Annual Report • Sep 21, 2011
Annual Report
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| TEUR | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis | 360.231 | 397.564 | 471.613 | 431.789 | 286.317 |
| Zinsergebnis | -109.414 | -66.029 | -59.807 | -48.510 | -109.550 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 87.069 | 18.660 | 22.760 | 161.507 | 95.983 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen | 358.484 | 80.522 | 107.265 | 96.101 | 35.239 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -20.599 | 269.673 | 327.301 | 448.685 | 237.511 |
| Außerordentliches Ergebnis | -14.161 | - | - | 4.908 | -42.561 |
| Steueraufwand | -44.524 | 57.020 | -41.899 | 210.569 | 38.739 |
| Jahresüberschuss | 9.764 | 212.654 | 369.200 | 243.024 | 156.211 |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | - | 106.327 | - | - | - |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 290.927 | 184.600 | - | - | - |
| Bilanzgewinn | 300.691 | 290.927 | 369.200 | 243.024 | 156.211 |
| Finanzanlagen | 6.003.032 | 5.752.932 | 5.736.944 | 5.439.715 | 4.623.900 |
| Eigenkapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 260.000 | 260.000 | 260.000 | 260.000 | 260.000 |
| Kapitalrücklage | 629.529 | 629.529 | 629.529 | 629.529 | 629.529 |
| Gewinnrücklage | 2.902.758 | 2.986.528 | 2.695.601 | 2.452.576 | 2.296.366 |
| Bilanzgewinn | 300.691 | 290.927 | 369.200 | 243.024 | 156.211 |
| Gesamt | 4.092.978 | 4.166.984 | 3.954.330 | 3.585.129 | 3.342.106 |
| Fremdmittel über ein Jahr Laufzeit | 1.876.285 | 1.600.438 | 1.714.116 | 1.717.440 | 1.072.182 |
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von ± einer Einheit auftreten.
Im Geschäftsjahr 2010 ist der Aufsichtsrat seinen Aufgaben und Pflichten nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung jederzeit nachgekommen. Wir befassten uns eingehend mit der wirtschaftlichen Lage, der Risikosituation und der strategischen Entwicklung der Talanx AG und ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden.
Im Berichtsjahr kamen wir zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die am 26. März, am 28. Mai, am 31. August und am 13. November 2010 stattfanden. Wie schon im Jahr zuvor hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre gesetzlichen Befugnisse wahrgenommen und zu einer Sitzung zwei Vertreter entsandt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats trat viermal, der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten dreimal zusammen. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren auch im Jahre 2010 nicht erforderlich. Der Gesamtaufsichtsrat wurde jeweils über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Des Weiteren ließen wir uns vom Vorstand quartalsweise schriftlich über den Gang der Geschäfte sowie die Lage des Unternehmens und des Konzerns unterrichten. Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG durchzuführen. Soweit zwischen den Sitzungen zustimmungspflichtige Geschäfte anstanden, legte der Vorstand uns diese zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren vor. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt und wurde von ihm laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle im Unternehmen und innerhalb des Talanx-Konzerns in Kenntnis gesetzt. Insgesamt haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorstandshandelns überzeugt.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, über wichtige Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik sowie über Geschäfte, die zwar nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, über die jedoch nichtsdestoweniger entsprechend den Regelungen der Geschäftsordnung zu berichten ist. In unseren Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich erörtert sowie Anregungen und Verbesserungsvorschläge eingebracht.
Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der einzelnen Konzernsegmente, die Neuausrichtung des Konzerns und Optimierung seiner Strukturen sowie die Planung für das Jahr 2011 standen im Mittelpunkt der Berichterstattung und wurden ausführlich in unseren Sitzungen behandelt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden uns Gründe für Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den gültigen Plänen und Zielen dargestellt, die von uns entsprechend nachvollzogen wurden.
Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns und der Optimierung seiner Strukturen beschlossen wir Ende 2009 eine geänderte Geschäftsverteilung für den Vorstand, die sukzessive im Jahr 2010 in Kraft getreten ist, und fassten die zur Umsetzung der Zielstruktur erforderlichen Beschlüsse.
Einen weiteren Schwerpunkt der Beratung bildete das Risikomanagement im Konzern. Die Risikoberichterstattung des Vorstands war Gegenstand jeder Sitzung des Aufsichtsrats. Wir behandelten ferner eine Reihe von Erwerbs-, Veräußerungs- und Kooperationsvorhaben, die der Vorstand uns zur Erörterung und Beschlussfassung vorlegte. Namentlich genannt sei an dieser Stelle die Veräußerung der US-amerikanischen Clarendon National Insurance Company und ihrer Tochtergesellschaften, die Begründung einer Zusammenarbeit mit der Meiji Yasuda Life Insurance Company, der Kauf einer Versicherungsgesellschaft in den Niederlanden und der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einer österreichischen Investmentgesellschaft. Ferner wurde über die strategische Ausrichtung des neuen Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie die Globalisierungsstrategie der Industrieversicherung im Aufsichtsrat beraten. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2010 verschiedene Erwerbsvorhaben, u. a. in Vietnam, Kanada und Argentinien, geprüft; über den Stand der Überlegungen und Gespräche wurden wir jeweils unterrichtet gehalten.
Mit Blick auf § 87 Abs. 1 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasste sich das Aufsichtsratsplenum mit der Festlegung der Tantiemen der Mitglieder des Vorstands sowie mit der Überprüfung der Festbezüge einzelner Vorstandsmitglieder und zog dabei auch horizontale und vertikale Vergütungsaspekte und -konzepte als Vergleich und Orientierung heran. Einen großen Raum nahmen auch die Neuregelung des Systems der Vorstandsvergütungen und die Anpassung der Vorstandsdienstverträge ein. Diese Neuregelungen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. November 2010 verabschiedet. Ferner wurde der Aufsichtsrat in dieser Sitzung gem. § 3 Abs. 5 der Versicherungs-Vergütungsverordnung über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme im Konzern unterrichtet.
Die aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen haben wir nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand verabschiedet. Dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag der Talanx AG mit der HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen mbH - der heutigen Talanx Systeme AG - erteilte der Aufsichtsrat aufgrund der schriftlichen und der mündlichen Erläuterungen des Vorstands die erforderliche Zustimmung.
Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats behandelte - neben der Vorbereitung der Erörterung und Beschlussfassung im Plenum - eingehend die freiwillig erstellten Quartalsabschlüsse der Gesellschaft. Ferner haben wir im Finanz- und Prüfungsausschuss die Ergebnisse einer aktuarischen Prüfung der Nettoschadenreserven für das Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Talanx-Konzern sowie die Rentabilitätsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2009 erörtert und uns mit dem internen Kontrollsystem, den Risikoberichten, der Arbeit der internen Revision sowie dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers befasst.
Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bereitete unter Einbeziehung externer Berater in mehreren Sitzungen die Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente vor und unterbreitete dem Plenum einen Vorschlag für die Neuregelung des Vergütungssystems, um zunächst den versicherungsaufsichtsbehördlichen Vorgaben und sodann im Laufe des Jahres 2010 - nach Inkrafttreten der gesetzlichen Grundlagen und Präzisierungen des Verordnungsgebers - auch den neuen rechtlichen Anforderungen zu genügen. Im schriftlichen Verfahren hat der Ausschuss - nach Verabschiedung des neuen Vergütungssystems durch den Gesamtaufsichtsrat - die Ziele für die einzelnen Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 festgelegt. Außerdem wurden bei anstehenden Wiederbestellungen sowie im Zuge der Festlegung der Tantiemen und der Überprüfung der Festbezüge von Vorstandsmitgliedern Empfehlungen an das Aufsichtsratsplenum ausgesprochen.
Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat erneut dem Thema Corporate Governance. Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die bislang ausschließlich aus festen Bestandteilen bestehende Aufsichtsratsvergütung um eine variable Komponente ergänzt, die Höhe der Vergütung auf ihre Angemessenheit hin überprüft und dem Niveau der maßgeblichen Wettbewerber angenähert.
Die Selbstbehalte in der D&O-Versicherung wurden neu geregelt und an die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst.
Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Talanx AG, der Abschluss des Talanx-Konzerns, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards "IFRS") aufgestellt wurde, sowie die entsprechenden Lageberichte wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag und bestimmte - neben den üblichen Prüftätigkeiten - als Schwerpunkte beim Jahresabschluss die Prüfung der Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sowie beim Konzernabschluss die Prüfung der Bewertung der Deferred Acquisition Costs, der Zeitwertbestimmung der Kapitalanlagen unter besonderer Beachtung der so genannten Zeitwerthierarchie und die Prüfung der Steuern. Ferner waren die Prüfungsschwerpunkte der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung Gegenstand der Prüfungshandlungen der Wirtschaftsprüfer.
Die Prüfungen der Abschlussprüfer ergaben keinen Anlass zu Beanstandungen. In den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerken erklärten die Abschlussprüfer, dass die Buchführung und der Jahres- bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und die Lageberichte im Einklang mit dem Jahres- bzw. dem Konzernabschluss stehen.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Sie wurden im Finanz- und Prüfungsausschuss am 16. Mai 2011 und in der Aufsichtsratssitzung am 17. Mai 2011 ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer nahm jeweils an den Beratungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats über den Jahres- und den Konzernabschluss teil und berichtete über die Durchführung der Prüfungen. Dabei stand er uns für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der entsprechenden Lageberichte und der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben wir uns jeweils deren Urteil angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den in den Lageberichten getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns nach Prüfung aller insoweit zu beachtenden Aspekte an.
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde gleichfalls von der KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass
1. die tatsächlichen Angaben richtig sind,
2. bei den im Bericht ausgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Wir haben den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Dabei kommen wir zum gleichen Ergebnis wie die Abschlussprüfer und haben keine Einwendungen gegen die in diesem Bericht wiedergegebene Erklärung.
Mit Wirkung ab 1. September 2010 wurde Herr Torsten Leue neu in den Vorstand der Gesellschaft bestellt, der ab diesem Zeitpunkt das neu gebildete Geschäftsfeld Privat- und Firmenversicherung Ausland verantwortet. Der Aufsichtsrat beschloss ferner die Verlängerung der im Jahre 2011 auslaufenden Vorstandsmandate der Herren Dr. Hinsch, Dr. Querner und Dr. Noth sowie die Verlängerung des Anfang des Jahres 2012 auslaufenden Mandates von Herrn Haas.
Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2011 ist Herr Hans-Ulrich Hanke als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat ihm für seine konstruktive und engagierte Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Mit Wirkung ab 1. Februar 2011 ist ihm Frau Jutta Hammer als Mitglied im Aufsichtsrat für den Rest der laufenden Mandatsperiode nachgefolgt.
Vorstand und Mitarbeiter haben in einem nach wie vor schwierigen Umfeld mit Einsatzfreude und Umsicht gearbeitet und gehandelt. Hierfür gilt ihnen der besondere Dank des Aufsichtsrats.
Hannover, 17. Mai 2011
Für den Aufsichtsrat
Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender
Vorsitzender
ehem. Vorsitzender des Vorstands
der Talanx AG,
Berg
stv. Vorsitzender
Angestellter,
HDI-Gerling Vertrieb Firmen
und Privat AG,
Raesfeld
stv. Vorsitzender
ehem. Vorsitzender des Vorstands
der ThyssenKrupp Technologies AG,
Hamburg
Zentralbereichsleiter,
Hannover Rückversicherung AG,
E+S Rückversicherung AG,
Hannover
(seit 1.2.2011)
Angestellte, HDI-Gerling
Leben Betriebsservice GmbH,
Bergisch Gladbach
(bis 31.1.2011)
Angestellter, HDI-Gerling
Leben Betriebsservice GmbH,
Brühl
Gewerkschaftssekretär,
Norderstedt
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Groz-Beckert KG,
Albstadt
Angestellte, HDI-Gerling
Industrie Versicherung AG,
Oberhausen
Angestellter,
Hannover Rückversicherung AG,
Hannover
ehem. Mitglied des Vorstands
der Deutsche Post AG,
Inning
Vorsitzender des Stiftungsrats
der Hanns-Voith-Stiftung,
Heidenheim
Angestellte,
Talanx Service AG,
Hannover
ehem. Mitglied des Vorstands
der E.ON AG,
Hannover
Mitglied des Vorstands
der Daimler AG,
Stuttgart
Professorin an der
Leibniz Universität,
Hannover
ehem. Vorsitzender des Vorstands
der Bayer AG,
Leverkusen
Der Aufsichtsrat hat aus den Reihen seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet, die dem Gesamtaufsichtsrat zur Seite stehen.
| ― | Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender |
| ― | Dr. Thomas Lindner |
| ― | Ralf Rieger |
| ― | Prof. Dr. Eckhard Rohkamm |
| ― | Dr. Erhard Schipporeit |
| ― | Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender |
| ― | Prof. Dr. Eckhard Rohkamm |
| ― | Dr. Michael Rogowski |
| ― | Prof. Dr. Ulrike Wendeling-Schröder |
| ― | Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender |
| ― | Ralf Rieger |
| ― | Prof. Dr. Eckhard Rohkamm |
| ― | Katja Sachtleben-Reimann |
| ― | Wolf-Dieter Baumgartl, Vorsitzender |
| ― | Dr. Thomas Lindner |
| ― | Dr. Michael Rogowski |
| ― | Vorbereitung der Finanzentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats |
| ― | Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Finanzangelegenheiten wie Gründung von Gesellschaften, Erwerb von Beteiligungen und Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaften innerhalb eines jeweils definierten Wertrahmens |
| ― | Vorbereitung der Personalangelegenheiten des Gesamtaufsichtsrats |
| ― | Entscheidung anstelle des Gesamtaufsichtsrats über bestimmte Personalangelegenheiten, für die der Gesamtaufsichtsrat nicht zwingend ausschließlich zuständig ist |
| ― | Vorschlag für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds, wenn im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht wird (§ 31 Abs. 3 MitbestG) |
| ― | Empfehlung von geeigneten Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung |
Vorsitzender
Vorsitzender des Vorstands
HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.,
Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Konzernentwicklung |
| ― | Investor Relations |
| ― | Presse/Öffentlichkeitsarbeit |
| ― | Recht |
| ― | Revision |
| ― | Vorstandsbüro/Compliance |
stv. Vorsitzender
stv. Vorsitzender des Vorstands
HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.,
Vorsitzender des Vorstands
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Geschäftsbereich Industrieversicherung |
| ― | Facility-Management |
| ― | Personal |
| ― | Einkauf |
| ― | Rückversicherungseinkauf |
(bis 31.5.2010)
Vorsitzender des Vorstands
ProACTIV Holding AG, Hilden
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | ehem. Geschäftsfeld Bancassurance Inland und Ausland |
(seit 1.9.2010)
Vorsitzender des Vorstands
Talanx International AG, Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International |
Vorsitzender des Vorstands
Talanx Systeme AG, Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Informationstechnologie |
Mitglied des Vorstands
HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.,
Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Finanzen/Beteiligungen/Immobilien |
| ― | Kapitalanlagen |
| ― | Controlling |
| ― | Inkasso |
| ― | Risikomanagement |
| ― | Rechnungswesen/Steuern |
Vorsitzender des Vorstands
Talanx Deutschland AG, Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland |
| ― | Betriebsorganisation |
Vorsitzender des Vorstands
Hannover Rückversicherung AG, Hannover
Im Talanx-Vorstand verantwortlich für
| ― | Geschäftsbereich Rückversicherung |
Die Talanx AG übt die Funktion der Finanz- und Managementholding des Talanx-Konzerns aus und ist weltweit in 40 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Niederlassungen vertreten. Einschließlich seiner Kooperationen ist der Konzern insgesamt in 150 Ländern auf allen fünf Kontinenten aktiv. Der Talanx-Konzern ist mit seinen Gesellschaften überwiegend in der Erst- und Rückversicherung tätig. Einige Tochtergesellschaften - vor allem im Inland - arbeiten im Bereich der Finanzdienstleistungen.
An der Spitze der Talanx-Gruppe steht die Talanx AG mit der primären Aufgabe der Leitung und Steuerung des Konzerns. Ihr Vorstand legt die Konzernstrategie fest und entscheidet über die geschäftspolitischen Ziele des Konzerns. Die Zielerreichung wird seitens der Talanx AG überwacht und durch Kapitalallokation, Zielvorgaben, Performance-Messung und geeignete Anreizsysteme gesteuert. Gleichzeitig verantwortet die Talanx AG die Eigen- und Fremdkapitaloptimierung für den Konzern.
Mit der Umstrukturierung im Jahr 2010 hat der Konzern einen Wandel im Erstversicherungsgeschäft von der Spartenorganisation zur Kundenorganisation vollzogen und ist jetzt in folgenden fünf Geschäftsbereichen tätig: Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Privat- und Firmenversicherung International, Industrieversicherung, Rückversicherung und Konzernfunktionen. Informationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen sowie ihren Gesellschaften finden sich unter "Entwicklung der wichtigsten Beteiligungsgesellschaften".
Das Jahr 2010 stand im Zeichen der globalen konjunkturellen Erholung und der Staatsschuldenkrise. Die Entwicklung verlief weltweit sehr heterogen: Einen deutlichen Aufschwung verzeichneten die Emerging Markets sowie mit diesen über starke Exportbeziehungen verbundene entwickelte Länder, allen voran Deutschland. Dagegen bremsten ausufernde Staatsschulden und entsprechende Sparanstrengungen das Wachstum in einigen Staaten der Euro-Peripherie.
Auslöser für das Aufflammen der Staatsschuldenkrise waren die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und die rasche Ausweitung der Risikoaufschläge auch für Spanien, Portugal, Irland und im Jahresverlauf Italien. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verabschiedeten ein Rettungspaket für Griechenland und beschlossen zusätzlich einen aus Kreditzusagen bestehenden Rettungsschirm für gefährdete Euro-Länder. Als erstes Land nahm Irland im November diesen Schirm mit Krediten über 85 Mrd. EUR in Anspruch.
In den USA verharrte die Arbeitslosenquote mit historisch hohen 9,4 % nur 0,5 % unter der von Ende 2009. Lichtblick waren über alle Berichtsperioden hinweg überzeugende Unternehmensgewinne, und so wuchs das Bruttosozialprodukt der USA im dritten Quartal 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Für die Eurozone betrug der Wert 1,9 %. Innerhalb der Eurozone übernahm Deutschland die Rolle der Konjunkturlokomotive und wuchs im Gesamtjahr 3,6 %.
Trotz massiv expansiver geldpolitischer Eingriffe der Zentralbanken in den USA und der Eurozone verharrte die Inflation in beiden Regionen auf gemäßigten Niveaus. Die Teuerungsrate lag in den USA im November 2010 bei 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr, in der Eurozone bei 1,9 % und im UK bei 3,3 %. Dort spielten allerdings eine Mehrwertsteuererhöhung und Währungseffekte eine signifikante Rolle. Die Kerninflation bewegte sich 2010 auf historischen Tiefständen und lag in den USA im November bei 0,8 %, in der Eurozone bei 1,1 % und im UK bei 2,5 %.
Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar sank von 1,43 USD/EUR bis auf 1,19 USD/EUR. Das Rettungspaket für Griechenland und die spätere Bildung des Rettungsfonds für betroffene Euro-Länder verschafften der Gemeinschaftswährung etwas Luft, sodass sie sich zum Jahresende auf 1,34 USD/EUR erholte. Die Entwicklung des Euro zum britischen Pfund verlief fast spiegelbildlich: Von einem Wechselkurs von 0,89 GBP/EUR sank der Kurs im Jahresverlauf bis auf 0,81 GBP/EUR und erholte sich zum Jahresende auf 0,86 GBP/EUR.
Die Zentralbanken der USA und der Eurozone setzten ihre äußerst lockere Geldpolitik 2010 fort. Die US-Notenbank ließ ihren Leitzins unverändert nahe null. Im dritten Quartal wurde beschlossen, Gelder aus fällig werdenden Papieren in US-Staatsanleihen anzulegen. Im November folgte die Bekanntgabe einer weiteren geldpolitischen Expansion durch den zusätzlichen Erwerb von Staatstiteln. Insgesamt will die amerikanische Zentralbank bis Sommer 2011 den Gegenwert von ca. 900 Mrd. USD ankaufen. Auslöser für diese beispiellosen Maßnahmen war die Sorge vor einem erneuten Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession.
Auch die Europäische Zentralbank blieb 2010 mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Der Leitzins wurde unverändert bei 1 % belassen und die Tendergeschäfte voll zugeteilt. Darüber hinaus begann auch die EZB mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Dieser Schritt, der ein Novum in der Geschichte der EZB darstellte, wurde mit der temporär eingeschränkten Funktionsfähigkeit der Märkte begründet: Die Geldmenge soll durch diese Maßnahmen nicht ausgedehnt werden, sondern über Gegengeschäfte auf einem konstanten Niveau gehalten werden.
Nach einem ruhigen ersten Quartal mit sich seitwärts entwickelnden Renditen rückte in den Folgemonaten die Verschuldungskrise der Peripherie in den Fokus. Bei den Marktteilnehmern führte das zu einer Flucht in risikoarme Anlageklassen. Davon profitierte der Markt für Staatsanleihen von AAA-Kernländern, insbesondere Deutschland. Die Risikoaversion der Marktteilnehmer ließ die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in der Eurozone zwischen April und August mehrfach auf Niveaus knapp über 2 % fallen. Parallel dazu kam es zu einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge für Euro-Peripherie-Staatsanleihen. In der Folgezeit sorgten umfangreiche Rettungspakete zwar immer wieder für kurzfristige Marktberuhigungen, die Skepsis der Marktteilnehmer bleibt aber bis heute insgesamt sehr hoch.
Zusammen mit der Implementierung eines Bankenreorganisationsgesetzes in Deutschland Anfang November kam es auch im Marktsegment der Finanzanleihen zu einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge. Da sich auf der konjunkturellen Seite insbesondere in Deutschland eine positive Entwicklung abzeichnete, kam es auf der Zinsseite in diesem Zeitraum zu einem deutlichen Anstieg der Renditen. Zehnjährige Bundesanleihen notierten am Jahresende bei knapp unter 3 %. Alle maßgeblichen Euro-Rentenmärkte konnten das Jahr mit einer positiven Performance abschließen.
Die Entwicklung an den Aktienmärkten der entwickelten Länder war 2010 geprägt durch die Staatsschuldenkrise. Auf eine kurze Konsolidierungsphase zu Beginn des Jahres folgte eine Aufwärtsbewegung ab Februar, die bereits zum Anfang des zweiten Quartals wegen der aufkeimenden Staatsschuldenproblematik ihr Ende fand. Bis zum Ende des dritten Quartals folgte eine Seitwärtsbewegung. Das Schlussquartal 2010 bot eine Jahresendrally, in der fast alle Indizes neue Hochstände markierten.
Die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung spiegelte sich in den Aktienindizes wider. Die starke Entwicklung der deutschen Wirtschaft übertrug sich auf den DAX, der das Jahr mit einer Performance von +16 % abschloss. Dagegen präsentierte sich der EURO STOXX 50 im Zuge der Staatsschuldenkrise der Eurozonen-Peripheriestaaten im Jahresverlauf schwach und verzeichnete eine negative Performance von -2 %. Der S&P500 total return lag im Vergleich zum Vorjahr mit 14 % vorn.
Während konjunkturelle Sorgen belastend auf die Aktienmärkte wirkten, waren neben der von Zentralbanken nach wie vor reichlich bereitgestellten Liquidität insbesondere überraschend hohe Unternehmensgewinne und eine verstärkte M&A-Aktivität positive Treiber. Auch der erfolgreiche Bankenstresstest zu Beginn der zweiten Jahreshälfte sorgte für Erleichterung.
Mit einem gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöhten Wachstum um gut 4 % hat die deutsche Versicherungswirtschaft ihre positive Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre 2010 eindrucksvoll fortsetzen können. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass ein nicht unerheblicher Teil des Wachstums auf das so genannte Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung entfällt. Hierbei handelt es sich um eine Produktgruppe, die zum einen aus Rentenversicherungs- und zum anderen aus so genannten Kapitalisierungsprodukten besteht, bei denen Anleger Kapital über einen kürzeren oder längeren Zeitraum zu attraktiven Zinsen parken können. Wenngleich eine spürbare Zurückhaltung breiter Käuferschichten aufgrund der Erschütterungen der Finanz- und Wirtschaftskrise - insbesondere in Bezug auf eine langfristige Bindung z. B. für die Altersvorsorge - nicht zu übersehen war, präsentierte sich die deutsche Versicherungswirtschaft auch ohne den Wachstumseffekt aus dem Einmalbeitragsgeschäft als ausgesprochen stabil. Trotz des begrenzten Wachstumspotenzials aufgrund der hohen Marktsättigung in Deutschland ist die deutsche Versicherungswirtschaft mit ihrem Sicherheitskapital mehr denn je ein verlässlicher Garant für die Abdeckung der vielfältigen Risiken im Privat- wie im Geschäftsleben.
In der deutschen Schaden- und Unfallversicherung hat sich die Geschäftsbelebung - soweit die in den meisten Sparten erreichte Marktsättigung diese zulässt - weiter verstetigt und 2010 zu einem Beitragswachstum von 0,7 % geführt. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Geschäftsentwicklung der gesamten Schaden- und Unfallversicherung ist weiterhin die Kraftfahrtversicherung als größte Einzelsparte. Nachdem in dieser Schlüsselsparte seit etlichen Jahren ein massiver Preiswettbewerb vorherrschte, hat vor dem Hintergrund des nicht mehr auskömmlichen Prämienniveaus nunmehr bei der Mehrzahl der Anbieter ein Umdenken zu größerer kaufmännischer Vernunft eingesetzt, das seinen Niederschlag in entsprechenden Tarifanhebungen im Neugeschäft gefunden hat. Hierin ist ein erster Schritt zu erkennen, um in einem absehbaren Zeitraum den dringend gebotenen Wiederanstieg der -zurzeit noch im Sinken begriffenen - Durchschnittsprämien in der Kraftfahrtversicherung herbeizuführen. Das Wachstum der Kraftfahrtversicherung wurde 2010 vor allem von der Kaskoversicherung generiert, während die Prämien in der Haftpflichtversicherung noch leicht rückläufig waren. Auch in den übrigen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung ist für 2010 - mit Ausnahme der Transport- und der allgemeinen Haftpflichtversicherung - von Prämienzuwächsen auszugehen. Das Bild auf der Schadenseite zeigt - verglichen mit den Schadenbelastungen der Vorjahre und auch im Hinblick auf das Beitragswachstum - einen überproportional kräftigen Anstieg, zu dem nicht zuletzt die Großschadenereignisse des Jahres (u. a. der Wintersturm "Xynthia") beitrugen. In den versicherungstechnischen Ergebnissen ist daher von einem Anstieg der kombinierten Schaden- und Kostenquote (Combined Ratio) in der Größenordnung von 1-2 Prozentpunkten auszugehen, der durch die Ergebnisse aus Kapitalanlagen infolge des Niedrigzinsumfeldes nicht kompensiert werden konnte.
Im zweiten Jahr in Folge hat die deutsche Lebensversicherung 2010 ein deutliches Prämienwachstum erzielen können. Mit einer Steigerung um 7 % erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge der deutschen Lebensversicherer (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) 2010 auf rund 87 Mrd. EUR. Ein wesentlicher Anteil dieses erfreulichen Zuwachses geht wie im Vorjahr auf das Konto des Einmalbeitragsgeschäftes, das um rund 30 % auf 26 Mrd. EUR zulegen konnte. Das Einmalbeitragsgeschäft wurde durch das herrschende Umfeld und die Kapitalmarktbedingungen begünstigt. Demnach trafen die zur Anlage zur Verfügung stehenden Mittel auf nur sehr niedrig verzinsliche Angebote bei Bankeinlagen, sodass erhebliche Beträge in die von sofort beginnenden bzw. aufgeschobenen privaten Rentenversicherungen über Riester- und Basisrenten bis zu so genannten Kapitalisierungsprodukten reichende Produktpalette der Versicherer investiert wurden. Für Kapitalisierungsprodukte - in der Regel kurzfristige, tagesgeldähnliche Geldanlagen - bestand phasenweise eine überaus lebhafte Nachfrage, zumindest solange eine überdurchschnittlich attraktive Verzinsung angeboten wurde. Seit dem vierten Quartal 2010 hat sich die Dynamik dieser Form des Einmalbeitragsgeschäftes unter dem Eindruck von Zinssenkungen und der weitgehenden Angebotsbegrenzung auf die Ablaufleistungen eigener Bestandskunden jedoch deutlich reduziert. Im Gegensatz zum Einmalbeitragsgeschäft hat das Neugeschäft gegen laufende Beitragszahlungen signifikant nachgelassen, da sich nach dem Schock der Finanzkrise offenbar die Bereitschaft zu längerfristigen Vertragsabschlüssen in der Breite noch nicht wieder etabliert hat. Gleichwohl besteht ein hohes Kundeninteresse an Sicherheit. Dieses Bedürfnis entspricht der Kernkompetenz der deutschen Lebensversicherer, die mit ihrer breiten Produktpalette unterschiedlichste Rendite- und Sicherheitserwartungen abdecken können.
Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, das weiterhin eine sehr ernst zu nehmende Belastungsprobe für die deutschen Lebensversicherer darstellt, und trotz marktweit sinkender Überschussdeklarationen zugunsten der Versicherungsnehmer gingen die Ablaufleistungen im gewinnbeteiligten Neugeschäft für Kapitallebens- sowie Rentenversicherungen entweder gar nicht oder nur sehr moderat zurück. Den Versicherungsnehmern kommt dabei der Umstand zugute, dass die Festlegung des Zinssatzes für die Guthabenverzinsung nur einen von mehreren Faktoren für die Gesamthöhe der Überschussbeteiligung bildet.
Die Rückversicherungsmärkte präsentierten sich 2010 in einer insgesamt günstigen Verfassung. Neben den positiven Abwicklungsergebnissen aus gut gepreisten Vorjahren und einer in weiten Bereichen intakten Zeichnungsdisziplin mit auskömmlichem Ratenniveau wirkte sich dies in insgesamt zufriedenstellenden Ergebnissen aus. Die Hurrikane-Saison 2010 war zwar die nach Zahl und Intensität drittheftigste der vergangenen 100 Jahre, führte jedoch aufgrund glücklicher Umstände - die Orkane tobten fast nur auf dem offenen Meer - zu vergleichsweise geringen Versicherungsschäden in der Größenordnung von 150 Mio. USD.
Die im zweiten Halbjahr 2009 begonnene Erholung der Weltwirtschaft hat sich 2010 fortgesetzt. Dennoch bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld für Versicherungskonzerne schwierig. Das Ergebnis der Talanx AG fällt 2010 geringer aus als im Vorjahr. Während die Rückversicherungstochter Hannover Rückversicherung AG nach dem Dividendenausfall im Vorjahr 2010 wieder eine Dividende im dreistelligen Millionenbereich zahlt, liegt die Ergebnisabführung der Erstversicherer deutlich unter dem Vorjahresniveau. Neben einmaligen Sonderbelastungen durch den 2010 durchgeführten Konzernumbau und die Verschmelzung der Aspecta Lebensversicherung AG auf die HDI-Gerling Lebensversicherung AG haben auch das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie der in vielen Bereichen weiterhin kompetitive Markt negative Auswirkungen gehabt.
Mit den 2010 eingeleiteten Maßnahmen hat der Talanx-Konzern den Grundstein für zukünftige Ertragssteigerungen gelegt. Das deutliche organische Wachstum wird flankiert durch Effizienzsteigerungsprogramme im Inland sowie die Wachstumsstrategie für das Ausland. Mit dem japanischen Lebensversicherer Meiji Yasuda Life konnte ein langfristiger strategischer Kooperationspartner gewonnen werden, um gemeinsam Geschäftsmöglichkeiten in den immer stärker globalisierten Versicherungsmärkten zu nutzen. Auch mit der Übernahme des niederländischen Gewerbe- und Industrieversicherers Nassau Verzekering Maatschappij N. V. verfolgen wir konsequent unsere Strategie der Internationalisierung.
Die Ertragslage unserer Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Sondereinflüsse geprägt, die sich in verschiedenen GuV-Positionen unterschiedlich auswirken. Zum besseren Verständnis erläutern wir das Geschäftsergebnis daher in einer zusammenfassenden Ergebnisdarstellung, die der Holdingfunktion unserer Gesellschaft gerecht wird (vgl. Umschlagsinnenseite "Talanx AG auf einen Blick").
Das Beteiligungsergebnis, das sich aus den Erträgen aus Beteiligungen sowie den Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmen unserer Tochtergesellschaften errechnet, betrug im Geschäftsjahr 360 (398) Mio. EUR.
Die Erträge aus Beteiligungen stiegen mit 591 (38) Mio. EUR deutlich. Wesentliche Gründe hierfür waren die Vereinnahmung einer Dividende der Talanx Deutschland AG in Höhe von 460 Mio. EUR, die aus der infolge von Verschmelzungsvorgängen angestiegenen Kapitalrücklage ausgeschüttet wurde, sowie die Vereinnahmung der Dividende der Hannover Rück in Höhe von 127 Mio. EUR (2,10 EUR je Anteilsschein), die im Vorjahr ausgefallen war. Allerdings waren auch 431 (1) Mio. EUR Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften erforderlich, wovon allein 428 Mio. EUR auf die Verlustübernahme der Talanx Deutschland AG entfielen.
Demgegenüber gingen Ausschüttungen von sonstigen Gesellschaften, mit denen kein Ergebnisabführungsvertrag besteht, gegenüber dem Vorjahr, welches von Sondereffekten geprägt war, zurück. Dies betrifft die Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. mit 0 (16) Mio. EUR, abgangsbedingt die HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG mit 0 (13) Mio. EUR und die Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG mit 1 (3) Mio. EUR, während die Ausschüttung aus dem direkt gehaltenen Anteil an der Targo Lebensversicherung AG mit 2 Mio. EUR stabil blieb.
Auch die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen reduzierten sich auf 200 (360) Mio. EUR. Sie entfallen mit 131 Mio. EUR auf die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, 40 Mio. EUR auf die AmpegaGerling Asset Management GmbH, 22 Mio. EUR auf die Talanx International Holding AG und 8 Mio. EUR auf die Protection Reinsurance Intermediaries AG.
Das Zinsergebnis verschlechterte sich mit -109 (-66) Mio. EUR. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen gingen um 40 Mio. EUR zurück auf 1 Mio. EUR. Wesentlicher Grund hierfür war der umstrukturierungsbedingte Wegfall der Zinserträge in Höhe von 34 Mio. EUR aus einem Darlehen an die HDI-Gerling Sach Serviceholding AG. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge reduzierten sich um 4 Mio. EUR auf 16 Mio. EUR. Gründe hierfür liegen vor allem in dem während des Berichtsjahres weiter gesunkenen Zinsniveau für Fest- und Tagesgelder und dem ebenfalls niedrigeren variablen Zinsertrag aus einem Swapgeschäft.
Die Zinsaufwendungen verblieben mit 126 (127) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Den entsprechend der Zinsentwicklung niedrigeren Zinsaufwendungen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten standen höhere Zinsaufwendungen für die Pensionsrückstellungen gegenüber. Letztere stehen im Zusammenhang mit dem aufgrund der geänderten Bilanzierungsregeln höheren Niveau der Pensionsrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtsjahr um 68 Mio. EUR auf 87 Mio. EUR. Hauptgrund für diese Entwicklung war ein Ertrag von 56 Mio. EUR aus Veräußerungsgewinnen, der im Wesentlichen auf die Veräußerung der EURO Re Luxemburg sowie der HNG Hannover National Grundstücksverwaltung entfiel.
Abschreibungen auf Finanzanlagen fielen in Höhe von 4 (0) Mio. EUR an.
Alle übrigen Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen, Abschreibungen auf Sachanlagen) betrugen im Geschäftsjahr 354 (81) Mio. EUR. Der Anstieg entfällt mit 297 Mio. EUR zum überwiegenden Teil auf Ertragszuschüsse.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel demgemäß auf -21 (270) Mio. EUR.
Im außerordentlichen Ergebnis sind 14 Mio. EUR außerordentlicher Aufwand aus dem Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG angefallen. Entsprechend der negativen Ergebnislage fallen im Berichtsjahr keine Steuern an (im Vorjahr Steueraufwendungen 57 Mio. EUR). Durch Auflösung von Steuerrückstellungen im Zuge eines positiven BFH-Urteils zur Hinzurechnungsbesteuerung von Kapitalerträgen irischer Tochtergesellschaften ergaben sich Steuererträge in Höhe von 44 Mio. EUR.
Der Jahresüberschuss verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 203 Mio. EUR auf 10 (213) Mio. EUR. Nach Addition des Gewinnvortrages in Höhe von 291 Mio. EUR beträgt der Bilanzgewinn 301 (291) Mio. EUR.
Die Liquidität, die zur Bestellung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung gewährleistet. Diese Planung wird durch das Rechnungswesen vorgenommen, mindestens einmal monatlich, im Bedarfsfall auch in kürzeren Intervallen.
Finanzmittel fließen der Talanx AG vor allem durch Ergebnisabführungsverträge mit den verbundenen Unternehmen, Dividendenerträge und Zinserträge aus Ausleihungen zu. Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden regelmäßig mit dem Konzerncontrolling die erwarteten Liquiditätsströme aus Ergebnisabführungen im Rahmen der laufend aktualisierten Planungsrechnungen abgestimmt. Die Gesellschaft muss primär Finanzmittel für Zins- und Tilgungsleistungen von Verbindlichkeiten aufbringen. Aufgrund ihrer Holdingeigenschaft können Aktivitäten aus Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen zu kurzfristigen Liquiditätsströmen in Form von Ab- und Zuflüssen führen.
Im Bedarfsfall steht der Gesellschaft kurzfristig eine bereits fest vereinbarte auf Abruf disponible Kreditlinie eines breiten Bankenkonsortiums zur Verfügung. Bei der Auswahl der Kreditliniengeber hat die Gesellschaft auch in der Vergangenheit stets auf deren langfristige Verlässlichkeit und Kapitalstärke geachtet. Infolge der Finanz- und Kreditkrise sind in den Jahren 2008/2009 mehrere große Bankhäuser notleidend geworden, fusionierten oder wurden staatlich auf verschiedenste Weise gestützt. Daher kommt der laufenden Überwachung der Kapitalstärke der Kreditliniengeber, die zentral von der AmpegaGerling Asset Management GmbH wahrgenommen wird, aktuell eine besondere Relevanz zu.
Das Bilanzbild der Talanx AG wird - wie in den Vorjahren -weiterhin durch ihre Funktion als Holdinggesellschaft und auf der Aktivseite im Wesentlichen durch ihre Beteiligungsanteile an den Tochtergesellschaften geprägt. Die Bilanzsumme stieg um 1 % auf 6,8 (6,7) Mrd. EUR. Wesentliche Ursache hierfür war die Erhöhung des Buchwertes der Anteile an verbundenen Unternehmen um 17 % auf knapp 6 Mrd. EUR. Diese Erhöhung wiederum ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erfolgte Konzernumstrukturierung zurückzuführen, bei der u. a. die Beteiligungen an der HDI-Gerling Industrieversicherung AG sowie an der Talanx International AG (ehemals HDI-Gerling International AG) von der Talanx Service AG (ehemals HDI-Gerling Sach Serviceholding AG) auf die Talanx AG abgespalten wurden. Zur Vermeidung eines Spaltungsverlusts erfolgte dabei in Höhe von 363 Mio. EUR eine Aufstockung der Beteiligungsbuchwerte auf Zwischenwerte. Insgesamt stieg somit der Anteil der verbundenen Unternehmen an der Bilanzsumme auf 88 (76) % an.
Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände stiegen die zu aktivierenden Forderungen gegenüber Steuerbehörden auf Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer um 52 Mio. EUR auf 105 Mio. EUR deutlich an. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen ebenfalls von 330 Mio. EUR in 2009 auf 360 Mio. EUR.
Die aktivierten latenten Steuern des Vorjahres (84 Mio. EUR) wurden in Ausübung des Ansatzwahlrechtes aufgelöst und mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Auf der Passivseite wurde von der Kreditlinie über insgesamt 1,5 Mrd. EUR am Bilanzstichtag 2010 unverändert ein Betrag von 550 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Im November 2010 wurde eine nachrangige nicht endfällige Pflichtwandelanleihe in Höhe von 300 Mio. EUR emittiert, die vollständig durch die japanische Lebensversicherungsgesellschaft Meiji Yasuda Life gezeichnet wurde.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Hypothekendarlehen wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt (56 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote ist dementsprechend auf 60,6 (62,4) % zurückgegangen.
Aktiva

Passiva

In dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.
Auszugleichende Nachteile im Sinne des § 311 (1) AktG liegen nicht vor.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 301 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
In diesem Kapitel werden die Entwicklung und der Geschäftsverlauf 2010 der wichtigsten unter der Talanx AG zusammengefassten Gesellschaften beschrieben. Diese Darstellungsform wurde gewählt, weil das Ergebnis der Talanx AG als Holdinggesellschaft maßgeblich durch Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen der Einzelgesellschaften bestimmt wird. Die Kennzahlen der Gesellschaften sind nach HGB ermittelt. Die Talanx International AG (ehem. HDI-Gerling International Holding AG) stellt ihre ausländischen Tochtergesellschaften nach den internationalen IFRS-Richtlinien dar, um die Vergleichbarkeit untereinander zu ermöglichen. Die meisten inländischen Gesellschaften sind über Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der Talanx AG verbunden. Eine Auflistung findet sich im Anhang unter "Sonstige Angaben/Wichtige Verträge".
Mit einer Umstrukturierung in der Erstversicherung hat der Talanx-Konzern einen Wandel von der Spartenorganisation zur Kundenorganisation vollzogen, um zukünftig noch besser auf die Anforderungen von Kunden und Kapitalmarkt ausgerichtet zu sein. Die Darstellung in diesem Einzelabschluss orientiert sich ebenfalls an den fünf Geschäftsbereichen Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Privat- und Firmenversicherung International, Industrieversicherung, Rückversicherung sowie Konzernfunktionen. Durch die Umstrukturierung änderten sich teilweise die Namen der Einzelgesellschaften. So wird der Bereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland nun durch die Talanx Deutschland AG (ehem. HDI-Gerling Leben Serviceholding AG) und die Privat- und Firmenversicherung International durch die Talanx International AG (ehem. HDI-Gerling International AG) geführt. An der Spitze des Bereichs Industrieversicherung steht die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG. Der Geschäftsbereich Rückversicherung ist von der Umstrukturierung unberührt geblieben. Die Finanzdienstleistungsgesellschaften AmpegaGerling und Protection Re sowie die Servicegesellschaft Talanx Service AG (ehem. HDI-Gerling Sach Serviceholding) und der IT-Dienstleister Talanx Systeme AG bilden zusammen mit der Talanx AG den Geschäftsbereich Konzernfunktionen.
Der neue Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland bündelt das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI-Gerling sowie der Bancassurance-Gesellschaften, die ihre Produkte über Bank- und Postkooperationen vertreiben. Der Geschäftsbereich wird von der Talanx Deutschland AG geführt und fasst folgende wesentliche Beteiligungen zusammen, deren Entwicklung nachstehend beschrieben wird: HDI-Gerling Lebensversicherung AG, HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG und HDI Direkt Versicherung AG sowie die Bancassurance-Gesellschaften Neue Leben, Targo Versicherungen und PB Versicherungen.
Die vormals als HDI-Gerling Leben Serviceholding firmierende Talanx Deutschland AG (TD) hält als Tochtergesellschaft Beteiligungen an inländischen Versicherungsgesellschaften und sonstigen Unternehmen. Die Kernfunktion der Gesellschaft ist die erfolgreiche Koordination und Weiterentwicklung der Marken des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland unter einheitlicher Leitung im Inland.
Im Hinblick auf die neue Positionierung der Gesellschaft wurden im Berichtsjahr im Rahmen der Umstrukturierung umfangreiche gesellschaftsrechtliche Maßnahmen umgesetzt. Zum 1. Januar 2010 wurden die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, die HDI Direkt Versicherung AG, die HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG und die HDI-Gerling Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH von der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG auf die TD abgespalten und im Wege einer Sachkapitalerhöhung zum Buchwert von 594 Mio. EUR eingebracht. Des Weiteren wurde die ProACTIV Holding AG auf die TD verschmolzen und deren Tochtergesellschaften zum Zeitwert von 1.265 Mio. EUR übertragen. Zudem erwarb die TD von der Talanx AG die HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG zum Zeitwert von 51 Mio. EUR. Die Aspecta Euro Group GmbH wurde im Berichtsjahr an die ehemalige HDI-Gerling International Holding AG veräußert.
Die TD war im Berichtsjahr im Geschäftsfeld Privat- und Firmenversicherung Deutschland aufgrund eines Dienstleistungsvertrages für die Aufgabenbereiche Revision, Wirtschaftsrecht, Werbung, Marketing und Unternehmenskommunikation verantwortlich. Die im Rahmen dieser Dienstleistungen erzielten Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 40 (14) Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen auf 25 (0) Mio. EUR waren im Wesentlichen die Zugänge bei den Anteilen aus verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr. Beteiligungserträge erzielte die Gesellschaft in Höhe von 96 (104) Mio. EUR.
Ergebnisbelastend wirkten insbesondere die Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 278 (16) Mio. EUR, vorrangig von der Aspecta Lebensversicherung AG und der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG. Zudem mussten höhere Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen von 231 (74) Mio. EUR verkraftet werden. Erwähnenswert sind hier insbesondere die Abschreibungen auf eine Lebensversicherungsgesellschaft in Höhe von 115 Mio. EUR sowie auf die Aspecta Euro Group GmbH von 111 Mio. EUR aufgrund der vorläufigen Einstellung des Neugeschäfts ihrer Tochtergesellschaften in Liechtenstein und Luxemburg. Ebenfalls gestiegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 65 (22) Mio. EUR, im Wesentlichen durch drohende Verluste aus der Neuorientierung einer Vertriebsgesellschaft in Höhe von 16 (15) Mio. EUR sowie durch Ausbuchung von Kostenvorschüssen auf Provisionen von 15 Mio. EUR.
Es ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 428 Mio. EUR, der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages in voller Höhe von der Talanx AG übernommen wird.
Die HDI-Gerling Lebensversicherung AG (HG-LV) steht für umfassende Versicherungs- und Vorsorgelösungen. Sie bietet ein breites Leistungsspektrum an innovativen Vorsorgelösungen, das von der Basisrente über Riester und die betriebliche Altersversorgung bis zur klassischen oder fondsgebundenen Rentenversicherung reicht und auch die nötige Risikovorsorge und Absicherung der Berufsunfähigkeit enthält. Nach Überprüfung der strategischen Positionierung und Zielsetzung wurde der Bestand der ASPECTA Lebensversicherung AG (A-LV) auf die HG-LV rückwirkend zum 1. Oktober 2010 verschmolzen. Die Zusammenführung der bisherigen Aktivitäten beider Gesellschaften wird die Marktpositionierung der HG-LV vor dem Hintergrund von Überschneidungen bei den Zielgruppen und im Produktspektrum weiter stärken.
Die Neugeschäftsbeiträge der HG-LV stiegen im Berichtsjahr um 41 % auf 411 Mio. EUR. Das Wachstum konnte sowohl im Bereich der Einmalbeiträge als auch im laufenden Neugeschäft generiert werden und resultierte nur zum kleineren Teil aus dem Zugang der A-LV, auf deren Produkte im Schlussquartal 23 Mio. EUR Neugeschäftsbeiträge entfielen. Die Einmalbeiträge wurden um 50 % auf 234 Mio. EUR ausgebaut. Maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft sind allerdings die laufenden Neugeschäftsbeiträge, die um 31 % auf 178 Mio. EUR zunahmen. Mit dem erfolgreichen Vertrieb der "TwoTrust"-Produktfamilie konnte die HG-LV dem in der Branche zu beobachtenden Trend nachgebender laufender Beiträge entgegenwirken. Der entsprechende Marktanteil der Gesellschaft stieg infolgedessen auf 3 (2) %.
Das Gewicht verlagerte sich von den konventionellen Vorsorgeprodukten weiter auf die fondsgebundenen Kapital- und Rentenversicherungen. Die Neugeschäftsbeiträge dieses Produktsegments stiegen um 87 % auf 215 Mio. EUR. Bereinigt um den Zugang der auf fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen spezialisierten A-LV, nahmen die auf fondsgebundene Produkte entfallenden Neugeschäftsbeiträge um 70 % auf 195 Mio. EUR zu. Aber auch das Neugeschäft der konventionellen Vorsorgeprodukte konnte einen Zuwachs um 9 % auf 173 Mio. EUR verzeichnen. Der Anteil der A-LV hatte hier nur untergeordnete Bedeutung. Deutliche Zuwächse wurden auch bei den Risikoprodukten erzielt, deren Neugeschäftsbeiträge um 31 % auf 23 Mio. EUR anstiegen. Ausschlaggebend war die Entwicklung der vielfach ausgezeichneten Berufsunfähigkeitsversicherungen mit einem Anstieg der Neugeschäftsbeiträge um 66 % auf 14 Mio. EUR.
Infolge der Einbeziehung der im Schlussquartal auf die A-LV entfallenden Beiträge stiegen die gebuchten Bruttobeiträge deutlich über die Grenze von 2 Mrd. EUR. Insgesamt wurde ein Wachstum von 8 % auf 2.041 Mio. EUR erzielt. Mit einer Nettoverzinsung von 4,5 % konnte ein gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessertes Ergebnis aus Kapitalanlagen erzielt werden. Die HG-LV verzeichnete auf dieser Basis einen Jahresüberschuss von 15 Mio. EUR.
Das umfassende, durch den Zugang der A-LV nochmals ergänzte Produktspektrum der HG-LV ist besonders gut geeignet, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können. Vor allem mit der Produktfamilie "TwoTrust" erfüllt die Gesellschaft genau die Anforderungen, die dem Kunden besonders wichtig sind: überdurchschnittliche Renditechancen und hohe Sicherheit. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auch weiterhin eine positive Entwicklung der Gesellschaft.
Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG bietet Versicherungsschutz für Privatpersonen, Einzelunternehmer und Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Kraftfahrzeugversicherungen. Das Unternehmen agiert im Markt mit einer eigenen Außendienstorganisation und arbeitet mit ausgesuchten Versicherungsmaklern zusammen. Mit der Außendienstorganisation verfolgt die Gesellschaft einen ganzheitlichen Betreuungsansatz für ihre Kunden.
Die gebuchten Bruttobeiträge der Gesellschaft beliefen sich im Geschäftsjahr auf 708 (725) Mio. EUR und verringerten sich damit um 17 Mio. EUR bzw. um 2 %. Hauptursache war der Beitragsrückgang in der die Gesellschaft dominierenden Kraftfahrtsparte, bedingt durch mit der Restrukturierung einer Vertriebskooperation einhergehenden Beitragsabriebe sowie durch die Beendigung von einzelnen Verbindungen. Leichte Abriebe waren ebenfalls in den anderen Sparten zu verzeichnen.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle wiesen im Geschäftsjahr einen deutlichen Anstieg um 28 Mio. EUR auf, dies ist im Wesentlichen durch die vorsichtsbedingte Anhebung des Reservierungsniveaus für bestimmte Altschadensegmente bedingt. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Bruttobeiträge ergab sich eine um 5,3 Prozentpunkte erhöhte Bruttoschadenquote.
Die Erhöhung der Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle um 44 Mio. EUR auf 460 Mio. EUR war höher als der Anstieg der Bruttoaufwendungen um 28 Mio. EUR auf 484 Mio. EUR. Ursächlich war neben der geringen Entlastung durch die Rückversicherung im Geschäftsjahr aufgrund eines günstigen Großschadenverlaufs bei erhöhten Frequenzschäden auch die unterproportionale Beteiligung der Rückversicherer an den genannten Reservestärkungen.
Nach Entnahme aus den Schwankungsrückstellungen in Höhe von 19 Mio. EUR (Zuführung von 9 Mio. EUR) wurde ein versicherungstechnisches Ergebnis in Höhe von -64 (-44) Mio. EUR ausgewiesen. Der Ergebnisrückgang von 20 Mio. EUR folgt der Entwicklung des Schadenaufwands.
Das Kapitalanlageergebnis der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG betrug insgesamt 28 (70) Mio. EUR. Hierin enthalten sind die Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Tochtergesellschaft HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG.
Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG richtete zum Jahresanfang 2011 ihre Produktpalette der privaten Sachversicherungen auf eine modulare Produktarchitektur aus, unter Nutzung der betriebstechnischen Bündelung aller Sparten in einer Vertragsführung.
Hierbei werden neben dem erhöhten Nutzen für den Versicherungsnehmer, wie beispielsweise größere Flexibilität und Transparenz, auch Kostenreduktionspotenziale für den Versicherungsträger und den Vertrieb geschaffen.
Im Geschäftsfeld Firmen und Freie Berufe legt die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG ihren Fokus weiterhin auf die Branchen der Berufs- und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, in denen eine Überarbeitung der Tarife stattfinden wird. Außerdem wird die Produktpalette durch eine neue EDV-Versicherung erweitert. In der Heilwesenversicherung sind eine Modernisierung der Bedingungen und ein risikokontrollierter Ausbau des Bestands geplant. Der Bestand der Produktlinie Compact wird durch eine großvolumige Kooperation deutlich ausgebaut und zudem um einen zusätzlichen Baustein "Forderungsmanagement" erweitert.
Die HDI Direkt Versicherung AG bietet dem privaten Kunden ein umfangreiches Portfolio an Versicherungsprodukten von der privaten Haftpflicht- über die Kraftfahrzeugversicherung bis hin zu Unfall-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen. Die HDI Direkt Versicherung AG vertreibt ihre Produkte unter anderem über bundesweit fast 100 Geschäftsstellen und Kundendienste sowie über ausgewählte Kooperationspartner. Im Belegschaftsgeschäft ist die Gesellschaft deutscher Marktführer. Über ihre Tochtergesellschaft HDI Direkt Service GmbH bedient HDI Direkt unter anderem den Vertriebsweg Telefon und - mit der Marke HDI24 - den Internet-Vertriebsweg.
Die HDI Direkt AG konnte aufgrund ihrer guten Tarifpositionierung insbesondere in der mit 77 % der Bruttobeiträge dominierenden Sparte, der Kraftfahrtversicherung, ihren Vertragsbestand deutlich ausbauen und die Beitragseinnahmen steigern. Insgesamt lagen die gebuchten Bruttobeiträge mit 562 (557) Mio. EUR um 1 % über denen des Vorjahres.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen brutto insgesamt leicht um 2 Mio. EUR auf 407 (405) Mio. EUR. Der Schadenverlauf des Geschäftsjahres stellte sich, anders als im Markt, für die HDI Direkt AG etwas besser dar als im Vorjahr. Zwar war auch hier ein erhöhtes Schadenaufkommen insbesondere in den Sparten Kraftfahrt-Kasko und Wohngebäude infolge des ungewöhnlich harten Winters sowie des Sturms "Xynthia" zu beobachten, demgegenüber sank aber der Aufwand für Großschäden in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Allerdings erreichte der Ertrag aus der Abwicklung von sehr vorsichtig reservierten Altschäden nicht mehr ganz den Wert des Vorjahres. Insgesamt ergab sich durch die Steigerung der Bruttobeiträge eine um 4,5 Prozentpunkte verbesserte Bruttoschadenquote.
Hauptsächlich bedingt durch die Rückversicherungsergebnisse sank das versicherungstechnische Ergebnis nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 9 Mio. EUR (Entnahme von 31) auf -33 (10) Mio. EUR.
Das Kapitalanlageergebnis betrug im Geschäftsjahr 53 (75) Mio. EUR. Die Ursache für den Rückgang liegt größtenteils am deutlich geringeren außerordentlichen Ergebnis aus Kapitalanlagen von -0,1 (23) Mio. EUR. Das sonstige Ergebnis verblieb auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Jahreswechsel 2010/2011 hat die Hoffnung genährt, dass sich der Kraftfahrtmarkt langsam stabilisiert. Das durchschnittliche Prämienniveau ist gegenüber dem Vorjahr um rund 3 % gestiegen. Die HDI Direkt wird sich auf diesem Markt auch im laufenden Geschäftsjahr als preisgünstiger Anbieter positionieren. Besonderer Wert wird weiterhin auf den Ausbau des Vertriebs über das Internet sowie mit Kooperationspartnern gelegt. Auch der Vertrieb im Belegschaftsgeschäft soll weiter verstärkt werden. Insgesamt rechnet das Unternehmen damit, die Beitragseinnahmen um rund 3 % steigern zu können.
"Bancassurance by Talanx" (ehemals ProACTIV Holding AG) setzt sich in Deutschland aus drei Kooperationen mit Banken und Sparkassen zusammen: der Neue Leben-Gruppe, der PB Versicherungen und der Targo Versicherungen. Diese Versicherungsgesellschaften sind insbesondere in den Bereichen Lebens-, Renten- und Unfallversicherungen tätig und haben ihre Standorte in Hilden, Hamburg und Hameln. Die ProACTIV Holding AG wurde zum 1. Oktober 2010 als 100-prozentige Tochtergesellschaft auf die Talanx Deutschland AG (bis 31. Dezember 2010 HDI-Gerling Leben Serviceholding AG) verschmolzen.
Die deutschen Bancassurance-Gesellschaften trugen im Berichtsjahr mit rund 2,9 (2,6) Mio. EUR zu den Bruttoprämieneinnahmen des Talanx-Konzerns bei. Das Jahresergebnis der Talanx Deutschland AG wurde durch die Erträge der Bancassurance-Beteiligungsgesellschaften maßgeblich geprägt. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen aus diesen Tochtergesellschaften betrugen 20 Mio. EUR, die phasengleich aktivierten Dividendenansprüche der ausschüttenden Beteiligungsgesellschaften beliefen sich 2010 auf 81 Mio. EUR sowie weitere 2 Mio. EUR, die direkt an die Talanx AG abgeführt werden.
Die Neue Leben-Gruppe positioniert sich im Markt als Vorsorgespezialist und kompetenter Partner der Sparkassen und hat sich mit einem System aus hochwertigen Produkten, flexiblen Vorsorgelösungen und maßgeschneiderten Zielgruppenkonzepten bei ihren Vertriebspartnern als Innovator in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge etabliert. Unterstützt wird dies durch eine intensive Betreuung und Schulung der Vertriebsmitarbeiter sowie durch einen hohen Grad an Integration in die IT-Infrastruktur und die Vertriebsprozesse der Sparkassen.
Die Neue Leben Holding AG ist die 100-prozentige Muttergesellschaft der Neue Leben Lebensversicherung AG und der Neue Leben Unfallversicherung AG. An der Neue Leben Pensionsverwaltung AG ist die Neue Leben Holding AG zu 49 % beteiligt, die wiederum zu 100 % an der Neue Leben Pensionskasse AG beteiligt ist. Hauptaktionärin der Neue Leben Holding AG ist mit 67,5 % minus einer Aktie die Talanx Deutschland AG. Weitere Anteilseigner sind mit Beginn des Jahres 2011 mittelbar und unmittelbar drei Sparkassen.
Im Geschäftsjahr 2010 ist der Jahresüberschuss der Neue Leben Holding AG um 4 Mio. EUR auf 21 (17) Mio. EUR gestiegen, was maßgeblich aus der Erhöhung der Ausschüttung der Neue Leben Lebensversicherung AG resultiert. Die Neue Leben Lebensversicherung AG hat einen Bilanzgewinn von 17 (14) Mio. EUR erzielt, der in voller Höhe an die Neue Leben Holding AG ausgeschüttet wurde. Ferner wurden bei der Neue Leben Holding AG Erträge aus Ergebnisabführung der Neue Leben Unfallversicherung AG in Höhe von 4 (3) Mio. EUR vereinnahmt. Die Neue Leben Pensionsverwaltung AG beendete das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss, konnte aber aufgrund des Verlustvortrages aus dem Vorjahr keine Ausschüttung an die Neue Leben Holding AG vornehmen. Der Bilanzgewinn der Neue Leben Holding AG beträgt im Geschäftsjahr nach Zuführung zu den Gewinnrücklagen 20 (17) Mio. EUR.
Insgesamt konnten die Neue Leben-Gesellschaften ihre Wettbewerbsposition im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stärken. So hat die Neue Leben Lebensversicherung ihre Verwaltungskostenquote auf dem niedrigen Niveau von 1,1 (1,1) % gehalten. Durch eine nachhaltige und sicherheitsorientierte Anlagepolitik erzielte die Neue Leben Lebensversicherung AG eine Nettoverzinsung in Höhe von 4,44 %. Dem anhaltend niedrigen Zinsniveau trägt die Neue Leben Lebensversicherung AG mit einer leichten Anpassung ihrer seit fünf Jahren stabilen Gesamtverzinsung Rechnung. So wird das Ansammlungsguthaben 2011 mit 4,4 (4,6) % verzinst. Inklusive Schlussüberschuss und Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven ergibt sich insgesamt eine Verzinsung in Höhe von 5,25 %. Die stabil hohen Risiko- und Kostenüberschüsse sind vor dem Hintergrund anhaltend niedriger Kapitalmarktzinsen auch für die Zukunft ein deutlicher Wettbewerbsvorteil.
Nach den guten Ergebnissen im Geschäftsjahr 2010 bleiben auch für 2011 die Ziele hochgesteckt: Dazu wird die Neue Leben Lebensversicherung AG ihre Positionierung als Vorsorgespezialist und strategischer Partner der Sparkassen weiter ausbauen und sich mit innovativen Produkten sowie ihrer bewährten Leistungsstärke weiter am Markt etablieren. Eine gute Ausgangsposition für die Neue Leben Lebensversicherung AG bildet dabei die hohe Produktqualität ihrer Altersvorsorgeprodukte sowie die marktüberdurchschnittliche Überschussbeteiligung. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnet die Neue Leben Holding AG mit einem guten Jahresergebnis.
Die Targo Versicherungen sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der Talanx Deutschland AG mit Sitz in Hilden und setzen sich aus der Targo Lebensversicherung AG, dem Spezialversicherer für Altersvorsorgeprodukte, und der Targo Versicherung AG, dem Spezialversicherer für Unfallversicherungen, zusammen. Als exklusive Versicherungspartner der TARGOBANK (Crédit Mutuel Gruppe) haben sich die Targo Versicherungen (ehemals CiV Versicherungen) im Berichtsjahr an den neuen Markenauftritt der Bank angepasst.
Die Targo Versicherungen blicken auf eine über 25-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit der TARGOBANK zurück, die heute zu den erfolgreichsten Bancassurance-Kooperationen in Deutschland gehört. Gemeinsam mit der TARGOBANK entwickeln die Targo Versicherungen maßgeschneiderte Vorsorgeprodukte, die vollständig in das Corporate Design und Produktportfolio der Partnerbank eingebunden sind. Die Versicherungsprodukte der Targo Versicherungen sind fester Bestandteil der Angebotspalette der TARGOBANK.
Im Neugeschäft erreichte die Targo Lebensversicherung AG eine Beitragssumme von 2,6 (2,2) Mrd. EUR und die gebuchten Bruttobeiträge betrugen im Geschäftsjahr 951 (832) Mio. EUR. Das Jahr 2010 war besonders erfolgreich in der Einmalbeitragsproduktion, was vorrangig das Verdienst des Vertriebswegs Vermögensberatung war. Insbesondere die klassische aufgeschobene Rentenversicherung "Privat-Rente", die Lebensversicherung für die Zielgruppe ab 50 "Leben Vital", die fondsgebundene aufgeschobene Rentenversicherung "Investment-Rente" sowie die sofort beginnende Rentenversicherung "Sofort Rente" trugen dazu bei. Die gebuchten Bruttobeiträge für Versicherungen mit Einmalbeitrag beliefen sich 2010 auf 499 Mio. EUR und machten 52 % der Bruttobeiträge aus. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag mit 4,6 % weiter auf dem Niveau des Vorjahres.
Mit einer Verzinsung (ohne Berücksichtigung der Schlussüberschussanteile) der Guthaben der Versicherungsnehmer von 4,8 % bei den Leben- und Rentenversicherungsprodukten liegt die Targo Lebensversicherung AG im Berichtsjahr weiterhin deutlich über dem Marktdurchschnitt. Als Jahresüberschuss der Targo Lebensversicherung AG wurden 40 (39) Mio. EUR erwirtschaftet.
Die Ziele der Targo Lebensversicherung AG bleiben auch im Geschäftsjahr 2011 hochgesteckt: Im Fokus stehen die langfristige Sicherung profitablen Wachstums, die hervorragende Kosteneffizienz, die exzellente Qualität der Produkte und Dienstleistungen und die Gewinnung neuer Kundensegmente.
Die PBV Lebensversicherung AG und PB Lebensversicherung AG sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der Talanx Deutschland AG mit Sitz in Hilden. Die Unternehmen besitzen zudem eine Niederlassung in Hameln. Die PBV Lebensversicherung AG, die PB Lebensversicherung AG, die PB Versicherung AG, die PB Pensionsfonds AG und die PB Pensionskasse AG treten gemeinsam unter der Marke "PB Versicherungen", Partner der Postbank, einheitlich am Markt auf. Die einzelnen Gesellschaften haben sich auf folgende Produkte spezialisiert:
| ― | PBV Lebensversicherung AG - Spezialversicherer für Altersvorsorgeprodukte |
| ― | PB Lebensversicherung AG - Spezialversicherer für Payment Protection |
| ― | PB Versicherung AG - Spezialversicherer für Unfallversicherungen |
| ― | PB Pensionsfonds AG/PB Pensionskasse AG - Spezialisten für Produkte der betrieblichen Altersversorgung (bAV) |
Gemeinsam mit ihrem Partner Deutsche Postbank AG bieten die PB Versicherungen Vorsorgeprodukte an, die optimal auf die Bedürfnisse der Postbank-Kunden ausgerichtet sind. Alle Produkte werden exklusiv für die sieben Vertriebswege der Deutschen Postbank AG entwickelt und darüber verkauft. Die Kooperation verbindet die Vertriebskraft der Postbank mit dem Versicherungs-Know-how der Talanx.
Die gebuchten Bruttobeiträge der PBV Lebensversicherung AG erhöhten sich auf 586 (496) Mio. EUR, dies entspricht einem Plus von 18 %. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war der Anstieg der Einmalbeiträge um 66 % auf 214 (129) Mio. EUR. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung erhöhten sich um 18 % und lagen mit 558 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Die Einzel-Lebensversicherungen trugen mit 530 (436) Mio. EUR bzw. 90 (88) % zu den gebuchten Beiträgen bei.
Insgesamt wurde 2010 ein Neugeschäft von 1,4 (1,9) Mrd. EUR Versicherungssumme bzw. 39 (52) Mio. EUR bezogen auf den laufenden Beitrag für ein Jahr vermittelt. Das Nettokapitalanlageergebnis der PBV Lebensversicherung AG erreichte 98 Mio. EUR. Die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen betrug 4,5 %, die Nettoverzinsung lag bei 4,4 (5,3) %. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die PBV Lebensversicherung AG einen Jahresüberschuss von 11 (15) Mio. EUR. Unter Einbezug des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 4,3 Mio. EUR ergibt sich für die PBV Lebensversicherung AG ein Bilanzgewinn von 15 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2011 bleiben die Ziele hochgesteckt: Vorrangiges Ziel ist die weitere Stärkung der Marktposition in Deutschland als Altersvorsorgespezialist. Hierfür werden neue innovative Produkte entwickelt und eingeführt. Zur Neukundengewinnung und zur generellen Erleichterung des Kundenzugangs sind Optimierungen der bestehenden Beratungstechnologien und die Einführung innovativer Kommunikationsformen geplant. Im Sinne einer wertorientierten Steuerung wird die PBV Lebensversicherung AG ihre Ausrichtung auf die Erhöhung der Effizienz durch weitere Verbesserung der Kostensituation und des Ergebnisses im Kapitalanlagebereich fortführen. Auf dieser Grundlage werden Chancen gesehen, Marktvorteile zu erlangen und die Position der PBV Lebensversicherung AG als Spezialversicherer für private Altersvorsorgeprodukte im Wettbewerb weiter zu stärken.
Die PB Lebensversicherung AG konzentriert sich seit 2008 im Neugeschäft ausschließlich auf das Kreditlebensversicherungsgeschäft. Daneben verwaltet sie weiterhin den bis 2008 akquirierten so genannten Altbestand Einzelleben.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2010 beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge der PB Lebensversicherung AG insgesamt auf 184 (193) Mio. EUR. Die verdienten Bruttobeiträge betrugen 183 (169) Mio. EUR. Die Einmalbeiträge fielen im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 56 (59) Mio. EUR. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Kreditlebensversicherung stabilisierten sich im Geschäftsjahr 2010 auf rund 39 Mio. EUR.
Das Nettokapitalanlageergebnis der PB Lebensversicherung AG stieg im Vergleich zum Vorjahr von 37 deutlich auf 40 Mio. EUR an. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen erreichte 4,3 % und entspricht auf diesem guten Niveau auch der laufenden Durchschnittsverzinsung von 4,4 (4,5) %. Die Lebensversicherungskunden der PB Lebensversicherung AG können in der Regel vom unverändert hohen Satz der Überschussbeteiligung von 4,7 % profitieren. Der Jahresüberschuss konnte von 9 Mio. EUR im Vorjahr auf 15 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010 gesteigert werden.
Der neue Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International ist durch die Umstrukturierung der bisherigen spartenorientierten Zweiteilung aus "Schaden/Unfall-Erstversicherung" und "Personen-Erstversicherung" entstanden.
Der Geschäftsbereich bündelt die Aktivitäten der Privat- und Firmenkunden-Gesellschaften der Bereiche Sachversicherung, Lebensversicherung sowie der Bancassurance im Ausland und ist in zwölf Ländern mit über 8 Millionen Kunden präsent. Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International wird durch die Talanx International AG (ehemals HDI-Gerling International Holding AG) geführt.
Die Talanx International AG (vormals: HDI-Gerling International Holding AG) ist im Talanx-Konzern zuständig für die Steuerung der im Ausland angesiedelten, rechtlich selbstständigen Versicherungsgesellschaften, welche das Privat- und Firmenkundengeschäft der Marken HDI, HDI-Gerling, CiV und Magyar Posta betreiben. Sie nimmt eine wichtige Rolle ein, wenn es darum geht, neue Märkte zu evaluieren und strategische Optionen auf internationaler Ebene zu identifizieren. Als Holding hält die Gesellschaft zwischen 66 und 100 % der Anteile der betreffenden Unternehmen und ist selbst eine 100-prozentige Tochter der Talanx AG.
Ziel der Talanx International AG mit ihren Beteiligungen ist es, wert- und ertragsorientiert zu wachsen. Dank ihrer auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Strategie ist sie auf die Herausforderungen der sich stark verändernden Märkte gut vorbereitet. Das Augenmerk liegt dabei auf klar definierten Zielländern und -märkten: Osteuropa inklusive Russland und Türkei sowie Lateinamerika sind als primäre strategische Zielmärkte definiert. Mittelfristig sind darüber hinaus gegebenenfalls auch ausgewählte Märkte im Asia-Pacific-Raum von Interesse. Die strategische Ausrichtung auf das internationale Firmen- und Privatgeschäft wurde durch die im Berichtsjahr begonnene Umstrukturierung des Konzerns weiter gestärkt. In diesem Prozess wurden zum einen die Industriegeschäft zeichnenden Gesellschaften in Belgien, Spanien, Österreich und den Niederlanden auf die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG übertragen. Zum anderen wurde das ausländische Privatkundengeschäft der Bereiche Bancassurance und Leben auf die Talanx International AG übertragen, sodass die Präsenz der Talanx International auf Standorte in Ungarn, Russland, Liechtenstein, Luxemburg sowie je einen weiteren Standort in Polen und der Türkei ausgeweitet werden konnte.
Mit dem Kauf einer weiteren Gesellschaft in Russland im Jahr 2010, der "HDI Strakhovanie", soll künftig das Lebensportfolio der russischen CiV Life um Schaden-/Unfallprodukte ergänzt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die polnische Gesellschaft HDI-Gerling Polska TU S. A. rückwirkend zum 1. Januar 2010 auf die HDI Asekuracja TU S. A. verschmolzen.
Der überwiegende Teil der Gesellschaften der Gruppe konnte das Prämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die gebuchten Bruttoprämien des Segments stiegen um 22 % gegenüber der Vergleichsperiode auf insgesamt 2,2 (1,8) Mrd. EUR. Währungskursbereinigt ergab sich ein Wachstum von 13 %.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das versicherungstechnische Ergebnis in großem Umfang von Sondereffekten wie beispielsweise den Flut- und Winterschäden in Polen oder dem Erdbeben in Chile betroffen. Weiterhin wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der strategischen Neuausrichtung des Konzerns entschieden, das Neugeschäft bei den Gesellschaften Aspecta Liechtenstein sowie Aspecta Luxemburg bis auf weiteres einzustellen.
Auf den Kapitalmärkten stellten insbesondere das niedrige Zinsniveau wie auch die hohen Volatilitäten die gesamte Branche und damit auch die Talanx International-Gruppe vor besondere Herausforderungen. Im Jahr 2010 konnte im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International ein Kapitalanlageergebnis von 150 Mio. EUR erzielt werden, was einer Steigerung von 24 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht, in welcher die Kapitalanlageergebnisse der Gesellschaften noch stark von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen waren. Den gestiegenen realisierten Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren stehen zum Jahresende 2010 deutlich geringere realisierte Verluste gegenüber als im Vorjahr. Auch die Abschreibungen auf Kapitalanlagen fallen im Jahr 2010 deutlich geringer aus als im Jahr 2009.
In der Berichtsperiode weist der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International ein operatives Ergebnis in Höhe von 26 (-42) Mio. EUR aus.
Die Talanx International AG erzielte Erträge aus Dividendenzahlungen ihrer Beteiligungsgesellschaften in Höhe von insgesamt 21 (31) Mio. EUR. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis in Höhe von 21 (14) Mio. EUR an die Talanx AG abgeführt.
Auch für das Geschäftsjahr 2011 verfolgt das ausländische Privatkundengeschäft eine klare Expansionsstrategie und zielt dabei auf Wachstum bei angemessener Profitabilität.
Der Geschäftsbereich Industrieversicherung wird durch die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG geführt. Über Tochtergesellschaften und Netzwerkpartner ist die Gesellschaft weltweit aktiv. Als international tätiger Industrieversicherer bietet HDI-Gerling Industrie seinen Kunden im In- und Ausland passgenaue Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Dabei reicht die Leistungspalette von der Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall- sowie Feuer- und Sachversicherung bis zu Transport-, Special-Lines- und Technischen Versicherungen.
Die gebuchten Bruttobeiträge der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG blieben im Berichtszeitraum mit 2,5 (2,5) Mrd. EUR, mit einer leichten Verbesserung um 6 Mio. EUR, nahezu auf dem Vorjahresniveau. Die Entwicklung in einzelnen Sparten war unterschiedlich: Während in Transport und Luftfahrt wie auch in den Technischen Versicherungen in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld Beitragsabriebe hingenommen werden mussten, konnten in anderen Sparten wie Haftpflicht und Kraftfahrt Beitragssteigerungen erzielt werden. Zudem war die Entwicklung durch die Übernahme eines Rechtsschutz-Portfolios von der Schwestergesellschaft HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG beeinflusst. Die gebuchten Bruttobeiträge der Rechtsschutzversicherung beliefen sich auf rund 18 Mio. EUR; im Vergleichszeitraum waren noch keine Beiträge ausgewiesen.
Die verdienten Nettobeiträge blieben mit 1,2 (1,2) Mrd. EUR ebenfalls nahezu konstant. Ein leichter Anstieg um 7 Mio. EUR hat seine Ursachen in der nahezu vollen Vereinnahmung der Rechtsschutzbeiträge und der punktuell höheren Selbstbehalte einerseits und verteuerten Rückdeckungen, insbesondere im übernommenen Geschäft, andererseits.
Die Bruttoschadenquote der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG erhöhte sich geringfügig auf 64,9 (64,0) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken demgegenüber, aufgrund der sehr guten Schadenentwicklung im übernommenen Geschäft, um 46 Mio. EUR auf 885 (931) Mio. EUR. Dies wird von der sehr guten Schadenentwicklung im übernommenen Geschäft getrieben. Hier verringerten sich die Nettoaufwendungen um mehr als 100 Mio. EUR, dies wurde teilweise durch gegenläufige Entwicklungen im selbst abgeschlossenen Geschäft der Sparten kompensiert. So wirkte sich neben anderen Effekten auch ein Rückversicherungsgewinn aufgrund der Ablösung eines Quotenrückversicherungsvertrags in der Sparte Kraftfahrt aus. Insgesamt verbesserte sich die Netto-Schadenquote um 5,4 Prozentpunkte auf 74,1 (79,5) %.
Insgesamt konnte die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG ein gegenüber dem Vorjahr um 35 Mio. EUR verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis von -46 (-81) Mio. EUR ausweisen, in dem Zuführungen zu den Schwankungsrückstellungen in Höhe von 39 (Entnahme von 5) Mio. EUR enthalten sind.
Das Kapitalanlageergebnis der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG betrug insgesamt 207 (235) Mio. EUR. Ausschlaggebend für den Rückgang sind die geminderten Gewinne aus Veräußerungen.
Die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG zählt in Deutschland und Europa mit ihren Niederlassungen und Tochtergesellschaften zu den marktführenden Industrieversicherern. Steigende Prämieneinnahmen und ein zunehmendes Auslandsgeschäft untermauern die starke Position im internationalen Wettbewerb.
Im Geschäftsjahr 2011 soll das Industriegeschäft in Europa sowie in Lateinamerika, (Süd-)Ostasien und auf der arabischen Halbinsel weiter ausgebaut werden. Weiterhin ist die Gründung einer Niederlassung in Kanada geplant. Aufgrund der konjunkturellen Erholung sowohl im Binnenmarkt als auch beim Export erwartet die Gesellschaft einen Prämienanstieg vor allem bei den umsatzabhängigen Policen. Das für 2011 erwartete Bruttoprämienvolumen von 2,6 Mrd. EUR liegt damit geringfügig über dem Wert zum 31. Dezember 2010. Aufgrund des unverändert sehr harten Wettbewerbs bei Preisen und Bedingungen besteht ein intensiver Wettbewerb im Industrieversicherungsmarkt. Damit sind für 2011 Prämienanpassungen im Bestand wohl nur in geringerem Umfang durchsetzbar. Weiterhin wird durch die vielfach anziehende Konjunktur ein erhöhter Schadenaufwand erwartet. Trotz der vorsichtigen Annahmen bei den erwarteten Erlösen aus den Kapitalanlagen erwartet die Gesellschaft, das zufriedenstellende Kapitalanlageergebnis aus 2010 auch für 2011 zu erreichen.
Der Geschäftsbereich Rückversicherung der Talanx-Gruppe, in dem die Schaden- und Personen-Rückversicherung zusammengefasst ist, besteht hauptsächlich aus der Hannover Rück-Gruppe als einer der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt. Die Talanx AG hält 50,2 % der Anteile an der Hannover Rückversicherung AG (Hannover Rück), die übrigen Aktien der börsennotierten Gesellschaft sind im Besitz institutioneller und privater Investoren.
Die Hannover Rückversicherung AG zeichnet die aktive Rückversicherung des Konzerns nur im Ausland; ihre Tochtergesellschaft E+S Rückversicherung AG (E+S Rück) ist für das Deutschlandgeschäft zuständig. Über die konzerninterne Retrozession zwischen den Gesellschaften ist die Hannover Rückversicherung AG am deutschen Rückversicherungsmarkt beteiligt, und umgekehrt schlägt sich das internationale Geschehen im Geschäftsergebnis der E+S Rück nieder.
Mit der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr ist die Hannover Rück sehr zufrieden. Die Nachfrage nach verlässlichem Rückversicherungsschutz war im Berichtsjahr unverändert hoch, und so stieg die Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft auf 8,6 (8,3) Mrd. EUR. Der Selbstbehalt verringerte sich leicht auf 76 (78) %. Die verdiente Nettoprämie lag mit 6,4 (6,4) Mrd. EUR auf Vorjahresniveau.
Größtes Schadenereignis war mit 71 Mio. EUR das schwere Erdbeben in Chile. Das verheerende Erdbeben in Haiti führte angesichts geringerer versicherter Werte dagegen zu einer relativ moderaten Schadensumme von 22 Mio. EUR. Auch in Europa verzeichnete die Hannover Rück im Berichtsjahr eine Reihe von Naturkatastrophen, so zum Beispiel mehrere Flutereignisse oder mit "Xynthia" auch einen kräftigen Sturm. Neben den erwähnten Naturkatastrophen zog insbesondere ein Schadenereignis weltweit Aufmerksamkeit auf sich, nämlich der Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" welcher zu erheblichen Umweltbelastungen führte. Insbesondere was mögliche Haftpflichtschäden betrifft, gibt es nach wie vor sehr viele ungeklärte Fragen, sodass die Belastung der Versicherungsindustrie und damit auch der Rückversicherer schwer abzuschätzen ist.
Erfreulich entwickelte sich das Lebensrückversicherungsgeschäft: Ein positives Bild ergab sich für Produkte zur eigenen Altersvorsorge, die aus steuerlichen Gründen in vielen Ländern als Rentenpolicen abgeschlossen werden. In diesem Segment hat die Hannover Rück sich als bedeutender Rückversicherer von sofort beginnenden Renten positioniert.
Infolge des verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisses, des sehr guten Kapitalanlageergebnisses und der durch den BFH-Entscheid erhöhten sonstigen Erträge stieg das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 364 Mio. EUR auf 590 Mio. EUR. Aufgrund dessen erhöhte sich der Jahresüberschuss deutlich auf 406 (259) Mio. EUR.
Mit den Bedingungen in der Schaden-Rückversicherung ist die Hannover Rück größtenteils zufrieden. Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2011 verlief besser als von den Marktteilnehmern erwartet. Trotz weicherer Marktbedingungen gab es genügend Möglichkeiten, profitables Geschäft zu zeichnen. Insgesamt konnte die Hannover Rück in dieser Erneuerungsrunde das Prämienvolumen um 2 % steigern. Die Hannover Rück erwartet auch für die kommenden Jahre eine positive Grundausrichtung und dynamische Weiterentwicklung ihrer nationalen und internationalen Aktivitäten im Bereich der Lebens-, Renten- und Krankenversicherung. Insbesondere demografische Veränderungen in den entwickelten Märkten, eine weitere Herausbildung einer stabilen Mittelklasse in den Schwellenmärkten sowie der professionelle Wettbewerb der sechs führenden Lebensrückversicherer sind Grundlage dieser Entwicklung. Die hohen Eintrittsbarrieren und die langfristige Ausrichtung der Personen-Rückversicherung sind nach wie vor ein stabilisierendes Strukturmerkmal in ihren Märkten.
Auch für das laufende Jahr erwartet die Hannover Rück wieder ein sehr gutes Gesamtergebnis. Für das Geschäftsfeld Schaden-Rückversicherung geht die Hannover Rück von stabilen bis leicht steigenden Nettoprämieneinnahmen von bis zu 3 % aus. Trotz der sich fortsetzenden Entwicklung hin zu weicheren Märkten wird ein sehr gutes Ergebnis für 2011 erwartet. Für das Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft geht die Hannover Rück für das laufende Jahr von einer stabilen Prämienentwicklung und einer erfreulichen EBIT-Rendite aus.
Für 2011 strebt die Hannover Rück eine Kapitalanlagerendite von 3,5 % an. Aufgrund der dargestellten zufriedenstellenden bis guten Marktbedingungen im Schaden- und im Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft sowie ihrer strategischen Ausrichtung erwartet die Hannover Rück für 2011 wieder ein gutes Geschäftsjahr.
In Deutschland, dem weltweit zweitgrößten Nicht-Leben-Rückversicherungsmarkt, nimmt die E+S Rück unverändert die zweite Position unter den Rückversicherern ein. Die E+S Rück war auch im Berichtsjahr dank hervorragender Bonität wieder ein sehr gesuchter Partner und konnte ihre Kundenbasis weiter ausbauen.
Insgesamt sank die gebuchte Bruttoprämie der E+S Rück 2010 um 2 % auf 2,5 (2,6) Mrd. EUR. Der Rückgang wurde hauptsächlich durch die Verringerung des Prämienvolumens in der Personen-Rückversicherung mit den Sparten Leben und Kranken verursacht. In der Schaden-Rückversicherung hielt im Berichtsjahr der intensive Wettbewerb auf der Erstversicherungsseite in vielen Sparten sowohl der Industrie- als auch der Privatversicherung an. Besonders umkämpft war zu Beginn des Jahres noch die Kraftfahrtversicherung, was unter anderem zu rückläufigen Prämieneinnahmen im proportionalen Geschäft der E+S Rück führte.
Die verdiente Nettoprämie der E+S Rück verringerte sich infolge eines erhöhten Selbstbehalts nur um 1 % auf 1,95 (1,97) Mrd. EUR. Gleichzeitig stiegen die Netto-Schadenaufwendungen für Versicherungsfälle um 4 % auf 1,61 (1,55) Mrd. EUR an, vor allem bedingt durch höhere Aufwendungen in den Sparten Unfall, Kraftfahrt und Leben.
Besonders belastend war für die E+S Rück im Berichtsjahr eine Reihe von Katastrophen im Ausland, weshalb die Belastungen aus Großschäden spürbar höher als im Vorjahr ausfielen. Das größte Einzelereignis war das Erdbeben in Chile mit einer Netto-Schadenbelastung von 17 Mio. EUR, dicht gefolgt vom Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko mit 17 Mio. EUR. Erhebliche Schäden verursachten auch das Erdbeben in Haiti (5 Mio. EUR) und der europäische Sturm "Xynthia" (4 Mio. EUR). Hinzu kamen kleinere Naturkatastrophen sowie mehrere Luftfahrt- und andere Großschäden. Insgesamt lag die Netto-Großschadenbelastung im Jahr 2010 mit 78 (35) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert.
Aufgrund des verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisses, des sehr guten Kapitalanlageergebnisses sowie des positiven Ergebnisses aus sonstigen Aufwendungen und Erträgen erhöhte sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2010 kräftig auf 229 (132) Mio. EUR. Durch die Auflösung der gebildeten Steuerrückstellungen in Höhe von 47 Mio. EUR infolge des BFH-Urteils fiel die Steuerlast im Berichtsjahr trotz des Ergebnisanstiegs mit 47 (52) Mio. EUR etwas geringer als im Vorjahr aus. Hierdurch konnte sich der Jahresüberschuss auf 176 (80) Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Dies ist nach dem Rekordwert des Jahres 2007 (180 Mio. EUR) das zweitbeste Resultat in der Geschichte der E+S Rück.
Nachdem die E+S Rück 2010 ihre Position als einer der führenden Rückversicherer in Deutschland festigen konnte, blickt das Unternehmen optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Das wachsende Auslandsgeschäft der E+S Rück dürfte im laufenden Jahr das rückläufige deutsche Geschäft weitgehend kompensieren, sodass 2011 insgesamt ein relativ stabiles Prämienvolumen erreicht wird.
Aufgrund der noch risikoadäquaten Bedingungen in der Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie unserer strategischen Ausrichtung erwarten wir insgesamt wieder ein gutes Geschäftsjahr 2011. Infolgedessen und aufgrund der erwarteten Erstattung vorausgezahlter Steuern und Zinsen für noch zu ändernde Steuerbescheide infolge des BFH-Urteils sollte für das laufende Jahr erneut ein erfreuliches Ergebnis möglich sein. Voraussetzungen dafür sind allerdings ein Schadenverlauf des Naturgefahrengeschäfts im Rahmen des Erwartungswertes und keine neuen Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten.
Der Geschäftsbereich Konzernfunktionen besteht neben der Talanx AG aus den AmpegaGerling-Gesellschaften, dem Rückversicherungsmakler Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) sowie den konzerninternen Servicegesellschaften, Talanx Service AG (ehem. HDI-Gerling Sach Serviceholding) und dem IT-Dienstleister Talanx Systeme AG.
Unter der Marke "AmpegaGerling" sind sowohl das Asset Management des Talanx-Konzerns als auch die Vermögensverwaltung und das Fondsgeschäft für institutionelle Anleger und Privatkunden angesiedelt. Unter dem Markennamen werden die Asset Management GmbH, die Investment GmbH und die Immobilien Management GmbH geführt. Im Zuge der Umstrukturierungen werden im Laufe des Jahres die AmpegaGerling Asset Management unter Talanx Asset Management und die AmpegaGerling Immobilien Management unter Talanx Immobilien Management firmieren. Die AmpegaGerling Investment GmbH bleibt mit Blick auf ihr Privatkundengeschäft von der Umbenennung unberücksichtigt.
Zudem ist die Protection Re, der professionelle Rückversicherungsberater und -vermittler für Nicht-Leben-Rückversicherungsabgaben der Talanx-Gruppe, im Geschäftsbereich Konzernfunktionen angesiedelt. Im Laufe des Jahres wird die Protection Re ebenfalls umbenannt und unter dem Namen Talanx Reinsurance Broker firmieren.
Durch die Umstrukturierung im Talanx-Konzern wurde die ehemalige HDI-Gerling Sach Serviceholding umbenannt in Talanx Service AG und bekam zugleich einen neuen Aufgabenzuschnitt. Die Talanx Service AG bündelt nun inländische Zentralfunktionen, die nicht direkt das Versicherungsgeschäft betreffen, wie Rechnungswesen, Inkasso, Einkauf, Facility-Management und Personal. Die Gesellschaften, die zuvor unter der HDI-Gerling Sach Serviceholding angesiedelt waren, wurden im Zuge der Umstrukturierung herausgelöst. Die wesentlichen Gesellschaften wie HDI Direkt und HDI-Gerling Firmen- und Privat Versicherung AG gehören nun zum Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland, die HDI-Gerling International Holding AG wurde umbenannt in Talanx International AG und führt den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International. Ebenso wurde die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG herausgelöst, die jetzt den Geschäftsbereich Industrieversicherung führt.
Der IT-Dienstleister Talanx Systeme AG nimmt im Laufe des Jahres 2011 seine Arbeit auf.
Die Servicegesellschaften Talanx Service AG und Talanx Systeme AG nehmen ausschließlich konzerninterne Aufgaben wahr, aus diesem Grund wird folgend nur auf die Gesellschaften AmpegaGerling und Protection Re ausführlicher eingegangen.
Die AmpegaGerling Asset Management GmbH (AMG) ist eine nicht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigte Vermögensverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 2 Abs. 6 Nr. 5 des Kreditwesengesetzes (KWG). Sie erbringt ihre Finanzdienstleistungen ausschließlich im Rahmen des Konzernprivilegs, namentlich gegenüber konzerninternen Versicherungs- und sonstigen Unternehmen im Talanx-Konzern.
Die Geschäftstätigkeit der AMG umfasst neben dem Asset Management für die Gesellschaften des Talanx-Konzerns das vollständige Angebot administrativer Dienstleistungen wie Kapitalanlagenbuchhaltung einschließlich Steuern und Meldewesen nach HGB und IFRS, Performance Measurement, Investment-/Risk-Controlling, Compliance, Investment-Reporting sowie Financial Analysis/Asset-Liability-Management in Abstimmung mit den Versicherungsträgern.
Im vierten Quartal 2010 hat die AMG eine strategische Beteiligung von 25,1 % an der C-QUADRAT Investment AG (Wien) erworben. Ziel ist eine erweiterte Kooperation zur Nutzung von Synergiepotenzialen, insbesondere in den Bereichen Kapitalanlagegesellschaft-Administration, Asset Management und Vertrieb des Retailgeschäftes (über die Tochtergesellschaft AmpegaGerling Investment GmbH).
Zum Geschäftsjahresende beläuft sich das Gesamtvolumen der verwalteten Kapitalanlagen auf 67,2 Mrd. EUR, damit liegt es um 7,3 Mrd. EUR, durch Markteffekte getragen, über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erhöhte sich auf 36 (23) Mio. EUR. Neben dem volumenbedingten Anstieg der Umsatzerlöse (+7 Mio. EUR) trägt insbesondere die Reduzierung der Beratungskosten nach Sondereffekten 2009 zu der Ergebnisentwicklung bei. Aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen durch die Erstanwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ist ein außerordentlicher Aufwand von 2 Mio. EUR entstanden. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 10 Mio. EUR. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Bei einer Bilanzsumme von 129 Mio. EUR beläuft sich der Anteil des Eigenkapitals auf 84 Mio. EUR oder 65 %.
Bedingt durch als Ergebnis aktualisierter Drittvergleichsuntersuchungen reduzierte Fee-Vereinbarungen mit den verbundenen Konzernunternehmen, wird ein Rückgang der reduzierten Umsatzerlöse von 12 Mio. EUR erwartet. Dies führt bei Beibehaltung der betrieblichen Aufwendungen auf dem Niveau 2010 zu einem geplanten Rückgang des Betriebsergebnisses auf 21 Mio. EUR ohne Erträge aus Gewinnabführungsverträgen.
Die AmpegaGerling Investment GmbH (AIG) ist eine Kapitalanlagegesellschaft nach deutschem Recht gemäß § 2 Abs. 6 des Investmentgesetzes (InvG). Eigentümer der AIG sind zu 94,9 % die AmpegaGerling Asset Management GmbH (AMG) sowie zu 5,1 % die Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG (Alstertor). Die AIG verwaltet richtlinienkonforme Sondervermögen, Immobiliensondervermögen, gemischte Sondervermögen, Altersvorsorge-Sondervermögen und betreibt die Finanzportfolioverwaltung sowie bis Ende September 2010 das Depotgeschäft.
Am 31. Dezember 2010 hatte die Gesellschaft 47 Spezialfonds und 69 Publikumsfonds mit einem Volumen von insgesamt 10,7 (9,8) Mrd. EUR verwaltet. Der Auflage von sieben neuen Sondervermögen im Segment Publikumsfonds und zwei im Segment Spezialfonds stand die Schließung von zehn Publikumsfonds und drei Spezialfonds gegenüber. Im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung wurden von der Gesellschaft neun Finanzportfolios mit einem Volumen von 3,9 (3,4) Mrd. EUR per 31. Dezember 2010 verwaltet. Insgesamt hatte die AIG zum Bilanzstichtag 125 Portfolios mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 14,6 (13,2) Mrd. EUR.
Im Jahr 2010 entwickelte sich das Retailgeschäft der Gesellschaft dank signifikanter Mittelzuflüsse in Höhe von 738 Mio. EUR sehr erfolgreich. Das Volumen der Publikumsfonds stieg im Vorjahresvergleich um 0,9 Mrd. EUR von 2,6 Mrd. EUR auf 3,5 Mrd. EUR. Damit konnte dieses strategische Geschäftsfeld zielorientiert ausgebaut werden. Nach dem branchenweiten Einbruch des Fondsgeschäfts im Jahr 2008 sowie der anschließenden Stabilisierung 2009 war 2010 eine positive Entwicklung des Investmentgeschäfts in Deutschland zu beobachten. Während in der Gesamtbranche das Publikumsfondsvolumen 2010 um 65,2 Mrd. EUR bzw. 11,6 % wuchs, verzeichnete die AIG einen deutlich überproportionalen Zuwachs in Höhe von 33 %. Hinsichtlich des Nettomittelzuflusses positioniert sich die Gesellschaft im Branchenranking des Bundesverbands Investment und Asset Management e.V. (BVI) auf Platz 15 von 49 Gesellschaften und ist damit im Publikumsfondsgeschäft die sowohl größte als auch wachstumsstärkste rein deutsche Kapitalanlagegesellschaft deutscher Versicherer. Strukturell werden Abweichungen in der Gegenüberstellung von AIG- und Branchenentwicklung deutlich. Während am Gesamtmarkt die Fondsanzahl moderat um 4 % stieg, konnte trotz neuer Mandate die AIG dank einer Bereinigung der Fondspalette die Fondsanzahl um drei auf 69 (-4 %) reduzieren. In Verbindung mit dem erheblich gestiegenen Gesamtvolumen ergibt sich damit ein deutlich verbessertes durchschnittliches Volumen pro Publikumsfonds von 50 (36) Mio. EUR. Hinsichtlich einer Differenzierung nach Assetklassen wird deutlich, dass die AIG bei Renten- und Mischfonds deutlich stärker als die an sich schon positive Marktentwicklung wachsen konnte, bei Aktienfonds jedoch erkennbar unterhalb der Branchenentwicklung abschnitt. Die Gründe hierfür liegen einerseits in den Wurzeln als Versicherungskapitalanlagegesellschaft mit Fokussierung auf die Assetklasse Renten als auch in einer bewussten Angebotsprofilierung am Markt. Um einer zu starken Abhängigkeit der Gesellschaft von der konjunkturellen und volkswirtschaftlichen Entwicklung des Rentenmarkts zu begegnen, soll das Aktiensegment selektiv in Kooperation mit externen Fondsmanagern bzw. Anlageberatern verstärkt werden.
Bei einer Betrachtung der Absatzentwicklung nach Vertriebswegen bzw. Kundensegmenten erwies sich das administrative Geschäft mit Label-Fonds für externe Fondsinitiatoren mit einem Mittelzufluss von 937 Mio. EUR als wichtigster Erfolgsfaktor. Hervorzuheben sind hier die Kooperationen mit der C-QUADRAT Investment AG, der Zantke & Cie. Assetmanagement Gesellschaft sowie der Vermögensverwaltung Johannes Führ. Einen weiteren Absatzschwerpunkt stellt das konzerneigene Unit-linked-Geschäft mit Fondspolicen dar. Hier konnten 101 Mio. EUR AIG-Publikumsfonds netto abgesetzt werden. Der Fondsvertrieb über die konzerneigene Ausschließlichkeitsorganisation stabilisierte sich und wies im zweiten Halbjahr auf niedriger Ausgangsbasis einen moderat steigenden Bruttoabsatz auf. Das Drittgeschäft mit eigengemanagten Publikumsfonds war gekennzeichnet durch den Abzug von 120 Mio. EUR eines Einzelinvestors. In diesem Geschäftsfeld besteht Aufholbedarf, was 2011 mit einer Neupositionierung der Fonds am Markt realisiert werden soll.
Ergänzend zum Retailgeschäft betreibt die Gesellschaft das institutionelle Drittkundengeschäft und positioniert sich aufgrund des vorhandenen Know-how-Profils als Outsourcing-Partner für kleine und mittlere Erstversicherer sowie als Administrator für konzernfremde Asset Manager. 2010 konnten bestehende Mandate um 140 Mio. EUR ausgebaut werden. Dieser Volumenzuwachs um 4 % liegt unterhalb der Branchenentwicklung, die einen Zuwachs von 11,7 % verzeichnete, und trägt dem Umstand Rechnung, dass die AIG in diesem Geschäftsfeld als Nischenanbieter agiert. Das Volumen im konzernexternen institutionellen Geschäft beläuft sich damit per 31. Dezember 2010 auf 3,4 Mrd. EUR und hat einen Anteil von 23 % am Gesamtvolumen der in der AIG verwalteten Kapitalanlagen. Zum Jahresbeginn 2011 wurde das Outsourcingmandat eines konzernfremden Unternehmens gekündigt, was eine Verringerung des administrierten Volumens in Höhe von 0,7 Mrd. EUR zur Folge hat.
Die für Talanx-Konzerngesellschaften verwalteten Kapitalanlagebestände bewegen sich mit 8,1 Mrd. EUR über dem Vorjahresvolumen von 7,7 Mrd. EUR.
Aufgrund des Absatzerfolges im Retailgeschäft und der damit einhergehenden positiven Volumenentwicklung wurde im Berichtsjahr insgesamt ein Provisionsergebnis in Höhe von 23,3 (22,5) Mio. EUR erwirtschaftet. Die Personal- und Sachaufwendungen einschließlich Kostenverrechnung innerhalb der AmpegaGerling-Gesellschaften bewegen sich auf Vorjahresniveau. Insgesamt wurde 2010 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 9 (7) Mio. EUR erreicht. Darüber hinaus ist aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen durch die Erstanwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ein außerordentlicher Aufwand von 2 Mio. EUR entstanden.
Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 31 Mio. EUR. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Bei einer Bilanzsumme von 39 Mio. EUR beläuft sich der Anteil des Eigenkapitals auf 17 Mio. EUR oder 44 %.
Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten im Jahr 2011 sind neben dem Portfolio-Management der Publikums- und Spezialfonds die Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse zur Erlangung der UCITS-IV-Fähigkeit (Verwaltung ausländischer Fonds) sowie der weitere Ausbau der technischen Kompetenz zur Administration von Kapitalanlagen. Insgesamt wird für 2011 ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.
Die Geschäftstätigkeit der AmpegaGerling Immobilien Management GmbH (AIM) umfasst neben dem kaufmännischen und technischen Immobilienmanagement für die Versicherungsträger im Talanx-Konzern Leistungen in den Bereichen Investment, Mandantenbuchhaltung und Corporate Real Estate Management. Die Betreuung von Baufinanzierungsgeschäften überwiegend für die HDI-Gerling Lebensversicherung AG wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 an die HDI-Gerling Leben Betriebsservice übertragen.
Zum Geschäftsjahresende bewegt sich der Verkehrswert der verwalteten Immobilien mit 1,1 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf -1,2 (0,2) Mio. EUR. Ergebnisbelastende Sondereffekte bestehen dabei insbesondere in Projektkosten, verbunden mit der Ablösung des bisherigen Immobilienverwaltungssystems durch SAP. Darüber hinaus ist aus der geänderten Bewertung der Rückstellungen durch die Erstanwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ein außerordentlicher Aufwand von 0,8 Mio. EUR entstanden. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 5 Mio. EUR. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Bei einer Bilanzsumme von 9 Mio. EUR beläuft sich der Anteil des Eigenkapitals auf 3 Mio. EUR oder 31 %.
Vor dem Hintergrund der Übertragung des Baufinanzierungsgeschäftes (und damit Abgang der zugehörigen Umsatzerlöse) wird trotz Reorganisation der Provisionsstrukturen und der damit unter anderem verbundenen Erhöhung der Bestandsmargen ein Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 1 Mio. EUR erwartet. Getragen durch Projektsonderkosten in Verbindung mit dem weiteren Ausbau der Produktionsplattform auf Basis SAP ist für 2011 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von -0,7 Mio. EUR geplant. Ab 2012 soll nach vollständiger Implementierung der neuen Produktionsstrukturen und Entfall der Sonderprojektkosten ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden.
Protection Reinsurance Intermediaries AG (Protection Re) ist im Talanx-Konzern dem Segment Konzernfunktionen zugeordnet und befindet sich zu 100 % im Besitz der Talanx AG. Die Gesellschaft ist der professionelle Berater und Vermittler für die Rückversicherungsabgaben (Nicht-Leben-Geschäft) des Talanx-Konzerns.
Das Kerngeschäft der Protection Re liegt in der umfassenden Beratung von Erstversicherungsgesellschaften in allen Bereichen der ausgehenden Komposit-Rückversicherung. Protection Re übernimmt für die Konzernzedenten im jeweils geforderten Umfang die komplette Bandbreite des Geschäftsprozesses Rückversicherung. Von der Portfolioanalyse über die Beratung bei der Strukturierung der Rückversicherungsprogramme bis hin zur Administration und Abwicklung der platzierten Rückversicherungsvereinbarungen entwickeln und begleiten spezialisierte Teams tragfähige Lösungen, die die Konzernzedenten nachhaltig bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele unterstützen.
In dieser zentralen Funktion optimiert Protection Re die Rückversicherung für die Zedenten im Talanx-Konzern weltweit. Vertragliche und fakultative Rückversicherungskapazitäten werden langfristig aufgebaut und gesichert. Die Bonitätsanforderungen an die Rückversicherer werden im Unternehmen zentral gesteuert und permanent überwacht. Das Know-how, die langjährige Erfahrung und die exzellenten Kontakte der Mitarbeiter von Protection Re in den internationalen Rückversicherungsmärkten sowie die intensive persönliche Zusammenarbeit mit weltweiten Partnern sichern verlässliche Rückversicherungskapazitäten.
Die 2009 in London insbesondere zur Platzierung des Geschäftes deutscher Zedenten an Rückversicherungsgesellschaften außerhalb der Europäischen Union gegründete Niederlassung der Protection Re (PRL) hat 2010 die an sie gestellten Anforderungen erfüllt und hat zu dem guten Ergebnis der Gesellschaft beigetragen. Die notwendigen Rückversicherungskapazitäten für alle von Protection Re betreuten Konzernzedenten konnten auch für 2011 am Weltmarkt erfolgreich eingedeckt werden.
Der gesamte Jahresgewinn in Höhe von 8 (12) Mio. EUR wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Talanx AG abgeführt. Derzeit ist davon auszugehen, dass 2011 das Ergebnis der Protection Re über dem Niveau des Geschäftsjahres 2010 liegen wird.
Mit Pressemitteilung vom 5. April 2001 informierte der Vorstand, dass die Talanx International AG zum 1. April 2011 zwei Versicherungsgesellschaften, die L'Union de Paris Cía. Argentina de Seguros S. A. und die L'Union de Paris Cía. Uruguaya de Seguros S. A. übernommen hat. Die bislang in Privatbesitz befindlichen Versicherungsgesellschaften beschäftigen 138 Mitarbeiter und verzeichneten im Geschäftsjahr 2010 ein Prämienvolumen von umgerechnet rund 44 Mio. EUR.
Mit Pressemitteilung vom 1. April 2011 teilte der Vorstand mit, dass die Talanx Deutschland AG 74,9 % der Geschäftsanteile an der Clarus AG an das Finanzdienstleistungsunternehmen Aragon AG verkauft hat. Die Talanx Deutschland AG selbst bleibt mit 25,1 % am Unternehmen beteiligt. Der Kaufvertrag steht unter Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes sowie weiteren aufschiebenden Bedingungen, deren Eintritt in Kürze erwartet werden.
Am 11. März 2011 ereignete sich ein Erdbeben in Japan von der Stärke 9,0, das uns über unsere weltweiten Industrie- und Rückversicherungsaktivitäten trifft. Aufgrund der Komplexität des Ereignisses liegt eine verlässliche Aussage für einen Gesamtmarktschaden für die Versicherungswirtschaft noch nicht vor. Daher ist eine Bewertung der Schadenhöhe noch mit viel Unsicherheit behaftet. Insgesamt rechnen wir derzeit auf der Basis erster Vertragsanalysen mit einer Netto-Schadenbelastung für den Konzern in einer Größenordnung von ca. 300 Mio. EUR vor Steuern.
Am 22. Februar 2011 ereignete sich ein Erdbeben in Neuseeland von der Stärke 6,3. Es war das zweite Beben in Christchurch innerhalb von fünf Monaten. Aus diesem jüngsten Erdbeben in Neuseeland erwarten wir im Erst- und Rückversicherungsgeschäft eine Netto-Schadenbelastung von rund 150-160 Mio. EUR.
Aus den Überflutungen, die im Januar 2011 im australischen Brisbane stattfanden, erwarten wir eine Netto-Schadenbelastung zwischen 40 Mio. EUR und 100 Mio. EUR.
Mit Pressemitteilung vom 20. Januar 2011 hat unsere Tochtergesellschaft HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, mitgeteilt, dass sie den niederländischen Sachversicherer Nassau Verzekering Maatschappij N. V. rückwirkend zum 30. September 2010 zu einem Kaufpreis von 195 Mio. EUR erworben hat. Die zu erwerbende Gesellschaft soll anschließend rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf den niederländischen Versicherer HDI Verzekeringen N. V. verschmolzen werden. Diese Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG.
Die im Jahr 2001 durch die Hannover Finance (Luxembourg) S. A. emittierte nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 350 Mio. EUR ist zum 14. März 2011 erstmals kündbar und steht nach dem Umtauschangebot aus dem Jahr 2005 noch in Höhe von 138 Mio. EUR aus. Wie am 1. Februar 2011 veröffentlicht, hat die Emittentin ihre Call-Option ausgeübt und wird das noch ausstehende Volumen der Anleihe mit Wirkung zum 14. März 2011 vollständig zurückzahlen.
In der Pressemitteilung vom 11. Januar 2011 informierte der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG über die Zulassung der Hannover Rückversicherung AG als so genannten "Eligible Reinsurer" im US-Bundesstaat New York durch das New York State Insurance Department. Durch diese Regelung werden die Besicherungspflichten unseres Schaden-Rückversicherungsgeschäfts im Bundesstaat New York reduziert. Bisher waren die versicherungstechnischen Reserven grundsätzlich zu 100 % zu besichern, nach der Zulassung beläuft sich die Besicherungspflicht nur noch auf 20 %.
Im Oktober 2010 hat der Bundesfinanzhof ein erstinstanzliches Urteil bestätigt, wonach Kapitalanlageerträge irischer Tochtergesellschaften nicht der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Da im Februar 2011 Steuerbescheide entsprechend geändert bzw. ihre Änderung durch die Finanzverwaltung angekündigt wurde, wird für den Teilkonzern Hannover Rück im Geschäftsjahr 2011 die Erstattung vorausgezahlter Steuern und Zinsen erwartet. Diese haben einen Ergebniseffekt in Höhe von voraussichtlich 100-120 Mio. EUR.
Mit Pressemitteilung vom 22. Dezember 2010 teilte der Vorstand der Hannover Rückversicherung AG mit, dass die Hannover Rückversicherung AG eine Einigung über den Verkauf aller operativen Gesellschaften ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft Clarendon Insurance Group, Inc., New York, an die bermudische Enstar Group Ltd., Hamilton, erzielt hat. Diese Transaktion bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Behörden.
Die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie ist die Basis unseres Umgangs mit Risiken und Chancen. Elementar für die Übernahme von Risiken sind die Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikoneigung des Konzerns. Die Risikostrategie bildet als eigenständiges Regelwerk das Fundament für das konzernweite Risikomanagement. Sie ist damit integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns und spiegelt sich in den Detailstrategien der jeweiligen Geschäftsbereiche wider.
Als international operierender Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern sind wir mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind und deren Ausprägung in den einzelnen Geschäftsbereichen und geografischen Regionen unterschiedlich ist. Sowohl die Unternehmens- als auch die Risikostrategie werden daher regelmäßig überprüft. Durch diese Überprüfung unserer Annahmen und einer gegebenenfalls daraus abgeleiteten Adjustierung stellen wir die Aktualität unserer strategischen Leitlinien und damit unseres Handelns sicher.
Oberstes Ziel unseres Risikomanagements ist es, unsere strategisch definierten Risikopositionen einzuhalten. Bezüglich der Kapitalausstattung streben wir in unserem internen Risikokapitalmodell eine Adäquanzgröße an, die uns einen hohen Sicherheitspuffer gibt. Als Nebenbedingung zu dem regulatorischen Ziel der aufsichtsrechtlichen Übererfüllung der Kapitalausstattung verfolgt die Talanx ein Zielrating, das bei Standard & Poor's der Kategorie "AA" entspricht.
Wesentlich für ein effizientes Risikomanagementsystem ist das Zusammenwirken der einzelnen Funktionen und Gremien innerhalb des Gesamtsystems. Die Talanx hat die Rollen und Aufgaben klar definiert, um ein reibungsloses Zusammenspiel zu gewährleisten.
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| Steuerungselement | Wesentliche Aufgabe im Risikomanagement | |
|---|---|---|
| Aufsichtsrat | ■ | Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens, u. a. auch im Hinblick auf die Risikostrategie und das Risikomanagement |
| Vorstand | ■ | Gesamtverantwortung für das Risikomanagement |
| ■ | Festlegung der Risikostrategie | |
| ■ | Verantwortlich für Funktionsfähigkeit des Risikomanagements | |
| Risikokomitee | ■ | Risikoüberwachungs- und Koordinationsgremium, insbesondere mit folgenden Aufgaben: |
| ■ kritische Beobachtung und Analyse der Risikoposition des Gesamtkonzerns unter besonderer Beachtung des vom Vorstand verabschiedeten Risikobudgets sowie der Risikostrategie | ||
| ■ Überwachung der Steuerungsmaßnahmen im Konzern im Hinblick auf die existenzgefährdenden Risiken des Konzerns | ||
| Chief Risk Officer | ■ | Verantwortung für die geschäftsbereichsübergreifende und ganzheitliche Risikoüberwachung (systematische Identifikation und Bewertung, Kontrolle/ Überwachung und Berichterstattung von Risiken) aller aus Konzernsicht wesentlichen Risiken |
| Zentrales Risikomanagement | ■ | Konzernübergreifende Risikoüberwachungsfunktion |
| ■ | Methodenkompetenz, u. a. für die | |
| ■ Entwicklung von Prozessen/Verfahren zur Risikobewertung, -steuerung und -analyse | ||
| ■ Risikolimitierung und -berichterstattung | ||
| ■ übergreifende Risikoüberwachung und Ermittlung des notwendigen Risikokapitals | ||
| Dezentrales Risikomanagement | ■ | Risikoüberwachungsfunktion in den Geschäftsbereichen |
| ■ | Beachtung der zentral definierten Richtlinien, Methoden und Verfahren sowie Limitsysteme und Schwellenwerte, die als Rahmen für die dezentrale Umsetzung, Überwachung und Berichterstattung dienen | |
| Interne Revision | ■ | Prozessunabhängige Überprüfung der Funktionsbereiche des Konzerns |
| Wirtschaftsprüfer | ■ | Jährliche systematische Prüfung des Risikomanagements |
Als Holding eines Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzerns mit überwiegend in der Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmen trägt die Talanx AG nicht nur eigene unternehmerische Risiken, sondern ist auch an den Risiken ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Die Talanx AG und ihre Tochtergesellschaften arbeiten mit vielfältigen Verfahren und Instrumenten zur Risikobeobachtung und -steuerung. Entsprechend dem Ansatz vergleichsweise weitgehender Eigenverantwortung und Dezentralität pflegen unsere Tochterunternehmen jeweils eigene Risikomanagementsysteme, da sie ihre Risiken selbst am besten beurteilen und bewerten sowie Risikosteuerungsmaßnahmen rechtzeitig ergreifen können. Das Konzernrisikomanagement gibt zur Ausgestaltung der dezentralen Risikomanagementsysteme jedoch Richtlinien vor, die einen konzernweit einheitlichen und aggregierbaren Mindeststandard gewährleisten.
Der Risikomanagementprozess umfasst die Identifikation, Messung, Analyse, Bewertung, Limitierung und Überwachung von Risiken sowie die Risikoberichterstattung.
Wir identifizieren Risiken über geeignete Kennzahlen und über verschiedene Risikoerhebungen, in denen Experten und ausgewählte Führungskräfte zur Risikolage Stellung nehmen. Um über die Risikosituation in den Geschäftsbereichen laufend informiert zu sein, führt das Konzernrisikomanagement quartalsweise Gespräche mit dem dezentralen Risikomanagement. Wesentliche Änderungen in der Risikoposition berichtet das Risikomanagement der Geschäftsbereiche ad hoc an das Konzernrisikomanagement.
Zur Messung, Analyse und Bewertung von Risiken leitet das Konzernrisikomanagement aus den dezentralen Risiken mithilfe eines internen Risikokapitalmodells die Risikosituation des Talanx-Konzerns ab. Mit diesem internen Risikokapitalmodell nehmen wir eine adäquate Bewertung der Risiken vor. Es lehnt sich im Berichtszeitraum noch in wesentlichen Bereichen an ein verfeinertes so genanntes GDV-Standardmodell an und dient der Risikoanalyse und -bewertung von Einzelrisiken sowie der gesamten Risikoposition des Konzerns. Ziel der Risikoquantifizierung ist es, das Risikokapital auf der Basis eines 99,97-prozentigen Value at Risk zu berechnen. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Im Risikomodell werden Korrelationseffekte zwischen Konzerngesellschaften und Risikokategorien berücksichtigt. Derzeit wird ein stochastisches, Solvency-II-orientiertes Risikokapitalmodell entwickelt, das die Talanx-weite Verwendung von internen Modellen ermöglicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Jahr 2008 mit der Untersuchung dieses Modells begonnen, deren Ziel die zukünftige aufsichtsrechtliche Genehmigung ist.
Bezüglich der Risikolimitierung sind innerhalb unseres zentralen Limit- und Schwellenwertsystems für die wesentlichen Risiken des Konzerns Spitzenkennzahlen für die Steuerung und Überwachung vorgegeben. Mit der Festlegung geeigneter Limite und Schwellenwerte für die quantitativ messbaren wesentlichen Risiken operationalisieren wir die Risikosteuerung und -überwachung. Nicht oder schwer quantifizierbare wesentliche Risiken (z. B. operationale Risiken) überwachen und steuern wir primär durch angemessene Prozesse und Verfahren.
Bei der Risikoüberwachung unterscheiden wir insbesondere zwischen der prozessintegrierten unabhängigen Überwachung und der prozessunabhängigen Überwachung. Die prozessintegrierte unabhängige Überwachung liegt vor allem bei dem Risikokomitee, dem Chief Risk Officer und den ihn unterstützenden Organisationseinheiten. Die prozessunabhängige Überwachung erfolgt insbesondere durch die interne Revision und den Aufsichtsrat.
Unsere Risikoberichterstattung verfolgt das Ziel, systematisch und zeitnah über Risiken und deren potenzielle Auswirkungen zu informieren sowie eine ausreichende unternehmensinterne Kommunikation über alle wesentlichen Risiken als Entscheidungsgrundlage sicherzustellen. Die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement gewährleistet, dass der Vorstand der Talanx AG über Risiken laufend informiert ist und gegebenenfalls steuernd eingreifen kann; auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage informiert. Über wesentliche Änderungen in der Risikoposition wird der Vorstand der Talanx AG ad hoc informiert.
Mögliche Folgen von Risiken werden nicht nur dokumentiert, sondern fließen auch in die Jahresplanungen der Konzernunternehmen ein, sodass die Risiken der künftigen Entwicklung und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah berücksichtigt werden. Die Planungen aller Konzernunternehmen und des gesamten Konzerns werden im Vorstand und Aufsichtsrat der Talanx AG diskutiert und verabschiedet. Die Talanx AG erstellt auf dieser Basis ihren eigenen Ergebnisplan. Durch diesen Planungsprozess wird die zukünftige Entwicklung ebenso berücksichtigt wie die Interdependenzen zwischen den Plänen der Tochtergesellschaft und der Talanx AG. Im Rahmen des Performance-Management-Zyklus werden bei der Planung sowohl operative als auch strategische Aspekte berücksichtigt.
Unsere Entscheidungs- und Überwachungsprozesse erfüllen nicht nur die umfassenden Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes an das Berichts- und Meldewesen, sie umfassen auch die Erstellung und Überprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, das interne Kontrollsystem und den Einsatz von leistungsfähigen Planungs- und Controllinginstrumenten.
Im Berichtsjahr wurde unser Risikomanagement im Bereich der Erstversicherung von Standard & Poor's mit "adequate with positive trend" beurteilt. Der Erstversicherungsbereich erreichte damit die höchste Einstufung, welche von Versicherern ohne ein stochastisches internes Modell erreicht werden kann. Das Risikomanagement der Hannover Rück wurde von S&P mit "strong", der zweitbesten S&P-Bewertung, beurteilt. Diese Einschätzungen belegen die Qualität unseres ganzheitlichen Risikomanagementansatzes.
Nach der bei AmpegaGerling in 2009 erfolgten Prüfung und Zertifizierung der Kontrollaktivitäten nach SAS 70 Type 1 als Nachweis der angemessenen Ausgestaltung des Kontrollsystems wurde für 2010 die Prüfung nach Type 2 in Bezug auf die wirksame Umsetzung der wesentlichen Kontrollen erfolgreich absolviert.
Die Risiken, denen die Talanx AG ausgesetzt ist, haben wir in Risikogruppen zusammengefasst und auf Basis der bestehenden Standards analysiert und bewertet. Zu den Risikogruppen zählen:
| ― | globale Risiken |
| ― | Beteiligungsrisiken |
| ― | funktionale Risiken |
Die globalen Risiken umfassen Risiken aus der Veränderung von sowohl politischen als auch wirtschafts- und steuerrechtlichen Bestimmungen. Diese werden vom Vorstand der Talanx AG und den entsprechenden Gremien für den gesamten Konzern intensiv erörtert und insbesondere durch Verbandstätigkeit, Informationsdatenbanken sowie ständigen Austausch mit dem lokalen Management überwacht.
Zu den Beteiligungsrisiken zählen insbesondere die Ergebnisentwicklung der einzelnen Tochterunternehmen, die Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und eine mögliche mangelnde Ausgewogenheit des Geschäfts. Durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen ist die Talanx AG unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Negative Ergebnisentwicklungen in den Tochtergesellschaften können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Talanx AG auslösen. Risiken aus der Ergebnisentwicklung der Tochterunternehmen begegnen wir mit geeigneten Instrumenten im Controlling, in der internen Revision und dem Risikomanagement. Durch das standardisierte Berichtswesen erhalten die Entscheidungsträger regelmäßig aktuelle Informationen über den Konzern und über die Geschäftsentwicklung in allen wichtigen Tochtergesellschaften. Sie können so kontinuierlich risikosteuernd eingreifen. Risiken mangelnder Ergebnisstabilität im Beteiligungsportfolio und mangelnder Ausgeglichenheit des Geschäfts reduzieren wir für die verschiedenen Risikoquellen vor allem durch segmentale und regionale Diversifizierung, geeignete Risikominderungs- und Risikoüberwälzungsstrategien sowie durch gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte und ergebnisverstetigende Produkt- und Portfoliobereiche.
In der Gruppe der funktionalen Risiken wird das Risiko des Substanzverlusts von Zukäufen und deren ungenügender Rentabilität durch eingehende Due-Diligence-Prüfungen unter Mitwirkung unabhängiger professioneller Berater und Wirtschaftsprüfer sowie intensiver Überwachung der Geschäftsentwicklung so gering wie möglich gehalten. Des Weiteren achtet die Talanx auf Risiken aus der Finanzierung von Akquisitionen und des Kapitalbedarfs von Tochtergesellschaften sowie auf deren erwartete Rentabilität. Dem Finanzierungsrisiko begegnet sie mit regelmäßig aktualisierten Liquiditätsrechnungen und -prognosen sowie mit einer Festlegung der Rangfolge für die Mittelverwendung. Auch beim Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko ist die Talanx AG unmittelbar über die Ergebnisabführungsverträge und die Dividendenzahlungen an den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt. Der Verschuldungsgrad der Talanx AG wird regelmäßig überwacht. Im Jahr 2010 betrug das Verhältnis von Rückstellungen und Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme 39,4 (37,6) %. Ein hoher Anteil der Rückstellungen betrifft die Pensionsrückstellungen. Einer möglichen ungenügenden Dotierung der Pensionsrückstellungen (z. B. durch Sterblichkeitsänderungen, Inflation und Zinsentwicklung) begegnet die Talanx durch regelmäßige Überprüfung der Rechnungsgrundlagen auf ihre Angemessenheit.
Die beschriebenen Instrumente und Verfahrensweisen zur Überwachung und Steuerung der Risiken beinhalten auch eine Planungskomponente, sodass wir auch die Risiken der künftigen Entwicklung im Fokus der Betrachtung behalten.
Es sind bislang keine konkreten Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Talanx AG existenziell gefährden könnten. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Bankenkrise besteht jedoch ein hoher abstrakter Grad an Unsicherheit. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen unserer unternehmerischen Tätigkeit.
Da die Risikosituation der Talanx AG maßgeblich durch die Risiken der Tochtergesellschaften beeinflusst wird, werden im Folgenden deren Risiken und die Risikomanagementmaßnahmen näher beschrieben. Die Risikolage der Tochtergesellschaften ergibt sich aus den nachfolgend beschriebenen Risikokategorien:
| ― | versicherungstechnische Risiken |
| ― | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft |
| ― | Risiken aus Kapitalanlagen |
| ― | operationale Risiken |
| ― | sonstige Risiken |
Die Auswirkungen der Bankenkrise sind auch am Talanx-Konzern nicht spurlos vorbeigegangen. Während im Jahr 2008 aufgrund des negativen Kapitalmarktumfeldes umfangreiche Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen wurden, war die Situation 2010 wie auch im Vorjahr deutlich entspannter. Nachdem 2008 und zu Beginn 2009 die Aktienbestände zunächst deutlich verringert worden waren, erfolgten ab Sommer 2009 wieder erste Reinvestitionen. Auf Konzernebene wird annähernd das gleiche Aktienvolumen gehalten wie Ende 2009, wobei der Bestand über Stop-Loss-Konzepte größtenteils gegen Kursverluste abgesichert ist.
Das Engagement der Talanx ist durch die Kapitalanlagerichtlinien limitiert, sodass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Im Zuge der fortschreitenden Bankenkrise an den Kapitalmärkten wurden in der Talanx-Gruppe die zuvor geltenden Risikolimite in wesentlichen, risikomindernden Punkten verschärft.
Sollte das derzeit niedrige Zinsniveau anhalten oder gar weiter absinken, ergäbe sich hieraus ein erhebliches Wiederanlagerisiko für die Lebensversicherungsgesellschaften mit klassischen Garantieprodukten, da es zunehmend schwerer würde, die Garantieverzinsung zu erwirtschaften. Dieses Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch Zinssicherungsinstrumente (siehe unter "Wesentliche versicherungstechnische Risiken"). Zudem könnte es insbesondere im Zuge weiter sinkender Zinsen und höherer Volatilitäten Rückgänge beim Market Consistent Embedded Value (MCEV) der Leben-Erstversicherer geben. Der MCEV für 2010 wird im Laufe des ersten Halbjahres 2011 berechnet.
Im Zuge der Bankenkrise waren im Markt eine Verknappung der Darlehensvergabe der Banken und damit einhergehende mögliche Probleme bei der Beschaffung von liquiden Mitteln zu beobachten. Dies hat für den Talanx-Konzern im Vergleich zur Kreditwirtschaft geschäftsmodellbedingt nur eine untergeordnete Bedeutung, da er durch die laufenden Prämienzahlungen und Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie eine liquiditätsbewusste Anlagepolitik grundsätzlich über ausreichend liquide Mittel verfügt. Zudem stehen dem Konzern umfangreiche ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsrisiken könnten sich jedoch insbesondere durch illiquide Kapitalmärkte ergeben sowie im Lebensversicherungsbereich durch ein erhöhtes Storno der Versicherungsnehmer, wenn zusätzliche Kapitalanlagen kurzfristig in großem Umfang liquidiert werden müssen.
Des Weiteren könnte die mit der Bankenkrise einhergehende Verunsicherung privater wie institutioneller Investoren Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftsbereiche des Talanx-Konzerns haben, z. B. in Form einer möglichen sinkenden Nachfrage nach Versicherungsschutz.
Die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden- und Unfallversicherung werden getrennt von denen in der Lebensversicherung betrachtet, da sie sich deutlich voneinander unterscheiden.
In der Schaden- und Unfallversicherung (Erst- und Rückversicherung) ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken in erster Linie aus dem Prämien-/Schadenrisiko und dem Reserverisiko. Das Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Dies kann auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: das Zufallsrisiko und das Irrtumsrisiko.
Beim Zufallsrisiko handelt es sich um die Tatsache, dass sowohl die Anzahl als auch die Höhe von Schäden zufallsbedingt sind und somit den Schadenerwartungswert übersteigen können. Dieses Risiko lässt sich auch bei bekannter Schadenverteilung nicht ausschließen. Das Irrtumsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die tatsächliche Schadenverteilung von der angenommenen abweicht. Hier wird zwischen Diagnose- und Prognoserisiko unterschieden. Beim Diagnoserisiko besteht die Möglichkeit, dass der Ist-Zustand aufgrund des Datenmaterials falsch interpretiert wird. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn nur unvollständige Informationen über die Schadendaten vergangener Versicherungsperioden vorliegen. Das Prognoserisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtschadens nach dem Zeitpunkt der Schätzung unerwartet verändert hat, zum Beispiel durch eine höhere Inflation.
Das Prämien-/Schadenrisiko mit all seinen Komponenten steuert und reduziert der Talanx-Konzern vor allem durch Schadenanalysen, aktuarielle Modellierungen, selektives Underwriting, Fachrevisionen und regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs sowie durch angemessenen Rückversicherungsschutz.
Das zweite versicherungstechnische Risiko in der Schaden- und Unfallversicherung, das Reserverisiko, ist die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Zur Risikobeherrschung nehmen die Unternehmen des Talanx-Konzerns eine vorsichtige Rückstellungsbemessung vor. Dabei berücksichtigen die Unternehmen neben den von den Kunden genannten Angaben zu den Schäden auch die Erkenntnisse aus eigenen Schadenprüfungen und -erfahrungen. Außerdem wird eine so genannte Spätschadenreserve für Schäden gebildet, die voraussichtlich eingetreten, aber noch nicht oder in unzureichender Höhe gemeldet worden sind. Um das Reserverisiko zu reduzieren, wird zusätzlich die Höhe der Rückstellungen regelmäßig auch von externen Aktuaren überprüft und werden externe Reservegutachten angefertigt.
Typische Risiken der Leben-Erstversicherung entstehen daraus, dass die Verträge langfristige Leistungsgarantien abgeben: Während die Prämien zu Beginn des Vertrags für die gesamte Laufzeit bei einer bestimmten Leistung fest vereinbart werden, können sich die zugrunde liegenden Parameter (Zinsniveau, biometrische Annahmen) ändern. Dies gilt auch und vermehrt für den für das Vertragsverhältnis maßgeblichen rechtlichen Rahmen, dessen risikobehaftete Änderungen weiter unten unter "Wesentliche operationale Risiken" diskutiert werden.
Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterblichkeit, Lebenserwartung und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden zur Berechnung von Prämien und Rückstellungen bereits zu Vertragsbeginn festgelegt. Diese Annahmen können sich jedoch im Zeitverlauf als nicht mehr zutreffend erweisen und dadurch zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Deckungsrückstellungen erfordern. Daher werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen regelmäßig auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Für Verträge, in denen der Tod das versicherte Risiko ist, können insbesondere Epidemien, eine Pandemie oder ein weltweiter Wandel der Lebensgewohnheiten Risiken darstellen. Bei Rentenversicherungen resultiert das Risiko vor allem aus einer stetigen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Bedingungen, die die Langlebigkeit erhöhen, sodass die Versicherten länger Leistungen beziehen als kalkuliert.
Der dauernden Erfüllbarkeit dieser Verträge dienen Rückstellungen, deren Berechnung auf Annahmen über die Entwicklung biometrischer Daten wie Sterblichkeit oder Berufsunfähigkeit beruht. Speziell ausgebildete Lebensversicherungsaktuare stellen sicher, dass die Berechnungsgrundlagen auch Änderungsrisiken über Sicherheitszuschläge hinreichend berücksichtigen.
Außerdem bergen Lebensversicherungsverträge Stornorisiken. Beispielsweise könnten bei einer ungewöhnlichen Häufung von Stornofällen für Versicherungsleistungen nicht genügend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung stehen. Dies könnte eine ungeplante Realisierung von Verlusten bei der Veräußerung von Kapitalanlagen zur Folge haben. Daher legen die Lebensversicherer des Konzerns einen ausreichend hohen Kapitalanlagebestand in kurz laufenden Kapitalanlagen an. Zusätzlich vergleichen und steuern sie regelmäßig die Duration der Aktiv- und der Passivseite. Des Weiteren können bei Storno Forderungsausfälle gegenüber Versicherungsvermittlern entstehen, wenn die Forderungen gegenüber Vermittlern uneinbringlich sind. Daher werden die Vermittler sorgfältig ausgewählt. Bei Storno kann zudem ein Kostenrisiko entstehen, wenn das Neugeschäft deutlich zurückgeht und die fixen Kosten - anders als die variablen - nicht kurzfristig reduziert werden können. Das Kostencontrolling und ein Fokus auf variable Vertriebskosten durch Vertriebswege wie Makler begrenzen dieses Risiko.
Bei Lebensversicherungsverträgen mit garantierten Zinsleistungen besteht ein Zinsgarantierisiko. Dieses Risiko entsteht, wenn bei Vertragsbeginn einer Lebensversicherung eine Garantieverzinsung auf den in der Prämie enthaltenen Sparanteil vereinbart ist. Das Zinsgarantierisiko hat sich mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes dahin gehend verschärft, dass den Versicherungsnehmern bei Vertragsbeendigung eine Beteiligung an den Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zusteht. Um die Garantieverzinsung zu erwirtschaften, müssen die Versicherungsprämien zu entsprechenden Konditionen am Kapitalmarkt angelegt werden. Der Kapitalmarkt verändert sich jedoch im Zeitablauf; zukünftige Kapitalanlagen unterliegen damit dem Risiko schlechterer Konditionen. Ferner ist die Laufzeit der Kapitalanlagen in der Regel meist kürzer als die Laufzeit der Versicherungsverträge, sodass außerdem ein Wiederanlagerisiko besteht. Ein Zinsänderungsrisiko besteht darüber hinaus im Zusammenhang mit garantierten Rückkaufswerten. So kann ein schnell steigendes Zinsniveau zur Bildung von stillen Lasten führen. Bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen stünden den Versicherungsnehmern die garantierten Rückkaufswerte zu und die Versicherungsnehmer wären nicht an den gegebenenfalls entstandenen stillen Lasten zu beteiligen. Bei Verkauf der entsprechenden Kapitalanlagen wären die stillen Lasten von den Lebensversicherungsgesellschaften zu tragen, und theoretisch wäre es denkbar, dass der Zeitwert der Kapitalanlagen nicht ausreicht, um die garantierten Rückkaufswerte zu erreichen. Zudem führt die durch die VVG-Reform geänderte Verteilung der Abschlusskosten in der Anfangsphase zu höheren Rückkaufswerten. Das Zinsgarantierisiko reduziert der Konzern vor allem durch ständige Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte und Ergreifen entsprechender Steuerungsmaßnahmen. Zum Teil kommen Zinssicherungsinstrumente, so genannte Swaptions und Book-Yield Notes, zum Einsatz. Für einen großen Teil unseres Lebensversicherungsportefeuilles ist das Zinsgarantierisiko durch vertragliche Bestimmungen reduziert. Die zusätzlich zum Garantiezins gezahlten Überschussbeteiligungen können der Kapitalmarktlage angepasst werden. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen liegen Anlagerisiken und -chancen grundsätzlich bei den Kunden. Allerdings könnten die Anlagerisiken infolge adverser rechtlicher Entwicklungen auf die Lebensversicherungsunternehmen rückverlagert werden.
Das anhaltend niedrige Zinsniveau birgt insbesondere für die gesamte deutsche Lebensversicherungswirtschaft und somit auch für die Lebensversicherer des Konzerns das Risiko, dass eine sukzessive Zinsnachreservierung erforderlich werden könnte. Hierzu hat das Bundesministerium der Finanzen im Dezember 2010 dem GDV und weiteren Verbänden den Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung zur Stellungnahme übersandt. Ziel ist es, einen frühzeitigen, gleitenden Aufbau einer Zinszusatzreserve zu ermöglichen.
Für die Personen-Rückversicherung sind die beschriebenen biometrischen Risiken von besonderer Bedeutung, insbesondere Katastrophenrisiken z. B. im Hinblick auf Pandemien. Die Rückstellungen in der Personen-Rückversicherung bemessen sich hauptsächlich nach den Meldungen unserer Zedenten und werden zusätzlich auf Basis von abgesicherten biometrischen Berechnungsgrundlagen festgelegt. Durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet der Konzern, dass die von den Zedenten nach lokaler Rechnungslegung kalkulierten Rückstellungen allen Anforderungen hinsichtlich Berechnungsmethoden und Annahmen (z.B. Verwendung von Sterbe- und Invaliditätstafeln, Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit) genügen. Das Neugeschäft zeichnet der Konzern in sämtlichen Regionen unter Beachtung der weltweit gültigen Zeichnungsrichtlinien, die detaillierte Regeln über Art, Qualität, Höhe und Herkunft der Risiken formulieren und jährlich überarbeitet werden. Die Besonderheiten einzelner Märkte werden in speziellen Zeichnungsrichtlinien abgebildet. Indem der Konzern die Einhaltung der entsprechenden Zeichnungsrichtlinien überwacht, reduziert er das potenzielle Kreditrisiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität von Zedenten. Bei Neugeschäftsaktivitäten und bei der Übernahme internationaler Bestände werden regelmäßige Überprüfungen und ganzheitliche Betrachtungen (z. B. von Stornorisiken) vorgenommen. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung ist das in der Leben-Erstversicherung bedeutsame Zinsgarantierisiko nur von geringer Risikorelevanz in der Personen-Rückversicherung.
Ein wesentliches Instrument des Risikomanagements im Bereich der Leben-Erstversicherung und der Personen-Rückversicherung ist die konsequente Beobachtung des MCEV Sensitivitätsanalysen zeigen auf, in welchen Bereichen der Konzern exponiert ist, und sie geben Hinweise darauf, in welchen Bereichen ein Schwerpunkt aus Sicht des Risikomanagements zu setzen ist.
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft unterliegen einem Ausfallrisiko. Das gilt vor allem für Forderungen gegenüber Rückversicherern, Retrozessionären, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folge.
Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern und Retrozessionären begegnet der Konzern, indem er diese durch fachmännisch besetzte Kreditkomitees sorgfältig auswählt, fortlaufend auf ihre Bonität achtet und gegebenenfalls Maßnahmen zur Besicherung der Forderungen ergreift. Abhängig von der Art und der erwarteten Abwicklungsdauer des rückversicherten Geschäfts sowie einer geforderten Mindestkapitalausstattung werden bei der Auswahl der Rückversicherer und Retrozessionäre in Ergänzung zu eigenen Bonitätseinschätzungen Mindestratings der Ratingagenturen Standard & Poor's und A. M. Best zugrunde gelegt.
Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird vor allem mit einem effektiven Mahnwesen und einer Verminderung der Außenstände begegnet. Bei Vermittlern werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Kapitalanlagerisiken sind vor dem Hintergrund der Kapitalanlagepolitik zu betrachten. Diese ist im Talanx-Konzern auf Basis einer Konzernkapitalanlagerichtlinie in den einzelnen Gesellschaften gemäß dem für die jeweilige Gesellschaft gültigen aufsichtsrechtlichen Rahmen und durch interne Kapitalanlagerichtlinien geregelt.
Insbesondere im Interesse der Versicherungsnehmer und um auch die zukünftigen Anforderungen des Kapitalmarktes zu berücksichtigen, ist die Kapitalanlagepolitik grundsätzlich an folgenden Zielen ausgerichtet:
| ― | Optimierung der Rendite aus den Kapitalanlagen bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau |
| ― | permanente Erfüllung der Liquiditätsanforderungen (Zahlungsfähigkeit) |
| ― | Risikodiversifizierung (Mischung und Streuung) |
Ein wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das Prinzip der Funktionstrennung zwischen Portfolio-Management, Wertpapierabwicklung und Risikocontrolling. Dem vom Portfolio-Management auch organisatorisch getrennten Risikocontrolling obliegen insbesondere die Überwachung sämtlicher Risikolimite und die Bewertung der Finanzprodukte. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen orientieren sich insbesondere an den von der BaFin bzw. von den jeweiligen lokalen Aufsichtsbehörden erlassenen Vorschriften.
Im Rahmen der Konzernrichtlinien bestehen für die einzelnen Gesellschaften detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie. Das Konzern-Risikomanagement und das dezentrale Risikomanagement sowie der Finanzvorstand der jeweiligen Gesellschaft überwachen die in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite. Jegliche wesentliche Änderung der Kapitalanlagerichtlinien und/oder der Kapitalanlagepolitik muss der Vorstand der jeweiligen Gesellschaft genehmigen und seinem Aufsichtsrat zur Kenntnis bringen.
Die Risiken im Kapitalanlagebereich umfassen insbesondere Marktpreis-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken. Die Marktpreisrisiken entstehen aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und können auf Veränderungen des herrschenden Zinsniveaus und von Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Bonitätsrisiken bestehen im Wertverlust von Kapitalanlagen aufgrund des Ausfalls von Schuldnern oder einer Änderung in deren Zahlungsfähigkeit. Im Bereich der partiarischen Darlehen besteht insbesondere das Risiko, dass Zinszahlungen ausfallen. Unter den Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, nicht rechtzeitig in der Lage zu sein, Kapitalanlagen und andere Vermögenswerte in liquide Mittel umzuwandeln, um unseren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. So können wegen Illiquidität der Märkte Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Generell generiert der Konzern laufend signifikante Liquiditätspositionen dadurch, dass die Prämieneinnahmen in der Regel zeitlich deutlich vor Schadenzahlungen und sonstigen Leistungen zufließen.
Hierunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse sowie mitarbeiter- und systembedingter oder aber externer Vorfälle. Das operationale Risiko umfasst auch Rechtsrisiken.
Ein vielfältiges und ursachenbezogenes Risikomanagement und ein effizientes internes Kontrollsystem vermindern solche Risiken, die mit jeder Art von Geschäftstätigkeit, den Mitarbeitern oder mit technischen Systemen verbunden sind. Zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen sowie externer und interner Richtlinien ist neben der internen Revision auch die Funktion Compliance zuständig.
Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie insbesondere geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts eines international tätigen Personen- wie Nicht-Leben-(Rück-) Versicherers. Erst- und Rückversicherer sind auch von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den jeweiligen Märkten abhängig. Diese externen Risiken werden vom Talanx-Vorstand für den gesamten Konzern und im ständigen Austausch mit dem lokalen Management intensiv beobachtet.
Mit gewisser Sorge sehen wir die Erweiterungen staatlicher Interventionsbefugnisse bei Banken, wenn bei diesen eine Unterschreitung aufsichtsrechtlicher Kennziffern droht. So besteht insbesondere bei Genussscheinen und stillen Einlagen das über das Bankenrestrukturierungsgesetz verschärfte Risiko eines staatlichen Eingriffs zulasten der institutionellen Anleger wie der investierenden Versicherungswirtschaft und damit der Versicherungskunden. Zudem ist in verschiedenen Ländern eine Finanzsteuer (Finanztransaktionssteuer und Finanzaktivitätssteuer) zur zumindest teilweisen Finanzierung der Kosten der Bankenkrise geplant oder bereits schon umgesetzt. Es besteht das Risiko, dass eine solche Abgabe gegebenenfalls auch den Konzern treffen könnte.
Außerdem diskutieren die G-20-Staaten vor dem Hintergrund der Bankenkrise für Versicherer ähnliche Eigenkapitalaufschläge wie für systemrelevante Banken. Wie ein entsprechender Kapitalaufschlag bei den in Betracht kommenden Versicherern ausgestaltet werden soll, ist offenbar noch unklar. Überträgt man die Stoßrichtung der Bankenpläne allerdings auf die Assekuranz, könnten auf große Versicherer - und somit ggf. auch auf den Talanx-Konzern - neue hohe Kapitalanforderungen zukommen. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu erwähnen, dass das Verwaltungsgericht Frankfurt in dem rechtskräftigen Abschluss eines anderen Verfahrens bereits deutliche Zweifel an einer möglichen Systemrelevanz des Talanx-Konzerns geäußert hat.
Darüber hinaus gibt es gerichtlich anhängige Verfahren, insbesondere bezüglich der Lebensversicherung, die nach rechtskräftigem Abschluss Auswirkungen auf die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft und somit auch auf den Talanx-Konzern haben könnten. Hierzu gehört beispielsweise die Frage der Behandlung der unterjährigen Zahlungsweise in Versicherungsverträgen.
Des Weiteren sieht sich die gesamte Versicherungswirtschaft und auch der Talanx-Konzern vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden und teilweise bereits eingetretenen aufsichtsrechtlichen Neuerungen weit reichenden Veränderungen ausgesetzt, insbesondere im Rahmen von IFRS, Solvency II und den MaRisk für Versicherungen. Die bilanz- und aufsichtsrechtlichen Änderungen verfolgen wir eng und haben die damit verbundenen erhöhten Anforderungen identifiziert und Maßnahmen eingeleitet, um unser Risikomanagement entsprechend weiterzuentwickeln und damit den zukünftig komplexeren und umfangreicheren Vorgaben gerecht werden zu können.
Neben den rechtlichen Risiken zählen zu den weiteren operationalen Risiken der Ausfall von Datenverarbeitungssystemen und die Datensicherheit, denn die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherung der Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für den Talanx-Konzern. Da der weltweite Austausch von Informationen zunehmend per elektronische Datenübermittlung stattfindet, ist er auch durch Computerviren angreifbar. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.
Betriebliche Risiken können auch im Personalbereich entstehen, z. B. durch den Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, die für das zunehmend komplexer werdende Geschäft mit starker Kundenorientierung notwendig sind. Daher legt Talanx großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungsplanungen und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Zudem fördern moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre wie nichtmonetäre Anreizsysteme einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Dem Risiko, dass Mitarbeiter Vermögensdelikte zulasten des Unternehmens begehen, begegnet Talanx mit internen Kompetenz- und Bearbeitungsrichtlinien sowie mit regelmäßigen Fachkontrollen und Revisionen.
Der Talanx-Konzern arbeitet im Vertrieb mit externen Vermittlern, Maklern und mehreren Kooperationspartnern zusammen. Dabei besteht naturgemäß das immanente Risiko, dass Vertriebsvereinbarungen durch externe Einflüsse beeinflusst werden können mit entsprechendem Verlustpotenzial im Neugeschäft und Bestandsabrieb.
Im Bereich der sonstigen Risiken sind für uns hauptsächlich mögliche zukünftige Risiken ("Emerging Risks"), die strategischen Risiken und die Reputationsrisiken wesentlich.
"Emerging Risks" (z. B. in der Nanotechnologie oder im Zuge des Klimawandels) sind dadurch gekennzeichnet, dass ihr Risikogehalt, insbesondere im Hinblick auf unseren Vertragsbestand, noch nicht verlässlich beurteilt werden kann. Die Risiken entwickeln sich allmählich von schwachen Signalen zu eindeutigen Tendenzen. Daher sind Risikofrüherkennung und anschließende Relevanzbestimmung von entscheidender Bedeutung. Zur Früherkennung haben wir einen effizienten geschäftsbereichsübergreifenden Prozess entwickelt und die Anbindung an das Risikomanagement sichergestellt, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ableiten zu können (z. B. laufende Überwachung und Bewertung, vertragliche Ausschlüsse oder die Entwicklung neuer [Rück-] Versicherungsprodukte).
Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Unternehmensstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen oder eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien sein. Wir überprüfen deshalb jährlich unsere Unternehmens- und Risikostrategie und passen die Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an.
So verfolgt der Konzern mit dem Projekt Fokus die Umsetzung der beschlossenen Umstrukturierung des Konzerns zur Verbesserung der Marktaufstellung. Kern der neuen Struktur ist ein veränderter Zuschnitt der Konzernsegmente im Erstversicherungsgeschäft, um erfolgreicher im Markt agieren zu können. Es ist an den Kundensegmenten ausgerichtet: am global zu betreibenden Industriegeschäft und jeweils spartenübergreifend am deutschen sowie ausländischen Privatkundengeschäft. Während des Projekts könnten sich insbesondere Betriebsrisiken bei der Vereinheitlichung von Prozessen innerhalb der Zentralfunktionen ergeben. Den Betriebsrisiken begegnen wir insbesondere mit einem Multistandortkonzept, mit dem eine mögliche Personalfluktuation reduziert wird.
Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Behörden) ergibt. Risikosteuernd wirken hier unsere festgelegten Kommunikationswege, eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, erprobte Prozesse für definierte Krisenszenarien sowie unsere etablierten Geschäftsgrundsätze.
Die Talanx AG versteht unter einer guten Corporate Governance eine verantwortungsvolle, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Dabei wollen wir insbesondere das Vertrauen künftiger Anleger, unserer Kunden und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit weiter fördern. Daneben sind eine effiziente Arbeit in Vorstand und Aufsichtsrat, eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen Organen und mit den Mitarbeitern des Unternehmens sowie eine offene und transparente Unternehmenskommunikation für uns von hoher Bedeutung.
Die Talanx AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat.
Die Talanx AG orientiert sich bei der Erreichung ihres Ziels, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu erreichen, weitgehend an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), mit denen sie sich sukzessive an die Standards börsennotierter Unternehmen annähert.
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und legt Ziele und die Strategie fest. Nach § 7 Absatz 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands wird auf Seite 7 des Geschäftsberichts erläutert.
Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Arbeitsweise des Vorstands. Sie legt die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Jedes Vorstandsmitglied führt im Rahmen der Beschlüsse des Gesamtvorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung.
Ferner regelt die Geschäftsordnung die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Fällen, in denen nach Gesetz, Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den Gesamtvorstand vorgeschrieben ist.
Vorstandssitzungen finden mindestens einmal im Monat statt.
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die strategische Ausrichtung, die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planung und Zielerreichung sowie über die bestehenden Chancen und Risiken.
Bestimmte Vorstandsentscheidungen von besonderem Gewicht bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Einige dieser Zustimmungsvorbehalte sind gesetzlich, andere sind in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. So bedürfen u. a. folgende Maßnahmen und Geschäfte der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrates:
| ― | die Verabschiedung der strategischen Grundsätze und Zielsetzungen für die Gesellschaft und den Konzern |
| ― | die Verabschiedung der Jahresplanung der Gesellschaft und des Konzerns |
| ― | die Verabschiedung der mittel- und langfristigen Gesellschafts- und Konzernplanung |
| ― | der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Unternehmensverträgen |
| ― | der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmensteilen ab einer bestimmten Größenordnung |
Vorstandsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsratsvorsitzenden wahrnehmen.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung der Gesellschaft. Daneben ist er insbesondere für die Bestellung und die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder und die Prüfung des Jahresabschlusses zuständig.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder werden je zur Hälfte von den Anteilseignern und von den Arbeitnehmern gewählt.
Um eine effektive Arbeit des Aufsichtsrates zu gewährleisten, hat der Aufsichtsrat folgende Ausschüsse gebildet:
| ― | Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten |
| ― | Finanz- und Prüfungsausschuss |
| ― | Nominierungsausschuss |
| ― | Ständiger Ausschuss |
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Umsetzung strategischer Entscheidungen, wesentliche Chancen und Risiken sowie die Planung der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt, um mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu beraten.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 5-6 erläutert.
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Einziger Aktionär ist der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G.
Bei der Beschlussfassung gewährt jede Aktie eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und beschließt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen und die Zustimmung zu Unternehmensverträgen, ferner über die Vergütung des Aufsichtsrats und über Satzungsänderungen der Gesellschaft. Jedes Jahr findet eine ordentliche Hauptversammlung statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegen. Für besondere Fälle sieht das Aktiengesetz die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.
Als selbstverständlich betrachtet der Talanx-Konzern die Einhaltung geltenden Rechts als Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. In diesem Zusammenhang werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Compliance-Beauftragten der Talanx unterstützt.
Mit der Verhaltensrichtlinie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen wir Maßstäbe für ein verantwortungsvolles und ethisches Verhalten auf allen Ebenen des Konzerns. Jeder Mitarbeiter im Konzern hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Handeln mit dieser Richtlinie und den für seinen Arbeitsbereich geltenden Gesetzen, Richtlinien und Anweisungen in Einklang steht.
Nicht nur die Qualität unserer Produkte und unserer Dienstleistungen bestimmt unseren Geschäftserfolg, sondern auch ein rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten unserer Mitarbeiter untereinander, gegenüber unseren Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir Vertrauen, einen in unserer Branche nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsfaktor.
Mithilfe von Schulungsveranstaltungen und -programmen bieten wir den Mitarbeitern die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse über ausgewählte Compliance-relevante Themen aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen.
Ein Hinweisgebersystem ermöglicht den Mitarbeitern, bestimmte gravierende Gesetzesverstöße auch anonym zu äußern. Auf dieser Basis können die Compliance-Beauftragten tätig werden, den Schaden eindämmen und weitere Schäden vermeiden.
Das konzernweit gültige Risikomanagementsystem der Talanx AG basiert auf der Risikostrategie, die ihrerseits aus der Unternehmensstrategie abgeleitet ist. Wesentliches Element ist die systematische und vollständige Erfassung aller aus heutiger Sicht denkbaren ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Weitere Einzelheiten hierzu sind in dem in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Risikobericht ab Seite 29 zu entnehmen.
Im Vergütungsbericht werden die Grundzüge der Vergütungsstruktur für den Vorstand der Talanx AG sowie die Höhe der Vergütung des Vorstands und die maßgeblichen Kriterien für ihre Festlegung dargestellt und erläutert. Die Darstellung umfasst sowohl die für das Berichtsjahr 2010 maßgebliche Vergütungsstruktur als auch die für das Geschäftsjahr 2011 aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen neu eingeführte Struktur für die Vorstandsvergütung. Außerdem wird die Vergütung des Aufsichtsrats der Talanx AG, die im Berichtsjahr erstmals auch eine erfolgsorientierte Komponente enthält, beschrieben. Des Weiteren werden die wesentlichen Grundzüge der Vergütung der Geschäftsleiter und Führungskräfte außerhalb des Konzernvorstands dargestellt.
Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überprüft und erörtert die Vergütungsstruktur und die Angemessenheit der Vergütung in regelmäßigen Abständen. Die letztmalige Überprüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in seiner Sitzung am 13. November 2010. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat zugleich eine grundlegende Neuausrichtung des Vergütungssystems für den Vorstand mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 beschlossen. Diese wird folgend näher beschrieben.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat das Ziel, die Vorstandsmitglieder angemessen zu vergüten. Ausgehend vom Tätigkeits- und Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds richtet sich die Gesamtvergütung nach seinen persönlichen Leistungen und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Sie besteht aus folgenden Komponenten:
Die Festvergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Sie orientiert sich insbesondere an dem Aufgabenspektrum und der Berufserfahrung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Höhe der Festvergütung wird durch den Aufsichtsrat jeweils in Zeitabständen von zwei Jahren überprüft.
Die Berücksichtigung der persönlichen Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des wirtschaftlichen Erfolgs des Unternehmens erfolgt durch einen angemessenen Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung. Die variable Vergütung wird in Form einer Tantiemezahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr gewährt. Sie wird vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung des Ergebnisses und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns, des Ergebnisses des von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Ressorts sowie seiner persönlichen Leistungen festgesetzt.
Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich bestimmte Nebenleistungen, insbesondere einen Dienstwagen sowie Versicherungsschutz (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherungen). Sofern Vorstandsmitglieder in Konzerngesellschaften ein Mandat ausüben und hierfür eine Vergütung erhalten, wird diese auf die Tantiemezahlung der Talanx AG angerechnet.
Hinsichtlich der Höhe der Vorstandsvergütung wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäftsbericht verwiesen.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder mit der Talanx AG beinhalten - mit einer Ausnahme, wo ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Abhängigkeit von der Festvergütung gewährt wird - Zusagen auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz der festen jährlichen Bezüge errechnet ("defined benefit"). Das vereinbarte Maximal-Ruhegehalt beträgt je nach Vertrag zwischen 35 % und 65 % des monatlich zahlbaren festen Gehaltsbezugs bei vertragsgemäßem Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres. In einem Fall besteht eine Zusage, die auf einem beitragsorientierten System ("defined contribution") beruht. In diesem Fall wird ein jährlicher Finanzierungsbeitrag in Höhe von 20 % des versorgungsfähigen Einkommens (feste jährliche Bezüge zum Stichtag 1. Juli eines jeden Jahres) von der Gesellschaft geleistet. In beiden Vertragsvarianten ("defined benefit" und "defined contribution") werden unter bestimmten Voraussetzungen anderweitige Einkünfte während des Ruhegeldbezugs anteilig oder vollständig angerechnet (z. B. bei Arbeitsunfähigkeit oder Beendigung des Dienstvertrags vor dem 65. Lebensjahr, Bezug von Berufsunfähigkeitsleistungen oder vorverdiente Ruhegehaltszahlungen).
Im Berichtsjahr bestanden sechs Einzelzusagen an die aktiven Vorstandsmitglieder. Der Rückstellungsaufwand hierfür gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz belief sich im Berichtsjahr auf 2,4 Mio. EUR.
Hinsichtlich der Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen sowie der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäftsbericht verwiesen.
Der Aufsichtsrat hat das Vergütungssystem für den Vorstand im Berichtsjahr auf Grundlage der neuen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben für die Vorstandsvergütung überprüft und dessen Struktur unter besonderer Berücksichtigung des Gesichtspunkts der Nachhaltigkeit neu ausgerichtet. Dabei wurden auch die Kriterien für die Bemessung der erfolgs- und leistungsbezogenen variablen Vergütung und deren Gewichtung neu festgelegt. Die neue Vergütungsstruktur gilt mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 für alle aktiven Vorstandsmitglieder.
Die Vergütung des Vorstands orientiert sich an der Größe und Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und seinen Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Einbeziehung des Vergleichsumfeldes (horizontal) und der Vergütungsniveaus, die für die Mitarbeiter der Gesellschaft gelten. Sie richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands.
Die Vergütung ist insgesamt so ausgestaltet, dass sie sowohl positive als auch negative Entwicklungen berücksichtigt, marktgerecht und wettbewerbsfähig bemessen ist sowie einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung Rechnung trägt.
Die Vergütung teilt sich nach wie vor in eine jährliche Festvergütung, die erstmals zum Teil nicht Grundlage für die Berechnung der Höhe der endgehaltsbezogenen Altersversorgung ist, und eine variable Vergütung auf, wobei sich die variable Vergütung aus einer leistungsabhängigen jährlichen Barzahlung, aus einer so genannten Bonusbank mit Auszahlung nach drei Jahren sowie aus einer aktienorientierten Vergütung (Share Awards) zusammensetzt. Der Aufsichtsrat befindet regelmäßig und in außergewöhnlichen Situationen nach pflichtgemäßem Ermessen darüber, ob Anpassungen bei der variablen Vergütung oder Beschränkungen bei der Auszahlung derselben vorzunehmen sind.
Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist individuell unterschiedlich und bewegt sich in einer Bandbreite von 45 % bis 65 %.
Die Höhe der variablen Vergütung hängt von bestimmten definierten Ergebnissen und der Erreichung bestimmter Zielvorgaben ab. Die Zielvorgaben variieren je nach Funktion des betreffenden Vorstandsmitglieds. Die variable Vergütung besteht aus einem so genannten Konzernbonus und einem Individualbonus sowie bei Vorstandsmitgliedern mit der Verantwortung für einen bestimmten Geschäftsbereich einem so genannten Geschäftsbereichsbonus. Der Anteil der jeweiligen Bestandteile wird für jedes Vorstandsmitglied individuell unter Berücksichtigung der wahrgenommenen Funktion bestimmt.
Als Konzernbonus wird ein individuell bestimmter Betrag je 0,1 Prozentpunkt, um den die durchschnittliche Eigenkapitalrendite (RoE) der letzten drei Geschäftsjahre den risikofreien Zinssatz übersteigt, vergütet. Liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der letzten drei Geschäftsjahre unter dem risikofreien Zinssatz bzw. ist sie negativ, führt dies je 0,1 Prozentpunkt Unterschreitung zu einem entsprechenden Malusbetrag. Der Höchstbetrag des Konzernbonus wie auch der maximale Malusbetrag sind individuell vereinbart. Die Regelung über den Konzernbonus kann angepasst werden, sofern sich der risikofreie Zinssatz in einem Umfang verändert, dass sich eine Abweichung (absolut) von mindestens 1 Prozentpunkt ergibt.
Der risikofreie Zinssatz ist der durchschnittliche Marktzins der vergangenen fünf Jahre für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, wobei der Durchschnitt auf Grundlage des jeweiligen Zinssatzes jährlich zum Jahresende berechnet wird.
Der Geschäftsbereichsbonus soll sich an dem im jeweils abgelaufenen Dreijahreszeitraum erreichten durchschnittlichen "Intrinsic Value Created" ("IVC") für den von dem jeweiligen Vorstandsmitglied verantworteten Geschäftsbereich orientieren. Ein allgemein gültiges Konzept zur Messung des IVC wird derzeit noch weiter verfeinert. Die Regelung zur Berechnung der Geschäftsbereichsperformance auf der Grundlage des Geschäftsbereichs-IVC soll erstmals für das Geschäftsjahr 2013 Anwendung finden.
Bis eine solche Regelung erstellt ist, wird der Geschäftsbereichsbonus vom Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen festgesetzt. Dabei wird der Aufsichtsrat insbesondere folgende Kriterien berücksichtigen: relative Veränderung des IVC im Vergütungsjahr, absolute Höhe des IVC im Vergütungsjahr, IVC im Vergütungsjahr im Vergleich zum Zielwert, Ausschüttungs- bzw. Ergebnisabführungsquote des Geschäftsbereichs im Vergleich zum Zielwert, allgemeines Marktumfeld. Bei vollständiger Erfüllung der Kriterien wird der für 100 % Kriterienerfüllung individuell bestimmte Betrag erreicht. Über- bzw. Untererfüllung der Kriterien führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Geschäftsbereichsbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Erfüllung der Kriterien.
Ferner werden für das betreffende Vorstandsmitglied jährlich individuelle, im Folgejahr zu erreichende qualitative und ggf. auch quantitative persönliche Ziele festgelegt. Kriterien hierfür können insbesondere der individuelle Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Gesamtergebnis, seine Führungskompetenz, Innovationskompetenz und unternehmerische Kompetenz sowie andere quantitative oder qualitative persönliche Ziele, insbesondere unter Berücksichtigung der sich aus dem von ihm verantworteten Ressort ergebenden Besonderheiten, sein. Die Bestimmung des Grades der Zielerreichung erfolgt durch den Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen in der Sitzung des Aufsichtsrats, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr gebilligt wird (Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung). Der Betrag für 100 % Zielerfüllung wird individuell festgelegt. Über- bzw. Untererfüllung führen zu Zu- bzw. Abschlägen. Der geringste Individualbonus beläuft sich auf 0 EUR, der höchste auf das Doppelte des Bonus bei vollständiger Zielerfüllung.
Die Gesamthöhe der variablen Vergütung ergibt sich durch Addition der Werte für die einzelnen Vergütungskomponenten. Ergibt sich als Folge der Addition der Einzelbeträge ein Negativbetrag, beträgt die variable Vergütung null (d. h. keine negative variable Vergütung). Ein Negativbetrag wird jedoch bei der Berechnung der Bonusbank berücksichtigt.
Von dem Gesamtbetrag der festgesetzten variablen Vergütung wird ein Teilbetrag von 60 % im Monat nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung ausbezahlt. Der Restbetrag in Höhe von 40 % des Gesamtbetrags der variablen Vergütung wird zunächst zurückbehalten. Der zurückbehaltene Teil wird je zur Hälfte in eine Bonusbank eingestellt bzw. in Form von Share Awards gewährt.
In die Bonusbank werden jährlich 20 % der rechnerisch ermittelten variablen Vergütung eingestellt und zinslos für einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten. Ist der rechnerisch ermittelte Betrag der variablen Vergütung negativ, wird dieser negative Betrag zu 100 % in die Bonusbank eingestellt. Der Saldo der Bonusbank verringert sich entsprechend. Ein positiver Saldo der Bonusbank wird nach Abzug einer etwaigen Auszahlung in das jeweilige Folgejahr fortgeschrieben, ein negativer Saldo wird nicht in das Folgejahr übertragen. Der jeweils in die Bonusbank eingestellte Betrag wird nach Ablauf von drei Jahren in dem Umfang ausbezahlt, in dem er aus dem dann vorhandenen Saldo - unter Berücksichtigung der Gutschriften/Belastungen bis einschließlich derjenigen für das letzte abgelaufene Geschäftsjahr - gedeckt ist. Ein zur Auszahlung anstehender, nicht durch den Saldo der Bonusbank gedeckter Teil der variablen Vergütung verfällt.
Der weitere Teilbetrag von 20 % der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form so genannter Share Awards gewährt. Die Gesamtzahl der gewährten Share Awards richtet sich nach einem Börsengang der Talanx AG nach dem Wert je Aktie der Talanx AG im Zeitpunkt der Zuteilung. Der Wert je Aktie der Talanx AG bestimmt sich nach dem ungewichteten arithmetischen Mittelwert der Xetra-Schlusskurse der Talanx-Aktie in einem Zeitraum von fünf Handelstagen vor bis fünf Handelstagen nach der Konzern-Bilanzaufsichtsratssitzung. Solange die Aktien der Talanx noch nicht börsennotiert sind, gilt als Wert je Aktie der Talanx AG der Buchwert des Eigenkapitals je Aktie, wie er sich aus dem nach internationalen Rechnungslegungsstandards i. S. v. § 315 a HGB aufgestellten Konzernabschluss für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr ergibt. Die Gesamtzahl der zugeteilten Share Awards ergibt sich durch Division des Gutschriftsbetrags durch den Wert je Aktie, aufgerundet auf die nächste volle Aktie. Für je ein Share Award wird nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren der auf den Auszahlungszeitpunkt ermittelte Wert einer Talanx-Aktie ausbezahlt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats richtet sich nach § 13 der Satzung der Talanx AG. Sie wird von der Hauptversammlung der Talanx AG festgelegt und wurde in der Hauptversammlung 2010 angepasst und neu geregelt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen jährlich eine feste Vergütung (Basisvergütung) sowie eine erfolgsorientierte variable Vergütung, die zugleich dem langfristigen Unternehmenserfolg Rechnung trägt. Um ihrem erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand Rechnung zu tragen, erhalten der Vorsitzende das 2,5-Fache und seine Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütungen.
Für das Geschäftsjahr 2010 beträgt die von der Hauptversammlung festgelegte jährliche Basisvergütung 50.000 EUR pro Aufsichtsratsmitglied. Die Basisvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf 125.000 EUR, die der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf jeweils 75.000 EUR.
Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats erstmals für das Geschäftsjahr 2010 eine variable Vergütung von 55 EUR für jede vollständige Mio. EUR, die das durchschnittliche Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung gem. § 113 Abs. 3 AktG (4 % der auf den geringsten Ausgabebetrag der Aktien geleisteten Einlagen) übersteigt (Bemessungsrelation). Der Faktor für den Vorsitzenden beläuft sich auf 138 EUR, die seiner Stellvertreter auf jeweils 83 EUR. Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist maximiert auf 50.000 EUR, für den Vorsitzenden auf 125.000 EUR und für seine Stellvertreter auf 75.000 EUR. Unterschreitet das durchschnittliche Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen der letzten drei Geschäftsjahre die Mindestverzinsung nach § 113 Abs. 3 AktG, so entfällt die variable Vergütung.
Für die Mitglieder des Finanzausschusses und des Personalausschusses des Aufsichtsrates wird für das Geschäftsjahr 2010 eine weitere Vergütung in Höhe von 25.000 EUR pro Mitglied festgesetzt. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält das Zweifache dieses Betrages.
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates und für die Teilnahme an Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrates neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR gezahlt.
Die Obergrenze der jährlichen Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds beläuft sich auf das Dreifache der jeweiligen Basisvergütung.
Hinsichtlich der Höhe der Aufsichtsratsvergütung wird auf die Anhangangaben in diesem Geschäftsbericht auf Seite 80 verwiesen.
Die Vergütungsstrategie des Talanx-Konzerns orientiert sich am Ziel der nachhaltigen Wertentwicklung der Gruppe. Die für Konzern-Vorstandsmitglieder beschriebene Vergütungsstruktur gilt deshalb grundsätzlich für Geschäftsleiter und Führungskräfte außerhalb des Konzernvorstands mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil (so genannte Risikoträger) gleichermaßen.
Für den Personenkreis der Geschäftsleiter und Führungskräfte unterhalb der Geschäftsleiter, die nicht zu den Risikoträgern gehören, existieren in der Talanx-Gruppe in den einzelnen Geschäftsbereichen separate Vergütungssysteme, welche der Vergütungsstrategie des Konzerns entsprechen. Unterschiede in der Ausgestaltung sollen den spezifischen Rahmenfaktoren der Geschäftsbereiche Rechnung tragen und deren Wettbewerbsfähigkeit fördern.
Einheitlich gilt auch für diesen Personenkreis, dass die Vergütung sich aus einem fixen und einem variablen Anteil zusammensetzt.
Der fixe Teil der Vergütung beträgt zwischen 50 % und 85 % der Gesamtvergütung und wird in zwölf gleichen Monatsraten ausbezahlt. Zudem werden bestimmte Nebenleistungen, insbesondere ein zur Verfügung gestellter Dienstwagen und Versicherungsschutz (Haftpflicht-, Unfall- und Reisegepäckversicherungen), sowie arbeitgeberfinanzierte Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Entgeltumwandlung zum Aufbau einer zusätzlichen arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung. Bei der Hannover Rückversicherung AG besteht ferner ein virtueller Aktienoptionsplan, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräfte vorsieht.
Bei der Bemessung des variablen Teils der Vergütung finden der nachhaltige Unternehmenserfolg, der nachhaltige Erfolg der Organisationseinheit sowie der persönliche Erfolg des Mitarbeiters Berücksichtigung. Individuelle Ziele müssen im Einklang mit der Strategie des Talanx-Konzerns stehen und geeignet sein, den Erfolg des Talanx-Konzerns zu steigern. Die Vergütungs- und Zielvereinbarungssysteme im Konzern werden in 2011 dort, wo es unter Aufrechterhaltung der Unterschiede der Geschäftsbereiche sinnvoll ist, weiter vereinheitlicht.
Als Holdinggesellschaft, die keine Produkte unter eigenem Namen anbietet, verfügt die Talanx AG nicht über ein eigenes Marketing und schaltet klassische Werbung nur in geringem Umfang. Die einzelnen Tochtergesellschaften und Marken führen in verschiedenen Medien jeweils Kampagnen durch, die auf ihre Kunden zugeschnitten sind.
Da sich die Marke Talanx an die Financial Community -Analysten, Banken und Fondsmanager - sowie Wirtschaftsjournalisten richtet, erscheinen Anzeigen zur Steigerung der Bekanntheit selektiv in Zeitungen und Zeitschriften, die besonders häufig von solchen Personen gelesen werden.
Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 97 (91) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter 99 (97), dies entspricht 93,8 (91,9) Vollzeitstellen (MAK).
Die wesentliche Aufgabe der Talanx AG als Finanz- und Managementholding ist die Leitung und Steuerung des Konzerns. Dementsprechend koordiniert der zentrale Personalbereich die konzernrelevanten Personalthemen. Hierzu gehören neben der betrieblichen Mitbestimmung auf Konzernebene und der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter des Konzerns insbesondere die Bereiche Personalentwicklung und Positionierung der Arbeitgebermarke Talanx.
Das Jahr 2010 war auch personalpolitisch geprägt von den Vorbereitungen der mit Beginn des Jahres 2011 umzusetzenden organisatorischen Neuaufstellung des Konzerns. Zum einen wurde der Wandel von der bisherigen Sparten- zu einer Kundenausrichtung im Erstversicherungsbereich vollzogen, zum anderen erfolgt der Ausbau der Talanx AG zur Finanz- und Managementholding. In diesem Zusammenhang werden insbesondere verschiedene Zentralfunktionen in der Holding gebündelt und Bereiche wie das Risikomanagement, die Revision und die Konzernentwicklung vergrößert und gestärkt.
Auch im Berichtsjahr war die Talanx Corporate Academy für die oberen Führungskräfte aller Konzerngesellschaften weltweit ein wichtiges Element der Personalentwicklung im Konzern. Die im Vorjahr ins Leben gerufene Einrichtung hat sich erfolgreich etabliert und bietet Vorständen und oberen Führungskräften aller Konzerngesellschaften ein besonders hochwertiges Weiterbildungsangebot in deutscher und englischer Sprache. Ergänzend zu den Aktivitäten der Geschäftsbereiche dient die Corporate Academy besonders der Vermittlung der Talanx-Strategie und der Steuerungsmethoden der Talanx. Wichtige Ziele sind weiterhin die Förderung der Kommunikation und die Vernetzung zwischen Holding und Geschäftsbereichen sowie zwischen den Geschäftsbereichen. Als Referenten und Diskussionspartner werden Mitglieder des Talanx-Vorstands durch Professoren bekannter Business Schools ergänzt.
Zielgruppe der Personalentwicklung sind neben den oberen Führungskräften im Konzern auch die Mitarbeiter der Talanx AG. Abgeleitet aus der Dachstrategie der Talanx, die hinsichtlich der Personalpolitik des Konzerns das Ziel der strategischen Mitarbeiterförderung und -entwicklung verfolgt, wurde bereits 2009 ein Aus- und Weiterbildungsangebot für die Mitarbeiter der Holding konzipiert, das auch im Berichtsjahr großen Zuspruch fand.
Im Berichtsjahr konnte eine Vielzahl an übergreifenden Personalmarketing-Maßnahmen rund um die Arbeitgeber-Imagekampagne umgesetzt werden. Mit dem Slogan "Talanxieren Sie Ihre Karriere" standen 2010 insbesondere leistungsstarke und talentierte Hochschulabsolventen und Young Professionals im Fokus. Zu den Maßnahmen gehörten der Ausbau der Talanx-Karriere-Website im Internet mit einer konzernweiten Stellenbörse, die Entwicklung und Veröffentlichung von Personalimageanzeigen und redaktionellen Beiträgen sowie die Intensivierung von Hochschulkooperationen. Diese und weitere Maßnahmen werden auch in den kommenden Jahren weiterverfolgt, um so qualifizierte Nachwuchskräfte für den Konzern zu gewinnen und dem bevorstehenden Fachkräftemangel zu begegnen.
Die Talanx-Stiftung, die im Jahr 2009 gegründet wurde mit dem Ziel, leistungsstarke Studierende versicherungsnaher Fachbereiche und Institute an ausgewählten Hochschulen finanziell zu unterstützen, hat im Jahr 2010 weitere zehn Studienstipendien vergeben. Die Stipendien wurden zunächst für ein Jahr gewährt und können bis zu zwei Mal um jeweils ein weiteres Jahr bis zum Ende der Regelstudienzeit verlängert werden. Darüber hinaus hat die Talanx AG auch in 2010 fünf Stipendien an Studierende der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover vergeben. Zudem lädt die Talanx AG in regelmäßigen Abständen zu Veranstaltungen für Schüler, Praktikanten oder Studenten ein. Beispielsweise nahm das Unternehmen bereits mehrmals an der Aktion "Chef zu gewinnen" teil, bei der Oberstufenschülern ein Treffen mit Wirtschaftslenkern ermöglicht wird und so Einblicke in den Werdegang und Führungsalltag von Managern gewährt werden. Mit diesen Aktivitäten will die Talanx AG ihre Verantwortung für gesellschaftliche Belange mit dem von ihr gesetzten Schwerpunkt "Bildung und Ausbildung" wahrnehmen.
Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Talanx AG für ihr Engagement und für ihre Leistung im vergangenen Geschäftsjahr.
Für 2011 erwarten wir eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung. Die Entwicklung wird aber auch weiter von hoher Heterogenität geprägt sein. Das stärkste Wachstum wird in den Schwellenländern generiert werden, die von einem anziehenden Binnenkonsum und vergleichsweise geringen Verschuldungsgraden profitieren. Dagegen werden viele entwickelte Länder unter hohen Schuldenlasten zu leiden haben. Diese strukturellen Ungleichgewichte werden sich negativ auf das Potenzialwachstum der betroffenen Länder auswirken. Dies gilt insbesondere für die Länder der Eurozonen-Peripherie, hier werden die zum Schuldenabbau unerlässlichen Sparanstrengungen der Regierungen die öffentlichen sowie privaten Konsumausgaben und damit das Wachstum bremsen. Dagegen wird Deutschland über sein exportorientiertes Wachstumsmodell stärker von der positiven Entwicklung der Schwellenländer profitieren und auch im kommenden Jahr im Vergleich zur Eurozone überdurchschnittlich wachsen. Auch für die USA erwarten wir ein Fortschreiten der Erholung und ein Wachstum über dem der Eurozone. Die Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft hängt aufgrund des hohen Anteils des Binnenkonsums am Bruttoinlandsprodukt in hohem Maß von der Entwicklung des Arbeitsmarktes ab. Hier erwarten wir eine Fortsetzung der allmählichen Entspannung, bei der allerdings auch immer wieder mit kleineren Rücksetzern gerechnet werden muss.
Die realwirtschaftliche Situation wird auch 2011 keinen größeren Preisdruck aufkommen lassen, da nicht ausgelastete Kapazitäten und hohe Arbeitslosigkeit wenig Spielraum für Preisüberwälzungen bieten. Eine zurückhaltende Kreditvergabe zeigt, dass die Geldbestände der Zentralbanken kaum ihren Weg in die Realwirtschaft finden und dass dieser geldpolitisch vorgesehene Transmissionskanal weiterhin gestört ist. Für 2011 erwarten wir keine signifikante Veränderung und gehen von leicht anziehenden Teuerungsraten ohne wirklichen Inflationsdruck aus. Dagegen besteht in einigen Schwellenländern bereits spürbarer Preisdruck, der über importierte Inflation auch in entwickelten Ländern Wirkung zeigen wird, wenn auch in abgeschwächter Form. Der Rohstoffhunger der aufstrebenden Länder bleibt ungebrochen und könnte auch 2011 über steigende Energiepreise teilweise seinen Weg in die Warenkörbe der entwickelten Länder finden. Die insgesamt verhalten positive konjunkturelle Entwicklung gibt den Zentralbanken auch 2011 wenig Anlass, ein rasches Ende ihrer sehr expansiven Geldpolitik herbeizuführen. Insofern erwarten wir keine deutliche Abkehr von der expansiven Geldpolitik im kommenden Jahr.
2012 ist eine geldpolitische Straffung wahrscheinlicher. Anhaltendes Wachstum, sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Kapazitätsauslastung werden hier zu etwas stärkerem Preisdruck führen. Weiterhin dynamisch wachsende Emerging Markets verstärken den Preisdruck über steigende Rohstoffpreise. Eine zyklische Abschwächung der Wachstumsdynamik ist 2012 wahrscheinlich. Aktuell ist noch kein erneuter Abschwung zu befürchten, strukturelle Probleme wie hohe Schuldenstände der privaten und öffentlichen Haushalte in den entwickelten Staaten stellen aber auch weiterhin hohe Risiken dar.
Mit Blick auf die für 2011 zu erwartende Geldpolitik der Zentralbanken gehen wir von einer erhöhten Wachsamkeit aus. Nach unserer Einschätzung werden die Zentralbanken zu einer Straffung der Geldpolitik bereit sein, um wenn nötig auch kurzfristig reagieren und die Reduzierung der Überschussliquidität einleiten zu können. Zinserhöhungen am kurzen Ende der Kurve werden aber vorerst von der FED und der EZB nicht erwartet. Die Frage, wie lange die Notenbanken die Leitzinsen auf dem derzeitigen niedrigen Niveau halten und ihre expansive Geldpolitik weiterverfolgen werden, lässt sich aus heutiger Sicht zwar nicht beantworten. Den Entscheidungsträgern muss jedoch vor Augen geführt werden, dass mit einer Fortdauer dieser Geldpolitik, die zweifellos ihren Beitrag zur Bewältigung der Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise geleistet hat, erhebliche Zinsverluste für die Neuanlagen der Versicherungswirtschaft verbunden sind und die Erwirtschaftung nachhaltiger Überschüsse für Versicherungsunternehmen zunehmend schwieriger wird. Die Inflationserwartungen in der Eurozone dürften moderat bleiben, werden aber auch innerhalb der EZB kontrovers diskutiert. Für die USA und das UK werden die Inflationsrisiken leicht höher eingeschätzt als für die Eurozone.
Auch 2011 wird die Schuldenkrise der Euro-Peripherie-Staaten weiter im Fokus stehen. Der Refinanzierungsbedarf der Staaten ist hoch, sodass abhängig von der aktuellen Nachrichtenlage weiter mit volatilen Bewegungen gerechnet werden kann. Das Bild bleibt insgesamt sehr heterogen. Auch im Bankbereich existiert ein hoher Refinanzierungsbedarf. Banken werden nach Möglichkeit auf die Emission von Pfandbriefen (Covered Bonds) ausweichen. Auch die verschärften Eigenkapitalanforderungen nach Basel III werden die Banken 2011 beschäftigen. Die Suche nach Rendite, gepaart mit dem 2011 erwarteten hohen Emissionsvolumen von Staatsanleihen, wird zu steigenden Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen führen. Die Zinskurve sollte in diesem Umfeld vorerst noch steiler werden, bevor dann im weiteren Jahresverlauf Diskussionen über Leitzinserhöhungen zu einer Verflachung führen können. Für die Unternehmensanleihenmärkte erwarten wir unter Berücksichtigung von nachrichtengetriebenen kurzfristigen Volatilitäten weiter eine insgesamt stabile Entwicklung. Wir gehen infolge von erwarteten geldpolitischen Schritten auch für 2012 von einem höheren Zinsniveau aus.
Unterstützt durch die Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung trauen wir den Aktienmärkten auch 2011 positive Renditen zu. Die fundamentale Bewertung liegt unterhalb der langfristigen Durchschnittsrenditen und lässt Aktien noch günstig erscheinen. Auch Dividendenrenditen sind relativ hoch und werden entsprechend die Aktienperformance stützen. Ein intakter Gewinntrend der Unternehmen stimmt ebenso positiv. Nach unserer Einschätzung steht der M&A-Zyklus erst am Anfang und wird 2011 positiv wirken. Unternehmen verfügen über genügend Barmittel und können sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld günstig refinanzieren. Die weiterhin von Zentralbanken zur Verfügung gestellte hohe Liquidität spricht für erhöhte Zuflüsse in Aktienmärkte. Unternehmen, die über eine hohe Exponierung in Wachstumsregionen verfügen, dürften sich 2011 besonders gut entwickeln. Die Gewinnschätzungen der Analysten für 2011 sind jedoch bereits sehr positiv und liegen über dem Vorkrisenniveau. Die hohen Erwartungen bergen zunehmend ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Infolge der abnehmenden Dynamik der volkswirtschaftlichen Entwicklung werden die Unternehmensgewinne 2012 weniger dynamisch steigen als 2011. Auf Basis abnehmender Gewinndynamik gehen wir von einer für die Anlageklasse durchschnittlichen Rendite aus.
Gestützt auf die überwiegend positiven Aussichten der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Kapitalmärkte und die robuste Verfassung der Versicherungsbranche sind die Erwartungen für die Geschäftsentwicklung 2011/2012 derzeit von einer optimistischen Grundstimmung getragen. Diese sollte jedoch nicht über die gleichwohl bestehenden Unsicherheiten und die Gefahr von Rückschlägen hinwegtäuschen, die mit den globalen Ungleichgewichten und der noch nicht wiederhergestellten Finanzstabilität im Euroraum aufgrund der Haushaltslage einiger Mitgliedsstaaten zusammenhängen. Diese Faktoren bedeuten eine latente Bedrohung für die internationalen Finanzmärkte. Dort auftretende Turbulenzen könnten relativ schnell erneut auf die Realwirtschaft und letztlich auch auf den Versicherungssektor überspringen.
Für die Entwicklung der deutschen Lebensversicherung bis Ende 2012 wird das Zinsumfeld von ausschlaggebender Bedeutung sein. Das sich künftig eher noch verschärfende Dilemma besteht darin, dass die insbesondere in den Versicherungsbeständen der Vorjahre eingegangenen hohen Mindestgarantiesätze in dem herrschenden Niedrigzinsniveau nicht verdient werden können, sodass es mit Blick in die Zukunft zunehmend schwieriger wird, auf dem niedrigen Zinsniveau operativ erfolgreich zu agieren. Dabei sind gerade die in der klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung enthaltenen finanziellen Optionen und Garantien von hohem wirtschaftlichem Wert für die Kunden. Nach unserer Einschätzung wird die deutsche Lebensversicherungsbranche aufgrund ihrer soliden Kapitalisierung und ihrer Reserven sowie des langfristigen Anlagehorizontes Anlagezinsen auf einem Niveau von rund 3 % zwar noch einige Jahre verkraften können, danach kann es jedoch schnell sehr schwierig werden.
In einem Szenario, das durch einen nachhaltigen konjunkturellen Rückschlag und einen plötzlichen scharfen Zinsanstieg geprägt wäre, könnte auch die wachsende Stornogefahr zu einem Problem werden. Derartige wirtschaftliche Rahmenbedingungen könnten einen erheblichen Teil der Lebensversicherungskunden zu einer vorzeitigen Kündigung ihrer bestehenden langfristigen Altersvorsorgeverträge veranlassen. Für die Auszahlung der durch die unerwartet hohen Storni bedingten Rückkaufswerte müssten die Versicherer Kapitalanlagen auflösen mit der Folge sinkender Kapitalanlageerträge, niedrigerer Rendite und noch stärkerer Stornogefahr. Wir halten ein solches Szenario zwar nicht für ausgeschlossen, aber für sehr unwahrscheinlich. In unserem Basisszenario erwarten wir eine stabile konjunkturelle Entwicklung ohne einen plötzlichen Zinsanstiegsschock.
In den nächsten beiden Jahren wird der deutsche Lebensversicherungsmarkt nach unserer Einschätzung darüber hinaus von einem zunehmenden Wettbewerb um Vertriebskapazitäten und von den unter Solvency II zu erwartenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Solvenz- und Risikokapital geprägt sein. Vor dem Hintergrund sich verändernder Kapitalanforderungen könnte es zu einer tiefgreifenden Neuausrichtung der Markt- und Wettbewerbsposition kommen.
Für die deutsche Schaden-/Unfallversicherung erwarten wir grundsätzlich positive Akzente aus dem in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich anhaltenden freundlichen Konjunkturklima in Deutschland. Gleichwohl sind dem weiteren Wachstum des Mengengerüstes durch die bereits erreichte Marktsättigung relativ enge Grenzen gesetzt. Für die Tarife und Prämien sehen wir in diversen Sparten Spielraum nach oben. Dies trifft insbesondere auf die Kraftfahrtversicherung, die bei weitem größte Sparte der Schaden-/Unfallversicherung zu, die seit mehreren Jahren von einem intensiven Preiswettbewerb gekennzeichnet ist. Der Raum für Prämienanhebungen könnte durch positive Konjunktureffekte noch vergrößert werden, da steigende Produktionszahlen üblicherweise mit steigenden Schadenaufwendungen einhergehen, die wiederum zu höheren Bedarfsprämien führen. Insgesamt erwarten wir, dass auch der Druck auf die versicherungstechnischen Erträge nach wie vor zunehmen wird, da die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen weiter rückläufig ist.
In der Kraftfahrtversicherung, die in der deutschen Versicherungswirtschaft traditionell die Rolle des "Türöffners" einnimmt, erwarten wir für die kommenden zwei Jahre einen weiterhin anhaltenden harten Wettbewerb, der sich allerdings von einem reinen Preiskampf auf weitere Wettbewerbsfaktoren verlagern könnte. Dafür spricht, dass die wirtschaftliche Substanz nach jahrelangen Preiskämpfen bei zahlreichen Anbietern stark erodiert ist. Das heutige Niveau der Durchschnittsprämien in der Kraftfahrtversicherung ist nicht auskömmlich und muss über kurz oder lang ansteigen. Eine Ursache für den sich jährlich neu zuspitzenden Preiswettbewerb liegt in dem marktweit vorherrschenden Fälligkeitstermin zum 1. Januar. Wir gehen davon aus, dass eine Flexibilisierung des Fälligkeitstermins auch zu bedarfsgerechteren Prämien in der Kraftfahrtversicherung führen wird.
Die Ausrichtung der Talanx AG in den kommenden zwei Geschäftsjahren steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Talanx-Konzerns im Erstversicherungsgeschäft sowie mit dem Aufbau und der Ausgestaltung zentraler Aufgaben im Konzern. Mit der Umstrukturierung vollzieht der Konzern einen Wandel von der Spartenorganisation zur Kundenorganisation, um zukünftig noch besser auf die Anforderungen von Kunden und Kapitalmarkt ausgerichtet zu sein.
Zugleich werden durch die Umstrukturierung auch zentrale Aufgaben im Talanx-Konzern gebündelt mit dem Ziel, effizienter arbeiten und komplexe Strukturen reduzieren zu können. Neben der Komplexitätsreduktion liegen in der Umstrukturierung große Chancen, Synergien zu heben und mittelfristig Kostensenkungspotenziale zu realisieren. Zudem wird eine einheitliche Corporate Identity durch die Umbenennung relevanter Holding- und Servicegesellschaften - die teilweise bereits jetzt Talanx im Firmennamen tragen -aufgebaut und gefördert.
Die Talanx AG weitet durch die Umstrukturierung ihre Funktion von einer reinen Finanzholding zu einer Finanz- und Management-Holding aus. Der Konzern wird dadurch mehr aus der Talanx AG heraus gesteuert. Sie wird wie bislang strategische Aufgaben wahrnehmen, dabei aber stärker Einfluss auf die Positionierung und Performance der Konzernsegmente nehmen, damit die Einhaltung der Gesamtstrategie gewährleistet ist. Deren Ziel ist es, den Konzern so aufzustellen, dass wir ein sicheres, verlässliches Unternehmen für alle unsere Stakeholder bleiben:
| ― | mit langfristig sicheren Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter |
| ― | mit hoher Produktqualität und gutem Preis |
| ― | mit erstklassigem Service für unsere Kunden |
| ― | als attraktives Investment für unsere Kapitalgeber |
Das Ergebnis der Talanx AG wird im Wesentlichen durch die Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen ihrer Tochtergesellschaften, Zinserträge und -aufwendungen sowie sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen bestimmt. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2011 ein deutlich positiveres Beteiligungsergebnis, das 2010 insbesondere von Sondereffekten im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland belastet war. Für 2011 gehen wir aufgrund der Anlageerträge aus der 2010 begebenen 300-Mio.-EUR-Nach-ranganleihe und von Effekten des Zinsswaps von steigenden Zinserträgen bei der Talanx AG aus, die durch eine entsprechende Erhöhung der Zinsaufwendungen kompensiert werden. Für 2012 rechnen wir mit weiter ansteigenden Beteiligungserträgen und Ergebnisabführungen der verbundenen Unternehmen sowie einem verbesserten Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.
Darüber hinaus erwarten wir, dass sich der Liquiditätsüberschuss der Talanx AG im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 per saldo weiter erhöhen wird. Die Liquidität der Talanx AG soll auch für mögliche Akquisitionsprojekte in definierten Wachstumsfeldern zur Verfügung stehen. Die Kreditlinie von 1,5 Mrd. EUR, auf die in den vergangenen Jahren zur Wachstumsfinanzierung zurückgegriffen werden konnte, wird Ende 2012 mit der Maßgabe auslaufen, dass die uns daraus entstandenen Verbindlichkeiten zurückzuzahlen oder zu refinanzieren sein werden. Zur optimalen Handlungsfähigkeit werden im Vorfeld mehrere Optionen der Anschlussfinanzierung geprüft.
In diesem Abschnitt werden signifikante Chancen für die Talanx AG und die verbundenen Unternehmen dargestellt. Die Nutzung von Chancen ist eine wesentliche unternehmerische Herausforderung. Die dargestellten Chancen beziehen sich auf die nächsten zwei Geschäftsjahre.
Gegenwärtig ist durch den demografischen Wandel die Schaffung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der "Markt der Senioren" und zum anderen der "Markt der jungen Kunden", die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Im Jahr 2010 werden rund 33 Mio. Deutsche über 50 Jahre alt sein. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem klassischen Rentner der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit bestehen. Der Wandel wird auch und vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen aussetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen, ausgegangen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie ihrer breiten vertrieblichen Aufstellung überdurchschnittlich im "Markt der Senioren" und "Markt der jungen Kunden" profitieren.
Durch die Bankenkrise ist das Vertrauen in Banken und banknahe Produkte (unter anderem fondsgebundene Lebensversicherung) erheblich beeinträchtigt. Obwohl sich die Aktienmärkte in der letzten Zeit erholt haben, besteht bei den Versicherungsnehmern vor dem Hintergrund der in der Banken- und Wirtschaftskrise gemachten Erfahrungen noch ein hoher Grad an Unsicherheit oder Angst vor Volatilität der Aktienmärkte. In Europa, den USA und Asien hatten sich vermehrt (Lebens-)Versicherer auf den Verkauf "moderner", flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Einige Stimmen aus der Branche sagen mittlerweile eine immer wahrscheinlichere Renaissance von Produkten mit Garantien voraus. Die Lebensversicherer im Konzern könnten davon dank ihrer innovativen Produkte überdurchschnittlich profitieren.
Generelle Wachstumsimpulse für die Schaden-Rückversicherung erwartet die Hannover Re Group von den steigenden Anforderungen an die Risikokapitalausstattung der Unternehmen, für die der Risikotransfer an die Rückversicherer mit guten Ratings eine wirtschaftlich attraktive Alternative bietet. Die allgemeinen Rahmenbedingungen in der internationalen Personen-Rückversicherung sind für die nächsten zwei Jahre als prinzipiell günstig zu bezeichnen. Zu dieser Einschätzung trägt in den entwickelten Versicherungsmärkten wie den USA, Japan, Großbritannien und Deutschland die demografische Entwicklung bei, die sich in einem verstärkten Vorsorgebewusstsein ausdrückt. Hiervon profitieren insbesondere Renten- und Krankenversicherungsprodukte. In den bedeutenden Schwellenmärkten wie China, Indien und Brasilien führt die zunehmende Urbanisierung zu einer schnell wachsenden Mittelschicht, die in erhöhtem Umfang Versicherungslösungen für die Hinterbliebenenabsicherung und die eigene Altersvorsorge nachfragt.
Durch die VVG-Reform wird dem Kunden eine bessere Vergleichbarkeit von Anbietern und Produkten ermöglicht. Wenn sich "Reduction-in-Yield"-Angaben durchsetzen würden, könnten insbesondere Gesellschaften mit niedrigen wettbewerbsfähigen Kostenquoten - wie die Gesellschaften des Vertriebsweges Bancassurance - profitieren.
Es wird erwartet, dass der Bankenvertrieb in Deutschland 2012 einen Anteil am Lebensversicherungsgeschäft von 31 % aufweist (derzeit 26 %). Dieses Wachstum im Bereich Lebensversicherung wird durch die demografische Entwicklung sowie Trends auf Versicherungs- und Bankmärkten unterstützt. Über alle europäischen Länder betrachtet nimmt der Bankenvertrieb von Nicht-Lebens-Produkten derzeit lediglich ungefähr 10 % der Gesamtvertriebskapazität ein.
Nach den Eigentümerwechseln bei den bestehenden Kooperationspartnern in Bancassurance haben sich die jeweiligen neuen Eigentümer für die Beibehaltung der Kooperationen entschieden. Zum einen die ehemalige Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA, die zum 22. Februar 2010 in TARGOBANK umfirmierte und so nun mit einer neuen Ausrichtung um neues Vertrauen der Kunden werben kann. Die CiV Versicherungen haben ihren Namen in Targo Versicherungen geändert, um die exklusive Partnerschaft auch weiterhin zu verdeutlichen. Der Absatz entwickelt sich nach der Einführung des "Enhanced Banking Systems" und des neuen Verkaufssystems VERS bei der TARGOBANK wie erwartet wieder positiv. Zum anderen die Postbank nach dem Einstieg der Deutschen Bank: Durch die Einbindung von DWS-Produkten in die fondsgebundenen Tarife der PBV Lebensversicherung AG wird eine Situation angestrebt, die den Interessen aller Vertragspartner gerecht wird.
Zur gemeinschaftlichen Entwicklung des Restkreditgeschäfts in Europa hat Talanx über ihre Tochtergesellschaft ProACTIV Holding gemeinsam mit der Rheinland Versicherungsgruppe eine Vermittlungsgesellschaft gegründet, die Credit Life International Services. Zudem hat ProACTIV zwei Versicherungsgesellschaften mit Sitz in Hilden, die Credit Life International Leben und die Credit Life International Sach, gegründet, wobei die Genehmigungen der Kartellbehörden vorliegen, aber das Lizenzierungsverfahren der BaFin noch nicht abgeschlossen ist. Damit wird die Diversifikation in den Märkten des Geschäftsfeldes weiter vorangetrieben.
Die Talanx AG hat mit der Swiss Life eine Partnerschaft vereinbart und einen dauerhaften Aktienanteil von knapp 10 % erworben, um die Zusammenarbeit zu unterlegen. Als Teil der Kooperation sollen die Talanx-Gesellschaften ein wichtiger Produktpartner des AWD werden. Des Weiteren hat Talanx knapp 10 % an MLP erworben. Sowohl MLP als auch die AWD-Gruppe, die seit dem vergangenen Jahr zur Swiss Life gehört, sind bedeutende Vertriebspartner der Leben-Gruppe. Welche Auswirkungen die Talanx-Beteiligung an MLP/Swiss Life auf das Neugeschäft der Leben-Gruppe hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Ausweitung der Swiss-Life-Beteiligung der Talanx AG ist eine Chance, dass die Geschäftsbeziehungen zu den betreffenden Vermittlern auch weiterhin stabil sein oder sogar noch ausgebaut werden können.
Bei der HDI Direkt Versicherung AG werden weiterhin Chancen unter anderem in der Weiterentwicklung der Internettarife bzw. deren Ausdehnung auf weitere Sparten wie z. B. Hausrat gesehen. Zudem sieht auch die HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG (HG-RS) weiterhin Chancen im Internetvertrieb einzelner Rechtsschutzversicherungsprodukte.
Auf der Grundlage der im November 2010 vereinbarten Kapitalbeteiligung und Kooperation mit Meiji Yasuda Life ergeben sich für die Auslandsexpansion der Talanx weitere internationale Geschäftschancen. Angedacht sind gemeinsame Investitionen zum Beispiel in den Schwerpunktländern Polen und Türkei sowie die Ausweitung unseres Industriegeschäfts in Japan.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.040 | 1.351 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 1 | - |
| 2.041 | 1.351 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.001 | 838 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7 | 18 |
| 1.008 | 856 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.954.883 | 5.068.785 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 18.940 | 647.828 |
| 3. Beteiligungen | 29.209 | 36.319 |
| 6.003.032 | 5.752.932 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 2.479 TEUR (i.V. 2.183 TEUR) | 263.915 | 421.037 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 2.511 TEUR (i.V. 14.321 TEUR) | 113.242 | 74.202 |
| 377.157 | 495.239 | |
| II. Wertpapiere | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere | 10.600 | 15.457 |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 359.908 | 330.277 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.489 | 2.515 |
| D. Aktive latente Steuern | - | 83.769 |
| E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 2 | - |
| Summe der Aktiva | 6.756.237 | 6.682.396 |
| Passiva | ||
| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 260.000 | 260.000 |
| II. Kapitalrücklage | 629.529 | 629.529 |
| III. Gewinnrücklagen | 2.902.758 | 2.986.528 |
| IV. Bilanzgewinn | 300.691 | 290.927 |
| 4.092.978 | 4.166.984 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 447.245 | 461.177 |
| 2. Steuerrückstellungen | 165.104 | 182.847 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 69.215 | 92.259 |
| 681.564 | 736.283 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Anleihen - davon konvertibel: 300.000 TEUR (i. V. - TEUR) - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: - TEUR (i. V. - TEUR) | 309.000 | 9.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 145 TEUR (i. V. 56.651 TEUR) | 550.145 | 606.651 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 821 TEUR (i. V. 324 TEUR) | 822 | 324 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 82.788 TEUR (i.V. 107.132 TEUR) | 1.100.074 | 1.148.570 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern: 129 TEUR (i.V. 23 TEUR) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 2.112 TEUR (i. V. 2.558 TEUR) - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 17.724 TEUR (i. V. 9.289 TEUR) | 19.360 | 11.372 |
| 1.979.401 | 1.775.917 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.294 | 3.212 |
| Summe der Passiva | 6.756.237 | 6.682.396 |
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 1. Erträge aus Beteiligungen - davon aus verbundenen Unternehmen: 590.523 TEUR (i.V. 37.298 TEUR) | 591.147 | 37.900 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 87.069 | 18.660 |
| 3. Personalaufwand | ||
| a. Löhne und Gehälter | 14.300 | 10.198 |
| b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung: -18.329 TEUR (i. V. 9.618 TEUR) | -17.360 | 10.492 |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 984 | 502 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 356.360 | 59.330 |
| 6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - davon aus verbundenen Unternehmen: 451 TEUR (i. V. 37.487 TEUR) | 569 | 40.915 |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen: 5.913 TEUR (i. V. 5.418 TEUR) | 15.907 | 20.410 |
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 4.200 | - |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen: 55.886 TEUR (i. V. 54.577 TEUR) | 125.890 | 127.354 |
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 199.754 | 359.665 |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 430.670 | 1 |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -20.599 | 269.673 |
| 13. Außerordentliche Aufwendungen | 14.161 | 0 |
| 14. Außerordentliches Ergebnis | 14.161 | 0 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -44.526 | 57.017 |
| 16. Sonstige Steuern | 2 | 3 |
| 17. Jahresüberschuss | 9.764 | 212.654 |
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 290.927 | 184.600 |
| 19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | - | 106.327 |
| 20. Bilanzgewinn | 300.691 | 290.927 |
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.
Die durch das BilMoG geänderten Rechnungslegungsvorschriften werden in diesem Jahresabschluss erstmals angewendet.
Von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB, auf die Anpassung der Vorjahreszahlen zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht.
Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt worden.
Sachanlagen und Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit den Anschaffungskosten aktiviert und um Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode; die Nutzungsdauer beträgt drei bis 20 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 EUR sind sofort abzugsfähige Betriebsausgaben. Geringwertige Güter bis 410 EUR werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Für frühere Jahre (2008 und 2009) wurde für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten über 150 EUR bis 1.000 EUR ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.
Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert.
Der Zeitwert der Holdinggesellschaften wurde im Rahmen einer so genannten Sum-of-parts-Bewertung bestimmt, innerhalb derer die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt wurden. Die Ermittlung der Zeitwerte für die Beteiligungen an operativen Gesellschaften erfolgt bei Kompositgesellschaften und Finanzdienstleistern mittels des Ertragswertverfahrens. Bei Lebensversicherungsgesellschaften wird der Marktwert überwiegend anhand fortgeschriebener "Embedded Values" ermittelt. In begründeten Einzelfällen wurden Gesellschaften mit ihrem Buchwert, insbesondere im Falle von anschaffungsnahen Vorgängen, angesetzt.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert aktiviert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert.
Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Kapitalrückzahlungen, bilanziert.
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten, gemindert um Abschreibungen, erfasst.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Einlagen bei Kreditinstituten sowie laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.
Aufgrund des vor dem Bilanzstichtag erfolgenden Kostenschlusses werden Kostenbuchungen, die nach dem Abgrenzungsstichtag anfielen, unter den sonstigen Forderungen erfasst. Der Abgrenzungsposition stehen Kostenschätzungen für den Zeitraum zwischen Kostenschluss und Bilanzstichtag gegenüber, die in den übrigen Rückstellungen gezeigt werden.
Sonstige Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bilanziert.
Es wird das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen, den erforderlichen Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen und jeweils als außerordentlichen Aufwand zu erfassen.
Verpflichtungen aus Pensionen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Pensionsrückstellungen für arbeitgeberfinanzierte Zusagen und für nicht wertpapiergebundene arbeitnehmerfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Rechnungsgrundlagen der Richttafeln "2005G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt.
Nachstehende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
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| Gehaltsdynamik: | 2,75 % |
| Rentendynamik: | 2,00 % |
| Zinssatz: | 5,25 % zum 1. Januar 2010 |
| 5,17 % zum 31. Dezember 2010 |
Die berücksichtigte Fluktuation entspricht den nach Alter und Geschlecht diversifizierten unternehmensindividuellen Wahrscheinlichkeiten.
Bei den wertpapiergebundenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen handelt es sich ausschließlich um leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, deren Bewertung entsprechend IDW RS HFA 30 Rz. 74 nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zu erfolgen hat. Für diese Zusagen entspricht der Erfüllungsbetrag mithin dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zzgl. Überschussbeteiligung.
Bei der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit wurden alle Mitarbeiter der Gesellschaft berücksichtigt, die die Altersteilzeit in Anspruch genommen haben bzw. die voraussichtlich die Altersteilzeitregelung in Anspruch nehmen werden. Die möglichen Inanspruchnahmen wurden mit Annahmequoten gewichtet, die auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit gewählt wurden. Die Berechnungen wurden mithilfe der "Richttafeln 2005G" von Dr. Klaus Heubeck durchgeführt. Es wurde die Ausscheideordnung der Aktiven zugrunde gelegt. Dabei wurde unter der Annahme einer mittleren Restlaufzeit von drei Jahren ein Rechnungszins von 4,09 % angesetzt. Als Gehaltstrend wurden 2,75 % angenommen. Die Rückstellung ist gem. § 253 HGB mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie setzt sich zusammen aus der Rückstellung für rückständiges Arbeitsentgelt, der Rückstellung für Aufstockungsbeträge, der Rückstellung für den zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung und der Rückstellung für Abfindung.
Die Jubiläumsrückstellungen sind nach der Betriebszugehörigkeit und den bestehenden Anspruchsvoraussetzungen unter Berücksichtigung des Anwachsens der entsprechenden Anwartschaften gebildet worden.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank in Übereinstimmung mit der RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Die nachrangigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Nennbetrag bilanziert.
Die anderen Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Wenn Fremdwährungspositionen vorliegen, erfolgt die Bewertung zum Bilanzstichtag für Positionen der Bilanz zum Stichtagskurs und für Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde abweichend vom gesetzlichen Gliederungsschema dargestellt, um mit den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Posten den Besonderheiten einer Holding Rechnung zu tragen. Dazu wurden die Erträge aus Beteiligungen wegen ihrer großen Bedeutung an den Anfang gestellt.
Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt 15 TEUR. Er resultiert aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Wert. Das frei verfügbare Eigenkapital übersteigt diesen Betrag.
Im Berichtsjahr wurden Zinserträge aus Deckungsvermögen für Rückstellungen für Altersteilzeit von 21 TEUR mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit von 16 TEUR saldiert.
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| Entwicklung des Anlagevermögens TEUR |
Anschaffungs- kosten 1.1.2010 |
Stand 1.1.2010 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Zuschreibungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.851 | 1.351 | 1.406 | - | - | - |
| 2. Geleistete Anzahlungen | - | - | 1 | - | - | - |
| 3. Summe A.I. | 2.851 | 1.351 | 1.407 | - | - | - |
| A. II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.583 | 838 | 459 | - | 75 | - |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 18 | 18 | 7 | - | 18 | - |
| 3. Summe A.II. | 1.601 | 856 | 466 | - | 93 | - |
| A. III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.068.785 | 5.068.785 | 3.137.288 | - | 2.251.190 | - |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 647.828 | 647.828 | 18.940 | - | 647.828 | - |
| 3. Beteiligungen | 36.319 | 36.319 | - | - | 2.910 | - |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - | - |
| 5. Summe A.III. | 5.752.932 | 5.752.932 | 3.156.228 | - | 2.901.928 | - |
| Insgesamt | 5.757.384 | 5.755.139 | 3.158.101 | - | 2.902.021 | - |
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| Entwicklung des Anlagevermögens TEUR |
Abschreibungen, kumuliert | Abschreibungen Geschäftsjahr | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.500 | 717 | 2.040 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | - | - | 1 |
| 3. Summe A.I. | 1.500 | 717 | 2.041 |
| A. II. Sachanlagen | |||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 688 | 278 | 1.001 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | 7 |
| 3. Summe A.II. | 688 | 278 | 1.008 |
| A. III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | 5.954.883 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | 18.940 |
| 3. Beteiligungen | 4.200 | 4.200 | 29.209 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - |
| 5. Summe A.III. | 4.200 | 4.200 | 6.003.032 |
| Insgesamt | 6.388 | 5.195 | 6.006.081 |
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| Rückstellungsspiegel TEUR |
Stand 31.12.2009 | Erstanwendung BilMoG | Saldierung | Stand 1.1.2010 | Inanspruch- nahme |
Auflösung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| B.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | ||||||
| arbeitgeberfinanziert | 461.109 | 14.009 | -9.671 | 465.447 | 50.097 | - |
| arbeitnehmerfinanziert | 69 | 29 | -96 | 2 | 22 | - |
| Summe B.1 | 461.178 | 14.038 | -9.767 | 465.449 | 50.119 | - |
| B.2 Steuerrückstellungen | ||||||
| Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag | 122.877 | - | - | 122.877 | - | 44.474 |
| Gewerbesteuer | 59.970 | - | - | 59.970 | - | |
| Summe B.2 | 182.847 | - | - | 182.847 | - | 44.474 |
| B.3 Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Vorstandsbezüge | 1.726 | - | - | 1.726 | 1.726 | - |
| Aufsichtsratsvergütungen | 860 | - | - | 860 | 844 | 16 |
| Variable Bezüge/Gratifikationen | 1.113 | - | - | 1.113 | 1.112 | 1 |
| Urlaubsverpflichtungen | 173 | - | - | 173 | 173 | - |
| Jubiläumsverpflichtungen | 137 | - | - | 137 | 4 | - |
| Gleitzeitguthaben | 58 | - | - | 58 | 58 | - |
| Altersteilzeit | 375 | 30 | -155 | 250 | 22 | - |
| Beratungskosten | 4.707 | - | - | 4.707 | 4.020 | 687 |
| Jahresabschlusskosten | 829 | - | - | 829 | 786 | 45 |
| Übrige1) | 82.281 | - | - | 82.280 | 82.087 | 193 |
| Summe B.3 | 92.259 | 30 | -155 | 92.133 | 90.832 | 942 |
| Summe | 736.284 | 14.068 | -9.922 | 740.429 | 140.951 | 45.416 |
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| Rückstellungsspiegel TEUR |
Zuführung | Aufzinsung/ Zinssatzänderung | Saldierung (fortgeführt) | Buchwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| B.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | ||||
| arbeitgeberfinanziert | 295 | 31.975 | -382 | 447.238 |
| arbeitnehmerfinanziert | 57 | 5 | -36 | 6 |
| Summe B.1 | 352 | 31.980 | -418 | 447.244 |
| B.2 Steuerrückstellungen | ||||
| Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag | 14.024 | - | - | 92.427 |
| Gewerbesteuer | 12.707 | - | - | 72.677 |
| Summe B.2 | 26.731 | - | - | 165.104 |
| B.3 Sonstige Rückstellungen | ||||
| Vorstandsbezüge | 2.048 | - | - | 2.048 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 1.663 | - | - | 1.663 |
| Variable Bezüge/Gratifikationen | 1.135 | - | - | 1.135 |
| Urlaubsverpflichtungen | 162 | - | - | 162 |
| Jubiläumsverpflichtungen | 3 | 7 | - | 143 |
| Gleitzeitguthaben | 56 | - | - | 56 |
| Altersteilzeit | - | 16 | -2 | 242 |
| Beratungskosten | 5.139 | - | - | 5.139 |
| Jahresabschlusskosten | 1.005 | - | - | 1.003 |
| Übrige1) | 57.623 | - | - | 57.623 |
| Summe B.3 | 68.834 | 23 | -2 | 69.214 |
| Summe | 95.917 | 32.003 | -420 | 681.562 |
1) Die Talanx stellt die Talanx International AG von Aufwendungen frei, die der Talanx International AG im Zusammenhang mit der Abwicklung des derzeitigen Versicherungsbestands und der Einstellung des Neugeschäfts der Aspecta Assurance International und der Aspecta International Luxembourg S. A. entstehen werden. Hierfür wird unter den übrigen Rückstellungen ein Betrag von 34.089 TEUR ausgewiesen. Die Talanx stellt die HDI-Gerling Lebensversicherung AG (HG-LV) als Rechtsnachfolgerin der vormaligen Organgesellschaft Aspecta Lebensversicherung AG von sämtlichen Steuerzahlungen, die über einen Betrag von 16.571 TEUR hinausgehen, frei, die der HG-LV im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2002 bis 2005 entstehen könnten. Hierfür wurden 21.200 TEUR zurückgestellt.
Der Erfüllungsbetrag der arbeitgeberfinanzierten Pensionsrückstellung betrug 457.291 TEUR. Beim saldierungsfähigen Deckungsvermögen handelt es sich um Ansprüche aus Lebensversicherungsverträgen für die die fortgeführten Anschaffungskosten und damit der Zeitwert i. S. d. § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. Überschussbeteiligung entsprechen. Der Zeitwert betrug 10.053 TEUR zum 31. Dezember 2010.
Der Erfüllungsbetrag der arbeitnehmerfinanzierten Pensionsrückstellung betrug 138 TEUR. Der Zeitwert der zu dessen Bedeckung abgeschlossenen Versicherungen betrug 132 TEUR zum 31. Dezember 2010.
Vom Beibehaltungswahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde für die sonstigen Rückstellungen Gebrauch gemacht. Der Betrag der Überdeckung bei der Jubiläumsrückstellung betrug 20 TEUR zum 31. Dezember 2010.
Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellung betrug 399 TEUR. Der Zeitwert der zu dessen Bedeckung gehaltenen Fonds betrug 157 TEUR zum 31. Dezember 2010. Die fortgeführten Anschaffungskosten der Fonds betrugen 141 TEUR.
Erworbene Software wurde in Höhe von 2.040 TEUR bilanziert.
Im Folgenden wird der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2010 dargestellt.
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| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen im Inland | durchgerechnete Quote1) in % |
Eigenkapital2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR |
|---|---|---|---|
| Alstertor Erste Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland13) | 100,00 | 5.263 | 578 |
| Alstertor Zweite Beteiligungs- und Investitionssteuerungs-GmbH & Co. KG, Hamburg | 100,00 | 30.596 | -24 |
| AmpegaGerling Asset Management GmbH, Köln, Deutschland3) | 100,00 | 83.600 | 39.918 |
| AmpegaGerling Immobilien Management GmbH, Köln, Deutschland3) | 100,00 | 2.837 | -2.029 |
| AmpegaGerling Investment GmbH, Köln, Deutschland3) | 100,00 | 16.936 | 7.258 |
| Bureau für Versicherungswesen Robert Gerling & Co. GmbH, Köln, Deutschland3) | 100,00 | 26 | -5 |
| CiV Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden13) | 100,00 | 25.565 | 530 |
| CiV Immobilien GmbH, Hilden, Deutschland13) | 100,00 | 28 | 1 |
| Clarus AG, Wiesbaden (vormals: DTPVO Deutsche Privatvorsorge AG, Darmstadt)3) | 100,00 | 222 | -25.189 |
| E+S Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland | 31,98 | 683.413 | 176.000 |
| Erste Credit Life International AG, Hilden | 100,00 | 264 | -1.772 |
| Funis GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland14) | 50,22 | 7.996 | -4 |
| GERLING Beteiligungs-GmbH, Köln, Deutschland | 100,00 | 4.792 | -582 |
| GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln | 100,00 | 5.458 | -2.023 |
| GERLING Sustainable Development Project-GmbH, Köln, Deutschland | 100,00 | 55 | -6 |
| Hannover America Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland14) | 47,85 | 167.582 | 5.832 |
| Hannover Euro Private Equity Partners II GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland14) | 58,52 | 5.747 | 454 |
| Hannover Euro Private Equity Partners III GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland14) | 51,73 | 62.438 | 4.723 |
| Hannover Euro Private Equity Partners IV GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland14) | 53,82 | 72.582 | 8.946 |
| Hannover Insurance-Linked Securities GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland14) | 50,22 | 65.883 | 8.585 |
| Hannover Life Re AG, Hannover, Deutschland3) | 50,22 | 1.032.596 | 23.499 |
| Hannover Re Euro PE Holdings GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland14) | 45,66 | 25.979 | 691 |
| Hannover Re Euro RE Holdings GmbH, Köln, Deutschland14) | 41,10 | 56.057 | -305 |
| Hannover Rück Beteiligung Verwaltungs-GmbH, Hannover, Deutschland3) | 50,22 | 2.621.855 | 164.970 |
| Hannover Rückversicherung AG, Hannover, Deutschland | 50,22 | 1.682.903 | 302.000 |
| HAPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland14) | 47,85 | 41.565 | 1.702 |
| HAPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland14) | 100,00 | 26 | 1 |
| HDI Direkt Service GmbH, Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 51 | -319 |
| HDI Direkt Versicherung AG, Hannover3) | 100,00 | 162.088 | 4.657 |
| HDI-Gerling Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 25 | -22 |
| HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, Hannover3) | 100,00 | 154.926 | -56.373 |
| HDI-Gerling Friedrich Wilhelm Rückversicherung AG, Köln3) | 100,00 | 39.619 | 111.006 |
| HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 406.536 | 130.813 |
| HDI-Gerling Leben Betriebsservice GmbH, Köln3),12) | 100,00 | 171 | 130 |
| HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG, Köln3),12) | 100,00 | 4.028 | - |
| HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln | 100,00 | 234.593 | 15.000 |
| HDI-Gerling Pensionsfonds AG, Köln | 100,00 | 5.278 | 133 |
| HDI-Gerling Pensionskasse AG, Köln | 100,00 | 28.248 | - |
| HDI-Gerling Pensionsmanagement AG, Köln3),12) | 100,00 | 6.414 | -1.462 |
| HDI-Gerling Rechtsschutz Schadenregulierungs-GmbH, Hannover3),12) | 100,00 | 288 | -27 |
| HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung AG, Hannover3) | 100,00 | 18.951 | -21.664 |
| HDI-Gerling Sicherheitstechnik GmbH, Hannover, Deutschland | 100,00 | 1.875 | 1.233 |
| HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG, Hannover3),12) | 100,00 | 55 | -2.806 |
| HDI-Gerling Welt Service AG, Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 90.986 | 5.231 |
| HEPEP II Holding GmbH, Köln, Deutschland14) | 58,52 | 2.944 | 483 |
| HEPEP III Holding GmbH, Köln, Deutschland14) | 51,73 | 11.925 | 56 |
| HEPEP II Komplementär GmbH, Köln, Deutschland14) | 100,00 | 27 | -1 |
| HEPEP III Komplementär GmbH, Köln, Deutschland14) | 100,00 | 21 | -1 |
| HEPEP IV Komplementär GmbH, Köln, Deutschland14) | 100,00 | 22 | -1 |
| HG Sach AltInvest GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland14) | 100,00 | 37.699 | 1.123 |
| HILSP Komplementär GmbH, Hannover, Deutschland14) | 50,22 | 22 | - |
| HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover13) | 100,00 | 37.957 | 3.871 |
| IVEC Institutional Venture and Equity Capital AG, Köln, Deutschland | 100,00 | 178.003 | 21.171 |
| Kommanditgesellschaft Trans Leben Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co., Hamburg, Deutschland13) | 100,00 | 1 | -356 |
| neue leben Holding AG, Hamburg | 67,50 | 75.960 | 20.456 |
| neue leben Lebensversicherung AG, Hamburg | 67,50 | 64.566 | 17.800 |
| neue leben Unfallversicherung AG, Hamburg3) | 67,50 | 3.596 | 3.814 |
| Oval Office Grundstücks GmbH, Hannover, Deutschland10) | 75,11 | 57.789 | 1.878 |
| Paetau Sports Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland | 99,00 | 344 | 11 |
| PARTNER OFFICE AG, Köln3),12) | 100,00 | 3.041 | -16.189 |
| PB Lebensversicherung AG, Hilden | 100,00 | 31.587 | 14.739 |
| PB Pensionsfonds AG, Hilden3) | 100,00 | 5.038 | 235 |
| PB Pensionskasse AG, Hilden | 100,00 | 6.030 | 79 |
| PB Versicherung AG, Hilden | 100,00 | 10.473 | 4.003 |
| PBV Lebensversicherung AG, Hilden | 100,00 | 46.987 | 10.772 |
| Proactiv Communication Center GmbH, Hilden3) | 100,00 | 630 | 538 |
| Proactiv IT Servicegesellschaft mbH, München3) | 100,00 | 50 | 453 |
| Proactiv Servicegesellschaft mbH, Hilden3) | 100,00 | 7.025 | 2.176 |
| Protection Reinsurance Intermediaries AG, Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 389 | 7.575 |
| Riethorst Grundstückgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland13) | 100,00 | 43.246 | -137 |
| Shamrock Marine-Insurance Agency GmbH, Hamburg, Deutschland3) | 100,00 | 25 | -5 |
| SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 200 | 234 |
| Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland8) | 100,00 | 146.024 | 1.242 |
| Talanx Deutschland AG, Hannover (vormals: HDI-Gerling Leben Serviceholding AG, Köln)3) | 100,00 | 2.899.468 | -428.051 |
| Talanx International AG (vormals: HDI-Gerling International Holding AG), Hannover, Deutschland3) | 100,00 | 595.337 | 21.449 |
| Talanx Service AG (vormals: HDI-Gerling Sach Serviceholding AG), Hannover, Deutschland3),12) | 100,00 | 1.605 | -2.593 |
| Talanx Systeme AG , Hannover (vormals: HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen AG, Köln), Deutschland3) | 100,00 | 130 | 7 |
| TARGO Lebensversicherung AG, Hilden | 100,00 | 73.774 | 40.119 |
| TARGO Versicherung AG, Hilden3) | 100,00 | 27.106 | 16.751 |
| THS Services Versicherungsvermittlungs GmbH, Berlin, Deutschland | 99,00 | 13 | 15 |
| THV Versicherungsmakler GmbH, Berlin, Deutschland | 99,00 | 2.014 | 251 |
| VES Gesellschaft f. Mathematik, Verwaltung und EDV mbH, Gevelsberg, Deutschland3) | 100,00 | 195 | -950 |
| Zweite Credit Life International AG, Hilden | 100,00 | 1.854 | -684 |
scroll
| 2. Anteile an verbundenen Unternehmen im Ausland | Anteil am Fondsvermögen1) in % |
Fondsvermögen2) in TEUR |
Veränderung Fondsvermögen einschl. Mittelzu- und Abflüsse in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| 300 S. Orange Avenue LLC, Wilmington, USA6),11) | 47,71 | USD | 55.392 | USD | 1.743 |
| 402 Santa Monica Blvd. LLC, Wilmington, USA6),11) | 47,71 | USD | 31.673 | USD | 1.139 |
| 465 Broadway LLC, Wilmington, USA6),11) | 47,71 | USD | 42.394 | USD | 1.088 |
| 5115 Sedge Boulevard LP, Chicago, USA6),11) | 40,12 | USD | 1.012 | USD | 231 |
| 5115 Sedge Corporation, Chicago, USA6),11) | 47,76 | USD | 2.582 | USD | 277 |
| ASPECTA Assurance International AG, Vaduz, Liechtenstein11) | 100,00 | CHF | 1.054 | CHF | -3.427 |
| ASPECTA Assurance International Luxembourg S. A., Luxemburg, Luxemburg11) | 100,00 | 273 | -16.798 | ||
| Atlantic Capital Corporation, Wilmington, USA4),16) | 50,22 | USD | -113.387 | USD | - |
| Cargo Transit Insurance (Pty) Ltd., Helderkruin, Südafrika5),10) | 20,49 | ZAR | -269 | ZAR | -769 |
| CiV Hayat Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei11) | 100,00 | TRY | 14.152 | TRY | -3.698 |
| Clarendon America Insurance Company, Trenton, USA4),10),19) | 50,22 | USD | 131.093 | USD | -7.999 |
| Clarendon Insurance Group Inc., Wilmington, USA4),10),19) | 50,22 | USD | -46.297 | USD | -36.624 |
| Clarendon National Insurance Company, Trenton, USA4),10),19) | 50,22 | USD | -46.580 | USD | -33.254 |
| Clarendon Select Insurance Company, Tallahassee, USA4),10),19) | 50,22 | USD | 13.412 | USD | -867 |
| Clarendon Services of New Jersey, Inc., Trenton, USA10),16),19) | 50,22 | USD | - | USD | - |
| Compass Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika5) | 50,22 | ZAR | 111.083 | ZAR | -13.847 |
| Construction Guarantee (Pty.) Ltd., Parktown, Südafrika5) | 13,06 | ZAR | 1.476 | ZAR | 1.152 |
| Desarollo de Consultores Profesionales en Seguros S. A. de CV, Leon, Mexiko7) | 99,47 | MXN | - | MXN | - |
| Envirosure Underwriting Managers (Pty.) Ltd., Durban, Südafrika5) | 15,37 | ZAR | -1.849 | ZAR | -618 |
| Film & Entertainment Underwriters SA (Pty). Ltd., Northcliff, Südafrika5),10) | 13,06 | ZAR | -610 | ZAR | -860 |
| Garagesure Consultants and Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 20,49 | ZAR | 1.926 | ZAR | 220 |
| Gem & Jewel Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),10) | 17,93 | ZAR | 459 | ZAR | 393 |
| Gente Compania de Soluciones Profesionales de Mexico, S. A. de C. V., Leon, Mexiko11) | 100,00 | MXN | 12.840 | MXN | 2.744 |
| Gerling Insurance Agency, Inc., Chicago, USA7) | 100,00 | USD | - | USD | - |
| Gerling Norge A/S, Oslo, Norwegen13) | 100,00 | NOK | 228 | NOK | 21 |
| Gerling-Konzern Panamericana Ltda., São Paulo, Brasilien13) | 100,00 | BRL | 629 | BRL | -67 |
| GLL HRE CORE PROPERTIES LP, Wilmington, USA6),11) | 47,71 | USD | 111.270 | USD | 2.058 |
| GLL Terry Francois Blvd. LLC, Wilmington, USA6),11) | 24,32 | USD | 24.801 | USD | 1.768 |
| H. J. Roelofs Assuradeuren B. V., Rotterdam, Niederlande13) | 100,00 | 718 | 8 | ||
| Hannover Finance (Luxembourg) S. A., Luxemburg, Luxemburg10) | 50,22 | 31.244 | -2.331 | ||
| Hannover Finance (UK) Limited, Virginia Water, Großbritannien10) | 50,22 | GBP | 131.095 | GBP | -12 |
| Hannover Finance Inc., Wilmington, USA9),10) | 50,22 | USD | 307.866 | USD | -34.956 |
| Hannover Life Re Consultants, Inc., Orlando, USA13) | 50,22 | USD | 181 | USD | 37 |
| Hannover Life Re of Australasia Ltd., Sydney, Australien10) | 50,22 | AUD | 251.641 | AUD | 27.673 |
| Hannover Life Reassurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland10) | 50,22 | 922.025 | 84.505 | ||
| Hannover Life Reassurance (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien10) | 50,22 | GBP | 40.509 | GBP | -461 |
| Hannover Life Reassurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika5),10) | 50,22 | ZAR | 411.113 | ZAR | 69.634 |
| Hannover Life Reassurance Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda11) | 50,22 | 163.387 | 15.451 | ||
| Hannover Life Reassurance Company of America, Orlando, USA10) | 50,22 | USD | 166.599 | USD | 217 |
| Hannover Re (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda10) | 50,22 | 920.679 | 27.287 | ||
| Hannover Re (Guernsey) PCC Ltd., St. Peter Port, Großbritannien10) | 50,22 | 261 | -42 | ||
| Hannover Re Advanced Solutions Ltd., Dublin, Irland17) | 50,22 | 31 | - | ||
| Hannover Re Consulting Services India Private Limited, Mumbay, Indien15) | 50,22 | INR | 45.643 | INR | 5.643 |
| Hannover Re Real Estate Holdings Inc., Orlando, USA9),11) | 47,76 | USD | 254.774 | USD | 2.838 |
| Hannover Re Services Italy S. r. L., Mailand, Italien10) | 50,04 | 313 | 91 | ||
| Hannover Re Services Japan, Tokio, Japan | 50,22 | JPY | 90.297 | JPY | 3.690 |
| Hannover Re Services USA, Inc., Itasca, USA | 50,22 | USD | 794 | USD | 78 |
| Hannover Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland10) | 50,22 | 462.537 | 46.010 | ||
| Hannover Reinsurance Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika5),10) | 50,22 | ZAR | 726.038 | ZAR | 151.044 |
| Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika9),10) | 50,22 | ZAR | 155.813 | ZAR | 138.961 |
| Hannover Reinsurance Mauritius Ltd., Port Louis, Mauritius5) | 50,22 | MUR | 50.613 | MUR | 2.824 |
| Hannover ReTakaful B. S. C (c), Manama, Bahrain10) | 50,22 | BHD | 28.198 | BHD | 6.208 |
| Hannover Risk Consultants B.V., Rotterdam, Niederlande13) | 100,00 | 349 | 7 | ||
| Hannover Rückversicherung AG Escritorio de Representacao no Brasil Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien13) | 50,22 | BRL | 35 | BRL | 107 |
| Hannover Services (Mexico) S. A. de C.V., Mexiko City, Mexiko10) | 50,22 | MXN | 11.022 | MXN | 1.031 |
| Hannover Services (UK) Ltd., Virginia Water, Großbritannien10) | 50,22 | GBP | 763 | GBP | -17 |
| Harbor Specialty Insurance Company, Trenton, USA4),10),19) | 50,22 | USD | 37.840 | USD | 1.804 |
| HDI Asekuracja Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, Polen11) | 100,00 | PLN | 273.770 | PLN | -34.996 |
| HDI Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien11) | 100,00 | 170.116 | 8.736 | ||
| HDI-Gerling Insurance of South Africa Ltd., Johannesburg, Südafrika | 100,00 | ZAR | 39.989 | ZAR | 1.688 |
| HDI HANNOVER International Espana, Cia de Seguros y Reaseguros S. A., Madrid, Spanien13) | 100,00 | 44.898 | 4.911 | ||
| HDI Immobiliare S. r. L., Rom, Italien11) | 100,00 | 63.033 | 343 | ||
| HDI Reinsurance (Ireland) Ltd., Dublin, Irland13) | 100,00 | 5.102 | 102 | ||
| HDI Seguros S. A. de C.V., Leon, Mexiko11) | 99,48 | MXN | 276.970 | MXN | 29.347 |
| HDI Seguros S. A., Santiago, Chile11) | 99,93 | CLP | 7.145.291 | CLP | -1.534.363 |
| HDI Seguros S. A., Sao Paulo, Brasilien11) | 100,00 | BRL | 367.740 | BRL | 58.972 |
| HDI Sigorta A. Ş., Istanbul, Türkei11) | 100,00 | TRY | 58.191 | TRY | 106.698 |
| HDI STRAKHUVANNYA (Ukraine), Kiew, Ukraine11) | 99,22 | UAH | 40.537 | UAH | -16.242 |
| HDI Versicherung AG, Wien, Österreich13) | 100,00 | 41.930 | 7.512 | ||
| HDI Zahstrahovane AD, Sofia, Bulgarien13) | 94,00 | BGN | 8.134 | BGN | 254 |
| HDI-Gerling America Insurance Company, Chicago, USA | 100,00 | USD | 124.801 | USD | 11.928 |
| HDI-Gerling Assurances S. A., Brüssel, Belgien14) | 100,00 | 36.637 | 4.602 | ||
| HDI-Gerling Australia Insurance Company Pty. Ltd., Sydney, Australien | 100,00 | AUD | 23.796 | AUD | -802 |
| HDI-Gerling de Mexico Seguros S. A., Mexiko, Mexiko13) | 100,00 | MXN | 53.101 | MXN | -921 |
| HDI-Gerling Financial Service GmbH, Wien, Österreich | 100,00 | 781 | 112 | ||
| HDI-Gerling Services S. A., Brüssel, Belgien13) | 100,00 | 143 | 31 | ||
| HDI-Gerling Versicherungs-Service AG, Zürich, Schweiz13) | 100,00 | CHF | 1.346 | CHF | -61 |
| HDI-Gerling Verzekeringen N.V., Rotterdam, Niederlande13) | 100,00 | 70.885 | 15.932 | ||
| HDI-Gerling Zycie Towarzystwo Ubezpieczen S. A., Warschau, Polen11) | 100,00 | PLN | 31.226 | PLN | -8.385 |
| Hospitality Industries Underwriting Consultants (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 18,77 | ZAR | 3.071 | ZAR | 2.763 |
| HR Hannover Re Correduria de Reaseguros S. A., Madrid, Spanien10) | 50,22 | 198 | 30 | ||
| InChiaro Assicurazioni S. p. A., Rom, Italien11) | 51,00 | 7.888 | -962 | ||
| Indoc Holdings S. A., Luxemburg, Luxemburg5),16) | 50,22 | CHF | - | CHF | - |
| InLinea S. p. A., Rom, Italien11) | 70,00 | 591 | 145 | ||
| Inter Hannover (No. 1) Ltd., London, Großbritannien10) | 50,22 | GBP | 1 | GBP | - |
| International Insurance Company of Hannover Ltd., Bracknell, Großbritannien10) | 50,22 | GBP | 119.353 | GBP | 9.134 |
| International Mining Industry Underwriters Ltd., London, Großbritannien10) | 50,22 | GBP | 358 | GBP | 57 |
| Inversiones HDI Limitada, Santiago, Chile11) | 100,00 | CLP | 13.011.024 | CLP | 186.548 |
| Kaith Re Ltd., Hamilton, Bermuda10),11) | 44,19 | USD | 640 | USD | -441 |
| Landmark Underwriting Agency (Pty) Ltd., Bloemfontein, Südafrika5) | 20,62 | ZAR | 1.873 | ZAR | 374 |
| Lireas Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 25,61 | ZAR | 185.175 | ZAR | 36.888 |
| LRA Superannuation Plan Pty Ltd., Sydney, Australien17) | 50,22 | AUD | - | AUD | - |
| Magyar Posta Biztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn11) | 66,93 | HUF | 1.738.292 | HUF | -457.831 |
| Magyar Posta Életbiztosító Részvénytársaság, Budapest, Ungarn11) | 66,93 | HUF | 3.006.804 | HUF | 35.383 |
| Mediterranean Reinsurance Services Ltd., Hongkong, China16) | 50,22 | USD | - | USD | - |
| Micawber 185 (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 50,22 | ZAR | 18.257 | ZAR | 3.225 |
| MUA Insurance Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika5) | 25,61 | ZAR | 3.751 | ZAR | 4.696 |
| MUA Insurance Company Ltd., Kapstadt, Südafrika5) | 25,61 | ZAR | 19.673 | ZAR | 5.655 |
| One Winthrop Square LLC, Wilmington, USA6),11) | 47,71 | USD | 23.123 | USD | 1.078 |
| OOO Strakhovaya Kompaniya "HDI Strakhovanie", Moskau, Russland11) | 100,00 | RUB | 49.186 | RUB | 1.535 |
| OOO Strakhovaya Kompaniya CiV Life, Moskau, Russland11) | 100,00 | RUB | 26.262 | RUB | -69.937 |
| Peachtree (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),16) | 50,22 | ZAR | - | ZAR | - |
| Scandinavian Marine Agency AS, Oslo, Norwegen13) | 52,00 | NOK | 5.196 | NOK | 1.483 |
| Secquaero ILS Fund Ltd., Georgetown, Grand Cayman, Cayman Inseln10),11) | 50,22 | USD | 51.472 | USD | 26 |
| SUM Holdings (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 18,77 | ZAR | 21.469 | ZAR | 478 |
| Svedea AB, Stockholm, Schweden18) | 37,77 | SEK | - | SEK | - |
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg, Luxemburg | 100,00 | 8.260 | 2.201 | ||
| Thatch Risk Acceptances (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika5) | 16,89 | ZAR | 764 | ZAR | 1.008 |
| Transit Underwriting Managers (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika5) | 25,61 | ZAR | 1.332 | ZAR | 2.552 |
| Woodworking Risk Acceptances (Pty) Ltd., Pietermaritzburg, Südafrika5) | 15,37 | ZAR | 1.001 | ZAR | 209 |
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| 3. Anteile an Spezial- und Publikumsfonds (Inland) gemäß § 285 Nr. 26 HGB | durchgerechnete Quote1) in % |
Eigenkapital2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR |
|---|---|---|---|
| Ampega-nl-Balanced-Fonds, Köln13) | 67,50 | 54.571 | -121.927 |
| Ampega-nl-Euro-DIM-Fonds, Köln13) | 67,50 | 437.366 | 24.385 |
| Ampega-nl-Global-Fonds, Köln13) | 67,50 | 47.187 | 2.293 |
| Ampega-nl-Rent-Fonds, Köln13) | 67,50 | 780.130 | 64.371 |
| Ampega-TAL-A-Fonds, Köln13) | 100,00 | 93.583 | 7.263 |
| GERLING EURO-RENT 3, Köln, Deutschland13) | 100,00 | 594.660 | 169.873 |
| Gerling Immo Spezial 1, Köln13) | 100,00 | 269.383 | 2.674 |
| GKL SPEZIAL RENTEN, Köln13) | 100,00 | 599.516 | 50.720 |
| HDI Gerling-Sach Industrials, Köln, Deutschland13) | 100,00 | 171.287 | -149.415 |
| HGLV-Corporates, Köln13) | 100,00 | 1.081.286 | 278.276 |
| HGLV-Financial, Köln13) | 100,00 | 1.047.099 | 117.219 |
| PBVL-Aktien, Köln13) | 100,00 | 52.062 | 8.127 |
| PBVL-Corporate, Köln13) | 100,00 | 106.927 | 58.335 |
| terrAssisi Aktien I AMI, Köln | 69,02 | 7.408 | 505 |
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| 4. Anteile an Spezial- und Publikumsfonds (Ausland) gemäß § 285 Nr. 26 HGB | durchgerechnete Quote1) in % |
Eigenkapital2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Ampega-Vienna-Bonds-Fonds, Wien, Österreich | 100,00 | 264.297 | 53.762 | ||
| BNP-HDI Credit FI Renda Fixa Credito Privado, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 66.468 | BRL | 24.727 |
| Credit Suisse HDI RF Créditor, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 61.131 | BRL | 5.482 |
| CSHG Hannover FI Multimercado Credito Privado, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 20.190 | BRL | 20.190 |
| FRACOM FCP, Paris, Frankreich13) | 49,90 | 708.449 | 116.703 | ||
| HSBC FI Renda Fixa Hannover, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 95.963 | BRL | -38.307 |
| HSBC Performance HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 70.121 | BRL | 11.020 |
| UBS Pactual HDI RF Crédito, São Paulo, Brasilien | 100,00 | BRL | 65.392 | BRL | 11.222 |
scroll
| 5. Beteiligungen | durchgerechnete Quote1) in % | Eigenkapital2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Aviation Insurance Company Limited, Johannesburg, Südafrika5),10) | 8,01 | ZAR | 6.270 | ZAR | -140 |
| C-QUADRAT Investment AG, Wien, Österreich14) | 25,10 | 33.111 | 9.342 | ||
| Carmargue Underwriting Managers (Pty) Ltd., Parktown, Südafrika5) | 6,66 | ZAR | 9.012 | ZAR | 1.666 |
| Clarendon Transport Underwriting Managers (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),10) | 9,56 | ZAR | 3.880 | ZAR | 30.190 |
| Commercial & Industrial Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5),10) | 10,24 | ZAR | 5.147 | ZAR | 15.703 |
| Credit Life International Services GmbH, Neuss, Deutschland | 50,00 | 64 | 38 | ||
| DFA Capital Management, Inc., Wilmington, USA13) | 25,40 | USD | 1.177 | USD | -1.928 |
| Energi Holding Inc., Peabody, USA13) | 14,31 | USD | 4.805 | USD | -190 |
| Flexible Accident & Sickness Acceptances (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 10,24 | ZAR | 1.811 | ZAR | 2.995 |
| Hannover Care AB, Stockholm, Schweden13) | 15,07 | SEK | 570 | SEK | -2.657 |
| Hannover Finanz GmbH, Hannover, Deutschland13) | 12,56 | 69.093 | 5.617 | ||
| Hannoversch-Kölnische Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland7) | 50,00 | - | - | ||
| Hannoversch-Kölnische Handels-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, Deutschland13) | 50,00 | 28.326 | 2.564 | ||
| IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, München, Deutschland13) | 37,50 | -11.272 | 8.764 | ||
| ITAS Vita S. p. A., Trient, Italien13) | 17,52 | 75.355 | 5.572 | ||
| neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg, Deutschland | 33,08 | 15.176 | 408 | ||
| PlaNet Guarantee (SAS), Saint-Quen, Frankreich10) | 11,84 | 1.069 | -927 | ||
| Sciemus Power MGA Limited, London, Großbritannien13) | 12,55 | GBP | 1 | GBP | - |
| Takafol South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika5) | 12,55 | ZAR | 825 | ZAR | 351 |
| WeHaCo Unternehmensbeteiligungs-GmbH, Hannover, Deutschland13) | 16,44 | 73.950 | 192 | ||
| XS Direct Holding Ltd., Dublin, Irland13) | 12,55 | 658 | 16 |
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| 6. Beteiligungen der Hannover Rückversicherung AG an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet | in % | Eigenkapital2) in TEUR |
Ergebnis vor Gewinnabführung2) in TEUR |
|---|---|---|---|
| Acte Vie S. A. Compagnie d'Assurances sur la Vie et de Capitalisation, Straßburg, Frankreich13) | 9,38 | 8.118 | 136 |
1) Bei Beteiligungen, die teilweise indirekt gehalten werden, sind die durchgerechneten Anteile genannt worden
2) Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften nach jeweiligem lokalem Recht bzw. nach internationaler Rechnungslegung; abweichende Währungen sind angegeben
3) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
4) Teilkonzernabschluss; in den Angaben zu Hannover Finance Inc. enthalten
5) Teilkonzernabschluss; in den Angaben zu Hannover Reinsurance Group Africa (Pty) Ltd. enthalten
6) Teilkonzernabschluss; in den Angaben zu Hannover Re Real Estate Holdings Inc. enthalten
7) keine Angaben gemäß § 286 Abs. 3 HGB
8) Die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 b HGB wurde in Anspruch genommen
9) Die Gesellschaft erstellt einen eigenen Teilkonzernabschluss.
10) untestierte Zahlen
11) Zahlenangaben nach IFRS
12) Die Erleichterungen gemäß §264 Abs. 3 HGB wurden in Anspruch genommen
13) Zahlen zum Geschäftsjahresende 2009
14) Zahlen per 30. September 2010
15) Zahlen zum Geschäftsjahresende 31. März 2010
16) Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation
17) Die Gesellschaft ist inaktiv und erstellt keinen Geschäftsbericht
18) Die Gesellschaft wurde in 2010 neu gegründet; es liegt noch kein Jahresabschluss vor
19) Bestimmte Eigenkapitalpositionen werden unter IFRS nicht angerechnet, weshalb die Höhe des Eigenkapitals hier negativ sein kann.
Nach der für die Aufsicht relevanten lokalen Rechnungslegung ist die Gesellschaft ausreichend kapitalisiert
Im Zuge der Umstrukturierung des Talanx-Konzerns wurden in einem ersten Schritt von der Talanx Service AG (TS) (vormals HDI-Gerling Sach Serviceholding AG) die Gesellschaften HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG, HDI Direkt Versicherung AG, HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG sowie die HDI-Gerling Rechtsschutzregulierungs-GmbH auf die Talanx Deutschland AG (TD) (vormals HDI-Gerling Leben Serviceholding AG) abgespalten. In einem zweiten Schritt wurden die HDI-Gerling Industrie Versicherung AG sowie die Talanx International AG (vormals HDI-Gerling International AG) von der TS auf die Talanx AG abgespalten. Diese beiden Gesellschaften wurden mit erfolgsneutralen Zwischenwerten angesetzt. Die Abspaltungen erfolgten mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010.
Die ProACTIV Holding AG wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 auf die TD verschmolzen.
Es handelt sich um nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 18.940 TEUR gegenüber der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A.
Dieser Betrag enthält die an der IGEPA Industrie- und Gewerbepark GmbH & Co. KG gehaltene Beteiligung unter Berücksichtigung planmäßiger Kapitalrückzahlungen in Höhe von 29.209 TEUR.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 263.915 | 421.037 |
Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und Forderungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Übrige Forderungen | 113.242 | 74.202 |
Die übrigen Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 2.489 | 2.515 |
Hier wird neben abgegrenzten Verwaltungskosten ein Disagio ausgewiesen, das durch Darlehensaufnahmen bei der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG und der HDI-Gerling Lebensversicherung AG entstanden ist. Das Disagio wird zeitanteilig aufgelöst.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| - | 83.769 |
Das nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bestehende Aktivierungswahlrecht für einen Aktivüberhang latenter Steuern wird nicht ausgeübt. Die im Vorjahr ausgewiesene aktive latente Steuer betraf einen Teilbetrag aktiver Steuerlatenzen, der sich auf die realitätsnahe Bewertung der Schadenrückstellungen in der Steuerbilanz der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG (HG-I), der HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG (HG-FP) und der HDI Direkt Versicherung AG (H-D) bezog. Diese Gesellschaften stehen in einem körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaftsverhältnis zur Talanx. Gemäß Art. 67 Abs. 6 EGHGB wurden diese teilweise aktivierten latenten Steuern unmittelbar mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
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| TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Stand am Anfang des Geschäftsjahres | 260.000 | 260.000 |
| Kapitalerhöhung | - | - |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 260.000 | 260.000 |
Das Grundkapital besteht aus 260.000 auf den Namen lautenden Stückaktien. Am Aktienkapital unserer Gesellschaft ist der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, zu 100 % beteiligt.
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| TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Stand am Anfang des Geschäftsjahres | 629.529 | 629.529 |
| Kapitalerhöhung | - | - |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 629.529 | 629.529 |
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| TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Stand am Anfang des Geschäftsjahres | 2.986.528 | 2.695.601 |
| Auflösung latente Steuern BilMoG | -83.769 | - |
| Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen | - | 290.927 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 2.902.759 | 2.986.528 |
Im Rahmen der BilMoG-Erstanwendung wurden die zum 31. Dezember 2009 aktivierten latenten Steuern erfolgsneutral gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Bei dem ausgewiesenen Betrag handelt es sich in voller Höhe um andere Gewinnrücklagen.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 300.691 | 290.927 |
Es handelt sich mit 290.927 TEUR um den Bilanzgewinn 2009, der aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juni 2010 vorgetragen wurde, und um 9.764 TEUR aus dem Ergebnis des laufenden Jahres.
Die Talanx AG hat eine Kapital- und Geschäftskooperation mit Meiji Yasuda Life vereinbart. Die Kapitalbeteiligung von Meiji Yasuda Life hat die Form einer nachrangigen nicht endfälligen Pflichtwandelanleihe mit einem Volumen von 300.000 TEUR, die die Talanx AG emittiert hat. Die Bedingungen der Anleihe sind so ausgestaltet, dass eine Anerkennung als regulatorisches Tier-1-Kapital (Eigenkapitalersatz) auch unter Solvency II gegeben ist. Im Falle eines Börsengangs der Talanx AG ist die Anleihe in Stammaktien der Gesellschaft umzuwandeln, und Meiji Yasuda Life wird ein wichtiger Aktionär der Talanx. Außerdem wird ein Anteil an der im Jahr 2003 begebenen Inhaberschuldverschreibung, der von einer nicht mehr zum Konzernkreis gehörenden Gesellschaft gehalten wird, ausgewiesen.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 550.145 | 606.651 |
Der Talanx AG wurde durch ein Bankenkonsortium unter der Führung der Bank of America ein Kreditrahmen in Höhe von 1.500.000 TEUR zur Verfügung gestellt. Davon wurden zum Bilanzstichtag 550.000 TEUR in Anspruch genommen. In dem Gesamtbetrag sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren enthalten.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 1.100.074 | 1.148.570 |
Die Talanx AG hat marktgerecht verzinste Inhaberschuldverschreibungen begeben, die von verschiedenen Konzerngesellschaften gezeichnet worden sind. Zum Bilanzstichtag werden sie mit 696,0 Mio. EUR ausgewiesen.
Die Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. hat am 10. Februar 2005 nachrangige Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von 20 Jahren, deren Rückzahlung durch die Talanx AG garantiert wird, begeben. Der Erlös aus der Begebung wurde der Talanx AG darlehensweise überlassen. Die Restschuld des Darlehens betrug zum Bilanzstichtag 271,3 Mio. EUR.
Die Hannover Re (Bermuda) Ltd. hat der Talanx AG ein Darlehen über 50,0 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Das Darlehen wird am 31. Mai 2013 fällig.
Ferner werden weitere Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen, kurzfristig zur Verfügung gestellte Festgelder sowie Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit Tochtergesellschaften ausgewiesen.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 19.360 | 11.372 |
Unter dieser Position werden überwiegend Zinsabgrenzungen aus Darlehen und Swapgeschäften gezeigt.
Ein kleinerer Anteil entfällt auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen: | ||
| HBG Hannover Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover | 51 | 3.184 |
| HNG Hannover National Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Hannover | - | 12.900 |
| Hannover Rückversicherung AG, Hannover | 127.184 | - |
| Talanx Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover | 1.242 | 2.949 |
| Talanx Deutschland AG (vormals HDI-Gerling Leben Serviceholding AG), Hannover | 460.000 | - |
| Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Luxemburg | - | 16.267 |
| Targo Lebensversicherung AG (vormals CiV Lebensversicherung AG), Hilden | 2.046 | 1.998 |
| 590.523 | 37.298 | |
| IGEPA Industrie- und Gewerbepark GmbH & Co. KG | 624 | 602 |
| 591.147 | 37.900 |
Im Geschäftsjahr wurden aus der Talanx Service AG Anteile an verbundenen Unternehmen auf die Talanx Deutschland AG (TD) abgespalten, weiterhin wurde die ProACTIV Holding AG auf die TD verschmolzen. Weil die Zugänge zur Kapitalrücklage der TD im Rahmen dieser Vermögensübernahmen den Buchwertzugang der TD-Beteiligung bei Talanx AG um mehr als 460.000 TEUR überstiegen, wurde die Ausschüttung aus der Kapitalrücklage der TD erfolgswirksam vereinnahmt.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 56.229 | 5.573 |
| Dienstleistungserträge | 6.528 | 8.496 |
| Kostenerstattungen | 8.176 | 3.138 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 687 | 214 |
| Erträge aus der Ablösevereinbarung mit Hannover Reinsurance (Irland) Ltd. | 12.805 | - |
| Kaufpreisrückerstattung für neue leben Holding AG | - | 778 |
| Sonstige Erträge | 2.644 | 461 |
| 87.069 | 18.660 |
Bei den Erträgen aus Kapitalanlagen entfielen 37.158 TEUR auf die Veräußerung der Euro International Reinsurance S.A., Luxemburg.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| -3.060 | 20.690 |
Dieser Posten enthält Vorstandsvergütungen und Gehälter in Höhe von 14.300 TEUR, soziale Abgaben sowie Pensionszahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder. Saldiert wurde die Veränderung der Pensionsrückstellung inklusive Freihalteansprüchen (vergleiche auch "Nr. 13 Außerordentliche Aufwendungen").
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Aufsichtsratsvergütungen | 1.694 | 918 |
| Aufwendungen aus interner Leistungsverrechnung | 6.109 | 4.955 |
| Reisekosten | 771 | 888 |
| Prüfungs- und Beratungskosten | 35.697 | 23.348 |
| Aufwendungen für Werbung | 8.347 | 9.588 |
| Ertragszuschuss Talanx International AG | 67.400 | - |
| Freistellungserklärung Talanx International AG | 37.289 | - |
| Ertragszuschuss HDI-Gerling Lebensversicherung AG | 170.735 | - |
| Freistellungserklärung HDI-Gerling Lebensversicherung AG | 21.200 | - |
| Vergleich Quotenrückversicherung | - | 14.000 |
| Sonstige Aufwendungen | 7.118 | 5.688 |
| 356.360 | 59.385 |
Die Aufwendungen für Werbung stammen im Wesentlichen aus der Imagekampagne. Der größte Teil der Beratungsleistungen steht im Zusammenhang mit IT-Projekten und der Umstrukturierung des Konzerns.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 569 | 40.915 |
Der Ausweis betrifft überwiegend Zinserträge aus an verbundene Unternehmen gewährten Darlehen. Eine Darlehensverbindlichkeit der Talanx Service AG wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 auf die Talanx AG abgespalten. Dadurch ging das gewährte Darlehen durch Konfusion unter.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 15.907 | 20.409 |
Hier werden im Wesentlichen die Zinserträge aus Tages- und Festgeldern, aus den Ergebnisabführungsverträgen, aus laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, aus Swapgeschäften sowie Erträge aus Dividenden ausgewiesen.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 125.890 | 127.354 |
Der Ansatz betrifft Darlehenszinsen sowie Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den in den Geschäftsjahren 2003 und 2006 ausgegebenen Anleihen an verschiedene Konzerngesellschaften, Zinsaufwendungen aus dem Darlehen gegenüber der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A., Zinsen aus Swaps, Zinsen aus der Pflichtwandelanleihe Meiji Yasuda Life, Darlehen von verbundenen Unternehmen, Zinsen, die aus der teilweisen Ziehung der Kreditlinie resultieren, Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionen sowie Bereitstellungszinsen.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 199.754 | 359.665 |
Diese Erträge stammen von den unter "Wichtige Verträge" genannten Gesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen wurden.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 430.670 | 1 |
Diese Aufwendungen stammen von den unter "Wichtige Verträge" genannten Gesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen wurden.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 14.161 | - |
Bis auf 63 TEUR Restrukturierungsaufwendungen werden in dieser Position die BilMoG-Umstellungseffekte ausgewiesen.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| 14.161 | - |
Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Anpassungsbuchungen der Pensionsrückstellungen aufgrund des BilMoG in Höhe von 14.038 TEUR.
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern Geschäftsjahr | - | 77.051 |
| Tatsächliche Steuern Vorjahre | -44.526 | -3 |
| Latente Steuern Geschäftsjahr | - | -20.031 |
| Latente Steuern Vorjahre | - | - |
| -44.526 | 57.017 |
Bei dem im Berichtsjahr ausgewiesenen Steuerertrag für Vorjahre handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen, die bzgl. der Organgesellschaft HDI Direkt Versicherung AG gebildet worden waren und Hinzurechnungsbeträge einer irischen Tochtergesellschaft nach dem Außensteuergesetz betrafen. Aufgrund eines positiven BFH-Urteils vom Oktober 2010 in einem analogen Fall wurde die Rückstellung aufgelöst.
Für das Geschäftsjahr wird trotz des Jahresüberschusses kein Steueraufwand ausgewiesen, weil wesentliche Erträge (z. B. Ausschüttungen der Talanx Deutschland AG und der Hannover Rückversicherung AG) nahezu steuerfrei vereinnahmt werden können.
Bei Talanx inkl. ihrer Organgesellschaften werden latente Steuern mit einem Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) von 15,83 % und einem Gewerbesteuersatz von 15,79 % bewertet. Passive latente Steuern, die insbesondere in den Bilanzposten Grundstücke (wegen Sachverhalten gem. § 6 b EStG), Beteiligungen (wegen abweichender Bilanzansätze von Anteilen an Personengesellschaften), Inhaberschuldverschreibungen und Forderungen (phasengleich vereinnahmte Dividenden) entstehen, wurden mit aktiven latenten Steuern aus dem Bilanzposten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle verrechnet. Über diese Saldierung hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.
Die Gesellschafteranteile werden zu 100 % vom HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, als alleinigem Gesellschafter gehalten.
Es bestehen zum Stichtag Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der Talanx und der
| ― | Talanx Deutschland AG (vormals: HDI-Gerling Leben Serviceholding AG) vom 14. Juni 2001 |
| ― | Protection Reinsurance Intermediaries AG vom 27. Juni 2003, geändert am 2. Dezember 2008 |
| ― | Talanx Service AG (vormals: HDI-Gerling Sach Serviceholding AG) vom 27. November 2003 (mit Wirkung ab 1. Januar 2004) |
| ― | AmpegaGerling Asset Management GmbH vom 26. Februar 2004 |
| ― | HDI-Gerling Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH vom 12. Dezember 2007 |
| ― | Bureau für Versicherungswesen Robert Gerling & Co. GmbH vom 2. Dezember 2008 |
| ― | Talanx International AG (vormals: HDI-Gerling International Holding AG) vom 25. Februar 2004. Der Vertrag wurde im Berichtsjahr von der Talanx Service AG auf die Talanx AG abgespalten. |
| ― | HDI-Gerling Industrie Versicherung AG vom 21. März 2007. Dieser Vertrag wurde ebenfalls im Berichtsjahr von der Talanx Service AG auf die Talanx AG abgespalten. |
| ― | Talanx Systeme AG (vormals: HDI-Gerling Gesellschaft für IT-Dienstleistungen AG) vom 6. Dezember 2010 |
Seit dem 17. April 2002 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Magyar Posta Rt., um deren Kunden über ungarische Gemeinschaftsunternehmen (Tochterunternehmen der ProACTIV Holding AG) Lebens- und Sachversicherungsprodukte anbieten zu können.
Mit der Citibank wurde am 22. Dezember 2006 eine Rahmenvereinbarung für Kooperationen auf ausländischen Märkten im Bancassurance-Bereich abgeschlossen und eine Zusammenarbeit in Russland und in der Türkei vereinbart.
Am 18. Juli 2007 schloss die Talanx mit der Deutschen Postbank AG eine Kooperationsvereinbarung mit einer Laufzeit von 15 Jahren über den Vertrieb von Versicherungsprodukten der PB Versicherungen. Die Kooperationsvereinbarung knüpft an die Kooperation zwischen dem HDI V. a. G. und der Deutschen Postbank AG an und stellt diese auf eine neue Grundlage.
Weiterhin besteht seit dem 4. Oktober 2010 eine strategische Kooperation mit dem japanischen Lebensversicherungsunternehmen Meiji Yasuda Life Insurance Company mit dem Ziel, gemeinsam Geschäftsmöglichkeiten in internationalen Versicherungsmärkten zu identifizieren und zu realisieren. Die Kooperation ist durch eine vom Kooperationspartner gezeichnete nachrangige nicht endfällige Pflichtwandelanleihe der Talanx AG über 300 Mio. EUR unterlegt, die im Falle eines Börsengangs der Talanx AG in Stammaktien der Talanx umzuwandeln ist.
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| Anzahl Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Vollzeitkräfte | 86 | 85 |
| Teilzeitkräfte | 11 | 6 |
| Gesamt | 97 | 91 |
Die Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands finden sich im Lagebericht unter "Verwaltungsorgane der Gesellschaft".
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 4.844 TEUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 1.694 TEUR. Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstände und ihrer Hinterbliebenen betrugen 1.897 TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 20.769 TEUR zurückgestellt.
Die Gesellschaft hat in 2010 gegenläufige Equity Swaps abgeschlossen und zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Das gegenüber dem Kontrahenten eingegangene Risiko wird vollständig, inklusive des Ausfallrisikos, an ein verbundenes Unternehmen weitergereicht. Die gegenläufigen Effekte aus der Bewertungseinheit sind vollständig korrelierend und gleichen sich daher zur Gänze aus. Die Laufzeit der abgeschlossenen Equity Swaps ist limitiert auf drei Jahre.
Die Gesellschaft setzt zudem Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) in Bewertungseinheiten ein, um Zahlungsströme bei bestimmten variabel verzinslichen Verbindlichkeiten (Grundgeschäfte) gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern. Die "Plain-Vanilla"-Zinsswaps dienen dazu, sich vor negativen Effekten im Periodenergebnis bei steigenden Zinsen zu schützen. Den erhaltenen Zinszahlungen aus den Swapgeschäften (variable Zinsen) stehen in gleicher Höhe Zinszahlungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber; darüber hinaus hat die Gesellschaft fixe Zinszahlungen an die Swappartner zu leisten. Durch die Auswahl bonitätsmäßig hochwertiger Kontrahenten wird ein signifikantes Bonitätsrisiko vermieden. Der variable Zinssatz ist abhängig von Drei-Monats-EURIBOR.
Die Talanx AG hat gegenüber den Inhabern der im Februar 2005 von ihrer Tochtergesellschaft Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. begebenen nachrangigen Schuldverschreibung über ursprünglich 350 Mio. EUR eine nachrangige Garantie über die Zahlung der aus der Anleihe zu zahlenden Beträge wie Zinsen und Rückzahlungen abgegeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Die durch die Begebung der Anleihe aufgenommenen Mittel in Höhe von 350 Mio. EUR wurden der Talanx AG von der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. darlehensweise zur Verfügung gestellt. Bis Dezember 2010 hat die Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. einen Teil der begebenen Anleihe im Nennwert von rund 107 Mio. EUR zurückerworben und entwertet, sodass die Schuldverschreibung zum Abschluss des Berichtsjahres noch in Höhe von 275 Mio. EUR bestand. Die Talanx AG hat das ihr von der Talanx Finanz (Luxemburg) S. A. gewährte Darlehen in Höhe von rund 79 Mio. EUR zurückgezahlt. Der Restbetrag des Darlehens ist in der Bilanz unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Die Talanx AG hat ferner Bürgschaften für die nicht eingezahlten Teile von Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften Targo Lebensversicherung AG (59 Mio. EUR) und Targo Versicherung AG (9 Mio. EUR) übernommen.
Darüber hinaus bestehen latente Einzahlungsverbindlichkeiten aus nicht voll eingezahlten Aktien der Protection Reinsurance Intermediaries AG (0,7 Mio. EUR).
Außerdem ist die Talanx AG vertraglich verpflichtet, Vertriebspartnern verschiedener Konzerngesellschaften für Vertriebsfördermaßnahmen Vertriebs- und Werbekostenzuschüsse in 2011 in Höhe von insgesamt bis zu 1,3 Mio. EUR zu zahlen.
Als Trägerunternehmen der Gerling Versorgungskasse in Bezug auf Mitarbeiter der ehemaligen Gerling-Gesellschaften, die im Zuge der Gerling-Integration bei unserer Gesellschaft angestellt worden sind, haftet unser Unternehmen anteilig für eventuelle Fehlbeträge.
Resultierend aus der im Berichtsjahr vollzogenen Abspaltung verschiedener Beteiligungen von der Talanx Service AG (vormals: HDI-Gerling Sach Serviceholding AG) auf unsere Gesellschaft haftet die Talanx AG als übernehmender Rechtsträger gemäß § 133 UmwG für die vor dem Wirksamwerden der Abspaltung am 4. August 2010 begründeten Verbindlichkeiten der Talanx Service AG mit dieser als Gesamtschuldner über einen Zeitraum von fünf bzw. für Versorgungsverpflichtungen aufgrund des Betriebsrentengesetzes von zehn Jahren. Der Gesamtbetrag dieser Verpflichtungen beträgt 44 Mio. EUR. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 0 Mio. EUR.
Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverbands der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover. Der HDI (Mutterunternehmen) stellt nach § 341 i HGB einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Talanx AG, Hannover, stellt daneben auf freiwilliger Basis einen eigenen Konzernabschluss nach IFRS auf. Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Hannover, den 28. März 2011
Talanx Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Haas
Dr. Hinsch
Leue
Dr. Noth
Dr. Querner
Dr. Roß
Wallin
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Talanx Aktiengesellschaft, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 5. Mai 2011
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer
Husch, Wirtschaftsprüfer
Riethorst 2
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