Annual Report • Sep 16, 2011
Annual Report
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Talanx AG Hannover Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 Konzern-Geschäftsbericht 2010 Kennzahlen der Konzernsegmente Industrieversicherung ― HDI-Gerling Industrie Versicherung und ausländische Gesellschaften mit Schwerpunkt Industriegeschäft bilden den Geschäftsbereich ― Gebuchte Bruttoprämien konnten trotz Verkauf eines Portfolios in Spanien auf Vorjahresniveau gehalten werden ― Verschlechterung des versicherungstechnischen Ergebnisses bei stabilem Kapitalanlageergebnis Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Privat- und Firmenversicherung Deutschland ― Segment bündelt deutsches Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI-Gerling sowie sämtliche deutschen Bancassurance-Aktivitäten ― Prämienanstieg in der Lebensversicherung führt trotz leichten Rückgangs bei Sachversicherungsprodukten insgesamt zu Steigerung ― Stark gestiegenes Kapitalanlageergebnis kann versicherungstechnischen Verlust nicht ausgleichen Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Privat- und Firmenversicherung International ― Ressort umfasst die ausländischen Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften aus Sachversicherung, Lebensversicherung und Bancassurance ― Wesentliche Treiber des Prämienwachstums sind Brasilien und die polnische Leben-Gesellschaft; Währungseinflüsse unterstützen zusätzlich ― EBIT beeinflusst von diversen Sondereffekten, u. a. in der Türkei und Mexiko Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Schaden-Rückversicherung ― Naturkatastrophen und andere Schadenereignisse führen zu hoher Schadenbelastung ― Dank gutem Kapitalanlageergebnis und Sondereffekt aus Gerichtsurteil wächst EBIT um 20 % ― Sehr gute Ergebnisse in Deutschland und Nordamerika sowie im Spezialgeschäft Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Personen-Rückversicherung ― Angestrebte Balance zwischen konventioneller Rückversicherung und übrigen Säulen des Geschäfts stellt sich nach und nach ein ― Bei Prämienanstieg von 12 % konnte Position in wichtigen Märkten ausgebaut werden ― EBIT zufriedenstellend nach einem Vorjahres-Rekordergebnis, das durch Sondereinflüsse geprägt war Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Konzernfunktionen ― Talanx Service AG und Talanx Systeme AG neu im Segment, dessen Schwerpunkt weiterhin auf Asset Management und Investment liegt ― Mittelzufluss im Retail-Geschäft weit über dem Marktdurchschnitt ― Segment-EBIT geprägt vom Verlust der Talanx AG durch Zuschüsse und Rückstellungen an andere Segmente Verwaltete Kapitalanlagen Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Alle Angaben gemäß IFRS * Aufgrund der Umstrukturierung in der Erstversicherung können für diese Segmente nur die Jahre 2009 und 2010 dargestellt werden Der Talanx-Konzern ist die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe. Talanx arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Erst- und Rückversicherung. Zu den Marken zählen HDI und HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden, mit Hannover Rück einer der führenden Rückversicherer, die auf Banken- und Postvertrieb ausgerichteten Targo Versicherungen, PB Versicherungen und Neue Leben sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter. Die Gruppe ist tätig in der Schaden/Unfall- und Personen-Erstversicherung sowie Schaden- und Personen-Rückversicherung. Der Konzern mit Sitz in Hannover ist in 150 Ländern aktiv und verfügt über eine ausgezeichnete Finanzkraft. scroll Konzernkennzahlen 2010 2009 +/- % IFRS Gebuchte Bruttoprämien Mio. EUR 22.869 20.923 +9,3 Verdiente Nettoprämien Mio. EUR 18.753 17.323 +8,3 Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. EUR -2.036 -1.031 -97,5 Kombinierte Schaden-/Kostenquote der Schaden-Erst- und -Rückversicherung1) % 100,9 96,7 +4,2 Pkt. Kapitalanlageergebnis Mio. EUR 3.177 2.6582) +19,5 Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 1.032 1.4972) -31,1 Jahresergebnis (nach Steuern) Mio. EUR 670 8932) -25,0 Konzernergebnis (nach Minderheitenanteilen) Mio. EUR 220 4852) -54,6 Eigenkapitalrendite3) % 4,6 11,82) -7,2 Pkt. Haftendes Kapital Mio. EUR 10.782 9.1562) +17,8 Eigenkapital Mio. EUR 4.956 4.5742) +8,4 Minderheitenanteile Mio. EUR 3.035 2.5792) +17,7 Hybridkapital Mio. EUR 2.791 2.003 +39,3 Selbstverwaltete Kapitalanlagen Mio. EUR 72.461 67.0362) +8,1 Kapitalanlagen gesamt Mio. EUR 83.422 76.3852) +9,2 Kapitalanlagenrendite4) % 4,2 3,7 +0,5 Pkt. Bilanzsumme Mio. EUR 111.368 101.565 +9,7 Mitarbeiter (Kapazitäten zum 31.12. des Geschäftsjahres) 16.874 16.921 -0,3 Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von ± einer Einheit auftreten 1) Bereinigte kombinierte Schaden-/Kostenqoute unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses 2) Angepasst aufgrund IAS 8 3) Periodenergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter 4) Kapitalanlageergebnis ohne Depotzinsergebnis zu durchschnittlichen selbstverwalteten Kapitalanlagen Bruttoprämien nach Konzernsegmenten Bruttoprämien nach Regionen Der Talanx-Konzern ist ein Ort, an dem Menschen Tag für Tag zusammentreffen. Dort arbeiten sie miteinander für das Unternehmen, erbringen Leistungen für Kunden und schaffen Werte für Investoren. Der Talanx-Konzern ist aber auch ein Ort des Zusammenlebens, des Miteinanders, der Vielfalt, der Kommunikation. Er ist neben seiner Grundfunktion als Wirtschaftsplatz auch Lebensraum, Sozialgefüge und Kulturraum zugleich -wie eine Stadt. Wenn man Talanx tatsächlich mit einer Stadt vergleicht, eröffnen sich verblüffende Perspektiven. Zusammenhänge im Konzern erscheinen plötzlich in einem neuen Licht und werden anschaulicher. Anhand der Parallelen zu einer Stadt lässt sich das, was Talanx ausmacht, bildlich darstellen: Wir laden Sie in diesem Geschäftsbericht herzlich zu unserer Stadtführung ein! City Guide: Unsere Marken Der Talanx-Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Unsere wichtigsten Marken der Erst- und Rückversicherung sowie für Finanzdienstleistungen sind auf der gegenüberliegenden Seite dargestellt. Die Marke Talanx steht wie bisher für die Gesellschaft an der Spitze des Konzerns, die Talanx AG, die die Aufgaben einer Management- und Finanzholding im Konzern übernimmt, selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig ist. Neu ist, dass auch eine Reihe weiterer Gesellschaften der Gruppe jetzt Talanx im Namen tragen: So die Servicegesellschaften Talanx Service AG und die im Aufbau befindliche Talanx Systeme AG. Die Geschäftsbereichsgesellschaften Talanx Deutschland AG und Talanx International AG bündeln die operativen Gesellschaften verschiedener Marken im In- bzw. Ausland. Auch die Gesellschaften für Asset Management und Immobilienmanagement werden künftig unter Talanx firmieren. Ebenfalls unter der Marke Talanx wird künftig der professionelle konzerneigene Rückversicherungsmakler für das von der Gruppe abgegebene Rückversicherungsgeschäft auftreten: Aus Protection Re wird Talanx Reinsurance Broker. HDI-Gerling HDI-Gerling ist in der Privat- und Firmenversicherung sowie der Industrieversicherung weltweit tätig. Die Palette reicht dabei von der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung über die Lebensversicherung bis zur betrieblichen Altersversorgung und Altersvorsorgelösungen für Privatkunden. HDI Unter dieser Marke arbeitet die HDI Direkt Versicherung AG im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Auch einige Gesellschaften außerhalb Deutschlands in der Privat- und Firmen- sowie der Industrieversicherung firmieren unter HDI. Hannover Rück, E+S Rück Die Hannover Rück-Gruppe, einer der größten und profitabelsten Rückversicherer der Welt, betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit über 5.000 Versicherungsgesellschaften in rund 150 Ländern. E+S Rück ist spezialisiert auf den deutschen Markt. AmpegaGerling Einer der großen bankenunabhängigen Asset Manager in Deutschland, der die Finanzdienstleistungen im Konzern verantwortet. Von Fonds bis zum Asset Management für private und institutionelle Anleger bietet AmpegaGerling die komplette Wertschöpfungskette der Vermögensverwaltung. Targo Versicherungen Im Vertriebsweg Bancassurance arbeiten die Targo Versicherungen exklusiv für den Partner TARGOBANK und bieten deren Kunden einen Service, der auf der leichten und bequemen Abwicklung sämtlicher Bank-, Finanz- und Versicherungsgeschäfte basiert. PB Versicherungen Die PB Versicherungen arbeiten im Vertriebsweg Bancassurance exklusiv für den Partner Postbank: Eingebettet in deren Marktauftritt und zugeschnitten auf deren Kunden bieten sie attraktive Versicherungsprodukte zu günstigen Preisen. Neue Leben Die Neue Leben Versicherungen positionieren sich im Vertriebsweg Bancassurance als Vorsorgespezialist für Sparkassen. Sie bieten ihren Kunden und Vertriebspartnern innovative Versicherungsangebote zu attraktiven Konditionen. Posta Biztosító Im Vertriebsweg Bancassurance die wachstumsstarke Kooperation mit der ungarischen Post. Das verständliche und transparente Leistungsangebot mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis umfasst die Sparten Leben und Schaden/Unfall. Vorwort des Vorstandsvorsitzenden Meine sehr geehrten Damen und Herren, wer das Geschäftsjahr 2010 des Talanx-Konzerns einordnen möchte, darf sein Urteil nicht auf den ersten Anschein gründen, sondern muss hinter die Fassade schauen: 2010 war für Talanx kein schlechtes Jahr, obwohl der erste Blick auf das Ergebnis etwas anderes aussagt. Doch dieser Anschein trügt -operativ und strukturell betrachtet hat unsere Gruppe wieder einen bedeutenden Schritt nach vorn getan! Dass dies nicht auf den ersten Blick sichtbar wird, liegt an zwei Entwicklungen. Einerseits prägte eine gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Schadenlast unser Versicherungsgeschäft: 2010 häuften sich Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Großschäden. Davon war auch der Talanx-Konzern betroffen - und die Tatsache, dass dies nicht stärker auf die Combined Ratio durchgeschlagen hat, ist ausschließlich unserer sehr konservativen Reservierungspolitik und den daraus resultierenden Abwicklungsgewinnen zu verdanken. 2010 hat der Vorstand zudem umfangreiche Maßnahmen zur Risikovorsorge für künftige Jahre getroffen, die sich mit mehreren Einmalaufwänden im Ergebnis niederschlugen. Der größte Effekt ergab sich dabei durch die Verschmelzung der Aspecta Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG. In diesem Zusammenhang haben wir Rückversicherungsverträge vorzeitig abgelöst und zukünftige Ertragsströme aus dem ehemaligen Aspecta-Portefeuille deutlich vorsichtiger als in der Vergangenheit kalkuliert. Im ausländischen Privatkundengeschäft wurde bei einzelnen Gesellschaften das Konfidenzniveau der Schadenreserven dem Reservierungsstandard des Talanx-Konzerns angepasst und Einheiten, die unsere Erwartungen an ihre Performance nicht erfüllen konnten, haben wir abwickelt. Auch diese beiden Maßnahmen haben zu Einmalaufwand geführt. Letzter Punkt in dieser Aufzählung ist der Aufwand anlässlich der Umstrukturierung der Zentralfunktionen und die damit verbundenen IT-Kosten. Eliminiert man diese Einmalaufwände, einschließlich eines gegenläufigen Steuerertrags, so läge Talanx mit ihrem Ergebnis 2010 auf der Höhe des Rekordwerts aus dem Vorjahr. Dieser zweite Blick offenbart die wirtschaftliche Realität der Gruppe: Die echte, operative Entwicklung des Talanx-Konzerns beweist, dass das Ergebnis 2010 keine Folge strukturbedingter Mängel ist, sondern die Folge gezielter Maßnahmen, um Talanx für die Zukunft noch besser aufzustellen und ihre Kapitalmarktfähigkeit weiter zu verbessern. Dies zeigt auch ein Blick auf Prämieneinnahmen, Kapitalanlagen und Finanzierungszinsen: Das erfreuliche Wachstum der Prämieneinnahmen stammt aus den Bereichen, in denen wir strategisch wachsen wollen - Auslands-Privatkundengeschäft und Personenrückversicherung. Deutlich zulegen konnten auch die Kapitalanlageerträge dank sowohl gestiegener Kapitalanlagebestände als auch besserer außerordentlicher Erträge. Reduzieren konnten wir den Aufwand für Finanzierungszinsen, indem wir eigene Schuldverschreibungen zu günstigen Konditionen zurückkauften. Unverändert zählt Talanx zu den finanzstarken Versicherern! Die Finanzkraft des Konzerns belegen der Anstieg des Konzerneigenkapitals um 12 % auf 8 Mrd. EUR und die weitere Verbesserung unserer Solvenzquote, die fast doppelt so hoch war wie gesetzlich gefordert. Strukturell hat der Konzern 2010 wiederum an Effizienz und Leistungskraft zugelegt. Nach nur eineinhalb Jahren der Vorbereitung und Umsetzung arbeitet der Erstversicherungsbereich seit Januar 2011 mit gemeinsamen Zentralfunktionen. Damit einher geht nicht nur eine Effizienzsteigerung, sondern auch eine spürbare Kostenersparnis. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter und haben jetzt begonnen, den Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland neu zu gestalten. Die Leitbegriffe hier lauten Kundennutzen, Effizienz und Leistungskultur. Ziel ist es, auch in diesem Bereich die Weichen für langfristiges, profitables Wachstum zu stellen und das Unternehmen für Mitarbeiter, Kunden und Anteilseigner gleichermaßen attraktiv zu machen. Hier wird es uns gelingen, den Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung zu legen, denn der Bereich birgt großes Potenzial für die Zukunft. Erste Erfolge der Umstrukturierung werden sich bereits 2011 zeigen, aber insgesamt wird sie im Ergebnis noch keine Spuren hinterlassen. Auch 2011 werden hohe Großschäden unserem Ergebnis den Stempel aufdrücken. Ganz besonders gilt das für das verheerende Erdbeben und den Tsunami in Japan mit den unfassbaren Folgen für die Menschen. Deshalb rechnen wir auch 2011 nicht damit, an das exzellente Ergebnis von 2009 anknüpfen zu können. Dennoch sind wir mit den Aussichten nicht unzufrieden. Auf breiter Basis deuten sich bessere Konditionen für Versicherer an; sowohl in der Rück- als auch in der Auto- und Industrieversicherung scheinen sich die Märkte zu verbessern. Und auch erste Erfolge unserer Strukturmaßnahmen, zum Beispiel die erfreuliche Steigerung im Neugeschäft in der Lebensversicherung, lassen uns mit Zuversicht auf 2011 blicken. Mein Dank an dieser Stelle gilt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich im abgeschlossenen Jahr wieder engagiert eingesetzt haben. Er gilt aber auch unseren Kunden und Kooperationspartnern, die uns 2010 wiederum ihr Vertrauen schenkten. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen, sehen wir neben der erfolgreichen Weiterentwicklung der Talanx auch 2011 als unseren ersten Auftrag an! Mit freundlichen Grüßen Ihr Herbert K. Haas Der Vorstand Herbert K. Haas Dr. Immo Querner Dr. Thomas Noth Dr. Christian Hinsch Dr. Heinz-Peter Roß Torsten Leue Ulrich Wallin Vorstand scroll Im Talanx-Vorstand verantwortlich für Herbert K. Haas Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover ■ Konzernentwicklung ■ Investor Relations ■ Presse/Öffentlichkeitsarbeit ■ Recht ■ Revision ■ Vorstandsbüro/Compliance Dr. Christian Hinsch stv. Vorsitzender stv. Vorsitzender des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Vorsitzender des Vorstands HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover ■ Geschäftsbereich Industrieversicherung ■ Facility-Management ■ Personal ■ Einkauf ■ Rückversicherungseinkauf Norbert Kox (bis 31.5.2010) Vorsitzender des Vorstands ProACTIV Holding AG, Hilden ■ ehem. Geschäftsfeld Bancassurance Inland und Ausland Torsten Leue (seit 1.9.2010) Vorsitzender des Vorstands Talanx International AG, Hannover ■ Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International Dr. Thomas Noth Vorsitzender des Vorstands Talanx Systeme AG, Hannover ■ Informationstechnologie Dr. Immo Querner Mitglied des Vorstands HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G., Hannover ■ Finanzen/Beteiligungen/Immobilien ■ Kapitalanlagen ■ Controlling ■ Inkasso ■ Risikomanagement ■ Rechnungswesen/Steuern Dr. Heinz-Peter Roß Vorsitzender des Vorstands Talanx Deutschland AG, Hannover ■ Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland ■ Betriebsorganisation Ulrich Wallin Vorsitzender des Vorstands Hannover Rückversicherung AG, Hannover ■ Geschäftsbereich Rückversicherung Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG, Berg Ralf Rieger stv. Vorsitzender Angestellter, HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Raesfeld Prof. Dr. Eckhard Rohkamm stv. Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Technologies AG, Hamburg Karsten Faber Zentralbereichsleiter, Hannover Rückversicherung AG, E+S Rückversicherung AG, Hannover Jutta Hammer (seit 1.2.2011) Angestellte, HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Bergisch Gladbach Hans-Ulrich Hanke (bis 31.1.2011) Angestellter, HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Brühl Gerald Herrmann Gewerkschaftssekretär, Norderstedt Dr. Thomas Lindner Vorsitzender der Geschäftsführung der Groz-Beckert KG, Albstadt Jutta Mück Angestellte, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Oberhausen Otto Müller Angestellter, Hannover Rückversicherung AG, Hannover Dr. Hans-Dieter Petram ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Post AG, Inning Dr. Michael Rogowski Vorsitzender des Stiftungsrats der Hanns-Voith-Stiftung, Heidenheim Katja Sachtleben-Reimann Angestellte, Talanx Service AG, Hannover Dr. Erhard Schipporeit ehem. Mitglied des Vorstands der E.ON AG, Hannover Bodo Uebber Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Stuttgart Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder Professorin an der Leibniz Universität, Hannover Werner Wenning ehem. Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, Leverkusen Aufsichtsratsausschüsse Zusammensetzung zum 31.12.2010 Finanz- und Prüfungsausschuss Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Ralf Rieger Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Dr. Erhard Schipporeit Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Dr. Michael Rogowski Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder Vermittlungsausschuss Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Ralf Rieger Prof. Dr. Eckhard Rohkamm Katja Sachtleben-Reimann Nominierungsausschuss Wolf-Dieter Baumgartl Vorsitzender Dr. Thomas Lindner Dr. Michael Rogowski Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen. Aufgaben der Ausschüsse Finanz- und Prüfungsausschuss ― Vorbereitung der Finanzentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats ― Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Finanzangelegenheiten wie Gründung von Gesellschaften, Erwerb von Beteiligungen und Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften innerhalb eines jeweils definierten Wertrahmens Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ― Vorbereitung der Personalangelegenheiten des Gesamtaufsichtsrats ― Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Personalangelegenheiten, für die der Gesamtaufsichtsrat nicht zwingend ausschließlich zuständig ist Vermittlungsausschuss ― Vorschlag für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht wird (§ 31 Abs. 3 MitbestG) Nominierungsausschuss ― Empfehlung von geeigneten Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung Bericht des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2010 ist der Aufsichtsrat seinen Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung jederzeit nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die am 26. März, am 28. Mai, am 31. August und am 13. November 2010 stattfanden. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat viermal, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten dreimal zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren auch im Jahre 2010 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand quartalsweise schriftlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt und wurde von ihm laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns in Kenntnis gesetzt. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Verbesserungsvorschläge eingebracht. Schwerpunkte der Beratungen im Plenum Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Neuausrichtung des Konzerns und Optimierung seiner Strukturen sowie die Planung für das Jahr 2011 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden. Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns und der Optimierung seiner Strukturen beschlossen wir Ende 2009 eine geänderte Geschäftsverteilung für den Vorstand, die sukzessive im Jahr 2010 in Kraft getreten ist, und fassten die zur Umsetzung der Zielstruktur erforderlichen Beschlüsse. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete das Risikomanagement im Konzern. Die Risikoberichterstattung des Vorstands war Gegenstand jeder Sitzung des Aufsichtsrats. Wir behandelten ferner eine Reihe von Erwerbs-, Veräußerungs- und Kooperationsvorhaben, die der Vorstand uns zur Erörterung und Beschlussfassung vorlegte. Namentlich genannt sei an dieser Stelle die Veräußerung der US-amerikanischen Clarendon National Insurance Company und ihrer Tochtergesellschaften, die Begründung einer Zusammenarbeit mit der Meiji Yasuda Life Insurance Company, der Kauf einer Versicherungsgesellschaft in den Niederlanden und der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einer österreichischen Investmentgesellschaft. Ferner wurde über die strategische Ausrichtung des neuen Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie die Globalisierungsstrategie der Industrieversicherung im Aufsichtsrat beraten. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2010 verschiedene Erwerbsvorhaben, u. a. in Vietnam, Kanada und Argentinien, geprüft; über den Stand der Überlegungen und Gespräche wurden wir jeweils unterrichtet gehalten. Mit Blick auf § 87 Abs. 1 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasste sich das Aufsichtsratsplenum mit der Festlegung der Tantiemen der Mitglieder des Vorstands sowie mit der Überprüfung der Festbezüge einzelner Vorstandsmitglieder und zog dabei auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung heran. Einen großen Raum nahmen auch die Neuregelung des Systems der Vorstandsvergütungen und die Anpassung der Vorstandsdienstverträge ein. Diese Neuregelungen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. November 2010 verabschiedet. Ferner wurde der Aufsichtsrat in dieser Sitzung gem. § 3 Abs. 5 der Versicherungs-Vergütungsverordnung über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme im Konzern unterrichtet. Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag der Talanx AG mit der HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen mbH - der heutigen Talanx Systeme AG -erteilte der Aufsichtsrat aufgrund der schriftlichen und der mündlichen Erläuterungen des Vorstands die erforderliche Zustimmung. Arbeit der Ausschüsse Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum - eingehend die freiwillig erstellten Quartalsabschlüsse der Gesellschaft. Ferner haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2009 erörtert und uns mit dem internen Kontrollsystem, den Risikoberichten, der Arbeit der internen Revision sowie dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers befasst. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitete unter Einbeziehung externer Berater in mehreren Sitzungen die Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente vor und unterbreitete dem Plenum einen Vorschlag für die Neuregelung des Vergütungssystems, um zunächst den versicherungsaufsichtsbehördlichen Vorgaben und sodann im Laufe des Jahres 2010- nach Inkrafttreten der gesetzlichen Grundlagen und Präzisierungen des Verordnungsgebers - auch den neuen rechtlichen Anforderungen zu genügen. Im schriftlichen Verfahren hat der Ausschuss - nach Verabschiedung des neuen Vergütungssystems durch den Gesamtaufsichtsrat - die Ziele für die einzelnen Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 festgelegt. Außerdem wurden bei anstehenden Wiederbestellungen sowie im Zuge der Festlegung der Tantiemen und der Überprüfung der Festbezüge von Vorstandsmitgliedern Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen. Corporate Governance Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die bislang ausschließlich aus festen Bestandteilen bestehende Aufsichtsratsvergütung um eine variable Komponente ergänzt, die Höhe der Vergütung auf ihre Angemessenheit hin überprüft und dem Niveau der maßgeblichen Wettbewerber angenähert. Die Selbstbehalte in der D&O-Versicherung wurden neu geregelt und an die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst. Jahres- und Konzernabschlussprüfung Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkte beim Jahresabschluss die Prüfung der Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sowie beim Konzernabschluss die Prüfung der Bewertung der Deferred Acquisition Costs, der Zeitwertbestimmung der Kapitalanlagen unter besonderer Beachtung der so genannten Zeitwerthierarchie und die Prüfung der Steuern. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung Gegenstand der Prüfungshandlungen der Wirtschaftsprüfer. Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 16. Mai 2011 und in der Aufsichtsratssitzung am 17. Mai 2011 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass 1. die tatsächlichen Angaben richtig sind, 2. bei den im Bericht ausgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung. Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat Mit Wirkung ab 1. September 2010 wurde Herr Torsten Leue neu in den Vorstand der Gesellschaft bestellt, der ab diesem Zeitpunkt das neu gebildete Geschäftsfeld Privat- und Firmenversicherung Ausland verantwortet. Der Aufsichtsrat beschloss ferner die Verlängerung der im Jahre 2011 auslaufenden Vorstandsmandate der Herren Dr. Hinsch, Dr. Querner und Dr. Noth sowie die Verlängerung des Anfang des Jahres 2012 auslaufenden Mandates von Herrn Haas. Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2011 ist Herr Hans-Ulrich Hanke als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat ihm für seine konstruktive und engagierte Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Mit Wirkung ab 1. Februar 2011 ist ihm Frau Jutta Hammer als Mitglied im Aufsichtsrat für den Rest der laufenden Mandatsperiode nachgefolgt. Dank an Vorstand und Mitarbeiter Vorstand und Mitarbeiter haben in einem nach wie vor schwierigen Umfeld mit Einsatzfreude und Umsicht gearbeitet und gehandelt. Hierfür gilt ihnen der besondere Dank des Aufsichtsrats. Hannover, 17. Mai 2011 Für den Aufsichtsrat Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender Stadt Entwicklung Stadtplanung braucht Strategie Stadtplanung und Stadtentwicklung sind lang erprobte kulturelle Techniken. Schon lange vor unserer Zeitrechnung haben sich Geografen, Architekten, Ingenieure, Landschafts- oder Raumplaner der Kunst gewidmet, wie ein Ort des Zusammenlebens aussehen sollte und welche Rolle er in einem größeren geografischen Raum spielen soll. Und sie haben Pläne gemacht, wie der Ort beschaffen sein und wie er weiterentwickelt werden muss, um dort sicher und angenehm zu leben und gleichzeitig Anziehungspunkt zu sein. Talanx steht auf einem soliden finanziellen Fundament, verfügt über hohe Attraktivität und eine exzellente Finanzkraft! Damit dies so bleibt, gibt es auch heute Zukunftsplanungen für Talanx City. Stadtentwicklung bedeutet die Steuerung der gesamten Entwicklung der Stadt, also auch in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und ökologischer Hinsicht. Stadtentwickler arbeiten interdisziplinär, integriert und zukunftsgerichtet. Dies nimmt auch die Konzernstrategie für sich in Anspruch: Sie zeigt dem gesamten Konzern den Weg und gibt klare Ziele vor. Aufbauend darauf hat jeder Geschäftsbereich, jedes Stadtviertel, einen exakt auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnittenen Bebauungsplan, der das jeweilige Teilgebiet weiterentwickelt und der dazu beiträgt, die Stadt insgesamt im Wettbewerb erfolgreich abschneiden zu lassen. Diese Planung soll sicherstellen, dass die Attraktivität von Talanx City erhalten bleibt und sie ihre Aufgaben weiter effizient und mit Erfolg bewältigt. Genau dies ist Hintergrund der jüngsten städteplanerischen Aktivitäten: Nach der raschen und erfolgreichen Eingemeindung der Gerling-Gesellschaften war drängendste Aufgabe der Stadtväter, die Struktur des Talanx-Konzerns zu optimieren. Kern dieser Planung ist zum einen ein veränderter Zuschnitt der Stadtviertel, der Bereiche im Erstversicherungsgeschäft. Sie werden an unseren Kundensegmenten ausgerichtet: am globalen Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am nationalen sowie internationalen Privatkundengeschäft. Die große Chance, die die Stadtväter darin sehen, ist, die Charakteristika jedes einzelnen neuen Viertels sowie des unverändert gebliebenen Stadtteils Rückversicherung zu stärken und die Attraktivität für Besucher und Bewohner, also für Kunden, Investoren und Mitarbeiter, weiter zu steigern. Für die Stadt insgesamt heißt dies, dass ihre Anziehungskraft weiter zulegt und sie im Ranking der Großstädte weiter nach oben klettert. Hot Spot Die Stadt als Attraktion für Touristen Was macht eine Stadt zum Anziehungspunkt? Der Name muss uns mit Sehnsucht erfüllen, nicht umsonst lässt allein die Erwähnung von Wien, Paris und Rom bestimmte Vorstellungen in unseren Köpfen entstehen. Sie muss für eine Kultur stehen. Sie muss in jedem Stadtviertel Sehenswürdigkeiten besitzen und es verstehen, diese für die spezielle Zielgruppe richtig zu präsentieren: Was für Kinder der Zoo ist, ist für Liebhaber klassischer Musik die Oper. Talanx City hat seine Stadtentwicklung exakt auf seine Zielgruppen, Investoren und definierte Kundensegmente, zugeschnitten: Im Stadtviertel Rückversicherung sind circa 2.100 Menschen zu Hause. Der Plan sieht vor, dass Hannover Rück die Sehenswürdigkeiten, die Investoren und Kunden so schätzen, weiter ausbaut: Nicht nur einer der effektivsten und größten, sondern auch einer der weltweit profitabelsten Schaden-Rückversicherer zu bleiben. In der Personen-Rückversicherung soll sie in fünf Jahren einer der drei großen, weltweit tätigen und überdurchschnittlich profitablen Gesellschaften sein. Im Stadtteil Industrieversicherung arbeiten heute schon in 29 Märkten rund um den Globus circa 2.000 Mitarbeiter daran, ihre Kunden zufriedenzustellen. Dies können sie in über 130 Ländern. Der Plan, die Attraktivität dieses Viertels noch weiter auszubauen, sieht vor, einen Global Player zu schaffen, der aus eigener Kraft weltweit präsent und handlungsfähig ist. Im Stadtbezirk Privat- und Firmenversicherung Deutschland leben 6.600 Menschen. Diesem Bezirk steht ein größerer Umbau bevor: Der Marktanteil soll profitabel ausgebaut, die Kostenquote wettbewerbsfähig und der Kundenwert optimiert werden. Dies geschieht durch einen modernen Ansprüchen gerecht werdenden Neubau der Strukturen. Nur so können in diesem Stadtteil geeignete zielgruppenspezifische Lösungen entwickelt werden, die ihn zu einem Publikumsmagneten machen. Auch der Bezirk Privat- und Firmenversicherung International hat einen ambitionierten städtebaulichen Plan: Der Bereich mit 5.200 Menschen soll in den strategischen Zielmärkten Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika wachsen, die Aktivitäten in bestehenden Märkten optimieren und neue Märkte erschließen. In diesem Stadtteil lassen sich trotz aller Unterschiede auf den Zielmärkten Erfahrungen, Vorgehensweisen und Produkte auf andere Märkte übertragen. Durch die Kenntnis vieler internationaler Privatkundenmärkte entwickelt sich dieses Viertel zu einem Know-how-Träger, dem der Ausbau von Geschäft oder der Eintritt in neue lukrative Märkte leichter fällt. City Netz Integrierte Infrastruktur Eine Stadt ohne funktionierende Infrastruktur verliert schnell an Attraktivität - bestenfalls. Schlimmstenfalls kollabiert sie. Eine ungenügende Infrastruktur behindert die Entwicklung der Stadt und das reibungslose Miteinander. Ein schlecht ausgebautes Gesundheitswesen ohne leistungsstarke Krankenhäuser oder mit einem Mangel an Fachärzten, Staus, ein nicht funktionierendes System des öffentlichen Personentransports, ungenügende Ver- oder Entsorgungsnetze für Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Telekommunikation, Müllentsorgung verringern nicht nur die Lebensqualität. Solche Symptome verursachen auf Dauer Stress und machen krank. Und nicht nur das: So etwas geht zulasten der wirtschaftlichen Aktivitäten. Deshalb ist es für eine Stadt wie Talanx City vital, über leistungsfähige Zentralfunktionen sicherzustellen, dass ihre Infrastruktur auf der Höhe der Zeit ist oder - noch besser - der Zeit ein wenig voraus. Für die zentralen Funktionen regelt Talanx daher ihre Infrastruktur neu: Bei der wichtigsten internen Ware, die der Konzern hat, Information, muss das Verkehrssystem, die Informationstechnologie, funktionieren. Darum kümmern sich die IT-Abteilungen, die im Laufe des Jahres in der Talanx Systeme AG zusammengeführt werden. In Zusammenarbeit mit den Stadtteilen wird über Bebauungs- und Flächennutzungspläne dafür gesorgt, dass die Stadtviertel ihre Aufgaben und Ziele erfüllen und ihre Leistungsfähigkeit steigern können. Unabdingbar für das Funktionieren der Stadt sind auch effiziente Abläufe in weiteren infrastrukturell wichtigen Aufgaben, eine Rolle, die die Talanx Service AG abdeckt. Als Dreh- und Angelpunkt im Erstversicherungsgeschäft wird sie die Effizienz der originären Funktionen in den Stadtteilen steigern, Leistungen für Nutzer harmonisieren, transparenter machen und standardisieren sowie die Stadtteile mit einheitlichen finanzbezogenen Daten versorgen. In den Stadtvierteln verbleiben allerdings bestimmte Servicefunktionen, die eine besonders enge Beziehung zum operativen Geschäft haben. Denn nach wie vor sind die Stadtteile voll ergebnis- und kostenverantwortlich. Die Talanx AG weitet ihre Funktion von einer reinen Finanzholding zu einer Finanz- und Managementholding aus. Die Stadt wird dadurch mehr aus der Talanx AG heraus gesteuert. Sie wird wie bislang strategische Aufgaben wahrnehmen, dabei aber stärker Einfluss auf die Positionierung und Performance der Bereiche nehmen, um die Einhaltung der Gesamtstrategie zu gewährleisten. Lebens Qualität Die Stadt als Lebensraum Eine Stadt und ihre Bewohner haben ein symbiotisches Verhältnis - die Stadt prägt ihre Einwohner, die Einwohner prägen ihre Stadt und erhöhen so deren Anziehungskraft auf Menschen, die gern dort leben wollen. Und wer gern in seiner Stadt lebt, ist auch stolz auf sie. Mit 17.000 Menschen zählt Talanx City zu den großen europäischen "Assekuranz-Städten". Ihre Einwohnerschaft ist hochgradig international, Menschen aus 40 Ländern und 5 Kontinenten leben in Talanx City. Für die deutschen Einwohner, und nur für diesen Teil stehen detaillierte Untersuchungen zur Verfügung, betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 47 %, der Altersdurchschnitt lag bei 43,5 Jahren, beide Werte leicht über dem Durchschnitt. Auch die Wohndauer, die Betriebszugehörigkeit, ist mit 14,2 Jahren überdurchschnittlich und zeigt, dass die Menschen gern in Talanx City leben. Was muss eine Stadt ihren Einwohnern bieten? Gute Lebensbedingungen, eine gesunde Umwelt, gute Infrastruktur, kulturelles Leben. Übersetzt heißt das, gute Arbeitsbedingungen, angemessene Entlohnung, ausreichende Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, gesunde Arbeitsatmosphäre. Solche Voraussetzungen interessieren hoch qualifizierte, gut ausgebildete, kreative und motivierte Menschen. Im Wettbewerb mit anderen "Städten" um diese Klientel will Talanx City künftig noch attraktiver werden. Stadtteile und Zentrale haben deshalb gemeinsam eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um meist unentdeckte Karrierechancen und interessante Einstiegsmöglichkeiten bekannt zu machen und so Zuwanderer anzulocken. Neben der Erhöhung der Attraktivität für Neubürger arbeitet die Stadt auch für die heutigen Bewohner kontinuierlich an Verbesserungen. Bereits heute sollen vielfältige Teilzeitarbeitsmodelle Beruf und Familie besser miteinander vereinbar machen. Beispielsweise dadurch, dass zunehmend für Kinderbetreuungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstelle gesorgt wird. Aber die Stadt unterstützt ihre Bewohner auch in deren Freizeit. Zahlreiche Mannschaftssportereignisse sponsert Talanx City in Form von Startgeldern oder Trikotausstattung; Maßnahmen, auf die Bewohner in allen Stadtteilen gern zurückgreifen. Stadt Kultur Leben in der Gesellschaft Das breitgefächerte kulturelle Angebot einer Großstadt kann den Ausschlag dafür geben, dass sich ein Bewohner für sie entscheidet, anstatt auf dem Land oder in einer Kleinstadt zu leben. Auch die Möglichkeiten der Bildung und Ausbildung, von der Grundschule bis zur Universität, können dort vielfältiger sein. In Talanx City zählen Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen zu den Instrumenten, die das Leben in der Stadt chancenreicher machen sollen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden systematisch für ihre anspruchsvollen Aufgaben weiter gefördert, mit dem Ziel, ihre überdurchschnittliche Qualifikation zu sichern und auszubauen. Damit soll die City optimal auf neue Herausforderungen im Wettbewerb vorbereitet werden. Neben den fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden quer über die Stadtteile regelmäßig vielfältige Schulungen in Methoden- und Sozialkompetenz angeboten. Auf Konzernebene ist die wichtigste Neuerung die Errichtung der Talanx Corporate Academy. Sie bietet in Zusammenarbeit mit führenden europäischen Business Schools ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot für die oberen Führungskräfte aller Konzerngesellschaften weltweit. Ergänzend zu den Angeboten der Geschäftsfelder und Landesgesellschaften dient die Corporate Academy ganz besonders der Vermittlung von Strategie und Steuerungsmethoden der Talanx. Als Referenten und Diskussionspartner ergänzen sich Professoren bekannter Business Schools und Mitglieder des Talanx-Vorstands. Auch die Erstausbildung genießt in Talanx City einen hohen Stellenwert: Eine fundierte Ausbildung ist für junge Menschen eine Voraussetzung für den erfolgreichen Berufsstart und bedeutet für die Stadt langfristig kompetente, qualifizierte und motivierte Einwohner. Das Thema "Bildung und Ausbildung" ist Talanx so wichtig, dass sie ihre gesellschaftliche Verantwortung in erster Linie darauf konzentriert. Als zentrale Maßnahme seiner Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten hat der Konzern die Talanx-Stiftung eingerichtet. Diese stellt Mittel bereit, um Stipendien an Studenten zu vergeben. Und damit sind wir bereits mitten in den vielfältigen Maßnahmen rund um die gesellschaftliche Verantwortung, die in der Stadt über drei Wege wahrgenommen wird: nachhaltig wirtschaften, Produkte entwickeln, die Umweltschutz, Energieverbrauch oder soziale Verantwortung unterstützen, und solche Kriterien bei der eigenen Kapitalanlage beachten. Zu jedem dieser Punkte gibt es eine Reihe von Beispielen, seien es Energiesparmaßnahmen in eigenen Gebäuden, Produkte, die Umweltgesichtspunkte berücksichtigen wie bei Photovoltaik-Anlagen oder verbrauchsarmen Fahrzeugen, oder Anlageprodukte, bei denen die Themen Nachhaltigkeit oder Ökologie berücksichtigt werden. Das Jahr 2010 brachte dem Talanx-Konzern Licht und Schatten. Die Bruttoprämieneinnahmen stiegen erneut deutlich an, und zwar in allen Geschäftsbereichen, wenn auch in sehr unterschiedlichem Maße. Deutlich zulegen konnten auch die Kapitalanlageerträge dank sowohl gestiegener Kapitalanlagebestände als auch besserer außerordentlicher Erträge. Jedoch konnte das EBIT nicht mithalten und blieb deutlich hinter dem der Vorjahre zurück. Ursachen waren zum einen eine hohe Schadenlast durch Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Großschäden. Zum anderen schlugen sich umfangreiche Maßnahmen zur Risikovorsorge für künftige Jahre im Ergebnis nieder. Auch die Umstrukturierung der Zentralfunktionen brachte Einmalaufwände mit sich, unter anderem aufgrund von IT-Kosten. Aber mittel- und langfristig sorgt sie für gute Nachrichten: Mit dieser neuen Struktur gewinnt der Konzern an Effizienz und Leistungskraft. Und mit der Effizienzsteigerung geht eine spürbare Kostenersparnis in der Zukunft einher. Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) Mrd. EUR Konzernlagebericht Der Talanx-Konzern Geschäftstätigkeit Der Talanx-Konzern ist die nach Bruttoprämien drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe und arbeitet als Mehrmarkenanbieter in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Wir beschäftigten zum Jahresende 2010 weltweit rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An der Spitze des Konzerns steht als Finanz- und Managementholding die Talanx AG mit Sitz in Hannover, deren alleiniger Eigentümer der HDI V. a. G. ist, ein seit über 100 Jahren bestehender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Die Konzerngesellschaften betreiben die in der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung genannten Versicherungszweige teils im selbst abgeschlossenen und teils im Rückversicherungsgeschäft mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Lebensversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechtsschutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl und Raum (ED)-Versicherung, Leitungswasser (Lw)-Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung, Hagelversicherung, Tierversicherung, Technische Versicherungen, Einheitsversicherung, Transportversicherung, Kredit- und Kautionsversicherung (nur Rückversicherung), Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung), Betriebsunterbrechungsversicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung, Sonstige Sachversicherung, Sonstige Schadenversicherung. Weltweit ist Talanx in 40 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Einschließlich seiner Kooperationen ist der Konzern insgesamt in 150 Ländern aktiv. Dabei liegt im Privat- und Firmenkundengeschäft ein Schwerpunkt auf Deutschland und international vor allem auf den Wachstumsregionen Mittel- und Osteuropa und Türkei sowie Lateinamerika. Die Industrieversicherung und vor allem die Rückversicherung sind darüber hinaus noch in weiteren Märkten tätig, etwa in Nordamerika, Südafrika, Australien und einigen asiatischen Staaten. Konzernstruktur Der Zuschnitt der Segmente hat sich im Berichtsjahr deutlich gegenüber dem Vorjahr gewandelt. Die durch mehrere Zwischenholdings sowie Betriebs- und Vertriebsgesellschaften sehr komplex gewordene Organisation musste für die Zukunft konkurrenzfähig aufgestellt werden, um die Erreichung der Wachstums- und Profitabilitätsziele sicherzustellen. Jetzt werden Aufgaben konzentriert, die bislang an verschiedenen Stellen im Konzern mehrfach erledigt wurden, mit dem klaren Ziel effizienter zu arbeiten. Die Erstversicherung - bislang in die Segmente Schaden/ Unfall-Erstversicherung und Personen-Erstversicherung gegliedert - wurde daher spartenübergreifend in drei an Kundensegmenten ausgerichtete Geschäftsbereiche aufgeteilt: Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International. Für jeden dieser Geschäftsbereiche zeichnet jeweils ein Talanx-Vorstand verantwortlich. Aus der Industrieversicherung soll ein Global Player entstehen, der aus eigener Kraft weltweit präsent und handlungsfähig ist: So weit wie möglich unabhängig von Dritten und mit der Fähigkeit ausgestattet, internationale Konsortien zu führen. Ein solcher Player muss in der Lage sein, Größenvorteile in Beständen auszunutzen und ausreichende Finanzkraft besitzen, um hohe Versicherungskapazitäten nachhaltig bereitstellen zu können. Im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland werden die deutschen Gesellschaften mit Privat- und Firmenkundengeschäft miteinander verzahnt. Die traditionellen Spartengrenzen zwischen der Lebens- und Sachversicherung werden aufgehoben, um mit einem umfassenden Kundenmanagement für Versicherungsnehmer noch attraktiver zu sein: Prozesse werden optimiert, Marken- und Produktstrategie besser auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Das Segment Privat- und Firmenversicherung International soll in den strategischen Zielmärkten Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika aus eigener Kraft und durch Zukäufe wachsen, die Aktivitäten in bestehenden Märkten optimieren und neue Märkte erschließen. Trotz der Unterschiede auf den Zielmärkten lassen sich Erfahrungen, Vorgehensweisen und Produkte auf andere Märkte übertragen. So entwickelt sich dieser Bereich zu einem Know-how-Träger, dem der Ausbau von Geschäft oder der Eintritt in neue lukrative Märkte leichter fällt. Die Rückversicherung, getragen durch die Hannover Rück, bleibt unverändert. Das Segment Konzernfunktionen wurde um zwei Gesellschaften erweitert: die Servicegesellschaft Talanx Service AG und den IT-Dienstleister Talanx Systeme AG, der im Laufe des Jahres 2011 die operative Arbeit aufnimmt. Wie bisher gehört zum Segment der Bereich Finanzdienstleistungen, der neben dem konzerninternen Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries vor allem die Vermögensverwaltung umfasst. Auch die Talanx AG ist hier angesiedelt. Sie weitet durch die Umstrukturierung ihre Funktion von einer reinen Finanzholding zu einer Finanz- und Managementholding aus. Der Konzern wird dadurch mehr aus der Talanx AG heraus gesteuert. Sie wird wie bislang strategische Aufgaben wahrnehmen, dabei aber stärker Einfluss auf die Positionierung und Performance der Bereiche ausüben, damit die Einhaltung der Gesamtstrategie gewährleistet ist. Strategie Der Talanx-Konzern ist international aktiv in der Erstversicherung (mit Ausnahme der Sparten Kranken- und Kreditversicherung) und in der Rückversicherung. In seinem Heimatmarkt gestaltet unser Konzern die Versicherungsbranche wesentlich mit. In der Talanx optimieren wir das Zusammenspiel von Erst- und Rückversicherung als integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells mit dem Ziel, das Chancen-Risiko-Profil stetig zu verbessern, die Kapitaleffizienz zu erhöhen sowie Wachstums- und Ertragschancen flexibel wahrzunehmen. Diese Zusammensetzung des Konzernportfolios stellt zudem sicher, dass unsere Gruppe auch in schwierigen Marktphasen über ausreichende unabhängige Risikokapazitäten verfügt, Kunden langfristig und verlässlich zu begleiten, interessante Märkte zu erschließen und dadurch die Unabhängigkeit und Werthaltigkeit des Konzerns für Investoren und Mitarbeiter langfristig zu sichern und zu erhöhen. An der Spitze des Konzerns steht die Talanx AG als Finanz- und Managementholding. Ihre primäre Aufgabe ist die Leitung und Steuerung des Konzerns. Die Talanx AG setzt bei der Konzernsteuerung auf das Organisationsprinzip der zentralen Konzernsteuerungsfunktionen und gebündelten Konzernservicefunktionen einerseits sowie der dezentralen Ergebnisverantwortung der Geschäftsbereiche andererseits. Insbesondere auf dieser Organisationsstruktur, den einzelnen Geschäftsbereichen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit und Ergebnisverantwortung zuzugestehen, beruht der Erfolg des Konzerns. Auf diese Art können die einzelnen Geschäftsbereiche ihre Wachstums- und Ertragschancen am besten wahrnehmen. Während die Marke Talanx als Name für die Finanz- und Managementholding, die Servicegesellschaften und Managementgesellschaften einzelner Geschäftsbereiche ausschließlich auf den Kapitalmarkt ausgerichtet ist, finden in den operativen Gesellschaften unsere hohe internationale Produktexpertise, unsere vorausschauende Zeichnungspolitik und unsere Vertriebskraft ihren Niederschlag in einer Mehrmarkenstrategie. Damit stellen wir uns optimal auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen, Regionen und Kooperationspartner ein. Dies fördert auch eine effiziente Integration neuer Gesellschaften und/oder Geschäftsbereiche in den Konzern. Zudem schafft diese Struktur eine hoch entwickelte Kooperationsfähigkeit, die auf unterschiedlichste Partner und Geschäftsmodelle ausgerichtet werden kann. Als wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere Mehrmarkenstrategie wird diese durch schlanke, effiziente und einheitliche Geschäftsprozesse verbunden mit einer modernen und möglichst einheitlichen IT-Struktur optimal unterstützt. Strategische Ziele der Talanx Als oberste strategische Ziele des Talanx-Konzerns stehen die Sicherstellung einer dauerhaften Mehrheitsbeteiligung des HDI V. a. G. und damit die umfassende Unabhängigkeit von nicht nachhaltigen kurzfristig orientierten Kapitalmarktinteressen sowie Fokussierung auf eine Stakeholder-Value-Orientierung. Dahinter steht die feste Überzeugung, dass auf dieser Basis die Konzernpolitik auf verlässliche Kontinuität, auf überdurchschnittlich profitables Wachstum und damit auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtet werden kann. Dies geschieht mit der Zielsetzung, den Interessen sowohl der Anteilseigner als auch - gleichsam als Voraussetzung - der Kunden und der Mitarbeiter ausgewogen gerecht zu werden und den größtmöglichen Nutzen für diese Gruppen zu schaffen. Dies erreichen wir durch einen starken Talanx-Konzern, der kontinuierlich durch die stetige Sicherung und Optimierung der Kapitalbasis und -allokation einen optimalen Risikoschutz bereitstellen kann. Als verbindliches Leitmotiv sind diese strategischen Ziele Basis aller weiteren Konzernziele. Unsere Strategie für das Personalmanagement wird im Abschnitt "Nicht finanzielle Leistungsindikatoren" → Seiten 74 ff. ausführlich beschrieben, das Chancen- und Risikomanagement im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" → Seiten 83 ff. Diese beiden Aspekte werden daher hier nicht weiter ausgeführt. Gewinnziel Der Talanx-Konzern setzt sich eine kontinuierliche, überdurchschnittliche die Risikoexposition berücksichtigende Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zum Ziel. Wir streben an, unter den 20 größten europäischen Versicherungskonzernen zu den fünf profitabelsten zu gehören, gemessen an der Eigenkapitalrendite nach IFRS. Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und nach Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite nach IFRS, die 750 Basispunkte über dem durchschnittlichen risikofreien Zins liegt. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der letzten fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen. Die Verwendung des Konzerngewinns ist sowohl auf eine soweit erforderliche Stärkung der Kapitalbasis des Konzerns als auch auf die Ausschüttungserwartungen der Investoren ausgerichtet. Die Stärkung der Kapitalbasis macht uns unabhängiger von den Entwicklungen der Erst- sowie Rückversicherungsmärkte und versetzt uns in die Lage, nachhaltig eine attraktive marktadäquate Dividendenrendite zu erwirtschaften. Die Ausschüttungspolitik der Geschäftsbereiche wird unter Beachtung der einschlägigen rechtlichen Rahmenbedingungen zentral durch die Talanx AG gesteuert, mit der Maßgabe, sowohl die Kapitaleffizienz bei den Konzerngesellschaften zu optimieren als auch den Liquiditäts- und Kapitalanforderungen des Konzerns und der Talanx AG gerecht zu werden. Darauf aufbauend können wir unseren Aktionären nachhaltig eine attraktive und wettbewerbsfähige Dividende zahlen. Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement des Talanx-Konzerns zielt auf eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur zur Stärkung der Finanzkraft der Gruppe. Dies geschieht durch zwei Ansätze: Einerseits optimieren wir durch den Einsatz von geeigneten Eigenkapitalsubstituten und Finanzierungsinstrumenten die Kapitalstruktur. Anderseits richten wir die Eigenmittelausstattung so aus, dass sie mindestens den Anforderungen des Kapitalmodells von Standard & Poor's für ein "AA"-Rating genügt. Darüber hinausgehende Eigenmittel werden nur gebildet, wenn sie dadurch unser Ertragspotenzial über die Verzinsung der thesaurierten Mittel hinaus steigern, z. B. durch eine verbesserte Bereitstellung von Risikokapazität und -schutz oder durch eine höhere Unabhängigkeit von den Rückversicherungs-/ Retrozessionsmärkten. Die Allokation von Kapitalressourcen erfolgt grundsätzlich mit der Maßgabe, jene Bereiche auszustatten, die mittelfristig den jeweils höchsten risikoadjustierten Nachsteuerertrag erwarten lassen. Dabei berücksichtigen wir die angestrebte Portfolio-Diversifizierung und das benötigte Risikokapital sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Allokation erfolgt anhand des erwarteten Wertschöpfungsbeitrags (IVC), abgeleitet aus abgestimmten Geschäftsplänen. Die Talanx AG öffnete sich in den vergangenen Jahren dem Kapitalmarkt, um ihre Finanzkraft schon vor einem Börsengang stärken zu können. Ein folgerichtig weiterer Schritt auf diesem Weg der Kapitalmarktorientierung ist ein IPO mit dem Ziel an der Börse bis zu maximal 49,9 % des stimmberechtigten Aktienkapitals der Talanx AG zu platzieren. Um die Substanzstärkung und die daraus sich ergebenden strategischen Optionen zu maximieren, wird dieser Börsengang über eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Wachstumsziel Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu stärken, streben wir im Talanx-Konzern ein ertragsorientiertes Wachstum unter Berücksichtigung der optimalen segmentalen sowie regionalen Diversifikation des Portfolios und der risikoadjustierten Rendite an. Die Realisierung erfolgt organisch, durch strategische und ergänzende Akquisitionen sowie Kooperationen. Unser Ziel ist eine Struktur, die, gemessen am Wertbeitrag der einzelnen Geschäftsbereiche zu dem Gesamtwert des Konzerns nach Minderheiten, sich wie folgt zusammensetzt: Der Anteil der im Ausland generierten Bruttoprämie aus der Erstversicherung (Industrie und Retail) soll dabei mittelfristig die Hälfte der gesamten Erstversicherungsbruttoprämie betragen. Angesichts der unterschiedlichen Risikoprofile unserer Geschäftsfelder setzen wir uns in den volatilen Segmenten ausschließlich Ertragsziele. In weniger risikoexponierten Segmenten definieren wir sowohl Ertrags- als auch Umsatzziele. Die weitergehende Ausgestaltung dieses strategischen Rahmens im Hinblick auf Produkte, Kundengruppen, Vertriebswege und Länder leisten unsere einzelnen Geschäftsbereiche. Unternehmenssteuerung Im Talanx-Konzern sehen wir es als unsere nachhaltig zu erfüllenden Kernaufgaben an, unsere Kunden verlässlich zu begleiten, in allen Marktphasen über ausreichend unabhängige Kapazität zu verfügen, neue Märkte zu erschließen sowie die Werthaltigkeit des Konzerns für Anteilseigner langfristig zu sichern und zu erhöhen. Gleichzeitig vergrößert sich das Anforderungsspektrum an die Versicherungskonzerne aus dem regulatorischen Umfeld sowie von Seiten der Kapitalmärkte und Ratingagenturen. Die von diesen internen und externen Einflussfaktoren bestimmte Ausgangssituation resultiert für uns in folgenden Zielen: ― Profitabilität steigern und Wert schaffen ― Kapital optimal einsetzen ― Kapitalkosten optimieren ― dort investieren, wo wir langfristig Wachstum und die höchste risikoadjustierte Rendite erwirtschaften ― strategische Chancen ergreifen und gleichzeitig die immanenten Risiken beachten und steuern Diese Ziele verfolgen wir mit unserem ganzheitlichen, integrierten Steuerungssystem, bei dem wir unser Augenmerk besonders auf die vier elementaren Steuerungsprozesse legen, die das Zusammenspiel zwischen der Holding Talanx AG und den Konzernressorts regeln: Kapital-, Performance- und Risikomanagement sowie Mergers & Acquisitions. Performance-Management Das Kernstück unseres Steuerungsinstrumentariums ist das Performance-Management. Elementar für eine effiziente Unternehmens- und Konzernsteuerung sind nach unserer Systematik eine klare, auf die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz abzielende Strategie und deren konsequente Umsetzung. Fehlsteuerungen sind sehr häufig in einer unzureichenden Umsetzung der Strategie begründet; daher legen wir besonderes Augenmerk auf die Prozessschritte, die der konsequenten Ausrichtung des unternehmerischen Handelns an den strategischen Zielen dienen. Die wesentlichen Schritte der Strategieumsetzung sind die Aufstellung einer strategischen Programmplanung, d. h. das Herunterbrechen der strategischen Ziele in Teilziele, und das nachfolgende Herunterbrechen dieser Teilziele in operative Ziele, die durch konkrete Maßnahmen unterlegt sind. Performance-Management und Ressortsteuerung basieren auf folgenden Grundprinzipien: ― Der Vorstand der Talanx AG (Holding) gibt als Rahmen für die Planung und Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten strategische Indikationen vor. Der Fokus liegt auf den Kernsteuerungsgrößen des Konzerns und auf konzernweiten strategischen Initiativen. Damit definieren die Zielindikationen den Anspruch an ökonomische Wertsteigerung, Rentabilität, Sicherheitsniveau und Wachstumsinitiativen. ― Holding und Ressorts nutzen zur Steuerung der Geschäfte eine konsistente Performance-Metrik. Sie umfasst neben den finanziellen Kernsteuerungsgrößen weitere relevante operative Steuerungsgrößen aus vier unterschiedlichen Perspektiven - der Finanzperspektive, der Markt- und Kundenperspektive, der Prozessperspektive und der Mitarbeiterperspektive. ― Anhand dieser Performance-Metrik diskutieren und beurteilen Holding- und Ressortvorstände regelmäßig die Performance. Indem wir unsere Strategie in strukturierten Übersichten messbar darstellen und ihre Umsetzung überwachen, verknüpfen wir mittels der Performance-Metrik unsere strategische Planung mit der operativen Planung. Unsere fünf Kernsteuerungsgrößen: ■ IVC - Intrinsic Value Creation Wertschaffung des Ressorts gemäß wertorientierter Steuerung (als absoluter Betrag) ■ xRoCC - Excess Return on Company's Capital Wertschaffung des Ressorts gemäß wertorientierter Steuerung (im Verhältnis zum Company's Capital) ■ Dividende/Ergebnisabführung des Ressorts ■ Risikobudget Festlegung des zur Verfügung stehenden Risikokapitals pro Ressort ■ Kapitaladäquanz (CAR) Mindestsolvabilität des Ressorts (Verhältnis des vorhandenen Kapitals zum Risk-Based Capital) Konzernholding und Konzernressorts nutzen eine konsistente Performance-Metrik zur Steuerung der Geschäfte. Steuerungsindikatoren Im Rahmen unseres Performance-Managements messen wir die ökonomische Wertsteigerung von der strategischen Planung bis hin zur operativen Steuerung mit unserem zentralen Steuerungsindikator Intrinsic Value Creation (IVC). Mithilfe des IVC werden die Wertbeiträge des Konzerns auf unterschiedlichen Hierarchieebenen - Konzern-, Ressort- und Gesellschaftsebene - erfasst und konsistent zugeordnet. Der IVC und seine methodische Ableitung bilden die Grundlage, auf der sich die Wertbeiträge der Ressorts sowie der einzelnen operativen Einheiten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Charakteristika vergleichbar messen lassen, um wertschöpfende Bereiche zuverlässig aufzudecken. Die Kernsteuerungsgrößen, die operativen Steuerungsgrößen und ihre jeweilige Zielerreichung verschaffen die erforderliche Transparenz, um den Kapital- und Ressourceneinsatz zu optimieren, Chancen und Risiken zu identifizieren und weiterführende Maßnahmen zu initiieren. Unser Instrumentarium der wertorientierten Steuerung wurde 2010 fortlaufend verfeinert und im konzernweiten Steuerungsprozess verfestigt. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildete die - auch im Zusammenhang mit den einschlägigen Initiativen zur Regelung der Vergütungssysteme im Versicherungsbereich zu sehende - Konzeptionierung für die Operationalisierung der wertorientierten Steuerung auf Ressort-, Gesellschafts- und Spartenebene. Die methodische Ableitung des IVC - und damit der ökonomischen Wertschaffung - erfolgt unverändert nach dem einheitlichen Grundschema für die Leben-Gesellschaften und Nicht-Leben-Gesellschaften. Die Wertschaffung stellt danach den ökonomischen Periodenerfolg nach Abzug der Kapitalkosten dar. Der IVC wird auf Basis der spezifisch unterschiedlichen Kenngrößen für "Leben" und "Nicht-Leben" unterschiedlich berechnet: Im Bereich Nicht-Leben (d. h. Schaden/Unfallversicherung sowohl in der Erst- als auch in der Rückversicherung) bemisst der IVC die Differenz zwischen dem NOPAT (Net Operating Profit after Adjustments and Tax) und den Kapitalkosten für Risk-Based Capital und Excess Capital. Der NOPAT ist eine ökonomisch aussagefähige, periodengerechte Ergebnis- und Steuerungsgröße. Er setzt sich zusammen aus dem IFRS-Jahresüberschuss nach Steuern und Marktwertadjustierungen, die sich aus der Veränderung der Unterschiedsbeträge zwischen Barwerten und Bilanzansatz ergeben (z. B. Schadenreservediskont, Schaden-Überreserven, nicht ergebniswirksame Marktwertveränderungen). Die Kapitalkosten bestehen aus den Kosten für das zugewiesene Risk-Based Capital sowie Kosten des Excess Capital. Während das Risk-Based Capital mit dem Talanx-Risikomodell mit einem 99,97-prozentigen Value-at-Risk-Ansatz risikoadäquat auf die ergebnisverantwortlichen Einheiten verteilt wird, ergibt sich das Excess Capital als Unterschiedsbetrag des Risk-Based Capital zum Company's Capital. Die Kosten für das Risk-Based Capital errechnen sich aus folgenden Komponenten: einem risikofreien Basiszins , friktionalen Kosten und einer marktadäquaten Risikomarge. Für das Excess Capital werden dagegen nur der risikofreie Zins sowie die friktionalen Kosten angesetzt, da es sich hierbei um nicht im Risiko stehendes Kapital handelt. Auf Basis unserer aktuell gültigen Bestimmung der Kapitalkosten ergeben sich für das Risk-Based Capital Opportunitätskosten des Investors, die um 600 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegen. Oberhalb dieses Zinssatzes wird Wert geschaffen. Die in unserer Dachstrategie formulierte Zielsetzung einer Eigenkapitalrendite für den Konzern von mindestens 750 Basispunkten über "risikofrei" beinhaltet damit bereits einen nicht unerheblichen Wertschöpfungsanspruch. * Im Zusammenhang mit Risk-Based Capital: ermittelt als dreijähriger Durchschnitt zehnjähriger Swap-Rates ** Opportunitätskosten, die dem Aktionär dadurch entstehen, dass er sein Kapital nicht direkt in den Kapitalmarkt sondern "auf dem Umweg" über ein Unternehmen investiert und das Kapital im Unternehmen gebunden statt frei fungibel ist Im Bereich Leben (d. h. Personenversicherung sowohl in der Erst- als auch Rückversicherung) bewerten wir die Wertschaffung anhand der Veränderung des Market Consistent Embedded Value (MCEV), die sich in der Größe MCEV Earnings widerspiegelt. Der MCEV ist definiert als Unternehmenswert, der als diskontierter Ertragsstrom bis zur vollständigen Abwicklung des Bestandsportefeuilles gemessen wird, zuzüglich des Zeitwerts der Eigenmittel unter Berücksichtigung von Kapitalbindungskosten. Den MCEV haben wir als Basis für die wertorientierte Steuerung des Lebensversicherungsgeschäfts gewählt, weil er den im bereits kontrahierten Versicherungsbestand liegenden Wert des Unternehmens aus Sicht des Aktionärs darstellt. Der IVC Leben ergibt sich als Differenz zwischen MCEV Earnings und Roll Forward, der den erwarteten Kapitalkosten unter Berücksichtigung der Risikoexponierung im Bereich der Kapitalmarktrisiken entspricht. Um die vergleichbare Rendite unterschiedlich großer Geschäftseinheiten oder Geschäftsbereiche zu messen, wird der IVC ins Verhältnis zum jeweils vorhandenen Kapital gesetzt. Auf diese Weise erhalten wir die Kennzahl xRoCC (Excess Return on Company's Capital), die die über den Kapitalkostensatz hinausgehende Rendite für den Aktionär aufzeigt. Forschung und Entwicklung Als Holdinggesellschaft betreibt die Talanx AG keine eigene produktbezogene Forschung und Entwicklung. Wir arbeiten aber laufend an der Weiterentwicklung von Methoden und Prozessen, die zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlich sind, insbesondere im Bereich des Risikomanagements. In den verschiedenen Geschäftsbereichen analysieren wir Entwicklungen wie Demografie oder Klimawandel und entwickeln auf Märkte und Kunden abgestimmte Produkte. Märkte, wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen Volkswirtschaftliche Entwicklung Das Jahr 2010 stand im Zeichen der globalen konjunkturellen Erholung und der Staatsschuldenkrise. Die Entwicklung verlief weltweit sehr heterogen: Einen deutlichen Aufschwung verzeichneten die Emerging Markets sowie mit diesen über starke Exportbeziehungen verbundene entwickelte Länder, allen voran Deutschland. Dagegen bremsten ausufernde Staatsschulden und entsprechende Sparanstrengungen das Wachstum in einigen Staaten der Euro-Peripherie. Auslöser für das Aufflammen der Staatsschuldenkrise waren die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und die rasche Ausweitung der Risikoaufschläge auch für Spanien, Portugal, Irland und im Jahresverlauf Italien. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verabschiedeten ein Rettungspaket für Griechenland und beschlossen zusätzlich einen aus Kreditzusagen bestehenden Rettungsschirm für gefährdete Euro-Länder. Als erstes Land nahm Irland im November diesen Schirm mit Krediten über 85 Mrd. EUR in Anspruch. In den USA verharrte die Arbeitslosenquote mit historisch hohen 9,4 % nur 0,5 % unter der von Ende 2009. Lichtblick waren über alle Berichtsperioden hinweg überzeugende Unternehmensgewinne, und so wuchs das Bruttoinlandsprodukt der USA im 3. Quartal 3,2 % gegenüber Vorjahr. Für die Eurozone betrug der Wert 1,9 %. Innerhalb der Eurozone übernahm Deutschland die Rolle der Konjunkturlokomotive und wuchs im Gesamtjahr 3,6 %. Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr1) scroll 20101) 2009 Veränderungen in % gegenüber Vorjahr USA +2,9 -2,6 Euroraum +1,7 -4,0 Deutschland +3,6 -4,7 Großbritannien +1,7 -4,9 Japan +4,2 -6,3 1) Quelle: Commerzbank, Economic and Market Monitor, Stand: 17. Januar 2011; 2010: vorläufige Werte Trotz massiv expansiver geldpolitischer Eingriffe der Zentralbanken in den USA und der Eurozone verharrte die Inflation in beiden Regionen auf gemäßigten Niveaus. Die Teuerungsrate lag in den USA im November 2010 bei 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr, in der Eurozone bei 1,9 % und im UK bei 3,3 %. Dort spielten allerdings eine Mehrwertsteuererhöhung und Währungseffekte eine signifikante Rolle. Die Kerninflation bewegte sich 2010 auf historischen Tiefständen und lag in den USA im November bei 0,8 %, in der Eurozone bei 1,1 % und im UK bei 2,5 %. Entwicklung von Währungen relativ zum Euro 31.12.2009 = 100 Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar sank von 1,43 USD/EUR bis auf 1,19 USD/EUR. Das Rettungspaket für Griechenland und die spätere Bildung des Rettungsfonds für betroffene Euro-Länder verschafften der Gemeinschaftswährung etwas Luft, sodass sie sich zum Jahresende auf 1,34 USD/EUR erholte. Die Entwicklung des Euro zum britischen Pfund verlief fast spiegelbildlich: Von einem Wechselkurs von 0,89 GBP/EUR sank der Kurs im Jahresverlauf bis auf 0,81 GBP/EUR und erholte sich zum Jahresende auf 0,86 GBP/EUR. Kapitalmärkte Die Zentralbanken der USA und der Eurozone setzten ihre äußerst lockere Geldpolitik 2010 fort. Die US-Notenbank ließ ihren Leitzins unverändert nahe null. Im 3. Quartal beschloss sie, Gelder aus fällig werdenden Papieren in US-Staatsanleihen anzulegen. Im November folgte die Bekanntgabe einer weiteren geldpolitischen Expansion durch den zusätzlichen Erwerb von Staatstiteln. Insgesamt will die amerikanische Zentralbank bis Sommer 2011 den Gegenwert von ca. 900 Mrd. USD ankaufen. Auslöser für diese beispiellosen Maßnahmen war die Sorge vor einem erneuten Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) blieb 2010 mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Der Leitzins wurde unverändert bei 1 % belassen und die Tendergeschäfte voll zugeteilt. Darüber hinaus begann auch die EZB mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Dieser Schritt, der ein Novum in der Geschichte der EZB darstellte, wurde mit der temporär eingeschränkten Funktionsfähigkeit der Märkte begründet: Die Geldmenge soll durch diese Maßnahmen nicht ausgedehnt werden, sondern über Gegengeschäfte auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Nach einem ruhigen 1. Quartal mit sich seitwärts entwickelnden Renditen rückte in den Folgemonaten die Verschuldungskrise der Peripherie in den Fokus. Bei den Marktteilnehmern führte das zu einer Flucht in risikoarme Anlageklassen. Davon profitierte der Markt für Staatsanleihen von AAA-Kernländern, insbesondere Deutschland. Die Risikoaversion der Marktteilnehmer ließ die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in der Eurozone zwischen April und August mehrfach auf Niveaus knapp über 2 % fallen. Parallel dazu kam es zu einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge für Euro-Peripherie-Staatsanleihen. In der Folgezeit sorgten umfangreiche Rettungspakete zwar immer wieder für kurzfristige Marktberuhigungen, die Skepsis der Marktteilnehmer bleibt aber bis heute insgesamt sehr hoch. Renditen zehnjähriger Staatsanleihen 2010 % Zusammen mit der Implementierung eines Bankenreorganisationsgesetzes in Deutschland Anfang November kam es auch im Marktsegment der Finanzanleihen zu einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge. Da sich auf der konjunkturellen Seite insbesondere in Deutschland eine positive Entwicklung abzeichnete, kam es auf der Zinsseite in diesem Zeitraum zu einem deutlichen Anstieg der Renditen. Zehnjährige Bundesanleihen notierten am Jahresende bei knapp unter 3 %. Alle maßgeblichen Euro-Rentenmärkte konnten das Jahr mit einer positiven Performance abschließen. Entwicklung der Aktienmärkte 2010 31.12.2009 = 100 Die Entwicklung an den Aktienmärkten der entwickelten Länder war 2010 geprägt durch die Staatsschuldenkrise. Auf eine kurze Konsolidierungsphase zu Beginn des Jahres folgte eine Aufwärtsbewegung ab Februar, die bereits zum Anfang des 2. Quartals wegen der aufkeimenden Staatsschuldenproblematik ihr Ende fand. Bis zum Ende des 3. Quartals folgte eine Seitwärtsbewegung. Das Schlussquartal 2010 bot eine Jahresendrally, in der fast alle Indizes neue Hochstände markierten. Die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung spiegelte sich in den Aktienindizes wider. Die starke Entwicklung der deutschen Wirtschaft übertrug sich auf den DAX, der das Jahr mit einer Performance von +16 % abschloss. Dagegen präsentierte sich der EURO STOXX 50 im Zuge der Staatsschuldenkrise der Eurozonen-Peripheriestaaten im Jahresverlauf schwach und verzeichnete eine negative Performance von -2 %. Der S&P 500 Total Return lag im Vergleich zum Vorjahr mit +14 % vorne. Während konjunkturelle Sorgen belastend auf die Aktienmärkte wirkten, waren neben der von Zentralbanken nach wie vor reichlich bereitgestellten Liquidität insbesondere überraschend hohe Unternehmensgewinne und eine verstärkte M&A-Aktivität positive Treiber. Auch der erfolgreiche Bankenstresstest zu Beginn der zweiten Jahreshälfte sorgte für Erleichterung. Internationale Versicherungsmärkte Die internationalen Versicherungsmärkte standen 2010 im Zeichen der globalen konjunkturellen Erholung, die für die Versicherungsunternehmen eine gute Gelegenheit bot, ihre Kapitalausstattung nach den durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise verursachten Einbrüchen wieder aufzustocken. Die insgesamt positive Geschäftsentwicklung wurde jedoch von Störfaktoren wie der Staatsschuldenkrise sowie anhaltenden politischen Krisen in mehreren Regionen der Welt und den damit zusammenhängenden Instabilitäten beeinträchtigt. Eine kontinuierlich wachsende Bedeutung kommt darüber hinaus den seit Jahren zunehmenden Anforderungen der Regulierungsbehörden gegenüber Versicherern und Finanzdienstleistern zu, die ein breites Spektrum an neu zu implementierenden Steuerungs- und Überwachungsprozessen nach sich ziehen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt weiterhin eine immense Herausforderung für die Erfüllbarkeit der teilweise über Jahrzehnte laufenden Versicherungsverträge dar. Trotz der immer noch nicht vollständig abgeebbten Schockwellen der Finanzkrise hat sich die Versicherungsbranche im internationalen Maßstab jedoch auch 2010 als wichtiger Stabilisierungsfaktor erwiesen. Die von ihr bereitgestellten Sicherungs- und Vorsorgekonzepte bildeten wieder einen unverzichtbaren Bestandteil im volkswirtschaftlichen Kreislauf. Als einem der weltweit bedeutendsten Investoren kommt der internationalen Versicherungswirtschaft eine Schlüsselrolle für wachsenden Wohlstand der Privathaushalte und Unternehmen zu. Die Leben-Erstversicherungsmärkte konnten sich 2010 von den Rückschlägen der Finanzkrise weiter erholen, durch die einige Produkte wie die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung besonders stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Die wieder einsetzende Belebung des Neugeschäfts trug dazu bei, dass sich die Prämieneinnahmen weltweit erhöhten. Als dämpfender Faktor für die Profitabilität der Lebensversicherer wirkten sich dagegen die gesunkenen Renditen im Kapitalanlagebereich aus. In der Lebensrückversicherung erwiesen sich in den Industrieländern die Produkte für Langlebigkeitsrisiken und größere Blocktransaktionen als Wachstumstreiber, während der Absatz von Produkten zum Schutz bei Tod und Berufsunfähigkeit stagnierte. Der Bedarf an privater Altersvorsorge und Hinterbliebenenabsicherung ist dessen ungeachtet unverändert hoch, da der möglichst frühzeitige und kontinuierliche Aufbau einer kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge einen essenziellen Baustein der langfristigen Vermögensvorsorge darstellt. Auf den Schaden-Erst- und -Rückversicherungsmärkten zeigte sich 2010 ein heterogenes Bild. Zwar konnte der Erstversicherungssektor von einer steigenden Nachfrage infolge der konjunkturellen Aufbellung profitieren, dennoch hielt sich das Prämienwachstum - insbesondere in den gesättigten Märkten - in Grenzen. Die Fortdauer der weichen Marktverfassung insbesondere in der Industrie- und Kraftfahrtversicherung hat 2010 zu einer an einem Anstieg der Combined Ratios auf Basis der Geschäftsjahresschäden abzulesenden Verschlechterung der versicherungstechnischen Ergebnisse geführt. Dieses trifft gleichermaßen für den US-amerikanischen wie auch die größeren europäischen Versicherungsmärkte zu. Demgegenüber präsentierten sich die Rückversicherungsmärkte in einer vergleichsweise günstigeren Verfassung. Neben den positiven Abwicklungsergebnissen aus gut gepreisten Vorjahren und einer in weiten Bereichen intakten Zeichnungsdisziplin mit auskömmlichem Ratenniveau wirkte sich dies trotz hoher Großschadenlasten in insgesamt zufriedenstellenden Ergebnissen aus. Klimatisch wird 2010 als das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Messungen vor ca. 160 Jahren in die Statistik eingehen. Mit 950 Naturkatastrophen - davon rund 90 % wetterbedingt - verzeichnete es darüber hinaus die zweithöchste Zahl an Großschadenereignissen seit 1980. Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhanges zwischen dem deutlich zu messenden Trend der Erderwärmung und der auf Rekordhöhe gestiegenen Anzahl an Naturkatastrophen wird von Geo- und Risikoforschern mittlerweile als hoch eingeschätzt. Auch die Zahl und Schwere von Erdbeben hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Höhe des volkswirtschaftlichen Gesamtschadens 2010 von ca. 60 auf rund 130 Mrd. USD weltweit an, von denen ca. 37 (2009: 22) Mrd. USD auf versicherte Schäden entfielen. 2010 war darüber hinaus die nach Zahl und Intensität drittheftigste Hurrikan-Saison der vergangenen 100 Jahre, die jedoch aufgrund der Tatsache, dass die Orkane fast nur auf dem offenen Meer tobten, zu vergleichsweise geringen Versicherungsschäden in der Größenordnung von 150 Mio. USD führte. Die weltweit steigende Besiedlungsdichte und Werteballung, kräftig wachsende Verkehrs- und Transportaufkommen und die starke internationale Vernetzung von Gütern und Dienstleistungen schlagen sich in einer immer stärker werdenden Anfälligkeit der Menschen und der Infrastruktur gegenüber Naturkatastrophen und "Man-made"-Großschäden nieder. Trotz der alarmierenden Zahlen kann daher von einem einigermaßen glimpflichen Verlauf des Jahres 2010 gesprochen werden. Deutsche Versicherungswirtschaft Entwicklung der Beitragseinnahmen der einzelnen Versicherungszweige in Deutschland scroll 20101) 2009 Veränderungen in % gegenüber Vorjahr Schaden- und Unfallversicherung +0,7 +0,2 Lebensversicherung/ Pensionskassen und -fonds +6,8 +7,1 Private Krankenversicherung +6,0 +3,8 Gesamt +4,7 +4,2 1) Vorläufige Werte Mit einem gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöhten Wachstum um gut 4 % hat die deutsche Versicherungswirtschaft ihre positive Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre 2010 eindrucksvoll fortgesetzt. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass ein nicht unerheblicher Teil des Wachstums auf das so genannte Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung entfällt. Hierbei handelt es sich um eine Produktgruppe, die zum einen aus Rentenversicherungs- und zum anderen aus so genannten Kapitalisierungsprodukten besteht, bei denen Anleger Kapital zu attraktiven Zinsen "parken" können. Wenngleich eine spürbare Zurückhaltung breiter Käuferschichten - insbesondere in Bezug auf eine langfristige Bindung z. B. für die Altersvorsorge - nicht zu übersehen war, präsentierte sich die deutsche Versicherungswirtschaft auch ohne den Wachstumseffekt aus dem Einmalbeitragsgeschäft als ausgesprochen stabil. Trotz des begrenzten Wachstumspotenzials aufgrund der hohen Marktsättigung in Deutschland ist die deutsche Versicherungswirtschaft mit ihrem Sicherheitskapital mehr denn je ein verlässlicher Garant für die Abdeckung der vielfältigen Risiken im Privat- wie im Geschäftsleben. In der deutschen Schaden- und Unfallversicherung hat sich die Geschäftsbelebung - soweit die in den meisten Sparten erreichte Marktsättigung diese zulässt - weiter verstetigt und 2010 zu einem Beitragswachstum von knapp 1 % geführt. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Geschäftsentwicklung der gesamten Schaden- und Unfallversicherung ist weiterhin die Kraftfahrtversicherung als größte Einzelsparte. Nachdem in dieser Schlüsselsparte seit etlichen Jahren ein massiver Preiswettbewerb vorherrschte, hat vor dem Hintergrund des nicht mehr auskömmlichen Prämienniveaus nunmehr bei der Mehrzahl der Anbieter ein Umdenken zu größerer kaufmännischer Vernunft eingesetzt, das seinen Niederschlag in entsprechenden Tarifanhebungen im Neugeschäft gefunden hat. Hierin ist ein erster Schritt zu erkennen, um in einem absehbaren Zeitraum den dringend gebotenen Wiederanstieg der - zurzeit noch im Sinken begriffenen - Durchschnittsprämien in der Kraftfahrtversicherung herbeizuführen. Das Wachstum der Kraftfahrtversicherung wurde 2010 vor allem von der Kaskoversicherung generiert, während die Prämien in der Haftpflichtversicherung noch leicht rückläufig waren. Auch in den übrigen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung ist für 2010 - mit Ausnahme der Transport- und der Allgemeinen Haftpflichtversicherung - von Prämienzuwächsen auszugehen. Das Bild auf der Schadenseite zeigt - verglichen mit den Schadenbelastungen der Vorjahre und auch im Hinblick auf das Beitragswachstum - einen überproportional kräftigen Anstieg, zu dem nicht zuletzt die Großschadenereignisse des Jahres (u. a. der Wintersturm "Xynthia") beitrugen. In den versicherungstechnischen Ergebnissen ist daher von einem Anstieg der kombinierten Schaden-/Kostenquote (Combined Ratio) in der Größenordnung von 1 bis 2 Prozentpunkten auszugehen, der durch die Ergebnisse aus Kapitalanlagen infolge des Niedrigzinsumfeldes nicht kompensiert werden konnte. Im zweiten Jahr in Folge hat die deutsche Lebensversicherung 2010 ein deutliches Prämienwachstum erzielen können: Mit einer Steigerung um 7 % erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge der deutschen Lebensversicherer (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) 2010 auf rund 87 Mrd. EUR. Ein wesentlicher Anteil dieses erfreulichen Zuwachses geht wie im Vorjahr auf das Konto des Einmalbeitragsgeschäfts, das um rund 30 % auf 26 Mrd. EUR zulegen konnte. Das Einmalbeitragsgeschäft wurde durch das herrschende Umfeld und die Kapitalmarktbedingungen begünstigt. Demnach trafen die zur Anlage zur Verfügung stehenden Mittel auf nur sehr niedrig verzinsliche Angebote bei Bankeinlagen, sodass erhebliche Beträge in die von sofort beginnenden bzw. aufgeschobenen privaten Rentenversicherungen über Riester- und Basisrenten bis zu so genannten Kapitalisierungsprodukten reichende Produktpalette der Versicherer investiert wurden. Für Kapitalisierungsprodukte - in der Regel kurzfristige, tagesgeldähnliche Geldanlagen - bestand phasenweise eine überaus lebhafte Nachfrage, zumindest solange eine überdurchschnittlich attraktive Verzinsung angeboten wurde. Seit dem 4. Quartal 2010 hat sich die Dynamik dieser Form des Einmalbeitragsgeschäfts unter dem Eindruck von Zinssenkungen und der weitgehenden Angebotsbegrenzung auf die Ablaufleistungen eigener Bestandskunden jedoch deutlich reduziert. Im Gegensatz zum Einmalbeitragsgeschäft hat das Neugeschäft gegen laufende Beitragszahlungen signifikant nachgelassen, da sich nach dem Schock der Finanzkrise offenbar die Bereitschaft zu längerfristigen Vertragsabschlüssen in der Breite noch nicht wieder etabliert hat. Gleichwohl besteht ein hohes Kundeninteresse an Sicherheit. Dieses Bedürfnis entspricht der Kernkompetenz der deutschen Lebensversicherer, die mit ihrer breiten Produktpalette unterschiedlichste Rendite- und Sicherheitserwartungen abdecken können. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, das weiterhin eine ernstzunehmende Belastungsprobe für die deutschen Lebensversicherer darstellt, und trotz marktweit sinkender Überschussdeklarationen zugunsten der Versicherungsnehmer gingen die Ablaufleistungen im gewinnbeteiligten Neugeschäft für Kapitallebens- sowie Rentenversicherungen entweder gar nicht oder nur sehr moderat zurück. Den Versicherungsnehmern kam dabei der Umstand zugute, dass die Festlegung des Zinssatzes für die Guthabenverzinsung nur einen von mehreren Faktoren für die Gesamthöhe der Überschussbeteiligung bildet. Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen Insbesondere im Bereich des internationalen und nationalen Aufsichtsrechts war das Berichtsjahr für den Konzern erneut durch eine große Zahl neuer, teilweise komplexer und auf internationaler Ebene mitunter nicht hinreichend koordinierter Entwicklungen der rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt. Auf europäischer Ebene hat die Europäische Kommission insbesondere ihren Vorschlag zur 2. Omnibusrichtlinie vorangetrieben, in der zum einen weitgehende Solvency-II-Übergangsregelungen enthalten sind und mit der zum anderen als Sammelrichtlinie Änderungen an anderen Richtlinien vorgenommen werden, um diese an die neue EU-Finanzaufsichtsarchitektur anzupassen. Die neue Europäische Aufsichtsbehörde für Versicherer, die European Insurance and Supervisory Authority (EIOPA) mit Sitz in Frankfurt, hat ihre Tätigkeit am 1. Januar 2011 begonnen. Sie ist Bestandteil des neu implementierten europäischen Systems der Aufsicht über den Finanzsektor (European System of Financial Supervision, ESFS). Dieses System umfasst das European Systemic Risk Board (ESRB), die drei neuen Aufsichtsbehörden EU-Bankenaufsichtsbehörde (EBA), EU-Versicherungsaufsichtsbehörde (EIOPA) sowie die EU-Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) und schließlich die nationalen Aufsichtsbehörden. Auch wenn EIOPA wohl grundsätzlich keine Befugnisse für eine operative Aufsicht des Konzerns haben wird, wird ihr Einfluss auf unser regulatorisches Umfeld wesentlich sein. Zum einen sollen die nationalen Aufsichtsbehörden zukünftig Abweichungen von Empfehlungen der EIOPA gegenüber der EIOPA zu begründen haben. Zum anderen enthält der Vorschlag der 2. Omnibusrichtlinie Ermächtigungen für den Erlass so genannter verbindlicher technischer Standards, auf deren Basis EIOPA bis zum Ende des Jahres 2011 EU-weit ein so genanntes Single Rule Book verabschieden möchte. Generell ist auch im Berichtsjahr gerade auf internationaler Ebene eine unveränderte Tendenz - beispielsweise des Financial Stability Boards - zu konstatieren, Überlegungen zur Vermeidung von Krisen im Bankenbereich ohne erkennbare Würdigung wesentlicher sachlicher Unterschiede auf den Versicherungsbereich zu übertragen. Der Konzern verfolgt diese Tendenzen aufmerksam und bringt sich in der gebotenen Form in laufende Diskussionen kritisch ein. Auf nationaler Ebene wurden im Berichtsjahr z. B. die zunächst in Form eines Rundschreibens der BaFin im Dezember 2009 veröffentlichten Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich durch eine am 13. Oktober 2010 in Kraft getretene Vergütungsverordnung für den Versicherungsbereich ersetzt. Die gesetzliche Grundlage für den Erlass einer derartigen Verordnung hatte 2009 noch gefehlt. Sie wurde im Berichtsjahr in Form des neuen § 64 b Abs. 5 Sätze 1-4 vag durch den Gesetzgeber geschaffen. Die Verordnung lehnt sich inhaltlich sehr stark an das im vergangenen Berichtsjahr veröffentlichte Rundschreiben der BaFin zu den Anforderungen an Vergütungssysteme im Versicherungsbereich an. Unverändert verfolgt der Gesetzgeber mit den Vergütungsregeln im Kern das Ziel, Fehlanreize durch unangemessene variable Vergütungsbestandteile zu vermeiden. Die im Berichtsjahr anhaltende Niedrigzinsphase hat belegt, dass die Regelungen in § 153 Abs. 3 VVG zur Beteiligung von Versicherten an den Bewertungsreserven korrekturbedürftig sind. Derartige Niedrigzinsphasen führen nach den gegenwärtigen gesetzlichen Regeln im Bereich langfristiger Zinspapiere zu einer Übermaßbeteiligung ausscheidender Versicherungsnehmer, die weder mit Gerechtigkeitsüberlegungen innerhalb des Kollektivs der Versicherungsnehmer noch mit dem Postulat des Erhalts der Risikotragfähigkeit der Lebensversicherer in Einklang zu bringen sind. Der Konzern hat sich im Berichtsjahr in Diskussionen mit dem Gesetzgeber über die dringend gebotene alsbaldige Anpassung der Gesetzeslage aktiv eingebracht. Geschäftsentwicklung Der Talanx-Konzern konnte im Jahr 2010 in wichtigen Kenngrößen ein- bis zweistelliges prozentuales Wachstum verzeichnen: bei den gebuchten Bruttoprämien - insbesondere im Ausland -, dem Neugeschäft sowie im Kapitalanlageergebnis. Die gestiegenen Prämien und das verbesserte Kapitalanlageergebnis konnten jedoch den Rückgang im versicherungstechnischen Ergebnis nicht ausgleichen, sodass das EBIT deutlich hinter dem des Vorjahres zurückblieb. Die Gründe sind vielfältiger Natur, liegen aber insbesondere in einer deutlich höheren Risikovorsorge bei deutschen Lebensversicherungsgesellschaften und im internationalen Privatkundengeschäft, besonders im Hinblick auf künftige Kapitalmarktmaßnahmen. Trotzdem konnte die Finanzkraft, ausgedrückt in der Solvabilitätsquote, gesteigert werden. Gebuchte Bruttoprämien Mrd. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR Erster Schritt der Umstrukturierung abgeschlossen Wie geplant sind die ersten Schritte der im September 2009 gestarteten Umstrukturierung des Talanx-Konzerns im Erstversicherungsbereich gesellschaftsrechtlich abgeschlossen und mit dem Sozialpartner verhandelt. Und sie zeigt erste Erfolge: In Deutschland konnte der Konzern trotz schwieriger Marktbedingungen 2010 im Neugeschäft zulegen. Dass unsere Maßnahmen jetzt schon greifen, zeigt: Wir haben unser erstes Etappenziel beim Konzernumbau erreicht und trotzdem den Markt nicht aus den Augen verloren. Aber am Ziel sind wir noch nicht. Der Schwerpunkt der weiteren Maßnahmen zum Konzernumbau 2011 wird auf der deutschen Privat- und Firmenversicherung liegen. Hier laufen bereits intensive Vorbereitungen, um den Bereich zukunftsfähig aufzustellen. Ziel ist, Geschäftsprozesse und Organisation an den Anforderungen der Kunden und Vertriebspartner auszurichten und zu diesem Zweck Produkt-, Vertriebs- und Servicestrategien spartenübergreifend zu entwickeln. Fortschritte im internationalen Geschäft Überdurchschnittliches organisches Wachstum im Ausland kann der Konzern vor allem aus Lateinamerika berichten, insbesondere aus Brasilien. Ein weiterer Erfolg gelang der Gruppe durch den Abschluss einer Kooperation mit dem japanischen Lebensversicherungsunternehmen Meiji Yasuda. Dabei emittierte die Talanx AG ein Solvency-II-fähiges Papier mit Pflichtwandlung zum Zeitpunkt des geplanten Börsengangs der Talanx AG. Meiji Yasuda Life zeichnete diese Kapitalbeteiligung mit einem Volumen von 300 Mio. EUR; gleichzeitig schlossen beide Unternehmen eine strategische Partnerschaft. Das Zusammenlegen der Kräfte der beiden Partner erhöht die beiderseitigen Chancen beim Eintritt in neue Märkte. Angedacht sind gemeinsame Investitionen in den Schwerpunktländern Polen und Türkei. Zudem verfügt Talanx mit der Sicherung eines institutionellen Ankeraktionärs bereits vor einem Börsengang über eine höhere finanzielle Planungssicherheit. Geschäftsverlauf Konzern Die gebuchte Bruttoprämie inklusive der Sparbeiträge aus der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung stieg um 9 % auf 22,9 (20,9) Mrd. EUR. Der Zuwachs stammt aus der Rückversicherung sowie aus Privat- und Firmenversicherung International. Überwiegend handelt es sich um organisches Wachstum; Wechselkursänderungen machen 3 Prozentpunkte der Prämiensteigerung aus. Die Anzahl der Verträge im Erstversicherungsgeschäft erhöhte sich um 2 % auf 22,8 (22,4) Mio. Stück; dazu trugen in der Hauptsache die Auslandsgesellschaften bei. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 20 % auf 3,2 (2,7) Mrd. EUR. Der Anstieg resultierte aus Verbesserungen in den Erstversicherungsbereichen - besonders bei Privat- und Firmenversicherung Deutschland - und in der Schaden-Rückversicherung. Das EBIT lag bei 1,0 (1,5) Mrd. EUR, was einem Rückgang um 31 % entspricht. Dies ist hauptsächlich bedingt durch einen - insbesondere getrieben durch die höhere Risikovorsorge - schlechteren Verlauf in der deutschen Lebensversicherung sowie eine schlechtere Entwicklung einzelner Gesellschaften im Bereich Privat- und Firmenversicherung International. Zudem ist nach einer außerordentlich geringen Schadenbelastung im Vorjahr das versicherungstechnische Ergebnis in den Bereichen Industrie- und Schaden-Rückversicherung rückläufig. Das versicherungstechnische Ergebnis insgesamt verringert sich - auch wegen der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den gestiegenen Kapitalerträgen - um 98 % auf -2,0 (-1,0) Mrd. EUR. Durch steigende Schaden-/Kostenquoten insbesondere in den Bereichen Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland erhöhte sich die kombinierte Schaden-/Kostenquote insgesamt: Sie stieg um 4,2 Prozentpunkte auf 100,9 (96,7) %. Auch das übrige Ergebnis liegt unter dem des Vorjahres. Das Konzernergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen erreichte 220 (485) Mio. EUR, was einer Eigenkapitalrendite von 4,6 (11,8) % auf das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Konzerneigenkapital entspricht. Entwicklung der Konzernsegmente Anteil der Segmente an den Bruttoprämien Industrieversicherung scroll 2010 2009 Mio. EUR Gebuchte Bruttoprämien 3.076 3.077 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.413 1.405 Versicherungstechnisches Ergebnis -57 134 Kapitalanlageergebnis 231 240 EBIT 185 335 Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) in % 104,1 90,5 1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Der Geschäftsbereich Industrieversicherung wird durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG geführt. Die Gesellschaft bietet in Deutschland an elf Standorten die volle Palette individueller Kundenbetreuung. Über Tochtergesellschaften, unselbstständige Niederlassungen in 28 Staaten und Netzwerkpartner ist sie weltweit aktiv. Die wichtigsten Gesellschaften des Konzernsegments scroll HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Deutschland HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty. Ltd. Australien HDI-Gerling Assurances (Belgique) S. A. Belgien HDI-Gerling de México Seguros S. A. Mexiko HDI-Gerling Verzekeringen N. V. Niederlande HDI Versicherung AG Österreich HDI Seguros S. A. Spanien HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd. Südafrika HDI-Gerling America Insurance Company USA Als international tätiger Industrieversicherer begleitet HDI-Gerling Industrie seine Kunden im In- und Ausland mit passgenauen Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Dabei reicht die Leistungspalette von der Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall- sowie Feuer- und Sachversicherung bis zu Transport-, Special-Lines- und Technischen Versicherungen. Die Industriekunden in Deutschland und im Ausland profitieren von jahrzehntelanger Erfahrung in Risikobewertung und im Risk Management, denn komplexe Risiken in Industrie und Mittelstand erfordern einen speziellen Schutz. Mit individuell zugeschnittenen Deckungskonzepten werden umfassende Versicherungslösungen realisiert und bieten damit die komplette Produktpalette zur Absicherung von unternehmerischen Risiken. Ebenso wichtig: Aufgrund langjähriger Erfahrungen und ausgewiesener Expertise verfügt HDI-Gerling über ein professionelles Schadenmanagement, das im Schadenfall weltweit schnellste Hilfe leisten kann. Konstantes Prämienvolumen Die gebuchten Bruttoprämien des Segments Industrieversicherung beliefen sich zum 31. Dezember des Geschäftsjahres auf 3,1 (3,1) Mrd. EUR und konnten somit konstant gehalten werden. Die Entwicklung verlief in verschiedenen Teilmärkten durchaus unterschiedlich: Während in Deutschland im Bereich Industrie Haftpflicht in einigen Fällen schadenbedingte Prämienzuwächse für einzelne Verträge durchgesetzt werden konnten, hatten Sparten mit umsatzabhängigen Policen wie Transport noch unter den Folgewirkungen der Wirtschaftskrise zu leiden; Prämiennachverrechnungen und geringere Folgeprämien führten zu Beitragsabrieben. Ein Beitragszuwachs in Höhe von rund 18 Mio. EUR entfiel auf die Übernahme eines Rechtsschutzportfolios aus dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Im Ausland entwickelte sich das Geschäft in den verschiedenen Teilmärkten heterogen: So konnten sich unsere niederländische Gesellschaft HDI-Gerling Verzekeringen N. V. (+16 Mio. EUR) und unsere belgische Gesellschaft HDI-Gerling Assurances S.A. (+8 Mio. EUR) in wettbewerbsintensiven Marktumfeldern gut behaupten und deutliche Prämiensteigerungen verzeichnen. Das Beitragsaufkommen der österreichischen Gesellschaft HDI Versicherung AG war mit 192 (193) Mio. EUR leicht rückläufig. Hier wirkten sich die harten Wettbewerbsbedingungen des lokalen Marktes aus, die insbesondere in der Sparte Kraftfahrt und in den umsatzabhängigen Sparten zu Preissenkungen führten. Die spanische Gesellschaft HDI Hannover International España, Cía de Seguros y Reaseguros S.A. zeigte ein um 48 Mio. EUR reduziertes Beitragsvolumen. Das beruht fast ausschließlich auf einer grundlegenden Veränderung in der Ausrichtung der Gesellschaft: Seit Mitte 2009 zeichnet sie kein Neugeschäft mit Privatkunden mehr. Beiträge aus diesem Geschäft -insbesondere in der Kraftfahrtversicherung - waren im Vergleichszeitraum noch ausgewiesen. Die gebuchten Rückversicherungsprämien im Segment blieben mit 1,7 (1,7) Mrd. EUR stabil. Die verdienten Nettoprämien folgten mit 1,4 (1,4) Mrd. EUR dieser Entwicklung. Versicherungstechnisches Ergebnis durch Schadenaufwendungen und Nachreservierungen belastet Als versicherungstechnisches Nettoergebnis des Segments Industrieversicherung war ein Verlust in Höhe von 57 (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 134) Mio. EUR auszuweisen. Die Nettokostenquote betrug 22,1 (21,9) %, die Schadenquote 82,0 (68,6) %, sodass sich eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von 104,1 (90,5) % ergab. Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen im Segment Industrieversicherung stiegen um deutliche 201 Mio. EUR auf 1,5 (1,3) Mrd. EUR an. Wesentlich getrieben wird diese Entwicklung durch die über alle Marktsegmente hinweg gestiegenen Geschäftsjahresschadenaufwendungen, die jedoch mit einem auffällig günstig verlaufenen Vorjahr zu vergleichen sind. Außerdem wurden im Geschäftsjahr umfängliche Verstärkungen der Schadenrückstellung vorgenommen, insbesondere für Altschäden in der Sparte Betriebshaftpflicht. Die Rückversicherungsanteile an den Aufwendungen für Versicherungsleistungen verblieben trotz des Anstiegs der Bruttoaufwendungen mit 0,9 (0,9) Mrd. EUR auf dem Niveau des Vergleichszeitraums. Zum einen wurden die Rückversicherer unterproportional an den genannten Verstärkungen beteiligt. Zum anderen wurden im Zusammenhang mit der im letzten Jahr abgelösten Rückversicherungsbeziehung mit Global Re Rückversicherungsanteile an den Schadenreserven in Höhe von rund 13 Mio. EUR aufgelöst. Im Geschäftsjahr wurde zudem in Deutschland in der Sparte Kraftfahrt ein größerer Rückversicherungs-Quotenvertrag abgelöst, was die Ausbuchung der zugehörigen Rückanteile in Höhe von rund 28 Mio. EUR zur Folge hatte, die die Entlastung aus Rückversicherung entsprechend minderten. Die Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen sanken brutto um 9 % auf 568 (622) Mio. EUR, was durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (Rückgang um 43 Mio. EUR) und die HDI HANNOVER International España (Rückgang um 16 Mio. EUR) bedingt war. Die Verbesserung bei der größten Segmentgesellschaft HDI-Gerling Industrie Versicherung (HG-I) kam durch die höhere Provisionsabgrenzung zustande. Die gesunkenen Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen der spanischen Gesellschaft sind durch das verringerte Geschäftsvolumen zu erklären. Die Verminderung der Rückanteile an den Aufwendungen für Abschluss- und Verwaltungskosten um 59 Mio. EUR führte zu einer leichten Überkompensierung der positiven Entwicklung der Bruttoaufwendungen, sodass die Nettoaufwendungen sich mit 312 (307) Mio. EUR kaum veränderten. Kapitalanlageergebnis knapp auf Vorjahresniveau Das Ergebnis aus Kapitalanlagen wies eine leichte Minderung um 4 % auf 231 (240) Mio. EUR aus. Ausschlaggebend ist der Rückgang des Kapitalanlageergebnisses der HG-I um 17 Mio. EUR auf 195 (212) Mio. EUR. Dies ist durch im Vergleich geringere Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen bedingt; im Vorjahr waren durch die Veräußerung von Aktienfonds in größerem Umfang erhebliche Gewinne erzielt worden. Die anderen Gesellschaften des Segments konnten nahezu durchgehend leicht bis deutlich gesteigerte Kapitalanlageergebnisse ausweisen. Der Einfluss der Finanzkrise war im Geschäftsjahr kaum noch spürbar. Übriges Ergebnis durch Sondereinflüsse geprägt Das übrige Ergebnis verbesserte sich auf 11 (-39) Mio. EUR. Maßgeblich für die Veränderung war auch hier die HG-I, deren sonstiges Ergebnis im Vor- wie im Geschäftsjahr von Sondereinflüssen geprägt war. Im Vorjahr waren Erträge aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Rückversicherer in Höhe von 58 Mio. EUR erfasst. Sie wurden jedoch nahezu ausgeglichen von gegenläufigen Aufwendungen aus der Ausbuchung eines Aktivwerts, der aus der Übernahmebilanz des größten Sachträgers der Gerling-Gruppe stammte und eine Gegenposition zu den mit den Bilanzwerten im Zeitpunkt des Erwerbs übernommenen Schadenreserven darstellte. Im Weiteren waren Wertberichtigungen auf Rückversicherungsforderungen in Höhe von rund 30 Mio. EUR vorgenommen worden. Im Geschäftsjahr konnten sonstige Rückstellungen in signifikantem Umfang aufgelöst werden, sodass sich das übrige Ergebnis der HG-I auf 28 (-7) Mio. EUR verbesserte. Operatives Ergebnis mit deutlichem Rückgang Das operative Ergebnis des Segments Industrieversicherung lag bei 185 (335) Mio. EUR und verminderte sich somit um 45 %. Wesentlich für den Ergebnisrückgang war die Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses aufgrund der gestiegenen Schadenaufwendungen, die durch die Verbesserung des sonstigen Ergebnisses bei einem stabilen Kapitalanlageergebnis nicht kompensiert werden konnten. Privat- und Firmenversicherung Deutschland scroll 2010 2009 Mio. EUR Gebuchte Bruttoprämien 6.823 6.614 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 5.507 5.158 Versicherungstechnisches Ergebnis -1.631 -945 Kapitalanlageergebnis 1.577 1.207 EBIT -44 209 Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) in % 104,2 99,2 1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland bündelt das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI-Gerling sowie sämtliche deutsche Bancassurance-Aktivitäten und bietet für inländische Privat- und Firmenkunden den für sie passenden Versicherungsschutz. Im Bereich der Lebensversicherung ist der Geschäftsbereich überdies grenzüberschreitend in Österreich tätig. Der Name der neuen Geschäftsbereichsgesellschaft lautet seit Dezember 2010 Talanx Deutschland AG. Die Leistungspalette reicht von den Sachversicherungen über alle Sparten der Altersvorsorge bis hin zu Komplettlösungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie freie Berufe. Dabei stehen jegliche Vertriebskanäle zur Verfügung - sowohl eine eigene Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Vertrieb über unabhängige Vermittler und Mehrfachagenten, der Direktvertrieb sowie die Bankkooperationen. Die funktionale Organisation sichert klare Verantwortlichkeiten und legt die Grundlagen für die Arbeit über bisherige Spartengrenzen der Sach- und Lebensversicherungen hinweg. Dieser spartenübergreifende Blick ist eine wichtige Voraussetzung für Verbesserungen der Prozesse und Serviceleistungen zum Vorteil der Kunden. Die wichtigsten Gesellschaften des Konzernsegments HDI-Gerling Lebensversicherung AG HDI-Gerling Pensionskasse AG HDI Direkt Versicherung AG HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG neue leben Lebensversicherung AG PB Lebensversicherung AG PBV Lebensversicherung AG TARGO Lebensversicherung AG TARGO Versicherung AG Prämienvolumen und Neugeschäft leicht über Vorjahr Die gebuchten Bruttoprämien im Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland - einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen -erhöhten sich im Geschäftsjahr um 3 % auf 6,8 (6,6) Mrd. EUR. Die gebuchten Bruttoprämien unserer Sachversicherungsprodukte verringerten sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 1,5 (1,5) Mrd. EUR. Bereinigt um den Effekt aus der Übertragung des Industrieportfolios der HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG auf das neue Segment Industrieversicherung betrug der Rückgang noch 1,5 %, wobei er in der bedeutendsten Sachversicherungsparte Kraftfahrt lediglich bei 0,3 % lag. Im Bereich der Lebensversicherungsprodukte konnten die gebuchten Bruttobeiträge einschließlich der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen im Berichtszeitraum um 5 % auf 5,4 (5,1) Mrd. EUR gesteigert werden. Dieser Anstieg wurde überwiegend von der besonders positiven Entwicklung im Einmalbeitragsgeschäft bei der Targo Lebensversicherung AG, der PBV Lebensversicherung AG und der neue leben Lebensversicherung AG getragen, die ihre Bruttobeiträge zusammen um 277 Mio. EUR verbesserten. Bei den mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 verschmolzenen Gesellschaften HDI-Gerling Lebensversicherung AG und ASPECTA Lebensversicherung AG wurden - wie im Vorjahr - insgesamt Bruttobeiträge von 2,5 Mrd. EUR erzielt. Hier konnten Prämienabriebe vor allem aus dem Bestand gegen laufenden Beitrag der früheren ASPECTA Lebensversicherung AG durch höheres Neugeschäft gegen Einmalbeitrag kompensiert werden. Insgesamt betrachtet, ist somit die positive Entwicklung bei unseren Lebensversicherungsprodukten - analog zur Marktentwicklung - bei rückläufigen laufenden Prämien auf deutlich gestiegenes Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen, wobei unsere Gruppe keine Kapitalisierungsprodukte vertreibt. Bei der PB Lebensversicherung AG, die nur noch Kreditlebensgeschäft neu zeichnet, kam es zu einem Beitragsrückgang von 11 Mio. EUR. Gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) erhöhte sich das Neugeschäft der Lebensversicherer auf 515 (462) Mio. EUR und lag damit um 11 % über dem Vorjahr. Vor allem die Erhöhung der Einmalbeiträge bei rückläufigen rückversicherten laufenden Prämien führte zu einem Anstieg der Selbstbehaltsquote im Gesamtsegment von 89,2 % auf 92,6 %. Versicherungstechnisches Ergebnis geht deutlich zurück Das versicherungstechnische Ergebnis ging insgesamt deutlich um 73 % auf -1,6 (-0,9) Mrd. EUR zurück. Es enthält unter anderem die Aufzinsung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (Zuführung zur Deckungsrückstellung) und die Beteiligung unserer Versicherungsnehmer an dem im Berichtsjahr kapitalmarktbedingt gestiegenen Kapitalanlageergebnis (RfB-Zuführung). Die Erträge, die diesen Aufwendungen gegenüberstehen, werden hingegen im Kapitalanlageergebnis ausgewiesen, sodass das versicherungstechnische Ergebnis negativ ausfällt. Das versicherungstechnische Ergebnis des Segments wurde zu über 9/10 von den Lebensversicherungsprodukten bestimmt: Hier verringerte es sich gegenüber dem Vorjahr um 65 % auf -1,6 (-1,0) Mrd. EUR. Gründe lagen einerseits in der gegenüber dem Vorjahr positiven Kapitalmarktentwicklung, aber auch in verschiedenen Sonderbelastungen. So wurden anlässlich der rückwirkenden Verschmelzung der ASPECTA auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG Rückversicherungsverträge abgelöst, was - soweit sie nicht durch Zuschüsse der Obergesellschaft ausgeglichen wurden - zu einer vorgezogenen bilanziellen Belastung im Berichtszeitraum führte. Zudem ergaben sich Belastungen aus der Wertanpassung verschiedener lebensversicherungstechnischer Bilanzposten insbesondere als Ergebnis der Kapitalmarktentwicklung und veränderter Kostenstrukturen bzw. damit einhergehender niedrigerer Bestandsdeckungsbeiträge. Zur Ergebnisentwicklung unserer Lebensversicherer trugen darüber hinaus Abschreibungen auf aktivierte Abschlusskosten und Versicherungsbestände maßgeblich bei. Ursächlich ist im Wesentlichen die Kapitalmarktentwicklung des Berichtsjahres, die Anpassungen der Annahmen zur Prognose zukünftiger Gewinnverläufe erforderte. Bei den Sachversicherungsprodukten sank das versicherungstechnische Ergebnis vor allem aufgrund des Schadenverlaufs von 12 Mio. EUR auf -56 Mio. EUR. Ursache für diese Entwicklung war neben einem günstigen Schadenverlauf im Vorjahr der Zuwachs im Kraftfahrtgeschäft bei geringeren Durchschnittsbeträgen. Ferner mussten die Schadenrückstellungen verstärkt werden. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bei den Sachversicherungen betrug 104,2 (99,2) %. Kapitalanlageergebnis verbessert sich Das Kapitalanlageergebnis stieg deutlich um 370 Mio. EUR (+31 %) auf 1,6 Mrd. EUR. Dieser Anstieg wurde getragen von einem gegenüber dem Vorjahr stark verbesserten außerordentlichen Ergebnis. Während das Vorjahresergebnis noch durch Abschreibungen auf Kapitalanlagen und Veräußerungsverluste im Zusammenhang mit der Finanzkrise belastet wurde, prägten im Berichtsjahr Veräußerungsgewinne aus Aktienfonds das außerordentliche Ergebnis. Vom gesamten Kapitalanlageergebnis sind 1,5 (1,1) Mrd. EUR zum weit überwiegenden Teil anteilig den Lebensversicherungsnehmern gutzuschreiben. Operatives Ergebnis unter Vorjahr Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf -44 (+209) Mio. EUR. Das gestiegene Kapitalanlageergebnis konnte die deutliche Reduktion des versicherungstechnischen Ergebnisses nicht kompensieren. Das EBIT wurde durch den Rückgang bei der HDI-Gerling Lebensversicherung AG (inklusive ASPECTA Lebensversicherung AG) stark beeinflusst, aber vor allem durch Abschreibungen der abgegrenzten Abschlusskosten bei der PBV Lebensversicherung AG, schadenbedingte Aufwendungen bei der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG und Kostenbelastungen aufgrund der Neuordnung der Vertriebsgesellschaften. Privat- und Firmenversicherung International scroll 2010 2009 Mio. EUR Gebuchte Bruttoprämien 2.233 1.827 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.742 1.403 Versicherungstechnisches Ergebnis -136 -99 Kapitalanlageergebnis 151 121 EBIT 27 -42 Kombinierte Schaden-/Kostenquote (netto)1) in % 105,2 102,5 1) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Das Konzernsegment Privat- und Firmenversicherung International bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften in der Sachversicherung, der Lebensversicherung und der Bancassurance im Ausland und ist in 12 Ländern mit über 8 Millionen Kunden präsent. Das Segment wird durch die Talanx International AG (ehemals HDI-Gerling International Holding AG) geführt. In diesem Geschäftsbereich bieten wir Privat- und Firmenkunden im Ausland einen umfangreichen Versicherungsschutz nach Maß. Die Produktpalette umfasst unter anderem Kfz-Versicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Transport- und Feuerversicherung sowie Angebote der Lebensversicherung. Dabei bilden das erfahrene und kompetente Management sowie das hohe versicherungstechnische Fachwissen der Mitarbeiter vor Ort das Rückgrat der Talanx-International-Gruppe. Durch die Nutzung des lokalen branchenspezifischen Know-hows und die Präsenz durch ein ausgebautes Vertriebsnetz sind wir in der Lage, die spezifischen Anforderungen unserer Kunden im Ausland zu erkennen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Das Auslandsgeschäft wird zu einem großen Anteil über Makler und Agenten betrieben. Darüber hinaus nutzen viele unserer Gesellschaften auch den Post- und Bankenkanal als Vertriebsweg. Die wichtigsten Gesellschaften des Konzernsegments scroll HDI Seguros S.A. Brasilien HDI Zastrahovane AD Bulgarien HDI Seguros S. A. Chile HDI Assicurazioni S. p. A. Italien InChiaro Assicurazioni S. p. A Italien HDI Seguros S. A. Mexiko HDI-Gerling Zycie TU S. A. Polen HDI Asekuracja TU S. A. Polen OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovannie"1) Russland OOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life" Russland CiV Hayat Sigorta A. Ş. Türkei HDI Sigorta A. Ş. Türkei HDI Strakhuvannya Ukraine Magyar Posta Biztosító Zrt. Ungarn Magyar Posta Életbiztosító Zrt. Ungarn 1) Seit dem 3. Quartal 2010; zeichnet Geschäft erst ab 2011. Die Gesellschaft soll künftig das Produktportfolio der CiV Life um Schaden-/Unfallprodukte ergänzen Entwicklung der Schlüsselmärkte Ergänzend zu den allgemeinen Aussagen über die internationalen Versicherungsmärkte (→ Seiten 38 f.) lässt sich zu unseren umsatzstärksten Märkten in diesem Segment - Brasilien, Italien und Polen - hinzufügen: Brasilien hat sich sehr schnell von der globalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise erholt. Bereits seit dem 2. Quartal 2009 verzeichnet die Wirtschaftsleistung wieder positive Wachstumsraten. Um einer Überhitzung der brasilianischen Volkswirtschaft entgegenzuwirken, wurden im Laufe des Jahres 2010 Ausgabenkürzungen angekündigt und der Leitzins erhöht. Auf diesem Markt sind wir insbesondere in der Kraftfahrtversicherung tätig, die parallel zu der positiven Wirtschaftsentwicklung weiteres Wachstum erwarten lässt. Polens Wirtschaftsleistung verzeichnete bereits seit 2009 zwar ein abgeschwächtes, aber immer noch positives Wachstum trotz der globalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Diese Entwicklungen lassen auch für den Versicherungsmarkt weiteres Wachstum vermuten. In Polen sind wir neben der Kraftfahrtversicherung in weiteren Sparten wie der Haftpflicht- und allgemeinen Sachversicherung sowie dem Bereich Lebensversicherung tätig. Das Berichtsjahr, insbesondere die erste Jahreshälfte, war stark gezeichnet von dem Hochwasser an Oder und Weichsel. Auf dem italienischen Markt sind wir sowohl im Lebensversicherungsmarkt als auch im Bereich der Sachversicherung - vornehmlich Kraftfahrtversicherung - tätig. In der Kraftfahrtversicherung verzeichnete die Gesellschaft nach mehreren Jahren des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks ab 2010 erste Anzeichen von Ratenerhöhungen. Prämienvolumen und Neugeschäft steigen stark Die gebuchten Bruttoprämien des Segments stiegen um 22 % gegenüber der Vergleichsperiode auf 2,2 (1,8) Mrd. EUR; währungskursbereinigt ergibt sich ein Wachstum von 13 %. Das Wachstum bei den Sachversicherungsprodukten (+32 %) resultiert zum Teil aus Währungskurseffekten. Um diese bereinigt ergibt sich im Sachbereich ein Prämienwachstum von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Wechselkurse für die brasilianische, polnische, türkische und mexikanische Währung haben sich verstärkt. Während bei der brasilianischen HDI Seguros aufgrund ihrer starken Marktposition im Land das Prämienwachstum in Lokalwährung bereits 21 % beträgt, ergibt sich nach Euro-Umrechnung sogar ein Wachstum von 45 %. Ähnlich verhält es sich bei der polnischen Gesellschaft HDI Asekuracja, auf welche im 2. Quartal 2010 rückwirkend zum 1. Januar 2010 die HDI-Gerling Polska verschmolzen wurde. In Lokalwährung betrug das Prämienwachstum gegenüber dem Vorjahr (unter Betrachtung der summierten Prämieneinnahmen der damals noch zwei Gesellschaften) 5%, nach der Euro-Umrechnung ergibt sich ein Anstieg von 13 %. Auch die türkische HDI Sigorta konnte mithilfe verstärkter Marketingaktivitäten und der Eröffnung neuer Agenturen ihr Prämienvolumen schon in Lokalwährung um 28 % steigern, nach Euro-Umrechnung ergibt sich aufgrund der günstigen Wechselkursentwicklung sogar ein Anstieg von 38 %. Der Beitrag von HDI Seguros Mexiko, welche zum 4. Quartal 2009 zur Gruppe hinzukam und damit in der Vergleichsperiode nur anteilig enthalten war, belief sich auf 62 Mio. EUR. Das Neugeschäft in unserem internationalen Sachversicherungsgeschäft konnte im Geschäftsjahr 2010 - gemessen in Verträgen - gesteigert werden. Wesentlicher Treiber war hier die Sparte Kraftfahrt, die im Bestand ca. 4,3 (4,1) Mio. von insgesamt rund 7,8 (7,2) Mio. Verträgen ausmacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte die italienische Gesellschaft HDI Assicurazioni ein Prämienvolumen im Bereich der Lebensversicherungen von 325 Mio. EUR und lag damit um etwas mehr als 9 % unter dem Vorjahresniveau. Der wesentliche Treiber aus dem vergangenen Geschäftsjahr war eine staatlich eingeführte Steueramnestie, durch welche hohe Einmalbeiträge für die Kapitalanlage zur Verfügung standen und auch Lebensversicherungspolicen als eine attraktive Investmentalternative daran partizipieren konnten. Dieser Trend aus 2009 hat sich 2010 zwar weiter fortgesetzt, allerdings nicht in dem gleichen Ausmaß. Gleichzeitig konnte die Gesellschaft im Verkauf von Sachprodukten (insbesondere in Motor Haftpflicht) aufgrund einer gestiegenen Durchschnittsprämie) einen Zuwachs von rund 9 % verzeichnen, sodass ihr Prämienvolumen insgesamt stabil bleibt. Die im Rahmen der Konzernumstrukturierung von der Proactiv Holding AG auf die Talanx International Holding AG übertragenen Auslandsgesellschaften leisteten ebenfalls einen Beitrag zum Prämienwachstum. So steigerte beispielsweise unsere ungarische Lebensversicherungsgesellschaft dank ihrer erfolgreichen Vertriebs- und Marketingaktivitäten ihren Umsatz um 11 % von 92 auf 103 Mio. EUR. Ein ähnliches Wachstum verzeichneten auch die Gesellschaften in Russland und der Türkei. Auch wenn sie gemessen am Gesamtvolumen noch von untergeordneter Bedeutung sind, so zählen sie zu den am schnellsten wachsenden Gesellschaften in ihren Märkten. Unsere russische CiV Life konnte ihre Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund 56 % steigern, unsere türkische CiV Hayat mithilfe erfolgreicher Vertriebsaktivitäten wie z. B. intensivem Coaching sowie modifizierter Produkte sogar um rund 102 %. Auch die polnische HDI-Gerling Zycie konnte ihr Prämienvolumen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln, insbesondere im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherungen, aufgrund einer neuen Kooperation mit der polnischen BRE-Bank ab der Jahresmitte. Bezogen auf das APE verringerte sich das Neugeschäft im internationalen Lebensversicherungsgeschäft auf 128 Mio. EUR und lag damit 4 % unter dem Vorjahreszeitraum. Das APE teilt sich insbesondere auf Kapitalversicherungen und fondsgebundene sowie nicht fondsgebundene Produkte auf. Die Selbstbehaltquote des Segments lag mit 90,0 % um 4,4 Prozentpunkte höher als zum Jahresende 2009; Einfluss hatte hierbei die im nächsten Abschnitt beschriebene Aufhebung eines Quoten-Rückversicherungsvertrags in der Kraftfahrt-Sparte bei der türkischen HDI Sigorta, deren Selbstbehalt sich dadurch von 55,8 % auf 85,7 % erhöhte. Versicherungstechnisches Ergebnis verringert Die kombinierte Schaden-/Kostenquote bei den internationalen Sachversicherungen lag bei 105,2 (102,5) %, wofür zum einen die überdurchschnittliche Schadenbelastung aus dem 1. Halbjahr des Geschäftsjahres ursächlich war. Hierzu zählen insbesondere die Flut- und Winterschäden, die das Ergebnis der polnischen HDI Asekuracja stark belasteten. Aus Änderungen in der Rückversicherungsstruktur der Kraftfahrt-Sparte bei dieser Gesellschaft sank der Anteil des Rückversicherers an den Schadenzahlungen, was zu erhöhten Netto-Schadenaufwendungen führte. Das versicherungstechnische Ergebnis der Gesellschaft sank daher auf -28 (-3) Mio. EUR. Ebenso wirkte sich das Erdbeben in Chile von Ende Februar 2010 negativ auf die Schadenbelastung der chilenischen HDI Seguros aus. Bei der türkischen HDI Sigorta erforderten Änderungen im lokalen Aufsichtsrecht die Kündigung eines mehrjährigen Quoten-Rückversicherungsvertrags in der Kraftfahrt-Sparte. Der Effekt aus der Aufhebung dieses Vertrags ist hauptursächlich dafür, dass die Gesellschaft trotz Wachstums das Berichtsjahr mit einem versicherungstechnischen Verlust von -52 (-12) Mio. EUR abschloss. Die Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses im Segment von -99 auf -136 Mio. EUR wurde somit vor allem von den Gesellschaften HDI Sigorta und HDI Asekuracja geprägt. Zudem wurden bei einigen Gesellschaften der Gruppe auf Basis eines jährlich erstellten, externen Schadenreservegutachtens Verstärkungen der Schadenrückstellungen durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde aufgrund der strategischen Neuausrichtung des Konzerns das Neugeschäft bei den Gesellschaften ASPECTA Liechtenstein sowie ASPECTA Luxemburg bis auf Weiteres eingestellt und beide Gesellschaften in die Abwicklung gegeben, wodurch sich insgesamt aus beiden Gesellschaften ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis von -21 Mio. EUR ergab. Dagegen konnte unsere brasilianische Gesellschaft den erzielten versicherungstechnischen Gewinn von 1 Mio. EUR auf 13 Mio. EUR steigern. Kapitalanlageergebnis deutlich erhöht Im Geschäftsjahr 2010 konnte im Segment Privat- und Firmenversicherung International ein Kapitalanlageergebnis von 151 Mio. EUR erzielt werden, was einer Steigerung von 24 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht, in der die Kapitalanlageergebnisse der Gesellschaften noch stark von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen waren. Den gestiegenen realisierten Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren standen zum Jahresende 2010 deutlich geringere realisierte Verluste gegenüber als im Vorjahr. So waren beispielsweise bei der italienischen HDI Assicurazioni zum Jahresende 2009 noch Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von 14 Mio. EUR enthalten; 2010 beliefen sie sich auf 8 Mio. EUR. Zusätzlich beeinflusste das in einigen wenigen Ländern wieder leicht steigende Zinsniveau das ordentliche Kapitalanlageergebnis positiv. So konnte die brasilianische HDI Seguros mit einem Kapitalanlageergebnis von 39 (25) Mio. EUR eine Steigerung gegenüber der Vergleichsperiode von 55 % realisieren. Operatives Ergebnis dreht ins Positive In der Berichtsperiode wies das Segment Privat- und Firmenversicherung International ein EBIT in Höhe von 27 (-42) Mio. EUR aus. Es wurde durch eine Abschreibung auf den Goodwill für unsere mexikanische Tochtergesellschaft belastet. Schaden-Rückversicherung scroll 2010 2009 20081) 20071),2) 20061) Mio. EUR Gebuchte Bruttoprämien 6.340 5.753 4.997 5.611 7.143 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 5.395 5.237 4.287 4.631 5.638 Versicherungstechnisches Ergebnis 78 136 200 16 79 Kapitalanlageergebnis 779 610 47 863 925 EBIT 909 760 122 902 813 Kombinierte Schaden-/ Kostenquote (netto)3) in % 98,3 96,7 95,0 98,8 98,2 1) Aufgrund veränderter Segmentzuordnung nur eingeschränkt vergleichbar 2) Angepasst aufgrund IAS 8 3) Unter Berücksichtigung des Depotzinsergebnisses Die Schaden-Rückversicherung wird im Talanx-Konzern zum größten Teil von der Hannover Rück-Gruppe betrieben. Die Hannover Rück unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit über 5.000 Versicherungsgesellschaften in rund 150 Ländern, ihre Infrastruktur besteht aus über 100 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen in rund 20 Ländern. Sie beschäftigt rund 2.200 Mitarbeiter. In der Schaden-Rückversicherung verfolgen wir keine Wachstumsziele, sondern beobachten den Ratenverlauf genau: Wenn sich die Ratensituation positiv darstellt, weiten wir unser Geschäft aus, wenn sich die Preissituation nicht risikoadäquat zeigt, reduzieren wir es. Geschäftsverlauf 2010 bestätigt Erwartungen Die bei den Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2010 prognostizierten Erwartungen haben sich im Jahresverlauf bestätigt: Die Preise blieben im Wesentlichen stabil; in schadenfreien Segmenten gaben sie allerdings leicht nach. Dort, wo es 2009 größere Schäden gab, wie beispielsweise in der Luftfahrtversicherung oder in der Kredit- und Kautionsrückversicherung, waren auch Ratensteigerungen zu verzeichnen. Dass die Preise auf überwiegend stabilem Niveau verblieben, ist auch Ausdruck der Zeichnungsdisziplin unter den Rückversicherern. Da aufgrund des niedrigen Zinsniveaus geringere Renditen aus den Kapitalanlagen zu erzielen waren, blieb das Hauptaugenmerk verstärkt auf das versicherungstechnische Ergebnis gerichtet. Dieses stand auch während der unterjährigen Vertragserneuerungsrunden im Fokus. Im Rahmen unserer Erwartungen lag die Vertragserneuerung in Nordamerika, wenngleich das Ratenniveau in vielen Bereichen nicht ausreichend war. Bei der Übernahme zusätzlicher Risiken waren wir daher zurückhaltend. Im Kredit- und Kautionsgeschäft konnten wir trotz einer zunehmenden Kapazität im Markt nochmals deutlich verbesserte Konditionen realisieren und unsere Marktposition ausbauen. Im weltweiten Katastrophengeschäft gingen die Preise für Rückversicherungsdeckungen - aufgrund des relativ ruhigen Großschadenverlaufs 2009 sowie einer verbesserten Kapitalbasis der Erstversicherer - wie erwartet zurück. Besonders deutlich waren die Ratenreduzierungen in den USA; bei schadenbelasteten Programmen in einigen Regionen waren allerdings auch Preissteigerungen durchsetzbar. Insgesamt boten sich sehr gute Chancen, profitables Geschäft zu generieren und den Marktanteil auszuweiten. Im Fokus der Aktivitäten lagen die Märkte China, Zentral- und Osteuropa, die fakultative Rückversicherung und die landwirtschaftlichen Risiken. Auch im britischen Markt konnte die Hannover Rück ihre Position ausbauen. Prämienwachstum von 10% Wie prognostiziert stieg das Bruttoprämienvolumen für unser Geschäftsfeld Schaden-Rückversicherung an, und zwar um 10 % auf 6,3 (5,8) Mrd. EUR. Bei konstanten Währungskursen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, hätte das Wachstum 7 % betragen. Der Selbstbehalt reduzierte sich von 94,1 auf 88,9 %. Die verdiente Nettoprämie stieg um 3 % auf 5,4 (5,2) Mrd. EUR. Gute Ertragslage trotz hoher Schadenbelastung Auch wenn die Hurrikan-Saison in Nord- und Mittelamerika im Berichtsjahr erneut sehr moderat verlaufen ist und wir hieraus keine Belastungen zu verzeichnen hatten, so war die Großschadensituation 2010 doch außergewöhnlich angespannt. Insgesamt betrug die Netto-Großschadenbelastung für die Hannover Rück im Berichtsjahr 662 (240) Mio. EUR und lag damit über dem Erwartungswert von 500 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund stieg die kombinierte Schaden-/ Kostenquote auf 98,3 (96,7) %. Größtes Schadenereignis mit 182 Mio. EUR war im Berichtsjahr das schwere Erdbeben in Chile. Das verheerende Erdbeben in Haiti führte angesichts geringerer versicherter Werte dagegen zu einer etwas moderateren Schadensumme von 27 Mio. EUR. Auch in Europa verzeichneten wir im Berichtsjahr eine Reihe von Naturkatastrophen, so z. B. mehrere Flutereignisse, und mit "Xynthia" auch einen kräftigen Sturm. Eine außerordentlich große Zerstörung richtete das Erdbeben in Neuseeland an, das für uns zu einer Netto-Schadenbelastung von 114 Mio. EUR führte. Neben den erwähnten Naturkatastrophen zog im Berichtsjahr insbesondere ein Schadenereignis weltweit die Aufmerksamkeit auf sich, nämlich der Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon", der zu erheblichen Umweltbelastungen führte. Insbesondere was mögliche Haftpflichtschäden betrifft, gibt es nach wie vor sehr viele ungeklärte Fragen, sodass die Belastung der Versicherungsindustrie und damit auch der Rückversicherer immer noch schwer abzuschätzen ist. Die von uns 2010 gestellten Schadenreserven in Höhe von 85 Mio. EUR berücksichtigen alle uns zurzeit bekannten konkreten und möglichen Exponierungen unserer Portefeuilles aus diesem Schadenkomplex und stellen aus heutiger Sicht eine konservative Reservierung dar. Das versicherungstechnische Ergebnis für die Schaden-Rückversicherung ging angesichts der beträchtlichen Großschadenbelastung gegenüber der Vergleichsperiode um 58 Mio. EUR auf 78 (136) Mio. EUR zurück. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 28 % auf 779 (610) Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) dieses Segments erhöhte sich um 20 % auf 909 (760) Mio. EUR. Dabei wurde das sehr gute Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit durch einen Sondereffekt unterstützt, der sich aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) ergab. Nachdem der BFH die Unzulässigkeit einer Hinzurechnungsbesteuerung von Kapitalerträgen irischer Tochtergesellschaften bestätigt hat, konnten wir hierfür gebildete Rückstellungen auflösen. Vor diesem Hintergrund wurden sämtliche steuerlichen Risiken neu bewertet. In unseren Zielmärkten Deutschland und Nordamerika entwickelte sich unser Geschäft im Berichtsjahr besser als erwartet: Das Prämienvolumen blieb mit 1.754 (1.738) Mio. EUR nahezu konstant. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug im Berichtsjahr 97,4 (104,7) %. Das EBIT für die Zielmärkte betrug 301 (119) Mio. EUR. Mit der Entwicklung des Spezialgeschäfts sind wir sehr zufrieden. Zu diesem Teilbereich der Schaden-Rückversicherung zählen das Transport- und Luftfahrtgeschäft, Kredit/ Kaution, die strukturierten Produkte, ILS (Insurance-Linked Securities), der Londoner Markt und das Direktgeschäft. Das Prämienvolumen stieg von 2.234 Mio. EUR auf 2.372 Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich auf 91,4 (96,5) %. Das EBIT für das Spezialgeschäft erhöhte sich auf 370 (256) Mio. EUR. Unter der globalen Rückversicherung fassen wir weltweit alle Märkte mit Ausnahme unserer Zielmärkte Deutschland und Nordamerika sowie des Spezialgeschäfts zusammen. Sie umfasst zudem das weltweite Katastrophengeschäft, die fakultative Rückversicherung, landwirtschaftliche Risiken sowie das schariakonforme Retakaful-Geschäft. Die Entwicklung der Märkte innerhalb der globalen Rückversicherung war im Berichtsjahr herausfordernd. Das Prämienvolumen erhöhte sich hier um 25 % auf 2.213 (1.775) Mio. EUR. Angesichts eines außerordentlich hohen Großschadenanfalls stieg die kombinierte Schaden-/Kostenquote auf 106,1 (87,9) % an. Das operative Ergebnis (EBIT) ging aufgrund dessen auf 112 (356) Mio. EUR zurück. Personen-Rückversicherung scroll Mio. EUR 2010 20091) 20081) 2007 2006 Gebuchte Bruttoprämien 5.090 4.529 3.135 3.083 2.794 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 4.654 4.078 2.785 2.795 2.374 Kapitalanlageergebnis 508 525 371 313 345 EBIT 276 371 114 231 146 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Im Konzernsegment Personen-Rückversicherung sind unter dem weltweiten Markennamen Hannover Life Re unsere Aktivitäten in der Rückversicherung der Sparten Lebens-, Renten- und Krankenversicherung zusammengefasst. Zusätzlich zeichnen wir in diesem Geschäftsfeld auch die Sparte Unfallversicherung, soweit sie von Lebensversicherern betrieben wird, und einen Teil der islamischen Versicherungsprodukte, die so genannten Family-Takaful-Produkte. Bewährtes Geschäftsmodell Unserem längerfristigen Ziel, zur Nr. 3 des weltweiten Personen-Rückversicherungsmarkts aufzusteigen, sind wir im Berichtsjahr einen wesentlichen Schritt nähergekommen. Außerhalb der USA nehmen wir bereits heute mit deutlichem Vorsprung den dritten Rang ein. Wir können einerseits mittels der konventionellen Rückversicherung selektiv attraktives Geschäftspotenzial im klassischen Rückversicherungsmarkt wahrnehmen und andererseits über unsere vier Spezialsegmente gezielt an der Entwicklung von speziellen Produkt- und Vertriebslösungen arbeiten. Daher kann sich die Hannover Life Re in einem beachtlichen Umfang von den Entwicklungen der üblichen Rückversicherungsmärkte abkoppeln. In vielen Fällen konnte die Hannover Life Re als Pionier für neue Märkte auftreten und die Dynamik dieser Märkte wesentlich mitbestimmen - das Eintreten in den britischen Privatrentenmarkt mit Enhanced Annuities im Jahre 1994/95 ist ein bekanntes Beispiel für diesen Ansatz. Derzeit leistet die konventionelle Rückversicherung den stärksten Beitrag zu unserem Geschäft. Wir gehen aber mittelfristig von einem höheren Wachstum der Säulen Neue Märkte und Bancassurance aus, sodass sich die angestrebte langfristige Balance zwischen konventioneller Rückversicherung mit ca. 40 % und den übrigen vier Säulen mit ca. 60 % des Portefeuilles in den nächsten Jahren einstellen sollte. Wertbeitrag durch Diversifikation Besondere Aufmerksamkeit legen wir auf eine optimale Risikodiversifikation, die in den unter Solvency II relevanten Risikomodellen auch sichtbar wird. Dabei spielt insbesondere die negative Korrelation zwischen den biometrischen Elementen Mortalität und Langlebigkeit eine Rolle. Das Wachstum des Langlebigkeitsgeschäfts diversifiziert unser Mortalitätsrisiko, das Wachstum der Schwellenmärkte in Asien, Afrika und Lateinamerika diversifiziert unser Portefeuille aus den führenden Märkten USA, Großbritannien und Deutschland in geografischer Hinsicht, und die Financial Solutions sind ein zusätzliches Element der strukturellen Diversifikation. Insgesamt sehen wir die Hannover Life Re als einen exzellent diversifizierten Rückversicherer, der langfristige Wachstums- und Ertragschancen für die nächsten 20 bis 30 Jahre bestens miteinander kombiniert. Einige Risiken, die gelegentlich als Wachstumstreiber in den internationalen Rückversicherungsmärkten nachgefragt werden, halten wir seit Jahren für nicht rückversicherbar. Dazu zählen wir derivative Finanzoptionen und -garantien aus den Variable-Annuities-Produkten, das Langlebigkeitsrisiko für wohlhabende sozioökonomische Gruppen sowie lebenslange Garantien für Morbiditätsprodukte. Unser Geschäftsmodell basiert auf einem Konzept organischen Wachstums, allerdings sind wir für Zukäufe offen. Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft durch geeignete Portefeuilleübernahmen unser Wachstum auf einem durchschnittlichen Niveau von 10 bis 12 % pro Jahr halten können und damit im Weltmarkt systematisch Marktanteile gewinnen werden, ohne dass dies zulasten der Qualität unserer Zeichnungen geht. Geschäftsentwicklung Die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise waren wie erwartet auch über das Jahr 2009 hinaus zu spüren. In vielen Märkten hielten sich die Verbraucher einerseits bei der Nachfrage nach langfristigen Lebensversicherungsprodukten zurück; andererseits verschlechterte sich durch eine höhere Stornoquote die Bestandsfestigkeit älterer Bestände. Daneben haben wir im wichtigen US-amerikanischen Mortalitätsmarkt und im australischen Invaliditätsmarkt festgestellt, dass die biometrischen Schadenhäufigkeiten wuchsen; sie lagen zum Teil deutlich über den historischen Vergleichswerten. Wir gehen nach eingehender Analyse der Daten davon aus, dass es sich dabei um temporäre Erscheinungen handelte. Trotz dieses teils schwierigen Umfelds konnten wir erneut ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis in der Personen-Rückversicherung erzielen. Marktposition ausgebaut In den für uns relevanten Schwerpunktmärkten USA, Großbritannien, Deutschland, Australien und Frankreich haben wir unsere Marktpositionen selektiv verstärkt. Angesichts des extrem wettbewerbsintensiven Marktumfelds haben wir im britischen und im australischen Markt neue Sterblichkeits- und Critical-Illness-/Trauma-Risiken nur sehr zurückhaltend gezeichnet. Wir halten die Rückversicherungskonditionen in weiten Teilen dieser Märkte für nicht mehr risikoadäquat. Auf der anderen Seite haben wir unsere Position im US-amerikanischen Mortalitätsmarkt durch die Übernahme des ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles im Jahr 2009 im Laufe des Berichtsjahres nochmals gestärkt. Wir haben mit einer Reihe von Zedenten die Rückversicherungsverbindung wieder aufleben lassen und befinden uns auf gutem Weg, mittelfristig mit einem Anteil von 10 bis 15 % am Neugeschäft im US-Mortalitätsmarkt ein relevanter Marktteilnehmer zu werden. In ähnlicher Weise konnten wir unsere führende Rolle im britischen Langlebigkeitsmarkt ausbauen. Wir sind stark vertreten im Neugeschäft von Privatrenten für Personen mit verkürzter Lebenserwartung, bei dem wir einige besonders dynamische Anbieter über quotale Rückversicherungsmodelle unterstützen. Darüber hinaus bauen wir die Rückversicherung von größeren Pensionsfonds in Großbritannien über so genannte Langlebigkeits-Swaps aus - hierbei übernimmt der Rückversicherer das biometrische Risiko der Langlebigkeit eines Bestands (meist nur den schon in Auszahlung befindlichen Teil) gegen die Zahlung einer laufenden, fest vereinbarten Prämie. In Südafrika sind wir weiterhin der führende Lebensrückversicherer, basierend auf der umfassenden Unterstützung von innovativen, kundenorientierten Erstversicherern. Im indischen Markt, in dem wir erst 2008 mit einem Servicebüro in Mumbai Fuß gefasst haben, haben wir die strategische Lebenskooperation mit der GIC Re weitergeführt und eine Reihe von indischen Erstversicherern als neue Zedenten gewinnen können. Im chinesischen Markt (Greater China) sind wir gegenwärtig mit drei Büros vertreten: Die Niederlassung in Hongkong betreut sowohl den Markt der dort ansässigen Lebensversicherer als auch die regionalen Zentren großer multinationaler Versicherungsgruppen. Außerdem agiert sie als regionales Servicecenter für Ostasien. Unser Servicebüro in Taipeh bedient den lokalen taiwanesischen Markt. Die Niederlassung in Shanghai konzentriert sich auf das Geschäft in der Volksrepublik China, wo wir in enger Kooperation und mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde CIRC die ersten beiden liquiditätsrelevanten Finanzierungstransaktionen abschließen konnten. Sehr erfreulich hat sich auch unser Geschäft auf dem islamischen Versicherungssektor (Takaful) entwickelt, das wir über unsere Tochtergesellschaft Hannover ReTakaful in Manama/ Bahrain zeichnen. Unsere ReTakaful-Zedenten sind vorwiegend in Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten angesiedelt. Erfreuliche Prämienentwicklung Die Bruttoprämieneinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 5,1 Mrd. EUR; dies entspricht einer Steigerung von 12 % gegenüber dem Vorjahreswert (4,5 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen - insbesondere gegenüber dem US-Dollar - hätte der Anstieg 7 % betragen. Die verdiente Nettoprämie betrug 4,7 Mrd. EUR; dies entspricht einer im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhten Selbstbehaltsquote von 91,7 %. Aus territorialer Sicht haben sich im Berichtsjahr Wachstumsimpulse aus den USA, Großbritannien, Südafrika, Lateinamerika und Ostasien ergeben - bemerkenswert ist insbesondere das rapide Wachstum in China. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im Bereich der Lebens- und Rentenversicherungen, die im Berichtsjahr insgesamt 87 % der weltweiten Prämieneinnahmen ausmachten. Auf die unterschiedlichen Deckungen aus dem biometrischen Risikofeld Morbidität, wie z. B. Invaliditätsdeckungen, Critical-Illness-/Trauma-Deckungen und Krankendeckungen, entfielen 11 %, während das kleine, aber ertragsstarke Unfallgeschäft mit 2 % beteiligt war. Der Risikoverlauf in den biometrischen Risiken Mortalität und Morbidität war im Berichtsjahr äußerst inhomogen und verlief insgesamt weniger günstig als in den beiden Vorjahren. Auffällige Entwicklungen ergaben sich im Sterblichkeitsrisiko in einigen Teilbereichen des US-Portefeuilles, das vor allem in der zweiten Jahreshälfte durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Schäden mit hohen Versicherungssummen gekennzeichnet war. Insgesamt ergab sich ein zusätzlicher Aufwand im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Ebenfalls ungewöhnlich war der Schadenverlauf im Invaliditätsrentengeschäft in Australien, der für den Markt eine längere Verweildauer der Rentenbezieher in der Invaliditätsphase auswies. Dies führte zu einer Verstärkung der IBNR-Reserven und der Rückstellung für in der Auszahlung befindliche Schadenfälle. Insgesamt ergab sich ein zusätzlicher Aufwand in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrages. Nach wie vor sehr günstige Schadenerfahrungen konnten wir in Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie in den Schwellenmärkten Südafrika, Lateinamerika und Asien machen. Die Resultate des Langlebigkeitsrisikos, das von uns gegenwärtig primär in Großbritannien gezeichnet wird, zeigen keine Auffälligkeiten und entsprechen zurzeit unseren aktuariellen Annahmen. Kapitalanlageergebnis knapp auf Vorjahresniveau Für diejenigen Kapitalanlagen, die wir im Rahmen von aus Prämien finanzierten Rückversicherungsverträgen bei Zedenten hinterlegen, tragen wir zum großen Teil kein Investmentrisiko, weil für den Rückversicherer eine feste Zinszuschreibung erfolgt - und zwar unabhängig davon, ob der Erstversicherer diesen Zins erwirtschaftet oder nicht. Anders sieht dies im US-Rückversicherungsmarkt aus, wo wir ein Volatilitätsrisiko durch die marktnahe Bewertung der deponierten Wertpapiere bei ModCo-Rückversicherungsverträgen tragen. Für das Jahr 2010 nahm dieses Risiko, dessen Entwicklung über unrealisierte Gewinne/Verluste in der Rechnungslegung abgebildet wird, einen leicht positiven Verlauf, nachdem im Vorjahr noch ein niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Gewinn auszuweisen war. Insgesamt ergab sich ein Kapitalanlageergebnis von 508 (525) Mio. EUR, von dem 204 Mio. EUR aus den selbstverwalteten Kapitalanlagen stammen und 304 Mio. EUR aus den bei Kunden hinterlegten Depots. Die Verwaltungskosten in der Personen-Rückversicherung belaufen sich auf 116 Mio. EUR. Ergebnisse im Rahmen der Erwartung Das operative Ergebnis (EBIT) des Berichtsjahres betrug 276 Mio. EUR. Das Vorjahr war durch Sondereinflüsse aus dem Erwerb des US-amerikanischen ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles sowie aus den Marktwertanpassungen bei Rückversicherungsdepots in den USA und Großbritannien geprägt, was zu dem Rekordergebnis von 371 Mio. EUR führte. Unsere schlanken Prozesse, zügigen Entscheidungsstrukturen und die Fokussierung auf relevante Kundenverbindungen im Rahmen einer detaillierten CRM-Strategie sind wesentliche Faktoren der Effizienz unseres Geschäftsmodells. Konzernfunktionen scroll Mio. EUR 2010 2009 20081) 20071) 20061) Kapitalanlageergebnis -97 -56 -96 -67 -49 EBIT -315 -26 -16 60 55 1) Aufgrund geänderter Segmentzuordnung nur eingeschränkt vergleichbar Dieses Konzernsegment besteht neben der Talanx AG im Wesentlichen aus den AmpegaGerling-Gesellschaften, dem Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) sowie den konzerninternen Servicegesellschaften, Talanx Service AG und dem IT-Dienstleister Talanx Systeme AG, der im Laufe des Jahres 2011 die operative Arbeit aufnimmt. Durch die Umstrukturierung im Talanx-Konzern bekam die ehemalige HDI-Gerling Sach Serviceholding einen neuen Aufgabenzuschnitt. Als Talanx Service AG bündelt sie nun inländische Zentralfunktionen, die nicht direkt das Versicherungsgeschäft betreffen, wie Rechnungswesen, Inkasso, Einkauf, Facility Management und Personal. AmpegaGerling - Spezialist für Kapitalanlagen Unter der Marke "AmpegaGerling" sind sowohl das Asset Management des Talanx-Konzerns als auch die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft für institutionelle Anleger und Privatkunden angesiedelt. Unter dem Markennamen werden die Asset Management GmbH, die Investment GmbH und die Immobilien Management GmbH geführt. Im Zuge der Umstrukturierungen werden im Laufe des Jahres die AmpegaGerling Asset Management unter Talanx Asset Management und die AmpegaGerling Immobilien Management unter Talanx Immobilien Management firmieren. Die AmpegaGerling Investment GmbH bleibt von der Umbenennung unberücksichtigt und auch die Produkte werden weiterhin unter diesem Namen auf dem Markt sein. Die AmpegaGerling Asset Management GmbH betreibt in erster Linie zusammen mit der Tochtergesellschaft Ampega-Gerling Investment GmbH das Management und die Administration der Wertpapierportfolios der Konzerngesellschaften und erbringt damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen wie Kapitalanlagebuchhaltung und Reporting. Die Gesellschaft verwaltete zum 31. Dezember 2010 Kapitalanlagen in Höhe von 67,2 Mrd. EUR; Ende 2009 waren es 59,9 Mrd. EUR. Die AmpegaGerling Investment GmbH verwaltet als Kapitalanlagegesellschaft Publikums- und Spezialfonds und betreibt für institutionelle Kunden Finanzportfolioverwaltung. Im Vordergrund stehen das Portfoliomanagement und die Administration von Kapitalanlagen für konzernexterne Kunden. Im Jahr 2010 entwickelte sich das Retail-Geschäft der Gesellschaft dank signifikanter Mittelzuflüsse in Höhe von 738 Mio. EUR sehr erfolgreich. Das Volumen der Publikumsfonds stieg im Vorjahresvergleich um 0,9 Mrd. EUR von 2,6 auf 3,5 Mrd. EUR. Damit konnte dieses strategische Geschäftsfeld zielorientiert ausgebaut werden. Während in der Gesamtbranche das Publikumsfondsvolumen 2010 um 12 % wuchs, verzeichnete AmpegaGerling einen deutlich überproportionalen Zuwachs in Höhe von 33 %. Bei einer Betrachtung der Absatzentwicklung nach Vertriebswegen bzw. Kundensegmenten erwies sich das administrative Geschäft mit Label-Fonds für externe Fondsinitiatoren als wichtigster Erfolgsfaktor. Einen weiteren Absatzschwerpunkt stellt das konzerneigene Unit-linked-Geschäft mit Fondspolicen dar. Ergänzend zum Retail-Geschäft betreibt die Gesellschaft das institutionelle Drittkundengeschäft und positioniert sich aufgrund des vorhandenen Know-how-Profils als Outsourcing-Partner für konzernfremde Erstversicherer. 2010 konnten bestehende Mandate um 140 Mio. EUR ausgebaut werden. Das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens stieg um 11 % auf 14,7 Mrd. EUR gegenüber dem Jahreseingangsniveau (13,3 Mrd. EUR). Davon wurde mehr als die Hälfte, nämlich 8,0 (7,7) Mrd. EUR, im Auftrag der Konzerngesellschaften über Spezialfonds und Direktanlagemandate betreut. Der übrige Anteil entfällt mit 3,4 (3,3) Mrd. EUR auf institutionelle Drittkunden und mit 3,3 (2,3) Mrd. EUR auf das Retail-Geschäft. Letzteres wird sowohl über konzerneigene Vertriebswege und Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung angeboten als auch über externe Vermögensverwalter oder Banken. Auf die AmpegaGerling Immobilien Management GmbH entfielen zum 31. Dezember 2010 Vermögenswerte in Höhe von 1,2 (2,4) Mrd. EUR. Der Rückgang der Vermögenswerte resultiert aus dem Transfer der Hypothekenbestände zur HDI-Gerling Lebensversicherung AG. Insgesamt hat sich der von allen AmpegaGerling-Gesellschaften verwaltete Kapitalanlagebestand zum Ende des Jahres 2010 von 75,5 auf 83,1 Mrd. EUR erhöht, wovon 74,5 Mrd. EUR auf die Konzerngesellschaften entfielen und 8,6 Mrd. EUR auf das Drittkundengeschäft. Protection Re - Vermittler für Rückversicherungsabgaben Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) ist im Talanx-Konzern dem Segment Konzernfunktionen zugeordnet und befindet sich zu 100 % im Besitz der Talanx AG. Im Laufe des Jahres 2011 wird die Protection Re ebenfalls umbenannt und firmiert dann unter Talanx Reinsurance Broker. Die Gesellschaft ist der professionelle Berater und Vermittler für die Rückversicherungsabgaben (Nicht-Leben-Geschäft) des Talanx-Konzerns. Ihr Kerngeschäft liegt in der umfassenden Beratung von Erstversicherungsgesellschaften in allen Bereichen der ausgehenden Komposit-Rückversicherung. Protection Re übernimmt für die Konzernzedenten im jeweils geforderten Umfang die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung. Von der Portfolioanalyse über die Beratung bei der Strukturierung der Rückversicherungsprogramme bis hin zur Administration und Abwicklung der platzierten Rückversicherungsvereinbarungen entwickeln und begleiten spezialisierte Teams tragfähige Lösungen, die die Konzernzedenten nachhaltig bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele unterstützen. Die notwendigen Rückversicherungskapazitäten für alle von Protection Re betreuten Konzernzedenten konnten auch für 2011 am Weltmarkt erfolgreich eingedeckt werden. Das operative Ergebnis 2010 betrug 8 (12) Mio. EUR. Die 2009 in London insbesondere zur Platzierung des Geschäfts deutscher Zedenten an Rückversicherungsgesellschaften außerhalb der Europäischen Union gegründete Niederlassung der Protection Re hat 2010 die an sie gestellten Anforderungen erfüllt und zu dem guten Ergebnis der Gesellschaft beigetragen. Segmentergebnis durch Talanx AG geprägt Das Kapitalanlageergebnis in diesem Segment umfasst in erste Linie die Personal- und Sozialkosten für die Verwaltung der konzerneigenen Kapitalanlagen und Fremdbestände. Dadurch liegt es regelmäßig im negativen Bereich, was keine Rückschlüsse auf das Kapitalanlageergebnis des Konzerns zulässt. Dieses ist im Anschluss im Abschnitt "Vermögenslage und Eigenkapital" beschrieben. Das Segment-EBIT von -315 (-26) Mio. EUR wird in diesem Jahr von dem Verlust der Talanx AG geprägt, der aus den verschiedenen Zuschüssen und Rückstellungen wegen Freistellungserklärungen gegenüber den Segmenten Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie International entstanden ist. Sie stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ASPECTA Lebensversicherung auf die HDI-Gerling Lebensversicherung sowie der Einstellung des Neugeschäfts der ASPECTA-Aktivitäten in Luxemburg und Liechtenstein. Vermögenslage und Eigenkapital Vermögenslage Der Charakter eines diversifizierten Finanzdienstleistungskonzerns und die Tätigkeit als große, weltweit tätige Versicherungsgruppe prägen die Bilanzstruktur des Talanx-Konzerns. Die beherrschende Position der Aktivseite sind die Kapitalanlagen, die ohne Berücksichtigung der Depotforderungen (11,0 Mrd. EUR) 65 % der Bilanzsumme ausmachen. Sie dienen in erster Linie der Bedeckung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft, die sich ohne Einbeziehung der Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, auf 72,5 Mrd. EUR beliefen. Die wichtigsten Finanzierungsmittel sind darüber hinaus das Eigenkapital (7 % der Bilanzsumme) und die emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (3 % der Bilanzsumme). Höhe und Zusammensetzung des Vermögens Die Vermögenslage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Aktiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben. Kapitalstruktur im Mehrjahreszeitraum scroll 2010 20091) 20081) Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR % Immaterielle Vermögenswerte 2.440 2 2.747 3 2.938 3 Kapitalanlagen 83.422 75 76.385 75 69.466 74 Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 6.414 6 4.975 5 3.371 4 Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 5.523 5 5.962 6 6.989 7 Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 5.011 5 4.342 4 4.438 5 Abgegrenzte Abschlusskosten 3.715 3 3.544 3 3.509 4 Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.265 1 1.685 2 1.408 1 Aktive Steuerabgrenzung 268 <1 235 <1 295 <1 Sonstige Vermögenswerte 1.781 2 1.655 2 1.736 2 Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen 1.529 1 35 <1 43 <1 Summe der Aktiva 111.368 100 101.565 100 94.193 100 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Die deutliche Erhöhung unserer Bilanzsumme um 9,8 Mrd. EUR auf 111,4 Mrd. EUR ist in erster Linie auf den markanten Anstieg unserer Kapitalanlagen um rund 7,0 Mrd. EUR - dies entspricht 9 % - auf 83,4 (76,4) Mrd. EUR zurückzuführen. In der Bestandserhöhung der selbstverwalteten Kapitalanlagen (+5,4 Mrd. EUR) spiegeln sich neben der positiven Entwicklung des versicherungstechnischen Geschäfts auch die Aufwertung des USD gegenüber dem Euro sowie die gesunkenen Zinsen wider. Letztere führen zu einer positiven Entwicklung der Marktwerte bei unseren "Jederzeit veräußerbaren" festverzinslichen Wertpapieren. Daneben wirkte sich auch die starke Steigerung der Depotforderungen um 17 % auf 11,0 Mrd. EUR positiv auf die Erhöhung des Kapitalanlagebestands aus. Detaillierte Erläuterungen zu den Kapitalanlagen siehe weiter unten in diesem Kapitel sowie im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", → Seiten 166 ff., sowie unter den "Erläuterungen zur Konzernbilanz" ab → Seite 194. Immaterielle Vermögenswerte Die in der Bilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte (2,4 Mrd. EUR) entfallen im Wesentlichen auf versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte, die sich aus dem Erwerb von Versicherungsbeständen der Vergangenheit ergeben (1,7 Mrd. EUR nach 2,0 Mrd. EUR im Vorjahr). Darüber hinaus entfällt ein nicht unwesentlicher Betrag von 589 (593) Mio. EUR auf erworbene Geschäfts- und Firmenwerte. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Darstellung im Anhang in den Abschnitten "Geschäfts- oder Firmenwert" und "Sonstige immaterielle Vermögenswerte", → Seiten 187 ff. Die vorzunehmende Amortisation bei den übernommenen Versicherungsbeständen belastet das Jahresergebnis, soweit sie auf den Aktionärsanteil entfällt, in Höhe von 152 Mio. EUR. Den ausgewiesenen versicherungsbezogenen Vermögenswerten stehen - bezogen auf den Versicherungsnehmeranteil - entsprechende Rückstellungen für Beitragsrückerstattung gegenüber. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Anhang im Abschnitt "Sonstige immaterielle Vermögenswerte", → Seiten 192 f. Korrespondierend mit der Erhöhung der Position "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", die die Kapitalanlagen für die fondsgebundenen Versicherungsprodukte enthält, erhöhte sich der Bilanzposten "Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird" um 1,4 Mrd. EUR. Bei diesen Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen, spiegeln die versicherungstechnischen Verpflichtungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider. In der Position "Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen" wird der Verkauf des Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc., Wilmington, der Hannover Rückversicherung AG aus dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung ausgewiesen, der innerhalb von einem Jahr höchstwahrscheinlich ist. Den Vorgang haben wir im Konzernanhang im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", → Seiten 164 f., näher erläutert. Kapitalanlagemanagement und -ziele Unser Kapitalanlagemanagement ist darauf ausgelegt, den sich aus den Grundsätzen des Versicherungsaufsichtsgesetzes ergebenden Zielkonflikt zwischen Sicherheit, Liquidität und Rendite durch eine angemessene Steuerung bestmöglich zu lösen. Hierbei folgt das Management der Kapitalanlagen des Talanx-Konzerns einem stringenten Investitionsprozess, der zum Ziel hat, eine der Risikotragfähigkeit und dem Ertrag-/Renditeziel der jeweiligen Gesellschaft entsprechende Asset-Allokation zu definieren. Ausgangspunkt des Kapitalanlagemanagements sind die Steuerungsimpulse des Talanx-Konzern-Risikokapitalmodells, welches die Allokation des zur Verfügung stehenden Risikokapitals bestimmt. Basierend auf dem so von dem entsprechenden Versicherungsunternehmen für das Kapitalanlagemanagement freigegebenen Risikokapital wird eine gesellschaftsspezifische Asset-Allokation entwickelt, welche die geschäftsmodellspezifischen Anforderungen (Cashflow-Struktur und/oder Duration der Passivseite, Anforderungen an die Liquiditätshaltung sowie an Renditebeiträge etc.) mit einbezieht. Das daraus resultierende optimale Portfolio stellt eine möglichst hohe Rendite unter Berücksichtigung der vorgegebenen Risikoparameter sicher. Im Rahmen des stringenten Investitionsprozesses werden durch ein umfangreiches Limitsystem die vom Gesetzgeber vorgegebenen bzw. intern definierten Grenzen überwacht, wobei sich Letztere im Wesentlichen aus der Anlagestrategie und der konservativen Anlagepolitik des Talanx-Konzerns ergeben. So besitzen weiterhin mehr als 90 % der Papiere in der Anlageklasse festverzinsliche Wertpapiere ein Rating der Klasse "A" oder besser. Eine breitgefächerte Systematik zur Begrenzung von Kumulrisiken führt zu einer ausgewogenen Mischung der Anlagen, deren risikoreduzierende Aspekte sich auch in der Krise des Euroraums bewährt haben. Neben den somit vom Konzern vorgegebenen Rahmenbedingungen für das Kapitalanlagemanagement resultieren aus der Verknüpfung der versicherungstechnischen Portfolios auf der Passivseite mit den Risikocharakteristika der Kapitalanlagen auf der Aktivseite unternehmensspezifische Vorgaben (Durationssteuerung, Sicherstellung der Währungskongruenz), die kontinuierlich überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Über- und Unterschreitungen werden taggleich angezeigt, sodass umgehend Maßnahmen zur Behebung der Limitverletzungen definiert werden können. Darüber hinaus werden für signifikante Unternehmenskennziffern Schwellenwerte definiert, bei deren Erreichung rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, um eine mögliche Gefährdung der Kennzahlen bzw. der Ziele frühzeitig zu verhindern. Die jederzeitige Absicherung der Rückstellungen für unsere Kunden mit Kapitalanlagen - sowohl nach Buchwert als auch nach Zeitwerten - steht auch bei extremen Marktsituationen stets im Fokus der Aktivitäten. Eine mehrjährige Liquiditätsplanung zeigt ferner die jährlichen Zahlungsströme. Die Feinsteuerung der Kapitalanlagen berücksichtigt, dass die Zahlungsverpflichtungen im Konzern jederzeit erfüllt werden können. Kapitalanlageentwicklung Zusammensetzung der Kapitalanlagen Mio. EUR Im Jahr 2010 konnte ein deutlicher Anstieg des Kapitalanlagebestands um 7,0 Mrd. EUR auf 83,4 Mrd. EUR verzeichnet werden. Die sich bereits im Vorjahr abzeichnende positive Entwicklung des Asset-Volumens konnte somit auch 2010 mit einer Steigerungsrate von 9 % fortgesetzt werden. Während die Entwicklung der Depotforderungen im Geschäftsjahr 2010 hinter der des Jahres 2009 zurückblieb, konnte die Erhöhung des Volumens an selbstverwalteten Kapitalanlagen mit 8 % gegenüber dem Vorjahr sogar noch leicht gesteigert werden. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Zuflüsse aus dem versicherungstechnischen Geschäft, die unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapitalanlagestruktur wieder angelegt wurden. Auch 2010 blieben die festverzinslichen Anlagen die bestimmende Investitionsklasse. Die Reinvestitionen der Kapitalerträge - hier sind vor allem die Zinserträge aus den festverzinslichen Vermögensanlagen mit einem Ergebnisbeitrag von 2,6 Mrd. EUR im Jahr 2010 zu nennen - ließen darüber hinaus die Vermögensbestände stetig anwachsen. Neben diesen aus dem originären Geschäft resultierenden Einflussfaktoren führte auch die Entwicklung des Kapitalmarkts zu bestandssteigernden Effekten. Zu nennen sind hier vor allem die gesunkenen Zinsen sowie die Entwicklung des USD-Währungskurses: Während das Kursverhältnis am 31. Dezember 2009 noch 1,44 betrug, notierte der USD zum Euro am 31. Dezember 2010 bei 1,34. Diesem Effekt ist eine Wertsteigerung der in USD gehaltenen Bestände von knapp 2 Mrd. EUR zuzuordnen. Unter Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und konzerninterner Vorgaben gestaltete sich die Diversifikation der Kapitalanlagen per 31. Dezember 2010 im Vergleich zum Jahresende 2009 ähnlich mit leichten Tendenzen zugunsten der festverzinslichen Wertpapiere. Zusammensetzung der Kapitalanlagen % Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen selbstverwalteten Kapitalanlagen stellt sich der Bestand wie folgt dar: Zusammensetzung der selbstverwalteten Kapitalanlagen nach Anlageklassen scroll 2010 20091) Veränderung Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR % Fremdgenutzter Grundbesitz 860 1 726 1 134 19 Anteile an verbundenen Unternehmen 74 <1 61 <1 13 21 Anteile an assoziierten Unternehmen 144 <1 134 <1 10 8 Darlehen und Forderungen Darlehen inkl. Hypothekendarlehen 1.439 2 1.584 2 -145 -9 Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sowie festverzinsliche Wertpapiere 30.904 43 29.964 45 940 3 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 2.999 4 2.858 4 141 5 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 28.330 39 24.226 36 4.104 17 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.305 3 2.251 3 54 2 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 974 1 834 1 140 17 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 15 <1 27 <1 -12 -44 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 69 <1 64 <1 5 8 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 83 <1 62 <1 21 34 Derivate2) 80 <1 112 <1 -32 -29 Übrige Kapitalanlagen 4.185 6 4.133 6 52 1 Selbstverwaltete Kapitalanlagen gesamt 72.461 100 67.036 100 5.425 8 1) Angepasst aufgrund IAS 8 2) Derivate nur mit positiven Marktwerten Festverzinsliche Wertpapiere Den Hauptteil des Kapitalanlagebestands im Talanx-Konzern bilden weiterhin die Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen, die sich hauptsächlich in den Haltekategorien "Darlehen und Forderungen", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" widerspiegeln. Deren Bestand stieg im Geschäftsjahr 2010 um insgesamt 5,2 Mrd. EUR auf 64,7 Mrd. EUR an (+9 %), während der Anteil dieser Anlagen am Gesamtbestand mit 78 % gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant geblieben ist. Während 2009 der Großteil der Erhöhung der Bestände in der Haltekategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" aus der Umschichtung der Papiere aus der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" im Segment Rückversicherungen resultierte - ursächlich war hier eine Steuerungsentscheidung zur Vermeidung unnötiger Bilanzvolatilität -, nahm 2010 der Anteil der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" am stärksten zu. Der Anteil dieser Finanzinstrumente, deren volatile Bestände sich auf das Eigenkapital auswirken, stieg um 4,1 Mrd. EUR (+17 %) auf 28,3 Mrd. EUR, wobei rund die Hälfte dieses Effektes auf die USD-Stärke zurückzuführen ist. Die saldierten stillen Lasten und stillen Reserven der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" sanken trotz der niedrigeren Zinsen seit Jahresende 2009 von +498 Mio. EUR auf +307 Mio. EUR, da in vielen Geschäftsbereichen die positive Reserveentwicklung verstärkt zur Realisation von Gewinnen genutzt wurde. Mit diesen Aktivitäten einhergehend wurden - wie schon 2009 begonnen - die Marktopportunitäten im Bereich der Industrieanleihen 2010 zur Stärkung der Renditesituation der Portfolios, aber auch zur weiteren Diversifizierung durch verstärkte Neuinvestitionen genutzt. Der Anteil der Industrieanleihen an den festverzinslichen Wertpapieren konnte somit von 7 % auf 8 % gesteigert werden. Grundsätzlich hält der Talanx-Konzern jedoch an der Strategie fest, Neuanlagen zur Minderung der Bilanzvolatilität nach Möglichkeit hauptsächlich in der Kategorie "Darlehen und Forderungen" zu investieren. Anlagen in der Position "Darlehen und Forderungen" nahmen um 0,8 Mrd. EUR auf 32,3 Mrd. EUR zu. Hier erhöhten sich die Reserven auf 842 (667) Mio. EUR. Staatsanleihen oder Papiere ähnlich sicherer Schuldner bilden weiterhin den Schwerpunkt der Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere. Diese betragen per Ende 2010 knapp 30,9 Mrd. EUR, was einem Anteil von 48 % am Gesamtbetrag der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen entspricht. Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere % Der Talanx-Konzern betreibt unverändert eine konservative Anlagepolitik. Für detaillierte Hinweise zur Kreditqualität unserer Kapitalanlagen siehe Anhang, → Seiten 177 ff. Bei Sicherheitsleistungen, die für versicherungstechnische Rückstellungen von Zedenten im Segment Rückversicherungen gebildet werden, erhöhten sich seit Jahresende 2009 die Depotforderungen von 9,3 Mrd. EUR auf 11,0 Mrd. EUR. Dies entspricht bei gestiegenen Gesamtkapitalanlagebeständen einer Quote von 13 (12) %. Aktien und Aktienfonds Insgesamt verblieb der im Talanx-Konzern gehaltene Aktienbestand mit 1,7 Mrd. EUR auf dem Vorjahresniveau, unterjährig waren jedoch deutliche Bestandsveränderungen zu verzeichnen: Bereits im 1. Quartal 2010 fand im Bereich der Aktien und Aktienfonds ein Bestandsabbau strategischer Positionen unter anderem aufgrund hoher Kosten für die Verlängerung der Absicherungsinstrumente statt. Lediglich in geringem Umfang wurde ein Wiedereinstieg in taktische Positionen mit definierten Stop-Loss-Strategien vollzogen. Das 2. und 3. Quartal blieb im Wesentlichen ohne große Bestandsveränderungen. Erst im 4. Quartal wurde die positive Marktentwicklung für Wiedereinstiegsprogramme genutzt. Hier ist vor allem das Geschäftsfeld Rückversicherung zu nennen, das nach dem Aktienausstieg 2008 wieder eine strategische Aktienquote aufgebaut hat. Bezogen auf den Gesamtkapitalanlagebestand des Talanx-Konzerns betrug die Aktienquote zum Jahresultimo 2010 unverändert rund 2 %. Da Absicherungen im Wesentlichen über dynamische Stop-Loss-Strategien und derivative Instrumente gefahren wurden, laufen die Aktienquoten nach und vor Absicherungen nur wenige Basispunkte auseinander (jeweils zu Marktwerten: brutto 2,3 %, netto 2,2 %). Die saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste der im Konzern gehaltenen Bestände an "Jederzeit veräußerbaren nicht festverzinslichen Wertpapieren (ohne übrige Kapitalanlagen)" belaufen sich auf +308 (+349) Mio. EUR. Immobilien inklusive Anteile an Immobilienfonds Fremdgenutzter Grundbesitz wurde in Höhe von 860 Mio. EUR gehalten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 134 Mio. EUR, was 19 % Bestandszuwachs entspricht. Im Berichtszeitraum waren neben den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 15 Mio. EUR auch außerplanmäßige Abschreibungen über 6 Mio. EUR aufgrund von Marktbewertungen vorzunehmen. Auf die im Bestand befindlichen Immobilienfonds wurden 6 Mio. EUR abgeschrieben. Die Immobilienquote, die auch die Investments in Immobilienfonds beinhaltet, liegt unverändert bei weiterhin 2 %. Kapitalanlageergebnis Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses scroll Mio. EUR 2010 2009 Veränderung Ordentliche Kapitalanlageerträge 2.782 2.607 175 davon laufende Erträge aus Zinsen 2.616 2.457 159 davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen 2 -6 8 Realisiertes Ergebnis aus Abgang von Kapitalanlagen 385 236 149 Zu-/Abschreibungen auf Kapitalanlagen -78 -332 254 Unrealisiertes Ergebnis aus Kapitalanlagen -12 52 -64 Sonstige Kapitalanlageaufwendungen 180 145 35 Ergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 2.897 2.418 479 Depotzinsergebnis 280 240 40 Summe 3.177 2.658 519 Das Kapitalanlageergebnis des Berichtsjahres liegt mit 3,2 Mrd. EUR 20 % über dem Vorjahreswert. Während die laufenden Erträge aus Zinsen auch 2010 wieder den wesentlichen Ergebnistreiber darstellen, sank doch ihr Beitrag zum gesamten Kapitalanlageergebnis von 92 % auf 82 %. Dies ist durch das höhere Ergebnis aus Realisationen sowie niedrigere Abschreibungserfordernisse begründet, die saldiert das Kapitalanlageergebnis mit 403 Mio. EUR mehr als im Vorjahr stützen. Das unrealisierte Ergebnis verschlechterte sich hingegen um 64 Mio. EUR auf -12 Mio. EUR. Das Ergebnis aus Depotzinserträgen und -aufwendungen betrug 280 (240) Mio. EUR. Der Anstieg der ordentlichen Kapitalanlageerträge - hier ohne die Erträge aus Depotforderungen - auf 2.616 Mio. EUR (+159 Mio. EUR) geht einher mit dem Anstieg der in festverzinslichen Wertpapieren investierten Volumen. Während dieser Bestand jedoch um knapp 9 % anstieg, konnte bei den Erträgen aus Zinsen nur ein Anstieg von 6 % verzeichnet werden. Neben den zum Teil erst im Jahresverlauf getätigten Investitionen, die 2010 noch nicht ihre komplette Ergebniswirkung entfalten konnten, mussten die zu investierenden Bestände bedingt durch die niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt zu niedrigeren Renditen neu eingekauft werden. Im Rahmen der Absicherung des Wiederanlagerisikos haben wir Vorkäufe insbesondere bei den Lebensversicherern im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland getätigt. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen verweisen wir auf den Anhang, Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", → Seiten 207 ff. Der Durchschnittskupon des Bestands an festverzinslichen Wertpapieren blieb im Geschäftsjahr nahezu unverändert bei 4,1 (4,2) %. Während sich im Geschäftsjahr 2009 die Nachwirkungen der Finanzmarktkrise noch sehr stark in Abschreibungen sowohl auf Dividendentitel als auch auf festverzinsliche Wertpapiere widerspiegelten, konnte 2010 eine deutliche Erholung verzeichnet werden. Abschreibungen auf Aktien wurden im Umfang von 45 (112) Mio. EUR vorgenommen. Bei den festverzinslichen Positionen schlugen die Abschreibungen mit 17 (101) Mio. EUR zu Buche. Durch Sicherungsmaßnahmen auf der europäischen Ebene (so genannter Europäischer Rettungsschirm) bestand bei den Anleihen der so genannten PIIGS-Staaten kein eine Abschreibung rechtfertigendes Ausfallrisiko, sodass Wertminderungen als vorübergehend angesehen und Abschreibungen fast vollständig vermieden wurden. Den Abschreibungen gegenüber standen Zuschreibungen von 37 Mio. EUR, die sich aus Wertaufholungen auf in Vorjahren abgeschriebene Titel ergaben. Der Saldo aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen belief sich zum Ende 2010 auf 385 Mio. EUR. Das niedrige Zinsniveau wurde in vielen Einheiten zur Realisation der damit auf den festverzinslichen Assets liegenden Reserven genutzt, sodass der Gesamtbetrag der realisierten Gewinne und Verluste aus Verkäufen von festverzinslichen Kapitalanlagen das Vorjahresergebnis um 149 Mio. EUR deutlich überschreitet. Nachfolgend ist das Jahresergebnis 2010 nach Konzernsegmenten dargestellt. In allen Segmenten ist eine deutliche Ergebniserholung zu verzeichnen, die im Wesentlichen durch die auf ein normales Niveau zurückgekehrten Abschreibungspositionen zu erklären ist. Kapitalanlageergebnis nach Konzernsegmenten1) Mio. EUR 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen 2) Angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gem. IFRS 8 Das Kapitalanlageergebnis des Konzernsegments Konzernfunktionen umfasst in erster Linie die Kosten für die Verwaltung sämtlicher Kapitalanlagen, sowohl der konzerneigenen wie auch der Fremdbestände. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente Der Talanx-Konzern geht verschiedene Verpflichtungen ein. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Vermögenslage sind hierbei Letters of Credit und Treuhandkonten zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten (5.727 Mio. EUR), Garantieleistungen aus begebenen nachrangigen Schuldverschreibungen (2.131 Mio. EUR), Sperrdepots und sonstige Treuhandkonten (1.902 Mio. EUR), Resteinzahlungsverpflichtungen aus bestehenden Kapitalanlageengagements (553 Mio. EUR), Verpflichtungen nach §§ 124 ff. vag als Mitglied des Sicherungsfonds für Lebensversicherer (372 Mio. EUR) sowie Verpflichtungen aus Mieten/Leasinggeschäften (492 Mio. EUR). Darüber hinaus belaufen sich die Sonstigen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2010 auf 796 Mio. EUR. Zudem obliegen dem Talanx-Konzern Eventualverbindlichkeiten aufgrund von Einbindung in gerichtliche Verfahren sowie Schiedsverfahren. Diese Verpflichtungen haben wir sämtlich im Anhang in den Abschnitten "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen" → Seiten 251 f. und "Sonstige Angaben - Mieten und Leasing" → Seite 253 dargestellt. Finanzlage Die Kapitalstruktur und die Zusammensetzung der Passiva des Talanx-Konzerns sind geprägt durch das Erst- und Rückversicherungsgeschäft. Den größten Anteil haben die versicherungstechnischen Rückstellungen, die nach den Anforderungen der Versicherungsaufsicht durch die Kapitalanlagen zu bedecken sind. Darüber hinaus finanziert sich der Konzern insbesondere durch Eigenkapital sowie nachrangige Anleihen und Verbindlichkeiten, welche auch unsere wichtigsten Finanzmittel repräsentieren. Die Finanzlage des Konzerns erläutern wir anhand der folgenden Übersicht, der wir die Passiva der Konzernbilanz zugrunde gelegt haben. Kapitalstruktur im Mehrjahreszeitraum scroll 2010 20091) 20081) Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR % Eigenkapital 7.991 7 7.153 7 5.718 6 Nachrangige Verbindlichkeiten 2.791 3 2.003 2 2.074 2 Versicherungstechnische Rückstellungen - brutto 77.778 70 73.531 72 69.612 74 Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird 6.414 6 4.975 5 3.371 4 Andere Rückstellungen 2.751 2 2.644 3 2.416 3 Verbindlichkeiten 10.829 10 9.750 10 9.625 10 Passive Steuerabgrenzung 1.433 1 1.509 1 1.377 2 Schulden der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppen 1.381 1 - - - - Summe der Passiva 111.368 100 101.565 100 94.193 100 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Währungseinflüsse Aufgrund der internationalen Ausrichtung der im Talanx-Konzern gebündelten Versicherer bestehen naturgemäß währungsbedingte Interdependenzen zwischen der Vermögens- und Finanzlage. Grundsätzlich erhalten und erbringen jedoch die international tätigen Versicherer im Regelfall Geld- und Schadenleistungen in der jeweiligen nationalen Währung. Dies bedeutet, dass Assets zur Bedeckung der Passiven ebenso in fremder Währung vorgehalten werden. Hierzu bedarf es einer währungskongruenten Bedeckung. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Darstellungen im Risikobericht. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden die jeweiligen nationalen Währungen entsprechend der Darstellung im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Währungsumrechnung" → Seiten 142 f. dargestellt. Entwicklung der wesentlichen Posten Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Eigenkapital um 838 Mio. EUR - dies entspricht einem Anstieg von 12 % - auf 7.991 (7.153) Mio. EUR erhöht. Der Konzernanteil belief sich auf 4.956 (4.574) Mio. EUR. Durch die Begebung von zwei nachrangigen Anleihen stieg der Bestand an nachrangigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 39 % auf 2,8 Mrd. EUR. Eine neue nachrangige Anleihe mit einem Nominalwert von 500 Mio. EUR wurde seitens der Hannover Rückversicherung AG über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S.A. begeben und eine weitere Anleihe über nominal 300 Mio. EUR durch die Talanx AG, Hannover. Die Ausgestaltungsmerkmale sind detailliert im Berichtsabschnitt "Analyse Fremdmittel" sowie im Anhang in den Ausführungen zu Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" → Seiten 216 f. beschrieben. Ferner besteht eine Kreditlinie für die Talanx AG in Höhe von nominal 1,5 Mrd. EUR, von der - unverändert zum Vorjahr -ein Betrag in Höhe von 550 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde. Das Darlehen wird bei einer Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 disponibel variabel verzinst. Hinsichtlich weiterer Kreditvereinbarungen sowie Letters of Credit verweisen wir auf die Darstellung der außerbilanziellen Finanzinstrumente sowie die Darstellungen im Anhang auf → Seite 186. Die Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft nach Konsolidierung setzen sich wie folgt zusammen: scroll Mrd. UR 2010 20091) 2008 Deckungsrückstellung 42,5 39,8 36,4 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 28,5 27,3 27,2 Rückstellung für Prämienüberträge 5,4 5,0 4,9 Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1,1 1,2 0,9 Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 0,3 0,2 0,2 Gesamt 77,8 73,5 69,6 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer ergibt sich die nachfolgende Darstellung: scroll Mrd. UR 2010 20091) 2008 Deckungsrückstellung 41,5 39,0 35,5 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 24,5 22,5 21,7 Rückstellung für Prämienüberträge 5,0 4,6 4,5 Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1,1 1,2 0,9 Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 0,3 - - Gesamt 72,4 67,3 62,6 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Hierbei sind die bestehenden Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern mindestens in gleicher Höhe mit Kapitalanlagen zu bedecken. Bezogen auf den Bilanzstichtag beträgt das Verhältnis der Nettorückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zu den gesamten Kapitalanlagen - einschließlich der Depotforderungen - 87 (88) %. Somit besteht eine Überdeckung der Rückstellung von 11,0 (9,0) Mrd. EUR. Die Rückstellungen stehen dem Konzern im Rahmen der jeweiligen Restlaufzeit zur Verfügung. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Darstellung der Restlaufzeiten insbesondere der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsleistungen (Anhang, Angabe 19 "Deckungsrückstellung" und 20 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle", → Seiten 218 bzw. 219 ff.). Die versicherungstechnischen Verpflichtungen zu Bruttowerten nach Konsolidierung werden maßgeblich von der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dominiert. Zum Bilanzstichtag entfallen 55 (55) % der gesamten Rückstellungen auf die Deckungsrückstellungen. Die Verteilung der Bruttorückstellungen (nach Konsolidierung) auf die Segmente ist wie folgt: scroll Deckungsrückstellung Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Mio. EUR 2010 2009 2010 2009 Industrieversicherung - - 7.746 7.388 Privat- und Firmenversicherung Deutschland 32.311 30.899 2.695 2.772 Privat- und Firmenversicherung International 1.752 1.527 1.130 936 Schaden-Rückversicherung - - 14.577 14.163 Personen-Rückversicherung 8.403 7.328 2.390 1.991 Konzernfunktionen - - - 6 Gesamt 42.466 39.754 28.538 27.256 Die Deckungsrückstellung ist ein mathematisch errechneter Wert für künftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftig eingehender Prämien), vor allem in der Lebensversicherung. Insgesamt sind die Bruttorückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 6 % bzw. 4,3 Mrd. EUR gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Deckungsrückstellung (+7 % bzw. 2,7 Mrd. EUR) sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (+5 % bzw. 1,3 Mrd. EUR) zurückzuführen. Der Anstieg der Deckungsrückstellung ist auf die natürliche Alterung der Versicherungsbestände sowie ein erfreuliches organisches Wachstum zurückzuführen. Der gesamte Zuwachs von 2,7 Mrd. EUR entfällt mit 1,4 Mrd. EUR auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie mit 1,0 Mrd. EUR auf das Segment Personen-Rückversicherung. Der Anstieg der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle resultiert aus gestiegenen Schadenbelastungen aus allen Erstversicherungssegmenten. Bezogen auf die Schaden-Rückversicherung ist ein leichter Rückgang von 73 % auf 72 % zu verzeichnen. Veräußerungsgruppen Gemäß den Vorschriften des IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" haben wir im Berichtsjahr im Segment Schaden-Rückversicherung die geplante Veräußerung des amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc., Wilmington, an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, klassifiziert. Die auf die Veräußerungsgruppe entfallenden Verbindlichkeiten haben wir unsaldiert von den Vermögenswerten dargestellt. Hinsichtlich der Details verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", → Seite 164 f. Außerbilanzielle Geschäfte Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten, die im Anhang unter "Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen", → Seite 251 erläutert werden. Asset-Liability-Management Die Struktur unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und anderer Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen die Grundlage für die Kapitalanlagestrategie des Talanx-Konzerns. Im Mittelpunkt steht dabei das Asset-Liability-Management: Hierbei sollen sich Wertentwicklungen bei den Kapitalanlagen möglichst mit den Entwicklung der versicherungstechnischen Verpflichtungen ausgleichen bzw. den Anforderungen der Passivseite folgen. Dies stabilisiert unsere Positionen gegenüber Schwankungen auf den Kapitalmärkten. Hierzu spiegeln wir wichtige Eigenschaften der Verpflichtungen wie Laufzeit- und Währungsstruktur, aber auch Inflationssensitivität auf der Kapitalanlageseite, indem wir nach Möglichkeit Investments erwerben, die ähnlich reagieren. Wir verweisen insoweit auch auf unsere Darstellungen im Risikobericht ab → Seite 83. Die Duration (durchschnittliche Kapitalbindungsdauer) des gesamten Kapitalanlagebestands der festverzinslichen Wertpapiere im Talanx-Konzern wurde seit Ende 2009 bei 5,5 Jahren konstant gehalten. Die Durationssteuerung der einzelnen Segmente beruht auf den Erfordernissen aus dem versicherungstechnischen Geschäft. So ist beispielsweise die Duration der Kapitalanlagen im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland mit 7 Jahren im Vergleich zum Geschäftsbereich Industrieversicherungen mit 3,4 Jahren relativ lang, um der Kapitalbindungsdauer insbesondere bei Lebensversicherungen gerecht zu werden. Zwischen den Versicherungsträgern und der AmpegaGerling wird in regelmäßigen Abständen die aktivische Duration mit den Erfordernissen der Passivseite abgestimmt. Im Hinblick auf die kongruente Währungsbedeckung bilden im Talanx-Konzern unverändert die Kapitalanlagen in USD mit 14 % den größten Anteil am Fremdwährungsportfolio. Darüber hinaus werden größere Positionen in GBP und AUD gehalten, die in Summe jedoch nicht mehr als 5 % aller Kapitalanlagen ausmachen. Zur Absicherung des Inflationsrisikos wurde im Teilkonzern der Hannover Rück ein Inflations-Swap-Geschäft abgeschlossen. Mittels dieses derivativen Finanzinstruments sollen die Schadenreserven gegen Inflationsrisiken abgesichert werden. Um das Asset Management so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, setzen wir auch derivative Finanzinstrumente ein (siehe hierzu unsere Ausführungen im Anhang, Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", → Seiten 207 ff.). Kapitalmanagement Kapitalmanagementprozess Das Kapitalmanagement beruht auf einem Prozess zur Optimierung der Kapitalsteuerung und des Kapitaleinsatzes im Konzern, der auf der Grundlage klarer Richtlinien und Abläufe gestaltet ist. Effektives und effizientes Kapitalmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Steuerungsinstrumentariums des Konzerns. Wir unterscheiden drei grundlegende Kapitalbegriffe: Company's Capital, Risk-Based Capital und Excess Capital. Als Company's Capital (Aktionärsreinvermögen) bezeichnen wir das in einer Geschäftseinheit vorhandene, dem Aktionär zuzuordnende ökonomische Kapital. Es setzt sich aus dem Eigenkapital nach IFRS und so genanntem Softkapital zusammen. Zum Softkapital, welches aktivische bzw. passivische stille Reserven/Lasten nach Steuern beinhaltet, zählen wir z. B. den Schadenreservediskont und eine über "Best-Estimate"-Reservierung hinausgehende Schadenreservierung in der Schaden/Unfallversicherung, den nicht kapitalisierten Bestandswert in der Lebens- und Personenversicherung sowie die stillen Reserven/Lasten in der Anlagekategorie Darlehen und Forderungen. Das Company's Capital dient in unserer wertorientierten Steuerung als Basis für die Bestimmung der Kapitalkosten sowie des über die Kapitalkosten hinausgehenden Verzinsungsanspruchs des Aktionärs (vgl. auch Erläuterungen zu xRoCC, → Seiten 33 und 35). Risk-Based Capital (Risikokapital) ist der Kapitalbetrag, der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts notwendig ist, um sicherzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit des Kapitalverzehrs unter 0,03 % liegt (vgl. Risikobericht). Dieses Sicherheitsniveau entspricht einem 99,97-prozentigen Value at Risk. Das für diesen Zweck erforderliche Kapital wird für die Erstversicherungsgesellschaften auf Basis des Talanx-Risikokapitalmodells berechnet. Excess Capital (Überschusskapital) ist die Residualgröße zwischen Company's Capital und Risk-Based Capital. Damit handelt es sich um Kapital, das nicht im Risiko steht. Da es nicht für die Deckung der Geschäftsrisiken benötigt wird und sofern es auch nicht zusätzlich risikotragend ausgelastet werden kann, kann es ohne Überstrapazierung der Risikotragfähigkeit entzogen werden. Das Verhältnis von Company's Capital und Risk-Based Capital zeigt darüber hinaus die Kapitaladäquanz an. Da Excess Capital ein Bestandteil des Company's Capital ist, beinhaltet es keinerlei Fremdmittel, sondern ist direkt dem Aktionär zuzuordnen. Bei Rückführung von Excess Capital bestehen allerdings Restriktionen sowohl durch (aufsichts-)rechtliche Aspekte als auch durch Ratingerfordernisse. Das generelle Ziel des Kapitalmanagements im Talanx-Konzern - eine optimierte risikoadäquate Kapitalstruktur der Gruppe - ist explizit in der Strategie festgeschrieben (→ Seiten 30 ff.). Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und der Kapitalanforderungen der Ratingagenturen als Nebenbedingung richtet sich die Kapitalallokation im Konzern somit konsequent nach Rendite-/Risikoaspekten und nach dem anzustrebenden Zielportfolio der Talanx. Hierdurch werden Investitionen, auch unter dem Gedanken der Diversifikation, in präferierte Wachstumsmärkte/Geschäftssegmente kanalisiert. Somit besteht eine zentrale Aufgabe des Kapitalmanagements darin, das Kapital zu identifizieren, das über das benötigte Risikokapital auf dem definierten Sicherheitsniveau hinausgeht - oder dieses im gegenläufigen Fall unterschreitet. Der Value at Risk definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer gegebenen Haltedauer mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Falls eine Über- oder Unterkapitalisierung besteht, wird sie in einem nächsten Schritt durch geeignete Korrekturmaßnahmen behoben oder zumindest abgemildert. So zielen im Fall einer signifikanten Überkapitalisierung auf Gesellschaftsebene die Maßnahmen des Kapitalmanagements darauf ab, freies Excess Capital systematisch zu reduzieren, um es einer effizienteren Reinvestition an anderer Stelle im Konzern zuzuführen. Erklärtes Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung unseres Kapitals bei gleichzeitig hinreichender Kapitaladäquanz und unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten. Darüber hinaus ist ein wesentliches Ziel die Substitution von Eigenkapital durch Eigenkapitalsurrogate wie z. B. Hybridkapital, welche sich positiv auf die Kapitalstruktur des Konzerns sowie auf die Fähigkeit der Talanx AG auswirkt, den operativen Einheiten Eigenmittel zur Verfügung zu stellen. Mit der Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns stellt unser Kapitalmanagement sicher, dass die Kapitalausstattung sowohl unter Ratingaspekten als auch unter Solvenz- und ökonomischen Gesichtspunkten angemessen ist. Zugleich wird gewährleistet, dass die Kapitalverzinsung für die Aktionäre entsprechend der Talanx-Strategie nachhaltig erwirtschaftet werden kann. Die Kapitalstruktur muss weiterhin die Wahrnehmung organischer und anorganischer Wachstumsmöglichkeiten auf Konzern- und Unternehmensebene ermöglichen und sie muss die Sicherheit bieten, Schwankungen an den Kapitalmärkten und im Versicherungsgeschäft abzufedern, ohne dass das angestrebte Sicherheitsniveau unterschritten wird. Der effiziente Umgang mit den Kapitalressourcen ist für vorhandene und potenzielle Investoren ein wichtiger Indikator dafür, dass Talanx mit dem zur Verfügung gestellten Kapital verantwortungsbewusst und effizient umgeht. Mit der Konzernsteuerungsfunktion Kapitalmanagement sind wir somit in der Lage, ― Transparenz über das tatsächlich vorhandene Kapital zu schaffen, ― das benötigte Risikokapital vorzugeben und seine Ermittlung zu koordinieren sowie ― die Kapitalstruktur zu optimieren, Finanzierungsmaßnahmen durchzuführen und alle strukturellen Veränderungen zu unterstützen, die Auswirkungen auf den Kapitalbedarf haben. Eigenkapital Strategische Eigenkapitalziele Im Rahmen der kommunizierten Gewinnziele setzt sich der Talanx-Konzern eine kontinuierliche, überdurchschnittliche die Risikoposition berücksichtigende Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zum Ziel. ― Wir streben an, unter den 20 größten europäischen Versicherungskonzernen zu den fünf profitabelsten zu gehören, gemessen an der Eigenkapitalrendite nach IFRS. ― Das Mindestziel unseres Konzerns in Bezug auf den Konzerngewinn nach Steuern und vor Minderheitsanteilen ist eine Eigenkapitalrendite nach IFRS von 750 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins. Dieser ist definiert als der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen. Die Eigenkapitalquote, definiert als die Summe der Eigenkapitalbestandteile im Verhältnis zur Bilanzsumme, hat sich wie folgt entwickelt: scroll 2010 20091) 20081) 20071) Bilanzielles Eigenkapital gesamt Mio. EUR 7.991 7.153 5.718 6.163 davon Minderheiten Mio. EUR 3.035 2.579 2.092 2.431 Bilanzsumme Mio. EUR 111.368 101.565 94.193 95.395 Eigenkapitalquote % 7,2 7,0 6,1 6,5 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Unter Berücksichtigung von aufsichtsrechtlich anerkannten Eigenkapitalbestandteilen wie nachrangigen Verbindlichkeiten stellt sich die modifizierte Eigenkapitalquote wie folgt dar: scroll 2010 20091) Aufsichtsrechtliches Eigenkapital Mio. EUR 1.469 1.117 Modifizierte Eigenkapitalquote % 8,5 8,1 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Die Eigenkapitalrendite, definiert als Periodenergebnis ohne Anteil anderer Gesellschafter zu durchschnittlichem Eigenkapital ohne Anteil anderer Gesellschafter, hat sich wie folgt entwickelt: scroll 2010 20091) 20081) 2007 Jahresergebnis2) Mio. EUR 220 485 183 477 Eigenkapitalrendite % 4,6 11,8 5,1 13,1 Risikofreier Zins % 3,5 3,6 3,7 3,9 Zielgröße % 11,0 11,1 11,2 11,4 Performance % -6,4 0,7 -6,1 1,7 1) Angepasst aufgrund IAS 8 2) Ohne den Anteil der Minderheiten Die Performance stellt hierbei die Zielüber- bzw. -untererfüllung dar. In den Jahren 2009 und 2007 haben wir die uns gesetzten Ziele erreicht. Die Ertragssituation im Geschäftsjahr 2008 war maßgeblich durch die weltweite Finanzmarktkrise und den damit verbundenen Einbruch der Aktienmärkte für die Ertragssituation des Talanx-Konzerns geprägt. Die Folgen dieser Krise an den internationalen Kapitalmärkten belasteten das Jahresergebnis in hohem Maße. Hinsichtlich der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr verweisen wir auf unsere Ausführung im Kapitel "Geschäftsentwicklung", → Seiten 41 ff. Entwicklung des Eigenkapitals Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen haben folgende Ursachen: Das Konzernergebnis, das auf unsere Anteilseigner entfällt, sank deutlich um 55 % auf 220 (485) Mio. EUR und wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt. "Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile und übrige Rücklagen" erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 85 % auf 388 Mio. EUR. Maßgeblich für diese Entwicklung ist vor allem der Anstieg bei den Gewinnen/Verlusten aus der Währungsumrechnung (+144 Mio. EUR) sowie bei den übrigen Eigenkapitalveränderungen (+279 Mio. EUR; im Wesentlichen Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting). Ursächlich für den Anstieg der Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ist insbesondere der gestiegene US-Dollar im Vergleich zum Euro. Gegenläufig entwickelten sich die "Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen" Per Saldo sanken die unrealisierten Gewinne und Verluste um 174 Mio. EUR auf 522 (696) Mio. EUR. Die Rücklage aus Cashflow-Hedges sank deutlich auf-123 (-23) Mio. EUR. Die Minderheitsanteile am Eigenkapital erhöhten sich um 456 Mio. EUR - dies entspricht 18 % - auf 3,0 Mrd. EUR. Der Anteil der Minderheiten am Periodenüberschuss beläuft sich auf 615 (491) Mio. EUR. Gegenläufig wirkte sich die Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter hauptsächlich aus dem Hannover Rück-Konzern in Höhe von 162 Mio. EUR aus. Entwicklung des Eigenkapitals Mio. EUR Entwicklung der nicht bilanzierten Bewertungsreserven In der folgenden Tabelle sind bei den nicht bilanzierten Bewertungsreserven keine versicherungstechnischen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertungsreserven entfallen mit 842 (667) Mio. EUR im Wesentlichen auf Darlehen und Forderungen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang zu den Positionen "Fremdgenutzter Grundbesitz", "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Sonstige Vermögenswerte" und "Nachrangige Verbindlichkeiten". scroll Mrd. EUR 2010 20091) 20081) 20071) Konzerneigenkapital 8,0 7,1 5,7 6,2 Nicht bilanzierte Bewertungsreserven vor Steuern inklusive der Anteile der Versicherungsnehmer und Minderheitsanteile 1,2 1,1 1,6 -1,2 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Liquidität und Finanzierung Liquidität generieren wir vornehmlich aus unserem operativen Erst- und Rückversicherungsgeschäft, der laufenden Verzinsung unserer Kapitalanlagen und aus Finanzierungsmaßnahmen. Durch regelmäßige Liquiditätsplanungen und eine auch an den Liquiditätsanforderungen ausgerichtete Investitionsstrategie stellen wir sicher, dass der Talanx-Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Zu Liquiditätsengpässen kam es folglich nicht. Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung Für den Talanx-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die vereinbarte Risikoübernahme, um erst im späteren Schadenfall Zahlungen zu erbringen. Solange legen wir die Gelder verzinslich an und vereinnahmen somit laufend Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns daher weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Den vollständigen Zahlungsmittelzufluss haben wir in der Kapitalflussrechnung auf → Seite 113 veröffentlicht; zusammengefasst stellt er sich wie folgt dar: scroll Mio. EUR 2010 20091) Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 4.584 5.472 Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit -5.586 -5.072 Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 553 -129 Veränderung des Finanzmittelfonds -449 271 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, der auch erhaltene Zahlungen aus den erwirtschafteten Kapitalerträgen enthält, ist im Jahresvergleich deutlich auf 4.584 (5.472) Mio. EUR gesunken. Bei der Ermittlung wird das Jahresergebnis von 670 (893) Mio. EUR in der Konzern-Kapitalflussrechnung um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen (Nettobetrachtung) korrigiert (3,9 Mrd. EUR). Insbesondere der starke Anstieg der Deckungsrückstellungen vor allem im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Personen-Rückversicherung bestimmte maßgeblich diese Entwicklung (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen im Abschnitt zur Beschreibung der Finanzlage). Der deutliche Rückgang bei der Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten in Höhe von -1,2 Mrd. EUR wird durch die Veränderung der Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses kompensiert. Die Entwicklung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten resultiert aus der Stellung von Sicherheiten der Rückversicherer. Wir verweisen auf die Darstellung der Kapitalanlageentwicklung. Die Auszahlungen für den Erwerb von Kapitalanlagen bestimmen den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Wie auch im Vorjahr übersteigen die Auszahlungen aus dem Kauf von Kapitalanlagen mit 4,2 (2,7) Mrd. EUR die Einzahlungen aus Verkauf und Endfälligkeit. Weiterhin ergaben sich Veränderung aus den Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen in Höhe von 1,4 (1,6) Mrd. EUR. Diese Mittelabflüsse resultieren mit 1,2 Mrd. EUR aus gestiegenen Investitionen in diese Kapitalanlagen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit wurde im Berichtsjahr maßgeblich durch die Veränderungen der sonstigen Finanzierungsaktivitäten in Höhe von 719 (-123) Mio. EUR bestimmt. Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere die Begebung nachrangiger Schuldverschreibungen sowie die Bankverbindlichkeiten und Anleihen. Die im Berichtsjahr gezahlten Dividenden stiegen gegenüber dem Vorjahr um 144 Mio. EUR auf 162 Mio. EUR an. Per Saldo stiegen die Kapitalzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit um 682 Mio. EUR. Im Berichtsjahr hat sich der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, insgesamt um 420 Mio. EUR auf 1,3 Mrd. EUR vermindert. Vom Zahlungsmittelbestand wurden 25 Mio. EUR für Veräußerungsgruppen nach IFRS 5 in Abzug gebracht. Weitere Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", → Seite 93. Finanzierung Neben den zur Deckung der Rückstellung und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können: Auf bilateraler Basis bestehen mit Kreditinstituten unbesicherte LoC-Fazilitäten über ein Gesamtvolumen von umgerechnet 1.207 (802) Mio. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten (maximal bis 2017). In den Segmenten Personen- und Schadenrückversicherung bestehen mit verschiedenen Kreditinstituten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC), darunter zwei unbesicherte syndizierte Avalrahmenkreditlinien. Nach vertraglichem Ablauf der ersten Hälfte der Linie aus dem Jahr 2005 im Januar 2010 beträgt deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 755 (1.395) Mio. EUR. Für die genannte zweite Hälfte dieser Linie endet die Laufzeit im Januar 2012. Die Laufzeit der Linie aus dem Jahr 2006, deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 1.509 (1.395) Mio. EUR beträgt, endet im Januar 2013. Darüber hinaus wurde im Dezember 2009 eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 566 (523) Mio. EUR abgeschlossen. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Anhang in der Note "Sonstige Angaben - "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen" → Seiten 251 f. Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen unserer Aktionärsstruktur Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung unseres Ratings, eine Besicherungsverpflichtung seitens der Hannover Rückversicherung AG auslösen. Weiterführende Informationen zu unserem Liquiditätsmanagement haben wir im Risikobericht im Abschnitt "Liquiditätsrisiken" dargestellt. Analyse Fremdmittel Mit dem Ziel, die Kapitalstruktur zu optimieren, ergänzen unsere nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen (kurz: nachrangige Anleihen) unser Eigenkapital und tragen dazu bei, jederzeit Liquidität zu gewährleisten. Diese nachrangigen Anleihen und weitere Bankverbindlichkeiten, die der Finanzierung von Unternehmenserwerben dienen, bezeichnen wir als "strategisches Fremdkapital". Die Talanx AG hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Ende 2009 hatten wir eine Tranche über 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Nominalwert der Kreditlinie betrug zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis längstens 31. Juli 2012 und kann jeweils nach Ablauf von drei Monaten fällig gestellt werden. Zusätzlich bestehen bei mehreren Konzernunternehmen langfristige Darlehen, im Wesentlichen Hypothekendarlehen, in Höhe von 188 (116) Mio. EUR. Am 14. September 2010 hat die Hannover Rück AG über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S. A. eine neue Anleihe am europäischen Kapitalmarkt platziert. Diese nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von nominal 500 Mio. EUR hat eine Laufzeit von 30 Jahren und kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. Die Anleihe ist in den ersten zehn Jahren mit einem festen Kupon in Höhe von 5,75 % p. a. ausgestattet, danach wird sie variabel mit 4,235 % über dem 3-Monats-EURIBOR verzinst. Am 18. November 2010 hat die Talanx AG eine nachrangige, mit grundsätzlich unbegrenzter Laufzeit ausgestaltete Schuldverschreibung mit einem Nominalwert von 300 Mio. EUR bei einem anfänglichen Festzins begeben, die nach zehn Jahren erstmals ordentlich in Gänze gekündigt werden kann. Nach Ablauf dieses Zeitraums verzinst sich die Anleihe variabel und ist dann quartalsweise durch die Talanx AG jeweils in Gänze kündbar. Es besteht eine vertragliche Pflicht zur Wandlung in Aktien der Talanx AG zum Emissionskurs im Falle eines Börsengangs. Mit Wirkung zum 14. März 2011 wurde die im September 2001 begebene Anleihe der Hannover Finance (Luxembourg) S. A. mit einem Nominalbetrag von 350 Mio. EUR ordentlich gekündigt. Diese Kündigung führt zu einer Verringerung unseres Verschuldungsgrads. Diese Meldung wurde am 1. Februar 2011 im "Luxembourger Wort" veröffentlicht. Emittierte Anleihen wurden im Jahr 2010 nur in geringem Umfang zurückgekauft. Das strategische Fremdkapital hat sich wie folgt entwickelt: scroll Mio. EUR 2010 2009 Nachrangige Anleihen der Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 1.869 1.365 Nachrangige Anleihen der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 265 269 Nachrangige Anleihen der HDI-Gerling Lebensversicherung AG 115 105 Nachrangige Anleihen der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 242 264 Nachrangige Anleihen der Talanx AG 300 - Bankverbindlichkeiten der Talanx AG 550 550 Hypothekendarlehen der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., Orlando 188 116 Übrige Bankverbindlichkeiten der Talanx AG - 57 Gesamt 3.529 2.726 Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Anhang in den Angaben 16 "Eigenkapital", 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten", 25 "Begebene Anleihen und Darlehen", 26 "Übrige Verbindlichkeiten" sowie unter "Sonstige Angaben - Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen". Gruppensolvabilität Die Talanx AG unterliegt als Versicherungsholding den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen gemäß § 1 b vag. Für den Konzern erfolgt eine Beaufsichtigung durch die BaFin auf Gruppenebene. Hierzu meldet der Mutterkonzern HDI V. a. G. nach den Vorschriften der bereinigten Solvabilität ergänzende Informationen an die BaFin. Solvabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Versicherers, Verpflichtungen, die er in seinen Verträgen eingegangen ist, dauerhaft zu erfüllen. Dabei geht es vor allem um eine definierte Mindestausstattung mit Eigenmitteln. Die Vorschriften zur bereinigten Solvabilität zielen darauf, eine Mehrfachbelegung von Eigenmitteln mit Risiken aus dem Versicherungsgeschäft auf verschiedenen Stufen der Konzernhierarchie zu vermeiden. Um die bereinigte Solvabilität zu berechnen, werden auf der Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses die Eigenmittel, die je nach Geschäftsumfang mindestens vorzuhalten sind (Solvabilitäts-Soll), den tatsächlich vorhandenen Eigenmitten (Solvabilitäts-Ist) gegenübergestellt. Für die Ermittlung der berücksichtigungsfähigen Eigenmittel wird das Eigenkapital nach IFRS angepasst und insbesondere um die anrechnungsfähigen Teile der nachrangigen Verbindlichkeiten sowie nicht im Eigenkapital enthaltene Bewertungsreserven erhöht bzw. um die immateriellen Vermögensgegenstände verringert. Die anrechenbaren Eigenmittel des Talanx-Konzerns sind etwa doppelt so hoch wie gesetzlich gefordert. Abgeleitete Solvabilität1) scroll 2010 2009 Berücksichtigungsfähige Konzerneigenmittel Mio. EUR 6.361 5.639 Bedeckungssatz % 196,6 184,2 1) Aus der bereinigten Solvabilität des HDI-Konzerns analog für Talanx ermittelt Die Erhöhung des Bedeckungssatzes von 184,2 % auf 196,6 % ist zum einen auf den Anstieg des Konzerneigenkapitals nach IFRS infolge des in die Gewinnrücklagen eingestellten Konzernergebnisses zurückzuführen. Ferner haben die Aufnahme von nachrangigen Anleihen und Schuldverschreibungen jenseits des Ausgleichs von Teilrückkäufen solcher Instrumente unsere Konzerneigenmittel positiv beeinflusst. Die Entwicklung der in Abzug zu bringenden bzw. hinzuzurechnenden Posten ist nahezu unverändert zum Vorjahr. Rating der Gruppe und wesentlicher Tochterunternehmen Auch im Berichtszeitraum haben der Talanx-Konzern und seine Gesellschaften ihre exzellenten bzw. sehr guten Einstufungen durch die internationalen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und A. M. Best beibehalten. Zu unterscheiden ist zwischen dem "Insurer Financial Strength Rating" (Finanzstärkerating), das primär die Fähigkeit beurteilt, den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungsnehmern nachzukommen, und dem "Issuer Credit Rating" bzw. "Counterparty Credit Rating", das Investoren ein unabhängiges Urteil über die allgemeine Finanzkraft einer Gesellschaft liefert. Financial Strength Ratings des Talanx-Konzerns und der Teilkonzerne scroll Standard & Poor's A. M. Best Note Ausblick Note Ausblick Talanx-Konzern1) A Stable Talanx Primary Group2) A+ Stable Hannover Rück-Teilkonzern3) AA- Stable A Positive 1) Die Bezeichnung von AM. Best für den Konzern ist Talanx AG and its leading non-life direct insurance operation and its leading life insurance operation" 2) Dieses Rating bezieht sich auf den Teilkonzern Erstversicherungen (Geschäftsbereiche Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International des Talanx-Konzerns) und auf seine wesentlichen Kerngesellschaften 3) Dieses Rating gilt für die Hannover Rückversicherung AG und ihre wesentlichen Kerngesellschaften. Der Hannover Rück-Teilkonzern entspricht dem Geschäftsbereich Rückversicherung des Talanx-Konzerns Von der Ratingagentur A. M. Best wird die finanzielle Stabilität des Talanx-Konzerns (sowohl für den Erstversicherungsbereich als auch für den Rückversicherungsbereich) als "Excellent" eingestuft und fällt mit einem Rating von A in die zweitbeste Beurteilungskategorie. Der Ausblick für das Rating für den Erstversicherungsbereich ist stabil. Der Ausblick für das Rating der Hannover Rück wird aufgrund der verbesserten Kapitalisierung sogar positiv eingestuft. Bei S&P erhält der Teilkonzern Hannover Rück mit AA- ("Very Strong") ein Rating aus der zweitbesten Beurteilungskategorie, während der Erstversicherungsbereich mit einem A+ ("Strong") innerhalb der drittbesten Ratingkategorie eingestuft wurde. Der Ausblick der Ratings ist jeweils stabil. Als ausgewiesene Stärke wird von S&P beiden Teilkonzernen insbesondere eine starke Wettbewerbsposition zugesprochen. A. M. Best bescheinigt den beiden Teilkonzernen u. a. eine sehr gute Kapitalisierung, die sich sogar über den Erwartungen der Ratingagentur entwickelt habe. 2010 ist ein weiteres Rating für eine Gesellschaft des Talanx-Konzerns hinzugekommen. So hat nunmehr auch die HDI-Gerling Welt Service AG im Dezember 2010 von A. M. Best ein Erstrating von A ("Excellent") mit stabilem Ausblick erhalten. Dahingegen wurden die S&P-Ratings von AA- der Hannover Reinsurance (Dublin) Ltd. und der E+S Reinsurance (Ireland) aufgrund ihrer Liquidation zurückgezogen. Hintergrund ist, dass die Hannover Rück ihre Geschäftsaktivitäten in Irland in einer Tochtergesellschaft, nämlich der Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd., gebündelt hat. Eine Übersicht über die Finanzstärkeratings aus dem Erstversicherungsbereich zeigt die folgende Tabelle: Financial Strength Ratings aus dem Erstversicherungsbereich scroll Standard & Poor's A. M. Best Gesellschaft Standort Note Ausblick Note Ausblick HDI Direkt Versicherung AG Deutschland A+ Stable - - HDI-Gerling America Insurance Company USA A+ Stable A Stable HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG Deutschland A+ Stable - - HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Deutschland A+ Stable A Stable HDI-Gerling Lebensversicherung AG Deutschland A+ Stable A Stable HDI-Gerling Welt Service AG Deutschland A+ Stable A Stable neue leben Lebensversicherung AG Deutschland A+ Stable - - HDI-Gerling Verzekeringen N. V. (Nederland) Niederlande A Stable - - HDI-Gerling Verzekeringen N. V./ HDI-Gerling Assurances S. A. (Belgie/Belgique) Belgien A Stable - - HDI Versicherung AG Österreich A Stable - - PB Lebensversicherung AG Deutschland A Stable - - PBV Lebensversicherung AG Deutschland A Stable - - TARGO Lebensversicherung AG Deutschland A Stable - - Die ersten sieben in der Tabelle genannten (grau hinterlegten) Gesellschaften definiert S&P als Kerngesellschaften oder "Core Companies" der Talanx Primary Group. Diesen wird damit auch dieselbe Ratingeinstufung zugewiesen. Die weiteren in der Tabelle genannten Gesellschaften sind bei S&P als strategisch bedeutsame Beteiligungen eingestuft und haben deshalb eine um einen Notch niedrigere Ratingbeurteilung. Bei A. M. Best haben alle vier von dieser Agentur beurteilten Gesellschaften das gleiche Rating von A mit stabilem Ausblick. Ratings von Tochtergesellschaften der Hannover Rück sind aktuell der Internet-Seite der Hannover Rück zu entnehmen, → www.hannover-rueck.de. Issuer Credit Ratings (Emittentenratings) von Gesellschaften des Talanx-Konzerns scroll Standard & Poor's A. M. Best Note Ausblick Note1) Ausblick Talanx AG A- Stable bbb+ Stable Hannover Rückversicherung AG AA- Stable a+ Positive 1) Zur Unterscheidung von Finanzstärkeratings verwendet A.M. Best bei Emittentenratings Kleinbuchstaben Diese Tabelle gibt eine Übersicht über die Issuer Credit Ratings (ICR). Mit der genannten Einstufung von A- ("Strong") bei S&P wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit "sehr gut" bewertet und entspricht damit der drittbesten Kategorie innerhalb der Emittentenrating-Skala. Bei A. M. Best wird die Zahlungsfähigkeit der Talanx AG mit bbb+ ("Good"), also mit "gut" beurteilt und entspricht so der viertbesten Ratingkategorie. Der Ausblick der Ratings ist bei beiden Ratingagenturen stabil. Ursächlich für die im Vergleich zu den "Financial Strength Ratings" etwas schlechtere Einstufung der Talanx AG ist der nach der Methodologie der Ratingagenturen übliche, so genannte Holding-Abschlag. Demzufolge erhalten Gesellschaften, die ausschließlich als Holding fungieren und nicht selbst im operativen Geschäft tätig sind, gemäß den allgemeinen Analysekriterien der Ratingagenturen eine Abstufung gegenüber dem Financial Strength Rating einer vergleichbaren Versicherungsgesellschaft. Die Hannover Rückversicherung AG wird bei S&P mit AA-("Very Strong") bewertet und damit in die zweitbeste Ratingkategorie eingeordnet. Der Ausblick dieses Ratings ist stabil. Bei A. M. Best wird die Hannover Rückversicherung AG als Emittent mit a+ ("Strong") beurteilt. Diese Einstufung entspricht der drittbesten Ratingkategorie in der ICR-Ratingskala von A. M. Best. Der Ausblick des ICR der Hannover Rückversicherung AG ist - im Einklang mit ihrem Finanzstärkerating - positiv. Des Weiteren existieren diverse Ratings für die von Konzernunternehmen emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten (Emissionsratings). Diese Ratings sind in den Erläuterungen zur Konzernbilanz im Anhang unter der Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" auf → Seite 216 aufgeführt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Unternehmensleitung der Talanx AG bewertet den Geschäftsverlauf des Jahres 2010 bei Eliminierung der Einmaleffekte insgesamt als noch zufriedenstellend. Zwar konnten die Ziele beim EBIT und der Eigenkapitalrendite nicht erreicht werden, sodass das Ergebnis unterhalb der Erwartungen lag. Jedoch ist der Ergebnisrückgang vor allem auf Sondereffekte sowie die gegenüber dem außerordentlich gering belasteten Vorjahr erhöhte Schadenbelastung zurückzuführen. Strukturell ist das Ergebnis gut: Bruttoprämien und Neugeschäft wachsen und die Finanzkraft konnten wir gegenüber dem Vorjahr stärken. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns unverändert positiv. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Nur durch die außerordentliche Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die weltweit für die Talanx-Gruppe im Einsatz sind, war es uns möglich, auch in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ein gutes Ergebnis zu erzielen. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr hohes Engagement und ihre guten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr. Dem Konzernbetriebsrat sowie allen anderen betriebsrätlichen Gremien dankt der Vorstand für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter im Talanx-Konzern 18.006 (18.038), dies entspricht 16.874 (16.921) Vollzeitstellen. Die Zahl der Mitarbeiter ist damit konstant geblieben. Insgesamt waren von den 18.006 Mitarbeitern 6.865 (6.656) Mitarbeiter, das sind 38 %, im Ausland beschäftigt und 11.141 (11.382) in Deutschland. Weltweit hat unser Konzern Mitarbeiter in 40 Ländern und 5 Kontinenten. In Deutschland sind etwa drei Viertel der Mitarbeiter in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tätig. Mitarbeiter nach Regionen In Deutschland betrug der Anteil der weiblichen Mitarbeiter 48 %, der Anteil der Teilzeitbeschäftigten 17 %; damit liegen beide Werte auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den außertariflichen Mitarbeitern erreichen wir eine Frauenquote von 28 %; auf Ebene der leitenden Angestellten beträgt sie 11 %. Mitarbeiter nach Beschäftigungsumfang in Deutschland Grundsätzlich gilt, dass Leistungsträger mit Potenzial bei Talanx unabhängig von Herkunft, Religion oder Geschlecht gefördert werden. Bei Entwicklungsprogrammen für Führungsnachwuchskräfte und für neu ernannte Führungskräfte lag die Frauenquote in den meisten Programmen in den letzten Jahren im Durchschnitt bei rund 25 %. Bei dem aktuell im Bereich der Sachversicherungen laufenden Entwicklungsprogramm für Führungskräfte erreichen wir 40 % Teilnahmequote von Frauen. Im Managementprogramm für künftige leitende Angestellte liegen wir nahe an der Quote bei leitenden Angestellten und haben insgesamt 12 % weibliche Teilnehmer. Eine gezielte Förderung durch adäquate lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder Telearbeit ebenso wie die Unterstützung von Familien bei der Suche adäquater Betreuungsplätze für Kinder sollen dabei helfen, Frauen mit Potenzial für Führungsrollen optimal zu entwickeln und zu binden. Wir erwarten, dass als Folge dieser Maßnahmen Frauen stärker Einzug auf allen Führungsebenen halten. Mitarbeiter nach Geschlecht in Deutschland Eine zeitgemäße Personalarbeit ist im Talanx-Konzern ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie. Einen breiten Raum nahm im Berichtsjahr die Projektarbeit zur organisatorischen Neuaufstellung des Talanx-Konzerns ein. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit, sodass die Wachstums- und Profitabilitätsziele erreicht und langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen werden können. In diesem Zusammenhang werden insbesondere verschiedene Zentralfunktionen in einer neu gegründeten Servicegesellschaft sowie in der Talanx AG im Zuge des Ausbaus zur Finanz- und Managementholding gebündelt. Des Weiteren konzentriert sich die konzernweite Personalarbeit auf das Personalmarketing, die Personalentwicklung und die Ausbildung. Der bevorstehende demografische Wandel bedeutet, dass sich die Unternehmen bereits in naher Zukunft einem starken Wettbewerb um qualifizierte Hochschulabsolventen und Fachkräfte stellen müssen. Um zu gewährleisten, dass Talanx auch in Zukunft gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter gewinnen kann, ist es von großer Wichtigkeit, den Bekanntheitsgrad des Talanx-Konzerns und seiner Einzelmarken zu erhöhen. Im Rahmen des Hochschulmarketings und der Platzierung von Talanx als erfolgreiche Arbeitgebermarke startete im Berichtsjahr unsere übergreifende Arbeitgeber-Imagekampagne, die durch den Slogan "Talanxieren Sie Ihre Karriere" einen hohen Wiedererkennungswert hat. Neben dem Personalmarketing stellt die Personalentwicklung einen wichtigen Schwerpunkt der Personalarbeit dar. Wie in vergangenen Jahren wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch für ihre anspruchsvollen Aufgaben durch Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen qualifiziert. Ziel ist es, die überdurchschnittliche Qualifikation der Mitarbeiter zu sichern und weiter auszubauen, um so den Konzern optimal für die Herausforderungen des Markts zu rüsten. Die im Vorjahr gestartete Talanx Corporate Academy hat sich erfolgreich etabliert und bietet den Vorständen und oberen Führungskräften aller Konzerngesellschaften ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot. Ergänzend zu den Angeboten der Geschäftsfelder dient die Corporate Academy speziell der Vermittlung von Strategie und Steuerungsmethoden der Talanx. Weitere wichtige Ziele sind die Verbesserung der Kommunikation und die Vernetzung zwischen Holding und Geschäftsbereichen sowie zwischen den Geschäftsbereichen. Als Referenten und Diskussionspartner werden Mitglieder des Talanx-Vorstands durch Professoren bekannter Business Schools ergänzt. In allen Geschäftsbereichen haben sich die Mitarbeiter in erfreulich großem Umfang weitergebildet. Sie nutzten nicht nur Angebote zu fachlichen Themen, sondern arbeiteten auch intensiv an der Weiterentwicklung ihrer Methoden-, Führungs- und Sozialkompetenz. Der Geschäftsbereich Industrieversicherung legte einen Fokus auf die Nachwuchsförderung. Traineeprogramme in den einzelnen Versicherungssparten vermitteln in geschlossenen, einjährigen Programmen einen fundierten Überblick über Theorie und Praxis der Sachversicherung. Mit diesen Aktivitäten soll eine adäquate Anzahl entsprechend qualifizierter Mitarbeiter aufgebaut werden, um dem gestiegenen Bedarf an Fachkräften gerecht zu werden. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland arbeitet schwerpunktmäßig mit dem konzerneigenen Weiterbildungszentrum in Köln zusammen, um in der Personalentwicklung ein breites Angebot fachlicher, methodischer und persönlicher Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten. Es umfasst Fachseminare, Persönlichkeitstrainings, aber auch eigens entwickelte zielgruppenspezifische Spezialprogramme. Zudem wurde ein im Bereich Bankenvertrieb im Vorjahr entwickeltes Fachkarrieremodell in weiteren Funktionen ausgerollt. Hierbei folgen die Mitarbeiter einem individuellen, mit der Führungskraft ausgearbeiteten dreiteiligen Entwicklungsplan. Dazu gehören Persönlichkeitsseminare, die sich eng am Kompetenzprofil des Unternehmens orientieren. Zweiter Bestandteil des Karriereplans ist die fachliche Weiterbildung wie etwa der unternehmensgeförderte und -finanzierte Besuch von nebenberuflichen Studienprogrammen. Drittens wird die Projektkompetenz ausgeweitet, wobei die Mitarbeiter gleichermaßen die Rolle des Projektmitarbeiters und die des Projektleiters theoretisch wie auch praktisch vertiefen können. Die erfolgreiche und innovative Umsetzung dieses Konzepts wurde mit dem versicherungsbrancheninternen Bildungspreis "InnoWard 2010" ausgezeichnet. Im Rahmen der Bewerbung um diesen Preis konnte es sich gegen 37 andere Bewerbungsvorschläge aus der gesamten deutschen Assekuranz durchsetzen. Auch in der Rückversicherung hat eine fundierte und zeitgemäße interne Weiterbildung einen hohen Stellenwert. In den letzten Jahren wurde dieses System kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Neben den klassischen Präsenzveranstaltungen baut die Hannover Rück eine zweite Säule der Lernmethodik auf, das so genannte Blended Learning. Dabei werden Online-Lernphasen und Präsenz-Schulungen sinnvoll kombiniert und zu einer Einheit zusammengeführt. Das Lernen wird somit besser selbststeuerbar sowie raum- und zeitunabhängiger, sodass auch Kollegen an den Auslandsstandorten einfacher eingebunden werden können. Seit vielen Jahren bietet die Hannover Rück ein praxiserprobtes Traineeprogramm an, das auf Absolventen der Wirtschaftswissenschaften (Betriebs- und Volkswirtschaftslehre), (Wirtschafts-)Juristen und Absolventen der Kulturraumstudien fokussiert ist. Ziel dieses ressortübergreifenden Programms ist die Ausbildung von Nachwuchs gezielt für das Kerngeschäft Underwriting. Seit 2009 hat die Hannover Rück diese sehr passgenaue, interne Form der Weiterbildung ausgeweitet: Sie hat ein spezielles Traineeprogramm für (Wirtschafts-)Mathematiker etabliert, denn in den vergangenen Jahren ist der Bedarf an qualifizierten Mathematikern kontinuierlich und deutlich gewachsen. Auch der Erstausbildung kommt im Konzern nach wie vor eine hohe Bedeutung zu: Dem Unternehmen ermöglicht die Ausbildung kompetente, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen. Für den einzelnen Auszubildenden ist sie eine Voraussetzung für den erfolgreichen Start in das Berufsleben. Ein überwiegender Anteil der Auszubildenden wird nach Abschluss der Ausbildung übernommen. Zum 31. Dezember 2010 waren im Talanx-Konzern im Inland 404 (391) Auszubildende beschäftigt. Nachhaltigkeit Die Unternehmen im Talanx-Konzern zeigen auf vielfältige Weise ihre Verantwortung für die Umwelt. Unseren Versicherern stehen dafür drei Wege offen: im Unternehmen nachhaltig zu wirtschaften, Produkte zu entwickeln, die Kriterien wie Umweltschutz, Energieverbrauch und soziale Verantwortung unterstützen, und solche Kriterien bei der eigenen Kapitalanlage zu berücksichtigen. Im Unternehmen setzen wir u. a. auf Energiesparmaßnahmen, die in unseren Bürogebäuden vielfältige Formen annehmen. Besonders bei Neubauten nutzen wir die Gelegenheit, auf umweltgerechte Baumaßnahmen und einen umweltschonenden Betrieb zu achten. Aktuelles Beispiel ist die neue Unternehmenszentrale in Hannover, die zum Jahresende 2011 bezogen werden soll: Hier zielt das technische Konzept auf minimalen Energie- und Ressourcenverbrauch. Regenerative Energien und Ressourcen werden genutzt; für den Grundbedarf an Heiz- und Kühlenergie beispielsweise das natürliche Erdpotenzial (Geothermie). Eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle, Dreifachverglasung und die Begrünung von Dachflächen tragen ebenfalls zur Nachhaltigkeit des Gebäudes bei. Auf der Produktseite bieten wir in der Versicherung beispielsweise Deckungserweiterungen für Photovoltaik-Anlagen oder auch Vergünstigungen in der Kfz-Versicherung für verbrauchsarme Fahrzeuge, Hybridfahrzeuge und solche mit Elektro-, Gas-, Wasserstoff- oder Brennstoffzellen-Motor. In allen aktuellen Fondspolicen bietet HDI-Gerling ein aktiv gemanagtes Öko-Depot an. Die Anlagestrategie "Zukunft" enthält nachhaltige Aktien-, Misch- und Rentenfonds. Kriterien bei ihrer Auswahl sind der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, ein sparsamer Umgang mit Ressourcen, der faire Umgang mit Menschen sowie eine attraktive Rendite. Auch AmpegaGerling hat Anlageprodukte, in denen das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt wird, in ihrem Portfolio. Sie bietet als nachhaltige Geldanlage neben dem Gerling Responsibility Fonds auch die Sondervermögen terrAssisi Renten I AMI und terrAssisi Aktien I AMI an. Die Fonds investieren in Unternehmen und Emittenten, die neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien dauerhaft in ihre Firmenstrategie einbeziehen und unter dem Gesichtspunkt "Zukunftsverantwortung" zu den Vorreitern zählen. Bei der Kapitalanlage unseres Konzerns beachten wir die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen hinsichtlich größtmöglicher Rentabilität, Liquidität und Sicherheit, um jederzeit die vereinbarten Versicherungsleistungen erbringen zu können. Stehen uns Anlagemöglichkeiten zur Verfügung, die besondere ethische, soziale und ökologische Belange berücksichtigen und gleichzeitig allen eben genannten Ansprüchen genügen, finden diese besondere Beachtung. Gesellschaftliche Verantwortung Seine Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten hat Talanx unter dem Begriff "Bildung und Ausbildung" zusammengefasst. Als zentrale Maßnahme haben wir eine Stiftung eingerichtet. Die Talanx-Stiftung, die im Jahr 2009 mit dem Ziel gegründet wurde, leistungsstarke Studierende versicherungsnaher Fachbereiche und Institute an ausgewählten Hochschulen finanziell zu unterstützen, vergab im Jahr 2010 erstmals zehn Studienstipendien je Semester. Die Stipendien wurden zunächst für ein Jahr gewährt und können bis zu zweimal um jeweils ein weiteres Jahr bis zum Ende der Regelstudienzeit verlängert werden. Mit diesem Engagement will die Talanx AG ihre Verantwortung für gesellschaftliche Belange mit dem von ihr gesetzten Schwerpunkt "Bildung und Ausbildung" wahrnehmen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, besonders leistungsstarke und förderungswürdige Studenten finanziell zu unterstützen. Gefördert werden sollen vor allem Studenten, die selbst nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, ihr Studium ohne entsprechende Unterstützung im Rahmen der Regelstudienzeit und mit dem ihrer Begabung entsprechenden Ergebnis zu absolvieren. Marketing und Werbung, Vertrieb Das Mehrmarkenprinzip im Talanx-Konzern spiegelt sich in der vielstimmigen externen Kommunikation wider, in der die Tochtergesellschaften mit verschiedenen Marken über maßgeschneiderte Marketing- und Werbemaßnahmen ihre jeweiligen Kundensegmente adressieren. Erstversicherer wie HDI und HDI-Gerling wenden sich an die breite Öffentlichkeit und setzen dafür beispielsweise TV-Werbespots, Anzeigenkampagnen oder Sponsoring ein. Rückversicherung und Asset Management sprechen fokussiert ihre speziellen Zielgruppen an. Die Kommunikation der Talanx AG richtet sich besonders an die erweiterte Financial Community und Wirtschaftsjournalisten und beschränkt sich daher hauptsächlich auf Print-Anzeigen in ausgewählten Medien. Die Vertriebswege, die die Gesellschaften in der Gruppe nutzen, sind äußerst vielfältig: Sie reichen von eigenen Ausschließlichkeitsorganisationen und der Präsenz vor Ort durch Niederlassungen und Geschäftsstellen über die Einschaltung von Maklern und freien Vermittlern bis zu hoch spezialisierten Bankenkooperationen. Weitere Informationen dazu finden sich in den Abschnitten zum jeweiligen Konzernsegment. Corporate Governance Die Talanx AG versteht unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen künftiger Anleger, unserer Kunden und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung. Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. Die Talanx AG orientiert sich bei der Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erreichen, an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), womit sie sich sukzessive an die Standards börsennotierter Unternehmen annähert. Vorstand Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands wird auf → Seite 8 des Geschäftsberichts erläutert. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Jedes Vorstandsmitglied führt im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die strategische Ausrichtung, die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie über die bestehenden Chancen und Risiken. Bestimmte Vorstandsentscheidungen von besonderem Gewicht bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung der Gesellschaft. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder und die Prüfung des Jahresabschlusses zuständig. Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt. Um eine effektive Arbeit zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet: ― Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ― Finanz- und Prüfungsausschuss ― Nominierungsausschuss ― Ständiger Ausschuss Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Umsetzung strategischer Entscheidungen, wesentliche Chancen und Risiken sowie die Planung der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu beraten. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den → Seiten 9 f. erläutert. Hauptversammlung In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Einziger Aktionär ist der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. Bei der Beschlussfassung gewährt jede Aktie eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und beschließt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen und die Zustimmung zu Unternehmensverträgen, ferner über die Vergütung des Aufsichtsrats und über Satzungsänderungen der Gesellschaft. Jedes Jahr findet eine ordentliche Hauptversammlung statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegen. Für besondere Fälle sieht das Aktiengesetz die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor. Compliance Als selbstverständlich betrachtet der Talanx-Konzern die Einhaltung geltenden Rechts als Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. In diesem Zusammenhang werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Compliance-Beauftragten der Talanx unterstützt. Mit der Verhaltensrichtlinie für unsere Mitarbeiter setzen wir Maßstäbe für ein verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit dieser Richtlinie und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen in Einklang steht. Nicht nur die Qualität unserer Produkte und unserer Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäftserfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir Vertrauen, einen in unserer Branche nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsfaktor. Mithilfe von Schulungsveranstaltungen und -programmen bieten wir den Mitarbeitern die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse über ausgewählte Compliance-relevante Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen. Ein Hinweisgebersystem ermöglicht den Mitarbeitern, bestimmte gravierende Gesetzesverstöße auch anonym zu äußern. Auf dieser Basis können die Compliance-Beauftragten tätig werden, den Schaden eindämmen und weitere Schäden vermeiden. Risikoüberwachung und -steuerung Das konzernweit gültige Risikomanagementsystem der Talanx AG basiert auf der Risikostrategie, die ihrerseits aus der Unternehmensstrategie abgeleitet ist. Wesentliches Element ist die systematische und vollständige Erfassung aller aus heutiger Sicht denkbaren ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Weitere Einzelheiten hierzu sind dem in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Risikobericht ab → Seite 84 zu entnehmen. Vergütungsbericht Im Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst sowohl die für das Berichtsjahr 2010 maßgebliche Vergütungsstruktur als auch die für das Geschäftsjahr 2011 aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen neu eingeführte Struktur für die Vorstandsvergütung. Außerdem wird die Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG beschrieben, die im Berichtsjahr erstmals auch eine erfolgsorientierte Komponente enthält. Des Weiteren werden die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte außerhalb des Konzernvorstands dargestellt. Vergütung des Vorstands Die Vorstandsvergütung wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen. Die letztmalige Überprüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in seiner Sitzung am 13. November 2010. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat zugleich eine grundlegende Neuausrichtung des Vergütungssystems für den Vorstand mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 beschlossen, die weiter unten näher beschrieben wird. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Ausgehend vom Tätigkeits- und Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds richtet sich die Gesamtvergütung nach seinen persönlichen Leistungen und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Sie besteht aus folgenden Komponenten: Festvergütung: Die Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Sie orientiert sich insbesondere am Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung wird durch den Aufsichtsrat jeweils in Zeitabständen von zwei Jahren überprüft. Variable Vergütung: Die persönlichen Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens werden durch einen angemessenen Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung berücksichtigt. Die variable Vergütung wird in Form einer Tantiemezahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr gewährt. Sie wird vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung des Ergebnisses und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns, des Ergebnisses des von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Ressorts sowie seiner persönlichen Leistungen festgesetzt. Nebenleistungen: Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte Nebenleistungen, insbesondere einen Dienstwagen sowie Versicherungsschutz (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherungen). Sofern Vorstandsmitglieder in Konzerngesellschaften ein Mandat ausüben und hierfür eine Vergütung erhalten, wird diese auf die Tantiemezahlung der Talanx AG angerechnet. Hinsichtlich der Höhe der Vorstandsvergütung wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäftsbericht verwiesen → Seiten 253 f. Betriebliche Altersvorsorge Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder mit der Talanx AG enthalten - mit einer Ausnahme, wo ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Abhängigkeit von der Festvergütung gewährt wird - Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet. Das vereinbarte Maximal-Ruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 35 und 65 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In einem Fall besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System beruht. In diesem Fall wird ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % des versorgungsfähigen Einkommens (feste jährliche Bezüge zum Stichtag 1. Juli eines jeden Jahres) von der Gesellschaft geleistet. In beiden Vertragsvarianten werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr, Bezug von Berufsunfähigkeitsleistungen oder vorerdiente Ruhegehaltszahlungen). Im Berichtsjahr bestanden sechs Einzelzusagen an die aktiven Vorstandsmitglieder. Der Rückstellungsaufwand hierfür gemäß International Financial Reporting Standards belief sich im Berichtsjahr auf 3,9 Mio. EUR. Hinsichtlich der Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen sowie der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäftsbericht verwiesen. Neue Vergütungsstruktur ab 1. Januar 2011 Der Aufsichtsrat hat das Vergütungssystem für den Vorstand im Berichtsjahr auf Grundlage der neuen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben für die Vorstandsvergütung überprüft und dessen Struktur unter besonderer Berücksichtigung des Gesichtspunkts der Nachhaltigkeit neu ausgerichtet. Dabei wurden auch die Kriterien für die Bemessung der erfolgs- und leistungsbezogenen variablen Vergütung und deren Gewichtung neu festgelegt. Die neue Vergütungsstruktur gilt mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 für alle aktiven Vorstandsmitglieder. Die Vergütung des Vorstands orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfelds (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten. Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands. Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist sowie einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt. Die Vergütung teilt sich nach wie vor in eine jährliche Festvergütung, die erstmals zum Teil nicht Grundlage für die Berechnung der Höhe der endgehaltsbezogenen Altersversorgung ist, und eine variable Vergütung auf, wobei sich die variable Vergütung aus einer leistungsabhängigen jährlichen Barzahlung, aus einer so genannten Bonusbank mit Auszahlung nach drei Jahren sowie aus einer aktienorientierten Vergütung (Share Awards) zusammensetzt. Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich in einer Bandbreite von 45 % bis 65 %. Bemessung der variablen Vergütung Die Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem so genannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich einem so genannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt. Als Konzernbonus wird ein individuell bestimmter Betrag je 0,1 Prozentpunkt, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt, vergütet. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der letzten drei Geschäftsjahre unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der Höchstbetrag des Konzernbonus wie auch der maximale Malusbetrag sind individuell vereinbart. Die Regelung über den Konzernbonus kann angepasst werden, sofern sich der risikofreie Zinssatz in einem Umfang verändert, dass sich eine Abweichung (absolut) von mindestens 1 Prozentpunkt ergibt. Der risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird. Der Geschäftsbereichsbonus soll sich an dem im jeweils abgelaufenen Dreijahreszeitraum erreichten durchschnittlichen Intrinsic Value Created (IVC) für den von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Geschäftsbereich orientieren. Ein allgemein gültiges Konzept zur Messung des IVC wird derzeit noch weiter verfeinert. Die Regelung zur Berechnung der Geschäftsbereichsperformance auf der Grundlage des Geschäftsbereichs-IVC soll erstmals für das Geschäftsjahr 2013 Anwendung finden. Bis eine solche Regelung erstellt ist, wird der Geschäftsbereichsbonus vom Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen festgesetzt. Dabei wird der Aufsichtsrat insbesondere folgende Kriterien berücksichtigen: relative Veränderung des IVC im Vergütungsjahr, absolute Höhe des IVC im Vergütungsjahr, IVC im Vergütungsjahr im Vergleich zum Zielwert, Ausschüttungs- bzw. Ergebnisabführungsquote des Geschäftsbereichs im Vergleich zum Zielwert, allgemeines Marktumfeld. Bei vollständiger Erfüllung der Kriterien wird der für 100 % Kriterienerfüllung individuell bestimmte Betrag erreicht. Über- bzw. Untererfüllung der Kriterien führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Erfüllung der Kriterien. Ferner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle, im Folgejahr zu erreichende qualitative und ggf. auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können insbesondere der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungskompetenz, Innovationskompetenz und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Besonderheiten, sein. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Betrag für 100 % Zielerfüllung wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung. Die Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Ergibt sich als Folge der Addition der Einzelbeträge ein Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h. keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt. Auszahlung der variablen Vergütung Von dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung ausbezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten. Der zurückbehaltene Teil wird je zur Hälfte in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt. In die Bonusbank werden jährlich 20 % der rechnerisch ermittelten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausbezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr - gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt. Der weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form so genannter Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach einem Börsengang der Talanx AG nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der XETRA-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung. Solange die Aktien der Talanx noch nicht börsennotiert sind, gilt als Wert je Aktie der Talanx AG der Buchwert des Eigenkapitals je Aktie, wie er sich aus dem nach internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 315a HGB aufgestellten Konzernabschluss für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr ergibt. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für je ein Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie ausbezahlt. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt und wurde in der Hauptversammlung 2010 angepasst und neu geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen. Für das Geschäftsjahr 2010 beträgt die von der Hauptversammlung festgelegte jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR. Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats erstmals für das Geschäftsjahr 2010 eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Mio. EUR, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gem. § 113 Abs. 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, die seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.00 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Abs. 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung. Für die Mitglieder des Finanzausschusses und des Personalausschusses des Aufsichtsrats wird für das Geschäftsjahr 2010 eine weitere Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrages. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt. Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung. Hinsichtlich der Höhe der Aufsichtsratsvergütung wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäftsbericht verwiesen → Seiten 253 f. Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte außerhalb des Konzernvorstands Die Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte außerhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (so genannte Risikoträger) gleichermaßen. Für den Personenkreis der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb der Geschäftsleiter, die nicht zu den Risikoträgern gehören, existieren in der Talanx-Gruppe in den einzelnen Geschäftsbereichen separate Vergütungssysteme, welche der Vergütungsstrategie des Konzerns entsprechen. Unterschiede in der Ausgestaltung sollen den spezifischen Rahmenfaktoren der Geschäftsbereiche Rechnung tragen und deren Wettbewerbsfähigkeit fördern. Einheitlich gilt auch für diesen Personenkreis, dass die Vergütung sich aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammensetzt. Der fixe Teil der Vergütung beträgt zwischen 50 und 85 % der Gesamtvergütung und wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Zudem werden bestimmte Nebenleistungen, insbesondere ein zur Verfügung gestellter Dienstwagen und Versicherungsschutz (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherungen), sowie arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Entgeltumwandlung zum Aufbau einer zusätzlichen arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung. Bei der Hannover Rückversicherung AG besteht ferner ein virtueller Aktienoptionsplan, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Bei der Bemessung des variablen Teils der Vergütung finden der nachhaltige Unternehmenserfolg, der nachhaltige Erfolg der Organisationseinheit sowie der persönliche Erfolg des Mitarbeiters Berücksichtigung. Individuelle Ziele müssen im Einklang mit der Strategie des Talanx-Konzerns stehen und geeignet sein, den Erfolg des Talanx-Konzerns zu steigern. Die Vergütungs- und Zielvereinbarungssysteme im Konzern werden 2011 dort, wo es unter Aufrechterhaltung der Unterschiede der Geschäftsbereiche sinnvoll ist, weiter vereinheitlicht. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Risikostrategie Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie ist die Basis unseres Umgangs mit Risiken und Chancen. Elementar für die Übernahme von Risiken sind die Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikoneigung des Konzerns. Die Risikostrategie bildet als eigenständiges Regelwerk das Fundament für das konzernweite Risikomanagement. Sie ist damit integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spiegelt sich in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäftsbereiche wider. Als international operierender Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern sind wir mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind und deren Ausprägung in den einzelnen Geschäftsbereichen und geografischen Regionen unterschiedlich ist. Sowohl die Unternehmens- als auch die Risikostrategie werden daher regelmäßig überprüft. Durch diese Überprüfung unserer Annahmen und einer gegebenenfalls daraus abgeleiteten Adjustierung stellen wir die Aktualität unserer strategischen Leitlinien und damit unseres Handelns sicher. Oberstes Ziel unseres Risikomanagements ist es, unsere strategisch definierten Risikopositionen einzuhalten. Bezüglich der Kapitalausstattung streben wir in unserem internen Risikokapitalmodell eine Adäquanzgröße an, die uns einen hohen Sicherheitspuffer gibt. Als Nebenbedingung zu dem regulatorischen Ziel der aufsichtsrechtlichen Übererfüllung der Kapitalausstattung verfolgt die Talanx ein Zielrating, das bei Standard & Poor's der Kategorie "AA" entspricht. Funktionen innerhalb des Risikomanagementsystems Wesentlich für ein effizientes Risikomanagementsystem ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen und Aufgaben klar definiert, um ein reibungsloses Zusammenspiel zu gewährleisten. scroll Steuerungselement Wesentliche Aufgabe im Risikomanagement Aufsichtsrat ■ Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u. a. auch im Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement Vorstand ■ Gesamtverantwortung für das Risikomanagement ■ Festlegung der Risikostrategie ■ Verantwortlich für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements Risikokomitee ■ Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium, insbesondere mit folgenden Aufgaben: ■ kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie ■ Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf die existenzgefährdenden Risiken des Konzerns Chief Risk Officer ■ Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung (systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/Überwachung und Berichterstattung von Risiken) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken Zentrales Risikomanagement ■ Konzernübergreifende Risikoüberwachungsfunktion ■ Methodenkompetenz, u. a. für die ■ Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikobewertung, -steuerung und -analyse ■ Risikolimitierung und -berichterstattung ■ übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals Dezentrales Risikomanagement ■ Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen ■ Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Überwachung und Berichterstattung dienen Interne Revision ■ Prozessunabhängige Überprüfung der Funktionsbereiche des Konzerns Wirtschaftsprüfer ■ Jährliche systematische Prüfung des Risikofrüherkennungssystems Risikomanagementprozess Der Talanx-Konzern deckt mit seinen Konzernsegmenten ein umfangreiches Produktspektrum ab - von Versicherungen bis zu Finanz- und sonstigen Dienstleistungen. Daher arbeiten die Talanx AG und ihre Tochtergesellschaften mit vielfältigen Verfahren und Instrumenten zur Risikobeobachtung und -steuerung. Entsprechend dem Ansatz vergleichsweise weitgehender Eigenverantwortung und Dezentralität pflegen unsere Tochterunternehmen jeweils eigene Risikomanagementsysteme, da sie ihre Risiken selbst am besten beurteilen und bewerten sowie Risikosteuerungsmaßnahmen rechtzeitig ergreifen können. Das Konzernrisikomanagement gibt zur Ausgestaltung der dezentralen Risikomanagementsysteme jedoch Richtlinien vor, die einen konzernweit einheitlichen und aggregierbaren Mindeststandard gewährleisten. Der Risikomanagementprozess umfasst die Identifikation, Messung, Analyse, Bewertung, Limitierung und Überwachung von Risiken sowie die Risikoberichterstattung. Wir identifizieren Risiken über geeignete Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen, in denen Experten und ausgewählte Führungskräfte zur Risikolage Stellung nehmen. Um über die Risikosituation in den Geschäftsbereichen laufend informiert zu sein, führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit dem dezentralen Risikomanagement. Wesentliche Änderungen in der Risikoposition berichtet das Risikomanagement der Geschäftsbereiche ad hoc an das Konzernrisikomanagement. Zur Messung, Analyse und Bewertung von Risiken leitet das Konzernrisikomanagement aus den dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikokapitalmodells die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell nehmen wir eine adäquate Bewertung der Risiken vor. Es lehnte sich im Berichtszeitraum noch in wesentlichen Bereichen an ein verfeinertes so genanntes GDV-Standardmodell an und dient der Risikoanalyse und -bewertung von Einzelrisiken sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns. Ziel der Risikoquantifizierung ist es, das Risikokapital auf der Basis eines 99,97-prozentigen Value at Risk zu berechnen. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseffekte zwischen Konzerngesellschaften und Risikokategorien berücksichtigt. Derzeit wird ein stochastisches, Solvency-II-orientiertes Risikokapitalmodell entwickelt, das die Talanx-weite Verwendung von internen Modellen ermöglicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Jahr 2008 mit der Untersuchung dieses Modells begonnen, deren Ziel die zukünftige aufsichtsrechtliche Genehmigung ist. Bezüglich der Risikolimitierung sind innerhalb unseres zentralen Limit- und Schwellenwertsystems für die wesentlichen Risiken des Konzerns Spitzenkennzahlen für die Steuerung und Überwachung vorgegeben. Mit der Festlegung geeigneter Limite und Schwellenwerte für die quantitativ messbaren wesentlichen Risiken operationalisieren wir die Risikosteuerung und -überwachung. Nicht oder schwer quantifizierbare wesentliche Risiken (z. B. operationale Risiken) überwachen und steuern wir primär durch angemessene Prozesse und Verfahren. Bei der Risikoüberwachung unterscheiden wir insbesondere zwischen der prozessintegrierten unabhängigen Überwachung und der prozessunabhängigen Überwachung. Die prozessintegrierte unabhängige Überwachung liegt vor allem bei dem Risikokomitee, dem Chief Risk Officer und den ihn unterstützenden Organisationseinheiten. Die prozessunabhängige Überwachung erfolgt insbesondere durch die Interne Revision und den Aufsichtsrat. Unsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren sowie eine ausreichende unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen. Die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement gewährleistet, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann; auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage informiert. Über wesentliche Änderungen in der Risikoposition wird der Vorstand der Talanx AG ad hoc informiert. Mögliche Folgen von Risiken werden nicht nur dokumentiert, sondern fließen auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen ein, sodass die Risiken der künftigen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernunternehmen und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet. Unsere Entscheidungs- und Überwachungsprozesse erfüllen nicht nur die umfassenden Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes an das Berichts- und Meldewesen, sie umfassen auch die Erstellung und Überprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, das interne Kontrollsystem und den Einsatz von leistungsfähigen Planungs- und Controllinginstrumenten. Im Berichtsjahr wurde unser Risikomanagement im Bereich der Erstversicherung von Standard & Poor's mit "adequate with positive trend" beurteilt. Der Erstversicherungsbereich erreichte damit die höchste Einstufung, welche von Versicherern ohne ein stochastisches internes Modell erreicht werden kann. Das Risikomanagement der Hannover Rück wurde von S&P mit "strong", der zweitbesten S&P-Bewertung, beurteilt. Diese Einschätzungen belegen die Qualität unseres ganzheitlichen Risikomanagementansatzes. Nach der bei AmpegaGerling 2009 erfolgten Prüfung und Zertifizierung der Kontrollaktivitäten nach SAS 70 Type 1 als Nachweis der angemessenen Ausgestaltung des Kontrollsystems wurde für 2010 die Prüfung nach Type 2 in Bezug auf die wirksame Umsetzung der wesentlichen Kontrollen erfolgreich absolviert. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das Risikomanagement im Talanx-Konzern ist geprägt durch seine dezentrale Organisationsstruktur. Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt in ein dezentrales Risikomanagement auf Ebene der Geschäftsbereiche und ein zentrales Risikomanagement auf Konzernebene. Die zentralen Merkmale des bei der Talanx AG implementierten internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden: ― Es gibt eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert. ― Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet (Funktionstrennung). ― Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Maßnahmen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Soweit möglich, kommt für die relevanten Systeme Standardsoftware zum Einsatz. ― Ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien, Arbeitsanweisungen) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert. ― Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche sind in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. ― In den rechnungslegungsrelevanten Prozessabläufen sind Kontrollen implementiert: Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden durch die verantwortlichen Mitarbeiter auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dabei wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Des Weiteren finden durch eine datenbankgestützte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sichern integrierte Kontrollen die Richtigkeit und Vollständigkeit des Konzernabschlusses. Die Prozesse zur Organisation und Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und zur Erstellung des Konzernabschlusses der Talanx AG sowie zugehörige Kontrollen sind in einer übergreifenden IKS-Dokumentation dargestellt. Wesentliche Bestandteile der Dokumentation sind die Konzernabschlussrichtlinie und das Organisationshandbuch; sie werden regelmäßig unter Compliance-Aspekten überprüft und optimiert. Konzerninterne IFRS-Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben sind in einem Bilanzierungshandbuch gesammelt, das allen Konzerngesellschaften IT-gestützt zur Verfügung steht und allen Mitarbeitern vorliegt, die mittelbar oder unmittelbar an der Erstellung von Einzel- oder Konzernabschlüssen mitwirken. Ziel des Handbuchs ist es, die konzernweit einheitliche und richtige Umsetzung der internationalen Rechnungslegungsstandards zu gewährleisten. Es wird regelmäßig aktualisiert und an die sich fortentwickelnden Vorschriften angepasst. Eine Betreuung der dezentralen Rechnungsweseneinheiten der Tochtergesellschaften durch die Mitarbeiter des Konzernrechnungswesens stellt sicher, dass die Vorschriften des Handbuchs eingehalten werden. Der Konzernabschluss der Talanx AG wird auf der Grundlage von IFRS-Packages der einbezogenen Tochtergesellschaften erstellt. Insoweit wirken die Maßnahmen des Risikomanagements auf Ebene der Tochtergesellschaften auch auf die Talanx AG. Für die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird eine internetbasierte IT-Anwendung eingesetzt. Die in einer Datenbank abgelegten Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang sowie konsolidierungsrelevante Daten werden mittels Schnittstellen in das Konsolidierungssystem eingelesen und dort verarbeitet. Konzerninterne Transaktionen werden durch vorangehende Abstimmprozesse überprüft und, sofern erforderlich, konsolidiert. Hierfür bestehen schriftliche Anweisungen, die ein sachgerechtes Vorgehen gewährleisten. Manuelle Buchungen im Konsolidierungssystem sind im Rahmen eines Stufenprozesses unter Berücksichtigung bestimmter Wertgrenzen von den verantwortlichen Mitarbeitern freizugeben. Unterstützend stehen hierfür, sowie für außerordentliche und seltene Geschäftsvorfälle, Arbeitsanweisungen zur Verfügung. Die Konzernabschlüsse der Talanx AG werden zum Bilanzstichtag vom Abschlussprüfer geprüft; die quartärlichen Zwischenabschlüsse des Konzerns sowie die IFRS-Packages der einbezogenen Unternehmen unterliegen der prüferischen Durchsicht. Risiken der künftigen Entwicklung Es sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns existenziell beeinträchtigen können. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Bankenkrise besteht jedoch ein hoher abstrakter Grad an Unsicherheit. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit. Gegen die finanziellen Konsequenzen denkbarer Risiken haben wir hohe Garantiemittel gebildet. Die Risikolage des Talanx-Konzerns ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien, die sich am Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 5-20 orientieren: ― versicherungstechnische Risiken ― Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft ― Risiken aus Finanzinstrumenten ― operationale Risiken ― sonstige Risiken Die im Folgenden dargestellten Risiken beziehen sich auf die nächsten zwei Geschäftsjahre. Auswirkungen der Bankenkrise Die Auswirkungen der Bankenkrise sind auch am Talanx-Konzern nicht spurlos vorbeigegangen. Während im Jahr 2008 aufgrund des negativen Kapitalmarktumfelds umfangreiche Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen wurden, war die Situation 2010 wie auch im Vorjahr deutlich entspannter. Nachdem 2008 und zu Beginn 2009 die Aktienbestände zunächst deutlich verringert worden waren, erfolgten ab Sommer 2009 wieder erste Reinvestitionen. Auf Konzernebene wird annähernd das gleiche Aktienvolumen gehalten wie Ende 2009, wobei der Bestand über Stop-Loss-Konzepte größtenteils gegen Kursverluste abgesichert ist. Das Engagement der Talanx ist durch die Kapitalanlagerichtlinien limitiert, sodass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Im Zuge der fortschreitenden Bankenkrise an den Kapitalmärkten wurden in der Talanx-Gruppe die zuvor geltenden Risikolimite in wesentlichen, risikomindernden Punkten verschärft. Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaften. Dieses Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe unter "Wesentliche versicherungstechnische Risiken"). Zudem könnte es insbesondere im Zuge weiter sinkender Zinsen und höherer Volatilitäten Rückgänge beim Market Consistent Embedded Value (MCEV) der Leben-Erstversicherer geben. Der MCEV für 2010 wird im Laufe des ersten Halbjahres 2011 berechnet. Im Zuge der Bankenkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaffung von liquiden Mitteln zu beobachten. Dies hat für den Talanx-Konzern im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäftsmodellbedingt nur eine untergeordnete Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichend liquide Mittel verfügt. Zudem stehen dem Konzern umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch ein erhöhtes Storno der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen. Des Weiteren könnte die mit der Bankenkrise einhergehende Verunsicherung privater wie institutioneller Investoren Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns haben, z. B. in Form einer möglichen sinkenden Nachfrage nach Versicherungsschutz. Wesentliche versicherungstechnische Risiken Ergänzend zu den folgenden Angaben enthält der Anhang eine ausführliche, auch quantitative Beschreibung der Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten. Die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. In der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko. Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials unzureichend interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert hat, z. B. durch eine höhere Inflation. Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz. Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schaden- und Unfallversicherung, das Reserverisiko, ist die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Risikobeherrschung nehmen die Unternehmen des Talanx-Konzerns eine vorsichtige Rückstellungsbemessung vor. Dabei berücksichtigen die Unternehmen neben den von den Kunden genannten Angaben zu den Schäden auch die Erkenntnisse aus eigenen Schadenprüfungen und -erfahrungen. Außerdem wird eine so genannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft und werden externe Reservegutachten angefertigt. Zu den Abwicklungsergebnissen der Schadenrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" → Seiten 219 ff. Im Folgenden werden die Risiken einzelner Versicherungszweige in der Schaden- und Unfallversicherung sowie anschließend die Risiken in der Leben-Erstversicherung und in der Personen-Rückversicherung dargestellt. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen gewähren wir dem Versicherungsnehmer und eventuell mitversicherten Personen Schutz gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter. Ersetzt werden in der Regel Personen- und Sachschäden, aber auch Vermögensschäden sind versicherbar. Hierunter fällt auch die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Die vereinbarten Versicherungssummen stellen die Deckungsgrenzen dar. Die Häufigkeit und die Höhe der Schäden können durch mehrere Faktoren beeinflusst werden: Durch eine Änderung der Rechtsprechung könnte die Anzahl von Fällen, in denen Ansprüche vor Gericht geltend gemacht werden, steigen und somit Auswirkungen auf die Entschädigungsleistungen haben. Ebenso können Risiken durch Inflation entstehen, da die Schäden zum Teil über einen sehr langen Zeitraum abgewickelt werden. So könnten die gebildeten Rückstellungen inflationsbedingt nicht ausreichen, um daraus die späteren Schadenzahlungen zu leisten. Bei Haftpflichtversicherungsverträgen ist der (Rück-)Versicherer haftbar für alle versicherten Ereignisse, die während der Vertragslaufzeit eintreten, sogar dann, wenn der Schaden erst nach der Vertragslaufzeit erkannt wird. Daher bilden wir auch bei Haftpflichtverträgen Schadenrückstellungen nicht nur für bereits gemeldete Schäden, sondern auch für solche, die zwar eingetreten, aber noch nicht berichtet worden sind. Zur Berechnung dieser Rückstellungen werden aktuarielle Methoden angewendet. Diese können bezüglich der zugrunde gelegten Annahmen Irrtumsrisiken bergen. Unfallversicherungsverträge gewähren Versicherungsschutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Unfällen. Die Konzerngesellschaften leisten in der Regel je nach Unfallfolgen und Vertrag Tagegeld, Invaliditätsentschädigung oder -rente oder aber eine Todesfallsumme. Die Rückstellungen werden auf Basis lebensversicherungsmathematischer Modelle errechnet. Die Konzern(rück)versicherungsgesellschaften kalkulieren ihre Prämien der Haftpflicht- und Unfallversicherungsverträge auf Basis von Erfahrungswerten und aktuariellen Berechnungen. Ferner steuern sie diese Risiken durch ihre Zeichnungspolitik. Zeichnungsrichtlinien, die auch Zeichnungsausschlüsse und -limite umfassen, geben Kriterien für die Risikoselektion vor. Diese Zeichnungsrichtlinien sind für die Underwriter verbindlich; sie werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Außerdem wird das Risiko von Spitzenbelastungen durch entsprechenden Rückversicherungsschutz reduziert. Des Weiteren werden die Rückstellungen regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Sachversicherungsverträge werden geschlossen, um im Schadenfall eine Versicherungsleistung für die beschädigte oder zerstörte Sache zu erhalten. Die Höhe und das Ausmaß der Schäden, die diese Verträge abdecken, sind insbesondere bestimmt durch die Kosten des Wiederaufbaus von Gebäuden, die Kosten für die Wiederherstellung oder Entschädigung für den Inhalt sowie bei industriellen und gewerblichen Verträgen durch Schäden, die wegen einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs entstehen. Die Leistungen sind jedoch durch die Versicherungssumme begrenzt. In der Kraftfahrzeugversicherung können Schäden durch die Wiederbeschaffung eines zerstörten Fahrzeugs oder dessen Reparatur entstehen. Von besonderer Bedeutung bei diesen Verträgen sind die versicherungstechnischen Risiken. So können unrichtige Kalkulationsannahmen, eine ungenügende Kumulkontrolle oder Fehleinschätzungen des Schadenverlaufs dazu führen, dass wesentliche Zahlungsströme von den Erwartungen abweichen, die bei der Kalkulation der Prämie zugrunde gelegt wurden. Insbesondere der klimatische Wandel kann zu häufigen und schweren Wetterereignissen (z. B. Überflutungen oder Stürmen) mit entsprechenden Schäden führen. Bei industriellen Sachversicherungsverträgen können durch große Einzelschadenereignisse hohe Schäden entstehen. Zur Eingrenzung der Risiken beobachten wir kontinuierlich ein eventuelles Abweichen des tatsächlichen vom erwarteten Schadenverlauf und präzisieren gegebenenfalls die Kalkulationen. Beispielsweise haben die Konzerngesellschaften bei der Erneuerung von Verträgen die Möglichkeit, die Preise an eine veränderte Risikosituation anzupassen. Auch steuern sie diese Risiken durch die Zeichnungspolitik: Hier existieren ebenfalls Zeichnungsausschlüsse und -limite, die als Kriterium für die Risikoselektion gelten. In einigen Sparten gelten außerdem Selbstbehalte. Spitzenbelastungen durch hohe Einzel- und Kumulrisiken werden durch sorgfältig gewählten Rückversicherungsschutz verringert. Um Naturgefahrenkumule insbesondere für eigene Rechnung frühzeitig zu identifizieren, werden vor allem für den Hannover Rück-Konzern umfangreiche Szenarioanalysen angestellt. Dabei werden z. B. die Auswirkungen von Naturkatastrophen durch Klimaveränderungen mithilfe von Simulationsmodellen weltweit analysiert. Basierend auf diesen Auswertungen werden das maximale Engagement, das die Hannover Rück für derartige Risiken übernehmen wird, und der entsprechende Retrozessionsbedarf bestimmt. Die Retrozession - also die Weitergabe von Risiken an andere sorgfältig ausgewählte Rückversicherer von langfristig bewährter Bonität - ist ein weiteres wichtiges Instrument, um die versicherungstechnischen Risiken zu begrenzen. In der Leben-Erstversicherung wird der Versicherer durch den Versicherungsvertrag entweder zu einer einmaligen oder zu einer regelmäßig wiederkehrenden Leistung verpflichtet. Die Prämienkalkulation beruht hier auf einem rechnungsmäßigen Zins und auf biometrischen Grundlagen, die u. a. vom Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn, von der Vertragsdauer und von der Höhe der Versicherungssumme abhängen. Versicherungsfälle sind vor allem der Tod der versicherten Person oder Ablauf (Erleben) eines vereinbarten Termins. Typische Risiken der Lebensversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Dies gilt auch und vermehrt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen weiter unten unter "Wesentliche operationale Risiken" diskutiert werden. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Prämien und Rückstellungen bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert. Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen über die Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen. Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurzlaufenden Kapitalanlagen an. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko. Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Garantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) dahingehend verschärft, dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, müssen die Versicherungsprämien zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünftige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu, und die Versicherungsnehmer wären nicht an den ggf. entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Lebensversicherungsgesellschaften zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, um die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte und Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, so genannte Swaptions und Book-Yield Notes, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportefeuilles ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden. Das anhaltend niedrige Zinsniveau birgt insbesondere für die gesamte deutsche Lebensversicherungswirtschaft und somit auch für die Lebensversicherer des Konzerns das Risiko, dass eine sukzessive Zinsnachreservierung erforderlich werden könnte. Hierzu hat das Bundesministerium der Finanzen im Dezember 2010 dem GDV und weiteren Verbänden den Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung zur Stellungnahme übersandt. Ziel ist es, einen frühzeitigen, gleitenden Aufbau einer Zinszusatzreserve zu ermöglichen. Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung, insbesondere Katastrophenrisiken z. B. im Hinblick auf Pandemien. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis von abgesicherten biometrischen Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit) genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung der weltweit gültigen Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überarbeitet werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der entsprechenden Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäftsaktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen (z. B. von Stornorisiken) vorgenommen. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko nur von geringer Risikorelevanz in der Personen-Rückversicherung. Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und sie geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen. Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift. Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäfts sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A. M. Best zugrunde gelegt. Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem effektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Wesentliche Risiken aus Finanzinstrumenten Die Risiken aus Finanzinstrumenten sind insbesondere vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis einer Konzernkapitalanlagerichtlinie in den einzelnen Gesellschaften gemäß dem für die jeweilige Gesellschaft gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen und durch interne Kapitalanlagerichtlinien geregelt. Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünftigen Anforderungen des Kapitalmarkts zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik grundsätzlich an folgenden Zielen ausgerichtet: ― Optimierung der Rendite aus den Kapitalanlagen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau ― permanente Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (Zahlungsfähigkeit) ― Risikodiversifizierung (Mischung und Streuung) Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimite und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschriften. Im Rahmen der Konzernrichtlinien bestehen für die einzelnen Gesellschaften detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie und orientieren sich so an den Prinzipien des § 54 vag, dass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Das Konzernrisikomanagement und das dezentrale Risikomanagement sowie der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen. Die Risiken aus Finanzinstrumenten umfassen insbesondere Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken. Zum Umfang und Ausmaß dieser Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang unter "Ausprägungen von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", → Seiten 166 ff. Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken entstehen aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und können auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus und von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Diese können zu Wertberichtigungsbedarf oder zu Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere ist allgemein dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportefeuilles. Ergänzend ist das Credit-Spread-Risiko zu nennen. Als Credit Spread wird die Zinsdifferenz zwischen einer risikobehafteten und einer risikolosen Anleihe bei gleichbleibender Bonität bezeichnet. Änderungen dieser am Markt beobachtbaren Risikoaufschläge führen analog der Änderungen der reinen Marktrenditen zu Marktwertänderungen der korrespondierenden Wertpapiere. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Das daraus resultierende Zinsgarantierisiko in der Lebensversicherung reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe unter "Wesentliche versicherungstechnische Risiken"). Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertveränderungen von im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Aktienindexderivaten. Durch gezielte Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Zudem ist der Aktienbestand größtenteils über Stop-Loss-Konzepte gegen Kursverluste abgesichert. Währungsrisiken resultieren aus Wechselkursschwankungen - insbesondere dann, wenn ein Währungsungleichgewicht zwischen den versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und den Kapitalanlagen besteht. Bei der Steuerung des Währungsrisikos wird überwacht, ob jederzeit eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Das Risiko wird begrenzt, indem Kapital möglichst in den Währungen angelegt wird, in denen die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen zu erfüllen sind. Die Investitionen in alternative Assetklassen wie Private Equity und Hedge-Fonds werden durch ein konservatives Regelsystem limitiert und regelmäßig überwacht. Die Hedge-Fonds sind für die einzelnen Gesellschaften vollständig transparent und werden täglich im Hinblick auf Liquidität, Leverage und Exposure überwacht. Immobilienrisiken können sich aus negativen Wertveränderungen von direkt oder über Fondsanteile gehaltenen Immobilien ergeben. Diese können durch eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der Immobilie oder einen allgemeinen Marktwertverfall (z. B. eine Immobilienkrise) hervorgerufen werden. Bei direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolioebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände/Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko wie bei den Private-Equity-Fonds durch regelmäßiges Beobachten der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert. Derivatgeschäfte schließt der Talanx-Konzern ab, um sich insbesondere gegen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken bei vorhandenen Vermögenswerten abzusichern, um den späteren Erwerb von Wertpapieren vorzubereiten oder um aus vorhandenen Wertpapieren einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen. Interne Richtlinien regeln den Einsatz derivativer Produkte, um einen möglichst effizienten und risikoarmen Einsatz von Vorkäufen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten zu gewährleisten und um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Dadurch sind dem Einsatz dieser Instrumente sehr enge Grenzen gesetzt. Die Vorgaben der Kapitalanlagerichtlinien sowie die gesetzlichen Vorgaben für derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte werden im Limitsystem gepflegt und laufend überwacht. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Durch eine Vielzahl risikosteuernder Maßnahmen reduzieren wir die potenziellen Marktpreisrisiken. Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR), die sich zunehmend von einem aktivischen Messansatz hin zu einem Aktiv/Passiv-Konzept fortentwickelt. Die Berechnung des VaR erfolgt auf Basis historischer Daten, z. B. der Volatilität der Marktwerte und der Korrelation der Risiken. Im Rahmen dieser Berechnungen wird der Rückgang des Marktwerts unseres Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums simuliert. Weitere wesentliche Risikosteuerungsmaßnahmen sind Stresstests. So simulieren die Experten der AmpegaGerling Asset Management GmbH mögliche Marktveränderungen mit der Folge erheblicher Kurs- und Zinsverluste für den Großteil der Wertpapiere. Zudem werden Marktpreisrisiken anhand von unternehmensspezifischen und aufsichtsrechtlich gebotenen Stresstests mit entsprechend fest vorgegebenen Stresstestparametern ermittelt. Bonitätsrisiken Bonitätsrisiken bestehen im Wertverlust von Kapitalanlagen aufgrund des Ausfalls von Schuldnern oder einer Änderung in deren Zahlungsfähigkeit. Die Finanzinstrumente könnten dadurch notleidend werden, mit entsprechendem Wertberichtigungs- oder Abschreibungsbedarf. Im Bereich der partiarischen Darlehen besteht insbesondere das Risiko, dass Zinszahlungen ausfallen. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch Ratingagenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Ist ein Rating auf diese Weise nicht zu ermitteln, wird ein internes Rating erstellt. Dieses geschieht durch Auf- und Abschläge gegenüber vorhandenen Ratings des Emittenten oder Papieren des gleichen Emittenten mit anderer Ausstattung. Die zu überwachenden Bonitätsrisiken umfassen Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Kontrolliert werden die Adressenausfallrisiken anhand vorgegebener Kontrahentenlisten sowie durch die Überwachung der pro Ratingklasse definierten Limite. Die Einhaltung der vorgegebenen Emittentenlimite (Konzernlimite bzw. Unternehmenslimite) wird vom Risikocontrolling überwacht. Bei kumulerhöhenden Verschmelzungen von Emittenten prüfen wir die rechtliche Möglichkeit, Sicherheitsleistungen zu verlangen. Liquiditätsrisiken Unter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Generell generiert der Konzern laufend signifikante Liquiditätspositionen dadurch, dass die Prämieneinnahmen in der Regel zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen. Den Liquiditätsrisiken begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und den finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird u. a. auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann. Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft, Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht. Die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln optimiert der Konzern auch mithilfe von Cash Pools innerhalb der jeweiligen Konzernunternehmen, in denen Liquiditätszu- und -abflüsse der Konzernunternehmen gesteuert werden. Wesentliche operationale Risiken Hierunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse sowie mitarbeiter- und systembedingter oder aber externer Vorfälle. Das operationale Risiko umfasst auch Rechtsrisiken. Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effizientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäftstätigkeit, mit den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Für die Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie externer und interner Richtlinien ist neben der Internen Revision auch die Funktion Compliance zuständig. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie insbesondere geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück-) Versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Diese externen Risiken werden vom Talanx-Vorstand für den gesamten Konzern und im ständigen Austausch mit dem lokalen Management intensiv beobachtet. Mit gewisser Sorge sehen wir die Erweiterungen staatlicher Interventionsbefugnisse bei Banken, wenn bei diesen eine Unterschreitung aufsichtsrechtlicher Kennziffern droht. So besteht insbesondere bei Genussscheinen und stillen Einlagen das über das Bankenrestrukturierungsgesetz verschärfte Risiko eines staatlichen Eingriffs zulasten der institutionellen Anleger wie der investierenden Versicherungswirtschaft und damit der Versicherungskunden. Zudem ist in verschiedenen Ländern eine Finanzsteuer (Finanztransaktionssteuer und Finanzaktivitätssteuer) zur zumindest teilweisen Finanzierung der Kosten der Bankenkrise geplant oder bereits schon umgesetzt. Es besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe gegebenenfalls auch den Konzern treffen könnte. Außerdem diskutieren die G-20-Staaten vor dem Hintergrund der Bankenkrise für Versicherer ähnliche Eigenkapitalaufschläge wie für systemrelevante Banken. Wie ein entsprechender Kapitalaufschlag bei den in Betracht kommenden Versicherern ausgestaltet werden soll, ist offenbar noch unklar. Überträgt man die Stoßrichtung der Bankenpläne allerdings auf die Assekuranz, könnten auf große Versicherer - und somit ggf. auch auf den Talanx-Konzern - neue hohe Kapitalanforderungen zukommen. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu erwähnen, dass das Verwaltungsgericht Frankfurt in dem rechtskräftigen Abschluss eines anderen Verfahrens bereits deutliche Zweifel an einer möglichen Systemrelevanz des Talanx-Konzerns geäußert hat. Darüber hinaus gibt es gerichtlich anhängige Verfahren, insbesondere bezüglich der Lebensversicherung, die nach rechtskräftigem Abschluss Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Hierzu gehört beispielsweise die Frage der Behandlung der unterjährigen Zahlungsweise in Versicherungsverträgen. Des Weiteren sehen sich die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weitreichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und den MaRisk für Versicherungen. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifiziert und Maßnahmen eingeleitet, um unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht werden zu können. Neben den rechtlichen Risiken zählen zu den weiteren operationalen Risiken der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit; denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten ist von entscheidender Bedeutung für den Talanx-Konzern. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronische Datenübermittlung stattfindet, ist er auch durch Computerviren angreifbar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau. Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung notwendig sind. Daher legt der Konzern großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre wie nicht monetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen. Der Talanx-Konzern arbeitet im Vertrieb mit externen Vermittlern, Maklern und Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einflüsse beeinflusst werden können, mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb. Sonstige wesentliche Risiken Im Bereich der sonstigen Risiken sind für uns hauptsächlich mögliche zukünftige Risiken ("Emerging Risks"), die strategischen Risiken und die Reputationsrisiken wesentlich. Des Weiteren fallen unter sonstige Risiken auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG. "Emerging Risks" (z. B. in der Nanotechnologie oder im Zuge des Klimawandels) sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr Risikogehalt, insbesondere im Hinblick auf unseren Vertragsbestand, noch nicht verlässlich beurteilt werden kann. Die Risiken entwickeln sich allmählich von schwachen Signalen zu eindeutigen Tendenzen. Daher sind Risikofrüherkennung und anschließende Relevanzbestimmung von entscheidender Bedeutung. Zur Früherkennung haben wir einen effizienten geschäftsbereichsübergreifenden Prozess entwickelt und die Anbindung an das Risikomanagement sichergestellt, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ableiten zu können (z. B. laufende Überwachung und Bewertung, vertragliche Ausschlüsse oder die Entwicklung neuer [Rück-]Versicherungsprodukte). Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen oder eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. So verfolgt der Konzern mit dem Projekt Fokus die Umsetzung der beschlossenen Umstrukturierung des Konzerns zur Verbesserung der Marktaufstellung. Kern der neuen Struktur ist ein veränderter Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft, um erfolgreicher im Markt agieren zu können. Sie ist an den Kundensegmenten ausgerichtet: am global zu betreibenden Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am deutschen sowie ausländischen Privatkundengeschäft. Während des Projekts könnten sich insbesondere Betriebsrisiken bei der Vereinheitlichung von Prozessen innerhalb der Zentralfunktionen ergeben. Den Betriebsrisiken begegnen wir insbesondere mit einem Multistandortkonzept, mit dem eine mögliche Personalfluktuation reduziert wird. Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Behörden) ergibt. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze. Sonstige Risiken umfassen auch die Beteiligungsrisiken der Talanx AG, besonders durch die Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen, die Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und eine mögliche mangelnde Ausgewogenheit des Geschäfts. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Negative Ergebnisentwicklungen in den Tochtergesellschaften können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Talanx AG auslösen. Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnet der Konzern mit geeigneten Instrumenten im Controlling, in der Internen Revision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäftsentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaften. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und mangelnder Ausgeglichenheit des Geschäfts reduziert der Konzern für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifizierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie durch gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfoliobereiche. Das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen oder deren ungenügender Rentabilität wird durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaftsprüfer sowie durch intensive Überwachung der Geschäftsentwicklung so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren achtet Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und des Kapitalbedarfs von Tochtergesellschaften sowie auf deren erwartete Rentabilität. Dem Finanzierungsrisiko begegnet sie mit regelmäßig aktualisierten Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie mit einer Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung. Chancenbericht In diesem Abschnitt werden signifikante Chancen für den Konzern dargestellt. Die Nutzung von Chancen ist eine wesentliche unternehmerische Herausforderung. Die dargestellten Chancen beziehen sich auf die nächsten zwei Geschäftsjahre. Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen Ausgelöst durch den demografischen Wandel, ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: Zum einen der "Markt der Senioren" und zum anderen der "Markt der jungen Kunden", die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Im Jahr 2010 werden rund 33 Mio. Deutsche über 50 Jahre alt sein. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem klassischen Rentner der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit bestehen. Der Wandel wird auch und vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen aussetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen, ausgegangen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie ihrer vertrieblichen Aufstellung überdurchschnittlich im "Markt der Senioren" und "Markt der jungen Kunden" profitieren. Durch die Bankenkrise ist das Vertrauen in Banken und banknahe Produkte (unter anderem fondsgebundene Lebensversicherung) erheblich beeinträchtigt. Obwohl sich die Aktienmärkte in der letzten Zeit erholt haben, besteht bei den Versicherungsnehmern vor dem Hintergrund der in der Banken- und Wirtschaftskrise gemachten Erfahrungen noch ein hoher Grad an Unsicherheit oder Angst vor Volatilität der Aktienmärkte. In Europa, den USA und Asien hatten sich vermehrt (Lebens-)Versicherer auf den Verkauf "moderner", flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Einige Stimmen aus der Branche sagen mittlerweile eine Renaissance von Produkten mit Garantien voraus. Die Lebensversicherer im Konzern könnten davon dank ihrer innovativen Produkte überdurchschnittlich profitieren. In der Rückversicherung erwarten wir generelle Wachstumsimpulse für die Schaden-Rückversicherung von den steigenden Anforderungen an die Risikokapitalausstattung der Unternehmen, für die der Risikotransfer an die Rückversicherer mit guten Ratings eine wirtschaftlich attraktive Alternative bietet. Die allgemeinen Rahmenbedingungen in der internationalen Personen-Rückversicherung sind für die nächsten zwei Jahre als prinzipiell günstig zu bezeichnen. Zu dieser Einschätzung trägt in den entwickelten Versicherungsmärkten wie den USA, Japan, Großbritannien und Deutschland die demografische Entwicklung bei, die sich in einem verstärkten Vorsorgebewusstsein ausdrückt. Hiervon profitieren insbesondere Renten- und Krankenversicherungsprodukte. In den bedeutenden Schwellenmärkten wie China, Indien und Brasilien führt die zunehmende Urbanisierung zu einer schnell wachsenden Mittelschicht, die in erhöhtem Umfang Versicherungslösungen für die Hinterbliebenenabsicherung und die eigene Altersvorsorge nachfragt. Im Unternehmen begründete Chancen Die weiter vorne beschriebene Umstrukturierung des Konzerns hat die Verbesserung der Marktaufstellung zum Ziel. Der veränderte Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft dient dazu, erfolgreicher im Markt agieren zu können. Zudem wird mit dem Projekt mittelfristig Kostensenkungspotenzial verbunden. Auf der Grundlage der im November 2010 vereinbarten Kapitalbeteiligung und Kooperation mit Meiji Yasuda Life ergeben sich für die Auslandsexpansion des Talanx-Konzerns weitere internationale Geschäftschancen. Viel versprechende Vertriebswege: Bancassurance, Makler, Internet Es wird erwartet, dass der Bankenvertrieb in Deutschland 2012 einen Anteil am Lebensversicherungsgeschäft von 31 % aufweist (derzeit 26 %). Dieses Wachstum wird durch die demografische Entwicklung sowie Trends auf Versicherungs- und Bankmärkten unterstützt. Der Bankenvertrieb von Nicht-Leben-Produkten nimmt, über alle europäischen Länder betrachtet, derzeit lediglich ungefähr 10 % der Gesamtvertriebskapazität ein. Nach den Eigentümerwechseln bei unseren Bancassurance-Kooperationspartnern haben sich die jeweiligen neuen Eigentümer für die Beibehaltung der Kooperationen entschieden: Zum einen die ehemalige Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA, die zum 22. Februar 2010 in TARGOBANK umfirmierte und so nun mit einer neuen Ausrichtung um neues Vertrauen der Kunden werben kann. Die CiV Versicherungen haben ihren Namen in Targo Versicherungen geändert, um die exklusive Partnerschaft auch weiterhin zu verdeutlichen. Der Absatz entwickelt sich nach der Einführung des "Enhanced Banking System" und des neuen Verkaufssystems VERS bei der TARGOBANK wie erwartet wieder positiv. Zum anderen die Postbank nach dem Einstieg der Deutschen Bank: Durch die Einbindung von DWS-Produkten in die fondsgebundenen Tarife der PBV Lebensversicherung AG wird eine Situation angestrebt, die den Interessen aller Vertragspartner gerecht wird. Zur gemeinschaftlichen Entwicklung des Restkreditgeschäfts in Europa hat Talanx gemeinsam mit der Rheinland Versicherungsgruppe eine Vermittlungsgesellschaft gegründet, die Credit Life International Services. Zudem wurden unter der Marke Credit Life zwei Versicherungsgesellschaften mit Sitz in Hilden gegründet. Nach dem Abschluss des zurzeit laufenden BaFin-Genehmigungsverfahrens werden sie unter Credit Life International Lebensversicherung AG und - für das Sachgeschäft - Credit Life International Versicherung AG firmieren. Damit wird die Diversifikation in den Märkten des Geschäftsfelds weiter vorangetrieben. Talanx hat mit der Swiss Life eine Partnerschaft vereinbart und einen dauerhaften Aktienanteil von knapp 10 % erworben, um die Zusammenarbeit zu unterlegen. Als Teil der Kooperation soll Talanx ein wichtiger Produktpartner von AWD werden. Des Weiteren hat Talanx knapp 10 % an MLP erworben. Sowohl MLP als auch die AWD-Gruppe, die seit dem vergangenen Jahr zur Swiss Life gehört, sind bedeutende Vertriebspartner im Lebensversicherungsgeschäft. Welche Auswirkungen die Talanx-Beteiligung an MLP/Swiss Life auf das Neugeschäft hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Ausweitung der Swiss-Life-Beteiligung ist eine Chance, dass die Geschäftsbeziehungen zu den betreffenden Vermittlern stabil bleiben oder noch ausgebaut werden können. Chancen durch die Weiterentwicklung von Internettarifen sehen wir unter anderem bei der HDI Direkt Versicherung, etwa in deren Ausdehnung auf weitere Sparten wie Hausrat. Nachtragsbericht Ereignisse, die einen Einfluss auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage haben könnten, sind im folgenden Prognosebericht und im Anhang, Abschnitt "Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres", → Seiten 254 f. beschrieben. Prognosebericht Bei den Ausführungen über die erwarteten Entwicklungen des Talanx-Konzerns und seines Umfelds handelt es sich um unsere subjektiven Einschätzungen. Sie stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen, deren Eintreten jedoch ungewiss ist. Obwohl wir die zugrunde liegenden Annahmen mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen getroffen haben, kann aufgrund der für Zukunftsaussagen grundsätzlich geltenden Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Die Prognoseunsicherheit wird durch die globale Vernetzung der Wirtschaftsbeziehungen und der Kapitalmärkte erschwert. Auch wenn sich aktuell eine positive Entwicklung in weiten Teilen der Weltwirtschaft abzeichnet, darf die Gefahr neuerlicher Rückschläge nicht unterschätzt werden. Ferner ist zu beachten, dass sich die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen erst zeitverzögert auf den Versicherungsmärkten niederschlagen. Aus diesem Grund werden manche Effekte aus der zurückliegenden Finanz- und Wirtschaftskrise in der Versicherungswirtschaft auch in den kommenden Jahren noch nachwirken. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Für 2011 erwarten wir eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung. Die Entwicklung wird aber auch weiter von hoher Heterogenität geprägt sein. Das stärkste Wachstum wird in den Schwellenländern generiert werden, die von einem anziehenden Binnenkonsum und vergleichsweise geringen Verschuldungsgraden profitieren. Dagegen werden viele entwickelte Länder unter hohen Schuldenlasten zu leiden haben. Diese strukturellen Ungleichgewichte werden sich negativ auf das Potenzialwachstum der betroffenen Länder auswirken. Dies gilt insbesondere für die Länder der Eurozonen-Peripherie, hier werden die zum Schuldenabbau unerlässlichen Sparanstrengungen der Regierungen die öffentlichen sowie privaten Konsumausgaben und damit das Wachstum bremsen. Dagegen wird Deutschland über sein exportorientiertes Wachstumsmodell stärker von der positiven Entwicklung der Schwellenländer profitieren und auch im kommenden Jahr im Vergleich zur Eurozone überdurchschnittlich wachsen. Auch für die USA erwarten wir ein Fortschreiten der Erholung und ein Wachstum über dem der Eurozone. Die Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft hängt aufgrund des hohen Anteils des Binnenkonsums am Bruttoinlandsprodukt in hohem Maß von der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab. Hier erwarten wir eine Fortsetzung der allmählichen Entspannung, bei der allerdings auch immer wieder mit kleineren Rücksetzern gerechnet werden muss. Die realwirtschaftliche Situation wird auch 2011 keinen größeren Preisdruck aufkommen lassen, da nicht ausgelastete Kapazitäten und hohe Arbeitslosigkeit wenig Spielraum für Preisüberwälzungen bieten. Eine zurückhaltende Kreditvergabe zeigt, dass die Geldbestände der Zentralbanken kaum ihren Weg in die Realwirtschaft finden und dass dieser geldpolitisch vorgesehene Transmissionskanal weiterhin gestört ist. Für 2011 erwarten wir keine signifikante Veränderung und gehen von leicht anziehenden Teuerungsraten ohne wirklichen Inflationsdruck aus. Dagegen besteht in einigen Schwellenländern bereits spürbarer Preisdruck, der über importierte Inflation auch in entwickelten Ländern Wirkung zeigen wird, wenn auch in abgeschwächter Form. Der Rohstoffhunger der aufstrebenden Länder bleibt ungebrochen und könnte auch 2011 über steigende Energiepreise teilweise seinen Weg in die Warenkörbe der entwickelten Länder finden. Die insgesamt verhalten positive konjunkturelle Entwicklung gibt den Zentralbanken auch 2011 wenig Anlass, ein rasches Ende ihrer sehr expansiven Geldpolitik herbeizuführen. Insofern erwarten wir im laufenden Jahr keine deutliche Abkehr von der expansiven Geldpolitik. 2012ist eine geldpolitische Straffung wahrscheinlicher. Anhaltendes Wachstum, sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Kapazitätsauslastung werden hier zu etwas stärkerem Preisdruck führen. Weiterhin dynamisch wachsende Emerging Markets verstärken den Preisdruck über steigende Rohstoffpreise. Eine zyklische Abschwächung der Wachstumsdynamik ist 2012 wahrscheinlich. Aktuell ist noch kein erneuter Abschwung zu befürchten, strukturelle Probleme wie hohe Schuldenstände der privaten und öffentlichen Haushalte in den entwickelten Staaten stellen aber auch weiterhin hohe Risiken dar. Kapitalmärkte Renten Mit Blick auf die für 2011 zu erwartende Geldpolitik der Zentralbanken gehen wir von einer erhöhten Wachsamkeit aus. Nach unserer Einschätzung werden die Zentralbanken zu einer Straffung der Geldpolitik bereit sein, um wenn nötig auch kurzfristig reagieren und die Reduzierung der Überschussliquidität einleiten zu können. Zinserhöhungen am kurzen Ende der Kurve werden aber vorerst von der FED und der EZB nicht erwartet. Die Frage, wie lange die Notenbanken die Leitzinsen auf dem derzeitigen niedrigen Niveau halten und ihre expansive Geldpolitik weiterverfolgen werden, lässt sich aus heutiger Sicht zwar nicht beantworten. Den Entscheidungsträgern muss jedoch vor Augen geführt werden, dass mit einer Fortdauer dieser Geldpolitik, die zweifellos ihren Beitrag zur Bewältigung der Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise geleistet hat, erhebliche Zinsverluste für die Neuanlagen der Versicherungswirtschaft verbunden sind und die Erwirtschaftung nachhaltiger Überschüsse für Versicherungsunternehmen zunehmend schwieriger wird. Die Inflationserwartungen in der Eurozone dürften moderat bleiben, werden aber auch innerhalb der EZB kontrovers diskutiert. Für die USA und das UK werden die Inflationsrisiken leicht höher eingeschätzt als für die Eurozone. Auch 2011 wird die Schuldenkrise der Euro-Peripherie-Staaten weiter im Fokus stehen. Der Refinanzierungsbedarf der Staaten ist hoch, sodass abhängig von der aktuellen Nachrichtenlage weiter mit volatilen Bewegungen gerechnet werden kann. Das Bild bleibt insgesamt sehr heterogen. Auch im Bankbereich existiert ein hoher Refinanzierungsbedarf. Banken werden nach Möglichkeit auf die Emission von Pfandbriefen (Covered Bonds) ausweichen. Auch die verschärften Eigenkapitalanforderungen nach Basel III werden die Banken 2011 beschäftigen. Die Suche nach Rendite, gepaart mit dem 2011 erwarteten hohen Emissionsvolumen von Staatsanleihen, wird zu steigenden Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen führen. Die Zinskurve sollte in diesem Umfeld vorerst noch steiler werden, bevor dann im weiteren Jahresverlauf Diskussionen über Leitzinserhöhungen zu einer Verflachung führen können. Für die Unternehmensanleihenmärkte erwarten wir unter Berücksichtigung von nachrichtengetriebenen kurzfristigen Volatilitäten weiter eine insgesamt stabile Entwicklung. Wir gehen infolge von erwarteten geldpolitischen Schritten auch für 2012 von einem höheren Zinsniveau aus. Aktien Unterstützt durch die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung trauen wir den Aktienmärkten auch 2011 positive Renditen zu. Die fundamentale Bewertung liegt unterhalb der langfristigen Durchschnittsrenditen und lässt Aktien noch günstig erscheinen. Auch Dividendenrenditen sind relativ hoch und werden entsprechend die Aktienperformance stützen. Ein intakter Gewinntrend der Unternehmen stimmt ebenso positiv. Nach unserer Einschätzung steht der M&A-Zyklus erst am Anfang und wird 2011 positiv wirken. Unternehmen verfügen über genügend Barmittel und können sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld günstig refinanzieren. Die weiterhin von Zentralbanken zur Verfügung gestellte hohe Liquidität spricht für erhöhte Zuflüsse in Aktienmärkte. Unternehmen, die über eine hohe Exponierung in Wachstumsregionen verfügen, dürften sich 2011 besonders gut entwickeln. Die Gewinnschätzungen der Analysten für 2011 sind jedoch bereits sehr positiv und liegen über dem Vorkrisenniveau. Die hohen Erwartungen bergen zunehmend ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Infolge der abnehmenden Dynamik der volkswirtschaftlichen Entwicklung werden die Unternehmensgewinne 2012 weniger dynamisch steigen als 2011. Auf Basis abnehmender Gewinndynamik gehen wir von einer für die Anlageklasse durchschnittlichen Rendite aus. Künftige Branchensituation Gestützt auf die überwiegend positiven Aussichten der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Kapitalmärkte sowie die robuste Verfassung der Versicherungsbranche sind die Erwartungen für die Geschäftsentwicklung 2011/2012 derzeit von einer optimistischen Grundstimmung getragen. Diese sollte jedoch nicht über die gleichwohl bestehenden Unsicherheiten und die Gefahr von Rückschlägen hinwegtäuschen, die mit den globalen Ungleichgewichten und der noch nicht wiederhergestellten Finanzstabilität im Euroraum aufgrund der Haushaltslage einiger Mitgliedsstaaten zusammenhängen. Diese Faktoren bedeuten eine latente Bedrohung für die internationalen Finanzmärkte. Dort auftretende Turbulenzen könnten relativ schnell erneut auf die Realwirtschaft und letztlich auch auf den Versicherungssektor überspringen. Versicherungswirtschaft in Deutschland Der Blick auf die deutsche Versicherungswirtschaft zeigt eine insgesamt stabile Geschäftsentwicklung in den Krisenjahren, die durch die dynamische konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft weiter beflügelt wird. Insgesamt erwarten wir somit 2011 und 2012 einen leichten Anstieg der Prämieneinnahmen, dessen Höhe letztlich von mehreren Faktoren abhängig sein wird. Darüber hinaus rechnen wir mit einer stetigen Zunahme der Marktkonzentration im deutschen Versicherungsmarkt, die vom Heranrücken der Solvency-II-Einführung und den damit verbundenen Anforderungen an die Kapitalisierung und den Aufbau komplexer Kontroll- und Überwachungsinstrumente gefördert wird. Insbesondere kleinere Versicherungsunternehmen könnten hier an ihre Grenzen stoßen. Auch der Trend zur Industrialisierung der Versicherungsproduktion - insbesondere im Privatkundengeschäft - und die steigende Internationalisierung der Versicherungswirtschaft dürfte zu dem erwarteten Konsolidierungsprozess beitragen. In der Vertriebslandschaft zeichnet sich eine weitere Differenzierung unter Betonung der Beratungsintensität der verschiedenen Produkte ab. Hierbei nimmt einerseits das Internet eine immer wichtigere Rolle ein, indem es zunehmend nicht nur zur Produkt- und Preisinformation, sondern auch zum Vertragsabschluss und für umfangreiche Servicefunktionen genutzt wird. Auch für den Bankenvertrieb ist weiteres Ausbaupotenzial zu erkennen. Die aktuelle Situation der deutschen Lebensversicherung ist gekennzeichnet durch ein dynamisches, zuletzt leicht abklingendes Wachstum des Einmalbeitragsgeschäfts und eine Schwäche des Neugeschäfts mit laufendem Beitrag. Für die weitere Entwicklung im Prognosezeitraum bis Ende 2012 wird das Zinsumfeld von ausschlaggebender Bedeutung sein. Das sich künftig eher noch verschärfende Dilemma der deutschen Lebensversicherer besteht darin, dass die insbesondere in den Versicherungsbeständen der Vorjahre eingegangenen hohen Mindestgarantiesätze in dem herrschenden Niedrigzinsniveau nicht verdient werden können, sodass es mit Blick in die Zukunft zunehmend schwieriger wird, auf dem niedrigen Zinsniveau operativ erfolgreich zu agieren. Nach unserer Einschätzung wird die deutsche Lebensversicherungsbranche aufgrund ihrer soliden Kapitalisierung und Reserven sowie des langfristigen Anlagehorizontes Anlagezinsen auf einem Niveau von rund 3 % zwar noch einige Jahre verkraften können, danach kann es jedoch schnell sehr schwierig werden. Für die Geschäftsentwicklung der Lebensversicherungsbranche der nächsten zwei Jahre stellen Neugeschäft und Stornoquote unverändert entscheidende Parameter dar. Nachdem die fondsgebundene Lebensversicherung durch die Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogen war, sehen wir auch für die fondsgebundenen Produkte wieder neue Nachfrageimpulse, sobald das Vertrauen in die Finanzindustrie wieder restauriert sein wird. Generell erachten wir es jedoch als Kernaufgabe der Branche, die Geschäftsmodelle der Lebensversicherung durch innovative Produkte weiter zu flexibilisieren. Wir erwarten, dass den Lebensversicherungsprodukten die Zukunft gehört, die flexibel auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden in unterschiedlichen Lebensphasen abgestimmt werden können. Wir sind überzeugt, dass es auf dieser Basis gelingen wird, Lebensversicherungen wieder zum Schlüsselprodukt für die private Altersversorgung zu machen. Von einer erhöhten Stornogefahr ist in einem Szenario auszugehen, das durch einen nachhaltigen konjunkturellen Rückschlag und einen plötzlichen scharfen Zinsanstieg geprägt wäre. Dies könnte einen nicht unerheblichen Teil der Lebensversicherungskunden zu einer vorzeitigen Kündigung seiner langfristigen Altersvorsorgeverträge veranlassen. Für die Auszahlung der durch die unerwartet hohen Storni bedingten Rückkaufswerte müssten die Versicherer Kapitalanlagen auflösen mit der Folge sinkender Kapitalanlageerträge, niedrigerer Rendite und noch stärkerer Stornogefahr. Wir halten ein solches Szenario aber für sehr unwahrscheinlich. In unserem Basisszenario erwarten wir eine stabile konjunkturelle Entwicklung ohne einen plötzlichen Zinsanstiegsschock. In den nächsten beiden Jahren wird der deutsche Lebensversicherungsmarkt nach unserer Einschätzung darüber hinaus von einem zunehmenden Wettbewerb um Vertriebskapazitäten und von den unter Solvency II zu erwartenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Solvenz- und Risikokapital geprägt sein. Vor dem Hintergrund sich verändernder Kapitalanforderungen könnten es zu einer tiefgreifenden Neuausrichtung der Markt- und Wettbewerbsposition kommen. Für die deutsche Schaden/Unfallversicherung erwarten wir grundsätzlich positive Akzente aus dem in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich anhaltenden freundlichen Konjunkturklima in Deutschland. Gleichwohl sind dem weiteren Wachstum des Mengengerüstes durch die bereits erreichte Marktsättigung relativ enge Grenzen gesetzt. Für die Tarife und Prämien sehen wir in diversen Sparten Spielraum nach oben. Der Raum für Prämienanhebungen könnte durch positive Konjunktureffekte noch vergrößert werden, da steigende Produktionszahlen üblicherweise mit steigenden Schadenaufwendungen einhergehen, die wiederum zu höheren Bedarfsprämien führen. Insgesamt erwarten wir, dass auch der Druck auf die versicherungstechnischen Erträge nach wie vor zunehmen wird, da die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen weiter rückläufig ist. In der Kraftfahrtversicherung, die in der deutschen Versicherungswirtschaft traditionell die Rolle des "Türöffners" einnimmt, erwarten wir für die kommenden zwei Jahre einen weiterhin anhaltenden harten Wettbewerb, der sich allerdings von einem reinen Preiskampf auf weitere Wettbewerbsfaktoren verlagern könnte. Dafür spricht, dass die wirtschaftliche Substanz nach jahrelangen Preiskämpfen bei zahlreichen Anbietern stark erodiert ist. Das heutige Niveau der Durchschnittsprämien in der Kraftfahrtversicherung ist nicht auskömmlich und muss über kurz oder lang ansteigen. Eine Ursache für den sich jährlich neu zuspitzenden Preiswettbewerb liegt in dem marktweit vorherrschenden Fälligkeitstermin zum 1. Januar. Wir gehen davon aus, dass eine Flexibilisierung des Fälligkeitstermins auch zu bedarfsgerechteren Prämien in der Kraftfahrtversicherung führen wird. Versicherungswirtschaft international Trotz der nicht zu übersehenden Risiken für die Weltwirtschaft schätzen wir die wirtschaftlichen Wachstumsaussichten für 2011 und 2012 in dem am ehesten zu erwartenden Basisszenario als generell günstig ein. Dabei wird eine besondere Wachstumsdynamik in den Schwellenländern zu erwarten sein, die auf längere Sicht ungefähr doppelt so hohe Wachstumsraten aufweisen werden wie die Industrieländer. Als begehrte Zielmärkte für die etablierten, auf die Erschließung neuer Wachstumspotenziale fokussierten Versicherungsgruppen, die auch über die finanziellen Mittel für weitere Expansion verfügen, haben sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr die Schwellenländer herauskristallisiert, deren Marktanteil aufgrund des überproportionalen Wachstums im Vergleich zu den Industrieländern stetig zunimmt. Treiber für die dynamisch steigende Nachfrage nach Versicherungsschutz sind das hohe, dynamische Wirtschaftswachstum und der steigende Wohlstand in diesen Ländern. Neben den aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsgiganten wie China, Indien, Südkorea und Malaysia gehört auch Lateinamerika zu den bevorzugten Wachstumsmärkten international operierender Versicherungsgruppen. Wir gehen davon aus, dass sich die Attraktivität Lateinamerikas einschließlich Mexikos insbesondere für das Retail-Geschäft weiter erhöhen wird, da die vergleichsweise gut situierte Mittelklasse in dieser Region stark zunimmt und ihr Versicherungsbedarf dementsprechend wächst. Starke Nachfrageimpulse sind auch durch die nach Brasilien vergebenen Großereignisse Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympische Spiele 2016 zu erwarten. Auf dieser Basis kann von positiven Wachstumsaussichten in der internationalen Schaden/Unfall-Erstversicherung insbesondere für die Schwellenländer ausgegangen werden. Demgegenüber wird die Profitabilität der Schaden/Unfallversicherer 2011 und 2012 zunächst noch weiter zurückgehen. Selbst wenn es schon im Laufe von 2011 zu breit angelegten Prämienerhöhungen kommen sollte - allen voran in der Kraftfahrtversicherung -, werden sich diese erst mit einer zeitlichen Verzögerung in den Ergebnissen der Versicherungsunternehmen niederschlagen. Somit kann frühestens 2012 mit einer allmählichen Erholung der technischen Ergebnisse auf breiterer Front gerechnet werden, ohne dass die vor der Finanzkrise erzielten Margen auf absehbare Zeit wieder erreicht werden können. Auch auf den internationalen Leben-Erstversicherungsmärkten kann von guten Wachstumsaussichten ausgegangen werden, da die Nachfrage nach kapitalgedeckten Altersvorsorgeprodukten im Rahmen der eigenverantwortlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung weiterhin hoch ist. Aber auch in der Lebensversicherung dürfte sich ein starker Unterschied der Wachstumsdynamik in den Industrieländern im Vergleich zu den Schwellenländern zeigen, die durch günstige demografische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen beflügelt werden. Eine besondere Herausforderung für die Lebensversicherer wird darin bestehen, hinreichende Kapitalanlageerträge zu erwirtschaften, um ihren Kunden eine attraktive Verzinsung zu bieten, ohne die eigene Risikoposition zu überreizen. Auf der anderen Seite muss speziell für die europäischen Versicherer von steigenden Kapitalkosten unter Solvency II ausgegangen werden, da die Kapitalanforderungen in Teilbereichen wie etwa für riskantere Kapitalanlageklassen oder für Produkte mit hohen Garantien steigen werden. Die Bedingungen in der Schaden-Rückversicherung sind größtenteils zufriedenstellend, auch wenn aufgrund der guten Kapitalausstattung bei den Erstversicherern sowie ausgebliebener marktverändernder Großschäden in den entwickelten Märkten die Raten zuletzt teilweise deutlich zurückgingen. Als direkte Auswirkungen der hohen Schadenbelastung durch den Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" kommt es zu deutlichen Preissteigerungen bei den Deckungen für Ölbohrungen auf hoher See (Offshore). Weitere Preissteigerungen erwarten wir bei den Vertragserneuerungsterminen im April und Juli insbesondere für Australien nach den schweren Flutereignissen vom Dezember 2010 und Januar 2011. Für das internationale Personen-Rückversicherungsgeschäft erwarten wir auch für die kommenden Jahre eine positive Grundausrichtung und dynamische Weiterentwicklung. Auf globaler Ebene sollte das Wachstum der Personen-Rückversicherung weiterhin über dem vergleichbaren Wachstum der Erstversicherungsmärkte liegen. Dabei stellen wir eine Verschiebung der Neugeschäftsnachfrage von den entwickelten Märkten wie den USA, Großbritannien und Deutschland hin zu den Schwellenmärkten wie China, Indien, Brasilien und Lateinamerika fest. Die Vorbereitungen auf Solvency II, speziell die von der EU durchgeführten Stresstests, haben bei den europäischen Erstversicherern zu einem erhöhten Risikobewusstsein geführt und die wichtige Rolle der Rückversicherung als Mittel der Risiko- und Kapitaloptimierung deutlich gemacht. Dies gilt insbesondere für kleine und mittelgroße Versicherer, Spezialversicherer sowie Versicherer aus dem Kreis der Gegenseitigkeitsvereine. Ausrichtung des Konzerns in den kommenden zwei Geschäftsjahren In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wird die Ausrichtung des Konzerns auch weiterhin von dem 2009 begonnenen Konzernumbau und der Verfestigung der zum Jahresbeginn 2011 implementierten neuen Konzernstruktur geprägt sein. Durch die Zusammenführung von zentralen Aufgaben kann der Konzern bis Ende 2012 erste Synergieeffekte realisieren. Dies soll in erster Linie im Rahmen der üblichen Fluktuation geschehen. Ausrichtung am Markt: ― gesamtheitlicher Blick auf den Kunden ― Stärkung des Privat- und Firmengeschäftes Inland/Ausland Effizienzsteigerung der Organisation: ― Komplexität der Konzernstruktur reduzieren ― Nutzung von Synergiepotenzialen Die strategische Ausrichtung unserer Konzernsegmente im Überblick: scroll Konzernsegment Unser Auftrag und strategische Aufgaben Privat- und Firmenversicherung Deutschland ■ Profitabler Ausbau des Marktanteils ■ Beseitigung der Kostennachteile ■ Aufbau klarer, einfacher organisatorischer Strukturen ■ Etablierung einer intensiveren Kundenorientierung Privat- und Firmenversicherung International ■ Wachstum in strategischen Zielmärkten ■ Optimierung der Aktivitäten in bestehenden Märkten Industrieversicherung ■ Wachstum im Ausland ■ Entwicklung zum Global Player Schaden-Rückversicherung ■ Nicht einer der größten, sondern einer der weltweit profitabelsten Schaden-Rückversicherer ■ Besonderes Augenmerk auf richtige Einschätzung der Risiken ■ Risikotechnisch orientierte Preis- und Bedingungsgestaltung und angemessenes Reservierungsniveau Personen-Rückversicherung ■ In 5 Jahren einer der 3 großen, weltweit tätigen und überdurchschnittlich profitablen Personen-Rückversicherer ■ Jährlich zweistelliges Wachstum der Umsatz- und Ertragskennzahlen ■ Besonderes Augenmerk auf regionale und biometrische Ausgewogenheit des Portefeuilles Ein wichtiger Schwerpunkt der weiteren Maßnahmen zum Konzernumbau 2011 wird auf der deutschen Privat- und Firmenversicherung liegen. Hier laufen intensive Vorbereitungen, um den Bereich zukunftsfähig aufzustellen. Ziel ist, Geschäftsprozesse und Organisation an Wünschen der Kunden und Vertriebspartner auszurichten. Verbunden mit einer spartenübergreifenden Entwicklung von Produkt-, Vertriebs- und Servicestrategien soll so einer der effizientesten und kundenorientiertesten Versicherer in diesem Kundensegment entstehen. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns In unserer Vorschau bis 2012 erwarten wir für den Talanx-Konzern auf konsolidierter Basis einen Anstieg der Bruttoprämien auf rund 25 Mrd. EUR sowie eine Umsatzrendite von rund 7 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern und nach Minderheitsanteilen soll mindestens 10,8 % betragen. Dies entspricht 750 Basispunkten über dem risikofreien Zins, den wir als 5-Jahresdurchschnitt zehnjähriger deutscher Staatsanleihen definiert haben. Als strategisches Ziel haben wir uns eine Eigenkapitalrendite von 12,5 % gesetzt. Wir halten an dem Ziel fest, einen Minderheitsanteil der Talanx AG an die Börse zu bringen, ohne jedoch einen genauen Zeitpunkt dafür bereits zu nennen. Wir werden uns daher weiter systematisch vorbereiten, um im entscheidenden Moment voll handlungsfähig zu sein. Industrieversicherung Im Geschäftsjahr 2011 soll das Industriegeschäft in Europa sowie in Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und auf der arabischen Halbinsel weiter ausgebaut werden. Weiterhin ist die Gründung einer Niederlassung in Kanada geplant. Aufgrund der konjunkturellen Erholung sowohl im Binnenmarkt als auch beim Export erwartet die Gesellschaft einen Prämienanstieg vor allem bei den umsatzabhängigen Policen. Das für 2011 erwartete Bruttoprämienvolumen von 2,6 Mrd. EUR liegt damit geringfügig über dem Wert zum 31. Dezember 2010. Aufgrund des unverändert sehr harten Wettbewerbs bei Preisen und Bedingungen besteht ein intensiver Wettbewerb im Industrieversicherungsmarkt. Die Auswirkungen des japanischen Erdbebens von März 2011 sind zur Zeit der Drucklegung noch nicht sicher absehbar. Mit einer spürbaren Schadenbelastung im Segment Industrieversicherung ist zu rechnen. Parallel rechnen wir andererseits mit einer Wende auf der Preisseite, die sich teilweise schon 2011, vor allem aber 2012 auswirken wird. Weiterhin wird durch die vielfach anziehende Konjunktur ein erhöhter Schadenaufwand erwartet. Trotz der vorsichtigen Annahmen bei den erwarteten Erlösen aus den Kapitalanlagen erwartet die Gesellschaft, das zufriedenstellende Kapitalanlageergebnis aus 2010 auch für 2011 zu erreichen. Privat- und Firmenversicherung Deutschland Das umfassende Produktspektrum der HDI-Gerling Lebensversicherung ist besonders gut geeignet, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung der Gesellschaft. Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG hat zum Jahresanfang 2011 ihre Produktpalette der privaten Sachversicherungen auf eine modulare Produktarchitektur ausgerichtet, unter Nutzung der betriebstechnischen Bündelung aller Sparten in einer Vertragsführung. Hierbei werden neben dem erhöhten Nutzen für den Versicherungsnehmer, wie beispielsweise größere Flexibilität und Transparenz, auch Kostenreduktionspotenziale für den Versicherungsträger und den Vertrieb geschaffen. Im Geschäftsfeld Firmen und Freie Berufe legt die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG ihren Fokus weiterhin auf die Branchen der Berufs- und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, in denen eine Überarbeitung der Tarife stattfinden wird. Außerdem wird die Produktpalette durch eine neue EDV-Versicherung erweitert. In der Heilwesenversicherung sind eine Modernisierung der Bedingungen und ein risikokontrollierter Ausbau des Bestands geplant. Der Bestand der Produktlinie Compact wird durch eine großvolumige Kooperation deutlich ausgebaut und zudem um einen zusätzlichen Baustein "Forderungsmanagement" erweitert. Der Jahreswechsel 2010/2011 hat die Hoffnung genährt, dass sich der Kraftfahrtmarkt langsam stabilisiert. Das durchschnittliche Prämienniveau ist gegenüber dem Vorjahr um rund 3 % gestiegen. Die HDI Direkt Versicherung AG wird sich auf diesem Markt auch im laufenden Geschäftsjahr als preisgünstiger Anbieter positionieren. Besonderer Wert wird weiterhin auf den Ausbau des Vertriebs über das Internet sowie mit Kooperationspartnern gelegt. Auch der Vertrieb im Belegschaftsgeschäft soll weiter verstärkt werden. Insgesamt rechnet das Unternehmen damit, die Beitragseinnahmen um rund 3 % steigern zu können. Bei den Gesellschaften, die Bancassurance-Geschäft betreiben, bleiben die Ziele hochgesteckt: Die Neue Leben Lebensversicherung AG will ihre Positionierung als Vorsorgespezialist und strategischer Partner der Sparkassen weiter ausbauen und sich mit innovativen Produkten sowie ihrer bewährten Leistungsstärke weiter am Markt etablieren. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnet die Neue Leben Holding AG mit einem guten Jahresergebnis. Bei der Targo Lebensversicherung AG stehen die langfristige Sicherung profitablen Wachstums, die hervorragende Kosteneffizienz, die exzellente Qualität der Produkte und Dienstleistungen und die Gewinnung neuer Kundensegmente im Fokus. Die PBV Lebensversicherung AG wird im Sinne einer wertorientierten Steuerung ihre Ausrichtung auf die Erhöhung der Effizienz durch weitere Verbesserung der Kostensituation und des Ergebnisses im Kapitalanlagebereich fortführen. Auf dieser Grundlage werden Chancen gesehen, Marktvorteile zu erlangen und die Position der PBV Lebensversicherung AG als Spezialversicherer für private Altersvorsorgeprodukte im Wettbewerb weiter zu stärken. Privat- und Firmenversicherung International Auch für das Geschäftsjahr 2011 verfolgt das ausländische Privatkundengeschäft eine klare Expansionsstrategie und zielt dabei auf Wachstum bei angemessener Profitabilität. Die strategische Ausrichtung wird sich auf den weiteren Aus- und Aufbau des Geschäfts in den Zielregionen Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa und der Türkei konzentrieren, wobei organisches und anorganisches Wachstum angestrebt wird, und der Optimierung der Aktivitäten in den bestehenden Märkten. Opportunitäten außerhalb der Zielregionen werden dann akquiriert, wenn ein klarer Mehrwert oberhalb der gesetzten Parameter erreicht werden kann. Die Bruttoprämien des Konzernsegments sollen bis 2012 auf ca. 10 % des Gruppenvolumens anwachsen. Der wesentliche Treiber im Wachstum ist unsere brasilianische Gesellschaft. Wir erwarten, dass sich die brasilianische Wirtschaft in den kommenden zwei Jahren weiterhin positiv entwickeln wird. Unserer Gesellschaft, die im wesentlichen Kraftfahrtversicherungsgeschäft zeichnet, kommt dies insbesondere zugute. Die HDI Seguros S. A., Brasilien, rechnet 2011 mit einem Prämienwachstum von knapp 50 %. Wir gehen auch in den übrigen Märkten von einem Wachstum aus, das im hohen einstelligen bis sogar zweistelligen Prozentbereich liegen wird. Im polnischen Markt, wo wir überwiegend im Kraftfahrzeughaftpflichtgeschäft tätig sind, sind im Markt nach wie vor kaum auskömmliche Raten zu erzielen. Wir werden 2011 sowohl die Gelegenheit nutzen, Raten anzupassen sowie Arbeitsabläufe weiter zu optimieren, um einen angemessenen Ertrag zu erreichen. Die Entwicklung des polnischen Lebensversicherungsmarkts sehen wir positiv. Wir werden unsere Gesellschaft entsprechend neu ausrichten, um daran umfänglich partizipieren zu können. Das Wachstum im Bereich Lebensversicherung auf Basis 2010 könnte insgesamt höher ausfallen, wenn es nicht durch die Einstellung der Neuzeichnung von Lebensversicherungsgeschäft in Liechtenstein und Luxemburg sowie die geringere Nachfrage nach Einmalprämienprodukten der italienischen Gesellschaft beeinflusst würde. Daher könnte es zu einer Stagnation des Prämienvolumens bis Ende 2012 kommen. Mit den neuen strategischen Partnern der Gruppe Meiji Yasuda Life werden wir Chancen nutzen, gemeinsam bei sich bietender Gelegenheit im Ausland zu wachsen. Im Zielkorridor stehen insbesondere Investitionen in Zentral- und Osteuropa sowie der Türkei und Lateinamerika. Aufgrund des negativen Ergebnisses der polnischen HDI Asekuracja im abgelaufenen Geschäftsjahr und des Wachstums der italienischen HDI Assicurazioni erwarten wir für 2011 nur Dividenden aus der brasilianischen HDI Seguros. Für 2012 gehen wir davon aus, wieder Dividendeneinnahmen aus Polen, Brasilien und Italien zu erzielen. Schaden-Rückversicherung In der Schaden-Rückversicherung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus im Wesentlichen gute Bedingungen. Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2011 verlief für uns besser als von den Marktteilnehmern erwartet. Im Zielmarkt Deutschland blicken wir optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Bei insgesamt stabilem Prämienvolumen stiegen die Preise für schadenbetroffene Programme, und es waren Ratenrückgänge bei schadenfreien Programmen zu verzeichnen. Der Kraftfahrt-Erstversicherungsmarkt hat 2010 die Talsohle durchschritten. Dies sowie verbesserte Konditionen werden sich positiv auf unser Ergebnis im proportionalen Kraftfahrtgeschäft auswirken, aber auch mittelbar auf unser nichtproportionales Kraftfahrt-Haftpflicht-Portefeuille. Die Geschäftsbedingungen in Nordamerika sind auch im laufenden Geschäftsjahr von einem deutlichen Wettbewerb gekennzeichnet. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein leicht steigendes Prämienvolumen (+1 %). Wachstumstreiber ist das kanadische Geschäft. Angesichts unserer sehr guten Marktposition und unserer hervorragenden Kundenbeziehungen sehen wir auch in Zukunft gute Geschäftsmöglichkeiten in unserem Zielmarkt Nordamerika. Mit den Vertragserneuerungen im Spezialgeschäft sind wir sehr zufrieden. Besonders positiv entwickelten sich die Raten im Offshore-Energy-Geschäft. Angesichts der großen Schäden haben sich die Preise dort sowohl in der Sach- als auch in der Haftpflichtsparte deutlich erhöht, sodass wir für 2011 von einem um 16 % höheren Prämienvolumen ausgehen. In der Luftfahrtrückversicherung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum des Bruttoprämienvolumens um rund 12 %. Eine gute Geschäftsentwicklung sollte auch in der Kredit- und Kautionsrückversicherung möglich sein; angesichts unseres selektiven Underwritings erwarten wir hier jedoch für 2011 ein um 8 % geringeres Prämienvolumen. In der strukturierten Rückversicherung stellen wir insgesamt eine weiter anhaltende Nachfrage nach Verträgen mit einem größeren Risikotransfer fest und erwarten daher für das laufende Jahr eine nach wie vor erfreuliche Geschäftsentwicklung. Das Geschäft der Insurance-Linked Securities werden wir im Jahr 2011 weiter ausbauen. In der globalen Vertragsrückversicherung werden wir 2011 um rund 2 % wachsen, auch wenn die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2011 ein gemischtes Bild in den einzelnen Märkten zeigte. Wegen ausgebliebener Großschadenereignisse in Zonen mit Spitzenrisiken, wie beispielsweise in den USA, gingen die Raten im Katastrophengeschäft insgesamt tendenziell weiter zurück. Die Bruttoprämie für unser weltweites Katastrophengeschäft dürfte im laufenden Geschäftsjahr insgesamt um rund 10 % zurückgehen. Die Preissituation in der fakultativen Rückversicherung, also der Zeichnung von Einzelrisiken, ist im laufenden Geschäftsjahr angespannt. Derzeit erwarten wir überwiegend rückläufige Raten. Aufgrund einer vielfältigen Nachfrage und der Diversifikation der Märkte sollte unser fakultatives Portefeuille für das Jahr 2011 jedoch erneut profitabel wachsen. Wir erwarten, dass der Ratenverlust im konventionellen Sach- und Haftpflichtgeschäft durch die Zeichnung von Nischengeschäft kompensiert wird. Personen-Rückversicherung In der Personen-Rückversicherung haben wir ein jährliches Wachstumsziel für die Bruttoprämie von 10 % bis 12 %. Neben unserem organischen Wachstum gehen wir von weiteren Bestandsübernahmen in den entwickelten Versicherungsmärkten aus. Als EBIT-Rendite streben wir einen Wert von mindestens 6 % an. Für die Hannover Life Re bleibt die Evolution des bewährten Geschäftsmodells der fünf Säulen weiterhin bestimmend; die neuen Märkte werden dabei der wesentliche Wachstumstreiber für die nächsten zwei bis drei Jahre bleiben. Daneben sehen wir gute Möglichkeiten in der Bancassurance, speziell in den Schwellenmärkten. Wir konzentrieren uns bei der Expansion auf die USA, die arabischen Märkte und die wesentlichen Schwellenmärkte in Asien und Lateinamerika. Konzernfunktionen Die AmpegaGerling Asset Management GmbH erwartet, bedingt durch reduzierte Fee-Vereinbarungen mit den verbundenen Konzernunternehmen, als Ergebnis aktualisierter Drittvergleichsuntersuchungen einen Rückgang der reduzierten Umsatzerlöse von 12 Mio. EUR. Dies führt bei Beibehaltung der betrieblichen Aufwendungen auf dem Niveau von 2010 zu einem geplanten Rückgang des Betriebsergebnisses auf 21 Mio. EUR ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen. Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten der Ampega-Gerling Investment GmbH im Jahr 2011 sind neben dem Portfolio-Management der Publikums- und Spezialfonds die Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse zur Erlangung der UCITS-IV-Fähigkeit (Verwaltung ausländischer Fonds) sowie der weitere Ausbau der technischen Kompetenz zur Administration von Kapitalanlagen. Insgesamt wird für 2011 ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Vor dem Hintergrund der Übertragung des Baufinanzierungsgeschäfts (und damit dem Abgang der zugehörigen Umsatzerlöse) erwartet die AmpegaGerling Immobilien Management GmbH trotz Reorganisation der Provisionsstrukturen und der damit unter anderem verbundenen Erhöhung der Bestandsmargen einen Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 1 Mio. EUR. Getragen durch Projektsonderkosten ist für 2011 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von -0,7 Mio. EUR geplant. Ab 2012 soll nach vollständiger Implementierung der neuen Produktionsstrukturen und Entfall der Sonderprojektkosten ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden. Das Ergebnis der Protection Re sollte nach derzeitigem Stand 2011 über dem Niveau des Geschäftsjahres 2010 liegen. Konzernabschluss Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010 der Talanx AG Aktiva scroll Mio. EUR Anhang 31.12.2010 31.12.20091) A. Immaterielle Vermögenswerte a. Geschäfts- oder Firmenwert 1 589 593 b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2 1.851 2.154 2.440 2.747 B. Kapitalanlagen a. Fremdgenutzter Grundbesitz 3 860 726 b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 4 74 61 c. Anteile an assoziierten Unternehmen 5 144 134 d. Darlehen und Forderungen 6 32.343 31.548 e. Sonstige Finanzinstrumente i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 7 2.999 2.858 ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 8/11 30.635 26.477 iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 9/11/12 1.221 1.099 f. Übrige Kapitalanlagen 10/11 4.185 4.133 Selbstverwaltete Kapitalanlagen 72.461 67.036 g. Depotforderungen 10.961 9.349 Kapitalanlagen 83.422 76.385 C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 6.414 4.975 D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 5.523 5.962 E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 13 5.011 4.342 F. Abgegrenzte Abschlusskosten 14 3.715 3.544 G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.265 1.685 H. Aktive Steuerabgrenzung 27 268 235 I. Sonstige Vermögenswerte 15 1.781 1.655 J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1.529 35 Summe der Aktiva 111.368 101.565 1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8 und IFRS 8; siehe Erläuterungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Passiva scroll Mio. EUR Anhang 31.12.2010 31.12.20091) A. Eigenkapital 16 a. Gezeichnetes Kapital 260 260 b. Rücklagen 4.696 4.314 Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter 4.956 4.574 c. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital 3.035 2.579 Summe Eigenkapital 7.991 7.153 B. Nachrangige Verbindlichkeiten 17 2.791 2.003 C. Versicherungstechnische Rückstellungen a. Rückstellung für Prämienüberträge 18 5.411 5.026 b. Deckungsrückstellung 19 42.466 39.754 c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 20 28.538 27.256 d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 21 1.113 1.274 e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 250 221 77.778 73.531 D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird 6.414 4.975 E. Andere Rückstellungen a. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22 1.316 1.298 b. Steuerrückstellungen 23 743 771 c. Sonstige Rückstellungen 24 692 575 2.751 2.644 F. Verbindlichkeiten a. Begebene Anleihen und Darlehen 25 747 675 b. Depotverbindlichkeiten 5.224 4.514 c. Übrige Verbindlichkeiten 11/12/26 4.858 4.561 10.829 9.750 G. Passive Steuerabgrenzung 27 1.433 1.509 Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen 101.996 94.412 H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1.381 - Summe der Passiva 111.368 101.565 1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8 und IFRS 8; siehe Erläuterungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 der Talanx AG scroll Mio. EUR Anhang 2010 20091) 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 22.869 20.923 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 1.139 979 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 2.767 2.530 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -185 -67 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 25 24 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 28 18.753 17.323 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 30 17.810 15.101 Anteile der Rückversicherer 1.712 1.043 Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 16.098 14.058 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 31 4.887 4.754 Anteile der Rückversicherer 515 710 Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 4.372 4.044 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 71 43 Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 390 295 Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -319 -252 Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -2.036 -1.031 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 29 3.383 3.321 b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 29 486 903 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 2.897 2.418 Depotzinsergebnis 29 280 240 Kapitalanlageergebnis 3.177 2.658 davon Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen 2 -6 10. a. Sonstige nichttechnische Erträge 32 947 967 b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen 32 1.039 1.005 Übriges Ergebnis -92 -38 Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 1.049 1.589 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 33 17 92 Operatives Ergebnis (EBIT) 1.032 1.497 12. Finanzierungszinsen 34 134 133 13. Ertragsteuern 35 228 471 Jahresergebnis 670 893 davon Anteile anderer Gesellschafter 450 408 davon Konzernergebnis 220 485 1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 8 und IFRS 8; siehe Erläuterungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 der Talanx AG scroll Mio. EUR 2010 20091) Jahresergebnis 670 893 1. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode 108 908 Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung -224 102 Steuerertrag/-aufwand -3 -116 -119 894 2. Währungsumrechnung Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode 250 87 Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung 2 -4 Steuerertrag/-aufwand -12 1 240 84 3. Veränderungen aus Cashflow-Hedges Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode -103 -7 Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung - - Steuerertrag/-aufwand 3 2 -100 -5 4. Veränderungen der Gewinnbeteiligung Versicherungsnehmer/ Shadow Accounting Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode 324 -462 Steuerertrag/-aufwand -7 20 317 -442 5. Veränderungen aus der Bewertung assoziierter Unternehmen Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode -2 - Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung - - Steuerertrag/-aufwand - - -2 - 6. Sonstige Veränderungen Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste der Periode 4 8 Reklassifizierung aufgrund von Gewinn- und Verlustrealisierung - - Steuerertrag/-aufwand -1 -3 3 5 Steuern auf Erträge und Aufwendungen, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst wurden -20 -96 Erträge und Aufwendungen der Periode, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst wurden nach Steuern 339 536 Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen in der Periode 1.009 1.429 davon Anteile anderer Gesellschafter 615 491 davon Konzernanteil 394 938 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals scroll Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) Mio. EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Nicht realisierte Kursgewinne/ -verluste aus Kapitalanlagen Gewinne/ Verluste aus der Währungs- umrechnung Übrige Eigenkapital- veränderungen Stand 31.12.2008 260 630 2.977 -123 -211 111 Anpassungen gemäß IAS 8 - - 12 -8 - 7 Stand 1.1.2009 angepasst 260 630 2.989 -131 -211 118 Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - 485 799 71 -412 darin Anpassungen gemäß IAS 8 - - -41 - - - davon Währungsumrechnung - - - - 71 - davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - 799 - - davon Veränderung aus der Equity-Bewertung - - - - - - davon Veränderung aus Cashflow-Hedges - - - - - - davon Übrige Veränderungen1) - - - - - -412 Dividenden an Aktionäre - - - - - - Kapitalerhöhung - - - - - - Sonstige Veränderungen - - - - - - Stand 31.12.20092) 260 630 3.474 667 -140 -294 Anpassungen gemäß IAS 8 - - -15 29 - -26 Stand 1.1.2010 angepasst 260 630 3.459 696 -140 -320 Veränderung der Beteiligungsquote3) - - - - - - Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen - - 219 -174 144 305 davon Währungsumrechnung - - - - 144 - davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - - - -174 - - davon Veränderung aus der Equity-Bewertung - - - - - -1 davon Veränderung aus Cashflow-Hedges - - - - - - davon Übrige Veränderungen1) - - - - - 306 Dividende an Aktionäre - - - - - - Kapitalreduzierung - - - - - - Stand 31.12.2010 260 630 3.678 522 4 -15 scroll Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalanteile (übrige Rücklagen) Mio. EUR Bewertungsergebnis aus Cashflow-Hedges Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital Stand 31.12.2008 -18 2.092 5.718 Anpassungen gemäß IAS 8 - 1 12 Stand 1.1.2009 angepasst -18 2.093 5.730 Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen -5 491 1.429 darin Anpassungen gemäß IAS 8 - 1 -40 davon Währungsumrechnung - 13 84 davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - 95 894 davon Veränderung aus der Equity-Bewertung - - - davon Veränderung aus Cashflow-Hedges -5 - -5 davon Übrige Veränderungen1) - -25 -437 Dividenden an Aktionäre - -18 -18 Kapitalerhöhung - 12 12 Sonstige Veränderungen - 1 1 Stand 31.12.20092) -23 2.579 7.153 Anpassungen gemäß IAS 8 - - -12 Stand 1.1.2010 angepasst -23 2.579 7.141 Veränderung der Beteiligungsquote3) - 7 7 Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen -100 615 1.009 davon Währungsumrechnung - 96 240 davon unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen - 55 -119 davon Veränderung aus der Equity-Bewertung - -1 -2 davon Veränderung aus Cashflow-Hedges -100 - -100 davon Übrige Veränderungen1) - 13 319 Dividende an Aktionäre - -162 -162 Kapitalreduzierung - -4 -4 Stand 31.12.2010 -123 3.035 7.991 1) Die Übrigen Veränderungen enthalten die Gewinnbeteiligungen Versicherungsnehmer/Shadow Accounting sowie Sonstige Veränderungen 2) Angepasst aufgrund IAS 8 3) Anteilsänderung ohne Änderung des Kontrollstatus Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 der Talanx AG scroll Mio. EUR 2010 20091) I. 1. Periodenergebnis 670 893 I. 2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen 3.879 3.339 I. 3. Veränderung der aktivierten Abschlusskosten -38 5 I. 4. Veränderung der Depotforderungen und -Verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -Verbindlichkeiten 441 -930 I. 5. Veränderung der Depotforderungen und -Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften -1.230 71 I. 6. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten 71 117 I. 7. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 36 226 I. 8. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -385 -237 I. 9. Veränderung sonstiger Bilanzposten -86 -70 I. 10. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses 1.226 2.058 I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 4.584 5.472 II. 1. Mittelzu-/-abfluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 47 - II. 2. Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen - 79 II. 3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Grundbesitz 38 43 II. 4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Grundbesitz -205 -225 II. 5. Mittelzufluss aus dem Verkauf und der Fälligkeit von Finanzinstrumenten 16.552 18.622 II. 6. Mittelabfluss aus dem Kauf von Finanzinstrumenten -20.754 -21.329 II. 7. Veränderung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen -1.394 -1.603 II. 8. Veränderung der übrigen Kapitalanlagen 130 -659 II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit -5.586 -5.072 III. 1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen - 12 III. 2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen -4 - III. 3. Gezahlte Dividenden -162 -18 III. 4. Veränderungen aus sonstigen Finanzierungsaktivitäten 719 -123 III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 553 -129 Veränderung der Finanzmittelfonds (I. + II. + III.) -449 271 Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 1.685 1.408 Finanzmittelfonds - Währungskurseinflüsse 54 6 Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 1.290 1.685 Finanzmittelfonds der Veräußerungsgruppen 25 - Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres ohne Veräußerungsgruppen 1.265 1.685 Zusatzinformationen Gezahlte Steuern 294 -3 Gezahlte Zinsen 255 260 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Darstellung des Zahlungsmittelflusses folgt IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 2 zur Aufstellung von Kapitalflussrechnungen, die durch DRS 2-20 für Versicherungsunternehmen ergänzt und konkretisiert wurden. Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode entwickelt. Der Finanzmittelfonds ist auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente begrenzt und entspricht der Bilanzposition "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand". Der Zahlungsmittelfluss des Konzerns ist in erster Linie durch das Geschäftsmodell eines Erst- und Rückversicherers geprägt. Wir erhalten in der Regel zunächst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten später Zahlungen im Schadenfall. In der Kapitalflussrechnung werden Wechselkurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert. Der Erwerb neuer Gesellschaften wird in der Zeile "Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von konsolidierten Unternehmen" dargestellt; hier wird die Summe der bezahlten Kaufpreise abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Für den Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Sie ersetzt für uns weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Die Kaufpreiszahlung für die HDI Strakhovanie betrug 1 Mio. EUR, in gleicher Höhe ist Barvermögen zugeflossen (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" des Konzernanhangs, Seite 163). Konzernanhang Allgemeine Informationen Die Talanx AG steht als Finanz- und Managementholding an der Spitze des mit Prämieneinnahmen in Höhe von 22,9 (20,9) Mrd. EUR für 2010 drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns mit Sitz in Hannover, Deutschland. Sie ist selbst jedoch nicht im Versicherungsgeschäft tätig. Die Gruppe ist weltweit über Kooperationen in über 150 Ländern aktiv und bietet qualitativ hochwertige Versicherungsdienstleistungen sowohl im Nichtlebens- als auch im Lebensversicherungsgeschäft, in der Rückversicherung sowie Geschäfte im Bereich Asset Management an. Der Konzern arbeitet als Mehrmarkenanbieter in den Geschäftsbereichen Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Privat- und Firmenversicherung International, Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie Konzernfunktionen. Dazu zählen HDI, HDI-Gerling mit Versicherungen für Privat- und Firmenkunden sowie Industriekunden, Hannover Rück - einer der weltweit führenden Rückversicherer -, die auf Bankenvertrieb spezialisierten Neue Leben, PB und Targo Versicherungen sowie AmpegaGerling als Fondsanbieter und Vermögensverwalter. Am Jahresende 2010 arbeiteten weltweit 16.874 (16.921) Mitarbeiter in den Gesellschaften des Talanx-Konzerns. Die Talanx AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Obergesellschaft), Hannover (HDI V. a. G.) und Muttergesellschaft für alle zum HDI V. a. G. gehörenden Konzerngesellschaften. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nummer HR Hannover B 52546 mit der Adresse "Riethorst 2, 30659 Hannover" eingetragen. Der HDI V. a. G. ist nach §§ 341 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den die Abschlüsse der Talanx AG und ihrer Tochtergesellschaften einbezogen sind. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. * Mitarbeiterkapazitäten zum 31.12. Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS Die Talanx AG hat als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage von § 315 a Abs. 3 HGB freiwillig gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die in § 315 a Abs. 1 HGB genannten Standards und Vorschriften wurden vollständig beachtet. Seit dem Jahr 2002 werden die vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Standards als IFRS bezeichnet; die Vorschriften, die in früheren Jahren verabschiedet wurden, tragen weiterhin den Namen IAS (International Accounting Standards). In unseren Erläuterungen zitieren wir entsprechend; soweit sich die Erläuterungen nicht explizit auf einen bestimmten Standard beziehen, gebrauchen wir den Begriff IFRS. Die versicherungsspezifischen Geschäftsvorfälle, in denen die IFRS keine gesonderten Regelungen enthalten, werden im Einklang mit IFRS 4 "Versicherungsverträge" nach den einschlägigen Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) bilanziert. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. Dezember 2010 geltenden IFRS-Vorschriften sowie die vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des vorherigen Standing Interpretations Committee (SIC) verabschiedeten Interpretationen, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2010 bindend und von der EU übernommen wurden, beachtet. Darüber hinaus wurden die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) berücksichtigt, soweit sie den derzeit geltenden IFRS nicht entgegenstehen. Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf Millionen Euro (Mio. EUR), es sei denn, aus Gründen der Transparenz sind Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR) erforderlich. Dadurch kann es in den Tabellen dieses Berichts zu Rundungsdifferenzen kommen. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. Neu anzuwendende Standards/Interpretationen und Änderungen von Standards IFRS 3 (geändert 2008) "Unternehmenszusammenschlüsse" und daraus folgende Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und IAS 31 "Gemeinschaftsunternehmen" sind anzuwenden auf Erwerbe in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen: Der überarbeitete Standard (IFRS 3), welcher am 3. Juni 2009 durch die EU ratifiziert worden ist, schreibt unverändert die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen vor, jedoch mit einigen wesentlichen Änderungen. Zum Beispiel: Alle Unternehmenskaufpreiszahlungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierbei werden bedingte Gegenleistungen als Schuld angesetzt und Änderungen in der Folgebewertung ergebniswirksam erfasst. Es besteht ein Wahlrecht, pro Erwerb den Minderheitsanteil entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital anzusetzen. Sämtliche akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Der Standard wurde im Konzern u. a. für den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der HDI Strakhovanie am 7. Juli 2010 angewendet. Weitere Details des Unternehmenserwerbs im Geschäftsjahr sind im Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" dieses Anhangs dargestellt. Der überarbeitete IAS 27 verlangt die Erfassung aller Auswirkungen aus Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern im Eigenkapital, sofern sich keine Änderung in der Beherrschung ergibt und diese Transaktion weder zu einem Goodwill noch zu Gewinnen und Verlusten führen. Im Falle des Verlusts der Beherrschung gibt der Standard eine detaillierte Anweisung zur bilanziellen Abbildung vor. Danach ist der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und ein aus der Neubewertung entstehender Gewinn oder Verlust als solcher auszuweisen. Auf die Berichtsperiode hat der überarbeitete Standard Auswirkung gehabt, da u. a. Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern stattgefunden haben, welche im Kapitel "Konsolidierung", Abschnitt "Konsolidierungskreis" dieses Anhangs (Seiten 155 ff.) erläutert werden. Der Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2009) enthält verschiedene Änderungssachverhalte, die zwölf bestehende IFRS (zehn Standards und zwei Interpretationen) betreffen, und ist der zweite im Rahmen des seit 2006 existierenden Projekts "Jährliche Verbesserungen an den IFRS" veröffentlichte Standard. Die Mehrzahl der Änderungen ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden und hatte für den Konzern keine signifikanten Auswirkungen. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften wurden folgende Änderungen von Standards und Interpretationen zum 1. Januar 2010 beachtet: ― IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards": Die neue Fassung des IFRS 1 beinhaltet die Regelungen des vorher geltenden Standards, unterscheidet sich aber in seiner Gliederung. Darüber hinaus wurden mit den Standardänderungen "Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender" Vereinfachungen in IFRS 1 aufgenommen, die u. a. die Öl- und Gasindustrie bzw. die Anwendung des IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält" betreffen. Der überarbeitete Standard hatte keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. ― IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung": Die Änderungen betreffen den Anwendungsbereich von IFRS 2 und enthalten darüber hinaus eine Klarstellung, dass der Begriff "Unternehmensgruppe" in IFRS 2 dieselbe Bedeutung hat wie in IAS 27. ― IAS 39 "Finanzinstrumente Ansatz und Bewertung - geeignete Grundgeschäfte": Mit den Änderungen an IAS 39 wird klargestellt, wie bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften mit dem Inflationsanteil von Finanzinstrumenten und mit Optionskontrakten, die als Sicherungsinstrument genutzt werden, zu verfahren ist. ― Änderungen zu IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" (durch jährlichen Verbesserungsstandard Projekt 2008): Die Änderungen umfassen hauptsächlich Spezifizierungen der Offenlegungsanforderungen. ― IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen": IFRIC 12 stellt klar, wie die zugrunde liegenden Infrastruktureinrichtungen vom Betreiber einer Dienstleistungskonzessionsvereinbarung bilanziert werden. Diese neue Vorschrift hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss. ― IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien": IFRIC 15 gibt Aufschluss darüber, in welchem Fall Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien im Abschluss auszuweisen sind und ob ein Vertrag zur Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 "Fertigungsaufträge" oder von IAS 18 "Erträge" fällt. Für den Konzernabschluss hatte diese neue Interpretation keine Relevanz im Berichtszeitraum. ― IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb": In dieser Interpretation, welche keine Auswirkung auf den Konzernabschluss hatte, werden mögliche Absicherungen einer Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe und deren Bilanzierung geregelt. ― IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer": Die Interpretation bietet eine Richtlinie zur Buchung von Sachdividenden an Eigentümer, die entweder als Ausschüttung der Reserven oder als Dividende ausgestellt wurden. Auf den Konzernabschluss hatte die neue Interpretation keinen Einfluss. ― IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden": In dieser Interpretation, die keine Relevanz für den Konzern hat, wird dargelegt, wie ein Unternehmen Sachanlageübertragungen durch einen Kunden zu bilanzieren hat. Unter den Anwendungsbereich dieser Interpretation fallen u. a. Verträge, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden eine Sachanlage erhält, die es dann dazu verwenden muss, diesen Kunden an ein Leitungsnetz anzuschließen und/oder ihm dauerhaft Zugang zu den betreffenden Gütern oder Dienstleistungen (z. B. Strom, Gas, Wasser) zu gewähren. Die Übernahme dieser Änderungen und Interpretationen hatte - sofern überhaupt praktische Bedeutung für den Konzernabschluss bestand - keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Berichtszeitraum. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichen Standards, die 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die vom Konzern nicht vorzeitig angewandt wurden Nachfolgend werden Einschätzungen des Konzerns zu den Auswirkungen dieser neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Vorschriften erläutert. IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" wurde im November 2009 veröffentlicht und ersetzt IAS 24 (2003). Der neue Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Als wesentliche Neuerungen verlangt die Änderung beispielsweise Angaben zu Garantien und Zusagen sowie zu Verpflichtungen, die vom Eintritt (oder Nichteintritt) bestimmter zukünftiger Ereignisse abhängen. Darüber hinaus wird die Definition eines nahestehenden Unternehmens oder einer nahestehenden Person präzisiert. Der Standard, dessen Auswirkungen auf den Konzern derzeit geprüft werden, ist durch die EU im Juli 2010 ratifiziert worden. Im Dezember 2009 hat die EU Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung - Einstufung von Bezugsrechten" in europäisches Recht übernommen. Der IAS 32 wurde dahingehend ergänzt, dass Bezugsrechte sowie Optionen und Optionsscheine auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in einer beliebigen Währung als Eigenkapitalinstrumente auszuweisen sind, solange diese anteilig allen bestehenden Anteilseignern derselben Klasse gewährt werden. Die Änderung zu IAS 32 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden nicht erwartet. IFRIC 14 "IAS 19 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungspflichten": Diese Änderung wurde im Juli 2010 von der EU ratifiziert und ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Neuerungen sind von Relevanz, wenn ein Versorgungsplan eine Mindestdotierungsverpflichtung vorsieht und das Unternehmen Beitragsvorauszahlungen auf diese leistet. Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit nicht erwartet. Im November 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung beim Schuldner, wenn neu verhandelte Vertragsbedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit es diesem erlauben, die finanzielle Verbindlichkeit ganz oder teilweise durch die Ausgabe eigener Eigenkapitalinstrumente zu tilgen (so genannte Debt for Equity Swaps). Die Eigenkapitalinstrumente sind im Zugangszeitpunkt grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Unterschiedsbeträge zwischen dem Fair Value des Eigenkapitalinstruments und dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit sind in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzen. Die Interpretation ist im Juli 2010 durch die EU übernommen worden und für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Wir erwarten aus der Anwendung der neuen Vorschrift keinen Einfluss auf den Konzern. Ebenfalls im November 2009 hat das IASB einen neuen Standard zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröffentlicht, welcher im Oktober 2010 um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert wurde. IFRS 9 ist der erste Teil eines dreiphasigen Projekts, welches künftig den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen wird. Der neue Standard enthält eine überarbeitete Kategorisierung von Finanzinstrumenten. Demnach soll es künftig nur noch zwei Kategorien finanzieller Vermögenswerte geben: "at fair value" und "amortized costs". Eine Umklassifizierung ist nur noch möglich, sofern sich das Geschäftsmodell wesentlich ändert. Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, sind in der Bilanz zum Fair Value anzusetzen. Die Wertveränderungen werden erfolgswirksam erfasst. Ausnahme sind die Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, bei denen das Unternehmen entschieden hat, diese zum Fair Value mit Erfassung der Veränderungen im sonstigen Gesamtergebnis (at fair value through other comprehensive income) anzusetzen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 9 noch zu analysieren. Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass die Neuerungen u. a. Einfluss auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben werden. Der Standard ist erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden; eine Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Das IASB hat am 7. Oktober 2010 Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht, welche Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, betreffen. Gegenstand der Änderungen sind Angabepflichten im Zusammenhang mit dem Transfer von finanziellen Vermögenswerten. Ein Transfer von finanziellen Vermögenswerten liegt beispielsweise beim Verkauf von Forderungen oder bei so genannten Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen vor. Eine Ratifizierung durch die EU ist noch nicht erfolgt. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im Mai 2010 hat das IASB den dritten jährlich erscheinenden Sammelstandard (2010) zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS, die so genannten "Improvements to IFRSs" veröffentlicht. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden; die EU hat den Standard im Februar 2011 ratifiziert. Wir prüfen derzeit die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss. Das IASB hat im Dezember 2010 Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" veröffentlicht, welche noch nicht durch die EU übernommen wurden. Diese Neuerungen enthalten eine Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". Die Ergänzung tritt für Berichtsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, in Kraft. Wir erwarten aus der Anwendung dieser Änderungen keinen Einfluss auf den Konzernabschluss. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen, Spezialfonds und Zweckgesellschaften unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, deren Anwendung das Prinzip der Stetigkeit zugrunde liegt. Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Änderungen von Bilanzierungsgrundsätzen und Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses erläutert. Die im Geschäftsjahr 2010 neu anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sind im Kapitel "Allgemeine Aufstellungsgrundsätze und Anwendung der IFRS", die Konsolidierungsgrundsätze im Kapitel "Konsolidierung" (Seiten 154 ff.) beschrieben. Änderung der Segmentberichterstattung Mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 hat der Konzern seine Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung neu organisiert und die Konzernstruktur entsprechend angepasst. Damit einhergehend hat sich auch die Steuerung des Konzerns gemäß den neuen Verantwortlichkeiten im Vorstand sowie das interne Berichtswesen geändert. Der Geschäftsbereich Rückversicherung ist von der Umstrukturierung nicht betroffen; die beiden berichtspflichtigen Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung bleiben daher unverändert. Den Vorschriften des IFRS 8 "Geschäftssegmente" (management approach) folgend hat diese organisatorische Neuaufstellung zu einer Änderung im Segmentbericht für alle Vergleichsperioden geführt. Die Anzahl der berichtspflichtigen Segmente hat sich hierdurch erhöht. Basierend auf den Informationen, die an die Hauptentscheidungsträger des Konzerns für die Ressourcenallokation und Geschäftsentwicklung berichtet werden, wurden die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS 8 auf Basis der Struktur der Versicherungsaktivitäten nach Kundengruppen identifiziert. Die beiden bisherigen Erstversicherungssegmente - Schaden/Unfall-Erstversicherung und Personen-Erstversicherung - haben wir daher spartenübergreifend in die drei berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland" sowie "Privat- und Firmenversicherung International" überführt. Das Segment Konzernfunktionen wurde modifiziert, beinhaltet aber unverändert Gesellschaften, die überwiegend funktionelle Tätigkeiten im Konzern wahrnehmen. Da der Goodwill vorwiegend Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten größtenteils auf Segmentebene zugeordnet ist, musste das Management den Goodwill in Teilen den neu identifizierten operativen Segmenten zuordnen (siehe Erläuterungen in Abschnitt "Geschäfts- oder Firmenwert" im Kapitel "Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva", Seiten 187 ff.). Die Konsolidierungsbuchungen werden grundsätzlich in einer reinen Konsolidierungsspalte dargestellt, in der konzerninterne, segmentübergreifende Sachverhalte verrechnet werden. Der internen Steuerung und Berichterstattung folgend, werden Erträge aus Dividendenzahlungen und Ergebnisverträgen, die bei der Konzernholding anfallen, im Segment Konzernfunktionen eliminiert. Durch die Neusegmentierung wurden auch die Konsolidierungen innerhalb sowie zwischen den Segmenten beeinflusst. Dies führte in Einzelfällen zu veränderten Segmentergebnis- und -bilanzausweisen. Für weitere Informationen zum Segmentbericht siehe Anmerkungen in Kapitel "Segmentberichterstattung" dieses Anhangs. Änderung der Darstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung In Analogie zum internen Berichtswesen und der Modifikation der Segmentberichterstattung haben wir die aufgeführten Ausweisänderungen in der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Diese Änderungen in der Darstellung erfolgen retrospektiv und hatten keine Auswirkungen auf die bilanzierten Wertansätze in Vorjahren. Die Vergleichsbeträge der Umgliederungen aus dem Vorjahr sind im Klammerzusatz angegeben: ― Es erfolgt eine Aufspaltung des operativen Ergebnisses in die Teilergebnisgrößen versicherungstechnisches und nicht versicherungstechnisches Ergebnis. Hierbei wird das "sonstige versicherungstechnische Ergebnis" aus der Nichttechnik umgegliedert (ehemals Bestandteil der "sonstigen Erträge/Aufwendungen"; 2009: -252 Mio. EUR) und als separate Ergebnisgröße bilanziert. Innerhalb der "sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen" werden u. a. die Amortisationen der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte, soweit sie den Aktionärsanteil betreffen, erfasst (vormals Ausweis in der Ergebnisposition "Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert"; 2009: 79 Mio. EUR). ― Das Kapitalanlageergebnis enthält neben den Depotzinserträgen auch die Depotzinsaufwendungen, die zuvor unter den "sonstigen Aufwendungen" ausgewiesen wurden (2009: 207 Mio. EUR). Daneben wird ein Ergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen, d. h. ohne Depotzinsergebnis gezeigt. Dem folgend wird in der Konzernbilanz separiert nach selbstverwalteten Kapitalanlagen und Kapitalanlagebestand inklusive Depotforderungen. ― Die Amortisationen aus Unterschiedsbeträgen betreffend unsere nachrangigen Verbindlichkeiten werden in der Position "Finanzierungszinsen" erfasst (vormals unter "sonstige Erträge/Aufwendungen"; 2009: -3 Mio. EUR). ― Die Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird nun separat bilanziert (2009: 92 Mio. EUR). Neben den versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerten (s. o.) haben wir die Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände in den sonstigen Aufwendungen umgegliedert (2009: 98 Mio. EUR; vormals ebenfalls Position "Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert"). ― In der Konzernbilanz werden im Bereich der Kapitalanlagen die ergebniswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (2009: 861 Mio. EUR) mit den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (2009: 238 Mio. EUR) in einer Position "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" zusammengefasst; eine Aufgliederung erfolgt im Anhang. Derivative Finanzinstrumente, soweit mit positiven Marktwerten und keine Sicherungsinstrumente, werden einheitlich den "zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten" zugeordnet (2009: Umgliederung 58 Mio. EUR aus der Position "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente"; Umgliederung in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009: 45 Mio. EUR). Einzelne bislang unter den "übrigen Kapitalanlagen" bilanzierte Finanzinstrumente der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" werden künftig auch in dieser Bilanzposition ausgewiesen (2009: 475 Mio. EUR; Umgliederung in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009: 422 Mio. EUR). Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Bilanzierungsfehler Im Berichtsjahr 2010 haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend den Vorschriften des IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" für nachfolgende Sachverhalte rückwirkend zum 31. Dezember 2009 angepasst: a) Infolge eines bereits zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung 2009 beschlossenen konzerninternen Verkaufs eines gewinnbeteiligungspflichtigen Lebensversicherers zum Buchwert an einen Nichtlebensversicherer - der Eigentumsübergang erfolgte 2010 - war zu diesem Zeitpunkt eine Werthaltigkeit der zum 31. Dezember 2009 aktivierten latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) nicht mehr gegeben. Hieraus ergab sich im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 ein korrekturbedürftiger Ausweis von aktiver latenter RfB und aktiver latenter Steuer von 33 Mio. EUR. Der um diesen Betrag erhöhte Gewinnausweis im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurde rückwirkend ergebniswirksam (nach Steuern) in der Vergleichsperiode 2009 durch Abschreibung der zu hoch ausgewiesenen Aktivposten reduziert. Die im Vergleichszeitraum bis zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Gewinnrücklagen verringerten sich entsprechend um diesen Betrag. Die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 war hieraus nicht betroffen, da die Veräußerungsentscheidung erst im vierten Quartal 2009 gefasst wurde. b) Darüber hinaus haben wir im ersten Quartal 2010 eine korrekturbedürftige Buchung aus dem Vorjahr im Zusammenhang mit der Erfassung eines Großschadens im Segment Industrieversicherung bereinigt. Die Rückentlastung wurde zweifach gebucht, sodass die Positionen "Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen" sowie die "entsprechende Steuerabgrenzung" zu korrigieren waren. Die Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2009 wurden in Höhe von 8 Mio. EUR ergebniswirksam (nach Steuern) geändert. Daraus resultierte eine Verminderung der Gewinnrücklagen in gleicher Höhe. Die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 war von der Korrektur nicht betroffen, da die fehlerhafte Erfassung des Schadens erst im vierten Quartal 2009 erfolgte. c) Im zweiten Quartal 2010 wurde die Währungsumrechnung von aus der Übernahme eines US-Lebensrückversicherungsportfolios resultierenden PVFP, Segment Personen-Rückversicherung, rückwirkend zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 2 Mio. EUR angepasst; davon entfällt 1 Mio. EUR auf Anteile anderer Gesellschafter. Die im Vergleichszeitraum ausgewiesenen Gewinnrücklagen sowie der Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital erhöhten sich jeweils um 1 Mio. EUR. d) Im Geschäftsjahr 2010 hat der Konzern den bilanziellen Ausweis bestimmter Lebensrückversicherungsverträge korrigiert. Nach den anzuwendenden US-GAAP-Vorschriften (FASB ASC 340-30) sind bei diesen Verträgen versicherungstechnische Aktiva und Passiva in der Bilanz saldiert darzustellen. Die Anwendung dieser Saldierungsvorschriften wurde in vorangegangenen Berichtsperioden nicht konzerneinheitlich vorgenommen. Den Regelungen des Standards IAS 8 folgend haben wir daher die Vergleichszahlen im vorliegenden Abschluss angepasst. Die Anpassungen haben in keiner der vorangegangenen Berichtsperioden Auswirkungen auf das Konzernergebnis oder das Eigenkapital. Zum 31. Dezember 2009 verringern sich die Bilanzpositionen "Depotforderungen" und "Depotverbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften" gegenüber den ursprünglich ausgewiesenen Werten um jeweils 1.429 Mio. EUR. Die Verringerung dieser Bilanzpositionen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 beträgt jeweils 1.852 Mio. EUR. Die im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Anpassungen gemäß IAS 8 wirkten sich auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 wie nachfolgend dargestellt aus. Die einzelnen Sachverhalte sind entsprechend den vorstehenden Erläuterungen mit den Buchstaben a) bis d) gekennzeichnet: scroll Konzernbilanz 31.12.2009 wie ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 mit Wirkung auf 2009 31.12.2009 Mio. EUR zu a) zu b) zu c) zu d) Aktiva A. b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2.152 - - 2 - 2.154 B. g. Depotforderungen 10.778 - - - -1.429 9.349 D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 5.974 - -12 - - 5.962 Passiva A. b. Rücklagen 4.354 -33 -8 1 - 4.314 A. c. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital 2.578 - - 1 - 2.579 C. d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1.242 32 - - - 1.274 F. b. Depotverbindlichkeiten 5.943 - - - -1.429 4.514 G. Passive Steuerabgrenzung 1.512 1 -4 - - 1.509 Auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2009 haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben: scroll Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2009 wie ausgewiesen Veränderungen aus Anpassungen gemäß IAS 8 mit Wirkung auf 2009 31.12.2009 Mio. EUR zu a) zu b) zu c) 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 15.069 32 - - 15.101 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto - Anteile der Rückversicherer 1.055 - -12 - 1.043 10. b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen1) 1.007 - - -2 1.005 13. Ertragsteuern 474 1 -4 - 471 Jahresergebnis - davon Anteile anderer Gesellschafter 407 - - 1 408 Jahresergebnis - davon Konzernergebnis 525 -33 -8 1 485 1) Nach angepasster Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die folgenden Sachverhalte haben wir im Geschäftsjahr 2010 über eine Anpassung der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 korrigiert; eine rückwirkende Anwendung für frühere Perioden wurde unterlassen, da insoweit die Ermittlung der periodenbezogenen Anpassungsbeträge nicht durchführbar war bzw. unter Kosten-Nutzen-Aspekten nicht angezeigt schien: a) Abgaben an den Rückversicherer aus einem Versicherungsvertrag im Segment Industrieversicherung, die in der Vergangenheit nicht korrekt erfasst wurden, wurden in der aktuellen Berichtsperiode nachgeholt. Dies reduzierte die Gewinnrücklagen (nach Steuern) um 12 Mio. EUR. b) Bei der Umstellung der Datenzulieferung für ein bestimmtes Investmentportfolio wurde die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, an deren Wertentwicklung auch Versicherungsnehmer partizipieren, auf einheitliche Methoden umgestellt. Aus diesem Vorgang resultierte eine Verminderung der Gewinnrücklagen um 3 Mio. EUR; in gleicher Höhe stiegen die Übrigen Rücklagen. Die Anpassungen wirkten sich auf die Eröffnungsbilanz 2010 folgendermaßen aus: scroll Konzernbilanz Anpassungen 2010 Mio. EUR zu a) zu b) Aktiva D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen -18 - Passiva A. b. Rücklagen - Gewinnrücklagen -12 -3 A. b. Rücklagen - Übrige Rücklagen - 3 G. Passive Steuerabgrenzung -6 - Änderungen von Schätzungen in der Berichtsperiode Der Konzern hat die Ermittlungslogik für die Zeitwertermittlung von Derivaten im Zusammenhang mit "Modified coinsurance"-/"Coinsurance funds withheld"-Verträgen verfeinert. Dabei handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die im Berichtsjahr ohne Anpassung der Vergleichsangaben für Vorjahre durchgeführt worden ist. Im Rahmen der Bilanzierung von ModCo-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrags bestimmter Wertpapiere des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft. Folglich resultieren eingebettete Derivate ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportefeuilles. Wir ermitteln die Marktwerte der in die ModCo-Verträge eingebetteten Derivate unter Verwendung der zum Bewertungsstichtag verfügbaren Marktinformationen auf Basis einer Credit-Spread-Methode. Durch die Verfeinerung der Ermittlungslogik für diese Derivate werden die Risiken aus den genannten Verträgen marktnäher bestimmt. Das Derivat (Bilanzposition "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente", Unterposition "Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente") hat zum Bilanzstichtag einen Zeitwert in Höhe von 45 Mio. EUR (31. Dezember 2009: 32 Mio. EUR). Unter Beibehaltung der bis zum ersten Quartal 2010 verwendeten Parameter zur Ermittlung des Zeitwerts hätte sich ein Wert von 27 Mio. EUR ergeben. Die Auswirkung, die diese Verfeinerung der Ermittlungslogik auf den Wert des Derivates in zukünftigen Berichtsperioden hat, wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand ermittelbar. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei einigen Bilanzposten zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen - welche die Zukunft betreffen -, die sich auf Ausweis, Ansatz und Bewertung in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Angaben zu Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag auswirken. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten bzw. Eventualforderungen/-verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert bzw. sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden oder direkt in den Erläuterungen zu den einzelnen Positionen dargestellt. Impairment-Test der Firmenwerte (Goodwill): Der Konzern untersucht, in Einklang mit Abschnitt "Geschäfts- oder Firmenwert", ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Sofern der erzielbare Betrag auf Berechnungen des Nutzungswerts basiert, werden entsprechende Annahmen zugrunde gelegt (siehe Angabe 1 "Geschäfts- oder Firmenwert", Seiten 187 ff.). Beizulegender Zeitwert derivativer und sonstiger Finanzinstrumente: Die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten sowie Wertminderungen von nicht auf einem aktiven Markt gehandelten Finanzinstrumenten (z. B. Derivate im Zusammenhang mit Modified Coinsurance-/Coinsurance Funds Withheld-Verträgen) werden durch geeignete Bewertungstechniken bestimmt. Wir verweisen insoweit auf unsere Ausführungen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufgreifkriterien zur Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs bestimmter Finanzinstrumente im Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen". Versicherungstechnische Rückstellungen: Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, welche hinsichtlich Höhe oder Fälligkeit unsicher sind, werden nach "Best Estimate"-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Die tatsächlichen Zahlungen für Versicherungsfälle können höher oder niedriger ausfallen; hieraus entstehende Abwicklungsgewinne und -verluste wirken sich ergebniswirksam aus. Im Bereich der Lebensversicherung bzw. Personenrückversicherung hängt die Ermittlung der Reserven und Vermögenswerte entscheidend von aktuariellen Projektionen des Geschäfts ab. Hierbei werden wesentliche Eingabeparameter entweder vorbestimmt durch den Tarif (z. B. eingerechnete Kosten, Prämienhöhe, Rechnungszins) oder geschätzt (z. B. Sterbe-, Invaliditäts- oder Stornowahrscheinlichkeiten). Diese Annahmen sind u. a. stark abhängig von länderspezifischen Parametern, Vertriebsweg, Qualität der Antragsprüfung und Rückversicherungsform. Für die Bilanzierung nach US-GAAP werden diese Annahmen zu jedem Abschlussstichtag überprüft und später an die tatsächliche Projektion angepasst. Die sich hieraus ergebenden Effekte spiegeln sich u. a. als True-up-Anpassungen grundsätzlich in den Bilanzpositionen "Sonstige immaterielle Vermögenswerte", "Abgegrenzte Abschlusskosten", "Rückstellung für Beitragsrückerstattung" (latente RfB) und ggf. der "Deckungsrückstellung" (Finanzierung der Schlussgewinne) wider. Abgegrenzte Abschlusskosten: Die Rechnungsgrundlagen zur Amortisation der abgegrenzten Abschlusskosten werden laufend überprüft und ggf. angepasst. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden regelmäßig Kontrollen hinsichtlich z. B. Gewinnverläufen, Stornoannahmen- und Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen. Erworbene Versicherungsbestände (PVFP): Der Bestandswert ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Erwerbs und wird auf Basis aktuarieller Methoden bestimmt. Unsicherheiten können u. a. in der Erwartung dieser Nettozahlungsströme bestehen. Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern: Insbesondere erfolgen Einschätzungen hinsichtlich der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge vor allem im Zusammenhang mit bilanzierten passiven latenten Steuern und geplanten zukünftigen Erträgen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Berechnung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Weitere wesentliche Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen finden sich auch in Angabe 22 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" dieses Anhangs. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierung von Versicherungsverträgen Im März 2004 hat das IASB mit dem Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" erstmals einen Standard für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlicht und dabei das Projekt "Versicherungsverträge" in zwei Phasen aufgeteilt. IFRS 4 repräsentiert das Ergebnis der Phase 1 und ist eine Übergangsregelung, bis das IASB die Bewertung von Versicherungsverträgen mit Abschluss Phase 2 neu vorgeschrieben hat. Mittlerweile wurde der Standardentwurf (ED/2010/8) "Bilanzierung von Versicherungsverträgen" veröffentlicht; der finale Standard wird für das zweite Quartal 2011 erwartet. Nach IFRS 4 (Phase 1) - welcher auch Anwendung bei Rückversicherungsverträgen findet - ist es erforderlich, dass alle von Versicherungsgesellschaften abgeschlossenen Verträge entweder als Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert werden. Ein Versicherungsvertrag liegt vor, wenn eine Partei (der Versicherer) ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbaren, an den Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes, ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 4 ist es Versicherungsunternehmen gestattet, für den derzeit gültigen Projektstand (Phase 1) ihre zuvor angewendete Bilanzierungspraxis für Versicherungsverträge beizubehalten. Dem folgend werden die versicherungstechnischen Posten im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US-GAAP bilanziert. Alle Verträge ohne versicherungstechnisches Risiko werden nach IFRS 4 als Investmentverträge behandelt. Soweit Investmentverträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung ausgestattet sind, werden sie ebenfalls nach den Regelungen der US-GAAP bilanziert. Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden wie Finanzinstrumente nach IAS 39 behandelt. Aktivseite Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen, linearen Abschreibungen und ggf. Wertminderungen aktiviert. Für sämtliche immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll Software (selbsterstellt oder erworben) 3-10 Jahre Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte (In Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen) bis ca. 2056 Geschäfts- oder Firmenwert Der sich aus Unternehmenserwerben ergebende Geschäfts- oder Firmenwert ist die positive Differenz aus den Anschaffungskosten und dem anteilig beizulegenden Zeitwert identifizierter Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten (Zeitwert des neu bewerteten Nettovermögens). Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach erneuter Prüfung sofort erfolgswirksam zu vereinnahmen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer und wird daher nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" i. V. m. IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" nach dem "Impairment-only Approach" mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterworfen und je nach Ausgang der Prüfung gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Ein so ermittelter Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam erfasst. Der Goodwill ist für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36.80 ff. "Wertminderung von Vermögenswerten" zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet (siehe Angabe 1 "Geschäfts- oder Firmenwert" dieses Anhangs, Seiten 187 ff.). Zur Ermittlung eines möglichen Abschreibungsbedarfs (Impairment) wird der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einer CGU ermittelt und mit den Konzernbuchwerten einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts dieser CGU verglichen. Übersteigen die Buchwerte inklusive Goodwill den erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu erfassen. Die auf den Goodwill entfallende Abschreibung wegen Wertminderung wird als gesonderter Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert. Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärs- und Steueranteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, planmäßig abgeschrieben (amortisiert). Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal jährlich; ggf. werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder es hat eine außerplanmäßige Abschreibung zu erfolgen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert. Software Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten zudem erworbene sowie selbsterstellte Software. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten und eigenentwickelte Software zu Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bilanziert. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft und wenn erforderlich außerplanmäßig wertgemindert. Diese Abschreibungen und Wertminderungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Zuschreibungen auf diese Vermögenswerte erfassen wir in den sonstigen Erträgen. Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen Bei Grundbesitz wird gemäß den folgenden Kriterien zwischen fremd- und eigengenutztem Grundbesitz unterschieden: Fremd- und eigengenutzter Grundbesitz für gemischt genutzte Objekte wird separat klassifiziert, wenn die jeweils fremd- und eigengenutzten Teile separat veräußerbar sind. Ist dies nicht der Fall, werden Objekte nur dann als fremdgenutzt klassifiziert, wenn weniger als 10 % von Konzernunternehmen genutzt werden. Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer, maximal über 50 Jahre, abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert unterschreitet. Für den Direktbestand wird grundsätzlich alle fünf Jahre ein qualifiziertes externes Gutachten pro Objekt erstellt, das auf dem Ertragswertverfahren (Ermittlung der diskontierten Zahlungsströme aus Mieten etc., die aus einem Objekt generiert werden können) beruht. Bei Vorliegen besonderer wertbeeinflussender Sachverhalte werden in kürzeren Zeitabständen Gutachten eingeholt. Zusätzlich werden an jedem Bilanzstichtag interne Gutachten pro Objekt, ebenfalls basierend auf dem Ertragswertverfahren, zur Wertüberprüfung erstellt. Bei Immobilien-Spezialfonds erfolgt alle zwölf Monate - Stichtag ist das Datum der Ersteinwertung - die Einholung eines externen Marktwertgutachtens. Bei nicht vermieteten Immobilien wird der Marktwert nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung des prognostizierten Leerstands ermittelt. Unterhaltungskosten und Reparaturen werden im Kapitalanlageergebnis erfasst; werterhöhende Aufwendungen werden aktiviert und können im Einzelfall die Nutzungsdauer verlängern. Die Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode auf der Basis des anteiligen Eigenkapitals, das auf den Konzern entfällt, bewerteten assoziierten Unternehmen. Der den Konzern betreffende Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens ist im Kapitalanlageergebnis enthalten. Dabei werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen. Hierbei werden außerordentliche Sondersachverhalte periodengerecht berücksichtigt, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assoziierten Unternehmens wesentlich sind. Finanzielle Vermögenswerte/Verpflichtungen einschließlich der derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Direktbestand bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden in die vier Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente", "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" und "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" bei Zugang eingeteilt. Finanzpassiva sind entweder als "Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" oder zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls die Transaktionskosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der Kategorisierung s. o. und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen außerplanmäßigen Abschreibungen. Beim Fair Value handelt es sich um den Betrag, zu dem ein finanzieller Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht oder eine finanzielle Verpflichtung beglichen werden könnte. Täglich fällige Finanzinstrumente werden mit dem Nominalwert berücksichtigt. Zu diesen Instrumenten zählen u. a. der Kassenbestand sowie die Depotforderungen. Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden u. a. Anteile an Gesellschaften erfasst, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden. Ebenso bilanzieren wir assoziierte Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht at Equity bewertet werden, in diesem Bilanzposten. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich zu Marktwerten am Bilanzstichtag, soweit es sich um Anteile handelt, die börsennotiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Darlehen und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsströmen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und nicht kurzfristig veräußert werden sollen. Dabei handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Die Werthaltigkeit der einzelnen Forderungen wird zum Bilanzstichtag überprüft. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn mit der vollumfänglichen Rückzahlung des Darlehens bzw. der Forderung nicht mehr gerechnet wird. Eine Wertaufholung erfolgt ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten. Unter Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die bestimmte oder bestimmbare Zahlungsströme und einen Fälligkeitstermin aufweisen, jedoch keine Darlehen oder Forderungen sind. Der Konzern hat für die hier ausgewiesenen Wertpapiere die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den "Darlehen und Forderungen" vorgegangen. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden effektivzinskonstant über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beiträge, die bei Lebensversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) bilanziert. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Die Handelsbestände (zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente) beinhalten alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die der Konzern erworben hat, um mit ihnen zu handeln und kurzfristig Gewinne zu erzielen. Des Weiteren werden hier alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspflichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen ausgewiesen, die nicht die Anforderungen des IAS 39 an eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting ) erfüllen. Derivate mit negativen Marktwerten werden unter den übrigen Verbindlichkeiten dargestellt. Derivative Finanzinstrumente setzen wir wohldosiert ein, um Teilbestände gegen Zins- und Marktpreisrisiken abzusichern, Erträge zu optimieren oder Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente betreffen im Wesentlichen nicht besicherte, von Unternehmen begebene Schuldtitel. Ferner werden strukturierte Produkte unter Anwendung der Fair Value Option des IAS 39 ausgewiesen. Hierbei werden trennungspflichtige strukturierte Finanzinstrumente - deren Fair Value zuverlässig ermittelbar ist - erfasst, die bei einem Ausweis in den Kategorien "Darlehen und Forderungen", "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" oder "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" entsprechend in ihre Bestandteile (Basisvertrag und ein oder mehrere eingebettete Derivate) zerlegt werden müssten. Der Konzern nutzt die Fair Value Option ausschließlich für ausgewählte Teilbestände der Kapitalanlagen. Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Kapitalanlageergebnis. Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente gemäß Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (Hedge Accounting) designiert werden, werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung ist abhängig von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair- Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow-Hedge); weitere Informationen in Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting", Seiten 207 ff. Diese Sicherungsinstrumente werden unter den sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten bilanziert. Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Für Finanzinstrumente entspricht der Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag veräußern bzw. begleichen würde. Die Ermittlung des Zeitwerts von Wertpapieren erfolgt somit grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für finanzielle Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs verwendet; finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs bewertet. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen finden solche Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere. Der Konzern verwendet hierzu mehrere Bewertungsmodelle: scroll Finanzinstrument Preismethode Parameter Preismodell Festverzinsliche Wertpapiere Nicht notierte Rentenpapiere ("Plain Vanilla") Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve, Volatilitätsflächen, Korrelationen Hull-White, Black- Karasinski, Libor- Market-Modell u. a. Nicht notierte Rentenfonds Theoretischer Kurs Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV)1) NAV-Methode1) ABS/MBS ohne Marktquotierungen Theoretischer Kurs Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verwertungsraten Future-Cashflow- Verfahren, Liquidierungsverfahren CDOs/CLOs, Genussscheine Theoretischer Kurs Risikoprämien, Ausfallraten, Verwertungsraten, Tilgungen Barwertmethode Aktien Nicht notierte Aktien Theoretischer Kurs Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, ggf. Buchwert NAV-Methode1) Übrige Kapitalanlagen Private Equity Theoretischer Kurs Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, Börsenwerte NAV-Methode1) Derivative Finanzinstrumente Zinsswaps ("Plain Vanilla") Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode Devisentermingeschäfte Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurven, Spot- und Forward-Rates Zinsparitätsmodell OTC-Aktienoptionen, OTC-Aktienindexoptionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite Black-Scholes Zinstermingeschäfte (Vorkäufe) Theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve Barwertmethode Inflationsswaps Theoretischer Kurs Inflationsswap-Raten (Consumer Price Index), historische Index-Fixings, Zinsstrukturkurve Barwertmethode mit Saisonalitätskorrektur Derivate im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik Theoretischer Kurs Marktwerte der Cat Bonds, Zinsstrukturkurve Barwertmethode 1) NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert) Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, haben wir einem Level der Bewertungshierarchie nach IFRS 7 zugeordnet. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe 11 "Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente" in diesem Anhang. Der auf Basis von Bewertungsmethoden zum Erwerbszeitpunkt festgestellte Wert kann allerdings von den tatsächlichen Anschaffungskosten abweichen. Die daraus resultierende Bewertungsdifferenz stellt ein theoretisches Ergebnis zum Erwerbszeitpunkt (day-one profit/loss) dar. Zum Bilanzstichtag ergab sich lediglich ein unwesentlicher Verlust. Wertberichtigung (Impairment): Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei unseren Finanzinstrumenten - mit Ausnahme der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (da Wertminderungen implizit im beizulegenden Zeitwert enthalten sind) - objektive, substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Bei allen diesen Finanzinstrumenten werden dauerhafte Wertminderungen aufwandswirksam in der Ergebnisrechnung erfasst. IAS 39.59 enthält eine Liste objektiver Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts. Ergänzend dazu sieht IAS 39.61 weitere Kriterien für Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter vor, wonach eine Wertminderung vorliegt, wenn der beizulegende Zeitwert signifikant oder nachhaltig unter die Anschaffungskosten abgesunken ist. Danach ist im Konzern bei Eigenkapitaltiteln ein Rückgang des Zeitwerts signifikant, wenn er um mehr als 20 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist; ein Rückgang ist nachhaltig, wenn der Zeitwert für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten die Anschaffungskosten unterschreitet. Die Beurteilung erfolgt dabei für auf fremde Währung lautende Titel in der funktionalen Währung des Unternehmens, welches das Eigenkapitalinstrument hält. Wir legen bei den festverzinslichen Wertpapieren grundsätzlich die gleichen Indikatoren zugrunde wie bei den Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter. Zusätzlich wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Wir beziehen in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, ein. Darüber hinaus prüfen wir bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Titeln, ob wesentliche Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind. Wertberichtigungen erfolgen bei dauerhafter Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag; wenn vorhanden auf den öffentlich notierten Börsenkurs. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Schuldtiteln werden erfolgswirksam bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Im Falle von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten wird der darüber hinausgehende Betrag ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln werden hingegen erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Wertpapiere, die im Rahmen der Wertpapierleihe verliehen werden, sind weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin im Konzern verbleiben. Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren "Net Asset Value" (Nettovermögen) als Approximation des Marktwerts bilanziert. In dieser Position enthaltene Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Depotforderungen und -verbindlichkeiten und Verträge ohne ausreichendes versicherungstechnisches Risiko Depotforderungen sind Forderungen aus der Rückversicherung an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Die Depotverbindlichkeiten (Ausweis unter Verbindlichkeiten) repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bardepots. Beide Depotarten lösen keine Zahlungsströme aus und können nicht ohne Zustimmung des jeweils anderen verwertet werden. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt. Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifikanten Risikotransfer an den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US-GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der "Deposit Accounting"-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen erfolgswirksam vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der Ausweis der Bestandsgrößen erfolgt als Depotforderungen und -verbindlichkeiten, deren Marktwerte annähernd ihren Buchwerten entsprechen. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen Diese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Die Anlagen werden getrennt von den übrigen Kapitalanlagen geführt und angelegt. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge anhand eines vereinfachten Verfahrens ermittelt; wir verweisen auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen; Bonitätsrisiken werden berücksichtigt. Abgegrenzte Abschlusskosten Abschlusskosten, die im engen Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss stehen und variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind, werden nach US-GAAP als abgegrenzte Abschlusskosten aktiviert (FASB ASC 944). Diese werden regelmäßig im Rahmen eines Angemessenheitstests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen; ggf. hat eine Anpassung zu erfolgen. Für die Sachversicherungsgesellschaften und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel anteilig für den unverdienten Teil der Prämien abgegrenzt. Sie werden linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei den Personenversicherern im Erstversicherungsbereich sowie in der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Höhe der Tilgung hängt dabei von den Bruttomargen der jeweiligen Verträge ab, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen. Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Vertragslaufzeit oder Rentenzahlungszeit. Aktive Steuerabgrenzung Aktive latente Steuern werden nach IAS 12 "Ertragsteuern" bilanziert, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz der betreffenden Konzerngesellschaft und diese als temporäre Differenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Grundsätzlich können sich Bewertungsunterschiede zwischen den nach nationalen Vorschriften erstellten Steuerbilanzen und den nach konzerneinheitlich bewerteten IFRS-Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ergeben. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von "Tax Credits" und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Zur Beurteilung, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d. h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft und konkrete umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt. Sofern sich die latenten Steuern auf Posten beziehen, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, sind auch die daraus resultierenden latenten Steuern erfolgsneutral gebildet. Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifischen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 31,6 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind. Sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting, die einen positiven Marktwert aufweisen, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich linearer Abschreibungen. Die Nutzungsdauer bei selbstgenutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren; bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer i. d. R. zwischen 2 bis 10 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchstwahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz gesondert als Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sind erfolgswirksam zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt. Übersteigt der Wertminderungsbedarf für eine Veräußerungsgruppe den Buchwert der zugehörigen langfristigen Vermögenswerte, wird die Notwendigkeit einer Rückstellungsbildung im Sinne des IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" geprüft. Detaillierte Informationen zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sind dem gleichnamigen Abschnitt zu entnehmen. Passivseite Eigenkapital Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Rücklagen (Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen) und die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die vom Aktionär der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Als Gewinnrücklagen werden die Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen und Spezialfonds seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern erzielt und thesauriert haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen und vergleichbarer Posten der frühesten dargestellten Periode erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden kumuliert in den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen berücksichtigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen sowie die unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition erfasst. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt. Die Wertschwankungen werden in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital bilanziert. Die Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital als Bestandteil des Eigenkapitals bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto) Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt; wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen der entsprechenden Aktivposten. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert. Die Prämienüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Prämien, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Prämien werden für Versicherungsverträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden teilweise Pauschalverfahren angewendet, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Abrechnungsdaten der Vorversicherer nicht verfügbar sind. Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt und bilanziert. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität, Invalidität, Stornowahrscheinlichkeit und Zinsentwicklung ein. Die dabei verwendeten Rechengrundlagen umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen gemäß bester Schätzung für Finanzanlageertrag, Lebenserwartung und Invaliditätsrisiko unter Einschluss einer Risikomarge. Diese Annahmen basieren auf Kunden- und Branchendaten. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Überschussbeteiligung zugrunde liegen. Für die Bewertung der Deckungsrückstellungen müssen die Lebensversicherungsprodukte gemäß FASB Accounting Standards Codification (ASC) 944-40 in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Bei Verträgen der Lebenserstversicherung mit "natürlicher" Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 120 i. V. m. SOP 95-1 (Statement of Principles)) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künftigen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungsaufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut. Für Verträge der Lebenserstversicherung ohne Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künftigen Leistungen und des Barwerts der künftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künftiger Versicherungsleistungen angesetzt wird. Bei Verträgen der Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (vormals enthalten in FAS 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie betrifft Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlung noch unsicher ist. Insofern beruht sie auf Schätzungen, die von den tatsächlichen Zahlungen abweichen können. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle. Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle basieren auf anerkannten versicherungsmathematischen Verfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden. Sie sind nach "Best Estimate"-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Zur Bemessung der "Ultimate Liability" werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf der Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung eines Schadens bis zu seiner Abwicklung prognostiziert. Es wird grundsätzlich von der Annahme ausgegangen, dass sich die zukünftige Inflation der Schadenabwicklung analog dem Durchschnitt der in den Daten enthaltenen vergangenen Inflation darstellt. Die jüngeren Zeichnungsjahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Bilanziert wird daher der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag ("Best Estimate"), der sich grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Erfahrungen aus der Vergangenheit und Annahmen über die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung von Marktinformationen fließen in die Wertfindung ein. Die Höhe der Rückstellungen und ihre Verteilung auf die Schadenanfalljahre werden durch Anwendung anerkannter Prognoseverfahren der Schadenversicherungsmathematik ermittelt. Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden grundsätzlich gleich den Rückstellungen für gemeldete Schadenfälle gebildet. Der Konzern stützt sich hier auf Erfahrungswerte, die gemäß aktuellen Trends und anderen relevanten Faktoren angepasst werden. Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer und statistischer Modelle der erwarteten Kosten für die endgültige Abwicklung und die Verwaltung von Schäden gebildet. Die Analysen basieren auf aktuell bekannten Fakten und Umständen, Voraussagen künftiger Ereignisse, Schätzungen der künftigen Inflationsentwicklung sowie anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren. Jüngste Trends der Schadenmeldungen, Schadenausmaße und Risikozunahmen werden ebenfalls herangezogen. Für Großschäden liegen keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und ggf. nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen bestmöglichen Schätzungen des Konzerns. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Rückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB, Shadow-RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden. Wir überprüfen regelmäßig alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessenheitstests nach IFRS 4. Sofern aktuelle Erfahrungen ergeben, dass künftige Einnahmen die erwarteten Ausgaben nicht decken, werden nach Auflösung der abgegrenzten Abschlusskosten die versicherungstechnischen Rückstellungen ergebniswirksam angepasst bzw. eine Drohverlustrückstellung gebildet. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen. Shadow Accounting IFRS 4.30 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten, jedoch bilanzierten Gewinnen und Verlusten (diese stammen überwiegend aus Zeitwertänderungen der Kapitalanlagen der Kategorie "Jederzeit veräußerbar"), die im Eigenkapital (Other Comprehensive Income, OCI) abgebildet werden, in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: Abgegrenzte Abschlusskosten, Present Values of Future Profits (PVFPs), Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer, Rückstellungen für abzugrenzende Kosten sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die genannten Aktiv- und Passivposten bzw. deren zugehörige Amortisationsverläufe werden auf Basis von angenommenen Ertragsverläufen (Estimated Gross Margins, EGM) ermittelt. Durch eine spätere Berücksichtigung nicht realisierter Gewinne und Verluste verändern sich diese entsprechend. Die resultierenden Anpassungen werden als so genannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen erfasst. Analog zu den begründenden Wertentwicklungen wird der Gegenposten im Eigenkapital (OCI) abgebildet. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird Bei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider; diese Rückstellungen werden gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten "Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen", Seite 135. Andere Rückstellungen Dieser Posten beinhaltet unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen des Konzerns erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich dabei nach der im Zeitpunkt der Zusage gültigen Versorgungsordnung. Sie basieren im Wesentlichen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Darüber hinaus besteht seit Mitte der Neunzigerjahre in verschiedenen deutschen Gesellschaften die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaften enthaltenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen werden durch einen Versicherungsvertrag mit der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln, bzw. mit der Neue Leben Lebensversicherung AG, Hamburg, rückgedeckt. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in Pensionskassen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung. Neben den Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzelzusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes. Des Weiteren bestehen bei einigen Konzerngesellschaften pensionsähnliche Zusagen in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird dem Mitarbeiter vom Unternehmen oder von einem Pensionsfonds eine bestimmte Pensionszusage erteilt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht von vornherein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünftige Entwicklung wird berücksichtigt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen entsprechend der Währung und der Duration der Pensionsverpflichtungen gelten. Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Beträge fällig sind. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus den Pensionsverpflichtungen und dem Planvermögen ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf (Unregelmäßigkeiten im Risikoverlauf, Auswirkungen von Änderungen der Berechnungsparameter und unerwartete Gewinne oder Verluste des Planvermögens). Der Konzern wendet für die Erfassung seiner versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste das in IAS 19 festgelegte Korridorverfahren an. Beim Korridorverfahren wird ein Teil der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste ergebniswirksam erfasst, sofern die zu Beginn des Geschäftsjahres bislang nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den höheren der folgenden Beträge übersteigen: 10 % des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche oder 10 % des Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens. Der Betrag außerhalb des Korridors geht, dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Begünstigten, als Ertrag oder Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Sonstige Rückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Eine Abzinsung der Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseffektes wesentlich ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Rückstellungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, soweit es sich nicht um Depotverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Derivaten handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Depotverbindlichkeiten werden zum Nennwert, Verbindlichkeiten aus Derivaten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt (zu den im Konzern angewandten Bewertungsmodellen zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte siehe Abschnitt "Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen"). Ferner werden unter den Übrigen Verbindlichkeiten Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting eingesetzt werden, erfasst; weitere Informationen hierzu sind in der Angabe 12 "Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting"(Seiten 207 ff.) erläutert. Passive Steuerabgrenzung Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 "Ertragsteuern" dann bilanziert werden, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und dies als temporäre Differenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur aktiven Steuerabgrenzung. Währungsumrechnung Abschlusspositionen der Konzerngesellschaften werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Talanx AG darstellt. Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die Bilanzierung der aus der Umrechnung resultierenden Währungskursgewinne bzw. -verluste gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" richtet sich nach dem Charakter der jeweils zugrunde liegenden Bilanzposition. Gewinne und Verluste, die aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im übrigen Ergebnis erfasst. Währungsumrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihrer beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst werden, sind mit diesen als Gewinn oder Verlust aus Marktwertänderungen ergebniswirksam auszuweisen. Fremdwährungsgewinne oder -verluste aus nicht monetären Posten, wie z. B. Aktien, die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert sind, werden zunächst erfolgsneutral in einem separaten Posten des Eigenkapitals bilanziert und erst mit ihrer Abwicklung realisiert. Die in Landeswährung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss übernommen. Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen in den Bilanzposten der Einzelgesellschaften sowie die Übernahme dieser Posten in den Konzernabschluss erfolgt zu den Devisenmittelkursen des Bilanzstichtags. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen - auch soweit sie sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben - werden als eigener Posten innerhalb der übrigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswerte der ausländischen Unternehmung behandelt und entsprechend umgerechnet. Die Umrechnungskurse der für den Konzern wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar: scroll Bilanz (Stichtag) Erfolgsrechnung (Durchschnitt) Währung/Land 31.12.2010 31.12.2009 2010 2009 1 EUR entspricht AUD Australien 1,3068 1,6048 1,4510 1,7839 BHD Bahrain 0,4997 0,5404 0,5009 0,5267 BRL Brasilien 2,2085 2,4963 2,3384 2,8024 CAD Kanada 1,3259 1,5048 1,3758 1,5916 CLP Chile 619,9699 727,1109 677,6252 781,1374 CNY China 8,7511 9,7847 8,9895 9,5419 GBP Großbritannien 0,8585 0,9042 0,8592 0,8966 HKD Hongkong 10,3146 11,1172 10,3232 10,8274 HUF Ungarn 280,1572 272,2169 276,2410 280,0399 KRW Korea, Republik 1.501,6346 1.669,5842 1.541,5994 1.771,3279 MXN Mexiko 16,4031 18,6562 16,8429 18,9262 MYR Malaysia 4,0869 4,9113 4,2915 4,9076 PLN Polen 3,9678 4,1269 4,0114 4,3358 SEK Schweden 9,0119 10,2986 9,5582 10,6210 UAH Ukraine 10,5603 11,4827 10,5571 11,1792 USD USA 1,3254 1,4336 1,3287 1,3969 ZAR Südafrika 8,7907 10,6121 9,7204 11,6273 Segmentberichterstattung Der Konzern hat im Berichtsjahr seine Segmentberichterstattung - wegen der umgesetzten Unternehmensorganisation nach Kundengruppen im Erstversicherungsgeschäft - angepasst (siehe unsere Ausführungen zu "Änderung der Segmentberichterstattung" in Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seite 121). Bestimmung der berichtspflichtigen Segmente Die Festlegung der berichtspflichtigen Segmente erfolgt entsprechend der internen Berichts- und Steuerungsstruktur des Konzerns, anhand derer der Konzernvorstand regelmäßig die Leistung der Segmente beurteilt und über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten entscheidet. Im ersten Schritt hat der Konzern seine geschäftlichen Aktivitäten in die Bereiche Versicherungen und Konzernfunktionen aufgeteilt. Das Versicherungsgeschäft wurde anschließend in fünf berichtspflichtige Segmente teilweise neu untergliedert, wobei wegen der unterschiedlichen Produktarten, Risiken und Kapitalzuordnungen zunächst eine Differenzierung in Erst- und Rückversicherung erfolgt. Das Rückversicherungsgeschäft wird entsprechend seiner unterschiedlichen Produkte und Geschäftsfelder unverändert in die beiden Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung aufgeteilt. Wegen der nach Kundengruppen bzw. geografischen Regionen (Inland versus Ausland) und somit spartenübergreifend ausgerichteten Steuerung sind die Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung in die folgenden drei berichtspflichtigen Segmente "Industrieversicherung", "Privat- und Firmenversicherung Deutschland", "Privat- und Firmenversicherung International" neu strukturiert/dargestellt; zuvor spartenorientierte Zweiteilung in Schaden/Unfall- und Personen-Erstversicherung. Die überarbeitete Segmentierung im Erstversicherungsgeschäft entspricht somit den Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand. Ein weiteres berichtspflichtiges Segment bildet der Bereich Konzernfunktionen. Insgesamt hat der Konzern in Übereinstimmung mit IFRS 8 "Geschäftsegmente" somit sechs berichtspflichtige Segmente identifiziert. Die Werte des Vorjahres wurden entsprechend angepasst. Nachfolgend sind die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen, mit denen diese berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen, aufgeführt. Daneben wird auch auf die wesentlichen Umstrukturierungsmaßnahmen in den drei Erstversicherungssegmenten eingegangen: Industrieversicherung: Im Segment Industrieversicherung weisen wir das globale Industriegeschäft erstmals als eigenständiges Segment aus; vormals Bestandteil des Segments Schaden/Unfall-Erstversicherung. Der Umfang des Geschäftsbetriebs beinhaltet eine breite Auswahl von Versicherungsprodukten wie die Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, Transport-, Special Lines- und Technische Versicherungen für große und mittelgroße Unternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus wird Rückdeckung in verschiedenen Versicherungszweigen gewährt. Privat- und Firmenversicherung Deutschland: In diesem berichtspflichtigen Segment werden spartenübergreifend die Versicherungsaktivitäten für das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft einschließlich des deutschlandweit betriebenen Bancassurance-Geschäfts - also der Versicherungsvertrieb über Bankschalter - gesteuert (vormals einbezogen in den Segmenten Schaden/Unfall- und Personen-Erstversicherung). Neben den klassischen Kompositversicherungen werden eine Vielzahl von Lebensversicherungsprodukten in Form der Einzel-, Gruppen- oder Sammelversicherungen gegen Einmal- oder laufenden Beitrag angeboten: Kapital-, Renten- und Risikoversicherung, Unfallversicherung, Fondsgebundene Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Auslandsreiseversicherung und betriebliche Altersvorsorgeprodukte. Privat- und Firmenversicherung International: Der Umfang des Geschäftsbetriebs in diesem neuen Segment umfasst spartenübergreifend das Versicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden inklusive der betriebenen Bancassurance-Aktivitäten im Ausland. Die breite Auswahl an Versicherungsprodukten entspricht weitgehend derjenigen im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Schaden-Rückversicherung: Die wichtigsten Aktivitäten sind das private, geschäftliche und industrielle Schaden- und Haftpflichtgeschäft vor allem im US-amerikanischen und im deutschen Markt, das Transport- und Luftfahrtgeschäft, das Kredit-/Kautionsgeschäft, das fakultative sowie das Katastrophengeschäft. Personen-Rückversicherung: Das Segment fasst die internationalen Aktivitäten der Hannover Rück-Gruppe in den Sparten Leben, Kranken, Renten und Unfall zusammen. Konzernfunktionen: Das Segment Konzernfunktionen umfasst - in Abgrenzung zu den fünf operativen Segmenten - die Steuerung sowie weitere funktionelle Tätigkeiten zur Unterstützung der Geschäfte der Gruppe, vor allem durch die Bereiche Kapitalanlageverwaltung, Administration, Abwicklung und Platzierung von Teilen der Rückversicherungsabgaben, Konzernfinanzierung und sonstige Servicetätigkeiten. Einzelne Servicegesellschaften, die zuvor den Erstversicherungssegmenten zugeordnet wurden, werden ab 2010 innerhalb dieses Segments erfasst. Bewertungsgrundlagen für den Erfolg der berichtspflichtigen Segmente Bewertungsgrundlage für sämtliche Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sind marktkonforme Transferpreise, wie sie auch bei Geschäften mit Dritten Anwendung finden. Diese konzerninternen Transaktionen zwischen den Segmenten werden im Rahmen der Konsolidierung - in der Konsolidierungsspalte, sofern segmentübergreifend - eliminiert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir aus Konsistenz- und Vergleichbarkeitsgründen an die Segment-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Gleiches gilt für die Konzernbilanz bzw. Segmentbilanz. Als langfristige Vermögenswerte gelten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte sowie der eigen- und fremdgenutzte Grundbesitz. Um den finanziellen Erfolg der berichtspflichtigen Segmente im Konzern zu beurteilen, werden abhängig von der Art und Fristigkeit der geschäftlichen Aktivitäten unterschiedliche Steuerungsgrößen bzw. Performance-Maße genutzt, wobei als einheitliche Bemessungsgrundlage das operative Ergebnis (EBIT) - ermittelt aus IFRS-Ergebnisbeiträgen - herangezogen wird. Zur Darstellung der tatsächlichen operativen Profitabilität und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird hierbei das Periodenergebnis vor Ertragsteuern herausgestellt. Ferner wird das Ergebnis um die Zinsaufwendungen für Fremdfinanzierung (Finanzierungszinsen) bereinigt. Segmentberichterstattung. Bilanz zum 31. Dezember 20101) scroll Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Aktiva Mio. EUR 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.2009 A. Immaterielle Vermögenswerte a. Geschäfts- oder Firmenwert 60 60 397 397 124 128 b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8 8 1.629 1.943 29 25 68 68 2.026 2.340 153 153 B. Kapitalanlagen a. Fremdgenutzter Grundbesitz 39 41 449 451 69 64 b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 9 8 24 15 - - c. Anteile an assoziierten Unternehmen - - 9 9 24 25 d. Darlehen und Forderungen 3.084 3.000 26.993 26.155 3 3 e. Sonstige Finanzinstrumente i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 121 121 295 297 71 51 ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 2.764 2.355 8.599 7.700 2.444 2.220 iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 16 20 445 508 487 269 f. Übrige Kapitalanlagen 559 870 849 991 224 219 Selbstverwaltete Kapitalanlagen 6.592 6.415 37.663 36.126 3.322 2.851 g. Depotforderungen 43 42 3 66 - - Kapitalanlagen 6.635 6.457 37.666 36.192 3.322 2.851 C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 5.419 4.203 995 772 D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 3.866 3.947 2.797 2.659 713 699 E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 1.675 1.002 368 407 354 287 F. Abgegrenzte Abschlusskosten 26 8 1.498 1.377 202 198 G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 242 297 337 676 204 209 H. Aktive Steuerabgrenzung 25 36 22 30 59 51 I. Sonstige Vermögenswerte 448 419 1.412 1.024 211 172 J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - - 35 - - Summe der Aktiva 12.985 12.234 51.545 48.943 6.213 5.392 scroll Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung Konzernfunktionen Aktiva Mio. EUR 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.2009 A. Immaterielle Vermögenswerte a. Geschäfts- oder Firmenwert 8 8 - - - - b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 29 45 108 112 48 21 37 53 108 112 48 21 B. Kapitalanlagen a. Fremdgenutzter Grundbesitz 301 161 2 2 - 7 b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 11 4 - 1 30 33 c. Anteile an assoziierten Unternehmen 85 84 12 14 14 2 d. Darlehen und Forderungen 2.270 2.657 45 45 1 1 e. Sonstige Finanzinstrumente i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 3.024 2.949 4 4 46 - ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 12.096 10.227 4.409 3.653 323 322 iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 181 208 92 94 - - f. Übrige Kapitalanlagen 2.352 1.779 273 267 413 417 Selbstverwaltete Kapitalanlagen 20.320 18.069 4.837 4.080 827 782 g. Depotforderungen 696 626 11.940 10.163 - - Kapitalanlagen 21.016 18.695 16.777 14.243 827 782 C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - - - - - D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 941 1.633 515 265 - - E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 1.806 1.897 1.036 975 - - F. Abgegrenzte Abschlusskosten 362 331 1.472 1.507 - - G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 328 257 118 200 36 46 H. Aktive Steuerabgrenzung 10 15 2 7 181 96 I. Sonstige Vermögenswerte 970 1.085 47 54 474 673 J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1.529 - - - - - Summe der Aktiva 26.999 23.966 20.075 17.363 1.566 1.618 scroll Konsolidierung Gesamt Aktiva Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.20092) A. Immaterielle Vermögenswerte a. Geschäfts- oder Firmenwert - - 589 593 b. Sonstige immaterielle Vermögenswerte - - 1.851 2.154 - - 2.440 2.747 B. Kapitalanlagen a. Fremdgenutzter Grundbesitz - - 860 726 b. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - - 74 61 c. Anteile an assoziierten Unternehmen - - 144 134 d. Darlehen und Forderungen -53 -313 32.343 31.548 e. Sonstige Finanzinstrumente i. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente -562 -564 2.999 2.858 ii. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente - - 30.635 26.477 iii. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - - 1.221 1.099 f. Übrige Kapitalanlagen -485 -410 4.185 4.133 Selbstverwaltete Kapitalanlagen -1.100 -1.287 72.461 67.036 g. Depotforderungen -1.721 -1.548 10.961 9.349 Kapitalanlagen -2.821 -2.835 83.422 76.385 C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen - - 6.414 4.975 D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen -3.309 -3.241 5.523 5.962 E. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft -228 -226 5.011 4.342 F. Abgegrenzte Abschlusskosten 155 123 3.715 3.544 G. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand - - 1.265 1.685 H. Aktive Steuerabgrenzung -31 - 268 235 I. Sonstige Vermögenswerte -1.781 -1.772 1.781 1.655 J. Langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - 1.529 35 Summe der Aktiva -8.015 -7.951 111.368 101.565 1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 2) Angepasst aufgrund IAS 8 Segmentberichterstattung. Bilanz zum 31. Dezember 20101) Passiva scroll Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Mio. EUR 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.2009 B. Nachrangige Verbindlichkeiten 265 269 165 155 - - C. Versicherungstechnische Rückstellungen a. Rückstellung für Prämienüberträge 713 726 1.835 1.882 1.008 960 b. Deckungsrückstellung - - 32.333 30.919 1.752 1.527 c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 7.777 7.428 2.696 2.773 1.129 936 d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 13 12 1.061 1.202 39 61 e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 31 42 8 8 15 9 8.534 8.208 37.933 36.784 3.943 3.493 D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - 5.419 4.203 995 772 E. Andere Rückstellungen a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen 438 434 133 130 8 8 b. Steuerrückstellungen 117 143 142 178 40 27 c. Sonstige Rückstellungen 92 137 283 239 33 23 647 714 558 547 81 58 F. Verbindlichkeiten a. Begebene Anleihen und Darlehen - - - - 17 17 b. Depotverbindlichkeiten 4 15 2.224 2.050 345 267 c. Übrige Verbindlichkeiten 1.835 1.343 2.321 2.654 298 222 1.839 1.358 4.545 4.704 660 506 G. Passive Steuerabgrenzung 88 142 290 311 9 5 Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen 11.373 10.691 48.910 46.704 5.688 4.834 H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - - - - - Passiva Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung Konzernfunktionen Mio. EUR 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.20092) 31.12.2010 31.12.2009 B. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.869 1.365 92 35 542 264 C. Versicherungstechnische Rückstellungen a. Rückstellung für Prämienüberträge 1.813 1.438 98 75 - - b. Deckungsrückstellung - - 8.941 7.954 - - c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 15.634 15.395 2.431 2.032 - 6 d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - - - - - e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 131 106 51 40 - - 17.578 16.939 11.521 10.101 - 6 D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - - - - - E. Andere Rückstellungen a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen 64 60 18 17 655 649 b. Steuerrückstellungen 263 264 24 7 157 152 c. Sonstige Rückstellungen 135 57 23 14 128 106 462 381 65 38 940 907 F. Verbindlichkeiten a. Begebene Anleihen und Darlehen 188 116 168 50 1.304 1.383 b. Depotverbindlichkeiten 320 331 5.572 4.564 - - c. Übrige Verbindlichkeiten 620 829 1.139 1.297 757 580 1.128 1.276 6.879 5.911 2.061 1.963 G. Passive Steuerabgrenzung 716 715 310 297 4 7 Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen 21.753 20.676 18.867 16.382 3.547 3.147 H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden 1.381 - - - - - Passiva Konsolidierung Gesamt Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.20092) B. Nachrangige Verbindlichkeiten -142 -85 2.791 2.003 C. Versicherungstechnische Rückstellungen a. Rückstellung für Prämienüberträge -56 -55 5.411 5.026 b. Deckungsrückstellung -560 -646 42.466 39.754 c. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -1.129 -1.314 28.538 27.256 d. Rückstellung für Beitragsrückerstattung - - 1.113 1.274 e. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 14 16 250 221 -1.731 -2.000 77.778 73.531 D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird - - 6.414 4.975 E. Andere Rückstellungen a. Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen - - 1.316 1.298 b. Steuerrückstellungen - - 743 771 c. Sonstige Rückstellungen -2 -1 692 575 -2 -1 2.751 2.644 F. Verbindlichkeiten a. Begebene Anleihen und Darlehen -930 -891 747 675 b. Depotverbindlichkeiten -3.241 -2.713 5.224 4.514 c. Übrige Verbindlichkeiten -2.112 -2.364 4.858 4.561 -6.283 -5.968 10.829 9.750 G. Passive Steuerabgrenzung 16 32 1.433 1.509 Summe Verbindlichkeiten/Rückstellungen -8.142 -8.022 101.996 94.412 H. Verbindlichkeiten von Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden - - 1.381 - Eigenkapital3) 7.991 7.153 Summe der Passiva 111.368 101.565 1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 2) Angepasst aufgrund IAS 8 3) Eigenkapital Konzern und Anteile anderer Gesellschafter Segmentberichterstattung. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 20101) scroll Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Mio. EUR 2010 20092) 2010 20092) 2010 2009 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.076 3.077 6.823 6.614 2.233 1.827 davon: mit anderen Segmenten 28 15 21 18 - - mit Dritten 3.048 3.062 6.802 6.596 2.233 1.827 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - 932 835 207 144 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.658 1.732 437 625 203 242 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 37 19 45 167 19 -32 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 42 -41 -8 163 100 6 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.413 1.405 5.507 5.158 1.742 1.403 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 2.047 1.777 6.018 5.233 1.527 1.245 Anteile der Rückversicherer 878 909 192 302 113 117 Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 1.169 868 5.826 4.931 1.414 1.128 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 568 622 1.282 1.594 657 477 Anteile der Rückversicherer 256 315 172 508 210 129 Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 312 307 1.110 1.086 447 348 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge 10 9 28 11 17 8 Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen -1 105 230 97 34 34 davon: Amortisation PVFP - - 147 75 1 1 Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis 11 -96 -202 -86 -17 -26 Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -57 134 -1.631 -945 -136 -99 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 268 311 1.793 1.756 174 146 b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 37 70 181 513 22 25 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 231 241 1.612 1.243 152 121 Depotzinsergebnis - -1 -35 -36 -1 - Kapitalanlageergebnis 231 240 1.577 1.207 151 121 davon: Zinsen und ähnliche Erträge 223 224 1.485 1.380 119 117 Abschreibungen auf Kapitalanlagen 7 12 68 193 8 14 Zuschreibungen auf Kapitalanlagen - 1 10 - - - Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen - - 1 - -1 - 10. a. Sonstige nichttechnische Erträge 197 220 397 376 142 43 b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen 186 259 387 357 113 92 Übriges Ergebnis 11 -39 10 19 29 -49 davon: Zinsen und ähnliche Erträge 4 8 8 7 23 13 Zuschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 26 6 11 1 - 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31 30 23 24 16 5 Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 7 45 24 32 14 16 Amortisation auf gekaufte Versicherungsbestände - 67 - 31 - - Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 185 335 -44 281 44 -27 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - 1 - 72 17 15 Operatives Ergebnis (EBIT) 185 334 -44 209 27 -42 12. Finanzierungszinsen 14 18 11 22 - 1 13. Ertragsteuern 32 79 -12 129 44 -2 Jahresergebnis 139 237 -43 58 -17 -41 scroll Schaden-Rückversicherung Personen-Rückversicherung Konzernfunktionen Mio. EUR 2010 2009 2010 20092) 2010 2009 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 6.340 5.753 5.090 4.529 - - davon: mit anderen Segmenten 367 472 277 372 - - mit Dritten 5.973 5.281 4.813 4.157 - - 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - - - - - 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien 705 339 423 421 - - 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge -274 -199 -13 -27 - - 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -34 -22 - 3 - Verdiente Prämien für eigene Rechnung 5.395 5.237 4.654 4.078 - - 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto 4.330 3.786 4.106 3.538 - - Anteile der Rückversicherer 456 -22 317 231 - - Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 3.874 3.808 3.789 3.307 - - 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto 1.525 1.323 1.216 1.112 - - Anteile der Rückversicherer 92 37 98 116 - - Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto 1.433 1.286 1.118 996 - - 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge - 4 17 11 - - Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 10 11 54 44 - - davon: Amortisation PVFP - - 4 3 - - Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -10 -7 -37 -33 - - Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 78 136 -290 -258 - - 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen 946 839 246 309 13 30 b. Aufwendungen für Kapitalanlagen 179 266 42 24 110 86 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 767 573 204 285 -97 -56 Depotzinsergebnis 12 37 304 240 - - Kapitalanlageergebnis 779 610 508 525 -97 -56 davon: Zinsen und ähnliche Erträge 672 682 606 571 3 7 Abschreibungen auf Kapitalanlagen 23 136 1 1 9 5 Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 27 20 - - - - Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 2 -5 1 - - -1 10. a. Sonstige nichttechnische Erträge 332 211 95 180 606 664 b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen 280 197 37 76 824 630 Übriges Ergebnis 52 14 58 104 -218 34 davon: Zinsen und ähnliche Erträge 6 1 1 1 14 20 Zuschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 61 99 - - - - Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32 47 10 5 65 60 Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 48 50 11 7 6 3 Amortisation auf gekaufte Versicherungsbestände - - - - - - Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 909 760 276 371 -315 -22 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - - - - 4 Operatives Ergebnis (EBIT) 909 760 276 371 -315 -26 12. Finanzierungszinsen 90 79 4 2 65 72 13. Ertragsteuern 196 217 61 71 -108 -31 Jahresergebnis 623 464 211 298 -272 -67 scroll Konsolidierung Gesamt Mio. EUR 2010 2009 2010 20092) 1. Gebuchte Bruttoprämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung -693 -877 22.869 20.923 davon: mit anderen Segmenten -693 -877 - - mit Dritten - - 22.869 20.923 2. Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - - 1.139 979 3. Gebuchte Rückversicherungsprämien -659 -829 2.767 2.530 4. Veränderung der Bruttoprämienüberträge 1 5 -185 -67 5. Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -75 -85 25 24 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 42 42 18.753 17.323 6. Aufwendungen für Versicherungsleistungen brutto -218 -478 17.810 15.101 Anteile der Rückversicherer -244 -494 1.712 1.043 Aufwendungen für Versicherungsleistungen netto 26 16 16.098 14.058 7. Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen brutto -361 -374 4.887 4.754 Anteile der Rückversicherer -313 -395 515 710 Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen netto -48 21 4.372 4.044 8. Sonstige versicherungstechnische Erträge -1 - 71 43 Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 63 4 390 295 davon: Amortisation PVFP - - 152 79 Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -64 -4 -319 -252 Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung - 1 -2.036 -1.031 9. a. Erträge aus Kapitalanlagen -57 -70 3.383 3.321 b. Aufwendungen für Kapitalanlagen -85 -81 486 903 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 28 11 2.897 2.418 Depotzinsergebnis - 1 280 240 Kapitalanlageergebnis 28 12 3.177 2.658 davon: Zinsen und ähnliche Erträge -67 -76 3.041 2.905 Abschreibungen auf Kapitalanlagen -1 -8 115 353 Zuschreibungen auf Kapitalanlagen - - 37 21 Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen - - 2 -6 10. a. Sonstige nichttechnische Erträge -822 -727 947 967 b. Sonstige nichttechnische Aufwendungen -788 -606 1.039 1.005 Übriges Ergebnis -34 -121 -92 -38 davon: Zinsen und ähnliche Erträge -12 -14 44 36 Zuschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - 98 107 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19 -18 158 153 Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - 110 153 Amortisation auf gekaufte Versicherungsbestände - - - 98 Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert -6 -108 1.049 1.589 11. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert - - 17 92 Operatives Ergebnis (EBIT) -6 -108 1.032 1.497 12. Finanzierungszinsen -50 -61 134 133 13. Ertragsteuern 15 8 228 471 Jahresergebnis 29 -55 670 893 davon Anteile anderer Gesellschafter 450 408 davon Konzernergebnis 220 485 1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund geänderter Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 2) Angepasst aufgrund IAS 8 Die nachfolgend abgebildete regionalisierte Aufteilung basiert auf der geografischen Herkunft der Kapitalanlagen sowie der gebuchten Bruttoprämie gegenüber externen Kunden. Im Berichtszeitraum lagen keine Transaktionen mit externen Kunden vor, die sich auf mindestens 10 % der gesamten Bruttoprämien belaufen. scroll Kapitalanlagen ohne Depotforderungen1) Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung Konzernfunktionen 31.12.2010 Gesamt Deutschland 30.795 6.064 465 37.324 Großbritannien 1.371 1.705 46 3.122 Rest von Europa 12.842 6.993 316 20.151 USA 839 6.052 - 6.891 Rest von Nordamerika 103 987 - 1.090 Asien und Australien 240 2.121 - 2.361 Rest der Welt 756 766 - 1.522 Gesamt 46.946 24.688 827 72.461 scroll Kapitalanlagen ohne Depotforderungen1) Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung Konzernfunktionen 31.12.2009 Gesamt Deutschland 32.178 5.996 222 38.396 Großbritannien 682 1.338 211 2.231 Rest von Europa 10.218 5.790 313 16.321 USA 837 5.852 3 6.692 Rest von Nordamerika 82 803 - 885 Asien und Australien 178 1.349 - 1.527 Rest der Welt 537 447 - 984 Gesamt 44.712 21.575 749 67.036 1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle scroll Gebuchte Bruttoprämien1) Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung 2010 Gesamt Deutschland 8.281 691 8.972 Großbritannien 182 2.434 2.616 Rest von Europa 2.642 1.675 4.317 USA 145 2.957 3.102 Rest von Nordamerika - 416 416 Asien und Australien 47 1.452 1.499 Rest der Welt 786 1.161 1.947 Gesamt 12.083 10.786 22.869 scroll Gebuchte Bruttoprämien1) Mio. EUR Erstversicherung Rückversicherung 2009 Gesamt Deutschland 8.095 696 8.791 Großbritannien 190 1.808 1.998 Rest von Europa 2.538 1.561 4.099 USA 112 2.841 2.953 Rest von Nordamerika 1 386 387 Asien und Australien 32 1.218 1.250 Rest der Welt 517 928 1.445 Gesamt 11.485 9.438 20.923 1) Nach Eliminierung konzerninterner, segmentübergreifender Geschäftsvorfälle Konsolidierung Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden überwiegend auf den Stichtag 31. Dezember aufgestellt. Eine Erstellung von Zwischenabschlüssen für die Konzerngesellschaften mit abweichenden Stichtagen ist gemäß IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" nicht erforderlich, da deren Abschlussstichtage nicht mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag liegen. Die Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle zwischen den abweichenden Abschlussstichtagen und dem Konzernabschlussstichtag wurden berücksichtigt. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß den Vorschriften des IAS 27 vorgenommen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle endet. Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung - bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind zum Fair Value oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" ausgewiesen. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Fair Value der Vermögenswerte und Verpflichtungen ergebender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern im Rahmen jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen ("Impairment-Test") gegebenenfalls außerplanmäßig wertberichtigt. Geringfügige bzw. negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Jahr der Entstehung erfolgswirksam berücksichtigt. Der Anteil Konzernfremder am Eigenkapital bzw. am Ergebnis der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften wird in der Position "Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital" gesondert im Eigenkapital bzw. in der Position "Anteile anderer Gesellschafter" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Schulden- und Erfolgskonsolidierung eliminiert. Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Ein maßgeblicher Einfluss wird vermutet, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden grundsätzlich - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Der Anteil des Konzerns an den Gewinnen und Verlusten assoziierter Unternehmen wird nach IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Gemeinschaftsunternehmen, also wenn zwei oder mehr Partnerunternehmen eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinschaftlicher Führung durchführen, werden in den Konzernabschluss nach der Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Vorgehensweise im Wege der Quotenkonsolidierung entspricht weitgehend der Einbeziehung von Tochterunternehmen nach IAS 27. Im Unterschied dazu werden die Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie die Aufwendungen und Erträge des Gemeinschaftsunternehmens nicht in voller Höhe, sondern nur quotal in die Konzernbilanz bzw. Konzern-GuV übernommen. Konsolidierungskreis Konzernobergesellschaft ist die Talanx AG. Gemäß IAS 27 werden in den Konzernabschluss die Talanx AG als Mutterunternehmen und alle wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften einbezogen, an denen die Talanx AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt. Von der Konsolidierung ausgenommen sind lediglich Tochtergesellschaften, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind und nicht das Versicherungsgeschäft betreiben. Ob ein Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung ist, beurteilt der Konzern anhand der Bilanzsumme und des Jahresergebnisses der Gesellschaft im Verhältnis zu den entsprechenden, durchschnittlichen Werten der letzten drei Jahre im Konzern. Vor diesem Hintergrund werden im Berichtsjahr 37 (35) Tochtergesellschaften nicht konsolidiert, deren Geschäftszweck überwiegend die Erbringung von Dienstleistungen für die Versicherungsgesellschaften der Gruppe ist. Die Bilanzsumme dieser Tochtergesellschaften beträgt insgesamt weniger als 0,1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme des Konzerns der letzten drei Jahre; das Ergebnis dieser Gesellschaften beläuft sich auf insgesamt weniger als 1 % des durchschnittlichen Ergebnisses des Konzerns der letzten drei Jahre. In den Folgeperioden werden die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochterunternehmen zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Konsolidierung aufgrund geänderter Abschätzung der Wesentlichkeit geboten ist. Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen: scroll Konsolidierungskreis 2010 2009 Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen Inland 70 74 Ausland1) 86 89 Summe 156 163 Anzahl der vollkonsolidierten Zweckgesellschaften Ausland 2 2 Summe 2 2 Anzahl der vollkonsolidierten Spezialfonds Inland 14 16 Ausland 8 2 Summe 22 18 Summe der vollkonsolidierten Unternehmen 180 183 Anzahl der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Inland 3 3 Ausland2) 9 9 Summe 12 12 Quotal bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen Inland 1 - 1) Setzt sich zusammen aus: 47 (52) Einzelgesellschaften und 39 (37) Unternehmen, die in 3 (3) Teilkonzernen vollkonsolidiert werden 2) Setzt sich zusammen aus: 3 (4) assoziierten Unternehmen und 6 (5) Unternehmen, die in 1 (1) Teilkonzern at Equity einbezogen werden Zu den wesentlichen Zu- und Abgängen des Berichtsjahres verweisen wir auf unsere Erläuterungen in den folgenden Abschnitten dieses Kapitels. Alle verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, Spezialfonds und Zweckgesellschaften sowie assoziierten Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (siehe separates Kapitel dieses Konzernanhangs, Seiten 256 ff.) einzeln aufgeführt. Zu- und Abgänge sowie sonstige gesellschaftsrechtliche Veränderungen Im Berichtsjahr 2010 sind fünf Tochterunternehmen, vier assoziierte Unternehmen (davon ein Unternehmen in einem Teilkonzern der Hannover Rückversicherung AG) und ein Gemeinschaftsunternehmen zugegangen. Die 13 Abgänge bei den Tochtergesellschaften resultieren aus acht konzerninternen Verschmelzungen, einem Verkauf und vier Liquidierungen/Löschungen. Darüber hinaus ergaben sich bei zwei Teilkonzernen der Hannover Rückversicherung AG vier Zugänge sowie zwei Abgänge. Weiter werden zwei assoziierte Unternehmen nicht mehr at Equity bilanziert. Der Konsolidierungskreis des Konzerns hat sich seit 31. Dezember 2009 im Einzelnen wie folgt verändert: Gründungen Am 25. Februar 2010 wurden die Gesellschaften Erste Credit Life International AG (künftig: Credit Life International Lebensversicherung AG) und Zweite Credit Life International AG (künftig: Credit Life International Versicherung AG), beide mit Sitz in Hilden, gegründet. Die beiden Gesellschaften betreiben ab dem 1. Juli 2010 das Restschuldgeschäft. Die Unternehmen werden je zu 100 % von der HDI-Gerling Leben Service Holding AG, Köln, (umbenannt in Talanx Deutschland AG und Sitzverlegung nach Hannover am 7. Dezember 2010 - kurz TD) gehalten; das Grundkapital jeder Gesellschaft beträgt 50 TEUR und ist voll eingezahlt. Erwerbe Die Funis GmbH & Co. KG beteiligte sich zum 16. März 2010 mit einer Kapitaleinlage von 8 TEUR (das entspricht 75,2 % der Anteile) an der neu gegründeten und in Stockholm, Schweden, ansässigen Foco 146 AB. Die Gesellschaft firmiert zum Bilanzstichtag unter dem Namen Svedea AB. Der Geschäftszweck wird im Wesentlichen im Abschluss von Haftpflichtversicherungen von Kraftfahrzeugen und Yachten bestehen. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung wurde die Gesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zum zweiten Quartal wurde die Inter Hannover (No. 1) Limited, London, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anteile an der Gesellschaft werden vollständig von der International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, gehalten. Die Gesellschaft ist ein körperschaftliches Mitglied bei Lloyd's of London mit einer begrenzten Haftung, deren Zweck in der Partizipation am Geschäft eines oder mehrerer Lloyd's-Syndikate besteht. Weitere Angaben folgen im Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" auf Seite 163. Anfang Juli 2010 haben die HDI-Gerling International Holding AG (firmiert ab dem 30. Dezember 2010 unter Talanx International AG - kurz TINT), Hannover, 99 % und die Talanx AG, Hannover, 1 % an der OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie", Moskau, erworben. Das Stammkapital beträgt 30 Mio. RUB (1 Mio. EUR). Die Gesellschaft ist im Segment Privat- und Firmenversicherung International tätig (siehe auch Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode" auf Seite 163). Verschmelzungen Die polnische Gesellschaft HDI-Gerling Polska Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, wurde per 30. Juni 2010 rückwirkend zum 1. Januar 2010 auf die HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, verschmolzen. Im 3. Quartal 2010 wurden rückwirkend auf den 1. Januar 2010 die Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, auf die GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, sowie die Proactiv Holding AG, Hilden, auf die Talanx Deutschland AG, Hannover, und die HDI-Gerling UK Service Company Ltd., London, auf die Niederlassung der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG in London verschmolzen. Mit Vertrag vom 30. August 2010 wurde die Clarus GmbH, Wiesbaden, auf die DTPVO Deutsche Privatvorsorge AG (DTPVO), Darmstadt, rückwirkend auf den 1. Januar 2010 verschmolzen. Die DTPVO wurde in Clarus AG umfirmiert und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Die Eintragungen erfolgten am 15. Oktober 2010. Im Dezember 2010 wurden rückwirkend auf den 1. Oktober 2010 die ASPECTA Euro Group GmbH, Köln, auf die Talanx International AG, Hannover, die ASPECTA Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG, beide Köln, und die HBG Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, auf die GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, verschmolzen. Verkauf Die Talanx AG hat ihre Beteiligung an der Euro International Reinsurance S. A., Luxemburg, Ende Mai 2010 an ein konzernfremdes Unternehmen veräußert. Aus der Veräußerung ergab sich im Segment Schaden-Rückversicherung ein Ertrag in Höhe von 9 Mio. EUR. Liquidierungen/Löschungen Die italienische Gesellschaft HDI Servizi S. r. L., Rom, wurde zum Ende des zweiten Quartals 2010 liquidiert. Am 22. September 2010 wurde die PENATES A. Ltd., British Virgin Islands, im öffentlichen Register gelöscht. Die irischen Gesellschaften E+S Reinsurance (Ireland) und Hannover Reinsurance (Dublin), beide mit Sitz in Dublin, wurden am 25. November 2010 im öffentlichen Register gelöscht. Sonstige gesellschaftsrechtliche Veränderungen Mit Wirkung zum 8. März 2010 hat die von der Hannover Rück AG gehaltene Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH (HRBV) Einigung mit einem konzernfremden Dritten erzielt, im Wege einer Anteilsabstockung ohne Änderung des Kontrollstatus 0,5 % ihrer Anteile an der E+S Rück AG zu veräußern. Mit dem Abschluss der Transaktion hält die HRBV 63,69 % der Anteile an der E+S Rück AG. Mit Wirkung zum 26. April 2010 wurde das Grundkapital der E+S Rück AG, Hannover, aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe von neuen Aktien durch eine Umwandlung von Gewinnrücklagen von 42,6 Mio. EUR um 2,8 Mio. EUR auf 45,5 Mio. EUR erhöht, sodass der Nennwert je Aktie nun 600 EUR beträgt. Eine Veränderung des Kontrollstatus hat sich daraus nicht ergeben. Die TINT hat ihre Anteile an der HDI Seguros S. A., São Paulo/Brasilien, im Rahmen einer Kapitalerhöhung Ende Juni 2010, an der die Minderheitsaktionäre nicht teilgenommen haben, auf 99,998% erhöht. Durch den Erwerb weiterer Aktien von Minderheitsaktionären hat die TINT zudem ihren Anteil an der HDI Seguros S. A. de C. V., León/Mexiko, von 99,45 % auf 99,48 % im Berichtszeitraum erhöht. Darüber hinaus hat die TINT ihre Anteile an der HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, im Rahmen einer Kapitalerhöhung im August und September 2010, an der die Minderheitsaktionäre nicht teilgenommen haben, auf 99,224 % erhöht. Durch den Erwerb weiterer Aktien von Minderheitsaktionären hat die TINT zudem ihren Anteil an der HDI Seguros S. A./Chile, von 99,922 % auf 99,927 % im Berichtszeitraum erhöht. Konsolidierung von Zweckgesellschaften Hinsichtlich der Konsolidierung von Zweckgesellschaften unterscheidet der Konzern im Folgenden die Bereiche Kapitalanlagen (ohne Spezial- und Publikumsfonds), Verbriefung von Rückversicherungsrisiken und Insurance-Linked Securities (ILS). Diese Zweckgesellschaften sind nach SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" hinsichtlich ihrer Konsolidierungspflicht zu untersuchen. In Fällen, in denen die IFRS keine spezifischen Regelungen enthalten, stützen wir uns unter Anwendung von IAS 8 im Rahmen der Analyse auch auf die relevanten US-GAAP-Vorschriften. Kapitalanlagen Im Rahmen des Kapitalanlagemanagements beteiligt sich unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG, Hannover, seit dem Jahr 1988 an einer Vielzahl von Zweckgesellschaften, im Wesentlichen Fonds, die ihrerseits bestimmte Formen von Eigen- und Fremdkapitalanlagegeschäft tätigen. Im Ergebnis unserer Analyse der Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften kamen wir zu dem Schluss, dass der Konzern in keiner dieser Transaktionen einen kontrollierenden Einfluss ausübt und daher keiner Konsolidierungsnotwendigkeit unterliegt. Die Hannover Rückversicherung AG beteiligt sich im Wesentlichen über die Gesellschaften Sequaero ILS Fund Ltd., Grand Cayman/Cayman Islands, und Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, durch die Investition in Katastrophenanleihen an einer Reihe von Zweckgesellschaften zur Verbriefung dieser Katastrophenrisiken. Auch bei diesen Transaktionen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht. Verbriefung von Rückversicherungsrisiken Die Verbriefung von Rückversicherungsrisiken wird im Wesentlichen unter Verwendung von Zweckgesellschaften strukturiert. Im Juli 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG eine Katastrophenanleihe (Cat Bond) emittiert, um Spitzenrisiken bei Naturkatastrophen durch europäische Winterstürme in den Kapitalmarkt zu transferieren. Der Cat Bond in Höhe von nominal 150 Mio. EUR hat eine Laufzeit bis 31. März 2012 und wurde von Eurus II Ltd., einer auf den Cayman Islands ansässigen Zweckgesellschaft, bei institutionellen Investoren aus Europa und Nordamerika platziert. Die Hannover Rückversicherung AG übt keinen kontrollierenden Einfluss auf die Zweckgesellschaft aus. Unter IFRS ist diese Transaktion als Finanzinstrument zu bilanzieren. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen der "K6"-Transaktion weitere Zeichnungskapazität für Katastrophenrisiken am Kapitalmarkt beschafft. Bei dieser Verbriefung, die bei nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Investoren platziert wurde, handelt es sich um eine quotale Abgabe auf das weltweite Naturkatastrophengeschäft sowie Luftfahrt- und Transportrisiken. Das Volumen von "K6" wurde im Berichtsjahr aufgestockt und beträgt zum Bilanzstichtag umgerechnet 249 (123) Mio. EUR. Die Transaktion hat eine geplante Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011 bzw. bis zum 31. Dezember 2012 für die im Berichtsjahr neu platzierten Anteile. Für diese Transaktion wird Kaith Re Ltd., eine auf Bermuda ansässige Zweckgesellschaft, genutzt. Darüber hinaus nutzt die Hannover Rückversicherung AG die Zweckgesellschaft Kaith Re Ltd. für diverse Retrozessionen ihrer traditionellen Deckungen an institutionelle Investoren. Gemäß SIC-12 wird Kaith Re Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung zum 26. April 2010 hat die Hannover Rückversicherung AG durch Inanspruchnahme ihres vorzeitigen Kündigungsrechts den der "Merlin"-Transaktion zugrunde liegenden Credit Default Swap aufgelöst. Mit dieser Transaktion hat die Hannover Rück-Gruppe seit dem Jahr 2007 Risiken aus Rückversicherungsforderungen in den Kapitalmarkt transferiert. Die zur Besicherung dienenden Wertpapiere wurden über die Zweckgesellschaft Merlin CDO I B.V. begeben, über die die Hannover Rückversicherung AG keinen kontrollierenden Einfluss ausgeübt hat. Insurance-Linked Securities (ILS) Im Verlauf des Jahres 2010 hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen ihrer erweiterten Insurance-Linked Securities (ILS)-Aktivitäten eine Reihe so genannter besicherter Fronting-Verträge gezeichnet, bei denen von Zedenten übernommene Risiken unter Nutzung von Zweckgesellschaften an konzernfremde institutionelle Investoren abgegeben werden. Die Zielsetzung dieser Transaktionen ist der direkte Transfer von Kundengeschäft. Bei diesen Strukturen besteht aufgrund des fehlenden kontrollierenden Einflusses über die jeweils involvierten Zweckgesellschaften seitens der Hannover Rückversicherung AG keine Konsolidierungspflicht. Die in diesem Zusammenhang größte einzelne Transaktion ist "FacPool Re", mit der die Hannover Rückversicherung AG seit September 2009 ein Portefeuille fakultativer Rückversicherungsrisiken in den Kapitalmarkt transferiert. Die Verträge, die weltweite Einzelrisiken abdecken, werden von einem konzernfremden Maklerhaus vermittelt, von der Hannover Rückversicherung AG gezeichnet und unter Nutzung eines Dienstleisters im Kapitalmarkt platziert. Die Transaktion "FacPool Re" setzt sich aus einer Quotenrückversicherung und zwei nichtproportionalen Rückversicherungsabgaben zusammen. Die Höhe des bereitgestellten Kapitals beträgt umgerechnet insgesamt 45 (42) Mio. EUR, wovon die Hannover Rückversicherung AG etwa 4 (4) Mio. EUR trägt und darüber hinaus Schäden übernimmt, die die Kapazität von "FacPool Re" überschreiten. Die Laufzeit der Transaktion beträgt etwa zweieinhalb Jahre. An den Rückversicherungsabgaben innerhalb von "FacPool Re" ist eine Reihe von Zweckgesellschaften beteiligt, an denen die Hannover Rückversicherung AG keine Anteile hält und aus deren Tätigkeiten die Hannover Rückversicherung AG über keine ihrer Geschäftsbeziehungen eine Mehrheit des ökonomischen Nutzens bzw. der Risiken zieht. Assoziierte Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind solche, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle, ausübt. Im Berichtsjahr waren 12 (12) nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" zu bewerten. Weitere sechs (vier) assoziierte Unternehmen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht at Equity bilanziert (wir verweisen hier auf unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", ab Seite 127). Bei der bisher als assoziiertes Unternehmen einbezogenen Gesellschaft DFA Capital Management, Inc., Wilmington/USA, liegen die Voraussetzungen für einen maßgeblichen Einfluss nach IAS 28.7 nicht mehr vor, insbesondere keine personelle Verflechtung in den Leitungs-/Aufsichtsorganen. Die Gesellschaft wurde somit ab dem zweiten Quartal 2010 nicht mehr at Equity bewertet, sondern als Beteiligung in der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" ausgewiesen. Am 18. Januar 2010 erwarb die Funis GmbH & Co. KG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Hannover Rückversicherung AG, einen Anteil in Höhe von 28,5 % an der Energi Holdings, Inc. mit Sitz in Peabody, USA, zu einem Kaufpreis von umgerechnet 2,4 Mio. EUR. Der Geschäftszweck der Energi Holdings, Inc. und ihrer drei weiteren 100 %-Beteiligungen liegt in der Vermittlung von Risikomanagement und von Versicherungsmaklerdienstleistungen für Energieunternehmen. Am 9. Dezember 2010 beteiligte sich die Funis GmbH & Co. KG durch die Zeichnung von neu ausgegebenen Anteilen mit rund 25 % der Anteile an der XS Direct Holdings mit Sitz in Dublin, Irland. Der Beteiligungsanteil beträgt 2,5 Mio. EUR. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag drei weitere Beteiligungen zu jeweils 100 %. Der Geschäftszweck der Gesellschaft besteht im Wesentlichen in der Entwicklung und dem Vertrieb von Finanzdienstleistungen in Irland und dem Vereinigten Königreich. Sowohl die Energi Holdings, Inc. als auch die XS Direct Holdings wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung nicht at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft WPG IV CDA Liquidation Trust, Grand Cayman/Cayman Islands, wurde Ende Februar 2010 liquidiert und war somit ab dem ersten Quartal 2010 nicht mehr als at Equity bewertet in den Konzernabschluss aufzunehmen. Die AmpegaGerling Asset Management GmbH hat im Dezember 2010 25,1 % an der C-QUADRAT Investment AG, Wien, erworben. Die Gesellschaft wird ab dem vierten Quartal 2010 at Equity bewertet und als assoziiertes Unternehmen erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Gemeinschaftsunternehmen Seit dem 30. September 2010 wird ein Unternehmen gemäß IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" als Gemeinschaftsunternehmen quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Im Juli 2010 hat die Proactiv Holding AG, Hilden, 50 % der Anteile an der Credit Life International Services GmbH, Neuss, von der Rheinland Versicherungs AG zu einem Kaufpreis von 13 TEUR erworben. Der Erwerb fand rückwirkend zum 1. Januar 2010 statt. Diese Anteile werden aufgrund der Verschmelzung der Proactiv Holding AG auf die Talanx Deutschland AG (TD) aktuell von der TD gehalten. Die erworbene Gesellschaft hat vor dem Erwerb keinerlei Geschäftstätigkeit ausgeübt. Gegenstand der Credit Life International Services GmbH ist die Vermittlung von Versicherungen mit und ohne Zeichnungs-, Inkasso- oder Schadenregulierungsvollmacht sowie die Beratung von Unternehmen. Da sowohl die TD als auch die Rheinland Versicherungs AG, Neuss, jeweils die Hälfte der Anteile am Stammkapital von 25 TEUR halten, wird die Credit Life International Services GmbH ab dem dritten Quartal 2010 als Gemeinschaftsunternehmen quotal in den Konzernabschluss erstkonsolidiert. Seitens der TD bestehen im Hinblick auf die Credit Life International Services GmbH keinerlei Eventualverbindlichkeiten und Kapitalverpflichtungen. Aus dem anteilig einbezogenen Unternehmen entfallen auf den Konzernanteil kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen jeweils in Höhe von 2 Mio. EUR. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist im Rahmen dieser Transaktion nicht entstanden. Das Gemeinschaftsunternehmen war zum Erwerbszeitpunkt aus Sicht des Talanx-Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Unternehmenszusammenschlüsse der Berichtsperiode Am 7. Juli 2010 (Erwerbszeitpunkt) hat der Konzern über seine Tochtergesellschaft HDI-Gerling International Holding AG 99 % und über die Talanx AG 1 % der Anteile an der HDI Strakhovanie (ehemals Fortis Insurance Company LLC), Russland für 1 Mio. EUR von der Fortis Insurance International N. V. und der Sycamore Insurance 2 B. V. erworben. Die HDI Strakhovanie ist eine Versicherungsgesellschaft, die in Russland bisher in geringem Umfang das Schaden- und Unfall-Erstversicherungsgeschäft betrieben hat. Die Gesellschaft, die künftig das Produktportfolio unserer bestehenden russischen Tochtergesellschaft um Schaden-/Unfallprodukte ergänzen soll, hat ihren Geschäftsbetrieb im Dezember 2010 aufgenommen. Nennens werte Kosten im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss sind nicht angefallen. Die HDI Strakhovanie wurde im dritten Quartal 2010 erstkonsolidiert und von da an als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die erworbenen Vermögenswerte betreffen mit 1 Mio. EUR ausschließlich laufende Guthaben bei Kreditinstituten. Der so ermittelte Geschäfts- oder Firmenwert betrug zum Erwerbszeitpunkt 0,1 Mio. EUR. Auf eine "As if"-Darstellung bzw. Angaben zu den Ergebnisbeiträgen seit Kauf der Gesellschaft wurde verzichtet, da sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Talanx-Konzerns ergeben. Im Geschäftsjahr stellte sich ein Verlust von 37 TEUR ein. Mit Wirkung vom 15. Januar 2010 wurden 100 % der Anteile an der Inter Hannover (No. 1) Limited, London, über das Konzerntochterunternehmen International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, erworben. Da das Unternehmen aus Sicht des Talanx-Konzerns nicht von wesentlicher Bedeutung ist und diese Gesellschafts vormals eine so genannte Vorratsgesellschaft war, haben wir auf die Angaben nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" verzichtet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Die fünf im Vorjahr als Verkaufsobjekte klassifizierten Immobilien (Bilanzposition: Fremdgenutzter Grundbesitz) mit Buchwert in Höhe von 35 Mio. EUR im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurden alle mit wirtschaftlicher Wirkung 2010 planmäßig veräußert. Im Segment Schaden-Rückversicherung hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG (Hannover Rück) am 21. Dezember 2010 Einigung über den Verkauf ihres amerikanischen Teilkonzerns Clarendon Insurance Group, Inc., Wilmington (CIGI), an die Enstar Group Ltd., Hamilton, Bermuda, erzielt, eine auf die Abwicklung von Versicherungsgeschäften spezialisierte und auf Bermuda ansässige Gesellschaft. Die Anteile an der CIGI in Höhe von 100 % hält Hannover Rück mittelbar über die Zwischenholding Hannover Finance, Inc., Wilmington (HFI), die ebenfalls zu 100 % in den Konzernabschluss einbezogen wird. Die Käuferin erwirbt alle Anteile an der CIGI zu einem Kaufpreis in Höhe von umgerechnet 163 Mio. EUR vor endgültiger Preisfixierung, die mit Feststellung des lokalen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erfolgt. Zum Bilanzstichtag bedarf die Transaktion noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Mit dem Vollzug der Transaktion und der damit einhergehenden Endkonsolidierung bei Hannover Rück wird im zweiten Quartal 2011 gerechnet. Die CIGI wurde zum Bilanzstichtag gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" als Veräußerungsgruppe klassifiziert, die zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten ist. Aus dieser Bewertung waren Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 10 Mio. EUR zu erfassen, die im übrigen Ergebnis ausgewiesen wurden. Darüber hinaus wurden für Verkaufsaufwendungen in Höhe von 4 Mio. EUR eine übrige Verbindlichkeit erfasst sowie für Aufwendungen aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe eine sonstige Rückstellung in Höhe von 55 Mio. EUR gebildet. Die entsprechenden Aufwendungen sind im übrigen Ergebnis ausgewiesen. Die sich aus der Währungsumrechnung der zur Veräußerungsgruppe zugehörigen Vermögenswerte und Schulden ergebenden kumulierten, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile in Höhe von -29 Mio. EUR werden erst im Rahmen der Endkonsolidierung realisiert. Ergebnisse aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des dispositiven Bestands in Höhe von 3 Mio. EUR zum Bilanzstichtag werden ebenso erst zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung realisiert. Im Einklang mit IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe jeweils in einer Bilanzposition getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen. Geschäftsvorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns werden in Übereinstimmung mit IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" weiterhin vollständig eliminiert. In der folgenden Tabelle werden die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe dargestellt und in deren wesentliche Komponenten untergliedert: scroll Mio. EUR 31.12.2010 Aktiva Kapitalanlagen 643 Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 27 Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 831 Abrechnungsforderungen 17 Sonstige Vermögenswerte 11 Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 1.529 Passiva Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.310 Depotverbindlichkeiten 27 Abrechnungsverbindlichkeiten 17 Andere Verbindlichkeiten 27 Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 1.381 Darüber hinaus prüfen wir derzeit die Veräußerbarkeit von drei Immobilienobjekten in München, Hamburg und Köln mit Buchwerten von insgesamt 57 Mio. EUR (Bilanzposition: Fremdgenutzter Grundbesitz), die dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland zugeordnet sind. Hintergrund der für 2011 geplanten Veräußerung sind vor allem negative Vermietungsprognosen. Die Verkaufsverhandlungen sollen im ersten Quartal 2011 aufgenommen werden. Da die Voraussetzungen nach IFRS 5 zum Abschlussstichtag nicht vollumfänglich erfüllt waren, ist ein separater Ausweis als "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" zum 31. Dezember 2010 unterblieben. Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten Die im Folgenden aufgeführten Angaben ergänzen die Risikoberichterstattung im Lagebericht und berücksichtigen die Anforderungen von DRS 5-20, IFRS 4 und IFRS 7. Zu grundlegenden qualitativen Aussagen, z. B. zur Organisation unseres Risikomanagements oder zur Einschätzung der Risikolage, verweisen wir auf den Risikobericht im Lagebericht. Klassenbildung von Finanzinstrumenten IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" fasst alle Angabepflichten für Finanzinstrumente zusammen. Einige der Angabepflichten sind in Form der Klassenbildung vorzunehmen. Dabei ist mindestens so zu gruppieren, dass eine Unterscheidung zwischen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, und solchen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, möglich wird. Die Klassenbildung ist nicht notwendigerweise identisch mit der Kategorisierung der Finanzinstrumente nach IAS 39.6 bzw. IAS 39.45-46 zum Zwecke der Folgebewertung. Die Klassenbildung unserer Finanzinstrumente orientiert sich an den Belangen unseres Bestands und unserer Bilanzgliederung; die Detaillierungstiefe der angegebenen Klassen kann zulässigerweise je nach geforderter Angabe variieren. Grundsätzlich haben wir die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten gebildet: ― Finanzinstrumente aus Versicherungsverträgen ― Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft ― Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen ― Depotforderungen ― Depotverbindlichkeiten ― Finanzinstrumente aus Kapitalanlagen ― Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ― Darlehen und Forderungen ― Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente ― Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente ― Festverzinsliche Wertpapiere ― Nicht festverzinsliche Wertpapiere ― Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente ― Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente ― Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente ― Übrige Kapitalanlagen ― Sonstige Finanzinstrumente ― Sonstige Vermögenswerte - Derivative Finanzinstrumente, welche die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen (Sicherungsinstrumente) ― Nachrangige Verbindlichkeiten ― Begebene Anleihen und Darlehen ― Übrige Verbindlichkeiten - Derivative Finanzinstrumente (Handelsbestände mit negativem Marktwert) sowie Derivative Finanzinstrumente, welche die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen (Sicherungsinstrumente mit negativem Marktwert) Den Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten des Talanx-Konzerns bilden der Vertrieb und die Verwaltung von Versicherungsprodukten in allen gängigen Sparten der Schaden/Unfall- und der Lebensversicherung, sowohl im Bereich der Erstversicherung als auch in der Rückversicherung. Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen Die Risiken aus Versicherungsverträgen setzen sich in erster Linie aus den Versicherungsrisiken, den Ausfallrisiken, den Liquiditätsrisiken und den Marktrisiken zusammen. Die Versicherungsrisiken in der Schadenversicherung werden getrennt von denen in der Personenversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden. Management versicherungstechnischer Risiken in der Schaden/Unfallversicherung In der Schadenversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die Versicherungsrisiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und aus dem Reserverisiko. Das Versicherungsgeschäft beruht darauf, in der Erstversicherung den Versicherungsnehmern und in der Rückversicherung den Zedenten ihre individuellen Risiken abzunehmen und im Kollektiv und über die Zeit auszugleichen. Für den Versicherer besteht das grundsätzliche Risiko darin, aus im Voraus kalkulierten, nicht veränderbaren Prämien Versicherungsleistungen zu erbringen, deren Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Das Reservierungsrisiko entsteht aus einer möglicherweise unzureichenden Bildung von bilanziellen Schadenreserven und einer sich somit ergebenden Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Dem übernommenen Prämien-/Schadenrisiko begegnen wir unter anderem durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt: scroll Selbstbehaltsquote nach Segmenten % 2010 2009 Industrieversicherung 46,1 43,7 Privat- und Firmenversicherung Deutschland 91,6 85,6 Privat- und Firmenversicherung International 92,4 86,9 Schaden-Rückversicherung 88,9 94,1 Gesamt Schaden/Unfallversicherung 78,9 78,7 Die Selbstbehaltsquote auf Konzernebene für die Schaden/Unfallversicherung bleibt mit 78,9 % nach 78,7 % auf dem Vorjahresniveau. Auf Ebene der einzelnen Segmente ergeben sich jedoch teilweise deutliche Veränderungen. Insbesondere führte die aufgrund aufsichtsrechtlicher Forderungen vorzunehmende Aufhebung eines Quotenrückversicherungsvertrags in den Kraftfahrtsparten bei der türkischen HDI Sigorta zum Anstieg des Selbstbehalts im Segment Privat- und Firmenversicherung International. Der Anstieg des Selbstbehalts im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist vor allem auf den Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge zurückzuführen. Für den von 94,1 % auf 88,9 % reduzierten Selbstbehalt in der Schaden-Rückversicherung ist im Wesentlichen das um 10,3 % gestiegene Bruttoprämienvolumen ursächlich. Die Schadenquote für eigene Rechnung entwickelte sich in den Segmenten nach Konzernrestrukturierung im Vergleichszeitraum wie folgt: scroll Schadenquote nach Segmenten % 2010 2009 Industrieversicherung 82,0 68,6 Privat- und Firmenversicherung Deutschland 69,4 62,5 Privat- und Firmenversicherung International 75,6 71,6 Schaden-Rückversicherung 72,0 72,8 Gesamt Schaden/Unfallversicherung 73,6 70,5 Die moderate Höhe der Schadenquoten in den vergangenen Jahren ist Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und der Erfolge im aktiven Schadenmanagement. Auf Ebene des Talanx-Konzerns stieg die Schadenquote im Berichtsjahr für die Schaden/Unfallversicherer um insgesamt 3,1 Prozentpunkte. Der deutliche Anstieg der Schadenquote im Segment Industrieversicherung ist auf gestiegene Schadenbelastungen insbesondere bei Großschadenereignissen zurückzuführen. Im Vorjahr war die Schadenquote durch eine insgesamt günstige Schadenentwicklung geprägt. Der Anstieg im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ist auf das Kraftfahrtversicherungsgeschäft im Berichtsjahr sowie auf den günstigen Schadenverlauf im Jahr 2009 zurückzuführen. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International führten Überschwemmungs- und Frostschäden in Polen sowie Erdbeben in Chile zu einem deutlichen Anstieg der Schadenquote. Im Segment Schaden-Rückversicherung blieb die Schadenquote trotz der Belastung mit Großschadenereignissen (Anstieg der Großschadenquote von 4,6 % im Vorjahr auf 12,3 % im Geschäftsjahr) bedingt durch eine günstige Schadenabwicklung von Vorjahresschäden sowie eine günstige Entwicklung der Frequenzschäden leicht unter dem Vorjahreswert. Um die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleisten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden. Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken, ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie auf die künftig zu erwartenden Schadenzahlungen. Darüber hinaus unterliegen unsere Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von Schadenhöhen und Schadenhäufigkeiten lassen dabei eine gezielte Steuerung der Risiken zu. Die im Rückversicherungsbereich auf Basis aktuarieller Methoden ermittelten Schadenreserven werden ggf. um Zusatzreserven auf der Grundlage eigener aktuarieller Schadeneinschätzungen und um die so genannte Spätschadenreserve für Schäden, die bereits eingetreten, aber noch nicht bekannt geworden sind, ergänzt. Insbesondere für Haftpflichtschäden werden aufgrund der langen Abwicklungsdauer Spätschadenreserven gestellt, die nach Risikoklassen und Regionen differenziert errechnet werden. Die hinreichende Bemessung der Schadenreserven für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist sehr komplex, da zwischen Schadenverursachung und Schadenmeldung zum Teil Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen können. Die Exponierung des Konzerns im Hinblick auf asbestbedingte Schäden und Umweltschäden ist jedoch relativ gering. Die Angemessenheit dieser Reserven wird üblicherweise mittels der "Survival Ratio" abgeschätzt. Diese Kennzahl drückt aus, wie viele Jahre die Reserven ausreichen, wenn die durchschnittliche Höhe der Schadenzahlungen der vergangenen drei Jahre fortdauern würde. Am Ende des Berichtsjahres lag unsere Survival Ratio im Segment Schaden-Rückversicherung bei 22,8 (24,3); die Rückstellungen für asbestbedingte Schäden und Umweltschäden betrugen 212 (198) Mio. EUR. Zur Einschätzung der für das Segment Schaden-Rückversicherung wesentlichen Katastrophenrisiken aus Naturgefahren (Erdbeben, Stürme) kommen lizenzierte wissenschaftliche Simulationsmodelle zum Einsatz, die durch die Expertise der entsprechenden Fachbereiche ergänzt werden. Zur Risikoermittlung des Portefeuilles werden ferner verschiedene Szenarien (z. B. USA/Hurrikan, Europa/Sturm, USA/Erdbeben) in Form von Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt. Die Überwachung der Naturgefahrenexponierung des Portefeuilles (Kumulkontrolle) wird durch die sukzessive Einführung von realistischen Extremschadenszenarien vervollständigt. Wir analysieren Extremszenarien bzw. Kumule, die zu hohen Schäden führen können. Für den Konzern ergeben sich auf der Grundlage der aktuellen bzw. zuletzt ermittelten Werte folgende potenzielle Netto-Schadenbelastungen: scroll Kumulszenarien1) Mio. EUR 2010 2009 250-Jahres-Schaden USA-Sturm 709 763 250-Jahres-Schaden USA-Erdbeben Kalifornien 531 504 250-Jahres-Schaden Europa-Sturm 530 581 250-Jahres-Schaden Tokio-Erdbeben 460 426 250-Jahres-Schaden Japan-Sturm 386 369 250-Jahres-Schaden Sydney-Erdbeben 183 325 1) Die tatsächlichen Entwicklungen von Naturgefahren können von den Modellannahmen abweichen Durch sorgfältig und individuell gewählten Rückversicherungsschutz werden zudem die Spitzenbelastungen aus Kumulrisiken abgesichert. So gelingt es uns, hohe Einzelschäden sowie die Auswirkungen von Kumulereignissen wirksam zu begrenzen und damit planbar zu machen. Ein weiteres Instrument zur Überprüfung unserer Annahmen im Konzern sind die Schadenabwicklungsdreiecke. Sie zeigen, wie sich die Rückstellung im Zeitverlauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neuberechnung der zu bildenden Rückstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag verändert. Die Angemessenheit wird aktuariell überwacht (siehe hierzu auch unsere Erläuterungen zur Bilanzposition 20 "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" Seiten 219 ff.). In der Schaden/Unfallversicherung erfolgt die Überwachung und Steuerung des Reservierungsrisikos grundsätzlich durch eine Analyse der Schadenreserven anhand von aktuariellen Methoden. Bei der Rentendeckungsrückstellung als Teil der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beobachten wir auch die Zinsentwicklung. Das Eintreten einer Zinssenkung würde dabei zu einer Ergebnisbelastung durch eine Rückstellungsbildung führen. Bei der Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung werden die aktuellen Rententafeln als Rechnungsgrundlage verwendet. Ein Anstieg der Nettoschadenquote im Bereich der Schaden/Unfallerst- und -rückversicherung um 5 Prozentpunkte würde das Jahresergebnis nach Steuern um 321 (298) Mio. EUR mindern. Management von Marktrisiken in der Personenversicherung Typische Risiken in der Personenversicherung (Personen-Erst- und Personen-Rückversicherung) entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien enthalten. Somit sind hier neben den Zinsrisiken die biometrischen Risiken und die Stornorisiken von besonderer Bedeutung. Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Beiträgen und Rückstellungen und für die Bewertung von aktivierten Abschlusskosten bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Aufgrund der vorgenannten Risiken können sich die Kalkulationsgrundlagen und unsere Erwartungen als unzureichend herausstellen. Unsere Lebensversicherer nutzen verschiedene Instrumente, um hier gegenzusteuern. ― Zur Berechnung der Prämie und der versicherungstechnischen Rückstellungen werden in den Konzernunternehmen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, deren Angemessenheit regelmäßig durch einen kontinuierlichen Abgleich der nach den Ausscheideordnungen erwarteten und der tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle sichergestellt wird. Darüber hinaus wird durch adäquate Sicherheitszuschläge in den Rechnungsgrundlagen dem Irrtums-, Zufalls- und Änderungsrisiko angemessen Rechnung getragen. ― Bei den Lebensversicherungen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen enthaltenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Werden diese Sicherheitszuschläge nicht benötigt, generieren sie Überschüsse, die den gesetzlichen Regelungen entsprechend größtenteils an die Versicherungsnehmer weitergegeben werden. Dadurch ist die Ergebniswirkung bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- oder Zinserwartung durch eine Anpassung der künftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer eingeschränkt. ― Wir prüfen regelmäßig das Stornoverhalten unserer Versicherungsnehmer und die Stornoentwicklung unseres Versicherungsbestands. ― Durch den Abschluss von Rückversicherungsverträgen werden bestimmte übernommene - vornehmlich biometrische - Risiken zusätzlich abgedeckt. Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken ebenfalls von besonderer Bedeutung. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten. Deren Angaben werden durch die Anwendung abgesicherter biometrischer Berechnungsgrundlagen plausibilisiert. Zudem stellen die lokalen Aufsichtsbehörden sicher, dass die von den Zedenten errechneten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und -annahmen genügen (z. B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit). Bei der Vorfinanzierung von Abschlusskosten unserer Zedenten sind für uns das Stornorisiko und das Kreditrisiko von wesentlicher Bedeutung. Das Zinsgarantierisiko hat demgegenüber - bedingt durch vertragliche Gestaltungen - in den meisten Fällen nur eine geringe Risikorelevanz. Der volumenmäßige Umfang des Rückversicherungsschutzes im Verhältnis zu den gebuchten Bruttoprämien lässt sich anhand der Selbstbehaltsquote beziffern, die im Folgenden nach Segmenten dargestellt ist und zeigt, welcher Anteil der gezeichneten Risiken in unserem Risiko verbleibt: scroll Selbstbehaltsquote nach Segmenten % 2010 2009 Privat- und Firmenversicherung Deutschland 92,9 90,4 Privat- und Firmenversicherung International 84,1 83,3 Personen-Rückversicherung 91,7 90,7 Gesamt Personenversicherung 91,8 90,1 Die Sensitivität gegenüber diesen Risiken messen wir anhand einer Embedded-Value-Analyse. Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) ist ein wesentliches Instrument des Risikomanagements. Er bezeichnet den Barwert der künftigen Aktionärserträge plus Eigenkapital abzüglich Kapitalkosten des Geschäfts der Personen-Erst- und -Rückversicherer nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der Embedded Value ist "market consistent", d. h., er ist mit einer Kapitalmarktbewertung erstellt, die bestimmten Anforderungen genügt: arbitragefrei, risikoneutral, die modelltechnische Abbildung der Finanzinstrumente liefert die aktuellen Marktpreise. Zusätzlich wird der Neugeschäftswert (NBV) betrachtet. Der MCEV und der NBV bezeichnen den Barwert der künftigen Aktionärserträge des Geschäfts der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung nach angemessener Berücksichtigung aller Risiken, die diesem Geschäft zugrunde liegen. Der MCEV wird für unsere großen Leben-Erstversicherer sowie das Personen-Rückversicherungsgeschäft der Hannover Rück ermittelt. Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen die Lebensversicherer des Konzerns und damit der Konzern im Bereich Personenversicherung als Ganzes exponiert sind, und sie geben Hinweise, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist. Im Rahmen der Analysen werden Sensitivitäten zu Sterblichkeiten, Stornowahrscheinlichkeiten, Verwaltungskosten sowie zum Zins- bzw. Aktienkursniveau betrachtet. Sensitivitäten zu Sterblichkeiten Die Exponiertheit der Lebensversicherer im Konzern unterscheidet sich nach der Art der Versicherungsprodukte. So hat eine gegenüber der Erwartung geringere Sterblichkeit einen positiven Einfluss auf Produkte mit überwiegendem Todesfall- bzw. Invaliditätsrisiko und einen negativen Einfluss auf Produkte mit Langlebigkeitsrisiko mit entsprechenden Auswirkungen auf den MCEV. Sensitivitäten zu Stornowahrscheinlichkeiten Bei Verträgen mit Rückkaufsrecht ist die bilanzierte Deckungsrückstellung mindestens so hoch wie der zugehörige Rückkaufswert, daher ist die wirtschaftliche Auswirkung des Stornoverhaltens eher durch die Höhe der Stornoabschläge und andere Produktmerkmale bestimmt. Eine gegenüber der Erwartung höhere Stornowahrscheinlichkeit würde sich zum Teil negativ auf den MCEV auswirken. Sensitivitäten zu Verwaltungskosten Gegenüber der Erwartung höhere Verwaltungskosten würden zu einer Minderung des MCEV führen. Sensitivitäten zu Zins- und Aktienkursniveau Es besteht in der Lebenserstversicherung ein erhebliches Zinsgarantierisiko, das sich durch die Verpflichtung ergibt, jeweils die Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen zu erwirtschaften. Die festverzinslichen Kapitalanlagen haben in der Regel eine kürzere Duration als die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen (Durations-Mismatch). Daraus resultieren ein Wiederanlagerisiko für bereits akkumulierte Guthaben und ein Neuanlagerisiko für die zukünftigen Beiträge. Bleiben die Kapitalerträge über die restliche Abwicklungsdauer der Verbindlichkeiten hinter den Zinsforderungen aus den Garantien zurück, so führt dies zu einer entsprechenden Ertragsminderung und der MCEV sinkt. Ein Rückgang des Aktienkursniveaus hätte ebenfalls einen negativen Einfluss auf den MCEV. Derivate, die in Lebensversicherungsverträgen eingebettet und nicht getrennt zu bilanzieren sind In den Versicherungsprodukten können folgende wesentliche Optionen seitens des Versicherungsnehmers enthalten sein, sofern diese bei Vertragsabschluss vereinbart wurden: ― Möglichkeit des Rückkaufs und der Beitragsfreistellung des Vertrags. ― Erhöhung der Versicherungsleistung ohne erneute Gesundheitsprüfung - überwiegend mit den dann jeweils gültigen Rechnungsgrundlagen bezüglich Biometrie und Garantieverzinsung (Dynamikanpassung, Nachversicherungsgarantien bei bestimmten Änderungen der Lebenssituation). ― Möglichkeit, bei aufgeschobenen Rentenversicherungen anstelle des Rentenübergangs die Auszahlung der Versicherungsleistung durch Einmalzahlung (Kapitalwahlrecht) zu wählen. Daraus ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Kalkulation der Renten verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Bei dem nach IFRS 4 vorgeschriebenen Angemessenheitstest wird diese Option berücksichtigt. Bei fondsgebundenen Produkten kann sich der Versicherungsnehmer bei Beendigung des Vertrags statt für die Auszahlung des Gegenwerts der Fondsanteile für die Übertragung der entsprechenden Fondsanteile (Naturalwahlrecht) entscheiden. Management von Kreditrisiken aus Versicherungsverträgen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Um dieses zu begrenzen, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Schuldners, die anhand marktüblicher Ratingklassen gemessen wird. Die Auswahl der Rückversicherer wird darüber hinaus auf Basis interner und externer Expertenschätzung, wie beispielsweise Marktinformationen von Maklern, vorgenommen. Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsmittlern sind grundsätzlich ungesichert. Das Ausfallrisiko dieser Forderungen unterliegt einer laufenden Beobachtung im Rahmen unseres Risikomanagements. Es handelt sich hierbei um eine Vielzahl von Forderungen mit verhältnismäßig niedrigen Einzelhöhen, die gegenüber einer diversifizierten Schuldnerschaft bestehen. Diese Forderungen bestehen im Allgemeinen gegenüber Versicherungsnehmern, die über kein Rating verfügen. Allein Firmenkunden ab einer gewissen Größenordnung verfügen über externe Einschätzungen ihrer Bonität. Bei den Versicherungsvermittlern handelt es sich um einzelne Makler oder Maklerorganisationen, die in der Regel ebenfalls über kein Rating verfügen. Ausfallrisiken aus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Wesentlichen auf Basis einer systemgestützten Abgabensteuerung geregelt: Es werden Abgabenlimite für die einzelnen Retrozessionäre vorgegeben und noch freie Kapazitäten für kurz-, mittel- und langfristiges Geschäft ermittelt. Gegen mögliche Verzögerungen oder Ausfälle der Prämienzahlungen im Direkt- wie im Vermittlerinkasso betreiben die Konzerngesellschaften jeweils ein effektives Mahnverfahren mit dem Ziel einer Verminderung der Außenstände. Darüber hinaus werden bei Vermittlern Bonitätsprüfungen durchgeführt. Kreditrisiken ergeben sich im Erstversicherungsgeschäft zudem aus Forderungen gegenüber Rückversicherern sowie in der Rückversicherung aus Forderungen gegenüber Retrozessionären, weil das abgeschlossene Bruttogeschäft nicht immer vollständig im Selbstbehalt bleibt, sondern nach Bedarf (retro)zediert wird. In der passiven Rückversicherung achten wir insbesondere bei Geschäftsverbindungen mit langer Abwicklungsdauer auf eine hohe finanzielle Solidität der Rückversicherer. Unsere Rückversicherungspartner werden unter Berücksichtigung externer Ratings durch Kreditkomitees sorgfältig ausgewählt, es wird fortlaufend auf ihre Bonität geachtet, und es werden gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Besicherung von Forderungen ergriffen. Der Buchwert der Finanzinstrumente, die aus dem Versicherungsgeschäft resultieren, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, als Äquivalent für die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag, stellt sich wie folgt dar (ohne Depotforderungen): scroll 31.12.20101) Zusammenstellung der Buchwerte der Finanzinstrumente, die aus Versicherungsverträgen resultieren Mio. EUR Industrieversicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Forderungen Policendarlehen - 198 2 - - Forderungen an Versicherungsnehmer 290 149 291 61 5 Forderungen an Versicherungsvermittler 272 146 39 298 - Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.047 57 23 1.330 1.003 Sonstige Vermögenswerte Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2.967 873 254 914 515 Summe 4.576 1.423 609 2.603 1.523 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten scroll 31.12.20091) Zusammenstellung der Buchwerte der Finanzinstrumente, die aus Versicherungsverträgen resultieren Mio. EUR Industrieversicherung2) Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Forderungen Policendarlehen - 199 2 - - Forderungen an Versicherungsnehmer 370 169 228 45 3 Forderungen an Versicherungsvermittler 138 157 41 277 - Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 430 47 16 1.480 941 Sonstige Vermögenswerte Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2.980 888 234 1.595 265 Summe 3.918 1.460 521 3.397 1.209 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten 2) Angepasst aufgrund IAS 8 Depotforderungen repräsentieren die von Konzerngesellschaften bei Zedenten gestellten Bar- und Wertpapierdepots, die keine Zahlungsströme auslösen und die von Zedenten nicht ohne Zustimmung unserer Gesellschaften verwertet werden können. Sie verhalten sich laufzeitkongruent zu den ihnen zuzuordnenden Rückstellungen. Bei Ausfall einer Depotforderung reduziert sich in gleichem Maß die versicherungstechnische Rückstellung. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt; eine Darstellung in obiger Tabelle ist vor diesem Hintergrund unterblieben. Für das in Rückdeckung gegebene Geschäft reduzieren wir das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern dadurch, dass wir über unseren konzerneigenen Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG die Rückversicherer sorgfältig auswählen und auf deren Bonität anhand von Einschätzungen international anerkannter Ratingagenturen achten. In den drei Erstversicherungssegmenten beliefen sich die aus der passiven Rückversicherung, d. h. der Abgabe der von uns übernommenen Risiken, resultierenden Ansprüche - die Anteile der Rückversicherer - auf unverändert zum Vorjahr 4,1 Mrd. EUR. Die sich hieraus ergebenden Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betragen 3,1 (3,0) Mrd. EUR. Für die Kontrahenten der Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich folgende Ratingstruktur auf Konzernebene: scroll % AAA AA A BBB < BBB ohne Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2 (11) 40 (23) 44 (54) - (1) - (-) 14 (11) 86 (88) % unserer Zessionäre sind mit einem Rating der Kategorie A und besser klassifiziert. Bei der Ermittlung der Ratings sind etwaige erhaltene Sicherheiten wie Depots oder Avalbürgschaften bereits berücksichtigt. Die Abrechnungsforderungen an dem passiven Rückversicherungsgeschäft in den drei Erstversicherungssegmenten betragen (nach Abzug von Wertberichtigungen) 740 (389) Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag weisen mehr als 60 (67) % dieser Abrechnungsforderungen ein Rating der Kategorie A oder besser auf. In den beiden Rückversicherungssegmenten beliefen sich die Ansprüche aus der Retrozession zum Bilanzstichtag auf 1,4 (1,9) Mrd. EUR. Insgesamt 92 (96) % der Retrozessionäre sind mit einem so genannten Investment-Grade-Rating klassifiziert. Von diesen verfügen fast 92 (94) % über ein Rating der Kategorie A oder besser. Der hohe Anteil an Rückversicherern mit hohem Rating ist Ausdruck unserer Politik, Ausfallrisiken in diesem Bereich soweit möglich zu vermeiden. Die Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die zum Bilanzstichtag überfällig, aber nicht wertgemindert waren, stellen sich wie folgt dar: scroll 31.12.2010 31.12.2009 Mio. EUR > 3 Monate < 1 Jahr > 1 Jahr > 3 Monate < 1 Jahr > 1 Jahr Forderungen an Versicherungsnehmer 59 14 112 8 Forderungen an Versicherungsvermittler 44 22 31 21 Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 445 305 232 148 Summe 548 341 375 177 Bei den überfälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft handelt es sich um Forderungen, die zum Fälligkeitstag nicht bezahlt wurden und am Bilanzstichtag weiterhin offen waren. Bei der Darstellung wurde auf das kurze Laufzeitband "1 Tag bis 3 Monate" verzichtet, da hier konzernweit unterschiedliche Prozesse zur Anwendung kommen. Im Konzern liegt das Forderungsmanagement dezentral in der Verantwortung der Tochtergesellschaften. Daraus ergibt sich, dass der Ablauf des Forderungsmanagements - den zugrunde liegenden Geschäftsrisiken folgend - unterschiedlich ist (u. a. unterschiedliche Behandlung ausfallgefährdeter Forderungen (Ausbuchung oder Wertberichtigung), unterschiedliche Zeitpunkte, wann das Forderungsmanagement einsetzt, und unterschiedliche Instrumente des Forderungsmanagements). Erst ab einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen verlieren die genannten Gründe an Bedeutung und lassen eine konzernweite Aussage zu. Bei den Erstversicherungsgesellschaften bestanden am Bilanzstichtag Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern, die seit mehr als 90 Tagen fällig waren, in Höhe von insgesamt 73 (120) bzw. 66 (52) Mio. EUR. Dies entspricht einer Quote von 9 (15) % bzw. 9 (9) %. Die zusammengefasste durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre belief sich auf 2,3 (2,5) %. Aus dem passiven Rückversicherungsgeschäft beliefen sich die Abrechnungsforderungen mit einem Rückstand von mehr als 90 Tagen auf einen Betrag von insgesamt 325 (229) Mio. EUR, was einer Quote von 41 (46) % entspricht. Die jährliche Ausfallquote liegt bei 1,0 (1,5) %. Bezogen auf die Segmente Schaden- und Personen-Rückversicherung, die durch die Gesellschaften des Hannover Rück-Konzerns repräsentiert werden, waren zum Bilanzstichtag 149 (151) Mio. EUR unserer Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 3,5 (2,9) Mrd. EUR älter als 90 Tage sowie teilweise wertgemindert. Dies entspricht einem Anteil von 4,3 (5,2) %. Die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre beträgt unverändert zum Vorjahr 0,2 %. Unsere Forderungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft sind nahezu unverändert zu 31,7 % durch Depots oder Avalbürgschaften gesichert. Bei den meisten unserer Retrozessionäre sind wir auch Rückversicherer, d. h., es besteht meist ein Aufrechnungspotenzial mit eigenen Verbindlichkeiten. Auf eine Wertberichtigung der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wurde insoweit verzichtet, als das Ausfallrisiko der Vermögenswerte durch Sicherheiten (z. B. Letters of Credit, Bardepots, Wertpapierdepots) vermindert ist. Die wertberichtigten Forderungen stellen sich wie folgt dar: scroll 31.12.2010 31.12.2009 Analyse der aus Versicherungsverträgen resultierenden, einzeln wertgeminderten Vermögenswerte Mio. EUR Risikovorsorge davon 2010 Buchwert nach Risikovorsorge Risikovorsorge davon 2009 Buchwert nach Risikovorsorge Forderungen an Versicherungsnehmer 25 -8 796 33 -1 815 Forderungen an Versicherungsvermittler 21 -36 755 57 -20 613 Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 57 -52 3.460 110 -21 2.914 Summe 103 -96 5.011 200 -42 4.342 Im Berichtsjahr wurde Risikovorsorge für die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 52 Mio. EUR aufgelöst. Diese Risikovorsorge ist nicht mehr erforderlich, nachdem wir u. a. im vergangenen Jahr durch die Verbriefung von aus Rückversicherungsforderungen resultierenden Ausfallrisiken die verbleibenden Kreditrisiken deutlich reduziert haben. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, die wir auf separaten Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: scroll Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Mio. EUR 2010 2009 Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Vorjahres 200 242 Veränderung des Konsolidierungskreises - - Wertberichtigungen des Geschäftsjahres 7 25 Zuschreibungen 91 63 Zuführungen (+)/Auflösungen (-) - -3 Währungskursänderungen 3 -1 Sonstige Veränderungen -16 - Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. des Geschäftsjahres 103 200 Die Ausfallrisiken von Finanzinstrumenten, die aus Versicherungsverträgen resultieren, wurden durch Einzelbetrachtung ermittelt. Etwaige Sicherheiten wurden berücksichtigt. Der Anteil der wertgeminderten Forderungen belief sich auf 2 (5) %. Im Einzelnen stellen sich die jährlichen Wertberichtigungsquoten wie folgt dar: scroll Wertberichtigungsquoten % 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 Forderungen an Versicherungsnehmer 3,1 3,9 4,0 4,0 Forderungen an Versicherungsvermittler 2,6 8,5 11,2 8,6 Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 1,6 3,6 4,2 7,3 Die jährlichen Ausfallquoten beliefen sich auf: scroll Ausfallquoten % 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 Forderungen an Versicherungsnehmer 1,6 1,8 4,2 2,1 Forderungen an Versicherungsvermittler 1,1 2,2 2,7 1,8 Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 0,2 0,2 0,1 0,3 Die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten aus Versicherungsverträgen betrugen: scroll 2010 Mio. EUR Zinserträge Zinsaufwendungen Wertberichtigung Zuschreibung Summe Depotforderungen 425 - - 2 427 Depotverbindlichkeiten - 145 - - -145 Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - - -2 23 25 Gesamt 425 145 -2 25 307 scroll 2009 Mio. EUR Zinserträge Zinsaufwendungen Wertberichtigung Zuschreibung Summe Depotforderungen 447 - 1 3 449 Depotverbindlichkeiten - 207 - - -207 Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen - - 10 33 23 Gesamt 447 207 11 36 265 Risiken aus Kapitalanlagen Die Risiken aus den Kapitalanlagen umfassen hauptsächlich das Marktrisiko (beinhaltet das Fremdwährungsrisiko, das zinsbedingte Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, das zinsbedingte Cashflow-Risiko und das Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko sowie das Liquiditätsrisiko. Management von Risiken aus Kapitalanlagen Zur Überprüfung der strategischen Asset-Allokation wird regelmäßig die Struktur der selbstverwalteten Kapitalanlagebestände (ohne Depotforderungen) überprüft. Zum Stand 31. Dezember 2010 ergibt sich für den Konzern folgendes Bild: scroll Gewichtung wesentlicher Kapitalanlageklassen % Rahmenwert gemäß Kapitalanlagerichtlinien Stand per 31.12.2010 Stand per 31.12.2009 Renten (Direktbestand und Investmentfonds) mind. 50 86 84 Börsennotierte Aktien (Direktbestand und Investmentfonds) max. 25 2 3 Immobilien (Direktbestand und Investmentfonds) max. 5 2 2 Dabei zeigt sich, dass sich die Rentenpapiere, Aktien und Immobilien im Rahmen der definierten Konzernlimite bewegen. Unter der Maßgabe der Risikotragfähigkeit des Unternehmens sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden durch unsere gesamtheitlichen Asset-Liability-Steuerungssysteme die Anlageziele Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung ausgewogen berücksichtigt. Risiken, die dem in erster Linie entgegenstehen, sind Marktrisiken, Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Marktrisiken Das Marktänderungsrisiko umfasst in erster Linie das Risiko von Marktpreisänderungen von festverzinslichen Anlagen und von Aktien sowie das Währungsrisiko durch Wechselkursschwankungen bei nicht kongruenter Bedeckung. Dies kann zu Wertberichtigungsbedarf oder zu realisierten Verlusten bei der Veräußerung von Finanzinstrumenten führen. Auch kann ein Absinken des Zinsniveaus geringere Kapitalanlageerträge bewirken. Eine wichtige Maßnahme zur Überwachung und Steuerung der Marktpreisrisiken ist die ständige Analyse des Value at Risk (VaR), die sich zunehmend von einem aktivischen Messansatz hin zu einem Aktiv/Passiv-Konzept fortentwickelt. Der VaR definiert den geschätzten maximalen Verlust, der innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer (z. B. 10 Tage) mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (z. B. 95 %) nicht überschritten wird. Die Ermittlung des VaR erfolgt täglich auf Basis historischer Daten. Im Rahmen dieser Berechnungen werden die Verlustpotenziale sowohl des Gesamtportfolios als auch von Teilportfolios überwacht und limitiert. Bei der Berechnung dieses maximalen Verlustpotenzials werden ein Konfidenzniveau von 95 % und eine Haltedauer von 10 Tagen zugrunde gelegt. Das heißt, dass dieses geschätzte Verlustpotenzial innerhalb von 10 Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 % überschritten wird. Als Eingangsdaten fließen täglich fortgeschriebene Bestände in die Berechnung ein. Der Umfang der Marktdatenhistorie zur Risikoanalyse beträgt 181 Wochen. Darauf basierend werden 180 Wochenänderungen für jeden relevanten Marktparameter wie z. B. Aktienkurse, Wechselkurse und Zinssätze berechnet, die dann zur Value-at-Risk-Ermittlung herangezogen werden. Marktbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit werden durch die Verwendung eines so genannten Decay-Faktors stärker gewichtet, um die Sensitivität des VaR-Modells auf aktuelle Volatilitätsveränderungen und damit die Prognosequalität zu verbessern. Die Aktualisierung der Zeitreihen, auf deren Basis die Risikoparameter berechnet werden, erfolgt wöchentlich. Dabei werden die Marktparameter der ältesten Woche entfernt und durch diejenigen der aktuellen Woche ersetzt. Basierend auf den aktualisierten Marktdaten wird eine Rekalibrierung des Risikomodells vorgenommen. Das verwendete Risikomodell basiert auf einem Multifaktorenmodell. Dieses Modell fußt auf einer Vielzahl repräsentativer Zeitreihen wie z. B. Zinsen, Wechselkursen und Aktienindizes. Aus diesen Zeitreihen lassen sich mithilfe einer Hauptkomponentenanalyse alle risikorelevanten Faktoren ermitteln. Die zwischen den Zeitreihen bestehenden Korrelationen fließen in die Gewichtung der Risikofaktoren ein. Dadurch werden Kumulations- und Diversifikationseffekte bei der Risikoschätzung berücksichtigt. Die einzelnen Bestandteile des Portfolios werden gegen diese Faktoren regressiert. Die dabei ermittelten Faktorladungen stellen einen Zusammenhang zwischen den Bewegungen der Faktoren, die aus den Bewegungen der repräsentativen Zeitreihen abgeleitet wurden, und den Bewegungen der Wertpapiere her. Durch die Simulation der Faktorentwicklungen werden die Risiken der Wertpapiere abgeleitet. Das Risiko der Optionen wird durch vollständige Simulation abgeleitet. Hierdurch werden die nichtlinearen Zusammenhänge zwischen Optionspreisen und den Preisbewegungen der zugrunde liegenden Basiswerte berücksichtigt. Der Ermittlung des Value at Risk liegen Normalszenarien der Märkte zugrunde. Um auch Extremszenarien abbilden zu können, werden zusätzlich Stresstests vorgenommen. Hierbei werden die Verlustpotenziale auf Basis bereits eingetretener oder fiktiver Extremereignisse geschätzt. Die tatsächlichen Marktentwicklungen können von den Modellannahmen abweichen. Der VaR (Konfidenzniveau 95 %, Haltedauer 10 Tage) zum 31. Dezember 2010 betrug 1,1 Mrd. EUR, das entspricht 1,6 % der betrachteten Kapitalanlagen. Stresstests sowie Szenarioanalysen ergänzen das Steuerungsinstrumentarium. Für zinssensitive Produkte und Aktien errechnen wir eine mögliche Marktwertänderung anhand eines historischen Worst-Case-Szenarios auf Tagesbasis, womit wir das Verlustpotenzial unter extremen Marktbedingungen abschätzen. Im Rahmen von Szenarien simulieren wir auf der Basis von historischen Daten Aktien- und Währungskurs- sowie Renditeänderungen. Zinsänderungsrisiken bestehen aus einer ungünstigen Wertänderung der im Bestand gehaltenen Finanzinstrumente aufgrund von Änderungen des Marktzinsniveaus. Sinkende Marktrenditen führen zu Marktwertsteigerungen bzw. steigende Marktrenditen zu Marktwertsenkungen des festverzinslichen Wertpapierportfolios. Aktienkursrisiken resultieren aus ungünstigen Wertänderungen, z. B. durch Verluste bestimmter Aktienindizes, der im Bestand gehaltenen Aktien und Aktien- bzw. Indexderivate. Durch gezielte Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen streuen wir diese Risiken. Währungskursrisiken sind für einen international agierenden Versicherungskonzern, in dem ein wesentlicher Teil des Geschäfts in Fremdwährung gezeichnet wird, von großer Bedeutung. Die folgende Tabelle zeigt Szenarien der Entwicklung der im Konzern gehaltenen Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag. Bei der Darstellung handelt es sich um eine Bruttodarstellung; insbesondere werden bei den gezeigten Effekten die Steuern sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung nicht berücksichtigt. Effekte, die sich aufgrund der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung ergeben, sind somit nicht Bestandteil der Analyse. Unter Beachtung dieser Effekte würden sich die dargestellten Auswirkungen auf die Ergebnisse und das Eigenkapital deutlich reduzieren. Szenarien der Entwicklung von im Konzern gehaltenen Kapitalanlagen zum Bilanzstichtag: scroll Portefeuille Mio. EUR Szenario Erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen1) Erfolgsneutral im Eigen kapital zu erfassen1) 31.12.2010 Bestands- veränderung auf Marktwertbasis 31.12.2009 Bestands- veränderung auf Marktwertbasis2) Aktien3) Aktienkurse +20 % +17 +345 +361 +347 Aktienkurse +10 % +8 +173 +181 +170 Aktienkurse -10 % -8 -184 -191 -166 Aktienkurse -20 % -14 -367 -382 -320 Festverzinsliche Wertpapiere Renditeanstieg +200 bps -37 -2.149 -6.297 -5.613 Renditeanstieg +100 bps -19 -1.122 -3.346 -2.977 Renditerückgang -100 bps +19 +1.203 +3.456 +2.966 Renditerückgang -200 bps +38 +2.501 +7.245 +6.202 Währungssensitive Kapitalanlagen Wechselkurs- veränderung4) +10 % -1.614 -136 -1.750 -1.493 davon USD -894 -95 -989 -911 davon GBP -188 -6 -194 -164 davon AUD -150 - -150 -108 davon Sonstige -381 -36 -418 -310 Wechselkursveränderung4) -10 % +1.614 +136 +1.750 +1.493 davon USD +894 +95 +989 +911 davon GBP +188 +6 +194 +164 davon AUD +150 - +150 +108 davon Sonstige +381 +36 +418 +310 1) Bruttodarstellung (vor Steuern und Überschussbeteiligung) 2) Inkl. Finanzinstrumente der Kategorien "Darlehen und Forderungen" und "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" 3) Inkl. Derivatebestände 4) Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro um +/-10 %, auf Basis der Bilanzwerte Unsere Kapitalanlagen setzen sich aus folgenden Währungen zusammen: scroll Währung 31.12.2010 31.12.2009 % EUR 76 78 USD 13 13 GBP 3 2 AUD 2 2 Sonstige 6 5 Gesamt 100 100 Zur Teilabsicherung von Beständen, insbesondere im Hinblick auf Preis-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken, setzen wir Short-Call- und Long-Put-Optionen sowie Swaps ein. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um unser Portfolio im Hinblick auf Risiko-Ertrags-Gesichtspunkte zu optimieren. Um Risiken, insbesondere Kreditrisiken, aus der Anwendung dieser Geschäfte zu vermeiden, werden die Verträge ausschließlich mit erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen und die Vorgaben aus den Anlagerichtlinien eingehalten. Durch die konsequente Anwendung des Prinzips der kongruenten Währungsbedeckung können wir zudem das Fremdwährungsrisiko im Konzern deutlich reduzieren. Ausfallrisiken Die zu überwachenden Adressenausfallrisiken beinhalten Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Neben den durch den Vorstand vorgegebenen Kontrahenten- und Emittentenlisten stellt die Überwachung der pro Ratingklasse definierten Limite eine wesentliche Voraussetzung für eine Investitionsentscheidung dar. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, achten wir grundsätzlich auf eine gute Bonität des Kontrahenten bzw. Schuldners. Wesentlicher Anhaltspunkt hierfür sind die durch externe Agenturen wie S&P oder Moody's vergebenen Ratingklassen. Die Neuanlage ist zur Begrenzung des Bonitätsrisikos auf den Investment-Grade beschränkt. Die maximale Ausfallrisikoexposition am Abschlussstichtag, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen das Ausfallrisiko verringernden Vereinbarungen, stellt sich wie folgt dar: scroll 31.12.2010 Mio. EUR Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 74 - 74 Darlehen und Forderungen 32.343 - 32.343 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 2.999 - 2.999 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente - 30.635 30.635 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente - 989 989 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente - 232 232 Übrige Kapitalanlagen 114 4.071 4.185 scroll 31.12.2009 Mio. EUR Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 61 - 61 Darlehen und Forderungen 31.548 - 31.548 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 2.858 - 2.858 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente - 26.477 26.477 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente - 861 861 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente - 238 238 Übrige Kapitalanlagen 119 4.014 4.133 Die Kapitalanlagen werden von den Schuldnern regelmäßig bedient. Sicherheiten bestehen vor allem bei den hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen sowie bei den Hypothekendarlehen, die grundpfandrechtlich besichert sind. Zum Bilanzstichtag befanden sich, mit Ausnahme der Hypothekendarlehen, keine überfälligen, nicht wertberichtigten Kapitalanlagen im Bestand, da überfällige Wertpapiere sofort abgeschrieben werden. Die Hypothekendarlehen weisen Rückstände von insgesamt 24 (22) Mio. EUR auf; darunter fällige Forderungen über 12 Monate in Höhe von 5 Mio. EUR. Diese Forderungen sind ausreichend durch Grundpfandrechte besichert, sodass auf eine Wertberichtigung verzichtet wurde. Die vertraglichen Regelungen sehen vor, dass eine Verwertung nur im Falle von Leistungsstörungen möglich ist. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Wertberichtigungen bei den Kapitalanlagen verweisen wir auf Angabe 29, Seite 234. Die festverzinslichen Kapitalanlagen und Darlehen (ohne die übrigen Kapitalanlagen) verteilen sich auf folgende Schuldnergruppen mit der dazugehörigen Bonitätsstruktur: scroll 31.12.2010 Mio. EUR Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt EU-Mitgliedsstaaten 1.329 4.670 5.999 Ausländische Regierungen 398 3.173 3.571 Quasistaatliche Institutionen1) 9.563 5.369 14.932 Unternehmen 7.771 10.126 17.897 Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 14.499 5.054 19.553 Hypothekendarlehen 1.239 - 1.239 Investmentfondsanteile - 666 666 Sonstige 543 314 857 1) Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 2.305 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) und 3.039 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind scroll 31.12.2009 Mio. EUR Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertet zum beizulegenden Zeitwert Gesamt EU-Mitgliedsstaaten 1.193 3.866 5.059 Ausländische Regierungen 368 2.763 3.131 Quasistaatliche Institutionen1) 9.338 5.423 14.761 Unternehmen 8.351 7.862 16.213 Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 13.156 4.129 17.285 Hypothekendarlehen 1.383 - 1.383 Investmentfondsanteile - 745 745 Sonstige 619 336 955 1) Im Berichtsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 2.674 Mio. EUR (bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) und 3.850 Mio. EUR (bewertet zum beizulegenden Zeitwert) enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind Bei mehr als 96 (95) % der hypothekarisch/dinglich gesicherten Schuldverschreibungen handelt es sich zum Bilanzstichtag um Pfandbriefe. Die Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen (ohne übrige Kapitalanlagen, Policendarlehen und Hypothekendarlehen) stellt sich wie folgt dar: scroll Rating Staatsanleihen Anleihen quasistaatlicher Institutionen1) Unternehmensanleihen % Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR AAA 74 7.077 36 5.308 2 321 AA 5 519 58 8.721 25 4.556 A 11 1.097 5 806 54 9.611 BBB 7 646 1 90 17 2.971 2 165 - - 1 182 Ohne 1 66 - 7 1 256 Gesamt 100 9.570 100 14.932 100 17.897 scroll Rating Hypothekarisch/ dinglich gesicherte Schuldverschreibungen Sonstige % Mio. EUR % Mio. EUR AAA 79 15.526 23 310 AA 17 3.273 2 27 A 1 260 15 192 BBB 1 136 29 383 2 311 20 260 Ohne - 47 11 151 Gesamt 100 19.553 100 1.323 1) In den Anleihen quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 5.344 (6.524) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind Zum Ende des Berichtszeitraums waren Schuldner von 98 (98) % unserer Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren mit einem so genannten Investment-Grade-Rating klassifiziert (AAA bis BBB), 91 (92) % verfügten über ein Rating der Kategorie A und besser. Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen erhalten bei Anschaffung ein internes Rating, das so weit wie möglich vom Emittentenrating abgeleitet wird. Grundpfandrechtlich besicherte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 1.239 (1.383) Mio. EUR sind Privatpersonen gewährt worden, die über kein Rating verfügen. Daneben bestehen auch bei den Policendarlehen, den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten sowie Beteiligungspapieren grundsätzlich keine Ratings. Zu den sonstigen aktivischen Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Forderungen, die nicht im Zusammenhang mit Kapitalanlagen oder dem Versicherungsgeschäft stehen und die größtenteils über kurzfristige Laufzeiten verfügen. Der Forderungsbestand setzt sich aus einer verhältnismäßig großen Anzahl von Schuldnern zusammen, sodass das Ausfallrisiko bei diesen Finanzinstrumenten von uns als gering eingestuft wird. Management von Konzentrationsrisiken Zur Minderung des Portfoliorisikos wird eine breite Mischung und Streuung der einzelnen Assetklassen beachtet. Das Konzentrationsrisiko wird über die Kapitalanlagerichtlinien begrenzt und laufend überwacht und ist insgesamt vergleichsweise gering, auch wenn insbesondere Bankenfusionen zu spürbaren Konzentrationserhöhungen führen. Darüber hinaus darf in stärker risikobehaftete Kapitalanlagen nur in begrenztem Umfang investiert werden. Die aufgeführten Messungs- und Überwachungsmechanismen führen insgesamt zu einer vorsichtigen und breit diversifizierten Anlagestrategie. So beträgt die Exponierung des Konzerns innerhalb der selbstverwalteten Kapitalanlagen in Staats- und halbstaatliche Anleihen der so genannten PIIGS-Staaten auf Marktwertbasis 1,5 Mrd. EUR; dies entspricht einem Anteil von 2 %. Die fortgeführten Anschaffungskosten bzw. Marktwerte auf Anleihen dieser betroffenen Staaten lauten zum Bilanzstichtag wie folgt: scroll davon Emittentenland = Investoren land Emittent Mio. EUR Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwerte Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwerte Portugal 77 70 - - Irland 299 233 3 3 Italien 466 455 329 322 Griechenland 155 111 - - Spanien 674 611 2 2 Gesamt 1.671 1.480 334 327 Auf diese Bestände mussten keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Durch Sicherungsmaßnahmen auf europäischer Ebene (so genannter europäischer Rettungsschirm) droht hier derzeit kein Ausfallrisiko. Management von Liquiditätsrisiken Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in Geld umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch regelmäßige Liquiditätsplanungen sowie durch Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen. Durch eine liquide Anlagestruktur stellen wir sicher, dass der Konzern jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Bei den versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen wird unter anderem auf die erwarteten Fälligkeiten abgestellt, die die Abwicklungsmuster der Rückstellungen berücksichtigen. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das angibt, wie schnell ein Wertpapier veräußert werden kann. Diese Kennzeichen werden vom Portfolio-Management regelmäßig überprüft, Änderungen werden im Risikocontrolling plausibilisiert und die Kennzeichen gegebenenfalls modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Bestandsreporting an die Finanzvorstände ein. Vorgegebene Mindest- und Höchstlimite für die Liquidität werden beachtet. Überschreitungen von Risikolimiten werden den Finanzvorständen und dem Portfolio-Management unverzüglich zur Kenntnis gebracht. Zur Darstellung der Kapitalanlagen und der Bruttorückstellungen sowie der Rückversicherungsanteile (nach ihren erwarteten bzw. vertraglichen Laufzeiten gegliedert) verweisen wir auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten. Die folgende Tabelle zeigt die Cashflows der wesentlichen versicherungstechnischen Nettorückstellungen (Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) und der finanziellen Verbindlichkeiten, die für das Management von Liquiditätsrisiken von Bedeutung sind. Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind gegliedert nach den erwarteten Laufzeiten, die Verbindlichkeiten nach den vertraglichen Laufzeiten: scroll 2010 Mio. EUR Buchwert 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre 5 bis 10 Jahre 10 bis 20 Jahre Mehr als 20 Jahre Versicherungstechnische Rückstellungen1) 77.778 12.277 19.434 13.099 12.289 7.161 Finanzielle Verbindlichkeiten Nachrangige Verbindlichkeiten 2.791 138 508 - 746 500 Begebene Anleihen und Darlehen 747 - 747 - - - Übrige Verbindlichkeiten2) 4.858 495 211 13 3 12 davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 85 9 59 12 2 1 davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) 149 - 149 - - - Summe 86.174 12.910 22.900 13.112 13.038 7.673 scroll 2010 Mio. EUR Ohne Laufzeit Versicherungstechnische Rückstellungen1) 6.744 Finanzielle Verbindlichkeiten Nachrangige Verbindlichkeiten 899 Begebene Anleihen und Darlehen - Übrige Verbindlichkeiten2) 2 davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 2 davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) - Summe 7.645 scroll 20094) Mio. EUR Buchwert 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre 5 bis 10 Jahre 10 bis 20 Jahre Mehr als 20 Jahre Versicherungstechnische Rückstellungen1) 73.531 11.134 18.599 12.210 11.893 6.932 Finanzielle Verbindlichkeiten Nachrangige Verbindlichkeiten 2.003 - - 524 746 138 Begebene Anleihen und Darlehen 675 2 673 - - - Übrige Verbindlichkeiten2) 4.561 54 386 6 2 2 davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 30 3 16 6 - - davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) 42 8 34 - - - Summe 80.770 11.190 19.658 12.740 12.641 7.072 scroll 20094) Mio. EUR Ohne Laufzeit Versicherungstechnische Rückstellungen1) 6.242 Finanzielle Verbindlichkeiten Nachrangige Verbindlichkeiten 595 Begebene Anleihen und Darlehen - Übrige Verbindlichkeiten2) 304 davon: Verbindlichkeiten aus Derivaten, ohne Sicherungsinstrumente3) 5 davon: negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten3) - Summe 7.141 1) Unter den versicherungstechnischen Rückstellungen werden ausschließlich die Deckungsrückstellungen und die Schadenrückstellungen nach Restlaufzeiten aufgeteilt. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung umfasst die handelsrechtlichen Ansprüche der Versicherungsnehmer, soweit sie nicht bereits endgültig einzelnen Versicherungsnehmern zugeteilt und ausgezahlt wurden. Im Wesentlichen ist daher eine eindeutige Zuordnung zu den einzelnen Versicherungsverträgen und zu den Restlaufzeiten nicht möglich. Die Rückstellung für Prämienüberträge umfasst den Teil der gebuchten Bruttoprämien, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dem/den folgenden Geschäftsjahr(en) zuzurechnen ist. Es handelt sich bei der Rückstellung für Prämienüberträge nicht um zukünftige liquiditätswirksame Zahlungsströme 2) Unter den übrigen Verbindlichkeiten werden die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern und Vermittlern sowie die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft nicht nach Laufzeiten aufgeteilt gezeigt, da es sich um Verbindlichkeiten handelt, die direkt im Zusammenhang mit den Versicherungsverträgen stehen und entsprechend nicht getrennt davon betrachtet werden können 3) Eine Darstellung der undiskontierten Zahlungsströme bei entsprechenden Derivaten wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen. Stattdessen werden die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente angegeben 4) Angepasst aufgrund IAS 8 Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen und lösen insofern keine Zahlungsströme aus. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit; ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen. Neben den zur Deckung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Aktiva hat der Konzern weiterhin folgende Kreditlinien, die bei Bedarf gezogen werden können: Der Talanx-Konzern hat mit einem breiten Bankenkonsortium eine disponible variabel verzinsliche Kreditlinie fest vereinbart, die im Bedarfsfall gezogen werden kann. Zum Bilanzstichtag haben wir eine Tranche über insgesamt 550 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Nominalwert der Kreditlinie beträgt zum Stichtag 1,5 Mrd. EUR. Darüber hinaus bestehen mit verschiedenen Kreditinstituten Fazilitäten für Letters of Credit (LoC), darunter zwei unbesicherte syndizierte Avalkreditlinien aus den Jahren 2005 bzw. 2006. Nach vertraglichem Ablauf der ersten Hälfte der Linie aus dem Jahr 2005 im Januar 2010 beträgt deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 0,8 (1,4) Mrd. EUR. Für die genannte zweite Hälfte dieser Linie endet die Laufzeit im Januar 2012. Die Laufzeit der Linie aus dem Jahr 2006, deren Höhe zum Bilanzstichtag umgerechnet 1,5 (1,4) Mrd. EUR beträgt, endet im Januar 2013. Auf bilateraler Ebene bestehen zudem mit Kreditinstituten LoC-Fazilitäten in Höhe von umgerechnet 1,3 (1,1) Mrd. EUR mit jeweils unterschiedlichen Laufzeiten. Wir verweisen zu den gestellten LoC auf unsere Ausführungen im Kapitel "Sonstige Angaben", Abschnitt "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen", Seiten 251 f. Im Dezember 2009 wurde eine speziell auf das US-amerikanische Lebensrückversicherungsgeschäft ausgelegte, langfristige und ebenfalls unbesicherte Linie mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 566 (523) Mio. EUR abgeschlossen. Bei einer Reihe von LoC-Fazilitäten bestehen marktübliche vertragliche Klauseln, die den Kreditinstituten bei wesentlichen Veränderungen der Aktionärsstruktur bei unserer Konzerngesellschaft Hannover Rückversicherung AG Kündigungsrechte einräumen oder bei Eintritt wesentlicher Ereignisse, beispielsweise bei einer deutlichen Herabstufung des Ratings, eine Besicherungsverpflichtung auslösen. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (1) Geschäfts- oder Firmenwert scroll Mio. EUR 2010 2009 Bruttowert 31.12. des Vorjahres 741 677 Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres 13 20 Bruttowert nach Währungsumrechnung zum 1.1. des Geschäftsjahres 754 697 Veränderung des Konsolidierungskreises - 15 Zugänge - 28 Währungskursänderungen - 1 Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 754 741 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 148 56 Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres - - Kumulierte Abschreibungen nach Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres 148 56 Wertminderung 17 92 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 165 148 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 593 621 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 589 593 Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der HDI Seguros de Automóveis e Bens S. A., Brasilien, im Jahr 2005, dem Kauf der vormaligen Gerling-Gruppe durch die Talanx AG 2006, der 2007 erfolgten Aufstockung der Konzernanteile an den PB Versicherungen auf 100 % sowie dem Kauf von jeweils 100 % der PBV Lebensversicherung AG (vormals: BHW Lebensversicherung AG) und der PB Pensionskasse AG (vormals: BHW Pensionskasse AG), beide ebenfalls 2007. Ursächlich für den Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte auf 589 Mio. EUR sind die im Berichtsjahr durchgeführten Wertminderungen in Höhe von 17 Mio. EUR im Segment Privat- und Firmenversicherung International, die sich im Rahmen des Werthaltigkeitstests ergaben (siehe unsere Erläuterungen im nachfolgenden Abschnitt). Impairment-Test (Werthaltigkeitsprüfung) Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (cash generating units, CGUs) aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen CGUs, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Goodwill entstand, Nutzen (in Form von Zahlungsströmen) ziehen. Dabei handelt es sich um die niedrigste Unternehmensebene, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Wir haben 2010 die Zusammenfassung von Vermögenswerten für Zwecke der Identifizierung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten an die konzernstrukturellen Änderungen im Erstversicherungsbereich, die auch die bisherigen CGU-Zuschnitte berührten, angepasst. Bis Ende 2009 folgte die Abgrenzung der einzelnen CGU den damaligen Verantwortlichkeiten im Holdingvorstand bzw. der internen Berichterstattung und somit grundsätzlich der vormaligen Definition der Geschäftssegmente im Sinne von IFRS 8. Der Werthaltigkeitstest im Vorjahr wurde daher letztmalig auf Basis der CGUs Schaden/Unfall-Erstversicherung, die unter der ehemaligen HDI-Gerling Leben Serviceholding AG zusammengefasste Gruppe, die Bancassurance-Gruppe sowie der beiden CGUs Schaden- und Personen-Rückversicherung durchgeführt. Der Konzern steuert bzw. berichtet intern wie extern seit 2010 nach der neuen Konzernstruktur. Seit diesem Zeitpunkt hat der Konzern seine Versicherungsaktivitäten in der Erstversicherung in Übereinstimmung mit einer Veränderung der Zuständigkeiten der Mitglieder im Vorstand neu organisiert (vergleiche hierzu unsere Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Änderung der Segmentberichterstattung", Seite 121, sowie Kapitel "Segmentberichterstattung" auf Seite 144). Die beiden bisherigen Erstversicherungssegmente Schaden/ Unfall-Erstversicherung und Personen-Erstversicherung wurden spartenübergreifend in die drei berichtspflichtigen Segmente Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland und Privat- und Firmenversicherung International überführt. Für die Identifizierung der CGUs in der Erstversicherung bedeutet diese Neuorganisation, dass die Segmente Industrieversicherung sowie Privat- und Firmenversicherung Deutschland, welche auch der Definition eines Geschäftssegments nach IFRS 8 entsprechen, jeweils eine CGU bilden. Im Segment Privat- und Firmenversicherung International stellt jeder Auslandsmarkt eine separate CGU dar. In diesem Segment sind gesellschaftsübergreifende Synergiepotenziale (mit Bezug zu den Mittelzuflüssen) nur in den Ländern zu realisieren, in denen wir mit mehreren Gesellschaften vertreten sind. Die einzelnen Auslandseinheiten operieren hinsichtlich ihrer Produkte und Vertriebsstrukturen ansonsten weitestgehend autark. Die CGUs des Konzerns sind somit: ― Geschäftssegment Industrieversicherung ― Geschäftssegment Privat- und Firmenversicherung Deutschland ― Geschäftssegment Schaden-Rückversicherung ― Geschäftssegment Personen-Rückversicherung Die CGUs des Segments Privat- und Firmenversicherung International sind: ― Brasilien ― Polen ― Mexiko ― Chile Der Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich nach der in der Segmentberichterstattung dargestellten Neuzuordnung aufgrund konzerninterner Umstrukturierungen wie folgt zusammen: scroll Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Konzern- funktionen Summe Bilanzwert 31.12.2008 89 415 106 8 3 621 Währungsumrechnung 1.1.2009 - - 20 - - 20 Bilanzwert nach Währungsumrechnung 1.1.2009 89 415 126 8 3 641 Veränderung Konsolidierungskreis - - 15 - - 15 Zugänge - 28 - - - 28 Wertminderung 29 46 14 - 3 92 Währungskursänderung - - 1 - - 1 Bilanzwert 31.12.2009 60 397 128 8 - 593 Währungsumrechnung 1.1.2010 - - 13 - - 13 Bilanzwert nach Währungsumrechnung 1.1.2010 60 397 141 8 - 606 Wertminderung - - 17 - - 17 Bilanzwert 31.12.2010 60 397 124 8 - 589 Ein möglicher Wertminderungsbedarf ergibt sich aus der wertmäßigen Gegenüberstellung des Buchwerts der Zahlungsmittel generierenden Einheit einschließlich des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts mit ihrem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist dabei das Maximum aus dem Nettoveräußerungserlös und dem Nutzungswert. Für alle CGUs mit Ausnahme der beiden Rückversicherungssegmente wird der erzielbare Betrag auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt, der vom Konzern auf der Grundlage eines anerkannten Bewertungsverfahrens - der Ertragswertmethode -ermittelt wird. Soweit CGUs aus mehr als einer Konzerngesellschaft bestehen, kommt eine Sum-of-the-Parts-Betrachtung zur Anwendung. Für die Bewertung der Schaden/Unfallversicherer in den CGUs Industrieversicherung, Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie Privat- und Firmenversicherung International bilden Planergebnisrechnungen den Ausgangspunkt für die Ermittlung des Ertragswerts. Die Planrechnungen werden unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens im Allgemeinen in unverändertem Konzept auf so genannter Stand-alone-Basis erstellt und erfassen das Nachsteuerergebnis der fünf Folgejahre sowie eine Fortschreibung des sechsten Jahres als ewige Rente. In der Detailplanung werden (zum Zeitpunkt der Planung) unternehmensindividuelle Approximationen durchgeführt. Hierbei werden insbesondere die Möglichkeiten des Wachstums im Marktumfeld sowie die jeweilige Profitabilität in Abhängigkeit der Schaden- und Kostenentwicklung im Kontext geplanter Maßnahmen auf Gesellschaftsebene eingeschätzt. Die Projektion der Kapitalanlageerträge wird in Bezug auf das jeweilige Assetportefeuille vorgenommen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Planungsrechnungen sind durch das Management der entsprechenden Gesellschaften verabschiedet worden. Der Abzinsungsfaktor (Kapitalisierungszinssatz) für die Konzerngesellschaften setzt sich aus einem risikolosen Basiszins, aus länderindividuellen Zinsstrukturkurven, einer Marktrisikoprämie und einem gesellschaftsindividuellen Betafaktor (Ermittlung auf Basis des Capital-Asset-Pricing Model) zusammen. Zudem verwenden wir für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus, auf Basis konservativer Annahmen, konstante Wachstumsraten. Die Werte sind aus Erfahrungen und Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreiten nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für die jeweiligen Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind. Die ggf. in Lokalwährung ermittelten Barwerte werden mit dem Währungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der aktuelle Kapitalisierungszinssatz sowie die langfristige Wachstumsrate ist nachfolgend für die Schaden/Unfallversicherer der CGUs aufgelistet: scroll CGU Kapitalisierungszinssatz in % Langfristige Wachstumsrate in % Industrieversicherung Deutschsprachige Länder 8,0-8,5 0,2-0,5 Übrige Länder (nur EU) 8,5-9,0 0,25-0,5 Privat- und Firmenversicherung Deutschland 8,0 0,5-1,0 Privat- und Firmenversicherung International Brasilien 13,0 1,0 Polen 10,3 1,3 Mexiko 12,6 0,6 Chile 11,25 0,25 Grundlage für die Bewertung der Lebensversicherer sind Berechnungen des Market Consistent Embedded Values (MCEV). Die Ableitung des Unternehmenswerts im Sinne eines Appraisal Values (MCEV unter Berücksichtigung des zu erwartenden Neugeschäfts) erfolgt regelmäßig mithilfe eines nach Aktualität gewichteten durchschnittlichen Market Multiple (1,02), der das Verhältnis von Appraisal Value zu Embedded Value bemisst und der auf Börsendaten basiert. Der Multiple wird regelmäßig mit dem Wert des Neugeschäfts (New Business Value, NBV) plausibilisiert. Die grundsätzlich für Lebensversicherer anzuwendende Methode erhält für Gesellschaften mit langfristigen exklusiven Kooperationsvereinbarungen und der damit einhergehenden Stabilität in ihrem Neugeschäft eine Variante. Diese Gesellschaften werden mit einem vereinfachten Appraisal-Value-Verfahren bewertet, bei dem zum aktuellen MCEV-Forecast der Barwert der ewigen Rente des Neugeschäftswerts hinzugerechnet wird. Kurzfristig endende Vertriebsvereinbarungen erfordern ggf. eine gesonderte Würdigung. Die Kapitalisierungszinssätze im Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland betragen 8,0 %. Kleine Versicherer und Nicht-Versicherungsgesellschaften werden entweder mit ihrem Ertragswert oder ihrem Eigenkapital bewertet. Für die CGUs Schaden- und Personen-Rückversicherung, die in Summe der Hannover Rück-Gruppe entsprechen, wird für Zwecke des Impairment-Tests in einem ersten Schritt der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie herangezogen. Der Börsenwert der Hannover Rückversicherung AG wird auf der Grundlage der durchschnittlichen Umsatzrendite der vergangenen drei Jahre auf die beiden Segmente - gleichbedeutend den CGUs - verteilt. Der auf diese Weise ermittelte erzielbare Betrag wird dem Beteiligungsansatz inklusive des der jeweiligen CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts gegenübergestellt. Sollte der Börsenkurs der Hannover Rück-Aktie zu einem Bilanzstichtag durch Faktoren, die nicht die nachhaltige Ertragsposition der Hannover Rück-Gruppe widerspiegeln, kurzfristig deutlich negativ beeinflusst sein, kann alternativ ein Ertragswertverfahren zur Anwendung kommen. Aus dem auf der Basis 30. September 2010 vorgenommenen Impairment-Test wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der CGU Mexico vollständig (17 Mio. EUR) abgeschrieben. Die positiven Erwartungen an die künftige Entwicklung des Geschäfts der Gesellschaft wurden nach unten korrigiert. Die mexikanische Wirtschaft hat weiterhin mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen; der inländische mehr noch als der exportgetriebene Teil der Wirtschaft. Zusätzlich sind die erwarteten Ergebnisse der kommenden Jahre verstärkt durch Investitionen belastet, die vorgenommen werden, um die Voraussetzungen zu schaffen, künftig im mexikanischen Markt erfolgreich zu wachsen. Hierbei stehen die Eröffnung neuer Büros, Modernisierung der IT und die Einstellung neuer und die Höherqualifizierung bestehender Mitarbeiter im Vordergrund. Weitere Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte waren nicht erforderlich. (2) Sonstige immaterielle Vermögenswerte scroll Software Mio. EUR Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte erworben erstellt Übrige 2010 20091) Bruttowert 31.12. des Vorjahres 2.785 357 110 42 3.294 3.162 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) - -89 5 -3 -87 - Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 2.785 268 115 39 3.207 3.162 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - 4 Zugänge - 29 8 33 70 193 Abgänge - 5 1 18 24 66 Umgliederungen - 11 - - 11 - Sonstige Änderungen 6 - - - 6 1 Währungskursänderungen 1 2 - 2 5 - Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 2.792 305 122 56 3.275 3.294 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 806 262 57 15 1.140 845 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren2) - -89 5 -3 -87 - Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres 806 173 62 12 1.053 845 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - 1 Zugänge - - - - - 3 Abgänge - 3 - 2 5 33 Abschreibungen/Amortisation planmäßig 318 34 9 5 366 245 außerplanmäßig - - - - - 78 Umgliederungen - 8 - - 8 2 Sonstige Änderungen - - - - - 1 Währungskursänderungen - 1 - 1 2 -2 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 1.124 213 71 16 1.424 1.140 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres1) 1.979 95 53 27 2.154 2.317 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.668 92 51 40 1.851 2.154 1) Angepasst aufgrund IAS 8 2) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht Die "Versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte" resultieren vor allem aus den im Jahr 2006 erworbenen Versicherungsbeständen der vormaligen Gerling-Gruppe (Bilanzwert 2010: 1,1 Mrd. EUR) sowie den im Jahr 2007 gekauften Vertragsbeständen der BHW Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2010: 280 Mio. EUR) und der PB Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2010: 56 Mio. EUR) sowie aus der Neue Leben Lebensversicherung AG (Bilanzwert 2010: 100 Mio. EUR). Der im Bruttowert des Vorjahres ausgewiesene Zugang in Höhe von 193 Mio. EUR betrifft mit 104 Mio. EUR den im Rahmen der Übernahme des ING-Lebensrückversicherungsportefeuilles angesetzten Barwert zukünftiger Zahlungsmittelflüsse des von der Hannover Rück erworbenen Geschäfts (PVFP). Dieser versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswert wird planmäßig über die Laufzeit der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge proportional zu den zukünftigen Prämieneinnahmen amortisiert. Die Amortisationsdauer beträgt 30 Jahre. Insbesondere durch planmäßige Abschreibungen/Amortisation verminderten sich die versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte im Berichtszeitraum um 311 Mio. EUR auf 1.668 Mio. EUR. Soweit es sich bei den Lebensversicherungsunternehmen um Portefeuillewerte (PVFP) handelt, werden diese aktiviert und über die Laufzeit der Verträge abgeschrieben (siehe hierzu auch unsere Ausführungen im Kapitel "Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 127). Der brutto ausgewiesene PVFP setzt sich aus einem Aktionärsanteil, auf den latente Steuer gebildet werden, sowie einem Versicherungsnehmeranteil zusammen und wird aktiviert, um die Belastung des Konzerneigenkapitals nach IFRS beim Erwerb eines Versicherungsbestands gleichmäßig entsprechend der Amortisation über die zukünftigen Perioden zu verteilen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert. Die Verteilung der PVFPS bei den Lebenserstversicherungsgesellschaften wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: scroll PVFP Lebenserstversicherungsgesellschaften Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 Aktionärsanteil 720 861 Versicherungsnehmeranteil 850 1.016 Bilanzwert 1.570 1.877 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Die Abschreibungen/Amortisation der versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 318 Mio. EUR entfallen mit 152 Mio. EUR auf den Aktionärsanteil und mit 166 Mio. EUR auf den Versicherungsnehmeranteil. Die Amortisation auf den Aktionärsanteil weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen" aus. (3) Fremdgenutzter Grundbesitz scroll Mio. EUR 2010 2009 Bruttowert 31.12. des Vorjahres 1.069 898 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) -185 - Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 884 898 Zugänge 149 164 Abgänge 32 23 Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 - 34 Umgliederung 29 1 Sonstige Änderungen1) - -1 Währungskursänderungen 12 -4 Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 1.042 1.069 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 343 314 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) -185 - Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres 158 314 Abgänge 4 3 Abschreibungen planmäßig 15 9 außerplanmäßig 6 8 Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 - 5 Umgliederung 7 3 Sonstige Änderungen1) - 7 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 182 343 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 726 584 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 860 726 1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht Die Zugänge (149 Mio. EUR) entfallen vor allem auf das Segment Schaden-Rückversicherung (136 Mio. EUR) und sind unter anderem auf die deutlich gestiegenen Investitionstätigkeiten der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc., und der Hannover Re Euro RE Holdings GmbH zurückzuführen. Weitere 8 Mio. EUR entfallen auf das Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Der Zeitwert des fremdgenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 901 (790) Mio. EUR. Die Ermittlung der Zeitwerte führten wir im Wesentlichen konzernintern auf Basis von Ertragswertberechnungen sowie in Einzelfällen anhand externer Gutachten durch. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) belaufen sich bei vermieteten Objekten auf 24 Mio. EUR; auf Objekte, mit denen keine Mieterträge erzielt werden, sind 2 Mio. EUR an betrieblichen Aufwendungen angefallen. Von dem fremdgenutzten Grundbesitz wurden 387 (415) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet. (4) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen scroll Mio. EUR 2010 2009 Verbundene Unternehmen 13 13 Beteiligungen 61 48 Bilanzwert zum 31.12. des Geschäftsjahres 74 61 Assoziierte Unternehmen, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht "at Equity" bewertet werden, weisen wir unter den Beteiligungen aus (siehe auch unsere Anmerkungen im Kapitel "Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 127). Für diese nicht nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen ergeben sich Vermögenswerte von 52 Mio. EUR, Schulden von 21 Mio. EUR, Jahresergebnisse von 0,2 Mio. EUR und Umsätze in Höhe von 9 Mio. EUR. (5) Anteile an assoziierten Unternehmen scroll Mio. EUR 2010 2009 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 134 135 Veränderung des Konsolidierungskreises 14 - Zugänge - 4 Abgänge 2 - Erfolgswirksame Anpassung - -6 Erfolgsneutrale Anpassung -2 - Währungskursänderungen - 1 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 144 134 Die Veränderung des Konsolidierungskreises (14 Mio. EUR) entfällt im Wesentlichen auf den Anteilserwerb des börsennotierten Fondsanbieters C-QUADRAT Investment AG, Wien. Die Gesellschaft wird im Segment Konzernfunktionen ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aller nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen belief sich zum Jahresende auf 24 (20) Mio. EUR. Von den assoziierten Unternehmen sind die Apulia Prontoprestito S. p. A, Rom, und die C-QUADRAT Investment AG, Wien, börsennotiert. Der Börsenwert unserer Anteile betrug zum Stichtag 32 (11) Mio. EUR. Die Vermögenswerte aller assoziierten Unternehmen betragen zusammengefasst 2,3 Mrd. EUR, die Schulden 1,8 Mrd. EUR, die Jahresergebnisse 26 Mio. EUR und die Umsätze 360 Mio. EUR. Für weitere Angaben zu unseren assoziierten Unternehmen verweisen wir auf das Kapitel "Konsolidierung", Seiten 161 f. bzw. auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes, Seiten 256 ff. (6) Darlehen und Forderungen scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Zeitwerte Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 Hypothekendarlehen 1.239 1.383 106 3 1.345 1.386 Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 200 201 - - 200 201 Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner1) 9.728 9.454 304 262 10.032 9.716 Unternehmensanleihen 7.342 7.930 97 104 7.439 8.034 Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 13.491 12.163 341 312 13.832 12.475 Genussscheindarlehen 343 417 -6 -14 337 403 Gesamt 32.343 31.548 842 667 33.185 32.215 1) In den Darlehen und Forderungen an staatliche oder quasistaatliche Schuldner sind Wertpapiere in Höhe von 2.114 (2.310) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 13.464 (11.869) Mio. EUR enthalten (99 (98) %). scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwerte Vertragliche Restlaufzeit Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 Bis zu einem Jahr 1.290 2.049 1.306 2.063 Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 1.380 1.146 1.422 1.181 Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 1.601 1.352 1.612 1.415 Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 3.046 1.501 3.081 1.557 Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 2.986 2.740 3.107 2.805 Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 9.252 11.344 9.553 11.666 Mehr als 10 Jahre 12.788 11.416 13.104 11.528 Gesamt 32.343 31.548 33.185 32.215 scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Ratingstruktur der Darlehen und Forderungen Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 AAA 13.553 12.297 AA 11.780 11.513 A 4.521 4.699 BBB und weniger 2.489 3.039 Gesamt 32.343 31.548 Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingkategorie "BBB und weniger" sind ungeratete Darlehen und Forderungen in Höhe von 1,5 (1,5) Mrd. EUR enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Hypotheken- und Policendarlehen. (7) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Zeitwerte Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 438 378 13 - 451 378 Schuldtitel der US-Regierung 386 355 45 35 431 390 Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 11 14 1 1 12 15 Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) 726 698 34 28 760 726 Schuldtitel von Unternehmen 429 421 18 21 447 442 Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 1.009 992 44 46 1.053 1.038 Gesamt 2.999 2.858 155 131 3.154 2.989 1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 191 (364) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 998 (962) Mio. EUR enthalten (99 (97) %). scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwerte Vertragliche Restlaufzeit Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 Bis zu einem Jahr 344 108 347 119 Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 483 281 499 291 Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 377 470 396 492 Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 404 367 437 383 Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 857 300 911 318 Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 480 1.287 512 1.344 Mehr als 10 Jahre 54 45 52 42 Gesamt 2.999 2.858 3.154 2.989 scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Ratingstruktur der bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinstrumente Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 AAA 1.731 1.776 AA 728 582 A 407 368 BBB und weniger 133 132 Gesamt 2.999 2.858 Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingklasse "BBB und weniger" befinden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 8 (8) Mio. EUR. (8) Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente scroll Fortgeführte Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Zeitwerte Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 Festverzinsliche Wertpapiere Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 4.719 3.771 -65 68 4.654 3.839 Schuldtitel der US-Regierung 2.059 2.020 66 15 2.125 2.035 Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 950 612 14 3 964 615 Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen1) 5.165 5.214 98 111 5.263 5.325 Schuldtitel von Unternehmen 9.538 7.357 115 194 9.653 7.551 Investmentfonds 640 716 -3 14 637 730 Hypothekarisch/ dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 4.742 3.811 80 91 4.822 3.902 Genussscheine 210 227 2 2 212 229 Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 28.023 23.728 307 498 28.330 24.226 Nicht festverzinsliche Wertpapiere Aktien 926 743 250 299 1.176 1.042 Investmentfonds 1.035 1.124 58 49 1.093 1.173 Genussscheine 36 35 - 1 36 36 Sonstige - - - - - - Nicht festverzinsliche Wertpapiere gesamt 1.997 1.902 308 349 2.305 2.251 Wertpapiere gesamt 30.020 25.630 615 847 30.635 26.477 1) In den Schuldtiteln quasistaatlicher Institutionen sind Wertpapiere in Höhe von 3.039 (3.850) Mio. EUR enthalten, die durch die Bundesrepublik Deutschland, andere EU-Staaten oder deutsche Bundesländer garantiert sind In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 4.220 (3.331) Mio. EUR enthalten (88 (85) %). scroll Zeitwerte Fortgeführte Anschaffungskosten Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 Bis zu einem Jahr 3.516 3.711 3.498 3.663 Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 3.512 3.108 3.468 3.044 Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 3.489 3.003 3.396 2.924 Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 3.725 3.286 3.644 3.155 Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 3.726 3.291 3.708 3.209 Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 6.987 5.814 7.000 5.726 Mehr als 10 Jahre 3.375 2.013 3.309 2.007 Gesamt 28.330 24.226 28.023 23.728 scroll Zeitwerte Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 AAA 13.186 11.562 AA 4.514 4.550 A 6.924 5.224 BBB und weniger 3.706 2.890 Gesamt 28.330 24.226 Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingklasse "BBB und weniger" befinden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 309 (80) Mio. EUR. (9) Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente scroll Zeitwerte Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 Festverzinsliche Wertpapiere Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 14 26 Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 34 59 Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 97 95 Schuldtitel von Unternehmen 467 305 Investmentfonds 30 15 Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen 230 227 Genussscheine 102 107 Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 974 834 Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) 15 18 Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 9 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente gesamt 989 861 Festverzinsliche Wertpapiere Schuldtitel von EU-Mitgliedsstaaten 3 2 Schuldtitel anderer ausländischer Staaten 49 53 Schuldtitel quasistaatlicher Institutionen 9 3 Schuldtitel von Unternehmen 7 6 Andere Wertpapiere 1 - Festverzinsliche Wertpapiere gesamt 69 64 Investmentfonds (nicht festverzinsliche Wertpapiere) 83 62 Derivate 80 112 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente gesamt 232 238 Gesamt 1.221 1.099 In der Position "Hypothekarisch/dinglich gesicherte Schuldverschreibungen" sind Pfandbriefe mit einem Buchwert in Höhe von 121 (126) Mio. EUR enthalten (53 (56) %). scroll Zeitwerte Vertragliche Restlaufzeit der festverzinslichen Wertpapiere Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 Bis zu einem Jahr 481 191 Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahre 73 336 Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahre 116 40 Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahre 45 49 Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahre 3 43 Mehr als 5 Jahre und bis zu 10 Jahre 41 26 Mehr als 10 Jahre 284 213 Gesamt 1.043 898 scroll Zeitwerte Ratingstruktur der festverzinslichen Wertpapiere Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 AAA 154 256 AA 72 87 A 115 215 BBB und weniger 702 340 Gesamt 1.043 898 Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. In der Ratingklasse "BBB und weniger" befinden sich ungeratete festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 194 (13) Mio. EUR. Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) beinhalten unter anderem strukturierte Produkte, bei denen die Fair Value Option nach IAS 39 angewendet wurde. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente stellt, abweichend von der rein ökonomischen Sichtweise, die maximale Kreditexponierung dar. Der Wert bezüglich der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der durch die Änderungen des Kreditrisikos der finanziellen Vermögenswerte bedingt ist, beträgt in der Berichtsperiode -12 Mio. EUR und in kumulativer Form 8 Mio. EUR. Kreditderivate oder ähnliche Sicherungsinstrumente bestehen für diese Wertpapiere nicht. (10) Übrige Kapitalanlagen Die übrigen Kapitalanlagen im Gesamtwert von 4,2 (4,1) Mrd. EUR enthalten im Wesentlichen folgende Positionen: ― Beteiligungen an Personengesellschaften ― Ausleihungen an verbundene Unternehmen ― Kurzfristige Geldanlagen Die Beteiligungen an Personengesellschaften betreffen hauptsächlich Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften und werden der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert (Bilanzwert) dieser Beteiligungen beträgt zum Stichtag 1.017 (695) Mio. EUR. Die fortgeführten Anschaffungskosten der Beteiligungen beliefen sich auf 722 (578) Mio. EUR; ferner wurden aus diesen Investments unrealisierte Gewinne von 298 (126) Mio. EUR und unrealisierte Verluste von 3 (9) Mio. EUR ergebnisneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital (Position: "Übrige Rücklagen") erfasst. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag 114 (117) Mio. EUR. In den kurzfristigen Geldanlagen sind überwiegend Fest- und Tagesgelder sowie Geldmarktpapiere mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 3.037 (3.302) Mio. EUR ausgewiesen, die im Allgemeinen erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die fortgeführten Anschaffungskosten dieser Finanzinstrumente betragen 3.034 (3.300) Mio. EUR; unrealisierte Gewinne wurden in Höhe von 3 (2) Mio. EUR ergebnisneutral bilanziert. Die kurzfristigen Geldanlagen sind im Konzern als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert. (11) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente Fair-Value-Hierarchie Für die Angaben nach IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente einer dreistufigen Fair-Value-Kategorie zuzuordnen. Ziel dieser Anforderung ist es u. a., die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair Values eingehenden Daten darzustellen. Betroffen sind die folgenden Klassen von Finanzinstrumenten: Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, übrige Kapitalanlagen, soweit diese zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten (enthalten in Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten") sowie Sicherungsinstrumente (Derivate im Rahmen des Hedge Accounting). Aufteilung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Die Zuordnung der zum Fair Value angesetzten Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag gemäß den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt vorgenommen: ― Stufe 1 - auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (unverändert übernommene) Preise. Hierunter fallen in erster Linie börsennotierte Aktien, Futures und Optionen, Investmentfonds sowie an regulierten Märkten gehandelte Anleihen hoher Liquidität. Zum Bilanzstichtag betrug der Anteil der Stufe 1 zugeordneten Finanzinstrumente am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte 45 (50) %. ― Stufe 2 - für die Bewertung herangezogene Eingangsparameter, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren und nicht der Stufe 1 zuzuordnen sind. Dieses sind z. B. auf Basis von Zinsstrukturkurven bewertete Vermögensgegenstände, wie etwa Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen. Marktpreise von Anleihen eingeschränkter Liquidität, z. B. Unternehmensanleihen, werden ebenfalls der Stufe 2 zugeordnet. Insgesamt werden zum Bilanzstichtag 52 (46) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente dieser Stufe zugeordnet. ― Stufe 3 - für die Bewertung herangezogene Eingangsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Hierunter fallen in erster Linie nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern 3 (4) % der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente dieser Kategorie zu. Nachfolgend werden die Buchwerte der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente je Klasse nach den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie gezeigt: scroll Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente Mio. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 31) Bilanzwert 31.12.2010 Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 11.054 17.216 60 28.330 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.706 314 285 2.305 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 130 836 23 989 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 153 79 - 232 Übrige Kapitalanlagen 3.016 158 897 4.071 Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 16.059 18.603 1.265 35.927 Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) Negative Marktwerte aus Derivaten (Handelsbestand) 2 83 - 85 Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten 109 40 - 149 Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen 111 123 - 234 1) Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroffen werden scroll Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente Mio. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 31) Bilanzwert 31.12.2009 Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 10.522 13.570 134 24.226 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.610 89 552 2.251 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 188 641 32 861 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 150 88 - 238 Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 3.237 64 713 4.014 Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 15.707 14.452 1.431 31.590 Zum Fair Value bewertete finanzielle Verpflichtungen Übrige Verbindlichkeiten (negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) Negative Marktwerte aus Derivaten (Handelsbestand) - 30 - 30 Negativer Marktwert aus Sicherungsinstrumenten 2 40 - 42 Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Verpflichtungen 2 70 - 72 1) Mit der Kategorisierung in Stufe 3 sind keine Qualitätsaussagen verbunden; Rückschlüsse auf die Bonität der Emittenten können nicht getroffen werden Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertpapiere mit einem Zeitwert von 614 Mio. EUR entgegen dem Vorjahr nicht mehr als Finanzinstrumente der Stufe 1, sondern Stufe 2 zuzuordnen. Die Umgliederung war vor allem infolge der gesunkenen Liquidität der Instrumente vorzunehmen. Wertpapiere mit einem Zeitwert in Höhe von 74 Mio. EUR, die im Vorjahr als Finanzinstrumente der Stufe 2 ausgewiesen wurden, haben wir 2010 in Stufe 1 umgegliedert. Die Umgliederungen insgesamt betreffen überwiegend festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente". Analyse der Finanzinstrumente, für die signifikante Eingangsparameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3) Im Berichtszeitraum wurden nicht festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente" mit einem Volumen von 257 Mio. EUR, da insoweit alle zum Zeitwert benötigten Parameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, zutreffend aus Stufe 3 in Stufe 2 umgegliedert. Diese Zuordnung betrifft mit 250 Mio. EUR ausschließlich Anteile an Investmentfonds. Darüber hinaus haben wir Wertpapiere mit einem Zeitwert von 53 Mio. EUR - davon entfallen 25 Mio. EUR auf nicht festverzinsliche Papiere unserer erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente - aus Stufe 3 in Stufe 1 umgegliedert. Für diese Papiere lagen in der Berichtsperiode notierte Marktpreise vor. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in Stufe 3 kategorisierten Finanzinstrumente zu Beginn der Berichtsperiode auf den Wert per 31. Dezember des Geschäftsjahres. scroll Bilanzwert der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente Mio. EUR Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente/ Festverzinsliche Wertpapiere Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente/ Nicht festverzinsliche Wertpapiere Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Übrige Kapitalanlagen (bewertet zum Fair Value) Gesamtsumme finanzielle Vermögenswerte Anfangsbestand zum 1.1.2009 96 608 41 719 1.464 Erträge und Aufwendungen in der GuV erfasst -1 -40 4 -71 -108 direkt im Eigenkapital erfasst 30 -12 - -3 15 Transfer nach Stufe 3 - - - - - Transfer aus Stufe 3 - - - - - Zugänge 9 44 - 90 143 Abgänge - 47 13 16 76 Währungskursänderungen - -1 - -6 -7 Anfangsbestand zum 1.1.2010 134 552 32 713 1.431 Erträge und Aufwendungen in der GuV erfasst 1 -8 2 -18 -23 direkt im Eigenkapital erfasst 2 -7 - 95 90 Transfer nach Stufe 3 - - - - - Transfer aus Stufe 3 -6 -279 -25 - -310 Zugänge 12 35 13 168 228 Abgänge 80 12 - 64 156 Währungskursänderungen -3 4 1 3 5 Endbestand zum 31.12.2010 60 285 23 897 1.265 Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen der Periode einschließlich der Gewinne oder Verluste auf am Ende der Berichtsperiode im Bestand gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Stufe 3 werden in der folgenden Tabelle gezeigt. scroll Darstellung der Ergebniseffekte der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3 Mio. EUR Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente/ Festverzinsliche Wertpapiere Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente/ Nicht festverzinsliche Wertpapiere Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Übrige Kapitalanlagen (bewertet zum Fair Value) Gesamtsumme finanzielle Vermögenswerte Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2009 Erträge aus Kapitalanlagen 4 - 6 11 21 Aufwendungen für Kapitalanlagen -5 -40 -2 -82 -129 Davon entfallen auf zum 31.12.2009 im Bestand befindliche Finanzinstrumente Erträge aus Kapitalanlagen 4 - 6 11 21 Aufwendungen für Kapitalanlagen -3 -33 -2 -82 -120 Gewinne und Verluste im Geschäftsjahr 2010 Erträge aus Kapitalanlagen 2 - 5 3 10 Aufwendungen für Kapitalanlagen -1 -8 -3 -21 -33 Davon entfallen auf zum 31.12.2010 im Bestand befindliche Finanzinstrumente Erträge aus Kapitalanlagen 2 - 5 1 8 Aufwendungen für Kapitalanlagen -1 -2 -3 -7 -13 Sofern zur Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 3 Modelle verwendet werden, bei denen die Anwendung vernünftiger alternativer Eingangsparameter zu einer wesentlichen Änderung des Zeitwerts führt, verlangt IFRS 7 eine Offenlegung der Auswirkungen dieser alternativen Annahmen. Von den Finanzinstrumenten der Stufe 3 mit Zeitwerten zum Bilanzstichtag von insgesamt 1,3 (1,4) Mrd. EUR bewertet der Konzern Finanzinstrumente mit einem Volumen von 1,2 (1,3) Mrd. EUR im Allgemeinen unter Verwendung der Nettovermögenswertmethode, bei der alternative Eingangsparameter im Sinne des Standards nicht sinnvoll zu ermitteln sind. Für die verbleibenden Finanzinstrumente der Stufe 3 mit einem Volumen von 28 (101) Mio. EUR sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen nicht wesentlich. (12) Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting Derivate Derivative Finanzinstrumente setzen wir zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und sonstigen Marktpreisrisiken ein sowie in geringem Umfang auch zur Optimierung von Erträgen oder um Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Dabei werden die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften wie auch die Vorgaben der konzerninternen Anlagerichtlinien strikt eingehalten und stets erstklassige Kontrahenten ausgewählt. Darüber hinaus werden eingebettete Derivate in strukturierten Produkten und Versicherungsverträgen - sofern nach den Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. IFRS 4 "Versicherungsverträge" erforderlich - von den zugrunde liegenden Basisverträgen getrennt und separat zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Fair Value. Hinsichtlich der angewandten Bewertungstechniken verweisen wir auf den Abschnitt "Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Seiten 133 f. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument gemäß Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt wurde, und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens/Risikos. Bei Derivaten, die keine Sicherungsinstrumente sind, werden die Wertschwankungen ergebniswirksam im Kapitalanlageergebnis erfasst. Diese Vorgehensweise gilt auch für separierte eingebettete Derivate strukturierter Finanzinstrumente und aus Versicherungsverträgen. Hinsichtlich der Sicherungsinstrumente unterscheidet der Konzern die Derivate nach ihrer Zweckbestimmung in Fair-Value-Hedges und Cashflow-Hedges (siehe separater Abschnitt dieser Angabe). Den Ausweis der derivativen Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen stellt die folgende Tabelle dar: scroll Bilanzausweis der derivativen Finanzinstrumente Mio. EUR Sicherungsinstrument nach IAS 39 31.12.2010 31.12.2009 Bilanzposition (positive Marktwerte) Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Derivate) Nein 80 112 Bilanzposition (negative Marktwerte) Verbindlichkeiten, Übrige Verbindlichkeiten (Derivate) Nein -85 -30 Ja -149 -42 Gesamt (saldiert) -154 40 Im Geschäftsjahr ergab sich aus den derivativen Finanzinstrumenten - ohne Sicherungsderivate -ein unrealisierter Verlust in Höhe von -20 (14) Mio. EUR; das realisierte Ergebnis der im Jahr 2010 geschlossenen Positionen belasteten das Ergebnis mit -21 (19) Mio. EUR. Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte einschließlich der zugehörigen Nominalwerte unserer offenen Derivatepositionen zum Stichtag differenziert nach Risikoarten und Fälligkeiten dargestellt. Positive und negative Marktwerte werden in der Tabelle saldiert. Zum Bilanzstichtag bestanden danach offene Positionen aus Derivaten in Höhe von -154 (40) Mio. EUR; das entspricht 0,1 (0,04) % der Bilanzsumme. scroll Laufzeitstruktur der derivativen Finanzinstrumente Mio. EUR Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre Mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahre Mehr als 10 Jahre Sonstige 31.12.2010 Zinssicherung Zeitwerte 1 -143 - -1 14 -129 Nominalwerte 52 1.856 - 5 375 2.288 Währungssicherung Zeitwerte -5 -18 -11 - - -34 Nominalwerte 22 47 42 - - 111 Aktien-/Indexsicherung Zeitwerte - - -6 - - -6 Nominalwerte - - 1 - - 1 Inflationssicherung Zeitwerte - -31 - - - -31 Nominalwerte - 2.535 - - - 2.535 Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen1) Zeitwerte - - - - 46 46 Sonstige Risiken Zeitwerte - - - - - - Nominalwerte - - - - - - Summe aller Sicherungsgeschäfte Zeitwerte -4 -192 -17 -1 60 -154 Nominalwerte 74 4.438 43 5 375 4.935 scroll Laufzeitstruktur der derivativen Finanzinstrumente Mio. EUR 31.12.2009 Zinssicherung Zeitwerte -25 Nominalwerte 1.165 Währungssicherung Zeitwerte -15 Nominalwerte 168 Aktien-/Indexsicherung Zeitwerte 25 Nominalwerte 474 Inflationssicherung Zeitwerte - Nominalwerte - Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen1) Zeitwerte 55 Sonstige Risiken Zeitwerte - Nominalwerte 3 Summe aller Sicherungsgeschäfte Zeitwerte 40 Nominalwerte 1.810 1) Die Finanzinstrumente betreffen ausschließlich eingebettete Derivate im Bereich der Rückversicherung, die nach IFRS 4 von dem zugrunde liegenden Versicherungsvertrag zu trennen und separat zum Marktwert zu bilanzieren sind. Aufgrund der Charakteristik dieser Derivate ist eine Laufzeitangabe bzw. Darstellung der Nominalwerte nicht sinnvoll möglich und daher unterblieben. Die Derivate sind zum beizulegenden Zeitwert bilanziert Im Geschäftsjahr hat der Konzern im Bereich der Rückversicherung derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Inflationsrisiken innerhalb der Schadenreserven erworben. Aus diesen Transaktionen resultiert ein Ausweis von negativen Marktwerten in Höhe von 31 Mio. EUR (Bilanzposition: 26 "Übrige Verbindlichkeiten", Seite 229). Hedge Accounting Im Rahmen des Hedge Accounting versucht der Konzern, die sich aus Marktpreisänderungen ergebenden Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme eines Grundgeschäfts durch den Abschluss eines Sicherungsinstruments (Derivat) zu kompensieren, dessen Wertänderungen bzw. Veränderungen der Zahlungsströme sich annähernd gegenläufig entwickeln. Die Absicherung erfolgt dabei grundsätzlich auf Einzelgeschäftsebene (Mikro-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentieren wir die Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Absicherungsstrategie. Zudem findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die Sicherungsinstrumente die entsprechenden Änderungen der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren. Der Nachweis der Effektivität der Hedge-Beziehungen wurde erbracht. Fair-Value-Hedges Zur Sicherung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Aktien (Grundgeschäfte) hat der Konzern im Jahr 2010 Equity Swaps als Sicherungsderivate designiert. Bei dieser als Fair-Value-Hedge qualifizierten Absicherung werden die Änderungen des Zeitwerts der Derivate mit den dem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des Zeitwerts des Grundgeschäfts im Kapitalanlageergebnis erfasst. Für die Fair-Value-Hedges wurden im Berichtszeitraum Verluste in Höhe von -1 Mio. EUR aus den Grundgeschäften und Gewinne aus Sicherungsderivaten von 1 Mio. EUR ergebniswirksam bilanziert. Bei diesen Absicherungen lag keine Ineffektivität vor. Cashflow-Hedges Der Konzern setzt im Rahmen von Cashflow-Hedges Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) ein, um Zahlungsströme bei bestimmten variabel verzinslichen Verbindlichkeiten (Grundgeschäfte) gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern. Die Plain-Vanilla-Zinsswaps dienen dazu, sich vor negativen Effekten im Periodenergebnis bei steigenden Zinsen zu schützen. Den erhaltenen Zinszahlungen aus den Swap-Geschäften (variable Zinsen) stehen in gleicher Höhe Zinszahlungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber; darüber hinaus hat der Konzern fixe Zinszahlungen an die Swap-Partner zu leisten. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hochwertiger Kontrahenten wird ein signifikantes Bonitätsrisiko vermieden. Der variable Zinssatz steht in Abhängigkeit zum Drei-Monats-EURIBOR. Darüber hinaus hat der Konzern im Jahr 2010 künftige Transaktionen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. In diesem Zusammenhang werden Bewertungseinheiten aus Wertpapiertermingeschäften (Vorkäufen) und geplanten Wertpapierkäufen gebildet. Mit den Vorkäufen wird das Risiko abgesichert, bei jetzt schon feststehenden Wiederanlagen in der Zukunft durch fallende Zinsen niedrige Renditen für die Wiederanlagen erzielen zu können. Das Grundgeschäft zu den Sicherungsinstrumenten ist die Anlage in der Zukunft zu den dann geltenden Renditen/Kursen. Die Sicherung geplanter Transaktionen kann nach IAS 39 nur als Cashflow-Hedge abgebildet werden. Der effektive Teil der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumente wird im Eigenkapital in der Rücklage für Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern bilanziert. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitalanlageergebnis, im Falle der effektiven Sicherung variabel verzinslicher Verbindlichkeiten im übrigen Ergebnis, gezeigt. Das Grundgeschäft wird weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechend der Zuordnung zur Kategorie nach IAS 39 bewertet. Führen die abgesicherten Transaktionen zum Ansatz finanzieller Vermögenswerte, werden die im Eigenkapital erfassten Beträge über die Laufzeit des erworbenen Vermögenswerts amortisiert. Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Rücklage für Cashflow-Hedges (vor Steuern) dar: scroll Entwicklung der Rücklage für Cashflow-Hedges Mio. EUR 2010 2009 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres -33 -26 Zuführungen (Absicherung Zahlungsströme aus variablen Zinsen) 7 -7 Verminderungen (Absicherung geplanter Transaktionen) -110 - Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres (vor Steuern) -136 -33 Der Negativsaldo der Cashflow-Hedge-Rücklage erhöhte sich im Berichtsjahr um -103 (-7) Mio. EUR (vor Steuern) bzw. -100 (-5) Mio. EUR (nach Steuern). Ein Betrag in Höhe von 1,2 (0,2) Mio. EUR wurde im Berichtsjahr aufgrund von Ineffektivitäten der Cashflow-Hedges ergebniswirksam erfasst. Die Zahlungsströme aus den Cashflow-Hedges und deren jeweiliger Beitrag zum Gewinn oder Verlust werden wie folgt erwartet: scroll Zahlungsströme der abgesicherten Transaktion Mio. EUR Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre Gesamt erwartet 31.12.20101) 31.12.2009 Cashflow der Grundgeschäfte -10 -903 -913 -5 -10 Cashflow der Sicherungsinstrumente -16 -9 -25 -21 -16 Gewinn/Verlust -26 -15 -41 -26 -26 1) Cashflow der betroffenen Periode Beizulegende Zeitwerte der Sicherungsinstrumente Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen von Hedge Accounting designierten derivativen Finanzinstrumente zum Stichtag beträgt: scroll Sicherungsinstrumente Mio. EUR 2010 2009 Fair-Value-Hedges Equity Swaps -6 - Cashflow-Hedges Zinsswaps -33 -42 Wertpapiertermingeschäfte -110 - Gesamt -149 -42 Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste der Sicherungsderivate betrugen im Berichtsjahr -22 (-16) Mio. EUR und betreffen vor allem die laufenden Zinszahlungen (-21 (-16) Mio. EUR), die ergebniswirksam erfassten Wertänderungen aufgrund der Ineffektivität (1,2 (0,2) Mio. EUR), 1 Mio. EUR aus Sicherungsderivaten im Zusammenhang mit Fair Value Hedges sowie -3 Mio. EUR aus sonstigen Zahlungen. (13) Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft scroll 2010 2009 Mio. EUR Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 1.551 1.428 davon: an Versicherungsnehmer 796 815 an Versicherungsvermittler 755 613 Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 3.460 2.914 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 5.011 4.342 (14) Abgegrenzte Abschlusskosten scroll 2010 2009 Mio. EUR Bruttogeschäft Anteil der Rückversicherer Nettogeschäft Bruttogeschäft Anteil der Rückversicherer Nettogeschäft Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 3.899 355 3.544 4.137 628 3.509 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - - Portefeuilleein-/-austritte 10 1 9 - 1 -1 Neu aktivierte Abschlusskosten 624 -4 628 273 -195 468 Amortisationen 658 65 593 561 78 483 Währungsanpassungen 138 6 132 50 -1 51 Sonstige Veränderungen - 5 -5 - - - Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 4.013 298 3.715 3.899 355 3.544 (15) Sonstige Vermögenswerte scroll Mio. EUR 2010 2009 Eigengenutzter Grundbesitz 646 612 Steuerforderungen 266 216 Betriebs- und Geschäftsausstattung 140 148 Zins- und Mietforderungen 15 12 Übrige Vermögenswerte 714 667 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.781 1.655 scroll Entwicklung des eigengenutzten Grundbesitzes Mio. EUR 2010 2009 Bruttowert 31.12. des Vorjahres 822 757 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) -23 - Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 799 757 Veränderung des Konsolidierungskreises - 1 Zugänge 56 62 Abgänge 136 1 Umgliederungen -32 2 Währungskursänderungen 2 1 Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 689 822 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 210 185 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) -23 - Kumulierte Abschreibungen 1.1. des Geschäftsjahres 187 185 Veränderung Konsolidierungskreis - - Zugänge - 15 Abgänge 134 - Abschreibungen Planmäßig 12 11 Außerplanmäßig 1 2 Umgliederungen -23 -3 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 43 210 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 612 572 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 646 612 1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht Der Zeitwert des eigengenutzten Grundbesitzes betrug zum Bilanzstichtag 697 (691) Mio. EUR. Diese Zeitwerte wurden im Wesentlichen auf Basis der Ertragswertmethode berechnet. Die angewandten Verfahren zur Ermittlung der Buchwerte sind dem Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab Seite 127 zu entnehmen. Von dem eigengenutzten Grundbesitz wurden 245 (253) Mio. EUR dem Sicherungsvermögen zugeordnet. Die aktivierten Ausgaben für Gebäude im Bau betragen zum Bilanzstichtag 96 (42) Mio. EUR. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2 (-) Mio. EUR. scroll Entwicklung der Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio. EUR 2010 2009 Bruttowert 31.12. des Vorjahres 411 343 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) -27 - Bruttowert 1.1. des Geschäftsjahres 384 343 Veränderung des Konsolidierungskreises - 15 Zugänge 42 71 Abgänge 38 24 Umgliederungen 1 - Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 - 2 Währungskursänderungen 8 4 Bruttowert 31.12. des Geschäftsjahres 397 411 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Vorjahres 263 221 Korrektur Vortragswerte aus Vorjahren1) -27 - Kumulierte Abschreibungen nach Währungsumrechnung 1.1. des Geschäftsjahres 236 221 Veränderung Konsolidierungskreis - 2 Zugänge - 1 Abgänge 30 - Abschreibungen Planmäßig 45 34 Außerplanmäßig 1 1 Umgliederungen 1 - Sonstige Änderungen - 2 Währungskursänderungen 4 2 Kumulierte Abschreibungen 31.12. des Geschäftsjahres 257 263 Bilanzwert 31.12. des Vorjahres 148 122 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 140 148 1) Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems wurden die Vortragswerte angepasst; Auswirkungen auf den Bilanzwert ergaben sich dadurch nicht scroll Übrige Vermögenswerte Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77 93 Forderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen 75 170 Forderungen aus Führungsfremdgeschäft 68 84 Übrige materielle Vermögenswerte 8 11 Forderungen aus Rückdeckungsversicherung 55 50 Vorausgezahlte Versicherungsleistungen 175 116 Rückkaufswerte 33 28 Rechnungsabgrenzung 37 18 Andere Vermögenswerte 186 97 Gesamt 714 667 Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (16) Eigenkapital Das Eigenkapital wird entsprechend IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" in Verbindung mit IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Die Eigenkapitalveränderung resultiert aus dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Jahresüberschuss sowie aus den erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Vermögens- und Schuldposten. Das Grundkapital der Talanx AG beträgt unverändert 260 Mio. EUR und ist in 260.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Bezüglich der Eigenkapitalzusammensetzung verweisen wir auf die "Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals" auf Seite 112. Bei den Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital handelt es sich um die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital der Tochtergesellschaften; im Wesentlichen am Eigenkapital der Hannover Rück-Gruppe. scroll Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Mio. EUR 2010 20091) Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 225 169 Anteil am Jahresergebnis 450 408 Übriges Eigenkapital 2.360 2.002 Gesamt 3.035 2.579 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Die eigenkapitalwirksamen Bewegungen der Finanzinstrumente - welcher der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" im Konzern zugeordnet sind - vor Berücksichtigung von Versicherungsnehmern, Minderheiten und latenten Steuern stellen sich wie folgt dar: scroll Mio. EUR 2010 2009 Zuführung von Gewinnen/Verlusten aus der Zeitwertbewertung der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" (unrealisierte Gewinne und Verluste) 97 1.098 Überführung von Gewinnen/Verlusten aus der Zeitwertbewertung der "Jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumente" in das Periodenergebnis -216 -95 Eigenkapitalentwicklung und Fremdanteile Gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind im Anhang Angaben zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten ein Verständnis über Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements ermöglichen und die Informationen zur Konzerneigenkapitalentwicklung ergänzen. Wir verweisen insoweit auf unsere nachfolgenden Ausführungen sowie zusätzlich auf unsere Angaben zum Kapital- und Performance-Management sowie zur wertorientierten Steuerung im Lagebericht. Kapitalmanagement Eine wesentliche strategische Zielsetzung des Talanx-Konzerns sind der Schutz und die stetige Stärkung seiner Kapitalbasis. Im Rahmen des Kapitalmanagements betrachtet der Talanx-Konzern das haftende Kapital, das über das bilanzielle Eigenkapital hinausgeht. Das haftende Kapital wird definiert als Summe aus ― dem Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter, das sich aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen und Gewinnrücklagen zusammensetzt, ― den Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital und ― dem so genannten Hybridkapital als eigenkapitalergänzendem Fremdkapital, das unsere nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst. Das haftende Kapital betrug zum Bilanzstichtag 10,8 (9,2) Mrd. EUR. Die folgende Grafik verdeutlicht die Entwicklung des haftenden Kapitals in den vergangenen fünf Berichtsjahren. Als zentralen wertorientierten Steuerungsindikator verwendet der Talanx-Konzern die "Intrinsic Value Creation" (IVC), mit der die Wertschaffung unserer Konzerngesellschaften und Ressorts gemessen wird. Dieses Konzept sowie die Zielsetzungen und Grundsätze, nach denen wir unsere Unternehmenssteuerung und das Kapitalmanagement betreiben, beschreiben wir in unseren Ausführungen zum Kapital- und Performance-Management in den relevanten Abschnitten des Lageberichts. Hinsichtlich der Kapitalausstattung erfüllt der Talanx-Konzern die Erwartungen der den Konzern beurteilenden Ratingagenturen. Darüber hinaus unterliegen einzelne Konzerngesellschaften nationalen Kapital- und Solvabilitätsanforderungen. Alle Konzerngesellschaften haben im Berichtsjahr die jeweils für sie geltenden lokalen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Im Rahmen des konzernweiten Kapitalmanagements beobachtet die Talanx AG die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften mit äußerster Sorgfalt. (17) Nachrangige Verbindlichkeiten Verschiedene Konzernunternehmen haben, um die Kapitalstruktur des Konzerns zu optimieren sowie um die erforderliche (aufsichtsrechtliche) Liquidität (Solvabilität) zu gewährleisten, in der Vergangenheit langfristige Verbindlichkeiten aufgenommen, die nachrangig und zum Teil börsennotiert sind. Im Einzelnen setzt sich das langfristige nachrangige Fremdkapital aus folgenden Finanzinstrumenten zusammen: scroll Mio. EUR Höhe, Verzinsung, Begebung/Endfälligkeit, Debt Rating (A. M. Best; S&P) 2010 2009 Talanx AG 300 Mio. EUR, fest dann variabel verzinslich, 2010/ohne Endfälligkeit, (-; BBB) 300 - Die Talanx AG hat 2010 eine nachrangige Namensschuldverschreibung mit einer vertraglichen Pflicht zur Wandlung in Talanx-Aktien im Falle eines Börsengangs begeben; sie kann nach zehn Jahren erstmals durch die Emittentin gekündigt werden. Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500 Mio. EUR, fest (5,75 %) dann variabel verzinslich, 2010/2040, (a; A) 500 - Die garantierte, nachrangige Anleihe wurde 2010 am europäischen Kapitalmarkt platziert; sie kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 750 Mio. EUR, fest (5,75 %) dann variabel verzinslich, 2004/2024, (a; A) 747 746 Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung wurde am europäischen Kapitalmarkt emittiert. Sie ist frühestens 2014 und danach zu jedem Kuponzahlungstermin kündbar. Hannover Finance (Luxembourg) S. A. 500 Mio. EUR, fest (5 %) dann variabel verzinslich, 2005/ohne Endfälligkeit, (a; A) 484 481 Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung wurde in Höhe eines Teilbetrags den Inhabern der 2001 emittierten Anleihe zum Umtausch angeboten. Die Schuldverschreibung ist erstmals am 1.6.2015 und danach zu jedem Kuponzahlungstermin kündbar. Hannover Finance (Luxembourg) S. A.1) 138 Mio. EUR, fest (6,25 %) dann variabel verzinslich, 2001/2031, (a; A) 138 138 Die garantierte, nachrangige Anleihe war ursprünglich in Höhe von 350 Mio. EUR emittiert worden. Den Inhabern dieser Anleihe wurde die 2005 ausgegebene neue Anleihe zum Umtausch angeboten. Am Umtausch nahmen nominal 212 Mio. EUR teil. Die Anleihe kann frühestens im März 2011 durch die Emittentin gekündigt werden. HDI-Gerling Industrie Versicherung AG 250 Mio. EUR, fest (7 %) dann variabel verzinslich, 2004/2024, (bbb+; A-) 265 269 Die nachrangige Anleihe notiert im Euro MTF Market der Luxemburger Börse und kann frühestens 2014 durch die Emittentin gekündigt werden. HDI-Gerling Lebensversicherung AG2) 110 Mio. EUR, 6,75 %, 2005/ ohne Endfälligkeit, (-; A-) 115 105 Die nachrangige Anleihe notiert im Euro MTF Market der Luxemburger Börse und kann erstmals 2015 durch die Emittentin gekündigt werden. Talanx Finanz3) 243 Mio. EUR, 4,5 %, 2005/ 2025, (bbb; BBB) 242 264 Die Anleihe war ursprünglich in Höhe von 350 Mio. EUR emittiert worden. Die garantierte, nachrangige Schuldverschreibung ist an der Luxemburger Börse notiert. Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 2.791 2.003 1) Die Rückzahlung des ausstehenden Volumens dieser Anleihe in Höhe von 138 Mio. EUR erfolgte am 14. März 2011 2) Im ersten Quartal 2010 haben externe Gesellschaften Anleihen im Nominalwert von 10 Mio. EUR erworben; das ausstehende Volumen wurde entsprechend erhöht 3) Im ersten Quartal 2010 hat die Emittentin Anleihen im Nominalwert von 10 Mio. EUR von einem Konzernunternehmen zurückgekauft, getilgt und entwertet. Im dritten Quartal 2010 haben Konzerngesellschaften Anleihen im Nominalwert von 22 Mio. EUR erworben; das ausstehende Volumen wurde entsprechend gemindert Der Anstieg der nachrangigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus den zwei im Berichtsjahr emittierten Anleihen: Am 14. September 2010 hat unsere Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S. A. am europäischen Kapitalmarkt eine nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von nominal 500 Mio. EUR platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 30 Jahren und kann nach zehn Jahren erstmals ordentlich gekündigt werden. Die Anleihe ist in den ersten zehn Jahren mit einem festen Kupon in Höhe von 5,75 % p. a. ausgestattet, danach wird sie variabel mit 4,235 % über dem 3-Monats-EURlBOR verzinst. Die Talanx AG hat mit der japanischen Meiji Yasuda Life Insurance Company, Tokio, im November des Berichtsjahres einen Vertrag über eine langfristige strategische Kooperation unterzeichnet, die mit einer Kapitalbeteiligung unterlegt ist. In diesem Zusammenhang hat die Talanx AG am 18. November 2010 eine nachrangige Schuldverschreibung mit einem Nominalvolumen von 300 Mio. EUR begeben; Gläubiger ist die Meiji Yasuda Life Insurance Company. Die Anleihe hat keine Endfälligkeit und ist mit einer vertraglichen Pflicht zur Wandlung in Aktien der Talanx AG im Falle eines Börsengangs ausgestattet. In den ersten zehn Jahren ist diese Schuldverschreibung mit einem festen Kupon ausgestattet; die Emittentin kann die Anleihe erstmals nach 10 Jahren ordentlich kündigen. scroll 2010 Mio. EUR Fortgeführte Anschaffungskosten Stille Reserven/ Lasten Abgegrenzte Zinsen Zeitwert Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 2.791 -86 66 2.771 scroll 2009 Mio. EUR Fortgeführte Anschaffungskosten Stille Reserven/ Lasten Abgegrenzte Zinsen Zeitwert Schulden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 2.003 -132 58 1.929 Der beizulegende Zeitwert der ausgereichten Verbindlichkeiten basiert im Allgemeinen auf notierten, aktiven Marktpreisen. Wenn derartige Preisinformationen nicht verfügbar waren, wurden die Zeitwerte auf Basis der anerkannten Effektivzinsmethode berechnet oder z. B. anhand von anderen Finanzinstrumenten mit vergleichbaren Bonitäts-, Laufzeit- und Rendite-Eigenschaften geschätzt. Bei der Effektivzinsmethode werden stets die aktuellen Marktzinsniveaus in den relevanten Zinsbindungslaufzeitbereichen als Basis unterstellt. Das Nettoergebnis in Höhe von 126 (104) Mio. EUR der nachrangigen Verbindlichkeiten umfasste im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 126 (102) Mio. EUR und Aufwendungen aus der Amortisation (- (2) Mio. EUR). Von den nachrangigen Verbindlichkeiten haben 646 (524) Mio. EUR eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren, 746 (746) Mio. EUR eine Restlaufzeit von 10-20 Jahren, 500 (138) Mio. EUR eine Restlaufzeit von mehr als 20 Jahren sowie 899 (595) Mio. EUR keine feste Laufzeit. Eine detaillierte Darstellung der Laufzeiten befindet sich im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" (Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken", Seiten 184 ff.). (18) Rückstellung für Prämienüberträge scroll 2010 2009 Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto Stand 31.12. des Vorjahres 5.026 414 4.612 4.894 409 4.485 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - 69 24 45 Portefeuilleein-/-austritte -3 -1 -2 -54 2 -56 Zuführungen 906 90 816 1.361 38 1.323 Auflösungen 722 116 606 1.294 62 1.232 Übrige Änderungen - -1 1 -1 - -1 Währungskursänderungen 204 20 184 51 3 48 Stand 31.12. des Geschäftsjahres 5.411 406 5.005 5.026 414 4.612 (19) Deckungsrückstellung scroll 2010 2009 Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto Stand 31.12. des Vorjahres 39.754 799 38.955 36.386 929 35.457 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - 985 - 985 Portefeuilleein-/-austritte -61 217 -278 385 -98 483 Zuführungen 4.168 -11 4.179 3.863 78 3.785 Auflösungen 1.739 - 1.739 1.918 108 1.810 Übrige Änderungen -2 - -2 - - - Währungskursänderungen 346 -28 374 53 -2 55 Stand 31.12. des Geschäftsjahres 42.466 977 41.489 39.754 799 38.955 scroll 2010 2009 Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto 1 Jahr oder kürzer 2.874 36 2.838 2.933 46 2.887 Zwischen 1 und 5 Jahren 8.490 196 8.294 8.085 193 7.892 Zwischen 5 und 10 Jahren 8.856 155 8.701 7.990 166 7.824 Zwischen 10 und 20 Jahren 9.888 187 9.701 9.230 204 9.026 Länger als 20 Jahre 6.067 80 5.987 5.630 92 5.538 Depots 6.291 323 5.968 5.886 98 5.788 Gesamt 42.466 977 41.489 39.754 799 38.955 (20) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle scroll 2010 20091) Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto Stand 31.12. des Vorjahres 27.256 4.734 22.522 27.161 5.480 21.681 Veränderung des Konsolidierungskreises -2 - -2 13 2 11 Portefeuilleein-/-austritte 124 -11 135 -25 -1 -24 zuzüglich Geschäftsjahresschäden 13.746 1.391 12.355 9.671 1.180 8.491 Vorjahresschäden 579 134 445 1.369 -216 1.585 Schadenaufwendungen insgesamt 14.325 1.525 12.800 11.040 964 10.076 abzüglich Geschäftsjahresschäden 6.814 518 6.296 4.984 421 4.563 Vorjahresschäden 6.340 1.077 5.263 5.954 1.291 4.663 Schadenzahlungen insgesamt 13.154 1.595 11.559 10.938 1.712 9.226 Übrige Änderungen -1.210 -741 -469 -3 22 -25 Währungskursänderungen 1.199 161 1.038 8 -21 29 Stand 31.12. des Geschäftsjahres 28.538 4.073 24.465 27.256 4.734 22.522 1) Angepasst aufgrund IAS 8 In den übrigen Änderungen bzw. Währungskursänderungen sind die Werte der Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 in Höhe von 1,3 Mrd. EUR (brutto) enthalten. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu der Veräußerungsgruppe auf den Seiten 164 f. Die Abwicklungsdreiecke stellen den Zusammenhang zwischen dem Schadenereignisjahr und dem Schadenabwicklungsjahr her. Analog den Vorjahren weisen wir die gebildeten Schadenrückstellungen nicht nach den Anfalljahren, sondern gemäß der Abwicklung der bilanziellen Rückstellung aus. Zum besseren Verständnis erfolgt eine Trennung des Ausweises nach Erstversicherungs- und Rückversicherungsgeschäft, wobei ausschließlich die jeweiligen Netto-Schadenrückstellungen gezeigt werden. In den beiden nachfolgenden Tabellen werden die Netto-Schadenrückstellungen der Jahre 2000 bis 2010 getrennt nach unseren Sachversicherungsgesellschaften in den Erstversicherungssegmenten und dem Konzernsegment Schaden-Rückversicherung dargestellt. Aus den Tabellen sind die im Laufe der Zeit vorgenommenen Veränderungen - bedingt durch erbrachte Zahlungen, Nachverrechnungsbeiträge und aktualisierte Schätzungen der noch ausstehenden Leistungen - der jeweiligen Bilanzrückstellungen zu ersehen. Die Nettoabwicklungsergebnisse zeigen die Differenz zwischen Ursprungsschadenrückstellung und aktueller Reservierung. Diese Ergebnisse werden maßgeblich beeinflusst durch die Wertentwicklung des Euro bezogen auf die wichtigsten Fremdwährungen. Trotz gegenläufiger Effekte bei anderen wichtigen Fremdwährungen führte insbesondere der Kursrückgang des Euro gegenüber dem US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg der Schadenrückstellungen auf Eurobasis. Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung in den Erstversicherungssegmenten Die Übersicht zeigt die Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag bei unseren Sachversicherungsgesellschaften gebildeten Netto-Schadenrückstellungen, die sich aus den Rückstellungen für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Die Abwicklungen der Rückstellungen einzelner Anfalljahre werden dagegen nicht gezeigt. scroll Mio. EUR 2000 2001 2002 2003 2004 2005 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 3.942 3.912 3.903 4.217 4.879 5.818 Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre Ein Jahr später 1.031 802 872 632 740 1.150 Zwei Jahre später 1.344 1.206 1.237 1.030 1.269 1.696 Drei Jahre später 1.596 1.449 1.528 1.409 1.667 2.255 Vier Jahre später 1.755 1.677 1.831 1.730 2.115 2.401 Fünf Jahre später 1.904 1.907 2.091 2.083 2.219 2.805 Sechs Jahre später 2.100 2.131 2.366 2.121 2.554 Sieben Jahre später 2.278 2.363 2.347 2.392 Acht Jahre später 2.462 2.343 2.527 Neun Jahre später 2.465 2.511 Zehn Jahre später 2.609 Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung Ein Jahr später 3.696 3.426 3.824 3.863 4.493 5.077 Zwei Jahre später 3.337 3.276 3.628 3.806 4.387 5.011 Drei Jahre später 3.198 3.334 3.671 3.895 4.381 5.089 Vier Jahre später 3.234 3.319 3.802 3.941 4.536 4.760 Fünf Jahre später 3.196 3.505 3.842 4.065 4.302 4.999 Sechs Jahre später 3.321 3.507 3.912 3.904 4.524 Sieben Jahre später 3.501 3.614 3.807 4.124 Acht Jahre später 3.492 3.538 3.970 Neun Jahre später 3.434 3.675 Zehn Jahre später 3.535 Abwicklungsergebnis der Schadenrückstellung 407 238 -68 93 355 819 davon Währungskurseinfluss 50 114 121 36 -94 -123 Abwicklungsergebnis ohne Währungskurseinfluss 357 124 -189 57 449 942 in % der Ursprungsschadenrückstellung 9 3 -5 1 9 16 scroll Mio. EUR 2006 2007 2008 2009 2010 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 6.095 6.242 6.042 6.122 6.700 Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre Ein Jahr später 991 1.486 1.008 1.355 Zwei Jahre später 1.800 1.908 1.787 Drei Jahre später 2.030 2.484 Vier Jahre später 2.491 Fünf Jahre später Sechs Jahre später Sieben Jahre später Acht Jahre später Neun Jahre später Zehn Jahre später Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung Ein Jahr später 5.205 5.659 5.356 5.917 Zwei Jahre später 5.161 4.976 5.066 Drei Jahre später 4.760 5.398 Vier Jahre später 5.038 Fünf Jahre später Sechs Jahre später Sieben Jahre später Acht Jahre später Neun Jahre später Zehn Jahre später Abwicklungsergebnis der Schadenrückstellung 1.056 844 975 205 davon Währungskurseinfluss -81 82 -71 -103 Abwicklungsergebnis ohne Währungskurseinfluss 1.137 762 1.046 308 in % der Ursprungsschadenrückstellung 19 12 17 5 Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung im Segment Schaden-Rückversicherung Die Abwicklungsdreiecke zeigen die bilanzielle Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag im Segment Schaden-Rückversicherung gebildeten Netto-Schadenrückstellung, die sich aus der Rückstellung für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen. scroll Mio. EUR 2000 2001 2002 2003 2004 2005 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 8.482 12.183 12.863 13.462 13.121 14.296 Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre Ein Jahr später 2.108 2.242 2.118 3.623 4.496 3.051 Zwei Jahre später 3.112 3.775 5.024 7.322 6.611 5.072 Drei Jahre später 4.174 6.032 7.765 8.780 7.590 6.205 Vier Jahre später 5.745 8.589 8.909 9.519 8.356 7.306 Fünf Jahre später 7.581 9.400 9.467 10.102 9.137 7.935 Sechs Jahre später 8.114 9.786 9.897 10.734 9.596 Sieben Jahre später 8.405 10.122 10.457 11.082 Acht Jahre später 8.611 10.533 10.724 Neun Jahre später 8.891 10.735 Zehn Jahre später 9.024 Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung am Ende des Jahres Ein Jahr später 9.422 11.604 11.743 13.636 14.433 13.074 Zwei Jahre später 8.878 10.477 11.845 14.237 13.533 12.366 Drei Jahre später 8.186 10.744 12.373 13.597 13.061 11.977 Vier Jahre später 8.354 11.544 11.731 13.307 12.771 11.773 Fünf Jahre später 9.102 11.051 11.666 13.122 12.618 11.769 Sechs Jahre später 8.756 11.164 11.686 13.054 12.578 Sieben Jahre später 8.864 11.219 11.707 12.988 Acht Jahre später 8.936 11.262 11.670 Neun Jahre später 8.933 11.166 Zehn Jahre später 8.866 Abwicklungsergebnis der Schadenrückstellung 67 28 -58 29 -26 -36 davon Währungskurseinfluss -94 -27 -28 -42 -47 -69 Abwicklungsergebnis ohne Währungskurseinfluss 161 55 -30 71 21 33 in % der Ursprungsschadenrückstellung 2 1 - 1 - - scroll Mio. EUR 2006 2007 2008 2009 2010 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 13.280 12.718 13.354 13.780 15.255 Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre Ein Jahr später 2.665 2.476 2.928 2.807 Zwei Jahre später 4.390 4.250 4.573 Drei Jahre später 5.696 5.371 Vier Jahre später 6.501 Fünf Jahre später Sechs Jahre später Sieben Jahre später Acht Jahre später Neun Jahre später Zehn Jahre später Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zuzüglich der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung am Ende des Jahres Ein Jahr später 12.366 12.171 13.265 14.303 Zwei Jahre später 11.868 11.926 13.263 Drei Jahre später 11.645 12.040 Vier Jahre später 11.670 Fünf Jahre später Sechs Jahre später Sieben Jahre später Acht Jahre später Neun Jahre später Zehn Jahre später Abwicklungsergebnis der Schadenrückstellung -29 -90 116 -525 davon Währungskurseinfluss -65 -90 -139 -137 Abwicklungsergebnis ohne Währungskurseinfluss 36 - 255 -388 in % der Ursprungsschadenrückstellung - - 2 -3 Der Bilanzwert der Rückversicherungsanteile an den Schadenrückstellungen in Höhe von 4,1 (4,7) Mrd. EUR enthält kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4 (24) Mio. EUR. Der Gesamtwert der Nettorückstellungen beträgt 24,4 (22,5) Mrd. EUR. Auf diesen Wert bezieht sich die nachfolgende Darstellung der Laufzeiten. scroll 2010 20091) Laufzeiten der Rückstellung Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto 1 Jahr oder kürzer 9.403 1.516 7.887 8.201 1.427 6.774 Zwischen 1 und 5 Jahren 10.944 1.570 9.374 10.514 2.069 8.445 Zwischen 5 und 10 Jahren 4.243 559 3.684 4.220 775 3.445 Zwischen 10 und 20 Jahren 2.401 244 2.157 2.663 318 2.345 Länger als 20 Jahre 1.094 84 1.010 1.302 73 1.229 Depots 453 100 353 356 72 284 Gesamt 28.538 4.073 24.465 27.256 4.734 22.522 1) Angepasst aufgrund IAS 8 (21) Rückstellung für Beitragsrückerstattung scroll 2010 20091) Mio. EUR Brutto Rück Netto Brutto Rück Netto Stand 31.12. des Vorjahres 1.274 1 1.273 973 1 972 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - 2 - 2 Portefeuilleein-/-austritte - - - - - - Zuführungen/Auflösungen (-) -164 - -164 452 - 452 Abgänge Lebensversicherungsverträge -1 - -1 163 - 163 Haftpflicht-/Unfallversicherungsverträge mit Prämienrückgewähr 11 - 11 8 - 8 Übrige Änderungen 12 - 12 18 - 18 Währungskursänderungen 1 - 1 - - - Stand 31.12. des Geschäftsjahres 1.113 1 1.112 1.274 1 1.273 1) Angepasst aufgrund IAS 8 (22) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Konzernunternehmen erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweils gültigen Versorgungsordnung und umfasst grundsätzlich eine Alters- und Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente. Der Pensionsanspruch ist dienstzeit- und gehaltsabhängig. Der überwiegende Teil der Pensionszusagen basiert auf leistungsorientierten Pensionsplänen. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Berechtigten eine bestimmte Leistung zugesagt; im Gegensatz zu den beitragsorientierten Pensionsplänen sind die von dem Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen aus den Leistungszusagen nicht von vornherein festgelegt. Bei den Zusagen an inländische Mitarbeiter handelt es sich überwiegend um durch das Unternehmen finanzierte Zusagen; Pensionsfonds bestehen nicht. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in der HDI-Gerling Pensionskasse AG im Wege der Entgeltumwandlung eine zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen der HDI-Gerling Pensionskasse AG werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung. Für die Mitarbeiter der ehemaligen Gerling-Gruppe besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung bei der Gerling Versorgungskasse VVaG. Die Arbeitgebergesellschaften übernehmen hier die Verwaltungskosten und haften für die Erfüllbarkeit der Lebensversicherungsverträge in Form einer Nachschusspflicht. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" nach der "Projected Unit Credit Method" gebildet. Sie errechnen sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und berücksichtigen die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die geschätzte künftige Gehaltsentwicklung des Pensionsberechtigten. Die Diskontierung der Leistungsansprüche erfolgt unter Ansatz eines konzerneinheitlichen Mischzinssatzes. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: scroll 2010 2009 Bewertungsparameter/Annahmen gewichtet in % Abzinsungsfaktor 4,52 5,31 Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 5,78 6,08 scroll 2010 2009 Bewertungsparameter/ Annahmen in % Deutschland USA UK Sonstige Deutschland USA Erwarteter Gehalts- und Karrieretrend 2,75 - - 2,5-5,0 3 - Rentendynamik 2 2 3,4 2,0-3,0 2,25 2 scroll 2009 Bewertungsparameter/ Annahmen in % UK Sonstige Erwarteter Gehalts- und Karrieretrend 4,75 2,5-5,2 Rentendynamik 3,25 2,0-3,0 Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen für die verschiedenen leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll Veränderung des Anwartschaftsbarwerts Mio. EUR 2010 2009 Anwartschaftsbarwert 1.1. des Geschäftsjahres 1.424 1.246 Laufender Dienstzeitaufwand 12 14 Zinsaufwand 74 76 Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer 1 2 Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 131 113 Währungsumrechnung 5 42 Gezahlte Pensionen -68 -66 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 - Unternehmenszu- und -abgänge -1 -1 Plankürzungen - -2 Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.579 1.424 Der Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen ergibt sich aus der folgenden Darstellung: scroll Veränderung des Anwartschaftsbarwerts Mio. EUR 2010 2009 Anwartschaftsbarwert für nicht fondsfinanzierte Pläne 1.506 1.366 Anwartschaftsbarwert für ganz oder teilweise fondsfinanzierte Pläne 73 58 Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.579 1.424 Zeitwert des Planvermögens -82 -70 Finanzierungsstatus 1.497 1.354 Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich dabei wie folgt entwickelt: scroll Veränderung des Planvermögens Mio. EUR 2010 2009 Zeitwert 1.1. des Geschäftsjahres 70 57 Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen 3 2 Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 7 6 Währungsumrechnung 4 3 Beiträge der Arbeitgeber 4 4 Gezahlte Pensionen -3 -2 Planabgeltungen -3 - Unternehmenszu- und -abgänge - - Zeitwert 31.12. des Geschäftsjahres 82 70 Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportefeuilles setzt sich wie folgt zusammen: scroll Portefeuillestruktur des Planvermögens in % 2010 2009 Festverzinsliche Wertpapiere 54 54 Aktien 18 19 Sonstiges 28 27 Gesamt 100 100 Die erwartete langfristige Vermögensrendite je Anlageklasse beruht auf Studien zu historischen und geschätzten zukünftigen Renditesätzen. Im Zeitwert des Planvermögens sind zum Bilanzstichtag Beträge in Höhe von 33 (30) Mio. EUR für eigene Finanzinstrumente enthalten. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3 (5) Mio. EUR. Im Folgenden wird eine Überleitung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen auf den bilanzierten Stand der Pensionsrückstellung dargestellt: scroll Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Verpflichtung Mio. EUR 2010 2009 Anwartschaftsbarwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.579 1.424 Zeitwert des Planvermögens 31.12. des Geschäftsjahres -82 -70 Finanzierungsstatus 31.12. des Geschäftsjahres 1.497 1.354 Noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -180 -56 Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -1 - Netto-Pensionsrückstellung 31.12. des Geschäftsjahres 1.316 1.298 Die bilanzierte Rückstellung hat sich dabei wie folgt entwickelt: scroll Entwicklung der Pensionsrückstellung Mio. EUR 2010 2009 Bilanzwert 1.1. des Geschäftsjahres 1.298 1.272 Währungsumrechnung 1 - Veränderung des Konsolidierungskreises -6 - Netto-Pensionsaufwand 92 92 Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer - - Gezahlte Beiträge -2 -3 Gezahlte Pensionen -68 -66 Umgliederungen und sonstige Bewegungen 1 3 Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5 - - Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 1.316 1.298 Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne (Saldo aus Aufwendungen und Erträgen) setzt sich wie folgt zusammen: scroll Zusammensetzung der Netto-Pensionsaufwendungen Mio. EUR 2010 2009 Laufender Dienstzeitaufwand 12 13 Zinsaufwand 74 76 Erwarteter Ertrag aus Planvermögen -3 -2 Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 9 7 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - - Auswirkungen von Plankürzungen - -2 Netto-Pensionsaufwendungen Geschäftsjahr 92 92 Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Konzern Arbeitgeberbeiträge von 2 (3) Mio. EUR, die in die dargestellten leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind. Die Netto-Pensionsaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 12 (14) Mio. EUR unter den Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen, in Höhe von 79 (77) Mio. EUR in den sonstigen Aufwendungen sowie in Höhe von 1 (1) Mio. EUR in den sonstigen Kapitalanlageaufwendungen erfasst. Beitragsorientierte Leistungszusagen werden über externe Versorgungsträger oder ähnliche Institutionen finanziert. Dabei werden an diese Einrichtungen fest definierte Beträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) gezahlt, wobei der Anspruch des Leistungsempfängers gegenüber diesen Einrichtungen besteht und der Arbeitgeber über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung hat. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für diese Zusagen beträgt 4 (4) Mio. EUR, davon entfällt nur ein geringer Betrag auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. (23) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll Mio. EUR 2010 2009 Ertragsteuerrückstellungen 569 639 Sonstige Steuerrückstellungen 174 132 Gesamt 743 771 (24) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen, die in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bemessen sind, entwickelten sich wie folgt: scroll Mio. EUR Restrukturierung/ Integration Entgeltliche Übernahme von Pensions- verpflichtungen Dritter Gratifikationen Jubiläums- leistungen Vorruhestand/ Altersteilzeit Sonstige Personalkosten Bilanzwert 1.1.2009 47 75 55 24 54 23 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - - Zuführungen 1 - 49 6 17 48 Inanspruchnahmen 30 - 42 2 3 26 Auflösungen - - 2 - 1 1 Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - - - -9 - Übrige Änderungen - - - - - - Währungskursänderungen - - - - - -1 Bilanzwert 31.12.2009 18 75 60 28 58 43 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - - - - Zuführungen 16 - 52 1 15 54 Inanspruchnahmen 7 - 44 3 13 32 Auflösungen 2 - 6 - - 1 Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - - - -1 - Übrige Änderungen -6 - -2 - -3 5 Währungskursänderungen - - -1 - - -1 Bilanzwert 31.12.2010 19 75 59 26 56 68 scroll Mio. EUR Ausstehende Rechnungen Übrige Gesamt Bilanzwert 1.1.2009 72 175 525 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - Zuführungen 96 74 291 Inanspruchnahmen 66 37 206 Auflösungen 6 14 24 Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - -9 Übrige Änderungen - - - Währungskursänderungen -1 - -2 Bilanzwert 31.12.2009 95 198 575 Veränderung des Konsolidierungskreises - - - Zuführungen 196 250 584 Inanspruchnahmen 160 123 382 Auflösungen 9 125 143 Veränderung des Zeitwerts des Planvermögens - - -1 Übrige Änderungen -5 75 64 Währungskursänderungen -1 -2 -5 Bilanzwert 31.12.2010 116 273 692 Unter den Übrigen Änderungen sind im Jahr 2010 Umgliederungen gemäß IFRS 5 in Höhe von 9 Mio. EUR bilanziert. Darüber hinaus wurde für Aufwendungen aus der Bewertung der Veräußerungsgruppe eine übrige Rückstellung in Höhe von 55 Mio. EUR gebildet (Position: Übrige); weitere Erläuterungen finden sich hierzu im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seiten 164 f. (25) Begebene Anleihen und Darlehen In dieser Position weist der Konzern Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 747 (675) Mio. EUR aus, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilserwerben oder sonstigen Investitionstätigkeiten stehen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 72 Mio. EUR auf 747 Mio. EUR im Berichtsjahr betrifft ausschließlich das Segment Schaden-Rückversicherung und resultiert aus dem gestiegenen Finanzierungsbedarf infolge der Investitionstätigkeit der Hannover Re Real Estate Holdings, Inc. Das größte Darlehen in Höhe von nominal 68 Mio. EUR hat eine Laufzeit bis März 2015. Darüber hinaus entfallen Verbindlichkeiten in Höhe von 559 Mio. EUR auf das Segment Konzernfunktionen und stehen vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung von Anteilskäufen im Jahr 2007 (Kauf von 100 % der Anteile an der BHW Lebensversicherung AG und der BHW Pensionskasse AG sowie Aufstockung der Anteile an den PB Versicherungen auf 100 %). Zur Finanzierung hat die Talanx AG eine variable verzinsliche Bankverbindlichkeit in Höhe von 550 Mio. EUR aufgenommen. Für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos nutzt der Konzern derivative Finanzinstrumente (für weitere Informationen siehe Angabe 12, Abschnitt "Hedge Accounting", Seite 209). Weitere 9 Mio. EUR entfallen auf eine im Jahr 2003 begebene Inhaberschuldverschreibung; Laufzeit bis Juli 2013. Die aus diesen Verbindlichkeiten resultierenden Zinsaufwendungen (8 Mio. EUR) weisen wir unter der Position "Finanzierungszinsen" aus. Das Nettoergebnis aus den begebenen Anleihen und Darlehen beträgt 15 (14) Mio. EUR und umfasst ausschließlich Zinsaufwendungen einschließlich der Amortisationen 1 (-) Mio. EUR. Der Bilanzwert dieser Position entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. In diesem Gesamtbetrag sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten (siehe hierzu auch Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 184 ff.). (26) Übrige Verbindlichkeiten scroll Mio. EUR 2010 2009 Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 2.155 2.237 davon gegenüber Versicherungsnehmern 1.548 1.659 davon gegenüber Versicherungsvermittlern 607 578 Abrechnungsverbindlichkeiten 1.968 1.570 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 57 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 68 39 Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen 145 206 Verbindlichkeiten aus Führungsfremdgeschäft 71 35 Verbindlichkeiten aus Derivaten 234 72 davon negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 149 42 Rechnungsabgrenzung 26 27 Zinsen 15 11 Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 11 11 Andere Verbindlichkeiten 165 296 Bilanzwert 31.12. des Geschäftsjahres 4.858 4.561 Die Talanx AG hat im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 57 Mio. EUR zurückgeführt. Erläuterungen zu den Restlaufzeiten der in den übrigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten" gegeben. Ausführliche Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Derivaten finden sich in Angabe 12, Seite 208. (27) Aktive und passive Steuerabgrenzung In der folgenden Tabelle werden die aktiven und passiven latenten Steuern auf die Bilanzpositionen aufgeteilt, aus denen sie resultieren. scroll Mio. EUR 31.12.2010 31.12.20091) Aktive latente Steuern (latente Steuerforderungen) Schadenrückstellung 338 251 Versicherungstechnische Rückstellungen 290 269 Verlustvorträge 306 271 Deckungsrückstellung 50 52 Rückstellungen 208 132 Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 12 20 Kapitalanlagen 68 54 Depotforderungen 309 537 Beitragsrückerstattung 13 14 Übrige Kapitalanlagen 3 14 Wertberichtigung -180 -267 Sonstige 400 232 Gesamt 1.817 1.579 Passive latente Steuern (latente Steuerverbindlichkeiten) Schwankungsrückstellung 1.088 1.060 Abgegrenzte Abschlusskosten2) 488 511 Depotforderungen 51 96 Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft 381 99 Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) 302 285 Deckungsrückstellung 167 342 Versicherungstechnische Rückstellungen 47 95 Kapitalanlagen 197 191 Schadenrückstellung 30 59 Übrige Kapitalanlagen 63 23 Schuldenkonsolidierung 18 12 Rückstellungen 55 16 Sonstige 95 64 Gesamt 2.982 2.853 Nettobetrag der latenten Steuern 1.165 1.274 1) Angepasst aufgrund IAS 8 2) Die Steuerlatenzen auf die abgegrenzten Abschlusskosten beziehen sich auf den Nettoausweis, d. h. nach Berücksichtigung der Rückanteile Die aktiven und passiven latenten Steuern sind wie folgt ausgewiesen: scroll Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009 Aktive latente Steuern 268 235 Passive latente Steuern 1.433 1.509 Nettobetrag der latenten Steuern 1.165 1.274 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (28) Verdiente Prämien für eigene Rechnung Wir weisen unter den gebuchten Bruttoprämien auch die Sparanteile der Prämien für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungsverträge aus. Aus den verdienten Prämien für eigene Rechnung wurden diese Sparanteile eliminiert. scroll 20101) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Summe Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.048 6.802 2.233 5.973 4.813 22.869 Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - 932 207 - - 1.139 Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.363 210 88 692 414 2.767 Veränderung der Bruttoprämienüberträge 41 45 18 -276 -13 -185 Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge 42 -6 28 -39 - 25 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.684 5.711 1.928 5.044 4.386 18.753 scroll 20091) Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Summe Gebuchte Prämien einschließlich Prämien aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung 3.062 6.596 1.827 5.281 4.157 20.923 Sparbeiträge aus fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherung - 835 144 - - 979 Gebuchte Rückversicherungsprämien 1.402 271 110 332 415 2.530 Veränderung der Bruttoprämienüberträge 20 167 -32 -193 -29 -67 Anteile der Rückversicherer an der Veränderung der Bruttoprämienüberträge -39 86 -6 -20 3 24 Verdiente Prämien für eigene Rechnung 1.719 5.571 1.547 4.776 3.710 17.323 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen (29) Kapitalanlageergebnis scroll 20101) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmen- versicherung Deutschland Privat- und Firmen- versicherung International Schaden- Rück- versicherung Personen- Rück- versicherung Konzern- funktionen Erträge aus Grundstücken 7 51 1 32 - - Dividenden2) 9 23 3 6 1 7 Laufende Zinserträge3) 208 1.463 119 634 189 3 Sonstige Erträge 3 11 - 9 2 1 Ordentliche Kapitalanlageerträge 227 1.548 123 681 192 11 Erträge aus Zuschreibungen - 10 - 27 - - Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 24 191 26 207 39 3 Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 3 21 24 12 14 - Kapitalanlageerträge 254 1.770 173 927 245 14 Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 10 28 3 55 9 - Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 1 12 6 44 23 - Summe 11 40 9 99 32 - Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke planmäßig 1 7 - 7 - - außerplanmäßig - 6 - - - - Abschreibungen auf Dividendentitel 2 28 8 1 - 6 Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere - 9 - 8 - - Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 3 18 - 8 - 3 Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 4 11 1 9 2 98 Sonstige Aufwendungen 8 17 1 25 2 2 Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen 18 96 10 58 4 109 Kapitalanlageaufwendungen 29 136 19 157 36 109 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 225 1.634 154 770 209 -95 Depotzinserträge - - - 19 406 - Depotzinsaufwendungen 1 24 - 7 113 - Depotzinsergebnis -1 -24 - 12 293 - Kapitalanlageergebnis 224 1.610 154 782 502 -95 scroll 20101) Mio. EUR Summe Erträge aus Grundstücken 91 Dividenden2) 49 Laufende Zinserträge3) 2.616 Sonstige Erträge 26 Ordentliche Kapitalanlageerträge 2.782 Erträge aus Zuschreibungen 37 Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 490 Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 74 Kapitalanlageerträge 3.383 Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 105 Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 86 Summe 191 Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke planmäßig 15 außerplanmäßig 6 Abschreibungen auf Dividendentitel 45 Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 17 Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 32 Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 125 Sonstige Aufwendungen 55 Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen 295 Kapitalanlageaufwendungen 486 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 2.897 Depotzinserträge 425 Depotzinsaufwendungen 145 Depotzinsergebnis 280 Kapitalanlageergebnis 3.177 1) Angepasst aufgrund IAS 8; Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten 2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt 2 Mio. EUR und wird 2010 unter den Dividenden ausgewiesen; das Vorjahr wurde entsprechend angepasst 3) Amortisationsbeträge aus Unterschiedsbeträgen der Zinsträger weisen wir unter den laufenden Zinserträgen aus (vormals Sonstige Erträge); das Vorjahr wurde angepasst scroll 20091) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmen- versicherung Deutschland Privat- und Firmen- versicherung International Schaden- Rück- versicherung Personen- Rück- versicherung Konzern- funktionen Erträge aus Grundstücken 4 54 2 5 - - Dividenden2) 6 36 4 -3 - 8 Laufende Zinserträge3) 209 1.357 116 606 162 7 Sonstige Erträge 5 17 - 10 2 - Ordentliche Kapitalanlageerträge 224 1.464 122 618 164 15 Erträge aus Zuschreibungen - - - 21 - - Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 68 240 20 154 30 8 Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 4 31 6 18 114 - Kapitalanlageerträge 296 1.735 148 811 308 23 Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 44 165 6 59 10 - Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 1 88 1 25 6 - Summe 45 253 7 84 16 - Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke planmäßig 2 7 - - - - außerplanmäßig - 7 - 1 - - Abschreibungen auf Dividendentitel 1 95 8 3 - 5 Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 3 47 5 46 - - Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 7 28 1 87 - - Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 3 12 - 8 2 80 Sonstige Aufwendungen 4 16 2 17 1 - Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen 20 212 16 162 3 85 Kapitalanlageaufwendungen 65 465 23 246 19 85 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 231 1.270 125 565 289 -62 Depotzinserträge 1 2 1 46 397 - Depotzinsaufwendungen 1 27 - 10 169 - Depotzinsergebnis - -25 1 36 228 - Kapitalanlageergebnis 231 1.245 126 601 517 -62 scroll 20091) Mio. EUR Summe Erträge aus Grundstücken 65 Dividenden2) 51 Laufende Zinserträge3) 2.457 Sonstige Erträge 34 Ordentliche Kapitalanlageerträge 2.607 Erträge aus Zuschreibungen 21 Realisierte Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 520 Unrealisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 173 Kapitalanlageerträge 3.321 Realisierte Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 284 Unrealisierte Verluste aus Kapitalanlagen 121 Summe 405 Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke planmäßig 9 außerplanmäßig 8 Abschreibungen auf Dividendentitel 112 Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere 101 Abschreibungen auf sonstige Kapitalanlagen 123 Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 105 Sonstige Aufwendungen 40 Sonstige Kapitalanlageaufwendungen/ Abschreibungen 498 Kapitalanlageaufwendungen 903 Kapitalanlageergebnis aus selbstverwalteten Kapitalanlagen 2.418 Depotzinserträge 447 Depotzinsaufwendungen 207 Depotzinsergebnis 240 Kapitalanlageergebnis 2.658 1) Angepasst aufgrund IAS 8; Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Segmenten 2) Das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt -6 Mio. EUR und wird 2010 unter den Dividenden ausgewiesen; das Vorjahr wurde entsprechend angepasst 3) Amortisationsbeträge aus Unterschiedsbeträgen der Zinsträger weisen wir unter den laufenden Zinserträgen aus (vormals Sonstige Erträge); das Vorjahr wurde angepasst Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 100 (344) Mio. EUR entfallen mit 32 (123) Mio. EUR auf die sonstigen Kapitalanlagen; darunter 7 (93) Mio. EUR auf den Bereich alternative Anlagen. Die Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 17 (101) Mio. EUR werden größtenteils bei strukturierten Papieren vorgenommen. Weitere 45 (112) Mio. EUR Wertminderungen betreffen die Aktienbestände. Dem gegenüber standen Zuschreibungen auf in Vorperioden abgeschriebene Kapitalanlagen in Höhe von 37 (21) Mio. EUR, die mit 3 (11) Mio. EUR auf alternative Anlagen und 24 (10) Mio. EUR auf festverzinsliche Wertpapiere entfielen. Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen Die in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Nettogewinne und -verluste aus Kapitalanlagen basieren im Wesentlichen auf der Klassenbildung des Konzerns (siehe hierzu "Klassenbildung von Finanzinstrumenten" im Kapitel "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 166 f.). Unter Einbezug der Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen (125 (105) Mio. EUR) und der sonstigen Aufwendungen (55 (40) Mio. EUR) beträgt das Kapitalanlageergebnis zum Bilanzstichtag insgesamt 3.177 (2.658) Mio. EUR. scroll 20101) Mio. EUR Ordentliche Kapitalanlageerträge Amortisation Gewinne aus dem Abgang Verluste aus dem Abgang Wert- berichtigung Zuschreibung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 3 - - - 3 - Darlehen und Forderungen 1.265 79 53 20 10 3 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 120 - - - - - Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 1.036 20 251 42 8 30 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 65 - 121 16 51 - Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 42 - 23 3 - - Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - - - - - Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 4 - - - - - Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - 3 1 - - Derivate 4 - 23 23 - - Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 29 - 7 - 22 4 Sonstige1) 109 6 9 - 21 - Selbstverwaltete Kapitalanlagen 2.677 105 490 105 115 37 Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten 280 - - - - - Gesamt 2.957 105 490 105 115 37 scroll 20101) Mio. EUR Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Summe2) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - - - Darlehen und Forderungen - - 1.370 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente - - 120 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere - - 1.287 Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - 119 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 45 24 83 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 2 - 2 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 1 - 5 Nicht festverzinsliche Wertpapiere - 1 1 Derivate 20 2 22 Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 4 - 22 Sonstige1) 2 59 46 Selbstverwaltete Kapitalanlagen 74 86 3.077 Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten - - 280 Gesamt 74 86 3.357 1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge Accounting (siehe Angabe 12) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten 2) Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen scroll 20091) Mio. EUR Ordentliche Kapitalanlageerträge Amortisation Gewinne aus dem Abgang Verluste aus dem Abgang Wert- berichtigung Zuschreibung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 3 - 1 - - - Darlehen und Forderungen 1.203 64 22 20 31 - Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 100 4 - 3 1 - Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 965 24 233 81 69 10 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 76 - 131 75 145 - Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 36 12 6 1 - - Nicht festverzinsliche Wertpapiere - - - 1 - - Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere 1 - - - - - Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 - 2 3 - - Derivate 2 - 106 87 - - Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente 39 1 - - 88 11 Sonstige1) 75 3 19 13 20 - Selbstverwaltete Kapitalanlagen 2.501 108 520 284 354 21 Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten 240 - - - - - Gesamt 2.741 108 520 284 354 21 scroll 20091) Mio. EUR Unrealisierte Gewinne/ Verluste2) Summe3) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - 4 Darlehen und Forderungen - 1.238 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente - 100 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere - 1.082 Nicht festverzinsliche Wertpapiere - -13 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere -30 23 Nicht festverzinsliche Wertpapiere -7 -8 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Festverzinsliche Wertpapiere - 1 Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 1 Derivate 36 57 Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente - -37 Sonstige1) 52 116 Selbstverwaltete Kapitalanlagen 52 2.564 Depotforderungen/ Depotverbindlichkeiten - 240 Gesamt 52 2.804 1) Zur Überleitung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in der Position "Sonstige" die Gewinne aus fremdgenutzten Grundstücken, assoziierten Unternehmen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten - soweit negative Marktwerte - zusammengefasst. Sicherungsderivate im Rahmen von Hedge Accounting (siehe Angabe 12) sind, sofern sie keine Absicherungsgeschäfte im Bereich der Kapitalanlagen betreffen, in der Aufstellung nicht enthalten 2) Die unrealisierten Gewinne und Verluste wurden 2009 zusammengefasst dargestellt; eine getrennte Darstellung wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich gewesen und ist daher unterblieben 3) Ohne Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Aufwendungen Die Zinserträge stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar: scroll Zinserträge aus Kapitalanlagen Mio. EUR 2010 2009 Darlehen und Forderungen 1.344 1.267 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente 120 104 Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 1.056 989 Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierte Finanzinstrumente 42 48 Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 4 1 Sonstige 41 44 Gesamt 2.607 2.453 (30) Aufwendungen für Versicherungsleistungen scroll 20101) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Summe Brutto Schadenzahlungen 1.974 3.721 1.128 3.380 3.157 13.360 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 73 -2 159 772 174 1.176 Veränderung der Deckungsrückstellung - 1.461 229 - 744 2.434 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 4 824 12 - - 840 Summe 2.051 6.004 1.528 4.152 4.075 17.810 Anteil der Rückversicherer Schadenzahlungen 799 119 43 468 274 1.703 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -57 68 17 -7 -4 17 Veränderung der Deckungsrückstellung - -53 - - 41 -12 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 1 - 3 - - 4 Summe 743 134 63 461 311 1.712 Netto Schadenzahlungen 1.175 3.602 1.085 2.912 2.883 11.657 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 130 -70 142 779 178 1.159 Veränderung der Deckungsrückstellung - 1.514 229 - 703 2.446 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 3 824 9 - - 836 Summe 1.308 5.870 1.465 3.691 3.764 16.098 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen scroll 20091),2) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Summe Brutto Schadenzahlungen 2.033 3.791 954 3.440 2.422 12.640 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -257 -102 63 -31 439 112 Veränderung der Deckungsrückstellung - 1.168 220 - 579 1.967 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 7 366 9 - - 382 Summe 1.783 5.223 1.246 3.409 3.440 15.101 Anteil der Rückversicherer Schadenzahlungen 1.032 254 39 331 164 1.820 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -387 -60 16 -365 47 -749 Veränderung der Deckungsrückstellung - -47 -1 - 18 -30 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 1 - 1 - - 2 Summe 646 147 55 -34 229 1.043 Netto Schadenzahlungen 1.001 3.537 915 3.109 2.258 10.820 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 130 -42 47 334 392 861 Veränderung der Deckungsrückstellung - 1.215 221 - 561 1.997 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 6 366 8 - - 380 Summe 1.137 5.076 1.191 3.443 3.211 14.058 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen 2) Anpassung nach IAS 8 (31) Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen scroll 20101) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Summe Brutto Zahlungen 363 980 374 1.287 821 3.825 Veränderung der aktivierten Abschlusskosten -30 -92 161 -14 17 42 Summe der Abschlussaufwendungen 333 888 535 1.273 838 3.867 Verwaltungsaufwendungen 230 389 122 163 116 1.020 Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen 563 1.277 657 1.436 954 4.887 Anteil der Rückversicherer Zahlungen 213 56 30 91 53 443 Veränderung der aktivierten Abschlusskosten -17 23 26 -4 44 72 Summe der Abschlussaufwendungen 196 79 56 87 97 515 Netto Zahlungen 150 924 344 1.196 768 3.382 Veränderung der aktivierten Abschlusskosten -13 -115 135 -10 -27 -30 Summe der Abschlussaufwendungen 137 809 479 1.186 741 3.352 Verwaltungsaufwendungen 230 389 122 163 116 1.020 Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen 367 1.198 601 1.349 857 4.372 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen scroll 20091) Mio. EUR Industrie- versicherung Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Schaden- Rückversicherung Personen- Rückversicherung Summe Brutto Zahlungen 386 996 312 1.108 777 3.579 Veränderung der aktivierten Abschlusskosten 11 195 69 -36 -25 214 Summe der Abschlussaufwendungen 397 1.191 381 1.072 752 3.793 Verwaltungsaufwendungen 220 397 97 152 95 961 Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen 617 1.588 478 1.224 847 4.754 Anteil der Rückversicherer Zahlungen 238 73 40 37 43 431 Veränderung der aktivierten Abschlusskosten 6 201 2 -2 72 279 Summe der Abschlussaufwendungen 244 274 42 35 115 710 Netto Zahlungen 148 923 272 1.071 734 3.148 Veränderung der aktivierten Abschlusskosten 5 -6 67 -34 -97 -65 Summe der Abschlussaufwendungen 153 917 339 1.037 637 3.083 Verwaltungsaufwendungen 220 397 97 152 95 961 Summe Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen 373 1.314 436 1.189 732 4.044 1) Darstellung nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen (32) Übriges Ergebnis scroll Mio. EUR 2010 20091) Sonstige nichttechnische Erträge Währungskursgewinne 262 206 Ertrag aus der Vereinnahmung eines negativen Geschäfts- oder Firmenwerts - 93 Erträge aus Dienstleistungen 164 151 Wertaufholungen auf abgeschriebene Forderungen 98 107 Erträge aus Deposit Accounting 50 40 Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 9 1 Erträge aus der Auflösung sonstiger nichttechnischer Rückstellungen 143 24 Zinserträge 44 36 Provisionserträge 57 47 Mieterträge 30 32 Erträge aus dem Rückkauf eigener Wertpapiere 4 30 Übrige Erträge 86 200 Summe 947 967 Sonstige nichttechnische Aufwendungen Währungskursverluste 120 94 Sonstige Zinsaufwendungen 158 153 Abschreibungen und Wertberichtigungen 110 153 Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes 182 177 Aufwendungen für Dienstleistungen 227 167 Sonstige Steuern 51 20 Aufwendungen aus der Bewertung von Veräußerungsgruppen 55 - Übrige Aufwendungen 136 241 Summe 1.039 1.005 Sonstiges Ergebnis -92 -38 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Die übrigen Erträge enthalten einen Gewinn (9 Mio. EUR) aus der Veräußerung der Euro International Reinsurance S. A., Luxemburg (siehe hierzu auch unsere Ausführungen im Kapitel "Konsolidierung", Seite 158). (33) Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert von 17 (92) Mio. EUR entfallen vollständig auf das Segment Privat- und Firmenversicherung International. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Angabe 1 "Geschäfts- oder Firmenwert", Seiten 187 ff. (34) Finanzierungszinsen Die Finanzierungszinsen in Höhe von 134 (133) Mio. EUR beinhalten ausschließlich Zinsaufwendungen aus der Aufnahme von Fremdkapital, das nicht in direktem Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft steht. Diese Zinsaufwendungen entfallen mit 126 Mio. EUR auf unsere emittierten nachrangigen Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 8 Mio. EUR auf begebene Anleihen und Darlehen. (35) Ertragsteuern Unter dieser Position werden die inländischen Ertragsteuern sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latente Steuern) ein. Die Grundsätze der Berücksichtigung latenter Steuern sind im Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" dargestellt. Auf einbehaltene Gewinne wesentlicher verbundener Unternehmen, bei denen eine Ausschüttung konkret geplant ist, werden latente Steuern gebildet. Die tatsächlichen und die latenten Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll Ertragsteuern Mio. EUR 2010 20091) Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr 416 370 Periodenfremde tatsächliche Steuern -79 24 Latente Steuern aufgrund temporärer Unterschiede -27 74 Latente Steuern aus Verlustvorträgen -82 1 Veränderung latenter Steuern aus Steuersatzänderungen - 2 Ausgewiesener Steueraufwand 228 471 1) Angepasst aufgrund IAS 8 scroll Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags auf In- und Ausland Mio. EUR 2010 20091) Laufende Steuern 337 394 Inland 249 306 Ausland 88 88 Latente Steuern -109 77 Inland -123 100 Ausland 14 -23 Gesamt 228 471 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Die Finanzverwaltung hat die Auffassung vertreten, dass nicht unerhebliche Kapitaleinkünfte, die die in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften des Konzerns erzielt haben, aufgrund der Regelungen des Außensteuergesetzes bei der Muttergesellschaft in Deutschland der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Gegen die entsprechenden Steuerbescheide wurden, auch hinsichtlich der bereits als Steueraufwand berücksichtigten Beträge, Rechtsmittel eingelegt. Unsere Auffassung, dass die Kapitaleinkünfte in Deutschland nicht der Besteuerung unterliegen, ist sowohl in einem erstinstanzlichen Verfahren als auch in einem Verfahren vor dem Bundesfinanzhof für den Veranlagungszeitraum 1996 bestätigt worden. Die entsprechenden Grundlagenbescheide wurden von der Finanzverwaltung bereits teilweise aufgehoben, die noch ausstehenden Aufhebungsbescheide werden in Kürze ergehen. Die im Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfassten tatsächlichen und latenten Steuern - resultierend aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden - beliefen sich auf -20 (-94) Mio. EUR. Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand, der sich bei der Anwendung des deutschen Ertragsteuersatzes, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, ergeben würde, und dem tatsächlichen Steueraufwand dar: scroll Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand Mio. EUR 2010 20091) Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern 898 1.364 Erwarteter Steuersatz 31,6 % 31,6 % Erwarteter Steueraufwand 284 431 Veränderung der latenten Steuersätze - 1 Besteuerungsunterschiede bei den Auslandstöchtern -42 -115 Nicht abzugsfähige Aufwendungen 115 152 Steuerfreie Erträge -83 -65 Wertberichtigung 25 10 Aperiodischer Steueraufwand -84 45 Sonstige 13 12 Ausgewiesener Steueraufwand 228 471 1) Angepasst aufgrund IAS 8 Basis für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands ist der deutsche Ertragsteuersatz von 31,6 %. In diesem Steuersatz sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie ein Gewerbesteuermischsatz berücksichtigt. Die Steuerquote beträgt im Berichtsjahr 25,4 (34,5) % und ergibt sich aus dem Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zu dem Vorsteuerergebnis. Der Steuersatz entspricht der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung aller Konzernunternehmen. Zeitliche Nutzbarkeit nicht aktivierter Verlustvorträge Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 610 (748) Mio. EUR und abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 23 (87) Mio. EUR haben wir aufgrund einer nicht ausreichend gesicherten Realisierung keine latenten Steuern gebildet. Darüber hinaus bestanden nicht aktivierte Steuergutschriften in Höhe von 6 (22) Mio. EUR. Die nicht aktivierten Verlustvorträge und Steuergutschriften verfallen wie folgt: scroll Mio. EUR 1-5 Jahre 6-10 Jahre > 10 Jahre Unbegrenzt Gesamt Verlustvorträge 69 - 44 497 610 Temporäre Differenzen - - - 23 23 Steuergutschriften 6 - - - 6 Gesamt 75 - 44 520 639 In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge haben im Berichtsjahr den latenten Steueraufwand um 12 (2) Mio. EUR gemindert. Die Abwertung von in Vorjahren bilanzierten latenten Steueransprüchen führte im Geschäftsjahr 2010 zu einem latenten Steueraufwand von 12 (2) Mio. EUR. Sonstige Angaben Mitarbeiterzahl Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter verteilt sich auf: scroll 2010 2009 Erstversicherungsunternehmen 15.256 14.935 Rückversicherungsunternehmen 2.130 1.986 Unternehmen im Segment Konzernfunktionen 394 431 Gesamt ohne Personen in Ausbildung 17.780 17.352 Personen in Ausbildung 442 453 Gesamt 18.222 17.805 scroll Personalaufwendungen 2010 2009 Mio. EUR Löhne und Gehälter Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 867 819 Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 58 52 925 871 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung Soziale Abgaben 137 141 Aufwendungen für Altersversorgung 19 59 Aufwendungen für Unterstützung 19 12 175 212 Gesamt 1.100 1.083 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" werden als nahestehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert. Zu den nahestehenden Unternehmen gehören im Talanx-Konzern der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (HDI V. a. G.), der unmittelbar sämtliche Anteile an der Talanx AG hält, alle nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, zu denen in erster Linie die Tochtergesellschaften zählen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, und die assoziierten Unternehmen, die at Equity bewertet wurden. Hinzu kommen die Versorgungskassen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Leistung zugunsten der Arbeitnehmer der Talanx AG oder eines ihrer nahestehenden Unternehmen erbringen. Die nahestehenden Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Talanx AG und des HDI V. a. G. Geschäftsvorfälle zwischen Talanx und ihren Tochterunternehmen sowie zwischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich durch Konsolidierung eliminiert und werden somit im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Für die Angaben zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG verweisen wir auf die Ausführungen zu den Bezügen der Organe der Obergesellschaft, Seiten 253 f. Aktienorientierte Vergütung Der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzern-Führungskreises der Hannover Rückversicherung AG. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rückversicherung AG, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rückversicherung AG orientierten Barbetrags. Die Bilanzierung aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich ist in IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" geregelt. Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 zugeteilt und werden für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht werden. Das interne Erfolgskriterium ist das Erreichen des vom Aufsichtsrat festgelegten Zielergebnisses, ausgedrückt in "Diluted Earnings per Share" nach IAS 33 "Earnings per Share" (EPS). Wird das Zielergebnis über- oder unterschritten, wird die zunächst gewährte vorläufige Basisanzahl entsprechend erhöht bzw. reduziert und ergibt die EPS-Basisanzahl. Das externe Erfolgskriterium ist die Entwicklung des Aktienkurses im Zuteilungsjahr. Hierfür gilt der RBS Global Reinsurance Index (gewichtet) als Benchmark. Er beinhaltet die Entwicklung börsennotierter Rückversicherer der Welt. Entsprechend der Out- oder Underperformance dieses Index wird die EPS-Basisanzahl erhöht, jedoch maximal um 400 % der Basisanzahl, bzw. ermäßigt, aber maximal um 50 % der EPS-Basisanzahl. Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt wurden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt für 40 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die erste Tranche jedes Zuteilungsjahres) zwei Jahre; für jeweils weitere 20 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die Tranchen zwei bis vier jedes Zuteilungsjahres) verlängert sich die Sperrfrist jeweils um ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rückversicherung AG. Am 4. November 2009 hat der Aufsichtsrat der Hannover Rückversicherung AG für die Mitglieder des Vorstands und am 23. November 2009 der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG für die weiteren Mitglieder des Konzern-Führungskreises der Hannover Rückversicherung AG die Verlängerung der Wartezeit von zwei auf vier Jahre für die ab dem Zuteilungsjahr 2010 zu gewährenden Aktienwert-Beteiligungsrechte beschlossen. Nach Ablauf dieser Wartezeit sind maximal 60 % der für ein Zuteilungsjahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ausübbar. Die Wartezeit für jeweils weitere 20 % der für dieses Zuteilungsjahr einer Führungskraft zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils ein weiteres Jahr. Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrags zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rückversicherung AG zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rückversicherung AG an den letzten zwanzig Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraums. Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt. Im Falle der Kündigung des Anstellungsverhältnisses oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrags oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauf folgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses. Aus den Zuteilungen für die Jahre 2000, 2002 bis 2004 sowie 2006, 2007 und 2009 bestehen im Geschäftsjahr 2010 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für die Jahre 2001, 2005 und 2008 erfolgte keine Zuteilung: scroll Zuteilungsjahr Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG 2009 2007 2006 2004 2003 2002 Ausgabedatum 15.3.2010 28.3.2008 13.3.2007 24.3.2005 25.3.2004 11.4.2003 Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre Basispreis (in EUR) 22,70 34,97 30,89 27,49 24,00 23,74 Teilnehmer im Jahr der Ausgabe 137 110 106 109 110 113 Anzahl ausgegebener Optionen 1.569.855 926.565 817.788 211.171 904.234 710.429 Fair Value zum 31.12.2010 (in EUR) 7,30 7,86 9,77 16,16 8,99 8,79 Maximalwert (in EUR) 8,76 10,79 10,32 24,62 8,99 8,79 Gewichteter Ausübungspreis - 1,52 5,32 8,51 8,99 8,79 Bestand an Optionen zum 31.12.2010 1.535.600 889.858 691.751 126.622 3.316 2.365 Rückstellung zum 31.12.2010 (in Mio. EUR) 3,90 6,10 6,48 2,05 0,03 0,02 Auszahlungsbeträge im Geschäftsjahr 2010 (in Mio. EUR) - 0,02 0,50 0,25 0,49 0,07 Aufwand im Geschäftsjahr 2010 (in Mio. EUR) 3,90 2,40 2,53 0,59 0,01 - scroll Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG Zuteilungsjahr 2000 Ausgabedatum 21.6.2001 Laufzeit 10 Jahre Sperrfrist 2 Jahre Basispreis (in EUR) 25,50 Teilnehmer im Jahr der Ausgabe 95 Anzahl ausgegebener Optionen 1.138.005 Fair Value zum 31.12.2010 (in EUR) 5,49 Maximalwert (in EUR) 5,49 Gewichteter Ausübungspreis 5,49 Bestand an Optionen zum 31.12.2010 - Rückstellung zum 31.12.2010 (in Mio. EUR) - Auszahlungsbeträge im Geschäftsjahr 2010 (in Mio. EUR) 0,01 Aufwand im Geschäftsjahr 2010 (in Mio. EUR) - Im Geschäftsjahr 2010 ist für 100 % der für die Jahre 2000, 2002 bis 2004, für 60 % der für das Jahr 2006 und für 40 % der für das Jahr 2007 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 1.503 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2000, 7.682 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2002, 52.581 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2003, 29.832 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2004, 95.380 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2006 und 10.399 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2007. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 1,3 Mio. EUR. Der Bestand der Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rückversicherung AG hat sich wie folgt entwickelt: scroll Zuteilungsjahr Entwicklung des Aktienwert- Beteiligungsrechtsplans der Hannover Rückversicherung AG/ Anzahl der Optionen 2009 2007 2006 2004 2003 2002 Ausgegeben 2001 - - - - - - Ausgeübt 2001 - - - - - - Verfallen 2001 - - - - - - Bestand 31.12.2001 - - - - - - Ausgegeben 2002 - - - - - - Ausgeübt 2002 - - - - - - Verfallen 2002 - - - - - - Bestand 31.12.2002 - - - - - - Ausgegeben 2003 - - - - - 710.429 Ausgeübt 2003 - - - - - - Verfallen 2003 - - - - - 23.765 Bestand 31.12.2003 - - - - - 686.664 Ausgegeben 2004 - - - - 904.234 - Ausgeübt 2004 - - - - - - Verfallen 2004 - - - - 59.961 59.836 Bestand 31.12.2004 - - - - 844.273 626.828 Ausgegeben 2005 - - - 211.171 - - Ausgeübt 2005 - - - - - 193.572 Verfallen 2005 - - - 6.397 59.834 23.421 Bestand 31.12.2005 - - - 204.774 784.439 409.835 Ausgegeben 2006 - - - - - - Ausgeübt 2006 - - - - 278.257 160.824 Verfallen 2006 - - - 14.511 53.578 22.896 Bestand 31.12.2006 - - - 190.263 452.604 226.115 Ausgegeben 2007 - - 817.788 - - - Ausgeübt 2007 - - - 12.956 155.840 110.426 Verfallen 2007 - - 8.754 13.019 38.326 10.391 Bestand 31.12.2007 - - 809.034 164.288 258.438 105.298 Ausgegeben 2008 - 926.565 - - - - Ausgeübt 2008 - - - 1.699 121.117 93.747 Verfallen 2008 - - 3.103 1.443 2.162 944 Bestand 31.12.2008 - 926.565 805.931 161.146 135.159 10.607 Ausgegeben 2009 - - - - - - Ausgeübt 2009 - - - 1.500 79.262 560 Verfallen 2009 - 17.928 16.158 3.192 - - Bestand 31.12.2009 - 908.637 789.773 156.454 55.897 10.047 Ausgegeben 2010 1.569.855 - - - - - Ausgeübt 2010 - 10.399 95.380 29.832 52.581 7.682 Verfallen 2010 34.255 8.380 2.642 - - - Bestand 31.12.2010 1.535.600 889.858 691.751 126.622 3.316 2.365 scroll Entwicklung des Aktienwert-Beteiligungsrechtsplans der Hannover Rückversicherung AG/ Zuteilungsjahr Anzahl der Optionen 2000 Ausgegeben 2001 1.138.005 Ausgeübt 2001 - Verfallen 2001 - Bestand 31.12.2001 1.138.005 Ausgegeben 2002 - Ausgeübt 2002 - Verfallen 2002 40.770 Bestand 31.12.2002 1.097.235 Ausgegeben 2003 - Ausgeübt 2003 - Verfallen 2003 110.400 Bestand 31.12.2003 986.835 Ausgegeben 2004 - Ausgeübt 2004 80.137 Verfallen 2004 57.516 Bestand 31.12.2004 849.182 Ausgegeben 2005 - Ausgeübt 2005 647.081 Verfallen 2005 25.974 Bestand 31.12.2005 176.127 Ausgegeben 2006 - Ausgeübt 2006 153.879 Verfallen 2006 10.467 Bestand 31.12.2006 11.781 Ausgegeben 2007 - Ausgeübt 2007 3.753 Verfallen 2007 - Bestand 31.12.2007 8.028 Ausgegeben 2008 - Ausgeübt 2008 - Verfallen 2008 - Bestand 31.12.2008 8.028 Ausgegeben 2009 - Ausgeübt 2009 6.525 Verfallen 2009 - Bestand 31.12.2009 1.503 Ausgegeben 2010 - Ausgeübt 2010 1.503 Verfallen 2010 - Bestand 31.12.2010 - Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Berechnungen sind der Jahresschlusskurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 22. Dezember 2010 von 41,38 EUR, eine erwartete Volatilität von 39,69 % (historische Volatilität auf Fünf-Jahres-Basis), eine Dividendenrendite von 5,32 % und ein risikofreier Zinssatz von 1,02 % für das Zuteilungsjahr 2002, 1,39 % für das Zuteilungsjahr 2003, 1,76 % für das Zuteilungsjahr 2004, 2,38 % für das Zuteilungsjahr 2006, 2,64 % für das Zuteilungsjahr 2007 und 3,05 % für das Zuteilungsjahr 2009 zugrunde gelegt worden. Auf dieser Basis beträgt die Summe der Rückstellung, die unter den übrigen nichttechnischen Rückstellungen ausgewiesen wird, für das Geschäftsjahr 2010 18,6 (10,5) Mio. EUR. Der Aufwand beträgt insgesamt 9,4 (7,5) Mio. EUR. Rechtsstreitigkeiten Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ist als Folge der Verschmelzung mit der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG als übernehmende Gesellschaft Beteiligte eines Kartellordnungswidrigkeitenverfahrens geworden. Das Bundeskartellamt hatte im März 2005 neben anderen deutschen Versicherern u. a. gegen die Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG wegen angeblicher Kartellabsprachen im deutschen Industrieversicherungsmarkt ein Bußgeld in Höhe von 19 Mio. EUR verhängt. Im Januar 2010 hat das OLG Düsseldorf die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG vom Kartellvorwurf freigesprochen, weil eine Haftung als Rechtsnachfolgerin der Gerling Konzern Allgemeine Versicherungs-AG nicht in Betracht komme. Gegen das Urteil legte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf Rechtsbeschwerde ein, sodass die Angelegenheit nun dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorliegt. Aus dem Erwerb der Lion Insurance Company, Trenton/USA, durch unsere Tochtergesellschaft Hannover Finance, Inc., Wilmington/USA, besteht mit den früheren Eigentümern der Lion Insurance Company ein Rechtsstreit über die Freigabe eines Treuhandkontos in Höhe von ca. 14 Mio. USD, das als Sicherheit für Verbindlichkeiten der früheren Eigentümer in Zusammenhang mit einem bestimmten Geschäftssegment dient. Das Verfahren mit der Finanzverwaltung betreffend die Kapitaleinkünfte der in Irland ansässigen Rückversicherungstochtergesellschaften einiger Konzernunternehmen wurde im Berichtsjahr zugunsten des Talanx-Konzerns im Oktober 2010 durch den Bundesfinanzhof entschieden. Bezüglich der Auswirkungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Konzernanhang (Angabe 35 "Ertragsteuern", Seiten 242 f.) bzw. auf den entsprechenden Abschnitt im Risikobericht. Mit Ausnahme dieser Verfahren bestanden im Berichtsjahr und am Bilanzstichtag - abgesehen von Verfahren des üblichen Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfts - keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Hannover Rückversicherung AG hat über ihre Tochtergesellschaft Hannover Finance (Luxembourg) S. A. vier nachrangige Schuldverschreibungen am europäischen Kapitalmarkt platziert. Sowohl die im Jahr 2001 begebene Anleihe, deren Anleihevolumen nunmehr 138 Mio. EUR beträgt, als auch die Anleihen aus den Geschäftsjahren 2004 über 750 Mio. EUR sowie 2005 und 2010 über jeweils 500 Mio. EUR hat die Hannover Rückversicherung AG durch eine nachrangige Garantie abgesichert (zu näheren Erläuterungen bezüglich der nachrangigen Schuldverschreibungen verweisen wir auf Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten", Seiten 216 f.). Die Garantien der Hannover Rückversicherung AG für die nachrangigen Schuldverschreibungen greifen ein, soweit fällige Zahlungen aus den Anleihen nicht seitens der jeweiligen Emittentin geleistet werden. Die Garantien decken die jeweiligen Bondvolumina sowie die bis zu den Rückzahlungszeitpunkten fälligen Zinsen ab. Da die Zinsen aus den Anleihen teilweise von den jeweils zu den Zinszahlungszeitpunkten geltenden Zinshöhen am Kapitalmarkt abhängig sind (Floating Rate), sind die maximalen, undiskontierten Beträge einer möglichen Inanspruchnahme nicht hinreichend genau schätzbar. Im Hinblick auf die Garantieleistungen hat die Hannover Rückversicherung AG keine Rückgriffsrechte außerhalb des Konzerns. Die Talanx AG hat gegenüber den Inhabern der im Februar 2005 von ihrer Tochtergesellschaft Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. begebenen nachrangigen Schuldverschreibung eine nachrangige Garantie abgegeben. Die nachrangige Garantie hat zum Ende des Berichtszeitraums ein Volumen von 243 Mio. EUR. Aus Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter bestehen gegenüber Konzerngesellschaften Haftungsverpflichtungen in Höhe von 366 Mio. EUR. Zur Besicherung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten gegenüber US-amerikanischen Zedenten hat die Hannover Rückversicherung AG in den USA zwei Treuhandkonten (Master Trust bzw. Supplemental Trust) gestellt. Zum Bilanzstichtag beliefen sie sich auf 2.576 (2.341) Mio. EUR bzw. 10 (-) Mio. EUR. Die in dem Treuhandkonto gehaltenen Wertpapiere werden als Kapitalanlagen des dispositiven Bestands ausgewiesen. Zusätzlich hat die Hannover Rückversicherung AG im Rahmen von so genannten Single Trust Funds ihren Zedenten weitere Sicherheiten in Höhe von 299 (310) Mio. EUR eingeräumt. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hält die Hannover Rückversicherung AG außerhalb der USA in verschiedenen Sperrdepots und Treuhandkonten Sicherheiten vor, die sich, bezogen auf die wesentlichen Gesellschaften des Hannover Rück-Konzerns, zum Bilanzstichtag auf 1.851 (1.588) Mio. EUR beliefen. Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG hält gesperrte Bestände in Höhe von 51 (36) Mio. EUR. Die in dem Treuhandkonto gehaltenen Wertpapiere werden als Kapitalanlagen (jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente) ausgewiesen. Bei den Sonderinvestments existieren Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 295 (351) Mio. EUR. Die Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen bei verschiedenen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Private Equity Funds und Venture-Capital-Gesellschaften in Form von Personengesellschaften. Zur Besicherung versicherungstechnischer Verbindlichkeiten haben für uns verschiedene Kreditinstitute Bürgschaften in Form von Letters of Credit gestellt. Der Gesamtbetrag belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.842 (2.648) Mio. EUR. Die in einigen der zugrunde liegenden Avalrahmenkreditverträge enthaltenen, marktüblichen vertraglichen Klauseln zur Einhaltung vereinbarter Auflagen erläutern wir im Abschnitt "Management von Liquiditätsrisiken" des Kapitels "Ausprägung von Risiken aufgrund von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten", Seiten 184 ff. Für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Beteiligungen an Immobiliengesellschaften und Immobilientransaktionen hat die Hannover Re Real Estate Holdings gegenüber verschiedenen Kreditinstituten die im Rahmen dieser Transaktionen üblichen Sicherheiten gestellt, deren Höhe zum Bilanzstichtag 258 (174) Mio. EUR beträgt. Im Bereich der Kapitalanlagen bestanden zum Ende des Geschäftsjahres bei einigen Konzerngesellschaften mögliche finanzielle Verpflichtungen aus strukturierten Papieren durch Andienungsrechte von Emittenten in Höhe von insgesamt 170 Mio. EUR. Die möglichen Inanspruchnahmen betragen 159 Mio. EUR für 2011 und 11 Mio. EUR für 2012. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2010 sonstige finanzielle Verpflichtungen für gezeichnetes, aber noch nicht ausgezahltes Investitionsvolumen in Höhe von 38 Mio. EUR. Die zugesagten, noch nicht ausgezahlten Baufinanzierungsdarlehen an Versicherungsnehmer beliefen sich auf 1 Mio. EUR. Verpflichtungen für vertraglich vereinbarte zukünftige Serviceleistungen im Zusammenhang mit IT-Auslagerungsverträgen beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf insgesamt 174 (102) Mio. EUR. Aus abgeschlossenen Dienstleistungs- und Serviceverträgen bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 12 Mio. EUR. Weitere finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Avalkrediten in Höhe von 7 Mio. EUR und aus sonstigen Vertragsverhältnissen in Höhe von 28 Mio. EUR. Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haften diverse Konzerngesellschaften anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse. Die Lebensversicherungsgesellschaften des Konzerns sind gemäß §§ 124 ff. vag Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährlich Beiträge von maximal 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen aufgebaut ist. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Zusätzlich haben sich die Gesellschaften verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen (HGB) unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung der Gesellschaften 372 Mio. EUR. Die Mitgliedschaft mehrerer Konzerngesellschaften bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft, der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und der Verkehrsopferhilfe e. V. führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte. Mieten und Leasing Leasingverhältnisse, bei denen die Konzerngesellschaften Mieter/Leasingnehmer sind Zum Bilanzstichtag bestehen offene Verpflichtungen aus unkündbaren Vertragsverhältnissen in Höhe von 492 Mio. EUR. scroll Zukünftige Leasingverpflichtungen Mio. EUR 2011 2012 2013 2014 2015 Nachfolgend Ausgaben 51 43 41 39 37 281 Aus Operating-Leasing-Verträgen fielen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 51 (22) Mio. EUR an. Mehrjährige Mietverhältnisse bestanden vor allem bei Tochtergesellschaften der Hannover Rückversicherung AG in Afrika und den USA. Darüber hinaus betreffen die Verpflichtungen mehrjährige Mietverhältnisse von Erstversicherungsunternehmen im Inland. Leasingverhältnisse, bei denen die Konzerngesellschaften Vermieter/Leasinggeber sind Der Gesamtbetrag aus der Vermietungstätigkeit unkündbarer Verträge beläuft sich in den folgenden Jahren auf 340 Mio. EUR. scroll Zukünftige Mieteinnahmen Mio. EUR 2011 2012 2013 2014 2015 Nachfolgend Einnahmen 62 57 58 58 55 50 Die Mieteinnahmen beliefen sich im Berichtsjahr auf 65 Mio. EUR. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Objekten einer in den USA ansässigen Grundstücksgesellschaft im Segment Schaden-Rückversicherung als auch aus der Vermietung von Grundstücken in Deutschland durch Erstversicherungsunternehmen. Bezüge der Organe der Obergesellschaft Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 6.224 (8.399) TEUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 1.857 (1.148) TEUR. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 790 (399) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 11.747 (6.678) TEUR als "Projected Benefit Obligations" zurückgestellt. Vorschüsse oder Kredite wurden den Organmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. IAS 24 sieht eine detaillierte Darstellung der Vergütungsbestandteile der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen vor. Im Einzelnen umfasst diese Personengruppe die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Talanx AG. Der genannte Personenkreis erhielt die folgenden Vergütungsbestandteile: scroll TEUR 2010 2009 Gehälter und sonstige kurzfristig fällige Vergütungen 8.081 9.547 Aufwendungen für die Altersvorsorge 4.616 3.088 Gewährung von Aktien und anderen eigenkapitalbasierten Vergütungen - - Gesamt 12.697 12.635 Honorar des Abschlussprüfers Konzernabschlussprüfer der Talanx-Gruppe ist die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG AG). Die von der KPMG AG und deren verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare im Sinne von § 318 HGB betrugen 12,7 (13,7) Mio. EUR. Der Betrag enthält in Höhe von 9,2 (8,1) Mio. EUR Honorar für die Abschlussprüfung, 0,1 (1,0) Mio. EUR für sonstige Gutachten und Bewertungen, 0,9 (0,9) Mio. EUR für Steuerberatungsleistungen sowie 2,5 (3,7) Mio. EUR für sonstige Bestätigungsleistungen und Leistungen für Mutter- oder Tochterunternehmen. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat unserer börsennotierten Tochtergesellschaft Hannover Rückversicherung AG haben am 8. November 2010 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären über die Veröffentlichung im Geschäftsbericht zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Hannover Rückversicherung AG finden Sie neben der aktuellen auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen der Gesellschaft (http://www.hannover-rueck.de/about/corporate/declaration/index.html). Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres Großschadenereignisse Aus den im Januar des Jahres 2011 stattgefundenen Überflutungen im australischen Brisbane erwarten wir eine Netto-Schadenbelastung zwischen 40 Mio. EUR bis 100 Mio. EUR. Am 22. Februar 2011 ereignete sich in Neuseeland ein Erdbeben der Stärke 6,3. Es war das zweite Beben in Christchurch innerhalb von fünf Monaten. Aus diesem jüngsten Erdbeben in Neuseeland erwarten wir im Erst- und Rückversicherungsgeschäft eine Netto-Schadenbelastung von rund 150 bis 160 Mio. EUR. * KPMG AG und deren verbundene Unternehmen umfassten zum 31. Dezember 2009 die KPMG-Gesellschaften in Deutschland, Großbritannien, Spanien, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Türkei. Ab 1. Februar 2010 kamen die KPMG-Gesellschaften der GUS-Staaten in Russland, der Ukraine, Kasachstan, Kirgisistan, Georgien und Armenien hinzu. Honorare, die das Jahr 2009 betreffen, wurden entsprechend angepasst Am 11. März 2011 ereignete sich in Japan ein Erdbeben der Stärke 9,0, das uns über unsere weltweiten Industrie- und Rückversicherungsaktivitäten trifft. Aufgrund der Komplexität des Ereignisses liegt eine verlässliche Aussage für einen Gesamtmarktschaden für die Versicherungswirtschaft noch nicht vor. Daher ist eine Bewertung der Schadenhöhe noch mit viel Unsicherheit behaftet. Insgesamt rechnen wir derzeit auf Basis erster Vertragsanalysen mit einer Netto-Schadenbelastung für den Konzern in einer Größenordnung von ca. 300 Mio. EUR vor Steuern. Sonstige Ereignisse Mit Pressemitteilung vom 20. Januar 2011 hat unsere Tochtergesellschaft HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover mitgeteilt, dass sie den niederländischen Sachversicherer Nassau Verzekering Maatschappij NV. rückwirkend zum 30. September 2010 zu einem Kaufpreis von 195 Mio. EUR erworben hat. Da wir das Closing für das zweite Quartal 2011 erwarten, sind Angaben nach IFRS 3 unterblieben. Die zu erwerbende Gesellschaft soll anschließend rückwirkend auf den 1. Januar 2011 auf den niederländischen Versicherer HDI Verzekeringen N.V. verschmolzen werden. Diese Gesellschaft ist 100 %ige Tochtergesellschaft der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG. Derzeit prüft die HDI-Gerling Lebensversicherung AG den möglichen Verkauf eines Immobilien-Portefeuilles. Eine Veräußerung wird für das Jahr 2011 angestrebt. Ein Ausweis der betreffenden Vermögenswerte als "zur Veräußerung gehalten" wurde nicht vorgenommen, da die Voraussetzungen des IFRS 5 zum Bilanzstichtag noch nicht vollumfänglich erfüllt waren (siehe auch Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen", Seiten 164 f.). Die im Jahr 2001 durch die Hannover Finance (Luxembourg) S. A. emittierte nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 350 Mio. EUR ist zum 14. März 2011 erstmalig kündbar und steht nach dem Umtauschangebot aus dem Jahr 2005 noch in Höhe von 138,1 Mio. EUR aus. Wie am 1. Februar 2011 veröffentlicht, hat die Emittentin ihre Call-Option ausgeübt und das noch ausstehende Volumen der Anleihe mit Wirkung zum 14. März 2011 vollständig zurückgezahlt. Weitere Erläuterungen zu der Anleihe sind der Angabe 17 "Nachrangige Verbindlichkeiten" Seiten 216 f. zu entnehmen. Mit Pressemitteilung vom 11. Januar 2011 informierte der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG über die Zulassung der Hannover Rückversicherung AG als so genannter "Eligible Reinsurer" im US-Bundesstaat New York durch das New York State Insurance Department. Durch diese Regelung werden die Besicherungspflichten unseres Schaden-Rückversicherungsgeschäfts im Bundesstaat New York reduziert. Bisher waren die versicherungstechnischen Reserven grundsätzlich zu 100 % zu besichern, nach der Zulassung beläuft sich die Besicherungspflicht nur noch auf 20 %. Im Oktober 2010 hat der Bundesfinanzhof ein erstinstanzliches Urteil bestätigt, wonach Kapitalanlageerträge irischer Tochtergesellschaften nicht der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Da im Februar 2011 Steuerbescheide entsprechend geändert wurden bzw. ihre Änderung durch die Finanzverwaltung angekündigt wurde, wird für den Teilkonzern Hannover Rück im Geschäftsjahr 2011 die Erstattung vorausgezahlter Steuern und Zinsen erwartet. Diese haben einen Ergebniseffekt von voraussichtlich 100 bis 120 Mio. EUR. Mit Pressemitteilung vom 22. Dezember 2010 teilte der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG mit, dass die Hannover Rückversicherung AG Einigung über den Verkauf aller operativen Gesellschaften ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft Clarendon Insurance Group, Inc., New York, an die bermudianische Enstar Group Ltd., Hamilton, erzielt hat. Da diese Transaktion auch zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung noch der Zustimmung der zuständigen Behörden bedarf, erwarten wir den Abschluss der Veräußerung unverändert im zweiten Quartal 2011. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen". Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss der Talanx AG scroll 1. Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogene Unternehmen durchgerechnete Quote1) in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR Industrieversicherung Gerling Insurance Agency, Inc., Chicago, USA7) 100,00 USD - USD - HDI Gerling Insurance of South Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00 ZAR 39.989 ZAR 1.688 HDI HANNOVER International Espana, Cía de Seguros y Reaseguros S. A., Madrid, Spanien18) 100,00 44.898 4.911 HDI Versicherung AG, Wien, Österreich18) 100,00 41.930 7.512 HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago, USA 100,00 USD 124.801 USD 11.928 HDI-Gerling Assurances S. A., Brüssel, Belgien18) 100,00 36.637 4.602 HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty. Ltd., Sydney, Australien 100,00 AUD 23.796 AUD -802 HDI-Gerling de Mexico Seguros S. A., Mexiko, Mexiko18) 100,00 MXN 53.101 MXN -921 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, Deutschland3) 100,00 406.536 130.813 HDI-Gerling Verzekeringen N.V., Rotterdam, Niederlande18) 100,00 70.885 15.932 HDI-Gerling Welt Service AG, Hannover, Deutschland3) 100,00 90.986 5.231 HG Sach AltInvest GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland13),19) 100,00 37.699 1.123 IVEC Institutional Venture and Equity Capital AG, Köln, Deutschland13) 100,00 178.003 21.171 Riethorst Grundstückgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland13),18) 100,00 43.246 -137 Privat- und Firmenversicherung Deutschland Alstertor Zweite Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 30.596 -24 CiV Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden18) 100,00 25.565 530 Clarus AG, Wiesbaden (vormals: DTPVO Deutsche Privatvorsorge AG, Darmstadt)3) 100,00 222 -25.189 Erste Credit Life International AG, Hilden 100,00 264 -1.772 GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln 100,00 5.458 -2.023 HDI Direkt Versicherung AG, Hannover3) 100,00 162.088 4.657 HDI-GERLING Financial Service GmbH, Wien, Österreich 100,00 781 112 HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, Hannover3) 100,00 154.926 -56.373 HDI-Gerling Friedrich Wilhelm Rückversicherung AG, Köln3) 100,00 39.619 111.006 HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Köln3),16) 100,00 171 130 HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG, Köln3),16) 100,00 4.028 - HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln 100,00 234.593 15.000 HDI-Gerling Pensionsfonds AG, Köln 100,00 5.278 133 HDI-Gerling Pensionskasse AG, Köln 100,00 28.248 - HDI-Gerling Pensionsmanagement AG, Köln3),16) 100,00 6.414 -1.462 HDI-Gerling Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH, Hannover3),16) 100,00 288 -27 HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG, Hannover3) 100,00 18.951 -21.664 HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover3),16) 100,00 55 -2.806 HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover18) 100,00 37.957 3.871 neue leben Holding AG, Hamburg 67,50 75.960 20.456 neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg 67,50 64.566 17.800 neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg3) 67,50 3.596 3.814 PARTNER OFFICE AG, Köln3),16) 100,00 3.041 -16.189 PB Lebensversicherung AG, Hilden 100,00 31.587 14.739 PB Pensionsfonds AG, Hilden3) 100,00 5.038 235 PB Pensionskasse AG, Hilden 100,00 6.030 79 PB Versicherung AG, Hilden 100,00 10.473 4.003 PBV Lebensversicherung AG, Hilden 100,00 46.987 10.772 Proactiv Communication Center GmbH, Hilden3) 100,00 630 538 Proactiv IT Servicegesellschaft mbH, München3) 100,00 50 453 Proactiv Servicegesellschaft mbH, Hilden3) 100,00 7.025 2.176 Talanx Deutschland AG, Hannover (vormals: HDI-Gerling Leben Serviceholding AG, Köln)3) 100,00 2.899.468 -428.051 TARGO Lebensversicherung AG, Hilden 100,00 73.774 40.119 TARGO Versicherung AG, Hilden3) 100,00 27.106 16.751 Zweite Credit Life International AG, Hilden 100,00 1.854 -684 Privat- und Firmenversicherung International ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein12) 100,00 CHF 1.054 CHF -3.427 ASPECTA Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg12) 100,00 273 -16.798 CiV Hayat Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei12) 100,00 TRY 14.152 TRY -3.698 HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, Polen12) 100,00 PLN 273.770 PLN -34.996 HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien12) 100,00 170.116 8.736 HDI Immobiliare S. r. L., Rom, Italien12) 100,00 63.033 343 HDI Seguros S. A. de C.V., León, Mexiko12) 99,48 MXN 276.970 MXN 29.347 HDI Seguros S. A., Santiago, Chile12) 99,93 CLP 7.145.291 CLP -1.534.363 HDI Seguros S. A., São Paulo, Brasilien12) 100,00 BRL 367.740 BRL 58.972 HDI Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei12) 100,00 TRY 58.191 TRY 106.698 HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, Ukraine12) 99,22 UAH 40.537 UAH -16.242 HDI Zahstrahovane AD, Sofia, Bulgarien12) 94,00 BGN 8.134 BGN 254 HDI-Gerling Zycie Towarzystwo Ubezpieczen S.A., Warschau, Polen12) 100,00 PLN 31.226 PLN -8.385 InChiaro Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien12) 51,00 7.888 -962 InLinea S. p. A., Rom, Italien12) 70,00 591 145 Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile12) 100,00 CLP 13.011.024 CLP 186.548 Magyar Posta Biztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn12) 66,93 HUF 1.738.292 HUF -457.831 Magyar Posta Életbiztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn12) 66,93 HUF 3.006.804 HUF 35.383 OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie", Moskau, Russland12) 100,00 RUB 49.186 RUB 1.535 OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland12) 100,00 RUB 26.262 RUB -69.937 Talanx International AG (vormals: HDI-Gerling International Holding AG), Hannover, Deutschland3) 100,00 595.337 21.449 Schaden-Rückversicherung 300 S. Orange Avenue LLC, Wilmington, USA6),12) 47,71 USD 55.392 USD 1.743 402 Santa Monica Blvd. LLC, Wilmington, USA6),12) 47,71 USD 31.673 USD 1.139 465 Broadway LLC, Wilmington, USA6),12) 47,71 USD 42.394 USD 1.088 5115 Sedge Boulevard LP, Chicago, USA6),12) 40,12 USD 1.012 USD 231 5115 Sedge Corporation, Chicago, USA6),12) 47,76 USD 2.582 USD 277 Atlantic Capital Corporation, Wilmington, USA4),21) 50,22 USD -113.387 USD - Cargo Transit Insurance (Pty) Ltd., Helderkruin, Südafrika5),11) 20,49 ZAR -269 ZAR -769 Clarendon America Insurance Company, Trenton, USA4),10),11) 50,22 USD 131.093 USD -7.999 Clarendon Insurance Group Inc., Wilmington, USA4),10),11) 50,22 USD -46.297 USD -36.624 Clarendon National Insurance Company, Trenton, USA4),10),11) 50,22 USD -46.580 USD -33.254 Clarendon Select Insurance Company, Tallahassee, USA4),10),11) 50,22 USD 13.412 USD -867 Compass Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika5) 50,22 ZAR 111.083 ZAR -13.847 Construction Guarantee (Pty.) Ltd., Parktown, Südafrika5) 13,06 ZAR 1.476 ZAR 1.152 E+S Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland14) 31,98 683.413 176.000 Envirosure Underwriting Managers (Pty.) Ltd., Durban, Südafrika5) 15,37 ZAR -1.849 ZAR -618 Film & Entertainment Underwriters SA (Pty). Ltd., Northcliff, Südafrika5),11) 13,06 ZAR -610 ZAR -860 Funis GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland19) 50,22 7.996 -4 Garagesure Consultants and Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 20,49 ZAR 1.926 ZAR 220 Gem & Jewel Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),11) 17,93 ZAR 459 ZAR 393 GLL HRE CORE PROPERTIES LP, Wilmington, USA6),12) 47,71 USD 111.270 USD 2.058 GLL Terry Francois Blvd. LLC, Wilmington, USA6),12) 24,32 USD 24.801 USD 1.768 Hannover America Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland19) 47,85 167.582 5.832 Hannover Euro Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland13),19) 58,52 5.747 454 Hannover Euro Private Equity Partners III GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland13),15),19) 51,73 62.438 4.723 Hannover Euro Private Equity Partners IV GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland13),15),19) 53,82 72.582 8.946 Hannover Finance (Luxembourg) S.A., Luxemburg, Luxemburg11) 50,22 31.244 -2.331 Hannover Finance (UK) Limited, Virginia Water, Großbritannien11) 50,22 GBP 131.095 GBP -12 Hannover Finance Inc., Wilmington, USA9),11) 50,22 USD 307.866 USD -34.956 Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland19) 50,22 65.883 8.585 Hannover Life Reassurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika5),11) 50,22 ZAR 411.113 ZAR 69.634 Hannover Re (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda11) 50,22 920.679 27.287 Hannover Re Advanced Solutions Ltd., Dublin, Irland22) 50,22 31 - Hannover Re Euro PE Holdings GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland19) 45,66 25.979 691 Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Köln, Deutschland19) 41,10 56.057 -305 Hannover Re Real Estate Holdings Inc., Orlando, USA9),12) 47,76 USD 254.774 USD 2.838 Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland11) 50,22 462.537 46.010 Hannover Reinsurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika5),11) 50,22 ZAR 726.038 ZAR 151.044 Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9),11),14) 50,22 ZAR 155.813 ZAR 138.961 Hannover Reinsurance Mauritius Ltd., Port Louis, Mauritius5) 50,22 MUR 50.613 MUR 2.824 Hannover ReTakaful B.S.C (c), Manama, Bahrain11),14) 50,22 BHD 28.198 BHD 6.208 Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover, Deutschland3),14) 50,22 2.621.855 164.970 Hannover Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland14) 50,22 1.682.903 302.000 Hannover Services (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien11) 50,22 GBP 763 GBP -17 HAPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland19) 47,85 41.565 1.702 Harbor Specialty Insurance Company, Trenton, USA4),10),11) 50,22 USD 37.840 USD 1.804 HEPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland13),19) 58,52 2.944 483 HEPEP III Holding GmbH, Köln, Deutschland13),15),19) 51,73 11.925 56 HILSP Komplementär GmbH, Hannover, Deutschland19) 50,22 22 - Hospitality Industries Underwriting Consultants (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 18,77 ZAR 3.071 ZAR 2.763 Indoc Holdings S.A., Luxemburg, Luxemburg5),21) 50,22 CHF - CHF - Inter Hannover (No. 1) Ltd., London, Großbritannien11) 50,22 GBP 1 GBP - International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, Großbritannien11) 50,22 GBP 119.353 GBP 9.134 Landmark Underwriting Agency (Pty) Ltd., Bloemfontein, Südafrika5) 20,62 ZAR 1.873 ZAR 374 Lireas Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 25,61 ZAR 185.175 ZAR 36.888 Micawber 185 (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 50,22 ZAR 18.257 ZAR 3.225 MUA Insurance Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika5) 25,61 ZAR 3.751 ZAR 4.696 MUA Insurance Company Ltd., Kapstadt, Südafrika5) 25,61 ZAR 19.673 ZAR 5.655 One Winthrop Square LLC, Wilmington, USA6),12) 47,71 USD 23.123 USD 1.078 Oval Office Grundstücks GmbH, Hannover, Deutschland11),13) 75,11 57.789 1.878 Peachtree (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),21) 50,22 ZAR - ZAR - Secquaero ILS Fund Ltd., Georgetown, Grand Cayman, Cayman-Inseln11),12) 50,22 USD 51.472 USD 26 SUM Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 18,77 ZAR 21.469 ZAR 478 Thatch Risk Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika5) 16,89 ZAR 764 ZAR 1.008 Transit Underwriting Managers (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika5) 25,61 ZAR 1.332 ZAR 2.552 Woodworking Risk Acceptances (Pty) Ltd., Pietermaritzburg, Südafrika5) 15,37 ZAR 1.001 ZAR 209 Personen-Rückversicherung Hannover Life Re AG, Hannover, Deutschland3) 50,22 1.032.596 23.499 Hannover Life Re of Australasia Ltd., Sydney, Australien11) 50,22 AUD 251.641 AUD 27.673 Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland11) 50,22 922.025 84.505 Hannover Life Reassurance (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien11) 50,22 GBP 40.509 GBP -461 Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda12) 50,22 163.387 15.451 Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando, USA11) 50,22 USD 166.599 USD 217 Konzernfunktionen Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland18) 100,00 5.263 578 AmpegaGerling Asset Management GmbH, Köln, Deutschland3) 100,00 83.600 39.918 AmpegaGerling Immobilien Management GmbH, Köln, Deutschland3) 100,00 2.837 -2.029 AmpegaGerling Investment GmbH, Köln, Deutschland3) 100,00 16.936 7.258 GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, Deutschland 100,00 4.792 -582 HAPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland19) 100,00 26 1 HDI Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland18) 100,00 5.102 102 HEPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland19) 100,00 27 -1 HEPEP III Komplementär GmbH, Köln, Deutschland19) 100,00 21 -1 HEPEP IV Komplementär GmbH, Köln, Deutschland19) 100,00 22 -1 Protection Reinsurance Intermediaries AG, Hannover, Deutschland3) 100,00 389 7.575 Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland8) 100,00 146.024 1.242 Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg, Luxemburg 100,00 8.260 2.201 Talanx Service AG (vormals: HDI-Gerling Sach Serviceholding AG), Hannover, Deutschland3),16) 100,00 1.605 -2.593 Talanx Systeme AG, Hannover (vormals: HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen AG, Köln), Deutschland3) 100,00 130 7 scroll 2. Zweckgesellschaften und Spezialfonds a) in den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Spezialfonds Anteil am Fondsvermögen1) in % Fondsvermögen2) in TEUR Veränderung Fondsvermögen einschl. Mittelzu- und -abflüsse2) in TEUR Industrieversicherung Ampega-Vienna-Bonds-Fonds, Wien, Österreich 100,00 264.297 53.762 GERLING EURO-RENT 3, Köln, Deutschland18) 100,00 594.660 169.873 HDI Gerling-Sach Industrials, Köln, Deutschland13),18) 100,00 171.287 -149.415 Privat- und Firmenversicherung Deutschland Ampega-nl-Balanced-Fonds, Köln18) 67,50 54.571 -121.927 Ampega-nl-Euro-DIM-Fonds, Köln18) 67,50 437.366 24.385 Ampega-nl-Global-Fonds, Köln18) 67,50 47.187 2.293 Ampega-nl-Rent-Fonds, Köln18) 67,50 780.130 64.371 Ampega-TAL-A-Fonds, Köln18) 100,00 93.583 7.263 Gerling Immo Spezial 1, Köln18) 100,00 269.383 2.674 GKL SPEZIAL RENTEN, Köln18) 100,00 599.516 50.720 HGLV-Corporates, Köln18) 100,00 1.081.286 278.276 HGLV-Financial, Köln18) 100,00 1.047.099 117.219 PBVL-Aktien, Köln18) 100,00 52.062 8.127 PBVL-Corporate, Köln18) 100,00 106.927 58.335 terrAssisi Aktien I AMI, Köln 69,02 7.408 505 Privat- und Firmenversicherung International BNP-HDI Credit FI Renda Fixa Credito Privado, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 66.468 BRL 24.727 Credit Suisse HDI RF Créditor, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 61.131 BRL 5.482 CSHG Hannover FI Multimercado Credito Privado, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 20.190 BRL 20.190 HSBC FI Renda Fixa Hannover, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 95.963 BRL -38.307 HSBC Performance HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 70.121 BRL 11.020 UBS Pactual HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien 100,00 BRL 65.392 BRL 11.222 Schaden-Rückversicherung FRACOM FCP, Paris, Frankreich18) 49,90 708.449 116.703 scroll 2. Zweckgesellschaften und Spezialfonds durchgerechnete Quote1) Eigenkapital2) Ergebnis vor Gewinnabführung2) b) in den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Zweckgesellschaften in % in TEUR in TEUR Schaden-Rückversicherung Hannover Re (Guernsey) PCC Ltd., St. Peter Port, Großbritannien11) 50,22 261 -42 Kaith Re Ltd., Hamilton, Bermuda11),12) 44,19 USD 640 USD -441 scroll 3. in dem Konzernabschluss at Equity bewertete assoziierte Unternehmen durchgerechnete Quote1) in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR Apulia Prontoprestito S. p. A., Rom, Italien17),18) 10,60 236.795 35 Aviation Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika5),11) 8,01 ZAR 6.270 ZAR -140 C-QUADRAT Investment AG, Wien, Österreich19) 25,10 33.111 9.342 Carmargue Underwriting Managers (Pty) Ltd., Parktown, Südafrika5) 6,66 ZAR 9.012 ZAR 1.666 Clarendon Transport Underwriting Managers (Pty] Ltd., Johannesburg, Südafrika5),11) 9,56 ZAR 3.880 ZAR 30.190 Commercial & Industrial Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),11) 10,24 ZAR 5.147 ZAR 15.703 Flexible Accident & Sickness Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 10,24 ZAR 1.811 ZAR 2.995 Hannover Finanz GmbH, Hannover, Deutschland18) 12,56 69.093 5.617 ITAS Vita S. p. A., Trient, Italien18) 17,52 75.355 5.572 neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg, Deutschland 33,08 15.176 408 Takafol South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) 12,55 ZAR 825 ZAR 351 WeHaCo Unternehmensbeteiligungs-GmbH, Hannover, Deutschland18) 16,44 73.950 192 scroll 4. wegen untergeordneter Bedeutung nicht at Equity in den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen durchgerechnete Quote1) in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung in TEUR Energi Holding Inc., Peabody, USA18) 14,31 USD 4.805 USD -190 Hannover Care AB, Stockholm, Schweden18) 15,07 SEK 570 SEK -2.657 Hannoversch-Kölnische Handels-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, Deutschland18) 50,00 28.326 2.564 PlaNet Guarantee (SAS), Saint-Ouen, Frankreich11) 11,84 1.069 -927 Sciemus Power MGA Limited, London, Großbritannien18) 12,55 GBP 1 GBP - XS Direct Holding Ltd., Dublin, Irland18) 12,55 658 16 scroll 5. in den Konzernabschluss nach IFRS einbezogenes Gemeinschaftsunternehmen durchgerechnete Quote1) in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR Credit Life International Services GmbH, Neuss, Deutschland 50,00 64 38 scroll 6. in den Konzernabschluss nach IFRS nicht einbezogene verbundene Unternehmen durchgerechnete Quote1) in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR Bureau für Versicherungswesen Robert Gerling & Co. GmbH, Köln, Deutschland3) 100,00 26 -5 CiV Immobilien GmbH, Hilden, Deutschland18) 100,00 28 1 Clarendon Services of New Jersey, Inc., Trenton, USA10),11),21) 50,22 USD - USD - Clarenfin (Pty) Ldt., Johannesburg, Südafrika22) 9,56 ZAR - ZAR - Desarollo de Consultores Profesionales en Seguros S. A. de CV, León, Mexiko7) 99,47 MXN - MXN - Gente Compania de Soluciones Profesionales de Mexico, S. A. de C. V., León, Mexiko12) 100,00 MXN 12.840 MXN 2.744 Gerling Norge A/S, Oslo, Norwegen18) 100,00 NOK 228 NOK 21 GERLING Sustainable Development Project-GmbH, Köln, Deutschland 100,00 55 -6 Gerling-Konzern Panamericana Ltda., São Paulo, Brasilien18) 100,00 BRL 629 BRL -67 H. J. Roelofs Assuradeuren B. V., Rotterdam, Niederlande18) 100,00 718 8 Hannover Life Re Consultants, Inc., Orlando, USA18) 50,22 USD 181 USD 37 Hannover Re Consulting Services India Private Limited, Mumbay, Indien20) 50,22 INR 45.643 INR 5.643 Hannover Re Services Italy S. r. L., Mailand, Italien11) 50,04 313 91 Hannover Re Services Japan, Tokio, Japan 50,22 JPY 90.297 JPY 3.690 Hannover Re Services USA, Inc., Itasca, USA 50,22 USD 794 USD 78 Hannover Risk Consultants B.V., Rotterdam, Niederlande18) 100,00 349 7 Hannover Rückversicherung AG Escritorio de Representação no Brasil Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien18) 50,22 BRL 35 BRL 107 Hannover Services (Mexico) S. A. de C.V., Mexico City, Mexiko11) 50,22 MXN 11.022 MXN 1.031 Hannoversch-Kölnische Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland7) 50,00 - - HDI Direkt Service GmbH, Hannover, Deutschland3) 100,00 51 -319 HDI-Gerling Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland3) 100,00 25 -22 HDI-Gerling Services S. A., Brüssel, Belgien18) 100,00 143 31 HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH, Hannover, Deutschland 100,00 1.875 1.233 HDI-Gerling Versicherungs-Service AG, Zürich, Schweiz18) 100,00 CHF 1.346 CHF -61 HR Hannover Re Correduria de Reaseguros S. A., Madrid, Spanien11) 50,22 198 30 International Mining Industry Underwriters Ltd., London, Großbritannien11) 50,22 GBP 358 GBP 57 Kommanditgesellschaft Trans Leben Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co., Hamburg, Deutschland18) 100,00 1 -356 LRA Superannuation Plan Pty Ltd., Sydney, Australien22) 50,22 AUD - AUD - Mediterranean Reinsurance Services Ltd., Hongkong, China21) 50,22 USD - USD - Paetau Sports Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland 99,00 344 11 Scandinavian Marine Agency AS, Oslo, Norwegen18) 52,00 NOK 5.196 NOK 1.483 Shamrock Marine-Insurance Agency GmbH, Hamburg, Deutschland3) 100,00 25 -5 SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover, Deutschland3) 100,00 200 234 Svedea AB, Stockholm, Schweden23) 37,77 SEK - SEK - THS Services Versicherungsvermittlungs GmbH, Berlin, Deutschland 99,00 13 15 THV Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland 99,00 2.014 251 VES Gesellschaft f. Mathematik, Verwaltung und EDV mbH, Gevelsberg, Deutschland3) 100,00 195 -950 scroll 7. Beteiligungen durchgerechnete Quote1) in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR DFA Capital Management, Inc., Wilmington, USA18) 25,40 USD 1.177 USD -1.928 IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, München, Deutschland18) 37,50 -11.272 8.764 scroll 8. Beteiligungen der Hannover Rückversicherung AG an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet in % Eigenkapital2) in TEUR Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR Acte Vie S. A. Compagnie d'Assurances sur la Vie et de Capitalisation, Straßburg, Frankreich18) 9,38 8.118 136 1) Bei Beteiligungen, die teilweise indirekt gehalten werden, sind die durchgerechneten Anteile genannt worden 2) Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften nach jeweiligem lokalem Recht bzw. nach internationaler Rechnungslegung; abweichende Währungen sind angegeben 3) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag 4) Teilkonzernabschluss; in den Angaben zu Hannover Finance Inc. enthalten 5) Teilkonzernabschluss; in den Angaben zu Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd. enthalten 6) Teilkonzernabschluss; in den Angaben zu Hannover Re Real Estate Holdings Inc. enthalten 7) Keine Angaben gemäß § 286 Abs. 3 HGB 8) Die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 b HGB wurde in Anspruch genommen 9) Die Gesellschaft erstellt einen eigenen Teilkonzernabschluss 10) Bestimmte Eigenkapitalpositionen werden unter IFRS nicht angerechnet, weshalb die Höhe des Eigenkapitals hier negativ sein kann. Nach der für die Aufsicht relevanten lokalen Rechnungslegung ist die Gesellschaft ausreichend kapitalisiert 11) Vorläufige/untestierte Zahlen 12) Zahlenangaben nach IFRS 13) Auch dem Segment Privat- und Firmenversicherung Deutschland zugeordnet 14) Auch dem Segment Personen-Rückversicherung zugeordnet 15) Auch dem Segment Industrieversicherung zugeordnet 16) Die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB wurden in Anspruch genommen 17) Maßgeblicher Einfluss aufgrund von Gremienzugehörigkeit gemäß IAS 28.7 (a) 18) Zahlen zum Geschäftsjahresende 2009 19) Zahlen per 30. September 2010 20) Zahlen zum Geschäftsjahresende 31. März 2010 21) Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation 22) Die Gesellschaft ist inaktiv und erstellt keinen Geschäftsbericht 23) Die Gesellschaft wurde 2010 neu gegründet; es liegt noch kein Jahresabschluss vor Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in Hannover, den 28. März 2011. Hannover, den 28. März 2011 Der Vorstand Haas Dr. Hinsch Leue Dr. Noth Dr. Querner Dr. Roß Wallin Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den von der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Hannover, den 28. März 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Husch, Wirtschaftsprüfer Unsere Standorte Australien Hannover Life Re of Australasia Ltd Level 7 70 Phillip Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9251-6911 Telefax +61 2 9251-6862 Hannover Rückversicherung AG Australian Branch - Chief Agency The Re Centre, Level 21 Australia Square 264 George Street Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 9274-3000 Telefax +61 2 9274-3033 ― HDI-Gerling Australia Insurance ― HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Niederlassung Australien 44 Pitt Street, Level 4 Sydney NSW 2000 Telefon +61 2 8274-4200 Telefax +61 2 9247-1711 Bahrain ― Hannover ReTakaful B.S.C. (c) ― Hannover Rückversicherung AG, Bahrain Branch Al Zamil Tower 17th floor Government Avenue Manama Center 305 Manama Telefon +973 17 214-766 Telefax +973 17 214-667 Belgien HDI-Gerling Verzekeringen N.V./ HDI-Gerling Assurances S. A. Avenue de Tervuren 273 B1 1150 Brüssel Telefon +32 2 7730-811 Telefax +32 2 7730-950 Bermuda Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd. Victoria Place, 2nd floor, 31 Victoria Street Hamilton, HM 10 Telefon +1 441 2952827 Telefax +1 441 2952844 Hannover Re (Bermuda) Ltd. Victoria Place, 2nd floor, 31 Victoria Street Hamilton, HM 10 Telefon +1 441 2943110 Telefax +1 441 2967568 Brasilien Hannover Rückversicherung AG Escritório de Representação no Brasil Ltda. Praça Floriano, 19/1701 CEP 20 031 050 Rio de Janeiro Telefon +55 21 2217 9500 Telefax +55 21 2217 9515 HDI Seguros S. A. Avenida Eng. Luís Carlos Berrini 901-5° andar 04571-010 São Paulo-SP Telefon +55 11 550 519-95 Telefax +55 11 550 515-11 Bulgarien HDI Zahstrahovane AD G.S. Rakovski No 99 1000 Sofia Telefon +359 2 930-9050 Telefax +359 2 987-9167 Chile HDI Seguros S. A. Encomenderos 113 Las Condes/Santiago Telefon +56 2 422 9000 Telefax +56 2 422 9400 China Hannover Rückversicherung AG Hong Kong Branch 2008 Sun Hung Kai Centre 30 Harbour Road Wan Chai, Hongkong Telefon +852 2519 3208 Telefax +852 2588 1136 Hannover Rückversicherung AG Shanghai Branch Suite 3307, China Fortune Tower 1568 Century Boulevard Pudong 200122 Shanghai Telefon +86 21 5081-9585 Telefax +86 21 5820-9396 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Hongkong Room 5202, Central Plaza 18, Harbour Road Wan Chai, Hongkong Telefon +852 25 98-8338 Telefax +852 25 98-8838 Deutschland ― AmpegaGerling Investment GmbH ― Talanx Asset Management GmbH ― Talanx Immobilien Management GmbH Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 790799-0 Telefax +49 221 790799-999 E+S Rückversicherung AG Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Telefon +49 511 5604-0 Telefax +49 511 5604-1188 Hannover Rückversicherung AG Karl-Wiechert-Allee 50 30625 Hannover Telefon +49 511 5604-0 Telefax +49 511 5604-1188 ― HDI Direkt Versicherung AG ― HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG ― HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545 ― HDI-Gerling Lebensversicherung AG ― HDI-Gerling Pensionsfonds für die Wirtschaft AG ― HDI-Gerling Pensionskasse AG Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 144-0 Telefax +49 221 144-3833 HDI-Gerling Pensionsmanagement AG Charles-de-Gaulle-Platz 1 50679 Köln Telefon +49 221 144-69200 HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-4126 Telefax +49 511 645-4545 ― Neue Leben Holding AG ― Neue Leben Lebensversicherung AG ― Neue Leben Unfallversicherung AG Sachsenstraße 8 20097 Hamburg Telefon +49 40 23891-0 Telefax +49 40 23891-333 PB Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-5100 Telefax +49 2103 34-5109 Protection Reinsurance Intermediaries AG Karl-Wiechert-Allee 57 30625 Hannover Telefon +49 511 54223-0 Telefax +49 511 54223-200 ― Talanx AG ― Talanx Deutschland AG ― Talanx Service AG ― Talanx Systeme AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 Talanx International AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545 TARGO Versicherungen Proactiv-Platz 1 40721 Hilden Telefon +49 2103 34-7100 Telefax +49 2103 34-7109 Frankreich Hannover Rückversicherung AG Succursale Française 109 rue de la Boétie (Eingang: 52 avenue de Champs Elysées) 75008 Paris Telefon +33 1 4561 73-00 (life) Telefon +33 1 4561 73-40 (non-life) Telefax +33 1 4561 73-60 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Frankreich Tour Opus 12 - La Défense 9 77 Esplanade du Générale de Gaulle 92914 Paris La Défense Cedex Telefon +33 1 44 0556-00 Telefax +33 1 44 0556-66 Griechenland HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Griechenland 11 Omirou & 1 Vissarionos Street 10672 Athen Telefon +30 210 7259-181 Telefax +30 210 7259-177 Großbritannien ― Hannover Life Reassurance (UK) Limited ― Hannover Services (UK) Limited Hannover House Virginia Water Surrey GU25 4AA Telefon +44 1344 845-282 Telefax +44 1344 845-383 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Großbritannien 1 Great Tower Street London EC3R 5AA Telefon +44 20 7696-8099 Telefax +44 20 7696-8444 International Insurance Company of Hannover Limited 1 Arlington Square Bracknell Berkshire RG12 1WA Telefon +44 1344 397600 Telefax +44 1344 397601 Büro London: 10 Fenchurch Street London EC3M 3BE Telefon +44 20 7015-4000 Telefax +44 20 7017-4001 Indien Hannover Re Consulting Services India Private Limited 215 Atrium ,C' Wing, Unit 616, 6th floor Andheri-Kurla Rd. Andheri (East) Mumbai 400069 Telefon +91 22 613808-08 Telefax +91 22 613808-10 Irland Hannover Life Reassurance (Ireland) Limited No. 4 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 612-5718 Telefax +353 1 673-6917 Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd. No. 2 Custom House Plaza, IFSC Dublin 1 Telefon +353 1 612-5700 Telefax +353 1 829-1400 Italien Hannover Re Services Italy S.r.l. Via Dogana, 1 20123 Mailand Telefon +39 02 8068 1311 Telefax +39 02 8068 1349 HDI Assicurazioni S.p.A. Via Abruzzi 10 b 00187 Rom Telefon +39 06 42103-1 Telefax +39 06 42103-500 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Italien Via Franco Russoli, 5 20143 Mailand Telefon +39 02 83113-400 Telefax +39 02 83113-202 Japan Hannover Re Services Japan KK 7th floor, Hakuyo Building 3-10 Nibancho Chiyoda-ku Tokio 102-0084 Telefon +81 3 5214-1101 Telefax +81 3 5214-1105 HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Japan Sanbancho KS Building 7F 2 Banchi, Sanbancho Chiyoda-ku Tokio 102-0075 Telefon +81 3 5214-1361 Telefax +81 3 5214-1365 Kanada Hannover Rückversicherung AG Canadian Branch - Chief Agency 3650 Victoria Park Avenue, Suite 201 Toronto, Ontario M2H 3P7 Telefon +1 416 496-1148 Telefax +1 416 496-1089 Hannover Rückversicherung AG Canadian Branch - Facultative Office 130 King St, West, Suite 2125 Toronto, Ontario M5X 1A4 Telefon +1 416 867-9712 Telefax +1 416 867-9728 Kolumbien Hannover Rückversicherung AG Bogotá Representative Office Facultative Business Calle 98 No. 21-50 Office Number 901 Centro Empresarial 98 Bogotá Telefon +57 1 6420066-200 Telefax +57 1 6420273 Korea Hannover Rückversicherung AG Korea Branch Room 414, 4th floor Gwanghwamoon Officia B/D 163, Shinmunro-1ga, Jongro-gu Seoul 110-999 Telefon +82 2 3700 0600 Telefax +82 2 3700 0699 Luxemburg Euro International Reinsurance S. A. 43, Boulevard du Prince Henri 1724 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853 Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. 5, Rue Eugène Ruppert 2453 Luxemburg Telefon +35 224-1842 Telefax +35 224-1853 Malaysia Hannover Rückversicherung AG Malaysian Branch Suite 31-1, 31st floor Wisma UOA II No. 21 Jalan Pinang 50450 Kuala Lumpur Telefon +60 3 2687 3600 Telefax +60 3 2687 3760 Mexiko Hannover Services (México) S. A. de C. V. German Centre, Oficina 4-4-28 Av. Santa Fé No. 170 Col. Lomas de Santa Fé C.P. 01210 Mexiko-Stadt, D.F. Telefon +52 55 9140 0800 Telefax +52 55 9140 0815 HDI-Gerling de México Seguros S. A. Av. Paseo de las Palmas N. 239-104 Col. Lomas de Chapultepec 11000 Mexiko-Stadt, D.F. Telefon +52 55 5202-7534 Telefax +52 55 5202-9679 HDI Seguros S. A. de C. V. Paseo de los Insurgentes 1701 Col. Granada León, Guanajuato Telefon +52 477 7104764 Telefax +52 477 7104786 Niederlande HDI-Gerling Verzekeringen N. V. Westblaak 14 3012 KL Rotterdam Telefon +31 10 403-6100 Telefax +31 10 403-6275 Norwegen HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Norwegen C. J. Hambros plass 2D 0164 Oslo Telefon +47 232 136-50 Telefax +47 232 136-51 Österreich HDI-Gerling Lebensversicherung AG Galaxy 21 Praterstr. 31 1020 Wien Telefon +43 120 709-220 Telefax +43 120 709-900 HDI Versicherung AG Edelsinnstr. 7-11 1120 Wien Telefon +43 50 905 501-0 Telefax +43 50 902 502-0 Polen HDI Asekuracja TU S. A. ul. Plocka 11/13 01-231 Warschau Telefon +48 22 534-4000 Telefax +48 22 534-4001 HDI-Gerling Życie TU S. A. ul. Hrubieszowska 2 01-209 Warschau Telefon +48 22 537-2450 Telefax +48 22 537-2001 Russland OOO Strakhovaya Kompaniya "CiV Life" 30/1 Obrucheva street Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 267 Telefax +7 495 967 9 260 OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie" 30/1 Obrucheva street Moskau, 117485 Telefon +7 495 967 9 257 Telefax +7 495 967 9 260 Schweden Hannover Rückversicherung AG, Tyskland filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5597 (life) Telefax +46 8 617 5593 (non-life) International Insurance Company of Hannover Ltd., England filial Hantverkargatan 25 P. O. Box 22085 10422 Stockholm Telefon +46 8 617 5400 Telefax +46 8 617 5592 Schweiz HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Niederlassung Schweiz Dufourstrasse 46 8034 Zürich Telefon +41 44 265-4747 Telefax +41 44 265-4748 Slowakische Republik HDI Versicherung AG Niederlassung Slowakische Republik Štúrova 11 811 02 Bratislava Telefon +421 2 5 710 8611 Telefax +421 2 5 710 8618 Spanien HDI HANNOVER International España Cía de Seguros y Reaseguros S. A. c/Luchana, 23-6° 28010 Madrid Telefon +34 91 444-2000 Telefax +34 91 444-2019 HDI HANNOVER International España Cía de Seguros y Reaseguros S. A. c/Rosellón, 216-09° 08008 Barcelona Telefon +34 93 272 10-00 Telefax +34 93 238 76-70 HR Hannover Re Correduría de Reaseguros, S. A. Paseo del General Martínez Campos 46 28010 Madrid Telefon +34 91 319-0049 Telefax +34 91 319-9378 Südafrika Compass Insurance Company Limited P. O. Box 37226 Birnam Park 2015 Johannesburg Telefon +27 11 7458-333 Telefax +27 11 7458-444 ― Hannover Life Reassurance Africa Limited ― Hannover Reinsurance Africa Limited ― Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd. P. O. Box 85321 Emmarentia 2029 Johannesburg Telefon +27 11 4816-500 Telefax +27 11 4843330/32 HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd. P. O. Box 66 Saxonwold 2132 Johannesburg Telefon +27 11 340-0100 Telefax +27 11 447-4981 Taiwan Hannover Rückversicherung AG Taipei Representative Office Rm. 902, 9F, No. 129, Sec. 3 Misheng E. Road Taipeh Telefon +886 2 8770-7792 Telefax +886 2 8770-7735 Tschechische Republik HDI Versicherung AG Niederlassung Tschechische Republik Jugoslávská 620/29 120 00 Prag 2 Telefon +420 2 2019 0203 Telefax +420 2 2019 0299 Türkei CiV Hayat Sigorta A.Ş. Saray Mah. Ö. Faik Atakan Caddesi Yilmaz Plaza No: 3 34768 Ümraniye, Istanbul Telefon +90 216 633-1700 Telefax +90 216 633-1709 HDI Sigorta A. Ş. Büyükdere Caddesi C.E.M. Iş Merkezi No: 23 Kat: 7-8-9 34381 Şişli/Istanbul Telefon +90 212 368-6000 Telefax +90 212 368-6010 Ukraine HDI Strakhuvannya 102, Chervonoarmiyska Str. 03150 Kiew Telefon +38 44 247 4477 Telefax +38 44 529 0894 Ungarn HDI Versicherung AG Niederlassung Ungarn Batthyany u. 65 1015 Budapest Telefon +36 1 2482-820 Telefax +36 1 2482-829 ― Magyar Posta Életbiztosító Zrt. ― Magyar Posta Biztosító Zrt. Bégutca 3-5 1022 Budapest Telefon +36 1 4234-200 Telefax +36 1 4234-210 USA Hannover Life Reassurance Company of America 800 N. Magnolia Avenue Suite 1400 Orlando, FL 32803-3268 Telefon +1 407 649-8411 T elefax +1 407 649-8322 Hannover Re Services USA, Inc. 500 Park Blvd., Suite 1360 Itasca, IL 60143 Telefon +1 630 250-5517 Telefax +1 630 250-5527 HDI-Gerling America Insurance Company 150 North Wacker Drive, 29th floor Chicago, IL 60606 Telefon +1 312 580-1900 Telefax +1 312 580-0700 Glossar. A-D Abschlusskosten Kosten, die einem Versicherungsunternehmen beim Abschluss oder bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen entstehen (z. B. Abschlussprovision, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung). Aktuar Mathematiker, der sich mit Fragestellungen von Versicherungswesen, Kapitalanlagen und Altersvorsorge beschäftigt. Annual Premium Equivalent - APE Jahresbeitragsäquivalent. Messgröße für das Neugeschäft in der Lebensversicherung. Anschaffungskosten, fortgeführte Kaufpreis eines Vermögenswerts einschließlich aller Neben- und Bezugskosten; bei abnutzbaren Vermögenswerten vermindert um planmäßige und/oder außerplanmäßige Abschreibungen. Anwartschaftsbarwert Barwert des erdienten Teils der Verpflichtungen aus einer leistungsorientierten Pensionszusage. Asset Management Kapitalanlageverwaltung. Betreuung und Steuerung von Kapitalanlagen nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten. Assoziiertes Unternehmen Unternehmen, das weder durch Voll- oder Quotenkonsolidierung, sondern im Allgemeinen nach der> Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist und auf dessen Geschäfts- oder Firmenpolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen) Summe aus Provisionen, Vertriebs-, Personal-, Sach- und laufenden Verwaltungskosten. Bancassurance Bank- und Postkooperationen. Partnerschaft zwischen einer Bank/ Post und einem Versicherungsunternehmen zum Zweck des Vertriebs von Versicherungsprodukten über die Bank-/Postfilialen. Die Bindung zwischen Versicherer und Bank ist häufig geprägt durch eine Kapitalbeteiligung oder eine langfristige strategische Kooperation beider Parteien. Beitrag > Prämie Black-Scholes-Optionspreismodell Analytisches Modell für die Berechnung von theoretischen Optionspreisen, das den Tageskurs des Basiswerts, den Zinsfuß, die Restlaufzeit, die> Volatilität und eventuelle Dividendenzahlungen innerhalb der Laufzeit berücksichtigt. Bonität Kreditwürdigkeit. Fähigkeit eines Schuldners, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. brutto Bei Versicherungen: vor Abzug der> passiven Rückversicherung. Coinsurance-funds-withheld-Vertrag Mitversicherungsvertrag, bei dem der Zedent einen Teil der ursprünglichen Prämie mindestens in Höhe der zedierten Reserven zurückbehält. Ähnlich wie bei einem> Modified-Coinsurance-Vertrag repräsentiert die Zinszahlung an den Rückversicherer den Anlageertrag des zugrunde liegenden Wertpapierportefeuilles. Combined Ratio > kombinierte Schaden-/Kostenquote Compliance Gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln des Unternehmens und der Mitarbeiter. Corporate Governance System zur Realisierung einer verantwortlichen Führung und Überwachung von Unternehmen, das darauf abzielt, das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in Unternehmen zu fördern. Deckungsrückstellung Nach mathematischen Methoden errechneter Wert für zukünftige Verpflichtungen (Barwert künftiger Verpflichtungen abzüglich des Barwerts künftiger eingehender Prämien), vor allem in der Lebens- und Krankenversicherung. Deposit Accounting Aus der US-amerikanischen Rechnungslegung stammende Bilanzierungsmethode, nach der kurz- und langfristige Versicherungs- und Rückversicherungsverträge zu bilanzieren sind, die kein signifikantes versicherungstechnisches Risiko transferieren. Depotforderungen/Depotverbindlichkeiten Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten, die ein Versicherer von den liquiden Mitteln einbehält, die er an einen Rückversicherer im Rahmen eines Rückversicherungsvertrags zu zahlen hat. Der Versicherer weist in diesem Fall eine Depotverbindlichkeit aus, der Rückversicherer eine Depotforderung. Die Depotforderungen/-verbindlichkeiten sind zu verzinsen. Depotforderungen werden auch als Kapitalanlage-Surrogate bezeichnet. Derivat, derivatives Finanzinstrument Aus Basisinstrumenten wie Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Devisen abgeleitetes Finanzprodukt, dessen Marktwert u. a. anhand des jeweils zugrunde liegenden Wertpapiers oder sonstigen Referenzwerts festgestellt wird. Dazu zählen z. B.> Swaps, Optionen und Futures. Due-Diligence-Prüfung Prüfung einer Unternehmensbeteiligung im Vorfeld einer Akquisition oder Fusion: systematische Stärken-Schwächen-Analyse des Kaufobjekts, Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie fundierte Bewertung des Objekts. Duration Finanzmathematische Kennziffer, die die durchschnittliche Bindungsdauer des Barwerts eines Finanzinstruments darstellt; ein Maß für das mit einem Finanzinstrument verbundene Zinsänderungsrisiko. E-I EBIT Earnings before interest and tax.> operatives Ergebnis. Eigenkapital Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Innenfinanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn (realisiert/nicht realisiert) im Unternehmen belassen werden. Den Kapitalgebern steht für die Überlassung des Eigenkapitals eine Gewinnbeteiligung zu, z. B. in Form einer Dividende. Das Eigenkapital haftet bei der Kapitalgesellschaften für die Verbindlichkeiten. Embedded Value Maßstab zur Bewertung der Leistung von Lebensversicherungsunternehmen: Summe aus den freien Kapitalanlagen (Nettovermögen) und dem Ertragswert des Versicherungsbestands. Emittent Privates Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaft, das oder die Wertpapiere ausgibt, z. B. bei Aktien die Aktiengesellschaft und bei Bundesanleihen der Bund. Equity-Methode Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen (> assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss. Erneuerung Bei Vertragsbeziehungen mit Versicherungsunternehmen, die über längere Zeiträume laufen, werden die Vertragsbedingungen meist jährlich in so genannten Erneuerungsverhandlungen angepasst und die Verträge entsprechend erneuert. Erstversicherer Gesellschaft, die Risiken gegen eine Versicherungsprämie übernimmt und in einem direkten Vertragsverhältnis zum Versicherungsnehmer (Privatperson, Unternehmen, Organisation) steht. Exponierung, Exposure Gefährdungsgrad eines Risikos oder Risikobestands. Fair Value Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. fakultative Rückversicherung Beteiligung des Rückversicherers an einem bestimmten vom Erstversicherer übernommenen Einzelrisiko. fondsgebundene Lebensversicherung Lebensversicherung, bei der die Höhe der Leistungen von der Wertentwicklung eines dieser Versicherung zugeordneten Vermögensanlagefonds abhängt. für eigene Rechnung Bei Versicherungen: nach Abzug der> passiven Rückversicherung. Geschäfts- oder Firmenwert Betrag, den ein Käufer unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände nach Abzug der Schulden zu zahlen bereit ist. Großschaden Schaden, der im Vergleich zum Schadendurchschnitt der jeweiligen Risikogruppe eine außergewöhnliche Höhe erreicht und eine festgelegte Schadenhöhe übersteigt. haftendes Kapital Summe aus ― dem Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter, das sich wiederum aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen zusammensetzt, ― den Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital und ― dem so genannten Hybridkapital als eigenkapitalergänzendem Fremdkapital, das die nachrangigen Verbindlichkeiten umfasst. Hybridkapital Fremdkapital mit eigenkapitalergänzendem Charakter in Form von nachrangigen Darlehen und Genussrechtskapital. Impairment Außerplanmäßige Abschreibung, die vorgenommen wird, wenn der Barwert der geschätzten, zukünftigen Kapitalflüsse eines Vermögenswerts kleiner ist als dessen Buchwert. Insurance-Linked Securities - ILS Für die Verbriefung von Risiken eingesetzte Obligationen, bei denen die Auszahlung von Zins und/oder Nominalwert von Eintritt und Ausmaß eines Versicherungsereignisses abhängt. International Financial Reporting Standards - IFRS Internationale Rechnungslegungsstandards, bei Talanx angewendet seit 2004. Investment-Grade Ein Rating von BBB oder besser, das an Unternehmen vergeben wird, die ein geringes Bonitätsrisiko aufweisen.> Bonität K-P Kapitalflussrechnung Rechnung über die Herkunft und Verwendung von Zahlungsmitteln während der Abrechnungsperiode. Sie zeigt die Veränderung der Vermögens- und Kapitalbestände. Katastrophenanleihe Instrument zum Transfer von Katastrophenrisiken eines (Rückversicherers auf den Kapitalmarkt. kombinierte Schaden-/Kostenquote Summe aus> Schadenquote und> Kostenquote zuzüglich Depotzinsergebnis zu verdienten Beiträgen. Bei der Berechnung der bereinigten kombinierten Schaden-/Kostenquote werden die Aufwendungen für Versicherungsleistungen um das Depotzinsergebnis bereinigt. Die Quote findet Anwendung bei Schaden-Erst- und Rückversicherern. kongruente Währungsbedeckung Bedeckung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit entsprechenden Kapitalanlagen derselben Währung, um Wechselkursrisiken zu vermeiden. Konsolidierung In der Bilanzierungspraxis: Zusammenfassung von Einzelabschlüssen mehrerer Gesellschaften einer Unternehmensgruppe zu einem Konzernabschluss. Hierbei werden konzerninterne Transaktionen eliminiert. Kostenquote Verhältnis der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung. Kumulrisiko Versicherungstechnisches Risiko, das darin besteht, dass ein einziges auslösendes Ereignis (z. B. Erdbeben, Wirbelsturm) zu einer Häufung von Schadenfällen in einem> Portefeuille führt. latente Steuern Differenz zwischen sich errechnenden Steuern auf den nach Handelsbilanz bzw. IFRS-Rechnungslegung und den nach Steuerbilanz ausgewiesenen Gewinn, die sich in der Folgezeit wieder ausgleichen. Durch ihre Bilanzierung soll die Differenz ausgeglichen werden, sofern erkennbar ist, dass sie sich im Zeitablauf auflöst. Lebensversicherung Zusammenfassung derjenigen Versicherungsformen, bei denen es im weiteren Sinne um die Risiken der ungewissen Lebensdauer und -planung geht. Dazu gehören Todesfall und Berufsunfähigkeit, Altersversorgung, aber auch Heirat und Ausbildung. Letter of Credit - LoC Bankbürgschaft. Beispielsweise in den USA eine übliche Form der Sicherheitsleistung im Rückversicherungsgeschäft. Market Consistent Embedded Value - MCEV Spezielle Methode zur Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen, mit deren Hilfe die Langfristigkeit des Lebensversicherungsgeschäfts und der damit verbundenen Risiken abgebildet werden kann. Modified Coinsurance(ModCo)-Vertrag Rückversicherungsvertrag, bei dem der Zedent im Rahmen eines Depots Wertpapiere, die die zedierten Reserven besichern, zurückbehält und dadurch eine Verpflichtung begründet, zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen an den Rückversicherer zu leisten. Die Zahlungen beinhalten einen proportionalen Anteil an der Bruttoprämie sowie den Ertrag aus Wertpapieren. Morbidität Krankheitsmaß, das die Krankheitswahrscheinlichkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe angibt. Mortalität Sterblichkeit. Das Ausmaß von Todesfällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. netto Bei Versicherungen: nach Abzug der> passiven Rückversicherung. nichtproportionale Rückversicherung Rückversicherungsvertrag, bei dem der Rückversicherer den einen bestimmten Betrag übersteigenden Schadenaufwand bzw. Versicherungssumme tragen muss. operatives Ergebnis Summe aus dem Kapitalanlageergebnis, dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie dem übrigen Ergebnis vor Zinsen für sonstiges, zu Finanzierungszwecken aufgenommenes Fremdkapital (Finanzierungszinsen) und vor Steuern (Ertragsteuern). OTC over the counter. Bei Wertpapieren: außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern. Passive Rückversicherung Bestehende Rückversicherungsprogramme der Erstversicherer zur eigenen Absicherung vor versicherungstechnischen Risiken. Personenversicherung Sparten, die die Versicherung von Personen zum Gegenstand haben: Lebens-, Renten-, Kranken- und Unfallversicherung. Portefeuille, Portfolio a) Alle von einem Erst- oder Rückversicherer insgesamt oder in einem definierten Teilsegment übernommenen Risiken. b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe von Kapitalanlagen. Prämie Vereinbartes Entgelt für die vom Versicherungsunternehmen übernommenen Risiken. Prämienüberträge In einem Wirtschaftsjahr gebuchte Prämien, die periodengerecht dem Folgezeitraum zuzurechnen sind. P-S Present value of future profits - PVFP Immaterieller Vermögensgegenstand, der insbesondere beim Erwerb von Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen bzw. einzelnen Versicherungsbeständen entsteht. Der Barwert der erwarteten zukünftigen Erträge aus dem übernommenen Versicherungsbestand wird aktiviert und grundsätzlich planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich aufgrund durchgeführter jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen. Private Equity Von Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital. Provision Vergütung des Erstversicherers an Agenten, Makler und andere gewerbsmäßige Vermittler. Quotenrückversicherung Form der Rückversicherung, in der der prozentuale Anteil am gezeichneten Risiko sowie die Prämie vertraglich festgelegt werden. Dabei ist der Verwaltungsaufwand beim Rückversicherungsunternehmen sehr gering. Rate Prozentsatz (in der Regel vom Prämienvolumen) des rückversicherten Portefeuilles, der bei einer> nichtproportionalen Rückversicherung als Rückversicherungsprämie an den Rückversicherer zu zahlen ist. Rating Systematische Einschätzung von Unternehmen hinsichtlich ihrer> Bonität durch eine Ratingagentur oder Bank. Rückstellung Passivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung von Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach bestehen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt der Fälligkeit jedoch noch nicht bekannt sind. Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle (= Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, kurz: Schadenrückstellung). Rückversicherer Gesellschaft, die gegen eine vereinbarte Prämie Risiken bzw. Portefeuille-Segmente von einem> Erstversicherer oder einem anderen Rückversicherer übernimmt. Retail a) Allgemein: Privatkundengeschäft. b) AmpegaGerling: Geschäft mit Investmentfonds, die grundsätzlich für den privaten, nicht institutionellen Anleger konzipiert sind, jedoch auch Investments von Konzerngesellschaften offenstehen. Retrozession Abgabe von Risiken oder Anteilen an Risiken eines Rückversicherers an andere Rückversicherer. Retrozessionär > Zessionär, sofern es sich dabei um eine Rückversicherung handelt. Risikomanagement-System Gesamtheit der Regelungen und Maßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu überwachen und abzuwehren. Schaden- und Unfallversicherung Gesamtheit der Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebensversicherung und Krankenversicherung: alle Sparten, bei denen im Versicherungsfall nicht eine festvereinbarte Summe bezahlt, sondern der entstandene Schaden ersetzt wird. Schadenquote Bilanzielle Schadenquote netto: Verhältnis der Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto) einschließlich dem sonstigen versicherungstechnischem Ergebnis (netto), jedoch ohne etwaige Konsolidierungsdifferenzen versicherungstechnischer Sachverhalte - inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP - zu den verdienten Prämien für eigene Rechnung.> PVFP Schwankungsrückstellung Rückstellung zum Ausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf einzelner Sparten über mehrere Jahre. Bei den IFRS Berücksichtigung innerhalb des Eigenkapitals. Segmentberichterstattung Nach Geschäftsbereichen und Regionen untergliederte Darstellung des Konzernabschlusses. Selbstbehalt Der Teil der übernommenen Risiken, den der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also> netto ausweist. Gebuchte Nettobeiträge im Verhältnis zu gebuchten Bruttobeiträgen (ohne Sparbeiträge der fondsgebundenen Lebens- und Rentenvericherung). Solvabilität Ausstattung mit freien, unbelasteten Eigenmitteln, die zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge notwendig ist. Solvency II Projekt der Europäischen Kommission zur Reformierung und Harmonisierung der europäischen Vorschriften zur Versicherungsaufsicht, vor allem der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen. Spezialgeschäft a) Allgemein: Spezialversicherung für Nischengeschäft wie spezielle Kraftfahrtdeckung und Kunstversicherung. b) Hannover Rück: Teilbereich des Geschäftsfelds Schaden-Rückversicherung, der das Transport- und Luftfahrtgeschäft, Kredit/ Kaution, die strukturierten Produkte, ILS (Insurance-Linked Securities), den Londoner Markt und das Direktgeschäft umfasst. S-Z Stresstest Form der Szenarioanalyse, die dazu dient, eine quantitative Aussage über das Verlustpotenzial von> Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu können. Swap engl. Tausch. Vereinbarung zwischen zwei Schuldnern, Zahlungen zu vertraglich festgeschriebenen Konditionen und Zeitpunkten auszutauschen. Es können Zahlungsströme fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch können gezielt finanzielle Risiken eines Portfolios abgesichert werden oder neue Risiken zur Renditeoptimierung in ein Portfolio aufgenommen werden. Swaption Optionskontrakt, der es dem Käufer gegen eine Zahlung einer einmaligen Prämie erlaubt, zu - oder bis zu - einem bestimmten Zeitpunkt in einen Zinsswap (> Swap) einzusteigen. Sie ermöglicht die Absicherung gegen steigende Zinssätze, ohne dem Käufer dabei die Möglichkeit zu nehmen, bei sinkenden Zinssätzen günstiger zu refinanzieren. Underlying Basiswert. Vertragsgegenstand eines Termin- oder Optionsgeschäfts, der als Grundlage für die Erfüllung und Bewertung des Vertrags dient. Underwriting Prüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken zur Festsetzung einer angemessenen Prämie für das jeweilige Risiko. Der Zweck des Underwritings besteht darin, das Versicherungsrisiko so zu streuen, dass es einerseits für den (Rück-)Versicherten recht und billig, andererseits für den (Rück-)Versicherer profitabel ist. Überschussbeteiligung Gesetzlich vorgeschriebene, jährlich neu festgelegte Beteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Überschüssen von Lebensversicherungen. Value at Risk Risikomaß zur Ermittlung potenzieller Verluste, die in einem vorgegebenen Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden. verdiente Prämien Anteil an den gebuchten Prämien, der auf den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr entfällt. versicherungstechnisches Ergebnis Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem Versicherungsgeschäft zugeordnet werden: Saldo aus> verdienten Prämien für eigene Rechnung und den sonstigen versicherungstechnischen Erträgen (netto) sowie Aufwendungen für Versicherungsleistungen (netto), Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen (netto) und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen (netto) inklusive der Amortisation des Aktionärs-PVFP, jedoch ohne Konsolidierungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung.> PVFP Verwaltungskosten Kosten der laufenden Verwaltung, die im Zusammenhang mit der Produktion von Versicherungsschutz stehen. Volatilität Schwankungsmaß der Variabilität von Wertpapier- und Devisenkursen sowie Zinssätzen, aber auch von Versicherungssparten, die einen stark variierenden Schadenverlauf haben können. weicher Markt Marktphase mit Überangebot an Versicherung mit der Folge von nicht risikoadäquaten Prämien. Gegensatz:> harter Markt Zedent Erst- oder Rückversicherer, der Teile der von ihm versicherten Risiken gegen eine Prämie an einen Rückversicherer abgibt (zediert). Zeitwert > Fair Value Zessionär Rückversicherer des Erstversicherers. Stichwortverzeichnis scroll Abschreibungen Altersversorgung, betriebliche Altersvorsorge, private AmpegaGerling Annual Premium Equivalent (APE) Anteilsbesitz Asset-Liability-Management Asset Management Ausbildung 49, 60, 61, 122, 128-131, 241 80, 83, 96 38, 96, 100, 101 24, 54, 55, 76, 105 46 256-263 65, 178 54, 65 22, 75, 77 Bancassurance 96, 97, 104 Cashflow-Hedges Combined Ratio Credit Life 68, 209> Kombinierte Schaden-/Kostenquote 97, 157, 162 Deckungsrückstellung Derivate Diversifikation 63, 64, 69, 90, 138, 218 59, 125, 132, 172, 207-210 52, 58 E+S Rück EBIT des Konzerns Eigenkapital Eigenkapitalrendite Ertragsteuern 3, 51, 104 41, 42, 145 5, 56, 62, 67, 68, 112, 137, 214 31, 35, 68, 81, 103 120, 136, 142, 145, 242 Finanz-/Wirtschaftskrise Fondsgebundene Produkte Frauenförderung 36-40, 43-47, 49, 52, 61, 68, 86, 94, 96, 98 42, 90, 100, 172 74 Großschäden 26, 38, 39, 50, 101, 168, 254, 255 Hannover Life Re Hannover Rück-Gruppe Asien inkl. China Deutschland Großbritannien Nordamerika HDI Direkt HDI V. a. G. 51, 52, 102, 105, 258, 259 53> E+S Rück 52 50, 51 3, 97, 103 28, 31, 115 IFRS Impairment-Test Industrieversicherung Insurance-Linked Securities (ILS) 31, 86, 116-120, 127, 128 126, 154, 188, 191 28, 43-45, 75, 102, 103, 144 51, 105, 159, 161 Kapitalanlageergebnis des Konzerns Kapitalanlagen Kombinierte Schaden-/Kostenquote Konzernergebnis Konzernfunktionen Konzernstruktur, grafische Darstellung Kooperationen Kfz-Versicherung 41, 42, 53, 232-235 50, 54-60, 65, 69, 105, 203 39, 42-47, 49-51 4, 5, 26, 41, 42 30, 54, 105, 121, 145 29 24, 42, 48, 53, 96, 103 47, 76 Lebensversicherung 4, 39, 40, 42, 45, 46, 89, 90, 94, 97, 100, 101 Makler Market Consistent Embedded Value (MCEV) Mehrmarkenstrategie 2, 47, 77, 96, 172 35, 87, 91, 171, 191 2, 30, 77, 115 Naturkatastrophen Neue Leben-Gruppe Neugeschäft 38, 39, 50, 89, 160 3, 45, 104 38-40, 44-46, 48, 49, 52, 53, 73, 90, 100 Operatives Ergebnis > EBIT des Konzerns PB Versicherungen Pensionsrückstellungen Personen-Rückversicherung Privatkunden Privat- und Firmenversicherung Deutschland Privat- und Firmenversicherung International Protection Re 3, 46 223-226> Hannover Life Re 5, 41, 44, 54, 95, 100, 104 5, 28, 42, 45, 102-104, 145 30, 47, 102, 104, 145 2, 30, 55, 105, 174 Rating von Kapitalanlagen von Konzerngesellschaften Retakaful Risikokapital Rückstellung für Beitragsrückerstattung Rückstellungen, versicherungstechnische/Schaden- Rückversicherung 31, 57, 60, 93 24, 25, 71-73, 83 51, 53 31, 33, 57, 66, 67, 84 57, 63, 222 44-46, 51, 56, 57, 62-64, 88, 90, 218 28, 30, 44, 55, 60, 73, 76, 96, 160, 161 Schadenquote Schaden-Rückversicherung Schuldverschreibungen Selbstbehalt(squote) Solvency II Steueraufwand Strukturierte Rückversicherung 44, 168 38, 42, 49-51, 65, 101, 102, 104, 145 5, 25, 62, 70, 71 46, 48, 50, 53, 167, 170 40, 52, 84, 94, 99-102 242, 243 105 Talanx International Benelux (HDI-Gerling Verzekeringen/Assurances) Italien (HDI Assicurazioni) Lateinamerika (HDI Seguros) Mittel- und Osteuropa Spanien (HDI Seguros) Türkei (HDI Sigorta) Talanx Service AG Talanx Systeme AG Targo Versicherungen 47 43 48, 49 42, 48, 49, 53, 101, 104, 105 30, 45, 47, 50, 104 44 48, 49 18, 30, 54 18, 30, 54 3, 25, 97 Umstrukturierung des Konzerns Underwriting 26, 42, 48, 54, 95, 96> Zeichnungspolitik Veräußerungsgruppen Verbriefung Verbundene Unternehmen Vermittler, unabhängige Versicherungstechnisches Ergebnis Vertriebswege 56, 57, 62, 65, 70, 137, 164, 165 159, 160 195, 203 45, 77, 89, 91, 94, 172 42, 44-47, 49-51 3, 47, 55, 77, 90, 96 Wertorientierte Steuerung 34, 35, 66, 104, 215 Zeichnungspolitik 88, 89, 168 Impressum Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail [email protected] www.talanx.com Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Thomas von Mallinckrodt Telefon +49 511 3747-2020 Telefax +49 511 3747-2025 E-Mail [email protected] Redaktionsschluss: 28. März 2011 Veröffentlicht am: 23. Mai 2011 Dieser Geschäftsbericht erscheint auch auf Englisch. Geschäftsbericht im Internet: http://geschaeftsbericht2010.talanx.com scroll Climate PartnerO klimaneutral gedruckt Die CO2 -Emissionen dieses Produkts wurden durch CO2 -Emissionszertifikate ausgeglichen. Zertifikatsnummer: 543-53394-0511-1041 www.climatepartner.com Standorte weltweit Amerika BM Bermuda. Hannover Life Re Bermuda, Hamilton Hannover Re Bermuda, Hamilton BR Brasilien. Hannover Re (Representative Office), Rio de Janeiro HDI Seguros, São Paulo CA Kanada. Hannover Rück (Branch), Toronto CL Chile. HDI Seguros, Santiago CO Kolumbien. Hannover Rück (Representative Office), Bogotá MX Mexiko. Hannover Services (México), Mexiko-Stadt HDI-Gerling de México Seguros, Mexiko-Stadt HDI Seguros, León US USA. Hannover Life Re America, Orlando Hannover Re Services USA, Itasca/Chicago HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago Europa AT Österreich. HDI-Gerling Lebensversicherung, Wien HDI Versicherung, Wien BE Belgien. HDI-Gerling Assurances/Verzekeringen, Brüssel BG Bulgarien. HDI Zahstrahovane, Sofia CH Schweiz. HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Zürich CZ Tschechische Republik. HDI Versicherung (Niederlassung), Prag DE Deutschland. AmpegaGerling, Köln E+S Rück, Hannover Hannover Rück, Hannover HDI Direkt, Hannover HDI-Gerling, Hannover/Köln Neue Leben, Hamburg PB Versicherungen, Hilden Protection Re, Hannover Talanx, Hannover Targo Versicherungen, Hilden ES Spanien. HDI Seguros, Madrid/Barcelona HR Hannover Re, Madrid FR Frankreich. Hannover Rück (Branch), Paris HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Paris GR Griechenland. HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Athen HU Ungarn. HDI Versicherung (Niederlassung), Budapest Magyar Posta Biztosító, Budapest Magyar Posta Életbiztosító, Budapest IE Irland. Hannover Life Re (Ireland), Dublin Hannover Re (Ireland), Dublin HDI Reinsurance, Dublin IT Italien. Hannover Re Services Italy, Mailand HDI Assicurazioni, Rom HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Mailand LU Luxemburg. Euro International Re, Luxemburg Hannover Finance, Luxemburg Talanx Finanz, Luxemburg NL Niederlande. HDI-Gerling Verzekeringen, Rotterdam NO Norwegen. HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Oslo PL Polen. HDI Asekuracja, Warschau HDI-Gerling Życie, Warschau SE Schweden. Hannover Rück (Branch), Stockholm International Insurance Company of Hannover (Niederlassung), Stockholm SK Slowakische Republik. HDI Versicherung (Niederlassung), Bratislava TR Türkei. CiV Hayat Sigorta, Istanbul HDI Sigorta, Istanbul UA Ukraine. HDI Strakhuvannya, Kiew UK Großbritannien. Hannover Life Re UK, Virginia Water Hannover Services UK, Virginia Water HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), London International Insurance Company of Hannover, Bracknell/London Afrika ZA Südafrika. Compass Insurance Company, Johannesburg Hannover Life Re Africa, Johannesburg Hannover Re Africa, Johannesburg HDI-Gerling Insurance South Africa, Johannesburg Australien AU Australien. Hannover Life Re Australasia, Sydney Hannover Rück (Branch), Sydney HDI-Gerling Australia Insurance Company, Sydney HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Sydney Asien/Pazifik BH Bahrain. Hannover ReTakaful, Manama Hannover Rück (Branch), Manama CN China. Hannover Rück (Hong Kong Branch) Hannover Rück (Shanghai Branch) HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Hongkong IN Indien. Hannover Re Consulting Services, Mumbai Magma HDI General Insurance, Kolkata JP Japan. Hannover Re Services Japan, Tokio HDI-Gerling Industrie (Niederlassung), Tokio KR Korea. Hannover Rück (Branch), Seoul MY Malaysia. Hannover Rück (Branch), Kuala Lumpur RU Russland. CiV Life, Moskau HDI Strakhovanie, Moskau TW Taiwan. Hannover Rück (Representative Office), Taipeh * Vorbehaltlich aufsichtsrechtlicher Genehmigung Talanx AG Riethorst 2 30659 Hannover Telefon +49 511 3747-0 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail [email protected] www.talanx.com
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