Annual Report • Aug 4, 2012
Annual Report
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Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2012
| Konzernkennzahlen | 1.1.–30.6.2012 | 1.1.–30.6.2011 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|
| Talanx-Konzern gesamt | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | In Mio. EUR | 13.582 | 12.422 | +9 |
| Deutschland | In % | 38 | 41 | –3 Pkt. |
| Großbritannien | In % | 9 | 10 | –1 Pkt. |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | In % | 4 | 4 | — |
| Rest von Europa | In % | 16 | 16 | — |
| USA | In % | 13 | 11 | +2 Pkt. |
| Rest von Nordamerika | In % | 2 | 2 | — |
| Lateinamerika | In % | 7 | 7 | — |
| Asien und Australien Afrika |
In % In % |
9 2 |
7 2 |
+2 Pkt. — |
| Verdiente Nettoprämien | In Mio. EUR | 10.294 | 9.3905) | +10 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis Kapitalanlageergebnis |
In Mio. EUR In Mio. EUR |
–693 1.748 |
–1.147 1.639 |
+40 +7 |
| Kapitalanlagerendite1) | In % | 4,1 | 4,1 | — |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | In Mio. EUR | 855 | 431 | +98 |
| Periodenergebnis (nach Finanzierungszinsen und Steuern) | In Mio. EUR | 579 | 360 | +61 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | In Mio. EUR | 354 | 215 | +65 |
| Eigenkapitalrendite2) | In % | 12,3 | 8,5 | +3,8 Pkt. |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | In EUR | 1,70 | 1,03 | +65 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | In EUR | 1,70 | 1,03 | +65 |
| Darstellung nach Segmenten3) | ||||
| Industrieversicherung | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | In Mio. EUR | 2.246 | 2.006 | +12 |
| Verdiente Nettoprämien | In Mio. EUR | 782 | 728 | +7 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | In Mio. EUR | 58 | –69 | +184 |
| Kapitalanlageergebnis | In Mio. EUR | 113 | 123 | –8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | In Mio. EUR | 161 | 60 | +168 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | In Mio. EUR | 3.516 | 3.525 | — |
| Verdiente Nettoprämien | In Mio. EUR | 2.610 | 2.588 | +1 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | In Mio. EUR | –711 | –597 | –19 |
| Kapitalanlageergebnis Operatives Ergebnis (EBIT) |
In Mio. EUR In Mio. EUR |
812 75 |
764 113 |
+6 –34 |
| Privat- und Firmenversicherung International | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | In Mio. EUR | 1.334 | 1.194 | +12 |
| Verdiente Nettoprämien | In Mio. EUR | 1.078 | 918 | +17 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | In Mio. EUR | –19 | –30 | +38 |
| Kapitalanlageergebnis | In Mio. EUR | 118 | 86 | +37 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | In Mio. EUR | 54 | 25 | +116 |
| Schaden-Rückversicherung | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | In Mio. EUR | 4.080 | 3.544 | +15 |
| Verdiente Nettoprämien | In Mio. EUR | 3.304 | 2.848 | +16 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis Kapitalanlageergebnis |
In Mio. EUR In Mio. EUR |
100 429 |
–295 427 |
+134 +1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | In Mio. EUR | 456 | 169 | +170 |
| Personen-Rückversicherung | ||||
| Gebuchte Bruttoprämien | In Mio. EUR | 2.809 | 2.500 | +12 |
| Verdiente Nettoprämien | In Mio. EUR | 2.521 | 2.298 | +10 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | In Mio. EUR | –121 | –156 | +22 |
| Kapitalanlageergebnis | In Mio. EUR | 286 | 251 | +14 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | In Mio. EUR | 140 | 86 | +63 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung4) | In % | 98,0 | 107,4 | –9,4 Pkt. |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-/Unfall-Erstversicherer | In % | 99,7 | 103,7 | –4,0 Pkt. |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Rückversicherung | In % | 96,8 | 110,1 | –13,3 Pkt. |
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | +/– % | ||
| Haftendes Kapital | In Mio. EUR | 12.833 | 11.321 | +13 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Talanx AG | In Mio. EUR | 6.083 | 5.421 | +12 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | In Mio. EUR | 3.636 | 3.285 | +11 |
| Hybridkapital | In Mio. EUR | 3.114 | 2.615 | +19 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | In Mio. EUR | 80.053 | 75.750 | +6 |
| Kapitalanlagen gesamt | In Mio. EUR | 93.540 | 87.467 | +7 |
| Bilanzsumme | In Mio. EUR | 124.590 | 115.268 | +8 |
| Mitarbeiter | Kapazitäten | 17.883 | 17.061 | +5 |
1) Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen zu durchschnittlichem selbst verwalteten Kapitalanlagenbestand (30.6. und 31.12.) 2) Annualisiertes Periodenergebnis ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
3) Vor Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
4) Bereinigte kombinierte Schaden-/Kostenquote unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses vor Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
5) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel ,,Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs
Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG, Berg
stv. Vorsitzender Angestellter, HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Raesfeld
stv. Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG, Hamburg
Rechtsanwältin, Hamburg
Zentralbereichsleiter, Hannover Rückversicherung AG, E+S Rückversicherung AG, Hannover
Angestellte, HDI Kundenservice AG, Bergisch Gladbach
Gewerkschaftssekretär, Norderstedt
Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG, Albstadt
Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Oberhausen
Angestellter, Hannover Rückversicherung AG, Hannover
ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG, Inning
Vorsitzender des Stiftungsrats der Hanns-Voith-Stiftung, Heidenheim
Angestellte, Talanx Service AG, Hannover
ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG, Hannover
Professorin an der Leibniz Universität, Hannover
ehem. Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, Leverkusen
Vorsitzender Burgwedel
stv. Vorsitzender Burgwedel
Dr. Thomas Noth Hannover
Dr. Heinz-Peter Roß Gräfelfing
Ulrich Wallin Hannover
Die erste Jahreshälfte 2012 stand unverändert im Bann der Staatsschuldenkrise in Europa: Die Konjunkturdaten im Euroraum waren enttäuschend, und das Wachstum in den USA und in China schwächte sich ab. Während zu Jahresbeginn mitunter einschneidende Maßnahmen wie der Pakt der EU-Länder für mehr Haushaltsdisziplin, der zweite 3-Jahres-Tender der EZB, ein "freiwilliger" Forderungsverzicht der privaten Gläubiger Griechenlands und die Ausweitung des Rettungsschirms kurzfristig zu einer Entspannung der Schuldenkrise führten, entfachten der drohende Austritt Griechenlands aus dem Euroraum und insbesondere die Krise des spanischen Bankensektors neue Sorgen um die Stabilität des Währungsraums. Als Reaktion wurde beim EU-Gipfel Ende Juni beschlossen, dass der ESM zukünftig Banken direkt unterstützen soll, nachdem eine einheitliche Bankenaufsicht unter der Federführung der EZB für den Euroraum geschaffen wurde.
Die deutsche Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2012 überraschend stark um 0,5% im Vergleich zum Vorquartal. Allerdings trübten sich die Konjunkturindikatoren in Deutschland wie auch im gesamten Euroraum im zweiten Quartal deutlich ein – so fiel beispielsweise der vielbeachtete Ifo-Index auf ein Zweijahrestief. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone erreichte im Mai ein Rekordniveau von 11,1%.
In den USA sorgten zuletzt schwächere Konjunkturdaten und eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt für Diskussionen über eine erneute Wachstumsdelle. Für das Vereinigte Königreich zeichnete sich ein ähnlich schwaches Bild wie in der Eurozone ab.
Die Geldpolitik der großen Zentralbanken blieb in der ersten Jahreshälfte unverändert sehr expansiv. Die EZB übernahm zentrale Funktionen zum Erhalt der Eurozone, indem sie Geschäftsbanken quasi "unbegrenzt" Liquidität zur Verfügung stellte und sie indirekt beim Erwerb von Staatsanleihen unterstützte. Die Fed überraschte mit ihrer Ankündigung, den Zeitraum einer faktischen Nullzinspolitik bis Ende 2014 und damit länger als ursprünglich erwartet auszudehnen.
Die Inflationsraten in der Eurozone schwächten sich im Jahresverlauf von 2,7% auf 2,4% ab. In den USA kam es im ersten Halbjahr zu einem deutlichen Rückgang der Inflationsraten von rund 3% auf 1,7%. Auch im Vereinigten Königreich schwächte sich die Inflation im Jahresverlauf von rund 4% auf 2,8% deutlich ab.
Im zweiten Quartal 2012 büßte der Euro deutlich an Wert ein und notierte im Juni bei 1,26 EUR je USD. Gegenüber dem britischen Pfund verlor der Euro mit Zuspitzung der Krise im zweiten Quartal 2012 an Boden und lag zum Halbjahresende bei rund 0,80 EUR je GBP; gegenüber dem Schweizer Franken pendelte er sich bei äußerst geringer Volatilität knapp oberhalb der von der Schweizer Notenbank verteidigten Zielmarke von 1,20 EUR je CHF ein.
An den Rentenmärkten beherrschten im ersten Halbjahr 2012 die Euroschuldenkrise sowie die Liquiditäts- bzw. Refinanzierungssituation im Bankensektor die Marktentwicklung. Der Neuemissionsmarkt zeigte im zweiten Quartal über weite Strecken eine sehr geringe Aktivität. Diverse EU-Gipfel, die Ergebnisse der Beteiligung privater Investoren an der Schuldenrestrukturierung Griechenlands, das Wahldebakel in Griechenland mit kurzfristig erforderlichen Neuwahlen, die sich verschlimmernde Situation der spanischen Banken sowie die sich allgemein weiter zuspitzende ökonomische Lage der großen GIIPS-Staaten sorgten für sehr volatile Rentenmärkte. Zehnjährige Bundesanleihen markierten Anfang Juni mit 1,17% neue historische Tiefstände. Der EU-Gipfel Ende Juni verhalf dem Markt dann zumindest kurzfristig wieder zu einer positiven Entwicklung.
Insgesamt gingen die Renditen im Quartalsverlauf deutlich zurück. Im unterjährigen Bereich verharrten die Renditen für diverse AAA-Staatsanleihen nahe Null, fielen zeitweise sogar in den negativen Bereich. Ende Juni notierten zweijährige Bundesanleihen bei 0,12%, fünfjährige bei 0,61%, und zehnjährige Bundesanleihen zeigten wieder eine Rendite von 1,59%.
Nach den starken, im Wesentlichen liquiditätsgetriebenen Kursgewinnen an den Aktienmärkten im ersten Quartal kamen die Aktienmärkte im Zuge neuer Sorgen um die europäische Staatsschuldenkrise sowie um die Bankenkrise in Spanien im zweiten Quartal stark unter Druck. Im Vergleich
zum Jahresbeginn konnte sich der DAX allerdings mit einem Anstieg von 8,8% weiterhin sehr gut behaupten. Der EURO STOXX 50 hingegen verlor im ersten Halbjahr 2012 rund 2,2% und büßte allein im zweiten Quartal 8,6% ein. Der Dow Jones verbuchte auf Halbjahressicht insgesamt noch einen beachtlichen Zuwachs von 5,4%. Positiv dürfte sich hier eine weitere Stabilisierung des US-Häusermarktes ausgewirkt haben.
Die Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich im Wesentlichen auf Veröffentlichungen des ifo Instituts und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Das Geschäftsklima in der deutschen Versicherungswirtschaft hat sich im zweiten Quartal wieder leicht eingetrübt, blieb in der längerfristigen Betrachtung aber noch freundlich. Ausschlaggebend für das verschlechterte Stimmungsbild war eine ungünstigere Bewertung der aktuellen Geschäftssituation, während die Aussichten für die kommenden sechs Monate zuversichtlicher eingeschätzt wurden. Im Vergleich mit der Gesamtwirtschaft fielen die Einschätzungen für die Versicherungswirtschaft optimistischer aus. Hinsichtlich der Entwicklung der Beitragseinnahmen überwogen positive Einschätzungen, die in der Schaden- und Unfallversicherung ausgeprägter waren als in der Lebensversicherung.
In der deutschen Schaden- und Unfallversicherung hat sich das Branchenklima im Vergleich zum Vorquartal verschlechtert. Abkühlungstendenzen zeichneten sich in allen Segmenten mit Ausnahme der Rechtsschutzversicherung ab. Nach einem guten Start zu Jahresbeginn hat sich das Wachstum der Beitragseinnahmen zuletzt verlangsamt, bewegte sich in der Summe aber weiterhin im positiven Bereich. Das heißt, dass die Branche überwiegend noch von wachsenden Beitragseinnahmen ausgeht. Eine positive Beitragsentwicklung war im ersten Halbjahr vor allem in der Kraftfahrtversicherung festzustellen. Mit Blick auf das Gesamtjahr wird aber auch in der Mehrzahl der übrigen Sparten ein Beitragswachstum erwartet.
Die Schadenentwicklung hat sich im bisherigen Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert. Auch die Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr fielen weniger optimistisch aus als im Vorquartal. Lediglich in den industriellen und gewerblichen Zweigen und in der Haftpflichtversicherung wird noch von einer Entspannung der Schadenentwicklung ausgegangen.
In der deutschen Lebensversicherung hat sich das Geschäftsklima geringfügig verbessert. Im Gegensatz zum ersten Quartal wurde die aktuelle Lage ungünstiger bewertet als die Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Dies dürfte nicht zuletzt eine Auswirkung der jüngsten Probleme in der Eurozone sein – der unklaren politischen Perspektiven Griechenlands und der Bankenkrise in Spanien –, die mit einer skeptischeren Konjunkturwahrnehmung verbunden waren. Andererseits wirkte das für Deutschland grundsätzlich weiterhin relativ günstige konjunkturelle Umfeld stabilisierend. Die Einschätzungen für die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung sowie die Kapitallebensversicherung blieben schlechter als im Durchschnitt der gesamten Lebensversicherung. Klassische Lebensversicherungsprodukte leiden unter den anhaltenden Niedrigzinsen und der Unsicherheit im Zusammenhang mit zukünftig strikteren Kapitalanforderungen.
Die Einschätzungen zum Neugeschäft mit laufendem Beitrag bewegten sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorquartal. Auch für das Gesamtjahr wird – für alle Zweige mit Ausnahme der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung sowie der Kapitallebensversicherung – von einer expandierenden Entwicklung ausgegangen. Im Neugeschäft gegen Einmalbeitrag hat sich der in den Vorquartalen registrierte rückläufige Trend im Berichtszeitraum abgeschwächt.
Die Schäden in der internationalen Schaden-Rückversicherung blieben in den ersten sechs Monaten 2012 unterhalb der Halbjahres-Durchschnittswerte der vergangenen Jahre. Zwar lag die absolute Zahl schadenrelevanter Naturereignisse über der sonst in diesem Zeitraum zu verzeichnenden Zahl, darunter waren aber keine Großkatastrophen wie im Jahr 2011. Dominiert wurde die Schadenstatistik zur Jahresmitte durch Wetterextreme in den USA, wo Tornados in diesem Jahr früher als üblich auftraten.
Das Umfeld in der internationalen Personen-Rückversicherung bietet unverändert günstige Rahmenbedingungen. Die demografische Entwicklung in den Industrieländern hin zu einer immer älter werdenden Bevölkerung geht einher mit
einem zunehmenden Vorsorgebewusstsein. Hiervon profitiert die Nachfrage nach Renten- und Pflegeversicherungsprodukten genau so wie von dem anhaltenden Bevölkerungswachstum und steigenden Entwicklungsstand in wichtigen Schwellenmärkten, wie China, Indien und Brasilien. Weitere Geschäftspotenziale bieten darüber hinaus finanzierungsorientierte Rückversicherungslösungen zur Solvenz- und Eigenkapitalentlastung von Lebenserstversicherern.
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 20111) |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 13.582 | 12.422 |
| Verdiente Nettoprämien | 10.294 | 9.390 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –693 | –1.147 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.748 | 1.639 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 855 | 431 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Sachversicherungen) |
98,0% | 107,4% |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler des Konzernanhangs"
Der Talanx-Konzern hat im zweiten Quartal 2012 seine internationale Präsenz in der Privat- und Firmenversicherung wie auch in der Industrieversicherung weiter erfolgreich ausgebaut. Die HDI-Gerling Industrieversicherung AG konnte ihr Engagement im Zielmarkt Asien durch die Gründung von Niederlassungen in Singapur und in Bahrain (letztere zu Beginn des dritten Quartals) stärken; zudem gründete sie im Juni ein Joint Venture mit der indischen Gesellschaft NBFC Magma Fincorp, das im Herbst die ersten Policen ausstellen soll.
Für die Talanx International AG entwickelte sich das zweite Quartal mit den Übernahmen der polnischen Gesellschaften TU Europa-Gruppe und TUiR WARTA S.A. ebenfalls positiv. WARTA wurde nach der Anfang Juli abgeschlossenen Übernahme außerdem mit einem verbesserten Counterparty Credit Rating und Insurer Financial Strength Rating belohnt, Standard & Poor's stufte beide Ratings von BBB+ auf A mit stabilem Ausblick hoch.
In Deutschland bereiten wir die Bündelung der Marken der Privat- und Firmenversicherung HDI und HDI-Gerling unter der neuen alten Marke HDI vor. In der zweiten Jahreshälfte 2012 werden die Lebensversicherungsgesellschaften inklusive Pensionsfonds und Pensionskasse von HDI-Gerling zu HDI umbenannt. Die zwei Risikoträger der Sachversicherungen HDI Direkt Versicherung AG und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG werden verschmolzen, der Risikoträger soll künftig HDI Versicherung AG heißen. Dadurch steigt auch die Effizienz im Geschäftsbereich und das in der Sachversicherung teils doppelte Produktangebot wird für Kunden einfacher und transparenter. Die Umstellung auf HDI soll 2013 abgeschlossen sein. Die Marke HDI-Gerling wird dann der Industrieversicherung vorbehalten sein.
Weitere Maßnahmen zur Neuausrichtung dieses Konzernsegments wie die Bündelung der Betriebsfunktionen – etwa Vertragsverarbeitung, Policierung, Beschwerdemanagement oder Telefonie – mit entsprechenden Kosteneinsparungen können auf den Weg gebracht werden, da mittlerweile eine Grundlagenvereinbarung mit dem Konzernbetriebsrat getroffen wurde.
Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen die gebuchten Bruttoprämien im Konzern um gut 9% auf 13,6 (12,4) Mrd. EUR, währungsbereinigt wären es 7% gewesen. Die verdienten Nettoprämien stiegen sogar um knapp 10% auf 10,3 (9,4) Mrd. EUR; vor allem das organische Wachstum in der Rückversicherung und der Industrieversicherung sowie die internationalen Akquisitionen im ersten Halbjahr trugen dazu bei. Alle Versicherungssegmente – mit Ausnahme der Privat- und Firmenversicherung Deutschland – erreichten ein zweistelliges prozentuales Wachstum vor Währungseffekten, wobei die Schaden-Rückversicherung mit 15% den höchsten Anstieg verzeichnete.
Die Großschadenlast blieb im ersten Halbjahr 2012 nicht nur weit hinter dem Vorjahreszeitraum zurück, sondern bislang auch unter dem Erwartungswert. Das versicherungstechnische Ergebnis fiel daher insbesondere im Segment Schaden-Rückversicherung – hier betrug die Großschadenquote nur 4 (22)% – deutlich besser aus; es lag für den Konzern bei −693 (−1.147) Mio. EUR. Auf Konzernebene ist das versicherungstechnische Ergebnis regelmäßig negativ, weil hier die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Kapitalanlageerträgen unserer Lebensversicherer ausgewiesen wird.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich im Vergleich zur schadenintensiven Vorjahresperiode um 9,4 Prozentpunkte auf 98,0 (107,4)%; insbesondere die stark gesunkenen Schadenquoten in den Segmenten Industrieversicherung und Schaden-Rückversicherung trugen hierzu bei.
Die Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses war positiv: Im Segment Privat- und Firmenversicherung International (+37%) stieg es aufgrund eines verbesserten außerordentlichen Ergebnisses unserer italienischen Gesellschaft, im Segment Personen-Rückversicherung (+14%) trug ein verbessertes unrealisiertes Ergebnis aus sogenannten ModCo-Derivaten zum Anstieg bei. Insgesamt erreichte der Konzern ein um 7% auf 1,7 (1,6) Mrd. EUR gestiegenes Kapitalanlageergebnis.
Staatsanleihen aus den Euro-Peripheriestaaten, den sogenannten GIIPS-Staaten, haben wir von einem bereits geringen Bestand weiter reduziert.
Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern verdoppelte sich nahezu auf 855 (431) Mio. EUR; begünstigt wurde dies durch die Erhöhung des Kapitalanlageergebnisses sowie den moderaten Großschadenanfall und die damit einhergehende Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses.
Der Ertragsteueraufwand lag bei 186 Mio. EUR; im Vorjahreszeitraum gab es maßgeblich aufgrund eines Steuereffektes in der Schaden-Rückversicherung einen Ertrag von 11 Mio. EUR. Trotz des Wegfalls dieses positiven Effekts stieg das Periodenergebnis um 61% auf 579 Mio. EUR. Das Konzernergebnis verbesserte sich in ähnlichem Umfang: Es lag für das erste Halbjahr 2012 bei 354 (215) Mio. EUR und somit um 65% höher. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,70 (1,03) EUR.
Die (annualisierte) Eigenkapitalrendite lag bei 12,3 (8,5)%.
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 2011 |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 2.246 | 2.006 |
| Verdiente Nettoprämien | 782 | 728 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 58 | −69 |
| Kapitalanlageergebnis | 113 | 123 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 161 | 60 |
| Kombinierte Schaden-/ Kostenquote (netto) |
92,6% | 109,3% |
Der Geschäftsbereich Industrieversicherung wird durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HDI-Gerling Industrie) geführt, gleichzeitig die mit Abstand größte Gesellschaft dieses Konzernsegments. Als international tätiger Industrieversicherer begleitet HDI-Gerling Industrie seine Kunden im In- und Ausland mit passgenauen Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Mit individuell zugeschnittenen Deckungskonzepten werden umfassende Versicherungslösungen realisiert; damit bieten wir die komplette Produktpalette zur Absicherung von unternehmerischen Risiken. Ebenso wichtig: Aufgrund langjähriger Erfahrung verfügt HDI-Gerling über ein professionelles Schadenmanagement, das im Schadenfall weltweit schnellste Hilfe leisten kann.
Die gebuchten Bruttoprämien des Segments beliefen sich zum 30. Juni 2012 auf 2,2 (2,0) Mrd. EUR und stiegen somit um rund 12%. Der anhaltende Aufwärtstrend der Prämienentwicklung wurde von den Sparten Feuer und Kraftfahrt getragen, aber auch die Sparten Transport, Unfallversicherung und Luftfahrt wiesen eine gute Entwicklung auf. Insbesondere im deutschen Kraftfahrtmarkt wirkte sich ein härterer Markt positiv auf das Beitragsvolumen aus. Die Sparte Unfall profitierte in erster Linie durch den Neuzugang von zwei größeren Verbindungen; in der Sparte Haftpflicht trug insbesondere HDI-Gerling Industrie zur positiven Entwicklung bei. Sie machte über 80% der Bruttoprämien des Segments aus; im ersten Halbjahr waren es 1,9 (1,7) Mrd. EUR. Über alle Sparten konnte sie in wettbewerbsintensiven Märkten profitable Verbindungen halten und neue Kunden gewinnen; insbesondere in den Sparten Feuer und Haftpflicht entwickelten sich außerdem die Auslandsmärkte positiv.
Unter den Auslandsgesellschaften waren vor allem die niederländische und die spanische Tochtergesellschaft nennenswert: Generell bietet der niederländische Versicherungsmarkt derzeit geringe organische Wachstumsmöglichkeiten. Der Prämienzuwachs unserer Tochtergesellschaft HDI-Gerling Verzekeringen N.V., Rotterdam (HDI-Gerling Niederlande), in Haftpflicht war maßgeblich bedingt durch die im ersten Quartal des Vergleichszeitraums noch nicht enthaltene, im Jahr 2011 erworbene und anschließend auf sie verschmolzene Nassau Verzekering Maatschappij N.V., Rotterdam (Nassau); die gebuchten Bruttobeiträge insgesamt stiegen deutlich um 32% auf 252 (191) Mio. EUR an. Die verdienten Nettobeiträge wiesen eine noch stärkere Zunahme um 52% auf 78 (51) Mio. EUR auf, da die von Nassau übernommenen Bestände auf nichtproportionaler Basis rückversichert waren. Die spanische Tochtergesellschaft, die sich im schwierigen Marktumfeld gut behauptet, hatte aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation leichte Abriebe in der Haftpflichtsparte zu verzeichnen, die jedoch durch den Zugewinn einer größeren Verbindung in der Sparte Feuer überkompensiert werden konnten. Kaum verändert zeigten sich die Bruttoprämien der Gesellschaften in Österreich mit 113 (111) Mio. EUR (die nur zum Teil der Industrieversicherung zuzurechnen sind) und Belgien mit 86 (90) Mio. EUR.
Die Rückversicherungsprämien des Segments wiesen mit einem Plus von rund 16% auf 1,1 (0,9) Mrd. EUR eine überproportionale Steigerung auf, die maßgeblich durch die Sparten Feuer und Haftpflicht sowie durch den Zugang größerer Fronting-Verbindungen bei HDI-Gerling Industrie bedingt ist. Die verdienten Nettoprämien des Segments stiegen dennoch um gut 7% auf 782 (728) Mio. EUR an.
Das versicherungstechnische Nettoergebnis in der Industrieversicherung betrug 58 (−69) Mio. EUR und verbesserte sich somit um 127 Mio. EUR, im Wesentlichen durch die Prämienentwicklung bedingt. Die Netto-Kostenquote verbesserte sich ebenfalls auf 21,0 (22,3)%, die Netto-Schadenquote sank um 15,6 Prozentpunkte auf 71,5 (87,1)%. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote des Segments Industrieversicherung betrug somit 92,6 (109,3)%.
Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen verringerten sich um gut 8% auf 735 (802) Mio. EUR. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich um knapp 2% auf 551 (560) Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum, der von Naturkatastrophen geprägt war. Aufgrund hoher Rückdeckungen haben die im laufenden Jahr eingetretenen Großschäden der Sparte Feuer eine geringe Nettoauswirkung. Während sich die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen recht unauffällig zeigten, sanken die sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen um 75% auf 20 (80) Mio. EUR.
Das Kapitalanlageergebnis verminderte sich trotz eines erhöhten versicherungstechnischen Cashflows um 8% auf 113 (123) Mio. EUR. Ausschlaggebend für die Veränderung war das um 9 Mio. EUR gesunkene außerordentliche Ergebnis. Im Vorjahreszeitraum war es bei HDI-Gerling Industrie durch hohe Aktienkursgewinne und realisierte Erträge aus dem Verkauf von Namensschuldverschreibungen geprägt. Die Kapitalanlageergebnisse der übrigen Gesellschaften wiesen insgesamt keine größeren Abweichungen zum Vorjahr auf.
Das operative Ergebnis des Segments hat sich aufgrund der vorgenannten Entwicklungen – insbesondere durch die signifikante Verbesserung des versicherungstechnischen Nettoergebnisses, das den leichten Rückgang des Kapitalanlageergebnisses und den des sonstigen Ergebnisses (um 16 Mio. EUR auf −10 Mio. EUR) deutlich überkompensieren konnte – auf 161 (60) Mio. EUR mehr als verdoppelt.
Das operative Ergebnis der das Segment dominierenden HDI-Gerling Industrie Versicherung AG steigerte sich um 185 Mio. EUR auf 173 (−12) Mio. EUR, wofür ein um 139 Mio. EUR auf 43 (−96) Mio. EUR verbessertes versicherungstechnisches Nettoergebnis ausschlaggebend war.
Eine auffällige Entwicklung zeigte die niederländische Tochtergesellschaft, deren Ergebnis deutlich auf 5 (14) Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank. Die Ergebnisentwicklung war jedoch maßgeblich durch die Integration der Nassau geprägt und ein Vergleich mit dem Vorjahr nur eingeschränkt
möglich. Die spanische Gesellschaft konnte aufgrund der deutlichen Verbesserung des versicherungstechnischen Nettoergebnisses um 2 Mio. EUR auf 4 (2) Mio. EUR einen Anstieg des operativen Ergebnisses auf 7 (4) Mio. EUR ausweisen. Das operative Ergebnis der österreichischen Tochtergesellschaft verminderte sich auf 9 (14) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Nettoergebnis litt jedoch unter angestiegenen Nettoschadenschadenaufwand wegen der im Vergleich zur Vorperiode deutlich geringeren Entlastung durch Rückversicherer. Das Ergebnis der Gesellschaft entfällt mit 5 Mio. EUR auf das Segment Industrieversicherung, der übrige Teil auf das Segment Privat- und Firmenversicherung International.
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 20111) |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 3.516 | 3.525 |
| Verdiente Nettoprämien | 2.610 | 2.588 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –711 | –597 |
| Kapitalanlageergebnis | 812 | 764 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 75 | 113 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Sachversicherungen) |
108,6% | 102,1% |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland bündelt das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI, HDI-Gerling sowie der deutschen Bancassurance-Aktivitäten des Talanx-Konzerns und bietet inländischen Privat- und Firmenkunden den für sie passenden Versicherungsschutz. Im Bereich der Lebensversicherung ist der Geschäftsbereich überdies grenzüberschreitend in Österreich tätig. Die Produktpalette reicht von Sachversicherungen über Lebensversicherungen bis hin zur betrieblichen Altersversorgung, die über verschiedene Vertriebskanäle angeboten werden.
Im Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland konnten im Berichtszeitraum gebuchte Beiträge – einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen – von 3,5 (3,5) Mrd. EUR erzielt werden, wobei im Vorjahreszeitraum noch die im Jahr 2011 veräußerte Rechtsschutzversicherung mit 36 Mio. EUR enthalten war. Unter Herausrechnung der Rechtsschutzversicherung ergibt sich ein leichter Anstieg der Bruttoprämien von knapp 1%.
In der Lebensversicherung blieben die Beitragseinnahmen mit gebuchten Bruttobeiträgen einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen von 2,5 (2,5) Mrd. EUR stabil. Auch in der Zusammensetzung aus Einmalbeiträgen und Geschäft gegen laufenden Beitrag ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. Die Entwicklung der einzelnen Gesellschaften verlief dabei uneinheitlich: Während die HDI-Gerling Lebensversicherung AG und die PB Lebensversicherung AG rückläufige Prämien verzeichneten, konnte die neue leben Lebensversicherung AG wiederum erfolgreich im Einmalbeitragsgeschäft zulegen. Die TARGO Lebensversicherung AG setzte die positive Entwicklung im Geschäft gegen laufende Beiträge fort und konnte damit rückläufige Einmalprämien überkompensieren.
Die von Beitragsanpassungen geprägten Bruttoprämieneinnahmen unserer Sachversicherungsprodukte stiegen – bereinigt um die im Vorjahr enthaltenen Prämien der Rechtsschutzversicherung – um gut 2% an.
Die Selbstbehaltsquote des Segments stieg aufgrund gesunkener Rückversicherungsquoten im Bereich der Sachversicherung auf 94,8 (93,3)%. Die Sparbeiträge für unsere fondsgebundenen Produkte verringerten sich leicht aufgrund einer Verschiebung der Zusammensetzung der Prämieneinnahmen zugunsten konventioneller Versicherungen. Unter Berücksichtigung der Veränderung der Beitragsüberträge ergaben sich damit insgesamt verdiente Nettoprämien von 2,6 (2,6) Mrd. EUR, davon für Sachversicherungsprodukte 706 (703) Mio. EUR.
Der Neuzugang der Gesellschaften im Segment – gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) – betrug
327 (356) Mio. EUR. Die Entwicklung der einzelnen Risikoträger der Lebensversicherung verlief aufgrund des volatilen Einmalbeitraggeschäfts sehr uneinheitlich.
Das versicherungstechnische Ergebnis belief sich auf −711 (−597) Mio. EUR; die Entwicklung wurde unverändert von den Lebensversicherungsprodukten dominiert. Ihr Anteil belief sich auf −652 (−583) Mio. EUR. Hier sind unter anderem die Aufzinsung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer an dem Kapitalanlagenergebnis enthalten. Die Erträge, die diesen Aufwendungen gegenüberstehen, werden hingegen im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen, sodass im versicherungstechnischen Ergebnis ein negativer Saldo ausgewiesen wird. Für das niedrigere versicherungstechnische Ergebnis der Lebensversicherer im Berichtszeitraum waren vor allem das gestiegene Kapitalanlageergebnis sowie gestiegene Zuführungen zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung aus den aufsichtsrechtlich maßgeblichen Abschlüssen der Einzelgesellschaften verantwortlich. Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) der Lebensversicherungsprodukte stiegen in der Folge auf 2,4 (2,2) Mrd. EUR.
Die Entwicklung im versicherungstechnischen Ergebnis unserer Sachversicherungsprodukte wurde primär von IT-Investitionen und höheren Schadenbelastungen von 507 (490) Mio. EUR geprägt; insgesamt betrug es −59 (−15) Mio. EUR.
Das Kapitalanlageergebnis des Segments stieg um 6% auf 812 (764) Mio. EUR; einen maßgeblichen Anteil von 93% daran hatten die Lebensversicherungsprodukte. Von diesen rund 754 (702) Mio. EUR wiederum war der weit überwiegende Teil anteilig den Lebensversicherungsnehmern gutzuschreiben. Bei bestandskonform leicht steigenden laufenden Kapitalanlageerträgen war eine deutliche Verbesserung im außerordentlichen Ergebnis ursächlich für die Ergebnisentwicklung. Hier wurde das Vorjahr von Veräußerungsverlusten aus Anleiheverkäufen maßgeblich beeinflusst.
Das Segmentergebnis der Privat- und Firmenversicherung Deutschland konnte insgesamt letztlich aufgrund der Erhöhung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im
Bereich der Sachversicherung nicht den Wert des Vorjahreszeitraums erreichen. Das übrige Ergebnis zeigte eine positive Tendenz. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entfielen Belastungen aus der Neuausrichtung und Bereinigung des Geschäftsbereichs, daher verringerte sich das operative Ergebnis insgesamt in erster Linie aufgrund eines gesunkenen versicherungstechnischen Ergebnisses auf 75 (113) Mio. EUR.
| Segment Privat- und Firmenversicherung | |
|---|---|
| -- | ---------------------------------------- |
| Deutschland im Überblick – weitere Kennzahlen |
1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 20111) |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 3.516 | 3.525 |
| Schaden/Unfall | 1.045 | 1.057 |
| Leben | 2.471 | 2.468 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 2.610 | 2.588 |
| Schaden/Unfall | 706 | 703 |
| Leben | 1.904 | 1.885 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –711 | –597 |
| Schaden/Unfall | –59 | –15 |
| Leben | –652 | –583 |
| Sonstige | — | 1 |
| Kapitalanlageergebnis | 812 | 764 |
| Schaden/Unfall | 59 | 61 |
| Leben | 754 | 702 |
| Sonstige | –1 | 1 |
| Neuzugang gemessen in Annual Premium Equivalent |
327 | 356 |
| Einmalbeiträge (Leben) | 624 | 605 |
| Laufende Beiträge (Leben und Nicht-Leben) |
264 | 295 |
| Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent |
327 | 356 |
| Kraftfahrtversicherung | 87 | 94 |
| Sachversicherung | 8 | 7 |
| Haftpflichtversicherung | 15 | 11 |
| Unfallversicherung | 6 | 7 |
| Sonstige Schaden-/ Unfallversicherungen |
7 | 20 |
| Fondsgebundene Lebens und Rentenversicherung |
68 | 67 |
| Klassische Lebens- und Rentenversicherung |
101 | 117 |
| Risikoprodukte | 33 | 31 |
| Sonstige Lebenprodukte | 1 | 1 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 20111) |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 1.334 | 1.194 |
| Verdiente Nettoprämien | 1.078 | 918 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | −19 | −30 |
| Kapitalanlageergebnis | 118 | 86 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 54 | 25 |
| Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto, nur Sachversicherungen) 2) |
98,8% | 99,6% |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
2) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses
Das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung International bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften der Bereiche Sachversicherung, Lebensversicherung sowie der Bancassurance im Ausland und ist in mittlerweile 15 Ländern mit über 8 Millionen Kunden präsent. Durch die Nutzung des lokalen branchenspezifischen Knowhows und die Präsenz in Form eines ausgebauten Vertriebsnetzes ist der Geschäftsbereich in der Lage, die spezifischen Anforderungen seiner Kunden im Ausland zu erkennen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Die Produktpalette umfasst unter anderem Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie Angebote der Lebensversicherung.
Das erste Halbjahr 2012 war vom weiteren Ausbau der Zielmärkte Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika geprägt und insbesondere von der Übernahme von 50% plus einer Aktie der TU Europa-Gruppe, die sowohl Lebens- als auch Sachversicherungsprodukte anbietet. Die Übernahme der TUiR WARTA S.A. von der belgischen KBC-Gruppe wurde erst unmittelbar nach Ende des ersten Halbjahres, nämlich zum 1. Juli, abgeschlossen. Unser strategischer Partner Meiji Yasuda hält 30% der WARTA-Anteile und an der TU Europa-Gruppe eine wesentliche Minderheitsbeteiligung. Im ersten Quartal war bereits der Erwerb des Sach- und Lebensversicherers Metropolitana Compañía de Seguros S.A. de C.V. in Mexiko abgeschlossen worden.
Innerhalb unserer strategischen Zielregionen sind wir jeweils in den zwei größten und wachstumsstarken Kernmärkten präsent: In Lateinamerika sind das Brasilien und Mexiko, in Osteuropa Polen und die Türkei.
Die gebuchten Bruttoprämien des Segments (einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung) stiegen um rund 12% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,3 (1,2) Mrd. EUR. Das Prämienwachstum entfiel dabei vorrangig auf anorganisches Wachstum (Zurechnung des österreichischen Privat- und Firmenkundengeschäfts, Akquisitionen in Mexiko und Polen). Das organische Wachstum lag nach der Umrechnung in Euro bei 4%, währungskursbereinigt waren es +9%.
Die Entwicklung der gebuchten Bruttoprämien war im Wesentlichen beeinflusst von der positiven Entwicklung des Sachversicherungsgeschäfts – hier erhöhten sie sich um 19% auf 966 Mio. EUR. Das Lebensversicherungsgeschäft hingegen entwickelte sich rückläufig aufgrund gesunkener Einmalbeiträge in Polen, und zwar um 4% auf 368 Mio. EUR.
In Lateinamerika entfallen etwa drei Viertel unseres Gesamtprämienvolumens auf den brasilianischen Markt, auf dem wir insbesondere in der Kraftfahrtversicherung tätig sind. So war die brasilianische HDI Seguros wieder ein wesentlicher Treiber für den Anstieg der gebuchten Bruttoprämien im Sachversicherungsgeschäft mit einem Beitragswachstum von umgerechnet 13 Mio. EUR. Dort, wie auch in anderen Ländern wurde das Wachstum bei den Sachversicherungsprodukten durch Währungskurseffekte deutlich beeinflusst, insbesondere in Mexiko und der Türkei.
Für unsere türkische Sachversicherungsgesellschaft HDI Sigorta ergab sich vor allem aufgrund gestiegener Durchschnittsbeiträge in der Kraftfahrtversicherung sowie einer Steigerung des Vertriebs über Agenturen im sonstigen Sachversicherungsgeschäft ein Prämienwachstum von 26% in Lokalwährung; nach Euro-Umrechnung beträgt der Anstieg noch 20%.
Die polnische Sachversicherungsgesellschaft HDI Asekuracja entwickelte sich auf dem Niveau der Vorjahresperiode, während die gebuchten Bruttobeiträge des Lebensversicherers HDI-Gerling Życie infolge eines Sondereffektes durch höheres Einmalbeitragsgeschäft im ersten Halbjahr 2011 um 49% in EUR zurückgingen. Erstmals wurden Beitragseinnahmen der TU Europa und ihrer Tochtergesellschaften in Höhe von umgerechnet 18 Mio. EUR für einen Monat in das Prämienvolumen der Talanx International einbezogen. Nach der vollzogenen Übernahme der TU Europa-Gruppe und der TUiR Warta wird Talanx nach Auswertungen der Statistik der polnischen Aufsichtsbehörde voraussichtlich zum zweitgrößten Teilnehmer auf dem polnischen Sach- und Lebensversicherungsmarkt aufsteigen.
Bei der italienischen HDI Assicurazioni stiegen die Lebensversicherungsprämien gegenüber der Vergleichsperiode um 10%, vor allem aufgrund höherer Einnahmen aus einem Bankvertriebskanal. Im Schaden/Unfallgeschäft, insbesondere in der Kfz-Haftpflichtversicherung, konnte aufgrund gestiegener Durchschnittsprämien und dem Abschluss zahlreicher neuer Verträge ein Zuwachs von rund 8% verzeichnet werden.
Unter den Lebensversicherungsgesellschaften konnte die ungarische Gesellschaft ihr Prämienvolumen um 19% in Euro (in Lokalwährung: +30%) steigern. Auch die türkische CiV Hayat Sigorta hatte u.a. infolge der höheren Absicherung von Kreditkartensalden ein in Euro um 24% (in Lokalwährung: +31%) höheres Prämienvolumen zu verzeichnen. Die beiden Gesellschaften zählen zu den relativ am schnellsten wachsenden Gesellschaften in ihren Märkten.
Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bei den internationalen Sachversicherungen lag mit 98,8 (99,6)% 0,8 Prozentpunkte besser als in der Vergleichsperiode. Auch wenn die polnische HDI Asekuracja durch die Folgen eines Großschadenereignisses im landwirtschaftlichen Bereich belastet wurde und die türkische HDI Sigorta insbesondere im Kfz-Haftpflichtgeschäft eine deutliche Zunahme der Schäden zu verzeichnen hatte, konnten diese Entwicklungen überkompensiert werden. Vor allem die neu erworbenen Gesellschaften TU Europa und die Metropolitana trugen zu einer Verbesserung der kombinierten Schaden-/Kostenquote bei.
Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment belief sich auf −19 (−30) Mio. EUR und war damit rund 38% besser als in der Vergleichsperiode.
Im ersten Halbjahr 2012 konnte im Segment ein Kapitalanlageergebnis von 118 Mio. EUR erzielt werden; dies entspricht einem Anstieg von 37% gegenüber der Vergleichsperiode. Dieser resultiert einerseits aus der Verbesserung des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses aufgrund durchweg höherer Kapitalanlagebestände, andererseits aus teilweise günstigeren Zinsniveaus. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis profitierte u.a. von realisierten Gewinnen aus dem Verkauf italienischer Staatsanleihen. Insbesondere die italienische HDI Assicurazioni trug durch ein außerordentliches Kapitalanlageergebnis in Höhe von 13 Mio. EUR zur positiven Entwicklung bei.
Sowohl aufgrund der Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses als auch des Anstiegs des Kapitalanlageergebnisses konnte im Segment Privat- und Firmenversicherung International das erste Halbjahr 2012 mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbesserten operativen Ergebnis (EBIT) von 54 (25) Mio. EUR und einer positiven EBIT-Marge von 5,0 (2,8)% abgeschlossen werden.
| Segment Privat- und Firmenversicherung International im Überblick – weitere Kennzahlen |
1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 20111) |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämie | 1.334 | 1.194 |
| Schaden/Unfall | 966 | 812 |
| Leben | 368 | 382 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 1.078 | 918 |
| Schaden/Unfall | 822 | 703 |
| Leben | 256 | 215 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –19 | –30 |
| Schaden/Unfall | 10 | 3 |
| Leben | –29 | –33 |
| Sonstige | — | — |
| Kapitalanlageergebnis | 118 | 86 |
| Schaden/Unfall | 67 | 49 |
| Leben | 50 | 37 |
| Sonstige | 1 | — |
| Neuzugang gemessen in Annual Premium Equivalent |
416 | 431 |
| Einmalbeiträge (Leben) | 220 | 232 |
| Laufende Beiträge (Leben und Nicht-Leben) |
394 | 408 |
| Neuzugang nach Produkten in Annual Premium Equivalent |
416 | 431 |
| Kraftfahrtversicherung | 260 | 283 |
| Sachversicherung | 40 | 42 |
| Haftpflichtversicherung | 20 | 16 |
| Unfallversicherung | 4 | 8 |
| Sonstige Schaden-/ Unfallversicherungen |
48 | 39 |
| Fondsgebundene Lebens und Rentenversicherung |
9 | 16 |
| Klassische Lebens- und Rentenversicherung |
12 | 9 |
| Risikoprodukte | 11 | 8 |
| Sonstige Lebenprodukte | 11 | 10 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 2011 |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 4.080 | 3.544 |
| Verdiente Nettoprämien | 3.304 | 2.848 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 100 | −295 |
| Kapitalanlageergebnis | 429 | 427 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 456 | 169 |
| Kombinierte Schaden-/ Kostenquote (netto) |
96,8% | 110,1% |
Der Geschäftsbereich Rückversicherung wird im Talanx-Konzern nahezu ausschließlich von der Hannover Rück-Gruppe betrieben, einer der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt. Der Rückversicherer bietet seinen Kunden im Konzernsegment Schaden-Rückversicherung eine umfassende Produktpalette im Vertrags- und fakultativen Rückversicherungsgeschäft, im Bereich der strukturierten Rückversicherungslösungen sowie im Direktgeschäft an.
Das Segment Schaden-Rückversicherung entwickelte sich im ersten Halbjahr erfreulich; die Situation auf den internationalen Rückversicherungsmärkten stellte sich überwiegend positiv dar. Die guten Ergebnisse aus der Erneuerungsrunde zu Beginn des Jahres wurden von der Vertragserneuerungsrunde zum 1. April 2012 teilweise sogar noch übertroffen.
Insbesondere für Japan fielen die Raten nach dem Anstieg im letzten Jahr noch einmal deutlich höher aus: Für Erdbebendeckungen stiegen die Raten im mittleren zweistelligen Bereich. Verbessert haben sich auch die Konditionen für das proportionale Sach- und Haftpflichtgeschäft. Substanzielle Ratenerhöhungen waren auch in Korea zu verzeichnen, insbesondere bei Programmen, die Exponierungen aus dem Erdbeben in Japan oder den Fluten in Thailand beinhalteten. Auch im US-Katastrophengeschäft stiegen die Raten an. Zufrieden waren wir auch mit der Vertragserneuerungsrunde im Transport- und Luftfahrtgeschäft.
Die Großschadensituation zeigte sich auch im zweiten Quartal relativ moderat. Die Nettobelastung zum 30. Juni 2012 lag mit 132 (625) Mio. EUR unter dem Schadenerwartungswert. Größte Schadenereignisse im zweiten Quartal waren die schweren Erdbeben am 20. und 29. Mai 2012 in mehreren italienischen Provinzen der Region Emilia-Romagna. Die Erdbeben haben nicht nur großes menschliches Leid verursacht, auch die wirtschaftlichen Schäden sowie die Zerstörungen in dieser außergewöhnlichen Kulturlandschaft Italiens waren immens. Die Nettoschadenbelastung aus diesen Ereignissen beläuft sich zusammen auf rund 61 Mio. EUR.
Die Bruttoprämien erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 15% auf 4,1 (3,5) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, hätte das Wachstum 11% betragen. Der Selbstbehalt blieb mit 90,2 (90,0)% nahezu unverändert. Die verdiente Nettoprämie stieg um 16% auf 3,3 (2,8) Mrd. EUR; währungsbereinigt betrug das Wachstum 12%.
Das versicherungstechnische Ergebnis schloss mit 100 (–295) Mio. EUR erfreulich. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich für das erste Halbjahr 2012 gegenüber der Vergleichsperiode von 110,1% auf 96,8%.
Das operative Ergebnis (EBIT) in der Schaden-Rückversicherung stieg zum 30. Juni 2012 um mehr als das Eineinhalbfache auf 456 (169) Mio. EUR.
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 2011 |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gebuchte Bruttoprämien | 2.809 | 2.500 |
| Verdiente Nettoprämien | 2.521 | 2.298 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | –121 | –156 |
| Kapitalanlageergebnis | 286 | 251 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 140 | 86 |
Im Konzernsegment Personen-Rückversicherung sind die Aktivitäten in der Rückversicherung der Sparten Lebens-, Renten- und Krankenversicherung zusammengefasst. Zusätzlich zeichnet die Hannover Rück-Gruppe in diesem Segment auch die Sparte Unfallversicherung, soweit sie von Lebensversicherern betrieben wird.
Der internationale Personen-Rückversicherungsmarkt bietet nach wie vor vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten. Einen großen Beitrag dazu leisten unverändert die etablierten Versicherungsmärkte wie die USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien. Neben einer durch die demografische Entwicklung getriebenen deutlichen Nachfrage nach Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungsprodukten bieten wichtige Schwellenmärkte, wie die Volksrepublik China, Indien, aber auch lateinamerikanische Länder wie Brasilien, attraktives Neugeschäftspotenzial. Hier sind maßgeschneiderte, finanzierungsorientierte Rückversicherungslösungen sowie klassische Risikoprodukte gefragt. Auf der Basis langfristiger Geschäftspartnerschaften, die ein wesentlicher Teil unserer Geschäftspraxis sind, unterstützen wir unter anderem Erstversicherungsunternehmen bei der Optimierung ihres Kapital-, Liquiditäts- und Risikomanagements.
Die Entwicklung im Segment Personen-Rückversicherung verlief im ersten Halbjahr 2012 im Rahmen unserer Erwartungen. Ein unterdurchschnittlicher Verlauf der biometrischen Risiken in einem Teilbestand unseres US-amerikanischen Sterblichkeitsportefeuilles wurde durch eine zum Teil besser als erwartete Schadenerfahrung, sowohl in den USA selbst als auch in anderen Regionen, kompensiert. Der Pensionsmarkt bietet ein unverändert attraktives Potenzial, insbesondere auch außerhalb von Großbritannien.
Die gebuchten Bruttoprämien zum 30. Juni 2012 beliefen sich auf 2,8 (2,5) Mrd. EUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 12%, währungskursbereinigt hätte das Wachstum 8% betragen. Im Berichtszeitraum betrug die verdiente Nettoprämie 2,5 (2,3) Mrd. EUR; sie wäre bei konstanten Währungskursen um nahezu 5% gewachsen.
Nach einer positiven Entwicklung der Risikoaufschläge bei Wertpapieren im ersten Quartal 2012 führte eine Normalisierung der Kreditaufschläge an den US-Anleihemärkten im zweiten Quartal zu einer rückläufigen Marktwertentwicklung für das zu bildende Derivat für das Ausfallrisiko von Wertpapieren, die in unserem Namen von US-amerikanischen Zedenten gehalten werden (ModCo- und Coinsurance-Funds-Withheld-Verträge). Die unrealisierten Gewinne hieraus lagen im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dem standen in der Vergleichsperiode noch unrealisierte Verluste in einer ähnlichen Größenordnung gegenüber.
Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 140 (86) Mio. EUR und spiegelt die gute Qualität und positive Entwicklung unseres Geschäfts wider. Die EBIT-Rendite steigerte sich auf 5,5 (3,8)%.
Das Segment Konzernfunktionen umfasst die Talanx AG und die internen Dienstleistungsgesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG, die Vermögensverwaltung über Talanx Asset Management GmbH, AmpegaGerling Investment GmbH und Talanx Immobilien Management GmbH sowie den konzerninternen Rückversicherungsmakler Talanx Reinsurance Broker AG. Die bisherige HDI Reinsurance (Ireland) Limited in Dublin, eine Tochter der Talanx AG, firmiert seit Ende Juni unter der Marke Talanx.
Die Talanx Asset Management GmbH betreibt zusammen mit der Tochtergesellschaft AmpegaGerling Investment GmbH in erster Linie das Management und die Administration der Wertpapierportfolios der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Das operative Ergebnis in Summe der Talanx Asset Management GmbH, AmpegaGerling Investment GmbH und Talanx Immobilien Management GmbH blieb im ersten Halbjahr 2012 mit 20 Mio. EUR konstant gegenüber dem Vorjahreshalbjahr.
Die AmpegaGerling Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen für konzernexterne Kunden.
Das Gesamtvolumen des von der AmpegaGerling verwalteten Vermögens stieg um 5% auf 13,4 Mrd. EUR gegenüber dem Jahreseingangsniveau (12,7 Mrd. EUR). Davon wird mehr als die Hälfte, nämlich 7,6 (7,1) Mrd. EUR, im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Teil entfällt mit 2,6 (2,5) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 3,2 (3,1) Mrd. EUR auf das Privat- und Firmenkundengeschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung angeboten als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken. Zum 16. April 2012 wurde die Ampega C-Quadrat Fondsmarketing GmbH gegründet. Gesellschafter sind jeweils zu 50% die Ampega-Gerling Investment GmbH und die C-QUADRAT Investment AG aus Wien. Das Gemeinschaftsunternehmen ist speziell auf institutionelle Vertriebspartner wie Banken und Sparkassen, Vermögensverwalter, Family Offices, Dachfondsmanager sowie Pensionskassen und Berufsgenossenschaften ausgerichtet und soll somit neue Absatzkanäle erschließen.
Zum Ende des zweiten Quartals 2012 betrugen die gesamten selbst verwalteten Kapitalanlagen im Talanx-Konzern 80,1 Mrd. EUR und erhöhten sich somit um 6% im Vergleich zum Jahresende 2011.
Talanx Reinsurance Broker AG befindet sich zu 100% im Eigentum der Talanx AG und übernimmt für Konzernzedenten die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung. Das operative Ergebnis der Gesellschaft betrug im ersten Halbjahr 7 (7) Mio. EUR und wird im Rahmen der Segmentverteilung den geschäftsabgebenden Segmenten in wesentlichen Teilen wieder zugerechnet. Somit verblieb im Segment Konzernfunktionen im ersten Halbjahr 2012 ein Ergebnisbeitrag von ca. 1 (3) Mio. EUR.
Das operative Ergebnis im Segment Konzernfunktionen verbesserte sich im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr auf –18 (–38) Mio. EUR. Ursächlich sind insbesondere gestiegene Dividendenerträge der Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG sowie geringere Zinsaufwendungen und ein verbessertes Dienstleistungsergebnis der Talanx AG. Ihr Beitrag zum Segmentergebnis verbesserte sich aus diesen Gründen auf 53 (–61) Mio. EUR.
Der Charakter eines diversifizierten Versicherungskonzerns und die Tätigkeit als große, weltweit tätige Versicherungsgruppe prägen die Bilanzstruktur des Talanx-Konzerns. Die beherrschende Position der Aktivseite sind die Kapitalanlagen, die ohne Berücksichtigung der Depotforderungen sowie Kapitalanlagen aus Investmentverträgen (13,5 Mrd. EUR) 64% der Bilanzsumme ausmachen. Sie dienen in erster Linie der Bedeckung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft, die sich ohne Einbeziehung der Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, auf 88,0 Mrd. EUR beliefen. Die wichtigsten Finanzierungsmittel sind darüber hinaus das Eigenkapital (8% der Bilanzsumme) und die emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (2% der Bilanzsumme).
Die Vermögenslage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Aktiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben.
| Vermögensstruktur im Mehrjahreszeitraum | 30.6.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | In % | In Mio. EUR | In % | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.545 | 2 | 2.210 | 2 |
| Kapitalanlagen | 93.540 | 75 | 87.467 | 76 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen |
6.586 | 5 | 6.067 | 5 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen |
6.984 | 6 | 6.462 | 6 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 5.683 | 5 | 4.729 | 4 |
| Abgegrenzte Abschlusskosten | 4.276 | 3 | 4.013 | 3 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 2.188 | 2 | 1.570 | 1 |
| Aktive Steuerabgrenzung | 352 | <1 | 320 | <1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.859 | 2 | 1.865 | 2 |
| Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungs gruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden |
577 | <1 | 565 | 1 |
| Summe der Aktiva | 124.590 | 100 | 115.268 | 100 |
Die deutliche Erhöhung unserer Bilanzsumme um 9,3 Mrd. EUR auf 124,6 Mrd. EUR ist in erster Linie auf die Integration der TU Europa-Gruppe in den Talanx-Konzern zurückzuführen, die zu einem signifikanten Anstieg der Kapitalanlagen (+6.073 Mio. EUR) sowie einem deutlichen Zuwachs bei den Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (+954 Mio. EUR) führte. Daneben wuchsen die Laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand um 618 Mio. EUR sowie die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Posten (+522 Mio. EUR). Ebenso kann ein Bestandswachstum bei den Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Höhe von 9% gegenüber der Vergleichsperiode festgestellt werden. Wesentliche kompensatorisch wirkende Effekte waren in der Berichtsperiode nicht zu verzeichnen. Weiterführende Angaben zu den Kapitalanlagen haben wir unter den "Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernbilanz" dargestellt.
In der Position "Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" werden neben dem geplanten Verkauf des Konzernunternehmens ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein, (Segment Privat- und Firmenversicherung International) die beabsichtigten Portfolioübertragungen der PB Pensionskasse AG, Köln, (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) und der HDI Seguros S.A. de C.V., León, Mexiko (Segment Privat- und Firmenversicherung International) bilanziert. Ferner weisen wir einen Immobilienteilbestand der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln, neue leben Lebensversicherung, Hamburg (beide Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland), HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover (Segment Industrieversicherung) sowie E+S Rückversicherung AG (Segment Schaden-Rückversicherung) als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte gesondert aus. Sämtliche Vorgänge haben wir im Konzernanhang im Kapitel VI "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen" näher erläutert.
| Zusammensetzung der Kapitalanlagen |
30.6.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Kapitalanlagen aus Investmentverträgen |
1.050 | — |
| Depotforderungen | 12.437 | 11.717 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen |
80.053 | 75.750 |
| Gesamt | 93.540 | 87.467 |
Im ersten Halbjahr 2012 stieg der gesamte Kapitalanlagebestand um 6,1 Mrd. EUR und beträgt somit 93,5 Mrd. EUR. Diese Zuwächse sind im Wesentlichen auf die reinvestierten ordentlichen Kapitalerträge und versicherungstechnischen Zuflüsse zurückzuführen. Darüber hinaus wurden durch den Kauf der TU Europa-Gruppe Investmentverträge von 1,1 Mrd. EUR übernommen. Weitere Wertzuwächse des Portfolios sind auf die veränderten Parameter des Kapitalmarktes zurückzuführen.
Der Wechselkurs des US-Dollar zu Jahresbeginn lag bei 1,29 USD je EUR. Zum Ende des ersten Halbjahres lag der Kurs mit 1,26 USD leicht unter dem Jahresanfangswert und stellte somit eine Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro dar.
Die Zinsen befanden sich am Ende des ersten Halbjahres – nach konstantem Verlauf im ersten Quartal – unter dem Jahresanfangsniveau. In der Kategorie der fünfjährigen deutschen Staatsanleihen ist zum 30. Juni 2012 ein Rückgang von ca. 14 Basispunkten zu verzeichnen. Auch bei den zehnjährigen Staatsanleihen liegen die Zinsen auf niedrigem Niveau. Die Hauptkategorie zur Wiederanlage finanzieller Mittel ist
die Anlagekategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente", die zum Zeitwert bilanziert wird. Sinkende Zinsen schlagen sich somit über höhere Marktwerte der Bestandspositionen im Volumen des Kapitalanlagebestandes nieder.
Insgesamt beträgt der Anteil der festverzinslichen Wertpapiere am Gesamtbestand der Kapitalanlagen 77%. Die Reinvestitionen erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur in dieser Anlageklasse.
Die aktuelle Aktienquote liegt mit 1% weiterhin auf niedrigem Niveau und konstant im Vergleich zum Vorjahr. Im Verlauf des Jahres 2011 wurden die Aktienbestände aufgrund der negativen Aktienmarktentwicklung deutlich reduziert. Nachdem im ersten Quartal 2012 wegen der Entspannung der Euro-Schuldenkrise ein starker Start bei der Entwicklung der Aktienmärkte zu beobachten war, führten Befürchtungen eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone, Probleme im spanischen Bankensektor und globale Rezessionssorgen zu einer deutlichen Korrektur im Mai. Ende Juni lag der EURO STOXX 50 mit 2.265 Punkten 2% unter dem Stand zum Jahresbeginn. Der DAX schloss mit 6.416 Punkten 9% über dem Stand zum 1. Januar 2012. Innerhalb des Berichtszeitraums wurden in der Talanx-Gruppe keine signifikanten Transaktionen im Aktienmarkt getätigt.
Vor allem noch nicht investierte liquide Mittel aus versicherungstechnischen Zuflüssen führten zu einer Erhöhung der kurzfristigen Kapitalanlagen (+12%). Kurzfristige Kapitalanlagen werden unter den Übrigen Kapitalanlagen bilanziert. Unter Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und konzerninterner Vorgaben gestaltet sich die Diversifikation der Kapitalanlagen per 30. Juni 2012 im Vergleich zum Jahresende 2011 kaum verändert.
| Zusammensetzung der | ||
|---|---|---|
| Kapitalanlagen | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
| In % | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere | 77 | 78 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
1 | 1 |
| Depotforderungen | 13 | 13 |
| Immobilien | 2 | 2 |
| Sonstige | 7 | 6 |
| Summe | 100 | 100 |
Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen selbst verwalteten Kapitalanlagen stellt sich der Bestand wie folgt dar:
| In Mio. EUR In % Fremdgenutzter Grundbesitz 1.289 2 Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 79 <1 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 235 <1 Darlehen und Forderungen Darlehen inkl. Hypothekendarlehen 1.221 2 Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere 31.008 39 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 4.081 5 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 35.518 44 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.100 1 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete klassifizierte Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 987 1 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 38 <1 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 15 <1 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 80 <1 |
Kapitalanlagen nach Anlageklassen | 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | In % | |||
| 1.100 | 2 | |||
| 78 | <1 | |||
| 209 | <1 | |||
| 1.291 | 2 | |||
| 31.670 | 42 | |||
| 4.294 | 6 | |||
| 31.009 | 41 | |||
| 1.132 | 2 | |||
| 856 | 1 | |||
| 16 | <1 | |||
| 5 | <1 | |||
| 70 | <1 | |||
| 30 <1 |
Derivate1) | 53 | <1 | |
| Übrige Kapitalanlagen 4.372 6 |
3.967 | 4 | ||
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen gesamt 80.053 100 |
75.750 | 100 |
1) Derivate nur mit positiven Marktwerten und ohne Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting
Im ersten Halbjahr 2012 konnten über alle Laufzeiten niedrige Zinsen beobachtet werden. Darüber hinaus ist eine weiter zunehmende Risikoaversion im zweiten Quartal 2012 auf Grund der ungelösten Verschuldungssituation einiger Staaten, insbesondere Griechenland und Spanien, sowie der zunehmenden konjunkturellen Abschwächung zu beobachten. Signifikante Liquiditätsbereitstellungen durch Zentralbanken milderten die Refinanzierungs- und Liquiditätsunsicherheiten und führten somit zu niedrigeren Spreads für Finanzanleihen im ersten Quartal 2012. Dieser Effekt ist im zweiten Quartal verblasst. Die zunehmende Risikoaversion führt zu Spreadausweitung in allen Senioritäten, die die Risiken kompensieren soll. Auch Unternehmensanleihen – sogenannte Corporates – waren durch moderate Spreadausweitung im ersten Halbjahr im Rahmen der zunehmenden Risikoaversion gekennzeichnet.
Die Performance von Staatsanleihen der Euro-Peripheriestaaten wich zum Teil deutlich von der deutscher Staatsanleihen ab: Die weitere Entwicklung in Spanien und Italien dürfte die Entwicklung der Eurozone maßgeblich bestimmen. In Irland wurde ein Sparprogramm verlässlich implementiert; die Renditen sind stabil, wobei weiterhin eine Ansteckungsgefahr besteht. Auch in Portugal ist ein Sparprogramm auf den Weg gebracht worden. Mit Bezug auf Griechenland werden Austrittsszenarien nun auch auf offizieller politischer Ebene diskutiert.
Unter Risikogesichtspunkten wurden bereits im Jahr 2011 die im Bestand befindlichen griechischen Staatspapiere bis auf einen kleinen Restbestand veräußert. Dieser Restbestand wurde schon im dritten Quartal 2011 auf den aktuellen Marktwert von durchschnittlich 20% abgeschrieben. Die Abschreibungen im ersten Halbjahr 2012 betragen daher lediglich 64 TEUR für den Gesamtkonzern. Zur weiteren Risikoreduzierung wurden im ersten Halbjahr Bestände an
italienischen und spanischen Staatsanleihen abgebaut. Bei den italienischen Staatsanleihen wirkt der gesunkene Spread dem aktiven Abbau entgegen.
Das Kapitalanlage-Exposure in Bezug auf Staatsanleihen des Talanx-Konzerns beläuft sich gegenüber den GIIPS-Staaten zu Marktwerten auf 1,1 Mrd. EUR. Hierbei entfallen auf
Italien 606 Mio. EUR (davon entfallen auf unsere Konzerngesellschaft HDI Assicurazioni S.p.A. [inklusive InChiaro]: 383 Mio. EUR), Spanien 196 Mio. EUR, Irland 228 Mio. EUR, Portugal 23 Mio. EUR und Griechenland 3 Mio. EUR.
Neben den Staatsanleihen bestehen zum 30. Juni 2012 bei den festverzinslichen Kapitalanlagen folgende Bestände in den GIIPS-Staaten*:
| Staats anleihen |
Halbstaatliche Anleihen |
Finanz anleihen |
Industrie anleihen |
Hypotheka risch/dinglich gesicherte Schuldver schreibungen |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3 | — | — | — | — | — | 3 |
| 228 | — | 18 | 27 | 152 | 142 | 567 |
| 606 | — | 465 | 254 | 942 | — | 2.267 |
| 23 | — | — | 3 | 14 | — | 40 |
| 196 | 241 | 130 | 228 | 655 | — | 1.450 |
| 1.056 | 241 | 613 | 512 | 1.763 | 142 | 4.327 |
| Unternehmensanleihen |
Im Bezug auf das Exposure, hinter dem eine spanische Bank als Risikoträger steht, wird über alle Anlageklassen zum 30. Juni 2012 folgender Bestand gehalten*:
| Bankenexposure Spanien | 30.6.2012 |
|---|---|
| Hypothekarisch (dinglich) gesicherte Schuldverschreibungen/Cédulas |
655 |
| Finanzanleihen | 130 |
| Öffentlich garantierte Banken | 33 |
| Termingelder | 14 |
| Aktien | 2 |
| Gesamt | 834 |
Die größte Assetklasse bilden den Pfandbriefen ähnlich ausgestaltete hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen und Multi Cédulas mit 655 Mio. EUR. Davon sind lediglich 170 Mio. EUR bei Adressen angelegt, die allgemein als kritisch anzusehen sind. In den Covered Bonds sind zudem 130 Mio. EUR bei nicht-spanischen Töchtern spanischer Mutterhäuser enthalten. Diese Emissionen wurden nach britischem Recht begeben und enthalten in der
Regel ausschließlich britische hypothekarische Deckung. Das gesamte verbleibende Anlagevolumen in unbesicherte Senior-Anleihen und Nachrangdarlehen (40 Mio. EUR) besteht ausschließlich gegenüber den größten spanischen, global agierenden Geschäftsbanken.
Festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen stellen den wesentlichen Bestandteil der selbst verwalteten Kapitalanlagen des Talanx-Konzerns dar. Im Jahresverlauf stieg der Bestand dieser Anlageklasse um 3,7 Mrd. EUR.
Die "Jederzeit veräußerbaren festverzinslichen Wertpapiere", die sich volatil auf das Eigenkapital auswirken, sind mit 35,5 Mrd. EUR und 50% des Gesamtbestands dieser Anlageklasse relativ konstant. Die Bewertungsreserven – also die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven – sind aufgrund des niedrigen Zinsniveaus seit dem Jahresende 2011 von 0,5 Mrd. EUR auf 1,4 Mrd. EUR gestiegen. Neben der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" wird weiterhin grundsätzlich an der Strategie festgehalten, Neuanlagen zur Minderung der Bilanzvolatilität in der Kategorie "Darlehen und Forderungen" zu investieren. Im ersten Halbjahr 2012 ist
allerdings eine Abnahme in den Anlagen in der Position "Darlehen und Forderungen" zu erkennen. Der Rückgang beträgt –0,7 Mrd. EUR auf 32,2 Mrd. EUR (45% des Gesamtbestands). Hier stiegen die Reserven auf 3,4 Mrd. EUR, nach 2,3 Mrd. EUR zum Jahresende 2011.
Staatsanleihen mit gutem Rating oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden weiterhin den Schwerpunkt der Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere. Im vergangenen Geschäftsjahr führten Rating-Herabstufungen zu einer Reduktion der AAA-Quote. Dieser Trend hält auch im ersten Halbjahr 2012 an. Im zweiten Quartal wurden insbesondere Spanien, Italien und mehrere Banken herabgestuft. Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand an AAA-gerateten Rententiteln 23,5 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Anteil von 33% am Gesamtbetrag der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen.
| Wertpapiere | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| In % | ||
| AAA | 33 | 38 |
| AA | 31 | 28 |
| A | 19 | 20 |
| BBB und weniger | 17 | 14 |
Der Talanx-Konzern betreibt unverändert eine konservative Anlagepolitik. So besitzen 83% der Papiere der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere mindestens ein Rating der Klasse A.
Die Anlagen in Unternehmensanleihen sind auf 21,2 Mrd. EUR angestiegen und machen 30% der festverzinslichen Wertpapiere aus. Ergänzend bestehen weitere 32% aus durch Hypotheken besicherten Schuldverschreibungen, die sich auf ein Volumen von 22,9 Mrd. EUR belaufen. Hierbei handelt es sich nahezu ausschließlich um Hypotheken- und öffentliche Pfandbriefe.
Die modifizierte Duration des gesamten Kapitalanlagebestands der festverzinslichen Wertpapiere im Talanx-Konzern beträgt zum 30. Juni 2012 6,5 Jahre.
Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in US-Dollar mit 15% den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Der Gesamtanteil in Fremdwährungen zum 30. Juni 2012 bleibt nahezu konstant.
Insgesamt befindet sich der Bestand an Aktien und Aktienfonds von 0,9 Mrd. EUR zum 30. Juni 2012 auf konstantem Niveau. Das Aktienengagement des Talanx-Konzerns ist mit einer Aktienquote von 1% (brutto) somit weiterhin auf niedrigem Niveau.
Die saldierten unrealisierten Gewinne und unrealisierten Verluste der im Konzern gehaltenen Bestände ohne die Kategorie Übrige Kapitalanlagen belaufen sich per Ende Juni 2012 auf +140 Mio. EUR (31. Dezember 2011: +129 Mio. EUR).
Zum Stichtag beträgt der Bestand an fremdgenutzten Immobilien 1,3 Mrd. EUR. Hinzu kommen 368 Mio. EUR in Immobilienfonds, welche unter den Finanzinstrumenten der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" bilanziert sind. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf den fremdgenutzten Immobilienbestand in Höhe von 11 Mio. EUR sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2 Mio. EUR vorgenommen. Diesen Abschreibungen stehen im Berichtszeitraum nahezu keine Zuschreibungen gegenüber.
Die Immobilienquote, die auch die Investments in Immobilienfonds enthält, liegt unverändert bei 2%. Die eigengenutzten Grundstücke sind in der Position "Sonstige Vermögenswerte" bilanziert und werden nicht bei der Berechnung dieser Quote einbezogen.
| 30.6.2012 | 30.6.2011 |
|---|---|
| 1.547 | 1.422 |
| 1.429 | 1.335 |
| 4 | 3 |
| 140 | 92 |
| –24 | –25 |
| 42 | 64 |
| 98 | 60 |
| 1.607 | 1.493 |
| 2 | — |
| 139 | 146 |
| 1.748 | 1.639 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | davon Ergebnis aus Anteilen an |
Das Ergebnis der selbst verwalteten Kapitalanlagen stellte sich um 114 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau ein. Wesentliche Ergebnistreiber waren gestiegene ordentliche Kapitalanlageerträge (+125 Mio. EUR) sowie ein verbessertes Abgangsergebnis (+48 Mio. EUR) bei einem Anstieg der Kapitalanlageaufwendungen (+38 Mio. EUR). Insbesondere in den Rückversicherungssegmenten konnten durch planmäßige Umschichtung von Staats- in Unternehmensanleihen positive Realisate erwirtschaftet werden. Das unrealisierte Ergebnis hingegen fiel im Vergleichszeitraum um 22 Mio. EUR geringer aus. Dabei stieg das unrealisierte Ergebnis im Segment Privatund Firmenversicherung Deutschland von –9 Mio. EUR auf +23 Mio. EUR aufgrund der Zinsentwicklung im ersten Halbjahr, wohingegen es in den beiden Rückversicherungssegmenten von +54 Mio. EUR auf +2 Mio. EUR fiel. Dies ist maßgeblich auf den Marktwertrückgang der Inflation Swaps der Hannover Rückversicherung AG zurückzuführen. Darüber hinaus reduzierte die Wertentwicklung einer Währungssicherung auf Südafrikanische Rand das unrealisierte Ergebnis. Diese Effekte konnten mit der Marktwertentwicklung des ModCo-Derivats etwas gemildert werden.
Das Ergebnis aus Zu-/Abschreibungen bleibt mit –24 Mio. EUR nach –25 Mio. EUR nahezu konstant; gesunkenen Wertminderungen bei Immobilien und Aktien im Segment Privat- und
Firmenversicherung Deutschland bzw. aus festverzinslichen Wertpapieren in Schaden-Rückversicherung stehen rückläufige Erträge aus Zuschreibungen gegenüber.
Der Anstieg der ordentlichen Kapitalanlageerträge ist insbesondere auf den höheren Gesamtbestand bei den festverzinslichen Anlagen bei leicht gesunkenem Durchschnittskupon zurückzuführen.
Für unsere selbst verwalteten Kapitalanlagen ergibt sich eine annualisierte Kapitalanlagerendite (einschließlich der Effekte aus Derivaten)* von 4,1%.
Nachfolgend wird das Kapitalanlageergebnis nach Konzernsegmenten dargestellt.
| Konzernsegmenten1) | 30.6.2012 | 30.6.2011 |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Industrieversicherung | 109 | 120 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland |
821 | 775 |
| Privat- und Firmenversicherung International |
119 | 87 |
| Schaden-Rückversicherung | 428 | 428 |
| Personen-Rückversicherung | 283 | 248 |
| Konzernfunktionen | –12 | –19 |
| Summe | 1.748 | 1.639 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
Der Talanx-Konzern geht verschiedene Verpflichtungen ein. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Vermögenslage sind hierbei Letters of Credit und Treuhandkonten zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (6.965 Mio. EUR), Garantieleistungen aus begebenen nachrangigen Schuldverschreibungen (2.458 Mio. EUR), Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten (2.241 Mio. EUR), Resteinzahlungsverpflichtungen sowie gestellte Sicherheiten aus bestehenden Kapitalanlage-Engagements (1.010 Mio. EUR) sowie finanzielle Verpflichtungen aus beabsichtigten Unternehmenserwerben (564 Mio. EUR). Sämtliche darüber hinausgehenden Verpflichtungen haben wir im Anhang in den Abschnitten "Sonstige Angaben – Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen" dargestellt.
* Annualisiertes Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis und Ergebnis aus Investmentverträgen zu durchschnittlichem selbst verwalteten Kapitalanlagebestand (30.6. und 31.12.)
Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva des Talanx-Konzerns sind geprägt durch das Erst- und Rückversicherungsgeschäft. Den größten Anteil haben die versicherungstechnischen Rückstellungen, die nach den Anforderungen der Versicherungsaufsicht durch die Kapitalanlagen
zu bedecken sind. Darüber hinaus finanziert sich der Konzern insbesondere durch Eigenkapital sowie nachrangige Anleihen und Verbindlichkeiten, welche auch unsere wichtigsten Finanzmittel repräsentieren.
Die Finanzlage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Passiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben.
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | In % | In Mio. EUR | In % | |
| Eigenkapital | 9.719 | 8 | 8.706 | 8 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 3.114 | 2 | 2.615 | 2 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen – brutto | 87.997 | 71 | 83.100 | 72 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den |
||||
| Versicherungsnehmern getragen wird | 6.586 | 5 | 6.067 | 5 |
| Andere Rückstellungen | 2.529 | 2 | 2.589 | 2 |
| Verbindlichkeiten | 12.405 | 10 | 10.212 | 9 |
| Passive Steuerabgrenzung | 1.722 | 1 | 1.488 | 1 |
| Verbindlichkeiten der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen |
518 | <1 | 491 | 1 |
| Summe der Passiva | 124.590 | 100 | 115.268 | 100 |
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der im Talanx-Konzern gebündelten Versicherer bestehen naturgemäß währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögensund Finanzlage.
Grundsätzlich erhalten und erbringen jedoch die international tätigen Versicherer im Regelfall Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Assets zur Bedeckung der Passiva ebenso in fremder Währung vorgehalten werden (währungskongruente Bedeckung). Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die jeweiligen nationalen Währungen im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Währungsumrechnung" dargestellt.
In der abgelaufenen Periode hat sich das Eigenkapital deutlich um 1.013 Mio. EUR – dies entspricht einem Anstieg von 12% – auf 9.719 (8.706) Mio. EUR erhöht. Der Konzernanteil beläuft sich auf 6.083 (5.421) Mio. EUR.
Mit Wirkung vom 2. Mai. 2012 wurde der auf der ordentlichen Hauptversammlung der Talanx AG vom 30. März 2012 beschlossene Aktiensplitt wirksam. Infolge dessen ist das unveränderte Grundkapital nunmehr in 208.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.
Mit Wirkung vom 6. April 2011 bzw. vom 4. Juni 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 15. November 2010 bzw. 15. Mail 2012 beschlossene bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 26 Mio. EUR (bedingtes Kapital) bzw. 78 Mio. EUR (bedingtes Kapital II), eingeteilt in bis zu 20.800.000 bzw. 62.400.000 Stückaktien, wirksam. Bilanzielle Auswirkungen ergeben sich im Berichtszeitraum hierdurch nicht; für weitere Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter der Angabe 6 "Eigenkapital".
Der Bestand der nachrangigen Verbindlichkeiten stieg per Saldo nach Rückkauf in Höhe von 1 Mio. EUR sowie durch die Ausgabe einer nachrangigen Verbindlichkeit durch Talanx Finanz in Höhe von 500 Mio. EUR um 499 Mio. EUR. Die Ausgestaltungsmerkmale sind im Anhang in den Ausführungen zu Angabe 7 "Nachrangige Verbindlichkeiten" beschrieben.
Ferner besteht eine Kreditlinie für die Talanx AG in Höhe von nominal 1,5 Mrd. EUR, von der in der Berichtsperiode ein zusätzlicher Betrag von 150 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde, so dass sich die gesamte Inanspruchnahme auf 700 Mio. EUR beläuft. Das Darlehen wird bei einer Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 disponibel variabel verzinst. Darüber hinaus hat die Talanx AG per 13. Juli 2011 bzw. 21. Dezember 2011 zwei Verträge über syndizierte variabel verzinsliche Kreditlinien in Höhe von 500 Mio. EUR bzw. 650 Mio. EUR jeweils über eine Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Mit Nachtrag vom 30. März 2012 wurde die Kreditlinie von 650 Mio. EUR um weitere 50 Mio. EUR auf 700 Mio. EUR aufgestockt. Es handelt sich um die Anschlussfinanzierung, die vertraglich erst dann zum Tragen kommt, wenn die bestehende Kreditlinie ausgelaufen ist oder gekündigt wurde oder mit Auszahlung der neuen Kreditlinie ausläuft.
Hinsichtlich weiterer Kreditvereinbarungen sowie Letters of Credit verweisen wir auf die Darstellung der außerbilanziellen Finanzinstrumente sowie die Darstellungen im Anhang.
Die Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft nach Konsolidierung und unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mrd. EUR | ||
| Rückstellung für Prämien überträge |
5,6 | 4,3 |
| Deckungsrückstellung | 45,8 | 44,7 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
27,9 | 26,5 |
| Rückstellung für Beitrags rückerstattung |
1,7 | 1,0 |
| Übrige versicherungstechnische Rückstellungen |
0,2 | 0,3 |
| Gesamt | 81,2 | 76,8 |
Hierbei sind die bestehenden Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern mindestens in gleicher Höhe mit Kapitalanlagen zu bedecken. Bezogen auf den Bilanzstichtag beträgt das Verhältnis der Netto-Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen – einschließlich der Depotforderungen, aber exklusive der Kapitalanlagen aus Investmentverträgen – unverändert zur Vergleichsperiode 88%. Somit besteht eine Überdeckung der Rückstellung von 11,3 (10,7) Mrd. EUR.
Der Anstieg der Bruttodeckungsrückstellungen wird insbesondere durch die Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland (+546 Mio. EUR) sowie Personen-Rückversicherung getragen (+510 Mio. EUR). Ursächlich für diese Entwicklung ist das Wachstum dieser Segmente insbesondere bei Hannover Rückversicherung AG (+303 Mio. EUR), neue leben Lebensversicherung AG (+233 Mio. EUR), PB Lebensversicherung AG (+167 Mio. EUR), Hannover Life Reassurance, USA (+106 Mio. EUR) sowie TARGO Lebensversicherung AG (+103 Mio. EUR).
Der Zuwachs der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) von 5% – dies entspricht 1.481 Mio. EUR – entfällt im Wesentlichen mit 866 Mio. EUR auf das Segment Schaden-Rückversicherung sowie mit 344 Mio. EUR auf die Personen-Rückversicherung. Während der Zuwachs im Segment Schaden-Rückversicherung im Wesentlichen durch die Hannover Rückversicherung AG (+666 Mio. EUR) getrieben ist, stellte sich der Zuwachs in der Lebensrückversicherung im gesamten Segment ein.
Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen haben folgende Ursachen:
Das Konzernergebnis, das auf die Aktionäre der Talanx AG entfällt, stieg deutlich um 65% auf 354 (215) Mio. EUR und wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Die "Nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile (Übrige Rücklagen)" erhöhten sich deutlich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 um 92% auf 657 Mio. EUR. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die nicht realisierten Kursgewinne/-verluste aus den Kapitalanlagen, welche von 626 Mio. EUR auf 1.042Mio. EUR angestiegen sind (vor Gewinnbeteiligungen der Versicherungsnehmer/Shadow Accounting und nach Steuern). Ursächlich ist vor allem das niedrige Zinsniveau, das zu einem erhöhten Bilanzausweis unserer festverzinslichen Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" führt. Dem gegenüber steht ein erheblicher Rückgang der Übrigen Eigenkapitalveränderungen (–423 Mio. EUR), die im Wesentlichen Gewinnbeteiligungen der Versicherungsnehmer/Shadow Accounting an den nicht realisierten Kursgewinnen/-verlusten enthalten. Das Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges (+64 Mio. EUR) beeinflusste diese Entwicklung ebenfalls positiv; insbesondere aufgrund der Zinsentwicklung ist das Eigenkapital aus der Absicherung des Zinsänderungsrisikos für künftige Transaktionen gestiegen.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich aufgrund der Partizipation an den unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus Kapitalanlagen sowie der Änderung im Konsolidierungskreis (TU Europa-Gruppe) um 351 Mio. EUR – dies entspricht 11% – auf 3.636 Mio. EUR. Der Anteil am Periodenüberschuss der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital beläuft sich auf 225 (145) Mio. EUR. Gegenläufig minderte die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter das Eigenkapital – hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern in Höhe von 183 (182) Mio. EUR.
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Gezeichnetes Kapital | 260 | 260 |
| Kapitalrücklage | 630 | 630 |
| Gewinnrücklage | 4.536 | 4.188 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalbestandteile und übrige Rücklagen |
657 | 343 |
| Konzerneigenkapital | 6.083 | 5.421 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital |
3.636 | 3.285 |
| Summe | 9.719 | 8.706 |
| Darstellung des Segmenteigen kapitals1) einschließlich darauf entfallender Anteile nicht beherr |
||
|---|---|---|
| schender Gesellschafter | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
| In Mio. EUR | ||
| Segment | ||
| Industrieversicherung | 1.864 | 1.683 |
| davon Minderheiten | — | — |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland |
2.535 | 2.417 |
| davon Minderheiten | 23 | 23 |
| Privat- und Firmenversicherung International |
1.627 | 709 |
| davon Minderheiten | 120 | 7 |
| Rückversicherung | 6.084 | 5.595 |
| davon Minderheiten | 3.778 | 3.295 |
| Konzernfunktionen | –2.400 | –1.702 |
| davon Minderheiten | — | — |
| Konsolidierung | 9 | 4 |
| davon Minderheiten | –285 | –40 |
| Gesamtes Eigenkapital | 9.719 | 8.706 |
| Konzerneigenkapital | 6.083 | 5.421 |
| Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital |
3.636 | 3.285 |
1) Das Segmenteigenkapital ist definiert als Residualgröße aus Segmentaktiva und -passiva
Anmerkung: Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter am Eigenkapital für den Geschäftsbereich Rückversicherung werden vereinfacht aus den Konzernminderheiten des Hannover Rück-Konzerns abgeleitet; zu diesem Zweck werden die beiden Rückversicherungssegmente zusammengefasst dargestellt.
Der Anstieg der Anteile der nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital im Segment Privat- und Firmenversicherung International ist im Wesentlichen auf den Erwerb der TU Europa-Gruppe zurückzuführen.
Das Segment Konzernfunktionen weist einen negativen Wert aus, der Ausdruck des Verschuldungsgrads der
Talanx AG ist. Talanx AG nimmt als Konzernholding die Finanzierungsfunktion im Konzern im Erstversicherungsbereich und für Gesellschaften in Konzernfunktionen wahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Pensionsrückstellungen in Höhe von 753 (753) Mio. EUR, nachrangige Verbindlichkeiten von 300 (300) Mio. EUR sowie Darlehen in Höhe von 709 (559) Mio. EUR. Diesen Passiva stehen in der Bilanz der Talanx AG die Beteiligungswerte an ihren Tochterunternehmen gegenüber, die im Konzernabschluss gegen das anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen konsolidiert werden.
Der Saldo in der Konsolidierungsspalte ist im Wesentlichen das Ergebnis von Bewertungsdifferenzen von Forderungen aus der Lebensrückversicherung und Verbindlichkeiten bei Lebenserstversicherungen. Diese sind durch die verpflichtende Anwendung unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards für Erst- und Rückversicherung nicht zu vermeiden.
Der Anstieg der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in der Konsolidierungsspalte ist darauf zurückzuführen, dass die Muttergesellschaft der Hannover Reinsurance (Ireland) Plc (bis 2011: Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH) nicht mehr dem Segment Schaden-Rückversicherung zugerechnet wird, die neue Muttergesellschaft (ab 2012: Hannover Life Reassurance (Ireland) Plc) wird im Segment Personen-Rückversicherung bilanziert. Daher findet die Kapitalkonsolidierung technisch nicht mehr in den Rückversicherungssegmenten statt, sondern in der Konsolidierungsspalte (intersegmentäre Konsolidierung). Dieser Entwicklung steht der Anstieg der nicht beherrschenden Gesellschafter in den beiden Rückversicherungssegmenten gegenüber.
Liquidität generieren wir vornehmlich aus unserem operativen Erst- und Rückversicherungsgeschäft, der laufenden Verzinsung unserer Kapitalanlagen und aus Finanzierungsmaßnahmen. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass der Talanx-Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Zu Liquiditätsengpässen kam es folglich nicht.
Den vollständigen Zahlungsmittelzufluss haben wir in der Kapitalflussrechnung im Anhang veröffentlicht; zusammengefasst stellt er sich wie folgt dar:
| 1.1.–30.6. 2012 |
1.1.–30.6. 20111) |
|
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
3.206 | 2.789 |
| Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | –2.981 | –2.084 |
| Kapitalfluss aus Finanzierungs tätigkeit |
366 | –427 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 591 | 278 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den erwirtschafteten Kapitalerträgen beinhaltet, ist im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 3.206 (2.789) Mio. EUR gestiegen. Bei der Ermittlung wird das Periodenergebnis von 579 (360) Mio. EUR in der Konzern-Kapitalflussrechnung um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen (Nettobetrachtung) korrigiert (3,0 Mrd. EUR). Der Anstieg des Kapitalflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 417 Mio. EUR resultiert somit fast ausschließlich aus der Veränderung der Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge (+613 Mio. EUR), die im Wesentlichen aus der Veränderung der Versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, resultieren. Ausweislich der Bilanz auf den 30. Juni 2012 ist dieser Posten per Saldo um 519 Mio. EUR auf 6.586 Mio. EUR angewachsen.
Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmen den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Wie auch in der Vergleichsperiode übersteigen die Auszahlungen aus dem Kauf von Finanzinstrumenten die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Verkauf bzw. der Fälligkeit von Kapitalinstrumenten mit 1.789 Mio. EUR, nach 1.064 Mio. EUR in der Vergleichsperiode. Darüber hinaus bestimmen die Auszahlungen für Übrige Kapitalanlagen (–357 Mio. EUR) sowie die Veränderungen der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (–489 Mio. EUR) – Letztere
stehen im engen Zusammenhang mit der Entwicklung des korrespondierenden Passivpostens im Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit – die Mittelabflüsse. Sie sanken per Saldo um 31 Mio. EUR auf –846 Mio. EUR. Ferner führten die Erwerbe der Metropolitana Compañía de Seguros sowie der TU Europa-Gruppe unter Berücksichtigung der erhaltenen Finanzmittel der Gesellschaften zu einem Mittelabfluss in der Berichtsperiode von 200 Mio. EUR. Wir verweisen insoweit auf unsere Ausführungen im Kapitel V "Unternehmenszusammenschlüsse in der Berichtsperiode". Im Rahmen des Verkaufs von konsolidierten Unternehmen sind in der Berichtsperiode 4 Mio. EUR abgeflossen.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit wurde in der Berichtsperiode durch die gezahlte Dividende in Höhe von 183 (182) Mio. EUR sowie die signifikant angestiegenen Veränderungen der sonstigen Finanzierungsaktivitäten in Höhe von 549 Mio. EUR, nach –245 Mio. EUR, bestimmt. Die sonstigen Finanzierungstätigkeiten sind in der Berichtsperiode durch die Begebung einer nachrangigen Anleihe der Talanx Finanz (Luxemburg) in Höhe von 500 Mio. EUR sowie der Inanspruchnahme der Kreditlinie geprägt. Daneben ergaben sich Zinszahlungen in Höhe von 90 (82) Mio. EUR. Die Vergleichsperiode beinhaltet zudem die Rückzahlung der durch die Hannover Finance (Luxembourg) S.A. gekündigten nachrangigen Schuldverschreibung (Nominalwert 138 Mio. EUR).
Im ersten Halbjahr 2012 ist der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, per Saldo um 618 Mio. EUR auf 2,2 Mrd. EUR (verglichen mit dem Stand zum 31. Dezember 2011) gestiegen. Vom Zahlungsmittelbestand wurden 43 Mio. EUR für Veräußerungsgruppen nach IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" in Abzug gebracht. Ausführliche Informationen zu Veräußerungsgruppen finden sich im Anhang (Kapitel VI).
Chancen- und Risikomanagement betrachten wir als eine unserer zentralen Aufgaben. Die vollständige Überwachung und die exakte Steuerung unserer Risikoposition im Konzern und den Geschäftsbereichen mit dem Ziel, existenzbedrohende Entwicklungen zu vermeiden und gleichzeitig sich bietende Chancen wahrzunehmen, ist ein zentraler Auftrag der Talanx AG.
Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie formuliert die Ziele und Strukturen des Risikomanagements. Voraussetzungen für die Übernahme von Risiken sind Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zum Risikobudget des Konzerns. Die Risikostrategie bildet als eigenständiges Regelwerk das Fundament für das konzernweite Risikomanagement. Gekoppelt an die wertorientierte Steuerung ist die Risikostrategie integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spiegelt sich auch in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäftsbereiche wider.
Als international operierender Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern gehen wir eine Vielzahl von Risiken bewusst ein, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Sowohl die Unternehmensals auch die Risikostrategie unterliegen einem etablierten Überprüfungsprozess. Durch diese Überprüfung unserer Annahmen und einer gegebenenfalls daraus abgeleiteten Adjustierung wollen wir die Adäquanz unserer strategischen Leitlinien und damit ein Handeln auf adäquater Informationsbasis sicherstellen.
Die derzeitig aufsichtsrechtlich gültigen Solvabilitätsanforderungen werden vom Talanx-Konzern erfüllt.
Wesentlich für ein effizientes Risikomanagementsystem ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen wie folgt definiert:
| Steuerungselement | Wesentliche Aufgabe im Risikomanagement |
|---|---|
| Aufsichtsrat | Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u.a. auch im Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement |
| Vorstand | Gesamtverantwortung für das Risikomanagement Festlegung der Risikostrategie Verantwortung für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements |
| Risikokomitee | Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium, insbesondere mit folgenden Aufgaben: Kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf existenzgefährdende Risiken |
| Chief Risk Officer | Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung (systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/Überwachung und Berichterstattung) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken |
| Zentrales Risikomanagement |
Konzernübergreifende Risikoüberwachungsfunktion Methodenkompetenz, u.a. für die Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikobewertung, -steuerung und -analyse Risikolimitierung und -berichterstattung Übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals |
| Dezentrales Risikomanagement |
Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Überwachung und Berichterstattung dienen |
| Interne Revision | Prozessunabhängige Überprüfung der Funktionsbereiche des Konzerns |
Neben diesen (Risiko-)Funktionen und Gremien sind für gesonderte Themen auch organisatorische Strukturen, wie z.B. Krisenstäbe für die Bewältigung von Notfallereignissen und Krisenfälle, implementiert.
Die Risikoberichterstattung im Zwischenbericht fokussiert auf wesentliche Veränderungen der Risikolage, die nach der Erstellung des Talanx-Konzerngeschäftsberichtes 2011 eingetreten sind. Auf eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Risikoarten wird hier unter Verweis auf die ausführlichen Angaben im Geschäftsbericht verzichtet.
Die Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien, die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 5-20 sowie dem Risikokatalog der MaRisk (VA) orientieren:
| Risikokategorie | Wesentliche Risiken | Wichtige Risikosteuerungsmaßnahmen |
|---|---|---|
| Versicherungstechnische Risiken | ||
| Segmentübergreifend: | ||
| Konzentrationsrisiko | Risikoausgleich durch Diversifikation | |
| Schaden/Unfall (Erst- und Rückversicherung): | ||
| Tatsächlicher Schadenverlauf weicht vom erwarteten Schadenverlauf ab (Prämien/Schadenrisiko) Versicherungstechnische Rückstellungen reichen nicht aus, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren |
Schadenanalyse und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs Aktuarielle Modellierungen und Überwachung der Naturgefahrenexponierung Selektives Underwriting Fachrevisionen Angemessener Rückversicherungsschutz Bildung Spätschadenreserven Externe aktuarielle Überprüfung der Rückstellungen |
|
| Personen-Erstversicherung: | ||
| Änderungen der biometrischen Rechnungsgrundlagen Zinsgarantierisiko bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen Stornorisiken |
Regelmäßige Überprüfung der biometrischen Rechnungsgrundlagen Einkalkulation von Sicherheitszuschlägen bei Berechnungsgrundlagen Ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte, Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen Zinssicherungsinstrumente Anpassung der Überschussbeteiligung Kostencontrolling, Fokus auf variable Vertriebskosten Sorgfältige Vermittlerauswahl Konsequente Beobachtung des MCEV |
|
| Personen-Rückversicherung: | ||
| Änderungen der biometrischen Rechnungsgrundlagen Storno- und Kreditrisiko bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten der Zedenten |
Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen Konsequente Beobachtung des MCEV |
|
| Forderungsausfallrisiken aus dem Versicherungsgeschäft | ||
| Segmentübergreifend: Forderungsausfall gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und -vermittlern |
Sorgfältige Auswahl von Rückversicherern und Retrozessionären Fortlaufende Beobachtung der Bonität Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen Effektives Mahnverfahren und Verminderung der Außenstände Bildung angemessener Pauschalwertberichtigungen |
|
| Risiken aus Kapitalanlagen | ||
| Segmentübergreifend: potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen (Zinsen, Aktien- und Wechselkurse) Wertverluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Bonität von Schuldnern Illiquiditätsrisiko: Bestände/offene Positionen können nicht oder nur mit Verzögerungen oder Abschlägen veräußert/geschlossen werden |
Steuerung der Marktpreisrisiken mittels Value at Risk (VaR) Ermittlung unternehmensspezifisch und aufsichtsrechtlich gebotener Stresstests Kongruente Währungsbedeckung Einbeziehung von Ratings (Ratingagenturen, interne Ratings) bei Investitionsentscheidungen Liquide Anlagestruktur |
| Risikokategorie | Wesentliche Risiken | Wichtige Risikosteuerungsmaßnahmen |
|---|---|---|
| Operationale Risiken | ||
| Segmentübergreifend: | ||
| Gefahr von Verlusten infolge des Versagens von Personen, Systemen oder Verfahren bzw. aufgrund externer Ereignisse |
Vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement | |
| (einschließlich der Missachtung von Compliance-Regeln) | Internes Kontrollsystem | |
| Sonstige Risiken | ||
| Segmentübergreifend: | ||
| Beteiligungsrisiken Talanx AG: Instabilität der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen und/oder des Beteiligungsportfolios |
Geeignete Instrumente im Controlling, interner Revision und im Risikomanagement Segmentale und regionale Diversifizierung Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnis verstetigende Produkt- und Portfoliobereiche Due-Diligence-Prüfungen Liquiditätsrechnungen und -prognosen |
|
| Emerging Risks: Neue zukünftige Risiken, deren Risikogehalt noch nicht zuverlässig bekannt ist und deren Auswirkungen nur schwer beurteilt werden können |
Diverse Steuerungsmaßnahmen, wie z.B. Rückversicherung, Diversifikation, Risikoausschlüsse, Sicherheitsmargen, Notfallpläne, etc. |
|
| Strategische Risiken: Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds |
Mindestens jährliche Überprüfung der Unternehmens- und Risikostrategie Anpassung der Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall |
|
| Reputationsrisiken: Mögliche Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit |
Festgelegte Kommunikationswege Professionelle Öffentlichkeitsarbeit Erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien Etablierte Geschäftsgrundsätze |
Die deutsche Wirtschaft befindet sich trotz hoher Staatsverschuldung bzw. schwieriger Ent-/Umschuldungsbemühungen im Euroraum nach wie vor in einer stabilen Situation. Die konjunkturelle Dynamik hat zuletzt sogar leicht zugelegt, auch wenn sich die Stimmungsindikatoren zunehmend eintrüben. Durch das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft und Zweifel an der nachhaltigen Finanzierung einiger Staaten wird jedoch vielfach eine Konjunkturabkühlung prognostiziert.
Die Probleme der Staatsschuldenkrise innerhalb der Eurozone sind weiterhin ungelöst. Mittlerweile refinanzieren sich bereits Spanien, Griechenland, Irland, Portugal und Zypern indirekt oder direkt über europäische und internationale Hilfsfonds. Insbesondere in Griechenland wird die dringend notwendige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte durch eine tiefe und lang anhaltende Rezession erschwert. Mit dem vom griechischen Parlament im Februar 2012 verabschiedeten Gesetz zum Schuldenschnitt realisierten sich für den Talanx-Konzern weitere Abschreibungen auf den Bestand an griechischen Staatsanleihen, der zum Stichtag 30. Juni 2012
einen Marktwert von 2,7 Mio. EUR aufwies. Aufgrund unseres zum Ende des Jahres 2011 sehr niedrig ausfallenden Bestandes wird der Abschreibungsbedarf im Berichtsjahr nur sehr geringen Einfluss auf das Kapitalanlageergebnis des Konzerns haben. Die Finanzierungskosten der Staaten Spanien und Italien an den Kapitalmärkten sind im Berichtsquartal auf ein Niveau gestiegen, das die Refinanzierbarkeit der bestehenden Verschuldung bzw. die Finanzierung der erforderlichen Neuverschuldung über den Kapitalmarkt zunehmend fraglicher erscheinen lässt. Der Talanx-Konzern besitzt gegenüber den sogenannten GIIPS-Staaten Staatsanleihen zum 30. Juni 2012 zu Marktwerten in Höhe von 1.056 Mio. EUR (davon Italien 606 Mio. EUR, Spanien 196 Mio. EUR, Irland 228 Mio. EUR und Portugal 23 Mio. EUR ohne Berücksichtigung der fondsgebundenen Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen), sodass hieraus bonitätsbedingte Ausfälle resultieren können. Durch Sicherungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (sogenannter Europäischer Rettungsschirm) droht bei den Anleihen der GIIPS-Staaten, abgesehen von Griechenland, derzeit noch kein erhöhtes Ausfallrisiko.
In zunehmendem Maße zeigt sich in internationalen Märkten infolge der Banken- und Wirtschaftskrise sowie der sich abzeichnenden Anpassungen von Aufsichtsnormen eine Tendenz zur Erhöhung der Kapitalanforderungen. Diese Entwicklung könnte auch einzelne ausländische Tochtergesellschaften des Konzerns betreffen und Kapitalmaßnahmen erfordern.
Es sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns existenziell beeinträchtigen könnten. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Banken- und Wirtschaftsbzw. Staatsschuldenkrise besteht jedoch ein hoher Grad an Unsicherheit, ob sich diesbezügliche Risiken nicht zukünftig weiter konkretisieren und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns nachhaltig beeinträchtigen werden. Die weitere Entwicklung der Krise kann vor allem auch nachhaltige Auswirkungen auf das Verhalten der Versicherungsnehmer haben. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass trotz der regen Bemühungen des europäischen sowie des deutschen Gesetzgebers, den aufsichtsrechtlichen Rahmen für Versicherungsgruppen voranzutreiben, wichtige Einzelpunkte immer noch Gegenstand laufender Diskussionen sind. Hieraus ergeben sich Unsicherheiten für den in Zukunft maßgeblichen gesetzlichen Rahmen unserer unternehmerischen Tätigkeit. Insbesondere ist unklar, welche Umsetzungslasten aus der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen abschließend resultieren werden.
Unsere nachstehenden Ausführungen über die erwarteten Entwicklungen des Talanx-Konzerns und seiner Gesellschaften stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten internen Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive und ihrer Natur nach ungewisse Einschätzung. Obwohl wir die zugrunde liegenden Annahmen mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen getroffen haben, kann aufgrund der für Zukunftsaussagen grundsätzlich geltenden Unsicherheiten, insbesondere hinsichtlich zukünftiger Kapitalmarktverhältnisse, Naturkatastrophen und des rechtlichen Umfeldes, nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Die Prognoseunsicherheit wird durch die globale Vernetzung der Wirtschaftsbeziehungen und der Kapitalmärkte erschwert. Die Effekte der Finanzund Wirtschaftskrise werden sich unserer Ansicht nach in der Versicherungswirtschaft auch weiterhin auswirken.
Die Konjunktur in der Eurozone dürfte weiterhin im Bann der Staatsschuldenkrise bleiben. Gleichwohl befindet sich die Eurozone zunehmend im Wandel hin zu einer Transferund Sanktionsunion. Als problematisch erachten wir, dass der Konsolidierungseifer innerhalb der Eurozone abnimmt, weshalb strukturelle Probleme in den Hintergrund gedrängt werden. Auf diese Weise kann das notwendige Vertrauen an den Finanzmärkten nur schwerlich zurückgewonnen werden. Spanien kommt bei der Bewältigung der nationalen Schuldenkrise sicherlich eine Schlüsselrolle für den weiteren Verlauf der Eurokrise zu. Auch in den USA wird eine Haushaltskonsolidierung in den kommenden Quartalen immer dringlicher, was sich vor dem Hintergrund eines sich bereits abschwächenden Wachstums tendenziell negativ auf das zukünftige Wachstum auswirken dürfte. Zudem sehen wir keine nachhaltige Verbesserung des amerikanischen Arbeitsmarktes. Spannend bleibt die Entwicklung in den Emerging Markets, wo die Dynamik des Aufschwungs zuletzt deutlich nachgelassen hat. In Anbetracht der bereits beobachtbaren globalen Abkühlung erachten wir ein Soft Landing in den Emerging Markets als den wahrscheinlichsten Ausgang, also ein langsames Abflauen des Wachstums.
Die anhaltend expansive Geldpolitik sollte unserer Einschätzung nach nicht zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten im Berichtsjahr führen, da die durch die Zentralbanken induzierte Liquidität bislang noch nicht in die Realwirtschaft dringt. Zudem finden niedrigere Notierungen für Rohstoffe nach und nach Einzug in die Inflationsraten.
Die trotz des griechischen Schuldenschnittes ungelöste Verschuldungsproblematik in der EU, die weiter sehr umfangreichen Herausforderungen im Bankensektor hinsichtlich Liquidität, Eigenkapital und Ertragssituation sowie die schwachen, sich eintrübenden Konjunkturerwartungen lassen zumindest für 2012 anhaltend niedrige Renditen erwarten. Es gibt aktuell keine fundamentalen Gründe für einen über technische Korrekturen hinausgehenden Zinsanstieg. Nach der letzten Zinssenkung der EZB im Juli halten wir im Berichtsjahr eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte in der Eurozone für möglich. Die USA haben sich quasi verpflichtet, die Leitzinsen in den nächsten zwei Jahren auf dem derzeit niedrigen Niveau zu belassen.
Eine dauerhafte Stabilisierung der allgemeinen Risikosituation ist bisher nicht gelungen. Selbst nach den anfangs vielversprechenden Lösungsansätzen sind die Marktteilnehmer binnen Tagen wieder in den Risk-off-Modus gewechselt und haben in sichere, aber renditeschwache Anlagen investiert. Insbesondere im Segment der Staatsanleihen besteht weiterhin ein hoher Refinanzierungsbedarf; Renditen und Risikoaufschläge werden volatil bleiben.
Wir nehmen an, dass die Eintrübung der globalen Konjunktur und die anhaltende Krise in der Eurozone das Potenzial der Aktienmärkte deutlich einschränken. Gleichwohl positiv sind die nach wie vor historisch günstige fundamentale Bewertung der Aktien sowie die relativ zu den Bondmärkten attraktive Dividendenrendite. Zudem dürfte der Aktienmarkt kurzfristig weiterhin vor allem von der steigenden Liquidität in den Märkten profitieren, die Volatilität dürfte nach unserer Einschätzung allerdings hoch bleiben. Abrupte Rückgänge nach kurzfristigen Liquiditätshaussen sind unvermeidbar, solange diese nicht durch ein sich wieder stabilisierendes globales makroökonomisches Bild untermauert werden.
Für den Talanx-Konzern streben wir auf konsolidierter Basis ein organisches Wachstum der gebuchten Bruttoprämien an, das der durchschnittlichen Steigerungsrate der vergangenen zwei Jahre entsprechen soll. Hierzu sollen insbesondere die Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung International sowie die Rückversicherung beitragen. Hinzu kommen unsere polnischen Akquisitionen Europa Group und Warta mit Closing im Juni bzw. Juli 2012.
Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG zählt zu den großen Industrieversicherern in Europa und ist einer der Marktführer in Deutschland, gemessen am Prämienvolumen. Steigende Prämieneinnahmen und ein zunehmendes Auslandsgeschäft untermauern die starke Position im internationalen Wettbewerb. Darauf aufbauend gehen wir von einer weiterhin positiven Prämienentwicklung aus.
Wir rechnen mit einem anhaltenden Prämiendruck, bedingt durch die im Wesentlichen stagnierende Versicherungsnachfrage bei steigenden Versicherungskapazitäten. In der Sparte Kraftfahrt lassen sich langsam Ratenerhöhungen im Markt durchsetzen. In der Sparte Feuer werden aller Voraussicht nach in einigen Märkten hohe Schäden durch Naturkatastrophen im Vorjahr zu Ratenerhöhungen führen. Durch die gute Kapitalausstattung des Segments Industrieversicherung ist es ein strategisches Ziel, unseren Selbstbehalt in den kommenden Jahren sukzessive zu steigern, um somit überproportional vom Prämienwachstum zu profitieren.
Unserer Ansicht nach bestehen unverändert im Ausland die größten Wachstumschancen – auch angesichts unserer schon jetzt hohen inländischen Marktdurchdringung. Daher soll 2012 und 2013 der Ausbau zum Global Player weiter vorangetrieben werden. Europaweit streben wir den Ausbau unseres Industriegeschäfts in den Bereichen Lokalgeschäft, Mittelstand und internationale Versicherungsprogramme an. Unsere Zielregionen außerhalb Europas sind weiterhin Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und die Arabische Halbinsel. Durch den Ausbau der HDI Seguros Madrid (Spanien) zur Drehscheibe für Industrieversicherungslösungen in Lateinamerika und dank der strategischen Partnerschaft mit PVI Holdings, dem führenden vietnamesischen Industrieversicherer, befinden wir uns auf einem guten Weg. In Indien geht der Geschäftsbereich mit einem Gemeinschaftsunternehmen an den Start: Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG wird noch in diesem Herbst zusammen mit der indischen NBFC Magma Fincorp Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft in dem nach Einwohnerzahl zweitgrößten Land der Erde aufnehmen. Außerdem wurden Niederlassungen in Singapur und Bahrain eröffnet. Letztere wird HDI-Gerling Industrie künftig als eine Drehscheibe für Industrieversicherung in der Golfregion nutzen.
Für das Berichtsjahr streben wir im Konzernsegment Privatund Firmenversicherung Deutschland an, die Bruttoprämieneinnahmen des vergangenen Jahres zu halten. Bei den Sachversicherungsprodukten erwarten wir aufgrund einer relativ hohen Marktdurchdringung keinen wesentlichen Mengeneffekt für die Prämienentwicklung. In der Kraftfahrtversicherung, die einen hohen Anteil an den Prämieneinnahmen in der Sachversicherung ausmacht, könnte eine leichte Anhebung des Preisniveaus im Markt erfolgen. Verbunden damit streben wir für 2012 ein leicht steigendes Prämienvolumen an. Aufgrund der aktuellen Marktsituation gehen wir hingegen für Lebensversicherungsprodukte von leicht rückläufigen Prämieneinnahmen aus.
Die Umstrukturierung des Geschäftsbereichs setzen wir fort. Ziel ist es, die Geschäftsprozesse und Organisation an den Wünschen der Kunden und Vertriebspartner auszurichten, um einen besonders effizienten und stark auf den Kunden ausgerichteten Versicherer entstehen zu lassen. Darüber hinaus wird in den nächsten zwei Jahren ein Schwerpunkt auf der Beseitigung von Kostennachteilen liegen. Management und Konzernbetriebsrat haben sich am 6. Juli 2012 auf einen Sozialplan geeinigt, der die wirtschaftlichen Nachteile für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbereichs ausgleichen soll, die das Umstrukturierungsprogramm mit sich bringt. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Reduktion
der Komplexität im Unternehmen und zur Erhöhung der Kundenorientierung wird die weiter vorne beschriebene Bündelung des Produktangebotes der Sachversicherung in einer Gesellschaft sein.
Das ausländische Privatkundengeschäft verfolgt eine klare Expansionsstrategie und zielt dabei auf Prämienwachstum bei einer angemessenen Profitabilitätssteigerung. Wir konzentrieren uns auf den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts in unseren Zielregionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa und Türkei durch organisches und anorganisches Wachstum. Marktchancen zum gemeinsamen Wachstum im Ausland wollen wir auch zusammen mit unserem strategischen Partner Meiji Yasuda nutzen. Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf der Optimierung der Aktivitäten in den bestehenden Märkten.
Wir gehen in den ausländischen Märkten, in denen wir im Privatkundengeschäft tätig sind, von einem Prämienwachstum aus. Die Zukäufe der polnischen Versicherer Europa-Gruppe und Warta werden dabei zusätzliche Prämieneinnahmen für dieses Segment beisteuern. Im polnischen Markt, in dem wir bislang überwiegend im Kraftfahrzeug-Haftpflichtgeschäft tätig sind, werden wir durch Abschluss der Zukäufe der Europa-Gruppe und der Warta die Angebotspalette deutlich erhöhen und voraussichtlich die nach Prämienvolumen zweitgrößte Versicherungsgruppe sein. Der bislang dynamischste Wachstumstreiber im ausländischen Privatkundengeschäft ist HDI Seguros in Brasilien.
In der Schaden-Rückversicherung sind die Marktbedingungen sehr vielversprechend. In den Erneuerungsrunden zum 1. Juli 2012 – hier liegt der Fokus auf Nordamerika sowie Australien und Neuseeland – waren überwiegend Ratensteigerungen zu erzielen. Angesichts der schadenträchtigen Naturkatastrophen 2011 in Australien und insbesondere in Neuseeland konnten wir in diesen Regionen deutliche Ratensteigerungen und verbesserte Konditionen durchsetzen. Auch in den Haftpflichtsparten waren Ratensteigerungen im Durchschnitt von 5% bis 10% zu verbuchen. Positiv wirkten sich auch die gestiegenen Anforderungen der Aufsichtsbehörden aus, wodurch mehr Rückversicherungsdeckung eingekauft wird. Insgesamt konnten wir das Prämienvolumen unseres Portefeuilles in Australien und Neuseeland bei geringerer Haftung leicht erhöhen. Für die weiteren Vertragserneuerungstermine 1. Oktober 2012 und 1. Januar 2013 gehen wir davon aus, dass die positive Preisentwicklung weiter anhält.
Mit den Erneuerungsergebnissen für unser Nordamerika-Geschäft sind wir weitgehend zufrieden, wenngleich sich noch keine einheitliche Verhärtung des Marktes feststellen lässt. In der Sach-Katastrophenrückversicherung setzte sich der Trend zu weiteren Preiserhöhungen auch bei dieser Erneuerungsrunde fort. Hier konnten wir Ratenerhöhungen von durchschnittlich 5% und 10% erzielen. Im Bereich der nicht-proportionalen Sachrückversicherung waren bei schadenbelasteten Programmen Preisanstiege von 20% bis 30% möglich, für schadenfreie Programme bis zu 5%. In der proportionalen Rückversicherung zeigten sich die Raten und Bedingungen größtenteils unverändert. Sehr erfreulich verlief für uns erneut die Vertragserneuerungsrunde für das kanadische Geschäft zum Termin 1.Juli 2012. Hier nehmen wir an, dass der positive Trend weiterhin Bestand haben wird.
Auch in den weiteren Vertragserneuerungsrunden gehen wir insgesamt von guten Ergebnissen aus. Für das Gesamtjahr 2012 streben wir in der Schaden-Rückversicherung ein währungskursbereinigtes Wachstum der Bruttoprämieneinnahmen in Höhe von 5% bis 7% an.
Die Aussichten für die internationale Personen-Rückversicherung sind unverändert positiv. Angesichts der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung in den Industrieländern sowie des beständigen Wachstums in den Schwellenmärkten Asiens,
im Wesentlichen in der Volksrepublik China und Indien, profitieren besonders Pflegeversicherungs- und Altersvorsorgeprodukte sowie klassische Lebensversicherungen. Wachstumschancen erwarten wir ebenfalls aus finanzorientierten Rückversicherungslösungen zur Solvenz- und Eigenkapitalentlastung von Lebenserstversicherern. Die Nachfrage wird mit Blick auf die Einführung von Solvency II insbesondere für europäische Versicherer weiter an Bedeutung gewinnen. Im Bereich Langlebigkeit bietet nach wie vor Großbritannien als am weitesten entwickelter Markt die attraktivsten Geschäftsaussichten, sowohl bei den Vorzugsrenten als auch bei der Übernahme von Risiken aus bestehenden Pensionsfonds.
Wir gehen derzeit von einem vielversprechenden zweiten Halbjahr 2012 aus und streben für das laufende Jahr – konstante Währungskurse vorausgesetzt – ebenfalls ein organisches Bruttoprämienwachstum zwischen 5% und 7% an.
Eine der wichtigsten Kennzahlen dieses Segments sind die selbst verwalteten Kapitalanlagen. Analog zur angestrebten Expansion im Versicherungsgeschäft sollten sie aufgrund des voraussichtlich positiven Cashflows sowie der Neuakquisitionen in Polen ebenfalls weiter ansteigen. Infolge der aktuellen Staatsschulden- und Finanzmarktkrise besteht jedoch gerade hinsichtlich der Performanceentwicklung der Kapitalanlagen weiterhin Unsicherheit.
Die strategische Partnerschaft mit dem österreichischen Asset-Manager C-QUADRAT Investment AG, an dem Talanx Asset Management GmbH mit 25,1% beteiligt ist, soll weiter ausgebaut werden. Ein weiterer Schritt zur Vertiefung der Zusammenarbeit war die Gründung des gemeinsamen Unternehmens Ampega C-Quadrat Fondsmarketing GmbH im April. Durch die Kapazitätsbündelung wird einerseits die Vertriebsstärke gesteigert, und andererseits wird das Fondsangebot wesentlich attraktiver. Beide Gesellschaften werden hiervon ebenso profitieren wie bestehende und potenzielle Kunden.
| Aktiva | Anhang | 30.6.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||||
| A. Immaterielle Vermögenswerte | 1 | ||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 867 | 690 | |||
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.678 | 1.520 | |||
| 2.545 | 2.210 | ||||
| B. Kapitalanlagen | |||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 1.289 | 1.100 | |||
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 79 | 78 | |||
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
235 | 209 | |||
| d. Darlehen und Forderungen | 2 | 32.229 | 32.961 | ||
| e. Sonstige Finanzinstrumente | |||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 3 | 4.081 | 4.294 | ||
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 4 | 36.618 | 32.141 | ||
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 5 | 1.150 | 1.000 | ||
| f. Übrige Kapitalanlagen | 4.372 | 3.967 | |||
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 80.053 | 75.750 | |||
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | 1.050 | — | |||
| h. Depotforderungen | 12.437 | 11.717 | |||
| Kapitalanlagen | 93.540 | 87.467 | |||
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern | |||||
| von Lebensversicherungspolicen | 6.586 | 6.067 | |||
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen |
6.984 | 6.462 | |||
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 5.683 | 4.729 | |||
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 4.276 | 4.013 | |||
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, | |||||
| Schecks und Kassenbestand | 2.188 | 1.570 | |||
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 352 | 320 | |||
| I. Sonstige Vermögenswerte | 1.859 | 1.865 | |||
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von | |||||
| Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden |
577 | 565 | |||
| Summe der Aktiva | 124.590 | 115.268 |
| Passiva | Anhang | 30.6.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||||
| A. Eigenkapital | 6 | ||||
| a. Gezeichnetes Kapital | 260 | 260 | |||
| Nominalwert: 260 Bedingtes Kapital: 104 |
|||||
| b. Rücklagen | 5.823 | 5.161 | |||
| Eigenkapital ohne Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 6.083 | 5.421 | |||
| c. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 3.636 | 3.285 | |||
| Summe Eigenkapital | 9.719 | 8.706 | |||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 7 | 3.114 | 2.615 | ||
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | 8 | ||||
| a. Rückstellungen für Prämienüberträge | 6.262 | 4.677 | |||
| b. Deckungsrückstellung | 46.865 | 45.739 | |||
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 32.901 | 31.420 | |||
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 1.712 | 1.008 | |||
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 257 | 256 | |||
| 87.997 | 83.100 | ||||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebens versicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungs |
|||||
| nehmern getragen wird | 6.586 | 6.067 | |||
| E. Andere Rückstellungen | |||||
| a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen b. Steuerrückstellungen |
1.347 538 |
1.343 557 |
|||
| c. Sonstige Rückstellungen | 644 | 689 | |||
| 2.529 | 2.589 | ||||
| F. Verbindlichkeiten | |||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | 909 | 762 | |||
| b. Depotverbindlichkeiten | 5.464 | 5.039 | |||
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 6.032 | 4.411 | |||
| 12.405 | 10.212 | ||||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 1.722 | 1.488 | |||
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 114.353 | 106.071 | |||
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, | |||||
| die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden | 518 | 491 | |||
| Summe der Passiva | 124.590 | 115.268 | |||
| Anhang | 1.1.– 30.6.2012 |
1.1.– 30.6.20111) |
1.4.– 30.6.2012 |
1.4.– 30.6.20111) |
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung |
13.582 | 12.422 | 5.977 | 5.383 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung | 510 | 572 | 259 | 264 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.725 | 1.467 | 635 | 508 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –1.383 | –1.220 | 312 | 307 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –330 | –227 | 66 | 175 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 9 10.294 |
9.390 | 5.329 | 4.743 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 9.742 | 9.998 | 5.074 | 4.948 |
| Anteile der Rückversicherer | 1.087 | 1.640 | 528 | 852 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 12 8.655 |
8.358 | 4.546 | 4.096 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 2.442 | 2.228 | 1.232 | 1.146 |
| Anteile der Rückversicherer | 193 | 191 | 81 | 97 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 13 2.249 |
2.037 | 1.151 | 1.049 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 30 | 18 | 16 | 4 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis |
113 –83 |
160 –142 |
54 –38 |
85 –81 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | –693 | –1.147 | –406 | –483 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen |
1.839 | 1.769 | 845 | 819 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 232 | 276 | 125 | 93 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.607 | 1.493 | 720 | 726 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | 2 | — | 2 | — |
| Depotzinsergebnis | 139 | 146 | 65 | 78 |
| Kapitalanlageergebnis | 10/11 1.748 |
1.639 | 787 | 804 |
| davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach der Equity-Methode |
4 | 3 | 2 | 1 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 327 | 392 | 181 | 149 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 527 | 453 | 253 | 185 |
| Übriges Ergebnis | 14 –200 |
–61 | –72 | –36 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 855 | 431 | 309 | 285 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | — | — | — | — |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 855 | 431 | 309 | 285 |
| 12. Finanzierungszinsen | 90 | 82 | 49 | 40 |
| 13. Ertragsteuern | 186 | –11 | 38 | 17 |
| Periodenergebnis | 579 | 360 | 222 | 228 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 225 | 145 | 79 | 90 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 354 | 215 | 143 | 138 |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,70 | 1,03 | 0,69 | 0,66 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,70 | 1,03 | 0,69 | 0,66 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden",
Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| 1.1.– 30.6.2012 |
1.1.– 30.6.2011 |
1.4.– 30.6.2012 |
1.4.– 30.6.2011 |
|
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||
| Periodenergebnis | 579 | 360 | 222 | 228 |
| 1. Währungsumrechnung | ||||
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 106 | –137 | 142 | 35 |
| Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | –11 | 15 | –19 | 1 |
| 95 | –122 | 123 | 36 | |
| 2. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | ||||
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 1.110 | 2 | 227 | 181 |
| Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | –103 | –3 | –50 | –5 |
| Steuerertrag/-aufwand | –183 | –4 | –43 | –38 |
| 824 | –5 | 134 | 138 | |
| 3. Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/Shadow Accounting | ||||
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode | –467 | 26 | –51 | –45 |
| Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | 16 | –3 | –2 | 1 |
| –451 | 23 | –53 | –44 | |
| 4. Veränderungen aus Cashflow-Hedges | ||||
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 66 | 13 | 16 | 6 |
| Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | –1 | –8 | 3 | –1 |
| 65 | 5 | 19 | 5 | |
| 5. Veränderungen der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
||||
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode | 2 | — | 2 | — |
| Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | — | — | — | — |
| 2 | — | 2 | — | |
| 6. Sonstige Veränderungen | ||||
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste der Periode | –16 | –2 | –25 | 4 |
| Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung | — | — | — | — |
| Steuerertrag/-aufwand | 4 | 1 | 7 | — |
| –12 | –1 | –18 | 4 | |
| Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen der Periode nach Steuern | 523 | –100 | 207 | 139 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode | 1.102 | 260 | 429 | 367 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 434 | 77 | 210 | 138 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 668 | 183 | 219 | 229 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) |
||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn - rücklagen |
Nicht reali sierte Kurs - gewinne/ -verluste aus Kapital anlagen |
Gewinne/ Verluste aus der Währungs umrechnung |
Übrige Eigen kapital verände rungen |
Bewer tungs ergebnis aus Cashflow Hedges |
Auf Aktionäre der Talanx AG ent fallendes Eigen kapital |
Nicht beherr schende Anteile |
Summe Eigen kapital |
|
| In Mio. EUR | ||||||||||
| Stand 31.12.2010 | 260 | 630 | 3.678 | 522 | 4 | –15 | –123 | 4.956 | 3.035 | 7.991 |
| Anpassungen gem. IAS 8 | — | — | –10 | — | –1 | — | — | –11 | — | –11 |
| Stand 31.12.2010 | 260 | 630 | 3.668 | 522 | 3 | –15 | –123 | 4.945 | 3.035 | 7.980 |
| Stand 1.1.2011 | 260 | 630 | 3.668 | 522 | 3 | –15 | –123 | 4.945 | 3.035 | 7.980 |
| Periodenergebnis | — | — | 215 | — | — | — | — | 215 | 145 | 360 |
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen |
— | — | — | –7 | –46 | 16 | 5 | –32 | –68 | –100 |
| davon Währungsumrechnung | — | — | — | — | –46 | — | — | –46 | –76 | –122 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen |
— | — | — | –7 | — | — | — | –7 | 2 | –5 |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges |
— | — | — | — | — | — | 5 | 5 | — | 5 |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung |
— | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| davon übrige Veränderungen1) |
— | — | — | — | — | 16 | — | 16 | 6 | 22 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen |
— | — | 215 | –7 | –46 | 16 | 5 | 183 | 77 | 260 |
| Dividenden an Aktionäre | — | — | — | — | — | — | — | — | –182 | –182 |
| Stand 30.6.2011 | 260 | 630 | 3.883 | 515 | –43 | 1 | –118 | 5.128 | 2.930 | 8.058 |
| Stand 1.1.2012 | 260 | 630 | 4.188 | 416 | 46 | –59 | –60 | 5.421 | 3.285 | 8.706 |
| Änderung des Konsolidierungs kreises |
— | — | –6 | — | — | — | — | –6 | 100 | 94 |
| Periodenergebnis | — | — | 354 | — | — | — | — | 354 | 225 | 579 |
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen |
— | — | — | 626 | 47 | –423 | 64 | 314 | 209 | 523 |
| davon Währungsumrechnung | — | — | — | — | 47 | — | — | 47 | 48 | 95 |
| davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen |
— | — | — | 626 | — | — | — | 626 | 198 | 824 |
| davon Veränderung aus Cashflow-Hedges |
— | — | — | — | — | — | 64 | 64 | 1 | 65 |
| davon Veränderung aus Equity-Bewertung |
— | — | — | — | — | 2 | — | 2 | — | 2 |
| davon übrige Veränderungen1) |
— | — | — | — | — | –425 | — | –425 | –38 | –463 |
| Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen |
— | — | 354 | 626 | 47 | –423 | 64 | 668 | 434 | 1.102 |
| Dividende an Aktionäre | — | — | — | — | — | — | — | — | –183 | –183 |
| Stand 30.6.2012 | 260 | 630 | 4.536 | 1.042 | 93 | –482 | 4 | 6.083 | 3.636 | 9.719 |
1) Die übrigen Veränderungen enthalten die Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting sowie Sonstige Veränderungen
| 1.1.–30.6.2012 | 1.1.–30.6.20111) | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| I. 1. Periodenergebnis |
579 | 360 |
| I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen |
2.968 | 3.847 |
| I. 3. Veränderung der aktivierten Abschlusskosten |
–233 | –356 |
| I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten |
–729 | –1.168 |
| I. 5. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Kapitalanlagen und |
||
| Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen | 387 | 386 |
| I. 6. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten |
–13 | 38 |
| I. 7. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
–140 | –92 |
| I. 8. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge |
387 | –226 |
| I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 3.206 | 2.789 |
| II. 1. Mittelzu-/-abfluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen |
–4 | –3 |
| II. 2. Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen |
–200 | –146 |
| II. 3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz |
15 | 73 |
| II. 4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz |
–95 | –102 |
| II. 5. Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten |
8.677 | 9.267 |
| II. 6. Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten |
–10.466 | –10.331 |
| II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen |
–489 | –73 |
| II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen |
–357 | –804 |
| II. 9. Zahlungswirksame Abflüsse aus dem Erwerb materieller und immaterieller Vermögenswerte |
–83 | –116 |
| II. 10. Zahlungswirksame Zuflüsse aus dem Verkauf materieller und immaterieller Vermögenswerte |
21 | 151 |
| II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | –2.981 | –2.084 |
| III. 1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen | — | — |
| III. 2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen | — | — |
| III. 3. Gezahlte Dividenden | –183 | –182 |
| III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten | 549 | –245 |
| III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit | 366 | –427 |
| Veränderung der Finanzmittelfonds (I.+II.+III.) | 591 | 278 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtszeitraums | 1.612 | 1.290 |
| Finanzmittelfonds – Währungskurseinflüsse | 22 | –32 |
| Finanzmittelfonds nicht mehr sowie neu in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften2) | 6 | –3 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums | 2.231 | 1.533 |
| Finanzmittelfonds der Veräußerungsgruppen | 43 | 16 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Berichtszeitraums ohne Veräußerungsgruppen | 2.188 | 1.517 |
| Zusatzinformationen | ||
| Gezahlte Steuern | 179 | 135 |
| Gezahlte Zinsen | 119 | 171 |
1) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden",
Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
2) Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Konsolidierungskreisänderungen ohne Unternehmensveräußerungen bzw. -erwerbe
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe der Berichtsperiode durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die Darstellung des Zahlungsmittelflusses folgt IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 2 zur Aufstellung von Kapitalflussrechnungen, die durch DRS 2-20 für Versicherungsunternehmen ergänzt und konkretisiert wurden.
Der Empfehlung des DRS 5-20 für Versicherungsunternehmen folgend, haben wir die indirekte Darstellungsmethode für den Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit angewendet. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht dem Bilanzposten "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand".
Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten später Zahlungen im Schadensfall. In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises gesondert gezeigt. Der Erwerb neuer Tochtergesellschaften wird in der Zeile "Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen" dargestellt; hier wird die Summe der bezahlten Kaufpreise abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.
Die Ertragsteuerzahlungen werden dem Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet (IAS 7.35). Die in der Berichtsperiode erhaltenen Zinsen belaufen sich auf 1.477 Mio. EUR; die erhaltenen Dividenden betragen 37 Mio. EUR.
Insgesamt betragen die Mittelabflüsse für Unternehmenserwerbe 288 Mio. EUR. Hierbei wurden Finanzmittelfonds mit einem Gesamtwert von 88 Mio. EUR erworben, sodass der Mittelabfluss unter Berücksichtigung der erhaltenen Zahlungsmittel 200 Mio. EUR beträgt. Im Zuge von Unternehmensveräußerungen sind unter Berücksichtigung der Kaufpreiszahlung 4 Mio. EUR abgegangen.
Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Sie ersetzt für uns weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Die Talanx AG gehört zu 100% dem HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G. (HDI V.a.G) und ist Muttergesellschaft für alle zum HDI V.a.G gehörenden Konzerngesellschaften. Als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns hat die Talanx AG einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufgestellt.
Der Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2012 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Der verkürzte Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben, berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 "Zwischenberichterstattung".
Wir haben alle zum 30. Juni 2012 verpflichtend anzuwendenden neuen oder geänderten IFRS-Standards sowie die vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC, ehemals International Financial Reporting Interpretations Committee [IFRIC]) und des vorherigen Standing Interpretations Committee (SIC) verabschiedeten Interpretationen beachtet (siehe auch Abschnitt "Neu anzuwendende Standards/Interpretationen und Änderungen von Standards"). Darüber hinaus entsprechen die Bilanzierungsund Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze für bereits bestehende und unveränderte IFRS denen unseres Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011.
In Übereinstimmung mit IAS 34.41 greifen wir bei der Aufstellung des Konzernquartalsabschlusses in größerem Umfang auf Schätzverfahren und Annahmen zurück als bei der jährlichen Berichterstattung. Änderungen von Schätzungen während der laufenden Zwischenberichtsperiode mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergaben sich nicht. Der Steueraufwand (inländische Ertragsteuern, vergleichbare Ertragsteuern ausländischer Tochtergesellschaften und Veränderung der latenten Steuern) wird unterjährig mittels eines für das Gesamtjahr erwarteten effektiven Steuersatzes, der auf das Periodenergebnis angewendet wird, berechnet. Eine Aktualisierung der aktuariellen Pensionsannahmen erfolgt unterjährig nicht.
Seit dem Jahr 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Standards als IFRS bezeichnet; die Vorschriften, die in früheren Jahren verabschiedet wurden, tragen weiterhin den Namen IAS (International Accounting Standards). In unseren Erläuterungen zitieren wir entsprechend. Soweit sich die Erläuterungen nicht explizit auf einen bestimmten Standard beziehen, gebrauchen wir den Begriff IFRS. Die versicherungsspezifischen Geschäftsvorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) bilanziert.
Der Zwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR). Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich in der Regel auf das Vorjahr.
Das IASB hat im Oktober 2010 Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht, welche Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, betreffen. Gegenstand der Änderungen sind erweiterte Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten: Für übertragene Vermögenswerte, die nicht vollumfänglich ausgebucht wurden (beispielsweise bei typischen Repogeschäften), sind u. a. die Beziehungen zwischen diesen Vermögenswerten und dazugehörigen Verbindlichkeiten darzustellen sowie Art der Risiken und Chancen, die dem Unternehmen aus der weiteren Eigentümerschaft erwachsen. Bei bestimmten vollständig ausgebuchten Vermögenswerten (beispielsweise beim Verkauf von Forderungen) sind Art und Risiko aus einem gegebenenfalls fortbestehenden Engagement, bezogen auf die übertragenen Vermögenswerte, offenzulegen. Für den Konzern hatten diese Änderungen, welche erstmals im Geschäftsjahr 2012 anzuwenden sind, in der Berichtsperiode keine Auswirkungen.
Darüber hinaus wendet der Konzern mit Beginn des Geschäftsjahres 2012 erstmals die Regelungen des IAS 33 "Ergebnis je Aktie" an. Hinsichtlich der erforderlichen Angaben verweisen wir auf das Kapitel IX "Sonstige Angaben", Abschnitt "Ergebnis je Aktie".
Im Dezember 2010 hat das IASB Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" hinsichtlich der Beseitigung fixer Daten sowie schwerwiegender Hochinflation veröffentlicht. Durch diesen Änderungsstandard wurde u.a. der bislang verwendete Verweis auf den 1. Januar 2004 als festen Umstellungszeitpunkt durch eine allgemeinere Formulierung ersetzt. Ferner werden in dieser Vorschrift erstmals Regelungen für diejenigen Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen einige Zeit vor dem Umstellungszeitpunkt die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung einer Hochinflation unterlag. Die Ergänzung soll für Berichtsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Juli 2011 begannen. Aus diesen Änderungen, welche seitens der EU bislang nicht ratifiziert und daher im Konzern noch nicht umgesetzt wurden, erwarten wir keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.
Das IASB hat im Dezember 2010 Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht. Diese Neuerungen enthalten eine Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". Die Ergänzung tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, wurde jedoch bisher nicht durch die EU ratifiziert. Da der Konzern seine Renditeimmobilie nach dem Anschaffungskostenmodell bilanziert, werden keine Auswirkungen aus dieser Änderung erwartet.
Am 12. Mai 2011 hat das IASB drei neue und zwei überarbeitete Standards herausgegeben, die die Konsolidierung, die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie damit in Beziehung stehende Anhangangaben neu regeln:
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ersetzt die bisher im IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" sowie SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" enthaltenen Regelungen und schafft einen einheitlichen Beherrschungsbegriff und somit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen des neuen IFRS 10 auf den Konzernabschluss.
Der überarbeitete IAS 27 wird künftig ausschließlich Vorschriften zur Bilanzierung von Anteilen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens enthalten. Der Wortlaut des bisherigen Standards wurde bis auf geringfügige Änderungen übernommen.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, bei denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Der neue Standard ersetzt die diesbezüglichen Regelungen im IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sowie SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Nach IFRS 11 ist eine quotale Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen nicht mehr zulässig. Ihre Einbeziehung erfolgt künftig, bei einer Klassifizierung als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture), verpflichtend nach der Equity-Methode.
Der überarbeitete IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" wird um die Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen erweitert. Künftig ist die Anwendung der Equity-Methode einheitlich vorgeschrieben.
Die im Zusammenhang mit der Konsolidierung, der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stehenden Anhangangabepflichten sind im IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" zusammengefasst. Mit dem Ziel, dem Abschlussadressaten das Wesen der Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verdeutlichen, sind im Vergleich zu den bisherigen Regelungen zum Teil deutlich erweiterte Angabepflichten für Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, Joint Arrangements sowie für alle anderen sonstigen Beteiligungen vorgesehen.
Die Vorschriften der IFRS 10, 11 und 12 sowie die geänderten IAS 27 und 28 sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Für das Konsolidierungspaket wurde als Erstanwendungszeitpunkt in der EU der 1. Januar 2014 vorgeschlagen. Alle Standards sind bisher nicht durch die EU ratifiziert worden. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen der Neuregelungen auf den Konzernabschluss. Im Juni 2012 hat das IASB die Transition Guidance (Änderungen zu IFRS 10, 11 und 12) herausgegeben, die eine Klarstellung der Übergangsvorschriften sowie Erleichterungen bezüglich der anzugebenden Vergleichsinformationen liefert. Die Änderungen treten im Einklang mit den Standards IFRS 10, 11 und 12 in Kraft.
Ebenfalls am 12. Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Dieser neue Standard schafft eine standardübergreifende Vereinheitlichung des Begriffs des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) sowie der bei seiner Ermittlung anzuwendenden Methoden. Der beizulegende Zeitwert wird als Veräußerungspreis definiert, dessen Ermittlung soweit wie möglich auf beobachtbaren Marktparametern basieren soll. Darüber hinaus sollen umfangreiche erläuternde und quantitative Angabepflichten die Qualität der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beschreiben. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen des neuen IFRS 13, gehen aber davon aus, dass die Anwendung zu keiner wesentlichen Änderung der Bilanzierung führen wird. IFRS 13 ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurde bisher nicht von der EU ratifiziert.
Im Juni 2011 hat das IASB die Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sowie des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Gemäß IAS 1 sind Positionen des Sonstigen Gesamtergebnisses zukünftig danach zu unterteilen, ob sie erfolgswirksam durch die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst werden können oder nicht. Sofern Posten des Sonstigen Gesamtergebnisses vor Steuern dargestellt werden, sind entsprechende Steuerposten ebenfalls für jede Gruppe des Sonstigen Gesamtergebnisses getrennt auszuweisen. Die Änderungen des IAS 1 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden. Die wesentliche Neuregelung des IAS 19 ist die Abschaffung des Wahlrechts, künftige versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entweder unmittelbar erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital zu erfassen oder zeitverzögert im Rahmen der sogenannten Korridormethode. Anfallende versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind demnach vollständig über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital zu bilanzieren; die Korridormethode ist nicht mehr zulässig. Darüber hinaus erfolgt die Verzinsung des sogenannten Planvermögens nicht mehr mit der erwarteten Verzinsung, sondern
in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Verpflichtung. Ferner sind entsprechend der Zielsetzung des geänderten Standards umfangreiche Anhangangaben erforderlich. Der Konzern wendet gegenwärtig die Korridormethode an. Unter Berücksichtigung der Aufgabe des Korridorverfahrens – bereits zum 1. Januar 2012 – und direktem Ausweis der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen im Eigenkapital hätte sich nach Abzug latenter Steuern und latenter Beitragsrückerstattung aus dieser Änderung eine Reduzierung des Eigenkapitals in Höhe von 53 Mio. EUR ergeben. Die Erstanwendung des geänderten IAS 19 ist für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen an IAS 1 und IAS 19 wurden am 5. Juni 2012 durch die EU ratifiziert.
Das IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten angepasst und Änderungen am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IFRS 7 veröffentlicht. Die gemäß IAS 32 definierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden grundsätzlich beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Dieser Änderungsstandard ist retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Im IFRS 7 sind hinsichtlich bestimmter Aufrechnungsvereinbarungen neue Angabepflichten vorgesehen. Diese Offenlegungspflichten sind unabhängig davon zu beachten, ob die Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden geführt hat. Der Änderungsstandard ist retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen dieser beiden Änderungen auf den Konzernabschluss.
Am 13. März 2012 hat das IASB Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" veröffentlicht. Die Änderung beinhaltet, wie ein IFRS-Erstanwender ein Darlehen der öffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz im Übergangszeitpunkt zu bilanzieren hat. Eine Ratifizierung durch die EU wurde bisher nicht durchgeführt. Der Änderungsstandard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Wir erwarten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch diese Änderung.
Der am 17. Mai 2012 herausgegebene Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS "Verbesserung der IFRS (2009– 2011)" ist Bestandteil des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process) der vom IASB herausgegebenen Standards, der eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen enthält. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme in europäisches Recht ist bisher nicht erfolgt.
Im November 2009 hat das IASB einen neuen Standard zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröffentlicht. IFRS 9 "Finanzinstrumente" ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts, welches künftig den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen wird. Mit IFRS 9 werden neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Dieser Standard wurde im Oktober 2010 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert; letztere sind unverändert aus dem IAS 39 übernommen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 9 noch zu analysieren. Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass die Neuerungen u. a. Einfluss auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben werden. Das IASB hat zudem am 16. Dezember 2011 unter der Bezeichnung "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangsangaben bei Übergang" weitere Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" herausgegeben. Danach wurde die verpflichtende Anwendung des IFRS 9 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben. In IFRS 7 hat das IASB in diesem Zusammenhang detaillierte Anhangangaben hinsichtlich des Übergangs auf IFRS 9 eingefügt. Der Standard bzw. die Änderungen sind bisher nicht in europäisches Recht übernommen worden.
Die nachfolgend beschriebenen Korrekturen beziehen sich ausschließlich auf im Vorjahr durchgeführte Änderungen entsprechend den Vorschriften des IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler", welche sich auch auf die Zahlen des Konzern-Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2011 ausgewirkt haben. Zu den einzelnen Anpassungen verweisen wir daher auf den Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2011 (Kapitel: "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt: "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler").
Die durchgeführten Korrekturen wirken sich auf Posten der Konzernbilanz folgendermaßen aus:
| Konzernbilanz zum 1. Januar 2011 | 1.1.2011 wie ausgewiesen |
Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 |
1.1.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | zu a) | zu b) | zu c) | ||
| A. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.851 | –268 | — | — | 1.583 |
| B. a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 860 | — | — | 235 | 1.095 |
| B. e.ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 30.635 | — | — | –235 | 30.400 |
| C. a. Rückstellung für Prämienüberträge | 5.411 | — | –1.144 | — | 4.267 |
| C. b. Deckungsrückstellung | 42.466 | — | 1.144 | — | 43.610 |
| C. d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 1.113 | –268 | — | — | 845 |
| Konzernbilanz zum 30. Juni 2011 | 30.6.2011 wie ausgewiesen |
Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 |
30.6.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | zu a) | zu b) | zu c) | ||
| A. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.817 | –264 | — | — | 1.553 |
| B. a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 823 | — | — | 234 | 1.057 |
| B. e.ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 31.261 | — | — | –234 | 31.027 |
| C. a. Rückstellung für Prämienüberträge | 6.627 | — | –1.233 | — | 5.394 |
| C. b. Deckungsrückstellung | 43.388 | — | 1.233 | — | 44.621 |
| C. d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 1.211 | –264 | — | — | 947 |
Auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2011 haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben:
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 30.6.2011 wie ausgewiesen |
Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 |
30.6.2011 |
|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | zu b) | ||
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –1.307 | 87 | –1.220 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –224 | –3 | –227 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 9.911 | 87 | 9.998 |
| Anteile der Rückversicherer | 1.643 | –3 | 1.640 |
Der Konzern weist im Zuge seiner Akquisition in Polen (siehe hierzu unsere Erläuterung in Kapitel V. "Unternehmenszusammenschlüsse") erstmals in der Berichtsperiode Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung aus. Da bei diesen Investmentverträgen kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko vorliegt, werden solche Verträge im Einklang mit den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. IAS 18 "Umsatzerlöse" als Finanzinstrumente bilanziert. In diesem Zusammenhang werden keine Prämien sondern Einlageverbindlichkeiten in Höhe der entsprechenden Finanzinstrumente ausgewiesen. Finanzaktiva aus Investmentverträgen weisen wir unter den Kapitalanlagen, Position: "Kapitalanlagen aus Investmentverträgen" als eigenständige Bilanzposition aus; Finanzpassiva werden in dem Passivposten "Übrige Verbindlichkeiten" bilanziert. Die aus diesen Verträgen resultierenden Ergebniseffekte (z.B. Wertschwankungen der Finanzaktiva/-passiva) wie auch die vereinnahmten Entgelte aus der Kapitalanlageverwaltung abzüglich entsprechender Verwaltungsaufwendungen stellen wir saldiert im Kapitalanlageergebnis gesondert als "Ergebnis aus Investmentverträgen" dar. Die resultierenden Zahlungsströme werden in der Kapitalflussrechnung unter der operativen Tätigkeit gezeigt.
Die bis einschließlich 30. September 2011 unter dem Rückversicherungsanteil an den Übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen gebuchte Wiederauffüllungsprämie bilanzieren wir ab dem vierten Quartal 2011 unter den gebuchten nicht liquiden Rückversicherungsprämien (siehe auch unsere Erläuterungen im Geschäftsbericht 2011, Seite 139). Diese Vorgehensweise führt insgesamt zu einer angemesseneren Präsentation, da wirtschaftlich gesehen die Wiederauffüllungsprämie nichts anderes als einen Rückversicherungsbeitrag darstellt, jedoch Zahlungszeitpunkt und/oder -höhe noch ungewiss sind. Aus dieser Umgliederung resultiert in der Berichtsperiode 2012 eine Minderung der Verdienten Prämie für eigene Rechnung um 15 Mio. EUR; gegenläufig verbesserte sich das Sonstige versicherungstechnische Ergebnis. Unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Relation wurde auf eine Anpassung der Vorjahre verzichtet.
Abschlusspositionen der Konzerngesellschaften werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Euro ist die Berichtswährung, in der der Konzernabschluss aufgestellt wird.
Die in Landeswährung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss übernommen. Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen in den Bilanzposten der Einzelgesellschaften sowie die Übernahme dieser Posten in den Konzernabschluss erfolgt zu den Devisenmittelkursen des Bilanzstichtags. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen – auch, soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben – werden als eigener Posten innerhalb der übrigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der ausländischen Unternehmung behandelt und entsprechend umgerechnet.
Die Umrechnungskurse der für den Talanx-Konzern wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:
| Bilanz (Stichtag) | Erfolgsrechnung (Durchschnitt) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Umrechnungskurse | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 1.1.–30.6.2012 | 1.1.–30.6.2011 | |
| 1 EUR entspricht | |||||
| ARS | Argentinien | 5,6994 | 5,5731 | 5,7250 | 5,7116 |
| aud | Australien | 1,2355 | 1,2723 | 1,2587 | 1,3541 |
| bhd | Bahrain | 0,4749 | 0,4881 | 0,4909 | 0,5317 |
| brl | Brasilien | 2,6154 | 2,4153 | 2,4323 | 2,2916 |
| cad | Kanada | 1,2872 | 1,3198 | 1,3075 | 1,3762 |
| CHF | Schweiz | 1,2030 | 1,2169 | 1,2053 | 1,2634 |
| clp | Chile | 642,4284 | 672,4126 | 647,4722 | 666,3020 |
| cny | China | 8,0027 | 8,1489 | 8,2251 | 9,2164 |
| gbp | Großbritannien | 0,8063 | 0,8362 | 0,8238 | 0,8750 |
| hkd | Hongkong | 9,7698 | 10,0565 | 10,1036 | 10,9758 |
| huf | Ungarn | 287,6658 | 313,5951 | 295,2916 | 269,7426 |
| JPY | Japan | 100,0816 | 100,1632 | 103,1848 | 115,2021 |
| krw | Korea, Republik | 1.441,4932 | 1.500,6009 | 1.483,8824 | 1.548,4548 |
| mxn Mexiko | 16,8804 | 18,0413 | 17,2582 | 16,7886 | |
| myr | Malaysia | 3,9934 | 4,1038 | 4,0223 | 4,2719 |
| pln | Polen | 4,2561 | 4,4652 | 4,2563 | 3,9648 |
| sek | Schweden | 8,7651 | 8,9063 | 8,8718 | 8,9355 |
| TRY | Türkei | 2,2834 | 2,4320 | 2,3404 | 2,2240 |
| uah | Ukraine | 10,1752 | 10,3695 | 10,4668 | 11,2341 |
| UYU | Uruguay | 27,3320 | 25,8267 | 26,1377 | 27,0328 |
| usd | USA | 1,2595 | 1,2946 | 1,3020 | 1,4103 |
| zar | Südafrika | 10,3547 | 10,4800 | 10,3018 | 9,6412 |
Die Festlegung der berichtspflichtigen Segmente folgt – in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäftssegmente" – der internen Berichts- und Steuerungsstruktur der Gruppe, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Der Konzern hat danach die geschäftlichen Aktivitäten in die Bereiche Versicherungsgeschäft und Konzernfunktionen aufgeteilt. Die Versicherungsaktivitäten sind weiter in fünf berichtspflichtige Segmente untergliedert, wobei infolge unterschiedlicher Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt.
Die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung sind aufgrund der spartenübergreifenden und nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) ausgerichteten Steuerung in die drei berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland", "Privat- und Firmenversicherung International" gegliedert. Diese Segmentierung entspricht auch den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand.
Das Rückversicherungsgeschäft wird vollständig aus der Hannover Rück-Gruppe übernommen und gemäß der Systematik des internen Berichtswesens in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Abweichend von der Segmentierung im Konzernabschluss der Hannover Rückversicherung AG ordnen wir allerdings dem Segment Schaden-Rückversicherung auch die Holdingfunktionen dieser Gruppe zu. Die segmentübergreifenden Ausleihungen innerhalb der Hannover Rück-Gruppe werden im Talanx-Konzernabschluss hingegen den beiden Rückversicherungssegmenten zugerechnet (Konzernabschluss der Hannover Rückversicherung AG: Konsolidierungsspalte). Dadurch sind Abweichungen der Segmentergebnisse, wie sie im Konzernabschluss der Talanx AG für das Rückversicherungsgeschäft berichtet werden, und denen im Abschluss der Hannover Rückversicherung AG unvermeidlich.
Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen aufgeführt, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen.
Industrieversicherung: Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft als eigenständiges Segment aus. Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl von Versicherungsprodukten wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Transport-, Special-Lines- und Technische Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt.
Privat- und Firmenversicherung Deutschland: In diesem berichtspflichtigen Segment werden spartenübergreifend die Versicherungsaktivitäten für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts – also der Versicherungsvertrieb über Bankschalter – gesteuert. Neben den klassischen Kompositversicherungen wird eine Vielzahl von Lebensversicherungsprodukten in Form der Einzel-, Gruppen- oder Sammelversicherungen gegen Einmal- oder laufenden Beitrag angeboten: Kapital-, Renten- und Risikoversicherung, Unfallversicherung, fondsgebundene Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Auslandsreiseversicherung und betriebliche Altersvorsorgeprodukte.
Privat- und Firmenversicherung International: Der Umfang des Geschäftsbetriebs umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die breite Auswahl an Versicherungsprodukten entspricht weitgehend derjenigen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Schaden-Rückversicherung*: Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/ Kautionsgeschäft, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft.
Personen-Rückversicherung*: Das Segment fasst die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in den Sparten Leben, Kranken, Renten und Unfall zusammen.
Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst, in Abgrenzung zu den fünf operativen Segmenten, die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung der Geschäfte der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung und für die Erstversicherung die Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben sowie die Konzernfinanzierung. Das konzernexterne Asset-Management-Geschäft für Privat- und institutionelle Anleger der AmpegaGerling Investment GmbH, Köln, weisen wir ebenfalls in diesem Segment aus. Darüber hinaus werden diesem Geschäftsbereich zentrale Dienstleistungsgesellschaften zugeordnet, die einzelne Servicetätigkeiten – wie z.B. IT-Dienstleistungen, Inkasso, Personal und Rechnungswesen – auf Kostenerstattungsbasis, vorwiegend für die Erstversicherer im Inland, ausführen.
Bewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung finden. In der Konsolidierungsspalte werden die konzerninternen, segmentübergreifenden Transaktionen herausgerechnet. Erträge aus Dividendenzahlungen bzw. Ergebnisabführungsverträge, die der Konzernholding zuzurechnen sind, werden hingegen im jeweiligen Segment eliminiert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Segment-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz bzw. Segmentbilanz. Als langfristige Vermögenswerte gelten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte sowie der eigen- und fremdgenutzte Grundbesitz.
Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performancemaße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis (EBIT) – ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen – herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung (Finanzierungszinsen) bereinigt.
Der Konzern weist seit dem 31. Dezember 2011 das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden unserer Tochtergesellschaft in Österreich (HDI Versicherung AG, Wien) im Segment Privat- und Firmenversicherung International (zuvor Industrieversicherung) aus. Das Industrieversicherungsgeschäft dieser Gesellschaft wird unverändert im Geschäftssegment Industrieversicherung gezeigt. Auf die Anpassung der Vorjahreswerte wurde im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Relation verzichtet.
Zur Verbesserung der unterjährigen Aussagefähigkeit der Segmentergebnisse nach Steuern hat der Konzern im zweiten Quartal 2012 die Segmentverteilung des Steueraufwands im Bereich Industrieversicherung modifiziert. Danach verwenden wir zur Bestimmung der Ertragsteuern einen Steuersatz, der sich bei selbstständiger Steuerpflicht der im Konzern-Organkreis befindlichen Gesellschaften ergeben hätte. Unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Relation haben wir auf die Anpassung der Vergleichswerte verzichtet.
* Zu dem abweichenden Segmentergebnis zwischen dem Talanx-Konzern und der Hannover Rück-Gruppe siehe unsere Erläuterungen zu Beginn des Kapitels
| Privat- und Firmen | Privat- und Firmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrieversicherung | versicherung Deutschland | versicherung International | ||||
| Aktiva | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
| In Mio. EUR | ||||||
| A. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 153 | 153 | 403 | 403 | 295 | 118 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 20 | 24 | 1.239 | 1.275 | 230 | 28 |
| 173 | 177 | 1.642 | 1.678 | 525 | 146 | |
| B. Kapitalanlagen | ||||||
| a. Fremdgenutzter Grundbesitz | 38 | 36 | 705 | 594 | 76 | 73 |
| b. Anteile an verbundenen Unternehmen | ||||||
| und Beteiligungen | 16 | 9 | 26 | 23 | — | — |
| c. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
104 | 78 | 43 | 38 | 23 | 22 |
| d. Darlehen und Forderungen | 2.450 | 2.606 | 26.473 | 26.877 | 40 | 7 |
| e. Sonstige Finanzinstrumente | ||||||
| i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 132 | 118 | 307 | 293 | 310 | 269 |
| ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | 3.230 | 2.984 | 10.808 | 9.122 | 2.471 | 2.274 |
| iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
29 | 7 | 289 | 287 | 641 | 523 |
| f. Übrige Kapitalanlagen | 721 | 774 | 1.306 | 848 | 432 | 316 |
| Selbst verwaltete Kapitalanlagen | 6.720 | 6.612 | 39.957 | 38.082 | 3.993 | 3.484 |
| g. Kapitalanlagen aus Investmentverträgen | — | — | — | — | 1.050 | — |
| h. Depotforderungen | 31 | 29 | 2 | 2 | — | — |
| Kapitalanlagen | 6.751 | 6.641 | 39.959 | 38.084 | 5.043 | 3.484 |
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen |
— | — | 5.756 | 5.283 | 830 | 784 |
| D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen |
4.757 | 4.332 | 2.501 | 2.454 | 593 | 583 |
| E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 1.334 | 1.004 | 368 | 423 | 536 | 424 |
| F. Abgegrenzte Abschlusskosten | 48 | 27 | 1.884 | 1.739 | 217 | 210 |
| G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand |
371 | 245 | 424 | 581 | 844 | 158 |
| H. Aktive Steuerabgrenzung | 26 | 25 | 35 | 18 | 77 | 64 |
| I. Sonstige Vermögenswerte | 445 | 419 | 844 | 1.110 | 232 | 245 |
| J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von | ||||||
| Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten | ||||||
| klassifiziert werden | 5 | 5 | 118 | 111 | 586 | 572 |
| Summe der Aktiva | 13.910 | 12.875 | 53.531 | 51.481 | 9.483 | 6.670 |
| Schaden | Personen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückversicherung | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt | |||||
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
| 16 | 16 | — | — | — | — | — | — | 867 | 690 |
| 25 | 26 | 103 | 105 | 61 | 62 | — | — | 1.678 | 1.520 |
| 41 | 42 | 103 | 105 | 61 | 62 | — | — | 2.545 | 2.210 |
| 468 | 395 | 2 | 2 | — | — | — | — | 1.289 | 1.100 |
| 10 | 18 | — | — | 27 | 28 | — | — | 79 | 78 |
| 120 | 122 | 6 | 6 | 14 | 14 | –75 | –71 | 235 | 209 |
| 3.344 | 3.497 | 81 | 28 | — | — | –159 | –54 | 32.229 | 32.961 |
| 3.704 | 3.956 | 199 | 200 | 1 | 17 | –572 | –559 | 4.081 | 4.294 |
| 14.084 | 12.142 | 5.779 | 5.356 | 246 | 263 | — | — | 36.618 | 32.141 |
| 149 | 142 | 42 | 40 | — | 1 | — | — | 1.150 | 1.000 |
| 1.937 | 1.954 | 247 | 364 | 377 | 467 | –648 | –756 | 4.372 | 3.967 |
| 23.816 | 22.226 | 6.356 | 5.996 | 665 | 790 | –1.454 | –1.440 | 80.053 | 75.750 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 1.050 | |
| 924 | 836 | 13.182 | 12.506 | — | — | –1.702 | –1.656 | 12.437 | 11.717 |
| 24.740 | 23.062 | 19.538 | 18.502 | 665 | 790 | –3.156 | –3.096 | 93.540 | 87.467 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 6.586 | |
| 6.067 | |||||||||
| 1.441 | 1.446 | 715 | 586 | — | — | –3.023 | –2.939 | 6.984 | 6.462 |
| 2.430 | 1.977 | 1.301 | 1.162 | — | — | –286 | –261 | 5.683 | 4.729 |
| 539 | 459 | 1.438 | 1.468 | — | — | 150 | 110 | 4.276 | 4.013 |
| 379 | 388 | 122 | 119 | 48 | 79 | — | — | 2.188 | 1.570 |
| 36 | 37 | 24 | 25 | 154 | 151 | — | — | 352 | 320 |
| 1.096 | 1.069 | 42 | 44 | 503 | 448 | –1.303 | –1.470 | 1.859 | 1.865 |
| 2 | 2 | — | — | — | — | –134 | –125 | 577 | 565 |
| 30.704 | 28.482 | 23.283 | 22.011 | 1.431 | 1.530 | –7.752 | –7.781 | 124.590 | 115.268 |
| Industrieversicherung | Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
| In Mio. EUR | |||||||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 259 | 261 | 214 | 215 | — | — | |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 1.390 | 777 | 1.101 | 786 | 1.166 | 968 | |
| b. Deckungsrückstellung | 1 | 1 | 34.662 | 34.114 | 1.882 | 1.811 | |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
8.150 | 7.960 | 2.587 | 2.580 | 1.341 | 1.285 | |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 11 | 9 | 1.646 | 985 | 55 | 14 | |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen |
26 | 29 | 6 | 8 | 16 | 12 | |
| 9.578 | 8.776 | 40.002 | 38.473 | 4.460 | 4.090 | ||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird |
— | — | 5.756 | 5.283 | 830 | 784 | |
| E. Andere Rückstellungen | |||||||
| a. Rückstellungen für Pensionen | |||||||
| und andere Verpflichtungen | 406 | 405 | 66 | 64 | 12 | 11 | |
| b. Steuerrückstellungen | 125 | 109 | 87 | 90 | 58 | 44 | |
| c. Sonstige Rückstellungen | 102 | 100 | 274 | 313 | 46 | 37 | |
| 633 | 614 | 427 | 467 | 116 | 92 | ||
| F. Verbindlichkeiten | |||||||
| a. Begebene Anleihen und Darlehen | — | — | — | — | — | — | |
| b. Depotverbindlichkeiten | 13 | 14 | 2.057 | 2.022 | 172 | 155 | |
| c. Übrige Verbindlichkeiten | 1.472 | 1.456 | 2.117 | 2.242 | 1.651 | 249 | |
| 1.485 | 1.470 | 4.174 | 4.264 | 1.823 | 404 | ||
| G. Passive Steuerabgrenzung | 91 | 71 | 309 | 263 | 44 | 26 | |
| Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen | 12.046 | 11.192 | 50.882 | 48.965 | 7.273 | 5.396 | |
| H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden |
— | — | 114 | 99 | 583 | 565 | |
| Personen | Schaden | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsolidierung | Konzernfunktionen | Rückversicherung | Rückversicherung | |||||
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 |
| –201 | –204 | 509 | 1.008 | 100 | 103 | 1.731 | 1.734 | |
| –70 | –114 | — | — | 106 | 90 | 2.110 | 2.629 | |
| –496 | –454 | — | — | 10.309 | 10.774 | — | — | |
| –1.174 | –1.170 | — | — | 2.739 | 3.083 | 18.030 | 18.910 | |
| — | — | — | — | — | — | — | — | |
| — | –1 | — | — | 61 | 64 | 146 | 146 | |
| –1.740 | –1.739 | — | — | 13.215 | 14.011 | 20.286 | 21.685 | |
| — | — | — | — | — | — | — | — | |
| — | — | 775 | 775 | 20 | 19 | 68 | 69 | |
| — | — | 129 | 79 | 13 | 13 | 172 | 176 | |
| –1 | –1 | 130 | 121 | 31 | 21 | 79 | 81 | |
| –1 | –1 | 1.034 | 975 | 64 | 53 | 319 | 326 | |
| –1.145 | –1.127 | 1.421 | 1.554 | 283 | 282 | 203 | 200 | |
| –2.805 | –2.926 | — | — | 5.242 | 5.695 | 411 | 453 | |
| –1.741 | –1.614 | 267 | 287 | 1.309 | 1.160 | 629 | 959 | |
| –5.691 | –5.667 | 1.688 | 1.841 | 6.834 | 7.137 | 1.243 | 1.612 | |
| 21 | 29 | 1 | 7 | 367 | 391 | 739 | 851 | |
| 114.353 | –7.612 | –7.582 | 3.232 | 3.831 | 20.580 | 21.695 | 24.318 | 26.208 |
| –173 | –179 | — | — | — | — | — | — | |
| Eigenkapital 1) | ||||||||
| 124.590 | Summe der Passiva | |||||||
1) Eigenkapital Konzern und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
| Privat- und Firmen | Privat- und Firmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrieversicherung | versicherung Deutschland | versicherung International | ||||
| 1.1.– 30.6.2012 |
1.1.– 30.6.20111) |
1.1.– 30.6.2012 |
1.1.– 30.6.20112) |
1.1.– 30.6.2012 |
1.1.– 30.6.20111), 2) |
|
| In Mio. EUR | ||||||
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich | ||||||
| Prämien aus fondsgebundener Lebens- und | ||||||
| Rentenversicherung | 2.246 | 2.006 | 3.516 | 3.525 | 1.334 | 1.194 |
| davon: mit anderen Segmenten |
29 | 13 | 31 | 11 | — | — |
| mit Dritten | 2.217 | 1.993 | 3.485 | 3.514 | 1.334 | 1.194 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
— | — | 436 | 446 | 74 | 126 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 1.093 | 945 | 161 | 205 | 170 | 119 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –609 | –534 | –326 | –294 | –36 | –44 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung | ||||||
| der Bruttoprämienüberträge | –238 | –201 | –17 | –8 | –24 | –13 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 782 | 728 | 2.610 | 2.588 | 1.078 | 918 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 1.266 | 1.422 | 2.961 | 2.827 | 848 | 755 |
| Anteile der Rückversicherer | 715 | 862 | 82 | 109 | 46 | 65 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 551 | 560 | 2.879 | 2.718 | 802 | 690 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 322 | 278 | 454 | 510 | 325 | 245 |
| Anteile der Rückversicherer | 158 | 116 | 30 | 57 | 58 | 2 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 164 | 162 | 424 | 453 | 267 | 243 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 11 | 5 | 11 | 3 | 5 | 7 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 20 | 80 | 29 | 17 | 33 | 22 |
| davon: Amortisation PVFP |
4 | — | 22 | 9 | 8 | — |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | –9 | –75 | –18 | –14 | –28 | –15 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | ||||||
| für eigene Rechnung | 58 | –69 | –711 | –597 | –19 | –30 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 130 | 139 | 915 | 910 | 161 | 98 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 16 | 17 | 86 | 130 | 47 | 12 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten | ||||||
| Kapitalanlagen | 114 | 122 | 829 | 780 | 114 | 86 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | — | — | — | — | 2 | — |
| Depotzinsergebnis | –1 | 1 | –17 | –16 | 2 | — |
| Kapitalanlageergebnis | 113 | 123 | 812 | 764 | 118 | 86 |
| davon: Zinsen und ähnliche Erträge |
106 | 109 | 765 | 765 | 92 | 64 |
| Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 1 | 6 | 9 | 33 | 3 | 3 |
| Zuschreibungen auf Kapitalanlagen | — | 1 | — | 16 | — | 1 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach | ||||||
| der Equity-Methode | — | — | 2 | — | — | –2 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 49 | 71 | 89 | 81 | 35 | 16 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 59 | 65 | 115 | 135 | 80 | 47 |
| Übriges Ergebnis | –10 | 6 | –26 | –54 | –45 | –31 |
| davon: Zinsen und ähnliche Erträge |
1 | 3 | 7 | 5 | 5 | 3 |
| Zuschreibungen auf Forderungen | ||||||
| und sonstige Vermögenswerte | — | — | 1 | — | — | — |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 10 | 15 | 7 | 6 | 1 | — |
| Abschreibungen auf Forderungen | ||||||
| und sonstige Vermögenswerte | 8 | 38 | 2 | 12 | 8 | 6 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 161 | 60 | 75 | 113 | 54 | 25 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | — | — | — | — | — | — |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 161 | 60 | 75 | 113 | 54 | 25 |
| 12. Finanzierungszinsen | 7 | 7 | 6 | 5 | — | — |
| 13. Ertragsteuern | 53 | 13 | 13 | 29 | 20 | 8 |
| Periodenergebnis | 101 | 40 | 56 | 79 | 34 | 17 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | — | — | 5 | 4 | 2 | –1 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 101 | 40 | 51 | 75 | 32 | 18 |
1) Zum 31. Dezember 2011 wurde das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden in Österreich dem Segment Privat-
und Firmenversicherung International zugeordnet (zuvor Industrieversicherung); Vorjahreszahlen (30. Juni 2011) wurden nicht angepasst 2) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden",
Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| Schaden | Personen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückversicherung | Rückversicherung | Konzernfunktionen | Konsolidierung | Gesamt | |||||
| 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– | 1.1.– |
| 30.6.2012 | 30.6.2011 | 30.6.2012 | 30.6.2011 | 30.6.2012 | 30.6.2011 | 30.6.2012 | 30.6.2011 | 30.6.2012 | 30.6.20112) |
| 4.080 | 3.544 | 2.809 | 2.500 | — | — | –403 | –347 | 13.582 | 12.422 |
| 237 | 209 | 106 | 114 | — | — | –403 | –347 | — | — |
| 3.843 | 3.335 | 2.703 | 2.386 | — | — | — | — | 13.582 | 12.422 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 510 | 572 |
| 400 | 355 | 304 | 198 | — | — | –403 | –355 | 1.725 | 1.467 |
| –470 | –384 | 17 | –3 | — | — | 41 | 39 | –1.383 | –1.220 |
| –94 | –43 | 1 | 1 | — | — | 42 | 37 | –330 | –227 |
| 3.304 | 2.848 | 2.521 | 2.298 | — | — | –1 | 10 | 10.294 | 9.390 |
| 2.542 | 3.122 | 2.315 | 2.043 | — | — | –190 | –171 | 9.742 | 9.998 |
| 195 | 689 | 255 | 133 | — | — | –206 | –218 | 1.087 | 1.640 |
| 2.347 | 2.433 | 2.060 | 1.910 | — | — | 16 | 47 | 8.655 | 8.358 |
| 887 | 751 | 599 | 567 | — | — | –145 | –123 | 2.442 | 2.228 |
| 31 | 37 | 21 | 26 | — | — | –105 | –47 | 193 | 191 |
| 856 | 714 | 578 | 541 | — | — | –40 | –76 | 2.249 | 2.037 |
| 1 | — | — | 5 | — | — | 2 | –2 | 30 | 18 |
| 2 | –4 | 4 | 8 | — | — | 25 | 37 | 113 | 160 |
| — | — | 1 | 1 | — | — | — | — | 35 | 10 |
| –1 | 4 | –4 | –3 | — | — | –23 | –39 | –83 | –142 |
| 100 | –295 | –121 | –156 | — | — | — | — | –693 | –1.147 |
| 499 | 530 | 148 | 114 | 21 | 5 | –35 | –27 | 1.839 | 1.769 |
| 76 | 109 | 12 | 18 | 31 | 24 | –36 | –34 | 232 | 276 |
| 423 | 421 | 136 | 96 | –10 | –19 | 1 | 7 | 1.607 | 1.493 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | 2 | — |
| 6 | 6 | 150 | 155 | — | — | –1 | — | 139 | 146 |
| 429 | 427 | 286 | 251 | –10 | –19 | — | 7 | 1.748 | 1.639 |
| 387 | 336 | 333 | 325 | 4 | 2 | –37 | –33 | 1.650 | 1.568 |
| 10 | 16 | 2 | — | — | — | — | — | 25 | 58 |
| 1 | 15 | — | — | — | — | — | — | 1 | 33 |
| 4 | 3 | — | — | 1 | 2 | –3 | — | 4 | 3 |
| 85 | 165 | 49 | 27 | 331 | 292 | –311 | –260 | 327 | 392 |
| 158 | 128 | 74 | 36 | 339 | 311 | –298 | –269 | 527 | 453 |
| –73 | 37 | –25 | –9 | –8 | –19 | –13 | 9 | –200 | –61 |
| 2 | 67 | 2 | 1 | 8 | 5 | –4 | –5 | 21 | 79 |
| 3 | 10 | — | — | — | — | — | — | 4 | 10 |
| 18 | 6 | 29 | 4 | 38 | 40 | –7 | –7 | 96 | 64 |
| 13 | 19 | 14 | 6 | 2 | 12 | — | — | 47 | 93 |
| 456 | 169 | 140 | 86 | –18 | –38 | –13 | 16 | 855 | 431 |
| — | — | — | — | — | — | — | — | — | — |
| 456 | 169 | 140 | 86 | –18 | –38 | –13 | 16 | 855 | 431 |
| 50 | 52 | 3 | 2 | 52 | 40 | –28 | –24 | 90 | 82 |
| 102 | –59 | 22 | 6 | –29 | –21 | 5 | 13 | 186 | –11 |
| 304 | 176 | 115 | 78 | –41 | –57 | 10 | 27 | 579 | 360 |
| 156 | 106 | 62 | 36 | — | — | — | — | 225 | 145 |
| 148 | 70 | 53 | 42 | –41 | –57 | 10 | 27 | 354 | 215 |
| Privat- und Firmen | Privat- und Firmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Industrieversicherung 1.4.– |
1.4.– | versicherung Deutschland 1.4.– |
1.4.– | versicherung International 1.4.– |
1.4.– | |
| 30.6.2012 | 30.6.20111) | 30.6.2012 | 30.6.20112) | 30.6.2012 | 30.6.20111), 2) | |
| In Mio. EUR | ||||||
| 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und |
||||||
| Rentenversicherung | 637 | 572 | 1.487 | 1.469 | 687 | 606 |
| davon: mit anderen Segmenten |
14 | 7 | 17 | 6 | — | — |
| mit Dritten | 623 | 565 | 1.470 | 1.463 | 687 | 606 |
| 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
— | — | 216 | 209 | 43 | 55 |
| 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien | 349 | 340 | 27 | 59 | 77 | 60 |
| 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge | 183 | 176 | 149 | 155 | –15 | –25 |
| 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
63 | 131 | 30 | 27 | –1 | –7 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 408 | 277 | 1.363 | 1.329 | 553 | 473 |
| 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto | 661 | 912 | 1.606 | 1.478 | 439 | 383 |
| Anteile der Rückversicherer | 349 | 689 | 36 | 50 | 30 | 40 |
| Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto | 312 | 223 | 1.570 | 1.428 | 409 | 343 |
| 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto | 162 | 150 | 169 | 248 | 166 | 130 |
| Anteile der Rückversicherer | 66 | 68 | –8 | 16 | 36 | 1 |
| Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto | 96 | 82 | 177 | 232 | 130 | 129 |
| 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge | 2 | 1 | 10 | 2 | 2 | –2 |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen | 9 | 50 | 2 | 3 | 21 | 8 |
| davon: Amortisation PVFP |
— | — | –3 | –3 | 8 | — |
| Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis | –7 | –49 | 8 | –1 | –19 | –10 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung |
–7 | –77 | –376 | –332 | –5 | –9 |
| 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen | 61 | 78 | 463 | 456 | 76 | 52 |
| b. Aufwendungen für Kapitalanlagen | 5 | 8 | 33 | 36 | 38 | 7 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen |
56 | 70 | 430 | 420 | 38 | 45 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | — | — | — | — | 2 | — |
| Depotzinsergebnis | –1 | — | –8 | –8 | 2 | — |
| Kapitalanlageergebnis | 55 | 70 | 422 | 412 | 42 | 45 |
| davon: Zinsen und ähnliche Erträge |
51 | 55 | 377 | 388 | 48 | 32 |
| Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 1 | 3 | 4 | 10 | 2 | 2 |
| Zuschreibungen auf Kapitalanlagen | — | — | — | 3 | — | 1 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, bewertet nach |
||||||
| der Equity-Methode | — | — | 3 | — | — | –1 |
| 10. a. Sonstige Erträge | 31 | 33 | 41 | 52 | 26 | 7 |
| b. Sonstige Aufwendungen | 19 | 12 | 54 | 78 | 46 | 23 |
| Übriges Ergebnis | 12 | 21 | –13 | –26 | –20 | –16 |
| davon: Zinsen und ähnliche Erträge Zuschreibungen auf Forderungen |
— | — | 4 | 2 | 3 | 2 |
| und sonstige Vermögenswerte | — | — | 1 | — | — | — |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 4 | 7 | 3 | 3 | — | –1 |
| Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
2 | 35 | 1 | 4 | 4 | 3 |
| Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert |
60 | 14 | 33 | 54 | 17 | 20 |
| 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | — | — | — | — | — | — |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 60 | 14 | 33 | 54 | 17 | 20 |
| 12. Finanzierungszinsen | 4 | 4 | 3 | 3 | — | — |
| 13. Ertragsteuern | 12 | 3 | –3 | 5 | 6 | 8 |
| Periodenergebnis | 44 | 7 | 33 | 46 | 11 | 12 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | — | — | 4 | 2 | 2 | –1 |
| davon Aktionäre der Talanx AG | 44 | 7 | 29 | 44 | 9 | 13 |
1) Zum 31. Dezember 2011 wurde das Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden in Österreich dem Segment Privat-
und Firmenversicherung International zugeordnet (zuvor Industrieversicherung); Vorjahreszahlen (30. Juni 2011) wurden nicht angepasst
2) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden",
Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| Personen |
|---|
| Rückversicherung Konzernfunktionen Konsolidierung |
| 1.4.– 1.4.– 1.4.– 1.4.– 1.4.– 1.4.– |
| 30.6.2011 30.6.2012 30.6.2011 30.6.2012 30.6.2011 30.6.2012 |
| 1.620 1.415 1.281 — — –212 |
| 94 54 58 — — –212 |
| 1.526 1.361 1.223 — — — |
| — — — — — — |
| 121 176 94 — — –208 |
| –21 22 –2 — — 25 |
| 6 1 1 — — 25 |
| 1.472 1.260 1.184 — — –4 |
| 1.206 1.171 1.066 — — –108 |
| 127 151 65 — — –111 |
| 1.079 1.020 1.001 — — 3 |
| 380 325 290 — — –69 |
| 17 17 10 — — –45 |
| 363 308 280 — — –24 |
| — — 2 — — 1 |
| –5 3 4 — — 18 |
| — — 1 — — — |
| 5 –3 –2 — — –17 |
| 35 –71 –99 — — — |
| 190 45 54 15 3 –19 |
| 33 6 13 16 11 –18 |
| 157 39 41 –1 –8 –1 |
| — — — — — — |
| 3 70 82 — — –1 |
| 160 109 123 –1 –8 –2 |
| 168 181 162 2 1 –18 |
| 2 1 — — — — |
| 1 — — — — — |
| 1 — — 1 1 –4 |
| 24 27 15 169 157 –157 |
| 33 32 21 178 166 –162 |
| –9 –5 –6 –9 –9 5 |
| 6 1 1 4 3 –1 |
| 7 — — — — — |
| 3 14 1 20 18 — |
| 10 11 3 1 10 — |
| 186 33 18 –10 –17 3 |
| — — — — — — |
| 186 33 18 –10 –17 3 |
| 25 2 1 31 20 –16 |
| 18 5 –13 –16 –12 6 |
| 143 26 30 –25 –25 13 |
| 74 13 15 — — — |
| 69 13 15 –25 –25 13 |
Die nachfolgend abgebildete regionalisierte Aufteilung basiert auf der geografischen Herkunft der Kapitalanlagen sowie der gebuchten Bruttoprämie gegenüber externen Kunden. Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit einem externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10% der gesamten Bruttoprämien belaufen. Die Segmentierung wurde im Grundsatz auf die Bereiche Erstversicherung, Rückversicherung und Konzernfunktionen verdichtet.
Darüber hinaus berichten wir die gebuchten Bruttobeiträge je nach Versicherungsart bzw. -zweig auf Konzernebene.
| Kapitalanlagen ohne Depotforderungen1) | Erstversicherung | Rückversicherung | Konzernfunktionen | 30.6.2012 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||
| Deutschland | 26.924 | 5.875 | 241 | 33.040 |
| Großbritannien | 3.102 | 2.705 | 113 | 5.920 |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | 527 | — | — | 527 |
| Rest von Europa | 16.641 | 7.728 | 259 | 24.628 |
| USA | 851 | 7.654 | — | 8.505 |
| Rest von Nordamerika | 93 | 1.076 | — | 1.169 |
| Lateinamerika | 867 | 771 | — | 1.638 |
| Asien und Australien | 815 | 3.357 | — | 4.172 |
| Afrika | 28 | 426 | — | 454 |
| Gesamt | 49.848 | 29.592 | 613 | 80.053 |
| Kapitalanlagen ohne Depotforderungen1) | Erstversicherung | Rückversicherung | Konzernfunktionen | 31.12.2011 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||
| Deutschland | 27.374 | 5.850 | 347 | 33.571 |
| Großbritannien | 2.691 | 2.323 | 123 | 5.137 |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | 228 | — | — | 228 |
| Rest von Europa | 14.899 | 7.245 | 264 | 22.408 |
| USA | 853 | 6.628 | 3 | 7.484 |
| Rest von Nordamerika | 97 | 1.415 | 1 | 1.513 |
| Lateinamerika | 771 | 634 | — | 1.405 |
| Asien und Australien | 448 | 3.100 | 1 | 3.549 |
| Afrika | 53 | 402 | — | 455 |
| Gesamt | 47.414 | 27.597 | 739 | 75.750 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichterstattung kommen
| 1.1.–30.6.2012 | |||
|---|---|---|---|
| Gebuchte Bruttoprämien1) | Erstversicherung | Rückversicherung | Gesamt |
| In Mio. EUR | |||
| Deutschland | 4.681 | 454 | 5.135 |
| Großbritannien | 62 | 1.226 | 1.288 |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | 431 | 103 | 534 |
| Rest von Europa | 1.143 | 1.059 | 2.202 |
| USA | 114 | 1.591 | 1.705 |
| Rest von Nordamerika | 6 | 299 | 305 |
| Lateinamerika | 525 | 424 | 949 |
| Asien und Australien | 48 | 1.143 | 1.191 |
| Afrika | 26 | 247 | 273 |
| Gesamt | 7.036 | 6.546 | 13.582 |
| Gebuchte Bruttoprämien1) | Erstversicherung | Rückversicherung | 1.1.–30.6.2011 Gesamt |
|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||
| Deutschland | 4.593 | 448 | 5.041 |
| Großbritannien | 63 | 1.185 | 1.248 |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | 415 | 83 | 498 |
| Rest von Europa | 1.060 | 958 | 2.018 |
| USA | 77 | 1.339 | 1.416 |
| Rest von Nordamerika | — | 213 | 213 |
| Lateinamerika | 451 | 384 | 835 |
| Asien und Australien | 37 | 883 | 920 |
| Afrika | 5 | 228 | 233 |
| Gesamt | 6.701 | 5.721 | 12.422 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichtdarstellung kommen
| Gebuchte Bruttoprämien1) | Erstversicherung | Rückversicherung | 1.4.–30.6.2012 Gesamt |
|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||
| Deutschland | 1.681 | 140 | 1.821 |
| Großbritannien | 26 | 629 | 655 |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | 221 | 50 | 271 |
| Rest von Europa | 499 | 470 | 969 |
| USA | 37 | 799 | 836 |
| Rest von Nordamerika | 5 | 165 | 170 |
| Lateinamerika | 257 | 214 | 471 |
| Asien und Australien | 31 | 606 | 637 |
| Afrika | 23 | 124 | 147 |
| Gesamt | 2.780 | 3.197 | 5.977 |
| Gebuchte Bruttoprämien1) | Erstversicherung | Rückversicherung | 1.4.–30.6.2011 Gesamt |
|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||
| Deutschland | 1.652 | 158 | 1.810 |
| Großbritannien | 20 | 526 | 546 |
| Mittel- und Osteuropa einschließlich Türkei (CEE) | 200 | 38 | 238 |
| Rest von Europa | 469 | 491 | 960 |
| USA | 27 | 646 | 673 |
| Rest von Nordamerika | — | 105 | 105 |
| Lateinamerika | 241 | 197 | 438 |
| Asien und Australien | 22 | 475 | 497 |
| Afrika | 3 | 113 | 116 |
| Gesamt | 2.634 | 2.749 | 5.383 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichtdarstellung kommen
| 1.1.–30.6.2012 | 1.1.–30.6.2011 | 1.4.–30.6.2012 | 1.4.–30.6.2011 | |
|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||
| Schaden/Unfall-Erstversicherung | 4.228 | 3.862 | 1.324 | 1.216 |
| Leben-Erstversicherung | 2.808 | 2.839 | 1.456 | 1.418 |
| Schaden-Rückversicherung | 3.844 | 3.335 | 1.836 | 1.526 |
| Personen-Rückversicherung | 2.702 | 2.386 | 1.361 | 1.223 |
| Gesamt | 13.582 | 12.422 | 5.977 | 5.383 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle; insoweit kann es zu Abweichungen in der Lageberichtsdarstellung kommen
In den Talanx-Konzernabschluss wurden zum Bilanzstichtag 120 Einzelgesellschaften, 23 Zweckgesellschaften sowie drei ausländische Teilkonzerne – als Gruppe (inkl. assoziierter Unternehmen) – voll sowie neun nach der Equity-Methode konsolidierte Unternehmen (davon acht assoziierte Unternehmen und ein Gemeinschaftsunternehmen) einbezogen (Angaben verstehen sich ohne ausländische Teilkonzerne).
Die wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis im Vergleich zum Jahresende 2011 einschließlich bedeutsamer Geschäftsbeziehungen mit Zweckgesellschaften sind nachfolgend dargestellt.
Mit Vertrag vom 24. Juni 2011 haben Talanx International AG, Hannover, und HDI Seguros S.A. de C.V., León, Mexiko (beide Segment Privat- und Firmenversicherung International) 100% des mexikanischen Versicherers Metropolitana Compañía de Seguros, Mexiko-Stadt, Mexiko, zum Kaufpreis von 100 Mio. USD erworben. Der Erwerb der Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2012 vollzogen (= Closing). Weitere Informationen zur Erstkonsolidierung dieses Unternehmenserwerbs finden sich im Anhang unter dem Kapitel V "Unternehmenszusammenschlüsse".
Im März 2010 hat sich die Funis GmbH & Co. KG, an der die Hannover Rückversicherung AG 100% der Anteile hält, an der neu gegründeten und in Stockholm, Schweden, ansässigen Svedea AB beteiligt, das entsprach 75,2% der Gesellschaftsanteile. Der Geschäftszweck der Gesellschaft liegt im Wesentlichen in der Vermittlung von Haftpflichtversicherungen von Kraftfahrzeugen und Yachten. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Svedea bisher als Beteiligung geführt. Zum Bilanzstichtag hält die Funis Gesellschaftsanteile in Höhe von 15 Mio. EUR, das entspricht 69,2%. Aufgrund der zu verzeichnenden Ausweitung des Geschäftsvolumens wurde die Gesellschaft mit Wirkung zum 30. Juni 2012 erstmalig konsolidiert. Der Unterschiedbetrag aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 13 Mio. EUR wurde erfolgsneutral mit den kumulierten Gewinnrücklagen verrechnet, auf "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital" entfallen hiervon 6 Mio. EUR. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wurde somit nicht angesetzt.
Die Talanx International AG hat am 1. Juni 2012 (Closing) eine Mehrheitsbeteiligung von 50% plus eine Aktie an der Versicherungsgesellschaft Towarzystwo Ubezpieczeń Europa S.A., Breslau, Polen, von der Getin Holding Group übernommen. Miterworben wurden die Tochtergesellschaften Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie Europa S.A., Breslau und Open Life Towarzystwo Ubezpieczeń Życie S.A., Warschau (beide in Polen) sowie die Joint-stock Company Towarzystwo Ubezpieczeń Europa.UA und die Joint-stock Company Towarzystwo Ubezpieczeń Europa.UA Życie (beide in Lviv, Ukraine). Alle erworbenen Versicherungsgesellschaften (TU Europa) sind dem Segment Privat- und Firmenversicherung International zugeordnet; siehe hierzu auch unsere Erläuterungen im Kapitel V "Unternehmenszusammenschlüsse" des Konzernanhangs.
Mit Vertrag vom 29. Dezember 2011 hat die HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover, 100% der Anteile an ihrem Tochterunternehmen PARTNER OFFICE AG, Köln, (PO) (beide Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) zum Kaufpreis von 1 EUR an die Kapitalwerk Beteiligungsgesellschaft mbH, Bonn, veräußert. Die Transaktion wurde mit rechtlicher Wirkung im ersten Quartal 2012 vollzogen; aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Ertrag von 2 Mio. EUR, der im Übrigen Ergebnis bilanziert ist (siehe auch unsere Ausführungen im Kapitel VI "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen").
Die bisher voll konsolidierte HDI-GERLING Financial Service GmbH, Wien, Österreich (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland), wird ab dem ersten Quartal 2012 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen, da sie aufgrund ihrer Bilanzsumme und ihres Ergebnisses unwesentlich für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Verlust von 0,2 Mio. EUR, der im Übrigen Ergebnis bilanziert ist.
Die bislang voll konsolidierte HEPEP III Komplementär GmbH, Köln (Segment Konzernfunktionen), wird ab dem zweiten Quartal 2012 wegen Unwesentlichkeit in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Gewinn in Höhe von 7 TEUR, der im Übrigen Ergebnis bilanziert ist.
| Einzelgesellschaften | Teilkonzerne | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konsolidierte Tochterunternehmen (vollkonsolidiert) | Inland | Ausland | Ausland | Gesamt | |
| 31.12.2011 | 66 | 50 | 3 | 119 | |
| Zugänge | — | 1 | — | 1 | |
| Abgänge | 1 | 1 | — | 2 | |
| 31.3.2012 | 65 | 50 | 3 | 118 | |
| Zugänge | — | 6 | — | 6 | |
| Abgänge | 1 | — | — | 1 | |
| 30.6.2012 | 64 | 56 | 3 | 123 | |
Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag die folgenden Unternehmen:
Hinsichtlich der Konsolidierung von Zweckgesellschaften unterscheidet der Konzern im Folgenden die Bereiche Spezialfonds, Kapitalanlagen, Verbriefung von Rückversicherungsrisiken sowie Retrozessionen und Insurance-Linked Securities (ILS). Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Zweckgesellschaften sind u.a. nach SIC-12 "Konsolidierung–Zweckgesellschaften" hinsichtlich ihrer Konsolidierungspflicht zu untersuchen. In Fällen, in denen die IFRS keine spezifischen Regelungen enthalten, stützen wir uns unter Anwendung des IAS 8 bei der Analyse auch auf die relevanten US-GAAP-Vorschriften.
In den Anwendungsbereich des SIC-12 fallen u. a. Sondervermögen, die im Wesentlichen aufgelegt werden, um einem eng begrenzten Zweck zu dienen. Insofern hat der Konzern das Vorliegen wirtschaftlicher Beherrschung im Sinne des IAS 27.13 i.V.m. SIC-12 bei seinen Spezial-Sondervermögen zu überprüfen. Eine wirtschaftliche Beherrschung ist z.B. dann gegeben, wenn einer Konzerngesellschaft die Mehrheit aus Nutzen und Risiken aus den Aktivitäten des Spezialfonds zuzurechnen ist.
In diesem Zusammenhang wurden zum Bilanzstichtag 20 Spezial- und ein Publikumsfonds in den Konzernabschluss wegen Bestehens eines Beherrschungsverhältnisses bzw. wirtschaftlicher Beherrschung gegenüber dem Sondervermögen einbezogen; davon 13 inländische Fonds. Zwei Spezialfonds (HG-I Aktien VC Strategie und TAL-Corp Rentenspezial) wurden im ersten Quartal 2012 neu aufgelegt und in den Segmenten Industrieversicherung bzw. Privat- und Firmenversicherung Deutschland bilanziert. Im zweiten Quartal 2012 wurde ein Spezialfonds im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland aufgelöst (Ampega-TAL-A-Fonds).
Im Rahmen des Kapitalanlagemanagements beteiligt sich der Konzern an einer Vielzahl von Zweckgesellschaften, im Wesentlichen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen. Im Ergebnis unserer Analyse der Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften kamen wir zu dem Schluss, dass der Konzern in keiner dieser Transaktionen einen kontrollierenden Einfluss ausübt und daher keiner Konsolidierungsnotwendigkeit unterliegt.
Die Hannover Rückversicherung AG beteiligt sich im Wesentlichen über ihre Gesellschaften Secquaero ILS Fund Ltd. und Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von Zweckgesellschaften zur Verbriefung dieser Katastrophenrisiken. Auch bei diesen Transaktionen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht der beteiligten Zweckgesellschaften.
Die Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von Zweckgesellschaften strukturiert.
Mit Wirkung zum 30. März 2011 wurde zum Zweck der Finanzierung statutarischer Rückstellungen (sogenannte Triple-X-Reserven) eines US-amerikanischen Zedenten bei der Hannover Rückversicherung AG eine strukturierte Transaktion abgeschlossen. Die Struktur erforderte den Einbezug einer Zweckgesellschaft, der Maricopa LLC mit Sitz in Delaware. Die Zweckgesellschaft trägt von dem Zedenten verbriefte, extreme Sterblichkeitsrisiken oberhalb eines vertraglich definierten Selbstbehalts und überträgt diese Risiken mittels eines fixen/variablen Swaps mit zehnjähriger Laufzeit auf eine Konzerngesellschaft der Hannover Rück-Gruppe. Die maximale Kapazität der Transaktion beträgt umgerechnet 397 Mio. EUR, das Zeichnungsvolumen beträgt unverändert, jedoch umgerechnet zum Bilanzstichtag, 199 Mio. EUR. Die von der Hannover Rückversicherung AG garantierten variablen Zahlungen an die Zweckgesellschaft decken deren Leistungsverpflichtungen. Über eine Entschädigungsvereinbarung erhält die Hannover Rückversicherung AG für sämtliche aus dem Swap im Leistungsfall resultierenden Zahlungen eine Rückvergütung von der Muttergesellschaft des Zedenten. Da die Hannover Rückversicherung AG aus ihrer Geschäftsbeziehung mit der Zweckgesellschaft weder die Mehrheit der ökonomischen Risiken oder des Nutzens zieht, noch einen kontrollierenden Einfluss ausübt, besteht für die Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht. Nach IAS 39 ist diese Transaktion als Finanzgarantie zum Zeitwert zu bilanzieren. Die Hannover Rückversicherung AG legt hierbei die Nettomethode zugrunde, nach der der Barwert der vereinbarten fixen Swap-Prämien mit dem Barwert der Garantieverbindlichkeit saldiert wird. Infolgedessen betrug der Zeitwert bei Erstansatz null. Der Ansatz des Höchstwerts aus dem fortgeführten Zugangswert bzw. dem nach IAS 37 als Rückstellung zu passivierenden Betrag erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Inanspruchnahme als wahrscheinlich einzustufen ist. Dies war zum Bilanzstichtag nicht der Fall. Die Rückvergütungsansprüche aus der Entschädigungsvereinbarung sind in diesem Fall getrennt von und bis zur Höhe der Rückstellung zu aktivieren.
Im Juli 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG eine Katastrophenanleihe (Cat-Bond) emittiert, um Spitzenrisiken bei Naturkatastrophen durch europäische Winterstürme in den Kapitalmarkt zu transferieren. Der Cat-Bond in Höhe von nominal 150 Mio. EUR hatte eine Laufzeit bis zum 31. März 2012 und wurde von Eurus II Ltd., einer auf den Cayman Islands ansässigen Zweckgesellschaft, bei institutionellen Investoren aus Europa und Nordamerika platziert. Die Hannover Rückversicherung AG hat keinen kontrollierenden Einfluss über die genannte Zweckgesellschaft ausgeübt. Unter IFRS ist diese Transaktion als Finanzinstrument zu bilanzieren.
Im Rahmen ihrer "K"-Transaktionen hat sich die Hannover Rückversicherung AG Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft. Bei der "K"-Zession, die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und
Transportrisiken. Das Volumen dieser Verbriefung wurde mehrmals aufgestockt und beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 281 (259) Mio. EUR. Die Transaktion hat eine unbefristete Laufzeit und kann von den Investoren jährlich gekündigt werden.
Die Hannover Rückversicherung AG nutzt die auf Bermuda ansässige Zweckgesellschaft Kaith Re Ltd. für Teile der "K"-Zession sowie für diverse Retrozessionen ihrer traditionellen Deckungen an institutionelle Investoren. Gemäß SIC-12 wird Kaith Re Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Hannover Rückversicherung AG zeichnet im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked-Securities (ILS)-Aktivitäten sogenannte besicherte Frontingverträge, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von Zweckgesellschaften an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Die Zielsetzung dieser Transaktionen ist der direkte Transfer von Kundengeschäft. Bei diesen Strukturen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses über die jeweils involvierten Zweckgesellschaften seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht.
Im Zuge des Verkaufs der operativen Gesellschaften des Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc. (CIGI), Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, wurde ein Teilportfolio der CIGI an eine Zweckgesellschaft retrozediert. Die Retrozession hat eine Laufzeit bis zur endgültigen Abwicklung der zugrunde liegenden Verpflichtungen. Da die Hannover Rückversicherung AG nicht der Hauptnutznießer der Zweckgesellschaft ist und weder mittelbare noch unmittelbare Kontrolle über diese ausübt, besteht keine Konsolidierungspflicht für diese Zweckgesellschaft.
Wesentliche Änderungen im ersten und zweiten Quartal 2012 ergaben sich im Vergleich zum Jahresende 2011 nicht; zum Bilanzstichtag wurden damit unverändert vier inländische und vier ausländische assoziierte Unternehmen at equity konsolidiert. Die Angaben verstehen sich ohne ausländische Teilkonzerne.
Das bislang quotal konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen Credit Life International Services GmbH, Neuss, wird ab dem zweiten Quartal 2012 als Beteiligung geführt, da die Gesellschaft aufgrund ihrer Bilanzsumme und ihres Ergebnisses unwesentlich für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Gewinn von 28 TEUR, der im Übrigen Ergebnis bilanziert ist.
Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I) hat mit Closing zum 15. Mai 2012 ein Joint Venture mit NBFC Magma Fincorp gegründet. Im Rahmen dieser Transaktion hat die HG-I 25,5% der Anteile an der indischen Versicherungsgesellschaft Magma HDI General Insurance Company Limited, Kalkutta, zum Kaufpreis von umgerechnet 24 Mio. EUR direkt erworben. Diese Gesellschaft wird zusammen mit der NBFC Magma Fincorp das Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft im zweiten Halbjahr 2012 aufnehmen. Bei der Magma HDI General Insurance Company Limited handelt es sich — aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Partnerunternehmen hinsichtlich der gemeinsamen Ausübung der Kontrolle — um ein Gemeinschaftsunternehmen, welches nach den Vorschriften des IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" zu bilanzieren ist. Unter Ausübung des Wahlrechts dieses Bilanzierungsstandards hat der Konzern die Gesellschaft nach der Equity-Methode konsolidiert.
Anteile an nach der Equity-Methode konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen weisen wir unter der Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" im Bereich der "Selbst verwalteten Kapitalanlagen" aus. Der den Konzern betreffende Anteil am Jahresergebnis ist im Kapitalanlageergebnis enthalten.
Mit Vertrag vom 24. Juni 2011 haben Talanx International AG und HDI Seguros Mexiko (beide Segment Privat- und Firmenversicherung International) 100% des mexikanischen Versicherers Metropolitana Compañía de Seguros, Mexiko-Stadt, Mexiko, zum Kaufpreis von 100 Mio. USD (umgerechnet 77 Mio. EUR) erworben. Der Erwerb der Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2012 vollzogen (= Closing). Die mexikanische Gesellschaft betreibt im Wesentlichen Kraftfahrzeuggeschäft. Darüber hinaus werden Lebens- und Sachversicherungsgeschäft betrieben. Das Prämienvolumen belief sich 2011 auf 75 Mio. EUR. Der Vertrieb ist auf Mexiko-Stadt und das Zentrum des Landes ausgerichtet.
Mit dieser Übernahme soll die weitere Internationalisierung im Segment Privat- und Firmenversicherung International vorangetrieben werden. Der Konzern verstärkt mit der Übernahme seine Präsenz in Lateinamerika und kann so die Chancen in den dortigen Märkten nutzen. Der Goodwill aus dem Erwerb beträgt 43 Mio. EUR und spiegelt neben erheblichen Synergieeffekten und erwarteten Cross-Selling-Effekten auch das erwartete Wachstum, im Wesentlichen im Kraftfahrzeuggeschäft, wider. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Erwerbsbezogene Kosten sind nur in einem unwesentlichen Umfang angefallen.
Die zum Erwerbszeitpunkt für jede Hauptgruppe von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden erfassten Beträge nach IFRS stellen sich wie folgt dar: Wir haben Vermögenswerte in Form von Immateriellen Vermögenswerten (5 Mio. EUR), Kapitalanlagen (77 Mio. EUR), Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (34 Mio. EUR), Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (2 Mio. EUR), Zahlungsmitteln (5 Mio. EUR), Aktiver Steuerabgrenzung (9 Mio. EUR) und Sonstigen Vermögenswerten (16 Mio. EUR) sowie Schulden in Form von Versicherungstechnischen Rückstellungen (84 Mio. EUR), Anderen Rückstellungen (12 Mio. EUR), Depotverbindlichkeiten (2 Mio. EUR), Übrigen Verbindlichkeiten (6 Mio. EUR) und Passiver Steuerabgrenzung (10 Mio. EUR) übernommen. In den Vermögenswerten sind immaterielle und materielle Vermögenswerte von 17 Mio. EUR enthalten. Das Eigenkapital nach IFRS betrug zum Zeitpunkt des Erwerbs 34 Mio. EUR.
Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Darüber hinaus wurden gemäß IFRS 3.23 Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 2 Mio. EUR bilanziert, welche im Wesentlichen auf eventuelle Steuerverbindlichkeiten entfallen. Die Verpflichtung hängt von einer ausstehenden Entscheidung der lokalen Behörden ab, mit der kurz- bis mittelfristig gerechnet wird. Für diese Eventualverbindlichkeiten besteht ein Anspruch auf Entschädigungsleistung, für die in gleicher Höhe ein entsprechender Vermögenswert bilanziert wurde. Darüber hinaus wurden Eventualverbindlichkeiten in Höhe von rund 1,7 Mio. EUR identifiziert, deren Ansatz – mangels verlässlicher Bewertung ihres beizulegenden Zeitwerts – unterblieben ist. Weitere bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert.
Zum Bilanzstichtag ergeben sich keine wesentlichen Änderungen der Eventualverbindlichkeiten. Das Prämienvolumen (Verdiente Prämien für eigene Rechnung) belief sich für das erste Halbjahr 2012 auf 36 Mio. EUR. Das Ergebnis der Gesellschaft stellte sich zum 30. Juni 2012 mit 5 Mio. EUR ein.
Mit Unternehmensmeldung vom 14. Dezember 2011 hat die Talanx International AG (TINT) darüber informiert, dass sie gemeinsam mit unserem strategischen japanischen Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company sowie der polnischen Getin Holding Group (Getin) eine langfristige strategische Bancassurance-Kooperation in Polen startet. Hierzu haben TINT und Meiji Yasuda Life Insurance Company zusammen von Getin die Versicherungsgruppe Europa (TU Europa-Gruppe) übernommen. Im Rahmen dieser Transaktion hat TINT am 1. Juni 2012 (= Closing) 50% plus eine Aktie an der Muttergesellschaft der TU Europa Non-Life (Towarzystwo Ubezpieczeń Europa S.A.) zum Preis von 912 Mio. PLZ entsprechend 211 Mio. EUR
übernommen. Die TU Europa Non-Life ist an den in Polen ansässigen Unternehmen TU Europa Life (Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie Europa S.A.) (100%) und Open Life (Open Life Towarzystwo Ubezpieczeń Życie S.A.) (51%) beteiligt. Zur Gruppe gehören auch die in der Ukraine ansässigen Versicherungsgesellschaften Europa UA Non-Life (Towarzystwo Ubezpieczeń Europa.UA) (90%) sowie Europa UA Life (Towarzystwo Ubezpieczeń Europa.UA Życie) (92%). Die Anteilsquoten ergeben sich aus der Addition aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile.
Allen Aktionären der an der Warschauer Börse öffentlich gehandelten TU Europa-Gruppe wurde zudem ein öffentliches Zeichnungsangebot ("Public Tender Offer") unterbreitet. Hinsichtlich weiterer Details verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Kapitel IX "Sonstige Angaben", Abschnitt "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen".
Mit dieser Übernahme soll die weitere Internationalisierung im Segment Privat- und Firmenversicherung International vorangetrieben werden. Der Konzern verstärkt zudem seine Präsenz in Zentral- und Osteuropa und kann so die Chancen in den dortigen Märkten nutzen. Die polnischen Gesellschaften der TU Europa-Gruppe sind im Wesentlichen in drei Geschäftsfeldern tätig: im Lebensversicherungsgeschäft (Absicherung von Hypothekenkrediten), in Schaden-/Unfallversicherungen (Absicherung von Konsumentenkrediten) sowie im Bereich der Investmentprodukte (Fondspolicen als Sparprodukte). Die Versicherungsgruppe ist nach eigenen Angaben einer der führenden polnischen Versicherungsanbieter über den Banken-Vertriebskanal und nach unserer Einschätzung ein innovativer und profitabler Marktteilnehmer mit einem starken, unternehmerischen Management.
Der Goodwill aus dem Erwerb beträgt 134 Mio. EUR und spiegelt im Wesentlichen das erwartete profitable Wachstum im polnischen Markt, insbesondere im Bancassurance-Segment, wider. Eine steuerliche Abzugsfähigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes besteht nicht.
Im Zuge des Unternehmenserwerbs hat sich TINT im Rahmen einer geschriebenen Verkaufsoption grundsätzlich verpflichtet, Anteile der TU Europa-Gruppe, welche von der Getin gehalten werden, im Austausch gegen finanzielle Vermögenswerte zu erwerben. In diesem Zusammenhang hat TINT eine finanzielle Verpflichtung in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrags dieser Anteile (42 Mio. EUR) erfasst, welche in den Folgeperioden in Übereinstimmung mit IAS 39 ergebniswirksam zu bewerten ist. Die Verbindlichkeit hat der Konzern zu Lasten des Minderheitenanteils eingebucht ("anticipated acquisition method"). Daher wurde der Erwerb von insgesamt 66,54% plus eine Stimme abgebildet mit der Konsequenz, dass auch der Goodwill auf diesen (höheren) Anteil aufgedeckt wurde.
Die Transaktionskosten des Erwerbs beliefen sich auf 0,7 Mio. EUR und sind im Übrigen Ergebnis bilanziert.
Die zum Erwerbszeitpunkt für jede Hauptgruppe von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden erfassten Beträge nach IFRS stellen sich wie folgt dar: Wir haben Vermögenswerte in Form von Immateriellen Vermögenswerten (201 Mio. EUR), Kapitalanlagen (1.233 Mio. EUR), Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (28 Mio. EUR), Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (4 Mio. EUR), Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (38 Mio. EUR), Zahlungsmitteln (80 Mio. EUR), Aktiver Steuerabgrenzung (15 Mio. EUR) und Sonstigen Vermögenswerten (7 Mio. EUR) sowie Schulden in Form von Versicherungstechnischen Rückstellungen (164 Mio. EUR), Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (28 Mio. EUR), Anderen Rückstellungen (6 Mio. EUR), Übrigen Verbindlichkeiten (1.177 Mio. EUR) und Passiver Steuerabgrenzung (7 Mio. EUR) übernommen. In den Vermögenswerten sind immaterielle und materielle Vermögenswerte von 210 Mio. EUR enthalten. Das Eigenkapital nach IFRS betrug zum Zeitpunkt des Erwerbs 224 Mio. EUR (darin enthalten sind direkte Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von 6 Mio. EUR).
Der Betrag der ausgewiesenen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Zahlungsausfälle werden nicht erwartet. Eventualverbindlichkeiten gemäß IFRS 3.23 wurden nicht identifiziert. Weitere bedingte Leistungen, Vermögenswerte für Entschädigungen und separate Transaktionen im Sinne von IFRS 3 wurden nicht bilanziert.
Das Prämienvolumen (Verdiente Prämien für eigene Rechnung) der erworbenen Gesellschaften seit Erstkonsolidierung – also für den Monat Juni – beträgt 16 Mio. EUR, bei Erwerb am 1. Januar 2012 hätte das Prämienvolumen 91 Mio. EUR betragen (Ermittlung vereinfacht auf Basis der lokalen IFRS-Daten von Januar bis Mai 2012). Das Ergebnis der Gesellschaft betrug zum 30. Juni 2012 2 Mio. EUR; bei Erwerb am 1. Januar 2012 hätte das Ergebnis 15 Mio. EUR betragen (Ermittlung vereinfacht auf Basis der lokalen IFRS-Daten von Januar bis Mai 2012).
Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 hat die Talanx International AG (TINT) 100% an der Warta non-life (Towarzystwo Ubezpieczeń i Reasekuracji Warta S.A.) von der belgischen KBC-Gruppe übernommen. Talanx' japanischer Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company hat mit Wirkung zum 3. Juli 2012 30% der Warta-Anteile von TINT erworben, welche diese seit dem Erwerb treuhänderisch verwaltet hat. Auf Basis der getroffenen Vereinbarungen bildet der Konzern somit zum Closing (1. Juli 2012) den Erwerb durch Ausweis von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zu 70% ab. Der Kaufpreis für die Warta-Gruppe betrug insgesamt 770 Mio. EUR, wovon 553 Mio. EUR auf TINT entfallen. Der Erwerbspreis unterliegt noch nachträglichen Kaufpreisanpassungen, voraussichtlich im unteren zweistelligen Mio.-EUR-Bereich.
Warta non-life ist an den folgenden Tochtergesellschaften beteiligt: Warta life (Towarzystwo Ubezpieczeń na Życie WARTA S.A.) (100%), ALFA Fonds (KBC ALFA Specjalistyczny Fundusz Inwestycyjny Otwarty) (100%) – die Gesellschaft hält ausschließlich Investments der TUiR Warta S.A. –, Warta Real Estate (Warta Nieruchomości Sp. z o.o. w likwidacji) (100%), Warta 24 (Warta 24 plus Sp. z o.o. w likwidacji) (100%), Warta Finance (WARTA Finance S.A. w likwidacji) (100%), Gdynia Shipping (Gdynia America Shipping Lines (London) Limited) (73,68%). Die Gesellschaften Warta Real Estate, Warta 24, Warta Finance befinden sich in Liquidation. Diese Unternehmen und die Gdynia Shipping sind aus Konzernsicht unwesentlich in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und werden bei Erstkonsolidierung daher nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Bis zum 30. Juni 2012 verzeichneten die Warta non-life und Warta life nach lokaler Rechnungslegung (ungeprüft) ein Prämienvolumen (Verdiente Prämien für eigene Rechnung) von umgerechnet etwa 544 Mio. EUR. Der Gewinn betrug umgerechnet circa 61 Mio. EUR. Die Transaktionskosten des Erwerbs beliefen sich bisher auf 1,7 Mio. EUR und sind im Übrigen Ergebnis enthalten.
Weitere Angaben nach IFRS 3 können nicht erfolgen, da die Erstellung der Eröffnungsbilanz zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.
Am 25. April 2012 unterzeichneten unsere Tochterunternehmen HDI-Gerling Assurance S.A., Brüssel (Belgien), sowie HDI Verzekeringen N.V. , Rotterdam (Niederlande) (beide Segment Industrieversicherung) eine Vereinbarung über den Erwerb von 100% der Anteile an der luxemburgischen Versicherung Les Assurances Mutuelles d'Europe Lux S.A., Luxembourg, (A.M.E. Lux S.A.), einem Anbieter von Schaden-/Unfall-Versicherungen im luxemburgischen Markt. Der Kaufpreis für die Gesellschaft beträgt 6 Mio. EUR. Das Closing erwarten wir im dritten Quartal 2012 nach Aufstellung dieses Konzern-Zwischenberichts. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der lokalen Aufsichtsbehörden. Im Jahr 2011 betrugen die gebuchten Bruttoprämien 8 Mio. EUR.
Die mit Vertrag vom 29. Dezember 2011 von HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover, veräußerte PARTNER OFFICE AG, Köln (beide Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) (PO), welche wir im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 als Veräußerungsgruppe bewertet und ausgewiesen haben, wurde im ersten Quartal 2012 veräußert und folglich entkonsolidiert.
Mit Verträgen aus April 2012 bzw. Mai 2012 erfolgte die Unterzeichnung der Verkaufsvereinbarung von 70% bzw. 30% (Erwerber des letztgenannten Anteils ist eine Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG) der Beteiligung der Talanx International AG, Hannover, (TINT) an dem Tochterunternehmen ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein (A-Lie; Segment Privat- und Firmenversicherung International). Sämtliche Anteile werden von TINT gehalten; der vereinbarte Kaufpreis beträgt 2,7 Mio. EUR. Diese Transaktion dient der Fokussierung gemäß der strategischen Unternehmensausrichtung der Talanx International AG. Der Vollzug der Transaktion wird im dritten Quartal 2012 erwartet.
Die A-Lie stellt gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" unverändert eine Veräußerungsgruppe dar, die zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten ist. Die Bewertung der Veräußerungsgruppe führte in der laufenden Berichtsperiode zu einem Aufwand in Höhe von 0,6 Mio. EUR, der im Übrigen Ergebnis ausgewiesen wird. Die kumulierten, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile belaufen sich zum Stichtag auf 0 (–1) Mio. EUR. Im Einklang mit IFRS 5 werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppen in einer Bilanzposition getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen. Geschäftsvorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns werden in Übereinstimmung mit IAS 27 weiterhin vollständig eliminiert.
Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe A-Lie hinsichtlich ihrer wesentlichen Komponenten stellen sich wie folgt dar:
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Aktiva | ||
| Kapitalanlagen | 2 | 1 |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 274 | 261 |
| Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 25 | 24 |
| Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft | 2 | 3 |
| Abgegrenzte Abschlusskosten | 90 | 99 |
| Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 43 | 46 |
| Aktive Steuerabgrenzung | 2 | 1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 5 | 5 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 443 | 440 |
| Passiva | ||
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 77 | 81 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, | ||
| soweit das Anlagerisiko von Versicherungsnehmern getragen wird | 274 | 261 |
| Sonstige Rückstellungen | 5 | 4 |
| Depotverbindlichkeiten | 18 | 16 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 23 | 24 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 397 | 386 |
Unverändert zum Konzernabschluss (31. Dezember 2011) bilanziert der Konzern die beabsichtigten Veräußerungen der Lebensversicherungsportfolien der PB Pensionskasse AG, Köln (Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) sowie der HDI Seguros S.A. de C.V., León, Mexiko (Segment Privat- und Firmenversicherung International) als Veräußerungsgruppen. Im Rahmen der Transaktionen werden neben den versicherungstechnischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Kapitalanlagen zur Bedeckung der Verpflichtungen an den Erwerber veräußert.
Die Versicherungstechnischen Rückstellungen bei der PB Pensionskasse AG betragen 109 (86) Mio. EUR sowie 3 (3) Mio. EUR an Versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von Versicherungsnehmern getragen wird, und 2 (2) Mio. EUR Passive Steuerabgrenzung, denen Vermögenswerte von 102 (96) Mio. EUR gegenüber stehen. Diese betreffen mit 6 (6) Mio. EUR immaterielle Vermögenswerte, mit 91 (85) Mio. EUR Kapitalanlagen, mit 3 (3) Mio. EUR Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sowie Sonstige Vermögenswerte in Höhe von 2 (2) Mio. EUR. Der Kaufpreis für das Portfolio wird aufgrund der vertraglichen Vereinbarung vom 29. Juni 2012 5 Mio. EUR betragen.
HDI Seguros S.A. de C.V. weist Versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von 7 (6) Mio. EUR sowie Kapitalanlagen in Höhe von 6 (5) Mio. EUR, Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen von 1 (0) Mio. EUR und Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft von 0 (1) Mio. EUR aus. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 2 Mio. EUR.
Zum Bilanzstichtag betragen die direkt im Eigenkapital erfassten kumulierten Erträge und Aufwendungen, die in Verbindung mit den zwei Veräußerungsgruppen stehen, 2 (1) Mio. EUR. Beide Transaktionen dienen der Fokussierung gemäß der beabsichtigten Unternehmensausrichtung und führen – insbesondere bei unserer mexikanischen Gesellschaft – zu Kostenoptimierung im Bereich der IT sowie der Personalaufwendungen. Wir erwarten den Abschluss beider Bestandsübertragungen aufgrund aktueller Entwicklungen derzeit für das dritte Quartal 2012.
Ferner beabsichtigen HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (Segment Industrieversicherung), HDI-Gerling Lebensversicherung AG, neue leben Lebensversicherung AG (beide Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland) sowie E+S Rückversicherung AG (Segment Schaden-Rückversicherung) unverändert Immobilienbestände mit Buchwerten von insgesamt 25 (15) Mio. EUR zu veräußern, und haben diese als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert. Die Veräußerungspreise der verschiedenen Objekte belaufen sich auf 27 Mio. EUR. Ursächlich für die Verkaufsabsichten sind neben einer schlechteren Mietsituation die hohen Verwaltungsaufwendungen. Wir erwarten die wirtschaftlichen Übergänge aufgrund aktueller Entwicklungen im zweiten Halbjahr 2012.
Die wesentlichen Posten der Konzernbilanz setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 867 | 690 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.678 | 1.520 |
| davon: | ||
| Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte | 1.468 | 1.333 |
| Software | 142 | 145 |
| Übrige | 68 | 42 |
| Gesamt | 2.545 | 2.210 |
Der Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwertes um 177 Mio. EUR resultiert aus den im Berichtszeitraum bilanzierten Unternehmenserwerben der polnischen TU Europa-Gruppe (134 Mio. EUR) sowie des mexikanischen Versicherers Metropolitana Compañía de Seguros (43 Mio. EUR) im Segment Privat- und Firmenversicherung International. Wir verweisen auf unsere Darstellung in Kapitel V "Unternehmenszusammenschlüsse".
Die "Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte" (=PVFP) bei den Lebenserstversicherungsunternehmen resultieren vor allem aus den im Jahr 2006 erworbenen Versicherungsbeständen der vormaligen Gerling-Gruppe (796 Mio. EUR), aus den im Jahr 2007 gekauften Vertragsbeständen der ehemaligen BHW Lebensversicherung AG (ehemals PBV Lebensversicherung, jetzt PB Lebensversicherung AG) (307 Mio. EUR) sowie aus der neue leben Lebensversicherung AG (95 Mio. EUR). Darüber hinaus entfällt auf die Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd. ein Betrag von 94 Mio. EUR (Segment: Personen-Rückversicherung). Aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses im zweiten Quartal ergibt sich ein PVFP von 173 Mio. EUR bei der polnischen TU Europa-Gruppe (davon Lebensversicherung: 112 Mio. EUR, Schaden-/Unfallversicherung: 61 Mio. EUR).
Der PVFP setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuer gebildet wird, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen und wird aktiviert, um die Belastung des Konzerneigenkapitals nach IFRS beim Erwerb eines Versicherungsbestandes gleichmäßig entsprechend der Amortisation über die zukünftigen Perioden zu verteilen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.
Die Verteilung der PVFPs bei den Lebenserstversicherungsgesellschaften (1.312 [1.233] Mio. EUR) entfällt mit 749 (659) Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 563 (574) Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil.
Die Amortisation der Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 34 (30. Juni 2011: 21) Mio. EUR entfällt mit 35 (30. Juni 2011: 10) Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit –1 (30. Juni 2011: 11) Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil und betrifft im Wesentlichen die Segmente Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Die Amortisation auf den Aktionärsanteil weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen" aus.
Die Übrigen immateriellen Vermögenswerte enthalten u.a. erworbene Markennamen (1 Mio. EUR) sowie erworbene Vertriebsnetze und Kundenbeziehungen (37 Mio. EUR). Die Erhöhung dieser Position steht vor allem im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der TU Europa. Für weitergehende Informationen siehe unsere Erläuterungen im Kapitel V "Unternehmenszusammenschlüsse".
Die immateriellen Vermögenswerte werden im Konzern zu 100% bilanziert. Ohne Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bzw. des Versicherungsnehmeranteils stellt sich wirtschaftlich der auf den Konzern entfallende Anteil an den immateriellen Vermögenswerten, getrennt nach Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. Sonstige immaterielle Vermögenswerte, wie folgt dar:
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Immaterielle Vermögenswerte vor Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | ||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 867 | 690 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.678 | 1.520 |
| Gesamt | 2.545 | 2.210 |
| davon ab: Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | ||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 34 | — |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 211 | 99 |
| Gesamt | 245 | 99 |
| davon ab: Versicherungsnehmeranteil | ||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | — | — |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 563 | 574 |
| Gesamt | 563 | 574 |
| Immaterielle Vermögenswerte nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter und Versicherungsnehmeranteil |
||
| a. Geschäfts- oder Firmenwert | 833 | 690 |
| b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 904 | 847 |
| Gesamt | 1.737 | 1.537 |
| Unrealisierte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Gewinne/Verluste | Zeitwerte | |||||
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | ||
| In Mio. EUR | |||||||
| Hypothekendarlehen | 1.030 | 1.100 | 134 | 132 | 1.164 | 1.232 | |
| Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine |
191 | 191 | — | — | 191 | 191 | |
| Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner1) |
9.751 | 10.216 | 1.080 | 876 | 10.831 | 11.092 | |
| Unternehmensanleihen | 6.506 | 6.674 | 357 | 162 | 6.863 | 6.836 | |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen |
14.486 | 14.453 | 1.792 | 1.112 | 16.278 | 15.565 | |
| Genussscheindarlehen | 265 | 327 | – 11 | –19 | 254 | 308 | |
| Gesamt | 32.229 | 32.961 | 3.352 | 2.263 | 35.581 | 35.224 |
1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 2.473 (2.389) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 14.461 (14.428) Mio. EUR enthalten; das entspricht 99 (99)%.
| Unrealisierte | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Gewinne/Verluste | Zeitwerte | |||||||
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | ||||
| In Mio. EUR | |||||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 512 | 426 | 28 | 24 | 540 | 450 | |||
| Schuldtitel der US-Regierung | 948 | 927 | 36 | 44 | 984 | 971 | |||
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten |
74 | 81 | 1 | 1 | 75 | 82 | |||
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) |
697 | 851 | 43 | 36 | 740 | 887 | |||
| Schuldtitel von Unternehmen | 505 | 574 | 11 | 6 | 516 | 580 | |||
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen |
1.345 | 1.435 | 62 | 36 | 1.407 | 1.471 | |||
| Gesamt | 4.081 | 4.294 | 181 | 147 | 4.262 | 4.441 | |||
1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 172 (230) Mio. EUR enthalten,
die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 1.332 (1.424) Mio. EUR enthalten; das entspricht 99 (99)%.
| Unrealisierte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Gewinne/Verluste | Zeitwerte | ||||||
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | 30.6.2012 | 31.12.2011 | |||
| In Mio. EUR | ||||||||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 4.339 | 4.205 | 111 | 3 | 4.450 | 4.208 | ||
| Schuldtitel der US-Regierung | 1.298 | 1.224 | 54 | 56 | 1.352 | 1.280 | ||
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 1.435 | 1.320 | 44 | 35 | 1.479 | 1.355 | ||
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) | 6.224 | 5.126 | 304 | 208 | 6.528 | 5.334 | ||
| Schuldtitel von Unternehmen | 13.247 | 12.153 | 504 | 86 | 13.751 | 12.239 | ||
| Investmentfonds | 756 | 675 | 44 | 2 | 800 | 677 | ||
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen |
6.652 | 5.657 | 340 | 72 | 6.992 | 5.729 | ||
| Genussscheine | 159 | 188 | 7 | –1 | 166 | 187 | ||
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 34.110 | 30.548 | 1.408 | 461 | 35.518 | 31.009 | ||
| Aktien | 378 | 422 | 85 | 97 | 463 | 519 | ||
| Investmentfonds | 542 | 541 | 55 | 32 | 597 | 573 | ||
| Genussscheine | 40 | 40 | — | — | 40 | 40 | ||
| Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 960 | 1.003 | 140 | 129 | 1.100 | 1.132 | ||
| Gesamt | 35.070 | 31.551 | 1.548 | 590 | 36.618 | 32.141 | ||
1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 2.864 (2.484) Mio. EUR enthalten,
die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 6.183 (5.052) Mio. EUR enthalten; das entspricht 88 (88)%.
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 10 | 5 |
| Schuldtitel anderer ausländischer Staaten | 199 | 137 |
| Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) | 49 | 50 |
| Schuldtitel von Unternehmen | 443 | 412 |
| Investmentfonds | 92 | 90 |
| Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen | 107 | 78 |
| Genussscheine | 87 | 84 |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 987 | 856 |
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 15 | 16 |
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 23 | — |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete klassifizierte Finanzinstrumente gesamt | 1.025 | 872 |
| Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten | 14 | 4 |
| Andere Wertpapiere | 1 | 1 |
| Festverzinsliche Wertpapiere gesamt | 15 | 5 |
| Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) | 80 | 70 |
| Derivate | 30 | 53 |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt | 125 | 128 |
| Gesamt | 1.150 | 1.000 |
1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 6 (4) Mio. EUR enthalten,
die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind
In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 11 (11) Mio. EUR enthalten; das entspricht 10 (14)%.
Das Eigenkapital wird entsprechend IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" in Verbindung mit IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung resultiert aus dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Periodenüberschuss sowie aus den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Vermögens- und Schuldposten.
Mit Eintragung in das Handelsregister am 2. Mai 2012 wurde der auf der ordentlichen Hauptversammlung der Talanx AG vom 30. März 2012 beschlossene Aktiensplitt (Satzungsänderung) wirksam. Das Grundkapital beträgt unverändert 260 Mio. EUR und ist nun eingeteilt in 208.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien; es ist vollständig eingezahlt. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Konzerneigenkapitals".
In der Hauptversammlung vom 15. November 2010 wurde beschlossen, das Grundkapital um bis zu 26 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 20.800.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung bis zum 14. November 2015 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht. Mit Wirkung vom 6. April 2011 bzw. 2. Mai 2012 wurde die Satzungsänderung der Talanx AG Kraft Eintragung in das Handelsregister wirksam.
Ferner wurde in der Hauptversammlung vom 15. Mai 2012 beschlossen, das Grundkapital um bis zu 78 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 62.400.000 neuen Stückaktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung bis zum 14. Mai 2017 von der Talanx AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen gegen Bareinlage ausgegeben werden, bei Erfüllung der bedingten Wandlungspflicht. Mit Wirkung vom 4. Juni 2012 wurde die Satzungsänderung der Talanx AG Kraft Eintragung in das Handelsregister wirksam.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. November 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 18. November 2016 durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 130 Mio. EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre für bestimmte enumerativ aufgelistete Zwecke bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen, insofern der auf neue Aktien entfallende anteilige Betrag am Grundkapital 10% des Grundkapitals nicht übersteigt. Zur Begebung von Belegschaftsaktien kann davon 1 Mio. EUR – nach Zustimmung des Aufsichtsrats – verwendet werden. Bei Sachkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen werden, wenn der Ausschluss im überwiegenden Interesse der Gesellschaft liegt.
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 30.6.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 469 | 270 |
| Anteil am Periodenergebnis | 224 | 377 |
| Übriges Eigenkapital | 2.943 | 2.638 |
| Gesamt | 3.636 | 3.285 |
Bei den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich im Wesentlichen um die Anteile konzernfremder Gesellschaften am Eigenkapital des Hannover Rück-Teilkonzerns.
| Nominalbetrag Verzinsung | Fälligkeit | Rating3) | 30.6.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | In Mio. EUR | In Mio. EUR | ||||
| Hannover Finance (Luxembourg) S.A. | 500 fest (5%), dann variabel verzinslich | 2005/ohne Endfälligkeit |
(a; A) | 488 | 486 | |
| Hannover Finance (Luxembourg) S.A. | 500 fest (5,75%), dann variabel verzinslich | 2010/2040 | (a; A) | 498 | 498 | |
| Hannover Finance (Luxembourg) S.A. | 750 fest (5,75%), dann variabel verzinslich | 2004/2024 | (a; A) | 748 | 748 | |
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG | 250 fest (7%), dann variabel verzinslich | 2004/2024 | (bbb+; A–) | 259 | 261 | |
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG1) | 110 fest (6,75%) | 2005/ohne Endfälligkeit |
(—; A–) | 113 | 113 | |
| Talanx AG | 300 fest, dann variabel verzinslich | 2010/ohne Endfälligkeit |
(—; BBB) | 300 | 300 | |
| Talanx Finanz2) | 209 fest (4,5%) | 2005/2025 | (bbb; BBB) | 208 | 209 | |
| Talanx Finanz | 500 fest (8,37%), dann variabel verzinslich | 2012/2042 | (—; BBB) | 500 | — | |
| Gesamt | 3.114 | 2.615 |
1) Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nomialbetrag von 50 Mio. EUR von Konzerngesellschaften gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert)
2) Zum Stichtag werden zudem Anleihen mit einem Nominalbetrag von 56 Mio. EUR durch Konzerngesellschaften gehalten (im Konzernabschluss konsolidiert). Hier ist die im ersten Quartal 2012 durch eine Konzerngesellschaft erworbene Anleihe im Nominalbetrag von 1 Mio. EUR enthalten; das ausstehende Volumen wurde entsprechend gemindert
3) (Debt Rating A.M. Best; Debt Rating S&P)
Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungsmerkmale verweisen wir auf den veröffentlichten Geschäftsbericht 2011, Seite 241.
Am 28. März 2012 – mit Zulassung am regulierten Markt zum 4. April 2012 – hat die Talanx AG über ihre Tochtergesellschaft Talanx Finanz (Luxemburg) S.A., Luxemburg, eine neue Anleihe an vornehmlich europäische Investoren platziert. Diese nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von nominal 500 Mio. EUR hat eine Laufzeit von 30 Jahren und kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. Die Anleihe, die durch die Talanx AG garantiert ist, ist in den ersten zehn Jahren mit einem festen Kupon in Höhe von 8,3673% p. a. ausgestattet, danach wird sie variabel mit 7,056% über dem Drei-Monats-EURIBOR verzinst.
Im Rahmen der langfristigen und fortlaufenden Optimierung ihrer Kapitalstruktur hat die Talanx AG Investoren bis zum 6. Juli 2012 die Möglichkeit zum Rückkauf ausgewählter Anleihen eingeräumt. Insgesamt haben Investoren dem Unternehmen Schuldverschreibungen in Höhe von nominal rund 204 Mio. EUR zum Rückkauf angeboten, die die Talanx AG vollumfänglich zurückgenommen hat. Mit der Abwicklung am 11. Juli 2012 hat Talanx nominal 108 Mio. EUR der 2024 fälligen Anleihe der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (ISIN: XS0198106238) und 96 Mio. EUR der 2025 fälligen Anleihe der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. (ISIN: XS0212420987) zurückgekauft.
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto | Rück | Netto | Brutto | Rück | Netto | |
| In Mio. EUR | ||||||
| a. Rückstellung für Prämienüberträge | 6.262 | 709 | 5.553 | 4.677 | 389 | 4.288 |
| b. Deckungsrückstellung | 46.865 | 1.081 | 45.784 | 45.739 | 988 | 44.751 |
| c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 32.901 | 5.011 | 27.890 | 31.420 | 4.915 | 26.505 |
| d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 1.712 | 1 | 1.711 | 1.008 | 1 | 1.007 |
| e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen | 257 | 2 | 255 | 256 | 9 | 247 |
| Gesamt | 87.997 | 6.804 | 81.193 | 83.100 | 6.302 | 76.798 |
Von den versicherungstechnischen Rückstellungen, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, in Höhe von 6.586 (6.067) Mio. EUR entfallen 180 (160) Mio. EUR auf die Rückversicherer.
Die wesentlichen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich folgendermaßen zusammen:
Wir weisen unter den gebuchten Bruttoprämien auch die Sparanteile der Prämien für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus. Aus den verdienten Prämien für eigene Rechnung wurden diese Sparanteile eliminiert.
| 1.1.–30.6.20121) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
2.217 | 3.485 | 1.334 | 3.844 | 2.702 | 13.582 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
— | 436 | 74 | — | — | 510 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 886 | 64 | 106 | 391 | 278 | 1.725 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –600 | –326 | –37 | –437 | 17 | –1.383 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
–205 | –16 | –20 | –90 | 1 | –330 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 936 | 2.675 | 1.137 | 3.106 | 2.440 | 10.294 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
| 1.1.–30.6.20111) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland2) |
Privat- und Firmen versicherung International2) |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||||
| Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
1.993 | 3.514 | 1.194 | 3.335 | 2.386 | 12.422 |
| Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens und Rentenversicherung |
— | 446 | 126 | — | — | 572 |
| Gebuchte Rückversicherungsprämien | 778 | 102 | 50 | 344 | 193 | 1.467 |
| Veränderung der Bruttoprämienüberträge | –528 | –294 | –44 | –351 | –3 | –1.220 |
| Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge |
–182 | –8 | 3 | –41 | 1 | –227 |
| Verdiente Prämien für eigene Rechnung | 869 | 2.680 | 971 | 2.681 | 2.189 | 9.390 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden",
Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| 1.1.–30.6.20121) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Konzern funktionen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||||||
| Erträge aus Grundstücken | 2 | 28 | 1 | 23 | — | — | 54 |
| Dividenden2) | 5 | 10 | 4 | 4 | — | 14 | 37 |
| Laufende Zinserträge | 100 | 755 | 90 | 365 | 116 | 3 | 1.429 |
| Sonstige Erträge | 3 | 5 | — | 18 | 1 | — | 27 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 110 | 798 | 95 | 410 | 117 | 17 | 1.547 |
| Erträge aus Zuschreibungen | — | — | — | 1 | — | — | 1 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
12 | 75 | 25 | 64 | 17 | 3 | 196 |
| Unrealisierte Gewinne | |||||||
| aus Kapitalanlagen | 1 | 28 | 41 | 12 | 13 | — | 95 |
| Kapitalanlageerträge | 123 | 901 | 161 | 487 | 147 | 20 | 1.839 |
| Realisierte Verluste aus dem | |||||||
| Abgang von Kapitalanlagen | 6 | 31 | 6 | 11 | 2 | — | 56 |
| Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen |
3 | 5 | 21 | 20 | 3 | 1 | 53 |
| Summe | 9 | 36 | 27 | 31 | 5 | 1 | 109 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke |
|||||||
| planmäßig | 1 | 5 | — | 5 | — | — | 11 |
| außerplanmäßig | — | 2 | — | — | — | — | 2 |
| Abschreibungen auf Dividendentitel |
— | 2 | 3 | — | 2 | — | 7 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere |
— | — | — | — | — | — | — |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen |
— | — | — | 5 | — | — | 5 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen |
2 | 7 | 1 | 5 | 1 | 28 | 44 |
| Sonstige Aufwendungen | 1 | 15 | 14 | 19 | 2 | 3 | 54 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ | |||||||
| Abschreibungen | 4 | 31 | 18 | 34 | 5 | 31 | 123 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 13 | 67 | 45 | 65 | 10 | 32 | 232 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen |
110 | 834 | 116 | 422 | 137 | –12 | 1.607 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | — | — | 2 | — | — | — | 2 |
| Depotzinserträge | — | — | 1 | 10 | 212 | — | 223 |
| Depotzinsaufwendungen | 1 | 13 | — | 4 | 66 | — | 84 |
| Depotzinsergebnis | –1 | –13 | 1 | 6 | 146 | — | 139 |
| Kapitalanlageergebnis | 109 | 821 | 119 | 428 | 283 | –12 | 1.748 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beträgt 4 (3) Mio. EUR und wird unter den Dividenden ausgewiesen
Die in der Berichtsperiode vorgenommenen Verschiebungen zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie, die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten zugrunde gelegt werden, sowie Änderungen bei der Einstufung finanzieller Vermögenswerte waren von unwesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
| 1.1.–30.6.20111) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Konzern funktionen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||||||
| Erträge aus Grundstücken | 2 | 21 | — | 17 | — | — | 40 |
| Dividenden2) | 5 | 15 | 1 | 7 | — | 3 | 31 |
| Laufende Zinserträge | 101 | 755 | 64 | 316 | 97 | 2 | 1.335 |
| Sonstige Erträge | 2 | 6 | — | 7 | 1 | — | 16 |
| Ordentliche Kapitalanlageerträge | 110 | 797 | 65 | 347 | 98 | 5 | 1.422 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 1 | 16 | 1 | 15 | — | — | 33 |
| Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen |
21 | 82 | 12 | 101 | 7 | — | 223 |
| Unrealisierte Gewinne | |||||||
| aus Kapitalanlagen | 1 | 5 | 20 | 56 | 9 | — | 91 |
| Kapitalanlageerträge | 133 | 900 | 98 | 519 | 114 | 5 | 1.769 |
| Realisierte Verluste aus dem | |||||||
| Abgang von Kapitalanlagen | 5 | 59 | 3 | 60 | 4 | — | 131 |
| Unrealisierte Verluste | |||||||
| aus Kapitalanlagen | — | 14 | 2 | 1 | 10 | — | 27 |
| Summe | 5 | 73 | 5 | 61 | 14 | — | 158 |
| Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke |
|||||||
| planmäßig | 1 | 3 | — | 4 | — | — | 8 |
| außerplanmäßig | 1 | 14 | — | — | — | — | 15 |
| Abschreibungen auf Dividendentitel |
3 | 13 | 3 | — | — | — | 19 |
| Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere |
— | — | — | 5 | — | — | 5 |
| Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen |
1 | 3 | — | 7 | — | — | 11 |
| Aufwendungen für die | |||||||
| Verwaltung von Kapitalanlagen | 2 | 4 | 1 | 8 | 1 | 23 | 39 |
| Sonstige Aufwendungen | 1 | 4 | 2 | 12 | 1 | 1 | 21 |
| Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ | |||||||
| Abschreibungen | 9 | 41 | 6 | 36 | 2 | 24 | 118 |
| Kapitalanlageaufwendungen | 14 | 114 | 11 | 97 | 16 | 24 | 276 |
| Kapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen |
119 | 786 | 87 | 422 | 98 | –19 | 1.493 |
| Ergebnis aus Investmentverträgen | — | — | — | — | — | — | — |
| Depotzinserträge | 2 | — | — | 9 | 222 | — | 233 |
| Depotzinsaufwendungen | 1 | 11 | — | 3 | 72 | — | 87 |
| Depotzinsergebnis | 1 | –11 | — | 6 | 150 | — | 146 |
| Kapitalanlageergebnis | 120 | 775 | 87 | 428 | 248 | –19 | 1.639 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beträgt 4 (3) Mio. EUR und wird unter den Dividenden ausgewiesen
Von den Wertminderungen (Impairments) in Höhe von 14 (50) Mio. EUR entfallen 7 (19) Mio. EUR auf Aktien sowie 5 (11) Mio. EUR auf privates Beteiligungskapital. Die Abschreibungen auf strukturierte festverzinsliche oder übrige festverzinsliche Wertpapiere waren nur im geringen Ausmaß vorzunehmen (0 [5] Mio. EUR). Darüber hinaus fielen Wertminderungen auf fremdgenutzte Grundstücke in Höhe von 2 (15) Mio. EUR an. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von 1 (33) Mio. EUR, die in der Vergleichsperiode im Wesentlichen auf Immobilien (13 Mio. EUR) und auf festverzinsliche Wertpapiere (15 Mio. EUR) entfielen.
Der Konzern ist zum Abschlussstichtag nur geringfügig in griechische Staatsanleihen investiert. Nominalwerten von insgesamt 15 Mio. EUR (0,02%, bezogen auf den Bestand der selbst verwalteten Kapitalanlagen) stehen Marktwerte von 3 Mio. EUR gegenüber. Da die bilanzierten Papiere mit einem durchschnittlichen Kurs von 20% bewertet sind, ergaben sich per 30. Juni 2012 keine wesentlichen Abschreibungen.
Zum Bilanzstichtag befanden sich darüber hinaus keine überfälligen, nicht wertberichtigten Wertpapiere im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden.
| 30.6.2012 | 30.6.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 2 | 3 |
| Darlehen und Forderungen | 684 | 696 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente | 79 | 62 |
| Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente | ||
| Festverzinsliche Finanzinstrumente | 700 | 599 |
| Nicht festverzinsliche Finanzinstrumente | 68 | 28 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete klassifizierte Finanzinstrumente | ||
| Festverzinsliche Finanzinstrumente | 52 | 40 |
| Nicht festverzinsliche Finanzinstrumente | –1 | — |
| Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente | ||
| Festverzinsliche Finanzinstrumente | — | 2 |
| Nicht festverzinsliche Finanzinstrumente | –1 | — |
| Derivate | 18 | –6 |
| Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente | 52 | 48 |
| Sonstige1) | 52 | 81 |
| Summe der selbst verwalteten Kapitalanlagen | 1.705 | 1.553 |
| Investmentverträge Kapitalanlagen/Verbindlichkeiten2) | 2 | — |
| Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten | 139 | 146 |
| Gesamt | 1.846 | 1.699 |
1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten – soweit negative Marktwerte – zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen
von Hedge Accounting sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten 2) Darin enthalten sind Erträge und Aufwendungen aus der Verwaltung von Investmentverträgen saldiert in Höhe von 2 Mio. EUR. Auf erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Aktiva/Passiva) entfallen 5 bzw. –5 Mio. EUR und auf Darlehen und Forderungen bzw. Sonstige Verbindlichkeiten entfallen 1 bzw. –1 Mio. EUR der Erträge und Aufwendungen
Unter Einbezug der Aufwendungen für die selbst verwalteten Kapitalanlagen in Höhe von 44 (39) Mio. EUR und der Sonstigen Aufwendungen in Höhe von 54 (21) Mio. EUR beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 1.748 (1.639) Mio. EUR.
| 1.1.–30.6.20121) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Schadenzahlungen | 1.118 | 1.797 | 799 | 1.868 | 1.886 | 7.468 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
134 | 3 | 51 | 532 | 247 | 967 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | –1 | 635 | –8 | — | 160 | 786 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 12 | 503 | 6 | — | — | 521 |
| Summe | 1.263 | 2.938 | 848 | 2.400 | 2.293 | 9.742 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Schadenzahlungen | 480 | 56 | 36 | 288 | 220 | 1.080 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
118 | –7 | –2 | –100 | 8 | 17 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | –18 | –4 | — | 8 | –14 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | — | — | 4 | — | — | 4 |
| Summe | 598 | 31 | 34 | 188 | 236 | 1.087 |
| Netto | ||||||
| Schadenzahlungen | 638 | 1.741 | 763 | 1.580 | 1.666 | 6.388 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
16 | 10 | 53 | 632 | 239 | 950 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | –1 | 653 | –4 | — | 152 | 800 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 12 | 503 | 2 | — | — | 517 |
| Summe | 665 | 2.907 | 814 | 2.212 | 2.057 | 8.655 |
| 1.1.–30.6.20111) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland2) |
Privat- und Firmen versicherung International2) |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Schadenzahlungen | 1.079 | 1.872 | 623 | 1.481 | 1.551 | 6.606 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
330 | –40 | 52 | 1.519 | 166 | 2.027 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | 640 | 73 | — | 295 | 1.008 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 1 | 349 | 7 | — | — | 357 |
| Summe | 1.410 | 2.821 | 755 | 3.000 | 2.012 | 9.998 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Schadenzahlungen | 408 | 159 | 16 | 200 | 144 | 927 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
345 | –73 | 1 | 479 | –7 | 745 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | –26 | –4 | — | –6 | –36 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 1 | — | 3 | — | — | 4 |
| Summe | 754 | 60 | 16 | 679 | 131 | 1.640 |
| Netto | ||||||
| Schadenzahlungen | 671 | 1.713 | 607 | 1.281 | 1.407 | 5.679 |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
–15 | 33 | 51 | 1.040 | 173 | 1.282 |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | — | 666 | 77 | — | 301 | 1.044 |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | — | 349 | 4 | — | — | 353 |
| Summe | 656 | 2.761 | 739 | 2.321 | 1.881 | 8.358 |
1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle
2) Angepasst aufgrund IAS 8, siehe Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden",
Abschnitt "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler" des Konzernanhangs
| 1.1.–30.6.20121) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | |||||||
| Brutto | |||||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen |
255 | 484 | 224 | 814 | 421 | 2.198 | |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen |
–44 | –178 | 26 | –68 | 25 | –239 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 211 | 306 | 250 | 746 | 446 | 1.959 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 107 | 144 | 75 | 86 | 71 | 483 | |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 318 | 450 | 325 | 832 | 517 | 2.442 | |
| Anteil der Rückversicherer | |||||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen |
134 | 6 | 18 | 34 | 15 | 207 | |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen |
–19 | — | 6 | –5 | 4 | –14 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 115 | 6 | 24 | 29 | 19 | 193 | |
| Netto | |||||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen |
121 | 478 | 206 | 780 | 406 | 1.991 | |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen |
–25 | –178 | 20 | –63 | 21 | –225 | |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 96 | 300 | 226 | 717 | 427 | 1.766 | |
| Verwaltungsaufwendungen | 107 | 144 | 75 | 86 | 71 | 483 | |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 203 | 444 | 301 | 803 | 498 | 2.249 | |
| 1.1.–30.6.20111) | Industrie versicherung |
Privat- und Firmen versicherung Deutschland |
Privat- und Firmen versicherung International |
Schaden Rück versicherung |
Personen Rück versicherung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||||||
| Brutto | ||||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen |
215 | 511 | 197 | 691 | 456 | 2.070 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen |
–46 | –140 | –20 | –73 | –32 | –311 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 169 | 371 | 177 | 618 | 424 | 1.759 |
| Verwaltungsaufwendungen | 108 | 138 | 68 | 88 | 67 | 469 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 277 | 509 | 245 | 706 | 491 | 2.228 |
| Anteil der Rückversicherer | ||||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen |
107 | 21 | 12 | 36 | –19 | 157 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen |
–24 | 7 | 5 | 1 | 45 | 34 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 83 | 28 | 17 | 37 | 26 | 191 |
| Netto | ||||||
| Gezahlte Abschlusskosten und Rückversicherungsprovisionen |
108 | 490 | 185 | 655 | 475 | 1.913 |
| Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und Veränderung der Provisionsrückstellungen |
–22 | –147 | –25 | –74 | –77 | –345 |
| Summe der Abschlussaufwendungen | 86 | 343 | 160 | 581 | 398 | 1.568 |
| Verwaltungsaufwendungen | 108 | 138 | 68 | 88 | 67 | 469 |
| Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen | 194 | 481 | 228 | 669 | 465 | 2.037 |
1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen
| 30.6.2012 | 30.6.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Sonstige Erträge | ||
| Währungskursgewinne | 83 | 103 |
| Erträge aus Dienstleistungen, Mieten und Provisionen | 120 | 108 |
| Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen | 4 | 10 |
| Erträge aus Deposit Accounting | 28 | 22 |
| Erträge aus der Auflösung sonstiger nichtversicherungstechnischer Rückstellungen | 3 | 14 |
| Zinserträge | 21 | 79 |
| Erträge aus dem Rückkauf eigener Wertpapiere | — | 3 |
| Übrige Erträge | 68 | 53 |
| Summe | 327 | 392 |
| Sonstige Aufwendungen | ||
| Währungskursverluste | 99 | 126 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 96 | 64 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 47 | 93 |
| Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes | 118 | 117 |
| Personalaufwendungen | 17 | 6 |
| Aufwendungen für Dienstleistungen und Provisionen | 74 | 31 |
| Sonstige Steuern | 18 | 13 |
| Zuführung zu Restrukturierungsrückstellungen (Projekt "WIR") | 2 | — |
| Übrige Aufwendungen | 56 | 3 |
| Summe | 527 | 453 |
| Übriges Ergebnis | –200 | –61 |
Die Aufwendungen für Restrukturierungsrückstellungen betreffen die Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung. Der ausgewiesene Betrag beinhaltet Kosten im Rahmen unseres Projekts "WIR" (Wachstum, Innovation und Resultate). Die Restrukturierungsrückstellungen betragen zum 30. Juni 2012 89 (87) Mio. EUR; insoweit ergaben sich keine Auflösungsbeträge.
Das Übrige Ergebnis enthält im Allgemeinen keine Personalaufwendungen unserer Versicherungsgesellschaften, sofern diese Aufwendungen über die Kostenträgerrechnung entsprechend den Funktionsbereichen zugeordnet und in die Aufwendungen für Kapitalanlagen, die Aufwendungen für Versicherungsleistungen sowie die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen verteilt werden. Dies gilt analog auch für Abschreibungen und Wertberichtigungen der immateriellen bzw. sonstigen Vermögenswerte bei unseren Versicherungsunternehmen.
Die hohen Zinserträge im Jahr 2011 resultieren im Wesentlichen aus dem Zinsanteil der Steuerrückerstattung aus dem BFH-Urteil im Zusammenhang mit der Hinzurechnungsbesteuerung von Kapitaleinkünften der in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften des Konzerns gemäß Außensteuergesetz.
Die Zahl der im Durchschnitt der Berichtsperiode beschäftigten Mitarbeiter verteilt sich auf:
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Industrieversicherung | 2.754 | 2.610 |
| Privat- und Firmenversicherung Deutschland | 5.442 | 5.810 |
| Privat- und Firmenversicherung International | 5.800 | 5.013 |
| Rückversicherungsunternehmen | 2.237 | 2.210 |
| Konzernfunktionen | 2.480 | 2.176 |
| Gesamt ohne Auszubildende | 18.713 | 17.819 |
| Auszubildende | 455 | 475 |
| Gesamt | 19.168 | 18.294 |
Der Zuwachs im Segment Privat- und Firmenversicherung International resultiert vor allem aus den Erwerben des mexikanischen Versicherers Metropolitana Compañía de Seguros und der polnischen Versicherungsgruppe TU Europa.
Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 17.883 (17.061) Mitarbeiter für den Talanx-Konzern tätig; die Angabe bezieht sich auf Mitarbeiterkapazitäten.
Zu den nahe stehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a.G.), der unmittelbar sämtliche Anteile an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen, die at equity bewertet wurden. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahe stehenden Unternehmen erbringen.
Geschäftsvorfälle zwischen der Talanx AG und ihren Tochterunternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Während der Berichtsperiode bestehen Ausleihungen an den HDI V.a.G. in Höhe von 110 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Oktober 2013. Darüber hinaus betreibt der HDI V. a. G. das Erstversicherungsgeschäft in Form des Mitversicherungsgeschäfts, bei dem die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I) bzw. die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (HG-FP) jeweils die führenden Versicherer sind. Nach Maßgabe der Satzung des HDI V. a. G. wird das Versicherungsgeschäft einheitlich im Verhältnis 0,1% (HDI V. a.G.) und 99,9% (HG-I/HG-FP) aufgeteilt. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich im Verlauf der Berichtsperiode 2012 im Vergleich zum 31. Dezember 2011 nicht wesentlich verändert.
Die italienische Wettbewerbsbehörde hat im September 2011 ein Bußgeld in Höhe 6 Mio. EUR wegen angeblicher Kartellabsprachen in der Region Kampanien gegen die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG verhängt. Die Gesellschaft hat gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt.
Mit Ausnahme dieses Verfahrens bestanden in der Berichtsperiode sowie am Ende der Berichtsperiode – abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts – keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären der Talanx AG zustehenden Konzernergebnis. Dieses wird in Relation zu den durchschnittlich in Umlauf befindlichen Aktien gesetzt. Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Berichtszeitpunkt noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem bedingten oder dem genehmigten Kapital verwässert werden.
| 1.1.–30.6.2012 | 1.1.–30.6.2011 | 1.4.–30.6.2012 | 1.4.–30.6.2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Auf die Aktionäre der Talanx AG entfallender Periodenüberschuss zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie (in Mio. EUR) |
354 | 215 | 143 | 138 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Stammaktien (in Stück) |
208.000.000 | 208.000.000 | 208.000.000 | 208.000.000 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,70 | 1,03 | 0,69 | 0,66 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,70 | 1,03 | 0,69 | 0,66 |
Mit Eintragung in das Handelsregister am 2. Mai 2012 ist die in der ordentlichen Hauptversammlung der Talanx AG vom 30. März 2012 beschlossene Satzungsänderung wirksam geworden. Danach beträgt das Grundkapital 260 Mio. EUR und ist eingeteilt in 208.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien.
Die Vorperioden haben wir insoweit angepasst.
Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| 30.6.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| In Mio. EUR | ||
| Treuhandkonten in den USA (Master Trust Funds, Supplement Trust Funds und Single Trust Funds) zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten gegenüber US-amerikanischen Zedenten; die in den Treuhandkonten gehaltenen Wertpapiere werden überwiegend als "jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" im Bestand der Kapital anlagen ausgewiesen1) |
3.548 | 3.136 |
| Garantien in Form von Letters of Credit von verschiedenen Kreditinstituten zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten |
3.417 | 3.164 |
| Garantieerklärungen für begebene nachrangige Schuldverschreibungen: Die Garantien decken die jeweiligen Bondvolumina sowie die fälligen Zinsen ab |
2.458 | 1.959 |
| Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten als Sicherheiten zugunsten Rückversicherer und Zedenten; im Allgemeinen außerhalb der USA |
2.241 | 2.071 |
| Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements: Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Private-Equity-Funds und Venture-Capital-Gesellschaften in Form von Personengesellschaften |
677 | 648 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus beabsichtigten Unternehmenserwerben | 564 | 277 |
| Verpflichtungen aus Mieten/Leasinggeschäften2) | 477 | 477 |
| Einzahlungsverpflichtungen sowie Beitragszahlungen nach §§ 124 ff. VAG als Mitglied des Sicherungsfonds für Lebensversicherer |
391 | 410 |
| Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Kreditinstituten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengesellschaften und Immobilientransaktionen |
293 | 309 |
| Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und Serviceverträgen – vorwiegend im Zusammenhang mit IT-Auslagerungsverträgen |
185 | 165 |
| Zur Sicherheitenstellung bestehender Derivatgeschäfte in Sperrdepots hinterlegte Kapitalanlagen: Wir haben für bestehende Derivatgeschäfte Sicherheiten mit einem beizulegenden Zeitwert von 0 (5) Mio. EUR erhalten1) |
40 | 37 |
| Verpflichtungen aus strukturierten Papieren durch Andienungsrechte von Emittenten: Die möglichen Inanspruchnahmen betragen 0 Mio. EUR für 2012 (31.12.2011: 10 Mio. EUR für 2012) |
— | 10 |
| Sonstige Verpflichtungen | 53 | 63 |
| Gesamt | 14.344 | 12.726 |
1) Die Angabe bezieht sich im Wesentlichen auf den Zeitwert/Buchwert
2) Daten werden jeweils nur zum Jahresende neu erhoben
Bei den Angaben in der Tabelle handelt es sich grundsätzlich um Nominalbeträge.
Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse.
Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e.V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte.
Im Rahmen ihrer regulären Geschäftstätigkeit geht unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG Eventualverpflichtungen ein. Eine Reihe von Rückversicherungsverträgen von Konzerngesellschaften mit fremden Dritten enthält Patronatserklärungen, Garantien oder Novationsvereinbarungen, nach denen die Hannover Rückversicherung AG bei Eintritt bestimmter Konstellationen für die Verbindlichkeiten der jeweiligen Tochtergesellschaft garantiert bzw. in die Rechte und Pflichten der Tochtergesellschaft unter den Verträgen eintritt.
Am 29. Juni 2012 hat die Talanx International AG einen Vertrag ("Concert Party Agreement") mit der Meiji Yasuda Life Insurance Company und der Getin Holding S.A. geschlossen, der die rechtliche Grundlage für einen Ausschluss der Minderheitsaktionäre der TU Europa und eine Übertragung der sich im Eigentum von Minderheitsaktionären befindlichen 5,48% der Anteile an der TU Europa gegen Gewährung einer Abfindung in Höhe von 193 PLN pro Aktie auf Meiji Yasuda bildet. In diesem Concert Party Agreement hat die Talanx International AG sich zu einer mit Meiji Yasuda gesamtschuldnerisch bestehenden Übernahme der Haftung der Getin Holding wegen Schäden, Verbindlichkeiten, Kosten und Aufwendungen aus dem Abschluss oder der Umsetzung des Concert Party Agreements sowie zu einer Freistellung der Getin Holding für den Fall einer Inanspruchnahme durch Dritte verpflichtet. Eine Inanspruchnahme der Getin Holding S.A. wäre insbesondere dann denkbar, wenn Minderheitsaktionäre sich klageweise gegen die Angemessenheit der Barabfindung wenden würden. Die gesetzliche Frist zur Geltendmachung eines derartigen Anliegens beträgt bis zu zehn Jahre nach Zahlung der Barabfindung. Eine summenmäßige Beschränkung der Inanspruchnahme der Getin Holding S.A. besteht grundsätzlich nicht. Aufgrund der dezidierten Regelungen im polnischen Wertpapierrecht zur Berechnung der Barabfindung einer börsennotierten Aktiengesellschaft, nämlich, dass die Barabfindung grundsätzlich dem durchschnittlichen Marktpreis der letzten drei bzw. sechs Monate entsprechen muss, geht der Vorstand derzeit von einer geringen Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Getin Holding S.A. durch Minderheitsaktionäre der TU Europa und der damit verbundenen Haftungsübernahme bzw. Freistellungserklärung durch die Talanx International AG nach den Vereinbarungen des Concert Party Agreements aus. Der Ausschluss der Minderheitsaktionäre durch Übertragung der Anteile der bisherigen Minderheitsaktionäre auf Meiji Yasuda und Zahlung der Barabfindung wurde am 25. Juli 2012 vollzogen.
Die Anwendung steuerlicher Vorschriften kann zum Zeitpunkt der Bilanzierung der Steuerpositionen ungeklärt sein. Bei der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und Steuerverbindlichkeiten haben wir die nach unserer Auffassung wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Die Finanzverwaltung kann jedoch zu abweichenden Auffassungen gelangen, aus denen sich zukünftig zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben.
Am 29. Juni 2012 erfolgte die Kaufpreiszahlung der TINT zum Erwerb von 100% der Aktien der TUiR Warta S.A. (Towarzystwo Ubezpieczeń i Reasekuracji Warta S.A.) an den bisherigen Eigentümer, die belgische KBC-Gruppe. Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 fand die Übertragung der Aktien statt, sodass der Konzern die TUiR Warta S.A. ab diesem Zeitpunkt (Erwerbszeitpunkt) konsolidieren wird. Im Anschluss erfolgte mit Wirkung zum 3. Juli 2012 die Weiterveräußerung von 30% der Anteile an der TUiR Warta S.A. an unseren strategischen japanischen Partner Meiji Yasuda Life Insurance Company; zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf das Kapitel V "Unternehmenszusammenschlüsse".
Die Talanx AG hat Investoren bis zum 6. Juli 2012 die Möglichkeit zum Rückkauf ausgewählter Anleihen eingeräumt. Mit der Abwicklung am 11. Juli 2012 hat Talanx nominal 108 Mio. EUR der 2024 fälligen Anleihe der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (ISIN: XS0198106238) und 96 Mio. EUR der 2025 fälligen Anleihe der Talanx Finanz (Luxemburg) S.A. (ISIN: XS0212420987) zurückgekauft. Hinsichtlich weiterer Informationen verweisen wir auf das Kapitel VII "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Abschnitt "Nachrangige Verbindlichkeiten".
Im dritten Quartal 2012 wird die Hannover Reinsurance (Ireland) Public Limited Company (vormals Hannover Reinsurance (Ireland) Limited, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs GmbH, HRBV) auf die Hannover Life Reassurance (Ireland) Public Limited Company (vormals Hannover Life Reassurance (Ireland) Limited, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Life Re AG), verschmolzen. Die Transaktion stand zum Bilanzstichtag noch unter dem Vorbehalt aufsichtsrechtlicher Genehmigung. Die neue Firma der aufnehmenden Gesellschaft lautet Hannover Re (Ireland) Plc. Zur Vorbereitung der Verschmelzung hat die HRBV die Hannover Reinsurance (Ireland) über mehrere Zwischenschritte im Weg einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in die Hannover Life Reassurance (Ireland) eingebracht. Da es sich bei dieser konzerninternen Umstrukturierung um eine Transaktion zwischen Gesellschaften unter gemeinsamer Beherrschung handelt, resultiert aus der Transaktion weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch eine Auswirkung auf das Konzernergebnis. Am 19. Juli 2012 hat der Irish High Court (Commercial Court) die Verschmelzung der Hannover Reinsurance (Ireland) Plc auf die Hannover Life Reassurance (Ireland) Plc abschließend gebilligt. Die Maßnahme wird zum 3. September 2012 rechtlich vollzogen.
Am 23. Juli 2012 hat die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG das Lizenzierungsverfahren bei der bahrainischen Aufsichtsbehörde erfolgreich abgeschlossen und eine Niederlassung in Bahrain eröffnet. Die neue Niederlassung deckt die wesentlichen Bereiche der Industrieversicherung ab und wird auch für Kunden in den anderen Ländern des Golfkooperationsrats die Betreuung übernehmen.
Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Anteile an der Petro Vietnam Insurance Holdings, Hanoi, Vietnam, von 25% auf 32% erhöht. Der Kaufpreis betrug umgerechnet 22 Mio. EUR. Das Closing dieser Transaktion fand am 26. Juli 2012 statt.
Mit Wirkung zum 25. Juli 2012 hat sich die Talanx AG über die Gesellschaften HDI-Gerling Industrieversicherung AG und HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG im Rahmen eines Co-Investments an dem luxemburgischen Energieversorger Enovos International S.A. beteiligt. Der Erwerb erfolgte als Co-Investment gemeinsam mit einem Infrastruktur-Fonds von AXA Private Equity. Das Investitionsvolumen der Talanx-Gruppe beträgt rund 11% an dem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 361 Mio. EUR. Die Laufzeit des Investments liegt zwischen acht und 15 Jahren.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 25. Juli 2012 ein Urteil zu Vertragsklauseln getroffen, die die Rückkaufswerte, die Verrechnung von Abschlusskosten und die Stornoabschläge bei Lebensversicherungen betreffen. Um die Bedeutung des Urteils für die Verträge unserer Kunden einschätzen zu können, müssen wir zunächst die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. Sobald wir diese geprüft haben, werden wir eine entsprechende Kundeninformation veröffentlichen.
Die anhaltende Trockenheit im Juli in den USA hat zu einer schweren Dürre geführt. Wir gehen davon aus, dass wir über unsere Zeichnungen landwirtschaftlicher Risiken hiervon betroffen sein werden. Allerdings ist der Marktanteil unserer Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG in dieser Region relativ gering. Für eine verlässliche Schadenschätzung ist es noch zu früh.
Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in Hannover, den 7. August 2012.
Hannover, den 7. August 2012
Der Vorstand
Herbert K. Haas, Vorsitzender
Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender
Torsten Leue
Dr. Thomas Noth
Dr. Immo Querner Ulrich Wallin
Dr. Heinz-Peter Roß
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, den 7. August 2012
Der Vorstand
Herbert K. Haas, Vorsitzender
Dr. Christian Hinsch, stv. Vorsitzender
Torsten Leue
Dr. Thomas Noth
Dr. Immo Querner Ulrich Wallin Dr. Heinz-Peter Roß
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2012 – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der Talanx AG, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften aufgestellt worden ist.
Hannover, den 9. August 2012
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Husch Stiede Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 [email protected] www.talanx.com
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thomas von Mallinckrodt Telefon +49 511 3747-2020 Telefax +49 511 3747-2025 [email protected]
Dr. Wolfram Schmitt Telefon +49 511 3747-2185 Telefax +49 511 3747-2286 [email protected]
Dieser Zwischenbericht erscheint auch auf Englisch.
www.talanx.com/investor-relations
November 2012 Zwischenbericht zum 30. September
März 2013 Bilanzpressekonferenz Geschäftsbericht 2012
Mai 2013 Zwischenbericht zum 31. März
August 2013 Zwischenbericht zum 30. Juni
November 2013 Zwischenbericht zum 30. September
Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 [email protected] www.talanx.com
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