Quarterly Report • Aug 14, 2023
Quarterly Report
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Finanzbericht: 33080179

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| Einheit | 6M 2023 | 6M 2022 1 | +/- 6M 2023 zu 6M 2022 |
|
|---|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | in Mio. EUR | 20.862 | 19.159 | 8,9 % |
| Erstversicherung | in Mio. EUR | 9.031 | 8.028 | 12,5 % |
| Schaden/Unfall-Erstversicherung | in Mio. EUR | 7.909 | 6.920 | 14,3 % |
| Leben-Erstversicherung | in Mio. EUR | 1.121 | 1.109 | 1,1 % |
| Rückversicherung | in Mio. EUR | 12.273 | 11.816 | 3,9 % |
| Schaden-Rückversicherung | in Mio. EUR | 8.365 | 7.850 | 6,6 % |
| Personen-Rückversicherung | in Mio. EUR | 3.908 | 3.966 | -1,5 % |
| Versicherungsumsatz nach Regionen | ||||
| Deutschland | in % | 15 | 16 | -0,7 Pkt. |
| Großbritannien | in % | 10 | 10 | -0,1 Pkt. |
| Mittel- und Osteuropa (CEE) einschließlich Türkei | in % | 5 | 7 | -1,6 Pkt. |
| Übriges Europa | in % | 13 | 11 | 1,4 Pkt. |
| USA | in % | 27 | 33 | -5,7 Pkt. |
| Übriges Nordamerika | in % | 4 | 3 | 0,7 Pkt. |
| Lateinamerika | in % | 9 | 7 | 1,9 Pkt. |
| Asien und Australien | in % | 14 | 10 | 4,2 Pkt. |
| Afrika | in % | 1 | 1 | -0,1 Pkt. |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | in Mio. EUR | 1.627 | 1.293 | 25,9 % |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | in Mio. EUR | 1.726 | 1.437 | 20,1 % |
| Kapitalanlagerendite 2 | in % | 2,7 | 2,1 | 0,6 Pkt. |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | in Mio. EUR | 1.957 | 1.502 | 30,3 % |
| Anteile der Aktionäre der Talanx AG am Periodenergebnis | in Mio. EUR | 827 | 686 | 20,6 % |
| Erstversicherung | in Mio. EUR | 380 | 332 | 14,3 % |
| Rückversicherung | in Mio. EUR | 484 | 409 | 18,5 % |
| Eigenkapitalrendite 3 | in % | 18,4 | 15,4 | 3,0 Pkt. |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | in EUR | 3,26 | 2,71 | 20,5 % |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | in EUR | 3,26 | 2,71 | 20,5 % |
| Schaden-/Kostenquote 4 | in % | 93,7 | 95,0 | -1,3 Pkt. |
| Schaden/Unfall-Erstversicherung | in % | 94,3 | 94,9 | -0,6 Pkt. |
| Schaden-Rückversicherung | in % | 92,9 | 94,9 | -2,1 Pkt. |
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| 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | in Mio. EUR | 162.309 | 158.460 | 2,4 % |
| Eigenkapital der Aktionäre der Talanx AG | in Mio. EUR | 9.295 | 8.680 | 7,1 % |
| Vertragliche Servicemarge | in Mio. EUR | 10.342 | 9.575 | 8,0 % |
| Nachrangige Verbindlichkeiten (Hybridkapital) | in Mio. EUR | 4.509 | 5.009 | -10,0 % |
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | in Mio. EUR | 130.474 | 127.345 | 2,5 % |
| Buchwert je Aktie zum Ende der Periode | in EUR | 36,69 | 34,26 | 7,1 % |
| abzüglich Geschäfts- oder Firmenwert | in EUR | 32,52 | 30,23 | 7,6 % |
| Aktienkurs zum Ende der Periode | in EUR | 52,55 | 44,32 | 18,6 % |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | in Stück | 253.350.943 | 253.350.943 | - |
| Mitarbeiter | zum Stichtag | 24.057 | 23.669 | 1,6 % |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Annualisiertes Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko zu durchschnittlichem Kapitalanlagebestand für eigenes Risiko
3 Annualisiertes Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
4 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto), dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
Die rückläufige, aber immer noch hohe Inflation, geopolitische Spannungen und die Folgen der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben die globale Konjunkturdynamik im ersten Halbjahr 2023 gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen.
Trotz der räumlichen Nähe zum Krieg in der Ukraine sowie hoher Energie- und Nahrungsmittelpreise konnte die Eurozone eine technische Rezession (zwei Quartale mit sinkender Wirtschaftsleistung in Folge) im Winterhalbjahr knapp vermeiden, nachdem die befürchtete Gas-Knappheit ausgeblieben ist. Zwar sank die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2022 um 0,1 % gegenüber der Vorperiode, stagnierte dann jedoch zu Jahresbeginn auf dem Niveau des Vorquartals. Während sich der Dienstleistungssektor stabil zeigte, haben sich angesichts der globalen Konjunkturschwäche insbesondere die Aussichten in der Industrie eingetrübt, wozu auch eine schwächere Kreditvergabe infolge der restriktiveren Geldpolitik der EZB beigetragen hat. Das BIP der Eurozone ist vor diesem Hintergrund im zweiten Quartal nur leicht um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen.
Die US-Wirtschaft ist trotz des nahezu beispiellosen Zinserhöhungszyklus der Fed (elf Leitzinserhöhungen seit März 2022) und daraus resultierender Verwerfungen im Bankensektor im Frühjahr in der ersten Jahreshälfte 2023 weiter gewachsen. Basis dieser Entwicklung war der anhaltend robuste Arbeitsmarkt in Verbindung mit der rückläufigen Inflation, die von ihrem Hoch bei 9,1 % im Juni letzten Jahres auf zuletzt 3,0 % gesunken ist. Mit Wachstumsraten von +0,5 % gegenüber dem Vorquartal im ersten und +0,6 % im zweiten Quartal blieb die Wachstumsdynamik jedoch verhalten.
Nach dem zum damaligen Zeitpunkt überraschenden Ende der Covid-Beschränkungen im Dezember letzten Jahres ist das chinesische BIP zum Jahresauftakt kräftig um 2,2 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Im zweiten Quartal sorgten jedoch anhaltende geopolitische Spannungen in Verbindung mit einer schwächelnden Weltwirtschaft und weiterhin ungelösten Verwerfungen im Immobiliensektor für eine deutliche Stimmungseintrübung, infolge derer die Wirtschaftsleistung zuletzt nur noch um 0,8 % zulegen konnte.
Die internationalen Kapitalmärkte konnten sich in dem schwierigen Umfeld immer noch hoher Inflation, Sorgen vor einer bevorstehenden Rezession und aggressiver Zinserhöhungszyklen vieler Zentralbanken in der ersten Jahreshälfte gut behaupten. Aktien aus den USA (S&P 500: +15,9 %) setzten sich dabei knapp vor den Industrieländern insgesamt (MSCI WORLD: +14,0 %) sowie vor Europa (EURO STOXX: +12,5 %) an die Spitze. Die asiatischen Aktienmärkte blieben deutlich hinter dieser Entwicklung zurück (MSCI ASIA EX JAPAN: +1,8 %), während chinesische Aktien Kursverluste hinnehmen mussten (MSCI CHINA: -6,1 %). Nachdem die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im vergangenen Jahr mit kräftigen Steigerungen auf das schnell restriktiver werdende geldpolitische Umfeld reagiert hatten, bewegten sie sich in der ersten Jahreshälfte weitestgehend unter Schwankungen seitwärts. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank dabei leicht von 3,87 % auf 3,84 %, während diejenige ihrer deutschen Pendants etwas stärker von 2,57 % auf 2,39 % zurückging.
Die Versicherungswirtschaft war zu Beginn des Jahres 2023 durch die anhaltend hohe Inflation und geopolitische Krisen gekennzeichnet. Während die realen Einkommensrückgänge insbesondere das Neugeschäft in der Lebensversicherung belasteten, war die Entwicklung in der Schaden/Unfallversicherung weiterhin durch inflationsbedingt steigende Schadenkosten sowie die schwache konjunkturelle Entwicklung geprägt. Die Erwartungen der Versicherer bleiben dabei aufgrund der hohen Ungewissheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft weiterhin getrübt. Auf der Kapitalanlageseite sorgt die positive Entwicklung des Aktienmarktes sowie des Zinsniveaus im Anleihemarkt dagegen weiterhin für Zuversicht.
Der Talanx Konzern berichtet seine Geschäftsergebnisse seit dem 1. Januar 2023 nach den neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 und IFRS 9. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Geschäftszahlen sicherzustellen, sind die Vorjahreszahlen ebenfalls den neuen Standards entsprechend berechnet.
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| ― | Versicherungsumsatz steigt währungskursbereinigt um 10,7 % |
| ― | Großschäden bleiben unterhalb des anteiligen Großschadenbudgets |
| ― | Schaden-/Kostenquote u. a. wegen geringerer |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 20.862 | 19.159 | +8,9 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.627 | 1.293 | +25,9 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 760 | 806 | -5,6 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 | +1.610,9 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -1.745 | 972 | -279,6 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.957 | 1.502 | +30,3 % |
| Schaden-/Kostenquote (nur Schaden/Unfallversicherung) in % 1 | 93,7 | 95,0 | -1,3 Pkt. |
1 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto), dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz (währungskursbereinigt) | 21.208 | 19.159 | +10,7 % |
| Konzernergebnis | 827 | 686 | +20,6 % |
| Eigenkapitalrendite 1 in % | 18,4 | 15,4 | +3,0 Pkt. |
1 Annualisiertes Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Der Talanx Konzern steigerte seinen Versicherungsumsatz im ersten Halbjahr 2023 um 8,9 % auf 20,9 (19,2) Mrd. EUR (währungskursbereinigt um 10,7 %), wozu im Wesentlichen die Segmente Industrieversicherung (10,2 %) und Privat- und Firmenversicherung International (24,2 %) beitrugen. Der Umsatz im Geschäftsbereich Rückversicherung stieg um 3,9 %.
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um fast 26 % auf 1.627 (1.293) Mio. EUR deutlich. Die Großschäden blieben im ersten Halbjahr 2023 mit 820 (1.083) Mio. EUR unterhalb des periodenanteiligen Budgets von 971 Mio. EUR, jedoch hatte der Konzern wie üblich den budgetierten Erwartungswert für Großschäden vollumfänglich gebucht. Im Ergebnis des Vorjahres waren zudem Rückstellungen für Belastungen aus dem Angriffskrieg auf die Ukraine enthalten. Weiterhin wirkte der Anstieg des Zinsniveaus positiv. Im Segment Personen-Rückversicherung machten sich geringere Belastungen aus der Pandemie und ein gutes Ergebnis im Mortalitätsgeschäft positiv bemerkbar.
Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 93,7 (95,0) %.
Zum Ende des ersten Halbjahres 2023 betrug das Kapitalanlageergebnis 2.506 (-166) Mio. EUR und entfällt in Höhe von 779 (-1.603) Mio. EUR auf das den Versicherungsnehmern zustehende Ergebnis aus fondsgebundenen Versicherungen. Das Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko verbesserte sich um 289 Mio. EUR auf 1.726 Mio. EUR. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge stiegen vor allem dank höherer Zinserträge. Das um Währungseffekte bereinigte Finanzergebnis, das zum einen die Aufzinsung diskontierter versicherungstechnischer Rückstellungen und zum anderen die Beteiligung der Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis inklusive dem Ergebnis aus fondsgebundener Versicherung beinhaltet, lag bei -1.745 (972) Mio. EUR. In Summe ging das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) um 46 Mio. EUR auf 760 (800) Mio. EUR zurück.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um mehr als 30 % auf 1.957 (1.502) Mio. EUR. Der Anstieg ist vor allem auf den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International (+144 Mio. EUR) und den Geschäftsbereich Rückversicherung (+236 Mio. EUR) zurückzuführen. Das Konzernergebnis (827 Mio. EUR) lag um 20,6 % über dem Wert der Vorjahresperiode von 686 Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite lag im ersten Halbjahr bei 18,4 (15,4) % und damit oberhalb der strategischen Zielsetzung von "über 10 %".
Die Talanx untergliedert ihr Geschäft strategisch in die sieben berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland (Schaden/Unfall- und Lebensversicherung), Privat- und Firmenversicherung International, Schadenrückversicherung, Personen-Rückversicherung und Konzernfunktionen. Seit der Konzern über den Zuschnitt und den Geschäftsumfang im Talanx Konzerngeschäftsbericht 2022 berichtete, ergaben sich keine Änderungen.
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| ― | Wachstum im Versicherungsumsatz getrieben durch Sach-, Haftpflicht- und Specialtygeschäft |
| ― | Versicherungstechnisches Ergebnis verbessert sowohl durch positive Entwicklung im Frequenz- als auch im Großschadenbereich sowie Anstieg des Zinsniveaus |
| ― | Kapitalanlageergebnis auf Niveau der Vorjahresperiode |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 4.221 | 3.831 | +10,2 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 292 | 226 | +29,2 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 49 | 103 | -52,6 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 108 | 111 | -3,3 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -59 | -8 | -605,4 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 190 | 174 | +9,7 % |
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 11,0 | n. a. 2 | - |
| Schaden-/Kostenquote 3 | 93,1 | 94,1 | -1,0 Pkt. |
| Eigenkapitalrendite 4 | 12,8 | 10,9 | +1,9 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto), dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
4 Annualisiertes Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Der Geschäftsbereich bündelt innerhalb des Talanx Konzerns die weltweiten Aktivitäten im Bereich der Industrieversicherung und ist im deutschen Markt sowie über Auslandsniederlassungen, Tochter- und Schwestergesellschaften und Netzwerkpartner in mehr als 175 Ländern aktiv.
Der Versicherungsumsatz des Geschäftsbereichs belief sich zum 30. Juni 2023 auf 4,2 (3,8) Mrd. EUR und stieg damit deutlich um 10,2 % (währungskursbereinigt um 11,0 %). Die Beitragssteigerungen resultieren vor allem aus dem Wachstum im Sach-, Haftpflicht und Specialtygeschäft.
Das versicherungstechnische Nettoergebnis im Geschäftsbereich lag mit 292 (226) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Die Schadenquote ist vor allem gekennzeichnet durch weiterhin niedrige Frequenzschäden, geringe Großschadenbelastung sowie den Anstieg des Zinsniveaus und verbesserte sich auf 76,1 (77,5) %. Die Kostenquote erhöhte sich leicht auf 17,0 (16,6) %. Die Schaden-/Kostenquote des Geschäftsbereichs Industrieversicherung belief sich auf 93,1 (94,1) %.
Das Kapitalanlageergebnis lag mit 108 (111) Mio. EUR auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Die Verluste aus der Realisation stiller Lasten sowie Fair-Value-Veränderungen wurden durch gestiegene laufende Zinserträge nahezu kompensiert.
Der gestiegene Verlust im versicherungstechnischen Finanzergebnis (netto) auf -59 (-8) Mio. EUR resultierte aus dem höheren Zinsniveau bei der Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen und dem Bestandswachstum. Das übrige Ergebnis sank auf -155 (-116) Mio. EUR, im Wesentlichen infolge eines wachstumsbedingten Kostenanstiegs.
Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs liegt infolge des deutlich verbesserten versicherungstechnischen Nettoergebnisses mit 190 (174) Mio. EUR über dem Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 151 (124) Mio. EUR.
Schaden/Unfallversicherung
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| ― | Anstieg der Versicherungsumsätze bei Firmen/Freie Berufe und im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance |
| ― | Versicherungstechnisches Ergebnis belastet durch Anstieg der Frequenzschäden in Kraftfahrt und inflationsbedingte Erhöhung der Durchschnittsschäden |
| ― | Anstieg des Kapitalanlageergebnisses durch verbesserte Wertentwicklung festverzinslicher Wertpapiere |
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT SCHADEN/ UNFALLVERSICHERUNG
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 861 | 800 | +7,6 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 34 | 46 | -27,2 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 40 | 16 | +150,7 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 48 | 13 | +262,4 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -8 | 3 | -389,8 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 39 | 33 | +16,6 % |
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes 1 | 7,6 | n. a. 2 | - |
| Schaden-/Kostenquote 3 | 96,1 | 94,2 | +1,9 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto), dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
Im Segment Schaden/Unfallversicherung war im ersten Halbjahr ein Anstieg des Versicherungsumsatzes um 7,6 % auf 861 (800) Mio. EUR zu verzeichnen. Zuwächse wurden sowohl im Firmen-/Freie-Berufe-, Kraftfahrt- und Privat-Geschäft, als auch im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance erzielt.
Im laufenden Geschäftsjahr ging das versicherungstechnische Ergebnis auf 34 (46) Mio. EUR gegenüber der Vorjahresperiode zurück. Dies ist auf eine höhere Schadenfrequenz vor allem in Kraftfahrt und einen inflationsbedingten Anstieg der Durchschnittsschäden zurückzuführen. Die verbesserte Ergebnisentwicklung im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance konnte diese Belastungen nur teilweise kompensieren.
Die Schaden-/Kostenquote (netto) stieg um 1,9 Prozentpunkte von 94,2 % auf 96,1 %.
Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis konnte insgesamt auf 48 (13) Mio. EUR gesteigert werden. Dies ist vor allem auf die verbesserte Wertentwicklung der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten festverzinslichen Wertpapiere (31 Mio. EUR) zurückzuführen. Das versicherungstechnische Finanzergebnis vor Währungseffekten verzeichnete hingegen einen Rückgang aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus auf -8 (3) Mio. EUR.
Der Anstieg des Kapitalanlageergebnisses konnte den Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses überkompensieren, sodass insgesamt ein verbessertes operatives Ergebnis von 39 (33) Mio. EUR erreicht wurde.
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| ― | Rückgang des Versicherungsumsatzes aufgrund rückläufigem Neugeschäft infolge alternativer Bankprodukte im gegenwärtigen Zinsumfeld |
| ― | Anstieg des Kapitalanlageergebnisses durch verbessertes außerordentliches Ergebnis |
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND - SEGMENT LEBENSVERSICHERUNG
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 861 | 912 | -5,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 145 | 161 | -10,0 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 30 | -5 | +701,6 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 1.237 | -1.220 | +201,4 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -1.207 | 1.215 | -199,4 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 111 | 110 | +0,8 % |
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes 1 | -5,5 | n. a. 2 | - |
| Neugeschäftswert 3 in Mio. EUR | 156 | 109 | +43,0 % |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 Vertragliche Servicemarge (CSM) des Neugeschäfts abzüglich Verlustkomponente des Neugeschäfts
Im Segment Lebensversicherung war im ersten Halbjahr ein Rückgang des Versicherungsumsatzes um 5,5 % auf 861 (912) Mio. EUR zu verzeichnen. Ursächlich hierfür zeigt sich ein Rückgang des Neugeschäfts im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance aufgrund alternativer Bankprodukte im gegenwärtigen Zinsumfeld.
Der Neugeschäftswert konnte um 43,0% auf 156 (109) Mio. EUR gesteigert werden und ist ausschließlich auf die Verbesserung im biometrischen Kerngeschäft der Bancassurance zurückzuführen.
Das versicherungstechnische Ergebnis verringerte sich im Wesentlichen aufgrund höherer Rückversicherungsaufwendungen auf 145 (161) Mio. EUR.
Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungskurseffekten) konnte insgesamt auf 30 (-5) Mio. EUR gesteigert werden. Dies war vor allem auf das höhere Ergebnis aus fondsgebundenen Versicherungen von 754 (-1.550) Mio. EUR aufgrund positiver Kapitalmarktentwicklung und ein verbessertes Kapitalanlageergebnis für eigene Rechnung von 483 (330) Mio. EUR aufgrund eines um 115 Mio. EUR gesteigerten außerordentlichen Ergebnisses und um 42 Mio. EUR höheren ordentlichen Kapitalanlageerträgen zurückzuführen. An diesen Ergebnissen wurden die Versicherungsnehmer entsprechend beteiligt, sodass das versicherungstechnische Finanzergebnis vor Währungseffekten inkl. Ergebnis aus fondsgebundenen Lebensversicherungen bei -1.207 (1.215) Mio. EUR lag.
Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Lebensversicherung blieb mit 111 (110) Mio. EUR stabil auf Vorjahresniveau.
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG DEUTSCHLAND INSGESAMT
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrendite 1 | 11,3 | 19,7 | -8,4 Pkt. |
1 Annualisiertes Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern, Finanzierungskosten und Minderheitsanteilen verminderte sich das Konzernergebnis aufgrund steuerlicher Sondereffekte auf 88 (162) Mio. EUR, sodass sich die Eigenkapitalrendite um 8,4 Prozentpunkte auf 11,3 % reduzierte.
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| ― | Versicherungsumsatz der Schaden/Unfallversicherung +24 %, insbesondere in der Kfz-Versicherung aufgrund inflationsbedingt höherer Durchschnittsprämien |
| ― | Schaden-/Kostenquote auf 95,4 % zurückgegangen insbesondere durch positive Entwicklungen bei HDI Brasilien |
| ― | Vertragsunterzeichnung zum Erwerb von Unternehmen der Liberty Mutual in Brasilien, Chile, Kolumbien und Ecuador im Mai 2023 |
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 3.087 | 2.485 | +24,2 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 185 | 110 | +68,8 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 157 | 81 | +95,0 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 277 | 116 | +138,5 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -120 | -36 | -237,2 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 249 | 104 | +137,9 % |
PRIVAT- UND FIRMENVERSICHERUNG INTERNATIONAL
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt, Schaden/Unfallversicherung) 1 | 28,4 | n. a. 2 | - |
| Schaden-/Kostenquote (Schaden/Unfallversicherung) 3 | 95,4 | 96,4 | -1,0 Pkt. |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt, Lebensversicherung) 4 | 39,3 | n. a. 2 | - |
| Eigenkapitalrendite 5 | 12,0 | 4,0 | +8,0 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 1- [versicherungstechnisches Ergebnis (netto), dividiert durch Versicherungsumsatz (brutto)]
4 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
5 Annualisiertes Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten des internationalen Privat- und Firmenkundengeschäfts innerhalb des Talanx Konzerns und ist in den beiden Regionen Europa und Lateinamerika aktiv. Am 27. Mai 2023 unterzeichnete der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International einen Kaufvertrag zum Erwerb des Geschäfts mit Privatkunden und kleinen sowie mittleren Unternehmen von Liberty Seguros in Brasilien, Chile, Kolumbien und Ecuador. Der Abschluss der Transaktionen bedingt die Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden. In der Region Europa fusionierten am 5. Mai 2023 die italienischen Gesellschaften HDI Italia S. p. A. und die HDI Assicurazioni S. p. A. während bereits mit wirtschaftlicher Wirksamkeit zum 5. April 2023 der Verkauf der ungarischen Magyar Posta Eletbiztosito Zrt. und Magyar Posta Biztosito Zrt. an die staatliche ungarische Holdinggesellschaft Corvinus Nemzetközi Befektetési Zrt. (Corvinus) abgeschlossen wurde. Im ersten Quartal erfolgte am 16. Januar 2023 das Closing zum Erwerb von 60 % der mittlerweile unter dem Namen HDI Fiba Emeklilik ve Hayat A. Ç. firmierenden Gesellschaft durch die HDI Sigorta A. Ç. in der Türkei. Darüber hinaus wird auch das Geschäft im Kernmarkt Polen weiter ausgebaut: Die Europa-Gruppe und Bank Millennium haben eine zehnjährige exklusive Bancassurance-Vereinbarung geschlossen. Dies soll entsprechend der strategischen Ziele des Geschäftsbereichs zu profitablem Wachstum mit Biometrie-Produkten und im sonstigen Sachversicherungsgeschäft führen. Der Abschluss der Akquisition erfolgte am 13. Februar 2023.
Der Versicherungsumsatz des Geschäftsbereichs erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 um 24 % auf 3,1 (2,5) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt stieg der Versicherungsumsatz gegenüber der Vergleichsperiode um 29 %.
In der Region Europa stieg der Versicherungsumsatz um 24 % auf 2,0 Mrd. EUR, vor allem getrieben durch ein währungskursbereinigtes Prämienwachstum um 207 % bei der türkischen HDI Sigorta A. Ç aufgrund inflationsbedingt gestiegener Durchschnittsprämien. Die polnische TUiR Warta S. A. steigerte ihren Versicherungsumsatz währungskursbereinigt um 12 % sowohl in der Kfz-Versicherung als auch durch Wachstum in der Gebäudeversicherung. Ein deutliches Wachstum des Versicherungsumsatzes in der Lebensversicherung konnte auch die polnische TunZ Warta S. A. auf 135 (111) Mio. EUR verzeichnen.
In der Region Lateinamerika verzeichnete der Versicherungsumsatz einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 % auf 1,1 (0,9) Mrd. EUR, wozu alle Kernmerkte in der Region mit zweistelligen Wachstumsraten beitrugen.
Das versicherungstechnische Ergebnis der Sachversicherung erhöhte sich um 46 Mio. EUR auf 129 Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/ Kostenquote der Sachversicherungsgesellschaften sank gegenüber der Vergleichsperiode um 1,0 Prozentpunkte auf 95,4 %, wozu insbesondere der Rückgang der Schadenquote in Brasilien beitrug. Die implementierten Maßnahmen zur Verbesserung der technischen Excellence lagen mit einem wesentlichen Schwerpunkt auf der Verbesserung der Preisgestaltung.
Das versicherungstechnische Ergebnis der Lebensversicherung verbesserte sich um insgesamt 29 Mio. EUR. Die neu erworbene HDI Fiba Emeklilik ve Hayat A.Ç trug ebenfalls mit einem positiven versicherungstechnischen Ergebnis zu dieser Verbesserung gegenüber dem Vorjahr bei.
Das Kapitalanlageergebnis stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 auf 277 (116) Mio. EUR. Das gestiegene Zinsniveau und die Ergebnisse aus Inflation-Linked Bonds in Polen, sowie gestiegene Volumina in der Türkei führten zum Anstieg des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses. Auch das Ergebnis aus fondsgebundenen Versicherungen erhöhte das Kapitalanlageergebnis um 78 Mio. EUR. Dieser Effekt wurde jedoch im versicherungstechnischen Finanzergebnis über die Versicherungsnehmerbeteiligung ausgeglichen. Im versicherungstechnischen Finanzergebnis der Sachversicherungsgesellschaften erhöhte sich der Aufwand aus der Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen um 15 Mio. EUR.
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erzielte im ersten Halbjahr 2023 mit 249 (104) Mio. EUR ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 138 % höheres operatives Ergebnis (EBIT). Die operative Verbesserung resultierte sowohl aus der Verbesserung der technischen Profitabilität in den lateinamerikanischen Gesellschaften und hier insbesondere aus Brasilien als auch aus Italien. Auch das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis verbesserte sich, während das Vorjahr durch Sondereffekte aus einem Entkonsolidierungsaufwand von 23 Mio. EUR aus dem Verkauf der russischen Lebensversicherungseinheit OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life belastet war. Das operative Ergebnis (EBIT) der Region Lateinamerika stieg um 112 Mio. EUR auf 96 Mio. EUR an, während sich das operative Ergebnis (EBIT) der Region Europa auf 179 (117) Mio. EUR erhöhte. Das Konzernergebnis nach Minderheiten stieg entsprechend auf 141 (47) Mio. EUR bei einer Eigenkapitalrendite von 12,0 (4,0) %.
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 3.087 | 2.485 | 24,2 % |
| Schaden/Unfall | 2.827 | 2.288 | 23,6 % |
| Leben | 260 | 197 | 32,0 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 185 | 110 | 68,8 % |
| Schaden/Unfall | 129 | 83 | 56,4 % |
| Leben | 56 | 27 | 106,5 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 157 | 81 | 95,0 % |
| Schaden/Unfall | 146 | 82 | 77,6 % |
| Leben | 13 | 1 | 819,7 % |
| Sonstige | -2 | -3 | 30,1 % |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 3.087 | 2.485 | 24,2 % |
| davon Europa | 1.990 | 1.611 | 23,5 % |
| davon Lateinamerika | 1.098 | 875 | 25,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 185 | 110 | 68,8 % |
| davon Europa | 105 | 128 | -17,9 % |
| davon Lateinamerika | 81 | -18 | 558,0 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 157 | 81 | 95,0 % |
| davon Europa | 115 | 58 | 99,4 % |
| davon Lateinamerika | 46 | 26 | 72,2 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 249 | 104 | 137,9 % |
| davon Europa | 179 | 117 | 53,8 % |
| davon Lateinamerika | 96 | -16 | 718,2 % |
Schaden-Rückversicherung
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| ― | Rückversicherungsumsatz steigt um 6,6 % auf 8,4 Mrd. EUR |
| ― | Großschäden im ersten Halbjahr innerhalb des budgetierten Erwartungswertes |
| ― | Schaden-/Kostenquote bei 92,9 % |
| ― | Anhaltend positive Entwicklung bei Preisen und Konditionen; vertragliche netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft verbessert sich entsprechend um 45,0 % |
| ― | Operatives Halbjahresergebnis steigt auf 841 Mio. EUR |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 8.365 | 7.850 | +6,6 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 598 | 397 | +50,7 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 357 | 415 | -14,1 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 641 | 564 | +13,7 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -285 | -149 | -91,6 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 841 | 662 | +27,1 % |
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 7,8 | n. a. 2 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mrd. EUR | 841 | 662 | +27,1 % |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
Im Segment Schaden-Rückversicherung hält der Trend zu deutlich verbesserten Preisen und Konditionen unvermindert an.
Bei der Haupterneuerung der traditionellen Schaden-Rückversicherung (ohne fakultative Rückversicherung, Geschäft mit der Verbriefung von Versicherungsrisiken und strukturierte Rückversicherung) zum 1. Januar erzielten wir einen durchschnittlichen inflations- und risikoadjustierten Preisanstieg von 8,0 %. Die Hannover Rück berichtet Preisveränderungen standardmäßig auf risikoadjustierter Basis, das heißt, die von uns ausgewiesenen Preisveränderungen sind um Inflationssteigerungen oder Modellanpassungen bereinigt.
Die traditionelle Vertragserneuerung zum 1. April, die vor allem das Geschäft in Japan sowie in geringerem Umfang in Australien, Neuseeland, den anderen asiatischen Märkten sowie in Nordamerika betrifft, resultierte für die Hannover Rück ebenfalls in einer deutlichen Verbesserung der risikoadjustierten Preise und Konditionen. Der durchschnittliche risikoadjustierte Preisanstieg betrug 6,0 %.
Der Versicherungsumsatz (brutto) im Segment Schaden-Rückversicherung stieg im ersten Halbjahr um 6,6 % auf 8.365 (7.850) Mio. EUR. Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 7,8 % betragen.
Durch den auf Qualität fokussierten Zeichnungsansatz verbesserte sich die vertragliche Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft um 45,0 % auf 1.829 Mio. EUR.
Die Leistungen für Großschäden beliefen sich im ersten Halbjahr auf 607 (850) Mio. EUR und blieben damit innerhalb des Budgets von 751 Mio. EUR.
Größte Netto-Einzelschäden im ersten Halbjahr 2023 waren das Erdbeben in der Türkei und in Syrien zu Beginn des Jahres mit 257 Mio. EUR sowie in Neuseeland die schweren Überflutungen im Januar mit 45 Mio. EUR und der tropische Zyklon "Gabrielle" im Februar mit 65 Mio. EUR. Zudem ergaben sich Belastungen von 42 Mio. EUR aus den schweren Unwettern in Italien im Mai sowie 36 Mio. EUR für Schäden durch Tornados im Süden der USA Ende März. Darüber hinaus rechnet das Segment Schaden-Rückversicherung mit Belastungen aus den jüngsten Unruhen in Frankreich in Höhe von 50 Mio. EUR.
Zudem ergaben sich in der Region Asien-Pazifik im Vergleich zum Jahr 2022 weitere, aber erwartungsgemäß rückläufige pandemiebezogene Belastungen im Bereich Unfall- und Krankenversicherung.
Das versicherungstechnische Ergebnis (netto) stieg deutlich um 50,7 % auf 598 (397) Mio. EUR. Im Ergebnis des Vorjahres waren Rückstellungen für Belastungen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und für Nachreservierungen für Vorjahresschäden enthalten. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich brutto auf 92,9 (94,9) %, netto lag sie bei 91,7 (94,4) %.
Das Ergebnis aus den Kapitalanlagen (netto) für das Segment Schaden-Rückversicherung stieg um 13,7 % auf 641 (564) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Finanzergebnis (vor Währungseffekten, netto) belief sich auf -285 (-149) Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Schaden-Rückversicherung stieg um 27,1 % auf 841 (662) Mio. EUR. Das Segment ist damit weiter auf gutem Weg, das Jahresziel von mindestens 1,6 Mrd. EUR zu erreichen.
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| ― | Versicherungsumsatz reduziert sich leicht um 1,5 % auf 3.908 Mio. EUR |
| ― | Weiterhin hohe Nachfrage im Bereich der Langlebigkeitsdeckungen und Financial Solutions |
| ― | Vertragliche Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft beläuft sich auf 151 Mio. EUR |
| ― | Operatives Halbjahresergebnis steigt um 12,2 % auf 521 Mio. EUR |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz | 3.908 | 3.966 | -1,5 % |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 481 | 297 | +62,0 % |
| Versicherungstechnisches Finanz- und Kapitalanlageergebnis (vor Währungseffekten) | 167 | 219 | -23,6 % |
| davon Kapitalanlageergebnis | 225 | 276 | -18,4 % |
| davon versicherungstechnisches Finanzergebnis (vor Währungseffekten) | -58 | -57 | -1,6 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 521 | 464 | +12,2 % |
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 0,8 | n. a. 2 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. EUR | 521 | 464 | +12,2 % |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
In den ersten sechs Monaten entwickelte sich das Segment Personenrückversicherung erfreulich. Die vertragliche Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft belief sich auf 151 (229) Mio. EUR.
Der Versicherungsumsatz des Segments Personen-Rückversicherung ging leicht um 1,5 % auf 3.908 (3.966) Mio. EUR zurück; währungskursbereinigt hätte dies einem Wachstum von 0,8 % entsprochen.
Im Bereich Financial Solutions war die Nachfrage der Kunden nach wie vor wachsend, vor allem in den USA und China, wo das Segment im ersten Halbjahr signifikantes Neugeschäft verzeichnete. Ähnliche Entwicklungen sind im Bereich der Langlebigkeitsdeckungen festzustellen. Neben Großbritannien wächst dieses Geschäftsfeld weltweit stetig, beispielsweise in Kanada und Australien.
Beim traditionellen Rückversicherungsgeschäft im Bereich der Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken war besonders erfreulich, dass wir erfolgreich in den für Deutschland relativ neuen Markt für Gruppenlebensversicherungen einsteigen konnten.
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich deutlich um 62,0 % auf 481 (297) Mio. EUR. Einen wesentlichen Beitrag lieferte dabei der Bereich der Mortalitätsdeckungen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr geringeren Pandemiebelastungen.
Das versicherungstechnische Finanzergebnis vor Währungskurseffekten belief sich auf -58 (-57) Mio. EUR. Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen im Segment Personen-Rückversicherung, die im Vorjahr von zwei größeren Sondereffekten profitiert hatten, normalisierten sich entsprechend um 18,4 % auf 225 (276) Mio. EUR.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 12,2 % auf 521 (464) Mio. EUR. Das Segment ist damit weiter sehr gut im Plan, das Jahresziel von mindestens 750 Mio. EUR zu erreichen.
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| In % | 6M 2023 | 6M 2022 | +/- |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) 1 | 5,4 | n. a. 2 | - |
| Eigenkapitalrendite 3 | 21,5 | 16,8 | +4,6 Pkt. |
1 Das nominale Wachstum, korrigiert um Währungskurseffekte: Versicherungsumsatz des laufenden Jahres zum Währungskurs des Vorjahres (Vj.) abzüglich Versicherungsumsatz (Vj.), dividiert durch Versicherungsumsatz (Vj.)
2 Berechnung nicht möglich, da die retrospektive Anwendung von IFRS 9 und 17 erst ab Geschäftsjahr 2022 erfolgte
3 Annualisiertes Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Das anteilige Konzernergebnis lag im Geschäftsbereich Rückversicherung im ersten Halbjahr 2023 bei 484 (409) Mio. EUR, die Eigenkapitalrendite stieg um 4,6 Prozentpunkte auf 21,5 (16,8) %.
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| ― | Versicherungsumsatz aus konzerninternen Übernahmen steigt auf 533 (437) Mio. EUR |
| ― | Versicherungstechnisches Ergebnis mit 12 (13) Mio. EUR stabil |
| ― | Kapitalanlagen für eigenes Risiko im Konzern um 2 % auf 130 Mio. EUR gestiegen |
Im ersten Halbjahr 2023 belief sich der Versicherungsumsatz im Segment Konzernfunktionen aus konzerninternen Übernahmen auf 533 (437) Mio. EUR und resultierte aus Rückversicherungsabgaben der Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment Konzernfunktionen war im ersten Halbjahr 2023 mit 12 (13) Mio. EUR stabil. Schadenaufwendungen für das Erdbeben in der Türkei in Höhe von rund 25 Mio. EUR waren durch das zeitanteilige Großschadenbudget gedeckt.
Die Ampega Asset Management GmbH betreibt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Ampega Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die Kapitalanlagen für eigenes Risiko erhöhten sich im Konzern gegenüber dem Jahresende 2022 auf 130 (127) Mrd. EUR, die Entwicklung war in allen Geschäftsbereichen positiv. Die Ampega-Gesellschaften in Summe trugen im ersten Halbjahr 2023 insgesamt 30 (36) Mio. EUR zum operativen Ergebnis im Segment bei.
Die Ampega Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen. Im ersten Halbjahr 2023 war von einem nur mäßig kapitalmarktfreundlichen Umfeld geprägt. Der unverändert andauernde Ukraine-Krieg verunsicherte weiterhin, die Notenbanken blieben bei ihrem Zinserhöhungskurs, um die Inflation wieder zurückzuführen. Die Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum waren verhalten. Während die Rentenmärkte sich entsprechend volatil, aber insgesamt unverändert entwickelten, erholten sich die weltweiten Aktienmärkte überraschend dynamisch von ihrem schwachen Jahr 2022. Für die Fondsindustrie insgesamt bleiben die Märkte herausfordernd, auch Banken konkurrieren wieder um die Anlegergunst und -gelder. Das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens der Ampega Investment GmbH stieg um 8,6 % auf 45,2 Mrd. EUR gegenüber dem Jahreseingangsniveau (41,6 Mrd. EUR). Etwas weniger als ein Drittel des Gesamtvolumens, nämlich 13,0 (12,7) Mrd. EUR, werden im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 22,7 (20,2) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 9,6 (8,8) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung betrieben als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken.
Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen verbesserte sich im ersten Halbjahr 2023 auf 16 (12) Mio. EUR. Ein stabiles versicherungstechnisches Ergebnis sowie positive Währungseffekte trugen zu dieser Entwicklung bei. Das im ersten Halbjahr 2023 auf die Aktionäre der Talanx AG entfallende Konzernergebnis für dieses Segment betrug nach Finanzierungszinsen -36 (-39) Mio. EUR.
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| ― | Bilanzsumme um 3,8 Mrd. EUR auf 162,3 Mrd. EUR gestiegen |
| ― | Kapitalanlagen machen 88 % der Bilanzsumme aus |
Der Anstieg unserer Bilanzsumme um 3,8 Mrd. EUR auf 162,3 Mrd. EUR ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Kapitalanlagen für eigenes Risiko (+3,1 Mrd. EUR) zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die Langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden (-0,5 Mrd. EUR).
Hohe Inflation, geopolitische Spannungen und die Folgen der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben die globale Konjunkturdynamik im ersten Halbjahr 2023 deutlich gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen.
Der gesamte Kapitalanlagebestand stieg zur Jahresmitte 2023 auf 142,5 (138,6) Mrd. EUR. Der Bestand der Kapitalanlagen für eigenes Risiko stieg um 2,5 % auf 130,5 (127,4) Mrd. EUR. Der Bestandsanstieg beruht auf Zuflüssen aus Prämieneinnahmen und dem Zinsrückgang für Anlagen mit Laufzeiten größer zehn Jahre. Letzteres führt bei unseren langlaufenden Kapitalanlagen grundsätzlich zu einer leichten Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts.
Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen stiegen auf 12,0 (11,3) Mrd. EUR.
Auch im ersten Halbjahr 2023 bildeten die festverzinslichen Anlagen die bedeutendste Kapitalanlageklasse. Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur zumeist in dieser Anlageklasse. Der ordentliche Ergebnisbeitrag aus dieser Anlageklasse betrug 1,7 (1,4) Mrd. EUR und wurde im Berichtszeitraum weitestgehend reinvestiert.
Eine breit gefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führte zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen.
Das interne Risikomodell des Konzerns und die Risikobudgets der einzelnen Gesellschaften definieren den Handlungsspielraum für unsere Kapitalanlageaktivitäten. Unter Beachtung der Asset-Liability-Management-Vorgaben und der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wurden die Portfolios weiter optimiert und im Rahmen von gesellschaftsindividuellen Strategien kontinuierlich verbessert. Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx Konzern nahezu unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 21 (21) % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in britischen Pfund, polnischen Zloty und australischen Dollar gehalten, die in Summe 9 (8) % aller Kapitalanlagen ausmachen. Der Gesamtanteil innerhalb der Kapitalanlagen für eigenes Risiko in Fremdwährungen beträgt zum Stichtag 39 (38) %.
Die Aktienquote nach Derivaten (wirtschaftliche Aktienquote börsennotierter Titel) lag zum Halbjahresende bei 1,2 (1,1) %.
In %

30.06.2023/31.12.2022
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | ||
|---|---|---|---|---|
| Fremdgenutzter Grundbesitz | 6.401 | 5 % | 5.971 | 5 % |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 945 | 1 % | 949 | 1 % |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 2.262 | 2 % | 2.263 | 2 % |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente | 902 | 1 % | 857 | 1 % |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 102.450 | 79 % | 101.561 | 80 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.394 | 1 % | 1.265 | 1 % |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 1.220 | 1 % | 1.268 | 1 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 330 | 0 % | 311 | 0 % |
| Derivate (Aktiva) | 527 | 0 % | 593 | 0 % |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 8.301 | 6 % | 8.223 | 6 % |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 3.468 | 3 % | 1.897 | 1 % |
| Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 1.895 | 1 % | 1.792 | 1 % |
| Infrastrukturinvestments | 379 | 0 % | 394 | 0 % |
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 130.474 | 100 % | 127.345 | 100 % |
| Derivate (Verbindlichkeiten) | 385 | 17 % | 430 | 19 % |
| Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | 1.906 | 83 % | 1.805 | 81 % |
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen | 2.291 | 100 % | 2.235 | 100 % |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der Bestand der Schuldinstrumente stieg im ersten Halbjahr um 0,9 Mrd. EUR und betrug zum Halbjahresende 104,6 (103,7) Mrd. EUR. Diese Anlageklasse stellt mit 80 (81) %, bezogen auf den Gesamtbestand der Kapitalanlagen für eigenes Risiko, den nach Volumen größten Teil unserer Investitionen dar. Die Schuldinstrumente teilen sich in die Kapitalanlagekategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente", "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" auf. Entsprechend des Geschäftsmodells hält der Konzern nur einen geringen Bestand an Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
Die "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente" machen 98 (98) % des Gesamtbestands des Portfolios der Schuldinstrumente aus und sind um 0,9 Mrd. EUR auf 102,5 (101,6) Mrd. EUR gestiegen. Dabei wurde hauptsächlich in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe und ähnlich sichere Titel investiert. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Bewertungsreserven - also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven - ergaben sich zu -14,2 (-15,5) Mrd. EUR. Nach den starken Zinsanstiegen des Vorjahres waren zum Ende des Berichtszeitraums im Euro- und im US-Dollar-Bereich vor allem in mittleren und längeren Laufzeiten leichte Zinsrückgänge zu verzeichnen. Dieses führte im Wesentlichen zu einem Rückgang der stillen Lasten bei Schuldtiteln.
In der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente" wurden überwiegend Unternehmensanleihen gehalten. Der Gesamtbestand der Schuldinstrumente innerhalb dieser Kategorie betrug zum Halbjahresende 1,2 (1,3) Mrd. EUR und stellt damit 1 (1) % des Gesamtbestands der Anlageklasse der Schuldinstrumente dar.
Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden zur Jahresmitte 2023 weiterhin den Schwerpunkt der Bestände in Schuldinstrumenten. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an AAA-gerateten Schuldinstrumenten 44,0 (43,4) Mrd. EUR.
In %

30.06.2023/31.12.2022
Der Talanx Konzern verfolgt eine vergleichsweise konservative Anlagepolitik. So besitzen 76 (76) % der Schuldinstrumente mindestens ein Rating der Klasse A. Der Konzern ist mit einem geringen Bestand an Staatsanleihen in Ländern mit einem Rating schlechter A- investiert. Dieser Bestand beträgt auf Marktwertbasis 4,9 (5,5) Mrd. EUR und entspricht einem Anteil von 3,8 (4,3) % der Kapitalanlagen für eigenes Risiko.
Im Rahmen der Diversifizierung ist der Talanx Konzern auch in Aktien und Aktienfonds investiert. Zum Ende des Berichtszeitraums erhöhte sich der Aktienbestand auf rund 1.514 (1.383) Mrd. EUR.
Der Anteil, der "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Aktien" mit einem Bestand von 1.391 (1.262) Mrd. EUR, zeigt mit 104 (42) Mio. EUR um 62 Mio. EUR höhere saldierte Bewertungsreserven. Der Anstieg beruht auch auf der Erholung der Aktienmärkte. Diese Bewertungsreserven werden ohne die Möglichkeit eines späteren Recyclings in die Gewinn- und Verlustrechnung im Eigenkapital abgebildet.
Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremdgenutztem Grundbesitz 6,4 (6,0) Mrd. EUR. Hinzu kommen 1,9 (1,9) Mrd. EUR in Immobilienfonds, die unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Erfolgswirksam zum Zeitwert klassifizierte Fonds" bilanziert sind.
Der Anstieg spiegelt unser weiter gestiegenes Engagement in diesem Bereich wider. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremdgenutzten Immobilienbestand in Höhe von 29 (25) Mio. EUR vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen fielen nicht an.
Das indirekte Immobilien- und Infrastrukturportfolio der Talanx Gruppe ist langfristig ausgerichtet und zielt auf künftige Kapitalerträge und Wertsteigerungen ab. Das Portfolio ist weltweit diversifiziert mit Fokus auf die Regionen Europa, Nordamerika und Asien und deckt verschiedene Assetklassen innerhalb des Immobilien- und Infrastruktursektors ab.
Nach einer Erholung der Immobilienmärkte im Jahr 2021 haben sich die geo- und geldpolitischen Bewegungen des vergangenen Jahres auch auf die Immobilienmärkte ausgewirkt. Das gestiegene Zinsniveau hat sowohl die Eigen- als auch die Fremdkapitalkosten im vergangenen Jahr deutlich erhöht. In der Folge ist das Transaktionsvolumen auf den globalen Immobilienmärkten nach einem historischen Höchststand im Jahr 2021 wieder deutlich zurückgegangen. Innerhalb des Portfolios sind leichte Marktwertkorrekturen zu verzeichnen. Aufgrund der gestiegenen Kapitalkosten hat das Liquiditäts- und Kreditmanagement für viele Fonds an Bedeutung gewonnen. Aufgrund dieser Entwicklung haben die Fonds im Jahr 2022 zurückhaltender ausgeschüttet. Im Jahr 2023 stehen die Transaktionsmärkte weiter unter Druck und weitere Marktwertkorrekturen können nicht ausgeschlossen werden. Für Fonds mit entsprechender Liquidität dürften sich in dieser Marktphase attraktive Einstiegsmöglichkeiten ergeben. Insgesamt ist unser Portfolio sektoral, regional und auch strategisch breit diversifiziert und dieser widerstandsfähige Ansatz spiegelt sich auch in den Ergebnissen des vergangenen Jahres wider. So war der Ergebnisbeitrag trotz vereinzelter Wertkorrekturen sowohl im indirekten Immobilien- als auch im indirekten Infrastrukturportfolio positiv.
Derzeit ist der Talanx Konzern mit insgesamt über 1,3 (1,3) Mrd. EUR sowohl direkt als auch indirekt in Infrastrukturprojekten investiert.
Ein wesentlicher Bestandteil des Asset-Managements entfällt auf Investitionen in Infrastrukturprojekte. Die Assetklasse Infrastruktur hat sich gegenüber den unter anderem durch Covid-19 und den Ukrainekrieg verursachten Marktbewegungen sowie der Inflation resilient gezeigt. Die insgesamt hohe Wertstabilität begründet sich im Wesentlichen dadurch, dass die betreffenden Assets die Basisbedürfnisse einer Bevölkerung adressieren und damit eine wenig elastische Nachfrage aufweisen. Bei einigen Assets ist in den letzten Monaten sogar ein positiver Effekt zu erkennen. So profitierten vor allem Projekte aus dem Bereich Erneuerbare Energien von den gestiegenen Strompreisen, da höhere Erträge und somit höhere Gewinne generiert werden können.
Vor dem Hintergrund des allgemein gestiegenen Zinsniveaus ist bei genauer Betrachtung der Assetklasse außerdem zu beobachten, dass sich auch die Renditen bei Fremdkapitalfinanzierungen für Infrastrukturprojekte positiv entwickelt haben. Dies kann in erster Linie auf die gestiegenen Basiszinsen zurückgeführt werden.
Gleichzeitig passen die Projekte zum langfristigen Anlagehorizont eines Versicherers. Durch die Affinität zu langen Laufzeiten und unser Know-how in diesem Bereich gelingt es uns, Illiquiditäts- und Komplexitätsprämien zu heben. Die sorgfältig ausgewählten Projekte bieten somit attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko. Zu dem diversifizierten Infrastrukturportfolio gehören derzeit u. a. Finanzierungen von Wind- und Solarparks, Stromnetzen, Versorgern, Verkehrs- und Transportprojekten, Glasfaseranbietern und Public-Private-Partnership (PPP)-Projekten in Deutschland und dem europäischen Ausland.
Im ersten Halbjahr 2023 hat die Talanx ihr Infrastrukturportfolio u. a. durch Projekte in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Wasserkraft und digitale Infrastruktur weiter ausbauen können. Gleichzeitig tragen diese Transaktionen zu der nachhaltigen und ESG-konformen Anlagestrategie des Konzerns bei. Geplant sind auch künftig infrastrukturelle Direktinvestitionen mit Volumina pro Projekt von 20 bis 100 Mio. EUR mit einem Investitionshorizont von fünf bis 30 Jahren. Mit den Investitionen sollen vor allem die angestrebte Energiewende sowie die Daseinsvorsorge in Europa unterstützt werden.
Der Talanx Konzern verfügt über ein langfristig ausgerichtetes Private-Equity-Portfolio mit breiter Diversifikation: Das Portfolio ist weltweit über viele Sektoren und Finanzierungsphasen gestreut und wurde seit Jahrzehnten in unserem Konzern aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Das Fondsportfolio zeichnet sich durch exklusive Marktzugänge aus und generiert fortlaufend hohe Erträge. Nach den Bewertungssteigerungen und überdurchschnittlich hohen Gewinnausschüttungen der Vorjahre zeigte das Private Equity-Portfolio zuletzt eine leicht konsolidierte, aber dennoch stabile Wertentwicklung mit weiterhin signifikanten, wenn auch geringeren Ausschüttungen als zuvor. Vor allem gesunde Qualitätsunternehmen lassen sich im aktuellen Marktumfeld weiterhin gut veräußern. Für andere Portfoliounternehmen gestaltet sich ein Exit in der aktuellen Situation jedoch als schwierig und viele Private-Equity-Manager entscheiden sich dazu, diese Unternehmen länger im Portfolio zu halten. Eine Veräußerung soll dann unter günstigeren Rahmenbedingungen erfolgen. Dies führt tendenziell zu geringeren Internal Rates of Return der Investments (bei gleichen Multiples). Weiterhin sieht sich das Marktumfeld hohen Inflationsraten, einem gestiegenen Zinsniveau und einer hohen Liquidität gegenüber. Durch die hohen Finanzierungskosten werden zunehmend höhere Eigenkapitalanteile sichtbar. In der ersten Hälfte des Jahres 2023 fallen zudem die seitens der Private-Equity-Fonds getätigten Transaktionen und Add-On-Akquisitionen kleiner aus, um Finanzierungsrisiken präventiv zu mindern. Während Realisationen derzeit an Dynamik verlieren, nutzen Private-Equity-Manager die rückläufigen Bewertungen für vielversprechende Neuinvestitionen. Für die weitere Entwicklung wird von Bedeutung sein, ob es der Fed gelingt, ein sog. Soft Landing herbeizuführen. Sollte dies nicht der Fall sein und es zu einem Hard Landing kommen, erwarten wir für Private Equity weiteren Gegenwind und gegebenenfalls weitere Abwertungen. Mittel- und langfristig sehen wir weiteres Wertsteigerungspotenzial und erwarten auch für das laufende Jahr einen hohen Ergebnisbeitrag aus dem Private-Equity-Portfolio der Talanx Gruppe.
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 1 |
|---|---|---|
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 2.264 | 2.097 |
| davon laufende Erträge aus Zinsen | 1.652 | 1.405 |
| davon laufende Erträge aus Investmentfonds | 149 | 219 |
| davon Erträge aus Grundstücken | 217 | 205 |
| Realisiertes Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen | -255 | 16 |
| Ergebnis aus Zeitwertänderungen | 14 | -327 |
| Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen | -37 | -58 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen | -260 | -290 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Das Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko des ersten Halbjahres betrug 1.726 (1.437) Mio. EUR und liegt somit über dem Ergebnis des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Die annualisierte Kapitalanlagerendite der Kapitalanlagen für eigenes Risiko erhöhte sich auf 2,7 (2,1) %.
Die laufenden Erträge aus Zinsen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 247 Mio. EUR auf 1.652 Mrd. EUR gestiegen. Hintergrund sind neben dem realen Bestandsaufbau unserer Schuldinstrumente auch die gestiegenen Erträge unserer kurzfristigen Kapitalanlagen. Dieser Anstieg beruht auf einem Liquiditätszufluss und darauf, dass wir bereits heute in unseren Beständen von dem gestiegenen Zinsniveau profitieren. Die Amortisationsbeträge hingegen gingen etwas zurück, was auf unseren Bestand an inflationsgebundenen Anleihen zurückzuführen ist, der mit 111 (245) Mio. EUR zum Ergebnis beitrug und die reduzierten Inflationserwartungen widerspiegelte. Das global ansteigende Zinsniveau konnten wir für unsere Neu- und Wiederanlagen nutzen, die auch den Durchschnittskupon unserer Rentenpapiere prägen. Dieser stieg auf 2,6% und lag damit über dem Durchschnittskupon des Vergleichsmonats des Vorjahres (2,3 %).
Das realisierte Ergebnis aus Kapitalanlageverkäufen lag im ersten Halbjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau und betrug per saldo -255 (16) Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind Realisationen von Verlusten bei Schuldinstrumenten im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben. Ebenfalls tragen regelmäßige Portfolioumschichtungen in allen Segmenten zum Ergebnis bei.
Das Ergebnis aus Zeitwertveränderungen war zum Halbjahresende in geringem Umfang positiv 14 (-327) Mio. EUR. Damit stieg dieser Ergebnisbeitrag um 341 Mio. EUR. Dieser Anstieg entfällt mit 360 Mio. EUR auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben. Das Vorjahr war im Wesentlichen durch negative Marktwertschwankungen aus Schuldinstrumenten beeinträchtigt.
Im Berichtszeitraum ergaben sich per saldo Abschreibungen von 37 (58) Mio. EUR. Davon entfielen 45 (41) Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen direkt gehaltener Immobilien (29 Mio. EUR) und Infrastrukturinvestments (16 Mio. EUR). Die gemäß IFRS 9 zu bildenden Rückstellungen für erwartete Kreditausfälle (ECL) reduzierten sich ergebniswirksam um +9 (-16) Mio. EUR.
Das Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen, was ausschließlich den Versicherungsnehmern zusteht, verbesserte sich aufgrund positiver Kapitalmarktentwicklungen deutlich um 2.382 Mio. EUR auf 779 Mio. EUR (30. Juni 2022: -1.603 Mio. EUR). Die Gegenposition findet sich mit gegenläufigem Vorzeichen im versicherungstechnischen Finanzergebnis.
Neben dem um 289 Mio. EUR auf 1.726 (1.437) Mio. EUR erhöhten Kapitalanlageergebnis aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko, verbesserte sich das den Versicherungsnehmern zustehende Ergebnis aus fondsgebundenen Versicherungen um 2.382 Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis insgesamt stieg damit auf 2.506 Mio. EUR (30. Juni 2022: -166 Mio. EUR). Gegenläufig reduzierte sich das versicherungstechnische Finanzergebnis vor Währungseffekten um 2.717 Mio. EUR auf -1.745 Mio. EUR (30. Juni 2022: +972 Mio. EUR). Ursächlich für diesen Rückgang sind der wegen des gestiegenen Zinsniveaus um 236 Mio. EUR höhere Aufwand aus der Aufzinsung der Versicherungsverpflichtungen (-482 Mio. EUR; 30. Juni 2022: -246 Mio. EUR) sowie die um 2.481 Mio. EUR höhere Beteiligung der Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis inkl. dem Ergebnis aus fondsgebundener Lebensversicherung (-1.264 Mio. EUR; 30. Juni 2022: +1.217 Mio. EUR).
Insgesamt reduzierte sich somit das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten um -46 Mio. EUR auf 760 (806) Mio. EUR.
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| ― | Das Eigenkapital liegt mit 15,1 Mrd. EUR über Vorjahresniveau |
| ― | Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen sind um 3,2 Mrd. EUR auf 125,8 Mrd. EUR angestiegen |
Insgesamt sind die versicherungstechnischen Nettorückstellungen, also der Saldo aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus Versicherungs- bzw. Rückversicherungsverträgen, in Relation zur Vergleichsperiode um 3,2 % bzw. 3,6 Mrd. EUR auf 117,8 (114,2) Mrd. EUR gestiegen. Dieser Anstieg entfiel auf die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+3,4 Mrd. EUR) und die Deckungsrückstellung (+0,2 Mrd EUR). Die vertragliche Servicemarge erhöhte sich um 0,8 Mrd. EUR auf 10,3 (9,6) Mrd. EUR, während sich die gesamte Risikoanpassung um 0,1 Mrd. EUR auf 4,8 (4,9 Mrd. EUR) reduzierte. Die vertragliche Servicemarge resultiert im Wesentlichen mit 7,3 (6,6) Mrd. EUR aus dem Geschäftsbereich Rückversicherung und mit 2,8 (2,6) Mrd. EUR aus dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland.
Das Konzerneigenkapital (Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 615 Mio. EUR (7,1 %) erhöht. Der Anstieg resultiert unter anderem aus dem Periodenergebnis, das in Höhe von 827 (686) Mio. EUR auf unsere Anteilseigner entfällt und vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Dem wirkte die Dividendenzahlung in Höhe von 507 (405) an die Aktionäre der Talanx AG im Mai des Berichtszeitraumes entgegen.
Des Weiteren haben sich die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) gegenüber dem 31. Dezember 2022 um +292 Mio. EUR auf -737 Mio. EUR verändert. Die Entwicklung der übrigen Rücklagen resultiert im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung der nicht realisierten Kursgewinne aus Kapitalanlagen (+787 Mio. EUR) und dem gegenläufigen Effekt aus der Veränderung des versicherungstechnischen Finanzertrags- oder -aufwands aus ausgestellten Versicherungsverträgen (-566 Mio. EUR). Die Umkehr der nicht realisierten Kursverluste in nicht realisierte Kursgewinne aus Kapitalanlagen ist im Wesentlichen auf den Zinsrückgang im ersten Halbjahr zurückzuführen.
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | Veränderung | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 317 | 317 | - | - |
| Kapitalrücklage | 1.394 | 1.394 | - | - |
| Gewinnrücklage | 8.322 | 7.998 | 324 | 4,0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalbestandteile (übrige Rücklagen) | -737 | -1.029 | 292 | 28,3 |
| Konzerneigenkapital | 9.295 | 8.680 | 615 | 7,1 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.835 | 5.692 | 143 | 2,5 |
| Summe | 15.130 | 14.371 | 759 | 5,3 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich | ||
| Industrieversicherung | 2.463 | 2.242 |
| davon Minderheiten | - | - |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 1.670 | 1.550 |
| davon Minderheiten | 59 | 56 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 2.880 | 2.491 |
| davon Minderheiten | 367 | 323 |
| Rückversicherung | 10.126 | 9.919 |
| davon Minderheiten | 5.555 | 5.469 |
| Konzernfunktionen | -1.868 | -1.689 |
| davon Minderheiten | - | - |
| Konsolidierung | -141 | -140 |
| davon Minderheiten | -146 | -156 |
| Gesamtes Eigenkapital | 15.130 | 14.371 |
| Konzerneigenkapital | 9.295 | 8.680 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.835 | 5.692 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Die gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 4,5 (5,0) Mrd. EUR. Die Hannover Finance (Luxemburg) S. A. hat eine im Jahr 2012 emittierte nachranginge Schuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR im Berichtszeitraum gekündigt und vollständig zurückgezahlt.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Anmerkung 11 "Nachrangige Verbindlichkeiten".
Zum 30. Juni 2023 besteht eine syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von 250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag ist diese unverändert zum Vorjahr nicht in Anspruch genommen.
Die am 13. Februar 2023 fällig gewordene Anleihe der Talanx AG mit einer Verzinsung von 3,125 % wurde vollständig in Höhe von 750 Mio. EUR zurückgezahlt. Konzerngesellschaften hatten Anteile mit einem Nominalwert von 185 Mio. EUR gehalten.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Anmerkung 13 "Begebene Anleihen und Darlehen".
Zudem besteht mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung, wonach der Konzern die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 750 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen.
Weiterführende Anmerkungen siehe Konzernanhang, Kapitel "Sonstige Angaben - Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen".
In unserem Geschäftsbericht für das Jahr 2022 haben wir unser Risikoprofil und die verschiedenen Risikoarten gemäß Deutschem Rechnungslegungsstandard DRS 20 dargestellt. Die Risikoberichterstattung im Halbjahresfinanzbericht konzentriert sich auf relevante Veränderungen der Risikolage, die nach der Erstellung des Talanx Konzerngeschäftsberichts 2022 eingetreten sind.
Das Gesamtbild der Risikolage bleibt dabei unverändert; es sind weiterhin keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns existenziell beeinträchtigen könnten. Der Talanx Konzern hat ein funktionsfähiges, angemessenes Governance- und Risikomanagement-System etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird und hohen Qualitätsansprüchen und Standards entspricht. Wir sind damit in der Lage, unsere Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern.
Die folgenden Risiken - der Wesentlichkeit nach aufgeführt - bestimmen weiterhin das Gesamtrisikoprofil des Konzerns: Risiken im Zusammenhang mit der Kapitalanlage, das Prämien- und Reserverisiko in der Schaden/Unfallversicherung, das Naturkatastrophenrisiko, das versicherungstechnische Risiko der Lebensversicherung, das operationelle Risiko sowie das Rückversicherungsausfallrisiko. Gleichermaßen kommt der Diversifikation für die Bestimmung des Gesamtrisikos eine besondere Bedeutung zu. Diese resultiert aus unserer geografischen Diversität und der Geschäftsdiversität. Dadurch ist der Konzern auch im Fall einer kumulierten Materialisierung von Risiken gut aufgestellt.
Innerhalb des Marktrisikos ist das Kreditrisiko von besonderer Bedeutung. Es ist bei uns vom Forderungsausfallrisiko gegenüber Rückversicherern geprägt. Innerhalb des unbesicherten Bestandes ist der überwiegende Anteil unserer Rückversicherungspartner/Retro-zessionäre mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit gutem Rating ist Ausdruck unseres Bestrebens, Ausfallrisiken in diesem Bereich zu vermeiden.
In Bezug auf das Liquiditätsrisiko gehen wir unverändert davon aus, auch größeren, unerwarteten Auszahlungserfordernissen fristgemäß nachkommen zu können.
An den Einschätzungen zum operationellen Risiko gibt es keine wesentlichen Änderungen.
Geopolitische Krisen großen Ausmaßes wie aktuell in der Ukraine führen grundsätzlich zu Unsicherheiten und erhöhten Volatilitäten auf den Kapitalmärkten. Resultierende wirtschaftliche Verwerfungen können unsere Kunden, unsere Tochtergesellschaften sowie die Gruppe belasten. Neben dem Krieg in der Ukraine beobachten wir auch die Entwicklungen in anderen Regionen der Welt, insbesondere die Folgen einer möglichen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen China und Taiwan.
Risiken aus dem Krieg in der Ukraine können sich insbesondere aus noch unabsehbaren Folgewirkungen und der ökonomischen Entwicklung ergeben. Die direkte Exponierung, bezogen auf die Versicherungstechnik und die Kapitalanlage, ist moderat. Die Auswirkung auf das versicherungstechnische Risiko und die Kapitalanlage insgesamt hängt stark von der makroökonomischen Entwicklung und der weiteren Geschäftsentwicklung ab. Es kann beispielsweise zu Prämienrückgängen und zu Schäden aus Cyberangriffen oder Betriebsunterbrechungen im Zusammenhang mit Supply-Chain-Risiken kommen. In Bezug auf die Reservierung der Schäden und die unterliegenden Annahmen erhöhen sich die Unsicherheiten aus dem Bekanntwerden weiterer Schäden, der Höhe und Auszahlungsdauer der eingetretenen (bekannten und unbekannten) Schäden sowie die Kosten der Regulierung der Schäden. Laufende Entwicklungen betreffen u. a. die Gerichtsverfahren zu geleasten Flugzeugen, die sich bei Kriegsausbruch in Russland befanden und seitdem nicht zurückgeführt wurden. Wir stehen in engem Austausch sowohl mit unseren Kunden als auch mit den Maklern, um bei wichtigen Entwicklungen zeitnah informiert zu sein.
Das BIP in Deutschland weist im ersten Quartal 2023 zum zweiten Mal in Folge einen negativen Wert auf, weshalb Deutschland sich in einer technischen Rezession befindet. Dennoch verzeichnete der DAX im zweiten Quartal trotz anhaltender Unsicherheiten einen neuen Höchststand. In der Eurozone wird in diesem Jahr mit einem leichten Wirtschaftswachstum gerechnet. Gleichwohl ist die Volatilität an den Kapitalmärkten unverändert hoch.
In Bezug auf die Inflation zeigen die veröffentlichten Daten, dass die Höchstwerte bereits erreicht wurden und sich ein leichtes Absinken der Inflation auf hohem Niveau realisiert. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist dabei die zukünftige Entwicklung der Inflation. Die Gründe für die aktuell erhöhten Inflationsraten sind vielfältig: Steigende Nachfrage von Verbraucherinnen und Verbrauchern durch Lockerung von Corona-Maßnahmen, steigende Produktionskosten, gestörte Lieferketten und Rohstoffengpässe. Trotz der komplexen Gesamtgemengelage gehen wir derzeit perspektivisch von einer weiteren Entspannung auf erhöhtem Niveau aus. Gleichwohl ist der allgemeine Anstieg der Konsumentenpreise von der für die Reservierung relevanten Schaden- und Kosteninflation zu differenzieren, was die Feststellung der Folgewirkungen erschwert.
Ein weiteres relevantes, die derzeitige Risikolage bestimmendes Themenfeld stellt das Zinsniveau und dessen Entwicklung dar. Das allgemeine Zinsniveau ist in den vergangenen 18 Monaten deutlich gestiegen. Gegenwärtig gibt es Anzeichen, dass die Zinsen nur noch im begrenzten Umfang weiter steigen könnten. So hat die Fed bereits in ihrer Juni-Sitzung für die USA nach zehn Zinserhöhungen in Folge erstmals den US-Leitzins unverändert gelassen.
Aus den zuvor langjährig extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen in Verbindung mit der Höhe der in den Versicherungsverträgen eingegangenen Zinsgarantien ergeben sich für Teile des Lebensversicherungsbereiches aufgrund der langfristigen Kapitalanlagestruktur weiterhin erhebliche Herausforderungen.
Durch den mittlerweile erfolgten deutlichen Zinsanstieg haben sich die Marktwerte der Kapitalanlagen erheblich reduziert, was die Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva in der HGB-Sicht nach Marktwerten schmälert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass rein zinsinduzierte Unterdeckungen nach Marktwerten bei bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumenten des Anlagevermögens aufsichtsrechtlich weiterhin als unproblematisch eingestuft werden. Die Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva nach Buchwerten wie auch nach Marktwerten wird intensiv überwacht.
Die aktuelle Situation stiller Lasten bedingt für die Lebensversicherer Stornorisiken. Ein Anstieg der Stornoraten würde zu dem Risiko führen, dass zur Finanzierung von fälligen Rückkaufswerten möglicherweise Kapitalanlagen verkauft werden müssten, die durch den Zinsanstieg an Marktwert verloren haben. Dies würde zur Realisierung stiller Lasten führen. Auch dieses Risiko wird gezielt überwacht und gemanagt. Gegebenenfalls erforderlich werdende Maßnahmen werden bei Bedarf geprüft.
Gleichermaßen stellen die politischen und volkswirtschaftlichen Unsicherheiten, sowohl in den bestehenden Kernmärkten als auch in unseren Ziel- und Wachstumsmärkten, Risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar. Die Ereignisse im Bankensektor im Frühjahr rund um die Silicon Valley Bank, die Signature Bank und die Credit Suisse haben zu internen Ad-hoc-Maßnahmen, aber zu keinen direkt spürbaren Auswirkungen auf wesentliche Kennzahlen im Talanx Konzern geführt.
Naturkatastrophenereignisse in verschiedenen Regionen der Welt hatten Auswirkungen auf den Talanx Konzern. Insbesondere waren im ersten Halbjahr 2023 das Erdbeben Anfang Februar in der Türkei, die Flut Ende Januar / Anfang Februar und der Zyklon Gabrielle Mitte Februar in Neuseeland sowie die Regen- und Flutereignisse im Mai in Italien erwähnenswert.
Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit in allen Ländern, in denen der Konzern vertreten ist. Unsere deutschen Lebensversicherungsgesellschaften sind weiterhin spezifischen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierunter fallen auch steuerliche Risiken in Bezug auf die Behandlung von bestimmten Kapitalanlageinstrumenten im Rahmen der Betriebsprüfungen sowie die Behandlung in den Jahresabschlüssen der betroffenen Gesellschaften.
Ein weiteres spezifisches Risiko stellt die politisch-ökonomische Situation in Italien dar, da im Konzern auch Direktinvestitionen in italienische Titel gehalten werden, die zu Wertberichtigungen führen könnten. Umfang und Risiken dieser Kapitalanlagen werden durch das interne Limit- und Schwellenwertsystem und Konzentrations- bzw. Kontrahentenlimite begrenzt.
Die Weltwirtschaft hat sich in einem Umfeld hoher Inflation, des damit einhergehenden Kaufkraftverlusts sowie stark gestiegener Zinsen im ersten Halbjahr 2023 vergleichsweise gut behauptet. Dennoch sind die Sorgen bezüglich einer bevorstehenden Rezession nicht gebannt. Die Folgen der restriktiveren Geldpolitik zeigen mit Verzögerung Wirkung, die Kreditvergabe stockt, der Krieg in der Ukraine dauert an, und geopolitisch gibt es beispielsweise mit Blick auf China und die USA nur wenige Entspannungssignale. Nicht zuletzt sind auch Sorgen vor neuen Pandemie-Wellen und damit einhergehenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens sowie vor einer Energieknappheit im kommenden Winter nicht von der Hand zu weisen.
Wir gehen davon aus, dass die USA in den kommenden Quartalen eine deutliche konjunkturelle Abkühlung durchlaufen werden, wobei eine schwere Rezession aufgrund des robusten Arbeitsmarkts und der Zögerlichkeit von Unternehmen, Beschäftigte zu entlassen, vermieden werden sollte. Der Eurozone dürfte es vor diesem Hintergrund kaum gelingen, überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erzielen. Da zudem die umfangreiche fiskalische Unterstützung der Post-Covid-Zeit sukzessive nachlässt und das erhöhte Energiepreisniveau in Europa strukturell die Industrie belastet, rechnen wir lediglich mit einer sehr verhaltenen konjunkturellen Erholung.
Während die weitere Entwicklung in China in erheblichem Maße davon abhängt, ob und in welchem Maße die Regierung die Konjunktur stützt, erwarten wir mit Blick auf die Schwellenländer grundsätzlich eine höhere Wachstumsdynamik. Regional dürfte es hier jedoch Unterschiede geben, die insbesondere in der Rohstoffabhängigkeit sowie der geographischen und handelspolitischen Nähe zum Kriegsgebiet in der Ukraine begründet liegen.
Das Ende der sehr expansiven Geldpolitik vieler Notenbanken rund um den Globus dürfte weiterhin dafür sorgen, dass sich die erhöhte Wachstums- und Inflationsvolatilität auch im zweiten Halbjahr in Form höherer Schwankungsbreiten an den internationalen Kapitalmärkten bemerkbar macht. Wir gehen jedoch davon aus, dass an den Rentenmärkten das veränderte geldpolitische Umfeld inzwischen weitgehend eingepreist ist. Vielmehr dürften die Märkte in den kommenden Monaten beginnen, allmählich erste Zinssenkungen von EZB und Fed im kommenden Jahr einzupreisen. Bezüglich der Aktienmärkte blicken wir vorsichtig optimistisch auf die nächsten Quartale, wobei nach der Rallye im ersten Halbjahr Rücksetzer, beispielsweise infolge einer enttäuschenden Gewinnentwicklung der Unternehmen, nicht ausgeschlossen sind.
Wir gehen von folgenden Annahmen aus:
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| ― | moderates weltwirtschaftliches Wachstum |
| ― | weiterhin erhöhte Inflationsraten |
| ― | Ende des Zinserhöhungszyklus |
| ― | keine plötzlichen Schocks an den Kapitalmärkten |
| ― | keine Währungskursschocks |
| ― | keine wesentlichen finanzpolitischen und aufsichtsrechtlichen Änderungen |
| ― | keine außergewöhnliche Großschadenbelastung |
| ― | keine Eskalation geopolitischer Spannungen |
Wir geben für den Talanx Konzern und seine Geschäftsbereiche zum Halbjahr Prognosewerte für die Kennzahlen, nach denen der Konzern sein Geschäft steuert.
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| In Mrd. EUR | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Versicherungsumsatz (währungskursbereinigt) | > 42 | ~ 42 | ~ 42 |
| Konzernergebnis | > 1,4 | ~ 1,4 | ~ 1,4 |
| Eigenkapitalrendite in % | > 10 | > 10 | > 10 |
Wir waren in der Prognose für 2023 im Konzerngeschäftsbericht 2022 von einem Versicherungsumsatz von rund 42 Mrd. EUR ausgegangen. Für 2023 wird ein Anstieg des Versicherungsumsatzes gegenüber dem Jahr 2022 auf mehr als 42 Mrd. EUR erwartet. Ferner ist die Talanx Gruppe zuversichtlich, das Konzernergebnis von rund 1.400 Mio. EUR aufgrund des guten Geschäftsverlaufes im ersten Halbjahr nunmehr übertreffen zu können. Die Eigenkapitalrendite wird, wie bereits im ersten Quartal 2023 angekündigt, deutlich über 10 % liegen.
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) |
im oberen einstelligen Prozentbereich |
im oberen einstelligen Prozentbereich |
im oberen einstelligen Prozentbereich |
| --- | --- | --- | --- |
| Schaden-/Kostenquote | < 96 | < 96 | < 96 |
| Eigenkapitalrendite | > 9 | > 9 | > 9 |
Schaden/Unfallversicherung
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes | mittlerer einstelliger Prozentbereich |
mittlerer einstelliger Prozentbereich |
mittlerer einstelliger Prozentbereich |
| --- | --- | --- | --- |
| Schaden-/Kostenquote | ~ 97 | ~ 97 | ~ 97 |
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes | Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich |
im oberen einstelligen Prozentbereich |
im oberen einstelligen Prozentbereich |
| --- | --- | --- | --- |
| Neugeschäftswert in Mio. EUR | > 300 | > 300 | > 300 |
Im Segment Lebensversicherung waren wir in der Prognose für 2023 im Geschäftsbericht 2022 von einem Wachstum des Versicherungsumsatzes im oberen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Für unser Segment Lebensversicherung gehen wir jetzt von einem Rückgang des Versicherungsumsatzes im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Ursächlich dafür ist in erster Linie ein Rückgang der Einmalprämien aufgrund alternativer Anlageprodukte mit höherer Verzinsung.
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrendite | > 9 | > 9 | > 9 |
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt, Schaden/Unfallversicherung) |
niedriges zweistelliges Wachstum |
niedriges zweistelliges Wachstum |
niedriges zweistelliges Wachstum |
| Schaden-/Kostenquote (Schaden/Unfallversicherung) | < 95 | < 95 | < 95 |
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt, Lebensversicherung) |
niedriges zweistelliges Wachstum |
mittlerer einstelliger Prozentbereich |
mittlerer einstelliger Prozentbereich |
| Eigenkapitalrendite | ~ 8,5 | ~ 8,5 | ~ 8,5 |
Im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International waren wir in der Prognose für 2023 im Geschäftsbericht 2022 von einem Wachstum des Versicherungsumsatzes der Lebensversicherung im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Für unseren Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International gehen wir jetzt aufgrund der Akquisition der türkischen Gesellschaft Fiba Emeklilik ve Hayat A. Ç. von einem Wachstum des Versicherungsumsatzes der Lebensversicherung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus.
Schaden-Rückversicherung
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) | moderates Wachstum |
moderates Wachstum |
moderates Wachstum |
| --- | --- | --- | --- |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mrd. EUR | > 1,6 | 1,6 | 1,6 |
Im Segment Schaden-Rückversicherung waren wir in der Prognose für 2023 im Geschäftsbericht 2022 von einem operativen Ergebnis (EBIT) von rund 1,6 Mrd. EUR ausgegangen. Für unser Segment Schaden-Rückversicherung gehen wir jetzt von einem operativen Ergebnis (EBIT) von mindestens 1,6 Mrd. EUR aus.
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) | moderates Wachstum |
moderates Wachstum |
moderates Wachstum |
| --- | --- | --- | --- |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. EUR | > 750 | 750 | 750 |
Im Segment Personen-Rückversicherung waren wir in der Prognose für 2023 im Geschäftsbericht 2022 von einem operativen Ergebnis (EBIT) von rund 750 Mio. EUR ausgegangen. Für unser Segment Personen-Rückversicherung gehen wir jetzt von einem operativen Ergebnis (EBIT) von mindestens 750 Mio. EUR aus.
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| In % | Ausblick für 2023 auf Basis 6M 2023 |
Ausblick für 2023 auf Basis Q1 2023 |
Prognose für 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 |
|---|---|---|---|
| Wachstum des Versicherungsumsatzes (währungskursbereinigt) | > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt | > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt | > 5 % für Schaden- und Personen-Rückversicherung insgesamt |
| Eigenkapitalrendite 1 | über dem Mindestziel | über dem Mindestziel | über dem Mindestziel |
1 Aufschlag von 1.000 Basispunkten auf den fünfjährigen Durchschnitt der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen
Die Chancen haben sich gegenüber dem Berichtsjahr 2022 nicht wesentlich verändert. Diesbezüglich verweisen wir auf den Talanx Konzerngeschäftsbericht 2022.
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| In Mio. EUR | Anhang | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | 01.01.2022 1 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. | Immaterielle Vermögenswerte | 1 | ||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.057 | 1.020 | 1.028 | |||
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 602 | 452 | 456 | |||
| 1.659 | 1.472 | 1.484 | ||||
| B. | Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 12 | 1.244 | 1.444 | 1.505 | |
| C. | Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 2 | 7.213 | 7.492 | 7.429 | |
| D. | Kapitalanlagen | |||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 3 | 6.401 | 5.971 | 5.443 | ||
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | 3.207 | 3.212 | 846 | |||
| c. Sonstige Finanzinstrumente | ||||||
| i. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente | 4/8 | 902 | 857 | 589 | ||
| ii. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 5/8/9 | 103.844 | 102.826 | 118.955 | ||
| iii. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 6/9 | 15.741 | 14.084 | 15.552 | ||
| d. Übrige Kapitalanlagen | 7 | 379 | 394 | 423 | ||
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 130.474 | 127.345 | 141.809 | |||
| E. | Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.995 | 11.266 | 12.991 | ||
| Kapitalanlagen | 142.469 | 138.611 | 154.800 | |||
| F. | Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.438 | 3.592 | 4.001 | ||
| G. | Aktive Steuerabgrenzung | 1.146 | 1.205 | 1.303 | ||
| H. | Sonstige Vermögenswerte | 5.113 | 4.110 | 3.412 | ||
| I. | Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 2 | 27 | 534 | 608 | ||
| Summe der Aktiva | 162.309 | 158.460 | 174.543 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" im Konzernanhang
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| In Mio. EUR | Anhang | 30.06.2023 | 31.12.2022 1 | 01.01.2022 1 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | 10 | ||||
| a. Gezeichnetes Kapital 2 | 317 | 317 | 316 | |||
| b. Rücklagen | 8.979 | 8.363 | 8.329 | |||
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 9.295 | 8.680 | 8.645 | |||
| c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 5.835 | 5.692 | 6.397 | |||
| Summe Eigenkapital | 15.130 | 14.371 | 15.042 | |||
| B. | Nachrangige Verbindlichkeiten | 11 | 4.509 | 5.009 | 4.761 | |
| C. | Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 12 | 125.795 | 122.547 | 139.878 | |
| D. | Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 482 | 564 | 697 | ||
| E. | Andere Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.642 | 1.678 | 2.200 | |||
| b. Steuerrückstellungen | 598 | 541 | 492 | |||
| c. Sonstige Rückstellungen | 858 | 873 | 939 | |||
| 3.098 | 3.092 | 3.631 | ||||
| F. | Verbindlichkeiten | |||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 13 | 3.436 | 4.058 | 2.432 | ||
| b. Übrige Verbindlichkeiten | 9 | 7.348 | 6.072 | 5.015 | ||
| 10.784 | 10.130 | 7.447 | ||||
| G. | Passive Steuerabgrenzung | 2.472 | 2.296 | 2.464 | ||
| H. | Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 3 | 40 | 450 | 622 | ||
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 147.179 | 144.089 | 159.501 | |||
| Summe der Passiva | 162.309 | 158.460 | 174.543 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Der Nominalwert beträgt 317 (317) Mio. EUR, das bedingte Kapital beträgt 158 (158) Mio. EUR
3 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" im Konzernanhang
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
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| In Mio. EUR | Anhang | 6M 2023 | 6M 2022 1 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Versicherungsumsatz | 14 | 20.862 | 19.159 | ||
| 2. | Versicherungstechnische Aufwendungen | -17.896 | -17.468 | |||
| 3. | Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -1.338 | -398 | |||
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.627 | 1.293 | ||||
| 4. | a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 | |||
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 | ||||
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 15/16 | 1.726 | 1.437 | |||
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 9 | -16 | ||||
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 20 | 13 | ||||
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 | ||||
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 | ||||
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 | ||||
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 | ||||
| 5. | a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -1.532 | -762 | |||
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 19 | 480 | ||||
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | 17 | -1.513 | -282 | |||
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis 2 | -232 | 1.254 | ||||
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten 2 | -1.745 | 972 | ||||
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 760 | 806 | ||||
| 6. | a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -210 | 1.262 | |||
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis 2 | 232 | -1.254 | ||||
| c. Sonstiges Währungsergebnis | 14 | -40 | ||||
| Währungsergebnis | 36 | -32 | ||||
| 7. | a. Sonstige Erträge | 247 | 373 | |||
| b. Sonstige Aufwendungen | -713 | -937 | ||||
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | 18 | -466 | -565 | |||
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.957 | 1.502 | ||||
| 8. | Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | |||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.957 | 1.502 | ||||
| 9. | Finanzierungszinsen | -120 | -88 | |||
| 10. | Ertragsteuern | -450 | -241 | |||
| Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 | ||||
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 561 | 488 | ||||
| davon Aktionäre der Talanx AG | 827 | 686 | ||||
| Ergebnis je Aktie | ||||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
2 Zur Verdeutlichung der währungskongruenten Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten durch Kapitalanlagen werden die Währungseffekte zunächst aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis i. S. d. IFRS17 herausgerechnet und anschließend im Währungsergebnis ausgewiesen
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 1 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 |
| Nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 16 | 531 |
| Steuerertrag/-aufwand | -8 | -166 |
| 8 | 365 | |
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 68 | -152 |
| Steuerertrag/-aufwand | -18 | 37 |
| 50 | -115 | |
| Währungsumrechnung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -4 | 2 |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| -3 | 2 | |
| Gesamte nicht reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode, nach Steuern | 55 | 253 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | ||
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 1.071 | -17.168 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 219 | 114 |
| Steuerertrag/-aufwand | -331 | 4.919 |
| 959 | -12.135 | |
| Versicherungstechnischer Finanzertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -974 | 16.215 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | 257 | -5.183 |
| -717 | 11.032 | |
| Versicherungstechnischer Finanzertrag oder -aufwand aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 19 | -210 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | 26 | 286 |
| 45 | 76 | |
| Währungsumrechnung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -82 | 775 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -1 | 3 |
| Steuerertrag/-aufwand | 63 | -58 |
| -20 | 719 | |
| Veränderungen aus Cashflow-Hedges | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 20 | -222 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -17 | -11 |
| Steuerertrag/-aufwand | -1 | 73 |
| 2 | -160 | |
| Veränderungen aus der Equity-Bewertung | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -13 | 11 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| -13 | 11 | |
| Sonstige Veränderungen | ||
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | -6 |
| In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | - |
| Steuerertrag/-aufwand | - | - |
| - | -6 | |
| Gesamte reklassifizierbare im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode, nach Steuern | 256 | -462 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode, nach Steuern | 310 | -210 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.698 | 964 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 580 | 87 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 1.118 | 877 |
1 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Gewinn- rücklagen |
Nicht realisierte Kursgewinne/ -verluste aus Kapitalanlagen |
Versicherungs- technischer Finanzertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungs- verträgen |
Versicherungs- technischer Finanzertrag oder -aufwand aus gehaltenen Rückversicherungs- verträgen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | ||||||
| Stand am 01.01.2023 | 317 | 1.394 | 7.998 | -8.583 | 8.412 | -11 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | - | - | -1 | - | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - | - |
| Periodenergebnis | - | - | 827 | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | 787 | -566 | 22 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | 44 | - | - |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - | - | - |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | 44 | - | - |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | 743 | -566 | 22 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | 743 | - | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | - | -566 | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | - | - | 22 |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | - | - | - | - | - |
| davon sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 827 | 787 | -566 | 22 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -507 | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | 4 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2023 | 317 | 1.394 | 8.322 | -7.796 | 7.846 | 11 |
| 2022 | ||||||
| Stand am 31.12.2021 (wie berichtet) | 316 | 1.385 | 8.709 | 3.906 | - | - |
| IFRS 9 Anpassungen | - | - | 816 | 1.388 | - | - |
| IFRS 17 Anpassungen | - | - | -3.185 | - | -5.162 | -27 |
| Sonstige Anpassungen 1 | - | - | 1.273 | -1.307 | 1.602 | -16 |
| Stand am 01.01.2022 (angepasst) | 316 | 1.385 | 7.612 | 3.987 | -3.560 | -43 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | - | - | -7 | 2 | - | - |
| Periodenergebnis | - | - | 686 | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -9.719 | 9.341 | 22 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | -106 | - | - |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | - | - | - | - | - |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | -106 | - | - |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | - | - | - | -9.613 | 9.341 | 22 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | -9.613 | - | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | - | 9.341 | - |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | - | - | 22 |
| davon Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | - | - | - | - |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | - | - | - | - | - |
| davon sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 686 | -9.719 | 9.341 | 22 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | -405 | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | 1 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2022 | 316 | 1.385 | 7.887 | -5.730 | 5.781 | -21 |
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | Gewinne/Verluste aus der Währungs- umrechnung |
übrige Eigenkapital- veränderungen |
Bewertungs- ergebnis aus Cashflow Hedges |
Auf Aktionäre der Talanx AG entfallendes Eigenkapital | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | ||||||
| Stand am 01.01.2023 | -307 | -438 | -102 | 8.680 | 5.692 | 14.371 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | - | - | - | -1 | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | - | -10 | -10 |
| Periodenergebnis | - | - | - | 827 | 561 | 1.388 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | 45 | - | 4 | 292 | 19 | 311 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | -3 | 7 | - | 48 | 6 | 55 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | 7 | - | 7 | 1 | 8 |
| davon Währungsumrechnung | -3 | - | - | -3 | - | -3 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | 44 | 6 | 50 |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | 48 | -7 | 4 | 244 | 13 | 256 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | 743 | 216 | 959 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | -566 | -151 | -717 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | 22 | 23 | 45 |
| davon Währungsumrechnung | 48 | - | - | 48 | -68 | -20 |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | 4 | 4 | -2 | 2 |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | -7 | - | -7 | -6 | -13 |
| davon sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 45 | - | 4 | 1.119 | 580 | 1.698 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | 1 | 1 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | - | -507 | -429 | -935 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | 4 | 1 | 5 |
| Stand am 30.06.2023 | -262 | -438 | -98 | 9.295 | 5.835 | 15.130 |
| 2022 | ||||||
| Stand am 31.12.2021 (wie berichtet) | -380 | -3.278 | 118 | 10.776 | 7.169 | 17.945 |
| IFRS 9 Anpassungen | - | - | - | 2.204 | 419 | 2.622 |
| IFRS 17 Anpassungen | - | 2.555 | - | -5.820 | -1.277 | -7.097 |
| Sonstige Anpassungen 1 | -28 | -3 | -35 | 1.486 | 86 | 1.571 |
| Stand am 01.01.2022 (angepasst) | -409 | -726 | 82 | 8.645 | 6.397 | 15.042 |
| Anteilsänderung ohne Änderung im Kontrollstatus | 2 | - | - | -4 | 49 | 45 |
| Periodenergebnis | - | - | - | 686 | 488 | 1.173 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | 353 | 345 | -151 | 191 | -401 | -210 |
| davon nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | 2 | 340 | - | 236 | 16 | 253 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auf Pensionsrückstellungen | - | 340 | - | 340 | 25 | 365 |
| davon Währungsumrechnung | 2 | - | - | 2 | - | 2 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Eigenkapitalinstrumente) | - | - | - | -106 | -9 | -115 |
| davon in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung reklassifizierbar | 350 | 5 | -151 | -45 | -417 | -462 |
| davon Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (Schuldinstrumente) | - | - | - | -9.613 | -2.522 | -12.135 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus ausgestellten Versicherungsverträgen | - | - | - | 9.341 | 1.691 | 11.032 |
| davon versicherungstechnischer Finanzierungsertrag oder -aufwand aus den gehaltenen Rückversicherungsverträgen | - | - | - | 22 | 54 | 76 |
| davon Währungsumrechnung | 350 | - | - | 350 | 369 | 719 |
| davon Veränderung aus Cashflow Hedges | - | - | -151 | -151 | -9 | -160 |
| davon Veränderung aus der Equity-Bewertung | - | 11 | - | 11 | - | 11 |
| davon sonstige Veränderungen | - | -6 | - | -6 | - | -6 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 353 | 345 | -151 | 877 | 87 | 964 |
| Dividenden an Aktionäre | - | - | - | -405 | -400 | -805 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | 1 | - | 1 |
| Stand am 30.06.2022 | -54 | -381 | -69 | 9.114 | 6.132 | 15.247 |
1 Im "Sonstigen" Umstellungseffekt werden auch die latenten Steuern ausgewiesen, die sich auf den Umstellungseffekt IFRS 9 (-1.271 Mio. EUR) und IFRS 17 (2.044 Mio. EUR) beziehen, da eine genaue Zuordenbarkeit zwischen Aktionärsanteil und Minderheiten auf Konzernebene nicht mit vertretbarem Aufwand möglich war
für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 5 |
|---|---|---|
| I. 1. Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 |
| I. 2. Veränderung aus dem begebenen Versicherungsgeschäft | 4.006 | -15.390 |
| I. 3. Veränderung aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 118 | 73 |
| I. 4. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | 243 | -289 |
| I. 5. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (einschließlich Ertragsteueraufwand/-ertrag) | -1.288 | 18.088 |
| I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1, 2 | 4.468 | 3.655 |
| II. 1. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz | -240 | -292 |
| II. 2. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz | 37 | 8 |
| II. 3. Mittelabfluss aus dem Kauf von nicht konsolidierten Unternehmen | -5 | -40 |
| II. 4. Mittelzufluss aus dem Verkauf von nicht konsolidierten Unternehmen | 1 | 8 |
| II. 5. Mittelabfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen | -131 | - |
| II. 6. Mittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | 62 | 21 |
| II. 7. Mittelabfluss aus dem Kauf von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen | -114 | -111 |
| II. 8. Mittelzufluss aus dem Verkauf von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen | 65 | 19 |
| II. 9. Mittelabfluss aus dem Kauf von erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | -18.085 | -14.988 |
| II. 10. Mittelzufluss aus dem Verkauf von erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | 17.631 | 12.767 |
| II. 11. Mittelabfluss aus dem Kauf von erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | -1.826 | -2.953 |
| II. 12. Mittelzufluss aus dem Verkauf von erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen | 1.736 | 2.770 |
| II. 13. Veränderung aus kurzfristigen Kapitalanlagen | -1.226 | -279 |
| II. 14. Mittelabfluss aus dem Kauf von sonstigen Kapitalanlagen | -6.630 | -2.109 |
| II. 15. Mittelzufluss aus dem Verkauf von sonstigen Kapitalanlagen | 6.528 | 2.778 |
| II. 16. Sonstige Veränderungen | -129 | 5 |
| II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | -2.327 | -2.395 |
| III. 1. Mittelzufluss aus der Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten | 66 | 100 |
| III. 2. Mittelabfluss aus der Rückzahlung langfristiger Verbindlichkeiten | -1.439 | -784 |
| III. 3. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen | 1 | - |
| III. 4. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen | - | - |
| III. 5. Veränderungen am Anteil von Tochterunternehmen, die nicht zu einem Kontrollverlust führen | - | - |
| III. 6. Gezahlte Dividenden | -935 | -805 |
| III. 7. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | - | - |
| III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 2 | -2.308 | -1.490 |
| Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) | -167 | -230 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtszeitraums | 3.596 | 4.001 |
| Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse | 8 | 111 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 3 | - | 1 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums 4 | 3.438 | 3.882 |
1 Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 202 (160) Mio. EUR sowie erhaltene Dividenden von 154 (241) Mio. EUR und erhaltene Zinsen von 1.923 (1.730) Mio. EUR werden dem Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet. Die erhaltenen Dividenden beinhalten ebenfalls dividendenähnliche Gewinnbeteiligungen aus Investmentsfonds sowie Private-Equity-Gesellschaften
2 Die gezahlten Zinsen entfallen mit 74 (131) Mio. EUR auf den Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit und mit 175 (152) Mio. EUR auf den Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
3 Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen ohne Unternehmensveräußerungen bzw. -erwerbe
4 Der Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums umfasst zum Stichtag Finanzmittelfonds aus ausgewiesenen Veräußerungsgruppen in Höhe von 0 (1) Mio. EUR
5 Angepasst gemäß IFRS 9 und IFRS 17 i. V. m. IAS 8, siehe auch Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2023 wird in Übereinstimmung mit IAS 34 dargestellt und wurde in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie von der Europäischen Union übernommen, erstellt.
Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze entsprechen denen des vorherigen Konzernabschlusses und der zugehörigen Zwischenberichtsperiode, außer der erstmaligen Anwendung neuer und geänderter Standards, wie nachfolgend erläutert bzw. gemäß unserer Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Weitreichende Änderungen ergeben sich hier insbesondere aus der erstmaligen Anwendung der Standards IFRS 9 und 17.
Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. In den Tabellen dieses Berichts können Rundungsdifferenzen auftreten. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr.
Der Konzern hat die folgenden geänderten IFRS-Vorschriften zum 1. Januar 2023 übernommen:
Der am 24. Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 "Finanzinstrumente" ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte unterscheidet ab der Erstanwendung zwischen Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten und richtet sich für letztere nach den Geschäftsmodellen, nach welchen der Vermögenswert gesteuert wird und den vertraglichen Zahlungsströmen. Stellen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag dar (Solely Payments of Principal and Interest = SPPI-Test), erfolgt die Bewertung für Fremdkapitalinstrumente in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL). Eigenkapitalinstrumente und Derivate werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Standard übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, wird aber vom Talanx Konzern aufgrund der Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 und IFRS 4" - die es bestimmten Versicherungsunternehmen ermöglichen, die verpflichtende Anwendung von IFRS 9 zu verschieben - erst in Geschäftsjahren ab dem 1. Januar 2023 unter Berücksichtigung aller bis dahin vorgenommenen Anpassungen des Standards angewendet. Die Möglichkeit, die vorübergehende Befreiung von der Anwendung des IFRS 9 in Anspruch zu nehmen, bestand für Unternehmen, die überwiegend im Versicherungsgeschäft tätig sind. Zu den einzelnen neuen Regelungen hinsichtlich Ansatz, Ausweis und Bewertung - inklusive der neuen Vorschriften zu Wertberichtigungen - verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Während die rückwirkende Anwendung von IFRS 17 (s. u.) die Erstellung von Vergleichszahlen des Geschäftsjahres 2022 vorsieht, gilt dies nicht für die Erstanwendung von IFRS 9. Der Konzern hat sich jedoch entschieden, das Wahlrecht des IFRS 9.7.2.15 anzuwenden und analog zu IFRS 17 das Geschäftsjahr 2022 anzupassen. Darüber hinaus hat das IASB mit den im Dezember 2021 veröffentlichten Änderungen an IFRS 17 "Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen" eine Übergangsoption in Bezug auf Vergleichsinformationen über finanzielle Vermögenswerte eingeführt. Diese Ergänzung des IFRS 17 erlaubt es - entgegen der ursprünglichen IFRS-9-Regelung - Erstanwendern des Standards, finanzielle Vermögenswerte in der Vergleichsperiode 2022 so darzustellen, als ob die Klassifizierungs- und Bewertungsregeln in IFRS 9 auch auf finanzielle Vermögenswerte angewendet worden wären, die 2022 ausgebucht wurden (Klassifizierungsüberlagerung). Der Konzern hat diesen Ansatz, einschließlich der Bestimmungen des IFRS 9 zu Wertminderungen, konsistent auf alle hierfür infrage kommenden Finanzinstrumente angewandt. Das EU-Endorsement dieser Änderung erfolgte im September 2022.
Die relevanten Angaben zur Umstellung auf die neuen Bilanzierungsregeln nach IFRS 9 (Übergangsbilanzierung) einschließlich deren Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden nachfolgend dargestellt. Die folgende Tabelle stellt hierzu die Buchwerte der Finanzinstrumente nach IAS 39 den Buchwerten der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2022 nach IFRS 9 gegenüber. Die Wertänderungen basieren hierbei vollständig auf der Anwendung der neuen Bewertungsmaßstäbe. In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2022 wurde das Eigenkapital aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2021 insgesamt um 2,6 Mrd. EUR (vor Steuern) erhöht, im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven auf zuvor zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren.

Zum Übergangszeitpunkt 1. Januar 2022 ergaben sich aus der Umstellung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten im Wesentlichen die folgenden Auswirkungen:
Aufgrund der Natur des Versicherungsgeschäftes wird der überwiegende Teil unseres Portfolios an Fremdkapitalinstrumenten dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugeordnet. Somit werden diese Finanzinstrumente im Konzern erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Bestand an erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten steigt infolgedessen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2022 auf 119.305 (IAS 39: 102.164) Mio. EUR. Hierin enthalten sind u. a. Eigenkapitalinstrumente in Höhe von knapp über 1.385 Mio. EUR, für die der Talanx Konzern das Wahlrecht ausgeübt hat, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne die Möglichkeit der späteren erfolgswirksamen Vereinnahmung bei Veräußerung zu bewerten. Infolge der Reklassifizierung von Finanzinstrumenten in Höhe von 332 Mio. EUR, die unter IAS 39 erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet wurden, in die erfolgsneutrale Bewertung zum Zeitwert wurden unrealisierte Gewinne und Verluste von 6 Mio. EUR im sonstigen Ergebnis erfasst (zuvor Bestandteil der Gewinnrücklage).
Dem Geschäftsmodell "Halten" werden nur noch in Ausnahmefällen Finanzinstrumente im Rahmen der Kapitalanlagen sowie Forderungen innerhalb der sonstigen Vermögenswerte zugeordnet. Hierdurch reduzierte sich der Bestand der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente deutlich auf 1.371 (IAS 39: 27.511) Mio. EUR. Wesentliche Reklassifizierungen in das Geschäftsmodell "Halten" von Finanzinstrumenten, die unter IAS 39 zum Zeitwert bewertet wurden, wurden nicht vorgenommen.
Die neuen Klassifizierungsregeln des IFRS 9 führen zudem dazu, dass deutlich mehr Finanzinstrumente erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden. Zum 1. Januar 2022 weist der Konzern Finanzinstrumente in Höhe von 32.704 Mio. EUR erfolgswirksam zum Zeitwert aus, wohingegen unter IAS 39 dieser Bestand noch 20.766 Mio. EUR aufgewiesen hat. Der Großteil dieses Anstiegs entfällt dabei auf als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Fonds (z. B. Private-Equity-Fonds, Infrastrukturfonds und Rentenfonds) und Schuldinstrumente, die den SPPI-Test nicht bestehen. Das kann in zukünftigen Geschäftsjahren zu höherer Ergebnisvolatilität führen. Mit der Erstanwendung von IFRS 9 bestand die Möglichkeit, die Designation von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zur erfolgswirksamen Bewertung zum Zeitwert neu auszuüben. Von dieser Möglichkeit hat der Konzern lediglich für Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen in Höhe von 15 Mio. EUR Gebrauch gemacht. Aus der erfolgswirksamen Bewertung zum Zeitwert von Eigenkapitalinstrumenten, die vorher noch zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, ergab sich ein Betrag von 11 Mio. EUR, der im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 in der Gewinnrücklage erfasst wurde. Darüber hinaus führte die erstmalige Anwendung von IFRS 9 auch bei unseren nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen zu einer retrospektiven Anpassung des Beteiligungsbuchwertes.
Auswirkungen ergeben sind auch aus der Anwendung des neuen Wertminderungsmodells für Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum Zeitwert bewertet werden. Für die Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der erwarteten Verluste" (Expected Loss Model) vor, bei dem - anders als im bisherigen "Modell der eingetretenen Verluste" (Incurred Loss Model) des IAS 39 - erwartete Verluste bereits vor deren Eintritt antizipiert und bilanziell als Aufwand berücksichtigt werden müssen. In der Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2022 wurde erstmals eine Risikovorsorge in Höhe von ca. 143 Mio. EUR erfasst (Minderung der Gewinnrücklage). Unter IAS 39 wurden zuvor Wertberichtigungen auf Schuldinstrumente in Höhe von 17 Mio. EUR in der Bewertung berücksichtigt. Zu weiteren Angaben siehe Anmerkung 9.
Das bilanzielle Hedge-Accounting nach IFRS 9 ist stärker am Risikomanagement eines Unternehmens ausgerichtet als die bisherigen Regelungen des IAS 39; materielle Auswirkungen auf bestehende Hedge-Beziehungen ergaben sich nicht.
Am 18. Mai 2017 wurde IFRS 17 vom IASB veröffentlicht und löste zum 1. Januar 2023 IFRS 4 ab. Mit dem IFRS 17 "Versicherungsverträge" werden erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung implementiert. Mit der Bekanntgabe der Verordnung (EU) Nr. 2021/2036 wurde IFRS 17 einschließlich der Änderungen aus Juni 2020 in EU-Recht übernommen und ist in dieser Fassung spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Gleichzeitig hat die Verordnung jedoch eine nur in der EU geltende optionale Ausnahme festgelegt, wonach Unternehmen für Verträge mit einer Überschussbeteiligung - wie sie in Deutschland und einer Reihe anderer EU-Staaten üblich ist - eine optionale Erleichterung in Bezug auf die Jahreskohortenregelung nutzen können. Dieses Wahlrecht nimmt der Talanx Konzern nicht in Anspruch und wendet IFRS 17 in der IASB-Fassung für das Geschäftsjahr ab dem 1. Januar 2023 an. Die wichtigsten Änderungen des Standards umfassen u. a. die Darstellung der Versicherungstechnik in der Bilanz und GuV, die Diskontierung von Schadenrückstellungen, eine höhere Transparenz von verlustbringenden Portfolios und die Einführung der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken. IFRS 17 gibt drei Bewertungsmodelle vor, die ein unterschiedliches Ausmaß der Beteiligung der Versicherungsnehmer am Investmentergebnis bzw. am Unternehmenserfolg widerspiegeln. Das allgemeine Bewertungsmodell (General Measurement Model - GMM), der variable Gebührenansatz (Variable Fee Approach - VFA) und der Prämienallokationsansatz (Premium Allocation Approach - PAA). Zu den Details der Bilanzierung von Versicherungsverträgen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Angaben zur Übergangsbilanzierung auf den 1. Januar 2022 sowie wesentliche Auswirkungen aus der Umstellung auf IFRS 17 finden sich nachfolgend.
Ein zentraler Unterschied der Darstellung in der GuV unter IFRS 17 gegenüber der Darstellung nach IFRS 4 liegt in der Allokation der Erträge von Versicherungsverträgen auf die Perioden, in denen der Ertrag erdient wird, insbesondere für mehrjährige Versicherungsverträge. Unter IFRS 4 bildeten die in der Periode vereinnahmten Bruttoprämien und die in der Periode angefallenen versicherungstechnischen Aufwendungen noch den Kern der Darstellung in der GuV. Unter IFRS 17 erfolgt eine periodengerechte Vereinnahmung des Ergebnisses in den Bewertungsmodellen GMM und VFA, indem der in der jeweiligen Periode erdiente Anteil am erwarteten Ergebnis eines Versicherungsvertrages aus der vertraglichen Servicemarge (CSM) als Service-Fee entnommen und erfolgswirksam als ein Bestandteil des Versicherungsumsatzes in der GuV erfasst wird. Für kurzlaufende Verträge (Deckungszeitraum nicht mehr als zwölf Monate) kann die Bilanzierung im Rahmen des Bewertungsmodells PAA ohne die Erfassung einer CSM erfolgen, jedoch unterscheidet sich die Bewertung der Deckungsrückstellung und somit die Darstellung in der GuV für kurzlaufende Verträge im PAA nicht wesentlich vom GMM.
Die Erstanwendung von IFRS 17 zum 1. Januar 2023 erfolgte grundsätzlich retrospektiv nach dem Full Retrospective Approach (FRA). Sofern keine ausreichende Datengrundlage für eine vollständige retrospektive Anwendung des IFRS 17 vorliegt, besteht ein Wahlrecht zur Anwendung eines modifizierten retrospektiven Ansatzes (MRA) - sofern hierfür ausreichend angemessene und belastbare Daten zur Verfügung stehen - oder des Fair-Value-Ansatzes (FVA). Das Ziel des modifizierten rückwirkenden Ansatzes ist es, anhand angemessener und belastbarer Informationen, die ohne unangemessene Kosten oder Zeitaufwand verfügbar sind, das Ergebnis zu erzielen, das der rückwirkenden Anwendung am nächsten kommt. In dem Maße, in dem eine rückwirkende Anwendung nicht möglich ist, sind bestimmte Modifikationen zulässig. Nach dem Fair-Value-Ansatz wird die vertragliche Servicemarge einer Gruppe von Versicherungsverträgen zum Übergangszeitpunkt als die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert nach IFRS 13 und den Erfüllungszahlungsströmen nach IFRS 17 bestimmt. Im Talanx Konzern haben wir von allen drei Verfahren in Abhängigkeit von der Datenverfügbarkeit Gebrauch gemacht. Im Wesentlichen haben wir im Konzern für Bestände ab 2016 den FRA angewandt. Eine Ausnahme betrifft die Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben und Personen-Rückversicherung sowie eine Gesellschaft im Segment Privat- und Firmenversicherung International. Dort wurde aufgrund der Datenqualität im Lebensversicherungsbereich der Variable Fee Approach mit dem FRA erst ab 2019 respektive 2021 angewandt. Vor 2016 fanden hier abhängig von der Datenlage und Modellierungsqualität der Gruppen von Verträgen die Methoden MRA und FVA in großem Umfang Anwendung. Dies gilt sowohl für die aktiven als auch für die passiven Versicherungsverträge. Im Schaden/Unfallbereich wurde der FVA genutzt, sofern eine retrospektive Anwendung nicht möglich war. Im Erstversicherungsbereich fand der MRA im Wesentlichen in der Lebensversicherungsbewertung von direkt überschussberechtigten Versicherungsverträgen Anwendung. Dort wurden die nachfolgenden, von dem MRA zur Verfügung gestellten Vereinfachungen herangezogen:
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| ― | Verträge, die im Abstand von mehr als einem Jahr ausgestellt sind, wurden (wie auch im FVA) in Gruppen von Rechnungszinsgenerationen zusammengefasst. |
| ― | Identifizierung von direkter Überschussbeteiligung, basierend auf den Informationen zum 1. Januar 2022. Konkret wird aufgrund unserer Analysen davon ausgegangen, dass für Verträge mit Überschussbeteiligung auch in der Vergangenheit der VFA hätte angesetzt werden dürfen. |
| ― | Gekaufte Versicherungsbestände und selbst abgeschlossenes Geschäft wurden (wie auch im FVA) nicht unterschieden. |
| ― | Verwendung einer Zinsstrukturkurve, die für mindestens drei Jahre unmittelbar vor dem Übergangszeitpunkt auf IFRS 17 der geschätzten Zinsstrukturkurve nahekommt, die auf dem allgemeinen Ansatz zur Berechnung von Diskontsätzen basiert. |
| ― | Anpassung des Betrages der erwarteten Auflösung der nichtfinanziellen Risikoanpassung zum 1. Januar 2022 um die erwarteten Auflösungen der Risikoanpassung vor dem 1. Januar 2022. |
| ― | Gemäß IFRS17.C17(e) durften zum 1. Januar 2022 bestehende Verlustkomponenten ausgenullt werden und die Deckungsrückstellung entsprechend erhöht werden. Von der Vereinfachung betroffen sind Teile des überschussberechtigen Lebensversicherungsgeschäfts. |
| ― | Bestimmung des OCI: Das OCI der versicherungstechnischen Rückstellungen im VFA zum 1. Januar 2022 ergibt sich aus dem OCI der Kapitalanlagen, bilanziert nach IFRS 9, multipliziert mit dem Anteil der Kapitalanlagen, die dazu dienen, die Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft zu decken, das mit VFA bewertet wird. Im Saldo der versicherungstechnischen OCI-Positionen und dem Kapitalanlage-OCI ergibt sich insgesamt das OCI im Wesentlichen aus den Kapitalanlagen, die nicht zur Bedeckung von Versicherungsverpflichtungen dienen. Das OCI der versicherungstechnischen Rückstellungen im GMM zum 1. Januar 2022 ergibt sich als Differenz der versicherungstechnischen Reserven, diskontiert zum eingelockten Zins aus dem Zugangsjahr der Verträge, und dem aktuellen Stichtagszins. |
| ― | Die CSM (oder die Verlustkomponente) zum 1. Januar 2022 wurde wie folgt ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte zum 1. Januar 2022 abzüglich der Erfüllungszahlungsströme zum 1. Januar 2022, bereinigt um: |
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―
| ― | den Versicherungsnehmern in Rechnung gestellte Beträge (einschließlich der abgezogenen Kosten von den zugrunde liegenden Referenzwerten) vor dem 1. Januar 2022 |
| ― | vor dem 1. Januar 2022 gezahlte Beträge und die Basis der zugrunde liegenden Referenzwerte nicht beeinflussende Beträge |
| ― | Auflösung der nicht-finanziellen Risikoanpassung vor dem 1. Januar 2022 |
| ― | vor dem Übergangszeitpunkt gezahlte Abschlusskosten, die der Gruppe von Versicherungsverträgen zugeordnet werden |
In der Eröffnungsbilanz geht im Vergleich zur Anwendung von IAS 39 bzw. IFRS 4 das Gesamteigenkapital zum 1. Januar 2022 - unter Beachtung mitigierender Effekte aus latenten Steuern - um 2,9 Mrd. EUR zurück. Hiervon entfällt auf IFRS 17 ein Eigenkapitalrückgang von 5,1 Mrd. EUR. Dieser Effekt ist insbesondere auf die Bewertung im Lebensversicherungsbereich (Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben und Personen-Rückversicherung) zurückzuführen und wesentlich von dem zum Übergangszeitpunkt 1. Januar 2022 vorherrschenden Zinsniveau getrieben. Gegenläufig hierzu erhöhte sich das Eigenkapital in Folge der Erstanwendung von IFRS 9 um 1,4 Mrd. EUR. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 und 17 die Bewertungswahlrechte für Immobilien, im Bestand von Lebens-Erstversicherungsgesellschaften, neu ausgeübt, sodass unser Immobilienbestand teilweise zum Zeitwert bewertet wird. Dies führt zu einem Eigenkapitalanstieg von 0,8 Mrd. EUR.
Da im Schaden/Unfall-Erstversicherungsbereich der PAA angewendet wird, wird der größte Teil der vertraglichen Servicemarge im Geschäftsbereich Rückversicherung und den Lebensversicherungsbereichen bilanziert. Der Verminderung des ausgewiesenen Eigenkapitals steht die Bildung der vertraglichen Servicemarge als Barwert zukünftig erwarteter Gewinne gegenüber. Diese weist für den Konzern zum Übergangszeitpunkt 9,1 Mrd. EUR (GMM 6,3 Mrd. EUR; VFA 2,8 Mrd. EUR) auf und übersteigt damit den Rückgang des ausgewiesenen Eigenkapitals deutlich. Die kombinierte Schaden-/ Kostenquote bleibt auch nach IFRS 17 eine zentrale Kennzahl im Schaden/Unfallbereich. Diese reduziert sich insbesondere wegen der Diskontierung der Schadenrückstellung.
Losgelöst vom Bewertungsverfahren werden in der Bilanz die Abschlusskosten und die Forderungen und Verbindlichkeiten (einschließlich der Depotforderungen und -verbindlichkeiten) aus dem Versicherungsgeschäft nicht mehr separat, sondern als Teil der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ausgewiesen. Dies führte in der Eröffnungsbilanz zu einer Bilanzverkürzung im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich im Vergleich zur Bilanzierung nach IFRS 4. Wesentliche Auswirkungen auf das Eigenkapital ergaben sich hierdurch jedoch nicht.
Basierend auf den durchgeführten Analysen zum Übergangszeitpunkt zu IFRS 9 und 17 zum 1. Januar 2022 resultierte aus der Erstanwendung beider Standards insgesamt eine Minderung des auf die Aktionäre der Talanx AG entfallenden Eigenkapitals von 2,1 Mrd. EUR. Diese verteilt sich auf die Segmente wie folgt:
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| ― | Das Eigenkapital im Segment Industrieversicherung erhöhte sich zum Erstanwendungszeitpunkt um 24 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der Einführung von IFRS 17 zurückzuführen ist. Hierbei wirkte die verpflichtende Diskontierung der Schadenrückstellung eigenkapitalerhöhend (+289 Mio. EUR). Der eigenkapitalerhöhende Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung wurde allerdings durch die Einführung der Risikoanpassung überkompensiert (-328 Mio. EUR). Aus IFRS 9 resultierte ein eigenkapitalerhöhender Effekt von 45 Mio. EUR. |
| ― | Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Schaden/Unfall ergibt sich aus diesen gegenläufigen Effekten aus IFRS 17 eine Eigenkapitalminderung von 25 Mio. EUR. Aus der Bewertung von zuvor zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen zu Zeitwerten ergab sich eine Erhöhung von 52 Mio. EUR. Insgesamt erhöhte sich das Eigenkapital um 35 Mio. EUR. |
| ― | Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland -Leben ergab sich aus der Erstanwendung des IFRS 17 ein signifikanter Rückgang des Eigenkapitals um insgesamt 1,1 Mrd. EUR. Hiervon entfallen rund 300 Mio. EUR auf die stochastische Bewertung von Garantien mit aktuellen Zinssätzen und eine marktnahe Bewertung der Rückversicherung. Des Weiteren wurden zuvor im Eigenkapital bilanzierte Gewinnanteile bei Einführung von IFRS 17 zu einem Bestandteil der Versicherungsverpflichtung, und zwar als Teil der vertraglichen Servicemarge; dies führte über die Erhöhung der Versicherungsverpflichtungen zu einem eigenkapitalmindernden Effekt in Höhe von rund 285 Mio. EUR. Die Verpflichtung, für belastende Versicherungsverträge direkt eine Verlustkomponente zu erfassen, führte ebenfalls zu einer Eigenkapitalminderung von rund 330 Mio. EUR. |
| ― | Das Eigenkapital im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International erhöhte sich zum Erstanwendungszeitpunkt um 149 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der Einführung von IFRS 17 zurückzuführen ist. Im Wesentlichen wirkten dabei auch der Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung (+329 Mio. EUR) eigenkapitalerhöhend und die Einführung der Risikoanpassung (-337 Mio. EUR) eigenkapitalmindernd. |
| ― | Im Geschäftsbereich Rückversicherung ergab sich aus der Anpassung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten eine Verringerung des auf die Aktionäre des Talanx Konzerns entfallenden Eigenkapitals von rund 0,9 Mrd. EUR, welcher im Wesentlichen auf das Segment Personen-Rückversicherung entfällt. Dies resultiert vor allem aus der Bewertung von Portefeuilles im US-amerikanischen und asiatischen Markt sowie aus Großbritannien. |
| ― | Im Segment Konzernfunktionen wirkte sich insbesondere die verpflichtende Bilanzierung der Verlustkomponente (-224 Mio. EUR) sowie die Risikoanpassung (-61 Mio. EUR) belastend aus. Gegenläufig wirkte der Effekt der Diskontierung der Schadenrückstellung in Höhe von 41 Mio. EUR. |
Neben den Umstellungen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 17 hat der Konzern die folgenden geänderten IFRS-Regelungen zum 1. Januar 2023 übernommen; wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich hieraus nicht:
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| ― | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Angaben zu Rechnungslegungsmethoden |
| ― | IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler": Definition von rechnungslegungs-bezogenenen Schätzungen |
| ― | IAS 12 "Ertragsteuern": Latente Steuern aus Transaktionen, bei denen bei erstmaliger Erfassung betragsgleiche steuerpflichtige und abzugsfähige Differenzen entstehen |
Es wurden keine Standardänderungen verabschiedet.
Es wurden die folgenden Standardänderungen verabschiedet, die jedoch erwartungsgemäß keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden:
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| Standard/Projekt | Standard/Interpretation/Änderung | Datum der erstmaligen Anwendung 1 |
|---|---|---|
| IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" | Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig |
01.01.2024 |
| IAS 1 | Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen | 01.01.2024 |
| IFRS 16 "Leasingverhältnisse" | Leasingverbindlichkeiten im Falle einer Sale-and-Lease-back-Transaktion | 01.01.2024 |
| IAS 12 | Internationale Steuerreform - Säule-2-Modellregeln | 01.01.2023 |
| IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" |
Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | 01.01.2024 |
Im Rahmen der Einführung der globalen Mindestbesteuerung hat das IASB im Mai 2023 die 'Amendments to IAS 12 Income taxes: International Tax Reform - Pillar Two Model Rules" veröffentlicht, nachdem zuvor die OECD die Modellregelungen des Pillar Two (Global Anti-Base Erosion Proposal, GloBE) vorgelegt hatte. In der EU wurde die entsprechende Richtlinie zur Umsetzung dieser Vorschriften einstimmig angenommen, die EU-Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie nun bis Ende 2023 in nationales Recht umsetzen. Demnach gilt für die Gewinne großer multinationaler und inländischer Unternehmen mit einem Jahresumsatz von insgesamt mindestens 750 Mio. EUR künftig ein Steuersatz von mindestens 15 %. Mit den Änderungen des IAS 12 werden eine vorübergehende, obligatorische Ausnahme von der Pflicht zur Bildung latenter Steuern, die aus der Umsetzung der Pillar Two Modellregelungen resultieren, sowie bestimmte Angabepflichten in den Standard aufgenommen. Die vorübergehende Ausnahme gilt im Einklang mit IAS 8 retrospektiv und direkt nach ihrer Veröffentlichung, während die neuen Angabepflichten erst zum Jahresende 2023 zu erfüllen sind. Da bisher weder die IAS 12 Änderungen in der EU übernommen worden sind noch die EU Richtlinie in nationales Recht umgesetzt wurde, kommt eine Anwendung für den Konzern zum Bilanzstichtag ohnehin nicht in Betracht. Derzeit prüft der Konzern die Auswirkungen der Standardänderungen und hat begonnen, die Implementierung des komplexen Pillar Two Regelwerks vorzubereiten.
1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
Nachfolgend werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt, die der Erstellung des Konzernabschlusses zugrunde liegen. Die im Geschäftsjahr 2023 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS" auf den Seiten 35 ff., die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" auf den Seiten 62 f. beschrieben.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen vorgenommen. Diese beziehen sich auf die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die bilanzierten Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Angaben zu Eventualverbindlichkeiten. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Sie basieren auf Erfahrungen und Erwartungen über zukünftige Ereignisse, die gegenwärtig vernünftig erscheinen. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses in größerem Umfang auf Schätzverfahren und Annahmen zurück als bei der jährlichen Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen während der laufenden Zwischenberichtsperiode mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergaben sich nicht. Der Steueraufwand (inländische Ertragsteuern, vergleichbare Ertragsteuern ausländischer Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten Steuern) wird unterjährig mittels eines für das Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes berechnet, der auf das Periodenergebnis angewendet wird. Bei der unterjährigen Fortschreibung der Pensionsrückstellungen wird der versicherungsmathematisch geschätzte Effekt der Zinsveränderung auf die Pensionsverpflichtungen zum Quartalsende im sonstigen Ergebnis (übrige Rücklagen) erfasst. Andere versicherungsmathematische Parameter werden unterjährig nicht aktualisiert.
Risiken im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels sind für das Geschäftsmodell eines Versicherungsunternehmens von großer Bedeutung. Die Schätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenhöhen von klimabedingten Stürmen, Überschwemmungen oder Dürren ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems. Sie beeinflusst in hohem Maße unsere Zeichnungspolitik im Bereich von gegenüber Naturgefahren exponierten Risiken und erfordert das Vorhalten entsprechenden Risikokapitals. Physische Risiken wie Extremwetterereignisse und deren Folgen sowie langfristige Veränderungen klimatischer und ökologischer Bedingungen wie Niederschlagsmengen, Meeresspiegelanstieg oder der Anstieg der Durchschnittstemperaturen können darüber hinaus den Wert unseres Immobilienbesitzes betreffen oder die Bewertung von Wertpapieren unseres Kapitalanlageportfolios beeinflussen.
Neben dem Einfluss dieser physischen Risiken unterliegt die Bewertung unseres Kapitalanlageportfolios ebenfalls Transitionsrisiken infolge des Klimawandels. Unter Transitionsrisiken versteht man solche Risiken im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels, die aus der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft resultieren. Diese Umstellung wird durch politische Regulierungsmaßnahmen initiiert und flankiert. Insofern derartige Regulierungsmaßnahmen beispielsweise Emittenten von Aktien oder Unternehmensanleihen unseres Anlageportfolios negativ betreffen, zeigen sich entsprechende Auswirkungen auf die Bewertung dieser Papiere.
Insgesamt erfolgt die Bewertung von Klimarisiken u. a. im Rahmen des Wertminderungstests für nicht finanzielle Vermögenswerte, einschließlich des Geschäfts- und Firmenwerts nach IAS 36, bei der Bestimmung von Nutzungsdauern und des Restwerts von Vermögenswerten nach IAS 16 oder IAS 38 sowie der Bildung von Rückstellungen und Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten nach IAS 37 und IFRS 17.
Schätzunsicherheiten resultierten in der Berichtsperiode auch aus dem Krieg in der Ukraine. Wir haben für alle relevanten Geschäftssparten wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarioanalysen durchgeführt, bei denen wir die uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Markterkenntnisse berücksichtigt und daraus auf Basis eigener Einschätzungen unsere Reservierung abgeleitet haben. Zum Bilanzstichtag umfassen die betroffenen Geschäftssparten im Wesentlichen Political Violence und andere Sachdeckungen, politische Risiken, Transport und Luftfahrt. Der Konzern hat zum 30. Juni 2023 Rückstellungen in Höhe von 378 (367) Mio. EUR gebildet (Schaden-Rückversicherung: 335 (331) Mio. EUR, Industrieversicherung: 43 (36) Mio. EUR).
Die Bandbreite möglicher Schadenszenarien ist nach wie vor hoch und kann bei derzeit nicht zu erwartenden, nachteiligen Entwicklungen bzw. ungünstiger Rechtsprechung zu einem späteren Zeitpunkt zu deutlich höheren Schadenzahlungen führen. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Status in Russland verbliebener Leasingflugzeuge bestehen weiterhin Rechtsunsicherheiten. Wir gehen jedoch auch hier davon aus, dass hieraus keine wesentlichen Schadenzahlungen für den Konzern resultieren. Im Einklang mit den bestehenden Sanktionsregelungen werden Geschäfte mit russischen Zedenten nicht weitergeführt.
Der Konflikt in der Ukraine und seine Folgen hatten Auswirkungen auf die weltweiten Rohstoff- und Energiepreise und damit auf die Inflationsraten. Die Inflation wird in unserem Reservierungsprozess mindestens auf Basis der durchschnittlichen Inflationsraten der Vergangenheit berücksichtigt. Ferner werden im Rahmen der Prämienkalkulation realistische Inflationsannahmen unterstellt bzw. bei der Reservierung in den einzelnen Zeichnungsjahren zusätzliche Rückstellungen aufgebaut, sodass Inflationsentwicklungen auch dadurch teilweise kompensiert werden können. Darüber hinaus ist ein substanzieller Teil des Geschäfts durch Indexklauseln gegen negative Inflationseffekte geschützt. Im Kapitalanlagebestand des Konzerns befinden sich inflationsgebundene Anleihen, die einen Teil der negativen Inflationsauswirkungen abdecken. Um sicherzustellen, dass die Inflation in den versicherungstechnischen Rückstellungen angemessen berücksichtigt wird, wurde eine Szenarioanalyse durchgeführt. Die verschiedenen Szenarien für eine zukünftige Inflationsentwicklung wurden mit der historisch beobachteten Inflation verglichen, um eine mögliche Auswirkung auf die versicherungstechnischen Rückstellungen abzuschätzen. Unter den betrachteten Szenarien sind auch solche mit einer längerfristig höheren Inflation. Derzeit erwarten wir jedoch, dass die Inflationsraten für die nächsten drei Jahre erhöht und langfristig leicht über dem historischen Mittel liegen werden.
Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen sind vor allem bei folgenden Positionen von Bedeutung:
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| ― | Geschäfts- oder Firmenwert |
| ― | Beizulegender Zeitwert bzw. Wertminderungen von Finanzinstrumenten (siehe Anmerkung 9, "Zeitwerthierarchie für Finanzinstrumente", sowie die Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte bzw. Ermittlung der Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") |
| ― | Aktive Steuerabgrenzung |
| ― | Leasingverhältnisse |
| ― | Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen sowie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (siehe Anmerkungen 2 und 12) Die Klassifizierung, das Aggregationsniveau und die Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen ist mit Ermessensentscheidungen verbunden. Verträge werden je nach der Einschätzung, ob mit ihnen ein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen wird, entweder als (Rück-)Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert. Versicherungsverträge, die zu Vertragsbeginn bestimmte spezifische Merkmale aufweisen, werden als Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung klassifiziert. Es muss ein geeignetes Aggregationsniveau gefunden werden, da Vertragsportfolios durch die Trennung von Gruppen von Verträgen, die beim erstmaligen Ansatz belastend sind, von solchen, die keine signifikante Wahrscheinlichkeit haben, später belastend zu werden, identifiziert werden müssen. Bei der Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen ist die Bewertungsmethode festzulegen, die für die Schätzung der Risikoanpassungen für nicht finanzielle Risiken und der Menge der zu erbringenden Leistungen aus einem Vertrag herangezogen wird. Die Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen ist mit Annahmen und Schätzungsunsicherheiten verbunden. Informationen zu den im Rahmen der Bewertung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen getroffenen Annahmen sind in Anmerkung 12 zu finden. Änderungen wesentlicher Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze (unter anderem Illiquiditätsprämien), Schadenentwicklung bei Sachversicherungen sowie zukünftige Zahlungsströme aus Mortalität, Invalidität, Verhalten von Versicherungsnehmern, Beteiligungsprozentsätze und Unterschiede zwischen Guthabenzinsen und Abzinsungssätzen könnten zu wesentlichen Änderungen der Erfüllungswerte im nachfolgenden Geschäftsjahr führen. Diese Änderungen betreffen nicht die ausgewiesenen Buchwerte der Versicherungs- oder Rückversicherungsverträge (es sei denn, sie entstehen aus belastenden Verträgen oder beziehen sich nicht auf zukünftige Leistungen), sie haben jedoch u. a. eine Anpassung der vertraglichen Servicemarge zur Folge, sofern die Bewertungsmodelle GMM bzw. VFA Anwendung finden. |
| ― | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
| ― | Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten |
| ― | Konsolidierungskreis |
Ein Vertrag ist als ausgestellter Versicherungsvertrag oder als gehaltener Rückversicherungsvertrag zu klassifizieren, wenn damit ein signifikantes Versicherungsrisiko übernommen oder übertragen wird. Durch Versicherungsverträge und Rückversicherungsverträge ist der Konzern zudem einem finanziellen Risiko ausgesetzt. Diese Vertragsarten werden grundsätzlich nach denselben Regelungen behandelt, unabhängig davon, ob diese Verträge ausgestellt, im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben oder bei einer Übertragung von Verträgen, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen, erworben wurden. Bei ausgestellten Versicherungsverträgen und gehaltenen Rückversicherungsverträgen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses im Anwendungsbereich von IFRS 3 oder bei einer Portfolioübertragung erworben wurden, wird unterstellt, dass sie zum Erwerbszeitpunkt ausgestellt wurden. Verträge, die die rechtliche Form eines Versicherungsvertrages haben, die aber kein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen, werden als Investmentverträge klassifiziert. Der Ansatz und die Bewertung solcher Verträge folgt den Regelungen für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9.
Versicherungsverträge werden Portfolios zugeordnet, wenn die Verträge denselben Risiken ausgesetzt sind und wenn sie gemeinsam gesteuert werden. Die Zuordnung basiert auf dem wesentlichen Risiko für den Vertrag. Beim erstmaligen Ansatz werden die Verträge innerhalb eines Portfolios in drei Gruppen von Verträgen, die innerhalb eines Kalenderjahres ausgestellt wurden, aufgeteilt. Diese Jahreskohorten umfassen a) Verträge, die belastend sind, b) Verträge, bei denen keine signifikante Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass diese in Folgeperioden belastend werden, und c) die verbleibenden Verträge. Diese Gruppen stellen das Aggregationsniveau dar, zu dem Versicherungsverträge erstmalig erfasst und bewertet werden. Innerhalb eines Portfolios gehaltene Rückversicherungsverträge werden nach Rentabilitätskriterien und Jahreskohorten in drei Gruppen aufgeteilt. Hinsichtlich der zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes erwarteten Rentabilität werden Verträge, die a) in der Nettobetrachtungbelastendsind, b)bei denen keine signifikante Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass diese in der Nettobetrachtung in Folgeperioden belastend werden, und c) eine Gruppe mit den verbleibenden Verträgen unterschieden. Verträge werden nicht allein deswegen verschiedenen Gruppen zugeordnet, weil Gesetze oder Rechtsvorschriften die tatsächliche Fähigkeit des Konzerns konkret einschränken, einen unterschiedlichen Preis oder ein unterschiedliches Leistungsniveau für Versicherungsnehmer mit unterschiedlichen Eigenschaften festzulegen (z. B. Unisex-Policen). Innerhalb der Talanx Gruppe wird diese Ausnahmeregelung nur in der Türkei bei Kfz-Haftpflichtversicherungen und in Polen bei Bancassurance-Verträgen im Lebensversicherungsgeschäft angewendet. Eine Neubeurteilung einer einmal erfolgten Zuordnung zu einer Gruppe von Versicherungsverträgen in Folgeperioden erfolgt nicht. Die Aggregation wirkt sich auf unterschiedliche Weise auf die Bewertung von Versicherungsverträgen aus.
Bevor der Talanx Konzern einen Versicherungsvertrag auf Grundlage der in IFRS 17 enthaltenen Leitlinien bilanziert, analysieren wir, ob der Vertrag Komponenten enthält, die zu trennen sind. Nach IFRS 17 werden drei Kategorien von Komponenten unterschieden, die separat zu bilanzieren sind:
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| ― | Zahlungsströme im Zusammenhang mit getrennt nach IFRS 9 zu bilanzierenden eingebetteten Derivaten; |
| ― | Zahlungsströme im Zusammenhang mit eigenständig abgrenzbaren Kapitalanlagekomponenten und |
| ― | Zusagen zur Übertragung eigenständig abgrenzbarer Güter oder Dienstleistungen im Sinne des IFRS 15, bei denen es sich nicht um Leistungen aus Versicherungsverträgen handelt. |
Der Talanx Konzern wendet IFRS 17 auf alle verbleibenden Vertragskomponenten an.
Eine Gruppe von Versicherungsverträgen wird angesetzt, wenn der Deckungszeitraum beginnt, oder zu dem Zeitpunkt, an dem die erste Zahlung eines Versicherungsnehmers für den ersten seiner Verträge fällig wird, es sei denn, Fakten und Umstände weisen darauf hin, dass die Gruppe von Versicherungsverträgen belastend ist. Einer Gruppe von Versicherungsverträgen können nach dem erstmaligen Ansatz der Gruppe weitere Verträge hinzugefügt werden, sofern die Aggregationskriterien erfüllt sind.
Gehaltene Rückversicherungsverträge werden grundsätzlich pro Vertrag als eine eigene Gruppe von Rückversicherungsverträgen bilanziert, und zwar ab dem Beginn des Deckungszeitraums der Gruppe. Bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen mit anteiliger Deckung erfolgt der erstmalige Ansatz der Gruppe von Rückversicherungsverträgen entweder mit Beginn des Deckungszeitraums oder aber mit dem erstmaligen Ansatz eines zugrunde liegenden Vertrags, sofern dieser Zeitpunkt später liegt. Wenn jedoch eine belastende Gruppe von zugrunde liegenden Verträgen vor Beginn des Deckungszeitraums der Gruppe von gehaltenen Rückversicherungsverträgen erfasst wird, wird der gehaltene Rückversicherungsvertrag zum selben Zeitpunkt erfasst wie die Gruppe der zugrunde liegenden Verträge. Es erfolgt keine Neubeurteilung der Zusammensetzung der Gruppen in Folgeperioden. Die gehaltenen Rückversicherungsverträge werden auf Zeichnungsjahrbasis oder auf Anfalljahrbasis abgeschlossen.
In die Bewertung einer Gruppe von Verträgen sind alle zukünftigen Zahlungsströme innerhalb der Grenzen jedes einzelnen Vertrags in der Gruppe einzubeziehen. Sämtliche erworbenen Leistungen liegen innerhalb der Vertragsgrenze, mit Ausnahme von Leistungen, die noch keine wesentliche Verpflichtung darstellen. Eine wesentliche Verpflichtung zur Bereitstellung von Versicherungsleistungen endet, wenn der Konzern durch eine Neubeurteilung der Risiken die praktische Fähigkeit hat, einen unterschiedlichen Preis oder ein unterschiedliches Leistungsniveau festzulegen, der bzw. das diese Risiken vollkommen abbildet, und wenn bei der Prämienfestsetzung für die Versicherungsdeckung bis zum Neubeurteilungszeitpunkt die Risiken im Zusammenhang mit danach liegenden Zeiträumen nicht berücksichtigt werden. Die Vertragsgrenze wird an jedem Abschlussstichtag überprüft.
IFRS 17 sieht drei Bewertungsansätze vor: das allgemeine Bewertungsmodell, den variablen Gebührenansatz und den Prämienallokationsansatz. Diese gelten für unterschiedliche Sparten, wenn bestimmte Anforderungen und Bedingungen erfüllt sind. Für alle Bewertungsmodelle unterscheidet der Konzern grundsätzlich zwischen einer Vorschadenphase (Deckungsrückstellung) und einer Schadenphase nach Eintritt des versicherten Ereignisses (Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle).
Das allgemeine Bewertungsmodell (GMM; General Measurement Model) ist das grundlegende Modell für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS 17. Das GMM basiert auf den Zahlungsströmen, die prospektiv bestimmt und abgezinst werden, um den Zeitwert des Geldes und die jeweiligen finanziellen Risiken sowie die Unsicherheit der Zahlungsströme zu berücksichtigen. Das GMM wird grundsätzlich in den Rückversicherungssegmenten sowie auf Verträge angewendet, die nicht in den Anwendungsbereich der beiden alternativen Ansätze - variabler Gebührenansatz (VFA; Variable Fee Approach) und Prämienallokationsansatz (PAA; Premium Allocation Approach) - fallen.
Bei dem VFA handelt es sich um eine modifizierte Form des GMM. Der VFA ist anzuwenden, wenn die Versicherungsverträge bei Vertragsbeginn Merkmale einer direkten Überschussbeteiligung beinhalten. Verträge mit den folgenden Kriterien werden als Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung eingestuft:
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| ― | Die Vertragsbestimmungen legen fest, dass der Versicherungsnehmer mit einem Anteil an einem eindeutig bestimmten Pool zugrunde liegender Referenzwerte beteiligt ist; |
| ― | der Konzern erwartet, dem Versicherungsnehmer einen Betrag zu zahlen, der einem wesentlichen Teil der Erträge aus dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte entspricht, und |
| ― | der Konzern erwartet, dass ein wesentlicher Teil etwaiger Änderungen der an den Versicherungsnehmer zu zahlenden Beträge entsprechend der Änderung des beizulegenden Zeitwerts der zugrunde liegenden Referenzwerte schwanken wird. |
Referenzwerte sind Werte, die einen Teil der Zahlungen an den Versicherungsnehmer bestimmen, z. B. ein lokaler Rohüberschuss, eine einzelne Ergebnisgröße oder Kapitalanlagen, solange gewährleistet ist, dass diese im Versicherungsvertrag eindeutig bestimmt sind und die Zahlungen an den Versicherungsnehmer mit den Zeitwertveränderungen der Referenzwerte schwanken. Für das deutsche Lebensversicherungsgeschäft sieht die Überschussbeteiligung eine Teilhabe des Versicherungsnehmers im Wesentlichen am Kapitalanlage-, Risiko- und Kostenergebnis vor. Der Referenzwert orientiert sich an der Basis dieser Überschussbeteiligung.
Die Beurteilung, ob ein Versicherungsvertrag diese drei Kriterien erfüllt, wird zu Vertragsbeginn vorgenommen und später nicht geändert, außer im Falle einer wesentlichen Vertragsänderung.
Wir wenden den VFA insofern für Geschäft mit direkter Gewinnbeteiligung des Versicherungsnehmers an, so auch bei der Bewertung der fondsgebundenen Versicherungsverträge. Der VFA findet hauptsächlich in den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Privat- und Firmenversicherung International Anwendung. Ausgestellte Rückversicherungsverträge sowie gehaltene Rückversicherungsverträge erfüllen nicht die Kriterien für eine Einstufung als Verträge mit direkter Überschussbeteiligung.
Beim erstmaligen Ansatz bewertet der Konzern eine Gruppe von Versicherungsverträgen als Summe aus
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| ― | dem Erfüllungswert, der sich zusammensetzt aus Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme, einer Anpassung, die den Zeitwert des Geldes und die damit verbundenen finanziellen Risiken widerspiegelt, sowie einer Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken und |
| ― | der vertraglichen Servicemarge (CSM; Contractual Service Margin). |
Die Zahlungsströme innerhalb der Grenze eines Versicherungsvertrages beziehen sich direkt auf die Erfüllung des Vertrags und schließen Zahlungsströme ein, bei denen der Konzern nach seinem Ermessen über deren Höhe oder Fälligkeit entscheiden kann. Diese Zahlungsströme umfassen Zahlungen an Versicherungsnehmer (oder in deren Namen), Abschlusskosten und andere im Rahmen der Vertragserfüllung anfallende Kosten. Die Abschlusskosten ergeben sich aus den Kosten für den Vertrieb, die Zeichnung und die Einrichtung einer Gruppe von Verträgen, die dem Portfolio von Verträgen, zu dem die Gruppe gehört, direkt zugeordnet werden können. Zu den anderen Kosten, die im Rahmen der Vertragserfüllung anfallen, gehören Schadensbearbeitungskosten, Kosten für die Verwaltung und Aufrechterhaltung von Verträgen sowie wiederkehrende Provisionen, die im Zusammenhang mit in Raten gezahlten, innerhalb der Vertragsgrenzen fälligen Prämien anfallen. Feste und variable Gemeinkosten werden neben den direkten Kosten mittels systematischer Methoden Gruppen von Verträgen zugeordnet.
Der Erfüllungswert einer Gruppe von Versicherungsverträgen spiegelt nicht das Nichterfüllungsrisiko des Konzerns wider.
Die Risikoanpassung bei einer Gruppe von Versicherungsverträgen entspricht der Entschädigung, die der Konzern für die Unsicherheit aus nicht finanziellen Risiken bezogen auf die Höhe und den Zeitpunkt der Zahlungsströme verlangt. Bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen entspricht die Risikoanpassung dem Risiko, das vom Konzern an den Rückversicherer übertragen wird.
Die CSM ist eine Komponente des Buchwerts des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit für eine Gruppe von ausgestellten Versicherungsverträgen. Sie stellt den noch nicht realisierten Gewinn dar, den der Konzern bei der zukünftigen Erbringung von Leistungen gemäß dem Versicherungsvertrag ausweisen wird.
Abgesehen von Fällen, in denen eine Gruppe von Verträgen belastend ist oder bereits erfasste Zahlungsströme ausgebucht werden, führt die CSM beim erstmaligen Ansatz normalerweise nicht zu Erträgen oder Aufwendungen aus
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| ― | dem erstmaligen Ansatz des Erfüllungswertes, |
| ― | Zahlungsströmen, die zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes aus Verträgen der Gruppe entstehen; |
| ― | der Ausbuchung von als Vermögenswert angesetzten Abschlusskosten und |
| ― | der Ausbuchung von anderen in Vorperioden bilanzierten Zahlungsströmen. Versicherungstechnische Erträge sowie versicherungstechnische Aufwendungen werden für ausgebuchte Vermögenswerte dieser Art direkt erfasst. |
Führt dies zu einem Nettozufluss, wird die CSM mit dem gleichen, aber gegenläufigen Betrag des Nettozuflusses bewertet. Im Falle eines Nettoabflusses (bei Verträgen, die nicht mit dem PAA bewertet werden), ist die Gruppe von Verträgen belastend und der Nettoabfluss wird erfolgswirksam erfasst. Die Verlustkomponente bestimmt die Höhe des Erfüllungswertes, der im Rahmen der Folgebewertung nicht in den Versicherungsumsatz einfließt. Fallen solche Zahlungsströme aus Erfüllungswerten an, werden sie zwischen der Verlustkomponente und der Deckungsrückstellung (ausgenommen die Verlustkomponente) mittels einer systematischen Methode auf Grundlage der Auflösung der CSM aufgeteilt. Ein etwaiger späterer Rückgang des Erfüllungswertes, der sich nach der Reduzierung der Verlustkomponente auf null ergibt, wird der CSM in Höhe des Überschussbetrags zwischen dem Rückgang und dem der Verlustkomponente zugerechneten Betrag zugeordnet.
Bei Gruppen von Verträgen, die im Rahmen einer Vertragsübertragung oder eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, fließt die für die Verträge erhaltene Gegenleistung stellvertretend für die zum Erwerbszeitpunkt vereinnahmten Prämien in den Erfüllungswert ein. Bei einem Unternehmenszusammenschluss entspricht die erhaltene Gegenleistung dem beizulegenden Zeitwert der Verträge zum Erwerbszeitpunkt.
Beim erstmaligen Ansatz entspricht die CSM bei einer Gruppe von Rückversicherungsverträgen den Nettokosten oder dem Nettogewinn, es sei denn, dass die Nettokosten bei Erwerb der Rückversicherung sich auf vergangene Ereignisse beziehen; in diesem Fall sind die Nettokosten sofort aufwandswirksam zu erfassen. Die CSM wird auf dieselbe Weise berechnet wie die CSM für ausgestellte Versicherungsverträge. Eine Ausnahme besteht für als Vermögenswerte angesetzte Abschlusskosten, die für das Rückversicherungsgeschäft nicht anwendbar sind. Wenn der Konzern beim erstmaligen Ansatz einer belastenden Gruppe von zugrunde liegenden Versicherungsverträgen oder bei Zugängen von belastenden zugrunde liegenden Versicherungsverträgen zu dieser Gruppe von Verträgen einen Verlust erfasst, sind die Erträge erfolgswirksam zu erfassen.
Die Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken entspricht der Höhe des Risikos, das vom Konzern an den Rückversicherer übertragen wird.
Im Rahmen des zukünftigen Versicherungsschutzes für gehaltene Rückversicherungsverträge wird eine Verlustrückerstattungskomponente in Höhe des Ertrags gebildet oder angepasst, der im Falle einer belastenden Gruppe von zugrunde liegenden Versicherungsverträgen erfasst wird. Dieser Betrag errechnet sich aus der Multiplikation des aus den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen erfassten Verlustes mit dem Prozentsatz der Schäden aus den zugrunde liegenden Rückversicherungsverträgen, bei denen der Konzern erwartet, sie aufgrund der gehaltenen Rückversicherungsverträge erstattet zu bekommen, und zwar in den Fällen, in denen die gehaltenen Verträge vor oder zur selben Zeit wie die Erfassung des Verlustes aus den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen abgeschlossen werden.
Bei Rückversicherungsverträgen, die im Rahmen einer Übertragung oder eines Unternehmenszusammenschlusses mit belastenden zugrunde liegenden Verträgen erworben werden, wird die Anpassung auf ähnliche Weise ermittelt wie zuvor erläutert, außer dass die Bewertung auf den Erwerbszeitpunkt abstellt.
Der Buchwert einer Gruppe von Versicherungsverträgen an jedem Abschlussstichtag ist die Summe aus der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle.
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| ― | Die Deckungsrückstellung besteht aus dem Erfüllungswert, der sich auf zukünftige Leistungen bezieht, die der Gruppe von Verträgen zu diesem Zeitpunkt zugeordnet wurden, sowie aus der CSM für die Gruppe zum Abschlussstichtag. |
| ― | Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich zusammen aus dem Erfüllungswert für entstandene Schäden zuzüglich der noch nicht gezahlten Aufwendungen, einschließlich bereits entstandener, aber noch nicht gemeldeter Schäden. |
Die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist bei allen drei Bewertungsmodellen identisch, mit Ausnahme der zur Diskontierung verwendeten Zinssätze, die beim Erstansatz festgesetzt werden.
Bei gehaltenen Rückversicherungsverträgen wird der Vermögenswert für zukünftigen Versicherungsschutz auf dieselbe Weise erfasst wie für ausgestellte Versicherungsverträge.
Der Erfüllungswert zuzüglich der Schätzungen der laufenden Annahmen, die der Konzern in früheren Konzernzwischenabschlüssen gemacht hat, wird am Ende jeder Berichtsperiode anhand aktueller Schätzungen des Betrags, Zeitpunkts und der Unsicherheit der zukünftigen Zahlungsströme und Abzinsungssätze aktualisiert. Der Konzern nimmt eine Aufteilung der versicherungstechnischen Finanzerträge oder -aufwendungen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Ergebnis vor. Die systematische Zuordnung ist durch die Anwendung des Abzinsungssatzes beim erstmaligen Ansatz sichergestellt.
Die Behandlung von Änderungen der geschätzten Abschlusskosten für mit dem GMM bewertete Verträge hängt davon ab, welche Schätzung herangezogen wird. Änderungen im Zusammenhang mit laufenden oder vergangenen Leistungen werden erfolgswirksam erfasst, während Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen durch Anpassung der CSM oder der Verlustkomponente innerhalb der Deckungsrückstellung berücksichtigt werden.
Änderungen, die sich auf zukünftige Leistungen beziehen und die CSM für mit dem GMM bewertete Verträge anpassen, enthalten u. a.:
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| ― | Änderungen der Schätzungen des Barwerts der zukünftigen Zahlungsströme in der Deckungsrückstellung, mit Ausnahme der im folgenden Absatz beschriebenen Änderungen; |
| ― | Abweichungen zwischen einer Kapitalanlagekomponente, die erwartungsgemäß in der Periode zahlbar wird, und der Kapitalanlagekomponente, die in der Periode tatsächlich zahlbar wird und Auswirkungen auf zukünftige Leistungen hat. Diese Abweichungen werden ermittelt durch einen Vergleich (i) der Kapitalanlagekomponente, die in der Periode tatsächlich zahlbar wird, mit (ii) der Zahlung in der Periode, die zu Beginn der Periode erwartet wurde, zuzüglich etwaiger versicherungstechnischer Finanzerträge oder -aufwendungen in Bezug auf die erwartete Zahlung, bevor sie zahlbar wird; |
| ― | Änderungen der Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken, die mit zukünftigen Leistungen verbunden sind; |
| ― | Erfahrungsbedingte Anpassungen aufgrund von in der Periode vereinnahmten Prämien, die sich auf zukünftige Leistungen beziehen, und damit verbundene Zahlungsströme wie zum Beispiel Abschlusskosten und prämienbasierte Steuern. |
Die folgenden Änderungen führen im GMM nicht zu einer Anpassung der CSM und werden somit direkt erfolgswirksam erfasst:
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| ― | Änderungen des Erfüllungswertes infolge der Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes, der finanziellen Risiken und diesbezüglicher Änderungen; |
| ― | Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle; |
| ― | Erfahrungsbedingte Anpassungen aufgrund von in der Periode vereinnahmten Prämien, die sich nicht auf zukünftige Leistungen beziehen, und damit verbundene Zahlungsströme wie zum Beispiel Abschlusskosten und prämienbasierte Steuern; |
| ― | Erfahrungsbedingte Anpassungen im Zusammenhang mit versicherungstechnischen Aufwendungen (ohne Abschlusskosten). |
Im Falle von mit dem VFA bewerteten Versicherungsverträgen beziehen sich die folgenden Änderungen auf zukünftige Leistungen und führen somit zu einer Anpassung der CSM:
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―
Änderungen der Höhe des Anteils der Talanx Gruppe am beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte und
―
Änderungen der Erfüllungswerte, die nicht in Abhängigkeit von den Renditen der zugrunde liegenden Referenzwerte schwanken:
| ― | Änderungen der Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes und der finanziellen Risiken, einschließlich der Auswirkungen finanzieller Garantien; |
| ― | Erfahrungsbedingte Anpassungen aufgrund von in der Periode vereinnahmten Prämien, die sich auf zukünftige Leistungen beziehen, und damit verbundene Zahlungsströme wie zum Beispiel Abschlusskosten und prämienbasierte Steuern; |
| ― | Änderungen des geschätzten Barwerts der zukünftigen Zahlungsströme in der Deckungsrückstellung, mit Ausnahme der im folgenden Absatz beschriebenen Änderungen; |
| ― | Abweichungen zwischen einer Kapitalanlagekomponente, die erwartungsgemäß in der Periode zahlbar wird, und der Kapitalanlagekomponente, die in der Periode tatsächlich zahlbar wird. Diese Abweichungen werden ermittelt durch einen Vergleich (i) der Kapitalanlagekomponente, die in der Periode tatsächlich zahlbar wird, mit (ii) der Zahlung in der Periode, die zu Beginn der Periode erwartet wurde, zuzüglich etwaiger versicherungstechnischer Finanzerträge oder -aufwendungen in Bezug auf die erwartete Zahlung, bevor sie zahlbar wird; |
| ― | Änderungen der Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken, die mit zukünftigen Leistungen verbunden sind. |
Die folgenden Änderungen führen gemäß dem VFA nicht zu einer Anpassung der CSM:
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―
Änderungen der Verpflichtung, dem Versicherungsnehmer einen Betrag zu bezahlen, der dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte entspricht;
―
Änderungen der Erfüllungswerte, die nicht in Abhängigkeit von den Renditen der zugrunde liegenden Referenzwerte schwanken:
| ― | Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle; |
| ― | Erfahrungsbedingte Anpassungen aufgrund von in der Periode vereinnahmten Prämien, die sich nicht auf zukünftige Leistungen beziehen, und damit verbundene Zahlungsströme wie zum Beispiel Abschlusskosten und prämienbasierte Steuern; |
| ― | Erfahrungsbedingte Anpassungen im Zusammenhang mit versicherungstechnischen Aufwendungen (ohne Abschlusskosten). |
Die CSM jeder Gruppe von Verträgen wird an jedem Abschlussstichtag wie nachstehend erläutert berechnet. Das bedeutet, dass die Jahresergebnisse nicht von der Behandlung rechnungslegungsbezogener Schätzungen, die in früheren Zwischenabschlüssen gemacht wurden, beeinflusst sind.
Für ausgestellte Versicherungsverträge, die mit dem GMM bewertet werden, entspricht der Buchwert der CSM zum Abschlussstichtag dem Buchwert zu Jahresbeginn, berichtigt um:
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| ― | die CSM neuer Verträge, die der Gruppe im Geschäftsjahr hinzugefügt wurden; |
| ― | die Aufzinsung des Buchwerts der CSM mit dem zum erstmaligen Ansatz bestimmten Zinssatzes (Locked-in-Zinssatz); |
| ― | die Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit Zahlungsströmen, die sich auf die Erfüllung zukünftiger Leistungen beziehen. Diese werden durch Anpassung der CSM erfasst, solange die CSM verfügbar ist. Wenn eine Erhöhung des Erfüllungswertes die CSM übersteigt, wird der Überschussbetrag in den versicherungstechnischen Aufwendungen erfasst und eine Verlustkomponente gebildet; |
| ― | die Auswirkung etwaiger Wechselkursdifferenzen; |
| ― | die Auflösung der CSM über den Versicherungsumsatz, die nach Berücksichtigung aller Anpassungen ermittelt wurde. |
Für ausgestellte Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung gemäß dem VFA führen die folgenden Änderungen zur Anpassung der CSM:
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―
die CSM neuer Verträge, die im Geschäftsjahr der Gruppe hinzugefügt werden;
―
der Betrag, der für die im Geschäftsjahr erbrachten Versicherungsleistungen als Versicherungsumsatz ausgewiesen wurde;
―
Änderungen der Höhe des Anteils der Talanx Gruppe am beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Referenzwerte und Änderungen der Erfüllungswerte, die sich auf zukünftige Leistungen beziehen, mit Ausnahme von Änderungen, die:
| ― | zu einer Verlustkomponente oder |
| ― | zu einer Änderung einer Verlustkomponente führen; |
―
die Auswirkung etwaiger Wechselkursdifferenzen auf die CSM.
Für gehaltene Rückversicherungsverträge wird der Buchwert der CSM zu Beginn des Geschäftsjahres um die folgenden Effekte bereinigt:
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| ― | die CSM neuer Verträge, die der Gruppe im Geschäftsjahr hinzugefügt werden; |
| ― | die Aufzinsung des Buchwerts der CSM mit dem zum erstmaligen Ansatz bestimmten Zinssatzes (Locked-in-Zinssatz); |
| ― | die Änderungen des Erfüllungswertes im Zusammenhang mit Zahlungsströmen, die sich auf die Erfüllung zukünftiger Leistungen bezieht. |
| ― | die in der Berichtsperiode erfolgswirksam erfassten Erträge, die zu einer Verlustrückerstattungskomponente führen; |
| ― | die Auflösungen einer Verlustrückerstattungskomponente, soweit diese keine Änderungen der Erfüllungswerte der Gruppe von gehaltenen Rückversicherungsverträgen darstellen; |
| ― | die Auswirkung von Wechselkursdifferenzen auf die CSM; |
| ― | der erfolgswirksam erfasste Betrag für die im Geschäftsjahr erhaltenen Versicherungsleistungen. |
Der Prämienallokationsansatz (PAA) ist ein vereinfachter Ansatz, der auf bestimmte Arten von kurzfristig gehaltenen Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen anwendbar ist. Nach dem PAA werden die Prämien basierend auf einem angemessenen Einnahmeverlauf (z. B. einer linearen Methode) erfasst. Der PAA kann angewendet werden bei Verträgen mit einem Deckungszeitraum von weniger als zwölf Monaten oder bei Verträgen, bei denen die Bewertung der Deckungsrückstellung nicht wesentlich von der Bewertung nach GMM abweicht, falls deren Deckungszeitraum länger ist als zwölf Monate. Bei dem Vergleich der unterschiedlichen möglichen Bewertungen berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen der unterschiedlichen Verläufe für die erfolgswirksame Auflösung der Deckungsrückstellung und die Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes. Dieses Kriterium ist nicht erfüllt, wenn während der Periode vor dem Eintreten eines Schadens eine signifikante Variabilität der Erfüllungswerte erwartet wird. Im Konzern findet der PAA Anwendung im Schaden/ Unfall-Erstversicherungsgeschäft, sofern die Verträge die oben genannten Voraussetzungen erfüllen.
Der Buchwert der Deckungsrückstellung wird beim erstmaligen Ansatz mit den erhaltenen Prämien bewertet, abzüglich der der Gruppe von Verträgen zu diesem Zeitpunkt zugeordneten Abschlusskosten und um Beträge aus der Ausbuchung von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten bereinigt, die zuvor für die Zahlungsströme im Zusammenhang mit der Gruppe angesetzt wurden. Der Talanx Konzern hat beschlossen, Abschlusskosten bei deren Anfall nicht als Aufwand zu erfassen.
Änderungen der Deckungsrückstellung ergeben sich aus:
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| ― | den in der Periode erhaltenen Prämien; |
| ― | der Amortisation der in der Periode als Aufwand erfassten Abschlusskosten; |
| ― | den in der Periode als Versicherungsumsatz ausgewiesenen erbrachten Versicherungsleistungen; |
| ― | den nach dem erstmaligen Ansatz zugeordneten zusätzlichen Abschlusskosten; |
| ― | einer etwaigen Anpassung einer Finanzierungskomponente. |
Die Talanx Gruppe nimmt keine Aufzinsung der Deckungsrückstellung vor, wenn eine Gruppe von Versicherungsverträgen nur Verträge mit Deckungszeiträumen von höchstens einem Jahr enthält; in allen anderen Fällen fließt der Zeitwert des Geldes in die Deckungsrückstellung ein.
Wenn zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Deckungszeitraums Fakten und Umstände darauf hinweisen, dass eine Gruppe von Versicherungsverträgen belastend ist, erfasst der Talanx Konzern einen Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung und erhöht die Deckungsrückstellung, soweit die aktuellen Schätzungen der Erfüllungswerte, die sich auf den zukünftigen Versicherungsschutz beziehen, den Buchwert der Deckungsrückstellung übersteigen. Die Erfüllungswerte werden (mit den aktuellen Zinssätzen) abgezinst, wenn die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ebenfalls abgezinst wird.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für eine Gruppe von Versicherungsverträgen wird in Höhe der Erfüllungswerte angesetzt, die sich auf eingetretene Schäden beziehen. Die Rückstellung wird zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes dann abgezinst, wenn die maximale Laufzeit der Schadenabwicklung ein Jahr übersteigt; in diesem Fall werden die aktuellen Zinssätze angewendet. Hierbei wird der Diskontsatz zum Zeitpunkt des Schadeneintritts bestimmt. Der Konzern hat entschieden, eine Aufteilung der versicherungstechnischen Finanzerträge und -aufwendungen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Ergebnis vorzunehmen. Im Rahmen des PAA ist eine systematische Zuordnung dadurch gewährleistet, dass der bei Eintritt des Schadenfalls gültige Durchschnittszinssatz angewendet wird.
Die oben dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden auch auf gehaltene Rückversicherungsverträge angewendet, vorbehaltlich der folgenden Anpassungen für belastende zugrunde liegende Versicherungsverträge.
Wenn eine Verlustrückerstattungskomponente für eine Gruppe von Rückversicherungsverträgen gebildet wird, wird der Vermögenswert für zukünftigen Versicherungsschutz um den Buchwert dieser Komponente angepasst.
Verträge werden ausgebucht, wenn sie erloschen sind oder ihre Bedingungen sich gemäß der Kriterien gemäß des IFRS 17.72 ändern. Falls nicht, führt die Vertragsänderung zu einer Änderung der geschätzten Erfüllungswerte.
Eine Ausbuchung könnte sich auf den Erfüllungswert der betreffenden Gruppe von Verträgen, die CSM (es sei denn, die Änderungen werden einer Verlustkomponente zugeordnet) und die Anzahl der Deckungseinheiten auswirken. Wenn eine Ausbuchung das Ergebnis einer Übertragung an einen Dritten ist, wird die CSM außerdem um die vom Dritten berechnete Prämie angepasst, sofern nicht die Gruppe von Verträgen belastend ist. Erfolgt die Ausbuchung aufgrund einer Vertragsänderung, wird die CSM ebenfalls um die Prämie angepasst, die für einen neuen Vertrag mit vergleichbaren Bedingungen zum Zeitpunkt der Vertragsänderung berechnet worden wäre. Mit dem PAA bilanzierte Vertragsänderungen werden über eine Anpassung des Erfassungsmusters berücksichtigt.
Die Kapitalanlagekomponente eines Versicherungsvertrages ist definiert als der Betrag, den das Unternehmen gemäß Vertrag an den Versicherungsnehmer zurückzahlen muss, selbst wenn das versicherte Ereignis nicht eintritt. Kapitalanlagekomponenten fließen weder in den Versicherungsumsatz noch in die versicherungstechnischen Aufwendungen ein, sondern werden gemäß IFRS 9 bilanziert. Kapitalanlagekomponenten sind z. B. die Ein- und Auszahlungen von Sparkomponenten in der Lebenserstversicherung bzw. bestimmte Provisionen an Zedenten.
Die als Vermögenswert angesetzten Abschlusskosten beinhalten diejenigen Abschlusskosten, die künftigen Versicherungsverträgen zugeordnet werden, bis die erwarteten Verträge erfasst werden. Die Werthaltigkeit der Vermögenswerte wird an jedem Abschlussstichtag beurteilt; etwaige nicht erzielbaren Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer und maximal über 50 Jahre abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Buchwert um mehr als die planmäßige Abschreibung eines Kalenderjahres unterschreitet. Auf dem Ertragswertverfahren beruhende Bewertungen werden für den direkt gehaltenen Bestand grundsätzlich von konzerninternen Gutachtern durchgeführt. Alle fünf Jahre wird ein externes Gutachten eingeholt. Dagegen wird fremdgenutzter Grundbesitz, der zur Deckung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten (VFA) verwendet wird, gemäß dem in IAS 40.32A genannten praktischen Behelf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In diesem Fall wird der durch Gutachten festgestellte Marktwert als beizulegender Zeitwert der Immobilie verwendet. Bei fremdgenutztem Grundbesitz, der zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, sowie bei Immobilienspezialfonds wird alle zwölf Monate ein externes Marktwertgutachten eingeholt, wobei der Abschlussstichtag der Stichtag der Erstbewertung ist.
Ergebnisse aus dem Abgang einer Immobilie, Unterhaltungskosten und Reparaturen wie auch Abschreibungen und etwaige Wertminderungen/Wertaufholungen werden im Gewinn oder Verlust im Kapitalanlageergebnis berücksichtigt.
Die Position "Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen" umfasst sämtliche strategische Beteiligungen an Tochterunternehmen, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden, sowie sonstige strategische Beteiligungen. Diese werden teils erfolgswirksam teils erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Darüber hinaus enthält diese Position sämtliche Anteile an strategischen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss den Anteil des Konzerns am gesamten Gewinn oder Verlust aus diesen Kapitalanlagen. Anteile an unwesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden entweder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Nicht konsolidierte Anteile von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die als Finanzinvestition gehalten werden, werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" unter den Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die zur Deckung von Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (VFA) verwendet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den "sonstigen Finanzinstrumenten" ausgewiesen. Als Kapitalanlagen gehaltene unwesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls innerhalb der "sonstigen Finanzinstrumente" entweder als erfolgsneutral bewertete Finanzinstrumente oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente unter den Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesen.
Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt und ausgebucht. Finanzielle Vermögenswerte werden bei Zugang entsprechend dem jeweiligen Zweck in eine der drei folgenden Kategorien untergliedert: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (AC; Amortized Cost), erfolgsneutral bewertete Finanzinstrumente (FVOCI; fair value through other comprehensive income) sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVPL; fair value through profit or loss). Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente klassifiziert. Transaktionskosten, die mit dem Erwerb des Finanzinstruments in direkter Verbindung stehen, werden in Abhängigkeit von der Klassifizierung hinzuaddiert bzw. abgezogen.
Die Folgebewertung von Finanzinstrumenten erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der erfolgswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen Wertminderungen und Wertaufholungen.
Die gehaltenen Schuldinstrumente werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet ausgewiesen und in Folgeperioden unter der Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells mit der Zielsetzung der Vereinnahmung der Zahlungsströme gehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen (SPPI; Solely Payments of Principal and Interest) beinhalten. Dieses Geschäftsmodell beinhalten im Talanx Konzern überwiegend Kapitalanlagen, bei denen eine vorzeitige Veräußerung in der Regel unüblich ist (z. B. Hypothekendarlehen).
Schuldinstrumente werden als erfolgsneutral bewertete Finanzinstrumente (FVOCI) klassifiziert, wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf des finanziellen Vermögenswertes besteht und die vertraglichen Zahlungsströme das SPPI-Kriterium erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte, die in die FVOCI-Kategorie eingestuft wurden, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen und latenten Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital unter den übrigen Rücklagen ausgewiesen werden. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt. Ein großer Teil der Kapitalanlagen der Talanx Gruppe fällt in das Geschäftsmodell mit der Zielsetzung der Vereinnahmung von Zahlungsströmen und des Verkaufs, da die Kapitalanlagen überwiegend zur Deckung versicherungstechnischer Risiken verwendet werden und Verkäufe daher von der Bedienung dieser Verpflichtungen beeinflusst werden.
Es besteht ein Wahlrecht, Eigenkapitalinstrumente beim erstmaligen Ansatz als erfolgsneutral bewertet zu designieren, ohne dass eine erfolgswirksame Umgliederung (sog. Recycling) erfolgt. In diesem Fall werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Gegensatz zu dem Verfahren, dass für dieser Kategorie zugeordneten Schuldinstrumente verfolgt wird, werden die im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge selbst beim Abgang nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der Konzern wendet dieses Wahlrecht selektiv bei Aktien und nicht konsolidierten Beteiligungen an.
Zu den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten (FVPL) gehören alle Eigenkapitalinstrumente, die nicht als erfolgsneutral ohne späteres Recycling zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, sowie alle Schuldinstrumente, deren Zahlungsströme nicht die SPPI-Kriterien erfüllen oder die nicht in den Geschäftsmodellen mit der Zielsetzung der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme bzw. der Vereinnahmung der Zahlungsströme und des Verkaufs des Instruments gehalten werden. Dazu gehören in erster Linie komplexe strukturierte Produkte, Anteile an Investmentfonds und Private-Equity-Beteiligungen sowie kurzfristige Kapitalanlagen und Kapitalanlagen aus Investmentverträgen, bei denen Zins und Tilgung nicht die Hauptfaktoren für die Haltedauer sind. Darüber hinaus werden alle derivativen Vermögenswerte, die zu Kapitalanlagezwecken verwendet werden, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und, sofern sie positive Marktwerte aufweisen, in dieser Kategorie ausgewiesen. Derivate, die nicht zu Kapitalanlagezwecken verwendet werden, werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, werden aber dennoch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivate mit negativen Marktwerten bilanzieren wir unter den übrigen Verbindlichkeiten. Alle erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag angesetzt. Wenn keine Marktpreise zur Verfügung stehen, die als beizulegende Zeitwerte herangezogen werden können, werden die Buchwerte der betreffenden Finanzinstrumente mithilfe anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Bewertungen dieser Art werden ebenso wie realisierte Gewinne und Verluste im Gewinn oder Verlust erfasst und im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen.
Die einzelnen Bilanzposten der Kapitalanlagen werden in den jeweiligen Anhangangaben auf die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 übergeleitet.
Derivate, die als Sicherungsinstrumente (Hedge-Accounting) designiert werden, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und, je nach Art des Basiswerts der Sicherungsbeziehung unter den Kapitalanlagen oder den sonstigen Vermögenswerten bzw. den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair-Value-Hedge). Andere Derivate wiederum werden als Absicherung von schwankenden Zahlungsströmen eingesetzt (Cashflow-Hedge), die auf bestimmte Risiken im Zusammenhang mit bilanzierten Verbindlichkeiten/Vermögenswerten oder erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen zurückzuführen sind.
Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen den Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für Finanzinstrumente notiert werden, wird deren Geldkurs bzw. gehandelter Kurs zur Bewertung herangezogen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Falls kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, erfolgt die Bewertung mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten. Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden. Finanzielle Vermögenswerte, für die keine öffentlichen Preisstellungen oder beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind (Finanzinstrumente der Stufe 3 der Zeitwerthierarchie), werden überwiegend mithilfe unabhängiger Sachverständiger und unter Einbeziehung von Plausibilitätsprüfungen bewertet (z. B. geprüfter Nettovermögenswert bzw. Net Asset Value). Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Anmerkung 9.
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| Finanzinstrument | Preismethode | Inputfaktor | Preismodell |
|---|---|---|---|
| Schuldinstrumente | |||
| Nicht notierte Rentenpapiere ("Plain Vanilla") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve, Volatilitätsflächen, Korrelationen | Hull-White u. a. Zinsstrukturmodelle |
| ABS/MBS ohne Marktnotierungen | Theoretischer Kurs | Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verwertungsraten | Barwertmethode |
| CDOs/CLOs | Theoretischer Kurs | Vorauszahlungsgeschwindigkeit, Risikoprämien, Ausfallraten, Verwertungsraten, Tilgungen | Barwertmethode |
| Aktien und Fonds | |||
| Nicht notierte Aktien | Theoretischer Kurs | Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, Sachverständigengutachten, ggf. Buchwert | NAV-Methode 1 |
| Nicht notierte Aktien-, Immobilien- und Rentenfonds | Theoretischer Kurs | Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1 | NAV-Methode 1 |
| Übrige Kapitalanlagen | |||
| Private-Equity-Fonds/ Private-Equity-Immobilienfonds |
Theoretischer Kurs | Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1 | NAV-Methode 1 |
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Börsennotierte Aktienoptionen | Notierter Kurs | - | - |
| Aktien- und Indexfutures | Notierter Kurs | - | - |
| Zins- und Rentenfutures | Notierter Kurs | - | - |
| Plain-Vanilla-Zinsswaps | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Währungsswaps ("Cross Currency Swaps") | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve, Devisenkassakurse | Barwertmethode |
| Total Return Swaps | Theoretischer Kurs | Notierung Basiswert, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| OTC-Aktienoptionen, OTC-Aktienindexoptionen | Theoretischer Kurs | Notierung Basiswert, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite | Black-Scholes |
| Devisentermingeschäfte | Theoretischer Kurs | Kassa- und Terminkurse | Barwertmethode |
| Zinsfutures (Vorkäufe, Vorverkäufe) | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Credit Default Swaps | Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurven, Verwertungsraten | ISDA-Modell |
| Versicherungstechnische Derivate | Theoretischer Kurs | Beizulegende Zeitwerte von Katastrophenanleihen, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Sonstiges | |||
| Immobilien | Theoretischer Wert | Lage, Baujahr, Mietflächen, Nutzungsart, Laufzeit der Mietverträge, Höhe der Mieten | Erweitertes Ertragswertverfahren |
| Infrastruktur- Fremdkapitalfinanzierungen |
Theoretischer Kurs | Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Infrastruktur- Eigenkapitalinvestments |
a) Auszahlung (Bauphase) b) theoretischer Kurs (in Betrieb) | Anschaffungskosten, abgeleiteter Cashflow, Zinsstrukturkurve | a) Nettozahlungen b) Barwertmethode |
1 NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert)
Wertminderungen: Die in IFRS 9 dargelegten Wertminderungsvorschriften gelten für alle Schuldinstrumente, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, sowie für alle außerbilanziellen Kreditzusagen und für finanzielle Garantien.
Die Wertberichtigungen werden gemäß IFRS 9 nach einem dreistufigen Modell ermittelt:
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| ― | Stufe 1 besteht aus Schuldinstrumenten, für die angenommen wird, dass das Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat. |
| ― | Stufe 2 besteht aus Schuldinstrumenten, die nicht ausgefallen sind, deren Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz jedoch signifikant erhöht hat. Diese signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird anhand von quantitativen und qualitativen Informationen, einer Kreditrisikobeurteilung und zukunftsorientierten Informationen bestimmt. |
| ― | Stufe 3 besteht aus allen Schuldinstrumenten, die als ausgefallen klassifiziert wurden. Nach der Definition des Konzerns gelten diese Schuldinstrumente als wertgemindert. |
Derzeit verfügt der Konzern über keine Vermögenswerte mit bereits bei Erwerb oder Ausreichung beeinträchtigter Bonität (POCI; Purchased or Originated Credit-Impaired).
Der Wertminderungsprozess nach IFRS 9 ist ein essenzieller Bestandteil des Kreditrisikomanagements des Konzerns. Der erwartete Kreditverlust (ECL, Expected Credit Loss), der als Grundlage für die Erfassung von Wertminderungen innerhalb des Konzerns dient, wird entweder automatisch mit einer "ECL-Engine" oder, im Falle von ausgefallenen Vermögenswerten (Stufe 3), auf individueller Basis ermittelt. Die Berechnungen erfolgen in beiden Fällen separat für jedes einzelne Schuldinstrument. Die "ECL-Engine" wird zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste für alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 und Stufe 2 eingesetzt.
Wertminderungen auf Finanzinstrumente der Stufe 3 werden grundsätzlich auf Einzelfallbasis an jedem Quartalsstichtag erfasst.
Wertminderungen und Wertaufholungen im Rahme des ECL werden unabhängig vom Bewertungsmodell in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der Konzern verwendet für die Bemessung der ECL vor allem die drei folgenden Komponenten:
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| ― | die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD; Probability of Default), |
| ― | die Verlustquote bei Ausfall (LGD; Loss Given Default) und |
| ― | die Forderungshöhe bei Ausfall (EAD; Exposure at Default). |
Soweit wie möglich wird der ECL auf Transaktionsebene mithilfe eines risikoadjustierten Zahlungsstrommodells ermittelt. Diese Inputfaktoren werden bei Bedarf zur Berücksichtigung der Anforderungen nach IFRS 9 angepasst (z. B. durch Verwendung von Point-In-Time (PIT)-Faktoren). Die Einbeziehung von Prognosen hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen in die ECL-Bemessung wirkt sich auf die Risikovorsorge für Vermögenswerte der Stufe 1 und Stufe 2 aus. Dabei werden geeignete mehrjährige Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet, um den ECL für die Restlaufzeiten der Vermögenswerte zu ermitteln.
Während des Asset-Allokations-Prozesses werden alle finanziellen Vermögenswerte zunächst der Stufe 1 zugeordnet. In Fällen, in denen sich das Kreditrisiko signifikant erhöht hat, werden die finanziellen Vermögenswerte in die Stufe 2 übertragen. Signifikante Verschlechterungen werden mithilfe ratingspezifischer und prozessbasierter Indikatoren ermittelt. Dagegen erfolgt die Zuordnung von Finanzinstrumenten zur Stufe 3 auf Grundlage des Ausfallstatus des Kontrahenten.
Ratingspezifische Indikatoren: Für den Vergleich der aktuellen tatsächlichen Ausfallwahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag mit der ursprünglichen Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zieht der Konzern eine dynamische Veränderung der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kontrahenten heran. Der verwendete Schwellenwert hängt von der ursprünglichen Bonität des Schuldners ab. Erst wenn sich das aktuelle Rating gegenüber dem ursprünglichen Rating um mindestens zwei Ratingstufen verringert hat, ist eine Umgruppierung zwischen den Stufen vorzunehmen. Darüber hinaus macht der Konzern von dem optionalen vereinfachenden Ansatz Gebrauch, der bei Finanzinstrumenten mit niedrigem Kreditrisiko anwendbar ist. Nach diesem Wahlrecht werden Instrumente nicht der Stufe 2 zugeordnet, wenn sie weiterhin ein Emittentenrating im Investment-Grade-Bereich haben.
Prozessbasierte Indikatoren: Die qualitativen Prozesse des Konzerns basieren auf den bestehenden Risikomanagementindikatoren, mit denen festgestellt wird, ob sich das mit dem finanziellen Vermögenswert verbundene Kreditrisiko signifikant erhöht hat. Diese Indikatoren umfassen die obligatorische Einbeziehung in eine "Watchlist" sowie die qualitative Beurteilung der seit dem erstmaligen Ansatz der Vermögenswerte in der Bilanz eingetretenen Veränderungen des Risikos.
Wenn die Voraussetzungen für eine Umgruppierung zwischen Stufen erfüllt sind, der finanzielle Vermögenswert jedoch nicht als ausgefallen eingestuft wurde, verbleibt der betreffende Vermögenswert weiterhin in Stufe 2. Wenn keiner der Indikatoren weiter zutrifft und der finanzielle Vermögenswert nicht ausgefallen ist, wird der Vermögenswert der Stufe 1 zugeordnet.
Bei einem Ausfall des finanziellen Vermögenswertes erfolgt eine Zuordnung in Stufe 3. Wenn ein zuvor ausgefallener finanzieller Vermögenswert nicht länger als ausgefallen eingestuft wird, wird er in Stufe 2 oder Stufe 1 umgegliedert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Miet-/Leasingverhältnissen werden nach einem vereinfachten Wertminderungsmodell behandelt; der beim erstmaligen Ansatz einer Wertminderung ausgewiesene Betrag entspricht der Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit der Forderungen, unabhängig von der Bonität der Forderungen. Talanx bestimmt die erwarteten Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Forderungen aus Miet-/Leasingverhältnissen anhand historischer Ausfallquoten. Die angepassten Ausfallquoten basieren auf den Durchschnittswerten der letzten Jahre. Diese Inputfaktoren für das Modell werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Eine Übersicht der Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente findet sich in der Anmerkung 8 des Anhangs.
Im Rahmen des vereinfachten Wertminderungsmodells werden die Forderungen in die Stufe 3 übertragen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag ausgewiesen, wenn ein Rechtsanspruch darauf besteht und der Konzern beabsichtigt, solche Positionen auf Nettobasis auszugleichen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, unverändert im Konzern verbleiben. Barsicherheiten werden in der Position "Übrige Verbindlichkeiten" bilanziell angesetzt. Wertpapiere, die als Sicherheit hereingenommen werden, werden mangels Übertragung der verbundenen Risiken und Chancen nicht bilanziert.
Im Rahmen echter Wertpapierpensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) verkauft der Konzern Wertpapiere bei gleichzeitiger Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einem bestimmten Wert zurückzunehmen. Da die wesentlichen Risiken und Chancen im Konzern verbleiben, werden diese Kapitalanlagen weiterhin bilanziert. Die Rückgabeverpflichtung der erhaltenen Zahlung weisen wir in der Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten" aus. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung vereinbarten Betrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und in der Gewinn- und Verlustrechnung (im Kapitalanlageergebnis) ausgewiesen.
In der Position "Übrige Kapitalanlagen" bilanziert der Konzern im Wesentlichen Vermögenswerte aus Infrastrukturinvestments (insbesondere aus vollkonsolidierten Windparkprojektgesellschaften), die zu Anschaffungskosten erfasst werden. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Eine zu bilanzierende Rückstellung für Rückbauverpflichtungen weisen wir in der Position "Sonstige Rückstellungen" aus. Außerdem überprüfen wir diese Bestände zum Abschlussstichtag auf ihre Werthaltigkeit. Wertminderungen, Wertaufholungen und planmäßige Abschreibungen wie auch Umsatzerlöse aus diesen Anlagen erfassen wir im Kapitalanlageergebnis.
Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen beinhalten Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Gewinne und Verluste aus diesen Kapitalanlagen werden im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen, während die damit verbundenen Änderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen in den versicherungstechnischen Finanzerträgen und -aufwendungen ausgewiesen werden. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste.
Für weitere Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten verweisen wir auf den Konzernlagebericht im Geschäftsbericht 2022 (Kapitel "Risikobericht"; Abschnitt "Risiken aus Kapitalanlagen").
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden zum Nominalbetrag bilanziert.
Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der begebenen Anleihen und Darlehen, soweit es sich nicht um Verbindlichkeiten aus Derivaten und den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen aus Investmentverträgen handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Derivaten bewertet der Konzern zum beizulegenden Zeitwert. Die Aufzinsung dieser finanziellen Verbindlichkeiten weisen wir unter den Finanzierungszinsen aus. Die beizulegenden Zeitwerte von Investmentverträgen werden grundsätzlich zu Rückkaufswerten für Versicherungsnehmer und Kontensalden bestimmt. Daneben nutzt der Konzern die Fair-Value-Option, um eine Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) in Bezug auf die die Verbindlichkeiten deckenden Kapitalanlagen aus Investmentverträgen zu beseitigen oder wesentlich zu verringern.
Der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten, dass eine Wertminderung vorliegen könnte, einem Werthaltigkeitstest unterzogen und mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen, Amortisationen und Wertminderungen angesetzt. Sie werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei Software in der Regel drei bis zehn Jahre, die der erworbenen Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen grundsätzlich vier bis 16 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (z. B. erworbene Markennamen) werden jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Abschreibungen, Amortisationen, Wertaufholungen und Wertminderungen, die im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind, werden auf die versicherungsspezifischen Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie in den sonstigen Erträgen/ Aufwendungen ausgewiesen.
Aktive und passive latente Steuern werden aus temporären Unterschieden zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen ermittelt. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Steuergutschriften sowie auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt.
Die Ermittlung der aktiven Steuerabgrenzungen wird in den jeweiligen Staaten von den lokalen Steuer- und Finanzfachleuten vorgenommen. Die Ergebnisplanungen beruhen auf Geschäftsplänen, die in einem ordentlichen Verfahren geprüft und genehmigt wurden. Sie werden auch für die Unternehmenssteuerung verwendet. Ein besonders aussagekräftiger Nachweis wird entsprechend konzerneinheitlichen Grundsätzen verlangt, wenn das betreffende Konzernunternehmen aktuell oder in einer Vorperiode einen Verlust erwirtschaftet hat. Der Ansatz und die Werthaltigkeit wesentlicher aktiver Steuerabgrenzungen werden von der Konzernsteuerabteilung geprüft.
Latente Steuern werden anhand der im jeweiligen Jahr geltenden landesspezifischen Steuersätze berechnet. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 32,2 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind.
Sonstige Vermögenswerte bilanzieren wir mit Ausnahme der Sicherungsinstrumente grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen. Die Nutzungsdauer bei selbst genutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren. Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren. Hinsichtlich der Bewertung bzw. Prüfung der Werthaltigkeit von selbst genutztem Grundbesitz gelten grundsätzlich die Aussagen analog der Darstellung zu fremdgenutzten Immobilien. Abschreibungen/Wertminderungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder in der Position "Sonstige Erträge/Aufwendungen" ausgewiesen. Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für diese Finanzinstrumente wird aufgrund der kurzen Haltedauer und der großen Anzahl an betroffenen Transaktionen ein vereinfachter Wertminderungsansatz auf Portfolioebene basierend auf historischen Ausfallquoten verwendet (s. o.).
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und gesondert ausgewiesen, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchst wahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Bewertungen von Finanzinstrumenten werden in Folgeperioden nicht geändert. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" berücksichtigt. Wertminderungen sind im Gewinn bzw. Verlust zu erfassen, wobei ein späterer Wertanstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulierten Wertminderungsaufwands führt.
Die wichtigsten vom Konzern eingegangenen Leasingverhältnisse betreffen Gebäude sowie technische Geräte und IT-Ausstattung. Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein solcher Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Er verwendet ein einheitliches Modell für den Ansatz und die Bewertung aller Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten, außer im Falle von geringwertigen Vermögenswerten. Als Leasingnehmer erfasst der Konzern zum Bereitstellungsdatum ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit, die die Verpflichtung des Konzerns, Leasingzahlungen zu leisten, abbildet. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden in der Konzernbilanz unter den Sachanlagen ausgewiesen. Leasingverbindlichkeiten werden in der Position "Übrige Verbindlichkeiten" ausgewiesen und gemäß den Bestimmungen von IFRS 16 bewertet. Der Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch, IFRS 16 nicht auf kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten ab Bereitstellungsdatum) und auf Leasingverhältnisse für geringwertige technische Anlagen und IT-Ausstattung anzuwenden. In diesen Fällen werden die Leasingzahlungen als laufender Aufwand erfasst.
Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklagen, die Gewinnrücklagen und die übrigen Rücklagen ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die von den Aktionären der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge.
Die Gewinnrücklagen umfassen die Zuführungen aus dem Jahresergebnis sowie thesaurierte Gewinne, die die Konzernunternehmen seit ihrer Konzernzugehörigkeit erzielt haben. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden im Anfangsbestand der Gewinnrücklagen erfasst.
Übrige Rücklagen: Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von erfolgsneutral zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten werden in der Position "Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen" ausgewiesen. Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in den Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Bewertung nach der Equity-Methode werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen, genauso wie der effektive Teil des Gewinns/Verlusts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow-Hedges.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis und im Eigenkapital in der Position "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden dabei nicht nur die am Abschlussstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten berücksichtigt, sondern auch deren zukünftige Entwicklung. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für hochwertige Unternehmensanleihen gelten. Der verwendete Abzinsungssatz ist ein zahlungsgewichteter Durchschnittszins, in dem sich die Fälligkeiten, die Höhe und die Währung der zu zahlenden Leistungen widerspiegeln. Bei der Extrapolation der Euro-Zinsstrukturkurve berücksichtigt der Konzern zudem einen Trend bezüglich des Spreads von Unternehmensanleihen zur Verbesserung der Schätzgenauigkeit. Bei wesentlichen Plänen werden individuelle Zinssätze zur Ermittlung von Zinsaufwendungen und -erträgen nach der Spot-Rate-Methode angewendet, d. h. die unterschiedlichen Zahlungsströme werden mit verschiedenen Zinssätzen gewichtet berücksichtigt.
Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds oder durch externe Vermögenswerte gedeckte Leistungszusagen), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsverpflichtungen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der betreffenden Vermögenswerte auszuweisen. Sofern der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte die zugehörigen Pensionsverbindlichkeiten übersteigt, wird dieser Nettobetrag in der Position "Sonstige Forderungen" ausgewiesen, angepasst um Effekte aus der Vermögensobergrenze (Asset Ceiling). Die Kostenkomponenten aus der Veränderung der leistungsorientierten Pläne werden, soweit sie den Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf die Nettoschuld betreffen, im Gewinn oder Verlust der Periode berücksichtigt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen und Plankürzungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen werden im Zeitpunkt ihres Eintritts im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst. Sämtliche Neubewertungseffekte werden im sonstigen Ergebnis bilanziert und im Eigenkapital ausgewiesen. Die Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen umfassen zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus den Bruttopensionsverpflichtungen, zum anderen den Unterschied zwischen der tatsächlich realisierten Planvermögensrendite und den versicherungsmathematischen Zinserträgen auf Planvermögen. Im Fall einer Überdotierung von länen fließt in die Neubewertungskomponente außerdem die Differenz zwischen dem Zinsaufwand auf die Auswirkung der Vermögensobergrenze und der gesamten Veränderung des Nettovermögens aus der Auswirkung der Vermögensobergrenze ein.
Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Ist der Effekt aus dem Zeitwert des Geldes wesentlich, werden die Rückstellungen abgezinst. Restrukturierungsrückstellungen werden dann angesetzt, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Restrukturierung durch den Konzern genehmigt wurde und die wesentlichen Details der Restrukturierung öffentlich angekündigt wurden. Die Rückstellungen beinhalten u. a. Annahmen hinsichtlich der Anzahl der von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter, der Höhe der Abfindungszahlungen und der Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Verträgen. Aufwendungen, die mit den zukünftigen Geschäftstätigkeiten zusammenhängen (z. B. Versetzungskosten), werden nicht bei der Festlegung der Rückstellungen berücksichtigt.
Anteilsbasierte Vergütungen werden im Konzern ausschließlich in bar abgegolten. Die Schulden der in bar zu erfüllenden Vergütungspläne werden zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag bewertet. Der beizulegende Zeitwert jedes dieser Pläne wird als Aufwand über den Erdienungszeitraum verteilt. Danach wird jede Änderung des beizulegenden Zeitwertes von nicht ausgeübten Plänen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der Versicherungsumatz ist definiert als der Gesamtbetrag der Veränderungen des Vermögenswertes für den zukünftigen Versicherungsschutz aus (Rück-)Versicherungen und der Veränderungen der Deckungsrückstellung, die in dem Zeitraum eingetreten sind, der sich auf den Versicherungsschutz oder andere Leistungen bezieht, für die der Konzern den Erhalt einer Gegenleistung erwartet. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse aus der Übertragung des zugesagten Versicherungsschutzes und zugesagter anderer Leistungen in Höhe der Gegenleistung, auf die der Konzern im Gegenzug für diese Leistungen voraussichtlich einen Anspruch hat. Das bedeutet, dass der Konzern keine Kapitalanlagekomponenten in den Versicherungsumsatz einbezieht und Letzteres in jeder Berichtsperiode als den Betrag erfasst, mit dem die Leistungsverpflichtungen aus den Versicherungsverträgen erfüllt werden. Der Versicherungsumsatz ist die wesentliche Kennzahl, die zur Bereitstellung von Informationen über das Geschäftsvolumen und die Bruttowertentwicklung herangezogen werden.
Im Rahmen des GMM und des VFA fließen in den Versicherungsumsatz die folgenden Posten ein:
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| ― | eine Auflösung der CSM, deren Bewertung auf den bereitgestellten Deckungseinheiten basiert (siehe nachfolgenden Abschnitt "Auflösung der CSM"); |
| ― | Änderungen der Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken, die mit zukünftigen Leistungen verbunden sind; |
| ― | im Laufe des Geschäftsjahres zu begleichende Schadensfälle und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen; diese werden normalerweise mit den zu Jahresbeginn erwarteten Beträgen bewertet. Dieser Posten enthält Beträge ebenfalls aus der zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes einer Gruppe von Verträgen erfolgten Ausbuchung von Vermögenswerten für Zahlungsströme (außer Abschlusskosten), die als Versicherungsumsatz erfasst werden, zuzüglich der zum entsprechenden Zeitpunkt angefallenen versicherungstechnischen Aufwendungen; |
| ― | andere Beträge, einschließlich erfahrungsbedingter Anpassungen bezogen auf Prämieneinnahmen für aktuelle oder vergangene Leistungen für das Lebensversicherungsgeschäft, zuzüglich Beträgen in Verbindung mit beim Versicherungsnehmer entstandenen Steueraufwendungen für das Überschussbeteiligungsgeschäft. |
Die Höhe der CSM für eine Gruppe von Versicherungsverträgen, die in einem bestimmten Geschäftsjahr als Versicherungsumsatz erfasst wird, bestimmt sich aus der Identifizierung der Deckungseinheiten in der Gruppe, aus der Aufteilung der am Ende des Jahres verbleibenden CSM vor der gleichmäßigen Aufteilung auf jede in der laufenden Periode erbrachte bzw. in künftigen Jahren voraussichtlich zu erbringende Deckungseinheit sowie aus der erfolgswirksamen Erfassung des den in der Periode erbrachten Deckungseinheiten zugeordneten Betrags der CSM. Die Anzahl der Deckungseinheiten ist die Menge der Leistungen gemäß den Verträgen in der Gruppe; diese Anzahl wird bestimmt, indem für jeden Vertrag die Menge der gemäß dem Vertrag zu erbringenden Leistungen und der erwartete Deckungszeitraum für den Vertrag berücksichtigt wird. Die Deckungseinheiten werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und aktualisiert. Diese Deckungseinheiten basieren auf Volumengrößen, die ins Verhältnis zwischen deren Höhe am Ende der abgelaufenen Periode und der gesamten Vertragslaufzeit gesetzt werden, um den Service für die Periode zu bestimmen. Die Deckungseinheiten wählen wir für jedes Versicherungsgeschäft so dass sie die jeweilige Leistungserbringung bestmöglich widerspiegeln.
Die im Rahmen von Versicherungsverträgen erbrachten Leistungen umfassen Versicherungsschutz und, für alle Verträge mit direkter Überschussbeteiligung, kapitalanlagebezogene Leistungen im Zusammenhang mit dem Management der zugrunde liegenden Referenzwerte im Namen der Versicherungsnehmer sowie gegebenenfalls die zur Erwirtschaftung von Kapitalerträgen erbrachten Leistungen für Verträge mit indirekter Überschussbeteiligung. Der erwartete Deckungszeitraum spiegelt die Erwartung hinsichtlich Vertragsstornierungen sowie die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von versicherten Ereignissen wider, soweit diese den erwarteten Deckungszeitraum beeinflussen. Der Zeitraum für die kapitalanlagebezogenen Leistungen endet spätestens an dem Datum, an dem alle an derzeitige Versicherungsnehmer fälligen Beträge in Bezug auf diese Leistungen ausgezahlt wurden.
Der im Gewinn oder Verlust für die Periode erfasste Betrag entspricht dem Verhältnis der Deckungseinheiten für die laufende Periode der CSM zur Summe der Deckungseinheiten für die laufende und alle verbleibenden Perioden, angewendet auf die angepasste CSM vor ihrer Auflösung.
Im Rahmen des PAA entspricht der Versicherungsumsatz in jeder Periode dem Betrag der Prämieneinnahmen für die Bereitstellung von Versicherungsschutz in der Periode. Die erwarteten Prämieneinnahmen werden auf Grundlage des Zeitablaufs zugeordnet, oder alternativ basierend auf einem anderen Einnahmeverlauf, wenn das erwartete Muster der Befreiung vom Risiko während des Deckungszeitraums signifikant vom Zeitablauf abweicht.
Versicherungstechnische Aufwendungen aus Versicherungsverträgen werden grundsätzlich direkt erfolgswirksam erfasst. Darin sind keine Rückzahlungen von Kapitalanlagekomponenten enthalten. Die versicherungstechnischen Aufwendungen umfassen u. a. folgende Posten:
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| ― | eingetretene Schadensfälle und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen; |
| ― | Amortisierung der Abschlusskosten: Bei nicht mit dem PAA bewerteten Verträgen entspricht dies dem Betrag des im Geschäftsjahr erfassten Versicherungsumsatzes, der sich auf die Wiedererlangung der Abschlusskosten bezieht. Im Falle von Verträgen, die mit dem PAA bewertet werden, nimmt der Konzern eine lineare Abschreibung der Abschlusskosten über den Deckungszeitraum der Gruppe von Verträgen vor; |
| ― | Verluste aus belastenden Verträgen sowie Wertaufholungen bezogen auf solche Verluste; |
| ― | Anpassungen der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die sich nicht aus den Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes, des finanziellen Risikos und der Änderungen des finanziellen Risikos ergeben; |
| ― | Wertminderungsaufwendungen auf Vermögenswerte für Abschlusskosten und zugehörige Wertaufholungen. |
Das Ergebnis aus Rückversicherungsverträgen ist getrennt von den Erträgen oder Aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen darzustellen und umfasst saldiert die vom Rückversicherer erstatteten Beträge abzüglich der versicherungstechnische Aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen. Grundsätzlich setzt sich das Ergebnis aus Rückversicherungen wie im GMM zusammen. Der Talanx Konzern erfasst die Zahlungen des Rückversicherers aus eingetretenen Schadenfällen als Erträge aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen. Bei Verträgen im GMM entsprechen das Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen der Auflösung der CSM für gehaltene Rückversicherungsverträge. Im Falle von mit dem PAA bewerteten Verträgen entsprechen die versicherungstechnischen Aufwendungen aus Rückversicherungen der Höhe der erwarteten Prämienzahlungen für den Erhalt des Rückversicherungsschutzes in der Berichtsperiode, welche dann mit den erhaltenen Versicherungsleistungen aus der Rückversicherung verrechnet werden.
Der Posten "Versicherungstechnisches Finanzergebnis" umfasst die Änderungen des Buchwerts der Gruppe von Versicherungsverträgen, die sich aus den Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes (der Wert zum Periodenanfang ist mit dem Zinssatz, der für die Diskontierung heranzgezogen wurde, aufzuzinsen [Locked-in-Zinssatz]), den Auswirkungen des finanziellen Risikos und aus den Auswirkungen der Änderungen des finanziellen Risikos ergeben, es sei denn, dass solche Änderungen bei Gruppen von Versicherungsverträgen mit direkter Überschussbeteiligung einer Verlustkomponente zugeordnet und in der Position "Versicherungstechnische Aufwendungen" ausgewiesen werden.
Der Talanx Konzern hat entschieden, grundsätzlich für alle Portfolios des Konzerns eine Aufteilung der versicherungstechnischen Finanzerträge und -aufwendungen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Ergebnis vorzunehmen. Im Falle von Verträgen, die mit dem VFA bewertet werden, resultiert die Erfassung im sonstigen Ergebnis in der Eliminierung von Rechnungslegungsanomalien innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Betrag, der den erfolgswirksam erfassten Erträgen oder Aufwendungen aus zugrunde liegenden Vermögenswerten entspricht (Kapitalanlageergebnis einschließlich des Ergebnisses aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen), fließt in die Finanzerträge oder -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen ein. Der restliche Betrag der Finanzerträge oder -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen für die Berichtsperiode wird im sonstigen Ergebnis erfasst.
Bei einer Ausbuchung eines Vertrages ohne direkte Überschussbeteiligung infolge einer Übertragung an einen Dritten oder bei einer Vertragsänderung werden sämtliche verbleibenden im sonstigen Ergebnis kumulierten Beträge für den Vertrag als Umgliederungsbetrag erfolgswirksam umgegliedert. Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen für alle anderen Verträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Die im sonstigen Ergebnis dargestellten Beträge werden in der Rücklage für versicherungstechnische Finanzerträge/Finanzaufwendungen kumuliert. Bucht der Konzern einen Vertrag ohne direkte Überschussbeteiligung infolge einer Übertragung an einen Dritten oder aufgrund einer Vertragsänderung aus, werden sämtliche verbleibenden im sonstigen Ergebnis kumulierten Beträge für den Vertrag als Umgliederungsbetrag erfolgswirksam umgegliedert.
Die Zusammensetzung des Kapitalanlageergebnisses ist der Anmerkung 15 im Konzernanhang zu entnehmen.
Die Zusammensetzung der Sonstigen Erträge/Aufwendungen ist der Anmerkung 18 im Konzernanhang zu entnehmen. In den Sonstigen Erträgen/Aufwendungen (Position: Übrige Aufwendungen) sind auch die Kosten enthalten, die der Erfüllung von Versicherungsverträgen nicht direkt zugeordnet werden können (z. B. Kosten für die Produktentwicklung und Training).
Der Konzern erbringt neben seiner Kerngeschäftstätigkeit (im Anwendungsbereich des IFRS 17) verschiedene mit dem Versicherungsgeschäft im weiteren Sinne im Zusammenhang stehende Dienstleistungen, insbesondere Kapitalverwaltungsleistungen und sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen, die in den Anwendungsbereich des IFRS 15 ("Erlöse aus Verträgen mit Kunden") fallen. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden dann realisiert, wenn die Verfügungsgewalt über die zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Höhe der Umsatzrealisierung entspricht dem Betrag der Gegenleistung, die der Konzern für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an den Kunden voraussichtlich erhalten wird. Der Konzern fungiert bei Verträgen im Anwendungsbereich des IFRS 15 als Prinzipal, da er grundsätzlich die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen hat, bevor sie auf den Kunden übertragen werden. Verträge mit Kunden beinhalten in der Regel keine signifikanten Finanzierungskomponenten. Diese Umsatzerlöse sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" des Konzernanhangs angegeben.
Der Steueraufwand enthält die tatsächliche Steuerbelastung auf die Ergebnisse der Konzernunternehmen, auf die die jeweiligen lokalen Steuersätze angewendet werden, sowie Veränderungen der aktiven und der passiven latenten Steuern. Aufwand und Ertrag aus Zinsen oder Strafen, die an die Steuerbehörden zu zahlen sind, werden in der Position "Sonstige Erträge/Aufwendungen" ausgewiesen.
Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro.
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die entsprechende funktionale Währung der Unternehmenseinheiten umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden im Währungsergebnis ausgewiesen. Fremd-währungsgewinne/-verluste aus nicht monetären Posten (z. B. Eigenkapitalinstrumente), die als FVOCI klassifiziert sind, werden ohne die Möglichkeit einer späteren Umbuchung in den Gewinn oder Verlust im sonstigen Ergebnis bilanziert.
Fremdwährungspositionen (einschließlich Geschäfts- und Firmenwerte) ausländischer Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir mit dem Devisenmittelkurs am Abschlussstichtag in Euro um, Fremdwährungspositionen in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen, soweit die Umrechnungsdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist.
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| Bilanz (Stichtag) | Erfolgsrechnung (Durchschnitt) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR entspricht | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AUD | Australien | 1,6397 | 1,5710 | 1,6107 | 1,5215 |
| BRL | Brasilien | 5,2693 | 5,6362 | 5,4805 | 5,5940 |
| CAD | Kanada | 1,4404 | 1,4449 | 1,4586 | 1,3900 |
| CLP | Chile | 871,9600 | 910,0600 | 877,7371 | 912,1443 |
| GBP | Großbritannien | 0,8582 | 0,8872 | 0,8750 | 0,8432 |
| MXN | Mexiko | 18,5457 | 20,8805 | 19,6652 | 22,1267 |
| PLN | Polen | 4,4384 | 4,6843 | 4,6201 | 4,6380 |
| SEK | Schweden | 11,8103 | 11,1118 | 11,3722 | 10,4546 |
| TRY | Türkei | 28,2839 | 19,9821 | 21,8850 | 16,0128 |
| USD | USA | 1,0855 | 1,0675 | 1,0785 | 1,0921 |
Die Türkei wird seit dem zweiten Quartal 2022 für Zwecke der Finanzberichterstattung als hochinflationär im Sinne des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) eingestuft. Somit haben Gesellschaften, deren funktionale Währung der türkischen Lira (TRY) entspricht, für Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2022 enden, die Rechnungslegung gemäß IAS 29 anzuwenden. Demnach werden die betroffenen Abschlüsse nicht auf Basis historischer An-schaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation dargestellt. Der in diesem Zusammenhang durch das Turkish Statistical Institute (TURKSTAT) verwendete Verbraucherindex beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf 1.351,59 (31.12.2022: 1.128,45). Insgesamt hat sich für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 ein Gewinn aus der Nettoposition der monetären Posten von 26 Mio. EUR ergeben, der im übrigen Ergebnis ausgewiesen wurde. Dieser beinhaltet einen Ergebnisbeitrag in Höhe von +15 Mio. EUR.
Die im Konzerngeschäftsbericht 2022 beschriebenen geschäftlichen Aktivitäten, die Geschäftsbereiche sowie die berichtspflichtigen Segmente des Talanx Konzerns und die Produkte und Dienstleistungen, mit denen diese Erträge erzielt werden, sind zum Ende der Zwischenberichtsperiode weiterhin zutreffend. Die dort aufgeführten allgemeinen Angaben zur Segmentberichterstattung sowie die Aussagen zu der Bewertungsgrundlage für das Ergebnis der berichtspflichtigen Segmente sind weiterhin gültig.
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| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 163 | 164 | 302 | 304 | 952 | 758 |
| B. Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 87 | 63 | - | - | 21 | 17 |
| C. Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 7.276 | 7.193 | 155 | 211 | 941 | 870 |
| D. Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 12.557 | 11.230 | 47.321 | 46.591 | 12.907 | 12.745 |
| E. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 11.622 | 10.907 | 372 | 359 |
| F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 887 | 889 | 782 | 817 | 395 | 329 |
| G. Aktive Steuerabgrenzung | 45 | 46 | 270 | 285 | 277 | 298 |
| H. Sonstige Vermögenswerte | 1.073 | 901 | 699 | 609 | 750 | 753 |
| I. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 27 | 34 | - | 36 | - | 473 |
| Summe der Aktiva | 22.115 | 20.519 | 61.151 | 59.760 | 16.616 | 16.603 |
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| In Mio. EUR | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 176 | 173 | 66 | 74 | - | - |
| B. Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1.216 | 1.448 | - | - | -79 | -83 |
| C. Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 2.028 | 2.590 | 1.761 | 1.618 | -4.947 | -4.991 |
| D. Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 57.206 | 55.869 | 2.136 | 2.873 | -1.653 | -1.964 |
| E. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.014 | 1.309 | 360 | 248 | - | - |
| G. Aktive Steuerabgrenzung | 461 | 458 | 285 | 285 | -193 | -166 |
| H. Sonstige Vermögenswerte | 4.845 | 4.107 | 619 | 1.015 | -2.873 | -3.276 |
| I. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | - | - | - | - | - | -9 |
| Summe der Aktiva | 66.946 | 65.954 | 5.227 | 6.113 | -9.746 | -10.488 |
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| In Mio. EUR | Gesamt | |
|---|---|---|
| Aktiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- |
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 1.659 | 1.472 |
| B. Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1.244 | 1.444 |
| C. Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 7.213 | 7.492 |
| D. Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 130.474 | 127.345 |
| E. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 11.995 | 11.266 |
| F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.438 | 3.592 |
| G. Aktive Steuerabgrenzung | 1.146 | 1.205 |
| H. Sonstige Vermögenswerte | 5.113 | 4.110 |
| I. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 27 | 534 |
| Summe der Aktiva | 162.309 | 158.460 |
1 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen"
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| In Mio. EUR | Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 410 | 410 | 192 | 206 | 101 | 105 |
| C. Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 16.973 | 15.935 | 57.689 | 56.385 | 10.832 | 10.928 |
| D. Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 212 | 167 | 22 | 28 | 1 | 1 |
| E. Andere Rückstellungen | 650 | 654 | 373 | 283 | 326 | 284 |
| F. Verbindlichkeiten | 1.181 | 907 | 1.127 | 1.239 | 2.349 | 2.315 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 185 | 161 | 78 | 69 | 126 | 74 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 40 | 44 | - | - | - | 406 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 19.651 | 18.277 | 59.481 | 58.210 | 13.736 | 14.112 |
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| In Mio. EUR | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 3.592 | 4.096 | 1.246 | 1.246 | -1.032 | -1.054 |
| C. Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 42.493 | 41.769 | 2.489 | 2.288 | -4.682 | -4.758 |
| D. Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 463 | 557 | - | - | -216 | -188 |
| E. Andere Rückstellungen | 486 | 516 | 1.263 | 1.354 | -1 | - |
| F. Verbindlichkeiten | 7.497 | 6.918 | 2.096 | 2.914 | -3.467 | -4.162 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.290 | 2.178 | - | - | -207 | -185 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | - | - | - | - | - | - |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 56.820 | 56.035 | 7.095 | 7.802 | -9.605 | -10.348 |
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| In Mio. EUR | Gesamt | |
|---|---|---|
| Passiva | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- |
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 4.509 | 5.009 |
| C. Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 125.795 | 122.547 |
| D. Verbindlichkeiten aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 482 | 564 |
| E. Andere Rückstellungen | 3.098 | 3.092 |
| F. Verbindlichkeiten | 10.784 | 10.130 |
| G. Passive Steuerabgrenzung | 2.472 | 2.296 |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1 | 40 | 450 |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 147.179 | 144.089 |
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| Eigenkapital 2 | 15.130 | 14.371 |
| Summe der Passiva | 162.309 | 158.460 |
1 Weitere Ausführungen siehe Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen"
2 Konzerneigenkapital und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023 ¹
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| Industrieversicherung | Privat- und Firmenversicherung Deutschland | Privat- und Firmenversicherung International | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Versicherungsumsatz | 4.221 | 3.831 | 1.722 | 1.712 | 3.087 | 2.485 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 28 | 27 | 48 | 34 | - | - |
| davon mit fremden Dritten | 4.193 | 3.805 | 1.675 | 1.678 | 3.087 | 2.485 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -3.501 | -3.282 | -1.478 | -1.470 | -2.879 | -2.301 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -428 | -324 | -66 | -34 | -23 | -74 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 292 | 226 | 179 | 208 | 185 | 110 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 235 | 256 | 945 | 1.169 | 381 | 377 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -127 | -145 | -414 | -825 | -129 | -208 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 108 | 111 | 531 | 343 | 252 | 169 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | - | - | -3 | 4 | 3 | - |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 4 | 8 | - | - | - | - |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 800 | 207 | 27 | 2 |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | -46 | -1.757 | -2 | -55 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 754 | -1.550 | 25 | -53 |
| Kapitalanlageergebnis | 108 | 111 | 1.285 | -1.207 | 277 | 116 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 7 | -524 | -1.215 | 1.217 | -184 | -96 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -22 | 340 | - | 1 | 56 | 39 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -15 | -185 | -1.215 | 1.218 | -129 | -58 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -44 | 177 | - | - | 9 | 22 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -59 | -8 | -1.215 | 1.218 | -120 | -36 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 49 | 103 | 70 | 11 | 157 | 81 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -22 | 130 | -10 | 30 | 20 | 28 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | 44 | -177 | - | - | -9 | -22 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | -17 | 7 | -1 | 3 | -4 | 1 |
| Währungsergebnis | 5 | -39 | -10 | 33 | 7 | 7 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 66 | 90 | 39 | 38 | 63 | 31 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -221 | -206 | -128 | -147 | -164 | -124 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -155 | -116 | -89 | -109 | -101 | -93 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 190 | 174 | 150 | 143 | 249 | 104 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 190 | 174 | 150 | 143 | 249 | 104 |
| 9. Finanzierungszinsen | -6 | -5 | -3 | -3 | -10 | 2 |
| 10. Ertragsteuern | -34 | -44 | -53 | 25 | -57 | -30 |
| Periodenergebnis | 151 | 124 | 93 | 165 | 181 | 76 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | 5 | 4 | 41 | 29 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 151 | 124 | 88 | 162 | 141 | 47 |
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| Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Versicherungsumsatz | 12.273 | 11.816 | 533 | 437 | -974 | -1.123 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 430 | 607 | 468 | 455 | -974 | -1.123 |
| davon mit fremden Dritten | 11.843 | 11.209 | 65 | -18 | - | - |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -10.291 | -10.920 | -536 | -553 | 788 | 1.058 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -903 | -203 | 16 | 128 | 66 | 108 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.079 | 694 | 12 | 13 | -120 | 43 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 1.110 | 1.300 | 32 | 14 | -27 | -29 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -244 | -460 | -77 | -54 | 42 | 42 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 866 | 839 | -45 | -40 | 15 | 14 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 9 | -20 | - | - | - | - |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 17 | 5 | - | - | - | - |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 866 | 839 | -45 | -40 | 15 | 14 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -145 | -1.362 | -17 | -17 | 23 | 20 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 6 | 109 | 8 | 7 | -30 | -15 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -139 | -1.253 | -9 | -10 | -7 | 5 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -203 | 1.047 | 6 | 8 | - | - |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -342 | -205 | -2 | -2 | -7 | 5 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 524 | 634 | -47 | -41 | 8 | 19 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -205 | 1.072 | 7 | 1 | - | - |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | 203 | -1.047 | -6 | -8 | - | - |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | 36 | -52 | - | 1 | - | - |
| Währungsergebnis | 34 | -27 | 1 | -5 | - | - |
| 7. a. Sonstige Erträge | 24 | 147 | 775 | 720 | -720 | -654 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -299 | -321 | -724 | -674 | 822 | 535 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -274 | -174 | 51 | 46 | 102 | -119 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.362 | 1.126 | 16 | 12 | -10 | -57 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.362 | 1.126 | 16 | 12 | -10 | -57 |
| 9. Finanzierungszinsen | -74 | -53 | -48 | -53 | 22 | 25 |
| 10. Ertragsteuern | -298 | -205 | -4 | 2 | -4 | 10 |
| Periodenergebnis | 990 | 868 | -36 | -39 | 8 | -22 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 506 | 460 | - | - | 9 | -6 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 484 | 409 | -36 | -39 | -1 | -16 |
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| Gesamt | ||
|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- |
| 1. Versicherungsumsatz | 20.862 | 19.159 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | - | - |
| davon mit fremden Dritten | 20.862 | 19.159 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -17.896 | -17.468 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -1.338 | -398 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 1.627 | 1.293 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 9 | -16 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 20 | 13 |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | -1.532 | -762 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungseffekte) | 19 | 480 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -1.513 | -282 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -232 | 1.254 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -1.745 | 972 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten | 760 | 806 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -210 | 1.262 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | 232 | -1.254 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | 14 | -40 |
| Währungsergebnis | 36 | -32 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 247 | 373 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -713 | -937 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -466 | -565 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 1.957 | 1.502 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.957 | 1.502 |
| 9. Finanzierungszinsen | -120 | -88 |
| 10. Ertragsteuern | -450 | -241 |
| Periodenergebnis | 1.388 | 1.173 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 561 | 488 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 827 | 686 |
1 Abweichend zu dem Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland und dem Geschäftsbereich Rückversicherung bildet die Gewinn- und Verlustrechnung der übrigen Geschäftsbereiche auch die berichtspflichtigen Segmente ab
FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023
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| Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall |
Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben |
Schaden- Rückversicherung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Versicherungsumsatz | 861 | 800 | 861 | 912 | 8.365 | 7.850 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | - | - | 48 | 34 | 377 | 558 |
| davon mit fremden Dritten | 861 | 800 | 814 | 878 | 7.988 | 7.292 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -790 | -740 | -688 | -730 | -6.896 | -7.283 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -38 | -13 | -28 | -20 | -872 | -171 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 34 | 46 | 145 | 161 | 598 | 397 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 72 | 75 | 872 | 1.094 | 832 | 975 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -24 | -61 | -390 | -764 | -190 | -411 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 48 | 13 | 483 | 330 | 641 | 564 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | - | - | -3 | 4 | 6 | -18 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | - | - | 10 | 7 |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 800 | 207 | - | - |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | -46 | -1.757 | - | - |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - | 754 | -1.550 | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 48 | 13 | 1.237 | -1.220 | 641 | 564 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | -8 | 3 | -1.208 | 1.214 | -45 | -1.325 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | - | - | 1 | 1 | -14 | 130 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -8 | 3 | -1.207 | 1.215 | -58 | -1.195 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | - | - | - | - | -226 | 1.046 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -8 | 3 | -1.207 | 1.215 | -285 | -149 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungsergebnis | 40 | 16 | 30 | -5 | 357 | 415 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -1 | 3 | -9 | 27 | -203 | 1.124 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | - | - | - | - | 226 | -1.046 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | - | 2 | - | 2 | 36 | -102 |
| Währungsergebnis | -1 | 5 | -9 | 29 | 59 | -24 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 9 | 10 | 30 | 28 | 15 | 114 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -43 | -43 | -85 | -103 | -187 | -239 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -34 | -34 | -55 | -75 | -172 | -125 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 39 | 33 | 111 | 110 | 841 | 662 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - | - | - | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 39 | 33 | 111 | 110 | 841 | 662 |
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| Personen Rückversicherung | ||
|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- |
| 1. Versicherungsumsatz | 3.908 | 3.966 |
| davon mit anderen Geschäftsbereichen/Segmenten | 53 | 49 |
| davon mit fremden Dritten | 3.855 | 3.917 |
| 2. Versicherungstechnische Aufwendungen | -3.395 | -3.637 |
| 3. Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -32 | -32 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 481 | 297 |
| 4. a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 279 | 325 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -54 | -49 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 225 | 276 |
| davon Wertminderungen/-aufholungen auf Finanzinstrumente | 3 | -1 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 7 | -3 |
| 4. c. Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - |
| d. Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | - | - |
| Kapitalanlageergebnis | 225 | 276 |
| 5. a. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | -100 | -37 |
| b. versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen (inkl. Währungsergebnis) | 19 | -21 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | -81 | -58 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | 23 | 1 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis vor Währungseffekten | -58 | -57 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis vor Währungsergebnis | 167 | 219 |
| 6. a. Währungsergebnis auf Kapitalanlagen | -2 | -52 |
| b. Währungsergebnis auf das versicherungstechnische Finanzergebnis | -23 | -1 |
| c. Sonstiges Währungsergebnis | - | 49 |
| Währungsergebnis | -25 | -3 |
| 7. a. Sonstige Erträge | 9 | 34 |
| b. Sonstige Aufwendungen | -111 | -82 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -102 | -49 |
| Ergebnis vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 521 | 464 |
| 8. Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | - | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 521 | 464 |
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| In Mio. EUR | Industrie- versicherung |
Privat- und Firmen- versicherung Deutschland - Schaden/Unfall |
Privat- und Firmen- versicherung Deutschland - Leben |
Privat- und Firmen- versicherung International |
Schaden- Rückver- sicherung |
Personen-Rückver- sicherung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 6M 2023 | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 116 | 37 | 447 | 261 | 620 | 173 |
| Laufende Zinsaufwendungen | - | - | -1 | -4 | -6 | - |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 4 | - | - | - | 10 | 7 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||||
| planmäßig | -2 | - | - | -1 | -27 | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments planmäßig | -3 | -2 | -11 | - | - | - |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | ||||||
| Sonstige Zinserträge | 6 | 2 | 6 | 2 | 14 | 6 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -11 | -1 | -9 | -5 | -21 | -5 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| planmäßig | -9 | - | -1 | -54 | -11 | -3 |
| außerplanmäßig | -3 | -1 | - | - | - | - |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - | - | - | - | - | - |
| 6M 2022 | ||||||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | ||||||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 74 | 32 | 422 | 216 | 525 | 164 |
| Laufende Zinsaufwendungen | - | -1 | -1 | -1 | - | - |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | 8 | - | - | - | 7 | -3 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||||||
| planmäßig | -2 | - | - | -1 | -23 | - |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | ||||||
| planmäßig | -3 | -2 | -11 | - | - | - |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | ||||||
| Sonstige Zinserträge | 1 | - | 1 | 3 | 10 | 48 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -5 | -1 | -7 | -3 | -10 | -1 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| planmäßig | -9 | - | -1 | -21 | -10 | -4 |
| außerplanmäßig | - | - | - | - | - | - |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - | - | - | - | - | - |
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| In Mio. EUR | Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 6M 2023 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | |||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 30 | -26 | 1.656 |
| Laufende Zinsaufwendungen | - | - | -11 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 20 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | |||
| planmäßig | - | - | -29 |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments planmäßig | - | - | -16 |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | |||
| Sonstige Zinserträge | 6 | -5 | 38 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -18 | 9 | -59 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | |||
| planmäßig | -18 | - | -96 |
| außerplanmäßig | - | - | -5 |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | 2 | - | 2 |
| 6M 2022 | |||
| Im Kapitalanlageergebnis enthaltene Positionen | |||
| Laufende Zinserträge inkl. Investmentverträge | 10 | -29 | 1.414 |
| Laufende Zinsaufwendungen | -1 | - | -5 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode | - | - | 13 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | |||
| planmäßig | - | - | -25 |
| Abschreibungen auf Infrastrukturinvestments | |||
| planmäßig | - | - | -16 |
| Übrige in der GuV enthaltene Positionen | |||
| Sonstige Zinserträge | 2 | -2 | 63 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -6 | 6 | -27 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | |||
| planmäßig | -19 | - | -64 |
| außerplanmäßig | - | - | - |
| Wertaufholungen auf Sachanlagen | - | - | - |
Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28 bilanziert. Mit Einführung des IFRS 17 werden assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die als zugrunde liegende Referenzwerte für eine Gruppe von Versicherungsverträgen mit direkter und ermessensabhängiger Überschussbeteiligung gehalten werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Ansonsten entsprechen die Konsolidierungsgrundsätze denen des vorherigen Konzernabschlusses.
In den Talanx Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag 136 (135) Einzelgesellschaften, 30 (30) Investmentfonds, drei (drei) strukturierte Unternehmen sowie unverändert fünf Teilkonzerne (davon vier ausländische Teilkonzerne) - als Gruppe (inkl. assoziierter Unternehmen) - voll und sieben (sieben) nach der Equity-Methode sowie neun (neun) mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete assoziierte Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen einbezogen.
Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Jahresende 2022 sind nachfolgend dargestellt.
Mit Kaufvertrag vom 16. November 2022 übernahm die HDI Sigorta A. $., Istanbul, Türkei, eine 100-prozentige Konzerntochter der HDI International AG, Hannover, Deutschland, im Segment Privat- und Firmenversicherung International 60 % der Anteile an Fiba Emeklilik ve Hayat A. Ç. Istanbul, Türkei (im Januar 2023 umbenannt in HDI Fiba Emeklilik ve Hayat A. Ç. Istanbul, Türkei). Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 16. Januar 2023 ab (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Der Kaufpreis (55 Mio. EUR) wurde vollständig in bar beglichen. Aus dem Erwerb entstand ein Goodwill in Höhe von 28 Mio. EUR, der das Potenzial abbildet, das Geschäft im Sachversicherungsbereich (Gründung der Fiba Sigorta A. Ç., Istanbul, Türkei am 30. Dezember 2022) signifikant auszubauen. In der Steuerbilanz entsteht aus dieser Transaktion kein steuerlich abzugsfähiger Goodwill (Share Deal).
Erwerbsbezogene Kosten der Transaktion (0,3 Mio. EUR) sind in den "Sonstigen Erträgen/Aufwendungen" enthalten.
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| In Mio. EUR | HDI Fiba Emeklilik ve Hayat A. S |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 45 |
| Vermögenswerte aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 1 |
| Vermögenswerte aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 3 |
| Kapitalanlagen | 26 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 2 |
| Sonstige Vermögenswerte | 4 |
| Summe Vermögenswerte | 81 |
| Verbindlichkeiten aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 13 |
| Andere Rückstellungen | 4 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 8 |
| Passive Steuerabgrenzung | 12 |
| Summe Schulden | 37 |
| Erworbenes Nettovermögen (vor Konsolidierung) | 44 |
Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen erworbene Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen. Es wurden keine Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der übernommenen Gesellschaft identifiziert, die gemäß IFRS 3.23 zu bilanzieren sind oder deren Ansatz mangels verlässlicher Bewertung ihres beizulegenden Zeitwerts unterblieben ist. Bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert.
Der Versicherungsumsatz der Gesellschaft ging mit 39 Mio. EUR und das Periodenergebnis mit 14 Mio. EUR in den Abschluss ein.
Mit Kaufvertrag vom 13. Februar 2023 übernahmen die Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Europa S. A., Breslau, Polen (im Folgenden TU Europa Life) und die Towarzystwo Ubezpieczen Europa S. A., Breslau, Polen (im Folgenden TU Europa Non-Life), eine 100- und eine 50-prozentige Konzerntochter der HDI International AG, Hannover, Deutschland, im Segment Privat- und Firmenversicherung International zusammen 80 % der Anteile an der Millenium Financial Services SP. Z O.O, Warschau, Polen. Dabei entfielen 72 % auf die TU Europa Life und 8 % auf die TU Europa Non-Life. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 29. März 2023 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) ab. Im Rahmen dieses Erwerbs wurden mit der Bank Millennium Spölka Akcyjna, Warschau, Polen, Vertriebsvereinbarungen für Lebens- und Nichtlebensversicherungsprodukte abgeschlossen. Der vollständig in bar beglichene Kaufpreis der gesamten Transaktion betrug 111 Mio. EUR und entfiel mit 21 TEUR auf den Erwerb der Anteile; der verbleibende Betrag entfiel auf die Vertriebsvereinbarungen. Die Vertriebsvereinbarungen wurden jeweils anteilig bei der TU Europa Life und TU Europa Non-Life als Immaterielle Vermögenswerte abgebildet.
Mit Kaufvertrag vom 23. April 2020 und Nachtragsvereinbarung vom 20. Juni 2023 übernahmen die HDI Lebensversicherung AG, Köln, die neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg, die LPV Lebensversicherung AG, Hilden, die HDI Versicherung AG, Hannover und die TARGO Lebensversicherung AG, Hilden (alle Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland) 79,56 % der Anteile an der KOP4 GmbH & Co. KG, Baierbrunn. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern den Erwerb zum 30. Juni 2023 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) ab. Der Kaufpreis (82 Mio. EUR) wurde vollständig in bar beglichen. Aus dem Erwerb entstand kein Goodwill.
Ingesamt wurden Vermögenswerte in Höhe von 296 Mio. EUR erworben und Schulden von 193 Mio. EUR übernommen. Die Vermögenswerte betreffen Kapitalanlagen (274 Mio. EUR), Sonstige Vermögenswerte (17 Mio. EUR) und laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand (6 Mio. EUR). Wesentliche übernommene Schulden betreffen Verbindlichkeiten aus begebenen Anleihen und Darlehen (147 Mio. EUR) und andere Rückstellungen (45 Mio. EUR).
Mit Verschmelzungsvertrag vom 5. Mai 2023 wurde die HDI Italia S. p. A., Mailand, Italien, rückwirkend zum 1. Januar 2023 mit der HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien, (beide Segment Privat- und Firmenversicherung International) verschmolzen.
Bezüglich der Veräußerung der Magyar Posta Biztositö Zrt. und Magyar Posta Életbiztositô Zrt., Budapest, Ungarn verweisen wir auf den Abschnitt "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen".
Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Jahresende 2022.
Zum Stichtag wird die At Equity gehaltene Beteiligung an der Magma HDI General Insurance Company Ltd., Kalkutta, Indien, durch die HDI Global SE, Hannover, als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung im Segment Industrieversicherung. Der Verkauf erfolgte am 19. Dezember 2022 und steht noch unter aufschiebenden Bedingungen. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Halbjahr 2023 erwartet.
(Segment Industrieversicherung)
Die HDI Global SE, Hannover, plant die Veräußerung eines Versicherungsportfolios der Sparten Kraftfahrzeug- und Transportversicherung ihrer Niederlassung in den Niederlanden. Das Portfolio umfasst Vermögenswerte in Höhe von 17 (22) Mio. EUR und versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von 40 (44) Mio. EUR. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung im Segment Industrieversicherung und wird im Verlauf des Jahres 2023 erwartet. Bewertungsanpassungen waren nicht erforderlich.
Zum Stichtag weisen wir keine Immobilienbestände (31. Dezember 2022: 43 Mio. EUR) als zur Veräußerung gehalten aus.
Zum 31. Dezember 2022 hatte der Konzern das Tochterunternehmen Magyar Posta Biztositö Zrt., Budapest, Ungarn, gehalten durch die HDI International AG, Hannover, Deutschland, als eine Veräußerungsgruppe mit Vermögenswerten in Höhe von 32 Mio. EUR und Schulden in Höhe von 25 Mio. EUR ausgewiesen. Weiterhin wurde das Tochterunternehmen Magyar Posta Életbiztositô Zrt., Budapest, Ungarn, ebenfalls gehalten durch die HDI International AG, Hannover, Deutschland, als eine Veräußerungsgruppe mit Vermögenswerten in Höhe von 427 Mio. EUR und Schulden in Höhe von 381 Mio. EUR ausgewiesen. Mit Wirkung zum 30. Mai 2023 hat der Konzern seine 66,9-prozentigen Anteile mit einem Abgangsgewinn von 1 Mio. EUR verkauft.
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.057 | 1.020 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 602 | 452 |
| davon | ||
| Software | 226 | 212 |
| Übrige | ||
| Erworbene Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen | 172 | 22 |
| Erworbene Markennamen | 32 | 30 |
| Übrige | 171 | 187 |
| Gesamt | 1.659 | 1.472 |
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| Deckungsrückstellung - zediert | Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - zediert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mit dem PAA bewertete Verträge | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| In Mio. EUR | Ohne Verlustrücker- stattungs- komponente |
Verlustrücker- stattungs- komponente |
Nicht mit dem PAA bewertete Verträge | Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme | Risiko- anpassung für nicht-finanzielle Risiken |
Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | 34 | 24 | 3.764 | 3.519 | 150 | 7.492 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | -1.517 | - | 946 | 6 | - | -564 |
| Anfangsbestand (netto) | -1.483 | 24 | 4.711 | 3.525 | 150 | 6.927 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 3 | - | - | -3 | - | - |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | - | - | - | 8 | - | 8 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Allokation der gezahlten Rückversicherungsprämie | -3.182 | -16 | - | - | - | -3.198 |
| Erhaltene Rückversicherungsleistungen | ||||||
| Erstattungen eingetretener Schäden und sonstiger versicherungstechnischer Aufwendungen | - | 4 | 1.017 | 734 | 9 | 1.765 |
| Amortisation von Abschlusskosten | -22 | - | - | - | - | -22 |
| Erstattungen und Änderungen der Erstattungen von Verlusten aus verlustträchtigen zugrunde liegenden ausgegebenen Verträgen | 4 | -3 | - | - | - | 1 |
| Anpassung der Vermögenswerte für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | - | - | 151 | -3 | - | 148 |
| Summe der erhaltenen Rückversicherungsleistungen | -19 | 1 | 1.168 | 731 | 9 | 1.891 |
| Kapitalanlagekomponenten | -198 | - | 197 | 1 | - | - |
| Veränderungen des Nichterfüllungsrisikos der Rückversicherer | -29 | - | - | -1 | - | -30 |
| Ergebnis aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | -3.428 | -15 | 1.366 | 730 | 9 | -1.338 |
| Versicherungstechnischer Finanzertrag/-aufwand aus Rückversicherungsverträgen | 49 | - | 3 | 27 | - | 79 |
| Währungskursänderungen | 18 | -3 | -20 | -77 | -2 | -83 |
| Sonstige Veränderungen | 56 | - | -48 | -2 | - | 6 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -3.305 | -16 | 1.300 | 678 | 7 | -1.335 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Gezahlte Prämien | 2.716 | - | - | - | - | 2.716 |
| Erhaltene Zahlungen für eingetretene Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | - | - | -1.213 | -471 | - | -1.684 |
| Abschlusskosten | 99 | - | - | - | - | 99 |
| Sonstige Kapitalflüsse | 1 | - | - | - | - | 1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 2.816 | - | -1.213 | -471 | - | 1.132 |
| Endbestand netto | -1.969 | 7 | 4.798 | 3.737 | 158 | 6.731 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | -599 | 7 | 3.944 | 3.704 | 157 | 7.213 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | -1.370 | - | 854 | 33 | 1 | -482 |
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| CSM | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | Schätzung des Barwerts der künftigen n Zahlungsströme | Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | Mit dem modifizierten rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge | Mit dem Fair-Value-Ansatz bewertete Verträge | Mit dem vollständig rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge und Verträge nach dem Übergang auf IFRS 17 | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | 3.247 | 201 | 129 | 26 | 317 | 3.920 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | -848 | 127 | 164 | 55 | -46 | -549 |
| Anfangsbestand (netto) | 2.399 | 328 | 293 | 81 | 270 | 3.371 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 3 | - | - | - | - | 3 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | ||||||
| Vereinnahmte CSM für erbrachte Versicherungsleistungen | - | - | -18 | 31 | -302 | -290 |
| Änderungen in der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken für abgelaufene Risiken | - | -34 | - | - | - | -34 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -719 | - | - | - | - | -719 |
| Sonstige Veränderungen | -14 | - | - | - | - | -14 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | -733 | -34 | -18 | 31 | -302 | -1.057 |
| Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | ||||||
| Im Berichtszeitraum erstmalig erfasste Verträge | -611 | 72 | - | - | 541 | 2 |
| CSM-Anpassungen aus Schätzungsänderungen | -287 | 15 | 159 | -71 | 182 | -2 |
| Schätzungsänderungen im Zusammenhang mit Verlusten und Wertaufholungen aus zugrunde liegenden belastenden Verträgen | -5 | 3 | - | - | - | -2 |
| CSM-Anpassungen aus Änderungen der Verlustrückerstattung aus belastenden zugrunde liegenden Verträgen | -10 | 10 | - | - | 6 | 6 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | -912 | 100 | 159 | -71 | 728 | 4 |
| Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | ||||||
| Anpassung des Vermögenswertes für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 156 | -5 | - | - | - | 151 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | 156 | -5 | - | - | - | 151 |
| Effekt aus Änderungen des Nichterfüllungsrisikos bei Rückversicherern | -29 | - | - | - | - | -29 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit Leistungen | -1.519 | 61 | 141 | -40 | 426 | -931 |
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 30 | 3 | 5 | 1 | 12 | 51 |
| Währungskursänderungen | -22 | 1 | 3 | 1 | -3 | -21 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -1.511 | 65 | 148 | -39 | 435 | -902 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Gezahlte Prämien | 1.768 | - | - | - | - | 1.768 |
| Erhaltene Zahlungen für Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | -1.213 | - | - | - | - | -1.213 |
| Abschlusskosten | 1 | - | - | - | - | 1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 556 | - | - | - | - | 556 |
| Endbestand (netto) | 1.446 | 393 | 441 | 42 | 705 | 3.028 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | 2.498 | 329 | 349 | 55 | 261 | 3.492 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | -1.051 | 64 | 93 | -13 | 444 | -464 |
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| In Mio. EUR | Verträge ohne Verlustausgleichskomponente |
Verträge mit Verlustausgleichskomponente |
|---|---|---|
| 6M 2023 | ||
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelzuflüsse | 1.299 | 26 |
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelabflüsse | -1.910 | -36 |
| davon: Abschlusskosten | - | - |
| Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | 72 | 10 |
| Beim erstmaligen Ansatz erfasste Erträge | - | 6 |
| Vertragliche Servicemarge 1 | 541 | 6 |
1 Die CSM entfällt auf die folgenden Segmente: Privat und- Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 4 Mio. EUR, Privat und- Firmenversicherung Deutschland - Leben 8 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung International 5 Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 442 Mio. EUR, Personen-Rückversicherung 8 Mio. EUR und Konzernfunktionen 93 Mio. EUR. Aus der Konsolidierung entstand ein Effekt in Höhe von -18 Mio. EUR
In der Berichtsperiode wurden keine wesentlichen Rückversicherungsverträge im Rahmen einer Portfolioübertragung oder eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 erworben.
Der Endbestand der CSM aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen erhöht sich um 544 Mio. EUR auf 1.188 (644) Mio. EUR. Die Veränderung der CSM verteilt sich wie folgt auf die Segmente: Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall -21 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben -12 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung International 2 Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 367 Mio. EUR, Personen-Rückversicherung 152 Mio. EUR und Konzernfunktionen 65 Mio. EUR. Aus der Konsolidierung entstand ein Effekt in Höhe von -9 Mio. EUR.
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 2.745 | 2.606 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3.656 | 3.366 |
| Buchwert zum Ende der Berichtsperiode | 6.401 | 5.971 |
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| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 25 | 30 | 1 | 3 | 26 | 33 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 50 | - | 1 | - | 52 | - |
| Hypothekendarlehen | 813 | 827 | -276 | -191 | 538 | 636 |
| Sonstige | 13 | - | - | - | 13 | - |
| Gesamt | 902 | 857 | -273 | -188 | 629 | 669 |
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| Fortgeführte Anschaffungskosten | Unrealisierte Gewinne/Verluste | Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldinstrumente | ||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 15.364 | 16.619 | -1.865 | -2.154 | 13.499 | 14.465 |
| Schuldtitel der US-Regierung | 12.003 | 12.328 | -746 | -796 | 11.257 | 11.532 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 5.559 | 5.486 | -226 | -266 | 5.334 | 5.220 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 28.378 | 27.851 | -5.751 | -5.952 | 22.627 | 21.899 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 33.562 | 33.014 | -3.226 | -3.715 | 30.336 | 29.299 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 21.139 | 21.122 | -2.395 | -2.581 | 18.744 | 18.541 |
| Sonstige | 657 | 592 | -3 | 13 | 654 | 605 |
| Schuldinstrumente gesamt | 116.662 | 117.013 | -14.212 | -15.452 | 102.450 | 101.561 |
| Eigenkapitalinstrumente | ||||||
| Aktien | 1.287 | 1.220 | 104 | 42 | 1.391 | 1.262 |
| Sonstige Beteiligungen (Kapitalanlagen) | 2 | 2 | 1 | 1 | 3 | 3 |
| Eigenkapitalinstrumente gesamt | 1.289 | 1.222 | 105 | 43 | 1.394 | 1.265 |
| Gesamt | 117.952 | 118.235 | -14.107 | -15.409 | 103.844 | 102.826 |
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| Zeitwerte | ||
|---|---|---|
| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- |
| Schuldinstrumente | ||
| Schuldtitel der US-Regierung | - | 19 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 8 | 6 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen | 35 | 37 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 1.007 | 994 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 13 | 14 |
| Genusscheine | 96 | 114 |
| Life-Settlement-Verträge | 13 | 13 |
| Sonstige | 47 | 70 |
| Schuldinstrumente gesamt | 1.220 | 1.268 |
| Eigenkapitalinstrumente | ||
| Aktien | 123 | 121 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 191 | 184 |
| Sonstige Beteiligungen | 6 | 6 |
| Sonstige Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 10 | - |
| Eigenkapitalinstrumente gesamt | 330 | 311 |
| Derivate | 527 | 593 |
| Als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 8.301 | 8.223 |
| Investmentverträge | 1.895 | 1.792 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 3.468 | 1.897 |
| Gesamt | 15.741 | 14.084 |
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| In Mio. EUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Bruttobuchwert zum 31.12. des Vorjahres | 659 | 659 |
| Zugänge | - | 1 |
| Bruttobuchwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 659 | 659 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Vorjahres | -265 | -236 |
| Wertaufholungen | - | 4 |
| Abschreibungen | ||
| planmäßig | -16 | -34 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. des Geschäftsjahres | -281 | -265 |
| Buchwert zum 31.12. des Vorjahres | 394 | 423 |
| Buchwert zum 31.12. des Geschäftsjahres | 379 | 394 |
Die langfristigen Vermögenswerte aus Infrastrukturinvestments beinhalten Windparkanlagen. Für diese Vermögenswerte bestehen keine Verfügungsbeschränkungen, und sie wurden nicht als Sicherheit verpfändet. Anlagen im Bau sind in dieser Position nicht enthalten.
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| In Mio. EUR | Anfangsbestand | Transfer nach Stufe 1 | Transfer nach Stufe 2 | Transfer nach Stufe 3 | Zugänge | Abgänge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | ||||||
| Bewertungskategorie | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) |
2 | - | - | - | - | - |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) |
87 | 9 | -9 | - | 21 | -9 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 2) |
48 | -9 | 16 | - | - | -4 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 3) |
134 | - | -7 | - | - | -3 |
| Vereinfachtes Wertminderungsmodell | 15 | - | - | - | 2 | - |
| Gesamt | 286 | - | - | - | 23 | -16 |
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| In Mio. EUR | Sonstige | Endbestand |
|---|---|---|
| 2023 | ||
| Bewertungskategorie | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) | - | 2 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 1) | -23 | 76 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 2) | 6 | 57 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Stufe 3) | -9 | 114 |
| Vereinfachtes Wertminderungsmodell | -1 | 17 |
| Gesamt | -28 | 265 |
Für die Angaben nach IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen Zeitwerhierarchie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Zeitwerte eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen (im Folgenden abgekürzt: Anteile an Unternehmen), erfolgsneutral zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, Investmentverträge (Finanzaktiva und Finanzpassiva), kurzfristige Kapitalanlagen, übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge-Accountings) soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Die Richtlinie zur Einordnung zu den einzelnen Stufen der Bewertungshierachie und des Bewertungsprozesses sowie die Bewertungsmodelle der Zeitwertermittlung, die wesentlichen Inputfaktoren, die wesentlichen Stufe-3-Bestände sowie die Aussagen zu der Sensitivitätsanalyse haben sich zu der Beschreibung im Geschäftsbericht 2022 nicht wesentlich verändert. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 10,0 (9,6) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 7,3 (7,1) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Die Zeitwerte der weiteren Finanzinstrumente der Stufe 3 werden im Wesentlichen mit der Barwertmethode und dem ISDA-Modell ermittelt.
Zum Abschlussstichtag ordnen wir rund 6 (5) % der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Stufe 1 der Zeitwerthierarchie zu, 85 (87) % Stufe 2 und 8 (8) % Stufe 3.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Wertpapiere zwischen Stufe 2 und Stufe 1 umgegliedert.
Zum Abschlussstichtag bestehen, wie im Vorjahr, keine Schulden, die mit einer untrennbaren Kreditsicherheit eines Dritten im Sinne des IFRS 13.98 ausgegeben wurden. Die Kreditsicherheiten spiegeln sich dabei nicht in der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wider.
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| In Mio. EUR | ||||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 1 | Buchwert |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.06.2023 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | - | 1 | 946 | 947 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 7 | 99.756 | 2.687 | 102.450 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.391 | - | 3 | 1.394 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Schuldinstrumente | 12 | 1.012 | 196 | 1.220 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Eigenkapitalinstrumente | 99 | - | 231 | 330 |
| Derivate | 3 | 304 | 220 | 527 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 314 | 2.455 | 5.533 | 8.301 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.685 | 135 | 75 | 1.895 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 3.447 | 21 | - | 3.468 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 6.958 | 103.683 | 9.891 | 120.532 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 373 | 12 | 385 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 739 | 1.073 | 83 | 1.895 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte Verbindlichkeiten | 11 | - | - | 11 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 750 | 1.446 | 95 | 2.291 |
| 31.12.2022 | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen | 58 | 1 | 893 | 951 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Schuldinstrumente | 6 | 98.998 | 2.556 | 101.561 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1.262 | - | 3 | 1.265 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Schuldinstrumente | 14 | 1.020 | 234 | 1.268 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Eigenkapitalinstrumente | 97 | - | 214 | 311 |
| Derivate | - | 330 | 264 | 593 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 414 | 2.531 | 5.278 | 8.223 |
| Investmentverträge | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 1.595 | 123 | 74 | 1.792 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 1.881 | 11 | 5 | 1.897 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte | 5.327 | 103.013 | 9.520 | 117.861 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) | ||||
| Negative Marktwerte aus Derivaten | - | 415 | 14 | 430 |
| Übrige Verbindlichkeiten (Investmentverträge) | ||||
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente | 703 | 1.013 | 76 | 1.792 |
| Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte Verbindlichkeiten | 13 | - | - | 13 |
| Gesamtsumme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen | 716 | 1.429 | 90 | 2.235 |
1 Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroffen werden
ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT ZUM 30. JUNI 2023
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| In Mio. EUR | Anteile an Unternehmen | Schuld- instrumente FVOCI |
Eigenkapital- instrumente FVOCI |
Schuld- instrumente FVPL |
Eigenkapital- instrumente FVPL |
Derivate |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | ||||||
| Bestand zum Start des Geschäftsjahres | 893 | 2.556 | 3 | 234 | 214 | 264 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -2 | 1 | - | 3 | - | 30 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | -6 | 6 | - | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||||
| Käufe | 5 | 215 | - | 1 | 14 | - |
| Abgänge | ||||||
| Verkäufe | - | -25 | - | -22 | - | -79 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | -70 | - | -18 | - | -1 |
| Währungskursänderungen | - | -10 | - | -1 | 3 | 6 |
| Sonstige Veränderungen | 58 | 12 | - | - | - | - |
| Bestand zum Ende der Berichtsperiode | 946 | 2.687 | 3 | 196 | 231 | 220 |
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| In Mio. EUR | Fonds FVPL |
Investmentverträge | Kurzfr. Kapitalanlagen |
Vermögenswerte gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | ||||
| Bestand zum Start des Geschäftsjahres | 5.278 | 74 | 5 | 9.520 |
| Erträge und Aufwendungen | ||||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -87 | - | - | -55 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - | - |
| Zugänge | ||||
| Käufe | 509 | - | 51 | 796 |
| Abgänge | ||||
| Verkäufe | -138 | - | -51 | -316 |
| Rückzahlungen/Rückführungen | - | - | - | -88 |
| Währungskursänderungen | -30 | - | -4 | -37 |
| Sonstige Veränderungen | - | 1 | - | 71 |
| Bestand zum Ende der Berichtsperiode | 5.533 | 75 | - | 9.891 |
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| In Mio. EUR | Anteile an Unternehmen | Schuld- instrumente FVOCI |
Eigenkapital- instrumente FVOCI |
Schuld- instrumente FVPL |
Eigenkapital- instrumente FVPL |
Derivate |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | ||||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr | ||||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 1 | - | 8 | 1 | 35 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -2 | - | - | -6 | -1 | -5 |
| davon entfallen auf zum Ende der Berichtsperiode im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | 1 | - | 6 | 1 | 29 |
| davon Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | - | - | - | 5 | 1 | 29 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | - | - | - | -3 | -1 | -3 |
| davon Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | - | - | - | -3 | -1 | -2 |
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| In Mio. EUR | Fonds FVPL |
Investmentverträge | Kurzfr. Kapitalanlagen |
Vermögenswerte gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | ||||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 117 | - | - | 163 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -203 | - | - | -217 |
| davon entfallen auf zum Ende der Berichtsperiode im Bestand befindliche Finanzinstrumente | ||||
| Erträge aus Kapitalanlagen | 117 | - | - | 155 |
| davon Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | 117 | - | - | 152 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | -203 | - | - | -210 |
| davon Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | -203 | - | - | -210 |
ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE AUF DEN WERT ZUM 30. JUNI 2023
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| In Mio. EUR | Übrige Verb./ negative Marktwerte aus Derivaten |
Investmentverträge | finanziellen Verpflichtungen gesamt |
|---|---|---|---|
| 2023 | |||
| Bestand zum Start des Geschäftsjahres | 14 | 76 | 91 |
| Erträge und Aufwendungen | |||
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 1 | - | 1 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | - | - | - |
| Transfer nach Stufe 3 | - | - | - |
| Transfer aus Stufe 3 | - | - | - |
| Zugänge | |||
| Käufe | - | - | - |
| Abgänge | |||
| Verkäufe | -4 | - | -4 |
| Währungskursänderungen | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | 7 | 7 |
| Bestand zum Ende der Berichtsperiode | 12 | 83 | 95 |
BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTE IN STUFE 3 (FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN)
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| In Mio. EUR | Übrige Verb./ negative Marktwerte aus Derivaten |
Investmentverträge | finanziellen Verpflichtungen gesamt |
|---|---|---|---|
| 2023 | |||
| Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr | |||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | - | - |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 1 | - | 1 |
| davon entfallen auf zum Ende der Berichtsperiode im Bestand befindliche Finanzinstrumente | |||
| Erträge aus Kapitalanlagen | - | - | - |
| davon Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | - | - | - |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 1 | - | 1 |
| davon Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | 1 | - | 1 |
Das Grundkapital beträgt unverändert 317 Mio. EUR und ist eingeteilt in 253.350.943 (253.350.943) auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 1,25 EUR.
Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals".
In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 94 Mio. EUR, eingeteilt in bis zu 75.000.000 neue Stückaktien, bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Namensschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Beschluss auf derselben Hauptversammlung bis zum 4. Mai 2027 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht.
In derselben Hauptversammlung wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 63 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 50.000.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen (Wandlungs- und Optionsanleihen) und Gewinnschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder (bedingten) Wandlungspflichten und/oder nachrangigen (hybriden) Finanzinstrumenten zur Schaffung von Eigenmittelbestandteilen im Sinne des § 89 VAG (bzw. einer Nachfolgeregelung) bzw. im Sinne der sogenannten Solvabilität(Solvency)-2-Richtlinie (Richtlinie 2009/138/EG) und darauf bezogener nationaler oder von der Europäischen Union beschlossener Umsetzungsmaßnahmen in ihrer jeweils geltenden Fassung, soweit ihre Begebung etwa wegen einer gewinnabhängigen Verzinsung, der Ausgestaltung der Verlustteilnahme oder aus anderen Gründen der Zustimmung der Hauptversammlung nach § 221 AktG bedarf, die von der Talanx AG oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG aufgrund des in derselben Hauptversammlung gefassten Ermächtigungsbeschlusses im Zeitraum vom 5. Mai 2022 bis zum 4. Mai 2027 ausgegeben werden.
Die Satzungsänderungen wurden am 2. Juni 2022 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
In der Hauptversammlung vom 5. Mai 2022 wurde beschlossen, das genehmigte Kapital nach § 7 Absatz 1 der Satzung der Talanx AG zu erneuern und einen neuen § 7 Absatz 1 einzufügen, der den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 4. Mai 2027 durch die Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 158 Mio. EUR, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/I). Zur Begebung von Mitarbeiteraktien können davon 2,2 Mio. EUR - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - verwendet werden. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt. Die Summe der Aktien, die aufgrund der Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, darf einen anteiligen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen.
Die Satzungsänderung wurde am 2. Juni 2022 in das Handelsregister eingetragen und damit wirksam.
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | -1.940 | -2.161 |
| Anteil am Jahresergebnis | 561 | 1.196 |
| Übriges Eigenkapital | 7.214 | 6.657 |
| Gesamt | 5.835 | 5.692 |
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Hannover Rück-Teilkonzerns.
Verschiedene Konzernunternehmen haben in der Vergangenheit langfristige nachrangige und zum Teil börsennotierte Schuldinstrumente begeben, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche aufsichtsrechtliche Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten.
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| In Mio. EUR | Nominal- betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 2 | Begebung | 30.06.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Talanx AG | 750 | Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 |
| Talanx AG | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (5,875 %), dann variabel verzinslich | 2022/2043 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2022 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2033 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 746 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2020/2040 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE 1 | 450 | Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 449 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 | Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | - |
| HDI Assicurazioni S. p. A. 3 | 25 | Fest (7,25 %) | 2020/2030 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 34 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 27 | |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 11 | Fest (5,7557 %) | 2020/2030 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 11 |
| HDI Global SE | 13 | Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich | 2021/2041 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 13 |
| Gesamt | 4.509 |
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| In Mio. EUR | Nominal- betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 2 | Begebung | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Talanx AG | 750 | Fest (2,25 %) | 2017/2047 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2017 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2027 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 750 |
| Talanx AG | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A-) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2032 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (5,875 %), dann variabel verzinslich | 2022/2043 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2022 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2033 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 746 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,375 %), dann variabel verzinslich | 2021/2042 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2021 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2031 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 744 |
| Hannover Rück SE | 500 | Fest (1,75 %), dann variabel verzinslich | 2020/2040 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2030 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 496 |
| Hannover Rück SE | 750 | Fest (1,125 %), dann variabel verzinslich | 2019/2039 | (-; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2019 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 742 |
| Hannover Rück SE 1 | 450 | Fest (3,375 %), dann variabel verzinslich | 2014/ohne Endfälligkeit | (a+; A) | Die nachrangige Anleihe wurde 2014 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann 2025 erstmals ordentlich gekündigt werden. | 448 |
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A. | 500 | Fest (5,0 %), dann variabel verzinslich | 2012/2043 | (aa-; A) | Die garantierte nachrangige Anleihe wurde 2012 in Höhe von 500 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 500 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. 3 | 25 | Fest (7,25 %) | 2020/2030 | (-; -) | Die nachrangige Anleihe wurde 2020 in Höhe von 25 Mio. EUR am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach fünf Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. | 35 |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | Fest (5,5 %) | 2016/2026 | (-; -) | Nachrangiges Darlehen | 28 | |
| HDI Assicurazioni S. p. A. | 11 | Fest (5,7557 %) | 2020/2030 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 11 |
| HDI Global SE | 13 | Fest (1,70 %), dann variabel verzinslich | 2021/2041 | (-; -) | Zwei nachrangige Darlehen; nach zehn Jahren kündbar | 13 |
| Gesamt | 5.009 |
1 Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert)
2 Debt Rating AM Best; Debt Rating S&P
3 Nachrangiges Darlehen von der verschmolzenen Gesellschaft HDI Italia S. p. A.
Die im Jahr 2012 von der Hannover Finance (Luxembourg) S. A. emittierte nachrangige Schulverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR wurde im Berichtszeitraum gekündigt und zurückgezahlt.
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 4.509 | 5.009 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | -664 | -751 |
| Zeitwert | 3.845 | 4.259 |
Versicherungsverträgen
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| Deckungsrückstellung | Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mit dem PAA bewertete Verträge |
||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| In Mio. EUR | Ohne Verlust- komponente |
Verlust- komponente |
Nicht mit dem PAA bewertete Verträge |
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme |
Risiko- anpassung für nicht-finanzielle Risiken |
Gesamt 1 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | -2.141 | -45 | 751 | 1 | 2 | -1.432 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | 59.517 | 786 | 41.690 | 19.695 | 859 | 122.547 |
| Anfangsbestand (netto) | 57.377 | 741 | 42.441 | 19.696 | 860 | 121.115 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -377 | -2 | 18 | -13 | -1 | -375 |
| Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 | 378 | 2 | 6 | 17 | 1 | 404 |
| Sonstige Veränderungen | 2 | - | - | - | - | 2 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Versicherungsumsatz | ||||||
| Mit dem modifizierten rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge | -1.683 | - | - | - | - | -1.683 |
| Mit dem Fair-Value-Ansatz bewertete Verträge | -2.765 | - | - | - | - | -2.765 |
| Mit dem vollständig rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge und Verträge nach dem Übergang auf IFRS 17 | -16.414 | - | - | - | - | -16.414 |
| Summe des Versicherungsumsatzes | -20.862 | - | - | - | - | -20.862 |
| Versicherungstechnische Aufwendungen | ||||||
| Eingetretene Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | - | -85 | 10.429 | 5.167 | 51 | 15.562 |
| Amortisation von Abschlusskosten | 1.990 | - | - | - | - | 1.990 |
| Verluste und Wertaufholungen aus belastenden Verträgen | 6 | 198 | - | - | - | 204 |
| Anpassung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | - | - | -85 | 279 | -53 | 141 |
| Summe der versicherungstechnischen Aufwendungen | 1.996 | 113 | 10.343 | 5.446 | -2 | 17.896 |
| Kapitalanlagekomponenten | -5.809 | - | 5.804 | 4 | - | - |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -24.675 | 113 | 16.148 | 5.450 | -2 | -2.966 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | 2.197 | 9 | 267 | 195 | -1 | 2.666 |
| Währungskursänderungen | 107 | -30 | -566 | -93 | -5 | -586 |
| Sonstige Veränderungen | 110 | 1 | -79 | -32 | -1 | -1 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -22.261 | 93 | 15.769 | 5.520 | -9 | -887 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Erhaltene Prämien | 23.770 | - | - | - | - | 23.770 |
| Zahlungen für eingetretene Schäden und und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, inkl. Kapitalanlagekomponenten | - | - | -13.184 | -4.370 | - | -17.554 |
| Abschlusskosten | -1.908 | - | - | - | - | -1.908 |
| Sonstige Kapitalflüsse | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 21.861 | - | -13.184 | -4.370 | - | 4.307 |
| Endbestand netto | 56.979 | 833 | 45.050 | 20.850 | 852 | 124.565 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | -1.926 | -89 | 786 | -1 | 1 | -1.230 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | 58.905 | 923 | 44.265 | 20.851 | 851 | 125.795 |
1 Die als Vermögenswert in Höhe von 14 (12) Mio. EUR angesetzten Abschlusskosten im Segment Privat- und Firmenversicherung International werden spätestens im Folgejahr vollständig ausgebucht
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| CSM | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsströme | Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | Mit dem modifizierten rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge | Mit dem Fair-Value-Ansatz bewertete Verträge | Mit dem vollständig rückwirkenden Ansatz bewertete Verträge und Verträge nach dem Übergang auf IFRS 17 | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2023 | ||||||
| Buchwert der Vermögenswerte zu Beginn des Berichtszeitraums | -2.484 | 123 | 331 | 423 | 239 | -1.369 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zu Beginn des Berichtszeitraums | 85.843 | 4.429 | 4.078 | 2.810 | 2.339 | 99.499 |
| Anfangsbestand (netto) | 83.359 | 4.552 | 4.409 | 3.233 | 2.578 | 98.131 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -287 | -11 | - | 1 | -57 | -353 |
| Veräußerungengruppen gemäß IFRS 5 | 314 | 13 | - | - | 51 | 378 |
| Sonstige Veränderungen | 2 | - | - | - | - | 2 |
| Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | ||||||
| Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | ||||||
| Vereinnahmte CSM für erbrachte Versicherungsleistungen | - | - | -320 | -241 | -1.151 | -1.712 |
| Änderungen in der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken für abgelaufene Risiken | - | -222 | - | - | - | -222 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | -316 | - | - | - | - | -316 |
| Sonstige Veränderungen | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit laufenden Leistungen | -317 | -222 | -320 | -241 | -1.151 | -2.250 |
| Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | ||||||
| Im Berichtszeitraum erstmalig erfasste Verträge | -2.746 | 231 | - | - | 2.564 | 50 |
| CSM-Anpassungen aus Schätzungsänderungen | -266 | -139 | 864 | 62 | -518 | 3 |
| Schätzungsänderungen im Zusammenhang mit Verlusten und Wertaufholungen aus belastenden Verträgen | 113 | 22 | - | - | - | 135 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit künftigen Leistungen | -2.899 | 114 | 864 | 62 | 2.046 | 188 |
| Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | ||||||
| Anpassung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -32 | -53 | - | - | - | -85 |
| Summe der Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen | -32 | -53 | - | - | - | -85 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | -3.248 | -161 | 545 | -178 | 895 | -2.148 |
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen | 2.153 | 189 | 29 | 25 | 69 | 2.466 |
| Währungskursänderungen | -373 | -53 | 8 | -55 | -23 | -495 |
| Sonstige Veränderungen | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Gesamte Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis | -1.468 | -25 | 582 | -208 | 941 | -178 |
| Kapitalflüsse | ||||||
| Erhaltene Prämien | 15.495 | - | - | - | - | 15.495 |
| Zahlungen für eingetretene Schäden und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen, inkl. Kapitalanlagekomponenten | -13.184 | - | - | - | - | -13.184 |
| Abschlusskosten | -554 | - | - | - | - | -554 |
| Sonstige Kapitalflüsse | -1 | - | - | - | - | -1 |
| Gesamte Kapitalflüsse | 1.755 | - | - | - | - | 1.755 |
| Endbestand (netto) | 83.675 | 4.529 | 4.990 | 3.026 | 3.514 | 99.734 |
| Buchwert der Vermögenswerte zum Ende des Berichtszeitraums | -2.251 | 120 | 346 | 397 | 244 | -1.143 |
| Buchwert der Verbindlichkeiten zum Ende des Berichtszeitraums | 85.926 | 4.409 | 4.644 | 2.629 | 3.270 | 100.878 |
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| In Mio. EUR | Profitable Verträge | Verlustträchtige Verträge |
|---|---|---|
| 6M 2023 | ||
| Abschlusskosten | 797 | 5 |
| Schadensfälle und sonstige fällige versicherungstechnische Aufwendungen | 12.737 | 317 |
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelabflüsse | 13.534 | 321 |
| Schätzungen des Barwerts der künftigen Mittelzuflüsse | -16.310 | -291 |
| Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken | 212 | 19 |
| Vertragliche Servicemarge 1 | 2.564 | - |
| Beim erstmaligen Ansatz erfasste Verluste | - | 50 |
1 Die CSM entfällt auf die folgenden Segmente: Privat und- Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 44 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 156 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung International 60 Mio. EUR (davon auf das Lebengeschäft 39 Mio. EUR), Schaden-Rückversicherung 2.271 Mio. EUR, Personen-Rückversicherung 158 Mio. EUR und Konzernfunktionen 126 Mio. EUR. Aus der Konsolidierung entstand ein Effekt in Höhe von -250 Mio. EUR
In der Berichtsperiode wurden keine wesentlichen Verträge im Rahmen einer Portfolioübertragung oder eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 erworben.
Der Endbestand der CSM aus ausgestellten Versicherungsverträgen erhöht sich um 1.310 Mio. EUR auf 11.530 (10.220) Mio. EUR. Die Veränderung der CSM verteilt sich wie folgt auf die Segmente: Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Schaden/Unfall 22 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung Deutschland - Leben 123 Mio. EUR, Privat- und Firmenversicherung International 10 Mio. EUR, Schaden-Rückversicherung 756 Mio. EUR, Personen-Rückversicherung 481 Mio. EUR und Konzernfunktionen 89 Mio. EUR. Aus der Konsolidierung entstand ein Effekt in Höhe von -171 Mio. EUR.
Der Erfüllungswert setzt sich zusammen aus Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme, einer Anpassung, die den Zeitwert des Geldes und die mit den zukünftigen Zahlungsströmen verbundenen finanziellen Risiken widerspiegelt (soweit diese finanziellen Risiken nicht in den Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme berücksichtigt wurden) sowie einer Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken.
Bei den zukünftigen Zahlungsströmen handelt es sich um den Erwartungswert (oder den wahrscheinlichkeitsgewichteten Mittelwert) der gesamten Bandbreite aller möglichen Ergebnisse. Bei signifikanten Wechselwirkungen zwischen Zahlungsströmen unterschiedlicher Szenarien werden stochastische Modelle angewendet. Im Rahmen der Schätzung von zukünftigen Zahlungsströmen berücksichtigt der Konzern auf unverzerrte Art und Weise alle angemessenen und belastbaren Informationen, die am Abschlussstichtag ohne unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind. Die Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme spiegeln die Einschätzung des Konzerns bezüglich der zum Abschlussstichtag bestehenden Bedingungen wider; die Schätzungen der relevanten Marktvariablen stehen mit den beobachtbaren Marktpreisen in Einklang. In die Schätzung der Zahlungsströme fließen die derzeitigen Erwartungen bezogen auf zukünftige Ereignisse ein, die sich auf diese Zahlungsströme auswirken. Änderungen von Rechtsvorschriften werden berücksichtigt, sobald sie im Wesentlichen in Kraft getreten sind. Annahmen in Bezug auf die Inflationsentwicklung werden auf Grundlage der Differenz zwischen den Renditen auf nominale Staatsanleihen und Renditen auf inflationsgebundene Staatsanleihen abgeleitet.
Die zentralen Annahmen im Lebensversicherungsgeschäft (einschließlich Personen-Rückversicherung) betreffen Sterblichkeit/ Langlebigkeit sowie das Verhalten von Versicherungsnehmern und variieren je nach Produktart. Sie werden grundsätzlich anhand anerkannter Verfahren und Quellen entwickelt. Unsere Erfahrung wird anhand regelmäßiger Studien überwacht. Die Ergebnisse dieser Studien fließen in die Bewertung bestehender Verträge ein. Um zu bestimmen, wie eine Änderung der ermessensabhängigen Zahlungsströme für diese Verträge zu identifizieren ist, definiert der Konzern im Allgemeinen seine Verpflichtung als die in der Schätzung der Erfüllungswerte zum Vertragsbeginn implizite Rendite. Diese wird zur Berücksichtigung aktueller Annahmen in Bezug auf das Finanzrisiko aktualisiert. Die Ermittlung des Erfüllungswertes im VFA erfolgt unter Berücksichtigung der vertraglichen Optionen und Garantien auf marktkonsistenter Basis im Rahmen aktuarieller (stochastischer) Modellierungen.
Bei Investmentverträgen mit zum Teil ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, die mit dem stochastischen Bewertungsmodell bewertet werden und bei denen der Konzern unter Berücksichtigung gesetzlicher Rahmenbedingungen nach seinem eigenen Ermessen über Höhe oder Fälligkeit der Zahlungen an die Versicherungsnehmer entscheiden kann, wird für eine Änderung der ermessensabhängigen Zahlungsströme unterstellt, dass diese sich auf zukünftige Leistungen bezieht und somit zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge führt. Dabei modelliert der Konzern zu Vertragsbeginn die erwartete Verzinsung des Guthabens des Versicherungsnehmers auf Grundlage eines Pools von Vermögenswerten, abzüglich eines Spread. Auch die Auswirkungen von Änderungen im Spread und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Erfüllungswerte führen zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge. Dasselbe gilt für die Annahmen des finanziellen Risikos.
Für das Schaden/Unfall-Geschäft (einschließlich der Schaden-Rückversicherung) verwendet der Konzern für die Berechnung der Schätzung der bereits entstandenen, aber noch nicht gemeldeten Schäden anerkannte versicherungsmathematische Methoden. Diese basieren auf der Annahme, dass die historische Schadenentwicklung des Konzerns auf Muster bezüglich der zukünftigen Schadenentwicklung hinweist. Zudem werden Erfahrungen der Vergangenheit, aktuell bekannte Fakten und Gegebenheiten sowie weitere Annahmen in Bezug auf die zukünftige Entwicklung berücksichtigt. In diesen Berechnungen werden für die Rückversicherung die von Zedenten erhaltenen Informationen verwendet. Darüber hinaus werden für bestimmte bekannte Versicherungsfälle individuelle Kostenschätzungen ermittelt. Diese Schätzungen, die auf den zum Zeitpunkt der Bildung der Rückstellung bekannten Fakten basieren, werden von der Schadenregulierungsabteilung auf Einzelfallbasis ermittelt und berücksichtigen die allgemeinen Grundsätze der Versicherungspraxis, die Schadensituation und den vereinbarten Deckungsumfang. Die Schadenrückstellungen werden regelmäßig neu bewertet, wenn dies durch vorliegende neue Erkenntnisse angebracht ist.
Abzinsungssätze werden zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes und der mit zukünftigen Zahlungsströmen verbundenen finanziellen Risiken verwendet, soweit diese finanziellen Risiken nicht bei den Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme berücksichtigt wurden. Die Ermittlung des Abzinsungssatzes basierte auf dem Bottom-up-Ansatz, wonach der Abzinsungssatz als eine einzige illiquide risikolose Zinsstrukturkurve pro Währung bestimmt und konzerneinheitlich angewendet wird. Neben der Anwendung der Basis-Zinsstrukturkurve erfolgt die Berücksichtigung individueller finanzieller Risiken im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen auf Unternehmensebene durch eine individuelle Risikoanpassung für finanzielle Risiken. Risiken und Unsicherheiten hinsichtlich Fälligkeit oder Höhe werden einmalig im Modell berücksichtigt, um eine doppelte oder ganz ausbleibende Anrechnung zu vermeiden.
Der Konzern ermittelt die risikolosen Zinssätze grundsätzlich anhand der beobachteten, auf Mittelkursen basierenden Swap-Renditekurve für Banken mit AA-Rating (bereinigt um das Kreditrisiko der Bank). Die Renditekurve wird zwischen dem zuletzt verfügbaren Marktdatenpunkt und einem finalen Forwardsatz interpoliert, der die langfristigen realen Zinssätze und die Inflationserwartungen widerspiegelt. Bei Märkten, in denen keine verlässliche Swap-Renditekurve verfügbar ist, werden Renditen auf Staatsanleihen herangezogen. Wenngleich der finale Forwardsatz Änderungen unterliegen kann, wird er voraussichtlich stabil bleiben und sich nur bei signifikanten Veränderungen langfristiger Erwartungen ändern. Die risikolosen Zinsstrukturkurven werden durch eine Illiquiditätsprämie (ILP) angepasst, um den Liquiditätsmerkmalen der Versicherungsverträge Rechnung zu tragen. Diese Anpassungen erfolgen in Form einer ergänzenden ILP je Währung, die den folgenden Maßgaben bzw. Annahmen genügt:
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| ― | Die Illiquidität der unterliegenden Versicherungsverträge ist definiert über die Vorhersagbarkeit ihrer resultierenden Zahlungsströme, denn je schlechter ein Zahlungsstrom vorhersagbar ist, desto weniger kann man diesen mit illiquiden Kapitalanlagen bedecken. |
| ― | Alle Merkmale eines Versicherungsvertrags (oder einer Gruppe von Versicherungsverträgen) können vollständig durch die Merkmale seiner resultierenden Zahlungsströme beschrieben und bewertet werden. |
| ― | Die Unsicherheiten in den Zahlungsströmen, die gegebenenfalls durch Schwankungen von Finanzmarktparametern verursacht werden, werden gemäß IFRS 17.33 a) i. V. m. IFRS 17.B86 in der Schätzung der künftigen Zahlungsströme abgebildet, anstatt sie implizit durch die Anpassung der risikofreien und vollständig illiquiden Zinsstrukturkurve durch eine Verringerung der Illiquiditätsprämie widerzuspiegeln. |
| ― | Die ILP werden auf der Grundlage von am Markt beobachtbaren Liquiditätsprämien bei finanziellen Vermögenswerten geschätzt, die angepasst wurden, um die Illiquiditätsmerkmale der Zahlungsströme der Verbindlichkeiten widerzuspiegeln. Die dabei verwendeten Illiquiditätsprämien basieren auf risikoadjustierten Spreads von Unternehmens- und Staatsanleihen. |
| ― | Die Methode zur Berechnung der ILP ähnelt der Methode der EIOPA zur Berechnung der Volatilitätsanpassung im Rahmen von Solvency 2, verwendet jedoch u. a. unser eigenes Portfolio im Gegensatz zum Portfolio der Versicherungsbranche der EIOPA. |
Beim erstmaligen Ansatz wird ein gewichteter durchschnittlicher Abzinsungssatz über den Zeitraum, in dem Verträge aus der Gruppe von Verträgen ausgestellt werden, ermittelt. Dieser wird für jeden der Gruppe hinzugefügten neuen Vertrag vor dem 31. Dezember des Geschäftsjahres, für das die Gruppe von Verträgen freigegeben ist, aktualisiert. Der beim Erstansatz ermittelte Abzinsungssatz (Locked-in-Zinssatz) wird für die Folgebewertung festgesetzt.
Die folgenden Zinskurven werden zur Diskontierung der geschätzten künftigen Zahlungsströme verwendet.
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| EUR | USD | GBP | AUD | CAD | BRL | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2023 | ||||||
| 1 Jahr | 0,042035 | 0,057006 | 0,064221 | 0,047909 | 0,051217 | 0,113508 |
| 5 Jahre | 0,033729 | 0,044496 | 0,053880 | 0,043231 | 0,040293 | 0,102286 |
| 10 Jahre | 0,031889 | 0,047620 | 0,046106 | 0,044222 | 0,037039 | 0,107398 |
| 15 Jahre | 0,031535 | 0,047009 | 0,043876 | 0,045103 | 0,035708 | 0,104208 |
| 20 Jahre | 0,029947 | 0,046221 | 0,042448 | 0,045227 | 0,035043 | 0,097019 |
| 25 Jahre | 0,028899 | 0,044333 | 0,041034 | 0,045135 | 0,034644 | 0,090033 |
| 30 Jahre | 0,028962 | 0,043077 | 0,040092 | 0,044814 | 0,034378 | 0,084046 |
| 50 Jahre | 0,030914 | 0,036650 | 0,040376 | 0,042409 | 0,035088 | 0,068876 |
| 31.12.2022 | ||||||
| 1 Jahr | 0,033967 | 0,053733 | 0,047950 | 0,039829 | 0,044182 | 0,131149 |
| 5 Jahre | 0,033724 | 0,044357 | 0,043974 | 0,041657 | 0,036196 | 0,126066 |
| 10 Jahre | 0,033977 | 0,047839 | 0,040454 | 0,045060 | 0,036268 | 0,127461 |
| 15 Jahre | 0,033491 | 0,047407 | 0,039538 | 0,045949 | 0,035746 | 0,121634 |
| 20 Jahre | 0,030931 | 0,046635 | 0,038709 | 0,045840 | 0,035485 | 0,111999 |
| 25 Jahre | 0,029330 | 0,044814 | 0,037631 | 0,045974 | 0,035329 | 0,103022 |
| 30 Jahre | 0,029261 | 0,042268 | 0,036912 | 0,045871 | 0,035224 | 0,095456 |
| 50 Jahre | 0,031461 | 0,038402 | 0,038718 | 0,043762 | 0,037056 | 0,076539 |
Die in einer Berichtsperiode erbrachte Versicherungsleistung fließt in den Betrag der für die betreffende Periode erfolgswirksam erfassten vertraglichen Servicemarge ein. Der Betrag bestimmt sich auf Grundlage der Anzahl der in der Berichtsperiode erbrachten Deckungseinheiten, indem die Menge des erbrachten Versicherungsschutzes und des erwarteten Deckungszeitraums berücksichtigt wird. IFRS 17 enthält keine Vorschriften dahingehend, welche Methode für die Ermittlung der Menge des Versicherungsschutzes anzuwenden ist. Es wird für jede Gruppe von Verträgen eine jeweils angemessene Methode ausgewählt. Bei Versicherungsverträgen, die sowohl Versicherungsschutz bieten als auch kapitalanlagebezogene Leistungen beinhalten, umfasst die Bewertung der Menge der Versicherungsleistungen die Ermittlung der relativen Gewichtung der den Versicherungsnehmern durch die Versicherungsdeckung erbrachten Leistungen. Dabei wird ermittelt, wie die jeweils erbrachten Leistungen sich über den Deckungszeitraum ändern; die einzelnen Komponenten werden anschließend zusammengefasst.
Der Konzern bestimmt die relative Gewichtung der erbrachten Versicherungsleistung, indem er die Verkaufspreise für die Leistungen so berücksichtigt, als ob die Leistung auf eigenständiger Basis angeboten worden wäre. Die Relation ergibt sich dann aus dem Verhältnis der jeweiligen Geschäftsjahresleistung im Verhältnis zur erwarteten Gesamtleistung.
Die nicht-finanzielle Risikoanpassung ist der Ausgleich, der erforderlich ist, um die Ungewissheit über die Höhe und den Zeitpunkt der Zahlungsströme zu tragen, die sich aus dem nicht-finanziellen Risiko ergibt (z. B. Versicherungsrisiko, Kostenrisiko, Inflationsrisiko und insbesondere das Risiko aus dem Verhalten der Versicherungsnehmer). Um den unterschiedlichen Geschäftsmodellen im Konzern gerecht zu werden, wendet der Konzern zwei Methoden bei der Ermittlung der nicht-finanziellen Risikoanpassung an. Im Erstversicherungsgeschäft wird auf das Konfidenzniveau abgestellt und ein konzernweit einheitliches Konfidenzniveau von 75 % zugrunde gelegt (Ausnahme HDI Global Specialty SE, Hannover, mit 65 %). Die Risikoanpassung wird auf Unternehmensebene ermittelt; eine Risikodiversifizierung zwischen Unternehmen ist jedoch nicht berücksichtigt. Für den Geschäftsbereich Rückversicherung und unser internes Rückversicherungsgeschäft in der Talanx AG wenden wir einen Pricing-Margin-Approach an. Dieser Ansatz greift auf den Sachverhalt zurück, dass die Frage nach dem erforderlichen Ausgleich für die Ungewissheit der Zahlungsströme bereits im Rahmen der Prämienbestimmung beantwortet wird. Die dort ermittelten Zuschläge werden auf die Zahlungsströme angewendet und bilden damit auch die Risikoanpassung gemäß IFRS 17. Bei diesem Ansatz wird das Konfidenzniveau nicht als Inputfaktor verwendet.
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Begebene Anleihen Talanx AG | 1.746 | 2.311 |
| Hannover Rück SE | 746 | 746 |
| Darlehen aus Infrastrukturinvestments | 62 | 67 |
| Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. | 230 | 228 |
| Hypothekendarlehen der HR GLL Central Europe GmbH & Co. KG | 227 | 227 |
| Hypothekendarlehen der Real Estate Asia Select Fund Limited | 215 | 231 |
| Darlehen der Hannover Rück SE | 153 | 198 |
| Darlehen der E+S Rückversicherung AG | 34 | 43 |
| Sonstige | 21 | 8 |
| Gesamt | 3.436 | 4.058 |
Zum 30. Juni 2023 besteht eine syndizierte, variabel verzinsliche Kreditlinie über einen Nominalbetrag von 250 Mio. EUR. Zum Abschlussstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme.
Die am 13. Februar 2023 fällig gewordene Anleihe der Talanx AG mit einer Verzinsung von 3,125 % wurde vollständig in Höhe von 750 Mio. EUR zurückgezahlt. Konzerngesellschaften hatten Anteile mit einem Nominalwert von 185 Mio. EUR gehalten.
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| In Mio. EUR | Nominal- betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 1 | Begebung | 30.06.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Talanx AG | 750 | Fest (4,0 %) |
2022/2029 | (-; -) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 748 |
| Talanx AG | 500 | Fest (4,0 %) |
2022/2029 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 498 |
| Talanx AG | 565 | Fest (3,125 %) |
2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | - |
| Talanx AG | 500 | Fest (2,5 %) |
2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Hannover Rück SE |
750 | Fest (1,125 %) |
2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 746 |
| Gesamt | 2.492 |
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| In Mio. EUR | Nominal- betrag |
Verzinsung | Fälligkeit | Rating 1 | Begebung | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Talanx AG | 750 | Fest (4,0 %) |
2022/2029 | (-; -) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 748 |
| Talanx AG | 500 | Fest (4,0 %) |
2022/2029 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 498 |
| Talanx AG | 565 | Fest (3,125 %) |
2013/2023 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 565 |
| Talanx AG | 500 | Fest (2,5 %) |
2014/2026 | (-; A+) | Die erstrangige unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit und kann nur außerordentlich gekündigt werden. | 500 |
| Hannover Rück SE |
750 | Fest (1,125 %) |
2018/2028 | (-; AA-) | Die nicht nachrangige und unbesicherte Schuldverschreibung hat eine feste Laufzeit. | 746 |
| Gesamt | 3.057 |
1 Debt Rating AM Best; Debt Rating S&P
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| In Mio. EUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 3.436 | 4.058 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | -114 | -125 |
| Zeitwert | 3.322 | 3.933 |
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| Gesamt | ||
|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- |
| Versicherungsverträge, die nicht mit dem PAA bewertet werden | ||
| Erfahrungsbedingte Anpassungen für vergangene und laufende Versicherungsleistungen | 536 | 1.287 |
| Vereinnahmte CSM für erbrachte Versicherungsleistungen | 1.712 | 1.505 |
| Veränderung der Risikoanpassung für nicht-finanzielle Risiken für abgelaufene Risiken | 329 | 290 |
| Erwartete eingetretene Schadensfälle und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 10.068 | 9.290 |
| Amortisierte Abschlusskosten | 682 | 219 |
| Gesamt | 13.327 | 12.591 |
| Versicherungsverträge, die mit dem PAA bewertet werden | 7.535 | 6.567 |
| Gesamter Versicherungsumsatz | 20.862 | 19.159 |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
|---|---|---|
| Erträge aus Grundstücken | 217 | 205 |
| Dividenden 1 | 65 | 53 |
| Laufende Zinserträge | 1.652 | 1.405 |
| Laufende Erträge aus Investmentfonds | 149 | 219 |
| Erträge aus Investmentverträgen | 87 | 138 |
| Sonstige Erträge | 95 | 77 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 2.264 | 2.097 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 44 | 329 |
| Kapitalanlageerträge aus Zeitwertänderungen | 367 | 661 |
| Kapitalanlageerträge für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 |
| Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | -299 | -314 |
| Kapitalanlageaufwendungen aus Zeitwertänderungen | -353 | -988 |
| Aufwendungen aus Investmentverträgen | -86 | -134 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke | ||
| planmäßig | -29 | -25 |
| Veränderung des ECL | 9 | -16 |
| Abschreibungen auf übrige Kapitalanlagen | ||
| planmäßig | -16 | -16 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | -93 | -83 |
| Sonstige Aufwendungen | -82 | -72 |
| Kapitalanlageaufwendungen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 |
| Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 |
| Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 |
| Ergebnis aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.506 | -166 |
1 Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wird unter den Dividenden ausgewiesen
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen | 23 | 15 |
| Fremdgenutzter Grundbesitz | 82 | 85 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente | 11 | 4 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Schuldinstrumente | 1.254 | 1.314 |
| Eigenkapitalinstrumente | 38 | 35 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Schuldinstrumente | 42 | -214 |
| Eigenkapitalinstrumente | 9 | -33 |
| Derivate (Vermögenswerte) | 49 | 78 |
| Derivate (Verbindlichkeiten) | 36 | -5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifizierte Fonds | 135 | 166 |
| Kurzfristige Kapitalanlagen | 93 | 16 |
| Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 29 | -90 |
| Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | -28 | 94 |
| Infrastrukturinvestitionen | -47 | -27 |
| Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 1.726 | 1.437 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 779 | -1.603 |
| Gesamt | 2.506 | -166 |
Die folgende Tabelle stellt das versicherungstechnische Finanzergebnis des Konzerns, aufgegliedert in erfolgswirksame und erfolgsneutrale Posten, dar.
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| Gesamt | ||
|---|---|---|
| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
| --- | --- | --- |
| Kapitalanlageergebnis | ||
| Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko | 2.676 | 3.087 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen für eigenes Risiko | -950 | -1.650 |
| Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 827 | 210 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -48 | -1.813 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge | 1.146 | -17.531 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten Kapitalanlageergebnisses | 3.652 | -17.697 |
| Versicherungstechnisches Finanzergebnis | ||
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen | ||
| Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Referenzwerten von Verträgen mit direkter Überschussbeteiligung | -1.866 | 12.162 |
| Aufgelaufene Zinsen | -574 | -293 |
| Effekte aus Änderungen von Zinssätzen und anderen finanziellen Annahmen | -344 | 5.315 |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | 278 | -1.731 |
| Gesamtbetrag der in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten Finanzerträge und -aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen | -2.506 | 15.453 |
| davon im Gewinn oder Verlust erfasst | -1.532 | -762 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | -974 | 16.215 |
| Versicherungstechnische Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | ||
| Aufgelaufene Zinsen | 49 | 2 |
| Effekte aus Änderungen von Zinssätzen und anderen finanziellen Annahmen | 34 | -210 |
| Effekte aus der Währungsumrechnung | -46 | 477 |
| Gesamtbetrag der in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten Finanzerträge und -aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen | 38 | 270 |
| davon im Gewinn oder Verlust erfasst | 19 | 480 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | 19 | -210 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungstechnischen Finanzergebnisses | -2.469 | 15.722 |
| Korrektur um das Währungsergebnis aus dem versicherungstechnischen Finanzergebnis | -232 | 1.254 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungstechnischen Finanzergebnisses vor Währungseffekten | -2.701 | 16.976 |
| Gesamtbetrag des in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungstechnischen Finanzergebnisses und Kapitalanlageergebnisses vor Währungseffekten | 951 | -721 |
| davon im Gewinn oder Verlust erfasst | 760 | 806 |
| davon im sonstigen Ergebnis erfasst | 191 | -1.527 |
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge | ||
| Erträge aus Dienstleistungen, Mieten und Provisionen | 178 | 196 |
| Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen | 2 | - |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 3 | 1 |
| Erträge aus der Auflösung sonstiger nicht technischer Rückstellungen | 15 | 43 |
| Zinserträge | 38 | 63 |
| Übrige Erträge | 11 | 70 |
| Gesamt | 247 | 373 |
| Sonstige Aufwendungen | ||
| Sonstige Zinsaufwendungen | -59 | -27 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | -19 | -12 |
| Personalaufwendungen | -11 | -11 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen und Provisionen | -89 | -104 |
| Sonstige Steuern | -36 | -36 |
| Übrige Aufwendungen | -499 | -747 |
| Gesamt | -713 | -937 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -466 | -565 |
| davon Ergebnis aus der Nettoposition monetärer Bilanzposten gemäß IAS 29 | 26 | - |
Die Position "Sonstige Erträge/Aufwendungen" enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die Aufwendungen für Kapitalanlagen und die versicherungstechnischen Aufwendungen verteilt werden. Dies gilt analog auch für Abschreibungen und Wertminderungen der immateriellen bzw. sonstigen Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen.
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 24.057 (23.669) Mitarbeiter für den Konzern tätig.
Zu den nahestehenden Unternehmen gehören im Talanx Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), Hannover, der unmittelbar die Mehrheit an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochterunternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahestehenden Unternehmen erbringen. Die nahe stehenden Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G.
Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen einschließlich der strukturierten Unternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das Erstversicherungsgeschäft in Form des Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI Global SE (HG), Hannover der führende Versicherer ist. Nach Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis 0,1 % (HDI V. a. G.) und 99,9 % (HG) aufgeteilt.
Die Talanx AG hat am 16. Dezember 2021 mit dem HDI V. a. G. eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, wonach sie die Möglichkeit erhält, für die Laufzeit von fünf Jahren und in einem Volumen von bis zu 750 Mio. EUR dem HDI V. a. G. nachrangige Schuldverschreibungen auf revolvierender Basis zur Zeichnung anzudienen. Die Talanx AG ist verpflichtet, die Schuldverschreibungen im Falle einer Bezugsrechtskapitalerhöhung in stimmberechtigte Stückaktien zu wandeln. Mit der Wandlung der Schuldverschreibungen verzichtet der HDI V. a. G. auf Bezugsrechte aus der zur Wandlung führenden Kapitalerhöhung für eine Anzahl von neuen Aktien der Talanx AG, die der Anzahl der Talanx Aktien entspricht, die er im Zuge der Pflichtwandlung der Schuldverschreibung erhalten wird, d. h. nur sofern und soweit neue Aktien aus der Kapitalerhöhung durch Aktien aus der Wandlung ersetzt werden.
Die Talanx AG hat am 18. Oktober 2022 zwei erstrangige, unbesicherte Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 1,25 Mrd. EUR begeben. Hiervon wurden 750 Mio. EUR durch den HDI V. a. G. gezeichnet.
Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Der Konzern hat im Rahmen einer Wertpapierleihe zum Abschlussstichtag Wertpapiere bilanziert, die im Tausch mit Sicherheiten in Form von Wertpapieren an Dritte verliehen wurden. Die verliehenen Wertpapiere werden weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, im Konzern verbleiben, während die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere nicht bilanziert wurden. Zum Abschlussstichtag beträgt der Buchwert der verliehenen finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Finanzinstrumente" aus Wertpapierleihe-Geschäften 36 (124) Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. Erfolgswirksame Bestandteile dieser Geschäfte werden im "Kapitalanlageergebnis" bilanziert.
Zum Abschlussstichtag bilanzierte der Konzern außerdem Wertpapiere der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Finanzinstrumente", die mit einer Rücknahmeverpflichtung zu einem festgelegten Rückkaufswert an Dritte verkauft wurden (echte Pensionsgeschäfte). Der Grund hierfür war, dass die wesentlichen Chancen und Risiken aus den finanziellen Vermögenswerten im Konzern verblieben sind. Zum Abschlussstichtag beträgt der Buchwert der übertragenen finanziellen Vermögenswerte aus Repo-Geschäften 559 (244) Mio. EUR; der Buchwert der dazugehörigen Verbindlichkeiten beläuft sich auf 565 (250) Mio. EUR. Ein enthaltener Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Übertragung erhaltenen und dem für die Rückübertragung der Vermögenswerte vereinbarten Betrag wird über die Laufzeit des Pensionsgeschäfts verteilt und im Kapitalanlageergebnis gezeigt.
In der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode lagen im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine neuen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert werden.
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| 6M 2023 | 6M 2022 | |
|---|---|---|
| Auf die Aktionäre der Talanx AG entfallendes Jahresergebnis zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie (in Mio. EUR) | 827 | 686 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Stammaktien (in Stück) | 253.350.943 | 253.100.132 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,26 | 2,71 |
Im zweiten Quartal 2023 wurde für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in Höhe von 2,00 EUR (2022 für das Geschäftsjahr 2021: 1,60 EUR) je Aktie gezahlt. Dies entspricht insgesamt 507 (405) Mio. EUR.
Im Berichtszeitraum lagen keine signifikanten Änderungen der Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten im Vergleich zum 31. Dezember 2022 vor.
Die Erlöse aus den Verträgen mit Kunden im Anwendungsbereich des IFRS 15 werden überwiegend über einen Zeitraum realisiert und setzen sich wie folgt zusammen:
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| In Mio. EUR | 6M 2023 | 6M 2022 |
|---|---|---|
| Kapitalverwaltungsleistungen und Provisionen 1 | 94 | 117 |
| Sonstige versicherungsnahe Dienstleistungen 1 | 85 | 80 |
| Erträge aus Infrastrukturinvestments 2 | 47 | 49 |
| Summe der Umsatzerlöse 3 | 225 | 246 |
1 Überwiegend zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
2 Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung
3 Die Erlöse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit 167 (186) Mio. EUR unter "7.a. Sonstige Erträge" und mit 58 (59) Mio. EUR unter "4.a. Erträge aus Kapitalanlagen für eigenes Risiko" ausgewiesen
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hätten.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben am 3. August 2023 in Hannover.
Der Vorstand
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| Torsten Leue, Vorsitzender |
Jean-Jacques Henchoz |
| Dr. Wilm Langenbach | Dr. Edgar Puls |
| Caroline Schlienkamp | Jens Warkentin |
| Dr. Jan Wicke |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, den 3. August 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| Martin Eibl | ppa. Philipp Rütter |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, den 3. August 2023
Der Vorstand
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| Torsten Leue, Vorsitzender |
Jean-Jacques Henchoz |
| Dr. Wilm Langenbach | Dr. Edgar Puls |
| Caroline Schlienkamp | Jens Warkentin |
| Dr. Jan Wicke |
Talanx AG
HDI-Platz 1
30659 Hannover
Telefon +49 511 3747-0
Fax +49 511 3747-2525
www.talanx.com
Group Communications
Andreas Krosta
Telefon +49 5113747-2020
Investor Relations
Bernd Sablowsky
Telefon +49 511 3747-2793
Fax +49 511 3747-2286
Dieser Zwischenbericht erscheint auch auf Englisch.
Zwischenbericht im Internet
https://talanx.com/investor-relations
13. November
Quartalsmitteilung zum 30. September
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