildet.
Vorstand und Aufsichtsrat von TRATON haben sich eingehend mit dem Corporate-Governance-System und der Erfüllung der Empfehlungen und Anregungen des DCGK beschäftigt. Sie sind sich bewusst, dass gute und transparente Corporate Governance, die sowohl nationalen als auch internationalen Standards folgt, für eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung von wesentlicher Bedeutung ist.
Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE gaben im Dezember 2023 die jährliche Entsprechenserklärung mit folgendem Wortlaut ab:
„Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 27. Juni 2022 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 28. April 2022 („Kodex“) im Zeitraum seit der letzten regulären Entsprechenserklärung bzw. der Aktualisierung im März 2023 mit Ausnahme der nachfolgend genannten Empfehlungen aus den dort genannten Gründen und in den genannten Zeiträumen entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird:
¹ Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f HGB und gemäß § 315 d HGB ist Teil des Zusammengefassten Lageberichts und wird nicht in die Prüfung einbezogen.# Entsprechenserklärung
Entsprechend erhält Herr Drees zwar keine Abfindung, aber unter Umständen seine vertragsgemäße Vergütung für mehr als zwei Jahre gerechnet ab seinem Ausscheiden. Diese Vergütung kam auch im Zeitraum seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung zur Auszahlung. Vor diesem Hintergrund erklären Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE höchstvorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung G.13 Satz 1.“ Die Entsprechenserklärung ist im Internet verfügbar unter www.traton.com/de/corporate-governance.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Darüber hinaus hat TRATON eine Erklärung hinsichtlich der Abweichungen der Corporate Governance von TRATON gegenüber dem schwedischen Corporate Governance Kodex veröffentlicht. Diese ist ebenfalls verfügbar unter www.traton.com/de/corporate-governance. Nach dem schwedischen Corporate Governance Kodex können Unternehmen, die in Schweden gelistet sind, entscheiden, ob sie den schwedischen Kodex einhalten oder ob sie sich an entsprechende lokale Regelungen von Ländern, in denen die Gesellschaften ihren Sitz haben, halten. TRATON hat sich entschieden, den Deutschen Corporate Governance Kodex und nicht den schwedischen Corporate Governance Kodex zu befolgen.
In der Hauptversammlung einer Europäischen Aktiengesellschaft üben die Aktionäre ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft aus. Dies beinhaltet die Stimmrechtsausübung der Aktionäre, die Informationsbeschaffung sowie den Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat. Die Hauptversammlung der TRATON SE gewährleistet diese Rechte der Aktionäre umfassend. Die Einberufung zur Hauptversammlung wird entsprechend den gesetzlichen Fristen im Bundesanzeiger veröffentlicht und ab diesem Zeitpunkt inklusive aller Berichte und Vorlagen für die Hauptversammlung auch auf der Internetseite der TRATON SE zur Verfügung gestellt. Um den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung zu erleichtern, besteht neben der Möglichkeit zur Bevollmächtigung eines Kreditinstituts, von Aktionärsvereinigungen oder anderen Personen das Angebot, einen Mitarbeiter von TRATON als Stimmrechtsvertreter zu bevollmächtigen.
Die TRATON SE hat eine duale Struktur mit einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Beide Gremien arbeiten im Sinne des Unternehmens eng zusammen.
Der Vorstand der Gesellschaft besteht derzeit aus sechs Mitgliedern. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Zu seiner Zusammensetzung wird auf die Anhangsangabe „47. Mitglieder des Vorstands und deren Mandate“ im Konzernabschluss verwiesen. Der Vorstand nimmt eigenverantwortlich die geschäftsleitenden und operativen Aufgaben wahr. Sein Verantwortungsbereich erstreckt sich insbesondere auf die strategische Ausrichtung der TRATON GROUP. Er stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Er ist ferner für die Aufstellung der Jahresabschlüsse sowie Zwischenmitteilungen verantwortlich und sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien. Die verschiedenen Aufgabengebiete des Vorstands sind den einzelnen Vorstandsressorts im Rahmen des Geschäftsverteilungsplans zugeordnet. Im Plenum behandelt der Vorstand alle wesentlichen Entscheidungen und Maßnahmen; die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Entscheidungen und Maßnahmen ergeben sich aus den Festlegungen in der Geschäftsordnung des Vorstands. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung und der Situation des Unternehmens, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand sorgt außerdem für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Nach der vom Aufsichtsrat getroffenen Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sollen Bestellungen für Mitglieder des Vorstands in der Regel mit Vollendung des 65. Lebensjahres enden. Eine Verlängerung um maximal drei weitere Jahre ist möglich. Entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes sowie der Empfehlung E.3 des DCGK übernehmen Vorstandsmitglieder Nebentätigkeiten nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Interessenkonflikte wurden im Berichtsjahr weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern angezeigt.
Der Aufsichtsrat hat demgegenüber überwachende und beratende Funktionen. Bei bestimmten, im Gesetz, in der Satzung oder in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegten, wesentlichen Geschäftsvorgängen ist die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich. Zur Aufgabenerfüllung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand wird ergänzend auf den „Bericht des Aufsichtsrats“ verwiesen.
Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus 20 Mitgliedern, von denen je die Hälfte Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter sind. Seit der gerichtlichen Bestellung von Frau Ödgärd Andersson zum Mitglied des Aufsichtsrats am 4. April 2023 und ihrer Wahl durch die Hauptversammlung besteht der Aufsichtsrat der Gesellschaft wieder aus 20 Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat der TRATON SE strebt angesichts des Unternehmensgegenstands, der Größe der Gesellschaft und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit als Ziel eine Zusammensetzung des Aufsichtsrats an, die die folgenden Elemente berücksichtigt:
Dem Aufsichtsrat soll keine Person angehören, die eine Organfunktion oder Beratungsaufgabe bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausübt. Bei Wahlvorschlägen sollen in der Regel keine Personen berücksichtigt werden, die zum Zeitpunkt der Wahl das 75. Lebensjahr vollendet haben oder dem Aufsichtsrat der Gesellschaft bereits seit mehr als 15 Jahren angehören. Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet. Als unabhängige Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß dem DCGK werden nach Einschätzung der Anteilseignerseite Frau Andersson und Frau Macpherson sowie die Herren Dr. Kirchmann, Dr. Schmid und Witter angesehen.
Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat der TRATON SE in seiner Gesamtheit über folgende Kompetenzen verfügen:
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Der aktuelle Stand der Ausfüllung des Kompetenzprofils ergibt sich aus der nachfolgenden Qualifikationsmatrix:
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
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Entsprechend den Vorgaben des Aktiengesetzes und der Empfehlung des DCGK verfügen insbesondere Herr Witter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) und Herr Bechstädt (stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses) über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung (einschließlich interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme) und Abschlussprüfung. Herr Witter verfügt insbesondere aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Chief Financial Officer verschiedener Gesellschaften des Volkswagens-Konzerns sowie aus seiner Zeit als Finanzvorstand der Volkswagen AG (2015 bis 2021) über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Rechnungslegung und Abschlussprüfung einschließlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und -prüfung. Herr Bechstädt hat aufgrund langjähriger Tätigkeit in der Abteilung Konzernfinanzen der Volkswagen AG sowie als Mitglied im Prüfungsausschuss für Bilanzbuchhalter der Industrie- und Handelskammer Hannover umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Dies schließt auch Erfahrung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung/-prüfung mit ein. Von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses verfügt ferner Frau Schnur aufgrund ihrer Mitgliedschaft in Prüfungsausschüssen über Erfahrungen in diesen Bereichen. Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet.
Die Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats sind, jährlich aktualisiert, unter https://traton.com/de/unternehmen/Aufsichtsrat.html abrufbar.
Gemäß § 17 Abs. 2 SE-Ausführungsgesetz müssen den Aufsichtsrat der TRATON SE Frauen und Männer jeweils mit einem Anteil von mindestens 30 % vertreten sein. Im Aufsichtsrat der TRATON SE sind auf Anteilseignerseite mit Ödgärd Andersson, Dr. Julia Kuhn-Piëch und Nina Macpherson zum 31. Dezember 2023 30 % Frauen und 70 % Männer vertreten. Auf Arbeitnehmerseite sind es zu diesem Zeitpunkt mit Daniela Cavallo, Mari Carlquist, Lisa Lorentzon und Karina Schnur 40 % Frauen und 60 % Männer im Aufsichtsrat vertreten. Die gesetzlichen Quoten werden somit auf Seiten der Anteilseigner- und der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eigenständig erfüllt.# Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat zwei paritätisch besetzte Ausschüsse, das Präsidium und den Prüfungsausschuss, sowie den ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner bestehenden Nominierungsausschuss gebildet. Das Präsidium bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats und die Beschlüsse des Aufsichtsrats, einschließlich der Beschlussfassungen des Aufsichtsrats in Vorstandsangelegenheiten vor, unterstützt und berät den Aufsichtsratsvorsitzenden und bereitet gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand vor. Darüberhinaus ist dem Präsidium u.a. die Aufgabe zugewiesen anstelle des Aufsichtsrats über zustimmungspflichtige Geschäfte oder Maßnahmen bis zu einer bestimmten Wertgrenze zu entscheiden. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Überwachung und Integrität des Rechnungslegungsprozesses, der Überwachung der Rechnungslegung, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Darüber hinaus legt der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine begründete Empfehlung für die Wahl des Abschlussprüfers vor, holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers ein und befasst sich mit den von ihm zusätzlich erbrachten Leistungen, bereitet die Beschlussfassung über die Erteilung des Prüfungsauftrags vor und befasst sich darüber hinaus mit der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Der Nominierungsausschuss identifiziert Kandidaten für Aufsichtsratsmandate und schlägt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vor.
Das Präsidium setzt sich wie folgt zusammen (Stand: 31.12.2023):
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Der Prüfungsausschuss setzt sich wie folgt zusammen (Stand: 31.12.2023):
Der Nominierungsausschuss setzt sich wie folgt zusammen (Stand: 31.12.2023):
Weitere Angaben zur personellen Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Arbeit der Ausschüsse ergeben sich aus dem „Bericht des Aufsichtsrats“ und den Anhangsangaben „48. Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Mandate“ und „49. Ausschüsse des Aufsichtsrats“ im Konzernabschluss.
Entsprechend der Empfehlung D.12 des DCGK beurteilt der Aufsichtsrat regelmäßig, wie wirksam dieser insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Im Rahmen der Selbstbeurteilungen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats vorab einen ausführlichen Fragebogen, in dem sie ihre Einschätzungen hinsichtlich der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse abgeben sowie Verbesserungsmöglichkeiten vorschlagen können. Anschließend werden die Ergebnisse in einer Aufsichtsratssitzung und bei Bedarf auch in weiteren Einzelgesprächen besprochen. Aus den Ergebnissen werden zudem Maßnahmen für die Verbesserung der Aufsichtsratsarbeit abgeleitet. Die letzte Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats fand im Geschäftsjahr 2023 statt.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Das Präsidium des Aufsichtsrats erstellt gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vorstands eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Bei der langfristigen Nachfolgeplanung werden neben den gesetzlichen Anforderungen, den Anforderungen des DCGK und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats die Kriterien des vom Aufsichtsrat für die Zusammensetzung des Vorstands beschlossenen Diversitätskonzepts berücksichtigt. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen erstellt das Präsidium nach Bedarf ein Anforderungsprofil, auf dessen Grundlage das Präsidium die am besten geeigneten Kandidaten auswählt. Nach Führung von Gesprächen mit den Kandidaten, wird dem Aufsichtsrat eine Empfehlung zur Beschlussfassung unterbreitet. Bei Bedarf werden der Aufsichtsrat bzw. das Präsidium bei der Entwicklung der Anforderungsprofile und der Auswahl der Kandidaten von externen Beratern unterstützt.
Das geltende Vergütungssystem gemäß § 87a Absatz 1 und 2 Satz 1 des Aktiengesetzes und der letzte Vergütungsbeschluss gemäß § 113 Absatz 3 des Aktiengesetzes sowie der Vergütungsbericht über das letzte Geschäftsjahr und der Prüfungsvermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 des Aktiengesetzes sind auf unserer Internetseite unter https://ir.traton.com/corporate-governance veröffentlicht.
Der Bereich Governance, Risk & Compliance (GRC) wird durch den Head of GRC/Chief Compliance Officer des Konzerns geleitet, der unmittelbar an den Vorsitzenden des Vorstands der TRATON SE berichtet. Die GRC-Organisation besteht aus dem Corporate GRC Office bei der TRATON SE und den dezentralen GRC-Funktionen der Marken. Zusammen sind das Corporate GRC Office der TRATON SE und die dezentralen GRC-Funktionen für Compliance und Risikomanagement in der gesamten TRATON GROUP verantwortlich. Das Corporate GRC Office nimmt eine zentrale Steuerungs- und Unterstützungsfunktion im Bereich Risikomanagement und Compliance des Konzerns wahr. Dazu gehört, GRC-Grundsätze und einheitliche Mindeststandards für den gesamten Konzern festzulegen, aber auch, den Marken die notwendige Flexibilität zu gewähren, konkrete GRC-Maßnahmen umzusetzen, die zu ihrer jeweiligen Organisation und zu ihrem Umfeld passen. Einerseits sind die Prozesse für Whistleblowing und interne Untersuchungen mit einem zentralen Aufklärungs-Office bei der TRATON SE streng standardisiert. Andererseits ist die GRC-Kommunikation überwiegend auf Markenebene verankert. Außerdem koordiniert das Corporate GRC Office unterstützende IT-Systeme und trifft Maßnahmen, um die GRC-Aktivitäten des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz zu überwachen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Der Head of GRC/Chief Compliance Officer berichtet regelmäßig, mindestens vierteljährlich, an den Vorstand der TRATON GROUP über die Risikosituation des Konzerns sowie über die aktuelle Lage und die Hauptaktivitäten des Bereichs GRC. Das Governance & Risk Board (GRB) sowie das Compliance Board (CB) wurden auf TRATON-Ebene eingerichtet. So können Führungskräfte der obersten Ebene aus dem gesamten Konzern relevante GRC-Fragen ausführlich und regelmäßig besprechen. Die GRC-Funktionen auf Markenebene sind für die Umsetzung der Compliance-Management- und Risikomanagementsysteme innerhalb der einzelnen Marken zuständig. Jede Marke unterhält eine GRC-Organisation, d.h. der GRC-Funktion vollumfänglich zugeteilte Mitarbeiter. Diese Organisation wird durch ein Netzwerk aus Mitarbeitern in den Tochtergesellschaften der Marken unterstützt, die für bestimmte GRC-Maßnahmen zuständig sind, insbesondere Risikoberichte, interne Kontrollsysteme und Compliance. Hinsichtlich der ausführlichen Darstellung des Risikomanagementsystems und der Risiko- und Chancensituation bei TRATON wird auf den „Chancen- und Risikobericht“ im Zusammengefassten Lagebericht verwiesen.
Zu den Hauptaufgaben der GRC-Funktionen der TRATON GROUP (einschließlich der GRC-Funktionen der Marken) gehören folgende:
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die zuständigen Abteilungen werden informiert, damit diese den Sachverhalt entsprechend bearbeiten und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um Verstöße und/oder Risiken zu minimieren oder zu beenden. Weitere Erläuterungen zu ausgewählten GRC-Aktivitäten, insbesondere zum Thema Menschenrechte, sind in der entsprechenden Rubrik der Nichtfinanziellen Konzernerklärung enthalten.
Über die Internetseite https://ir.traton.com/ haben die Aktionäre u.a. Zugriff auf die Satzung der Gesellschaft, die Konzernabschlüsse der TRATON GROUP, den Finanzkalender mit allen relevanten Terminen sowie Informationen zu bevorstehenden Ereignissen. Die Ad-hoc-Mitteilungen des Unternehmens sind unverzüglich nach ihrer gesetzesmäßigen Veröffentlichung ebenfalls auf der Internetseite der TRATON SE https://ir.traton.com/websites/traton/German/4000/finanznachrichten.html abrufbar. Gleichermaßen finden sich dort die Stimmrechtsmitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG sowie unter https://ir.traton.com/corporate-governance die Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung („Directors‘ Dealings“). Informationen über den Vorstand und den Aufsichtsrat der TRATON SE finden sich auf der Internetseite https://traton.com/de/unternehmen.html. Die genannten Informationen und Dokumente sind in deutscher und in englischer Sprache verfügbar.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Der jährliche Konzernabschluss der TRATON GROUP wird vom Vorstand auf Grundlage der „International Financial Reporting Standards“ (IFRS) und der Einzelabschluss der TRATON SE gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Der Halbjahresfinanzbericht wird vom Vorstand vor dessen Veröffentlichung mit dem Prüfungsausschuss erörtert. Die in der Empfehlung F.2 des DCGK festgelegten Veröffentlichungsfristen werden eingehalten.
TRATON hat einen Code of Conduct, der die verbindliche Leitlinie zum integren Handeln bei TRATON ist und für alle Mitarbeiter – vom Vorstand über die Führungskräfte bis zu jedem einzelnen Arbeitnehmer – gleichermaßen gilt. Der Code of Conduct stellt Integrität und die Verantwortung jedes Einzelnen in den Mittelpunkt – die Verantwortung als Mitglied der Gesellschaft, als Geschäftspartner und am Arbeitsplatz. Zudem erklärt er anhand praktischer Beispielsfälle, wie jeder Einzelne dieser Verantwortung nachkommen und sich integer verhalten kann – gerade auch in Konfliktsituationen. Darüber hinaus erwartet TRATON, dass auch Lieferanten und Geschäftspartner sowie deren Mitarbeiter verantwortungsvoll handeln und sich jederzeit und überall an geltende Gesetze halten und ethische Grundwerte respektieren. TRATON hat deshalb einen eigenen Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner herausgegeben, der ethische Mindeststandards für Lieferanten und Geschäftspartner von TRATON enthält. Der Code of Conduct sowie der Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner sind auf der Internetseite https://traton.com/de/governance-risiko-und compliance/comliance-und-integritätsprogramm.html verfügbar.
Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Strategie von TRATON und ein in den Marken der TRATON GROUP fest verankertes Konzept. Für unsere Gruppe und unsere Marken bedeutet Nachhaltigkeit, globale Herausforderungen zu verstehen, diese aktiv anzugehen und die Chancen und Risiken einer nachhaltigen Entwicklung zu erkennen. TRATON nimmt die Erwartungen unserer Kunden, der Politik und der Gesellschaft auf und gibt konkrete Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen einer nachhaltigen Mobilität. Wo immer wir auf der Welt tätig sind, ist es unser Ziel, die höchsten Standards zu verfolgen und mit in Nachhaltigkeit führenden Unternehmen zusammenzuarbeiten. Nähere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden sich auf der Internetseite https://traton.com/de/nachhaltigkeit.html
Dem Vorstand der TRATON SE müssen gemäß § 16 Absatz 2 SE-Ausführungsgesetz mindestens eine Frau und ein Mann angehören. Dieser Vorgabe hat die TRATON SE im Berichtsjahr entsprochen. Dem Vorstand gehörten im Berichtsjahr 2023 durchgehend fünf Männer und eine Frau an.
Der Vorstand der TRATON SE hat für den Zeitraum bis 31. Dezember 2023 gemäß § 76 Abs. 4 AktG für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands folgende Zielgrößen festgelegt:
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Mit Ablauf der Frist zum 31. Dezember 2023 wurde dieses Zielgröße für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mit 33 % überschritten. Auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde die Zielgröße mit 23 % nicht erreicht. Gründe für die Unterschreitung der Zielgröße auf der zweiten Führungsebene lagen in organisatorischen und personellen Veränderungen: Im Rahmen der Implementierung der Group Industrial Functions wurden männliche Führungskräfte von der MAN Truck & Bus SE zur TRATON SE versetzt. Zudem haben die im Zuge der Transformation der TRATON GROUP veränderten Verantwortungsgebiete einiger Zentralfunktionen zu einer Neubewertung der mit überwiegend männlichen Kollegen besetzten Stellen geführt, sodass diese in den Managementkreis aufgerückt sind. Zeitgleich wurden einige weibliche Führungskräfte im Sinne des verstärkten Austauschs innerhalb der TRATON GROUP zu unseren Marken entsandt. Eine Managerin hat das Unternehmen im vergangenen Jahr verlassen und eine offene Führungsposition konnte erst zum 01. Januar 2024 neu besetzt werden. TRATON erkennt die Bedeutung von Vielfalt als Treiber für Innovation an und wird die Bemühungen zur Förderung von Diversität im Management daher weiterhin fortsetzen.
Für den Zeitraum vom 01.01.2024 bis 31.12.2028 hat der Vorstand für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands folgende Zielgrößen festgelegt:
Hinsichtlich entsprechender Angaben der Tochtergesellschaften der TRATON SE, die gesetzlich zur Festlegung von Zielgrößen verpflichtet sind, wird auf die Internetseite der MAN Truck & Bus SE (https://www.mantruckandbus.com/de/unternehmen/management.html) verwiesen.
Gemäß § 289f Absatz 2 Nr. 6 HGB soll für Vorstand und Aufsichtsrat ein Diversitätskonzept erarbeitet werden. Dieses Konzept soll Aspekte wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Bildungs- oder Berufshintergrund berücksichtigen. Das Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
Die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetung festgesetzten Ziele für die Zusammensetzung sowie das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats beschreiben zugleich das Konzept, mit dem der Aufsichtsrat eine vielfältige Besetzung anstrebt. Das Diversitätskonzept verfolgt das Ziel, durch Vielfalt ein gutes Verständnis der organisatorischen und geschäftlichen Angelegenheiten der TRATON SE zu fördern. Diese Vielfalt soll die Aufsichtsratsmitglieder in die Lage versetzen, Entscheidungen des Vorstands konstruktiv zu hinterfragen und für innovative Ideen aufgeschlossen zu sein. Alle genannten Kriterien sind erfüllt bzw. werden beachtet.
TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
Die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern an die Hauptversammlung erfolgen unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen und der Vorgaben des Diversitätskonzepts. Im Geschäftsjahr 2023 haben der Nominierungsausschuss und der Aufsichtsrat das Diversitätskonzept, die konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie das Kompetenzprofil in seiner jeweils geltenden Fassung berücksichtigt. Zu berücksichtigen ist, dass der Aufsichtsrat durch seine Wahlvorschläge nur Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats in Bezug auf die Anteilseignervertreter nehmen kann.
Der Aufsichtsrat hat das folgende Diversitätskonzept für den Vorstand beschlossen:
Das Diversitätskonzept verfolgt das Ziel, durch Vielfalt ein gutes Verständnis der organisatorischen und geschäftlichen Angelegenheiten der TRATON SE zu fördern. Mit welcher Persönlichkeit eine konkrete Vorstandsposition besetzt werden soll, entscheidet der Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse und unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls. Mit der Verlängerung der Vorstandsbestellung von Herrn Antonio Roberto Cortes hat der Aufsichtsrat die für den Vorstand festgelegte Altersgrenze ausnahmsweise durchbrochen. Die Gründe hierfür sowie die vorsorglich erklärte Abweichung von Empfehlung B.5 DCGK sind in der Entsprechenserklärung in Abschnitt I. dargelegt. Im Übrigen werden alle genannten Kriterien erfüllt bzw. beachtet.# Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand der TRATON SE hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgestellt und am Schluss des Berichts folgende Erklärung abgegeben:
„Wir erklären, dass die TRATON SE bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen und die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat oder Nachteile ausgeglichen worden sind und dadurch, dass Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden ist. Unterlassene Maßnahmen lagen im Berichtszeitraum nicht vor.“
Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals finden sich im Anhang zum Jahres- und Konzernabschluss in Abschnitt „28. Eigenkapital“.
Größter Einzelaktionär an der TRATON SE ist die Volkswagen Finance Luxemburg, eine Gesellschaft des Volkswagen Konzerns, mit einem Anteil am Grundkapital von 89,72 %. Hinsichtlich der indirekten Beteiligungen am Kapital der TRATON SE, die die Schwelle von 10 % der nach §§ 34f WpHG zugerechneten Stimmrechte überschreiten, wird auf die nachfolgende Übersicht verwiesen:
¹ TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023 Zusammengefasster Lagebericht der TRATON SE, München
¹ Direkte Gesellschafterin der TRATON SE
Weitere bestehende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die die relevante Schwelle von 10 % oder die relevanten Schwellen des WpHG überschreiten, wurden der TRATON SE weder gemeldet noch sind sie ihr bekannt. Am 31. Dezember 2023 lag der Streubesitz (Free Float) bei 10,28 %.
Jede TRATON-Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen.
Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind in Art. 39 Abs. 2, 46 SE-VO in Verbindung mit §§ 84 und 85 AktG und § 8 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Danach hat der Vorstand aus mindestens zwei Personen zu bestehen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder des Vorstands werden für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren bestellt. Wenn der Vorstand aus mehr als drei Personen besetzt ist, müssen dem Vorstand mindestens eine Frau und mindestens ein Mann angehören (§ 16 Abs. 2 SEAG). Wiederbestellungen sind zulässig. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Bestellung eines Vorstandsmitglieds aus wichtigem Grund zu widerrufen (Art. 39 Abs. 2 SE-VO, § 84 AktG).
Änderungen der Satzung der Gesellschaft beschließt die Hauptversammlung und richten sich nach Art. 59 SE-VO, § 51 SEAG, §§ 179 ff. AktG und der Satzung. Soweit nicht zwingende gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen, bedarf es für Satzungsänderungen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen bzw., sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen (Art. 59 Abs. 1, Abs. 2 SE-VO in Verbindung mit § 51 SEAG, § 21 Abs. 1 der Satzung). Sofern das Gesetz für Beschlüsse der Hauptversammlung außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Das in § 103 Abs. 1 Satz 2 AktG vorgesehene Mehrheitserfordernis bleibt unberührt.
Gemäß § 13 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist zudem gem. § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, die Fassung von § 5 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2023 oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung anzupassen.
Die Befugnisse des Vorstands sind in Art. 39 SE-VO in Verbindung mit §§ 77 ff. AktG in Verbindung mit § 9 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Danach obliegt es dem Vorstand, die Gesellschaft in eigener Verantwortung zu leiten und die Gesellschaft gerichtlich sowie außergerichtlich zu vertreten.
Der Vorstand ist nach § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 200.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 200.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023). Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit der Vorstand nicht von den nachfolgenden Ermächtigungen, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, Gebrauch macht. Die neuen Aktien können auch von einem durch den Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KWG oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen (Finanzinstitut) oder einem Konsortium solcher Kredit- oder Finanzinstitute mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in den folgenden Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
a) zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung entstehenden Spitzenbeträgen;
b) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von der Gesellschaft und/oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen sowie Wandelgenussrechten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihrer Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung ihrer Optionsausübungs- oder Wandlungspflichten zustünde;
c) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen ausgegeben werden und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt jedoch nur, soweit der rechnerisch auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder das bei Wirksamwerden dieser Ermächtigung bestehende Grundkapital noch das zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehende Grundkapital. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden oder (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionsausübungspflichten ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;
d) sofern die Kapitalerhöhung zur Gewährung von Aktien gegen Sacheinlagen erfolgt, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen.# TRATON GROUP Geschäftsbericht 2023
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 5 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2023 oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung anzupassen. Außerdem ist nach § 5 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 50.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 50.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023). Das Bedingte Kapital 2023 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juni 2023 unter Tagesordnungspunkt 10.2 bis zum 31. Mai 2028 durch die Gesellschaft oder durch andere Gesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden, für den Fall, dass Wandlungs- bzw. Optionsrechte ausgeübt oder Wandlungs- bzw. Optionsausübungspflichten erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht Gebrauch macht, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Beschlusses zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durchgeführt, soweit Wandlungs- bzw. Optionsrechte ausgeübt oder Wandlungs- bzw. Optionsausübungspflichten erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht Gebrauch macht, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.
Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung hiervon und von § 60 Abs. 2 AktG abweichend, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Darüber hinaus darf der Vorstand aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2028 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der TRATON SE oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die auf der Grundlage der von der Hauptversammlung am 1. Juni 2023 beschlossenen oder einer früheren Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu jedem zulässigen, insbesondere den in der Ermächtigung der Hauptversammlung genannten Zwecken, verwendet werden. Darüber hinaus dürfen aufgrund der weiteren in der Hauptversammlung am 1. Juni 2023 beschlossenen Ermächtigung bis zum 31. Mai 2028 eigene Aktien durch den Einsatz von Derivaten erworben werden. Die Aktienerwerbe unter Einsatz von Derivaten sind auf Aktien in einem Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert geringer ist – zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Aktienerwerbe sind darüber hinaus auf die zuvorgenannte 10 %-Grenze der von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien anzurechnen. Wegen der jeweiligen Einzelheiten der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird auf die Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Tagesordnungspunkten 11 und 12 unserer Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Juni 2023 verwiesen, die am 17. April 2023 im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden sind.
Zum 31. Dezember 2023 hat die TRATON SE bilaterale Darlehensverträge in Höhe von 2,9 Mrd € in Anspruch genommen. Die Verträge sehen marktübliche Kündigungsrechte der jeweiligen Darlehensgeber für den Fall des Kontrollwechsels vor. Das Vorliegen eines Kontrollwechsels knüpft daran an, dass die Volkswagen AG nicht mehr direkt oder indirekt mehr als 50 % der Aktien oder Stimmrechte der TRATON SE kontrolliert. Ferner bestehen ein mit einem Bankenkonsortium abgeschlossenes syndiziertes Multicurrency Revolving Credit Facility Agreement mit einer Kreditlinie von 4,5 Mrd € sowie Schuldscheindarlehensverträge im Gesamtvolumen von 700 Mio €, die den Darlehensgebern für den Fall, dass die Volkswagen AG nicht mehr herrschendes Unternehmen i.S.d. § 17 AktG der TRATON SE ist, das Recht zur Kündigung gewähren.
Die TRATON Finance Luxembourg S.A. hat in den Jahren 2021, 2022 und 2023 Anleihen in Höhe von nominal insgesamt 8,1 Mrd € sowie 2,55 Mrd SEK begeben. Sämtliche Anleihen werden von der TRATON SE garantiert. Gläubigern steht beim Großteil dieser Anleihen für den Fall eines Kontrollwechsels (definiert als Erlangung des unmittelbaren oder mittelbaren rechtlichen oder wirtschaftlichen Eigentums in jedweder Form bzw. der unmittelbaren oder mittelbaren rechtlichen oder wirtschaftlichen Verfügungsbefugnis in jedweder Form (wie in § 34 Wertpapierhandelsgesetz beschrieben) an insgesamt mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien der TRATON SE) und einer sich innerhalb von 120 Tagen nach dem Eintritt des Kontrollwechsels anschließenden Verschlechterung des Kreditratings der TRATON SE das Recht zu, von der TRATON Finance Luxembourg S.A. den Rückkauf der Anleihen zu verlangen. Einzelheiten zu den Anleihen sowie den Bedingungen der Anleihen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://ir.traton.com/anleihen/ abrufbar.
Darüber hinaus besteht u.a. eine Revolving Credit Facility Vereinbarung mit der Volkswagen AG in Höhe von 4,0 Mrd €. Diese Vereinbarung sieht zwar keine vertragliche Regelung für den Fall des Kontrollwechsels bei der TRATON SE vor, die Volkswagen AG ist jedoch berechtigt, die Revolving Credit Facility Vereinbarung jederzeit und ohne wichtigen Grund zu kündigen. Für den Fall, dass die Volkswagen AG die TRATON SE nicht mehr direkt oder indirekt kontrolliert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Volkswagen AG von diesem Kündigungsrecht Gebrauch macht. Darüber hinaus bestehen weitere Vereinbarungen, insbesondere Avallinien mit Banken, bei denen zwar ebenfalls keine vertraglichen Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bei der TRATON SE vorliegen, jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, dass die jeweiligen Vertragspartner im Falle eines Kontrollwechsels die jeweilige Vereinbarung wirksam kündigen und/oder zusätzliche Sicherheiten verlangen könnten.
Arbeitnehmer, die Aktien der TRATON SE halten, üben die mit diesen Aktien verbundenen Rechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften sowie den Bestimmungen der Satzung aus. Die Gesellschaft hat keine Entschädigungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
| Anhang | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis (1) | 839.319 | -150.425 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (2) | 189.191 | 46.192 |
| Zinsergebnis (3) | -247.704 | 11.511 |
| Umsatzerlöse (4) | 35.596 | 25.579 |
| Umsatzkosten | -33.429 | -23.519 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.167 | 2.060 |
| Allgemeine Verwaltungskosten (5) | -137.310 | -101.868 |
| Sonstige betriebliche Erträge (6) | 381.006 | 495.146 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) | -381.061 | -562.710 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) | -81.045 | -574 |
| Ergebnis nach Steuern | 564.563 | -260.668 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 564.563 | -260.668 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 15.768 | 26.436 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 400.000 | 600.000 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | -28.228 | - |
| Bilanzgewinn | 952.103 | 365.768 |
| Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023 | Anhang | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.852 | 2.768 | |
| Sachanlagen | 2.384 | 2.678 | |
| Finanzanlagen | 22.844.483 | 20.547.478 | |
| Anlagevermögen (9) | 22.848.719 | 20.552.924 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (10) | 2.081.065 | 5.035.439 | |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 219.534 | 77.169 | |
| Umlaufvermögen | 2.300.599 | 5.112.608 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten (11) | 12.500 | 4.419 | |
| 25.161.818 | 25.669.951 |
| Anhang | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
| :----- | :----------- | :------------ |# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Passiva
Gezeichnetes Kapital 500.000 500.000
Anzahl Stammaktien 500.000.000 500.000.000
Bedingtes Kapital T€ 50.000 50.000
Kapitalrücklage 13.295.313 13.695.313
Gewinnrücklagen 28.228 -
Bilanzgewinn 952.103 365.768
Eigenkapital (12) 14.775.644 14.561.081
Rückstellungen für Pensionen 4.272 3.828
Steuerrückstellungen 154.272 78.385
Sonstige Rückstellungen 104.538 83.650
Rückstellungen (13) 263.082 165.863
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.643.978 3.988.706
Übrige Verbindlichkeiten 6.478.534 6.953.003
Verbindlichkeiten (14) 10.122.512 10.941.709
Rechnungsabgrenzungsposten 580 1.298
25.161.818 25.669.951
Die TRATON SE hat ihren Sitz in München, Deutschland und ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 246068 eingetragen. Der Jahresabschluss der TRATON SE für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und der SE-Verordnung in Verbindung mit dem Aktiengesetz aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Zur besseren Übersicht werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet. Das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Einzelne Vorjahresdaten sind aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit an die aktuelle Darstellung angepasst worden. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben den Werten des aktuellen Geschäftsjahres in Klammern dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die TRATON SE ist zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine 89,72 %-ige unmittelbare Tochtergesellschaft der Volkswagen Finance Luxemburg S.A., Strassen/Luxemburg (Volkswagen Finance Luxemburg), die wiederum eine 100 %-ige Tochter der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg (Volkswagen AG), ist. Die TRATON SE wird in den Konzernabschluss der Volkswagen AG, Wolfsburg, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die TRATON SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Abschlüsse werden im Unternehmensregister offengelegt.
Der Aufsichtsrat der TRATON SE hat in seiner Sitzung am 20. März 2023 die Zusammensetzung des Vorstands neu geregelt. Die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden der TRATON SE und CEO der Scania CV AB, Christian Levin, wurde bis Januar 2029 verlängert. Darüber hinaus bleibt Vorstandsmitglied Antonio Roberto Cortes, der auch CEO von Volkswagen Truck & Bus ist, bis Januar 2027 im Vorstand. Dr. Michael Jackstein leitet seit dem 1. April 2023 den kombinierten Bereich Finanzen und Personal der TRATON SE, zu dem auch der Bereich Unternehmensentwicklung gehört. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Bernd Osterloh (Personal) und Annette Danielski (Finanzen und Unternehmensentwicklung) sind zu diesem Zeitpunkt aus dem Vorstand ausgeschieden. Gleichzeitig sichert die Einführung des neuen Verantwortungsbereichs Globales Produktmanagement auf Vorstandsebene den Kern des Geschäftsmodells – die strategische und operative Verknüpfung des kaufmännischen und des industriellen Systems der vier Marken und koordinierter Konzernfunktionen. Catharina Modahl Nilsson ist dafür seit dem 1. April 2023 verantwortlich.
Die von der TRATON SE im Jahr 2021 platzierten Schuldscheindarlehen waren zum 31. Dezember 2023 mit 700 Mio € (700 Mio €) in Anspruch genommen. Insgesamt stehen der TRATON SE bestätigte ungenutzte Kreditlinien von 8.000 Mio € (6.780 Mio €) als Liquiditätsreserve zur Verfügung, davon 3.500 Mio € (2.280 Mio €) gegenüber der Volkswagen AG. Weitere 4.500 Mio € (4.500 Mio €) entfallen auf den Konsortialkredit, den die TRATON SE am 28. Juli 2020 abgeschlossen und am 15. Dezember 2021 von ursprünglich 3.750 Mio € auf 4.500 Mio € erhöht hat. Die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie beträgt fünf Jahre und wurde zweimal um jeweils ein Jahr verlängert. Das aus 23 Banken bestehende Bankenkonsortium hat beiden Verlängerungsanfragen zugestimmt. Das Laufzeitende des Konsortialkredits ist am 16. Dezember 2028. Die Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken sowie der Absicherung der Liquidität der TRATON GROUP.
Seit 12. März 2021 verfügt die TRATON GROUP über ein European-Medium-Term-Notes-Programm (EMTN-Programm). Das Kapitalmarktemissionsprogramm im Volumen von 12.000 Mio € ermöglicht der TRATON GROUP eine flexible und effiziente Kapitalaufnahme an den Fremdkapitalmärkten. Neben der TRATON SE können auch die indirekten Tochtergesellschaften TRATON Finance Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg (TRATON Finance) und TRATON Treasury AB, Södertälje/Schweden (TRATON Treasury AB) Anleihen unter dem Programm begeben. Die TRATON SE, die TRATON Finance und die TRATON Treasury AB nutzen das Emissionsprogramm zur Kapitalbeschaffung für allgemeine Unternehmenszwecke, wobei das aufgenommene Kapital je nach Bedarf innerhalb der TRATON GROUP eingesetzt wird. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Anleihen in Höhe von nominal insgesamt 8.330 Mio € (5.700 Mio €) aus dem 12.000-Mio-€-European-Medium-Term-Notes-Programm der TRATON Finance, die teilweise über Zinsderivate gesichert sind.
TRATON GROUP hat im September 2023 ein Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) mit einem Volumen von 2.500 Mio € aufgesetzt, das zum 31. Dezember 2023 zu 999 Mio € für Finanzierungen im Geschäftsfeld TRATON Financial Services ausgenutzt ist. Neben der TRATON SE können auch die indirekten Tochtergesellschaften TRATON Finance und TRATON Treasury AB Commercial Paper unter dem CP-Programm begeben. Damit hat sich die TRATON GROUP einen weiteren Finanzierungsmarkt in Ergänzung zum bestehenden TRATON Finance-EMTN-Programm eröffnet. Mit dem CP-Programm werden kurzfristige Fälligkeiten mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr finanziert.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Als Umsatzerlöse werden im Wesentlichen Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen innerhalb des TRATON-Konzerns ausgewiesen.
Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von überwiegend drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige und teilweise auch außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen der Bauten auf fremden Grundstücken erfolgen linear über die Dauer der Mietlaufzeit. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird in der Regel über 13 Jahre abgeschrieben. Geringwertige selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden sofort aufwandswirksam erfasst bzw. aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten vermindert um Anschaffungskostenminderungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen sind zu Nennwerten oder zu niedrigeren Barwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Eine Abschreibung erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebotes nehmen wir bis zu den Anschaffungskosten vor, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.
Auf Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird nur ein Überhang an Passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt mit einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren zu rechnen ist. Hierfür werden Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der TRATON SE als steuerlichem Organträger auszugehen ist. Ein etwaiger Überhang an aktiven Steuerlatenzen wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem geltenden Körperschaftsteuersatz und dem gewerbesteuerlichen Hebesatz des TRATON-Organkreises 31,88 % (31,88 %) bewertet.
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen bzw. aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Diese Vermögensgegenstände werden mit dem Erfüllungsbetrag der jeweils zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet.# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, ist der übersteigende Betrag als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auszuweisen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst.
Pensionsverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren („projected unit credit method“) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Für die Abzinsung wird pauschal der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet. Die Pensionsrückstellungen sind um den beizulegenden Zeitwert des zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen bestehenden Vermögens vermindert. Siehe hierzu „Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnungen“.
Die Steuer- und Sonstigen Rückstellungen bestehen für ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken, unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen, Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten und kursgesichert sind, werden zum Sicherungskurs bewertet, sofern sie nach der Einfrierungsmethode bilanziert werden. Sollten sie nach der Durchbuchungsmethode bilanziert werden, werden sie zum Stichtagskurs bewertet. Die übrigen kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen langfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Derivative Finanzinstrumente werden bei der TRATON SE ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt, und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei bestimmten Bewertungseinheiten werden die sich ausgleichende Wertänderungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, bilanziell erfasst (Durchbuchungsmethode). Bei anderen Bewertungseinheiten werden die sich ausgleichende Wertänderungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, miteinander saldiert. In beiden Fällen wird ein sich ergebender negativer Überhang der Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften (Unwirksamkeit) durch den Ansatz einer Rückstellung aus Bewertungseinheiten Rechnung getragen. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h., für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.
| T€ 2023 | T€ 2022 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 805.384 | 142.978 |
| Erträge aus Beteiligungen | 50.749 | 50.663 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 40.141 | 40.141 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -16.814 | -333.653 |
| Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen | - | - |
| davon aus verbundenen Unternehmen | - | 109 |
| Summe | 839.319 | -150.425 |
Bei den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Ergebnisse der MAN Truck & Bus SE, München (MAN Truck & Bus SE), Scania CV Deutschland Holding GmbH, Koblenz, der Scania Finance Deutschland GmbH, Koblenz, und der Scania Real Estate Deutschland GmbH, Koblenz. In den Erträgen aus Beteiligungen ist der Gewinnanteil der MAN Brand GmbH & Co. KG, Grünwald, enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen beinhalten im Wesentlichen das Ergebnis TB Digital Services GmbH, München. Im Vorjahr war der Verlust der MAN Truck & Bus SE enthalten.
Die Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen 189.191 T€ (46.192 T€) und davon aus verbundenen Unternehmen 189.191 T€ (46.192 T€). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Ausleihung an die TRATON Sweden AB, Södertälje/Sweden (TRATON Sweden AB) über 3.500.000 T€ aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und der Verzinsung für das komplette Jahr. Im Geschäftsjahr 2022 war der Ertrag nur für ein halbes Jahr enthalten. Im Vorjahr wurden Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 31.129 T€ im Zinsergebnis ausgewiesen, welche nun in diesem Posten gezeigt werden. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
| T€ 2023 | T€ 2022 | |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 124.901 | 114.000 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 101.728 | 90.820 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -375.803 | -187.587 |
| davon an verbundene Unternehmen | -84.048 | -42.965 |
| Zinsen aus Pensionsrückstellungen | 3.198 | -6.169 |
| Summe | -247.704 | 11.511 |
Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr sowie Bankzinsen und -provisionen. In den Zinserträgen sind Steuerzinserträge von 1.165 T€ (10.753 T€) enthalten. Der Anstieg der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem Effekt der gestiegenen Zinssätze sowohl im Rahmen der konzerninternen als auch externen Finanzierungen. Im Geschäftsjahr wirkten sich im Zinsergebnis -14 T€ (-65 T€) aus der Aufzinsung und 4.095 T€ (4.138 T€) aus der Abzinsung von Rückstellungen aus.
| T€ 2023 | T€ 2022 | |
|---|---|---|
| Dienstleistungen / Weiterberechnungen | 32.902 | 22.921 |
| Vermietung und Verpachtung | 2.664 | 2.589 |
| Sonstiges | 30 | 69 |
| Summe | 35.596 | 25.579 |
Nach Regionen
| T€ 2023 | T€ 2022 | |
|---|---|---|
| Deutschland | 14.469 | 12.709 |
| Übriges Europa | 11.840 | 11.103 |
| Übrige Regionen | 9.287 | 1.767 |
| Summe | 35.596 | 25.579 |
| T€ 2023 | T€ 2022 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 73.074 | 55.195 |
| Abschreibungen | 1.364 | 1.679 |
| Sachkosten der Verwaltung | 62.872 | 44.994 |
| Summe | 137.310 | 101.868 |
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus dem Wechsel von Vorstandsmitgliedern, höheren Vorstandsvergütungen (zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf die Ausführungen unter „(23) Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats“) sowie aus gestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung. Die Sachkosten der Verwaltung erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Beratungskosten im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie TRATON Way Forward.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von 381.006 T€ (495.146 T€) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Fremdwährungsbewertung in Höhe von 325.573 T€ (483.756 T€) und derivativen Finanzinstrumenten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 6.853 T€ (10.593 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus finalen Abschlüssen von Altsachverhalten enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 381.061 T€ (562.710 T€) enthalten die nicht den Funktionskosten zuordenbaren Aufwendungen sowie sonstigen Steuern. Sie umfassen mit 331.413 T€ (403.113 T€) Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine (5.035 T€) periodenfremde Aufwendungen enthalten.
Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Steueraufwand in Höhe von 81.045 T€ (574 T€), der sich aus periodischen Steueraufwendungen für die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 26.133 T€ sowie für die Gewerbesteuer in Höhe von 29.418 T€. zusammensetzt. Ferner entfallen 22.447 T€ auf aperiodische Steuern sowie 3.047 T€ auf ausländische Ertragsteuern. Im Vorjahr war der Steueraufwand von 574 T€ vor allem durch aperiodische Steuererträge und ausländische Ertragsteuern geprägt.
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Nettobuchwerte | Stand 01.01.2023 | Zugänge 31.12.2023 | Abgänge 31.12.2023 | Stand 31.12.2023 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 17.296 | -14.528 | 1.852 | 2.768 | - | - | 1.852 |
| Sach anlagen | |||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. |
| 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | |||||||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 4.457 | 195 | -1.625 | 3.027 | -1.779 | -448 | 1.584 | 2.384 | 2.678 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.702 | 60 | -1.599 | 1.163 | -1.504 | -203 | 1.558 | -149 | 1.014 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.755 | 135 | -26 | 1.864 | -275 | -245 | 26 | -494 | 1.370 |
| Finanzanlagen | 20.644.763 | 2.297.400 | -395 | 22.941.768 | -97.285 | 0 | 0 | -97.285 | 22.844.483 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 15.892.683 | 2.297.400 | - | 18.190.083 | - | - | - | - | 18.190.083 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 4.654.629 | - | -395 | 4.654.234 | - | - | - | - | 4.654.234 |
| Beteiligungen | 97.451 | - | - | 97.451 | -97.285 | - | - | -97.285 | 166 |
| Anlagevermögen | 20.666.516 | 2.297.595 | -2.020 | 22.962.091 | -113.592 | -1.364 | 1.584 | -113.372 | 22.848.719 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die TRATON International S.A., Strassen/Luxemburg (TRATON International S.A.). Im Zusammenhang mit der Umorganisation der Finanzierungsstruktur wurden die Forderungen von 2.161.779 T€ an die TRATON US, LLC, Pompano Beach/Florida, USA (TRATON US) über Kapitalmaßnahmen in die TRATON International S.A. eingebracht.
(10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
T€
| 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 | |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.054.624 | 4.991.732 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 12.315 | 4.557 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 97.044 | 76.106 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 26.434 | 43.707 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr | 4.509 | 4.733 |
| Gesamt | 2.081.058 | 5.035.439 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Darlehen und dem Finanzverkehr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Abgang der Forderungen im Zusammenhang mit der Einbringung in die TRATON International S.A. sowie weiterer konzerninterner Umfinanzierungen im Zusammenhang mit der Umorganisation der Finanzierungsstruktur zurückzuführen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind überwiegend derivative Finanzinstrumente, Steuererstattungs- und -zinsansprüche sowie Ansprüche aus Versicherungen ausgewiesen.
(11) Rechnungsabgrenzungsposten
In dem Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von 7.332 T€ ( - T€) enthalten.
(12) Eigenkapital
Das Grundkapital der TRATON SE beträgt 500.000.000 € und ist eingeteilt in 500.000.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien, auf die jeweils ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1,00 € entfällt. Sämtliche Aktien sind voll eingezahlt und haben die gleichen Dividenden-Rechte. Ein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ist gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 der Satzung ausgeschlossen.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist nach § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 200.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 200.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023).
Dabei kann die Gewinnberechtigung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen, soweit der Vorstand nicht von den nachfolgenden Ermächtigungen, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, Gebrauch macht. Die neuen Aktien können auch von einem durch den Vorstand zu bestimmenden Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 KWG oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen (Finanzinstitut) oder einem Konsortium solcher Kredit- oder Finanzinstitute mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates in den folgenden Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
(a) zum Ausgleich von infolge einer Kapitalerhöhung entstehenden Spitzenbeträgen;
(b) soweit dies erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von der Gesellschaft und/oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen sowie Wandelgenussrechten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihrer Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung ihrer Optionsausübungs- oder Wandlungspflichten zustünde;
(c) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen ausgegeben werden und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt jedoch nur, soweit der rechnerisch auf die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder das bei Wirksamwerden dieser Ermächtigung bestehende Grundkapital noch das zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehende Grundkapital. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden oder (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionsausübungspflichten ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;
(d) sofern die Kapitalerhöhung zur Gewährung von Aktien gegen Sacheinlagen erfolgt, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 5 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2023 oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung anzupassen.
Bedingtes Kapital
Außerdem ist nach § 5 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 50.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 50.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023).
Das Bedingte Kapital 2023 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juni 2023 unter Tagesordnungspunkt 10.2. bis zum 31. Mai 2028 durch die Gesellschaft oder durch andere Gesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden, für den Fall, dass Wandlungs- bzw. Optionsrechte ausgeübt oder Wandlungs- bzw. Optionsausübungspflichten erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht Gebrauch macht, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Beschlusses zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durchgeführt, soweit Wandlungs- bzw. Optionsrechte ausgeübt oder Wandlungs- bzw. Optionsausübungspflichten erfüllt werden oder die Gesellschaft von ihrem Recht Gebrauch macht, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung hiervon und von § 60 Abs. 2 AktG abweichend, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage der TRATON SE in Höhe von 13.295.313 T€ (13.695.313 T€) stellt die Einlagen der Volkswagen AG in die TRATON SE, insbesondere durch die Einbringung der MAN SE und Scania AB, dar. Im Geschäftsjahr 2023 wurde aus der Kapitalrücklage ein Betrag von 400.000 T€ (600.000 T€) entnommen. Bei der Kapitalrücklage von 13.295.313 T€ handelt es sich um eine freie Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Gewinnrücklagen
Im Geschäftsjahr wurden aus dem Jahresüberschuss 28.228 T€ in die gesetzliche Rücklage eingestellt.# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| Beschreibung | T€ |
|---|---|
| Anfangsbestand 01.01.2023 | 365.768 |
| Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in 2023 | -350.000 |
| Jahresüberschuss | 564.563 |
| Entnahme aus der freien Kapitalrücklage | 400.000 |
| Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage | -28.228 |
| Endbestand 31.12.2023 | 952.103 |
Der Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE schlagen den Aktionären auf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 die Ausschüttung einer Dividende je Aktie von 1,50 € (0,70 €) vor. Dieser Vorschlag entspricht einer Gesamtausschüttung von 750 Mio € (350 Mio €).
Aus den zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitzusagen dienen, ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert ein zur Ausschüttung gesperrter Betrag von 7.200 T€ (3.640 T€). Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn und der vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 162 T€ (801 T€). Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen freie Kapitalrücklagen gegenüber.
Die betriebliche Altersversorgung beruht im Wesentlichen auf leistungsorientierten Versorgungszusagen. Die TRATON SE gewährt ihren inländischen Mitarbeitern für die Zeit nach dem aktiven Erwerbsleben Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung einschließlich eines Risikoschutzes für Invalidität und Todesfall nach den Regelungen der Betriebsvereinbarungen „TRATON betriebliche Altersversorgung (BV TAV)“ und „TRATON Kapitalkontenplan (BV KKP)“, letztere für Mitarbeiter ab dem oberen Managementkreis und für Vorstände. Die aktiven Mitarbeiter erhalten an ihre Bezüge gekoppelte Arbeitgeberbeiträge und haben darüber hinaus die Möglichkeit, durch – im Tarifbereich arbeitgebergeförderte – Entgeltumwandlungen zusätzlich Eigenvorsorge zu betreiben. Durch die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Beitragszahlungen sowie die am Kapitalmarkt erzielten Erträge aus der Kapitalanlage wird während des aktiven Dienstes ein Versorgungskapital aufgebaut, das im Ruhestand als Einmalkapital oder in Raten ausgezahlt wird oder in bestimmten Fällen verrentet werden kann. Im Rahmen der Kapitalanlage werden die Anlagerisiken der Mitarbeiter mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert (Life Cycle-Konzept). Die Wertentwicklung des Versorgungskapitals leitet sich aus der Rendite der Kapitalanlagen ab. Das Pensionsvermögen der TRATON SE wird durch den MAN Pension Trust e.V., München, verwaltet. Dieses Vermögen ist unwiderruflich dem Zugriff der TRATON SE entzogen und darf ausschließlich für laufende Versorgungsleistungen oder für Ansprüche der Mitarbeiter im Insolvenzfall verwendet werden.
Für die Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
| Parameter | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 1,82 % | 1,78 % |
| Rechnungszins (durchschn. Marktwert sieben Geschäftsjahre) | 1,74 % | 1,44 % |
| Rententrend | 2,20 % | 2,20 % |
| Gehaltstrend | 3,20 % | 3,20 % |
Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Anhebung der laufenden Rentenleistungen gemäß §16 BetrAVG durchgeführt. Bei der Ermittlung des Prozentsatzes für den Gehaltstrend wird der Karrieretrend als Zuschlag auf die Regelgehaltserhöhung berücksichtigt. Für die Beendigung der Dienstverhältnisse ohne Versorgungsfall wurde eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf den an spezifische Erfahrungswerte der TRATON GROUP angepassten Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck, zuletzt im Jahr 2017 angepasst, die auch die Sterblichkeit in der TRATON SE besser darstellen sollten als die Sterbetafeln RT 2018 G.
Entwicklung der Verpflichtung
| Beschreibung | T€ |
|---|---|
| Verpflichtungswert zum 1.1.2023 | -60.939 |
| Zinszuführung | -1.008 |
| Zuführung Personalaufwand | -6.063 |
| Zahlungen / Arbeitnehmer-Beiträge | 2.641 |
| Mitarbeiterwechsel | -1.530 |
| Pensionsverpflichtungswert 31.12.2023 | -66.899 |
Veränderung des Pensionsvermögens
| Beschreibung | T€ |
|---|---|
| Pensionsvermögen zum 1.1.2023 | 57.111 |
| Erträge aus dem Pensionsvermögen realisiert | 645 |
| Sonstige Veränderungen | 1.311 |
| Wertänderung aus Marktbewertung | 3.560 |
| Marktwert des Pensionsvermögens zum 31.12.2023 | 62.627 |
| Anschaffungskosten Pensionsvermögen 31.12.2023 | 55.427 |
Rückstellung für Pensionen: -4.272 T€
Die ergebniswirksamen Effekte aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 4.206 T€ wurden mit den Zinszuführungen von 1.008 T€ gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zusammengefasst. Der sich ergebende Betrag von 3.198 T€ ist im Zinsergebnis unter dem Posten „Zinsen aus Pensionsrückstellungen" enthalten.
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von 154.272 T€.
Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, Verpflichtungen aus Aufhebungsvereinbarungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern, Drohverluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie für weitere Einzelrisiken. Der Anstieg ist überwiegend aus der Zuführung für die Drohverluste aus derivativen Finanzinstrumenten von 21.567 T€ zurückzuführen. Gegenläufig wirkte die Auflösung einer Rückstellung von 5.901 T€. Durch die Anwendung der Durchbuchungsmethode wurden zum 31. Dezember 2023 derivative Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten von 5.382 T€ (18.518 T€) und mit negativen Marktwerten von 1.931 T€ (5.047 T€) unter den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 2.540 T€ (2.505 T€) wurden mit den Altersteilzeitguthaben in Höhe von 1.037 T€ (697 T€) saldiert. Die Anschaffungskosten der Altersteilzeitguthaben betrugen 1.051 T€ (745 T€). Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Altersteilzeitguthabens wurde anhand von Marktpreisen bestimmt. Die Wertänderung aufgrund der Marktbewertung beträgt 34 T€ (-74 T€). Die Erträge von 39 T€ (2 T€) wurden mit den Aufwendungen von 11 T€ (82 T€) saldiert und unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesen.
| T€ | 31.12.2023 Gesamt | 31.12.2023 < 1 Jahr | 31.12.2023 1 - 5 Jahre | 31.12.2023 > 5 Jahre | 31.12.2022 Gesamt | 31.12.2022 < 1 Jahr | 31.12.2022 1 - 5 Jahre | 31.12.2022 > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.643.978 | 1.793.978 | 1.850.000 | 0 | 3.988.706 | 2.238.706 | 1.700.000 | 50.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20.008 | 20.008 | - | - | 14.071 | 14.071 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.418.437 | 3.656.437 | 1.812.000 | 950.000 | 6.904.404 | 1.142.404 | 4.812.000 | 950.000 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 10.944 | 10.944 | - | - | 4.180 | 4.180 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 16.287 | 16.287 | - | - | 15.939 | 15.939 | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23.802 | 23.802 | - | - | 18.589 | 18.509 | 80 | - |
| davon aus Steuern | 963 | 963 | - | - | 1.001 | 1.001 | - | - |
| Übrige Verbindlichkeiten | 10.122.512 | 5.510.512 | 3.662.000 | 950.000 | 10.941.709 | 3.429.629 | 6.512.080 | 1.000.000 |
Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert im Wesentlichen aus der konzerninternen und externen Umfinanzierung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Darlehen sowie aus der zentralen Finanzierung in der TRATON GROUP. Das in 2022 bei der Volkswagen International Luxemburg S.A., Strassen/Luxemburg aufgenommene Darlehen über 500 Mio € wurde vollständig getilgt. Im Geschäftsjahr wurde die Inanspruchnahme der von der Volkwagen AG gewährten Kreditlinie auf 500 Mio € reduziert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Finanzverbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten überwiegend Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich.
| T€ | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 9.869.112 | 6.159.888 |
Der Anstieg der Verpflichtungen aus Bürgschaften gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus weiteren Ziehungen unter dem im Jahr 2021 aufgelegten EMTN-Programm (Veränderung um 2.630 Mio € auf jetzt 8.330 Mio €), das durch eine Garantie der TRATON SE für die Verbindlichkeiten der TRATON Finance gegenüber den Anleihegläubigern besichert ist sowie für die Verbindlichkeiten der TRATON Finance aus der Begebung des Commercial Paper Programms 2023 in Höhe von 999 Mio €. Weiterhin erhöhte sich der Betrag von Bürgschaften, die im Zusammenhang mit möglichen Belastungen aus Steuerrisiken bei VW Truck & Bus Ltda. währungsbedingt auf 531 Mio € (447 Mio €). Die eingegangenen Verpflichtungen aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen ausschließlich zugunsten von verbundenen Unternehmen. Da die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verbindlichkeiten von den betreffenden verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können, gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme der Bürgschaften aus.# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Die übrigen Bürgschaften in Höhe von 10 Mio € (13 Mio €) besichern Verpflichtungen bestehender oder früherer Konzernunternehmen aus deren Auftragsabwicklung. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme der übrigen Bürgschaften aus. Die TRATON SE haftet als Ausfallschuldner für von ihr auf die Willis Towers Watson Pensionsfonds AG, Wiesbaden, übertragene Pensionsverbindlichkeiten. Der nach HGB-Regelungen ermittelte Erfüllungsbetrag dieser mittelbaren Verpflichtungen ist nicht vollständig durch das zuzurechnende Pensionsvermögen gedeckt. Das aufsichtsrechtliche Mindestvermögen ist bei der Willis Towers Watson Pensionsfonds AG, Wiesbaden, jedoch vorhanden. Insofern wird für den aktuellen Fehlbetrag gemäß Art. 28 Abs 2 EGHGB von 14.562 T€ (16.037 T€) nur ein geringes Inanspruchnahme-Risiko gesehen. Die TRATON SE weist für mögliche Belastungen aus Risiken im Zusammenhang mit ihren Geschäftstätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 35 Mio € (35 Mio €) aus. Die TRATON SE erwartet hieraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten von den betreffenden verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und wir nicht von einer Inanspruchnahme ausgehen.
Nach unangekündigten Kontrollen auf dem Betriebsgelände verschiedener europäischer Lkw-Hersteller wie MAN und Scania im Jahr 2011 leitete die Europäische Kommission 2014 ein Verfahren wegen Verdachts auf Verstöße gegen das EU-Kartellrecht im europäischen Lkw-Sektor ein. Am 19. Juli 2016 erließ die Europäische Kommission eine Vergleichsentscheidung (die „Settlement Decision“) gegen MAN und vier weitere europäische Lkw-Hersteller (mit Ausnahme von Scania), in der festgestellt wurde, dass Absprachen über Preise und Bruttolistenpreiserhöhungen für mittelschwere und schwere Lkw im Europäischen Wirtschaftsraum sowie Absprachen über den Zeitplan und die Weitergabe der Kosten für die Einführung von Emissionstechnologien für mittelschwere und schwere Lkw nach den Abgasnormen Euro 3 bis Euro 6 vom 17. Januar 1997 bis zum 18. Januar 2011 (für MAN: bis zum 20. September 2010) stattgefunden hätten. Während gegen die anderen vier Lkw-Hersteller eine Geldbuße verhängt wurde, wurde MAN diese erlassen, da das Unternehmen Kronzeuge war und die Europäische Kommission im September 2010 über die Kartellrechtsverstöße informiert hatte. Scania entschied, keinen Antrag auf Kronzeugenregelung zu stellen und dieses Kartellverfahren nicht beizulegen und wurde durch eine Entscheidung der Europäischen Kommission vom 27. September 2017 (die „Scania-Entscheidung“) mit einer Geldbuße von etwa 880,5 Mio € belegt. Scania legte beim Gericht der Europäischen Union Rechtsmittel gegen die Scania-Entscheidung ein und beantragte eine vollständige Aufhebung. Mit Urteil vom 2. Februar 2022 wies das Europäische Gericht die Klage von Scania ab und bestätigte die von der Europäischen Kommission verhängte Geldbuße. Scania hat am 8. April 2022 Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof gegen das Urteil des Gerichts der Europäischen Union vom 2. Februar 2022 eingelegt. Die Zahlung der Geldbuße aus dem EU-Kartellverfahren in Höhe von 880,5 Mio € zuzüglich Zinsen erfolgte am 12. April 2022 zur Vermeidung zusätzlicher Zinslasten. Am 1. Februar 2024 entschied der Europäische Gerichtshof, die Berufung von Scania zurückzuweisen.
Infolge der Vergleichsentscheidung hat eine Reihe von (direkten und indirekten) Kunden in unterschiedlichen Jurisdiktionen Klagen gegen MAN und/oder Scania erhoben oder sind solchen beigetreten. Seit der Verschmelzung der MAN SE auf die TRATON SE hat die TRATON SE als Rechtsnachfolgerin in den meisten Jurisdiktionen die Rolle der MAN SE in den jeweiligen Verfahren übernommen (und ist insoweit von der Bezeichnung „MAN-Gesellschaften“ umfasst). Auch mit Blick auf eine etwaige zwischenzeitlich eingetretene Verjährung nach dem jeweiligen nationalen Recht ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Klagen folgen. Die gegen MAN-Gesellschaften anhängigen Verfahren variieren in ihrem Umfang erheblich; während manche Kläger lediglich einen einzelnen Lkw gekauft oder geleast haben, sind in anderen Verfahren eine Vielzahl von Lkw Streitgegenstand. Darüber hinaus wurden manche dieser Schadensersatzforderungen in Sammelklagen zusammengefasst oder an sogenannte Klagevehikel abgetreten. In 2023 wurden in Deutschland erstmals MAN-Gesellschaften gesamtschuldnerisch für angebliche Schäden haftbar gemacht. Das Landgericht Berlin ließ die Gutachten der Kläger und der Beklagten beiseite und schätzte den Schaden freihändig auf bis zu 5% des Kaufpreises des jeweiligen LKW. Gegen beide Urteile haben die beklagten MAN-Gesellschaften Berufung eingelegt. Im Gegensatz dazu haben die meisten Landgerichte in Deutschland - soweit sie die entsprechenden Klagen nicht abgewiesen haben – Beweisbeschlüsse erlassen, um die Frage des „Ob“ und ggf. der Höhe eines etwaigen Schadens sachverständig klären zu lassen. Während einige Gerichtssachverständige schon ihr jeweiliges Gutachten vorgelegt hatten, haben beteiligten MAN- Gesellschaften ihre Einwendungen sowie etwaige Anträge und Ergänzungsfragen eingebracht, die derzeit von den jeweiligen Gerichtssachverständigen geprüft werden. Neben einigen – zum Teil bereits rechtskräftigen – Klageabweisungen in verschiedenen Ländern haben einzelne Gerichte in Spanien einer Reihe von Klageforderungen – teilweise oder vollständig – stattgegeben. Gegen sämtliche Urteile (mit einer zu vernachlässigenden Ausnahme) haben die jeweils beklagten MAN-Gesellschaften bereits Berufung eingelegt bzw. werden dies fristgerecht tun. Während in einzelnen Fällen Berufungsgerichte die erstinstanzlichen Urteile bereits wieder aufgehoben haben, haben in anderen Fällen Berufungsgerichte die klagezusprechenden Urteile – teilweise oder vollständig – bestätigt. Im Juni 2023 bestätigte der spanische Oberste Gerichtshof für sogenannte „First Wave Claims" eine freihändige Schätzung des Schadensersatzes durch das jeweilige Berufungsgericht in Höhe von 5 % des Kaufpreises der betroffenen Lkw. Die betroffenen MAN-Gesellschaften haben gegen diese Urteile Klagen beim spanischen Verfassungsgericht eingereicht, die derzeit noch anhängig sind.
Da eine solche Klage keine aufschiebende Wirkung hat und der Oberste Gerichtshof weitere Berufungsanträge in einer Reihe von Fällen abgelehnt hat, sind 36 spanische Urteile, in denen Schadenersatz zugesprochen wurde, rechtskräftig geworden, während die beklagten MAN-Unternehmen weiterhin gegen alle Entscheidungen, in denen Schadenersatz zugesprochen wurde, Berufung einlegen werden. In Belgien wurde gegen MAN ein Urteil in der Sache und ein Urteil, mit dem Schadenersatz (nach Billigkeit) zugesprochen wurde, erlassen. Gegen beide Urteile haben MAN-Gesellschaften bereits Berufung eingelegt. Zwischenzeitlich haben die Kläger beide Klagen zurückgezogen. In Portugal hat das erstinstanzliche Gericht von Santarém ein MAN-Unternehmen für haftbar erklärt und Schadensersatz zugesprochen. Das beklagte MAN-Unternehmen hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.
Eine relativ geringe Anzahl an (direkten und indirekten) Kunden hat in unterschiedlichen Jurisdiktionen Klagen gegen Scania erhoben oder ist solchen beigetreten. Des Weiteren ist bei Scania eine Reihe von Streitverkündungen von anderen verklagten Nutzfahrzeugherstellern eingegangen. Wie im Fall von MAN unterscheiden sich die gegen Scania anhängigen Verfahren im Umfang erheblich, da einige Kunden lediglich einen Lkw gekauft oder geleast haben, während andere eine ganze Nutzfahrzeugflotte betreiben. Darüber hinaus wurden manche dieser Schadensersatzklagen in anderen Jurisdiktionen in Sammelklagen zusammengefasst oder an sogenannte Klagevehikel abgetreten. Die genaue Zahl der betroffenen Nutzfahrzeuge ist jedoch unbekannt.
Zum 31. Dezember 2023 wurden für einen Großteil der genannten Rechtsstreitigkeiten keine Rückstellungen gebildet, da zum Stichtag nicht von einer abschließenden, letztinstanzlichen Verurteilung auf Zahlung von Schadensersatz ausgegangen wird. Für Verfahren, in denen infolge einer Neubewertung der Risiken mehr für eine abschließende, letztinstanzliche Entscheidung, nach der MAN oder Scania Schadensersatz zahlen müsste, spricht als dagegen, wurden Rückstellungen in der TRATON GROUP von 89 Mio € (- Mio €) gebildet. Eventualverbindlichkeiten wurden nicht berichtet, da eine Quantifizierung derzeit nicht möglich ist. Dies betrifft insbesondere die Verfahren, die sich aktuell in einem frühen Stadium befinden – einschließlich solcher, die sich noch im frühen Stadium der sachverständigen Begutachtung befinden.
Im Steuerverfahren zwischen Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda. (VW Truck & Bus Ltda.), die früher MAN Latin America Indústria e Comércio de Veículos Ltda. (MAN Latin America) hieß, und der brasilianischen Finanzverwaltung vertrat die Finanzverwaltung eine andere Sicht hinsichtlich der steuerlichen Auswirkungen der von der MAN SE (in der Zwischenzeit auf die TRATON SE verschmolzen) beim Erwerb von VW Truck & Bus Ltda. 2009 gewählten Erwerbsstruktur. Das Steuerverfahren wurde in zwei Prüfungsperioden aufgeteilt, welche die Jahre 2009-2011 (Phase 1) und 2012-2014 (Phase 2) umfassen. Im Dezember 2017 ist im sogenannten Administrative Court Verfahren ein erstes letztinstanzliches, für VW Truck & Bus Ltda. negatives Urteil ergangen (Phase 1).# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Gegen dieses Urteil hat VW Truck & Bus Ltda. vor dem regulären Gericht im Jahr 2018 Klage erhoben. I. Diese Klage wurde im Jahr 2019 abgewiesen und es wurde gegen die Abweisung Berufung eingelegt. Die Berufung wurde sodann im Juni 2023 abgewiesen und Revision im Juli 2023 eingelegt. In dem Phase 2 betreffenden Steuerverfahren konnte ein Teilerfolg erzielt werden, welcher die Strafen teilweise reduziert. Gegen diese Entscheidung wurde Berufung eingelegt, welche im September 2023 abgelehnt wurde und folglich das Administrative Court Verfahren beendet. Aufgrund eines neuen Gesetzes zum Umgang mit Stichwahlentscheidungen im September 2023 legte VW Truck & Bus Ltda. im Oktober 2023 Einspruch gegen die Festsetzungen der Phasen 1 und 2 ein. Die betragsmäßige Abschätzung des Risikos für den Fall, dass sich die Finanzverwaltung insgesamt mit ihrer Auffassung durchsetzen könnte, ist aufgrund der Verschiedenheit der ggf. nach brasilianischem Recht zur Anwendung kommenden Strafzuschläge nebst Zinsen mit Unsicherheit behaftet. Dadurch könnte sich ein Risiko von rund 3.424 Mio BRL (637 Mio €; Umrechnung: 31. Dezember 2023) für den beklagten Gesamtzeitraum ab 2009 ergeben. Die Bewertung basiert auf den stichtagsbezogen aufgelaufenen Beträgen für die eingeklagte Steuerschuld, inklusive möglicher zu erwartender Strafzuschläge sowie aufgelaufener Zinsen, jedoch ohne Berücksichtigung einer künftigen Verzinsung sowie unter Verzicht auf eine entsprechende Abzinsung. Mehrere Banken haben die im Zusammenhang mit derartigen Steuerverfahren üblichen Garantien zugunsten von VW Truck & Bus Ltda. ausgestellt, die wiederum von der TRATON SE abgesichert sind.
Am 31. August 2021 ist die Eintragung der Verschmelzung der MAN SE auf die TRATON SE in die Handelsregister der MAN SE und TRATON SE erfolgt. Somit ist die MAN SE als eigenständiger Rechtsträger erloschen und alle Rechte und Pflichten sind auf die TRATON SE übergegangen. Gleichzeitig wurde die Notierung der MAN SE-Aktien an den Börsen eingestellt. Die Auszahlung der Barabfindung in Höhe von 70,68 € je Stamm- und Vorzugsaktie an die MAN SE-Minderheitsaktionäre ist am 3. September 2021 erfolgt. Damit ist der MAN SE-Merger-Squeeze-Out abgeschlossen. Die Angemessenheit der Barabfindung wird durch ein gerichtliches Spruchverfahren überprüft, das von betroffenen Minderheitsaktionären eingeleitet wurde. Im Rahmen dieses Spruchverfahrens hat TRATON Ende Juni 2022 seine Erwiderung bei Gericht eingereicht. Eine mündliche Verhandlung ist noch nicht terminiert.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie aus Bestellobligo. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgende Fälligkeiten:
| T€ | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 16.624 | 16.878 |
| Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren | 38.448 | 39.776 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 12.340 | 15.866 |
| 67.412 | 72.520 | |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.895 | 2.636 |
| T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 27.537 | 21.293 |
| 27.537 | 21.293 |
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 67.298 | 50.504 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 11.669 | 6.917 |
| 78.967 | 57.421 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 6.165 T€ (1.880 T€). Im Jahresdurchschnitt waren 312 Mitarbeiter (294) ausschließlich in der Verwaltung beschäftigt.
Der maßgebliche Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt 31,88 %. Passive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze werden mit aktiven latenten Steuern auf die abweichenden Wertansätze verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die verbleibenden abzugsfähigen temporären Differenzen, auf welche in Ausübung des vorhin genannten Ansatzwahlrechts keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, betreffen hauptsächlich Verlustvorträge sowie Bewertungsunterschiede bei Pensionsrückstellungen sowie bei sonstigen Rückstellungen.
Die von der OECD veröffentlichten Modellregeln zur Globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurden in bestimmten Ländern, in denen die TRATON GROUP tätig ist, erlassen oder im Wesentlichen erlassen. Die Gesetzgebung in Deutschland tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr der TRATON GROUP in Kraft. Die TRATON GROUP fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder im Wesentlichen erlassenen Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung des potenziellen Risikos der TRATON GROUP in Bezug auf die Globale Mindeststeuer vorgenommen. Die Beurteilung des potenziellen Risikos aus der Mindeststeuer basiert auf den jüngst verfügbaren länderbezogenen Berichten und Jahresabschlüssen für die Geschäftseinheiten der TRATON GROUP. Aufgrund der Bewertung liegen die effektiven Steuersätze der Säule 2 in den meisten Ländern, in denen die TRATON GROUP tätig ist, über 15 %. Es gibt jedoch eine geringe Anzahl von Ländern, in denen die vorübergehende Safe-Harbour-Erleichterung nicht gilt und der effektive Steuersatz der Säule 2 unter 15 % liegt. Die TRATON GROUP erwartet in diesen Ländern kein wesentliches Ertragsteuerrisiko aus der Säule 2. Die im Dezember 2023 mit Beschluss des Mindeststeuergesetzes eingeführte Ausnahme in § 274 Abs. 3 HGB bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, bei der TRATON GROUP weder erfasst noch ausgewiesen werden.
Die Gesellschaften der TRATON GROUP sicherten ihre Zins-, Währungs- und Rohstoffrisiken zu marktgerechten Konditionen über das zentrale Konzern-Treasury der TRATON SE oder über das zentrale Konzern-Treasury der Scania CV AB, Södertälje/Schweden (Scania CV AB), ab. Die Risikopositionen der TRATON SE werden extern bei Banken abgesichert. Von der TRATON SE werden zurzeit Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen, Zinsswaps und Warentermingeschäfte mit Barausgleich abgeschlossen. Eine Ausnahme dieses Prozesses stellt die TRATON Finance dar, die selbst externe Sicherungen abschließt, um die Zins- und Währungsrisiken abzusichern, die aus den externen Finanzierungen und deren interner Weitergabe resultieren. Auch einige Navistar Gesellschaften schließen extern Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Warentermingeschäfte ab. Der wesentliche Teil der Navistar Sicherungsgeschäfte läuft allerdings über die TRATON SE. Zum 31.12.2023 waren bei Navistar 24 Mio USD von 27 Mio USD Commodity Derivate sowie 19 Mio USD von 205 Mio USD FX Derivate extern. Die maximale Laufzeit der Commodity Geschäfte ist bis Ende 2024. Die maximale Laufzeit der FX Geschäfte ist bis Juni 2027. Darüber hinaus hatte Navistar keinen externen aber einen internen Zinsswaps mit der TRATON SE im Bestand mit Laufzeit bis August 2025.
Der Marktwert von Devisen- und Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden, von anerkannten Marktdatenanbietern bezogenen Terminkurse im Vergleich zum kontrahierten Terminkurs und des Diskontfaktors für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate. Der Marktwert von Zinsswaps bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Swaps auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve. Die TRATON SE bildet Bewertungseinheiten in der Form von Einzelsicherungsbeziehungen, bei denen jeweils ein Grundgeschäft einem Sicherungsgeschäft zugeordnet wird, oder als Portfoliosicherungen. Bei letzterem werden mehrere Geschäfte z.B. in jährliche Laufzeitbänder pro Währung zusammengefasst. Somit stellen hinsichtlich des Währungsrisikos einzelne Währungs-Restlaufzeit-Kombinationen und hinsichtlich des Zinsänderungsrisikos Restlaufzeitbänder gleichartige Risiken dar. Der Sicherungsgrad des Fremdwährungsportfolios der TRATON SE erreicht annähernd 100 %. Ebenfalls werden zinssensitive Grundgeschäfte punktuell durch externe Zinsswaps gesichert. Diese zinssensitiven Grundgeschäfte bestehen zum 31. Dezember 2023 aus einem konzerninternen festverzinslichen Darlehen in Fremdwährung, sowie einem konzernexternen festverzinslichen Darlehen in Euro, die durch Zinsswaps abgesichert sind. Das externe Darlehen i.H.v. 1.000 Mio € wurde anhand von 5 Zinsswaps abgesichert. Darüber hinaus gibt es einen internen Zinsswap mit Navistar, der mit einem gegenläufigen externen Zinsswap abgesichert wurde. Den Marktwertveränderungen der Sicherungsgeschäfte stehen gegenläufige Marktwertveränderungen der Grundgeschäfte gegenüber. Die gegenläufigen Wertschwankungen gleichen sich bis zum Ende der Laufzeit einer jeden Bewertungseinheit weitestgehend aus, da die Risiken aufgrund übereinstimmender Parameter korrelieren. Die Sicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit von bis zu vier Jahren.Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Für jede Portfoliosicherung wird die Effektivität während der Laufzeit retrospektiv mit Hilfe der Veränderung der Marktwerte der Grundgeschäfte und der Sicherungsgeschäfte ermittelt (Dollar-Offset-Methode). Für jede Einzelsicherungsbeziehung werden die Beträge, Währungseinheiten und Zahlungszeitpunkte der Grund- und Sicherungsgeschäfte miteinander verglichen (Critical Term Match). Bei weitgehender Identität ist von einer effektiven Sicherungsbeziehung auszugehen. Die Effektivität wird im Rahmen der Jahresabschlusserstellung ermittelt. Bei Bewertungseinheiten, bei denen TRATON-interne Konten gegen das Währungsrisiko gesichert werden, sind sämtliche Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft bilanziell erfasst (Durchbuchungsmethode). Werden TRATON-interne Derivate abgesichert, sind diese nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Falls die Bewertungseinheit effektiv ist und ein negativer Marktwertüberhang besteht, wird eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten gebildet. Bei Sicherungen für Geldmarktgeschäfte in Fremdwährung können grundsätzlich beide Methoden verwendet werden, wobei je Geschäft letztlich genau eine Methode verwendet wird. Zum 31. Dezember 2023 wurden Rückstellungen für Bewertungseinheiten von 21.566 T€ (15 T€) gebildet. Darüber hinaus gab es keine Ineffektivität aufgrund von Einzelsicherungsbeziehungen.
Durch die Anwendung der Durchbuchungsmethode wurden zum 31. Dezember 2023 derivative Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten in Höhe von 5.382 T€ (18.518 T€) und mit negativen Marktwerten in Höhe von 1.931 T€ (5.047 T€) unter den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. sonstigen Rückstellungen bilanziert. Aus mit verbundenen Unternehmen abgeschlossenen und an Banken weitergereichten Devisenoptionsgeschäften wurden Optionsprämien in Höhe von 4.873 T€ (4.581 T€) als sonstige Vermögensgegenstände aktiviert und Optionsprämien in Höhe von 4.873 T€ (4.581 T€) als sonstige Verbindlichkeiten passiviert.
Die folgende Tabelle zeigt die Risiken aus Geschäften in Fremdwährung, die durch Derivate mit Banken abgesichert wurden.
| Gesicherte Grundgeschäfte | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 418 | 1.214 |
| Schulden | 83 | 180 |
| Schwebende Geschäfte 1) | 1.210 | 2.137 |
1) davon per 31. Dezember 2023 Vermögensgegenstände 1.030 Mio €, Schulden 179 Mio € (Vermögensgegenstände 1.550 Mio €, Schulden 586 Mio €)
Am Bilanzstichtag bestanden Währungssicherungen in folgendem Umfang:
| in Mio € | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|
| Sicherungsgeschäfte mit Konzernunternehmen | ||
| Nominalvolumen | ||
| Devisenkäufe | 1.028 | 1.183 |
| Devisenverkäufe | 178 | 218 |
| Devisenoptionen | 132 | 115 |
| Payer-Zinsswaps | 271 | - |
| Warentermingeschäfte | 107 | 60 |
| Marktwerte (MW) | ||
| Pos. MW | Neg. MW | |
| Devisentermingeschäfte | 19 | -6 |
| Devisenoptionen | 3 | -1 |
| Payer-Zinsswaps | 0 | -2 |
| Warentermingeschäfte | 5 | -4 |
Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
| in Mio € | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2022 |
|---|---|---|
| Sicherungsgeschäfte mit Externen | ||
| Nominalvolumen | ||
| Devisenkäufe | 319 | 534 |
| Devisenverkäufe | 1.504 | 2.569 |
| Devisenoptionen | 132 | 115 |
| Receiver-Zinsswaps | 1.271 | - |
| Payer-Zinsswaps | 2 | 2 |
| Warentermingeschäfte | 107 | 61 |
| Marktwerte (MW) | ||
| Pos. MW | Neg. MW | |
| Devisentermingeschäfte | 11 | -21 |
| Devisenoptionen | 1 | -3 |
| Receiver-Zinsswaps | 8 | 0 |
| Payer-Zinsswaps | - | - |
| Warentermingeschäfte | 4 | -5 |
Zum 31. Dezember 2023 gab es wie im Vorjahr keine freistehenden derivativen Finanzinstrumente.
(21) Bezüge des Abschlussprüfers
| T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 1.807 | 1.503 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 497 | 167 |
| Sonstige Leistungen | 28 | 12 |
| Gesamt | 2.332 | 1.682 |
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und die Prüfung des Einzelabschlusses der TRATON SE sowie die prüferischen Durchsichten der Konzernzwischenabschlüsse. Die anderen Bestätigungsleistungen fielen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Konzernerklärung, mit Bestätigungsleistungen für Kapitalmaßnahmen sowie der Prüfung des aktienrechtlichen Vergütungsberichts an. In den sonstigen Leistungen sind Beratungsleistungen für Schulungsmaßnahmen enthalten.
Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
(22) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Verpflichtungen gegenüber dem amtierenden Vorstand und Aufsichtsrat enthalten ausstehende Salden für die Vergütung des Aufsichtsrats, für die Fair Values der den Vorstandsmitgliedern gewährten Performance Shares sowie für die variable Vergütung in Höhe von 8.524 T€ (5.323 T €). Davon werden 1.692 T€ (629 T€) durch die MAN Truck & Bus SE erstattet sowie 473 T€ (172 T€) durch die TRATON SE an Navistar International Corporation erstattet. Angaben zu den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands finden sich in der Angabe „(23) Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats“.
Für Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE sind folgende Aufwendungen für die im Rahmen ihrer Organtätigkeit gewährten Leistungen und Vergütungen erfasst worden:
| T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 9.492 | 8.231 |
| Leistungen auf Basis von Performance Shares | 3.531 | 1.005 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses1) | 968 | 953 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 11.463 | - |
| Gesamt 2) | 25.454 | 10.188 |
1) Das Vorjahr wurde angepasst.
2) Anteilige Erstattung der fixen (ohne Nebenleistungen) und variablen Vergütungsbestandteile durch die MAN Truck & Bus SE: Kurzfristig fällige Leistungen 1.411 T€ (1.019 T€); Leistungen auf Basis von Performance Shares 672 T€ (174 T€). Anteilige Erstattung der fixen (ohne Nebenleistungen) und variablen Vergütungsbestandteile an Navistar International Corporation: Kurzfristig fällige Leistungen 378 T€ (269 T€); Leistungen auf Basis von Performance Shares 192 T€ (49 T€).
Die bei der TRATON SE angestellten Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats erhalten darüber hinaus ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags. Dieses richtet sich – soweit es sich um Mitglieder von deutschen Betriebsräten handelt – nach den Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes. Die Leistungen auf Basis von Performance Shares enthalten die Aufwendungen für die den Vorstandsmitgliedern im Rahmen des geltenden Vergütungssystems gewährten Performance Shares. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen die Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie abhängig vom Sozialversicherungssystem die Beiträge zum schwedischen Rentensystem für aktive Vor-standsmitglieder. Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen die Zahlungen an Frau Danielski und Herrn Osterloh im Zusammenhang mit deren vorzeitigem Ausscheiden aus dem Vorstand. Im Vorjahr ist kein Vorstandsmitglied der TRATON SE ausgeschieden.
Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
(23) Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die den Mitgliedern des Vorstands gewährten Gesamtbezüge belaufen sich auf 10.000 T€ (9.630 T€). Davon werden erstattet von MAN Truck & Bus SE 1.905 T€ (1.585 T€). Zudem sind 510 T€ (427 T€) enthalten, die TRATON SE an Navistar International Corporation erstattet. Vier Vorstandsmitglieder üben zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Mitglied des Vorstands der TRATON SE eine Vorstandstätigkeit bei ausländischen Tochtergesellschaften der TRATON SE (Herr Levin: Scania CV AB; Herr Cortes: Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda.; Herr Carlbaum: Navistar International Corporation; Frau Modahl Nilsson: TRATON AB) aus. Die Vergütung von Herrn Levin ist zwischen der TRATON SE und der Scania CV AB nach Verantwortungsbereichen aufgeteilt. Herr Cortes erhält 20 % der fixen (ohne Nebenleistungen) und variablen Vergütungsbestandteile von der TRATON SE, die übrigen 80 % von der Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda.. Herr Carlbaum erhält auf der Grundlage eines Entsendungsvertrags zwischen ihm, der Scania CV AB und der Navistar International Corporation 100 % seiner Vergütung von diesen Gesellschaften, wobei die TRATON SE 20 % der fixen (ohne Nebenleistungen) und variablen Vergütungsbestandteile im Wege der konzerninternen Verrechnung trägt. Frau Modahl Nilsson erhält 20 % der fixen (ohne Nebenleistungen) und variablen Vergütungsbestandteile von der TRATON SE, die übrigen 80 % von der TRATON AB.
Der Vergütung der Mitglieder des Vorstands liegt das vom Aufsichtsrat am 16. Dezember 2020 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beschlossene Vergütungssystem mit einem sogenannten Performance-Share-Plan mit zukunftsbezogener vierjähriger Laufzeit (aktienbasierte Vergütung) zugrunde. Für Vorstandsmitglieder, die bereits vor dem 16. Dezember 2020 bestellt waren, gilt das Vergütungssystem bis zu einer Vertragsverlängerung mit der Maßgabe, dass der Performance Share Plan weiterhin eine Performance-Periode von drei Jahren hat. Zum Zeitpunkt der Gewährung des LTI wird der jährliche Zielbetrag aus dem LTI auf Grundlage des Anfangs-Referenzkurses der Aktie der TRATON SE in virtuelle Performance Shares umgerechnet und dem jeweiligen Vorstandsmitglied als reine Rechengröße zugeteilt. Nach Ablauf der dreijährigen bzw. vierjährigen Performance-Periode wird entsprechend des Grads der Zielerreichung des Leistungskriteriums Earnings per Share (EPS) der TRATON GROUP eine finale Anzahl virtueller Performance Shares festgeschrieben. Zu Beginn des auf das letzte Geschäftsjahr der Performance-Periode folgenden Geschäftsjahrs findet ein Barausgleich statt.# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Der Auszahlungsbetrag entspricht der Anzahl an festgeschriebenen Performance Shares multipliziert mit dem Schluss-Referenzkurs am Ende der drei- bzw. vierjährigen Performance Periode zuzüglich eines Dividendenäquivalents für die jeweilige Laufzeit. Der Auszahlungsbetrag aus dem Performance-Share-Plan ist auf 200 % des Zielbetrags begrenzt. Den Mitgliedern des Vorstands wurden insgesamt 239.712 Performance Shares (Vorjahr 152.645 Performance Shares) für 2023 zugeteilt. Ihr Fair Value betrug im Gewährungszeitpunkt 2.669 T€ (3.391 T€); dieser ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften in die Bezüge einzubeziehen. Der Buchwert der Verpflichtung zum 31. Dezember 2023 betrug 7.427 T€ (1.284 T€). Der Vergütungsaufwand in Höhe von 6.142 T€ (1.005 T€) wurde als Personalaufwand erfasst. Diese stellen keine Bezüge im Sinne der handelsrechtlichen Regelungen dar. Der innere Wert betrug 324 T€ (- T€) und entspricht dem Betrag, den die Vorstandsmitglieder erhalten hätten, wenn sie am 31. Dezember 2023 ausgeschieden wären. In seine Ermittlung sind lediglich die am Bilanzstichtag unverfallbar erdienten Performance Shares eingeflossen.
Die ausstehenden Vorschüsse im Zusammenhang auf die Tranche 2020-2022 des Performance-Share-Plans beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf - T€ (161 T€). Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 161 T€ (- T€) der den Vorstandsmitgliedern gezahlten Vorschüsse mit Ansprüchen des jeweiligen Vorstandsmitglieds gegen die Gesellschaft verrechnet oder es wurde zur Rückzahlung aufgefordert. Den früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden 7.479 T€ (- T€) im Zusammenhang mit deren Beendigungsvereinbarungen im Geschäftsjahr 2023 gewährt. Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 11.059 T€ (8.226 T€). Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewährten Gesamtbezüge belaufen sich auf 1.760 T€ (1.686 T€). Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 sind unter „Mitglieder des Vorstands und deren Mandate“ angegeben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 sind unter „Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Mandate“ angegeben.
(24) Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der TRATON SE nach § 33 WpHG
Bis zum Börsengang der TRATON SE am 28. Juni 2019 wurden die Anteile der TRATON SE zu 100 % von der Volkswagen AG gehalten. Im Rahmen des Börsengangs am 28. Juni 2019 hat die Volkswagen AG 57.500.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) der Gesellschaft, jeweils mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € und mit voller Dividendenberechtigung in € ab dem 1. Januar 2019, zum Kauf angeboten. Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung hat die Volkswagen AG am 13. Dezember 2019 ihre Beteiligung in Höhe von 89,72 % an die Volkswagen Finance Luxemburg S.A., Strassen/Luxemburg (Volkswagen Finance Luxemburg) übertragen. Zum 31. Dezember 2020 betrug der Anteil der Volkswagen Finance Luxemburg 89,72 % und der Anteil im Streubesitz 10,28%.
Die AMF Pensionsförsäkring AB, Stockholm/Schweden, hat der TRATON SE am 7. August 2019 gem. § 33 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der TRATON SE am 1. August 2019 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 % (das entspricht 15.068.751 Stimmrechten) beträgt.
Die Porsche Piech Holding GmbH, Salzburg/Österreich, hat der TRATON SE am 3. Juli 2019 gem. § 33 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der TRATON SE am 27. Juni 2019 die Schwelle von 75 % überschritten hat. Am 16. Dezember 2019 hat die Porsche Piech Holding GmbH die TRATON SE darüber informiert, dass seit 13. Dezember 2019 ihr Stimmrechtsanteil 89,72 % (das entspricht 448.623.725 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche vorgenannten 448.623.725 Stimmrechte sind der Porsche Piech Holding GmbH gem. § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden über folgende von der Porsche Piech Holding GmbH kontrollierte Unternehmen gehalten: Porsche Piech Holding GmbH, Porsche Gesellschaft m.b.H., Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Porsche Automobil Holding SE, Volkswagen Aktiengesellschaft, Volkswagen Finance Luxemburg.
Dr. Hans Michel Piëch hat der TRATON SE am 3. Juli 2019 gem. § 33 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der TRATON SE am 27. Juni 2019 die Schwelle von 75 % überschritten hat. Am 16. Dezember 2019 hat Dr. Hans Michel Piëch die TRATON SE darüber informiert, dass seit 13. Dezember 2019 sein Stimmrechtsanteil 89,72 % (das entspricht 448.623.725 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche vorgenannten 448.623.725 Stimmrechte sind Dr. Hans Michel Piëch gem. § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden über folgende von Dr. Hans Michel Piëch kontrollierte Unternehmen gehalten: Dr. Hans Michel Piëch GmbH, HMP Vermögensverwaltung GmbH, Porsche Automobil Holding SE, Volkswagen Aktiengesellschaft, Volkswagen Finance Luxemburg.
Mag. Josef Ahorner hat der TRATON SE am 3. Juli 2019 gem. § 33 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der TRATON SE am 27. Juni 2019 die Schwelle von 75 % überschritten hat. Am 16. Dezember 2019 hat Mag. Josef Ahorner die TRATON SE darüber informiert, dass seit 13. Dezember 2019 sein Stimmrechtsanteil 89,72 % (das entspricht 448.623.725 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche vorgenannten 448.623.725 Stimmrechte sind Mag. Josef Ahorner gem. § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden über folgende von Mag. Josef Ahorner kontrollierte Unternehmen gehalten: Ahorner Holding GmbH, Ahorner GmbH, Porsche Automobil Holding SE, Volkswagen Aktiengesellschaft, Volkswagen Finance Luxemburg.
Folgende Personen („Mitteilende“) haben der TRATON SE am 3. Juli 2019 gem. § 33 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der TRATON SE am 27. Juni 2019 die Schwelle von 75 % überschritten hat. Am 16. Dezember 2019 haben die Mitteilenden die TRATON SE darüber informiert, dass seit 13. Dezember 2019 ihr Stimmrechtsanteil 89,72 % (das entspricht 448.623.725 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche vorgenannte 448.623.725 Stimmrechte werden tatsächlich von den wie folgt aufgeführten kontrollierten Unternehmen gehalten:
| Mitteilende | Von jedem der genannten Mitteilenden jeweils kontrollierte Unternehmen |
|---|---|
| Dr. Wolfgang Porsche, 10.05.1943; Dr. Dr. Christian Porsche, 21.03.1974; Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, 11.02.1978; Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, 14.04.1993; Felix Alexander Porsche, 15.02.1996; Gerhard Anton Porsche, 05.06.1938; Dr. Ferdinand Oliver Porsche, 13.03.1961; Mag. Mark Philipp Porsche, 17.09.1977; Kai Alexander Porsche, 14.12.1964; Dr. Geraldine Porsche, 22.07.1980; Ing. Hans-Peter Porsche, 29.10.1940; Peter Daniell Porsche, 17.09.1973; Dr. Louise Kiesling, 16.07.1957; Diana Porsche, 03.03.1996 | Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung; Ferdinand Porsche Familien-Holding GmbH; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; Volkswagen Aktiengesellschaft; Volkswagen Finance Luxemburg S.A., Luxemburg |
| Dr. Wolfgang Porsche, 10.05.1943; Dr. Dr. Christian Porsche, 21.03.1974; Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, 11.02.1978; Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, 14.04.1993; Felix Alexander Porsche, 15.02.1996 | Familie WP Holding GmbH; Dr. Wolfgang Porsche Holding GmbH; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; Volkswagen Aktiengesellschaft; Volkswagen Finance Luxemburg S.A., Luxemburg |
Die AMF Pensionsförsäkring AB, Stockholm/Schweden, hat der TRATON SE am 15. September 2020 gem. § 33 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der TRATON SE am 11. September 2020 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat.
(25) Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der TRATON SE gaben im Dezember 2023 die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab, welche in der Erklärung zur Unternehmensführung als gesonderter Teil des zusammengefassten Lageberichts wiedergegeben sowie auf der Internetseite der TRATON SE unter https://ir.traton.com/websites/traton/German/5000/corporate-governance.html veröffentlicht ist. Darüber hinaus hat TRATON eine Erklärung hinsichtlich der Abweichungen der Corporate Governance von TRATON gegenüber dem schwedischen Corporate Governance Code veröffentlicht. Diese ist ebenfalls verfügbar unter https://ir.traton.com/websites/traton/German/5000/corporate-governance.html.
(26) Nachtragsbericht
Zum 2. Januar 2024 wurde das Darlehen von 3.500 Mio € an die TRATON Sweden AB (siehe Ausleihungen) über Kapitalmaßnahmen in die TRATON International S.A. eingebracht. Die TRATON GROUP hat im Januar mehrere Anleihen in Euro, schwedischer Krone sowie britischen Pfund im Volumen von insgesamt umgerechnet 1.270 Mio € über das 12.000-Mio-€-EMTN-Programm von TRATON begeben.
Hans Dieter Pötsch
Wolfsburg, Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Volkswagen AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats
1 Bertelsmann Management SE
2 Bertelsmann SE & Co. KGaA
3 Wolfsburg AG
4 AUDI AG
Dr. Ing. h.c. F.# Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Porsche AG
Volkswagen AG (Vors.)
4 Autostadt GmbH
Porsche Austria Gesellschaft m.b.H., Österreich (Vors.)
Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Österreich (Vors.)
Porsche Retail GmbH, Österreich (Vors.)
VfL Wolfsburg-Fußball GmbH (stellv. Vors.)
Michael Lyngsie*
Gnesta/Schweden, Vorsitzender der IF Metall (Gewerkschaft in Schweden) bei Scania
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
4 Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
Ödgärd Andersson
Göteborg/Schweden, Vorsitzende des Vorstands der Zenseact AB, Schweden
3 Sleep Cycle AB, Schweden (bis 8. Mai 2023)
Torsten Bechstädt*
Helmstedt, Leiter AR-Angelegenheiten der Vorsitzenden des Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG
Mari Carlquist*
Södertälje/Schweden, Vertreterin der PTK (Privattjänstemannakartellen, Gewerkschaftsbund in Schweden) bei Scania
4 Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
TRATON Financial Services AB, Schweden (seit 15. Dezember 2023)
Daniela Cavallo*
Wolfsburg, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG
1 Wolfsburg AG
2 PowerCo SE (stellv. Vors.)
Volkswagen AG
Volkswagen Financial Services AG (stellv. Vors.)
Volkswagen Group Services GmbH
3 Allianz für die Region GmbH (bis 31. Mai 2023)
4 Autostadt GmbH (seit 1. April 2023)
Brose Sitech Sp. z o.o.
Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Österreich
Skoda Auto a.s., Tschechien
SEAT, S.A., Spanien
VfL Wolfsburg-Fußball GmbH
Dr. Manfred Döss
Wolfsburg, Mitglied des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE und der Volkswagen AG
2 AUDI AG (Vors.)
3 Grizzlys Wolfsburg GmbH
Jürgen Kerner*
Frankfurt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall
1 Airbus GmbH (zuvor Premium Aerotec GmbH)
Siemens AG
Siemens Energy AG
Thyssenkrupp AG (stellv. Vors)
2 MAN Truck & Bus SE (stellv. Vors)
Gunnar Kilian
Lehre, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG
Mitglied des Markenvorstands Volkswagen PKW
1 Wolfsburg AG
2 AUDI AG
MAN Energy Solutions SE (Vors.)
MAN Truck & Bus SE
PowerCo SE
Volkswagen Group Services GmbH (Vors.)
3 Allianz für die Region GmbH (bis 30. Juni 2023)
4 Autostadt GmbH (Vors.)
FAW-Volkswagen Automotive Co., Ltd., China
Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
VfL Wolfsburg-Fußball GmbH (seit 11. Mai 2023)
Volkswagen Immobilien GmbH (Vors.)
Dr. Albert X. Kirchmann
Lindau, Bodolz, Chief Executive Advisor
2 MAN Truck & Bus SE
3 MCE Bank GmbH (bis 31. Mai 2023)
Stremler AG (stellv. Vors.)
Dr. Julia Kuhn-Piëch
Salzburg/Österreich, Immobilienmanagerin
2 AUDI AG
MAN Truck & Bus SE
4 Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
Lisa Lorentzon*
Huddinge/Schweden, Vorsitzende der Gewerkschaften für Hochschulabsolventen bei Scania
4 Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
TRATON Financial Services AB, Schweden (seit 15. Dezember 2023)
Bo Luthin*
Södertälje/Schweden, Direktor für Arbeitssicherheit bei Scania Södertälje und Koordinator für IF Metall (Gewerkschaft in Schweden)
Nina Macpherson
Stocksund/Schweden, Mitglied des Board of Directors der Scania AB
3 M&K Industrials AB, Schweden (Stellv. Mitglied)
Netel Holding AB, Schweden
Scandinavian Enviro Systems AB, Schweden
4 Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
Dr. Dr. Christian Porsche
Salzburg/Österreich, Facharzt für Neurologie
2 MAN Truck & Bus SE
4 Scania AB, Schweden
Scania CV AB, Schweden
Dr. Wolf-Michael Schmid
Helmstedt, Unternehmer (Geschäftsführer der Schmid Gruppe)
1 BRW AG (Vors.)
Karina Schnur*
Reichertshofen, Vorsitzende des SE-Betriebsrats sowie Konzernbetriebsratsvorsitzende der TRATON SE
Vorsitzende des SE-Betriebsrats sowie des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der MAN Truck & Bus SE
Vorsitzende des Betriebsrats MAN Truck & Bus SE München
2 MAN Truck & Bus SE
Volkswagen AG (seit 11. Juli 2023)
3 Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH
Josef Sedlmaier* (seit 31. Dezember 2022)
Weichs, Betriebsratsvorsitzender TRATON SE
Markus Wansch*
Schwabach, Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der TRATON SE und Vorsitzender des Betriebsrats der MAN Truck & Bus SE, Werk Nürnberg
2 MAN Truck & Bus SE
Frank Witter
Braunschweig, ehem. Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG
1 Deutsche Bank AG
3 CGI Inc., Kanada
4 VfL Wolfsburg-Fußball GmbH (Vors.)
* von der Belegschaft gewählt
Stand: 31. Dezember 2023 bzw. Datum des Ausscheidens
1 Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
2 Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten, Volkswagen AG-Konzernmandate
3 Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
4 Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien, Volkswagen AG-Konzernmandate
Hans Dieter Pötsch (Vors.)
Michael Lyngsie (stellv. Vors.)
Daniela Cavallo (bis 20. März 2023)
Jürgen Kerner
Gunnar Kilian
Dr. Dr. Christian Porsche
Karina Schnur (ab 21. März 2023)
Frank Witter (Vors.)
Torsten Bechstädt (stellv. Vors.)
Dr. Julia Kuhn-Piëch
Lisa Lorentzon
Nina Macpherson
Karina Schnur
Hans Dieter Pötsch
Gunnar Kilian
Dr. Dr. Christian Porsche
Lidingö/Schweden, Vorsitzender des Vorstands der TRATON SE
Chief Executive Officer Scania
2 MAN Truck & Bus SE (Vors.)
4 Navistar International Corporation, USA
Scania Growth Capital AB, Schweden
Scania Growth Capital II AB, Schweden
TRATON Financial Services AB, Schweden (Vors.)
Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda., Brasilien (Vors.)
Hinsdale/USA, Mitglied des Vorstands der TRATON SE
Chief Executive Officer und President von Navistar
4 TRATON Financial Services AB, Schweden (seit 15. Dezember 2023)
São Paulo-Indianópolis/Brasilien, Mitglied des Vorstands der TRATON SE
Chief Executive Officer Volkswagen Truck & Bus
3 Santa Joana Medical Group, Brasilien
4 TRATON Financial Services AB, Schweden (seit 15. Dezember 2023)
Leinfelden-Echterdingen, Mitglied des Vorstands der TRATON SE, verantwortlich für Finanzen und Unternehmensentwicklung
2 MAN Truck & Bus SE (bis 31. März 2023)
Volkswagen Original Teile Logistik Beteiligungs-GmbH (bis 31. März 2023)
4 Navistar International Corporation, USA (bis 31. März 2023)
Scania AB, Schweden (Vors.) (bis 31. März 2023)
Scania CV AB, Schweden (Vors.) (bis 31. März 2023)
TRATON Financial Services AB, Schweden (Vors.) (bis 31. März 2023)
TRATON Sweden AB, Schweden (bis 31. März 2023)
TRATON Treasury AB, Schweden (Vors.) (bis 31. März 2023)
Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda., Brasilien (bis 31. März 2023)
Braunschweig, Mitglied des Vorstands der TRATON SE, verantwortlich für Finanzen, Unternehmensentwicklung und Personal
2 MAN Truck & Bus SE
4 Navistar International Corporation, USA (seit 18. April 2023)
Scania AB, Schweden (Vors.) (seit 4. Mai 2023)
Scania CV AB, Schweden (Vors.) (seit 4. Mai 2023)
TRATON Financial Services AB, Schweden (seit 15. Dezember 2023)
TRATON Sweden AB, Schweden (Vors.) (seit 24. April 2023)
TRATON Treasury AB, Schweden (Vors.) (bis 14. Dezember 2023)
TRATON AB, Schweden (seit 14. Dezember 2023)
Volkswagen Middle East QFZ LLC
Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda., Brasilien (seit 2. Mai 2023)
3 Chalmers University of Technology AB, Schweden
Knightec AB, Schweden
Modahlen Group AB, Schweden
Semcon AB, Schweden
4 TRATON AB, Schweden
Bernd Osterloh (bis 31. März 2023)
Wolfsburg, Fallersleben, Mitglied des Vorstands der TRATON SE, verantwortlich für Personal
2 Volkswagen Group Services GmbH (bis 16. Mai 2023)
4 Autostadt GmbH (bis 31. März 2023)
VfL Wolfsburg-Fußball GmbH
Alexander Vlaskamp
Starnberg, Mitglied des Vorstands der TRATON SE
Chief Executive Officer MAN
2 MAN Truck & Bus Deutschland GmbH (Vors.)
3 Sinotruk (Hong Kong) Ltd., China
Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH
4 TRATON Financial Services AB, Schweden
Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Stand: 31. Dezember 2023
1 Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
2 Mitgliedschaften in inländischen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten, Volkswagen AG-Konzernmandate
3 Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
4 Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien, Volkswagen AG-Konzernmandate
Jahresabschluss der TRATON SE zum 31. Dezember 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Aufstellung des Anteilsbesitzes der TRATON SE gemäß § 285 Nr. 11 HGB
| Kurs Eigenkapital Ergebnis Mengennot. | Kapitalanteil in Tsd. | in Tsd. | Währ- (1 Euro=) | in % | Landes- | Landes- |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Name und Sitz des Unternehmens | ung 31.12.2023 | währung | währung | Fußnote | Jahr | |
| I. MUTTERUNTERNEHMEN | ||||||
| TRATON SE, München | EUR | |||||
| II. TOCHTERUNTERNEHMEN | ||||||
| A. Vollkonsolidierte Gesellschaften | ||||||
| 1. Inland | ||||||
| KOSIGA GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal | 38.584 | 497 | 2022 | |||
| LOTS Germany GmbH, Koblenz | 25 | - | 4) | 2022 | ||
| M A N Verwaltungs-Gesellschaft mbH, München | 1.039 | - | 1) | 2023 | ||
| MAN Brand GmbH & Co. KG, Grünwald | 25 | 40.146 | 2022 | |||
| MAN GHH Immobilien GmbH, Oberhausen | 44.668 | - | 1) | 2023 | ||
| MAN Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Epsilon KG, München | 665 | 50 | 2022 | |||
| MAN Marken GmbH, München | 27 | - | 1) | 2023 | ||
| MAN Service und Support GmbH, München | 25 | - | 1) | 2023 | ||
| MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, München | 130.934 | - | 1) | 2023 | ||
| MAN Truck & Bus SE, München | 573.491 | - | 1) | 2023 | ||
| MAN Zweite Beteiligungs GmbH, München | - | - | 2022 | |||
| Navistar Europe GmbH, Nürnberg | 619 | 2 | 2022 | |||
| Scania CV Deutschland Holding GmbH, Koblenz | 66.295 | - | 1) | 2023 | ||
| SCANIA DEUTSCHLAND GmbH, Koblenz | 36.625 | - | 1) | 2023 | ||
| Scania Finance Deutschland GmbH, Koblenz | 62.913 | - | 1) | 2023 | ||
| SCANIA Real Estate Deutschland GmbH, Koblenz | 15.183 | - | 1) | 2023 | ||
| Scania Versicherungsvermittlung GmbH, Koblenz | 1.322 | 189 | 2022 | |||
| SCANIA Vertrieb und Service GmbH, Koblenz | 9.463 | - | 1) | 2023 | ||
| TARONA Verwaltung GmbH & Co. Alpha KG, Pullach i. Isartal | 5.124 | 2.248 | 2022 | |||
| TB Digital Services GmbH, München | 25 | - | 1) | 2023 | ||
| TORINU Verwaltung GmbH & Co. Beta KG, Pullach i. Isartal | 18.100 | 1.866 | 2022 | |||
| 2. Ausland | ||||||
| AB Dure, Södertälje | 1.440 | - | 5) | 2022 | ||
| AB Folkvagn, Södertälje | 100 | - | 5) | 2022 | ||
| AB Scania-Vabis, Södertälje | 100 | - | 5) | 2022 | ||
| Ainax AB, Södertälje | 120 | - | 5) | 2022 | ||
| Bellwether Forest Products, LLC, Camden / SC | - | - | 2022 | |||
| Bilmetro AB, Gävle | 628.874 | 124.486 | 2022 | |||
| Bilmetro Lastbilar i Hudiksvall AB, Gävle | 29 | -110 | 2022 | |||
| Blue Diamond Parts LLC, Lisle / IL | 42.403 | 30.698 | 2022 | |||
| Centurion Truck & Bus (Pty) Ltd. t/a, Centurion | 24.337 | 3.945 | 2022 | |||
| Chicago International Trucks - Chicago, LLC, Chicago / IL | -5.793 | - | 5) | 2022 | ||
| Codema Comercial e Importadora Ltda., Guarulhos | 321.985 | 97.408 | 2022 | |||
| Fastighetsaktiebolaget Flygmotorn, Södertälje | 18.719 | 65 | 2022 | |||
| Fastighetsaktiebolaget Hjulnavet, Södertälje | 55.260 | 1.396 | 2022 | |||
| Fastighetsaktiebolaget Vindbron, Södertälje | 44.146 | 1.106 | 2022 | |||
| Fastighetsbolaget Bärgningsbilen 2 Örebro AB, Stockholm | - | - | 2022 | |||
| Fastighetsbolaget Fluoret AB, Stockholm | - | - | 2022 | |||
| Fastighetsbolaget Gilltuna Västerås AB, Stockholm | - | - | 2022 | |||
| Ferruform AB, Luleå | 80.269 | 8.701 | 2022 | |||
| Griffin Automotive Ltd., Road Town | 2.729.741 | 614.568 | 2022 | |||
| Griffin Lux S.à r.l., Luxemburg | - | - | 12) | 2022 | ||
| Harbour Assurance Company of Bermuda Ltd., Hamilton | 8.366 | 2.487 | 2022 | |||
| HTD I Oskarshamn AB, Oskarshamn | 571 | - | 2022 | |||
| IC Bus LLC, Lisle / IL | 986.193 | 66.842 | 2022 | |||
| IC Bus of Oklahoma, LLC, Tulsa / OK | - | - | 3) | 2022 | ||
| International DealCor Operations, Ltd., George Town | 56.788 | - | 2022 | |||
| International Engine Intellectual Property Company, LLC, Lisle / IL | 503.030 | 1.091 | 2022 | |||
| International of Mexico Holding Corporation LLC, Lisle / IL | 720.329 | -4.746 | 2022 | |||
| International Parts Distribution S. de R.L. de C.V., Miguel Hidalgo | 398.411 | 326.287 | 2022 | |||
| International Truck and Engine Corporation Cayman Islands Holding Company, Lisle / IL | -68.006 | 3.120 | 2022 | |||
| International Truck and Engine Corporation U.S. Holding Company, LLC, Lisle / IL | 92 | - | 2022 | |||
| International Truck and Engine Overseas Corp., Lisle / IL | -10.124 | - | 2022 | |||
| International Truck Intellectual Property Company, LLC, Lisle / IL | 1.009.222 | 23.869 | 2022 | |||
| International Truck Leasing Corp., Lisle / IL | 5.687 | 937 | 2022 | |||
| Italscania S.p.A., Trento | 65.845 | 37.589 | 2022 | |||
| Kai Tak Holding AB, Södertälje | 120 | - | 5) | 2022 | ||
| Laxå Specialvehicles AB, Laxå | 121.949 | 1.333 | 2022 | |||
| LOTS Chile S.p.A., Santiago de Chile | 3.082.244 | -731.211 | 2022 | |||
| LOTS Group AB, Södertälje | 447.602 | -8.397 | 2022 | |||
| LOTS Latin América Logística de Transportes Ltda., São Bernardo do Campo | 155.918 | -5.578 | 2022 | |||
| Lots Logistics (Guangxi) Co. Ltd., Beihai | 4.780 | - | 5) | 2022 | ||
| LOTS Peru S.A., Lima | - | - | 4) | 2022 | ||
| LOTS SPV USA LLC, Wilmington / DE | 11.548 | -534 | 2022 | |||
| LOTS Ventures Canada Inc., Vancouver / BC | 6.660 | -1.656 | 2022 | |||
| LOTS Ventures USA Inc., Wilmington / DE | 8.084 | - | 2022 | |||
| Mälardalens Tekniska Gymnasium AB, Södertälje | 28.622 | 1.586 | 2022 | |||
| MAN Automotive (South Africa) (Pty) Ltd., Johannesburg | 1.072.157 | 80.329 | 2022 | |||
| MAN Bus Sp. z o.o., Starachowice | 986.498 | 97.941 | 2022 | |||
| MAN Components s.r.o., Bánovce nad Bebravou | 11.782 | 1.954 | 2022 | |||
| MAN Engines & Components Inc., Pompano Beach / FL | 113.906 | 10.050 | 2022 | |||
| MAN Finance and Holding S.A., Strassen | 1.689.321 | 133.325 | 2022 | |||
| MAN Hellas Truck & Bus A.E., Aspropygros | 1.874 | 2 | 2022 | |||
| MAN Kamion és Busz Kereskedelmi Kft., Dunaharaszti | 6.919.490 | 238.677 | 2022 | |||
| MAN Kamyon ve Otobüs Ticaret A.S., Ankara | 706.553 | 118.464 | 2022 | |||
| MAN Nutzfahrzeuge Immobilien GmbH, Wien | 32.828 | 3.181 | 2022 | |||
| MAN Shared Services Center Sp. z o.o., Poznan | 15.589 | 1.759 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus (Korea) Ltd., Yongin | 17.275.566 | 5.193.413 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus (M) Sdn. Bhd., Rawang | 54.244 | -1.930 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Czech Republic s.r.o., Cestlice | 1.428.630 | 191.024 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Danmark A/S, Greve | 155.666 | 14.268 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus France S.A.S., Evry | 89.528 | 3.767 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Iberia S.A., Coslada | 130.659 | 12.620 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Italia S.p.A., Dossobuono di Villafranca | 36.091 | 4.177 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Middle East FZE, Dubai | 52.859 | 1.298 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus N.V., Kobbegem | 31.449 | 3.163 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Norge A/S, Lorenskog | 160.183 | 27.631 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Polska Sp. z o.o., Nadarzyn | 113.444 | 54.412 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Portugal S.U. Lda., Lissabon | 9.265 | 4.150 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Schweiz AG, Otelfingen | 31.761 | 2.377 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Slovakia s.r.o., Bratislava | 13.993 | 3.155 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Slovenija d.o.o., Ljubljana | 14.565 | 851 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Trading (China) Co., Ltd., Peking | 67.330 | -4.595 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus UK Ltd., Swindon | 121.972 | 11.100 | 2022 | |||
| MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich GmbH, Wien | 264.985 | 12.630 | 2022 | |||
| MAN Trucks Sp. z o.o., Niepolomice | 1.468.188 | 158.856 | 2022 | |||
| MAN Türkiye A.S., Ankara | 2.256.419 | 650.349 | 2022 | |||
| Metrobus AB, Gävle | 1.089 | 661 | 2022 | |||
| MW-Hallen Restaurang AB, Södertälje | 1.987 | -6 | 2022 | |||
| N.W.S. S.r.l., in Liquidation, Trento | 21 | -3 | 2) | 2022 | ||
| Navistar (Shanghai) Trading Co., Ltd., Shanghai | 25.613 | 976 | 2022 | |||
| Navistar Aftermarket Products, Inc., Lisle / IL | 38.776 | 7.591 | 2022 | |||
| Navistar Auspac Pty. Ltd., Tullamarine | 1.759 | 26 | 2022 | |||
| Navistar Big Bore Diesels, LLC, Huntsville / AL | -59.016 | -15.162 | 2022 | |||
| Navistar Canada, ULC, Hannon / ON | 137.736 | 325.549 | 2022 | |||
| Navistar Comercial S.A. | ||||||
| Entity | Location | Currency | Exchange Rate | Ownership (%) | Net Assets | Income (Loss) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Navistar Diesel of Alabama, LLC | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 90,056 | -84 |
| Navistar Financial Corporation | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 191,436 | 20,505 |
| Navistar Financial Dealer Note Master Owner Trust II | Wilmington / DE | USD | 1.1077 | - | - | - |
| Navistar Financial Securities Corp. | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 67,596 | 8,182 |
| Navistar Financial Services North America Holding LLC | Herndon / VA | USD | 1.1077 | 100.00 | 1,420 | 147 |
| Navistar Financial, S.A. de C.V. SOFOM E.R. | Miguel Hidalgo | MXN | 18.7689 | 100.00 | 5,838,094 | 889,110 |
| Navistar Global Operations Corp. | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | - | - |
| Navistar Hong Kong Holding Company Ltd. | Hongkong | HKD | 8.6529 | 100.00 | 4,110 | -123 |
| Navistar International B.V. | Amsterdam | USD | 1.1077 | 100.00 | 605,428 | -3,985 |
| Navistar International Corporation | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 3,310,843 | -23,053 |
| Navistar International Employee Leasing Company | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 10,443 | 3,945 |
| Navistar International Mexico, S. de R.L. de C.V. | Escobedo | MXN | 18.7689 | 100.00 | 5,284,371 | 1,855,895 |
| Navistar International Pvt. Ltd. | Pune | INR | 92.1170 | 100.00 | 146,323 | 3,272 |
| Navistar International Southern Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg | ZAR | 20.4442 | 100.00 | -59,385 | -13,299 |
| Navistar International Truck Mexico, S. de R.L. de C.V. | Miguel Hidalgo | MXN | 18.7689 | 100.00 | 5,064,500 | 1,851,502 |
| Navistar Leasing Company | Lisle / IL | USD | 1.1077 | - | - | - |
| Navistar Leasing Services Corp. | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 39,971 | 3,811 |
| Navistar Mexico, S. de R.L. de C.V. | Mexico City | MXN | 18.7689 | 100.00 | 4,666,244 | 1,518,562 |
| Navistar San Antonio Manufacturing LLC | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | -89,813 | -63,611 |
| Navistar, Inc. | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | -7,006,733 | 284,018 |
| NC2 Global LLC | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 140,081 | 2,323 |
| NC2 Luxembourg S.a.r.l. | Luxemburg | USD | 1.1077 | 100.00 | -122,364 | -5,140 |
| Norsk Scania AS | Oslo | NOK | 11.2408 | 100.00 | 305,051 | 555,614 |
| Norsk Scania Eiendom AS | Oslo | NOK | 11.2408 | 100.00 | 130,664 | 9,223 |
| OCC Technologies, LLC | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 15,174 | -6,916 |
| OOO Scania Peter | St. Petersburg | RUB | 99.9661 | 100.00 | 311,827 | 44,918 |
| Parts and Service Ventures, Inc. | Lisle / IL | USD | 1.1077 | 100.00 | 1,720 | -4 |
| Power Vehicle Co. Ltd. | Bangkok | THB | 37.9886 | 49.00 | 26,964 | 25,321 |
| PT Scania Parts Indonesia | Balikpapan | IDR | 17,055.2550 | 100.00 | 1,319 | -5,995 |
| Reliable Vehicles Ltd. | Milton Keynes | GBP | 0.8691 | 100.00 | 2,500 | - |
| Revra AB | Örebro | SEK | 11.0874 | 100.00 | - | - |
| Sågverket 6 AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 122 | -244 |
| Scan Siam Service Co. Ltd. | Bangkok | THB | 37.9886 | 49.00 | 89,368 | 39,953 |
| Scanexpo International S.A. | Montevideo | USD | 1.1077 | 100.00 | 3,072 | 75 |
| Scania (Hong Kong) Ltd. | Hongkong | HKD | 8.6529 | 100.00 | 45,709 | 4,630 |
| Scania (Malaysia) Sdn. Bhd. | Shah Alam | MYR | 5.0899 | 100.00 | 57,628 | 7,947 |
| Scania AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 25,070,257 | 9,500,161 |
| Scania Administradora de Consórcios Ltda. | Cotia | BRL | 5.3750 | 99.99 | 157,650 | 72,859 |
| Scania Argentina S.A. | Buenos Aires | USD | 1.1077 | 100.00 | 51,300,070 | 5,893,215 |
| Scania Australia Pty. Ltd. | Melbourne | AUD | 1.6292 | 100.00 | 80,790 | 22,030 |
| Scania Banco S.A. | São Bernardo do Campo | BRL | 5.3750 | 100.00 | 768,112 | 89,799 |
| Scania Belgium N.V. | Neder-Over-Heembeek | EUR | 100.00 | - | 3,884 | 11,882 |
| Scania BH d.o.o. | Sarajevo | BAM | 1.9558 | 100.00 | 3,709 | 700 |
| Scania Botswana (Pty) Ltd. | Gaborone | BWP | 14.8486 | 100.00 | 16,312 | 7,204 |
| Scania Bulgaria EOOD | Sofia | BGN | 1.9559 | 100.00 | 14,673 | 11,659 |
| Scania Bus & Coach UK Ltd. | Milton Keynes | GBP | 0.8691 | 100.00 | - | - |
| Scania Bus Financing AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 100 | - |
| Scania Central Asia LLP | Almaty | KZT | 506.0100 | 100.00 | 890,212 | -5,886 |
| Scania Chile S.A. | Santiago de Chile | CLP | 977.9400 | 100.00 | 34,618,661 | 10,475,113 |
| Scania Colombia S.A.S. | Bogotá | COP | 4,291.2300 | 100.00 | 180,346,329 | 45,777,621 |
| Scania Comercial, S.A. de C.V. | Querétaro | MXN | 18.7689 | 100.00 | 435,745 | 20,271 |
| Scania Commercial Vehicles India Pvt. Ltd. | Bangalore | INR | 92.1170 | 100.00 | -2,249,245 | -202,456 |
| Scania Commercial Vehicles Renting S.A. | San Fernando de Henares | EUR | 100.00 | - | 42,267 | 2,881 |
| Scania Commerciale S.p.A. | Trento | EUR | 100.00 | - | 12,517 | 2,203 |
| Scania Corretora de Seguros Ltda. | São Bernardo do Campo | BRL | 5.3750 | 100.00 | - | - |
| Scania Credit (Malaysia) Sdn. Bhd. | Shah Alam | MYR | 5.0899 | 100.00 | 4,995 | -6,162 |
| Scania Credit AB | Södertälje | EUR | 100.00 | - | 1,714 | 304 |
| Scania Credit Argentina S.A.U. | Buenos Aires | ARS | 894.9939 | 100.00 | 202,182 | 72,838 |
| Scania Credit Hrvatska d.o.o. | Lucko (Zagreb) | EUR | 100.00 | - | 4,077 | 205 |
| Scania Credit Romania IFN S.A. | Ciorogârla | RON | 4.9759 | 100.00 | 57,787 | 6,472 |
| Scania Credit Singapore Pte. Ltd. | Singapur | SGD | 1.4612 | 100.00 | 255 | 83 |
| Scania Credit Solutions (T) Ltd. | Daressalam | TZS | 2,788.0800 | 100.00 | 4,260,912 | -394,098 |
| Scania Credit Solutions Pty Ltd. | Aeroton | ZAR | 20.4442 | 100.00 | 21,825 | 4,107 |
| Scania Credit Taiwan Ltd. | New Taipei City | TWD | 33.9211 | 100.00 | 12,726 | 5,089 |
| Scania Crna Gora d.o.o. | Danilovgrad | EUR | 100.00 | - | 37 | -99 |
| Scania CV AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 42,545,102 | 3,239,074 |
| Scania Czech Republic s.r.o. | Prag | CZK | 24.7180 | 100.00 | 942,953 | 649,602 |
| Scania Danmark A/S | Ishöj | DKK | 7.4530 | 100.00 | 396,778 | 180,080 |
| Scania Danmark Ejendom ApS | Ishöj | DKK | 7.4530 | 100.00 | 110,473 | 3,467 |
| Scania del Perú S.A. | Lima | PEN | 4.0905 | 100.00 | 71,333 | 30,267 |
| Scania Delivery Center AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 191,685 | 39,127 |
| Scania East Africa Ltd. | Nairobi | KES | 173.9050 | 100.00 | -825,094 | -415,558 |
| Scania Eesti AS | Tallinn | EUR | 100.00 | - | 12,370 | 4,108 |
| Scania Finance Australia Pty. Ltd. | Melbourne | AUD | 1.6292 | 100.00 | 28,067 | 3,175 |
| Scania Finance Belgium N.V. | Neder-Over-Heembeek | EUR | 100.00 | - | 20,187 | 1,747 |
| Scania Finance Bulgaria EOOD | Sofia | BGN | 1.9559 | 100.00 | 22,650 | 4,154 |
| Scania Finance Chile S.A. | Santiago de Chile | CLP | 977.9400 | 100.00 | 23,157,768 | 12,787,946 |
| Scania Finance Colombia S.A.S. | Bogotá | COP | 4,291.2300 | 100.00 | 4,111,090 | -1,455,765 |
| Scania Finance Czech Republic spol. s r.o. | Prag | CZK | 24.7180 | 100.00 | 894,790 | 21,068 |
| Scania Finance France S.A.S. | Angers | EUR | 100.00 | - | 63,752 | 2,474 |
| Scania Finance Great Britain Ltd. | London | GBP | 0.8691 | 100.00 | 138,725 | 22,776 |
| Scania Finance Hispania EFC S.A. | San Fernando de Henares | EUR | 100.00 | - | 50,293 | 1,526 |
| Scania Finance Ireland Ltd. | Dublin | EUR | 100.00 | - | 15,595 | 2,671 |
| Scania Finance Italy S.p.A. | Mailand | EUR | 100.00 | - | 68,255 | 7,461 |
| Scania Finance Korea Ltd. | Chung-Ang | KRW | 1,440.7150 | 100.00 | 63,616,862 | 5,434,611 |
| Scania Finance Luxembourg S.A. | Munsbach | EUR | 100.00 | - | 5,570 | 156 |
| Scania Finance Magyarország Zrt. | Biatorbágy | HUF | 382.3900 | 100.00 | 3,176,575 | 181,030 |
| Scania Finance Maroc S.A. | Casablanca | MAD | 10.9521 | 100.00 | - | - |
| Scania Finance Mexico, S.A. de C.V. SOFOM, E.N.R. | El Marqués | MXN | 18.7689 | 100.00 | 36,742 | 11,751 |
| Scania Finance Nederland B.V. | Breda | EUR | 100.00 | - | 50,018 | 5,646 |
| Scania Finance New Zealand Ltd. | Auckland | NZD | 1.7529 | 100.00 | 5,967 | 328 |
| Scania Finance Polska Sp. z o.o. | Nadarzyn | PLN | 4.3409 | 100.00 | 271,149 | 35,198 |
| Scania Finance Schweiz AG | Kloten | CHF | 0.9264 | 100.00 | 8,717 | -45 |
| Scania Finance Slovak Republic s.r.o. | Senec | EUR | 100.00 | - | 13,781 | 748 |
| Scania Finance Southern Africa (Pty) Ltd. | Aeroton | ZAR | 20.4442 | 100.00 | 910,451 | 164,026 |
| Scania Financial Leasing (China) Co., Ltd. | Shanghai | CNY | 7.8700 | 100.00 | 150,379 | -6,102 |
| Scania Finans AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 2,461,402 | 705,457 |
| Scania France S.A.S. | Angers | EUR | 100.00 | - | 96,343 | 51,771 |
| Scania Great Britain Ltd. | Milton Keynes | GBP | 0.8691 | 100.00 | 169,627 | 108,030 |
| Scania Griffin Sales & Services AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 100 | - |
| Scania Group (Thailand) Co., Ltd. | Bangkok | THB | 37.9886 | 100.00 | 32,394 | - |
| Scania Growth Capital AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 90.10 | 399,925 | 15,145 |
| Scania Growth Capital II AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 90.10 | 280,269 | 244 |
| Scania Hispania S.A. | San Fernando de Henares | EUR | 100.00 | - | 33,608 | 25,404 |
| Scania Holding France S.A.S. | Angers | EUR | 100.00 | - | 109,173 | 50,224 |
| Scania Holding Inc. | Columbus / IN | USD | 1.1077 | 100.00 | 632 | -989 |
| Scania Hrvatska d.o.o. | Lucko (Zagreb) | EUR | 100.00 | - | 7,414 | 1,954 |
| Scania Hungaria Kft. | Biatorbágy | HUF | 382.3900 | 100.00 | 4,826,678 | 3,524,821 |
| Scania Industrial Maintenance AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 27,277 | 4,183 |
| Scania Insurance Nederland B.V. | Middelharnis | EUR | 100.00 | - | - | - |
| Scania Insurance Polska Sp. z o.o. | Nadarzyn | PLN | 4.3409 | 100.00 | 3,788 | 3,704 |
| Scania Investimentos Imobiliários S.A. | Vialonga | EUR | 100.00 | - | 693 | -29 |
| Scania IT AB | Södertälje | SEK | 11.0874 | 100.00 | 117,162 | - |
| Scania IT France S.A.S. | Angers | EUR | 100.00 | - | 298 | 207 |
| Scania IT Nederland B.V. | Zwolle | EUR | 100.00 | - | 1,022 | 173 |
| Scania Japan Ltd. | Tokio | JPY | 156.7900 | 100.00 | -433,436 | 75,173 |
| Scania Korea Group Ltd. | Seoul | KRW | 1,440.7150 | 100.00 | 93,037,926 | 65,390,279 |
| Scania Latin America Ltda. | São Bernardo do Campo | BRL | 5.3750 | 100.00 | 4,748,288 | 2,183,182 |
| Scania Latvia SIA | Riga | EUR | 100.00 | - | 13,347 | 4,416 |
| Scania Leasing BH d.o.o. | Sarajevo | BAM | 1.9558 | 100.00 | 322 | -461 |
| Scania Leasing d.o.o. | Ljubljana | EUR | 100.00 | - | 8,211 | 618 |
| Scania Leasing Ltd. | Dublin | EUR | 100.00 | - | 0 | - |
| Scania Leasing Österreich GmbH | Brunn am Gebirge | EUR | 100.00 | - | 15,814 | 1,866 |
| Scania Leasing RS d.o.o. | Krnješevci | RSD | 117.1850 | 100.00 | 177,915 | 30,745 |
| Scania Lízing Kft. | Biatorbágy | HUF | 382.3900 | 100.00 | 277,492 | -134,300 |
| Scania Locacao Ltda. | São Bernardo do Campo | BRL | 5.3750 | 100.00 | 471 | -29 |
| Scania Location S.A.S. | Angers | EUR | 100.00 | - | - | - |
| Scania Logistics Netherlands B.V. | Zwolle | EUR | 100.00 | - | 6,011 | 2,093 |
| Scania Luxembourg S.A. | Munsbach | EUR | 100.00 | - | 841 | 2019 |
| Scania Makedonija d.o.o.e.l. | Ilinden | MKD | 61.6200 | 100.00 | 16,088 | 4,084 |
| Scania Manufacturing (Thailand) Co., Ltd. | Bangkok | THB | 37.9886 | 100.00 | 105,289 | - |
| Scania Maroc | ||||||
| ``````markdown | ||||||
| Company Name | Country of Registration | Currency | Exchange Rate | Ownership (%) | Equity (EUR '000) | Result (EUR '000) |
| :--------------------------------------------------- | :---------------------- | :------- | :------------ | :------------ | :---------------- | :---------------- |
| Scania Al Khaleej L.L.C., Dubai | AE | AED | 4,0683 | 100,00 | 176,960 | 49,822 |
| Scania Middle East FZE, Dubai | AE | AED | 4,0683 | 100,00 | 24,446 | 13,559 |
| Scania Milano S.p.A., Lainate | IT | EUR | 100,00 | 9,396 | 2,041 | |
| Scania Moçambique, S.A., Beira | MZ | MZN | 70,7650 | 100,00 | -4,500 | -7,109 |
| Scania Namibia (Pty) Ltd., Windhoek | NA | NAD | 20,5401 | 100,00 | 31,785 | 10,137 |
| Scania Nederland B.V., Breda | NL | EUR | 100,00 | 74,888 | 29,871 | |
| Scania New Zealand Ltd., Wellington | NZ | NZD | 1,7529 | 100,00 | 34,668 | 4,738 |
| Scania Omni AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 2,400 | - |
| Scania Österreich Ges.m.b.H., Brunn am Gebirge | AT | EUR | 100,00 | 42,653 | 23,435 | |
| Scania Österreich Holding GmbH, Brunn am Gebirge | AT | EUR | 100,00 | 18,579 | -6 | |
| Scania Overseas AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 71,635 | 4 |
| Scania Polska S.A., Nadarzyn | PL | PLN | 4,3409 | 100,00 | 383,594 | 281,088 |
| Scania Portugal, Unipessoal Lda., Santa Iria de Azóia | PT | EUR | 100,00 | 15,111 | 7,733 | |
| Scania Production (China) Co., Ltd., Rugao | CN | CNY | 7,8700 | 100,00 | 738,841 | -63,454 |
| Scania Production Angers S.A.S., Angers | FR | EUR | 100,00 | 29,656 | 4,363 | |
| Scania Production Meppel B.V., Meppel | NL | EUR | 100,00 | 28,680 | 3,162 | |
| Scania Production Słupsk S.A., Słupsk | PL | PLN | 4,3409 | 100,00 | 49,563 | 6,238 |
| Scania Production Zwolle B.V., Zwolle | NL | EUR | 100,00 | 820 | 245 | |
| Scania Properties Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 501 | - |
| Scania Real Estate (UK) Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 9,067 | 1,011 |
| Scania Real Estate Belgium N.V., Neder-Over-Heembeek | BE | EUR | 100,00 | 4,496 | 500 | |
| Scania Real Estate Bulgaria EOOD, Sofia | BG | BGN | 1,9559 | 100,00 | 167 | 201 |
| Scania Real Estate Czech Republic s.r.o., Prag | CZ | CZK | 24,7180 | 100,00 | 104,497 | 6,189 |
| Scania Real Estate Finland Oy, Helsinki | FI | EUR | 100,00 | 18,370 | 51 | |
| Scania Real Estate France S.A.S., Angers | FR | EUR | 100,00 | 5,139 | 319 | |
| Scania Real Estate Hispania S.L., San Fernando de Henares | ES | EUR | 100,00 | 1,605 | 231 | |
| Scania Real Estate Holding Luxembourg S.àr.l., Munsbach | LU | EUR | 100,00 | 5,736 | 826 | |
| Scania Real Estate Holding Oy, Helsinki | FI | EUR | 100,00 | 5,574 | 80 | |
| Scania Real Estate Hong Kong Ltd., Hongkong | HK | HKD | 8,6529 | 100,00 | 46 | - |
| Scania Real Estate Hungaria Kft., Biatorbágy | HU | HUF | 382,3900 | 100,00 | 956,591 | 55,890 |
| Scania Real Estate Kenya Ltd., Nairobi | KE | KES | 173,9050 | 100,00 | 183,783 | -11,579 |
| Scania Real Estate Lund AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 104 | 2 |
| Scania Real Estate New Zealand Limited, Auckland | NZ | NZD | 1,7529 | 100,00 | - | - |
| Scania Real Estate Österreich GmbH, Brunn am Gebirge | AT | EUR | 100,00 | 8,937 | 1,160 | |
| Scania Real Estate Polska Sp. z o.o., Nadarzyn | PL | PLN | 4,3409 | 100,00 | 81,126 | 7,940 |
| Scania Real Estate Romania S.R.L., Ciorogârla | RO | RON | 4,9759 | 100,00 | 8,625 | 1,106 |
| Scania Real Estate Schweiz AG, Kloten | CH | CHF | 0,9264 | 100,00 | 3,463 | 1,902 |
| Scania Real Estate Services AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 1,183,432 | 249,736 |
| Scania Real Estate Slovakia s.r.o., Senec | SK | EUR | 100,00 | 4,220 | 353 | |
| Scania Real Estate The Netherlands B.V., Breda | NL | EUR | 100,00 | 8,370 | 1,205 | |
| Scania Rent Romania S.R.L., Ciorogârla | RO | RON | 4,9759 | 100,00 | 21,508 | 7,522 |
| Scania Romania S.R.L., Ciorogârla | RO | RON | 4,9759 | 100,00 | 62,141 | 39,270 |
| Scania Sales (China) Co., Ltd., Peking | CN | CNY | 7,8700 | 100,00 | 121,434 | -80,937 |
| Scania Sales and Service (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou | CN | CNY | 7,8700 | 100,00 | -42,444 | -15,660 |
| Scania Sales and Services AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 18,224,201 | 3,342,101 |
| Scania Schweiz AG, Kloten | CH | CHF | 0,9264 | 100,00 | 32,578 | 29,317 |
| Scania Senegal S.U.A.R.L., Dakar | SN | XOF | 655,9570 | 100,00 | -63,214 | -27,304 |
| Scania Services del Perú S.A., Lima | PE | PEN | 4,0905 | 100,00 | 61,512 | 25,699 |
| Scania Servicii Asigurari S.R.L., Ciorogârla | RO | RON | 4,9759 | 100,00 | 2,385 | -73 |
| Scania Servicios, S.A. de C.V., El Marqués | MX | MXN | 18,7689 | 100,00 | 110 | -9 |
| Scania Siam Co. Ltd., Bangkok | TH | THB | 37,9886 | 99,99 | 482,352 | 19,188 |
| Scania Siam Leasing Co. Ltd., Bangkok | TH | THB | 37,9886 | 100,00 | 412,016 | 64,431 |
| Scania Singapore Pte. Ltd., Singapur | SG | SGD | 1,4612 | 100,00 | 5,920 | 3,158 |
| Scania Slovakia s.r.o., Senec | SK | EUR | 100,00 | 13,382 | 5,869 | |
| Scania Slovenija d.o.o., Ljubljana | SI | EUR | 100,00 | 9,363 | 4,292 | |
| Scania South Africa (Pty) Ltd., Aeroton | ZA | ZAR | 20,4442 | 100,00 | 900,040 | 364,509 |
| Scania Srbija d.o.o., Krnješevci | RS | RSD | 117,1850 | 100,00 | 602,266 | 249,124 |
| Scania Sumistradora de Flota Tres SpA, Santiago de Chile | CL | CLP | 977,9400 | 100,00 | - | - |
| Scania Sumistradora de Flota Uno SpA, Santiago de Chile | CL | CLP | 977,9400 | 100,00 | - | - |
| Scania Suomi Oy, Helsinki | FI | EUR | 100,00 | 37,498 | 23,588 | |
| Scania Sverige AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 546,330 | 12,754 |
| Scania Sverige Bussar AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 42,966 | - |
| Scania Tanzania Ltd., Daressalam | TZ | TZS | 2,788,0800 | 100,00 | 14,990,000 | 809,537 |
| Scania Thailand Co. Ltd., Bangkok | TH | THB | 37,9886 | 99,99 | 118,948 | 21,933 |
| Scania Transportlaboratorium AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 3,224 | -31 |
| Scania Treasury AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 78,082,414 | -946,747 |
| Scania Trucks & Buses AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 80,721 | 732 |
| Scania USA Inc., San Antonio / TX | US | USD | 1,1077 | 100,00 | 15,133 | 3,963 |
| Scania West Africa Ltd., Accra | GH | GHS | 13,2537 | 100,00 | -9,381 | -5,925 |
| Scania-Kringlan AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 6,000 | - |
| Scania-Vabis 118 AB, Värnamo | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 5,106 | 3,127 |
| Scanlink Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 1,956 | - |
| Scanrent - Alguer de Viaturas sem Condutor, S.A., Santa Iria de Azóia | PT | EUR | 100,00 | 14,095 | 1,496 | |
| Scantruck Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 1,671 | - |
| SLA Treasury Spain S.L., Barcelona | ES | BRL | 5,3750 | 100,00 | 9,829,025 | -144,164 |
| Södertälje Bilkredit AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 100 | - |
| SOE Busproduction Finland Oy, Lahti | FI | EUR | 100,00 | 9,490 | 1,032 | |
| Southway Scania Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 1,170 | - |
| SST Sustainable Transport Solutions India Pvt. Ltd., Nagpur | IN | INR | 92,1170 | 99,99 | 25,327 | -420 |
| Stop 134 AB, Stockholm | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | - | - |
| Tachy Experts S.A.S., Angers | FR | EUR | 100,00 | 229 | 77 | |
| TFS Brasil Holding Ltda., São Paulo | BR | BRL | 5,3750 | 100,00 | - | - |
| TOV Donbas-Scan-Service, Makijivka | UA | UAH | 42,1157 | 100,00 | 11,673 | 571 |
| TOV Kyiv-Scan, Kiew | UA | UAH | 42,1157 | 100,00 | 12,600 | 54 |
| TOV MAN Truck & Bus Ukraine, Kiew | UA | UAH | 42,1157 | 100,00 | 414,688 | 94,802 |
| TOV Scania Credit Ukraine, Kiew | UA | UAH | 42,1157 | 100,00 | 298,502 | 61,532 |
| TOV Scania Ukraine, Kiew | UA | UAH | 42,1157 | 100,00 | 278,884 | 91,378 |
| TOV Scania-Lviv, Lwiw | UA | UAH | 42,1157 | 100,00 | 32,769 | 13 |
| Transproteccion Agente de Seguros S.A. de C.V., Miguel Hidalgo | MX | MXN | 18,7689 | 100,00 | 77,507 | 27,068 |
| TRATON AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 12,693 | -2,638 |
| TRATON Finance & Services AS, Tallinn | EE | EUR | 100,00 | - | - | |
| TRATON Finance Luxembourg S.A., Strassen | LU | EUR | 100,00 | 49,020 | 4,296 | |
| TRATON Financial Services Aktiebolag, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 494,485 | 133,607 |
| TRATON International S.A., Strassen | LU | EUR | 100,00 | 16,433,487 | 368,913 | |
| TRATON Sweden AB, Södertälje | SE | EUR | 100,00 | 11,163,097 | 292,694 | |
| TRATON Treasury AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 500 | - |
| TRATON US, LLC, Pompano Beach / FL | US | EUR | 100,00 | 1,404,091 | 70,012 | |
| UAB Scania Lietuva, Vilnius | LT | EUR | 100,00 | 16,036 | 4,913 | |
| Union Trucks Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 573 | - |
| Uppsala Danmark-Säby 8:1 AB, Gävle | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 1,034 | 872 |
| UTP Holdings, LLC, Lisle / IL | US | USD | 1,1077 | 100,00 | - | - |
| Vabis Bilverkstad AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 101 | - |
| Vabis Försäkringsaktiebolag, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 197,049 | -981 |
| Vindbron Arendal AB, Södertälje | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | 13,463 | 108 |
| Vita Gjuteriets Fastighetsbolag AB, Stockholm | SE | SEK | 11,0874 | 100,00 | - | - |
| Volkswagen Truck & Bus Indústria e Comércio de Veículos Ltda., São Paulo | BR | BRL | 5,3750 | 100,00 | 2,420,720 | 1,391,758 |
| Volkswagen Truck & Bus México S.A. de C.V., El Marqués | MX | MXN | 18,7689 | 100,00 | 381,294 | -352,406 |
| Westrucks Ltd., Milton Keynes | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 336 | - |
| Workhorse International Holding Company, Lisle / IL | US | USD | 1,1077 | 100,00 | -1,132 | -86 |
| Company Name | Country of Registration | Currency | Exchange Rate | Ownership (%) | Equity (EUR '000) | Result (EUR '000) | Year |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| LoadFox GmbH, in Liquidation, München | DE | EUR | 100,00 | 3,221 | 151 | 2022 | |
| LoadFox Transport Solutions GmbH, München | DE | EUR | 100,00 | 296 | - | 2023 | |
| MAN Brand Management GmbH, Grünwald | DE | EUR | 100,00 | 25 | - | 2023 | |
| MAN Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Gamma KG, München | DE | EUR | 100,00 | 1,307 | 37 | 2022 | |
| MAN HR Services GmbH, München | DE | EUR | 100,00 | 766 | - | 2023 | |
| MAN Personal Services GmbH, Dachau | DE | EUR | 100,00 | 25 | - | 2023 | |
| MAN-Unterstützungskasse GmbH, München | DE | EUR | 100,00 | 363 | 34 | 2022 | |
| Ortan Verwaltung GmbH & Co. Objekt Karlsfeld KG, Pullach i. Isartal | DE | EUR | 100,00 | 1,470 | 580 | 2022 | |
| TRATON Beteiligungsverwaltungs GmbH, München | DE | EUR | 100,00 | 25 | - | 2023 | |
| TRATON Dritte Beteiligungs GmbH, München | DE | EUR | 100,00 | 23 | 2 | 2022 | |
| Unterstützungseinrichtung VGW GmbH, München | DE | EUR | 100,00 | 183 | 28 | 2022 |
| Company Name | Country of Registration | Currency | Exchange Rate | Ownership (%) | Equity (EUR '000) | Result (EUR '000) | Year |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Banco Volkswagen Truck & Bus S.A., São Paulo | BR | BRL | 5,3750 | 100,00 | - | - | 2023 |
| ERF (Holdings) plc, Swindon | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | 757 | - | 2022 |
| ERF Ltd., Swindon | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | - | - | 2022 |
| HRVS Group Ltd., Belper | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | - | - | 2022 |
| HRVS Rentals Ltd., in Liquidation, Belper | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | - | - | 2022 |
| Lauken S.A., in Liquidation, Montevideo | UY | UYU | 43,2390 | 100,00 | - | - | 2022 |
| MAN Bus & Coach (Pty) Ltd., in Liquidation, Olifantsfontein | ZA | ZAR | 20,4442 | 100,00 | - | - | 2022 |
| MAN Financial Services Administrators (S.A.) (Pty) Ltd., in Liquidation, Isando | ZA | ZAR | 20,4442 | 100,00 | 0 | - | 2022 |
| MAN Financial Services Polska Sp.z o.o, Wolica | PL | PLN | 4,3409 | 100,00 | - | - | 2023 |
| MAN Financial Services UK Limited, Swindon | GB | GBP | 0,8691 | 100,00 | - | - | 2023 |
| MAN Truck & Bus (S.A.) (Pty) Ltd., in Liquidation, Isando | ZA | GBP | 0,8691 | 100,00 | - | - | 2022 |
| MAN Truck & Bus Asia Pacific Co. Ltd., Bangkok | TH | THB | 37,9886 | 99,99 | 155,319 | 12,213 | 2022 |
| MAN Truck & Bus India Pvt. Ltd., Pune | IN | INR | 92,1170 | 99,99 | 3,462,300 | 133,050 | 2022 |
| MAN Truck and Bus Hong Kong Ltd., Hongkong | HK | HKD | 8,6529 | 100,00 | 17,143 | 3,556 | 2022 |
| OOO MAN Truck & Bus Production RUS, St. Petersburg | RU | RUB | 99,9661 | 100,00 | 609,680 | 208,902 | 2022 |
| OOO Truck Production RUS, St. | RU | ||||||
| ``` | Name of Company | Country / City | Currency | Holding in % | Capital | Profit/Loss | Year |
| ----------------------------------------------------- | -------------- | -------- | ------------ | ------- | ----------- | ---- | ------------------------------------------------ |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| Volkswagen Truck & Bus GmbH, | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| MAN Latin America Ltda., | Resende | BRL | 100,00 | 16.760 | -394 | 2022 | |
| TRATON Financial Services AB | Södertälje | SEK | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| Scania CV AB | Södertälje | SEK | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| Navistar International Corporation | Lisle / IL | USD | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| MAN Truck & Bus SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
| TRATON SE | München | EUR | 100,00 | 1.212 | 73 | 2022 | |
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